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Brasilien im Fokus

Pfarreibulletin St. Peter und Paul St. Ulrich

Dezember 2013 – Februar 2014


Editorial

Hurra – wir sind auch dabei! Pfarreibulletin 113

❱ Impressum Herausgeber Pfarrei St. Peter und Paul und St. Ulrich, Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarreien Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Andreas Jawork |aja Walter Okle |wok Giovanni Schäfli |gio Stefan Staubli |sts Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein@greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter & Paul Tellstrasse 7 8400 Winterthur Telefon 052 269 03 70 Druck und Versand Sailer Druck GmbH Technikumstrasse 12 – 14 8402 Winterthur Erscheinung viermal jährlich

Die Schweiz – genauer die Schweizer Fussball Nationalmannschaft hat den Einzug in die Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Sommer 2014 geschafft. Die Fussballfans freuen sich schon jetzt. Brasilien bereitet sich vor. Grosse Spiele ziehen viel Publikum an. Und weil dann das Land in der Weltöffentlichkeit steht, baut es selbstverständlich neue Stadien. Und gute Trainingsplätze. Und gute Hotels. Und neue Strassen. Und eine reibungslose Energieversorgung. Und eine super medizinische Versorgung. Und … und … und … Eine schöne, neue Welt entsteht! Schön wäre es … Aber auch diese Medaille hat eine Kehrseite. Die schöne, neue Welt gibt es nur für Privilegierte. Wenn der Staat neue Stadien baut, baut er keine Sportplätze mehr in den Quartieren. Wenn er neue Strassen baut, dann sind es Autobahnen zu den Stadien und keine Quartierstrassen zu den Häusern der einfachen Leute. Die medizinische Versorgung ist den Reichen und den Touristen vorbehalten, während die Armenapotheken und Krankenstationen in den Quartieren weiter darben müssen. Geht uns das etwas an? Ja! Liebe deine Nächsten wie dich selbst. Auch wenn sie in Brasilien wohnen. Vielleicht treffen wir uns an der diesjährigen Adventsaktion. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit und frohe Festtage.

Für die Redaktion

Walter Oklé


Die Kinderrechte im Schatten der Fussball-WM 2014 Beat Wehrle| Die Menschenrechte der Kinder sind unantastbar. Damit sind eigentlich alle einverstanden. Denn wie kann ein Kind sich entwickeln, wie kann es friedlich und gewaltlos reifen, wenn es permanent Opfer physischer und psychischer Gewalt ist? Doch wer die Wirklichkeit der Kinderrechte genauer analysiert, kommt schnell zum Schluss, dass der Unterschied zwischen schönen Erklärungen und dem von Kindern gelebten Alltag oft unglaublich gross ist. So auch in Brasilien. In diesem Land Lateinamerikas mit mehr als 190 Millionen Einwohnern leben über 60 Millionen Kinder. Viele von ihnen unter unmenschlichen Verhältnissen in Favelas (Elendsvierteln) am Rand der Städte. Allein São Paulo, die grösste Stadt Brasiliens und bekannt als wirtschaftliche Lokomotive des Landes, zählt über zweitausend Fave-

las, in denen mindestens sieben Millionen Menschen (ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Grossraumes von São Paulo und beinahe die Gesamtbevölkerung der Schweiz) eingepfercht ums Überleben kämpfen. Die Wohnbedingungen sind miserabel. Meist sind Wasser und Strom vorhanden, das Abwasser jedoch bahnt sich stinkend unter freiem Himmel seinen Weg durch das Meer der notdürftig improvisierten Behausungen. Asphaltierte Strassen gibt es in den Favelas keine. Es fehlt an Kinderkrippen, Schulen und Spitälern. Der öffentliche Verkehr ist permanent überlastet. Das Brasilien der Favelas kennt man kaum aus den Medien. Berühmt dagegen sind die Christusstatue und der Copacabana-Strand von Rio de Janeiro, die Naturschönheit Amazoniens und jetzt natürlich die Fussball-Weltmeisterschaft 2014.

Brasilien im Fokus

Alltag in Brasilien

❱ Stadtzentrum von São Paulo


❱ Favela in Interlagos, Südzone von São Paulo

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Für die WM werden insgesamt zwölf neue Stadien gebaut. Allein das neue Stadion in São Paulo wird 400 Millionen Franken verschlingen. Die Hälfte davon ist durch öffentliche Mittel finanziert. Damit könnte man über hundert Schulen, vierhundert Kinderkrippen oder achthundert Gesundheitsstationen bauen. Doch dafür fehlt das Geld. Reichtum für eine Elite Genau das ist das Schlimme: Brasilien ist eigentlich ein reiches Land. Die Natur ist von beeindruckender Fruchtbarkeit, Bodenschätze sind überall zu finden und das Klima ist ausser im Nordosten des Landes sehr gemässigt. Und dennoch lebt ein Grossteil der Bevölkerung in Armut und Elend. Die vorhandenen Mittel dienen nicht dem Wohl aller Menschen, sondern festigen durch Ausbeutung, Korruption und Ungerechtigkeit den Reichtum einer kleinen Elite. Sicher hat sich die Wirklichkeit Brasiliens in den letzten zehn Jahren verändert. Erstmals entstand z. B. ein nationales Sozialhilfesystem, das bis heute 40 Millionen Menschen dem schlimmsten Elend entriss. Doch mit dem Verheilen einer offenen Wunde ist der Virus der sozialen Ungleichheit noch längst nicht überwunden. Sozialhilfe ohne strukturelle Veränderungen

bleibt ein vertröstender Balsam, der die Ursachen der Armut nicht antastet. Aber die Menschen lernen immer mehr, für ihre Rechte einzustehen und gegen Ungerechtigkeit die Stimme zu ergreifen. Das Kinderrechtszentrum Interlagos versteht sich als Werkzeug, um diesen Prozess anzukurbeln, zu begleiten und zu stärken. Das Kinderrechtszentrum: Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern Das Kinderrechtszentrum ist keine Schule und auch kein Kinderheim. Es dient als Anlaufstelle für alle Formen der Verletzung der Kinderrechte. Gleichzeitig lanciert und begleitet es in den über zweihundert Favelas von Interlagos in der Südzone von São Paulo Kinder- und Jugendgruppen, die das Potenzial und die Kreativität der Kinder und Jugendlichen sichtbar machen. Kinder, Jugendliche und ihre Familien vereinen sich in Selbsthilfegruppen. Sie wissen, dass ihre erlittene Wirklichkeit ein Produkt der ausgrenzenden Gesellschaftsstruktur ist und versuchen in ihrem Alltag kleine Veränderungen zu verwirklichen. Diese kleinen Tropfen der Hoffnung verbinden sich und bilden langsam ein breites Netz. Das Kinderrechtszentrum ist eine Nadel beim Knüpfen dieses Netzes. Es ist ein Instrument, das Kinder, Jugendliche und ihre Familien stärkt, ihnen Mut macht, sie auf dem Weg begleitet. Noch stehen die Kinderrechte im Schatten der Fussball-WM. Doch der Schrei der Kinder wird immer stärker...


Der Confed Cup vom Juni 2013 Beat Wehrle| Das Bühnenbild ist produziert. Alles glänzt in neuer Pracht und Moderne strahlt aus jedem Detail. Auf der Bühne die neuen Fussballstadien. Die Hauptprobe kann beginnen. Juni 2013: in Brasilien wird der Confed Cup als Test für die Fussball-WM gestartet. Alles funktioniert überraschend gut, immer unterstützt durch das brasilianische Improvisationstalent. Die Scheinwerfer fokussieren die internationalen Stars, die Medien produzieren, was die informationshungrigen Menschen konsumieren wollen. Im Schatten der grellen Scheinwerfer bleiben die Widersprüche der brasilianischen Wirklichkeit unsichtbar. Das Skript kommt mit dem Ball ins Rollen. Und der Ball rollt wie schon lange nicht mehr. So viele Tore, wie kaum je zuvor, und die ‹Seleção› – das ist der Kosename der brasilianischen

Confed Cup Der FIFA-Konföderationen-Pokal, umgangssprachlich Confed-Cup, ist ein interkontinentales Turnier für Fussballnationalmannschaften. Das Turnier fand bis 2005 zunächst alle zwei Jahre statt und wird seitdem im Vierjahresrhythmus, meist als Hauptprobe für die kommende Fussball-WM ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind die aktuellen Meister der sechs Kontinentalverbände, der amtierende Weltmeister und der jeweilige Gastgeber.

Fussballelf – hat endlich wieder das Spiel und die Freude gefunden. Trotzdem: Das Skript kommt ins Stocken. Hinter dem offiziellen Bühnenbild machen sich unerwartete Akteure laut. Menschen auf den Strassen Brasiliens, vor allem Jugendliche. Sie wollen keine Stadien, schreien sie, sondern Schulen, Spitäler und Universitäten. Kein Problem, sagen die Medien. Das hat es immer wieder gegeben. Morgen ist die Stille zurück. Doch die Stille kommt nicht. Über Porto Alegre nach São Paulo und dann in ganz Brasilien verbreitet sich der jugendliche Aufschrei. Trotz Gewalt der Militärpolizei, die in Manieren der alten Militärdiktatur ihr Arsenal trommelt, bleiben die Jugendlichen auf der Strasse und skandieren die Poesie ihrer Träume: Schluss mit der Korruption, soziale Rechte für alle. Jene Soziologen, welche die Brasilianer als immer freundliches, angenehm passives Volk beschreiben, staunen und fühlen sich überrumpelt. Jene, die an die Kraft des Frühlings glauben, wissen, dass er zum Glück immer wieder ausbricht. Auf dass die brasilianischen Proteste vom vergangenen Juni lange wirksam bleiben! Der Ball breiter Veränderungen kommt ins Rollen: Das glänzende Bühnenbild wird ihn nicht bremsen. Auch nicht während der WM im kommenden Jahr.

Brasilien im Fokus

Reaktionen auf die WM-Hauptprobe

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Brasilien im Fokus ❱ Carlos hat seine Träume aufgeschrieben: Liebe und Frieden

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Alltag im Kinderrechtszentrum

Teamsitzung im Kinderrechtszentrum Interlagos Beat Wehrle| Montagmorgen: Die allwöchentliche Teamsitzung kann beginnen. Die Mitarbeitenden der beiden zentralen Projekte des Kinderrechtszentrum sind versammelt. Kátia, Sozialarbeiterin und Koordinatorin des Projektes ‹Treffpunkt Kinderrecht›, fasst die vergangene Woche zusammen. «Jede Woche kommt ein Dutzend neuer Fälle auf uns zu. Oft werden die Kinder missbraucht und ausgenutzt. Wir versuchen mit ihnen, ihre Rechte zu sichern. Häusliche Gewalt und die Repression der Militärpolizei sind am häufigsten.» Die soziale Ungleichheit ist in sich eine gewaltige Wirklichkeit, die nicht nur das gesellschaftliche Leben vergiftet, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zerstört. Gabriela, Psychologin, erzählt vom jüngsten Fall: «Ein dreizehnjähriges Mädchen wurde durch zwei Drogenhändler vergewaltigt. Die Mutter ist unglaublich stark und versucht, den Fall anzuprangern. Doch der bedrohende Druck ist enorm. Gestern waren

wir miteinander auf der Polizeistation, doch die wollten den Fall nicht einmal registrieren. Ich bin sicher, dass die mit den Drogenhändlern verfilzt sind.» Das Gefühl der Ohnmacht und der Straflosigkeit breitet seine lähmenden Flügel aus. «Wir leben in einer formalen Demokratie, doch am Ende gilt immer noch das Recht des Stärkeren», erklärt Thiago, ebenfalls Psychologe des Projektes ‹Treffpunkt Kinderrecht›. «Wir schwimmen gegen den Strom dieses ungeschriebenen Gesetzes und helfen den Menschen, ihre Rechte zu verteidigen und ziehen jene, welche die Menschenrechte der Kinder verletzen, zur Rechenschaft. Doch die Gewissheit der Straflosigkeit ist eines der grössten Hindernisse», erklärt Kátia. «Der einzig mögliche Ausweg ist, unsere Arbeit nicht isoliert zu machen, sondern uns immer systematisch mit dem Sozialhilfesystem zu vernetzen. In den letzten Jahren ist die institutionelle Präsenz des Staates gewachsen, doch noch immer bestimmen Drogenhandel und organisiertes Verbrechen den Lebensrhythmus am Rand der Stadt. Das ‹Gesetz des Schweigens› ist immer noch stärker als die brasilianische Verfassung.» Die Arbeit des Projektes ‹Treffpunkt Kinderrecht› ist hart. Jeden Tag ist das Team mit absurden Situationen der Gewalt konfrontiert. Der Zusammenhalt des Teams gibt Kraft. Miteinander werden die verschiedenen Situationen und Fälle analysiert und


Capoeira verbindet Spiel, Sport, Geschichte und Kultur

mögliche Massnahmen diskutiert. Die verschiedenen Geschichten von Menschen, denen es gelang die erdrückende Mauer der Gewalt zu überwinden, sind Motor der Hoffnung und der Überzeugung, dass die Umsetzung der Kinderrechte ein wirksamer Weg ist, den Teufelskreis von Elend und Gewalt zu durchbrechen. Während das Projekt ‹Treffpunkt Kinderrecht› versucht, die Verletzung der Kinderrechte anzuprangern, arbeitet das Projekt ‹Netzwerk Kinderrecht› präventiv. Buiu, CapoeiraLehrer, informiert über die geplanten Aktivitäten der nächsten Woche. «Die zehn Capoeira-Gruppen der verschiedenen Favelas treffen sich am Samstag an einem zentralen Platz in Interlagos und werden ihre Künste darbieten. Die Kinder sind super motiviert. Sie sind stolz, ihr Können zu zeigen. Auch die Bewohnervereinigungen der Favelas unterstützen diesen Event sehr. Wir rechnen mit über 500 Besuchern!» Capoeira ist eine typisch brasilianische Art, die eigene Geschichte der Sklaverei zu verarbeiten, traditionelle Kultur zu pflegen und gleichzeitig Sport zu treiben. Natürlich geht es

nicht nur um Bewegung. Die Kinderrechte sind immer ein zentrales Thema. Mit den Kindern und Jugendlichen wird diskutiert, sie lernen ihre Rechte kennen, stärken ihr eigenes Bewusstsein und werden dank ihrer Gemeinsamkeit weniger verletzbar. «Und vergesst nicht die Weiterbildung am Freitag», erinnert Fernanda, Koordinatorin des Projektes ‹Netzwerk Kinderrecht›, bevor sich die Teamsitzung auflöst, und alle wieder ihrer eigenen Arbeit nachgehen. «Jeden Freitag treffen sich dreissig bis vierzig Jugendliche aus den verschiedenen Favelas der Region. Das ist jetzt bereits der vierte Kurs, den wir im Kinderrechtszentrum organisieren», erklärt sie. «Während einem Semester treffen sich die Jugendlichen. Alle sind in Kinder- und Jugendgruppen der Favelas aktiv und haben so ein riesiges Multiplikationspotenzial, das wir nützen wollen. Unser Ziel ist es, die Selbstorganisation der Jugendlichen und der Favelagemeinschaften zu stärken, damit die Menschen die Veränderungskraft ihrer Gemeinsamkeit erkennen und stärken», schliesst Fernanda das Gespräch ab.

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Das Projekt der Adventsaktion

Projekt: ‹Netzwerk Kinderrecht›

Dialog zwischen den Jugendlichen im Kinderrechtszentrum

Mit Trommeln und Perkussion für eine bessere Zukunft

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Beat Wehrle| Während seit über einem Jahr das Projekt ‹Treffpunkt Kinderrecht› vollumfänglich durch das Sozialamt der Gemeinde São Paulo finanziert wird, lebt das Projekt ‹Netzwerk Kinderrecht› dank Spenden aus der Schweiz. Die lokalen Regierungsstellen haben das Potenzial dieser präventiven Bewusstseinsbildung noch nicht erkannt. Vernetzung der Favelas Darum stärkt das Kinderrechtszentrum durch Spenden diese Arbeit, um so langfristig Regierungsstellen zu sensibilisieren und lokale Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Bis jetzt werden vierhundert Kinder und Jugendliche in den Favelas von Interlagos begleitet. Für 2014 ist die Expansion dieses Projektes geplant, damit weitere sechshundert Kinder und Jugendliche begleitet werden können und die Vernetzung der Favelas enger wird. Die Strategie des Projektes holt die Kinder und Jugendlichen dort ab, wo ihre spezifischen Interessen liegen. Das Projekt bietet sportliche und kulturelle Aktivitäten aller Farben und Möglichkeiten an: von Perkussion über Capoeira, vom Fotografieren bis zum Graffiti, von Tanz und Musik bis Spiel und Sport. Die Kinderrechte sind in den Aktivitäten allgegenwärtig. Es geht also nicht um Freizeitbeschäftigung, sondern um die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, durch gemeinsam organisierte Aktivitäten konkrete Alterna-

tiven zur alltäglichen Gewalt ihrer Lebenswelt zu ermöglichen. Kinder und Jugendliche bilden dank dem Projekt ein Netzwerk der Bewusstseinsbildung, das gleichzeitig das lokale Gemeinwesen in den Favelas fördert und stärkt. Die lähmende Erfahrung, Opfer der Gewalt zu sein, wird durch positives Engagement überwunden. Kinder und Jugendliche erkennen ihr eigenes Potenzial, stärken ihr Selbstwertgefühl und überwinden so den Fatalismus der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. Gleichzeitig zeigt das Projekt die Wirksamkeit gemeinschaftlicher Organisation. Drogenhandel und organisiertes Verbrechen verlieren ihr historisches Monopol, weil Menschen die Angst überwinden und als Subjekte ihrer eigenen Geschichte zu handeln beginnen. Der vierzehnjährige Rodrigo bringt die Philosophie des Projektes auf den Punkt: «Elend und Armut fallen nicht vom Himmel. Sie sind Produkt unserer Geschichte. Und weil unsere Wirklichkeit in der Vergangenheit so geworden ist, kann sie in der Gegenwart und in der Zukunft auch wieder anders werden! Daran arbeiten wir gemeinsam!»

Der Erlös der Adventsaktion 2014 wird voll und ganz in die Expansion des Projektes ‹Netzwerk Kinderrecht› des Kinderrechtszentrums Interlagos investiert. Wir danken allen für ihr Engagement und ihre Solidarität.


Kinderstimmen Beat Wehrle, wok, aja| Jugendliche in São Paulo und Winterthur haben unten stehende Fragen beantwortet. Die Aussagen sind anonymisiert und die Namen fiktiv. Was findest du schön? Raiane (7): Ich finde es schön, wenn sich die Menschen um mich kümmern. Vinícius (9): Eigentlich ist doch alles schön. Aber am schönsten ist es, dass wir leben. Guilherme (13): Die Freundschaft, Menschen zu haben, die mir vertrauen.

Guilherme (13): Mein Vater fehlt mir sehr. Er lebt im Nordosten Brasiliens. Vielleicht kann ich ihn in den Sommerferien besuchen. Michael (15): Die Zeit als wir noch weniger Verpflichtungen hatten und die Unbeschwertheit.

Kinder im Gespräch

Brasilien und Winterthur: Kinder beantworten Fragen

Sonja (14): Die Zeit mit Freunden und Eltern, die alten Zeiten halt und frühere KollegInnen.

Michael (15): Das Zusammensein mit Kollegen und Freunden in der Schule. Sonja (14): Gemeinsam mit der Familie in die Ferien gehen und dass meine Eltern voll für mich einstehen. Die Freizeit mit FreundInnen, doch auch einfach mal auszuschlafen. Philipp (5): Mit Papa in die Badi gehen, oder wenn Papa mal für uns kocht.

Was vermisst du? Raiane (7): Ich vermisse meinen Vater. Er hat mit meiner Mutter gestritten, und jetzt sehe ich ihn nur sehr selten. Vinícius (9): Ich wünsche mir seit Jahren ein Fahrrad. Doch meine Mutter hat kein Geld, um mir eines zu kaufen.

Was hat dich verletzt? Raiane (7): Wenn jemand böse ist mit mir und mich beschimpft, dann werde ich traurig und weine. Vinícius (9): Wenn meine Mutter mich mit dem Ledergurt schlägt. Das tut sehr weh und macht mich traurig. Guilherme (13): Wenn jemand, den ich gerne habe, mir kein Vertrauen schenkt. Michael (15): Tod von Familienangehörigen, Streit mit Freunden und Enttäuschungen. Sonja (14): Wenn mir Leute, die mir wichtig waren, den Rücken zukehren. Eine gute Kollegin, die mich hintergangen hat. Philipp (5): Wenn ich geschimpft werde, muss ich weinen und bin ganz traurig.

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Adventsaktion das Programm

Adventsaktion der Pfarrei St. Peter und Paul

30. November / 1. Dezember «Brasilien im Fokus» Unser Gast: Beat Wehrle, Sao Paulo, Brasilien

Samstag 10.15 – 10.45 Uhr und 11.00 – 11.30 Uhr

Sponsorenlauf für Sportbegeisterte und ihre Freunde auf der Finnenbahn der Schützenwiese Veloparcours Start und Ziel bei der Turnhalle Rennweg Anmeldezettel liegen in der Kirche auf oder sind im Pfarramt erhältlich

18.00 Uhr

Abendmesse in der Kirche mit Beat Wehrle

19.00 Uhr

Kaffee und Kuchen im Pfarreiheim Die Verkaufsstände sind offen

Sonntag 9.30 | 11.15 | 19.30 Uhr

Gottesdienste in der Kirche mit Beat Wehrle

ab 10.30 Uhr

Verkaufsstände im Pfarreiheim Adventskränze, Eigenprodukte, Produkte des «fairen Handels», Geschenkartikel

ab 12.00 Uhr

Brasilianisches Mittagessen im Pfarreiheim, Kuchenbuffet, Kaffee Beat Wehrle stellt sein Projekt vor

15.00 Uhr

Ende der Adventsaktion

Mittagessen, Kuchen und viele Verkaufsartikel sind gespendet. Alle Arbeiten werden ehrenamtlich ausgeführt. Alle Einnahmen sind für das Projekt von Beat Wehrle bestimmt.

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Die Stelle für Soziales sammelt für Weihnachten

Ein Tisch voller Geschenke … Monika Schmid-Müller| Die Adventsund Weihnachtszeit mit den von Geschenkangeboten überladenen Einkaufsgeschäften ist für Erwachsene und Kinder, die von Armut betroffen sind, eine schwierige Zeit. Überall, wo sie hinkommen, wird ihnen vorgaukelt, was sich Leute mit genügend Geld kaufen können! Gerade für Eltern mit kleinem Budget ist es schwierig, wenn sie ihren Kindern erklären müssen, warum ihre Geschenkwünsche nicht erfüllt werden können. Die Sozialdienste von St. Peter und Paul und St. Ulrich führen darum auch dieses Jahr die traditionelle Weihnachtssammlung für einen Geschenktisch für Menschen mit kleinem Budget durch. Wir freuen uns auf vielfältigen Gaben der Pfarreimitglieder: Selbstgestricktes (Socken von Grösse 36 bis 48), Spiele für Kinder, Honig, Schokolade, Kosmetika, Reka-Checks, Migros- und Coop-Gutscheine, Cumu-

lus-Punkte oder Bargeld. Wir sind dankbar, wenn Sie Ihre Spende bis zum 9. Dezember 2013 in den beiden Pfarreisekretariaten St. Peter und Paul und St. Ulrich oder im Sozialdienst an der Tellstrasse 11a vorbeibringen. – Herzlichen Dank, auch im Namen der Beschenkten.

Weihnachtsessen für Menschen mit kleinem Budget Hedi Blum | Die Vorweihnachtsfeier für Armutsbetroffene hat Tradition. Auch in diesem Jahr feiern und essen wir gemeinsam am 18. Dezember um 18.30 Uhr im Pfarreiheim St. Peter und Paul. Pfarrer Stefan Staubli stimmt uns mit besinnlichen Texten ein. Anschliessend geniessen wir klassische Weihnachtsmusik und ein feines Nachtessen. (Eine Anmeldung ist bis am 10. Dezember an Hedi Blum  052 213 16 32 erforderlich.) Dank der erhaltenen Geschenke, können wir auch einen Gabentisch bereithalten.

Öffnungszeiten Wochenendstube jeden Samstag und Sonntag Dienstag 24. Dezember Mittwoch 25. Dezember Donnerstag 26. Dezember Dienstag 31. Dezember Mittwoch 1. Januar Donnerstag 2. Januar

Heiligabend Weihnacht Stephanstag Silvester Neujahr Berchtoldstag

16.00 – 20.00 Uhr 16.00 – 20.00 Uhr 16.00 – 20.00 Uhr geschlossen 16.00 – 20.00 Uhr 16.00 – 20.00 Uhr geschlossen 11


Rorate Gottesdienste

Thema der Rorate-Gottesdienste im Advent

Das Dunkle überwinden hug| Unser Pfarreirat hat am vergangenen Sommernachtsfest den Mitfeiernden drei Mottovorschläge für unser künftiges Pfarreileben unterbreitet. Die Auswertung der Punkte-Abstimmung hat ergeben, dass sich eine Mehrheit das Leitthema «Grenzen überwinden» wünscht. Daraufhin haben wir beim Gottesdienst im Freien Ende August inhaltlich einen ersten Annäherungsversuch gemacht. Bei der Suche nach einem «roten Faden» für unsere Rorategottesdienste im Advent haben wir uns erneut vom Motto «Grenzen überwinden» anregen lassen. Die Vorweihnachtszeit ist geprägt von der Symbolik des Lichtes. Ganz offensichtlich ist dies beim Adventskranz, an dem wir jede Woche eine Kerze mehr anzünden. Das Licht somit zunimmt, während wir «draussen» dem kürzesten Tag und der längsten Nacht entgegen gehen. So erleben wir es auch bei den frühmorgendlichen Roratefeiern: Da wird der dunkle Kirchenraum durch Kerzen-

Exerzitien im Alltag Rechtzeitig zur Fastenzeit wird es wieder das Angebot von Exerzitien im Alltag geben. Neuinteressierte sind deshalb zu einem Informationsabend am Donnerstag 30. Januar 2014 um 19.30 Uhr im Pfarreizentrum St. Peter und Paul eingeladen. Ansonsten sind alle nötigen Angaben und die Anmeldemöglichkeit einem Flyer zu entnehmen, der ab Mitte Dezember aufliegt. Weitere Informationen können Sie gerne erfragen über stefan.staubli@kath-winterthur.ch.

schimmer erhellt – wir warten symbolisch mitten in der noch nächtlichen Finsternis auf den Anbruch des Tages, auf das Licht. Wir möchten als Weg durch den Advent zum Weihnachtsfest hin in drei Schritten «das Dunkle überwinden». Natürlich handelt es sich dabei nicht um das jahreszeitliche Dunkel, sondern um jene Schattenseiten von uns Menschen, die unser Dasein verdunkeln. Der erste Rorategottesdienst fällt dieses Jahr auf den Samichlaustag, den 6. Dezember. Vom hl. Nikolaus werden viele Legenden erzählt, die ihn als besonders grosszügigen und hilfsbereiten Menschen zeigen. Darum geht es in dieser Feier – wie auch bei der Nachmittags-Rorate für ältere Menschen am 4. Dezember – «den Egoismus zu überwinden». Die biblische Ermutigung «Fürchte dich nicht! Fürchtet euch nicht!» begegnet uns nie so häufig wie in den Adventstexten und Weihnachtsgeschichten. Daher steht am 13. Dezember das Thema: «die Angst überwinden» im Mittelpunkt. Aufs Weihnachtsfest hin bemühen sich viele Menschen um Harmonie und Versöhnung. Aus diesem Grund will der Gottesdienst kurz vor dem Fest am 20. Dezember helfen, «Trennendes zu überwinden».


herzliche Einladung

Während der Advents- und Weihnachtszeit

Besondere Gottesdienste Rorate-Gottesdienste

Familiengottesdienst

Unsere Rorate-Gottesdienste finden auch dieses Jahr an den drei Freitagmorgen des Advents jeweils um 5.30 Uhr statt: am 6. Dezember mit dem Kinder- und Jugendchor, am 13. Dezember mit Kantoren, die eine ChoralSchola bilden und am 20. Dezember mit Felix Pickert an der Orgel und Ella Hoffmann mit der Geige. Darüber hinaus möchten wir ältere Menschen, die nicht so gern frühmorgens im Dunkeln unterwegs sind, an einem Nachmittag zu einem «QuasiRorate»-Gottesdienst Gelegenheit geben: am Mittwoch, 4. Dezember, um 14.30 Uhr im Saal des Pfarreiheims mit anschliessender Einladung zu gemütlichem Zusammensein bei Getränk und Gebäck.

Einen Familiengottesdienst im Advent feiern wir am Sonntag, 8. Dezember, um 9.30 Uhr. Damit eröffnen wir auch den Heimgruppenunterricht (HGU) für die ersten Klassen. Anschliessend sind alle ins Pfarreiheim zum «Chilekafi» eingeladen.

Bussfeiern Die Bussfeiern vor Weihnachten zur inneren Einstimmung auf die Festtage mit meditativer Instrumentalbegleitung (Antonia Ruesch, Violine, und Monika Bernold, Orgel) sind dieses Jahr direkt vor Weihnachten, nämlich am Montag, 23. Dezember um 15.00 Uhr in der Kirche St. Ulrich und um 20.00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul. Eltern-Kind-Feier Eine adventliche Eltern-Kind-Feier wird in der Krypta an der Tellstrasse 11a am Sonntag, 15. Dezember, um 17.00 Uhr zum Thema der Weihnachtsgeschichte gestaltet.

Heiliger Abend Der Gottesdienst um 17.00 Uhr wird wieder speziell für Familien mit Kindern unter Mitwirken des Kinderchors gestaltet. Die Christmette findet um 22.30 Uhr statt, es wird feierliche weihnachtliche Musik mit Gesang gespielt (Irina Ungureanu, Sopran, Hansueli Bamert, Orgel). Weihnachten Im Festgottesdienst um 9.30 Uhr führen der Kirchenchor, Solisten und Orchester die Messe in D von Antonín Dvoˇrák auf (Mariella Haag-Studer, Orgel, Hansueli Bamert, Leitung). Jahreswechsel In den Gottesdiensten an Silvester um 17.00 Uhr und am Neujahr um 9.30 Uhr und 11.15 Uhr wird Marcel Ege, Gitarre, zusammen mit Hansueli Bamert, Orgel, für einen stimmigen Jahreswechsel sorgen.

Wir laden Sie im Advent zur Einstimmung auf Weihnachten zu folgenden besinnlichen Veranstaltungen ein.


Weihnachtsmusik

Weihnachtsmesse am 25. Dezember 2013

Messe in D von Antonín Dvoˇrák Hansueli Bamert| Im Weihnachtsgottesdienst vom 25. Dezember um 9.30 Uhr steht dieses Jahr die bekannte Messe in D von Antonín Dvoˇrák in einer Fassung für Orgel und Streichorchester auf dem Programm. Dvoˇrák komponierte diese Messe in romantischem Stil. Das Kyrie mit Wiegenliedcharakter, das Gloria in festlichem Glanz, das Credo in seiner Dramatik, das Sanctus mit glockigen Klängen, das lyrische Benedictus und das aufwühlende Agnus Dei, das mit einem versöhnli-

chen «Dona nobis pacem» im Pianissimo ausklingt, nehmen die Gottesdienstbesuchenden mitten hinein in die eindrucksvolle Stimmung dieser festlichen Messe. Isabelle Anderfuhren (Sopran), Dorothee Labusch (Alt), Christoph Breitenmoser (Tenor), Thomas Schudel (Bass), Marielle Haag Studer (Orgel), Hansueli Bamert (Leitung), ein Orchester ad hoc und der Kirchenchor St. Peter und Paul freuen sich, Sie mit dieser wunderbaren Musik weihnachtlich einzustimmen.

Für Seniorinnen und Senioren

Einladung zu Adventlichem Rorate-Gottesdienst

Weihnachtsfeier mit Krippenspiel in der Kirche St. Ulrich

Hedi Blum, Monika Schmid-Müller| Der bereits zur Tradition gewordene Rorate-Gottesdienst am Nachmittag für SeniorInnen findet auch dieses Jahr im Pfarreiheim St. Peter und Paul statt. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an dieser stimmungsvollen Advents-Lichtfeier am Mittwoch, 4. Dezember 2013 um 14.30 Uhr ein, Pfarrer Stefan Staubli wird im Pfarreiheim den Gottesdienst mit uns feiern. Anschliessend erwartet Sie ein feines Zvieri mit Kaffee oder Tee.

Vorweihnachtliche Feier mit Krippenspiel «Das geschenkte Licht des Friedens», das ist der Titel des diesjährigen Krippenspiels in St. Ulrich. Die Kinder bringen uns in diesem Spiel die Weihnachtsbotschaft näher. Am Sonntag, 22. Dezember 2013 um 16.00 Uhr, findet für die Seniorinnen und Senioren die vorweihnachtliche Feier mit Krippenspiel in der Kirche St. Ulrich statt. Nach der Feier sind alle herzlich zum Imbiss im renovierten Pfarreisaal St. Ulrich eingeladen. Für den Imbiss ist eine Anmeldung bis am 14. Dezember unbedingt notwendig. Anfangs Dezember liegen Ausschreibungen mit Anmeldetalon in den Vorzeichen der Kirchen St. Ulrich und St. Peter und Paul auf.


Sprachprobleme am Spitalbett Ursmar J. Wunderlin| Als ich vor 45 Jahren meine Arbeit in der Spitalseelsorge begann, wurde mir bald klar, dass es neben der Ausbildung in der Gesprächsführung ein anderes Problem gab: die sprachliche Verständigung. Dabei stand das Italienisch im Vordergrund, denn die Zahl der italienischen Gastarbeitenden war in den 70er Jahren vorherrschend. Mit den spanisch Sprechenden konnte ich mich auf Italienisch und Französisch notdürftig unterhalten. So begab ich mich zwischen Ostern und Pfingsten 1970 in das Collegio Internazionale der Kapuziner am Grande Raccordo Anulare (die grosse Umfahrungsstrasse) nach Rom. Mit den übrigen Studenten aus der ganzen Welt wurden wir morgens mit dem hauseigenen Bus zu den verschiedenen Universitäten geführt. Mich lud der Chauffeur an der Scuola Dante Alighieri aus, wo ich jeden Morgen zuerst den Anfängerkurs in Italienisch, anschliessend den Corso progredito an der gleichen Schule besuchte. Um 13 Uhr wurden wir dann wieder «eingesammelt» und zum Mittagessen ins Collegio zurückgeführt. So lernte ich in verhältnismässig kurzer Zeit, mich auf Italienisch zu verständigen und einen Gottesdienst zu halten. Die sprachliche Situation ist im Spital von heute sehr verändert. Die meisten Gastarbeiter und Mitarbeitenden italienischer und spa-

nischer Herkunft sprechen und verstehen deutsch und sind zahlenmässig längst von osteuropäischen und afrikanischen Zugezogenen überholt worden. Ein Grossteil dieser Volksgruppen entstammt anderen Religionsgemeinschaften, die unsere Seelsorgedienste kaum in Anspruch nehmen. Ich bewundere aber die Pflegenden und die medizinischen Mitarbeitenden, mit welcher Erfindungskunst sie durch Gebärden und Zeichen den Kontakt mit diesen PatientInnen herstellen. Eine ganz andere Situation der Sprachlosigkeit entsteht durch die immer grössere Zahl von Schlaganfällen, Hirntumoren und ALS–Erkrankten mit Störungen oder Ausfällen von Sprachzonen im Hirn und zunehmenden Lähmungen aller Organe. Dies braucht eine eigene Technik der Kommunikation, wo die Betroffenen mit Ja oder Nein oder durch ein kleines Zeichen sich äussern können, vorausgesetzt, dass die Fragen auch richtig verstanden werden. Dies kann nur durch Testfragen verifiziert werden. Wenn ich mich mit solchen Sprachproblemen konfrontiert sehe, bin ich wieder zufrieden mit meiner Schwerhörigkeit, die mit Hörgeräten überbrückt werden kann. An den anderen Sprachschatz der Jugend und die vielen Anglizismen muss man sich gewöhnen. Wo der Wille zur Verständigung besteht, lässt sich ein Weg zum Gespräch finden und gestalten.

aus der Spitalseelsorge

Kommunizieren ist nicht immer einfach

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trotz allem Überall Krippen: unter den Brücken von São Paulo in den endlosen Favelas hinter den Leitplanken der Autobahn. Keine Krippen, die farbig beleuchtet an Bethlehem erinnern, sondern Kinder, die ausgebeutet um ihr Leben ringen. Zum zweitausend-und-dreizehnten Mal feiern wir Weihnachten und bis heute sind Kinder durch Gewalt erniedrigt durch Ungerechtigkeit verletzt durch Ausbeutung missachtet. So ist Weihnachten: In der Zerbrechlichkeit der Krippen spriesst der Same der Hoffnung auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit: trotz allem. Beat Wehrle


Aus der Predigt zur Einweihung des Pfarreizentrums

St. Ulrich

Theologie des Kirchenraums

Dies ist eine Legende kljkjsfk sfjsöklfjs lfk sjöflsf

❱ Hand Gottes

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Zita Haselbach| Die Kirchen von St. Peter und Paul und St. Ulrich sind je Zeugen ihrer Zeit. Jedes Gotteshaus ist geprägt von den zur Verfügung stehenden Baumaterialien und den Baukenntnissen seiner Zeit. Die Architektur sagt aber auch etwas über die Gottessuche und das Gesellschaftsbild ihrer Zeitgenossen aus. Unser Kirchenzentrum ist geprägt von der Moderne, die Welt der vielen Worte und Bilder, der Mobilität und des steten Vorwärts, auch von der Welt, wo Gott wieder ferner ist. Unser Zentrum steht mitten im Lärm des Verkehrs, ruhig, weiss, fast etwas entrückt. Die Besuchenden müssen sich auf einen Weg einlassen, die Hektik hinter sich lassen, um zu Gott zu finden. Im Innenhof treffen sie mit anderen zusammen, in den dunklen Eingängen zur Kirche lösen sie sich von draussen und schreiten durch den niedrigen Umgang. Plötzlich finden sie sich in einem offenen, weissen Raum wieder, dessen Höhe und Weite von aussen nicht zu erah-

nen war und überrascht. Es gibt noch einige Säulen, wo manche gerne Rückhalt finden, aber man darf auch als freier Mensch mitten im offenen Raum stehen. Zuweilen sind Leute irritiert von der spärlichen Ausstattung und sprechen von Leere. Ja, hier wird man eingeladen, zuerst einmal zur Ruhe zu kommen, vielleicht anfangs einfach die Stille auszuhalten. Aber wer sich darauf einlässt findet hier zum Wesentlichen, zum unfassbaren Geheimnis Gottes. Sehr schön ist das Spiel mit dem indirekten Licht, das bei der Renovation noch konsequenter inszeniert wurde. Beide Eigenschaften, die Bilderlosigkeit und das indirekte Licht sind typisch für die Gottsuche der 70er Jahre. Wir sind damals zurückhaltend geworden mit unseren Vorstellungen von Gott, wissend, dass Gott sie alle übersteigt. Wir sind bescheidener geworden und wir nehmen nicht mehr für uns in Anspruch, das Licht Gottes direkt zu kennen. Felix Lötscher, der erste Architekt dieser Kirche, hat erzählt, wie er Nächte lang diskutiert habe mit Ro Studer-Koch, der Künstlerin, der wir den Kirchenschmuck verdanken. Wenn er die Möglichkeiten des Betonbaus zu verspielten Formen ausprobieren wollte, habe sie stets gesagt: «Weg damit, der Raum darf nicht geschwätzig sein, man muss alles Laute und Selbstherrliche vermeiden und einfach vor Gott treten!»


Schöpfungszeit

Und doch ist da etwas, was uns hält. Diese runde hintere Wand. Ro Studer-Koch hat 20 Modelle davon gemacht, bis sie zufrieden war. Diese Wand symbolisiert die Hand Gottes, die uns alle hält und zusammenhält, sammelnd und sanft führend. Von dieser Hand Gottes gehalten ist auch das Geschehen auf dem Altar. Ohne dieses Geschehen fehlt der Kirche der Mittelpunkt. Erst wenn wir uns um den Altar versammeln und uns hineinnehmen und verwandeln lassen von Jesu Gegenwart und seinem verschenkten Leben, erst dann findet diese Kirche, findet unsere Gemeinschaft ihre Mitte. Auch in weiteren Eigenheiten ist unsere Kirche ganz geprägt vom Geist des II. Vatikanischen Konzils, der grossen Erneuerung vor 50 Jahren. In der Rückbesinnung auf Bibel und Urchristentum hat es als Leitbild für die Kirche das wandernde Volk Gottes betont und damit die Gemeinschaft. Es ist kein hierarchisches Kirchenbild mehr: weit oben entrückt das Heilige, der Priester und unten das gewöhnliche Volk. Hier sind wir – Priester, Seelsorgende und Volk, alle auf Augen höhe.

❱ Kreuz

Und der Altar ist am niedrigsten Punkt. Gott ist ganz in unsere Niedrigkeit von Schmerz und Trauer, von Schwäche, Unvermögen und Schuld hinabgestiegen und steigt immer wieder in unsere ganz konkreten Situationen herab. Tisch des Wortes und Tisch des Brotes stehen nebeneinander. Der Altar ist wieder ein Tisch, wie früher. Er hat jedoch symbolisch zwölf Säulen, die die zwölf Stämme des Volkes Israel und die zwölf Apostel symbolisieren. Sie sind aus Eisenbahnschwellen gefertigt, über die das Leben hinweggegangen ist. Sie erinnern uns, dass wir aufbauen auf den Menschen, die sich vor uns auf den Weg mit Gott eingelassen haben. Das Holz der Tischplatte ist jedoch neu, so wie die Gegenwart Gottes immer neu Wirklichkeit ist. Im Taufbrunnen sprudelt stets frisches Wasser, Zeichen, dass Gottes Gnade in jedem Moment neu ist. Und doch haben auch wir Sehnsucht nach dem Heiligen, deshalb gibt es die Sakramentskapelle, wo Gott im eucharistischen Brot wohnt, wie im Allerheiligsten im Tempel. Es ist ein Ort,

❱ Tabernakel

Dies ist eine Legende kljkjsfk sfjsöklfjs lfk sjöflsf

St. Ulrich

❱ Taufbrunnen

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St. Ulrich

Aus der Predigt zur Einweihung des Pfarreizentrums

wo einzelne Betende, die kleine Meditationsgruppe, aber auch unsere Kinder das Heilige spüren können. Nie spreche ich dort mit den Kindern. Wir machen draussen ab, was wir singen und beten und dann gehen wir ganz still vor den Tabernakel. Im Gegensatz zur Hauptkirche ist dort ganz die Senkrechte betont. Der Tabernakel ist ein Kreuz, das fast nur aus dem zum Himmel aufragenden Holz besteht. Dann ist da noch die Marienkapelle, der Hauskirche der ersten Christen nachempfunden. Es war gedacht,

dass man dort um einen langen Tisch sowohl Abendmahl feiern wie auch anschliessend weltliches Mahl halten könne. Aber diese Idee war wohl doch ein wenig zu fremd und hat sich nicht durchgesetzt. Wir freuen uns, dass wir im Februar noch zwei Kreuze bekommen. Das eine wird fest in der Erde in unserem Leben verankert sein, anstelle des jetzigen Modells, das andere wird vom Kirchturm in den Himmel ragen und uns daran erinnern, wo unser Weg hingeht.

Pfarreiräte von St. Peter und Paul und St. Ulrich

Gemeinsame Sitzung im Herbst

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gio| Das jährliche Treffen bei einer gemeinsamen Sitzung der Pfarreiräte St. Peter und Paul und St. Ulrich bietet die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und Pläne zu schmieden. Thema ist vor allem die Zusammenarbeit der beiden Pfarreien. Einiges ist bereits erreicht worden, etwa das Miteinander im Pfabü und bei Familiengottesdiensten. Erwähnt wurde auch die Infobox im forum, in der die Informationen so geordnet sind, dass sie sich auf gegenüber liegenden Seiten ergänzen: Darin werden Anlässe aufgelistet, die für beide Pfarreien von Interesse sind. Geplant werden Gottesdienste, an denen wir uns abwechslungsweise gegenseitig besuchen. Der bescheidene Papst Franzis-

kus gibt mit seinen ungewohnten Auftritten überall zu reden. Wir beschäftigten uns mit drei seiner Aussagen: «Arme Kirche», «Geht hinaus!» und «Dialog wagen». Wir sind uns einig: Der neue Papst weckt Hoffnungen und macht Mut. Als Beispiel ein Zitat von ihm: «Haben Sie niemals Angst vor der Begegnung, dem Dialog, dem Austausch!» Bei der Vorstellungsrunde der «Neulinge» wurde Höri als Arbeitsort erwähnt. Daraufhin erklärte uns Hugo Gehring die Entstehung dieser Ortschaft. Als der liebe Gott die Erde erschaffen hatte, hielt er noch einen Erdklumpen in seiner Hand. Den warf er auf die Erde und sagte: «Jetz höri!» Dasselbe sage ich jetzt auch.


Stimmen zu St. Ulrich

Zita Haselbach| An unserem Einweihungsfest haben 15 Personen einen Gedanken geäussert, wozu St. Ulrich da ist: St. Ulrich ist ein Ort, um … … Hochzeit zu feiern, weil wir uns hier heimisch fühlen. … Taufe zu feiern, weil ich schon hier in den Religionsunterricht gegangen bin und es mir hier gefällt. … Versöhnung zu finden, Versöhnung in mir, in der Familie und auch um Versöhnung zwischen Völkern zu bitten. … Firmung zu erleben. … Erstkommunion zu feiern, weil Gott uns hier nahe ist.

… für Mitmenschen zu beten, zum Beispiel für die Kranken. … Abschied zu nehmen von Menschen, die uns lieb sind. … auf Gottes Wort zu hören für unsere Zeit und heutige Welt. … Ökumene zu pflegen. … Gemeinschaft zu erleben. … innere Ruhe zu finden, Verbundenheit mit Gott zu suchen, und ihn um Rat zu fragen. … Wandlung geschehen zu lassen: Wir bringen das Leben der vergangenen Woche hierher und hoffen, dass Gott alles zum guten Leben wandelt, wie er Jesu Tod in Auferstehung gewandelt hat. … zu danken! … zu singen und zu musizieren. … aufzutanken und Kraft zu finden.

St. Ulrich

Die Kirche ist ein Ort um...

❱ Marienkapelle

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Kalendarium

St. Ulrich

Dezember 2013 3 4

Dienstag Mittwoch

Rorate, anschliessend Zmorge, 6.00 Roratefeier am Nachmittag im Pfarreiheim St. Peter und Paul, 14.30 6 Freitag Adventsfeier der Frauengruppe, 18.00 10 Dienstag Rorate für Familien, anschliessend Zmorge, 6.00 17 Dienstag Rorate, anschliessend Zmorge, 6.00 22 Sonntag Vorweihnächtliche Feier mit Krippenspiel, anschliessend Imbiss, in St. Ulrich, 16.00 23 Montag Bussfeier, 15.00 24 Dienstag  Kinderfeier mit Krippenspiel, 17.00  Christmette, 22.30 25 Weihnachten Festgottesdienst, 10.30 26 Stephanstag Gottesdienst im Altersheim Rosental, 10.00

Januar 2014 1 Neujahr 12 Sonntag 15 Mittwoch 19 Sonntag

24 Freitag 26 Sonntag 28 Dienstag

Neujahrsgottesdienst, anschliessend Neujahrsapéro, 17.00 Familiengottesdienst, 9.30 Ökumenische Woche, Impulsabend, Pfarreiheim St. Ulrich, 19.30  Ökumenische Woche, die reformierte Kirchgemeinde besucht uns, 9.30  Eltern-Kind-Feier, Krypta, Tellstrasse 11a, 10.00 Dankeschön-Fest im Pfarreiheim, 19.00 Ökumenische Woche, wir besuchen den reformierten Gottesdienst, reformierte Kirche Rosenberg, 9.30 Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim, 1. Stock, 9.00

Februar 2014 5 23 25 26

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Mittwoch Sonntag Dienstag Mittwoch

Seniorennachmittag, Ort siehe «forum», 14.30 Familiengottesdienst, 9.30 Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim, 1. Stock, 9.00 Krankensalbung im Altersheim Rosental, 10.00


Ein Blick in die Kirchenfinanzen Rund 14,5 Millionen Franken wird die Kirchgemeinde 2014 voraussichtlich einnehmen, 15,4 Millionen Franken ausgeben und damit ein Defizit von 835 000 Franken verursachen – aber ein breites Leistungsangebot für die ganze Gesellschaft finanzieren. Urs W. Rechsteiner, Präsident der Kirchenpflege| Die Einnahmen der Römisch-katholischen Kirchgemeinde betragen rund 14,5 Millionen Franken Davon entfallen ca. 90 % auf Steuereinahmen, wovon 64 % von den natürlichen und 36 % von den juristischen Personen stammen. 5 % stammen aus dem kantonalen Finanzausgleich, da Winterthur, im Vergleich zu anderen Kirchgemeinden, eine «finanzschwache» Kirchgemeinde mit einem hohen Steuerfuss (16 %) ist. Der Rest stammt aus anderen Vermögenserträgen. Wohin die Gelder fliessen Bei den Ausgaben schlägt der Personalaufwand mit rund 52 % zu Buche. Die Abschreibungen und Passivzinsen betragen 18 %, wobei die Abschreibungssätze bei den Liegenschaften im Verwaltungsvermögen gemäss den Weisungen des Gemeindegesetzes des Kantons Zürich vorgegeben sind. 17 % beinhalten Sachaufwand, das heisst Aufwendungen von Büromaterial über Messgewänder, Liegenschaftsunterhalt, Unterrichtsmaterial bis hin zu Blumenschmuck und Kerzen in den Kirchen. Ca. 9 % betragen die Beiträge, die wir an die Kantonalkirche abliefern. Damit finanziert diese beispielsweise die Migrations- und Spitalseelsorge. 4 % sind Beiträge, die wir im Rahmen der kirchlichen Entwick-

lungshilfe vergeben oder anderen wohltätigen Institutionen wie dem Treffpunkt Vogelsang, dem Mittagstisch Shalom, der Paulus Akademie etc. und anderen kirchlichen Institutionen zukommen lassen. Leistungen für die Allgemeinheit Dieses Jahr feiern wir 50 Jahre Anerkennung der Römisch-katholischen Kirche als öffentlich-rechtliche Körperschaft des Kantons Zürich. Wir können wie die anderen Landeskirchen Kirchensteuern erheben. Seither leisteten wir viel Gutes, nicht nur im liturgischen Bereich. Ich erinnere da an den Aufbau unseres Sozialdienstes, an die Jugend- und Altersbetreuung aber auch an die Anstrengungen und die Unterstützung in der Migrationsseelsorge. Würden diese Aufgaben nicht durch «kirchliche Gelder» finanziert, müsste der Staat sie aus anderen Quellen, das heisst mit zusätzlichen Steuergeldern, finanzieren. Im Gegensatz zum benachbarten Ausland wird über die Steuergelder nicht auf Stufe Bistum, sondern an der Basis, das heisst in den Kirchgemeinden bestimmt. Die Finanzen sind somit völlig transparent und für alle Interessierten ersichtlich. So schreibt das Kirchengesetz des Kantons Zürich vor, dass beispielsweise die Steuereinnahmen von juristischen Personen,

aus der Kirchenpflege

Transparenz ist gewährleistet

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Transparenz ist gewährleistet

Kirchenfenster entdecken

also von Unternehmen, nicht für rein liturgische Zwecke verwendet werden dürfen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch viele Freiwillige engagieren sich mit Herzblut für die

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Seelsorge und Diakonie. Aufgaben, die wir nur mit entsprechenden Einnahmen erfüllen können. Setzen wir uns deshalb alle dafür ein, dass dies auch in Zukunft so bleibt!

Lichtgestalten

Maria sts| Vermutlich denken Sie jetzt zuerst an unsere vielbesuchte Marienstatue vorne rechts in der Kirche, wo tagtäglich viele Menschen hin pilgern, um zu beten und eine Kerze anzuzünden. So steht Maria in unserer Kirche im wahrsten Sinn des Wortes im Licht und gibt Menschen ein Hoffnungslicht in ihr Dunkel: eine echte Lichtgestalt. Doch haben Sie die drei kleinen Marienfenster links hinten unter der Empore auch schon einmal beachtet? Sie zeigen uns drei Szenen aus dem Leben von Maria: die Verkündigung des Engels an Maria, die Geburt von Jesus aus Maria und ihr Leiden angesichts ihres hingerichteten Sohnes. Auf allen drei Fensterbildern trägt Maria ein leuchtend rotes Gewand mit einem blauen Mantel darüber. Auf dem dritten Bild trägt sie ihr schönes Haar bedeckt, ansonsten offen. Bei Tages- oder gar Sonnenlicht leuchtet ihre Gestalt am meisten. Auf dem ersten Bild steht im Halbdunkeln der Engel Gabriel, dem Maria sich hörend zuwendet. Auf dem zweiten Bild

Drei kleine Marienbilder links hinten unter der Empore

befinden sich Josef und die Hirten, die das göttliche Kind anbeten kommen, hinter ihr. Nur auf dem dritten Bild gibt es niemanden mehr ausser ihr. Sie allein mit dem toten Sohn im Arm füllt das ganze Fenster aus. Und wie Maria Ihn hält, macht es fast den Anschein, dass sie Jesus neu beleben und aufrichten möchte! Maria, aus der das Christuslicht geboren wurde, bringt Ihn gleichsam ein zweites Mal zur Welt – diesmal aus einem Herzen voller Liebe, das nicht zulassen kann, dass der Geliebte nicht mehr leben soll.


Ein Kunstführer stellt unsere «Orts-Mutterkirche» vor

Die Stadtkirche von Winterthur Die Stadtkirche steht nicht nur im Herzen der Stadt, sie ist auch die «Urmutter» sämtlicher Kirchen in Winterthur. Für die Pfarrei St. Peter und Paul ist sie darüber hinaus unsere reformierte «Schwester» – Grund genug, um hier auf den kürzlich erschienenen Kunstführer aufmerksam zu machen, der dieses Denkmal von nationaler Bedeutung beschreibt.

odu| Das älteste schriftliche Zeugnis, stammt von 1180. Es erwähnt die Kirche in «Niederwinterthur» (das entspricht dem heutigen Altstadtkern). Archäologisch ist indes eine Kirche an gleicher Stelle schon aus viel früherer Zeit nachgewiesen. Der erste Kirchenbau, aus Holz, wird ins siebte oder achte Jahrhundert datiert. Die lange Geschichte der Um-, Erweiterungs-, Neu-, Ein- und Rückbauten, der Veränderungen und Restaurationen, die im Laufe der Jahrhunderte an der Kirche vorgenommen wurden, erfährt der Leser, die Leserin im Kapitel «Baugeschichte» des Kunstführers. Die ältesten vorhandenen Gebäudeteile sind der Nordturm (Ende 12. Jh.) und der langgezogene Chor (Mitte 13. Jh.). Der Südturm und das Langhaus wurden zwischen 1486 und 1518, d.h. kurz vor der Reformation errichtet. Die an der nördlichen Aussenseite des Chors vorhandenen Anbauten wurden im 18. und 19. Jahrhundert abgebrochen. Rings um die Kirche befand sich bis 1826 der städtische Gottesacker, der «Kirchhof». Die Stadtkirche weist eine beachtliche Zahl architektonischer und künstlerischer Besonderheiten auf: so etwa die beiden übereinander angebrachten Sonnenuhren am Südturm, von denen die obere den Sonnenstand,

die untere den Monat anzeigt. Bemerkenswert sind die vom Winterthurer Maler Hans Haggenberg 1490 geschaffenen Malereien im Gewölbe der Sakristei: das Stadtwappen, die Wappen von 16 namentlich genannten Winterthurer Patrizierfamilien, deren Verdienste in einer Inschrift an der Seitenwand gerühmt werden, sowie die drei Kirchenpatrone Laurentius, Pankratius, Albanus. Die Stadtkirche war die erste Kirche im Kanton, die nach der Reformation wieder eine Orgel hatte (ab 1809). Im Zuge einer umfassenden Innenrenovation (1922 – 1924), erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen mit den grossflächigen, in reformierten Gotteshäusern untypischen Wandgemälden und den von Augusto Giacometti stammenden drei farbigen Glasfenstern vorne im Chor. Sibyl Kraft, die Autorin des 36 Seiten umfassenden Kirchenführers, ist Kunsthistorikerin und Mitglied der Kirchenpflege Winterthur-Stadt. Die Publikation kann für zwölf Franken im Schriftenstand der Stadtkirche oder über den Buchhandel erworben werden.

Der Kunstführer kann in jeder Buchhandlung oder im Schriftstand der Stadtkirche bezogen werden.

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Ökumenische Begegnung 26

Offenheit für ein gegensätzliches Denken und Leben

Das Wagnis zu tanzen aja| Im Rahmen der Woche der ökumenischen Begegnung konnte ich mich am 9. September 2013 mit meinen reformierten KollegInnen in der Seelsorge und mit Menschen aus Winterthur im Kirchgemeindehaus an der Liebestrasse treffen.

nicht eigene Ideen vermitteln zu wollen, sondern einfach zu staunen am andern, an seiner Verschiedenheit zu mir. Ihn ein wenig begleiten zu dürfen, ihn wahrzunehmen und ihm auch einige Schritte auf meinem Weg zuzugestehen.

Vortrag: Kirchen des Ostens Ganz spannend war an diesem Abend der Vortrag von Professor Dr. Erich Bryner zu den Kirchen des Ostens. Mit einem Karren voller Wissen rumpelte er durch diesen Abend und auch für mich ist ein interessanter Aspekt heruntergefallen. So war es sehr aufschlussreich, wie verschieden unser Denken und unsere Sprache von den Menschen des Ostens sind. Ist die lateinische Welt, oder besser das Latein, als eine sehr klare, der Justiz und der Verwaltung dienlichen Sprache entwickelt worden, so scheint die griechische Sprache vielschichtiger, emotionaler, geheimnisvoller und der Mystik zuträglicher. Zwei verschiedene Sprachen, voneinander verschiedenes Denken… für mich kaum vorstellbar, wie viel Geduld und Beobachtungsgabe es da wohl braucht, einander nur ansatzweise kennen zu lernen oder sogar zu verstehen. Ich glaube, da wird man doch plötzlich ganz klein, wenn man dies erahnt. Und ich merke, wie wichtig es auch sonst ist: Begegnungen mit Menschen auszuhalten, nicht übergriffig zu sein, dem Menschen gegenüber

Besonderes Tanzerlebnis Besonders erstaunt an diesem Abend hat mich das Wagnis zu tanzen. Ich war absolut überzeugt: Kreistanzen ist nur etwas für Frauen im gehobenen Alter und stinklangweilig. Bin ich froh, dass ich mich trotzdem auf Neues eingelassen habe! Rita Ehrismann hat mich, hat uns, an diesem Abend für das Tanzen begeistern können. Ich gebe zu, nebst wenigen Tanzschritten, welche ich beherrsche, bin ich doch eher damit ausgelastet über meine eigenen Füsse zu stolpern. Doch dank der beherzten und Begeisterung weckenden Art unserer Tanzpädagogin, kann ich sagen, den Abend unbeschadet überstanden zu haben. Und ich bin froh darum, diesen tollen Einblick in den Kreistanz bekommen zu haben. So fühle ich mich auch gut dabei, Ihnen heute davon zu erzählen, dass in unserer Pfarrei monatlich von der Gruppe FamA (Frauen am Abend) zum Kreistanz eingeladen wird. Ich bin froh, dass ich mich auf diesen ökumenischen Abend eingelassen habe und danke all jenen, die mich ein wenig in ihre Welt auf ihren Weg mitgenommen haben.


Unterwegs mit Pater Sunny in seinem Heimatland

Impressionen von der Indienreise Vom 30. September bis am 18. Oktober haben fünf WinterthurerInnen (Myrta Gründler, Ruth Furrer, Matthias Horat, Hugo Gehring und Stefan Staubli) mit Pater Sunny zusammen sein Heimatland besucht und vieles erlebt. sts| Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen und bekommt im besten Fall neue Vorstellungen, was im Leben zählt. Indien und seine Menschen boten uns dafür reichlich Anschauungsunterricht. Nehmen wir beispielsweise unsere Vorstellungen von Verkehrsdichte und Fahrverhalten. Da genügt ein Tag Kalkutta, um ganz neue Bilder zu entwickeln, was etwa ein Familienauto ist. Oder haben Sie gewusst, dass eine ganze Familie mit Frau, Mann und zwei Kindern problemlos Platz auf einem normalen kleinen Töff hat? Auch was die maximale Auslastung im öffentlichen Verkehr angeht, könnten wir einiges dazulernen: In Indien verkehren die Busse nicht selten mit Fahrgästen auf dem Dach! So wird dann durch die Stadt gefahren – und wie! Mangels weiterer Verkehrsregeln scheint es nur eine Regel zu geben: Entdecke die Lücke und mache dich lautstark bemerkbar. Dabei geht es in einem schwindelerregenden Slalom quer über die ganze Breite der Strasse links und rechts an Autos vorbei. Zudem gilt es nicht nur entgegenkommenden Verkehrsteilnehmenden auszuweichen, sondern ebenso kleineren und grösseren Schlaglöchern – ganz zu schweigen von Kühen, Ziegen und Hunden, die mit zum Strassenbild gehören.

Und es gab weitere Punkte, sich mit dem Unvorstellbaren vertraut zu machen. Kalkutta (unser Indien-Einstieg) ist für jeden normalen Westeuropäer der reinste Horror und ein Schock. Wenn wir bei uns von versteckter Armut reden, dann zeigt sie sich hier in ihrer ganzen Härte und Realität: Massen von Menschen, die auf der Strasse (und von der Strasse) leben, schlafen, essen und zuweilen sterben. Neben besten Hotels, die es natürlich auch gibt, leben Menschen in Hütten und Verschlägen, die bei uns selbst Tieren kaum zugemutet würden. Und überall Dreck, Lärm, Abfall und Kot. Eine Stadt im Ausnahmezustand? Überraschenderweise nicht! Wie ist das zu erklären und zu beschreiben? Nun, bei aller äusseren

Einer der vielen imposanten Hindu-Tempel

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Myrtha Gründler, Ruth Furrer und Stefan Staubli geniessen die beeindruckende Indienreise.

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Aufgeregtheit, in allem Lärm und Chaos begegnet man kaum verdrossenen oder gar verzweifelten Gesichtern; stattdessen ungebrochene Lebensfreude oder zumindest stummer Lebenskampf, bis hin zu einer Ergebenheit, die sich nicht einfach ergibt – doch davon später. Vorerst die Feststellung, wie oft uns echte Neugier und freundliches Interesse (nicht nur an unserem Geld) entgegengebracht wurde, bis hin zur wiederholten Frage, ob sie von oder mit uns eine Foto machen dürften. Und selbst in ärmlichsten Verhältnissen hob, wenigstens für mich als Beobachter, etwas die ganze Schwere auf: die Farben der Kleider! Gemeint sind die leuchtend bunten Saris der Frauen, wobei keine der anderen völlig gleicht. Ein Regenbogen von Farben im grössten Elend und mit diesem das Versprechen einer letzten Menschenwürde, die niemandem genommen werden kann. Übrigens trugen zu diesem farbigen Stadt- und Menschenbild nicht zuletzt die vielen Busse und

Lastwagen bei. Denn deren Zustand konnte noch so lotterhaft sein, bunt angemalt, strahlten sie immer noch etwas aus. Wahrscheinlich überrascht es niemanden, wenn ich weiter berichte, dass wir während unseres Indienaufenthaltes mehr Tempel und Moscheen besuchten als Kirchen. Und es hätte noch viel mehr davon gegeben – so dass ein Politiker in Delhi offenbar (mit Recht) fordert: «...mehr Toiletten und weniger Tempel!» Was ein weiteres Thema hergäbe… Ja, in Indien kommt man am Thema Religion nicht vorbei. Von der zahlenmässig grössten Religionsgemeinschaft der Hindus, über die Moslems zu den Christen – unterschiedslos ist ihr Alltag geprägt vom Glauben, religiösen Festen und Praktiken. So hat uns ein Sikhtempel sehr beeindruckt, wo daneben eine «Gassenküche» täglich für 20 000 arme Menschen kocht! Oder ich denke an unseren einheimischen Reisebegleiter (ein knapp dreissigjähriger Hindu), der uns täglich mit den Worten begrüsste: «Na-Maste. Heute ist ein schöner Tag. Heute ist ein heiliger Tag!» Das erste Grusswort «Na-Maste» heisst in freier Übersetzung: «Das Göttliche in mir grüsst das Göttliche in dir». Wir durften wirklich viele schöne und heilige Stunden und Tage erleben. Zu diesen gehörten nicht zuletzt ein Kurzbesuch bei der Familie von Pater Sunny, die uns mit einem festlichen Mittagessen verwöhnte – serviert auf Bananenblättern und, wie dort üblich, gegessen mit blossen Händen.


So essen Sie herzgesund Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Thrombosen sind die Todesursache Nummer eins in unseren Breitengraden. Dr. Reinhard Imoberdorf, Chefarzt am KSW, zeigte in einem Vortrag in der Pfarrei St. Peter und Paul, wie frische und abwechslungsreiche Ernährung und ein herzfreundlicher Lebensstil gesund erhalten. Claudia Sedioli| «Ernährung ist eine Sache des Herzens»- mit diesen Worten eröffnete Dr. Reinhard Imoberdorf sein Plädoyer für eine abwechslungsreiche, natürliche und gesunde Ernährung in jedem Alter. Im Publikum sassen mehr als 80 Damen und Herren. Eingeladen zum Vortrag «Gesund essen für Leib und Seele» des Chefarzts am Kantonsspital Winterthur hatten die Katholische Spitex Winterthur und das Vorbereitungsteam der Seniorennachmittage der Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich. Dass ein paar Vitamintabletten noch keine gesunde Ernährung ausmachen, betonte der Arzt für Innere Medizin. Auch Bewegung gehört zu einem herzgesunden Lebensstil. «Gehen Sie jeden Tag spazieren, am besten mit einer Kollegin oder einem Kollegen und dann nach der Devise Walk und Talk.» Wer so schnell läuft, dass eine Unterhaltung in ganzen Sätzen stets möglich ist, bewege sich mit der idealen Intensität.

weise Rüebli, Randen und Spinat, Orangen, Birnen und Kirschen variiere, bringe nicht nur Farbe und verschiedene Vitamine auf seinen Teller, sondern mit dem Farbspektrum auch stets unterschiedliche, aber für die Gesundheit wertvolle sogenannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. «Einige dieser Stoffe schützen uns unter anderem davor, dass unsere Blutgefässe verstopfen», was nichts anderes sei als die vielgefürchtete Arteriosklerose, erklärt der Arzt.

Farbe auf den Teller Erst jetzt kam der Spezialist auf die Ernährung zu sprechen. Wichtig, so Imoberdorf, sei, dass der Menüplan reichlich verschiedene Früchte und Gemüse aufweise – «und zwar frisch und regional». Wer zwischen beispiels-

Gutes Öl und ein Glas Rotwein Ebenso wichtig seien gesunde Öle. «Verwenden Sie Olivenöl für die kalte und die warme Küche. Wenn Sie den Geschmack nicht schätzen, ersetzen Sie es in der kalten Küche durch Rapsöl.» Ganz im südländischen Stil

katholische Spitex

Vortrag von Dr. Reinhard Imoberdorf, Chefarzt am Kantonsspital Winterthur

Katholische Spitex Winterthur: engagiert, professionell und ganz persönlich Die Katholische Spitex Winterthur bietet spitalexterne Pflege in Winterthur an. Benötigen Sie Unterstützung bei Krankheit, Unfall, Behinderung, nachlassenden Kräften, Überlastungssituationen der Angehörigen oder nahendem Tod? Wir sind für Sie da.  052 222 02 51 (Mo bis Fr zu Bürozeiten) Informationen unter www.kath-spitex.ch

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Vortrag von Dr. Reinhard Imoberdorf, Chefarzt am Kantonsspital Winterthur

Ausblicke ins 2014

darf deshalb ein Glas Rotwein täglich auf den Tisch kommen. Denn auch im Wein finden sich Pflanzeninhaltsstoffe, die dem Kreislauf zuträglich sind. Aber, so Imoberdorf, hier gelte: «Geniessen, nicht giessen!» Bei Frauen bringen 1 bis 2 dl Rotwein, bei Männern maximal 3 dl Rotwein pro Tag

einen gesundheitlichen Nutzen. «Machen Sie es auch hier wie die Südländer. Geniessen Sie Essen und Trinken, essen Sie gemeinsam mit Freunden und Familie. Denn Ernährung ist Herzenssache.» Genau das tat das Publikum: Im Anschluss an das Referat lockte ein feiner Zvieri.

Jugendchorserenade

«Les Miserables» Hansueli Bamert| Der Jugendchor St. Peter und Paul lädt am Montag, 14. Januar 2013 um 20.00 Uhr zu einer Serenade ins Pfarreiheim ein. Neben verschiedenen Liedern aus der Popularmusik wird ein Medley aus dem Musical «Les Miserables» zu hören sein. Diesem Musical liegt das Drama «Die Elenden» von Victor Hugo zugrunde, in dessen Zentrum das Schick-

sal von Jean Valjean steht, der nach 19-jähriger Haft entlassen wird und ins Leben zurückkehrt. Die Musik stammt aus der Feder von Claude-Michel Schönberg. Das Musical ging um die ganze Welt und wurde auch verfilmt. Wer sich von der schönen Musik, gesungen von jugendlichen Stimmen, berühren lassen möchte, ist herzlich willkommen.

Informationen aus der Vorständekonferenz

Grobplanung des Jahres 2014  17. Januar, 19.45, Mitarbeitendenessen  19. Januar, 10.00, Gottesdienst in der reformierten Stadtkirche  23. März, 12.15, Suppenzmittag  Palmsonntag, 13. April, Familiengottesdienst  18. Mai, 9.30, Erstkommunion  3. Juni, 20.00, Kirchgemeindeversammlung  15 Juni, 9.30, Firmung mit Altabt Daniel Schönbächler  22. – 28. Juni, Seniorenferien, Bad Wörishofen  29. Juni, 9.30, Patrozinium mit Apéro

      

5. Juli, 18.00, Sommernachtsfest 24. August, 11.15, Gottesdienst im Freien 7. – 15. September, ökumenische Woche 28. September, 11.15, Erntedankgottesdienst 11.– 18. Oktober, Pfarreireise nach Slowenien 25. Oktober, Kolping Aktion, Pfarreiheim 9. November, 17.00, Mitenandgottesdienst, anschliessend Castagnata  29./30. November, Adventsaktion  2. Dezember, 20.00, Kirchgemeindeversammlung


Kalendarium ❱ Termine

Dezember 2013 30.11.|1.12. 2 3 4

Montag Dienstag Mittwoch

6 8 10 13 15

Freitag Sonntag Dienstag Freitag Sonntag

Adventsaktion für das Kinderrechtszentrum Interlagos, São Paulo, Brasilien FamA, Frauen PP, Tanzend durchs Jahr, 20.15, Pfarreiheim Kirchgemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim  Rorate-Feier für SeniorInnen, 14.30, Pfarreiheim  Gottesdienst zum 200. Geburtstag von Adolph Kolping, 19.00, Kirche Rorate-Gottesdienst, 5.30, Frühstück im Pfarreiheim HGU-Eröffnungsgottesdienst, 9.30, anschliessend Chilekafi Frauen PP, Adventsfeier, 17.00, Pfarreiheim Rorate-Gottesdienst, 5.30, Frühstück im Pfarreiheim Eltern-Kind-Feier, 17.00, Krypta und Pfarreiheim

Schulferien 21.12.2013 – 5.1.2014 1.2.2014 – 16.2.2014 aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Fortsetzung siehe Rückseite

Voranzeige Seniorenferien 2014 Im kommenden Jahr werden wir unsere Ferien zum zweiten Mal im Bad Wörishofen im Allgäu im Kneippkurhotel Steinle vom Sonntag, 22. Juni bis Samstag, 28. Juni 2014 verbringen. Streichen Sie die Daten in Ihrer Agenda schon heute rot an.

Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen (18. – 25 Januar 2014)

Sonntag, 19. Januar, 10.00 Uhr (kein Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul) Ort Reformierte Stadtkirche Liturgie und Predigt Henrike Stauffer, Pfarrerin an der Stadtkirche Stefan Staubli, Pfarrer an St. Peter und Paul Anschliessende Einladung zu einem Suppenimbiss im Rahmen des Stadtjubiläums Kirchenmusik Es singt der Jugendchor der Stadtkirche 31


AZB 8400 Winterthur

Fortsetzung von Seite 31

Kalendarium

Bitte nachsenden. Neue Adresse nicht melden.

20 Freitag 22 Sonntag 23 Montag

24 Dienstag 25 Mittwoch 31 Dienstag

❱ Treffpunkte Taizé-Gottesdienst 15.12.2013 | 19.1.2014 | 16.2.2014 (Kirche, 19.30) Bibelteilen 7.12.2013 | 4.1.2014 | 1.2.2014 (Pfarreiheim, 9.00 –10.00)

Januar 2014 6 Montag 14 Dienstag

15 Mittwoch 17 Freitag 19 Sonntag

Handarbeitstreff 28.1.2014 | 25.2.2014 (Pfarreiheim, 14.00 –16.00)

22 Mittwoch 26 Sonntag

Jassnachmittage 2.12.2013 | 16.12.2013 | 6.1.2014 | 20.1.2014 | 3.2.2014 | 17.2.2014 (Pfarreiheim, 13.30) Zischtigzmittag Restaurant Bodega (jeweils 12.00) aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Rorate-Gottesdienst, 5.30, Frühstück im Pfarreiheim Seniorenweihnacht mit Krippenspiel, 16.00, St. Ulrich  Bussfeier Kirche St. Ulrich, 15.00  Bussfeier Kirche St. Peter und Paul, 20.00, Instrumentalmusik  Familiengottesdienst,17.00, Kirche  Christmette, 22.30, Kirche Festgottesdienst, 9.30, der Kirchenchor singt die Messe in D-Dur von Antonìn Dvoˇrák Silvestergottesdienst, 17.00, Kirche

FamA, Frauen PP, Tanzend durchs Jahr, 20.15, Pfarreiheim  Frauen PP, «Gschichte us em Fadechörbli» mit Clownfrau Gelatine, Erzähl-Kafi, 14.00, Pfarrreiheim  Jugendchorserenade «Les Miserables», 20.00, Pfarreiheim Frauen PP, Nachmittagswanderung Mitarbeitendenessen, 19.45, Pfarreiheim, 19.00 Abendmesse, Kirche Gottesdienst in der reformierten Stadtkirche, 10.00 (kein Gottesdienst um 9.30 in St. Peter und Paul) Filmkafi, Kinobesuch und Diskussion, nachmittags  Caritas-Sonntag,  Kolping Spaghettiessen für Angemeldete, 12.00, Pfarreiheim

Februar 2014 5

Mittwoch

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim Peter und Paul

Pfabü Nr. 113  

Das Pfarreibulletin widmet sich dem Thema "Brasilien im Fokus"

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