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Best Practice Beispiele Best Practices für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

ISDL


Projekt ISDL – Integration by Social and Digital Learning Gefördert durch das Erasmus+ Program von der Europäische Union Project no. 2017-1-PL01-KA204-038285

Dieses Projejt wurde gefördert durch die Unterstützung der Europäische Kommission. Die Inhalten dieser Publikation [Kommunikation] spiegelt nur die Ansichten der Autoren, und die Kommission/Nationale Agenturen können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wie diese Information benutzt wird.

“Best Practices für die Integration von Migrant_innen—Beispiele von 5 Ländernʺ vom Projekt “Integration by Social and Digital Learning” (-“Integration durch Soziales und Digitales Lernen”) (ISDL) wurde etnwickelt unter Erasmus+, KA2, Strategic Partnership for Adult Education—Exchange of Practices—.Projekt no. 2017-1-PL01-KA204-038285 ist lizenziert unter ein Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License. Bezieht sich auf Arbeit auf https://www.isdlearning.eu

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Inhaltsverzeichnis Einleitung

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ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG Infomigrator.pl

Best practice 1

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Ankommen

Best practice 2

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Integreat

Best practice 3

16

ReDi School of digital integration

Best practice 4

19

HackYourFuture

Best practice 5

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INTEGRATION DURCH ACTION / MENSCHEN ZUSAMMENBRINGEN UND STÄRKEN Cuscus

Best practice 6

28

Kuchnia Konfliktu -- Konflikt Küche

Best practice 7

34

Mit Brot und Salz. Polen für Geflüchtete

Best practice 8

37

You can sing it!

Best practice 9

40

Best practice 10

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Timisoara Refugee Art Festival

TREFFPUNKT FREMDE WERDEN FREUNDE - Freunde Salon

Best practice 11

48

Give something back to Berlin

Best practice 12

52

Multikulturelles Zentrum Warschau

Best practice 13

57

GRUNDLEGENDE HILFE Refugees Welcome International

Best practice 14

61

RefugIs - Co-host

Best practice 15

64

Refugee Law Clinics

Best practice 16

69

The charity house

Best practice 17

75

Kontakt

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Einleitung ISDL (Integration by Social and Digital Learning / Integration durch Soziales und Digitales Lernen) ist ein internationales Forschung- und Austauschprojekt, das durch das EU Programm Erasmus+ finanziert wird. Das Projekt konzentriert sich auf die Situation von migrantischen Bevölkerungsgruppen und Arbeitslosigkeit in unterschiedlichen Ländern und entsteht aus der Überzeugung heraus, dass erfolgreiche soziale Inklusion und Integration davon abhängt, dass gute Erwachsenenbildungswege vorhanden sind, die insbesondere kulturelles Bewusstsein und digitale Bildung fördern. Seit Ende 2017 haben die sechs Partner des Projekts – Organisationen die Ihre Standorte in Deutschland, Italien, Polen, Rumänien und der Türkei haben – Informationen zum Thema der Integration in ihren jeweiligen nationalen Kontexten recherchiert, gesammelt, reflektiert und ausgetauscht. Wir glauben daß bereits viele wichtige innovative Ansätze zu dieser Form der Erwachsenenbildung existieren und daß wir alle davon profitieren können zu sehen, was in anderen Ländern und Kontexten gut funktioniert. Aus diesem Grund war es ein Ziel des Projekts, Beispiele für gelungene Praxen von NGOs, Organisationen und Initiativen zu sammeln, die kreative und gut funktionierende Methoden und Verfahren zur Förderung von Integration entwickelt haben. In diesem Recherche- und Auswahlprozess haben wir insbesondere nach Beispielen gesucht, die es geschafft haben, sich an wechselnde Umstände anzupassen und eine stabile und dauerhaft nachhaltige Struktur zu bewahren. Ein anderes wichtiges Kriterium in dieser Recherche war, dass in den Beispielen Methoden oder Ansätze genutzt werden, die sich leicht auf unterschiedliche nationale und regionale Kontexte anwenden lassen. Unser Projekt richtet sich an Menschen die in der Erwachsenenbildung arbeiten, mit Schwerpunkt auf Migrant_innen und Arbeitslose. Unser Ziel und Wunsch ist es, dass diese Sammlung von Best Practice Beispielen eine Inspirationsquelle darstellt für Organisationen in ganz Europa die mit Migrant_innen arbeiten und Integration fördern. Wir hoffen mit unseren Ergebnissen neue Ideen und Impulse für die Bildungsarbeit anzubieten.

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Einleitung Zur leichteren Orientierung in der Sammlung haben wir eine Einteilung der Best Practice Beispiele in vier Kategorien vorgenommen:

ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG Practices, die den Zugang zu wichtige Information für Migrant_innen ermöglichen und verbessern (z.B. Informations-Webseiten, Apps, Online Kurse)

MENSCHEN ZUSAMMENBRINGEN UND STÄRKEN Practices, die durch das Engagieren in unterschiedlichen Aktivitäten, Migrant_innen mit Einheimischen verbinden (z.B. kochen, sisngen kulturelle Austausch)

TREFFPUNKT Practices, die einen Ort fro Migrant_innen zur Verfügung stellen, wo sie sich treffen, Hilfe bekommen und die eigene Kultur zeigen können (z.B. Informationsstellen, Kulturzentren

GRUNDLEGENDE HILFE Practices, die grundlegende Hilfe für Migrant_innen anbieten (z.B. die Hilfe Unterkunft, oder Arbeit zu finden)

Die Sammlung der ISDL Best Practice Beispiele wurde auf Englisch formuliert und in die fünf Landessprachen der Projektpartner übersetzt: Deutsch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch und Türkisch. Sie wird hier als Online Ressource zur Verfügung gestellt. Kontaktieren Sie uns gerne wenn Sie Fragen oder Kommentare zum Inhalt der Sammlung haben.

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ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG Good Practice Beispiele für die Integration von Migranten von Polen, Deutschland und weltweit

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GOOD PRACTICE

INFOMIGRATOR.PL ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG

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Wo: Polen Von wem? The Other Space Foundation, Homo Faber Association, Interkluturalni PL Association Wann und für wie lange? Seit 2016 bis jetzt. Was: infomigrator.pl ist eine Website, die Informationen für Immigrant_innen in mehreren Sprachen anbietet und die Bedürfnisse von Ausländer_innen die nach Polen ziehen auf umfassende Weise erfüllt. Ziel und Mission dieses Projekts ist es, das Leben von Immigrant_innen in Polen zu erleichtern indem ein einfacher und schneller Zugang zu praktischen Informationen bereitgestellt wird. Dadurch soll eine Aktivierung stattfinden und die Beteiligung von Migrant_innen am öffentlichen Leben erleichtert werden. Ziele dieses Projekts: Information, Integration und Aktivierung von Migrant_innen und ein dynamischer und effizienter Diskurs unter Expert_innen. thema: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung; Kulturelles Bewusstsein; Urbane Teilhabe; Methoden der sozialen Kommunikation

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das Portal infomigrator.pl bietet einen komplexen online Informationsservice und Unterstützung für Immigrant_innen an. Sie stellt viele nützliche Informationen bereit, zum Beispiel: formale und legale Aufenthaltsbedingungen für Polen; Abläufe der lokalen Einwanderungsbehörden; Soziale Dienstleistungen (staatlich und nicht-staatlich) für Einwander_innen in den 9 größten Städten in Polen. Das Portal stellt Informationen in 5 Sprachen bereit: Polnisch, Englisch, Russisch, Ukrainisch und Französisch. Sie funktioniert auch als Kommunikations-Plattform, mittels derer sich Migrant_innen, NGOs, Mitarbeiter_innen öffentlicher Einrichtungen und Wissenschaftler_innen die sich mit Migration befassen, vernetzen können. Sie fördert die Zusammenarbeit von Menschen die sich (professionell oder privat) mit Migration beschäftigen. Die Website ist zudem eine Informationsquelle über Polen, polnische Kultur, und polnische Sprache.

Mehr Information: http://www.info-migrator.pl/en/

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RFOLGE/VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Die Praxis fördert die Integration von Immigrant_innen in Polen indem sie grundlegende Informationen bereitstellt, die nötig sind um ein Leben in Polen zu beginnen. Das Portal ist leicht zu finden, das Design der Informations- und Kommunikationsplattform ist gut gestaltet. Der Hauptvorteil dieses Portals ist, dass hier alle wichtigen Informationen für Immigrant_innen an einem Ort zusammengetragen und in verschiedene Sprachen übersetzt worden sind. Ein besonderes Merkmal ist auch die Qualität: da das Portal von Fachkräften betrieben wird, ist es eine geprüfte und verlässliche Informationsquelle. Es werden generelle Informationen über Einwanderungsgesetzgebungen, rechtliche Fragen, staatliche sowie nichtstaatliche Unterstützung für Migrant_innen und lokale Informationen bereitgestellt – Adressen von wichtigen Institution und Organisationen, die Immigrant_innen unterstützen. Die Praxis ist ein tolles Beispiel für die Kooperation zwischen verschiedenen polnischen NGOs die sich zusammengeschlossen haben um eine gemeinsame Website für Immigrant_innen aufzubauen.

Mehr Information: http://www.info-migrator.pl/en/

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GOOD PRACTICE

ANKOMMEN ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG

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Wo: Deutschland Von wem? Deutsche Bundesregierung in Kooperation mit dem Goethe Institut und dem Bayerische Rundfunk Wann und für wie lange? Veröffentlicht 2016 Was: Zugang zu Information für Neuankommende Thema: Kulturelles Bewusstsein, Offene Regierung, Digitale Bildung

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Die deutsche Bundesregierung stellt eine Smartphone App zur Verfügung, die Asylsuchende dabei unterstützen soll, sich in ihrem neuen Land zu integrieren. Die App für Android und iOS heißt Ankommen und lässt sich kostenlos herunterladen. Ankommen wurde in einer Kooperation des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Bundesagentur für Arbeit, dem Goethe Institut und dem Bayerischen Rundfunk entwickelt. Die App funktioniert auf Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch und benötigt keine Internetverbindung. Sie beinhaltet einen Grundkurs in deutscher Sprache, Informationen über den Prozess der Asylbewerbung und darüber wie man Jobs oder eine Ausbildung findet. Die App beinhaltet ausserdem Informationen über deutsche Werte und gesellschaftliche Sitten, und Tipps von anderen nicht-Deutschen die im Land leben.

Mehr Information: www.ankommenapp.de

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Geflüchtete und Migrant_innen die einem neuen Land ankommen, finden sich oft nicht leicht zurecht. Sie benötigen einen leichten Zugang zu hilfreichen Informationen über ihren neuen Ort. Ankommen ist eine Willkommens App, die viele Tipps bereitstellt, nützliche Informationen über Lebensbedingungen, Gesetze und Regeln, gesellschaftliche Sitten und Gewohnheiten sowie Kontakte zu Institutionen die Hilfe und Unterstützung für Neuankommende anbieten. Die App bietet auch einen Sprach-Grundkurs an – eine tolle Hilfe für Menschen die kein Deutsch sprechen (was bei Migrant_innen aus der Region Afrika und dem Mittlerer Osten oft der Fall ist). Dadurch können Kommunikationsbarrieren abgebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Tipps für den Alltag in Deutschland, zum Beispiel zu Gesundheit, Essen, Öffentlichen Verkehrsmitteln, Übernachtungsmöglichkeiten/Wohnen etc. Die App bietet Unterstützung dabei, die ersten Tage in Deutschland zu organisieren, gibt Hinweise zu korrektem Verhalten, und zeigt Möglichkeiten der Hilfe für eine weitere Integration in die Gesellschaft auf.

Mehr Information: www.ankommenapp.de

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RFOLGE /VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Ein guter Massstab für die App ist die Zahl der Nutzer_innen, die bei über Hunderttausenden liegt. Es ist die bekannteste App für Migrant_innen in Deutschland, und wahrscheinlich in ganz Europa. Sie ist eine nützliche Ressource für direkte Hilfe in den entscheidenden Tagen nach der Ankunft in Deutschland, und kann auch später noch hilfreich sein. Sozialarbeiter_innen können nicht alle Migrant_innen erreichen, insbesondere wenn diese den Kontakt mit Behördenmitarbeiter_innen vermeiden, falls sie von Abschiebung bedroht sind. In diesem Fall ist das Herunterladen der App für Neuankommende eine sicherere Option um Zugang zu Informationen zu bekommen. Diese Art von App sollte auch in anderen Ländern verfügbar sein. Die hohe Zahl der Nutzer_innen zeigt dass ein großer Bedarf für solch einen Service vorhanden ist.

Mehr Information: www.ankommenapp.de

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GOOD PRACTICE

INTEGREAT ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG

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Wo: Wurde in München gestartet, jetzt in allen Regionen Deutschlands von wem? Tür an Tür - Digital Factory Wann und für wie lange? Seit April 2015 Was: Unterstützung für kommunale Verwaltung und Immigrant_innen durch einen einfachen Zugang zu Informationen über Asyl(recht) und Integrationsarbeit. thema: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Offene Regierung

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Tür an Tür – Digital Factory hat eine mehrsprachige, leicht anwendbare Informations-App entwickelt, die Migrant_innen lokal relevante Informationen zur Orientierung in regionalen Strukturen und kommunaler Verwaltungen zur Verfügung stellt. Sie unterstützt beim Erlernen der Landessprache und bei der Suche nach Arbeit und Wohnungen und vereinfacht die Beteiligung auf kommunaler und sozialer Ebene. Die App bietet ein „ganzheitliches Service-Ökosystem für Städte, Landkreise, Bundesländer oder Organisationen für die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund“

Mehr Information: https://tuerantuer.de/digitalfabrik/projekte/integreat/

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ERAUSFORDERUNGEN / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD:

Zwischen 2015 und 2017 wurden in Deutschland mehr als eine Million Asylanträge gestellt. Die kommunale Verwaltung stand vor der großen Herausforderung und Aufgabe diese Anträge zu bearbeiten. Mittels der Integreat App soll diese Arbeitsbelastung reduziert werden, indem wichtige Informationen in klarem und digitalem Format bereitgestellt werden. Die App kann sowohl direkt von Migrant_innen genutzt werden, als auch von Mitarbeiter_innen der Behörden um relevante Informationen schneller zu finden und an Migrant_innen weiterzugeben – auch in deren Muttersprache.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Da die App einfach zugänglich, leicht zu bedienen und mehrsprachig ist, eröffnet sie Migrant_innen die sonst eventuell lange auf Beratungstermine warten müssen, direkten Zugang zu relevanten Informationen, so dass diese selbst Schritte unternehmen können, dadurch unabhängiger sind und den Prozess beschleunigen können. Die App wurde in München entwickelt, findet aber in verschiedenen Regionen Deutschlands Anwendung und erhielt Unterstützung und Auszeichnungen von verschiedenen deutschen Organisationen.

Mehr Information: https://tuerantuer.de/digitalfabrik/projekte/integreat/

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GOOD PRACTICE

REDI SCHOOL OF DIGITAL INTEGRATION ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG

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Wo: Berlin + Munich, Germany Von wem? ReDi School of digital integration Wann und für wie lange? Seit 2016 Was: Neu ankommende Technologie -interessierte Studierende sollen mit wertvollen digitalen Fähigkeiten und einem starken Netzwerk aus Tech leaders, Studierenden und Alumni ausgestattet werden, um neue Chancen und Möglichkeiten für alle zu kreieren. thema: active Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Digitale Kompetenz, Digitale Bildung

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Was machen sie? ReDi School of Digital Integration wurde von einem Team gegründet das davon überzeugt ist, dass Technologie Menschen zusammenbringen kann um neue Lösungen für alte Probleme zu finden. Durch ihre Verbindungen zu und Unterstützung durch wichtige Akteure der Start-up Szene und Digitalen Industrie war die ReDi School of Digital Integration in der Lage ein starkes Netzwerk von Expert_innen aufzubauen, die bereit sind Studierenden qualitativ hochwertiges Training zu geben und die Chancen für Kollaborationen innerhalb der Start-up Szene und Digitalen Industrie bieten. Wie machen sie es? Die Schule wurde in einer Zusammenarbeit der Tech community in Berlin und München mit den Studierenden entwickelt. Seither ist sie zu einem gemeinnützigen Sozial Unternehmen gewachsen, das verschiedene dreimonatige IT-Trainingsprogramme, Workshops, Trainingsprogramme für Firmen und kurze Sommer-Kurse anbietet.

Mehr Information: https://www.redi-school.org/

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Angeboten wird ein dreimonatiges Programm mit 1 – 3 Abendkursen (2 – 3 Stunden), das auf die Bedürfnisse von Geflüchteten zugeschnitten ist und das von Ehrenamtlichen unterrichtet wird, die aus der Digitalen Industrie kommen.

Ausserdem erhalten die Studierenden Zugang zu einer großen Anzahl Workshops, beruflichen Netzwerken, Ausbildungen und Tagungen, und kostenlosen online tools um Programmieren und digitale Kenntnisse zu erlernen.

Für die Dauer der Studienzeit verleiht die Organisation Laptops, Programme und andere Materialien die die Studierenden benötigen, und bietet Plätze in Co-working spaces an, so dass die Studierenden gute Orte zum Arbeiten haben an denen sich auch Gelegenheiten für neue Kontakte und Synergien bieten.

Für wen? ReDi School of Digital Integration ist eine gemeinnützige digitale Schule für technologieinteressierte Neuankommende in Deutschland, die Programmieren, IT-Sicherheit usw. lernen wollen, und die erlernen wollen, wie man ein kreatives Projekt macht. Seit 2018 werden auch gezielte Kurse für Frauen angeboten um grundlegende digitale Kenntnisse und Computerkompetenzen zu erlernen.

C

HALLENGE/

Mehr Information: https://www.redi-school.org/

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HERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD: Warum wurde diese Praxis gestartet?

Auslöser für die Idee der ReDi School of Digital Integration war ein Gespräch in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin. Die Erkenntnis war, daß es unter Neuankommenden sehr Computerbegabte Menschen gibt, die begierig sind zu lernen und etwas zur deutschen Gesellschaft beizutragen – und daß gleichzeitig ein großer Bedarf an Arbeitnehmern in diesem Geschäftsbereich besteht – 2016 gab es in Deutschland mehr als 51000 freie IT-Stellen.

Welches Problem wird durch diese Praxis gelöst?

Durch das bürokratische System der Eingliederungshilfe war es für viele Menschen die neu in Deutschland ankommen ein langer und komplizierter Prozess, in Kurse zu gelangen die zu ihren Interessen und zu ihren vorhandenen Fähigkeiten passten. Zunächst mussten sie lange warten einen Deutschkurse zu machen um dann erst die Möglichkeit zu bekommen, sich für weiterführende (Universitäts-)Kurse zu bewerben. Das führte zu starker Frustration für die Migrant_innen, die bereits grundlegende IT-Kenntnisse mitbrachten und interessiert und motiviert waren zu lernen was sie noch brauchten um schnell ins Berufsleben einsteigen zu können.

Wie löst die Praxis dieses Problem? Das Projekt bietet eine Abkürzung um Fähigkeiten zu erlernen die nötig sind um in der IT Branche zu arbeiten und schafft gleichzeitig wertvolle Kontakte direkt in die Geschäftswelt.

Mehr Information: https://www.redi-school.org/

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Wie unterstützt die Praxis die Integration von Migrant_innen?

Die Organisation glaubt dass „Integration mit einem „Hallo“ beginnt“ – mit „Menschen die sich um ein gemeinsames Interesse versammeln“. Sie bietet Migrant_innen die Möglichkeit, wertvolle digitale Fähigkeiten zu erlangen und Kontakte zu Tech-leadern, Firmen und Organisationen zu knüpfen, die Praktika, Kooperationsmöglichkeiten und Arbeitsplätze anbieten können.

Wie verändert die Praxis die Situation von Migrant_innen?

Die Organisation hat durch das Projekt ein starkes Netzwerk von Studierenden und Alumni gebildet – eine wichtige Plattform für Unterstützung, Förderung, Ermutigung und für soziale Kontakte zwischen Menschen mit dem gleichen Interesse.

Warum ist diese Praxis erfolgreich und sollte weitergetragen werden?

Diese Praxis bietet nicht nur Kurse an, sondern schafft echte und nachhaltige Verbindungen zwischen Migrant_innen und dem etablierten, erfolgreichen digitalen Geschäftskontext. Das erleichtert Neuankommenden den Weg in eine Beschäftigung. Es ist auch ein Erfolg, weil hier ein wichtiger Bereich für die Möglichkeiten von Angebot und Nachfrage identifiziert wurde: der Fokus liegt auf der digitale Entwicklung wo es einen Fachkräftemangel und ständigen Bedarf an neuen Talenten gibt, und auf der anderen Seite ein großes Interesse und Potential innerhalb der jungen migrantischen Gemeinschaft.

An dem Projekt haben seit seinem Start 2016 bereits 394 Menschen teilgenommen: - München: 75 Teilnehmer_innen aus 21 Ländern - Berlin: 158 Teilnehmer_innen aus 39 Ländern (die Mehrzahl davon aus Syrien) - ReDI Frauenprogramm: 73 Teilnehmerinnen

Mehr Information: https://www.redi-school.org/

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GOOD PRACTICE

HACK YOUR FUTURE ZUGANG ZU INFORMATION / BILDUNG

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Wo: Amsterdam, Brüssel, Kopenhagen, Malmö Von wem? HackYourFuture Foundation Wann und für wie lange? Seit Anfang 2016, läuft weiterhin Was: Programmier-Kurse für Migrantinnen und Geflüchtete thema: Digitale Bildung, Digitale Kompetenz, Gemeinschaftsbildung, Urbane Teilhabe

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

HackYourFuture ist eine Programmierschule (Stiftung) in der Geflüchtete Programmieren lernen können. Ihr Ziel ist es, Studierende zu stärken und ihnen zu ermöglichen, als Software Entwickler_innen zu arbeiten. Zusammen mit 40 ehrenamtlichen Entwickler_innen haben sie ein 6-monatiges Ausbildungsprogramm geschaffen, in dem die Studierenden die Grundlagen der Web-Entwicklung erlernen. Nach ihrem Abschluss werden die Studierenden mittels eines Unterstützungs-Netzwerkes der Stiftung in Richtung einer Beschäftigung begleitet. Abgesehen von Programmieren können sie Studieren den auch lernen, wie in einem modernen Tech-Team an Projekten gearbeitet wird. Die Kurse finden jeden Sonntag in Amsterdam, Kopenhagen, Brüssel und Malmö statt. Unter der Woche betreut ein Team die Studierenden online durch Coaching und Unterstützung mit den Hausaufgaben. Während der Studienzeit können Studierende an verschiedene Geschäftsbesuchen und Masterclasses mit Technologie Expert_innen teilnehmen, ausserdem bekommen sie ein individuelles Karriere Coaching.

Mehr Information: http://www.hackyourfuture.net https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=qFqHXZio6ZM Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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ERAUSFORDERUNGEN/ PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD:

Innerhalb der gegenwärtigen Gemeinschaft von Geflüchteten gibt es eine Menge an Talent. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass begabte Neuankommende Schwierigkeiten haben, in ihren neuen Aufenthaltsländern Arbeit zu finden. Gleichzeitig gibt es auf dem Arbeitsmarkt eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Web-Entwickler_innen. Zahlreiche Unternehmen können sich nicht vergrößern, weil ihnen Fachkräfte im Bereich Web-Entwicklung fehlen. Hier sehen wir die Chance für eine win-win Situation. Wenn Geflüchtete Programmieren lernen, steigen ihre Chancen einen Job zu finden deutlich; gleichzeitig steigt die Anzahl der Web-Entwickler_innen auf dem Arbeitsmarkt. Studierende und Lehrer_innen bilden ausserdem eine Web-Entwickler Community und schaffen Werte und Verbindungen unter sich.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Nach fast drei Jahren im Einsatz haben über 100 Personen einen Abschluss in dem Trainingsprogramm gemacht. Die meisten davon waren junge Männer. Das erworbene Wissen hat ihnen geholfen Jobs zu finden oder den Arbeitsplatz zu wechseln und eine interessantere und besser bezahlte Stelle zu beginnen. 90% der Absolvent_innen haben Arbeit in der IT Branche gefunden. Arbeit ist ein starker gemeinschaftsbildender Faktor. Insbesondere Jobs die im Teamwork stattfinden (wie die meisten in in der IT Branche) ermöglichen es Migrant_innen sich in der Gesellschaft ihres neuen Aufenthaltslandes zu integrieren. Die Entwicklung dieser Initiative – die in Amsterdam (Niederlande) gegründet wurde – zeigt dass diese Praxis leicht auf andere Orte übertragbar ist. Es muss sich nur das richtige Team aus Ehrenamtlichen und Sponsoren oder Geldgebern zusammenfinden

Mehr Information: http://www.hackyourfuture.net https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=qFqHXZio6ZM Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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MENSCHEN ZUSAMMENBRINGEN UND STÄRKEN Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen von Italien, Polen und Rumänien

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GOOD PRACTICE

CUSCUS INTEGRATION DURCH AKTION / MENSCHEN ZUSAMMENBRINGEN UND STÄRKEN

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Wo: Trento Von wem: Ein Netzwerk verschiedene Vereine. Wann und für wie Lange: Oktober 2017 – Juni 2018 Was: Ein interkulturelles Projekt um Ernährungstraditionen durch digitale Kultur zu unterstützen Thema: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung; Kulturelle Bewusstsein; Digitale Bildung

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das CusCus Projekt ist eine Serie von theoretischen und praktischen Schulungen über Ernährung, Digitale Technologien und Kreatives Unternehmertum. Die Initiative organisiert sich in Kollaboration mit zahlreichen Organisationen: 

Docenti Senza Frontiere Onlus (DSF) (Lehrer ohne Grenzen), ein gemeinnütziger Verein der im Bereich Bildung aktiv ist.

CoderDolomiti: ein Verein zur Förderung des Sozialen durch einen verantwortlicheren und bewussteren Umgang mit dem Internet und neuen Technologien

ATAS Onlus: Seit 1989 aktiv in der Begrüßung, Integration, und sozialen Inklusion von Migrant_innen

Mehr Information: http://www.cuscus.org/ https://www.facebook.com/CusCusTrento/ http://www.mediatoreinterculturale.it/trentino-progetto-cuscuscus/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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Das Kollektiv PickMeUp (PMU): eine informell organisierte Gruppe von Bürgern die sich dafür einsetzt, technologische Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen zu finden, zum Beispiel für soziale Inklusion und nachhaltige Mobilität

Food Connects People (FCP): ein internationaler Kulturverein zur Förderung von Integration und interkulturellem Dialog durch erfahrungsbasierte kulinarische Workshops

Impact Hub Trentino: ein Gründerzentrum für Soziale Unternehmen und Projekte

All das mit der Unterstützung durch die Universität von Trento, Lab Trento und Hub Innovative Trento. Das Projekt beruht auf drei Haupt-Ausbildungsbereichen : 

Digitale Technologien: Computer Grundkenntnisse, ECDL (Europäischer ComputerFührerschein), Nutzung von Blogs und Social Media, Software und Wiederverwendung von ausgedienter Hardware

Ernährung: für diejenigen die ihre Kreativität in der Küche ausdrücken und das Internet nutzen wollen um Rezepte, Geschmäcker und Traditionen ihres Heimatlandes weiterzugeben, und um originelle Geschäftsideen im Zusammenhang (nicht nur) mit Ernährung zu entwickeln

Unternehmertum: Der Schwerpunkt liegt auf einer verantwortlichen, solidarischen Ökonomie und auf dem dritten Sektor. Durch Unterstützung, Design und neue Vorschläge konnte Kreativität in erfolgreiche Sozialunternehmen transformiert werden

Interkulturelle Arbeit und Innovation: Das innovative und originelle Projekt schafft eine bessere soziale Interaktion von Menschen aus verschiedenen Ländern, um die Integration von schutzbedürftigen Gruppen, zum Beispiel Geflüchteten und Asylsuchenden, zu fördern. Hierfür nutzt es Aktivitäten die ausserhalb der gegenwärtigen globalen Krise liegen: die Küche und den digitalen Bereich.

Mehr Information: http://www.cuscus.org/ https://www.facebook.com/CusCusTrento/ http://www.mediatoreinterculturale.it/trentino-progetto-cuscuscus/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD:

CusCus will den Prozess der Integration, Sozialisierung und aktiven Bürgerbeteiligung von Migrant_innen und Italiener_innen (insbesondere Frauen) durch einen starken kulturellen und gemeinschaftlichen Wert stärken: Das Essen. CusCus nutzt zwei zentrale Instrumente um Chancen und Verbindungen zu schaffen: digitale Technologien und Unternehmertum. Es sollen ansprechende erfahrungsbasierte Ausbildungsaktivitäten für eine Gruppe von Bürger_innen (Migrant_innen und Italiener_innen) entwickelt werden, die kulinarische, technologische und kreative unternehmerische Aspekte beinhalten.

Von Februar bis April 2018 wurden mehrere kulinarische Workshops durchgeführt, die von dem Verein Food Connects People angeleitet wurden (Gesamtstundenzahl: 34 Stunden) und in denen die Teilnehmer_innen bei der Kreation von Mahlzeiten zusammengearbeitet haben; manche Gerichte wurden in den Workshops neu erfunden. Während dieser echten Laborsituationen gab es die Gelegenheit, Erfahrungen in Team-work zu sammeln, der eigenen Kreativität und Leidenschaft für gutes Essen Ausdruck zu geben, neue Geschmacksrichtungen zu entdecken, sich gegenseitig besser kennenzulernen, und Gerichte die von der Gruppe zubereitet wurden zu teilen und zu probieren (kurz: kulinarische Mannschaftsspiele ohne Grenzen).

Die Workshops waren offen für alle Interessierten. Sie waren entwickelt worden als ein Raum in dem „jede_r die Möglichkeit hat sich selbst in der Küche auszudrücken, ohne Angst vor Fehlern oder Beurteilungen.“

Die Workshops wurden organisiert um fremdländische und italienische Gerichte zuzubereiten und auszutauschen – und auch um, ausgehend von traditionellen Rezepten der Teilnehmer_innen, neue Fusion-Gerichte zu entwickeln.

Mehr Information: http://www.cuscus.org/ https://www.facebook.com/CusCusTrento/ http://www.mediatoreinterculturale.it/trentino-progetto-cuscuscus/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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„Meine Heimatküche – Gerüche und Geschmäcker Italiens“: Workshop zur italienischen Küche von Trentino bis Sizilien, zum Entdecken alter und neuer Geschmacksrichtungen.

„Kochen über Grenzen hinweg – Gerüche und Geschmäcker der Welt“: Die Teilnehmer_innen waren eingeladen, all ihre Kreativität und Leidenschaft einzusetzen um, ausgehend von ihrer traditionellen Küche, neue Fusion-Gerichte zu kreieren. In diesem Workshop war die Herausforderung ein neues Gericht aus italienischen und/oder ethnischen Gerichten zu entwickeln.

Alle Workshops bestanden aus drei Hauptteilen: - Interviews: Zwei Wochen vor dem Koch-Workshop wurden die Teilnehmer_innen gebeten, die Rezepte an die Organisator_innen zu übermitteln – persönlich, via Skype oder anderen digitalen Techniken. - Koch-Workshop (8 Stunden): Vorbereitung der Zutaten, Zubereitung der Gerichte, Teilen der Mahlzeit und Aufräumen/Putzen/Abwaschen. - Feedback Zeit (2 ½ Stunden): Am Morgen nach dem Workshop trafen sich die Teilnehmer_innen um Ideen und Meinungen auszutauschen, um ihre Erfahrungen zu teilen und um Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung zu treffen.

Die Workshops waren geeignet um auf verschiedenen Ebenen digitale Fähigkeiten zu entwickeln: - Nutzung des Internets - Nutzung von Tools für Zusammenarbeit online und der gebräuchlichsten Office Software um Dokumente zu erstellen und zu teilen. - Begleitung in der Nutzung von Social Media – um mit Menschen in Kontakt zu treten und ihr Geschäft oder ihr Hobby zu bewerben - Entwicklung von Social Media Kompetenzen, zum Beispiel die Nutzung von facebook oder Instagram, oder die Erstellung einer Blogs mit WordPress ohne über die nötigen IT Kenntnisse zu verfügen.

Mehr Information: http://www.cuscus.org/ https://www.facebook.com/CusCusTrento/ http://www.mediatoreinterculturale.it/trentino-progetto-cuscuscus/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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UCCESS/CHANGES THE PRACTICE MAKE:

CusCus ist ein Projekt das auf ehrenamtlicher Arbeit basiert und unter den Gewinnern des IntrecciPossibili 2017 Tenders war, der von der Fondazione Trentina del VolontariatoSociale und dem Netzwerk der gemeinnützigen Vereine CSV Trentino ausgeschrieben wurde.

Einer der Erfolge ist ein umfassendes Rezeptbuch, das alle Rezepte der Workshops enthält und als gute Praxis auf nationaler Ebene verwendet wird.

Das Projekt lässt sich mit Hilfe von Vereinen, Akteuren, öffentlichen und privaten Organisationen und Ehrenamtlichen leicht übertragen – die Übertragbarkeit wird gesteigert durch das Thema (Essen), das alle Menschen angeht.

Das Projekt ist eine transformative Praxis, weil es Migrant_innen die Möglichkeit eröffnete die italienische Kultur kennenzulernen, und Italiener_innen Geschmacksrichtungen die sie noch nicht kannten. Das ist ein toller Ausgangspunkt für eine bessere Integration.

Durch den Erfolg der Initiative wirkt sie nachhaltig, und bleibt auf regionaler und nationaler Ebene sichtbar.

Mehr Information http://www.cuscus.org/ https://www.facebook.com/CusCusTrento/ http://www.mediatoreinterculturale.it/trentino-progetto-cuscuscus/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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GOOD PRACTICE

KUCHNIA KONFLIKTU KONFLIKT KÜCHE INTEGRATION DURCH AKTION / MENSCHEN VERBINDEN UND STÄRKEN

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Wo: Polen, Warsau Von wem? The Other Space Foundation & The Foundation for the Multicultural Center Wann und für wie lange? Seit 2016 bis heute. Was: Die Konflikt Küche (Kuchnia Konfliktu) ist ein sozial -engagiertes Restaurant, das Gerichte aus Regionen anbietet in denen es Konflikte gab oder gibt. Die Konflikt Küche ist ein Projekt das von Geflüchteten mitgegründet wurde und das es Geflüchteten ermöglicht, die polnische Kultur kennenzulernen und in freundlicher professioneller Umgebung enge Beziehungen mit Polen zu knüpfen. Dadurch dass Kuchnia Konfliktu faire Arbeits- und Ausbildungsbedingungen bietet, ermöglicht es auch Neuankommenden einen besseren und sichereren Start in den polnischen Arbeitsmarkt. themen: Aktive Bürger_innenbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Kulturelles Bewusstsein, Urbane Teilhabe, Sozialkommunikative Methode

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Die Konflikt Küche gibt Geflüchteten und Immigrant_innen die Möglichkeit, für Menschen zu kochen und in einer sicheren, professionellen Umgebung Geld zu verdienen. In der Konflikt Küche kochen Geflüchtete ihre traditionellen Gerichte für Gäste.

Die Konflikt Küche begann als ein Lebensmittel-Wagen der durch Warschau zog, eine grassroots Initiative, die von ein paar Leuten entwickelt worden war. Heute ist es ein modernes und hippes Restaurant im Zentrum von Warschau. Aber es ist mehr als ein Restaurant. Die Konflikt Küche kooperiert aktiv mit NGOs die Immigrant_innen unterstützen. Es werden Angestellte ausgebildet, z.B. im professionellen Kochen oder in den Grundlagen der Buchhaltung. Angestellte werden ausserdem darin unterstützt, professionelle Hilfe von anderen NGOs zu erhalten wenn sie diese benötigen

Mehr Information: https://www.facebook.com/kuchniakonfliktu/

Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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E

RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Die Konflikt Küche bringt durch Essen und Kochen Geflüchtete und Migrant_innen mit polnischen Bürger_innen in Kontakt. Wie Polen sagen: „Durch den Magen ins Herz.“ Durch die Verbreitung von Wissen über verschiedene Koch-Kulturen wird Multikulturalität gefördert. Die Konflikt Küche hat die Situation von Immigrant_innen verändert da sie einen Ort zum Arbeiten anbietet und direkten Kontakt zu polnischen Bürger_innen ermöglicht, ausserdem Ausbildung und Unterstützung bei dem Erhalt professioneller Hilfe.

Die Konflikt Küche hat Dreizehntausend Follower auf facebook. In Restaurant-Bewertungen bekommt sie sehr gute Kritiken. Sie bietet hochqualitatives Essen zu guten Preisen. Sie wird von polnischen Bürger_innen anerkannt und unterstützt. Die Initiative bekam von National Geographic einen Preis als beste Soziale Initiative 2017 und von Ashoka einen Preis als bestes soziales Startup 2016, ausserdem einen Social Impact Preis/SAP.

Mehr Information: https://www.facebook.com/kuchniakonfliktu/

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GOOD PRACTICE

MIT BROT UND SALZ POLEN FÜR GEFLÜCHTETE INTEGRATION DURCH ACTION / MENSCHEN VERBINDEN UND STÄRKEN

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Wo: Die Initiative hat ihren Sitz in Warschau, aber Einfluss in ganz Polen. Von wem? Das Projekt begann als informelle Gruppe und wurde als NGO weitergeführt: Polish Hospitality Foundation (Polnische Stiftung für Gastfreundschaft). Wann und für wie lange? Seit 2012 bis heute Was: Es ist eine grass-roots Initiative mit dem Ziel 1) Bewusstsein für die Situation von Migrant_innen und Geflüchteten in Polen und Europe zu wecken 2) Migrationspolitik zu beeinflussen und gegen Fremdenfeindlichkeit, Stereotype und Unwissenheit anzukämpfen. themen: Offene Regierung, Aktive Bürger_innenbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Kulturelles Bewusstsein, Urbane Teilhabe, Sozialkommunikative Methode

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Die Organisation bringt Geflüchtete und Immigrant_innen die Hilfe brauchen in Kontakt mit polnischen Bürger_innen die helfen wollen. Sie nutzt Werte und Geschichte, zum Beispiel das Konzept polnischer Gastfreundschaft um die negativen stereotypen Bilder von Migrant_innen in Polen zu verändern und um die „Angst vor Geflüchteten“ zu reduzieren. Sie bringt polnischen Bürger_innen zu Bewusstsein, dass auch Polen und Polinnen in der Vergangenheit oft Geflüchtete und Migrant_innen waren und daher wissen müssten wie wichtig es ist, zu helfen. - Sie macht Kampagnen in den Sozialen Medien in denen sie die polnische Gastfreundschaft hervorhebt und Geschichten von Immigrant_innen in Polen zeigt. - Sie organisiert Hilfe für Geflüchtete und Immigrant_innen durch kleine direkte Kampagnen in den Sozialen Medien. - Sie informiert Immigrant_innen über Veranstaltungen die für sie organisiert werden - Sie informiert über Bedürfnisse der Immigrant_innen - Sie hilft Immigrant_innen eine Wohnung zu finden.

Mehr Information: https://www.facebook.com/polacydlauchodzcow/ https://www.facebook.com/polacydlauchodzcow/videos/2145025242399147/

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E

RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Es ist eine erfolgreiche grass-roots Initiative anhand derer deutlich wird dass es möglich ist, auf sehr einfache Weise Hilfe für Geflüchtete zu organisieren: dadurch dass ein Kontakt hergestellt wird zwischen Menschen die Hilfe brauchen und Menschen die helfen wollen – hauptsächlich über facebook. Allein 2018 wurden dadurch 15 Wohnungen für 60 Geflüchtete gefunden 52 Wohnungen ausgestattet und möbliert einwöchige Ferien für 18 geflüchtete Familien organisiert kostenlose Polnisch-Stunden für 60 Kinder organisiert Jobs für 34 Geflüchtete gefunden Kleidung für 31 Kinder bereitgestellt.

Es zeigt auch wie das negative stereotype Bild von Immigrant_innen verändert werden kann – dadurch dass es durch bedeutungshaltige Symbole in einer nationalen Kultur verankert wird. Der Film der Initiative „Nasz chleb powszedni“ („Unser gemeinsames Brot“), das Geflüchtete beim Brotbacken in einer polnischen Bäckerei zeigt, wurde auf youtube 1,5mio mal angesehen.

MehrInformation: https://www.facebook.com/polacydlauchodzcow/ https://www.facebook.com/polacydlauchodzcow/videos/2145025242399147/

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GOOD PRACTICE

YOU CAN SING IT! POLNISCHER GESANGSWETTBEWERB FÜR AUSLÄNDER_INNEN INTEGRATION DURCH AKTION / MENSCHEN VERBINDEN UND STÄRKEN

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WO: Verschiedene Städte in Polen Von wem? Domus Orientalis Society Wann und für wie lange? Jedes Jahr seit 2016 (3 Ausgaben) Was: You can sing it! Ist ein polnischer Gesangswettbewerb für Ausländer_innen. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, Integration von Immigrant_innen durch Spaß und Spiel zu erleichtern. Er fördert ein positives, freundliches Bild von Ausländer_innen in Polen. thema: Kulturelles Bewusstsein

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Der Wettbewerb wird jedes Jahr seit 2016 durch eine NGO organisiert. Er hat eine eigene Website und wird hauptsächlich in den Sozialen Medien beworben (youtube und facebook). In Vorauswahl-Wettbewerben in vier Städten – Kraków, Łódź, Warszawa, Wrocław – qualifizieren sich zehn Personen für das Finale in Łódź. Während des Wettbewerbs werden kostenlose Polnisch Sprachkurse angeboten. Das Abschlusskonzert findet in Łódź statt. Alles wird aufgezeichnet, life übertragen und online zur Verfügung gestellt. Der Wettbewerb ist in leichter und unterhaltsamer Weise organisiert. Jede_r Ausländer_in der/ die den Mut hat auf polnisch zu singen, kann daran teilnehmen.

Mehr Information: http://youcansingit.pl/ https://www.youtube.com/watch?v=5hSXLK35LmY https://www.facebook.com/youcansingit/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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ERAUSFORDERUNGEN/PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD:

Der Wettbewerb zeigt Immigrant_innen in einem vertrauten Kontext – sie singen polnische Lieder und haben Spaß. Dadurch wird das negative Bild, das viele polnische Bürger_innen von Ausländer_innen oft haben verändert – indem gezeigt wird dass Immigrant_innen nicht gefährlich sind und auch gar nicht so anders als Polinnen und Polen. Es wird gezeigt dass Diversität und Pluralismus positiv und wertvoll sind und dadurch die polnische Gesellschaft bereichert wird.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Das Projekt ist ein Erfolg weil es Immigrant_innen die Möglichkeit bietet, in einem polnischen kulturellen Kontext zu erscheinen. Es sollte übertragen werden, weil es ein großes Potential hat, Stereotypen und kulturelle Bilder die Menschen über Immigrant_innen haben, zu verändern. Wie ein Gründer des Projekts sagte: „Gesang ist eine starkes kulturelles Mittel.“ Dadurch dass sie polnische Lider singen, werden Immigrant_innen in die polnische Kultur eingeführt. Das Projekt ist eine gute Möglichkeit um eine gemeinsame kulturelle Grundlage für Integration zu schaffen. Es gibt keine Forschung die die Wirkung des Projekts auf die polnische Gesellschaft zeigt. Das Projekt wurde zwar beworben, aber nicht in öffentlichen Medien gezeigt. In den Sozialen Medien hat es nicht viel Aufmerksamkeit bekommen – es gibt nur 960 likes auf facebook und die Videos wurden bei youtube ca. 100 mal angesehen. Trotzdem ist es eine Idee die es wert ist, verbreitet und bekannt gemacht zu werden.

Mehr Information: http://youcansingit.pl/ https://www.youtube.com/watch?v=5hSXLK35LmY https://www.facebook.com/youcansingit/ Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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GOOD PRACTICE

TIMISOARA REFUGEE ART FESTIVAL INTEGRATION DURCH ACTION / MENSCHEN VERBINDEN UND STÄRKEN

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Wo: Timisoara , Romania Von wem? Solidart Wann und für wie lange? Timisoara Refugee Art Festival (Kunst Festival für Geflüchtete) baut auf der ersten Veranstaltung auf, die im Mai 2017 in Timisoara stattfand und Teil des internationalen NiCeR Projekts (www.nicerproject.eu) war. Durchgeführt wurde es von AIDRom in Kooperation mit dem Interkulturellen Institut Timisoara und Solidart; Finanzierung kam von der Europäischen Kommission (Asyl -, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)). . Was: Das Projekt war ein Pilotprogramm mit dem Ziel soziale Inklusion zu verbessern; genutzt wurde ein künstlerischer Ansatz: 15 junge Geflüchtete im Alter von 9-26 Jahren, die in Timisoara wohnten und 15 junge Rumän_innen der gleichen Altersgruppe nahmen vier Monate lang wöchentlich an Workshops aus dem Bereich Theater, Film, Musik, Malerei und Kunstinstallation teil. Thema: Kulturelles Bewusstsein

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das Projekt war ein Pilotprogramm mit dem soziale Inklusion zu verbessern; genutzt wurde ein künstlerischer Ansatz: 15 junge Geflüchtete im Alter von 9 - 26 Jahren, die in Timisoara wohnten und 15 junge Rumän_innen der gleichen Altersgruppe nahmen vier Monate lang wöchentlich an Workshops aus dem Bereich Theater, Film, Musik, Malerei und Kunstinstallation teil.

Die künstlerischen Werke der jungen Amateur-Künstler_innen, die unter der Anleitung von professionellen Künstler_innen entstanden waren, wurden während des 13.Festivals öffentlich vor einem Publikum von 150 Zuschauern gezeigt. Ausserdem wurde eine internationale Auswahl von Kurzfilmen mit dem Thema Migration in einer Filmvorführung mit 70 Zuschauern gezeigt.

More information on: https://solidart.online/e

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Im ersten Jahrgang des Timisoara Kunstfestivals für Geflüchtete, in Zusammenarbeit mit der West-Universität Timisoara und dem UNHCR (United Nations High Comission for Refugees) wurde eine akademische Diskussion zum Thema „Geflüchtete unterstützen“ organisiert, an der Studierende und Professoren aus Timisoara teilnahmen.

Für das Festival 2018 sind drei Konzerte mit rumänischen Bands geplant, herbei liegt der Schwerpunkt auf Bands in denen Geflüchtete mitspielen oder die eine Botschaft der gesellschaftlichen Solidarität verbreiten. Ausserdem werden drei Theateraufführungen gezeigt, die mit dem diesjährigen Thema SUBJEKTIVIERUNG zu tun haben. Am Ende jeder Aufführung wird es eine öffentliche Diskussion zwischen Publikum und Schauspieler_innen geben. Des weiteren wählt das Koordinationsteam des Projekts eine_n Künstler_in oder Künstler_innen Gruppe aus, die eingeladen werden visuelle Kunst zu zeigen (Malerei, Skulptur, Grafik, angewandte Kunst, Fotografie). Diese Ausstellung soll der Öffentlichkeit eine komplexe Erfahrung und neue Assoziationen ermöglichen.

More information on: https://solidart.online/e

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD:

Dieser Rahmen bietet die Möglichkeit, erzwungene Migration auf nationaler und internationaler Ebene zu hinterfragen und die Gemeinschaft des Gastgeberlandes und der Geflüchteten zusammenzubringen.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS:

Durch sein Programm war das Festival eine Herausforderung für die Gemeinschaft, indem es Kunst von Migrant_innen in ihrem neuen Land ausstellt.

Mehr Information: https://solidart.online/e

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TREFFPUNKT Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen von Österreich, Deutschland und Polen

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GOOD PRACTICE

FREMDE WERDEN FREUNDE TREFFPUNKT

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Wo: Wien Von wem? Verein „Fremde werden Freunde“ Wann und für wie lange? Salon – ein Jahr, Organisation und Aktivitäten über drei Jahren was: Initiative zur gesellschaftlichen Inklusion Themen: Gemeinschaftsbildung; Kulturelles Bewusstsein; Urbane Teilhabe;

B

ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

In the Im Freunde Salon im Herzen von Wien finden Fremde seit Herbst 2017 ein Zuhause. Der Salon für Zivilgesellschaftliches Engagement ist ein Angelpunkt unseres lebendigen Netzwerkes. Hier treffen Freizeitaktivitäten und Forschung zum Thema Inklusion aufeinander. Es entsteht ein Dialog zwischen exzellenten Köchen und Gourmets. Es ist ein Ort für Austausch, (Selbst-) Ermächtigung, Wissenstransfer, Spaß und Innovation. Der Verein organisiert Veranstaltungen die Migrant_innen und andere Randgruppen zusammenbringen. Sie organisieren Spaziergänge, musizieren zusammen, gehen laufen, nähen zusammen, kochen und diskutieren. Die Organisation hat einen Gemeinschaftsort angemietet – den Salon – in der Garnisongasse 11, 1090 Wien. Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch Spenden. Über 40 Ehrenamtliche sind in verschiedenen Aktivitäten engagiert: Gemeinsame sportliche Aktivitäten (Laufen, Walken, Fussball), Singen und gemeinsames musizieren, gemeinsames kochen, Organisation von Lesungen, Workshops, Unterrichtsstunden etc. Für wen? Fremde. Hauptsächlich Migrant_innen und Neuankommende und Menschen die sozial ausgeschlossen sind.

Mehr Information: www.fremdewerdenfreunde.at

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H

ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Der Verein bietet Unterstützung bei der sozialen Inklusion und Gemeinschaftsbildung. Die Hauptidee ist es, Menschen in Kontakt miteinander zu bringen; dadurch werden die sozialen Werte des Vertrauens und der Freundschaft gestärkt und neue Ideen für Kooperationen geschaffen. Das Projekt kämpft gegen sozialen Ausschluss und bietet Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an. Der gut organisierte freundliche Treffpunkt und Veranstaltungsort, ist ein Ort der Gemeinschaftsbildung und der Integration.

Mehr Information: www.fremdewerdenfreunde.at

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Alle Aktivitäten finden in Gruppen von Ehrenamtlichen und Teilnehmer_innen statt, die sich nach und nach kennenlernen und Freunde werden. Verbindungen zwischen Menschen werden hergestellt und Migrant_innen werden dabei unterstützt, Teil der örtlichen Gemeinschaft zu werden. Den Erfolg dieser Praxis zeigt die hohe Zahl der Veranstaltungen und Teilnehmer_innen: Der Verein hat bereits ca. 500 Aktivitäten organisiert und es haben etwa 3500 Menschen daran teilgenommen. Sie kann auf andere Gegenden und Städte übertragen werden in denen vielen Migrant_innen von sozialer Teilhabe ausgeschlossen sind.

Mehr Information: www.fremdewerdenfreunde.at

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GOOD PRACTICE

GIVE SOMETHING BACK TO BERLIN TREFFPUNKT

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wo: Berlin Von wem? Give something back to Berlin e.V. Wann und für wie lange? Seit 2013 was: Schaffung einer natürlichen Integration durch Gemeinschaftsbildung in Form einer Plattform zum Austausch von Fähigkeiten themen: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Kulturelles Bewusstsein, Urbane Teilhabe, Methoden Sozialer Kommunikation

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Was machen sie? Durch eine Internet Plattform und verschiedene Zusammenkünfte werden Möglichkeiten für Menschen verschiedenen Hintergrunds und mit unterschiedlicher Erfahrung geschaffen um sich zu treffen und Wissen und Fähigkeiten zu teilen. Wie machen sie es? Auf der Internet Seite gibt es ein einfaches „Schwarzes Brett“ an dem jede_r eine Anzeige aufgeben kann der/die auf ehrenamtlicher Basis eine Aktivität anbieten will (z.B. kostenlose Gitarrenstunden, Sprachunterricht, Näh-Treffen) oder der/die Ehrenamtliche für ein größeres Projekt sucht. Für wen? Die Plattform ist für alle offen; insbesondere sind Menschen aller Kulturen und Klassen, die neu in Berlin ankommen, eingeladen an Aktivitäten teilzunehmen und auch etwas beizutragen indem sie etwas anbieten was sie können/wissen.

Mehr Information: http://gsbtb.org/

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Warum wurde diese Praxis entwickelt? Das Projekt, das im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Organisation im ehrenamtlichen Bereich in Berlin geworden ist, wurde als Reaktion auf eine wahrgenommene kulturelle und finanzielle Spaltung sowie soziale Spannungen und Trennungen innerhalb der Stadt gegründet. Ein weiterer Faktor waren die wachsenden extremen nationalistischen Tendenzen in ganz Europa. Das Projekt wurde gestartet um Neuankommende zu aktiven Beteiligten in ihren Städten zu machen und um starke Netzwerke für Beteiligung und Inklusion zu schaffen. Es ermächtigt Menschen, ihre Stimme, ihre Energien und Interessen zu nutzen – nicht erst als letzter Schritt im Integrationsprozess, sondern als ein leitendes Licht in einer vielfach herausfordernden Zeit.

Welche Probleme löst diese Praxis? Berlin ist eine Stadt in der schon immer große migrantische Gemeinschaften lebten – Menschen die in die Stadt gezogen sind um hier zu arbeiten oder zu studieren, oder die gezwungen waren ihre Heimat wegen Krieg, Armut oder Naturkatastrophen zu verlassen. Die Gründe weshalb, und der Weg auf dem jemand kommt, schaffen eine sehr unterschiedliche Erfahrung. Trotzdem gibt es wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen über Migration und Integration, die diese beiden Gruppen von Migrant_innen teilen – darüber wie es ist, in einem neuen Land anzukommen, ein Leben in einer neuen Stadt aufzubauen, eine neue Sprache zu lernen, Kontakt mit Menschen zu bekommen, die Bürokratie zu verstehen... Das eröffnet die Möglichkeit, voneinander zu lernen und auch denjenigen die neu in der Stadt ankommen, Hilfe anzubieten.

Mehr Information: http://gsbtb.org/

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Wie löst die Praxis dieses Problem? Integration wurde traditionell als Prozess in eine Richtung betrachtet – vom Gastland zu den Migrant_innen; dieses Projekt will einen Raum schaffen um die komplexen, miteinander verwobenen Netze der Integration zu spiegeln, und zeigen daß jede_r wertvolle Erfahrungen und Fähigkeiten hat die er_sie teilen kann, wenn es die Möglichkeit dafür gibt. Der effektivste Weg der Integration in die Gesellschaft ist es, zu der Gemeinschaft in der man lebt, aktiv etwas beizutragen.

Mehr Information: http://gsbtb.org/

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Wie fördert diese Praxis die Integration von Immigrant_innen? Das Projekt bietet eine schöne Möglichkeit etwas aktiv beizutragen und nicht nur passiv zu empfangen. Es bietet einen leicht zugänglichen Raum, sowohl digital als auch vor Ort, an dem Menschen zusammentreffen können und Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten und Ideen austauschen können.

Wie verändert diese Praxis die Situation von Immigrant_innen? In ihren Zusammentreffen nutzen die Organisator_innen verschiedene Methoden der Kommunikation, zum Beispiel „Speed-dating“, Dialog, Austausch-Runden usw. um eine offene, nichthierarchische Atmosphäre zu schaffen in der jede Stimme gehört wird und jede Erfahrung und Perspektive wertgeschätzt wird. Die Treffen bieten die Möglichkeit, das Gefühl zu erleben, eine wichtige Rolle zu spielen, das zu geben was man beitragen, und kann ein wichtiger Teil der Gemeinschaft zu werden.

Warum ist diese Praxis erfolgreich und sollte weitergegeben werden? Der Erfolg des Projekts liegt in der Betonung darauf, so nicht-hierarchish wie möglich zu bleiben. Dafür werden Methoden genutzt, die von aussen einfach aussehen, die aber in Gesellschaften die stark auf Anführer ausgerichtet sind, oft schwierig durchzusetzen sind. Trotzdem ist diese Art den individuellen Qualitäten in der Gruppe und in Prozessen der Gemeinschaftsbildung Raum zu geben – in Form von einfach zu benutzenden digitale Plattformen, basis-orientiertem Networking und Kommunikationsmethoden – etwas, von dem wahrscheinlich viele Gruppen und Organisationen, die eine nachhaltige Unterstützung für Integration aufbauen wollen, profitieren würden.

Mehr Information: http://gsbtb.org/

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GOOD PRACTICE

THE WARSAW MULTICULTURAL CENTER / MULTIKULTURELLES ZENTRUM WARSCHAU TREFFPUNKT

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Wo: Warsau, Polen Von wem? Pro Humanum und die stiftung für Somalia Wann und wie lange? Seit 2014 bis heute Was: Das Zentrum wurde gegründet um die multikulturelle und zivile Integration in Warschau zu unterstützen; um Warschau den freundlichsten Ort für unterschiedliche Kulturen und verschiedene Nationalitäten in Polen zu machen. Themen: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Kulturelles Bewusstsein, Urbane Teilhabe, Offene Regierung, Digitale Bildung

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das Zentrum ist eine „freundliche Plattform um Ideen auszutauschen, Ziele zu erreichen und Bekanntschaft mit verschiedenen Kulturen zu machen.“ Es werden kostenlose Services für Immigrant_innen angeboten: Rechtsberatung, kostenloser Polnisch Unterricht, kostenlose Psychotherapie, Bildung, Mini-Stipendien, ein Initiativen-Gründungzentrum, multikulturelle Meet-ups, Konzerte, Workshops, Ausstellungen. Das Zentrum bietet kostenlosen Raum zum Arbeiten und für verschiedene Aktivitäten. Jede_r kann Raum für eine Veranstaltung mieten (z.B. Workshops, Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen) oder die Büroräume zum Arbeiten nutzen. Es ist ausserdem eine Plattform für die Kooperation verschiedener Nichtregierungsorganisationen. Vom Zentrum ausgehend werden soziale Kampagnen organisiert, die Multikulturalität und soziale Inklusion vorantreiben, zum Beispiel: Varsovians are not afraid!: https:// www.youtube.com/watch?v=IfKA1syko-k Das Zentrum ist offen für alle die Unterstützung brauchen oder an einem multikulturellen Dialog interessiert sind – jeden Tag Montag bis Freitag 9:00-20:00 und an Wochenenden 10:00-15:00. Es finanziert sich aus dem Budget der Stadt Warschau und wird von unterschiedlichen NGOs getragen, die regelmäßig wechseln. Es gibt einen einfachen Zugang zu den Services durch die Website, auf der man Raum für eine Veranstaltung buchen oder sich zu einem Polnisch Kurs anmelden kann.

Mehr Information: https://www.youtube.com/watch?v=IfKA1syko-k

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Das Zentrum konzentriert sich auf Integration und kulturellen Austausch – nicht unbedingt nur auf Integration von Immigrant_innen; deswegen ist es so inklusiv und integrativ

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Warum haben sie es gemacht? Es gab in Warschau den Bedarf für einen Ort and dem Immigrant_innen sich treffen können und nicht nur Unterstützung bekommen, sondern auch selber aktiv werden können, in einen Austausch über ihre Kulturen kommen können und sich mit polnischen Bürger_innen und anderen Immigrant_innen vernetzen können. Das Zentrum bekämpft das Problem der Marginalisierung von Immigrant_innen und fördert die Idee von Multikulturalität und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Das Multikulturelle Zentrum Warschau ist eines der besten und größten Zentren für Integration von Migrant_innen in Polen. Der Ort ist gut organisiert, zugänglich und auf die Bedürfnisse von Immigrant_innen zugeschnitten. Das Zentrum bietet eine Bandbreite von professioneller Unterstützung für Immigrant_innen und bietet auch Raum für kulturelle und soziale Aktivitäten – Raum in dem man sich treffen kann um Kultur, Kunst, Arbeit und Geschäft voranzubringen, wo man andere Kulturen kennenlernen und polnische Bürger_innen treffen kann.

Mehr Information: https://www.youtube.com/watch?v=IfKA1syko-k

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GRUNDLEGENDE HILFE Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen von Italien, Deutschland, Türkei und Weltweit

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GOOD PRACTICE

REFUGEES WELCOME INTERNATIONAL GRUNDLEGENDE HILFE

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WO: Weltweit, gestartet in Deutschland Von wem? International network for refugees housing (Internationales Netzwerk für Geflüchtetenunterkünfte Wann und für wie lange? Seit 2014 Was: Unterstützung von Migrant_innen, Geflüchteten und Asylsuchenden thema: Urbane Teilhabe

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Refugees Welcome International ist ein Projekt, das auf der Idee des Teilens gegründet ist. Die Initiative ist aktiv in Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Polen, Griechenland, Schweden, Italien, Rumänien, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Australien, Kanada, Frankreich, Japan und Nord Irland. Die Idee basiert auf Couch-surfing. Die Initiative bringt potentielle Gastgeber_innen und Geflüchtete, die eine Unterkunft suchen bevor sie eine Wohnung zur Miete gefunden haben, zusammen. In manchen Ländern, zum Beispiel Deutschland, kann ein Teil der Miete durch öffentliche Gelder erstattet werden.

Mehr Information: www.refugees-welcome.net

Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Geflüchtete haben normalerweise zu Beginn ihres Aufenthaltes in einem neuen Land wenig finanzielle Ressourcen. Gleichzeitig brauchen sie aber einen Ort zum Wohnen. Viele Migrant_innen sind ausserdem nicht mit der Sprache und Kultur des Gastgeberlandes vertraut

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Migrants Welcome bietet eine alternative Wohnungslösung für Geflüchtete – basierend auf einer Ökonomie des Teilens. Die Idee beinhaltet nicht nur, mit Geflüchteten die Wohnung zu teilen. Migrant_innen in Privatunterkünften unterzubringen bietet Vorteile für alle Beteiligten: Geflüchtete haben die Möglichkeit in einer vernünftigen Wohnung zu leben, schneller die Sprache zu lernen und sich leichter an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Der Gastgeber/ die Gastgeberin lernt eine neue Kultur kennen und hilft einer Person in einer schwierigen Situation. Bisher hat die Organisation geholfen über 1400 Geflüchtete mit Gastgeber_innen zusammenzubringen.

Mehr Information: www.refugees-welcome.net

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GOOD PRACTICE

REFUGIS - CO - HOST GRUNDLEGENDE HILFE

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wo: Italien—Rom + Neapel + Reggio Calabria + Catania + Messina Von wem? Fondazione Mondo Digitale Wann und für wie lange? Dezember 2016 bis Juni 2017 Was: Mittelschul-Lehrer_innen unterrichten Immigrant_innen und Geflüchtete in der Nutzung von Computern, Internet, und den ersten Schritten in den zahlreichen Programmen von Microsoft. themen: Aktive Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Kulturelles Bewusstsein, Digitale Bildung, Digitale Kompetenz

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das RefugIS Pilotprojekt wurde von Microsoft Philanthrophies finanziert und von der Fondazione Mondo Digtale in Italien sowie der Fundación Esplai in Spanien unterstützt und lief von Dezember 2016 bis Juni 2017. Es hatte klare Ziele: Durch die Einübung und Entwicklung von technologischen und digitalen Fähigkeiten Geflüchteten, Immigrant_innen und Asylsuchenden mehr Möglichkeiten zur Inklusion und Integration zu eröffnen.

Das CoHost Projekt baute auf den Erfahrungen aus dem RefugIS Pilot Projekt auf und hatte das Ziel, digitale Bildung an Migrant_innen zu vermitteln. Der Wissenstransfer erfolgte zwischen Gleichaltrigen (jungen italienischen Schüler_innen/Studierenden und lernenden Migrant_innen), die sich gegenseitig eine Mischung aus digitalen Fähigkeiten und kulturellen Hintergründen vermittelten. Im Endeffekt erzählen die Lernenden ihre eigene Geschichte während die Lehrenden ihre Werte und ihre Kultur teilen.

Mehr Information: http://www.mondodigitale.org/it http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/refugis http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/co-host Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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Die Prinzipien auf denen diese Projekte aufbauten waren: Fähigkeiten haben wenig Wert ohne das Verständnis für die Kultur in der man sich befindet Nur moderne Fähigkeiten sind diejenigen, die eine echte soziale Integration ermöglichen.

In Europa ist es seit langem nötig, eine effektive Lösung für das Problem der Immigration und Integration zu finden – diese Projekte basieren auf einem erfolgreichen Modell der Integration, das in der Schule beginnt, sowie auf den Werten des Treffens und Teilens.

Das Programm zur digitalen Bildung umfasste mehrere Aktivitäten an denen 1000 italienische Studierende und ebensoviele ausländische Bürger_innen beteiligt waren: trainiere die Trainer online Laboratorien und Workshops zu bürgerlichen Werten, italienischer Sprache, Computer Grundkenntnissen durch Handbücher und kurze Tutorials sowohl vor Ort als auch digital Schaffung eines Internet-Zugangspunktes in den beteiligten Schulen Launch einer Website, die Lehrinhalte als Open Source Materialien bereitstellt Organisation öffentlicher Veranstaltungen um die Integration von Migrant_innen, Geflüchteten und Bürger_innen des Gastlandes zu fördern.

Mehr Information: http://www.mondodigitale.org/it http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/refugis http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/co-host Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Das Projekt das aus einer Kollaboration von Fondazione Mondo Digitale und Microsoft entstand und ein strategisches Bündnis mit der Schulwelt und den Aufnahmezentren bildete, war ein großer Erfolg in der Förderung von sozialer und kultureller Integration, dadurch dass Migrant_innen und Geflüchtete die gerade in Italien angekommen waren, in ihrer beruflichen Ausbildung unterstützt wurden.

Die Fondazione Mondo Digitale (FMD) verschreibt sich der Erschaffung einer inklusiven, lernenden Gesellschaft, in der Innovation, Unterricht, Inklusion und grundlegende Werte Hand in Hand miteinander gehen.

CoHost wurde aus Erfahrungen aus dem RefugIS Pilot Projekt heraus gegründet. Dieses Projekt führt das Schema der „TerzaAccoglienza“ wieder ein, das von der Fondazione Mondo Digitale erfolgreich getestet worden war und das ein strategisches Bündnis zwischen Schulen und den SPRAR Zentren (den Willkommenszentren für Migrant_innen und Geflüchtete) bildet. Der Erfolg der Initiative beruht auf der Beteiligung von Schulen und der Möglichkeit, junge Studierende in Kontakt mit gleichaltrigen Migrant_innen und Geflüchteten zu bringen.

Ziele: die Integration und digitale Kompetenz von Immigrant_innen und Geflüchteten zu fördern Ein innovatives Modell der Integration voranzubringen, das auf der Kooperation verschiedener Akteure basiert: Schulen, SPRAR Zentren, NGOs, Institutionen und Lokalbehörden. Schüler_innen der Mittelstufe am Prozess der Inklusion von ausländische Bürger_innen im Gastland zu beteiligen Die Integration von Immigrant_innen und Geflüchteten durch bürgerliche, sprachliche und digitale Bildungsprogramme zu unterstützen.

Mehr Information: http://www.mondodigitale.org/it http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/refugis http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/co-host Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Das Projekt richtete sich an Geflüchtete und Asylsuchende in Italien, sowie an Schüler_innen der Mittelstufe. Es waren beteiligt: 1000 ausländische Bürger_innen in Ausbildung 3000 Asylsuchende und Geflüchtete waren an Veranstaltungen beteiligt 1000 Oberstufen Schüler_innen als soziale, digitale und kulturelle Vermittler 50 lokale Akteure waren in das Projekt involviert. Es lässt sich leicht übertragen, da es auf Kontaktfreudigkeit beruht. Es ist transformativ da es Studierenden und Zugezogenen die Möglichkeit bietet, in einem integrativen Kontext aktiver Teil der Gesellschaft zu werden. Es ist nachhaltig durch die Kooperation mit lokalen Interessenvertreter_innen, hauptsächlich den Schulen. Die Trainer sind Schüler_innen, die eine Gelegenheit bekamen, sich ihrer bürgerlichen Werte bewusste zu werden und einen verantwortlichen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten.

Mehr Information: http://www.mondodigitale.org/it http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/refugis http://www.mondodigitale.org/it/aree-intervento/integrazione-di-migranti/co-host Good Practice Beispiele für die Integration von Migrant_innen – Beispiele von 5 Ländern

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GOOD PRACTICE

REFUGEE LAW CLINICS GRUNDLEGENDE HILFE

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wo: In den Rechtsfakultäten der Universitäten in den meisten großen Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München...) Von wem? Refugee Law Clinics Deutschland e.V, ., finanziert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie die Robert Bosch Stiftung Wann und für wie lange? Seit 2016 besteht die Dachorganisation für die ca. 30 Migration Law Clincs die seit 2013 in verschiedenen Teilen Deutschlands gegründet wurden. themen: Aktive Bürger_innenbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Sozialkommunikative Methode, Kulturelles Bewusstsein

Was: - um eine strukturelle und funktionelle Unterstützung für die verschiedenen deutschen Refgee Law Clinics (RLCs) zu bieten, Arbeitsbedingungen und -qualität durch Lobbyarbeit und nationales und europäisches Netzwerken zu verbessern, Organisation von Tagungen, Ausarbeitung und Verbreitung von qualitativ hochwertigen Lehrmaterialien etc. - um eine breite, gut-funktionierende Struktur anzubieten, in der Geflüchtete kostenlose Rechtsberatung erhalten können (z.B. über Familiennachzug, Arbeitserlaubnis, Wechsel des Aufenthaltsortes, Bedeutung und Ablauf von der Duldung bis zur permanenten Aufenthaltserlaubnis.) - um Studierenden der Rechtswissenschaften zu ermöglichen, schon während ihres Studiums tiefgreifendes und relevantes Wissen in diesem hochspezialisierten und wichtigen Bereich zu sammeln – insbesondere Ausländerrecht, Flüchtlingsrecht und ausländisches Recht (ein Bereich der kein Pflichtbereich im deutschen Jurastudium ist). - um unter deutschen Jurastudent_innen das Bewusstsein von, Interesse an und Kontakt mit diesem Bereich zu erhöhen.

Mehr Information: www.rlc-deutschland.de

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Was machen sie? Die Refugee Law Clinic kann keine anwaltliche Vertretung ersetzen und zielt auch nicht darauf ab; sie berät aber Klient_innen, damit diese sich im System zurechtfinden und wissen wohin sie sich wenden können und wie. Sie bietet auch Begleitung zu Behörden an, hilft bei der Vorbereitung für Befragungen während des Asylverfahrens, führt Recherchen des Herkunftslandes durch oder verweist die Klient_innen an andere geeignet Beratungsstellen.

Wie machen sie es? Geflüchtete Klient_innen kommen zu den Law Clincs, wo sie zu den Fragen und Problemen die sie mitbringen direkte und persönliche Unterstützung und Beratung von Studierenden der Rechtswissenschaften bekommen. Die Studierenden besuchen ein Fortbildungsprogramm, in dem sie Basiswissen über Flüchtlingsgesetzgebung und ausländisches Recht lernen. Die fortgeschrittenen Mitglieder der Law Clinics machen Rechtsberatung unter Supervision durch Universitätsmitarbeiter_innen und praktizierende Juristen. Die verschiedenen örtlichen Refugee Law Clinics sind leicht unterschiedlich strukturiert. Die meisten haben Öffnungszeiten zu denen Geflüchtete einfach für ein erstes Treffen vorbeikommen können, oder einen Termin vereinbaren können. Einige haben ausserdem telefonische Beratungszeiten.

Für wen? Die Praxis richtet sich an Geflüchtete und Migrant_innen, die Unterstützung, Beratung und konkrete Informationen zu Fragen bezüglich ihres Antrags auf Asyl oder Aufenthalts in Deutschland suchen.

Mehr Information: www.rlc-deutschland.de

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Warum wurde diese Praxis ins Leben gerufen? Die Organisation wurde gegründet um den offensichtlichen Mangel an professioneller rechtlicher Unterstützung für Geflüchtete und Migrant_innen auszugleichen. Gleichzeitig wird ein großes Potential innerhalb einer motivierten und engagierten Studierendenschaft aktiviert, um diesem Bedarf zu begegnen.

Welches Problem löst diese Praxis? Geflüchteten die in Deutschland Asyl suchen, fehlen oft Informationen über das Verfahren bis Asyl gewährt wird. Sie wissen oft auch nicht Bescheid über wichtige Dinge die während der Anhörung angesprochen werden müssen, damit ihre individuelle Situation anerkannt wird. Der deutsche Staat gewährt Geflüchteten und Asylsuchenden grundlegende juristische Unterstützung innerhalb des Asylverfahrens, aber mit der schnell wachsenden Zahl der Asylsuchenden in den vergangenen Jahren sind die örtliche Verwaltung und viele staatliche Beratungsstellen überlastet und Geflüchtete bleiben mit dringlichen Fragen alleine. Das kann beängstigende Folgen haben; Missverständnisse und Verwirrung die dazu führen dass falsche Informationen gegeben werden oder wichtige rechtliche Schritte zu spät eingeleitet werden; das wiederum kann zu unfairen oder falschen Entscheidungen in den individuellen Asylverfahren führen. Asylsuchende fühlen sich über lange Zeit verwirrt und machtlos, sie verstehen die Informationen und Entscheidungen nicht, die sie erhalten, und wissen nicht welche Schritte sie als nächstes machen müssen – in einem Verfahren in dem es manchmal für die Personen die es betrifft, um Leben und Tod geht. Insbesondere für Menschen die bereits unter hohem Druck stehen und oft extreme traumatische Erfahrungen gemacht haben, wird dadurch die psychologische Spannung noch verstärkt. Gemäß deutschem Gesetz darf niemand, der nicht die entsprechene Qualifikation hat, Rechtsberatung geben. Das bedeutet dass z.B. ehrenamtlich organisierte Organisationen, die vielleicht viel Erfahrung darin gesammelt haben, eng mit Geflüchteten im Asylverfahren zusammenzuarbeiten, und die viele Informationen darüber gesammelt haben wie es funktioniert, rechtlich verfolgt werden können, wenn sie Rechtsberatung für Geflüchtete anbieten. Das ist ein anderer wichtiger Faktor den die Refugee Law Clincs umgehen.

Mehr Information: www.rlc-deutschland.de

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Wie löst diese Praxis das Problem?

Da alle Studierenden innerhalb der Law Clinic unter Supervision von hochqualifizierten Professor_innen und Expert_innen arbeiten, können sie Rechtsberatung anbieten ohne als Anwälte aufzutreten oder eine andere formale Rolle im Asylverfahren einzunehmen.

Oft sind die Refugee Law Clinics der erste Anlaufpunkt für diejenigen, die sich anwaltliche Rechtsberatung nicht leisten können oder keine finden, oder die nicht wissen wohin sie sich mit ihren Fragen wenden sollen. Die Law Clinics sind eine einfachere Anlaufstelle; hier können Fragen mit Berater_innen formuliert und bearbeitet werden, diese verfügen über professionelles Wissen, begegnen den Klienten aber nicht auf eine offizielle behördliche Weise, sondern auf eine persönliche und offene Art. Das macht es für die Geflüchteten einfacher, ihre Fragen und Probleme zu formulieren und herauszufinden, was die richtigen nächsten Schritte sind.

Mehr Information: www.rlc-deutschland.de

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Diese Praxis hilft, Hürden und Missverständnisse in Bezug auf Asylanträge und Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen zu vermeiden. Dadurch wird meist das Verfahren beschleunigt und Migrant_innen wird unnötiger Stress, Unsicherheit und Trauma erspart. Sie haben mehr Zeit, Ruhe und Energie um sich in Deutschland zu integrieren und ihren Weg in in die Gesellschaft hinein zu finden. Die Praxis deckt einen dringenden Bedarf nach Rechtsberatung in der Gemeinschaft der Geflüchteten und Migrant_innen und bietet gleichzeitig eine beispiellose Möglichkeit für deutsche Jura-Studierende, Wissen und praktische Erfahrungen in einem wichtigen Rechtsbereich zu sammeln. Seit 2013 wurden fast 30 Refugee Law Clinics in verschiedenen deutschen Städten gegründet. Allein an der örtlichen Law Clinic in Köln sind über 300 ehrenamtliche Studierende der Rechtswissenschaften und der Sozialen Arbeit beteiligt.

Mehr Information: www.rlc-deutschland.de

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GOOD PRACTICE

THE CHARITY HOUSE GRUNDLEGENDE HILFE

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wo: Kırşehir Von wem? Gemeinde Kirşehir Wann und für wie lange? 2010 bis heute Was: Das Charity House hat das Ziel, bedürftigen Menschen eine Hand zu reichen und Sozialen Beistand und Solidarität zu gewährleisten. themen: Aktive Bürger_innenbeteiligung und Gemeinschaftsbildung, Urbane Teilhabe, Soziale Kommunikation

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ESCHREIBUNG DER PRAXIS:

Das Charity House verteilt Brot, Essen, Kleidung etc. an ca. 2000 Familien. Es verteilt im Durchschnitt 4000 Brote pro Tag. Durch ein Terminsystem werden ausserdem die Bedürfnisse von ca. 20 Familien erfüllt. Von Wohlhabenden gespendete Gebrauchsgegenstände wie Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte werden an Bedürftige ausgegeben. Während der Schulzeit bekommen Kinder aus bedürftigen Familien Schuluniformen, und behinderte Menschen können über das Charity House einen Rollstuhl erhalten. Die Zahl der beantragenden Familien hat sich in letzter Zeit von 50 auf 80 Familien pro Monat erhöht hat, diese wurden in die Liste der Empfänger_innen aufgenommen.

Geflüchtete die bei der Einwanderungsbehörde registriert sind, bekommen eine Karte und können regelmässig zum Charity House kommen um ihre Familien zu ernähren. Alle Dienste sind kostenlos und werden von der Gemeinde finanziert.

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ERAUSFORDERUNG / PROBLEM DAS DURCH DIE PRAXIS GELÖST WIRD :

Viele Menschen wollten sich nicht für dieses System registrieren lassen, da sie ihre ökonomische Situation nicht offenlegen wollten. Trotzdem sorgt die Gemeinde jetzt für Anwohner_innen und Geflüchtete. Die zweite Schwierigkeit war, genug Ehrenamtliche für das Charity House zu finden. Die Gemeinde finanzierte den Anfangsprozess und informierte die Anwohner_innen darüber, was sie beitragen können. Inzwischen wird das Charity House von über 1000 Ehrenamtlichen in verschiedenen Bereichen getragen.

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RFOLGE / VERÄNDERUNGEN DURCH DIE PRAXIS :

Das Charity House sorgt für über 2000 registrierte Anwohner_innen und Geflüchtete die in der Gemeinde Kırşehir gemeldet sind. Sie werden monatlich unterstützt und bekommen, falls notwendig, auch Zuwendungen in flexiblen Abständen

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Kontakt Kontaktieren Sie uns gerne wenn Sie Fragen oder Kommentare zum Inhalt der Sammlung haben!

Projektpartner: EURO-IDEA FUNDACJA SPOŁECZNO-KULTURALNA www.euroidea.wordpress.com EURO-NET www.synergy-net.info KIRSEHIR IL MILLI EGITIM MÜDÜRLÜGÜ www.arge40.com ASOCIATIA INSTITUTUL PENTRU PARTENERIAT SOCIAL BUCOVINA www.bucovinainstitute.org KNUEPFWERK E.V. www.knuepfwerk.com FUNDACJA BIURO INICJATYW SPOŁECZNYCH www.bis-krakow.pl

Mehr Information über das Project findet man hier: www.isdlearning.eu

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Integration by Social and Digital Learning (ISDL) Erasmus+ , KA2, Strategic Partnerships foreducation adult – Exchanges of Practices Project no. 2017-1-PL01-KA204-038285

Dieses Projejt wurde gefördert durch die Unterstützung der Europäische Kommission. Die Inhalten dieser Publikation [Kommunikation] spiegelt nur die Ansichten der Autoren, und die Kommission/Nationale Agenturen können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wie diese Information benutzt wird.

Freie und kostenlose Publikation

Autoren: ISDL projekt partnership Herausgeber: Knüpfwerk e.V. www.isdlearning.eu

Berlin, August 2019 Deutschland

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Profile for Euro-Idea Fundacja Społeczno-Kulturalna

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