Frühjahr 2017
Erste Buchmesse des Wieser Verlages in Ljubljana 1987. Logo – Matjaž Vipotnik (1944–2016)
© Foto: wdwfilm.at/ORF
Antescriptum Im dreißigsten Jahr Pr’ moj duš! Bei meiner Seel’! Was sind schon dreißig Jahre? Immerhin sind es knapp die Hälfte meiner Jahre. Und was sagte der legendäre Programmchef des Verlags Gallimard FranÇois Erval zu mir vor dreieinhalb Jahrzehnten: „Sie müssen einen langen Atem haben, so an die fünfundzwanzig, dreißig Jahre!“ Den Atem hatten wir, lieber Herr Erval, nur hätten wir uns sicher manches leichter vorgestellt. Und nun eine Zwischenbilanz: Was ist geblieben von dem, was wir in den vergangenen dreißig Jahren gemacht haben? Immerhin lag noch zu Beginn der Achtzigerjahre kein Buch aus meiner Sprache in deutscher Übersetzung auf den Ladentischen, die zahllosen anderen Sprachen und Kulturen Südosteuropas waren oft heimatlos, unterdrückt und warteten darauf, einer breiteren Leserschaft bekannt zu werden. Die Grenze eines Staates ist nicht die Grenze einer Sprache, geschweige denn Kultur. Das haben wir versucht, der Dank waren Morddrohungen und eine Briefbombe. Soll ich mich darüber grämen oder einfach sagen: zu viel der Ehre? Gab es je Momente, wo die Leidenschaft des Büchermachens durch Zweifel ins Wanken gekommen wäre? Was hätten wir besser machen können, welche Fehler haben wir gemacht, in welche Fettnäpfchen sind wir nicht getreten? Was soll’s! Die Freude an der Vielstimmigkeit der Literaturen, das Vermitteln von Kulturen, die es zu entdecken gilt, dieser Kosmos von Wundern, an dem ich teilhaben darf – was kann einem Schöneres beschert werden? Unverdrossen werden wir weitermachen, ein wenig stolz auf das Erreichte und neugierig auf das, was noch kommen mag. Gehen Sie mit uns – es wird eine wunderbare Wanderung werden! Ihr Lojze Wieser PS: Auf der Titelseite geben wir das erste Logo des Wieser Verlages von vor 30 Jahren wieder. Es wurde vom Grafiker und Designer Matjaž Vipotnik entworfen. Ende Oktober 2016 ist er 72-jährig in Ljubljana verstorben. Matjaž Vipotnik hat die ersten zehn Jahre als Art-Direktor für den Verlag die Werbemittel gestaltet und gab mehr als 200 Büchern ein edles Gesicht. Diesen Katalog widmen wir in Dankbarkeit Matjaž Vipotnik und erinnern mit einigen seiner schönsten Plakate und Entwürfe aus den 1990er Jahren an sein Credo: „Weil wir zu wenig Geld für Marketing und Werbung haben, machen wir schöne Bücher!“ Er hat Maßstäbe gesetzt! Hvala! Editorische Notiz zu Seite 30 des Kataloges Als 1992 die ersten Übergriffe gegen die Fremden massiv zunahmen, hat Matjaž Vipotnik für den Wieser Verlag ein Plakat entworfen mit dem Titel: Alle reden von den Fremden. Wir nicht. Wir vertreiben sie. Darunter wurden die bis damals erschienenen Autorinnen und Autoren des Verlages aufgelistet. Das Plakat erschien auch als Postkarte. 25 Jahre später ist die Stigmatisierung bis ins Geschmacklose gestiegen. Und nach wie vor gilt: Alle reden von den Fremden. Wir nicht. Wir vertreiben sie.
Von links: Matjaž Vipotnik, Vorschau Frühjahr 1995, Vorschau Herbst 1992, Gesamtverzeichnis 1996 2 | Frühjahr ’17
I n h a lt
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Der Geschmack Europas
Im dreißigsten Jahr! „Die Mutter aller Reiseanthologien“ Europa Erlesen Europa Erlesen
Jubiläumsband
Europa Erlesen
Dareg A. Zabarah (Hg.)
Zentralasien
Europa Erlesen
Dareg A. Zabarah (Hg.)
Sibirien
Europa Erlesen
Wolf Oschlies
Stalins Denkmal Europa Erlesen
Mario Desiati / Judith Krieg (Hg.)
Apulien
Europa Erlesen
Echoes (NOTE)BOOK Europa Erlesen
Gregor C. Mìlena
Das Echo eines Jahrhunderts Europa Erlesen
Laimonas Briedis
Vilnius. Reisen in die ferne Nähe Europa Erlesen
Thomas Kohlwein (Hg.)
Wien erforschen. Erste Blicke Diana Anfimiadi
Sonntag der beleuchteten Fenster Eine kulinarische Biographie Stanislav Struhar
Die Verlassenen Roman
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Claudia Sikora
Liebesbriefe aus Tel Aviv Roman Wilhelm Pevny
Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Andreas Staudinger
Paradiessucht Roman Ingram Hartinger
Mangoldgerippe Verstreute Arbeiten Ernst Brauner
Unter dem Fieberbaum Roman Richard Wagner / Christina Rossi
Poetologik
Der Schriftsteller Richard Wagner im Gespräch Rimvydas Stankevicˇius
die allereinfachsten zaubersprüche poetische rituale Renata Šerelyte˙
Der Windreiter Roman Jirˇ í Gruša
Essays und Studien ab 1990 Werkausgabe Band 2 – Essays II Lettische Bibliothek 2
Leons Briedis
Zilgmes Bura / Das Segel der Bläue Miroslav Krleža
Die Fahnen Roman in fünf Bänden, Glossar und zum Leben und Werk Viljem Rupnik
Herausforderungen der Globalisierung Mit einem Geleitwort von Erhard Busek Gerhard Scheucher
Tu es!
Die Welt braucht dich. | 3
Der Geschmac E
uropa erhören, Europa erschmecken, dem Echo folgen, auf den Geschmack Europas kommen. Vom Karst und der Brda über die Inner schweiz nach Siebenbürgen und in die Maremma reisen, von der Lausitz nach Flandern und Istrien, von da ins Gailtal, danach dem Jakobsweg nach Galicien ausweichen – am Ende der westlichen Welt angekommen, auf die Fragen stoßen, wie sie sich zuhause denn stellen, in Epirus im Norden Griechenlands auf Tropfen der Tränen der Kriege und vergangener Vertreibungen und heutiger treffen, antiken Melodien erliegen. Europa finden, nicht suchen – wie in der Liebe. Literatur, Bücher und Menschen finden, lauschen und glauben, das Hoffen wagen. Wieder weiterziehen. Mit der Literatur als Kompass. Der Magnet ist die Seele. Denn: Jeder Mensch hat eine Seele und darin fliegt eine Schwalbe. Ihr Flügelschlag fächert das Echo der Geschichte herüber und lässt wehende Fahnen erschlaffen …
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ck Europas
ca. 300 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 30,00 · ISBN 978-3-99029-235-8 Auch als E-Book erhältlich · Erscheinungstermin: Ende Juni
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Lojze Wieser (Text) 1954 geboren, lebt als Verleger in Klagenfurt/Celovec und legt den Schwerpunkt seines Programms auf südosteuropäische Literatur. Die Reihe Europa erlesen und die Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens erreichten Kultstatus. Zuletzt erschienen: Pita, Burek oder Börek (gemeinsam mit Barbara Maier, 2012), … und darin fliegt eine Schwalbe. Meine Lieblingsgedichte. (2014, wtb 15) Heribert Senegacnik (Fotos) 1955 geboren, lebt in Stein, Viktring/Vetrinj, Kameramann, alle Bereiche von Live-Übertragungen, Mehrkameraaufzeichnungen, Dokumentationen, Spieldokumentationen, Festivalbeiträge, Kino- und Fernsehwerbung u. v. m. Seine Kameraführung ist legendär. Zahlreiche heimische und internationale Auszeichnungen. Lehrauftrag an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt/Celovec. Produktionen für ORF, ARTE, ServusTV, 3sat, ZDF u. a. Großformat, ca. 300 Seiten, durchgehend vierfärbig, gebunden, Lesebändchen EUR 30,00 · ISBN: 978-3-99029-235-8 Erscheinungstermin: Anfang Mai
Musterseiten Tricks der Stars, wie man etwas schmackhafter macht, massenwirksam machen, und gleichzeitig führt das kaum zur Steigerung des Grundwissens über Lebensmittel und deren Anbau, Konservierung usw., da diese meist den Regalen der Supermärkte entnommen werden. Andererseits damit einhergehend wächst der Trend, sich die Lebensmittel und Kräuter selber zu ziehen, sorgsam mit der Natürlichkeit und dem Wachstum umzugehen und spickt diese mit einer ästhetischen Zubereitung, für die man sich in Gourmettempeln kräftig bezahlen lässt und deckt zugleich die schleichende Verarmung zu. Metsovo. Der Klang der monotonen Männerstimmen, die sich abwechseln. Das geht über Stunden. Um 23.00 erstmals das Zingeln der Glocken, die keine Wuchtigkeit, dafür aber eine Nervosität ausbreiten. Minuten davor noch das Schlagen von Holz auf Holz. Zusammenströmen. Kerzenkaufen. Anzünden. Anstellen. Ikonen küssen. Kreuz schlagen. Die einen nervös, die andern eintönig. Andere wiederum ihre Unsicherheit bestreitend. Wieder weggehend. Kommend. Wieder, ob der Kleinheit die Füße der Figur küssend, mit den Lippen intensiv an der Scheibe saugend, Aufmerksamkeit heischend ob der eigenen Kleinheit, die Ohren abstehend, die Kunstlederjacke, die schönste, weil die einzige, austragend, hin und her schauend, ob man wohl, gar vielleicht doch, gesehen wurde – von einem warum auch immer, Hauptsache dass. Stimmen immer lauter. Fünfzehn Minuten vor Mitternacht. In der Kirche fast Dunkelheit. Im Inneren alte Weiber, Kopftuch über den Ohren an der Hinterseite festgebunden, dünn, dürr, zäh, stechende Augen, Augenbrauen dünn gezupft, wie Nadeln, alles beobachtend, das Gegenüber in die Bank drückend – sich wichtig fühlend? Ausgang der Jugend „im modernsten Staat“, wie man sagt, aufgeblasene Lippen, Scham nach außen stülpend? In hohen Hacken, weißen Mänteln, Seidenstrümpfen und eingewebten Blumen mitten am Wadel, hinter sich eine andre, drei Kinder schleppend, mit der Hakennase und dem Narbengesicht die Holzbank drückend, und doch sich mächtig gebärdend: Man sitzt in der ersten Bank. Nicht steht, wie das Volk! Vor der Kirche Feiertagsgewirr und stimmungsvolles Erwarten. Ordner schieben Menschen in die Richtung der Sänger. Die Kirche füllt sich immer schneller. Plötzliche Dunkelheit. Wie im Grab. Das Singen hält an und bietet Sicherheit vor den Ängsten der Dunkelheit, und selbst hält man sich am Gewebe fest und geht. Davor die Kirchenpfleger auf gestickten Tüchern, ausgebreitet auf Esstableaus, sammeln Opfergaben. Kleingeld macht sich breit und sichtbar. Dann das Licht. Unter den Platanen die Stimme des Popen. Jesus ist auferstanden, singt er. Assistiert von einem ihn überstimmenden Gesang.
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Metsovo: Majiritsa:
Nikos’ Jouvarelakia-Suppe:
Innereien, Pankreas und Schafsdarm werden im Wasser blanchiert und ausgekühlt klein geschnitten. Darm läßt sich sonst nicht schneiden. Der Darm wird im Bund klein geschnitten. Die Oma schneidet das Fleisch und die Innereien mit der Schere. In Schafsbutter wird schw. Pfeffer 3/ TL eingestreut, 1 min. gedünstet, Schalotten dazu, das Kleingeschnittene der Innereien hinzugefügt, weitergedünstet, 2 min., danach einen Teller von Romanasalat geschnitten dazu, Deckel drauf; zwei, drei Minuten, danach Dill, gute Faust gehackt, einrühren, dünsten, dann salzen, Wasser 4,5 Liter aufgießen, aufkochen, Petersilie in die kochende Suppe und Bruchreis dazuschütten und einen guten Schuss Zitronensaft und aufkochen lassen. Drei Eier in kleinem Topf aufschlagen, Zitronensaft einträufeln, weiter aufschlagen und langsam Suppe mit dem Schöpfer in die Zitronensauce unterrühren, und am Schluss den ganzen kleinen Topf in die Suppe gießen. Ei-Zitronensauce kommt als Legierung.
Großer Topf, 750 gr. Faschiertes gemischt, eine Zwiebel fein hacken, einen Bund Dill hacken, eine kleine Faust od. 150 gr. Bruch- oder Milchreis, und weitere 250 gr. Reis f. Suppe; Salz, Pfeffer,4 Eier, 100 ml Öl. 3 Zitronen. Faschiertes, Zwiebel, 2 Eier, 150 gr. Reis, Salz, Pfeffer, Dill durchkneten und 100 ml Öl dazufügen, 5 Liter Wasser zustellen, 200 gr. Butter in das Wasser, salzen, pfeffern, aufkochen, ins kochende Wasser kleine Fleisch-Bällchen einlegen und 15 Min. köcheln. Reis hinzugeben, ständig umrühren, damit es nicht anbrennt. Suppe schaut zuerst dünn aus, wird aber später gehaltvoller. Sobald der Reis bissfest ist, kommt noch die Zitronensauce dazu. Zitronensauce: Saft von drei Zitronen; Eiweiß steif schlagen, Eigelb hinzufügen und weiter schlagen, Saft eintröpfeln und weiterschlagen, mit Schöpflöffel heiße Suppe einrühren, dann den kleinen Zitronensaucetopf in die Suppe einrühren, ohne dass man die Fleischbällchen bricht.
Ca. halbes Kilo Mehl, 1 TL Zucker, kein Salz! 150 ml Pflanzenöl, 1/4 L. lauwarmes Wasser verrühren, wenn nötig, nachgießen; mit der Hand kneten, mit den Fäusten den Teig boxen, immer wieder überschlagen, fest boxen; vielleicht 5 Min. Pitaform mit Öl ausstreichen. Faustgosse Teigstücke auf dem runden Brett mit dem langen Stecken ausrollen, immer wieder einen Teil über den Stecken schlagen und mehlen und nach innen ausrollen, immer wiederholen, auf dem Roller mit den Händen fest drücken. Muss der Teig nicht rasten? Im Prinzip ja. Gemehlt wird mit Instantmehl aus Meis, 00 grdierung, weil bei normalem Mehl ist die Gefahr, dass Klumpen sntstehen. Mit dem Roller den Teig dreiviertel aufrollen und auf der Backform auflegen und ausrollen. Die Teigblätter werden abwechselnd auf einer Seite länger über die Backform ausgelegt, damit man dann genügend Teig hat, wenn man die Pita abdeckt. Füllung: Kräuter, wie bei den Bohnen, wenn die Kräuter noch sehr wasserhältig sind, kommen Brösel dazu, damit sie das Wasser binden. Kräuter werden mit Öl ca. viertel Liter, Salz, gut salzen, und Feta bröseln, halb halb Ziege und Schaf, ca. viertel Kilo, gemischt. Befüllt wird es vom Rand her, genug Material verwenden, damit später keine Löcher entstehen. Mit der Hälfte des Materials füllen, ein Teigblatt drüber, wieder befüllen und die überhängenden Teile einschlagen, bis die Pita ganz zugedeckt wird. Mit einem kleinen Teigblatt abdecken, damit es schöner wird und nicht Ecken beim Backen aufgehen. vor dem Backen die Pita in Romben schneiden., mit Öl beträufeln. Insgesamt sind im Teig und in der Fettung der form und der Blätter ein dreiviertelliter Öl. Eine gute Stunde bei 200 Grad backen. Bei Dimitra und Maria und Stevano zuhause.
Skeptische Blicke aber freudige und offene Kommunikation, wenn man auf sie zugeht. Albanische, griechische Siedlungen. Enklaven? Im Fremden einen Bruder sehen, sagt Odysseus. In den bisherigen vierzehn Filmen sind wir auf eine Welt der Ursprünglichkeit, der kaum verdeckten Armut und Bescheidenheit und auf ausgesprochen hochentwickelte, reiche Gegenden getroffen. Mit diesen Reisen hat sich die Sicht auf vieles verändert. Man lebt selbst in Grenzen verhaftet und erkennt nicht die über Jahrhunderte wirkenden kulturellen Verbindungen und die daraus resultierenden Reibungen, deren Wirkung oft nur am Rande und in verzerrter Form hervorblitzen oder als Sandkorn kratzen.
Die Reise nach Flandern hat z. B. gezeigt, dass es verschiedene Welten sind, die moderne, hochentwickelte, sich stark differenzierende, die der Arbeitsteilung unterliegenden Prozessen der modernen Wirtschaft folgt und diese wiederspiegelt und in ihr die Welt der Dekadenz, die sich als kreative Geschmacksexplosion oder als deren Abgesang darstellt. Wir haben vieles angetroffen, was sich selbst in Frage stellt und zugleich die Fragen wieder verwirft, oder aber auch neu definiert.
Und Sizilien?
Der Geschmack Europas ist eine Neuvermessung des Kontinentes, es ist bisher gelungen, den Menschen, ihren Geschichten, ihrem Wollen und Streben eine Würde zu geben, und wir haben das kulinarische Erbe Europas auf ein neues – und vor allem – sichtbares Niveau gehoben, aus dem ersichtlich wird, dass die zivilisatorischen Errungenschaften, wie sie in selbst Gekochtem und zu individuellem Geschmack
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Pitablätterteig:
verfestigt zum Ausdruck kommen, zunehmend versickern. Der Grund dafür ist in der industriellen Lebensmittelproduktion zu finden, die in ihrem Bestreben, alles für ewige Zeiten durch chemische und gesundheitsbedrohliche Konservierungsmethoden haltbar zu machen und mit geringsten Kosten und höchstmöglicher Rendite zu steigern das Geschmacksniveau auf ein Durchschnittliches nicht nur nivelliert, sondern auch mit Zusätzen versieht, die Allergene u.a. hervorrufen.
Tiefe Schluchten. Hohe Berge. Raues Klima, wenn es wettert. Es schlägt um, sobald die Sonne kommt. Teile ähneln Nordgriechenland oder Albanien. Teile atmen unbekannte Strände. Laden ein, und immer reist die Frage mit: Aus welchen Gründen siedelten sich die Araber an? Und die griechische Antike ist weit näher als uns dies in der Schule vermittelt wird. Man hat die Grundängstlichkeit, die aus dieser Unkenntnis hervorgeht zuerst zu überwinden und kann erst dann in die verborgenen Geheimnisse der Insel und der Menschen eintauchen. Wo sind die vergangenen Erfahrungen gespeichert. Konnten sie den Menschen durch die vergangenen Vertreibungen und Vernichtung genommen werden? Wenn Syrakus vor 2400 Jahren zwei Millionen Menschen und Agrigento zweihunderttausend beherbergte, so leben in dem einen heute keine hunderttausend und in der anderen keine sechzigtausend. Wohin sind sie alle gegangen? Alle bei Kriegen getötet. Von Karthagern gemordet? Es liest sich gut, dass die Griechen den Menschen dies, die Araber das beigebracht haben. Doch erfährt man kaum über die Rauheit der Existenz.
Thomas Pascall, Scholle im Teig gebraten: Scholle geputzt, in Teig gewickelt, gesalzen gepfeffert, beidseitig scharf angebraten, dann mit einer Nadel anstechen und an der Lippe prüfen, ob sie durch ist. Thomas Pascal, Spitzenkoch: „Wenn dich verbrennst, kannst nicht mehr küssen, ja dann ist vorbei mit Küssen…“ Selbstgeklaubte Brombeeren zu Mus passieren, rote Beete/Rüben gebacken und glaciert in Hälften schneiden und am Teller drapieren, dazwischen Tupfer vom Brombeermus verteilen, eventuell auch ganze Brombeeren auflegen, mit Zitronenmayonnaise verzieren und mit etwas Maizena-Sträusel servieren – in der Mitte die halbierte, in Teig gebratene Scholle …
Eingelegte Früchte in Sirup: Karotten stifteln, in einem Glas Wasser dünsten, 1 Liter Wasser und ein Kilo Zucker gemeinsam aufkochen, wenn es geliert, ist es fertig. Zitrusfrüchte dreimal hintereinander aufkochen, jedes Mal Wasser abgießen, dann wie oben verfahren. Kürbis in Sirup. Kürbis schneiden. In Kalkwasser zwei Stunden einweichen, dann wird das Fleisch hart, sonst wird daraus Marmelade. Am Ende mit Barbarossa aromatisieren. Auf ca. 20 kg Kürbis 5 Geranien. 1 kg Zucker auf 1 kg Kürbis und ein wenig Wasser, damit es zugedeckt langsam köchelt. 1. Tag eine Stunde?. Das 2 x wiederholen.
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Und ein allgemeiner Wandel wird sichtbar: Was einst billig und Abfall war, wie stigghiole (in Sizilien), auf Holzkohle gebratene Lamm- oder Kalbsdärme (bei uns Reisl genannt) oder Nieren, auch Milca, wird als Besonderheit feilgeboten, für die man oft mehr bezahlt, als für Edelstücke. Davon wissen auch die Edelrestaurants zu berichten, die mit Kalbswangerln besser verdienen als mit argentinischen Steaks. Und es wird von den Menschen, die zunehmend das Kochen verlernt haben, angenommen.
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gebenden Uniformen, sieht man es ganz deutlich: wie aufgeblähte Hähne laufen sie herum, stolz darauf, Repräsentanten der jeweilis eigenen Minderwertigkeit zu sein. Wäre es nich so, würden sie alle mitsammen nicht soviel Energie darauf legen, immerwieder die jeweils besondere historischee Leistung zu betonen, die sie, und nur sie und kein anderer, in dieser Region, geleistet hat. Das wird noch durch die in Kroatien alle Ritt, durch die überdimmenssioniereten Kreuze, vornehmlich auf sichtbaren Hügeln placiert, demonstriert.
5. Vom griechischen Norden kommend, habe ich den vergangenen zwei Tagen eine interessante Beobachtung gemacht. In Albanien wird intensiv am Straßennetz gebaut, Montenegro habe ich keine Baustellen gesehen, Podgorica ist noch im „alten“ Straßenzustand, auf dem Njegoši haben Vermesser die Straße vermessen – wollen sie die Eselssteige verbreitern? – die 150 Kilometer bis nach Plocˇe, wo die kroatische Küstenautobahn endet sind noch eine Plage. An der montenegrinisch-kroatischen Grenze sagt mir ein Tankwart, dass er nicht wisse, wann der Autobahnanschluss Montenegro erreichen werde, es sei »Krise«, was aber seiner Meinung nach nur bedeute, dass die Krise eine Ausrede ist, damit sich das Geld weiter in den Händen einiger Weniger sammle. Irgendwie gewinne ich den Eindruck, als ob die europäische Verkehrspolitik mit ihrem Straßenbau die »Guten« belohne und die »Unfolgsammen« bestrafe. »Je besser du dich benimmst, desto früher bekommst du ein passables Straßennetz, umso schneller haben wir dich in den globalen Wirtschaftskreislauf einbezogen« könnte eine Devise sein. Wie weit diese Strategie der lokalen Wirtschaft und zum Abbau der Arbeitslosigkeit beiträgt, darf bezweifelt werden; die globalen Interessen der Wirtschaft werden mit der verbesserten Infrastruktur allemal optimiert. Wie am Beispiel Neum und der BiH Grenze erfahrbar, haben die neu gezogenen Grenzen der letzten 25 Jahre einen einst schon global agierenden Raum eingeengt, ihn auf nationale Interessen zurechtgestutz und ihm zwei wesentliche Merkmale aufgedrückt: Durch das Hervorstreichen der jeweiligen Eigenheit die intellektuellen Fähigkeiten auf das Trennende zwischen den Kulturen konzentriert und so nicht nur das Besondere jedes Einzelnen hervorgehoben, sonder auch die jeweiligen Egoismen stark gefördert; und durch die künstlich geschaffene Kleinheit der einzelnen Kulturen auch auf ihre Fügigmachung und leichtere Eroberung durch globale Interessen vorberreitet. Bei den verschiedenen Zöllnern und Polizistinnen an den sich rasch abwechselnden Grenzen und ihren jeweils, dem neuesten Fashionanstrich
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Von Reisen und von guten Feen Oder wie der Film Geschmack Europas zum Buch wird
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un wird aus den Filmen, nach den vielen Reisen, Gesprächen und Notaten ein Buch. Wir nennen es einfach: „Der Geschmack Europas. Ein Journal mit Rezepten“ und „Stills“ – sprich Bildern – aus den ersten zehn Filmen. Die Texte kommen von mir, die Rezepte habe ich unterwegs aufgeschrieben oder wurden uns gekocht und erzählt, die Bilder hat – aus den Kadern, die beim Produzenten in der „wdw-filmproduktion“ (wdwfilm.at) lagern – Heribert Senegacnik, das wachsamste Auge, das ich kenne, ausgewählt und bearbeitet. So stehen wir beide, Lojze Wieser und Heribert Senegacnik, vor dem Vorhang und laden Sie ein, zu gustieren, zu genießen und Freude beim Lesen, Kochen und beim Essen und Trinken zu haben. Seien Sie uns gewogen, wie Sie es bei den Filmen in steigendem Maße sind! Ich möchte Ihnen aber auch Folgendes erzählen: Um einen Film zu machen, müssen viele Menschen zusammen auf ein Ziel hin streben. Es ist dem Buchmachen nicht unähnlich. Und doch habe ich im Laufe der Zeit erst gelernt und erkannt, wie die augenscheinlichen Verbindungslinien durch die vielen unsichtbaren Netze ihren Halt bekommen. Von Film zu Film. Bei den „Geschmack Europas“-Filmen sind bis heute alle jene am Werk, die auf Fotos auf den vorliegenden vier Seiten gebannt sind:
Seite 4, linkes Bild, von links: Bertram Knappitsch, Ton; Heribert Senegacnik, Kamera und Produktion; Robert Lachowitz, Assistenz; Lojze Wieser, Buch und Präsentation; Martin Traxl, Regie. Auf der Riegersburg. Seite 5, rechtes Bild, von vorne nach hinten: Wolfgang Rauch, Kamera; Florian Gebauer, Regie; Robert Lachowitz, Assistenz und Bertram Knappitsch, Ton. In Epirus. Nicht im Bild, aber immer wieder Teil des Teams: Michael Mikula. Und im Hintergrund wirkten oder wirken die guten Feen der Dokumentation und Redaktion: Sharon Nuni, Sandra Oelz und Edith Hisch. Und nicht zuletzt Controling und Marketing&Kommunikation – Rina Bohland und Ruža Holzhacker. In vier Jahren haben wir vierzehn Filme realisiert. Das ist nicht wenig. Wir haben gute Reaktionen bekommen, die fürs Fernsehen so wichtigen Quoten sind überraschend hoch und sprengen meist die Erwartungen, und nicht zuletzt bewegen sich die internen Benotungen im obersten Überraschungs-Segment. Und darauf sind wir einfach stolz! Lojze Wieser, Ende November 2016
Musterseiten
Der Geschmack europas Im Fremden einen Bruder sehen, sagt Odysseus…
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astrosophie kann man studieren, danach hat man es halt studiert. Der wahre Gastrosoph lebt mit seinem Herzen in dieser Welt, spürt die Musik des Wesentlichen, will wissen, will das Original nicht die Kopie.“ Roland Essl, der Wirt des Weiserhofs in Salzburg zum Begriff der Gastrosophie
Wir begegnen mit unseren Filmen einer Welt, die unterschiedlicher nicht sein kann. Meist haben wir dem Mangel noch in den Topf geschaut, nur in der Innerschweiz und in Flandern haben wir diesen Mangel bloß gestreift - bei den Schnecken, bei den Fritten, bei den Pferdefischern. Die „Frauen“ von Pindos… Wie ist es möglich, dass in einem Ort so Gegensätzliches existiert? Die strammen Politikclowns, wie in Konitsa der Bürgermeister und sein Vize, die ein Rund-um-die-Uhr Programm – unter Ausschluss der Frauen – organisieren, ohne zu wissen, worum es geht, außer um die eigene Vermarktung. Und dann die beiden Brüder im Hotel nahe der albanischen Grenze, die einem die Welt öffnen in kulinarischer und geschichtlicher Hinsicht. Die Gerichte ein Traum. Die Haltung bemerkenswert. Die Offenheit beeindruckend und die Visionärität von besonderer beachtenswerter Weise. Sie sehen ihren Ort in der Dimension der Stunden der Erreichbarkeit und der direkten Linie zwischen Nord und Süd als Zwischenstation zwischen Alpen und Meer. In zwei Jahren wird nach ihrer Meinung die Autobahn in Montenegro sein, in sieben Jahren durchgehend von Triest bis Thessaloniki über Tirana und ihren Ort. Die Gerichte – von den Salaten, dem Carpaccio vom Hirsch über die Reh – und Wildschweinwurst, die in ihrer Reduktion aufs Wesentliche geschmacklich viele der Schauköche übertreffen und einen Kontrapunkt zum Griechenlandklischee von Tsatsiki bis Baklava darstellen, die die wahre Traditionalität der Einfachheit des Geschmacks in sich tragen, weil sie in ihrer Höchstform – wegen der Seltenheit der Zubereitungsmöglichkeiten Wege gefunden haben, den spezifischen Geschmack des jeweiligen Gerichts besonders hervortreten zu lassen. In unseren Breiten erleben wir ein interessantes Phänomen: Einerseits führen die zahlreichen TV-Arenen zu einer Verbreiterung der Basis, die ihre Fernsehtauglichkeit v.a. auch durch Hinweise und
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Aus der Vorschau Herbst 1994: Matjaž Vipotnik
Im dreißigsten Jahr!
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us Anlass des Jubiläums hat der Verleger sowohl seinen Band mit Lieblingsgedichten erweitert als auch den Band „Im dreißigsten Jahr“ hinzugefügt. Darin versucht er das Unmögliche: auszuwählen, was er noch immer und immer wieder aus seinem eigenen Programm gerne zur Hand nimmt. Es sind – dem Anlass folgend – dreißig Prosawerke geworden. Zu jedem einzelnen Auszug ist eine kleine Anmerkung des Verlegers zum Autor, zur Autorin, zur Übersetzung vorangestellt, oder einfach nur ein kleiner Hinweis, auf Zeit und Ort, wann oder wo er mit dem Buch eine Freundschaft eingegangen ist. Und auch hier muss gesagt werden: Aus 1400 vergebenen und knapp 1000 lieferbaren Titeln zu wählen, war nicht einfach. Aber vielleicht erleichtert diese Vorauswahl Ihre/ Deine Entscheidung, weiterzulesen!
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rt eite erw e e t g i a e Zw Aufl
ca. 160 Seiten, wtb 015 EUR 9,95 · ISBN 978-3-99029-243-3 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März
Presseschwerpunkt Werbung Buchhändlerische Werbemittel Plakat Leseexemplar ca. 250 Seiten, wtb 030 EUR 14,95 · ISBN 978-3-99029-242-6 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März
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„Die Mutter aller
20 Jahre 200 Titel Wir haben die bestverkauften Titel in zwei Pakete gepackt 30 bzw. 50 Titel à 1 Exemplar (45 %, 6 Monate RR) Lieferbar ab Mitte Jänner Paketnummer 99993 (30 Titel) Paketnummer 99994 (50 Titel)
Presseschwerpunkt Werbung Buchhändlerische Werbemittel Plakat Leseexemplar Europa Erlesen Backlist und interaktive Karte: www.wieser-verlag.com/europa-erlesen
Reiseanthologien“
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Skylines
Wir haben schöne Texte aus 200 Bänden ausgesucht und liefern diesen 500 Seiten starken Band zum Jubiläumspreis von € 14,95 ISBN 978-3-99029-241-9
Eu ropa Er lesen Zentralasien
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ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-238-9 Erscheinungstermin: Anfang Mai
ie Verbindung Zentralasiens zu Europa beginnt schon in der Antike. Alexander der Große drang in die Region 329–327 v. Chr. als Eroberer vor. Teile Zentralasiens standen zwischen 250–120 v. Chr. unter griechischer Herrschaft. Der Handel über die Seidenstraße versorgte Europa im Mittelalter mit Luxusgütern und Waren. Zentralasiatische Gelehrte wie Avicenna und Al Farabi waren Quellen des Wissens, von dem Europa profitierte. Europäische Mönche und Geistliche erkundeten die Gegend. Die Gesandten Europas an den Hof des mongolischen Khans durchquerten Zentralasien. Alle hielten sie ihre Eindrücke in spannenden Reiseberichten fest. Mit der russischen Kolonialisierung Ende des 19. Jahrhunderts kamen europäische Einflüsse verstärkt nach Zentralasien. Die Oktoberrevolution etablierte europäische Verwaltungsstrukturen. Der Islam wurde zurückgedrängt und durch die Formel „national in der Form, sozialistisch im Inhalt“ ersetzt. Dafür schnitt die Sowjetmacht am Reißbrett entworfene Grenzen in die Landschaft. Die bunte Völkervielfalt des „sowohl als auch“ sollte durch das „entweder oder“ ersetzt werden. Alte Sprachbande wurden aufgekündigt. Die Region musste mehrere Schriftreformen über sich ergehen lassen. Die alte Literatur sollte für kommende Generationen für immer verloren bleiben. Stalin vernichtete den Großteil der intellektuellen Elite. Die Zwangskollektivierung brachte dem Volk Hungersnöte ungekannten Ausmaßes. Doch trotz aller Widrigkeiten: Das literarische Erbe Zentralasiens ist riesig. In diesem Bändchen laden wir unsere hiesigen Leser herzlich ein, in diese, oft noch unbekannte Welt einzutreten.
Dareg A. Zabarah (Hg.): geboren 1974 in Sana’a (Jemen), Slawist und Politologe, mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen und Literaturübersetzungen.
Sibirien Sibirien ist unbeschreiblich schön. Die endlose Landschaft ist kraft- und würdevoll. Der Mensch erscheint in Sibirien klein. Das wissen auch seine Einwohner, die seit Jahrhunderten dort leben. In ihren Märchen und Sagen ist es die Natur, die den Menschen bestimmt, und nicht umgekehrt. Sibirien wurde häufig missbraucht: Im Namen des Fortschritts hat man Sibirien und seine Bevölkerung rücksichtslos ausgeplündert. Zuerst waren es die Tierfelle und später die Rohstoffe, für die sich die Obrigkeit interessierte. Später musste Sibirien als größtes Gefängnis der Erde hinhalten. Als Strafanstalt für unliebsame kritische Geister aus aller Welt. Sibirien ist aber auch ein Ort für Träumer, Abenteurer und Entdecker. Ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Man findet dort ein umfangreiches Erbe an Sprachen und Traditionen unterschiedlicher Völker, die alle auf ihre ganz besondere Weise diese riesige Landschaft begriffen haben. In diesem Lesebändchen laden wir unsere Leser auf diese weite Reise nach Sibirien ein.
ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-239-6 Erscheinungstermin: April
Dareg A. Zabarah (Hg.): geboren 1974 in Sana’a (Jemen), Slawist und Politologe, mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen und Literaturübersetzungen.
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Eu ropa Er lesen Stalins Denkmal
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ieser-Autor Wolf Oschlies hat seine vielfältigen Interessen an slawischen Völkern „gebündelt“. An einer detailfrohen Geschichte des größten und teuersten Denkmals Europas, das für Stalin auf dem Prager Letna-Plateau, fächert er Geschichte und Wesen des Stalinismus an der Moldau auf. Das Denkmal war das Werk des Bildhauers Otakar Švec und der Architekten Jiří und Vlasta Stursa, denen 631 Beschäftigte zuarbeiteten, darunter 23 Bildhauer. So entstand ein monströses Monument: 17.000 Tonnen schwer und 30,5 Meter hoch, wovon allein 15 Meter auf Stalins Standbild entfielen. Im Dezember 1949 startete der Bau, am 1. Mai 1955, über zwei Jahre nach Stalins Tod, wurde das Denkmal feierlich enthüllt, im November 1962, mitten im „Monat der tschechoslowakischsowjetischen Freundschaft“, auf Moskauer Weisung gesprengt. 137,5 Millionen Kronen, so der Kostenplan vom Oktober 1954, zerstoben zu Bauschutt, dessen Beseitigung über ein Jahr dauerte.
ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-234-1 Erscheinungstermin: Anfang März
Wolf Oschlies: Prof. Dr. Dr. h. c. Wolf Oschlies, Jahrgang 1941, aufgewachsen in der DDR, wo er nach seinen Worten „eine absolute Seltenheit erlebte“: einen guten Russischunterricht. 1959 „in den Westen abgehauen“, studierte Slawistik und machte drei Berufe daraus: Wissenschaftler in einem Forschungsinstitut der Bundesregierung, Hochschullehrer an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und Publizist in Deutschland und darüber hinaus. Seit 2002 ist er im Ruhestand, bleibt aber fleißiger Wieser-Autor mit einem Buch pro Jahr.
Apulien
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on Land und Meer, Bauern, Fischern, Kaisern und Pilgern, von Migranten, Taranteln, Kulinarischem und Kunsthistorie, von Zugehörigkeit und Dis tanzeinnahme: Rund 20 Reisebegleiter führen durch die südöstlichste Region Italiens, vom Gargano bis hinunter in den Salento. Rast eingelegt wird etwa in Monte Sant’Angelo, Bari, Alberobello oder Otranto und auch in der benachbarten Basilikata. Das Mosaik aus Stimmen zeigt die Vielschichtigkeit der Vergangenheit und Gegenwart Apuliens, dessen Randlage schon immer eine Frage der Perspektive war. Mit Texten u. a. v. Ferdinand Gregorovius, Ingeborg Bachmann, Pier Paolo Pasolini, Carlo Levi, Mario Soldati, Franco Arminio, Antonella Lattanzi, Alessandro Leogrande, Giancarlo Liviano D’Arcangelo und Luisa Ruggio.
ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-240-2 Erscheinungstermin: April
Mario Desiati (Hg.): geboren 1977, ist Schriftsteller und Journalist mit apulischen Wurzeln. Er war Chefredakteur der Literaturzeitschrift Nuovi Argomenti und Programmleiter bei Fandango Libri. Sein Roman Ternitti liegt in deutscher Übersetzung vor (Zementfasern, Wagenbach 2012). Judith Krieg (Hg.): geboren 1977, ist Literaturübersetzerin aus dem Italienischen, Lektorin und Herausgeberin rund um die italienische Kultur und Sprache. Nicht zuletzt ist sie begeisterte Apulien-Reisende. | 13
Eu ropa Er lesen
(NOTE)BOOK
echoes from invisible landscapes
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reative Europe: Culture | 2016 – Smaller scale cooperation projects (Cat 1) | Projektnummer 570367 ECHOES FROM INVISIBLE LANDSCAPES ist ein zweijähriges EUNetzwerk-Projekt unter der Leitung von Enterprise Z (AT). Der Verein bildet gemeinsam mit Mani doo (HR), Zveza Mink Tolmin (SI), Wieser Verlag und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ein neu gegründetes „Echo Collective“, das sich über die Alpen-Adria-Region spannt. Echos entstehen aus den individuellen und kollektiven Geschichten der Menschen in der Region und aus ihrem natürlichen und konstruierten Umfeld. Die „Landschaften“ im Projekttitel stellen materielles und immaterielles Kulturgut dar, das die Basis individueller Identität und kollektiver Gesellschaft formt.
128 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 4,95 · ISBN: 978-3-99029-222-8 Erscheinungstermin: Jänner 2017
Das Echo eines Jahrhunderts
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ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-244-0 Erscheinungstermin: Mai
ie in den Bergen die Kommunikation über das Echo gesteuert und zielführend eingesetzt wird, wenn die Stimme oder das Horn in die Landschaft geschickt werden und anhand des Echos Antworten oder aus dem Ausbleiben desselben Fragen für die Menschen, die auf sie warten, entstehen, ist das Buch eine Sammlung aller während des Projektes eingesammelten Erfahrungen und Signale, die in verschiedenen Formen ausgesendet oder archiviert wurden. Sie sind die nachhaltige Verdichtung und Materialisierung des Gedankengutes, das für weitere Bearbeitung bzw. Diagnosen zur Verfügung steht und einen bestimmten Moment der gemachten Erfahrungen einfriert, um diese für spätere Aufarbeitung bereit zu halten bzw. um heranwachsenden Generationen als empirisches Erfahrungsgut zur Verfügung zu stehen. Eine momentane Erfassung eines Zustandes kann hilfreich sein, um den Erkenntnisprozess in der Wahrnehmung und die Stufe derselben zu orten, wie auch durch die visuelle, wie die musikalisch-sprachliche Annäherung in Form der Fotografie, des Filmes, der Tonaufnahmen, der Komposition und der Präsentation einen neuen Spalt zu öffnen, aus dem die beengenden Verhältnisse abfließen und wiederkehrende Hoffnung eintreten kann. Texte zu 100 Jahr DADA und der Frage: Es hat sich nichts verändert. Hat sich wirklich nichts verändert? Von Krleža, Voranc, Polaković, Reiter, Szyttia, Kassák, Bläulich, Gauß, Kosovel, Gruša, Havel, Grum, Cankar, Dizdar, Kovačič, Novy, Hartmann, Auden, Bretagne, Naum, René Char, Schwendter …
Gregor C. Mìlena: Ist Herausgeber der Reihe Europa Erlesen, Literaturschauplatz.
14 | Frühjahr ’17
Eu ropa Er lesen Vilnius. Reisen in die ferne Nähe Aus dem Englischen von Cornelius Hell, Jelena Dabic´, Mascha Dabic´
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ilnius, Litauens alte und neue Hautstadt, liegt unweit des geografischen Mittelpunkts Europas und ist seit dem Mittelalter ein Brennpunkt europäischer Geschichte und Kultur. Seit Jahrhunderten haben Politiker, Schriftsteller und Weltreisende aus verschiedensten Ländern Vilnius besucht: Napoleon, Dostojewski, Theodor Herzl, Alfred Döblin, Joseph Brodsky und viele andere. Der in Kanada aufgewachsene Litauer Laimonas Briedis hat aus ihren Schriften wie aus einheimischen Quellen eine ganz einmalige und reich bebilderte Kulturgeschichte dieser west-östlichen multikulturellen Stadt geschrieben, die ihr reiches Material farbig und ohne sperrigen Fachjargon erzählt. Eine spannende Lektüre, die ein neues Licht auf Vilnius wirft und aus der man Europa besser verstehen lernt.
ca. 350 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 29,90 · ISBN: 978-3-99029-229-7 Erscheinungstermin: März
Laimonas Briedis: geboren in Vilnius, PhD in Geographie in 2005, Universität von British Columbia/Kanada. Derzeit lehrt Briedis an der Universität von Toronto Geschichte.
Wien erforschen. Erste Blicke
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ien erforschen ist eine literarische Reise zu den Plätzen, wo Neues entsteht: Universitäten, Bibliotheken und Archive machen Wien zu einem Ort, wo Fragen und Gedanken nachgegangen wird. Hier sind Alltag und Wissenschaft eng verwoben, den Spuren der Ideen lässt sich spontan in jedem Moment folgen. Erste Blicke auf eine Wissenschaftsgeschichte über die Jahrhunderte: Entlang von Spaziergängen durch einzelne Stadtviertel erzählen Wissenschaftler und Schriftsteller von Orten ihrer Inspiration, von ihren Begegnungen mit Studium und Wissenschaft in der Stadt. Reich bebildert werden Details von öffentlichen Plätzen vorgestellt, die jedem für eigene Entdeckungen offen stehen. Umfangreiche Informationen zu den wissenschaftlichen Einrichtungen in Wien laden zu eigenen Recherchen ein.
ca. 450 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 29,90 · ISBN: 978-3-99029-169-6 Erscheinungstermin: April
Mit Texten und Interviewbeiträgen von: Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Ian Banerjee, Hector Berlioz, Arik Brauer, Martin Buber, Conrad Celtis, Adolf Ellinger, Heinrich von Ferstel, Ludwig August Frankl, Karl Goldmark, Andrea Grill, Peter Henisch, Gert Jonke, Franz Kafka, Wolfgang Kerber, Christa Knellwolf, Oskar Kokoschka, Ernst Krenek, Antje Lehn, Friedrich Nicolai, Elisabeth Oberzaucher, Louis Pasteur, Oliver Rathkolb, Elise Richter, Gerhard Roth, Manfred Rumpl, Peter Schattschneider, Hans Schelkshorn, Wolfgang Schmeltzl, Éric-Emmanuel Schmitt, Arthur Schnitzler, Eugenie Schwarzwald, Ernst Strouhal, Peter Suchenwirt, Franz Werfel, William Carlos Williams, Margarete Wudy u. v. m.
Thomas Kohlwein (Hg.): geboren 1988 in Bruck an der Mur. Studium der Urbanistik in Wien, New York und Sydney. Bereits im Wieser Verlag erschienen: Europa Erlesen Wien Südbahnhof (2010) und Europa Erlesen Neuseeland (2012), Schweiz Takt (2014), Europa Erlesen Greater London (2016). | 15
16 | Frühjahr ’17
Sonntag der beleuchteten Fenster Eine kulinarische Biographie Geschichten über Menschen und Geschmäcker in Georgien
Diana Anfimiadi 1982 in Tbilissi geboren, ist als Dichterin, Prosaautorin und Lehrerin tätig. Zurzeit arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit. Ihre Gedichte sind ins Englische, Griechische, Deutsche und Russische übersetzt worden.
© Foto: Privat
ca. 150 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-232-7 Auch als E-Book erhältlich
© Foto: Bakur Sulakauri Publishing
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as Rot des Granatapfels und das Orange der Zitrusfrucht leuchten aus diesem Buch so wie die Vanille duftet und der bittere Geschmack von Zwiebeln in der Kehle kratzt: Ungemein sinnlich und exotisch gewährt die Autorin im lockeren Plauderton Einblick in ihr Küchen-Universum, das irgendwo zwischen Griechenland, dem Kaukasus und dem Orient liegt. Genauer gesagt: in Georgien, wo man weiß, wie man aus Einfachem Großartiges machen kann, wo einander Abend- und Morgenland begegnen und wo man versteht zu genießen, ob am Familientisch oder an der Festtafel. Die mit leichter Hand und subtilem Witz erzählten Küchen-Geschichten richten sich an lesende Gourmets ebenso wie an kochende Literaturfreunde, begleitet man doch Diana Anfimiadi von ihren Kindheitserinnerungen über die Studienzeit bis zu ihrem Leben als Ehefrau und junge Mutter. Die studierte Sprachwissenschaftlerin schreibt Gedichte – und kocht mit Leidenschaft. In diesem Buch reist sie nebenbei auch in die Küchen von Lyrikerinnen, studiert die kulinarische Enzyklopädie von Alexandre Dumas und entziffert die handschriftlichen Notizen ihrer Großmutter. Diese kulinarische Biographie aus Georgien bittet die Leser zu Tisch – und mit einer Vielzahl von Rezepten und kulinarischen Tipps auch zu den Kochtöpfen!
Iunona Guruli 1978 in Tbilissi geboren, Georgien geboren. Seit 17 Jahren lebt sie in Deutschland. Nach dem Magisterabschluss für Politikwissenschaften und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zog sie nach Berlin, wo sie als Schriftstellerin und Lyrikerin, sowie Literatur- und staatlich geprüfte Übersetzerin für Georgisch tätig ist.
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18 | Frühjahr ’17
Prosa
Die Verlassenen Roman
ca. 140 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-227-3 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
© Stanislav Struhar
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chon war er fest entschlossen, auf den Hügel über Ventimiglia zu steigen, doch vermochte er nicht mehr, die Altstadt zu betreten; zu düster muteten ihre uralten Gassen ihn an, zu fremd, noch fremder als die Neustadt war sie in seinen Augen. So nahm er die Straße, die an der Altstadt vorbeiführte, und still betrachtete er den Meeresglanz in der Tiefe, sah in die dunstige Ferne, ließ seinen Blick über die herrlichen Bilder des Hinterlandes schweifen. So viele Farben stellte die Landschaft zur Schau, als er auf dem Hügel innehielt, so schön war sie und bezaubernd, wie das Sonnenlicht warm. Auch das Innere der Gärten sah er, an denen er vorbeigeschritten war, sah noch mehr Häuser, noch mehr Früchte, noch mehr Leben. Gabriel hat nur eine alte Adresse, als er von Wien aus nach Ventimiglia reist, um seinen Vater zu besuchen, der einst nach Italien ausgewandert ist. Doch sein Vater ist ausgezogen und hat keine Adresse hinterlassen. Allein im fremden Land, lernt Gabriel eine junge Italienerin kennen, und sein Leben erfährt eine unerwartete Wendung. Schicksale der Einheimischen und der Zuwanderer erfüllen den Alltag seiner neuen Heimat, und er gibt die Suche nach seinem Vater auf, als er plötzlich seine Halbschwester kennenlernt … Mit seinen Erzählungen erweist sich Stanislav Struhar als Meister der leisen Töne und der präzisen Beobachtung, der auch in Liebesdingen genau um die Bedeutung des Wartens auf den richtigen Augenblick weiß.
Stanislav Struhar 1964 in Gottwaldov (heute Zlín) geboren, versagte sich dem Anpassungsdruck des tschechoslowakischen Regimes in den 1980er Jahren. 1988 floh er schließlich mit seiner Frau nach Österreich. Sein bisheriges literarisches Schaffen wurde durch Stipendien unterstützt, und er erhielt zahlreiche Anerkennungen. Stanislav Struhar lebt heute in Wien. Zuletzt bei Wieser: Fremde Frauen (zwei Erzählungen, 2013), Das Gewicht des Lichts (Roman, 2014), Die vertrauten Sterne der Heimat (Roman, 2015), Farben der Vergangenheit (Erzählungen, 2016, erschien soeben auch auf Tschechisch).
„In Struhars Romanen und Erzählungen kommt der Liebe eine integrative Bedeutung, über Grenzen und kulturelle Differenzen hinweg, zu ... Sein Werk ist durchaus einem engagierten, einem gesellschaftskritischen Schreiben verpflichtet.“ Silke Schwaiger, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien
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„Die Vaterländischen haben mir das Herz gebrochen, dann die Gestapo, am Ende die Zionisten. Lass mich in Frieden! Therese“
Prosa
Liebesbriefe aus Tel Aviv Roman
ca. 160 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-226-6 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
© Foto: HOFER | Media
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in altes Haus in der österreichischen Provinz ist der Angelpunkt von Geschichte und Geschichten – am Speicher werden bei Renovierungsarbeiten, feucht und schimmlig, in einer morschen Reisetruhe, Liebesbriefe aus Tel Aviv entdeckt, geschrieben 1947 im Gründungsjahr des Staates Israel. Der Enkel des Briefeschreibers findet im Nachlass seines Großvaters die knappe bittere Antwort jener Frau, die ihren Geliebten zuerst vor der Heimwehr versteckt hielt und dann vor den Nazis. Die Suche nach den Briefen seines Großvaters führt ihn ins Haus der Ich-Erzählerin, die sich allerdings weigert, ihm diese Briefe auszuhändigen. Eine vergangene Liebesgeschichte, die im Weggehen nach Palästina endete, nimmt momentweise wieder Gestalt an und wirkt in ihrer historischen und persönlichen Dimension heute weiter … Liebesbriefe aus Tel Aviv ist die Weiterführung von Sikoras Roman Echnatons Frühling – Provinzkaiser, Wald und Weingarten, der Sender Al Jazeera, das Lokalblatt …; und heute, wie im Jahr 1948, halten die Frauen unter mittelalterlichen Gewölbebögen den ungeküssten Küssen dunkelroten Lippenstift entgegen.
Claudia Sikora 1964 in Wien geboren, war als Buchhändlerin tätig, lebt heute im nördlichen Weinviertel. Liebesbriefe aus Tel Aviv ist ihre dritte Veröffentlichung. Zuletzt bei Wieser: Der Rittmeister (Roman, 2011); Echnatons Frühling (Roman, 2015)
Es wäre nicht anders gelaufen; die Maitage in Palästina im Jahr 1948 waren abgelaufen bis zum Staat Israel. Was hätte es genützt, hätte Arif Landau ein besseres Aftershave verwendet und sich besser benommen? Es war schon im Mai 1948 zu spät gewesen für Landau, für Wilhelm, für mich, für Adi Wiener und Therese von Leythen – für Palästina.
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Pevny Gesamtausgabe
Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Schwarze Gischt
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ien 1983. Einem jungen deutschen Maler war es vor Jahren gelungen, in der Wiener Kunstszene Fuß zu fassen. Mit sogenannten Arschportraits von lokalen Berühmtheiten und anderen exzentrischen Aktionen hatte er kurzzeitig für Furore gesorgt. Als er in der Folge den Weg der Ernsthaftigkeit beschreiten will, gerät er in die Krise und droht im süßen Wien nachhaltig zu versacken. Durch verschiedene Umstände ergibt sich an einem Wochenende im Oktober die Möglichkeit, an seine früheren Erfolge anzuknüpfen. Eine Odyssee durch das nächtliche Wien beginnt …
WILHELM PEVNY Geboren 1944 in Wallersdorf (Niederbayern), 1946 Übersiedlung nach Wien – Studium der Theaterwissenschaft, 1967–69 Sprachlehrer in Paris. Theaterstücke u. a. am Akademietheater, Volkstheater Wien und La Mama, New York. Fürs Fernsehen schrieb er gemeinsam mit Peter Turrini die „Alpensaga“. In Mosambik drehte er 1985 den Film „Safari. Die Reise“. Lebt seit 1989 zurückgezogen in Wien und Retz, arbeitet an Langzeitprojekten. Im Wieser Verlag erschienen: „Palmenland“ (2007), „Luft“ (2009), „Die Erschaffung der Gefühle“ (2013) und „Im Kreis“ (2014). 2014 – Literaturpreis der Stadt Wien für sein Lebenswerk.
Bereits erschienen
22 | Frühjahr ’17
© Raphael Sikora
ca. 700 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-224-2 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März 2017, Erstveröffentlichung
Pevny Gesamtausgabe
Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Aus heiterem Himmel
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eim Kauf einer Fahrkarte im Wiener Südbahnhof war er wie vom Blitz getroffen zu Boden gestürzt. Das behaupten zumindest seine Frau, Verwandte und Freunde. Er selbst erlebt es anders: Dass er, bevor er im Spital erwachte, mit Vertrauten in fernen Welten unterwegs gewesen war, mit denen ihn eine Innigkeit verband, die hierorts unmöglich erscheint. − Äußerlich benimmt er sich, wie man es von ihm erwartet, aber insgeheim sucht er nach seinen Geschwistern. Ob er sie ausfindig machen wird, und sie ihn erkennen werden − oder haben die Leute recht und es war alles nur Einbildung?
ca. 130 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-225-9 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März 2017, Erstveröffentlichung
Abteilung 1: Frühe und späte Theaterstücke. Von den ersten Versuchen eines Sechzehnjährigen zu den experimentellen Werken der Siebzigerjahre, die realistische Phase der Achtzigerjahre bis zu den letzten Entwürfen eines Theaterschriftstellers ohne Bühne. (1 Buch) Abteilung 2: Frühe Romane (4 Bücher): 2/1: Trance (1983) 2/2: Mord (1989) 2/3: Schwarze Gischt (1984) 2/4: Aus heiterem Himmel (1997) Abteilung 3: Aktuelle Romane (3 Bücher): 3/1: P almenland (2008) 3/2: D ie Erschaffung der Gefühle (2013) 3/3: Im Kreis (2014)
Abteilung 4: Erzählungen (1 Buch) Der Mann, der nicht lieben konnte (1985) Gewinner Verlierer (1988) Luft (2009) evtl.: Die afrikanische Reise (1987)
Abteilung 6: Politische Schriften und Kommentare (1 Buch) u. a.: Die vergessenen Ziele (1988) Abteilung 7: Nachtrag
Abteilung 5: Hörspiele, Drehbücher, Exposés (1 Buch) Hörspiele: Die Kunst der Liebe 1 Stunde Welt Der Traum vom Glück www.schleinzbach.at Drehbücher: Alpensaga, Der Bauer und der Millionär, Junge Leute brauchen Liebe, Der Knick etc. Konzepte: Nachrichten richten nach. Safari – die Reise etc.
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Prosa
Paradiessucht Roman
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© foto: britta sievers
aradiessucht erzählt in Form einer fingierten Autobiografie das selbstbewusste Scheitern eines in den späten Sechzigerjahren entworfenen Lebenskonzepts (angelehnt an den 2010 verstorbenen Gesamtkunstwerker Aramis). Sprachmächtig, maßlos, zornig rechnet da ein zum „Noah“ gewordener endgültiger Aussteiger (sein letztes Haus nennt er nicht zufällig „Arche“), der alle Stufen einer durch diese Zeit geprägten Individuation durchlaufen hat und schließlich vereinsamt auf seiner „Paradies-Insel“ am Land seinen Freitod als Kunstaktion plant, in Briefen an seine letzte Geliebte mit der Gesellschaft ab. Die Kultur der „Achtundsechziger“ funktionierte nur deshalb in die Breite, weil es einige Ausnahmefiguren gab, die dieses so völlig neue Lebensgefühl vorlebten. Die Geschichte dieser „Helden-Individuen“ (wie Durkheim sie nennt), die exemplarische Szenen, Erzählungen begründen, die nachgelebt, nachempfunden werden können, wurde allerdings meist von ihrem glücklichen Ende her erzählt, untermauert vom kommerziellen Erfolg. Es war die Legende der beglaubigten, ikonisierten Vorreiter, die Story der Dylans, Jelineks, Hundertwassers, Nitschs und Mühls dieser Welt: Freiheitserfahrung, gebunden an den Ruhm! Was aber wäre ein Scheitern ohne Erlösung? Was bliebe da vom Aufbruch, vom Abhauen?
24 | Frühjahr ’17
ca. 240 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR ca. 19,80 · ISBN 978-3-99029-228-0 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
ANDREAS STAUDINGER 1956 in Scharnstein geboren; Studium der Germanistik, Geschichte und Publizistik in Salzburg; lebt als Autor und Regisseur seit 2011 in Neumarkt und kuratiert dort „das ANDERE heimatmuseum, schloss lind/gedenkstätte für das KZ-außenlager mauthausen“. Zahlreiche ortsspezifische Theaterprojekte, Hörspiele, Libretti und Stücke. Zuletzt erschienen: Baustellen (2012), Die Pyramiden von Visoko oder Dinge meines Lebens (2013) und Brachen (2016).
Prosa
Mangoldgerippe Verstreute Arbeiten
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Ingram Hartinger geboren 1949 in Saalfelden. Ab 1972 erste Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift manuskripte, zahlreiche Buchpublikationen in österreichischen Verlagen; Radiofeatures für den ORF. Zuletzt erschienen Lyrik und Prosa im Wieser Verlag: Das letzte Heft (2008), Rabe des Nichts (2010), Kigo (2012), Das verschmutzte Denken (2014), Dinge aus Angst (2015).
© Foto: Privat
ca. 160 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-246-4 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
er neue Prosaband von Ingram Hartinger kann als „Almanach der vagen Schreibweise“ gelesen werden und ist in den Jahren von 1983 bis 2016 entstanden. Wie, fragt man sich – er will seine Unsicherheiten in einem Buch aufspeichern? Die Sammlung in teilweise sehr unterschiedlicher Form kann auch als eine Art „Antipoetik“ gelesen werden. Zum Beispiel die verfluchte Injektion Der Wortjunkie. Im Tunnel seiner Fiktion durchstößt ein Autor die disparaten Wendungen seines Schreibens Die Verhältniswörter verkennen auf einmal die Situation, der apokryphe Blick lässt alles verschwimmen – ein Blick, der seine eigene Entfernung berechnet. Wie also? Der Versuch, eine vom Wort geformte Luft ins Hinterland eines „pluralen Geistes“ zu blasen. Auf dem Weg vom Prosaischen ins Abseits experimentierender Weisen. Was fehlt in dieser Prosa? Nichts fehlt, und gleichzeitig ist alles überflüssig. Vielleicht braucht man nur eine Zeile zu lesen – und ist mitten im Ephemeren oder im Dunkel einer sich zusammenbrauenden Zeitwolke. Die Folge: Rette sich, wer kann? Denn was kann man von diesem Autor schon erwarten? Dass er nur so tut, als spränge er ins Dunkel? Melde sich, wer das Leben versteht. Die Mauer zwischen Leserin und Schreiber ist nur ein Vorwand. Das Nichtverstehen ein anderer – Vorwand wofür? Komplexes, widerständiges Denken sieht Martin Kubaczek im Schreibprojekt „Hartinger“. Diese Schrift besudelt sich mit unerwarteten Substanzen, tilgt vielfach falsche Gewissheit.
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Brauner Werkausgabe
Unter dem Fieberbaum Roman · Erstveröffentlichung
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ieser Roman, geschrieben Anfang der 1960er Jahre, spielt in Bangkok, zu der Zeit, als der Vietnamkrieg in seine letale Phase geriet. Der Protagonist dieser Geschichte, ein Journalist, wird von seiner Zeitung mit dem diffusen Auftrag hierher geschickt, herauszufinden was hinter diesem immer schlimmer, immer blutiger ausufernden Krieg steht. Das ist die Zeit, da immer mehr amerikanische Soldaten und Offiziere hierher geschaufelt werden (oft sogar samt ihren Frauen oder Geliebten), um hier „aufzuräumen“ und „die Welt zu retten“ oder zu Krüppeln geschossen zu werden oder einfach zu verrecken. Schnell wird der Held dieser Geschichte in das undurchsichtige Netz der Geheimdienste oder von echten oder falschen Idealisten gezogen. Zuerst sollen nur irgendwelche obskuren Dokumente gesichert und „gerettet“, aufbewahrt oder weitergegeben werden ... schließlich geht es um das nackte Leben. Und um den Tod, aus dem neues Leben steigt. Zuletzt erschienen: Werkausgabe Box Band 1–12, zusammen 3404 Seiten, ISBN 978-3-99029-210-5
© Foto: Wieser-Archiv
Beatrix und Ernst Brauner
26 | Frühjahr ’17
Foto: Mayü Belba
ca. 350 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN: 978-3-99029-245-7 Erscheinungstermin: April Band 1 Die Schalen des Zorns Roman ISBN 978-3-99029-134-4 ◆ Band 2 Der Bund Roman ISBN 978-3-99029-145-0 ◆ Band 3 Jenseits von Sodom Roman ISBN 978-3-99029-148-1 ◆ Band 4 Die wundersame Päpstin Roman ISBN 978-3-99029-147-4 ◆ Band 5 Die Mühlfelds Der wahre Roman meiner Familie ISBN 978-3-99029-149-2 ◆ Band 6 O Böhmerwald! Eine Familiensaga in drei mal zwölf Gesängen ISBN 978-3-99029-150-4
Band 7 Struldbrugs Roman ISBN 978-3-99029-146-7 ◆ Band 8 Parallelwelten Nur ein Roman ISBN 978-3-99029-152-8 ◆ Band 9 Srinagar und andere Nacherzählungen ISBN 978-3-99029-151-1 ◆ Band 10 Befreiung Vier Erzählungen ISBN 978-3-99029-153-5 ◆ Band 11 Theater ISBN 978-3-99029-154-2 E-Book ISBN ◆ Band 12 „Ich“ und alles Versuch einer Standortbestimmung, 104 Seiten ISBN 978-3-99029-196-2
Ernst Brauner geboren 1928 in Wien; Studium der Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften; als Chefredakteur und Verlagsleiter in der Medienbranche tätig. Zuletzt bei Wieser: Struldbrugs. Eine Chronik aus den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends (2008). Die wundersame Päpstin. Ein Schelmenroman (2009). Jenseits von Sodom (2010). Die Mühlfelds (2011). O Böhmerwald! (2012), Srinagar (2013), Parallelwelten (2014), Befreiung (2015), Die Schalen des Zorns, Werkausgabe Band 1 (2015), Der Bund, Werkausgabe Band 2 (2015), Werkausgabe in 12 Bänden (2016)
GESPRÄCH / MATERIAL
Poetologik Der Schriftsteller Richard Wagner im Gespräch
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ca. 160 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 20,00 · ISBN 978-3-99029-236-5 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Februar
as Buch reflektiert in Gesprächsform die poetologischen Grundlagen und ästhetischen Achsen des umfangreichen Werkes des zeitgenössischen rumäniendeutschen Schriftstellers Richard Wagner (*1952). Wagner formuliert anhand zahlreicher Einlassungen zu Sprache, Literatur, Politik und Zeitgeschehen sein dichterisches Selbstverständnis und sein literarisches Anliegen. Immer wieder plädiert er in pointierter und provokanter Weise für das Querdenken und das Hinterfragen und Brechen des öffentlichen Diskurses. Mit Blick auf seine fortgeschrittene Parkinsonerkrankung und seine dadurch radikal veränderte Lebenswirklichkeit öffnet er im Nachdenken über die Grenzen der menschlichen Logik und Existenz den Raum der Sprache hinein in das essenzielle Anliegen der Literatur. In diesem Gespräch tritt so das Bild eines feinsinnigen Intellektuellen zu Tage, dessen künstlerischer Anspruch von zahlreichen Diskursen geformt und durchdrungen ist und dessen Werk in der Lektüre in einer unvermuteten Vielschichtigkeit erscheint. Das Gespräch wird durch eine Materialsammlung in Form von Debuttexten und Essays Wagners aus dem Zeitraum 1967–2015 ergänzt, die teilweise unveröffentlicht bzw. an heute nicht mehr verfügbaren Stellen veröffentlicht sind und in denen Wagner sein spezifisches Verhältnis zu Sprache und Ästhetik diskutiert.
Richard Wagner Richard Wagner, geb. 1952, ist vielfach ausgezeichneter Autor von Lyrik und Prosa sowie international geschätzter Essayist und Journalist. Als Angehöriger der deutschen Minderheit in Rumänien emigrierte er im Jahr 1989 gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Herta Müller nach Berlin. Zuletzt erschien sein vielbeachtetes Prosastück Herr Parkinson (2015).
Christina Rossi Christina Rossi, geb. 1985, ist Literaturwissenschaftlerin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg tätig. Sie forscht und publiziert u. a. zur deutschsprachigen Literatur der Gegenwart, der interkulturellen Literatur sowie der Lyrik der Moderne und Gegenwart.
© Foto: Privat
© Foto: Susanne Schleyer/autorenarchiv.de
„Literatur ist nicht dazu da, taktisch zu sein.“ „Die Kraft der Sprache kommt aus dem Ungeheuerlichen.“
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Lyrik
die allereinfachsten zaubersprüche poetische rituale Aus dem Litauischen von Cornelius Hell
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ieser Gedichtband ist ein Meisterwerk an Stringenz und Komposition. Es präsentiert eine unverwechselbare Stimme der litauischen Lyrik, die in ihren Bildern ebenso außergewöhnlich ist wie in ihrem Klang und Rhythmus. In eine strenge Struktur sind Gedichte eingespannt, die sich auf die Antike wie auf das Alte und Neue Testament beziehen, aber auch die jüngere Geschichte Litauens oder Szenen aus der Familie des Autors verarbeiten. Eine archaische Sphäre kommt in den „Sprüchen“ zum Tragen: eine Poesie-Auffassung, die Propheten, Beschwörern und religiösen Ekstatikern nahesteht. Das Sakrale und die Sphäre des Opfers sind allgegenwärtig – auch in ironischen Brechungen. Gleichzeitig ist diese Poesie in ihren klaren Formen unerwartet zeitgenössisch und in ihrer genauen Strukturiertheit von einer klaren Rationalität geprägt.
ca. 130 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-231-0 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
Cornelius Hell 28 | Frühjahr ’17
© Foto: Jelena Dabić
© Foto: Stasys Žumbys
Rimvydas STANKEVICˇIUS wurde 1973 in der Stadt Elektrėnai geboren, gehört zu den wichtigsten litauischen Poeten seiner Generation und kann bereits ein bedeutendes Werk vorlegen. Er studierte Lituanistik an der Universität Vilnius, arbeitete als Journalist für Presse und Fernsehen und ist auch Songwriter und Autor einer Rockoper.
Prosa
Der Windreiter Roman Aus dem Litauischen von Cornelius Hell
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ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 19,80 · ISBN 978-3-99029-230-3 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
ascha ist mit einem Journalisten-Trio unterwegs, das eine Fernseh-Reportage über ihre Vater-Suche drehen soll. Die Reise geht zum kleinen Gehöft der Großeltern, einem grotesken Paar. Der Vater bleibt ein Rätsel, das sich noch dadurch verkompliziert, dass Sascha aus Sibirien kommt, die Großeltern jedoch in Litauen sind. Plötzlich ist Hufgetrampel zu hören. Ein Pferd jagt vorbei, der Reiter wirft etwas zu Boden und flitzt davon. Im Garten findet man ein Baby, einen kleinen Jungen. Sascha spürt, dass sie ihren Vater gefunden hat. Das Trio hat nichts mehr zu tun und fährt ratlos ab. Die Reportage wird es nicht geben. Der Roman ermöglicht viele Einblicke in den Alltag, die Mentalitäten und Probleme in Litauens Gegenwart und jüngster Vergangenheit; der Stadt-Land-Gegensatz wird in exotischen Szenen spürbar. Der Einbruch des Märchenhaft-Phantastischen spiegelt die Desorientierung des jungen Mädchens.
© Foto: Vladas Braziūnas
Renata ŠerelytE˙ 1970 in einem litauischen Dorf geboren, lebt in Vilnius. Ihre Erzählungen wurden u. a. ins Deutsche, Englische, Französische, Russische und Schwedische übersetzt und haben einen festen Platz in der litauischen Literatur. Neben wichtigen Romanen veröffentlichte sie auch Essays und Kinderbücher. Auf Deutsch erschienen die Romane Sterne der Eiszeit (2002) und Blaubarts Kinder, Wieser Verlag 2010 (Taschenbuch-Ausgabe 2014).
Cornelius Hell geb. 1956 in Salzburg, war Lektor an der Universität Vilnius und lebt heute als freier Autor, Übersetzer und Kritiker in Wien. Er ist u. a. Autor des Buches „Der eiserne Wolf im barocken Labyrinth. Lesereise Vilnius“ (2009) sowie zahlreicher Essays und Radio-Beiträge über Litauen. Für seine Übersetzungen aus dem Litauischen (Lyrik, Prosa und Theater) wurde Cornelius Hell 2010 mit dem Litauischen Staatspreis ausgezeichnet. Im Wieser Verlag erschien 2009 die von ihm herausgegebene Anthologie Europa erlesen: Vilnius. | 29
AlbahariAltmannAndric´AtilganBachmannBazlenBogdanovic´BojetuBraunerBrickwellDebeljakDeklevaDemlDetelaDimova EörsiEsterházyFabrioGrušaGuttenbrunnerHaderlapHandkeHorvathHrabalIhanJancˇarJavorsˇekJesihJovanovic´KarahasanKass akKerschbaumerKolsˇekKomeljKosovelKrlezˇaLenardicˇLipusˇLorencMaliqiMarincˇicˇMarinkovic´Matvejevic´MazziniMichnikMiha lic´MønneslandNaumPodrimjaPongerPopaRaimundRakusaReiterSchindelSchmiererSidranSkácelSlapagerSvetinaSzittyaSˇala munSˇeligoTomizzaTrebeshinaVelikic´VorancWinklerZajcZielinski … 30 | Frühjahr ’17
Postkarte 1993, Matjaž Vipotnik
Alle reden von den Fremden. Wir nicht. Wir vertreiben sie.
GruŠa Werkausgabe
Essays und Studien ab 1990 Werkausgabe Band 2 – Essays II
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ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN: 978-3-99029-247-1 Erscheinungstermin: März
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-140-5 Auch als E-Book erhältlich
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-165-8 Auch als E-Book erhältlich
ieser Band versammelt die wichtigsten Essays und Studien, die Jirˇí Gruša von 1990 bis zu seinem Tode 2011 verfasste. Nach der Wende hatte er gehofft, in seine Heimat zurückkehren zu können und in seiner Muttersprache wieder publizieren zu können. Es kam anders. Sein Freund Václav Havel bat ihn, Botschafter in Deutschland zu werden. So kam es, dass Gruša keine längeren Texte mehr verfassen konnte, eben wegen seiner diplomatischen Tätigkeit als Botschafter in Bonn und dann in Wien und schließlich als Direktor der dortigen Diplomatischen Akademie. In dieser Zeit sind aber viele kürzere und längere eindrucksvolle Texte entstanden, die mit seiner Tätigkeit der Vermittlung zwischen Tschechien und den deutschsprachigen Ländern zu tun haben, Texte, in denen er die politische und kulturelle Konstellation Mitteleuropas analysiert und deutet, immer getragen vom Wunsch nach Versöhnung und Verständigung. Die deutsch-tschechische Erklärung, die einen Schlussstrich unter das Vergangene ziehen sollte, ist nicht zuletzt sein Werk. Was er zu sagen hat zur politischen und geistigen Situation in Europa, hat seine Gültigkeit nicht verloren. Seine eigenen Erfahrungen, die ihn zum Schreiben drängten, formulierte er in seiner Dresdner Poetik-Vorlesung, es sind die Erfahrungen eines Mitteleuropäers. Bewundernswert sind die Klarheit und die Unabhängigkeit seines Urteils. Nach 2009 blieb ihm nur kurze Zeit für umfassendere Texte. Was uns entgangen ist, belegt der Anfang seiner Erinnerungen an seine Zeit als Botschafter, sie zeigen ihn als witzigen und scharfsinnigen Beobachter, ein Schriftsteller und Diplomat, ein Stilist und Realist zugleich.
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-183-2 Auch als E-Book erhältlich
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-091-0 Auch als E-Book erhältlich
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-092-7 Auch als E-Book erhältlich
EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-213-6 Auch als E-Book erhältlich
Die Werkausgabe soll im Jahr 2018 abgeschlossen werden.
Jirˇí Gruša geboren 1938 in Pardubice (Böhmen), gestorben 2011 in Bad Oeynhausen, Studium der Philosophie und Geschichte an der Prager Karls-Universität. Mitwirkender am Prager Frühling; Journalist, Lyriker, Prosaist, Essayist, Übersetzer, Arbeitsloser, Schriftsteller, Intellektueller, Dissident, Politiker, Botschafter und inniger Freund von Václav Havel. Präsident des Internationalen P.E.N.; von 2005 bis 2009 Direktor der Diplomatischen Akademie Wien; zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.
© Foto: Wieser Archiv
Bisher sind erschienen: Band 1, Essays und Studien bis 1989 (Essays I); Band 3, Mimner oder Das Tier der Trauer (Prosa I); Band 4, Erzählungen (Prosa II); Band 5, Der 16. Fragebogen (Prosa III) und Band 9, Beneš als Österreicher (Essays III), Dr. Kokeš – Meister der Jungfrau (Prosa IV).
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Lettische Bibliothek 2
Zilgmes Bura Das Segel der Bläue
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ie zweisprachige lettisch-deutsche Ausgabe Das Segel der Bläue spiegelt einen kleinen, aber wesentlich kennzeichnenden Aspekt seines Schaffens wider. Das Buch ist ausgesprochen lyrisch, künstlerisch eigenständig, in Rhythmik und Intonationen einnehmend und bietet einen metaphysischen Weltblick; seine Poesie ist nicht selten von literarischen Reminiszenzen durchsetzt. In vieler Hinsicht fühlt man eine Verwandtschaft seiner Poesie mit der der deutschen Romantik (Heine, Schiller) und insbesondere mit der von G. Benn und R. M. Rilke. Durch markante Metaphern und andere Stilmittel vermag die subjektive Weltsicht des Dichters, eine hohe Stufe der poetischen Verallgemeinerung zu erreichen und das Miterlebnis des Lesers auszulösen.
ca. 160 Seiten, englische Broschur EUR 18,40 · ISBN 978-3-99029-233-4 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März
Lettische Bibliothek 1
© Foto: Privat
208 Seiten, englische Broschur EUR 14,95 · Wieser Verlag: ISBN 978-3-99029-173-3 Verlag „Jumava“: ISBN 978-9934-11-850-0 bereits erschienen
32 | Frühjahr ’17
Leons Briedis Die Gedichte des lettischen Dichters, Literaturwissenschaftlers, Verfassers von Drehbüchern und Theaterstücken Leons Briedis, im Ganzen beinahe 30 Ausgaben, sind auch in russischer, ukrainischer und noch in anderen Sprachen herausgegeben worden. Ins Lettische hat er über 40 Werke aus dem Latein und den romanischen Sprachen, aus dem Russischen, Polnischen, Englischen, Albanischen, Suaheli und noch anderen Sprachen übersetzt und nachgedichtet. Ist aktiver Mitarbeiter an Kulturausgaben Litauens, Estlands, Deutschlands, Russlands, Schwedens, Dänemarks, Frankreichs und der USA.
Prosa
Die Fahnen Roman in fünf Bänden, Glossar und zum Leben und Werk
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in Jahrhundert vor unserem literarischen Auge. Das epochale Werk des Meisters der Erzählung Südosteuropas liegt nun endlich in einer mustergültigen, gewissenhaften Übersetzung von Gero Fischer und Silvija Hinzmann vor. Die Fahnen zeigen ein Kaleidoskop der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte, das Krleža zu einem großen europäischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts macht.
2170 Seiten, in fünf Bänden, Glossar im Schuber, gebunden, Lesebändchen. Band Lauer wird extern zum Schuber angeboten. EUR 75,00 · ISBN 978-3-99029-201-3 Bereits erschienen
Der Wieser Verlag macht sich um das Werk des kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleža (1893–1981) verdient, eine der sträflich unterschätzten Größen der Weltliteratur. Jetzt liegt sein Opus magnum vor, der Roman „Die Fahnen“ in fünf Bänden, der ausgehend vom Ersten Weltkrieg vom Wirken der Zeitgeschichte in die Familien hinein erzählt. Es ist nur gerecht, diesen Autor neben Musil zu stellen.“ Anton Thuswaldner in den Salzburger Nachrichten
„Die Krleža-Edition ist eine der größten verlegerischen Taten, die man sich vorstellen kann.“
© Foto: Archiv
Karl-Markus Gauß, am 29. Oktober 2016 in der Buchhandlung Moser in Graz
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Sachbuch
Herausforderungen der Globalisierung Mit einem Geleitwort von Erhard Busek Herausgegeben von Feliks J. Bister Aus dem Slowenischen von Joza Habernik
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© Foto: Archiv
rundsätzlich kennt das Leben Höhen und Tiefen. So durchwehte auch Slowenien bis zur Verselbstständigung und noch einige Zeit danach ein allgemeiner Schaffensgeist und somit auch die Tendenz zur wirtschaftlichen Erstarkung. Sein großer fachlicher und personeller Rückhalt war auf einem beneidenswerten internationalen Stand. Dies gilt insbesondere für die unternehmerische Wirtschaft. Die Sorge um die Kostenentwicklung, die Organisationsstrukturen, die Technologieentwicklung und den Aufbau der Produktionskapazitäten war ein Kennzeichen der slowenischen Vitalität. Nach dieser Umbruchphase aber erfasste uns die Welle der neoliberalen Globalisierung. Von da an gehen unsere Unternehmen als tragende Zellen des gesamten nationalen Wirtschaftssystems zugrunde. Ob wir daran selbst schuld sind oder es eine Folge der gegenwärtigen Globalisierung ist, ist schwer zu sagen, jedoch entbindet uns diese Schwierigkeit nicht von einer Selbstkritik. Wir werden tun, was wir können, denn es ist doch nicht möglich, dass wir unsere eigene Lebenskraft selbst vernichten und dies über Nacht. Die Globalisierungswelle ist aber auch im Weltmaßstab eine viel erns tere Erscheinung, als dass wir die ganze Schuld für den wirtschaftlichen Rückgang unseres Landes selbst verantworten müssten. Bei der Aufgliederung der positiven, vor allem aber der negativen Eigenschaften dieser Globalisierung behandle ich nur die Grundprobleme.
ca. 200 Seiten, englische Broschur EUR 19,80, Subskription 14,95 ISBN: 978-3-99029-237-2 Erscheinungstermin: März
Viljem Rupnik Geboren 1933 in Ljubljana, Diplom (1956) und Promotion (1978) an der Naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät, Diplom (1961) und Promotion (1962) an der Ökonomischen Fakultät, beide Ljubljana, 1986 Promotion an der Fakultät für Technologie in Belgrad. 1956–1991 Mitglied des Lehrkörpers der Laibacher Ekonomska fakulteta, ab 1974 ordentlicher Universitäts professor für Mathematik und Systemtheorie. Er entwickelte u. a. eine mathematische Theorie der ökonomischen Integration und die Theorie der Produktion unter Anwendung der allgemeinen Systemtheorie. Josef (Joza) Habernik Geboren 1946 in Rückersdorf/Rikarja vas, 1964 Matura am Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt/ Celovec, Absolvent der Hochschule für Welthandel in Wien. Mehrere leitende Stellen in der Südkärntner Privatwirtschaft, u. a. Geschäftsleiter der Zveza Bank (Raiffeisen) in Klagenfurt/Celovec (1986–2000). FELIKS J. BISTER Geboren 1939 in Klagenfurt/Celovec, besuchte das Gymnasium in Tanzenberg, studierte sodann osteuropäische Geschichte an der Universität Wien, Doktorarbeit über Anton Korošec und die slowenische Politik im Wiener Reichsrat; u. a. erster Leiter des österreichischen wissenschaftlichen Instituts in Slowenien (1990–1995), Gast professor an der Universität Primorska in Koper/Capodistria (2006–2009). Mehrere wissenschaftliche Abhandlungen, Kommentare, Buchrezensionen und Übersetzungen.
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Sachbuch
Tu es! Die Welt braucht dich.
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Gerhard Scheucher 1966 geboren, ist seit Mitte der 1990er Jahre als Strategieberater tätig. In Sachbüchern und Fachbeiträgen, als Vortragender und als Blogger (www.gerhardscheucher.com) nähert sich Scheucher aktuellen gesellschafts politischen Fragen und beleuchtet die Lebenswelt des Menschen im 21. Jahrhundert aus mitunter kontroversiellen Blickwinkeln.
© Pilo Pichler, Wien
220 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 19,80 · ISBN 978-3-99029-223-5 Auch als E-Book erhältlich
u es! Die Welt braucht dich. ist ein Plädoyer für Zivilcourage und aktives Engagement für eine bessere und gerechtere Welt. „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ – Dieses Epigramm Erich Kästners stellt der Sachbuchautor Gerhard Scheucher seinem neuen Werk voran. In seinem insgesamt 7. Buch (u. a. „Die Kraft des Scheiterns“, 2008) macht der Träger des Bruno-Kreisky-Preises (2004) Mut, eine zukunftsweisende Wandlung der Welt, die Lebensraum für uns alle ist, selbst in die Hand zu nehmen und sich für eine Gesellschaft zu engagieren, die Menschen einbezieht und nicht ausgrenzt. Wie wir unseren Planeten im positiven Sinn verändern können, zeigt der Autor anhand der Entwicklung vieler großer Organisationen auf, die einmal nichts weiter als scheinbar utopische Ideen von Einzelpersonen gewesen sind. Tu es! Die Welt braucht dich. gibt klare Handlungsanleitungen, wie wir unsere Verantwortung wahrnehmen können. Viele praktische Beispiele dienen dabei als Wegweiser, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren, denn eigenverantwortliche Initiativen von Frauen und Männern, von Jungen und Alten, braucht es mehr denn je. Wenn wir wollen, dass sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt und nicht zerfällt, dann muss vielen bedenklichen Tendenzen der Nährboden entzogen werden. „Tu es! Die Welt braucht dich.“ Nicht-Handeln ist für Gerhard Scheucher keine Option!
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Der Wieser Verlag wird vom Bundeskanzleramt (Sektion II, Kunst und Kultur) gefördert / Gefördert vom Land Kärnten Kultur / Založbo Wieser podpira Urad vlade Republike Slovenije za Slovence v zamejstvu in po svetu / Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Verlage
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„Was wäre Literatur ohne Sonne, ohne Meer, ohne Wind, ohne die Liebe und die Gesellschaft von Menschen verschiedenster Herkunft, verschiedenster Sprache. Ich habe es beobachten können: Lojze ist überall sofort mit den Fremden heimisch. Für ihn gibt es das Fremde nicht. Zumindest nicht die Angst davor, stattdessen umso mehr Interesse dafür. Sowohl was fremde Gewohnheiten, fremde Sprachen betrifft, aber auch wo und wie die Menschen wohnen und arbeiten, feiern und leben.“ Wilhelm Pevny, Schriftsteller, anlässlich der Bruno-Kreisky-Preis-Verleihung an den Wieser Verlag Die Reihe Europa erlesen ist die Mutter aller Reiseanthologien – Skylines
A-9020 Klagenfurt/Celovec 8.-Mai-Straße 12 Telefon +43 (0)463 37036 Telefax +43 (0)463 37635 office@wieser-verlag.com http://www.wieser-verlag.com
Katalog Frühjahr 2017 Art Director: Lojze Wieser Redaktion: Erika Hornbogner, Silvia Krause Grafische Umsetzung: Dietmar Schöffauer Lektorat: Josef G. Pichler Umschläge wurden gestaltet unter Verwendung von Grafiken, Bildern, Fotos etc. von: Mayü Belba, Grafik von Tomaž Kržišnik, Lojze Wieser, Stanislav Struhar, Wikimedia Commons Fotos im Katalog sind von: Mayü Belba, wdwfilm.at/ORF, Lojze Wieser, Wieser Archiv, Florian Gebauer Wilhelm Busch’s Frage: „Steigt aus seiner Tonne/Diogenes hier zur Sonne?“
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© Foto: wdwfilm.at/ORF
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