BDK - Kripo Kindermalbuch

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Kripo KinderMalbuch


Hallo, liebe Kinder, jetzt wird es spannend! Ich bin Bärnie Spürnase und gehöre zum Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Der BDK ist ein gewerkschaftlicher Berufsverband für Frauen und Männer bei der Kriminalpolizei. Deren Aufgabe ist es, Verbrechern das Handwerk zu legen. Damit das gelingt, setzt sich der BDK zum Beispiel für bessere Arbeitsbedingungen ein. Heute nehme ich euch mit auf Spurensuche, denn auch Kinder erleben manchmal gefährliche Situationen. Wollt ihr wissen, was ihr dann tun solltet? Passt gut auf. Ich kenne die Tricks der Ganoven. Außerdem habe ich schon viele riskante Abenteuer erlebt. In diesem Buch verrate ich euch auch, wie ihr Verbrechen verhindern könnt und Gefahren erfolgreich aus dem Weg geht. Schaut euch das Buch zusammen mit euren Eltern an. Dann könnt ihr mit Mama und Papa über alles reden. Und los geht‘s! Viel Spaß wünscht euch euer BÄRNIE

Ab sofort wartet Bärnie Spürnase in Gebärdensprache auf dem BDK Youtube-Kanal auf seine Besucher. Wir freuen uns sehr, dass Bärnie Spürnase jetzt zweisprachig ermittelt und damit noch mehr Kinder die Möglichkeit bekommen, ihn auf seinen Abenteuern zu begleiten. Ihr könnt einfach den QR-Code scannen oder den Link malbuch-gl.iv-group.info aufrufen.

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„Zuerst möchte ich euch meine Freunde vorstellen: Das ist Familie Bergmann. Mama Kathrin und Papa Andreas haben drei Kinder. Mia ist noch im Kindergarten. Matilda geht in die zweite Klasse. Und der große Tom ist schon auf dem Gymnasium.“ 3


Die Sonne scheint, schnell holt Tom sein Fahrrad aus dem Keller, er will seinen Freund Felix besuchen. „Vergiss deinen Helm nicht!“, ruft Mama ihm hinterher. Und los geht’s! Als Tom bei Felix angekommen ist, schließt er das Fahrrad sofort an einem Straßenschild fest. „Gut gemacht“, lobt Bärnie. „Dann können Diebe es nicht einfach wegtragen.“

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„Mama, wo bist du?“ Mia hat sich im Park verlaufen. „Bärnie, kannst du mir beim Suchen helfen?“, bittet Mutter Kathrin. Mach auch mit! Findest du den kürzesten Weg? Auflösung am Ende des Heftes 5


Auf dem Gehweg liegen Glasscherben, eine Scheibe ist eingeschlagen. Was ist denn hier passiert? Bärnie und Matilda haben einen Verdacht. Aufgeregt wählt Matilda den Polizeinotruf 110. „Herr Kommissar, 6

kommen Sie schnell“, flüstert sie ins Telefon. „Hier ist Matilda Bergmann. Ich glaube, hier wurde eingebrochen.“ Schnell berichtet sie, was sie gesehen hat und wo sie sich befindet.


Endlich Schulschluss. Matilda läuft zur Bushaltestelle. Oh, Schreck! Ihr Bruder Tom tobt mit einem anderen Jungen direkt am Straßenrand und achtet nicht auf den Verkehr. „Tom, pass auf, der Bus kommt!“ ruft Bärnie. Was ist, wenn die Jungs plötzlich hinfallen und der Busfahrer nicht rechtzeitig bremsen kann?

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Am liebsten würde Matilda gar nicht mehr zur Schule gehen, obwohl sie ihr eigentlich Spaß macht. Aber Kevin und Marcel aus der Nachbarklasse ärgern sie ständig und schubsen sie herum. Manchmal bekommt Matilda sogar richtig Bauchschmerzen, wenn die beiden sie gemein beschimpfen oder sich über ihre Kleidung lustig machen. Neulich haben sie Matilda mit dem Handy fotografiert und die Bilder an Freunde geschickt. „Lass dir das nicht gefallen“, sagt Bärnie. „Am besten sagst du alles deinen Eltern. Oder du sprichst mit deiner Klassenlehrerin. Wenn du das willst, erzählen die auch bestimmt nichts weiter.“ 8


„Los, rück deinen Rucksack raus!“ Drohend stehen zwei Jugendliche vor Tom. Soll er sich wehren? Diesmal besser nicht! Die sind zu zweit und bestimmt stärker. Stattdessen merken sich Tom und Bärnie die Gesichter der beiden und was sie anhaben. Sobald sie verschwunden sind, wählen sie den Notruf 110. 9


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„Irgendwer war in meinem Büro!“ ruft Bärnie. Das linke Bild zeigt das Zimmer, bevor Bärnie zu einem Einsatz gerufen wurde. Nach seiner Rückkehr sieht eigentlich alles genau wie vorher aus, oder? Als echte Spürnase hat Bärnie sofort acht kleine Veränderungen entdeckt. Findest du sie auch?

Auflösung am Ende des Heftes 11


Mia, ihre Freundin Charlotte und Bärnie sind auf dem Spielplatz. Da kommt ein Kätzchen vorbei. „Oh, ist das süß“, ruft Mia und läuft ihm hinterher. Nach einiger Zeit hat sie es eingeholt. Doch als Mia sich umschaut, weiß sie nicht mehr, wo sie ist. Alles wirkt so fremd. Charlotte ist nirgends zu sehen. Und Bärnie? Der ist auch nicht da! Plötzlich fühlt sich Mia schrecklich allein, verlassen und unsicher. „Wäre ich doch bloß nicht weggelaufen!“ 12


Matilda trödelt die Straße entlang. Plötzlich hält ein Auto. Der Fahrer lässt die Scheibe runter und winkt Matilda zu: „Hallo, kleines Fräulein, so allein unterwegs? Ich kann dich nach Hause fahren!“ Der Mann macht eine einladende Handbewegung. Eigentlich sieht er nett aus, aber irgendwie ist er Matilda nicht geheuer. Ihre Eltern haben ihr verboten, mit Fremden mitzugehen. Erst recht darf sie niemals in ein fremdes Auto einsteigen! Zur Sicherheit springt Matilda einen Schritt zurück. Laut ruft sie: „Nein, ich kenne Sie nicht!“ und rennt weg. Etwas weiter sieht sie Bärnie und ein paar Erwachsene. Da ist sie erstmal sicher. „Das war gefährlich, Matilda. Wir müssen den Vorfall sofort der Polizei melden!“, meint Bärnie. 13


Matilda ist im Freibad. Ein Mann schwimmt auf sie zu. Was will der bloß? Als er Matilda anspricht, hat sie ein unangenehmes Gefühl. Der soll ihr nicht zu nahe kommen! Abwehrend hebt sie die Hand, stellt beide Füße fest auf den Grund und ruft selbstbewusst: „Lassen Sie mich in Ruhe!“ Schnell steigt sie aus dem Wasser und läuft zum Bademeister. Bärnie hat alles beobachtet, gemeinsam mit dem Bademeister suchen sie nach dem Mann. 14


Mia streichelt dem kleinen Hund über den Kopf. Ein älterer Herr kommt hinzu und lacht: „Na, mein Waldi gefällt dir wohl?“ Er erzählt, dass er zu Hause noch zwei weitere Hunde habe, ganz jung, ganz klein, ganz niedlich. „Komm, ich kann sie dir zeigen.“ Ach, wie

gern würde Mia mit denen spielen! Da kommt Bärnie, er hat alles beobachtet. „Mia, du darfst doch nicht mit Fremden mitgehen. Das kann gefährlich werden! Deine Mama und Papa müssen immer wissen, wo du bist.” Da gibt ihm auch der nette Herr recht. 15


Endlich Ferien! Diesen Sommer fährt Familie Bergmann ans Meer. Der Strand ist fantastisch. Tom buddelt im Sand, die Sonne wärmt die Haut. Tom baut eine Burg. Papa fotografiert ihn mit dem Handy. Auch ein fremder Mann findet die Strandburg toll. Klick, klick. Seit einiger Zeit macht er ein Foto nach dem anderen. Interessiert er sich für die Burg? Oder fotografiert er Tom? Was soll das? Tom wird die Sache unheimlich. Als er zu Papa läuft und ihm davon erzählt, rennt der Fremde weg! 16


Was für ein Schock: Bei Familie Bergmann wurde eingebrochen! Alle Schubladen und Schränke wurden aufgerissen, überall liegen Sachen herum. Bärnie und der Kriminalbeamte nehmen jedes Detail unter die Lupe, suchen nach Fingerabdrücken, sichern Spuren und schreiben einen Bericht. Matilda hat Angst, dass die Einbrecher noch einmal kommen könnten. „Am besten gebt ihr den Ganoven keine zweite Chance“, sagt Bärnie. „Besucht mich mal in der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Da bekommt ihr

tolle Tipps, sodass Einbrecher sich an eurer Wohnung die Zähne ausbeißen.“ Bei dieser Vorstellung muss Matilda lachen. Jetzt ist sie wieder etwas beruhigt. Anschließend hilft sie ihrer Mutter, die Wohnung aufzuräumen. 17


Mia freut sich, heute geht sie mit Mama einkaufen. Der Einkaufswagen wird immer voller. Mia möchte einen Lutscher. Fest hält sie ihn in ihrer Hand. Schließlich sind Mama und Mia an der Kasse. „Na, und was ist mit dem Lolli?“, fragt die Kassiererin. 18

Mia wird rot: Sie hat vergessen, den Lutscher aufs Band zu legen. Wie peinlich! Dabei weiß sie genau, dass alle Sachen, die man aus dem Supermarkt mitnimmt, auch bezahlt werden müssen.


Wenn ich groß bin, werde ich Kriminalbeamter“, sagt Tom. Schon jetzt möchte er alles über die Aufgaben der Polizei wissen. Da passt es, dass Bärnies Dienststelle „Tag der offenen Tür“ feiert. Aufgeregt hüpft Tom von einem Bein aufs andere. „Ist das

echtes Falschgeld, Bärnie?“ fragt er seinen kleinen Freund. Die Polizisten zeigen den Kindern auch ihre Ausrüstung. Ein Kriminalbeamter erzählt, wie man Fenster und Türen vor Einbrechern sichert. Und Mia darf auf einem Polizeimotorrad sitzen. Super! 19


Was fliegt denn da? Mia beobachtet die Vögel im Garten. „Ob sich der kleine Vogel im Busch ein Nest baut?“ Neugierig beugt sich Mia vor, um ihn genauer sehen zu können. Langsam rutscht sie noch ein Stück weiter. Jetzt will sie sogar auf die Fensterbank klettern! „Vorsicht, Mia!“, ruft Bärnie, der unten auf 20

der Wiese steht. „Pass auf, sonst fällst du aus dem Fenster!“ Am Abend spricht Bärnie mit Mias Eltern. Kinder sind oft leichtsinnig. Mit einer Kindersicherung kann Mia das Fenster nicht allein öffnen. Und Amsel, Drossel, Fink und Meise sieht sie unten im Garten noch besser.


„Kinder, essen kommen!“ Schon flitzen Matilda und Mia ins Haus. Die Spielsachen lassen sie einfach im Weg liegen. Da kommt Oma Jaschke aus dem Nachbarhaus. Oma Jaschke kann trotz dicker Brille nur schlecht gucken. Oh Schreck, fast wäre sie über das Skateboard gestolpert. Erschrocken schimpft Mama: „Wie oft habe ich euch gesagt, dass ihr eure Sachen aus dem Weg räumen sollt. Zum Glück ist Oma Jaschke nichts passiert.“ 21


Tom und Matilda spielen am PC. Im Internet suchen sie nach Informationen und Katzenvideos. Oder sie chatten mit Freunden. Doch Vorsicht: Auch Gefahren sind nur einen Klick weit entfernt. „Klickt niemals unüberlegt auf Felder wie „Bestätigen“ oder „Kaufen“, warnt Bärnie. Manchmal chatten auch Erwachsene gezielt mit Kindern. „Die tun dann nett und wollen womöglich eure Adresse, Name oder Handy-Nummer wissen. Gebt eure Daten niemals an Fremde weiter. Erst recht keine Fotos. Das ist gefährlich.“ Doch das wissen Tom und Matilda schon von Mama und Papa: Wenn sie etwas nicht verstehen oder zu Dingen aufgefordert werden, die sie nicht wollen, sagen sie sofort Bescheid.

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Familie Bergmann sitzt beim Abendessen. „Na, was habt ihr heute erlebt?“, fragt Papa. Sofort plappern die Kinder los. Sie erzählen viele tolle Sachen, aber auch, was sie blöd fanden. Matilda findet petzen eigentlich doof, aber heute ist sie richtig wütend: „Die Eva ärgert immer. Heute hat sie Hannah gehauen. Hannah hat sogar geblutet.“ Tom ist ganz

aufgeregt: „Wisst ihr was? Ich glaube, vor unserem Schulhof verkauft ein Mann Drogen.“ Gemeinsam überlegen sie, ob sie wegen Eva mit Matildas Klassenlehrerin reden sollten. Und die Sache mit den Drogen? „Die melden wir am besten meinen Kollegen von der Polizei“, meint Bärnie. 23


Alarm! Kennst du die Notruf-Nummern von Feuerwehr und Polizei? Auflösung am Ende des Heftes 24


Hier kannst du ein Bild von dir und deiner Familie malen. Oder du klebst ein Foto von euch ein. 25


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„Ohne meinen Spurenkoffer gehe ich nicht aus dem Haus“, sagt Bärnie. „Guckt mal: Hier habe ich Schere, Klebeband, Pinzette und Zollstock. Damit sichere ich unter anderem Fingerabdrücke. Ich muss Spuren vermessen und verdächtige Gegenstände einpacken. Unser Erkennungsdienst wertet dann alles aus. Manchmal passen die Fingerabdrücke zu Tätern in unserer Verbrecherkartei.“

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Kennst du die Gegenstände? Ordne die jeweilige Nummer der passenden Bezeichnung zu!

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DNA-Röhrchen Lupe Zange Notizheft Spurensicherungsfolie Schere Zollstock Handschuhe Magnetpulver Pinzette Taschentücher Pinsel Nummern – Karten Auflösung am Ende des Heftes

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Ein neuer Fall für Bärnie Spürnase: Findest du die sieben Spuren, die auf einen Einbruch hinweisen?

Auflösung am Ende des Heftes 27


Auflösungen Auflösung Spurenkoffer 12 7 3 1 11 5 10

DNA-Röhrchen Lupe Zange Notizheft Spurensicherungsfolie Schere Zollstock

4 9 6 2 8 13

Auflösung Telefonnummern Feuerwehr = 112 Polizei = 110

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Handschuhe Magnetpulver Pinzette Taschentücher Pinsel Nummern – Karten


Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

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