Klipp November/Dezember 2022

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VERKEHR & UMWELT

Neues aus dem Schilderwald Schilda. Mit der 33. StVO-Novelle kamen mit 1. Oktober auch neue Verkehrszeichen. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Neuzugänge Schulstraße Dieses Zeichen zeigt den Beginn einer Schulstraße an. Ab diesem Schild gelten besondere Regelungen, damit die Fußgänger vor Schulen besser geschützt sind. Ab- und Zufahren ist nur Schülertransporten, den Fahrzeugen der Müllabfuhr und des Straßendienstes, der Feuerwehr, dem Pannendienst, den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Anrainern gestattet. Ausgenommen vom Fahrverbot sind Radfahrer. In diesem Bereich gilt Schritttempo. Sackgassen Seit 1. Oktober sind die Verkehrsschilder bei Sackgassen präzisiert. So wird mittels Piktogramm darauf hingewiesen, ob Fußgänger weitergehen können und ob für Radfahrer eine Durchfahrt möglich ist. E-Ladestationen Kommt Ihnen dieses Schild unter, ist die nächste E-Ladestation nicht mehr weit. Im blauen Rand wird die Entfernung bis zur E-Tankstelle angezeigt. Dieses Schild darf auf derselben Straße nur ein Mal innerhalb von 1.000 Metern in der gleichen Fahrtrichtung angebracht werden. Fahren bei Rot für Radfahrer Eine Erleichterung gibt es für Radfahrer:innen: Bei roten Ampeln, wo diese Zusatztafeln angebracht sind, müssen diese nicht mehr warten. Die Tafeln mit grünem Pfeil nach rechts oder geradeaus zeigen an, dass das Rechtsabbiegen bei Rot bzw. das Geradeausfahren bei T-Kreuzungen erlaubt sind. Unbedingt beachten: Vor der Weiterfahrt müssen Radfahrer stehenbleiben und sich vergewissern, ob der Weg frei ist. Gemeinsamer Schutzweg und Radfahrerüberfahrt Dieses Zeichen kennzeichnet die Fortsetzung eines Geh- und Radwegs sowie eines gemeinsam geführten Geh- und Radwegs für die Überquerung der Fahrbahn durch Fußgänger und Radfahrer. Fahrzeuglenker müssen die Überquerung für die Radfahrenden und Zu-Fuß-Gehenden ermöglichen. Quelle: „Freie Fahrt“ – Das Klubjournal des ARBÖ (5/2022)

30 November/Dezember 2022

Zwei, die gut zusammen passen Der Kia EV6 GT line und „Strong Arnold“

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er kennt bei den Elektroautos nicht die Diskussionen, wenn es um die Batterie-Ladezeiten und Reichweite geht. Mit dem Kia EV6 ist das alles kein Thema mehr. Mit ihm sind wir vom Klippmagazin heute unterwegs zu einem ebenbürtigen Partner und zu dessen Geburtshaus. Dieses befindet sich in Thal bei Graz. Jahrzehntelang galt er als der stärkste Mann unserer Zeitrechnung. Arnold Schwarzenegger, die steirische Eiche, lebt heute in Kalifornien, war dort auch Gouverneur, wurde als Terminator zu einem Mega-Star der Filmindustrie Hollywoods. Und ist heute - ja - ein Klima-Aktivist.

Zu haben ist der moderne und sportliche Crossover ab 50.000 Euro, in der GT-Version ab 75.990 Euro

Video auf: www.klippmagazin.at wir es. Unser Kia EV6 fällt auf, interessiert die Leute offensichtlich. Unser Ziel ist ein so genannter Hypercharger bei der Ladestation vor Arnies Geburtshaus, das heute sein Museum ist. Dort werden wir den EV6 im Eiltempo mit dem nötigen Saft, sprich Strom, aufladen.

Beim Stehenbleiben an den Ampeln auf der Fahrt nach Thal spüren 585 PS – Fahrspaß pur!

Wir haben unser Ziel erreicht. In nur 20 Minuten - also eine längere Kaffeepause - wird die Batterie des EV6 beim Hypercharger von Strong Arnie so viel Strom aufnehmen,

dass sie wieder zu 80 Prozent geladen ist. Und dann ist es soweit. Die Reichweite mit unserem EV6 beträgt wieder echte 370 km. Und damit sind wir schon wieder on the road. Bei 100 Prozent sind es sogar bis zu 500 km. Die Hypercharger, so wie der bei Strong Arnie - und von ihnen gibt es immer mehr - sind maßgeschneidert für den Kia EV6. Um mit Big Arnold zu sprechen: hasta la vista, Baby! Hier finden Sie Infos zu E-Ladestationen in der Steiermark:

Der Diesel fehlt Trotz Steuervorteil ist Diesel deutlich teurer als Benzin. Wieso?

Dass Dieselkraftstoff an Österreichs Zapfsäulen mehr kostet als Super 95, kann punktuell schon einmal vorkommen. Dass sich der Dieselpreis so massiv vom Benzinpreis entkoppelt und Dieselkraftstoff vereinzelt Tankstellen ausgegangen ist, ist hingegen Neuland. Zahlen der EU-Kommission zufolge betrug die Preisdifferenz in Österreich am 5. und 12. September mehr als 20 Cent. „Während Europa Benzin exportiert, muss der Dieselbedarf über Importe gedeckt werden“, erklärt Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Mineralölindustrie. Auch rund 60 Prozent des in Österreich verbrauchten Diesels werden importiert. Aufgrund der geo-

politischen Lage und fehlender russischer Mengen sei die Situation am Markt angespannt. Doloszeski fasst zusammen: „Wir haben einen Dieselengpass.“ Nun kommen etwa 60 Prozent des nach Österreich importierten Dieselkraftstoffes nicht aus Russland, sondern Deutschland. „Doch auch dort ist die Lage schwierig“, erklärt Doloszeski und verweist auf das Niedrigwasser am Rhein und die damit einhergehenden höheren Transportkosten sowie auf ausgefallene Raffinerien. Solche gibt es nicht nur in Deutschland: „Die Situation in der Raffinerie Schwechat ist ein zusätzliches nationales Problem“, sagt Doloszeski. Die Raffinerie befindet

sich seit dem 19. April in einem Wartungsstillstand, Anfang Juni kam es zu einem Unfall. Mehr als rund 20 Prozent Kapazitätsauslastung waren seither nicht möglich. Und das in der einzigen Raffinerie Österreichs, aus der immerhin etwa 40 Prozent des hierzulande benötigten Dieselkraftstoffes stammen. Immerhin: Wie die OMV bestätigte, soll die Raffinerie in der ersten Oktoberhälfte wieder voll hochfahren. „Das wird den Engpass freilich entschärfen“, so Doloszeski. Ob diese Entschärfung von Dauer ist, kann allerdings wohl niemand seriös voraussagen. Quelle: „auto touring“ – Das Mobilitätsmagazin des ÖAMTC, Okt/22