Münchner Kinderzeitung Heft 26/Juni-August 2014

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Herausgeber: Kultur & Spielraum e.V. Auf lage: 50.000 | www.muek.info Juni bis August 2014

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Fütterst DU dein Sparschwein? Ein Heft über Geld

Wiese voller Wagen: Von einer anderen Art zu leben

Sommer voller Bälle: Von Straßenfußball und Tenniskindern


t e k c i T y d n a H

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Erlebnisreisen

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Sommerferien 2014 Stadtreisen und Busausflüge für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren, die im Stadtgebiet München leben

Verkaufstermine Sommerferien: 28.06.2014 Weihnachtsferien: 08.11.2014

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Die Münchner Kinderzeitung erscheint viermal im Jahr und wird in einer Auflage von 50.000 Exemplaren kostenlos an alle 2. bis 6. Klassen, in den Stadtbibliotheken und an rund 50 weiteren Orten in der ganzen Stadt verteilt. So erhalten alle Kinder unabhängig vom Elternhaus Zugang zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt. Die Münchner Kinderzeitung ist ein Forum für Münchner Kinder und steht für altersgemäße Information, Leseförderung, Kinderbeteiligung und Integration. Zentrales Element des gemeinnützigen, von Sponsoren finanzierten Projekts ist die Zusammenarbeit von Profijournalisten und Kindern. Neben der festen Mitarbeit in der Kinderredaktion haben Mädchen und Jungen auch in mobilen Zeitungswerkstätten die Möglichkeit die Kinderzeitung mitzugestalten. Eine demokratische Stadtgesellschaft braucht informierte Leser – von Anfang an! Die Münchner Kinderzeitung braucht Ihre Unterstützung! Interessiert? Infos: www.kulturundspielraum.de

Impressum Heft 26 Herausgeber: Kultur & Spielraum e.V., Marion Schäfer, Reinhard Kapf hammer, Ursulastr. 5, 80802 München Kinderredaktion: Silke Schetelig, August-Exter-Str.1, 81245 München, redaktion@muek.info, Telefon 089/821 11 00 Konzeption: text:bau, Kultur & Spielraum Chefredaktion: Christian Haas Art Direction: Büro Alba: Tina Strobel-Rother Illustration und Layout: Büro Alba: Pauline Karlson, Pablo Campo Gosálbez, Dela Tran Comic: Jakob Werth Fotografen: Katy Spichal, Franziska Thalhammer, SeverinVogl Mitarbeiter dieser Ausgabe: Luisa Grußendorf, Fiona Kennedy, Pia Wanzek, Iris Wehn Typografie: New June: Hubert Jocham, Marat: Ludwig Übele Wir danken den Unterstützern der 26. Ausgabe: Alessa Krempel, Wolfgang und Gerda Mann-Stif-

tung, Sky Deutschland, Stadtsparkasse München, Stadtwerke München GmbH, Münchner Stadtbibliothek, MVG, Landeshauptstadt München: Referat für Bildung und Sport; Sozialreferat, Stadtjugendamt / Jugendkulturwerk / Ferienmaßnahmen, Kai Mickley; Sintje und ihre Familie vom Stattpark Olga, Sarah Thielen und Kollegen der BMW Open, BISS e.V., Dr. Michael Apel vom Museum Mensch und Natur, Internationale Münchner Filmwochen GmbH Hier gibt's die Kinderzeitung: In deiner Schule, der Stadtinfo im Rathaus, den Stadtbibliotheken, der Pasinger Fabrik, der Seidlvilla, den Sozialbürgerhäusern, im Kindermuseum und an rund 50 weiteren Stellen (wo genau, das erfährst du auf unserer Webseite www.muek.info)

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FOTOS: Cover: Severin Vogl, Franziska Thalhammer, Bunt kickt gut (Sky), S. 3: Katy Spichal, N. Rupp /Sky, Ilya

An die Erwachsenen


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IN DIESER AUSGABE

SEITE

DIE THEMEN

4-9 / ALLES RUND UMS geld

16–18 / Terminkalender 20–21 / Schön, lustig, nervig

Namen sind voller Geschichte(n) 22–23 / Der Sommer wird sportlich

Überblick zum Taschengeld – wann, wieviel, warum. Einblick in die Straßenzeitung BISS. Ausblick auf kommende Flohmärkte. Rückblick aufs Mediencamp mit dem Thema Geld. 10–11 / Hausbesuch in der Wagenburg

So geht's auch: Leben in Wohnwagen und Bussen. Mitten in München. Wir waren da. 12–14 / Fotostory

Tennis-Ballkinder kommen ihren Sporthelden nah. Blindenfußballer sind selbst Helden 24–25 / Wissen

Alles was du rund um Drohnen wissen musst 26–27 / Medientipps

Thema: Müllaufräumen im Park

28–29 / Kinderkrimipreis-Gewinnerstory

„Gnadenlos tot” – Prädikat: superspannend! 30 / Spaß und Rätsel 31 / Psychotest "Bist du geizig?" 32 / Comic: Paula & Ali in Aktion

Die redaktion Hier siehst du das junge Redaktionsteam der Münchner Kinderzeitung. Neue ReporterInnen und RedakteurInnen sind herzlich willkommen! Wir treffen uns immer freitags von 16-17.30 Uhr in der Pasinger Fabrik.

LOLA

GINA

charlotte

Rahel

selina

anna

Lien ne

julia

mario

martha

FLORIN

Georgi

Ma x – so heißt unser Cover-Schwein! In de r kommenden Ausgabe stellen wir Ma x noch genauer vor! Vorab fin dest du Videos unter ww w.youtube.com/us er/Ma xDasSchwein FANNY

LEONie

SAmi

MORITZ

DESTIN

Michael

sabrina

Philip

cosima

TINA

EVGENIYA

HUNG

Luis

Marina

Ronja

harriet

ilya

SAVA

KWOH-WAH

JULCHEN

ANNABELL


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Von Münz€n, Sch€inen und Ding€n, die wichtig€r sind als G€ld

geld

Ist G e ld gut o d e r schle ch t? SAVA

Geld braucht man für Kleidung, Essen, Videospiele… Und man ist froh, wenn man welches hat. Stell dir mal vor, es gäbe kein Geld und alles auf der Welt wäre gratis!

... dass München, vor allem was das Thema Wohnen anbelangt, die teuerste Stadt Deutschlands ist? ... in der Münchner Maximilianstraße die teuersten Geschäfte und Hotels stehen und die Ladenmieten bis zu 10-mal so hoch sind wie in anderen Stadtvierteln? ... Tauschen immer beliebter wird? Neben Rädern und Autos funktioniert das auch bei Werkzeug und Spielzeug. Mit Stickern der Webseite www.pumpipumpe.ch kannst du an deinen Briefkasten allen zeigen, dass du zum Beispiel dein Schlauchboot oder deine Tischtennisschläger teilst! ... sogenannte Tafeln jede Woche kostenlos Lebensmittel an rund 18 000 Menschen verteilen, die sich diese nicht leisten können? ... jedes Jahr mehrere tausend Euro in den Fischbrunnen am Marienplatz geworfen werden, weil einige Leute glauben, das bringe Glück?

So kann man jemandem Geld spenden, der es dringend braucht. Man kann aber auch jemanden mit Geld bestechen, damit er etwas Verbotenes tut. Ein vesenproblem sind Schulden, immer mehr Menschen haben damit zu tun. Das kann klein anfangen, mit einem neuen Computer oder einer Wohnung, deren Miete man sich nicht leisten kann. Dann geht es weiter, man verliert den Überblick und irgendwann kommt die Sache vor Gericht. Ob Geld nun gut oder schlecht ist, hängt also davon ab, was man damit macht. Überleg dir also immer gut, wozu du Geld verwendest und welche Folgen es hat. Sava

FotoS: Severin Vogl und das Foto-Team vom Mediencamp; Museum Mensch und Natur

H ast du g e wusst ...

An sich hätte das zwar etwas Gutes, aber auch viel Schlechtes: Jeder nimmt sich einfach das, was er will. Das wiederum würde dazu führen, dass die Fabriken nichts mehr herstellen. Denn wovon sollen sie leben, wenn sie keine Gegenleistung bekommen und ihre Arbeit nicht geschätzt wird? Geld hat also immer etwas mit Wert zu tun. Und wie bei allem im Leben gibt es gute und schlechte Seiten.


geld

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„All€s kann G€ld s€in” FANNY

ALLES KANN GELD SEIN heißt eine neue Ausstellung im Museum Mensch und Natur, in der u.a. Zahlungsmittel aus aller Welt gezeigt werden. Wir sprachen mit Museumsleiter Dr. Apel.

Alles kann Geld sein – gilt das auch für Panini-Bildchen? Dr. Apel: Das Tauschen allein macht die Dinge noch nicht zu Geld. Wenn man dafür auch andere Waren (z.B. 5 WM-Bilder für 1 Lutscher) oder Dienstleistungen (3 WM-Bilder für 1 x Fahrradputzen) bekommt, geht das schon in Richtung Geld. Hinzu kommt, dass sich dieser Tauschhandel verbreiten muss, also alle akzeptieren, dass Panini- Bildchen ein Zahlungsmittel sind. Das heißt, du nimmst ein Panini-Bild, auch wenn du sie gar nicht willst, aber weißt, dass du etwas anderes dafür bekommst.

Wampum-Perlen waren unter Indianervölkern verbreitet

Kauri-Schnecken waren über drei Jahrtausende wie Geld

So ist es auch mit vielen unserer Ausstellungsstücke wie den Schnecken- und Muschelschalen, Federn, Metallen, Münzen, Steinen oder auch Zähnen von Tieren: Es sind Gegenstände, die in bestimmten Ländern zu bestimmten Zeiten „Geld“ waren. So ist es also auch mit unseren Euros? Dr. Apel: Ein 10-Euro-Schein ist eigentlich nur ein Fetzen Papier – und nichts wert. Wenn du nicht wüsstest, dass du dir dafür viele Kugeln Eis kaufen kannst, wäre der Geldschein für dich ohne Bedeutung. Der Materialwert dieses Scheins liegt unter einem Cent! Wenn nicht alle diesen Schein als Geld und damit als wertvoll erachten würden, könntest du nicht viel damit anfangen, außer etwa Feuer machen.

GINA

In der Südsee galten früher sogar Käferbeine als Geld

Die Ausstellung im Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg läuft noch bis 14. September 2014. Eintritt frei für Kinder! Infos: www.mmn-muenchen.de

w mit tte Inte rvie Das kom ple l ite r Dr. Ape M useu msle e k .info! uf w w w.mu a u d t s e d n fi

MORITZ

eindrücke vom Mediencamp "Geld" – so lautete das Motto des in den Osterferien in der Pasinger Fabrik von Radio Feierwerk, Stadtbibliothek und MÜK veranstalteten Mediencamps. An drei Tagen konnten 30 Mädchen und Jungen von Medienprofis einiges lernen. Vor allem, dass die Arbeit in den sechs Workshop-Gruppen Video, Layout, Blog, Foto & Zeitung und Radio nur in Teamarbeit zu bewältigen ist … Am 3. Tag waren alle Teams zu Gast im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, wo sie live die Produktion einer Sendung miterlebten. Den Höhepunkt bildete danach die Überreichung der Zertifikate, ein Konzert der "Tonecooks" und die Präsentation aller Medienproduktionen, die du unter www.muek.info/mediencamp ansehen kannst.


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REGELMÄSSIGES GELD

All€s rund d l € g n € h c s a T ms u

JULCHEN

sind eltern verpflichtet, ihren kindern taschengeld zu geben?

Nein, das sind sie nicht. Also haben Kinder kein offizielles Recht auf Taschengeld. Das heißt aber nicht, dass Kinder kein Taschengeld bekommen sollten. Hier ein paar Argumente, wenn deine Eltern fragen, warum Taschengeld wichtig ist oder es mal wieder Streitereien darum gibt:

r kein tlic h ga m me n e ig e o ko m m e fü r be k „ Ic h be ge ld, abe r da meinen Eln n Tasc he ' nebenbei vo ls Taschens ra ich ,alle ist viel coole erdem: s a uß D A . . n n ter me e r im bekom e s treite n , w u z ld e r g e ld e g d n n e a h ich sc Wenn s m meis te n Ta t mitreden. h a M onat t, muss ich nic m bekom Julche n Cool! “

MORITZ

was bringt taschengeld – ausser eben geld?

Wir lernen uns Geld einzuteilen und damit auszukommen! Wir werden selbstständig und können Verantwortung übernehmen! Wir können auch im erwachsenen Alter sinnvoll mit Geld umgehen! Außerdem will sich ja jeder mal ein bisschen was kaufen, ohne immer fragen zu müssen!

te ein Wie viel soll en? K ind b ekomm

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Wofür geben die meisten Kinder ihr Taschengeld aus?

Das hängt immer davon ab, wie viel Geld die Eltern haben und wie viel sich Kinder vom Taschengeld kaufen müssen. Unsere Blitz-Umfrage in Pasing hat ergeben, dass die meisten Kinder zwischen 10 und 12 Jahren zwischen 3 und 5 Euro pro Woche bekommen. Nur zwei erhielten über 20 Euro die Woche. Ich, Moritz, bin 12 und kriege hingegen 8 Euro im Monat. Die Beiträge, die die deutschen Jugendämter (siehe untere Grafik) empfehlen, finde ich etwas übertrieben. Du auch?

Alter 8,75€ bis 11,25€

17 16 14 12 3,25€ bis 4€

11 10 2€ bis 3€

9 8 1,5€ bis 2€

7 6 50 Cent

Taschengeld pro Woche

2

3

Süßigkeiten Bücher / Magazine

5

Geschenke für Freunde / Familie

4

5€ bis 5,50€

13

4

1

6,25€ bis 7,50€

15

5

Ich spare immer eine Zeit lang und gebe dann einen Teil für Bücher oder Ähnliches aus. So machen es offenbar auch andere – hier die aus Umfragen ermittelten und alle recht nah beieinander liegenden Top Fünf der Taschengeldausgaben:

Kino

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Kleidung und Schuhe Interessant: Spielzeug kommt erst auf Platz 11 und Sparen gar nicht vor …

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EVGENIYA

Leben ohne (Taschen-)Geld – ist das möglich? „Eine Hand wäscht die andere!" Nach diesem Prinzip lebt der 30-jährige Raphael Fellmer mit seiner Familie. Und zwar vollkommen ohne Geld! Glaubst du nicht? Dann schau nach unter www.muek.info und erfahre, wie (und warum) er das macht.


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G€LD V€RDI€N€N AM FLOHM ARKT

EXTRAVERDIENST

COSIMA martha

SAVA

Kaufen und Verkaufen. Tauschen und Trödeln. Trödeln? Naja, trödeln sollte man auf einem Flohmarkt nicht gerade, sonst sind die besten Stücke weg. Also ist früh aufstehen angesagt. Das haben wir beim "Kleinen Münchner" an der Münchner Freiheit nicht ganz geschafft, waren aber dennoch mit unserer Ausbeute ganz zufrieden. Das Beste daran: Nur Kinder und Jugendliche dürfen als Standbesitzer Sachen verkaufen.

handeln und feilschen

UMFRAGE: COSIMA & MARTHA REDAKTIONELLE BEARBEITUNG: ANNA, ANNABELL & SAVA

Wenn ihr mehrere seid, versucht euch als Marktschreier. Die Mädchen, die „Feenf lügel für 1 Euro“ brüllend über den Platz liefen, waren sie in Nullkommanichts los.

decke oder tisch?

Bei den Ständen, von denen es diesmal 154 (!) gab, sah man mehr Decken als Tische. Klar, bei einem Tapezier- oder Biertisch, müssen sich die Leute nicht bücken. Aber Decken bieten meist mehr Platz und sind oft schöner und einfacher zu handhaben! preise auszeichnen oder nicht?

Überall kleine Schildchen anzubringen macht ganz schön Arbeit. Vorteil: Die Leute sehen gleich, wie teuer etwas ist. Nachteil: Man kommt nicht so gut ins Gespräch, kann schlechter handeln und um den Preis feilschen. Und das macht ja auch Spaß!

Überlege dir, für wie viel Geld du ein Teil loswerden willst, zum Beispiel: 3 Euro. Wenn dich jemand fragt, verlange 4 Euro. „So viel hab ich gar nicht (heul)“ oder „Viel zu teuer! (ärger)“ wird die Antwort sein. Will dein Gegenüber nur 2 Euro zahlen, dann kannst du stolz sagen: „Okay, weil’s du bist, 3 Euro, fairer Deal, oder?“

Unser e Verkaufstipps: Alles so hinstellen, dass es gut zu sehen ist. Wenn du mehr dabei hast, lieber für später zurückhalten, zu volle Decken oder Tische sind unschön und schrecken ab.

Sei nett und freundlich zu den Kunden, berate sie und biete deine Hilfe an. Besorg dir Süßigkeiten wie z.B. verschiedene Fruchtgummis, die du dann auf einen Spieß steckst und für 50 Cent verkaufst. Du wirst sehen – bald schon hast du dafür mehr eingenommen als ausgegeben. Oder du verkaufst Selbstgebasteltes. Nichts Schlechtes über die Sachen sagen, nur Gutes! Schwindeln darf man aber freilich auch nicht ... was bringt´s?

n zu ein M an e ld m a k l a b ic h G „ Ein m rag te , o , e r gibt f d n u te mir . Er mein tausc he t u nd ic h ih m en mir 50 C ro.“ u E 1 r ü d af

30 Euro im Durchschnitt, so unser Umfrage-Ergebnis. Die Höhe hängt davon ab, was du für wertvolle Sachen ausstellst. Doch Kleinvieh macht auch Mist, so hat etwa das Mädchen mit den Mini-Ponys richtig viele verkauft. Außerdem schaffst du Platz im Zimmer und hilfst der Umwelt, weil nicht so viel weggeschmissen wird.

Die nächsten Termine des „kleinen Münchner" vom Kinderund Jugendmuseum München

„Ein m al k am je m an d u n d h at eine Sc ha c hte l mitg enommen Die gehört . e eigentlic h gar nich d a zu u n d t war nic hts we rt .“

ANNABELL

21. Juni am Hauptbahnhof und 4. und 19. Juli an der Münchner Freiheit, jeweils samstags, von 8.30–14 Uhr, Anmeldung vor Ort, Info: Tel. 54 94 64 40, KOSTENLOS! Hofflohmärkte: 26. Juni: Nymphenburg, 27. Juni: Lehel, 5. Juli: Schlachthofviertel & Westend, 25. Juli: Maxvorstadt, 26. Juli: Haidhausen, Info: www.hofflohmaerkte.de


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biss – €ine B€SOND €R€ z€itun g

GEDRUCKTE ZEITUNG

An vielen S- und U-Bahnhöfen und belebten Plätzen sind sie zu finden: die Verkäufer der Straßenzeitung BISS. Christian Zimmermann ist einer von ihnen. Wir von der Kinderredaktion haben ihn auf einer seiner Stadtführungen über den Ostfriedhof begleitet. Diese zeigt München mal nicht von seiner prachtvollen, sondern seiner armen Seite – und seiner hilfsbereiten. TEXT: GINA, HUNG, KWOH-WAH, RAHEL UND LUISA GRUSSENDORF

Hung: Was hat der Ostfriedhof mit der BISS-Zeitung zu tun? Hier gibt es eine Grabstätte für BISS-Verkäufer. Und auch das Grab des Münchner Modeschöpfers Rudolph Moshammer, der sich immer für unsere Straßenzeitung eingesetzt hat. Auch nach seinem Tod wird BISS durch sein Erbe unterstützt.

Charlotte und Lienne (nicht im Bild) trafen Pietro Dorigo am Bahnhof Pasing. Seit 2005 arbeitet er bei BISS. Er meint: „Es macht mir viel Spaß, nicht nur am Monatsanfang, wenn das Geschäft am besten läuft!"

Rahel: Wie hilft BISS Obdachlosen? Vorab: Bei uns arbeiten vor allem Menschen, die zwar eine Wohnung haben, aber trotzdem sehr arm sind. Wenn man angestellt ist, dann bekommt man Gehalt, Wohnung und Versicherungen. Sollte es Schulden geben, hilft BISS, sie loszuwerden, sodass man wirklich einen Neuanfang machen kann, um aus schlechten gute Zeiten zu machen.

Rahel KWOH -WAH

Kwoh-Wah: Haben die Verkäufer auch mal frei?

Ja, im August, weil da keine Zeitung erscheint. Ich brauche aber keinen Urlaub. Ich gebe, wenn ich etwas übrig habe, das Geld lieber meinen Kindern als wegzufahren. Außerdem liebe ich München so sehr. Rahel: Gibt es auch Nachteile als Verkäufer? Die Arbeit kann hart sein. Es gibt auch Menschen, die einen beschimpfen und verscheuchen wollen. Dafür braucht man ein dickes Fell. Aber meistens helfen die Menschen gerne und behandeln einen mit Respekt, weil sie merken, dass wir etwas tun gegen unsere Armut. Hung: Gibt es besondere Verkaufsstrategien? Jeder hat da seine eigene (lacht). Ich finde, die beste ist, so zu sein, wie man ist und zu hoffen, dass die Leute einen auch so okay finden – ohne großes Theater.

HUNG GINA

ALLES WICHTIGE ZUR b iss ∙ BISS st eht für „Bürger in

so

zialen Schwierigk eiten" ∙ 1. Straßenzeitung Deutschlands ∙ Gründung: 17. Okto ber 1993 in Münch en ∙ Auflage: 38 000 St ück pro Monat ∙ Preis: 2,20 Euro, da

von geht die Hälft e an den Verkäufer ∙ Verkäufer: rund 10 0 (ca . 20 Frauen, 80 Männer) ∙ Jüngster Verkäufe r: 35 Jahre, älteste Verkäufe rin: 80 Jahre ∙ Zwischen 10 und 14 00 Zeitungen verk auft ein einzelner BISS -Mitarbeiter im M onat

Noch mehr Fragen & Antworten findest du auf www.muek.info

FotoS: Katy Spichal, Silke Schetelig, Giesecke & Devrient

Gina: Das ist ja richtig viel, macht das alles BISS? Das Gehalt wird durch die Zeitung finanziert. Plus: Jeder von uns hat einen Paten, der jährlich 5000 Euro zahlt.


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GEDRUCKTE GELDSCHEINE

In MÜNcHEN STEHT ´N€ G€ldfabrik! Geld am laufenden Band: im Münchner Osten passiert's. Die Druckerei Giesecke & Devrient stellt neben Pässen und Wertpapieren auch Euro-Münzen und -Scheine her. Leider dürfen Besucher aus Sicherheitsgründen nicht rein, herausgefunden haben wir dennoch einiges: Um Banknoten herzustellen, sind viele Geräte und Materialien nötig: PAPIER Die Papierbögen sind bereits mit Sicherheitsmerkmalen versehen und liegen in einem Tresor bei 23 Grad. FARBEN Für jede Art des Scheins gibt es eine eigene, streng geheime Mixtur, für einen 5-Euro-Schein werden andere Farben benötigt als für den 20 EuroSchein. DRUCKMASCHINEN Die Druckerwalzen werden mit Farbe bestrichen, die Papierbögen eingeführt und bedruckt. Hinterher kommen sie in einen weiteren Drucker, um mit 80 Tonnen Gewicht darauf ein kaum fühlbares Relief zu erzeugen. HOLOGRAMM Solche Wackelbilder sorgen für Sicherheit und werden ebenfalls draufgedruckt. Zudem bekommen die Scheine eine Nummer, die sich nicht ein einziges Mal wiederholt. Viele weitere Schritte sind nötig, bis die

EVGENIYA

bedruckten Bögen in Banknoten zerteilt werden. Viele Prüfungen folgen, bei denen Fehldrucke aussortiert und zerschreddert werden. PAPIERBÖGEN Davon wissen die Mitarbeiter während des ganzen Prozesses genau, wie viele es gibt. Vor allem, wie viele Banknoten am Ende da sein sollen und wie viele es tatsächlich sind. Überall gibt es unzählige Kameras, massive Wände und Türen, die sich nur mit einem Code öffnen lassen – und nur sehr wenige Mitarbeiter. Alles streng geheim! Evgenyia

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hausbesuch

In der Wagenburg Ganz in der Nähe des Giesinger Bahnhofs stehen zwischen Draußen-Sofas, Hängematten und vielen Pflanzen bunt angemalte Wägen, alte Busse und große Autos, in denen man wohnen kann. Das tun im so genannten „Stattpark Olga“ auch rund 20 Erwachsene und 5 Kinder. Und zwar das ganze Jahr. Wir von der Kinderredaktion durften diese ungewöhnlichen Wohnungen und ihre Bewohner kennenlernen. GINA

Der "Stattpark Olga" ist nur einer von mindestens drei Wagenkolonien in München. Das zeigt, dass mehrere Leute gerne so wohnen. Und das ist auch gut so. Wer sich ein Bild machen will, erfährt unter olga089.blogsport.de, wann öffentliche Termine (Cafés etc.) stattfinden.

FotoS: Franziska Thalhammer, TEXTE: Gina, Marlene & Christian Haas

Die Familie, die wir besucht haben, lebt dort mit drei Kindern. Siska und Remit gehen noch nicht in die Schule, Lars schon: aufs Luisengymnasium. Toll: Der 13-Jährige hat seinen eigenen Bauwagen! Er hat uns erzählt, dass auch seine Freunde zu ihm kommen. Und alle. die hier waren, fanden es cool! Mein erstes Gefühl beim Betreten seines „Zimmers“ war, dass ich aufgeregt war, weil es ja keine normale Wohnung ist! Ich habe mich gefragt, wie sich die Leute hier duschen. Sintje, Lars’ Mutter, erzählte, dass sie einen Gemeinschaftswagen haben, wo sich alle duschen können. Und in der Gemeinschaftsküche kochen sie einmal am Tag zusammen. Tee wird dort mit einem Wasserkessel auf dem Gasherd und nicht einfach mit dem Wasserkocher gemacht. Ich fand es sehr interessant, zu sehen, wie es dort aussieht und wie die Leute leben. Es war sehr nett, dass sie uns ihre Zeit geschenkt haben. Gina


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hausbesuch

Als Erstes sind mir die gackernden Hühner aufgefallen, die uns entgegengekommen sind, als wir von der Straße in den Stattpark Olga reingelaufen sind. Und dann die vielen unterschiedlichen „Wohnungen“. Ich stell mir das auch toll vor, in so einem Wagen zu wohnen, vor allem, wenn es mein eigener wäre. In Lars’ eigenem Wagen sah’s eigentlich aus wie in einem normalen Zimmer. Es gab ein Bett, Regale mit Büchern und Spielen und einen Schreibtisch, der Boden hatte blauen Teppich. Ich fand das toll. Es gab auch einen DHL-Wagen, in dem jemand gewohnt hat, einen Lastwagen und jede Menge andere. Eine Familie hat sich sogar eine eigene Toilette gebaut. Und um einen Wagen war ein Glashaus gebaut, in dem alle zusammen gegessen und gekocht haben. Alles war sehr gemütlich. Marlene

Seit wann lebt ihr hier? Sintje: Jens und ich sind seit dem Jahr 2010 hier. Wir haben zwei ausgebaute Busse, in denen wir mit unseren beiden kleineren Kindern schlafen und leben. Lars, unser 13-Jähriger, hat seinen eigenen Wagen nebenan. Ist es mit so vielen Leuten nicht eng im Wagen? Wir sind hauptsächlich zum Schlafen drin und wenn man mal seine Ruhe haben will. Oder wenn das Wetter ganz scheußlich ist. Ansonsten halten wir uns ganz viel draußen auf. Oder im Gemeinschaftsraum. Dort können wir kochen, spielen oder einfach zusammen reden. Einmal in der Woche treffen wir uns, um Dinge zu besprechen, die alle in der Gemeinschaft betreffen. Zum Beispiel, wann wir wieder den Wassertank füllen müssen und welche Termine demnächst anstehen. So haben wir einmal die Woche ein offenes Café für interessierte Besucher. Friert man in so einem Bus? Selbst wenn es mal kälter wird, sorgen ein eingebauter Ofen und eine Gasheizung dafür, dass es genauso warm wird wie in einer normalen Wohnung. Holz- und Wasserbeschaffung und andere Alltagsorganisationen sind zwar etwas aufwendiger, dafür genießen wir eine tolle Freiheit!


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fotostory

JULIA

Iiiigitt – Kaja und Sophie stolpern im Pasinger Stadtpark ständig über Müll. Dagegen wollen sie etwas unternehmen! Also machen sie sich am Wochenende auf zum Müllsammeln ... IDEE: Julia, Ausarbeitung mit Charlotte, Gina, Lienne & Ronja DARSTELLER: Annabell, Destin, Julchen, Julia, Lienne, MORITZ & Ronja FOTOS: KATY SPICHAL TEXT: CHRISTIAN HAAS

Ronja

Lienne

01 Voller Tatendrang ziehen die beiden los ...

GINA

charlotte

02 Erstaunlich, was die Leute so alles in die Natur schmeißen. Hier hat wohl jemand ’ne Party gemacht!

Mal sehn, was wir alles finden!

Vermutlich einiges! Puh, ganz schon eklig!

03 Als sie zur Würm-Insel kommen, können sie ihren Augen kaum trauen. 04 Wie das wohl da hin kommt?

05 Da bekommen die beiden Besuch. Die halten sich doch zu fein zum Müll sammeln

Da konnte wohl jemand nicht rechtzeitig bremsen!

Schau mal, da sind ja die Supercoolen aus der Nachbarklasse.

07 Jetzt machen sie sich auch noch über Kaja und Sophie lustig. 06 Besonders freundlich begrüßen sie die beiden Müllsammlerinnen nicht.

Das sieht ja echt peinlich aus, wie ihr da den Müll rausfischt.

Damit euch nicht langweilig wird

Wir können euch ja noch mehr Schrott vorbeibringen!


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fotostory

08 Alle lachen sich schlapp, da verliert Xenia plötzlich das Gleichgewicht.

09 Doch ihre Freunde können sie nicht mehr halten, sie landet voll im Wasser.

10 Am nächsten Tag hängt die Clique in der Pause verschwörerisch zusammen. O Gott, ist das kalt! Und nass!

Hilfe, ich rutsche ...

11 Sie wollen ihr Missgeschick von gestern vertuschen. Mit einem gemeinen Gegenangriff!

12 Herr Kröger, Geschichte- und Deutschlehrer, schnappt das Thema auf und mischt sich prompt ein. Was riecht denn plötzlich so komisch hier? Hab ich da was von Müllsammeln gehört?

Das kommt wohl von unsren Müllsammlerinnen ...

13 Da sprudelt es aus Herrn Kröger nur so heraus.

Nö, nö ...

14 Da mischt sich Linus ein... 15 Kaja und Sophie bekommen das mit – und haben eine tolle Idee.

So eine Aufräumaktion fand bei meinem Freund neulich im Ort statt!

Das ist ja wie damals nach dem Krieg, als alle zusammenhalfen, die Trümmer wegzuräumen ...

... der Münchner Bürgermeister Wimmer taufte das ,Rama Dama’ ...

... was soviel heißt wie ,Wir räumen auf’

Wir könnten auch bei uns im Park eine riesige Aufräumaktion veranstalten!

16 A lle sind begeistert, auch die Presse.


14

fotostory

17 Am Samstag tauchen im Park auch unerwartete Mithelfer auf. 18 Die Aktion ist ein voller Erfolg.

’Tschuldigung, wenn wir euch ausgelacht haben!

Wow – jetzt geht es ja richtig schnell!

Wir machen jetzt auch mit!

19 Kaja und Sophie sind nicht nachtragend.

20 Zusammen kriegen sie den Park noch viel sauberer. Und für euer Gelächter wurdet ihr ja schon bestraft – mit kaltem Wasser!

Schon vergessen!

Und Spaß machen tut es auch noch!

ENDE

ANNABELL

RAMA DAMA IN MAMMENDORF Der Ort Mammendorf liegt vor den Toren Münchens. Dort findet jedes Jahr im März ein Ramadama statt. Kinder und Erwachsene fahren dann mit Traktoren und Gemeindefahrzeugen durch die Stadt und befreien Grünflächen, Felder und Wälder vom Müll. Alte Kleidung zu tragen ist total wichtig, weil man manchmal selbst Schmutz abbekommt. Gemeinsam macht das Aufräumen viel mehr Spaß – und zur Belohnung gehen danach alle zum Essen in die Gaststätte. Erkundige dich doch, ob es auch bei dir in der Nähe eine solche Veranstaltung gibt! In München sind diese wieder Anfang Oktober! Annabell

JULIA

JEDER KANN WAS TUN! Die Erde wird von uns Menschen immer mehr mit Müll verschmutzt. Besonders schlimm ist Kunststoff, da dieser sehr lange braucht, um zu verrotten. Auch an vielen Korallenriffen sammelt sich Plastik und gefährdet so das natürliche Gleichgewicht im Meer. Es gibt auch Hügel, die komplett aus Müll bestehen und wo oben drauf einfach Wiese gepflanzt wurde. Im besten Fall passiert das so gut wie am Fröttmaninger Berg im Münchner Norden – da, wo sich das große Windrad gegenüber der Allianz Arena dreht. Aber das klappt eben nicht immer! Wenn du etwas dagegen unternehmen möchtest, dass unsere Erde weiterhin verschmutzt wird, dann gehe doch auch mit deinen Freunden oder mit deiner Klasse in den nächsten Stadtpark oder auf einer Wiese Müll sammeln. Unser Tipp: Beim städtischen Gartenbaureferat kann man sich Greifer und andere Sammelgeräte ausleihen. Infos: www.awm-muenchen.de Julia


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© Titelbild aus dem Film: O Menino e o Mundo

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Gestaltung: Abc&D, München

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Mein 22 Stadtteil Westkreuz

Stadtteilwoche Vom 11. bis 17. Juli gibt es auf dem Aubinger Festplatz viele Angebote zum Mitmachen. Da kannst du dein eigenes T-Shirt gestalten und bei einer Graffiti-Aktion mit einem der bekanntesten Graffiti-Künstler Deutschlands, dem Sprayer Loomit, mitmachen. So., 13.7., 13–17 Uhr, Grünanlage an der Radolfzellerstraße, Infos unter Tel. 233-273 66, KOSTENLOS! MILBERTSHOFEN

Terminkalender

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SEIFENKISTLRENNEN IN DER AU

KJR-FUSSBALLCUP

Die großen Turniertage der Münchner Freizeitstätten finden im Jugendtreff Neuhausen und auf dem Platz des FT Gern statt, mit Geschicklichkeitsparcours, Getränkekisteklettern und Torwandschießen. Sa./So., 5./6.7. (Anmeldeschluss 27.6.), Hanebergstr. 14, Infos unter Tel. 15 69 90 und www.kjr-fussballcup.de, KOSTENLOS!

Live on Stage BASKETBALLTRAINING FÜR MÄDCHEN

Immer mittwochs von 17.30 bis 19 Uhr gehört der Basketballplatz der Glockenbachwerkstatt den Mädchen ab 13 Jahren. Blumenstraße 7, KOSTENLOS! MÜNCHNER SPORTFESTIVAL

Erlebe die Welt des Theaters an vielen Mitmachstationen und schlüpfe in verschiedene Rollen. Das Tolle: Jeden Tag entsteht ein neues Theaterstück! Mo.–Do., 4.–7.8., 14.30–18 Uhr, Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1, Anmeldung erforderlich unter Tel. 260 92 08, KOSTENLOS! NEUPERLACH

Jubiläumsfest im Bewohnerzentrum Zirkus, Musik, Riesentarzanschaukel und eine Hüpfburg erwarten dich beim Sommerfest zum 40-jährigen Bestehen des Bewohnerzentrums in Neuperlach. Sa., 5.7., 13–19 Uhr, BWZ Neuperlach, Kurt-Eisner-Str. 28, Infos unter Tel. 670 63 03, KOSTENLOS! RAMERSDORF

Kühe, Körner und Kakao Butter machen, Körner mahlen und Brot backen, hier kannst du ausprobieren, wie das alles geht, und erfahren, wo unsere Lebensmittel herkommen. Mi.–Sa., 18.–21.6., 13–17 Uhr, Kinder- und Jugendfarm Ramersdorf, Görzer Straße 95, Kosten: 3,50 Euro pro Tag, Info/Anmeldung unter Tel. 60 06 28 15, www.jugendfarm-muenchen.de

Der Königsplatz verwandelt sich in eine riesige Sportarena, in der du viele Trendsportarten und Spielideen ausprobieren kannst. So., 6.7., 11–20 Uhr, Königsplatz, Infos unter Tel. 233-837 36, KOSTENLOS! CHEN 32. KINDErFILMFEST MÜN

Vom 26. Juli bis 3. August findet die Jakobidult auf dem Mariahilfplatz statt. Ein Höhepunkt stellt die Abfahrt tollkühner Kids in ihren selbst gebauten Seifenkisten dar. Am Sonntag, 27.7., flitzen sie damit den Gebsattelberg hinunter. Mitmachen ist spitze, aber auch das Zuschauen macht Laune. www.seifenkisten-muenchen.de, KOSTENLOS!

Zuschauen DIE SPINNEN SIND ZURÜCK!

Lebenden Spinnen und Skorpionen und anderen geheimnisvollen Achtbeinern kannst du in der Ausstellung „Faszination Spinnen“ begegnen, über die wir in unserer Ausgabe 23 bereits berichtet hatten. Wegen des großen Erfolges ist die Sonderschau noch einmal zu sehen und zu erleben. Ab 7 Jahren, bis 14.9., Di., Mi., Fr. 9–17 Uhr, Do. 9–20 Uhr und Sa./So. 10–18 Uhr, Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg, Infos unter Tel. 17 95 80 -0, Kosten: 2 Euro für Kinder und Jugendliche ZIRKUS DER KUSCHELTIERE

Bei dieser rasanten Theateraufführung stehen mehr als 50 gebrauchte, ausgediente Stoff- und Plüschtiere in der Manege, denen ein italienischer Dompteur zu einem glanzvollen Auftritt verhilft. Ab 6 Jahren, Fr., 25.7., 18.30 Uhr, Sa., 26.7., 19.30 Uhr, SchauBurg – Theater der Jugend, Franz-Joseph-Str. 47, Infos und Tickets unter Tel. 233-371 55, Kosten: 5 Euro

oll, wie es Ziemlich schräg und geräuschv gehört, geht sich für eine Pupsgeschichte lver“ zu. Die es in „Doktor Proktors Pupspu Jo Nesbø von te Verfilmung der Geschich seine und z Kau über einen verschrobenen am et ffn erö bahnbrechende Erfindung der Kin das Programm 28.6. um 14.30 Uhr im Gasteig Also: Mitmachen! Das ganze igh -H mm gra Pro e terminen iter hop We filmfest 2014. mit allen Kino- und Works die r übe se“ Erb der auf lights sind „Lola du unter dchen Lola findest erfilmfest. Freundschaft zwischen dem Mä www.filmfest-muenchen.de/kind gen Jun en ert and vorgestellten und einem illegal eingew AUFGEPASST: Für die drei die und kar Os (29.6., 14.30 Uhr) und „Rico, en wir jeweils 2 x 2 Tickets: lcher Filme verlos We r). Uh 0 14.3 ., (3.7 “ tten nell eine Mail mit einem Tieferscha - Schicke ganz sch aus is pre ms liku Pub se an dem mit Film am 5.7. der Filmtitel und deiner Adres die en eid sch ent r übe ck! dar gezeichnet wird, redaktion@muek.info! Viel Glü . ten kar ngs mu stim Ab Festivalbesucher mit


Viele Aktionen und Veranstaltungen findest du im Internet auf Münchens Kinderportal www.pomki.de

Mitmachen

DSCHUNGELPALAST-SOMMERFEST

TAGE DER OFFENEN GARTENTÜR

Säen, gärtnern und ernten kannst du immer sonntags im Juni im Gemeinschaftsgarten „O’pflanzt is“, in dem auch Nistkästen gestaltet und Fackeln gebaut werden. So., 8., 15., 22. und 29.6, 14–18 Uhr, Ecke SchwereReiter-/Emma-Ihrer-Str., Infos unter Tel. 260 92 08 oder unter Handytel. 0176/79 07 56 62 an den Veranstaltungstagen, KOSTENLOS!

CITYSTORIES – GESCHICHTENFESTIVAL

Erfinde und erlebe in den Pfingstferien unter freiem Himmel lustige, spannende oder verrückte Geschichten. Am Samstag, 14.6., erzählen um 19 Uhr die Münchner Märchenerzählerinnen Katharina Ritter und Cordula Gerndt Geschichten für die ganze Familie. Do.–So., 12.–15.6., 12–18 Uhr, Luitpoldpark, www.geschichtenfestival.de, ohne Anmeldung, KOSTENLOS! AKTIONSTAG WASSER

Weiter isaraufwärts, im Mangfalltal, findet am Samstag, 26.7., ein Infotag rund um die Wassergewinnung statt – mit lustigen und informativen Angeboten für Kinder. Gmund am Tegernsee und Warngau, 10–17 Uhr, KOSTENLOS!

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Ende Juli gibt es im Feierwerk ein spektakuläres und kunterbuntes Programm für die ganze Familie! Von Dschungel-Rallye über Siebdrucken, Jonglieren, Schlagzeugkurse, Radio-Reporter-Trainings, Kinderschminken und verschiedenste Kreativwerkstätten bis hin zu Live-Musik im Biergarten und leckeren Grillspezialitäten ist bestimmt für jeden etwas mit dabei! So., 27. Juli, 11–19 Uhr, Feierwerk-Außenflächen, Hansastr. 39, www.feierwerk.de, KOSTENLOS!

M ünc he n Ti pps

ZUKUNFT ERLEBEN IM HIRSCHGARTEN

Reise in die Zukunft und mache Ferien im Übermorgenland. Hier kannst du basteln, werkeln, spielen und bauen und ausprobieren, wie sich die Zukunft anfühlt ... 30.7.–14.8., 9.45–16 Uhr, Freizeitstätte Hirschgarten, Arnulfstr. 251, Infos und Anmeldung unter Tel. 17 80 98 81, Tagesticket inkl. Material und Verpflegung 8 Euro ISARINSELFEST

Bürgerfest für Groß und Klein mit Bastel-, Sport-, Spiel- und Zirkusangeboten. Gut zu wissen: Die meisten Kinderangebote finden auf der Praterinsel statt. Fr.–So., 5.–7.9., 11–18 Uhr, Isaranlagen zwischen Ludwigs- und Maximiliansbrücke, Infos unter Tel. 45 83 21 56, www.isarinselfest.de, KOSTENLOS! WHITE RAVENS – LITERATURFESTIVAL

Jede Menge spannende Geschichten, Workshops und Mitmachaktionen erwarten dich beim Familientag des internationalen, alle zwei Jahre stattfindenden Literaturfestes in der Obermenzinger Blutenburg. So., 20.7., 11 Uhr, Schloss Blutenburg, Infos unter Tel. 89 12 11-0, www.ijb.de/white-ravens-festival, KOSTENLOS! S: KiK

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Stadt – von Juni bis September, von über 200 Veranstaltern. Alle Infos findest du unter www.kiks-muenchen.de. Viele Angebote, von Ausflügen über ermäßigte Eintritte bis hin zu Gratis-Angeboten in Museen, Bädern und vielem mehr lassen sich auch mit dem Münchner Ferien- bzw. Famili-

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Sommerzeit ist Ferienzeit! Und diesmal bleiben die Schulen fast sieben Wochen geschlossen – noch ein bisschen länger als in den Vorjahren! Erster Ferientag ist Mittwoch, der 30. Juli, letzter Ferientag ist Montag, der 15. September. Wer noch Ideen für die Ferien sucht, findet sie im Reiseführer zum Kinder-Kultur-Sommer. Darin finden sich Attraktionen, Spielaktionen und Ferienangebote in der ganzen

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Hurra, Sommerferien!

enpass erleben. Auf den Webseiten www.muenchen.de/ferienpass beziehungsweise www.muenchen.de/ familienpass erfährst du mehr Infos zum Programm sowie alle Verkaufsstellen. Gut zu wissen: Beide Pässe sind seit diesem Jahr im Übrigen auch online bestellbar!


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Terminkalender

Mitmachen

MitBESTIMMEN

EINTÄGIGE ErlEBNISREISEN

WENN ICH KÖNIGIN, KÖNIG WÄRE ...

Egal, ob es zur Sommerrodelbahn, zum Reiten oder zum Schwimmen geht, in die Bavaria-Filmstadt oder in die Residenz: Bei den eintägigen Erlebnisreisen können Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren, die im Münchner Stadtgebiet wohnen, einen spannenden Ferientag in den Sommerferien erleben. Für nur 8 Euro sind die Fahrt, pädagogische Betreuung, Eintrittsgebühren sowie ein warmes Mittagessen oder ein Lunchpaket enthalten. Wichtig zu wissen: Die vorab zu buchenden Karten sind nur in Verbindung mit dem Münchner Familienpass (bis 6 Jahre) oder dem Münchner Ferienpass (ab 6 Jahre) gültig.

Alle Kinder, die sich auf den roten Thron setzen, haben das Wort und können sagen, was sich für Mädchen und Jungen verändern und verbessern soll. Aus den Interviews entsteht ein Film, der bei einem großen Kinderrechteprojekt in der Pasinger Fabrik präsentiert wird. In verschiedenen Kindereinrichtungen des Kreisjugendrings, Infos über die Einsatzzeiten und orte unter Tel. 51 41 06 46, KOSTENLOS!

MINI-MÜNCHEN

Fast wie im richtigen Leben:Ihr bestimmt, wo’s lang geht in der Spielstadt Mini-München, die diesmal schon am vorletzten Schultag vor den Sommerferien öffnet. Drei Wochen lang könnt ihr arbeiten, Geld verdienen, spielen, studieren und die Stadt mitgestalten, wo ihr wollt: in der Bank, im Theater, im Fernsehstudio oder im Rathaus. 28.7.–15.8., Mo–Fr, 10-17 Uhr, Zenith-Halle, Lilienthalallee 29 (Freimann), Infos unter Tel. 34 16 76 oder www.mini-muenchen.info, KOSTENLOS!

MINI-MÜNCHEN-WERKSTATT

Bis das größte Ferienprogramm der Stadt starten kann, gibt es noch viel zu tun. In der Pasinger Fabrik und in der Seidlvilla kannst du die Spielstadt mitvorbereiten: Taxis reparieren, Werkstattschilder malen oder neue Betriebe vorbereiten. Pasinger Fabrik: 25.6.–11.7., Mi.–Sa., 14.30–18 Uhr, August-Exter-Str. 1, Infos unter Tel. 888 88 06, KOSTENLOS!

MÜNCHEN-NEWS

Darüber spricht unsere Stadt:

+++ Dieter Reiter ist neuer OB +++

+++ Jubel, Double, Heiterkeit +++

OB ist die häufig benutzte Abkürzung für: Oberbürgermeister. Und der wurde in München im März neu gewählt. Nach der ersten Wahlrunde stand der aber noch nicht fest, zu nah lagen die beiden Hauptkandidaten. Also ging es in die Stichwahl, die Dieter Reiter von der SPD für sich entscheiden konnte. Doch sein Konkurrent Josef Schmid von der CSU wird in Zukunft auch eine politische Rolle in der Stadt spielen: Er wird 2. Bürgermeister, Christine Strobl von der SPD 3. Bürgermeisterin. Die Grünen sind nach langen Gesprächen doch nicht in der Stadtregierung – diesbezüglich hat sich also einiges geändert, hatte doch jahrelang Rot-Grün im Rathaus das Sagen. Jetzt ist es Rot-Schwarz, SPD und CSU teilen sich alle wichtigen Posten. Im Übrigen wurden neben dem Bürgermeister und den Stadträten auch neue Bezirksausschüsse gewählt. Das bedeutet: Es gibt in den 25 Bezirken viele neue Kinderbeauftragte, die euch helfen, wenn es im Stadtteil Probleme gibt. In unserer nächsten Ausgabe stellen wir euch diese ausführlich mit Foto und Kontaktdaten vor.

Unter dem neuen Star-Trainer Pep Guardiola legte der FC Bayern München eine Rekordsaison hin. So früh wie diesmal wurde noch keine andere Mannschaft Deutscher Meister! Auch wenn in der Champions League im Halbfinale Endstation war, reichte es nach der Triple-Saison 2013 dank Pokalgewinn immerhin zum Double.

+++ Schulklos werden zur Chefsache +++ Runtergekommene und kaputte Toiletten – damit haben die meisten Münchner SchülerInnen täglich zu tun. Hoffentlich nicht mehr lang: Die neue Stadtregierung will dieses Problem rasch angehen!

+++ 100 Jahre Botanischer Garten +++ Schmetterlingsausstellung, große Rosenschau und rund 14 000 Pf lanzen: Der Botanische Garten beim Schloss Nymphenburg ist ein beliebter Ausf lugsort für Groß und Klein. Und das seit genau 100 Jahren. Das Jubiläum wird im Sommer groß gefeiert – auch für Kinder lockt ein besonderes Veranstaltungsprogramm.


Energiesparen macht Spaß Stadtwerke München

Ob Fernsehen oder Computerspiel: Ohne Strom läuft nichts. Strom ist ein kostbares Gut. Wir sollten ihn nicht verschwenden. Du schützt die Umwelt und sparst zugleich Geld, wenn du bewusst damit umgehst. Wie das geht? Besser leben mit M.

M / Wasser

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M / Bäder

Mache zum Beispiel das Licht aus, wenn du dein Zimmer verlässt. Oder achte darauf, dass die Heizung nicht mit Möbeln oder anderen Dingen versperrt ist. Du wirst sehen: Stromsparen macht richtig Spaß. www.swm.de

M / Strom

M / Fernwärme

M / Erdgas

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25.04.2014 09:40:11


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von A(NNA)

GESTATTEN, MEIN NAME IST … Dein Name macht dich besonders. Aber weißt du eigentlich, welche Bedeutung er hat oder aus welchem Land er kommt? Frage am besten deine Eltern und auch, warum sie ihn dir gegeben haben. So hat es die Kinderredaktion gemacht.

Name:

SAVA

„Mein Name kommt aus Serbien, aber auch in Rumänien, Griechenland oder Russland taucht er auf. Vermutlich, weil es einen Fluss in Südosteuropa gibt, der so heißt. Sava bedeutet ,der Heilige’, weil es einmal einen Prinz mit meinem Namen gab, der später heiliggesprochen wurde.“

Mü nchens beliebteste Vornam en der letzte n 7 Jah re

jungen 1 Maximilian s 2 Lukas / Luca 3 Luis / Louis 4 Paul 5 Felix

Madchen 1 Marie ia 2 Sofia / Soph 3 Anna 4 Emma 5 Sara / Sarah

Name:

TINA

„Mein Na me bedeutet ,Die Kr iegerische’.“ „Meine Eltern wollten für mich einen ku rzen Na men, de n ma n sic h leicht merken ka nn . Da s Problem da ran ist nu r, da ss Leute Tina für einen Spitz na men oder eine Abkü rzu ng von Ch ristina oder Ch ristine ha lten.“

Name:

ANNABELL

i „Mein Name set zt sich aus zwe Namen zusam men: An na und Bel la. Bel la ist Italien isch und bedeun tet ,Die Schöne’. Ich mag meine ihn ln hse wec Namen, leider ver Leute oft mit Isabella .“

Noch mehr Interessantes zu diesem Thema findest du auf der Webseite www.beliebte-vornamen.de. Zum Beispiel, welche Vornamen vor 125 Jahren in Deutschland die Renner waren: Bei den Jungs Karl, Wilhelm und Otto (ganz vorne auch Max und Paul) und bei den Mädchen Anna, Martha und Frida (ganz vorne übrigens auch Emma und Marie).


Name:

BIS Z(LATAN)

N am

e:

H U NG

„ Ic h h e L a n d e i ß e Hu n g , s’ b e d eutet .“ w a s , Held de s

JULCHEN

„Eigentlich heiße ich ja Julia. Da es aber sonst zwei Julias in der Kinderredaktion geben und das zu Verwirrung führen würde, werde ich Julchen genannt. Julia bedeutet unter anderem: ,Die Heitere’, ,Die Göttliche’ oder ,Die Jugendliche’.“

Name:

DESTIN

Name:

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ANNA

„Ic h kom me aus Ru sslan d. Mein Na me bedeutet An mut un d Gnade. In der Bibel wird Anna als die Mutter Ma ria s genan nt. Au f Tü rkisch bedeutet An ne Mutter.“

mt von dem eng„Mein Name kom y und bedeutet lischen Wor t Destin Sc hick sa l.“

„Meinen Namen finde ich ein bisschen langweilig. Lieber wü rde ich Victoria, also ,Die Siegerin’, heißen.“

Name:

CHARLOTTE

„Cha rlotte wird vom Na men Ca rl – Freier Man n – abgelei tet und bedeutet demnac h freie Frau . Meine Spitznamen sind Schlo dde, Charlie und Chac ha .“

Name:

FANNY

„Meine Mutter hatte eine Nachbarin namens Fanny, die sie sehr gern mochte und oft besuchte. Darum wollte sie mich nach ihr benennen. Im Englisc hen bedeutet ,funny’ lustig. Fanny kann aber auch vom Namen Francesca (die kleine Französin) stammen.“

Name:

am en ku riose n n in m ü nche

Lienne

„Lienne bedeutet auf Chinesisch Lotusblüte und wird so geschrieben: 蓮. Ich mag meinen Namen, weil er so selten ist.“

1

Kinderarzt Dr. Böse

2

Friseursalon Burger

3

Zahnärztin Dr. med. Zange

4

Dr. Peter Macho

5

Nagelstudio Fingerling


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TENNISBÄLLE

Im

AngesichT DER Sport-Profis

Wie viele Ballkinder gibt es und wie versteht ihr euch? Im Moment sind wir 62 und kommen alle ziemlich gut klar. Einige sind wie ich zum vierten Mal dabei, aber auch mit denen vom letzten Jahr, die jetzt nicht da sind, verstehen wir uns sehr gut und sind noch befreundet. MTTC Iphitos ist ja der Verein, der dieses Turnier veranstaltet. Sind da dessen Mitglieder bei der Ballkinderwahl bevorzugt? Nein, wir kommen alle aus verschiedenen Vereinen und haben uns erst hier kennengelernt. Es gibt auch Ballkinder, die täglich von weit her anreisen, zum Beispiel aus Würzburg. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um bei den „BMW Open“ als Ballkind zu arbeiten? Man muss mindestens 13 Jahre alt sein und ein paar Bewerbungsunterlagen einsenden. Wer dann ausgesucht wird, muss noch zwei Ballschulungen mitmachen. Die ersten zwei Jahre ist man immer hinter den Tennisprofis. Mit der Zeit kommt man dann vor ans Netz. Da muss man sich noch mehr konzentrieren. Wenn Roger Federer beim Turnier in Basel ist, geht er auch mal mit den Ballkindern eine Pizza essen. Wie ist euer Verhältnis zu den Profis? Eine Pizza habe ich noch mit keinem gegessen (lacht). Aber wir verstehen uns teilweise schon sehr gut und machen dann zum Beispiel Fotos mit ihnen!

ILYA

Elisa

Wie ist es, wenn ihr auf dem Platz seid? Wir müssen uns schon sehr auf das Spiel konzentrieren, damit eben keine Fehler passieren und die Bälle schnell auf die richtige Seite kommen. Wir passen natürlich auch auf, wer den Punkt macht und haben den Spielstand im Hinterkopf. Wenn wir nach jeweils einer Stunde auf dem Tennisplatz mal Pause haben, schauen wir jedoch gerne aus dem Publikum zu. Meinst du, dass man durch den Job etwas lernen kann? Ja klar, allein durch die große Verantwortung wird man pünktlicher. Man muss ja immer rechtzeitig bei den Terminen sein, sonst kann das Spiel nicht anfangen. Außerdem schließt man viele neue Freundschaften. Fürs Tennis an sich bringt das Ball-Fangen wohl wenig, aber vom Zuschauen bei den ganzen Matches kann man auch in diesem Punkt etwas lernen.

Ilya

So kommst du groSS raus Tennis Als Mitglied in einem Tennisverein kannst du dich direkt beim Turnier (information@iphitos.de) oder unter www.btv.de bewerben (Mindestalter 13 Jahre) Fußball Bei Spielen des FC Bayern und 1860 München dürfen Jungen und Mädchen zwischen 6 und 10 Jahren an der Hand der Sportler in die Allianz Arena einlaufen. Bewirb dich hier: www.mcdonalds.de/familien/kids-sports, fcb-kidsclub.de/ de/events/einlaufkinder und www.tsv1860.de Basketball Innerhalb kurzer Zeit hat sich der FC Bayern auch in dieser Sportart ganz nach oben gespielt. Wenn du mit den Stars einlaufen willst, versuch dein Göück und bewirb dich hier: www.fcb-basketball.de/de/nachwuchs/at-school/sag

FotoS: M. Portnaya, N. Rupp / Sky

Ohne Ballkinder, die Tommy Haas und Co. mit Nachschub versorgen, würden große Tennisturniere gar nicht funktionieren. Für ihren Einsatz werden sie aber auch belohnt: Sie dürfen ganz nah ran an ihre Vorbilder. Das und mehr erfuhr Ilya im Gespräch mit dem Ballmädchen Elisa Schollmeier. Er traf die 16-Jährige Anfang Mai beim berühmten Turnier „BMW Open“ in München.


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FUSSBÄLLE

Helden des FuSSballs 2014 ist WM-Jahr! Das heißt: Bildchen tauschen, Fahnen schwenken, gemeinsam die Spiele gucken. Und den Helden auf dem Platz zujubeln. Die finden sich im Übrigen auch auf Münchner Hallen- und Bolzplätzen. Denn beim Blindenfußball und anderen Projekten von „Bunt kickt gut“ verdienen die Spieler und Spielerinnen echten Respekt. Wie spielt man Fußball, wenn man den Ball nicht sieht? Dieser Herausforderung stellten sich neulich ca. 15 Jugendliche der Münchner Straßenfußballliga „Bunt kickt gut“ bei einem von der Sky Stiftung und dem Sänger Guildo Horn organisierten Freundschaftsspiel gegen die Blindenfußballmannschaft des PSV Köln in München. Damit alle die gleichen Chancen hatten, setzten die Buntkicker Schlafmasken auf (und einen Kopfschutz, um Verletzungen zu vermeiden) und waren fortan auf ihr Gehör angewiesen. So konnten sie erleben, was es bedeutet, blind zu spielen. „Am Anfang hatte ich echt Schiss. Das kostet schon Überwindung. Aber nach den ersten Minuten hat es wirklich Spaß gemacht!“, so einer der Teilnehmer. Kleiner WM-Kalender Von 12. Juni bis 13. Juli findet die WM in Brasilien statt. Diese 3 Termine kannst du dir auf jeden Fall merken. Dann spielt Deutschland: 16. Juni gegen Portugal 21. Juni gegen Ghana 26. Juni gegen die USA Ach ja, und am 13. Juli ist das Finale!

Eine besondere Rolle beim Blindenfußball spielt der Ball, der anders als normale Fußbälle dank einer Rassel im Inneren bei jeder Umdrehung ein Geräusch macht. Damit können die geschulten Ohren von Blindenfußballern stets seine genaue Lage ausmachen! Ferner verständigen sich die Spieler über Zurufe. Bei den allermeisten Spielen von „Bunt kickt gut“ rufen sich die Kinder und Jugendlichen, die aus unterschiedlichsten Ländern kommen und überwiegend in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, zwar auch ständig was zu – sie sind aber nicht blind.

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Was summt denn da?

TECHNIK

An schönen Sommertagen fliegen in Münchner Parks und entlang der Isar längst nicht mehr nur herkömmliche Insekten herum, sondern auch künstliche Drohnen. Aber was können diese ferngesteuerten hubschrauberartigen Flieger eigentlich, wo bekommt man sie her und was darf man alles damit anstellen? Hier erfährst du’s! TEXT: Iris Wehn

Drohnen sind derzeit in aller Munde – und über aller Köpfe. Zunächst versteht man unter Drohne eine männliche Biene, Hummel oder Hornisse. Und weil die ein bisschen dröhnen, wenn sie herumf liegen, heißen sie eben Drohnen. Vielleicht ist das Brummen der Grund, warum auch unbemannte Flugobjekte Drohnen genannt werden. Ursprünglich hatten sie den Zweck, für das Militär von oben mit Radar die Gegend zu erkunden. Sie spähten also nur. Mittlerweile werden diese ferngesteuerten Minif lugzeuge aber auch mit Waffen bestückt. Das ist nicht schön, aber leider die Wahrheit.

Die Wahrheit ist aber auch, dass die unbemannten Flugobjekte für schöne Zwecke zum Einsatz kommen: Mit Kameras ausgestattet lassen Hilfsorganisationen sie etwa über Hochwassergebieten steigen, um nach Überlebenden zu suchen. Oder Geologen filmen mit Drohnen einen Vulkanausbruch, um dessen Stärke besser einschätzen zu können. Inzwischen wurden die Drohnen so kräftig, dass sogar die Post überlegt, Päckchen oder Medikamente mit Mini-Helikoptern zuzustellen.

Weil sich Hacker und Bastler schon lange für diese Technologie interessieren, gibt es die Drohnen auch für den Privatgebrauch und als lustiges Spielzeug. Fliegen können diese Dinger, die meist mit vier, acht oder mehr Rotoren angetrieben werden (man nennt sie deshalb Quadro-, Hexa- oder Multikopter, je nachdem), einfach sensationell. Einige f liegen sogar automatisch zurück, wenn sie außerhalb der Reichweite der Fernbedienung geraten. Loopings und andere Kunststücke können die futuristischen Flieger wirklich gut! Und wenn sie mit einer Kamera ausgestattet sind, liefern sie obendrein tolle Luftaufnahmen vom Lieblingsspielplatz. Und anderen Orten.


wissen

Doch beim Stichwort Kamera kann’s dann auch gruselig werden: Die Vorstellung, dass eine fremde Drohne beim Frühstück auf dem Balkon mal eben mitfilmt und aufnimmt, wenn wir krümeln und rülpsen, ist wirklich nicht jedermanns Sache. Zum Glück gibt es aber Gesetze, die so etwas mit Geld- und Haftstrafen ahnden: Leute auszuspionieren und mit Drohnen in ihrem Privatleben herumzuschnüffeln, das finden Politiker und Richter gar nicht lustig. Deshalb darf selbst die Polizei nur dann Drohnenfotos von jemandem schießen, wenn ein berechtigter Verdacht auf eine Straftat besteht.

Die Summer können ohnehin ein teures Hobby werden, kosten doch schon die günstigsten ihrer Art 50 Euro. Kommen Kamera, Videofunktion, GPS oder andere Gimmicks hinzu, schnellt der Preis in die Hunderte. Günstiger wird's, wenn man selber bastelt, doch das ist nur was für Tüftler. Die Einzelteile sind teuer und ohne Erfahrung bist du mit deinem Latein rasch am Ende. Zum Glück nimmt die Community www.drohnenbau.de auch Anfänger unter ihre Fittiche, indem sie viele gute Tipps bereit hält.

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Fotos hin oder her – was passiert, wenn unsere Drohne bei einem Looping abstürzt und einem unschuldigen Opi auf den Kopf knallt? Schuld ist immer der Besitzer! Und der muss versichert sein – denn es besteht wie für jedes andere Modellf lugzeug auch Versicherungspf licht! Leider reicht die normale Haftpf licht hier selten aus. Hier muss man sich also gut informieren. Und zwar vorher!

So richtig echte Profis aber sind die Leute von der Firma Asctec in Krailling bei München: Die haben das DrohnenDing überhaupt erst so richtig steigen lassen. Die Gründer hatten schon als Schüler einen Hubschrauber mit vier Rotoren entwickelt. Und als Studenten taten sie sich dann mit anderen Modellf lugbegeisterten zusammen und entwickelten tragfähige professionelle Modelle. Inzwischen werden sie von Forschern, der Feuerwehr, Universitäten und Sicherheitsbehörden aus aller Welt angefragt – und von der Kinderzeitung! Wir würden uns bei einem Besuch vor Ort liebend gerne alle Details erklären lassen. Wenn das klappt, berichten wir dir in einer der kommenden Ausgaben davon!


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Fast alle vorgestellten Bücher und Spiele

s p p i T n e i Med ANNABELL

MÜNCHEN MONOPOLY Monopoly kennt jede und jeder, doch lohnt sich die spezielle München-Version? Wir haben es getestet. Gut fanden wir, dass viele Bilder unserer Stadt auf den Feldern zu sehen sind. Lustigerweise sind wir beim Spielen oft auf dem Marienplatz gelandet, der ja auch in Wirklichkeit ein belebter Platz ist. Die Figuren sind übrigens vom Original-Spiel übernommen. Wir fänden besser, dafür zum Beispiel Bierkrüge oder die Bavaria zu nehmen. Die Straßenpreise sind nicht immer realistisch, weil die Mieten in der Innenstadt viel teurer als angegeben sind. Da wird für das Münchner Platzl, wo das Hof bräuhaus steht, nur zwei Euro verlangt – die billigste Straße der Stadt! Alles in allem ein netter Gag, mehr aber auch nicht. Annabell

JULCHEN

Ronja

Winning Moves, 33,95 Euro, ab 8 Jahren, geeignet für 2-8 Spieler

Gut zu wissen: Monopoly gibt es auch als FC Bayern-, Star Wars- und BayernEdition

FIREBOY AND WATERGIRL Hindernisse überwinden, Licht spiegeln, sodass Türen aufgehen, Knöpfe drücken, Hebel umlegen, geheime Wege freischalten und Diamanten sammeln – das alles geht nur gemeinsam! Nur zu zweit macht das Spiel Sinn und Spaß! Es gibt verschiedene Versionen (zum Beispiel Eis-, Kristall oder Waldtempel), unter denen ihr auswählt. Und natürlich die beiden Figuren Fireboy und Watergirl. Der „Feuerjunge“ Fireboy darf in die Lava, aber nicht ins Wasser, bei dem „Wassermädchen“ ist es, na klar, umgekehrt. Was beide nicht dürfen: ins Grüne. Und alleine kommen sie auch nicht weiter. Das Spiel ist toll, weil man es zu zweit spielt und auch mal schwierig ist. Oft können wir gar nicht richtig auf hören! Zusammen schafft man halt alles. Ach ja, noch eine Info an die Eltern: Die 20-sekündige Werbung am Anfang vergisst man gleich wieder! Also keine Sorgen machen! Ronja, Lola, Destin, Julchen

DESTIN

LOLA

DIE GESCHWISTER GADSBY Die 13-jährige Bluebell liebt es zu filmen. Was sie nicht filmen kann, schreibt sie in ihr Tagebuch. Es ist alles ziemlich chaotisch: Ihre jüngeren Geschwister Jas und Twig sind mit ihren Ratten beschäftigt, ihre ältere Schwester Flora lässt sich zur Zeit rosa-rote Dreadlocks machen und Blues’ ehemalig beste Freundin verachtet sie total. Jedoch, als dieser seltsame Nachbarsjunge Joss auftaucht, wendet sich das Blatt. Er lässt Jas und Twigs Ratten in der Schule rumfahren und macht Blue damit total beliebt. Da ihre Mum und Dad über Wochen weg sind, erfahren sie nichts davon, auch der „Babysitter“ Zoan verrät nichts ... Die Geschichte erinnert mich an Gregs Tagebuch, nur ohne Bilder. Für Ältere ist sie etwas langweilig, aber die Jüngeren werden die verrückten Geschwister lieben. Anna Natasha Farrant, Carlsen Verlag, 15,90 Euro, ab 11 Jahren

ANNA


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findest du in deiner Stadtbibliothek

MAKE ’N’ BREAK

Tipp aus der Spiele-AG der Grundschule an der Helmholtzstraße

Das Spiel hat ganz viele Bausteine, Karten und einen Würfel. Der Würfel bestimmt, wie viel Zeit man hat, die Abbildungen auf den Karten nachzubauen. Es gibt leichtere und schwierigere Karten, mit verschiedenen Punkten: 1, 2 oder 3. Wenn man etwas gebaut hat, muss man es kaputt machen und die nächste Karte ziehen, bauen und so weiter. Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt. Das Spiel ist gut, weil es Spaß macht und es auf Schnelligkeit ankommt. Außerdem muss man genau hinsehen – und am Ende kann man, alle Steine umschmeißen! Mesude Kaya, Klasse 3g aus der Helmholtz Grundschule Ravensburger, 29,99 Euro, (Mini-Edition für 6,79 Euro), ab 8 Jahren, geeignet für 2 bis 4 Spieler

Das Spiel hat den „Deutschen Lernspielpreis 2014“gewonnen

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FotoS: Verlage wie angegeben

DAS WM-BUCH – FUSSBALL ZUM MITMACHEN Das Buch gehört zur Serie „Kein Buch“. Das soll heißen, dass dieses Buch eine Art „Kreativitätsbuch“ ist. So kann man aus zwei Seiten dieses Buches eine Mini-Torwand basteln und mit Bierdeckeln darauf schießen. Manche Seiten kommen mir allerdings so vor, als ob sie nur dazu dienen, das Buch dicker zu machen. Wenn es zum Beispiel heißt: „Stelle dich auf das WM-Buch, um beim Public Viewing mehr zu sehen.“ Nicht gut ist das Buch zum in der U-Bahn Lesen, da sich dieses praktisch nur zum Ausprobieren eignet. Außerdem scheinen manche Seiten auf den ersten Blick langweilig. Aber wenn man es dann selbst ausprobiert, macht es gleich viel Spaß. Insgesamt ist das Buch sehr gut gestaltet und macht auf vielen Seiten Lust und neugierig. Trotzdem fände ich es besser, wenn die Grafiken farbig wären. Diese sind witzig und die Figuren durch ihre Größe und ihre Nasen sehr kindgerecht. Empfehlen würde ich das Buch zum Blättern auf langen Autofahrten – oder auf dem Klo. Moritz

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12. Kinder-Krimipreis 2014

Von Daniel Finsterwalder (12 Jahre) Wenn jemand nach meinem Beruf fragt, kann ich besten Wissens und Gewissens antworten: Mörder. Um genau zu sein: Auftragskiller. Na ja, eigentlich töte ich Bäume, weil ich eine Axt bin. Ich bin von der besten Marke, Holzprofi. Meine Klinge ist aus feinstem, gehärteten Stahl DIN 7294, mein Stiel aus hochwertigem Eschenholz. Bäume durchschlage ich wie nichts, einfach so, schnell und zuverlässig. Natürlich ist mir klar, dass ich in der Hierarchie der Baumkillerwaffen nicht ganz oben stehe, da gibt es Harvester, Kettensägen und Gift. Aber dafür bin ich zuverlässig, mobil und legal! Momentan lehne ich an der Wand, frisch abgewaschen, unter mir ein Taschentuch, das die Tropfen auffängt. Ich fühle mich rein, fast unschuldig, auch wenn ich weiß, dass eine versierte Spurensicherung auf mir immer noch alle möglichen Schandtaten ermitteln könnte. Aber eins nach dem anderen. Ich wohne in einem Schuppen, der meinem Besitzer, Herrn Kirchenholz, gehört. Kirchenholz ist eigentlich sehr umgänglich, nur ein bisschen cholerisch, vor allem, wenn es um seinen Nachbarn geht, von Giebersberg. Ein Richter, Beiname „Richter Gnadenlos“. Beruflich wohl ein Ass, keiner hat so viele Täter hinter Gitter gebracht wie er. Doch keiner rast so rüpelhaft durch den Ort wie er und keiner hört so viel und so laut Joseph Haydn. Ja, und seine Frau! Mann, Mann, Mann, die ist ein Augenschmankerl, die Oxana. Aber zurück zum Schuppen. Neben mir steht die Sense, die vor sich hindöst. Der Spaten hat mir gerade von der Gartenarbeit erzählt:

Frau Kirchenholz habe heute ein neues Apfelbäumchen bekommen. Als gerade die Sonne versinkt, öffnet sich fast lautlos die stets unverschlossene Schuppentür und ein Schatten huscht herein. Ich kann ihn kaum erkennen, aber ich merke, dass er sich suchend umschaut. Ein schneller Griff und ich bin in seiner Hand. Er nimmt mich mit! Wer ist der Schatten? Was hat er vor?

Ich kann nicht erkennen, ob es ein Mann oder eine Frau ist, nur dass die Person schlank ist und leicht, aber nicht unangenehm, nach Schweiß riecht. Wir gehen zum Haus von „Richter Gnadenlos“, der noch in seinem Auto sitzt und mit voller Lautstärke Haydns Jahreszeiten hört. Ich und der Schatten, der mich noch immer fest hält, nähern uns ihm. Der Schatten versteckt sich hinter einer Wand. Als das Musikstück endet, steigt von Giebersberg aus und geht genau auf uns zu. Mit einem Mal springt der Schatten hervor und schwingt mich hin und her, so schnell, dass ich alles nur noch verschwommen sehe. Ich schlage mit der stumpfen Seite auf dem Kopf von „Gnadenlos“ auf. AUTSCH! Das tut weh! Diese Seite wurde doch nicht zum Zuschlagen konzipiert! Ein kurzer Schrei ist zu hören, die blutige Leiche des Richters am Boden zu sehen. Der Schatten huscht schnell durch die Hecke, spült mich mit dem Wasser der Gießkanne, die Frau Kirchenholz stets bereit hält, ab, öffnet den Schuppen und lehnt mich an die Wand, nachdem er mich mit einem Taschentuch leicht getrocknet hat und stellt mich auf dieses. Dann verschwindet der Schatten so schnell und lautlos, wie er gekommen ist. Je länger ich nachdenke,

desto klarer wird mir, dass ich, ja, ich, die Axt aus dem Hause Holzprofi den Richter aller Richter, „Richter Gnadenlos“, zur Strecke gebracht habe! Fast bin ich ein wenig stolz auf mich. Als die Sonne längst aufgegangen ist, schrecke ich aus meinem unruhigen Schlaf auf. Wie ich durch das Schuppenfenster erkennen kann, herrscht in der Auffahrt zum Hause von Giebersberg ein Riesenrummel. Polizei, Leichenwagen, Notarzt, Presse und die halbe Nachbarschaft haben sich dort versammelt. Es herrscht ein einziges Durcheinander und Geschrei. Nur Oxana steht seltsam gefasst, ja fast lächelnd dabei. Ist sie der Schatten? Was ist das Motiv?

In den ruhigen Stunden im Schuppen habe ich viel mitbekommen. Oxana, die junge wunderschöne Russin, verheiratet mit dem alten, fetten Ekelpaket „Gnadenlos“. Oxana, die seinerzeit als Taschendiebin ihr Auskommen hatte, vor der Ausweisung aus Deutschland stand und plötzlich Frau von Giebersberg wurde. Ja, ich kann mir lebhaft vorstellen, dass es für sie hieß: Gefängnis oder Ehe. Was sie wohl nicht wusste: Ehe mit von Giebersberg ist wie Gefängnis! Ich habe durchaus mitbekommen, dass vor wenigen Tagen ein Pjotr bei Oxana war. Er sprach davon, dass alles wieder werden könnte wie früher, Oxana wirkte so glücklich.


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12. Kinder-Krimipreis 2014

Aber sollen das doch die Schlauköpfe von der Polizei herausfinden. Oder die Presse. Ein Journalist fuchtelt gerade mit seinem Mikrofon vor dem Gesicht des Kriminalkommissars rum: „Stimmt es, dass die Zigeunersippe Mariescu dem Richter Rache geschworen hat?“

Der Beamte erwidert nur: „Kein Kommentar!“ Der Reporter lässt nicht locker „Von Giebersberg hat doch Stancu Mariescu und seinen Drogenhandel auff liegen lassen. Die Brüder Marius und Cliff haben dann gedroht, dass der Richter dafür mit seinem Leben bezahlen würde.“ Der Polizist gibt noch immer keine Auskunft. Au weia, bin ich zum Handlanger im Drogenhandel geworden? Das wäre ja weit unter meiner Würde ... Wer hätte das gedacht?

Es gibt noch eine unbekannte Seite von „Richter Gnadenlos“. Ich wette, alle gutbürgerlichen Spießer aus der Nachbarschaft würden aus den Schuhen kippen, wenn sie wüssten, was von Giebersberg noch für Hobbys hatte. Ja, vom Schuppenfenster konnte man im Sommer wunderbar ins Schlafzimmer des Richters schauen. Ein Bild für Götter! Der Richter, in Frauenunterwäsche gehüllt und mit Federboa bestückt, ließ sich öfters von einem jungen Mann auspeitschen! Ja, und dann winselte er auf Knien, dass dieser alles haben könne, wenn er nur mit ihm fort-

getrieben. Ja, es gab Auseinandersetzungen, und sogar mal eine Schlägerei, aber ich bringe ihn doch nicht um!“ Ich versuche aus meinem Plastiksack herauszuschreien: „Nein, mein Herr und Meister kann es nicht gewesen sein! Nein, er hätte mich doch nicht mit meiner f lachen Seite verwendet!“ Aber keiner hört auf mich. Kirchenholz wird abgeführt, ich komme zur Spurensicherung, wo ich mit allen technischen Schikanen untersucht wurde.

ginge. Wenn ich nicht eine so qualitativ harte und stabile Axt wäre, hätte ich mich vor Lachen gekringelt! Vielleicht, ja, vielleicht war der junge Mann der Schatten? Wer nimmt denn den Richter freiwillig, wenn er auch so alles haben könnte? Plötzlich herrscht draußen ein großer Tumult, die Stimmen überschlagen sich, die Schuppentür wird aufgerissen, ein behandschuhter Polizist packt mich und steckt mich in eine Tüte, reicht mich seinem Kollegen weiter und meint: „Zur Spurensicherung damit!“ Wie ein Häuf lein Elend sehe ich Kirchenholz, meinen Herrn und Meister, vor den Polizisten stehen. „Ja, es ist meine Axt. Ja, von Giebersberg hat mich mit seinem Klassikgedudel auf die Palme

Nach einer gefühlten Ewigkeit werde ich an den unschuldigen Kirchenhof zurückgegeben. Der Mörder hat ein Geständnis abgelegt: „Gnadenlos“ – der Klassikterrorist, das Ekelpaket, der seinen Nachbarn mit Anzeigen aller Art drohte – hatte am Nachmittag der so ruhigen, ja fast sanften Frau Kirchenholz mit dem Ordnungsamt gedroht, wenn sie nicht den Apfelbaum mindestens zehn Meter von seiner Grundstücksgrenze entfernt einsetzte. Nach all den anderen Drohungen und Schikanen war dies wohl diejenige, die das Fass zum Überlaufen brachte. Frau Kirchenholz war’s! Nachdem der Fall gelöst war, wurde ich wieder in den Schuppen gebracht. Dort erzählte ich dem Spaten, was mit mir und in der Nacht geschehen war. Lachend meinte er: „Du bist und bleibst seltsam!“

Noch mehr Krimi! Daniel Finsterwalder gewann mit dieser Geschichte den 2. Preis in der Altersgruppe der 11- und 12-Jährigen. Alle Geschichten sämtlicher Preisträger des 12. Kinder-Krimipreises – an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an: Sebastian Karl, Carlotta Macri, Jacqueline Nar, Konstantin Mayer, Fabian Repper – kannst du in der Online-Bibliothek des Münchner Kinderportals www.pomki.de nachlesen. Alle Infos auch auf www.kinderkrimifest.de. Mitmachen lohnt sich also, wie du siehst. Und liest.


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rate-Fest

SPASS undRäts e l

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Welche

Wörter haben

sich hier

u i a w P M U U

ve rs te ck t?

Oje, was ist denn hier passiert! Die zehn Wörter, die alle mit Sommer und Themen dieser Ausgabe zu tun haben, sind in eine wahre Buchstabensuppe gefallen. Kannst du sie wieder rausfischen? Manche purzeln von links nach rechts, manche von oben nach unten, manche diagonal. Zur Kontrolle: Die Lösung findest du unter www.muek.info!

R y s a n t a e o n o c d y b l m r m q r g z l u g m j o e r t e k e a h l m r n t r i n d e e z s f s e d h n e o e v z r o n g n d e j u p u

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v e w c a k w g D c X m E e r x y t s r k r o a

JULIA

wer lacht lautesten? am

charlotte

Der Lehrer fordert Carla in der Schulstunde auf: „Nenne mit ein paar Tiere, die du kennst!“ Carla: „Kätzchen, Hündchen, Vögelchen, Schäfchen ...“ Lehrer: „Carla, nenne die Tiere bitte mit richtigem Namen und ohne die Verniedlichung „chen“ am Ende.“ Carla: „Na gut. Eichhörn, Kanin, Erdmänn, Frett ...“

Begriff

W el c h en f ü rG el d gi b t es n ic h t

Moneten Knete

Fr ö s c h e

Kies

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Mäuse Kohle

Lösungen: Frösche & österreichische Kronen

W e l c h e W ä h ru n g g ib

w n r o h c i n


Psycho-test

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wi€ g€ iz ig bist du?

Es ist Mitte des Monats. Wie viel Geld hast du noch?

HUNG

Deine Freundin fragt dich, ob du ihr etwas Geld leihen könntest. Was machst du?

€ Ich habe mir kleine Anschaffungen geleistet, bin aber immer noch halbwegs ¢ Ich lasse sie links liegen. Soll sie doch lernen, besser mit Geld umzugehen f lüssig

¢

Ich habe außer dem Üblichen nichts für irgendwelchen Quatsch ausgegeben

€ Ich leihe ihr etwas, aber nicht mehr als 5 Euro

£ Zu Monatsanfang hab ich gleich vieles £ Natürlich. Und wenn's sein muss, auch gekauft und gehe meinen Eltern auf den mal mehr als 5 Euro Keks Denke ein paar Jahre zurück. Ist dein Verhältnis zum Geld nun besser oder schlechter geworden?

Stell’ dir vor, du bekämst 100.000 Euro, musst aber alles in einer Woche los werden. Schaffbar?

£ € Es hat sich so gehalten, also bin ich kein ¢ reicher Mensch £ Mir kommt es so vor, als lebte ich vor ¢ Ich habe erreicht, was ich wollte, also ist es auch besser geworden

ein paar Jahren noch besser

Tuschelt man über dich, du wärst ein Geizhals oder geldgierig?

Natürlich! Meine Eltern bekommen eine Blockhütte in den Bergen, ich eine Spielkonsole mit allen möglichen Spielen, ein neues Auto und und und … Oh Gott! Wie soll ich denn DAS anstellen??? Machbar! Ich schmeiße eine Party, gebe meinen Freunden Geld bis zum Abwin- ken und würde mir einen Traum erfül- len: einmal nach New York!

Dein Freund leiht sich 6,50 Euro von dir für ein Mittagessen. Welchen Betrag verlangst du zurück?

€ £ ¢

Halt genau 6,50 Euro Ach, was soll's, 6 Euro passen auch

Mit Zinsen und Gebühren macht das dann 7,50 Euro Welcher dieser Sprüche trifft auf dich am ehesten zu?

¢ €

„Schaffe, schaffe, Häusle baue!“

„Wer den Penny nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!“

£

„Geld ist zum Ausgeben da!“

Du kaufst dir eine große Tafel Schokolade. Teilst du sie?

¢ €

Nein. Ich behalte alles für mich allein!

Ich biete den anderen etwas an, hoffe aber, dass niemand was nimmt!

£

Klar!

¢ Es ist mir total egal, was andere sagen – eindeutig „Neid der Besitzlosen“

€ Wenn, dann versuche ich, so gut es geht das Gegenteil zu beweisen

£ Nö. Bei meinem kleinen „Vermögen“ wird es auch nie zu so etwas kommen

Hast du überwiegend bist du GROSSZÜGIG

£,

Geiz ist ein Fremdwort für dich! Was du hast, teilst du gerne. Besonders, wenn du damit anderen eine Freude machen kannst. Tipp: Achte darauf, dass du dein Geld nicht mit vollen Händen ausgibst und lege eine gewisse Summe im Monat für schlechte Zeiten auf die Seite. Man weiß schließlich nie, was kommt und für was man noch was braucht.

D i e Au s w e – ni c ht c r tun g he ate n! Hast du überwiegend bist du GEIZIG

¢,

Ein Leben im Pleite-Modus wäre für dich unvorstellbar. Du achtest ganz genau darauf, wie viel, wann und für welchen Zweck du Geld ausgibst. Dabei kannst du auf andere geizig wirken. Achte darauf, dass du Freunde oder die Familie nicht vergraulst. Nicht umsonst heißt ein Sprichwort: „Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen.“

Hast du überwiegend bist du aUFMERKSAM

$,

Du kannst sowohl ein Geizkragen als auch ein Gönner sein, das kommt auf dein momentanes Budget an. Hast du Geld, teilst du es gerne. Bist du gerade knapp bei Kasse, behältst du es lieber für dich. Trotzdem achtest du auch immer darauf, ein bisschen Geld auf die Seite zu legen und es nicht mit vollen Händen zum Fenster hinaus zu werfen.