Über dieses Buch
Oberflächengestaltung vor dem Brand (Seite 170-217) Hier finden Sie zahlreiche Methoden, Ihren Werken Struktur und Farbe zu verleihen. Es geht um Engoben, Siebdruck, Polieren und viele weitere lohnenswerte Techniken.
ÜBER DIESES BUCH Übersicht Material, Werkzeug, Vorbereitungen (Seite 20-51) Formgebung (Seite 52-169) Oberflächengestaltung vor dem Brand (Seite 170-217)
Übersicht
Praxistipps
In der eingerahmten Liste finden Sie auf einen Blick alle im jeweiligen Kapitel enthaltenen Unterpunkte sowie die aktuelle Position.
Fehler und Abhilfe, praktische Tipps und Klärung von Fachbegriffen sind in farbigen Kästchen übersichtlich zusammengefasst.
Brand (Seite 218-243)
Technik-Fokus Jede Schritt-fürSchritt-Anleitung ist nummeriert und damit in der Übersicht auf Seite 7 schnell auffindbar.
Glasuren (Seite 244-261) Dekorbrände (Seite 262-283) Einleitung · Siebdruck · Direkte Druckverfahren · Digitaldruck · Schmelzfarben · Direktbelichtung · Lüster Design (Seite 284-295) Berufliche Praxis (Seite 296-307)
ARBEITSSCHRITTE M LL G
• nterteilung für ormenteile auf Modell markieren • chonung anbauen • rennmittel auftragen • Modell auf on- oder Gip platte plat ieren • mrandung au eichem on bauen • Gip mi chen und eingießen • Grate reinigen • chl er anbringen • rennmittel auf die gego ene ormh lfte aufbringen • mrandung er eitern • eiteren Gip mi chen und aufgießen • ormrück eiten gl tten damit die orm lange h lt und gut zu handhaben ist
Arbeiten mit Gipsformen: Arbeitsschritte 1 4 3
142 Formgebung SCHLÜSSELBEGRIFFE FORMENBAU Eindrückform Simple einteilige Form, aus der sich der fertige Abdruck einfach entnehmen lässt.
Übersicht Gips ist der optimale Werkstoff zum Formenbau, da er flüssig aufgegossen beim Erstarren alle Details exakt wiedergibt. Getrocknet bleibt er hochporös und ist daher ideal zum Einsatz mit Tonmassen und speziell Gießschlicker. Die Gipswand entzieht dem Ton schnell viel Feuchtigkeit.
Material, Werkzeug, Vorbereitungen (Seite 20-51) Formgebung (Seite 52-169) • Aufbauen • rehen • Modellherstellung • Arbeiten mit ipsformen • Arbeitsschritte ießton Press und Eindrückformen Ein und berdrehtechnik • Kachelherstellung • Strangpressen • igitale Entwurf und erstellungs erfahren
ARBEITEN MIT GIPSFORMEN: ARBEITSSCHRITTE
Oberflächengestaltung vor dem Brand (Seite 170-217) Brand (Seite 218-243) Glasuren (Seite 244-261) Dekorbrände (Seite 262-283) Design (Seite 284-295) Berufliche Praxis (Seite 296-307)
Gipsformen werden für alle möglichen Anwendungen eingesetzt, sei es als Press- und Eindrückform, zum Ein- und Überdrehen in industriellen Verfahren oder als Gießformen. Es ist wichtig, beim Formenbau sehr gründlich, konzentriert und ohne Stress zu arbeiten. Wer hier Abkürzungen zu nehmen versucht, zerstört vielleicht alle bereits ausgeführten guten Ansätze und erhält womöglich überhaupt kein brauchbares Ergebnis. Zunächst sollte das Modell für das geplante Keramikobjekt entworfen und hergestellt werden, bevor man überlegt, wie es abzuformen ist. Es hat keinen Sinn, sich vorab zu viele Gedanken darüber zu machen. Mit wachsender Erfahrung weiß man dann direkt bei der Modellgestaltung, was sich wie am besten verwirklichen lässt.
trennmittel behandelt sind. Dazu eignen sich diverse Fertigprodukte, aber auch einfache Schmierseife. Sie lässt sich mit einem weichen Naturschwamm auftragen. Am besten reichlich Substanz auf der Oberfläche des Modells, der Gipsplatte und sonstigen Gipsflächen verteilen, mit kreisenden Bewegungen komplett in alle Partien des Modells einreiben. Mit klarem Wasser abwaschen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Aktion zwei- bis dreimal wiederholen. So ist gewährleistet, dass wirklich alle Poren gut abgedeckt sind. Nach dem Aufbauen der Verschalung empfiehlt es sich, eine weitere leichte Seifenschicht auf Modelle aufzutragen, um eventuelle Fingerabdrücke und Verunreinigungen zu überdecken.
Trennmittel Zwei Gipsschichten haften unweigerlich aneinander, wenn sie nicht mit einem Formen-
Gipsplatten herstellen Für mehrteilige Gipsformen ist zunächst eine einfache Grundplatte aus Gips erforderlich. Dazu benötigen Sie zwei Holzbretter gleicher Größe, 2-3 cm stark. Diese mit 20 cm Abstand parallel auf eine Glasplatte legen, von außen mit etwas feuchtem Ton fixieren, damit sie nicht verrutschen. Lange scharfkantige Leiste bereitlegen. Ideal ist ein Metalllineal. Genügend
Erfrischend buntes Tafelgeschirr Nicole Müller Die Geschirrserie ist in Gipsformen gegossen. Fein abgestimmte Formensprache und korrespondierende Farben schaffen optische Einheit.
ARBEITSSCHRITTE M LL G • nterteilung für ormenteile auf Modell markieren • chonung anbauen • rennmittel auftragen • Modell auf on- oder Gip platte platzieren • mrandung au eichem Ton bauen • Gips mischen und eingießen • Grate reinigen
Beispiele
4th Proof
Eindrucksvolle Profiarbeiten zeigen, was mit den jeweils beschriebenen Techniken zu erreichen ist.
Title:
SGCE-The Studio Guide to Ceramics : 29696 CPJ1211-01 / peihua
Job No:
US Text Black
• chl er anbringen • rennmittel auf die gegossene Formhälfte aufbringen • mrandung er eitern • eiteren Gip mi chen und aufgießen • ormrück eiten gl tten damit die Form lange hält und gut zu handhaben ist
Hinter- oder Unterschneidungen Einkragende Rillen oder Hohlräume verhindern, dass sich das Modell wieder aus der Gipsform lösen lässt. Für Objekte mit Unterschneidungen werden mehrteilige Formen benötigt. Formentrennmittel Schmierseife, Formenschmiere und ähnliche Produkte bilden einen wasserabweisenden Schutzfilm auf Gipsmodell und Formenteilen, so dass sie nicht aneinander haften und sich wieder auseinandernehmen lassen.
Kompakte Listen geben schnell Überblick über die wichtigsten Handgriffe bei Grundtechniken.
Für mehrteilige Formen ist zunächst eine Trennplatte nötig. Diese wird einfach aus Gips gegossen. Sie ist wichtig, damit ebene, saubere Verbindungsflächen entstehen.
Schlösser (Foto oben) Genau ineinander passende erhabene und vertiefte Markierungen helfen, zwei Formteile exakt zusammenzubauen.
1 Zwei etwa 2 cm starke Holzbretter mit 20 cm Abstand auf eine Glasscheibe legen, mit feuchtem Ton an den Außenkanten fixieren. Die Oberfläche (später die Plattenrückseite) wird mit einem langen Metalllineal abgezogen, die Unterseite (Oberseite der fertigen Platte) wird auf der Glasscheibe automatisch exakt glatt.
Gipsplatte Glattes, ebenes Zwischenelement beim Herstellen der eigentlichen Gipsform. Bei mehrteiligen Formen sinnvoll, damit sich perfekte Verbindungen ergeben. Naht/Grat Linie zwischen zwei Formteilen. Wo die Trennlinien liegen sollen, d. h. wie mehrteilige Form aufgeteilt ist, wird bereits auf dem Modell markiert.
2 Reichlich Gipsbrei anmischen, zwischen den Holzbrettern einfüllen. Gips dazu erst leicht ansteifen lassen, bis er schon dickflüssig ist.
Gipsbrei für die Fläche zwischen den Brettern anrühren. An den Stirnseiten sind keine Leisten nötig, da der Gips sehr steif gegossen wird (siehe Seite 123). Wenn der Brei zu erstarren beginnt, zwischen die Bretter füllen, mit den Händen leicht klopfen, bis die Oberfläche eben ist. Mit beiden Händen das Lineal über die Holzbretter ziehen, um die Gipsfläche einheitlich einzuebnen. Es ist sinnvoll, die Konstruktion aus Glas und Holzplatten immer bereit zu haben, so dass aus anfallenden Gipsresten schnell kleinere Platten gegossen werden können. Schlösser Als Schlösser bezeichnet man Markierungen, die sicherstellen, dass zwei oder mehr Formenteile exakt aufeinander sitzen. Sie werden aus Gips vorgefertigt oder mit einmodelliert. Für letztere Variante ein Formteil auf eine Scheibe aufsetzen (wenn es nicht sowieso darauf hergestellt ist) und rotieren lassen. Werkzeug mit gerundeter Klinge oder größere Münze an der Scheibenachse auf die Gipsfläche pressen. Dabei bildet sich eine halbkugelige Vertiefung, das Negativ. Dieses erscheint in der anderen Formenhälfte positiv.
Title:
Arbeitsschritte
GIPSPLATTEN HERSTELLEN
Schonung Die Aussparung oben an Gießformen erlaubt das Einfüllen von Tonschlicker bis oberhalb des Objekts und damit einen sauberen Abguss. Der Überschuss wird später abgeschnitten.
3rd Proof
3 Gips mit den Händen glatt verstreichen und leicht klopfen. Oberfläche mit dem Lineal glatt abziehen.
Einteilige Formen Die simpelste Art der Gipsform ist einteilig. Der fertige Tonabdruck oder Abguss wird einfach herausgenommen. Sie eignet sich für Objekte ohne Hinterschneidungen. Einteilige Press- und Gießformen sind schnell hergestellt, sollten aber dennoch sorgfältig gearbeitet werden. Runde Objekte erfordern eine in eine Verschalung gegossene oder gedrehte runde Gipsscheibe, im Durchmesser mindestens 3 cm größer als der maximale Durchmesser des
SGCE-The Studio Guide to Ceramics : 29696 CPJ1111-16 /Sally
Job No:
US Text Black
Schritt für Schritt
Übersichtliche Fotofolgen und präzise Anleitungstexte erleichtern die praktische Umsetzung. Eine vollständige Liste aller Techniken befindet sich auf Seite 7.
TECHNIK
Formgebung (Seite 52-169) Vom Aufbauen großer Objekte aus Wülsten bis zum Drehen fragiler Vasen und Schlickergießen stellt dieses Kapitel gebräuchliche und unbekanntere Formtechniken vor. Neben freiem Aufbau und Töpferscheibe sind auch Ein- und Überdrehen sowie der Einsatz von Computerprogrammen beschrieben.
In acht großen Kapiteln finden Sie alles, was Sie zum Töpfern und Gestalten von Keramikobjekten wissen müssen.
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Material, Werkzeug, Techniken (Seite 20-51) Dieses Kapitel befasst sich mit dem vielseitigen Rohmaterial Ton, den unterschiedlichen Massen und ihren speziellen Einsatzmöglichkeiten. Ebenso ausführlich werden Ausrüstung und Hilfsmittel vorgestellt, von einfachen Werkzeugen bis zu Apparaturen und Maschinen. Hier finden Sie auch eine Liste der nötigen Grundausstattung, detaillierte Hinweise zum Einrichten einer eigenen Werkstatt sowie einen ersten Überblick über die Herstellungsprozesse.
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FOKUS
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