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Fastenzeit im Wandel März – Juni 2019

Pfarreibulletin St. Peter und Paul St. Ulrich


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser Pfarreibulletin 134

❱ Impressum Herausgeber Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarreien Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Michael Kolditz |mik Salu Mathew |sam Giovanni Schäfli |gio Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein @greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter und Paul Telefon 052 269 03 70 Pfarramt St. Ulrich Telefon 052 269 03 80

«Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergel­ ten.» Jedesmal, wenn ich diese Aussage, im Evangelium lese oder gar in der Kirche vorlese, überkommt mich eine Art «heiliger Schau­ er». Da ist von einem ganz persönlichen Gott die Rede, «dein Vater», und von einer ganz intimen Nähe: «der auch das Verborgene sieht». Kein Polizistenblick, der sich die Fehler und Sünden merkt, sondern ein liebevolles Wahrnehmen meines Innersten, das sich – vielleicht zaghaft – dem Geheimnis öffnet. Gott sieht diese Bewegung meines Herzens, sie ist aufgehoben bei ihm. Dreimal wiederholt Matthäus diese Zusage vom Vater, der auch das Verborgene sieht, im Bezug auf drei unterschiedliche mensch­ liche Verhaltensweisen: in Bezug auf das Almosen-Geben, in Bezug auf das Beten im stillen Kämmerlein und in Bezug auf das Fasten. Alle drei Handlungen kommen im Tierreich niemals vor, sondern sind nur uns Menschen eigen, dafür lassen sie sich transkulturell und transreligiös zu allen Zeiten beobachten. Überall wird gespendet, gebetet, gefastet. Warum tut der Mensch das? In diesem dreifachen Verhalten voll­ zieht der Mensch seine wesenhafte Ausrichtung aufs Transzendente. Wer einfach gibt, was er behalten könnte, gibt sich hin, übersteigt sich, überschreitet seine Grenze. Wer sich im Gebet der schweigen­ den Gegenwart Gottes aussetzt, ohne etwas zu sehen oder zu hören, der hat den innerweltlichen Kreis durchbrochen, über dem tut sich der Himmel auf. Wer auf etwas verzichtet, das er geniessen könnte, zeigt, dass es Grösseres gibt, dass wir nicht fixiert sind auf Reiz und Reaktion, dass wir zur Freiheit berufen sind. Die drei Textstellen bei Matthäus über das Almosen-Geben, Beten und Fasten sind total parallel gestaltet. Es ist, als ob es das gleiche Tun in drei Ausprägungen wäre, konkret die Nähe zu Gott zu leben. Darum dürfen wir, glaube ich, in der Fastenzeit getrost wählen, was uns eher liegt: grosszüg zu spenden, sich Zeit zu nehmen für Gebet und Stille oder freiwillig auf Geschätztes zu verzichten. Denn dein Vater sieht dieses Verborgene, und er behält es bei sich.

Für die Redaktion

Hugo Gehring

Druck und Versand Sailer Druck Medien GmbH 8400 Winterthur Erscheinung viermal jährlich


50 Jahre ökumenische Fastenaktion in der Schweiz

odu | Vor 50 Jahren, 1969, fand erst­ mals eine gemeinsame Aktion von Fastenopfer und Brot für alle statt. Das kleine Jubiläum zieht die Frage nach sich, in welchem Verhältnis die beiden Hilfswerke bis dahin zueinan­ der standen.

reformiert) und Partner sein (christ­ katholisch) sowie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA ), die Nichtregierungsorgani­ sationen Amnesty International und WWF ; alle gehen sie aufs Jahr 1961 zurück.

Aufbruch zu neuen Ufern Im Januar 1959, vor 60 Jahren, hatte Papst Johannes X XIII . überraschend die Einberufung eines «Ökumenischen Konzils für die Weltkirche» angekün­ digt. Grosse Erwartungen und eine Aufbruchstimmung in der katholi­ schen Kirche waren die Folge. Drei Monate zuvor, im November 1958, war von den katholischen Jugendverbän­ den und den Missionsinstituten in der Schweiz beschlossen worden, 1960/61 ein Missionsjahr durchzuführen. So­ mit nahm das Missionsjahr Ziele des Zweiten Vatikanischen Konzils bereits vorweg: den Blick zu öffnen in die Welt hinaus, sich als weltumspan­ nende solidarische Gemeinschaft zu verstehen, die Ungleichheit zwischen Nord und Süd, reich und arm, entwi­ ckelt und unterentwickelt zu besei­ tigen, Kirche und Welt zu versöhnen. Der verbreitete Wirtschaftsauf­ schwung, die Entlassung der m ­ eisten afrikanischen Staaten aus der koloni­ alen Bevormundung, der ­Kalte Krieg als Kampf zwischen Christentum und Kommunismus, bildeten den Hinter­ grund der reformerischen Aufbruch­ stimmung. Davon zeugen die drei Hilfswerke Fastenopfer (katholisch), Brot für Brüder (heute Brot für alle,

Solidarische Weltkirche «Das Missionsjahr ist in seiner Ge­ samtheit ein Attentat auf unsere christliche Bequemlichkeit», rief des­ sen unermüdlicher Promotor Meinrad Hengarnter, Obmann der katholischen Jugendverbände, den Versammelten an der Eröffnungsfeier im Zürcher Kongresshaus zu. Das Missionsjahr sollte die Verantwortung aller für eine gerechtere Welt bewusst machen und die notwendigen finanziellen Mittel für Aufgaben in den Missionsländern bereitstellen. Von zentraler Bedeu­ tung war eine fundierte Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Blick auf Mis­ sion. In der Tat machte das roman­ tische Bild des Buschmissionars mit Rauschebart und Tropenhelm definitiv einer realistischeren Sicht Platz: der Missionar als «Geburtshelfer» beim Aufbau einer einheimischen Kirche. Das Nicknegerli hatte endgültig aus­ gedient. Im Mittelpunkt des Missionsjah­ res stand die Fastenzeit als «Opfer­ zeit». In den Pfarreien wurde einer der Fastensonntage zum Missionstag erklärt, an dem die Gläubigen ihre Spendensäcklein zum Gottesdienst mitbrachten. Das in dieser Höhe unerwartete Sammelergebnis von

Fastenzeit im Wandel

Abschied vom Nicknegerli

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Fastenzeit im Wandel

50 Jahre ökumenische Fastenaktion in der Schweiz 17,5 Millionen Franken liess die Orga­ nisatoren an eine Fortsetzungsaktion denken: Engagement und Elan sollten erhalten bleiben. Daher erarbeitete Meinrad Hengartner mit Otto Wüst, dem späteren Bischof von Basel, und zwei Missionsexperten im ­Sommer 1961 das Konzept des Fastenopfers der Schweizer Katholiken als jähr­ lich wiederkehrende Aktion. Im Un­ terschied zum Missionsjahr sollte der Sammelertrag je zur Hälfte für Missionsprojekte im Ausland und für pastorale Werke im Inland verwen­ det werden. Unter dem Leitwort «Wir teilen» wurde 1962 das Fastenopfer erstmals durchgeführt. Zusätzlich verband sich damit das Ziel, dem Geist der Fastenzeit neue Impulse zu geben. Religiöse Erneuerung und Ver­ tiefung kamen dabei klar vor finan­ ziellem Erfolg.

Ökumenische Jubiläumskampagne 2019

Gemeinsame für starke Frauen rho | In der diesjährigen Jubiläums­ kampagne stehen Frauen und ihr Ein­ satz für Menschenrechte im Zentrum. Als mutige Akteurinnen setzen sich Frauen für ihre Rechte und Lebens­ grundlagen ein und kämpfen für eine Wirtschaft, die Menschenrechte ach­ tet und die Umwelt bewahrt. Damit diese Frauen und viele wei­ tere mit ihnen auch künftig ihre An­ liegen durchsetzen können, sollen ihre Rechte gestärkt werden. Das The­ma der Kampagne lautet daher:

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50 Jahre aktiver Ökumene Das Fastenopfer und das vom Schwei­ zerischen Evangelischen Kirchenbund gegründete Hilfswerk Brot für Brüder waren zwar von Beginn an freund­ schaftlich verbunden, führten je­ doch ihre Sammelaktionen getrennt durch. Auf Grund der weitgehend identischen Zielsetzungen drängte sich indes eine ökumenische Zusam­ menarbeit geradezu auf. 1969 wurde die Kampagne erstmals gemeinsam gestaltet. Seither hat sich das Mitei­ nander stetig intensiviert. 1993 kam das christkatholische Hilfswerk hinzu. In der jährlichen ökumenischen Fas­ tenkampagne treten Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein gemeinsam auf und erreichen so durch Fasten­ agenda, Plakataktionen und Medien­ arbeit einen Grossteil der Schweizer Bevölkerung.

Gemeinsam für starke Frauen. Gemeinsam für eine gerechte Welt. Werde Teil des Wandels Anlässlich der ökumenischen Kampa­ gne werden 50 Frauen vorgestellt, die sich unermüdllich für einen Wandel zu mehr Gerechtigkeit einsetzen. Zum Beispiel Nomvuzo Nopote, 49 Jahre, aus Südafrika: «Schon als Kind habe ich beobachtet, dass wir Frauen im ländlichen Raum keine Stimme haben. Wir werden an den Rand gedrängt und


Ökumenische Jubiläumskampagne 2019 unsere Probleme werden nicht ernst genommen. Dagegen setze ich mich ein.» Nomvuzo Nopote engagiert sich für eine Gemeindeentwicklung, die der benachteiligten Landbevölkerung zugute kommt. Schwerpunkte ihres Engagements sind Demokratisierung auf Gemeindeebene, Geschlechter­ gerechtigkeit sowie die Förderung von Agrarökologie. Sie propagiert eine Landwirtschaft, die organischen Dünger verwendet, das einheimische Saatgut schützt und Kräuter als na­ türlichen Insektenschutz einsetzt. Sie erzählt: «Ich persönlich wurde gegen meinen Willen zur Ehe gezwun­ gen. In der Ehe musste ich stets die zweite Geige spielen. So habe ich das Land zwar bearbeitet, durfte aber kei­ nes in meinem eigenen Namen besit­ zen. Es wurde mir auch von Männern oder traditionellen Autoritäten ver­ boten, in Gemeindeversammlungen zu sprechen. Erst die Einsichten einiger Nicht­ regierungsorganisationen wie C­ ALUSA (Cala University Studensts Associati­ on) oder TCOE (Trust for Communi­ ty Outreach and Education) haben

mich verändert. Dieses neue Bewusstsein so­ wie Winnie Mandela, die trotz polizeilicher Schikanen und Bruta­ lität ihr ganzes Leben lang Ungerechtigkeiten bekämpfte, haben mich geprägt. Auch sie stand für Arme und Ausge­ grenzte wie Frauen und Jugendliche ein. Das Wissen, für meine und für die R ­ echte anderer kämpfen zu können, gibt mir Kraft. Auch unsere Kampagne zur Demokratisie­ rung und zur guten Regierungsfüh­ rung (Gouvernanz) auf lokaler Ebene erfüllt mich mit Stolz. Mittlerweile haben wir vier ländliche Gemeinden, die lokale Führungspersonen gewählt haben. Im Idealfall werden so auch die Stimmen von Frauen und Jugend­ lichen gehört. Ich wünsche mir eine Zukunft, in der die kommenden Generationen nicht für ihr Land kämpfen müssen, sondern dieses nachhaltig nutzen können.»

Das Sujet der ökumenischen Kampagne zeigt viele Menschen, die zusammen einen grossen Frauenkopf bilden. So soll gezeigt werden, dass wir alle gemeinsam etwas bewegen können.

Wie sich die Fastenpraxis verändert hat

Teilen statt verzichten hug | Als er noch Pfarrer in Bern war, hat uns Hansjörg Vogel, der als Bi­ schof von Basel später zurückgetreten ist, von seiner Dissertation (Doktor­ arbeit) in Pastoraltheologie erzählt.

Darin zeigt er auf, wie sich die Art des Fastens während der Fastenzeit in den zunehmend wohlhabenden Län­ dern Nordeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg gewandelt hat. 5


Fastenzeit im Wandel

Wie sich die Fastenpraxis verändert hat Über Jahrhunderte ist der Winter­ ausgang geprägt gewesen von Nah­ rungsmittelknappheit, so dass es im Februar und März immer weniger zu essen gegeben hat. Diesen wiederkeh­ renden Mangel im Vorratskeller hat man mit einem geistlichen Sinn verse­ hen: mit dem wörtlichen Speisefasten vor dem österlichen Frühlingsfest, an dem das aufblühende Leben wieder­ kehrt. Das Opfer des Essensverzichts hat sich religiös mit dem Lebensopfer Christi am Kreuz verbunden. Auch in meiner Kindheit, als es Ende Winter genug zu essen gab, ha­ ben uns die Katechetinnen und Vikare im Unti «Öpferli» während der Fasten­ zeit empfohlen und uns nahegelegt, keine Süssigkeiten zu essen oder auf eine Leibspeise zu verzichten. Später wurde zu Fernsehenthaltsamkeit und bei Erwachsenen zu Alkoholabstinenz aufgerufen. Doch dann gewann mit der sich an­ bahnenden Hochkonjunktur das Geld in unseren Breiten mehr und mehr an Be­ deutung. Ende der 1950er, anfangs der 1960er Jahre wurden in der Schweiz und in Deutschland typische Hilfswer­ ke gegründet, die der Zeit vor Ostern einen neuen Charakter verliehen. 1957 feierte der Schweizerische Jungwachtbund unter Meinrad Hen­

Das erste Fastenopferplakat von 1962 6

gartner das 25-Jahr-Jubiläum mit der Idee zu einer Spendenaktion zum The­ ma «Weltmission». Das Sammelergeb­ nis in der Rekordhöhe von 17,5 Millio­ nen Franken im Missionsjahr 1960/61 war der Anlass, ein eigenständiges Hilfswerk mit dem Namen «Fasten­ opfer der Schweizer Katholiken» ins Leben zu rufen. Der neu geforderte Verzicht be­ steht nun nicht mehr im Vermindern von Essen, Trinken, Fernsehkonsum oder Geniessen, sondern im Besitz-­ Teilen. Das Logo des Fastenopfers von Anfang an ist ein durch das Kreuz ge­ teiltes Brötli. Im Kinderzimmer steht von nun an das Fastenopfersäckli, in das Münzen geworfen werden sollen, die man sich durch E­ xtraleistungen verdient oder vom Taschengeld nimmt. Die Erwachsenen werden durch Fas­tenopferkampagnen mittels Agenda mit täglichen Kalenderblättern in­ haltlich sensibilisiert, zunächst auf Missionsthemen, dann v­ erstärkt auf Entwicklungshilfe, auf die Nord-­Süd-­ Problematik bis hin zu innenpolitisch brisanten Stossrichtungen («Konzern­ verantwortungsinitiative»). Einer Überflussgesellschaft mit ständig angeheizten Bedürfnissen kommt der Aufruf zum Geld-­Spenden statt dem Entzug von Genussmitteln entgegen. Von ganz anderer Seite bringen heute die ökologischen An­ liegen den Konsumverzicht wieder ins Spiel. Und aus eher gesundheitli­ chen Gründen gibt es seit einiger Zeit Land auf, Land ab gefragte Angebote von Fastenwochen, die unter Fasten wieder verminderte Nahrungsmittel­ aufnahme verstehen. So kehren er­ staunlicherweise alte Motive wieder.


Die Fastenzeit, wie sie vor 70 Jahren erlebt wurde

«Öpferli» und «Ostern machen» odu | Die Fastenzeit, Zeit der Vor­ bereitung auf Ostern, ist seit jeher eine Zeit der Einkehr, der Umkehr, der Busse – mit Auswirkung auf das Verhalten im täglichen Leben, heisst es doch in der Bibel: «Denn ihr habt den alten Adam mit seinen Taten ab­ gelegt und seid zu einem neuen Adam geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird» (Kol 3,910). Für das innere Nachjustieren ist keine Zeit besser geeignet als dieje­ nige zwischen Aschermittwoch und der Osternacht. In manchen Regionen ist die Fastenzeit verknüpft mit reli­ giösem Brauchtum, auch mit Speise­ vorschriften oder -gewohnheiten. Weil man in den Nachkriegsjahren den Kir­ chengeboten zumeist mehr Beachtung schenkte als heute, wollte der Pfabü-­ Redaktor von seiner Nachbarin Rut Hörler, «Urgestein» in der Pfarrei St. Peter und Paul, wissen, ob es in ihrer Familie in den 1940–1950er Jahren auch Fastenzeitrituale gab und falls ja, welche. «‹Öpferli bringen›: der Ausdruck ist mir seit der zweiten Klasse ge­ läufig. Unsere Unti-Schwester fragte nämlich zur Fastenzeit jedes einzelne Kind, welche ‹Öpferli› es wieder ge­ bracht habe. Es dauerte lange, bis ich verstand, dass die Ordensfrau nicht nach Äpfeln, sondern nach Opferleis­ tungen fragte.» Dem Aschermittwoch voraus lie­ gen die Fasnachtstage. «Ich erinnere mich, dass Mama, die gern und gut kochte, für unsere achtköpfige Familie stets eine ganze Zaine voll Fasnachts­

küchlein gebacken hat. Am Ascher­ mittwoch gehörte es sich, dass man sich in der Kirche Asche aufs Haupt streuen liess. Wegen des Fasttagsge­ bots begnügte man sich mit einfache­ ren Mahlzeiten. Unsere Familie hielt es indes nicht mit dem Pharisäer, der von sich sagte: ‹Ich faste zweimal in der Woche› (Lk 18,12). Wir befolgten die von der Kirche erlassenen Speise­ gebote, wollten jedoch damit andern gegenüber ja nicht auffallen. In der Fastenzeit verzichtete der Vater auf den sonntäglichen Rösslistumpen. Alle sparten wir etwaige Gelüste auf Schokolade bis Ostern auf. Der obli­ gate Sonntagsbraten dagegen durfte weiterhin aufgetischt werden. Einmal hatte die Mutter zum Mittagessen Speck und Bohnen gekocht, ohne da­ ran zu denken, dass es Freitag war. Als mein Vater das an diesem Tag verbote­ ne Fleischgericht bemerkte, nahm er den Speck von der Platte und sagte: ‹Wenigstens ist der Duft nach Fleisch erlaubt›. Fisch gab’s bei uns nie, auch nicht an Karfreitag. Zur Karwoche ge­ hörte das ‹Ostern machen›, die Oster­ beichte, ebenso das Ostereierfärben. Viele Stunden verbrachte man von Gründonnerstag bis Ostersonntag in den Gottesdiensten mit oft sehr lan­ gen Predigten…»

Rut Hörler als Zweitklässlerin

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Verzicht einmal anders

Fastenzeit im Wandel

Demutshaltung 2.0

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mik | Wie sich die Fastenzeit vom klassischen Verzicht auf Alkohol, Süssem und mehr wandelt, zeigt sich für mich immer an den vielen ver­ schiedenen Beiträgen über andere Formen des Verzichtens. Ich möchte einige unterschiedliche «neueren» Arten des Verzichtes vorstellen: Verzicht auf Plastik beim täglichen Einkauf während der Fastenzeit, das heisst die Waren möglichst unver­ packt einkaufen. Auch das bewusste Einschränken des Online-Shoppings oder des generellen Shoppings wird angeführt. Es ist in verschiedenen Ar­ tikeln zu lesen, dass jene Personen, die dies machten eine Veränderung der eigenen Lebensqualität erfuhren. Eine Art des Verzichtes, die mir per­ sönlich immer wieder begegnet, ist der bewusste Verzicht auf Fernsehen oder heute vielleicht eher noch auf die Streaming-Dienste oder Games. Durch diesen bewussten Verzicht wird einem deutlich, wie viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer verbracht wird und wie viel Zeit auf einmal für andere Dinge zur Verfügung stehen. Demutshaltung 2.0 – dahinter ver­ birgt sich für mich die neue Haltung all jener, die auf ihr Handy starrend durch die Stadt laufen, ohne zu schau­ en, ob sie nicht vielleicht jemanden umrennen. Aber auch all jene, die mit anderen an einem Tisch sitzen und die Kommunikation mit gesenktem Haupt und Blick aufs H ­ andy führen.

Oder das Handy liegt auf dem Tisch und immer wieder geht der Blick auf das Gerät. Nun wurde gerade bei der CES -­Messe (CES : Consumer Electronic Show) in Amerika ein Programm vor­ gestellt, das einem das eigene Nut­ zungsverhalten des Handys zeigt. In Skandinavien haben zwei Studenten eine App entwickelt, die einen mo­ tivieren soll, das Handy längere Zeit nicht zu benutzen. Je nach Dauer er­ hält der Nicht-­Nutzer dann verschie­ dene Prämien. Aber brauche ich das wirklich? Kann ich nicht mehr selber aus eige­ ner Kraft meine Nutzung der digitalen Medien steuern und reduzieren? Ge­ rade im letzten Jahr hat es verschie­ dene Reportagen gegeben, die sich damit auseinandersetzten. Jugend­ liche haben bewusst für eine Woche oder länger den Kopf gehoben und das Handy abgeschaltet und abgegeben. Spannend fand ich die Reaktionen. Einstimmig sagten die Jugendlichen, dass sie dadurch die Umwelt und die Mitmenschen wieder ganz anders und bewusster wahrgenommen hätten. Auch merkten sie an, dass sie durch die Nicht-Nutzung und anschliessen­ de geringere Nutzung viel mehr Zeit hatten, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich denke, dass dies nicht nur für die Jugendlichen, son­ dern immer dann gilt, wenn wir uns von Konsumzwängen, welcher Art auch immer, befreien.


Dorothee Sölle wird in dem dies­ jährigen Fastenkalender wie folgt zitiert: «Zwischen Arbeiten und Konsumieren soll Stille sein – und

Freude.» Dies kann für mich genau dann gelingen, wenn ich bereit bin, ganz bewusst mein Konsumverhalten zu überdenken.

Wie die Gebote der Fastenzeit umgangen wurden

Flüssiges Brot und Herrgotts­ bscheisserle So bekam das Fastenbier den Segen der Kirche aho | Seit je gilt in der katholischen Kirche der Grundsatz, dass das Kon­ sumieren von Flüssigem das Fasten nicht bricht. Aus diesem Grunde brau­ ten im Mittelalter bayerische Mön­ che ein besonders kalorienreiches Bier (flüssiges Brot), damit sie trotz des Fastengebots bei Kräften blieben. Schon bald bekamen sie Zweifel, da sie ein besonders schmackhaftes und gehaltvolles Bier gebraut hatten. Um sich abzusichern, schickten sie ein Fass des Bieres nach Rom, damit der Papst es probieren und absegnen kön­ ne. Auf der wochenlangen Reise von Bayern in den Vatikan wurde das Bier kräftig durchgeschüttelt sowie der alpinen Kälte und der italienischen Hitze ausgesetzt. Ein völlig verdorbe­ nes Gebräu erreichte den Papst. Nach­ dem dieser es probiert hatte, lobte er die Leidensfähigkeit der bayerischen Mitbrüder und gab das Starkbier als Fastentrunk frei. In Bayern wird in der Fastenzeit das Starkbier nun traditionsgemäss ausgeschenkt.

Maultaschen Maultaschen sind mit verschiedenen Massen gefüllte Nudeltaschen und eine Spezialität der schwäbischen Kü­ che. Die Entstehung dieses Gerichts und warum Maultauschen besonders gerne in der Fastenzeit gegessen wer­ den, erzählen verschiedene Legen­ den. Eine besagt, dass die Zisterzi­ ensermönche des Klosters Maulbronn (daher auch der Name Maultaschen) in der Fastenzeit das Fleisch in den Nudeltaschen vor Gott verstecken wollten, was im Volksmund zum Bei­ namen «Herrgottsbscheisserle» führ­ te. Leicht abgewandelt dazu erzählt man sich, dass es Protestanten waren, die der ursprünglich nur mit Kräu­ tern und Spinat gefüllten Teigtasche heimlich Fleisch beifügten. Unterdes­ sen ist es in manchen schwäbischen Fami­lien Tradition, am Gründonners­ tag Maultaschen in der Bouillon zu ­essen und die ohnehin reichlich her­ ge­s tell­ten «Herrgottsbscheisserle» am Karfreitag in einer anderen Zu­ bereitungsart zu geniessen.

Fastenzeit im Wandel

Verzicht einmal anders

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Beispiel für ein konkretes Verzichten

Ich verzichte nur auf Schokolade gio | Laut Statistik verspeist je­ der Schweizer über zehn Kilogramm Schokolade in einem Jahr. Schoko­ ladefabriken versprechen, dass ihre Produkte glücklich machen. Meine Frau behauptet das auch. Sie will sich ein Leben ohne Schokolade gar nicht vorstellen. Ich schon. Bei mir ist der Drang nach dieser klebrigen Masse nicht so gross. Dennoch habe ich mir vorgenommen, während der Fastenzeit darauf zu verzichten. Das hat bei mir schon eine jahrzehnte­ lange Tradition. Zu Recht wird man mich fragen, worin liegt denn da der

Verzicht? Aber Halt! Mir wird während der Fastenzeit so richtig bewusst, wo sich überall diese süsse Versuchung versteckt. Ich greife zu einem Guetzli und merke, die Rückseite besteht aus Schokolade. Welche Glacés sind nicht mit Schokolade überzogen? Unzählige Torten werden damit aufgepeppt. Die Basis der meisten Desserts, die mir in dieser Zeit angeboten werden, ist Schokolade. Alles sehr verführerisch. Nein danke, ich verzichte. Dabei über­ kommt mich das gute Gefühl, dem Verbrauchsdurchschnitt ein Schnipp­ chen zu schlagen.

Am Anfang der Reformation in Zürich stand ein Frevel

Zwei Würste zur falschen Zeit ❱

Hans Asper: Huldrych Zwingli

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odu | Die Zürcher Reformation be­ gann mit einem Eklat, einem Skan­ dal. Verantwortlich dafür war Hul­ drych Zwingli höchstpersönlich, der Leutpriester am Grossmünster. Dieser

hatte zu einem Wurstessen am Abend des ersten Fastensonntags ins Haus des Druckers Christoph Froschauer an der Gräbligasse eingeladen. In dessen Werkstatt versammelte sich am 9. März 1522 eine honorige Ge­ sellschaft von etwa einem Dutzend Männern. Dazu gehörte neben Zwingli ein zweiter Priester, Leo Jud, Zwinglis engster Vertrauter, der spätere Leut­ priester zu St. Peter. Die übrigen Teil­ nehmer entstammten der wohlhaben­ den Schicht städtischer Handwerker und Gewerbetreibender. Unter ihnen waren vier reformatorische Heiss­ sporne: der Bäcker Heinrich Äberli, der Schneider Hans Oggenfuss, der


Am Anfang der Reformation in Zürich stand ein Frevel Schuhmacher Klaus Hottinger und der Weber Lorenz Hochrütiner. Die vier Kumpane sollten im Jahr darauf unrühmlich von sich reden machen, nachdem sie in ihrem religiösen Ei­ fer ein Wegkreuz vor dem Stadttor in Stadelhofen zu Kleinholz geschlagen hatten. Das demonstrative Wurstessen war eine unerhörte Provokation. Man zer­ schnitt zwei geräucherte Würste in kleine Stücke und verteilte sie unter den Anwesenden. Die Ähnlichkeit mit der Eucharistie war wohl kein Zufall. Mit der absichtlichen Missachtung des Kirchengebots, das den Genuss von Fleisch während der Fastenzeit unter­ sagte, forderte Zwingli die kirchliche Obrigkeit ebenso wie die weltliche heraus. Schnell fanden die «Rebellen» Nachahmer. Sowohl der Rat der Stadt als auch der Bischof von Konstanz re­ agierten umgehend. Beide Obrigkei­ ten pochten auf die Einhaltung des Fastengebots. Zwei Wochen nach dem Wurst­ essen rechtfertigte Zwingli in einer Predigt die Unbotmässigkeit des Fastenbruchs unter Berufung auf die Bibel. In erweiterter Form legte er seine Argumente am 16. April 1522 in der Schrift «Von erkiesen [Auswäh­ len] und fryheit der spysen» dar: Da das Neue Testament keine Speisevor­ schriften kenne, seien kirchliche Fas­ tengebote reine Willkür. Jeder Mensch könne frei entscheiden, ob er fasten wolle oder nicht: «Wiltu gern vasten, thuo es; wiltu gern das fleisch nit essen, iß es nüt, laß aber mir daby den Christenmenschen fry.» Der durch das Wurstessen ent­ standene Aufruhr unter der Bevölke­

rung veranlasste den Stadtrat, zu­ ständig für Ruhe und Ordnung, beim Grossmünsterkapitel ein Gutachten einzuholen. Zwinglis Meinung zum Fasten als eines tradierten Brauchs wird darin zwar geteilt, gleichzeitig wird jedoch zur Verhütung von Streit vor der ungeordneten Abschaffung des Gebots gewarnt. Ein Jahr später, 1523, wusste Zwingli den Stadtrat auf seiner Seite. Ja, der Rat übernahm an Bischofs statt fortan mehr und mehr kirchenbehördliche Befugnisse.

Schlachtfeld Kappel: Gedenkstein

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Fastenzeit im Wandel 12

Fastenzeiten in der syrisch-orthodoxen Kirche

Margarine im Kühlschrank Simon Forster | Die genauen Termine der syrisch-orthodoxen Fastenzeiten kenne ich noch nicht im Detail. Wenn ich jedoch in unserem Kühlschrank eine Packung pflanzlicher Margarine und einen Liter Mandel- oder Soja­ milch vorfinde, dann weiss ich, dass für meine Frau eine Fastenzeit be­ gonnen hat. Sie fastet mehrmals pro Jahr nach dem Ritus der syrisch-orthodoxen Kirche. Für den Speiseplan bedeutet dies, dass nur vegane Gerichte auf den Tisch kommen, ergänzt mit Fisch und Honig, welche als einzige tieri­ sche Lebensmittel erlaubt sind. Auch Hochzeitsfeste und Taufen werden während dieser Fastenzeiten nicht abgehalten, was mir als Aussenste­ hendem logisch erscheint. Dieser Verzicht, den sie auch beim Mittagessen bei der Arbeit einhält, dient der Vorbereitung auf verschie­ dene religiöse Feiertage während des Kirchenjahres. Zusätzlich zur mir be­ kannten Fastenzeit vor Ostern, wird auch 10 Tage vor Weihnachten bis und mit nach dem Gottesdienst am Abend des 24. Dezembers, drei Tage im Feb­ ruar (Ninive Fasten) und im Sommer fünf Tage vor Maria Himmelfahrt ge­ fastet. Für meine Frau wird das Fasten einfacher, je länger eine Fastenzeit dauert. Die Umstellung am Anfang ist für sie am schwierigsten. Während des ganzen Jahres sind auch Mittwoch und Freitag Fastenta­ ge bis nach Sonnenuntergang, weil

Jesus am Mittwoch verraten und am Freitag gekreuzigt wurde. Dieses ganzjährige Fasten wird jedoch von der jüngeren Generation meist nicht mehr praktiziert. Es ist nicht Sinn des Fastens, dass schwangere und stillende Frauen, kranke und gebrechliche Menschen und Kinder unter fünf Jahren ge­ schwächt werden. Sie sind deshalb vom Fasten ausgenommen. Im Vergleich zu früher ist die for­ male Einhaltung der Fastenregeln einfacher geworden, denn seit eini­ gen Jahren sind im Zuge der veganen Lifestyle Bewegung diverse entspre­ chende Ersatznahrungsmittel und Convenienceprodukte auf den Markt gekommen. Für den Alltag bedeutet dies, dass es häufiger auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob ein Lebenmit­ tel gegessen werden darf, und dass man im Restaurant nicht schief an­ geschaut wird, wenn man fragt, ob das Gericht vegan sei. Meine Frau ist jedoch der Ansicht, dass es nicht dem Grundgedanken des Fastens entspräche, wenn sie einfach vegane Schokolade und andere ange­ passte Genussmittel verzehrte. Für sie steht während dieser Zeit der Ver­ zicht auf alltägliche «irdische» Gelüs­ te und die geistige Vorbereitung auf den Feier­tag im Vordergrund. So wer­ den die Weihnachtguetzli am Weih­ nachtstag selber zu einem besonderen Genuss auf den sie sich längere Zeit gefreut hat.


Spitalseelsorgende beleuchten verschiedene Aspekte des Verzichtens im Spital

Fastenzeit im Spital mit Aussicht Michael Eismann | Bis heute sehe ich das Bild der sich langsam schlies­ senden, weissen Pendeltür mit den zwei grossen Milchglasscheiben vor mir, die mich im Alter von sieben Jahren von den Eltern trennte und in das Universum des Spitals für die geplante Mandeloperation entführ­ te. Eine Woche Krankenhaus, in der nicht nur fast alles ganz anders war, sondern auch Fastenzeit herrschte, weil die versprochenen Eiscremeber­ ge nach der Operation leider nicht Realität wurden. Auch der provisorische Raum der Stille im K SW hat milchglas-folier­ te Fenster. Aber sie werden von ei­ ner klaren Welle durchbrochen, die Aussicht ermöglicht. Fastenzeit hat immer ein Ziel und dieses Ziel lautet Ostern – Auferstehung zum Leben. Zum Glück ist ein Spitalaufenthalt heute humaner als 1973, bedeutet aber dennoch Verzicht auf Selbst­ verständliches: Kein freiwilliger und begrenzter Verzicht – wie 40 Tage Fastenzeit – sondern erzwungen, wie im Folgenden dargelegt. Gut und heil­ sam, wenn diese Situationen durch­ brochen werden. Verzicht auf Selbstbestimmung Veronika Jehle | Wann stehe ich auf? Was ziehe ich an? Was esse ich heute? Unternehme ich etwas? Was erledige ich zuerst? Selbst wer unter der Wo­ che im Rhythmus der Arbeit steht,

kann oft weitgehend selbst bestim­ men, in welchem Tempo, in welcher Reihenfolge und auf welche Weise die einzelnen Schritte geschehen. Anders ist es, wenn eine Krankheit ins Leben tritt: Sie ist es dann beziehungsweise der eigene Körper in seiner Schwäche ist es dann, die den Takt vorgeben. Noch einmal anders wird es, wenn zusätzlich ein Eintritt ins Spital not­ wendig wird: Mein geschwächter Kör­ per braucht Unterstützung, ich selbst muss mir helfen lassen. «Sich helfen lassen» fühlt sich für viele Menschen fast gleich an, wie fremdbestimmt zu werden. Plötzlich geben jene Perso­ nen den Takt an – oder bestimmen ihn zumindest mit – die im Spital sind: Pflegefachfrau, Zimmernachbar, Ärz­ tin, Physiotherapeut. Die Möglich­ keit, selbst zu bestimmen, verlagert sich für diese Zeit in mein Inneres: Wie gehe ich damit um? Wie gestalte ich den Umgang mit jenen, die mir helfen? Verzicht auf Privatsphäre Stefan Staubli | Zwar sprechen wir im Spital von Privatabteilungen und Allgemeinen Abteilungen, doch für alle PatientInnen gilt es, in unter­ schiedlichem Ausmass auf ein Stück Privatsphäre zu verzichten. Die Men­ ge der zur Auswahl stehenden Menüs ist zwar eindrücklich, aber es ist Spi­ talkost und nicht die gewohnte Kost. Und weiter gehen die Einschränkun­ gen, wenn es um den eigenen Lebens­

aus der Spitalseelsorge

Verzichten im Spital

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Spitalseelsorgende beleuchten verschiedene Aspekte des Verzichtens im Spital

Blick in den provisorischen Raum der Stille am KSW

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rhythmus und Tagesablauf geht. So steht die diensttuende Pflegefach­ frau unerbittlich frühmorgens da und misst den Blutdruck – unbeeindruckt davon, ob sie mich gerade aus dem Tiefschlaf holt oder nicht. Und dann diese Fragen, die nicht zurückschre­ cken vor dem Privatesten: «Wie geht es Ihnen heute? Hatten Sie schon Stuhlgang?» Oder die Situation in einem Vierbettzimmer, wo unverse­ hens vier Menschen, die sich in keiner Weise ausgesucht haben, 24 Stunden in einem Raum zu verbringen haben. Allerdings traf ich in solchen Zimmern auch schon PatientInnen an, die un­ ter keinen Umständen in ein Einbett­

zimmer wechseln wollten, weil sie es so gut miteinander hatten. Verzicht auf Bewegungsfreiheit Romarie Wiesli | Der Verzicht auf Be­ wegungsfreiheit ist definitiv für nie­ manden ein freiwilliger Verzicht. Ich erlebe PatientInnen, die sich unend­ lich schwertun, wenn sie beispielswei­ se mit einer riesigen Schiene am Bein oder am Arm still im Bett liegen müs­ sen. Sich helfen zu lassen bei der Kör­ perhygiene, der Morgentoilette, beim Anziehen, vielleicht sogar beim Essen ist eine massive Einschränkung der Be­ wegungsfreiheit. Wenn die PatientIn­ nen auch noch für jeden Gegenstand,


Spitalseelsorgende beleuchten verschiedene Aspekte des Verzichtens im Spital den sie brauchen, jemanden um Hilfe bitten müssen, ist das für viele ein Zustand, den sie so schnell wie mög­ lich hinter sich bringen möchten. Eine Patientin lachte bei einem Besuch verschmitzt vor sich hin und mein­ te, jetzt gelte es, sich in Geduld mit sich selber zu üben, das sei schneller

gesagt, als getan. Anderseits ist die Förderung der Bewegungsfreiheit, die Förderung der Mobilisation ein vor­ dringliches Ziel auf dem Weg zur Ge­ sundheit und nicht selten trifft man PatientInnen mit einer Physiothera­ peutin, um dieses kostbare Gut der Bewegungsfreiheit zu fördern.

Mensch, wo bist du?

Zum Hungertuch 2019 Das Hungertuch ist wie ein Traum­ bild: in seiner Mitte das offene Haus. Dieses ist eine Einladung an alle Men­ schen, am offenen Haus – unserer ge­ meinsamen Erde – mitzuarbeiten. Um dieses Haus befindet sich ein golde­ ner Ring. Dieser ist ein Symbol für den Kern unseres Glaubens, nämlich die Liebeserklärung Gottes an alle Menschen, unabhängig von deren Geschlecht, Alter und Herkunft. Al­ len Menschen ist die gleiche Würde eigen und alle geniessen die gleichen Rechte. Die Menschen- und Kinder­ rechte widerspiegeln die Würde, die jedem Menschen aus der Perspektive Gottes zukommt. Die Erde ist nicht nur symbolisch mit dem offenen Haus dargestellt, sondern der Künstler Uwe Appold hat wirklich Erde aus Getsemani auf die Leinwand gepflastert. Diese symbo­ lisiert unseren Planeten als Lebens­ raum und Heimat für alle Geschöpfe. Diesen gilt es, in aller Weisheit und mit spiritueller Kraft, zu gestalten. Das Meer spirituellen Bewusstseins

wird symbolisiert durch den blauen Hintergrund – Blau ist die Farbe des Glaubens. Uwe Appold malt als Christ: Das wird durch den hieroglyphenar­ tigen Schriftzug in Weiss deutlich. Dieser erinnert an Jesus, der in der Szene mit der Ehebrecherin in den Sand schreibt und damit die Unend­ lichkeit auf die Erde holt. Die griechi­ schen Buchstaben bedeuten nämlich Christus, gleich wie das unauffällige kleine Kreuz und das Chi (griechi­ scher Buchstabe) auf blauem Grund. Der blaue Grund steht für menschli­ ches Bewusstsein, welches durch die zahlreichen spirituellen Traditionen gebildet wird. Der Mensch lässt sich in der unteren rechten Ecke finden. Jedenfalls lassen sich ein Kopf mit offenem Mund, Auge und Ohr sowie emporgehaltenen Armen erkennen. Von göttlicher Weisheit inspiriert kann der Mensch mit Kopf, Herz und Hand unsere Erde gestalten.

❱ Folgende Seite:

MISEREOR -Hungertuch 2019: «Mensch, wo bist du?» von Uwe Appold © MISEREOR

Dem Heft: sehen-und-handeln.ch lernen 2019 entnommen. 15


Erstkommunionvorbereitung

In St. Ulrich haben alle vorne Platz

St. Ulrich

Die Erstkommunion ist ein bedeutendes Fest für alle.

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Marcus Scholten | Die Erstkommu­ nion, und entsprechend auch die Vor­ bereitung auf dieses Fest, sind echte Ereignisse für die Familien, die Pfarrei und besonders für die Kinder, die zum ersten Mal am Tisch des Herrn dabei sind. Und weil es ein so wichtiges Er­ eignis ist, erreichen wir nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und ihre Angehörigen und beziehen sie in die Vorbereitung mit ein. Gerade

in der Pfarrei St. Ulrich ist dies eine Riesenchance, weil wir so klein sind und nur drei bis zehn Kinder in einem Jahrgang haben. Jedes Treffen mit den Eltern wird so zu einer persön­ lichen Begegnung und einem echten Kennenlernen. Ich durfte das beson­ dere Engagement der Eltern erfahren und, dass es auch über die erste Kom­ munion hinausgeht, im Stützen der Kinder als Minis, beim Beteiligen am Versöhnungsweg, im Mitsingen neuer Lieder im Ad-hoc-Chor. Alle schätzen es sehr, dass die Erstkommunionkinder an diesem Tag alle im Chorraum Platz finden und den ganzen Gottesdienst so um den Altar sitzen. In unserer Pfarrei sitzen des­ halb alle wirklich in der ersten Reihe! Und genau das will uns die Kom­ munion doch auch sagen, bei Gott sitzen wir alle in der ersten Reihe. So haben wir für die Erstkommu­ nion 2019 das treffende Motto: Ich bin Gottes Liebling!

Café International 2016 bis 2018

Ein bereicherndes Projekt Anni Behr | Ausgangslage: Die re­ formierte Kirche Rosenberg wurde zwischen Weihnachten und Neujahr 2015/16 zu einem Flüchtlingszent­ rum umgebaut. Eine nicht erwarte­ te Hilfswelle der Quartierbewohnen­ den entwickelte sich innert kurzer Zeit. Deutschkurse, Gärtnern, Nä­

hen, Wohnungssuche, Spielgruppen und das Café International waren nur einige der Vorschläge, welche dann auch verwirklicht wurden. Das Café International wurde im Pfarreizentrum St. Ulrich eröffnet und durch Freiwillige der reformierten und katholischen Kirche betrieben. Das


Ziel des Angebotes war, gemeinsame Erlebnisse und persönliche Begeg­ nungen zu fördern. Dieses Ziel wurde umgesetzt durch: miteinander im Café International kochen, voneinander lernen, spielend den Kindern begeg­ nen, Ferienkurse für Kinder anbieten und Kommunikation in Deutsch för­ dern. Alle 14 Tage war das Café geöffnet, arabischer Kaffee und Chai (starker Schwarztee), Kuchen und Früchte durften nicht fehlen. Die Spiel- und Bastelecke für die Kinder wurde stets rege benützt, zum Beispiel wurde eine Malvorlage eines Grossverteilers mit viel Eifer ausgemalt. Anschlies­ send durfte jedes Kind sein farben­ froh gestaltetes Osterei gegen einen Schoggi­osterhasen eintauschen. Vier Mal im Jahr kochten wir ein Nachtessen. Das Essen wurde zur Quartierbegegnung, denn alle Bewoh­ nenden waren dazu eingeladen. Wir SchweizerInnen lernten viele neue Gerichte kennen, welche die Flücht­ lingsfrauen für uns kochten. Anfangs Dezember verwandelte sich das Pfar­ reizentrum in eine Backstube. Kinder, Frauen und Männer halfen mit, Mai­

länderli, Teeplätzchen und Zimtsterne auszustechen. Sogar Bretzeli wurden von Chiya mit dem Bretzeleisen ge­ backen. Das gemeinsame Guetzlä war für mich ein Höhepunkt im Rahmen des Café International. Und nun ist dieser Treffpunkt zu­ gemacht worden. In der gemeinsamen Zeit ist viel geschehen. Freundschaf­ ten wurden geschlossen, Feste ge­ feiert und Kinder geboren, aber auch Trauer haben wir gemeinsam erlebt, als zwei der Organisatorinnen star­ ben. Und bis zum Schluss haben die meisten Flüchtlinge, dank der Viwo, eine eigene Wohnung gefunden. Mit grosser Dankbarkeit schaue ich auf die knapp drei Jahre zurück. Es ist schön, dass die Flüchtlinge nun ihr eigenes Heim haben und sich so im Wohnquartier integrieren können. Besteht nun kein Treffpunkt mehr für die Flüchtlinge? Doch – es geht weiter – einfach auf eine andere Art. Die beiden Leiterinnen der Fabrikkir­ che bieten weiterhin in der Akazie, im gleichen Rhythmus, wie das Café In­ ternational stattgefunden hat, einen Treffpunkt an. Hoffentlich entsteht daraus etwas Neues.

St. Ulrich

Café International 2016 bis 2018

Das Café International war ein gut besuchter Be­gegnungsort.

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Gelungener Basar am 10. November

St. Ulrich

Die Oase im Rosenberg Anni Behr, Helena Helfenstein | Ge­ schnitzte Holzengel, weihnächtliche Gestecke und Türkränze, Gestricktes, selbstgemachte Guetzli und feine Konfitüren, dekorative Kerzenhal­ ter, Frühstück à discrétion, leckeres Mittagessen aus der Männer-Küche, Schmuck aus Kaffeekapseln der Unti-­ Kinder und natürlich die Qual der Wahl am reichhaltigen und glusch­ tigen Dessertbuffet – dies nur eine Auswahl der vielfältigen Angebote, die am Basar 2018 in St. Ulrich prä­ sentiert wurden. Viele Gäste sind gekommen und die Kauffreude war gross. So konnten wir über 6000.– Franken an unser Jah­ resprojekt Stiftung «Vivamos mejor» (Frühförderung für Flüchtlingskinder in Soacha, Kolumbien) beitragen. Ein tolles Resultat! Der Aufwand hat sich

gelohnt. Allen Beteiligten vor und hinter der Kulisse ein sehr herzliches Dankeschön! Auch unser Pfarreimotto «Nimm Platz an unserem Tisch» hat sich ein­ mal mehr verwirklicht. Das Männer-­ Kochen-Team hat uns «Basar-Frauen» mit Leidenschaft unterstützt und mit ihrem leckeren Mittagessen viel zum guten Gelingen beigetragen und so für ihr Mitwirken viel Lob erhalten. Das ruft geradewegs nach einer Wie­ derholung und könnte sich zu einer Tradition entwickeln. Apropos Männer-Küche: Dieses Team trifft sich seit einiger Zeit re­ gelmässig im Pfarreiheim zum Ko­ chen und anschliessend wird gemüt­ lich und bei guter Stimmung mit den angemeldeten Gästen getafelt. Eine gastfreundliche und kontaktfördern­ de Bereicherung der Pfarreiangebote. Der nächste Basar findet am Samstag, 9. November 2019, statt Es gilt, sich schon einmal dieses Datum im Kalen­ der vorzumerken. Wir freuen uns, Sie dann wieder in St. Ulrich, der Oase im Rosenberg, begrüssen zu dürfen!

Kalendarium März 1 Freitag 5 Dienstag 6 Mittwoch 10 Sonntag 20

Weltgebetstag, Liturgie aus Slowenien, 19.00, Kirche St. Ulrich Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Ulrich Aschermittwoch, Wortgottesdienst, 19.00, Kirche St. Ulrich Familienmesse, anschliessend Pfarreiversammlung, 9.30, Kirche St. Ulrich


23 Samstag 30 Samstag

ökumenischer Fastenzmittag, 12.00, reformiertes Kirchgemeindehaus Veltheim Rosenverkauf

April 2 Dienstag 14 Sonntag 15 Montag 18 Donnerstag 19 Freitag

20 Samstag 27 Samstag

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Peter und Paul Familienmesse zum Palmsonntag, 9.30, Kirche St. Ulrich Bussfeier, 15.00, Kirche St. Ulrich Hoher Donnerstag, Abendmahlfeier anschliessend stille Anbetung, 20.00, Marienkapelle St. Ulrich  Fiire mit de Chliine an Karfreitag, 10.00, Marienkapelle St. Ulrich  Karfreitagsfeier, 15.00, Kirche St. Ulrich Bitte bringen Sie zur Kreuzverehrung eine Blume oder einen blühenden Zweig mit. Osternacht Auferstehungsfeier, Beginn am Osterfeuer anschliessend Eiertütsche, 21.00, Kirche St. Ulrich Fiire mit de Chline, 10.00, reformierte Dorfkirche

Mai 10 Freitag 12 Sonntag 25 Samstag 26 Sonntag 28 Dienstag 30 Donnerstag

Maiausflug Familienmesse mit Erstkommunion, 9.30, Kirche St. Ulrich Fiire mit de Chline, Dorffest, 15.00, reformierte Dorfkirche Ökumenischer Gottesdienst, Dorffest, 9.30, reformierte Dorfkirche Kirchengemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim St. Peter und Paul Christi Himmelfahrt, Familiengottesdienst mit an­ schliessendem Brötle, 11.00, Güetli (bei schönem Wetter) oder Kirche St. Ulrich

St. Ulrich

Kalendarium (Fortsetzung)

❱ Treffpunkte Zeit-Punkt 7.3. | 14.3. | 21.3. 28.3. | 4.4. | 11.4. 18.4. | 25.4. | 2.5. 9.5. | 16.5. | 23.5. 6.6. | 13.6. | 20.6. 27.6. Donnerstag, 14.00, Café «Coffeebox», Einkaufszentrum Rosenberg

Juni 4 Dienstag 9 Sonntag 10 Montag 15 Samstag 23 Sonntag

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Ulrich Pfingstmesse, 9.30, Kirche St. Ulrich Pfingstmontag, Gottesdienst mit der Gemeinde, 10.00, Altersheim Rosenthal  Treffpunkt Zukunft, ab 8.00, Pfarreiheim St. Ulrich  Treffpunkt Zukunft, Gottesdienst, 18.00, Kirche St. Ulrich Familienmesse mit HGU -Abschluss, 9.30, Kirche St. Ulrich 21


Thema der Gottesdienste während der Fastenzeit

Predigtreihe in der Fastenzeit

«Werde Teil eines Wandels!» hug | Als Gott am Anfang die Welt erschuf sprach er laut Bibel nicht: «Sei!», sondern: «Werde!». Wir leben seither in einer Werde-Welt und sind selber Werde-Menschen – nie fertig, immer im Prozess, immer in Verände­ rung. Dass die Entwicklung der Welt und des Menschen einer Richtung folgt und nicht ziellos verläuft, dür­ fen wir aufgrund des Schöpfungsplans annehmen. Wir sind Teil dieser Be­ wegung, die sich in unserer Zeit in rasantem Tempo abspielt. Gegenüber welchen Wandlungsprozessen leisten wir Widerstand? Welchen Wandlungs­ prozessen öffnen wir uns? Erster Fastensonntag, 9./10.3. Menschenbild im Wandel Ein neues Hungertuch hängt in der Kirche mit dem Titel: «Mensch, wo bist du?» Auch der Psalm 8 fragt: «Was ist der Mensch?» Angesichts von Technologiefortschritten und di­ gitaler Kommunikation, künstlicher Intelligenz und Umweltbedrohung ist der Mensch gesucht, der sich fürs 21. Jahrhundert als kompatibel erweist. Prediger: Hugo Gehring, Pfarrer Zweiter Fastensonntag, 16./17.3. Lebensgeschichte im Wandel Früher war mit der Geburt schon alles festgelegt: Beruf, gesellschaftlicher Status und Wohnort. Und heute? Es besteht die «Qual» der Wahl im Be­ reich Beruf, und auch der Wohnort wird heutzutage den beruflichen Mög­ lichkeiten angepasst. Oft kommt es zu «Patchwork»-Biographien – ein 22

Wandel im gesellschaftlichen und beruflichen Sinn. Prediger: Michael Kolditz, Pastoralassistent (Sonntag um 19.30 Uhr Taizégottesdienst ohne Predigt) Dritter Fastensonntag, 23./24.3. Kirchenbild im Wandel «Aggiornamento» hat Papst Johannes X XIII . die notwendigen Veränderun­ gen in der Kirche in den 1960er Jah­ ren genannt, Anpassungen ans Heute. «Beschütze deine Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit,» heisst es in ei­ nem Hochgebet. Dieser «Weg durch die Zeit» geht an der Kirche nicht spurlos vorüber. Die Kirche wird auch von den Zeitumständen geprägt. Prediger: Josef Annen, Generalvikar Vierter Fastensonntag, 30./31.3. Suppensonntag Weltbild im Wandel Südindien ist die Herkunft von Pa­ ter Salu, Nordostindien sein erster Wirkungsort. Es folgten: Südafrika, Österreich und die Schweiz. Eine Welt – und doch so unterschiedli­ che Kulturen. Wächst unsere Welt zusammen? Ist «Globalisierung» nur ein wirtschaftliches Phänomen oder auch eines, das sich auf die Menschen auswirkt? Prediger: Pater Salu Mathew MSFS, Vikar Fünfter Fastensonntag, 6./7.4. Gottesbild im Wandel Auch in unserer Zeit, in einem säku­ laren Umfeld, ist die Gottesfrage nicht verstummt, wird in verschie­


Thema der Gottesdienste während der Fastenzeit densten Zusammenhängen gestellt und diskutiert. Aus der Frage Gottes im Paradies: «Mensch, wo bist du?»

ist dabei längst eine Gegenfrage ge­ worden: «Gott, wo und wie bist du?» Prediger: Stefan Staubli, Pfarrer

Weltgebetstag am 1. März

24): Darin vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Gastmahl. Alle eingeladenen Gäste lassen sich ent­ schuldigen; darauf lädt der Gastgeber Menschen, die am Rande der Gesell­ schaft leben, ein. Was sagen uns die slowenischen Verfasserinnen der Li­ turgie dazu? Welche Botschaft lesen wir aus dem Gleichnis? Wir sind alle herzlich eingeladen, den Weltgebetstag gemeinsam zu feiern.

Samstag, 30. März

Rosenaktion Alice Bosshard-Walt | Am Samstag, 30. März, verkauft der Pfarreirat, unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, ab 9.30 Uhr Rosen an der Rudolfstrasse beim Ho­ tel Wartmann. Im Auftrag der Kommission Ökume­ ne, Mission und Entwicklungszusam­ menarbeit der Stadtkirche Winterthur koordiniert Heiner Blattmann dieses Jahr den Verkauf von 400 Rosen an den zwei Standorten Marktgasse und Rudolfstrasse.

An über 700 Verkaufsorten in der ganzen Schweiz werden am 30. März Rosen, zum Preis von fünf Franken, zum Verkauf angeboten. Coop er­ möglicht, dass die Blumen mit dem Güte­siegel für fairen Handel von Max Havelaar zum Selbstkostenpreis ein­ gekauft werden können. Der Erlös der Rosenaktion fliesst vollumfänglich in die Projektarbeit von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein.

Gabriela Berset | Am Freitag, 1. März, feiern wir um 19.00 Uhr in der refor­ mierten Stadtkirche den diesjährigen Weltgebetstag. Jährlich feiern christliche Frauen in über 170 Ländern der Welt den öku­ menischen Gottesdienst zum Welt­ gebetstag. Die Liturgie für das Jahr 2019 wurde von Frauen aus Slowenien erarbeitet. Das Thema gründet auf ein Gleich­ nis aus dem Lukasevangelium (14,15-

Herzliche Einladung

«Kommt, alles ist bereit!»

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Karwoche Ostergottesdienste

Spezielle Angebote zu Ostern

Besondere Gottesdienste Samstag, 13. April  18.00, Palmweihe, Eucharistiefeier

Palmsonntag, 14. April  9.30, Familiengottesdienst, Palmprozession, Mitwirkung Kinderchor, anschliessend Chilekafi im Pfarreiheim  11.15, Palmweihe, Eucharistiefeier  19.30, Palmweihe, Eucharistiefeier

Montag, 15. April  15.00, Bussfeier in der Kirche St. Ulrich, Rosenberg  20.00, Bussfeier in der Kirche St. Peter und Paul

Karfreitag, 19. April  10.00, Eltern-Kind-Feier in St. Ulrich, Thema «Karfreitag»  15.00, Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn Der Kirchenchor singt Bach­ choräle zur Passion

Karsamstag, 20. April  21.00, Auferstehungsfeier, Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauferneuerung, Eucharistie­ feier, Mitwirkung von Kantoren, im Anschluss an die Osterfeier: Ostertrunk im Pfarreiheim

Ostersonntag, 21. April Hoher Donnerstag, 18. April  17.00, Kindergottesdienst im Pfarreiheim  20.00, Abendmahlfeier, mit Gesängen der Kantorengruppe, stille Anbetung bis 22.00 Uhr

 9.30, Festlicher Ostergottesdienst mit Kirchenchor und Orchester: «Misa a Buenos Aires» (Tangomesse) von Martin Palmeri  11.15, Eucharistiefeier mit Predigt  19.30, Eucharistiefeier mit Predigt

Beichtgelegenheiten  Karfreitag, 9.30 – 11.30 Uhr (mit auswärtigem Priester)  Karsamstag, 16.30 – 17.30 Uhr (mit Pfarrer Stefan Staubli)

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Tangomusik von Martin Palmeri im Ostergottesdienst

ein Piano, dessen Part von Marielle Haag-Studer interpretiert wird, sowie ein Streichquintett werden zusammen mit dem Chor und der Mezzospranistin Bettina Weder die ekstatische Melan­ cholie des archaischen argentinischen Tangos in unserer Kirche entstehen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes wird Ostern in der Kirche St. Peter und Paul in diesem Jahr musikalisch zu einem Auferstehungstanz… und wer weiss: Vielleicht können sich die Gottesdienstbesuchenden beim Aus­ gangsspiel selbst den Rhythmen nicht mehr erwehren… es wäre doch schön, wenn in unserer Kirche getanzt wür­ de… es ist ja Ostern.

Werde Teil des Wandels

Suppenzmittag mik | Zur diesjährigen Fastenkampa­ gne findet unser traditioneller Sup­ penzmittag am Sonntag, 31. März, statt. Das Vorbereitungsteam be­ steht aus einem engagierten Team um Myrta Gründler. Unterstützung

erhalten sie an diesem Tag von Ju­ gendlichen der 3. Oberstufe. Kom­ men Sie einfach nach dem Gottes­ dienst vorbei und geniessen Sie eine feine Suppe und unterstützen das Fastenopfer-Projekt.

Hansueli Bamert | Ein ganz beson­ deres musikalisches Ereignis steht im Osterfestgottesdienst, am 21. April, um 9.30 Uhr, in unserer Kirche auf dem Programm. Der Kirchenchor St. Peter und Paul führt die «Misa a Bu­ enos Aires» (Tangomesse) von Martin Palmeri auf. Der argentinische Komponist wur­ de 1965 geboren und vertonte den lateinischen Messetext im Stil des Tango nueve, wie ihn Astor Piazzolla bekannt gemacht hat. Seit der Urauf­ führung im Jahr 1996 erobern diese Klänge in zunehmenden Masse die Herzen rund um die Welt. Das Ban­ doneon, gespielt von Matthias Haag,

Herzliche Einladung

«Misa a Buenos Aires»

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aus dem Pfarreirat ❱

Der Pfarreirat in Wislikofen

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Gott im Kind – Kind im Gott

Kennen Sie Harpokrates? Ueli Brüll | Als 13-Jähriger hatte ich ein Erlebnis, an das ich mich heute noch intensiv erinnere: Auf der lan­ gen Fahrt von Zürich nach Freiburg im Breisgau hatte ich im vollbesetzten Auto meine neugeborene Nichte im Arm. Es ergab sich ein stummer Dia­ log, in dem mir das Kind etwas von der Ewigkeit des Lebens schilderte und mir eine Lektion in Vertrauen und Bezogenheit gab. In Palästina haben die Archäolo­ gen Tausende von kleinen Amuletten mit der Darstellung einer ursprünglich ägyptischen Gottheit gefunden, die als kleines Kind, häufig mit einem Fin­ ger im Mund, wiedergegeben wird. Sie war offensichtlich sehr beliebt und versprach, vor allerlei Missgeschick zu schützen. Es liegt nahe, die Schilderung der Geburt Jesu im Lukasevangelium, das Ankommen Gottes in unserer Welt in der Gestalt eines Säuglings, als eine Parallele zu dieser in jener Zeit geläu­ figen Verehrung des Harpokrates, der

kindlichen Horus-Gottheit, zu sehen. Eindrücklich wird klar, wie sehr die Verfasser unserer heiligen Texte zur Überlieferung des Unbeschreibbarens auf Bilder und Symbole zurückgreifen mussten, die den Adressaten aus an­ derem Zusammenhang geläufig waren. Ach ja, sie werden sich vielleicht fragen, worüber ich hier berichte: Es war der Fortbildungsanlass des Pfar­ reirates vom 16./17. November 2018 in Wislikofen und unser Begleiter war der Alttestamentler Thomas Staubli. In einem zweiten Teil haben wir uns dann Gedanken gemacht, welche Assoziationen Kinder in uns hervor­ rufen – und wie wir sie für die Be­ trachtung des uns überlieferten Got­ tesbildes fruchtbar machen können. Ein Vorgang, der geeignet ist, das zur Gewohnheit gewordene Krippenbild neu zu beleben. PS : Ist Ihnen aufgefallen, dass das Christuskind, dessen Bild beim Rorate-­Gottesdienst gezeigt wurde, einen Finger im Mund hatte?


Pfarreiprojekt 2018/2019

Haiti – Gärten lehren leben Christian Friedrich | Das Pfarreipro­ jekt 2018/2019 ist angelaufen: Am 1. Advent 2018 fand der Startanlass im Pfarreiheim statt. Im leider nicht ganz gefüllten Saal haben Paula Iten und David Steiger nach dem kreoli­ schen Mittagessen über Haiti und ihr aktuelles Projekt informiert. Es ist schon sehr berührend, wie die Stif­ tung Hand in Hand in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen in dem immer wieder von Naturkatastro­phen, Seuchen oder politischen Skandalen heimgesuchten Land unerschütterlich versucht, die Lebensumstände der dortigen Bevölkerung mit einfachen, angepassten Mitteln zu verbessern. Möge dies immer mehr gelingen! Ein Stand mit Kunstgegenständen aus Haiti, vor allem aber die haitiani­ sche Tanzaufführung und Trommel­ darbietung sowie die originelle Wett­ bewerbsfrage (Anzahl Stempel von Haiti in Paula Itens Pässen) trugen zudem zum stimmungsvollen Anlass bei, der 8047.– Franken einbrachte. Gleich zu Beginn des neuen Jah­ res, am 12. Januar, wurde für ­Haiti gejasst. 13 Personen nahmen mit grossem Elan und Können am bereits legendären Jassnachmittag teil. Ge­ spielt wurde ein Schieber mit ausge­ losten Partnerinnen und Partnern. Viele Partien waren umkämpft und einige endeten gar noch mit einem Überraschungssieg – die Stimmung war bestens. So sassen SiegerInnen und VerliererInnen beim Zvieri ein­ trächtig zusammen, um sich für die nächsten Runden zu stärken. Es hat

Spass gemacht und es sind mehr als 300.– Franken fürs Pfarreiprojekt zu­sammengekommen. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Jassnach­ mittag. Die Verteilung der Anlässe auf ver­ schiedene Daten im Laufe des Jahres hat einen grossen Vorteil: Das Pfar­ reiprojekt gerät so immer wieder ins Blickfeld. Wir sind an der Planung des nächsten Anlasses, des Sponsoren­ laufs. Allen, die weder essen, jassen, laufen oder sponsoren mögen, aber dennoch zum guten finanziellen Ge­ lingen des Pfarreiprojekts beitragen möchten, sei nochmals das Spen­ den-Konto in Erinnerung gerufen: IBAN CH 67 0900 0000 9011 1380 8 bzw. PC-Kto. 90-111380-8.

Verkaufstisch am 1. Advent

❱ Jassen für Haiti

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Auf dem Weg in die Ranftschlucht

Alles egal – Ranfttreffen 2018 mik | «Alles egal» so lautete das ­Motto, des diesjährigen Ranfttref­ fens. Zusammen mit gut 1600 Ju­ gendlichen und jungen Erwachse­ nen machten wir uns am vierten ­Adventswochen­ende auf den Weg. Ein Weg, der geprägt war von einem abwechslungsreichen Programm mit vielen verschiedenen Ateliers, guten Gesprächen auf den Wanderungen in der Nacht und einer schönen Feier in der Ranftschlucht, bei der das Frie­ denslicht weitergegeben wurde.

Ab April neu im Pfarreisekretariat

Willkommen, Manuela Guida! hug | Da Marlis Rüsch nach 14 Jahren Dienst im Mai pensioniert wird und ihren letzten offiziellen Arbeits­ tag am 15. April bei uns verbringt, begrüssen wir herzlich als neue zweite Sekretärin Manuela Guida. Auch sie übernimmt ein 25-Prozent-Pensum und wird in der Regel am Montag im Büro anzutreffen sein. Ihr Einsatz beginnt am 1. April (kein Scherz !). Manuela Guida ist mit Winterthur und den kirchlichen Verhältnissen bei uns vertraut. Sie ist mit einem italie­ nischen familiären Hintergrund in der Eulachstadt aufgewachsen, hat eine Sekretariatsausbildung gemacht und 28

auf diesem Beruf auch ge­ arbeitet. Als Familienfrau und Mutter wohnt sie mit ihrem Mann und den bei­ den Söhnen (heute 17- und 20-jährig) in Seen, wo sie ab 2011 in der Pfarrei St. Urban auch HGU (Heim­ gruppenunterricht) erteilt. Diese Aufgabe hat sie dazu geführt, 2016 die Verantwortung für den HGU in der zum Seelsorgeraum gehörenden Pfarrei Herz Jesu zu übernehmen. Da­ rüber hinaus wird sie nun ihre beruf­ lichen und menschlichen Fähigkeiten auch unserem Sekretariat in Teilzeit zu Verfügung stellen. Wir wünschen ihr einen guten Start und uns allen eine fruchtbare Zusammenarbeit!


Mitarbeitenden-Essen, 19. Januar

Gelungener Dankeschön-Abend mik | Mit dem Samstag-Abend-Got­ tesdienst am 19. Januar stimmten wir uns auf den gemeinsamen Danke­ schön-Abend ein. Mit allen freiwilli­ gen Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ tern feierten wir unser traditionelles Mitarbeitenden-Essen. Hugo Gehring dankte allen für ih­ ren grossen Einsatz in der Pfarrei. Er verabschiedete unsere langjährige Sekretärin Marlis Rüsch, die noch bis Mitte April in der Pfarrei tätig ist, in die Pension. Neben dem gemeinsamen Essen und dem regen Austausch erwarte­ te die Anwesenden die Darbietung des Starjongleurs Kaspar Tribelhorn. Dieser begrüsste schon zu Anfang die Gäste auf Stelzen und schaffte so eine ganz besondere Atmosphä­ re. Mit scharfen Messern, Kegeln und

Äxten zeigte er, gespickt mit Witz und Einbezug der Anwesenden, sein Können. So lernten wir die Schweizer Sackmesser-Leiter kennen, auf der er balancierend jonglierte. Es war ein schöner und gelungener Abend, der viel zu schnell zu Ende ging.

Auf zur Galluskapelle in Oberstammheim

Pfarreiausflug mik | In diesem Jahr führt uns der Pfarreiausflug zur Galluskapelle in Oberstammheim. Ländereien von Stammheim wurden gemäss Schen­ kungsurkunden der Jahre 761 und 879 dem Kloster St. Gallens übergeben. Im Jahr 879 wird in der Schenkungs­ urkunde auch eine Kapelle erwähnt. Es kann davon ausgegangen wer­ den, dass es sich um den Vorläufer der jetztigen Galluskapelle handelt. Bis 1808 übte das Kloster St. Gallen

in der Region Stammheims auch die weltliche Macht inklusive der Steu­ ermacht aus. Durch die Reformation fiel die Galluskapelle der reformierten Kirche zu. Diese unterhält die Kirche bis heute. Traditionell werden wir nach der Wanderung, Velotour oder individu­ ellen Anreise eine Führung in der Kirche erhalten. Anschliessend fei­ ern wir gemeinsam mit musikalischer Gestaltung unseres Kirchenchors die 29


Auf zur Galluskapelle in Oberstammheim Messe. Nach dieser sind alle herzlich zum Apéro eingeladen und ein Pick­ nick-Platz lädt zum Verweilen ein. Es besteht die Möglichkeit, bei vorheri­ ger Anmeldung, in einem Restaurant einzukehren. Das Vorbereitungsteam (Elisabeth Trüb, Willy Germann, Beata Fürst, Marc Fürst und Michael Kolditz) freuen sich über Ihr Kommen. Infor­ mationen inklusive Anmeldetalon für das Mittagessen liegen ab Ende Feb­ ruar im Vorzeichen auf.

Foto: Dietrich Michael Weidmann, Wikimedia Commons

Kalendarium März

❱ Termine Fasnachtsmontag 11. März Oster-/Frühlingsferien 19. April bis 5. Mai Auffahrts-Wochenende 30. Mai bis 2. Juni Pfingsten 9. bis 10. Juni

aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

30

1 Freitag  Weltgebetstag mit Liturgie aus Slowenien, 19.00, reformierte Stadtkirche Winterthur  Frauen PP, Macarons-Workshop, 19.30, Pfarreiheim 4 Montag Frauen PP, Generalversammlung, 18.30, Pfarreiheim 5 Dienstag Seniorennachmittag, 14.30, St. Ulrich 6 Mittwoch Aschermittwoch, Gottesdienste 8.30 und 19.30 mit Austeilung der Asche 10 Sonntag Messerklärung Erstkommunion, 17.00, Pfarreiheim 15 Freitag Frauen PP/FamA, «FilmAbendEssen», Schweizerische Schlemmereien mit Film, 18.30, Pfarreiheim 16 Samstag Ehevorbereitungskurs, Pfarreiheim 20 Mittwoch Frauen PP, Nachmittagswanderung, Stein am Rhein –  Eschenz 30 Samstag Rosenverkauf zugunsten des Fastenopfers 31 Sonntag  Eltern-Kind-Feier, 11.00, Krypta und Pfarreiheim  Suppenzmittag, 12.15, Pfarreiheim


2 Dienstag Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim 6 Samstag Erlebnismorgen der Erstkommunion-Kinder, Pfarreiheim 9 Dienstag Frauen PP und St. Ulrich, Nachmittagsausflug mit Besichtigung einer «Öpfelfarm» in Steinebrunn TG 14 Sonntag Palmsonntag, 9.30, Familiengottesdienst, Palmweihe, Chilekafi 15 Montag Bussfeiern, 15.00, St. Ulrich und 20.00, St. Peter und Paul 17 Mittwoch Frauen PP, Eierfärben für den Ostertrunk, 14.00, Pfarreiheim 18 Donnerstag  Abendmahlfeier für Familien mit Schulkindern, 17.00, Pfarreiheim  Abendmahlfeier, 20.00, Kirche, stille Anbetung bis 22.00 19 Freitag  Eltern-Kind-Feier zum Karfreitag, 10.00, St. Ulrich  Karfreitagsliturgie, 15.00, Kirche 20 Samstag Auferstehungsfeier, 21.00, Kirche, anschliessend Ostertrunk, Pfarreiheim 21 Sonntag Oster-Festgottesdienst mit Tangomesse von Martin Palmeri, 9.30, Kirche

❱ Treffpunkte Exerzitien im Alltag: Dienstag: 5.3. | 12.3. | 19.3. | 26.3.   2.4. | 9.4. Krypta, 14.00 Mittwoch: 6.3. | 13.3. | 20.3. | 27.3.   3.4. | 10.4. Krypta, 19.30 Frauengottesdienst: 13.3. | 10.4. | 12.6. Kirche, 8.30

Mai 10 Freitag 14 Dienstag 15 Mittwoch 19 Sonntag 22 Mittwoch 23 Donnerstag 26 Sonntag 28 Dienstag 30 Donnerstag

Kalendarium

April

 Senioren-Maiausflug  Kirchenchor, Generalversammlung, 18.00, Pfarreiheim Frauen PP, Maiandacht in Heilig Kreuz, Zürich Altstetten Frauen PP, Tageswanderung, Schönenberg – Hüttnerseeli – Richterswil Erstkommunion, 9.30, Kirche Frauen PP/FamA, offenes Singen am Lagerfeuer, 20.00 Konzert «Mai-Nacht – Mai-Andacht» mit Bettina Weder, Sopran, und Hansueli Bamert, Orgel, 20.00, Kirche Familiengottesdienst zum HGU-Abschluss, 11.15, anschliessend Apéro bei der Kirche Kirchgemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim Auffahrt, Pfarreiausflug zur Galluskappelle, Oberstammheim, Gottesdienst mit Mitwirkung des Kirchenchors

Taizé-Gottesdienst: 17.3. | 21.4. | 19.5. | 16.6. Kirche, 19.30 Taizé-Abendgebet: 5.3. | 2.4. | 7.5. ◆ | 4.6. Krypta, 19.00 ◆ zusammen mit Maiandacht Maiandacht: 7.5. ◆ | 14.5. | 21.5. | 28.5. Kirche, 19.00 ◆ zusammen mit Taizé-Abendgebet Weitere Treffpunkte siehe Rückseite

Fortsetzung siehe Rückseite 31


AZB

8400 Winterthur

Kalendarium

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Fortsetzung von Seite 31

❱ Treffpunkte Bibel-Teilen 14.3. | 11.4. | 16.5. | 6.6. Pfarreiheim, 20.00 Meditatives Kreistanzen 1.4. | 8.5. Pfarreiheim, 20.15 Filmkafi 27.3. | 15.5. Kino mit anschliessendem Gespräch, nachmittags Zischtigzmittag jeden Dienstag Restaurant Bodega, 12.00

Juni 4 Dienstag Seniorennachmittag, 14.30, St. Ulrich 5 Mittwoch  Frauen PP, Besichtigung der Seilerei Kislig mit anschliessendem Pizza-Essen, 18.00  Konzert der Singfrauen Winterthur, 20.00, Kirche 15 Samstag  Versöhnungsweg der 4. Klasse, Kirche und Pfarreiheim  «Treffpunkt Zukunft» mit gemeinsamem Gottes dienst aller Winterthurer Pfarreien, St. Ulrich 16 Sonntag Firmgottesdienst mit Generalvikar Josef Annen, 9.30, Kirche 19 Mittwoch  Frauen PP, Nachmittagswanderung, Dachsen – Rheinau  Katechetischer Spielnachmittag 5./6. Klasse, Kirche und Pfarreiheim 21 Freitag Frauen PP/FamA, Sommersonnenwendefest, 19.30, Wald oder Pfarreiheim 23 Sonntag Patrozinium-Festgottesdienst mit Orchestermesse, 9.30, Kirche, anschliessend Apéro 29 Samstag Ehevorbereitungskurs, Pfarreiheim 30 Sonntag Ökumenischer Albanifest-Gottesdienst mit Albanimahl, 11.00, Lindengut Park

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Pfabü Nr. 134  

Das Pfarreibulletin widmet sich dem Thema "Fastenzeit im Wandel"

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