Skip to main content

Consajo Juni 2018

Page 1

Kath. Pfarramt St. Josef Nägelseestrasse 46 8406 Winterthur www.stjosef.ch

Redaktion : consajo@kath-winterthur

Editorial Endlich Ferien !

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Über diese Sommerwochen werden viele von uns unterwegs sein. Meist bringen Ferien Abwechslung und sie reissen uns aus dem Alltagstrott. Selbst die Leute, die kein Urlaub machen können oder wollen, werden es geniessen, dass die Hektik in der Stadt abnimmt. Urlaub, das bedeutet, endlich Zeit für Familie und Freunde, Zeit zum Ausspannen, Zeit für Wesentliches zu haben. Wir erwarten etwas Besonderes von diesen Tagen. Vielleicht kommen auch die Fragen nach dem Sinn des Lebens in den Blick – beim Genuss von Gottes Schöpfung in den Bergen oder beim Abstecher zu einer sehenswerten Kathedrale. Je mehr wir unterwegs sind, dann kann uns etwas neues überraschen. Doch egal, was uns auf diesen Reisen begegnen wird, eines möchte ich Ihnen sagen : Gott ist mit Dir ! Er verliert Dich nicht aus den Augen. Man kann sich mit Gott verabreden. Im Flugzeug, im Meer, in den Bergen. Vielleicht mit diesem Gebet : « Zeig mir, dass Du nahe bist. » Ich wünsche Ihnen schöne Ferien. Jacek Jeruzalski, Pfarrer

Consajo Zeitschrift der katholischen Pfarrei St. Josef in Töss

91 Jahre im Dienste von Kirche und Pfarrei Die Sammelaktion St. Josef sucht dringend neue Mittglieder Bis 1914 hatte katholisch Töss keine eigene Kirche und erst seit 1906 wurden in Töss im Schulhaus Eichliacker Gottesdienste gefeiert. Im Jahre 1913 wurde nach den Plänen des Rorschacher Architekten Adolf Gaudy mit dem Bau unserer heutigen Kirche begonnen. Ein Jahr später, am 30. August 1914 konnte das vollendete Werk feierlich eingeweiht werden. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf 115 000 Franken ; diese Mittel stammten aus der Kasse des Kultusvereins Chur. Dem damaligen Pfarr-Rektor Dr. phil. Pius Kistler blieb die schwere Aufgabe, das Geld für Zinsen und Schuldentilgung zu beschaffen. Im Jahre 1921 erbaute die Châletfabrik Interlaken zum Preis von 74 200 Franken das Pfarrhaus im Châletstil dazu, was den Schuldenberg nochmals anwachsen liess.

Gründung des Sammelvereins

Aus den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen geht nicht hervor, wie hoch sich die abzutragende Schuld belief. Auf jeden Fall war es für den damaligen Pfarrer nicht leicht, die nötigen Gelder zusammen zu betteln. Nun wurde ein Verein gegründet, der zum Ziel hatte, die notwendigen finanziellen Mittel aufzutreiben, um die Zinsen und die Schuldentilgung zu bewältigen. Sammlerinnen und Sammler gingen von nun an von Haus zu Haus, von Familie zu Familie, um den monatlichen Obolus

von 50 Rappen einzutreiben. Im « Kassabuch für den Sammelverein zur Deckung der Bauschuld der Kath. Kirche und Pfarrhaus Töss » fand ich den ersten Eintrag, datiert mit dem 1. Mai 1927, und bereits im ersten Halbjahr konnte der Pfarrer 1650 Franken zur Tilgung der Bauschuld entgegen nehmen.

Glocken, Turmuhr und Orgel

Nur zwei Jahre nach der Gründung des Sammelvereins, wird der bis dahin stumme Kirchturm zum Glockenturm. Am 23. Juni 1929 ziehen die Schulkinder die vier aus der Glockengiesserei Hamm in Staad bei Rorschach stammenden Glocken in den dafür vorgesehenen Kirchturm. Noch im selben Jahr, zu Weihnachten, erhielt der Turm seine noch fehlende Uhr aus der Werkstatt der Firma Mäder in Andelfingen. Die Kosten der Glocken beliefen sich auf rund 23 500 Franken und die der Uhr auf 6 500. Jahrgang 35 | Nr. 10

1


Franken. Die katholische Bevölkerung von Töss wurde nicht müde, für ihre weiteren Ziele Geld zusammen zu tragen. Am 22. Mai 1932 konnte wieder einmal ein Fest gefeiert werden, eine Orgel mit 22 Registern der Firma Orgelbau AG Willisau wurde eingeweiht. Ihr Preis belief sich auf 15 300 Franken. In den folgenden Jahren wurden noch dies und das angeschafft, so wurden dem Kirchenraum die gewünschten weiteren Elemente nach und nach beigefügt. Durch einen grösseren Landverkauf konnte 1938 ein weiterer Teil der Bauschuld abgetragen werden.

befassen hatte. Aber erst am 21. März 1976, bei der zweiten Abstimmung, fand das Vorhaben Gnade vor dem Volk. Für rund 1,2 Millionen Franken wurde die Innenrenovation in Angriff genommen. Die Architektur als glücklicher Zufall ? Die neue Liturgiekonstitution, die das letzte Konzil hervorbrachte, kam dem Zentralbau jetzt sehr entgegen. Durch seine Umgestaltung konnte der Zentralraum seine Wirkung erst jetzt richtig entfalten. Natürlich wurden die Kosten für den Umbau in der Hauptsache durch die Kirchgemeinde getragen. Aber auch hier gab es einige Gegenstände, welche durch die Sammelaktion mit-finanziert wurden.

Das neue Kirchengesetz

Die Renovation des Pfarreizentrums

Das Jahr 1963 brachte der Pfarrei St. Josef Töss durch das neue Kirchengesetz, das die katholische Kirche im Kanton Zürich staatlich anerkannte, eine spürbare finanzielle Entlastung. Als staatlich anerkannte Kirche durften die römischkatholischen Kirchgemeinden nun auch im Kanton Zürich Kirchensteuern erheben. Die Wünsche der Tössemer Katholiken waren aber noch längst nicht befriedigt, und wer glaubte, dass die Tage der Sammelaktion, wie sie ab 1944 genannt wurde, gezählt wären, sah sich getäuscht. Noch immer mussten die weltlichen Anlässe der Pfarrei in einer der Tössemer Gaststätten, vor allem im Saal des « Hirschen », stattfinden.

Pfarreiheim und Pfarrhaus

Nebst einem neuen Pfarrhaus entstand ein eigentliches Begegnungszentrum, das den Vereinen und der ganzen Pfarrei für Ver-anstaltungen und Versammlungen dienen sollte. Das neue Pfarreiheim und das Pfarrhaus werden am 29. November 1969 eingeweiht. Die in der Zwischenzeit wieder erstarkte Sammelaktion trug wesentlich zur Finanzierung der Inneneinrichtung, Mobiliar, Küche und Geschirr bei und arbeitete eng mit der ersten Pfarreiheimkommission zusammen.

Innenrenovation der Pfarrkirche

Kurz nach Inbetriebnahme des neuen Pfarrei-heims wurde bereits 1970 wieder eine Baukommission gewählt, die sich mit der Innenrenovation der Pfarrkirche zu 2

Nr. 10 | Jahrgang 35

Nach 42 Betriebsjahren war das Pfarreiheim an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäss, entsprach nicht mehr den Vorschriften und war renovationsbedürftig. Von September 2010 bis Mai 2011 wurde kräftig renoviert, um- und angebaut. Das Foyer wurde umgestaltet, die sanitären Anlagen komplett ersetzt, der Saal um 90 ° gedreht, mit einer neuen Theaterbühne versehen und mit einem grossen Lift erschlossen. Für die Gastroküche wurde auf dem Flachdach über dem Mehrzweckraum grosszügig angebaut. In den Kellerräumen wurden die Heizung und die Wasserversorgung ersetzt und die unterschiedlichen Niveaus ausgeglichen. Dies alles wurde von der Kath. Kirchgemeinde finanziert. Neben dem Foyer war noch eine « Teeküche » geplant, die dann aus finanziellen Gründen gestrichen werden sollte. Hier ist einmal mehr die Sammelaktion eingesprungen und hat mit rund 20 000 Franken die Einrichtung dieser kleinen Küche ermöglicht. Nebst dieser grösseren Investition hat die Sammelaktion in den letzten Jahren mehrere kleinere Anliegen finanziert. Unter Anderem die Liederbuchkörbe zwischen den Stühlen in der Kirche, die Pfarreiliederbücher, einen Teil der neuen Kulissen, das Rollmöbel unter der Kaffeemaschine im Foyer und jährlich erhält der Pfarreirat einen Zinsanteil von 1200 Franken zur freien Verfügung.

Der Sparstrumpf

In den Nullerjahren hat das Vermögen der Sammelaktion vor allem durch gute Geldanlagen, hohe Zinsen und geringe Ausgaben stetig zugenommen. Es ist erfreulich einen Sparstrumpf zu haben, der es bei ausserordentlichen Anschaffungen, die von der Kirchgemeinde und oder vom Pfarreirat nicht oder nicht vollständig getragen werden, erlaubt, für die Pfarrei wichtige Aufgaben trotzdem in Angriff zu nehmen. Seit der Finanzkriese ist auch bei uns das Vermögen nicht mehr stark gewachsen, die Zinsen sind dünn geworden und rentable aber risikoarme Anlagen kaum zu finden. Trotzdem hütet sich der Vorstand in risikoreichere Anlagen wie Aktien zu investieren. Wir verzichten bewusst auf mögliche grössere Gewinne und schützen damit unser Vermögen vor möglichen grösseren Verlusten.

Mitgliedschaft

Leider schrumpft unser Verein Jahr für Jahr durch Austritte, vor allem aber durch Todesfälle. Um den Verein aufrecht zu erhalten und die wertvolle Aufgabe weiterführen zu können braucht der Verein unbedingt neue Mitglieder ! Werden Sie Mitglied, melden Sie sich beim Präsident oder einem Vorstandsmitglied ! Jede Person, welche dem Vereinszweck der « Sammelaktion » nachleben und die Pfarrei St. Josef finanziell unterstützen will, kann Mitglied werden. Die Mitgliedschaft ist nicht an die Pfarreizugehörigkeit gebunden. Mit einem jährlichen Mindestbeitrag von Fr. 15.– ist das finanzielle Engagement nicht sehr hoch. Deshalb appelliert der Vorstand an alle, besonders aber auch an die jüngeren Pfarreiangehörigen, sich an dieser Institution zu beteiligen. Ferdinand Hess, Präsident

www.stjosef.ch / st-josef / sammelaktion / 53


So war die Firmreise in Rom – Wir lassen gleich selbst die Firmanden sprechen So empfand ich die Reise :

« Die Romreise empfand ich als sehr lustig, abwechslungsreich und spannend. » « War sehr abenteuerreich, lehrreich, lustig und toll mit der ganzen Gruppe. War ein sehr angenehmes Klima, hat sehr viel Spass gemacht. Ich würde sofort wieder mitkommen. » « Lustig. Die Reise war sehr lustig. » « Ich fand die Reise richtig cool, es hat mega Spass gemacht. » « Die Reise war abenteuerreich und ich konnte sehr viel Neues erleben. Es war ein ganz neues Erlebnis. »

Das hat mich beeindruckt :

« Der Besuch des Petersplatzes war sehr beeindruckend und der prunkvolle Dom war überwältigend. » « Am meisten hat mir der Tag im Vatikan gefallen mit den wunderschönen Werken in der St. Petersbasilika. Auch die Katakombe und das Kolosseum waren sehr beeindruckend. » « Das Essen hat mich in der Menge und Qualität beeindruckt. » « Der Vatikan als sehr antikes, imposantes Gebäude und die ganze ehrfurchtseinflössende Atmosphäre. »

Kirchen besucht. » « Ja. An eine Szene mag ich mich ganz besonders erinnern, als wir in der Katakombe eine besinnliche Predigt von unserem Pfarrer hatten. »

Das hat mir gefallen :

« Es hat mir gefallen, die anderen Firmanden besser kennenzulernen. » « Die viele Freizeit, welche uns gelassen wurde, erlaubte uns Firmanden sich gegenseitig in der Gruppe besser kennenzulernen. » « Mir hatte die Reise allgemein sehr gefallen. Ich fand auch toll, dass wir uns alle gut verstanden haben. » « Alles. Es war gemütlich und hat mega Spass gemacht. » « Das super

Gruppenklima und die tollen Ausflüge. » « Die neuen Freundschaften und die Erinnerungen, die wir gemacht haben. » « Die gesamte Reise ; sie war wirklich geprägt von tollen und unvergesslichen Erlebnissen. »

Und nun lassen wir noch Pfarrer Jacek Jeruzalski und Felix Marti sprechen :

« Liebe Firmanden : Die gemeinsame Zeit mit euch hat uns sehr gefallen. Es war eine grosse Freude, mit euch unterwegs zu sein ! » Felix Marti

Das könnte / sollte man anders machen :

« Es war alles super und die wenigen chaotischen Szenen waren abenteuerlich und aufregend. » « Man könnte einen Tag länger miteinplanen, da es sehr kurz war. Auch ein Hotel im Zentrum der Stadt wäre gut. » « Das Frühstück im Hotel und vielleicht ein bisschen mehr Freizeit in Rom. » « Es könnte ein anderes Hotel sein mit einem frischeren Frühstück. » « Man könnte ein anderes Hotel suchen. » « Unser Frühstück hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen. »

Hatte es genug Besinnliches bei der Firmreise ?

« Ja, ich finde schon, wir haben den Vatikan besucht, in den Katakomben von Rom einen Gottesdienst gehalten und mehrere Kirchen besucht. » « Ja, der Kommunionsempfang in der Katakombe war etwas vom Besten ! » « Ja, wir haben viele schöne Jahrgang 35 | Nr. 10

3


Vorschau

Zweiter Bericht über unser Jugendprojekt :

Freiwilligenfest

Das Freiwilligen-Dankes-Fest findet am Samstag, 27. Oktober 2018 statt.

Programm :

« Partner auf gleicher Augenhöhe » oder « eine Menschheitsfamilie »

18.00 Uhr Heilige Messe in der Kirche St. Josef in Töss 19.00 Uhr Begrüssung im Pfarreizentrum 19.15 Uhr Philippinisches Buffet mit 2 Menüs zur Auswahl und Überraschungsunterhaltung Beatrice Fischer

Die Bevölkerung von Gourcy in Burkina Faso hat die Handys mit einer riesengrossen Begeisterung empfangen !

Die Jugendlichen unserer Pfarrei haben seit anfangs dieses Jahres eine Partnergemeinde. Eine Partnergemeinde, welche örtlich weit weg von uns entfernt liegt, nämlich in Gourcy in Burkina Faso.

Impressum

Consajo ist das Mitteilungsblatt für die Mitglieder der katholischen Pfarrei St. Josef, Winterthur-Töss.

Herausgeber :

Katholisches Pfarramt St. Josef, Nägelseestrasse 46, 8406 Winterthur Consajo erscheint vierteljährlich und wird direkt in die Haushalte zugestellt.

Adressänderungen an :

stjosef@kath-winterthur.ch

Redaktionskommission :

Jacek Jeruzalski, Pfarrer ; Heike Bausch, Pfarrei- und Kirchenpflegerin ; Henriette Fonseca, Religionspädagogin  4

Nr. 10 | Jahrgang 35

Damit die Freundschaft mit dem gegenseitigen Kontaktaustausch gepflegt werden kann, haben wir nun alte und neue Handys den Leuten in Gourcy verschenkt.

Die 15 Handys haben liebenswürdigerweise die Swisscom ( 12 neue Handys ! ) , mobilezone und zwei Pfarreiangehörige gegeben. Wie der WhatsApp-Kontakt zwischen unseren Pfarrei-Jugendlichen und den Jugendlichen aus Gourcy sich entwickelt, wird Thema im nächsten Bericht sein. Wir sind gespannt ! Felix Marti

Informationen Das Seniorenprogramm für 2018 / 2019 liegt ab sofort auf dem Schriftenständer der Kirche auf. Das Untibüchlein für das Schuljahr 2018 / 2019 ist versendet, auch dieses können Sie in der Kirche auf dem Informationsständer erwerben. Ab dem 10. November 2018 gehe ich in den Mutterschaftsurlaub. Meine Vertretung für die 2. Klasse wird Michaela Schiewe sein, für die 4. Klasse Felix Marti. Die Seniorennachmittage wird Paul Miklovic vertreten. Der Erstkommunionunterricht wird von unserem Pfarrer Jacek Jeruzalski geleitet.

Die Kinderkirche wird während meiner Abwesenheit Ludka Widmer vertreten. Sämtliches Informationsmaterial können Sie auch online über unsere Webseite : www.stjosef.ch erwerben.


Interview mit Antonella Mileti Antonella Mileti ist nicht nur in meinen Augen eine ausgezeichnete Köchin, sondern auch eine sizilianische Marienverehrerin. Mit ihr zusammen habe ich im Marienmonat Mai den Marienaltar in Sankt Josef gestaltet. Wer sie ist und was ihre Motivation war dies zusammen mit mir zu machen erfahren Sie im unten stehendem Interview.

Antonella, welche Rolle spielt Maria in deinem Leben ?

Maria spielt eine grosse Rolle in meinem Leben, da sie die Mutter von Jesus ist und somit auch eine grosse Vorbildfunktion für mich hat. Sie ist nicht nur schön, sie ist auch voller Güte und Liebe und immer für die Familie da. Sie strahlt viel Wärme und Geborgenheit aus und gibt Sicherheit geliebt zu werden. Auf eine Mutter kann man sich immer darauf verlassen, sie ist immer für die Kinder da, hält die Familie zusammen und schützt sie bestmöglichst. Eine Mutter tut alles für ihre Kinder und Familie, sie versucht Streit zu verhindern und schaut immer, dass es der Familie gut geht. So versuche auch ich immer für meine Kinder und meinen Mann da zu sein und ihnen das Beste zu geben.

Würdest du deinen Glauben als traditionell sizilianisch bezeichnen ?

Ja ich würde meinen Glauben als traditionell sizilianisch bezeichnen, da Maria in Sizilien auch eine sehr grosse Rolle spielt. Bei uns in Sizilien wird Maria hoch verehrt, es gibt in ganz viele verschiedenen Dörfer und Städten immer wieder Maria Prozessionen durch die Städte, Dörfer und sogar auf dem Meer. Bei uns wird Maria auf ein Schiff gebracht und über das Meer gefahren. Die Legende besagt, dass die schwarze Madonna von Tindari, die komplett aus Holz ist, vom Orient her in der Tindari Lagune komplett und unversehrt aus dem Meer gefischt und an Land gebracht wurde. Die schwarze Madonna vollbrachte viele Wunder und es wurde ein riesiges Sanctuarium für sie auf dem Hügel Tindari erbaut das noch heute ein grosser Pilgerort für jedermann ist. Natürlich wird die Madonna auch vom örtlichen Orchester begleitet, das den ganzen Tag über hinter Maria her musiziert, um sie zu ehren. Zwischen dem 7. und 8. September findet jedes Jahr in Tindari ein grosses Fest statt zu Ehren der schwarzen Madonna, wobei viele Gläubige von überall her traditionell zu Fuss, Barfuss oder sogar kniend kommen, um die Madonna zu ehren.

Deine Eltern sind von der Insel Sizilien, welche Verbindung hast du zu Italien ?

Ich habe eine sehr grosse Verbindung zu Sizilien. Sizilien ist meine Heimat und meine Herkunft. Alle meine Wurzeln sind dort, viele meiner Familie leben noch dort. Mein Mann ist auch Sizilianer und seine Familie lebt auch noch dort. Ich bin Sizilianerin, meine Kinder und mein Mann sind es auch, wir leben unseren Kindern unsere Wurzeln vor und wir sind auch sehr stolz darauf.

mat steht immer so eine Madonna entweder beim Eingang der Kirche oder in einer Wand oder Nische in der Kirche. Viele Familien haben eine kleinere Madonna in einer Nische in der Hauswand vor dem Eingang als schützende Hand über die Familie. Ich könnte mir vorstellen, dass in Sankt Josef so eine Madonna auch wunderschön wäre als Zeichen für die Familie.

Und zu guter Letzt : Von wem hast du das Kochen gelernt ? Ich freue mich immer auf den Gottesdienst am 24. Dezember wegen deiner original sizilianischen Arancinis.

Ich koche von Herzen gern. Ich investiere viel Liebe und Herz darin. Das Kochen habe ich natürlich von meiner Mutter und meiner Grossmutter gelernt, die auch viele Rezepte und kleine Geheimnisse kennen. Vieles habe ich mir auch selber beigebracht mit verschiedenen Rezepten und Kochbüchern. Da die sizilianische Küche eine der besten in ganz Italien ist, ist es auch nur natürlich, dass ich mich für die sizilianische Küche interessiere ; sehr zur Freude meiner ganzen Familie, Verwandten, Bekannten und Freundeskreis, die immer wieder gerne zu mir zum Essen kommen. Die Arancinis ( Reiskugeln ) sind eine Sizilianische Spezialität, die in Sizilien überall bekannt ist. In meiner Familie freuen sich immer alle, wenn ich Arancinis mache. Da du auch meine Arnacinis über alles liebst, werde ich dir sicher wieder welche bringen . Henriette Silva Fonseca

Vermisst du etwas in Sankt Josef als Kirche ?

Im Sankt Josef würde ich es schön finden, wenn es eine lebensgrosse, schöne, ganz in weiss mit einem hellblauen Schleier gehaltene Madonna gäbe. In meiner HeiJahrgang 35 | Nr. 10

5


Interview mit Sonia Di Marino Sonia Di Marino ist neu im Pfarreirat. Die Mutter von zwei Kindern erzählt heute, wer sie ist und was ihre Motivation war, in den Pfarreirat einzusteigen. Frau Di Marino, die einen oder anderen kennen Sie sicherlich aus Sankt Josef. Sie haben 2 Kinder, die bei uns im Religionsunterricht sind und auch im Gottesdienst als Ministranten dienen. Waren Sie eigentlich auch Ministrantin ? Ja, und zwar in St. Josef ! 1983 feierte ich in St. Josef Erstkommunion bei Pfr. Alfred Böni und wurde danach Ministrantin und blieb es bis zur Firmung. Wie sind Sie im Glauben verwurzelt ? Ich bin in einer italienischen und sehr gläubigen Familie aufgewachsen. Das Abendgebet gehörte seit Kindesalter dazu, gemeinsam mit der Familie wurden Gottesdienste besucht. Es war auch ein bewusster Entscheid, unsere Kinder katholisch zu taufen ( zu jener Zeit waren

gerade Skandale um pädophile Pfarrer und die Stellung der katholischen Kirche dazu aktuell ) , weil wir Ihnen die christlichen Werte vermitteln, sie danach erziehen möchten und den Glauben in Gemeinschaft leben. Gemeinsam mit meinen Kindern besuche ich manchmal den Gottesdienst. Wir beten und singen zusammen aber auch zu Hause, danken abends Gott für den gelungenen Tag oder bitten ihn um Kraft und Unterstützung vor schwierigen Situationen. Was ist Ihnen wichtig für eine zeitgemässe Kirche ? Natürlich wünsche auch ich mir eine gewisse Öffnung der Kirche und Anpassung an unsere Zeit, wie z.B. Umgang mit Geschiedenen, Stellenwert der Wert der Frau ( Frauenordination ) , Lockerung des Zöllibats. Wichtig finde ich dabei, sich an die christlichen Grundgedanken anzulehnen und die Nächstenliebe tatsächlich zu leben. Und Ihre Motivation in den Pfarreirat zu kommen war welche ? Sicherlich Noldi Pfeifers sympathische Anfrage ! Erst dadurch habe ich mich überhaupt mit der Frage befasst, ob ich eine

solche Aufgabe übernehmen möchte. Und dann war für mich schnell klar, dass ich mich gerne mehr in der Pfarrei, in der ich lebe und aufgewachsen bin, engagieren und verantwortungsvoll Teil davon sein möchte. Was machen Sie beruflich ? Und in ihrer Freizeit ? Ich bin Juristin ( lic. iur. ) und arbeite im Rechts- und Einsprachedienst des Sozialversicherungszentrums des Kantons Thurgau in Frauenfeld. In meiner Freizeit pflege ich meinen Garten, reise sehr gerne, lese ein gutes Buch, tanze allgemein gern und praktiziere orientalischen Tanz. Vielen Dank für das Interview. Ich und das gesamte Seelsorgeteam heissen Sonia Di Marino herzlich willkommen im Pfarreirat und wünschen ihr für dieses Amt alles Gute und Gottes Segen. Henriette Silva Fonseca

Erstkommunion in Sankt Josef Die Erstkommunion 2018 ist nun schon Vergangenheit in Sankt Josef und trotzdem erinnere ich mich gerne an all die Vorbereitungsstunden und den Gottesdienst zurück. 14 Kinder durften dieses Jahr zum ersten Mal das Heilige Brot empfangen. Und dass Jesus seine Jünger zu Menschenfischern gemacht hat, er 5000 Menschen mit nur 2 Fischen satt gemacht hat und was Jesus in diesem heiligen Brot macht, haben die Kinder während der Vorbereitungszeit gelernt. Eine intensive Zeit, an die ich gerne zurück denke. All meinen Erstkommunionkindern wünsche ich in Gottes Namen einen gesegne6

Nr. 10 | Jahrgang 35

ten Sommer und freue mich sie dann alle wieder im neuen Schuljahr auf den Versöh-

nungsweg vorzubereiten und neue Ministranten zu gewinnen. Henriette Silva Fonseca


St.-Josef-Kreuzworträtsel

Rätselgewinn

Buchtipp « Mein Freund Button »

Hedi Moser ist die Gewinnerin des Rätsels der letzten Ausgabe. « Karfreitag » hiess das Lösungswort. Die Gewinnerin erhält einen Kinogutschein im Wert von 30 Franken.

« Mein Freund Button » ist das erste gemeinsame Bilderbuch von Ross Antony und Sabine Zett. Auf 32-Seiten verfolgen die kleinen Leser die Geschichte um den kleinen Koalabären Button mit, der auf der Suche nach einem neuen besten Freund ist. Gemeinsam mit den anderen Kuscheltieren lebte Button bisher im Kuscheltierland und träumte davon, in die grosse Welt hinausgeschickt zu werden, um in einem kleinen Menschenkind einen neuen besten Freund und Wegbegleite zu finden. Nachdem die anderen Kuscheltiere bereits ganz schnell neue Freunde gefunden haben, entdeckt auch Button endlich einen kleinen Jungen namens Ron, mit dem er sich anfreundet. Ron ist nämlich auch auf der Suche nach einem Freund, der ihn aufmuntert und dabei hilft, die neuen Situationen in seinem Leben wie den Umzug in ein neues Haus und das Schlafen allein im eigenen Bett zu bewäl-

Postkarten mit dem Lösungswort für das Rätsel in dieser Ausgabe können bis am Einsendschluss Dienstag, 25. September 2018 geschickt oder im Briefkasten deponiert werden. Adresse im Impressum ( siehe Seite 4 ) nicht vergessen.

tigen. Ganz schnell merken die beiden, dass sie perfekt zueinander passen und beste Freunde werden. Henriette Silva Fonseca

Gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-570-17336-7 CBJ Verlag, Verlagsgruppe Random House Bertelsmann Jahrgang 35 | Nr. 10

7


Vorschau

ökumenischer Familiengottesdienst

Am 11. November 2018 findet in der reformierten Kirche Töss die der ökumenische Familiengottesdienst statt, Thema des Gottesdienstes wird diesmal das Kinderbuch die Kinderbrücke von Max Bollinger sein. Nähere Informationen zum Gottesdienst erhalten Sie zeitnah im Forum und in der nächsten Consajo Ausgabe.

Ausserordentliche Pfarreiversammlung

Diese wird am Sonntag 9. September 2018 um 11 .00 Uhr im grossen Saal des Pfarreiheimes stattfinden. Es werden folgende Traktanden behandelt : • 1. Die neuen Statuten • 2. Das Consajo Die neuen sowie die alten Statuten liegen im Pfarrei-Sekretariat bereit und können 10 Arbeitstage vor der Pfarreiversammlung gelesen werden.

Das nächste Consajo Im Oktober 2018 erscheint die neue Consajo-Ausgabe. Anregungen und Berichte bitte an : consajo@kath-winterthur.ch  Redaktionsschluss : Montag, 25. September 2018

Pfarreiagenda

Gottesdienste Samstag : Sonntag :

18.00 Uhr 10.00 Uhr

Eucharistiefeier Eucharistiefeier

Werktags : Dienstag : 18.30 Uhr 19.00 Uhr Donnerstag : 08.30 Uhr Freitag : 08.30 Uhr

Rosenkranz Eucharistiefeier Eucharistiefeier Eucharistiefeier

Eucharistiefeier in polnischer Sprache jeweils : 2. und 3. Sonntag im Monat 17 Uhr

Sommerferien : 14.  7. – 19.  8.18

August

So. Fr. Mi. Fr. Sa. Sa.

1. 3. 15. 24. 25. 25.

10.00 Uhr 08.30 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr 10.00 Uhr 15.30 Uhr

September

So. 2. Di. 4. Do. 6. Fr. 7. Sa. 8. So. 9. So. 9. Di. 11. Do. 13. Fr. 14. Fr. 14. Sa. 15. So. 16. Di. 18. Di. 18. Mi. 19. Sa. 22. So. 23. Mi. 26. Fr. 28. So. 30.

10.00 Uhr 20.00 Uhr 19.00 Uhr 08.30 Uhr 18.00 Uhr 10.00 Uhr 11.00 Uhr 19.00 Uhr 19.00 Uhr 08.30 Uhr 14.00 Uhr 16.00 Uhr 10.00 Uhr 14.00 Uhr 20.00 Uhr 14.00 Uhr 18.00 Uhr 10.00 Uhr 13.00 Uhr 17.00 Uhr 10.00 Uhr

Oktober

Do. Fr. So. Di. Fr.

4. 5. 7. 9. 12.

14.00 Uhr 08.30 Uhr 10.00 Uhr 14.00 Uhr 08.30 Uhr

Eucharistiefeier zum 1. August Eucharistiefeier zum Herz-Jesu-Freitag « Eucharistiefeier zu Mariä Himmelfahrt Kräutersegnung » Frauenverein : Sommertheater Männerverein : Wanderung zum Bruderhaus Eucharistiefeier in vietnamesischer Sprache Schulanfangs-Gottesdienst HGU Elternabend ( 1. Klasse ) Elternabend 4., 5., 6. Klasse Eucharistiefeier zum Herz-Jesu Freitag Eucharistiefeier zur Eröffnung des Firmkurses Eucharistiefeier mit Kinderkirche ausserordentliche Pfarreiversammlung Eucharistiefeier zum Kirchweihfest Elternabend 2. Klasse Frauenmesse mit anschliessendem Kaffee Frauenverein : Schiffahrt Tössegg-Eglisau Männerverein : Weingutbesichtigung Eucharistiefeier zum Eidg.Buss- und Bettag Frauenverein : Kinderkleiderbörse Elternabend Erstkommunion Frauenverein : Kinderkleiderbörse Bruder Klaus Messe Dorfet : ökum. Gottesdienst im Festzelt an der Tössemer Dorfet Mittelstufen-Ausflug ( 4 ., 5., 6. Klasse ) Frauenverein : Fondue Chinoise Eucharistiefeier mit Kinderkirche Seniorennachmittag Eucharistiefeier zum Herz-Jesu Freitag « Erntedank-Gottesdienst Gesang : Cäcilienchor » Frauenverein : Kafikränzli Frauenmesse mit anschliessendem Kaffee

Herbstferien : 6. – 21.  10.18

Ökumenischer Senioren-Mittagstisch

« Dieser findet jeweils am Mittwoch ( ausser in den Schulferien ) im ref. Kirchgemeinde-

haus statt. An- Abmeldungen bis Montag vorher, 11 Uhr Tel. ref. Sekretariat 052 203 56 93

8

Nr. 10 | Jahrgang 35


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Consajo Juni 2018 by Römisch-katholische Kirchgemeinde - Issuu