Page 1

MÄNNER SACHE

DESIGN . TECHNIK . AUTOS

Ausgabe Nr. 12 | November 2019 P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck ZNr. GZ 02Z030672 M | Euro 3.00


MONCLER

WEBER + WEBER

KIEFERMANN

ELEVENTY

HERNO

Lammfellmantel 1.899.– Pullover 349.– Hemd 159.– Hose 299.– Schuhe DOUCALʼS 429.–

SANTONI

PT01

CANALI

TIGER OF SWEDEN

MYTHS

ETON


MOORER

JACOB COHEN

LARDINI

TAGLIATORE

PARAJUMPERS

Lammfellmantel 1.899.–

ANICHSTRASSE 4

INNSBRUCK

+43.512.588404

SCHMITTUNDLAIR


FÜR DIE MEISTEN IST EINE KUCHE DER ORT, AN DEM EINE PARTY ENDET. F R SIE BEGINNT DIE PARTY AUCH HIER. Neu und exklusiv bei Gasteiger:

Aurach bei Kitzbühel

Küchen.

www.gasteiger.design


© MARIAN KRÖLL

Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck, eco.nova-Herausgeber

MÄNNERMIX Letztes Jahr um diese Zeit haben wir beschlossen, aus unseren Lifestyle-Ausgaben eine „Männersache“ zu machen. Weil‘s uns gefallen hat, sind wir dabei geblieben.

M

anchmal sind die Dinge ganz einfach: Wenn sie funktionieren und Spaß machen, sollte man sie (bei)behalten. Wenn nicht: weg damit! Das gilt eigentlich für alle Bereiche des Lebens. Macht man eine Pro-und-Contra-Liste und der Saldo ist negativ, besteht Änderungsbedarf. Unsere Life-Style-Balance war rundum positiv, deshalb durfte die Männersache Männersache bleiben. Und so haben wir auch dieses Mal wieder allerhand Männerkram in die Ausgabe gepackt. Warum wir Vinyl und Analogfotografie männlich assoziieren, wissen wir zwar nicht mehr genau, aber ab und an darf man die Dinge eben nicht so eng sehen. Wahrscheinlich lag‘s daran, dass der maskuline Büroanteil sofort Feuer und Flamme für das Thema war. Sei‘s drum, Marian Kröll jedenfalls hat sich ab Seite 11 in die Untiefen des Retro-Charmes It‘s not what‘s under the begeben. Bei Mode und Beautyangelegenheiten ist die Christmas tree that matters. Sache schon eindeutiger, obwohl man in Zeiten wie It‘s who‘s gathered around it. diesen auch nicht mehr ganz sicher sein kann. Bruno König jedenfalls ist wieder Auto gefahren und hat sich unter anderem die neuesten SUV angeschaut. Außerdem ein Porsche Cabrio. Und ja, wir wissen, es ist Winter. Das wissen wir nicht nur, weil es draußen vor der Tür immer kälter wird, sondern weil wir gemeinsam mit Stephan Görgl die schönsten Freeride-Touren für Sie zusammengetragen und den Sonderteil folgerichtig „Tirol im Winter“ genannt haben. Winterzeit heißt aber auch, dass 1. Weihnachten vor der Tür steht und 2. das Jahr bald zu Ende ist. Beides sind Anlässe, auf die vergangenen Monate zurückzublicken und ein bisschen aufzuräumen. So schön, edel, exklusiv und wunderbar die Produkte in diesem Magazin auch sind, letztlich sind es ganz andere Dinge, die im Leben wirklich zählen – nämlich, wer neben einem am Weihnachtsbaum steht und wem man ehrlich ein schönes neues Jahr wünscht. Genießen Sie den Winter. Ihre Redaktion der eco.nova

27.3.– 12.4. 2020 Innsbruck Hall

Friede

?

bis 24.12. erhalten Sie 25 % Ermäßigung auf die 2. Karte • bis 24.12. erhalten Sie 25 % Ermäßf die 2. Karte • bis 24.12. erh


Gönnen Sie sich eine Auszeit ...

... in Ihrem Kosmetikinstitut Aurora im Herzen von Innsbruck Die Zeit fordert. Doch wir möchten einen langsamen Takt einkehren lassen. In lichtdurchfluteten Räumen Gelassenheit und Ruhe spürbar machen und Ihnen unsere ganze ungeteilte Aufmerksamkeit und Zeit zum Entschleunigen schenken. Gönnen Sie sich diese Auszeit für sich. Für Ergebnisse, die sofort begeistern – und ein Gefühl von Schönheit, das Ihre ganze Aura erfüllt.

Müllerstrasse 11 | A-6020 Innsbruck 0512 - 21 44 11 | www.kosmetik-aurora.at


eco.inhalt

10 58

42

74

8

80

94

118 FOTOS: UNSPLASH/MIKE MARQUEZ, MARCUS HAID, SIMON RAINER


eco.inhalt

10

GEPRESST STATT GESTRESST

78

GLÜCKSZAHL

Im „Le Treize“ in Seefeld kombiniert Spitzenkoch Armin Leitgeb französische Raffinesse mit Tiroler Tradition zu seiner alpine cuisine. 80 RAUCHZEICHEN Fast vier Jahre gibt es sie schon, die Smokerei in Wattens. Hier bekommt man richtig gute Burger – und noch viel mehr. 84 AB IN DIE KÜCHE Sie zeigt sich vielleicht nicht immer auf den ersten Blick, dafür aber in jedem kleinen Moment. Die Liebe zum Detail. Gasteiger zeigt die neuesten Küchentrends. 94 TIROL IM WINTER Die Kombination aus Berggehen und Skifahren macht das Skitourengehen zu einer ganz besonderen, facettenreichen Sportart. Die schönsten Touren des Landes. Und: Wo man in Tirol und Umgebung wunderbar urlaubt. 118 LIFESTYLE ODER TREND Der Geländewagen für die Stadt – oder besser gesagt das „SUV“ – boomt wie nie zuvor. Wer oder was ist aber eigentlich ein Lifestyle-SUV? 124 NEU UND GUT Unsere Top Ten der neuesten Sport Utility Vehicles. 128 OFFEN, ABER ZUGFREI Wie kaum ein anderes Cabrio verbindet der 911er-Porsche das Frischluft-Erlebnis mit einer perfekten Fahrdynamik und dem unvergleichlichen Boxerklang – besonders im offenen 4S wird’s richtig schnell. 06 EDITORIAL 50 MÄNNERMODE 66 SCHÖNHEITSKRAM 132 KURZ & BÜNDIG 142 IM.GESPRÄCH

HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088,

redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AUTOREN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, Sonja Niederbrunner, Doris Helweg, Bruno König ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Bruno König, Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco. nova. GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE S ABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben) // Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN! UNTERNEHMENS GEGENS TAND:

FACEBOOK.COM/ECO.NOVA.AT

2019 klingt im gaumen nach. jahresausklang auf den punkt. das grander +43 (0) 52 24 52 6 26 info@das-grander.at das-grander.at

Die Digitalisierung ist die vielleicht ärmste Sau, die momentan auf allen Kanälen durchs Dorf getrieben wird. Höchste Zeit, dem etwas entgegenzusetzen. Denn: Sind wir nicht alle ein bisschen retro? 30 SCHÖNE ALTE SACHEN Die Geschichte über Janny Herzog, die es der Liebe wegen aus Deutschland herzog. 34 EMOTIONAL AUFGELADEN Markus Renk übernahm 2015 mit dem Verleger Markus Hatzer die traditionsreiche Wagner’sche Buchhandlung. Ums gedruckte Buch macht er sich keine Sorgen. 42 COOLE TYPEN Weil man ein Männermagazin nicht nur für Männer macht, sondern auch mit Männern, haben wir uns auf die Suche nach ein paar coolen Jungs gemacht. Und sie gefunden. 58 BRAUN IST DAS NEUE SCHWARZ Braun galt lange als Farbe der Mittelmäßigkeit und des Spießer­ tums. Der heurige Herbst holt sie dort heraus. Im Gespräch: Christian Hartinger von Schmitt & Lair. 62 MODESEELE Italiener scheinen genetisch mit Stil und Style verbunden. Francesco Procopio ist der Beweis dafür, dass das stimmt. 70 ROCKT! Im Hard Rock Café Innsbruck laufen die Dinge anders. Statt Convenience landen Frische und Regionalität auf den Tellern, manches sogar vegan. 74 ESSEN MIT MORAL Lange war Lachs ein Essen für die gehobene Gesellschaft, heute ist er begehrtes Konsumgut der Wohlstandsgesellschaft. Claudia Schrettl findet, er darf, soll und muss wieder zum Luxusgut werden.

silvesterbrunch | 10 bis 16 uhr pro person € 75

silvestermenü | 19 uhr

pro person € 135 (inkl. aperitif )

9


eco.life

10


eco.life

ANALOGE ENTSCHLEUNIGUNGSMASCHINEN I’M GONNA WRITE A LITTLE LETTER GONNA MAIL IT TO MY LOCAL DJ IT’S A ROCKIN’ RHYTHM RECORD I WANT MY JOCKEY TO PLAY ROLL OVER BEETHOVEN, I GOTTA HEAR IT AGAIN TODAY. ROLL OVER B EETHOVEN CHUCK BERRY

11


eco.life

Gemessen an der Smartness von Alexa, Siri und Co. ist der analoge Plattenspieler dumm wie zwei Meter Feldweg. Er ignoriert Anweisungen beharrlich, Handarbeit bleibt gefragt. Das ist auch gut so.

12

GEPRESST STATT GESTRESST Die Digitalisierung ist die vielleicht ärmste Sau, die momentan auf allen Kanälen, den analogen wie digitalen, durchs Dorf getrieben wird. Höchste Zeit, dem etwas entgegenzusetzen und der sanften Re-Analogisierung das Wort zu reden. Ganz ernst gemeint ist das nicht, aber dass digital immer besser ist, ist längst nicht gesagt. Die Schallplatte, der Film und nicht zuletzt das Buch dürfen dafür als Kronzeugen herhalten. TEXT: MARIAN KRÖLL


eco.life

Früher war alles besser? Darüber lässt sich bei diesen Album-Covers getrost streiten. Oder auch nicht.

M

anchmal möchte man als Musikkonsument, wenn nicht gar -enthusiast, -aficionado, -connoisseur, -geek oder -liebhaber, richtig was zum Anfassen. So als griffiges Alternativprogramm zur ebenso gestaltwie seelenlosen MP3. Zu diesem Zweck ist in letzter Zeit die Schallplatte erneut groß in Erscheinung getreten bzw. aus der Versenkung emporgekommen. Gepresst statt gestresst heißt das Motto – und zwar auf Vinyl. „Verlustfreie“ digitale Formate wie FLAC mögen zwar auch fett aus den Boxen

Die Platte taugt als Metapher für einen Gegenentwurf zu unserer schnelllebigen Zeit. Im Übrigen gilt das auch für das Buch oder den analogen Film. Dass diese analogen Medien auch als „alte Medien“ bezeichnet werden, liegt wohl daran, dass in unserer Gesellschaft die Fetischisierung der Innovation weit vorangeschritten ist. Neues ist, so die gängige Meinung, automatisch besser. Das ist ein logischer Trugschluss. Argumentum ad novitatem nennt das der Lateiner, ein Innovationsargument, das eigentlich keines ist.

VINNY STATT ALEXA

Bericht erstattet, was in den eigenen vier Wänden so vor sich geht. Das wird wiederum dazu benutzt, Bedürfnisse herauszufinden, von denen einem selbst noch gar nicht klar ist, dass man sie überhaupt hat. Big Data ist Big Business. Der gute alte Plattenspieler würde das nie machen, einen heimlich ausspionieren, und man kann ihm zudem auch einen liebevollen Kosenamen umhängen, den man sich sogar selbst aussuchen kann. Plato zum Beispiel. Oder Vinny. Bedienkomfort ist jedenfalls kein Argument, das für die Rückbesinnung auf die Platte spricht. Gemessen an der Smartness von Alexa, Siri und Co. ist der analoge Plattenspieler nämlich dumm wie zwei Meter Feldweg. Er ignoriert Anweisungen beharrlich, Handarbeit bleibt gefragt. Das ist auch gut so. Irgendwann in der Zukunft wird man hoffentlich wieder über die Zeit lachen, in der Menschen mit ihren Geräten geredet haben.

Der Plattenspieler ist auch deshalb so ungeheuer sympathisch, weil er keinen Mädchennamen wie Siri oder Alexa trägt und nicht dauernd zuhört und seinem Schöpfer

Der Mensch will aber als willkommene Abwechslung zu den digitalen, sogenannten „neuen Medien“ wieder was zum Anfassen. Haptische Wahrnehmung ist gefragt.

kommen, ganz ohne Verlust geht es aber auch bei ihnen nicht. Es fehlt ihnen an Körperlichkeit, sie haben keine physische Form. Deshalb sind sie – so die küchenpsychologische Brachialthese – auch emotional schwerer zu fassen. Unbegreiflich eben. Cover, Artwork, Material, manchmal ist größer eben doch besser, mehr doch mehr.

METAPHER AUS VINYL

PLATTEN ALS STATUSSYMBOL

13


eco.life

K L E I N E S V I N Y L-A B C I N D E R P L A T T E N W E LT G I B T E S , S O W I E I N J E D E M M I K R O K O S M O S , E I N E N G A N Z E N H A U F E N A N FA C H V O K A B U L A R . M A N K A N N Z U M B E I S P I E L W I S S E N , D A S S D E R R A U S C H A B S TA N D N I C H T D I E Z E I T S P A N N E Z W I S C H E N Z W E I W O C H E N E N D E N I S T. D A S S O G E N A N N T E S I G N A L - R A U S C H - V E R H Ä LT N I S ( S N R ) D I E N T A L S B E W E R T U N G S Z A H L Z U R B E U R T E I L U N G D E R Q U A L I TÄ T E I N E S A N A L O G E N K O M M U N I K AT I O N S P FA D E S . D O C H D A S IST LÄNGST NICHT ALLES. WER DEN VINYL-AUSKENNER M A R K I E R E N W I L L , S O L LT E S I C H E I N I G E D I E S E R V O K A B E L N Z U GEMÜTE FÜHREN. NOTWENDIG IST DAS FÜR DEN MUSIKGENUSS Z W A R N I C H T, A B E R S C H A D E N T U T ’ S A U C H N I C H T

Analoge Aufnahme – Analoges Mastering – Analoges Endprodukt (=Vinyl-Schallplatte) A U F L A G E : Matte aus Filz, Gummi, Kork oder Acryl, auf der die Schallplatte am Plattenteller aufliegt. Die Klangergebnisse sind je nach Material unterschiedlich. B O O T L E G : Nicht autorisierter Konzertmitschnitt, der als Platte veröffentlicht wird. C O L O U R E D V I N Y L : Kolorierte Schallplatte D I R E C T C U T / D I R E K T S C H N I T T : Aufnahmeverfahren, bei der das Musiksignal direkt zur Schneidemaschine geführt wird. Die Musiker können die Aufnahme so nicht mehr bearbeiten. Für Klangästheten das Nonplusultra. D E A D WA X : Auslaufrille der LP D J B Z W. D I S K J O C K E Y : Plattenaufleger vor dem Herrn E N D L O S R I L L E : Sie führt die Nadel immer an die gleiche Stelle zurück. Hier muss die Nadel angehoben werden. E P B Z W. E X T E N D E D P L AY : Mini-LP, gefertigt im 12ʺ- oder 10ʺ-, seltener im 7ʺ-Format G AT E F O L D S L E E V E : Klappcover, auch als Schlauchalbum bezeichnet 1 8 0 G / 2 0 0 G – H Q : Gewicht einer Schallplatte. Audiophile Plattenlabels werben mit schwereren Platten. Kein Qualitätsmaßstab mehr. L A B E L : Runder Papieraufkleber (Etikette) in der Mitte der Schallplatte. M I T L A U F B E S E N : Wird zur Reinigung der Platte während des Abspielens und Statikableitung verwendet. M U T T E R : Matrize, die im Fertigungsprozess der Schallplattenpressung benötigt wird. Von der „Mutter“ wird im anschließenden Galvanisieren der „Sohn“ gezogen, von dem schließlich das Endprodukt Schallplatte gepresst wird. M U T T E R S T E C H E R : Mitarbeiter in einem Schallplattenpresswerk, der im Herstellungsprozess für eine Vinyl-Schallplatte die Pressform, die sogenannte Mutter, bearbeitet. N A D E L F O R M B Z W. N A D E L S C H L I F F : Wesentlich für die Klangcharakteristik eines Tonabnehmers. O I S B Z W. O R I G I N A L I N N E R S L E E V E : Original-Innenhülle. Für Sammler bei Second Hand relevant. P L AT T E N WÄ S C H E : Empfehlenswerte Reinigung der Schallplatte mittels einer Flüssigkeit und einer entsprechenden Plattenwaschmaschine oder von Hand. R I L L E : Das Herzstück der Platte. Sie enthält die Musikinformationen, die von der Nadel des Tonabnehmers „ausgelesen“ und in elektrische Signale gewandelt werden, die der Verstärker wiederum an die Lautsprecher weitergibt. R P M : Revolution per minute – Umdrehungen pro Minute S E I T E N S C H L A G : Nicht sauber zentriert gepresste LP, die eiert. Klangeinbußen sind die Folge. S O H N : Letzter Schritt im Galvanisierungsprozess. Aus den Söhnen werden die LPs gepresst. S T E R E O : Kurzform von Stereophonie. Mit zwei Lautsprechern wird ein räumlicher Eindruck erzeugt. Mono macht unentspannt, heißt es. T O N A B N E H M E R : Dort wird mechanische in elektrische Energie umgewandelt. T U R N TA B L E : Plattenspieler VAT E R : Erste Matrize im Galvanisierungsprozess, Negativ der Rille. Aus dem Vater entsteht die Mutter, aus der wiederum die Söhne entstehen. Logisch. V I N Y L : Polyvinylchlorid – das Grundmaterial der Schallplatte. Das Rohmaterial ist ein Granulat. AAA:

14

Seien wir ehrlich: Eine Führung durch die Streaming-Library macht deutlich weniger her als das Herumzeigen der hauseigenen Plattensammlung und Letzteres ist auch tatsächlich, ganz objektiv betrachtet, um mindestens eine Zehnerpotenz ergiebiger. Und das nicht nur den Distinktionsgewinn betreffend, sondern auch haptisch und optisch. Ein Fest für alle Sinne. Hände und Augen hören schließlich mit. Nur wer mit allen Sinnen hört, hört richtig gut. Der Kenner kennt das und nickt zustimmend. Sicher, mit einem Abo bei einem digitalen Streamingdienst hat man Millionen von Songs auf einen Wisch parat. Das spielt’s in der sperrigeren Welt des Vinyl freilich nicht. Aber die digital verwirklichte Verheißung des „anything goes“ wird doch auch irgendwann langweilig.

AN DER NADEL HÄNGEN

Der Erkenntnisgewinn aus akademischen Diskussionen im Freundeskreis über die akustischen Vorzüge analoger Musik mag zwar in der Kategorie „Kabelklang“ anzusiedeln sein, eine Meinung dazu hat aber fast jeder. Und diese lautet überwiegend, dass der typische Plattensound, oder was man dafür hält, eben natürlicher, organischer, „analoger“ klinge. Und zugegeben: Ich mag ihn auch. Selbst das Knacken und Knistern, das da und dort entsteht, ist nicht ohne Charme. Es klingt nicht zu perfekt, nicht zu steril. Es lebt. Dafür spricht auch die Tatsache, dass es im Gegensatz zur Welt des Digitalen, die aus Einsen und Nullen besteht und wo es dazwischen nichts gibt, im Bereich des Analogen unendlich viele „Zwischenschritte“ geben kann. Musikkonsum ist nun einmal, wie ein guter alter Whisky, zuvorderst eine emotionale Angelegenheit und keine techni-


eco.life

SCHWEBEND

Der Plattenspieler von Gramovox nennt sich passenderweise „Floating Record Vertical Turntable“ und ist nur optisch ein Vintageteil. Die Technik ist nämlich äußerst modern. Die Platten werden aufrecht eingelegt und von einem Tonarm aus Carbonfasern abgetastet – das Ding dreht das Vinyl also in der Senkrechten. Im Ahorn- oder Walnussholz-Gehäuse sind Verstärker und Lautsprecher schon drin. Der Sound ist gut. Kostenpunkt: Rund 320 Euro.

sche. Das subjektive Empfinden wiegt schwerer als das Reich des Quantifizierbaren. Wenn die Platte am Teller rotiert und ölige Bässe aus den Lautsprechern wabern, garniert mit rotzigen Mitten und getoppt von brillanten Höhen, ist das doch ein Feiertag für den Musikliebhaber. Noch dazu hat man die Platte selbst aufgelegt, die Nadel selbst (auf)gesetzt. Das hat Suchtpotenzial. Man ist mittendrin statt nur dabei. Wenn es nach rund 20 Minuten heißt „bitte wenden“, sagt einem das nicht eine nervige Navistimme, sondern das beredte Schweigen der Lautsprecher. Es gibt unter den Plattenfans aber auch noch echte Ästheten, Puristen, Kreuzritter des einzig richtigen Hörens, knallharte Dogmatiker, echte Audiophile. Doch da sind wir relativ schnell wieder beim Kabelklang. Und der ist viel Lärm um (fast) nichts. Unter Audiophilen wird das Thema allerdings bis ins kleinste elektrotechnische Detail diskutiert, dabei geht es oft um Impendanzen. Wo heftig über Ohm gestritten wird, wäre etwas mehr Om angebracht. Hochpreisige Kabel mit Goldsteckern sind das „Informationswasser“ der Audiowelt. Nur marginal seriöser. Bei digitalen Aufnahmen kommt es vor, dass sogenannter Jitter den Klang verhagelt. Das hört man besonders im Hochtonbereich. Jitter, der Begriff steht für die Abweichungen von der Regelmäßigkeit, mit der die Abtastwerte bei der Analog/Digital-Wandlung generiert oder bei der Digital/Analog-Wandlung wieder ausgelesen werden, ist zwar nicht penetrant, aber selbst für den Otto Normalhörer gut – und störend – wahrnehmbar. Zudem beeinflusst Jitter auch die Ortbarkeit von Klangquellen, was der Räumlichkeit der gehörten Musik nicht guttut.

15

GUT VERSTAUT

Die Module des Regalsystems von Cubit sind immer nach der Maxime „die Form folgt der Funktion“ konzipiert. So wurden deren Abmessungen exakt auf die gängigen Formate von Büchern, Zeitschriften, Ordnern, DVDs, CDs ..., aber auch Schallplatten und Verstärkern abgestimmt. Die drei Modulvarianten LP20, OT34-24 und OT36-16 sind perfekt fürs Verstauen von Schallplatten, dank der Tür des Hi-Fi-Moduls lässt sich der Verstärker verstecken. Eine große Öffnung an der Rückseite ermöglicht die Verlegung der Kabel. Im Bild die Variante OT36-24 (72 Euro) mit zwei LP20-Modulen, die jeweils ca. 40 Platten fassen (je 50 Euro). www.cubit-shop.de

IHR GOLDSCHMIED SEIT 1764 www.norz.gold | Maria-Theresien-St. 8 | IBK


eco.life

FILM AB Ganz gleich, ob bewegt oder statisch: Film bewegt. Immer noch. Als Massenmedium, als Kunstform und Wirtschaftsfaktor. TEXT: MARIAN KRÖLL

B

16

evor der Film da war, war das fotografische Einzelbild. Das Trägermedium – der fotografische Film – ist dasselbe. Der Begriff Film bezeichnete ursprünglich nur die dünne Schicht einer Fotoemulsion, die eine Fotoplatte überzog. Der heutige Film ist eine beschichtete, transparente Folie aus Polyester oder Tri-Acetat. Im Bereich der Fotografie hat längst die Digitalkamera der analogen Kamera den Rang abgelaufen. Sie hat die heutige Bilderflut, die uns auf allen Kanälen zu ertränken droht, überhaupt erst möglich gemacht. Der Schnappschuss ist – ebenso wie die sorgfältig geplante und akribisch durchkomponierte Aufnahme – einer digitalen Run-&-Gun- bzw. Spray-&-Pray-Mentalität gewichen. Frei nach dem Motto: „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.“ Wenn man nur von allem und jedem genügend digitale Bilder knipst, wird qua Wahrscheinlichkeitsverteilung wohl auch einmal ein ansprechendes dabei sein. Dem Siegeszug der Digitalfotografie, die heute überwiegend von zunehmend qualitativ besseren Smartphones besorgt wird, verdanken wir so wunderbare wie wunderliche gesellschaftliche Phänomene wie den Selfmord, das unbeabsichtigte Zutodekommen beim Anfertigen eines waghalsigen Selfies. Sich selbst den Götzen Instagram, Snapchat, TikTok und wie sie alle heißen mögen als Opfer darzubringen, ist für den Genpool sicher nicht das Schlechteste. Seit einigen Jahren gibt es – analog zur Entwicklung in der Musikbranche – wieder mehr Enthusiasten, die die analoge Fotografie hochhalten. Und das aus ganz unterschiedlichen Motiven.

LOMOSEXUELLE SO WEIT DAS AUGE REICHT

Eine besondere Spielart des analogen Fotografierens ist die Lomographie, die Praxis der experimentellen Schnappschussfotografie, die einen künstlerischen Anspruch erhebt und mit ihrer kamerabedingten technischen Unausgereiftheit und ihren optischen Mängeln kokettiert. Vignettierung bzw.

Gefällt es mir oder gefällt es mir nicht? Auch in der Fotografie ist erlaubt, was gefällt, und monetarisierbar, was anderen gefällt. Egal, ob es den eigenen Sinn für Ästhetik beleidigt oder nicht.


IMMOBILIEN LEIDENSCHAFT aktuelle Projekte

Minkuswiese, Schwaz

Am Pirchanger, Schwaz

17

An der Seeache, Achenkirch

Fourty2, Igls

Reitlliftweg, Fieberbrunn


eco.life

K L E I N E S F I L M-A B C Beim Film wird die Auflösung mit der Zahl gerade noch getrennter Linienpaare pro Millimeter angegeben. Handelsübliche Kleinbildfilme haben ein Auflösungsvermögen von 40 bis 150 Linienpaaren pro mm. Bei Schwarzweiß-Dokumentarfilmen kann deutlich mehr Auflösung erreicht werden, die bis zu 1.000 Linienpaare pro mm reicht. Bei der Digitalisierung von Negativ und Dia können Auflösungen von bis zu 10.000 ppi erreicht werden, was beim Kleinbildfilm 135 Megapixel entspricht. A B B L E N D E N : Verkleinerung bzw. das Schließen der Blendenöffnung, um den Schärfentiefe-Bereich eines Bildes zu erweitern. A B Z U G : Abbild eines Diafilms, Negativfilms oder einer Bilddatei in Papierform, das üblicherweise in Fotolabors anfertigt wird. B A J O N E T T : Befestigungsmechanismus für Objektive an der Kamera. Fast jeder Hersteller hat sein eigenes Bajonettsystem. B E L I C H T U N G : Einwirken der unterschiedlichen Lichtverteilung eines Aufnahmegegenstandes auf den Film. Die Belichtung ist abhängig von der Filmempfindlichkeit, der eingestellten Belichtungszeit und der Blende sowie der Helligkeit des Motivs. B I L D R A U S C H E N : Entsteht vor allem in sehr dunklen Bereichen eines Bildes oder bei sehr schlechten Lichtverhältnissen. B L E N D E : Mechanische Vorrichtung, um den Durchmesser des Strahlenbündels des einfallenden Lichtes zu reduzieren. Durch Schließen der Blende wird die Bildhelligkeit verringert, aber die Tiefenschärfe vergrößert. Durch Öffnen vergrößert sich die Bildhelligkeit und die Tiefenschärfe reduziert sich. B O K E H : Unschärfebereiche vor und nach der Tiefenschärfe, die durch das Objektiv produziert werden. B R E N N W E I T E : Strecke, auf der parallele Strahlen eines Motivs hinter der Linse zu einem Punkt gebündelt werden. Dieser Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Linse und dem Bildsensor wird in Millimetern (mm) gemessen und als Brennweite bezeichnet. Objektive werden mit Hilfe der Brennweite kategorisiert, z. B. in Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive. D I A : Das Dia, oder richtig Diapositiv, ist ein fotografisches Bild in richtigen Farben und Tonwerten, das zur Projektion oder als Druckvorlage verwendet wird. F A R B - N E G AT I V F I L M : Filmmaterial für Farbbilder, liefert Negative, deren Farben komplementär zu den natürlichen sind. Entwickelt werden diese Filme im Prozess C41. T I E F E N S C H Ä R F E ( A U C H S C H Ä R F E N T I E F E ) : Bezeichnet den Bereich eines Motivs, der scharf wiedergegeben wird. Die Schärfentiefe wird von der Blende, der Brennweite und vom Motivabstand beeinflusst. K O R N : Kleinste Strukturen des entwickelten Films, die erst bei starker Vergrößerung gut sichtbar werden. Fotochemisch handelt es sich dabei um Zusammenballungen von feinst verteilten Silberpartikeln, die für die Zerrissenheit gleichmäßig geschwärzter Flächen verantwortlich sind. L I C H T S TÄ R K E : Verhältnis von Brennweite zu größtmöglicher Blende. Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto weniger Licht ist nötig, um noch fotografieren zu können. N A H E I N S T E L L G R E N Z E : Nahegelegenster Punkt, auf den das Objektiv noch scharf stellen kann. O F F E N B L E N D E : Größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs. V I G N E T T I E R U N G : Abschattungen in den Ecken oder Randbereichen von Fotos. AUFLÖSUNG:

18

Randabschattungen und Unschärfen gehören ebenso wie Über- und Unterbelichtung und Verwackelung zum Standardrepertoire des perfekt Unperfekten. Daher stammt wohl auch der Appeal, den die Lomographie bei ihrem erstmaligen Auftreten in den 1990er-Jahren vor allem auf ein jüngeres Publikum hatte. „Abgeleitet wurde der Begriff von der Ostblock-Fotokamera Lomo, einem rudimentären Gerät, das rudimentäre Bilder schießt. Während sich in den 1990er-Jahren um die digitale Fotografie ein globaler Megatrend formte, der fehlerfreies und pausenloses Fotografieren ermöglichte, traten Kreative auf die Bremse und kehrten zu rustikalen Kameras zurück. Lomographen ziehen automatischer Bildverbesserung das Wackelige vor. Aus der radikalen Opposition entstand ein Geschäftsfeld, für das stets neue Produkte entstehen“, definierte Designer Paolo Tumminelli. Lomographie mit alten Kameras à la Holga oder der namensgebenden Lomo LC-A kann durchaus charmant sein und ganz generell ist Lomographie eine nette Art, dem analogen Film neues Leben einzuhauchen und dabei auch noch Spaß zu haben. Daran dürfte sich nicht nur der Gelegenheitshipster den Bart abfreuen. Wer seine Lomografien allerdings allzu verbissen als Kunstwerk unter die Leute bringen will, dem droht Gegenwind. Kritiker werden nicht müde, auf den inhärenten Schnappschusscharakter der Aufnahmen hinzuweisen. Das eine wie das andere ist ermüdend und führt zu nichts. Außerdem darf Österreich als die Wiege der Lomographie bezeichnet werden. Land der Berge, Land der Lomos.


DO I LIKE IT? Digitalisierung hat aus der Fotografie ein Massenphänomen gemacht, mit allen Vorzügen und Schattenseiten. Das kann man gut oder schlecht finden, es ist nun einmal Fakt. Mit einer Digitalkamera kann heutzutage sogar ein Affe ein großartiges Selfie machen. Das affenscharfe Foto ging viral, ein grotesker Urheberrechtsstreit zwischen den von der Tierrechtsorganisation Peta bezahlten Anwälten des Selfie-Primaten und den Anwälten des Kamerabesitzers folgte. Überraschung, Makaken können keine Urheberrechtsklagen einreichen. Eines hat die digitale Fotografie aber auch gebracht: Die Qualität von Amateuraufnahmen war noch niemals zuvor ähnlich hoch, weil das Material – die Digitalkamera samt digital Darkroom – noch nie so gut, erschwinglich und weit verbreitet war. Das würde jetzt wohl nur noch die fundamentalistische Fine-Art-Fraktion anzweifeln, die die einschlägigen Internetforen mit ihren wehleidigen butthurt-Kommentaren zuspammt. Denen sei ins Stammbuch geschrieben, dass nicht jeder, der unfallfrei eine Hasselblad halten kann, gleich ein Ansel Adams ist, und nicht jeder, der ein nicht schiefes Foto vom Inn gemacht hat, ein zweites Rhein II von Gursky in der Hand hält. Get over yourself. Die Frage in der Rezeption von Fotos sollte daher nicht „But is it art?“ lauten, sondern „Do I like it?“. Das ist letztlich das einzig maßgebliche Kriterium. Gefällt es mir oder gefällt es mir nicht? Auch in der Fotografie – ob digital oder analog – ist erlaubt, was gefällt, und monetarisierbar, was anderen gefällt. Egal, ob es den eigenen Sinn für Ästhetik beleidigt oder nicht.

FOTO -TIPP

LOMO - LAND

Lomographie ist wieder voll im Kommen, polarisiert aber auch. Fans kanns wurscht sein. Wer experimentelle Schnappschüsse mag, dem empfehlen wir shop.lomography.com, wo es unter anderem die Lomo’Instant Square gibt – eine vollanaloge Sofortbildkamera für das FujiInstax-Square-Format – sprich: quadratisch. Ihr 95-mm-Glasobjektiv schießt gestochen scharfe Bilder, dazu kommt ein smarter Zonenfokus und ein überarbeiteter Automatikmodus, der sich um alle Belichtungseinstellungen kümmert. Die Lomo’Instant Square lässt sich dank eines Retro-Faltenbalgs zu kompakter Größe zusammenfalten. Ab 219 Euro.

KONZEPTE. PLANUNG. PRODUKTE.

Haller Strasse 133 AT-6020 Innsbruck

Oberanger 32 DE-80331 München

T +43 512 / 31 93 84 E info @ agape30.at W agape30.at

T +49 89 / 72 63 79 - 40 E info @ agape32.de W agape32.de


eco.life

ORGANISCHE QUALITÄTEN

20

Das macht auch die Debatten um den angeblich sanfteren Highlight-Rolloff von Film und den höheren Dynamikumfang aktueller Sensoren zum akademischen Circle Jerk. Oder etwa nicht? Die allen Gearheads vermutlich bekannte Kamera-Celebrity – manche würden auch Troll sagen – Ken Rockwell hat die Leute, deren scheinbar einziger Lebensinhalt nur um die technischen Details ihrer Kameras kreisen, einmal durchaus geistreich als „Measurebators“ bezeichnet. Film hat aber, und das ist auch der überwiegend recht unsubtilen Bearbeitung von digitalen Fotos zu verdanken, eine organische Qualität. Er ist nie wirklich alle Regler nach rechts over the top, sieht nie aus wie Disneyland oder Clownkotze, wie sie auf Myriaden von sogenannten „HDR“-Fotos im Internet zu bestaunen ist. HDR steht für Hochkontrastbild und ist überhaupt eines der größten Missverständnisse der digitalen Ära. Es ist ungefähr so originell, wie nur schiefe Bilder zu machen. So vong der Fotokunst her. Hier gilt eindeutig, dass weniger mehr ist. Bei den meisten HDR-Aufnahmen denkt man

sich als Betrachter aber nur: „Halo (sic!), geht’s noch?“ Die Schlimmsten von allen – ihnen möge ein Platz ganz unten in der Hölle beschieden sein – sind aber jene, die ihre schmucke analoge Kamera nur als Accessoire mit sich herumtragen, weil sie eben schick aussieht und das Hipster-Outfit komplettiert. Lasst die Kamera daheim, wir wissen auch ohne Bescheid. Ungeachtet der technischen Unterschiede zwischen analoger und digitaler Fotografie gilt für Film dasselbe wie für das physische Buch oder die Schallplatte. Sie zwingt uns zum Entschleunigen. Jedes noch so uninteressante Motiv aus jeder noch so uninteressanten Perspektive zu fotografieren, geht schnell ins Geld. Deshalb sieht man vielleicht genauer hin, als wenn man eine 64-Gigabyte-Speicherkarte im Slot hat, bevor man auf den Auslöser drückt, der Verschlussvorhang hochgeht und Licht auf den Film fällt. Film ist zudem mysteriöser. Ob das Bild scharf oder unscharf ist, schief oder gerade, unter- oder überbelichtet oder genau richtig – siehe Zonensystem –, weiß man erst, wenn man das fertige Foto in den Händen hat. Wer in der

Lage ist, mit etwas Chemie umzugehen und in völliger Finsternis eine Filmrolle in die Entwicklerdose einzufädeln, kann sich die Negative auch selbst kochen. Das ist aber schon eher die Königsklasse der analogen Fotografie. Schön, aber arbeitsintensiv und nicht ganz unkompliziert. Aber irgendwie eine befriedigende und willkommene Antithese zum Smartphone-Snapshot, Filter drüber, passt schon. Abgesehen davon verhelfen vor allem einige Schwarz-Weiß-Filme, ganz gleich ob langsames Fine-Grain oder schnelles HighIso, zu einem zeitlosen Look, der sich für alle fotografischen Genres gleichermaßen eignet. Zu den populärsten Schwarz-WeißFilmen gehören Ilford HP5+ 400, Fomapan 400 und Kodak Tri-X 400. Es ist kein Zufall, dass alle mit ISO bzw. ASA 400 gerated sind. Diese Filmempfindlichkeit – im Englischen auch als Film Speed bezeichnet – sorgt für ausreichend Flexibilität sowohl in helleren als auch dunkleren Szenerien. Bei höherer Lichtempfindlichkeit kann man bei gleicher Belichtungszeit in dunklerer Umgebung fotografieren oder man muss bei gleicher Helligkeit die Belichtungszeit reduzieren. Mit höherer Filmempfindlichkeit nimmt allerdings die Bildinformation ab, was sich am Foto durch gröberes Korn bemerkbar macht.

KUNST UND KOMMERZ

Wenn wir heute einen Film schauen, ganz gleich ob nun via Streamingdienst, als Bluray, DVD oder gar auf VHS, Filmprojektor oder im „linearen“ Fernsehen, wie es heute heißt, sehen wir im Grunde genommen nichts anderes als Fotos, die in einer gewissen Geschwindigkeit hintereinander abgespielt werden. Dazu gesellt sich in der Regel der Ton, der das Ganze untermalt. Der Film ist zweifellos eines der wichtigsten und einflussreichsten Massenmedien des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihm kommt eine wesentliche Rolle in der Populärkultur zu. Der Film ist ein kommerzieller Faktor. Das ist vor allem in der amerikanischen „Traumfabrik“ Hollywood zu besichtigen. Der Film ist aber auch eine Kunstform, wobei Kunst und Kommerz einander zwar nicht per se ausschließen, die Ausrichtung auf Massenkompatibilität aber in den wenigsten Fällen dem künstlerischen Anspruch guttut. Der Film wird, so wie das ihm verwandte Theater, allgemein der Kunstform der Literatur zugeschlagen. Man ist allerdings versucht anzumerken, dass so manches filmische Machwerk der


HAPPY SPORT COLLECTION

Innsbrucker Str. 22, A-6100 Seefeld in Tirol, +43 (0)5212 2317-0, www.armbruster.at


eco.life

Mit den Augen des Fisches: Typische LomoÄsthetik – das Fisheye ist deutlich zu sehen.

22

jüngeren Vergangenheit, das sich statt einem substanziellen Drehbuch auf reine Effekthascherei stützt, sich diese Verwandtschaft nicht anmerken lässt. Aber es gibt immerhin auch genügend Ausnahmen, und die Geschmäcker sind verschieden. Früher war nicht alles besser. Auch nicht im Film. Man darf aber durchaus darüber streiten, ob der Fortschritt für das ästhetische Gesamterlebnis, das Film – zumal im Kino – unbestritten darstellt, immer von Vorteil ist.

MUT ZUR LANGSAMKEIT

Die angelernte Filmästhetik hängt wesentlich mit der Abspielgeschwindigkeit zusammen. Seit Jahrzehnten werden Filme im Kino mit 24 Bildern die Sekunde gezeigt. Ab einer Frequenz von etwa fünfzehn Bildern pro Sekunde werden die Einzelbilder aufgrund des Zusammenwirkens von stroboskopischer Bewegung und Nachbildwirkung bzw. Trägheit des Auges nicht mehr als Einzelbilder, sondern als filmische Bewegung wahrgenommen, die optisch einer realen Bewegung ähnelt. Im TV und auf Streamingplattformen bekommen wir jedoch schon längst Bilder serviert, die eine wesentlich höhere Bildwiederholrate haben. Diese wird in der Regel entweder in Hertz (Hz)

oder englisch in FPS (frames per second) angegeben. Mittlerweile hat auch im Kino das digitale Zeitalter Einzug gehalten. Die meisten Filme werden mit digitalen Kameras gedreht und digital vorgeführt. Nicht wenige Filmemacher plädieren für immer höhere Bildfrequenzen, um derart für mehr Realismus zu sorgen. Dabei drängt sich die Frage auf, ob wir im Kino tatsächlich mehr Realismus brauchen, um der Wirklichkeit immer näher zu kommen. Für Dokumentationen und Sportübertragungen mag das zutreffen, für den klassischen Film wohl kaum. Das Medium Film lebt als Fiktion nämlich davon, dass es eben nicht allzu realistisch aussieht. Der gestochen scharfe Seifenopern-Look, der dazu irgendwie billig aussieht, ist gar nicht erstrebenswert. Sobald wir den Kinosaal betreten, setzten wir als Rezipienten auf die sogenannte willing suspension of disbelief. Diese bezeichnet das Unterdrücken von Zweifeln, die uns normalerweise plagen müssten, hätte er es nicht mit einem fiktionalen Text zu tun. Lässt er sich auf eine Fiktion ein, hinterfragt er ihren Realitätsgehalt nicht mehr, suspendiert also das Nichtglauben einzelner Informationen. Das Nichtzweifeln und Nichthinterfragen

ermöglicht uns erst den Filmgenuss, das Eintauchen in den Stoff. Dazu trägt auch die Motion Cadence bei, die uns der Film bei 24 Bildern frei Haus mitliefert. Das ist diese feine, typisch cinematische Bewegungsunschärfe, die den Film von gestochen scharfen TV-Inhalten abhebt. Damit wir uns zukünftig zu Hause dem 24p-Kino-Feeling nähern können, haben einige namhafte Regisseure wie Martin Scorsese, James Cameron und Christopher Nolan zusammen mit der TV-Industrie den sogenannten Filmmakers-Mode auf den Weg gebracht. Dieser Betriebsmodus soll sicherstellen, dass Produktionen im korrekten Bildverhältnis, im richtigen Farbraum und mit der passenden Bildwiederholrate dargestellt werden. Das heißt, dass Filmwiedergabe ohne Zwischenbildberechnung und ähnliche „Bildverbesserungsalgorithmen“, die in aktuellen TV-Geräten am Werk sind, auskommt. Gute Nachrichten für Filmliebhaber. Nun sind die Filmstudios am Zug, nicht mehr, wie es gerade die große Mode ist, mit dem xten lahmen Remake Kasse zu machen, sondern mehr in originelle Geschichten zu investieren. Es ist dem Publikum zuzutrauen, sich mehr für gute Geschichten als geile Effekte zu interessieren.

DRUCKSACHEN

Über das Buch als Wegbereiter unserer Kultur müssen ohnehin nicht viele Worte verloren werden. Seit Gutenberg sorgt es zuverlässig dafür, dass wir nicht länger auf mündliche Überlieferungen angewiesen sind. Und, wie sich einmal mehr zeigt, kann dem gedruckten Buch noch nicht einmal der technologische Fortschritt in Richtung elektronisches Buch so richtig etwas anhaben. Bestenfalls sind E-Books ein Nischenprodukt und es spricht ob der vielfältigen Vorzüge des gedruckten Buches recht wenig dafür, dass sich das so bald ändern wird. Irgendwo zwischen Technikfeindlichkeit, Fortschrittsoptimismus und der Verklärung alles Althergebrachten liegt der Sweet Spot, den es anzustreben gilt. Der Ort, an dem wir nicht automatisch alles Alte oder Neue verteufeln, sondern die jeweiligen Vorzüge zu schätzen wissen. Das ist der Bereich, wo die Freude sitzt. An den neuen gleichwohl wie an den „alten“ Medien, die alles andere als obsolet sind. Auch deshalb, weil sie uns wieder lehren, vom Gas zu gehen, zurückzutreten und bewusster, weil langsamer zu konsumieren. Entschleunigt, würde man auf Neudeutsch sagen.


h appy

h e a r t s

win g s

Der Schmetterlingseffekt – Die Zartheit des Flügelschlags eines Schmetterlings war Inspiration für die neue Kollektion. Den Beginn stellten in Herzen wirbelnde Diamanten dar. Angetrieben durch die Bewegung ihrer Trägerinnen, verwandeln sie die Welt in einen unermüdlichen Tanz. „Little Diamonds Do Great Things“ ist eine Lebenshaltung für die Kollektion Happy Hearts, das pulsierende Herz von Chopard wird durch eine neue Kollektion erweitert: ein freies, luftiges und zartes Lebensgefühl, das sich zu einem kompletten Set, bestehend aus Colliers, Armbändern, Ohrsteckern und Ring aus 18 Karat Rosé- oder Weißgold mit Perlmutt oder Diamanten, kombinieren lässt.

MILLE MIGLIA GTS POWER CONTROL Benzin im Blut – Die Mille Miglia Uhren, denen der Brückenschlag zwischen Automobiltechnik und mechanischer Uhrmacherkunst gelingt, sind der Leidenschaft von Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard, zu verdanken. Das auf 500 Stück limitierte, 43 mm große Modell hat ein Stahlgehäuse und ein in tiefblau gehaltenes Zifferblatt. Die Gangreserveanzeige an der 9h Position ist der typischen Benzinuhr eines Autos nachempfunden. Im Inneren tut eine unermüdliche Maschine in Form des als Chronometer zertifizierten Chopard Kalibers 01.08-C ihren Dienst, ein Automatikwerk, das dank seiner Gangreserve von 60 Stunden garantiert durchhält.

Chopard erhältlich bei Gebrüder Armbruster Juwelier & Goldschmied Innsbrucker Straße 22, 6100 Seefeld, T: 05212/2317, juwelier@armbruster.at, www.armbruster.at


eco.life

24

„Ich bin eigentlich überhaupt kein Nostalgiker. Die Welt verändert sich. Mit der Veränderung der Welt verändert sich auch der Ausdruck. Die Kultur ist unser Ausdruck.“ HELMUT GROSCHUP


eco.life

DER FILM ALS MITTEL ZUR BEGEGNUNG MIT DEM EIGENEN SELBST Der Gründer und langjährige Festivaldirektor des International Film Festival Innsbruck (IFFI) ist kein Filmromantiker und Purist. Die Digitalisierung begreift er als Chance, den Film demokratischer zu machen. Ein Gespräch über Inhalt und Form und das Wesen des Films. INTERVIEW UND FOTOS: MARIAN KRÖLL

H

elmut Groschup hat die Kinolandschaft in Tirol mit seinem Internationalen Film Festival wesentlich beeinflusst. ECO.NOVA: Kann jeder Film schauen oder muss man das lernen? HELMUT GROSCHUP: Film schauen ist wie ein Buch lesen oder Wein trinken. Schauen lernen braucht man nicht.

Kommt es darauf an, in welchem Kontext man einen Film sieht? Hängt die Rezeption vom Medium ab, ändert sich etwas, wenn man den Film am Smartphone, zu Hause in HD, in Schwarz-Weiß oder im Kino anschaut? Man geht ins Theater und sitzt zwischen Menschen, man geht ins Museum, trifft dort auch auf Menschen. In der Bibliothek genauso. Im Kino ist es auch so. Gott sei Dank wollen Leute nicht nur zu Hause bleiben, sondern hinausgehen. Das Kino ist eine gute Möglichkeit, unter Leuten zu sein, selbst wenn es anonym ist. Drumherum gibt es gesellschaftliche Ereignisse: Premieren, zu denen der Regisseur kommt, die Schauspieler, da wird diskutiert. Ich bin ja auch Filmkritiker. Deshalb schaue ich mir Filme auch gerne allein an. Als Kritiker sehe ich es hauptsächlich als meine Aufgabe, die Leute zu beinflussen, damit sie sich einen Film anschauen.

Siehst du als Kritiker, wenn du einen Film analytisch ansiehst, anderes, als wenn du ihn etwa auf der großen Leinwand emotional auf dich wirken lässt? Die Präsentation macht natürlich einen Unterschied. Es ist ein Unterschied, ob man sich einen Film zu Hause am Fernseher oder auf der großen

Leinwand ansieht. Genauso, wie wenn man sich einen Rembrandt im Pixi-Heft ansieht oder im Reichsmuseum. Es ist auch ein Unterschied, ob ich als Zuschauer oder Analytiker etwas anschaue.

Kann man zwischen diesen Rezeptionsformen bewusst umschalten? Das ist fast nicht möglich. Kunst ist immer eine Geschmackssache, auf die es keine objektiven Antworten gibt. Objektivität gibt es nicht. Ich bin auch als Kritiker kein Meister der Verrisse. Es gibt ja genügend Filmkritiker, die den Verriss zur Kunstform erhoben haben, die sie genüsslich zelebrieren. Das sind meistens Leute, die selbst Filme machen wollen, aber nicht können. Ich versuche, an jedem Film auch etwas Gutes zu lassen. Irgendetwas ist immer gut. Das Thema, die Schauspieler, die Musik.

Mit der Nostalgie ist es so eine Sache. Wie oft kommt es vor, dass du einen Film als Gesamtkunstwerk betrachtest, bei dem bis zur kleinsten Nuance alles stimmt? Gibt es das heute noch? Der US-amerikanische Filmemacher Peter Bogdanovich hat 1968 bereits gesagt: „Alle guten Filme sind schon gedreht.“ Dann sind aber doch noch ein paar gute Filme von Pasolini, Fellini und Godard und einigen anderen dahergekommen. Der letzte gute deutsche Film war vielleicht „Der Himmel über Berlin“. Das war 1987, Wim Wenders hat Regie geführt, Peter Handke das Drehbuch geschrieben. Ich war damals mit 8.000 Leuten bei der Premiere in Locarno auf der Piazza. Das war ein Ereig-

nis. Es genügt nicht mehr, im Kino einfach Filme zu zeigen. Es muss ein Ereignis dabei sein. Ein Festival, ein Eröffnungscocktail, ein Künstler, Politiker oder Professor, der etwas dazu sagt, ein Rahmenprogramm.

Findest du das richtig, notwendig oder überflüssig? Ich bin eigentlich überhaupt kein Nostalgiker. Die Welt verändert sich. Mit der Veränderung der Welt verändert sich auch der Ausdruck. Die Kultur ist unser Ausdruck. Es ist toll, dass es Kultur im öffentlichen Raum gibt, bei der ganzen beschissenen Politik, die bei uns läuft. Orte, an denen man vor Publikum etwas sagen darf, ohne dafür eingesperrt zu werden. Der öffentliche Raum ist wahnsinnig wichtig. Ich schreibe auch meine Kolumnen nicht für ein elitäres Publikum, sondern für die ganz normalen Leute. Heutzutage muss man grundsätzlich niemandem mehr etwas mitteilen. Dann siehst du die Kritikerei folglich nicht als etwas Elitäres, mit dem man dem gemeinen Volk vorschreibt, was zu gefallen hat und was nicht? Ein Fußballfilm ist beispielsweise manchmal auch ein Film für Leute, die nichts mit Fußball anfangen können. Ich denke da an den Maradona-Film, den ich unlängst beschrieben habe.

Maradona ist ja ein Gesamtphänomen, das auf mehreren Ebenen märchenhaft, komisch, aber auch tragisch ist. Da geht es um alles. Um Korruption, um Drogen, um Beziehungen. Fußballer ist nur ein Beruf. Der Anwalt kann die gleichen Probleme haben, ein Trottel oder manchmal liebevoll sein. Es gibt ja nicht viele Hauptthemen in der Kunst.

25


eco.life

Es gibt den Helden, es gibt den Anti-Helden, den Vatermörder, die Sintflut. Es gibt nicht mehr als als zwei Handvoll Hauptthemen. Es ist die Aufgabe der Künstler, diese miteinander zu vernetzen. Wenn jemand ein Drehbuch schreibt, muss er viel wissen, viel recherchieren. Es gibt heute technologisch ungeheuer vielfältige Produktionsmöglichkeiten und Präsentationsformen für das bewegte Bild. Hat das dem Film gut getan? Film ist ja vergleichsweise eine relativ junge Kunst, die – im Vergleich mit anderen Künsten – relativ viel mit Geld zu tun hat. Man kann heutzutage aber schon mit relativ wenig Geld einen Film machen.

26

Würdest du dich zu den Filmpuristen zählen? Ich zähle mich nicht zu den Puristen. Ich finde es eigentlich gut, dass theoretisch jeder einen Film machen kann. Man muss sich mit dem Schneiden auskennen, kann sich um wenig Geld eine Kamera kaufen. Das hat viel mit Demokratie zu tun. Man kann durch die Digitalisierung einen Film selbst produzieren und selbst verbreiten. Man muss aber nicht alles selber machen. Das Computerzeitalter hat dazu geführt, dass man alles – vom Abschluss einer Versicherung bis zum Finden eines Liebhabers – selber machen will. Dafür sind 24 Stunden am Tag zu wenig. Es braucht Arbeitsteilung, gerade im Film. Wenn jemand alles selbst macht, sieht das Resultat aus wie eine Jacke, die du gestrickt hast, ohne zu wissen, wie man strickt. Das sind dann die Abwege der Digitalisierung. Ich halte Arbeitsteilung für eine Notwendigkeit. Wir schauen auf Groschups Laptop einen kurzen Film über den IFFI-Auftritt des 2017 verstorbenen argentinischen Regisseurs, Filmtheoretikers, Dichters und Puppenspielers Fernando Birri. Dieser hat Helmut Groschup stark beeinflusst. „Mein Hyperlehrer“ sagt Groschup über ihn. Birri gilt als einer der Väter des „Neuen Lateinamerikanischen Kinos“. Ist Film für dich ein Medium, das politische, ideologische Botschaften transportieren soll? L’art pour l’art gibt es im Film nicht. Du führst immer etwas im Schilde. Die Realität ist der Zulieferer deiner Ideen. Du hast Bauchweh, Hunger, bist enttäuscht von einer Liebschaft. Das sind die Dinge, die dich bewegen. Diese Dinge bewegen auch einen Handke, haben einen Thomas Bernhard bewegt. Die Lebensumstände bewegen dich,


eco.life

und wen man im Leben trifft. Ich habe Birri mehr als einmal getroffen und er hat mich bewegt, mir viele Sachen erzählt, auf die ich selbst niemals gekommen wäre. Man filmt oder schreibt ja nicht fürs Grab, sondern, um etwas mitzuteilen.

Es gibt einen gewissen Retrotrend, der sich vor allem bei Tonträgern – Stichwort LP – manifestiert. Ist Ähnliches beim Film zu beobachten? Im Kinowesen ist das ungleich komplizierter. Wir haben keine Vorführer mehr, die einen Film richtig einlegen können. Früher wurden Filme „L‘art pour l‘art gibt es im Film nicht. eingelegt, jetzt schaltet man Du führst immer etwas im Schilde.“ sie ein. Bald wird es auch keine Geräte mehr geben, in HELMUT GROSCHUP die man Film einlegen kann. Die alten 35-mm-Geräte sind riesengroß. Bald wird sie niemand mehr reparieren können. Es gibt keine Ersatzteile mehr. Spielt es für dich eine Rolle, ob ein Film mit 24 Bildern pro Sekunde abgespielt wird oder mit einer höheren Bildwiederholrate? Das ist eine ästhetische Frage. Eigentlich ist es der Trick des Kinos, die Illusion der laufenden Bilder zu erzeugen. Es handelt sich um Fotos, die so rasch aufeinanderfolgend gezeigt werden, dass im Gehirn der Eindruck von Bewegung entsteht. Auf dieser Technik fußt auch viel politische und Werbepropaganda. Da wird einfach ein Bild – etwa von einer Coca-Cola-Flasche – eingeblendet, die man nicht sieht, aber unterbewusst sehr wohl wahrnimmt. Film ist ein mächtiges Medium, mit dem man manipulieren kann. Das größte Propagandamedium des letzten Jahrhunderts. Es gibt Cineasten, die sich vehement dafür einsetzen, dass 24p verwendet wird, weil die Bildwirkung im Gegensatz zur Sportübertragung nicht gestochen scharf ist, sondern sich durch eine gewisse sanfte Motion Cadence auszeichnet. Ist da was dran? Es gibt auch in der Filmgeschichte Epochen: Die Geschichte des Stummfilms, des frühen Tonfilms, des Schwarz-Weiß-Films, des frühen Farbfilms. Keine ist besser oder schlechter als die andere. Wir sind jetzt eben in einer neuen Epoche, der Epoche des Digitalfilms. Der hat den Vorteil, dass das digitale Bild sich im Gegensatz zum Filmstreifen nicht verbraucht. Es gibt neue Lichttechniken, neue Schnittprogramme. All das hat mit der Qualität eines Films nichts zu tun. Genauso wie es gute und schlechte Ölbilder aus der Niederländerzeit gibt, gibt es gute und schlechte Filme aus der digitalen Ära. Das eine ist die Technik, das andere ist das Werk. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es gab in der Kunst immer eine Form-Inhalt-Debatte. Zwischen diesen Polen liegt die Kunst. Das ist das Martyrium der Kreativen.

27


eco.life

28


eco.life

ALS DIE SCHUHE LAUFEN LERNTEN

W

er kennt sie nicht, die guten alten Rollschuhe. Und zwar jene, bei denen die Rollen in zwei Reihen nebeneinander angeordnet sind und nicht wie beim hässlichen Geschwisterchen, den Inlineskates, hintereinander. Ästhetisch sind Rollschuhe jedenfalls ein echter Hingucker, der zuverlässig für nostalgische Gefühle sorgt. Der eine oder andere hat vielleicht sogar früher – als alles noch besser war, selbst die Nostalgie – seiner Angebeteten ein Mixtape stilecht auf Kassette auf Rollschuhen vorbeigebracht. Das ist im bergigen Tirol freilich etwas weit hergeholt. Rollschuhe sind aber keine Entwicklung der 70er oder 80er. Zumindest nicht des vorigen Jahrhunderts, denn: einen ersten Prototypen soll der belgische Violinist Jean-Joseph Merlin bereits um 1760 konstruiert haben. Skaites wurden diese Schuhe genannt. Glimpflich soll diese Nummer allerdings nicht ausgegangen sein. Glaubt man der Überlieferung, soll Merlin nämlich bei einem Auftritt im Londoner Soho bei einem Maskenfest rollschuhlaufend und Geige spielend gegen eine Spiegelwand gefahren sein und sich dabei schwer verletzt haben. Nicht hilfreich war beim Unfallhergang wohl auch der Umstand, dass Merlin auf seinen Skaites weder Kurven fahren noch bremsen konnte. Mut wird eben nicht immer belohnt. Eine andere Erzählung geht so: Der Rollschuh sei Mitte des 19. Jahrhunderts für deutsche Bardamen entwickelt worden, um den Kunden einen effizienteren Service zu bieten. Durchgesetzt hat sich der hehre Ansatz aber nicht, weil Bardamen und -herren bis heute per pedes unterwegs sind. Ob die etwas despektierliche Bezeichnung „Schankmoped“ damit in Zusammenhang steht, ist nicht überliefert.

DISCO, DISCO

Der bekannte Rollschuh in seiner noch heute geläufigen Gestalt wurde indes vom Amerikaner James L. Plimpton 1863 patentiert.

Der Rollschuh ist nicht nur nett anzusehen, sondern hat auch eine längere Geschichte als man annehmen möchte. Rollschuhlaufen erfreut sich besonders in Discokreisen wieder zunehmender Beliebtheit. Uns soll’s recht sein! TEXT: MARIAN KRÖLL

Die Gummirollen folgten dagegen erst viel später, nämlich 1956. Alles war angerichtet, damit die Schuhe mit den Rollen endlich zum Trend werden konnten. 1980, in der Blütezeit der Disco-Ära, war es dann endlich so weit: Als Rollerboots, Rollerskates oder Disco-Rollers legten die Rollschuhe mit ihren bunten Stiefeln, breiten Rollen und lenkbaren Chassis eine flotte Sohle auf dem Tanzboden der Trends hin. Der Discosound hat uns vergnügliche Stunden bereitet und tut das immer noch, wenn auch verstärkt in Gestalt seiner Erben, etwa der Dance-Musik und des R&B. „Alles war möglich. (…) Wenn man so will, war die Discowelt ein abgeschotteter Planet der Toleranz. Was sich zum Tanzen eignete, ließ sich verbinden – egal, woher und von wem es kam. Hautfarbe und Alltagsidentitäten spielten keine Rolle. Der kleinste gemeinsame Nenner war die Tanzbarkeit, und der ordnete sich alles unter“, schreibt Musikjournalist Manfred Prescher

über die Disco-Hochzeit. Mittlerweile feiern vor allem im benachbarten Deutschland Rollerdiscos – die gelungene Synthese von Rollschuhlaufen bzw. -tanzen und Discomusik – ein Comeback. Rollschuhe könnten nicht zuletzt in der aktuellen Debatte um umweltfreundliche Mobilität einen äußerst stylishen Beitrag leisten. Einziger Wermutstropfen: In die Öffis darf man damit gemäß Kraftfahrliniengesetz nicht einsteigen. „Den Fahrgästen ist untersagt, das Fahrzeug mit beweglichen Teilen an oder unter den Füßen, die den sicheren Stand einschränken, wie insbesondere mit Rollschuhen, Inlineskates oder Skateboards zu betreten“, heißt es in den Beförderungsbedingungen. Das ist zu akzeptieren. Und seien wir ehrlich: Die Fortbewegung auf Rollschuhen ist doch viel schöner und dazu noch gesünder als die Fahrt in einem vollen Bus. In diese Sinne: Keep rollin’. Mit und ohne Disco.

29


eco.life

30

„An vielen Sachen hab‘ ich Preise dran, über manche Sachen kann man mit mir reden, manchmal kann ich mich von ihnen trennen, manchmal gehören sie einfach zum Inventar.“ JANNY HERZOG


eco.life

E

in Laden für Jung und Alt, für dickere und dünnere Brieftaschen, für harte, mittelharte, weiche Männer und Frauen gleichermaßen. „Bei mir soll es für alle etwas Passendes geben“, sagt Janny. Sie ist eigentlich gelernte Maler- und Lackierermeisterin, hat aber ihre große Leidenschaft für schöne alte Dinge schon früh entdeckt und mit 42 Jahren zum Beruf gemacht. Der Standort in Wilten entwickelt sich seit einigen Jahren, hippe Lokale und traditionelle Gasthäuser und Läden wechseln einander ab und ergeben eine gelungene Melange, die zum Bleiben einlädt. Wilten ist (noch) kein Montmatre Innsbrucks, aber es tut sich definitiv etwas.

SCHÖNE ALTE SACHEN Das ist eine Geschichte über Janny Herzog, die es der Liebe wegen aus Deutschland herzog. Die Malermeisterin mit dem Faible – und Auge – für alte, schöne Dinge ist in Tirol geblieben und hat in Innsbruck vor etwa einem halben Jahr ihren Vintage Werkstattladen ganz in der Nähe des Wiltener Platzl eröffnet. Der Laden ist ein wahres Kleinod, in dem es mehr zu entdecken gibt, als man bei einem einzelnen Besuch erfassen könnte. TEXT & FOTOS: MARIAN KRÖLL

31

ANDERE BAUSTELLE

Man könnte das, was sich seit geraumer Zeit dort tut, auch als milde Form der Gentrifizierung bezeichnen. Der Vintage Werkstattladen von Janny Herzog ist jedenfalls ein Gewinn für den Stadtteil. Janny hat davor eine Zeit lang ihren Laden in ähnlicher Form in Wildermieming betrieben. Dort fehlte es aber schlicht am entsprechenden Publikum. „Meine Eltern haben ein Malergeschäft, mein Bruder ist selbstständig, und es war schon immer mein Traum, einen eigenen Laden zu haben“, sagt Janny: „Mein Vater ist ein sehr kreativer Mensch und bei uns war das in der Familie schon immer ein Thema. Ich habe schon früher mein Zimmer umgestrichen und selbst dekoriert.“ In Deutschland in der Nähe von Stuttgart hatte die Malermeisterin bereits einen eigenen Laden. In einer alten Werkshalle, geöffnet nur samstags. Unter der Woche hatte Janny auf ihren Baustellen zu tun. Ihrem Brotberuf geht sie heute nur noch am Montag nach. Der Laden ist dann zu und Janny erledigt kleine Aufträge. „Ich würde sehr gerne solche Läden wie meinen einrichten, in diesem Stil. Ich habe die notwendigen Kontakte dafür“, sagt Janny, die „alte, schöne Dinge, die Erinnerungen ha-

„Ich verkaufe nur das, was mir selbst gefällt.“ JANNY HERZOG

ben“ liebt und sammelt. Und – sofern sie sich von ihnen trennen kann – weiterverkauft. Es ist gar nicht so einfach, im Vintage Werkstattladen die verkäuflichen Artikel von der Deko zu unterscheiden. „An vielen Sachen hab’ ich Preise dran, über manche Sachen kann man mit mir reden, manchmal kann ich mich von ihnen trennen, manchmal gehören sie einfach zum Inventar“, erklärt Janny. Dennoch sollte man sein Glück versuchen, wenn einem etwas im Laden besonders zusagt. „So kommt man mit-

einander ins Gespräch. Es ist auch nicht überall ein Preisschild dran, damit man wieder mehr miteinander redet“, findet die Ladenbesitzerin mit dem Faible und Auge fürs schöne Alte. Wer solche Dinge zu Hause hat und an den Mann oder die Frau bringen möchte, kann sie auch bei Janny in Kommission geben. Lieblingsstück hat sie keines. „Das ist ein ganz schwieriges Thema bei mir, weil ich alles, was ich verkaufe, selber schön finde.“ Es fällt ihr leichter, sich von liebgewonnenen Objekten


eco.life

32

zu trennen, wenn sie das Gefühl hat, dass das Stück beim zukünftigen Besitzer gut aufgehoben und geschätzt ist.

LIEBER MEER

Die Faszination der schönen alten Dinge liegt für Janny vor allem daran, dass sie allesamt eine Geschichte haben und es sich nicht selten um Einzelstücke handelt, nach denen man gezielt suchen muss. „Ich finde es schön, wenn man zu den Dingen eine Geschichte erzählen kann“, sagt Janny und deutet auf eine alte Kiste: „Die stand einmal bei jemandem auf dem Boot.“ Generell spielen das Meer und die Seefahrt in Jannys Laden und Leben eine prominente Rolle. Das möchte man von einem Geschäft, das in einer Gegend liegt, die von Bergen geradezu umzingelt ist, nicht unbedingt erwarten. „Ich war viele Jahre an der Ostsee im Urlaub. Das Meer hat etwas sehr Beruhigendes“, sagt Janny. Von ihrer besonderen Liebe zum Meer zeugen auch einige Tattoos. „Ich mag die Berge auch sehr, und das Meer ist etwas, das hier gerade eben nicht ist. Die Einheimischen finden es schön, weil es etwas anderes ist.“ Apropos Tattoos: Bereits in Stuttgart hat Janny Herzog auch verschiedene Events gemacht. Ähnliches

Die Faszination der schönen alten Dinge liegt für Janny vor allem daran, dass sie allesamt eine Geschichte haben und es sich nicht selten um Einzelstücke handelt.

soll auch in Wilten passieren. Bald schon soll etwa ein Gasttätowierer aus Wien bei ihr Halt machen. So verschieden die Kundschaft in Jannys Laden ist, so verschieden sind auch die Wünsche. Nur eines ist so gut wie sicher: Für jeden ist etwas dabei. Preisgünstige Poster im Vintage-Look sind bei Studenten gefragt, um das WG-Zimmer kostengünstig aufzuhübschen. Bartpflege und Pomade sind ungebrochen angesagt. Ein Freund fertigt aus altem Holz Bilderrahmen, die auch ordentlich etwas hermachen und beliebt sind, ein Bekannter von der Schwäbischen Alb besondere Gürtel aus Leder. Janny schätzt das Handwerk und die dahinterstehenden Handwerker. Sie mag es, wenn es menschelt. Onlineshop hat sie keinen. Das widerspräche auch ihrer Geschäftsidee, die den Werkstattladen als Ort der Begegnung und des Gesprächs vorsieht. „Ich möchte, dass die Leute in den Laden kommen“, sagt Janny. Es sei aber schon vorgekommen, dass jemand über Facebook eine Bestellung getätigt habe. Janny sitzt unter einer alten Lampe, die

sie mit warmem Licht umhüllt. „Die stammt aus einer alten Fabrik in Russland“, sagt sie. Das gute Stück könnte aber auch ein lässig eingerichtetes Wohnzimmer mit Licht fluten. Alt, original, schön eben. Über den Geschäftsgang im ersten halben Jahr in Wilten kann sie sich nicht beschweren. Janny weiß, dass alles seine Zeit braucht und man sich nicht von heute auf morgen einen Namen machen kann. „Es kommen aber immer mehr Leute zu mir in den Laden und ich merke, dass es sich herumspricht, wo man schöne alte Dinge bekommen kann.“ Wer sich selbst ein Bild vom pittoresken Laden machen will, kann das zwischen Dienstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr machen. „Bei mir im Laden soll man sich einfach wohlfühlen“, meint Janny. Diesem Anspruch wird sie mit ihrem schnuckeligen Vintage Werkstattladen, ihrer Liebe zum Detail, einem Mehr an Meer und vielem mehr schon einmal gerecht. Einfach an Bord gehen, Segel setzen und in die wunderbare Welt der schönen alten Sachen eintauchen.


MARIACHER & FRIENDS

Au revoir 08/15! Die Modelle der französischen Hersteller Citroen und Peugeot überzeugen mit zukunftsweisender Technik, faszinierendem Design und mehr WOW bei der Innenausstattung - serienmäßig!

MICHAEL STEINER Beratung u. Verkauf

J E T Z T KO S T E N LO S E W I N T E R RÄ D E R B E I K AU F E I N E S N E U WA G E N S S I C H E R N ! Gültig bis 31.12.2019

autohaus-schick.at :: Innsbruckerstraße 79a :: 6130 Schwaz


eco.life

34


eco.life

EMOTIONAL AUFGELADEN Markus Renk übernahm 2015 mit dem Verleger Markus Hatzer die traditionsreiche Wagner’sche Buchhandlung in der Innsbrucker Museumstraße. Warum das Buch ein Medium wie kein anderes ist und er sich keinerlei Sorgen um dessen Zukunft macht, verrät uns Renk im folgenden Gespräch. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL

ECO.NOVA: Die Wagner’sche ist mittlerweile nicht

mehr „nur“ Buchhandlung, sondern auch Verlag. Wie kam es dazu? MARKUS RENK: Wir haben uns entschlossen, im Rahmen der Wagner’schen Buchhandlung auch einen kleinen Verlag mit regionalen Titeln ins Leben zu rufen. Das ist Tradition des Hauses. Die Wagner’sche hatte bis 1916 einen eigenen Verlag. Nachdem wir, mein Geschäftspartner und ich, 2015 die Wagner’sche übernommen haben, wollten wir das wiederaufleben lassen. Mit unserem Verlag haben wir großen Erfolg. Das ist der Puls der Zeit.

Ist eine gewisse Rückbesinnung auf das Buch, vor allem im Zusammenhang mit regionalen Inhalten, bemerkbar? Absolut. Ich bin seit 35 Jahren in der Branche und habe immer wieder gehört, dass das Buch stirbt, nicht lebensfähig ist, es den Buchhandel irgendwann nicht mehr geben wird und dergleichen. Diese Unkenrufe sehe ich gelassen, weil ich aufgrund meiner Erfahrung weiß, dass es auch im Buchhandel eine Wellenbewegung mit Aufs und Abs gibt. Momentan spüre ich eine gewisse Renaissance hin zum Buch. Ich bemerke, dass die Menschen mit der Onlinewelt gestresst und teils auch überfordert sind. Wir haben eine Umfrage unter 500 Schülern gemacht, von denen zwei Drittel gesagt haben, dass sie durch elektronische Medien gestresst sind. Junge Leute werden zudem wieder für das haptische Erlebnis, das ein Buch bieten kann, sensibilisiert. Auch die Entschleunigung ist ein wichtiges Thema. Kunden empfinden den Besuch einer Buchhandlung nicht als Shoppingstress,

sondern als Freizeitvergnügen. Es wird den Menschen wieder wichtiger, qualitätsvoll Zeit in der Buchhandlung zu verbringen.

Dem dürften Sie mit Ihrem Konzept für die Wagner’sche Rechnung getragen haben? Wir haben ein Jahr lang mit allen Mitarbeitern einen Markenoptimierungsprozess gemacht; hinterfragt, warum der Kunde zu uns kommen soll, was uns einzigartig, was uns besonders macht. Herausgekommen ist, dass wir uns ein bisschen als Cirque du Soleil des Buchhandels sehen. Wir möchten ihn emotional aufladen. So wie das der Cirque du Soleil mit dem Zirkus gemacht hat. Dazu gehören unser Verlag, 57 Veranstaltungen im Jahr, unser Bistro, unsere Blind Dates, lange Nächte in der Buchhandlung, Bücher-Abos und unsere gesamte Servicepalette inklusive der Möglichkeit, Ihren persönlichen Buchhändler zu buchen.

Das Buch steht stets im Mittelpunkt Ihrer Aktivitäten. Das war im stationären Buchhandel in den letzten Jahren nicht immer so. Dort wurde versucht, das Sortiment auf andere Artikel auszuweiten. Wir haben das Gegenteil davon getan. Als wir die Wagner’sche übernommen haben, war die Hauptkritik, dass die Buchhandlung keine Buchhandlung mehr ist, sondern de facto ein Gemischtwarenladen, der immer mehr vom Buch weggegangen ist. Über ein Drittel der Fläche war mit diesen sogenannten Non-Book-Artikeln bestückt. Die haben wir quasi über Nacht entfernt und die Regale wieder mit Büchern befüllt. Das ist extrem gut angekommen.

„Momentan spüre ich eine gewisse Renaissance hin zum Buch. Ich bemerke, dass die Menschen mit der Onlinewelt gestresst und teils auch überfordert sind.“ MARKUS RENK

35


eco.life Wir mögen die Wagner’sche – nicht nur wegen ihres generellen Daseins, sondern auch wegen des Humors.

36

Sie haben im Oktober 2015 übernommen. Stimmt die Richtung? Ja. Bei uns stimmt die Richtung wirklich. Ich wage zu behaupten, dass wir wieder ein Leuchtturm im österreichischen Buchhandel sind. In den letzten vier Jahren ist es gelungen, die Wagner’sche wieder zu einer der Top-Buchhandlungen in Österreich zu machen. Das kriegen wir von Autoren und Branchenkollegen und nicht zuletzt unseren Kunden – viele davon kommen aus Deutschland – immer wieder bestätigt.

Der traditionsreiche Namen Wagner’sche war für Sie also auch Auftrag? Ja. Ich war davor 30 Jahre bei der Tyrolia, davon zehn Jahre als Vorstand für den gesamten Handel verantwortlich. Ich wollte eigentlich dort in Pension gehen, habe aber gesehen, dass hier in der Museumstraße Feuer am Dach war und die Gefahr bestand, dass mit der Wagner’sche eine der ältesten Buchhandlungen Europas überhaupt verschwindet. Es geht nicht, dass so ein Haus verschwindet – eine Buchhandlung, die den Dreißigjährigen Krieg, Pest und Zensur von Metternich sowie zwei Weltkriege überstanden hat.

Es wäre ja ein Treppenwitz, dass eine Buchhandlung, die Pest und Cholera nicht in die Knie zwingen konnten, am Onlinehandel zugrunde geht. Ich habe gesagt, dass das nicht sein kann, und dafür einen der besten Jobs im österreichischen Buchhandel aufgegeben und den Schritt ins kalte Wasser gewagt. Bereut habe ich das noch keine Minute.

Wie geht man im stationären Buchhandel mit der Konkurrenz durch Onlineanbieter um? Aussitzen wird sich wohl eher nicht ausgehen? Richtig, wir haben einen Onlineshop, der sehr gut funktioniert und hohe Zuwachsraten aufweist. Wir realisieren auch online sehr gut und es gelingt uns, wenn auch nicht mit Amazon in Konkurrenz zu treten, so doch die Tiroler Kunden, die das Haus schätzen, uns kennen und vertrauen, auch online an uns zu binden. Wir können nachweislich mehr Bücher liefern als Amazon, und das auch noch schneller und – über Bonifizierung mittels Kundenkarte – auch noch günstiger. Warum also noch Bücher bei einem amerikanischen Riesen bestellen?

Welche Rolle spielt die Beratung im Buchhandel durch sachkundiges Personal heute noch? Beim Zielkauf braucht es nicht unbedingt eine Beratung. Den kann man übers Internet auch erledigen. Der Kunde, der zu uns kommt, möchte überrascht und überzeugt werden. Das Schönste für uns ist es, wenn ein Kunde zu uns kommt, um gezielt ein Buch zu kaufen, aber mit einem Lächeln und einem Stapel anderer Bücher, auf die er sich freut, wieder geht. Wir investieren ganz gezielt in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Ein Buch leistet ganz Unglaubliches: Es ist ein Freund, ein Wegbegleiter, ein Tröster, ein Ratgeber. Es führt in fremde Welten, lädt emotional auf, kann an dunklen Tagen positive Stimmung erzeugen. Wir sehen uns gewissermaßen als Startrampe

TIPP

Das Innsbruck-Wimmelbuch, 16 Seiten, Großformat, EUR 16,95. Touristikerin und Managerin Maria Sofia Kittler und Künstlerin Bettina Egger haben sich gemeinsam aufgemacht und die Vision eines Innsbrucker Wimmelbuches in die Realität umgesetzt. Herausgekommen ist ein Hardpapp-Bilderbuch mit den Innsbrucker Sehenswürdigkeiten bzw. Momentaufnahmen mit detailgetreuen Illustrationen und jeder Menge Suchspaß. Erschienen ist das Buch im Verlag der Wagner’schen Buchhandlung.

und bemühen uns sehr, damit diese Entführung in eine fremde Welt möglichst gut funktioniert.

Ist das gedruckte Buch eine Generationenfrage oder kommen auch die Digital Natives, die mit Smartphone und Co. aufwachsen, in eine Buchhandlung? Bei uns ja. Wir unterscheiden uns von den meisten


eco.life

Buchhandlungen in Österreich dadurch, dass wir auch eine junge Klientel ansprechen. Warum? Normalerweise ist es so, dass bis zum 15., 16. Lebensjahr relativ viel gelesen wird, dann hören die meisten damit auf und kommen mit 35 wieder. Wir machen viel für das junge Publikum, etwa Studentenpartys und Poetry Slams, bei denen getanzt und gefeiert wird. Dadurch bekommen die jungen Leute einen Bezug zum Haus. Umsatz machen wir an solchen Abenden keinen, aber es ist uns dadurch gelungen, dass etwa ein Drittel unserer Kunden zwischen 20 und 35 Jahre alt ist. Das gibt es österreichweit in keiner anderen Buchhandlung. Auch unsere rund 20.000 lagernden Grußkarten ziehen viele junge Leute an.

Wie halten Sie es mit dem E-Book? Als Buchhändler ist man da ein wenig beeinflusst. Ich persönlich bin kein großer Freund davon, aber wir verkaufen es, und das gar nicht schlecht. Das hängt mit der Historie zusammen, weil Vorbesitzer Thalia das Thema stark forciert hat.

Warum wurde das E-Book gegenüber dem gedruckten Buch forciert? Weil man offenbar geglaubt hat, der stationäre Handel würde à la longue verschwinden. Wir als Wagner’sche gehen aber bewusst eine andere Richtung. Für mich ist ein E-Book eine Datei und kein Buch. Die Bücher, die ich gelesen habe, will ich physisch besitzen, ins Regal stellen. Prinzipiell steht der Kundenwunsch im Vordergrund. Wenn jemand ein E-Book kaufen möchte, kann er das bei uns selbstverständlich, und zwar professionell. Warum gibt es keine Hybridmodelle wie etwa in der Musik? Wenn ich da eine Platte bestelle, gibt es häufig einen Zugang zu den entsprechenden Musikdateien dazu. Der Buchhandel wollte das nicht. Ich hätte das persönlich gar nicht so schlecht gefunden. Wenn man ein Buch als gedrucktes Werk und als E-Book haben möchte, muss man es beide Male bezahlen.

Wohin geht die Reise im stationären Buchhandel allgemein? Wie in jeder Branche gibt es Leute, die innovativ und kreativ sind und sich damit behaupten können. Im Gegenzug gibt es andere, die glauben, einfach nur warten zu müssen, bis der Kunde kommt. Allgemein findet in der Branche eine Bereinigung statt, viele haben Probleme. Die Innovativen wachsen aber. Wir werden ab kommendem Jahr eine Filiale in Salzburg

„Ich bin seit 35 Jahren in der Branche und habe immer wieder gehört, dass das Buch stirbt und es den Buchhandel irgendwann nicht mehr geben wird. Diese Unkenrufe sehe ich gelassen.“ MARKUS RENK

eröffnen. Tendenziell entwickeln sich die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen am besten, weil von Kundenseite eine Rückbesinnung hin zum Persönlichen stattfindet.

Ein Gegentrend zur sterilen Anonymität des Internets? Das kann man so sagen.

Welche literarischen Genres sind derzeit angesagt? Was sehr gut funktioniert, ist nach wie vor der Krimi, gerade auch Regionalkrimis, die früher einen eher zweifelhaften Ruf hatten. Inzwischen ist auch da Qualität hineingekommen. Politik ist außerdem momentan ein sehr gefragtes Thema. Generell gibt es auch bei den diversen Genres eine Wellenbewegung. Bücher mit regionalem Bezug haben sich aber in den letzten Jahren gut etabliert und gefestigt.

Welche Rolle spielen fremdsprachige Bücher? Eine sehr große. Das hängt sicher mit unserem Standort in der Universitätsstadt Innsbruck zusammen.

Kommen mehr Frauen oder Männer in die Buchhandlung? Zu uns kommen zu zwei Dritteln Frauen. Das ist teilweise von uns gesteuert, wenn auch nicht bewusst. Wir haben überwiegend Mitarbeiterinnen, so wie überall im Handel. Das spiegelt sich im Sortiment wider. Warengruppen wie Technik, die früher im Buchhandel wichtig waren, sind völlig verschwunden. Die Männer kaufen diese Bücher nur noch im Internet, weil sie in der Buchhandlung nicht mehr

stattfinden. Ich wollte ein tolles Technikregal einrichten, um die Männer zurück in die Buchhandlung zu holen, das hat nicht funktioniert, weil Männer das nicht mehr gewohnt sind. Den Bereich Fachbücher und wissenschaftliche Literatur haben wir wieder ausgebaut und sind durchaus erfolgreich damit.

Stehen die Zeichen in der Wagner’schen generell auf Expansion oder ist Salzburg eine Ausnahme? Das kann durchaus ein Auftakt sein, weil ich glaube, dass im Buchhandel die Zeit zum Investieren momentan eine sehr gute ist. Es wird noch eine bestimmte Bereinigung stattfinden und eine Krise ist für innovative und kreative Leute immer eine Chance. Salzburg ist de facto unterschriftsreif und dann werden wir weitersehen.

Das gedruckte Buch läuft also als Medium keineswegs Gefahr, obsolet zu werden? Wir hätten die Wagner’sche nicht gekauft, wenn wir Sorge hätten, dass das Buch verschwindet. Das Buch kann extrem viel leisten. Ich kenne auch kein Produkt, das so persönlich ist. Ich habe in der Vergangenheit von mindestens zehn verschiedenen Dingen gehört, die das Buch ersetzen sollten, sei es das Internet oder das Hörbuch oder jetzt eben das E-Book. Im deutschsprachigen Raum hat das eE-Book einen Marktanteil von rund sechs Prozent. Wir reden da von einem Nischenprodukt. Ich sehe das sehr gelassen und mache mir um die Zukunft des Buches nicht die geringsten Sorgen.

37


eco.life

SEITENWEISE Lifestyle zum Lesen, zum Blättern und Schmökern, zum Verschenken und Selber-Behalten. ERT ROB NK T RE EHL PFI M E

38

QUICHOTTE

DER HAMMER

SALMAN RUSHDIE, C. BERTELSMANN

D I R K S T E R M A N N , R O W O H LT V E R L A G ,

VERLAG, 464 SEITEN, EUR 25,70

448 SEITEN, EUR 24,70

Das trauen sich nur die Großen. Und die ganz Großen – so wie Salman Rushdie – schaffen es auch. Don Quichotte – das meistgelesene Buch Europas – wird behutsam neu geschrieben und dennoch radikal in unsere Zeit transferiert. Dulcinea ist Talkshowmoderatorin, Sancho der imaginierte Sohn am Beifahrersitz und die Reise geht quer durch die USA. Da kann es auch vorkommen, dass die Windmühlen echt sind und gelbe Haare tragen. Eine brillante Hommage an Cervantes und ein unverzichtbarer Kommentar zu unseren unsicheren Zeiten.

Dirk Stermann hat einen historischen Roman geschrieben. Schon sein letzter Roman war nicht wirklich lustig. „Der Hammer“, der über den Diplomaten und Orientalisten Freiherr Joseph von Hammer-Purgstall erzählt, ist fundiert, satt geschrieben und dennoch authentisch. Leicht ironisch angelegt, aber frei von jeder Willkommen-Österreich-Satire. Ja, er ist ein Stück Literatur, der Orient und Okzident wieder verbindet. So wie es einst Joseph von Hammer-Purgstall tat, indem er 1001 Nacht übersetzte. Sehr empfehlenswert, findet auch die Wagner’sche.

D E R V E R R AT

ART – DIE VISUELLE GESCHICHTE

LILLI GRUBER, DROEMER VERLAG, 430 SEITEN, EUR 20,60

DORLING KINDERSLEY VERLAG, 612 SEITEN, EUR 51,40

100 Jahre nach der Teilung Südtirols ist die Brennergrenze nach wie vor Thema. Im neuen Roman von Lilli Gruber „Der Verrat“ erinnert sie sich an die Zeit der 1950er-Jahre und verbindet den Roman mit wahren Begebenheiten. Drei junge Südtiroler schließen sich den Aktivisten an. Die Lage verschärft sich, als die Bombenattentate an verschiedenen Plätzen stattfinden. Die Bomben werden allerdings in Nordtirol gebaut und über den Brenner geschmuggelt. Ein raffinierter Roman über ein zerrissenes Land.

Ganz schön art-ig: 2.500 Kunstwerke – und alles, was man über die Geschichte und Entwicklung der bildenden Kunst wissen muss. In beeindruckender und übersichtlicher Gestaltung werden in sieben Kapiteln über 2.500 der wichtigsten Kunstwerke präsentiert, mehr als 700 Künstler vorgestellt. Ein Schmöker für alle Kunstfans und solche, die es werden wollen.


eco.life

DUNKLER, DEKADENTER GLAMOUR Helmut Newton war einer der einflussreichsten Fotografen aller Zeiten. International berühmt wurde er in den 1970er-Jahren, in denen er vorwiegend für die französische Vogue arbeitete. Man feierte ihn für seine kontroversen Szenarien, starke Bildausleuchtung und ungewöhnlichen Kompositionen, die er lieber auf der Straße oder in realen Innenräumen inszenierte als im Studio.

H

elmut Newtons Stil ist unverwechselbar: erotisch an der Grenze zum Sadomasochismus. Seine Aufnahmen für diverse Modezeitschriften gehörten zu den ersten, die weibliche Akte stark und triumphierend präsentierten, seine kühne Bildsprache wird jedoch unterschwellig von Dekadenz und Grausamkeit durchzogen, die zu komplexen Narrativen um Sex und Macht verwoben sind. Es ist diese Doppelebene, die seine Kunst innerhalb der Modefotografie so einzigartig macht. Helmut Newtons Porträts wurden bereits häufig gezeigt, unter anderem in den Ausstellungen White Women, Sleepless Nights und Big Nudes, sowie in zahlreichen Büchern kompiliert. TASCHENs titanischer Mega-Band Helmut Newton’s SUMO stand meterhoch über allem, was auf dem Buchmarkt je zuvor versucht worden war, wurde zum teuersten Buch des 20. Jahrhunderts und transzendiert das Genre des Coffee-Table-Bildbands über Mode. Diese aus Anlass des 20. Jahrestages von seiner Frau June Newton aktualisierte XL-Ausgabe enthält 464 Bilder und ein neues Beiheft, das durch die Entstehungsgeschichte dieses publizistischen Großereignisses führt – eine atemberaubende Hommage an den überlebensgroßen Fotografen.

HELMUT NEWTON. SUMO. 20TH ANNIVERSARY TASCHEN Verlag, 464 Seiten, Hardcover mit Begleitheft im Schuber, EUR 100,00

Die Frauen in Helmut Newtons Modefotografien ziehen alle Blicke auf sich. Sie sind gefährlich, ja sogar bedrohlich, jedoch immer elegant.


eco.life EC

O .T

IPP

MIT DREI LAMAS NACH ROM THOMAS MOHR, BENE VERLAG, 256 SEITEN, EUR 20,00

40

Es ist eine gleichsam fast unglaubliche wie bewegende Geschichte. Drei Männer pilgern mit Lamas von Südtirol über die Alpen bis nach Rom, um dort den Papst zu treffen. Thomas Mohr, heute Rechtsanwalt in München, hat seinen Freund Thomas Burger überzeugt, gemeinsam eine Auszeit zu nehmen. Auch Walter Mair, Chef des Südtiroler Kaserhofs, ist mit dabei und mit ihm drei Lamas aus dessen eigener Zucht. Im Zuge des Gehens erzählte Mohr seinen Begleitern von seiner Krebserkrankung und der Weg wurde zu einer wirklichen „Pilgerreise zu sich selbst“, wie Mohr sagt. 1.070 Kilometer sind sie zu Fuß gegangen, bei jedem Wetter, manchmal wollten die Tiere nicht. Aber je länger die Freunde gehen, desto mehr wird es auch eine spirituelle Reise. Denn der Weg macht etwas mit ihnen, insbesondere mit Thomas Mohr. Er wird gelassener, spürt neue Kraft, kommt dem Sinn des Lebens auf die Spur. Vieles, was ihn sonst im Alltag umtreibt, verliert auf dem Weg plötzlich an Bedeutung. Einmal legen sie 48 Kilometer an einem Tag zurück und am Ende schenken sie Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom eine Kippa aus Lamawolle. Unbedingt lesen!

IM NORDEN I S A B E L L E B A C H E R , T E R R A M AT E R B O O K S , 160 SEITEN, EUR 40,00

T E C H N I K E I N FA C H V E R S T E H E N DORLING KINDERSLEY VERLAG, 256 SEITEN, EUR 20,60

Männer, auch wenn ihr was nicht wisst, jetzt könnt ihrs ganz leicht lernen: Ob Waschmaschine, Roboter, Drohne, Handy oder Internet: Mithilfe anschaulicher Grafiken, faszinierender Fakten und spannender Fragestellungen wird in diesem Technikbuch anhand von 150 Beispielen verdeutlicht, wie die Technik in unserem Alltag funktioniert.

Ihr Herz schlägt nördlich des Polarkreises. Drei der vielleicht wichtigsten Jahre ihres Lebens hat Isabelle Bacher im Norden Norwegens gelebt, das Licht der Arktis lieben gelernt und es geschafft, die bizarre Faszination fotografisch festzuhalten. So kann sie die kalten Schönheiten zeigen. Oft wartet man monatelang, bis die See ein Objekt freigibt und mit einem Mal etwas noch nie Dagewesenes zutage tritt. Die Fotografin und Architektin Isabelle Bacher hatte die Geduld. Sie macht Fotos zu Kunst und die gibt es nun in einem unglaublich schönen Buch. Ein wunderbares Geschenk, das man sich auch gern selbst macht.


AYURV E DA MAS S G ES C H NE I DERT FÜR DI E BEDÜRFNI S S E, DI E L E B E N S WEI S E U ND D I E ZI V I LI S ATI ONS KRA NKHEI TEN DE R WE ST L I C H EN WELT

KONSULTATION & BEHANDLUNG Ayurveda-Medizin in Kombination mit Komplementärmedizin & Traditioneller Chinesischer Medizin

HEALING SPIRIT Mit Achtsamkeit und ayurvedischer Psychologie den eigenen Lebensweg selbstbestimmt gestalten

HEALTH MED Schulmedizinische Diagnosen & Behandlungen wirkungsvoll integriert in das ayurvedische Behandlungsspektrum

AYURVEDISCHE ERNÄHRUNG Dosha-gerechte Speisen mit regionalen, für den europäischen Organismus wirkstarken Grundprodukten

YOGA & MEDITATION Geist, Seele und Körper in Einklang bringen und eine klare Sichtweise auf die eigenen Bedürfnisse gewinnen

BEWEGUNG & REGENERATION Wissenschaftlich fundierte Bewegungsund Regenerationskonzepte in Einklang mit dem europäischen Lifestyle

Neu

European Ayurveda & Heiltherme

European Ayurveda Resort Mandira Styria

European Ayurveda Resort Sonnhof Tirol

WAG ER B ER G 120 . 8271 B AD WALT E R SD O R F S T YR I A /AUS T R IA . T +43 3333 2801 IN F O@M A N D I R A-AY U R VE DA.AT W W W.M A N D I R A-AY U R VE DA.AT

H IN TE R TH IE R S E E 16 . 6335 TH IERSEE TIRO L . AUS TRIA . T +43 5376 5502 IN FO@S O N N H O F-AYURV E DA.AT WWW.S O N N H O F-AYURV E DA.AT


eco.life

42


eco.life

OHNE PLAN LOS Es ist schön, wenn man es kann: einfach drauflosfahren. Unterwegs zu sein um des Unterwegsseins willen. Wo die Dinge kommen, wie sie eben kommen. Dann schreibt das Leben die schönsten Geschichten. TEXT: MARINA BERNARDI

M

arcus Haid ist schon sein ganzes Leben lang unterwegs. Nicht weil er ein Getriebener ist, sondern weil er es möchte. Weil er so erzogen wurde und diese Erfahrung nun seinen eigenen Kindern weitergeben möchte. Marcus hat das Reisen und Fotografieren zu seinem Beruf gemacht, fährt mit der Kamera durch die Welt, hält sie auf seine ganz eigene Weise fest und erzählt davon in seinen Vorträgen. Dann kam Sohn Tristan auf die Welt. Die Frage war also, wie sich der eigene Lifestyle mit seiner neuen kleinen Familie verbinden lässt. „Es ist mir ein Anliegen, meine eigene Lebenshaltung an meine Kinder weiterzugeben, und es ist nie zu früh, damit anzufangen“, ist Marcus überzeugt. Also sollte die Familie einfach mit. „Ich habe mir schon lange Gedanken darüber gemacht, was die Essenz des Reisens ausmacht“, erzählt Marcus. Für seine Länderreportagen war er oft „nach Drehbuch“ unterwegs, folgte einem Plan, einem roten Faden. Das sollte anders werden: „Ich wollte mich einfach ins Auto setzen und schauen, was passiert.“ Das hat er getan. Er hat seine Frau und sein damals vier Monate altes Baby in einen Bulli gepackt ... und ist losgefahren. Natürlich gab es eine grobe Route, der Startpunkt war klar (Gibraltar), das Ziel auch (Nordkap) und dass man dieses in etwa vier Monaten erreichen müsse, weil es dort sonst schon schneien könnte. Der Rest war quasi vier Monate Planlosigkeit und „letztlich genau das, wonach ich gesucht habe“, sagt Marcus. Reisen heißt nicht, möglichst weit zu kommen, sondern unterwegs zu sein: „Dieses entschleunigte Reisen und Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen, ist ein Zurückerinnern an meine Kindheit. Das Ganze mit dem Bulli zu machen, war ein zusätzliches Abenteuer.“ Dass nicht immer alles glatt lief, ist Teil dieses Abenteuers. Nicht nur die Art des Reisens war anders als die vorherigen Male, auch die Intention dahinter: „An erster Stelle stand das Unterwegssein mit der Familie und all ihren Bedürfnissen. Das ändert auch die Herangehensweise ans Fotografieren. Nichts war inszeniert.“ Auch dass daraus ein Buch wird, war nicht geplant, deshalb ist jedes Foto authentisch und echt, jedes Bild zeigt die Dinge so, wie sie waren. Ob sich Marcus’ Blick auf die Welt durchs Fotografieren generell verändert habe? „Wahrscheinlich“, antwortet er. „Es passiert mir oft, dass ich mich dabei ertappe, wie ich mir Gedanken darüber mache, wie eine Situation mit all ihren Stimmungen auf einem Foto wirken würde.“ Fotografie schärft das Auge, den Blick für Details und für Momente,

IMMER LINKS DER ATLANTIK Knesebeck Verlag, 192 Seiten, EUR 28,80 22.000 Kilometer und acht Länder haben Marcus Haid und seine Familie bereist. Sie besuchten Gibraltar, Andalusien, die Algarve, Lissabon und Porto, Galizien, die Costa Verde und San Sebastian, durchquerten die Bretagne, Cornwall, Irland und Schottland und gelangten über die Niederlande und Dänemark schließlich nach Norwegen bis ans Nordkap. Seine Eindrücke hat er samt zahlreichen Fotos in dieses Buch gepackt, Dieter Braun liefert die passenden Illustrationen dazu.

die an anderen vielleicht ungesehen vorüberziehen. „Auf der anderen Seite müsste ich manche Orte zwei Mal besuchen, um sie einmal ganz real zu betrachten. Ich sehe sie ja oft nur durch einen Bildschirm, es ist dann, als sähe ich sie im Fernsehen.“ Man nimmt die Welt anders wahr, wenn man darauf konzentriert ist, sie einzufangen. „Manchmal ist das Erlebnis dann weniger intensiv, weil ich mich nicht in die Situation hineinfallen lassen kann.“ Dass er deshalb etwas versäumt, glaubt er dennoch nicht. „Der Eindruck ist eben ein anderer.“ Mittlerweile ist Marcus zweifacher Papa, der Fokus liegt aktuell auf der Familie. Die Tradition des Reisens will er aber unbedingt fortführen. Für sich und seine Kinder. „Ich glaube schon, dass Reisen einen Menschen verändert. Meistens positiv“, sagt er. „Reisen macht etwas mit einem, deshalb zieht es mich auch immer wieder fort. Ich komme aber auch gerne wieder heim. Ich habe das Zuhause ganz anders schätzen gelernt, das Daheim hat einen neuen Stellenwert bekommen. Dieses Zurückkommen ist ein schöner Aspekt am Reisen.“ Auch wenn derzeit die Familie Priorität hat, ist es für Marcus eine „Interimsphase“. Ein Leben ohne Reisen: denkunmöglich. Am liebsten dann wieder mit den Kids. Und der Frau. Und dem Bulli.

43


eco.life

AKRIBISCH LEIDENSCHAFTLICH Markus Lener, Chef der Brotbuben, nimmt es gerne ganz genau. Ob in der Backstube, am Rennrad oder in der Küche – wenn sich Akribie und Leidenschaft paaren, kann dabei ja nur Gutes rauskommen. TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER

Siebträger-Maschine genießt. „Guter Kaffee ist wichtig. In Zukunft wird man das auch noch mehr in unseren Brotbuben-Filialen merken.“ Markus Lener hat viele Ideen, und die Grenzen des Machbaren liegen meist nicht in seinem Ermessen. Denn so gut das Sortiment ist, so hervorragend die Produkte und deren Qualität, Unsicherheiten liegen vor allem in äußeren Umständen, die kaum beeinflussbar sind. „Wir müssen uns immer besser und mehr präsentieren“, sagt Markus Lener. Das ist – neben dem Alltagsgeschäft – die vorrangige Aufgabe der heutigen Generation, in vielen Branchen: Auf sich aufmerksam machen, abseits von klassischer Produktwerbung – als Arbeitgeber, als Ausbilder. Nicht mehr nur Kunden locken, sondern Arbeitskräfte. Bäcker sind rares Gut. Und die Konkurrenz ist hart. Nicht jene der produzierenden Bäcker – von ehemals knapp 50 in Innsbruck sind es heute nur mehr fünf –, sondern vielmehr jene des Großhandels. „Hätte man vor 20 Jahren zu einem Bäcker gesagt, das Brot werde eines Tages aus Polen oder China kommen, er hätte einen für verrückt erklärt.“ Doch so ist es. Traurig, aber wahr. Und völlig normal. Während die Nachfrage nach „echten Lebensmitteln“ – was für ein Paradoxon – immer mehr steigt, scheint gleichzeitig das Wissen um die Herkunft alltäglicher Artikel nicht mehr vorhanden zu sein. Brot, das, wenn es erst aufgebacken in den Regalen liegt, bereits ein Jahr alt ist, wundert niemanden mehr: „Chemie macht vieles möglich“, sagt Markus Lener. „Nur gutes Brot macht sie nicht.“ © WK TIROL/LEBENSMITTELGEWERBE

44

a rku s L e n e r wo l l te nicht Bäcker werden – ursprünglich nicht. Als Jugendlicher half er seinem Vater zwar immer wieder beim Ausliefern der Ware, um die Backstube machte er aber einen Bogen. Durch einen befreundeten Bäckerssohn kam er dann doch auf den Geschmack. Er hat es bis heute nicht bereut. Seit 1. April 2019 hat er die Ägiden des Familienbetriebs von Vater und Seniorchef Stefan Lener übernommen. Genau wie sein Großvater und Vater ist auch Markus Lener mit Leidenschaft Bäcker. Genau wie sie strebt er danach, sein Handwerk weiterzuentwickeln. Nicht nur das Überlieferte zu bewahren, sondern es fortzuführen. Wagemut, Neugierde gehören dazu – und ganz viel Zeit. Zum Nachdenken, zum Ausprobieren. Zur Perfektion. Perfektion ist so ein Schlagwort, das ganz gut zu Markus Lener passt. Halbe Sachen macht er nicht und er macht sie vor allem nicht mit viel Geduld. Wenn er einen Plan gefasst hat, dann will er ihn umsetzen. Sofort. Dieser Ehrgeiz und diese Willensstärke kommt ihm nicht nur in seinem Beruf zugute, wenn es darum geht, Neues zu kreieren oder umzusetzen. Es treibt ihn auch privat an, wenn er beispielsweise mit seinem Rennrad unterwegs ist. Bereits fünf Mal hat er beim Ötztal Marathon teilgenommen. „Ich fahre aber gerne auch mit dem Mountainbike einfach durch die Herbstwälder.“ Fürs Private bleibt derzeit allerdings nicht viel Zeit, denn seit der Junior das Geschäft übernommen hat, ist noch mehr zu tun, vor allem, weil Markus Lener keiner ist, der sich selbst viel Ruhe gönnt. Was er aber sehr genießt, ist die Zeit mit seiner Tochter Isabella. Die Akribie, mit der er Dinge betreibt, lässt ihn schon mal etwas unnahbar wirken, aber wenn er anfängt, von eben jenen Dingen, die ihn begeistern und fesseln, zu erzählen, dann bricht ganz schön viel Leidenschaft durch. Der Bäcker ist nicht nur in der Stube oder am Rad passioniert, sondern auch in der Küche – „wenn ich die Zeit dazu habe“. Besonders viel Wert legt er auf guten Kaffee, weshalb er – eben ganz der Perfektionist – auch Baristakurse besucht hat und zuhause den Espresso stil- und geschmacksecht aus der


eco.life

45


eco.life

46


eco.life

A

© ANDREAS FRIEDLE

n die 3,2 Hektar groß ist das Areal am Rand von Thaur, auf dem in Summe 23 Teiche angelegt sind. Allesamt Naturteiche aus Lehm mit Kies, die von mächtigen Laubbäumen beschattet werden. In dieser alten Anlage, urkundlich bereits im Mittelalter unter Kaiser Maximilian erwähnt, wird alles per Hand, ohne maschinellen Einsatz gemacht. Die Fische werden vom Fischereiwirtschaftsmeister Niki Medgyesy naturnah und ohne Arzneimittel gezüchtet. Sein Interesse für die Fische wurde schon früh durch seinen Vater, den Biologen Dr. Nikolaus Medgyesy, geweckt. Dieser war es auch, der 1998 in Tirol an entlegenen, schwer zugänglichen Gewässern ganz besondere Forellen entdeckte. Der Naturforscher vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck fing einige Exemplare und ließ diese genetisch untersuchen. Die Analysen zeigten, dass Medgyesy donaustämmige Bachforellen – sogenannte „Urforellen“ (Relikte aus der letzten Eiszeit) – gefunden hatte. Diese Tiroler Bachforellen galten zuvor als ausgestorben. Massive Eingriffe in den Lebensraum der Fische und vor allem ein über Jahrzehnte andauernder und noch immer praktizierter Besatz mit nicht heimischen, atlantikstämmigen Bachforellen und Regenbogenforellen sind für das Verschwinden dieser ursprünglich, heimischen Bachforelle verantwortlich. Seit 2010 züchtet Niki nun diese Tiroler Urforelle. Als gelernter Maschinenbauer konnte sich Niki in verschiedenen Berufsfeldern technische Fertigkeiten aneignen. Doch dass er schließlich nicht bei den Maschinen blieb, sondern sich den Fischen zuwandte, ist unter anderem seiner selbst geschuldet, ist er doch ein Mensch mit überaus vielen Ideen und Tatendrang – und das lässt sich nur ganz schwer in ein Korsett pressen. Er schloss die Ausbildung zum Fischereiwirtschaftsmeister ab und erhielt schließlich die Möglichkeit, die uralte Fischerei in Thaur zu pachten. Seit 2010 bewirtschaftet er die Fischerei, seit 2016 komplett eigenständig. Bereut hat er seine Entscheidung nie. „Das ist mein Traum, ich liebe die Arbeit in der Natur und ich lebe auch dafür.“ Mittlerweile hat Niki auch eine kleine Familie. Seine zwei Söhne, der eine zwei Jahre, der andere vier Monate alt, sind sein ganzer Stolz. „Ich weiß es aus meiner eigenen Kindheit: So aufzuwachsen ist toll und

MIT LAICH UND SEELE Nikolaus „Niki“ Medgyesy betreibt mit der Fischzucht Thaur die älteste Fischzucht Tirols. Hier geht es in erster Linie nicht ums Geschäft, sondern um den Artenschutz. Verdienen könnte Niki als Maschinenbauer wesentlich mehr, aber Leidenschaft ist eben unbezahlbar. TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER

47

ich sehe auch an meinem älteren Sohn, der mich so oft es geht begeistert begleitet und mir am Morgen erzählt, dass er nachts davon geträumt hat, wie wir Fische ausliefern.“ Natürlich würde Niki sich wünschen, dass seine Kinder in seine Fußstapfen treten, „aber man weiß ja nicht, was die Kleinen mal vorhaben“. Neben den Urforellen züchtet Niki auch reine Speisefische wie Seeforellen, Bachforellen sowie den Tigerfisch und den Elsässer Saibling. Allen Fischen wird enorme Sorgfalt in der Aufzucht zuteil. Die Aufzucht ist überaus mühsam. Das hat seinen Preis. „Kunden sind heute leider Billigpreise bei Fisch gewohnt – meist sind das qualitativ minderwertige Produkte aus Massentierhaltung.“ Die Thaurer Fischzucht ist einzigartig in Europa und lässt sich mit anderen Einrichtungen nicht vergleichen, zumal hier nicht der Gewinnaspekt den Ton angibt, sondern der Artenschutz einen immens hohen Stellenwert innehat. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Zucht nur von Anerkennung leben kann. Natürlich muss Niki genügend Fische verkaufen, um den Artenschutz am Laufen halten zu können. Das Bewusstsein dafür steigt aber – und auch die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und vor allem nachhaltig gezüchteten Fischen.


eco.life

FIX ZOMM Sie kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Sternerestaurant De Librije im holländischen Zwolle. Nach einigen getrennten Jahren haben sie beruflich schließlich wieder zusammengefunden und führen nun das Restaurant im Meilerhof in Reith bei Seefeld: Thomas Kluckner und Waal Sternberg sind jetzt quasi fix zusammen – „zomm“ eben, wie der Tiroler sagt.

© NADJA & CHRIS KNAPP

TEXT: MARINA BERNARDI

48

ass das Restaurant im Meilerhof „Zomm.“ heißt, hat allerdings weniger damit zu tun, dass Thomas und Waal sich beruflich wieder gefunden haben. Vielmehr geht es um ihr Verständnis vom Kochen. Zomm. steht für Nachhaltigkeit im Kollektiv. Erzeuger aus der Region ernten mit den Saisonen hochwertige Produkte, die Küche macht daraus ein Erlebnis am Teller, das der Service gekonnt an den Tisch bringt. Grundlage ist also die gemeinschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten, den Rhythmus prägt die Natur – auch und vor allem in der Küche. Das Angebot lokaler Produzenten entscheidet maßgeblich mit, was auf den Teller kommt. Bei Obst und Gemüse richtet man sich nach dem saisonalen Wechsel der Natur, beim Tier wird quasi alles verarbeitet – nose to tail, wie es heute heißt. Dass die beiden ausgerechnet im beschaulichen Reith gelandet sind, war so nicht vorauszusehen. Beide haben reichlich internationale Erfahrung, sich auch die ein oder andere Location in Wien angesehen und eigentlich wollten sie nach Südfrankreich. Nur keiner von ihnen spricht Französisch. „Das ist kein Problem, wenn man irgendwo in der Küche arbeitet, wenn man sich aber selbstständig macht, ist es sinnvoll, wenn man die Leute versteht“, findet Thomas. Nach Holland zurückzukehren, war für Waal keine Option, also hat man sich für Tirol entschieden. „Ich komme aus Hatting und war 17 Jahre

lang nicht zu Hause, von dem her hat es gepasst“, sagt Thomas. „Hier haben wir Connections und wissen, dass wir uns wohlfühlen.“ Mittlerweile spricht auch Waal sehr gut Deutsch, wenngleich man den charmant-holländischen Akzent noch deutlich hört. Thomas’ Bruder hat die beiden schließlich darauf aufmerksam gemacht, dass das Lokal im Meilerhof frei steht. Also haben es sich die beiden Köche angesehen. „Die Lage an der Straße war nicht genau das, was ich mir vorgestellt habe“, gesteht Waal, „aber dann hab ich die andere Seite gesehen, den Weitblick nach hinten und die viele Grünfläche.“ Die war vor allem deshalb wichtig, weil seine Freundin Gemüse und Kräuter anbaut, die wiederum in der Küche Anwendung finden. Und dass diese – zumindest raumtechnisch – noch aus den 1980er-Jahren stammt, ist kein Nachteil. Früher wurden Küchen noch großzügig bemessen und weil im Zomm. mit ganzen Tieren gearbeitet wird, die zerlegt werden müssen, und Waal Gemüse einlegt, Essige, Misos und Sojasoßen selbst herstellt, macht viel Platz auch viel Sinn. Trotz ihrer Erfahrung aus aller Welt möchten Waal und Thomas, dass das Zomm. ein Gasthaus bleibt. „Wir haben viel gesehen und machen uns unsere ganz eigenen Gedanken übers Essen. Unser Stil wird sich immer ein bisschen ändern, die Karte soll aber immer klassisch bleiben“, sagt Waal. Kreativ darf es dennoch sein. Letztlich geht es den beiden ums Handwerk. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir zu dritt in der Küche sind und jeder kochen kann“, sagt Thomas. Unterstützt werden die beiden von seinem Bruder, Thomas’ Lebensgefährtin bewirtet die Gäste und kennt sich mit den passenden Weinen aus. „Die Leute wissen oft nicht mehr, wie die Grundprodukte schmecken, weil sie heute vielfach überwürzt oder mit Soßen zugeschüttet werden. Sie kennen den puren Geschmack nicht mehr. Damit hatten wir anfangs wirklich zu kämpfen. Tirol hat eine so schöne Esskultur, die sollte man erhalten und aufpassen, dass sie nicht verloren geht. Essen soll keine reine Nahrungsaufnahme, sondern Genuss sein“, plädiert Thomas für mehr Natürlichkeit am Teller. Dafür müssen die Ausgangsprodukte stimmen und dafür brauchts die richtigen Lieferanten. Genuss ist, in Zusammenhängen zu denken. 


eco.life

49


eco.life

LEGER

Braun ist definitiv die Farbe der Saison. Beim Innsbrucker Herrenausstatter Schmitt & Lair kommt sie in den verschiedensten Varianten vor. Pullover (249 Euro) und Joggpants (229 Euro) von Kieferman, dazu ROV-Sneakers um 259 Euro.

50

DON’T FORGET TO BE AWESOME Mode ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und des aktuellen Befindens. Wir haben ein paar Stücke für Sie, mit denen Sie immer großartig sind.


eco.life

GUT ZU FUSS

FLY ME TO THE MOON

Die Speedmaster von Omega war bei allen sechs Mondlandungen dabei und gehört zu den legendärsten Zeitmessern der Marke. Das 50-Jahr-Jubiläum der Mission Apollo 11 feiert Omega mit der Moonwatch Anniversary in limitierter Auflage. 42-mm-Stahlgehäuse, 9.100 Euro. Omega erhältlich bei Juwelier Witzmann in Innsbruck.

Wie lieben das knautschige Leder von Fiorentini + Baker und deshalb auch die Bolt-Ankle-Boot-Sneakers. Um 310 Euro in Angelika Nindls Schuhwerk in Innsbruck.

SCHON SCHÖN

Die „1858 Geosphere Limited Edition“ von Montblanc kommt in einer Auflage von – passenderweise – 1.858 Stück daher und ist ein ebenso außergewöhnliches wie schönes Stück. Gehäuse aus Bronze, 42 mm Durchmesser, speziell gefertigtes Kalbslederarmband „gereifter Cognac“. Um 5.890 Euro erhältlich bei Gebrüder Armbruster Juwelier & Goldschmied in Seefeld.

51

VERBUNDEN

Kalbsleder-Schnürstiefel mit Schnürung von Moma, wunderbar anschmiegsam und fein zu tragen. Den Best Buddy für die Füße gibt’s um 370 Euro im Nindl Schuhwerk in Innsbruck.

AMERICAN DREAM

Die Intra-Matic Auto Chrono von Hamilton ist eine Neuauflage einer Ikone aus dem Jahr 1968 und kombiniert den Charme der Sixties mit moderner Technik. 40-mm-Stahlgehäuse, 60 Stunden Gangreserve. Um 1.995 Euro bei Uhren Schmollgruber in Innsbruck.

REDEWENDUNG DER AUSGABE: SICH AUF DEN SCHLIPS GETRETEN FÜHLEN verärgert, beleidigt, gekränkt sein; etwas persönlich nehmen, sich oder jemanden unter-/übervorteilt sehen HERKUNFT: Diese Redensart hat mit unserem heutigen Schlips, der Krawatte, nichts zu tun. Mit Schlips sind die länglichen Enden der früheren Gehröcke und Herrenmäntel gemeint, die sogenannten Rockschöße. Trat man aus Versehen oder mit Absicht darauf, konnte dies den Eigentümer des Schlipses schon mal verärgern, da er so ja schmutzig wurde. Ist also jemand schlechter Laune oder verärgert, so ist ihm wohl jemand „auf den Schlips getreten“.


eco.life eco.life

OLD SCHOOL

Zugegeben, Cord kann nicht jeder tragen, dennoch ist und bleibt es ein Klassiker. Hemd von COS um 89 Euro. Einen Store gibt’s im Kaufhaus Tyrol.

TRANSATLANTISCH

Der Timezoner Chronograph Edition „80 Years flight to New York“ von IWC erinnert an die Transatlantikreise von Antoine de Saint-Exupéry vor 80 Jahren. 46-mm-Edelstahlgehäuse, braunes Kalbslederarmband. 14.100 Euro bei Juwelier Witzmann.

FLOTTE SOHLE

52

Schwarzer Lederschuh mit handgefertigter Sohle von RBRSL – Rubber Soul. Hergestellt in Italien, bei uns erhältlich im Nindl Schuhwerk in Innsbruck um 305 Euro. Und ja, es geht sich ganz gemütlich damit.

TIEFSEETAUCHER

Die „Superocean Automatic 44 Outerknown“ unterstreicht mit ihrer vollständig grünen Farbgebung Breitlings Engagement für Nachhaltigkeit und Meeresschutz. 44-mm-Stahlgehäuse, NATOArmband aus Econyl-Garn, das aus Nylonabfällen vom Meeresboden hergestellt wurde. 3.950 Euro bei Juwelier Witzmann in Innsbruck.

STRAIGHT

Braucht ein bisschen Mut und eine gute Figur: Hose von PT Torino um 329 Euro, Cashmere-Rolli von Simon Gray um 299 Euro. Erhältlich bei Schmitt & Lair in Innsbruck.


UND INNEN ERST. DER VOLVO S60. JETZT AB € 280,–/ MONAT *. Eine klare Design-Sprache, die sich nicht nur im Äußeren spiegelt: Der Volvo S60 mit skandinavischen Stilelementen, Einstiegsleisten aus Aluminium, Infotainmentsystem Sensus Connect und Ambientbeleuchtung.

Kraftstoffverbrauch: 6,5 – 7,5 l/100 km, CO2-Emissionen: 149 – 171 g/km. *Berechnungsbeispiel am Modell Volvo S60 T4 Momentum Pro Geartronic: € 37.700,– Barzahlungspreis (Barzahlungspreis beinhaltet, Wunschprämie € 2.400,–, Versicherungsprämie € 500,–, Finanzierungsprämie € 2.400,–); € 10.000,– Leasingentgeltvorauszahlung; € 21.930,– Restwert; 15.000 km / Jahr Laufleistung; 36 Monate Laufzeit; € 188,14 gesetzl. Rechtsgeschäftsgebühr; € 150,– Bearbeitungsgebühr exkl. USt.; € 244,84 monatliches Leasingentgelt; 3,85 % Sollzinssatz p.a.; 4,47 % Effektivzinssatz p.a.; € 3.232,53 Gesamtkosten; € 40.932,53 zu zahlender Gesamtbetrag. Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über die Santander Consumer Bank. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. Irrtümer, Druckfehler und Änderungen vorbehalten. Aktion gültig bis 31.12.2019. Nur für Privatkunden. Symbolfoto. Stand: November 2019.

AUTOPARK – IHR STARKER VOLVO PARTNER. Langer Weg 12 6020 Innsbruck

0512 / 3336 - 999

Innsbrucker Str. 105 6300 Wörgl

05332 / 73711-0

volvocars.at/autopark


eco.life

UP TO DATE

Die „Tangente Update“ von Nomos gibt es nun auch mit dunklem Zifferblatt. Veredelt wurde es mit Ruthenium, einem seltenen Platinmetall, das der Uhr eine höchst elegante Anmutung gibt. Edelstahlgehäuse mit 40,5 mm Durchmesser, Cordovan-Lederband. Um 3.200 Euro bei Uhren Schmollgruber in Innsbruck.

EXTRAVAGANT

SPORTLICH

54

Fernsehtauglich ist das Sakko (869 Euro) kaum, gibt dem Outfit aber einen besonderen Drive. Weste: 319 Euro, Hose: 329 Euro, Krawatte: 109 Euro. Alles von Lardini bei Schmitt & Lair.

Wir mögen Nomos vor allem wegen seiner Reduziertheit, manchmal darf sie aber auch durchbrochen werden. Die „Autobahn Neomatik 41 Datum Sportgrau“ ist eine selbstbewusste, deutliche Uhr und die Rennversion unter den drei Autobahn-Modellen. 41-mm-Edelstahlgehäuse, Textilband. Um 3.800 Euro bei Uhren Schmollgruber, Innsbruck.

BEQUEM

Chino von Tommy Hilfiger aus Baumwollmischung, schmal zulaufendes Bein, französische Eingrifftaschen. Um 99,99 Euro (ach was, sagen wir 100, was soll der Geiz) bei Peek & Cloppenburg.

WIEDERGEBURT EINER IKONE

Die „Alpine Eagle“ von Chopard ist eine moderne Neuinterpretation des Modells „St. Moritz“, der ersten 1980 von KarlFriedrich Scheufele, dem heutigen CoPräsidenten von Chopard, entworfenen Uhr. 41-mm-Stahlgehäuse, Berninagraues Zifferblatt, 12.200 Euro. Chopard erhältlich zum Beispiel bei Gebrüder Armbruster in Seefeld.


2 9. 1 1. 2 0 1 9 – 6 . 1. 2 0 2 0 | TÄG L I C H B I S 2 1 U H R S W A R O V S K I . C O M / K R I S T A L LW E L T E N

L I C H T F E S T I VA L DA S FUNKELNDS TE W INTER MÄRC HEN D ER ALPEN I N D E N S W A R O V S K I K R I S T A L LW E L T E N


eco.life

ORANGE IS THE NEW BLACK 1982 landete der österreichische Sänger Wilfried mit „Du hast mir mein Orange verpatzt“ in den Charts, in dieser Saison trägt man Orange am Handgelenk. Traut euch, Männer!

FÜR ABENTEURER

Die Ocean Star von Mido hielte sogar eine Reise durch die Weltmeere aus, macht aber auch an Land eine gute Figur. 42,5-mm-Titangehäuse (und damit besonders salzwasserbeständig), Kautschukband, 1.020 Euro.

IT’S TIME FOR A REVOLUTION

56

Glashütte Original hat Orange als diesjährige Zifferblattfarbe für ihre „Sixties Edition 2019“ ausgewählt. Für die Gestaltung der Dégradé-Zifferblätter sind viele Arbeitsschritte und Know-how nötig, um die besonderen Effekte entstehen zu lassen. 39-mm-Edelstahlgehäuse, Louisiana-Alligator-Lederband, 6.400 Euro.

STATEMENT

Bei Uhren kommt Orange oft als Farbtupfer und in Kombination mit Schwarz, Grau oder Weiß sowie bei Armbändern zum Einsatz. Rado lanciert seine „True Thinline Les Couleurs Le Corbusier“ gleich im All-over-Look. 39-mmGehäuse, Hightech-Keramik, 2.030 Euro.

TRENDUHR

Swatch ist Kult, deshalb sollte eigentlich jeder zumindest eine zu Hause haben. Zum Beispiel die Orangeboost. 41-mm-Plastikgehäuse, Silkonarmband, 75 Euro.

TAUCHGANG

Bei der Omega „Planet Ocean“ kommt Orange in Form von Farbtupfern auf dem Zifferblatt und der Keramiklünette zum Einsatz. Positiver Nebeneffekt für Taucher: Orange ist unter Wasser besonders lange und gut abzulesen. 43,5-mm-Stahlgehäuse (bis 600 Meter wasserdicht), Stahlband, 6.100 Euro.

UNTER WASSER

Mit der Seastar von Tissot können Sie sich mutig in die Tiefe wagen, sie wird Sie nicht fallenlassen. 45,5-mmEdelstahlgehäuse (bis 300 Meter wasserdicht), Kautschukband, 495 Euro.


IQ-TEC

NAHTLOSE KONTINUITÄT Mit Beosound Stage hat die dänische Lifestylemarke Bang & Olufsen ihre erste Soundbar vorgestellt. Leistungsstark, formschön und mit ausgereiftem Klang.

B

eosound Stage unterstreicht das Bekenntnis von Bang & Olufsen zu Design und Klanginnovation und verfolgt das Ziel, eine überragend tiefe und leistungsstarke Soundbar für alle zu erschaffen, die ein beeindruckendes Kinoerlebnis mit einem einzigen Lautsprecher wünschen. Es ist erstaunlich, welch kraftvollen Sound das schlichte Design hervorbringt. Ist die Soundbar nicht in Verwendung, wirkt sie wie ein Möbelstück, das sich fließend und elegant in jegliche Umgebung einfügt. Beosound Stage wurde in Zusammenarbeit mit dem dänischen Studio NORM Architects entwickelt. Aus einfachen und geometrischen Formen und natürlichen Materialien entstehen bei B&O Produkte, die sich wunderbar und unkompliziert ins Zuhause integrieren lassen. Das Hauptaugenmerk des Soundbar-Designs liegt auf dem schlichten Rahmen, der rund um den Lautsprecher verläuft. Er beherbergt ein nahtlos integriertes, graviertes Sensorik-Be-

IQ-TEC Mühlthaler GmbH & CoKG Bundesstraße 18A, 6063 Rum Tel. (05 12) 39 36 10 elektrotechnik@iq-tec.at www.iq-tec.at

Beosound Stage funktioniert hängend oder liegend. Die textile Lautsprecherfront ist von einem Rahmen aus langlebigem Aluminium oder Smoked Oak eingefasst. So geht Design!

dienfeld. Der schmale Abstand zwischen dem Rahmen und der Stoffabdeckung lässt den Eindruck entstehen, dass der Lautsprecher im Rahmen schwebt, und schafft einen spannenden Kontrast zwischen dem starren Äußeren und dem weichen Textil. Die Soundbar wird mit elf Lautsprechertreibern geliefert, die jeweils von einem 50-Watt-Verstärker angetrieben werden, und lässt sich mit jedem HDMI-ARC-fähigen TV-Gerät verbinden. Beosound Stage verfügt außerdem über verschiedene Hörmodi, die sich auf die verschiedenen Fernsehinhalte einstellen. Das Designteil ist aber nicht nur der perfekte Begleiter für das Fernsehgerät, sondern funktioniert auch als eigenständiges Musiksystem. PR

SKANDINAVISCHE SCHLICHTHEIT Beosound Stage ist eine formschön gefertigte Soundbar, die so ansprechend klingt, wie sie aussieht. Modernste Audiotechnologie in nahtlosem Design.

57


eco.life

ERDMÄNNER Jede Farbe hat ihre Bedeutung. Rot ist die erste Farbe, der die Menschen einen Namen gaben. Rot ist leidenschaftlich, eine Signalfarbe. Gelb steht für Freude und Optimismus, Grün für Entspannung und Gesundheit, Blau für die Sehnsucht, Violett für Eitelkeit. Das erdige Braun galt lange als die Farbe der Mittelmäßigkeit und des Spießertums. Der heurige Modeherbst holt sie dort heraus und stellt sie an die Front. Braun ist das neue Schwarz. INTERVIEW: MARINA BERNARDI

58

Braun ist das neue Schwarz: Im Winter dominieren Erdtöne in den verschiedensten Varianten, schön ist die Kombi mit Weiß.

B

raun ist eine gute Farbe, findet Christian Hartinger. Er ist der neue Filialleiter des Herrenausstatters Schmitt & Lair in der Innsbrucker Anichstraße und hat von den Messen für den heurigen Winter viele Brauntöne in den unterschiedlichsten Nuancen mitgebracht: Hosen in helleren Beigetönen, mokkabraune Mäntel, dunkelbraune Schuhe und Stiefeletten. Gemeinsam mit Weiß wird daraus eine edle Kombi. „Klassische Winterfarben sind auch heuer wieder Weinrot, ein dunkles Blau oder Grün, aber das aktuelle Thema ist ohne Zweifel Braun“, sagt Hartinger: „Die meisten Männer kommen mit der Farbe gut zurecht. Man kann es relativ unaufgeregt kombinieren.“ Braun ist nicht so hart wie Schwarz, schmeichelt und mutet auch in Verbindung mit dem aktuell trendigen Karo gut an, das auf Hosen ebenso daherkommt wie bei Sakkos oder Mänteln. Es wird ein spannender Modewinter.

Werden Männer mutiger, was Mode betrifft? CHRISTIAN HARTINGER: Wir merken das bei unseren Kunden durchaus. Natürlich gibt es den klassischen Businessmann, der um seinen anthrazitfarbenen oder dunkelblauen Anzug nicht umhinkommt. Doch wir sehen, dass sich Männer immer mehr trauen, auch bei Accessoires. Wir sind gerade dabei, eine neue Brand ins Haus zu holen, die handgemachte Armbänder mit

ECO.NOVA:

Silberperlen herstellt. Auch bei den Farben darf es knalliger werden, wie man zum Beispiel an der orangen Moncler-Jacke im Eingangsbereich sieht. Im Alltag dominieren oftmals noch gedeckte Farben, in der Freizeit darf es gerne bunt(er) werden.

Spielen bei Männern Accessoires generell eine Rolle – abgesehen von Uhr und Ehering? Es wird wieder mehr, gerade bei der jüngeren Zielgruppe. Armbänder sind auf jeden Fall ein Thema, auch Socken sind nach wie vor Eyecatcher. Wir führen zum Beispiel verschiedene Socken von Falke, auch in ausgefallenen Dessins. Man kann modisch noch mit Schals, Einstecktüchern, Gürteln oder Manschettenknöpfen spielen, ansonsten sind Männer doch ein wenig eingeschränkt, was Accessoires betrifft. Haben Männer, die zu Ihnen kommen, eine klare Vorstellung davon, was sie haben möchten, oder stöbern sie sich durchs Sortiment? Es gibt beide Varianten. Es gibt den Stammkunden, der meist sehr genau weiß, was er will, und auch, was ihm steht. Auf der anderen Seite haben wir viel Laufkundschaft, die durch den Laden schaut, um zu sehen, was es Neues gibt. Im vergangenen Jahr wurde Schmitt & Lair vom Vorarlberger Unternehmen Sagmeister übernommen. Ich habe seit Kurzem die Filialleitung in Innsbruck inne. Clemens Sagmeister und


eco.life

59

„Passende, saubere Schuhe sind ein absolutes Muss.“ CHRISTIAN HARTINGER


eco.life

Auf die Schuhe wird ja gern mal vergessen ... Ein passender Schuh ist ein absolutes Muss. Er ist absolut wichtig fürs Erscheinungsbild. Vor allem müssen die Schuhe sauber sein! Noch viel öfter wird aber auf einen ordentlichen Gürtel vergessen. Auch der muss sitzen, braucht die passende Länge und die richtige Breite. Und ein Jeansgürtel gehört nicht in einen Anzug.

Mit AlphaTauri, dem neuen Fashionlabel von Red Bull, ist eine neue junge Marke ins Geschäft gekommen.

60

ich ähneln uns im Alter und gehen auch bei der Ausrichtung des Sortiments in dieselbe Richtung. Wir versuchen, die klassische Auswahl immer wieder durch modische Neu- und Feinheiten zu ergänzen und frischen Wind ins Geschäft zu bekommen. Kürzlich haben wir AlphaTauri als neue Marke dazugewonnen, das Fashionlabel von Red Bull mit urbanem sportlichen Look. Auch Kiefermann ist eine tolle junge Marke mit trendigen Schnitten, die zum Beispiel Oberteile aus Frottee führt. Viele Kunden waren anfangs skeptisch, haben sich dann den Pullover aber auch noch in einer anderen Farbe geholt. Wir versuchen, immer wieder Neues zu bieten, natürlich sollen Kunden aber auch die klassische Kleidung bekommen, die sie von Schmitt & Lair gewohnt sind. Passiert es, dass sich Kunden Stücke aussuchen, die absolut nicht zu ihnen passen? Das passiert. Man hat dann zwei Möglichkeiten: Versuchen, dem Kunden das Teil einzureden und es ihm mit ein bisschen Glück zu verkaufen. Er kommt dann allerdings nie mehr wieder. Oder man sagt es offen und ehrlich. Unsere Philosophie ist Zweiteres. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass Sie mit Kleidung nach Hause gehen, die dem Typ und dem Anlass entsprechend ist. Unsere Aufgabe ist es, Männer einzukleiden. Das heißt, dass die Hose sitzt, die richtige Länge und den passenden Schnitt hat, das Oberteil in der Farbkombi dazu harmoniert, das Einstecktuch zum Sakko passt und der Gürtel zu den Schuhen. Dieser gute Service spricht sich in Innsbruck herum.

Was sollte jeder Mann Ihrer Meinung nach im Schrank haben? Ich denke, jeder Mann sollte auf jeden Fall einen klassischen dunkelblauen und schwarzen Anzug zuhause haben, dazu saubere braune und schwarze Schuhe. Und ganz wichtig: einen passenden Gürtel. Damit ist man für alle Anlässe gerüstet. Sinn macht auch eine gut sitzende Jeans, ein schöner Strickpullover, für den Herbst ein Rollkragenpulli und ordentliche Sneakers. Mit einem schmal geschnittenen Sakko und einem schönen weißen oder hellblauen Hemd ist man auch immer gut beraten.

Wenn Sie durch die Straßen gehen: Fällt Ihnen auf, wenn jemand extrem gut gekleidet ist? Oder das Gegenteil? Natürlich schaut man darauf, was Menschen tragen, auf die Schuhe, die Hosen. Viele Leute kombinieren ja sehr frei und was man auch sagen muss: Nicht jeder kann alles tragen. Manchmal sollte man einen Trend auch auslassen können. Mir fällt vor allem auf, wenn jemand sehr gut gekleidet ist, aber auch, wenn ein Kleidungsstück schmutzig oder das Hemd ungebügelt ist. Manchmal kommt man aus dem Schauen gar nicht heraus. Grundsätzlich ist guter Stil aber nicht nur eine Frage des Geldes. Man kann sich in jeder Preisklasse bedienen.

Haben Sie ein persönliches Lieblingsteil in Ihrem Kleiderschrank? Ein absolutes Lieblingsteil ist ein Sakko von Weber + Weber – eine Mischung aus Klassik und Eleganz, durchgeknöpft und in Filz-Loden-Optik. Ich mag auch die Schuhe von Axel Arigato oder die schmal geschnittenen Hemden von Tintoria Mattei, die ich in verschiedenen Dessins daheim habe. Die sind sehr angenehm zu tragen und lassen sich super kombinieren, wenn es mal legerer sein darf. Und einfache weiße Sneakers ohne viel Print. Die kombiniere ich zu Jeans ebenso wie zum Anzug, dann allerdings ohne Krawatte.

ZUR PERSON

Christian Hartinger, M.Sc., ist seit Kurzem Filialleiter bei Schmitt & Lair in Innsbruck und vor Ort auch für den Einkauf zuständig. Die Modebranche hat er von der Pike auf kennengelernt. Seit zehn Jahren ist Hartinger, der ursprünglich aus Deutschland stammt, mit einer Tirolerin liiert und der Liebe und der mittlerweile zwei Kinder wegen hier sesshaft geworden.


RANGE ROVER SPORT

GEBALLTE DYNAMIK

AB SOFORT BEI UNS. Der Range Rover Sport ist der dynamischste Range Rover, der je gebaut wurde. Dank herausragender Leistung und Funktionalität sowie fortschrittlicher Technologien bietet er ein unübertroffenes Fahrerlebnis, das Sie sicher und entspannt ans Ziel bringt. Sportliche Designmerkmale und sein kraftvoll-markanter Auftritt sorgen zudem dafür, dass der Range Rover Sport alle Blicke auf sich zieht. www.unterberger.cc Range Rover Sport: Krafstoffverbrauch komb. in l/100 km: 12,8–3,2; CO2-Emissionen komb. in g/km: 291–73, nach WLTP-Zyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ zurückgerechnet. Weitere Informationen unter www.autoverbrauch.at. Symbolfoto. Autowelt Innsbruck Denzel & Unterberger GmbH & Co.KG Griesauweg 28 Tel.: +43 512 33 23-0, E-Mail: info@denzel-unterberger.cc

Autowelt Strass Unterberger Automobile GmbH & Co.KG II Bundesstraße 109 Tel.: +43 5244 61000-0, E-Mail: info.strass@unterberger.cc

Autowelt Telfs Denzel & Unterberger GmbH & Co.KG Wildauweg 1 Tel.: +43 5262 66766-0, E-Mail: info.telfs@unterberger.cc

Autowelt Kufstein Unterberger Automobile GmbH & Co.KG II Haspingerstraße 12 Tel.: +43 5372 61060-0, E-Mail: autohaus@unterberger.cc


© ANDREAS FRIEDLE

eco.life

62

„Mode ist meine Seele. Alle Teile, die in meinem Laden hängen, zeigen das, was ich über Mode denke.“ FRANCESCO PROCOPIO


eco.life

MODESEELE Italien: Dolce Vita, Vino und gutes Essen. Und Mode. Vor allem Mode. Italiener scheinen genetisch mit Stil und Style verbunden. Francesco Procopio ist der Beweis dafür, dass das stimmt. Er hat vor einem Jahr sein „The Garderobe“ in der Innsbrucker Riesengasse eröffnet und damit den Schritt vom stilsicheren italienischen Kalabrien in den Norden gewagt. TEXT: MARINA BERNARDI

F

rancesco Procopio spricht mit einer Leidenschaft, deren Worte schwer zu verschriftlichen sind. Er spricht nicht nur, aber besonders gerne über Mode und man merkt, dass er eigentlich viel mehr sagen möchte, als es ihm die Sprache ermöglicht. Zumal er Italiener ist und gerade erst dabei, Deutsch zu lernen. Doch auch in seiner Muttersprache lässt sich nicht alles ausdrücken, aber seiner Mimik und Gestik und vor allem seinen Augen sieht man an: Francesco liebt Mode. Und Francesco lebt Mode. In seinem Laden in Italien und seit einem Jahr auch in Innsbruck.

UNA STORIA D’AMORE

„Mode macht etwas mit dir“, sagt Francesco. „In Mode einzutauchen, ist wie ein Buch zu lesen. Man kann alles sein, was man möchte. Man kann alles darin sehen. Wenn man in den Tag startet und etwas Besonderes trägt, dann wird es ein guter Tag.“ Schon als kleiner Junge hat ihn sein Vater zum Einkaufen mitgenommen. Mode und Stil haben ihn von klein auf geprägt und tun es bis heute. Ursprünglich spielte Francesco Procopio professionell Fußball, als er seine Karriere beendete, wechselte er in die Modebranche. 1997 hat er sein erstes Geschäft in Italien eröffnet. Sein eigener Stil ist unverwechselbar, intuitiv, puristisch-lässig und gleichzeitig entspannt klassisch. „Wenn man einen Italiener trifft, dann versteht man seinen Stil sofort. Mode ist für uns Kultur, ein Lifestyle. Wir tragen Mode mit Leidenschaft“, sagt Francesco. Es kommt nicht von ungefähr, dass die größten Modemessen der Welt in Italien zu Hause sind und das Land von großen Designern wie Armani oder Versace geprägt wurde. „Sie machen die Geschichte der Kleidung und die Geschichte Italiens aus.“ Dass „The Garderobe“ überhaupt nach Innsbruck kam, ist passenderweise ebenso eine Liebesgeschichte. Francescos heu-

tige Ehefrau Michaela, eine Innsbruckerin, war in Kalabrien auf Urlaub. „Nur fünf Tage“, sagt sie. Aber die haben gereicht. Die beiden lernten sich kennen und haben sich verliebt. „Francesco wollte schon immer wissen, ob sein Stil auch im Ausland funktioniert“, erzählt Michaela. Nach ein paar Umwegen haben sie diese wunderbaren Räumlichkeiten in der Riesengasse gefunden. Die Einrichtung gleicht jener des Shops im kalabrischen Catanzaro, das Angebot ist ein bisschen anders. In Italien ist The Garderobe vorwiegend ein Herrenausstatter, in Innsbruck dominiert die Damenmode. „Es ist nicht so, dass die Tiroler Männer nicht wollten, sie sind aber noch ein wenig skeptisch. Es ist nicht so einfach, ihnen einen neuen Style zu vermitteln. Frauen sind hier weniger konservativ und folgen generell eher der Mode“, findet Francesco, der jedes Teil, das ins Geschäft darf, persönlich auswählt. „Hier hängt nichts, was mir selbst nicht gefällt“, sagt er. „Wenn ich von einem Trend nicht überzeugt bin, kann ich ihn auch nicht verkaufen.“ Letztlich geht es in der Mode darum, seinen eigenen Stil zu finden und ihn aus-

zuleben. In The Garderobe findet sich ein feiner Mix aus Dingen, mit denen jeder so sein kann, wie er ist. „Wir haben eine Idee von Mode und die möchten wir umsetzen“, erklärt Francesco. Das heißt, aus einer Kollektion von 500 bis 600 Stücken rund 15 bis 20 Teile auszuwählen, die zueinander passen, miteinander harmonieren und trotzdem auch eigenständig funktionieren. Bei Männern darf es für den Mode-Aficionado dabei generell wieder klassischer werden, männlicher: „Eine zeitlang war auch Männermode sehr feminin, fast exzentrisch, nun darf es wieder bequemer sein, weniger figurbetont.“ Jeans sind für ihn wieder ein großes Thema, wie generell die Farbe Blau in verschiedenen Nuancen. „Mode ist ein Spiel mit Farben, Mustern und Materialien, es ist ein Mix and Match und der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit“, ist Francesco überzeugt. Deshalb brauche es auch keinen Mut, seine Mode zu tragen, die zweifellos ein bisschen anders ist, als es der Tiroler gewöhnt sein mag. Stil sollte zur Selbstverständlichkeit werden, nicht gewollt oder aufgesetzt sein. Mode sollte zeigen, wer wir sind, nicht, wer wir sein möchten. Dafür braucht es keinen Mut, sondern eine neue Entspanntheit. Und die Leidenschaft, sich auf seinen Style einzulassen.

THE GARDEROBE Riesengasse 6 6020 Innsbruck www.thegarderobe.it

Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. von 10 bis 18 Uhr

63


MILLER.OPTIK

IHR EXPERTE FÜR FOTO UND TECHNIK Von der coolen Sofortbildkamera bis hin zur limitierten Sonderedition – bei Miller United Optics in der Meraner Straße finden Sie bestimmt Ihre neue Lieblingskamera von Topmarken wie Nikon, Leica, Sony, Hasselblad oder Olympus.

64

I

n Sachen Kameras hat Miller Optik immer die neuesten und besten am Markt zu bieten – wie zum Beispiel die brandneue Nikon Z 50. Dank der überragenden Bildqualität fangen Sie die Welt so ein, wie Sie sie sehen. Der große Durchmesser des Nikon-Z-Bajonetts erlaubt es dem DX-Format-Sensor mit 20,9 Megapixeln, in jedem Winkel des Bildfelds mehr Licht einzufangen. Und mehr Licht heißt mehr Details. Ob bei Tag oder bei Nacht – die Farben in Fotos und Filmen sind brillanter. Mit dieser leichten und flexiblen spiegellosen Kamera gelingen Ihnen auch atemberaubende Filme. Sie ist schnell, leistungsstark und einfach zu bedienen. Ein ganz besonderes Highlight stellt heuer die Leica V-Lux 5 dar. Das leistungsfähige Zoomobjektiv und der neu entwickelte große Sensor sorgen für eine ausgezeichnete Abbildungsleistung. Durch den schnellen Autofokus und die hohe Serienbildgeschwindigkeit werden Details zuverlässig eingefangen und innovative Aufnahmemodi wie Focus-Stacking und Post-Focus bereichern den Funktionsumfang. Connectivity Features dürfen auch nicht fehlen – in Ver-

bindung mit der Leica FOTOS App wird die Leica V-Lux 5 zu einer leistungsfähigen sowie universal einsetzbaren Kamera. Fotografie ermöglicht Erinnerungen an einen Augenblick. Sie fängt Momente ein und dokumentiert sie. Mit den hochwertigen Kameras von Miller United Optics können auch Sie Ihre Erinnerungen in einmaligen, perfekten Bildern festhalten. Für welche Kamera Sie sich entscheiden, jede für sich ist eine Kamera fürs Leben. Das Miller-Expertenteam ist nämlich auch nach dem Kamerakauf für Sie da. In der hausinternen ISO-zertifizierten Werkstatt werden Kameras professionell gewartet und gereinigt. Damit Ihre Kamera lange funktionstüchtig bleibt, bieten wir Ihnen fachmännische Objektiv- sowie Sensorreinigungen an. Das Expertenteam berät aber auch in Sachen Feldstecher oder Sportuhren. Im Bereich der GPS-Multisport-Smartwatches hebt sich vor allem die neue Garmin Fenix 6 Serie hervor. Die robuste Smartwatch bietet Karten, Musik, Pace-Überwachung u.v.m. Es gibt sogar vorinstallierte Skikarten für mehr als 2.000 Skigebiete auf der Welt sowie weltweite Navigation mit Multi-Satel-

litenempfang und Outdoor-Sensoren. Die Lieblingssongs kann man dank kompatibler Musik-Streaming-Dienste ohne Smartphone hören. Einfach Garmin Fenix 6 an und loslegen.

MILLER OPTIK Alle neuen Kamera- und Techniktrends können ab sofort in der Foto-TechnikAbteilung von Miller bestaunt und getestet werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Meraner Straße 3 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 438-351 foto@miller.at www.miller.at


MILLER OPTIK

MILLER PRÄSENTIERT DIE FOTO- UND T E C H N I K- H I G H L I G H T S F Ü R 2 0 2 0

SONY ALPHA 7R IV

Diese kompakte spiegellose Vollformatkamera bietet wirklich alles, was das Fotografenherz begehrt. Sie steht für noch mehr Schnelligkeit und Ausdrucksstärke und eine Leistungsfähigkeit, die bisher nur bei Mittelformatkameras möglich war. Der Exmor RTM CMOS-Vollformatsensor mit 61,0 Megapixeln und der BIONZ XTM Bildprozessor sorgen für eine beispiellose Auflösung, feine Abstufungen und wenig Rauschen. Trotz der hohen Bildauflösung ist eine Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu zehn Bildern pro Sekunde möglich. Außerdem wird sie mit ihrem schnellen und verbesserten Hybrid-Autofokus den hohen Ansprüchen bei 4k-Filmen gerecht. Preis: Gehäuse 3.990 Euro.

POLAR VANTAGE V SERIE

Die GPS-Sportuhren der Polar Vantage Serie helfen jedem ambitionierten, zielorientierten Sportler, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Egal, welchen Sport Sie ausüben - die Multisportuhren der Polar Vantage Serie stellen Ihnen alle wichtigen Daten zur Verfügung, damit Sie sich voll und ganz auf das Training konzentrieren können. Eine Profi-GPSSportuhr entwickelt von Profis für Profis. Preis: ab 399 Euro.

LEICA- ULTRAVID - KOMPAKTFERNGLÄSER

Diese stylischen Kompaktferngläser sind für alle anspruchsvollen Beobachter, die Wert auf kleine und leichte Ausrüstung legen und trotzdem eine beeindruckende optische Qualität haben wollen. Kaum größer als ein Erste-Hilfe-Set (dank Doppelgelenk sogar zusammenfaltbar) bieten sie kontrastreiche und gestochen scharfe Abbildungen. Die Dioptrienverstellung erfolgt per Knopfdruck. Preis: ab 720 Euro.

OLYMPUS OM - D E- M5 MARK III

Die neue OM-D zählt zu den kompaktesten und leichtesten Kameras ihrer Klasse und ist somit ideal für alle, die viel unterwegs sind. Der 20,4-Megapixel-Live-MOSSensor und das neue 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem sind nur zwei Beispiele der Hammerausstattung. Vor allem das staub- und spritzwassergeschützte sowie frostsichere Gehäuse überzeugt alle Outdoor-Fans. Preis: ab 1.199 Euro.

65


eco.life

Ja, da hat sie schon recht, die Josephine Esther Mentzer, besser bekannt als Estée Lauder. Aber Schönheit kann man eben auch sehen. Auch bei Männern!

BEAUTY IS AN ATTITUDE MAN IN BLACK

So lautet der Name des markanten Bestsellerdufts von Bulgari – ein gewagter Mix aus Tabak, Leder-Akkord und Tonkabohne. Zum Eau de Parfum (60 ml) gibt’s bei Tachezy einen Travel Spray (15 ml) dazu. 79,90 Euro.

66

RUND UM DIE UHR

Auch Männerhaut will gecremt werden. Die Produkte von QMS Medicosmetics bestachen schon immer durch ihre Wirksamkeit. Das tun sie immer noch, nur die Aufmachung ist neu. Geradliniger und aufgeräumter und teils bekamen die Produkte neue Namen. Die ehemalige 24H.Cream kommt jetz als „Ace Vitamin“ daher. Sie schützt die Haut tagsüber und beruhigt und regeneriert in der Nacht. Um 125 Euro im Kosmetikinstitut Aurora von Murat Coskun in der Innsbrucker Müllerstraße.

DIE NEUE ENTSPANNTHEIT DIE HAUTPFLEGEINNOVATION

Heißt quasi noch gleich, das Schwarz ist jedoch einem edlen Grau gewichen. „Advanced Cellular Marine“ ist der Toptip für Männer von QMS Medicosmetics. Die intensiv feuchtigkeitsspendende Rezeptur verfügt über die neueste Anlage in der Stammzellforschung, um die Zellerneuerung der Haut zu maximieren. Die Anti-AgingFeuchtigkeitscreme ist um 239 Euro im Kosmetikinstitut Aurora erhältlich.

JV x NJ Silver ist die jüngste Duftkreation aus der kreativen Zusammenarbeit von Designer John Varvatos und Musiker und Schauspieler Nick Jonas. Herausgekommen ist ein frischer, entspannter Duft, der in einem richtig lässigen Flakon daherkommt. Bei Tachezy gibt’s zum 75-ml-Eau-de-Toilette (58 Euro) eine exklusive John-VarvatosReisetasche dazu.


eco.life

PINSELFREI

LET IT SNOW

Auch heuer bringt Jean Paul Gaultier wieder pünktlich zur WeihnachtsgeschenkGedankenmach-Saison sein ikonisches Duftpaar in Schneekugeln. Le Mâle duftet nach Minze und erinnert den Marinemann an die hohe See. Dazu kommt ein bisschen Lavendel und Vanille. Eau de Toilette, 125 ml, 90 Euro.

„Was zur Sünde reizen soll, das muss schön sein.“ MARTIN LUTHER (JA, EHRLICH!)

Die Rasiercreme „White Eagle“ von Kiehl’s hilft mit Menthol und Kampfer bei einer gründlichen und erfrischenden Rasur. Wasser braucht’s auch keines. 150 ml um 19 Euro. Einen kleinen, aber feinen Store finden Sie in der Innsbrucker Anichstraße.

FÜR ANFÜHRER

K by Dolce & Gabbana zelebriert den modernen, selbstbewussten Mann und ist ein modernes Eau de Toilette mit frischen Zitrusnoten, sinnlich-eleganten Holzaromen und würziger Schärfe. 50 ml um 67 Euro. Beim Kauf eines Duftes erhalten Sie bei Tachezy eine edle D&GHerrenpouch gratis dazu.

TREIBSTOFF

Frauen haben quasi für jedes Körperteil eine eigene Waschlotion. Männer sind da meist einfacher gestrickt. Das „Body Fuel“ von Kiehl’s passt perfekt, denn das All-inone Energizing Wash funktioniert als Duschgel, Shampoo und Gesichtsreinigung. 250 ml um 22 Euro. Für echte Männer gibt’s auch eine Literflasche.

DIE ANTI - CREME

Sport im Freien ist gesund, beansprucht aber auch die Haut. Fettende Cremes, die man sich für trockene, rissige Stellen wünschen würde, sind aber nicht wirklich optimal und vor allem Männer mögen das Cremen oft gar nicht. Hilfe kommt aus der Heimat. „seppl“ ist ein reines Naturprodukt aus Tirol, auch wenn man es der „skin energizing power and performance lotion“ ob ihres hippen Aussehens nicht auf den ersten Blick ansieht. Nix da mit grünem Öko-Jäckchen – Natur kann auch stylisch sein ... und erfrischend riechen. Das Sortiment ist mittlerweile ganz schön groß geworden. www.sepplskin.com

67


eco.life

WHO LET THE DOGS OUT

Das perfekte Wir-wollten-uns-nichts-schenkenGeschenk für Männer: Feuchtigkeitscreme, Waschgel und Peeling im lässigen Kulturbeutel von Bulldog. Im Set um rund 14 Euro. Bulldog gibt’s unter anderem bei BIPA.

BOMBENSTIMMUNG

Die Duschbomben von WALTZ7 sind eines jener Dinge, die man eigentlich nicht braucht, aber trotzdem kauft. Einfach auspacken, auf den Boden der Dusche legen und den Duft genießen. Um je 1,49 Euro in verschiedenen Varianten bei dm erhältlich. (Achtung: Sind nicht zum am Körper rubbeln gedacht!)

68

„Charme ist der unsichtbare Teil der Schönheit, ohne den niemand wirklich schön sein kann.“ SOPHIA LOREN

WASSERKRAFT

Mit intensiv feuchtigkeitsspendenden Aktivstoffen und hautberuhigenden Inhaltsstoffen schützen und pflegen Aquapower (20 ml), Aquafitness Duschgel für Körper und Haare (40 ml) und der Rasierschaum von Biotherm Homme (50 ml) Ihre Haut optimal. Im Set um 9,90 Euro bei Tachezy.

FÜR SIE! Männer aufgepasst. Wenn Sie bei der Ihren Eindruck machen möchten, kommen Sie nicht mit einem Adventkalender mit Schokolade (oder nicht nur, weil Schoki geht immer), sondern überraschen Sie mit jenem Exemplar von Babor. Das enthält Ampullen für eine 24-Tage-Intensivkur und macht die Gesichtshaut für Weihnachten ganz besonders schön – baut auf, schützt und strafft. Der Kalender ist um 75 Euro bei Kosmetik Visage in Innsbruck erhältlich – für eco.nova-Leser gibt es 10 Prozent Rabatt.


Mehr Leichtigkeit für Körper, Geist & Seele

Detox wirkt sofort Das Ziel von Detox ist, die Entgiftungsorgane gezielt zu unterstützen. Zusätzlich wird der Körper während DetoxVIT mit jenen wertvollen Nährstoffen versorgt, die ihm fehlen. Nutzen Sie DetoxVit inklusive Detox-Vollpension mit basischer Ernährung, entgiftungsfördernden Anwendungen, Beratungsgesprächen mit den SiebenMed-Gesundheitsexperten sowie zahlreichen

Inklusivleistungen. Reservieren Sie Ihren Wunschtermin im 4* Superior Gesundheits-Resort, Hotel & SPA für eine gelungene Auszeit zwischendurch. Wir heißen Sie herzlich willkommen.

DETOX VIT 3 Nächte inkl. Detox-Vollpension mit wohltuenden Therapien:  ein entgiftendes Elektrolyse-Fußbad  eine Heublumenpackung  ein Coachinggespräch mit einem SiebenMed-Gesundheitsexperten  und vieles mehr

DAS SIEBEN, Bad Häring, TIROL / AUSTRIA +43 5332 20 800 | das-sieben.com

ab Preise pro Person; zzgl. Ortstaxe

488,–


eco.life

Im Hard Rock Cafe Innsbruck gibt es tatsächlich sehr viele Nahtoderfahrungen. Da läuft zum Beispiel ein Vater durch und kann es kaum fassen, dass hier die Jacke von Prince hängt. Der 18-jährige Sohn fragt dann: „Wer ist Prince, ist das Prince Pi, der deutsche Rapper?“

70

ROCKT!

Im Hard Rock Cafe Innsbruck laufen die Dinge anders. Statt Convenience landen Frische und Regionalität auf den Tellern, manches sogar vegan. Bei der Musik gibt man sich undogmatisch und will Einheimische wie Gäste gleichermaßen mit einem kulinarischen, musikalischen und atmosphärischen Gesamterlebnis abholen. TEXT: MARIAN KRÖLL


eco.life

Das Hard Rock Cafe Innsbruck soll keine reine Veranstaltung für Touristen sein, sondern ein Lokal, in dem sich Einheimische und Gäste aus aller Welt gleichermaßen wohlfühlen.

ge Alleinstellungsmerkmal des Hard Rock Cafe Innsbruck. Die Frauen und Mannen um Geschäftsführer Stefan Schäfer haben sich nämlich verschafft, was im Universum weltumspannender Franchisemarken, wie das Hard Rock Cafe eine ist, ein äußerst knappes Gut ist: Beinfreiheit. Die Freiheit, die bekannte Speisekarte mit eigenen Gerichten aufzumotzen und – was heutzutage noch mehr zählt – Convenience gegen regionale Produkte mit transparenter Herkunft und nachvollziehbar hoher Qualität auszutauschen.

UNANGEPASST ANGEPASST

W

er hätte geglaubt, dass man einem Gebäude aus dem Jahr 1577 und einer denkmalgeschützten Bausubstanz noch beibringen könnte, so hart zu rocken? Die Rede ist von jenem altehrwürdigen Haus in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße 16, das dem Hard Rock Cafe Innsbruck seit zwei Jahren eine Heimat bietet. Keine Hütte, in dem eines der global 185 Cafes des weltbekannten Franchise untergebracht ist, ist älter. Doch das ist noch längst nicht das einzi-

Bereits vor neun Jahren gab es erste Gespräche mit Hard Rock über einen Standort in Österreich. Die zerschlugen sich damals, weil Stefan Schäfer und seinen Geschäftspartnern die Vorstellungen von Hard Rock zu unflexibel waren. Das hat sich mittlerweile geändert. „Wir wollten einige Dinge ändern, um sie an die lokalen Gegebenheiten anzupassen“, erinnert sich Schäfer. Das Hard Rock Cafe Innsbruck soll nämlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Locations weltweit, keine reine Veranstaltung für Touristen sein, sondern ein Lokal, in dem sich Einheimische und Gäste aus aller Welt gleichermaßen wohlfühlen. Eines, das nicht klischeehaft einem American Diner nachempfunden wurde, sondern eine eigene Identität hat, die ohne halbgare Zitate auskommt. Dementsprechend wurde das Hard Rock Cafe Innsbruck mit lokalen Architekten und Unternehmen umgesetzt. Haustechnik und Küche erfüllen modernste Standards. Auf das grundsolide Essen in anderen Hard Rock Cafes rund um den Globus wollen Schäfer und Co. noch eine Schaufel drauflegen. Mindestens. „Für Essen, das nur okay ist, kommt kein Einheimischer wieder. Wir setzen hier auf Fleisch und Brot aus der Region, täglich frisch geliefert. Nichts, was aus einer Packung kommt. Das ist unser Hauptansatz“, sagt Schäfer. Um die Leute aus der Region an das Hard Rock zu binden, ist cooles Ambiente allein

zu wenig. Das war allen Beteiligten von Anfang an klar. „Das kriegen wir nur hin, wenn das Essen wirklich herausragend ist“, so der Geschäftsführer. Gesagt, getan. Den beliebten Legendary Burger gibt es in jedem Hard Rock, so legendär frisch und regional wie in Innsbruck ist er aber kaum irgendwo. Das Fleisch für die Burger-Patties wird beispielsweise von der Sistranser Metzgerei Piegger geliefert, die Burger-Buns bäckt der Bäcker Ruetz. Etwas verändern wollte man aber nicht nur in Innsbruck, sondern auch im französischen Lyon, wo die BocuseJünger zuhauf herumspazieren. „Hard Rock war auch deshalb mit unserem Zugang einverstanden, weil die Jungs in Lyon das durchgeprügelt haben, was auch wir im Sinn hatten“, erzählt Schäfer. Vom Standort zeigt er sich absolut überzeugt: „Durch die Maria-Theresien-Straße ziehen mehr Leute als durch den Ku’damm in Berlin. Das Potenzial ist definitiv da. Und wir wollen es heben!“ Derzeit ist man allerdings noch nicht voll ausgelastet. Da geht noch was. Das weiß auch Schäfer, der mit Hochdruck dran arbeitet, die Bude auch unter der Woche zum Brummen zu bringen. Die Richtung stimmt. Das Hard Rock Cafe ist gewissermaßen auch ein Labor, in dem zwangsläufig experimentiert werden musste, wie es ist, in der Gastronomie aus dem Stand von null auf hundert durchzustarten. „Wir hatten ja nicht die Möglichkeit, wie andere Betriebe zu wachsen. Wir hatten vom ersten Tag an, an dem wir aufgemacht haben, schon über 100 Angestellte. Die Bude musste sofort funktionieren“, sagt Schäfer. Keine ganz leichte Übung, die aber – sieht man von anfänglichen Kinderkrankheiten ab – gar nicht schlecht gelungen ist.

ROCK(S) SOLID

Das Hard Rock Cafe Innsbruck will ganz gezielt kulinarische Wiederholungstäter aus der Umgebung anlocken. Mit einem Rezept, das durchaus attraktiv ist. Klar hängen auch an den Wänden des Hard Rock in Innsbruck Memorabilia aus dem Musik- und Showbiz, wie könnte es auch anders sein? Das zählt schließlich zum Genom der Kette und sieht – Hand aufs Herz – auch großartig aus. Bei welchem Kind der frühen 80er bleiben etwa bei einer von den Grunge-Ikonen Pearl Jam handsignierten E-Gitarre Augen und Hose trocken? Eben. „I know it’s only Rock ‚n‘ Roll but I like it“, heißt es bei den Rolling Stones. „Es gibt hier bei uns tatsächlich sehr viele Nahtoderfahrungen. Da läuft zum Beispiel ein Vater durch und kann es kaum fassen,

71


eco.life

„Für Essen, das nur okay ist, kommt kein Einheimischer wieder. Wir setzen auf Fleisch und Brot aus der Region, täglich frisch geliefert. Nichts, was aus einer Packung kommt.“ GESCHÄFTSFÜHRER STEFAN SCHÄFER

72

dass hier die Jacke von Prince hängt. Der 18-jährige Sohn fragt dann: ‚Wer ist Prince, ist das Prince Pi, der deutsche Rapper?‘“, erzählt Schäfer. Bei der Musik gibt man sich in der Maria-Theresien-Straße jedenfalls erfrischend undogmatisch. „Wir verschließen uns anderen Musikrichtungen nicht. Zweimal im Monat haben wir DJ-Nächte unter dem Motto ‚Burger.Beats&Breaks‘. Da wird von wirklich schräger Elektronik über Drum & Bass die gesamte musikalische Bandbreite gespielt. Das gefällt den Leuten auch“, sagt Stefan Schäfer. In regelmäßigen Abständen kann man im Hard Rock Cafe übrigens Bands für lau sehen, für die andernorts ein satter Obolus für den Eintritt fällig wird. Es wird im Hard Rock Cafe keineswegs nur Rock gespielt, sondern alles Mögliche, frei von der Leber weg, quer durchs Gemüsebeet. Apropos Gemüse: Für Hard-Rock-Verhältnisse recht unkonventionell ist es Stefan Schäfer auch bei der Speisekarten-Gestaltung angegangen. Es gibt nämlich auch vegane Gerichte, die richtig was hermachen. Das ist ein Leib- und Magenthema des Chefs, der sich selbst vegan ernährt und zeigen will, dass auch veganes Essen am Teller tierisch rocken kann. Den Legendary Burger kann man sich derart auch in der veganen Variante mit Rösti statt Patty auf der Zunge zergehen lassen, den US-Klassiker Mac & Cheese gibt’s auch in veganer Form, ebenso wie Pasta und Bean Stew bzw. Bohneneintopf. Lediglich vegane Naschkatzen gehen

in Sachen Dessert derzeit noch leer aus. Ein Zustand, den man im Hard Rock Cafe Innsbruck rasch zu beheben gedenkt. Das Lokal ist generell eine Art „Leuchtturmbetrieb“ im Franchise, wie Schäfer erklärt: „Viel von den Erkenntnissen, die sich aus unserem Ausprobieren ergeben, geben wir weiter.“ Man will in Innsbruck eben kein Hard Rock Cafe wie jedes andere sein, sondern ein ganz besonderes. Aus der Vorreiterrolle kann das Unternehmen derzeit kaum Profit schlagen, man ist aber völlig davon überzeugt, dass Frische und Regionalität der einzige Weg sind, um auf lange Sicht zu reüssieren. „Wir wollen das Konzept in allen Bereichen spannend halten“, sagt Schäfer. Zu Weihnachten wird es – so viel kann man schon verraten – das

eine oder andere Special geben. „Heute macht doch fast jeder weißen Glühwein oder Sangria-Glühwein“, sagt Schäfer. Ihm schweben japanische Alternativen auf Sake-Basis als weihnachtliches Pendant zum Einheitsgschloder vor. Klingt spannend!

BURGER, PARTY, BUSINESS

Das Hard Rock Cafe ist aber nicht nur ein Ort für Burger-Aficionados und Partytiger. Man ist auch beim Business Lunch gut aufgestellt. Neben den Standards gibt es wechselnde Speisenangebote für notorische Mittagesser. „Wir bieten ein preislich extrem attraktives Lunchmenü“, so der Geschäftsführer. Dazu noch das lässige Ambiente und einer kulinarisch wie atmosphärisch gelungenen Mittagspause steht nichts mehr im Weg. Wer sich von der Arbeit partout nicht trennen kann, findet zudem an jedem Tisch USB-Anschlüsse und Steckdosen. „Beim Business Lunch hat man hier bei uns eigentlich sogar mehr Ruhe als anderswo“, meint Schäfer. Und dazu noch die absolute Antithese zum bräsigen Kantinenflair. Infos über aktuelle Mittagsgerichte gibt’s auf Facebook oder via Newsletter. Das Hard Rock Cafe Innsbruck ist jedenfalls gekommen, um zu bleiben. Davon zeugt schon allein ein langjähriger Mietvertrag. Als Frischzellenkur für das ganze Franchise ist das Hard Rock Cafe Innsbruck gleich und anders zugleich. Das geht nicht? In Innsbruck kann man sich vom Gegenteil überzeugen.


www.eurogast.at

Mein Eurogast Partner genießt nicht nur mein Vertrauen, er hat sogar den Schlüssel zu meinem Lager. Ihr mittelLebens ndler großhä nomie tro für Gas tellerie und Ho

Vorzüge, die man nicht kaufen kann. Es geht nicht um das Einkaufen alleine. Es geht um die Werte, die darüber hinaus gehen. Um Service, Vertrauen, Handschlagqualität, Individualität – und um Nähe: geographisch und emotional. Wir kennen eben die Wünsche unserer Kunden und deren Gäste ganz genau. So wird aus einer Geschäftsbeziehung echte Freundschaft. Dazu kommt: Wir sorgen für regionale Wertschöpfung. Und das macht Ihren Einkauf bei uns doppelt wertvoll!

Weil man Vertrauen nicht kaufen kann. Wir sind Eurogast

Almauer

Grissemann

Interex Kärntner Legro

Kiennast Landmarkt Pilz & Kiennast Riedhart Sinnesberger

Speckbacher Zuegg


eco.life

74


eco.life

ESSEN MIT MORAL Lange war Lachs ein Essen für die gehobene Gesellschaft, heute ist er begehrtes Konsumgut der Wohlstandsgesellschaft. Claudia Schrettl findet, er darf, soll und muss wieder zum Luxusgut werden.

E

TEXT: MARINA BERNARDI

s ist vertrackt. Mit dem Wohlstand einer Gesellschaft wachsen deren Begehrlichkeiten. In einer Zeit, in der wir uns so vieles leisten können, möchten wir am liebsten noch mehr. Dinge, die früher Luxus waren, werden zur Normalität. Erkennbar ist das vor allem bei Nahrungsmitteln, die in verschiedenen Trendphasen zu absoluten Hypeprodukten und Superfoods werden und Gefahr laufen, von der Genuss- zur Massenware zu werden. Das Problem daran ist, dass die steigende Nachfrage in logischer Marktkonsequenz auch gedeckt werden will, es auf natürlichem Wege aber nicht immer kann. Gemästete Schweine, Legebatterie-Eier und Kühe in Massentierhaltung sind ein lange bekanntes Phänomen, das uns Tirolern, die wir die Tiere von der Alm und in ihrer natürlichen Umgebung kennen, durchaus nahe geht. Bei Fisch ist das anders. Das Meer erscheint uns ausreichend groß, quasi unendlich freigiebig ... und vor allem ist es weit weg. Dass wir auch in Zeiten der Überfischung der Weltmeere immer mehr Fische – und das meistens auch immer günstiger – in den Regalen finden, scheint uns nur peripher zu wundern. Wenn überhaupt. Dass auch Fischzuchten für die darin Gezüchteten kein schönes Leben bieten, ist für so manchen denkunmöglich. Fische leben im Wasser, was sollen sie großartig brauchen?

GUTER LACHS, BÖSER LACHS

Vor allem der Lachs ist in den vergangenen Jahren zum Symbol bürgerlichen Essenswohlstands und damit zum begehrten Konsumgut geworden. Wenn der frische Werbefisch im fernen Kanada von den behänden Tatzen eines Braunbären aus dem klaren Wasser geangelt wird, ist die eigene

„Die Natur gibt eben her, was sie hergibt. Wenn ein Produkt nicht erhältlich ist, dann ist das so.“ CLAUDIA SCHRETTL

75 Welt wunderbar in Ordnung. So läuft das mit den Lachsen. Jawoll. Dass die Realität eine andere ist, möchte man nicht so genau wissen. Die Lachszucht ist zu einem brutalen Geschäft geworden. Nicht nur für die Fische selbst, die in gigantischen Mengen gemästet werden, um den Bedarf rasch zu decken, und dafür in Großfabriken zu Hunderttausenden in engen Käfigen dahinvegetieren. Auch für die Futtermittelindustrie, die in ebenso gigantischen Mengen Soja produziert. Nicht immer zum Wohl der Bewohner, denen unglaubliche Flächen Land vor der Nase weggerodet werden.

PRODUKTE MIT GESCHICHTE

Muss aber Lachs zwangläufig in kleinen Käfigen eingesperrt sein, um unsere Teller und Mägen zu füllen? Nein, ist Claudia Schrettl überzeugt. Sie ist gemeinsam mit einer Freundin in das Unternehmen ihrer Eltern eingestiegen: Alaska Wild Salmon & Seafood. Alle Produkte, die sie frisch aus Alaska importieren, stammen garantiert aus dortigen Wildfängen – gefangen, weiterverarbeitet und geräuchert von Menschen, die sie kennt. Bis zu ihrem Fang haben die Tiere frei, natürlich und wild gelebt. Ganz so, wie es ihrer Art entspricht. In Alaska sind die Regeln streng und das ist gut so. „Mein Vater war fanatischer Angler“, erzählt Schrettl. „Er ist früher regelmäßig gemeinsam mit Freunden nach


76

Alaska gereist, um Lachs zu fischen. Um ihn mit nach Hause zu nehmen, ließ er ihn dort räuchern, weil man frischen Fisch nicht einfach in den Koffer packen konnte.“ Ihnen habe das Land derart gut gefallen, dass sie angefangen haben, für den deutschsprachigen Raum Alaskareisen zu organisieren, um ihre Faszination zu teilen. Sie betrieben sogar eine eigene Lodge. Claudia Schrettls Vater flog jährlich nach Alaska, seine Freunde nicht immer, baten ihn aber, ihnen Fische mitzubringen. Irgendwann wurde das Ausmaß so groß, dass es erstens nicht mehr legal gewesen wäre, solche Mengen zu transportieren, und zweitens ein gehöriges Platzproblem. Also gründeten ihre Eltern ein Unternehmen. „Sie haben ganz klein angefangen und nur ihre Freunde und Bekannten beliefert“, blickt Claudia Schrettl zurück. Heute hat Alaska Wild Salmon & Seafood viele begeisterte Kunden. Geliefert wird drei Mal im Jahr, zu Ostern, im Oktober und klassisch zu Weihnachten. Ganz bewusst. Nicht nur, weil es für jede Fischart nur eine ganz bestimmte Zeit gibt, wo sie gefangen werden darf, die Produkte sollen vor allem etwas Besonderes bleiben, etwas, auf das man sich freut. „Wir haben lange überlegt, ob wir die Lieferung auf das ganze Jahr ausweiten sollen, haben uns aber dagegen entschieden. Auch unsere Kunden finden das gut. Lachs ist zu einem In-Produkt geworden und wird in Supermärkten unglaublich viel verkauft. Unser Lachs ist kein alltägliches Produkt, nichts, das man fürs wöchentliche Sonntagsfrühstück nimmt. Es soll und darf Luxus sein, etwas, das man sich nicht immer leistet.“ Preisdiskussionen gibt

© DIE BERATERINNEN

eco.life

„Ich esse unsere Produkte am liebsten so natürlich wie möglich. Sie sollen ihren Eigengeschmack behalten.“ CLAUDIA SCHRETTL

es selten bis nie, weil Qualität eben kostet. „Unsere Kunden sind bereit, für diese Qualität zu bezahlen, sonst wären sie auch nicht unsere Kunden.“ Lachse aus Wildfang sind viel muskulöser als ihre Käfig-Artgenossen. Sie leben die meiste Zeit im offenen Meer, ernähren sich von kleinen Fischen und Krebsen, die auch für die satte Fleischfarbe sorgen. „Daran erkennt man einen echten Lachs aus Wildfang“, erklärt Schrettl. „Ein Lachs aus Wildfang hat ein viel intensiveres Rot, die Zuchtlachse gehen eher in Richtung Orange und sind gänzlich anders mit Fett durchzogen. Für mich ist es zum Beispiel ganz schwierig, ein fremdes Lachsbrötchen zu essen, weil man echten, wild gewachsenen Lachs auf den ersten Blick erkennt.“ Vom Geschmack gar nicht zu reden. Gab es bei Alaska Wild Salmon & Seafood anfangs nur Räucherlachs, wurde das Sortiment zuerst um frischen Fisch erweitert und ist auf aktuell 14 Wildfang-Produkte angewachsen. Heilbutt, die Beine der roten Königskrabbe („keine andere Krabbe kommt im Geschmack an die Kings Crab heran“), Alaska Bay Shrimps, Jakobsmuscheln, Lachs-Kaviar. Vor fünf Jahren ist der Vater verstorben, das Unternehmen aufzugeben, war keine Option. Claudias Schwester lebt selbst in Alaska und hat den Part der Angelreisen übernom-

men, die Mutter den Versandhandel. „Mama ist mittlerweile über 70 und möchte sich langsam zurückziehen“, sagt Claudia Schrettl. Also ist sie ins Unternehmen eingestiegen. Das Erbe ist nicht einfach, es gibt viel zu beachten. Der direkte Kontakt mit Alaska ist aber auch ihr das Wichtigste: „Mein Neffe ist Buschpilot und kennt die Fischer vor Ort, die Räucherei ist immer noch jene, in die mein Vater seine ersten Fische gebracht hat. Solche Qualität zu bieten, geht nur über die entsprechenden Kontakte. Man muss sich auf seine Partner zu 100 Prozent verlassen und ihnen vertrauen können.“ Das gilt auch für den Versand. Die Kühlkette muss strengstens eingehalten werden, das braucht vor allem beim Zoll eine penible Vorbereitung. Frische Ware zu importieren, ist eine Gratwanderung, aber eine Herausforderung, die gemeistert werden kann. „Wir arbeiten gut mit GO! Express & Logistics zusammen, einem kleinen Logistikunternehmen aus Hall, das uns ein sehr verlässlicher Partner ist.“ Claudia Schrettl ist zwar mit Fische(r)n aufgewachsen, hat beruflich aber einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Alaska Wild Salmon & Seafood weiterzuführen war für sie jedoch selbstverständlich. „Ich bin davon überzeugt, wenn man sich mit einem Produkt beschäftigt, einem klar ist, wo es gelebt hat, wo es geschwommen ist, wie es verarbeitete wurde und welche Arbeit dahintersteckt, genießt man mit viel mehr Freude und Hingabe. Das sollen auch unsere Kunden weiterhin erleben können.“

ALASKA WILD SALMON & SEAFOOD

Tel.: 0512/360475 office@alaskawildsalmon.at www.alaskawildsalmon.at Die nächsten Liefertermine: 11./13./19. Dezember 2019 Bestellungen sind noch bis 5. Dezember 2019 möglich.


Bei Finanzierung ausgewählter Lagermodelle

4 Winterkompletträder gratis! 2

Dacia Duster Charisma ab

€ 116,– / Monat 1)

*

Die neuen Charisma Sondermodelle: Sportlich eleganter Auftritt mit Top-Ausstattung!

www.dacia.at

1) Freibleibendes Angebot von Dacia Finance (RCI Banque SA Niederlassung Österreich), gültig nur für Verbraucher bis auf Widerruf bei allen teilnehmenden Dacia Partnern. Berechnungsbeispiel: Duster Charisma Blue dCi 115 S&S, monatliche Rate: € 116,–, Kaufpreis inklusive Auslieferungspauschale € 19.806,–, Gesamtleasingbetrag € 13.724,–, Laufzeit 36 Monate, Kilometerleistung 10.000 km p.a., Anzahlung € 5.877,–, garantierter Restwert € 11.356,–, Bearbeitungsgebühr € 275,–, Vertragsgebühr € 101,–, fixer Sollzinssatz 3,99%, effektiver Jahreszins 5,02%, Gesamtbetrag € 21.691,–. 2) Aktion gratis Winterräder mit Stahlfelgen exkl. Radzierkappen bei Kauf eines lagernden Dacia Duster von 01.11.2019 – 30.11.2019. Gültig nur in Verbindung mit einer Finanzierung über Dacia Finance (RCI Banque SA Niederlassung Österreich). Keine Barablöse möglich. Gültig auf verfügbare Lagerfahrzeuge im Aktionszeitraum und solange der Vorrat reicht. *Bezieht sich auf den Dacia Duster Blue dCi 95 Essential. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto.

Gesamtverbrauch Dacia Duster 4,1–6,9 l/100 km, CO2-Emission 109–158 g/km, homologiert gemäß NEFZ und WLTP. Die WLTP Werte wurden zur Vergleichbarkeit auf NEFZ zurückgerechnet.

STANDORTE: INNSBRUCK NEU-RUM, Serlesstraße 1 Tel. 0512/261130-0, office@dosenberger.com LANDECK, Stampfle 173 Tel. 05442/64060-0, landeck@dosenberger.com OSTERMANN, Innsbruck, Fürstenweg 93a, Tel. 0512/281741 office@ostermannibk.com HOFER, Neustift, Kampl/Gewerbezone 10, Tel. 05226/2661

NEURAUTER, Stams-Mötz, Staudach 23, Tel. 05263/6410 SCHÖPF, Imst, Industriezone 54, Tel. 05412/64526 HANGL, Pfunds, Nr. 432, Tel. 05474/5273


eco.life

GLÜCKSZAHL

78

Frankreich ist bekannt für seine Esskultur und seine Gourmets, die vor wie hinter dem Herd gleichermaßen zu finden sind. Im „Le Treize“ in Seefeld kombiniert Spitzenkoch Armin Leitgeb französische Raffinesse mit Tiroler Tradition zu außergewöhnlicher alpine cuisine. TEXT: MARINA BERNARDI

Essen wie Gott in Frankreich – nur dass Gott in diesem Fall in Seefeld wohnt.


eco.life

D

ass 13 vielen als Glückszahl gilt, haben nicht nur die Casinos Austria erkannt. Dass das „Le Treize“ seinen Namen trägt, ist also nur folgerichtig, ist es doch im Casino Seefeld untergebracht. Und ein wahrer kulinarischer Glücksfall. Dass der Küchenchef und dreifache Familienvater Armin Leitgeb in seiner Laufbahn bei den Besten der Branche seine Skills und Philosophie entwickelt hat und diese Restaurants gemeinsam auf 13 Sterne kommen, mag indes Zufall sein. Ein schöner ist es allemal. Armin Leitgebs Kochbuch liest sich wie ein Who is who der Gourmetrestaurants: Restaurant Tantris in München, Auberge de L’Ill im elsässischen Illhaeusern, Jardin des Sens in Montpellier, French Laundry im Napa Valley, Raffles Hotels und Les Amis in Singapur. Und nun Seefeld. Mit seiner Alpine Cuisine hat Leitgeb viel vor. Die Speisekarte bietet eine Kombination aus traditionellen Tiroler Köstlichkeiten und besten französischen Gerichten – bodenständige Schmankerln modern und kreativ umgesetzt. Die Atmosphäre im 35-Plätze-Restaurant ist entspannt, die Samtbänke und -sessel heißen einen herzlich willkommen und die Tische haben einen angenehmen Abstand zum Nachbarn. Der Service ist zuvorkommend, aber unaufdringlich, professionell und bringt dennoch eine erfrischende Portion Humor mit an den Tisch. Während der Aperitif serviert und vor den Augen der Gäste eingeschenkt wird – ungewöhnlich, aber

vertrauensbildend –, zeigt ein Blick in die (hintergrundbeleuchtete!) Speisekarte, wohin der Abend kulinarisch führt. Die Karte ist bewusst modern-reduziert gehalten und enthält neben klassischen Gerichten spezielle Le Treize Signatures, die zeigen, wie anders selbst Küchenklassiker wie eine Minestrone daherkommen können, die hier „Le Treize Packt’l Suppe“ heißt und tatsächlich in einer hitzebeständigen Folie serviert wird. Die Auswahl ist übersichtlich, aber reichlich und bietet leicht geräucherten Aal und Foie Gras „Haeberlin“ ebenso wie eine sousvide gegarte Maishendlbrust, gegrillte Leutascher Lachsforelle oder ein Oktopus-Risotto. Lassen Sie dabei auch unbedingt noch ein bisschen Platz fürs Dessert. Die französische Küche, bekannt für ihre Qualität und ihre Vielseitigkeit, harmoniert perfekt mit der Philosophie des Le Treize. Die hohe Qualität der Grundprodukte, frisch und regional, sowie die Kreativität des Küchenteams verzaubern Gaumen und Augen. Zubereitet werden die Gerichte in der offenen Schauküche, in der ruhig und ohne Hektik gearbeitet wird. Jeder Teller ist kulinarische Handwerkskunst vom Feinsten, unaufgeregt und dennoch besonders und preislich fair.

BONJOUR

Das Le Treize bietet übrigens nicht nur abends entspanntes Fine Dining, sondern auch spannende Mittagsgerichte, die in der Qualität den Abendgängen um nichts nachstehen. Alpiner Bauernsalat, Bouchot-Mu-

79

LE TREIZE

im Casino Seefeld Bahnhofstraße 124 6100 Seefeld Tel.: 05212/2383 info@letreize.at www.letreize.at Öffnungszeiten: So. bis Do. von 11:30 bis 14:30 Uhr und 18 bis 22 Uhr Fr. und Sa. von 11:30 bis 22:30 Uhr Betriebsurlaub bis 13. Dezember!

scheln, Flammkuchen, Südtiroler Schlutzkrapfen, Kalbsrahmgulasch oder ein Bratl vom Jungschwein machen auch mittags Lust, etwas länger sitzen zu bleiben. Sollten Sie noch keine Lieblingszahl haben ... wir hätten da einen Vorschlag.


eco.life

RAUCHZEICHEN

Fast vier Jahre gibt es sie schon, die Smokerei in Wattens. Viele kommen wegen der Burger mit den schonend geräucherten Pattys hierher, vor allem Stammgäste wissen aber, dass es hier noch viel mehr gibt, was den Magen glücklich macht.

W

80

ir haben erfahren, dass der Standort hier frei wird, und uns gedacht, es ist einen Versuch wert“, erzählt Philipp Daxl von den Anfängen der Smokerei in Wattens, die er gemeinsam mit Irena Meladze aufgebaut hat und führt. Das ist nun fast vier Jahre her. Und weil es in Wattens noch keinen Burgerladen gab, hat man eben Burger gemacht. „Es sollte aber etwas Besonderes sein und die Idee des Smokers war geboren“, so Philipp. Praktischerweise ist er ursprünglich gelernter Schlosser und hat ihn deshalb kurzerhand selbst gebaut. Seitdem leistet er gute Dienste. Weil ein Smoker aber nicht nur Burgerpattys ganz toll räuchert, sondern auch Ripperln, allerhand anderes Fleisch und Fisch, haben Philipp und Irena ihr Angebot mittlerweile ordentlich erweitert. „Ich wollte mich in der Küche mehr einbringen und austoben“, erklärt Philipp und so gibt es immer wieder unterschiedliche Specials auf der Karte – regional, saisonal und frisch, eben was die Natur und der Metzger hergeben. Von Anfang an war die Metzgerei Strasser der Hauptlieferant der Smokerei und bringt feinste Stücke, die dann schonend im Holzrauch gezogen werden. Das passende Brot wird täglich frisch von der Traditionsbäckerei Knapp bezogen.

IMMER ANDERS

90 Prozent der Besucher der Smokerei sind Stammgäste, viele davon aus Innsbruck und außerhalb von Wattens. Das ist einerseits sehr schön, andererseits eine Herausforderung für die Küche. Bewährtes soll möglichst immer gleich schmecken, Neues immer wieder überraschen. „Wir haben Gäste,

die immer das gleiche Gericht bestellen und das gleiche Getränk dazu“, sagt Irena. „Ich weiß bei der Reservierung schon, was gegessen wird. Sie kommen genau deswegen hierher. Und dann gibt es Gäste, die möchten immer wieder etwas Neues probieren. Sie kommen meistens zu unseren Special-Abenden.“ Letztere sind immer samstags. Im Herbst gibt es traditionell viel Wild. Von seiner Rehvariation war Philipp selbst begeistert: Das Rehkarree am Knochen wurde in angerösteten, gehackten Kürbiskernen gewälzt, dazu gab’s eine Rotweinreduktion, gebratene rote Rüben mit Sesam, karamellisierte Kastanien und Bratkartoffeln. „Das war ein schönes Gericht“, schwärmt auch Irena. Philipp kocht, seit er 17 Jahre alt ist, mit Leidenschaft: „Ich koche immer noch sehr gerne – vor allem, wenn ich meine Specials machen kann. Ich bin gerne kreativ und mag es, wenn ich mich ausleben darf.“ Gekocht wird mit Gefühl, Instinkt und Erfahrung. „Ich bin absolut kein Rezeptkocher“, sagt er. Donnerstag ist außerdem Beef-Tatar-Abend, am Freitag steht Lamm auf der Karte. Es kommen auch Vegetarier, weil sie den Veggie Burger so gerne mögen, und viele Mädelsrunden, die gemütlich ihren Aperol oder Hugo trinken. Generell ist die Bar gut bestückt. Irena: „Männer kommen auch gerne mal auf ein Steak oder Pulled Beef und meistens kommen die Leute immer wieder, wenn sie einmal hier waren.“ Es kam auch schon vor, dass Gäste auf der Heimreise vom Urlaub ins Lokal gestolpert sind und beim nächsten Urlaub wiederkamen. Unterschiedliche Soßen und Extras, eine wechselnde Weinauswahl und verschiedene Tagesempfehlungen lassen keine Langeweile aufkommen. „Viele Gäste sitzen auch länger“, sagt Irena, und das ist das wohl größ-

te Kompliment, das man einem Gastgeber machen kann.

FESTE FEIERN

Für Feste jedweder Art werden auch gerne schöne Menüs zusammengestellt. Für Weihnachtsfeiern zum Beispiel. „Wir freuen uns, dass unsere Gäste spontan und flexibel sind und sich auch auf etwas Neues, Besonderes und Überraschendes einlassen“, sagt Irena. Es kommt vor, dass so mancher Gast, der mit der Smokerei immer noch einen klassischen Burgerladen verbindet, anfangs ein wenig skeptisch ist, wenn es um Gerichte geht, die eben kein Burger sind. „Aber wenn man sie hat, dann hat man sie“, sagt Philipp. „Wenn man sie überzeugt hat, kommen sie immer wieder.“ Auch zu Weihnachten und jeder anderen Feiergelegenheit.

DIE SMOKEREI

Irena Meladze & Philipp Daxl Swarovskistraße 1 6112 Wattens Tel.: 05224/54343 info@die-smokerei.at www.die-smokerei.at Öffnungszeiten: Di. bis Fr. von 11 bis 14 Uhr und 17:30 bis 23 Uhr Sa. von 17:30 bis 23 Uhr


eco.life

„Ich bin gerne kreativ und mag es, wenn ich mich ausleben darf. “ PHILIPP DAXL

81


ZILLERTAL BIER

DAS BESTE PILS Kürzlich wurde das Zillertal Pils vom Falstaff Magazin, Österreichs führender Zeitschrift zum Thema Trinkgenuss und Kulinarik, zum besten Pils gekürt. Eine tolle Auszeichnung für Tirols älteste Privatbrauerei, die bereits seit 1500 für feinste Tiroler Bierkultur steht.

Braumeister Peter Kaufmann und Geschäftsführer Martin Lechner überzeugen sich persönlich von der Qualität.

Bei Zillertal Bier kommen nur feinste österreichische Aromahopfensorten zum Einsatz.

82

I

m Rahmen der Bier Trophy 2019 wurden mehr als 260 Biere verkostet und bewertet. In der Kategorie Pils konnte das Zillertal Pils die Tester restlos überzeugen und erhielt mit beeindruckenden 96 Punkten die Höchstwertung in dieser Kategorie. Das ist eine Punkteanzahl, die in dieser Höhe nur äußerst selten vergeben wird und deshalb nochmal mehr ein Grund ist, stolz auf dieses Ergebnis sein zu können. „Unser Anspruch ist es, ein spürbar besseres Trinkerlebnis zu schaffen. Diese Auszeichnung zeigt, dass unsere intensiven Bemühungen, sortentypische Bierspezialitäten zu brauen, die sich aber durch einen eigenständigen Charakter und vor allem durch höchste Trinkfreude auszeichnen, gewürdigt werden“, freut sich Martin Lechner, Geschäftsführer von Zillertal Bier.

INNOVATIONEN AUS TIROLER GERSTE

Nicht nur in Sachen Pils zeigt sich Zillertal Bier innovativ. Die beiden Tyroler – Imperial

Zwickl und Imperial Hell – sind die ersten und einzigen Bierspezialitäten, die zu 100 Prozent aus der in Tirol angebauten Fisser Imperial Gerste gebraut werden. Deshalb tragen auch beide das Qualität-Tirol-Gütesiegel. Mit einer heimischen Gerstensorte zu brauen, war aber auch mit großem Engagement der Privatbrauerei verbunden: „Aus dieser Gerstensorte mit ihrem hohen Eiweißgehalt feine Bierspezialitäten zu brauen war nicht einfach. Dank unserer langen Erfahrung und einem eigenen Sudverfahren ist uns das aber gelungen. Zudem musste sichergestellt werden, dass ausreichend Fisser Imperial Gerste in Tirol angebaut wird“, berichtet Martin Lechner.

GELEBTE REGIONALITÄT

Seit 2013 forciert die Brauerei den Getreideanbau in Tirol deshalb tatkräftig und hat es so geschafft, dass diese alte Gerstensorte inzwischen wieder von mehr als 50 Bauern auf rund 70 Hektar angebaut wird. Die Bauern bekommen für den Anbau nach Bio-Richt-

linien (nicht biozertifiziert) den vierfachen Weltmarktpreis und Zillertal Bier eine einzigartige Zutat für echte Tiroler Bierspezialitäten. PR

ZILLERTAL BIER

war 1961 Österreichs erste Brauerei, die ein Pils gebraut hat. Heute ist dieser Biertyp auch die meistgetrunkene Sorte aus dem vielseitigen Sortiment von Tirols ältester Privatbrauerei. Das ist untypisch für eine österreichische Brauerei, da hierzulande rund 2⁄3 des konsumierten Biers auf die Sorte Märzen entfallen. www.zillertal-bier.at


Ã¥ftang:

Zwoa echte Tyroler.

l ck wi Z Hell &


GASTEIGER

Gasteiger bietet ganzheitliche Wohnkonzepte – die Küche mit ihren zahlreichen individuellen Details ist ein wesentlicher Teil davon.

84

Entgegen den mutigen Farbtönen früherer Jahre werden bei den Küchentrends 2020 eher ruhigere Töne angeschlagen. Weiche Sandtöne, ein sanftes Keramikgrau oder dezent grüngrau angehauchte Natursteine begleiten die dunklen Küchenräume und erzeugen damit ein harmonisches, in sich geschlossenes Bild.


GASTEIGER

DIE LIEBE ZUM DETAIL

I

n der Küche führt man bekanntlich die besten Gespräche. Und zaubert schmackhafte Köstlichkeiten. Die Küche ist heute aber nicht mehr einfach nur eine Kochstelle. Die Küche hat sich immer mehr zum zentralen Lebensraum des Hauses entwickelt, hier wird nicht nur gekocht, hier wird gelebt. Sie hat sich geöffnet, wird in den Wohnraum integriert – Küche und Wohnraum verschmelzen immer mehr ineinander. Das zeigt sich auch am Trend, dass vor allem im Premiumsegment Wohnraum und Küche harmonisch in gestalterischem Einklang ausgestattet werden. Die ganzheitliche Planung profiliert sich nicht nur in der neuen Küche, sondern bezieht Wände und Böden, die Gestaltung der Küchenumgebung sowie der Accessoires und Beleuchtung mit ein.

INDIVIDUELLER MATERIALMIX

Eine immer größere Auswahl an Materialien und Oberflächen lässt den individuellen Vorlieben viel Gestaltungsspielraum. Neben den Materialien Lack, Holz, Glas und Stahl hat sich Gasteiger-Design vor allem auch im Bereich Feinstein einen Namen gemacht und kombiniert das edle Material nicht nur als Boden- oder Wandelement, sondern bedeckt zum Beispiel eine Küche mit einzigartigen Feinsteinplatten oder setzt diese auch gekonnt und stilvoll als Waschtische in der Badarchitektur ein. „Unsere Kunden schätzen diesen einzigartigen Materialmix nach individuellen Vorlieben sehr“, sagt Matthias Gasteiger. „Damit kreieren wir unseren ganz eigenen und besonderen Stil.“ Diese Liebe zum Detail und die professionelle Fertigung lassen GasteigerDesigns zu Unikaten reifen, zu perfekt aufeinander abgestimmten, individuellen Wohnwelten.

RUNDUM - SORGLOS - PAKET

Sie zeigt sich vielleicht nicht immer auf den ersten Blick, dafür aber in jedem kleinen Moment. Die Liebe zum Detail und die persönlichen Designelemente machen Innenausstattungen von Gasteiger Design zu unverwechselbaren Wohnwelten. T E X T : D O R I S H E LW E G

Was auf den ersten Blick nach einem Versicherungsslogan klingt, ist für Bauträger und noch viel mehr für private Bauherren ein schlagendes Argument. Mit nur einem Ansprechpartner die gesamte Innenausstattung zu planen und nicht zu vielen verschiedenen Terminen extra anreisen zu müssen, spricht für sich. Aber nicht nur das, in der hochprofessionellen Planung wird vorerst der Lebensstil des Kunden definiert: Welche Wünsche

85


GASTEIGER

D I E S I E M AT I C-K Ü C H E N W E LT E N „Eine Küche muss nicht nur mit Schönheit überzeugen, sondern auch mit intelligenten und praktischen Lösungen“, ist Matthias Gasteiger überzeugt. „Erst im Gebrauch wird die Sorgfalt, Langlebigkeit und Kompetenz der SieMatic-Innenausstattungssysteme sichtbar.“ Der Anspruch des Familienunternehmens SieMatic ist es, Küchen zu entwickeln, die zum Vorbild werden. Nicht nur in Bezug auf die Vielfalt individueller Planungsmöglichkeiten, die Eleganz des Designs oder die Präzision der Verarbeitung hochwertiger Materialien, auch bei den „inneren Werten“ will SieMatic Maßstäbe setzen. Ob puristisch, klassisch oder urban – gutes Design denkt nicht an sich, sondern an die Menschen, die es nutzen. Deshalb bieten die drei Stilwelten von SieMatic international für jede Wohn- und Lebensweise das richtige Küchenkonzept. Schließlich wird eine SieMatic zum Teil der Familie – meist über Jahrzehnte hinweg.

SIEMATIC PURE

86

Die SieMatic-Stilwelt PURE eröffnet eine Fülle kreativer Möglichkeiten: Mit Raumkonzepten, bei denen die Funktionen der Küche perfekt und dezent in die Architektur integriert sind. Die elegante, minimalistische Formensprache der Möbelelemente bringt das zur Geltung, was wirklich zählt: die Werte der ausgewählten Materialien und ihre präzise Verarbeitung bis ins kleinste Detail.

Die Kostbar ist zentraler Treffpunkt des Unternehmens und Bistro gleichermaßen und ein Beispiel edler Tischlerkunst.

und Träume sollen in seinem Heim verwirklicht werden? Welcher Stil gefällt ihm, welche Lebensgewohnheiten werden gepflegt? All diesen Fragen wird in einer ersten Analyse nachgegangen, um schon in der Planung auf die individuellen Vorlieben des künftigen Bewohners einzugehen. Ist der Stil definiert, geht es an die Umsetzung, die Auswahl der Materialien, entsprechende Veredelungen oder Verfeinerungen, um verschiedene Bereiche ins richtige Licht zu rücken. Hier bedient sich Gasteiger-Design nicht nur der eigenen Kernkompetenzen in den Bereichen Badarchitektur, Fliese, Stein, Küchen und dekorative Beleuchtung, sondern auch professioneller Partner wie Tischler, Raumausstatter, Elektriker und Maler.

ZEITLOS STILVOLL

SIEMATIC URBAN

Die unkonventionelle, intuitiv wirkende Gegenüberstellung sorgfältig ausgewählter Objekte und thematischer Gegensätze macht die SieMatic-Stilwelt URBAN so vielseitig und einzigartig: aufregend und ruhig, fremd und vertraut, bescheiden und prunkvoll, Trödelfund und Designklassiker – es ist die individuelle Ästhetik, die von den Erfahrungen, Wertvorstellungen und Widersprüchen einer Persönlichkeit erzählt. Es ist die „solitäre“ Planung, durch die jeder Gegenstand eine Beziehung zu seinem Nachbarn eingeht.

SIEMATIC CLASSIC

Komponieren ist eine Kunst – auch beim Interior Design. Ganz in diesem Sinn entwickelt SieMatic in Zusammenarbeit mit namhaften internationalen Designern Raumplanungskonzepte für die Stilwelt CLASSIC, deren Optionen weit über die traditionelle Küchenplanung hinausgehen und breiten Interpretationsspielraum bieten. Sie erlauben, mit Stilen zu spielen und scheinbar gegensätzliche Gestaltungselemente zu einem harmonischen Ganzen zu komponieren. Zur Freude all derer, die die alten und die neuen Werte elegant verbinden wollen. Mit der Welt von SieMatic CLASSIC können Kunden den schönsten Einrichtungsstil für die Küche erkennen, nämlich ihren eigenen.

Nur renommierte Hersteller mit exklusiven Exemplaren finden den Weg in die anschaulichen Gasteiger-Ausstellungsräume. Schon beim Durchgehen spürt man das besondere Etwas, die ansprechenden Designs bestechen durch außergewöhnlichen Materialmix und liebevolle Details. Gasteiger-Designs ziehen sich vom Bad über die Küche bis in jedes Zimmer mit einer stilvollen Handschrift, die sich bis ins kleinste Detail fortsetzt. So auch bei den Küchen, die in ihren Korpuselementen von Siematic je nach Wünschen der Kunden mit hochwertigen Geräten von Gaggenau, Liebherr oder Miele ausgestattet und mit exquisiten Details verfeinert werden. So ziert die SieMatic-Küche im Gasteiger-Schauraum eine massive Küchenplatte aus bossiertem Kalkgestein, während die Küche der Kostbar ein edles Beispiel einer Tischlerküche mit Lavagestein zur Schau stellt. „Es gibt für jeden Anspruch eine Lösung“, so Matthias Gasteiger. „Besonders beliebt bei Familien sind derzeit Küchen, in denen auch Caterings problemlos abgewickelt werden können. Gastgeber und Gäste können dem geselligen Beisammensein frönen, während die Kinder sich anderweitig beschäftigen oder schlafen.“ Die Küche als Lebensraum gewinnt also immer mehr an Bedeutung. Und an Anspruch an ein hochwertiges Design.


eco.life

KÜCHENGEHEIMNISSE If you want breakfast in bed, sleep in the kitchen. Wenn sie gut geplant ist, warum nicht?!

Kochen wie die Profis ...

€ 84,90 statt € 109,90

DIE KÜCHE ZUM LEBEN

Kilian Strauss, DVA, 192 Seiten, EUR 41,20 Was ist die Küche heute? Welche Funktionen erfüllt sie, welchen Bedürfnissen soll sie gerecht werden, welche Möglichkeiten werden genutzt und wie werden sie zukünftig aussehen? Dieses Buch wirft einen Rundumblick auf das Thema Küche und beleuchtet es aus allen denkbaren Facetten. Es zeigt, warum das Kochen und die Küche mittlerweile leidenschaftlicher und individueller denn je gelebt und diskutiert werden. Expertenmeinungen, eine Fülle an Sachinfos über Materialien, Bauarten und Design, dazu ein historischer Exkurs, der zeigt, wie jung Küchen als fester Bestandteil in Wohnungen überhaupt sind, bis hin zu modernen Themen wie die grüne und die smarte Küche machen dieses Buch zum neuen Standardwerk.

87

KOCHBUCH OHNE REZEPTE / KÜCHENPRAXIS Ingrid Andreas, Verlag Anton Pustet, 256 Seiten, EUR 27,00 Eine Küche ist nicht nur zum Anschauen da – also meistens. Die Reihe „Kochbuch ohne Rezepte“ von Ingrid Andreas zeigt die Geheimnisse hinter den Rezepten: Also alles, worauf man achten muss und was in den Kochbüchern meist nicht zu finden ist. „Küchenpraxis“ ist der erste Band und fängt quasi wirklich bei null an – Tipps zu Küchengeräten und -zubehör inklusive. Damit Sie gleich wissen, was Sie in Ihren neuen Schränken unbedingt verstauen sollten.

G-100/AN Kochmesser 19cm

www.idee-exclusiv.com


Die Herstellung des PardellerPanettone erstreckt sich über Tage.

In der Pardeller Brotmanufaktur in Sterzing weiß man, wie guter Panettone sein muss und wie er gemacht wird.

TRADITIONELL ITALIENISCH Der herrlich fluffige Weihnachtskuchen aus Italien erfreut sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Das Herstellen eines originalen Panettone bedarf jedoch einer großen Portion Geduld und viel Gespür.

88

T E X T : D O R I S H E LW E G

W

enn sich die großen bunten Pappschachteln in den Läden stapeln, dann ist wieder Weihnachtszeit. Das beliebte italienische Weihnachtsgebäck in der Kuppelform besticht mit einem einzigartigen Geschmack und einer überaus lockeren Konsistenz, wenn er nach originalen Rezepturen hergestellt wird. Mit der Massenware hat der ursprüngliche Panettone nicht so viel gemeinsam. Seinen Ursprung hat der traditionelle Panettone in Norditalien, um genauer zu sein in Mailand. „Über seine Entstehung erzählt man sich die verschiedensten Geschichten und Theorien. Von der Geschichte zweier Verliebter, einem Konvent fleißiger Nonnen bis hin zur wohl bekanntesten Geschichte aus dem 8./9. Jahrhundert, der Geschichte des ‚Pane di Toni’“, erklärt Andreas Fleckinger, Geschäftsführer der Pardeller Brotmanufaktur in Sterzing. „Am Hofe von Ludovico il Moro (Ludwig dem Schwarzen) verbrannte der Küchenchef am Weihnachtsabend die gesamten Süßspeisen. Toni, ein bescheidener Küchenjunge, opferte seinen Hefeteig, den er beiseitegelegt hatte. Er fügte Eier, Zucker, Rosinen und kandierte Früchte hinzu und erlangte einen weichen, gut aufgegangenen

Teig. Als Anerkennung für seine Leistung gab Ludovico il Moro dem Brot den Namen il Pane di Toni , übersetzt das Brot von Toni, also Panettone. Der wirkliche Ursprung liegt höchstwahrscheinlich im mittelalterlichen Brauch, das Weihnachtsfest mit einem Brot zu feiern, das reichhaltiger ist als das alltägliche Brot. Bis 1395 hatten alle Mailänder Bäckereien die Erlaubnis, nur an Weihnachten das Weizenbrot zu backen.

LIEVITO MADRE

„Das Geheimnis eines originalen Panettone ist die ‚Lievito Madre‘, die Mutterhefe“, verrät Hansjörg Haag aus Landeck. „Der Panettone ist nämlich kein Hefeteig, sondern wird aus

einem Natursauerteig gefertigt.“ Die Kunst des Panettone-Backens hat ihm sein Vater weitergegeben. Hans Haag, ein passionierter Konditormeister aus einer alteingesessenen Bäckerfamilie, hat sich in Siena in Italien in die Geheimnisse des Panettone-Backens einweihen lassen und dieses Wissen an seinen Sohn weitergegeben.

VIEL GESPÜR

„Diese Madre muss man hegen und pflegen. Wir stellen die Lievito Madre aus Apfelsaft und Rauchmehl her und lassen sie dann zwei bis drei Tage gehen, bis sie sich verdreifacht hat“, so Haag. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt, bis sich der Teig innerhalb

„Das Geheimnis eines originalen Panettone ist die ‚Lievito Madre‘, die Mutterhefe.“ HANSJÖRG HAAG


WK KONDITOREN

TRADITIONELLER PANETTONE

Nach dem Backen werden die Panettone auf Spezialspießen verkehrt zum Trocknen aufgehängt.

von ein bis zwei Stunden verdreifacht, das kann insgesamt fünf bis sechs Tage dauern: „Zu diesem Natursauerteig, also der Lievito Madre, fügen wir am Abend Weizenmehl, Honig, Butter und Eier dazu und lassen ihn über Nacht liegen. In der Früh mischt man ihn weiter und gibt Sultaninen, Aranzini oder andere Zutaten hinzu. Wenn der Panettoneteig fein geknetet ist, muss er sechs Stunden rasten und ‚gehen‘, wird dann in Portionen à 500 Gramm in die Papiermanschette gefüllt und herausgebacken.“ Hansjörg Haag hat die Kunst des PanettoneBackens von seinem Vater gelernt.

Auch bei der Pardeller Brotmanufaktur achtet man auf Ursprünglichkeit. „Um ein wahrer Panettone zu sein, darf er nur aus Weizenmehl, Butter, Sultaninen, Eiern und kandierten Früchten hergestellt werden. Wir haben uns entschieden, nur den klassischen Panettone in der traditionellen Form herzustellen“, erklärt Fleckinger. „Die Herstellung unseres Pardeller-Panettone erstreckt sich über Tage. Die handwerkliche und teigschonende Verarbeitung und der Einsatz qualitativ hochwertiger Rohstoffe zeichnen unseren Panettone aus. Aus Weizenmehl, Wasser und Hefe wird der sogenannte Lievito Madre hergestellt. Dieser muss dann über einen längeren Zeitraum ruhen. Danach kommen die restlichen Zutaten wie Sterzinger Butter, Freilandeier, Sultaninen und eigens für uns zubereitete kandierte Früchte aus dem Piemont dazu. Nach einer weiteren Ruhephase werden mit den Händen Teigkugeln geformt und in die Panettone-Papierformen zum Backen gefüllt. Jetzt kommt das Besondere an der Herstellung: Nach dem Backen werden die Panettone auf Spezialspießen kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Danach ist er fertig zum Verpacken und Genießen.

HERZHAFT GENIESSEN

Panettone passt als Abschluss zu jedem weihnachtlichen Festmahl oder zur Einstimmung auf die besinnliche Zeit ... oder einfach als etwas Süßes für zwischendurch. „Er passt eigentlich immer in der Advent- und Weihnachtszeit. Zu Panettone wird traditionellerweise Spumante serviert. Gut dazu passt aber auch Tee, Punsch oder warmer Apfelsaft“, rät Andreas Fleckinger. PR

Bei jeder Italienreise kommen wir beim Verzehr von Spezialitäten jenseits des Brenners ins Schwärmen. Wir erfreuen uns am Angebot der vielen kleinen Lebensmittelbetriebe und der vielfach noch kleinstrukturierten Gastronomie. Der Genuss dieses breiten Angebotes, dieser regionalen Leckerbissen, macht jedoch an unserer Grenze nicht mehr Halt. Ein paar Zuckerbäcker der süßen Zunft machen sich diesen kulinarischen Weitblick zu eigen und stellen zu den verschiedenen Festtagen und Jahreszeiten Produkte nach ausländischen Rezepturen her, die den Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Zwei Konditoren, die wissen, wie solch Perfektes herzustellen geht und die diesem Anspruch im Backen des traditionellen italienischen Panettone gerecht werden, möchten wir Ihnen hier vorstellen. Aus deren Backstuben verliert sich in der vorweihnachtlichen Zeit der Duft von Vanille und südländischen Früchten, je nach Geschmacksintention, in der hereinbrechenden Winterstimmung von Tirol. Genießen Sie mit uns – durch diese Lektüre beflügelt – diese wunderbare Spezialität! Alfons Wachter Landesinnungsmeister Konditoren Tirol

89


eco.life

Kochregel Nummer eins: Man nehme ein Glas Wein und gebe es in den Koch. Dann ergibt sich alles andere von selbst. Und mit den richtigen Accessoires, Zutaten und Rezeptinspirationen sowieso.

TOLERANZ FÄNGT BEI LAKTOSE AN FIAT LUX

90

Weil beim Kochen und Essen nichts über das richtige Licht geht – Deckenleuchte Mito von Occhio in verschiedenen Varianten ab 799 Euro bei mg interior.

GINTLEMAN

Gin ist in, keine Frage. Immer mehr Hersteller drängen auf den Markt, nicht alle davon machen ihre Sache auch gut. Mit dem „Piz 47“ von Psenner machen Sie aber garantiert keinen Fehler, der ist wirklich top, weil betont wacholderlastig und damit so, wie ein Gin in seiner ursprünglichen Form sein soll. Schmeckt pur, lässt sich auch mit Tonic sehr gut trinken und macht vor allem in einem Negroni (Gin, Wermut, Campari) eine ausgesprochen gute Figur. Gesehen bei Hörtnagl um 46,60 Euro.

SCHON SCHÖN

smeg hat irgendwie den Draht raus und bringt den 50erJahre-Style so lässig daher wie kaum sonst eine Marke. Eine schöne Auswahl an verschiedenen Produkten gibt’s im Innsbrucker Virsalis. Mit dabei der coole Scheibentoaster um rund 150 Euro.

GEHT RUNTER WIE ÖL

Das kaltgepresste, hochwertige Olivenöl von Maruca schmeckt ganz wunderbar und ist von vorne bis hinten biologisch zertifiziert. Gibt’s in Carlo’s Ristolounge in Wattens in verschiedenen Größen ab 14 Euro.


eco.life

WILD THING

Die „Wild-Spirit“Kollektion von Taitu macht richtig Lust auf Abenteuer. Gesehen in verschiedenen Designs und Ausführungen vom Becher bis zum Teller bei Tyrolglas. Mit dabei ist unter anderem ein Tablett, 50 x 50 cm, um 198 Euro.

D A S A N T I-KO C H B U C H I N T U I T I V K O C H E N , N I K I S E G N I T, BERLIN VERLAG, EUR 40,00

Von Kochbüchern erwartet man nebst Rezepten in der Regel auch tolle Fotos. Meist kauft man sie sogar eher wegen letzterer. Niki Segnit macht das ganz anders. Auf stattlichen 720 Seiten Kochbuch findet sich nämlich nicht ein einziges Bild, dafür ganz viel Text mit nicht minder weniger Info und originell erzählten Anleitungen zum kreativen Kochen. Eben weil man nicht weiß, wie das Ergebnis aussehen soll, braucht’s reichlich kulinarische Intuition. Es ist ein gewöhnungsbedürftiges Konzept, aber durchaus nicht unspannend. Lesen muss man allerdings mögen.

BÄCKER TRIFFT BRAUER

Die Bäckerei Therese Mölk macht in Kooperation mit den Jungs von Bierol aus Schwoich aus Brot von gestern ihr „BAKER’s Bread Ale“, ein starkes Craft-Bier mit feiner, malziger Duftnote und fruchtigen Hopfenaromen. So viel Nachhaltigkeit gefällt uns. Erhältlich um 2,50 Euro pro Flasche in allen MPreis- und T&G-Filialen.

BURGER UNSER BURGER UNSER – LIMITED EDITION, C A L LW E Y V E R L A G , E U R 2 4 8 , 0 0

HAPPY NEW YEAR

SCHÜTZLING

Es gibt Küchenhandschuhe, die sind optisch so lala und es gibt diese Variante aus Leder von muubs. Auch in Braun um je 59 Euro bei mg interior in der alten Innsbrucker Weyrerfabrik.

Champagner schlürft man heuer nicht aus Flöten, sondern aus Bechern. Wir mögen die Serie „The Sparkling 4“ aus der Porzellanmanufaktur SIEGER by FÜRSTENBERG – gesehen bei Tyrolglas um je 129 Euro.

So lautet der Titel eines Buches aus dem Callwey-Verlag und einen besseren hätten wir auch nicht gefunden. Dieses Teil ist die absolute Burgerbibel. Richtig coole Burger, Fotos zum Niederknien und alles zusammen verpackt in ein lässiges Layout. So muss Buch! Dazu gibt’s fundiertes Wissen und einen Theorieteil samt Hintergrundinfos zu Fleischauswahl, Patty-Blends und Beilagen sowie mehr als 50 Soßen und Anleitungen, um Buns selbst zu backen. Erschienen ist das Buch erstmals 2016, in einer limited Edition kommt es richtig edel in einem Umschlag aus gegerbtem Nubukleder daher. Willkommen im 288 Seiten starken Burgerhimmel.

91


SPECHTENHAUSER

NATÜRLICH WOHNEN Die Tage werden kürzer, die Temperaturen frostiger und es ist wieder so weit: Der Winter steht vor der Tür.

I

n der kalten Jahreszeit genießen wir die eigenen vier Wände umso mehr. Um genau diese ins rechte Licht zu rücken, setzt das Möbelstudio Spechtenhauser ganz stark auf die Kombination von hochwertigen Markenherstellern und der individuellen Fertigung in den eigenen Werkstätten. Dieses Angebot schätzen die Kunden des Möbelstudios, damit ist der Familienbetrieb am Fürstenweg der perfekte Partner rund um das Thema Wohnen. „Wir spüren ganz stark das Verlangen nach hoher Qualität, nachhaltigen Lösungen und mehr Natürlichkeit“, ist sich David Seiwald, Leiter des Studios, sicher.

GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN

92

Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende zu. Zeit also, schon mal die Fühler auszustrecken, wohin die Reise beim Thema Wohnen gehen wird, was kommt, aber vor allem, was bleibt. In der Küche ist Weiß immer noch die mit Abstand beliebteste Frontfarbe. Doch seit einiger Zeit setzen Dunkelgrau und Schwarz rund um den Herd neue Töne und spannende Kontraste. Was dabei nicht

fehlen darf: Holz, Metall und schlichte Farbakzente. Keine Angst übrigens vor Flecken auf dunklen Küchen: Ölige oder mit Mehl bestäubte Finger hinterlassen auf den neuen Anti-Fingerprint-Oberflächen wie „FENIX“ keine großen Spuren. Mit ihrer samtig weichen und supermatten Beschichtung bleiben die Fronten selbst bei den ambitioniertesten Hobbyköchen schön sauber. Passend zu den dunklen Küchen im Industrial-Look dürfen offene Regale aus Stahl und Holz nicht fehlen. Auch die Gerätehersteller erweitern ihr Programm um sogenannte „All-Black“-Geräte, die sich perfekt in das dunkle Umfeld einfügen. Um ein noch reduzierteres Design zu schaffen, ist bei dem neuen BORA-Kochfeld „Pure“ zum Beispiel die Einströmdüse des Kochfeldabzugs nun in schlichtem Schwarz ausgeführt und flächenbündig im Glas eingelassen. All dies finden Sie im Möbelstudio Spechtenhauser. Holen Sie sich Inspiration und neue Ideen für Ihr Zuhause und schauen Sie auf einen Besuch am Fürstenweg in Innsbruck vorbei. PR

Die SpechtenhauserWerkstätten fertigen individuelle Küchen nach Maß.

Bitte zu Tisch: Auszugstisch von KF Furniture, Bank und Stühle von Tonon

Zum Reinkuscheln: Sofa „Moss“ von Arketipo


Markenmรถbel, MaรŸarbeit und Inneneinrichtung aus Innsbruck. Tel +43 (0)512 2202-500 www.spechtenhauser.com


94

FEEL FREE

Die Kombination aus Berggehen und Skifahren macht das Skitourengehen zu einer ganz besonderen, facettenreichen Sportart: die Stille am Berg im Winter, das sanfte Gleiten durch den Schnee, das Erreichen des Gipfels, die genussvolle Abfahrt – ein sinnenreiches Erlebnis, auf das man sich aber entsprechend vorbereiten sollte. TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER


tirol.im.winter

„Ewig und unantastbar ist das Antlitz der Berge. Über alle Zeiten hinweg, über alle kleinlichen Meinungsverschiedenheiten erhaben, sind sie ein Wahrzeichen all dessen, was wir als vollkommen bezeichnen können.“

© SIMONRAINER.COM

FRITZ KASPAREK, ÖSTERREICHISCHER ALPINIST (1910–1954)

D

as Gipfelglück des Winters liegt im Skitourengehen – eine Sportart, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, vereint sie doch wie kaum eine andere eine breite Vielfalt an Möglichkeiten. Doch der Sport birgt auch Risiken, wie alles, was am Berg stattfindet. Ein Fehler kann fatale Auswirkungen haben – für das eigene Leben und für das anderer. Umso wichtiger sind ein solides Grundwissen, eine gute Ausrüstung und eine sorgfältige Vorbereitung. „Immer mehr Menschen treibt es in Richtung Variantenfahren an den Rand der Skigebiete und darüber hinaus“, sagt Stephan Görgl von Goergl Intense. In seinen geführten Touren begibt er sich mit maximal acht Personen für einen oder mehrere Tage ins Gelände, „idealerweise so, dass wir dabei alle Infrastrukturen wie Aufstiegshilfen vor Ort nutzen uns dann abseits der Pisten bewegen“. Grundvoraussetzung, um auf Tour zu gehen, ist für Stephan Görgl eine vollständige Ausrüstung: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Schaufel, Sonde und Lawinen-Airbag sind Standard. „Gerade der Airbag wird fälschlicherweise als Sicherheitstool wahrgenommen, aufgrund dessen man gewisse Risiken eingehen könne – und das ist falsch. Der Airbag ist der letzte Faden, an das man sich und sein Leben knüpfen kann. Kommt man in die Situation, dass man ihn ziehen muss, hat man an diesem Tag alles falsch gemacht. Diesen Gedanken gebe ich auch weiter.“ Das Thema Sicherheit am Berg ist ein essentielles für Stephan Görgl und seine Touren sind dementsprechend aufgebaut. Doch nur weil man die Ausrüstung hat, ist man noch lange nicht sicher. Zum einen geht es darum, dass man mit ihr umzugehen weiß, zum anderen – und das ist wesentlich –, dass man sie gar nicht erst einsetzen muss. „Man muss die Zeichen, die einem die Natur gibt, wahrnehmen und richtig einschätzen“, so Görgl. Vor einer Tour ist der tagesaktuelle Lawinenlagebericht Pflichtlektüre, „außerdem sollte man die vergangenen Schneefälle im Kopf haben und wissen, wie der Schneeaufbau grundsätzlich gestaltet ist.

MUSTER ERKENNEN

Zehn entscheidende Gefahrenmuster haben die Tiroler Rudi Mair und Patrick Nairz in ihrem Buch „lawine.“ definiert. „Es ist kein Zufall, dass Lawinenunfälle zu ähnlichen Zeiten an ähnlichen Orten passieren. Vielmehr lässt sich dahinter bei genauer Analyse ein System erkennen, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Schnee- und Lawinenkunde zieht“, schreiben die Autoren. „Jeden Winter aufs Neue stehen wir vor Schneelöchern, in denen kurz zuvor Menschen ihr Leben verloren haben. Diese Situationen stimmen immer wieder nachdenklich, noch viel mehr, wenn man erkennt, dass Menschen immer wieder in dieselben Fallen tappen.“ Auf Basis dieser wiederkehrenden und sich ähnelnden Vorfälle erstellte das Führungsduo des Tiroler Lawinenwarndiensts ein System, dem zehn Muster zugrunde liegen, die etwa 95 Prozent der während einer Wintersaison auftretenden Probleme abdecken. Von den europäischen Lawinenwarndiensten wurden zudem fünf Lawinenprobleme definiert. Jedem dieser Probleme können Muster zugewiesen werden: „Die Muster gehen mehr ins Detail und erklären die Vorgänge, die zu den Problemen führen. Während Lawinenprobleme einen ersten groben Überblick über mögliche Gefahrenquellen geben, wird bei den Gefahrenmustern auch nach den Ursachen des Problems gesucht.“

LAWINE.

Rudi Mair und Patrick Nairz, Tyrolia Verlag, 228 Seiten, EUR 29,95 Das Praxishandbuch, um die entscheidenden Probleme und Gefahrenmuster zu erkennen. Das Standardwerk zur Schneeund Lawinenkunde.

95


eco.life

ALPINE URBAN ADVENTURE MIT STEPHAN GÖRGL EIN BESONDERES HIGHLIGHT IN STEPHAN GÖRGLS PROGRAMM I S T D I E E I N TÄ G I G E K A R W E N D E LT O U R

Skigebiet Nordkette, Auffahrt mit Nordkettenbahn bis Hafelekar H Ö C H S T E R P U N K T : Hafelekarspitze, 2.334 m D I S TA N Z : 13 km A U F S T I E G : 650 Hm A B F A H R T : 2.000 Hm D A U E R : ca. 6 Stunden S C H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 3 von 5 S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 3 von 5 E I N K E H R : Arzler Alm, Gasthaus Alpina

• A U S G A N G S P U N K T : • • •

96

M

KARWENDEL

• • • •

it der Bahn geht es hinauf zur Seegrube. Dort gibt es eine kurze Testabfahrt, um die Homogenität der Gruppe zu testen und gegebenenfalls Anpassungen am Tagesplan vornehmen zu können. Dann geht es mit der Bahn hinauf zum Hafelekar, von hier aus auf die nahe Hafelekarspitze, wo nicht nur der erste Gipfel des Tages genossen wird, sondern auch ein unglaublicher Ausblick. „Von dort aus gibt es mehrere Varianten: Entweder fährt man hier gleich in eine steile Rinne ein oder man tastet sich ein Stück des Goethewegs vor und fährt dann nordseitig ab. Und dort offenbart sich eine neue Welt.“ Es ist die Welt des wilden Karwendels: Während im Rücken die Stadt liegt und man weit in die darum liegenden Täler blicken kann, breitet sich vor einem eine majestätisch-schroffe und doch unglaublich anmutig hochalpine Gebirgswelt aus. Über eine etwa zehn Meter lange, steile Rinne geht es hinunter und hinein in ein atemberaubend schönes Skigelände.

Das nächste Ziel ist die Einsattelung von Mandlscharte und Arzler Scharte. Steil geht es hinauf auf die Mandlscharte, und hier ist Spitzkehrentechnik gefragt. In etwa 20 Spitzkehren sind bis zur Scharte zu bewältigen. Oben dann der Lohn: Über eine wunderschöne breite Rinne geht es südostseitig ausgerichtet zurück zur Hungerburg. Die Grundroute dieses alpine-urban Ride, wie Görgl ihn nennt, kann weit ausgedehnt werden. „Man bewegt sich hinten im Karwendel quasi im Niemandsland. Über Stunden kann man sich hier durchs Gelände bewegen – aufsteigen, wieder abfahren, man cruist dahin.“ Von der Pfeis kann man beispielsweise über das Stempeljoch bis ins Halltal abfahren. Wichtig für die Karwendeltour ist allerdings: Man braucht ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit. www.goergl-intense.com


tirol.im.winter

Die Großwetterlage sowie die lokale Situation gehören ebenso dazu. Es ist ein Netz an Sicherheitsmaßnahmen, auf Basis deren man Entscheidungen trifft und seine Touren plant.“ Dazu gehört einiges an Wissen, und genau das schreckt einerseits viele ab, andere wiederum nehmen all das auf die leichte Schulter und gehen damit Risiken ein, die nicht kalkulierbar sind. Ein spezielles Thema ist beispielsweise die Spurenanalyse im freien Gelände: Wer einfach der Spur eines Vorgängers folgt, die sich einen Hang hinaufzieht oder hinunterschlängelt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, inwieweit diese sinnvoll angelegt ist oder ob der Vorgänger vielleicht ebenso wenig Ahnung hatte wie man selbst, der geht unter Umständen ein enormes Risiko ein. Schnee ist sehr wankelmütig. Dafür kann er nichts, denn er passt sich einfach nur seiner Umgebung an. Für jeden, der im Schnee unterwegs ist, ist das Wissen um diese Tatsache aber lebensentscheidend. Die Schneedecke ist sehr umwandlungsfreudig, denn Schnee verändert sich von der ersten Minute, in der er auf den Boden fällt und liegen bleibt. Wie schnell und massiv

diese Umwandlung passiert, ist von Temperatur, Dichte des Schnees und Gewicht der darüberliegenden Schneeschichten abhängig. Es ist also einiges an Wissen nötig, um beurteilen zu können, wie stabil eine Schneedecke ist und ob sie der Belastung durch Tourengeher – aufsteigende wie abfahrende – standhalten wird. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zeit, denn gerade gegen Ende des Winters wird es im Laufe des Tages immer wärmer, und das wirkt sich wiederum auf die Stabilität von Hängen aus, die mit fortschreitendem Tagesverlauf vermehrt Sonne abbekommen. „Das muss in jede Tourenplanung miteinfließen. Es gibt Gebiete, wo der Rückweg heikel wird, weil die Sonneneinstrahlung auf einen Hang zu stark wird. Fährt man nordseitig in ein lässiges Gebiet ab und muss dann ostoder südseitig wieder zurück, kann das riskant werden. Gerade wenn man wie ich mit einer Gruppe unterwegs ist, wo es immer wieder mal zu Verzögerungen kommen und man seinen Tageszeitplan nicht einhalten kann, muss man im Vorfeld bereits Exitstrategien geplant haben. Man muss wissen: Wie kann man die Tour abkürzen, wo kann man

frühzeitig aussteigen und riskante Hänge umgehen.“ Selbstverständlich ist eine stabile Skitechnik Grundvoraussetzung für den Gang ins freie Gelände. Doch nicht nur in Sachen Abfahrt braucht es Know-how. „Eine gute Aufstiegstechnik und dabei insbesondere die Spitzkehrentechnik sind für die meisten Touren ein Muss. Merke ich allerdings, dass eine Gruppe dabei nicht sattelfest ist, üben wir manches auch im Rahmen der Tour.“ Die Selbsteinschätzung stimmt nicht immer mit den tatsächlichen Anforderungen überein. Deshalb wirft Görgl zu Beginn einer Tour gerne einen Blick auf das Können seiner Begleiter. „Meine Touren, die im Optimalfall über zwei oder mehrere Tage gehen, folgen einem dramaturgischen Aufbau. An Tag eins geht es um Skitechnik, auch um Sicherheitsmaßnahmen, etwa den Umgang mit dem LVS-Gerät oder das Beurteilen von Geländesituationen. Tags darauf geht es dann auf Tour.“ Mit Sicherheit unterwegs zu sein, bedeutet auch Genuss. Und darum geht es im freien Gelände. Nur mit einem guten Maß an Sicherheit kann man auch unbeschwert genießen.

Ein Hoch auf den Kühtai-Start Das höchste der Gefühle. Ab 2.020 Meter spürst du den richtigen Schnee. Gratis Parkplätze – vom Auto auf die Piste.

www.lifte.at

97


JAMES

LANGLAUF TESTIVAL NIEDERTHAI 26.12.2019 | 26.01. | 27.02. | 19.03.2020 oetztal.com/events

LANGLAUF TESTIVAL LÄNGENFELD 19.01.2020

BOND

SNOW BBQ SKIREGION HOCHOETZ 27.03. – 29.03.2020

E


© Bergbahnen Sölden – C. Nösig

ERLEBNISWELT

ELECTRIC MOUNTAIN FESTIVAL SÖLDEN 02.04. – 03.04.2020

OPEN FACES 4**** FREERIDE CONTEST GURGL 04.04.2020

AUDI NINES SÖLDEN & GURGL 13.04. – 18.04.2020


tirol.im.winter

ISCHGL

SKIHOCHTOUR WILDSPITZRUNDE MIT ASTRID GEIGER EINE WUNDERSCHÖNE SKIHOCHTOUR AUF DEN HÖCHSTEN GIPFEL TIROLS M I T E I N E M V E R G L E I C H Z W E I E R W E LT E N – SKITOURISMUS UND RUHIGE BERGU N D G L E T S C H E R W E LT

FLIESSER STIERALPE MIT PAT R I K WA LT E R , S I LV R E T TA G U I D E S

Skigebiet Pitztaler Gletscher • H Ö C H S T E R P U N K T : Wildspitze, 3.770 m • D I S TA N Z : 20 km • A U F S T I E G : 700 Hm und 5 km • A B F A H R T : 2.800 Hm • R E I N E G E H Z E I T : ca. 3 Stunden • G E S A M T D A U E R D E R T O U R : ca. 8 Stunden • S C H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 4 von 5 • S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 4 von 5 • A U S G A N G S P U N K T :

• H Ö C H S T E R P U N K T : • A U F S T I E G :

Vom Mittelbergjoch am Pitztaler Gletscher zur Wildspitze, über das Mitterkarjoch nach Vent im Ötztal. Zurück über das Rettenbachjoch am Rettenbachgletscher im Ötztal zum Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahn. Start ist bei der Pitztaler Gletscherbahn in Mandarfen im Pitztal (1.740 m), mit Hilfe der Liftanlagen geht es bis zur Bergstation der Mittelbergbahn (3.273 m). Von hier aus kurz abwärts über das Mittelbergjoch zum Anseil-/Auffellplatz am Taschachferner (ca. 3.100 m), wo die Tour startet. Über den Taschachferner geht es Richtung Südwesten, zuerst flach, dann immer steiler hinauf Richtung Hinterer Brochkogel. In einer Schleife wieder flacher vorbei am Mitterkarjoch, um dann den letzten steileren Hang vor dem Skidepot am Westgrat der Wildspitze in Angriff zu nehmen. Am „Frühstücksplatzl“ bleiben die Ski, zu Fuß wird der zweithöchste Gipfel Österreichs (3.770 m) erklommen. Wieder unten werden die Ski angeschnallt, und es geht den ersten Hang hinunter. Am Mitterkarjoch geht es über eine schmale Passage Richtung Vent. Vorbei an der Breslauer Hütte genießt man die kupierte Abfahrt. In Vent geht es mit dem Bus nach Sölden. Durch das Skigebiet bis zum Rettenbachferner und dessen Joch hinauf dient wieder die Bergbahn, und vom Rettenbachjoch hinab über die Braunschweiger Hütte gelangt man wieder zum Parkplatz der Gletscherbahn im Pitztal. www.snowpassion.at

PITZTAL

Idalp in Ischgl 2.680 m

11 km 200 Hm in 2 Aufstiegen • A B F A H R T : 1.350 Hm • D A U E R : 3,5 bis 4 Stunden • S C H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 2 von 5 • S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 3 von 5 • D I S TA N Z :

© ANNE KAISER PHOTOGRAPHY

100

• A U S G A N G S P U N K T :

Man startet auf der Idalp in Ischgl. Von dort aus nimmt man die Flimjochbahn und fährt auf der Piste zur Alp Trida (Samnaun). Weiter geht es mit der Visnitzbahn auf den Berg und noch einmal hinunter zur Grivaleabahn. Beim Ausstieg auf der rechten Seite halten. Fell auf die Ski und los geht’s mit dem Start auf 2.657 Meter. Es folgt ein kurzer, gemütlicher Anstieg (20 Min.) schräg über den Hang (2.680 m). Hier sollte man die Felle benutzen, auch wenn es schon Stapfspuren gibt, da es als Ausrüstungskontrolle dient. Dann kommt auch schon die erste wunderschöne Abfahrt – ein ungefähr 30 Grad steiler und 400 Meter langer Osthang. Am flachen Boden angelangt, fellt man die Ski zum zweiten Mal auf und es folgt ein weiterer Aufstieg (ca. 45 Minuten). Auf die steilen Hänge zur Linken achten und Abstand halten.

Ohne dass Spitzkehren notwendig wären, gelangt man auf den Rücken neben dem Matthäuskopf auf 2.650 Meter, der perfekte Pausenplatz, bevor es an die paradiesische Abfahrt Richtung Fließer Stieralphütte geht. Hier darf man sich total sicher fühlen. Die Landschaft ist ein wenig hügelig und nie zu steil. Vor allem auch für nicht so gute Skifahrer ein Traum. Kurz vor der Alpe hält man sich rechts und fährt das Zanderstal hinaus. Bei der Tourenplanung nie den Lawinenbericht außer Acht lassen, die Fahrt durch das Tal ist wohl der risikoreichste Abschnitt der ganzen Tour. Vor allem im Frühjahr ist mit Nassschneelawinen zu rechnen. Ein bisschen abenteuerlich wird es noch am Ende, da ganz knapp neben dem Bach gefahren wird und es schon vorgekommen ist, dass jemand ins Wasser gestürzt ist. Also die Badehose nicht vergessen! Dann ist die Spisser Mühle erreicht und damit die Grenze zwischen der Schweiz und Österreich. Dort angekommen, geht man entweder 50 Meter zur nächsten Bushaltestelle oder fährt mit dem Taxi zu den Samnauner Bergbahnen, von wo aus man wieder in das Skigebiet Ischgl-Samnaun gelangt. www.ischgl-ski-schule.at


tirol.im.winter

ST. ANTON

D A S M A L F O N TA L M I T S T E FA N H ÄU S L „ D I E S I S T E I N E M E I N E R L I E B L I N G S A B FA H R T E N AM WUNDERSCHÖNEN ARLBERG. DAS BESONDERE F L A I R , D A S M A N B E I M E I N F A H R E N I N S M A L F O N TA L V E R S P Ü R T, H A T E T W A S K A N A D I S C H E S F Ü R M I C H “, F I N D E T S T E P H A N G Ö R G L .

St. Anton (1.286 m) Riffelbahn 2, Bergstation, 2.640 m A U F S T I E G : 150 Hm A B F A H R T : 1.566 Hm (beide Abfahrten gemeinsam) A B F A H R T S L Ä N G E G E S A M T : ca. 8–9 km D A U E R : 3 Stunden S C H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 2 von 5 S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 3 von 5

• A U S G A N G S P U N K T :

• HÖCHSTER PUNKT: • • • • • •

101

Eine der östlichsten Varianten, die man mit kurzem Aufstieg vom Liftsystem der Bergbahnen erreichen kann. Man fährt in ein naturbelassenes Tal ab, eine wunderschöne, raue Landschaft ohne Straßen oder Häuser, nur unberührte Natur. Wer genau schaut, kann die Bergstation der Bergbahnen Kappl am gegenüberliegenden Grat erkennen.

Am besten man startet früh, der obere Teil der Abfahrt ist nach Osten ausgerichtet, das bedeutet Morgensonne. Das ist speziell im Frühling wichtig, wenn man die Hänge im Firn hinabgleiten will. Man fährt mit der Rendlbahn auf, dann gleich weiter mit Riffel 1 und Riffel 2 bis zur Bergstation. Von dort erhält man einen etwas furchteinflößenden Blick ins Hintere Rendl. Ab hier begibt man sich in den freien Skiraum. Es braucht stabile Verhältnisse, um in diesen Kessel einzufahren. Es geht ca. 250 Höhenmeter nach unten, dann biegt man nach rechts unter die Felsen Richtung Osten ab. Man erreicht eine Ebene, bei der man die Felle aufzieht oder die Ski am Rucksack montiert – der 40-minütige Hike ist mittlerweile am besten mit Fellen zu bewältigen. Achtung: Hier die Hänge oberhalb der Aufstiegsspur beachten. Richtung Osten geht es rauf auf die „Rendlscharte“. Oben angekommen, genießt man eine kurze Pause und dann gehts ab nach Pettneu. Den Aufstieg und die Abfahrt sollte man sich vorher auf der Karte gut anschauen.

Die Abfahrt weiter im Talschluss wird flacher und dadurch sicherer. Nicht zu unterschätzen ist die Fahrt aus dem Tal, sie kann bis zu einer Stunde dauern. Im Frühling können dort riesige Nasschneelawinen den Weg versperren. Eine Abfahrt ins Malfontal am Nachmittag kann man nur im Hochwinter empfehlen.

Am Ende einfach dem Forstweg folgen und man kommt zu den ersten Häusern von Pettneu am Arlberg. Zu Fuß geht es weiter zum Aktivzentrum Pettneu (Schwimmbad), von dort gehen Busse nach St. Anton und Taxis kommen auch gern zu Hilfe. Im normalen Tempo hat man die Runde in einem halben Tag geschafft. www.stefanhausl.com


INNSBRUCK ALPINE URBAN ZILLERTAL OFFLINE ARLBERG FREERIDE PLUS DACHSTEIN ADVENTURE ZERMATT UNPLUGGED LIVIGNO HELISKI SÖLDEN RACECAMP

PUR / INTENSIV / MIT ALLEN SINNEN

WWW.GOERGL-INTENSE.COM

simonrainer.com

COLLECT YOUR INT E NSE MOMENTS


tirol.im.winter

„SKITOURENKLASSIKER“ A L S F R E E T O U R I N G-VA R I A N T E : M A I E R R I N N E MIT CHRISTIAN EBERHERR T I E F E R P U LV E R Ü B E R D E N D Ä C H E R N V O N I N N S B R U C K : AUS DER AXAMER LIZUM MIT DEM LIFT ZUM BIRGITZKÖPFELHAUS. VON DORT AUS, JE NACH S C H N E E V E R H Ä LT N I S S E N E N T W E D E R D U R C H D I E MAIERRINNE ODER IM BEREICH DES SOMMERWEGES ÜBER D E N S Ü D O S T G R AT A U F D I E N O C K S P I T Z E .

Parkplatz Axamer Lizum 3,6 km • A U F S T I E G : 370 Hm • A B F A H R T : 840 Hm • D A U E R : 1:30 Stunden • SC H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 3 von 5 • S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 3 von 5 • A U S G A N G S P U N K T : • D I S TA N Z :

AXAMER LIZUM

Vom Parkplatz der Axamer Lizum geht es mit dem Birgitzköpfllift zur Bergstation und zum Birgitzköpflhaus. Hier wird aufgefellt. Nach einer kurzen Abfahrt Richtung Osten in die Nordflanke queren und in Kürze in die Rinne einsteigen. In unzähligen Spitzkehren, zuerst breiter, nach oben hin immer schmäler werdend, geht es immer steil hinauf, bis man den Ausstieg erreicht. Hier ist Vorsicht geboten, da der Ausstieg meist glatt und abgeblasen ist. Aus dem Schatten in die Sonne geht man auf dem Grat sofort nach links und folgt dem Gratrücken in nordöstlicher Richtung. Kurz auf der „Stubaier Seite“ gelangt man schon bald in eine schöne Mulde und folgt dieser hinauf. Das Gipfelkreuz bereits in Sichtweite erreicht man in Kürze das weitläufige Gipfelplateau. Je nach Schnee- und Lawinenlage kann man auch den Aufstieg über die Südseite, durch die Lawinengalerien im Bereich des Sommerweges, gehen. Eine etwas längere, jedoch spitzkehrentechnisch leichtere Variante. (Achtung! Sowohl die Variante durch die Maierrinne als auch die Variante entlang des Sommerweges erfordert eine gute Skitourentechnik und ein gewisses Maß an alpiner Erfahrung und ist deshalb nicht für Anfänger geeignet.) Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute bis zur Einfahrt in die Maierrinne. Über diese hinab zum Birgitzköpflhaus und von dort über die Skiroute (schwarze Piste) hinunter in die Axamer Lizum.  www.freeride-division.com

103


tirol.im.winter

© MARKUS SCHMUCK

KITZBÜHEL

Freerider Markus Dagn führt als einer der Alpine Experts durch die Berge.

FREERIDETOUR BICHLALM MIT ALPIN EXPERTS VOM STUCKKOGEL ÜBER DEN BRUNNERKOGEL NACH OBERAURACH: SCHÖNE FREERIDETOUR ÜBER FREIE WIESEN U N D D U R C H S C H Ü T T E R E N WA L D .

Kostenfreier Parkplatz der Talstation Bichlalm • H Ö C H S T E R P U N K T : Stuckkogel, 1.888 m • D I S TA N Z : 7 km • A B F A H R T : 1.000 Hm • D A U E R : 2 Stunden • S C H W I E R I G K E I T A U F S T I E G : 2 von 5 • S C H W I E R I G K E I T A B F A H R T : 2 von 5 • A U S G A N G S P U N K T :

104

Anfahrt aus dem Westen über Wörgl Ost oder Kufstein Süd Richtung St. Johann in Tirol und vorher rechts nach Kitzbühel, aus dem Osten über Lofer und aus dem Süden von Mittersill über den Pass Thurn. 500 Meter südlich des letzten Kreisverkehrs von Kitzbühel geht es links (ostwärts) durch die Badhaussiedlung bis zum großen Parkplatz der Bichlalmbahn.

Vom Parkplatz aus geht’s zur Bichlalmbahn (wenn man will, auch eine schöne Skitour) und zum Aufstieg bis zur Bichlalmhütte mit großartigem Ausblick. Die Hütte wurde mittlerweile zum Hotel umgebaut, eine Einkehr auf der Bichlalm ist jedenfalls empfehlenswert. Von der Bichlalmhütte geht es mit der Schneekatze bis fast auf den Gipfel, in zehn Minuten ist man am Stuckkogel auf 1.888 Metern.

Abfahrt: Vom Stuckkogel Richtung Gebra im Süden auf ziemlich flachem Boden über den Grat zum Brunnerkogel auf 1.749 Meter. Richtung Südwest über wunderschöne Hänge zur Hochalm, dann die Wiesen entlang zur Brunner-Niederalm auf 1.349 Metern, von dort über schöne Wiesen Richtung Kirche von Oberaurach. Man muss jedoch zweimal die Straße queren. Im letzten Abschnitt geht es zwischen den Häusern bis zur Straße zum Hallerwirt (gutes Gasthaus) und mit dem Taxi oder Bus zurück zur Bichlalm. www.alpin-experts.com


tirol.im.winter

ZILLERTAL F R E E R I D E T R I P I M Z I L L E R TA L M I T S T E FA N W I E R E R • A U S G A N G S P U N K T : • HÖCHSTER PUNKT:

1,5 km 460 m 30 Min.

• D I S TA N Z :

• STRECKE: • DAUER:

Albergo (2.320 m) 2.400 m

• SCHWIERIGKEIT AUFSTIEG: • S C H W I E R I G K E I T A B FA H R T:

3 von 5 3 von 5

Hinter der Bergstation Wimbachexpress vorbei zum Einstieg des Alpinsteigs, ein versicherter Höhenweg, der für alpin ambitionierte Fußgänger geschaffen wurde und im Winter den Weg zu den Freeride-Einfahrten erleichtert. Nach kurzem Anstieg stehen wir am höchsten Punkt des Verbindungsrückens vom Albergo über den Wimbachkopf zur Wedelhütte. 35° geneigtes Gelände erfordert eine grundsolide Freeride-Technik und höchste Disziplin in der Gruppe. Es wird alles nochmals durchgesprochen: Sammelpunkt, Fahrverhalten, Handeln im Notfall. Unsere erste Line ist bewusst von der Neigung her etwas passiv gewählt und doch, nach dem ersten Schwung ist das sichere Gefühl da, richtig entschieden und eine gut aufgebaute Schneedecke unter den Füßen zu haben. Die breiten Freeride-Ski garantieren Fahrspaß bei besten Schneebedingungen. Es ist so, wie man es sich vorstellt, und kann doch nicht beschrieben werden. Der Sammelpunkt ist erreicht, die Rider kommen diszipliniert nach. Es folgen Hänge um Hänge im endlosen Rausch der weißen Materie, bis zu unserem Espresso an der Kashütte.  www.zillertaler-bergfuehrer.at

105


tirol.im.winter

SCHNEEGESTÖBER Es gibt Menschen, die bleiben im Winter lieber im kuschelig Warmen. Und es gibt uns: Wir gehen gern raus!

SCHÄDLINGS BEKÄMPFUNG

106

Mit der „Cellular Sun Shield SPF50+“ von QMS Medicosmetics erhält die Haut schon während des Aufenthalts in der Sonne wirksame Hilfe gegen schädliche UV-Strahlung. 79 Euro im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck.

PERFEKT GESCHLIFFEN

Scharfe Kanten sorgen für mehr Spaß (und Sicherheit) auf der Piste. Kantentuning-Set „All in One“ von Tyrolit um 199,90 Euro.

KURZ UND GUT

FEIN WARM

Weil im Winter die Hände gern mal kalt sind, hat Zanier seinen Handschuh „HEAT.STX“ mit textilen Heizelementen ausgestattet. Die nur 60 Gramm leichten Akkus wärmen auf drei verschiedenen Stufen bis zu zehn Stunden. 299,99 Euro.

Die traditionellen Firngleiter – besser bekannt als Figl – gibt’s von Kohla traditionell mit Schnürbindung oder komfortabler Kipphebelbindung. Wie auch immer Sie Ihre Füße dran befestigen: Für Action ist gesorgt. Ca. 165 Euro.


tirol.im.winter

DURCHBLICK

Die rahmenlose GP4-Serie von gloryfy bietet ein maximiertes Blickfeld und ermöglicht ein schnelles Wechseln der unbreakable-Linse. Die Doppelscheibe bietet beste Sicht bei allen Lichtbedingungen. Die GP4 Red multilayer gibt’s um 149 Euro. Händler unter www.gloryfy.at.

AUF DIE OHREN

O EC

.T I

PP

FINDEN LASSEN

Immer mehr elektronische Hilfsmittel zur Verschütteten- und Vermisstensuche halten im Wintersport Einzug, die eine rasche und punktgenaue Ortung möglich machen. Sollte eines dieser Geräte aber einmal nicht funktionieren, ist der ausgebildete Suchhund oftmals das einzige Mittel, um große Flächen auf der Lawine oder im freien Gelände effizient und ohne hohen Personaleinsatz abzusuchen. Derzeit verfügt die Bergrettung Tirol über mehr als 61 ausgebildete Lawinen- und Suchhundeteams. Die Hundestaffel der Bergrettung Tirol hat ein vielfältiges Aufgabengebiet, das sowohl dem Hund als auch dem Hundeführer einiges abverlangt. Zu Trainingszwecken können sich auch Freiwillige verschütten und von den ambitionierten Vierbeinern befreien lassen. Wer sich einmal freiwillig einbuddeln lassen möchte, meldet sich am besten direkt bei der Bergrettung Tirol. Infos unter www. bergrettung.tirol – Hundestaffel.

Die Earebel-BluetoothKopfhörer bieten Radical Sound Comfort, passen in alle EarebelMützen und -Stirnbänder und können einfach installiert, entfernt und mit den anderen Earebel-Kopfbedeckungen ausgetauscht werden.

ERFRISCHUNG

Beim Sport kommt man ins Schwitzen (üblicherweise). Die Deocreme von Walde verhindert Schweißgeruch, ist sanft zur Haut, pflegt, zieht schnell ein und hinterlässt vor allem keine weiße Spuren auf der Kleidung. 9,90 Euro.

GEHEIMTIPP GEFUNDEN!

PSST!      

Facettenreiches Pistenangebot Beschneiung bis ins Tal Big Ron`s Kinderland Stubai Park Schlick 2000 Speed Strecke 9 urige Hütten & Restaurants

    

Vielseitiger Eventkalender Jeden Mittwoch Nachtrodeln Skiline - Höhenmetermessung Nur 15 Minuten ab Innsbruck Kinder unter 8 Jahren frei Begleitung eines zahlenden Elternteils

8x IM WINTER: Buntes & feuriges Ski-Spektakel bei der Ski-Show „Night of Colours“ inkl. Nachtrodeln!

Skizentrum Schlick 2000 • 6166 Fulpmes • Tel. 05225 / 622 70 • info@schlick2000.at • www.schlick2000.at

107


TIROLS

PORTWASSERS ZENTRUM

ANDREAS-HOFERSTR. 14 • 6020 INNSBRUCK 0664 88363270 • INFO@ENDLESS-RIDING.AT WWW.ENDLESS-RIDING.AT ÖFFNUNGSZEITEN: MITTWOCH–FREITAG: 10:00 BIS 18:00 SAMSTAG: 10:00 BIS 13:00

BY

FÜRSTENWEG 153 • 6020 INNSBRUCK 0512 277877 • OFFICE@TIROLSAIL.COM WWW.TIROLSAIL.COM ÖFFNUNGSZEITEN: MONTAG–FREITAG: 9:00 BIS 12:00 UND 14:30 BIS 18:00 SAMSTAG: 9:00 BIS 12:00


NEXT LEVEL!

3 MAL

Sport auf neuem Niveau

Fachgeschäft • beste Beratung • bestes Service • beste Qualität •

BLASIUS-HUEBER-STRASSE 14 • A-6020 INNSBRUCK 0512 286707 • OFFICE@SPORT-SPEZIAL.AT ÖFFNUNGSZEITEN: MONTAG–FREITAG: 9:00 BIS 13:00 UND 14:00 BIS 18:30 UHR SAMSTAG: 9:00 BIS 13:00 UHR WEIHNACHTSSAMSTAGE: 30.11./7./14./21.12.: 9:00 BIS 17:00


tirol.im.winter

SO GEHT WINTER

© MIKE RABENSTEINER

Der Place-to-be für die Business-Auszeit am Berg.

110

W

ie wird Ihr Winter werden? Hektisch? Gefüllt mit zu vielen Projekten? Im Office und in der Stadt vergessen wir, dass der Winter nicht trist ist, sondern glänzt. Dass die Tage zwar kurz, aber oben am Berg voll Sonne sind, und dass wir jederzeit das Notebook zuklappen, die Skier einpacken und uns für ein paar Stunden einen Szenenwechsel gönnen dürfen. Wenn wir uns diese spontane Pause gönnen, wenn wir uns den Luxus nehmen und hinauffahren, wo der Winter weiß, weit und kristallen schön ist, dann sollten diese Stunden auch alles sein: Befreiend. Faszinierend. Überraschend. Genussreich. Entspannt. Darum lohnt es sich, die elf Kehren hinauf nach Serfaus-Fiss-Ladis zu überwinden. Denn je höher wir in Richtung Sonnenplateau kommen, desto freier wird der Blick. Desto leichter das Gefühl. Und wenn wir mit einer der 68 hochmodernen Anlagen bequemer als je zuvor am Gipfel angekommen sind, den Carvingski richtig laufen lassen und die weiten, grandiosen Pisten erkunden, dann ist klar, warum es Tirols Serfaus-Fiss-Ladis sein muss: Weil wir’s genießen. Doch nicht nur in den Bergen, sondern auch am Fuße des 450 Hektar großen Pistenparadieses gibt es diesen einen wahren Place-to-be: das Familien- und Spa-Hotel

SCHLOSSHOTEL FISS Laurschweg 28, 6533 Fiss Tel.: 05476/6397-0 info@schlosshotel-fiss.com www.schlosshotel-fiss.com

Schlosshotel Fiss mit seiner unerreichten Ski.in-Ski.out-Lage. Es ist ein kleines, aber so sehr verdientes Privileg, hier einzuchecken. Es geht doch nichts darüber, nach dem Carvingvergnügen das 5.000 Quadratmter große Spa zu entdecken. Sich eine Massage zu gönnen. In der Wasserwelt Aqua Monte nach draußen zu schwimmen – und im Outdoor-Sole-Whirlpool den Sonnenuntergang auf der Piste zu beobachten. Bevor das Prickeln noch schöner wird – etwa beim Champagner-Apéro vor dem wahren Genuss-Highlight dieses kleinen Abenteuers: dem Dinner im hoteleigenen À-la-carteRestaurant Beef Club. Der Beef Club entspricht nicht nur architektonisch dem State of the Art, sondern bietet mit seiner Einladung „Steak that feels like Fine Dining“ ein Erlebnis, das man selten findet: Alles ist vom Allerfeinsten. Jede Zutat. Jedes Gericht. Jede Nuance. Der Wein ist perfekt. Das Service ist authentisch. Das Interieur markant und die Qualität auf Weltniveau. Man sitzt, genießt und weiß:

Man hat sie gefunden, die schönste Seite des Winters in Tirol.

UNSER FAZIT

Wenn ein Skiausflug, dann Serfaus-Fiss-Ladis. Wenn Serfaus-Fiss-Ladis, dann Schlosshotel Fiss. Und wenn Schlosshotel Fiss, dann mit einem unvergleichlichen Dinner im hoteleigenen À-la-carte-Restaurant Beef Club.


Seit 25 Jahren spezialisiert auf Hoteldesign und Hotelbau. ww.geisler-trimmel.com www.hoteldesignblog.com

creating hospitality


tirol.im.winter

Die Bilder sind zwar sommerlich, wir versprechen aber, dass es auch im Winter hier ganz wundervoll ist. Der angrenzende 2,5 Hektar große alpin-mediterrane Weinberg und Gartenpark wurde eigens von Otto Mattivi geplant und beheimatet den wohl höchsten Olivenhain Südtirols.

112

WO DIE RUHE WOHNT Im August 2019 eröffneten die Arua Private Spa Villas in Dorf Tirol oberhalb von Meran. Umgeben von Weinbergen, Olivenbäumen und Streuobstwiesen wurde hier ein unvergleichlicher Ort zum Regenerieren und Erholen geschaffen – mit viel Rücksicht auf die umgebende Natur.

D

ie Arua Private Spa Villas bestehen aus insgesamt sechs Häusern – allesamt mit Panoramablick auf Meran und das Tal bis in die Dolomiten. Während große und offene Räume die weite Landschaft nach innen holen, sorgen natürliche Materialien für eine angenehme und beruhigende Atmosphäre. Auf bis zu 460 Quadratmetern Wohnfläche inklusive Terrasse und Rooftop-Spa in den beiden Penthouse-Einheiten und 210 Quadratmetern in den anderen vier Appartements finden Gäste ihre ganz persönliche Wohlfühloase. Hinter Arua stehen Otto Mattivi, mit seinem bekannten Restaurant Hidalgo seit Jahrzehnten eine feste Größe der Südtiroler Restaurantszene, und sein Sohn Johannes Gruss. Sie haben mit stilvollen Designklassikern, zeitlosen Möbeln und liebevollen Details einen außergewöhnlichen Ort geschaffen. Jedes Element wurde bis ins Kleinste durchdacht und mit dem Mailänder Designer und Innenarchitekten Nicola Gallizia

sowie weiteren namhaften italienischen Designfirmen realisiert. Ganz nach dem Motto „A Rua“, was im Südtiroler Dialekt Ruhe, privater Raum und bewusstes Innehalten bedeutet, schafft Mattivi ein ganzheitliches Konzept für stilvolles Urlauben in absoluter Privatsphäre.

ARUA PRIVATE SPA VILLAS St. Peter 17 I-39019 Dorf Tirol Tel.: +39 0473 931 020 info@arua-villas.it www.arua-villas.it

Der exklusive Wohnraum, eine voll ausgestattete Küche, der Whirlpool und die Privatsauna auf der Terrasse bieten Raum zum Aufatmen. Jeden Morgen erhalten die Gäste das Frühstück nach ihren Wünschen exklusiv im eigenen Apartment serviert. Das Abendessen kann entweder vorab bestellt und in der Villa genossen werden oder es wird direkt vor Ort in der jeweiligen Küche zubereitet. Außerdem haben die Gäste die Möglichkeit, das Restaurant Hidalgo im 25 Minuten entfernten Burgstall zu besuchen, wo sie Otto Mattivi mit speziellen Wagyu-Gerichten und Südtiroler Delikatessen erwartet. Wer möchte, gönnt sich eine exklusive SPA-Behandlung, nutzt den umfassenden Conciergeservice oder den Hubschrauberlandeplatz. Zudem steht allen Gästen ein beheizter Infinity-Pool mit dazugehörigem verglasten Ruheraum zur Verfügung. So geht Wohlfühlen! Eine Übernachtung kostet ab 240 Euro pro Person inklusive Frühstück.


DER NEUE ŠKODA

KAMIQ

Jetzt ab 19.570,– Euro. Symbolfoto. Stand 11/2019. Gültig nur solange der Vorrat reicht. Unverb. nicht kart. Richtpreis inkl. NoVA und 20% MwSt. Details bei Ihrem ŠKODA Berater oder unter www.skoda.at.

Verbrauch: 4,2–5,1 l/100 km. CO2-Emission: 112–116 g/km.

Hallerstraße 165, Innsbruck Hallerstraße 165,6020 6020 Innsbruck Tel. 0512/2423 Tel. 0512/2423 www.vowainnsbruck.at www.vowainnsbruck.at


tirol.im.winter

114 as gibt es Schöneres, als sich nach einem Skitag direkt ins Wohlige und Warme zu begeben und dabei noch den Abend bei kulinarischen Schmankerln und herrlichem Wein ausklingen zu lassen? Im DAS.GOLDBERG in Bad Hofgastein im Salzburger Land ist genau dies möglich, denn das familiengeführte Natur- und Designhotel befindet sich direkt an der Skipiste und ist der perfekte Ort für einen erholsamen und entspannten Winterurlaub. Das Haus verfügt über 65 Studios und Suiten, die durch große Fensterfronten den Ausblick auf die Bergspitzen der Hohen Tauern freigeben. Hier findet jeder seinen Lieblingsplatz, ganz modern oder traditionell und immer mit einem grandiosen Blick über das weite Tal. Der Tag startet mit einem reichhaltigen Frühstück, anschließend geht’s direkt auf die Piste. Quasi direkt vor dem Hotel liegen 220 Pistenkilometer und 80 Kilometer Langlaufloipen, die 2018 neu errichtete Schlossalmbahn bringt Pistenfans ohne Umsteigen vom Tal direkt zur Bergstation. Als Service für die Gäste steht im Haus ein beheizter Skischrank zur Verfügung. Nach einem Tag auf den Brettern oder dem Snowboard lädt die neue Feuerbar im DAS.GOLDBERG zum Verweilen ein. Hier können Gäste, aber auch Besucher bei Loun-

WEISSE WINTERPRACHT Es ist nicht mehr ganz in Tirol, aber das salzburgerische Bad Hofgastein liegt quasi um die Ecke. Dort befindet sich DAS.GOLDBERG und mit ihm jede Menge Sport samt anschließender Erholung. gemusik und kulinarischen Highlights wie Wintergrillen am Tisch den Tag ausklingen lassen. Wer mag, gönnt sich eine Auszeit im 1.500 Quadratmeter großen Natur.Spa. Ein beheizter Infinitypool mit Blick auf die Berge, eine finnische Sauna, verschiedene Ruheräume und ein GOLD.STOLLEN sorgen für entspannte Wohlfühlmomente. Am Abend verwöhnen die Gastgeber Vera und Georg Seer mit kulinarischen Highlights. Regionale Produkte wie Butter, Käse und Eier direkt von der Alm, Fleisch und würziger selbst geräucherter Speck sowie Forellen aus dem hauseigenen Fischteich stehen im DAS. GOLDBERG auf der Tagesordnung und verwöhnen den Gaumen. In der eigenen Vinothek lagern außerdem über 450 Weine.

HOTEL DAS.GOLDBERG Haltestellenweg 23 5630 Bad Hofgastein Tel.: 06432/6444 info@dasgoldberg.at www.dasgoldberg.at


Make it yours! USM bringt Ruhe in Ihr Leben: schlichte Strukturen, nachhaltiges Design – Raum pur.

Make it yours! www.usm.com USM bringt in Ihr Leben: schlichte Strukturen, Make itRuhe yours!

nachhaltiges Design – Raum pur. USM bringt Ruhe in Ihr Leben: schlichte Strukturen, www.usm.com nachhaltiges Design – Raum pur.

www.usm.com


WELLWASSER

116

ZUM GUTEN ESSEN DAS BESTE WELLWASSER Mit der GASTRO & HOME Edition bietet wellwasser® die optimale Lösung für sauberes, gesichertes und gesundes Wasser.

W

asser ist das wertvollste Lebensmittel! Auch wenn unser Wasser jeden Tiroler Wasserversorger in einwandfreier Qualität verlässt, verliert es diese oftmals auf dem Weg zum Glas – aufgrund älterer, undichter Leitungen, längerer Standzeit des Wassers oder unsauberer Anschlüsse. Die Wellwasser Technology GmbH hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, den Tirolern und ihren Gästen frisches und gesichertes Wasser in unbegrenzter Menge zur Verfügung zu stellen – direkt aus dem Hahn gezapft, frisch gekühlt, still oder perlend. Dafür wurde von Wellwasser Technology die GASTRO & HOME Edition entwickelt.

GESUNDHEIT IM FOKUS Für Geschäftsführer Dietmar Meraner ist auch der Gesundheitsaspekt entscheidend: „Im Zeitalter eines nicht mehr überschaubaren Marktes an Nahrungsergänzungsmitteln ist eine Rückbesinnung auf die reine Ausgangssubstanz Wasser wichtig. Zum Beispiel liefern wir mit unseren wellwasser®- Trinkbrunnen für Schulen und Kindergärten einen

wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung in der Entwicklungsphase unserer Kinder. Meine Vision ist es, Tirol neben Tourismus und Sport auch in puncto Wasser zur Nummer eins zu machen.“

WEITERE VORTEILE

Neben dem Gesundheitsaspekt liegen weitere Vorteile von wellwasser® auf der Hand:

wellwasser® ist Regionalität, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, lebt Gastfreundschaft und ist ein Stück Heimat. DIETMAR MERANER, GF WELLWASSER TECHNOLOGY GMBH


WELLWASSER

117 GASTRO

HOME

ruch oder Verfärbungen zu neutralisieren. Im Aktivator beeinflussen ausgesuchte Kristalle das Wasser positiv. Der Bakterienfilter hat die Aufgabe, pathogene Keime aus dem Wasser zu filtern. Solche Ultrafilter werden z. B. auch in der Medizintechnik verwendet.

gesicherte und gesunde wellwasser® nicht wieder durch verunreinigte Leitungswege belastet wird. PR

Wir installieren das 3filter System immer so nah wie möglich an der Entnahmestelle. In der Gastronomie wird es direkt vor dem Karbonator der Schankanlage installiert. Der Karbonator kühlt und versetzt das saubere wellwasser® mit Kohlensäure. Bei der HOME-Edition steht das 3filter System in der Regel unter dem Küchenwaschbecken. Damit ist gewährleistet, dass das saubere,

Stadlweg 23, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/560966 Mobil: 0664/1007746 office@wellwasser-technology.com www.wellwasser.com

Für die Gastronomie entfällt das aufwendige Handling mit sperrigen Kisten. Dadurch wird auch Platz im Lager und in Kühlschubladen geschaffen. Gäste und Einheimische kommen in den Genuss von qualitätsvollem, heimischem Wasser – einfach aus der Schankanlage gezapft, still oder perlend und in edlen wellwasser-Karaffen kredenzt.

Leergut, Transportwege und Müllentsorgung entfallen, was die Umweltbelastung reduziert.

3FILTER SYSTEM

Der Aktivkohle-Anschwemmfilter entfernt Schmutz und Partikel, die größer als 0,5 μm (0,0005 mm) sind. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Dicke eines Haares beträgt 0,05 mm. Im Wasser gelöste wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium, Kalzium, Kalium etc. bleiben im Wasser, weil diese eine Teilchengröße haben, die wesentlich unter der Trenngrenze der Membran liegt. Ein Aktivkohlepuder übernimmt die Aufgabe der Adsorption. So nennt man die Eigenschaft der Aktivkohle, schlechten Geschmack, unangenehmen Ge-

EINFACH INSTALLIERT

Gesichertes, qualitätsvolles Wasser ist auch in den eigenen vier Wänden ein Muss – es beginnt schon bei der Wasserentnahme fürs Kochen und Zubereiten und endet beim Trinken des frischen Wassers. So wird schon Kindern von Anfang an Zugang zu bestem Wasser geboten, sodass sie die Qualität und den Wert des gesunden und sicheren Wassers zu schätzen lernen.

WELLWASSER TECHNOLOGY GMBH


eco.life

Der Volvo XC90 steht für Design und Sicherheit

118

LIFESTYLE ODER TREND? Der Geländewagen für die Stadt – oder besser gesagt das „SUV“ – boomt wie nie zuvor. Ein Drittel aller Verkäufe kommen aus diesem Segment. Wer oder was ist aber eigentlich ein Lifestyle-SUV? TEXT: BRUNO KÖNIG

S

eit dem Dieselskandal steht das Auto in der Kritik, das SUV (Sport Utility Vehicle, so werden Fahrzeuge bezeichnet, die eine erhöhte Bodenfreiheit haben und im Erscheinungsbild an einen Geländewagen erinnern) ganz besonders. Doch hier scheiden sich die Geister: Während die einen bei den Fridays-for-Future-Bewegungen gegen die Stadt-Gelän-

dewagen und deren hohen Kraftstoff- und Platzverbrauch demonstrieren, steigen die anderen genau auf dieses Segment um. Fast jedes dritte verkaufte Auto ist mittlerweile ein SUV. Besonders Private, davon meist sportliche Familien und Senioren, entscheiden sich immer öfter dafür. Dieser Boom geht natürlich auch bei den Herstellern nicht unbemerkt vorüber, weshalb diese Art von Geländewagen in allen Größen, Varianten und

Preisklassen angeboten wird und stetig neue Modelle auf den Markt kommen.

GELÄNDEWAGEN ODER LIFESTYLE?

Doch was ist eigentlich ein Lifestyle-SUV? Ist der Geländelook ein Lifestyle und ist es trendig, sagen zu können „Ich fahre ein SUV“, oder ist es einfach bequem, höher zu sitzen? Ein Porsche Cayenne, Volvo XC90 oder Range Rover Sport waren vor wenigen Jahren ganz


eco.life

DIE GROSSEN

V O LV O X C 9 0

Der Ssang Yong Rexton ist riesig, hat aber beim Image noch Aufholbedarf.

Der Volvo XC90 zählt zu den größten SUV am Markt, verkauft sich prächtig und punktet mit Design und der bekannt schwedischen Sicherheit. Die Nordmannen wollen bis zum Jahr 2025 jedes zweite Modell elektrifiziert anbieten. Neben dem vollelektrischen XC40 – der Anfang 2020 auf den Markt kommt – leitet nun der XC90 als B5-Mild-Hybrid diese Strategie ein. Zudem bekam der XC90 ein feines Facelift spendiert und glänzt seitdem mit neuen Chromapplikationen und einem noch dominanteren Kühlergrill. Das Mild-Hybrid-System umfasst einen integrierten Startergenerator, ein 48-Volt-Bordnetz und ein Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, das beim Bremsen entstehende Energie in elektrische Energie umwandelt. Diese wird im Akku gespeichert und unterstützt den Verbrennungsmotor etwa beim Anfahren und Beschleunigen. Dadurch sinken Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen spürbar, vor allem im Stadtverkehr. Der Volvo fährt im Straßenverkehr recht unauffällig, genießt ein hervorragendes Image und ist damit bestens fürs Business geeignet. Obendrein erfüllt der XC90 die höchsten Ansprüche.

SSANGYONG REXTON

klar Lifestyle. Heute liegen die Stadt-Geländewagen – egal ob groß oder klein, teuer oder günstig – voll im Trend. Zählen nun auch Dacia Duster, Seat Tarraco oder SsangYong Rexton zu den Lifestyle-SUV? Wir waren mit einigen dieser Fahrzeuge unterwegs und haben versucht, die Unterschiede herauszufinden – nicht nur der Fahrzeuge und des Lifestyles allein, sondern auch jene in der Gesellschaft.

Das Gegenstück zum Volvo kommt aus Korea und hört auf den Namen „Rexton“. SsangYong versucht seit Kurzem in Österreich wieder Fuß zu fassen und bringt einige Modelle zu den (noch raren) Händlern. Der Rexton ist das Flaggschiff der Marke und kommt – wie der XC90 – mit viel Platz und bis zu sieben Sitzen. Das Außendesign zeigt sich modern und im Vergleich zu früheren SsangYong-Modellen auch für europäische Geschmäcker gefällig. Daneben möchte der Rexton auch mit Technik und Luxus beeindrucken. Der 2,2-Liter-Motor verfügt über 181 PS, Allradantrieb samt Untersetzung und ist mit einer 7-Gang-Automatik kombiniert. Der Antrieb geht recht flott zur Sache, der Verbrauch ist mit gut elf Litern aber hoch. Zum durchaus selbstbewussten Preis von 50.900 Euro sind allerdings viele Luxusfeatures serienmäßig enthalten, die anderswo nur gegen Aufpreis zu haben sind. Auf der Straße fällt der Rexton auf, weil ihn noch kaum jemand kennt. Das Image der Marke hat allerdings noch Aufholbedarf, ist aber auf einem guten Weg.

119


eco.life Der Tarraco glänzt mit Funktionalität und Sportlichkeit.

Die Marke „DS“ hat Tradition, der DS 7 Crossback zeigt sich extravagant.

120

DIE MITTLEREN S E A T TA R R A C O

DS 7 CROSSBACK

Seat ist seit vielen Jahren auf der Überholspur unterwegs und hält derzeit einen Marktanteil von über fünf Prozent. Mit Arona und Ateca haben sich die Spanier im SUV-Segment erfolgreich etabliert. Mit dem brandneuen Tarraco will man nun noch mehr Kunden überzeugen. Der große Seat ist zudem der erste in der Firmengeschichte, der in Wolfsburg gebaut wird, und läutet die künftige Designsprache aller neuen Seat-Modelle ein. Das Zusammenspiel von Funktionalität, Sportlichkeit, Komfort und Design ist besonders gut gelungen. Die Fahrdynamik findet im Tarraco eine neue Dimension: Sicher und souverän bewegt sich das 4,73 Meter lange SUV und gefällt mit Agilität, einer direkten Lenkung und gutem Durchzug. Unser Testauto war mit dem 190 PS starken Diesel samt Allradantrieb und 7-Gang-DSG ausgestattet. Der 2.0-Liter-TDI liefert 400 Nm Drehmoment und überzeugt in allen Fahrsituationen. Die hohe Präzision, mit der Seat den Tarraco gefertigt hat, ist auch im Innenraum spürbar. Die sprichwörtliche „deutsche Gründlichkeit“ zeigt sich in vielen Details. Der Tarraco muss sich allerdings erst etablieren.

Das Pendant zum Spanier ist der Franzose mit dem klingenden Namen „DS“. Der DS 7 Crossback kommt aus dem PSA-Konzern und weiß außen wie innen zu gefallen. Der Name ist einer Modellreihe von Citroën entlehnt, die so kultige Vehikel wie den DS 19 oder DS 21 hervorbrachte, die noch heute als Technik- und Designikonen gelten. Man erzählt sich, dass Citroën ehemals dieses Kürzel gewählt hatte, weil man es aussprach wie „la déesse“, die Göttin. Optisch mehr als gelungen ist auch die moderne Interpretation der DS-Philosophie, auch wenn man im Design nicht mehr so viele Freiheiten hat wie einst. Die alten Göttinnen setzten sich mit ihrem hydropneumatischen Fahrwerk, das äußerst komfortabel war, von der Konkurrenz ab. Davon ist beim Jetzt-DS kaum mehr etwas zu bemerken. Es ist weitestgehend Schluss mit luftig! Unebenheiten wie Kanaldeckel und Querfugen werden gefühlsmäßig relativ ungefiltert an den Fahrer weitergereicht. Dafür ist der Wendekreis überraschend klein. Innen ist der Crossback elegant und besonders extravagant, es dominiert die Raute. Die Menschen drehen sich nach dem weißen Schönling um, rätseln aber, was es wohl sein könnte. Die meisten tippen auf Citroën, was aber nur halbrichtig ist.


Denk

selbst versichert ist Frau. die

en Frauen bekomm 4 %* 3 m u t it n h c S im n. weniger Pensio ! Jetzt vorsorgen * Vergleich durchschnittlicher Nettopensionen von Frauen und Männern, ausgehend von den durchschnittlichen Bruttoalterspensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung laut Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Quellen: Statistik Austria, Höhe der Durchschnittspensionen ohne zwischenstaatliche Teilleistungen in der gesetzlichen Pensionsversicherung 2017 (Online); Bundesministerium für Finanzen, Online BruttoNetto-Rechner; Webseiten abgerufen am 23.1.2019. Die wesentlichen Informationen zu unseren Vorsorgeprodukten finden Sie auf www.uniqa.at in den jeweiligen Basisinformationsblättern.

www.uniqa.at Die wesentlichen Informationen zu dem beworbenen Versicherungsprodukt finden Sie auf www.uniqa.at in unserem Basisinformationsblatt.


eco.life

BMW X1

122

Das Segment der Kompakt-SUV ist das beliebteste und schnellstwachsende der letzten Jahre. Dazu zählt auch BMWs X1, der sich seit wenigen Monaten im neuen Kleid präsentiert. Optisch halten sich die Unterschiede zum Vorgänger in Grenzen und umfassen die üblichen Maßnahmen eines Facelifts: überarbeitete Frontund Heckschürze, neue Scheinwerfer und Rückleuchten und wie bei allen neuen BMW-Modellen deutlich vergrößerte Lufteinlässe und die typische Niere an der Front. Alle Motoren erfüllen die neueste 6d-Temp-Abgasnorm, wie auch der 18d in unserem Testfahrzeug. Kräftig, leise und sparsam geht der Vierzylinder zu Werke. Automatik, Allrad und Fahrwerk harmonieren bestens und zur Fahrdynamik eines BMW sind Worte ohnehin überflüssig. Unterstützt vom Navi, „schaut“ der Antrieb voraus und stellt sich entsprechend der Topografie und dem Streckenprofil ein. Geht man vom Gas, segelt der X1 mit minimalem Energieaufwand weiter. Für Anfang 2020 kündigt BMW einen Plug-in-Hybrid für den X1 an. Alle X-Modelle der Bayern kommen beim Publikum gut an und sind bekannt für tolle Qualität und viel Fahrfreude. Allerdings auch für hohe Preise. Der Dacia Duster hat sich etabliert und ist salonfähig geworden. Er genießt damit einen Hauch Lifestyle.

Alle X-Modelle von BMW wecken Begehrlichkeit.

DIE KOMPAKTEN

DACIA DUSTER Der Dacia Duster ist zwar kein wirklicher Konkurrent zum X1, aber eine preiswerte Alternative. Darüber hinaus hat sich das Rumänen-SUV dank seines unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses zum echten Verkaufsschlager entwickelt. Das Sondermodell „Charisma“ im hübschen Diamantrot wirkt ausgereift und modern. Die wuchtigen Radhäuser lassen den Duster satt auf der Straße erscheinen. Ein reines Fahrzeug, um nur von A nach B zu kommen, ist der Duster schon lange nicht mehr. Dafür sorgt die komfortable Ausstattung mit 360-Grad-Kamera, Navigation, Keyless-Go, Tempomat und den feinen Sitzen mit Karomuster sowie zahlreiche serienmäßige Assistenzsysteme. Im Fahrbetrieb zeigt sich der 115-PS-Dieselmotor gut gedämmt und sparsam. 260 Nm Drehmoment sorgen in Kombination mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe für gutes Vorankommen. Im Gelände fühlt sich der Duster dank großzügiger Bodenfreiheit und einem kurz übersetzten ersten Gang noch wohler als am Asphalt. Hier lässt er sogar einige seiner wesentlich teureren Konkurrenten hinter sich. Der Duster hat sich etabliert, wird voll akzeptiert und liegt damit im Trend.


❱ MAGAZINE ❱ KATALOGE ❱ BROSCHÜREN ❱ KUPONHEFTE ❱ BEILEGER ❱ BOOKLETS ❱ HARD- UND SOFTCOVER

individuelle Offsetdruck-Lösungen die

EINDRUCK MACHEN für Zeitungen, Verlage und Agenturen

 Radin Berger Print GmbH Innsbrucker Straße 59 6176 Innsbruck-Völs

www.radin-berger-print.at  office@radin.at   Tel. +43 512 302412

Member of the Radin Print Group


eco.life

BRANDNEU Unsere Top Ten der neuen SUV

124

AUDI Q3 SPORTBACK

Audi präsentiert die Neuauflage des RS Q3 und erweitert mit dem Sportback die Produktpalette um ein komplett neues Modell. Der RS Q3 Sportback bietet herausragende Performance, athletisches Design und maximale Alltagstauglichkeit. Preise sind noch nicht bekannt.

VW T- ROC R

Kraftvoll wie ein Sportwagen, lässig wie ein vielseitiges SUV – der neue T-Roc R ist ab sofort der neue Star der T-Roc-Familie. Mit 300 PS beschleunigt das kompakte Kraftpaket von Volkswagen R in nur 4,8 Sekunden von null auf Tempo 100. Wie alle T-Roc-Modelle ist auch die R-Version mit modernen Fahrerassistenzsystemen bestückt und kostet ab 49.490 Euro.

ŠKODA KAMIQ

Škoda ergänzt seine erfolgreiche SUV-Palette auf dem europäischen Markt um ein drittes Modell und besetzt mit dem Kamiq erstmals das stark wachsende Segment der City-SUV. Der Kamiq verbindet die typischen Vorzüge dieser Fahrzeugklasse wie größere Bodenfreiheit oder erhöhte Sitzposition mit der Agilität eines Kompaktfahrzeugs sowie markentypisch emotionalem Design. Ab 19.570 Euro.


eco.life

MAZDA CX-30

Mit dem CX-30 setzt Mazda einmal mehr Maßstäbe bei Design, Qualität und Technik. Die bekannte PreisLeistungs-Kampfansage der Japaner, tragen sie nun auch ins Segment der kompakten SUV-Crossover. Basispreis ab 25.990 Euro.

KIA XCEED

In der vierten Generation wächst die Ceed-Familie kontinuierlich weiter. Neben Hatchback und Kombi begeistern die Koreaner seit letztem Jahr mit dem ProCeed und ab sofort mit dem Crossover-Modell XCeed. Motoren gibt’s von 116 bis 204 PS, die Preise starten bei 21.790 Euro.

RENAULT CAPTUR

Mit noch prägnanterem Design, fahrerorientiertem „Smart Cockpit“ in hoher Qualitätsanmutung und komplett neuer Antriebspalette kommt zum Jahresbeginn 2020 die zweite Generation des Renault Captur auf den österreichischen Markt. Die Neuauflage des europäischen Marktführers unter den kompakten Crossover-Modellen nimmt mit Details wie dem Autobahn- und Stauassistenten sowie dem OnlineMultimediasystem EASY LINK eine Schlüsselposition auf dem Weg zum automatisierten und voll vernetzten Automobil ein und ist ab 18.340 Euro zu haben.

RANGE ROVER EVOQUE

Die Fortsetzung einer Designphilosophie: Mit seiner unverkennbaren Silhouette, die an ein Coupé erinnert, ist der neue Range Rover Evoque ein würdiger Nachfolger des Fahrzeugs, das weltweit die Herzen im Sturm erobert hat. Ab 41.400 Euro.

125


eco.life

VOLVO XC40 ELECTRIC

Der Volvo XC40 Recharge basiert auf dem erfolgreichen Kompakt-SUV und ist das erste Modell einer neuen VolvoFamilie vollelektrischer Fahrzeuge. Es ist ein echter Meilenstein für das Unternehmen: Der Volvo XC40 Recharge ist nicht nur das erste Elektroauto von Volvo, sondern auch das erste Modell des Herstellers, das über ein neues Infotainment-System auf Basis des Android-Betriebssystems von Google verfügt. Der Startpreis liegt voraussichtlich bei rund 40.000 Euro.

FORD PUMA

126

Dynamisch, raffiniert, sportlich und elegant. Der neue Ford Puma ist ein Crossover-SUV, das für die Ansprüche moderner Großstädter entwickelt wurde. Das innovative Design stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Es begeistert nicht nur mit durchdachten Details, sondern auch mit einem markanten SUV-Look. Darüber hinaus ist der moderne Ecoboost-Hybridantrieb besonders effizient. Ab sofort um 24.600 Euro bestellbar.

DIE BELIEBTESTEN SUV * 1. VW Tiguan 2. VW T-Roc 3. BMW X1 4. Ford Kuga 5. Mercedes GLC 6. Škoda Karoq 7. Seat Ateca 8. Ford Eco Sport 9. Dacia Duster 10. BMW X3

MERCEDES GLB

Der Mercedes GLB ist schon die achte Variante aus der Kompaktwagenfamilie, die mit der neuen A-Klasse eingeführt wurde. Der GLB wird im Werk Aguascalientes in Mexiko gefertigt und kommt Ende 2019 um knapp unter 40.000 Euro zum Händler. *) nach Verkaufszahlen 2018


THE 3

Freude am Fahren

Unterberger Denzel Innsbruck Griesauweg 32, 6020 Innsbruck Telefon 0512/33435 info@unterberger-denzel.bmw.at

Unterberger St.Johann Anichweg 1, 6380 St. Johann/T. Telefon 05352/62389 office.stj@unterberger.bmw.at

Symbolfoto

DIE NEUEN BMW 3er MODELLE MIT xDRIVE. JETZT MIT BIS ZU € 2.500,– xDRIVE BONUS*. GLEICH ANGEBOT ANFORDERN UNTER bmw.at/3er

Unterberger Kufstein Endach 32, 6330 Kufstein Telefon 0 53 72/69 45 info@unterberger.cc

www.unterberger.cc www.unterberger-denzel.bmw.at

BMW 3er Touring und BMW 3er Limousine: von 110 kW (150 PS) bis 275 kW (374 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 1,6 l/100 km bis 7,2 l/100 km, CO2-Emission von 37 g CO2/km bis 163 g CO2/km. * Dieses Angebot ist gültig für BMW 3er Touring und BMW 3er Limousine Neu- und Vorführwagen mit Kaufvertragsabschluss von 01.10.2019 bis 31.12.2019 und Auslieferung bis 31.03.2020.


eco.life

128

SCHNELL BRAUN WERDEN Wie kaum ein anderes Cabrio verbindet der 911er-Porsche das Frischlufterlebnis mit einer perfekten Fahrdynamik und dem unvergleichlichen Boxerklang – besonders im offenen 4S wird’s richtig schnell. TEXT & FOTOS: BRUNO KÖNIG

P

orsche steht für Perfektion – ohne Kompromisse, ohne Diskussion. Der 911 ist dabei der unumstrittene Superstar der Zuffenhausener Sportwagenmarke und seit wenigen Monaten als Modellreihe „992“ am

Markt. Dem 4S Cabriolet reichen zwölf Sekunden, um auch die kleinste Wolkenlücke zu nutzen – so schnell öffnet nämlich das elektrische Verdeck. Und allen Puristen, die meinen, dass nur ein Coupé ein echter Elfer sei und Cabrios nur was für Weicheier sind,

sei gesagt: Als Ferdinand Porsche vor 70 Jahren die Marke gründete, war der erste Porsche ein offener Sportwagen. Das allradgetriebene Cabrio der achten Generation ist noch perfekter als der Vorgänger, verbindet modernste Digitaltech-


eco.life

„Der beste Elfer aller Zeiten.“

129

Offen für viel Fahrspaß

nik, traditionelle Optik und überwältigende Fahrleistungen. Trotzdem muss man im 992 auf nichts verzichten, auch nicht auf Komfort: Drehrad am Lenkrad auf „Normal“, Doppelkupplungsgetriebe auf „Automatik“ und der Elfer fährt entspannt wie eine Limousine. Wesentlich mehr Spaß macht’s allerdings, wenn die erwähnten Parameter auf „Sport“ und „Manuell“ gestellt werden. Dann geht das Cabrio ungestüm nach vorne, kreischt aus seinem 6-Zylinder-Boxer und faucht durch seine zwei Turbolader ungeniert nach draußen. Ein Genuss, der süchtig macht. Fahrdynamisch fährt sich der Elfer in Perfektion, überrascht seinen Fahrer nie und schiebt in jeder Lebenslage herrlich vom Heck ausgehend. Nach 3,4 Sekunden ist Tempo 100 Geschichte, nach 11,4 Sekunden fällt die 200er-Marke, Spitze 304 km/h.

Die aufpreispflichtige Sportauspuffanlage klingt dabei so richtig herzerwärmend.

OFFEN, ABER ZUGFREI

Im edlen Cockpit mit dunkelbraunem Leder sitzt es sich auch bei offenem Dach recht zugfrei. Wird es einem zu viel Wind, kann man entweder das serienmäßige Windschott ausfahren oder das Dach in nur zwölf Sekunden schließen. Das funktioniert auch während der Fahrt bis knapp 60 km/h. Bis man alle Funktionen und Bedienungen im digitalen Cockpit kennt, dauert es zwar ein bisserl, dafür ist alles an Bord, was man sich wünscht. 11,5 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer sind gemessen am Fahrspaß absolut in Ordnung und liegen nur knapp über der Werksangabe. So viel Positives geht natürlich nicht ohne bitteren Beigeschmack, womit wir beim

Kaufpreis wären: 172.791 Euro sind für ein Porsche 4S Cabrio mindestens fällig und wer dann noch ein paar Kreuzchen bei den Extras malt, schießt schnell über die 200er-Marke, so wie unser Test-Elfer. Der kommt auf satte 211.000 Euro, Turbo-Solarium allerdings inbegriffen.

PORSCHE 911 (992) 4S CABRIO Antriebsart: 3,0-Liter-Biturbo-Benziner Leistung: 331 kW/450 PS Drehmoment: 530 Nm Beschleunigung: 0–100 km/h: 3,4 sec Spitze: 304 km/h Testverbrauch: 11,5 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 246 g/km Spaßfaktor: 10 von 10 Preis: ab 172.791 Euro


DA EMOBIL

LADEN SIE SCHON ODER TANKEN SIE NOCH? Im Jahr 2017 ging da emobil mit seinen Ladelösungen für elektrisch betriebene Fahrzeuge an den Start – mit Erfolg. 130

D

as Tiroler Unternehmen da emobil bietet seit 2017 Ladelösungen für alle elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Von der Beratung und Analyse über Projektierung und Realisierung bis hin zum Betrieb der Ladeinfrastruktur bietet das Unternehmen alles an, um E-Mobilität am besten in den Alltag zu integrieren. „Am Beginn jeder Lösung stehen Beratung und Analyse der kundenspezifischen Anforderung“, so Alois Wach, Geschäftsführer von da emobil. „Wir agieren am Markt als Beratungs- und Planungsunternehmen für ganzheitliche Elektromobilitätslösungen für (fast) alle Anwendungsfälle, immer auf die individuellen Bedürfnisse von Privatund Firmenkunden abgestimmt.“ Die Angebotspalette reicht so vom Verkauf oder der Vermietung maßgeschneiderter Hardware über spezifische Softwarelösungen bis hin zu umfassenden Dienstleistungen bei Beratung, Wartung und Service. Der Vorteil: Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner und kann das gesamte Know-how aus E-Mobilität, Elektrotechnik und Energiezulieferung nutzen. Somit schafft da emobil optimale Lösungen aus einer Hand.

DIE DA EMOBIL LADE UND TANKKARTE

„Wir haben das Glück, mit unseren Partnern Fiegl+Spielberger und GUTMANN Synergien aus den jeweiligen Geschäftsfeldern

zum Vorteil unserer Kunden nutzen zu können.“ Die da emobil/GUTMANN Ladeund Tankkarte ist nur ein Produkt dieser Zusammenarbeit. Mit ihr kann man nicht nur im da-emobil-Eigennetz und bei vielen Roamingpartnern laden, sondern auch tanken und Services rund um das eigene Fahrzeug in Anspruch nehmen – alles mit einer Karte, ohne Bindung oder versteckte Gebühren. Abgerechnet wird fair, nach den tatsächlich verbrauchten kWh. „Unser Anspruch ist, eine flächendeckende Mobilität für unsere Kunden zu gewährleisten“, so Wach.

BEREITS MEHR ALS 100 LADEPUNKTE

Und die Unternehmensziele sind und bleiben ambitioniert: da emobil will der führende E-Mobilitätsanbieter in Westösterreich vor allem im Bereich des Schnellladens werden und investiert deshalb stetig in den

Ausbau eines eigenen Ladenetzes. Derzeit verfügt da emobil über 100 Ladepunkte im Westen, Süden und Osten Österreichs – unter anderem an den Autobahnraststätten Guntramsdorf, St. Pölten und Pettnau mit Schnellladestationen mit einer Leistung bis 150 kW. Die steigenden Zulassungszahlen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen geben dem Unternehmen Recht. „Wir sprechen von einem Markt mit enormem Wachstumspotenzial“, schildert Alois Wach den Status quo. Und: Im Unterschied zum Tankstellenmarkt werde angenommen, dass 60 bis 80 Prozent der Ladungen künftig zu Hause oder am Arbeitsplatz erfolgen werden. Diesen Markt bedient da emobil mit seinen individualisierten Komplettlösungen. „Dass Elektromobilität bereits in der Gegenwart angekommen ist, zeigen die steigenden Zulassungszahlen für elektrisch betriebene Fahrzeuge und die von der Bundesregierung formulierten Klimaziele für die kommenden Jahre“, so Alois Wach. Verkehrsministerium, Umweltministerium und Automobilbranche haben für Österreich ein Förderungspaket geschnürt, um Anreize für den Kauf von E-Fahrzeugen und den Aufbau von E-Ladestationen zu schaffen. Erste Firmenkunden zeigen sich bereits von den Angeboten begeistert: Unter anderem setzen die Hypo Tirol Bank, Unterberger Immobilien, ÖAMTC und MPREIS auf die Angebote von da emobil. www.da-emobil.com PR


da emobil GmbH & Co KG ∙ Langer Weg 28 ∙ A — 6020 Innsbruck

Intelligent. Individuell. Innovativ. da emobil — Ihr Komplettanbieter in Sachen Elektromobilität.

Denken Sie über Elektromobilität nach? da emobil ist Ihr Partner. Wir bieten individuelle Lösungen für Unternehmen, Immobilien und Tourismus – mit uns laden Sie auf! • Planung und Umsetzung Ihrer Ladeinfrastruktur • Automatisierte Abrechnung der Ladevorgänge • Abwicklung der staatlichen Förderung • Zugang zum da emobil Ladenetz und 18.000 weiteren Ladepunkten • Lade- und Tankkarte mit vielen Vorteilen

Kontaktieren Sie uns unter: info@da-emobil.com ∙ +43 50 22 77 22 77 ∙ www.da-emobil.com


eco.life

KURZ & BÜNDIG

132

THE STAN LEE STORY

GET YOUR YOU ON

Der Heritage Fold Out Trimmer wurde von Remingtons 80-jähriger Rasierexpertise inspiriert. Ikonisches Retrodesign trifft hier auf fortschrittliche Technologien und vereint so einen Klassiker mit zeitgemäßer Funktion. Das Teil lässt sich bequem zusammenklappen und quasi in die Hosentasche stecken, falls man den Bart unterwegs mal kurz nachschärfen möchte. Vom Schneiden von Bartkonturen über das Trimmen von vereinzelten Barthaaren bis hin zum Korrigieren der Koteletten - der Trimmer kümmert sich um jedes Detail der Gesichtsbehaarung. So verhilft er Ihnen zum persönlichen Style, ganz nach dem Remington-Motto in der Überschrift.

© 2018 MARVEL ENTERTAINMENT, LLC

Roy Thomas, TASCHEN Verlag, 624 Seiten, EUR 150,00 Stan the Man. Als Mastermind von Marvel hat er das Genre der Superheldencomics revolutioniert und maßgeblich dazu beigetragen, Marvel zu dem weltumspannenden Mediengiganten von heute zu machen: Stan Lee ist eine amerikanische Legende, eine mythische Gestalt der Popkultur. Dieses Porträt des am 12. November 2018 verstorbenen Werbebotschafters für Spider-Man, Hulk & Co. zeichnet seine Karriere nach, vom Amerika der 1940er-Jahre bis ins 21. Jahrhundert. Mit einer Fülle bislang unveröffentlichter Fotografien und zahlreichen Faksimiles rarer Comichefte. Ursprünglich nur als signierte Collector’s Edition erhältlich, jetzt auch als unlimitierte Ausgabe im XXLFormat. Ein Muss für Fans.


eco.life

S U P E R M A R K TA R C H I T E K T U R

Nachdem dieses Jahr bereits die Hörtnagl-Filialen in Kufstein und Imst umgebaut wurden, standen nun auch am Standort im Einkaufszentrum M4 in Wörgl einige Veränderungen an. Der Fokus der Umbauarbeiten wurde auf die Erneuerung bzw. Verlagerung des Thekenbereiches gelegt, um den Kunden ein bestmögliches Einkaufserlebnis zu garantieren. Die bisherige Theke wurde dabei durch eine großzügigere und moderne Bedientheke ersetzt, die nun das Herzstück der Filiale bildet. Auch der Bereich der warmen Speisen wurde direkt an die neue Theke angeknüpft. Der Vorteil ist, dass die Kunden sowohl die hochwertigen Fleisch- und Wurstwaren mit Herkunft aus Österreich und Tirol als auch die warmen und täglich wechselnden Speisen aus einer Hand bekommen.

GEISTIG

Das Jahr 2019 war ein richtig gutes Obstjahr. Die Brennerei Kostenzer hat folglich auch heuer wieder feine Edelbrände destilliert und ihrem reichhaltigen Sortiment hinzugefügt. Mit dabei der fassgelagerte „Alte Apfel“ oder der Zigarrenbrand vom Bockbier. Außerdem kommt vom Achensee echter Tiroler Whisky, der sich in diesem Fall „Whisky Alpin“ nennt – ausgebaut in kleinen Eichenfässern, wo der Brand mehrere Jahre lagern darf. www.schnaps-achensee.at

133

www.kia.com

Der neue Kia XCeed. Mit Habenwollen-Effekt.

Im Leasing ab

€ 21.090,-1)

Aufregende Zeiten in Sicht.

Auto Meisinger GmbH

Innsbruckerstraße 57 - 59 • 6176 Völs • Tel.: 0512 - 31000 office@meisinger.at • www.meisinger.at CO2-Emission: 158-109 g/km, Gesamtverbrauch: 4,1-6,9 l/100km

Symbolfotos. Satz- und Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. 1) Berechnungsbeispiel am Modell Kia XCeed Titan inkl. Preisvorteil bestehend aus € 1.000,00 Leasingbonus bei Finanzierung über Kia Finance und € 400,00 Versicherungsbonus bei Abschluss eines Kia Versicherung Vorteilssets. Der Kia Versicherungsbonus ist nur gültig bei Kauf eines Neu- oder Vorführwagens und bei Abschluss eines Vorteilssets bestehend aus Haftpflicht, Vollkasko mit Insassenunfall- und/oder VerkehrsRechtsschutzversicherung. Die Bindefrist bzw. Mindestlaufzeit des Vertrages beträgt 36 Monate inkl. Kündigungsverzicht. Gültig bei Kaufvertrags- bzw. Antragsdatum bis 31.12.2019. Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über die Santander Consumer Bank GmbH. Stand 10|2019. Angebot gültig bis 31.12.2019. Erfüllung banküblicher Bonitätskriterien vorausgesetzt. *) 7 Jahre/150.000km Werksgarantie.


eco.life

Alles begann mit einem kleinen Laden in der Innsbrucker Fallmerayerstraße, heuer feiert Isser Optik sein 50-jähriges Bestehen.

134

AUF LANGE SICHT

Am 3. November 1969 hat Helmut Isser mit 22 Jahren sein Unternehmen gegründet – als damals jüngster Optikermeister Österreichs, eigentlich ein Einmannbetrieb in der Innsbrucker Fallmerayerstraße, unterstützt von seiner späteren Frau Gudrun. 1972 eröffneten die beiden ihre erste Filiale im Rathaus in ihrem Wohnort Seefeld. Höchste Präzision, Kompetenz, individuelle und wirklich persönliche Beratung sowie ein technisch modernster Geräte- und Maschinenpark komplettierten die „Qualität zum Durchschauen“ von Isser Optik. 1978 folgte schließlich die Filiale in Telfs, 1986 in der Innsbrucker Meinhardstraße. Seit 2006 steht mit Wolfgang und Christian Isser die zweite Generation an der Spitze eines mittlerweile 20-köpfigen Teams. Neben perfekter Beratung und viel Know-how ist es vor allem die progressive Architektur, die auffällt. Alle Filialen verfolgen mit ihrer puristischen Ästhetik den Zweck, die ganze Aufmerksamkeit auf den Artikel Brille zu fokussieren. Formal reduzierte, ganz auf Funktion hin entwickelte Möbel, gepaart mit einer ausgetüftelten Lichtplanung, erfüllen diese Aufgabe optimal. Auch wir gratulieren an dieser Stelle für 50 Jahre Isser Optik. www.isser.at

NEUES AUS DEM WEST(EN)

Im Einkaufszentrum west in der Höttinger Au hat sich zuletzt einiges getan. Auf 1.500 Quadratmetern eröffnete Österreichs führende Fitnesskette FITINN ein Studio der neuesten Generation. Quick Schuh ist mit modernem Shopdesign ins Erdgeschoss übersiedelt – ebenfalls mit neuem Konzept präsentiert sich TEDi im Obergeschoss. Zusätzlich zu den SMATRICS-Ladestationen im 2. Untergeschoss gibt es nun eine weitere E-Tankstelle im 1. Untergeschoss. www.innsbruckwest.at


GENUSSVOLLE MOMENTE

AUS ROTHSCHILDS MEISTERHAND Saskia und Baron Eric Rothschild

CHÂTEAU PEYRE-LEBADE 2015 CRU BOURGEOIS, LISTRAC/BORDEAUX, FRANKREICH Mit seinem ansprechenden, eleganten Charakter und seiner geschmeidigen Art verrät der Château Peyre-Lebade sofort die Handschrift der berühmten Rothschilds. Herrliche Geschmeidigkeit, durch den Merlotgehalt von 75 %, reichhaltige Fülle und Frucht. Ein Muss für echte Bordeaux-Liebhaber!

CHÂTEAU D‘AUSSIÈRES 2016 CHÂTEAU D‘AUSSIÈRES, CORBIÈRES, FRANKREICH Der Château d‘Aussières ist der Spitzenwein des Gutes und das Ergebnis einer rigorosen Auswahl der besten Parzellen und kann daher nur in kleineren Mengen erzeugt werden. 40 % dieser Cuvée werden 12 bis 16 Monate in neuen Eichenholzfässern ausgebaut. Der Wein erhält dadurch ein herrliches Bouquet mit würzigem Holzton und überzeugt mit seiner Dichte und Finesse.

GRANDE RESERVE 2016 LOS VASCOS, COLCHAGUA, CHILE Eine händische Traubenselektion der besten Lagen, 12 Monate in französischen Barriques ausgebaut. Eine großartige Grande Reserve aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Malbec und Carménère. Aromatische Komplexität und Würze, am Gaumen Kraft und trotzdem Eleganz, zarte Anklänge von Eukalyptus und Lavendel, hinterlegt mit samtigen, reifen Tanninen.

ROTHSCHILD-PAKET bestehend aus je zwei Flaschen à 0,75-l Château Peyre-Lebade 2015, Château d’Aussières 2016, Grande Reserve 2016

GOTTARDI GmbH & Co. KG Heiliggeiststraße 10 | 6020 Innsbruck Vinothek Öffnungszeiten: Mo – Fr von 9.00 – 19.00 Uhr; Sa von 9.00 – 12.00 Uhr Telefon: +43 512 584493-0 | Fax: +43 512 584493-9 | E-Mail: wein@gottardi.at facebook: gottardi.feine.weine | instagram: gottardi_feineweine

WWW.GOTTARDI.AT

2019 © comdesign.net

um € 89,- statt € 114,80


eco.life

SCHREIB MAL WIEDER

Faber-Castell präsentiert mit „Ambition“ seine neue Schreibgeräteserie und stimmt damit auf die Wintersaison ein, die nicht nur modisch von den verschiedensten Brauntönen getragen wird. Der schlanke Schaft wurde im 3-D-Drucker hergestellt und zeigt Profil mit effektvoller Krokostruktur. Die Front- und Endstücke aus verchromtem Metall setzen kontrastierende Akzente. Füllfederhalter um 70 Euro.

SPIEL MIT MIR

136

Kinder müssen nicht weit verreisen, um auf Entdeckungstour zu gehen. Mit ein bisschen Fantasie können daheim und im Freien vielerlei Orte geschaffen und Abenteuer erlebt werden. Kinder betrachten die ganze Welt als großen Spielplatz und das ist gut so. Es macht kreativ und bringt zusammen. Spielen fördert die Entwicklung, es macht die Welt größer und ist Lernen fürs Leben. Auch wir Erwachsenen sollten viel öfter in die Spielewelt abtauchen. Fürs gemeinsame Spielen empfehlen wir „Der, Die, Das Deutsch“, das in mehr als 1.300 Fragen die Schlüsselbereiche der Grammatik behandelt, den Wortschatz erweitert, Redewendungen und Standardphrasen trainiert. Auf unterhaltsame Weise wird damit die Sprache weiterentwickelt. Auch „Blue Banana“ sorgt als kniffliges SpeedKartenspiel für Gehinjogging. Es geht um Kombinatiosgabe verbunden mit Schnelligkeit im Denken und Handeln. Und um eine Portion Glück, wie immer im Leben. Beide Piatnik-Spiele sind für Kids ab zehn Jahren.

GUTE SACHE

Am Mittwoch, den 11. Dezember findet ab 16 Uhr am Kirchplatz Dreiheiligen der zweite z6 MarhaBa*r Wintermarkt als Gemeinschaftsprojekt statt. Neben dem Jugendzentrum z6 sind weitere Institutionen des Stadtteils – ISD Alexihaus, ISD Sozialzentrum Dreiheiligen, Streetwork z6, Drogenarbeit z6, Pfarramt Dreiheiligen, Fluchtpunkt, Verein für Obdachlose, Tabea Lebenshilfe – sowie mit dem HaPoel und Brennpunkt zwei Gewerbetreibende der direkten Nachbarschaft in die Umsetzung des Wintermarktes eingebunden. Verkaufsstände von Produkten, Getränken und Snacks, aber auch Informations- und Begegnungsstände verfolgen das Ziel von MarhaBa*r: Menschen, die im Stadtteil Dreiheiligen leben, arbeiten und sich aufhalten, zusammenzuzubringen und den Austausch zu fördern. Die Nachbarschaft soll durch direkte Begegnungen am großen, offenen Kirchplatz gestärkt, der Dialog angeregt und die Gemeinschaftlichkeit gelebt werden. Das Gefühl, willkommen zu sein, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, Sprache oder Geldbörserl, soll an diesem Tag für alle Gäste des Marktes erlebbar werden. Kommen Sie, schauen Sie!.

A D V E N T, A D V E N T

Für einen Adventkalender ist man nie zu alt, vor allem wenn er so schön ist wie der Hauptstadt-Kalender der Innsbrucker Grafikerin Dominika Nordholm, der ein bisschen anders durch die Adventzeit begleitet. Hinter den Türchen verbergen sich keine kleinen Geschenke oder Schokolade, vielmehr geben sie Tag für Tag mehr von einem Stück Innsbruck preis. Die Vorfreude darf wachsen, die Fantasie darf spielen. Jeden Tag wird mehr sichtbar, das dunkle Deckbild wird Stück für Stück weggenommen. Darunter kommt das Treiben der Engel und Schaulustigen zum Vorschein. Am 24. Dezember sind alle „Fenster“ offen, der Kalender hat sich in ein Weihnachtsbild verwandelt und darf als Dekoration noch bleiben. Die Kalender sind in kleiner Auflage erschienen und im guten Papier- und Buchhandel erhältlich.  www.innsbruckeradvent.at


Zwischen Tradition und Moderne. Seit mehr als 240 Jahren produzieren wir, die Familie Walde in Innsbruck, hochwertige Seifenartikel aus natürlichen und naturnahen Rohstoffen.

Walde Seifen ist damit die älteste Seifenfabrik Österreichs und zugleich eines der ältesten Familienunternehmen des Landes. Eine ausgezeichnete Qualität der erzeugten Ware ist seit bald acht Generationen oberste Geschäftsprämisse. Neben erstklassigen Produkten, hochqualifizierten Mitarbeitern und innovativer Technik liegt uns vor allem der Umweltschutz am Herzen. Das beginnt bei der Auswahl unserer Rohstoffe und Zulieferer, geht über umweltorientierte Produktionsverfahren, bis hin zum ökologisch sinnvollen Versand der Ware. Durch das Vertrauen, das wir uns so über die vielen Jahrzehnte erworben haben, konnten wir unsere Geschäfte auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit Erfolg weiterführen. Heute haben wir unser Warensortiment stark ausgebaut. Neben den klassischen Seifenprodukten produzieren wir auch hochwertige

Firmenhauptsitz Öffnungszeiten Dörrstraße 78 Mo-Do: 8.00 – 12.00 6020 Innsbruck und 13.30 – 17.00 Fr: 8.00 – 12.00

Kosmetik, Reinigungsmittel, Speisefette und -öle vor allem für die Gastronomie sowie handgemachte Kerzen. Auch die Lohnfertigung für Reinigungs- und Kosmetikprodukte konnten wir über die Jahre immer mehr ausbauen.

Tradition bedeutet: “Vertrauen, Lebensgefühl und Werte in die Zukunft zu tragen und weiter zu entwickeln.“ – Peter Walde Neben unserem Produktionsstandort in der Dörrstraße finden Sie uns auch in unseren drei Verkaufsstellen: dem Kerzenfachgeschäft „Tiroler Wachszieher und Lebzelter“, dem Seifengeschäft „Alte Seifenfabrik“ mit kleinem Museum sowie in unserem Shop in der Dörrstraße. Außerdem finden Sie uns auch am Christkindlmarkt in der Innsbrucker Altstadt gegenüber vom Stadtturm.

Seifengeschäft Öffnungszeiten Kerzenfachgeschäft Öffnungszeiten Pfarrgasse 5 Mo-Fr: 9.00 – 18.00 Innstraße 23 Mo-Fr: 9.00 – 18.00 OnlineSHOP 6020 Innsbruck Sa: 9.00 – 13.00 6020 Innsbruck Sa: 9.00 – 17.00 www.walde.at


eco.life

GENUSS FÜR SCHAULUSTIGE Kürzlich eröffnete im Orbis-Office in der Innsbrucker Resselstraße mit dem 3Raum ein ganz besonderes Konzept. Hier verschmelzen Möbelausstellung, Lichtkonzepte ... und eine trendige Bar.

M

138

an muss schon wissen, dass sich im auffälligen Gebäude beim Kreisverkehr am Innsbrucker Tivoli eine öffentliche Bar befindet. Im Vorbeigehen hineinstolpern ist hier nicht. Deshalb sagen wir es Ihnen an dieser Stelle, weil sich ein Besuch echt lohnt. Hier werden richtig gute Drinks serviert, feine Weine, exklusiver Champagner, Brennpunkt-Kaffee und dazu ausgewählte kulinarische Besonderheiten. Und weil die Bar Teil des 3Raum-Konzeptes (Möbel von Mairaum, Lichtkonzepte von Rowa-Moser, Bar) ist, kann man seine Gläser nicht nur direkt an der Bar, sondern auch an den Ausstellungstischen schlürfen. Genuss im Schauraum quasi. Geführt wird die Bar von Carole Rohrmoser-Stein gemeinsam mit Patrick Fender – beide keine Unbekannten, wenn es um edlen Trinkgenuss geht. Eine klassische Karte gibt es keine, die Drinks werden individuell für jeden Gast-Gusto zubereitet. Der Gin-Tonic hat schon mal überzeugt, der Whisky Sour sogar noch mehr.

PRODUKTE MIT GESCHICHTE

Weil Carole Stein ursprünglich aus Frankreich kommt und Franzosen generell ganz viel von Genuss verstehen, gibt es zu den Getränken auf Wunsch auch Kleinigkeiten zu essen. Jedes Produkt wählen Carole und Patrick persönlich aus, die Auswahl ist exklusiv und vielfach direkt aus Frankreich, manches auch aus Spanien oder Portugal und natürlich aus der Heimat: Jahrgangssardinen, (Jakobs-)Muscheln, Schinken, Kolsasser Käse, Senf aus Korsika, exquisite Öle, Essige und Tapenaden. „Alle Produkte haben ihre eigene Geschichte und sind etwas Besonderes“, sagt Carole. Bald sollen alle Produkte hier auch gekauft und mitgenommen werden können – kleine Geschenke also, die man sich ab und an auch gerne selber macht. Schon jetzt gibt’s einige verschiedene Designkompositionen zu erwerben, sollten Sie noch ein Weihnachtsgeschenk brauchen – Whisky und Grappa in Reagenzgläsern verpackt in einem schönen Humidor zum Beispiel. „Wir möchten in der Bar die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen, hier ist Platz für alle. Es geht um gutes Essen und Trinken und um ganz viel Genuss“, erklärt Carole. Deshalb ist geplant, künftig auch kleine (Gourmet-)Events abzuhalten, Lesungen, Verkostungen mit Winzern, Kunstausstellungen oder Musik-Gastspiele. Und vielleicht findet man dabei auch gleich einen neuen Esstisch fürs eigene Zuhause.

Der Vanderhall glänzt mit Fahrspaß und Individualität

S PA S S-D R E I R A D D E R VA N D E R H A L L H AT Z WA R N U R D R E I R Ä D E R UND MAXIMAL ZWEI SITZE. DOCH ES GIBT WOHL K A U M E I N FA H R Z E U G , I N D E M M A N L Ä S S I G E R A U S S E H E N U N D N O C H M E H R S PA S S H A B E N K A N N .

Wer die Anordnung von zwei Rädern vorne und einem hinten interessant findet, hat mit dem Vanderhall das perfekte Gerät. Die Modelle Venice und Venice Speedster werden von einem 180 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbomotor befeuert und glänzen mit fantastischen Fahreigenschaften: Der Antrieb beschleunigt den Vanderhall in nur 3,8 Sekunden auf Landstraßentempo. Möglich macht das vor allem das geringe Gewicht von nur 700 Kilogramm. Dieses verdankt er zum großen Teil dem Aluminium-Monocoque und der Tatsache, dass die wenigen Teile an der Karosse aus Carbon gefertigt werden – alles für den Fahrspaß. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 220 km/h elektronisch begrenzt. Der Vanderhall ist ein Autocycle für Individualisten und Sammler, das an vergangene Zeiten erinnert. Die Preise starten bei rund 60.000 Euro inklusive aller Abgaben, für 2020 sind weitere Modelle geplant.


HANDLE-CREATIV.AT

EIN HALBES JAHRHUNDERT SCHARFE SICHT

- 50% AUF ALLE OPTISCHEN GLÄSER IM NOVEMBER

Innsbruck

Innsbruck

Telfs

Seefeld

Meinhardstraße 3 Tel. +43 512 58 04 69

Fallmerayerstraße 3

Bahnhofstraße 2

Klosterstraße 43

Tel. +43 512 58 47 12

Tel. +43 5262 634 96

Tel. +43 5212 28 85

info@isser.at www.isser.at 


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

HANDELSTAG MIT VIELEN POSITIVEN EMOTIONEN Einkaufen mit Erlebnisfaktor stand im Zentrum des „Handelstages“, zu dem die Sparte Handel der Tiroler Wirtschaftskammer am 7. November ins Einrichtungshaus Föger geladen hatte. Stefan „Beeren“ Mair, Roman „Betten“ Eberharter

D

140

as Internet und vor allem das Smartphone haben die Erwartungshaltungen und das Kaufverhalten der Konsumenten komplett verändert. Schnell und einfach ist zum Standard geworden. Die Kunden sind es mittlerweile gewohnt, Waren binnen kurzer Zeit nach Hause geliefert zu bekommen, ebenso wie sie es gewohnt sind, immer und überall online sein zu können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der stationäre Einzelhandel seinen großen Vorteil gegenüber dem E-Commerce ausspielt – nämlich die Möglichkeit, das Einkaufen zum Erlebnis mit positiven Emotionen zu machen“, unterstrichen der Obmann des Tiroler Handels, Martin Wetscher, und Hausherr Stefan Föger unisono. Wie das funktionieren kann, zeigte Wolfgang Gruschwitz, der mit seinem Unternehmen unter anderem Kunden wie Adidas, Burberry oder Superdry berät, anhand praktischer Beispiele auf. „Im Handel geht es heute vielfach nicht mehr darum, ein Produkt, sondern eine Geschichte zu verkaufen – am besten mit einem Lächeln auf den Lippen“, so der Experte. Im Rahmen des Branchentreffs wurden außerdem traditionsreiche Handelsunternehmen geehrt – über eine handgemalte Jubiläumsurkunde durften sich die Berlhofer-Farben GesmbH, die Textil Rauscher GmbH, die Verlagsanstalt Tyrolia GmbH (alle aus Innsbruck) und Buch&Papier Armütter aus Rattenberg freuen. PR

Referent Wolfgang Gruschwitz und Sparten-GF Alois Schellhorn

Franz Patscheider, Patricia Niederwieser und Max Reitmeir (Uni)

Ausgezeichnet: Adi Rauscher mit Schwester Cornelia und Mutter Rosi Sonja Altenburger (Fa. Armütter), Markus Renk (Wagner’sche) und Verena Weiler (WK)

Hausherr Stefan Föger, WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker, Spartenobmann Martin Wetscher


Hier wurde das Bett zum Trampolin. Bis Mama „Ende der Vorstellung!“ rief. Ein guter Platz zum müde werden um € 2.599,– Die Show beginnt um 20 Uhr. Also dann, wenn schon lange Ruhe sein sollte. Das Zirbenbett wird zum Zirkuszelt und die Matratze zur Manege. Gut, dass der gedrechselte Fuß Stabilität und das Kopfteil aus Loden Sicherheit für alle kleinen Clowns bietet.

Telfs/Pfaffenhofen www.foeger.at

Dahoam statt zuhause.

föger

©


Christine Bandtlow und Peter Loidl Beady-Award-Überreichung: Stefan Pühringer, Kevin Riedl, Johann Wied, Michael Fischer und Florian Kondert

Z U K U N F T S W E I S E N D E TA G E Zwei Tage lang wurde das Kufsteinerland zum Zentrum für visionäre Botschaften, zukunftsgerichtete Dialoge und Debatten. Die ersten BEADY DAYS waren für alle Beteiligten – Teilnehmer wie Initiatoren – eine motivierende Erfahrung. Zwölf internationale Speaker, 20 Workshops und eine Vielzahl an Sideevents haben bunte Eindrücke hinterlassen. Viel Heldenpotential lag auch in der Vergabe des Beady Awards. Der Gewinner Michael Fischer kann mit dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro die Entwicklung seiner App vorantreiben. www.beady-days.at

H O H E AU S Z E I C H N U N G Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Landhaus überreichte Bundesministerin Iris Rauskala im Namen des Bundespräsidenten der Vizerektorin für Forschung und Internationales, Christine Bandtlow, für ihre Verdienste um die Republik das „Große Silberne Ehrenzeichen“. Peter Loidl, Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten, erhielt das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“.

TEE UND KAFFEE Ende Oktober öffnete nach einer Geschäftserweiterung und einem Umbau das neue „House of Tea & Coffee“ seine Pforten. Der Traditionsbetrieb in der Innsbrucker Kiebachgasse verfügt mit 60 Quadratmetern nun über doppelt so viel Verkaufsfläche und setzt künftig auf das Konzept „Tee und Kaffee erleben“. Johann Friembichler jun. hat den Traditionsbetrieb kürzlich von seinem Vater übernommen und bietet neben rund 450 offenen Tee- und Kaffeesorten künftig auch Verkostungen oder Workshops an.

Gregor Leitner (Wirtschaftskammer Tirol) und Johann Friembichler jun.

ALPINE LEITREGION Tirol als führendes Zentrum für alpine Technologien: Der Alpine Tech Innovation Hub soll ein wichtiges Element sein, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die neue Plattform für Vernetzung, Austausch und Innovation wurde Mitte Oktober in der Werkstätte Wattens eröffnet. „Mit dem Alpine Tech Innovation Hub schaffen wir einen Ort, an dem wir die vielversprechendsten jungen und etablierten Mitglieder der Alpintechnologie-Branche zusammenbringen“, so Alexander Koll, Leiter der Werkstätte Wattens.

Die Verantwortlichen für den Alpine Tech Innovation Hub: Isabell Kurzthaler und Alexander Koll (Werkstätte Wattens), Lisa Spöck und Marcus Hofer (Standortagentur Tirol), Klara Brandstätter (I.E.C.T. Hermann Hauser)

© MUI/DAVID DELIUS

IM GESPRÄC

142

news & events


im.gespräch

GENUSS VOM FEINSTEN

erfolgs.geschichten

In bereits bewährter Tradition lud Zillertal Bier zum Kulinarium ins Europahaus nach Mayrhofen. Zusammen mit rund 30 renommierten Winzern aus dem umfangreichen Weinsortiment der Privatbrauerei wurde den Gästen Genuss vom Feinsten geboten. Außergewöhnliche Spezialbiere, in Handarbeit gebraut und in Großflaschen abgefüllt, feine Bierspezialitäten, elegante Weine und edle Brände konnten dabei von den Gästen verkostet werden. Martin Sieberer sorgte für die perfekte Kulinarik dazu. Zillertal-Bier-Chef Martin Lechner, Winzer Josef Umathum, Spitzenkoch Martin Sieberer, Winzer Rudi Wagentristl und Wolfgang Reisner (Weingut Hans Igler)

Geschäftsführer Christian Plattner mit seinem Kundenbetreuer Josef Mathoi, Hypo Tirol Bank AG

Überraschungseffekt Mit einem bunt gemischten Sortiment zu günstigen Preisen hat sich das Tiroler Familienunternehmen aus&raus zu einem attraktiven und sicheren Arbeitgeber entwickelt.

Martin Auer (Raiffeisenbank TelfsMieming), Alois Kluiben­schädl (ALPE Kommunal- & Umwelt­technik), Vize­ bürgermeisterin Cornelia Hagele, Tanja Kluiben­schädl (ALPE Kommunal- & Umwelt­technik), Veronika und Gerhard Schartner (Rechtsanwalts­ kanzlei Schartner) und Günter Steffan (Raiffeisenbank Telfs-Mieming) Stefan Föger (Einrichtungs­­haus Föger) mit Tajana und Oswald Salcher (Kaffee Salcher)

M I T. E I N A N D E R M E H R B E W E G E N Das Einrichtungshaus Föger in Telfs war Mitte Oktober Gastgeber für ein besonderes Event: Die Raiffeisenbank Telfs-Mieming lud unter dem Motto „Kamingespräche“ regionale Unternehmerpersönlichkeiten ein, um aktuelle Projekte zu präsentieren und Ideen auszutauschen. Rund 130 Unternehmer sind der Einladung gefolgt, genossen gute Gespräche und feines Ambiente.

Bei aus&raus ist es noch lange nicht aus. Ganz im Gegenteil, das Familienunternehmen mit Sitz in Imst ist stetig am Wachsen. 1994 mit einem Markt mit Waren aller Art aus Sonderposten im EKZ Cyta gegründet, zählt aus&raus mittlerweile 18 Filialen in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten. Die Zukunft von aus&raus liegt auf weiterem Wachstum und somit auf Expansionskurs. „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Standorten in der Größe von siebenhundert bis achthundert Quadratmetern“, berichtet Geschäftsführer Christian Plattner. Derzeit sind 105 Mitarbeiter bei aus&raus beschäftigt, das Warensortiment besticht mit täglichen Überraschungen. „Während der erste Shop noch ausschließlich aus Sonderposten bestand, hat sich aus&raus in den Jahren komplett gewandelt“, erklärt Plattner. „Aus einem Sonderpostenmarkt wurde ein Shop mit Waren aller Art mit äußerst günstigen Preisen. Mit Produkten, die es in anderen Läden und Shops auch gibt, aber bei aus&raus eben wesentlich günstiger. „aus&raus arbeitet seit der Firmengründung mit der Hypo Tirol Bank zusammen. Dabei muss erwähnt werden, dass die Zusammenarbeit über die Jahre hinweg immer unkompliziert und problemlos funktioniert hat. Besonders hervorheben möchten wir unseren Betreuer Josef Mathoi, der uns mit seinem überaus fachkundigen und kompetenten Wissen immer mit Rat und Tat zur Seite steht“, findet Christian Plattner lobende Worte für die jahrzehntelange Partnerschaft mit der Hypo Tirol Bank. PR

143


VON WIEN NACH TIROL Erfolgsgastronom Thien Nguyen (drei Standorte in Wien) hatte in Windeseile das ehemalige Cammerlander nach kurzfristiger Insolvenz als neuer Pächter übernommen und als Pop-up-Restaurant wiedereröffnet. Täglich von 11 bis 23 Uhr gibt‘s hier ab sofort vietnamesische Küche, von Montag bis Freitag auch Mittagsmenüs.

Thien Nguyen mit seiner Frau Sophie

144

E WUschi U S SSchwarzl T T I Rund O LIVBBM GeorgBWilli, Das Bewusstsein regionale LeGeschäftsführer Martinfür Baltes (Bildmitte)

bensmittel in der Gastronomie steigt seit Jahren kontinuierlich an. Dies ist nicht nur eine subjektive Empfindung, das bestätigt auch die Zahl jener Gastronomen und Hoteliers, die kürzlich in der Messe Innsbruck die Auszeichnung „Bewusst Tirol“ entgegennehmen durften. 191 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe, 20 Sennereien, 23 Großhändler und 14 Fleischverarbeiter wurden für ihr starkes Regionalitätsbekenntnis geehrt.

© WKT/DIE FOTOGRAFEN

© AMTIROL

im.gespräch

Christan Ladner (Wirtschaftskammer Tirol), Berufsgruppensprecher Thomas Baumüller und ARA-Vorstand Werner Knausz

R E C YC L I N G B R I N G T ’ S Die Fachgruppe Sekundärrohstoffhändler zählt über 50 Betriebe zu ihren Mitgliedern, die wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft sind und dafür sorgen, dass die Wertschöpfung in Tirol bleibt. Die Tiroler Wiederverwerter möchten zwischenzeitlich mehr Bewusstsein für die Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft in Tirol schaffen.

B A N K AU S T R I A S O Z I A L P R E I S 2 0 1 9 Der Bank Austria Sozialpreis zeichnet bereits zum zehnten Mal in Folge soziale Initiativen in Österreich aus. Zum siebenten Mal wird dieser Preis nun für jedes Bundesland individuell vergeben: Der Sieger des Bank Austria Sozialpreises 2019 in Tirol ist das Projekt „Leben und Schaffen am Lilienhof“, das therapeutische Möglichkeiten in der Natur und mit Tieren bietet. Der Preis wurde am 22. Oktober im Rahmen eines Kabarettabends mit Gerold Rudle „Noch ein Ass im Ärmel” in Igls verliehen. HERZLICH WILLKOMMEN BEI TIROLS GRÖSSTEN EVENTS

ALLE EVENTS AUF WWW.OLYMPIAWORLD.AT Jeder kann mitmachen! MARKT World’s Greatest Winter AM TIVOLI VON 6.00for –12.00 UHR Sport Festival 30+ Year Olds!

10.–19.01.20 14. – 16.02.20 SAMSTAGS MASTERS HOLIDAY MARKT GAMES ON ICE AM TIVOLI INNSBRUCK & UMGEBUNG Die Winter World Masters Games sind das weltweit größte Wintersport-Festival.

oly-eco 180x80_2.indd 1

OLYMPIAHALLE TIVOLI STADION TIROL (NORD-/OST) Die meistbesuchte Eisshow der Welt mit Landwirtschaftliche Produkte sowie Entertainment auf Weltklasse-Niveau. Floh-, Kuriositäten- und Händlermarkt.

VORSCHAU AUF DIE NÄCHSTEN EVENTS 21. Dezember 2019 Gigi D‘Agostino Live 24. Jänner 2020 Beat it! Das Live Musical 26. Jänner 2020 Gregorian Masters of Chant

12.11.19 09:23


GELENKPUNKT

AKTIV IN DEN WINTER Freude am Skisport mit neuen Gelenken.

B

ei der Abnützung von Gelenken (Arthrose) ist der Ersatz durch ein Kunstgelenk aus Metall und Kunststoff oft die einzige Möglichkeit, wieder schmerzfrei einem aktiven Lebensstil nachzugehen. Dabei stellt sich den Patienten oft die Frage, ob der geliebte Wintersport wieder in gewohntem Ausmaß praktiziert werden kann. Bis vor wenigen Jahren wurde Trägern eines Kunstgelenkes von übermäßiger sportlicher Betätigung, auch dem Skifahren, abgeraten. Zu groß waren die Bedenken, das Kunstgelenk könne Schaden nehmen oder eine Verletzung zu schweren Komplikationen führen. Inzwischen ist mit wissenschaftlichen Studien belegt, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Durch regelmäßige Sportausübung wird die Muskulatur gekräftigt, der Gleichgewichtssinn geschult und das Reaktionsvermögen verbessert. Als Faustregel bei der Sportausübung gilt: Alle Sportarten, die vor der Operation sicher ausgeübt werden konnten, können auch nachher wieder aufgenommen werden. Die wenigen Ausnahmen sind Mannschaftssportarten wie Fußball und Basketball sowie Kampfsportarten wie Ringen oder Judo. Diese Erkenntnis hat uns Ärzte von Gelenkpunkt dazu veranlasst, unsere Patienten mit künstlichen Knien und Hüftgelenken heuer zum sechsten Mal zu einem gemeinsamen Skitag einzuladen. Mehr als 30 Ski-

145

begeisterte trafen sich mit ihren Operateuren, um einen sportlichen Nachmittag auf der Mutterer Alm zu verbringen. Je nach Leistungsstufe und individuellem Können standen mehrere Gruppen, geführt von drei Skilehrerinnen und Mitarbeiterinnen von Gelenkpunkt, zur Auswahl. Auch dem wachsenden Trend des Pistentourengehens wurde Rechnung getragen und eine eigene Skitourengruppe gebildet, die den Aufstieg auf Fellen in Angriff nahm. Nach mehreren anstrengenden Skiabfahrten konnten sich alle im Mutterer-Alm-Restaurant stärken und aufwärmen. Dabei kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz und der Erfahrungsaustausch zwischen den Patienten und Ärzten wurde intensiv gepflegt. Bei der anschließenden Schlussabfahrt waren sich alle einig, dem Skisport weiter die Treue zu halten und die nächste Einladung zum Patienten-Skitag auf keinen Fall zu verpassen. Auch in diesem Jahr konnten wir gemeinsam mit unseren Patienten einen schönen, von viel Lebens- und Bewegungsfreude ge-

prägten, aber vor allem verletzungsfreien Tag auf den Brettern, die den Tirolern die Welt bedeuten, genießen. PR

GELENKPUNKT Ordination Dr. Fink • Dr. Hoser • Dr. Gföller • Dr. Braun Facharztpraxis für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie Olympiastraße 39 6020 Innsbruck www.gelenkpunkt.com TOP-VERSORGUNG 7 TAGE/ WOCHE Terminvereinbarung: 0512/39 70 30 oder www.gelenkpunkt.com/termin Notfallnummer: 0664/353 22 20


TIROLER VERSICHERUNG

TIROLER STELLT WEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT Der Aufsichtsrat der TIROLER VERSICHERUNG hat eine wichtige personelle Entscheidung getroffen.

146

Das TIROLER-Vorstandsduo Walter Schieferer (li.) und Franz Mair begrüßt Isolde Stieg im Kreis der erweiterten Geschäftsführung. Ab September 2021 wird sie ihr Vorstandsmandat übernehmen und schließlich Walter Schieferer nachfolgen.

W

alter Schieferer und Franz Mair wurden bereits zum fünften Mal als Vorstände der TIROLER VERSICHERUNG bestellt. Damit sind sie das längstdienende Vorstandsduo in Österreichs Versicherungslandschaft. Walter Schieferer (63) gab allerdings bekannt, dass er im Jahr 2022 in den Ruhestand treten und somit nicht mehr die gesamte Funktionsperiode zur Verfügung stehen werde. Vorausschauend regelte der Aufsichtsrat deshalb bereits jetzt die Nachfolge von Schieferer. Mag. Isolde Stieg aus Pettnau wird mit sofortiger Wirkung in die erweiterte Geschäftsleitung einziehen und ab 1. September 2021 ihr VorDie erfolgte interne standsmandat übernehVon September 2021 Besetzung ist einerseits men. bis 31. Mai 2022 wird der ein Beweis für die TIROLER-Vorstand dann Qualität aller TIROLER- zur Sicherstellung eines Übergangs aus Mitarbeiter*innen fließenden drei Vorstandsmitgliedern und zugleich Garant bestehen. Ab 1. Juni 2022 für die positive bilden Isolde Stieg als und Weiterentwicklung Vorstandsdirektorin Franz Mair als Vorstandsder TIROLER. vorsitzender das neue Vor-

TIROLER- KENNZAHLEN: • • • • • •

315 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 10/19) Über 500.000 Versicherungsverträge Prämieneinnahmen: 150 Mio. Euro Betriebsüberschuss: 12,7 Mio. Euro Kapitalanlagen: 380 Mio. (UGB) Solvabilität: 224 % (Solvency II)

• Eigenmittel zum 31.12.2018: 74,6 Mio. nach UGB 187,3 Mio. nach Solvency II

standsduo. Isolde Stieg verantwortet in der TIROLER seit 2011 das Ressort Finanzen und hat dieses zu einem Vorzeigebereich entwickelt. Die studierte Wirtschaftspädagogin verfügt über hervorragendes operatives Fachwissen und Leitungserfahrung aus ihrer Tätigkeit in namhaften nationalen und internationalen Unternehmen. Walter Schieferer und Franz Mair haben das Unternehmen seit dem Jahr 2000 als starke Regionalmarke positioniert. Nicht kurzfristige Rekordergebnisse, sondern langfristiger Erfolg war stets die Zielsetzung. Die TIROLER ist heute erfolgreicher denn je: Das Prämienvolumen wurde seit 2000 mehr als verdoppelt und der Personalstand um 50 Prozent auf 315 Mitarbeiter*innen erhöht. PR


TOP ARBEITGEBERIN


Hier duftete es nach Zimt und Äpfeln. Wie in meiner Kindheit, dachte er. Und lächelte. Schöne Erinnerungen wecken um nur € 8.990,– inkl. Lieferung & Montage, inkl. AEG-Geräteset.

Bitte zu Tisch, hörten wir früher. Heute kochen und backen wir für unsere Familien. In einer Küche mit massivem Rahmen und aus strapazierfähigem Lacklaminat. Jetzt aber bitte wirklich zu Tisch, denn der Apfelstrudel wartet!

Telfs/Pfaffenhofen www.foeger.at

Dahoam statt zuhause.

föger neo ©

Profile for eco.nova verlags gmbh

eco.nova SPEZIAL Lifestyle 2019  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

eco.nova SPEZIAL Lifestyle 2019  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

Profile for eco.nova
Advertisement