GrüneLeobendorf D a s
G e m e i n d e m a g a z i n
d e r
G r ü n e n
AktivbürgerInnen 2012 Im Jahr 2011 haben wir uns mit vielen unterschiedlichen Themen befasst. Rund um unsere Arbeit für das Familienreferat haben wir uns noch um viele andere Anliegen gekümmert und werden dies auch weiter tun. 2012 wollen wir einen weiteren Schwerpunkt setzen: Mehr BürgerInnen der Marktgemeinde Leobendorf sollen sich direkt an Politik und Demokratie beteiligen können. Eine Offene Gemeinde und BürgerInnennähe sind die Voraussetzung dafür. PolitikerInnen wissen nicht alles (besser) und müssen dennoch viele Entscheidungen treffen, auch solche, die nicht allen recht sind. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, die Men-
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Februar 2012
schen miteinzubeziehen und einen breiten Raum für Diskussionen zu aktuellen Gemeindethemen zu schaffen. Unsere Vorstellung einer Offenen Gemeinde werden wir vorantreiben, und wir sind davon überzeugt, dass es eines Tages auch im Leobendorfer Gemeinderat für BürgerInnen direkt die Möglichkeit geben wird, Fragen zu stellen und Anliegen vorzubringen. Bis es soweit ist, stellen wir in unserer Grünen Zeitung Raum für AktivbürgerInnen zur Verfügung: Bürgerinitiativen oder einzelne LeobendorferInnen haben bei uns jetzt schon die Möglichkeit, ihre Meinungen, Ideen und Forderungen der
Öffentlichkeit mitzuteilen und sich damit aktiv demokratisch in das Gemeinwohl unserer Gemeinde einzubringen (Lesen Sie dazu auch die Seiten 4 + 5 + 8). Demokratie braucht kritische AktivbürgerInnen: Es genügt nicht zu raunzen, man muss auch was tun!
AktivbürgerIn: BürgerIn, der/die Demokratie als Gesellschaftsform auffasst, die nur durch seine/ihre politische Aktivität erhalten und ausgefüllt werden kann, nicht allein durch den Gang zur Wahlurne. Quelle: www.socioweb.de
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GRÜNES EDITORIAL
Kleinkindbetreuung für Leobendorf! Für viele Mütter oder Väter stellt sich nach dem Ende der Karenzzeit die Frage: „Wo ist mein Kind am besten aufgehoben, wenn ich wieder in den Beruf einsteige?“
bei der Konzeption dieser Zeitung bereits im Dezember haben wir uns rasch darauf geeinigt, dass wir ein Thema ganz klar in den Vordergrund rücken werden – die AktivbürgerInnen! Alle 4 oder 5 Jahre den Stimmzettel in die Wahlurne zu werfen und dazwischen passiv darauf zu vertrauen, dass die gewählten Mandatare alles richtig machen, wäre schön, geht aber weit an der Realität vorbei. Und meiner Erfahrung nach auch an den Menschen, die sich sehr bewusst in für sie wichtige und interessante Bereiche einbringen wollen. Gerade in unserer Großgemeinde gibt es unglaubliches (Fach)wissen, Kreativität und Ideen. Schade, wenn es ungenutzt bleibt! In unserer Zeitung stellen wir Ihnen Menschen vor, die Ihre Meinungen vorbringen, noch mehr Gehör brauchen und unabhängig von Parteipolitik etwas erreichen wollen. Machen Sie es Ihnen nach! Fordern Sie Ihre Mandatare /innen! Werden Sie ein/e AKTIVBÜRGER/IN!
Doris Kampas doris.kampas@gruene.at Seite 2
Den Luxus ständig verfügbarer Großeltern haben nur die wenigsten, zumal unsere Großgemeinde vor allem durch den Zuzug junger Paare und Familien wächst, die oft weit entfernt von ihrem Elternhaus leben. Für Kinder unter 2,5 Jahre gibt es in unserer Großgemeinde 3 Tagesmütter. Der Bedarf an verfügbaren Plätzen übersteigt das Angebot allerdings um ein Vielfaches, viele Familien „wandern“ zu Tagesmüttern oder Betreuungseinrichtungen außerhalb unserer Gemeinde aus. In letzter Konsequenz wird auch immer öfter (meist von den Frauen) auf den Wiedereinstieg in den Beruf verzichtet.
Massive Förderung für Kleinkindbetreuung wurde beschlossen Im September 2011 wurde vom österr. Nationalrat gemäß Artikel 15a B-VG ein Förderpaket in der Höhe von 55 Mio € beschlossen. Schwerpunkt ist die Erhöhung des Betreuungsangebotes für Kleinkinder bis 3 Jahre. Konkret bedeutet dies für unsere Gemeinde eine Fördermöglichkeit von bis zu 4.000,- € je errichtetem Betreuungsplatz. (voraussichtliche Laufzeit der Förderung: bis 2014). Die Voraussetzungen für die Errichtung einer Kleinkind-Betreuung sind so günstig wie noch nie! Nutzen wir die Chance!
Konkret sind unsere Ziele daher: Errichtung einer Betreuungseinrichtung für 1-3 Jährige (od. 2,5-Jährige) Hohe Qualität der Einrichtung, kleine Gruppengrößen, die Bedürfnisse der Kleinsten müssen oberste Priorität haben Wahlfreiheit für Familien, ihr Privat- und Berufsleben nach eigenen Vorstellungen zu gestaltet
Suchen auch Sie bald einen Betreuungsplatz für Ihr Kind? Haben Sie konkrete Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich bitte direkt an die Familiengemeinderätin Doris Kampas unter doris.kampas@gruene.at oder 0699/12 013 760.
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Liebe MitbürgerInnen,
AUS DEM FAMILIENREFERAT
LEO! Sommer-Ferienbetreuung 2012 für unsere Volksschulkinder Im vergangenen Sommer haben unsere Kinder ein abwechslungsreiches, buntes Ferienprogramm erlebt. Auch heuer werden sie wieder von einem engagierten, geschulten Team unter pädagogischer Leitung in Kooperation mit der Volkshilfe NÖ Kids & Family betreut. Die Kinder können wochenweise, halbtags (bis 13 Uhr – mit oder ohne Mittagessen) oder ganztags angemeldet werden. Kosten/Elternbeitrag: halbtags 21 Euro, ganztags 30 Euro pro Woche. Preisreduktion für Geschwisterkinder. Das Mittagessen kommt vom Förderzentrum der Behindertenhilfe Oberrohr-
LEO! Sommer-Ferienbetreuung 2012 für Volksschulkinder der Marktgemeinde Leobendorf • 2.–20. Juli und 13.-31. August 2012 • Mo-Fr, 6.45-17 Uhr • Bildungscampus Leobendorf
bach und wird extra verrechnet. Die Anmeldung erfolgt im März. Die Anmeldegebühr beträgt einmalig pro Kind 12 Euro. Diese Gebühr wird als Material/Bastelbeitrag für die Kinder verwendet. Die Anmeldebögen werden in der Volksschule
Ferienspiel 2012 Angebote und Mithilfe gesucht Die Vorbereitungen für das nächste Ferienspiel im Sommer 2012 sind bereits im vollen Gange. Um unseren Kindern wieder einen tollen Sommer zu bieten, sind wir noch auf der Suche nach:
spannenden, kreativen, sportlichen Aktivitäten für Kinder geeignete Betriebsbesichtigungen Unterstützung und Begleitung bei den einzelnen Terminen (z. B. Kinderuni) Tombolaspenden, Torten- und Kuchenspenden für das große Abschlussfest Bitte um Ihre Kontaktaufnahme direkt bei der Familiengemeinderätin Doris Kampas, Tel: 0699/12 013 760 oder doris.kampas@gruene.at
ausgeteilt bzw. können sich Familien der Großgemeinde Leobendorf, deren Kinder in einem anderen Ort die Volksschule besuchen am Gemeindeamt anmelden. Bei speziellen Fragen wenden Sie sich bitte an Gemeinderätin Christina Neumann, Tel: 0650-2791967, E-Mail: c.neumann@lentas.org
Aus der Gesunden Gemeinde Susanne Linde hat im Herbst 2011 die Leitung des Arbeitskreises an Christine Stroissnig übergeben. Ein großes DANKE an Sie, die jahrelang ihr Wissen und ihre Persönlichkeit für die Gesundheit vor der Haustüre eingesetzt hat.
Los geht’s... ... mit den Aktionstagen am 5. und 6. Mai 2012 – u.a. mit dem Vortrag „Lache dir deinen Schweinehund an“ mit dem Fitness- und Gesundheitsexperten Toni Klein, einer Märchenwanderung zur Burg und einer Nordic Walking Einführung. Nähere Detail entnehmen Sie dem Frühjahrsprogramm 2012 der Gesunden Gemeinde. Seite 3
LESERBRIEFE
Selbstverwaltung im Sinne der Bundesverfassung – Überforderung der Gemeinde oder Rechtfertigung für Unkenntnis bzw. Willkürlichkeit bei ihren Entscheidungen im Bauverfahren? Als betroffener Nachbar in einem Bauverfahren ist mir der Artikel über die geplante Müllverwertungsanlage Teiritzberg von Cicero des ÖVP Gemeindekuriers, Ausgabe Dezember 2011, ins Auge gestochen. Ich erkannte meine derzeitige Situation in dem Satz „Zur Sicherung der Wunscherfüllung hat man Leobendorf gleich gar nicht von diesem Vorhaben informiert und nicht zu den entscheidenden Sitzungen eingeladen. Eine undemokratische beispiellose Sauerei.” Die Chuzpe des Artikels ist, dass die Marktgemeinde Leobendorf als Betroffener in einer Sache – Teiritzberg – energisch das verletzte Recht ihrerseits einfordert und als Rechtsanwender gegenüber einem anderen Betroffenen aus Unkenntnis bzw. Willkürlichkeit das anzuwendende Gesetz grob missachtet. Eine Vielzahl weiterer Anrainer und mehrmals auch ich sind in unserem direkten Wohnbereich in den letzten Jahren als Nachbarn nicht mehr zu den Bauverhandlungen von der Marktgemeinde Leobendorf eingeladen worden. Bedenken und Hinweise über den Gesetzesverstoß wurden mit den Wor-
ten „Wir brauchen euch nicht mehr einladen, daher machen wir es auch nicht mehr” immer wieder lapidar abgewiesen. Im August 2010 haben wir zufällig von einem weiteren Bauverfahren in unserer direkten Umgebung erfahren, wobei abermals das Gesetz der NÖ Bauordnung von der Marktgemeinde Leobendorf missachtet worden ist. Es wurden die betroffenen Nachbarn abermals nicht zur Bauverhandlung geladen, die Anordnung des Gebäudes widerspricht eindeutig der hier in der Umgebung bestehenden Ortsbildgestaltung und es bestand auch niemals die Möglichkeit für die Betroffenen Kenntnis vom Verfahren zu erlangen bzw. Bedenken dazu zu äußern. Diese Verfahrensabwicklung mit dem erlassenen Baubescheid widerspricht eindeutig dem wesentlichen Gerechtigkeitskriterium, dem Gleichbehandlungsprinzip und Gleichheitsgrundsatz des Bundesverfassungsgesetzes. Diese Gesetzesverletzungen sind bereits von der Volksanwaltschaft und der Aufsichtsbehörde, dem Land Niederösterreich, festgestellt worden. Als betroffener Staats- und Ge-
meindebürger habe ich beim Vollzug von Gesetzen im Baurecht durch die Gemeinde Bedenken. Diese wurden durch die Vorgehensweise der Marktgemeinde Leobendorf nur bestärkt und die Statistiken der Volksanwaltschaft und Aufsichtsbehörden wegen Beschwerdefällen in den Baurechtsangelegenheiten (Hauptpunkt der Beschwerden) zeigen steil nach oben. Es würde sich tatsächlich dieses noch in einem ganz anderen Maß stark verändern, wenn alle Betroffenen ihre zustehenden Rechte einfordern. Weil kein Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen stattfindet und aus Fehlern nichts gelernt wird, so wäre es aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen legitim, den Gesetzesvollzug in Baurechtsangelegenheiten einer anderen Ebene, wie der Bezirkshauptmannschaft, dem Gebietsbauamt oder dem Land zu übertragen. Dieses würde der Rechtssicherheit dienen, es wäre das Handeln für die Bürger klar voraussehbar und die Unkenntnis bzw. Willkürlichkeit sowie politisch motivierte Entscheidungen wären damit ausgeschalten. Leserbrief von Erich Löschenbrand, Oberrohrbach
Wollen Sie zu einem Thema in unserer Gemeinde etwas sagen, Ihr Wissen einbringen oder etwas verändern? Dann werden Sie AKTIV! Wir stellen Ihnen dafür Raum in unserer Zeitung zur Verfügung – damit andere auch davon erfahren und mitmachen könne. Schreiben oder kontaktieren Sie uns: leobendorf@gruene.at, facebook.com/leobendorf.gruene oder 02266/80800. Leserbriefe, die in unserer Zeitung abgedruckt werden, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Anonyme Schreiben und solche mit beleidigenden Formulierungen werden nicht veröffentlicht.
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LESERBRIEFE - AKTIVBÜRGERINNEN
Leserbrief zur Bründlgasse Rettet die Kellergasse Der vergangene „Advent im Keller” hat mir wieder gezeigt, wie schön unsere Bründlgasse in Leobendorf ist. Wenn ich durch diese Gasse mit ihren teils alten, manchmal baufälligen oder auch liebevoll renovierten und wiederbelebten Presshäusern und Weinkellern gehe, so wird mit ein Stück niederösterreichischer Tradition und Architektur bewusst. Allerdings wird diese Freude aktuell durch ein Bauvorhaben getrübt. Es soll ein Presshaus um- und ausgebaut werden. Leider erfolgt dies aber nicht in einem dem Kellergassencharakter entsprechenden Stil. Bei dem geplanten Bauvorhaben ist eine Gebäudehöhe vorgesehen, die weit über die der anderen Presshäuser hinausgeht. Auch die Größe an sich würde sich deutlich von den anderen Presshäusern abheben. Unverständlich dabei ist, dass die
Gemeinde, die vor kurzem noch den umliegenden Anrainern diverse Vorschriften hinsichtlich verbauter Fläche, Gebäudehöhe usw. gemacht hat, dieses Bauvorhaben überhaupt zu einer Bauverhandlung kommen lässt. Seitens der Gemeinde sollten klare Regelungen für die Verbauung der Presshäuser ausgegeben werden, damit nicht alle Presshäuser in der Bründlgasse zu Wohngebäuden umgebaut werden. Ansonsten ist zu befürchten, dass das Kellergassenflair bald ein Ende finden wird. Für Wohngebäude gibt es auch andere schöne Fleckerl, auf denen gebaut werden kann.
Ich rufe den Bürgermeister dazu auf, dieses Bauvorhaben zu überdenken und sich für ein schönes Ortsbild und die Festlegung der Bründlgasse als schützenswerte Kellergasse einzusetzen! Alexander Frohn www.rettet-die-kellergasse.at
In den letzten Jahren ist der aus Norden kommende Verkehr zu einer immer größer werdenden Belastung für die Bevölkerung geworden. Maßnahmen gegen den Verkehr auf der Straße wären dringend notwendig, um die Belastungen entscheidend zu reduzieren. Obwohl ein Bahnanschluss vorhanden, wurde unlängst zusätzlicher Verkehr vom Kalkwerk Ernstbrunn auf die Straße verlagert. Besonders Tresdorf leidet am unerträglichen PKW- und LKW-Verkehr. Auch der Gewerbepark Tresdorf wäre dringend mit öffentlichen Verkehrs-
mitteln zu erschließen. Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke Korneuburg - Ernstbrunn ist zur Erreichung dieser Ziele eine geeignete Maßnahme, für die Gemeinden entlang der ehemaligen Landesbahnstrecke kämpfen. Auf der Internetseite www.ichwilldiebahn.at wurde eine Fragebogenaktion gestartet, um die Erreichung dieses wichti-
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Von der Straße auf die Schiene – Ausbau der Landesbahn jetzt!
gen Zieles zu unterstützen. Dort finden sich auch Infos über die Vorteile der Bahn. Seite 5
GRÜNES THEMA - BÜRGERINFORMATION
Deponie am Teiritz Ein Dauerthema ist die Sondermülldeponie am Tresdorfer Teiritzberg und die geplante Aufbereitungsanlage der Firma Terra. Kurz die Vorgeschichte: Die Stadtgemeinde Korneuburg betreibt auf Leobendorfer Gemeindegebiet eine Abfallanlage, auf der ursprünglich auch der Leobendorfer Hausmüll deponiert wurde. Viele Tresdorfer werden sich noch an die Rattenplage und die Belastungen durch verwehte Müllreste erinnern. Seit Jänner 2004 ist die Deponierung von unbehandeltem Hausmüll verboten. Der Restmüll muss entweder verbrannt werden (dafür hat sich Leobendorf entschieden) oder es wird der Hausmüll mechanisch aufbereitet und anschließend in einer Kompostieranlage weiterverarbeitet (so macht es z.B. Korneuburg). Die Deponie wurde aufwändig umgebaut und erfüllt nunmehr alle aktuellen Standards zur Deponie von Bauschutt und anderen deponiefähigen Problemstoffen. Auch (Leobendorfer) Sperrmüll wird dort gelagert. Im Gegensatz zu ÖVP und SPÖ haben sich damals die Grünen (nur in Korneuburg im Gemeinderat vertreten) gegen den Ausbau ausgesprochen. Ein Problem besteht allerdings: Die Deponie ist nunmehr viel zu groß und halb leer. Um die Verluste zu minimieren, hat die Stadtgemeinde Korneuburg schon vor Jahren beschlossen, mit einem großem Müllentsorgungsunternehmen Anlieferungsverträge abzuschließen und einem Tochterunternehmen dieses Entsorgers, der Firma
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Terra Umwelttechnik, die Aufbereitung von belastetem Erdreich mit anschließender Deponie zu gestatten. Leider hatte man es versäumt, die Gemeinde Leobendorf rechtzeitig zu informieren, sodass Bürgermeister Karl Stich erst im Frühjahr 2011 anläßlich des Genehmigungsverfahrens offiziell davon erfuhr. In kurzer Zeit wurden in Leobendorf und Tresdorf 500 Unterschriften gegen die Deponie gesammelt. Der Leobendorfer Gemeinderat wurde erst im Juli 2011 mit dieser Angelegenheit befasst und hat sich einstimmig gegen die Abfallverwertungsanlage ausgesprochen.
V.l.n.r.: Norbert Karner (Grüne Leobendorf), Stadtrat Thomas Pfaffl (Korneuburg), Stadträtin Elisabeth Kerschbaum (Korneuburg), Umweltgemeinderat Jürgen Punzet (Leobendorf), Baumeister Martin Zagler (Anrainer), DI Robert Philipp (Terra Umwelttechnik)
Welche Position haben die Leobendorfer Grünen? Leider handelt es sich hier auch um einen Konflikt zwischen zwei Gemeinden und zwei ÖVP Bürgermeistern, bei der die Interessen der BürgerInnen auf der Strecke bleiben. Parteipolitische Polemik ist sicher nicht angebracht. Sinnvoll wären sachliche Gespräche mit Korneuburg, damit die Deponie so rasch wie möglich geschlossen und einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden kann. Die Leobendorfer Grünen spre-
chen sich wie alle anderen Parteien gegen die Anlieferung von zusätzlichem Giftmüll aus. Das Genehmigungsverfahren für das Terra-Projekt wird nicht von der Gemeinde Leobendorf durchgeführt. Die Entscheidungen treffen Sachverständige des Landes NÖ. Wenn schon am Teiritz deponiert wird, ist es besser die Problemstoffe aufzubereiten als unbehandelt zu deponieren. Im Gegensatz zu Bürgermeister Stich halten wir die Leobendorfer Bevölkerung für mündig genug, sich über diese Themen sachlich zu informieren und sich selbst ein Bild zu machen. Deshalb haben wir die Bevölkerung in einer moderierten Veranstaltung am 5.11.2011 informiert, zu der wir Fachleute und politische Vertreter aus Korneuburg und Leobendorf eingeladen haben.
GRÜNE THEMEN
Schlimmer als vor 60 Jahren? Unsere Leobendorfer AHS-SchülerInnen stehen vor verschlossenen Türen! Der Schulbus, mit dem unsere Leobendorfer Kinder in der Früh zur neuen AHS Korneuburg fahren, kommt zu einer Zeit an, wo die Schule noch geschlossen ist. Dann heißt es vor verschlossenen Türen warten, im Winter in der Kälte. Lt. Auskunft von AHS-Direktion sind keine finanziellen Mittel für Personal zwecks früherer Aufsperrzeit vorhanden. Auf Anfrage des
Leobendorfer Verkehrsreferenten gestaltet sich die Anpassung der Busverbindungen als etwas schwierig – dem Mobilitätsmanagement ist das Problem bewusst, für nächstes Jahr soll Abhilfe geschaffen werden. „Bereits vor 60 Jahren hat es für auswärtige SchülerInnen, die mit dem Bus nach Korneuburg kamen, in der Hauptschule eine Sammelklasse gegeben. Wo hätten wir 10- bis 14-Jährigen
denn hingehen sollen, nachdem wir mit dem Arbeiterbus fahren mussten und der bereits um 6.30 Uhr in Korneuburg am Hauptplatz ankam?“, berichtet uns ein Leobendorfer Schüler von damals. Liebe AHS, das wird doch auch 2012 zu schaffen sein! In anderen Schulen im Bezirk klappt es ja auch. Wenn Sie betroffen sind, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf!
Sind Lärmschutzwände Unsinn? Einen engagierten Kampf führt unser Bürgermeister, damit die ASFINAG die von der Behörde vorgeschriebenen Lärmschutzwände bei der Autobahnausfahrt entlang der Casinogründe NICHT errichtet. Angeblich sind auch alle Anrainer gegen einen Lärmschutz. An einigen Stellen wären zusätzliche Wände (z. B. vor den Solarkollektoren) sicher nicht sinnvoll und einige dort ansässigen Logistikbetriebe fühlen sich durch LKW-Lärm wahrscheinlich auch nicht beeinträchtigt. Allerdings ist an anderen Stellen der Abstand zu Wohnhäusern gering und es wäre ja nicht
ausgeschlossen, dass sich auch Betriebe ansiedeln werden, die keinen Lärm wollen (z. B. ein Hotel). Was mei-
nen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung an Gemeinderat Kurt Pausackerl kurt.pausackerl@gruene.at
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AKTIVBÜRGERINNEN IN UNTERROHRBACH
IGU - Überparteiliche Interessensgemeinschaft Unterrohrbach
Verkehrsentlastung für Unterrohrbach Die Gesamtverkehrsbelastung in Unterrohrbach nimmt laufend zu und übersteigt schon zeitweise die Grenze des der Bevölkerung Zumutbaren. Durch unseren kleinen Wohnort fahren mit Sicherheit täglich mehr als zweitausend PKW`s und weit mehr als hundert schwere LKW`s. Schlimm ist die Situation in der Wiesener- und in der Leobendorferstraße ( L 25 ), aber auch in der Oberrohrbacher- und in der Spillernerstraße nimmt die Verkehrsbelastung ständig zu. Die Wiesenerstraße wird von vielen mit einer Rennstrecke verwechselt. Leider gibt es weder Verkehrskontrollen durch die Polizei noch wird das gemeindeeigene mobile Radar eingesetzt! Ein besonderes Problem stellen natürlich die schweren LKW´s dar. Allen voran die bekannten Firmen der Schotterlobby aber auch die LKWMautflüchtlinge aus dem In-und Ausland belasten Unterrohrbach zusätzlich sehr und bedeuten Einnahmeverluste für die Asfinag und somit für den Steuerzahler. Zu den Mautflüchtlingen gehören natürlich auch die Schotterfirmen, da
die Gruben in Gemeindegebieten mit Autobahnanschluss liegen. Es ist daher ein Muss, dass diese Firmen bereits dort auf das hochrangige Straßennetz auffahren und nicht die kleinen Orte und die Lebensqualität deren Bürger beeinträchtigen. Allein im letzten Jahr ereigneten sich an der Kreuzung im Zentrum vier Unfälle! Die IG Unterrohrbach fordert für mehr Sicherheit und Lebensqualität folgende Maßnahmen: Verhängung eines Durchfahrtver-
botes für LKW`s über 3,5 t. Verkehrsberuhigung durch bauliche Maßnahmen (Fahrbahnteiler) bei den Ortseinfahrten Wiesener-, Spillerner- und Oberrohrbacherstraße (ähnlich wie bei Ortseinfahrten in Leobendorf und demnächst auch in Tresdorf). Tempo 30 km/h bei der Kreuzung im Ortszentrum und bei den Autobushaltestellen in der Leobendorferstraße, Höhe Badgasse. Auflassung Tempo 70 km/h im Ortsgebiet in der Leobendorferstraße.
GrünKontakt Haben Sie Ideen, wie wir das Leben in unserer Gemeinde lebenswerter gestalten können? Möchten Sie uns näher kennen lernen, mit uns diskutieren oder bei uns mitarbeiten? Haben Sie spezielle Wünsche und Anliegen? Dann kontaktieren Sie uns per E-Mail unter leobendorf@gruene.at oder Tel. 02266/ 80 800. www.leobendorf.gruene.at
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