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P.b.b., Verlagspostamt 8010, Erscheinungsort Graz

Ausgabe #01/2014 Heft Nr. 49 März 2014 Euro 0,–

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Casting FINISHER-TEAM CASTING 2014

RACEREPORT ST. ANNA FAISTENAU

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EINZELKÄMPFER AUF DER LANGDISTANZ

IM FINISHER-CHECK


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25. Mai 2014

ST.PÖLTEN, AUSTRIA www.ironman.com/stpoelten70.3

ANYTHING IS POSSIBLE

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Willkommen ... ... im Jahr 2014. Ein ereignisreiches und spannendes Jahr steht uns bevor. Wettkämpfe sprießen aus dem Boden wie die Blumen im Frühling. In Kitzbühel und in Weyer finden Europameisterschaften statt. Die Anmeldezahlen für die großen Rennserien gehen erstaunlicherweise immer noch nach oben und das FINISHER-Magazin expandiert sein Vertriebssystem unter anderem auch in die Schweiz. Der Aufwärtstrend unserer wunderschönen Sportart geht ohne Unterbrechung weiter. Für unsere Redaktion wird es nicht nur deshalb ein ereignisreiches und geschäftiges Jahr. Das FINISHERCasting-Team geht in die zweite Runde. Sechs neue Gesichter bereiten sich eine Saison lang auf ihren Hauptwettkampf, den Ironman 70.3 auf Rügen, vor und werden uns mit spannenden Geschichten unterhalten. Mir als Herausgeber stehen ebenso einige besondere sportliche Herausforderungen ins Haus. Den kreativen Gehirnen meiner Redakteure entsprangen gar üble Ideen, die hoffentlich nicht alle in die Realität umgesetzt werden. Mehr dazu im Heftinneren. Ich freue mich sehr darauf, wieder an der Startlinie zu stehen und das Kribbeln in der Magengrube zu verspüren. Mich mit anderen zu messen und mir selbst zu beweisen, dass ich nicht zum Schreibtischhengst verkümmere. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Autor der „velosophy“ bedanken, der uns in den letzten Jahren mit wortgewaltigem Irrsinn unterhielt. Max „Rocco“ Renko legt seine Kolumne nieder, wird jedoch als Redakteur weiter seinen Spitzfindigkeiten Ausdruck verleihen. Sein Erbe wird Alois „Luis“ Knabl antreten, der sich erfahrungsgemäß auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Unter dem Mantel „female domination“ spricht Lydia Waldmüller vor allem den Leserinnen aus der Seele und bringt eine gehörige Portion Weiblichkeit ins Magazin. Ich freue mich darauf, das Sportjahr 2014 gemeinsam mit euch in Angriff zu nehmen, viele neue Menschen kennenzulernen – und ich bin gespannt auf viele tolle Geschichten, wie nur der Triathlon sie schreibt und wir sie für euch sammeln.

Das waren noch Zeiten, als der Dreck drei Tage später noch unter den Fingernägeln klebte.

Bleibt in Bewegung! Max Hofstätter Herausgeber

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inhalt

FINISHER-Magazin #01| 2014

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Portr채t: Lonesome Riders

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female Domination

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Cross-Duathlon Faistenau Racereport aus dem Flachgau

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Hot Shots Bildergalerie vom Crossduathlon Faistenau

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Ein Weltmeister spricht Klartext

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Saisonplanung Gl채nzen am Tag X

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Hashtag Szenekenner Hill durchforstet die Social-Media-Welt

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Luis Kolumne von und mit Luis Knabl

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Beckenrand Kolumne von und mit Triwig

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Witri-Staatsmeisterschaft Racereport aus dem Zirbenland

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St채ttMan in Action Neue Serie im Selbstversuch

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111 Ausblick auf neue Formate Aufruf FINISHER.-Team-Casting 2014

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RIDERS LONESOME

TEXT: MAX HOFSTÄTTER

Triathlon ist ein Einzelsport. Das sollte jedem klar sein, und dennoch findet man im Profizirkus nur verhältnismäßig wenige Athleten, die diesen auch tatsächlich „alleine“ bewältigen. Ist es wirklich so, dass hinter jedem erfolgreichen Athleten ein erfolgreiches Team steht, oder gibt es auch Athleten, die sich um alle Aufgaben, die für eine erfolgreiche Saison bzw. Karriere als ProfiTriathlet notwendig sind, selber kümmern? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben alle Einzelkämpfer im Business herausgesucht. Natürlich nicht weltweit, sondern in unseren Breiten. 6 Finisher


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W as sind überhaupt die Aufgaben, die einen Profi-Triathleten beschäftigen? Und was kennzeichnet eigentlich einen Profi? Profisportler bzw. Profi-Triathleten zeichnet nicht der bloße Besitz einer Profilizenz aus – das, von dem viele junge Athleten träumen –, es gehört wahrlich mehr dazu. „Erhält ein Sportler für die Ausübung seiner Sportart Einkünfte, von denen er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, so gilt er als Profisportler. Er übt die Sportart berufsmäßig aus. Die Einkünfte können beispielsweise durch feste Gehälter, Prämien, Preisgelder, Werbeverträge, Mäzenatentum, Sponsoring oder anderweitige Zuwendungen, wie beispielsweise Sporthilfe, erzielt werden. Berufssport ist immer Hochleistungssport.“ (Wikipedia) Wie gut ein Sportler davon leben kann, hängt natürlich von der Höhe der Einkünfte ab. Anders als bei einem Fußballprofi, der sich in einem Klub zumeist auf ein fixes monatliches Gehalt in schwindelerregender Höhe verlassen kann, gibt es bei Profi-Triathleten nur sehr selten einen Gehaltsscheck. Außer man hat das Privileg, einem der wenigen Profiteams auf diesem Planeten anzugehören (mehr dazu in der nächsten Ausgabe). Prämien, Preisgelder, Sporthilfe und dergleichen knüpfen sehr stark an die erbrachte Leistung eines Athleten an. Im Vergleich dazu konzentrieren sich Sponsoren und Werbeverträge nicht

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Das Kona-Pro-Ranking enthält eine Unmenge von Namen, auch etliche deutschsprachige Athleten sind darunter. Wer von ihnen einem größeren Team angehört und wer nicht, ist erst nach intensiver Recherche auszumachen, und selbst dann ist es nicht zu hundert Prozent transparent. Das FINISHER-Magazin machte den Athletencheck ausschließlich auf die Leistung des Athleten, sondern vielmehr auf den „Werbewert“, die öffentliche Präsenz, die Beliebtheit und die Persönlichkeit eines Athleten im Umgang mit den Medien und seinem öffentlichen Leben. Dazu kommt noch das Netzwerk, welches sich ein Athlet im Laufe der Jahre aufbaut, was ihm wiederum die Chance einbringt, Geld von einem „Gönner“ zu bekommen, um seinen Sport hauptberuflich ausüben zu können. Was muss also ein Sportler machen, damit er Profi wird/ist/bleibt? Er muss regelmäßig gezielt trainieren, und das nicht zu wenig. Er muss das richtige essen und sich so ernähren, dass er seinem Körper (= Kapital) die Energie zuführt, die dieser benötigt, um leistungsfähig zu sein. Dabei muss

Erhält ein Sportler für die Ausübung seiner Sportart Einkünfte, von denen er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, so gilt er als Profisportler. er aufpassen, dass keine verbotenen Mittel in „irgendeinem Riegel“ oder dergleichen sind, wie aktuelle Fälle beweisen. Er muss regenerieren und schlafen. Ist das „schon“ alles? Nein, bei Weitem nicht. Sponsorentermine einfädeln und wahrnehmen, Öffentlichkeitsarbeit erledigen, Presseaussendungen aufsetzen und versenden,

für aktuelle Beiträge auf dem SocialMedia-Kanal und der Website sorgen, Flüge buchen, Trainingslager organisieren, für ein möglichst ausgeglichenes Privat- und Familienleben sorgen, um leistungsfähig zu sein, sich mental auf Ereignisse, Ziele, Erfolge und Misserfolge vorbereiten. Und das Allerwichtigste zum Schluss: regelmäßig Wettkämpfe bestreiten. Der administrative Aufwand ist also enorm, und der Tag eines Athleten hat auch nur 24 Stunden, wovon man einen beträchtlichen Teil ruhend im Bett verbringen sollte. Viele Athleten, vor allem die, die es sich leisten können, suchen sich einen Spezialisten, der ihnen beispielsweise im Bereich PR und Management Arbeit abnimmt, damit sie sich voll und ganz auf das Training und das Wettkämpfen konzentrieren, an ihren Stärken und Schwächen arbeiten und damit konkurrenzfähig bleiben können.


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SEBASTIAN KIENLE (GER)

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Größte Erfolge: 70.3-Weltmeister 2012, 2013, 3. Platz Ironman Hawaii 2013 Starfaktor: *** Jahrgang: 1984 FINISHER-Check: Materialfetischist Sebi Kienle tüftelt nicht nur an der perfekten Position auf seinem Scott Plasma, sondern seit Jahren auch an seiner Form. Was ihm gemeinsam mit Trainer Lubos Bilek in beeindruckender Manier gelingt. Er gehört zu den heißesten Eisen, was die kommenden Jahre auf der Langdistanz betrifft. Der Mann fährt atemberaubende Zeiten am Rad und hat sich auch zu Fuß enorm entwickelt, einziges minimales Manko, wenn man so will, bleibt das Schwimmen. Aber das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau, und außerdem hat er mehrfach bewiesen, dass er die Löcher mühelos stopfen kann. Wir sagen, der Sebi holt sich in den nächsten Jahren die Krone auf Hawaii, wenn er gesund bleibt.

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2 JAN FRODENO (GER) Größte Erfolge: Olympiasieger Triathlon in Peking, Sieger Ironman 70.3 Auckland 2013 Starfaktor: *** Jahrgang: 1981 FINISHER-Check: Frodo, wie er von seinen Freunden genannt wird, ist wahrlich kein Unbekannter auf dem Triathlon-Sektor. Der Olympiasieger von Peking begann seinen Wandel weg von der Triathlon Championship Series mit einem Ausflug zur Xterra-WM auf Maui im Jahr 2011. Dort wurde er immerhin Zwölfter. Bei den Olympischen Spielen in London ging Frodeno ohne Edelmetall nach Hause. Im August 2013 folgte ein Start bei der 70.3-EM in Wiesbaden, wo er den hervorragenden zweiten Platz belegte, im Jänner 2014 dann der erste Sieg beim zweiten Antreten auf der Mitteldistanz beim Ironman 70.3 in Auckland. Dass der Mann das Sieger-Gen besitzt, steht außer Frage, interessant bleibt, ob er seinen olympischen Grundspeed auch auf die IronmanDistanz übertragen kann – denn das große Ziel, so munkelt man, ist Hawaii (als Zuschauer hat sich Frodeno die Strecke schon mal angesehen). Wir bleiben am Ball, wie sich die Karriere des langen Deutschen weiterentwickelt.

3 MICHAEL WEISS (AUT) Größte Erfolge: Xterra-Weltmeister, Ironman-Sieger Cozumel 2013 und St. George 2011 Starfaktor: *** Jahrgang: 1981 FINISHER-Check: In den letzten Jahren war Michi Weiss vor allem wegen seiner Doping-Sperre in den Medien; bei seinem Comeback im Herbst 2013 gewann er nach 2011 seinen zweiten Ironman und ist somit der einzige Ironman-Sieger der Alpenrepublik. Durch seinen enormen Radspeed, den er teilweise auch aufs Laufen übertragen kann, ist er ein Kandidat für weitere Ironman-Erfolge – vielleicht sogar beim Heimrennen in Klagenfurt. 10 Finisher

MAIK TWELSIEK (GER)

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Größte Erfolge: zweifacher Sieger des Ironman Wisconsin, Ironman-Sieger Lake Placid, fünf zweite Plätze auf dieser Distanz Starfaktor: *** Jahrgang: 1981 FINISHER-Check: Twelsiek war Mitglied im Commerzbank Tri Team und im Abu-DhabiTriathlon-Team und immer ein wenig im Schatten der jeweiligen Teamleader. Dabei konnte der Ehemann von Profi-Athletin Hillary Biscay in den letzten Jahren durch konstante Leistungen mehr als überzeugen. Nicht weniger als drei Ironman-Siege und sieben weitere Podestplätze sammelte der in Tucson lebende Deutsche in den letzten Jahren, was ihn zu einem der erfolgreichsten aktiven Langdistanzathleten Deutschlands macht. Auf Big Island reichte es bisher noch nicht für den großen Coup, was aber natürlich das erklärte Ziel bleibt.


ANDREAS BÖCHERER (GER)

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Größte Erfolge: Sieger der IM 70.3 Cozumel, Cancun, Wiesbaden, Rapperswill, achter Platz beim Ironman Hawaii 2011 Starfaktor: ** Jahrgang: 1983 FINISHER-Check: Vier 70.3-Siege und zwei zweite Plätze sprechen für den Breisgauer. Ein Langdistanzsieg fehlt Böcherer allerdings. 2012 musste er beim Ironman in Südafrika, in Führung liegend, sogar das Rennen beenden. Ein achter Platz auf Hawaii steht als Top-Ten-Ergebnis bereits zu Buche, das soll nach Wunsch des Deutschen in den kommenden Jahren noch getoppt werden. Das Potenzial dafür ist zweifelsfrei vorhanden.

RUEDI WILD (SUI)

Dein Lauf. Deine Belohnung.

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Größte Erfolge: dreifacher Schweizer Meister Kurdistanz, Olympionike London 2012, zwei Podestplätze bei 70.3-Rennen Starfaktor: ** Jahrgang: 1982 FINISHER-Check: Ruedi Wild liefert seit 2007 Top-Ergebnisse mit der Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerks. Im Gegensatz zu Athleten anderer europäischer Verbände war es für Wild scheinbar kein Problem, trotz der Qualifikation für London 2012 bei diversen 70.3-Rennen zu starten. Den Starts folgten Podestplätze und daraus folgend eine gute Platzierung im Kona-Pro-Ranking. Mal sehen, wohin die Reise für Herrn Wild geht.

NILS FROMMHOLD (GER)

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Größte Erfolge: Ironman-Sieger Arizona, 2. Platz Ironman 70.3 Zell am See Starfaktor: ** Jahrgang: 1986 FINISHER-Check: Der Potsdamer Frommhold debütierte 2012 auf der Langdistanz in Arizona und holte sich sofort den Sieg. Mit einem Mal in den Schlagzeilen. Doch dass Frommhold kein One-Hit-Wonder ist, bewies er 2013 mit drei Podestplätzen auf 70.3-Rennen und einem fünften Rang beim Ironman Cozumel. Nach einem Ermüdungsbruch, der ihn die gesamte Saison 2011 kostete, weiß Frommhold jedoch, dass man mit Geduld an die Sache herangehen muss. Ein schneller Deutscher wieder einmal – an Trainingspartnern dürfte es ihm wohl nicht mangeln.

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8 ANDI GIGLMAYR (AUT) 9 FRANZ HÖFER (AUT) Größte Erfolge: österreichischer Meister Kurdistanz, Olympionike London 2012 Starfaktor: * Jahrgang: 1984 FINISHER-Check: Der zweifache österreichische Staatsmeister auf der olympischen Distanz zog nach dem Ausscheiden aus dem „Team Rio“ die Konsequenzen und distanzierte sich von der WCS, um sein Glück auf der Mittel- und Langdistanz zu suchen. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten sollen bald Ergebnisse folgen, möglicherweise schon bei den Heimrennen in St. Pölten und Klagenfurt. Vielleicht gelingt ihm ein ähnliches IronmanAustria-Debüt wie seinem Landsmann Franz Höfer. In seiner FINISHER-Kolumne hält er uns bestimmt auf dem Laufenden.

Größte Erfolge: dreifacher österreichischer Meister Kurzdistanz, 4. Rang beim Ironman Austria 2012 Starfaktor: * Jahrgang: 1980 FINISHER-Check: Der Salzburger Höfer feierte 2012 bei seinem ersten Ironman-Start mit Rang vier einen tollen Einstand. Und das gleich beim Heimrennen in Kärnten. 2013 gelang ihm dieses Kunststück leider nicht, er musste aufgeben. Seither ist es etwas still geworden um Höfer. Doch Totgeglaubte leben länger, und im August 2013 ließ er gegenüber den SN verlauten, dass er keineswegs müde ist. „Ich will einmal den heimischen Klassiker in Kärnten gewinnen und beim Ironman auf Hawaii unter die Top Ten kommen“, so Höfer. Hohe Ziele, wenn man einen Blick auf zuvor genannte Athleten wirft. Den Sprüchen mögen Taten folgen – wir freuen uns darauf und haben den Finger am Auslöser.

1 NICOLA SPIRIG (SUI) Größte Erfolge: Olympiasiegerin Triathlon London 2012, drei Europameistertitel (2009, 2010 und 2012), fünf Ironman-70.3-Siege (2 x Rapperswill, Austin, Antwerpen, Monaco), vier WCSSiege etc. etc. Starfaktor: *** Jahrgang: 1982 FINISHER-Check: Die Schweizer Ausnahmeathletin besticht durch ihre unglaubliche Vielseitigkeit. Sowohl auf der Kurz- als auch auf der Mitteldistanz stehen ihr praktisch alle Türen offen. Die Mutter eines Jungen hat sich bereits dreimal für die Olympischen Spiele qualifiziert und konnte in London zeitgleich mit Lisa Norden den Titel holen. Außerdem konnte sie bereits zweimal am „mythischen Berg“ den legendären „Alpe d’Huez“-Triathlon für sich entscheiden. Es gibt also anscheinend nichts, was Nicola Spirig nicht gewinnen kann. Rio 2016 ist das nächste große Ziel. Mal sehen, ob eine WM auf der Ironman-70.3oder der Ironman-Distanz auch noch auf dem Speiseplan der Schweizerin steht. 12 Finisher

Bei den Damen ist das Feld der Einzelkämpferinnen etwas lichter als bei den Herren. Das mag einerseits daran liegen, dass die Dichte am Langdistanzsektor nicht ganz so astronomisch hoch ist wie bei den Herren, und andererseits daran, dass sich alle Profiteams um das schnelle weibliche Geschlecht regelrecht reißen.

YVONNE V. VLERKEN (NED)

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Größte Erfolge: Ironman-Vizeweltmeisterin 2008, Weltrekordzeit in Roth 2008, je zwei Ironman-Siege in Florida und Cozumel, Welt- und Europameisterin auf der Duathlon-Langdistanz Starfaktor: *** Jahrgang: 1978 FINISHER-Check: Der „Dutch Dynamo“, wie die Wahlvorarlbergerin auch genannt wird, ist ein Ergebnishamster, wie er im Bilderbuch steht. 20 Siege bei Lang- und Mitteldistanzen in den letzten sieben Jahren, gefolgt von unzähligen Podestplätzen, darunter auch der Vizeweltmeistertitel 2008 auf Hawaii. Seit 2012 startet die gebürtige Holländerin für Österreich und konnte gleich bei ihrem ersten Rennen unter Rot-Weiß-Rot den Ironman in Florida gewinnen. Auf Big Island verpasste sie das Podest 2013 nur um etwa eine Minute. Der Weltmeistertitel ist das erklärte Ziel für die kommenden Saisonen, außerdem jede Menge Starts auch bei österreichischen Wettkämpfen – der eine oder andere Besuch in der mobilen FINISHER-Redaktion wird erfreulicherweise auch wieder dabei sein.


3 NATASCHA BADMANN (SUI) Größte Erfolge: sechsfache Ironman-Weltmeisterin, Duathlon-Weltmeisterin 1995, fünf weitere Ironman-Siege (4 x Südafrika und 1 x Kalifornien) Starfaktor: *** + Jahrgang: Aus Ehrfurcht geheim FINISHER-Check: Die Grand Dame des europäischen Triathlonsports. Was sie erreicht hat, genügt für zwei Generationen, und genau so lange ist sie bereits an der Weltspitze des Langdistanztriathlons. Die Frau hat mit 46 Jahren eine Zeit von 9:27:57 hingelegt, und zwar an einem „bescheidenen Tag“, wie sie selbst sagt. Sechs (!) Weltmeistertitel auf Hawaii, dann der brutale Crash im Jahr 2007 und die Aussicht der Ärzte, dass sie es nie wieder auf die Triathlon-Bühne zurück schaffen würde. „Eiserner Wille und der Glaube an die Möglichkeit, Grenzen neu definieren zu können“, haben sie wieder zurückgebracht, sagt Badmann. An ein Karriereende ist nicht zu denken, und so erreichte die sympathische Schweizerin gerade eben beim 70.3 in Panama den achten Rang. Badmann ist am besten Weg, zu einer Legende zu werden, wenn sie das nicht schon ist.

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Schön war’s auf der olympischen Distanz und erfolgreich noch dazu! Von zwei Medaillen bei Junioren-Europameisterschaften bis zur Olympia-Teilnahme war so ziemlich alles dabei. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich meinen Zenit auf der Kurzdistanz erreicht habe, aber es war nun an der Zeit, meinem Trainingsalltag neues Leben einzuhauchen. Gleichzeitig wollte ich noch mehr Verantwortung für den Verlauf meiner Karriere übernehmen und mich von Abhängigkeiten befreien. Das Training, die Rennen und auch die Gegner sind völlig neu für mich und ich fühle mich gerade so wie mit 17 Jahren, als meine erste internationale Saison vor der Tür stand. Seit November arbeite ich nun an dem Projekt „längere Distanz“ und versuche, möglichst schnell zu lernen. Ich habe mir einen langfristigen Plan gemacht und mit den Vorbereitungen für die anstehende Saison im November begonnen. Die ersten zwei Monate bin ich wie früher sehr viel geschwommen, mäßig viel gelaufen und habe versucht, mich an die Zeitfahrposition am Rad zu gewöhnen. Ende Jänner war ich dann bei meiner ersten Half-IronmanDistanz in East London am Start. Meine zu diesem Zeitpunkt noch unzureichende Radform resultierte in einem DNF, aber ich konnte viele wichtige Erfahrungen sammeln, worum es mir auch gegangen ist! Gleich nach East London bin ich mit meinem belgischen Trainingspartner Bart Aernouts (8. Platz Hawaii 2013) nach Stellenbosch bei Kapstadt übersiedelt, wo für mich die ersten größeren Umfänge am Plan standen. Früher hat das Schwimmen etwas mehr als 50 % meines Trainingsumfangs ausgemacht, dazu 30 % Radfahren, 15 % Laufen, und der Rest war Krafttraining. Das zeigt sehr gut, dass ich auf der olympischen Distanz sehr viel an meinen Schwächen arbeiten musste, da sonst das Rennen nach dem Schwimmen beendet gewesen wäre. Auf der Langdistanz muss man sich meiner Meinung nach mehr auf seine Stärken konzentrieren und auch die Dauer der einzelnen Disziplinen vermehrt berücksichtigen. Im Detail heißt das, dass ich in meiner ersten Trainingswoche in Südafrika insgesamt 35 Stunden trainiert habe; davon waren 60 % der Zeit am Rad, 20 % in meinen Laufschuhen, 15 % im Pool und 5 % in der Kraftkammer. Ich freue mich auf die anstehenden Herausforderungen und meine nächste Standortbestimmung beim Half Ironman Mallorca im Mai. Liebe Grüße! Andi 14 Finisher

5 SVENJA BAZLEN (GER) Größte Erfolge: 5. Rang Ironman-70.3-WM Las Vegas 2013, 2. Rang 70.3 St. George und San Juan 2013, Olympionikin London 2012 Starfaktor: ** Jahrgang: 1984 FINISHER-Check: Wie Sebastian Kienle wird auch Bazlen von Lubos Bilek betreut. Und ähnlich wie beim 70.3-Weltmeister zeigt auch bei Bazlen die Formkurve der letzten beiden Jahre steil nach oben. Nach der Teilnahme an den Olympischen Spielen in London kam ein erfolgreicher Ausflug auf die Mitteldistanz, der 2014 den dritten Rang beim Ironman 70.3 in Panama mit sich brachte. Man darf gespannt sein, was Bilek noch alles aus ihr herausholt; das Potenzial zum weiblichen Pendant zu Sebi Kienle ist zweifelsfrei vorhanden.


4 CAROLINE STEFFEN (SUI) Größte Erfolge: Triathlon-Weltmeisterin auf der ITU-Langdistanz (2010, 2012), Ironman-Vizeweltmeisterin auf Hawaii (2010, 2012) und Ironman-Europameisterin (2011, 2012) Starfaktor: *** Jahrgang: 1978 FINISHER-Check: „Xena“, wie sie auch genannt wird, ist ehemalige Schwimmerin und 17-fache Schweizer Meisterin. Durch ihre enormen Qualitäten am Rad, die sie bereits bei der Tour de France unter Beweis gestellt hat, war der Sprung an die Weltspitze des Langdistanztriathlons nur ein Frage der Zeit. Steffen will nach vier Top-5-Platzierungen auf Big Island endlich den großen Wurf machen und geht dafür neue Wege. Sie trennte sich vom langjährigen Coach Brett Sutton und dem Team TBB und kämpft sich jetzt alleine durch, allerdings mit äußerst prominenter Unterstützung. Als Trainer steht ihr niemand Geringerer als der Kurz- und Langdistanzweltmeister Chris „Macca“ McCormack zu Seite. Wenn das kein Erfolgsduo wird, dann wissen wir auch nicht.

6 LISA HÜTTHALER (AUT)

7 KRISTIN MÖLLER (GER)

Größte Erfolge: Duathlon-Staatsmeisterin (2004) und amtierende Triathlon-Staatsmeisterin auf der Kurzdistanz (2007, 2012, 2013), dreifache Ironman-70.3-Siegerin 2013 (Norwegen, Österreich, Mallorca) Starfaktor: ** Jahrgang: 1983 FINISHER-Check: Nach ihrer Doping-Affäre feierte Hütthaler 2010 ein Comeback im Triathlonsport und ist seither äußerst erfolgreich auf der Mitteldistanz im Einsatz. Die Mutter eines Jungen konnte sich an der Weltspitze des 70.3-Feldes festbeißen und wurde bei der WM 2013 mit dem 7. Platz belohnt. Im Zuge des 70.3 in Wiesbaden, bei dem sie Fünfte wurde, entschuldigte Hütthaler sich bei ihren Konkurrentinnen für ihre Fehler in der Vergangenheit und bat um eine zweite Chance. „Gebt mir bitte diese Chance! Ich hoffe, dass mein ehrliches Bedauern zum Ausdruck gekommen ist und meine Entschuldigung angenommen wird.“ Hütthaler ist wieder Mitglied im ADAMS (WADAs AntiDoping Administration and Management System) und legt laut eigener Aussage jederzeit die Testergebnisse ihres biologischen Blutpasses offen. Der Triathlonsport und die Fans hätten es sich verdient, dass dies alles mit rechten Dingen zugeht und man kein komisches Gefühl mehr in der Magengrube haben muss, wenn der Namen Hütthaler auf den Ergebnislisten ganz vorne zu finden ist.

Größte Erfolge: Ironman-70.3-Vizeeuropameisterin 2010, drei Ironman-Siege (UK, Wales, Lanzarote), 3. Platz Ironman-EM Frankfurt 2013 Starfaktor: ** Jahrgang: 1984 FINISHER-Check: Die „Laufmaus“ aus Gera überzeugt ein ums andere Mal mit fantastischen Laufzeiten und konnte in Bolton 2011 mit 2 Stunden und 41 Minuten den bis zu diesem Zeitpunkt schnellsten Marathon einer Frau in einem Ironman-Rennen absolvieren. Ein dritter Platz beim 4000-Punkte-Rennen in Frankfurt unterstrich die Ambitionen und Möglichkeiten der Fürtherin. Kristin Möller ist nicht mehr nur die Athletin, „die zweitklassige Ironman-Rennen in Wales und England gewinnen kann“. Ja, das hat sie so gesagt. Das „Ein-Frau-Team“ Möller scheint auch nach der Auflösung des Abu-Dhabi-Teams, dem sie angehörte, einwandfrei zu funktionieren. „Es ist wie bei einer Fußballmannschaft“, sagt sie, „nur dass da keine elf Spielerinnen auflaufen, sondern nur eine, sich dafür aber 20 Leute darum kümmern, dass diese eine Spielerin auch Tore schießt.“ Mal sehen, ob es in den kommenden Jahren auch für den „Goldenen Schuh“ reichen wird. Link zum aktuellen KONA-PRO-Ranking http://eu.ironman.com/triathlon/triathlon-rankings/kprmen.aspx#axzz2vC4pabNF Finisher 15


#1

Das „schwache“ Geschlecht.

Nachdem das der erste Teil meiner Kolumne ist, möchte ich das ganze Training durchgezogen, Schmerzen und Erschöpmich kurz vorstellen. Mein Name ist Lydia Waldmüller und fung wie „Männer“ ertragen hatten und daheim angekommen ich bin nicht nur unheimlich schnell und erfolgreich, sondern auch sofort die Waschmaschine angeworfen und den Hausauch schön, reich und wahnsinnig intelligent ... Das alles liegt halt in Schuss gebracht haben. Trotzdem sind dann wieder sie ja schließlich im Auge des Betrachters, und momentan sehe es, die bei der nächsten Sonntagsausfahrt von ihren kommenich gerade in den Spiegel und das Einzige, was mir einfällt, ist: den Heldentaten sprechen, während wir uns vor dem nächsten „Du hast es echt drauf!“ Wettkampf ins Hemd machen, weil ja alle anderen sowieso Das würde ich nie im Leben denken (geschweige denn sagen), besser sind. denn dafür fehlen mir die Eier – im wahrsten Sinne des WorIch hab ja oft die größte Gaude, wenn ich trainiere und dabei tes. irgendwelche Männer überhole. Da gibt es nur selten eine Während also das starke Einheit, wo sich dann nicht einer von ihnen Trotzdem sind es dann wie- in seinem Stolz verletzt sieht und sich so lanGeschlecht nur so vor der die Männer, die bei der Selbstüberzeugung ge fast das Herz rausstrampelt oder -läuft, strotzt und der eine nächsten Sonntagsausfahrt bis er leider doch plötzlich bei der nächsten oder andere Dämpfer von ihren kommenden Hel- Abzweigung abbiegen muss. Aber Männer auch mal ganz guttun sehen das eben anders. Da ist niemand würde, nehmen wir das dentaten sprechen, während anderer schneller – und schon gar keine wir uns vor dem nächsten mit dem „schwaFrau. Und wenn das nächste hoch gesteckte chen“ Geschlecht Wettkampf ins Hemd maZiel zur Abwechslung wieder in die Hose manchmal wohl chen ... geht, dann hat eben wieder mal der Schuh doch etwas zu gedrückt – aber bei optimalen Verhältnissen ernst. Aber mal ehrlich – wieso wären sie zu Helden geworden ... „ganz sicher“. eigentlich? Wer von euch Mädls Übermut tut selten gut, aber ein bisschen davon sollten wir war schon einmal auf Traiuns in mancher Hinsicht vielleicht doch von unseren männliningslager? Nachdem wir im chen Kollegen abschauen. Vielleicht kommen wir dem in den Triathlon auch ganz eindeutig nächsten Monaten auch einen Schritt näher ... in der Unterzahl sind, war da sicher auch ein Haufen Männer So weit, so gut ... bis zur nächsten Ausgabe! dabei. Und bei einem bin ich Eure Ly mir ganz sicher ... Sie waren es nicht, die am Ende der Woche

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AUS „TRI“

WIRD „DU“

PASSEND ZUR FREUNDLICHEN UND FAMILIÄREN ATMOSPHÄRE IM FLACHGAU WURDE DAS „DU“ VOR DEN WORTTEIL -ATHLON GESTELLT. WEIL SICH DIE GEMEINDE OFFIZIELL MIT DEM NAMEN „LANGLAUFDORF FAISTENAU“ SCHMÜCKT, WAR ES DOPPELT SCHMERZHAFT, DASS AUSGERECHNET BEI DIESEM EVENT AUFGRUND DER ANHALTENDEN HITZE DAS LANGLAUFEN GESTRICHEN WERDEN MUSSTE. SO WURDE AUS DEM WINTERTRIATHLON EIN CROSS-DUATHLON. TEXT: MAX HOFSTÄTTER

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DAS DÜNNE SCHNEEBAND REICHTE NICHT FÜR EINEN VERNÜNFTIGEN LANGLAUFWETTKAMPF. SPITZENGRUPPE DES STAFFELBEWERBS

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Auf dem Weg in die „Foastnau“, wie man in Salzburg zu der Knapp3000-Einwohner-Gemeinde zu sagen pflegt, wurde uns relativ schnell bewusst, dass die Schi wohl im Kofferraum verstaut bleiben würden. Wir schüttelten die warmen Winterjacken ab, blickten noch einmal verblüfft auf das Smartphone, und ja, die Wetter-App sollte recht behalten: fünfzehn Grad plus am 19. Jänner – kaum zu glauben, aber wahr. Die sportliche Geschichte der Gemeinde schien sie an diesem Tag einzuholen. So hatten doch bisher die Erfolge im Gras-Schilauf und auf diversen Laufstegen der beiden GerlachSchwestern in Sportösterreich für Aufsehen gesorgt und nicht das schnelle Umherhetzen auf den Langlaufschiern. Spuren der ansonsten großräumigen Loipenanlage waren noch zu erkennen – für die letzte Disziplin des Wintertriathlons war die Schneedecke aber viel zu dünn. Die Veranstalter entschlossen sich kurzerhand, einen Crossduathlon daraus zu basteln. Den von weither angereisten Athleten schien es recht – sie wollten racen; ob mit oder ohne Schi, schien dabei egal. Internationale Härte. Auf der Startliste des Wintris in der Faistenau waren allerhand bekannte österreichische Namen zu finden. Am Startgelände hielt man jedoch vergeblich Ausschau nach dem einen oder der ander 4,2 Kilometer waren am Beginn zu laufen, gefolgt von 18,3 Kilometern am Mountainbike, finalisiert von den gleichen 4,2 Laufkilometern,

die den Athleten dann schon bekannt waren. Das Geläuf war tief und schwer zu kontrollieren, zwei Herren drückten von Beginn an mächtig aufs Tempo. Vize-Weltmeister Daniel Antonioli (ITA) und der mehrfache deutsche Meister Florian Holzinger wollten früh für klare Verhältnisse sorgen. Ihnen dicht auf den Versen zwei Österreicher – ja richtig gehört, Silvio Wieltschnig und Markus Rothberger trafen unmittelbar nach den beiden Führenden in Wechselzone eins ein. Ihrerseits dicht gefolgt von einem Fünferpaket mit vier Italienern und dem Deutschen Michael Göhner. Die Führenden hatten allerdings kein großes Interesse daran, die Verfolger aufschließen zu lassen, und drückten die kurzen, aber giftigen Anstiege mit enormem Tempo drüber. Michi Göhner versuchte am Rad alles ihm Mögliche, um den Rückstand zu verkleinern, und hatte in Giuseppe Lamastra einen Mann mit demselben Gedanken gefunden. Doch der Wille alleine half leider nichts, denn die Enteilten an der Spitze fuhren nur unwesentlich langsamer als die Verfolger. Silvio Wieltschnig konnte sich indes von seinem Gefährten Rothberger absetzen und versuchte ebenfalls, die Lücke zu schließen. Das gelang ihm aber auch nicht, und so musste sich der Kärntner schlussendlich mit dem guten dritten Rang zufriedengeben, während die Podestträume der Verfolgergruppen es zusehends dem Schnee gleichtaten und dahinschmolzen. Den Sieg holte sich der Favorit und Vize-Weltmeister Daniel Antonioli, der mit einer unwiderstehlichen

FAISTENAU 784 M SEEHÖHE, 30 KM ÖSTLICH VON SALZBURG

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FAISTENAU Link zur Region Faistenau und dem Sportangebot.

Das „Langlaufdorf Faistenau“ bietet auch im Sommer ein umfangreiches Angebot zum Wandern, Mountainbiken und mehrere naturbelassene Möglichkeiten, sich anschließend im kühlen Nass zu erfrischen.

http://fuschlsee.salzkammergut.at/willkommenam-fuschlsee/faistenau. html

Attacke auf der letzten Laufrunde den Willen von Holzinger brach und zwölf Sekunden vor dem Deutschen freudestrahlend das Ziel erreichte. en. Anwesend hingegen war die internationale Crème de la Crème des winterlichen Dreikampfs. Deutsche Meister, Vize-Weltmeister, ja sogar die Crosstriathlon-Europameisterin Kathrin Müller und ParatriathlonEuropameister Rob Noordzij waren am Start. Ob die nationale Elite bei dem Starterfeld trotz der warmen Temperaturen kalte Füße bekommen hatte, bleibt reine Spekulation. Unter den ersten zwölf Herren in der Ergebnisliste waren gerade einmal drei Österreicher; bei den Damen waren sogar insgesamt nur drei heimische Athletinnen am Start. Das spricht für den Veranstalter. Aber eins nach dem anderen. Kein Kraut gewachsen. Bei den Damen freuten sich die Zuseher vor dem Start auf ein Stallduell der beiden Skinfit-Racing-Athletinnen Lydia Waldmüller (AUT) und Kathrin Müller (GER). Zu früh gefreut, denn die FINISHER-Kolumnistin Waldmüller überließ der CrosstriathlonEuropameisterin aus Deutschland kampflos das Feld, da sie mit einigen weiteren Teamkollegen in der Staffel genannt hatte. Dem fachkundigen Publikum wurde relativ schnell klar, dass nur ein Defekt den Sieg Müllers verhindern könnte. Müller startete vorneweg, holte pro Disziplin zwischen zwei und drei Minuten auf die Konkurrenz heraus und siegte schlussendlich völlig unangefochten mit einem Vorsprung von mehr als acht Minuten. Um die restlichen Plätze am Podest ging es etwas enger zu. Der Länderkampf zwischen Österreich, Deutschland und Italien war auch hier voll im Gange. Nach den ersten 4,2 Laufkilometern konnte man zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass Müller weg war, der weitere Rennverlauf wurde aber erst im Teilstück mit dem Geländegaul eindeutig. Denn die Damen kamen genau in der Reihenfolge ihrer Teilzeiten am Rad ins Ziel. Nathalie Alexander vom Tri Team Hallein konnte sich nach solider Leistung auf allen drei Teilstrecken als Zweite vor der dahinter kämpfenden Greta Vettorata (ITA) durchsetzen. Das Weißbier aus dem Dreiliterglas Finisher 21


rechts: Herrensieger und Vizeweltmeister Daniel Antonioli (hier mit Veranstalterin Anja Kobs) war sichtlich erfreut über den dreilitrigen Pott als Ehrung für den bzw. die SiegerIn. ganz links: Nur die Wechselzone war mit einer weißen, wenn auch nicht gefrorenen Schicht überzogen. links: Das Duell an der Spitze Antonioli vs. Wieltschnig. 22 Finisher

eines bekannten Szene-Sponsors mundete den beiden Siegern sichtlich – eh klar bei dieser Hitze. Die Italiener hatten bei den Temperaturen auch ihren Spaß und versprachen, nächstes Jahr erneut in die Faistenau zu kommen. Die Deutschen starten sowieso überall, wo ein gut organisierter Bewerb stattfindet, fehlen nur noch die Wintertriathleten der Alpenrepublik. Außerdem sollte sich der österreichische Wintertriathlet fragen, ob er sich das wirklich bieten lassen will, dass bei solch einem Event nur über die anderen Nationen berichtet wird ... Die FINISHER-Redaktion freut sich jedenfalls schon auf ein Spektakel im Jahr 2015 – bis bald im Langlaufdorf Faistenau.

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Link zu allen Ergebnissen des Wettkampfes: http://www.wintertriathlon. eu/wettkampf/ergebnisseur kunden/ Link zur online FINISHER-Fotogalerie: https://www.facebook.com/ media/set/?set=a.10152669 342089062.1073741851.2177 77859061&type=3&upload ed=125


HOTSHOTS

Eine ausgesprochen lockere und freundliche Atmosph채re sorgte f체r gute Stimmung.

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faris al-sultan Das Ende unseres PEWAG-Team-Trainingslagers bietet einen willkommenen Anlass, um über Trainingslager zu schreiben. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht sind Sinn und Zweck eines Trainingslagers völlig klar definiert. Unter optimalen Bedingungen konzentriert man sich ein, zwei Wochen völlig auf den Sport, um ohne Ablenkung große Trainingsvolumen zu bewältigen, die die Grundlage für die weitere Saison legen. Nach einem Trainingslager sollte man müde vom Training sein. Die meisten AK-Athleten fahren heutzutage mindestens einmal im Jahr ins Trainingslager, vorzugsweise auf die Kanaren oder nach Mallorca. Profis fahren eigentlich ständig oder sie leben gleich in einer Art Dauertrai-

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ningslager, wo sie abgeschirmt von der Realität ihrem Dasein als Supertribären frönen und die wichtigsten Fragen sich darum drehen, ob man den Morgenlauf im 4:10er oder 4:20er Schnitt absolviert hat. Boulder zum Beispiel ist ein Ort, an dem besonders viele Menschen dem Tribärismus totalis nachgehen. Morgenlauf am See, mittags schwimmen im Scott-Carpenter-Pool, danach ein überteuertes Mittagessen bei „Whole Foods“, http://www.huffingtonpost.com/ kelly-maclean/surviving-wholefoods_b_3895583.html dann Rad fahren im Lefthand Canyon, stets umgeben von Artgenossen, die das eigene Tun als völlig normal erscheinen lassen. Darüber hinaus wird

das tägliche Trainingspensum dann getwittert und mit Artgenossen und Fans en détail besprochen, damit die Restzeit auch noch gut mit Triathlon gefüllt wird und keiner auf die dumme Idee kommt, eine Tageszeitung zu lesen. Ich schweife ab: Beim AK-Athleten hingegen gibt es also im sportwissenschaftlichen Sinn kein Trainingslager. Geplagt vom schlechten Gewissen, dass er aufgrund von Beruf, manchmal, Familie, manchmal, und Sozialleben, nicht zu oft, am Training gehindert wird, motiviert vom guten Wetter und angestachelt von den Vereinskameraden, wirft der AK-Tribär alle ihm bekannten trainingswissenschaftlichen Prinzipien am ersten Berg von sich und fährt wie entfesselt, die Ketten der Wissenschaft spren-


n

gend, in die erste große Rundfahrt der Saison hinein. Tag eins Die Sonne lacht, die Beine, gestählt von acht Spinningstunden im letzten Monat, pressen die Pedale mit 75 Umdrehungen pro Minute zu Boden, die Kilometer fliegen nur so vorbei, und ehe man sichs versieht, sind ein paar Vereinskollegen abgehängt und die Ausfahrt ist zu Ende. Gar nicht übel, die Beine sind etwas fest, aber noch munter, ein kleiner Koppler geht immer, machen die Profis ja auch. Flugs ein Snickers rein und eine Brause, schon geht’s los. Berauscht von Sonne, Cola und Bikinischönheiten wird locker im 4:00er Schnitt angejoggt, schließlich waren noch ein paar Vereinskollegen vermessen genug, beim Radfahren dranzubleiben. Nach zwei Kilometern, gerade sind wieder ein paar abgehängt, kommt der Mann mit dem Hammer und schlägt gnadenlos zu.

und spät, schnell in die Radklamotten und zum Frühstück, nach drei Tassen Kaffee funktionieren die grauen Zellen wieder und die Aussicht auf das bevorstehende Bergzeitfahren erzeugt Grauen. Doch ein Guter hält’s aus, Schoko, Cola und Kampfgeist bringen unseren Tribären zum Berg, rauf und wieder heim, ein Koppler muss nun nicht mehr sein. Nach dem Abendessen muss das gelungene Bergzeitfahren begossen werden. Hier schwant dem Tribären bereits Böses, doch eins geht schon. Vier Halbe später geht es dann ins Bett.

Tag drei bricht an. Die Abfahrt ist schon etwas später, und heute soll es wirklich lang und ruhig zur Sache gehen. Nach zweieinhalb vorbildlichen Trainingsstunden kommt die Pause im Café. Wen trifft man? Die Erzfeinde vom Tri-Team RotWeiß Blunzenbach. Nix drauf, außer Zahnbelag, die Warmduscher, wo fahren die hin, zum Berg, wir jetzt auch, jetzt mach ma’s aus. Tempo fällt auf 6:00er Schnitt, die von Eineinhalb Stunden später steht es Sonne, Saft und Samba ausgelösten 0:0, aber moralisch bleibt man Sieger. Endorphine werden vom Hungerast Haben wir es denen gegeben. Was gefressen, und der Rückweg wird ein folgt, ist die Siegesfeier. Nix Bier, Passionsspiel, aber der 10er tapfer diesmal gibt’s Cocktails. Es scheint durchgezogen. Zurück im Zimmer, schließlich die Sonne. wird der gesamte kalorische Gehalt der Minibar inhaliert, der undefinierTag vier verlangt eine Verlegung der bare Hungerastschmerz erfolgreich Startzeit. Unter vier Tassen Kaffee bekämpft, und die Körperreinigung ist an Radfahren nicht zu denken. kann vollzogen werden. Die GemütsTribär eins hat heute eine lange lage wird wieder besser, Finisher-Shirt Schwimmeinheit am Programm, hat und Kompressionsstutzen werden er vorher gar nicht erzählt. Tribär angelegt, es geht zur Löwenfütterung. zwei geht heute zum Einkaufen, Nach den ersten 2000 Kalorien kurTribär drei muss unbedingt Burg sieren die Geschichten der Großtaten, Steinhausen besuchen, Tribär vier hat und der Plan für morgen wird geeinen Sonnenstich, Tribär fünf Fieber. schmiedet, bisschen länger, bisschen ruhiger. So oder zumindest so ähnlich zieht Nach dem vierten Kuchenstück setzt sich klassischerweise das Dahinsiedie Nahrungsnarkose ein. Morpheus’ chen der Gruppe von Tag vier bis Arme lassen grüßen, aber in einem zehn. Hat vermutlich jeder Leser echten Trainingslager werden nicht schon im Trainingslager erlebt; wer nur Körper und Geist, sondern auch Lust hat, kann mir gerne seine beste die Leber gestählt. Geschichte mailen. Also ab zur Bar, die erste Halbe vertreibt den Kuchengeschmack, die Für die beste Story gibt es eine zweite löscht den Durst, die dritte löst PEWAG-Team-Radbekleidung. die Zunge, die vierte macht übermütig und schon ist die Herausforderung Stories an: zum Bergzeitfahren ausgesprochen. gewinnspiel@faris-al-sultan.de Die fünfte Halbe – und dann schlägt der Hammermann wieder zu und man bettet sich zur Ruh. Tag zwei des TL beginnt mit leichtem Kopfweh, ziemlich dehydriert

PIKO X4 / X DUO

Wilma X7 / X10 / X14

Betty R X7 / X10 / X14

www.lupine.de Finisher 25


Wintertriathlon Staatsmeisterschaften in St. Anna am Lavantegg. Auch ohne „Zirbel“ ging es ans Eingemachte.

STA ATS M EIST ER SCH A F T TEXT: MAX HOFSTÄTTER

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D

er Zirbel, das „Wahrzeichen“ des kleinen Örtchens St. Anna am Lavantegg, wurde bei den diesjährigen Wintertriathlon-Staatsmeisterschaften schmerzlich vermisst. Böse Zungen behaupten, er hätte eine zu intensive unmittelbare Wettkampfvorbereitung erlebt. Na ja – den Würdenträgern zu Ehren war als Ersatz immerhin die amtierende Zirbenkönigin angereist, um das Edelmetall zu überreichen. Was wollen Herr und Frau Staatsmeister mehr? Premiere 2014. Weder Streckenführung noch Distanz waren neu, aber die Tatsache, dass – nach mehreren Absagen und Streckenänderungen hintereinander – der Bewerb in St. Anna tatsächlich der erste echte Wintertriathlon in diesem Winter sein sollte, der planmäßig über die Bühne ging. Die Seehöhe von 1291 Metern, auf der das beschauliche 396-Einwohner-Örtchen liegt, und das Adriatief steuerten einen entscheidenden Teil dazu bei. Nicht zu vergessen die Heinzelmännchen des Veranstaltervereins ATUS Judenburg, die wie erwartet die Strecke in einen perfekten Zustand brachten und zu einem würdigen Staatsmeisterschaftskurs machten. Würdig und „enorm schwer“, wie die Athleten nach der Besichtigung verlauten ließen. Das warme Wetter war dafür verantwortlich, dass die sowieso schon selektive Strecke durch tiefes Geläuf noch etwas schwieriger und

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Im dichten Nebel kämpften die Teilnehmer mit den schwierigen Verhältnissen und die Zuseher damit, den Überblick zu behalten. vor allem kräfteraubender wurde. Der Bike-Kurs wurde zum Kriterium und konnte von den wenigsten Athleten ohne Absteigen gemeistert werden. Start, Ziel, Sieg. Ähnlich, wie es Sebastian Vettel in der Königsklasse des Motorsports nur allzu oft vormacht, zeigte sich im Zirbenland sowohl bei den Herren als


VO N B EG IN N AN MAC H T E N LO RB E R, W IELTSC H N IG, RE U PIC HLER , PÖ L L ABAU E R U N D DIE JAN D LS DAS T E M P O.

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auch bei den Damen nach wenigen Metern ganz klar, wer das Rennen diktieren würde. Titelverteidiger Felix Waldhuber musste, wie viele andere, mitansehen, wie Silvio Wieltschnig von Kolland Topsport Asics Gaal, für ihn untypisch, bereits auf dem ersten Teilstück die Entscheidung suchte und das Feld in beeindruckender Manier hinter sich ließ. Ihm konnten mit einigem Respektabstand nur der Slowake Peter Mosny (der logischerweise für die Staatsmeisterschaftswertung keine Rolle spielen sollte), Bernd Pöllabauer (Union Sportverein Gasen) und Christoph Lorber (HSV Triathlon Kärnten) folgen. Somit schien die „Goldene“ bereits vergeben, denn nicht nur die Zuseher, sondern auch die Konkurrenz weiß um die Stärke des 41-Jährigen am Geländegaul. Felix Waldhuber schien nach dem Laufen beinahe aussichtslos zurück; er hatte aber schon im Vorjahr mit einer irren Aufholjagd zu beeindrucken gewusst – und das gelang ihm auch heuer wieder. Bereits nach zwei von vier Radrunden hatte er sich bis an die zweite Position vorgearbeitet. Ihm im Nacken saß Überraschungsmann Herwig Reupichler (SU TRI STYRIA). Der FINISHER-Redakteur konnte nach solider Laufleistung am Rad sehr schnell zu Lorber und Pöllabauer aufschließen. Diese Gruppe musste zwar den heran- und vorbeifliegenden Waldhuber vorerst ziehen lassen, konnte sich aber der Angriffe der Jandl-Brüder erwehren. Reupichler wechselte vor Lorber und den Jandls auf die Langlaufschier, nur Pöllabauer schien aufgrund des sehr harten Radtempos von Reupichler gebrochen und konnte nicht mehr mithalten. Auf den dünnen Latten spielte „Triwig“ Reupichler seine äußerst gute Langlaufform aus und konnte alle Verfolger abschütteln – zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als würde er dem ehemaligen Biathleten Waldhuber näherkommen, dieser hatte jedoch Reserven und sicherte sich Rang zwei hinter dem weit enteilten Wieltschnig und vor dem Drittplatzierten Reupichler, der sich zum Drüberstreuen erneut den Titel in der Mannschaft mit seinen Vereinskollegen Markus Falgenhauer und Julian Kutschera sicherte. Silvio Wieltschnig holte sich beim x-ten Anlauf seinen ersten Wintertriathlon-Titel und war überglücklich. Königin im Zirbenland. Bei den Damen verlief das Rennen, wie eingangs erwähnt, ähnlich eindeutig wie bei den Herren. Die Steirerin Romana Slavinec (CML Fincon) konnte sich völlig unbedrängt erneut zur Staatsmeisterin krönen lassen. Dies war für sie bereits der fünfte Wintertriathlon-Staatsmeistertitel in Folge – auf dieser Distanz scheint weit und breit keine Konkurrenz in Sicht. Die zweitplatzierte Kärntnerin Marlies Penker (RC-MTB ÖAMTC Möllbrücke) hatte von Beginn an nichts entgegenzusetzen und kam schlussendlich etwa zwölf Minuten hinter Slavinec ins Ziel, feierte aber dennoch ein

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Herwig Reupichler am Weg zur Bronzemedaille nach starken zwei Dritteln. Felix Waldhuber schaffte erneut eine sensationelle Aufholjagd, die zu Silber führte.

Next Generation. Die Junioren und Jugendlichen ließen es auf der Sprintdistanz ordentlich krachen, und unter den zwanzig Gewerteten im Ziel waren immerhin neun Mädchen. Weiter so! Die Titel holten sich der Wahlsteirer Michael Singer (SU TRI STYRIA) und Sina Hinteregger (Kolland Topsport Asics Gaal); beide konnten sich souverän durchsetzen.

S E L B ST U N SE RE N E M PFI NDLIC H E N O B J E K T IV E N FI E L ES SC H W E R, D IE AT H L E T E N E IN Z U FA N G E N . äußerst erfolgreiches Comeback. Den dritten Platz sicherte sich Maria Frei (X-Trim Zeltweg). Leider war das Damenfeld bei den Staatsmeisterschaften äußerst dünn besetzt, was die Spannung in Grenzen hielt; es waren schließlich nur sieben Damen im Ziel. Eigentlich schade, denn dieser Bewerb beißt nicht und hätte sich sehr viel mehr Athletinnen verdient. Meine Damen, was muss passieren, dass wir euch wieder bei WintertriathlonWettkämpfen bewundern dürfen? – Lasst es uns wissen und stellt euch der Herausforderung!

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Die Damen und Herren des ATUS Judenburg haben wieder einmal einen Top-Wettkampf auf die Beine gestellt, und neben der selektiven Strecke darf man das Engagement der Verantwortlichen herausstreichen. Das etwas entlegene St. Anna ist immer eine Reise wert, und hoffentlich darf man nächstes Jahr auch wieder den Weisheiten des Ureinwohners „Zirbel“ lauschen, sofern er seine Vorbereitung mit etwas Zurückhaltung verziert.

Link zu allen Ergebnissen des Wettkampfes: http://hightech-timing.com/ Ergebnis/-/-/650/0/-/-/-/ Finisher 31


STÄTTMAN IN ACTION

DAS VERSUCHSOBJEKT Abgesehen vom Hüftgold und dem nach sechsmonatiger Schonung bereits degenerierten rechten Arm gibt es noch einige andere kleine Blessuren, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Cuts und Rissquetschwunden erspare ich euch aus Platzgründen.

LINKE SCHULTER

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2003: Luxation der linken Schulter beim Basketball. Es gab jedoch keine knöcherne Verletzung und auch die Bänder blieben heil.

Größe: 185 cm, Gewicht: 82,7 kg, Alter: 310.917 Stunden

1 RECHTE HAND Fraktur des Kahnbeins 2013 durch einen leider sehr unspektakulären Sturz mit dem DH-Bike im Bikepark Maribor. Es wurde eine Herbertschraube eingesetzt. Der Knochen heilte gut, es folgte jedoch eine Knochenentzündung durch einen postoperativen Keim.

2 RECHTES KNIE 1995: Ruptur des vorderen Kreuzbandes bei einem Fußballspiel in der Halle, operativ nicht versorgt, jedoch problemfrei. 1997 riss ich mir zusätzlich das äußere Seitenband und musste dann doch unters Messer.

LINKE HAND

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1993: Abriss der Strecksehne des Ringfingers beim Skateboarden durch einen Zusammenprall mit einem Zaun. 1988: Bruch der Epiphysenfuge des kleinen Fingers bei einem BMX-Rennen mit meinen Cousins.

LINKES KNIE

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1998: Ruptur des hinteren Kreuzbandes inklusive Schädigung des Meniskus und des inneren Seitenbandes. Operative Versorgung inkl. sechsmonatiger Entlastung aufgrund eines schweren Knorpelschadens.

LINKES SPRUNGGELENK

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2004: Ruptur des Außenbandes im Zuge einer Überknöchelung beim Tennisspielen auf Hallenbelag.

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„StättMan in action“

Ein nicht hunderprozentig freiwilliger Selbstversuch startet eine neue Serie im FINISHER Magazin. Max Hofstätter (alias StättMan – Spitzname in der Redaktion) stellt sich verschiedenen Aufgaben, die sich sein Team für ihn ausgedacht hat. Die Liste der Ideen ist schier endlos lang. Wer noch einige „witzige“ und nicht lebensbedrohliche auf Lager hat, kann diese gerne an die Redaktion senden. Ich werde mein Bestes geben, ich hoffe, dass es reicht. Text: Max Hofstätter

M

ein Redaktionsteam hat sich für die Saison 2014 etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Einmal kurz allein gelassen mit dem Auftrag, eine wiederkehrende Story zu kreieren, in der sich viele Leser selbst wiederfinden können und in der man eine Person als Identifikationsfigur etabliert – und dann das. Ich hatte nach der Brainstorming-Runde mit vielem gerechnet, aber ausgerechnet ich sollte der „Zweischläfrige welche“ sein?! Klar, es ist schon richtig, dass mich als Kopf des Magazins möglicherweise gar nicht so wenige Leute kennen. Und ja, es ist auch richtig, dass ich mit meiner polysportiven Ausbildung, die ich als Kind und in meinem späteren Sportwissenschaftsstudium genossen habe, vielleicht nicht gänzlich ungeeignet dafür bin. Aber haben die auch bedacht, dass ich als aktueller Schreibtischhengst nicht gerade den fittesten Eindruck mache, wie man auf dem Foto links unschwer erkennen kann? Ich fürchte nicht. Und interessiert das überhaupt jemanden, wenn sich der Herausgeber den verhaltenskreativen Aufgaben seiner Redaktion stellt? Finden die Leser das lustig? Meine Redaktion meint – JA, das interessiert. Und da ich quasi immun gegen Verletzungen aller Art zu sein scheine, fiel die Entscheidung der ausgewiesenen Fachleute schlussendlich auf den StättMan.

lon, aber doch mit den drei Grundsportarten zu tun haben. Mein redaktionelles Ziel ist es, diese Events mit möglichst ernsthafter Vorbereitung – im besten Fall unter der Anleitung eines Fachmanns – und unter allen möglichen Umständen zu finishen. Das heißt, ich muss das Ziel erreichen – wie und wann ist egal. Sowohl meine Vorbereitung darauf als auch der jeweilige Wettkampf selbst wird im FINISHER mittels Fotostrecken und Worten zu Papier gebracht. Das hat natürlich doppelte Brisanz, weil ich mir bei einem Sturz mit dem MTB im Bikepark Maribor Anfang September 2013 das Kahnbein gebrochen habe, mehrere Operationen hinter mir habe und mit einer langwierigen Knochenentzündung konfrontiert war, die mich monatelang mehr oder weniger an den Schreibtisch gefesselt hat. Meine Körperzusammensetzung hat sich, wie man sich denken und links auch sehen kann, in eine ganz bestimmte Richtung entwickelt, was vielleicht der Wasserlage zuträglich sein mag, der Ausdauer- und Kraftperformance jedoch nicht unbedingt guttut. Mein rechter Arm gleicht momentan dem des römischen Speerwerfers in Asterix und Obelix – allerdings seinem linken! Auf Deutsch: Ich fühle mich alles andere als fit – was aber natürlich nicht heißt, dass das so bleiben muss. Die sportwissenschaftliche Frage lautet also: Ist es möglich, aus einer „Leich“ wie mir in so kurzer Zeit einen halbwegs annehmbaren Athleten zu formen???

„Ich fühle mich alles andere als fit – was aber natürlich nicht heißt, dass das so bleiben muss.“

Also: Ab sofort bekomme ich von meinem Team in jedem Heft eine Aufgabe gestellt, die ich bis zur jeweils nächsten Ausgabe realisieren muss – und glaubt mir, ihr wollt nicht wissen, was nach dem Brainstorming alles auf dem Flipchart stand ... Meist sind es Events oder Wettkämpfe, die nicht unmittelbar mit Triath-

Wir werden sehen, ob ich der Action gewachsen bin – bleibt dran, wird sicher witzig, zumindest für euch.

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111 Einstiegsdroge mit erhöhter Suchtgefahr Text: Max Hofstätter

„Triathlon ... – das möchte ich auch einmal machen.“ Der Dreikampf zu Wasser, zu Rad und zu Fuß ist für viele Menschen, die sich etwas für Bewegung und Ausdauersport interessieren, DAS erklärte Ziel. Warum, das kann man nicht mit Gewissheit sagen, und vor allem gibt es unzählige verschiedene Gründe, dem schönsten Sport der Welt zu frönen. Egal – wer es sich zum Ziel gesetzt hat, ist mit einigen Fragen konfrontiert. Was soll ich trainieren? Wer kann mir dabei helfen? Was soll ich beim Triathlonisieren anziehen? Welches Rad wird mir den erträumten 38er-Schnitt bringen? Und vor allem: Welchen Triathlon soll ich überhaupt machen? Die letzte ist wahrscheinlich die entscheidendste dieser Fragen, denn nach deren Antwort muss man sowohl das Training als auch die Ausrüstung,

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ja fast alles in der Vorbereitung ausrichten. Es gibt eine besonders große Artenvielfalt bei den Triathlonwettkämpfen dieser Welt, mit einer ebenso großen Auswahl an Distanzen. Es steht also im Vordergrund, sich gründliche Gedanken zu machen, bei welcher Art von Triathlon man starten möchte, um seinem Trainings- oder Arbeitskollegen eine ordentliche drüberzubrennen. Wird es ein Cross-Bewerb mit meist sehr herausforderndem Geländeanteil sowohl am Mountainbike als auch zu Fuß – oder doch eher ein Rennen auf asphaltierten Straßen und Wegen? Die Wahl des Untergrunds ist also getroffen. Verbleibt nur noch die Wahl der Distanz. Um die am besten passende zu finden, muss man etwas genauer hinsehen, denn auch hier gibt es eine riesige Auswahl an Möglich-

keiten. Mit dem Wissen über die eigenen Stärken und Schwächen im Hinterkopf durchforstet man den Wettkampfkalender und findet vom Hobbytriathlon über den Sprint- (0,75/20/5 km) bis hin zum völlig irren Double Deca Ultratriathlon (76/3600/844 km) alles, was das Sportlerherz begehrt. Viele langjährige Hobbysportler kommen schließlich zur Überzeugung, dass sie keine Fische mehr werden und dass auch ihre Spritzigkeit nicht mehr ganz mit der eines Sprinters vergleichbar ist. So fallen die kurzen Distanzen einmal weg, außerdem möchte man sich doch auch etwas beweisen, weil den Sprint schafft ja jeder, glaubt man zu wissen. Sich dann gleich auf einer Langdistanz (3,8/180/42 km) an den Start zu stellen, scheint allerdings auch dem unerfahrenen Athleten un-


vorsichtig und möglicherweise etwas zu früh im noch so jungen Athletenleben zu sein. Aufgrund vergangener Muskelkatererfahrungen weiß man obendrein, dass ein Marathon auch ohne Vorbelastung schon deutliche Schmerzen verursachen kann. Diese Herausforderung hebt man sich also für später auf. Was bleibt dann noch übrig: eine Mitteldistanz? Möglicherweise auch etwas, bei dem man seine geliebte Radstärke voll ausspielen kann? Einige findige Rennveranstalter haben für genau diesen Triathleten-Typus das perfekte Format entworfen. „111“ – was so viel heißt wie einen Kilometer schwimmen, hundert Kilometer mit dem Rad fahren und zehn Kilometer laufen. Es eignet sich jedoch nicht nur für den „Langdistanzeinsteiger“, dem die kurze Schwimmdistanz und

der ausgedehnte Radteil entgegenkommen sollten, sondern ist logischerweise auch ein ideales Format für erfahrene Triathleten, welche diese Distanz als Trainingswettkampf in der Vorbereitung perfekt unterbringen können. Ein Zehner als Abschluss hinterlässt bekanntlich deutlich weniger Spuren als ein Halbmarathon, und man kann getrost wenige Tage nach dem Wettkampf wieder ins volle Training einsteigen. Für die begnadeten Radfahrer unter uns, welche immer schon zeigen wollten, wie Zeitfahren wirklich geht, ist es wohl auch das niederschwelligste Angebot im Kalender, um mit möglichst wenig Rückstand vom Schwimmen die Konkurrenz auf der etwas längeren Tempoeinheit zu zerstören und den Vorsprung dann über die zehn Kilometer zu bringen.

Es scheint also, als wäre das perfekte Format gefunden, in dem sich beinahe jeder Athlet wiederfinden kann. Doch ist der „111“er nach dem Niedergang einer bekannten internationalen Rennserie noch irgendwo zu finden?? Ja, ist er – und zwar in Österreich! Die Trimotion in Saalfelden und am Attersee haben das Format als Headliner im Programm und dürfen sich größtem Interesse vermutlich nicht erwehren können. Die Eckdaten zu den Events sind in der Fact-Box zu finden – eines bleibt allerdings aufrecht: Das Windschattenfahren wird auch auf dieser Distanz mit aller Härte sanktioniert. Doch wer vorne fährt, hat sowieso keinen Windschatten ...

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WERDE TEIL DES

FINISHER-TEAMS BEWIRB DICH JETZT UND WERDE EINGELADEN ZUM CASTING AM

30.3. BEWIRB DICH office@finisher-magazin.at 36 Finisher


Link zur Ausschreibung & Anmeldeformular f端r das Casting: https://www.dropbox.com/s/sk8vh45gutrey17/Casting-Anmeldeformular%202014.pdf

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Wähle dein Ziel! • EM in Kitzbühel, 22. Juni • Ironman Austria, 29. Juni • Challenge Walchsee (ÖM),31. August • Ironman Hawaii, 11. Oktober Triathlon ist nicht gleich Triathlon. Jeder von uns Triathleten hat seine persönlichen Ziele und wählt individuell seinen Saisonhöhepunkt. FINISHER hat vier Triathlon-Highlights 2014 herausgepickt und zeigt, wie ihr euch für diese Events der Extraklasse bestmöglich vorbereitet. Durch sportwissenschaftlich gesteuertes Training gelingt es dem Athleten, am Tag X sein Potenzial voll auszuschöpfen. Strukturiert man seine Saisonplanung falsch, wird auch der geplante Formhöhepunkt nicht eintreten. Viele Athleten sind dadurch jahrein, jahraus in guter Form. Aber nie in Topform! Kitzbühel: nichts für Lutscher! Rund 2000 Agegrouper haben die Europameisterschaften über die olympische Distanz (1,5/40/10 km) als Saisonhöhepunkt ausgewählt. Aufgepasst, Taktik! Schon weit vor dem Startschuss legt sich der gewiefte Athlet seine Taktik zurecht. Dazu muss man Komponenten wie das Regulativ, erwartete Witterungsverhältnisse und Streckenbe38 Finisher

schaffenheit in seine Erfolgsgleichung einfließen lassen. In Kitzbühel erwartet die Agegrouper eine olympische Distanz. Aufgepasst! Im Gegensatz zu den Elitestartern, also den Nationalteam-Athleten, ist den Agegroupern Windschattenfahren verboten! Rund 40 Kampfrichter werden Blocking und den 10-Meter-Abstand überwachen! Die Waffenwahl fällt daher auf die Zeitfahrmaschine, und die in Drafting-Rennen vorentscheidende Disziplin „Schwimmen“ gestaltet sich im Agegroup-Rennen dadurch als nur halb so wichtig wie im Eliterennen. Die starken Radfahrer unter euch werden zusätzlich mit der Zunge schnalzen, wenn sie das Streckenprofil des Kitzbüheler Agegroup-Rennens begutachten: Kletterqualitäten wie die der Kitzbüheler Gams werden gefragt sein! Durch das Windschattenverbot und die schwere Radstrecke muss man schon in den Monaten davor taktieren und sein Training dementsprechend gestalten. Road to Kitz: • März: Trainingslager mit Radschwerpunkt, Grundlagenausdauer • April: Laufschwerpunkt und intensive Koppeleinheiten, 1 x Halbmarathon • Mai: Testwettkämpfe: 1 x Sprint, 1 x Kurz • Juni: letzter Testwettkampf: 2 Wochen davor Kurz-Tri oder eine Woche davor Sprint-Tri

FINISHER-Tipp: Lieber ein Schwimmtraining pro Woche zugunsten einer zusätzlichen Qualitätseinheit am Rad sausen lassen. Ironman Austria: lang und gut! Für den bekanntesten Triathlon in Österreich, den Ironman Austria in und rund um Klagenfurt, ist das Schwimmen im Vergleich zu anderen internationalen Ironman-Rennen überproportional wichtig. Durch das große Starterfeld, die anfangs flache Radstrecke, die mild agierenden Kampfrichter und die offensichtliche Bereitschaft der dortigen Starter zu „lutschen“, kommt es alle Jahre wieder zu riesigen Pulkbildungen. Daher kann es durchaus rennentscheidend sein, die eine oder andere Minute früher aus dem Wörthersee zu kraxeln, um im richtigen „Packl“ dabei zu sein. Denn mit der Fähigkeit, sich von Pulk zu Pulk nach vorne zu hanteln, sind nur die wenigsten von uns gesegnet, bzw. bringt diese Fahrweise einen nicht wieder wettzumachenden Energieverlust mit sich. Also: Die Rechnung für das vernachlässigte Schwimmtraining bekommt man in Klagenfurt spätestens beim Marathon präsentiert. Road to Klagenfurt: • März: Trainingslager mit Radschwerpunkt, Grundlagenausdauer • April: lange Läufe, lange Koppeleinheiten im Ironman-Tempo


SO GLÄNZE ICH AM

TAG X

WIR ZEIGEN DIR DEN WEG ZU DEINEM PERSÖNLICHEN SAISONHÖHEPUNKT..

TEXT: HERWIG REUPICHLER

• Mai: Testwettkämpfe: 1 x Sprint, 1 x Kurz, 1 x Mittel • Juni: 2 Wochen vor dem Ironman: letzte lange Koppeleinheit – oder für erfahrene Athleten: Kurz-Tri für Tempohärte FINISHER-Tipp: Mindestens dreimal pro Woche Schwimmen ins Training einbauen, um am Rad energiesparender agieren zu können. Challenge Walchsee: keine halbe Sache! Als „Spätsommerperle“ hat sich der Walchsee-Triathlon, der zur „Challenge-Family“ mit ihrem Flaggschiff „Challenge Roth“ zählt, etabliert. Die mit 1140 Höhenmetern gespickte Radstrecke zieht vor allem Flachländer aus dem Norden magisch an. Heuer erwartet die germanische Übermacht in Tirol eine schlagkräftige rot-weißrote Truppe, denn 2014 werden Ende August die österreichischen Staatsmeisterschaften über die „Double Olympic Distance“ aka „Mitteldistanz“ im Tirolerischen ausgetragen. Im Alpenraum ist natürlich mit Wetterkapriolen aller Art zu rechnen. Wetterfeste Athleten stehen hier gegenüber reinen Schönwetterathleten klar im Vorteil. Um für Österreichs Challenge fit zu werden, empfehlen wir harte Koppeleinheiten R+L. Walchsee bietet sich auch ausgezeichnet als zweiter Saisonhöhepunkt nach Kitzbühel oder Klagenfurt an, da zwischen den

Bewerben genügend Zeit für Regeneration und Formaufbau liegt. Road to Walchsee: • Nach der Frühjahrssaison 1-2 Wochen Beine hoch! Max. 5-8 Stunden Training pro Woche • Juli: Radschwerpunkt, 1 x Radmarathon, 1 x Sprint-Tri • August: Laufschwerpunkt, Koppeltraining, 1 x Tri Kurz FINISHER-Tipp: Für die Entwicklung deiner Tempohärte empfehlen wir die Teilnahme am einen oder anderen Radmarathon, bei dem du zur Abwechslung einmal am Rad an deine Grenzen gehst. Ironman World Championship Hawaii: nicht zum Drüberstreuen Wer sich in Klagenfurt oder sonst wo auf der Welt besonders gequält hat, darf sich mit der Teilnahme an einem weiteren Ironman-Triathlon belohnen, nämlich dem auf Hawaii. Allzu sehr sollte man sich nach dem gelungenen Quali-Rennen jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern wirklich hart an sich weiterarbeiten, um für Kona gerüstet zu sein. Der Ironman auf Big Island ist um einiges härter als die mitteleuropäischen Rennen. Neoprenverbot, Wellen, Salzwasser, starker (Gegen-)Wind, Höhenmeter, längere Rad- und Laufstrecken als beispielsweise in Klagenfurt, und im

Oktober ist zusätzlich mit sengender Hitze zu rechnen! Jede Minute Rumpfstabitraining und jeder Kilometer in Aeroposition (Kona = 99 % Aeropose!) im Training wird dich auf der Lavainsel im Pazifik dem sportlichen Überleben ein Stück näher bringen. Reines langes Dahineiern im Grundlagenausdauerbereich reicht für die WM nicht aus. Nutze diverse Rennen im September, um wichtige harte Rennkilometer in die Beine zu bekommen. Mach dir zuerst seriös Gedanken darüber, wie du topfit an den Start kommen kannst. Erst dann buche das Après-Ironman-Insel-Hopping und diverse Sightseeing-Touren. Road to Kona: • Nach dem Quali-Rennen: 2 Wochen Regeneration, max. 5-8 Stunden Training, wenig laufen • Juli/August: Grundlagentraining Rad, Lauf- und Athletiktraining, 2-3 Testwettkämpfe Tri Sprint/ Kurz • September: Tempohärte: Tri Mittel, Duathlon, Einzelzeitfahren, Stadtlauf • Oktober: Tapering, gesund bleiben, schwimmen im Pazifik FINISHER-Tipp: Athletiktraining vor allem für deine Rumpfkraft und eine perfekte, oft geübte Aeroposition werden dich in Kona überleben lassen.

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#HILL TO SUFFER: TO UNDERGO, BE SUBJECTED TO, OR ENDURE (PAIN, DISTRESS, INJURY, LOSS,OR ANYTHING UNPLEASENT) Als interessierter und begeisterter Leser englischsprachiger Fachliteratur und Sportnachrichten, im Speziellen aus dem Bereich der Ausdauersportszene, sticht mir ein Begriff immer wieder ins Auge: to suffer. Leiden also, oder den Schmerz bzw. Unangenehmes ertragen. Dabei lesen sich Schlagzeilen wie „Italy plans to make everyone suffer in elite mens worlds“ oder die Aussage eines Chris Lieto „I know I can suffer for a long period of time“ – in Bezug auf seine einsamen Radausflüge an der Front der weltbesten Langdistanzathleten – im englischen Original für mich besonders spannend. In unmittelbaren Zielinterviews oder Berichten von diversen Events ist von den einzelnen Athleten immer wieder von Momenten während des Wettkampfes zu hören, in denen es ein hohes Maß an Überwindung gekostet hat, im Rennen zu bleiben. Die entsprechenden Bilder zu diesen Schilderungen führen mir dann vor, wie sehr es vielleicht diese Leidensfähigkeit der Athleten ist, die ich an den Großen ihrer Disziplinen bewundere und schätze und für die sie auch den entsprechenden Respekt verdienen. Verglichen mit Beckhams Flanken oder Tiger Woods Holes in One soll der legendäre kalifornische Mountainbike-Veteran mit Triathlon-Vergangenheit Ned Overend den Ausdauersport mit den einfachen Worten „It’s about pain“ beschrieben haben. Sieht man sich so manchen letzten 5000er eines Ironman-Siegers oder die Bilder des letztjährigen Giro d’Italia

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genauer an, ist klar zu erkennen und für Amateure wie mich vermutlich kaum vorstellbar, mit welcher Entschlossenheit und Überwindung hier Richtung Ziellinie gepusht wird. Gerade deshalb spielen sich in diesem Bereich auch die großen Dramen unseres Sports ab. Udo Bölts’ Worte in den Vogesen sind dann allgegenwärtig und verfolgen so manch einen sogar in gewissen Situationen des täglichen Lebens. Ich selbst ertappe mich immer wieder dabei, in bestimmten Situationen eines Wettkampfes oder Trainings in den „Eurosportmodus“ zu verfallen und mich, als Vincenzo Nibali, über die eine oder andere Steigung zu retten und dabei dem Gefühl nach eine Bergankunft bei den Drei Zinnen im Schneesturm zu erleben. Gibt man dabei aber wirklich alles? Vermutlich nicht. „Es geht immer härter“, sagt eine alte Weisheit. Ist es allerdings ratsam und gesund, ALLES zu geben? Ich denke, ich werde es nicht herausfinden, die Sieger der großen Rennen und Bewerbe allerdings mit Sicherheit. Um ein philosophisches Ende zu finden, möchte ich auf folgendes Zitat verweisen und allen Lesern dieser Zeilen viel Freude und Leidensfähigkeit, speziell in den intensiveren Einheiten, die sich nun wieder vermehrt in unseren Trainingsplänen finden werden, wünschen: „I hated every minute of training, but I said: ,Don’t quit. Suffer now and live the rest of your life as a champion.‘“ (Muhammad Ali)


LUI S

THE GOOD LOOKING TALKS TO THE CROWD Hallo zusammen!

Für all diejenigen, die mich noch nicht kennen, mein Name ist Luis Knabl, ich bin 21 Jahre alt und betreibe seit nunmehr zehn Jahren Triathlon. Mein großes Ziel sind die Olympischen Spiele in Rio 2016. Es freut mich sehr, dass ich hier im FINISHER ein wenig über mein Leben als Kurzdistanz-Triathlet erzählen darf. Ich sitze gerade im Flugzeug von Kapstadt nach München und habe endlich genügend Zeit, um das dreiwöchige Trainingslager in Stellenbosch Revue passieren zu lassen und meine Gedanken zu ordnen. Wir, also das österreichische Nationalteam, darunter auch vier Team-Rio-Athleten (Thomas Springer, Sara Vilic, Lisa Perterer und ich), hatten eine tolle Zeit in Südafrika. Unter der Regie meines Trainers Roland Knoll und den strengen Blicken von Sportdirektor Robert Michlmayer folgte eine schweißtreibende Trainingseinheit der nächsten. Das bedeutet über 30 Stunden Training pro Woche mit Laufschwerpunkt: >100 km/Woche. Ein besonders schöner Trainingstag schaute in etwa so aus: 10 km Auftaktlauf und anschließend 5 km Schwimmen mit 10x200 GA2, gefolgt von 60 km Rad mit 4x5 km GA2 und einem Gute-Nacht-Lauf inklusive 4x2 km Tempolauf. So bin ich doch ein bisschen froh, dass ich es heute ins Flugzeug geschafft habe und zumindest einmal für 15 Stunden meine Beine hängen lassen kann. Sehr stolz bin ich darauf, dass ich auch zum Team Rio gehöre. Es wurde zwar von einigen Seiten scharfe Kritik geübt, dass diejenigen, welche die Plätze vergeben, keine Ahnung hätten, was ich aber nicht ganz nachvollziehen kann! Zumal man ja nicht einmal ein Triathlon-Insider sein muss, um Ergebnislisten lesen zu können. Und die Ergebnisse sind es ja, die im Sport zählen. Lisa, Sara und ich sind noch sehr jung und – so wage ich es zu behaupten – auf dem Weg in die erweiterte Weltspitze, und Thomas war vor seinem Unfall schon mal an der Weltspitze und hat letztes Jahr in Kitzbühel eindrucksvoll sein Comeback gefeiert! Dieses Team Rio ins Leben zu rufen, war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um den Sommersport in Österreich zu pushen. Ich bekomme jetzt gleich mein Abendessen, verabschiede mich also und freue mich schon auf die nächste Ausgabe! Euer Luis

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... bekommst du gratis bei unseren Vertriebspartnern und ausgewählten Events. WIEN Holmes Place Börseplatz, Wipplingerstr. 30, 1010 Wien Roadbiker, Prater Straße 39, 1020 Wien Star Bike, Lassallestraße 5, 1020 Wien INJOY Fitnesstudio, Schnirchgasse 12, 1030 Wien Skinfit Shop Wien, Schlachthausgasse 21, 1030 Wien Cocoon Sport Shop, Margaretenstraße 91, 1050 Wien CICLOPIA Bikeshop, Stiegengasse 20, 1060 Wien Mountainbiker, Stadtbahnbögen 145-150, 1090 Wien Holmes Place, Hütteldorfer Straße 130a, 1140 Wien RLS Sport, Josef-Palme-Platz 2, 1140 Wien NORA PURE SPORTS, Hernalser Gürtel 33, 1170 Wien Holmes Place Millennium, Wehlistraße 66, 1200 Wien Holmes Place, Wagramerstraße 17-19, 1220 Wien Fitstore24 - Bikepalast Kohl, Triesterstrasse 282-284, 1230 Wien P3 Trisport, Breitenfurterstraße 381a, 1230 Wien Top Level GmbH, Höpflergasse 2 - 4, 1230 Wien

NIEDERÖSTERREICH Orthopädie Obermeissner, Hauptstraße 56, 2000 Stockerau INJOY Fitnesstudio, J.-Weisleinstr. 18, 2020 Hollabrunn Bikestore, Weißes Kreuzstraße 3, 2103 Langenzersdorf Travel, Sports & Lifestyleclub, Schleinbacher Strasse 25, 2122 Ulrichskirchen Tom’s Radhaus, Nordbahnstraße 19c, 2136 Laa/Thaya Sportaichinger, Wiener Straße 20, 2320 Schwechat Mountainbiker , Wehrgasse 4, 2340 Mödling Bundessportzentrum Südstadt, 2344 Maria Enzersdorf Hallenbad Neunkirchen, Talgasse 29, 2620 Neunkirchen Velodrom Bikeshop, Neunkirchnerstr. 57a, 2700 Wr. Neustadt Radsport Strobl, Unterwagramer Str. 50, 3100 Wagram Radstudio, Kremser Landstr. 2-4, 3100 St. Pölten Skinfit Shop, Sch.-Delitzsch-Str. 7, 3100 St. Pölten INJOY Fitnesstudio, Kreisbacherstr. 5, 3150 Wilhelmsburg INJOY Fitnesstudio, Hauptplatz 6, 3300 Amstetten Radsport Ginner, Fabrikstraße 16a, 3300 Amstetten Radsport Ginner, Ybbstorgasse 5, 3340 Waidhofen/Ybbs Radsport Voch, Rudolfstraße 5a, 3430 Tulln INJOY Fitnesstudio, Schulstraße 7, 3442 Langenrohr Radstudio, Südtirolerplatz 4, 3500 Krems

OBERÖSTERREICH Holmes Place, Untere Donaulände 21-25, 4020 Linz Skinfit Shop, Tegetthoffstraße 42, 4020 Linz Öhner Sport, Gruberstraße 13, 4020 Linz Natural Power Sportnahrung, Stummerstr. 1, 4060 Leonding INJOY Fitnesstudio, Machlandstraße 47, 4320 Perg INJOY Fitnesstudio, Schönauerstraße 7, 4400 Steyr Sport Kaiser, Betriebspark 3, 4451 St. Ulrich bei Steyr Fa. Hugo Mayer, Eisenstraße 25, 4463 Grossraming Sport Kaiser, Lumplgraben 4, 4463 Grossraming Schwimmzone, Zieglerstr.5, 4470 Enns [4]SPORTS, Salzburger Straße 72, 4600 Wels INJOY Fitnesstudio, Pulverturmstraße 11, 4600 Wels Radsport Sommer, Krenglbacher Str. 6, 4631 Krenglbach Radsport Grassinger, Leitenstraße 6, 4650 Lambach Skinfit Shop Pinsdorf, Wiesenstraße 33, 4812 Pinsdorf radsport radpoint, Salzburgerstraße 48, 4840 Vöcklabruck MB-Biketech, Gmundner Strasse 99, 4840 Vöcklabruck INJOY Fitnesstudio, Hannesgrub Nord 24, 4910 Ried/Innkreis Bikepalast, Herzog-Odilo-Straße 52, 5310 Mondsee

SALZBURG Bikepalast, Bayerhamerstraße 20a, 5020 Salzburg Holmes Place, Innsbrucker Bundesstr. 35, 5020 Salzburg Skinfit Shop, Vogelweiderstraße 48, 5020 Salzbug Thomas Steininger, top-in-form.at, Spanswag 30, 5203 Köstendorf / Flachgau Radsport Grundtner, Metzgerstraße 2, 5400 Hallein Bergspezl, Halleiner Landesstr. 116, 5412 Puch bei Hallein Michi’s Radladen, Markt 171, 5431 Kuchl Aqua Salza Golling, Möslstraße 199, 5440 Golling INJOY Fitnesstudio, Südtirolerstr. 77, 5500 Bischofshofen

aktuelle Distribution Coming Soon

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Tri Alpin, Stadtplatz 3, 5550 Radstadt INJOY Fitnesstudio, Parkstraße 700, 5710 Kaprun INJOY Fitnesstudio, Ritzenseestraße 4, 5760 Saalfelden

TIROL TRIOUT, Anichstraße 29, 6020 Innsbruck Bestzeit, Hallerstraße 35, 6020 Innsbruck Rückenwind, Defreggerstraße 12, 6020 Innsbruck Skinfit Shop, Kranebitterallee 8, 6020 Innsbruck Mountainbiker, Andreas-Hofer-Straße 1, 6112 Wattens Toni’s Pro Shop, Bahnhofstraße 2, 6365, Kirchberg Radsport Stanger, Josef-Pirchl-Straße 42, 6370 Kitzbühel bike&run, Meranerstraße 15, 6460 Imst Dolomitenbad, Rechter Drauweg 1b, 9900 Lienz Skinfit Shop, Beda-Weber-Gasse 8, 9900 Lienz

VORARLBERG Skinfit Shop, Bundesstraße 55, 6710 Nenzing ME Sport, Im Bruel 12, 6710 Nenzing Cocoon Shop Vorarlberg, Langgasse 108, 6830 Rankweil RADCULT GmbH, Eglseestraße 3a, 6841 Mäder Skinfit Shop, Hinterfeld 1, 6842 Koblach 2Rad Feurstein, Kreuzgasse 2, 6850 Dornbirn Skinfit Shop Dornbirn, Klostergasse 2, 6850 Dornbirn Skinfit Shop, Sonnenstraße 15, 6875 Bizau INJOY Fitnesstudio, Mariahilfstr. 29, 6900 Bregenz RADCULT GmbH, Jahnstraße 11, 6900 Bregenz Radshop Pro Cycle, Kornmarktstraße 9, 6900 Bregenz RADCULT GmbH, Im Dorf 1a, 6922 Wolfurt Skinfit Shop Hirschegg, Walserstraße 253, 6992 Hirschegg

BURGENLAND R1CYCLES Bikeshop, Hauptstr. 4, 7082 Donnerskirchen Radsport Waldherr, Hauptstr. 42, 7141 Podersdorf / See Radwelt Michi Knopf, Hauptstraße 1, 7210 Mattersburg Zweirad Fassl, Hauptstraße 2 , 7423 Pinkafeld

STEIERMARK Bad zur Sonne, Feuerbachgasse 11, 8010 Graz Gigasport, Sackstraße 7 - 13, 8010 Graz Sportunion Steiermark, Gaußgasse 3, 8010 Graz Praxis Gemma, Plüddemanngasse 39, 8010 Graz Bad Eggenberg, Janzgasse 21, 8020 Graz Radsport Vychodil, Elisabethinergasse 15, 8020 Graz INJOY Fitnesstudio, Rettenbacherstr. 4 b, 8044, Graz Bikestore Graz Nord, Am Andritzbach 34, 8045 Graz Skinfit Shop, Kärntner Straße 501, 8054 Graz INJOY Fitnesstudio, Triesterstraße 391, 8055 Graz Praxis Gemma, Hauptplatz 4, 8111 Judendorf-Straßengel Autohaus Stacherl, Wielandgasse 6, 8160 Weiz Bike-Shop Schmuck, Oberfeistritz 98, 8184 Anger Friesis Bikeshop, Edelseestraße 27, 8190 Birkfeld Sport 2000, Ludwig-Binder-Straße 14, 8200 Gleisdorf INJOY Fitnesstudio, Burgenlandstr. 15b, 8280 Fürstenfeld Radl Eck, Ledergasse 9, 8280 Fürstenfeld INJOY Fitnesstudio, Mühldorf 3, 8330 Feldbach

Radsport Caska, Ungarstraße 12, 8330 Feldbach Rad-Fuchs, Hauptstraße 227, 8401 Kalsdorf cocoon Sportbekleidung, Untere Aue 10, 8410 Wildon INJOY Fitnesstudio, Südbahnstraße 29, 8430 Leibnitz INJOY Fitnesstudio, Judenburgerstr.15, 8580 Köflach Therme Nova Köflach, An der Quelle 1, 8580 Köflach Drahteisel & Co, Hauptstraße 23, 8582 Rosental HN radcenter, Hauptstraße 64, 8641 St. Marein Fun-sports, Obere Sackgasse 2a, 8680 Mürzzuschlag Radsport Illmaier, Waasenstraße 22, 8700 Leoben Sport Gruber, St. Lorenzen 85, 8715 St. Lorenzen / Knittelfeld Gigasport, Arena am Waldfeld 28, 8753 Fohnsdorf Skinfit Shop Liezen, Hauptstraße 2, 8940 Liezen Mandlers Bike & Run Klinik, Hauptstraße 37, 8793 Trofaiach INJOY Fitnesstudio, Europaplatz 585, 8970 Schladming

KÄRNTEN Bikesport Ortner, Görzer Allee 4, 9020 Klagenfurt Gigasport, Heinrich-Harrer-Straße 1, 9020 Klagenfurt INJOY Fitnesstudio, Waagplatz 7, 9020 Klagenfurt Mountainbiker, Bahnhofstraße 17, 9020 Klagenfurt Skinfit Shop, Schleppe Platz 5, 9020 Klagenfurt Sportnahrung.at, Südpark 1, 1. Stock, 9020 Klagenfurt Trisports, Theatergasse 4, 9020 Klagenfurt Bikeshop Veratschnig, Klagenfurter Str. 25, 9170 Ferlach Sportart, Hauptstraße 187, 9210 Pörtschach INJOY Fitnesstudio, Ossiacher Str. 4, 9300 St. Veit / Glan Wolfsberger Stadtwerke, St. Michaelerstr. 2, 9400 Wolfsberg Gigasport, GAV Center, HandwerkStraße 20, 9500 Villach INJOY Fitnesstudio, Tiroler Str. 19, 9500 Villach Skinfit Shop, Ossiacher Zeile 27, 9500 Villach Unlimited Sports Shop, Gerbergasse 25, 9500, Villach Triasport, Keutschacher Str. 179, 9535 Schiefling / See INJOY Fitnesstudio, Lastenstr. 12, 9560 Feldkirchen

SÜD-DEUTSCHLAND Skinfit Shop, Böblinger Straße 32, 70178 Stuttgart Roy Sports, Obere Marktstraße 4, 71634 Ludwigsburg Radsport Sensz, Südenstraße 5, 76689 Karlsdorf-Neuthard Tri4you.Com, Eichendorffstrass 9, 78239 Rielasingen-Arlen Sport Bittl, Georg-Reismüller-Str. 5, 80999 München Skinfit Shop München, Implerstraße 7, 81371 München MS Radsport Söhnel, Brucker Straße 30, 82205 Gilching MBZ Herrsching, Seestraße 38, 82211 Herrsching Freds Bike Shop, Rosenheimer Str. 69, 83098 Brannenburg Bike Sport Mayer, Bahnhofstraße 2, 83329 Waging Bike and Parts Mitter, Am Haslnussberg 7, 83567 Unterreit Schliersee Radhaus, Schlierachstraße 4, 83727 Schliersee Sport Allramseder, Adolf-Kolping-Str. 11, 84539 Simbach/Inn Radsport Pfeiffer, Am Griesfeld 1, 85435 Erding Edelrad, Bahnhofstraße 8, 86470 Thannhausen Skinfit Shop Kempten, Auf dem Bühl 89, 87437 Kempten Schindele Zweirad Fachmarkt, Im Schlegelwinkel, 88212 Ravensburg Fahrradshop Fischer, Memminger Straße 18, 89257 Illertissen Sportpauli, Josef-Pöltl-Weg 4, 94034 Passau Sportgeschäft Eglmeier, Rennweg 14, 93049 Regensburg Radsportshop Schulz, Laubenstraße 5, 95339 Neuenmarkt

ITALIEN / SÜDTIROL Skinfit Shop Bozen, Messeplatz Nr. 1, 39100 Bozen

SCHWEIZ Skinfit Shop Sempach, Luzernerstraße 15, 6204 Sempach Skinfit Shop Dietlikon-Zürich, Auwiesenstraße 2, 8305 Dietlikon Skinfit Showroom Wolfhausen, Landstraße 21, 8633 Wolfhausen Skinfit Showroom Thun-Hühnibach, Riedstraße 29a, 3626 Hühnibach Skinfit Shop Aubonne, Rue de L’Ouriette 141, 1170 Aubonne

LIECHTENSTEIN Skinfit Showroom Eschen, Aspen 31, 9492 Eschen

Die nächste Ausgabe des Finisher - Das Triathlonmagazin aus Österreich erscheint im April 2014. 42 Finisher


d n a r n e k c Be

FINISHER ist ein Gratismagazin für triathloninteressierte Personen im deutschsprachigen Raum und erscheint sieben Mal jährlich von Februar bis Dezember. Die vorraussichtichen Erscheinungstermine für das Jahr 2014 sind: KW 11, KW 16, KW 21, KW 25, KW 35, KW 40, KW 48. Die Auflage beträgt mind. 20.000 Stück. Die Verteilung erfolgt über mehr als 180 ausgewählte Triathlon-Hot-Spots in ganz Österreich, Bayern, Baden-Württemberg, Schweiz, Leichtenstein und Südtirol: Sportfachgeschäfte, Trainingszentren, Fitness-Studios und Veranstaltungen. Die Vertriebsstellen sind auf der Homepage www.finisher-magazin.at und in jeder Ausgabe angeführt. FINISHER ist unabhängig von politischen Institutionen, Verbänden und anderen Interessensgruppen. Regionalität, Lesernähe und Objektivität werden bei FINISHER großgeschrieben. Das Hauptaugenmerk der inhaltlichen Gestaltung liegt auf der Wettkampfberichterstattung und den Geschehnissen in und um die österreichische und süddeutsche Triathlonszene.Einzelzusendungen von FINISHER per Post an private Adressen können über die Internetseite www.finisher-magazin.at als ABONNEMENT bestellt werden. ABONNEMENT für 7 HEFTE zum Preis von EUR 19,60 (Preis inkl. Mehrwertsteuer). ABOPREIS für Deutschland und das europäische Ausland: EUR 35,Die Meinung von Kolumnisten muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Mit „Werbung“ gekennzeichnete Beiträge erscheinen unter Verantwortung der Anzeigenleitung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. VERLEGER und ANZEIGENVERKAUF: Max Hofstätter, masea GmbH, Marketing-, Sport- & Eventagentur, Untere Teichstraße 15/7, A-8010 Graz, Telefon: +43/664/9141655, E-mail: office@finisher-magazin.at, Internet: www.finisher-magazin.at. FOTORECHTE: Covershot by FINISHER Magazin, Lonesome Riders by Michael Rauschendorfer www. triaphoto.com, alle anderen Bilder by FINISHER Triathlonmagazin / Max Hofstätter, Lex Karelly www. lupispuma.com, Harry Tauderer www.haraldtauderer.com, privat von Athleten oder Vereinen zur Verfügung gestellt.

Man hat es als Mensch mit Langlaufschi unter den Füßen (ich vermeide bewusst das Pfui-Wort des Winters: „Langläufer“) dieser Tage nicht leicht! Alles, was sich schneller auf Schi als ein hundertjähriger deutscher Schiwanderer bewegt, wird seit Sotschi des Dopings bezichtigt. Prinzipiell gilt ja bei uns Sportskanonen folgende Faustregel: Jeder, der in irgendeiner Sportart schneller, stärker, erfolgreicher ist als man selbst, kommt einem äußerst Dopingpositiv-verdächtig vor. „Wie will der Hundianer bzw. die Hundianerin (gendern auch in dieser Causa ganz wichtig!) denn NOCH schneller sein als ich? Mein Rad ist eh schon aerodynamischer als ein Düsenjet, und ich laufe die leichtesten, buntesten am Markt erhältlichen Laufschuhe und habe auch eine Saisonkarte im Hallenbad gelöst, die ich sogar ab und zu nutze. Wie kann der/die HundianerIn denn dann einen wie mich panieren?“ Meine Antwort hierzu: In den aller-aller-allermeisten Fällen werden es folgende Komponenten sein, die Sportler noch erfolgreicher sein lassen, als wir selbst es sind: Talent und Trainingsumfang sowie dessen Qualität. Wenn sich zwei junge Menschen auf ein Rad zur Leistungsergometrie setzen, hat der eine, denn ich hier als Athletentyp „Ackergaul“ bezeichne, eine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) von 50 ml/kg/min. Der andere, den ich Athletentyp „Rennpferd“ nenne, von Haus eine VO2max von 65 ml/kg/min. Wir lassen zehn wunderbare Jahre, gespickt mit 1000 bis 1200 Trainingsstunden (pro Jahr!) verstreichen. Wie haben sich die beiden Athleten verändert? Ich verrate euch das gar nicht so überraschende Geheimnis: Aus dem Ackergaul wurde ein schneller Ackergaul, aber noch lange kein Rennpferd. Aus dem Rennpferd wurde ein schnelles Rennpferd. Sportwissenschaftlichen Statistiken zufolge hat einer von 2000 Menschen die körperlichen Voraussetzungen, um Weltmeister in einer Ausdauersportart zu werden. Viele von diesen 2000 sind Ackergäule, in unserem Fall die Nettozahler in die Ironman-Kassen, einige davon sind talentierte Postkutschenrösser, die Agegroup-Hawaii-Starter, die dürfen noch mehr zahlen. Nur wenige sehr hurtige Athleten sind dabei, die fast das Potenzial haben, Weltmeister zu werden. Fast. Diese Sportler fragen sich oft: „Was wäre, wenn …?“ „Wenn ich mit unerlaubten Mitteln nachhelfen würde, würde ich dann den Sprung ganz nach oben schaffen?“ Die Antwort ist ganz unklar: vielleicht. Fix ist jedoch: Es werden, wie man sieht, immer wieder Leute erwischt, deren Karrieren mit Schimpf und Schande enden. Alle sind sich dabei sicher, dass sie nicht erwischt werden können, weil sie ja ach so klug sind. Sind sie aber nicht.

REDAKTIONSTEAM: Max Hofstätter, Herwig Reupichler, Mag. Christian Jopp, DI (FH) Martin Hillbrand, Lydia Waldmüller, Max Renko, Dr. Werner Leitner, Mag. Roland Stuhlpfarrer, Dr. Johannes Reiser, Mag. Martin Auferbauer, Dr. Alex Szyszkowitz, Andreas Giglmayr, Faris Al-Sultan. MITARBEITER DIESER AUSGABE: Lex Karelly, Harry Tauderer. LEKTORAT: Mag. Birgit Schweiger. PRODUKTION: Max Hofstätter; ART DIRECTION: Max Hofstätter; ANZEIGENLEITUNG: Max Hofstätter, DRUCK: Offsetdruck DORRONG OG, Kärntner Straße 96, A-8053 Graz.

Sauber bleiben! Euer Triwig

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DIE BESSERE TRIATHLON-LOUNGE Perfekte Vorbereitung gehört zu einem erfolgreichen Wettkampf. Entspannt anreisen. Eine Garage, in der Trainingsund Wettkampf-Bike sicher verstaut werden. Eine Küche, in der Sie leckere Mahlzeiten nach Ihrem Ernährungsplan zubereiten. Eine Wohlfühl-Lounge für stressfreie Ruhezeiten direkt vor Ort. Der neue Bürstner Viseo bringt Sie bequem ans Ziel. Nicht nur sportlich. www.buerstner.com

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FINISHER Magazin #01 | 2014  

Das Triathlonmagazin aus Österreich