eco.nova SPEZIAL Kulinarik & Lifestyle 2021

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WENIG ARBEIT, REICHE ERNTE? Wie das gehen kann, zeigt die Pädagogin und spätberufene Gemüseexpertin Tanja WestfallGreiter mit ihrem speziellen Modell der Marktgärtnerei, das sie „Low-Input Market Gardening“ getauft hat und das auch im Winter reiche Ernte verheißt. 12

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en Anbau von Gemüse zu ihrem Beruf gemacht hat die gebürtige US-Amerikanerin, Zwischendurch-Tirolerin und Bald-Burgenländerin Tanja Westfall-Greiter. Gekommen war sie einst für ein Jahr als Sprachassistentin, geblieben ist sie der Liebe wegen. Von 2017 bis zum heurigen Spätsommer hat sie Gemüse und Kräuter auf 850 Metern Seehöhe am schattseitig gelegenen Hattingerberg kultiviert. Vielfältige, alte Sorten aus aller Welt, die in Supermärkten kaum zu finden und selbst in Bauernläden und auf Märkten rar sind. Ins Burgenland zieht es sie mit ihrem Küchengarten, weil sie dort ein Grundstück kaufen und nicht wie in Hatting lediglich pachten konnte. Inspirieren ließ Tanja Westfall-Greiter sich dabei vom Market Gardening, einem kleinräumigen Ackerbau, der in Nordamerika und Großbritannien von einer Generation hart arbeitender Enthusiasten wiederbelebt wurde und durchaus auch als Gegenentwurf zur industrialisierten Landwirtschaft verstanden werden kann. Neben Eliot Coleman, dem Pionier der Wintergärtnerei, gilt ihr auch Wolfgang Palme, der an der Abteilung für Gemüsebau an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt Schönbrunn lehrt, als Vorbild.

MARKTGÄRTNEREI

„Die Menschen, die Market Gardening betreiben, haben nicht nur den Ertrag ihrer Felder vor Augen, sondern auch die Gesundheit von Natur und Mensch“, meint die Gemüsegärtnerin und ausgebildete Pädagogin. Als solche ist es ihr naturgemäß ein Herzensanliegen, ihr umfangreiches Wissen um den Gemüseanbau weiterzugeben.


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