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Mobbing eine Analyse Einschätzung der psychologischen Auswirkungen Das Opfer hat in der Mobbingsituation keinen Handlungsspielraum mehr. Es erlebt sich selbst als hilflos und ausgeliefert, oft auch als alleingelassen. Zunehmender sozialer Rückzug, Depressionen, Ängste bis hin zur Traumatisierung können die Folge sein. Nicht selten leiden Opfer lebenslang an diesen Erfahrungen, wenn sie nicht die Möglichkeiten erhalten, Hilfe zu bekommen und eigene Lösungen zu entwickeln. Aus der Traumaforschung ist bekannt, dass das Wiedererlangen der eigenen Handlungsfähigkeit eine wesentliche Rolle spielt. Also das Beenden einer Situation, der man sich hilflos ausgeliefert fühlt. Die Erkenntnis „Wenn mir das noch mal passiert, weiß ich, was ich zu tun habe und an wen ich mich wenden kann“ gibt Selbstsicherheit zurück und kann Langzeitfolgen verhindern helfen. Daher hat der Schutz des Opfers beim Erkennen einer Mobbingsituation oberste Priorität! Wichtig ist weiter, das Opfer ernst zu nehmen und das meist stark angeschlagene Selbstbewusstsein zu stärken. „Du bist mit dem Problem nicht allein, anderen geht es ähnlich. Es gibt aber effektive Wege, dir zu helfen, zusammen schaffen wir das.“

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BDK - Jugendgewalt  

Mit der Broschüre "Jugendgewalt" informiert sie der BDK über eines der kriminalpräventiven Themen, die in den vergangenen Wochen und Monaten...