0NEN13 2 / 2 E B A G S U AAS GEMEINDEMAGAZIN DER GRÜ
GRÜNE F R O D N LEOBE D
SCHNELL ZUM BAHNHOF In fünf Minuten fährt der Zug nach Wien. Oje, nur mehr im letzten Winkel ist ein Parkplatz frei, eilig laufe ich die ganze Strecke zurück zur Straße und – zwei Minuten sind es noch – der Schranken ist zu. Ein Güterzug donnert durch den Bahnhof. O Gott – mein Zug nach Wien fährt schon ein, der Schranken ist immer noch zu. Ich turne mit einigen anderen hinter dem Güterzug unter dem Schranken durch auf die andere Seite. Außer Atem springen wir in den Zug, der sofort losfährt. Zum Glück ist uns nichts passiert, aufgepasst haben wir nämlich beim ungesetzlichen Missachten des geschlossenen Schrankens. Hätte ich den Zug verpasst, wäre es für mich allerdings sehr ungemütlich gewor-
den. Eine halbe Stunde Wartezeit, das „Bahnhofhütterl“ offen, kalt und zugig, es riecht nach Pisse, die Schmierereien an der Wand, hm… Eine Anzeige, wann der nächste Zug kommt? – Fehlanzeige. Verspätungen oder Ausfälle erfahre ich lediglich über eine Durchsage. Ich verstehe diese aber nur, wenn ich direkt neben dem Lautsprecher stehe, zu laut ist die benachbarte Autobahn. Mein Blick schweift umher, aber es ist leider wahr: Meine Fahrkarte müsste ich auf der gegenüberliegenden Seite erwerben. Betrifft das mehrere Personen kurz vor Abfahrt des Zuges tun, die den recht langsamen Automaten benutzen müssen, steigt die Nervosität – ist das doch die
einzige Gelegenheit, sich eine Fahrkarte zu besorgen. Der Schranken geht wieder zeitig zu und wir werden alle wieder neben diesem vorbeiturnen müssen. Auf welcher Seite der Zug nach Wien fährt, weiß ich übrigens nur aus Erfahrung, denn Hinweisschilder fehlen an der Wand. Bisher ist mir nichts über einen Unfall bekannt, aber dass irgendwann was passiert, scheint vorprogrammiert zu sein. In unserer Zeit sollte für die große Anzahl der Bahnfahrenden – siehe volle Züge zu Stoßzeiten - ein Bahnhof sicher, modern und komfortabel sein, meint M. E., eine fleißige Bahnfahrerin. Was sagt die ÖBB: siehe dazu Seite 2
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EDITORIAL
VERBESSERUNGEN BEIM BAHNHOF WER FÜHLT SICH ZUSTÄNDIG? Nachdem dieses Problem im Gemeinderat bisher ignoriert wurde, sind wir aktiv geworden. Auf unsere Anfrage haben die ÖBB folgendes geantwortet: „Sehr geehrter Herr Pausackerl,
LIEBE MITBÜRGERINNEN, Bürgermeister Stich hat sich für mehr konstruktive Zusammenarbeit ausgesprochen. Dass das nicht so einfach ist, zeigen folgende Beispiele aus der Gemeindearbeit. In den Gemeinderatssitzungen vor und nach Ostern ging es u.a. auch um Gebührenerhöhungen. Die Müllgebührenerhöhung war am Vorabend im Referat präsentiert worden. Nach Protesten wurde der unstimmige und unausgegorene Entwurf wieder zurückgezogen und kurzfristig für den Dienstag nach Ostern eine weitere Sitzung einberufen.
... In der Haltestelle Leobendorf Burg Kreuzenstein sind bis auf weiteres keine baulichen Veränderungen geplant.
... Eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer wäre auf jeden Fall sinnvoll, aber derzeit nicht geplant. ... Bei ÖBB Personenverkehr ist auch kein zweiter Fahrkartenautomat geplant.“ Wir fordern eine Lösung, bevor etwas passiert!
SO EIN MIST TEIL II Nachdem Ende 2012 überfallsartig die Abholintervalle für die Müllabfuhr auf 4 Wochen geändert wurden, war es jetzt notwendig die Gebührenverordnung anzupassen.
Gebührenerhöhung 2 betraf den Fremdenverkehr (geschäftsführender Gemeinderat Franz Haselmann von der SPÖ). Die Nächtigungstaxen mussten erhöht werden. Ansonsten könnte Leobendorf keine Förderungen erhalten. Eine Diskussion über förderbare Vorhaben der Gemeinde (ein Fremdenverkehrskonzept) wäre sinnvoll gewesen, die Debatte wurde vom Bürgermeister hingegen („Habe schon alles gesagt“) sofort abgewürgt. Schade. Ohne Diskussion über die Ziele ist eine konstruktive Mitarbeit schwer möglich, meint Ihr
Der erste unabgestimmte Vorschlag der VP war inakzeptabel und wurde von der Opposition im Gemeinderat abgelehnt. Eilig wurde von BM Stich eine Extra-Gemeinderatssitzung einberufen.
GR Kurt Pausackerl .............................................................
E-Mail: kurt.pausackerl@gruene.at
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Dem überarbeiteten Vorschlag haben wir zugestimmt, um die schlimmsten Ungerechtigkeiten und Schieflagen in der Gebührenordnung zu beseitigen.
GRÜNE LEOBENDORF 02/2013
Insgesamt bleiben wir bei unserer Meinung: Das gesamte Projekt war schlecht vorbereitet. Eine gleichzeitige Serviceverschlechterung und Gebührenerhöhung passen nicht zusammen.
GRÜNE THEMEN
7 WOCHEN LEO!
NEXTBIKE DEIN RAD UMS ECK Von uns schon vor Jahren vorgeschlagen, entwickelt sich Nextbike.at (vormals Leihradl) zu einem tollen Hilfsmittel für Mobilität ohne (Zweit-)Auto. In Leobendorf gibt es 2 Verleihstationen: dem Gemeindeamt gegenüber und am Bahnhof. Viele weitere finden sich im Bezirk Korneuburg, in ganz NÖ und Österreich.
SO FUNKTIONIERT ES:
SOVIEL KOSTET ES:
Vor der erstmaligen Benutzung müssen Sie sich registrieren: Tel. 02742 229901 bzw. www.nextbike.at
eine Stunde Rad fahren kostet 1 Euro, 24 Stunden 8 Euro in der Region „10 vor Wien“ ist die erste ½ Stunde immer gratis.
das Ausleihen erfolgt per Anruf, SMS oder online/Smartphone • Nummer des gewünschten Rades angeben • Sie erhalten einen Zahlencode • Mit diesem Code das Schloss öffnen und losradeln!
Mit ÖBB-Vorteilscard oder VORJahreskarte radeln Sie 1 Stunde gratis, ein ganzer Tag kostet nur 7 Euro.
die Rückgabe erfolgt an jeder beliebigen Verleihstelle • Rad absperren • Rückgabeort bekannt geben
Bei Neuanmeldung radeln Sie mit ÖBB-Vorteilscard, VORJahreskarte oder NÖCard 1 Tag gratis. www.nextbike.at
3. GRÜNE RADFAHRT AM SAMSTAG 22. JUNI 2013 Treffpunkt 15 Uhr beim Grunerhof in Leobendorf Wir veranstalten einen Radausflug. Dazu sind alle herzliche eingeladen! Die Fahrt geht über Unterrohrbach und Spillern zum Kraftwerk Greifenstein entlang der Donau und über Korneuburg zurück nach Leobendorf. Dauer der Fahrt ca. 1 ½ Stunden, anschließend Ausklang beim Heurigen.
GRÜNE LEOBENDORF 02/2013
Ab heuer erweiterte Ferienbetreuung für Volksschulkinder. Familie und Berufstätigkeit zu vereinen, bleibt ein heißes Thema - und das nicht nur in den langen Sommerferien. Bei rund 12 Wochen Schulferien im Jahr und 5 Urlaubswochen der Eltern kommen österreichweit sehr viele Eltern wegen mangelnder Betreuungsangebote ins Schwitzen. Unsere Ferienbetreuung – in Kooperation mit der niederösterreichischen Volkshilfe – geht in die vierte Saison und heuer zum 1. Mal sieben Wochen lang. Auf die 84 angemeldeten Kinder aus unserer Großgemeinde freut sich unser engagiertes, pädagogisch geschultes BetreuerInnenteam mit einem bunten, kreativen und sportlichen Angebot und Zeit für Ferienfeeling pur. LEO Ferienbetreuung Leobendorf: 1. bis 26. Juli & 12. bis 30. August ganztägig von 6:45 bis 17 Uhr. Der Elternabend findet am 19. 6. um 19 Uhr in den Räumen des Tagesheims/Bildungscampus statt. Info: GR Christina Neumann, Tel. 0650 2791967, c.neumann@lentas.org
JUGENDXTRA FERIENSPIEL 2013 Basic Cooking – African Rhythm – Make-up-Schule & Biketour Vier spezielle Veranstaltungen für junge Menschen ab 11 Jahren gehen heuer in Kooperation mit der Gesunden Gemeinde Leobendorf und JUAK im Juli & August auf Schiene. Infodetails + Anmeldung ab 26. 6. auf der FerienspielHomepage www.leobendorf.ferienspiele.at Link: Jugendarbeitskreis Leobendorf – JUgendAKtiv, www.juak.at
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GRÜNE THEMEN
AUS DEM TAGEBUCH EINER HUNDERTJÄHRIGEN 40 JAHRE HAUS DER GENERATIONEN LEOBENDORF! Morgen ist ein großes Fest. Wir feiern das 40 Jahr-Jubiläum unseres Hauses der Generationen. Viele Gäste aus dem ganzen Land werden kommen. Ich habe mitgeholfen, den Blumenschmuck für die Tische zu stecken. Die Vorbereitungen für das Buffet, ein kulinarischer Spaziergang durch ein halbes Jahrhundert Essen und Trinken aus unserer Region sind abgeschlossen. Die Generalproben für das Theaterstück und das Konzert der Musikschule sind gut gelaufen. Ich bin als Urgroßmutter genau so aufgeregt, wie ich es einst bei den Aufführungen meiner Tochter war. Jetzt ist es ruhig im Haus, ich sitze vor meinem Computer und lasse meine Gedanken zurückwandern zu der Zeit, als das Projekt „Haus der Generationen“ seinen Anfang nahm. BürgerInnenbeteiligung war damals noch nicht selbstverständlich, ein Architektenwettbewerb für den Neubau des damaligen „Schleckerhauses“ am Hauptplatz war bereits in Auftrag gegeben, und es bedurfte viel Überzeugungsarbeit, um manche Damen und Herren des Gemeinderates für die neue Idee zu gewinnen. Das Modell von Ybbsitz, das mit einem Haus des Lebens ein positives Vorbild geschaffen hatte, konnte in einigen Punk-
ten übernommen und an die Bedürfnisse der LeobendorferInnen angepasst werden. Durch den Einsatz und die Begeisterung der Bevölkerung, die ihre Vorstellungen für ihre Lebensträume einbrachten und aktiv dazu beitrugen, gelang schließlich das Umdenken:
EIN HAUS FÜR ALLE Wohnungen für ältere und alte Leute und Startwohnungen für junge Familien, eine Kleinkinderbetreuung, ein Kaffeehaus von und für die Jugend, eine Arztpraxis, ein Bewegungsraum, der von verschiedenen Gruppen genutzt werden kann. Herz des Hauses
ist die Küche, wo Jung und Alt immer wieder gerne zusammenkommen, um gemeinsam zu kochen, zu essen und zu reden. Sie wird auch gerne für verschiedene Festlichkeiten von Familien genutzt, wenn das eigene Wohnzimmer zu klein ist. Im Garten rund ums Haus gibt es vom Kinderspielplatz über eine Kräuterecke und einen Naschgarten bis hin zur Gartenlaube keine offenen Wünsche. Jetzt gehe ich schlafen, damit ich den morgigen Tag auch wirklich genießen kann. Link: www.agyl.at
ORTSENTWICKLUNG AM BEISPIEL DER BRÜNDLGASSE Als die geplante Errichtung eines Wohngebäudes in der letzten urtümlichen Kellergasse in Leobendorf bekannt wurde, regte sich breiter Widerstand von Seiten der Bürger gegen dieses Projekt. Als Konsequenz wurde im Gemeinderat eine Bausperre für die nächsten zwei Jahre beschlossen und ein Keller angekauft um den Charakter der Kellergasse zu erhalten. Das davor eingereichte Bauvorhaben am Beginn der Bründlgasse wird wohl nicht zu verhindern sein, das Erscheinungsbild der Gasse aber nicht erheblich stören. Wie soll es nach Ende der Bausperre weitergehen? Wofür eignet sich der angekaufte Keller? Wie soll das Zentrum von Leobendorf gestaltet werden? Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu!
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