
31. August bis 6. September 2026
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31. August bis 6. September 2026
Die Verantwortung für die Veranstaltung trägt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH – mit der wertvollen Unterstützung des Werbe‑ und Aktivkreises St. Blasien sowie der Stadt St. Blasien.
Das Event wird unterstützt vom Naturpark Südschwarzwald und ist von GreenEvent BW zertifiziert.

Liebe Bes ucherinnen und Besucher,
Das internationale Bildhauersymposium St. Blasien wurde vor Jahrzehnten ins Leben gerufen und doch ist sein Anspruch aktueller und zeitgemäßer denn je – nämlich jener, die Kunst zu den Menschen zu bringen, die Menschen am kreativen Prozess teilhaben zu lassen und den öffentlichen Raum als Werkstatt zu nutzen. Das könnte kein Kultur‑ manager unserer Tage besser erfinden. Ich glaube, in dieser Nähe von Kunstschaffen‑ den und Publikum, liegt eine der Stärken des Bildhauersymposiums in St. Blasien.
Die Bildhauerkunst verbindet wie wenig andere Kunstformen die geistige mit der körper lichen Arbeit. Diesem Prozess zuzuschauen, hat seinen besonderen Reiz. Was in einer Woche aus heimischem Holz geformt wird, ist beeindruckend. Davon konnte ich mich immer wieder persönlich überzeugen. Die Jury sorgt dafür, dass das Niveau hoch bleibt und das Publikum anspruchsvolle Kunst genießen kann.
In Zeiten von internationalen Auseinandersetzungen ist es wichtiger denn je, dass das Bildhauersymposium die Internationalität hochhält. Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt bewerben sich, um eine Woche im schönen St. Blasien zu arbeiten. Dieser Austausch ist für die Region und sicherlich auch für die Künstlerinnen und Künstler von großem Wert.
Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Vielfalt der Techniken und des künstleri‑ schen Ausdrucks. Viele der bereits entstandenen Werke schmücken St. Blasien und das Bildhauersymposium wiederum schmückt die Region und damit auch den Landkreis. Die schönste, offene Kunstwerkstatt steht nun wieder eine Woche lang in St. Blasien. Ich danke allen Beteiligten, vor und hinter den Kulissen, für ihr Engagement und hoffe mit ihnen auf einen blauen Himmel. Den Künstlerinnen und Künstlern wünsche ich gutes Gelingen und dem Publikum die Freude am Kunstgenuss.
Mit herzlichen Grüßen
Dr. Martin Kistler Landrat

Liebe Besucherinnen und Besucher,
herzlich willkommen zum 29. Internationalen Bildhauersymposium in St. Blasien! Vom 30. August bis zum 6. September 2026 verwandelt sich unsere Domstadt erneut in ein offenes Atelier, in dem Kunst, Natur und Handwerk auf einzigartige Weise zusammenfinden.
Die lange Tradition des Holzbildhauens ist im Hochschwarzwald tief verankert und prägt bis heute die kulturelle Identität unserer Region. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Doms und der umliegenden Wälder entstehen während des Symposiums Werke, die diese Verbindung neu interpretieren – kraftvoll, experimentell und berührend.
In diesem Jahr wurden sechs Künstlerinnen und sieben Künstler aus acht Ländern eingeladen. Sie bringen vielfältige Perspektiven, Techniken und künstlerische Hand schriften mit. Eine Woche lang können Sie ihnen über die Schulter schauen, die Ent stehung ihrer Skulpturen unmittelbar miterleben und in den Austausch über kreatives Arbeiten eintauchen.
Ich lade Sie herzlich ein, die besondere Atmosphäre dieses internationalen Treffpunkts zu genießen, die Vielfalt der Kunst zu entdecken und mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen.
Tauchen Sie ein in die schöpferische Energie, die St. Blasien in diesen Tagen erfüllt –wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!
Mit herzlichen Grüßen
Patrick Schreib
Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Sehr geehrte Gäste des 29. Internationalen Bildhauersymposiums, wenn in St. Blasien wieder Motorsägen erklingen und aus massiven Baumstämmen innerhalb weniger Tage ausdrucksstarke Skulpturen entstehen, dann geht das Inter‑ nationale Bildhauersymposium in seine 29. Runde. Künstlerinnen und Künstler aus der Region, aus ganz Deutschland und aus aller Welt kommen hier zusammen, um unter freiem Himmel zu arbeiten und ihre Ideen sichtbar werden zu lassen.
„Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt von Wundern.“ –Dieses Zitat von Theodor Heuss bringt die besondere Beziehung zwischen Material und Gestaltung treffend auf den Punkt. Denn jeder Stamm bringt seine eigene Form, Struktur und Geschichte mit und fordert denjenigen, der ihn bearbeitet.
St. Blasien bietet dafür seit jeher den passenden Rahmen. Die besondere Atmosphäre unserer Stadt und die enge Verbundenheit zur umliegenden Region machen das Sym‑ posium zu weit mehr als einer künstlerischen Arbeitswoche. Es ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Hochschwarzwald und ein Impulsgeber, der weit über die Ge meindegrenzen hinaus wirkt. Die hier entstehenden Werke bleiben sichtbar, prägen den öffentlichen Raum und stärken die Identität der Region nachhaltig.
Ich wünsche allen Beteiligten eine erfolgreiche Woche, gutes Gelingen und allen Gästen spannende Einblicke in die Entstehung der Arbeiten.
Adrian Probst Bürgermeister St. Blasien
So., 30. August | 17:00 Uhr
Begrüßung der Künstler:innen im Haus des Gastes
Mo., 31. August bis Fr., 4. September künstlerisches Arbeiten an den Skulpturen in der Innenstadt
Do., 3. September | 19:00 Uhr
Metamorphose – Geschichten vom Vergehen und Entstehen. (s. Seite 8)
Sa., 5. September | ab 12:00 Uhr
ab 12:00 Uhr Präsentation der Skulpturen auf dem Domplatz
ab 16:30 Uhr musikalische Unterhaltung mit Maximilian Jäger & Band
ab 20:00 Uhr musikalische Unterhaltung mit Dani Suara & Friends
21:00 Uhr Feuerskulptur
So., 6. September | ab 11:30 Uhr
ab 11:30 Uhr verkaufsoffener Sonntag mit Kunsthandwerkermarkt in der Innenstadt sowie musikalische Unterhaltung mit dem Musikverein Albtal
ab 13:00 Uhr musikalische Unterhaltung mit SKIAA
15:00 Uhr Versteigerung der Skulpturen
Do., 3. September | 19:00 Uhr
Metamorphose –Geschichten vom Vergehen und Entstehen.
Pavillon im Kurgarten St. Blasien
(bei ungünstiger Witterung im Eberle ‑ Saal im Haus des Gastes)
Eintritt frei
Spenden erwünscht
„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“, davon war schon Heraklit vor mehr als 2.500 Jahren überzeugt. Bis heute hat sich daran nichts geändert: alles ist in Bewegung, im Aufbruch, in Veränderung. Von diesen Metamorphosen wissen Erzählerinnen und Erzähler aus allen Ecken Deutschlands und aus der Schweiz packende Geschichten und wunderbare Märchen zu erzählen.
Freuen Sie sich auf ein Fest der freien, mündlichen Erzählkunst!
Lassen Sie sich mitnehmen auf eine unterhaltsame, farbenfrohe, kurzweilige und berührende Reise!


Sa., 5. & So., 6. September | 13:00 ‑ 17:00 Uhr
Grünholzschnitzen
Kunstwerkstatt Kolleg St. Blasien
Das Schnitzen mit dem scharfen Messer übt eine hohe Faszination aus und lässt uns ruhig und konzen‑ triert werden. Im Schnitzkreis werden aus Haselnussstecken einfache Werk‑ stücke gefertigt. Nach einer Ein führung im Umgang mit dem Messer schnitzen wir Zauberstäbe, Mäuse, Pilze, Zwerge und mehr.


So., 6. September | 15:00 Uhr
auf dem Domplatz
Bieterkarten können am Infostand auf dem Domplatz oder bereits im Voraus im studio b abgeholt werden.
Sie möchten anonym bieten oder können sonntags leider nicht vor Ort sein? Kein Problem! An den Ausgabestellen für die Bieterkarten kann ein For mular für Ihr Angebot ausgefüllt werden. Ein Mit glied des Organisationsteams wird dann in Ihrem Namen an der Versteigerung teilnehmen.
Wer nicht so lange warten möchte, hat bei myBlack‑ forest die Möglichkeit, weitere (kleine) Kunstwerke der teilnehmenden Bildhauer:innen zu besichtigen und zu erwerben.


„Die
Muchenländerstraße
LuisenstraßeDr.Determannweg
– DAVID HUME –
Umgehungsstraße
Umgehungsstraße
Tusculumweg Umgehungsstraße
Fürstabt-Gerbert-Straße
Tusculumweg
Dieses Werk lädt zu einem Dialog mit Blick und Gefühlen der Be trachter ein und regt zur Reflexion über Umwelt probleme an. Die Blau flanken‑Laubfrosch‑ Art aus Costa Ricas Regen‑ wäldern symbolisiert unsere Verantwortung: Groß oder klein – jeder von uns trägt zum Schutz der Ökosysteme bei.




Jessica Cheng wurde in San José, Costa Rica, geboren und studierte ab 2010 Bildhauerei an der Universität von Costa Rica. Sie arbeitet mit Metall, Holz, Stein, Fiberglas und Ton. Ihre Kunst konzentriert sich auf den Schutz gefähr‑ deter Tiere – oft dargestellt mit recyceltem, bewusst unvollendetem Metall –sowie auf menschliche Emotionen, die sie häufig durch weibliche Figuren aus‑ drückt. Cheng stellt international aus, schuf Werke für das National Children’s Museum und gilt als inspirierende Stimme für Künstlerinnen in der zeitgenössi schen Skulptur und Metallkunst.
Klang der Seele ist eine Skulptur, die sich sanft um ihre eigene Achse dreht – als würde sie in sich hinein‑ horchen und den Herzschlag ihrer Seele wahrnehmen. Diese Bewegung lädt Betrachter:innen ein, selbst einen Moment innezuhalten, nach innen zu lauschen und die eigene innere Resonanz zu spüren. Das Werk ent steht aus Holz, dessen natürliche Struktur die ruhige, meditative Qualität der Skulptur unterstreicht. Ein stabiler Sockel verleiht ihr Halt, Balance und eine kraftvolle Präsenz im Raum. Durch das Zusammenspiel von Material, Form und Bewegung entsteht ein Ort der Achtsamkeit – ein stilles, poetisches Bild, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch emotional berührt.


Maria Cristina Rommel ist eine argentinisch‑deutsche Bildhauerin, ausgebildet in Buenos Aires und weitergebildet in Europa. Heute lebt sie in Spanien und ihre Arbeiten in Stein, Holz und Bronze verbinden handwerkliche Präzision mit einer klaren, körperhaften Formensprache. Sie nahm an internationalen Symposien teil, erhielt mehrere Auszeichnungen und realisierte öffentliche Werke in Spanien und Argentinien. Ihre Skulpturen werden regelmäßig in Galerien in Spanien und Argentinien gezeigt. Zudem unterrichtet sie seit 2006 Bildende Kunst.
Die Skulptur beschäftigt sich zentral mit der Veränderung von Form und Raum durch die Perspektive. Statt fließender, organi‑ scher Linien nutzt sie kantige, rechtwinklige Strukturen. Überein andergestapelte, rechteckige Kuben mit dynamischen, ungleichen und rauen Kanten öffnen sich zur Mitte hin und bilden dort Zwi schenräume, die sich an den Enden vollständig schließen. So wird die Leere selbst zum raumbildenden Element. Die entstehenden Durchblicke und Blickachsen beziehen das „Dahinter“ bewusst mit ein und erzeugen ein Spiel aus Gleichgewicht, Fragilität und räumlicher Spannung. Die Skulptur basiert auf einer kleineren früheren Arbeit und soll im Rahmen des Symposiums in einer Höhe von etwa 2,20 Metern realisiert werden.


Daniel Amadeus Michel arbeitet seit 30 Jahren freiberuflich als Zeichner, Bildhauer und Schmuckgestalter. Nach seinem Architekturstudium an der TU Darmstadt entwickelte er ein vielseitiges Werk, das Zeichnung, Skulptur und objekthafte Arbeiten umfasst. Seine Kunst verbindet konstruktive Formen mit persönlichem Ausdruck und bezieht oft architektonische Elemente und Ma‑ terialien ein. Michel nahm an zahlreichen Ausstellungen und Symposien im In‑ und Ausland teil und wurde mehrfach für Kunst am Bau ausgezeichnet, unter anderem mit mehreren ersten Preisen.
Diese Skulptur zeigt eine aufrechte Holzform, inspiriert von der menschlichen Wirbelsäule. Aus einem einzigen Stück Holz herausgearbeitet, entfaltet sich eine rhyth mische Abfolge geöffnet wirkender Segmente, die an Wirbel erinnern und der Form Leichtigkeit und Bewegung verleihen. Die Zwischenräume lassen Licht eindringen und erzeugen, abhängig vom Blickwinkel, ein wechselndes Spiel aus Schatten und Tiefe. Trotz des massiven Materials wirkt die Arbeit sanft und fast atmend, als würde sie sich subtil dehnen. Die Anlehnung an die Wirbelsäule ver‑ weist auf innere Stärke, Aufrichtung und die Verbindung von Körper und Raum. So lädt die Skulptur dazu ein, über Lebenskraft und die organische Struktur unseres eigenen Inneren nachzudenken.


Nahuel Forchini Zaragoza ist ein Bildhauer, der sich auf die Holzbildhauerei spezialisiert hat. In seiner Arbeit untersucht er die Beziehung zwischen der menschlichen Figur und der Natur und verbindet traditionelle Techniken mit einem zeitgenössischen Ansatz. Er hat an verschiedenen internationalen Sym‑ posien teilgenommen, und seine Werke sind für ihre organische und emotio‑ nale Ästhetik bekannt. In St. Blasien wird sein Projekt die Verbindung zwischen Umwelt und menschlicher Erinnerung widerspiegeln.
Die Skulptur zeigt eine Gruppe stilisierter menschlicher Figuren, die wie in einer kleinen Prozession stehen. Sie wirken verbunden, ruhig und in sich gekehrt, als teilten sie einen gemeinsamen inneren Weg. Das Holz ist so bearbeitet, dass es an Körperformen erinnert, aber bewusst offen bleibt für eigene Deutungen. Rhythmische Wiederholungen und einfache Gesten prägen die Gruppe. Einige Elemente besitzen kleine Hohlräume oder Schichtungen, die an verborgene Erinnerungen oder innere Räume denken lassen. Durch diese Mischung aus klarer Form und versteckten Details entsteht eine stille, nachdenkliche Atmosphäre. Die Skulptur verbindet Sichtbares und Unsichtbares und lädt dazu ein, über Gemeinschaft, innere Bewegung und die Geschichten nachzudenken, die jeder Mensch in sich trägt.


Somen Debnath ist ein Bildhauer mit akademischer Ausbildung aus Indien. Seine Arbeit verbindet Wissen mit zeitgenössischer Formensprache. Durch zahlreiche nationale und internationale Residenzen – von Indien bis zu der Schweiz, Deutschland und Portugal – vertiefte er über mehr als 15 Jahre seine intensive Beziehung zum Material. Für Debnath sind Holzstämme und Steine lebendige Träger von Geschichte und verborgenen Stimmen. Seine Skulpturen entstehen im direkten Dialog mit dem Material und zeichnen sich durch hand werkliche Präzision und ein tiefes Gespür für dessen innere Struktur aus.
Die drei „Rabauken“ erscheinen wie archaische Wintergestalten, vermummt in Fell, Stroh und rauen Oberflächenstrukturen. Ihre Masken und die umgehängten Kuhglocken verstärken den Eindruck wilder, ungebändigter Energie. Die grob gesägten und behauenen Holzformen sowie die nur angedeutete Bemalung verleihen den Figuren bewusst ein rustikales, ungeschlif‑ fenes Erscheinungsbild. Die Skulpturen erinnern an traditionelle Figuren des Alpenraums –Perchten, Kramperl oder Buttnmandl –, die während Advent, Rauhnächten und Winteraustreiben auftreten. In diesem kulturellen Bezug entfalten die „Rabauken“ ihr Spannungsfeld zwischen Maskierung und Mensch lichkeit, zwischen Ritual, Wildheit und der spielerischen Lust an der Verwandlung.


Reinhard Osiander absolvierte eine Ausbildung als Holzbildhauer in Berchtes gaden. Er greift in seinen Arbeiten immer wieder Themen wie Heimat, Land‑ schaft, Tradition und Volksglaube auf. Sein Spektrum reicht von Wandarbeiten bis zu Stelengruppen aus Eichenholz, darunter eine bayrische Blaskapelle. Auch Studien heimischer Wild‑ und Nutztiere sowie lebensgroße Tierskulp‑ turen gehören zu seinem Werk. Seine Holzskulpturen entstehen grob aus dem Baumstamm heraus und zeigen bewusst die Spuren der Bearbeitung.
Ein kleines Mädchen steht da, hält eine leere Waffel in der Hand, während das Eis bereits auf dem Boden liegt. Ihr Gesicht erstarrt, die Augen gesenkt, der Mund halb geöffnet. Noch keine Tränen. Noch kein Laut. Es geht nicht nur um Eis. Es ist dieser gemeinsame Kindheitsmo ment, den alle kennen: der erste Verlust. Das erste Mal, in dem wir begreifen, dass etwas nicht zurückkehrt. Das ungenossene Eis wird zu einer unerzählten Geschichte –ungekostet, ungelebt. Es steht für all die Dinge, die uns entgleiten: Gelegenheiten, Momente, Worte. Dinge, die enden, bevor sie überhaupt beginnen dürfen. Die Skulp‑ tur hält diesen universellen Augenblick fest: den Schock, die Stille, das Innehalten. Keine Tränen, nur der Versuch zu verstehen, was Fehlen bedeutet.


Evrim Kilic ist eine türkische Bildhauerin, ausgebildet an der Mimar Sinan Fine Arts University in Istanbul und der Accademia di Belle Arti in Carrara. Seit über 20 Jahren arbeitet sie international und nimmt an zahlreichen renom‑ mierten Stein‑ und Holzsymposien weltweit teil. Ihre kraftvollen Skulpturen verbinden traditionelle Materialien mit zeitgenössischer Formensprache. Kilic stellte auf bedeutenden Kunstmessen wie Contemporary Istanbul und ArtAnk‑ ara aus, erhielt mehrere Auszeichnungen und ist in privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.
Die Skulptur erzählt von der Bedeutung des Wissens als tragendes Fundament. Ein Kind steht auf einem Stapel Bücher, die nicht als Schmuck erscheinen, sondern als Gewicht, Maß und Verantwortung. Ohne sie würde es instabil werden, mit ihnen findet es Halt und lernt, auf recht zu stehen. Das Kind blickt nicht in die Ferne, sondern in die kommende Zeit. Der Wind drückt gegen seinen Körper, doch er bringt es nicht zu Fall. So wird sichtbar: Wissen schützt nicht im Sinne eines Schildes – es trägt, stützt und ermöglicht Standfestigkeit. Das Aufrechtstehen wird zu einer bewussten Entscheidung, zu einem Bild innerer Stärke. Die Skulptur lädt dazu ein, über Bildung, Halt und die Verantwortung nachzudenken, die wir durch Wissen tragen.


Michelina Consalvo, gebürtig aus Italien, ist Bildhauerin und Kunstpädago gin. Sie studierte in Bari und absolvierte zahlreiche Fortbildungen in Skulptur und Restaurierung. Ihr Werk umfasst Holz, Stein, Heu und Marmor, die sie zu prägnanten, kraftvollen Formen verarbeitet. Sie nimmt regelmäßig an inter‑ nationalen Bildhauersymposien teil und realisiert dabei auch großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum. Ihre Skulpturen werden in Einzel‑ und Grup‑ penausstellungen gezeigt und verbinden handwerkliche Präzision mit einer sensiblen Auseinandersetzung mit Material und Raum.
Das Werk ist Ausdruck von Mit‑ gefühl für alle Frauen der Welt –besonders für die Frauen im Iran, die Zwang und Unterdrückung durch das Regime erfahren müs sen. Zwischen Traum und Erinne rung, im Geist des Surrealismus, zeigt es ihre Zartheit, unerschütter‑ liche Kraft und stille Verbindung zur Natur. Es erzählt von Wider‑ stand, Freiheit und dem Ruf nach Würde und Selbstbestimmung, wie während der Mahsa Revolution.



Saeid Ahmadis künstlerisches Schaffen war stets von dem Bestreben geleitet, in jedem Werk sein tiefstes Verständnis und seine innersten Gefühle für die Menschheit sowie die Vorgänge und Geschehnisse um ihn herum auszu‑ drücken. Dabei reflektiert er das Leben, die Gesellschaft und die komplexen Beziehungen zwischen Menschen. Gelingt ihm dies, empfindet er Dankbarkeit, doch alles Gelingen ist letztlich der Gnade Gottes zu verdanken. Seine Werke ermöglichen Betrachter:innen Zugang zu seinen tiefen Gedanken und Empfindungen.
Die Form des Tropfens steht für Ursprung, Wandel und Lebenskraft – Symbole, die eng mit dem Element Holz und dem natürlichen Kreislauf verbunden sind. Der Tropfen wird aus einem massiven Stück Holz gearbeitet, innen ausgehöhlt und von zahlreichen Durchbrüchen durchzo gen. Diese Öffnungen verleihen der Form Leichtigkeit und Transparenz, sodass Licht und Schatten ständig über die Oberfläche wandern. Ringförmige Linien überziehen die Außenseite, geben Stabilität und erinnern an Jahresringe – sichtbare Spuren von Zeit und Wachstum. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen organischer Weichheit und konstruktiver Ordnung. Die Skulptur macht die Verbin‑ dung von Vergänglichkeit und Beständigkeit sichtbar und würdigt das Holz als lebendiges, atmendes Material.


Der Schweizer Holzbildhauer Thomas Lüscher ist international für seine Holzskulpturen bekannt. Nach seiner Ausbildung in Brienz eröffnete er 1996 sein Atelier und arbeitet seit 2014 in einer ehemaligen Kirche in Staffelbach. Neben Holz nutzt er auch Stein, Bronze, Eis und Schnee. Lüscher nimmt regelmäßig an europäischen Bildhauersymposien teil, und viele seiner Werke stehen im öffentlichen Raum, etwa in Ringkøbing, Fiss und Zinnowitz. Für seine Arbeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter erste Plätze in Brienz und St. Blasien.
Die Skulptur in Form einer abstrahierten Fichte verweist auf die enge Verbindung zwischen diesem Baum und dem Men schen. Die gemeine Fichte, auch Rotfichte genannt, wächst schnell, ist vielseitig nutzbar und liefert Holz, das seit Jahr hunderten im Bau, im Innenausbau, im Möbelbau sowie in der Papier‑ und Ver‑ packungsproduktion verwendet wird. Auch Rinde, Nadeln, Zapfen und Harz finden seit jeher Anwendung – von der Heilkunde bis zum Gerben. Viele Musikinstrumente tragen ihren Klang. Zu gleich besitzt die Fichte eine starke kulturelle Symbolik: Sie steht für Hoff nung, Klarheit, Schutz und Stärke und erscheint in Traditionen wie Weih nachtsbaum, Maibaum oder festlichen Girlanden. Die Skulptur greift diese Bedeutungen auf und erzählt von der fortbestehenden Beziehung zwischen Mensch und Baum.



Christel Andrea Steier lebt und arbeitet hauptberuflich als Malerin und Bild hauerin in Bernau im Schwarzwald. Sie absolvierte ein Studium der Malerei an der HAF Hamburg und interessierte sich zunehmend für Bildhauerei. Viele Jahre arbeitete sie in Stein, bevor sie sich ganz auf Holz umstellte. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen und Preise im In‑ und Ausland bekommen und sie nimmt regelmäßig an Ausstellungen und Symposien teil. Ihre Werke befinden sich im privaten und öffentlichen Besitz. Seit 2017 ist sie künstlerische Leiterin des Bildhauersymposiums in St. Blasien.
Das Werk zeigt den Menschen in seiner ganzen Spannbreite: feine, fast unscheinbare Regungen stehen neben deutlichen, kraftvollen Gesten. Hoffnung trifft auf Brüche, Verletzlichkeit auf innere Stärke. Die Skulptur lässt diese Gegensätze be wusst nebeneinander bestehen und öffnet Räume, in denen sich Fragilität und Standhaftigkeit zugleich zeigen. Spuren von Zeit und Erfahrung prägen die Figur – Linien, Oberflä‑ chen und Haltungen erzählen von gelebtem Leben, von dem, was trägt, und dem, was zerbrechlich bleibt. Diese doppel‑ te Wahrheit formt die Erscheinung der Skulptur: still, aber präsent; zurückhaltend, aber voller Ausdruck. Das Werk lädt Betrachtende ein, in diesen Formen eigene Erfahrungen wie ‑ derzufinden. Zweifel, Hoffnungen, Verletzlichkeit und jene Würde, die das Menschsein auszeichnet.


Die Künstlerin Nadine Elda Rosani möchte den Menschen in all seinen Facet ten zeigen – das Subtile ebenso wie die klare Geste, Hoffnungen ebenso wie die Schattenseiten. Gegensätzlichkeiten erhalten bewusst Raum, und viele ihrer Arbeiten treten in einen stillen Dialog miteinander, sodass sie sich gegen‑ seitig spiegeln und vertiefen. Besonders spürbar werden Würde und Lebens‑ kraft im Alter: Dort, wo Zerbrechlichkeit und innere Stärke gleichzeitig sichtbar werden, erzählen Formen und Oberflächen stille Geschichten eines gelebten Lebens und lassen die Tiefe menschlicher Erfahrung sichtbar werden.
Die Skulptur stellt die Frage: Wie viele Streich‑ hölzer stecken in einem Baumstamm?
Aus einem massiven Holzblock scheinen vier überdimensionierte Streichhölzer herauszuwach sen, als wären sie seit jeher im Inneren des Stam mes verborgen gewesen. Eines dieser Streichhöl zer trägt deutliche Spuren des Gebrauchs: Es wird mit einer echten Flamme verbrannt, sodass eine charakteristische, tiefschwarze Struktur entsteht, die den Moment des Entzündens festhält. Die Köpfe der übrigen Streichhölzer werden kräftig rot gefasst und setzen einen klaren Farbkontrast zum naturbelassenen Holz. So entsteht ein Werk, das spielerisch die Grenze zwischen Alltags objekt, Material und Naturerfahrung befragt.


Bob Budd, gebürtig aus England, studierte Architectural Glass in Stuttgart sowie Art and Ecology am Dartington College of Arts. Seit 2000 realisiert er internationale Land‑Art‑ und ortsspezifische Projekte in ganz Europa, dar‑ unter kinetische Skulpturen, Installationen aus Holz, Metall, Glas, Textilien und Naturmaterialien sowie Klang‑ und Landschaftsarbeiten. Seine Werke setzen Raum, Material und Umgebung in einen lebendigen Dialog. Zahlreiche Residencies, Ausstellungen, Preise und permanente Kunstwerke prägen sein vielseitiges und kontinuierlich wachsendes Gesamtwerk.
Ein Wildtier zu entdecken ist selten und exklusiv. Wildtiere sind scheu und ihre Sichtung ein unvorhersehbares Glück. Eine solche Entdeckung steigert unsere Aufmerksamkeit und sorgt für ein Hochgefühl - oft erinnern wir uns noch Jahre später an
Wir laden Sie herzlich ein, Teil der diesjährigen Feuerskulptur zu sein und diesem unvorhersehbaren Prozesses der Vergänglichkeit unserer Tierportraits beizuwohnen. Dieser Moment ist ebenfalls exklusiv und lässt Sie hoffentlich mit einem Hochgefühl nach Hause gehen.


Diese Feuerskulptur greift das seltene Erleb nis auf, einem Wildtier zu begegnen. Wildtiere erscheinen nur kurz, unverhofft und hinterlassen oft einen anhaltenden Eindruck. Diese Flüchtigkeit bildet den Kern des Werkes. Das Tierportrait existiert nur für einen Moment in seiner vollstän‑ digen Form. Mit dem Entzünden der Skulptur beginnt ein sichtbarer Wandel: Flammen erfassen das Material, Konturen lösen sich auf und das Bild des Tieres verwandelt sich Schritt für Schritt in Glut und Asche. Der brennende Augenblick ist einmalig und nicht wiederholbar – ein bewusst gestalteter Prozess, der die Vergänglichkeit und das kurze Aufscheinen eines Wildtiers in der Natur widerspiegelt. Die aus fünf Tierportraits be ‑ stehende Feuerskulptur wird mitten auf dem Domplatz zu stehen kommen. Die ca. 2,5 m hohen Tierportraits werden in Kreisform aufgestellt, so dass die Zuschauer von allen Seiten gute Sicht auf die Feuerskulptur haben.

Das Künstlerpaar PiaLeto realisiert seit 2014 großformatige Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Im Mittelpunkt stehen Pop‑up‑Figuren, die spielerisch und experimentell entstehen. Form, Material und einfache Mechanik werden frei kombiniert. Der Entwurf dient lediglich als Orientierung und lässt Raum für spontane Kreativität. Die Arbeiten sind bewusst temporär, meist aus Dachlatten gebaut, erscheinen die Figuren als Holz‑, Leucht‑ oder Feuerskulpturen. Feuerskulpturen werden nach dem Aufbau rituell verbrannt.



Hotel ★ ★ ★
Restaurant & Pizzeria


Warum wir Kunst in der Region fördern? Weil wir mit der Förderung von Kultur in der Region die lokale Identität und Gemeinschaft stärken wollen. Eine lebendige Gemeinschaft bringt echten und direkten Austausch, was gerade in Zeiten von medialem Überfluss wichtig ist.
Durch die Unterstützung von kultureller Bildung und kreativem Ausdruck werden Talente gestärkt, sowie Wachstum und Präsenz der regionalen Kreativwirtschaft gefördert.

TRADITION BEWAHREN – ZUKUNFT
GESTALTEN – MENSCHEN VERBINDEN
Der Naturpark Südschwarzwald versteht
Kultur als eine zentrale Zukunftsaufgabe: Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart, schafft Identität und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.
Der Naturpark Südschwarzwald e. V. wurde 1999 gegründet und umfasst die fünf Landkreise BreisgauHochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Schwarzwald-Baar-Kreis und Waldshut. Mit seiner einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft gehört er zu den größten Naturparken Deutschlands. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen der Erhalt und die Weiterentwicklung der Kulturlandschaft.
Der Südschwarzwald ist geprägt von regionalen Traditionen, Handwerk, Sprache und gelebter Alltagskultur. Diese kulturelle Vielfalt sichtbar, erlebbar und zukunftsfähig zu machen, ist ein wichtiger Bestandteil der Naturparkarbeit.
Die Kulturarbeit des Naturparks verbindet Bewahren und Weiterentwickeln. Sie fördert Austausch zwischen Generationen, stärkt kulturelle Teilhabe und unterstützt die Menschen dabei, regionale Kultur aktiv mitzugestalten.
www.naturpark-suedschwarzwald.de






Die Kulturarbeit im Naturpark Südschwarzwald ist vielseitig und nah am Menschen. Drei Bereiche stehen dabei besonders im Fokus:
KULTUR ONLINE – REGIONALE KULTUR DIGITAL ERLEBEN
Mit der virtuellen Kulturroute „Kultur online“ entstehen bis Ende 2026 rund 30 Kurzfilme zu Museen, Sammlungen und kulturellen Besonderheiten im gesamten Naturparkgebiet. Die Filme machen regionale Kultur digital zugänglich und laden dazu ein, die Orte selbst zu entdecken.
Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Kultureinrichtungen entwickelt der Naturpark Formate wie Bildungskoffer, Entdeckerkisten, Mitmachaktionen oder Erzählcafés. Ziel ist es, kulturelles Wissen weiterzugeben, Teilhabe zu fördern und regionale Kultur generationsübergreifend erlebbar zu machen.
REGIONALE KULTUR STÄRKEN –SPRACHE, TRADITION UND BEGEGNUNG
Mit Projekten wie dem alemannischen Poetry-Slam stärkt der Naturpark lebendige Kulturformen und schafft neue Zugänge zu regionaler Sprache und Identität. Gleichzeitig fördert der Naturpark die Vernetzung der Museumslandschaft und den Austausch zwischen kulturellen Einrichtungen im Südschwarzwald.
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.
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Mit unserer virtuellen Kulturroute könnt ihr in über 25 Kurzfilme eintauchen und ganz unterschiedliche Museen, Traditionen und Geschichten der Region entdecken.
Was euch erwartet? Zum Beispiel Einblicke in das Schwarzwälder Skimuseum, die Heuernte von früher und das beeindruckende Roßfest in St. Märgen.
Warum das Ganze? Der Südschwarzwald steckt voller kultureller Vielfalt – wir bewahren sie und entwickeln sie innovativ weiter. Die virtuelle Kulturroute vernetzt Museen, öffnet neue Perspektiven und macht das reiche kulturelle Erbe der Region für Einheimische und Gäste erlebbar.



Neugierig geworden? Alle Filme findet ihr auf unserem YouTubeKanal.

Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.



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1892 wurde in Rothaus ein helles Lagerbier gebraut, das an der Tafel von Großherzog Friedrich I. von Baden ausgeschenkt wurde.
Fortan war es das Tafelbier des Großherzogs und der Ursprung unseres heutigen Tannenzäpfle. Zum Jubiläum kehrt es zurück.
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Veranstaltung und Organisation:
Hochschwarzwald Tourismus GmbH mit der Stadt St. Blasien und dem Werbe ‑ und Aktivkreis St. Blasien e.V.
Künstlerische Leitung: Christel Andrea Steier
Grafik und Satz: Bettina Magg
Druck: +siggset+ print & media AG, Albbruck
Redaktion: Tim Katzenberger, Jana Fiderschek
Internet: holzbildhauersymposium.de
Kontakt: bildhauersymposium@stblasien.de
Gästeservice:
Tourist‑Information St. Blasien •Am Kurgarten 1‑3•79837 St. Blasien, Telefon: +49 (0)7652/12068550 •stblasien@hochschwarzwald.de
