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M채rz 2011

>> MAGAZIN DER FH KUFSTEIN TIROL // // // //

FH Kufstein auch 2011 auf Erfolgskurs 25.000 Lehrveranstaltungseinheiten pro Studienjahr Kufstein im Mittelpunkt der Facility- und Immobilienmanagement-Welt Kufstein Winter School & Summer School

6. AUSGABE // Magazin der Fachhochschule ochsch Kufstein Tirol ol


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EDITORIAL / INHA LT

» Inhalt » Editorial 03 Stiftungsvorstand 04 FH Kufstein auch 2011 auf Erfolgskurs. Interview mit Geschäftsführer Mag. Wolfgang Richter. 06 FH-Rektor Dr. Johannes Lüthi über Lehrveranstaltungen, Gastprofessoren 09 Gelebte Internationalität an der FH Kufstein 11

Kufsteiner FM Gespräche

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CAST Ideenwettbewerb, Karrierewege in der Europäischen Energiewirtschaft

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Kufsteiner Filmtage

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Aus dem Studiengangsbereich Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement

22 Web-Business & Technology 25 Die Best Brains der FH Kufstein 27

Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen an der FH Kufstein

28 Alumni 30 News

In der 6. Ausgabe des Magazins zeigt Geschäftsführer Mag. Wolfgang Richter die sehr positive Entwicklung der FH Kufstein auf. Im Interview beleuchtet er die Gründe für den Erfolg und geht auf zukünftige Herausforderungen ein. FHRektor Prof. (FH) Dr. Johannes Lüthi bringt interessante Details zu Lehrveranstaltungen und streicht die Bedeutung von Gastprofessuren für die FH Kufstein heraus. Der Stiftungsvorstand stellt sich vor und berichtet in seinem Beitrag über Zusammenarbeit und Strategie. Rückblicke auf die 13. Kufsteiner Facility Management Gespräche und die 3rd Kufstein Winter School zeigen die Bedeutung dieser internationalen Veranstaltungen. Dazu kommen Beiträge über Studierendenprojekte und Veranstaltungen. Eine besondere Freude ist es, über Auszeichnungen berichten zu können: Die Überreichung des Wissenschaftspreises der Wirtschaftskammer Tirol, die Preisübergabe im Rahmen des CAST Ideenwettbewerbs und die Auszeichnung der Best Brains an der FH Kufstein sowie die Platzierung auf der Dean List der Universidad Mayor, Chile, Siege bei der European Estate Challenge 2011 und der 3. Platz bei einem Wettbewerb über Prozessmanagement sind Beweise für die Vielseitigkeit und das Engagement der Studierenden der FH Kufstein. Interessante Interviews mit Absolventinnen und Absolventen runden diese Ausgabe des Magazins ab. Allen Autorinnen und Autoren ein großes Danke für die gelungenen Beiträge! Die Redaktion

>> Impressum Herausgeber: Fachhochschule Kufstein Tirol Bildungs GmbH, Andreas Hofer-Straße 7, A-6330 Kufstein, www.fh-kufstein.ac.at Medieninhaber: Fachhochschule Kufstein Tirol BildungsGmbH und eco.nova corporate publishing/Senn & Partner KG, Hunoldstraße 20, A-6020 Innsbruck, www.econova.at Gesamtleitung & Koordination: Mag. Martin Hütter, Leitung Unternehmenskommunikation & Marketing FH Kufstein, Tel. 05372/71819 Layout: eco.nova c|p/Eva Christl • Bilder: Fachhochschule Kufstein, Fotolia, Istockphoto, Die Fotografen • Aktuelle Auflage: 4.000


STIFTUNGSVORSTAND

» Der Stiftungsvorstand der FH Kufstein Tirol U

nsere Fachhochschule führt ganz bewusst den Namen Fachhochschule Kufstein Tirol, weil wir uns mit unserer Stadt, unserem Land und unserer Region ganz besonders verbunden fühlen und dieseVerbindung auch nach außen hin dokumentieren wollen. Private Initiative eines Vereins idealistisch gesinnter Bürgerinnen und Bürger stand am Anfang unserer Fachhochschule, seit einigen Jahren ist nun die Fachhochschule Kufstein Tirol – Privatstiftung, gegründet vom erwähnten Verein unter seinem Obmann Kommerzialrat Prof. Walter Mayr und der Stadtgemeinde Kufstein, Trägerin unserer Fachhochschule.

Wir, Präsident des Tiroler Landtages DDr. Herwig van Staa, Baumeister Ing. Hans Treichl und ich, Dr. Siegfried Dillersberger, emeritierter Rechtsanwalt und ehemaliger Abgeordneter und Bürgermeister von Kufstein, bilden den Stiftungsvorstand, dem ein Beirat von Experten zur Seite steht. Unsere Aufgabe ist es, die Fachhochschule strategisch zu leiten, ihren weiteren Ausbau zu organisieren, die Neuentwicklung von Studiengängen zu forcieren und für die internationale Vernetzung zu sorgen. Unser Grundsatz dabei ist, dass wir dafür sorgen, dass Forschung und Lehre an unserer Fachhochschule frei von Einflüssen seitens des Erhalters aber auch Dritter bleiben und dass der hohe ethische Anspruch, den unsere Gründer in die Präambel der Stiftungsurkunde festgeschrieben haben, stets gewahrt bleibt. Die Menschenrechte, die Menschenwürde und die Werte einer freien und demokratischen Gesellschaft sind zentraler Bestandteil des Grundverständnisses unserer Stiftung. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir als Stiftungsvorstand eine hohe Verantwortung tragen und wir sehen es als unsere vordringlichste Aufgabe an, den Fachhochschulstandort Kufstein zu sichern. Dazu gehört ein weiterer Ausbau unseres Hauses, um hier die unbedingt notwendigenVoraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung, aber auch für die Forschung und die Lehre zu verbessern. Dazu gehört aber auch die Förderung aller Maßnahmen, die der weiterenVerbesserung der Forschung und Lehre in unserem Haus dienen. Unsere besondere Fürsorge gilt den Studentinnen und Studenten, die sich dafür entschieden haben, sich bei uns auszubilden. Ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit wird daher die Schaffung zusätzlicher Wohnmöglichkeiten und optimaler Arbeitsbedingungen im Haus sein. Unser Prinzip ist das der offenen Tür: Wir sind im Hause präsent und unsere Tür steht jeder und jedem jederzeit offen. Ein offenes Gesprächsklima in unserem Haus soll uns in erster Linie helfen, die Probleme zu erkennen und an ihrer Lösung zu arbeiten. Es gibt also viel zu tun, wir gehen mit viel Optimismus an diese Arbeit, in der wir von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus bisher vorbehaltlos unterstützt werden – so soll es auch bleiben. <

Vorstandsvorsitzender Dr. Siegfried Dillersberger

Stv. Vorstandsvorsitzender DDr. Herwig van Staa

Geschäftsführender Vorstand Bmstr. Ing. Hans Treichl

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IN TE R VIE W MIT GF MAG. W O LF GA NG R IC HT ER

BewerberInnen: + 5 % Studierende: + 10 %

» FH Kufstein auch 2011 auf Erfolgskurs Geschäftsführer Mag. Wolfgang Richter zeigt in diesem Interview die sehr positive Entwicklung der FH Kufstein auf. Nach der erfolgreichen Positionierung im vergangenen Jahr stehen 2011 die Qualitätssicherung und die strategische Weiterentwicklung im Vordergrund.

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ie FH Kufstein entwickelt sich sehr positiv. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Die erfreuliche qualitative und quantitative Entwicklung der FH Kufstein konnte auch im vergangenen Jahr fortgesetzt werden. So wurde die Anzahl der Studierenden nochmals um 10 Prozent gesteigert und lag zu Beginn des Wintersemesters 2010/11 bei 1.180. Dieser Anstieg zeigt uns, dass das aktuelle Studienangebot passt und sich die Studierenden vermehrt für die FH Kufstein entscheiden. Dies untermauern auch die steigenden Interessentenzahlen für das nächste Studienjahr 2011/12. Mit der Positionierung der FH Kufstein, dem attraktiven Angebot und der inhaltlichen Ausrichtung der Studiengänge sind wir auf dem richtigen Kurs. Die intensive und sehr persönliche Betreuung wird von den Studierenden gut angenommen. Wirkt sich diese positive Entwicklung auch auf die Geschäftszahlen aus? Im vergangenen Studienjahr konnte auch der wirtschaftliche Turnaround geschafft werden. Das Geschäftsjahr 2009/10 wurde plan-

gemäß mit einem deutlichen Plus abgeschlossen und wir konnten auch Vorsorgen zur Absicherung der Zukunft dotieren. Dies hat zum einen seine Ursache in den durch den gut eingesetzten Marketing Mix erneut gestiegenen Studierendenzahlen, welche die Basis für unsere Finanzierung sind. Zum anderen im sorgsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Wie aktuell ist das Studienangebot? Das Angebot wurde inhaltlich überarbeitet - die Curricula wurden dementsprechend neu gestaltet - und entspricht den aktuellen Anforderungen der Wirtschaft hinsichtlich Lehre und Praxis. Dies wurde auch vom Fachhochschulrat mit der Reakkreditierung von fünf Bachelor-Studiengängen für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Wir wollen uns jedoch nicht auf diesen Erfolgen ausruhen sondern überprüfen unser Studienangebot durch eine intensive Marktforschung unter Einbindung der Neuen Medien. Die Konstante in unserem Studienangebot bildet eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung. SelbstverständlicharbeitenwirpermanentanderWeiterentwicklung unseres Portfolios: Derzeit konzentrieren wir uns auf die Entwicklung und Implementierung marktfinanzierter Studiengänge.


Mag. Wolfgang Richter, Geschäftsführer FH Kufstein

Gibt es weitere Aktivitäten zur Stärkung der qualitativen Komponente? Für die Studiengänge Unternehmensführung und Krisen- & Sanierungsmanagement läuft bereits die Reakkreditierungsphase. Damit wird in diesen Studiengängen das Curriculum den aktuellen und zukünftigen Anforderungen angepasst; dem Entwicklungsteam standen dabei führende, international renommierte Universitätsprofessoren zu Seite. Zudem wollen wir unsere Qualitätssicherungsmaßnahmen bündeln und in ein bereichsübergreifendes Qualitätsmanagementsystem integrieren.Wir werden die hochwertige persönliche Betreuung der Studierenden durch fachlich topqualifizierte Lehrende weiter ausbauen. Das sind herausfordernde Aufgaben. Welche gemeinsame Klammer könnte man um diese Maßnahmen sehen? Nach den personellen und organisatorischen Änderungen im Vorjahr setzen wir 2011 auf Stabilisierung. Wir wollen die erfolgreich eingeleiteten Verbesserungen nachhaltig festigen und verstärken. Damit wird eine Phase der Kontinuität eingeleitet. Die erarbeiteten Konzepte sind mittel- und langfristig angelegt, die nun konsequent umgesetzt und durch qualitätssteigernde Maßnahmen begleitet werden. Kontinuität heißt aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots der FH Kufstein.

Wie steht es um die räumliche Infrastruktur in Zukunft? Wir stoßen jetzt an die räumlichen Kapazitätsgrenzen. Daher ist angedacht, den Standort nach Südwesten zu erweitern und den geplanten Bauabschnitt III zu realisieren. Da Bauprojekte langfristig angelegt sind, gilt es jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die FH Kufstein ist bekannt für ihre starke internationale Ausrichtung. Wie zeigt sich dies? Besonders erfreulich ist der zunehmende internationale Austausch: Heuer können ca. 200 Incoming Students an der FH Kufstein empfangen werden. Auch die Studierenden der FH Kufstein nutzen das Austauschangebot mit über 150 renommierten Partnerhochschulen weltweit, wo sie ohne zusätzliche Gebühren studieren können. Diesen einzigartigen Vorteil eines kostengünstigen Auslandsaufenthaltes bietet nur die FH Kufstein. Während ihres Auslandsaufenthaltes wollen wir unsere Studierenden begleiten und binden sie auch in dieser Zeit in den Informationsfluss ein. Und schließlich freuen wir uns über die wachsende Lektorenmobilität. So konnten wir im vergangenen Semester Gastprofessoren aus Deutschland, Frankreich und Russland begrüßen. Umgekehrt konnte zum Beispiel Prof. (FH) Exler in Indien beste Erfahrungen sammeln. Vielen Dank für das Gespräch! <


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KOL LEGIUMSL EI T U NG

FH-Rektor Johannes Lüthi

» 25.000 Lehrveranstaltungseinheiten pro Studienjahr A

n der Fachhochschule Kufstein werden zurzeit acht Bachelorund sechs Masterstudiengänge angeboten, manche sowohl in berufsbegleitender als auch in Vollzeitform. Im Studienjahr 2009/10 wurden hierfür (bei damals erst sechs Bachelorstudiengängen) ca. 700 Lehrveranstaltungen mit insgesamt fast 1.700 Semesterwochenstunden Umfang angeboten. Insgesamt bedeutet diese Zahl, dass in unseren Hörsälen etwa 25.000 Lehrveranstaltungseinheiten á 45min gehalten wurden. Das sind – aneinandergereiht – beinahe 2 Jahre und 2 Monate Tag und Nacht Vorlesungen, Seminare, Übungen, Betreuung von Fallstudien und Projekten, oder integrative Lehrveranstaltungen. Zu dieser beeindruckenden Zahl von Lehrveranstaltungen gesellt sich noch die Betreuung und Begutachtung von ungefähr 500 Bachelorarbeiten, sowie fast 100 Diplomarbeiten als wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Masterstudiengängen. Für die Umsetzung dieses Angebots stehen aktuell innerhalb der Fachhochschule Kufstein circa 30 Professorinnen und Professoren im Einsatz. Zurzeit wird unser Team gerade um weitere hochqualifizierte Professorinnen und Professoren erweitert, um auch dem wachsenden Bedarf durch die zwei neuen Bachelorstudiengänge „Marketing- und Kommunikationsmanagement“ und„Wirtschaftsingenieurwesen“ sowie den neu aktivierten Masterstudiengang „Europäische Energiewirtschaft“ gerecht zu werden.

Verzahnung von Theorie und Praxis Ein wesentlicher Teil der Philosophie unserer Fachhochschule ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Dieser Ansatz wird gelebt in den Studienplänen (z. B. in der Form von integrativen Fallstudien, bei denen in der Regel von Studentengruppen Projekte mit Auftraggebern aus der Wirtschaft bearbeitet werden), in vielen Lehrveranstaltungen, dieTheorie und Anwendung miteinander

verbinden, durch Berufspraktika, sowie in den Themenstellungen vieler Bachelor- und Diplomarbeiten. Ein ganz wichtiger Baustein in der Integration berufspraktischer Erfahrung in die Studienprogramme stellt dabei der Ansatz dar, mehr als die Hälfte (im Studienjahr 2009/10 ca. 55 %) unseres Lehrangebots durch externe Lehrbeauftragte zu gestalten, die typischerweise in der fachspezifischen beruflichen Praxis stehen. Zwar verfügen selbstverständlich auch die hauptberuflich an der Fachhochschule Kufstein Lehrenden über einen großen Schatz an praktischer Erfahrung, aber gerade der Mix aus internem und externem Lehrangebot hat sich bewährt, um in den Studiengängen stets am Puls der Zeit und an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.

Bedeutung von Gastprofessuren an der FH Kufstein Als Ausdruck des Respekts vor der großen quantitativen und qualitativen Bedeutung unserer Lehrbeauftragten wurde vor etwa einem Jahr die Idee geboren, externen Lehrbeauftragten mit langer intensiver Verbundenheit mit der FH in Lehre und Forschung, sowie herausragenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft den Funktionstitel Gastprofessorin/Gastprofessor (FH) bzw. Visiting Professor (FH) zu verleihen. Konkret steht es jedem Studiengangsbereich zu, pro Semester eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorzuschlagen. Die begründeten Anträge werden von den Mitgliedern des FH Kollegiums geprüft und das Kollegium entscheidet in der Folge per Beschluss über die Empfehlung zur Verleihung des Funktionstitels. Die Empfehlungen werden durch die Geschäftsführung der FH Kufstein und den Stiftungsvorstand der Fachhochschulstiftung der Fachhochschule bestätigt oder können auch abgelehnt werden. Im Fall der Befürwortung wird die Gastprofessur für die Dauer eines Semesters verliehen. <


GASTPROFESSOREN

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» Gastprofessoren im Wintersemester 2010/11 Im vergangenen Wintersemester durften wir uns freuen, den Funktionstitel Gastprofessor bzw. Visiting Professor an drei erfahrene und hochkarätige Lehrbeauftragte verleihen zu können.

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us dem Studiengangsbereich Facility Management und Immobilienwirtschaft wurde eine Gastprofessur verliehen an Herrn Mag. Albert MM Pilger. Mit Herrn Pilger zeichnet die FH Kufstein einen der profiliertesten Facility Management Experten Österreichs in Anerkennung seiner beruflich-fachlichen Leistungen und seines

E-Business Systems sowie Marketing and Sales gelehrt. In Ergänzung zu seiner Vorlesung teilte Mr. McGetrick mit uns in seinem erfrischenden hochschulöffentlichen Vortrag zum Thema „What I hate about marketing“ Insiderwissen über die manipulativen Untiefen des Marketing. Eine besondere Ehre war für unser Haus das Engagement von Prof. Dr. Oliver Scheytt, Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Geschäftsführer der RUHR 2010 GmbH, im Studiengang Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement. Prof. Scheytt konnte auch schon für die 1st Kufstein Summer School in Epidavros, Griechenland, als Vortragender gewonnen werden. Sein nachhaltiges Konzept für die Regionalentwicklung RUHR 2010 hat im vergangenen Jahr für internationale Medienaufmerksamkeit gesorgt. In seinem Seminar„Strategisches Management im Kulturmanagement“, das er gemeinsam mit Prof.

langjährigen Engagements für den Bereich FM an der FH Kufstein aus. Albert Pilger ist zertifizierter Facility Manager der IFMA (International Facility Management Association), gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Facility Management und für Regeltechnik und Gebäudeautomation, seit 2008 Chairman der EuroFM und Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident der FMA und der IFMA Austria. An der FH Kufstein hält Herr Pilger seit 10 Jahren regelmäßig unterschiedliche Vorlesungen im Studiengang Facility Management & Immobilienwirtschaft. Im Studiengangsbereich WIT (Studiengänge Web-Business & Technology, Wirtschaftsinformatik [auslaufend], Wirtschaftsingenieurwesen, ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement) wurde der Funktionstitel Visiting Professor (FH) dem gebürtigen Iren Desmond McGetrick, Associate Dean der Paris Business School verliehen. Desmond McGetrick war nach seiner akademischen Ausbildung mehr als 10 Jahre als international tätiger Marketing Manager aktiv und lehrt seit 2002 an der Paris Business School. Der FH Kufstein hält er seit über 5 Jahren die Treue und hat hier im Diplom- und im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik

(FH) Dr. Gernot Wolfram im Masterprogramm des Studiengangs SKVM abhielt, betonte er die Bedeutung von Konzepten, die sowohl ökonomisch wie kulturpolitisch das kulturelle Potential von Regionen und Städten hervorheben:„Kultur ist der entscheidende identitätsbildende Faktor in modernen Stadtgesellschaften. Erst wenn diese Erkenntnis zu politischen und managerialen Konsequenzen führt, können auch Faktoren wie künstlerische Qualität, Integration und Förderung von Interkulturalität zu ihrem vollen Recht kommen“. <


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GASTPROFESSOREN

» FH-Prof. Dr. Markus W. Exler war im Oktober 2010 als Gastprofessor in Indien A

uf Einladung des IMT, Institute of Management Technology in Ghaziabad, eine der in Indien führenden 10 Business Schools, hielt Dr. Exler für „post graduate students“ Vorlesungen in den Fächern Mergers & Acquisitions, Corporate Restructuring und Management Accounting. Etwas überraschend für den erfahrenen Hochschullehrer war, dass er den Studierenden keine theoretischen betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge vorstellen musste, da diese mit ihrem Bachelordegree, ihrer mindestens fünfjährigen Berufspraxis sowie ihrem fast abgeschlossenen Masterstudium schon bestens vorbereitet waren.„Ohne meine Darstellungen aus der Praxis meiner Geschäftsführungs- und Consultingtätigkeit wäre ich mit Pauken und Trompeten untergegangen. Nichts Neues hätte ich vermitteln können.“, so der Professor. Aufgrund erstklassiger studentischer Evaluierungen wurde Dr. Exler als Professor in die „visiting faculty“ des IMT aufgenommen. Seiner Meinung nach ist mit diesem Aufenthalt die Grundlage für einen regen akademischen Austausch zwischen der FH Kufstein und dem IMT in Indien gelegt, darüber hinaus aber auch mit einer gewissenVerpflichtung verbunden, zeitnah gemeinsame akademische Agenden weiterzuentwickeln. Angedacht ist beispielsweise das von Exler 2010 veröffentlichte Lehrbuch „Controllingorientiertes Finanz- und Rechnungswesen“ für die Märkte Indien, Bangladesch, Bhutan, Pakistan, Nepal und Sri Lanka aufzubereiten oder auch, gemeinsam mit einer US-amerikanischen Universität über die Entwicklung eines „Triple Degree MBA-Programms“ nachzudenken. Ein Folgeaufenthalt in Indien für 2011 ist in Vorbereitung. <

IMT, Institute of Management Technology, Ghaziabad/Indien

Taj Mahal in Agra, Indien

Prof. (FH) Dr. Markus W. Exler, Studiengangsleiter an der FH Kufstein


I N TE T E R N AT AT IO I O N AL A L IITÄT ITTÄT Ä

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» International Program » „Exchange Fair“ mit internationalen Studierenden aus 22 Nationen

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as International Relations Office der FH Kufstein veranstaltete traditionsgemäß in Zusammenarbeit mit den IncomingStudierenden am 1.12.2010 eine „Exchange Fair“ in der Aula der FH Kufstein. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Studierenden und Besuchern einen Einblick in die Internationalität der FH Kufstein zu geben und Informationen direkt bei den Studierenden der jeweiligen Partnerhochschule abzuholen. Die Exchange Fair bot den Incoming-Studierenden aus 22 Nationen eine Plattform für die Präsentation ihrer Heimathochschule an der FH Kufstein und eröffnete tiefe Einblicke in die Kultur der jeweiligen Nation. Diese Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Studierende der FH Kufstein, die an einer der Partnerhochschulen das obligatorische Auslandsstudium absolvieren werden. Die Exchange Fair war mit vielfältigem und umfangreichem Informationsprogramm und von einer ausgezeichneten Organisation begleitet. Die FH-Studierenden und die Besucher zeigten sich vom Konzept dieser Plattform überzeugt und waren vom Informationsangebot über die vertretenden Nationen und Partnerhochschulen sehr beeindruckt. <

V.l.n.r.: FH-Vizerektor Prof. (FH) Dr. Stephan O. Hornig, FH-Rektor Prof. (FH) Dr. Johannes Lüthi, Prof. Tienie Crous und Mag. Noureddine Rafili, Leiter IRO

» Der Dekan der „University of the Free State“, Südafrika, besuchte die FH Kufstein

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er Dekan der „University of the Free State“, Südafrika, Prof. Tienie Crous, besuchte die Fachhochschule Kufstein und hielt die Lehrveranstaltung „Doing Business in South Africa“ im Rahmen des „International Program“ der FH Kufstein. Zwischen der FH Kufstein und der „University of the Free State“ besteht seit über fünf Jahren eine Kooperationsvereinbarung im Bereich der Studierendenmobilität. Im Rahmen dieser Kooperation haben bereits mehrere Studierende aus der FH Kufstein ein Auslandssemester an der „University of the Free State“ erfolgreich absolviert. Die Lehrveranstaltung war in jeder Hinsicht ein großer Gewinn für die Incoming-Studierenden und für die FH Kufstein insgesamt. Durch diesen Besuch wurde die bilaterale Zusammenarbeit beider Intuitionen verstärkt und die Internationalisierung des Curriculums des „International Program“ nachhaltig gefördert. <

Die Exchange Fair am 1.12.2010 war gut besucht

Becky J. Oliphant, Ph.D. Professor of Management & Marketing Stetson University

» Prof. Becky J. Oliphant, Ph.D. an der Stetson University, Florida, USA, schätzt das internationale akademische Niveau des „International Program“ der FH Kufstein

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wischen der FH Kufstein und der Stetson University, Florida, USA besteht im Bereich der Studierenden- und Lektorenmobilität seit mehreren Jahren eine Kooperationsvereinbarung. Prof.

Oliphant, Professor of Management & Marketing, unterrichtet regelmäßig die Studienfächer„Consumer Marketing“ und„Advertising and Promotion“ im „International Program“ der FH Kufstein. Prof. Oliphant schätzt das internationale akademische Niveau des „International Program“ der FH Kufstein: “It has been an honor for me to teach in the International Program. The students have always been very receptive and engaged in my class. Knowing that the only common language all of them share is English has been humbling to me as an American (who only speaks one language).  I have had the opportunity to teach a variety of classes and enjoy the active participation by the students, the sharing of cultures, customs and country specific answers. The students learn from each other and teach me along the way.  I have brought back to the states many examples I have learned from the students in Kufstein to my own classroom. At times I feel I learn as much, if not more from them than they are learning from me. FH Kufstein has a good model for bringing in students from all over the world to engage in both classroom and life experiences. It has been a pleasure to teach in the program.” <


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IN TE RN ATIONA L BU S INES S S T U D IES

» IBS-Bachelor-Studierende besuchen die Riga International School of Economics and Business Administration (RISEBA)

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m Rahmen ihres Bachelor-Studiums Internationale Wirtschaft & Management besuchten die berufsbegleitend Studierenden das Jahrgangs ibs2008/09 Anfang Oktober 2010 Riga, die Hauptstadt Lettlands. Neben der Teilnahme an einem Kurs zu „International Trends in Marketing“ lernten die Studierenden durch Exkursionen und Freigänge auch Land und Leute kennen und bekamen Einblicke in die Wirtschaftslage des baltischen Staates und die Besonderheiten des internationalen Geschäftslebens.

Besuch des Airport Riga mit Besichtigung einer Boing 737 – 300 der Air Baltic

Die herzliche Aufnahme durch die Organisatoren der RISEBA Riga International School of Economics and Business Administration, der intensive fachliche Austausch mit den Lehrenden und ein abwechslungsreiches Seminar mit Case Studies, 3 Firmenbesichtigungen und der Besuch des Badeortes Jurmala ließen die Auslandswoche viel zu kurz werden. Gut nach Österreich zurückgekehrt waren sich alle einig, dass die persönlich erlebten Einblicke in die Charakteristika eines anderen Landes wesentlich zum Verständnis internationaler Beziehungen im Wirtschafts- wie auch im sonstigen Leben beigetragen haben.<

Das Team in der Riga International School of Economics and Business Administration

// Kerstin Ohnmacht, B.A. auf der exklusiven Dean List Kerstin Ohnmacht, die ihr Bachelor-Studium mit gutem Erfolg abgeschlossen hat, ist eine der wenigen, die es auf die Dean List geschafft haben. Denn dort sind nur jene Studierenden gelistet, die eine SemesterDurchschnittsnote von über 5,6 auf der Skala von 1 – 7 aufzuweisen haben (Bestnote 7). Kerstin Ohnmacht erreichte diese Topplatzierung an der angesehenen Universidad Mayor, Chile. Sie absolvierte ihr Auslandsjahr im Rahmen des internationalen Studiums von 1.8.2009 bis 30.7.2010 in Santiago de Chile (5. und 6. Semester des Vollzeit-Bachelor-Studiums Internationale Wirtschaft & Management). Herzlichen Glückwunsch!


FM G E S P R ÄC H E

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Interessierte Zuhörer bei den 13. Kufsteiner FM Gesprächen

» Facility Management im weltweiten Fokus V

om 19. bis 21. Jänner 2011 trafen sich über 150 Experten der Bereiche Facility Management und Immobilienmanagement aus der ganzen Welt in Kufstein, um über die neuesten Beiträge zum Themenbereich Built Environment zu diskutieren. Für drei Tage stand Kufstein bereits zum 13. Mal ganz im Mittelpunkt der Facility- und Immobilienmanagement-Welt. Derzeit arbeiten viele Abteilungen isoliert, ohne ganzheitliche Betrachtungsweise ihres Unternehmens. Unter „Built Environment“ werden die Disziplinen Facility Management, Immobilienmanagement und Architektur zusammengefasst. Ziel ist es, die Prozesse in und um Gebäude lebenszyklusorientiert zu optieren und den Wert und Qualität der Immobilien und Dienstleistungen zu steigern.

Als Gastgeber konnte der Studiengang Facility Management & Immobilienwirtschaft an der FH Kufstein 33 topaktuelle Papers und Präsentationen von international renommierten Fachleuten aus den USA, Dänemark, Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Österreich und sogar aus Lagos und Nigeria zeigen. Hochkarätige Wissenschafter aus 18 Ländern brachten den begeisterten Besuchern die neun Themen Architektur & Funktionalität, Building Sciences & E-Technology, Arbeitsplatzmanagement, Energie- & Nutzermonitoring, Dienstleistungsmanagement, Green Buildings & Gebäudezertifikate, Best Practice, Finanzierung & Investition und Planungs- & Entscheidungssysteme näher.

Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch bei der Eröffnung

Unter den Referenten waren auch bekannte Persönlichkeiten wie zum Beispiel Prof. Matthias Ebinger vom Pratt Institute New York, Prof. Dr. Jan van Dalen aus Maastricht sowie die Vicky Hardy ehem. Standford University, USA. Viele weitere Opinion Leader und Professionals von Top-Unternehmen aus Facility Management und Immobilienwirtschaft nutzten begeistert die Konferenz, um die neuesten Informationen auszutauschen. <


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FACIL IT Y- & IM M O BILIENMA NAGEM ENT

» Gelebte Internationalität Studienaufenthalt in den USA

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m Rahmen des im Curriculum geplanten Aufenthalts besuchten die Studierenden des Master-Studiengangs Facility- & Immobilienmanagement Unternehmen und Universitäten im Silicon Valley und Atlanta. So konnten Sie sich einen direkten Einblick in die amerikanische Arbeits- und Unternehmenswelt vor Ort verschaffen. Im Silicon Valley bot sich den Studierenden die Möglichkeit, das Headquarter des Softwareherstellers Adobe zu besichtigen, welches das erste Leeds „Platinum“ zertifizierte Gebäude in Kalifornien ist. Der Facility Manager von Microsoft erklärte der Gruppe das Konzept des neuen Schulungs- und Ausbildungszentrums desWeltkonzerns. Einen besonderen Einblick in amerikanische Universitäten konnten die Studierenden bei einem Besuch in Berkely, CSU und GeorgiaTech gewinnen. In Berkely gibt es sogar reservierte Parkplätze für Nobelpreisträger, die vom Facility Management bewirtschaftet werden. Auf Einladung der Firma ISS konnte die Business Modelle des Las Vegas Market Centers und des Nashcar Racing Tracks diskutiert werden. Beide Locations haben gemeinsam, dass sie nur für 1-2 Events pro Jahr genutzt werden und einen ROI erwirtschaften. Den Höhepunkt der Reise bildete ein ganzer Tag mit dem Management der Großinvestoren Pramerica (Prudential) in Atlanta. Äußerst eindrucksvoll und kompetent erklärten die Verantwortlichen ihre Aufgabenbereiche und Vorgangweisen und rundeten den Tag

Das FM-Team vor einem Bild des Hooverdam, dem größten Betonbauwerk in der westlichen Hemisphäre

mit der Besichtigung von mehreren Investments ab. Zum Abschluss des Studytrips besuchten die Studenten noch die FM Konferenz World Worksplace und CocaCola Real Estate.<

» Andreas Thaler erhält Wissenschaftspreis der Wirtschaftskammer Tirol

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m 15.12. 2010 überreichte Dr. Oswald Mayr, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Tirol, den diesjährigen fünf Siegern den Tiroler Wissenschaftspreis für hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung. Andreas Thaler, Absolvent des MasterStudiengangs Facility- & Immobilienmanagement der FH Kufstein, war einer der Ausgezeichneten. Er beschrieb in seiner Arbeit die ökonomischen Auswirkungen des Einbaus von Wohnraumlüftungsanlagen in mehrgeschossigeWohnbauten über deren gesamten Lebenszyklus und zeigt Optimierungspotentiale auf.

Die Bedeutung der Diplomarbeit für die Tiroler und die österreichische Bauwirtschaft wird deutlich, wenn man bedenkt, dass europaweit ab 2020 private Wohnbauten den Energiestandard eines Passivhauses erreichen müssen und in Österreich die einzelnen Bauordnungen wahrscheinlich schon früher diesen Anspruch stellen werden. Dieser niedrige energetische Verbrauch lässt sich aber nur mit Hilfe einer Wohnraumlüftung erreichen, da ansonsten die Lüftungsverluste zu hoch sind. Außerdem empfiehlt sich der Einbau einer Wohnraumlüftung auch für Gebäude, die nach der heutigen Tiroler Bauordnung errichtet werden aus bauphysikalischen und gesundheitsfürsorglichen Gründen, um bei dichten Gebäuden Schimmel und zu hohe Schadstoff- oder CO2-Werte zu vermei-

V.l.: FH-Rektor Prof. (FH) Dr. Johannes Lüthi, Andreas Thaler, MA, Geschäftsführer Mag. Wolfgang Richter und Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch

den. Obwohl die Wohnraumlüftungen in naher Zukunft Standard sein werden, gibt es jedoch nur eine begrenzte Anzahl von mehrgeschossigen Wohnbauten, die bereits Erfahrungen darüber besitzen. Die bisher in Tirol bestehenden Erfahrungen auszuwerten und Optimierungspotential für künftige Anlagen zu beschreiben ist der Anspruch dieser Arbeit. <


FAC I L I T Y - & I M M O B I L I E N MA N AG E M ENT

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» FH Kufstein erfolgreich bei der EREC European Real Estate Challenge 2011

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in Team der FH Kufstein unter Leitung von Asc. Prof. (FH) Dr. Michael Trübestein nahm dieses Jahr erstmals bei dem jährlich stattfindenden internationalen Wettbewerb „EREC European Real Estate Challenge 2011“ teil. Dabei treten die führenden immobilienwirtschaftlichen Universitäten Europas zum akademischenWettbewerb gegeneinander an. ÖsterreichischeTeams schnitten mit den Plätzen eins und zwei hervorragend ab. Jede teilnehmende Universität entsendet bis zu vier zuvor ausgewählte Studierende nach Berlin, die sich wiederum in einzelne Vierer- bis Siebener-Gruppen aufteilen, mit jeweils einem Studierenden aus jedem Land. Fünf Tage verbringen die Studierenden in einer weiteren europäischen Metropole und untersuchen dort den Immobilienmarkt. Der Schwerpunkt liegt dabei – neben dem kompetitiven Teil – auch im Austausch der immobilienwirtschaftlichen Universitäten und Studierenden untereinander. Im Rahmen des Wettbewerbs vergleichen die Studierenden Bürogebäude in Berlin mit jenen in der jeweiligen Hauptstadt. Ziel ist es, ein neues Hauptquartier für einen internationalen Finanzdienstleister zu finden. Die Studierenden können so das erlernte theoretischeWissen anwenden und innerhalb der Gruppe Entscheidungen koordinieren, delegieren und rechtfertigen. Die Gruppen werden von den Repräsentanten der jeweiligen Universität geleitet und unterstützt.

Bei der Endpräsentation am 20. Jänner 2011 in Berlin konnte das Team der Stadt Wien mit Studierenden aus Deutschland, Finnland, Irland, Polen, den Niederlanden und Großbritannien unter Organisation von Michael Trübestein (FH Kufstein) die international besetzte Jury aus Universitätsvertretern und Immobilienunternehmen überzeugen und den ersten Platz erreichen. Die Gruppe arbeitete die Vorteile Wiens klar heraus und leitete unter den untersuchten Gebäuden – Vienna Twin Tower, GreenWorx und Donau City – das für die Bedürfnisse des Unternehmens optimale Gebäude und die perfekte Büroaufteilung sowie -organisation ab. Ein internationales Studierendenteam mit dem Studierenden Claus Nägelein von der FH Kufstein belegte den 2. Platz. In der Präsentation wurden dabei theoretisch und praktisch die Vorteile von Amsterdam und Berlin mit den jeweiligen Bürogebäuden gegeneinander abgewogen. Die sehr guten Platzierungen untermauern die hohe Qualität der Lehre an der FH Kufstein. „Der immobilienwirtschaftliche Bereich der FH Kufstein konnte unter Beweis stellen, dass er international wettbewerbsfähig ist und die Studierenden perfekt auf die späteren Aufgaben in den Unternehmen vorbereitet werden“, so Dr. Michael Trübestein, Professor für Immobilienmanagement an der FH Kufstein.<


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IDEE NWE T TBE W ER B

» Strahlende Sieger bei Preisübergabe

des CAST Ideenwettbewerbs In Kooperation mit dem Center for Academic Spin-off´s Tyrol (CAST) startete der Gründerservice der FH Kufstein auch 2010 den Fit for Business Wettbewerb für Gründungsideen. AbsolventInnen, StudentenInnen und MitarbeiterInnen konnten ihre innovativen Produkt- und Geschäftsideen von erfahrenen Experten auf ihre Tragfähigkeit und ihre Marktchancen hin prüfen lassen. Am 25. November 2010 wurden von einer hochkarätigen Jury aus 14 Einreichungen die sechs zukunftsträchtigsten Geschäftsideen ausgewählt und mit Geldpreisen ausgezeichnet.„Alle eingereichten Geschäftsideen waren sehr gut und die Entscheidung um die Plätze knapp, der erste Rang jedoch eindeutig“, so Geschäftsführer Mag. Wolfgang Richter, der den Vorsitz der Jury innehatte. Der erste Platz ging an Guiseppe Sorrentino, der im dritten Semester Unternehmensführung an der FH Kufstein studiert. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Michael Pointner möchte er das Konzept „Incredibelt“ realisieren. Der „Incredibelt“ ist ein „unzerstörbarer Gürtel“, der vom Accessoire zu einem eigenständigen Produktsegment und zu einer eigenen Marke avancieren soll. Auf den Plätzen zwei und drei landeten das Team Ing. Mag. (FH) Emanuel Stocker / MMag. (FH) David Koch (Immobilien Benchmarking Institut) und Mag. (FH) Reinhold Gruber (Studiengang

Krisen- & Sanierungsmanagement) mit ihren Konzepten „Softwarebasierte Lebenszyklusprognose von Gebäuden“ bzw.„Leistbare Elektromobilität für Europa“. Mit dem Konzept „Bestes Videomaterial dank Technologie“ ging der vierte Platz an Felix Trummer (Studiengang Unternehmensführung). Theresa Neumüller und Martin Steiner (Studiengang Unternehmensführung) wurden für ihre Idee „My Dude“ mit dem fünften Platz ausgezeichnet. Mit ihrer gelungenen Geschäftsidee „Step Out.“ hat Mag. Christine Iuga (Studiengang Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement) den sechsten Platz belegt. Der Leiter des Gründerservice der FH Kufstein und Koordinator des Ideenwettbewerbs Prof. (FH) Dr. Stefan Razik freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern und dankte den einzelnen Ideenteams für ihre kreativen Einreichungen. <

Karrierewege in der Europäischen Energiewirtschaft Im Rahmen des FH Kufstein Career Centers trafen sich am 7. Dezember 2010 Vertreter der Energiewirtschaft und Studierende. Dr. Roger Weninger, Betriebsdirektor Kundenservice der Stadtwerke Augsburg und Lektor an der Fachhochschule Kufstein, stellte in seinem Vortrag die strukturellen Veränderungen und Karrieremöglichkeiten in der Europäischen Energiewirtschaft vor. Er präsentierte die Anforderungen der Unternehmen, zeigte mögliche Karrierepfade auf und hob hervor, dass Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Europäische Energiewirtschaft der FH Kufstein für viele Berufsfelder qualifiziert sind und hervorragende Jobchancen haben.

Dr. Roger Weninger (am Rednerpult), Prof. (FH) Dr. Wolfgang Berger (sitzend rechts vorne)

Das FH Kufstein Career Center veranstaltet regelmäßig branchenspezifische Personalmessen und Fachvorträge. In Kooperation mit dem Studiengang „Europäische Energiewirtschaft“ wurde der Abend von Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Wolfgang Berger und Dr. Roger Weninger gestaltet. Die Studierenden nutzten nach dem Vortrag die Möglichkeit, Informationen einzuholen und sich mit den Experten auszutauschen.


E U R O PÄ I S C H E E N E R G I E W I R TS C H A F T

» Interview Was waren für Sie die entscheidenden Gründe für die Wahl des Bachelor-Studiums Europäische Energiewirtschaft? Stefan Unteregger: Ich war auf der Suche nach einem Studium mit wirtschaftlichem Inhalt, wollte jedoch nicht klassische BWL studieren. Die Kombination aus wirtschaftlichen und technischen Inhalten des Studiengangs hat mich daher sofort beeindruckt. Zudem war mir klar, dass das Thema Energie in Zukunft von zentraler wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Bedeutung sein wird. Kristin Wachinger: Ich denke die von Stefan angeführten Punkte waren für die meisten Studierenden ausschlaggebend für die Wahl dieses Studiums. Darüberhinaus hat mich die Möglichkeit, eine zweite Fremdsprache zu erlernen, so wie sehr vielfältige spätere Berufsmöglichkeiten vom Studium Europäische Energiewirtschaft überzeugt. Was war für Sie ein absolutes Highlight oder ein entscheidender Lernschritt im Studium? Wachinger: Als Highlight würde ich den engen Bezug zur Praxis sehen, der in den meisten Studiengängen nicht selbstverständlich ist. So waren es einerseits die Exkursionen zu den verschiedensten Unternehmen der Energiewirtschaft z. B. der Energie AG, der Voest Alpine, der OMV etc., die einen tiefen Einblick in die verschiedenen Facetten der Energiewirtschaft ermöglicht haben. Zum anderen war es für mich ein entscheidender Lernschritt im Berufspraktikum, das theoretische Wissen aus den Vorlesungen in die Praxis umzusetzen und im Idealfall auch noch die Möglichkeit zu haben, eine wissenschaftliche Arbeit darüber zu verfassen. Unteregger: Für mich war vor allem auch die Fallstudie ein absolutes Highlight, da diese eine interessante und lehrreiche Erfahrung darstellte, bei welcher man in Teamarbeit mit seinen Kommilitonen das Wissen beim Kunden einsetzen konnte, um Lösungen zu erarbeiten. Als weiteres Highlight sehe ich noch die internationale Ausrichtung des Studiengangs, die es ermöglicht hat, eine zweite Fremdsprache zu erlernen und ein Auslandssemester zu absolvieren. Haben Sie sich an der FH Kufstein wohl gefühlt? Wachinger: Die FH Kufstein bietet ein sehr familiäres Umfeld zum Studieren. Dies spiegelt sich nicht nur im Zusammenhalt der Stu-

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Kristin Wachinger und Stefan Unteregger, Absolventin bzw. Absolvent des Bachelor-Studiengangs Europäische Energiewirtschaft

dierenden, sondern auch im Umgang der Lektoren mit den Anliegen der Studenten wider. So war es in jeder Vorlesung möglich, sich mit Fragen aktiv am Unterricht zu beteiligen. Darüber hinaus hatten die Lektoren ein offenes Ohr für die Fragen der Studenten. Unteregger: Auch ich habe mich an der FH Kufstein sehr wohl gefühlt und wusste die familiäre Atmosphäre und die enge Zusammenarbeit mit anderen Studierenden und den Dozenten sehr zu schätzen. Wie bewerten Sie das Studium Europäische Energiewirtschaft an der Fachhochschule Kufstein – was ist positiv und was könnte noch besser werden? Unteregger: Insgesamt bewerte ich das Studium als sehr gut und gelungen, da es sowohl theoretische und praktische Aspekte, als auch wirtschaftliche und technische Inhalte verknüpft, wobei ich mir zum Teil eine noch wirtschaftlichere Ausrichtung gewünscht hätte. Ich konnte während meiner Zeit als Student jedoch auch eine ständige Weiterentwicklung des Studiengangs beobachten. Wachinger: Der praktische Bezug wurde vor allem dadurch verstärkt, dass viele Lektoren direkt aus Unternehmen der Energiewirtschaft kamen. So orientierten sich die Inhalte der Vorlesung neben den Grundlagen immer auch an gerade aktuellen Themen. Dadurch wurde uns bereits während des Studiums ein Einblick in das zukünftige Berufsleben gegeben. Wie können Sie Lehrinhalte und Praxisprojekte im Beruf umsetzen? Unteregger: Da im Studium ein breites Basiswissen aus den verschiedensten Bereichen der Energiewirtschaft vermittelt wurde, fällt es leicht, zu verschiedensten Problem- und Fragestellungen, welchen man im Berufsalltag begegnet, einen Zugang zu finden, Verknüpfungen zu erstellen und Lösungen zu erarbeiten. Wachinger: Dem kann ich mich nur anschließen. Das breit gefächerte Themengebiet des Studiums und die geforderte aktive Mitarbeit an den Vorlesungen helfen im Beruf weiter, sich schnell und selbstständig mit neuen Aufgaben vertraut zu machen. Zudem finde ich es hilfreich, dass sowohl wirtschaftliche als auch technische Aspekte der Energiewirtschaft behandelt wurden, da dies hilft, Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln heraus zu betrachten und zu lösen. <


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» Kufsteiner Filmtage: „Skifahren ist eine eigene Welt“

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m 3.2.2011 gab es im Funplexxx Kufstein die Tiroler Kinopremiere des Dokumentarfilms „Ski Heil – Die zwei Bretter, die die Welt bedeuten“. Der von Richard Rossmann jun. produzierte Film erzählt von den Pioniertaten von Richard Rossmann sen., Karl Koller, Eberhard Kneisl und Guzzi Lantschner. In bewegenden Szenen wird die gemeinsame Liebe zum Skisport und zu den Bergen, die sie ihr Leben lang begleitete, gezeigt. Zur Eröffnung der Fotoausstellung mit historischen Aufnahmen über die Pionierzeit des Skisports aus dem Fundus des Heimatmuseums Kufstein präsentierte der Videoclub Kufstein am 27.1. bewegte – und bewegende – Bilder zum Thema„Skisport in Kufstein“. Die Veranstaltungen wurden von Studierenden der FH Kufstein, Studiengang Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement, im Rahmen im Rahmen von Fallstudien erarbeitet. Die FH Kufstein bot mit diesen Veranstaltungen Studierenden, AbsolventInnen und vor allem der Bevölkerung der Region Kufstein ein attraktives Programm und unterhaltsame Stunden. <


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// Kufsteiner Winter School Die 3rd Kufstein Winter School von 30.1. bis 4.2.2011 stand unter dem Motto „Winter Resort Management – Current Trends & Issues“ und brachte zum Beispiel mit der Tiroler Filmpremiere „Ski Heil – Die zwei Bretter, die die Welt bedeuten“ ein attraktives Rahmenprogramm. Die Kufsteiner Winter School findet jährlich im Rahmen des Studiengangs „Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement“ zu aktuellen Themen im Bereich Sport & Tourismus statt. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden in Kufstein sowie den Incoming Students ein wissenschaftlich spannendes und herausforderndes Programm mit Vorträgen und Workshops zu bieten und ihnen Diskussions- und Vernetzungsmöglichkeiten bereitzustellen. Dazu werden international renommierte GastlektorInnen und Spezialisten aus der Sportwirtschaft und dem Tourismusmanagement eingeladen, jeweils eine Woche lang in Kufstein ihr Wissen und ihre Erfahrungen den TeilnehmerInnen näher zu bringen und zu diskutieren. Mit dieser Veranstaltung konnten sich der Studiengang und die FH Kufstein bereits als erfolgreiche europäische Ausbildungsstätte im Eventund Sportbereich klar positionieren. Weiters ist die Winter School auch für die Stadt Kufstein ein wichtiges Instrument, um die neuesten Strukturveränderungen innerhalb der Freizeitindustrie zu beobachten. Das Besondere der Kufsteiner Winter School ist die starke internationale Beteiligung von Studierenden und Partnern.

» „Sound Design im öffentlichen Raum“ in der FH Kufstein

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iel dieser Veranstaltung war es, das sehr breite jedoch noch unbekannte Feld des Sound Designs den Studierenden der FH Kufstein sowie der Kufsteiner Bevölkerung näher zu bringen. Das Gebäude der Fachhochschule wurde am 14.12.2010 durch Geräusche in eine schon lang vergangene Zeit zurückversetzt. Die Führungen durch die FH wurden von verschiedensten Geräuschen begleitet, aber auch mit visuellen Mitteln untermalt. Nach der Führung gab es die Möglichkeit zu einem Get-Together in einer extra dafür eingerichteten Lounge mit Getränken und Häppchen für die Gäste. Kurz und bündig: Der gesamte Abend war ein voller Erfolg. Seitens der Gäste gab es Anfragen für weitere Veranstaltungen in diesem Stil und auch unser Fallstudienbetreuer Prof. (FH) Wolfram war sehr erfreut über die gelungene Veranstaltung. Die Fallstudiengruppe „Sound Design im öffentlichen Raum“: David Braun, Sabine Haberl, Eugenie Krämer, Philipp Meyer, Florian Steindl, Anna Wieshaider, Konrad Wolfgang. <


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20 Studierende aus 8 Ländern waren für die Bereiche Hospitality und den Contest in der Interski Meile verantwortlich

» Studierende unterstützten den INTERSKI Weltkongress 2011 in St. Anton Der INTERSKI Weltkongress 2011 ist das weltweit größte Symposium zum Thema Skisport und findet alle vier Jahre statt. 2.000 internationale Gäste aus 36 Skinationen nahmen von 15. bis 22. Jänner in St. Anton teil.

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tudierende des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement unterstützten tatkräftig den INTERSKI-Kongress. Sie kümmerten sich um die Betreuung der Delegierten und boten ein kreatives Rahmenprogramm zur Unterhaltung an: Es fand in der Fußgängerzone St. Antons statt und umfasste einige traditionelle österreichische Wettbewerbe. An diesen konnten sowohl die Kongressteilnehmer als auch dieWintersporttouristen teilnehmen. Insgesamt 14 Hostessen standen den internationalen Gästen für alle Fragen zur Verfügung. Dabei wurden auch Austauschstudierende der FH Kufstein mit einbezogen, die durch ihre verschiedenen Muttersprachen zu einer herzlichen Bewirtung der Gäste aus aller Welt beitrugen. Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar: „Es ist eine Auszeichnung für die Studierenden des Studienganges Sport-, Kultur& Veranstaltungsmanagement, dass wir ein gefragter Partner für Tiroler Ausrichter von Wintersportgroßveranstaltungen sind, von den Winter Youth Olympic Games in Innsbruck bis zum INTERSKI in St. Anton am Arlberg.“ <

Prof. (FH) Robert Kaspar, Studiengangsleiter Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement


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» Management-Ausbildung am Beispiel Pariser Museen

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m 21. und 22. Januar 2011 besuchte eine Studentengruppe von SKVM unter Leitung von Prof. (FH) Dr. Gereon Schmitz im Rahmen einer Lehrveranstaltung zum Management von Museen verschiedene Museen und Ausstellungs-Locations im winterlich kalten Paris. Im Bild ist hier der Eingang zum Petit Palais. <

» ACTS Group Agenturgründer Hannes Jagerhofer hält Gastvortrag

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annes Jagerhofer, Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer der Agentur ACTS Group, hielt am 25. November 2010 einen Gastvortrag an der FH Kufstein. Der als Top-Eventmanager bekannte Marketingprofi kam auf Einladung von Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar nach Kufstein und referierte zum Thema „Events – Einsatz als Breitbandantibiotikum gegen touristische Probleme“. Die Studierenden des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement waren vom Vortrag Jagerhofers begeistert und konnten viel Wissen aus der innovativen Eventmarketing-Praxis mitnehmen. Hannes Jagerhofer zeigte sich vom Studienprogramm der FH Kufstein angetan: „Es ist eine Freude zu sehen, wie die Fachhochschulen immer stärkere Akzeptanz bei den Arbeitgebern finden, weil sie, anders als viele Universitäten, praxisorientiert ausbilden und im engen Kontakt mit den Arbeitgebern stehen. Kufstein gehört zu den wenigen Ausbildungsstätten in Österreich, die sich wirklich wissenschaftlich vertiefend mit Events beschäftigen.“ Für Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar steht fest: „Referenten wie Hannes Jagerhofer ermöglichen den Studierenden, die Praxis des Eventmanagements auf höchstem Niveau kennen zu lernen. Gerade der internationale Erfolg von Events der ACTS Group korrespondiert mit dem Kufsteiner Ansatz, für den internationalen Markt auszubilden.“ <

Hannes Jagerhofer und Robert Kaspar (sitzend links bzw. rechts) mit Studentinnen des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement


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EVENT Am 17. März 2011 wird es an der FH Kufstein eine Präsentation des Films und der Workshop-Ergebnisse in Form eines Events geben. Das Event beinhaltet zusätzlich einen vorangehenden Workshop für alle Interessierten. Nähere Informationen erhalten Sie bei: stud.bianca.gutsmidl@ fh-kufstein.ac.at

V.l.n.r.: Felix Lechner, Capoeira-Lehrer, Kameramann, Lea Havermann, Bianca Gutsmidl, Barbara Suck

» SKVM-Fallstudie bringt Sport- und

Kulturmanagement in einen Jugendarrest

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enig bekannt ist die Tatsache, dass nach europäischen und internationalen Abkommen Inhaftierte in Strafgefängnissen ein gesetzliches Recht auf Sport und Kultur haben. Hierbei zeigt sich, dass in den meisten Fällen diese Aufgaben von SozialarbeiterInnen neben ihren zahlreichen primären Zuständigkeitsbereichen übernommen werden. Der Einsatz von Kräften, die professionell in den Bereichen Sport und Kultur ausgebildet sind, ist hier nicht festzustellen - obwohl dies die Arbeit der SozialpädagogInnen erheblich erleichtern könnte. Aufgrund eines wissenschaftlichen Impulses während der letzten Summer School der FH Kufstein in Epidavros/Griechenland entschied sich eine Gruppe von SKVM Studierenden dazu, eine Fallstudie durchzuführen, welche jungen Menschen in einem Jugendarrest die Chance für einen Workshop bot, der sowohl kulturelle wie sportliche Aspekte integrierte. Durch eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit SozialarbeiterInnen, der Capoeira Schule Nova Alianca, Sponsoren (wie die Dominik Brunner Stiftung und der gemeinnützige Verein Wendezeit e.V.), Behörden und Partnern aus der Wirtschaft (zum Beispiel Cico.at und der Druckerei Aschenbrenner Kufstein) konnte am 19. Januar 2011 ein CapoeiraWorkshop in einem Münchner Jugendarrest durchgeführt werden. Capoeira ist ein afrobrasilianischer Kampftanz, den einst Sklaven entwickelt hatten und der eine symbolische Inszenierung von Freiheitsbestrebungen darstellt. Musik, Gesang,Tanz, Sport, Körperbewusstsein und ästhetische Sensibilität gehen bei dieser Kunstform eine einmalige Synergie ein. Die SKVM-Studierenden Lea Havermann, Michaela Suck, Bianca Gutsmidl und Felix Lechner organi-

sierten den Workshop, drehten einen Film und regten Diskussionen zwischen den Jugendlichen und den Workshop-Lehrern über diesen Tanz an. Das Projekt stieß auf große Begeisterung, auch bei denVerantwortlichen im Jugendarrest. Dazu der wissenschaftliche Betreuer des Projektes Prof. (FH) Dr. Gernot Wolfram: „Die soziale Dimension von Kultur spielt schon immer eine wichtige Rolle in unserem Feld. Den Studierenden war es jedoch wichtig, zu zeigen, dass es bei diesem Projekt vor allem um professionelles Kultur- und Sportmanagement geht, denn nur durch diese Kompetenzen können Entscheidungen getroffen werden, welche Formen von Kultur und Sport wirklich die Kraft haben, junge Arrestanten zu inspirieren, über ihr Leben, ihre Ausdrucksmöglichkeiten und ihre persönlichen Entwicklungschancen neu nachzudenken. Es geht hier nicht um eine Art der Beschäftigungstherapie, sondern um die konkrete Möglichkeit, kulturelle und körperbezogene Erfahrungen zu begreifen. Die beteiligten MitarbeiterInnen im Jugendarrest haben hier sehr geholfen und haben das Projekt mit großem Engagement begleitet, weil sie erkannten, wie sehr die Arrestanten die Aspekte Konzentration, Körperbeherrschung, Achtsamkeit und Gewaltlosigkeit, die im Capoeira eine Rolle spielen, in sich aufgenommen haben. Diese Fallstudie zählt sicherlich zu den schwierigsten, aber auch nachhaltigsten, die wir bisher unternommen haben.“ Der Workshop erzielte eine solch große Resonanz, dass nun der gemeinnützige Verein Wendezeit e.V. in Kooperation mit dem Jugendarrest weitere Workshop-Veranstaltungen nach dem Kufsteiner Projektmodell ermöglichen will. <


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» 7. Deutscher Sportökonomie-

Kongress in Köln

“Die Teilnahme am „Deutschen Sportökonomie Kongress“ in Köln war für mich eine interessante Abwechslung zum Studienalltag in Kufstein. Besonders gut haben mir die Verbindungen zwischen wissenschaftlichem Vortrag und die anschließende Sicht eines Praktikers gefallen. Somit war die Möglichkeit gegeben, zu den theoretischen Ansätzen sofort einen praktischen Bezug herzustellen. Neben den Vorträgen, Symposien und Call-for-Paper-Präsentationen boten auch die weiteren Programmpunkte die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.” Julia Feldman SKVM’09 BA

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om 17. bis 19. November 2010 fand an der Deutschen Sporthochschule Köln der 7. Deutsche Sportökonomiekongress unter dem Motto „Markenmanagement im Sport“ statt. Elf Studierende des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement hatten das Glück, einen der international begehrten Student-Kick-Off-Plätze zu bekommen. Diese Auftaktveranstaltung speziell für Studierende aus allerWelt beinhaltete - neben dem eigentlichen Kongress - einen Tag in der Lounge des Rhein-EnergieStadions. Hier konnten die Teilnehmer spannende Präsentationen von internationalen Dozenten verfolgen und diese diskutieren. Am folgenden Tag begann dann der Kongress in der Sporthochschule, welchen die Studierenden unter Begleitung von Herrn Prof. (FH) Kaiser besuchen konnten. DieTage waren geprägt von spannenden Vorträgen internationaler Wissenschaftler und praxisorientierten Workshops.

“Die Teilnahme am Kongress war auf jeden Fall ein Erfolg und bot vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema Markenmanagement im Sport zu befassen. Außerdem war es sehr spannend, sich mit Studierenden aus aller Welt auszutauschen und mit Vertretern von internationalen Betrieben der Sportbranche in Kontakt zu treten. Besonders interessant war die Kombination aus Wissenschaft und Praxis, wodurch man einen differenzierten Einblick in das Thema erlangte.” Dominik Zucker SKVM’10 BA

Den Abschluss dieses Events bildete die Verabschiedung des langjährigen Leiters des Instituts für Sportökonomie und Sportmanagement Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter Horch, dem es in den letzten Jahren gelungen ist, den Deutschen Sportökonomiekongress auch international zu etablieren. <

V.l.n.r.: Dominik Zucker, Felix Lechner, Sabine Schuknecht, Miki Szekeres, Prof. (FH) Dr. Sebastian Kaiser, Michaela Schwaiger, Christoph Rottmüller, Felix Schäffer, Sebastian Rätzel, Matthias Ramharter, Alexander Kraus

Im Stadion des 1. FC Köln

Prof. Dr. Heinz-Dieter Horch


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» Der Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg: Mehr Kosten- oder Werttreiber?

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„Da Computer in der Lage sind, verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu lösen, ist es nur dadurch möglich, ihren vollen Wert auszuschöpfen, dass man die alten Abteilungskonzepte durch integrierte Datenverarbeitung ersetzt.“ John Diebold, 1959

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er Streit, ob die Kosten des Einsatzes von Informationstechnologie in Unternehmen den Nutzen rechtfertigen, ist schon alt. Bereits 1959 erkannte der Computerpionier John Diebold, dass es nicht möglich ist, den IT-Einsatz isoliert von organisatorischen Maßnahmen zu betrachten: „Da Computer in der Lage sind, verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu lösen, ist es nur dadurch möglich, ihren vollen Wert auszuschöpfen, dass man die alten Abteilungskonzepte durch integrierte Datenverarbeitung ersetzt.“ In den 1960er Jahren wurde der Einsatz der IT in der Fachpresse gefeiert. So meinte Snow 1966, dass Computer die größte technische Revolution sind, die die Menschheit gekannt hat. Aber schon in den 1980er Jahren kamen die ersten ökonomische Zweifel auf. Der US-amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Robert Solow meinte 1987: „Wir sehen Computer überall, nur nicht in der Produktivitätsstatistik“. Auch Lovemann stieß 1988 ins selbe Horn und resümmierte nach einer Studie, dass die Investitionen von Unternehmen in IT nichts zu deren Output begetragen haben. Schon ein Jahr später, 1989, erschien die vielbeachtete Studie von Harris und Katz, die genau das Gegenteil behauptete: Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen IT-Kostenkennzahlen und verschiedenen unternehmerischen Leistungskennzahlen! Wieder ein Jahr später, 1990, schrieb die Wirtschaftsredaktion des renommierten Wirtschaftsmagazins Economist: „Nein, Computer fördern nicht die Produktivität, zumindest nicht die meiste Zeit.“ Im selben Jahr noch urteilte allerdings der Mitbegründer des GeschäftsprozessReengineerings, Michael Hammer, komplett anders: „Informationstechnologie eröffnet viele Optionen, um Arbeit neu zu strukturieren.“ Ebenfalls im gleichen Jahr 1990 kam Strassmann aufgrund von eigenen Studien wiederum zur gegenteiligen Erkenntnis: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Ausgaben für Computer, Gewinn und Produktivität.“ Ein Jahr darauf, 1991, kamen Siegel und Griliches aufgrund von Studien erneut zu der anderen Erkenntnis, dass Industrieunternehmen, die IT verwenden, produktiver sind. Der wissenschaftliche Disput wurde 2003 durch Nicholas Carr in einem der meistzitierten Beiträge der letzten Jahre im Harvard Business Review angeheizt. In dem Artikel mit dem doppeldeutigen Titel „IT doesn’t matter“ schlussfolgerte er, dass die IT alle Kennzeichen einer Infrastrukturtechnologie hat, und dass durch IT-Investitionen eher Kostennachteile als Wettbewerbsvorteile entstehen.

Dass sich die Wissenschaft in dieser Frage nicht einig ist, hat bereits Brynjolfsson 1993 in dem nach ihm benannten Produktivitätsparadoxon festgehalten: Die IT Leistung wird immer kostengünstiger und leistungsfähiger. Die Investitionen in IT werden immer größer und über die Hälfte der Arbeitskräfte in der industrialisierten Welt ist mit IT-bezogenen Tätigkeiten beschäftigt. Dem gegenüber stehen die Fakten, dass die Produktivitätssteigerungen seit den frühen 1970er Jahren speziell im Dienstleistungssektor signifikant gesunken sind und die Produktivität der Angestellten (die den höchsten Anteil an IT-bezogener Arbeit haben) seit 20 Jahren stagniert. Was sind denn nun die Kosten, die die IT verursacht? Abgesehen von den Hard- und Softwarekosten kommen noch Personalkosten, Betriebskosten, Beratungskosten und mehr dazu. Price-WaterhouseCoopers, eine der vier großen Prüfungsgesellschaften hat 2008 eine Studie im deutschen Sprachraum durchgeführt, die den Anteil der einzelnen Kostenarten in Unternehmen untersucht. Über 20 % der Kosten werden durch Fremdsoftware verursacht, knapp 15 % sind Personalkosten und dahinter liegen erst die Hardwarekosten mit 12 %. Die IT-Kosten pro Mitarbeiter liegen – je nach Unternehmensgröße – bei 1.500 bis 3.500 Euro pro Jahr. Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen sieht die IT als Kostentreiber (Cost Center), wie Grafik 1 zeigt. Aber auch der Wertbeitrag wurde in der Studie untersucht. Dabei wurde in unterschiedlichen Unternehmensbereichen die Relevanz des jeweiligen Geschäftsprozesses mit der Zufriedenheit mit der IT und der Zufriedenheit mit den IT-Kosten korreliert. Das Ergebnis war, dass vor allem im Vertrieb und Verkauf der Nutzen der IT am größten ist, gefolgt vom Einkauf und dem Servicemanagement. Hingegen im Bereich Support und Management wurde der Nutzen am geringsten angegeben (siehe Grafik 2). Es lässt sich also nicht pauschal über den Nutzen des IT-Einsatzes urteilen, sondern der Anwendungsbereich bestimmt den Nutzen. Bei all dem kontroversiellen Disput, darf nicht übersehen werden, dass sich die Rolle der IT im Laufe der Jahre verändert hat. In den 1960er Jahren ging es mehr um das Datenverarbeitungs-Management. Der kontrollierte Technologieeinsatz und die Beherrschung der Kosten waren die Hauptthemen. In den 1990er Jahren entwickelte sich die


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„Durch IT-Investitionen entstehen eher Kostennachteile als Wettbewerbsvorteile.

Nicholas Carr, 2003

Grafik 1: IT – Cost Center oder Profit Center? (Quelle: Price/Waterhouse/Coopers, 2008)

Grafik 2: Wertbeitrag der IT (Quelle: Price/Waterhouse/Coopers, 2008)

IT zum IT Management mit dem Augenmerk auf Schaffung, Erhaltung und Nutzung von Wettbewerbsvorteilen, sowie der wirtschaftlichen Führung der IT-Abteilung. Seit dem Jahr 2000 steht die IT-Governance als zentrales Thema im Mittelpunkt des Interesses. Der Einsatz der IT für die Erreichung der Unternehmensziele und die direkte Unterstützung der Geschäftsfelder sind die Kernthemen. Der Beitrag der IT zur Wertschöpfung wird stärker beachtet und unter dem Schlagwort „Business Alignment“ verkauft. Ist damit der alte Streit entschieden? Ist die IT ein Werttreiber? Vom Brocke und Buddendick haben 2008 formuliert: „Es ist weniger die Frage, ob IT einen Wertbeitrag liefert, sondern vielmehr, wie dieser Beitrag zur unternehmerischen Wertschöpfung realisiert werden kann.“ Oder mit eigenen Worten formuliert: Der Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg ist wie Schwimmen gegen den Strom: Wer nicht mitschwimmt, fällt zurück. <


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» PerSWOT – Beginn einer zukunftsweisenden Open Source Lösung für die Personalentwicklung P

erSWOT. Dies ist die einprägsame Projektbezeichnung für ein integriertes Lehrveranstaltungsprojekt des StudiengangsWirtschaftsinformatik ‘09. In seinem Wesen steht PerSWOT jedoch für weitaus mehr: Einerseits für die beständig wachsenden Aktivitäten des Studienbereichs „Wirtschaft – Information – Technik“ im Bereich freier Software, andererseits für eine weitere erfolgreiche Kooperation der Fachhochschule mit regional angesiedelten, innovativen Unternehmen. Das von der kubic consulting UG (Kreis Traunstein) in Auftrag gegebene Projekt, begründet von Studierenden der FH, ermöglicht es dem siebenköpfigen studentischenTeam um Projektleiter Martin Schipflinger, den realen Entwicklungsprozess einer Software in ihrem Frühstadium zu begleiten und mit all seinen täglichen Herausforderungen kennenzulernen. Hintergrund des Projekts ist die von der kubic consulting vorangetriebene Konzipierung und Entwicklung einer Open Source Lösung für die Belange der betrieblichen Personalentwicklung. Aktuell wird dieser Markt stark durch kommerzielle Lösungen beherrscht: Es fehlt eine freie, kostengünstige Alternative. Viele kleine und mittelständische Unternehmen verzichten daher noch immer auf eine Softwareunterstützung in diesem betrieblichen Prozess der Personalentwicklung, welcher jedoch immer stärker in den strategischen Fokus rückt. Die noch fehlende, freie Alternative wird aktuell vom Auftraggeber des Projekts entwickelt. Die Fachhochschule selbst unterstützt das Vorhaben des StartUp Unternehmens mit vollen Kräften. So stellten neben dem Projektcoach, Asc. Prof. (FH) Dr. Martin Adam, auch der Personalleiter der FH Kufstein, Prof. (FH) Dr. Gereon Schmitz, und der Geschäftsführer, Mag. Wolfgang Richter, ihr Wissen dem Projektteam großzügig zur Verfügung. Die Projektgruppe der im dritten Semester studierenden Wirtschaftsinformatiker nahm diesen fachlichen Input begeistert auf. In Verbindung mit weiteren Experteninterviews, geführt mit Personalverantwortlichen verschiedener Industriebereiche, wurde ein umfangreicher Fragebogen für KMU erstellt. Dieser Fragebogen liegt aktuell einer größeren Zielgruppe zur Bearbeitung vor und

„PerSWOT zeigt ein weiteres Mal, dass Studierende Erlerntes bereits während des Studiums erfolgreich umsetzen. Und damit auch der Wirtschaft helfen, innovative Ideen geschäftsbringend zu realisieren.“ Projektcoach Asc. Prof. (FH) DI Dr. Martin Adam

„Studentische Projekte mit realen Auftraggebern aus der Wirtschaft stellen eine Win-WinSituation für alle Beteiligten dar. Studierende werden bestens für die Praxis vorbereitet und Unternehmen können Themen bearbeiten lassen, für die im Alltagsgeschäft wenig Zeit bleibt. An diesem Projekt freut mich besonders, dass wir AbsolventInnen, die ein Unternehmen gegründet haben, weiter begleiten und unterstützen können.“ Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Ewald Jarz

dient zudem als Ausgangbasis für eine Diplomarbeit im Studiengang ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement. DesWeiteren wurden mehrere kommerzielle Softwareprodukte eingehend betrachtet und en detail auf deren Stärken und Schwächen analysiert. Auf Basis dieses Wissens und umfangreichen eigenen Literaturrecherchen wurde von der Projektgruppe eine SWOT-Analyse zum Vorhaben des Auftraggebers entwickelt und dessen bestehende Planungen akribisch verfeinert. Die bisherigen Reaktionen aus Wirtschaft und Wissenschaft sind durchwegs positiv: Sowohl von den befragten Personalverantwortlichen als auch von weiteren Gesprächspartnern erhielt die Forschungsgruppe überaus positives Feedback: Eine Open Source Lösung in diesem Bereich sei schon längst überfällig. Wie sich anhand von diesem Beispiel sehr schön zeigen lässt, bieten die integrativen Lehrveranstaltungsprojekte der FH Kufstein praxisnahe, reelle Szenarien für Forschungsgruppen und darüber hinaus ein wissenschaftliches Fundament für Auftraggeber, wie die kubic consulting UG. Durch das hohe Engagement von Lehrveranstaltungsleitern bis zur Geschäftsführung macht die FH deutlich, dass durchdachte und innovative Projekte aus der Wirtschaft durch viel Know-how zu günstigen Konditionen gefördert werden; speziell, wenn diese von ehemaligen AbsolventInnen der FH Kufstein stammen. Die langfristige Auslegung eines derartigen Projektes bedeutet konstante Weiterentwicklung und Optimierung der Software, was mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Daher befindet sich das Projekt bzw. der Businessplan aktuell im Bewerbungslauf für mehrere Förderprogramme im In- und Ausland. Zu nennen sind hierbei „adventure X“ in Österreich und „EXIST“ in Deutschland. Beide Programme stellen attraktive Förderungen in Aussicht. <


AU SZ E I C H N U N G EN

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Die „Best Brains“ der FH Kufstein mit FH-Rektor Dr. Lüthi, ihren Studiengangsleitern sowie den beiden Vertretern des Sponsors Hypo Tirol Bank.

» 6 Bachelor-Studierende als Best Brains ausgezeichnet A

m 14. Oktober 2010 zeichneten FH-Rektor Prof. (FH) Dr. Johannes Lüthi, Hypo Tirol Bank Regionalleiter-Ost Mag. Christoph Gschwendtner und Robert Baumgartner, Leiter der Geschäftsstelle Kufstein der Hypo Tirol Bank, 2 Bachelor-Studentinnen und 4 -Studenten des zweiten Semesters für hervorragende Leistungen im Studium aus. Die FH Kufstein lud die besten Bachelor-Studierenden – gemessen am Notendurchschnitt – zur Auszeichnung in die Fachhochschule. Das Stipendium „Best Brains“ der Hypo Tirol Bank zeigt, dass die besten Köpfe durch sehr gute Leistungen zusätzlich finanzielle Anreize lukrieren können. Diese mit je 500 Euro dotierten Stipendien der Hypo Tirol Bank wurden bereits zum achten Mal vergeben. FH-Rektor Johannes Lüthi betonte die herausragenden Leistungen der Stipendiaten:„Mit einem Notendurchschnitt von 1,24 bis 1,69 gehören die sechs Ausgezeichneten zu unseren ‚Best Brains‘. Ich freue mich, wenn diese Auszeichnungen als Anreiz für alle Studierenden gesehen werden und damit ein zusätzlicher Motivationsfaktor für hohes Engagement im Studium sind.“

Hypo-Regionaldirektor Gschwendtner verwies auf die große Bedeutung der an der FH Kufstein vermittelten Fachkompetenz für die Unternehmen und gratulierte zum herausragenden Studienerfolg „Als Partner der Fachhochschule Kufstein ist es uns wichtig, junge Menschen in ihrer Ausbildung finanziell zu unterstützen und sie zu hervorragenden Leistungen zu motivieren.“ <

// Die Best Brains der FH Kufstein des Jahrgangs 2009: » Dominik Eller, Tulfes (T), Europäische Energiewirtschaft » Tanja Ennsgraber, Hellmonsödt (OÖ),

Facilitymanagement & Immobilienwirtschaft » Marco Inninger, Griesstätt (Bayern), Internationale Wirtschaft

& Management » Martin Perle, Weißenbach (T), Wirtschaftsinformatik » Belinda Prantl, Hatting (T), Sport-, Kultur- &

Veranstaltungsmanagement » Stefan Praschberger, Kufstein (T), Unternehmensführung


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AUSZEICH N UNGEN

» ERP-Studenten belegen 3. Platz bei Prozessmanagement-Wettbewerb D

as Team der FH Kufstein belegte bei dem von 15. - 16. Oktober 2010 vom bayerischen Software-Entwickler Metasonic veranstalteten Wettbewerb für Hochschulteams den 3. Platz. Die FH Kufstein wurde in Walldorf, dem Stammsitz des Marktführers für Unternehmenssoftware SAP, von dem vierköpfigen Studententeam Julia Öttl, Adelheid Mayr, Karl-Ludwig Hahne und Uwe Nikolaus vertreten. Alle vier studieren im 3. Semester des Master-Studiengangs „ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement“. Bei diesemWettbewerb mussten die Studierenden in eineinhalbTagen mit Hilfe der Metasonic-Software „S-BPM“ eine ihnen bis dahin nicht bekannte Aufgabe lösen. Sie wurden lediglich im Vorfeld – wie die anderen Teams von sieben Hochschulen aus Deutschland und Österreich – in mehreren Web-Sessions im Umgang mit „SBPM“ geschult. In Walldorf sollten sie dann für eine fiktive Firma einen Kundenauftragsprozess - von der Anfrage über den Produktionsprozess und eventuelle Modifikationen bis hin zur Auslieferung - mithilfe der Prozessmodellierungssoftware von Metasonic modellieren und implementieren. Bei Problemen konnten die Teams wie in Fernsehshows Joker ziehen und von Metasonic-Experten in Pfaffenhofen Rat einholen. Am Ende mussten die Teams schließlich ihre Ergebnisse und ihre Vorgehensweise präsentieren. Die ersten beiden Plätze belegten die Teams der Johannes Kepler Universität Linz und der der TU Wien. <

» Fachhochschule Kufstein fährt ab N

eue Wege beschreitet die FH Kufstein mit der Namensgebung für einen Zug. Seit 12. Dezember 2010 heißt der EC 868 für ein Jahr lang „Fachhochschule Kufstein“ und wird in allen Haltebahnhöfen entsprechend angekündigt. Der Eurocity fährt täglich um 15 Uhr 44 von Wien nach Innsbruck. In jedem Abteil hängen Broschüren der FH Kufstein, zudem wird die Fachhochschule im Reisebegleiter vorgestellt.

Die bisherige Resonanz zeigt, dass diese Form der Werbung gut angenommen wird. Zugreisende sind häufig in der passgenauen Altersgruppe der Interessentinnen und Interessenten für Fachhochschul-Studiengänge zu finden. Gerne wird auch Informationsmaterial zur Hand genommen, um Abwechslung während der Reisezeit zu haben. Verstärkt wird diese Kommunikationsmaßnahme durch Plakate am Bahnhof Innsbruck. Diese zeigen das Studienangebot der FH Kufstein und stellen die besonderen Vorteile der Internationalität in den Vordergrund. <


M I TA R B E I T E R G E S P R ÄC H E

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» Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen an der Fachhochschule Kufstein

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009/2010 wurden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachhochschule Kufstein die Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument eingeführt. Vorgesetzte und Mitarbeiter erarbeiten im Gespräche gemeinsame Ziele für das kommende Jahr und beurteilen das Erreichte des vergangenen Jahres. Führen mit Zielen setzt allerdings zunächst wirkliches Führen voraus. Das heißt die Führungskraft darf nicht einfach als Vorgesetzter dem Mitarbeiter nur vorgesetzt sein, sondern soll ihre Führungsaufgabe ernst nehmen, das heißt fachlich kompetent und sorgfältig ihren Bereich„im Griff “ haben, die Arbeitsgebiete ihrer Mitarbeiter genau kennen und deren Leistung erkennen und anerkennen. Jeder Mitarbeiter hat ein Recht auf ein solches Jahresgespräch und kann dies auch einfordern. Ein gutes Gespräch dauert 1- 2 Stunden und führt auch in die persönlichen Felder des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin und die Analyse des Fort- und Weiterbildungsbedarfs, Aufstiegs- und Veränderungsvorstellungen des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin. Der Erfolg des Instruments hängt dabei vor allem von einer guten Zielformulierung ab, die Ziele sollten im Idealfall messbar, herausfordernd, aber erreichbar und von dem jeweiligen Mitarbeiter auch wirklich beeinflussbar sein. Außerdem muss er über die nötigen Ressourcen zur Zielerreichung verfügen. Über die gemeinsam festgelegte Linie wird von den Gesprächspartnern ein kurzes Protokoll geführt, das beide unterschreiben. Die vereinbarten Inhalte bleiben vertraulich, nur das Datum und die Einigung werden erfasst und der Personalabteilung mitgeteilt. Die Erfahrungen sowohl in Lehre und Forschung, als auch in der Verwaltung der Fachhochschule sind bisher sehr positiv, auch wenn

diese Erfahrungen in den einzelnen Bereichen noch unterschiedlich weit fortgeschritten sind. Die Mitarbeitergespräche dienen sowohl der inhaltlichen Ausrichtung, als auch der Karriereplanung, Leistungseinschätzung und Gehaltsüberprüfung. Diese regelmäßige und konstruktive Kommunikation führt - so hoffen alle Beteiligten - zu einem besseren Verständnis der gemeinsamen Ziele und Zahlen, aber auch zu einem besseren Verständnis untereinander. <

Prof. (FH) Dr. Gereon Schmitz, Leitung HR Management FH Kufstein


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ALUMN I

» ALUMNI NEWS 2011:

Welcome to the Club MAG. (FH) WALTER WEISKOPF – OBMANN Der Alumni Club bietet ein abwechslungsreiches Jahresprogramm, das es den Mitgliedern ermöglicht, den Kontakt mit ihrer Hochschule und anderen Alumni zu halten. Wir laden Sie ein, alte studentische Netzwerke zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen, berufliche Kooperationsmöglichkeiten zu entdecken oder fachlichen Austausch zu betreiben.

MAG. (FH) MARTINA MAYER - GESCHÄFTSSTELLENLEITERIN Als SKVM-Absolventin und Leiterin der Geschäftsstelle freue ich mich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Programm 2011. Wir haben das Serviceangebot deutlich ausgebaut und hoffen, dass wir Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und gestalten Sie aktiv unsere Plattform mit! Der Alumni Club bedankt sich herzlich bei den Hauptsponsoren LKW Walter, Hypo Tirol Bank und bei den Kooperationspartnern Thalia Buchhandlung, Unterberger Immobilien GmbH. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Kufstein.

// VERANSTALTUNGEN ALUMNI-CLUB 21.03.2011 07.04.2011 14.04.2011 20.05.2011

21.05.2011 23.09.2011 05.11.2011

Lesung Arno Geiger: „Der alte König in seinem Exil“, Ursulinensäle, Innsbruck Kufsteiner Impuls: „Eine gemeinsame Strategie für den Alpenraum“ Prädikat:wertvoll, Funplexxx Kufstein Exklusive Sonderführung durch das Areal des Hauptbahnhofes in Wien mit anschließendem Alumni Stammtisch, Reality Consult, Wien Kabarett: „Die deutsche Kochschau 2.0“ Stermann & Grissemann, FH Kufstein Alumni Stammtisch, München Alumni Stammtisch, London

ALUMNI-CLUB-MITGLIEDER SIND KOSTENLOS DABEI!

// ALUMNI VERANSTALTUNGEN 17.06.2011 18.06.2011

Jubiläum: 10 Jahre FH-AbsolventInnen, FH Kufstein Alumni BBQ, FH Kufstein

Kontakt: Alumnibetreuung & Geschäftsstellenleiterin Alumni Club der FH Kufstein, Mag. (FH) Martina Mayer +43 (0) 5372 718 19-182, Fax -104, alumni@fh-kufstein.ac.at

» Interview mit Stefan Liebl Wie sehen Sie das damalige Diplomstudium Internationale Wirtschaft & Management an der Fachhochschule Kufstein nach dem erfolgreichen Berufseinstieg? Ich sehe das Studium im Nachhinein überwiegend positiv, wobei es auch einige Dinge gibt, die verbessert werden müssten, mit positiver Wirkung auf die Studierenden und die FH. Im Großen und Ganzen hat es mir der Studiengang Stefan Liebl ist Absolvent des Diplomstudiums IBS aber ermöglicht, theoretische und praktische Erfahrungen zu sammeln, die mir sowohl bei meinem Berufseinstieg als auch später noch sehr geholfen haben. Was war für Sie ein absolutes Highlight oder ein entscheidender Lernschritt im Studium? Das absolute Highlight war für mich das Auslandsjahr an der Hong Kong Polytechnic University. Ich habe dabei vieles über den Kontinent Asien, die asiatische Kultur und Lebensweise gelernt. Darüber hinaus habe ich Menschen aus der ganzen Welt getroffen, an der Universität sowie in Hong Kong selbst. Die Möglichkeit dieser Auslandserfahrung ist mit Sicherheit ein Riesenvorteil des Studienganges, von der jeder Studierende nachhaltig profitiert. Gleichzeitig ist diese auch ein Muss in unserer immer globaler werdenden Welt. Welchen Tipp würden Sie den Studierenden dieses Studiengangs geben? Internationale Erfahrungen, beruflich wie privat, sind heutzutage unverzichtbar. Es ist kein Problem mehr ein Praktikum in Hong Kong, Ghana, Peru, etc. zu machen, wenn man es wirklich will. Gleichzeitig ist dies in beiden Unternehmen, in denen ich bisher gearbeitet habe, ein entscheidendes Kriterium. Alle Praktikanten hier bei uns in Hong Kong haben vorher im Ausland studiert, gearbeitet oder beides. Dasselbe gilt für neue Mitarbeiter. Mein Tipp ist also ganz einfach: Nahezu die ganze Welt steht euch offen – nutzt es! Welche Erfahrungen konnten Sie bisher in Ihrem Berufsleben machen? Wie bewerten Sie das im Studium Erlernte als Basis dazu? Ich habe nach meinem Studium bei PricewaterhouseCoopers in Frankfurt im Bereich Corporate Finance Consulting angefangen. Hauptaufgabenbereiche dabei waren Markt- undWettbewerbsanalysen, Unternehmensbewertungen und das Erarbeiten von Strategiekonzepten für Kunden. Derzeit arbeite ich bei Robert Bosch in Hong Kong im Bereich Business Development Asia Pacific, wobei das Team, in dem ich arbeite für Vertriebsstrategien und Marktund Wettbewerbsanalysen in 14 asiatischen Ländern zuständig ist. Meine Ausbildung an der FH Kufstein, und vor allem an der Hong Kong Polytechnic University, wo ich mich auf den Bereich Finance spezialisiert habe, haben mir dabei in den für mich wesentlichen Bereichen eine gute Basis verschafft, auf der ich nachhaltig aufbauen konnte. Summa summarum sehe ich die FH Kufstein innerhalb von Österreich als eine der Top Adressen für den Bereich International Business Studies an, wobei sich der Studiengang, in dessen Leitbild die Begriffe „Internationalität & Multikulturalität“ verankert sind, für die Zukunft auch international ambitionierte Ziele setzen muss. <


A LU MNI

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» Interview mit Reimar Pfalz-Liebert Wie bewerten Sie das Studium Facility- & Immobilienmanagement an der Fachhochschule Kufstein? Ich bin als Hochbauingenieur seit ca. 20 Jahren mit dem Planen und Errichten von Gebäuden aller Art befasst. Seit nunmehr elf Jahren habe ich zudem mit der Bewirtschaftung von kommunalen Immobilien zu tun. Das Masterstudium im Bereich Facility- und Immobilienmanagement hat mir einen grundlegend neuen Blick auf mein Betätigungsfeld eröffnet und einen Wandel meiner Arbeitsweise im Umgang mit Immobilien hervorgerufen. So standen bislang Lebenszyklusbetrachtungen von Gebäuden und deren Facilities für mich und sicher für viele meiner Kollegen nicht auf der Tagesordnung. Das Studium hat mich vor allem im Bereich der betriebswirtschaftlichen Aspekte wesentlich vorangebracht und die oft bestehende Lücke zwischen technischem und kaufmännischem Verständnis geschlossen. Die an der FH Kufstein gelebte Symbiose zwischen Hochschullehre und praktischen Anwendungen in Form von „Real Life Business Case Studies“ empfinde ich als eine hervorragende Vorbereitung für den Berufsalltag. Besonders beeindruckt hat mich auch das breite Spektrum der Lektoren. Es werden Spezialisten aus allen Teilen der Welt und aus allen Bereichen des FM und REM für die Vorlesungen und Seminare eingesetzt. Die Internationalität der Lehre sowohl an der Hochschule als auch bei obligatorischen Auslandsaufenthalten ist ausgezeichnet. Dass die Ausbildung immer auf dem neuesten Stand ist, wird u. a. auch durch den zum bereits 13. Mal an der FH Kufstein stattfindenden International FM&REM Congress unterstrichen. Was halten Sie von der berufsbegleitenden Organisationsform des Studiengangs und wie konnten Sie Beruf, Familie und Studium miteinander vereinen? Das berufsbegleitende Studium war für mich die einzig mögliche Form, um parallel zum Arbeitsalltag eine Ausbildung auf diesem Niveau zu durchlaufen. Es ist ohne Zweifel mit sehr viel Anstrengung verbunden, neben den beruflichen Aufgaben und Anforderungen ein so umfassendes Studienprogramm zu erfüllen. Oft haben wir mit den Kommilitonen diskutiert, ob die vielen anzufertigenden Case Studies und Papers gerade im Bereich der berufsbegleitenden Studenten erforderlich sind. Auch die Anzahl und die Form der zu absolvierenden Prüfungen stellt eine große Herausforderung dar. Das Fazit für uns war jedoch, dass gerade auch im berufsbegleitenden Studium das Niveau äquivalent zum Vollzeitstudium sein muss, um die Wertigkeit des Abschlusses nicht zu mindern. Für Freunde und Familie ist das nebenberufliche Studium auch mit großen Einschränkungen und vielVerständnisbereitschaft verbunden, sei es die zeitliche Abwesenheit während des Studienbetriebes oder auch die vielen Wochenenden und Abendstunden, an denen man sich mit Studienaufgaben befasst und so weniger Zeit für gemeinsame Aktivitäten hat. Was war für Sie ein absolutes Highlight oder ein entscheidender Lernschritt im Studium? Es gab sehr viele Höhepunkte im Studium und so waren es immer wieder neue Highlights, welche das Prädikat„absolut“ erfüllen würden. Angefangen von der hohen Qualität und Internationalität

Reimar Pfalz-Liebert ist Absolvent des Masterstudiengangs Facility- & Immobilienmanagement. Er absolviert gerade das Doktoratsprogramm in Betriebswirtschaftslehre der Universität Lettlands, Riga, an der FH Kufstein.

der Lehrveranstaltungen, über den Studienaufenthalt in New York oder den Besuch des Facility Management Weltkongresses 2009 in Orlando. Der krönende Abschluss war für mich die Einladung der International Facility Management Association zum World Workplace 2010 nach Atlanta verbunden mit dem Erhalt eines Scholarships von der IFMA Foundation. Auch wenn das FM und REM schon eine wesentlich längere Zeit in Nordamerika betrieben wird als z. B. in Europa oder anderen Kontinenten, so sind die Inhalte und die Probleme der täglichen Arbeit eines Facility- oder Real Estate Managers weltweit ziemlich identisch. Die Gewinnung solcher Erkenntnisse in Gesprächen auf Kongressen oder in Seminaren mit Kollegen aus Europa, aus den USA, Kanada oder auch aus Hong Kong ist für mich schon ein entscheidender Lernschritt, weil gerade diese gemeinsamen Kontakte wiederum die Basis für die schnelle Lösung tagtäglicher Aufgaben und Herausforderungen bilden können. Welchen Tipp würden Sie den Studierenden dieses Master-Studiengangs geben? Neben all den selbstverständlichen Tipps wie Anstrengen, Dranbleiben, Durchhalten lautet mein wichtigster Tipp: Networking. Es ist wahnsinnig bedeutsam, sich mit Studienkollegen und Professionals im ständigen Kontakt und Erfahrungsaustausch zu befinden. Wissen und Erfahrungen müssen geteilt und verbreitet werden. Nur so können das Verständnis und das Image der FM- und REMBranche steigen. Was waren für Sie die entscheidenden Gründe für die anschließende Wahl des Doktoratstudiums an der FH Kufstein Tirol Forschungsgesellschaft? Zumindest sind es nicht die zwei Initialen vor dem Namen. Wichtiger für mich ist, dass man sich mit dem Doktorat neue Horizonte im beruflichen Leben erschließen kann. Dieses Studium bietet mir gerade mit der Ausbildung in den Bereichen Business Administration, Global Management und Leadership eine hervorragende Qualifizierungsbasis. Ich betrachte es zudem als eine Ergänzung meiner bisherigen technischen und kaufmännischen Ausbildung und als Grundlage, um im strategischen Management tätig zu werden. Fühlen Sie sich an der FH Kufstein wohl? Das Studienangebot und vor allem die Studienbedingungen an der Fachhochschule Kufstein sind überdurchschnittlich gut. Die Atmosphäre und die Zusammenarbeit mit den Professoren und der Studentenschaft sind ebenso lobenswert, wie die Ausstattung der Hochschule und auch die Verfügbarkeit von Medien. <


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NE WS

» News // Wir begrüßen an der FH Kufstein DI (FH) Martina Lettner, MAS, verstärkt seit 21.2.2011 als Hochschullehrerin für Marketing & Kommunikation das Team von Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar. Martina Lettner war. u. a. für „profil“, „ORF Salzburg“ und „Salzburger Nachrichten“ tätig. Sie bringt breite Erfahrung unter anderem in Moderation, Vortragstechnik, Grafik und Produktion ein.

// Susanne Mudrak wird Leiterin des neuen qualityaustria Trainingszentrums in Wien Mag. (FH) Susanne Mudrak übernimmt den Aufbau und die Leitung des neuen qualityaustria Trainingszentrums in der Zelinkagasse 10 in 1010 Wien. Zusätzlich ist die 28-jährige Wienerin für die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen wie das qualityaustria Forum in Salzburg verantwortlich. Mudrak absolvierte den Diplomstudiengang „Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement“ an der FH Kufstein und bringt mehrjährige Erfahrung im Bereich Eventmanagement mit. Zuvor war sie unter anderem bei der Medizinischen Ausstellungs- und Werbegesellschaft tätig, wo sie nationale und internationale Kongresse, Symposien und Ausstellungen umsetzte. „Susanne Mudrak ist mit ihrem Know-how im Bereich Projektmanagement und ihrem besonderen Engagement die optimale Besetzung für die Leitung unseres neuen Trainingszentrums in Wien“, sagt Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH.

// Der renommierte Transcript-Verlag beauftragt die FH Kufstein für ein Buch zum „Europäischen Kulturmanagement“ Durch die rasante Entwicklung der sogenannten Kreativwirtschaft in Österreich und Deutschland wird das Thema Kulturmanagement zu einem zentralen Faktor dieser neuen kulturpolitischen Ausrichtung. Doch nicht nur in den nationalen Entwicklungsprozessen spielt dieser Faktor eine große Rolle, sondern auch im internationalen Raum. Bedeutsam dabei ist die Rolle der Europäischen Union und ihrer Förderpolitik. Hier klafft in der entsprechenden Fachliteratur nach wie vor eine große Lücke. Wie lassen sich Projekte im internationalen Rahmen verwirklichen?Welche Fördermöglichkeiten gibt es?Wie viel müssen die Studierenden beispielsweise über die Europäische Union wissen, um international kompetente KulturmanagerInnen zu sein? Und welche sozialen, politischen, betriebswirtschaftlichen und kulturellen Kategorien müssen hier beachtet werden? Diese Fragen will ein neues Buch beantworten, das im renommierten Transcript-Verlag erscheinen wird. Herausgeber ist Prof. (FH) Dr. Gernot Wolfram, der gemeinsam mit Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar und Prof. (FH) Sebastian Kaiser das Konzept für diesen Band entwickelt hat. Wichtige AutorInnen aus dem Feld konnten bereits als Gastautoren gewonnen werden: Oliver Scheytt, Brigit Mandel, Holger Sievert, Sabine Bornemann und Verena Teissl, um nur einige zu nennen. „Ziel ist es, die internationalen Dimensionen des Kulturmanagements und der Kreativbranchen darzustellen. Vor allem hinsichtlich eines neuen, im Entstehen begriffenen Arbeitsmarktes ist dieser Ansatz von hoher Relevanz“, sagt der Herausgeber Gernot Wolfram.„Gerade da viele unserer Studierenden im internationalen Feld spannende Berufe finden, können wir unsere Kompetenzen in diesem Thema stark einbringen.“ Zu dem Band gehört auch die Publikation eines Forschungsprojektes, das von studentischer Seite von Daniela Nejedly aus dem SKVM-Masterprogramm betreut wird. Über 200 Kulturbetriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden mit quantitativen und qualitativen Interviews danach befragt, welche Erfahrungen sie mit Antragstellungen und Fördermöglichkeiten der Europäischen Union gemacht haben. Die gewonnenen Daten sollen eine Auskunft ermöglichen über die genutzten wie ungenutzten Potentiale einer europäischen Kulturförderung. Somit kann auch eine Reflektion über Schwierigkeiten und Optimierungschancen im internationalen Kulturmanagement erfolgen.


N E WS

// Studierende des Studiengangs Marketing & Kommunikationsmanagement bei MPREIS Unter der Leitung ihrer Lektorin, Mag. Annemarie Kapferer, besuchten die Studierenden des neuen Bachelorstudiengangs „Marketing und Kommunikationsmanagement“ das erfolgreiche regionale Familienunternehmen MPREIS. Mag. Ingrid Heinz, die Unternehmenssprecherin, begeisterte die zukünftigen MarketingexpertInnen mit ihren Ausführungen über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Laut Heinz ist die Verbundenheit mit der Alpenregion ein prägendes Element bei allen Entscheidungen und einer der Haupterfolgsfaktoren des Unternehmens, neben u. a. dem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis, der Dienstleistungsqualität und der außergewöhnlichen Architektur.

// Tiroler Wissenschaftsfonds fördert ein Forschungsund Publikationsprojekt in den Kulturwissenschaften Mit großer Freude hat Prof. (FH) Dr. Gernot Wolfram die Benachrichtigung des Tiroler Wissenschaftsfonds aufgenommen, dass das von ihm eingereichte Projekt einer spezifischen Einführung in die Kulturwissenschaften eine Förderung erfahren hat. „Im Feld der Kulturwissenschaften hat es in den letzten Jahren eine Vielzahl von Publikationen gegeben, die den Begriff Kultur auf immer neue Felder ausgedehnt haben etwa in Zusammenhang mit den Sozialwissenschaften, der BWL, der Psychologie, Biologie und der NeuroBiologie. Das hat einerseits eine Bereicherung dargestellt, andererseits eine gewisse Unschärfe erzeugt. Mit unserem Forschungsprojekt wollen wir eine Einführung in die Kulturwissenschaften bieten, die methodisch und inhaltlich Schwerpunkte setzt und sich bewusst begrenzt. Im Mittelpunkt werden medientheoretische, interkulturelle und sprachbezogene Ansätze der Kulturwissenschaften stehen. Dieser Ansatz hat sich in der Lehre in Kufstein als erfolgreich erwiesen. Mit dieser Forschungspublikation, so hoffen wir, werden wir innerhalb der Fachdiskussionen in den Kulturwissenschaften neue Impulse setzen können. Dass der Tiroler Wissenschaftsfond dieses Projekt unterstützt, ist auch ein Zeichen für die Stärkung der Geisteswissenschaften an Fachhochschulen, ein Impuls, den ich sehr begrüße, weil er die Verbindung von Theorie und Praxis in den Kulturwissenschaften betont.“

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// Vorschau Symposium Stiftungsmanagement im Kultursektor 10. März 2011, FH KUFSTEIN, Raum E.26 Arbeitsplatz Stiftung? Chancen für Kultur- und EventmanagerInnen in den Creative Industries ReferentInnen: Michael M. Thoss, Geschäftsführer Allianz Kulturstiftung München; Mag. Christiane Erharter, Kuratorin und Projektmanagerin, ERSTE Stiftung/Kulturprogramm; Sarah Wilson, Arts Managerin; Prof. (FH) Dr. Gernot Wolfram, Professor für Kulturwissenschaften und Kulturmanagement Anmeldeschluss: 3.März 2011. Die Teilnahme ist kostenfrei. www.fh-kufstein.ac.at/ger/veranstaltungen Email: stiftungssymposium@fh-kufstein.ac.at

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// Terminvorschau 2nd Kufstein Summer School 1. - 7.5.2011, Palea Epidavros / Argolis, Griechenland Thema: “Creating Cultural Leadership – New Strategies for Cultural Projects in Global Cities and Regions” Der Studiengang „Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement“ verfolgt mit der Summer School den globalen Trend, auch international präsent zu sein und somit den akademischen Standort Tirol zu stärken und noch bekannter zu machen. Die Summer School richtet sich an die Studierenden der FH Kufstein sowie an national und international Studierende und bietet Einblicke in aktuelle Diskurse. www.fh-kufstein.ac.at/ger/Veranstaltungen Email: summerschool@fh-kufstein.ac.at

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Das Magazin der FH Kufstein  

6. Ausgabe des Magazins der Fachhochschule Kufstein 2011

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