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Inhalt Fachliches Vorwort, EPHK Borjans, PP Bonn.................... 3 Ist unsere Jugend gewalttätig? .................................... 4 Ursachen von Gewalt ................................................. 9 Mobbing – eine Analyse ............................................ 11 Erscheinungsformen von Gewalt ................................ 18 Fahrverbot für jugendliche Gewalttäter ....................... 22 Rat und Hilfe ........................................................... 23

I M P R E S S U M

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Herausgeber: Bund Deutscher Kriminalbeamter BDK-Betreuungsdienst GmbH Bundesgeschäftsstelle Poststraße 4–5 10178 Berlin Tel.: +49 (0) 30/24 630 45-0 Fax: +49 (0) 30/24 630 45-29 E-Mail: bdk.bgs@bdk.de * www.bdk.de Geschäftsführung: Bernd Bender Redaktion:

Hermann-Josef Borjans, Erster Polizeihauptkommissar, Bonn; Thorsten Beck, Kriminalhauptkommissar a. D., Wetter Tel.: +49 (0) 30/24 630 45-0 (kripo.tipps@bdk.de) Auflage Mai 2018, Regionalausgabe Hessen

Gest. Titelbild:

Idee: BDK, Gestaltung: www.cake-webdesign.de

Verlag:

Informations- und Verlagsgesellschaft mbH D-82008 Unterhaching/München Leonhardsweg 2 Tel.: +49 (0) 89/610 85-300 Fax: +49 (0) 89/610 85-499 www.iv-verlag.de

Geschäftsführung: Mario Schulz, Alexander Hess Assistentinnen der Geschäftsführung: Sabine Hübsch, Claudia Comi Anzeigenbearb.: Ralf Koller Druck: Druckerei Dorrong – Graz Nachdruck – auch auszugsweise –  nur mit Genehmigung des Verlages und des Herausgebers gestattet.


Vorwort Liebe Eltern, sehr geehrte Erziehungsverantwortliche, mit der vorliegenden Broschüre Jugendgewalt informiert Sie der BDK über eines der kriminalpräventiven Themen, die in den vergangeHermann-Josef Borjans nen Wochen und Monaten viele Erster Polizeihaupt­ Menschen in Deutschland intereskommissar, Polizei­ präsidium Bonn siert, aber auch sorgenvoll gestimmt haben. Das Thema Jugendgewalt beschäftigt Eltern, Lehrer, Jugendämter, Schulen, Polizei und die Jugendlichen gleichermaßen. Physische und psychische Gewalt, Mobbing, Bullying, Happy Slapping oder auch Snuff-Videos sind Themen, die wir in dieser Broschüre nicht nur aus polizeilicher Sicht beleuchten wollen. Amokläufe oder auch nur Amok-drohungen an Schulen beunruhigen genauso wie die Unsicherheit, ob und in welcher Form Zivilcourage geleistet werden kann. In der Broschüre sollen neben der Polizei auch weitere Fachleute zu Wort kommen. Prävention heißt Netzwerkarbeit. Gerade beim Thema Jugendgewalt gilt es daher, die Jugendbehörden und Schulämter pragmatisch mit einzubinden. Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen liegt in vielen Händen. Sie zu bündeln und vor Ort verantwortlich zu vernetzen, bietet die große Chance, kritische Kriterien gefährdeter Kinder und Jugendlicher zu erkennen, zu bewerten und zurückzudrängen.

Ihr Hermann-Josef Borjans Redaktion Kripo-Tipps

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Ist unsere Jugend gewalttätig? Es gibt kaum Jugendliche, die im Jugendalter plötzlich anfangen, sich gewalttätig zu verhalten. Die ersten Anzeichen aggressiven Verhaltens sind meist schon in der Kindheit sichtbar. Kinder und Jugendliche benötiThorsten Beck gen Liebe und Vertrauen. Sie müsKriminalhauptsen jedoch auch lernen, dass kommissar a. D. Redaktion Kripo-Tipps Grenzen eingehalten und Regeln beachtet werden müssen. Sie sind geradezu darauf angewiesen, dass sie am vorgelebten Beispiel und aus gemachten Erfahrungen lernen können. Kinder, die dies nicht erfahren und lernen können, die sogar Misshandlungen und Gewalt in ihrem Umfeld und an ihrem eigenen Körper erleben, sind von diesen Erlebnissen geprägt. Wenn Respekt und Toleranz nicht vermittelt werden, wenn gar prekäre Familienverhältnisse, Ausgrenzungen, fehlende gesellschaftliche Anerkennung und Schulschwächen zusammenkommen, dann machen sich Hoffnungslosigkeit und Perspektivenlosigkeit breit. Wer davon überzeugt ist, nichts erreichen zu können, der kümmert sich auch nicht um die Konsequenzen seines Handelns. Nicht selten wächst daraus das Aggressionspotenzial. Viele Eltern sind offenbar tatsächlich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. In einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung gaben 53,7 Prozent der befragten Mütter an, mit der Kindeserziehung oft nicht klarzukommen; bei den Vätern waren es 39,4 Prozent. Im Jahr 2014 mussten ca. 48.000 Kinder zu ihrem Schutz von Jugendämtern aus ihren Familien geholt werden. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung mag fast 50 Jahre zurückliegen. Die 68erRevolte des vergangenen Jahrhunderts war ein Aufschrei gegen die etablierten Autoritäten. Man warf dem Staat, der Wirtschaft und auch dem Bürgertum vor, Gesetze und Regeln zu ihrem eigenen Vorteil zu erlassen, anzuwenden und

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Ist unsere Jugend gewalttätig? zu nutzen. Das gesellschaftliche System mit seinem Filz wurde massiv kritisiert, der Begriff „Autorität“ wurde negativ besetzt. Daraus erwuchsen antiautoritäre oder „demokratische“ Erziehungsstile. Es gab Experimente, Kinder auch ohne elterlichen Einfluss groß werden zu lassen, um erst gar keine autoritäre Struktur entstehen zu lassen. Eine extrem radikale Ansicht sah in elterlicher Erziehung nur Nachteile für die Entfaltung der Kinder. Es wurde gar behauptet, Kindern müsse man nicht beibringen, wie sie sich zu benehmen hätten. Auch wenn viele damalige Eltern die radikalen Ideen nicht einfach übernahmen, die Gedanken zeigten dennoch ihre Wirkung. In vielen Familien wurden die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ abgeschafft. Kinder sollten sich selbst entfalten können und ein gleichberechtigtes und mündiges Mitglied in der Familie und in der Gesellschaft sein. Sie wurden schon von klein auf vor Entscheidungen gestellt, die sie einfach überfordern mussten. Eltern trauten ihrer Führungs- und Erziehungsrolle nicht mehr. Die Folge war eine Verunsicherung, nicht nur bei den Kindern und deren Eltern, sondern auch in der Schule. Bestehende, bewährte pädagogische Konzepte wurden abgeschafft und immer wieder durch neue ersetzt, die sich früher oder später alle als unbefriedigend erwiesen. Das alles wuchs sich zu einer ernsten Krise der Erziehung aus, mit orientierungslosen Lehrern und unerzogenen Kindern. Die Vordenker und Befürworter dieser antiautoritären Erziehung ließen bei ihren Überlegungen jedoch grundlegende entwicklungspsychologische Kenntnisse außer Acht. Kinder benötigen in der Anfangsphase ihres Lebens nicht nur Liebe und Fürsorge, sondern auch Führung, die Grenzen setzt. Sie benötigen gute Vorbilder mit einer natürlichen persönlichen Autorität, an denen sie sich orientieren und manchmal auch reiben können. Kinder kopieren ihre Eltern und das nicht nur, wenn sie klein sind. Sie übernehmen einen Teil der Wertevorstellungen und des Verhaltens der Eltern. Kinder und Jugendliche registrieren, ob in ihrer Familie Gefühle gezeigt werden, ob Probleme in Alkohol ertränkt oder

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Ist unsere Jugend gewalttätig? angesprochen werden, ob Meinungsverschiedenheiten mit der Sprache oder mit den Fäusten ausgetragen werden. Diese Konfliktkultur prägt Kinder mehr, als so manchen Eltern bewusst ist. Kinder durchlaufen auf dem Weg zu ihrer Eigenverantwortung verschiedene Lebens- und Erfahrungsphasen, die einfach durchlebt werden müssen, wenn die Entwicklung zu einem geistig gesunden, mündigen Menschen gelingen soll. Die Eltern haben geradezu die Verpflichtung, diesen Weg mit ihren Kindern gemeinsam zu gehen und sie dabei langsam und stetig in die Eigenverantwortung zu entlassen. Auf diesem Weg gibt es immer Schwierigkeiten bis hin zur Auflehnung der Kinder. Gerade in diesen Auseinandersetzungen reifen die Kinder – und auch die Eltern. Viele aus der derzeitigen Elterngeneration sind Kinder der 68er-Revolte. Mütter und Väter ersetzen, oftmals aus eigener Hilflosigkeit, Zuwendung für ihre Kinder durch Geld und Geschenke. Statt Aufmerksamkeit erfahren diese Kinder Gleichgültigkeit. Der Fernseher, der Computer und die PlayStation ersetzen die elterliche Aufsicht. Wenn Kinder mehr Zeit mit elektronischen Medien verbringen als mit ihren Eltern, suchen sie sich auch dort ihre Vorbilder. Die Folge: · geringer Sprachschatz · Kommunikationsmuster aus der Vulgärsprache oder im Stil von SMS- und Chatroom-Mitteilungen · Neigung zu handgreiflichen Problemlösungen · Bewegungsarmut · Fettleibigkeit · fehlendes Unterscheidungsvermögen zwischen Fiktion und Realität Hierzu passt ein Zitat vom Altbundeskanzler Helmut Schmidt: “Die Eltern haben ihren Erziehungsauftrag an 25 Fernsehkanäle und die Videoindustrie abgegeben.“ Dieses Zitat hat an Aktualität nichts eingebüßt, wenn man davon absieht, dass es um die Internetnutzung ergänzt werden müsste.

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Ist unsere Jugend gewalttätig? Man kann das Zitat sogar noch erweitern: Viele Eltern treten ihren Erziehungsauftrag auch noch an den Kindergarten und an die Schule ab. Selbstverständlich haben diese Einrichtungen auch einen Erziehungsauftrag. Aber nur im Rahmen ihrer staatlichen und gesellschaftlichen Bestimmung. Sie sind deshalb bestenfalls eine Ergänzung der elterlichen Erziehung. Keinesfalls aber deren Ersatz. In vielen Klassenzimmern ist am Montagmorgen kein normaler Unterricht möglich, weil Kinder ihre Wochenenderlebnisse aus Familienkrisen, Gewaltvideos etc. mit in den Klassenverband bringen und eine Weile benötigen, um sich wieder an einen geregelten Schulunterricht zu gewöhnen. Und als ob das noch nicht an Belastungen für Lehrer, Schüler und Eltern genügt, sind Schulen der latenten Gefahr eines Amoklaufes ausgesetzt. Meine Eltern haben in ihrer Schulzeit während des 2. Weltkrieges in ihren Klassen das richtige Verhalten bei Luftangriffen geübt. Unsere Kinder üben, wie man sich richtig und damit lebensrettend verhält, wenn ein durchgeknallter Schüler in ihrer Schule wild um sich schießt. Solche Amokläufe sind glücklicherweise noch Einzelfälle. Viele Kinder werden durch die bereits erwähnten Medien ständig mit Gewalt konfrontiert, die oft genug auch noch als „gut“ dargestellt wird, weil sie ein „Held“ ausübt. Hinzu kommen psychischer Stress durch familiäre Probleme, Konsumneid und schulische Anforderungen. Viele fühlen sich einer Welt ausgeliefert, die für sie außer Kontrolle geraten ist. Und wer den Stress nicht aushält, ist ein „Loser“. Das macht wütend! Wütend auf Mitschüler, Eltern, Lehrer und Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund steht zu befürchten, dass es in Zukunft noch häufiger vorkommen wird, dass Jugendliche versuchen, ihren Hass und ihre Wut medienwirksam zu inszenieren. Das muss kein Amoklauf in einer Schule sein. Inzwischen werden viele Gewalttaten von ihren Tätern mit dem Smartphone aufgenommen und unter anderen Jugendlichen verteilt oder auch ins Internet gestellt.

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Ist unsere Jugend gewalttätig? Da wird dann das Zusammenschlagen eines Menschen zum „Happy Slapping“ (fröhliches Schlagen). Nach dem Strafgesetzbuch (StGB) ist das meistens eine gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB). Strafandrohung: sechs Monate bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Die gewaltsame Wegnahme eines Handys oder einer Designerjacke wird bei Jugendlichen als „Abziehen“ bezeichnet. Der Überfall auf eine ältere Dame wird zum „Oma-Ticken“. Der Gesetzgeber nennt das Raub (§ 249 StGB). Strafandrohung: nicht unter einem Jahr. Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 50 Jahren stark verändert und damit veränderten sich auch die Anforderungen an eine Familie. In vielen Familien ist der materielle Druck vordergründiger geworden. Ganztagsjobs für beide Elternteile verlieren ihren Ausnahmestatus und die Angst um den Arbeitsplatz wird zum lebenslangen Begleiter. Es ist jedoch eine fatale Entwicklung, wenn ein Streben nach materiellem Gewinn, die Last der Berufstätigkeit oder auch die Belastung durch Arbeitslosigkeit immer häufiger auf den Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen werden. Unter uns leben ca. 1,5 Millionen Kinder von Sozialhilfe. Wie viele Kinder und Jugendliche in geistiger Armut und in Gefühlsarmut leben müssen, kann man bestenfalls vermuten. Diese Zahlen sind auf jeden Fall höher als 1,5 Millionen.

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Ursachen von Gewalt

Ursachen von Gewalt können sehr vielfältig sein. So können verschiedene Risikofaktoren wie Familie, Schule, Medien oder auch die Persönlichkeit selbst, „Peer Groups“ oder auch Migrationshintergründe und Fremdenhass direkten Einfluss haben.

Risikofaktor Familie: • gewalttätiges Verhalten der Eltern • niedriger sozialer Status der Eltern, der zum Beispiel einhergeht mit Arbeitslosigkeit oder dem Empfang von Sozialhilfe • widersprüchliches Erziehungsverhalten der Eltern

Risikofaktor Schule: • An bestimmten Schultypen wie Haupt- oder Förderschulen können sich eher Keimzellen für Gewalt herausbilden • mangelhafte Qualität der Ausbildung, Güte des Unterrichts • schlechtes Schulklima, autoritärer und restriktiver Unterrichtsstil • unfreundlicher, unkameradschaftlicher Umgang zwischen Lehrern und Schülern • mangelnde Freizeitangebote in der Schule • lieblose Gestaltung der Schulumgebung

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Ursachen von Gewalt

Risikofaktor Medien: • Konsum von gewaltverherrlichenden, brutalen oder sexistischen Videos • Konsum von Songs mit brutalen Songtexten • das Spielen von Killer-Videogames („Egoshooter“)

Risikofaktor Persönlichkeit: • niedrige Frustrationstoleranz • niedrige Begeisterungsfähigkeit

Risikofaktor „Peer Groups“: • gewalttätiger Freundeskreis • hoher sozialer Druck durch Freunde, Familie, Lehrer und andere Personen

Risikofaktoren im Zusammenhang mit Migration und Fremdenhass: • Offen ist die Frage, inwieweit eine geringe Integrationsfähigkeit einer Familie und Sprachprobleme zu Gewalt in der Schule beitragen, sie wird intensiv diskutiert • Fremdenhass und Rechtsradikalität stellen Motive für Gewalttaten auch in der Schule dar

* Quelle: Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e. V. (GESIS) 10


Mobbing eine Analyse Was bezeichnen wir als Mobbing? Mobbing als Gewaltphänomen ist in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Wenn sich Gruppen von Menschen über einen längeren Zeitraum in einem sozialen System wie dem Arbeitsplatz oder der Schule miteinander arrangieren, können sich Mobbingstrukturen bilden. Mobbing kann jeden treffen. Was genau verbirgt sich jedoch dahinter? Und welche Risikofaktoren gibt es?

Jasmin Gust Diplom-Psychologin Hagen

Mobbing zu definieren ist schwierig, es gilt: Nicht jede Gewalt ist Mobbing, aber Mobbing ist immer Gewalt. So ist auch ein Streit zwischen zwei Leuten keinesfalls Mobbing. Es ist aber durch eine eindeutige Struktur definiert, bei der eine Person (Opfer) einem Täter oder einer Gruppe von Tätern (Mitläufern) hilflos gegenübersteht. Hier zeigt sich ein deutliches Kräfteungleichgewicht. Mobbing erstreckt sich immer über einen längeren Zeitraum von Wochen oder Monaten. Der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle. Ein Konflikt, der z. B. seit einer Woche besteht, ist noch kein Mobbing. Die Häufigkeit der Übergriffe ist ein weiteres Kriterium. Nach Olweus (D. Olweus, „Gewalt an der Schule“, 2006, 4. Aufl., Bern, Hans Huber) kommen Übergriffe, die ein Opfer betreffen, mindestens einmal pro Woche oder häufiger vor. Das Opfer hat keine Möglichkeit, den Konflikt aus eigener Kraft zu lösen. Die Hilflosigkeit des Opfers ist somit ein wichtiger Schlüsselpunkt bei der Identifikation einer Mobbingstruktur. Mobbing beginnt oft verbal mit Beschimpfungen, Beleidigungen, Herabwürdigungen des Opfers und kann mit ansteigender Tendenz bis hin zu schweren körperlichen Misshandungen/Übergriffen weitergehen. Der ansteigende

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Mobbing eine Analyse Ver­­lauf ist durch das stetige Austesten der Grenzen bedingt. Wie kann es zu solchen schweren Mobbingverläufen kommen, die in Misshandlungen enden, bevor jemand etwas merkt und hilft? „Mobbing ist eine Pflanze, die im Dunkeln blüht.“ Dieser Satz trifft den Kern: Mobbing findet immer in einer für die Täter schützenden Umgebung statt, z. B. in den Schulpausen, in den Toiletten, auf dem Nachhauseweg, aber auch in der Anonymität des Internets. Diese Anonymität gewährleistet dem Täter einen unentdeckten, daher quasi gesetzesfreien Schutzraum innerhalb dessen er, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, einen maximalen Machtgewinn erfährt. Damit ist jegliche „Dunkelzone“ grundlegend für den Erhalt der Mobbingstruktur. So kommt es auch vor, dass Lehrer z. B. oft gar nicht wissen, dass ein Kind aus ihrer Klasse gemobbt wird. Auch Eltern bekommen nicht zwingend etwas davon mit, weil manche Kinder sich nicht trauen, das Thema anzusprechen, um die Eltern nicht zu belasten und als schwach dazustehen.

„Warum machen die Täter das? Das Opfer kann sich doch einfach wehren.“ Wie schön einfach wäre das! Leider entspricht das nicht der Realität. Das Opfer kann sich eben nicht wehren, weil es in einem Machtgefälle steckt, das seine eigene Hilflosigkeit sicherstellt: Der Täter ist

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Mobbing eine Analyse meistens nicht alleine, er hat Mittäter oder Mitläufer auf seiner Seite. Das Opfer ist dagegen allein den Schikanen ausgesetzt. Mobbing bei Jugendlichen „Warum machen die das?“ Dies ist eine häufig gestellte Frage, der Wunsch dahinter nur allzu erklärlich. Wir wollen den Hintergrund solcher Gewaltfor­men verstehen, um dem entgegenwirken zu können. Warum erniedrigen/quälen und misshandeln Menschen andere Menschen? Sicher lässt sich diese Frage hier nicht erschöpfend beantworten. Aus psychologischer Sicht kann man jedoch einige Kernpunkte zusammenfassen, um Wirkmechanismen identifizieren zu können, die ein solches System von Gewalttätigkeiten erst etablieren. Jeder Mensch durchläuft in seiner Entwicklung Abschnitte, innerhalb derer er bestimmte Entwicklungsaufgaben bewältigt. So wie das Laufen wird auch das soziale Verhalten schrittweise gelernt. Schon früh zeigt sich, dass das Ausloten der eigenen Grenzen eine deutliche Rolle spielt. Kleinkinder in der Trotzphase fordern massivst ihre Grenzen ein, weil diese Grenzen ihnen Sicherheit bieten in einer Welt, die sich aus ihrer Sicht immer wieder verändert. In der Pubertät ist die wichtigste Entwicklungsaufgabe das Finden der eigenen Identität. Zentrale Fragen sind hier: • Wer bin ich? • Wo gehöre ich hin? • Welche Werte sind mir wichtig? • Welche Position habe ich in der Gesellschaft/ meiner Klasse/meinem Umfeld? In dieser Phase der Orientierung, der Suche nach dem eigenen Wert und einem zuverlässigen Wertesystem, wird auch das Suchen und Erkennen der eigenen Grenzen zur Notwendigkeit. Befindet sich der Jugendliche nun in einem System (z. B. einer Schule mit Lehrkräftemangel, wenig Pausenaufsicht etc.), in dem die Grenzen und Regeln des Miteinander nur undeutlich definiert sind und Handlungen folgenlos bleiben, liegt das Bestreben nahe, ein eigenes,

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Mobbing eine Analyse zuverlässigeres Regelsystem zu etablieren. Der Mechanismus, sich selbst zu erhöhen, indem man andere erniedrigt, ist dabei ein einfaches Mittel, seinen eigenen Wert zu steigern. Die Hilflosigkeit und Unterlegenheit des Opfers wird hier zum Verstärker. Es stärkt die Selbsterhöhung des Täters durch den ausgelebten Machtfaktor. Gleichzeitig wirkt es als Einschüchterung für andere, was wiederum im Wertedenken und Erleben des Täters bestärkend wirkt. Was diese Form der Jugendgewalt aber erst möglich macht und gleichzeitig verstärkend wirkt, ist immer eine vorhandene „Dunkelzone“. Diese hat viele Erscheinungsformen: • die Anonymität des Internets • uneinsehbare Bereiche wie z. B. Schultoiletten • das Wegsehen und Verleugnen/Herunterspielen der Gewalt durch das Umfeld In einem solchen Kontext finden Täter einen Schutzraum, der sie bestärkt. Schließlich hat ihr Verhalten keine oder kaum Konsequenzen. An diesem Punkt wird aber auch deutlich, wie man diesen Gewaltformen gezielt entgegenwirken kann: durch das Aufheben der Dunkelzone, verbunden mit einem klar vermittelten Wertesystem. Dies kann z. B. im schulischen Kontext so aussehen, dass die Schule über einen eindeutig formulierten Regel- und Maßnahmenkatalog verfügt, bei dem Regelverstöße zeitnah sanktioniert werden. Mit den Tätern und ihren Taten muss offen umgegangen werden. Lösungen müssen mit Tätern und Opfern gemeinsam erarbeitet werden. Ein soziales System, in dem klar ist, dass jeder eine Chance hat, sich positiv einzubringen, das aber auch mit Regelverstößen offensiv und lösungsorientiert umgeht, fördert bei allen Beteiligten eine innere Stärke. Andere Erscheinungsformen der Jugendgewalt wie Cyberbullying, Happy Slapping etc. unterscheiden sich in Bezug auf ihre „Machtmotive“ kaum vom Mobbing. Der dahinter liegende Verstärkermechanismus ist der gleiche.

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Mobbing eine Analyse Einschätzung der psychologischen Auswirkungen Das Opfer hat in der Mobbingsituation keinen Handlungsspielraum mehr. Es erlebt sich selbst als hilflos und ausgeliefert, oft auch als alleingelassen. Zunehmender sozialer Rückzug, Depressionen, Ängste bis hin zur Traumatisierung können die Folge sein. Nicht selten leiden Opfer lebenslang an diesen Erfahrungen, wenn sie nicht die Möglichkeiten erhalten, Hilfe zu bekommen und eigene Lösungen zu entwickeln. Aus der Traumaforschung ist bekannt, dass das Wiedererlangen der eigenen Handlungsfähigkeit eine wesentliche Rolle spielt. Also das Beenden einer Situation, der man sich hilflos ausgeliefert fühlt. Die Erkenntnis „Wenn mir das noch mal passiert, weiß ich, was ich zu tun habe und an wen ich mich wenden kann“ gibt Selbstsicherheit zurück und kann Langzeitfolgen verhindern helfen. Daher hat der Schutz des Opfers beim Erkennen einer Mobbingsituation oberste Priorität! Wichtig ist weiter, das Opfer ernst zu nehmen und das meist stark angeschlagene Selbstbewusstsein zu stärken. „Du bist mit dem Problem nicht allein, anderen geht es ähnlich. Es gibt aber effektive Wege, dir zu helfen, zusammen schaffen wir das.“

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Mobbing eine Analyse Oft können diese Probleme nur noch durch konsequente Anti-Mobbing-Arbeit beendet werden. Dabei tragen nicht nur die Opfer oft erheblich an den Folgen. Auch die Täter haben mit sozialen Folgeerscheinungen zu rechnen, die sie bei der Tat nicht bedenken. So ist das Risiko des sozialen Abstiegs vielfach erhöht, da diese falsch gelernten Strukturen im späteren Erwachsenenalter nicht mehr angemessen sind und auch nicht mehr toleriert werden. Andere, bessere Strukturen sind aber möglicherweise nicht verfügbar, weil sie nie gelernt wurden. Was kann man Eltern raten, deren Kinder Mobbingopfer wurden? In jedem Fall ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da wir Menschen völlig unterschiedlich in Belastungssituationen reagieren. Ansprechpartner wären hier die Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder Polizeibeamte, die im Bereich Gewaltprävention arbeiten, ebenso für diesen Bereich geschulte Psychotherapeuten. Die Beteiligung von Experten entlastet die Eltern und kann sowohl für Opfer als auch für Täter oder Mitläufer über die Anwendung effektiver Anti-Mobbing-Strategien schnelle Hilfe bieten. In jedem Fall ist es wichtig, offen mit dem Problem umzugehen. Einem Kind, das Opfer ist, zu sagen „Sag nichts, dann lassen sie dich in Ruhe“ oder „Stell dich nicht so an“, würde die Hilflosigkeit des Opfers nur verstärken und damit die Täter unterstützen, also die Situation eher verschlimmern. In jedem Fall darf das Kind nicht alleingelassen werden. Was kann man Eltern raten, deren Kinder Mobbingtäter wurden? Eltern, deren Kinder als Täter oder Mitläufer auffällig geworden sind, geraten häufig in eine Rechtfertigungsposition oder versuchen, das Verhalten ihrer Kinder zu entschuldigen: „Der hat ja provoziert oder der ist ja selbst schuld.“ Wichtig ist hier zu wissen, dass es in der professionellen AntiMobbing-Arbeit nicht um Schuldzuweisungen geht. Es geht darum, dass das Verhalten eines Mobbers inakzeptabel ist. Verhalten ist aber erlernt und kann entsprechend wieder

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Mobbing eine Analyse umgelernt werden. In der Anti-Mobbing-Arbeit lernen die Kinder/Jugendlichen, dass ihr Verhalten Folgen hat, die sie eigenverantwortlich zu tragen haben (z. B. über den TäterOpfer-Ausgleich). Das Kennenlernen der eigenen Grenzen und die Erkenntnis, dass jede Gemeinschaft mit Regeln funktioniert, ist ein wichtiger Bestandteil des Erwachsenwerdens. Wichtig ist weiter, dass auch die Erwachsenen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und klar signalisieren, dass ein Regelsystem verbindlich für alle gilt. Auch Erwachsene können z. B. nicht auf der Straße andere anpöbeln oder beschimpfen. Wir haben dann ebenso die Konsequenzen zu tragen. Eltern sollten klar Position beziehen, ohne dabei die Person ihres Kindes abzuwerten. Eine Tirade von Vorwürfen nützt hier genauso wenig wie das vermeintliche Rechtfertigen der Handlung. Wichtig ist hier, dem Kind konkrete Hilfe anzubieten, z. B.: „Du weißt, dass das nicht in Ordnung war, was ihr mit „XY“ gemacht habt. Es ist nachvollziehbar, dass die Schule ein solches Verhalten bei keinem duldet. Du hattest doch früher auch immer ein gutes Gerechtigkeitsgefühl. Ich bin mir deshalb sicher, dass wir zusammen mit der Schule und „XY“ eine Lösung finden.“ Durch diese Position steht das Kind nicht allein da und kann auf eigene Ressourcen zurückgreifen, um sich an der Lösung zu beteiligen. Schuldzuweisungen dagegen würden nur die Fronten verhärten und eine Lösung schwer bis unmöglich machen. Nicht nur wichtig, sondern unumgänglich für den Erfolg ist es, klare und zuverlässige Grenzen zu setzen, die eigene Mitverantwortung als Erziehungsberechtigter zu erkennen und nicht wegzusehen. Der vermeintlich einfache Weg des Verleugnens („Mein Kind macht so etwas nicht“) ist der sicherste Weg, diesen Übeln einen guten Nährboden zu bieten. Die aus einer Mentalität des Wegsehens entstandenen Probleme sind oft viel schwerer zu lösen, als einmal einen klaren und konsequenten Weg einzuschlagen.

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Erscheinungsformen von Gewalt Mobbing Schikanieren oder anpöbeln meint Mobbing in seiner englischen Definition. Defi­­­niert wird Mobbing als „eine Form von offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen über eine längere Zeit mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung.” Erkennbar ist, dass sich Mobbing aus der Erwachsenenwelt verstärkt in den Schulbereich verlagert hat. Unterschiedlichste Formen begegnen uns bereits in Kindertagesstätten oder Grundschulen und setzen sich bis ins Jugendalter fort: Hänseln, Drohen, Beschimpfen, Bloß­­­stellen oder auch das Beschädigen von Eigentum. Bullying Im Englischen wird zwi­­ schen Mobbing und Bullying nicht unterschieden. In Deutschland hat sich der Begriff mehr auf das „Schikanieren“ von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext durch­­­gesetzt. Gemeint sind sichtbare Aggressionen durch körperliche Gewalt. Mobbing be­­zieht sich eher auf die subtilere, oftmals nicht wahrnehmbare Gewalt zwischen Jugendlichen, aber auch zwischen Erwachsenen. Eine ge­­naue Abgrenzung ist eher schwierig. Cyberbullying Neue Kommunikationstechniken haben die Erlebniswelt der Kinder und Jugendlichen erobert. Das Versenden von SMS oder MMS, E-Mails, Instant Messaging oder das Chatten

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Erscheinungsformen von Gewalt sind allgegenwärtige Kommunikationswege, die nicht mehr wegzudenken sind. Gleichzeitig hat sich aber auch der Missbrauch dieser Datenwege entwickelt. So werden Mitschüler über gesendete Nachrichten verleumdet, belästigt und bedroht. Somit erstreckt sich das normale Mobbing oder Bullying auch auf den gesamten Freizeitbereich der Kinder und Jugendlichen. Dieses neue Phänomen ist ein Eingriff rund um die Uhr in das Privatleben von Kindern, Jugendlichen oder sogar ganzen Familien. Es handelt sich um ein weltweites Problem. Die Inhalte verbreiten sich schnell und können auch nur schwer oder gar nicht mehr aus dem Internet entfernt werden.

Die Täter können enthemmter handeln, da sie ihre Opfer nicht „face to face“ sehen und den Schmerz, den sie verursachen, nicht erleben können. Die Taten geschehen heimlich und verdeckt im Netz. Eine weitere Erscheinungsform ist das Cybergrooming, bei dem sexuelle Kontakte zumeist von Erwachsenen unter falscher Identität angebahnt werden. Opfer sind vorwiegend Mädchen, die die Gefahr erst sehr spät beim Chatten erkennen. Cybermobbing bezieht sich auf das Opfer, Cyberbullying richtet sich auf die Handlungen des Täters. Neuere Untersuchungen besagen, dass 25 % aller Jugendlichen Erfahrung mit dieser Cyberkriminalität gemacht haben.

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Erscheinungsformen von Gewalt Tipps für Betroffene • als Opfer des Cybermobbings zunächst den Täter auffordern, die Inhalte aus dem Internet zu entfernen und auf Dauer zu löschen • nicht auf Beleidigungen inhaltlich reagieren • neue E-Mail-Adresse verwenden, die alte Adresse löschen • durch Speicherung von Daten Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten • eigenen Kosenamen („Nickname“) ändern • Internetportale für Jugendliche; siehe Seite Rat und Hilfe…

Happy Slapping Neben den Mobiltelefonen selbst wird die oftmals eingebaute Kamera immer mehr zu Fotoaufnahmen verwendet, um kompromittierende Bilder von Kindern und Jugendlichen zu fertigen. Gewalthandlungen wie das Eintreten oder Einschlagen auf einen Mitschüler werden gefilmt und per Datentechnik weitergegeben, ohne das Opfer zu informieren. Diese Attacke wird über das Internet oder weitere Handys weiterverbreitet. Snuff-Videos Einen Menschen vor laufender Kamera zu töten ist eine furchtbare und niederträchtige Handlungsweise, die mit nichts zu entschuldigen bzw. nicht zu akzeptieren ist. Das Fertigen dieser sogenannten „Snuff-Videos“ steht unter Strafe. Die Entwicklung zeigt, dass mittlerweile weltweit

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Erscheinungsformen von Gewalt solche brutalen Filme im Internet eingestellt und auch gesehen werden. Diese Snuff-Videos haben eine hohe Jugendschutzrelevanz. Dies gilt insbesondere bei Videos, die Tötungen von Menschen zeigen. Es sind extrem brutale Videoangebote, die bei Kindern und Jugendlichen sehr

populär sind. Eine besondere Spielart sind „Rape-Sides“, die Gewalthandlungen mit sexuellem Kontext zeigen, bei denen Menschen oftmals erniedrigt werden und echte Tathandlungen zu sehen sind. Sogenannte Kriegspaneele runden die Angebote der Gewaltvideos ab. Hier werden brutalste Dar­­­stellungen kriegerischer Auseinandersetzungen ver­­öffent­­licht.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche am Internet? • • • •

Kommunikative Elemente und Vernetzung „face to face“-Kommunikation Wie beliebt bin ich? Was mag ich? Wer bin ich? Internet als Poesiealbum und Adressbuch

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Fahrverbot für jugendliche Gewalttäter Auf Gewalttaten von Jugendlichen und Heranwachsenden reagieren die Straßenverkehrsämter vermehrt mit dem Entzug der Fahrerlaubnis für den überführten Täter. Möglich ist dies nach der Fahrerlaubnisverordnung. Danach kann die Fahrerlaubnis u. a. bei fehlender charakterlicher Eignung entzogen bzw. die Erteilung der Fahrerlaubnis verweigert werden. Als charakterlich nicht geeignet gilt in der Regel jemand, der wiederholt ein Fahrzeug unter Einfluss von Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr lenkt oder ein Kraftfahrzeug im Zusammenhang mit einer Straftat benutzt. Nachdem bei jugendlichen Gewalttätern Bestrafungen wie Jugendarrest oder Sozialarbeit kaum eine abschreckende Wirkung erzielen, sondern sich einige Täter sogar damit rühmen, dass sie im „Jugendknast“ waren, sehen die Stadt- und Kommunalverwaltungen, zu denen die Straßenverkehrsämter mit ihren Führerscheinstellen in der Regel gehören, im Führerscheinentzug eine wirksame Möglichkeit, Jugendliche von Gewalttaten abzuhalten. Einige Städte verteilen nach Fällen von Trunkenheit am Steuer, Beleidigungen und Körperverletzungen schriftliche Bescheide als „Gelbe Karten“. So eine „Gelbe Karte“ bedeutet für den Betroffenen, dass bei einer erneuten Auffälligkeit der Führerscheinentzug oder die Sperre für die Erteilung der Fahrerlaubnis droht. Die Straßenverkehrsämter erhalten von der Polizei und den Gerichten Berichte über Führerscheininhaber, wenn es Anhaltspunkte dafür gab, dass sie aufgrund von Alkohol oder aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr in der Lage sind, ein Auto oder Motorrad sicher durch den Straßenverkehr zu lenken. Das gleiche geschieht nach Straftaten, wenn der Tatverdächtige ein Fahrzeug im Zusammenhang mit einer Straftat benutzt hat. Jetzt werden von der Polizei verstärkt auch Berichte über gewalttätige Jugendliche an die Straßenverkehrsämter geschickt. Bei den Justizministern gibt es derzeit Überlegungen, den Führerscheinentzug als eine weitere Jugendstrafe fest in das Jugendstrafrecht zu integrieren.

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Rat und Hilfe • Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Zentrale Geschäftsstelle Taubenheimstraße 85 70372 Stuttgart www.polizei-beratung.de

• Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesgeschäftsstelle Hessen Alt Langenhain 35 65719 Hofheim/Ts. Tel.: (06192) 24381 Mail: lv.he@bdk.de, www.bdk.de

• Weißer Ring - Landesbüro Hessen Tel.: (069) 233581

• Hessisches Sozialministerium Dostojewskistr. 4 65187 Wiesbaden Tel.: 0611/8170 www.hsm.hessen.de

Tipps und Infoportale für Jugendliche: www.klicksafe.de www.handysektor.de www.internet-beschwerdestelle.de www.internet-abc.de

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BDK - Jugendgewalt  

Mit der Broschüre "Jugendgewalt" informiert sie der BDK über eines der kriminalpräventiven Themen, die in den vergangenen Wochen und Monaten...

BDK - Jugendgewalt  

Mit der Broschüre "Jugendgewalt" informiert sie der BDK über eines der kriminalpräventiven Themen, die in den vergangenen Wochen und Monaten...

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