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Jahresbericht Rรถmisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

Freiwillig engagiert.

Grazie. Merci. Thank you.


Inhaltsverzeichnis Freiwillig engagiert. Danke. 3 4 6

Freiwilliges Engagement in der Katholischen Kirche in Winterthur.

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Editorial des Präsidenten Dr. Hans Hollenstein Reich Gottes – nur mit Freiwilligen! Freiwilliges Engagement in der Katholischen Kirche in Winterthur Kirchenpflege: Katharina Schirrmeister und Hedi Blum berichten über ihr freiwilliges Engagement Freiwillige berichten: «Ich engagiere mich in der katholischen Kirche, weil ...» Wo kann ich mich einbringen? Das Pfarreileben aktiv mitgestalten «Danke, dass es Euch gibt!»

Finanzen 26 Laufende Rechnung (nach Arten) 28 Bestandesrechnung 28 Investitionen (nach Dienstbereichen) 29 Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) 29 Abschied der Rechnungsprüfungskommission 30 Sonderrechnung Jahrzeitfonds 31 Zusammenfassung Rechnung 2019

Freiwillige berichten: «Ich engagiere mich in der katholischen Kirche, weil ...»

Tätigkeitsberichte der Ressorts und Kommissionen

Die Pfarreien sagen: «Danke, dass es Euch gibt!» 80 % 70 % 60 %

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50 %

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40 %

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32 Kirchenpflege und Verwaltung 33 Konstituierung der Kirchenpflege Legislatur 2019 – 2022 34 Delegationen 35 Kommissionen 35 • Bau- und Liegenschaftskommission 35 • Personalkommission 37 • Seelsorgekommission 38 • Jugendkommission 38 • Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit 40 • Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) 42 Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

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30 %

6 7

20 %

Namen und Kontakte

10 % 0% Total: 367 Fälle 76 % finanzielle Probleme 43 % administrative Probleme 20 % persönliche/Beziehungsprobleme 28 % Integrationsschwierigkeiten 26 % Krankheit/Behinderung 5 % Alter/Altersprobleme 3 % andere

Anliegen der Ratsuchenden in der pfarreilichen Sozialen Arbeit.

Impressum Jahresbericht 2019 Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur www.kath-winterthur.ch Druck: Mattenbach AG Gestaltung/Titelbilder: Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur www.kath-winterthur.ch


Hans Hollenstein

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Den Menschen wahrnehmen und solidarisch handeln – das ist der Grundsatz des diakonischen Auftrags der Kirche. In unserer Kirchgemeinde wird dies deutlich im freiwilligen Engagement, das wesentlich dazu beiträgt, Menschlichkeit spür- und erfahrbar zu machen. In unseren acht Pfarreien und in den Behörden engagieren sich über 1000 Freiwillige: Das reicht von Kindern und Jugendlichen bis zu Pensionierten. Sie leisten einen grossen Beitrag für das Gemeindeleben und die Gesellschaft. Nur so können wir lebendige Kirche sein. Ob als Lektorin oder Lektor, im Kirchenchor, im Frauenoder Männerverein, bei den Seniorinnen oder Senioren, beim Blauring oder bei der Pfadi – ohne den Einsatz von Freiwilligen könnten diese und weitere Angebote in unserer Kirche nicht oder nur zum Teil umgesetzt werden. Freiwillige sind ein grosser Gewinn: Ich danke allen sehr herzlich. Das vielfältige und grosse Wirken weiss ich zu schätzen. Die eigenen Talente für Mitmenschen einsetzen kennzeichnet diakonisches Denken und Handeln. Die persönlichen Motive für ein freiwilliges Engagement sind verschieden. Für die Freiwilligen ist es entscheidend, gemeinsam etwas zu bewegen, Solidarität zu leben, neue Bekanntschaften zu schliessen, Verantwortung zu tragen und neue Erfahrungen zu sammeln. Freiwillige berichten dazu ab Seite 12. Freiwillig für andere da sein: Davon lebt unsere Kirche, keine Frage. Aber ohne den finanziellen Beitrag der Kirchenmitglieder würde das Kirchenleben stillstehen. Mir ist es sehr wichtig, diesen Aspekt zu erwähnen. Schliesslich helfen sie mit, dass wir uns in der Seelsorge engagieren, Menschen in Not unterstützen, vielfältige Gottesdienste bieten sowie Integration und Gemeinschaft ermöglichen. Die Katholische Kirche in Winterthur verwendet die Kirchensteuer für Seelsorge und Gottesdienste, Soziales, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Gebäude und Verwaltungsaufgaben. Mit unseren sozialen Angeboten erreichten wir letztes Jahr fast 700 Personen – wobei die Konfession keine Rolle spielt. Neben Spenden und Geldern aus Kollekten fliessen auch Steuereinnahmen in Projekte der kirchlichen Hilfswerke im In- und Ausland. Von diesen finanziellen Mitteln wird ein Drittel für Projekte im Inland,

Editorial

davon wiederum die Mehrheit in Winterthur und Umgebung verwendet. Mit der Kirchensteuer unserer Mitglieder und der Firmen können wir viel Gutes tun – dafür danke ich sehr. Hinter allen Tätigkeiten stehen Menschen, die sich mit grossem Engagement und Herzblut für die Katholische Kirche in Winterthur einsetzen. An der Kirchgemeindeversammlung im Mai 2019 wurden drei hochverdiente Behördenmitglieder verabschiedet. Urs Rechsteiner gehörte der Kirchenpflege elf Jahre an. Der erfahrene Finanzfachmann leitete umsichtig die Finanzkommission und wurde 2012 zum Präsidenten der Kirchenpflege gewählt. Urs Rechsteiner leitete unsere Behörde ganzheitlich denkend und mit sicherer Hand, nahm sich Zeit für die verschiedensten Anliegen und wirkte stets ausgleichend zwischen den Interessen. Seinem Nachfolger übergab er die Kirchenpflege in sehr gutem Zustand. Mit Dr. iur. Fritz Lang gewann die Kirchenpflege im Jahre 2010 einen sehr erfahrenen Juristen und Personalfachmann hinzu. Sein umfangreiches Wissen brachte er erfolgreich für das Personalwesen ein. Er war nahe am Geschehen und setzte sich enorm für das Wohlergehen der Mitarbeitenden in einem umfassenden Sinne ein. Auch als späterer Vizepräsident prägte er die Rechtsgeschäfte professionell und vertrat unsere Kirchgemeinde in zahlreichen Gremien. Hansruedi Frey hat in früheren Jahren die Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) als deren Präsident geleitet. 2015 konnte er erneut für die Kirchenpflege gewonnen werden, diesmal als Vizepräsident der Personalkommission. Als erfahrener Pädagoge hörte er gut zu und sah den Menschen stets im Zentrum einer Lösung. Alle Verdienste der Demissionäre aufzuzählen würde Bände füllen: So danke ich den drei Kollegen sehr herzlich für ihr grosses und hervorragendes Wirken in unserer Kirche. Mein herzlicher Dank gebührt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Kolleginnen und Kollegen der Kirchenpflege für ihren grossen Einsatz. Dr. Hans Hollenstein, Präsident der Kirchenpflege


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Reich Gottes –

nur mit Freiwilligen! «Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe! Kehrt um und glaubt an das Evangelium!» Gleich nach seiner Taufe, so berichtet das Markusevangelium, spricht Jesus diese klaren, kräftigen Worte. Das Reich Gottes, das schon hier auf Erden beginnt, das Reich von Frieden, Gerechtigkeit und Leben in Fülle, ist das Ziel des Eintretens Gottes in die Welt, ist das grosse Projekt Gottes und es beginnt schon hier auf Erden. Unsere Schöpfung ist noch nicht vollendet und Gott sucht Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die mit ihm daran wirken, sein Ziel zu erreichen.

In Galiläa sendet Jesus seine Jünger aus mit den Worten: «Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.» (Mt 28) Jesus traut seinen Jüngern und all den Menschen, die die Taufe empfangen, zu, dass sie seine Botschaft leben und das Reich Gottes auf Erden wachsen lassen. Jesus setzt auf Freiwillige und die Kirche, das sind all die Menschen, die den Willen Gottes tun, all die, die ihren Beitrag zum Wachsen des Reiches Gottes bewusst und auch unbewusst leisten – die Kirche, sie besteht aus Freiwilligen. Jesus gibt einen klaren Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden, es zu leben und zu feiern. Alle sollen die Frohe Botschaft weitertragen Die Frohe Botschaft, dass Gott uns liebt und uns in seine Pläne mit einbezieht, diese Botschaft sollen wir verkünden und weitertragen, nicht nur Profis, studierte Theologinnen und Theologen, nicht nur Priester, nein, alle getauften Menschen. Wäre die Frohe Botschaft nur von – ich sage mal – Professionellen weitergetragen worden, kein Mensch würde mehr von Jesus reden, er wäre eine kleine Episode in den Geschichtsbüchern. Es sind Eltern und Grosseltern, glaubwürdige «Alltagsheilige», die über 2000 Jahre dafür gesorgt haben, dass die Botschaft Jesu weitergetragen wird. Und dass diese Botschaft lebendig wird, dafür sorgen all jene Menschen, egal ob sie von Jesus wissen oder nicht, die diese Botschaft leben, indem sie etwas für Frieden und Gerechtigkeit tun. Menschen, die die von Jesus gepredigte Liebe in die Tat umsetzen, die Not wenden und Leid lindern. Menschen, die zuhören, die Zeit schenken, die von dem, was sie haben, freiwillig geben, die sich mutig dafür einsetzen, Strukturen der Welt so zu verändern, dass sie dem Leben förderlich sind, nicht dem Überfluss einiger weniger Menschen, sondern dem Leben aller dienen, damit

es sich entfalten und gelingen kann. Und diese Frohe Botschaft, dieser Gott, der uns Menschen Vertrauen schenkt, das ist ein guter, wenn nicht der beste Grund zu feiern, im Gottesdienst und im Leben, nicht als Selbstzweck, einfach des Feierns wegen, sondern aus dem tiefen Gefühl der Freude, des Lobes und des Dankes heraus.

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Gott setzt ganz und gar auf Freiwillige.

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Diese Freude stellt sich ein, wenn ein Mensch spürt, da ist jemand, der mich mag, der auf mich vertraut, der mich fördert und fordert, aber nicht überfordert. Wenn ich spüre, ich kann mich entfalten und etwas tun, das sinnvoll ist und zu einem grossen Ganzen beiträgt – bei Gott zu nichts Kleinerem als zum Reich Gottes –, das sorgt für Zufriedenheit und Glück. Gott setzt ganz und gar auf Freiwillige, ohne sie gäbe es die Kirche nicht. Diese Menschen sind Kirche, nicht irgendwelche Gebäude, nicht irgendwelche Strukturen und Amtsträger in Rom, nein, es sind all die, die Gottes Willen tun. Und es geht noch über die offiziell Getauften hinaus, wie eine Szene aus dem Markusevangelium verdeutlicht. Da kommt Johannes zu Jesus und sagt: «Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; wir versuchten ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.» Jesus erwiderte: «Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen eine Machttat vollbringt, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.» (Mk 9) Es ist erstaunlich, dass Jesus hier eine klare Stellung bezieht, dass selbst jemand, den er und seine Jünger nicht kennen, in seinem Tun von ihm anerkannt wird, eben weil es um die gute Sache geht. Es zeigt auch, dass Jesus keine Vorschriften machen will, wie seine Botschaft umzusetzen ist, sondern dass er darauf setzt, dass wir Menschen schon erkennen, was gebraucht wird, welche Fähigkeiten ich habe und wie ich das dann richtig für die Sache Jesu einsetze.


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Jesus überlässt die Verantwortung denen, die was tun! Sie merken, auch in dem Bereich der Freiwilligen können wir von Jesus lernen. Schon vor 2000 Jahren suchten die Menschen Sinn und Anerkennung, Verantwortung und Unterstützung, wenn sie sich mit Begeisterung für etwas engagiert haben. Freiwillige sind frei und willig und das hat Jesus erkannt, sie sind frei zu sagen Ja oder Nein und willig sind sie, weil begeistert – ausgestattet mit dem Heiligen Geist, der in und durch sie wirkt. Kirche ist und lebt von Freiwilligen, nur durch sie kommt Gott in diese Welt! Bertolt Brecht hat einmal gesagt: «Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht

hin.» Eine wunderbare Vision, denn ein Krieg ohne Soldaten findet nicht statt! «Stell dir vor, es entsteht das Reich Gottes und keiner baut mit» – eine Horrorvision, denn ohne Freiwillige werden wir die Welt nicht verändern zu einem Ort von Friede und Gerechtigkeit, von Freude und Leben. Wir glauben an Gott und Gott glaubt an uns. Er setzt auf uns, in dem Wissen, dass wir die Welt zu seinem Reich gestalten können! Dies findet Ausdruck in den Worten von Dorothee Steffensky-Sölle, mit denen ich allen Freiwilligen Mut und Dank zusprechen möchte.

Marcus Scholten Gemeindeleiter St. Ulrich

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ich glaube an gott der die welt nicht fertig geschaffen hat wie ein ding das immer so bleiben muss der nicht nach ewigen gesetzen regiert die unabänderlich gelten nicht nach natürlichen ordnungen von armen und reichen sachverständigen und uniformierten herrschenden und ausgelieferten ich glaube an gott der den widerspruch des lebendigen will und die veränderung aller zustände durch unsere arbeit durch unsere politik ich glaube an jesus christus der recht hatte als er «ein einzelner der nichts machen kann» genau wie wir an der veränderung aller zustände arbeitete und darüber zugrunde ging an ihm messend erkenne ich wie unsere intelligenz verkrüppelt unsere fantasie erstickt unsere anstrengung vertan ist weil wir nicht leben wie er lebte jeden tag habe ich angst

dass er umsonst gestorben ist weil er in unseren kirchen verscharrt ist weil wir seine revolution verraten haben in gehorsam und angst vor den behörden ich glaube an jesus christus der aufersteht in unser leben dass wir frei werden von vorurteilen und anmaßung von angst und hass und seine revolution weitertreiben auf sein reich hin ich glaube an den geist der mit jesus in die welt gekommen ist an die gemeinschaft aller völker und unsere verantwortung für das was aus unserer erde wird ein tal voll jammer hunger und gewalt oder die stadt gottes ich glaube an den gerechten frieden der herstellbar ist an die möglichkeit eines sinnvollen lebens für alle menschen an die zukunft dieser welt gottes amen. (Dorothee Steffensky-Sölle)

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Freiwilliges Engagement

in der Katholischen Kirche in Winterthur Im theologischen Beitrag auf den vorigen Seiten wird das Verhältnis zwischen Kirche und Freiwilligen so beschrieben: «Jesus setzt auf Freiwillige und die Kirche, das sind all die Menschen, die den Willen Gottes tun, all die, die ihren Beitrag für das Reich Gottes bewusst und auch unbewusst leisten, die Kirche, sie besteht aus Freiwilligen.»

Und nun fragen Sie sich vielleicht: «Wo kann ich mich in der Katholischen Kirche in Winterthur engagieren? Was gibt es für Freiwillige ganz konkret zu tun?» Und ich frage Sie zurück: «Was würden Sie denn gerne tun?» Ganz konkret als Lektorin einen Gottesdienst mitgestalten oder im Besuchsdienst Menschen eine Freude bereiten? Oder lieber im Milizgremium «Kirchenpflege» zusammen mit 17 Personen die finanzielle und organisatorische Verantwortung für das KMU Katholische Kirche in Winterthur tragen und über den Einsatz von über 14 Mio. CHF mitentscheiden? Oder im Pfarreirat inhaltliche Impulse in Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam einer Pfarrei erarbeiten? Ja, die Auswahl ist gross. Der Grad an Partizipation, die Grösse der Verantwortung, der Umfang von Gemeinschaft und der Beitrag Ihrer Kreativität sind in allen Engagements sehr unterschiedlich. Damit Sie nun, trotz dieser Vielfalt, einen gewissen Überblick erhalten, versuche ich eine Einordnung der verschiedenen Engagementformen, die wir in der Katholischen Kirche in Winterthur anbieten. Um die Zusammenarbeit mit allen freiwillig Engagierten optimal zu gestalten, hat sich die Katholische Kirche Winterthur 2010 einen Rahmen mithilfe der Freiwilligenstandards gegeben. Das Ziel dieses Rahmens ist die «Schaffung einer engagementfreundlichen Kirche, in der die Interessen und Erwartungen der Organisation und die der freiwillig Engagierten in Einklang sind»1. Als zweites Element kam 2013 das Spesenreglement dazu. Sowohl die Standards wie auch das Spesenreglement sind in allen Pfarreien und der Kirchgemeinde Winterthur gültig. Freiwilligenarbeit wird in den Standards als «unentgeltliche Tätigkeit zugunsten Dritter, die im Auftrag einer Organisation geleistet wird, definiert. Sie ergänzt und unterstützt die bezahlte Arbeit und tritt zu ihr nicht in Konkurrenz. Die Freiwilligenarbeit ist ein Beitrag zum aktiven Gemeindeleben». Dieser Beitrag zum Pfarreileben ist sehr vielfältig und wird Ihnen auf den folgenden Seiten in diesem Jahresbericht vorgestellt. Die allgemeine Definition von Freiwilligkeit «schliesst freiwilliges und ehrenamtliches Engagement ein. 1 Praxishandbuch Freiwilligenmanagement, Carola und Oliver Reifenhäuser, Beltz Juventa

Wie kann das Milizengagement der Freiwilligenarbeit zugeordnet werden? Das Ehrenamt hat einen grösseren Verpflichtungsgrad, die Personen werden in ihr Amt gewählt und ihr Engagement erstreckt sich bindend über eine gewisse Periode»2. Das Ehrenamt in der katholischen Kirche bezieht sich auf die freiwillige Mitarbeit in der Kirchenpflege, die eine Milizbehörde3 ist. Auf der Homepage der römisch-katholischen Zentralkonferenz der Schweiz – die «rkz» ist der Zusammenschluss der kantonalen, staatskirchenrechtlichen Organisationen – fand ich folgende Erläuterung4: Zur Erklärung von Milizengagement ist der Vergleich zwischen Freiwilligentätigkeit, Miliztätigkeit und Erwerbsarbeit besonders hilfreich. • Freiwilligkeit wird als Tätigsein jenseits von Erwerbsarbeit umschrieben. • Milizarbeit wird als Tätigsein jenseits von Erwerbsarbeit, aber mit Orientierung an Effizienz, Output und Leistung umschrieben. Auf den Seiten 22 und 23 stellen Ihnen amtierende Kirchenpfleger*innen ihre Aufgaben vor. Falls Sie auf der Suche nach einer Freiwilligentätigkeit sind, erkennen Sie hier eine klare unterschiedliche Gewichtung der verschiedenen möglichen Engagementformen bezüglich Verantwortung und Partizipation. In den Standards sind Grundlagen und Instrumente definiert, die eine Organisation in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen und umgekehrt unterstützen. Man könnte auch von gegenseitigen Rechten und Pflichten sprechen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass die Freiwilligen in der Katholischen Kirche in Winterthur sehr unterschiedlich sind: Manche engagieren sich seit vielen Jahren, andere zum ersten Mal. Manche sind 70 Jahre und älter, andere sind gerade neun Jahre alt und beginnen zu ministrieren. Manche unterstützen das Pfarreifest einmal pro Jahr und 2

Freiwilligen-Monitor Schweiz 2016, Seismo Als Milizsystem bezeichnet man den Teilaspekt des politischen Systems der Schweiz, wonach viele öffentliche Aufgaben meist nebenberuflich ausgeübt werden. 4 www.rkz.ch, Theo Wehner/Stefan T. Güntert, Psychologie der Freiwilligenarbeit. Motivation, Gestaltung und Organisation, Springer-Verlag 2015, 291 Seiten. https://www.rkz.ch/content/details/milizengagement-freiwilligkeit-und-soziales-kapital 3


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verkaufen selbst gebackenen Kuchen, andere tragen eine finanzielle Verantwortung. Manche geniessen die Gemeinschaft in einer Gruppe, andere sind alleine verantwortlich für die Homepage einer Pfarrei. Jedes Engagement ist gleich wertvoll, und doch haben die Freiwilligen sehr unterschiedliche Bedürfnisse, wie viel Unterstützung und Begleitung für sie wichtig und richtig sind.

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Eine engagementfreundliche Kirche braucht Standards.

In den Standards ist festgehalten, dass Sie, wenn Sie sich in der Katholischen Kirche in Winterthur engagieren, grundsätzlich folgende Rechte haben: • Für Ihre Einführung und fortlaufende Unterstützung ist Ihre Begleitperson verantwortlich. Auch bei allfälligen Schwierigkeiten oder Konflikten ist sie zuständig. • Je nach Tätigkeit / auf Wunsch haben Sie Anrecht auf eine Einsatzvereinbarung. • Sie erhalten die Gelegenheit zur Teilnahme an Weiterbildungen. • Sie werden zum Dankeschön-Fest der Pfarrei eingeladen. • Auf Ihren Wunsch bekommen Sie von Ihrer Begleitperson eine Bestätigung für Ihr freiwilliges Engagement. • Die Entschädigung Ihrer Spesen ist selbstverständlich. Für die Rückerstattung ist Ihre Begleitperson zuständig. Natürlich sind auch folgende Grundsätze zu beachten: • Sie tragen die Verantwortung gegenüber den Menschen, mit denen Sie während Ihrer Tätigkeit zu tun haben. Sie verhalten sich daher respektvoll und wahren deren Privatsphäre. • Sie handeln mit Sorgfalt und halten vereinbarte Abmachungen ein. • Die letzte Verantwortung und Weisungsbefugnis hat die für Sie zuständige hauptamtliche Ansprechperson.

Einmal abheben! Am Aktionstag «freiwillig unterwegs» am 2. November 2019 von benevol Winterthur beeindruckte das breite freiwillige Engagement in Winterthur, das für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft so wichtig ist!

Und die Kirchgemeinde Winterthur verpflichtet sich, folgenden Versicherungsschutz zu gewährleisten: • Für alle Freiwilligen, die im Auftrag der Katholischen Kirche in Winterthur tätig sind, besteht für die Dauer des Einsatzes ein Versicherungsschutz über die Betriebshaftpflicht der Kirchgemeinde, Vollkaskoversicherung für Fahrten mit dem privaten PW und Versicherungsschutz über die Kollektiv-Unfallversicherung für Berufsunfälle. • Bei einem Schadenfall melden Sie sich bitte sofort bei Ihrer hauptamtlichen Ansprechperson. Zusätzlich zu diesem Rahmen • gibt es im Seelsorgeteam jeder Pfarrei eine*n Verantwortliche*n für Freiwilligenarbeit. • sind alle Pfarreien Mitglied bei benevol Winterthur5. benevol Winterthur gibt regelmässig im «Landboten» eine halbe Seite mit Inseraten von Organisationen, die freiwillige Mitarbeitende suchen, heraus. Auch die Möglichkeiten, auf der Vermittlungsplattform benevol-jobs ein Profil für eine Pfarrei einzurichten und Inserate zu schalten, sind für Mitglieder kostenlos. • nahmen letztes Jahr alle Pfarreien am Aktionstag «freiwillig unterwegs» teil, den benevol Winterthur am 2. November organisierte, und stellten dort ihre Angebote für Freiwillige vor (siehe dazu auch die Fotos). 5

benevol Winterthur ist die Fachstelle für Freiwilligenarbeit für die Region Winterthur. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Freiwilligenarbeit und unterstützt Organisationen und Vereine bei der Suche nach freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


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Um die Umsetzung der Standards und die Freiwilligenarbeit in den Pfarreien als Ganzes zu unterstützen, wurde 2014 die Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit eingerichtet, für die ich tätig bin. Die Koordinationsstelle bietet, in Zusammenarbeit mit benevol Winterthur, drei- bis viermal pro Jahr Weiterbildungen für Freiwillige, die sich für geflüchtete Menschen engagieren, an. An diesen «Weit-Blick»-Veran-

staltungen können sowohl Freiwillige von Institutionen aus Winterthur als auch Freiwillige, die sich privat in diesem Bereich engagieren, teilnehmen. Falls Sie sich nun für die Katholische Kirche in Winterthur engagieren möchten, so wenden Sie sich am besten an eine Pfarrei oder an die Koordinationsstelle (die Kontaktangaben finden Sie auf den Seiten 44 und 45).

Susanne Horak, Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Fotos: benevol Winterthur

Angeregter Austausch in der Lounge zum Angebot «Kinderspielwoche» der Pfarrei St. Urban am Aktionstag «freiwillig unterwegs».

Freiwilliges Engagement. Kann es mich weiterbringen? Sie lesen hier viel über den Bereich Freiwilligenengagement und

bejahen. Für Frau Zurfluh zeigt sich bei der Betrachtung der

auch, dass es die Möglichkeit eines «Dossiers Freiwillig Enga-

Bewerbungen, ob sich diese Person gerne freiwillig einsetzt

giert» gibt. Mich interessierte die Frage, ob es in den Bewerbun-

und somit engagiert ist. Dieser freiwillige Einsatz wird auch

gen eine Rolle spielt. Mit dieser Fragestellung trat ich an die

bei dem Bewerbungsgespräch angesprochen, denn in ihrem Be-

Brunner Medien AG, zu der unter anderem auch der Rex-Verlag

trieb werden motivierte Mitarbeiter gesucht, die sich gerne für

gehört, heran. Die Brunner Medien AG wird seit 1984 als Mitar-

den Betrieb und auch darüber hinaus einsetzen. Durch das frei-

beiter-AG geführt, d. h., jede Mitarbeiterin / jeder Mitarbeiter hat

willige Engagement, bei dem sich eine Person unentgeltlich für

die Möglichkeit, Aktien zu zeichnen, und ist somit nicht nur in

seine Mitmenschen einsetzt, zeigt diese Bewerberin oder dieser

diesem Betrieb angestellt, sondern auch gleichzeitig Mitinhaber.

Bewerber Sozialkompetenz. Dies wird der Bewerberin / dem Bewerber positiv angerechnet. Frau Zurfluh bestätigt, dass eine

Meine Anfrage bearbeitete Frau Katrin Zurfluh. Sie ist als

Bewerbung mit enthaltenem Freiwilligenengagement bei ihnen

HR Business Partner für die Einstellungen verantwortlich. Mei-

das Interesse weckt. Ich danke Frau Zurfluh für ihr Statement.

ne Frage, ob in ihrem Betrieb freiwilliges Engagement in der Freizeit bei einer Bewerbung eine Rolle spielt, konnte sie nur

Michael Kolditz, Pastoralassistent m.b.A. Pfarrei St. Peter und Paul


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Impressionen

2. November 2019: Aktionstag ÂŤfreiwillig unterwegsÂť von benevol Winterthur

Fotos: benevol Winterthur; RĂśmisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur


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«Ein demokratisches System

braucht Personen, die sich einsetzen» Katharina Schirrmeister und Hedi Blum berichten über ihr freiwilliges Engagement und darüber, was sie bewogen hat, in der Kirchenpflege aktiv zu sein.

Foto: Pfarrei St. Peter und Paul

«In meiner Kindheit, die ich im Rheinland verbrachte, war ich durch meine Herkunftsfamilie sehr eng mit der katholischen Kirche verbunden. Die erste Kränkung erlebte ich, als ich zunächst nicht Ministrantin werden durfte. Das konnten damals in unserer Pfarrei nur Jungen. Mit Unterstützung meiner Eltern schrieb ich einen Brief an den Pfarrer, er überdachte seine diesbezüglichen Prinzipien und so konnte ich – drei Jahre später als meine Alterskollegen, aber doch noch – Ministrantin werden. Die Jugendgruppe, zu der ich in meiner Teenagerzeit gehörte, war geprägt von Offenheit und vielen Diskussionen, politischen und theologischen. Ich erlebte eine neue Art, Kirche zu sein: mit den anderen Jugendlichen und den Kindern, deren Leiterinnen und Leiter wir waren, Messfeiern in Zeltlagern in der Eifel oder auf dem Dachboden des alten Elternhauses unseres Paters, das alles bot mir eine neue Form des Daheims in der Kirche, eine neue Form, wie ich mich einbringen konnte. So fühlte ich mich in der Kirche sehr wohl und auf emotionale und rationale Art verbunden mit den anderen Menschen.

Dankbarkeit ist die Basis für mein Engagement Diese Jahre endeten und hinterliessen in mir eine Sehnsucht nach diesem Gefühl, in der Kirche daheim zu sein und selbstverständlich dazuzugehören. Lange dachte ich, diese Sehnsucht könne nie mehr in einer Kirche gestillt werden. Denn es folgten Jahre des häufigen Wohnortswechsels meinerseits und der Kränkungen durch die offizielle Amtskirche, im Zusammenhang mit gravierenden persönlichen Krisen. Ich bewältigte die Schwierigkeiten und wurde sesshaft in Winterthur, und mit der Geburt unserer jüngeren Kinder wuchs der Wunsch, ihnen die Heimat zu ermöglichen, die ich in meiner Jugend in der Kirche gefunden hatte. In der Pfarrei St. Peter und Paul wurde es möglich, für alle in unserer Familie gemeinsam Gottesdienst zu feiern, uns wohl und willkommen zu fühlen. Dass wir diese Gastfreundschaft und Offenheit erleben durften, weckt auch heute noch eine grosse Dankbarkeit und Freude in mir, und diese Dankbarkeit liegt an der Wurzel zu meinem Engagement in der Kirchenpflege. Es ist mir ein Anliegen, etwas an die Pfarrei zurückzugeben, mit einer Arbeit, von der ich denke, dass ich sie gut machen kann, in einer Funktion, von der ich denke, dass sie meinen Fähigkeiten entspricht. Darum habe ich mich im Frühling 2018 als Pfarreipflegerin1 von St. Peter und Paul in die Kirchenpflege wählen lassen. Ich hatte soeben meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für einen Chor aufgegeben, und mir schien, es sei Platz für eine neue Aufgabe. Zusätzlich trägt neben dem Gefühl der Dankbarkeit auch Verantwortungsbewusstsein zu meiner Motivation bei: Ein demokratisches System2 braucht Personen, die sich engagieren, um funktionsfähig zu sein und zu bleiben.»

Katharina Schirrmeister

1

Der Pfarreipfleger oder die Pfarreipflegerin vertritt die Anliegen der Pfarrei in der Kirchenpflege. 2 Mit «demokratisches System» ist hier das duale Kirchensystem der Schweiz gemeint.


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«Ich war gerade auf einer Velotour zu meiner Schwester nach England, als mich ein E-Mail von Hugo Gehring erreichte mit der Frage, ob ich mir eine Mitarbeit in der Kirchenpflege, als Präsidentin der Kommission Kirchliche Entwicklungshilfe, vorstellen könnte. Eine gewisse Zeit lang war ich dieser Anfrage gegenüber sehr zwiespältig, eigentlich hatte ich den Einstieg in die Freiwilligenarbeit für einen späteren Zeitpunkt geplant und mich nie mit dem Gedanken an eine Behördentätigkeit befasst. Motiviert und überzeugt haben mich dann aber die Idee, Neues kennenzulernen und Sinnvolles tun zu können, und ein langes Gespräch mit meiner Vorgängerin in diesem Amt. Foto: Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

Sich für andere einsetzen Die Auseinandersetzung mit Armut und der Wunsch, sich für andere einzusetzen, zieht sich durch mein Leben: Schon in der Schule setzte ich mich für die Kinder ein, die aus meiner Sicht schlecht oder ungerecht behandelt wurden. Später wählte ich eine Ausbildung in Heimerziehung und arbeitete in den Jahren danach in Kinder- und Jugendheimen. Anschliessend besuchte ich die Schule für Soziale Arbeit in Zürich und arbeitete danach u. a. in der Psychiatrie, im Jugendsekretariat und die letzten 15 Jahre meiner Berufstätigkeit als Sozialarbeiterin in der Pfarrei St. Peter und Paul. Dadurch, dass mir das duale System der katholischen Kirche in der Schweiz bereits bekannt war, fiel mir der Einstieg in die Kommissionsarbeit nicht so schwer. Einige Inlandsprojekte kannte ich bereits aus meinem früheren Tätigkeitsfeld. Ich wusste, wie schwer es für die Initianten sinnvoller Projekte sein kann, an Geld zu kommen. Hatte ich doch früher selber Projekte aufgezogen, für die ich Geld beschaffen musste. Generell musste ich mich aber selber mit dem Thema Entwicklungshilfe auseinandersetzen. Wie soll diese in der heutigen Zeit aussehen, was für eine Haltung steht dahinter? Es geht nicht mehr nur um materielle Hilfe, dies auch, aber es geht in der Zusammenarbeit um Partnerschaftlichkeit und Dialog. Sie soll Menschen befähigen, sich selbst in eigener Verantwortung und in ihrem ursprünglichen Lebenskontext ein Leben in Würde zu gestalten.

Bei den Unterstützungsanfragen für Projekte aus dem Ausland gefiel mir die Auseinandersetzung mit der Situation im jeweiligen Land. Sie forderte mich aber auch heraus, denn ich hatte keine grossen Vorkenntnisse zu den einzelnen Projekten und zum Teil auch nicht zu deren Organisationen. Es ist eine Herausforderung, sich bei der Vielzahl der eintreffenden Gesuche einen Überblick zu verschaffen über die konkreten Hintergründe vor Ort und die Bedingungen, unter denen ein Projekt zustande kommt. Dabei ist guter, häufig mehrmaliger Kontakt mit den Gesuchstellern wichtig. Inwieweit sind die Betroffenen an der Entwicklung selber beteiligt? Verbessert sich ihre Lebenssituation wirklich nachhaltig? Stärkt die Durchführung des Projektes die Eigeninitiative im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe? Kommt das Geld direkt bei der Zielgruppe an? Bei der Unterstützung einzelner Projekte ab Fr. 3 000 werden die Jahresberichte und Jahresabrechnungen angefordert und geprüft. Es ist uns stets bewusst, dass wir Kirchenopfer- und Steuergelder verteilen. Darum sollen die Entscheide verantwortungsbewusst und nachvollziehbar sein. Bei diesen Auseinandersetzungen werde ich von einer motivierten Kommission unterstützt. Das Arbeitsklima ist offen und wir hinterfragen gemeinsam, stellen Rückfragen und vertiefen so die Auseinandersetzung um die richtigen Entscheide.»

Hedi Blum


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«Ich engagiere mich

in der katholischen Kirche, weil ...» ... » Die Pfarreien zeigen nicht nur die Wichtigkeit von freiwilligem Engagement auf. Sie beschreiben gleichermassen die vielseitigen Möglichkeiten, in denen Freiwillige das Pfarreileben mitgestalten. Welche Bedeutung hat das für die Engagierten selbst? Wir haben Frauen und Männer über ihre Tätigkeit in den Pfarreien, ihre Motivation und die Wertschätzung der Freiwilligenarbeit befragt.

Madeleine Imfeld (79 Jahre) | Pfarrei St. Peter und Paul

«Ich habe Zeit, mich zu engagieren, und der Frauenverein liegt mir sehr am Herzen.» «Seit 1988 bin ich im Frauenverein St. Peter und Paul aktiv. Angefangen habe ich in der Liturgiegruppe, später ist die Wanderleitung dazugekommen, die ich bis heute betreue. Seit zehn Jahren bin ich im Frauenverein auch im Vorstand als Kassiererin tätig. Bis vor vier Jahren war ich auch Teil der Lektorengruppe sowie fast 18 Jahre lang Mitglied der Rechnungsprüfungskommission der Kirchgemeinde. Ich habe Zeit, mich zu engagieren, und der Frauenverein liegt mir sehr am Herzen. Wir Frauen verstehen uns gut und für mich ist die Gesellschaft sehr wichtig. Man kommt unter die Leute, das gefällt mir. Mir ist es wichtig, innerhalb der Kirche etwas beizutragen. Man bekommt ja auch etwas zu-

rück. Als ich zum Beispiel noch in der Liturgiegruppe war, sind viele nach dem Gottesdienst zu mir gekommen und haben gesagt, dass es ihnen gefallen hat. Ich habe den Eindruck, im Verein und in der Pfarrei wird geschätzt, was ich mache. Ich freue mich auch immer über die Einladung zur Dankeschönfeier der Pfarrei, an der ich immer gerne teilnehme. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Leute sich in der Pfarrei engagieren, was sie tun und was es alles für Bereiche gibt, in denen man sich engagieren kann. Und man kommt untereinander ins Gespräch. Das finde ich schön. Mir gibt das sehr viel. Aber das braucht es auch, sonst würde man den Job vielleicht bald an den Nagel hängen. Auch die vielen schönen Erlebnisse im Zusammenhang mit meiner freiwilligen Tätigkeit geben mir immer wieder die Motivation, weiterzumachen. Das sind dann die Momente, wo einem wiederum die Wertschätzung entgegengebracht wird. Oder auch Dankbarkeit für das, was man tut. Manchmal gibt es auch kritische Stimmen, aber das Schöne überwiegt.»

Agnes Strupler (70 Jahre) | Pfarrei Herz Jesu

«Wenn du dich eingibst und dich wohlfühlst, dann merken die Leute, dass du das gerne machst.» «Freiwillig engagiere ich mich seit einem Jahr in der Pfarrei beim Seniorennachmittag. Dort kümmere ich mich aktuell um den Jassnachmittag. Im offenen Jugendtreff Gutschick, der zu einem grossen Teil von der katholischen Pfarrei Herz Jesu getragen wird, arbeite ich seit über vier Jahren im Vorstand mit. Dadurch habe ich sehr viel mit den Verantwortlichen der Pfarrei Herz Jesu zu tun. Durch das soziale Engagement der Pfarrei ist damals in mir der Wunsch gereift,

wieder in einer Glaubensgemeinschaft mitzuwirken. So lag es nahe, mich in Herz Jesu zu engagieren. Warum ich gerade den Seniorennachmittag betreue? Ich hatte das Gefühl, man muss bei den älteren Menschen ansetzen, die da sind und sich freuen, wenn man für sie etwas organisiert. Ich hatte das ganze Leben schon mit vielen Menschen zu tun und arbeite gerne mit ihnen. Wenn es Konflikte gibt, probiere ich, die Situation zu entschärfen und die Zufriedenheit zu erhöhen. Das gelingt mir ganz gut. Beim Seniorennachmittag organisieren wir zu zweit abwechselnd den Zvieri und kümmern uns um die Infrastruktur. Manchmal jasse ich auch gerne mit – wenn zu wenig da sind. Der Treff findet alle zwei Wochen am Dienstagnachmittag statt. Die Gemeinschaft in Herz Jesu finde ich sehr interessant, sie hat viele neue Ideen, die sie umsetzt.


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Im Sommer 2019 wurde ich ausserdem in die Kirchenpflege gewählt, vertrete dort die Anliegen der Pfarrei und bin Mitglied der Personalkommission. Mit meiner Arbeit möchte ich einen Teil dazu beitragen, dass die Pfarrei und die Kirchgemeinde gut funktionieren. Wenn du dich eingibst und dich wohlfühlst, dann merken die Leute, dass du das gerne machst. Wenn in der Pfarrei das freiwillige Engagement funktioniert, wird das geschätzt, und vielleicht fühlen sich manche auch angesprochen. Es ist schon ein Thema, dass wir so viele Leute haben, die nicht in die Kirche oder in die Pfarrei kommen. Es ist einfach lange nicht attraktiv gewesen, sich in der Kirche zu engagieren. Auch in der jetzigen Zeit erfahre ich viele negative Kommentare. Ich denke aber, dass es für das Zusammenleben in einer funktionierenden Pfarrei wichtig ist, den Schwerpunkt auf die Arbeit vor Ort zu legen. Das ist unabhängig von den Problemen und Haltungen der offiziellen Kirche sehr gut möglich. Im Alltag ist es wichtig, dass die Basis tragend

ist, gerade im sozialen Bereich. Man schaut ja, dass sich die Menschen wohlfühlen. Und bei uns ist das Seniorenjassen immer sehr gut besucht. An der Basis kann man viel bewegen und ich möchte gerne etwas bewegen und dazu beitragen, dass die Angebote erhalten bleiben und dass etwas Neues entstehen kann. Mit der Zeit wird man wirklich ein Teil dieser Gemeinschaft und das motiviert, weiterzumachen. Die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, aber auch die Pfarrei schätzen sehr, was man an Engagement einbringt. Ich fühle mich sehr wohl in Herz Jesu. Ich finde es toll, dass sich die Pfarrei immer wieder überlegt, wie man Freiwillige motivieren kann, sich zu engagieren. So ist die Idee mit dem «Koffer voller Möglichkeiten» entstanden: An Pfarreianlässen wird ein richtiger Koffer aufgestellt und mit Prospekten zu Freiwilligenangeboten gefüllt. So können Interessierte schauen, was es alles an Freiwilligenengagement gibt und entsprechende Prospekte mitnehmen. Das finde ich eine gute Sache.»

Alfred Angerer (45 Jahre) | Pfarrei St. Josef

«Es ist sehr bereichernd, die Lebendigkeit der Gemeinschaft zu spüren. »

«Seit drei Jahren bin ich Mitglied im Männerverein der Pfarrei St. Josef und zwei Jahre davon im Vorstand. Der Verein hat insgesamt 70 Mitglieder. Wir sind nicht alle katholisch und daher offen gegenüber anderen Konfessionen. Wir treffen uns regelmässig zu einem Stammtisch und organisieren, wenn möglich jeden Monat, gemeinsam schöne Dinge, wie beispielsweise Besichtigungen oder Vorträge. Der Höhepunkt ist immer das Raclette-Essen im November. Als ich gefragt wurde, ob ich nicht dem Männerverein beitreten möchte, war meine erste Reaktion ehrlicherweise abwehrend. Aber wenn man dann dabei ist und merkt, dass die Gemeinschaft Spass macht und man spannende Leute trifft – das bereichert das Ganze sicherlich. Gerne erinnere ich mich zurück an meine Kindheit: Schon als Oberministrant ist mir das Organisieren und Koordinieren leicht gefallen. Ich durfte erfahren, dass man für sein Engagement auch immer etwas zurückbekommt. Auch im Männerverein sind Kleinigkeiten wichtig, wie Termine organisieren, den Raum vorbereiten, Einladungen verschicken. Wenn dann jemand auf dich zukommt und sich für deine Arbeit und für die Veranstaltung bedankt, macht dieses Dankeschön die ganze Arbeit wett und schenkt ein gutes und zufriedenes Gefühl. Genau das ist

meine Hauptmotivation: zu wissen, man kann etwas gut und kann damit Freude machen und etwas zurückgeben. In unserer Pfarrei gibt es einmal im Jahr ein kleines Dankeschön-Fest für die Freiwilligen, was wichtig ist für die Wertschätzung. Mit der Zeit lernt man die Leute aus der Pfarrei näher kennen und unterhält sich gerne mit ihnen nach der Messe – nicht nur mit seinen Kollegen aus dem Männerverein. Es ist sehr bereichernd, die Lebendigkeit der Gemeinschaft zu spüren. Wenn unser Pfarrer zu unserem Stammtisch kommt und wir am Tisch sitzen, gemeinsam Pizza essen und ein Bier trinken und uns über Gott und die Welt unterhalten, ist das sehr schön. Auch setzt sich die Pfarrei sehr für unseren Verein ein: Sie überlässt uns Räume, gibt uns finanzielle Mittel und organisiert Kontakte. Ohne diese Unterstützung würde das nicht gehen. Es ist gerade dieses Miteinander, was mir gut gefällt. Ein Ereignis bleibt mir in Erinnerung: An einen RacletteAbend mit vielen Gästen fiel plötzlich der Strom aus. Das war für das Organisationsteam ein Stressmoment, aber nach einigen Hindernissen und mit gemeinsamer Anstrengung hatten wir wieder Strom und konnten den Event zu Ende bringen. Es ist schön zu wissen, dass man sich gegenseitig hilft und versucht, zusammen Probleme zu lösen. Das zeigt, dass wir eine schöne Gemeinschaft sind. Ich bin froh, dass ich diese Leute kennengelernt habe. Persönlich war das ein Moment, in dem sich bei mir ein Wirgefühl eingestellt hat. Das hat mir wirklich Freude bereitet. Man braucht diese Wertschätzung von anderen Menschen: zu wissen, dass man ein bisschen Freude bringen konnte.»


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Leona Müller (23 Jahre) | Blauring Pfarrei St. Marien

«Alles in allem macht es mir sehr viel Spass, den Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten.» «Seit 2004 bin ich im Blauring Oberi dabei. Schon meine Grossmutter, meine Mutter und viele meiner ehemaligen Klassenkameradinnen waren im Blauring. In meinem ersten Lager habe ich dann meinen Blauringnamen Pagira bekommen. Die Namenstaufe ist ein Ritual, das mir bis heute geblieben ist. Mit 14 Jahren wurde ich Hilfsleiterin und durfte von da an selbstständig eine Gruppe leiten. Seit Ende 2016 bin ich Scharleiterin und teile das Amt mit meiner Kollegin Stefanie Wagner. Wir koordinieren das Leitungsteam mit aktuell neun aktiven Leiterinnen, planen die Lager und organisieren, damit alles läuft. Neben den Gruppenstunden am Samstag haben wir alle zwei Wochen mit allen Leitern einen Höck – so wird unsere Sitzung genannt. Zudem organisieren wir noch grössere Anlässe und jedes Jahr ein Pfingst- und ein Herbstlager, die sehr zeitintensiv und aufwendig sind. Alexandra Rietiker-Frei von der Pfarrei St. Marien ist unser Präses und gleichzeitig unser Verbindungsglied zur Pfarrei. Sie unterstützt uns im Blauring sehr und kommt immer zu unseren Sitzungen. Wir können uns total auf sie verlassen. Die Pfarrei St. Marien stellt uns ihre Räume zur Verfügung,

dort haben wir auch unseren Höckraum. Im Gegenzug machen wir für die Pfarrei auch mal Kinderbetreuung, wenn sie beispielsweise einen Erlebnistag durchführt. Es ist toll, wenn man so eine Möglichkeit nutzen kann. Die 13 Mädchen meiner Gruppe, die bereits in der Oberstufe sind, begleite ich seit der 1. Klasse. Das macht mir sehr viel Freude. In den zwei jüngeren Gruppen hat es zehn Mädchen in der Mittelstufe sowie vier Mädchen in der Unterstufe. Alles in allem macht es mir sehr viel Spass, den Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Wir gehen am Samstag gemeinsam in den Wald zum Grillen und Steckenschnitzen oder basteln etwas in unseren Räumlichkeiten. Wir Leiterinnen können dabei auch immer wieder etwas Kind sein und müssen nicht immer als Erwachsene auftreten, die ernsthaft sind. Es freut mich, wenn die Eltern uns sagen, dass wir eine gute Arbeit machen und die Kinder sehr gerne zu uns kommen. Man muss wirklich herausfinden, wie viel man für den Blauring investieren kann, dass man selbst nicht darunter leidet. Ich denke, Höhen und Tiefen gibt es immer wieder. Aber wichtig ist, dass man die Motivation behält. Da ich von Anfang an mit meinen Scharleitungskolleginnen in der gleichen Gruppe war, sind wir zusammen Leiterinnen und dann Scharleiterinnen geworden. Das verbindet uns und wir können uns wirklich total aufeinander verlassen. Wir verstehen uns gut und haben ganz viele gemeinsame Erlebnisse.»

Xaver Baumberger (45 Jahre) | Pfarrei St. Laurentius

«Mich befreit und entlastet es zu wissen: Ich bin nicht alleine. Und das möchte ich auch gerne mit anderen Menschen teilen.» «Freiwillig engagiert habe ich mich schon als Ministrant in St. Laurentius und in Herz Jesu. Später habe ich die Firmgruppe in St. Peter und Paul geleitet. Dann gab es eine grosse Pause bis vor rund drei Jahren, als ich von Zeljko Calusic für den Lektorendienst angefragt wurde. Das rief Erinnerungen wach, da ich in meiner Zeit als Oberministrant in Herz Jesu meine ersten Erfahrungen als Lektor machen konnte. Deshalb habe ich gerne zugesagt. Ausserdem bin ich letztes Jahr noch in den Pfarreirat gewählt worden. Warum ich mich freiwillig in der katholischen Kirche engagiere? Weil für mich der Glaube in den letzten Jahren sehr viel mehr an Bedeu-

tung gewonnen hat und somit die Anfrage eben auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Für mich ist der Glaube heute absolut zentral. Wenn wir es schaffen, möglichst vielen Menschen den Zugang zum katholischen Glauben zu verschaffen und ihnen zu ermöglichen, eine persönliche Beziehung zu Jesus zu haben, dann ist das das Grösste. Wenn ich dazu etwas Kleines beitragen kann, dann mache ich das gerne. Mich befreit und entlastet es zu wissen: Ich bin nicht alleine. Und das möchte ich auch gerne mit anderen Menschen teilen. Das ist meine Hauptmotivation für mein Engagement. Wie gesagt, ich mache das gerne und die Pfarrei bringt mir dafür auch ihre Wertschätzung entgegen. Man spürt, dass die Leute in der Pfarrei froh sind, dass wir uns engagieren und mitmachen. Für mich ist wichtig, dass man persönlich bei etwas mithelfen und vielleicht jemand in der Pfarrei unterstützen kann. Wenn ich spüre, dass sich jemand über mein Engagement freut, dann hat das für mich viel Wert.


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Natürlich freue ich mich auch über die Einladung zur Dankeschön-Feier. Da kommt man zusammen, lernt sich besser kennen, hat den Austausch und sieht, wer sich in der Pfarrei engagiert. Das finde ich lässig. Ob institutionelle Freiwilligenarbeit oder einfach die Beteiligung am Pfarreileben – es gibt doch immer wieder schöne Erfahrungen: Beispiels-

weise wenn man jemandem zuhören oder für jemanden da sein kann. Es sind meistens ganz kleine, unscheinbare Sachen oder Momente, in denen einem ein zufriedenes Lächeln geschenkt wird, in denen man merkt, dass man gebraucht wird oder in denen man einfach da war. Egal wie dunkel es ist. Entscheidend ist, wie hell jeder von uns leuchtet.»

Lukas Adam (45 Jahre) | Pfarrei St. Ulrich

«Mich motiviert besonders, dass meine Inputs und mein Mitwirken, gerade auch im Pfarreirat, gewünscht sind und gehört werden.» «Ich gehöre nicht zu den Urgesteinen, aber doch zu denen, die schon eine Weile in St. Ulrich dabei sind. Ende 2016 kam bei mir das Bedürfnis auf, wieder regelmässig in die Kirche zu gehen. Spontan habe ich den Chilekafi besucht und mich in der Gemeinde gleich sehr wohlgefühlt. Damals war der Wunsch da, mich mehr in die Gemeinde einzubringen, als nur den Gottesdienst zu besuchen. Und tatsächlich kam die Anfrage, ob ich nicht im Kirchenchor mitsingen möchte. Da ich sehr gerne singe, habe ich sofort zugesagt. So führte eines zum anderen und bald war ich auch bei den Apéros behilflich. Da jedoch Chorauftritte und Apéros oft gleichzeitig stattfinden, ging das auf die Dauer leider nicht mehr. So habe ich ersatzweise angefangen, mich am Chilekafi zu beteiligen, weil das neben dem Chorengagement einfacher zu handhaben war. Als die Pfarrei noch jemanden für den Pfarreirat suchte, hat mir das zugesagt, und so bin ich vor einem Jahr in den Pfarreirat gewählt worden. Ich fühle mich in der Pfarrei sehr gut aufgehoben und ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Marcus Scholten. Da ich durch Beruf und Studium versiert in der französischen Sprache bin, konnte ich Marcus unlängst mit einer kleinen Übersetzungshilfe unterstützen. Ich habe das gerne

gemacht, weil ich das Gefühl habe, dass mein Einsatz immer sehr geschätzt wird. Es kommt auch von der Pfarrei etwas zurück. Gerade das Dankeschön-Essen im letzten Jahr war ein Hit – ich habe wirklich selten so einen schönen Abend mit so tollen Leuten erlebt. Besonders spannend waren das Zusammensein und der Austausch mit den Leuten. Weil man sich mittlerweile gegenseitig kennt und schätzt, wird man sogar im Quartier immer freundlich gegrüsst. Die Wertschätzung ist das eine. Aber wichtiger ist, Teil einer lebendig wirkenden Kirche sein zu können. Für mich besteht Kirche zum grossen Teil aus den Freiwilligen, sie sind aus meiner Sicht das Bindeglied zwischen der Basis der Pfarrei und der Gemeindeleitung. Wir bringen uns ein und ermöglichen damit ein aktives Pfarreileben. Es ist schön zu spüren, dass die Menschen an dem Freude haben, was man in die Gemeinde einbringt. Mich motiviert besonders, dass meine Inputs und mein Mitwirken, gerade auch im Pfarreirat, gewünscht sind und gehört werden. St. Ulrich ist zwar eine kleine Pfarrei, die aber sehr lebendig ist. Ein grosser prozentualer Anteil an Mitgliedern engagiert sich in dieser Pfarrei freiwillig – allerdings sind viele davon älter als ich. Wir müssen für die Zukunft schauen, dass wir auch jüngere Leuten gewinnen können, um die Freiwilligenarbeit auch über die kommenden Jahre oder Jahrzehnte aufrechtzuerhalten. Ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird. Grosse Freude bereitet mir die gute Gemeinschaft und der gegenseitige Respekt in St. Ulrich. Wir erleben viel zusammen, auch bei besonderen Herausforderungen finden wir gemeinsam einen Weg.»

Marita Jakobs-Koelle (52 Jahre) | Pfarrei St. Urban

«Für mich ist es wichtig, diese Freiwilligenarbeit mit Freude zu machen und mit meiner Erwerbsarbeit und Familie vereinbaren zu können.»

«Seit wir vor sechs Jahren in die Schweiz gezogen sind, gehe ich in die Pfarrei St. Urban. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheissen. Am Anfang ging ich mit meiner kleinen Tochter regelmässig zum Kleinkindergottesdienst ‹Fiire mit de Chline›. Freiwillig engagiert habe ich mich dann beim Weltgebetstag. Ich habe einfach gefragt, ob ich mitmachen kann. Das war vor fünf Jahren. Hier finde ich


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viele Dinge, für die ich einstehen möchte: Frauen, Politik und andere Kulturen. Auf Basis der Liturgie des Gastgeberlandes können wir den Gottesdienst kreativ gestalten. Hierbei entstehen teilweise kontroverse und daher umso fruchtbarere Diskussionen. Ich kümmere mich hier sehr gerne um die Länderpräsentation. Somit lerne ich Kulturen kennen, von denen ich bis dahin noch nie gehört habe. Auch die Ökumene liegt mir am Herzen. Hier engagiere ich mich in der ökumenischen Arbeitsgruppe. Wir kümmern uns um den Rosenverkauf für die Kampagne ‹Fastenopfer-Brot für alle› und gestalten auch den entsprechenden Gottesdienst. Der Austausch bei den Treffen in der Arbeitsgruppe ist sehr inspirierend und belebend. Ich denke und hoffe auch für die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. Einmal im Jahr essen wir miteinander zu

Abend. Der Austausch in dieser kleinen Runde über das Projekt hinaus ist wohltuend. Auch bei der reformierten Kirche bin ich aktiv, da mein Mann reformiert ist. Hier helfe ich beispielsweise bei dem Deutschkurs für Ausländerinnen. Für mich ist es wichtig, diese Freiwilligenarbeit mit Freude zu machen und mit meiner Erwerbsarbeit und Familie vereinbaren zu können. Auch meinen privaten Glaubensraum möchte ich mir bewahren. Das Engagement wird in St. Urban sehr geschätzt. Man fühlt sich immer willkommen. Das Dankesfest alle zwei Jahre wird mit ganz grossem Aufwand gestaltet. Mir persönlich ist das direkte Miteinander fast noch wichtiger. Diesen menschlichen Umgang kann ich in St. Urban nicht genug loben und meine Dankbarkeit zeigen.»

Santina Mezzasalma (57 Jahre) | Parrocchia San Francesco MCLI

«Mir ist wichtig zu erwähnen, dass ich das wirklich aus Überzeugung und aus Liebe mache.» «Ich bin seit dem Jahr 2000 bei der MCLI engagiert. Damals bin ich angefragt worden, ob ich nicht mit anderen Frauen zusammen die Kinderbetreuung am Samstagnachmittag gestalten möchte. Das hat mich angesprochen und ich habe gerne zugesagt. Ich finde es wichtig, den Kindern Werte mit auf den Weg zu geben und ihnen die Religion in der eigenen Sprache näherzubringen. In Italien werden die kirchlichen Feste ja anders gefeiert als in der Schweiz. Zehn Jahre später hat es mich zu den Seniorinnen und Senioren gezogen und seither übernehme ich deren Begleitung. Hier bin ich einmal im Monat beim ‹Denkpause›-Nachmittag vor Ort und helfe wo nötig, dabei kommt man immer untereinander ins Gespräch. Einmal im Monat, am Donnerstag, treffen sich die Senioren am Vormittag zu einem gemeinsames Mittagessen. Auch an der diesjährigen Fasnacht gab es einen Seniorennachmittag. Ich bin immer gerne für die Älteren in unserer Pfarrei da und helfe, wo ich kann. Wir machen ein- bis zweimal im Jahr einen Tagesausflug, und einmal im Jahr begleite ich über 30 Seniorinnen und Senioren in die Ferien ans Meer. Nebenbei bin ich noch im Organisationsteam vom ‹Treffpunkt Zukunft›. Das ist ein überpfarreilicher Anlass der Kirchgemeinde, der alle zwei Jahre stattfindet. Und im Chor von San Francesco singe ich auch mit. Wichtig für mich ist, dass mein Engagement auch von meiner Familie unterstützt wird. Da braucht es ihre

Mithilfe, denn sie wissen: Entweder ich mache es richtig oder ich lasse es sein. Die Arbeit mit unseren Senioren ist eine Bereicherung für mich. Es entsteht mit der Zeit ein gegenseitiges Vertrauen und die Arbeit wird sehr geschätzt – auch von der Pfarrei: Man bekommt viele Dankesworte und man wird zum gemeinsamen Dankesessen eingeladen. Das ist eine schöne Geste. Mir ist wichtig zu erwähnen, dass ich das wirklich aus Überzeugung und aus Liebe mache. Es bedeutet mir viel, wenn ich die Senioren zwei Wochen in die Ferien begleiten darf. Auch wenn es ab und zu ein paar Widerstände gibt – man muss nur wissen, wie man sie wieder zufriedenstellen kann. Das Schönste für mich sind die Reaktionen: Sie umarmen dich – einfach so. Ich brauche nicht mehr, das gibt mir so viel. Ich bin dankbar, wenn ich alle wieder heil und gesund aus den Ferien oder vom Ausflug zurückbringen kann. Diese Menschen schätzen deine Arbeit und ich schätze sie. Und das bereichert mich ungemein. Sie brauchen nicht viel: einfach jemanden, der ihnen zuhört, der da ist und dem sie vertrauen können. Für mich zählen Werte wie Respekt gegenüber anderen und die Nächstenliebe. Gewisse Sachen sind für mich selbstverständlich, die bei anderen vielleicht nicht selbstverständlich sind. Warum nicht etwas geben? Man bekommt dafür auch viel zurück. Wenn ich etwas Kleines beitragen kann, dann mache ich das gerne. Ich finde, man denkt immer viel zu weit, man kann schon in seinem Umfeld durch Kleinigkeiten Grosses bewirken. Gerade dort sollte man Achtsamkeit und Nächstenliebe zeigen.» Alle Interviews führte Stephanie Scharnitzki .


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Wo kann ich mich einbringen?

Das Pfarreileben aktiv mitgestalten In unseren Pfarreien funktioniert das aktive Leben durch die vielen mitwirkenden Freiwilligen. Hierbei gibt es in den verschiedenen Pfarreien ganz unterschiedliche Angebote für Interessierte.

2018/2019 stellten sich in der Pfarrei St. Peter und Paul die verschiedenen freiwilligen Bereiche in der Kirche vor. Diese Vorstellung wurde von jeder Gruppierung selbst gestaltet und in Form eines Plakates präsentiert. Ziel war es, einmal ganz bewusst zu zeigen, was alles an freiwilligen Engagements in der Pfarrei vorhanden ist. Dies ist natürlich nur eine Möglichkeit der Präsentation, stellt aber gleichzeitig auch eine Werbung für die verschiedenen Angebote dar. In der Pfarrei Herz Jesu wird mit dem «Koffer voller Möglichkeiten» das Angebot an Freiwilligenarbeit vorgestellt und nach interessierten Mitmacherinnen und -machern gesucht. Jede und jeder freiwillig Engagierte bringt seine Ideen und seine persönlichen Erfahrungen mit in die Projekte ein. Durch diese grosse Vielfalt entsteht ein facettenrei-

ches Angebot, das die Pfarreien zu lebendigen Orten der Zusammenkunft macht. Im Mitwirken in der Pfarrei entstehen «Freiräume», in denen die oder der Freiwillige die Chance hat, sich punktuell oder auch über einen längeren Zeitraum in die Pfarrei einzubringen. Im Folgenden erhalten Sie einen Eindruck über das Wirken innerhalb der einzelnen Pfarreien. Manche Pfarreien zeigen in diesem kurzen Statement einen Querschnitt ihres Angebotes. Andere nutzen die Möglichkeit, um ein konkretes Projekt oder einen Bereich vorzustellen. All jene, die gerne mehr wissen möchten und mehr über die Pfarreien erfahren möchten, können dies auf der Homepage oder im direkten Kontakt mit den Verantwortlichen für Freiwilligenarbeit tun.

Michael Kolditz, Pastoralassistent m.b.A. Pfarrei St. Peter und Paul

Pfarrei St. Peter und Paul «Freiwilliges Engagement in der Pfarrei St. Peter und Paul» – unter diesem Motto starteten wir im Sommer 2018 mit einer grossen Plakataktion, bei der sich die freiwilligen Gruppierungen, wenn sie wollten, mit einem Plakat für einen Monat in der Kirche sichtbar machen konnten. Wir merkten schnell, wie viele freiwillig engagierte Mitglieder in unserer Pfarrei unterwegs sind, und möchten hier gerne ein paar Gruppierungen vorstellen. Natürlich wissen wir, dass in der Knappheit des Platzes dies nur Schlaglichter sein können. Eltern-Kind-Feier ist eine Gruppe von Eltern, die etwa einmal im Monat in Zweierteams eine kleine Feier für die kleinsten Pfarreimitglieder in unserer Krypta vorbereiten und durchführen. Ziel bei dieser Feier ist, dass die Familien, und vor allem die Kinder, spüren, «schön, dass ihr da seid». Ihr seid Kinder Gottes und wir gehen gemeinsam den Weg in der Gemeinschaft der Pfarrei. Über unsere Ministrantinnen und Ministranten und die Mini-Leiterinnen und Mini-Leiter könnte viel gesagt werden. Highlights sind

unter anderem die Vorbereitung der Mini-Treffs und das Mini-Lager, die mit viel Engagement mitgetragen werden. In unserer Pfarrei sind Jugendliche als Firmbegleiterinnen und Firmbegleiter mit unseren Firmlingen auf dem Weg. Sie bereiten zusammen mit einer anderen Leiterin oder einem anderen Leiter Kleingruppenanlässe vor und führen sie durch. Hier ist eine direkte Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und eine Offenheit gegenüber den Meinungen der Jugendlichen ganz wichtig. Für das Firmteam ist dies eine ganz intensive Zeit. Häufig sagen sie, dass dies eine gute Zeit ist und der eigene Firmweg hierbei ganz bewusst reflektiert wird. Auch möchte ich nicht unseren motivierten Frauenverein, wobei seine Mitglieder lieber mit «Frauen


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St. Peter und Paul» angesprochen werden wollen, unerwähnt lassen. Frauen, die für andere Frauen ein spannendes, abwechslungsreiches und vor allem für möglichst alle Altersschichten ansprechendes Programm auf die Beine stellen. Für unsere Jubilarinnen und Jubilare gibt es den Besuchsdienst, der die «Geburtstagskinder» ab 80 zu allen runden und halbrunden Geburtstagen besucht, aber auch sonst gerne für einen Besuch zur Verfügung steht. Neben diesem grossen freiwilligen Engagement gibt es viele motivierte Sängerinnen und Sänger, die sich in den verschiedenen Chören, vom Kinderchor bis hin zum Kirchenchor, einbringen. Auch Musikerinnen und Musiker haben in der Band «Al Catone» die Möglichkeit, sich aktiv am Pfarrei-

leben zu beteiligen. Natürlich gibt es auch ein reichhaltiges Angebot an Gebetskreisen. Unsere Lektorinnen und Lektoren, Kommunionhelferinnen und -helfer und auch die Kirchenordnerinnen und -ordner und all die vielen anderen Freiwilligen möchte ich gerne mit in die Aufzählung einschliessen. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Pfarrei so lebendig ist und ein so vielfältiges Angebot anbieten kann. Text: Michael Kolditz, Pastoralassistent m.b.A. Foto: Pfarrei St. Peter und Paul Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Michael Kolditz | Pastoralassistent m.b.A. | Tel. 052 269 03 76 michael.kolditz@kath-winterthur.ch | www.peterundpaul.ch

Pfarrei Herz Jesu Mattenbach Freiwillige Arbeit von Leiter/innen in Verbänden am Beispiel der Aktion «72 Stunden»: Ohne freiwilliges Engagement würde die Aktion «72 Stunden» der Jugendverbände vom Mattenbach und von Seen nicht funktionieren. Die Aktion findet schweizweit jedes Jahr statt mit dem Ziel, innerhalb von 72 Stunden Geld für eine Organisation zu sammeln oder zu helfen. Begonnen hat alles mit den Vorbereitungen auf das diesjährige Projekt. An mehreren Abenden wurde freiwillig Zeit aufgewendet, um sich zu treffen und Thema, Material, Unterkunft etc. zu planen. Dann mussten alle Anmeldungen verarbeitet und alle finalen Dinge geplant werden. Mit einem Countdown zählten alle die letzten Sekunden vor Beginn. Die Kinder waren aufgeregt und die Leiter/-innen hofften, dass alles wie geplant funktioniert. Am nächsten Tag haben sich fast 80 Kinder und 20 Leiter/innen beim Pfadiheim Breite eingefunden. Die Kinder wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt. In der Gruppe «Werbung» wurden Flyer und das Logo erstellt, die Gruppe «Material» befasste sich mit der Materialversorgung, die Gruppe «Performance» bereitete sich auf die Vorführungen in der Stadt Winterthur vor, die Gruppe «Kaffee und Kuchen» backte Kuchen und Zöpfe und verkaufte diese in der Stadt, die Gruppe «Kunst» baute aus Abfällen verschiedene Kunstwerke und die Gruppe «Essen» bekochte alle. Während 72 Stunden wurde mit Performancevorstellungen und Kunstausstellungen, mit Zopfverkauf sowie mit Kaffee und Kuchen Geld gesammelt. Das Ganze wird von Leiter/-innen der verschiedenen Pfadigruppen der Abtei-

lung Hartmannen und den Leiterinnen von Blauring Winterthur geleitet. Alles basierend auf freiwilligem Engagement. Dafür haben viele Leiter/-innen extra frei genommen. Alle Beteiligten sind mit Leidenschaft dabei. Die grösste Schwierigkeit ist, dass wieder neue junge und motivierte Freiwillige nachkommen, diese Leidenschaft zu ihrem Hobby machen und Zeit und Herzblut in solche Projekte stecken. Das Projekt «72 Stunden» war für die Jugendgruppen vom Mattenbach und von Seen ein voller Erfolg. Es wurden insgesamt 6 500 CHF für den Verein VIWO gesammelt, der sich um Wohnungen für Flüchtlinge in Winterthur bemüht. Text und Foto: Manuel Peter v/o Falk und Sandro Peter v/o Pegasus (beide Pfadi Hartmannen) Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Beatrice Rimml | Sozialarbeiterin | Tel. 052 235 03 77 sozialdienst.herzjesu@kath-winterthur.ch | www.herzjesu.ch


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Pfarrei St. Josef Töss Es gibt in St. Josef Freiwillige, die sich in den unterschiedlichsten Vereinen und Gruppierungen engagieren. Wir, das Vorstandsteam des Frauenvereins Frauenvereins,, möchten, als einer der grössten Vereine der Pfarrei, unser und das Tun unserer Mitglieder vorstellen. Es gibt auch Frauen, die nicht oder nicht mehr im Vorstand tätig sind, die vieles für die Freiwilligenarbeit leisten. Wir denken an die «Lismerfrauen» «Lismerfrauen»,, die in den Wintermonaten stricken und mit ihren Werken unseren Verkaufstisch am ökumenischen Basar bereichern. Und wir denken an unser Mitglied, das dafür besorgt ist, immer wieder Frauen – und notabene auch Männer – fürs «Bettenschieben» im Kantonsspital zu gewinnen. Die gleiche Frau organisiert zusammen mit einem Vorstandsteam monatliche Wanderungen Wanderungen,, die regen Zuspruch finden. Das Vorstandsteam, bestehend aus vier bis fünf Mitgliedern, plant jeweils im August das Programm für das kommende Jahr. Dabei wird Bewährtes wieder aufgenommen, Neues

gesucht. Anlässe während des Jahres enden für uns viele Male mit Freude durch rege Teilnahme, andere Male mit Fragen und ehrlich gesagt auch Frust wegen mangelndem Interesse. Grundsätzlich sind immer alle Frauen aus Töss, also auch Nichtmitglieder, eingeladen. Unser Programm beinhaltet auch Anlässe für die ganze Pfarrei, von einem Brunch bis zu Apéros und Vorträgen Vorträgen.. Ein grosser Teil unserer Arbeit bewegt sich im sozialen Bereich, besonders für ältere Mitglieder. So werden Frauen ab 75 Jahren an halbrunden und runden Geburtstagen mit einem Blumenstrauss überrascht. Vor dem ersten Advent bekommen sie einen kleinen Lebkuchen persönlich überbracht. Erhalten wir Kenntnis von Krankheiten, besuchen wir auch diese Frauen; «wir» heisst in diesem Fall ein Mitglied des Vorstandes und ein Vereinsmitglied. Beide übernehmen auch die Geburtstagsbesuche und sind dabei sehr engagiert. Abschliessend ist festzuhalten, dass unser Pfarrer Jacek Jeruzalski uns als Präses tatkräftig unterstützt und uns sehr viel Goodwill entgegenbringt. Er ist sich nie zu schade mit anzupacken, sei es beim Abwasch, beim Aufräumen oder einfach um da zu sein. Dafür sind wir sehr dankbar. Text: Vorstandsteam Frauenverein St. Josef Foto: Frauenverein St. Josef Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Jacek Jeruzalski | Pfarrer | Tel. 052 209 03 70 stjosef@kath-winterthur.ch | www.stjosef.ch

Pfarrei St. Marien Oberwinterthur Die Pfarrei St. Marien kennt ganz verschiedene Formen der Freiwilligenarbeit. Neben den klassischen Aufgaben, wie Vorstand im Frauenverein oder Mitglied im Pfarreirat Pfarreirat,, gibt es auch Angebote, die erst in letzter Zeit dazugekommen sind. Vor allem im Begegnungszentrum Anhaltspunkt in Neuhegi gibt es auch Freiwillige, die unter dem Dach der katholischen Kirche Veranstaltungen anbieten, die dem nachbarschaftlichen Kontakt oder einem ganz bestimmten Thema gewidmet sind. So gibt es Freiwillige, die Konversation in einer Fremdsprache anbieten, aber auch Freiwillige, die z. B. eine feste Meditationsgruppe leiten. Dies entspricht auch einem der Ziele, die sich der Anhaltspunkt bei seiner Gründung 2013 gegeben hat: Eine der drei

Säulen, auf denen die Arbeit im Anhaltspunkt beruht, heisst Kontakte im neu entstehenden Quartier Neuhegi zu ermöglichen. Die beiden anderen Säulen widmen sich der Kultur, der Vernetzungsarbeit, der Spiritualität und der Lebensgestaltung. In all diesen Feldern arbeiten Freiwillige mit, wobei die Konfession keine Rolle spielt. Die ökumenisch offenen Angebote des Anhaltspunktes ziehen katholische und reformierte Freiwillige zu gleichen Teilen an, es hat sogar welche, die aus der Kirche ausgetreten sind. Ein beliebter Anlass für Freiwillige in St. Marien ist das gemeinsame Essen, Essen, das organisiert, gekocht und aufgeräumt werden muss. Ebenfalls beliebt sind Engagements im sozialen Bereich, Bereich, wie z. B. die Patientenbegleitung im Alterszentrum Oberwinterthur oder das Besuchen von


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Trauernden und Kranken. Als Dankeschön schenken wir unseren mehr als 250 Freiwilligen einen Abend im Januar mit Apéro, festlichem Essen und kultureller Unterhaltung. Ebenso werden sie zu ihrem Geburtstag und zu Weihnachten angeschrieben und erhalten ein persönliches

Dankeschön . Wie in anderen Institutionen auch, sind vor Dankeschön. allem die klassischen Freiwilligen, die sich für mehrere Jahre verpflichten, schwerer zu finden als früher. Dafür bieten sich manche Freiwillige von selbst an, wenn sie eigene Ideen verwirklichen möchten. Diesen Trend möchten wir Angestellte unterstützen und bieten dazu unsere Infrastrukturr und unser Know-how an. So hoffen wir, Infrastruktu unsere Pfarrei auch in Zukunft lebendig zu halten. Text: Michael Weisshar / Foto: Pfarrei St. Marien Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Susanne Meier | Sozialarbeiterin | Tel. 052 245 03 77 sozialdienst.stmarien@kath-winterthur.ch | www.stmarien.ch

Pfarrei St. Laurentius Wülflingen Seit Anfang 2017 hat die Pfarrei St. Laurentius Wülflingen ein neues Hilfsprojekt: Zusammen mit der Stiftung Vives werden Brunnen in der Dritten Welt gebaut, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. So konnten 2017 zwei Brunnen für über 1 400 Menschen in Kambodscha und 2018 zwei Brunnen für über 1 200 Menschen in Ghana erstellt werden. 2019 wurden ein Brunnen in Benin für knapp 400 Menschen und ein Brunnen mit Wassertank in Mosambik für 1 800 Personen gebaut. Wussten Sie, dass Mosambik mit knapp 30 Millionen Menschen zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt? In den ländlichen Gebieten haben zirka 70 Prozent der Bevölkerung nach wie vor keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schätzungsweise 90 Prozent der Krankheiten werden durch eine schlechte Hygiene verursacht. Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist für Kinder der Anfang des Elendes. Deshalb wollten wir als Pfarrei mit unserem Wasserprojekt helfen und damit auch Krankheiten verhindern. Mit den Einnahmen aus dem Benefizdinner 2019 unterstützen wir den Bau eines Wasserturmes mit Pumpe und drei Wasserhähnen. Wasserhähnen . Dadurch haben 1 800 Menschen in Mosambik, davon rund 1 000 Kinder, endlich Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Das war unser grösstes Projekt bis jetzt. Die Umsetzung erfolgte mit lokal ansässigen Unternehmen. Die Dorfbevölkerung wird ausgebildet und integriert, damit auch ein nachhaltiger Betrieb sichergestellt werden kann. Die Planung der Hilfsprojekte erfolgt in Zusammenarbeit mit Roger Harlacher, dem Präsiden-

ten der Stiftung Vives und Mitglied unserer Pfarrei. Die Haupteinnahmequelle für die Brunnen ist das Benefizdinner,, das jedes Jahr mit den Jugendlichen unserer dinner Pfarrei angeboten wird. Rund 30 Jugendliche der Pfarrei sind immer daran beteiligt. Sie helfen in der Küche, bedienen ein Fünfgangmenü und gestalten das Unterhaltungsprogramm mit Tanz, Gesang und Musik.

Wir hoffen, dass das Benefizdinner 2020 dieses Jahr stattfinden kann und freuen uns auf einen unterhaltsamen Abend mit gemütlichem Beisammensein. Das neue Brunnenprojekt ist in Äthiopien geplant. Bauen auch Sie mit! Text: Pfarrei St. Laurentius Wülflingen Foto: Stephanie Scharnitzki

Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Zeljko Calusic | Diakon und Gemeindeleiter Tel. 052 224 03 70 | stlaurentius@kath-winterthur.ch www.stlaurentius.ch


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Pfarrei St. Ulrich Rosenberg Freiwilligenarbeiten in St. Ulrich – mein Eindruck nach einem halben Jahr Pfarreiarbeit. Seit einem halben Jahr bin ich nun in der Pfarrei St. Ulrich tätig und habe die Freiwilligenarbeit und natürlich auch die vielen Freiwilligen schon in diversen Bereichen (aber noch nicht in allen!) kennenlernen dürfen. Trotz der «kleinen Grösse» dieser Pfarrei findet hier verhältnismässig viel Freiwilligenarbeit statt. Manchmal denke ich, dass praktisch jedes Pfarreimitglied irgendwo freiwillig mit anpackt und so zu dieser lebendigen Gemeinschaft beiträgt. Das erste Mal, wo mir Freiwillige begegnet sind, war der Pfarreirat.. Die Männer und Frauen dort sind sehr engagiert Pfarreirat und sprudeln vor Ideen. Sie haben Visionen und Vorschläge für Projekte, die umgesetzt werden, und es macht mir extrem viel Freude, mit ihnen auf dem Weg zu sein und an der Gemeinschaft unserer Kirche mitzuarbeiten. Es sind aber nicht nur die Frauen und Männer im Pfarreirat, mit denen ich in Kontakt bin. Der Kirchenkaffee Kirchenkaffee,, der hier jeden Sonntag nach dem Gottesdienst stattfindet, wäre ohne die vielen fleissigen Hände gar nicht möglich. Hier lebt die Pfarreigemeinschaft nach dem Gottesdienst weiter. Eine Gemeinschaft, die in verschiedenen Formen Ausdruck findet. Wenn ich an den Gottesdienst denke, sind es die Ministrant/innen, die Lektor/-innen und Kommunionhelfer/-innen, alle, die musikalisch tätig sind – seien es Organist/-innen oder der Kirchenchor –, welche die Feier auf verschiedene Weise bereichern und feierlich werden lassen. Nicht zu vergessen sind die Frauen und Männer, die als Kirchenordner zu Beginn des Gottesdienstes für uns da sind und helfen, wo es nötig ist. Die Frauen und Männer der Besucher-

gruppe beehren unsere Seniorinnen und Senioren ab dem 80. Altersjahr vor Weihnachten und zum Geburtstag zu Hause, um ihnen eine kleine Freude zu bereiten und etwas Zeit zu schenken. Darüber hinaus gibt es noch viel mehr Freiwillige hier in St. Ulrich, die hier nicht explizit erwähnt sind. Viele fleissige Hände von Menschen, die sich engagieren und so zu dieser lebendigen Pfarrei beitragen. Mich beeindruckt das sehr, wie auf so kleinem Raum so vieles möglich ist. Ich freue mich darauf, weiter mit diesen Menschen unterwegs zu sein, ihnen immer wieder zu begegnen und mit ihnen gemeinsam Teil einer lebendigen Pfarrei zu sein. Unsere Freiwilligen – sie alle sind das Herz dieser Pfarrei! Text: Marianne Pleines, Pastoralassistentin im Pastoraljahr Foto: Giovanni Schäfli Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Marcus Scholten | Gemeindeleiter | Tel. 052 269 03 80 stulrich@kath-winterthur.ch | www.stulrich.ch

Pfarrei St. Urban Seen Dankeschönfest à la St. Urban. Wenn die rund 350 Freiwilligen der Pfarrei St. Urban vor den Sommerferien eine Einladung im Briefkasten entdecken, dann ist wieder Dankeschönfest Dankeschönfest.. Und die langjährigen St. Urbanerinnen und St. Urbaner, die in einer der vielen Gruppierungen aktiv das Pfarreileben gestalten, klanglich ausschmücken, floral verschönern, kulinarisch bereichern und vieles mehr, schauen gespannt auf die Einladung, die sie in das Motto des Dankeschönfestes einstimmt. In jedem ungeraden Jahr werden unsere Freiwilligen vom Seelsorgeteam einen Abend lang in eine «andere» Welt entführt. In den geraden Jahren können die

Gruppierungen individuell etwas organisieren, sei dies ein gemeinsames Znacht oder ein Spaziergang mit anschliessendem Kaffee und Kuchen, die finanziert werden. Im Dankeschönfestjahr aber, da lud das Team schon zum Captain's Dinner auf der MS St. Urban oder zu einer verzauberten Geschichte aus 1001 Nacht ein. Unter dem Motto «St. Urban bei den Briten» sagte dieses Jahr das Seelsorgeteam wieder allen Danke! Der Reiseleiter Teefax, auch bekannt als Gemeindeleiter Peter Koller, begrüsste 180 Freiwillige im Rittersaal St. Urban. Es gab Speis und Trank sowie Theater und Musik. Nur dank der zahlreichen Gäste, die Teefax, Miss Marple und Doktor Watson unterstützten, konnte das Team aus dem Verlies des Towers


22

befreit werden und sang zum grossen Dank für alle Freiwilligen einen umgedichteten Beatles-Song: «Mir vo Sankt Urban sind unterwägs, füüfävierzig Johr. Mir als Team sind froh und zum Glück nie allei, will mir EUI händ yuppedidei!» Was wären wir ohne unsere Helferin-

nen und Helfer, welche die Pfarrei St. Urban mit ihrem Engagement bereichern und welche ihre Fähigkeiten, Talente und viel Herzblut in die Pfarrei investieren, damit sie lebt und vielfältig ist. Text: Beatrice Helbling, Sozialarbeiterin Foto: Pfarrei St. Urban Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Peter Koller | Gemeindeleiter | Tel. 052 235 03 80 sturban@kath-winterthur.ch | www.sturban.ch

Parrocchia San Francesco MCLI Wer mit Freude gibt, den liebt Gott! Es ist die Freiwilligenarbeit, die unsere Pfarrei trägt und wachsen lässt! Wir sind unseren zahlreichen Freiwilligen zutiefst dankbar, dass sie mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihrem Engagement Leben und Freude in unsere Gemeinschaft bringen. Rund 100 Personen verschiedenen Alters sind stetig daran, den Traum von gelebter Gemeinschaft wahr werden zu lassen. Die Liturgie in italienischer Sprache wird unterstützt von:  16 Ministrantinnen und Ministranten, die von zwei Frauen begleitet werden;  21 Chorsängerinnnen und Chorsängern, die sich wöchentlich treffen und die Liturgie mit ihrem Gesang bereichern;  18 ausgebildeten Lektorinnen und Lektoren Lektoren;;  12 Kommunionspenderinnen und -spendern -spendern,, die während der heiligen Messe das eucharistische Brot verteilen und ab dem nächsten Kirchenjahr auch Hausbesuche und Besuche in den Alters- und Pflege heimen machen;  zwei freiwillige Sakristane Sakristane;;  drei Frauen, welche die Rosenkranzgruppe leiten.

Für unser lebendiges Pfarreileben dürfen wir auch auf die Unterstützung zählen von:  fünf Betreuerinnen und Betreuern für die Kinder und Jugendlichen,, die jeden Samstag unser Pfarrei Jugendlichen zentrum besuchen;  sechs Freiwillige, welche die Aktivitäten der Seniorinnen und Senioren organisieren und begleiten. Dazu gehören Veranstaltungen im Rahmen der «Denkpause», die «Giornate di fraternità», die Fasnacht und die «Castagnata» sowie Aufenthalte am Meer und in den Kurbädern wie auch Tagesausflüge;  der lebhaften Gruppe «over 40» mit ungefähr 40 Mitgliedern, die sämtliche grosse Gemeinschafts anlässe wie Fasnacht, «Castagnata», das Pfarreifest San Francesco sowie Apéros organisiert;  einem Freiwilligen, der für die Bibliothek verantwort lich ist und mit der Pfarreisekretärin zusammenarbeitet. Im karitativen Bereich werden wir unterstützt von:  14 Freiwilligen der Gruppe «Insieme», die sich für Asylsuchende und Flüchtlinge einsetzt, die in Winterthur leben. Diese Gruppe hat ein Projekt auf die Beine gestellt, das sich unter dem Titel «Freundschaft und Zeit» für Personen und Familien aus verschiedenen Ländern einsetzt, in denen Krieg, Gewalt und Diskriminierung herrschen. Bei Aktivitäten wie dem gemeinsamen Abendessen in unserem Pfarreizentrum, Spielabende und Ausflüge lernen sie die Schweiz kennen und schätzen und finden Orientierung und Unterstützung im Alltag.  einer Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern, die dreimal wöchentlich unentgeltlich Flüchtlinge und Asylsuchende in der deutschen Sprache und in Kennt nissen im sozialen und kulturellen Umfeld der Schweiz unterrichtet.


23

Einfachheit, Dankbarkeit, Respekt vor der Würde des Nächsten und Teilen sind die grundlegenden Werte in der christlichen Freiwilligenarbeit und inspirieren unsere Freiwilligen in ihrem Dienst am Nächsten. Zwei Elemente sind wesentlich, um unser christliches humanistisches Erbe weiterzugeben: Spiritualität und Bildung. In diese beiden Bereiche wollen wir auch in Zukunft unsere Zeit und unsere Ressourcen investieren.

Text: Don Carlo de Stasio Foto: Parrocchia San Francesco

Verantwortlich für Freiwilligenarbeit: Don Carlo de Stasio | Parroco | Tel. 052 212 41 91 sanfrancesco@kath-winterthur.ch www.sanfrancesco-winterthur.ch

Verein VIWO und die neue Freiwilligenarbeit: Wohnbegleitung Es ist kein Geheimnis: Wohnungssuche in Winterthur ist ein

entsteht eine längerfristige, freundschaftliche Beziehung und

harter Job! Umso mehr, wenn Sprache und F- oder B-Ausweis

manche Freiwillige unterstützen bei vielen weiteren Fragen.

verraten, dass man aus seiner Heimat geflüchtet, und die Mietzinslimite vom Sozialamt vorgegeben sind. 2015 fing die VIWO

Einige Freiwillige erfüllen «Spezialjobs», so zum Beispiel die

an, Flüchtlinge, die zum Teil schon viele Jahre in Asylunterkünf-

Architekten, die bei Wohnungsübernahmen und -rückgaben

ten lebten, bei der Suche nach einer eigenen Wohnung zu unter-

helfen, aber auch bei Jahresbesuchen checken, ob noch alles

stützen, unabhängig von Herkunft, Zivilstand und Religion. Wir

im grünen Bereich ist. Auch im Vorstand wird freiwillig

waren alles Freiwillige und kamen öfters an unsere Grenzen:

gearbeitet, womit wir die Kriterien einer gemeinnützigen

Selber einer Arbeit nachgehen, dazu in den Pausen und abends

Organisation erfüllen. Jüngst stiess der ehemalige Präsident

telefonieren, besichtigen und Formulare ausfüllen! Mit der Zeit

der katholischen Kirchgemeinde in Winterthur, Urs Rechstei-

lernten wir vieles dazu, tauschten Erfahrungen aus und erhöhten

ner, zu uns, der die Verantwortung für die unterdessen ansehn-

die Chancen der Suchenden, indem der Verein Solidarhaftungen

liche Buchhaltung übernimmt! Unsererseits unterstützen wir

eingeht und selbst Wohnungen mietet. Die Nachfrage war so

die Freiwilligen durch Angebote zum Austausch und zeigen

gross, dass sich die VIWO unerwartet schnell entwickelte. Nun

ihnen unsere Wertschätzung durch ein jährliches VIWO-Fest.

haben wir eine Geschäftsstelle, die mithilfe einer zweiten Person aus der Arbeitsintegration der Stadt Winterthur die Wohnungssu-

Die VIWO ist ein gemeinnütziger Verein und wurde 2015

che übernommen hat. Eben wurde die 98. Wohnung vermittelt.

von der Katholischen Kirche in Winterthur gegründet. Zita Haselbach ist Präsidentin der VIWO. Heute steht der Verein

Unverzichtbar sind die Freiwilligen aber weiterhin für die

unter dem Patronat der katholischen Kirche in Winterthur und

Begleitung. Ist nämlich die Wohnung endlich gefunden,

dem Verband der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden

beginnt die nächste Arbeit. Es gilt, die Wohnkompetenz der

der Stadt Winterthur, die den Verein, neben weiteren Spenden,

geflüchteten Menschen zu sichern: Wie geht man um mit einem

finanziell tragen. Die Unterstützung für die Wohnungssuchen-

Keramikherd? Wie oft soll man die Fenster öffnen im Winter?

den ist kostenlos.

Ist die Haftpflichtversicherung und die Fernsehgebühr bezahlt? Wurde die Hausordnung, die Anleitung für die Waschmaschine

Geschäftsstelle: Wartstrasse 11, 8400 Winterthur

und die Reinigung des Dampfabzuges verstanden? Die Freiwil-

E-Mail: viwo@bluewin.ch

ligen begleiten die Flüchtlinge mithilfe eines bis ins Detail aus-

Tel:

079 15 200 51

gearbeiteten «Fahrplans» sechs Monate lang und teilen uns

Konto:

Raiffeisenbank, 8400 Winterthur, Verein VIWO,

dann mit, ob ihre Klienten jetzt alleine zurechtkommen. Die

8400 Winterthur | Konto: 90-99200-4

Freiwilligen erleben Geben und Empfangen, Anteilnehmen an

IBAN:

CH47 8148 5000 0079 3580 1

einem Schicksal und einer gastfreundlichen Kultur. Oft

Spenden können bei der Steuererklärung abgezogen werden.


24

Die Pfarreien der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur sagen allen Freiwilligen:

« Danke, Mit Euch heben wir ab. Mit Euch bleiben wir dran. Mit Euch gehen wir jeden Schritt. Nur dank Euch wird Kirche lebendig!

DANKE von HERZEN ALLEN für das grosse Engagement!


25

dass es Euch gibt!» gibt!»

Fotos: Pfarrei St. Peter und Paul; Pfarrei St. Josef; Pfarrei St. Marien; Pfarrei St. Laurentius; Pfarrei. St. Urban; Giovanni Schäfli; Verein VIWO; pixabay.com


26

Finanzen

Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Aufwand Personalaufwand

Rechnung

Voranschlag

Rechnung

2019

2019

2018

14 479 991.65 15 106 000.00 14 593 891.11

Konto

3

8 787 501.70

8 883 000.00

8 494 300.42

30

146 468.30

145 600.00

168 148.50

300

7 151 223.97

7 179 000.00

6 970 370.19

301

53 250.45

50 900.00

45 040.95

304

Arbeitgeberbeiträge (AG)

1 305 874.58

1 387 100.00

1 229 770.41

305

Übriger Personalaufwand

130 684.40

120 400.00

80 970.37

309

Personalaufwand der Behörden und Kommissionen Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals Zulagen

2 046 694.80

2 469 100.00

1 989 702.98

31

Material- und Warenaufwand

Sach- und übriger Betriebsaufwand

318 713.06

403 300.00

359 598.62

310

Nicht aktivierbare Anlagen

118 446.84

250 900.00

213 250.26

311

Ver- und Entsorgung Liegenschaften Verwaltungsvermögen

332 706.99

348 100.00

332 979.41

312

Dienstleistungen und Honorare

162 618.42

172 600.00

151 484.74

313

Baulicher und betrieblicher Unterhalt

462 545.19

501 000.00

353 690.76

314

Unterhalt Mobilien und immaterielle Anlagen

143 239.90

91 400.00

100 513.10

315

58 697.55

41 400.00

43 000.10

316

Mieten, Leasing, Pachten, Benützungsgebühren Spesenentschädigungen

321 578.31

380 900.00

310 341.68

317

Wertberichtigungen auf Forderungen

64 781.24

200 000.00

45 912.46

318

Verschiedener Betriebsaufwand

63 367.30

79 500.00

78 931.85

319

1 380 000.00

1 383 000.00

1 874 771.67

33

1 380 000.00

1 383 000.00

1 874 771.67

330

Abschreibungen Verwaltungsvermögen Abschreibungen Sachanlagen Finanzaufwand

154 566.44

179 500.00

154 475.18

34

Zinsaufwand

60 571.00

92 000.00

78 784.65

340

Liegenschaftenaufwand Finanzvermögen

48 740.69

87 500.00

39 617.28

343

Verschiedener Finanzaufwand

45 254.75

0

36 073.25

349

2 076 239.71

2 159 100.00

2 048 100.86

36

230 149.55

225 000.00

234 316.40

361

Beiträge an öffentliche Gemeinwesen und Dritte

1 846 090.16

1 934 100.00

1 813 784.46

363

Interne Verrechnungen

34 989.00

32 300.00

32 540.00

39

34 989.00

32 300.00

32 540.00

394

Ertrag

15 210 163.03 15 092 400.00 15 088 276.42

4

Fiskalertrag

Transferaufwand Entschädigungen an öffentliche Gemeinwesen

Kalkulatorische Zinsen und Finanzaufwand

14 200 042.60

14 242 400.00

13 581 721.59

40

Direkte Steuern natürliche Personen

8 558 838.87

14 718 400.00

8 411 616.38

400

Direkte Steuern juristische Personen

5 641 203.73

– 476 000.00

5 170 105.21

401

126 177.36

116 500.00

146 269.31

42

951.85

2 000.00

1 796.75

424

Entgelte Benützungsgebühren und Dienstleistungen Erlös aus Verkäufen

9 391.75

0

5 384.15

425

115 713.16

114 500.00

139 088.41

426

120.60

0

429

1 759.00

2 000.00

1 825.00

43

1 759.00

2 000.00

1 825.00

439

614 513.12

657 200.00

626 499.62

44

46 888.96

90 200.00

61 736.84

440

Liegenschaftenertrag Finanzvermögen

168 933.16

168 900.00

166 129.43

443

Liegenschaftenertrag Verwaltungsvermögen

398 691.00

398 100.00

398 633.35

447

Rückerstattungen Übrige Entgelte Verschiedene Erträge Übriger Ertrag Finanzertrag Zinsertrag


27

Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Transferertrag Finanz- und Lastenausgleich Beiträge von öffentlichen Gemeinwesen und Dritten Verschiedener Transferertrag Interne Verrechnungen Kalkulatorische Zinsen und Finanzaufwand

Rechnung

Voranschlag

Rechnung

2019

2019

2018

232 681.95

42 000.00

699 420.90

46

186 723.00

0

652 350.00

462

37 208.00

37 000.00

36 956.65

463

8 750.95

5 000.00

10 114.25

469

34 989.00

32 300.00

32 540.00

49

34 989.00

32 300.00

32 540.00

494

Total Aufwand

14 479 991.65 15 106 000.00 14 593 891.11

Total Ertrag

15 210 163.03 15 092 400.00 15 088 276.42

Aufwandüberschuss Ertragsüberschuss

13 600.00 730 171.38

494 385.31

Konto


28

Bestandesrechnung in CHF

Bestand am 01.01.2019

Bestand am

Veränderungen Zuwachs

Abgang

Konto

31.12.2019

Aktiven

23 851 551.61 19 205 580.68 22 080 573.48 20 976 558.81

Finanzvermögen

1

10 051 551.61

19 205 580.68

20 700 573.48

8 556 558.81

10

Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen

1 258 943.94

2 240 430.17

2 402 096.84

1 097 277.27

100

Forderungen

4 975 248.90

16 881 055.00

17 980 202.87

3 876 101.03

101

318 273.77

84 095.51

318 273.77

84 095.51

104

Aktive Rechnungsabgrenzung Finanzanlagen

201.00

201.00

107

Sachanlagen Finanzvermögen

3 498 884.00

3 498 884.00

108

Verwaltungsvermögen

13 800 000.00

1 380 000.00

12 420 000.00

14

13 800 000.00

1 380 000.00

12 420 000.00

140

Passiven

23 851 551.61 35 324 339.55 38 199 332.35 20 976 558.81

2

Fremdkapital

Sachanlagen Verwaltungsvermögen

14 989 403.89

34 349 326.17

37 954 490.35

11 384 239.71

20

Laufende Verbindlichkeiten

2 426 315.86

15 797 920.34

17 858 600.49

365 635.71

200

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

2 000 000.00

17 382 867.83

17 382 867.83

2 000 000.00

201

99 738.33

141 338.00

99 738.33

141 338.00

204

287 483.70

24 000.00

105 483.70

206 000.00

205

10 175 866.00

1 003 200.00

2 507 800.00

8 671 266.00

206

8 862 147.72

975 013.38

244 842.00

9 592 319.10

29

244 842.00

244 842.00

0

296

8 617 305.72

975 013.38

9 592 319.10

299

Passive Rechnungsabgrenzungen Kurzfristige Rückstellungen Langfristige Finanzverbindlichkeiten Eigenkapital Neubewertungsreserve Finanzvermögen Bilanzüberschuss/-fehlbetrag

Investitionen (nach Dienstbereichen) in CHF

Kirchliche Liegenschaften

Rechnung 2019

Voranschlag 2019

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

0

0

250 000.00

Rechnung 2018

Einnahmen

Ausgaben

Konto

Einnahmen

0 1 110 771.67 250 000.00 3506

Umbau- und Sanierungs­ massnahmen Kirche Herz Jesu

0

Kirchensanierung St. Laurentius

0

250 000.00

1 110 771.67

5040.01

0

5040.02

Beitrag des Synodalrates an Investitionsausgaben Total Investitionsausgaben

0 0

0 250 000.00

250 000.00 1 110 771.67

250

Total Investitions­einnahmen

0

0

250 000.00

Nettoinvestition

0

250 000.00

860 771.67

6310.00


29

Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) in CHF

Rechnung 2019 Aufwand

Kirchen

12 929 248.73

Voranschlag 2019 Ertrag

Rechnung 2018

Aufwand

563 835.36 13 342 100.00

Ertrag

Konto

Aufwand

Ertrag

553 600.00 13 073 340.67

583 684.31

3

Behörden, Verwaltung, Pfarrei

2 711 082.71

83 981.40

2 744 300.00

73 800.00

2 667 556.40

102 548.73

3500

Gottesdienst

1 820 073.15

27 401.64

1 898 000.00

27 800.00

1 821 280.19

27 367.33

3501

Diakonie und Seelsorge

2 911 508.36

52 133.32

3 144 300.00

50 700.00

2 780 029.51

53 534.90

3502

985 300.15

28.00

941 300.00

100.00

908 396.55

0

3503

Kultur

1 160 636.96

1 600.00

1 176 700.00

3 100.00

1 185 744.36

1 600.00

3504

Kirchliche Liegenschaften

3 340 647.40

398 691.00

3 437 500.00

398 100.00

3 710 333.66

398 633.35

3506

Bildung

Finanzen und Steuern 1 550 742.92 14 646 327.67 1 763 900.00 14 538 800.00 1 520 550.44 14 504 592.11 Allgemeine Gemeindesteuern

60 048.04

14 200 042.60

120 000.00

1 284 607.00

186 723.00

110 558.95

81 877.96

95 528.93 0

9

14 242 400.00

37 999.95

13 581 721.59

9100

1 338 800.00

0

1 275 992.00

652 350.00

9300

172 000.00

122 500.00

122 770.41

94 276.84

9610

168 933.16

133 100.00

168 900.00

83 788.08

166 129.43

9630

8 750.95

0

5 000.00

0

10 114.25

9710

Finanzierung der Kantonalkirche und Finanzausgleich Zinsen Liegenschaften des Finanzvermögens Rückverteilungen aus CO2-Abgabe

Total Aufwand / Ertrag

14 479 991.65 15 210 163.03 15 106 000.00 15 092 400.00 14 593 891.11 15 088 276.42

Ertragsüberschuss / Aufwandüberschuss

Total

730 171.38

13 600.00

494 385.31

15 210 163.03 15 210 163.03 15 106 000.00 15 106 000.00 15 088 276.42 15 088 276.42

Abschied der Rechnungsprüfungskommission 1.

Die Rechnungsprüfungskommission hat die Jahresrechnung und die Sonderrechnungen 2019 der Kirchgemeinde Winterthur in der von der Kirchenpflege beschlossenen Fassung vom 30.03.2020 geprüft. Die Jahresrechnung weist folgende Eckdaten aus: Erfolgsrechnung

Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen

Investitionsrechnung Finanzvermögen

Bilanz

Gesamtaufwand

CHF

14 479 991.65

Gesamtertrag

CHF

15 210 163.03

Ertragsüberschuss / Aufwandüberschuss

CHF

730 171.38

Ausgaben Verwaltungsvermögen

CHF

0.00

Einnahmen Verwaltungsvermögen

CHF

0.00

Nettoinvestitionen Verwaltungsvermögen

CHF

0.00

Ausgaben Finanzvermögen

CHF

0.00

Einnahmen Finanzvermögen

CHF

0.00

Nettoinvestitionen Finanzvermögen

CHF

0.00

Bilanzsumme

CHF

20 976 558.81

Der Ertragsüberschuss der Erfolgsrechnung wird dem zweckfreien Eigenkapital zugewiesen. Dadurch erhöht sich der Bilanzüberschuss auf CHF 9 592 319.10. 2.

Die Rechnungsprüfungskommission stellt fest, dass die Jahresrechnung der Kirchgemeinde Winterthur finanzrechtlich zulässig und rechnerisch richtig ist. Die finanzpolitische Prüfung der Jahresrechnung gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

3.

Die Rechnungsprüfungskommission beantragt der Kirchgemeindeversammlung, die Jahresrechnung 2019 samt Sonderrechnungen 2019 der Kirchgemeinde Winterthur entsprechend dem Antrag der Kirchenpflege zu genehmigen. Winterthur, 27. April 2020

Rechnungsprüfungskommission der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur Der Präsident: Werner Gabriel Der Aktuar: Gino Rothenbach


30

Sonderrechnung Jahrzeitfonds Einnahmen Zuwachs durch Stiftungen im Jahr 2019

St. Josef

400.00

St. Marien

500.00

St. Laurentius

500.00

St. Urban

2 000.00

Total

3 400.00

Kapitalertrag

1 760.00

5 160.00

Ausgaben Abgang an Stiftungen im Jahr 2019

St. Peter und Paul Herz Jesu

1 800.00 500.00

St. Josef

1 000.00

St. Marien

1 000.00

St. Laurentius

3 200.00

St. Urban Total Überweisung an Kirchengut gemäss Sonderrechnungsbestimmung Ausgabenüberschuss 2019

500.00 8 000.00 1 760.00

9 760.00 4 600.00

Bestand am Ende des Vorjahres

175 866.00

Bestand am Ende des Rechnungsjahres

171 266.00

Davon: Anteil St. Peter und Paul

66 250.00

Anteil Herz Jesu

28 373.00

Anteil St. Josef, Töss

20 025.00

Anteil St. Marien, Oberwinterthur

31 015.00

Anteil St. Laurentius, Wülflingen

11 500.00

Anteil St. Ulrich, Rosenberg

6 880.00

Anteil St. Urban, Seen

7 223.00 171 266.00

Winterthur, 6. März 2020 Römisch-katholische Kirchenpflege Winterthur

Der Ressortverantwortliche: Claudio Aquilina


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Zusammenfassung Rechnung 2019 (nach Arten in CHF) Die Jahresrechnung 2019 der Katholischen Kirchgemeinde Winterthur schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 730 171.38 ab. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von 13 600.00. Die wichtigsten Abweichungen zum Budget 2019 setzen sich wie folgt zusammen: • Personalaufwand Die Personalkosten fallen 97 000 tiefer aus als budgetiert. Dies hauptsächlich infolge der gegenüber dem Budget tieferen Arbeitgeberbeiträge für AHV/IV/EO/ALV, Familienausgleichskasse, Pensionskasse sowie Krankentaggeld- und Unfallversicherung. • Sachaufwand Insgesamt sind beim Sachaufwand rund 422 000 weniger Kosten angefallen als budgetiert. Die grössten Abweichungen betreffen dabei die Beschaffung von Mobilien für Büro, EDV und Liegenschaften mit 107 000, den Bereich Unterhalt von Liegenschaften mit 38 000, den Bürobereich mit 85 000 und den Bereich Dienstleistungen und Pfarreianlässe mit 60 000. Zudem sind die vom Steueramt Winterthur abgerechneten Forderungsverluste von Steuern und Zinsen um 135 000 tiefer ausgefallen als geplant. • Finanzaufwand Die langfristigen Darlehen der Kirchgemeinde wurden mit einem Zinssatz von 0.75% budgetiert. Effektiv konnten die Darlehen im Durchschnitt nochmals mit einem um 0.2% tieferen Zinssatz verlängert werden. Der Aufwand für die Liegenschaften im Finanzvermögen liegt um 39 000 unter dem budgetierten Wert. Die uns vom Steueramt Winterthur mitgeteilten Steuerskonti lagen um 45 000 höher als budgetiert. • Transferaufwand Gesamthaft sind die eigenen Beiträge um rund 83 000 tiefer ausgefallen als budgetiert. Von den budgetierten Beiträgen für die kirchlichen Gruppierungen und Vereine sind 34 000 nicht benutzt worden. Der Beitrag für den Synodalrat fiel infolge tieferer Steuereinnahmen im Vorjahr um 54 000 tiefer aus. • Fiskalertrag Die gesamten Steuereinnahmen sind um 42 000 tiefer ausgefallen als uns vom Steueramt für das Budget gemeldet. • Entgelte Die Entgelte fielen um 10 000 höher aus, da verschiedene Rückerstattungen der Pfarreien aus Anlässen über den budgetierten Werten lagen. • Finanzertrag Die Zinserträge auf Steuereinnahmen sind um 43 000 tiefer ausgefallen als vom Steueramt Winterthur für die Budgetierung gemeldet. • Transferertrag Die Berechnung des Normaufwandausgleiches basiert immer auf den effektiven Werten des Vorjahres. Zum Zeitpunkt der Budgetierung stehen jedoch lediglich hochgerechnete Werte zur Verfügung. 2019 haben wir entgegen dem mit 0.00 budgetierten Beitrag 187 000.00 erhalten. Winterthur, 6. März 2020 Claudio Aquilina, Ressortverantwortlicher Finanzen


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Tätigkeitsberichte Kirchenpflege und Verwaltung Nach erfolgreichen Ersatzwahlen startete die Kirchenpflege am 1. Juli 2019 mit einem neu gewählten Präsidenten und drei frisch gewählten Mitgliedern in das neue Amtsjahr. An der Kirchgemeindeversammlung vom 28. Mai 2019 wurde der langjährige Präsident der Kirchenpflege, Urs W. Rechsteiner, aus seinem Amt verabschiedet. Für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 wählten die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Winterthur mit grossem Mehr den amtierenden Vizepräsidenten, Dr. Hans Hollenstein, zum neuen Präsidenten der Kirchenpflege. Aus der Kirchenpflege verabschiedet wurden ebenfalls Dr. Fritz Lang, Vizepräsident und Ressortverantwortlicher Personal, sowie Hansruedi Frey, Mitglied der Kirchenpflege. Die grossen und langjährigen Verdienste der Demissionäre wurden mit viel Applaus gewürdigt. Mit ebenfalls grossem Mehr wurden neu gewählt: Agnes Strupler, Mitglied der Pfarrei Herz Jesu, Crista Schlegel, Mitglied der Pfarrei St. Laurentius, und Peter Schnider, Mitglied der Pfarrei St. Urban. Ebenso eindeutig fielen die Pfarrwahlen im Seelsorgeraum Herz Jesu – St. Urban aus: Die Versammlung stimmte der Wahl von Klaus Meyer, Pfarrer in der Pfarrei Herz Jesu, und Oliver Quilab, Vikar in der Pfarrei St. Urban, als Pfarrer in solidum für den Seelsorgeraum zu. An der Versammlung vom 28. Mai 2019 stimmten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kirchgemeinde Winterthur zudem einstimmig der Jahresrechnung 2018 zu. Auch der Jahresbericht 2018 sowie die Jahresrechnung der Kirchlichen Entwicklungshilfe 2018 wurden einstimmig verabschiedet. Ebenso klar genehmigte die Kirchgemeindeversammlung am 3. Dezember 2019 das Budget 2020 sowie die Entschädigung der Behördenmitglieder für das Jahr 2020. Eine klare Mehrheit der Stimmberechtigten hat auch die Bauabrechnung für die Innensanierung der Kirche Herz Jesu gutgeheissen.

Unter dem Vorsitz des neu gewählten Präsidenten, Dr. Hans Hollenstein, legte die Kirchenpflege an ihrer Sitzung vom 1. Juli 2019 die neue Ressortverteilung fest. So wurde Peter Schnider von seinen Kolleginnen und Kollegen zum Vizepräsidenten der Kirchenpflege gewählt. Loredana Lima wurde neue Ressortverantwortliche Personal und trat damit die Nachfolge von Dr. Fritz Lang an. Agnes Strupler nahm Einsitz in die Personalkommission und ersetzte Hansruedi Frey. Mit den beiden frisch gewählten Frauen konnten auch die beiden vakanten Pfarreipflegen wieder besetzt werden. So ist Agnes Strupler zur Pfarreipflegerin von Herz Jesu und Crista Schlegel zur Pfarreipflegerin von St. Laurentius gewählt worden. Auch in ihrer neuen Zusammensetzung führte die Kirchenpflege die bisherige bewährte Kommissionsarbeit weiter. In acht ordentlichen Sitzungen behandelte das Kollegium die laufenden Geschäfte der Kirchgemeinde. Die acht Pfarrer und Pfarreibeauftragten nahmen mit beratender Stimme teil. Dank der sorgfältigen Vorbereitungen in den verschiedenen Ressorts konnten die laufenden Finanz-, Personal- und Sachgeschäfte zügig behandelt und verabschiedet werden. Die operativen Geschäfte von Kirchgemeinde und Kirchenpflege werden von der Verwaltung geführt. Sie bereitet die Geschäfte vor und setzt die gefassten Beschlüsse um. Das Team unter der Leitung von Thomas Suter unterstützt zudem die Pfarreien in den Bereichen Finanzen, Administration und Personal. Stephanie Scharnitzki ist als Kommunikationsbeauftragte für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kirchgemeinde Winterthur verantwortlich. Dank der guten Kooperation zwischen Behörden, Pfarreien und Verwaltung können wir auf ein erfolgreiches 2019 zurückblicken.

Daniela Todesco

Katholikenzählung per 31.12.2019 Veränderungen PP

HJ

TS

OW

WL

RB

SE

Total

gegenüber Ende 2018

Schweizer Niedergelassene

3 036

1 704

1 677

3 426

2 628

751

3 885

17 107

–269

Ausländer und Aufenthalter

1 179

635

1 027

1 727

1 429

229

1 607

7 833

–153

453

227

506

716

673

82

888

3 545

–61

Total

4 215

2 339

2 704

5 153

4 075

980

5 492

24 940

–422

Stand 31.12.2019

4 290

2 355

2 775

5 181

4 220

999

5 542

25 362

–75

–16

–71

–28

–163

–19

–50

–422

–1.7 %

–0.7 %

–2.6 %

–0.5 %

–3.9 %

–1.9 %

–0.9 %

–1.7 %

Davon Italiener MCLI

Legende PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco


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Konstituierung der Kirchenpflege Legislatur 2019 –  2022 Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 1 Kirchgemeindeordnung Finanzkommission RV Stv. Mitglied  / Abgeordneter Geldverkehrs­prüfungskommission Beratend ohne Stimmrecht

Claudio Aquilina Bernadette Guillaume Matthias Gamper Thomas Suter

Büro der Kirchenpflege Präsident:

Dr. Hans Hollenstein

Vizepräsident:

Peter Schnider

Ressortverantwortliche Personal:

Loredana Lima

Ressortverantwortlicher Finanzen:

Claudio Aquilina

Ressortverantwortlicher Bau und Liegenschaften: Cornel Widmer Beratend ohne Stimmrecht:

Personalkommission RV Stv. Mitglied

Loredana Lima Agnes Strupler Sabrina Quan

Bau- und Liegenschaftskommission RV Mitglied Mitglied Mitglied

Cornel Widmer Lucia Franzen Matthias Gamper Bernadette Guillaume

Leiter Finanzen und Administration

Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 2 Kirchgemeindeordnung Jugendkommission RV Stv. Mitglied Mitglied / Vertreter Seelsorgekommission Mitglied / Vertreter kant. Jugendseelsorge Mitglied / Vertreter reg. Jugendseelsorge Mitglied / Vertreter Jugendseelsorge in den Pfarreien Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) RV Stv. Mitglied Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Vertreter Kirchgemeinde

Pfarreipfleger/-innen PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien

Daniela Amolini Lucia Franzen Heike Bausch Pfr. Klaus Meyer Frank Ortolf Oliver Sittel Michael Kolditz

Hedi Blum Katharina Schirrmeister Daniela Amolini Pfr. Jacek Jeruzalski Claudia Vogel Gabriella Burkart Thomas Suter

Katharina Schirrmeister Agnes Strupler Heike Bausch Lucia Franzen

Thomas Suter

Beratend ohne Stimmrecht: Verantwortliche Kommunikation

Stephanie Scharnitzki

Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit (KoSoFA) RV Daniel Frei Stv. Heike Bausch Mitglied Daniela Amolini Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Marcus Scholten Mitglied / Vertreterin Sozialdienste Doris Oberli Mitglied / Leiterin Koordinationsstelle für Soziale Arbeit Susanne Horak Subkommission Freiwilligenarbeit (SuFA) RV Heike Bausch Seelsorgekommission PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien – Vorsitz WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Pfr. Dr. Hugo Gehring Pfr. Klaus Meyer Pfr. Jacek Jeruzalski Michael Weisshar Zeljko Calusic Marcus Scholten Peter Koller Don Carlo de Stasio

WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Crista Schlegel Sabrina Quan Daniela Amolini Loredana Lima


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Delegationen AGJP Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte

Delegierter

Oliver Sittel

Altersforum Winterthur

Vorstandsmitglied

Katharina Schirrmeister

CARITAS Zürich

Delegierter mit Stimmrecht

Daniel Frei

Datenschutzkommission Synodalrat

Delegierte

Sabrina Quan

«Die Dargebotene Hand»

Vorstand mit Stimmrecht

Heike Bausch

Interkulturelles Forum Winterthur

Beisitzer im Vorstand mit Stimmrecht

vakant

Kirchliche Fachstelle bei Arbeitslosigkeit (DFA)

Mitglied der Trägergruppe mit Stimmrecht

Daniela Amolini

Kirchlicher Arbeitskreis für Radio Top

Delegierte mit Stimmrecht

Stephanie Scharnitzki

MCLI-Stiftung

Delegierter mit Stimmrecht

vakant

Migrationsbeirat

Delegierter

Pfr. Alfredo Diez (reformiert)

Radio- und Fernsehgenossenschaft Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Stephanie Scharnitzki

Stiftung Altersheim St. Urban Winterthur-Seen

Delegierter (Vizepräsident)

Louis Borgogno

Stiftung «Solidarität Dritte Welt»

Delegierte mit Stimmrecht

Hedi Blum

Trägerverein «Treffpunkt Vogelsang»

Delegierter

Daniel Frei

Verein für Kinder- und Jugendarbeit im Gutschick

Delegierter

Pfr. Klaus Meyer

Delegierte

Heike Bausch

Verein Kath. Spitex Winterthur (Gemeindekrankenpflege)

Vorstand mit Stimmrecht

Katharina Schirrmeister

Verein Paulus-Akademie Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Bernadette Guillaume

Verein Shalom

Mitglied

Daniela Amolini

Verein Vinzenz Wohnen (VIWO)

Delegierter mit Stimmrecht

Marcus Scholten

Wochenendstube

Vorstand mit Stimmrecht

Pfr. Hugo Gehring


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Kommissionen Bau- und Liegenschaftskommission Unterhalt kirchliche Liegenschaften: Das Augenmerk wurde 2019 auf den Unterhalt und die Werterhaltung von Gebäuden und Umgebungen gelegt, insgesamt wurden CHF 462 545 (Budget CHF 501 000) dafür ausgegeben. Dieser Betrag liegt etwas unterhalb des Durchschnitts der letzten Jahre und ist auf die grossen Sanierungsprojekte der letzten Jahre zurückzuführen. Finanzliegenschaften: Die Finanzliegenschaften befinden sich in einem baulich guten Zustand. Auftretende Reparaturen werden sofort erledigt. Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten werden

fortwährend ausgeführt. Alle Wohnungen und Garagenplätze sind vermietet. Im Berichtsjahr gab es zwei Wohnungswechsel. Mittelfristplanung: Im Rahmen der Mittelfristplanung werden derzeit die strategischen Themen bearbeitet. Dazu gehört die Nachhaltigkeitsstrategie, bezogen auf die Bauten und Liegenschaften der Kirchgemeinde Winterthur.

Cornel Widmer

Personalkommission Die Personalkommission verabschiedete an zehn Sitzungen neun Anträge zur Anstellung von neuen Mitarbeitenden an die Kirchenpflege. Davon erfolgten drei Anstellungen infolge von ordentlichen Pensionierungen. In eigener Kompetenz stellte die Kommission innerhalb des bewilligten Stellenplans neue Mitarbeitende für nebenamtliche Stellen in den Bereichen Pfarreisekretariat, Sakristanendienst, Hauswartung, Kirchenmusik und Katechese ein. In mehreren Sitzungen befasste sich die Kommission mit der Erarbeitung des am 3. Dezember 2019 von der Kirchgemeindeversammlung genehmigten Budgets 2020. In diesem Zusammenhang wurden für das Personal eine Lohnerhöhung von einer Stufe sowie einzelne Lohnkorrekturen und Beförderungen per 1. Januar 2020 beschlossen. Im Einklang mit den Richtlinien der Schweizerischen Bischofskonferenz und dem verabschiedeten Schutzkonzept des Bistums Chur hat die Personalkommission nebst anderen Massnahmen beschlossen, ab Juni bei Neuanstellungen in den Bereichen «Seelsorge, Religionspädagogik, Jugendarbeit, Katechese sowie Soziale Arbeit» zusätzlich den Sonder-

privatauszug aus dem Strafregister zu verlangen. Bei allen anderen Neuanstellungen ist neu der Privatauszug einzureichen. Des Weiteren wirkte die Kommission in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen «Prävention, Sicherheit und Erste-Hilfe-Massnahmen» mit. Zielsetzung ist u.a., für die drei Bereiche interne Fortbildungen für Mitarbeitende sowie weitere ergänzende Massnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Sakristanenverband erfolgte infolge Pensionierung des Stelleninhabers eine Arbeitsplatzbewertung der Sakristanen- und Hauswartstelle in der Pfarrei St. Marien. Die detaillierte Bewertung erbrachte rund 110 Stellenprozente. Entsprechend erfolgte eine Anstellung per 1. Januar 2020 mit einem Pensum von 100%. Die nebenamtliche Stellvertretungsstelle konnte mit den bisherigen Stellenprozenten beibehalten werden. Einen Schwerpunkt setzte die Kommission bei der gezielten Weiter- und Fortbildung des Personals. Erfolgreich konnten Fähigkeiten und Talente der Mitarbeitenden mit jobspezifischen Weiterbildungen gefördert und gestärkt


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werden. Des Weiteren konnte in Zusammenarbeit mit dem Lehrverbund «Stiftung Chance» die bisher angebotene zweijährige Berufsausbildung zur Büroassistenz (EBA) um eine Anschlusslösung mittels verkürzter KV-Lehre, Profil B, ergänzt werden. Am 4. Juni fand die letzte Legislatursitzung statt. Unter Verdankung ihrer geleisteten Dienste wurden Dr. iur. Fritz Lang in der Funktion als Leiter des Ressorts Personal (neun Amtsjahre) und als ehemaliger Vizepräsident (fünf Amtsjahre)

sowie Hansruedi Frey als Mitglied der Kommission sowie Stellvertreter des Ressortleiters (4.5 Amtsjahre) verabschiedet. In ihrer neuen Konstituierung traf sich die Personalkommission, unter der neuen Ressortleitung von Loredana Lima, mit Sabrina Quan und dem neu gewählten Mitglied Agnes Strupler am 2. Juli zu ihrer ersten Sitzung. Die Personaladministration auf der Verwaltung wurde per 1. Juni mit der neuen Mitarbeiterin Cornelia Schnydrig (Pensum 50%) verstärkt.

Loredana Lima

Anstellungen in der Kirchgemeinde

Mitarbeitende in der Kirchgemeinde

in Stellenprozent

Anteil Personen in Prozent

20% 16% 27% 13% 11% 14%

20 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 16 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 27 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend / Soziale Arbeit / Altersheimseelsorge 13 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 10 % Musik / Aushilfen 14 % Sakristan / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen

13% 13% 16% 28% 16% 14%

13 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 13 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 16 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend / Soziale Arbeit / Altersheimseelsorge 28 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 16 % Musik / Aushilfen 14 % Sakristan / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen


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Seelsorgekommission Ich möchte diesen Tätigkeitsbericht mit dem Thema unserer jährlichen Retraite beginnen, die am 14. Januar 2020 stattfand: Was können wir tun gegen depressive Stimmungen in der Kirche (das betrifft die Mitarbeitenden) und wie gehen wir mit einer Kirche um, die selber depressiv geworden ist? Unter kundiger Anleitung von Wunibald Müller haben wir uns vieles aufgeschrieben, was man alles so zusammenfassen kann: Wir müssen in dem kleinen Kreis, den wir gut beeinflussen können, das Positive herausarbeiten, das Negative erkennen, aber nicht daran hängen bleiben und stetig die gute Nachricht (das Evangelium) verbreiten, dass sich das Leben lohnt. Dies wird in den nächsten Jahren unsere Hauptaufgabe sein. Dies hatte schon im Vorhinein dazu geführt, dass wir uns im Rahmen des Zielsetzungsprozesses darauf konzentriert hatten, wie wir der Wirklichkeit innerhalb und rund um die Kirche am nächsten kommen. Wir möchten mit einer genauen Zielgruppenanalyse beginnen, die aufzeigt, was die Menschen in Winterthur von der Kirche wollen und was sie vom Bisherigen nicht mehr wollen. Auf diesem Ergebnis aufbauend wollen wir weitere Ziele für die katholische Kirche im Lebensraum Winterthur formulieren. Die Spannweite dieser zwei Themen beschreibt sehr gut, womit wir uns neben dem sich jährlich wiederholenden Alltagsgeschäft beschäftigt haben. Das Alltagsgeschäft war auch 2019 noch vom Reformationsjubiläum unserer Schwesterkirche geprägt. Die Veran-

staltungen unter dem Titel «Heiliges Winterthur» waren in der Regel ökumenisch angelegt und dauern 2020 noch an. Auch das Thema des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche hat uns immer wieder beschäftigt. Wir trafen uns ausser zur jährlichen Retraite zu weiteren sieben Sitzungen, die regelmässig mit einem spirituellen Impuls beginnen und mit einem Austausch über schwierigere Aufgaben in den einzelnen Pfarreien enden. Dazwischen werden die Themen behandelt, die die Pastoral im Lebensraum Winterthur und somit Winterthur als Ganzes betreffen. Die Zusammensetzung der Seelsorgekommission (die Leitenden der acht Pfarreien und eine Protokollführerin) blieb im ganzen Jahr 2019 konstant. Einige aus unserem Kreis besuchten auch die Dekanatsweiterbildung in Benediktbeuren (Deutschland), wo wir uns über die neuesten Tendenzen in der kirchlichen Jugendarbeit ins Bild setzen liessen. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt, sodass wir auch dieses Jahr ohne Konflikte untereinander an den anstehenden Themen arbeiten konnten. Mit allen anderen Mitgliedern der Kirchenpflege machen wir uns jetzt auf den Weg hin zu den Legislaturzielen, die das Jahr 2020 wahrscheinlich am stärksten prägen werden.

Michael Weisshar, Präsident


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Jugendkommission Die Jugendkommission beschäftigt sich hauptsächlich mit pfarreiübergreifenden Aktivitäten und Projekten in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendseelsorge und Seelsorge für junge Erwachsene. Das Ressort hat zudem das Zusammenwirken der Pfarreien in der Jugendarbeit und der Jugendseelsorge zu fördern. Diesem Ziel dienen unter anderem regelmässige Sitzungen der regionalen Jugendseelsorge mit den Jugendseelsorgerinnen und -seelsorgern der Pfarreien (Jugendseelsorgestamm). Die Jugendkommission traf sich im Berichtsjahr vier Mal und konnte Pfarreien bei ihrer Jugendarbeit beraten. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Anlässe durchgeführt, wovon namentlich folgende zu erwähnen sind: Am Freitagabend, den 29. März, trafen sich zahlreiche Firmlinge aus Winterthur zum Firmtreffen «Winti-Spirits». Etwa 80 junge Menschen, die sich auf ihre Firmung vorbereiteten, konnten in verschiedenen Ateliers Momente des Lebens in der katholischen Kirche kennenlernen: Caritas, Behindertenseelsorge ZH, die Schweizergarde und vieles mehr. Zum Ministrantenlager kamen 20 Minis aus Winterthur und Umgebung vom 4. bis 11.10.2019 zum Kennenlernen, zu Spiel, Spass und Gottesdienst zusammen. Am 15. November fand wieder in Zusammenarbeit mit der reformierten Fabrikkirche in der Stadtkirche Winterthur die «Nacht der Lichter» statt, ein Abendgebet im Stil von Taizé. Dieser erfolgreiche Anlass mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern soll weiterhin fester Bestandteil der spirituellen Angebote des «freiraums» (Regionale Jugendseelsorge Stadt Winterthur) bleiben.

Für das Jahr 2020 sind bereits einige Anlässe in Vorbereitung, an denen der regionale Jugendseelsorger beteiligt oder für die er verantwortlich ist: Oberstufenanlässe, «Winti-Spirits», Minilager und ein Angebot zum Heiligen Abend sind hierbei nur einige der geplanten Aktivitäten. An der Vorbereitung der Dekanatsfortbildung im November war der regionale Jugendseelsorger in Zusammenarbeit mit Marcus Scholten (Pfarrei St. Ulrich) und Anja Beroud (AKJ Winterthur) beteiligt. Seine Besuche sind in den Pfarreien für 2020 geplant, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und neue Projekte und Angebote zu planen. In Ergänzung zu den operativen Aufgaben ist der regionale Jugendseelsorger auch für die Kirchgemeinde in der Netzwerkarbeit sehr aktiv. Er vertritt die Jugendarbeit der Katholischen Kirche in Winterthur in den folgenden Gremien: Trägerschaftskonferenz der Stadt Winterthur, Vorstand Offene Jugendarbeit Winterthur und Dekanat Winterthur. Dazu lädt er mehrmals im Jahr zum Jugendseelsorgestamm, dem Treffen der Jugendverantwortlichen der Stadt und Region Winterthur, ein. Diese Treffen dienen dem regen Austausch und bieten dazu auch Weiterbildungsmöglichkeiten in bestimmten Bereichen der Jugendarbeit. Zum wiederholten Mal hat sich die Jugendkommission mit den Jugendverantwortlichen der Pfarreien in herzlicher Atmosphäre zum gemeinsamen Grillieren und Austausch im Sommer getroffen.

Daniela Amolini und Lucia Franzen

Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Bewährtes weiterführen, zusammenarbeiten und die Zukunft planen Diese drei Stichworte haben die Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit im vergangenen Jahr begleitet. Wir haben die vielfältigen Aktivitäten im sozialen Bereich der Katholischen Kirche in Winterthur begleitet und uns Gedanken darüber gemacht, was sich bewährt hat und wo in Zukunft Veränderungen sinnvoll sind. Die Breite der sozialen Tätigkeiten ist uns wichtig und wir sind sehr froh, dass so viele sich freiwillig einsetzen und damit Kirche konkret gelebt wird. Für den grossen Einsatz unzähliger Menschen danken wir auch an dieser Stelle herzlichst! Ohne dieses Engagement wäre unsere Kirche nicht, was sie ist!

Die Tätigkeiten der Sozialarbeitenden in den Pfarreien wie Beratung oder Seniorenarbeit sind der wichtigste Pfeiler unseres Einsatzes, dazu ist es uns aber wichtig, dass wir Teil eines Netzwerks sind. Diesen Aspekt möchten wir dieses Jahr besonders aufzeigen. Gemeinsam zum Ziel – pfarreiliche Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit als Teil eines Netzwerks Gemeinsam mit anderen können wir mehr erreichen. Nachstehend beleuchten wir einige Aspekte, wie die Sozialarbeitenden und die Koordinationsstelle diese Vernetzung mit den sozialen Institutionen in Winterthur gestalten.


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Pfarreiliche Soziale Arbeit bekannt machen und vernetzen Im Forum für Sozialtätige konnten Sozialarbeitende die Ziele und Aufgaben der pfarreilichen sozialen Arbeit einem interessierten Fachpublikum vorstellen. 2019 führte die Stadt Winterthur wieder einen Sozialmarkt durch. Ein Informationsstand zeigte unsere Tätigkeiten auf und gab Gelegenheit zu einem regen Austausch. Bezahlbarer Wohnraum Die «Arbeitsgruppe bezahlbarer Wohnraum» ist ein langjähriges Engagement. Vor allem Menschen mit geringem Budget und ältere Personen haben es schwer, eine Wohnung zu finden. Menschen, die geflüchtet sind, unterstützt der Verein VIWO bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Die Sozialarbeitenden haben sich 2019 mit Daniela Sidler, Geschäftsleiterin, und Zita Haselbach, Präsidentin des Vereins VIWO, getroffen, um das Engagement in diesem Bereich zu koordinieren. Freiwilligenarbeit fördern Die Fachstelle benevol Winterthur führte am 2. November den Aktionstag «Freiwillig unterwegs» durch und informierte an mehreren Orten, zusammen mit ihren Mitgliedern, breit über Freiwilligenarbeit. Mitarbeitende und Freiwillige der katholischen Kirche engagierten sich vielfältig: im Organisationskomitee, am Informationsstand der Katholischen Kirche in Winterthur, an runden Tischen und als Helfer*innen. Die Vernetzung und das Wissen von Freiwil-

ligen, die sich für geflüchtete Menschen engagieren, förderte der «Weit-Blick» in der bewährten Kooperation mit Unterstützung der Stadt Winterthur auch 2019 wieder mit drei Veranstaltungen. Mitarbeit in weiteren Gremien Weiter wirkten die Sozialarbeitenden unter anderem in folgenden Gruppen und Foren mit: Altersforum, Forum für Sozialpsychiatrie, IPW Winterthur, Kerngruppe Vernetzung Soziale Beratung, Netzwerk Gemeinwesenarbeit, Sozialtreffs in den Quartieren. Auch im Treffpunkt Vogelsang sind sie aktiv. Am Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut machten die Sozialarbeitenden zusammen mit ATD Vierte Welt auf das Thema Armut aufmerksam. Auch übers Jahr unterstützt die Katholische Kirche in Winterthur den Treffpunkt mannigfaltig, sowohl personell wie auch finanziell. Personelle Veränderungen Im Juni 2019 beendete Bea Fischer ihre Tätigkeit in der Pfarrei St. Josef, Töss, in der sie seit 2017 tätig war. Wir danken ihr für das Engagement. Ihrem Nachfolger Norbert Pfister, der seine Arbeit im November 2019 aufgenommen hat, wünschen wir alles Gute und viel Freude für seinen Start! Wir sind sicher, dass die Katholische Kirche in Winterthur auch in Zukunft dank der engagierten Freiwilligen und der professionellen Sozialen Arbeit viel bewirken wird.

Daniel Frei

Familienstand der Ratsuchenden

Anliegen der Ratsuchenden 80 % 70 %

119 86 19 74 69

60 %

1

50 %

2

40 %

4

3 5

30 %

6 7

20 % 10 % 0% Total: 367 Fälle 32% Frau 24% Mann 5% Paar 20% Zweieltern-Familie 19% Eineltern-Familie

Total: 367 Fälle 76 % Finanzielle Probleme 43 % Administrative Probleme 20 % Persönliche / Beziehungsprobleme 28 % Integrationsschwierigkeiten

26 % Krankheit / Behinderung 5 % Alter / Altersprobleme 3 % andere


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Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) Ein halber Ordner voll Dankesschreiben erreichte uns um den Jahreswechsel. Persönliche Schreiben, eingeleitet mit einem Sprichwort aus dem unterstützten Land und/oder mit Fotos, die Kinder beim Spielen oder in der Schulbank zeigen und Frauen, die ihre Feldernte präsentieren. Nun, dieser Dank gehört eigentlich Ihnen allen, die Sie jedes Wochenende so grosszügig das «Opferchörbli» füllen und den «Steuerbatzen» abliefern. Aber er gehört auch all den Freiwilligen, von Jung bis Alt, die in den einzelnen Pfarreien sich solidarisch zeigen und besondere Aktionen durchführen wie Basar, Essen, Sponsorenlauf, Sternsingen und noch vieles mehr. Wie viel Geld wir von der Kommission ausgeben können, wissen wir eigentlich erst Ende Jahr, bzw. nach dem Abschluss der Jahresrechnung. Dieses Jahr wurden wir freudig überrascht, so waren 2019 im Vergleich zum Vorjahr gut Fr. 11 000 mehr in den Opferkorb gelegt worden. Insgesamt stand der KEH für In- und Ausland ein Betrag von Fr. 441 754.30 zur Verfügung, darin sind enthalten: Kirchenopfereinnahmen von Fr. 208 748.45, die Verdoppelung des Betrages durch die Kirchgemeinde aus den Steuergeldern und der Vortrag aus der Jahresrechnung 2018 von Fr. 24 257.40. Mit Fr. 283 900 unterstützten wir 53 Projekte im Ausland, daneben 27 Projekte im Inland mit Fr. 133 200, sowie inländische Institutionen mit kleineren Beiträgen. Der per Ende 2019 noch verfügbare Betrag von Fr. 24 654.30 wird auf die KEH-Jahresrechnung 2020 übertragen.

Bei den Auslandprojekten geht der grösste Betrag an Schulbildungsprojekte, gefolgt von Projekten im Bereich Gesundheit. An dritter Stelle steht «Verschiedenes», das heisst, in diesem Posten sind Projekte aufgeführt, bei denen das Geld nicht nur einer Kategorie zugeteilt werden kann. Mit der Veränderung des Klimas und den Naturkatastrophen wird das Thema Ökologie immer wichtiger: z. B. unterstützten wir Projekte zur Wiederaufforstung, zu Landwirtschaft und Gartenbau, zum Anlegen von Wasserplänen und Brunnen (Simbabwe, Elfenbeinküste, Guatemala, Bolivien, Haiti, Kambodscha, Indien). Bei den Inlandprojekten stand die Unterstützung der Integrationsprojekte an erster Stelle, z. B. das Projekt «50 plus» der Kirchlichen Fachstelle bei Arbeitslosigkeit, das vor allem Ausgesteuerte unterstützt, die älter als 50 Jahre sind und kaum mehr eine Stelle finden; das Arbeitsintegrationsprojekt von «stadtmuur», das Jugendliche auf eine Berufslehre oder den Arbeitsmarkt vorbereitet; der Trägerverein des Bistros «Dimensione», der in seinem Betrieb die Integration von psychisch beeinträchtigten Menschen fördert. Im Namen der KEH-Kommission möchten wir allen, die auf irgendeine Weise zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben, ein grosses «Vergelt’s Gott» aussprechen und danken für die Solidarität.

Hedi Blum

Auslandprojekte nach Kategorien

Auslandprojekte nach Regionen

in CHF

in CHF 94’200 75’000 8’500 35’700 17’000 53’500

94 200 Bildung 75 000 Gesundheit 8 500 Flüchtlinge 35 700 Ökologie 17 000 Recht 53 500 Verschiedenes

82’100 42’300 15’000 20’300 87’500 18’600 18’100

Total: CHF 283 900

Eine detaillierte Spendenauflistung finden Sie auf www.kath-winterthur.ch / Behörden / Ressort Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH)

82 100 Afrika 42 300 Südamerika 15 000 Zentralamerika 20 300 Karibik 87 500 Asien 18 600 Europa 18 100 weltweit

Total: CHF 283 900


41

Abrechnung über die Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) 2019 in CHF

Vorjahr

2019

Einnahmen Kirchenopfer

St. Peter und Paul

82 694.30

96 017.90

Herz Jesu

14 332.55

17 805.55

St. Josef, Töss

11 089.10

11 774.25

9 385.45

9 598.20

St. Marien, Oberwinterthur St. Laurentius, Wülflingen

25 412.80

19 796.80

St. Ulrich, Rosenberg

33 199.90

31 349.35

St. Urban, Seen Total Einnahmen aus Kirchenopfern

21 024.35

22 406.40

197 138.45

208 748.45

Ausland Vortrag aus Rechnung 2018

22 628.40

Opferertrag 2019

175 530.40

Beitrag Kirchgemeinde*

104 374.20 302 533.00

verfügbar

Inland Vortrag aus Rechnung 2018 Opferertrag 2019 Beitrag Kirchgemeinde*

1 629.00 33 218.05 104 374.25

verfügbar Total 2019 verfügbar

139 221.30 441 754.30

Zahlungen im Jahr 2019 Total Ausland

283 900.00

Total Inland

133 200.00

Total Ausgaben

417 100.00

somit per Ende 2019 noch verfügbar Anteil Ausland

18 633.00 6 021.30

Anteil Inland Total

24 654.30

* Die Kirchgemeindeversammlung vom 7. Januar 1971 beschloss als Beitrag der Kirchgemeinde die Opferverdoppelung bis max. 1% der einfachen Staatssteuer.


42

Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

Urnenabstimmung

8 Pfarrer / Pfarreibeauftragte Voraussetzung: braucht Beauftragung durch den Bischof

7 Territorialpfarreien, 1 Personalpfarrei* St. Peter u. Paul St. Laurentius Herz Jesu St. Ulrich St. Josef St. Urban St. Marien *San Francesco MCLI

Kirchgemeindeversammlung

Kirchenpflege 17 Mitglieder Beratend: 8 Pfarrer/Pfarreibeauftragte, Leiter Finanzen/Administration, Kommunikationsverantwortliche

Rechnungsprüfungskommission 5 Mitglieder

Verwaltung

Geldverkehrsprüfungskommission

(inkl. Kommunikation)

3 Mitglieder

Ressorts/Kommissionen Bau und Liegenschaften

Finanzen

Jugend

Kirchliche Entwicklungshilfe

Personal

Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Seelsorge


43

Namen und Kontakte Kirchenpflege – Stand 31. Dezember 2019 Präsident Mitglied Büro Dr. Hans Hollenstein

Vizepräsident Mitglied Büro Peter Schnider, lic.iur./RA.

Ressortverantwortliche Jugendkommission Mitglied Kirchliche Entwicklungshilfe Mitglied Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Pfarreipflegerin St. Urban Daniela Amolini

Ressortverantwortlicher Finanzkommission Mitglied Büro Claudio Aquilina

Stv. Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Ressort­­verantwortliche Subkommission Freiwil­­ligenarbeit Mitglied Jugendkommission Pfarreipflegerin St. Josef Heike Bausch

Ressortverantwortliche Kirchliche Entwicklungshilfe Hedi Blum

Louis Borgogno

Stv. Jugendkommission Stv. Bau- und Liegenschaftskommission Pfarreipflegerin St. Marien Lucia Franzen

Ressortverantwortlicher Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Daniel Frei

Mitglied Finanzkommission Mitglied Bau- und Liegenschaftskommission Matthias Gamper

Stv. Finanzkommission Mitglied Bau- und Liegenschaftskommission Bernadette Guillaume

Ressortverantwortliche Personalkommission Mitglied Büro Pfarreipflegerin Parrocchia MCLI Loredana Lima

Mitglied Personalkommission Pfarreipflegerin St. Ulrich Sabrina Quan

Stv. Kirchliche Entwicklungshilfe Pfarreipflegerin St. Peter und Paul Katharina Schirrmeister

Pfarreipflegerin St. Laurentius Crista Schlegel

Stv. Personalkommission Pfarreipflegerin Herz Jesu Agnes Strupler

Ressortverantwortlicher Bau- und Liegenschaftskommission Mitglied Büro Cornel Widmer

Die Mitglieder der Kirchenpflege sind zu erreichen über das Sekretariat der Kirchenpflege:

Daniela Todesco Tel. 052 224 03 86 daniela.todesco@kath-winterthur.ch


44

Rechnungsprüfungskommission Präsident Werner Gabriel

Vizepräsidentin Rosemarie Schürmann

Geldverkehrsprüfung Angelika Kalbermatten

Paul Reichmuth

Aktuar und Geldverkehrsprüfung Gino Rothenbach

Pfarreiübergreifende Angebote Regionale Jugendseelsorge Oliver Sittel Oberfeldweg 15A 8408 Winterthur Tel. 052 202 53 92 oliver.sittel@ kath-winterthur.ch juseso@kath-winterthur.ch

Anhaltspunkt Neuhegi Pfarrei St. Marien Dr. Barbara Winter-Werner Ida-Sträuli-Strasse 91 8404 Winterthur Tel. 052 544 17 70 barbara.winter@kath-winterthur.ch

Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Susanne Horak Seuzacherstrasse 1 8400 Winterthur Tel. 052 269 03 87 susanne.horak@kath-winter­t hur.ch

Spitalseelsorge (ist der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich unterstellt) Kantonsspital Winterthur Leiter kath. Spitalseelsorge Diakon Michael Eismann Katholisches Pfarramt Postfach 834 8401 Winterthur Tel. 052 266 21 32 michael.eismann@ksw.ch

Klinik Schlosstal, ipw Klinikseelsorger Diakon Martin Paulus Katholisches Pfarramt Wieshofstrasse 102 8408 Winterthur Tel. 052 224 36 01 martin.paulus@ipw.zh.ch


45

Pfarreiliche Stellen für Soziale Arbeit Pfarrei St. Peter und Paul Doris Oberli Margrit Fässler Tellstrasse 11a 8400 Winterthur doris.oberli@kath-winterthur.ch margrit.faessler@kath-winterthur.ch Tel. 052 213 16 32 sozialdienst.peterundpaul@ kath-winterthur.ch

Pfarrei Herz Jesu Beatrice Rimml Unterer Deutweg 89 8400 Winterthur Tel. 052 235 03 77 beatrice.rimml@kath-winterthur.ch sozialdienst.herzjesu@ kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Josef Norbert Pfister Nägelseestrasse 46 8406 Winterthur Tel. 052 209 03 77 norbert.pfister@kath-winterthur.ch sozialdienst.stjosef@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Marien Susanne Meier Römerstrasse 105 8404 Winterthur Tel. 052 245 03 77 susanne.meier@kath-winterthur.ch sozialdienst.stmarien@ kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Laurentius Margarete Zani Wülflingerstrasse 181 8404 Winterthur Tel. 052 224 03 77 margarete.zani@kath-winterthur.ch sozialdienst.stlaurentius@ kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Ulrich Margrit Fässler Seuzacherstrasse 1 8400 Winterthur Tel. 052 269 03 83 margrit.faessler@kath-winterthur.ch sozialdienst.stulrich@ kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Urban Beatrice Helbling Seenerstrasse 193 8405 Winterthur Tel. 052 235 03 87 beatrice.helbling@kath-winterthur.ch sozialdienst.sturban@ kath-winterthur.ch

Parrocchia MCLI San Francesco Gabriella Prudenza St. Gallerstrasse 18 8400 Winterthur Tel. 052 266 01 26 gabriella.prudenza@kath-winterthur.ch sozialdienst.sanfrancesco@ kath-winterthur.ch

Synodalen (Synode der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich) Claudio Aquilina

Louis Borgogno

Peter Schnider, lic.iur./RA.

Claudia Bamert

Pfr. Klaus Meyer

Verwaltung Römisch-katholische Kirchgemeinde Laboratoriumstrasse 5, 8400 Winterthur, Tel. 052 224 03 80, info@kath-winterthur.ch, www.kath-winterthur.ch Leiter Administration: Thomas Suter

Verantwortliche Personal­administration: Manuela Zuber

Verantwortliche Kommunikation: Stephanie Scharnitzki

Alle Angaben zu Behördenmitgliedern und Mitarbeitenden: Stand 31. Dezember 2019. Weitere Informationen zu den Pfarreiratspräsidien, zu fremd­sprachigen Missionen und Gruppierungen in Winterthur u. v. m.: www.kath-winterthur.ch


46

Pfarreien mit Gemeindeleitungen/Pfarreibeauftragten

St. Ulrich, Winterthur-Rosenberg Marcus Scholten, Pfarreibeauftragter Seuzacherstrasse 1, 8400 Winterthur Pfarramt 052 269 03 80 stulrich@kath-winterthur.ch

Baujahr 1971

St. Ulrich

Wülflingen

980 Katholiken

Altstadt

St. Peter und Paul 4215 Katholiken

St. Laurentius 4057 Katholiken Baujahr 1959

Bahnhof Winterthur

Töss St. Laurentius, Winterthur-Wülflingen Zeljko Calusic, Pfarreibeauftragter und Diakon Wülflingerstrasse 181, 8408 Winterthur Pfarramt 052 224 03 70 stlaurentius@kath-winterthur.ch

Herz Jesu St. Josef

2339 Katholiken

2704 Katholiken

Mattenbach

Baujahr 1913 St. Josef, Winterthur-Töss Jacek Jeruzalski, Pfarrer Nägelseestrasse 46, 8406 Winterthur Pfarramt 052 209 03 70 stjosef@kath-winterthur.ch


47

St. Peter und Paul, Winterthur Dr. Hugo Gehring, Pfarrer/Dekan Tellstrasse 7, 8400 Winterthur Pfarramt 052 269 03 70 peterundpaul@kath-winterthur.ch

St. Marien, Oberwinterthur Michael Weisshar, Pfarreibeauftragter Römerstrasse 105, 8404 Winterthur Pfarramt 052 245 03 70 stmarien@kath-winterthur.ch

St. Marien Baujahr 1868

5153 Katholiken

Baujahr 1936

St. Urban, Winterthur-Seen Peter Koller, Pfarreibeauftragter Seenerstrasse 193, 8405 Winterthur Pfarramt 052 235 03 80 sturban@kath-winterthur.ch

Oberwinterthur

St. Urban 5492 Katholiken Baujahr 1934

Seen Baujahr 1974

Baujahr 1906 MCLI – Missione Cattolica di Lingua Italiana Don Carlo de Stasio, Pfarrer St. Gallerstrasse 18, 8400 Winterthur Pfarramt 052 212 41 91 cpsf@kath-winterthur.ch Herz Jesu, Winterthur Klaus Meyer, Pfarrer Unterer Deutweg 89, 8400 Winterthur Pfarramt 052 235 03 70 herzjesu@kath-winterthur.ch

Die Pfarrei MCLI San Francesco umfasst Katholikinnen und Katholiken, die in den Bezirken Winterthur und Andelfingen wohnen.


Profile for Römisch-Katholische Kirchgemeinde

Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur - Jahresbericht 2019  

Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur - Jahresbericht 2019  

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