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Ausgabe Nr. 05 / Juni 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

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Was Nachhaltigkeit bedeutet und wie groß unser ökologischer Fußabdruck wirklich ist.

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Das Porträt einer Grenze

ANFASSEN ERLAUBT Die Rache des Analogen


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eco.edit

Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

Kluge Egoisten Nachhaltigkeit mag ein viel strapazierter Begriff sein. Wir kommen aber nicht umhin, ihn in seiner grundsätzlichen Bedeutung zu einem Teil unseres Lebens zu machen.

N

achhaltigkeit ist ein weitge-

was Schlechtes tut oder Systeme ausreizt.

gedruckten Wort seine Renaissance konsta-

dehnter Begriff, eine allge-

Das alles mag nun fast ein wenig esoterisch

tiert. Ab Seite 72 und damit im direkten An-

meingültige und konkrete

klingen, in unserer Titelgeschichte ab Seite

schluss an die totale Digitalität der Krypto-

Definition gibt es nicht. Der grundsätzli-

12 gehen wir der Nachhaltigkeit indes ganz

währungen lesen Sie mehr darüber.

che Gedanke schließt soziale, ökologische

pragmatisch auf den Grund.

Und wir haben uns noch ein Buch etwas

und ökonomische Aspekte gleichermaßen

Ebenso objektiv haben wir ab Seite 68 ver-

genauer angesehen: Othmar Kopp’s „Bren-

ein. Das macht es nicht unbedingt einfa-

sucht, dem Thema Bitcoin beizukommen.

ner.o“, für das sich der Innsbrucker Fotograf

cher, das Gebiet einzugrenzen. In den meis-

Dabei sind Kryptowährungen im Moment

auf – passend zu unserem Cover – Spuren-

ten Köpfen ist die erste Assoziation wohl

noch eher eine Glaubensfrage als eine rati-

suche auf die Grenze begeben hat und an-

die ökologische. Im Allgemeinen geht es

onale Entscheidung. Ihr größtes Manko ist

hand verschiedenster Fotos und Geschich-

bei der Thematik um Kreisläufe. Und um

aktuell, dass man sie nicht anfassen kann.

ten ein sehr variantenreiches Bild zeichnet

Achtsamkeit. Nur darum Bescheid zu wis-

Sie sind im wahrsten Sinne nicht greifbar.

(Seite 94). Zudem haben wir mit dem neuen

sen, hilft aber nicht weiter. Die Sammlung

Und dabei sehnen wir uns gerade in der

künstlerischen Leiter des BTV-Stadtforums

reinen Faktenwissens auch nicht. Wir müs-

durchdigitalisierten Welt vermehrt wieder

gesprochen (Seite 92) und sind wieder Auto

sen wieder lernen, auf uns zu hören und

nach genau dem: Dinge, die man an- und

gefahren. Nun gut, Letzteres mag nicht ganz

zu schauen, was gut für uns ist. Der Dalai

begreifen kann. David Sax hat ein ganzes

so nachhaltig sein, Spaß hat’s aber trotzdem

Lama nennt den entwickelten Menschen

Buch darüber geschrieben. Wir haben „Die

gemacht.

auch „klugen Egoisten“, der die Kreisläu-

Rache des Analogen“ gelesen und freuen

fe versteht und dass es letztlich auf einen

uns ganz besonders, dass Sax neben Schall-

selbst zurückfällt, wenn man jemandem et-

platten und Fotokameras vor allem dem

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2018

12

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Lust aufs Leben. Nachhaltigkeit – ein Begriff, der immer

an der bar und auf der terasse

leichtfertiger verwendet wird und

tapaskarte für den kleinen hunger

somit auch seine Wichtigkeit zu

Tirol innovativ. Revolutionäre Pedale und digitale Krankenbetten.

68

Gretchen mag Coins. Werden

verlieren droht. Doch was bedeutet

Kryptowährungen die (Banken-)

nachhaltig überhaupt? Und welche

Welt verändern?

Bedeutung hat Nachhaltigkeit für uns und unsere Welt?

72

Die Rache des Analogen. Auf dem Weg zur digitalen Utopie

TAPAS & CO ANGEBOT

6 45.

8 TAPAS

28

flüssigkeit die Techgurus bereits vor Jahren beschworen hatten.

denken, denken Sie dann an Skifahren, Wandern und E-Bikes? Kunst und Kultur? Nein? Sollten Sie aber.

32

42

84

Privatsache. Als gelernter Österreicher redet man ungern über

Vertrauensgeschäft. Von der

Geld. Wenn man welches braucht, sowieso, aber auch, wenn man

maklers.

welches hat. Was steckt hinter Private Banking?

Läuft! Der Tiroler Firmenlauf ist für viele Unternehmen bereits zur Institution geworden. Ein Blick hinter die Kulissen.

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Sinnhaftigkeit eines Immobilien-

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der Serie, für die Dagmar Wresnik

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100 Im Test. 102: Peugeot Traveller

keiten im Auto unterwegs ist.

104: VW T-Roc

Dieses Mal zu Gast: Unternehmer

108: Hyundai i30 Fastback

Paul Unterweger.

IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Martin Weissenbrunner // Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: Marian Kröll, Alexandra Keller, Sonja Niederbrunner, MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Renate Linser-Sachers, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Marion Witting, MSc., Stefan D. Haigner // eco.zukunft: Doris Helweg // eco.geld: Dr. Michael Posselt // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser SPEZIAL INNOVATIV: MMag. Lukas Schmied, Alexandra Keller Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Hannah Oderich, Hannelore Weissbacher // Grafik: Tom Binder, Florian Bürstl // Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)

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eco.nova

5


eco.mmentar

MMag. Klaus Schebesta

Strahlende Gesichter Wahlen werden von Personen gewonnen, mehr denn je. Die Parteizugehörigkeit wird zusehends zur Nebensache. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

E

s gab eine Zeit, da konnte man

Das große Problem der Opposition auf Bun-

Politikberater Thomas Hofer hat die Situation

Wahlen mit Programmen ge-

desebene ist, dass ihr die strahlenden Ge-

der österreichischen Opposition am Tag des

winnen. Bei uns. In Amerika ist

sichter abhanden gekommen sind. Ex-Bun-

Strolz-Rücktritts auf den Punkt gebracht und

es schon seit Jahrzehnten so,

deskanzler Kern sind bei jedem Auftritt die

mit einem Fußballspiel verglichen: Die Regie-

dass vor allem das Gesicht des Spitzenkan-

Schmerzen über dieses „Ex“ derart anzuse-

rung sei am Feld, schieße sich bei manchen

didaten zählt. Diese Strömung ist spätestens

hen, dass man mitheulen könnte. Den an-

Themen allerdings ein Eigentor. Die SPÖ sei

seit den letzten National-, Landtags- und

deren Oppositionsparteien geht es nicht

noch in der Kabine und diskutiere dort die

Gemeinderatswahlen auch bei uns ange-

viel besser. Die Grünen haben die Leistung

Aufstellung. Der Goalgetter der Liste Pilz ist

kommen. Wenn eine Figur mit passender

vollbracht, sich durch Eifersüchteleien und

für Hofer vor Anpfiff verletzt ausgeschieden,

Medienpräsenz die politische Bühne betritt,

Streitigkeiten selbst zu eliminieren – da half

die Grünen haben es nicht einmal ins Stadion

scheint beim Publikum der Hausverstand

kein noch so nachhaltiges Wahlprogramm,

geschafft und die Einzigen, die eigentlich am

auszusetzen. Wie oft haben wir schon erlebt,

das interessierte keinen mehr. Die Liste Pilz

Feld sind, nämlich die NEOS, sind jetzt auch

dass von jedem politischen Hoffnungsträger

kam nur durch ihren Frontmann ins Parla-

noch mit sich selbst beschäftigt. Dieser Spiel-

erwartet wird, er könne über Wasser gehen –

ment, der inzwischen aber mit seinem „Ich-

verlauf ist für eine Regierung, die gerade in

und sich die Wähler in der Folge enttäuscht

gehe-ich-komme“ arg an Glaubwürdigkeit

die Gänge kommt, eine riesige Chance, deut-

abwenden, wenn er/sie „nur“ gute Arbeit

verloren hat. Und die NEOS versuchen zwar

lich in Führung zu gehen. Wenn Schwarz-

leistet.

den Super-Gau herunterzuspielen, aber

Blau Reformen durchziehen will, dann jetzt,

Die Nationalratswahlen hat das – zumindest

es ist eine Tatsache: Ohne den glühenden

wo die gegnerische Mannschaft schwächelt.

als Kanzlerkandidat – frische Gesicht Sebas-

Kämpfer Matthias Strolz hat es diese Partei

Dass es die Koalition unter dem Stürmer Se-

tian Kurz gewonnen. Mit einer ÖVP, die zwar

verdammt schwer. Auch bei den NEOS wur-

bastian Kurz genau so angehen will, ist offen-

einen türkisen Anstrich bekommen hat, aber

de vor allem die Figur an der Front gewählt.

kundig. Im Wochentakt kommen neue Vor-

darunter immer noch dieselbe bündische

Wer auf die Website der NEOS geht, liest als

lagen – das hat mit dem Stillstand früherer

Partei mit demselben Parteiprogramm ist –

Erstes den Slogan „Neue Köpfe – neuer Stil –

Jahre nicht mehr viel zu tun.

immerhin mit neuen Durchgriffsrechen für

neue Politik“. Das trifft es ziemlich gut. Die

Für künftige Wahlen können wir uns mit Si-

den Chef. Bei den vier Landtagswahlen ha-

Politik steht an letzter Stelle – und an erster

cherheit darauf einstellen, dass ganz nach

ben vier Persönlichkeiten gewonnen, nicht

Stelle, die bislang mit Strolz gleichgesetzt

amerikanischem Vorbild Gesichter noch

vier Parteien. In Kärnten war das sogar Pe-

wurde, klafft eine Lücke, auch wenn sich die

wichtiger und Inhalte noch unwichtiger

ter Kaiser von der SPÖ, die ansonsten ge-

designierte Nachfolgerin noch so ins Zeug

werden. Wähler bestimmter Parteien sollten

rade keinen so guten Lauf hat. Und bei der

legt. Für eine Partei, die bei den meisten

sich aber dann nicht über Entscheidungen

Innsbrucker Bürgermeisterwahl hat – völlig

Wahlen gerade über die Minimalhürde von

wundern – sie kommen nicht aus heiterem

gegen jeden Bundestrend – Georg Willi als

vier bzw. fünf Prozent gekommen ist, kann

Himmel, sondern wären längst in Wahlpro-

Person und nicht als Grüner die amtierende

der Abgang ihres Zugpferdes zur Katastro-

grammen nachlesbar gewesen. Aber wer

Stadtchefin blass aussehen lassen.

phe werden.

liest schon Wahlprogramme …

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KOPF DER AUSGABE

e l a n i F s a d t s Zuer

modelle. Mit ür für neue Geschäfts sp Ge s te gu ein t ha m er den Richard Hirschhuber nzept am Start, mit de Ko es tiv va no in ein er N KRÖLL hat s aufmischt. // TEXT: MARIA Greenstorm Mobility sla Te d un s ke Bi Ete r gebrauch europäischen Markt fü

ZUR PERSON

© MARIAN KRÖLL

Richard Hirschhuber wurde am 29. August 1973 geboren. Der Inhaber und Geschäftsführer des Auracher Löchl und des Boutiquehotels Träumerei #8 by Auracher Löchl sowie der Alpentouch GmbH ist ein umtriebiger Typ, der geschäftlich gerne kontrolliert „Vollgas“ gibt. Sein großteils autodidaktisch erworbenes Business-Know-how ist auch bei diversen Unternehmen gefragt, bei denen er beratend tätig ist.


kopf der.ausgabe

„ICH BIN GERADE IN DEN ANFANGSZEITEN EINES UNTERNEHMENS GUT. SEHE ICH IRGENDWELCHE PROBLEME, ARBEITE ICH SIE AB. GIBT ES DANN IRGENDWANN KEINE MEHR, SUCHE ICH VIELLEICHT SOGAR WELCHE, DAMIT ICH ZU TUN HABE.“

R

Richard Hirschhuber

ichard Hirschhuber ist ein

Vision hatte und gewusst habe, wie man so

dass er daraufhin – wie es so seine Art zu sein

lässiger Typ. Das ist nicht

etwas richtig aufzieht. Meine Mitarbeiterfüh-

scheint – „Vollgas“ gibt und gleich einmal 3.500

zu verwechseln mit fahr-

rung war aber äußerst bescheiden, um nicht

weitere E-Bikes kauft. Dabei ist es aber nicht

lässig, auch wenn der Zil-

zu sagen sehr schlecht. Nach der Saison hat

geblieben.

lertaler dem kontrollier-

außerdem Geld gefehlt. Es war nicht zu re-

Die ursprüngliche Geschäftsidee hat man

ten Risiko nicht abgeneigt ist. Er hat unter

konstruieren, wo das hingekommen ist.“

im Haus mittlerweile perfektioniert, man

anderem das Auracher Löchl in Kufstein in

Dennoch habe der Vater das Lokal zu einem

ist nun auf der Suche nach Investoren. Weil

seinem Besitz und dieses nach dem frühen

sehr guten Preis verkaufen können, weil

Hirschhuber weiß, dass Glauben allein in der

Tod des Vaters vor 14 Jahren von einer klas-

Richard Hirschhuber ein gutes und gefragtes

Geschäftswelt zu wenig ist, hat er auch die

sischen Anlaufstelle für Touristenbusse zu

Produkt, eine funktionierende Marke daraus

harten Zahlen parat, die belegen, dass das

einem formidablen Hotel- und Gastronomie-

gemacht hat. Die Entwicklung und Vermark-

Geschäftsmodell trägt, gut skalierbar ist und

betrieb samt Flüsterbar mit der weltgrößten

tung von Ideen ist bis heute ein Steckenpferd

ein enormes Wachstumspotenzial bietet. Ne-

Gin-Sammlung gemacht. Als dort alles rund

des Unternehmers, für den das Finale erst

ben Tausenden von E-Bikes, die konkurrenz-

läuft, wird Richard Hirschhuber nicht mehr

der Auftakt zur Karriere als Selbständiger in

los günstig nach einer Saison in der Hotelle-

dringend gebraucht. Das lässt Ressourcen

der Hotellerie und Gastronomie war. Der Tod

rie an den Endkunden verkauft werden, hat

frei werden, die er anderweitig investiert – et-

des Vaters löst in Richard Hirschhuber ei-

Greenstorm auch eine wachsende Flotte von

wa als Consulter bei Hotelprojekten wie dem

nen Nachdenkprozess aus. „Man ist nicht so

Tesla-Elektroautos im Angebot. „Ich bin ge-

Hofbräuhaus Traunstein. Bei derlei Vorhaben

lange auf der Welt, deshalb ist es besonders

rade in der Anfangszeiten eines Unterneh-

werkt Hirschhuber diskret, aber um nichts

wichtig, die Dinge, die man tut, richtig zu tun.

mens gut. Sehe ich irgendwelche Probleme,

weniger effektiv im Hintergrund. Wie im Ge-

Nicht auf der ganzen Welt herumzujetten,

arbeite ich sie ab. Gibt es dann irgendwann

schäftsleben der Hase läuft, hat Hirschhuber

sondern sich zu setteln.“ Sesshaft zu werden,

keine mehr, suche ich vielleicht sogar welche

früh selbst ausprobieren können. „Ich stam-

sich zu verstetigen. Seinem unternehmeri-

oder mache sie selbst, damit ich zu tun habe“,

me aus einer Unternehmerfamilie, die im

schen Drive hat das aber keinen Abbruch ge-

bekennt Hirschhuber, dass eine Stärke auch

Zillertal ihren Ursprung hat. Ich habe meine

tan, wie er mit Greenstorm Mobility beweist.

ihre schwachen Seiten haben kann. So weit

Anfänge damals im Restaurant zum Senner

ist es bei Greenstorm aber noch lange nicht.

Eis gemacht. Dann habe ich Koch gelernt

Sturm auf den E-BikeGebrauchtmarkt

und bei Franz Hörl in Gerlos im Gaspinger-

Als Richard Hirschhuber 2016 auf Einladung

Entscheidungen trifft Hirschhuber schnell.

hof gearbeitet“, sagt Hirschhuber. Hörl sei

von Mitgeschäftsführer Philipp Zimmer-

Keine Woche hat er über sein Engagement

auch einer gewesen, der den damals jungen

mann mit Greenstorm Mobility durchstarte-

bei Greenstorm Mobility nachgedacht. Der

Hirschhuber geformt hat. Einst, als der Roh-

te, hatte das Unternehmen, das 2009 als „The

Markt für gebrauchte E-Bikes in Top-Qua-

diamant erst zart zu schimmern begann. Als

Trendhouse Marketing KG“ gegründet wurde

lität wartet darauf, von Tirol aus europa-

Selbständiger wurde Richard Hirschhuber

und klein mit dem Umbau von herkömmli-

weit aufgemischt zu werden. Das Konzept

vom Vater ins kalte Wasser geworfen. Im zar-

chen Fahrrädern zu E-Bikes begann, rund 400

stimmt. Jetzt braucht es noch weiteres Ka-

ten Alter von 18 Jahren übernimmt er die Dis-

E-Bikes im Umlauf. „Richard, wir hätten da

pital, um das Unternehmen in neue Sphä-

co Finale in Kaltenbach. „Da hast den Schlüs-

etwas Lässiges, wir bräuchten aber ein bisserl

ren zu katapultieren und aufs Radar der

sel, mach das“, habe es geheißen. Diese Phase

ein Geld“, habe Philipp Zimmermann damals

Big Player wie Booking.com zu bringen. Ein

erwies sich für Hirschhuber im Nachhinein

zu ihm gesagt, erinnert sich Hirschhuber. Das

strategischer Partner, der zum Unternehmen

als äußerst lehrreich. Auch wenn er in der Re-

Geschäftsmodell, der Hotellerie E-Bikes ge-

passt, würde Richard Hirschhuber ins Kon-

trospektive nicht mit Selbstkritik spart: „Ich

gen Nächtigungsgutscheine zur Nutzung zu

zept passen. „René Benko wäre ideal“, sagt

war gut in dem Sinne, dass ich eine genaue

überlassen, überzeugt Hirschhuber derart,

der Unternehmer. Und schmunzelt. 

gemacht. Mit zwölf Jahren habe ich dort das

Die Herausforderungen bleiben, Hirschhuber und Zimmermann sind voll motiviert.

eco.nova

9


Wirtschaft Wirtschaft & Unternehmen

Generationendenken

D

as Prinzip der Nachhaltigkeit be-

nach umweltverträglicher und erneuerba-

steht seit dem 18. Jahrhundert und

rer Energie steht dabei im Mittelpunkt. Es

hat seinen Ursprung in der Holz-

gilt, die Produktion, Handel und Verteilung

wirtschaft. Carl von Carlowitz stellte da-

von Energie so zu gestalten, dass der An-

mals fest, dass nicht mehr Holz verbraucht

teil der CO2-Emissionen von derzeit sechzig

werden darf als jeweils nachwachsen kann.

Prozent des gesamten ökologischen Fußab-

Dieses Grundprinzip lässt sich auf alle Be-

drucks stark reduziert wird. Das bedeutet

reiche des Lebens übertragen.

einerseits weniger Energie zu verbrauchen

Findig wie die Menschheit nun mal ist, hat

und andererseits die benötigte Energie um-

sie Mittel und Wege gefunden, in der An-

weltfreundlicher zu erzeugen.

wendung dieses Prinzips zu schummeln.

Generation [Fair]halten

Dieses Sich-Durchschummeln funktioniert jedoch nur eine gewisse Zeit gut. Sie kennen das vielleicht von Ihrem Bankkonto. Sie können es überziehen und so eine Zeit lang über Ihren Verhältnissen leben. Irgendwann kommt allerdings der Tag, an dem das nicht mehr möglich ist und Ihnen die Bank

Alexander M. Schmid | Der Vereinfacher beschäftigt sich seit über drei Jahren mit Vereinfachung in Unternehmen, hat darüber ein Buch verfasst und erarbeitet mit Unternehmen Strategien, die sie am Markt einfach einzigartig positionieren. www.dervereinfacher.at

den Geldhahn abdreht.

© KUNSTFOTOGRAFIN.AT

Um sich auch konsumierend nachhaltig zu verhalten, ist eine Verhaltensänderung von uns allen notwendig. Darin liegt die eigentliche große Herausforderung an die gesamte Menschheit. Es erfordert jetzt Entscheidungen, die nicht unmittelbar Wirkung zeigen, sondern erst in zwanzig, dreißig Jahren. Vor allem politisch sind solche

Die Natur als Gläubiger

Entscheidungen nur schwer durchzusetzen,

Mutter Erde ist ein ziemlich geduldiger

von kurzfristigen Spekulationsgewinnen

da sie für die nächste Wahl nicht als sicht-

Gläubiger. Die Menschheit lebt derzeit ein

auf langfristige Rendite umzuorientieren.

barer Erfolg verbucht werden können. Es

sehr sorgloses Leben über ihren Verhältnis-

Am Finanzmarkt hat sich das bereits her-

liegt also an jedem Einzelnen, in Vorleistung

sen. Im Jahr 2000 lag der Overshoot Day,

umgesprochen und Investitionsprodukte

zu gehen und sein persönliches Konsumver-

der Tag, an dem wir mehr natürliche Res-

für nachhaltig wirtschaftende Unterneh-

halten zu ändern.

sourcen verbraucht haben als das Ökosys-

men und ethische Veranlagungen wurden

Es beginnt bei den kleinen Dingen im All-

tem im gleichen Jahr regenerieren kann, im

entwickelt.

tag. Regional erzeugte, saisonale Produkte

späten September. Letztes Jahr fiel dieser

zu kaufen, stärkt nicht nur die lokale Wirt-

Tag bereits auf den 2. August. Und heuer

[Fair]zinst

wird er vermutlich noch früher eintreten.

Ethische Veranlagungen umfassen Investi-

ge und den damit verbundenen CO2-Aus-

Um diese Entwicklung umzukehren, ist es

tionsmöglichkeiten, die sich an ihre Fahnen

stoß. Weniger, aber dafür hochwertigere

notwendig, rasch Entscheidungen zu tref-

heften, gegenüber Mensch und Natur in kei-

Produkte zu kaufen, reduziert die Menge an

fen und gleichzeitig geduldig zu sein.

ner Weise ausbeuterisch tätig zu sein. Das

Wegwerfprodukten und erhöht die Wahr-

Geduld üben

Marktvolumen in diesem Bereich hat sich

scheinlichkeit, dass in der Produktion faire

im D-A-CH-Raum im letzten Jahrzehnt ver-

Bedingungen herrschen. So etabliert sich

Nachhaltigkeit hat viel mit Geduld zu tun.

fünfzehnfacht. Ein gutes Zeichen, dass zu-

mit der Zeit jenes Konsumentenverhalten,

Wir verzichten heute zugunsten etwas Bes-

mindest am Finanzmarkt bereits eine Ver-

das Politikern den nötigen Rückhalt gibt,

seren in der Zukunft. Dieser Konsumver-

haltensänderung stattfindet.

entsprechende Entscheidungen zu treffen.

zicht hat Konsequenzen für das gesamt-

Was die Nachkriegsgeneration an finanzi-

wirtschaftliche Gefüge. Unternehmen, die

ellem und sozialem Wohlstand aufgebaut

jetzt – koste es, was es wolle – auf kurzfris-

hat, muss unsere Generation durch tech-

tiges Wachstum eingestellt sind, müssen

nologischen Fortschritt und eine starke Re-

sich auf eine langfristige Strategie umstel-

duktion des ökologischen Fußabdrucks si-

len. Deren Investoren sind gefordert, sich

cherstellen und weiterentwickeln. Die Frage

10

eco.nova

schaft, sondern reduziert die Transportwe-

ES IST JETZT ZEIT, DIE RICHTIGEN DINGE ZU TUN UND DANN GEDULDIG DIE DINGE RICHTIG ZU TUN.


eco.wirtschaft

Die kräftige Wachstumsphase in der Tiroler Wirtschaft hält dank der positiven Entwicklung insbesondere in der Tiroler Industrie und im Tiroler Tourismus weiter an. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote von Jänner bis März liegt im Jahresvergleich mit 5,0 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 2008. Einzig bei Gewerbe und Handwerk mag der Aufwärtstrend nicht so recht ankommen.

WTF? © JULIA TÜRTSCHER

HINKENDES HANDWERK

ECO.MMENTAR

Mit einem realen Umsatzplus von 1,4 Prozent ist die Entwicklung bei Gewerbe und Handwerk gut, doch Fachkräftemangel und die Preisentwicklung sind die derzeit größten Hemmschuhe für einen starken Aufschwung. Die Tiroler Betriebe konnten im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr ihre nominellen Umsätze zwar steigern, das Wachstum hinkt jedoch der Gesamtwirtschaft hinterher. Eine Ursache ortet Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria, vor allem bei den Kapazitäten: „Die Betriebe finden keine Leute. Der Fachkräftemangel ist eine der Hauptwachstumsbremsen.“ Und Spartenobmann Franz Jirka ergänzt: „Die Auftragsbücher sind überall voll. Der Facharbeitermangel ist tagtäglich ein Problem. Das sind Versäumnisse von Jahren und Jahrzehnten!“

Marina Kremser, Chefredaktion

43,74 %. Mein Innsbruck, was ist los mit dir?

Kurzum: zu viele Aufträge, zu wenig Fachkräfte. Mehr als die Hälfte der Betriebe geben selbst an, davon betroffen zu sein. Bor-

Ob der ein oder anderen Aussage einiger Menschen

nett schätzt, dass allein in Tirol rund 3.000 hochqualifizierte Mitarbeiter alleine

– basierend auf Unwissenheit, manchmal Dumm-

im Gewerbe und Handwerk fehlen. Am stärksten sei der Mangel im Baugewer-

heit, meist aber schlichtweg Ignoranz – frage ich mich

be und bei den Holzbranchen, wie Zimmereien und Tischlereien, zu spüren.

tatsächlich ab und zu, ob das allgemeine Wahlrecht

„Da ist in letzter Zeit einiges falsch gelaufen. Die Berufswahl ist hauptsächlich

wirklich eine so gute Idee war. Und ja, ich weiß, es ist

von den Eltern bestimmt – und da gab es in der Vergangenheit eben den Trend,

hart erkämpft. Dennoch hat mich die geringe Wahlbe-

die eigenen Kinder in Richtung Studium zu drängen.“ Dass sich das in Zukunft

teiligung in Innsbruck kürzlich mehr als erschüttert.

ändern muss, stehe für ihn außer Frage.

Hauptstädter, was ist los mit euch? Lange hab ich mich gefragt, warum das so ist. Allgemeine Politikverdrossenheit? Glaub ich nicht. Die Kandi-

WACHSTUM BEI VIKING

daten? Möglich, aber kann einem wirklich so egal sein,

Die VIKING GmbH aus Langkampfen hat den wirtschaftlichen Erfolg aus dem

Aus Gesprächen hab ich mitgenommen, dass Men-

Jahr 2016 ins Wirtschaftsjahr 2017 mitgenommen und steigerte ihren Umsatz

schen denken, auf ihre Stimme käme es eh nicht an.

um 43 Prozent auf 381 Millionen Euro. Im Vorjahr waren 480 Mitarbeiter beim

Aus vielen mehr Gesprächen aber bekam ich das Ge-

Gartengerätehersteller angestellt – im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2016

fühl, dass für die meisten im Grunde eh alles supi ist,

entspricht das einem dem Geschäftsverlauf angemessenen Zuwachs von 16

wie es ist. Letzteres mag auf den ersten Blick schön

Prozent. Die Bilanzsumme ist 2017 weiter auf 241 Millionen Euro gestiegen. Die

klingen, gefährlich ist indes beides.

Eigenkapitalquote 2017 liegt bei 49 Prozent. Für das starke Umsatzplus sorgten

Natürlich halte ich das Wahlrecht für etwas Gutes

vor allem die STIHL-Akku-Produkte, die seit einigen Jahren in Langkampfen

und Sinnvolles, und damit auch jede einzelne Stimme.

gefertigt werden, sowie Rasenmäher, vor allem die Akku-Rasenmäher und die

Zusammen ist man schließlich weniger allein. So ge-

Mähroboter. Der konstant hohe Exportanteil von 98 Prozent zeigt, dass

nerell im Leben. Und wenn weniger als die Hälfte der

VIKING im europäischen Markt sehr gut verankert ist. Deutschland, Frank-

Menschen, die dürfen, ihre Stimme abgeben, führt das

reich, die Benelux-Staaten, Polen, Großbritannien und Norwegen waren auch

das demokratische Prinzip über kurz oder lang ad ab-

2017 die größten Abnehmer. Seit einiger Zeit läuft bei VIKING außerdem ein

surdum und bringt irgendwann auch die Freunde des

Markenwechselprojekt, im Zuge dessen ab 2019 alle Geräte unter der Marke

gepflegten Status quo in Bedrängnis. Weil mit großer

STIHL vertrieben werden sollen.

Wahrscheinlichkeit eben nichts so bleibt wie es war.

PERSONALIE

Neue Geschäftsführung bei VIKING: Seit 1. Mai steht Clemens Schaller (61) an der Spitze und folgt damit Peter Pretzsch nach, der aus der STIHL-Gruppe auf eigenen Wunsch ausgestiegen ist. Schaller hat an der RWTH Aachen Maschinenbau studiert und an der Universität Dortmund promoviert. Seit 1988 war er an zahlreichen Standorten der Bosch GmbH und der BSH Hausgeräte GmbH in verantwortlicher Stelle in der Produktion im Einsatz. Am 1. November 2017 war Schaller als Bereichsreferent für die Koordination von Globe Tools/ China in die STIHL-Gruppe eingetreten.

wer von zwei komplett konträren Persönlichkeiten das höchste Stadtamt inne hat? Glaub ich auch nicht.

Wohlstand, Sicherheit und Wohlbefinden muss man sich erarbeiten. Jeder Einzelne. Immer wieder. Parteiunabhängig. Das alles kommt nicht plötzlich aus dem Boden gewachsen. Ausruhen ist nicht. Das bedeutet auch, gegenüber seiner Umgebung aufmerksam zu sein, seinen Mitmenschen und seinem Lebensraum gegenüber. Seiner Stadt. Ein kleines Kreuz ist echt nicht viel Arbeit, signalisiert aber: Hey, ich interessiere mich für euch. Und damit auch für mich selbst. Egal, wo man sein X letztlich platziert, wichtig ist, es überhaupt zu tun. Meine Bitte fürs nächste Mal! Anregungen und Kommentare bitte an kremser@econova.at

eco.nova

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eco.wirtschaft


LUST AUFS LEBEN Nachhaltigkeit – ein Begriff, der immer leichtfertiger verwendet wird und somit auch seine Wichtigkeit zu verlieren droht. Ein Begriff, der sich vielleicht für so manchen gar nicht wirklich erfassen lässt. Was bedeutet nachhaltig überhaupt? Und welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit für uns und unsere Welt. // TEXT: DORIS HELWEG


eco.titel

E

© ANGELO KAUNAT

Die tirol kliniken sind nicht nur Klimabündnis-Mitglied, sondern betreiben seit 2015 auch ein zertifiziertes Energiemanagement. Alle Neubauten und Sanierungen seit 2007 werden in Niedrigenergiebauweise gestaltet.

s ist eine fast beschämende Tatsache, dass

gebraucht und leben nunmehr und seitdem

ein Dach über dem Kopf? Und hier sind wir

vielen von uns gar nicht bewusst ist, wie

auf Kosten anderer – Mensch, Natur und al-

schon bei einer gesellschaftspolitischen und

groß unser ökologischer Fußabdruck wirk-

ler Zukünftigen.

Gerechtigkeitsdebatte: Was ist ein gutes Le-

lich ist. Mit 5,31 Global Hektar, kurz gha, ver-

ben für alle und wie stellen wir uns das vor?

brauchen wir Österreicher so viel an Res-

Konsum auf Kosten anderer

sourcen, dass wenn alle Menschen der Erde

Harte Worte, die wir vielleicht gar nicht so

Fußabdruck zu groß ist und unser Konsum

so lebten wie wir, der Planet dreimal so groß

recht wahrhaben wollen. Oder aber viel-

auf Kosten anderer geht. Die Regionen, in

sein müsste. Dabei bemisst der ökologische

leicht auch lieber den anderen den schwar-

denen der Klimawandel am meisten spürbar

Fußabdruck noch gar keine Langzeitfolgen

zen Peter zuschieben. „Das steht uns zu und

ist, sind die ärmsten Länder der Welt. Hier

und ist somit kein Ersatz für eine vollstän-

wir haben dafür hart gearbeitet.“ Auch so

hat der Klimawandel bereits lebensbedroh-

dige Ökobilanz. Trotzdem ist er ein probates

könnte ein Tenor lauten.

liche Ausmaße erreicht“, weiß Andrä Stigger,

Mittel, um zu errechnen, wo wir als Einzel-

Ja, es geht uns gut in der westlichen Welt.

Geschäftsführer des Klimabündnis Tirol. Er

person, als Stadt, Land oder Nation im inter-

Wir haben alles und das auch noch im Über-

möchte aber nicht den Zeigefinger erheben,

nationalen Vergleich stehen. Für Österreich

fluss. Aber wie sieht es in anderen Teilen der

sondern Lust auf einen neuen Lebensstil

und Tirol war der Earth Overshot Day heuer

Welt aus? Haben nicht alle Menschen auf

machen: „Wir wollen die Menschen einladen,

bereits am 13. April. Wir haben also unsere ei-

dieser Welt das Recht auf ein gutes Leben?

nach ihren persönlichen Möglichkeiten mit-

gentlich zustehenden Ressourcen schon auf-

Zumindest auf Nahrung, Trinkwasser und

zugestalten und sich nicht dem lähmenden

„Es wird deutlich, dass unser ökologischer

Gefühl der Ohnmacht hinzugeben. Denn es braucht jeden Einzelnen. Jeder noch so klei-

DER ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK

Der ökologische Fußabdruck bringt uns den Flächenbedarf eines Menschen auf unserem Planeten Erde in leicht verständlicher Art und Weise näher. Er zeigt auf, dass die verfügbaren Ressourcen nicht unendlich vorhanden sind, und vermittelt ein Bild der ökologischen Grenzen unseres Planeten. Alle natürlichen Rohstoffe (Biokapazität), die wir zum Essen, Wohnen, Reisen etc. verbrauchen, benötigen wiederum Platz zum Nachwachsen. Ebenso braucht die Natur Ressourcen, um unsere Abfälle abzubauen (z. B. Wälder, um CO2 zu binden). Diese mathematische Messgröße stellt die einfachste Möglichkeit dar, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen, und soll Anstoß geben, unsere Gewohnheiten im Alltag zu überdenken und nachhaltig zu ändern. Gemessen wird der ökologische Fußabdruck einer Person oder eines Landes in Gobal Hektar (gha). Teilt man die biologisch produktive nutzbare Fläche der Erde (2010: 11,9 Mrd. Hektar) auf die Erdbevölkerung auf, entfallen etwa 1,7 gha auf jeden Menschen. Mittlerweile beansprucht jeder Österreicher im Durchschnitt 5,31 gha, um seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen. Einfacher gesagt: Wenn alle sieben Milliarden Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir drei Planeten von der Qualität der Erde. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) stellt die bereits zweite Version des Online-Fußabdruck-Rechners für Österreich zur Verfügung, mit dem jeder Einzelne ermitteln kann, in welchem Ausmaß er die Umwelt beansprucht. Ausgangsbasis der Berechnung ist der Footprint eines Durchschnittsösterreichers. Bestimmt wird der persönliche Ressourcenverbrauch in den Bereichen Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum in Form der Beantwortung verschiedener Fragen zu diesen ausgewählten Themen. www.footprint.at www.mein-fussabruck.at www.nachhaltig.at Quelle: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

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ne Beitrag ist schon ein Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit.“

Was bedeutet nachhaltig? „Nachhaltigkeit ist, wenn ich für meinen Eigenbedarf nur so viele Ressourcen entnehme, dass auch der nächsten Generation dieselbe Menge an Ressourcen zur Verfügung steht.“ Mit diesem Ansatz versucht Andrä Stigger den Begriff Nachhaltigkeit zu erklären. Laut Wikipedia ist Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip zur Ressourcennutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Dass das Thema Rohstoffknappheit nicht nur eine Zeiterscheinung ist, beweist indes die erstmalige Erwähnung des Begriffes „nachhaltig“ im Jahr 1713. Johann Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann in der sächsischen Silberstadt Freiberg, postulierte in seiner 1713 erschienenen „Sylvicultura oeconomica“ erstmals eine vernünftige Nutzung der


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SELBST IN DEN LIBERALSTEN GESELLSCHAFTEN VERSTEHEN WIR, DASS DIE FREIHEIT JEDES EINZELNEN DORT BEGRENZT SEIN MUSS, WO DAS EIGENE TUN DIE FREIHEIT ANDERER BESCHNEIDET. Wälder und forderte, dass immer nur so viel

ler wie EU-Ebene schon einiges bewirkt

Holz geschlagen werden sollte, wie durch

haben. So reduzieren oder verbannen

nachfolgende Aufforstung nachwachsen

bereits einige Supermärkte Palmöl aus

könne. Was also vor über 300 Jahren in der

ihren Eigenmarken oder Konsumen-

Forstwirtschaft erstmals Erwähnung fand,

ten greifen auf Grund unseres jährlich

erreicht in unserer heutigen Zeit eine globale

erscheinenden Schokoladenchecks ver-

Dimension.

mehrt zu fair gehandelten Produkten“,

„Der ökologische Fußabdruck ist ein gutes

freut sich Sommeregger über kleine wie

Mittel zur Veranschaulichung, wo wir als

große Erfolge.

Person oder Nation stehen. Dass die Tiroler

Bildungs- und Informationsarbeit im

ihre zustehenden Ressourcen bereits im Ap-

schulischen und außerschulischen Be-

ril für das Jahr 2018 verbraucht haben, zeigt,

reich gehört ebenso zur täglichen Arbeit

dass wir auf großem Fuß leben. Unser Leben

des Vereins wie organisierte Stadtrund-

ist auf Haben definiert, weniger auf Sein.

gänge, wo auf den Spuren alltäglicher

In Zukunft sollten wir uns wieder mehr auf

Produkte dem Thema Konsum und den

das Sein konzentrieren, den Ressourcen-

lokalen und globalen Hintergründen auf

verbrauch verringern und trotzdem oder

den Grund gegangen wird. Wo steckt

vielleicht gerade deshalb glücklich sein“, plä-

Kinderarbeit dahinter? Wie steht’s um

diert Stigger für optimistische Zukunftsaus-

Menschenrechte und Umwelt bei diver-

sichten.

sen Produkten? Wer profitiert und wer

Globale Gerechtigkeit

w w w. b a d - a r c h i t e k t u r . at

verliert? Diesen und noch vielen weiteren Fragen geht die Organisation bei unzäh-

Damit die bald neun Milliarden Menschen

ligen Produkten nach. Einen Überblick

auf der Welt in Frieden untereinander und in

zu bekommen, ist selbst für Experten

Frieden mit der Natur leben können, braucht

schwer. Helfen sollen dabei Gütesiegel

es neben ökologischer Stabilität auch soziale

wie FAIRTRADE, UTZ oder das EU-Bio-

Fairness, Menschenwürde, Gerechtigkeit und

Siegel. Um in diesem Dschungel den

spannende Visionen. Laut der globalen In-

Durchblick zu behalten, hat Südwind in

terpretation der „Goldenen Regel“ sollte un-

Zusammenarbeit mit Global 2000 den Gü-

sere Freiheit, einen beliebigen Lebensstil zu

tesiegel-Check veröffentlicht und damit

wählen, dort enden, wo unsere Lebensart die

beleuchtet, was wirklich hinter den ver-

Freiheit anderer beschneidet.

schiedenen Siegeln aus der Lebensmittel-

So engagiert sich auch der überregionale

branche steckt. Einfach ist das nicht, noch

Verein Südwind im Wesentlichen dafür, die

schwieriger wird dies bei technischen

ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen

Geräten. Laut Konrad Rehling, Leiter des

Faktoren in Harmonie zu bringen. „Ein be-

neuen EU-Projektes zu fairer IT, gibt es in

sonderer Fokus liegt bei uns auf dem globa-

diesem Bereich bislang nur zwei Vorzeige-

len Süden“, berichtet Mag. Caroline Som-

betriebe und zwei Hersteller, die sich zwar

meregger, Regionalstellenleiterin von Süd-

bemühen, gewisse Standards einzuhal-

wind Tirol. „Wir beteiligen uns an diversen

ten, für eine Empfehlung reicht es aber

nationalen und internationalen Kampagnen

dennoch nicht. „Bei technischen Geräten

wie ‚Make Fruit Fair’ oder ‚Supply Cha!nge –

ist auch die geplante Obsoleszenz immer

Make Supermarkets Fair’, die auf nationa-

wieder Thema. Auch hier erhalten Kon-

Ihr Exklusiver Komplettanbieter Bad • AccessoIres • Wellness Fliese • Stein • TerraDiStone


eco.titel

© ANDREAS FRIEDLE

„UNSER LEBEN IST AUF HABEN DEFINIERT, WENIGER AUF SEIN. DER ÖKOLOGISCHE FUSSABDRUCK IST EIN GUTES MITTEL ZUR VERANSCHAULICHUNG, WO WIR ALS PERSON ODER NATION STEHEN.“ Andrä Stigger, Geschäftsführer des Klimabündnis Tirol

sumenten bei uns Informationen, Ratschläge

„Die Ressource Boden ist von großer Bedeu-

Auto gefahrenen Strecken sind unter fünf

und Tipps, wie man diese umgehen und wo

tung, sowohl für Fragen des Klimaschutzes,

Kilometer. Allein die Umstellung auf E-Mo-

man Geräte kostengünstig oder selbst repa-

der Klimawandelanpassung als auch des

bilität mit dem gleichen Nutzungsverhalten

rieren kann – etwa in Repair Cafés oder im

Naturschutzes. Biologische Landwirtschaft

kann sich von den Ressourcen her nicht aus-

Fablab-Spielraum“, so Sommeregger.

verursacht wesentlich geringere Treibhaus-

gehen. Wir müssen unser Verhalten ändern,

gasemissionen und wirkt sich auf das Bo-

auf nachhaltige Verkehrsmittel umsteigen

denleben positiv aus“, beteuert auch die

wie Öffis, Fahrrad oder zu Fuß gehen. Auch

studierte Biologin und Ökologin Dagmar

Car-Sharing-Modelle insbesondere mit E-Au-

Rubatscher vom Klimabündnis Tirol.

tos sind begrüßenswerte Initiativen. Es muss

Nachhaltigkeit beginnt im Kopf Was kann nun jeder Einzelne zu einem nachhaltigen Lebensstil und einem fairen Fuß-

nicht jeder ein Auto besitzen“, ist Andrä Stig-

abruck beitragen? „Relativ viel“, antwortet

Energiewende

Caroline Sommeregger. „Zum einen kann

Insgesamt ist die Energiewende der wich-

All das wird aber nicht ausreichen, das gro-

sich jeder die Fragen stellen: Was brauche ich

tigste Beitrag zur Verringerung des Foot-

ße Ziel, den Energiebedarf zu halbieren, zu

wirklich? Muss ich unbedingt zu einem Fuß-

prints. Tirol hat sich mit TIROL 2050 ener-

erreichen, denn mit der Umstellung auf al-

ballspiel nach London fliegen? Braucht es

gieautonom dabei einiges vorgenommen.

ternative Energiequellen allein ist die Reduk-

wirklich jährlich 70 Kilogramm Fleisch pro

Das große Ziel, das es bis zum Jahr 2050 zu

tion nicht zu bewerkstelligen. Hier sind neue

Person? Oder immer das topaktuellste Han-

erreichen gilt, ist die Reduktion des Energie-

Lebensmodelle gefragt, der Verbrauch von

dy? Wir können auch auf Gütesiegel achten

bedarfs um 50 Prozent sowie die Erhöhung

Energie muss drastisch reduziert werden ge-

und zu fair gehandelten Produkten greifen

des Einsatzes erneuerbarer heimischer Ener-

nauso wie sich das Mobilitätsverhalten än-

und wir raten zum Verzehr von Bio-Produk-

gieträger um 30 Prozent. Diese hochgesteck-

dern muss. „Ein dafür notwendiger Wandel

ten, da diese Form der Landwirtschaft die

ten Ziele sollen in Etappen erreicht werden.

der Gesellschaft wird unterstützt durch die

Böden nicht nachhaltig schädigt.“

Unter anderem soll bis 2030 der Anteil an

Zusammenarbeit aller Arbeits- und Lebens-

Sonnenenergie verdoppelt und der Umwelt-

bereiche, von der Bildung über die Gesund-

wärme vervierfacht werden. Zwei Drittel al-

heit bis hin zur Wirtschaft“, so Landeshaupt-

ler Wohnhäuser und öffentlichen Gebäude

mann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe.

sollten bis dahin mit erneuerbarer Energie

Eine ausführliche Broschüre „Der kleine,

beheizt und versorgt werden, jedes fünfte

schlaue Energieratgeber“ mit Infos und Tipps

Auto über eine alternative Antriebstechnolo-

zu einem nachhaltigen Lebensstil finden Sie

gie verfügen. Aber: „50 Prozent der mit dem

als Download unter www.tirol2050.at.

ger überzeugt.

DIE „F“-REGEL

Die 5F-Regel fokussiert sich auf fünf zentrale Maßnahmen, die am meisten zu einer Reduktion des persönlichen Footprints beitragen können:

© ANDREAS FRIEDLE

• Fliegen – besser nie! • Fleisch und tierische Produkte – deutlich weniger • Fahren mit dem Auto – so wenig wie möglich • Wohnen wie im Fass – gute Dämmung und Nutzung erneuerbarer Energien • Freude an einem zukünftigen Lebensstil gewinnen – die Entschleunigung für sich selbst als positiven Lebensbeitrag entdecken

Mag. Caroline Sommeregger, Regionalstellenleiterin von Südwind Tirol. Der überregionale Verein engagiert sich im Wesentlichen dafür, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren in Harmonie zu bringen.

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„Die Reduktion von Lebens-Flugkilometern hat von allen Einzelmaßnahmen die bei weitem größte Wirkung“, bestätigt auch Klimabündnis-Tirol-Geschäftsführer Andrä Stigger. Mehr als die Hälfte des ökologischen Fußabdruckes steht in Zusammenhang mit dem Energieverbrauch, rund ein Viertel wird für die Ernährung benötigt. Wiederum 80 Prozent davon entfallen auf den Konsum tierischer Produkte wie Fleisch, Eier und Milchprodukte.


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Veranstaltungstipp

ÖKOFAIR

Nachhaltigkeitsmessen begeistern in Europa bereits hunderte von ausstellenden Unternehmen und zigtausende von Besuchern. Zum ersten Mal wird mit der ÖKO FAIR vom 31. August bis 2. September 2018 eine eigene Messe auch in Tirol nachhaltige Alternativen aus nahezu allen Lebensund Unternehmensbereichen näherbringen. Ausstellende Unternehmen finden hier Absatzmöglichkeiten und Zugang zu spezifischen Zielgruppen – noch besteht die Möglichkeit, sich um einen Standplatz zu bewerben. Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen im Sinne einer nachhaltigen Wertschöpfung herstellen, beschaffen und vertreiben sowie die Zulassungskriterien der ÖKO FAIR erfüllen, würden dazu in der Messe Innsbruck das maßgeschneiderte Umfeld vorfinden, bekräftigt Projektleiterin Karin Strobl: „Die Messe zeigt für alle Interessierten eines nachhaltigen Lebensstils, Konsums oder Wirtschaftens aktuelle Trends in den Bereichen Mode und Textilien, Ernährung, Lifestyle, Outdoor und Tourismus auf. Außerdem finden Besucher Zugang zu innovativen und nachhaltigen Lösungen.“ Ergänzt wird die Messe durch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm sowohl für Konsumierende als auch für die Interessenten aus den Unternehmen. Die Messe gibt somit einen Einblick in die bunte und wachsende Welt der Nachhaltigkeit und zeigt, dass umweltschonende Produkte und Lebensqualität Hand in Hand gehen. Die ÖKO FAIR soll aufzeigen, dass globale Produktionsketten fair, gerecht und nachhaltig gestaltet werden können. Grundvoraussetzung für ausstellende Unternehmen ist der Nachweis von klar definierten Zulassungskriterien. Die Ausstellerunterlagen stehen online unter www.oeko-fair.at zum Download zur Verfügung. Ein Ausstellerunternehmen ist die Seifenmanufaktur Neururer GmbH aus Umhausen. „Nachhaltigkeit und Regionalität haben für unsere Manufaktur höchste Priorität. Für die Herstellung unserer Seifen und Produkte verwenden wir ausschließlich natürliche und zu 100 Prozent biologische, vegane und abbaubare Zutaten. Nicht nur unsere Seifen sind komplett kompostierbar, auch unsere mit natürlichen Farbstoffen gefärbten Verpackungen stehen dem in nichts hinterher. Da unsere Produkte mit den Zertifikaten ‚Austria Bio Garantie‘ und ‚vegan‘ ausgezeichnet und ‚palmölfrei’ sind, können wir die Zulassungskriterien problemlos erfüllen. Auch die Auswahl unserer Partner, wie die Lebenshilfe Tirol und die Geschützte Werkstätte Tirol, ist uns ein wichtiges Anliegen, um mit gutem Gewissen und mit sozialem Gedanken wirken zu können“, freut sich der Jungunternehmer Jochen Neururer auf eine neue Plattform, um seine Produkte zu präsentieren.

L

H NSGEFÜ E B E L S ISCHE EE ITALIEN GGERS A B M A

I 2018 AB JUN

DAS NEUE AUSFLUGSZIEL FÜR EISLIEBHABER

Nachhaltig wirtschaften Nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften wird zwar als Schlagwort gerne leichtfertig verwendet, ist aber in seiner gesamten Bandbreite ein durchaus ambitioniertes Vorhaben. Denn nachhaltiges Wirtschaften endet nicht bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Der Nachhaltigkeitscheck des Klimabündnis

Hallenbad Olympisches Dorf

Tirol umfasst sämtliche Unternehmensbereiche wie Gebäude, Anlagen, Energie- und Ressourcenverbrauch ebenso wie Mobilität, Beschaffung, Verpflegung, Wasser, Boden, Abfall, Kommunikation und Soziales. „Klimabündnis-Betriebe tragen im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu bei, die eigene Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern und Klimagerechtigkeit zu fördern. Sie zeigen sich solidarisch mit allen Menschen dieser Welt, jetzt und in Zukunft.

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© ANDREAS FRIEDLE

eco.titel

„JEDER EINZELNE KANN SICH DIE FRAGE STELLEN: WAS BRAUCHE ICH WIRKLICH?“ Südwind-Tirol-Regionalstellenleiterin Mag. Caroline Sommeregger

die Aufgabe, einen neuen Lebens- und Wirt-

Das Klimabündnis Tirol feiert in diesem Jahr

Abteilung Bau und Technik in den tirol klini-

schaftsstil einzuführen“, erklärt Rubatscher

sein 20-jähriges Bestehen. Das Netzwerk, das

ken. Das Gesundheitsunternehmen ist nicht

und zeigt sich vom zunehmenden Interesse

europäische Gemeinden mit Organisationen

nur Klimabündnis-Mitglied, sondern betreibt

Tiroler Unternehmen, Klimabündnis-Betrieb

im Amazonas-Gebiet Brasiliens verbindet,

auch seit 2015 ein zertifiziertes Energiema-

zu werden, erfreut. Gemeinsam mit dem Be-

zählt in Tirol inzwischen 72 Mitgliedsgemein-

nagement nach ISO 50001:2011, fühlt sich

trieb werden nach dem Nachhaltigkeits-

den. Im Jahr 2017 startete das Klimabünd-

der TIROL-2050-Strategie verpflichtet und

check und der Analyse konkrete, betriebs-

nis mit Unterstützung vom Land Tirol eine

ist auch Klimaaktiv-Kompetenzpartner. „Die

spezifische Zielsetzungen und Maßnahmen

Betriebeoffensive. „Nachhaltig wirtschaften“

drei wesentlichen Meilensteine in der Verbes-

vereinbart. „Neben dem Energieverbrauch

ist gefragt und hat im letzten Jahr bereits

serung der Energieeffizienz waren bislang,

legen wir großes Augenmerk auf das betrieb-

zahlreiche Betriebe motiviert, sich zu nach-

alle Neubauten und Sanierungen seit 2007

liche Mobilitätsmanagement, aber auch auf

haltigem Handeln, zum verantwortungsvol-

in Niedrigenergiebauweise zu gestalten, die

Zulieferketten oder innerbetriebliche Ab-

len Umgang mit Ressourcen und zu ihrer

Einführung des Energiemanagements 2015

läufe. Müssen die Mitarbeiter wegen einer

sozialen Verantwortung zu bekennen. Die

sowie die Kampagne ‚5 Mal mehr Energie am

Besprechung nach Wien fliegen oder geht

tirol kliniken GmbH als bisher größter Be-

Arbeitsplatz’, die Mitarbeiter zu einem be-

das vielleicht auch über Skype oder mit dem

trieb Westösterreichs geht dabei mit gutem

wussteren Umgang mit Energie sensibilisie-

Railjet? Kann sich der Dienstplan so man-

Beispiel voran. „Als Landes- und Gesund-

ren soll. Letztere läuft auch als Stummvideo

cher Mitarbeiter nicht auch nach den An-

heitsunternehmen und großer Energiever-

an unseren Monitoren in den Ambulanzen

fahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel

braucher sehen wir uns in der Verantwor-

und Warteräumen und vermittelt so unsere

richten? Braucht es eine derartige Fülle an

tung, eine Vorreiterrolle in der Nachhaltigkeit

Botschaften zudem an Patienten und Besu-

Drucksorten? Es sind oft schon Kleinigkei-

einzunehmen“, ist Dipl.-Ing. Alois Radelsböck

cher“, so Radelsböck.

ten, die einen wesentlichen Beitrag zum Kli-

von der Idee des nachhaltigen Wirtschaf-

maschutz leisten können. So schauen wir

tens überzeugt. „Wir haben nur eine Erde und

Nachhaltigkeit vorleben

uns im Betrieb gemeinsam an, was möglich

wollen unseren Nachkommen eine intakte

Ein weiterer Klimabündnispartnerbetrieb ist

ist und was für das jeweilige Unternehmen

Umwelt hinterlassen“, so das Ansinnen des

die Lebenshilfe Tirol, die neben zahlreichen

auch Sinn macht“, erläutert Rubatscher.

Leiters der ARGE Energie und Vorstand der

anderen Maßnahmen ihr vergangenes Mitarbeiterfest als Going-Green-Event abgehalten hat – für Geschäftsführer Georg Willeit

ELEKTROMOBILITÄT IM VORMARSCH

Laut einer vom Verkehrstechnikkonzern SWARCO in Auftrag gegebenen und seitens der IMAD erhobenen Studie ist die Einstellung der Tiroler zur Anschaffung eines Elektroautomobils überraschend positiv. Rund ein Fünftel der Bevölkerung erachtet es als (sehr) wahrscheinlich, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Elektroauto anzuschaffen. Dass die Mobilität schon in naher Zukunft eine grundlegende Wandlung erfahren wird, steht für Mag. Wolfgang Mair, Geschäftsführer der SWARCO Traffic Austria GmbH, außer Frage. Elektromobilität ist eine große Chance. Sowohl SWARCO als auch die TIWAG arbeiten derzeit am Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Ladestationen. Auch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge werden auf dem Markt schon angeboten. Es wird spannend werden, welche alternativen Antriebsformen uns in Bälde zur Verfügung stehen werden. „Es wird künftig ein Mix aus vielem werden, wobei E-Autos und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge immer mehr Marktanteil bekommen werden“, meint Mair.

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ein logischer Schritt: „Wir arbeiten mit und für Menschen. Daher tragen wir besondere gesellschaftliche Verantwortung, der wir uns auch stellen. Ein Mitarbeiterfest nicht nachhaltig zu veranstalten, wäre für uns keine Option gewesen.“ Gut angekommen ist das „grüne“ Fest auch bei jenen, denen es gewidmet war. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und wir werden auch künftige Veranstaltungen nach Green-Event-Kriterien abwickeln“, so Willeit. „Nachhaltigkeit darf kein Schlagwort bleiben, sondern muss vorgelebt werden.“


eco.titel

Grün feiern Gerade Unternehmen sind große Veranstalter – seien es betriebsinterne Feste oder auch Feiern für Kunden, Lieferanten oder sonstige Gäste. „Ein sehr wesentlicher Beitrag zur Ausrichtung eines Green Events ist die Anreise der Gäste“, erklärt Mag. Stephanie

I M M O T I O N E N

proudly presented by

Rauscher vom Klimabündnis Tirol. „Man sollte schon bei den Einladungen darauf achten, eine umweltfreundliche Anreise anzubieten, Busverbindungen und Fahrradrouten anführen und die Veranstaltung auch danach takten. Des Weiteren gilt es, Druckwerke so gering wie möglich zu halten und wenn möglich

Who else?

auf Recyclingpapier zu drucken. Muss es auch sein, dass jeder Teilnehmer ein Tagungshandbuch in Händen hält, oder kann man davor auch abfragen, ob sich der eine oder andere eventuell mit der elektronischen Ausgabe zufrieden zeigt?“, rät die Green-Events-Beraterin. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Verpflegung: Kaffee sollte Fair Trade sein und das kulinarische Angebot wo möglich biologisch, regional und saisonal. „Auf unserer Website findet sich auch ein Angebot von Cateringunternehmen, die nach GreenEvents-Standards anbieten. Die Prämisse lautet einfach, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das Schöne daran ist, dass das für die Gäste gar nicht als Verzicht, sondern im Gegenteil als

© ANDREAS FRIEDLE

Qualitätssteigerung wahrgenommen wird“, findet Rauscher. In Eben am Achense inmitten der romantischen Bergwelt befindet sich in absoluter Ruhelage mit herrlicher Aussicht dieses ca. 720 m² große Grundstück, auf dem 2015 ein wunderschönes behagliches, qualitativ hochwertiges Holzblockhaus mit 141 m² Wohnnutzfläche errichtet wurde.

Der ca. 70 m² große Keller bietet viel Fläche für Lager- und Kellerräume. Am Grundstück befinden sich auch eine große Garage für 2 Autos und 3 weitere Autoabstellmöglichkeiten im Freien. Die Innenarchitektur erfolgte nach Feng-Shui-Kriterien mit großzügigen Terrassen- und Balkonflächen. Es wurden sehr energiesparende und wärmedämmende Baumaterialien verwendet. Die Ausstattung ist hochwertig und zeitlos, das Objekt charmant und funktionell möbliert. Dieses wunderschöne Blockhaus wartet auf einen Käufer, der die Vorteile dieser Immobilie zu schätzen weiß. Drohnenfilm unter https://youtu.be/-8sskrLcXFQ Scannen Sie unseren QR-Code, um einen Film über diese Immobilie zu sehen.

Andrä Stigger, Geschäftsführer des Klimabündnis Tirol, mit Dagmar Rubatscher, Projektleitung KlimabündnisBetriebe. Der Verein ist Teil des größten kommunalen Klimaschutz-Netzwerks Europas. Die globale Partnerschaft verbindet mehr als 1.700 Gemeinden aus 26 Ländern in Europa mit indigenen Organisationen des Amazonas-Regenwaldes. In Tirol sind dies neben dem Land Tirol 72 Gemeinden, 12 Betriebe und 23 Bildungseinrichtungen. tirol.klimabuendnis.at

IMMOBILIENMANAGEMENT JENEWEIN Peter Jenewein Eduard-Bodem-Gasse 8, 6020 Innsbruck Tel.: 0512-26 82 82, Mobil: 0664-110 8 200 E-Mail: office@immobilien-jenewein.at www.immobilien-jenewein.at

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Best Practice

Die Adler-Werk Lackfabrik bekam kürzlich eine neue, hochmoderne Wasserlackfabrik und ein vollautomatisches Hochregallager, die sich durch Photovoltaikanlagen selbst mit erneuerbarer Energie versorgen.

P

Ende Oktober 2017 ging die neue Photovoltaikanlage am Dach des Tyrolia-Firmensitzes in der Innsbrucker Exlgasse in Betrieb. Tyrolia-Vorstandsvorsitzenden Christoph Schiemer, Plexon-Solar-Geschäftsführer Herbert Hofbauer und Stephan Bair, Handel/Immobilien Tyrolia, freut’s.

olitik und Wirtschaft haben in

Adler-Werk Lackfabrik

die Adler-Werk Lackfabrik GmbH & Co KG

dieser Hinsicht bislang zu wenig

„Nachhaltigkeit ist für uns kein bloßes

mit der begehrten Trophäe Trigos 2016 aus-

geleistet, die Initiativen gehen

Schlagwort, sondern gelebter Alltag“, betont

gezeichnet.

von NGOs und jedem Einzelnen

auch Geschäftsführerin Andrea Bergho-

aus. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die

fer, Geschäftsführerin der Adler Lacke. Seit

Tyrolia Verlagsanstalt

Betriebe von sich aus Interesse zeigen und

Jahrzehnten schon ist die Lackfabrik ein

Auch mit der Umstellung auf LED-Beleuch-

etwas tun wollen. Jeder noch so kleine Bei-

Vorreiter in Sachen Umweltschutz. „Wir ha-

tung lassen sich nicht nur Kosten einsparen,

trag ist wichtig und ein Schritt in die richtige

ben in den vergangenen Jahren viel in Maß-

sondern auch noch jede Menge Energie. In

Richtung“, beteuert Dagmar Rubatscher vom

nahmen zu Energieeinsparung und Umwelt-

Zusammenarbeit mit den Innsbrucker Kom-

Klimabündnis Tirol. „Es gibt schon schöne

schutz investiert“, so Berghofer. Durch eine

munalbetrieben (IKB) hat die Verlagsanstalt

Signale, wie das Tirol Ticket oder TIROL 2050

Umstellung auf LED-Beleuchtung und die

Tyrolia ihre ersten Filialen auf LED-Beleuch-

energieautonom, aber es braucht die Verän-

thermische Sanierung der Gebäude konnte

tung umgestellt. „Allein in unserer Filiale

derung jedes Einzelnen, um unseren einen

der Energieverbrauch um rund 40.000 kWh

in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße

Planeten Erde für unsere Nachwelt zu erhal-

pro Jahr verringert werden. Die jüngsten

sparen wir damit jährlich 37 Tonnen CO2 ein“,

ten“, ergänzt Andrä Stigger.

Neubauten in Schwaz, eine hochmoderne

freut sich Geschäftsführer Mag. Stephan

Das Gewinnstreben und der Wachstums-

Wasserlackfabrik und ein vollautomatisches

Bair. Weitere Schritte in Richtung Nachhal-

druck unserer kapitalistischen Gesellschaft

Hochregallager versorgen sich durch Pho-

tigkeit sind die Errichtung einer Solaranla-

müssen also nicht zwangsläufig einer nach-

tovoltaikanlagen selbst mit erneuerbarer

ge sowie die Verbannung des Plastiksackerls

haltigen Entwicklung im Wege stehen. „Wir

Energie, den restlichen Strombedarf deckt

aus allen achtzehn Standorten des Verlags-

sollten nicht mehr quantitativ wachsen, son-

das Werk zu 100 Prozent mit Ökostrom. Ein

hauses. „Das ist für manchen Kunden noch

dern qualitativ“, so Stigger, und er gibt zum

eigenes Umweltschutz- und Recyclingzent-

etwas gewöhnungsbedürftig, aber in Kombi-

Abschluss noch ein schönes Zitat mit auf den

rum sorgt dafür, dass die Abfallmengen nied-

nation mit wiederverwertbaren Tragtaschen

Weg: „Der größte Feind des Weltklimas ist

rig bleiben. Für dieses ganzheitliche CSR-En-

kommt die seit 2015 laufende Aktion ganz

nicht das CO2, sondern die Gleichgültigkeit.“

gagement in großen Unternehmen wurde

gut an“, so Bair.

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eco.nova

© TYROLIA

© ADLER/DANIEL GABHART DE KOEKKOEK

Es gibt sie, die zahlreichen Engagements von Tiroler Unternehmern, die sich ohne gesetzliche Vorgaben aus eigenen Stücken für nachhaltiges Wirtschaften entscheiden.


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Elektroautos nehmen Fahrt auf

Mag. Wolfgang Mair, Geschäftsführer SWARCO Traffic Austria GmbH

Noch sieht man nur vereinzelt Elektroautos auf Tirols Straßen. Das soll sich jedoch bald ändern. Laut einer vom Tiroler Verkehrstechnikkonzern SWARCO in Auftrag gegebenen Studie ist die Einstellung der Tiroler zu E-Autos überraschend positiv und bereits jeder Fünfte könnte sich vorstellen, ein E-Auto anzuschaffen.

D

as Hauptverkehrsmittel ist

in den nächsten Jahren erwarten.“ Hemm-

das Carsharing und das autonome Fahren

und bleibt das Auto. Für 47

schwellen sind nach wie vor die hohen An-

eine große Rolle spielen. Dieser Trend ist der-

Prozent der Tirolerinnen

schaffungskosten und die geringe Reichwei-

zeit schon absehbar bzw. schon Realität.“

und Tiroler ist der PKW das

te. Beide Argumente kann Mair entkräften:

Dass sich also die Mobilität schon in naher

Hauptverkehrsmittel, gefolgt von Bus bzw.

„Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte

Zukunft grundlegend ändern wird, steht für

Straßenbahn mit 20 Prozent, Fahrrad mit

wächst rasant an, auch wir werden unseren

Mair außer Frage. „Als Verkehrstechnikex-

14 Prozent, Zufußgehen mit zwölf Prozent,

Beitrag dazu leisten.“ Als serviceorientierter

perten richten wir uns auf die Bedürfnisse

ÖBB mit sieben Prozent und Motorrad mit

Komplettanbieter von Schnellladestationen

der Elektromobilität ein. Unter dem Namen

einem Prozent. Weitaus größere Bedeutung

möchte Mair vor allem in Tirol zum Aufbau

„EVOLT“ bieten wir ein Produktprogramm

kommt dem PKW mit 68 Prozent im ländli-

der Infrastruktur beitragen – die aktuellen

von Ladestationen und Verrechnungsser-

chen Raum zu, aber auch Menschen über 40

Umfragewerte unter der Tiroler Bevölkerung

vices im Businesssektor, im öffentlichen

Lebensjahren bevorzugen signifikant häufi-

sprechen jedenfalls dafür.

Raum und im privaten Bereich an.“ Mit der

ger das eigene Auto.

Produktpalette EVOLT zählt SWARCO zu

Was aber für Mag. Wolfgang Mair, Geschäfts-

Tirols Straßenbild von morgen

führer der SWARCO Traffic Austria GmbH,

„Es wird zukünftig einen Mix aus vielen An-

Elektromobilität in Europa.

durchaus überraschend ist, dass 21 Prozent

triebsarten geben, wobei E-Autos immer

„Abgesehen davon, dass viele Ladestationen

der Befragten es als wahrscheinlich oder

mehr Marktanteil gewinnen werden. Man

noch kostenlos zur Verfügung stehen, gibt es

sehr wahrscheinlich betrachten, sich in den

darf nicht vergessen, dass der Österreicher

Bezahlmöglichkeiten mit oder ohne Regist-

kommenden fünf Jahren ein Elektroauto an-

sein Auto im Durchschnitt weniger als 40 Ki-

rierung. Zukünftig soll es eine direkte Kom-

zuschaffen. „Bedenkt man, dass im Vorjahr

lometer am Tag bewegt und es meist nur we-

munikation zwischen Auto und Ladestation

österreichweit gerade 1,54 Prozent der neu

nige Minuten benötigt. Die Reichweiten der

geben, ohne sich zusätzlich autorisieren zu

zugelassenen PKW Elektroautos waren, so

E-Fahrzeuge steigen jährlich und sind längst

müssen“, lässt uns Mair einen Blick in die nä-

können wir einen nahezu explosiven Anstieg

alltagstauglich. Zukünftig werden aber auch

here Zukunft werfen.

22

eco.nova

den treibenden Kräften beim Aufbau der


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INTERVIEW

„Offenheit für neue Lebensmodelle“ Landeshauptmannstellvertreterin Mag. Ingrid Felipe ist unter anderem zuständig für den Umwelt- und Klimaschutz in unserem Land. Wir haben sie zur umfassenden Thematik Nachhaltigkeit befragt.

ECO.NOVA: Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie?

INGRID FELIPE: Nachhaltigkeit spiegelt sich in allen Lebensbereichen wider und sollte auch überall mitgedacht werden. Natürlich denke ich besonders an die 17 international festgelegten Nachhaltigkeitsziele und die Übertragung dieser in die Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie. So ist Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Bekämpfung von Armut ebenso präsent wie in der Umsetzung von Klima- und Energiestrategien, im Natur- und Gewässerschutz, beim Verkehr oder in der Raumordnung. Nicht zu vergessen ist aber Nachhaltigkeit insbesondere im eigenen Lebensumfeld und im persönlichen Alltag, wo ich durch mein Verhalten versuche, meinen „ökologischen Fußabdruck“ gering zu halten. Wie kann/soll ein persönlich nachhaltiger Lebensstil aussehen? Ein persönlich nachhaltiger Lebensstil ist geprägt von den bekannten Komponenten wie der Nutzung des öffentlichen Verkehrs, der Reduktion von Energieverbrauch und der Konsumation von möglichst klimaneutralen regionalen oder fair gehandelten Produkten. Was auf keinen Fall zu kurz kommen darf, ist

es neue Ideen und Technologien sowie Of-

clusive-Club am anderen Ende der Welt oder

die Menschlichkeit oder die soziale Wärme,

fenheit für neue Lebensmodelle. Ein dafür

gäbe es dazu nähere, ebenso erholsame Al-

die nicht nur das eigene Leben nachhaltig be-

notwendiger Wandel der Gesellschaft wird

ternativen?

einflusst, sondern auch das unmittelbare per-

unterstützt durch die Zusammenarbeit aller

sönliche Umfeld zum Positiven verändert.

Arbeits- und Lebensbereiche, von der Bil-

Wie können die EU-Klimaziele 2030

dung über den Bereich Gesundheit bis hin

erreicht werden?

zur Wirtschaft.

Die EU-Klimaziele 2030 werden in Tirol be-

Wie kann man den ökologischen Fußabdruck Tirols verbessern?

reits sehr ambitioniert angegangen. Selbst-

Der ökologische Fußabdruck Tirols wird

Was kann jeder Tiroler dazu beitragen?

verständlich gibt es viele Ansatzpunkte, wie

durch den kontinuierlichen Ausbau des öf-

Es ist ganz wichtig, dass sich jeder Tiroler be-

die Senkung der preisbedingten Kraftstoff-

fentlichen Verkehrs verbessert, durch die

wusst ist, wie wichtig der Beitrag jeder ein-

exporte im Verkehrsbereich, aber auch in

Einhaltung der Energie- und Klimaziele und

zelnen Person ist. Es sollte allerdings nicht

anderen Bereichen wie der Raumwärme, Ge-

die Umsetzung bewährter Konzepte wie

„nur als Beitrag“ gesehen werden, sondern

werbe und Industrie sowie in der Landwirt-

TIROL 2050 energieautonom. Insbesondere

es sollte im Vordergrund stehen, wie viel Le-

schaft bestehen Reduktionspotenziale. Ein

aber auch durch den Schutz unserer Böden,

bensqualität durch eine gezielte Verände-

weiteres Beispiel sind unsere Städte. So setzt

denn Boden gilt als der größte CO2-Spei-

rung gewonnen werden kann. Ein Beispiel

sich Innsbruck im Rahmen der „Smart Ci-

cher der Welt. Wir brauchen aber auch im

wäre das Urlaubsverhalten. Bekommt man

ties“-Initiative mit nachhaltigem Energiema-

Rahmen dessen Visionen von Neuem, seien

denn wirklich nur Erholung in einem All-in-

nagement intensiv auseinander.

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Der durchschnittliche ökologische Fußabdruck eines Österreichers beträgt 5,31 Global Hektar (gha) und setzt sich anteilsmäßig so zusammen:

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GRAUER FOOTPRINT

19 %

KONSUMGÜTER

24 % *)

ERNÄHRUNG

14 % WOHNEN

15 % MOBILITÄT

*) Aus dem Ressourcenverbrauch, der nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden kann, ergibt sich ein Grauer Footprint oder „gesellschaftliche Overhead“. Er umfasst alle Leistungen, die von einer Gesellschaft für die Allgemeinheit erbracht werden, wie der Bau und Betrieb von Schulen, Krankenhäusern, Wohnraum, Verkehrswegen etc.


ENERGIEWENDE

ETAPPENZIELE 2030 • Reduktion des Energiebedarfs um 25 % • Erhöhung des Einsatzes erneuerbarer heimischer Energieträger um 19 % • Wasserkraft: plus 20 % • Sonnenenergie: Verdoppelung • Umweltwärme: Verdoppelung Der Anteil elektrischer Energie steigt von ¹/₅ auf ca. ¹/₃ (bis 2050 ca. ²/₃) • Zwei Drittel aller Wohnhäuser und öffentlichen Gebäude werden mit erneuerbarer Energie beheizt und versorgt (Sonnenenergie, Umweltwärme, Holz) • Neue Häuser werden ausschließlich in Passivhausqualität errichtet. Sanierungen werden mit Passivhauskomponenten durchgeführt. • Im Produktionsbereich stabilisiert sich der Verbrauch bei steigendem Wirtschaftswachstum. • Jedes fünfte Fahrzeug verfügt über eine alternative Antriebstechnologie.

ZIEL 2050 • Reduktion des Energiebedarfs um 50 % • Erhöhung des Einsatzes erneuerbarer heimischer Energieträger um 30 % • Mehr als die Hälfte dieses Bedarfs (52–56 %) kommt aus Wasserkraft, 30 % aus Biomasse, 7–11 % aus Sonnenenergie und 7 % aus Umweltwärme.

Quellen: Klimabündnis Tirol, Österreichischer Fußabdruckrechner, Land Tirol


eco.wirtschaft

Tourismus in Tirol ist mehr als Wandern und Wellness. Denkt man Tourismus weiter, fällt auch Kunst und Kultur darunter. Die Festspiele Erl sind ein beredtes Beispiel dafßr.

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eco.nova


eco.wirtschaft

Tourist, wer ist das? Wie würden Sie den folgenden Satz ergänzen: „Tirol ist ein ...“ Industrieland? Tourismusland? Vermutlich eher Zweiteres. Oder? // TEXT: STEFAN D. HAIGNER

D

em heimischen Tourismus ist gelungen, wovon so manch andere Branche nur träumt. Das gilt für Österreich im Allgemeinen und Tirol im Besonderen. Und wen wundert’s, ist doch immer wieder zu lesen, wie wich-

tig der Tourismus gerade für Tirol ist. Nicht nur für die Branche selbst, sondern weit darüber hinaus, da von der Tourismusbranche Vorleistungen aus zahlreichen anderen Sektoren nachgefragt werden und so in diesen Beschäftigung und Ein-

kommen gesichert werden. Einkommen, die nicht selten in ansonsten wirtschaftlich schwachen Regionen anfallen, wodurch auch der Job der sprichwörtlichen Bäckerin um die Ecke letzten Endes durch den Tourismus gesichert wird. Eine typische Kreislaufargumentation also, in der direkt Beschäftigung und Einkommen in der Tourismusbranche gesichert werden sowie indirekt in den vorleistungsliefernden Sektoren. Und weil am Ende des Tages alle einen Teil dieser Einkommen auch wieder ausgeben, entstehen zusätzlich durch die Verausgabung der direkt und indirekt erzielten Einkommen sogenannte induzierte Effekte. Drei Effekte, die zusammengezählt für Tirol 6,4 Milliarden Euro (2015) ausmachen, womit 23,9 Prozent der gesamten Tiroler Wertschöpfung auf den Tourismus zurückgeführt werden können, wie Berechnungen von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) in Zusammenarbeit mit der Tiroler Landesstatistik zeigen.1) Ein Ergebnis, das den regionalwirtschaftlichen Stellenwert des Tourismus für Tirol klar untermauert.

) Die Studie finden Sie auf der Seite der Tiroler Landesregierung unter https://www.tirol.gv.at/ meldungen/meldung/artikel/tourismus-ist-triebfeder-fuer-wohlstand-in-tirol/ ) A visitor is a traveler taking a trip to a main destination outside his/her usual environment, for less than a year, for any main purpose (business, leisure or other personal purpose) other than to be employed by a resident entity in the country or place visited. These trips taken by visitors qualify as tourism trips. Tourism refers to the activity of visitors. 3 ) Gefolgt von Bauwesen mit 21 Prozent und sonstige Dienstleistungen mit 15 Prozent. Alle anderen Sektoren liegen im niedrigen einstelligen Bereich. 4 ) Rücklauf: 22 % 1

© LOEWENZAHM

2

eco.nova

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© LOEWENZAHM

eco.wirtschaft

WENN SIE AN TOURISMUS IN TIROL DENKEN, DENKEN SIE DANN AN SKIFAHREN, WANDERN UND E-BIKES? ODER DENKEN SIE DABEI AUCH AN KUNST UND KULTUR? NEIN? SOLLTEN SIE ABER. DENN IN EINER STARK REGIONALEN BETRACHTUNG IST DIE LOKALE BEDEUTUNG VON KULTUREINRICHTUNGEN DURCHAUS SIGNIFIKANT. Äpfel und Birnen

stein nicht verstehen kann, habe er doch für

Wer aber zuletzt den Wirtschaftsteil in Ta-

seine Berechnungen die europaweite statis-

jenes, wonach der Tourismus in Oberöster-

geszeitungen aufmerksam gelesen hat, wird

tische Norm (in Österreich ÖNACE) heran-

reich einen beinahe ebenso hohen Stellen-

gesehen haben, dass laut einer aktuellen Stu-

gezogen.

wert haben soll wie der Tourismus in Tirol

die im Auftrag der Industriellenvereinigung

Zum Tourismus habe sein Institut Economi-

– und das bei lediglich 7,7 Millionen Nächti-

die Industrie in Tirol, aber auch in Salzburg,

ca ausschließlich Hotellerie und Gastrono-

gungen (Aufenthaltsdauer: 2,6 Nächte).

gemessen an der Wertschöpfung wichtiger

mie gezählt, Industrie sei als Sachgüterer-

Das Problem bei all der Vergleicherei ist, dass

ist als der Tourismus. Ein Ergebnis, das so-

zeugung plus Bergbau plus Energie plus Bau

man leicht Gefahr läuft, Äpfel mit Birnen zu

wohl überraschte – zählen doch beide Bun-

definiert“ (KronenZeitung, April 2018). Eine

vergleichen. Aber vergleichen will man, denn

desländer zumindest was die Nächtigungs-

Formulierung, die bei flüchtigem Lesen so

ohne Vergleich sind einzelne Ergebnisse letz-

zahlen (2017) anbelangt mit rund 47,9 (Tirol

verstanden werden könnte, als ob es sich um

ten Endes wertlos. Was also tun? Nun ja, für

mit einer Aufenthaltsdauer von 4,1 Nächten)

eine offizielle und vor allem allgemein aner-

einen aussagekräftigen Vergleich – egal ob

bzw. 28,3 Millionen (Salzburg mit einer Auf-

kannte Definition des Tourismus handeln

über die Zeit, mit anderen Sektoren oder mit

enthaltsdauer von 3,7 Nächten) zu den unan-

würde. Aber das ist nicht der Fall. Und in der

anderen Bundesländern – sind jedenfalls fol-

gefochtenen Spitzenreitern in Österreich –

angesprochenen ÖNACE-Statistik kommen

gende Punkte zu beachten.

als auch für Aufregung sorgte. Eine Aufre-

die Begriffe „Tourismus“ und „Industrie“ auch

Da es keine offizielle Definition des Sektors

gung, die Studienautor Christian Helmen-

nicht vor. In Kombination ist das Teil des

Tourismus gibt, auf die alle zurückgreifen,

30

eco.nova

Problems und erklärt auch Ergebnisse wie


eco.wirtschaft

unterscheiden sich die Studien notwendi-

Unterhaltung und Erholung oder öffentli-

gerweise schon alleine dadurch, was unter

cher Verkehr aufgrund ihres Besuches des

Tourismus verstanden wird. So zählt besagte

Festspielhauses tätigen. Also auch all jene

Studie für Oberösterreich auch die Freizeit-

Ausgaben, die ansonsten nicht in der Region

wirtschaft zum Tourismus hinzu, wodurch

getätigt worden wären. Da diese Ausgaben

dessen Bedeutung mehr als verdoppelt wird.

bis dahin unbekannt waren, wurden eigens

Die Studie von Helmenstein wiederum defi-

3.500 Festspielgäste4) zu ihrem Ausgabever-

niert Tourismus ausschließlich als Hotellerie

halten befragt – mit dem Ergebnis, dass das

und Gastronomie. Eine Definition, die dazu

Festspielhaus für einen mittleren Millionen-

führt, dass Ihr letzter Kaffee in der Mittags-

betrag an Umsätzen verantwortlich zeichnet,

pause eine touristische Ausgabe war, was

die nicht in der Bilanz des Festspielhauses

wohl nicht Ihrem Empfinden entsprochen

aufscheinen.

haben wird und auch im Widerspruch mit

Aus Letzterem lässt sich im Übrigen aus ei-

der sehr breiten Definition steht, wonach

ner ökonomischen Perspektive begründen,

Tourismus alle Erscheinungen und Bezie-

weshalb Einrichtungen der Kunst und Kultur

hungen umfasst, die mit dem Verlassen des

subventioniert werden (sollen). Der Grund

üblichen Lebensmittelpunktes und dem Auf-

ist, dass Angebote wie jenes der Tiroler Fest-

enthalt an einer anderen Destination ver-

spiele Erl mit sogenannten positiven Exter-

bunden sind (Statistik Austria).2)

nalitäten verbunden sind, von denen das

Hinzu kommt, dass zweitens nicht alle Studien auf derselben Datengrundlage aufbauen. Quasi zum Goldstandard zählen hier Daten aus der Volkswirtschaftlichen Ge-

Dr. Stefan D. Haigner ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW).

Tiroler Festspiele Erl rein monetär betrachtet nichts hat, sehr wohl aber „unbeteiligte“ Dritte wie Restaurants, Hotels oder Taxiunternehmer, die alle mit spürbaren Umsatzeinbußen konfrontiert wären, gäbe es die

samtrechnung (VGR) sowie die sogenann-

Tiroler Festspiele Erl nicht. Für das Festspiel-

ten T-Mona-Daten. Wer aber nun meint, dass bei gleicher Definition des Tourismus

Wandern, Wellnessen und E-Bikes? Oder

haus selbst kann gesagt werden, dass es sol-

bei beiden Datenquellen das gleiche Ergeb-

denken Sie dabei auch an Kunst und Kultur

cherart mehr als 100 Ganzjahresbeschäfti-

nis herauskommt, der irrt. Dies deshalb, da

wie das Tiroler Landestheater oder die Fest-

gungsverhältnisse in der Region sichert und

die T-Mona-Daten Befragungsdaten sind

spiele Erl? Nein? Sollten Sie aber. Denn in

für knapp 3,6 Millionen Euro an Lohnsum-

(mit all den damit verbundenen Problemen)

einer stark regionalen Betrachtung ist die lo-

me verantwortlich zeichnet (GAW und MCI,

und die VGR-Daten „Zuschätzungen und

kale Bedeutung dieser Kultureinrichtungen

2017). Und das alles in einer Region, die ge-

Adaptierungen“ enthalten. Adaptierungen,

durchaus signifikant.

messen an der Finanzkraft II mit 949 Euro

die deshalb notwendig sind, da beispiels-

So hat die GAW gemeinsam mit dem Ma-

rund zehn Prozent unter dem Tiroler Durch-

weise gewisse Umsätze schwarz erzielt wer-

nagement Center Innsbruck (MCI) die re-

schnitt liegt.

den, weshalb es für den Sektor Beherber-

gionalwirtschaftliche Bedeutung der Tiro-

Die gesamte Diskussion ist letzten Endes

gung und Gastronomie zu einem Zuschlag

ler Festspiele Erl untersucht. Diese ergibt

lediglich Ausdruck dessen, dass Tourismus

von 24 Prozent zu den offiziellen Umsätzen

sich dabei zum Beispiel aus den laufenden

eine Querschnittsmaterie ist. Sind dabei Ver-

kommt.3)

Personalkosten, die als Teil der laufenden

gleiche mit anderen Bundesländern von In-

Neben diesen beiden Datenquellen gibt es

Ausgaben des Festspielhauses Einkommen

teresse, ist nicht nur darauf zu achten, dass

noch Studien, die auf eigenen Erhebungen

und Beschäftigung in der Region sichern.

die Datenbasis sowie die eingesetzten Me-

aufbauen, was aber einen Vergleich mit an-

In einer stark regionalwirtschaftlichen Be-

thoden (möglichst) ident sind. Vielmehr gilt

deren Bundesländern beinahe unmöglich

trachtung dürfen hier jedoch nicht sämtli-

es auch klar zu definieren, was alles unter

macht.

che Personalkosten berücksichtigt werden,

Tourismus subsumiert wird.

Und drittens unterscheiden sich die Studi-

sondern es müssen etwa Lohnnebenkosten,

en durch die Wahl der Methode, mit Hilfe

aber auch jene Einkommen, die von Perso-

derer die direkten, indirekten und induzier-

nen mit Wohnsitz im benachbarten Bayern

ten Effekte errechnet werden. So rechnet

erzielt werden, herausgerechnet werden. Das

beispielsweise das relativ bekannte Touris-

heißt, es müssen jene Einkommen ermittelt

mussatellitenkonto (TSA) nicht deklarier-

werden, die wie beschrieben in der Region

te Nächtigungen (Stichwort: Couchsurfing,

anfallen und zum Teil auch wieder veraus-

Zweitwohnsitze) hinzu, mit dem Effekt, dass

gabt werden und so über den Umweg der in-

es zu einer entsprechenden Steigerung in

duzierten Effekte ihrerseits Einkommen und

der Bedeutung des Tourismus kommt.

Beschäftigung in der Region sichern.

Tourismus trifft Kultur

Im Falle des Festspielhauses kommt hinzu, dass auch jene Ausgaben dem Festspielhaus

Aber noch eine andere Frage in diesem Zu-

ursächlich zuzurechnen sind, die die Fest-

sammenhang. Wenn Sie an Tourismus in

spielgäste etwa für Beherbergung und Gas-

Tirol denken, denken Sie dann an Skifahren,

tronomie oder im Bereich Handel, Kunst,

ÜBER GAW

Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) ist eine private Forschungseinrichtung mit Sitz in Innsbruck, die für Unternehmen, Interessenvertretungen sowie die öffentliche Hand Studien zu volksund regionalwirtschaftlichen Themen erstellt. Im Bereich der Erstellung von Wertschöpfungsstudien, aber auch zum Thema kalte Progression zählt die GAW seit Jahren zu den führenden Forschungseinrichtungen in Österreich. // www.gaw.institute

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eco.wirtschaft

ARNO WIMMER

Bundessprecher der Immobilienmakler im Fachverband und in der Fachgruppe Tirol „IMMOBILIENGESCHÄFTE SIND VERTRAUENSGESCHÄFTE. AUS DIESEM GRUND IST ES RATSAM, MIT EINEM SERIÖSEN UND KOMPETENTEN IMMOBILIENMAKLER ZUSAMMENZUARBEITEN.“ Woran erkennt man einen seriösen Immobilienmakler oder -treuhänder? Seriöse Immobilienmakler erkennt man unter anderem daran, dass diese schon langjährig auf dem Markt tätig und nachhaltig in den Medien vertreten sind, dass sie einen eigenen Bürostandort mit entsprechender Infrastruktur aufweisen können und daher nicht nur gelegentlich als Makler tätig sind. Auch eine aussagekräftige Homepage ist wichtig.

Vertrauensgeschäft Sich beim Kauf/Verkauf oder Mieten/Vermieten an einen Immobilienmakler zu wenden, macht durchaus Sinn – um einen dem Markt entsprechenden Preis zu erzielen und unnötige Stolpersteine zu vermeiden. Doch wie kommt man an den Richtigen und was darf man sich von ihm erwarten? // TEXT: KAROLINA PUTZ 32

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eco.wirtschaft

M

enschen, die eine Immobilie zum Kauf oder zur Miete suchen oder ihr eigenes Objekt vermark-

ten möchten, stehen schnell vor der Frage, ob sich eine Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler oder -treuhänder lohnt. Bringt er’s denn wirklich oder kostet er nur unnötig Geld? Noch dazu kursieren Gerüchte, bei denen Immobilienmakler kräftig abkassieren und ihre Kunden kaltschnäuzig über den Tisch ziehen. Doch dieses Bild ist verzerrt.

Ein Prozess aus vielen Schritten Der erste Schritt zur Immobilie bzw. zur Abstoßung einer solchen ist es, sich mit einem Makler zusammenzusetzen und alle Absichten, Wünsche und Bedenken zu besprechen.

PETER JENEWEIN

Immobilienmanagement Jenewein, www.immobilien-jenewein.at

Beim Gespräch sollte er vor allem eines: zuhören. Dabei wird er auch einen Einblick in die Tätigkeiten geben, die zur Erfüllung seines Arbeitsauftrages nötig sind und aus de-

„ES IST DIE AUFGABE DES IMMOBILIENTREUHÄNDERS, ZWISCHEN DEN INTERESSEN DES VERKAUFENDEN KUNDEN UND DEN INTERESSEN DES KAUFENDEN KUNDEN KONSENSUAL ZUM WOHLE ALLER BETEILIGTEN ZU VERMITTELN. DAZU GEHÖRT ES AUCH, DIE QUALITÄTSVOLLE ARBEIT DES IMMOBILIENTREUHÄNDERS ZU HONORIEREN.“

nen sich sein Honorar ableitet.

Wo liegen aktuelle Herausforderungen in Ihrer Arbeit? Es geht darum, die Kunden in ihrem Anliegen bestmöglich zu unterstützen und mögliche Stolpersteine in rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Belangen zu vermeiden. Die aktuelle Immobilienpreisentwicklung in Tirol macht der Bevölkerung Sorgen. Dieses Problem ist meiner Meinung nach durch die restriktive Handhabung von Bebauungsdichten von vielen Gemeinden und deren Raumplanern hausgemacht, wodurch viel Wohnraum unwiederbringlich verhindert wird. Grundstücksflächen sind in Tirol durch unsere Topografie sehr begrenzt und nicht vermehrbar. Die logische Konsequenz ist meiner Meinung nach eine dichtere Verbauung unserer kostbaren Wohnflächen, um auch genügend Freiflächen für unser Land und die Natur zu erhalten.

und allenfalls noch ohne Provision aufzu-

Sind beide Seiten einverstanden, beginnt der Makler mit einer realistischen Markt- und Preiseinschätzung des Objekts. Er sichtet das Grundbuch, prüft diverse Pläne, alle Verträge sowie den Energieausweis. Diesen lässt er allenfalls erstellen. Ein seriöser Immobilienmakler kennt den Markt und den Preis und kann daher die Vermarktungsmöglichkeiten einschätzen. Objekte um jeden Preis nehmen, ist kein Zeichen von Seriosität und Kompetenz, denn es erweckt beim Verkäufer oder Vermieter die Hoffnung, die Immobilie um diesen Preis auch vermarkten zu können. Was in der Regel nicht der Fall ist. Die Folge: Die Kunden werden enttäuscht, was wiederum auf das Image der Branche drückt. Eine realistische, ehrliche Einschätzung ist daher unabdingbar. Von einem seriösen Makler kann auch erwartet werden, dass er sich notwendige Informationen schon vorab beschafft. Mit Abschluss eines ordentlichen Vermittlungsauftrages erfolgen zudem die gesetzlich notwendigen Belehrungen. Anschließend holt der Makler alle notwendigen Informationen zum Objekt ein und stellt, wenn nötig, weitere Nachforschungen an. Bei all seinen Tätigkeiten unterliegt er einer gewissen Haftung für die Richtigkeit seiner Aussagen. Es folgt die Aufbereitung der Objektpräsentation, die Bewerbung und das Marketing des Objektes in Medien und Netzwerken. Das

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33


eco.wirtschaft

Objekt wird zudem bereits vorhandenen

Verkäufer und Käufer gefragt. Ist der Ver-

ter sollten die notwendige Unterstützung

oder neuen Interessenten angeboten. Da-

trag von allen Parteien unterzeichnet, ist der

durch das Büro erhalten. Nur der, der sauber

zu sind aussagekräftige Fotos grundlegend

Immobilienmakler letztendlich auch bei der

und genau arbeitet, wird auf lange Zeit er-

wichtig. Anschließende Besichtigungen wer-

Übergabe des Objektes anwesend und er-

folgreich sein. Für die Makler sollte deshalb

den nur mit vorab vom Makler qualifizier-

stellt ein entsprechendes Übergabeprotokoll.

nicht das Honorar im Vordergrund stehen,

ten Kunden durchgeführt. Das spart Zeit für

sondern die Dienstleistung. Und das tut es

und führt letztendlich zu weniger Enttäu-

Transparenz, die Wertschätzung schafft

schungen auf allen Seiten.

Während des ganzen Prozesses dürfen Kun-

ler bzw. -treuhänder sind nicht zu unterschät-

In weiterer Folge werden bei entsprechen-

den von ihrem Immobilienmakler erwarten,

zen. Trotzdem wird der Beruf oft herabgetan.

dem Interesse die Verkaufs- bzw. Vermie-

dass sie periodisch über seine Tätigkeiten in-

Besonders frustrierend ist es für Makler, wenn

tungsverhandlungen geführt, ein Kauf- bzw.

formiert werden, damit sie auch wissen, ob

sie sich für den Kunden eingesetzt haben und

Mietanbot erstellt und unterstützende Maß-

und in welchem Umfang ihr Makler für sie

dieser dann kurz vor Abschluss das Geschäft

nahmen bei der Vertragserrichtung getätigt.

tätig ist. Diese Transparenz ist auch für den

mit dem Verkäufer oder Vermieter direkt ab-

Dabei ist ein Interessenausgleich zwischen

Makler grundlegend wichtig, um ein gewis-

schließt, um so dem Maklerhonorar zu entge-

ses Bewusstsein für seine laufenden Arbei-

hen. Diese Vorgehensweise ist laut Branchen-

ten zu schaffen. Denn viele Arbeiten sieht

vertretern heutzutage leider nicht unüblich.

der Kunde nicht – sei es Organisatorisches,

Der ehrlich engagierte Immobilienmakler

Nachforschungen oder laufende Einzelbe-

schaut dann trotz seiner erbrachten Leistung

sichtigungen. All diese Aufgaben erfordern

durch die Finger. Wehrt er sich (zu Recht) und

notwendige Fachkenntnisse des Maklers,

fordert das Honorar ein, nehmen es ihm viele

daher ist eine entsprechende Ausbildung

Kunden übel und belasten die gesamte Bran-

inklusive rechtlicher und kaufmännischer

che. Generell sind Immobiliengeschäfte Ver-

Kenntnisse Voraussetzung. Maklermitarbei-

trauensgeschäfte – für beide Seiten.

den Kunden, aber auch für die Interessenten,

bei vielen auch! Die Anforderungen an einen Immobilienmak-

GERD REISIGL

SE7EN Immobilien GmbH, www.se7en-immoblien.com „FÜR UNS STEHT DIE QUALITÄTSVOLLE DIENSTLEISTUNG, NICHT DAS OBJEKT IM VORDERGRUND. DAZU GEHÖREN EINE SCHNELLE RÜCKMELDUNG SOWIE EINE TRANSPARENTE UND EHRLICHE KOMMUNIKATION. AUCH ZUSATZLEISTUNGEN WIE DIE MÖGLICHKEIT ZUR SCHLÜSSELHINTERLEGUNG, DIE ERSTMIETERSUCHE ODER DIE BAUTRÄGER--DVISUALISIERUNG PUNKTEN.“ Woran erkennt man einen seriösen Immobilienmakler? An der laufenden Kommunikation. Qualität und Seriosität zeigen sich in gut aufbereiteten und vollständigen Unterlagen – und in seiner Vorgehensweise: Wie schnell meldet er sich bei Fragen retour, kann er seine Berechnungen und Vorgehensweisen verständlich erklären und lässt er dem Kunden Freiheit und Zeit, für sich selbst sicher zu entscheiden? Da gehört es auch einmal dazu, von einem Geschäft abzuraten. Ein schnelles Geschäft ist nicht das Ziel.“

34

eco.nova

GEBHARD JENEWEIN

ANDREAS KÖSSLER

„FÜR MICH IST ES DER SCHÖNSTE BERUF, WEIL ES UM WICHTIGES GEHT, ICH MIR MEINER VERANTWORTUNG BEWUSST BIN UND ES MIR FREUDE BEREITET.“

„WIR ÜBERNEHMEN DIE VERANTWORTUNG FÜR EINE ORDENTLICHE UND BESTMÖGLICHE ABWICKLUNG SOWOHL FÜR DEN KÄUFER ALS AUCH FÜR DEN VERKÄUFER, EBENSO FÜR DEN MIETER UND VERMIETER.“

Innreal, www.innreal.at

Welche Arbeiten sehen die Kunden oftmals nicht? Der Aufwand im Hintergrund ist teils riesig. Die Einholung und Prüfung aller erforderlichen Unterlagen, von der Bewertung angefangen bis zum Abschluss, sind sehr umfangreich – auch die Vermarktung, Kundenqualifizierung und Besichtigungsorganisation. Dazu kommt die Haftung, die der Immobilienmakler hat, sollte einmal wirklich was schiefgehen.

Immo Kössler, www.immo-koessler.at

Worin liegt der große Vorteil für die Kunden? Dass wir uns um alles kümmern, vom Erstgespräch bis zur Übergabe sowie Risiken beseitigen. Oftmals organisieren wir zudem Handwerker, wenn in einer Wohnung Reparaturen notwendig sind oder es darum geht, das Objekt durch optische Verbesserungen aufzuwerten.


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Bewährtes mit Neuem verknüpfen Der Logistikdienstleister Dachser eröffnete kürzlich sein neues Logistikzentrum Tirol in Stans. Die neue Niederlassung umfasst eine Gesamtfläche von rund 20.000 Quadratmetern, das Unternehmen investierte dafür rund 6,5 Millionen Euro.

Michael Huber, Bürgermeister von Stans, Landtagsabgeordnete Kathrin Kaltenhauser, Günter Hirschbeck, Managing Director European Logistics DACHSER-Austria und Michael Schilling, COO Dachser SE

U

nser global agierendes Familienun-

ter Büro- und Verwaltungsfläche stehen zur

nehmer im Herz der Alpen. Mit dem Dachser

ternehmen ist seit 1995 mit einer

Verfügung. In einem weiteren Bauabschnitt

Logistikzentrum in Stans zeigt sich, dass die

eigenen Niederlassung am Tiroler

können zusätzliche Verladestellen und Ab-

Richtung und Attraktivität unserer Region

Markt vertreten. Deswegen verbinden sich

stellplätze errichtet werden. Am Standort

stimmt. Danke für dieses Ja zu Tirol, das Ar-

hier für Dachser in besonderer Weise Tradi-

Stans bietet Dachser seinen Kunden nun

beitsplätze und den Wohlstand in unserem

tion und Innovation. Mit dem neuen Logis-

alles aus einer Hand: Warehousing und kun-

Land sichert.“

tikzentrum setzen wir gezielt einen Meilen-

denindividuelle Services im Rahmen der

Im Zuge der Eröffnung konnten die geladenen

stein, der über den Ausbau unseres starken

Kontraktlogistik mit direktem Anschluss an

Gäste nicht nur mittels Virtual-Reality-Brille

österreichischen Netzwerks mit seinen neun

das flächendeckende europäische Transport-

in die 3-D-Visualisierung von Warehouse-Pro-

Niederlassungen hinausweist. Das Logistik-

netzwerk und die Luft- und Seefrachtdienst-

zessen eintauchen, sondern auch eine andere

zentrum Tirol ist für europäische Systemver-

leistungen von Dachser Air & Sea Logistics.

Dachser-Innovation erleben: ein elektrisch un-

kehre mit angeschlossener Kontraktlogistik

Günter Hirschbeck, Geschäftsführer Dach-

terstütztes Lastenfahrrad mit kleiner Wech-

konzipiert und soll integrierte Systemlogistik

ser Österreich European Logistics, betonte

selbrücke nämlich. Derzeit ist dieses als eines

für Stückgut noch effizienter und noch zu-

bei der Eröffnung: „Unsere moderne Anlage

von verschiedenen alternativen, elektrisch

kunftsfähiger machen“, sagte Dachser-COO

ist besonders für Westösterreich und da-

angetriebenen Cityfahrzeugen bei Dachser

Michael Schilling anlässlich der kürzlich

rüber hinaus von großer Bedeutung. Am

im Rahmen des Projektes City-Distribution in

stattgefundenen Eröffnung, an der rund 180

Stanser Standort sind wir als Familienunter-

mehreren Städten in Deutschland im Einsatz.

Gäste teilnahmen.

nehmen eng mit der Region verbunden und

Dachser schafft damit innovative, nachhaltige

Das neue Logistikzentrum Tirol ersetzt den

schaffen hier etwa 40 weitere Arbeitsplätze.

Geschäftsmodelle, damit die Ware der Kun-

bisherigen Standort in Hall und bietet den

Bei der offiziellen Eröffnung würdigte auch

den auf der letzten Meile in den Innenstädten

Kunden umfassende Transport- und Lager-

die Landtagsabgeordnete Kathrin Kalten-

transportiert werden kann. „Wer die Stadtbe-

logistik. Die Anlage verfügt über 30 Tore,

hauser die Aktivitäten von Dachser. „Tirol

lieferung von morgen gestalten will, muss be-

die Lager- und Logistikfläche umfasst zirka

bietet Stabilität und Sicherheit und ist ein

währte Logistiksysteme mit neuen Ideen ver-

4.700 Quadratmeter, knapp 1.000 Quadratme-

international vernetzter Standort für Unter-

knüpfen“, so Hirschbeck.

eco.nova

35


eco.wirtschaft

Es wird immer digit(h)aler Die digitale Welt ist ihre Leidenschaft und Berufung zugleich. Als Unternehmerin mit ihrer Firma digithaler und in Ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol kämpft Barbara Thaler dafür, dass Betriebe diese Chancen nicht ungenutzt liegen lassen.

D

// TEXT: DORIS HELWEG

ie neuen Medien sind für sie schon lange nicht mehr neu. Vielmehr ärgert sie dieser Ausdruck eigentlich schon etwas.

„Denn die sogenannten neuen Medien gibt es jetzt schon seit über zwanzig Jahren, was ist daran bitte noch neu?“, fragt sich Barbara Thaler. Verändert hat sich in den letzten 18 Jahren ihrer Tätigkeit in der Branche allerdings so einiges. Man erinnere sich nur an das Nokia 7110, das

erste WAP-Handy, mit dem man sich Internetseiten in einer vereinfachten Form ansehen konnte. Oder an die Anfänge des Internets zu Beginn der 1990er-Jahre, die von piepsenden Modem-Einwahltönen geprägt waren. „Vor 18 Jahren war die Erstellung einer Website noch ein Riesenprojekt, das richtig viel Geld gekostet hat und nur wenige Unternehmen in Angriff genommen haben“, erinnert sich Thaler an die Anfangsjahre ihrer

Markus Schwarzenberger vertraut das Onlinebusiness des Familienbetriebes der Internetagentur digithaler an und verzeichnet nun mit deutlich weniger Aufwand steigende Zahlen. „Wir erreichen damit Kunden, die wir sonst nie in unser Geschäft nach Völs gebracht hätten“, sagt er.

beruflichen Tätigkeit. Heute ist es für jedes Unternehmen ein „Must-have“. einen Newsletter für ein Pflanzenschutzmit-

meine Aufgabe, einen Realitätssinn herzustel-

tel ausgeschickt und in dieser Woche wurde

len und anhand von Analysen und Reports

Bei digithaler geht es nicht nur um schöne

50 Prozent mehr davon verkauft als normal.

den Kunden eingehend zu beraten“, so Thaler.

Bilder im Netz oder darum, überhaupt on-

Das sind Fakten zum Angreifen“, und sie er-

line präsent zu sein, sondern um sehr viel

gänzt: „Der als tot geglaubte Newsletter ist

Ein Profi auch fürs Digitale

mehr. Es geht um die Abstimmung von in-

also alles andere als tot und für mich eines

„Auf Google vorne gereiht zu werden, ist heu-

ternen und externen Unternehmenspro-

der coolsten Instrumente um Upselling zu

te eine echte Kunst und bedarf einer großen

zessen auf die höchstmögliche Digitalisie-

betreiben.“

Portion Professionalität. Bei Lohnverrech-

rungsform. Damit ergeben sich völlig neue

Für Barbara Thaler ist es wichtig, nicht nur

nung oder Kaufverträgen holt man sich auch

Chancen, auch für klassische Betriebe und

eine Website ins Netz zu stellen, sondern da-

Unterstützung von einem Profi. Aufgaben

kleine Unternehmen, nicht nur für neue digi-

raus auch etwas zu machen! Sei es als Ver-

wie der digitale Verkauf werden oft liegen ge-

tale Geschäftsformen. „Wir liefern handfeste

triebskanal in Form eines Onlineshops oder

lassen oder einfach nur nebenbei gemacht.

Ergebnisse“, lautet auch der neue Firmenleit-

als Datenquelle zur Kundenanalyse. Wie viele

Genauso wichtig ist es, sich aber auch dabei

spruch. „Denn Aktivitäten im Internet sind

und welche Besucher nutzen meine Seiten?

begleiten zu lassen“, erklärt die Internetex-

messbar und schlagen sich zumeist auch in

Was tun sie? „Das Potential einer Website ist

pertin. „Es gibt rund 200 Kriterien, an denen

handfesten Ergebnissen nieder“, verrät Bar-

meist viel größer als angenommen“, verrät

Google ein Keyword bemisst und berechnet,

bara Thaler und nennt uns dafür auch gleich

die Wirtschaftsinformatikerin. „Andere wie-

welche Website passend dazu auf den ersten

ein Beispiel aus der Praxis: „Wir haben für

derum überschätzen das Onlinegeschäft und

Plätzen gereiht wird. Dieser Algorithmus än-

unseren Kunden Samen Schwarzenberger

erwarten sich wahre Wunder. Da ist es dann

dert sich laufend“, so Thaler weiter.

Handfeste Ergebnisse

36

eco.nova


eco.wirtschaft

Die in Thiersee geborene Tirolerin arbeitete nach der Schule bereits in der IT-Branche an E-Marketing-Kampagnen, EU-weiten E-Working-Projekten und in einem E-Tourismus-Forschungszentrum. Weil sie für ihr zweites Studium der Wirtschaftsinformatik am MCI flexibler sein musste, entschied sie sich für die Selbstständigkeit. Ein Schritt, der sich gelohnt hat, landete sie in dieser Zeit doch einen ganz besonderen Coup: Zwei Wochen vor ihrer Diplomprüfung startete sie die österreichweite Urlaubsplattform urlauburlaub.at, die binnen kürzester Zeit 20.000 Besucher am Tag verzeichnete und 120.000 Betrieben eine Plattform bot. Durch diese für die damalige Zeit einzigartigen Zuwachsraten ergab sich relativ rasch auch eine gewisse Aufmerksamkeit von den großen Internetunternehmen der Branche. 2009 gegründet, wurde das Start-up urlauburlaub.at 2011 an die HEROLD Business Data GmbH verkauft. Heute engagiert sich Thaler neben ihrer Tätigkeit als Unternehmerin auch als Interessenvertreterin in der Wirtschaftskammer für das Thema Digitalisierung. „Das ist nicht nur meine unternehmerische Vision. Wir müssen heute an die Wirtschaft von morgen denken. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir dringend moderne, zukunftsfähige Rahmenbedingungen für unseren Wirtschaftsstandort brauchen. Die Digitalisierung verändert Märkte und in Zukunft werden uns viele am Umgang damit messen.“

© ANDREAS FRIEDLE

BARBARA THALER


eco.wirtschaft

ler: „Wir haben in den letzten Jahren einen Prozess entwickelt, der es uns ermöglicht, in kurzer Zeit die digitalen Potentiale für unsere Kunden zu analysieren. Dadurch können wir nicht nur maßgeschneiderte Lösungen anbieten, sondern auch schrittweise für erste spürbare Ergebnisse sorgen.

Pragmatische Lösungen Mit pragmatischen Lösungen und mit System geht die IT-Unternehmerin an die Anliegen ihrer Kunden heran. Step by step lautet dabei ihre Devise. „Mitunter bremst mich Barbara Thaler in gesundem Stil auch wieder ein“, schmunzelt Markus Schwarzenberger. Er vertraut das Onlinebusiness des Familienbetriebes in vierter Generation der Internetagentur digithaler an. Zwar hatten sie schon seit 2007 einen Onlineshop, mussten dabei aber auch ihr Lehrgeld bezahlen. „Mit der Zeit ergaben sich strukturelle Probleme. Die Software wurde nicht laufend weiterentwickelt, Schnittstellen haben nur umständlich funktioniert. Und so haben wir uns an © ANDREAS FRIEDLE

digithaler gewandt, ihnen unsere Probleme

„WIR HABEN IN DEN LETZTEN JAHREN EINEN PROZESS ENTWICKELT, DER ES UNS ERMÖGLICHT, IN KURZER ZEIT DIE DIGITALEN POTENTIALE FÜR UNSERE KUNDEN ZU ANALYSIEREN.“ Barbara Thaler

geschildert und nach eingehender Analyse haben wir alles eingestampft und vollkommen neu wieder aufgebaut“, freut sich Schwarzenberger. „Wir führen den Webshop nun als eigene Filiale, haben deutlich weniger Arbeitsaufwand und die Zahlen steigen. Wir erreichen Kunden aus Österreich und vor allem Deutschland, die wir sonst nie in unser Geschäft nach Völs gebracht hätten.“

Alles was digital werden kann, wird auch digital werden Und so arbeiten die Mitarbeiter rund um Barbara Thaler immer an sinnvollen und machbaren Internetlösungen, kreieren On-

40 Prozent aller Google-Anfragen haben einen

Leuchtkasten, für Sichtbarkeit, die man an-

linemarketing-Kampagnen, arbeiten an

lokalen Bezug, und hier liegt die Chance für

greifen kann.

Social-Media-Auftritten, programmieren

den Tiroler Unternehmer. Wer hier nicht er-

Website-Relaunches oder schulen Kunden

den letzten Jahren sind neue Werkzeuge wie

Die Möglichkeiten sind so vielfältig

Google My Business entstanden, die sehr ein-

„Die Welt des Internets eröffnet immer noch

men. Und am Ende müssen immer konkrete

fach ganz neue Reichweiten bringen können.

ungeahnte Möglichkeiten. Von herkömmli-

Zahlen stehen, das ist der 36-Jährigen beson-

Wichtig ist jedoch immer, alle digitalen Prä-

chen Visitenkarten im Netz, die zu richtigen

ders wichtig. Eines schwebt der umtriebigen

senzen zu durchforsten und zu pflegen. Eine

Verkaufskanälen werden, bis hin zu Social-

Internetexpertin für die kommenden Jahre

falsche Telefonnummer auf einem Firmenpro-

Media-Seiten, die nicht nur Likes sammeln

vor: Sie möchte, dass mit sprachgesteuerten

spekt würde sofort korrigiert werden. Im Netz

sondern hochwertige Kontakte generieren.

Geräten wie Alexa demnächst Einkäufe auch

kursieren fehlerhafte Daten oft jahrelang.

Dieses Potential auch zu erkennen und voll

bei lokalen Händlern getätigt werden kön-

Die digitale Sichtbarkeit ist heute laut Tha-

auszuschöpfen, das sehen wir als unsere

nen. „Alexa, lege mir eine Packung Chips und

ler so wichtig wie in den 1950er-Jahren die

Aufgabe.“ Für ein Unternehmen ist es oft

vier Äpfel in den Warenkorb von MPreis.“ So

Leuchtreklame, die in den Nachkriegsjah-

gar nicht so wichtig, wie viele Fans es hat.

oder so ähnlich könnte es bald lauten, wenn

ren die Aufbruchsstimmung begleitete und

Es kommt vielmehr auf die richtigen Fans

Barbara Thaler immer am Puls der Digitali-

die Menschen in die Geschäfte, Kinos und

an – Qualität vor Quantität lautet auch hier

sierung ganz vorne mit dabei ist. 

Gasthäuser lockte. Und heute zahlt man

die Devise, denn das Geschäft im Internet

www.digithaler.info

durchaus schon mal 30.000 Euro für einen

soll Sinn machen und Nutzen stiften. Tha-

www.samen-schwarzenberger.at/shop

scheint, wird nicht mehr wahrgenommen. In

38

eco.nova

dahingehend, das tägliche Geschäft der Onlineshopbetreuung auch selbst zu überneh-


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© RENÉ MARSCHALL

Komplett edel

E

„Wir überzeugen durch Lösungen“ ist bei Edeltechnik Kluckner nicht einfach nur ein Slogan auf einer Autoplane. Es ist ein Versprechen, das man mit jedem Projekt aufs Neue einlöst. menspiel von Design und Funktion macht

deltechnik Kluckner in der Inns-

vernetzt Projekte im Ladenbau abwickeln.

brucker Valiergasse ist seit 20 Jah-

Vor allem ist es der Lebensmittel-Einzel-

jedes Projekt zum Gesamterlebnis. Erfahre-

ren der perfekte Ansprechpartner

handel, dem die Edelgruppe als verlässli-

ne Facharbeiter sorgen dazu für die professi-

für innovative und komplexe Projekte – egal,

cher Partner und Komplettanbieter zur Seite

onelle Endfertigung.

ob im Außenbereich beim Fassadenbau oder

steht: Von der Einrichtung über die Kühl-

Aktuell sind fünf Lebensmittelmärkte in

im Inneren bei (Gastro-)Küchen oder im ex-

technik bis zum Klimasystem kommt alles

Nord- und drei in Südtirol sowie zwei gro-

klusiven Ladenbau. Vor allem in Hinblick auf

aus einer Hand. Termingerecht.

ße Interspar-Restaurants in Bau. Mitte Juli

Letzteres hat sich das Unternehmen in den

Das eingespielte Team plant, liefert und

wird außerdem der neue Ice-Cube in Sölden

vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt

verbaut stabile Verkaufstheken und Vor-

eröffnet.

und Bernhard Kluckner ist nicht mehr allein.

bereitungsmöbel, durchdachte Laden- und

Die Edelgruppe vereint aktuell vier Firmen

Regalbaulösungen sowie energieeffiziente

Edelgruppe neu

– nebst Edeltechnik Kluckner auch Galilei

Kühlvitrinen und -möbel. Verwendet werden

Mittlerweile zählt die Edelgruppe insgesamt

Austria, Kälteplan und Store Manufaktur –

ausschließlich Baustoffe und Materialien

60 Mitarbeiter und so wurde das Gebäude

unter einem Dach, die miteinander und gut

höchster Qualität, das innovative Zusam-

nach einem großzügigen Umbau im Jahr

40

eco.nova


promotion

MANCHE MÖGEN’S EDEL.

DIE EDELGRUPPE SETZT INNOVATIVE UND KOMPLEXE PROJEKTE AUF DEM GEBIET DES LEBENSMITTELLADENBAUS UM. beleuchtung oder die Heizung – quasi vom Computer im Büro aus. Auch Klimaanlagen für Büros oder den Privatbereich werden ein immer größeres Thema, wenn auch ein saisonales, wie Albert Siebenförcher sagt: „Die Zeit für Klimaanlagen ist vor allem von März bis Juli.“ Das Team rund um den Kälteplan-Geschäftsführer und technischen Leiter zählt derzeit sieben Spezialisten, die sich mit allen Belangen von der Kälte- und Klimatechnik bis zur Reparatur und Wartung beschäftigen. Die Planung, Lieferung und Montage von Kühlmöbeln sowie die dazugehörigen Kälteanlagen zählen dabei zur Kernkompetenz, zudem hilft das Unternehmen, in heißen Monaten einen kühlen Kopf zu bewahren. Dabei vertraut man auf Produkte der Firma Samsung, die seit Jahren ein ver2015 vor Kurzem abermals erweitert. Inner-

leben und gleichzeitig Kunden eine Anschau-

lässlicher Partner ist und es mit ermöglicht,

halb eines halben Jahres bekam das Gebäu-

ungsmöglichkeit zu bieten. Das Highlight

dem Kunden nebst umfassender Beratung

de eine Holzaufstockung und damit ein zu-

verbirgt sich dabei im neuen obersten Stock:

auch Technik in Perfektion zu bieten.

sätzliches Stockwerk. Durch seine tägliche

eine statische Deckenkühlung, die ohne Ven-

Arbeit im Ladenbau hat Edeltechnik Kluck-

tilation auskommt und dazu auch noch rich-

ner ein hohes Verständnis für Architektur

tig gut aussieht.

und die Bedürfnisse all jener, die sie benut-

Kälteplan verfügt über drei Jahrzehnte Er-

zen. Entsprechend durchdacht und optisch

fahrung in der Kälte- und Klimatechnik und

wie haptisch einzigartig präsentiert sich

entwickelt innovative und nachhaltige Pro-

auch das Firmengebäude. Und ebenso gut

jekte in ganz Österreich. Seit Anfang 2014 ist

klimatisiert.

es auch Teil der Edelgruppe. Als erstes Tiro-

Klima & Kälte

ler Unternehmen hat Kälteplan unter anderem Supermärkte mit einer Kälteanlage, die

Das gesamte Gebäude von Edeltechnik

CO2 als Kältemittel nutzt, in Betrieb genom-

Kluckner ist vom hauseigenen Kälteunter-

men und ergänzt die Gruppe mit viel Know-

nehmen Kälteplan mit unterschiedlichen

how und technischer Innovation. Neben der

Kühlsystemen ausgestattet worden, um de-

Kühlung sorgt Kälteplan für die komplette

ren Wirkungsweise selbst in der Praxis zu er-

Hausleittechnik, regelt das Licht, die Werbe-

Valiergasse 38, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/34 42 28 office@kluckner.at www.edeltechnik.at Die Edelgruppe: • Edeltechnik Kluckner • Store Manufaktur, Ladenund Regalbaulösungen • Galilei Austria, Kühlvitrinen • Kälteplan, Gewerbekälte

eco.nova

41


eco.wirtschaft

Laufen mit Spaß Der Tiroler Firmenlauf findet heuer zum 17. Mal statt und ist für viele Unternehmen bereits zur Institution geworden. „Wahnsinn, wie die Zeit vergeht“, findet auch Initiator Ivo Kaltschmid, der vom Erfolg der Veranstaltung selbst ein wenig überrascht wurde, aber damit nicht minder zufrieden ist.

D

Beim Firmenlauf steht nicht die Leistung im Vordergrund, auch wenn sich die Zeitnehmung letztlich nicht ganz ignorieren lässt. Vorrangig geht es um Spaß am gemeinsamen Sport und Freude an der Bewegung.

ie Idee, als Unternehmen

über die Jahre aber dennoch beachtlich an

Ivo Kaltschmid geht es beim Firmenlauf

gemeinsam im Team zu

Teilnehmern zugenommen. „Zum ersten Fir-

um weit mehr als nur um das Erlebnis: „Wir

laufen und sich gleich-

menlauf kamen 360 Leute, letztes Jahr wa-

möchten mit dem Firmenlauf das Teamge-

zeitig mit anderen zu

ren es fast 5.000 und 1.650 Teams“, erzählt

füge in Unternehmen fördern und den Ge-

matchen, kommt wie so

Ivo Kaltschmid, der das Event von Beginn an

sundheitsgedanken stärken. In Wahrheit

vieles andere auch aus den Vereinigten Staa-

begleitet und organisiert. „Wenn man mich

kann man sich viele andere Gesundheits-

ten und kommt dort unter anderem als J.P.

anfangs gefragt hätte, welches Potenzial ich

maßnahmen sparen, wenn man am Fir-

Morgan Corporate Challenge (JPMCC) daher.

im Lauf sehe, hätte ich maximal auf 2.000 bis

menlauf teilnimmt. Es gibt eigentlich kein

Diese findet jährlich in über zehn Großstäd-

3.000 Teilnehmer getippt.“ Es wurden mehr.

effizienteres Training als Laufen, bei keiner

ten hauptsächlich in Amerika, aber auch in

Sportart kann man sein Fitnesslevel in so

lauf im deutschen Frankfurt am Main ver-

Mit den Herausforderungen wachsen

zeichnete schon stattliche 50.000 Teilnehmer,

Laufen ist ein sehr niederschwelliger Sport.

darin, dass wir uns an alle richten, die sich

im Zuge der JPMCC waren es ebendort auch

Es braucht nicht viel, um loszustarten. Im

in irgendeiner Form bewegen möchten.“ Es

schon 70.000. Ganz so groß ist der Firmen-

Grunde reicht ein Paar Laufschuhe und ge-

sind keine Marathondistanzen zurückzule-

lauf in Tirol zugegebenermaßen nicht, hat

laufen werden kann quasi überall. Doch

gen, ganz im Gegenteil. Im Vordergrund sol-

Europa statt. Der erste europäische Firmen-

42

eco.nova

kurzer Zeit verbessern. Das finde ich super. Der Erfolg des Firmenlaufs liegt sicher auch


eco.wirtschaft

„DER FIRMENLAUF IST KEINE KLASSISCHE LAUFVERANSTALTUNG, SONDERN SORGT FÜR TEAMBUILDING UND GESUNDHEIT IM UNTERNEHMEN. WIR BRINGEN LEUTE ZUSAMMEN, DIE GEMEINSAM TRAINIEREN UND AM LAUFTAG SELBST EINFACH SPASS HABEN SOLLEN.“ Ivo Kaltschmid

len der Spaß und das gemeinsame Trainie-

IVO KALTSCHMID: Sehr. Die ersten Jah-

Wie lange dauert die Organisation eines

ren liegen.

re war es eine kleine Laufveranstaltung in

Events wie dem Firmenlauf?

Beim Tiroler Firmenlauf können Dreier-

überschaubarem Rahmen und im letzten

In Wahrheit organisiert man ein ganzes Jahr

teams mit Teilnehmern aus Unternehmen,

Jahr hatten wir 5.000 Teilnehmer. Hätten Sie

daran, wenn auch mit unterschiedlichen In-

Organisationen und Institutionen (Fir-

mich zu Beginn gefragt, ob ich das für mög-

tensitäten. Aber es ist immer etwas zu tun.

men-Teamwertung), aber auch Teams mit

lich hielte, hätte ich Sie wahrscheinlich aus-

Vor allem versuchen wir uns immer wieder

Teilnehmern aus verschiedenen Unterneh-

gelacht. Wir sind erfreulicherweise auch von

Gedanken darüber zu machen, was wir ver-

men (Business-Teamwertung) beim Run-

Anfang an gewachsen. Wenn man allerdings

bessern, anders oder neu machen können,

ning-Wettbewerb über 5,2 Kilometer oder im

bei 600 Teilnehmern um 20 Prozent wächst,

um das Gesamterlebnis lässiger zu gestalten.

Nordic-Walking-Bewerb über gemütliche-

ist es etwas anderes, als wenn man es bei

Es soll nicht nur ein Lauf sein. Es geht dar-

re 4,4 Kilometer mitmachen. Doch der Lauf

4.000 Leuten tut, und die Wachstumszahlen

um, danach zusammenzusitzen, gut zu es-

selbst ist eigentlich nur das Ziel. Der Weg

lagen immer bei 20 bis 30 Prozent.

sen, dabei eine vielfältige Auswahl zu haben. Fad wird uns also auch nach 17 Jahren nicht.

dorthin soll über gemeinsames Trainieren führen. „Es ist etwas anderes, in der (Halb-)

Kommt Ihnen auch der generelle Trend

Zugegeben, früher habe ich wesentlich we-

Freizeit miteinander zu reden als im Büro, es

zum Laufen zugute?

niger Zeit in den Event investiert. In den

ist eine andere Art der Kommunikation. Das

Witzigerweise hat man schon vor 20 Jahren

Anfangsjahren ist der Firmenlauf irgend-

ist Teil des Erfolgsrezeptes – für die Unter-

gesagt, Laufen liege im Trend. Wenn man die

wie „mitgelaufen“, um im Jargon zu bleiben.

nehmen, aber auch den Event.“

Situation jedoch mit heute vergleicht, sieht

Jetzt verbringe ich meine berufliche Zeit

Wir haben mit Ivo Kaltschmid übers Laufen

man: Heute ist es wirklich in. Dazu haben

fast hauptsächlich damit. Sobald die Anmel-

gesprochen. Und mehr.

auch Lifestyle-Varianten wie Trail Running

dung offen ist – heuer seit 7. Mai –, ist so-

beigetragen. Und ja, der Trend kommt uns

wieso ständig etwas zu tun und auch nach

ECO.NOVA: Der Firmenlauf geht heuer

zugute, wobei der Firmenlauf weniger ein

dem Lauf braucht es allerhand Organisati-

in die 17. Runde. Wie hat sich der Event im

Trend als eine generelle Einstellung hin zu

on. In den Wintermonaten fängt man dann

Laufe der Jahre verändert?

mehr Bewegung ist.

schon wieder mit den Vorbereitungen fürs

eco.nova

43


eco.wirtschaft

Finanziert sich der Firmenlauf rein über

Heute ist sie es, mit allem, was eine größere

Sponsoren?

Veranstaltung an Mehrkosten mitbringt. Es

Sponsoren und Teilnehmergebühren, wobei

ist eigentlich ein Wahnsinn, wie sehr die Kos-

Letztere mittlerweile den wichtigeren Part

ten in den letzten Jahren explodiert sind. Im

einnehmen. Mit Sponsoren allein möchte

Nachhinein ist es unvorstellbar, mit wie we-

ich den Event nicht mehr finanzieren müs-

nig Mitteln wir zu Beginn auskamen. Doch

sen. Der Sponsormarkt ist heutzutage stark

mit den Ansprüchen wachsen die Kosten

umkämpft. Wir haben das Glück, tolle und

und man möchte den Event auch professio-

verlässliche Sponsoren zu haben, Partner, die

nell organisieren. In Wahrheit ist das Budget,

uns schon über Jahre begleiten. Aber wenn

das wir heute zur Verfügung haben, in Rela-

ich das Budget von heute mit jenem vom

tion zur Größe des Events aber immer noch

nächste Jahr an. Wenn man sich auf einem

Anfang vergleiche, so ist es definitiv nicht so

sehr gering.

gewissen Level befindet, erwarten die Leute,

stark gewachsen wie der Event selbst. Gibt es einen Moment in den letzten Jah-

dass es immer weiter geht. Die Teilnehmer haben bereits einen gewissen Anspruch an

War es früher einfacher, Sponsoren

ren, der Ihnen besonders in Erinnerung ist?

den Event und wir wollen ihnen das Gefühl

zu lukrieren?

Beeindruckend ist immer der Start. Es ist

geben, dass auch wir nicht stehen bleiben.

Definitiv. Das ist in Tirol generell ein schwie-

unglaublich, wie lang es mittlerweile dauert,

Wir haben uns für die nahe Zukunft das Ziel

riges Thema geworden. Wir sind aber in der

bis alle Teilnehmer unterwegs sind. Das ist

gesetzt, nicht nur den Event selbst weiterzu-

erfreulichen Position, dass das Event für

lässig anzuschauen. In Erinnerung ist mir

entwickeln, sondern insbesondere auch im

unsere Partner eine attraktive Plattform ist.

auch der Moment, wo ich das erste Mal die

Rahmen der Vorbereitung zum Firmenlauf

Dafür haben wir im Laufe der Jahre auch

tatsächliche Größenordnung des Events re-

neue Angebote in Kooperation mit lokalen

viel Entwicklungsarbeit geleistet. Ich bin

alisiert habe. Es macht mich stolz, dass wir

Sport- und Gesundheitsinstitutionen zu ent-

aber froh, dass wir nicht mehr in dem Maß

den Firmenlauf auf ein solches Level heben

wickeln und anzubieten. Der Tiroler Firmen-

von Sponsoren abhängig sind wie früher.

konnten.

lauf soll somit verstärkt im Bewusstsein und

Am Anfang machten die Sponsorengelder

in seiner Ausgestaltung als Ganzjahresveran-

rund drei Viertel des Budgets aus und die

staltung im Sinne des betrieblichen Gesund-

Veranstaltung war dennoch nicht finanziert.

heitsmanagements ausgebaut und positioniert werden. Auch in Bezug auf die Location sind wir in den letzten Jahren gewachsen und haben die Dogana mit einbezogen. Heuer bin ich gespannt, wie sich der Platz rund ums neue Haus der Musik entwickelt. Es war schon ein großer Schritt Richtung Landestheater als Veranstaltungsplatz, aber es war eine super Entscheidung. Wir waren in Innsbruck fast überall – angefangen vom SOWI-Innenhof, dem Marktplatz, dem Landhausplatz und die letzten Jahre beim Landestheater. Nun bin ich gespannt, was der neue Platz an Möglichkeiten bietet.

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eco.nova

. TIROLER FIRMENLAUF Termin: 15. September 2018 Running: 5,2 Kilometer Nordic Walking: 4,4 km

Fun-Run und Walk-Talk ohne Zeitnehmung Teilnahmegebühr pro Team: Frühbucher: 89 Euro Normalbucher: 96 Euro Last Minute: 102 Euro Anmeldungen sind bereits möglich: www.tiroler-firmenlauf.at


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Volksbanken starteten mit Unternehmer-Milliarde

© FOTOLIA.COM

Der große Erfolg der KMU-Milliarde soll 2018 noch übertroffen werden. Als Unternehmer-Bank konzentriert sich die Volksbank Tirol auf die Finanzierung der Tiroler Wirtschaft.

Die Volksbank Tirol kennt die Betriebe vor Ort und kann daher Kredite rasch und bedarfsorientiert an die Tiroler Wirtschaft vergeben.

D

ie Finanzierungsoffensive der

zent aller getätigten Umsätze das Rückgrat

gestiegen. „Das ist ein tolles Ergebnis und

Volksbanken im Jahr 2017 – die

der österreichischen Wirtschaft. Diese wol-

wir freuen uns über den wachsenden Zu-

KMU-Milliarde – war ein voller Er-

len wir weiterhin als verlässlicher Partner

spruch“, so Mag. Martin Holzer, Vorstands-

folg. In nur elf Monaten konnten Finanzie-

unterstützen. Ich bin überzeugt, dass wir

vorsitzender-Stellvertreter der Volksbank

rungen in Höhe von 1,04 Milliarden Euro ab-

unser Ziel von einer Milliarde Euro mit ei-

Tirol AG.

geschlossen werden. Der beste Grund dafür,

ner guten Konjunktur im Rücken heuer

auch im Jahr 2018 wieder eine neue Markt-

noch schneller als im Vorjahr erreichen wer-

offensive zu starten: die Unternehmer-Mil-

den. Vor allem auch deshalb, weil sich die

liarde.

Volksbanken – nach den strukturellen Ver-

Unternehmer-Milliarde Im Rahmen der Unternehmer-Milliarde wollen die Volksbanken heuer wieder über eine

änderungen der vergangenen Jahre – noch stärker auf die Bedürfnisse der Unternehmerkunden ausgerichtet haben.“

Milliarde Euro an Investitions- und Förder-

Gutes Kreditwachstum

krediten vergeben. Als Kernzielgruppe im Fo-

Dass die Volksbanken einen zentralen Platz

kus stehen dabei die KMU. Mag. Markus Hör-

in der österreichischen Bankenlandschaft

mann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank

einnehmen, beweist auch das generel-

Tirol AG: „Die kleinen und mittleren Unter-

le Wachstum des Kreditvolumens. Allein

nehmen sind mit über 330.000 Betrieben,

bei der Volksbank Tirol AG ist das gesamte

68 Prozent aller Beschäftigten und 64 Pro-

Kreditvolumen im Vorjahr um vier Prozent

„UNSER ANSPRUCH IST ES, DIE HAUSBANK DER TIROLER UNTERNEHMER ZU SEIN. DARUM WIRD DIE VOLKSBANK TIROL IN ZUKUNFT NOCH STÄRKER AUF UNTERNEHMENSFINANZIERUNGEN SETZEN.“ Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol AG

„IM VERGANGENEN JAHR HABEN WIR EINEN STARKEN BEITRAG FÜR ÖSTERREICHS WIRTSCHAFT GELEISTET. DOCH DAS WAR ERST DER ANFANG. MIT DER UNTERNEHMER-MILLIARDE WOLLEN UND KÖNNEN WIR IN ZUKUNFT NOCH MEHR FINANZIEREN.“ Mag. Martin Holzer, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter der Volksbank Tirol AG

DIE UNTERNEHMER-BANK FÜR TIROL

Nützen auch Sie die Unternehmer-Milliarde der Volksbank, profitieren Sie von den derzeit günstigen Konditionen und sichern Sie sich die passende Förderung für Ihr Finanzierungsvorhaben. Nützen Sie das Know-how unserer Berater im Finanzierungs- und Förderbereich. In gezielten Beratungsgesprächen wird der Finanzierungsbedarf Ihres Unternehmens analysiert und – maßgeschneidert auf Ihre Bedürfnisse – ein Angebot zur Finanzierung gelegt. Ein Gespräch mit Ihrem Firmenkundenberater in der Volksbank Tirol lohnt sich. Der Kredit für Ihr Unternehmen Überlegen Sie bereits von Anfang an, welchen Kredit Sie für Ihr Vorhaben brauchen, und vergleichen Sie die verschiedenen Angebote. Unsere Business-Konten Hier finden Sie nähere Informationen zu unseren attraktiven Kontopaketen für Firmenkunden.

eco.nova

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© WATZEK-PHOTOGRAFIE

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Am Anfang war das Holz

Im Gespräch mit einem beherzten Experten in Sachen Holzbau. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER ECO.NOVA: Ist die neue Sehnsucht nach Natur und Nachhaltigkeit eine Modeerscheinung oder eine echte Wende im Denken der Menschen?

ANDREAS PLUNSER: Der Trend „Zurück zur Natur“ hält seit einigen Jahren ungebrochen an. Die Gründe sind zum einen die Verknappung unseres Lebensraumes, zum anderen Stress und Hektik in unserem Alltag. In

A

Innsbruck gibt es immer weniger Baugrund. Um sich Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen, ls gelernter Zimmermann war für

bleibt vielen nichts anderes übrig, als in die

Andreas Plunser, Geschäftsführer

Höhe zu bauen. Und gerade hier ist der Holz-

des Tiroler Unternehmens Holz-

bau eine ideale Lösung. Eine Aufstockung in

bau Aktiv, seit jeher klar: Holz ist im alpinen

Holzbauweise ermöglicht modernes Wohnen

Raum der idealste Baustoff. Kein anderer

und Arbeiten am bevorzugten Ort in gleich-

Rohstoff weist in unseren Breitengraden ei-

zeitig gesunder Atmosphäre. Holz bringt

ne bessere Ökobilanz auf. Abgesehen von

auch für ein Leben in der Stadt unschlagba-

seiner Nachhaltigkeit schafft Holz langlebi-

re Vorteile: Es reguliert auf natürliche Wei-

ge Produkte und ein gemütliches Zuhause –

se Wärme und Feuchtigkeit und schafft ein

und das seit Generationen!

ideales Raumklima. Dank seiner optimalen

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Klimaschutz. Künftige Generationen werden es den Bauherren von heute danken. Das Bauen mit Holz ist langlebig, zeitlos und vielseitig. Wie setzen Sie diese Vorteile im eigenen Betrieb ein? Überall in Tirol sind sie zu sehen: Bauernhäuser aus Holz – einige von ihnen stehen sogar unter Denkmalschutz. Gibt es einen besseren Beweis für die Langlebigkeit von

baubaren Holzelemente und die reduzierten

Holz? Holz passt sich jedem Baustil an, lässt

Betriebskosten. Alle genannten Pluspunkte

sich mit vielen anderen Materialien kombi-

zusammen mit einem Extra an Naturmate-

nieren und bemalen. Kein anderer Baustoff

rialien stehen für noch natürlicheres Woh-

verpasst einem Haus eine kreativere und in-

nen und Arbeiten. So reguliert beispielswei-

dividuellere Note. Holzbau Aktiv fertigt für

se Lehm in Massivholz- oder Varioelementen

Sie alles, was Sie aus Holz benötigen: Vom

auf besonders ideale Art und Weise die Luft-

Holzzaun über Holzhäuser, Fertighäuser und

feuchtigkeit in einem Raum. Naturbelasse-

Dachstühle bis zu Passivhäusern setzt das

ne Dämmplatten aus Hanf ohne Kontakt zu

Dämmwerte spart es Energie, ist vibrations-

eingespielte Team aus erfahrenen Zimmer-

Spritzmitteln und Düngern garantieren nicht

dämpfend und bietet gute Schallschutzeigen-

leuten Ihre Wünsche und Ideen um. Mit viel

nur ein Leben mit weniger Chemie. Hanf

schaften, die für ein Miteinander in urbanen

Liebe zum Detail und aus ehrlicher Überzeu-

erreicht darüber hinaus beste Dämm- und

Ballungszentren unerlässlich sind. Die Auf-

gung zum ökologischen Rohstoff Holz.

Schallschutzwerte und steht ebenso wie Holz für eine ressourcenschonende Gewinnung

stockung eines Gebäudes mit Holz bedeutet zudem: Bauen ohne Schadstoffe und ohne

Welche Besonderheiten zeichnen das Öko.

Chemie von Lacken, Kunststoffen oder her-

Aktiv-Haus von Holzbau Aktiv aus?

kömmlichen Dämm-Materialien. Der Niedrig-

Die größten Pluspunkte aus der Ökobilanz

energie-Standard bringt auf lange Sicht eine

eines Holz- oder Passivhauses sind der gerin-

spürbare Reduktion von Betriebskosten und

ge Energieverbrauch bei der Gewinnung und

Schadstoffemissionen. Finanzielle Einsparun-

Bearbeitung von Holz, die kurzen Transport-

gen und saubere Luft bedeuten ein verbesser-

wege und die schnelle Montage vorgefertig-

tes Budget und einen wertvollen Beitrag zum

ter Teile. Hinzu kommen die biologisch ab-

und Weiterverarbeitung in Österreich.

HOLZBAU AKTIV

Ranggerstraße 12, 6179 Ranggen Tel.: 05232/20022 office@holzbau-aktiv.at www.holzbau-aktiv.at

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eco.wirtschaft

Mehr als Apps „Österreich ist bereit, wachgeküsst zu werden“, brachte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck den Status quo im Land im Rahmen des zweiten Tiroler Adler Forums launig auf den Punkt.

Trafen beim Adler Forum launig aufeinander: Heini Staudinger, Oliver Holle, Ingeborg Freudenthaler, Anton Pletzer, Margarete Schramböck und Martin Kocher.

E

Der Vorstand der Tiroler Adler Runde – Klaus Mark, Fritz Unterberger, Ingeborg Freudenthaler, Anton Pletzer und Peter Grüner – freute sich, Ministerin Margarete Schramböck in Tirol zu begrüßen.

s waren rund 100 Gäste aus

Margarete Schramböck. Martin Kocher, Lei-

Wirtschaft und Politik, die sich

ter des Instituts für Höhere Studien in Wi-

Mitte März zum Adler Forum

en, beleuchtete die Digitalisierung dazu aus

in der Hypo-Zentrale in Inns-

wissenschaftlicher Sicht. „Die Digitalisierung

„DIE DIGITALISIERUNG ERMÖGLICHT ES, MIT NEUEN PROZESSEN UND TECHNOLOGIEN INDUSTRIE NACH EUROPA ZURÜCKZUHOLEN.“

bruck einfanden. Mit dabei: die Keynote-

sollte als Chance betrachtet werden, wo-

Speaker Margarete Schramböck und IHS-

bei man Sicherheit für diejenigen schaffen

Chef Martin Kocher, die anschließend am Po-

muss, die möglicherweise negativ betroffen

dium mit Speedinvest-Gründer Oliver Holle

sein werden“, erläuterte Kocher, denn eines

und Schuh- und Finanzrebell Heini Staudin-

stehe fest: Vormals analoge Arbeitsprozesse

ger über die großen Themen Digitalisierung

werden zunehmend von Maschinen über-

und Entbürokratisierung diskutierten.

nommen, weshalb „etwa neun Prozent der

kräfte bemühen – das fehlt in Österreich.“

Beschäftigten ein hohes Automatisierungsri-

Neue Apps zu entwickeln reiche in Zukunft

siko haben“, so der Wissenschafter.

nicht aus, um vorne mit dabei zu sein: Chan-

Wo befindet sich Tirol in der digitalen Welt?

In der anschließenden Diskussion lieferten

cen sieht er für die heimische Wirtschaft vor

Worin liegen die Stärken, aber auch Schwä-

Speedinvest-Gründer Oliver Holle und Hein-

allem im Bereich der Industrie und bestärkt

chen der Region, und wie kann der Spagat

rich Staudinger (GEA Waldviertler), der sein

diese, innovativ zu sein: Gerade die traditio-

zwischen Digitalisierungshype und Regulie-

Unternehmen durch Privatkredite finan-

nelle industrielle Kernkompetenz Europas

rungswahn gelingen? Diese und viele weite-

ziert, weitere Ansätze. Auch kritische. Hol-

sei jener Bereich, in dem auch in Amerika

re Fragen wurden im Zuge des zweiten Fo-

le: „Andere Länder bringen den Willen zum

Chancen bestünden, so Holle.

rums der Tiroler Adler Runde diskutiert. „Wir

Ausdruck, dass sie ein guter Boden für Start-

sind nur so gut wie unsere mittelständischen

ups sind und sich im internationalen Wett-

Betriebe“, resümiert etwa Bundesministerin

bewerb auch um die entsprechenden Fach-

Zwischen Hype und Wahn

„WIR BRAUCHEN DAS BEKENNTNIS, DASS ÖSTERREICH EIN GUTER BODEN FÜR DIE WIRTSCHAFT IST. UNTERNEHMERFREUNDLICHKEIT IST EIN WICHTIGER STANDORTFAKTOR.“ Ingeborg Freudenthaler, Tiroler Adler Runde

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Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck

DIE TIROLER ADLER RUNDE

ist eine unabhängige Plattform von 42 renommierten Tiroler Unternehmern, die sich als Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Tirol engagiert. // www.tiroler-adler-runde.at


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Ihre Platzprobleme möchten sie haben: Das Team kümmert sich um alle Belange rund um Ihre Lagerbox.

Der Ort, an dem die Dinge wohnen Als Doris und Marcel Ostermann 2006 ihre Lagerbox gründeten, dachten sie wohl im Traum nicht daran, dass ihr Unternehmen einmal distriktähnliche Ausmaße annehmen würde. Mit ihren bald 1.000 Lagerboxen treffen sie den Nerv der Zeit und bieten Lösungen für ein Problem, das sowohl privat als auch für Unternehmen allgegenwärtig ist: Platz! // TEXT: DORIS HELWEG

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W

ohin mit all den Sachen? Diese Frage hat sich sicher jeder schon einmal gestellt. Seien

es die unzähligen Aktenordner zum Archivieren im Büro oder auch die Sportausrüstung, die im engen Kellerabteil einfach keinen Platz mehr findet. Es ist wohl auch eine Erscheinung unserer Zeit, dass wir immer mehr Dinge besitzen, zeitgleich aber auch immer weniger Platz dafür zur Verfügung haben. „Wohnraum wird immer knapper bemessen, Büroräume effizienter gestaltet, Ab© GÜNTER KRESSER

stellräume oder ‚Platz für Dinge’ wird kaum mehr geschaffen“, weiß auch Marcel Ostermann um die Problematik seiner unzähligen Kunden. Und so führt der Weg immer öfter in DeineLagerBox, den in Westösterreich weitaus größten und professionellsten Anbieter in Sachen Einstellraum.

Steigende Nachfrage

gezieferfreier Stauraum, sondern auch ein Stromanschluss sowie kostenlose Transporthilfen. Die überdachten Be- und Entla-

2006 zimmerten Doris und Marcel Ostermann ihre ersten 100 Lagerboxen in eine aufgelassene Werkshalle. Heute stehen sie vor einem Areal mit insgesamt sechs Hallen und bald 1.000 Lagerboxen.

Der Zustrom an Neukunden ist weiterhin

dezonen und die ebenerdigen Zugänge sor-

ungebrochen. „Was sich geändert hat, ist,

gen zudem für Erleichterung im An- oder

dass immer mehr Mieter immer kleinere Bo-

Abtransport. Generell mutet das gesamte

fessionellen Team fachgerecht zerlegt und/

xen für einen immer kürzeren Zeitraum an-

Areal samt Gängen sehr hell und überaus

oder auch wiederaufgebaut, Möbelpacker

mieten“, erläutert Ostermann. 30 bis 40 neue

sauber an. Für die Sicherheit der eingela-

und ein Lkw mit Hebebühne kostengünstig

Mietverträge pro Monat sind dabei keine Sel-

gerten Gegenstände zeigt sich der Wach-

zur Verfügung gestellt.

tenheit. Um dem Trend der kleineren Lager-

dienst G4S samt Alarmanlage und Video-

boxen zu entsprechen, werden im nächsten

überwachung verantwortlich. Mit Erfolg,

Ein Erfolgskonzept

Expansionsschritt vorwiegend Mikro- und

denn über Einbrüche oder Verluste muss-

Unsere schnelllebige Konsumgesellschaft

Mini-Boxen in den Größen von zwei und vier

ten sich die Betreiber noch nie den Kopf

hat wohl auch ein Stück weit zum Erfolg des

Quadratmetern geschaffen. Wie alle anderen

zerbrechen.

Innsbrucker Familienunternehmens beige-

Einstellräume bieten auch diese mit einer Höhe von drei Metern ordentlich Stauraum für Habseligkeiten aller Art.

Rundum-Service für Businesskunden

tragen. Es ist aber nicht nur der Zeitgeist, der DeineLagerBox zu einem wahren Erfolgskonzept werden lässt. Es ist vielmehr die-

Ob Kurz- oder Langzeitmieter: Die angebote-

ser Perfektionismus gepaart mit gesundem

nen Serviceleistungen des LagerBox-Teams

Hausverstand, mit dem jeder einzelne Ein-

Der bereits in den Startlöchern stehende Zu-

können sich sehen lassen. Allen voran sei

stellraum wie auch die gesamte Abwicklung

bau an die Halle 6 wird mit insgesamt 400

hier die kostenlose Paket- und Warenannah-

konzipiert und durchdacht ist. Und es ist

neuen Abteilen außerdem sechs, neun und

me für Firmenkunden erwähnt. Eingehende

nicht zuletzt vor allem das Engagement der

zwölf Quadratmeter große Boxen beherber-

Post, Pakete oder gar Paletten werden vom

Eigentümer wie auch der vier Angestellten,

gen. Auch die zentrale Warenannahme und

emsigen Team unverzüglich in die jeweiligen

für alle Belange ihrer Kunden auch eine zu-

der -versand sowie die eigenen Büroräume

Lagerboxen verbracht. „Das erspart unseren

friedenstellende Lösung zu finden.

werden an den neuen Standort im dann ins-

Firmenkunden sehr viel Zeit und Mühe und

gesamt 13.000 Quadratmeter großen Are-

das schätzen sie auch sehr“, bemerkt Doris

al übersiedeln. Alles andere, insbesondere

Ostermann. Darüber hinaus punktet Dei-

die Kleinbüros am Josef-Mayr-Nusser-Weg,

neLagerBox mit einem Paketversand und

bleibt unverändert. Einzig die Halle 1, dort

Verpackungsservice für ausgehende Liefe-

wo alles begann und Doris und Marcel Oster-

rungen.

Die Expansion geht weiter

mann ihre ersten hundert Lagerboxen selbst zimmerten, wird dem neuerlichen Expansi-

Übersiedlung leicht gemacht

onsschritt zum Opfer fallen.

Wer seine Möbel oder einen Teil davon in

Hell – sicher – sauber

DeineLagerBox ein- oder zwischenlagern möchte, dem wird auch mit einem äußerst

Von außen uneinsehbar, verbirgt sich in so

attraktiven Angebot geholfen: Einbau-

einer Lagerbox nicht nur sauberer und un-

schränke oder Möbel werden von einem pro-

DEINELAGERBOX

Archenweg 52, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/36 10 70 www.deinelagerbox.at • Lagergrößen von 2 bis 20 m² • Mietpreise ab 59 Euro pro Monat • Kurzzeitmieten ab einem Monat möglich • Sichtgeschützte und absperrbare Lagerboxen

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Der Traum von der eigenen Ordination Ist der Wunsch eines Arztes, in die Niederlassung zu gehen, erst einmal geboren, kommt die Zeit der tausend Fragen nach dem „Wie“. Eine der dringlichsten Fragen gleich zu Beginn ist wohl: „Soll ich eine eigene Praxis neu gründen oder eine bestehende Ordination übernehmen?“ Lesen Sie hier, wie Sie die richtige Entscheidung treffen. // TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER, STB MAG. EVA MESSENLECHNER

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E

ines gleich vorweg: Rein finanziell ist es immer ein Vorteil, eine bestehende Ordination zu übernehmen, wenn der Preis

stimmt. Steht daher eine Praxisübernahme zur Diskussion, gilt es vorrangig eine solide Bewertung der gegenständlichen Ordination vorzunehmen.

Der Preis macht die Musik Der Kaufpreis einer bestehenden Praxis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem ideellen Praxiswert und dem ma© HOFER

teriellen Wert der Praxisausstattung.

Der ideelle Praxiswert Dieser wird vor allem durch den Wert des Patientenstockes bestimmt. Die diesbezügli-

Die Ärztesteuerberater vom Team Jünger: StB Dr. Verena Maria Erian, StB Mag. Eva Messenlechner und StB Raimund Eller, v. l.

che Ablöse ist Verhandlungssache und hängt im Wesentlichen vom Honorarvolumen ab. Auf dem Markt, der in den einzelnen Bundesländern mitunter sehr unterschiedlich ist, hat sich hier das sogenannte Umsatzmultiplikationsverfahren etabliert. Dabei wird

• Müssen Geräte neu gekauft werden und wenn ja, zu welchem Preis? • Was würde die Neueinrichtung der Ordination kosten?

• Eine Ablösezahlung für eine eventuell suboptimale bzw. veraltete Ausstattung fällt weg. • Sie können Ihren eigenen Stil von Anfang an frei entwickeln und Ihre Linie durch-

der ideelle Wert in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Durchschnittsumsatz

Auf Grund des Ärztemangels und der vielen

der letzten drei Jahre festgelegt. Hinsicht-

freien Kassenstellen sind die Übernahme-

lich der Höhe des Prozentsatzes ist vor allem

preise in letzter Zeit mancherorts stark ge-

Damit liegen nun auch die Nachteile einer

entscheidend, inwieweit der Patientenstock

sunken, womit die Übernahme einer beste-

Neugründung auf der Hand.

überhaupt bestehen bleiben wird. Zudem

henden Praxis rein finanziell in der Regel

spielen folgende Faktoren eine Rolle:

vorteilhaft ist. Neben dem finanziellen

Nachteile der Neugründung

• Ist ein nahtloser Übergang gegeben oder

Aspekt hinsichtlich des Gründungsinvest-

• Es ist kein Patientenstock vorhanden. Die-

könnten sich die Patienten in einer zwi-

ments gibt es zudem noch weitere Vorteile,

ser muss erst mühsam erarbeitet werden.

schenzeitlichen Schließungszeit „verlau-

die für die Übernahme einer bestehenden

• Die Frage der Akzeptanz der Ordination bei

fen“?

Struktur sprechen.

• Wurden vom Vorgänger besondere Leistungen angeboten, die Sie nicht anbieten wol-

Vorteile der Praxisübernahme

len oder können – zum Beispiel Kieferor-

• Ein bestehender Patientenstock steht für

thopädie, Kieferchirurgie etc.? • Wo liegt die Praxis? Besteht ein großes Ein-

eine Umsatzgarantie von Beginn an.

ziehen.

Patienten und Zuweisern ist ungewiss. • Die Personalsuche kostet Zeit und Nerven. • Es ergeben sich höhere Anfangsinvestitionen und höhere Finanzierungskosten der Anlaufkosten bei oft längerer Anlaufzeit.

• Meist ist gut eingeführtes Personal vor-

zugsgebiet? Befinden sich die Räumlichkei-

zufinden, das die Gepflogenheiten in der

Die ersten beiden Punkte führen insbeson-

ten in einem guten Stadtviertel? Besteht

Praxis und die Eigenheiten der Patienten

dere bei einer Wahlarztordination zu einem

Barrierefreiheit oder sind aufwendige

kennt.

verstärkten Marketingaufwand. Aus diesen

Adaptierungen notwendig? • Wie hoch ist die voraussichtliche Miete? Besteht überhaupt die Möglichkeit, in den

• Es besteht die Möglichkeit der Unterstützung und Einführung durch den Praxisübergeber.

bestehenden Mietvertrag einzusteigen?

Punkten ergibt sich somit insgesamt ein höheres finanzielles Risiko.

Resümee

Doch es gibt auch Nachteile und mitunter

Keine Praxisgründung und keine Übernah-

ist zum aktuellen Zeitpunkt auch gar keine

me gleicht der anderen. Für die richtige Ent-

entsprechende Ordination zur Übernahme

scheidung ist eine auf den jeweiligen Einzel-

zu finden. Oft ergibt sich daher die Notwen-

fall bezogene Rentabilitätsberechnung die

Hier geht es um den Wert der Praxisausstat-

digkeit einer Neugründung, die zudem auch

beste Grundlage. Einschlägige Branchen-

tung. Dazu sollte das Anlageverzeichnis des

ihre Vorteile hat.

erfahrung ist hier von unschätzbar ho-

• Gibt es Abfertigungsansprüche des zu übernehmenden Personals?

Der materielle Praxiswert Vorgängers vorgelegt werden. Aus diesem lässt sich der ungefähre Zeitwert der über-

Vorteile der Neugründung

nommenen Wirtschaftsgüter ermitteln. In

• Die Ordination kann nach eigenen Vorstel-

die Bewertung fließen folgende Faktoren ein: • Inwieweit sind die vorhandenen Geräte notwendig und weiterhin nutzbar?

lungen gestaltet werden. • Sie können frei Mitarbeiter rekrutieren, die Ihnen entsprechen.

hem Wert. Lassen Sie sich daher von einem Steuerberater mit Spezialisierung auf die Ärztebranche einen Praxisgründungsplan erstellen. Auf Anfrage können Sie über die Redaktion die Checkliste „Praxisübernahme/Praxisneugründung“ beziehen.

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Wie teuer sind Dienstwohnung und Dienstwagen? Dienstwohnung und Dienstwagen – oftmals erhalten Dienstnehmer Vergünstigungen nicht im Rahmen von Bargeld, sondern nichtmonetäre Vorteile aus dem Dienstverhältnis. Aber nicht nur für Dienstnehmer können Sachbezüge ein Thema sein, sondern auch für (Gesellschafter-)Geschäftsführer. // TEXT: ELISABETH STEINLECHNER, ANDREAS KAPFERER

I

m Folgenden informieren wir Sie

Dienstwohnung

über aktuelle steuerliche Entwicklun-

Erhält ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber

anzusetzen ist und somit Lohn- und Sozial-

gen für die Sachbezugsbesteuerung

kostenlosen oder vergünstigten Wohnraum

versicherungsabgaben zu entrichten sind.

von Dienstwohnungen und Dienst-

zur Verfügung gestellt (Dienstwohnung), ist

Die Berechnungsbasis für die Wohnraumbe-

dies als Vorteil aus dem Dienstverhältnis zu

wertung bilden in der Regel die Quadratme-

wagen und was es dabei zu beachten gibt.

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werten, wofür grundsätzlich ein Sachbezug


© DIE FOTOGRAFEN

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terwerte laut Richtwertgesetz, die jährlich pro Bundesland veröffentlicht werden. Sind die tatsächlichen Marktpreise (fremdübliche Miete) des entsprechenden Wohnraums allerdings wesentlich höher (mehr als 100 Prozent als der um 25 Prozent verminderte Marktpreis) oder niedriger (mehr als 50 Prozent als der um 25 Prozent verminderte Marktpreis) als die nach Richtwerten ermittelten Sachbezugswerte, ist der um 25 Prozent verminderte Marktpreis anzusetzen. In den Lohnsteuerrichtlinien bzw. in der Sachbezugsverordnung ist aktuell eine Begünstigungsmöglichkeit für den Sachbezug vorgesehen: Nach der Sachbezugswertever-

Mag. Elisabeth Steinlechner, Director bei Deloitte, und Mag. Andreas Kapferer, LL.M., Partner bei Deloitte

ordnung kann bei der Zurverfügungstellung von Wohnraum bis zu einer Größe von 30 Quadratmetern vom Ansatz des Sachbezuges abgesehen werden, wenn die rasche Verfügbarkeit des Arbeitnehmers im besonde-

und den übrigen Lohnabgaben führen. Das

und sozialversicherungsrechtlich in der

ren Arbeitgeberinteresse gelegen ist. Im Falle

Landesverwaltungsgericht ist zwar lediglich

Regel als Dienstnehmer einzustufen ist.

einer Wohnraumgröße von mehr als 30 Qua-

betreffend Regelungen über die Kommu-

Ab der Veranlagung 2018 stehen laut Verord-

dratmetern bis maximal 40 Quadratmeter

nalsteuer unmittelbar zuständig, die Ent-

nung (BGBl. II 70/2018, 19.04.2018) nun zwei

erfolgt in diesen Fällen eine „niedrigere Sach-

scheidung könnte aber dennoch aufgrund

Bewertungsvarianten zur Verfügung:

bezugsbewertung“, wenn der Wohnraum für

der gemeinsamen Rechtsgrundlage auf die

• Analoge Anwendung der Sachbezugsver-

maximal zwölf Monate durchgehend zur

anderen Lohnabgaben ausstrahlen. Die wei-

ordnung, die auch für Dienstnehmer gültig

Verfügung steht.

tere Rechtsentwicklung bzw. die Umsetzung

ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, die

Grundvoraussetzung für die Begünstigung

durch die GPLA-Prüfer in diesem Rechtsbe-

Pauschalwerte wie für „normale“ Dienst-

ist somit das Arbeitgeberinteresse, dass der

reich ist daher abzuwarten.

nehmer anzusetzen. Durch den Verweis

Dienstnehmer rasch verfügbar ist. Beson-

auf die Sachbezugsverordnung wird auch

kunft die Erbringung der Arbeitsleistung des

Private Kfz-Nutzung durch GesellschafterGeschäftsführer

Dienstnehmers erleichtert, weil die Arbeits-

Ein Sachbezug ist in all jenen Fällen zu be-

leistung unregelmäßig zu erbringen ist.

rücksichtigen, in denen ein vom Arbeiterge-

Das Landesverwaltungsgericht Tirol (LV-

ber zur Verfügung gestelltes Kfz vom Dienst-

ten, die aus der privaten Nutzung des Fahr-

wG-2017/20/0725-4 vom 31.10.2017) hat nun in

nehmer privat genutzt werden kann. Die

zeugs entstehen, angesetzt werden. Dabei

Bezug auf die Kommunalsteuer entschieden,

Höhe des Sachbezuges für die Privatnutzung

ist allerdings ein Nachweis (z.B. Fahrten-

dass von einer „ausschließlich im Arbeitge-

ist vom CO2-Emissionswert des Kraftfahr-

buch) zu erbringen, wie sich die private und

berinteresse“ gelegenen raschen Verfügbar-

zeugs abhängig. Der Sachbezugswert beträgt

betriebliche Nutzung zusammensetzen.

keit des Arbeitnehmers nur in Ausnahme-

1,5 Prozent, maximal 720 Euro pro Monat,

deres Interesse des Arbeitgebers liegt dann vor, wenn die Arbeitsplatznähe der Unter-

klargestellt, dass bei Überlassung von Elektroautos auch bei Gesellschafter-Geschäftsführern kein Sachbezug zu berücksichtigen ist. • Alternativ können die tatsächlichen Kos-

fällen gesprochen werden kann. Verfügt

sofern die CO2-Emissionsgrenzwerte nicht

Mit der neuen Verordnung entsteht mehr

der Dienstnehmer über eine regelmäßige

überschritten werden. Seit 1. Jänner 2018 gilt

Rechtssicherheit, wie die Privatnutzung von

Dienstzeit (kontinuierlicher Dienstplan, ge-

der CO2-Emissionsgrenzwert von 124 g/km

Dienstwagen bei Gesellschafter-Geschäfts-

regelte Beginn- und Endzeiten), so die Ent-

für ein 2018 neu zugelassenes Kfz. Für ein

führern zu besteuern ist.

scheidung, kann von einem kontinuierlichen

Kfz über diesem Grenzwert ist ein Sachbe-

Arbeitsverlauf ausgegangen werden und es

zugswert von zwei Prozent (höchstens 960

Fazit

liegt kein ausschließliches Arbeitgeberin-

Euro) zu berücksichtigen. Für Elektrofahr-

Werden nichtmonetäre Vorteile im Rahmen

teresse hinsichtlich rascher Verfügbarkeit

zeuge ohne CO2-Emission ist kein Sachbezug

eines Dienstverhältnisses oder an Gesell-

vor. Dies würde zur Sachbezugspflicht der

anzusetzen.

schafter-Geschäftsführer gewährt, so ist zu

Dienstwohnung führen.

In der Praxis kommt es oft vor, dass eine

beurteilen, ob ein Sachbezug zu berücksich-

GmbH einem Geschäftsführer, der gleichzei-

tigen ist. Die Einzelfragestellungen sind oft-

// Achtung: Die aktuelle sachbezugsfreie Be-

tig Gesellschafter ist, ein Fahrzeug zur Ver-

mals diffizil und nicht abschließend geregelt.

handlung von Dienstwohnungen kann auf-

fügung stellt, das er auch privat benützt. Ist

Ziehen Sie daher rechtzeitig einen Berater

grund dieser Entscheidung, abhängig vom

der Gesellschafter zu mehr als 25 Prozent be-

bei, um steuerliche Risiken zu vermeiden. Ihr

konkreten Sachverhalt, zu einem abgaben-

teiligt, gilt er kraft gesetzlicher Fiktion steu-

Steuerberater steht Ihnen dazu gerne zur

rechtlichen Risiko in der Kommunalsteuer

erlich als selbständig, auch wenn er arbeits-

Verfügung. // www.deloitte-tirol.at

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eco.recht

Der Schutz von Know-how Der Schutz von als Know-how bezeichneten Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen ist für viele Unternehmen im internationalen Wettbewerb existenziell. Dennoch ist er in Europa höchst unterschiedlich ausgeprägt und seine Rechtsdurchsetzung nicht immer einfach. // TEXT: IVO RUNGG & JOHANNES BARBIST, BINDER GRÖSSWANG RECHTSANWÄLTE, INNSBRUCK

gegebenen Umständen mit einer seriösen Geschäftspraxis vereinbar sind. Das ist etwa auch dann der Fall, wenn ein öffentlich verfügbares Produkt getestet oder rückgebaut („reverse engineering“) wird. Aus diesem Grund und um überhaupt zu einem Geschäftsgeheimnis zu kommen, sind daher die entsprechenden Geheimhaltungsmaßnahmen von wesentlicher Bedeutung. In der Praxis ist das ein Knackpunkt für Unternehmen. Die Richtlinie regelt auch, dass der Schutz eines Geschäftsgeheimnisses dann endet, wenn das Recht der Meinungsäußerung oder Informationsfreiheit, die Aufdeckung eines Fehlverhaltens, arbeitsrechtliche oder sonst im Unionsrecht oder nationalen Recht anerkannte legitime Interessen dem entgegenstehen. Auch die Rahmenbedingungen für gerichtliche Hilfe für Unternehmen sind von wesentlicher Bedeu-

Dr. Ivo Rungg

D

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tung. So muss einerseits verhindert werden, dass unter dem Titel der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen Mitbewerber missbräuchlich in Rechtsstreite verwickelt und in deren operativem Betrieb behindert werden. Andererseits müssen

as fängt schon damit an, dass Know-how

die Regelungen zur Beweislast und Offenlegungsverpflich-

vielfach unterschiedlich verstanden wird.

tungen so gestaltet sein, dass ein Gerichtsverfahren nicht

Die kurz bevorstehende Umsetzung ei-

dazu dienen kann, die letzten dem Gegner unklaren Teile

ner neuen EU-Richtlinie soll nun mehr

des Geschäftsgeheimnisses zu ergründen oder überhaupt

Sicherheit und Einheitlichkeit bringen. Ziel ist es, damit

offenzulegen. Es bedarf daher auch im Gerichtsverfahren

den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher

selbst geeigneter Geheimhaltungsmaßnahmen, damit eine

Geschäftsinformationen bzw. Geschäftsgeheimnisse vor

effektive Rechtsdurchsetzung nicht nur geduldiges (Geset-

rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung

zes-)Papier füllt. Die Richtlinie sieht dazu jedenfalls eine

und Offenlegung in Europa zu harmonisieren und mo-

Fülle von Bestimmungen vor, die den vorläufigen und vor-

dernisieren.

beugenden Rechtsschutz, die Wahrung der Vertraulichkeit

Ausgangspunkt ist eine einheitliche Definition der Ge-

sowie eine dem Wert, Schutz von Geschäftsgeheimnissen

schäftsgeheimnisse: Voraussetzung dafür ist, dass die In-

und den legitimen Interessen aller von solchen Verfahren

formationen geheim sind. Darunter versteht die Richtli-

betroffenen Parteien Rechnung trägt und einen Schadener-

nie, dass die Informationen weder insgesamt noch ihrer

satz sowie eine entsprechende Information, etwa durch Ver-

Anordnung oder Zusammensetzung nach, Personen, die

öffentlichung der Gerichtsentscheidung, ermöglicht.

sich damit auskennen, allgemein bekannt oder ohne wei-

Die innerstaatliche Umsetzung sollte bis zum 9. Juni 2018 er-

teres zugänglich sind. Die Informationen müssen außer-

folgen, wobei die österreichische Rechtslage bereits jetzt in

dem kommerziellen Wert haben und durch entsprechen-

einigen Bereichen entsprechende Rechtsgrundlagen kennt.

de angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen geschützt

Dennoch wird die Umsetzung einige Änderungen mit sich

werden.

bringen müssen. So hat sich etwa gezeigt, dass das beste-

Der Schutz von Know-how ist aber nicht absolut ausge-

hende österreichische Prozessrecht samt seiner Anwendung

staltet. So kann man durchaus ein Geschäftsgeheimnis

noch nicht ganz den Zielen der Richtlinie und eines effizien-

auch ohne Zustimmung des Inhabers des Know-hows

ten Schutzes von Geschäftsgeheimnissen entspricht. Die Un-

rechtmäßig erwerben. Möglich ist dies beispielsweise

ternehmen selbst werden gut beraten sein, zu überprüfen, ob

durch unabhängige Entdeckungen, Schöpfungen oder

ihr Know-how tatsächlich durch entsprechende angemesse-

Beobachtungen sowie Vorgehensweisen, die unter den

ne Geheimhaltungsmaßnahmen geschützt ist.

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© ERWIN WODICKA

WER?

Beruflich durchstarten

AMS-Fachkräftestipendium schafft neue Perspektiven.

M

it dem Fachkräftestipendium

Zielgruppen

können sich Personen, die erst-

Ein Fachkräftestipendium können Beschäf-

mals einen Antrag stellen, als

tigungslose sowie Personen, die wegen der

Fachkraft ausbilden lassen. Neu ist, dass

geplanten Ausbildung karenziert sind, und

Personen mit maximal Pflichtschulab-

vormals selbständig Erwerbstätige, deren

schluss für Ausbildungen laut Ausbildungs-

Tätigkeit ruht, beim AMS beantragen. Vor-

liste des Fachkräftestipendiums auch die

aussetzung ist eine vorangegangene 48-mo-

Kurskosten erhalten. Ebenso kann bei ma-

natige arbeitslosenversicherungspflichtige

ximal Pflichtschulabschluss das Fachkräf-

unselbständige oder pensionsversicherungs-

testipendium für die Vorbereitung auf die

pflichtige selbständige Erwerbstätigkeit in-

Lehrabschlussprüfung in allen Lehrberufen

nerhalb der letzten 15 Jahre. „Das AMS über-

gewährt werden. (Zu beachten: Mindestdau-

nimmt Ausbildungskosten und Stipendium.

er drei Monate und mindestens 20 Unter-

Das Land Tirol bietet im Rahmen der Arbeit-

richtsstunden pro Woche.)

nehmerförderung für alle weiteren Personen

Die möglichen Ausbildungen sind auf

einen Zuschuss zu den Kurskosten“, freut

der AMS-Homepage unter www.ams.at/_

sich Mag. Christian Schaur über das Förder-

docs/001_fks_liste.pdf veröffentlicht. Dafür

instrument.

gibt es täglich ein Fachkräftestipendium

Besuchen Sie uns auf unserer AMS-Tirol-

mindestens in Höhe von 28,80 Euro (seit

Homepage www.ams.at/tirol. Bei Fragen

1. Jänner 2018). Dies für die Dauer der Aus-

wenden Sie sich gern auch an unsere tirol-

bildung, maximal drei Jahre lang.

weite Serviceline: 0512/58 19 99.

Das Fachkräftestipendium können Beschäftigungslose, Personen, die wegen der geplanten Ausbildung karenziert sind, und vormals selbstständig Erwerbstätige, deren Erwerbstätigkeit ruht, erhalten. Sie waren in den letzten 15 Jahren mindestens vier Jahre beschäftigt, Ihre höchste abgeschlossene Ausbildung liegt unter dem Fachhochschulniveau und Sie erfüllen die Aufnahmevoraussetzungen für die in Österreich geplante Ausbildung.

WAS?

Gefördert werden neue Ausbildungen, die prinzipiell frühestens am 1. Jänner 2017 und spätestens am 31. Dezember 2018 beginnen und die zu einer Höherqualifizierung und einem Abschluss in Bereichen führen, in denen ein Mangel an Fachkräften herrscht.

WIE VIEL?

Die Höhe des Fachkräftestipendiums entspricht mindestens der Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes, abzüglich eines Krankenversicherungsbeitrages. Im Jahr 2018 sind das täglich 28,80 Euro. Wir versichern Sie auch in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.

WIE LANGE?

Das Fachkräftestipendium wird für die Dauer der Teilnahme an einer Ausbildung, maximal für drei Jahre gewährt.

WO?

Das Fachkräftestipendium ist an ein Beratungsgespräch gebunden. Dies erfordert, dass der Förderungswerber mit dem zuständigen Berater der regionalen Geschäftsstelle des AMS rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung Kontakt aufnimmt. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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eco.recht

Neue Meldepflicht für Gesellschaften Am 15. Jänner 2018 ist das Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) in Kraft getreten. Mit dem WiEReG sind Meldepflichten für Gesellschaften verbunden. Die Meldungen haben an die Statistik Österreich erstmals bis zum 1. Juni 2018 zu erfolgen. Inhaltlich wird mit diesem Gesetz die 4. EU-Geldwäscherichtlinie in Österreich umgesetzt. // TEXT: EDWIN GRUBERT Rechtsträger

direkt oder indirekt Kontrolle über die Ge-

Die im Gesetz genannten Rechtsträger mit

nossenschaft ausübt, haben ebenfalls keinen

Sitz im Inland haben ihre wirtschaftlichen

Meldebedarf. Bei Genossenschaften werden

Eigentümer an ein Register zu melden, das

die im Firmenbuch eingetragenen Mitglieder

von der Bundesanstalt Statistik Österreich

des Vorstands oder die Geschäftsleiter/-füh-

geführt wird.

rer, wenn solche im Firmenbuch eingetragen

Die im Gesetz genannten Rechtsträger sind

sind, direkt aus dem Firmenbuch in das Regis-

im Wesentlichen die Offenen Gesellschaften

ter übernommen.

(OG), Kommanditgesellschaften (KG), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH),

Aufbewahrungspflicht

Aktiengesellschaften (AG), Genossenschaften,

Kopien der zur Erfüllung der Meldepflicht

Vereine, Stiftungen und Fonds sowie sonstige

dienenden Dokumente und Informationen

im Firmenbuch einzutragende Rechtsträger.

sind bis mindestens fünf Jahre nach dem

Wirtschaftlicher Eigentümer

Dr. Edwin Grubert, LL. M.

Ende des wirtschaftlichen Eigentums der natürlichen Person aufzubewahren. Die gemeldeten Daten sind zumindest jährlich auf ihre

Wirtschaftliche Eigentümer im Sinne dieses Gesetzes sind alle natürlichen Personen,

die wirtschaftlichen Eigentümer unmittelbar

Aktualität zu prüfen und gegebenenfalls zu

die direkt oder indirekt Kontrolle über eine

aus dem Firmenbuch übernommen. Diese

melden.

Gesellschaft ausüben können. Als direkte

Fälle betreffen die OG, KG, GmbH, Genossen-

wirtschaftliche Eigentümer werden alle na-

schaft und die Vereine sowie die Versiche-

Meldeportal

türlichen Personen angesehen, die eine Betei-

rungsvereine auf Gegenseitigkeit.

Die Meldungen haben auf elektronischem

ligung von mehr als 25 Prozent an der Gesell-

Sind bei der OG oder der KG alle persönlich

Weg über das Unternehmensserviceportal

schaft oder einen Aktienanteil von 25 Prozent

haftenden Gesellschafter natürliche Per-

erstmalig bis zum 1. Juni 2018 zu erfolgen,

zuzüglich einer Aktie halten. Indirekte wirt-

sonen, werden diese automatisch als wirt-

wobei eine Übermittlung der Daten durch

schaftliche Eigentümer sind alle natürlichen

schaftliche Eigentümer in das Register über-

berufsmäßige Parteienvertreter zulässig ist.

Personen, die Kontrolle (direkt oder indirekt)

nommen. Dies gilt allerdings nur unter dem

Nach dem 1. Juni 2018 sind die Meldungen

auf eine Gesellschaft ausüben, die ihrerseits

Vorbehalt, dass nicht eine andere natürliche

binnen vier Wochen nach der erstmaligen

eine Beteiligung von mehr als 25 Prozent oder

Person direkt oder indirekt Kontrolle auf die

Eintragung der Gesellschaft in das jeweilige

einen Aktienanteil von 25 Prozent zuzüglich

Geschäftsführung der OG oder der KG aus-

Stammregister (Firmenbuch, Vereinsregis-

einer Aktie an einer (meldepflichtigen) Gesell-

übt. Übt eine andere natürliche Person direkt

ter) zu übermitteln. Änderungen der Angaben

schaft hält. Dem gleichzuhalten ist der Fall,

oder indirekt Kontrolle auf die Geschäftsfüh-

sind binnen vier Wochen nach Kenntnis der

dass eine natürliche Person auf mehrere Ge-

rung der OG oder der KG aus, haben auch die-

Änderung zu melden.

sellschaften Kontrolle ausübt, die zusammen

se OG und KG eine Meldung der wirtschaftli-

einen Anteil von mehr als 25 Prozent an einer

chen Eigentümer vorzunehmen.

Sanktion bei Meldeverstößen

(meldepflichtigen) Gesellschaft halten. Von

Hat eine GmbH ausschließlich natürliche

Grob fahrlässige Verletzungen der genann-

der kontrollierenden Person direkt gehaltene

Personen als Gesellschafter, werden die wirt-

ten Meldepflichten können mit Strafen bis zu

Beteiligungen an der (meldepflichtigen) Ge-

schaftlichen Eigentümer direkt bzw. automa-

100.000 Euro geahndet werden; die vorsätzli-

sellschaft sind hinzuzuzählen. Kontrolle im

tisch aus dem Firmenbuch übernommen. Soll-

che Begehung ist mit einer Strafe von bis zu

Sinne des WiEReG liegt vor, wenn eine Person

te kein Gesellschafter einen Anteil von mehr

200.000 Euro bedroht.

entweder eine Beteiligung von mehr als 50

als 25 Prozent an der Gesellschaft halten und

Prozent hält oder in anderer Weise Kontrolle

auch sonst kein Kontrollverhältnis bestehen,

ausübt (z. B. Syndikatsverträge).

werden die im Firmenbuch eingetragenen Ge-

Ausnahmen von der Meldepflicht

schäftsführer als wirtschaftliche Eigentümer direkt aus dem Firmenbuch abgesogen. Genossenschaften, bei denen kein Mitglied

In bestimmten Fällen besteht eine Befreiung

mehr als 25 Prozent der Genossenschaftsan-

von der Meldepflicht. In diesen Fällen werden

teile hält oder keine andere natürliche Person

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eco.nova

GREITER PEGGER KOFLER RECHTSANWÄLTE Maria-Theresien-Straße 24 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/571811 www.lawfirm.at


promotion

Datenschutzverletzungen sind kein Kavaliersdelikt mehr Die erneuerte Datenschutzverordnung der EU ist mit 25. Mai 2018 anzuwenden. Auch wenn die Regierung der Verordnung die Zähne gezogen hat, sind Verbesserungen beim Datenschutz ein Gebot der Stunde.

O

b die EU das Deregulierungsgesetz in der derzeitigen Form akzeptieren wird, ist noch offen.

Auch die neue E-Privacy-Verordnung, die vor allem den Datenschutz bei Onlinewerbung regelt, ist noch nicht endgültig ausverhandelt. Unabhängig davon sind die Konsumenten zunehmend sensibilisiert, was den Umgang mit persönlichen Daten betrifft. Daten-

AKTUELLE SEMINARE

schutzverletzungen sind kein Kavaliersdelikt mehr und können massive Imageschäden

• Fachlehrgang zum Betrieblichen Datenschutzbeauftragten Start am 1. Juni und 12. Oktober 2018

verursachen. Daher sind Unternehmer gut beraten, wenn sie sorgsam mit Kundendaten umgehen und auch ohne Strafandrohung

• Datenschutzgesetz – das müssen Sie beachten! Starts in allen Tiroler Bezirksstellen

Rechte der Konsumenten werden gestärkt In erster Linie sollen mehr Transparenz geschaffen und die Rechte der Konsumenten

© FOTOLIA

die Richtlinien der EU beherzigen.

ein Auskunftsrecht über die gespeicherten

Seminarangebot zum Datenschutz

Daten und deren geplante Speicherdauer.

Damit heimische Unternehmen noch Vor-

Auch die Löschung der Daten kann verlangt

kehrungen treffen können, bietet das BFI

werden und es ist für einen angemessenen

Tirol seit Herbst 2017 einen Lehrgang für zu-

Schutz von Daten zu sorgen. Zudem müssen

künftige Datenschützer an. Darin vermitteln

Unternehmen nun Datenpannen zeitnah an

Fachexperten aus Österreich und Deutsch-

die Aufsichtsbehörde melden.

land über vier Wochenenden praxisorien-

Wesentliche Maßnahmen sind die Sensibili-

tiert die wesentlichen Informationen und

sierung der Mitarbeiter im Umgang mit Per-

bereiten Datenschutzbeauftragte auf ihre

sonendaten, das Auflisten von der Art, dem

wichtige Aufgabe vor. Auch in Workshops

Zweck und der Speicherdauer von Kunden-

für KMU und Vereine mit dem Titel „Daten-

daten. Weiters gilt es in Abstimmung mit den

schutzgesetz – das müssen Sie beachten!“

IT-Verantwortlichen organisatorisch-tech-

werden die wesentlichen Neuerungen be-

nische Maßnahmen zu treffen, um auch die

handelt und ein individueller Handlungska-

Datensicherheit zu verbessern.

talog erarbeitet.

gestärkt werden. So gibt es unter anderem

„DIE VERWENDUNG VON KUNDENDATEN IST VIELFÄLTIGER UND HEIKLER GEWORDEN. EIN SORGSAMER UMGANG DAMIT IST NOTWENDIG.“ Dr. Karin Klocker, Geschäftsführerin des BFI Tirol

• AK-Werkmeisterschulen Informationsabend 21. Juni 2018 • Lehrgang Mediation und Konfliktmanagement Informationsabend am 6. Juni 2018 • A1 bis B2 Sommerintensivkurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch Start am 2. Juli 2018 • General Management – Betriebswirtschaftliche Basiskompetenz Informationsabend am 27. Juni 2018 • Kosmetik-Lehrgang – Halbtageskurs Start am 4. Juni 2018 • Lehre mit Matura und Berufsreifeprüfung Start im Herbst 2018 in ganz Tirol

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Zukunft Bildung & Innovation

OSCAR-NACHT Es ist einer der größten Erfolge der Medizinischen Universität Innsbruck in ihrer Geschichte: Gleich drei Forscher haben den wichtigsten europäischen Förderpreis für Grundlagenforschung erhalten, den „Advanced Grant“ vom Europäischen Forschungsrat (ERC) und damit quasi den Medizin-Oscar. Ihre innovativen Forschungsvorhaben werden in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt rund 7,5 Millionen Euro gefördert. Entscheiden-

ENDIIO HAT SICH IM BEREICH DER FUNKTECHNOLOGIE, UM DRAHTLOSE SENSORNETZWERKE WARTUNGSFREI ZU BEDIENEN, EINEN NAMEN GEMACHT UND ERWEIST SICH DAHER ALS DER IDEALE PARTNER FÜR UNTERNEHMEN, DIE IN DIGITALISIERUNG UND INTERNET-OF-THINGSTECHNOLOGIEN INVESTIEREN.

Grenzgänger

de Auswahlkriterien bei der Vergabe sind Exzellenz und Innovation der Forschung. Grund zur Freude haben Gottfried Baier (Zellgenetik), Zlatko Trajanoski (Bioinformatik) und Andreas Villunger (Entwicklungsimmunologie): Die drei Grundlagenforscher haben kürzlich die offizielle Förderzusage des ERC erhalten. Alle drei forschen auf dem Gebiet der Immuno-Onkologie. Die Vergabe bedeutet aber auch eine besondere Auszeichnung für den For-

Mit einer Dotierung von insgesamt 400.000 Euro gilt der von der B&C Privatstiftung gegrün-

schungsstandort Tirol: Neben den drei

dete Houskapreis als einer der größten privaten Forschungsförderungspreise in Österreich.

Wissenschaftern der Medizinuni Inns-

Die Fachjury hat heuer insgesamt acht Projekte in den zwei Kategorien „Universitäre For-

bruck geht die EU-Top-Förderung auch an

schung“ und „Forschung & Entwicklung in KMU“ nominiert – darunter eines aus Tirol. Weitere

einen Forscher der Leopold-Franzens-Uni-

drei der nominierten Forschungsprojekte stammen aus der Steiermark, vier aus Wien.

versität Innsbruck. Bei der letzten Aus-

Das Innsbrucker Unternehmen Endiio ist mit seinem Projekt „Low Power Wake UP“ in der

schreibung 2016 erhielten insgesamt nur

Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“ in die engere Auswahl für den Houskapreis

neun ausgezeichnete Wissenschafter in

gekommen. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die auf einer sehr sparsamen und echt-

Österreich einen ERC Advanced Grant.

zeitfähigen Funkkommunikationstechnologie für das Internet der Dinge (IoT) basiert. Mit der

„Weniger als zehn Prozent der Anträge

patentierten Wake-up-Funktechnologie können mehrere zehntausend Mini-Sensoren bei Be-

werden bewilligt. Dass sich gleich drei

darf aus dem Tiefschlaf „aufgeweckt“ werden, gespeicherte Messdaten stehen somit zur wei-

unserer Wissenschafter in diesem harten

teren Verwendung bereit. So kann eine große Zahl von Sensoren sehr einfach und mit langer

internationalen Wettbewerb durchsetzen

Lebensdauer miteinander verbunden werden. Damit wird das System gegenüber herkömmli-

konnten, ist eine enorme Auszeichnung“,

chen Funklösungen tausende Male effektiver. Das Low-Power-Wake UP-System kann insbe-

freuen sich Rektor Wolfgang Fleischha-

sonders in der Automobilindustrie, Automatisierungstechnik und Gebäudeautomation einge-

cker und die Vizerektorin für Forschung,

setzt werden. Es gibt zwar bereits zahlreiche IoT-Funktechnologien am Markt, die aber bei der

Christine Bandtlow. „Durch die Förderung

Vernetzung von Sensoren sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Keine der Standardtechnologi-

wird es möglich sein, innovative immu-

en am Markt, wie Bluetooth, ZigBee, Wi-Fi, Z-Wave oder Enocean, sind auch nur annähernd in

no-onkologische Projekte voranzutreiben

der Lage, Energiesparsamkeit und Erreichbarkeit derart zu vereinen.

und einen entscheidenden Beitrag zur

Als Sieger in der Kategorie ging Ende April zwar schließlich ein Wiener Projekt hervor, doch

Entwicklung wirkungsvoller Therapien in

allein die Nominierung ist ein großes Kompliment und zeigt, dass Endiio durchaus auf dem

der Krebsbehandlung zu leisten.“

richtigen Weg ist.

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eco.nova


eco.zukunft

Digitalisierungsinitiative im österreichischen Tourismus: Der

t für etwas

n gu Nicht nur gut, sonder

© FABIAN ISARA

(WEITER)ENTWICKLUNG

ECO.MMENTAR

vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Innovationslehrgang „Digital Tourism Experts (DTE)“ stärkt einerseits die Innovationskraft der österreichischen Tourismuswirtschaft und liefert andererseits einen Beitrag zu einer stärkeren Verankerung unternehmensrelevanter Lehr- und Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. 46 renommierte Unternehmen im Tourismus, wie Eurotours, Easybooking, Golm Silvretta oder TUI, darunter viele kleine und mittlere Unternehmen, TVB und Landestourismusorganisationen sowie die Tirol Werbung, implementieren gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen durch den DTE verschiedenste

Vor zehn Jahren hatte ich in den Bergen Salzburgs ein Ideencamp für nachhaltige Geschäftsideen organisiert. Heute würde man es EcoStart-up-Camp nennen, damals gab es diese Wörter im Sprachgebrauch nicht. Grundsätzlich ernteten wir eher Skepsis für den Versuch, Probleme der nachhaltigen Entwicklung im Bereich der Umwelt mit Geschäftsmodellen zu lösen – und dabei auch noch unternehmerisch erfolgreich zu sein.

Transferprojekte in der Digitalisierung und stützen somit die

Die große Cleantech-Parade sollte erst einige Jahre später einmarschie-

Digitalisierungsstrategie des Bundesministeriums für Digitali-

ren und heute hat Tesla als schöpferischer Zerstörer à la Joseph Schum-

sierung und Wirtschaftsstandort und des Landes Tirol.

peter einer ganzen Branche den Teppich unter den Füßen weggezogen.

Der FFG-Innovationslehrgang zielt darauf ab, die digitale

Noch immer bestreiten das einige, sehen nicht das große Ganze und

Kompetenz im Tourismus zu erhöhen. Zielgruppe sind IT-Ver-

nur wenige erkennen, dass es nicht um die Elektrifizierung oder Digita-

antwortliche und Marketingspezialisten in Tourismusunter-

lisierung geht, sondern um die „Smartifizierung“ aller Branchen. Nicht

nehmen. Die Weiterbildungsinhalte richten sich nach aktu-

zuletzt durch den Druck von Klimawandel und sozialen Unruhen bleibt

ellen Forschungsinitiativen an den beteiligten Universitäten

keine Zeit mehr, überholte Lösungen und selbstzerstörerische Verhal-

und Fachhochschulen und decken Themen wie semantische

tensweisen zu verteidigen.

Technologien im Web, Usability von Assistenzsystemen, Kon-

Der Energieautonomie-Vordenker Hermann Scheer prognostizierte in

sumentenverhalten im Buchungsprozess, Big Data Manage-

seinen brillanten Reden schon vor vielen Jahren, dass der Durchbruch

ment oder Strategien zur Cybersicherheit ab.

kommt, wenn sich der nachhaltige Wandel auch ökonomisch rechnet. Schade, dass er es nicht erleben kann, denn – aber hallo – genau da sind wir angekommen. Und dennoch, da geht mehr. Vor allem in der Frage,

AUSGEZEICHNETE WERBUNG

welchen Fokus ihres Schaffens die besten Köpfe in unserer Gesellschaft

Mit ihrer spektakulären Virtual-Reality (VR-) Tour sicherten sich

riere mit All-in-Vertrag im Consultingbereich schon an Reiz verloren

Innsbruck Tourismus und die Innsbrucker Nordkettenbahnen

haben, so dominiert – zumindest medial – derzeit das wunderbare Bild

beim 32. T.A.I. Werbe Grand Prix unter 296 eingereichten Ex-

vom schnellen Geld durch coole Start-ups. Eine gute, motivierte Energie

ponaten aus sieben Ländern nicht nur Bronze in der Katego-

durchströmt die Events der Szene. Doch noch jagen alle das Einhorn,

rie Online & Digital-Marketing sowie Social-Media-Kampagnen,

das superskalierbare Digital-Start-up, das in fünf Jahren für zumindest

sondern erhielten auch einen Sonderpreis für Innovation. Die

500 Millionen verkauft wird. Und hier haben wir Korrekturbedarf, denn

Tour wurde als Gemeinschaftsprojekt konzipiert und entführt

die Risikokapitalgeber haben in den letzten Jahren eine erstarkende

VR-User in eine 360-Grad-Erlebniswelt, in der der Benutzer ak-

Gründerszene mit ihrer Orientierung an schnellen Returns on Invest-

tiv in das Geschehen eingebunden wird. Begründung der Jury

ments und Exits verseucht. Doch Unternehmertum ist nicht Investm-

für die Auszeichnung: „Die emotionale Einbindung der Benutzer

entbanking. Es geht nicht nur um Zahlen, um Geld, sondern um Wert

in das Virtual-Reality-Erlebnis.“ „User werden im Rahmen von

für die Kunden, das Lösen von Problemen und damit um den ganzheit-

360°-Kurzclips in Aktivitäten in Innsbruck und auf der Innsbru-

lichen Sinn seines Schaffens.

cker Nordkette entführt“, erklärt Peter Unsinn, verantwortli-

Wir brauchen wieder Visionen, die das Zeug dazu haben, die Welt zu

cher Projektleiter und Leiter des Markt-Managements bei Inns-

verändern. Wir müssen in Möglichkeiten, nicht in Limitationen denken.

bruck Tourismus: „Benutzer können nicht nur die Stimmung am

Oder wie kann es sein, dass es im Autoland Deutschland kein einziges

Innsbrucker Christkindlmarkt erleben – Turmbläser inklusive –,

ernstzunehmendes Elektroauto-Start-up gibt? Geht nicht gibt es nicht.

sondern haben auch die Möglichkeit, mitten in eine Tanzchoreo-

Es braucht Pioniere, Rebellen und Verrückte, die das Unmögliche pro-

grafie von Enrique Gasa Valga in der Innsbrucker Hofburg ein-

bieren, um Probleme der nachhaltigen Entwicklung mit tragfähigen Ge-

zutauchen. Eine Aufführung des Tiroler Abends vor dem Golde-

schäftsmodellen zu lösen. An Engagement, Wissen und Kapital fehlt es

nen Dachl sowie ein Privatkonzert der Wiltener Sängerknaben in

Europa nicht. Nur an der Fantasie. Da geht was.

haben. Wovon träumen junge Ingenieure, Naturwissenschaftler und Kreative? Welche Werte dominieren ihr soziales Umfeld? Mag die Kar-

der Hofkirche stehen ebenfalls auf dem Programm der VR-Tour.“ Sportlicher sind die Erlebnisse auf der Innsbrucker Nordkette: Downhillfahren, ein Flug mit dem Drachenflieger ab der Seegrube, Klettern am Klettersteig oder auch eine Zeitraffer-Videoproduktion eines Sonnenaufgangs mit Blick über die Stadt Inns-

HANNES OFFENBACHER

Hannes Offenbacher ist Inhaber des Ideenstudios Mehrblick. www.mehrblick.at

bruck. Gefällt uns!

eco.nova

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TIROL INNOVATIV

e h c s i t e n g a M Anziehung

ickelt, mit dem sie näres Bikepedal entw tio lu vo re ein n be ha te Lösung Zwei Tiroler re sorgen. Die patentier ro Fu r fü zt jet its re be es Klickpedals. in der Bikewelt es Flat- mit denen ein LL vereint die Vorzüge ein // TEXT: MARIAN KRÖ rker Neodym-Magnet. sta ein t rg so g un nd Bi Für die

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eco.nova


eco.zukunft

Viel Hirnschmalz für eine originelle Lösung. Das Magped ist leicht, hält, was es verspricht, und sieht auch noch verdammt gut aus. Mehr kann man von einem Pedal nicht verlangen. Der magnetische Mechanismus ist patentiert.

Harald Himmler (li.) und Paul Wessiack haben ein überzeugendes Magnetpedal entwickelt.

W

enn es windstill ist, kommen einem die besten Ideen. Vor allem, wenn man sich auf einem Kitesurfing-Trip in Marokko befindet und Flaute herrscht. So ist es Harald Himmler und Paul Wessiack vergangenes Jahr ergangen. Die beiden passionierten Biker saßen also windbedingt mit viel Tagesfreizeit in Marokko. Man unterhielt sich. Trank Bier. Unterhielt sich weiter. Trank Bier. Überlegte. Think, Drink, Repeat. Mit der Fahradindustrie waren die beiden bisher nur als Benutzer in Berührung gekommen. Paul Wessiack ist Chef eines EDV-Unternehmens, Harald Himmlers Background liegt im Energiesektor, konkret der Entwicklung von Kraftwerken. „Paul ist der fanatische Biker, ich bin eher der Komfortbiker“, sagt Harald Himmler. „Deshalb decken wir die unterschiedlichen Bereiche des Radfahrens gut ab.“ Die Vorarbeit zum Magped, das die Vorzüge eines Flatpedals mit denen eines Klicksystems vereint, hat Harald Himmler bereits vor einigen Jahren geleistet. Den Denkanstoß haben „die üblichen Stürze, die man mit den Klickpedalen eben so hat“, gegeben. Mindestens eine Sturzgeschichte kann wohl jeder Biker erzählen, der regelmäßig ein Pedal mit Klicksystem verwendet hat. Meist schmerzhaft, manchmal unvermeidlich und nicht selten lehrreich. Harald Himmler hat seine Schlüsse daraus gezogen. Eine Magnetlösung musste her. Anfangs probierte er es selbst mit rudimentären Konstruktionen, die zwar praktisch funktionierten, aber irgendwie unausgegoren, ja unbefriedigend waren. „Ich habe im Internet recherchiert und war enttäuscht, dass ein älterer Herr aus Deutschland be-

© MARIAN KRÖLL

reits ein Magnet-Pedalsystem patentiert hatte“, erinnert sich Himmler. Doch davon ließ er sich nicht entmutigen. Nach einem Treffen mit dem Patentinhaber entstand ein Austausch. Himmler begann, selbst herumzubasteln. „Die Komponenten, die ich von diesem Herrn bekommen habe, waren sehr altmo-

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eco.zukunft

Das Magped ist mit hochwertigen Industriekugellagern und auswechselbaren Pins ausgestattet, die Magnete sind höhenverstellbar.

Je nach Magnetstärke wird der Schuh mit bis zu 21 kg Zugkraft am Pedal gehalten. Diese wirkt vor allem vertikal, was ein fast widerstandsfreies seitliches Ablösen ermöglicht und die Sicherheit gewährleistet.

disch und klobig. Es war eine absolute Bast-

Dort wurde gezeichnet und getestet. Diese

lerlösung, die aber schon damals erstaunlich

Kooperation hält an. Das Land Tirol griff

Nachsatz: „Die Prototypen, die wir unter

gut funktioniert hat“, so Himmler. Im Freun-

dem jungen Unternehmen Magped mittels

Freunden und Bekannten zum Testen ver-

deskreis hat er das Resultat seiner Bastlerei

Innovationsförderung unter die Arme. Das

teilt haben, haben wir allesamt nicht mehr

montiert. Das Feedback war gut. Nur von

haben die Firmengründer als unkomplizier-

zurückbekommen.“

der Fummelei bei der Montage war Himmler

ten und relativ schnellen Akt erlebt.

Das Magped ist aber nicht nur funktional,

genervt. „Deshalb ist das Ganze irgendwann

Bereits im Oktober vergangenen Jahres

sondern auch optisch eine absolute Schön-

vor einigen Jahren ausgegeistert.“ Bis zu je-

konnte Magped mit einem fast fertigen Pro-

heit. Die Haptik vermag zu überzeugen,

nem windstillen Tag in Marokko. Als man

dukt aufwarten, das sich nur mehr in weni-

ebenso wie die Qualitätsanmutung. Das

beschloss, das Thema „Magnetpedal“ mit

gen Details vom marktreifen Pedal unter-

Magped vermittelt nämlich glaubhaft den

neuer Ernsthaftigkeit und Professionalität

schied. Anfangs haben die Tüftler versucht,

Eindruck, dass hier viel Hirnschmalz, Zeit,

zu verfolgen.

den Magnet mit einer Feder mit dem Pedal

Mühe und unzählige Teststunden inves-

Gesagt, getan. Wenig später begann man, mit

zu verbinden. Keine ganz befriedigende Lö-

tiert wurden. Das System, das in seiner sehr

potenziellen Pedallieferanten zu sprechen,

sung, weil sie anfällig für Verschmutzun-

rudimentären Form bereits von besagtem

Grundpedale auszuwählen und zu testen.

gen war. Der Durchbruch in dieser Hinsicht

älteren Herrn aus Deutschland patentiert

„Wir haben Vollgas gegeben. Testfahrten, ver-

kam mit einem Ring aus Sylomer, einem

worden war, konnten ihm die Bike-Enthu-

schiedene Magneten, Designgeschichten“,

Polyurethan-Schaumstoff, der schmutz-

siasten abkaufen, um sich gegen eventuelle

sagt Himmler. „Wir haben in dieser Phase

resistent ist und mit dem unter anderem

böse Überraschungen abzusichern. „Unsere

haufenweise Prototypen gebaut“, ergänzt

U-Bahn-Schwellen gedämpft oder Klima-

Lösung ist zwar ganz anders, aber dennoch

Paul Wessiack, der sich unter anderem um

anlagen schwingungsentkoppelt werden.

von diesem alten Patent – ein Pedal mit ei-

die Online-Vermarktung des Pedals küm-

„Ein echter Hightech-Werkstoff“, schwärmt

nem flexibel gelagerten Magnet – berührt.

mert. In der Findungsphase ist auch die Fir-

Himmler. „Im Herbst waren wir dann über-

Wir wollten da einfach kein Risiko einge-

ma Peer Engineering aus Mutters involviert.

zeugt, dass wir ein gutes und funktionieren-

hen“, erläutert Harald Himmler.

des Produkt am Start haben“, sagt Wessiack.

„DIE PROTOTYPEN, DIE WIR UNTER FREUNDEN UND BEKANNTEN ZUM TESTEN VERTEILT HABEN, HABEN WIR ALLESAMT NICHT MEHR ZURÜCKBEKOMMEN.“ 64

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eco.zukunft

etwa der Spargedanke ausschlaggebend, sondern ein anderer Umstand, wie Paul Unter dem Neodym-Magneten sitzt ein schwarzer Ring aus Sylomer, einem extrem verformungsbeständigen Schaumstoff zur Schwingungsdämpfung.

Wessiack erklärt: „Das ist ideal, weil das Pedal immer so absinkt, dass der Schuh automatisch zum Magnet kommt. Wer aber beim Downhill auf den Magnet verzichten will, kann das Pedal jederzeit einfach umdrehen. Das ist der riesige Vorteil eines asymmetri-

gewisse Zweckentfremdung ein. Gebracht hat es etwas. Das Finanzierungsziel wurde

schen Pedals.“

erreicht und die Pedale gehen weg wie die

Breite Zielgruppe

sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auf-

Die einzelnen Komponenten des Magped

fällig viele wurden bislang nach Spanien

kommen zwar aus aller Welt, werden aber in

verkauft. Dort beginnt die Bikesaison aller-

Aldrans zusammengebaut. Der Großteil der

dings früh. Obwohl das Magped bereits sehr

Wertschöpfung wird folglich im Land gene-

ausgereift ist, geht die Entwicklung selbst-

riert. Auf Messen ist das Pedal der Renner,

redend weiter. „Wir bauen ein Pedal, das von

es zieht Massen von Bike-Enthusiasten und

der Kontur her gleich aussehen wird wie

Genussfahrern und selbstverständlich auch

dieses, aber aus einem Block Magnesium ge-

E-Biker in seinen Bann. Magnetisch, möchte

fräst wird und im Inneren eine Titanspin-

man fast sagen. Oder wie es Harald Himm-

del hat“, lässt Wessiack die zukünftige, noch

ler trocken formuliert: „Unser Pedal ist kein

einmal leichtere Lösung für den absoluten

Wunderding, sondern eine durchdachte Hy-

High-End-Biker durchblicken. Damit will

bridlösung, die viele Vorteile bringt.“ Von die-

Magped sowohl preislich als auch gewichts-

sen kann sich sowohl der Komfortfahrer, der

Himmler und Wessiack haben für ihr Pro-

mäßig am Markt hochkompetitiv sein. Doch

ein herkömmliches Klicksystem aus Sicher-

jekt auch auf die Crowdfunding-Plattform

vorerst zählt die Gegenwart. Auf den ersten

heitsgründen meidet und dennoch auf einen

Kickstarter zurückgegriffen. „Eine reine

Blick erscheint die Entscheidung fragwür-

guten Halt nicht verzichten will, als auch der

Marketing-Maßnahme, gewissermaßen eine

dig, den Magneten nur auf einer Seite des

Trail- und Enduro-Fahrer, der eher Flat-Pedale

Art Vorverkauf“, räumt Paul Wessiack eine

Pedals zu montieren. Doch dafür war nicht

fährt, überzeugen. // www.magped.com

Marketing-Kick mittels Kickstarter

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© MARIAN KRÖLL

eco.zukunft

Johannes Hilbe (li.) und Karl Fritscher haben das Start-up 2016 aus der Taufe gehoben und führen CubileHealth als CEOs, Michael Memelink fungiert als CTO.

TIROL INNOVATIV

Ballistisch zum digitalen Krankenbett Das Tiroler MedTech-Start-up CubileHealth hat die Ballistokardiographie wiederentdeckt und verhilft ihr mittels IT-Unterstützung zum Durchbruch im digitalen Monitoring gesundheitsrelevanter Daten im Kranken- und Pflegebett. Eine zweite Investmentrunde brachte frisches Kapital. Vorerst will man im DACH-Markt durchstarten. // TEXT: MARIAN KRÖLL

E

rschütterungen sind das Kern-

und durch allerlei komplexe Algorithmen

noch einmal erfunden, obwohl es sie be-

geschäft des Innsbrucker Me-

gejagt werden. Die Daten werden durch

reits gab“, lacht der Wissenschaftler, der das

dizintechnik-Start-ups Cubile

ein Sensor-Pad, eigentlich eine Art Kissen

Pferd eben von hinten aufgezäumt hat. Da-

Health. Das Team rund um

aus Schaumstoff mit Ventil, das unter die

mals, als die Methode erfunden wurde, hat-

CEO Karl Fritscher und Gründer Johannes

Matratze gelegt wird, generiert. Im Gegen-

te man noch nicht die elektronischen Mittel

Hilbe bedient sich einer Methode namens

satz zum EKG, das Ströme misst, werden

zur Verfügung, um weitreichende Erkennt-

Ballistokardiographie. Mittels dieser wer-

Vibrationen gemessen. Das Pad ist über ei-

nisse daraus abzuleiten. Das geschieht bei

den Erschütterungen detektiert, die durch

nen kleinen Schlauch mit der Elektronik

CubileHealth in einem fortschritts- bzw.

die Kontraktion des Herzmuskels und die

verbunden. „Das Prinzip der Kardioballis-

miniaturisierungsbedingt ständig kleiner

Bewegung des Blutstroms und der Lun-

tik wurde bereits in den 1940er-Jahren ent-

werdenden Kästchen, das unter anderem

gen entstehen. Für sich genommen ist das

deckt“, sagt Johannes Hilbe. Davon hat er

einen ARM-Mikroprozessor beherbergt und

weder besonders originell noch besonders

selbst erst erfahren, nachdem er sich mit

gehörig Rechenleistung bereitstellt, um die

aufschlussreich. Spannend wird es, wenn

dem Thema eingehend beschäftigt hat-

Signale aus dem Sensor-Pad zu filtern und

diese Daten weiterverarbeitet bzw. gefiltert

te. „Ich habe quasi die Ballistokardiografie

zu interpretieren.

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eco.nova


eco.zukunft

Aufschlussreiche Daten Die Technologie kann vor allem in Krankenund Pflegebetten sinnvoll eingesetzt wer© STANDORTAGENTUR TIROL

den, da sie ein kontinuierliches Monitoring auch abseits von Intensivbetten ermöglicht. Dadurch lassen sich auch das Schlaf- und Liegeverhalten von Patienten besser überprüfen sowie kritische Gesundheitszustände rechtzeitig erkennen. Ersteres ist vor allem zur Senkung von Sturz- oder Dekubitusrisiken sinnvoll. „Aus unseren Daten lassen sich sehr gut Trends herauslesen, etwa der Verlauf der Herzfrequenz über einen

Frisches Kapital für den Markteintritt: (v. li.) Johannes Hilbe (Gründer CubileHealth), Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Bernhard Letzner (Segnalita Ventures) und Marcus Hofer (GF Standortagentur Tirol).

längeren Zeitraum“, erklärt Hilbe. Neben der Herz- und Atemfrequenz lassen

nation mit einem Pulsoxymeter ließe sich

starke Tiroler Achse aus. Zu dieser zählen

sich auch Bewegungsmuster im Schlaf mes-

beispielsweise über die sogenannte Pulse

neben Segnalita die Inhaber von Medalp

sen. Das kann dabei helfen, bei älteren Men-

Arrival Time der Blutdruck errechnen. Da-

und die UMIT als universitärer Partner“,

schen die richtige Dosierung bei Schlafmit-

zu und zu weiteren Verfeinerungen der

sagt CEO Karl Fritscher. Überzeugt vom

teln zu finden. Im Angesicht einer alternden

Methode hat man im Unternehmen eini-

Produkt zeigt sich auch Segnalita Ventures

Gesellschaft und der damit einhergehenden

ge Forschungsprojekte am Laufen. Die für

Managing Director Bernhard Letzner: „Cu-

Herausforderungen für die Pflege zweifellos

den Markteintritt am Medizintechniksektor

bileHealth bietet topentwickelte Lösungen

eine sinnvolle Anwendung.

notwendigen Voraussetzungen dürften nur

und liefert damit die richtigen Antworten

Ursprünglich hat Johannes Hilbe mit sei-

noch Formsache sein.

auf wichtige Fragestellungen im Gesund-

ner Zweitfirma bucinator nur die Sturzpro-

heitssektor. Dies und die Marktexpertise

phylaxe im Auge gehabt. Darüber ist Cubile-

Das Bett wird digital

Health mittlerweile weit hinausgewachsen,

Das sichere digitale Krankenbett wird mit

Segnalita hat es sich zum Ziel gesetzt,

dennoch ist diagnostisch mit den Daten

dem Produkt des Tiroler Start-ups Wirklich-

einen aktiven Beitrag zur Schaffung und

noch einiges möglich, wie Hilbe ausführt:

keit. Erst kürzlich hat Segnalita Ventures

Entwicklung nachhaltiger unternehmeri-

„In der Ballistokardiographie gibt es, so wie

einen mittleren sechsstelligen Betrag in

scher Werte zu leisten. Mit der Unterstüt-

bei einem EKG, auch eine charakteristische

das Unternehmen investiert. „Der Deal ist

zung für das starke Gründerteam wollen

Welle. Die sieht in unserem Fall aus wie ei-

eine tolle Bestätigung für unser Team, das

wir nicht zuletzt auch den Gründergeist in

ne Doppelzacke, wie ein M. Die exakte In-

den Grundstein für ein großartiges Pro-

Österreich und vor allem Tirol fördern.“ Für

terpretation dieser ist aber im Gegensatz

dukt gelegt hat. Mit Segnalita als Teil von

CubileHealth ist das Investment bereits das

zum EKG noch kaum beforscht.“ In Kombi-

CubileHealth bauen wir zudem eine sehr

zweite dieser Art. Im Gründungsjahr hat die

des Teams haben uns nachhaltig überzeugt.

Martin Global AG von Peter Koch ebenfalls

„IN DER BALLISTOKARDIOGRAPHIE GIBT ES, SO WIE BEI EINEM EKG, EINE CHARAKTERISTISCHE WELLE. DIESE SIEHT AUS WIE EINE DOPPELZACKE UND IST NOCH KAUM BEFORSCHT.“ Johannes Hilbe, CEO Cubile Health

sechsstellig investiert. Der Investor sieht im erfahrenen und diversifizierten Investorenboard den „Wachstumskurs dieses sehr disruptiven und innovativen Tiroler Start-ups“ beschleunigt. Der Markt scheint positiv auf die Innovation aus Tirol zu reagieren. Zuerst will man Vertrieb und Vermarktung im DACH-Raum angehen, bevor die weitere Internationalisierung vorangetrieben wird. Gewiss ist, dass mit CubileHealth die Ballistokardiographie in modernem Gewand in Krankenanstalten und Pflegeheimen Einzug halten wird. // www.cubilehealth.com 

eco.nova

67


eco.zukunft

Gretchen mag’s kryptisch Werden Kryptowährungen die Welt verändern? // TEXT: MARINA KREMSER

D

as Bankgeld in seiner

auch so schwer, uns gänzlich von physi-

Beispiel. Für die meisten gelten sie aktuell als

heutigen Form geht bis

schem Geld zu verabschieden. Die Haptik

Spekulationsobjekt, als Spielerei. Doch wel-

zu den Sumerern zurück,

macht den Wert, selbst wenn die meisten

ches Potenzial steckt in ihnen?

erst in den 1970er-Jahren

Bankgeschäfte heute bargeldlos abgewi-

Dieser Frage gingen kürzlich verschiedene

hat die Finanzwirtschaft

ckelt werden. Das macht es aber auch umso

Experten aus Wissenschaft und Aufsicht,

begonnen, dieses Geld quasi in Datenban-

schwerer, uns gedanklich neuen Technolo-

der Nationalbank und Unternehmen beim

ken zu verwandeln. Doch unsere Beziehung

gien zu öffnen, die unser komplettes Ver-

Bitcoin-Symposium auf den Grund – organi-

zu Geld ist immer noch in der sumerischen

ständnis für Geld und das Geldwesen auf

siert vom Netzwerk Bafit (Banking, Accoun-

Tempelökonomie verhaftet. Das macht es

den Kopf stellen. Kryptowährungen zum

ting, Auditing, Finance & IT) der Universität

68

eco.nova


eco.zukunft

Innsbruck. Die Plattform wurde in erster

tale Währung nicht nur auf den Einzelnen,

Partner. Sie sorgen für Geldwertstabilität.

Linie dafür geschaffen, um den fachlichen

sondern auch auf die Finanzwelt auswir-

Bei Kryptowährungen übernehmen dies Al-

Ausbau von Forschung und Wissenschaft

ken wird. Für viele Menschen ist eine digi-

gorithmen. Diese kann man nicht greifen,

zu fördern sowie die Verknüpfung der Uni-

tale Währung immer noch eine Grauzone.

nicht sehen, deshalb sind sie für unsere Er-

versität mit der Gesellschaft zu ermögli-

Manche bezeichnen sie sogar als Schwindel,

fahrungswelt schwierig zu verstehen. Algo-

chen. Auch im Bereich der Digitalisierung

während andere mit Argusaugen beobach-

rithmen kann man nicht anrufen. Man weiß

geht man an der Uni in die Offensive – etwa

ten, wie Länder wie Russland mit dem Phä-

de facto nicht, wer dahintersteht, das System

mit dem neuen Masterstudium „Digital Bu-

nomen umgehen. Nämlich entschieden ent-

ist pseudonym und man tut sich schwer, ihm

siness“. „Digitalisierung und Kryptowährun-

spannter.

wirklich zu vertrauen. Aber: „Ja, man kann

gen werden unser Leben verändern“, ist etwa

„Wir werden in Zukunft verschiedene Ideen

diese Technologie lernen“, sagt Beck.

sehen, verschiedene Ökonomien, so mancher

Wie der Finanzmarkt der Zukunft aussieht,

sieht die Zukunft auch cashless oder gar mo-

lässt sich heute noch nicht sagen. Der Blick

neyless“, sagt etwa Prof. Dr. Roman Beck von

in die Glaskugel ist immer ein vager. Auch

der IT University of Copenhagen im Zuge

ob Banken darin noch vorkommen werden,

seines Symposiumvortrags. Das Problem ist:

weiß man nicht. Bill Gates sagte schon vor

All diese Szenarien spielen sich aktuell vor-

Jahren: Banking is necessary, banks aren’t.

rangig außerhalb Österreichs, der EU und

In der Tat gibt es bereits heute eine Reihe an

Europas ab. „Momentan müssen Sie mit Ih-

Geschäftsprozessen, für die man keine stati-

ren Ideen noch ins Ausland gehen. Es gibt

onäre Bank mehr benötigt. Und in vielen Fäl-

aktuell einen Wettbewerb der Regulatorien

len auch keine Zentralbank. Das ist für diese

und damit einen Wettbewerb der Ideen“, so

natürlich ungut. „Wir haben mit vielen von

Beck. Widersprüchliche Signale insbesonde-

ihnen diskutiert“, erzählt Beck. „Wenn zu-

re von Zentralbanken machen es nicht unbe-

nehmend Marktliquidität durch so genann-

dingt leichter. Dennoch hält er Bitcoins – ab-

te token economy, durch Kryptowährungen,

gesehen von den technischen Komponenten

die nicht unter der Verwaltung von Zent-

– auch aus ökonomischer Sicht für durchaus

ralbanken stehen, generiert wird, was pas-

interessant: „Es gibt ein System, das öffentli-

siert dann? Kollegen der FED meinten, das

ches Gut zur Verfügung stellt, nämlich eine

wird nie geschehen. Was aber, wenn doch?“

Währung, das mehr oder weniger seit einem

Die Frage, die sich anschließt: Wenn immer

Jahrzehnt ununterbrochen läuft. Ja, es gibt

mehr Geldschöpfung in verteilten Servern

jede Menge Verbesserungen und Verände-

stattfindet, welche Auswirkungen hat dies

rungen, aber das Bitcoin-Netzwerk an sich

aufs Bruttoinlandsprodukt? Wie viel dieser

ist stabil und es ist eine Lösung, die eine Ins-

Wertschöpfung kann am Ende des Jahres

titution fundamental in Frage stellt. Die Ins-

tatsächlich dem Land Österreich zugeschrie-

titution Geld.“

ben werden? Das sind Fragen fundamenta-

Warum aber sprechen wir überhaupt darü-

ler volkswirtschaftlicher Natur, die sich mit

ber? Hat Geld (k)eine Zukunft? Schon 2012

heutigem Stand nicht beantworten lassen.

haben sich die US-Ökonomen Alvin E. Roth und Lloyd Shapley von der Harvard Uni-

Glaubensfrage

versity unter anderem darüber Gedanken

Was Geld ist und was nicht, ist letztlich eine

gemacht, wie Märkte ohne Geld funktionie-

Glaubensfrage. Wir sind mit Geld groß ge-

ren können – und dafür den Nobelpreis für

worden und nur womit wir groß geworden

Wirtschaft bekommen. Je mehr Daten auf

sind, scheint uns frei nach Milton Friedman

der Welt gesammelt werden, je präsenter das

auch real. Wenn es ums Thema Kryptowäh-

Internet of Things wird, desto unwichtiger

rungen geht oder um andere Anwendungen

wird im Grunde der monetäre Preis eines

mit disruptiver Kraft, braucht es in erster

Produktes. Verlagern sich unsere Tausch-

Linie Mut, sich darauf einzulassen. Es wirft

mittel?

aber anfangs mehr Fragen auf, als die Tech-

Beck: „Wir können gerne darüber Diskus-

nologie Antworten gibt: Wie orchestriert

sionen führen, was der innere Wert einer

man eine offen zugängliche und niemandem

Univ.-Prof. Dr. Matthias Bank vom Institut

Kryptowährung ist. Dann können wir aber

gehörende Netzwerkorganisation wie Block-

für Banken und Finanzen überzeugt. „Wie

auch eine Diskussion darüber führen, was

chain, auf der Kryptowährungen basieren?

stark, das wissen wir noch nicht. Aber es ist

der innere Wert eines Euros ist. Wir hatten

Wie funktioniert ein Versionswechsel? Wie

wichtig, dass wir uns auf universitärem Ni-

eine Lösung, die – noch bevor es Kryptowäh-

steht es um Verantwortlichkeiten? Und vor

veau damit auseinandersetzen.“

rungen gab – unter Marktversagen litt. Das

allem: Was passiert, wenn diese Lösungen

heißt, Geld wurde vom Staat zur Verfügung

an ihren Endpunkt gelangen? Beck: „Einige

gestellt, weil eine marktwirtschaftliche Be-

smarte Informatiker bauen Lösungen, die

Es ist fast zehn Jahre her, seit Bitcoin als

reitstellung dieses öffentlichen Gutes nicht

der Quasi-Standard fürs Bezahlen werden

Währung erschienen ist. Viele Menschen

funktionierte.“ Staat und Zentralbanken

und die alle nutzen sollen. Aber man muss

fragen sich aber nach wie vor, wie sich digi-

sind verlässliche und vertrauenswürdige

sich auch Gedanken über die Determina-

Reden wir drüber

eco.nova

69


eco.zukunft

tion machen. Was, wenn der Lebenszyklus

ihre Möglichkeiten abzuschätzen.“ Die Block-

dass eine Transaktion seinen Weg findet.“

abgelaufen ist? Kann ich dann einfach da-

chain-Technologie ist extrem verlässlich, si-

Und das ist gut so, findet Pichler.

vonlaufen und die contents leben weiter?

cher und unveränderbar. In jedem Schritt ist

Ab November 2018 startet in Europa zudem

Welche Verantwortlichkeit habe ich selbst?“

nachvollziehbar, was im Netzwerk passiert.

das „target instant payment system“, mit

Das alles sind ungelöste Themen, weshalb

Das macht sie nicht nur für Kryptowäh-

dem es möglich sein wird, Überweisungen

regulative Organe auch ein Stück weit Sor-

rungen interessant. Die Vereinten Nationen

in Echtzeit durchzuführen. „Damit treten

ge haben, diese Kräfte zu entfesseln, die sich

etwa verwenden solche Lösungen, um Kin-

wir in eine neue Ära des Bezahlens ein“, so

dann möglicherweise nicht mehr einfangen

desentführungen und Menschenhandel zu

Pichler. Also auch die konventionelle Ban-

lassen.

unterbinden, der WWF nutzt sie, um Über-

kenwelt, wie wir sie kennen, bleibt nicht ste-

Auf der anderen Seite findet der technologi-

fischung in der Südsee zu vermeiden. Der

hen, sondern entwickelt sich weiter. Weniger

sche Fortschritt aktuell vor allem in teils se-

Einsatz ist schier grenzenlos. Und deshalb

disruptiv, aber innovativ. Für Paul Pichler

mioptimal geregelten Staaten statt, wo mehr

zukunftsfähig. Nicht nur, aber eben auch für

reicht das: „Wir haben in Europa ein tolles

oder minder erlaubt ist, was gefällt. Die Fra-

Kryptowährungen.

Zahlungsverkehrssystem. Unsere Zahlun-

ge nach rechtssicheren Räumen, in denen

gen sind sicher und privat. Die Transakti-

in Kasachstan oder Russland – doch genau

Sag, wie hältst du’s mit dem Bitcoin?

dort findet gerade rege Entwicklungsarbeit

Naturgemäß anders sieht Dr. Paul Pichler

einsehbar wie etwa bei einer Blockchain.

statt. Wird diese Technologie schließlich tat-

den mutmaßlichen Erfolg von Kryptowäh-

Bitcoin ist meiner Meinung nach nicht da-

sächlich zum weltweiten Standard, lassen

rungen. Er war als Vertreter der Oesterrei-

mit gestartet, um Banken abzuschaffen,

sich die Hintergründe kaum überblicken.

chischen Nationalbank zum Symposium

sondern um komplett anonyme Onlinezah-

Augen zu und durch ist dann nicht (mehr).

gekommen. „Wir haben ein sehr gutes und

lungen zu ermöglichen. Doch es hat einen

„Wir müssen also jetzt damit beginnen, zu

stark genutztes digitales Zahlungsverkehrs-

Grund, warum es im Bankwesen keine to-

verstehen und aktiv einen Beitrag zur Ge-

netz in Europa und digitales Buchgeld, an

tale Anonymität gibt. Sie öffnet die Tür für

staltung der Zukunft zu leisten. Weil die

dessen Beginn und Ende jeder Zahlung ein

Kriminalität – Geldwäsche, Drogenhandel –

Technologie kommen wird.“ Davon ist nicht

Bankkonto steht. Dazwischen gibt es so ge-

und kann damit enormen volkswirtschaftli-

nur Roman Beck überzeugt. Er aber ganz be-

nannte Intermediäre – Banken, Kreditkar-

chen Schaden anrichten.“

sonders: „Wenn sie da ist, ist es von Vorteil,

tenanbieter, Notenbanken – die dafür sorgen,

Aus makroökonomischer Sicht ist auch die

man regelkonform operieren kann, stellt sich

onen sind durch das Bankgeheimnis geschützt, Kontobewegungen nicht für Dritte

Stabilität des Euros ein wesentlicher Faktor. Eine stabile Währung ist essentiell für volks-

EXKURS: BLOCKCHAIN

Sie gilt als Technologie der Zukunft und ist die Antithese zur viel gepriesenen Cloud. Die Blockchain basiert auf einem dezentralen Netzwerk und ist ein Protokoll für Transaktionen zwischen Parteien, unveränderlich und transparent. Eine riesige Datenbank liegt dabei nicht auf einem zentralen Server, sondern ist über viele Computer – die der Nutzer und Teilnehmer des Netzwerkes – verteilt. Jeder Teilnehmer hat die gleichen (Zugriffs-)Rechte, damit gibt es auch niemanden, dem dieses Journal explizit gehört. Und jeder Teilnehmer ist pseudonymisiert. Man registriert sich und kann alle Transaktionen ansehen, weiß aber nicht, wer der Absender und Empfänger ist.

wirtschaftliche Beziehungen – zwischen Produzenten und Konsumenten, Schuldnern und Gläubigern, Inländern und Ausländern. Pichler: „Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Brauchen wir tatsächlich Kryptowährungen?“ Seine Antwort ist relativ eindeutig: Nein. „Kryptowährungen sind privat ausgegebene Münzen mit nicht fixen Kursen, die wie digitales Bargeld funktionieren. Sie werden nicht von Zentralbanken über-

Stellen Sie sich nun ein leeres Blatt Papier vor, das Zeile für Zeile mit Informationen beschrieben wird. Teilnehmer A – Absender / Art der Transaktion (Geld, Verträge etc.) / Teilnehmer B – Empfänger. Jede Transaktion ist mit einer Art privatem Schlüssel hinterlegt, mit dem man detaillierte Infos „aufsperren“ kann. Die Besitzer dieses Schlüssels sind die beiden Parteien hinter dieser Transaktion. Sobald eine Information im Netzwerk vorhanden ist, kann diese nicht mehr verändert werden. Was liegt, das pickt, sozusagen. Soll eine Transaktion ergänzt oder adaptiert werden, geschieht dies bildlich gesprochen in einer neuen Zeile, die mit der ursprünglichen verknüpft und damit quasi dem Schlüsselbund hinzugefügt wird (Prinzip der Unveränderlichkeit und Transparenz).

wacht und von Banken legitimiert, sondern

Ist das virtuelle Blatt vollgeschrieben, wird es unter technologischer Höchstleistung zu einem „Block“ zusammengefasst und versiegelt. Dies erfolgt durch so genannte „Miner“, die dafür entsprechende Rechnerleistung zur Verfügung stellen. Und in vielen Fällen eine Gegenleistung bekommen. Man spricht auch von „token economy“, einer Art Belohnungssystem. Hat man den Code zur Verschlüsselung geknackt, bekommt man zum Beispiel einen Bitcoin.

es nicht darum, mit Kryptowährungen oder

Ist ein Block abgeschlossen, wird ein neuer begonnen. Ist auch dieser wieder befüllt und verifiziert, wird er wie bei einer Kette an den vorigen angehängt – daher Blockchain. All diese Komponenten zusammen, Dezentralität und Transparenz, machen die Technologie sehr sicher und damit so genannte Intermediäre, also all jene, die bis jetzt die Transaktionen begleiten und überwachen (etwa Banken, Notare, Anwälte), mehr oder minder überflüssig.

jeden Einzelnen also zur persönlichen Gret-

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eco.nova

von einem Netzwerk von so genannten Minern generiert. Das macht sie wertinstabil, weil das Angebot nicht auf die Nachfrage reagieren kann, sondern von einer Technologie gesteuert bzw. begrenzt wird. Das macht Bitcoins zu einem sehr ineffizienten Zahlungsmittel.“ Roman Beck relativiert: „Schlussendlich geht Blockchains ein bestehendes System zu ersetzen, sondern es in bestimmten Bereichen zu ergänzen. Dennoch können wir uns nicht gänzlich vor der Technologie verschließen.“ Der Einsatz von Kryptowährungen wird für chenfrage. Das größte Manko von Bitcoin & Co. ist, dass man sie nicht anfassen kann. Sie sind im wahrsten Sinne nicht greifbar. Deshalb wird uns die Skepsis durchaus noch eine Weile begleiten.


eco.zukunft

Mitarbeitersuche – quo vadis?

Die Suche nach neuen Mitarbeitern erfährt eine Revolution – deshalb ist es umso wichtiger, dass sich jeder Unternehmer seiner Rolle als Arbeitgeber bewusst ist. auf Augenhöhe mit ihrem Vorgesetzten, ernst

verstanden. Eine solche Unternehmenskul-

genommen und geschätzt werden. Zusätz-

tur schafft ein gutes Betriebsklima, Vertrauen

lich spielt die Vereinbarkeit von Beruf und

untereinander und ein gemeinsames Arbei-

Freizeit eine wichtige Rolle. Karrieremöglich-

ten am Erfolg. Dies ist der erste Schritt zur

keiten und Gehalt sind nicht unwichtig ge-

Marke „Arbeitgeber“ – ein Arbeitgeber, für den

worden, haben aber enorm an Bedeutung ver-

jeder gerne arbeitet!

loren. Dadurch haben sich die Anforderungen für Unternehmen wesentlich geändert. Jeder Arbeitgeber muss sich am Arbeitsmarkt laufend interessant präsentieren, um Mitarbeiter zu rekrutieren und sie zu halten. Um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, reicht Mag. Peter Hauser

D

es definitiv nicht (mehr) aus, ein paar Benefits zu bieten. Es bedarf einer Strategie, um

ie Verhältnisse am Arbeitsmarkt

im ersten Schritt eine eigene Unternehmens-

haben sich dramatisch verändert.

kultur zu schaffen. Unternehmen werden

Noch vor einigen Jahren bekam

geprägt von Werten, Kommunikation, dem

man als Unternehmer bei einer ausgeschrie-

Stellenwert der Mitarbeiter, Strukturen und

benen Stelle unzählige Bewerbungen. Heute

Regeln. Mitarbeiter sind das Kapital jedes

ist die Reaktion auf Stellenausschreibungen

Unternehmens. Wenn man sie mit dieser

bescheiden. Die Ursache liegt in einem Um-

Philosophie ins Unternehmen integriert und

denkprozess in der Gesellschaft. Für Mitarbei-

an das Unternehmen bindet und dadurch

ter ist es wichtig, dass der Job eine Wertigkeit

ein Miteinander entsteht, hat man die neu-

vermittelt, sie wollen eine Kommunikation

en Anforderungen an das Unternehmertum

HAUSER – EXTERNES BETRIEBSMANAGEMENT

kann dir genau bei diesem Thema helfen. Wir arbeiten mit dir gemeinsam daran, auch in Zukunft ein interessanter Arbeitgeber zu sein, denn die Veränderungen am Arbeitsmarkt und die neuen Entwicklungen (z. B. Digitalisierung) erfordern eine laufende Entwicklung deiner Marke, deines Unternehmens. Wer stehenbleibt, verliert den Anschluss – wir sorgen dafür, dass Stillstand keinen Platz in deinem Unternehmen hat! Besuche uns auf www.hauser-xb.at oder informiere dich telefonisch unter 0664/9627137! Wir freuen uns auf deinen Anruf! PROMOTION

Von der Logistikkauffrau bis zur Betriebselektrikerin

E

SPAR ist seit vielen Jahren Partner des Girls‘ Day in Tirol. Auch heuer konnten zwei Schülerinnen der Neuen Mittelschule Kundl einen Blick hinter die Kulissen des Tiroler Nahversorgers werfen und sich über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

in Unternehmen, das um die Wich-

SPAR in der Großhandelszentrale in Wörgl

tigkeit seiner Mitarbeiter weiß und

über 570 Mitarbeiter. Aktuell werden dort

selbst seit Langem erfolgreiche Ar-

auch 13 Lehrlinge ausgebildet, darunter zehn Mädchen.

beitgeber-Marke ist, ist SPAR. Der Tiroler Nahversorger ist unter anderem einer der größten und beliebtesten heimischen Lehr-

Zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten

lingsausbildner – auch und vor allem für

„Der Girls’Day bietet für Mädchen die Ge-

Mädchen. Neben der abwechslungsreichen

legenheit, eine Vielfalt von interessanten

Tätigkeit im SPAR-Supermarkt oder in der

Berufen im handwerklichen und techni-

SPAR-Zentrale stehen jungen Frauen auch

schen Bereich kennen zu lernen. SPAR un-

spannende Ausbildungsmöglichkeiten in

terstützt diese Initiative seit vielen Jahren

technischen Berufen offen.

und wir freuen uns, damit auch viele jun-

SPAR betreibt am Standort Wörgl eines der größten Hochregal-Lagerhäuser in Europa. Das Zentrallager ist die Herzkammer für die Versorgung der über 200 SPAR- und INTERSPAR-Märkte allein in Tirol, mit bei-

Girls' Day bei SPAR: Die beiden Schülerinnen Isabella Feiersinger (li.) und Bianca Thumer (re.) erhielten im SPAR-Zentrallager von Betriebslogistik-Lehrling Patrick Hechl einen Einblick in die umfangreiche Logistik des Lebensmittelhandels.

nahe 6.500 Produkten auf einer Fläche von

ge Frauen zu erreichen“, betont SPAR-Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher. Heuer waren die beiden Schülerinnen Isabella Feiersinger und Bianca Thumer zu Gast und wurden mit den technischen Einrichtungen eines Großhandelslagers sowie

22.000 Quadratmetern. Ein Team von ins-

Warenannahme und -kontrolle sowie Ver-

der dazu nötigen EDV-Unterstützung ver-

gesamt 30 Mitarbeitern kümmert sich um

sendung der Waren, insgesamt beschäftigt

traut gemacht. // www.spar.at PROMOTION

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71


eco.zukunft

Die Rache des Analogen Auf dem Weg zur digitalen Utopie geschieht etwas Eigenartiges: Wir entwickeln wieder eine Schwäche für analoge Produkte und Ideen, deren Überflüssigkeit die Techgurus bereits vor Jahren beschworen hatten. Branchen, die vor Kurzem noch altmodisch anmuteten – vom Plattenladen bis zum Buchhändler –, sind wieder auf dem Weg nach oben. Spiel, Satz und Sieg für die Haptik in einer Zeit, in der unsere Welt nur noch aus Nullen und Einsen zu bestehen scheint.

F

inden wir uns damit ab: Un-

che des Analogen erzählt aber eine andere

sere Welt wird sich dem-

Geschichte“, so Autor David Sax in seinem

nächst vollständig in Pixel

gleichnamigen Buch. Sein Buch zeigt, dass

auflösen. Wir kommuni-

der Prozess der technologischen Innovation

zieren mit Maschinen über

nicht ein langsamer Marsch vom Guten zum

Gesten und Sprache sowie Gesichtskont-

Besseren ist, sondern eher eine Versuchs-

rolle. Selbst Möbel lösen sich in virtuelle

reihe, bei der wir erkennen können, wer wir

Konzepte auf. Wir sitzen auf Illusionen und

sind und wie wir funktionieren. „Die Rache

trinken aus Projektionen. Umgeben von

des Analogen findet jetzt statt, eben genau

Bildschirmen, auf denen ein unendlicher

WEIL die digitale Technologie so verdammt

Strom von sinnlos gewordenen Informati-

gut geworden ist“, konstatiert Sax. Wir wol-

onen läuft. Und aus unseren Daten werden

len wieder zurück. Zumindest ein bisschen

immer schon unsere nächsten Bedürfnis-

und für kurze Zeit.

se herausgelesen ... Schreiben die Vordenker

Echte Produkte zum Anfassen gewinnen

des Zukunftsinstitutes in ihrem „Zukunfts-

wieder an Wert. Sax’ Buch offenbart dabei,

report 2018“. Doch schnell wird klar, dass der

dass eine durch und durch digitale Existenz

Beitrag eine ganz andere Richtung nimmt.

wenig erstrebenswert und eine Zukunft in

Denn mitten in der Digitalisierung kehrt das

der wirklichen Welt für uns alle attraktiv ist.

Sinnliche, Dingliche, das Anfassbare und

So viele Vorteile die moderne Technik bringt,

Haptische, das Konkrete zurück. Im Real Life

so schön ist es, auch mal ohne sie zu sein.

vollzieht sich also gerade ein massiver Ge-

Von jedem jungen, hippen Neugründer wird

gentrend. Bezieht man diese These auf den

heute erwartet, dass er the next big thing

vorangegangen Artikel, so wird der gute alte

auf den Markt bringt, die nächste großar-

Euro die Bitcoin wohl überleben.

tige App erfinden würde, doch die meisten

Anfassen erlaubt!

Geschäfte, die in unserem Leben eine Rolle spielen, verkörpern tatsächlich etwas völlig

„Noch bis vor kurzer Zeit schien es so, dass

anderes. Meist sind es Orte mit Wänden und

das Schicksal von etwas besiegelt war, wenn

Fenstern, die Dinge zum Anfassen verkau-

es nicht digitalisiert werden konnte. Die Ra-

fen. Schallplatten zum Beispiel.

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eco.nova

Echte Produkte zum Anfassen gewinnen wieder an Wert – Schallplatten zum Beispiel.


eco.zukunft

„WEIL DAS DIGITALE ALLGEGENWÄRTIG IST, SEHNEN WIR UNS NUN NACH ERFAHRUNGEN, DIE HAPTISCHER UND MEHR AUF DEN MENSCHEN AUSGERICHTET SIND.“ Aus: Die Rache des Analogen

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eco.zukunft

Vinylschallplatten hatten viele Nachteile, beschreibt es Sax. Sie waren groß und schwer, außerdem war deren Oberfläche empfindlich. Sie bekam mit der Zeit Kratzer, die die Nadel springen ließen. Platten zogen Staub an und luden sich elektrisch auf, sie nahmen in Geschäften und zuhause viel Platz ein und schmolzen in der Sonne. In einem Auto konnte man sie nicht abspielen, vom Joggen mit Schallplatte wollen wir gar nicht reden (allerdings joggte damals auch noch niemand). Im Jahr 1979 brachte Sony seinen ersten tragbaren Kassettenrekorder heraus und dann ging es plötzlich ganz schnell. Die Schallplatte wurde zu Grabe getragen. Bis jetzt. Vinyl feiert sein Comeback und hat sich zwischenzeitlich wieder einen beachtlichen Teil des Tonträgermarktes gesichert. (Wenn Sie Platten mögen, sei Ihnen an dieser Stelle der Musikladen am Innsbrucker Sparkassenplatz empfohlen!) Auch Fotokameras erobern Marktanteile zurück und das, obwohl fast jedes Smartphone mittlerweile tolle Bilder macht. Selbst Lomos werden wieder ausgegraben. Und auch die Zukunftsblicker merken: „Bibliotheken, erbaut in schönstem Design, erleben einen Boom. Selbst der Handel lernt allmählich, dass die ‚Amazonisierung’ nicht das Bedürfnis nach sinnlichen Einkaufswelten abschafft – sondern im Gegenteil sogar ver-

Druck-Erzeugnisse kosten Geld und brau-

löst die Probleme, die digitale Herausgeber

stärkt“, heißt es im Zukunftsreport. Uns ge-

chen viel Platz. Eine digitale Publikation er-

umtreiben, mit Engagement und Attrakti-

fällt zum Beispiel liber wiederin in der Inns-

fordert keine materiellen Ressourcen, keine

vität und falls die Erfindung in umgekehr-

brucker Erlerstraße sehr.

Menschen, die sie ausliefern, und nimmt au-

ter Reihenfolge aufgetreten wäre, hätte man

In diesem Zusammenhang freuen wir uns

ßerdem keinen Platz weg. Eine digitale Pub-

leicht Print als die wahrhaft revolutionäre

persönlich natürlich so richtig, dass David

likation macht keinen Müll und ist entweder

Technologie bezeichnen können.“ Wir sagen:

Sax auch dem Print ein Comeback vorher-

gratis oder absurd billig. Wenn man das al-

Danke für diese Erkenntnis.

sagt. „Printpublikationen sind in der Pro-

les weiß, warum sollte man sich überhaupt

Allen Freunden des Papiers möchten wir

duktion und im Vertrieb teurer als digitale

noch für Print entscheiden?“, fragt Sax. Und

hier auch das zauberhafte Papierwerk 32

Formen. Wenn man eine Zeitschrift, eine Zei-

gibt auch gleich die Antwort: „Es wurde zu-

von Gerda Wachter ans Herz legen. In der

tung oder ein Buch an den Leser ausliefert,

nehmend deutlich, dass bei dem angeblichen

Innsbrucker Mariahilfstraße zelebriert sie

braucht man dafür Bäume, Papierfabriken,

Siegeszug der digitalen Erzeugnisse die nied-

die hohe Kunst des Papierschöpfens. „Nicht

riesige Druckerpressen, ganze Fuhrparks, La-

rigen Kosten und die direkte Lieferung nicht

jeder braucht handgeschöpftes Papier“, ist

gerhallen, Briefträger und Geschäfte.

der Schlüssel zum Erfolg sind. Das Analoge

sich Wachter im Klaren darüber, dass sie mit ihrem Handwerk eine kleine Nische besetzt.

„WENN ICH MEINE TOCHTER SEHE, WIE SIE ABENDS MIT DERSELBEN LIEBE ZU GEDRUCKTEM ZU IHREM BÜCHERREGAL LÄUFT, UM SICH EINE GUTENACHTGESCHICHTE AUSZUSUCHEN, IST MEIN GLAUBE AN DIE MENSCHHEIT WIEDERHERGESTELLT.“ David Sax in „Die Rache des Analogen“

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eco.nova

„Aber ich war von Anfang an überzeugt, dass ich es schaffen kann, wenn ich Qualität und außergewöhnliche Produkte biete.“ Bis heute hat sie ihren Schritt nicht bereut, im Gegenteil: Nach wie vor liebt sie ihr Handwerk, an dessen Grenzen sie noch lange nicht gestoßen sein wird, so umfangreich ist es.

Totgesagte leben länger Buchhandlungen waren nebst Plattenläden wohl die ersten unter den Einzelhändlern, denen der Aufstieg digitaler Technologien zu schaffen machte. Buchhändler waren das


eco.zukunft eco.zukunft

Digitalisierung ganzheitlich betrachtet

© FH KUFSTEIN TIROL

In vier* Masterstudiengängen vermittelt die FH Kufstein Tirol digitale Kompetenzen und macht Fachkräfte für Unternehmen unverzichtbar. Ein Interview mit Geschäftsführer Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch. Im Herbst starten Sie den neuen Masterstudiengang Data Science & Intelligent Analytics vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria. Wie wichtig ist der Blick auf Daten? Daten sind unverzichtbar für die Wirtschaft, immer wieder lese ich von Vergleichen mit Gold oder Öl. Ein Blick auf die Verkaufszahlen verrät uns, welche Kunden morgen ein neues Auto kaufen. Die Informationen eines Vibrationssensors können warnen, bevor eine Produktionsanlage wegen eines Schadens ausfällt. Gut ausgebildete Data Scientists stellen diese häufig noch unsichtbaren Zusammenhänge her. Welche Synergien sehen Sie zwischen dem neuen und bereits bestehenden Studiengängen? Seit zehn Jahren bilden wir Fachkräfte im Bereich der Digitalisierung aus. Unser erster Studiengang in diesem Zusammenhang war der Masterstudiengang ERP-Systeme & GeschäftsprozessmaBibliotheken, erbaut in schönstem Design, erleben gerade einen Boom.

nagement. Die Studierenden lernen Prozesse effizient zu gestalten und erwerben so Kenntnisse in der Automatisierung und Digitalisierung. Unsere Erfahrung und unser Know-how sind seitdem stetig gewachsen. Auch in unserem IT-Studiengang Web Communication & Information Systems und im jüngsten Angebot Smart Products & Solutions, in dem Studieren-

Synonym eines langsamen Todes. Amazon wurde zum

de die Vernetzung von Produkten betrachten, wird der Umgang mit Daten

Vorreiter, der die endlose Macht und Schnelligkeit des

behandelt. Da deren Bedeutung aber rasant zunimmt, halten wir einen ei-

Onlinehandels verkörperte. Begonnen hat es mit Bü-

genen Studiengang für notwendig, der sich darauf konzentriert.

chern, heute bekommt man dort quasi alles. Es war eine Revolution im E-Commerce. Doch was hat Amazon

Sie sagen, dass die Kufsteiner Fachhochschule die Digitalisierung jetzt

gemacht: einen stationären Laden eröffnet. „Auf dem

ganzheitlich betrachten kann. Sind Sie hier auf dem richtigen Weg?

Weg zur Beerdigung des Buchhandels passierte etwas

Absolut. Wir haben für Data Science & Intelligent Analytics bereits die

Komisches. Entgegen sämtlichen Prognosen ging es mit

Zusage vom Ministerium, vorbehaltlich der Akkreditierung. Dass auf

Buchgeschäften wieder bergauf. Nach dem Tiefpunkt

dem Arbeitsmarkt aber insbesondere Kompetenzen zur Digitalisierung

zur Zeit der Weltwirtschaftskrise stiegen die Verkaufs-

fehlen, bestätigt uns die Studie „Digitale Agenda 2020“ des IT-Dienstleis-

zahlen wieder kontinuierlich“, so Sax. Und was noch viel

ters DXC Technology. 500 befragte Unternehmensverantwortliche in der

wichtiger ist: Die Zahl der Buchhändler stieg wieder.

DACH-Region sehen einen wichtigen Stolperstein für die Umsetzung di-

Es ist vor allem die Bequemlichkeit und auch ein Stück

gitaler Projekte in technischen Aus- und Weiterbildungslücken der Mitar-

weit der Preis, die Internetshopping haben so stark wer-

beiter sowohl für die Industrie als auch für den Handel.

den lassen. Doch in stationären Geschäften erlebt der Kunde etwas, das das Internet nur schwerlich bieten

Ihre Zielgruppe ist berufstätig. Wie lässt sich ein Masterstudium mit

kann. Emotion und Menschlichkeit. In einem Geschäft

dem Job vereinbaren? Die angesprochenen Studiengänge sind alle be-

bietet man dem Kunden so viele Berührungspunkte, die

rufsbegleitend. Die Lehrveranstaltungen finden freitags und samstags

sich auf einer Website nicht transportieren lassen. Au-

sowie teilweise auch online statt. Das erlaubt es den Studierenden, nicht

ßerdem tut gerade an Tagen, die man quasi arbeitend

nur unter der Woche zu arbeiten, sondern erleichtert es auch, Studium

hinter Computern verbringt, sozialer Kontakt gut. Und:

und Familie miteinander zu verbinden. Trotzdem sammeln sie aber in-

physisches Einkaufen hat einen klaren haptischen Vor-

ternationale Erfahrungen. Neben englischsprachigen Lehrveranstaltun-

teil. Auf einem iPad kann man weder einen Pulli berüh-

gen bekommen sie in einer integrierten Studienreise ins Ausland und

ren noch eine Cantaloupe-Melone riechen, um heraus-

bei Besuchen international tätiger Unternehmen neue Eindrücke und

zufinden, ob sie reif ist. Sax: „Bei E-Commerce geht man

Perspektiven. // www.fh-kufstein.ac.at

davon aus, dass all diese Faktoren letztlich unwichtig

*Data Science & Intelligent Analytics vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

eco.nova eco.nova

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eco.zukunft

Auch Fotokameras erobern Marktanteile zurück, und das, obwohl fast jedes Smartphone mittlerweile tolle Bilder macht. Selbst Lomos werden wieder ausgegraben.

seien. Die Kunden wären schlau und die Gesetze der kapitalistischen Marktwirtschaft würden immer denjenigen zum Sieger erklären, der die besten Preise und die größte Auswahl anbietet, unabhängig von so Kinkerlitzchen wie schönen Geschäften, Verkäufern oder Merchandising. Weil Kunden immer häufiger per Computer einkaufen, würden

„DAS REIZVOLLE AN PRINT IST, DASS ES EBEN NICHT DAS INTERNET IST.“

Tom Bodkin, Kreativdirektor der New York Times

Arbeit nach und nach ersetzt würden oder einfach verschwänden. Nix da! Wir brauchen immer noch physische Dinge und Menschen, die sie produzieren. Darauf dürfen wir nicht vergessen. Wir stecken aktuell viel Geld in Jobs in der Technologiebranche und vergessen auf Menschen, die Dinge bauen. Weitergesponnen zieht sich der Trend auch tief in den persönlichen Bereich. Vieles ma-

die Überbleibsel der alten Einkaufskultur, also reale Geschäfte, verschwinden und das

sie werden Ihnen abgehen, wenn sie nicht

chen wir gerne wieder selbst. Brot. Pullover.

digitale Shopping mit seinen Vorteilen bei

mehr da sind!

Bettina Wenko etwa, Macherin hinter dem

Auswahl, Preis und Infrastruktur endgültig

neuen Wundervoll in Innsbruck, hat das

triumphieren. Diese Annahme ist falsch.“ Im

Do it yourself

Internet kann man dem Kunden nicht ein-

Nicht nur Gerda Wachter weiß, dass hoch-

zeigt sie zum Beispiel auf Facebook, wo sie

fach eine Kostprobe über den Tresen reichen,

wertiges Handwerk Zukunft hat. Ganz gene-

unter „The Knitting me“ zu Gast ist – gleich-

ihm ehrlich die Meinung sagen oder auch

rell erlebt die Zunft aktuell ihren Rachemo-

zeitig unser digitaler Analogtipp. Und wenn

mit ihm flirten. E-Commerce ist schlicht eine

ment. Egal, auf welche Bereiche die digitale

wir mal in aller Ruhe die Seele baumeln las-

Plattform für das Angebot von Waren und

Wirtschaft Anspruch erhob, die alteingeses-

sen möchten, gehen wir zu Joul’s in seine

Dienstleistungen. Kunden brauchen aber

senen analogen Akteure hatten Schwierig-

Kaffeesiaderei in Innsbruck und trinken ei-

manchmal eben Hilfe, einen Stups, Inspira-

keiten, nachzuziehen. Digitale Technologie

nen Filterkaffee. Wenn Sie es uns gleichtun,

tion. Deshalb hat – wenn auch E-Commerce

steht auf einer Stufe mit der Erfindung der

empfehlen wir die Lektüre des Sax’schen Bu-

weiterhin eine wesentliche Rolle spielt und

Dampfmaschine, Elektrizität und Telekom-

ches (Die Rache das Analogen, Residenz Ver-

vermutlich auch zunehmen wird – der stati-

munikation. Zudem wird stillschweigend da-

lag, 316 Seiten, EUR 24,00). Das gibt’s grotes-

onäre Handel durchaus seine Berechtigung.

von ausgegangen, dass analoge wirtschaft-

kerweise auch als E-Book, macht in seinem

Deshalb: Unterstützen Sie heimische Läden.

liche Aktivitäten und die damit verbundene

knalligen Türkis aber auch optisch was her.

76

eco.nova

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eco.zukunft

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eco.nova

77


eco.zukunft

TOP COMPANY AWARD

Geben und Nehmen Bereits zum dritten Mal verlieh Business Pool, der Experte in Sachen Personal- und Organisationsentwicklung, den Top Company Award in Tirol.

Im Beisein von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (li.) ging der Top Company Award an den Alpengasthof Grüner (3. Platz), das Hotel Lenz (Sieger) sowie das Bergland Design- und Wellnesshotel (2. Platz). Rechts: Günther Wurm, Geschäftsführer Business Pool Austria.

W

ill man den Top Compa-

„Da wir ein Familienbetrieb sind, finde ich es

ganz entscheidend – von gegenseitiger Wert-

ny Award gewinnen, hän-

toll, dass wir nach wie vor alles gemeinsam

schätzung und Verständnis geprägt ist. „Im

gen die Trauben besonders

machen. Mein Bruder ist in der Küche tätig“,

Tourismus ist es mit Abend- und Wochenend-

hoch, denn die Besten der Besten in den vier

sagt Andreas Lenz.

diensten sowie Feiertagen nicht immer leicht.

Kategorien Hotel & Tourism, Small Enterpri-

Ein funktionierendes familiäres Umfeld ist

Wir bemühen uns, für jeden Mitarbeiter die

ses, Medium Enterprises und Large Enter-

zweifellos auch atmosphärisch von großem

bestmögliche Lösung zu finden, um ein gu-

prises werden nicht etwa von einer Fachjury

Vorteil. Passt die Atmosphäre, arbeitet man

tes Arbeitsklima zu schaffen“, führt der Chef

gekürt, sondern von den Mitarbeitern selbst.

bedeutend lieber. „Ohne gute Mitarbeiter

aus, der sein Hotel vom Saison- zum Ganz-

Wer die zufriedensten Mitarbeiter hat, ge-

funktioniert es einfach nicht, und das müs-

jahresbetrieb machen und kontinuierlich auf

winnt. In der ersten Kategorie „Hotel & Tou-

sen wir schätzen“, meint Andreas Lenz. Seni-

eine Fünf-Tage-Woche für seine Mitarbeiter

rism“ war das heuer das Hotel Dorfwirt Lenz

orchef Emil Lenz erinnert an die wichtigsten

umstellen will. „Das ist die Zukunft, genauso

in See im Paznaun erfolgreich. Auf den Plät-

Tugenden, die er immer an seinen Mitarbei-

wie flexible Arbeitszeiten. Geben und Neh-

zen ist das Ötztal stark vertreten. So konnten

tern geschätzt hat und die nach wie vor ge-

men ist unser Motto.“ Das kann auch Busi-

sich die weiteren Podestplätze das Hotel Ber-

fragt sind: „Pünktlich, gewissenhaft und ehr-

ness-Pool-Geschäftsführer Günther Wurm

gland Falkner aus Sölden und der Alpengast-

lich. Das war das Wichtigste und hat immer

bestätigen: „Es gibt verschiedene Stellhebel,

hof Grüner, ebenfalls aus Sölden, sichern.

gut geklappt.“

um Mitarbeiter an den eigenen Betrieb zu

Regina Juen arbeitet seit mehr als 30 Jah-

binden. Diese gehen von unterschiedlichen

ren in der Küche des Hotels. Und noch im-

Arbeitszeitmodellen über Wertschätzung der

Nirgends sind die Mitarbeiter zufriedener

mer gerne. Woran das liegt? „Sie sind nett zu

Mitarbeiter, Entwicklungsmöglichkeiten und

als im 4-Sterne-Hotel, das von Andreas Lenz’

mir. Wenn ich etwas brauche, bekomme ich

Nutzung der hauseigenen Infrastrukturen

Eltern als Kaffeehaus gegründet und im

es auch retour. Und ich mache die Arbeit sehr

bis hin zu Zusatzleistungen.“ Generell ortet

Laufe der Zeit sukzessive zum Hotelbetrieb

gern“, erzählt sie. „Alle haben ein offenes Ohr,

Wurm in der Branche eine gestiegene Sensi-

ausgebaut wurde. Gerade im Tourismus ist

wenn einmal etwas sein sollte“, sagt auch Re-

bilität für die Bedürfnisse der Mitarbeiter.

das Thema Mitarbeiter seit langer Zeit vi-

gina Ehrenbürger, die diese Eigenschaft an

Denn ohne gute Mitarbeiter kann man im

rulent, gesucht wird in der Regel fast über-

ihrem Arbeitgeber besonders zu schätzen

Tourismus selbst mit der besten Hardware

all „händeringend“, wie es so schön heißt.

weiß. Es ist ein Geben und Nehmen, das –

nicht auf Dauer bestehen.

Pünktlich, gewissenhaft, ehrlich

78

eco.nova


eco.zukunft

ECO.MMENTAR

r, Stark, mehr Ausdaue schnellere Erholung? Die täglichen Belastungen für unseren Körper sind oft enorm. Zu viel Druck, wenig Schlaf, Alkohol oder unregelmäßige Ernährung vermindern unsere Leistungsfähigkeit. Für Sportler ist die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln inzwischen selbstverständlich – es kann aber für jeden von Vorteil sein, ganz gezielt zu verschiedenen Präparaten zu greifen.

Unterversorgung macht schlapp Wir sind bei der Mikronährstoffaufnahme teilweise weit entfernt von einer bedarfsgerechten Versorgung unseres Körpers. Die Folgen können dramatisch sein: So läuft die Energieproduktion

why not study at the top?

nicht ohne ausreichend B-Vitamine ab und die Muskelkontraktion kann ohne Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium nicht stattfinden. Nerven brauchen hochwertige Fettsäuren, Knochen Vitamin D, Vitamin K und Kalzium. „Bei aktiven Männern wird oft der Magnesium- und Kaliumbedarf unterschätzt. Ohne optimale Versorgung kann keine zufriedenstellende Leistung abgerufen werden“, so Hannes Koller von der Tivoli Apotheke Innsbruck.

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ter Univ.-Prof. Dr. Harald Stummer die Ergebnisse zusammen. Gute Berufsaussichten attestiert die Hälfte der befragten Gesundheitsexperten auch Ab-

Gesundes Potenzial Im Rahmen einer Studie hat das Institut für Management und Ökonomie im Gesundheitswesen (IMÖG) der Tiroler Health and Life Sciences Universität UMIT den Bedarf von Betriebswirten im Gesundheitswesen erhoben.

D

solventen von Studiengängen, die die klassische Betriebswirtschaft mit den Besonderheiten des Gesundheitswesens verbinden. Hier gibt es einiges an Potential. „Vor allem die Organisation in berufsbegleitenden Studienformaten wird dabei favorisiert. Regelmäßige Blockveranstaltungen kombiniert mit onlinebasiert vermittelten Lerninhalten sind besonders attraktiv“, weiß Masè. Als moderne Gesundheitsuniversität hat sich die UMIT in Hall in Tirol auf die neu-

ie Quintessenz der Studie gleich

en Berufs- und Forschungsfelder und damit

vorneweg: Betriebswirte sind ge-

auch auf die aktuellen Herausforderungen

fragt wie nie! 64 Prozent der be-

im Gesundheitswesen und der Technik spe-

fragten 42 kaufmännischen Direktoren

zialisiert. Mit den Themenschwerpunkten

von Krankenhäusern, Krankenkassen und

Mechatronik, Medizintechnik, Medizinische

Reha-Zentren, Heimleiter von Pflegeheimen

und Biomedizinische Informatik, Psycho-

sowie Gesundheits- und Medizinunterneh-

logie, Physiotherapie, Gesundheitswissen-

men aus der Privatwirtschaft vor allem aus

schaften, Pflegewissenschaft und Geronto-

Tirol, aber auch aus Vorarlberg und Süd-

logie, ergänzt durch Universitätslehrgänge,

tirol waren sich einig, dass die momentanen

bietet die UMIT ein qualitativ hochwertiges

Chancen für Betriebswirte, im Gesundheits-

universitäres Bildungs- und Weiterbildungs-

wesen Fuß zu fassen, „gut“ bis „sehr gut“

angebot in jenen Bereichen an, die sich im

sind. Beinahe 67 Prozent gehen davon aus,

modernen Gesundheitswesen und in der

dass der Bedarf weiter steigen wird. „Die Stu-

Technik als von zunehmend größerer Bedeutung erwiesen haben. Im Rahmen von

dienteilnehmer haben klar bestätigt, dass die Gesundheitsbranche immer wichtiger wird und es hier großes Potential für Betriebs-

Studienautor und IMÖG-Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Harald Stummer

nationalen und internationalen Forschungsprojekten konnte sich die UMIT in den vergangenen 15 Jahren höchste Reputation als

wirte gibt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass diese nicht nur gut mit Zahlen

auf Pflegeheime zu, wo tagtäglich Ausnah-

universitäre Forschungseinrichtung erwer-

umgehen können und fachlich kompetent

men gemacht werden müssen, um die Be-

ben. Die Universität befindet sich zu 90 Pro-

sind, sondern dass sie auch soziale Kompe-

dürfnisse der Heimbewohner bestmöglich

zent im Besitz des Landes Tirol und zu zehn

tenz mitbringen und den Menschen in den

zu erfüllen“, fassen die beiden Studienauto-

Prozent im Besitz der Leopold-Franzens-Uni-

Mittelpunkt stellen. Dies trifft insbesondere

ren Matthäus Masè und IMÖG-Institutslei-

versität Innsbruck. // www.umit.at

80

eco.nova


promotion

Erfolgsmodell Lehre und Matura Das Land Tirol unterstützt seit 2008 das Projekt „Lehre und Matura“. Bereits 827 Lehrlinge gehen mit der allgemeinen Hochschulreife doppelt sicher in die Zukunft.

T

irol genießt international große

führt. Dabei kann zwischen einem „beglei-

Praxis im Betrieb mit der schulischen Vor-

Anerkennung als idealer Wirt-

tenden Modell“ und einem „integrierten

bereitung auf die Matura. Die Jugendlichen

schaftsstandort. Eine wichtige

Modell“ gewählt werden. „Lehre und Matu-

können damit höherqualifiziert und dop-

ra“ kombiniert die Lehrausbildung in der

pelt sicher in die Zukunft starten.

Rolle spielen dabei hoch motivierte und bestens qualifizierte Fachkräfte. Bisher konnten sich Jugendliche entweder für eine Lehrausbildung oder eine rein schulische Ausbildung entscheiden. Durch das Modell „Lehre und Matura“ ist es gelungen, dass eine Lehre und eine höhere schulische Ausbildung einander nicht mehr ausschließen. „Lehre und Matura“ verbindet seit 2008 eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife und wird gerade auch durch die Unterstützung des Landes kostenlos angeboten. Bereits 827 Lehrlinge (313 Frauen, 514 Männer) gehen nunmehr doppelt sicher in die Zukunft. Sie konnten erfolgreich neben ihrer Berufsausbildung die Maturaprüfung ablegen. In Tirol wird die Ausbildung „Lehre und Matura“ vom WIFI und vom BFI durchge-

ALLGEMEINE INFORMATION

Die Matura wird in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und dem Fachbereich abgelegt. Der Fachbereich richtet sich nach dem Lehrberuf.

MODELLE

• Integriertes Modell: Das integrierte Modell ist Bestandteil des Lehrverhältnisses und muss mit dem Lehrbetrieb abgeklärt sein. Der Unterricht findet bei diesem Modell einmal pro Woche am Vormittag oder Nachmittag statt. • Begleitendes Modell: Im begleitenden Modell findet der Unterricht in der Freizeit statt. Damit ist der Unterricht unabhängig vom Lehrbetrieb und es gibt keine Überschneidungen mit dem Berufsschulunterricht.

KOSTEN

Die Finanzierung des Ausbildungsmodells „Lehre und Matura“ erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) mit Unterstützung des Landes Tirol. Damit können diese Kurse vom BFI Tirol und WIFI Tirol für Lehrlinge kostenlos angeboten werden. www.tirol.gv.at/lehre-und-matura

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mit zwei ausbildungen doppelt sicher in die zukunft. Lehre & Matura verbindet eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife. In Tirol wird dieses Angebot vom WIFI und vom BFI durchgeführt. Mehr Informationen unter: www.tirol.gv.at/lehre-und-matura

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Geld

Finanzieren & Versichern

wartschaftsberechtigten hält und verwaltet (offene Verwaltungstreuhand). Die BV-Kassen dürfen nur das BV-Kassengeschäft und das Zukunftsvorsorgegeschäft ausüben. Bei der so genannten „Zukunftsvorsorge“ handelt es sich um das staatlich geförderte Modell einer privaten Zusatzpension mit Prämie. Die Zukunftsvorsorge ist vom Konzept her eine Weiterentwicklung der im Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) geregelten „Abfertigung NEU“.

Beaufsichtigung und statistische Meldepflicht Das Betriebliche Vorsorgekassengeschäft ist ein Bankgeschäft, somit sind diese Kassen aufgrund von § 1 BWG (Bankwesengesetz) Kreditinstitute. BV-Kassen unterliegen daher der Aufsicht der Finanzmarktaufsichtsbe-

Finanzstatistik – einfach erklärt Betriebliche Vorsorgekassen

hörde (FMA). Der Gesetzgeber hat diese Konstruktion gewählt, da große Veranlagungsvolumina zur Veranlagung kommen und deshalb ein hohes Maß an Transparenz und Insolvenzschutz zu gewährleisten ist. Wie al-

Im Rahmen der Neugestaltung des österrei-

und nicht mehr gegenüber dem Arbeitgeber.

le anderen Kreditinstitute haben BV-Kassen

chischen Abfertigungssystems kam es im

Von Seiten der Arbeitgeber brauchen keine

ab Konzessionserteilung durch die FMA die

Jänner 2003 zur Einführung der „Abferti-

Abfertigungsrückstellungen mehr gebildet

Meldungen gemäß BWG an die Oesterreichi-

gung NEU“. Aufgrund dessen ergab sich die

werden und mit der Zahlung der Beiträge an

sche Nationalbank zu erstatten.

Einrichtung von so genannten „Mitarbeiter-

die BV-Kassen ergeben sich für Arbeitgeber

Die von der OeNB erhobene Betriebliche

vorsorgekassen“. Seit Jänner 2008 werden

auch sonst keine weiteren Verpflichtungen.

Vorsorgekassenstatistik für Eigenmittel und

auch die rund 500.000 selbständigen Er-

Nach mehr als dreizehn Jahren Geschäfts-

Veranlagungen basiert auf einer Reihe von

werbstätigen, freien Dienstnehmer, Freibe-

tätigkeit sind mittlerweile rund 998.000

gesetzlichen Grundlagen. Für die Meldung

rufler und Land- und Forstwirte in das Sys-

Beitrittsverträge zwischen den acht BV-Kas-

der Eigenmittel- und Veranlagungsvorschrif-

tem der „Abfertigung NEU“ miteinbezogen.

sen und den Unternehmen abgeschlossen.

ten gelten im Besonderen das Betriebli-

Durch die Umgestaltung des Systems wurde

che Mitarbeiter- und Selbständigenvorsor-

chen Vorsorgekasse“ (BV-Kassen oder BVK)

Aufgaben der betrieblichen Vorsorgekassen

ausgebaut. Im Zuge dessen wurden auch die

Betriebliche Vorsorgekassen sind rechtlich

ff Einkommensteuergesetz (EStG) 1988. Au-

rechtlichen Grundlagen umbenannt. Das

selbständige Institutionen, die berechtigt

ßerdem dient die Betriebliche Vorsorgekas-

BMVG wurde zum BMSVG (Betriebliches

sind, Abfertigungsbeiträge hereinzunehmen,

sen-Quartalsausweisverordnung (BVQA-V)

Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgege-

zu verwalten und zu veranlagen. Sofern das

als gesetzliches Instrument zur Überprü-

setz), das mit 1. Jänner 2008 in Kraft getreten

Arbeitsverhältnis länger als einen Monat

fung der Einhaltung der Eigenmittel- und

ist, die 2. MIQA-VO wurde zur BVQA-V (Be-

dauert, hat der Arbeitgeber für den Arbeit-

Veranlagungsvorschriften, sie wird von der

triebliche Vorsorgekassen-Quartalsausweis-

nehmer ab dem Beginn des Arbeitsverhält-

FMA erlassen.

verordnung).

nisses einen laufenden Beitrag in Höhe von

Die Meldung zur Überprüfung der Eigenmit-

1,53 Prozent des monatlichen Bruttoentgelts

tel- und Veranlagungsvorschriften muss vier-

sowie allfälliger Sonderzahlungen an den für

teljährlich (Quartalsausweis) an die Oesterrei-

Sinn und Zweck der Errichtung der betriebli-

den Arbeitnehmer zuständigen Träger der

chische Nationalbank erbracht werden. Die

chen Vorsorgekassen ist die Auszahlung von

Krankenversicherung zur Weiterleitung an

Meldungen sind gemäß der in der BVQA-V

Abfertigungen an Anwartschaftsberechtigte.

die BV-Kasse zu überweisen. Die der Kasse

vorgesehenen Gliederung in elektronischer

Der gesetzlich vorgesehene Abfertigungsan-

überwiesenen Beiträge stehen im Eigentum

Form zu übermitteln.

spruch besteht daher gegenüber der BV-Kasse

der Kasse, die diese treuhändig für die An-

die Mitarbeitervorsorgekasse zur „Betriebli-

Abfertigung NEU bei Angestellten

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eco.nova

gegesetz (BMSVG), das Bankwesengesetz (BWG) und die Bestimmungen der §§ 108h

// QUELLE: OESTERREICHISCHE NATIONALBANK


eco.geld

MUT ZUR VERÄNDERUNG Laut einer neuen Wohnstudie, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut IMAS für Erste Bank und Sparkassen, wünscht sich die Hälfte aller Österreicher eine Veränderung ihrer Wohnsituation und sogar jeder Fünfte (20 Prozent) hat in nächster Zukunft Bau- oder Renovierungspläne. Mehr als die Hälfte davon braucht eine Finanzspritze. „Unsere Experten schätzen den Fremdfinanzierungsbedarf für sanierungsbedürftige Privatimmobilien in den nächsten zehn Jahren auf knapp sechs Milliarden Euro. Wer einen Kredit benötigt, sollte bald handeln. Wir gehen davon aus, dass spätestens 2019 wieder Bewegung in den Zinsmarkt kommt. Deshalb raten wir zu Fixzinsen“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Österreich. Und gerade weil die Niedrigzinsphase nicht mehr ewig dauern wird, ziehen viele ihre geplanten Bau- oder Renovierungsarbeiten vor. Bei der Finanzierung erwarten Kunden vor allem eine schnelle Ent-

GELDANLAGE ZUM ANFASSEN

scheidung von der Bank. Erste Bank und Sparkassen garantieren

Nirgends ist der Satz „Zeit ist Geld“ so zutreffend wie bei der

deshalb ab sofort eine Kreditentscheidung für Wohnfinanzierun-

Geldanlage. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem Thema ausein-

gen innerhalb von 24 Stunden. „Durch ein neu entwickeltes Tool,

anderzusetzen und schon früh den Vermögensaufbau zu struk-

welches den Entscheidungsprozess durch technische Prüfung der

turieren. Österreicher gelten dabei generell als Sparweltmeister.

Risikorichtlinien unterstützt, ist diese kurze Zeitspanne möglich“, so

Im Schnitt legen wir im Jahr rund 14 Prozent des verfügbaren

Schaufler. In der Vergangenheit dauerte die Prüfung der Kreditwür-

Haushaltseinkommens zur Seite. Nach Ansicht vieler Experten

digkeit bis zu zwei Wochen.

rangieren wir jedoch ganz weit hinten, wenn es um die Art und Weise geht, wie wir sparen. Die meisten gehen auf Nummer sicher und setzen auf Bewährtes wie das Sparbuch – und damit auf eine Anlageform, die im Niedrigzinsumfeld kaum noch Ertrag erwirtschaftet. Den Anlegern ist die Tragweite ihrer Entscheidung häufig nicht klar. „Geld anlegen ist ein kompliziertes Thema. Zu viele Menschen wissen zu wenig darüber und haben auch kein Interesse, sich damit zu befassen. Das ist schade, denn es geht um ihren künftigen Lebensstandard“, sagt Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol. Deshalb geht die Erlebnisausstellung „Geldanlage“ in der Volksbank Tirol wieder on tour und versucht, mit verschiedenen Exponaten das Thema Geldanlage spielerisch zu vermitteln. Weil man Finanzthemen einfach besser begreift, wenn man sie tatsächlich auch anfassen kann. Die Ausstellung in der Volksbank-Hauptgeschäftsstelle Kufstein läuft noch bis 29. Juni, in Landeck ist sie schließlich vom 9. Juli bis 17. August zu Gast.

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eco.geld

Privatsache Als gelernter Österreicher redet man ungern ßber Geld. Wenn man welches braucht, sowieso, aber auch, wenn man welches hat. Wichtig ist es indes in beiden Fällen.

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eco.geld

G

eld hat es gerne dunkel, sagt man. Und wahrer Luxus ist selten laut. Tatsächlich ist es so, dass Menschen, die über über-

durchschnittlich viel Geld verfügen, das in der Regel nicht offensichtlich nach außen tragen. Es mag Statussymbole geben, doch selbst die schreien nicht. Auch in der Bankberatung gehen vermögende Kunden eigene Wege. Meist führen diese ins Private Banking.

Dienst am Kunden Private Banking ist eine Dienstleistung im wahrsten Sinne, denn Private Banker leisten überdurchschnittlichen Dienst am Kunden. Das Modell des Private Bankings stammt wohl am ehesten vom alten „banquier pri-

DER MEHRWERT DES PRIVATE BANKINGS ERGIBT SICH DARAUS, DASS MAN MIT EINEM – EBEN SEINEM – BANKER ALLES NÖTIGE BESPRECHEN KANN UND NICHT JEDES MAL AUFS NEUE SEINE LEBENSUND FINANZSITUATION ERKLÄREN MUSS.

vée“ ab, zu Zeiten, als ein erfahrener Bankier oder Mitarbeiter einer (meist Privat-)Bank sich um seine betuchte Klientel kümmer-

Rechenaufgabe

te. Heute ist der Begriff des „one face to the

Weil es für Banken heute immer schwieriger

eine spezielle Leistung aus dem Private Ban-

customer“ eher zeitgemäß. Ein Mitarbeiter

wird, mit klassischen Bankgeschäften Geld

king zu bezahlen, ergeben sich je nach Effi-

kümmert sich um alle finanziellen Belange

zu verdienen, haben auch viele Retailban-

zienz und/oder Bankstrategie die üblichen

eines Bankkunden, manchmal ergänzt durch

ken versucht, ins Geschäft mit betuchten

Vermögenserfordernisse ab einer halben Mil-

das Beiziehen eines Experten oder Spezialis-

Kunden einzusteigen. Mit unterschiedlichen

lion Euro. Typischerweise spricht das Private

ten in einem Fachgebiet. Der Mehrwert ist

Erfolgen. Während das Private Banking in

Banking also Personen mit entsprechendem

damit auch schon klar, nämlich dass man mit

der Hypo Tirol Bank unter der Leitung von

Vermögen an, meist gepaart mit geringer

einem – eben seinem – Banker alles nötige

Georg Frischmann durchaus funktioniert,

Muße, sich um ihre finanziellen Belange zu

besprechen kann und nicht jedes Mal aufs

sind viele andere daran gescheitert. Frisch-

kümmern.

Neue seine Lebens- und Finanzsituation er-

mann weiß, warum: „Viele Banken in Tirol

Kunden im Private Banking sind im Allge-

klären muss. Vertiefende Analysen, Speziallö-

haben ihr Einzugsgebiet zu klein definiert.

meinen überdurchschnittlich gut aufgeklärt,

sungen, zeitnahe und individuelle Informati-

Um hochwertiges Private Banking anbieten

das ist jedoch leicht zu behaupten, wenn

on bzw. generell hohe Individualität bei den

zu können, braucht es eine individuelle und

man weiß, wie gering die Kenntnisse über

Lösungen sind weitere Nutzen. Und natür-

unabhängige Beratung. Und um diese zu

Finanzprodukte und Anlagemöglichkeiten

lich auch, dass Private Banker dort hinkom-

gewährleisten, braucht es wiederum ein ge-

in Österreich generell sind. Ihre finanziellen

men, wo es der Kunde wünscht – die Gesprä-

wisses Veranlagungsvolumen für eine sinn-

Verhältnisse können Private-Banking-Kun-

che finden also nicht nur in der Bank statt.

volle Kosten-Nutzen-Rechnung. Wenn ich

den üblicherweise auch besser einschätzen,

Um das sicherzustellen, benötigt es Flexibi-

dann nur Menschen aus einem Bezirk oder

der Weg zum Aufbau von Vermögen bringt

lität bei der Umsetzung durch die Bank, Vor-

gar nur einer Gemeinde samt Umgebung an-

genügend Herausforderungen mit, an denen

leistungen in Bezug auf bürokratische Erfor-

spreche, tu ich mir schwer, eine entsprechen-

man wachsen kann. Trotzdem ist die Bereit-

dernisse bzw. auch die sehr hohe Ausbildung

de Anzahl an Kunden mit einem solchen

schaft, Beratung anzunehmen, durchaus da.

und meist Seniorität der Mitarbeiter im Pri-

Vermögen zu finden. Was also passiert? Die

Frischmann: „Grundsätzlich ist die Bandbrei-

vate Banking. „Private Banking ist jener Teil

Limits werden nach unten gesetzt. Um dann

te an Wissen groß – von Menschen, die noch

des Bankgeschäftes, der am stärksten auf

jedoch wirtschaftlich zu sein, muss man an

nie mit Kapitalmärkten zu tun hatten, bis zu

Beziehungen beruht. Vertrauen entwickelt

anderen Stellschrauben drehen. In der Regel

jenen, die wirklich sehr gut informiert sind.

sich langsam, man muss es sich erarbeiten

werden teure hauseigene Produkte verkauft.

Die größte Herausforderung sind für uns je-

und immer wieder bestätigen. Das gelingt

Ich finde, das ist nicht Private Banking, wie

ne Kunden, die zwar wenig informiert, dafür

nicht, wenn die Berater ständig wechseln

es sein soll.“

aber umso frustrierter darüber sind, dass sie

und man jedes Mal von vorne beginnen

De facto kann Private Banking generell jeder

mit sicheren Anlagen keinen Ertrag mehr er-

muss“, erklärt AlpenBank-Vorstand Martin

Bankkunde in Anspruch nehmen, allerdings

wirtschaften oder real sogar Geld verlieren.

Sterzinger die Wichtigkeit der Kontinuität

ist der Aufwand in der Bank so hoch, dass

Hier passen wir ganz besonders darauf auf,

auch auf Bankseite. „Wir sind nicht auf ein

erst ab einem verwalteten Vermögen von

dass wir ihnen nur Produkte anbieten, die sie

Geschäft im kurzen Stil aus, sondern auf ei-

etwa 500.000 Euro aufwärts ehrlicherwei-

kennen und verstehen.“ Wenn Kunden zum

ne langfristige Beziehung“, so Sterzinger, und

se der damit zu erzielende Deckungsbeitrag

Beispiel schon bei geringen Kursschwankun-

er spricht damit wohl für alle Banken, die in

den Aufwand rechtfertigt. Und da normale

gen nervös werden, sind Aktien wohl nicht

diesem speziellen Bereich tätig sind.

Bankkunden üblicherweise nicht bereit sind,

das Richtige für sie, wenngleich diese na-

ein Honorar von ein paar Hundert Euro für

eco.nova

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eco.geld

türlich aktuell eine echte und auch eine der wenigen Alternativen zu klassischen Sparprodukten sind. Und auf lange Sicht gesehen sind Aktien auch keine Spekulationsobjekte.

Regelungswut Während der Finanzkrise haben „die Banken“ generell viel an Vertrauen eingebüßt, das sie sich nun mühsam wieder zurückerarbeitet haben. Die Folge der Krise war auch eine überbordende Regulierungswut. Das hat vielleicht keine direkte Auswirkung auf die Kunden-Bank-Beziehung, wohl aber zum Beispiel auf die konkrete Durchführung von persönlichen oder Telefongesprächen, den zu bewältigenden Aufwand rund um die Kundenbeziehung oder den effektiven Personaleinsatz hinter den Kulissen. Auch das Ausbildungsniveau und der Fortbildungsbedarf der Mitarbeiter im Private Banking sind erheblich gestiegen, womit zu vermuten ist, dass früher oder später die für das Private Banking benötigte Vermögenshöhe oder die Mindestertragserwartung pro Kunden steigen wird.

lich wie ein herkömmlicher Wirtschaftsbe-

30 Millionen Euro aufwärts) Personen oder

Der momentan von verschiedenen An-

trieb funktionieren, ist den meisten Kunden

Familien kümmert. Es gibt Family Offices als

bietern insbesondere im internationalen

jedoch klar. Bernardi: „Kunden im Private

Fachabteilung von Banken oder als eigen-

Bankgeschäft festzustellende Automatis-

Banking verstehen üblicherweise auch, dass

ständige Rechtspersönlichkeiten. Manchmal

mustrend (Robo-Banking, Robo-Investing

die angebotenen Leistungen mehr kosten als

wird auch nur eine Person damit beauftragt

usw.) ist sicher zu einem hohen Grad dieser

standardisierte Lösungen.“ Trotzdem ist die

und von der Familie für die Leistungen be-

Entwicklung geschuldet. Die andere Alter-

Bereitschaft zur Honorarberatung in Europa

zahlt.

native, bestimmte Angebote (meist typische

(im Gegensatz zu den USA) praktisch nicht

Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von

für das Private Banking, wie Vermögensan-

existent. Dazu haben Finanzdienstleister

Family Offices: Single Family Offices oder

lage) gar nicht mehr anzubieten, ist ebenfalls

in Europa, insbesondere Banken, allerdings

Multi Family Offices. Ein Single Family Of-

schon klar zu erkennen. Schoellerbank-Di-

selbst mehr als ein Scherflein beigetragen.

fice unterstützt nur eine Familie (oder Per-

rektor Mario Bernardi: „Eine Veränderung,

Im in Österreich üblichen Bankgeschäft mit

son), ein Multi Family Office ist für mehre-

die festzustellen ist, könnte man auch so er-

Konsumenten, egal ob im einfachen Bank-

re Familien tätig. Alle haben sie jedoch ein

klären: Früher konnten wir Kunden oft zusa-

schaltergeschäft, dem Private Banking oder

gemeinsames Ziel: das Vermögen bzw. die

gen, dass wir eine Lösung finden werden –

dem Geschäft mit Unternehmen, werden

finanziellen Anforderungen einer Fami-

durch Kreativität und Flexibilität im Den-

übrigens auch keine vermeintlichen Millio-

lie zu betreuen und/oder reibungslos auf

ken. Heute müssen wir vorher klar prüfen,

nenboni ausbezahlt, an denen sich viele im-

die nächste Generation zu übertragen. Der

was regulatorisch geht bzw. was nicht, und

mer wieder stoßen. Diese sind üblicherwei-

Großteil ihrer Tätigkeiten wird wohl für

erst dann an Lösungen denken. Kunden, die

se im Investmentbanking zu finden bzw. bei

strategische Investitionen oder Vermögens-

die alte Welt kennen, nehmen dabei oft an,

internationalen Großbanken. Auch heimi-

verwaltungsaktivitäten (z. B. Auswahl des

dass es ihrem Banker an Kompetenz man-

sche Banker, die mit Kunden Auge in Auge

Vermögensverwalters, aber auch des Finan-

gelt. Die Wahrheit ist natürlich eine ganz

arbeiten, können solche Bonuszahlungen

zierungspartners oder des Immobilien-

andere.“

oft nicht nachvollziehen. Generell handelt

entwicklers) verwendet, mit dem Ziel, das

BTV-Vorstand Gerhard Burtscher ergänzt:

es sich dabei aber um große Ausnahmen, die

anvertraute Kapital zu erhalten. Family Of-

„Natürlich nehmen die gesetzlichen Regu-

auf vorigen vertraglichen Vereinbarungen

fices kümmern sich aber häufig auch um die

lierungen massiv zu und das ist zum Teil

beruhen und nicht vom Himmel fallen.

Verwaltung von rechtlichen Fragen, Wohl-

wirklich mühsam. Es gibt Regeln, die nach-

tätigkeitsaktivitäten, Immobilienplanung,

vollziehbar sind, aber eben auch welche, mit

Familiensache

denen man weit übers Ziel hinausschießt.

Eine Steigerung von den Bankgeschäften hi-

triebspersonal und ähnliche Aufgaben. Und

Im Kundengeschäft jedoch eine gute Lösung

nein in den Privatbereich von Kunden bildet

manchmal auch um die Tickets für eine Auf-

für den Kunden zu finden, das funktioniert

das so genannte „Family Office“. Dies ist üb-

führung einer Oper und alles drumherum,

nach wie vor.“

licherweise ein Konstrukt, in dem ein oder

von der Reise bis zum Restaurantbesuch.

Auch die (Kosten-)Transparenz wird aktuell

mehrere Spezialisten sich um alle Angele-

Schlussendlich sind Bankgeschäfte Vertrau-

vielfach diskutiert. Dass aber auch Banken

genheiten sehr vermögender (man kann an-

ensgeschäfte – immer, im Private Banking

Geld verdienen müssen, weil sie grundsätz-

nehmen frühestens ab einem Vermögen von

aber ganz besonders.

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eco.nova

Auswahl und Einstellung von Haus- oder Be-


eco.geld

Best in Family Banking

Ihr Vermögen in guten Händen: Persönlich und individuell statt anonym und standardisiert. Wer sein Vermögen nicht im Alleingang managen will, besondere Erwartungen an die Beratung hat und das persönliche Gespräch schätzt, findet im Bankhaus Spängler den richtigen Partner.

G

emeinsam mit den Kunden erar-

„UNSER FOKUS LIEGT IN DER ERSTKLASSIGEN BERATUNG VON VERMÖGENDEN PRIVATKUNDEN UND FAMILIENUNTERNEHMEN. BEST IN FAMILY BANKING IST UNSER VERSPRECHEN, KOMPETENT, PERSÖNLICH UND INDIVIDUELL AUF UNSERE KUNDEN EINZUGEHEN.“

beiten die Experten des Bankhaus Spängler individuelle Lösungen.

Ausgangspunkt ist ein ausführliches persönliches Gespräch mit einer detaillierten Analyse der Vermögenssituation und der Zielvorstellungen (Rendite, Risiko, Anlagehorizont usw.). Im Anschluss werden diese Parameter aufeinander abgestimmt und ein Anlagekonzept erstellt. Der strategischen Gewichtung von Aktien, Anleihen und weiteren Anlageklassen kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Andreas Scheiber, Leitung Region Tirol, Bankhaus Spängler

Die konkrete Umsetzung richtet sich danach, wie stark ein potenzieller Anleger selbst in die Anlageentscheidung einbezogen sein möchte. Die laufende Betreuung und konti-

investiert. Die neue Dienstleistung kann be-

nuierliche Überprüfung, ob die Ausrichtung

reits ab einer Mindestsumme von 30.000 Eu-

des Portfolios zu den sich möglicherweise

ro in Anspruch genommen werden.

ändernden Veranlagungszielen passt, rundet

Neben der weitestgehend digitalen Abwick-

das Leistungsversprechen ab.

lung steht jedem Kunden auch ein persönli-

Family Management Neben den Kerndienstleistungen Spareinlagen, Private Banking sowie Finanzierung bietet das Bankhaus Spängler mit dem Bereich „Family Management“ einen besonderen Mehrwert für Unternehmerfamilien. Im Family Management werden Beratungsdienstleistungen zur Unternehmensnachfolge, Vermögensübertragung, Familienverfassung, strategischen Planung sowie zu Stiftungen, Immobilien und M&A angeboten. Das umfangreiche Know-how im Bankhaus Spängler rund um das Thema Familienunternehmen wurde dabei auch in Form einer Onlineplattform verarbeitet. Auf dem Webportal www.forum-familienunternehmen.at stehen

cher Berater zur Seite. Die Herausforderung Mit 1. Mai 2018 wurde Andreas Scheiber (41) zum Leiter der Region Tirol im Bankhaus Spängler bestellt. Er zeichnet in dieser Position vom Standort in Kitzbühel aus für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Tiroler Unterland sowie im Raum Innsbruck verantwortlich. Scheiber wechselte 2016 zum Bankhaus Spängler, wo er in der Kitzbüheler Filiale die Leitung des Bereichs Private Banking übernahm. Davor war der gebürtige Kufsteiner mehr als zehn Jahre im Private Banking einer Regionalbank tätig. „Das von Spängler in Tirol betreute Geschäftsvolumen ist im letzten Jahr kräftig gewachsen, und wir wollen unsere Aktivitäten hier noch deutlich weiter ausbauen“, erklärt Scheiber. „Auch 2018 liegen wir klar über unserer Planung und suchen aus diesem Grund auch personelle Verstärkung im Private Banking.“

besteht darin, neue Technologien in bestehende, erfolgreiche Prozesse einzubinden und so die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden noch weiter zu steigern. Im Zentrum der Philosophie steht aber weiterhin die Beratung der Kunden auf einer individuellen Ebene. Denn: Vieles ist digitalisierbar, der persönliche Kontakt ist es nicht. Die Einrichtung auf www.carl-spaengler.at erfolgt schnell und unkompliziert via Videolegitimation und digitalem Anlegerprofiling. Der Kunde beantwortet neun Fragen bezüglich Anlagezielen, Risikobereitschaft, finanzieller Verhältnisse sowie Kenntnisse und Erfahrungen. Aufgrund dieser Angaben und dem daraus errechneten Anlegerprofil wird eine persönliche Anlagestrate-

Unternehmern, Eigentümern und Managern

gie für das Kundenportfolio erstellt und je

ein umfangreicher Wissenspool sowie aktuelle Informationen rund um das Thema Familien-

eine Online-Vermögensverwaltung an. Unter

nach Markteinschätzung werden immer

unternehmen zur Verfügung.

www.carl-spaengler.at kann man sich regist-

wieder taktische Anpassungen durchge-

rieren und ein Anlegerprofil erstellen lassen.

führt. Für die Online-Vermögensverwal-

Darauf basierend wird eine persönliche An-

tung fällt eine All-in-Gebühr an, die auch

Als erste Bank in Österreich bietet das Bank-

lagestrategie entwickelt und das Vermögen

eine persönliche Betreuung über verschie-

haus Spängler im 190. Jahr seines Bestehens

entsprechend global in Aktien und Anleihen

dene Kanäle beinhaltet.

Revolutionär mit Carl

BANKHAUS SPÄNGLER

Das Bankhaus Spängler, gegründet 1828, ist die älteste Privatbank Österreichs und nach wie vor im Familienbesitz. Die Bank ist mit insgesamt zehn Standorten in der Stadt Salzburg sowie in Wien, Linz, Graz, Zell am See, Kaprun und Kitzbühel vertreten. Mit 250 Mitarbeitern wird ein Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren von rund zehn Milliarden Euro betreut. www.spaengler.at Kontakt Tirol: Jochberger Straße 2, 6370 Kitzbühel, Tel.: 05356/71588, kitzbuehel@spaengler.at PROMOTION

eco.nova

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promotion

Bewusst entscheiden ECO.NOVA: Das Private Banking steht vor zahlreichen Herausforderungen. Der Markt ist hart umkämpft, aber auch das Umfeld ist schwierig. Wie reagieren Sie beziehungsweise die Hypo

© ANDREAS FRIEDLE

„Wir setzen auf kosteneffiziente Lösungen für unsere Kunden“, erklärt MMag. Georg Frischmann das Konzept des Private Banking der Hypo Tirol, das er seit rund eineinhalb Jahren leitet. Im Marktvergleich konnte die Bank für ihre Kunden damit überdurchschnittliche Renditen erzielen. // TEXT: MICHAEL POSSELT

Tirol Bank auf diese Gegebenheiten?

GEORG FRISCHMANN: Wir haben uns frühzeitig dafür entschieden, unsere Produktpalette mit möglichst kosteneffizienten Lösungen zu erweitern. Neben klassischen Fondsinvestitionen bieten wir auch Vermögensverwaltungsmandate auf Einzeltitelbasis oder mittels ETFs an. Dadurch weisen wir eine deutlich niedrigere TER (Total Expense Ratio; Gesamtkostenquote) aus als zahlreiche Mitbewerber. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken, vor allem in der jetzigen Phase, da die Banken ab 2018 verpflichtet sind, die Gesamtkostenbelastung ihren Kunden offenzulegen. Und wie verdienen Sie im Private Banking Geld? Natürlich geht es nicht nur um die Kosten, auch die Qualität muss stimmen. Nachdem unsere Premium-Vermögensverwaltungen in den letzten Jahren im Marktvergleich überdurchschnittliche Renditen erzielt haben, konnten wir viele neue Kunden gewinnen. Bei den Gebührenmodellen haben wir sehr faire Konditionen, die uns einerseits ermöglichen, profitabel zu wirtschaften, aber natürlich auch, dass der Kunde langfristig Freude an einer guten Nettowertentwicklung hat. Wie investieren Ihre Kunden derzeit? Der Markt ist derzeit sehr schwierig. Aber auch die Kunden haben verstanden, dass sie ohne Risiko keine Rendite

MMag. Georg Frischmann, Leiter Private Banking der Hypo Tirol Bank

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eco.nova


promotion

mehr erhalten. Daher sind sie auch bereit,

Spielen auch Immobilien oder Gold bzw.

mehr Risiko ins Portfolio zu nehmen. Wäh-

Rohstoffe eine Rolle?

rend sie früher im Schnitt einen Aktienanteil

Für Gold haben wir eine sehr attraktive Lö-

von 20 Prozent hatten, tendieren viele heute

sung. Unsere Kunden können bei uns phy-

eher zu 40 bis 50 Prozent.

sisch Gold kaufen und auch lagern und wir bilden es im Depot wertmäßig ab. Das hat

Ist das für viele Kunden nicht zu riskant?

den Vorteil, dass die Veranlagung im Ver-

Ich denke, bei vielen Kunden wurde in der

gleich zu einem Zertifikat steuerfrei bleibt

Vergangenheit nicht genug Zeit aufgewen-

und das Gold physisch im Tresor der Hypo

det, um sie über Chancen und Risiken aufzu-

Tirol vorhanden ist. Immobilien decken wir

klären. Daher haben wir unseren Beratungs-

in der Vermögensverwaltung oder am Wert-

ansatz umgestellt. Wir erklären dem Kunden

papierdepot über REITs (Real Estate Invest-

heute noch stärker die Ausgangslage und die

ment Trusts, börsennotierte Immobilienfir-

Zusammenhänge am Markt. Auch wie die

men) und Immobilienaktien ab.

mögliche Wertentwicklung aussehen könnte – inklusive möglicher Stressszenarien und

Wie stehen Sie zum Thema Krypto-

entsprechender Drawdowns, also Verluste.

währungen?

Das führt dazu, dass die Kunden das Risiko

Bitcoins sind ein großes Thema, nicht pri-

besser abschätzen können und das Invest-

mär die Währung, sondern die Technologie,

ment auch besser verstehen.

die dahinter steht. Wir haben festgestellt, dass unsere Kunden sehr interessiert sind,

Wie sehen diese Lösungen konkret aus?

das Wissen aber meist mangelhaft ist. Aus

Im Prinzip stehen uns zwei Abbildungsmög-

diesem Grund haben wir mehrere Veranstal-

lichkeiten zur Verfügung: Ein Einzelmandat

tungen zum Thema Blockchain im heurigen

mit Beratung oder eine Vermögensverwal-

Jahr geplant, um primär aufzuklären.

tung. Sehr oft entscheiden sich die Kunden aber auch für eine Kombination aus beidem. Dann bildet die Vermögensverwaltung das Kerninvestment und via Beratungsmandat bilden wir interessante Satelliten ab. Aus unserer Sicht können das aktuell Aktienzukunftsthemen wie Digitalisierung, Automation und Robotics oder Demographie sein. Aber auch alternative Assetklassen wie Insurance-Linked-Securities, Private Equity oder Absolute-Return-Produkte können hier vertreten sein.

„WIR HABEN UNSEREN BERATUNGSANSATZ UMGESTELLT UND ERKLÄREN DEM KUNDEN HEUTE NOCH STÄRKER DIE AUSGANGSLAGE UND DIE ZUSAMMENHÄNGE AM MARKT.“

Welche Zielgruppe sprechen Sie konkret an und ab welcher Größenordnung kommen Kunden in den Genuss Ihrer Dienstleistungen? Unsere primäre Zielgruppe im Private Banking sind Unternehmer, Freiberufler, Stiftungen und gehobene Privatkunden. Diese genießen alle Vorteile (inklusive besonderer Benefits) ab 500.000 Euro. Einstiegsszenarien gibt es aber auch schon deutlich darunter.

HYPO VERMÖGENSMANAGEMENT EXKLUSIV Bei einer ausgewogenen Zusammensetzung investieren Sie mit einer durchschnittlichen Aktienquote von 50 Prozent. Dabei erfolgt je nach Marktphase eine dynamische Anpassung der Quote. Der Rest wird möglichst ertragreich in Anleihen und alternative Produkte veranlagt. Vor allem unsere Aktienstrategie entwickelte sich 2017 überproportional stark, was einem Übergewicht im Technologiesektor und den Schwellenländern zu verdanken ist. Für unsere Kunden konnten wir so in einem ausgewogenen Portfolio eine Bruttoperformance von 6,09 Prozent erwirtschaften. Um eine breite Risikostreuung zu erreichen, waren wir im Vorjahr auch in Rohstoffe, Edelmetalle, Unternehmens- oder Wandelanleihen investiert. Für das laufende Kalenderjahr sind die wirtschaftlichen Fundamentaldaten für Europa, Asien und die USA erfreulich. Wir sehen nach wie vor das meiste Potential in Aktien. Das Rentenportfolio stellt in gewisser Weise das Sicherheitspolster am Depot dar. Dabei wird darauf geachtet, dass es nicht zu stark unter der Niedrigzinspolitik der Notenbanken leidet. So konnten wir in allen unseren aktiven Mandaten bis Ende Februar einen positiven Ertrag erwirtschaften. Disclaimer: Bitte bedenken Sie: Bisherige Wertentwicklungen bieten keine Garantie für künftige Renditen. Diese unverbindliche Produktbeschreibung dient Ihrer Information. Ihr Inhalt stellt kein Angebot und keine Einladung zu Anbotstellung, Kauf oder Verkauf dar. Sie kann ein persönliches Gespräch mit Ihrem Berater nicht ersetzen. Wir sind gerne für Sie da!

HYPO TIROL BANK AG Private Banking Meraner Straße 8 6020 Innsbruck T. +43 (0) 50700-7000 service@hypotirol.com www.hypotirol.com

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Art Kunst & Kultur

Rechts: Silvia Höller, Leiterin RLB Kunstbrücke, die Preisträgerinnen Annelies Senfter, Karin Ferrari und Anja Manfredi mit RLB-Vorstandsvorsitzendem Johannes Ortner Unten: Karin Ferrari, DECODING Katy Perry's Dark House (The Whole Truth), 2016, Video HD, 20 Min.

Die Ferrari unter den Künstlern Karin Ferrari trägt nicht nur einen rasanten

Videoarbeiten den allgegenwärtigen Verände-

beiten, in denen sie gekonnt Fakten mit Un-

Namen, sie wurde kürzlich auch ausgezeich-

rungen im Umgang und der Wahrnehmung

wahrheiten, Spekulationen und Gerüchten zu

net. Die 36-Jährige ist Hauptpreisträgerin

von Informationen bzw. Desinformationen

einer fesselnden künstlerischen Zeitgeistana-

des mit 10.000 Euro dotierten RLB Kunst-

im Netz nähert. Verschwörungstheorien, Fake

lyse verwebt.“

preises 2018. Die zwei Förderpreise (je 4.000

News, moderne Mythen, sogenannte urban

Seit 2004 richtet sich der RLB Kunstpreis alle

Euro) verlieh die Jury den Künstlerinnen

legends, pseudowissenschaftliche Theorien

zwei Jahre an Künstler, die im Bundesland

Anja Manfredi und Annelies Senfter. Teil des

und esoterische Utopien erleben dank Inter-

Tirol geboren wurden oder hier leben und

Hauptpreises ist auch eine Einzelausstellung

net eine Hochkonjunktur und bestimmen ak-

nicht älter als 40 Jahre sind. Für die Preisver-

im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum im

tuelle Debatten. Geistreich wie ironisch greift

gabe und die Auswahl der Ausstellungsteil-

Jahr 2019. Bis einschließlich 31. August 2018

die 1982 in Meran geborene und seit Langem

nehmer ist eine immer wechselnde Jury zu-

zeigt die Ausstellung zum RLB Kunstpreis

in Rum lebende Künstlerin diese Aufberei-

ständig. Insgesamt haben heuer 69 Personen

Arbeiten der Preisträgerinnen sowie acht

tung von Inhalten auf. Als digitale Flaneurin

am RLB Kunstpreis teilgenommen (die Ein-

weitere von der Jury ausgewählte Positionen

streift sie durch soziale Medien, YouTube und

reichung erfolgte online). Die Ausstellung ist

in der RLB Kunstbrücke.

einschlägige Blogs oder Datenbanken und

von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr

Überzeugt hat die Jury „vor allem die Eigen-

konstruiert zu unterschiedlichen Themenbe-

und freitags bis 17 Uhr in der RLB-Bankstelle

ständigkeit, mit der sich Karin Ferrari in ihren

reichen Mystery-Dokus-ähnliche Videoar-

Adamgasse zu sehen. Eintritt ist frei.

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eco.art

Organisatorin Michaela Reith, Intendant Leopold Dallinger und Birgit Ducke, Geschäftsführerin des K3-KitzKongress

GEMISCHTER SATZ

„Willkommen in meiner Welt, wo das Unmögliche etwas Alltägliches ist.” Szilvia Ortlieb

THEATERSOMMER Im neuen Stück „Trennung für Feiglinge“ des Sommertheaters Kitzbühel geht es um eine explosive „Ménage à trois“, die ähn-

Unter diesem Titel präsentiert die Innsbrucker Galerie Nothburga ihre Juni-Ausstellung

lich der Reise nach Jerusalem funktioniert:

und mit ihr die zwei Künstler Szilvia Ortlieb und Gert Linke. Ortlieb ist frei nach Renée

Wer keinen Platz findet, scheidet aus ... Mit

Gadsden eine Künstlerin, die erfrischend international agiert, frei von Sentimentalität

„Trennung für Feiglinge“ hat der vielseitige

und voll von gesunder Aggression und Kraft. Linke beschreibt Wolfgang Hilger so: Mit

französische Theatermacher Clément Mi-

hartnäckiger, aber durchaus logischer Konsequenz analysiert er seine Umwelt und stol-

chel eine temporeiche Komödie verfasst,

pert dabei von der Realität ins Absurde.

in der er die Sollbruchstellen des mensch-

Warum die Ausstellung genau diesen Namen trägt, den sie trägt, ist auch rasch erklärt:

lichen Beziehungslebens unter die Lupe

Gemischter Satz ist die Bezeichnung für den Anbau von Wein, der aus unterschiedlichen

nimmt. Mit schnellen Dialogen, bissigem

Rebsorten in einem Weingarten besteht, sowie folglich des daraus hergestellten Weins. In

Humor und einem sicheren Gespür für

Österreich ist der Gemischte Satz heute noch weit verbreitet, am häufigsten gibt es sol-

Timing und Situationskomik zeichnet er ein

che Weingärten in den Weinbaugebieten Wien und Wagram – jene Gegenden, in denen

entlarvendes wie unterhaltsames Bild einer

beide Künstler leben und arbeiten. Außerdem ergeben auch Ortlieb und Linke in ihrer

Dreierkonstellation der etwas anderen Art.

Unterschiedlichkeit ein schönes gemeinsames Ganzes. // www.galerienothburga.at

// Infos unter www.sommertheaterkitzbuehel.at

SOMMERGLITZER

BERGISEL FEST SO 1.7.2018, 11 – 18 UHR

Mit vielen neuen Momenten des Staunens garantieren die Swarovski Kristallwelten auch 2018 einen abwechslungsreichen Sommer. Neben entspanntem Yoga in funkelndem Ambiente und feinen Dinnerevents locken auch unterhaltsame Kinofilme unter freiem Himmel nach Wattens. Während des diesjährigen Sommerfestivals von 1. Juli bis 31. August blühen die Swarovski Kristallwelten zudem kunstvoll auf und verwandeln sich unter der Feder des renommierten Set-Designers Simon Costin innen wie außen in einen verzauberten Garten voller Blumen und Blüten. Das gesamte Programm und Infos dazu gibt's unter www.kristallwelten.com/sommer

TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum BERGISEL 1 – 2, INNSBRUCK TIROLER-LANDESMUSEEN.AT

eco.nova

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eco.art

S

eit 2006 zeigt das BTV Stadtforum in seinem FO.KU.S renommierte zeitgenössische Positionen angewandter Fotografie. Mit Hans-Joa-

chim Gögl erfährt dieses Konzept eine Erweite-

rung – zusammengefasst unter dem Titel „INN SITU“. „In situ“ ist lateinisch und steht für „am

Ort“, das zweite N verweist mehr oder weniger subtil auf den Standort Innsbruck. Und der Name ist durchaus Programm, denn gezeigt werden nicht bereits vorhandene Werke. Vielmehr sind gezielt ausgewählte internationale Fotokünstler eingeladen, sich vor Ort mit dem Kulturraum, der Landschaft und den sozialen Wirklichkeiten zu beschäftigen. Dabei entstehen eigens für das BTV Stadtforum entwickelte Ausstellungen, mit denen die Fotografen direkt auf ihre Wahrnehmung der Region reagieren. Parallel dazu werden Musikschaffende aus Tirol und Vorarlberg eingeladen, in Resonanz auf die Außenwahrnehmung der Fotokünstler jeweils ein Konzert neu zu entwickeln. Klingt spannend? Ist es auch. Für die erste Ausstellung mit neuem Konzept haben sich sieben Studierende der Meisterklasse von Prof. Joachim Brohm von der Hochschule für Grafik und Buchkunst, HGB Leipzig – einer der renommiertesten Ausbildungsstätten für künstlerische Fotografie in Europa – Innsbruck zu eigen gemacht. Zu sehen wird diese im Anschluss an die aktuelle Fotoausstellung „Drive Drove Driven“ sein, die noch bis 14. Juli läuft und quasi die Abschlussausstellung der bisherigen Kuratorin Dr. Barbara Psenner ist. In Reaktion auf die Außenperspektiven erarbeiten Studierende der Kompositionsklasse von Prof. Franz Baur am Tiroler Landeskonservatogeschriebenen Werken. Dabei geht es nicht um Musik zu konkreten Bildern, sondern um einen freien schöpferischen Austausch künstlerischer Strategien zwischen verschiedenen Kompetenzen, wie es seitens des Stadtforums heißt. Ausstellung, Konzert und begleitende Dialogformate sind für die erste Oktoberwoche geplant.

Fotografie ist Erinnerung Hans-Joachim Gögl ist ein Mann mit Erfahrung. Schon aus seinem Lebenslauf ergibt sich eine Affinität zur Bildenden Kunst. Aber auch der Musik. Gögl ist gemeinsam mit dem Berliner Konzertgestalter Folkert Uhde künstlerischer Leiter der „Montaforter Zwischentöne“, einem internationalen Festival in Feldkirch, das sich mit neuen Formaten zwischen Alltagskultur und Musik beschäftigt. Außerdem entwickelte er und leitet mit Josef Kittinger die „Tage der Utopie“, die mit jeweils über 1.400 Teilnehmern seit 2003 biennal in St. Arbogast stattfinden. In diesem Rahmen

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eco.nova

© BROGER

rium dazu einen Konzertabend mit eigens dafür

Mit den Augen der anderen Mit 1. Juli bekommt das BTV Stadtforum einen neuen künstlerischen Leiter. Der Bregenzer Hans-Joachim Gögl bringt internationale Fotokunst mit regionalem Musikschaffen in Dialog. // TEXT: MARINA KREMSER


eco.art

„DAS ZUSAMMENSPIEL AUS AUSSENBLICK UND INNENSICHT, AUS REGIONALER KOMPETENZ UND INTERNATIONALER PERSPEKTIVE FINDE ICH SEHR REIZVOLL.“ Hans-Joachim Gögl

werden für jeden Abend Auftragsarbeiten an

und internationaler Perspektive finde ich

bin ich da. Deshalb bin ich auch oft in Inns-

Komponisten zeitgenössischer Musik verge-

irrsinnig reizvoll. Gerade für eine Stadt wie

bruck, fast jede Woche. Da ich aber zwei Kin-

ben, die in einer eigenen CD-Reihe publiziert

Innsbruck, die immer ein Ort war, an dem

der und Familie habe, wird mein Zentrum

sind. „INN SITU“ ist also die konsequent-lo-

verschiedene Kulturen zusammentreffen –

und Lebensmittelpunkt vorerst Bregenz

gische Weiterführung seines Weges.

quasi ein Tor, ein Dreh- und Angelpunkt zwi-

bleiben.

schen Nord und Süd, Ost und West.

ECO.NOVA: Mit 1. Juli werden Sie offiziell

Was verbinden Sie persönlich mit dem The-

das Amt als künstlerischer Leiter des BTV

Für Ihre erste Ausstellung arbeiten Sie mit

ma Fotografie? Was macht für Sie ein „gu-

Stadtforums antreten. Was hat Sie an der

der Hochschule für Grafik und Buchkunst,

tes“ Foto aus?

Aufgabe gereizt?

HGB Leipzig zusammen. Für 2019 sind be-

Ich glaube, es geht uns wohl allen so: Wir

HANS-JOACHIM GÖGL: Das Stadtfo-

reits zwei Einzelausstellungen mit Künst-

verbinden Fotografien mit bestimmten Er-

rum stellt außergewöhnliche Räume zur

lerinnen aus Israel und London geplant. In

innerungen. Fotografie hat für mich einen

Verfügung, die man in ein wunderbares Zu-

welche Richtung soll es künftig gehen?

starken emotionalen Gehalt, wenn sie mir

sammenspiel bringen kann – nämlich eine

Was wir suchen, sind Künstler, die mit dem

zu einer Erinnerung verhilft oder in mir ein

Fotogalerie mit einem toll aufgebauten Ruf

Raum, der Region, einer Landschaft oder mit

Gefühl auslöst. Eine Fotografie ist das Tor

durch meine Vorgängerin, einen Konzertsaal

Menschen in Kontakt kommen, die nicht nur

zu einem inneren Bild. Bei der kommenden

sowie das Foyer als eine Art Forumssituati-

außen vor bleiben und beobachten, sondern

Ausstellung verhilft mir die Fotografie, eine

on, wo Dialog, Kontakt, Begegnung und Aus-

ihre Arbeit wirklich vor Ort entwickeln. Das

andere Perspektive einzunehmen. Ich blicke

tausch stattfinden können. Ich wollte mich

ist unser Suchbegriff. Wenn es eine Gruppe

mit den Augen eines anderen auf etwas, das

nicht auf eines davon spezialisieren, sondern

an Künstlern ist, ist das wunderbar. Wenn

ich kenne. Deshalb wird die Ausstellung auch

ein Programm entwickeln, in dem die unter-

es ein Einzelkünstler ist, ist es ebenso wun-

für Innsbrucker selbst so spannend: Wie se-

schiedlichen Disziplinen und Kompetenzen

derbar. Es geht nicht um einer oder mehrere,

hen diese sieben Studierenden aus Leipzig

in Kooperation kommen. Das war für mich

sondern darum, welcher Fotokünstler sich

die Stadt, was fällt ihnen auf, was interessiert

das Spannende.

direkt auf eine Region einlässt. Das inter-

sie? Für das zweite Projekt im April 2019 stellt

essiert mich. Wir laden auch keine Künst-

Orly Zailer alte Familienfotos von Vorarlber-

War dieses Zusammenspiel aus Fotografie,

ler mit bereits fertigen Werken ein. Es geht

gern und Tirolern mit den heutigen Nach-

Musik und Dialog seitens des Stadtforums

wirklich um exklusiv entwickelte Ausstellun-

kommen nach. Wenn es also ein Foto Ihrer

bewusst so gewollt, um sich breiter aufzu-

gen und neu geschaffene Konzertereignis-

Großmutter gibt, fotografiert Sie das Foto mit

stellen und auch die Tonhalle vermehrt mit

se. Das ist vor allem deshalb spannend, weil

Ihnen nach. Das Durchblättern von Fami-

einzubeziehen, oder haben Sie das Konzept

man vorher nie genau weiß, wie es schluss-

lienalben ist immer ein Ereignis, denn man

mitgebracht?

endlich werden wird.

Tatsächlich kennt die BTV-Leitung meine

kommt mit seiner eigenen Geschichte in Verbindung, deshalb freu ich mich sehr darauf.

Arbeit für die „Montaforter Zwischentöne“,

Sie haben für 2019 mit der israelischen

Das sind die zwei Aspekte, die ich wunder-

wo es darum geht, möglichst viele Diszipli-

Künstlerin Orly Zailer und der in London

voll finde an der Fotografie: Die Erinnerung

nen miteinander in Resonanz zu bringen.

lebenden Fotografin Melanie Manchot

und der fremde Blick auf das Eigene, etwas

Der grundsätzliche Gedanke war also sicher

schon zwei Fixpunkte. Wie viel Vorlaufzeit

neu zu entdecken, das man vielleicht überse-

vorhanden. Ich habe das Konzept schließlich

braucht Ihre Art des Ausstellens?

hen oder auch noch gar nie gesehen hat.

vorgeschlagen und es hat überzeugt.

Ungefähr eineinhalb bis zwei Jahre, würde

Wo gibt es schon eine solche Kombinati-

ich sagen. In unserem Fall geht es darum,

on aus Fotogalerie und Konzertsaal? Das ist

im Vorhinein ein Konzept zu entwickeln, die

etwas ganz Besonderes und auch wenn es

Künstler müssen wissen, in welche Richtung

nicht unbedingt naheliegend ist, beides zu-

sie gehen möchten. Rund zwei Jahre vorher

sammenzubringen, so bietet es sich doch an.

gibt es eine erste Einladung, die Künstler

Ich glaube, wir haben ein Konzept gefunden,

schauen sich die Galerie an, die regionalen

das gut funktionieren kann. Was mich beson-

Gegebenheiten und überlegen sich daraus

ders freut, ist, dass wir auch die Region auf

ihr Projekt. Diese Art der Dramaturgie und

eine spezielle Art und Weise mit einbinden.

Konzeption braucht Vorlaufzeit.

Wie laden ganz dezidiert heimische Musikschaffende ein, um sie mit international tä-

Sie leben selbst in Bregenz. Wie oft sind Sie

tigen Fotografen in einen Austausch zu brin-

in Innsbruck?

gen. Dieses Zusammenspiel aus Außenblick

Die Zugverbindung zwischen den beiden

und Innensicht, aus regionaler Kompetenz

Städten ist super, in zweieinhalb Stunden

HANS-JOACHIM GÖGL

Geboren 1968 am österreichischen Ufer des Bodensees. Nach einer Buchhändlerlehre war er Mitarbeiter in der Münchner Galerie Gunzenhauser/ Maximilianstraße, Kulturjournalist im ORF Landesstudio Vorarlberg sowie für das bundesweite Rundfunkprogramm Ö1. Seit 1993 ist er selbstständiger Berater für Kommunikationsstrategie in Bregenz, mit 1. Juli verantwortet er als künstlerischer Leiter das Kunstund Kulturprogramm der BTV. HansJoachim Gögl ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Bregenz.

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Grenzbetrachtung in Bildern: Stellwerk

Das Porträt einer Grenze Alpenübergang, Wasserscheide, Transitroute, Einkaufs- und Ausflugsziel, Grenze, Tor zum Süden: Der Brenner war und ist vieles, vor allem aber eines – ein Ort mit Emotion. // TEXT: MARINA KREMSER

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© MARKUS JENEWEIN

ren in den Kofferräumen versteckt. Dieses Mal in Richtung Süden.

Brenner.o Die Teilung des Landes vor fast 100 Jahren Fotograf Othmar Kopp

wurde von so manchem als historisches Unrecht angesehen. Und auch wenn sich der Traum von der Wiedervereinigung nicht erfüllte, mit Autonomie und Wohlstand kam eine Anpassung an die Gegebenheiten. Othmar Kopp, Jahrgang 1953 und Fotograf aus Innsbruck, hat sich in seinem Projekt „Brenner.o“ intensiv mit dem Brenner auseinandergesetzt. Seine Fotografien zeigen einen Ort, der sich zwischen den Welten befindet und dem bis heute eine ganz eigene Ästhetik zwischen Verfall und Neubeginn innewohnt. Etliche Motive sind von den vielfachen Fahrten dorthin im kollektiven Tiroler Gedächtnis eingebrannt, andere sind erst in den letzten Jahren aktuell geworden. Kopps Buch ist eine Ode an einen Ort, den er selbst schön-schiach oder schiach-schön nennt, und gleichzeitig ein aktuelles Buch am Puls einer bewegten Zeit. „Am 14. Jänner 2015 fuhr ich mit meinem Jugendfreund Manfred auf den Brenner (eine Art ‚Brenner-Jause‘, Nostalgie-Reise). Auf der Heimfahrt mit dem Zug fiel mir meine Mutter ein, mit ihrer Vorliebe für Anguilotti, eine Art Kanalfisch (Aal) und eine Spezialität, die für uns nur am Brenner erhältlich war. Mein Beweggrund, am 22. Jänner 2015, am Todestag meiner Mutter, neuerlich auf den Brenner zu fahren, war das Gedenken an sie und

Z

ihre außergewöhnliche Leidenschaft. Dieses

Die Institution am Brenner: Markt von oben

um Brenner fuhren schon die Eltern und Großeltern zum Einkaufen. Der Süden war hier

zumindest kulinarisch ganz nah, die Brennerjause fixe Institution. Auf dem Rückweg fanden Wein, Parmesan und andere Köstlichkeiten oft den Weg an den Zöllnern vorbei, sehr zur Freude vieler Tiroler, die den Brenner sowieso nicht so recht als Grenze akzeptieren wollten. Doch nicht immer passierten nur Lebensmittel die Grenze. Auch Waffen und Sprengstoff wa-


eco.art

Blick auf Gossensaß

Mal mit Kamera“, erzählt Othmar Kopp im Buch die Hintergründe zu eben dessen Entstehung. Mehrere solcher Projekte hätte er schon umgesetzt, erzählt er später im persönlichen Gespräch, und immer gäbe es ein

„BRENNER.O ZEIGT NICHT EINFACH NUR FOTOS. MAN KANN SICH MIT DEM BUCH LÄNGER AUSEINANDERSETZEN.“ Othmar Kopp

spezielles Datum, das den Startpunkt setzt. Der Todestag seiner Mutter wurde in dem

Unschärfen und mag vor allem Städte. Berlin.

auf und ein ganzheitliches Eintauchen in

Palermo. Granada. In seinen Bildern bewegt

den Brenner ermöglicht. Wir haben Othmar

er sich bewusst abseits von Touristenströmen

Kopp in seinem Atelier in der Innsbrucker

Othmar Kopp ist übrigens nicht der Ein-

und blickt mit einem außergewöhnlichen Au-

Weyrerfabrik besucht.

zige, der im Buch ausführlich über seinen

ge und einem ihm eigenen Verständnis für

Bezug zum Grenzpunkt erzählt. So besteht

Situationen hinter die Fassade des vorder-

ECO.NOVA: Welchen Bezug haben Sie

das Buch generell aus drei Teilen: Der Boz-

gründig Sichtbaren. Das Brenner-Buch sollte

selbst zum Brenner?

ner Literat Kurt Langthaler, Jahrgang 1960,

deshalb keine Reminiszenz an die Vergangen-

OTHMAR KOPP: Der Brenner erinnert

Autor zahlreicher Erzählungen, Theaterstü-

heit werden, sondern den Brenner zeigen, wie

mich an meine Kindheit. Meine Eltern sind

cke, Drehbücher und Kurzgeschichten sowie

er ist. „Kurt Langthaler meint, der Brenner sei

viel auf den Brenner gefahren und manch-

Gründungsmitglied der Südtiroler Auto-

keine Schönheit. Das muss er auch nicht sein,

mal durfte ich auch mit. Sonst haben wir da-

renvereinigung, hat sich bereits in etlichen

finde ich. Aber er hat was. Ich mag das Morbi-

heim gespannt gewartet, was sie denn wohl

Kunstprojekten mit dem Brenner und seiner

de sehr gerne“, sagt Kopp.

mitbringen von dort. Man hat Waren bekom-

Geschichte auseinandergesetzt und liefert

Im Laufe der Arbeit hat sich schließlich der

men, die es bei uns nicht gab. Klamotten und

für Brenner.o einen kurzweiligen Essay. Es

dritte Teil des Buches ergeben: Porträts von

vieles andere. Als Jugendlicher bin ich dann

folgt eine Grenzbetrachtung in Bildern.

Menschen und ihre persönlichen Geschich-

mit Freunden oft selbst hinaufgefahren. Wir

Kopp hat in all seinen Jahren als Fotograf ei-

ten. Damit ist ein Buch zum Blättern und

hatten dort unsere ersten Räusche, eine Er-

ne eigene, wunderbare und detailreiche Bild-

Schmökern entstanden, aber auch eines zum

fahrung, die man damals wohl gemacht ha-

sprache entwickelt, er spielt mit Schärfen und

Lesen, das damit einen einzigartigen Blick

ben muss.

Fall zum Geburtstag des Brenner-Projektes.

Zeigen, was ist

96

eco.nova


eco.art

Brennersee: „Eigentlich schön, wenn die Autobahn nicht wäre“, sagt Othmar Kopp.

Sie haben sich selbst die Frage gestellt, was die Menschen am Brenner so fasziniert. Ha-

Zurück an der Grenze: Grenzstrich Brennerpass

ben Sie eine Antwort gefunden? Früher war der Brenner ein Reise- und Ausflugsziel. Das hat sich mit dem Bau der Autobahn verändert. Man fährt nicht mehr die

fünf, sechs Stunden fotografiert. Kaum ein

Sie haben das Buch fotografisch subtil in

Brennerstraße entlang oder durch den Ort,

Mensch war da und man beginnt, sich hinein-

Kapitel unterteilt und bewegen sich auch

sondern daran vorbei. So mancher kennt

zusteigern. Man sieht sein Umfeld plötzlich

hinaus vom Brennerpass an sich.

den Brenner gar nicht mehr und wenn man

ganz anders, weil man gezielt nach Motiven

Ja, ich wollte die gesamte „Comune di Bren-

heute hinfährt, dann meist aus einer Art

sucht. Vieles springt einen beim Herumgehen

nero“ zeigen: Brennerpass, Gossensass, In-

Nostalgie heraus. Man trinkt ein Glas Wein,

auch einfach an. Ich gehe in Städten gerne

nerpflersch, St. Anton, wobei das Haupt-

nimmt eine Jause, geht einkaufen und fährt

durch die Peripherie. Dort sieht man auto-

augenmerk klar auf dem Pass liegt. In

wieder heim. Wenn man dann, wie ich für

matisch andere Dinge als auf touristischen

Anlehnung an Kurt Lanthaler ist auch das

mein Projekt, eine längere Zeit dort ver-

Trampelpfaden. Wenn man beginnt zu foto-

Brennerbad ein Thema geworden. Das hat-

bringt, sieht man den Brenner schließlich

grafieren und schon ein paar tolle Bilder ge-

te ich ursprünglich gar nicht am Plan. Die

mit ganz anderen Augen. Keine Ahnung, wie

macht hat, wird man fast ein bisschen süch-

Großmutter von Kurt Lanthaler ist zum

oft ich dort war, es spielt auch keine Rolle. Es

tig. Man kommt in einen Rausch und dann

Beispiel nie am Brenner gewesen, sondern

geht mir um die Geschichte(n).

sehe ich nur noch durch die Kamera.

immer nur bis zum Brennerbad gekommen.

Im Anschluss an die Bilderstrecke haben

Wie viele Bilder haben Sie am Brenner ge-

siert. Martin Pollack hat das Buch „Der Tote

Sie 27 Menschen mit ihren Geschichten por-

macht?

im Bunker“ über seinen Vater geschrieben,

trätiert. Wie kam es dazu?

Etwa 5.500 bis 6.000. Es gibt Fotografen, die

der hier ermordet wurde. Unter anderem hat

Ich habe versucht, im Buch den Brenner von

machen 40.000 Bilder. Das mag ich nicht.

der Südtiroler Künstler Peter Kaser, der auch

verschiedenen Perspektiven zu zeigen und

Vom Material, das ich habe, könnte man

in Brenner.o porträtiert wird, Pollack die-

unterschiedliche Geschichten zu erzählen.

wohl drei schöne Brenner-Bücher gestalten.

sen Bunker gezeigt. Es gibt für mich so viele

Ich wollte aber nie ein historisches oder poli-

Unbedingt mit dabei haben wollte ich die

Querverbindungen in diesem Buch, deshalb

tisches Buch machen. Ich habe viel über den

Wasserscheide und den Brennersee. Früher

war es mir so wichtig, diesen Teil mit rein-

Brenner gelesen und interessante Menschen

gab es sogar zwei Seen, doch einer ist ausge-

zunehmen. Je mehr man über den Brenner

kennengelernt, die mir von ihren Erinnerun-

trocknet und verschwunden. Den Brenner-

weiß, je mehr Leute man kennenlernt, desto

gen erzählt haben. Ich will nicht sagen, es

see kennt man und er wäre auch echt schön,

eher weiß man, was für einen selbst im Buch

war Zufall, aber es hat sich einfach so erge-

wenn die Autobahn daneben nicht wäre.

wichtig ist. Ich kann mit dem Buch so zu-

ben. Für die Porträts habe ich mich auch in

Aber so ist er halt, der Brenner. Es hat sich

frieden sein, wie es ist. Man muss nicht jedes

meinem Freundeskreis umgehört und fest-

viel verändert: Geschäfte wurden aufgelas-

Bild erklären.

gestellt, dass irgendwie jeder eine Meinung

sen, dafür wieder neue gegründet. Und mir

zum Brenner hat. Die Jause, die Eisenbahn,

ist im Laufe der Jahre aufgefallen, dass ei-

der Markt, es ging aber auch um die heutige

nige Häuser wieder komplett renoviert wer-

Migration und den früheren Nobeltourismus

den. Im alten Hotel Post aus dem Jahr 1786,

in Gossensass. Der deutsche und österreichi-

in dem unter anderem Goethe übernach-

sche Adel hat dort etwa seine Sommerfri-

tet hat, wohnen immer noch Leute. Im Lau-

sche verbracht. So kamen viele spannende

fe des Projektes habe ich einen ganz neuen

Geschichten zusammen.

Blick auf den Brenner bekommen, es wird

Und auch sonst sind viele Dinge hier pas-

alles tiefer. Am Anfang hab ich die Idee noch Hat man als Fotograf durch die Linse einen

ganz nett gefunden, aber wenn man ein paar

anderen Blick auf die Dinge?

Mal dort ist, sich damit auseinandersetzt

Ja, das ist ganz sicher so. Als ich das erste Mal

und neue Leute kennenlernt, wird es zum

mit der Kamera am Brenner war, habe ich

Erlebnis.

BRENNER.O

Geschichten über die Grenze Othmar Kopp, Kurt Lanthaler Tyrolia Verlag, 232 Seiten, EUR 39,95

eco.nova

97


Mobil

!

WEITERE TESTBERI CHTE, NEWS UND MEHR UN TE WWW.ECO-MOBIL. AT R

Auto & Motor

WELTPREMIERE Der komplett neu entwickelte Ford Focus feierte im April in London seine Publikums-Weltpremiere. Die vierte Generation der erfolgreichen Mittelklasse-Baureihe entpuppt sich dabei als das technologisch kompetenteste und fortschrittlichste Kompaktmodell in der Geschichte von Ford Europa. Die Entwicklung der neuen Baureihe

NACH OBEN OFFEN

begann dabei mit dem sprichwörtlichen

Lamborghini präsentierte kürzlich seinen Huracán Performante Spyder und mit ihm ei-

lungen. Ford beschreibt seinen neuen Focus

ne erhabene Kombination aus technologischer Innovation, Leistung und Open-Air-Fahr-

selbst als „innovativsten, dynamischsten

erlebnis. Mit seinem 5,2-Liter-V10-Saugmotor beschleunigt der allradgetriebene Super-

und faszinierendsten Ford aller Zeiten”. Un-

sportler in 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h sowie in 9,3 Sekunden von 0 auf 200 und zieht

terstrichen wird dieser Anspruch durch ei-

mit einer Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h mit dem Coupé-Schwestermodell gleich.

ne Reihe technischer Updates und die neue

Und auch wenn man diese Fahreigenschaften wohl nur selten nutzen wird können, so

Designphilosophie, die demgegenüber klar

ist schon das Gefühl, dass man könnte, wenn man wollte, ein ganz wunderbares. Gene-

den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Im

rell setzt man bei den Italiern voll auf den Faktor Emotion, rationale Gründe sind für den

Interieur dominieren klare Linien, verschie-

Kauf des 220.000-Euro-Boliden (Nettopreis!) wohl kaum zu finden.

dene Assistenzsysteme sorgen für mehr

weißen Blatt Papier und wurde von Grund auf neu gedacht. Und das Ergebnis ist ge-

Entspanntheit beim Fahren.

ELEKTROZUKUNFT Der neue Leaf von Nissan feierte einen Einstand nach Maß: Seit Vorverkaufsstart vor etwa einem halben Jahr sind allein in

BUSINESS-BEGLEITER

Europa mehr als 35.000 Bestellungen für die

Mit dem neuen A6 präsentiert Audi die achte Generation seiner erfolgreichen Oberklas-

Neuauflage des meistverkauften Elektro-

se-Limousine und sorgt damit für ein ordentliches Upgrade in der Businessclass. Das

autos der Welt eingegangen – davon knapp

technisch-elegant gezeichnete Modell bringt zahlreiche Innovationen ins Segment und

über 1.000 in Österreich. Mit dem neuen

ist vielseitig wie nie zuvor. Gemeinsam mit dem A8 und dem A7 Sportback ist der A6 aus-

Leaf treibt Nissan sein Konzept der intelli-

drucksstarker Botschafter der neuen Audi-Designsprache. Kanten und markantere Linien

genten Mobilität weiter voran und macht

sorgen für eine insgesamt klarere Kontur und sportliche Eleganz, innen dominieren High-

ihn zum wohl fortschrittlichsten unter den

tech, Hochwertigkeit und ein volldigitales Bediensystem. Das MMI-Touch-Response-System

erschwinglichen Elektroautos. Gestartet

mit haptischer und akustischer Rückmeldung ermöglicht eine schnelle und intuitive Einga-

wird bei rund 36.000 Euro. In der Stadt soll

be. Zum Start im Juni kommen zwei Motoren mit 340 bzw. 286 PS, Ab-Preis: 65.500 Euro.

man bis zu 380 Kilometer weit kommen.

98

eco.nova


ECO.MMENTAR

eco.mobil

eco.mobil mobil

Genie oder Wahnsinn?

Bruno König, Motorredaktion

Tesla ist neben Volkswagen derzeit jene Marke, von der man am öftesten in den

GUCKST DU

Medien hört. VW wegen der Folgen des

Zu Redaktionsschluss gab es zwar noch

Kompaktmodell gilt unter Experten als

keine offiziellen Bilder des neuen BWM-

Schlüsselprodukt für die langfristige Pro-

8er-Coupés, aber schon die Erlkönige

fitabilität von Tesla. Mit diesem Modell

lassen vermuten, wo die Reise hingeht.

will Elon Musk den Sprung zum Massen-

Wenngleich einem ein bisserl schwindlig

hersteller schaffen. Die Fertigung des voll-

wird, wenn man länger hinschaut. Den-

elektrischen Autos läuft derzeit aber nicht

noch lässt sich die feine Linienführung

wie geplant. Statt wöchentlich 5.000 Ex-

auch durch die schrägsten Durchein-

emplaren verlassen derzeit nur rund 2.000

ander-Linien nicht verbergen. Aktuelle

Autos die kalifornischen Werkshallen. Da-

SOMMERFRISCHE

fahrdynamische Erprobungen des neu-

mit liegt Tesla weit hinter den geplanten

en Luxus-Sportwagens in Wales zeigen

Produktionszahlen. Jetzt muss der Auto-

zudem nicht nur das harmonische Zu-

hersteller einen weiteren Rückschlag hin-

Hyundai hat seinem beliebtesten Modell,

sammenwirken von Antrieb und Fahr-

nehmen: Verbraucherschützer und „Auto

dem Tucson, ein Facelift verpasst und bringt

werk, sondern auch die große Spann-

Bild“ bemängeln zu lange Bremswege des

im Sommer die Neuauflage seines Bestsel-

breite der Fahreigenschaften zwischen

Model 3 und raten deshalb vom Kauf ab.

lers. Mit dabei: neue Assistenzsysteme, ein

Rennsport-Performance und Langstre-

Tesla-Boss Musk verspricht, die Bremsen

modifiziertes Design, erstmalig eine 8-Stu-

ckenkomfort. Das im BMW M850i xDrive

des Model 3 upzudaten.

fen-Automatik und ein neuer 1,6-Liter-Diesel-

Coupé erstmals eingesetzte Achtzylin-

Parallel dazu müssen zahlreiche Tesla-

motor. Das Außendesign wurde aufgepeppt

der-Triebwerk produziert exakt jenes

Fahrer bis zu zwölf Wochen auf Ersatztei-

und an Front und Heck präziser definiert,

Maß an Drehmoment und sonorem

le warten. Scheinbar ist das europäische

kräftig nachgehübscht wurde bei den As-

Sound, das für entspanntes Cruisen

Zentrallager in Holland zu klein dimen-

sistenz- und Sicherheitssystemen und auch

ideal ist, dann aber eben auch bissig-

sioniert.

technologisch ist man bei den Koreanern

sportlich – 530 PS und 8-Gang-Steptro-

gänzlich up to date. Angerollt kommt der

nic-Sport-Getriebe sei Dank.

Dieselskandals und Tesla wegen Problemen mit der Produktion des Model 3. Das

Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

Tucson im Sommer, Preis: ab ca. 20.000 Euro.

ORIGINAL-UPDATE Wenn auf ein Auto die viel zitierte britisch-noble Zurückhaltung nicht zutrifft, dann ist das MINI. Progressiv im Design und mit allerhand Bums unter der Haube hat der flotte Kleine eine schöne Fanschar um sich gereiht. Nun hat das Original ein feines Update bekommen, wurde in der Optik stilvoll verfeinert und in der Technik weiterentwickelt, ohne ihm seine Wurzeln zu nehmen. Betroffen davon sind der 3- und 5-Türer sowie das Cabrio, die ab sofort noch mehr auf Individualisierung ausgelegt sind. Dazu kommen neue Lederausstattungen, Interieuroberflächen und Colour-Lines und auch das Motorenprogramm lässt quasi keine Wünsche offen.

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eco.mobil

Der neue VW Touareg vor dem Wilden Kaiser

Exklusiver Allrounder Volkswagen präsentierte am Fuße des Kaisergebirges in Scheffau sein neues Flaggschiff: den mächtigen Touareg. Die dritte Generation des Big-Size-SUV beeindruckt mit technischen Innovationen, viel Luxus, aber auch mit starken Motoren. // TEXT: BRUNO KÖNIG

N

Dimension brachte. Dank seiner Vielseitigkeit und der zahlreichen Komfort- und Dynamikeigenschaften wurde der große VW ein echter Allrounder, allerdings ein sehr exklusiver. „Die Möglichkeit, ein großes und besonders exklusives SUV zu realisieren, haben wir konsequent genutzt und umgesetzt“, so Bischoff. Prägend ist die massive Frontpartie mit viel Chrom im Grill und den fortlaufenden Linien der Lichtsignatur. Die Seitenfläche wirkt hingegen wie ein gespanntes Segel – muskulös und ausgeformt.

„Innovision Cockpit“ Der Innenraum zeigt sich in einer völlig neuen Dimension: Er macht einen riesigen

achdem der Phaeton einge-

Gelungen ist den Designern auch der opti-

Schritt in Sachen Luxus und ist mit seiner

stellt wurde, ist der Toua-

sche Auftritt des neuen Touareg. Gegenüber

Technologie konsequent auf das digitale

reg das Flaggschiff in der

seinem Vorgänger wuchs er nur moderat in

Zeitalter zugeschnitten. Hier erwarten den

VW-Palette. Die dritte Ge-

Länge und Breite, wurde jedoch etwas fla-

Fahrer eine wahre Allianz digitaler Inst-

neration wurde kürzlich in den Kitzbüheler

cher, was ihm einen sportlichen und dyna-

rumente und ein immenser 15-Zoll-Touch-

Alpen in der kleinen Gemeinde Scheffau am

mischen Auftritt verschafft. „Design und

screen. Das ist die neue Schaltzentrale des

Wilden Kaiser präsentiert. Das komplett neu

Technik korrespondieren beim neuen Toua-

Touareg, in der alle Informationen und Ein-

entwickelte SUV beeindruckt mit einer Viel-

reg nahezu perfekt“, betont VW-Chefdesig-

stellungen zusammenlaufen. Das „Innovisi-

zahl an zukunftsweisenden Assistenz-, Kom-

ner Klaus Bischoff, der gemeinsam mit sei-

on Cockpit“ kommt nahezu ohne klassische

fort-, Licht- und Infotainment-Systemen.

nem Team das Design in eine neue Zeit und

Tasten, Schalter und Regler aus, nutzt sie

100

eco.nova


eco.mobil

Volkswagen nennt das neue Cockpit „Innovision“.

Der Innenraum zeigt sich luxuriös und geräumig.

toren und die extrem leuchtstarken „IQ. Light-LED-Matrixscheinwerfer“. Angeboten wird der neue Touareg ausschließlich mit großen V6- und V8-Motoren. Den Start

aber dort, wo es sinnvoll ist. Etwa für die in-

Fusion der Systeme

tuitive Lautstärkeregelung.

Der neue Touareg startet mit dem größten

Schon im Juni folgt ein weiterer V6-Selbst-

Nie zuvor war ein VW-Interieur derart digita-

Spektrum an modernsten Systemen, die in

zünder mit 231 PS und noch im August ist

lisiert und mit der Außenwelt vernetzt. Trotz

einem Volkswagen jemals verbaut wurden.

ein 340 PS starker 3.0-Liter-Benziner be-

der vielen Technik, betont Volkswagen, stehe

Dazu zählen auch völlig neue Technologi-

stellbar. Im Frühjahr 2019 ist schließlich die

der Mensch im Mittelpunkt. Assistenz-, Fahr-

en wie die Nachtsichtunterstützung „Night-

Topmotorisierung mit dem 4.0-Liter-V8-Die-

dynamik- und Komfortsysteme regelt der

vision“, der Stau- und Baustellenassistent,

sel und 421 PS zu bekommen. Die Preise

Fahrer auf Basis seines ganz persönlichen

ein Kreuzungsassistent, eine aktive Allrad-

starten bei 66.690 Euro für den kleineren

Geschmacks und personalisiert damit sozu-

lenkung, eine neue Wankstabilisierung mit

Diesel (ab Juni) und bei 72.690 Euro für den

sagen „seinen“ Touareg.

elektromechanisch gesteuerten Stabilisa-

286-PS-Diesel.

macht der 286 PS starke 3.0-Liter-V6-Diesel.

promotion

Aus- und Weitblicke Mit dem im Sommer 2016 direkt am Ufer neu eröffneten deck47 hat der Innsbrucker Badesee Rossau, besser bekannt als Baggersee, eine enorme kulinarische Aufwertung erfahren und das gastronomische Angebot der Landeshauptstadt um eine – auch architektonisch – wunderbare Location erweitert. Und man kann hier mittags und abends nicht nur vorzüglich, kreativ und abwechslungsreich speisen, sondern auch in entspannter und trotzdem eleganter Atmosphäre feiern.

Feste feiern Die einzigartige Lage mitten in der Natur und doch zentral erreichbar macht das deck47 zur idealen Eventlocation. Die Rossau ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem zu erreichen, für Selberfahrer stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Wer Veranstaltungen plant, ist im Restaurant am See nicht nur ob des herrlichen Ausblicks richtig, den man von der schönen Terrasse ebenso genießen kann wie dank großzügiger Glasfronten von innen, sollte das Wetter einmal nicht so ganz outdoorfreundlich sein. Vom kleinen Pressebrunch bis zum Firmenevent, vom geselligen Familienfest bis zur pompösen Hochzeitsfeier ist hier so ziemlich alles möglich. Das Team kümmert sich nebst feinem Essen samt Torten und Mitternachtssnacks auch gerne ums Drumherum, also DJs, musikalische Begleitung oder die passende Deko. Und weil die Location trotz guter Erreichbarkeit eben doch ein wenig abseits des Stadtrummels liegt, kann selbst auf der Terrasse und im Garten bis nach 22 Uhr gefeiert und gelacht werden.

DECK47 . RESTAURANT . BAR

Archenweg 62, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/31 94 70 info@deck47.at, www.deck47.at

eco.nova

101


eco.mobil

Der Traveller kann in drei unterschiedlichen Längen geordert werden.

Auf Tour Der Peugeot Traveller ist ein echter Van und eignet sich sowohl für Geschäftsleute als auch für die große Familie. Mit bis zu neun Sitzplätzen und jeder Menge Komfort wird er zum perfekten Reisebegleiter. // TEXT & FOTOS: BRUNO KÖNIG

M

it dem Traveller möchte

ausreichend flott. In Kombination mit dem

Luxus und Komfort

Peugeot in erster Linie

gut bedienbaren Sechs-Gang-Schaltgetrie-

Innen überzeugt der Franzose auf ganzer Li-

Businesskunden und Fa-

be gleitet der Traveller komfortabel über den

nie. Mit dabei: feines Leder und eine üppige

milien mit mehreren Kin-

Asphalt. Das Fahrwerk bügelt Unebenheiten

Komfortausstattung, die ganz und gar kein

dern ansprechen. Der gefällige und vor allem

gekonnt aus und auch in Kurven verhält sich

Flair eines Nutzfahrzeuges aufkommen las-

geräumige Van ist eine Gemeinschaftspro-

der Familien-Van äußerst gutmütig. Die Len-

sen, dazu tolle Sitze mit vielen Verstellmög-

duktion der drei Hersteller Peugeot, Citroën

kung ist zwar nicht das Musterbeispiel an

lichkeiten, zahlreiche Ablagefächer und auf

(Spacetourer) und Toyota (ProAce Verso).

Präzision, funktioniert aber tadellos.

beiden Seiten elektrisch bedienbare Türen,

Der Traveller kann in drei unterschiedlichen

Ausgezeichnet zeigte sich hingegen der Die-

die das Aus- und Einsteigen richtig bequem

Längen zwischen fünf und neun Sitzen geor-

selmotor: Mit 7,4 Litern im Schnitt gehört der

machen. Die großen, getönten hinteren Sei-

dert werden. Unser Testwagen kam mit dem

Traveller zu den sparsamsten seiner Klasse.

tenscheiben ermöglichen eine gute Aussicht

mittleren Radstand und acht Sitzen in der

Zahlreiche Assistenzsysteme, die Grip-Con-

auf Reisen. Steht einmal ein größerer Ein-

exklusiven Businessausstattung daher.

trol, das Audiosystem und die leuchtstar-

kauf oder eine Lieferung vom Baumarkt

Der kräftige 2.0-Liter-Blue-HDi-Dieselmotor

ken Xenon-Scheinwerfer machen das Fahren

auf dem Programm, kein Problem: Jeder

leistet 150 PS und bewegt den großen Löwen

zum echten Vergnügen.

Sitz kann einzeln und ganz leicht mit wenig

PEUGEOT TRAVELLER 2.0 BLUE HDI 150 BUSINESS

102

eco.nova

MOTOR:

2.0-Vierzylinder-TD

LEISTUNG:

110 kW/150 PS

DREHMOMENT:

370 Nm

0–100 KM/H:

11,7 sec

SPITZE:

170 km/h

TESTVERBRAUCH:

7,4 Liter/100 km

CO2-AUSSTOSS:

143 g/km

SPASSFAKTOR:

6 von 10

PREIS:

ab 38.400 Euro


eco.mobil

Zwischen fünf und neun Sitzplätze sind möglich.

Kraftaufwand ausgebaut werden. Das Aus-

lässt sich einfach bedienen und bringt einen

und Einlupfen der Sitze ist dann wieder ein

zielsicher an den gewünschten (Urlaubs-)Ort.

anderes Thema – die komfortablen Einzelsit-

Dass die Audioanlage hervorragend klingt

ze sind nämlich richtig schwer. Sind alle Sit-

und die Fahrgeräusche sich in Grenzen hal-

ze ausgebaut, gibt es bis zu 4.000 Liter frei-

ten, ermöglicht Urlaubsstimmung schon bei

en Stauraum. Fahrräder, Kinderwagen und

der Anreise. Aber nicht nur Familien werden

auch beides zusammen sind dann absolut

damit ihre Freude haben; auch Geschäfts-

kein Problem mehr.

kunden, die viel Stauraum schätzen, haben

Der große 7-Zoll-Bildschirm samt Navigation

mit dem Peugeot Traveller eine gute Zeit.

eco.nova

103


eco.mobil

Jugend-Stil Alle wollen SUV. Und weil die Kunden eben SUV wollen, will auch VW SUV und erweiterte sein Angebot um den T-Roc. Vor allem Jugendliche und Junggebliebene sowie urbane Käufer will der fesche, spritzige, bunte und kompakte Wolfsburger überzeugen. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

W

VW T-ROC 2.0 TDI 4MOTION DSG

ährend alle anderen Segmente stagnieren, findet im Be-

MOTOR:

2.0-Vierzylinder-TD

LEISTUNG:

110 kW/150 PS

DREHMOMENT:

340 Nm

keiten der Kunden angepasst. Volkswagen

0–100 KM/H:

8,4 sec

gibt Vollgas im einstigen Revier brachialer

SPITZE:

200 km/h

Geländewagen, die seinerzeit von Almwirten

TESTVERBRAUCH:

6,3 Liter/100 km

und Forstaufsehern über Stock und Stein ge-

CO2-AUSSTOSS:

133 g/km

jagt wurden. Die jetzige SUV-Generation prä-

SPASSFAKTOR:

7 von 10

PREIS:

ab 21.790 Euro

reich der kompakten SUV im-

mer noch ordentlich Wachstum statt. SUV ist in und hat sich den Wünschen und Möglich-

sentiert sich seidenweich und lifestylish und reicht bei VW vom brandneuen Touareg über den Tiguan eben bis hin zum T-Roc. VW war mit dieser Offensive spät dran – die anderen tummeln sich schon länger am Markt. Selbst aus der eigenen Familie. Seat mit dem Ateca, Škoda mit dem Karoq und die Konkurrenz sowieso. Aber solange die perfekte SUV-Verkaufswelle rollt, lohnt es sich, mitzusurfen. Die Zielgruppe ist klar definiert: jung, urban, vernetzt. Und genau so sieht der Neue aus. Ein VW, der sich ordentlich in den vollen Regalen vorhandener Baugruppen der Wolfsburger bedienen kann, aber optisch völlig eigenständig daherkommt. Das trifft auch auf die Maße zu – auch wenn sich das Auto im Echtbetrieb sehr erwachsen anfühlt. Mit 4,23 Metern ist der T-Roc deutlich kürzer als der Tiguan und sogar einen Tick kleiner als der Golf. Wie es sich für Jugendliche gehört, darf es der T-Roc auch bunter treiben, so wie unser blauer Testwagen.

Der T-Roc will mehr sein als ein Golf mit Aussicht und das ist er auch. Das urbane SUV hat Allrad, Assistenzsysteme, auf

Der T-Roc darf wild, rockig und bunt sein.

© BRUNO KÖNIG

Funktioniert überall

Wunsch Infotainmentsysteme und DSG und bietet in Österreich fünf Motorisierungsva-

und vermittelt zugleich Komfort und Sicher-

beruhigt und ist die eigentliche Stärke für

rianten. Geordert werden kann der T-Roc in

heit. Je nach Temperament des Besitzers

Fahrer in alpinen Regionen wie Tirol.

der Basisversion oder den Linien Style und

und Beschaffenheit des Asphaltbandes lässt

Warum das Auto eigentlich so heißt? Das T

Sport. VW produziert den T-Roc für den eu-

sich zwischen mehreren Fahrmodi wählen,

steht für Geländemodelle von VW. Und das

ropäischen Markt im portugiesischen Städt-

die den Charakter des Wagens und des Fah-

Roc ist ein Kunstwort, in dem die Absicht der

chen Setúbal. Wir fuhren im Test den 150 PS

rers anpassen. Es gibt jede Menge Assistenz

Entwickler (rockig, wild) ebenso steckt wie

starken TDI, der genau das macht, was man

und selbst bei einem Abstecher ins Gelände

eine leise Anspielung auf das Terrain (rock –

von einem Diesel erwartet.

macht der T-Roc gute Figur. Jetzt werden das

der Fels), auf dem SUV genetisch zu Hause

Der Antritt des Neuen ist beherzt, das Fahr-

die wenigsten heimischen Käufer tun – aber

sind. Auch wenn viele Käufer das niemals

werk erlaubt sich keine Schwächen: Präzise

was im Gelände funktioniert, funktioniert

brauchen. Aber das ist die Faszination:

wie ein Zirkel zieht der T-Roc um die Kurven

auch bei widrigen Straßenverhältnissen. Das

Der T-Roc könnte es.

104

eco.nova


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eco.mobil

Elektrisiert

Mit seinem ersten Elektroauto sorgte Jaguar kürzlich in der Autowelt DenzelUnterberger für Furore in Tirol. Der neue vollelektrische I-Pace löste einen wahren Ansturm aus und begeisterte Gäste und Veranstalter.

Der Star des Abends präsentierte sich vor rund 300 Gästen.

D

er österreichische Brite – ge-

Puls der Zeit.“ Geradezu ins Schwärmen

baut bei Magna in Steyr –

kam Markenleiter Michael Schotzko: „Der

glänzte im Scheinwerferlicht

von Grund auf als Elektroauto konzipierte

der Innsbrucker Autowelt.

I-Pace hält, was Jaguar verspricht: atembe-

Die in Summe fast 300 Gäste waren sich je-

raubende Optik, aufregendes Fahrverhal-

denfalls einig: Der Jaguar I-Pace ist das mit

ten und edelste Materialien.“ Kein Wunder,

Abstand schönste Elektroauto am Markt.

denn allein die Eckdaten des „Stromers“ be-

Verfeinert wurde der gelungene Abend in

eindrucken.

der Innsbrucker Autowelt mit kulinarischen

Das sofort nutzbare Drehmoment von

Highlights von Lucy Wang und der aktuellen

696 Nm sorgt für eine Beschleunigung auf

NEON-Kollektion von Burberry, exklusiv zur

100 km/h in gerade einmal 4,8 Sekunden.

Verfügung gestellt vom Modehaus Fink’s in

Und entscheidend für ein Elektroauto: Die

Innsbruck.

Reichweite ist mit bis zu 480 Kilometern

Betriebsleiter Andreas Resch zeigte sich

(WLTP-Fahrzyklustest) mehr als alltagstaug-

vom schicken Elektro-SUV aber vor allem

lich. Der Jaguar I-Pace kommt mit acht Jah-

vom Kundenandrang überwältigt: „Wir

ren Garantie auf die Batterie und einem

hatten mit 150 Gästen gerechnet, gekom-

Wartungsintervall von zwei Jahren daher.

men sind fast doppelt so viele. Offensicht-

Bestellungen sind ab sofort möglich, die

lich trifft Jaguar mit dem I-Pace genau den

Preise starten bei 78.380 Euro.

Hausherr Dieter Unterberger (Mi.) mit Tina und Markus Villinger

Die Metallbauer: Familie Muigg aus Mühlbachl

106

eco.nova

Das Autowelt-Jaguar-Team: Betriebsleiter Andreas Resch und Verkaufsleiter Michael Schotzko mit den beiden Verkaufsberatern Hans-Joachim Auer und Matteo Loreck

Mode und Autos: Carina und Paul Fink mit Tonja und Andreas Resch


Der neue Touareg. Jetzt bestellbar.

Wir bringen die Zukunft in Serie. Verbrauch: 6,9 l/100 km. CO2-Emission: 182 g/km. Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Thema WLTP unter www.volkswagen.at/wltp Stand 04/18. Symbolfoto.

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© BRUNO KÖNIG

eco.mobil

Happy End Dem i30 Fastback gelingt es, mit seinem hübschen Rücken zu entzücken. Hyundai schickt ein Coupé mit eleganten Linien ins Rennen um die Gunst der Käufer, einen flotten Cruiser, der europäisches Design in seiner DNA trägt. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

B

Fahrbetrieb, auch auf verkehrsfreien Landstraßen, völlig ausreichend. Die Automatik schaltet butterweich, die Lenkung folgt präzise jeder Handbewegung, das Fahrwerk bietet reichlich Komfort. Das große, hoch sitzende Navi ist gut einsehbar und sorgt für Orientierung. Der i30 Fastback geizt nicht mit Technik und bringt bereits in der Serienausstattung eine Reihe nützlicher Assistenzsysteme mit. Die Motorisierungsvarianten sind überschau-

ei Hyundai sind alle guten Din-

türers und Kombis – was ein Lob und kein

bar. Zunächst gibt es zwei Benziner: Einen

ge drei: Der i30 ist nicht nur

Tadel sein soll. Und er bietet sogar einen für

Dreizylinder-Turbo mit einem Liter Hubraum

als Fünftürer und als Kombi,

die Kompaktklasse überdurchschnittlichen

und 120 PS oder einen 1,4-Liter-Vierzylinder

sondern nun auch als Coupé

Kofferraum.

wie in unserem Testwagen. Und der Platz?

erhältlich. Er knüpft damit nahtlos an die

Beim Einsteigen fallen wertige Materialien

Vorne großzügig, hinten – aufgrund der nach

Tugenden eines Mercedes CLA oder einer

und der wohltuende Verzicht auf Hartplas-

unten verlaufenden Dachlinie – im Kopfbe-

Audi-A3-Limousine an und besticht durch

tik auf. Wir fuhren den 1,4-Liter-Benziner mit

reich etwas beschränkt. Das gilt auch für die

eine äußerst gelungene Erscheinung. Kein

140 PS und 7-Stufen-Doppelkupplungsge-

Sicht nach hinten, aber die exzellente Rück-

Wunder, dass der i30 Fastback europäischen

triebe. Der i30 Fastback kommt zwar optisch

fahrkamera macht das wieder wett. Und

Augen gefällt – schließlich wurde er im deut-

recht sportlich daher, lädt aber eher zum

schließlich muss man ja nicht den ganzen

schen Designzentrum von Hyundai in Rüs-

entspannten Cruisen ein. Die Beschleuni-

Tag rückwärts einparken. Die Preise begin-

selsheim entwickelt. Und dafür mit dem IF

gung von null auf hundert ist mit 9,2 Sekun-

nen beim Abschluss eines Leasingvertrages

Design Award 2018 belohnt. Das bedeutet

den nicht berauschend, aber im normalen

bei 21.990 Euro.

ästhetisches Auftreten, entspannte Eleganz und stylische Sportlichkeit mit bogenförmiger Coupé-Silhouette. Doch beginnen wir nicht am Ende, sondern fangen ganz von vorne an: Der Fastback leis-

HYUNDAI I30 FASTBACK 1.4 T-GDI STYLE MOTOR:

1,4-Liter-Benzin-Turbo

tet sich nicht nur einen entzückenden Rü-

LEISTUNG:

103 kW/140 PS

cken, sondern bringt auch einige andere Mo-

DREHMOMENT:

242 Nm

difikationen mit, um die Linie abzurunden:

0–100 KM/H:

9,2 sec

Er verfügt gegenüber dem normalen Fünftü-

SPITZE:

208 km/h

rer über einen flacheren Grill, um elf Zenti-

TESTVERBRAUCH:

6,4 Liter/100 km

CO2-AUSSTOSS:

134 g/km

SPASSFAKTOR:

7 von 10

PREIS:

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meter mehr Länge und ist um drei Zentimeter flacher. Plattform, Technik und Ambiente sind identisch mit jenem des normalen Fünf-

108

Unbenannt-9

eco.nova

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© HOUDEK

eco.mobil

Ein Hase für Generationen Der Golf und Österreich – eine Erfolgsgeschichte seit Generationen. // TEXT UND FOTOS: BRUNO KÖNIG

M

an schrieb das Jahr 1974,

oniert seit mittlerweile 40 Jahren in sieben

als sich bei Volkswa-

Golf-Generationen, wobei der Start überaus

Aus der Not entstand erfolgreichstes Modell

gen alles auf den Kopf

holprig war. „Das Werk in Wolfsburg infor-

Obwohl der Volkswagen-Konzern anfäng-

zu stellen schien: vom

mierte uns eines Tages, dass der 70-PS-Mo-

lich Unterstützung anbot, gab es nach der

runden und luftgekühlten Käfer mit Heck-

tor für den Golf nicht mehr lieferbar sei.

Modelleinführung hausinterne Kritik und

antrieb zum eckigen Golf mit Frontantrieb

Als Alternative wurde uns ein 60-PS-Motor

sogar die Androhung von Konsequenzen.

und Wasserkühlung. Doch es dauerte, bis die

angeboten. Eine heikle Situation, denn der

„Vor allem die Tatsache, den noch jungen

Österreicher vom neuen Konzept überzeugt

leistungsstarke Golf mit 70 PS hatte gerade

Namen Golf durch Rabbit zu ersetzen, ge-

waren. Erst drei Jahre nach seinem Markt-

die Ära des Käfers beendet. Es musste also

fiel den VW-Verantwortlichen gar nicht.

eintritt gelang dem Golf 1978 der endgülti-

schnell eine Lösung her und aus der Not he-

Erst als der Rabbit mit zehn Prozent Markt-

ge Durchbruch. Damals wurde er erstmalig

raus entstand mit dem Rabbit das beliebtes-

anteil zum erfolgreichsten Sondermodell

zum meistverkauften Auto Österreichs. Die-

te Sondermodell der Österreicher“, erinnert

wurde, hat man unseren Schritt akzeptiert“,

sen Nummer-eins-Status hat der kompak-

sich der damalige VW-Pressesprecher Her-

so Becker. Hermann Becker ist als Presse-

te Wolfsburger bis heute kein einziges Mal

mann Becker zurück.

sprecher mittlerweile im wohlverdienten

mehr aus der Hand gegeben. Bis heute wur-

Ruhestand, den Golf gibt es immer noch.

den vom Golf 34 Millionen Exemplare produ-

Der Erfolg ist ebenso geblieben. Noch heu-

ziert, wovon fast eine Million allein in Öster-

te entscheiden sich pro Jahr rund 23.000

reich verkauft wurden. Aktuell sind 376.000

Österreicher für einen Golf in mittlerweile

Golfs aller Generationen auf unseren Stra-

fünf unterschiedlichen Karosserievarian-

ßen unterwegs.

ten und fünf Antriebskonzepten. Auch den

Die Initialzündung für diesen unvergleich-

Rabbit gibt es immer noch und wenn ein

lichen Erfolg fand 1977 mit der Einführung

Golf mit dem Hasen-Logo auf den Markt

des Golf Rabbit statt – ein Golf mit Mehr-

kommt, wissen die Österreicher, dass es ein

ausstattung zu einem besonders attraktiven

gutes Angebot ist. Daran wird sich wahr-

Preis und mit einem kleinen Hasen am Heck. Dieses einfache wie geniale Konzept funkti-

110

eco.nova

scheinlich auch in den nächsten GeneratioHermann Becker hatte die Idee für den Golf Rabbit.

nen nichts ändern.


eco.mobil

Škoda auf Abwegen Bitte nicht falsch verstehen: Škoda ist derzeit mit seinen Modellen auf der Erfolgsstraße unterwegs und kommt mit den Auslieferungen kaum nach. Wir waren es, die mit den Allradmodellen der tschechischen Marke auf Abwegen unterwegs waren. In Stotzing, einem großen Offroadgelände im Burgenland.

D

ie Allrad- Erfolgsgeschich-

ten und dem Achs-Verschränkungsparcours

te von Škoda begann mit

zeigten die beiden Škodas keine Schwächen.

dem Octavia 4x4 vor fast

Die Bodenfreiheit war stets ausreichend und

20 Jahren. Seit 1999 konn-

könnte nur im extremen Gelände zum Prob-

te die Marke mehr als 700.000 Allradfahr-

lem werden. Doch wer fährt schon in extre-

zeuge weltweit verkaufen. Derzeit bietet

mes Gelände? 99,9 Prozent aller Autobesitzer

Škoda neben dem Octavia auch den Su-

wohl nicht. In der Regel ist es eher so, dass

perb, den Kodiaq und den Karoq mit dem

der Škoda im Gelände mehr kann als sich die

bewährten 4x4-Antrieb an. Mit diesen vier

meisten Fahrer zutrauen. Im Sinne der Ver-

Modellreihen waren wir kürzlich im bur-

kehrssicherheit ist das auch gut so.

genländischen Stotzing unterwegs, um die Offroadqualitäten der beiden SUV-Modelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Octavia und Superb mit Allrad begeisterten uns bereits bei der Anfahrt vom Flughafen Schwechat ins südwestliche Burgenland bei anhaltend strömendem Regen. Sicher und souverän brachten uns die beiden sportli-

Autopark goes Oberland Der Autopark ist bekannt für seinen engagierten Expansionskurs. Nun zieht es Michael Mayr nach Pfaffenhofen.

chen Kombis zum beeindruckend großen Testgelände nach Stotzing. Dort angekommen, stiegen wir in die Škoda-SUV-Modelle Kodiaq und Karoq um und waren gespannt, was die zwei im schwierigen und vor allem durch den Dauerregen gatschigen und schmierigen Gelände zu leisten vermögen.

Hupf in Gatsch Alle aktuellen Allradmodelle der Marke ver-

gesteuert und errechnet permanent die per-

N

Michael Mayr besonders mit dem Neu-

mit seinem Team – allen voran Verkaufs-

fekte Kraftverteilung zwischen Vorder- und

bau des Autoparks in Wörgl einen neu-

leiter Micha Emanuel Hauser – neue Ver-

Hinterachse. Im Normalfall beträgt die Ver-

en Maßstab. Nun streckt der gewiefte

triebskonzepte wie den „FordStore Inns-

teilung 50:50 auf beide Achsen. Im Extrem-

Unternehmer seine Fühler in Richtung

bruck“ oder den Eventbereich „Nordlicht“,

fall kann jedoch fast die gesamte Antriebs-

Oberland aus und errichtet in Telfs-Pfaf-

ebenfalls in Innsbruck, um. „Dank der

kraft entweder auf eine Achse oder sogar ein

fenhofen nahe seinem Heimatort Mie-

hervorragenden Entwicklung der letzten

einzelnes Rad geleitet werden. Ein enormer

ming den mittlerweile fünften Auto-

Jahre können wir das Autopark-Angebot

Vorteil im anspruchsvollen Offroadzentrum

park-Standort. „Investitionen sind das

nun auch im Tiroler Oberland ausbauen.

Stotzing. Denn das Gelände ist schon von

stärkste Signal, das ein Unternehmen am

Der Spatenstich für den neuen Betrieb

Haus aus schwierig, gepflastert mit zahlrei-

Markt setzen kann“, ist Mayr überzeugt.

in Telfs-Pfaffenhofen fand bereits am

chen großen Steinen und steilen Passagen.

Das hat er in den letzten Jahren auch oft

23. April statt“, berichtet Mayr mit Stolz.

Der Dauerregen verschärfte die Bedingun-

genug unter Beweis gestellt: Schritt für

Rund sieben Millionen Euro werden in

gen zusätzlich. Trotz dieser widrigen Um-

Schritt hat Mayr den ehemaligen Köl-

den Neubau investiert und im Endaus-

stände zeigten sich sowohl der geräumige

lensperger-Betrieb in Innsbruck von Ford

bau 25 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Kodiaq als auch der kompaktere Karoq sou-

übernommen und ihn seit seiner 100-Pro-

Als Hauptmarken werden dort Ford

verän und meisterten alle Passagen sicher.

zent-Übernahme zu einem Erfolgsun-

und Suzuki ein neues Zuhause finden.

Grenzen setzen bestenfalls die Serienreifen,

ternehmen ausgebaut. Danach folgten

Fertigstellung für den fünften Autopark-

deren Profil im tiefen Schlamm schnell ver-

Übernahmen und Zukäufe in Vomp und

Betrieb wird Anfang 2019 sein.

fügen über ein modernes Antriebssystem und eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung der fünften und neuesten Generation. Das gesamte System wird elektronisch

ach den Übernahmen in

Kirchdorf sowie im Jahr 2009 der kom-

Innsbruck, Vomp und Kirch-

plette Neubau in Wörgl, der bis heute

dorf setzte Geschäftsführer

Standards setzt. Parallel dazu setzte Mayr

schlossen war. Auch auf den Schrägfahr-

eco.nova

111


Lifestyle Luxus & Trends

KURZ MAL MEER Unter diesem Zugang bietet der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours im Zeitraum Juni bis September nun auch Kurzurlaube in seine beliebtesten Urlaubsziele am Mittelmeer an. Durch die Kombination der Midweekflüge mit den Wochenendflügen ergeben sich ideale Kurzaufenthalte. Die Direktflüge ab Innsbruck machen es möglich, dass man stressfrei und bequem nach Kalabrien (Bild), Chalkidiki, Kefalonia, Epiros und Lefkas reist. Und: Seit 12. Mai fliegenKunden mit Avanti Air im Kleid von Idealtours in den Urlaub. Die Fokker 100 der deutschen Fluggesellschaft wurde mit dem Logo des Reiseveranstalters versehen, damit man als Reisen-

Durch die Blume gesagt ...

der auf den ersten Blick sieht, wo man lang muss. Und auch innen wurden die Maschinen modernisiert und die Bordküche überarbeitet. // www.idealtours.at

Es gibt fast in allen Sprachen Worte, die sich nicht direkt übersetzen lassen. Die mehr sind als ein Wort sondern eine Situation beschreiben oder ein bestimmtes Gefühl. Deutsche Worte sind etwa „Schadenfreude” (ja, tatsächlich!) oder „Weltschmerz”. Letzteres hat seinen festen Platz in

REISE.TIPP

vielen Sprachen gefunden. Für Engländer zum Beispiel bedeutet es, dass einem schier die ganze Welt auf den Kopf fällt, ähnlich dem Gefühl, das Kopf- oder Bauchschmerzen auslösen kann. Es scheint so typisch deutsch zu sein, dass niemand anderes auf die Idee kam, dafür einen komplett übereinstimmenden Begriff zwischen Verdrossenheit und Verzweiflung zu finden. In diesem wunderbar illustrierten Büchlein entführt Christopher J. Moore in die bunte Welt der Sprache und hat insgesamt 90 solcher einzigartiger Redewendungen und bezaubernden Wörter zusammengetragen, die zeigen, dass es eigentlich noch viel mehr Möglichkeiten gibt, etwas zu sagen und sich auszudrücken.

MIT ANDEREN WORTEN

Unübersetzbares aus aller Welt Christopher J. Moore, Knesebeck Verlag, 128 Seiten, EUR 15,40 Moore ist Autor, Übersetzer und Lektor von Kinderbüchern und Romanen und hat mit seinen Büchern schon mehrere Preise gewonnen. Grafisch in Szene gesetzt wurde das Buch von Illustratorin Lan Truong aus Portland, die ihre Inspiration in alten Zündholzschachteln und Postern aus aller Welt findet.

Auf Reisen mag man ungern sein gesamtes Badezimmer mit in den Koffer packen. !QMS Medicosmetics hat uns praktischerweise ein Reiseset geschnürt, um die Haut zu erfrischen und zu schützen. Das Travel Case enthält unter anderem Reinigungslotion und -tonic, eine Maske sowie pflegende Cremes in Sondergrößen. Erhältlich um 99 Euro im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck.

FÜR KLEINTIER-PATIENTEN Mitte April wurde auf der Ötztaler Höhe der erste MRT (Magnetresonanztomograph) sowie CT (Computertomograph) für Hunde und Katzen installiert. Ganz so entspannt wie auf dem Bild werden die Tiere zwar nicht sein, dennoch hat man alles darauf ausgelegt, es ihnen so angenehm wie möglich zu machen. Die von Tierärzten geleitete Firma Vetpix eröffnet noch im Juni und bietet modernste Diagnostik bei Verletzungen und Erkankungen bei Kleintieren. Die Bilddaten können dann direkt in einem eigens dafür eingerichteten Intranet online abgerufen werden und stehen auch auf CD zur Verfügung.

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eco.nova


eco.life

DIRNDL PASST IMMER Ja, o.k., das Gauderfest ist für heuer schon gelaufen, aber das nächste Oktoberfest kommt bestimmt. Und überhaupt und sowieso ist man mit einem Dirndl eigentlich immer richtig angezogen. Wir mögen zum Beispiel die unkomplizierten, aber edlen Interpretationen von Elisabeth Eugeni. Der

BLAUFRÄNKISCH Original aus Deutschkreutz 2016

Designerin aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn bei München kommt es auf die exakte Passform, Qualitätsmaterialien, geschmackvolle Farbkombis und High-Class-Verarbeitung an. „Schließlich möchte man lange etwas von seinem Dirndlgwand haben.“ Gesehen um 899 Euro bei Rauscher.

EIN DANKE DEM VULKAN Vulkanausbruch mitten in Österreich? Vor ca. 2,6 Millionen Jahren keine Seltenheit. In den bekannten südoststeirischen Weinorten Klöch und Tieschen spuckte der Vulkan so viel glühende Lava und heiße Asche aus, dass wir bis heute davon profitieren. Bildet der fruchtbare Boden aus Vulkangestein, Lehm und Sandstein doch die Basis für die vollmundigen Weine und das wohltuende mineralreiche Wasser der Region Bad Radkersburg.

Der Boden macht den Wein „Wein, Wasser & Vulkan Erlebnis“ lautet deshalb auch das Motto einer speziellen Verkostung. Bei erfahrenen Winzern lernen Weinliebhaber sowohl die besten Rebsorten der

edel elegant würzig

Region als auch das mineralstoffreiche Trinkwasser kennen. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis durch die kredenzte Winzerjause. Zusätzlich gibt es Infos über die Gesteine der Region und Bodenproben zum Anfassen. Denn Boden ist nicht gleich Boden und daraus resultieren große Unterschiede bei Weinen und Wässern. Am Seindl in Klöch beispielsweise gedeiht der Gewürztraminer auf Grund des vulkanischen Tuffgesteins. Aber auch die Lehmböden und Gebiete mit Sandstein in der Region eignen sich für den Anbau von feinsten Rebsorten wie Sauvignon Blanc und diversen Burgundersorten.

Wasser aus der Tiefe In der Region Bad Radkersburg ist Wasser mehr als ein Grundnahrungsmittel. Mit den zwei eigenen Quellen, der Stadtquelle (Long Life Mineralwasser) und der Josefsquelle (Sicheldorfer Heilwasser), hat man das beste Lebenselixier direkt vor Ort. Die Unterschiede zwischen dem süßen, mineralischen Long Life Mineralwasser und dem weichen, jodhaltigen Sicheldorfer Heilwasser werden bei der Verkostung deutlich. Also, am besten selbst probieren. // Weitere Infos zu den Verkostungen, den Weinen und der Region unter www.badradkersburg.at

weingut j. u. m. reumann neubaugasse 39 | 7301 deutschkreutz t +43 (0) 2613 80421 m + 43 (0) 664 12 13 285 www.weingut-reumann.at Vertriebspartner: DEL FABRO – Getränkehandel Weinhaus DÖLLERER Weinkellerei MERANER BEVANDA Wein & Destillate Getränke WAGNER

eco.nova

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UN

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SE

AN

eco.life

R IE T E IL 5

Genuss ist das ganze Leben

© BRUNO KÖNIG

Wir sind mit dem Unternehmer Paul Unterweger unterwegs und es ist ein herrlicher Tag für eine Fahrt im offenen Morgan. Von Innsbruck cruisen wir hinauf auf den Bergisel, wo wir auf der Terrasse Kaffee und Kuchen genießen. Der Blick hinunter über die Stadt ist großartig und wir merken gar nicht, wie bei unserem Gespräch mehr als drei Stunden verfliegen. // TEXT: DAGMAR WRESNIK


eco.life

„ARBEIT HÄLT ZWAR NICHT JUNG, ABER MAN VERGISST AUFS ÄLTERWERDEN.“ Paul Unterweger

P

aul Unterweger ist ge-

nien in Richtung Mali und zum Ursprung

schäftsführender Gesell-

des Flusses Niger. Ich habe noch viel vor. Im

schafter der Firma Unter-

nächsten Frühjahr fahre ich auf jeden Fall

weger Früchteküche GmbH,

wieder.

die operative Führung hat

er an seine Tochter übergeben. Das Familien-

Unglaublich! Und mit wem machen Sie das?

unternehmen mit Sitz in Assling im schönen

Ich fahre immer mit einer Gruppe von maxi-

Osttirol ist für seine fruchtigen Marmeladen

mal zehn Leuten. Ich starte mit dem großen

weit über die Grenzen hinaus bekannt. Paul

Rucksack von zu Hause weg und suche Or-

Unterweger hat mit nur 24 Jahren nach dem

ganisatoren vor Ort. Das sind immer einhei-

Tod seines Vaters den Familienbetrieb über-

mische Fahrer, einheimische Guides, einhei-

nommen und gemeinsam mit seinem Cousin

mische Köche. Das brauche ich, um wieder

Christoph in zweiter Generation aufgebaut.

Mensch zu werden.

Nach vielen erfolgreichen Jahren gab er 2010 die Führung an die dritte Generation weiter.

Der Reisende

Sind Sie das nicht? Ab und zu habe ich das Gefühl, schon relativ weit oben zu sein. Ich kann mir eigentlich

Der 70-Jährige ist in einem Alter, in dem man

fast alles leisten, was ich will, und so komme

sich von der Arbeit zurückziehen könnte.

ich wieder herunter. Ich weiß, wie gut ein

Aber Paul Unterweger ist nicht der Typ dazu.

Stück altes Weißbrot ist, wenn man es mit

Er mischt sich im Betrieb zwar nicht ein, wie

ein bisschen Wasser beträufelt und über der

er sagt, hilft aber, wo er kann. Er ist verheira-

Flamme warm macht.

tet und hat einen Sohn und eine Tochter. Das hilft Ihnen also, bodenständig

ECO.NOVA: Sie sind nach der Übergabe

zu bleiben?

nach wie vor im Unternehmen tätig. Wie

Es ist die Natur und das Leben dort, das

funktioniert die Zusammenarbeit mit der

mich fasziniert. Ich schlafe im Freien oder

Tochter?

im Zelt, trinke nur Brunnenwasser und freue

PAUL UNTERWEGER: Es gibt nur einen

mich über das Essen, das man kriegt. Zu Mit-

Boss, und das ist meine Tochter. Ich helfe

tag Reis oder Nudeln und wenn mal eine

nur in den Bereichen, die mir meine Tochter

Nomade vorbeizieht, kauft man vielleicht

zuteilt, und bin ihr gegenüber informations-

ein Schaf oder eine Ziege ab. Am Abend eine

und berichtspflichtig. In einer Firma darf es

Suppe – je nachdem, was da ist. Und manch-

nur einen Verantwortlichen geben. Meine

mal eine Packung Mannerschnitten, die

Tochter ist die Geschäftsführerin. Ich muss

man selbst mitgebracht hat. Mir hat es jedes

nicht überall meinen Senf dazugeben.

Mal leidgetan, wenn ich wieder heimfahren musste.

Aber Sie arbeiten gerne, oder? Ja, sehr gerne! Mir ist aufgefallen, dass einige

Was war Ihr schönster Urlaub?

Personen, die in Pension gegangen sind, ver-

Der schönste Urlaub der letzten Zeit war

gessen, auf sich zu schauen. Im Grunde geht

ein „Männerurlaub“. Meine zwei Enkel, vier

es uns ja allen gleich. Der Unterschied aber

und acht Jahre alt, und ich sind eine Woche

ist, dass einige ein bisschen mehr tun als an-

an die Adria gefahren. Wir haben es sehr ge-

dere. Deswegen fühle ich mich wohl, wenn

nossen!

ich ein bisschen arbeiten darf. Sie lieben aber auch Spanien, oder? Wie hat sich für Sie das Leben nach der

Als Junger war ich 1969/70 in Spanien. Ich

Übergabe geändert?

wollte eigentlich nur für ein paar Monate

Als ich an meine Tochter übergeben ha-

dorthin, es ist aber ein Jahr daraus gewor-

be, dachte ich, ich muss jetzt etwas tun: Ich

den. Ich konnte kein Spanisch, habe die

durchquerte die Sahara vom Roten Meer

Sprache lernen müssen, um durchzukom-

zum Atlantik. Und das mache ich jetzt seit

men. Leider kann ich es heute nicht mehr.

acht Jahren. Jedes Frühjahr zwei bis drei

Wenn man eine Sprache nie mehr braucht,

Wochen. In Ägypten habe ich angefangen,

verlernt man sie unglaublich schnell.

die Lybische Wüste, Algerien, den Tschad, die Westsahara, Mauretanien und den Nord-

Würden Sie gerne mehrere Sprachen können?

sudan. Ich möchte noch von Khartum rauf

Ja! Wir hatten früher nur Englisch in der

nach Abu Simbel, das Nil-Knie auf einer Sei-

Schule, später wurde auch ein Italienischun-

te abschneiden oder nach Südost-Maureta-

terricht eingeführt. Das ist eigentlich zu

eco.nova

115


eco.life

wenig, denn Sprache ist mehr als Wissen. Sprache ist Macht. Und je besser man eine Sprache beherrscht, umso leichter tut man sich und umso unabhängiger ist man. Ich verlange von meinen Kindern, dass sie drei Sprachen lernen – eine abgeschlossene Ausbildung und drei Fremdsprachen, alles andere ist mir egal.

Der Sportliche Paul Unterweger ist sportlich, im Sommer geht er gerne wandern und schwimmen, im Winter fährt er Ski und ist begeisterter Eisschnellläufer. Mit seiner Gattin besitzt er

Den Stüdlgrat? Alle Achtung!

eine Pension am Weißensee, wo er oft und

Einmal wollten wir den Stüdlgrat gehen,

gerne weilt.

aber es gab einen Schlechtwettereinbruch. Also sind wir auf die Adlersruhe gegangen.

Was genießen Sie mehr: Berge oder Meer?

Circa 100 Meter unter der Adlersruhe bekam

Ich bin ein Weltbürger, der seinen Ursprung

ich einen Höhenkoller, obwohl ich in der Sai-

kennt. Wenn ich es mir aussuchen muss,

son schon gut und viel unterwegs gewesen

dann zieht der Berg aber schon mehr. Am

war. Gott sei Dank haben wir einen guten

Weißensee habe ich zwar alles, was mir wich-

Bergführer dabeigehabt, der mich hinaufge-

tig ist, aber ich bevorzuge schon die Berge.

schleppt hat. Am nächsten Tag in der Früh sind wir dann bei dichtestem Nebel zum

Was ist Ihnen am Weißensee wichtig?

Gipfel gestartet. Als wir oben waren, riss

Im Sommer Schwimmen und im Winter Eis-

der Himmel plötzlich auf und wir standen

schnelllaufen. Wenn man etwas aus Spaß

ganz allein dort oben. Das ist eine Seltenheit.

macht, kommt man irgendwann in die Situ-

Beim Runtergehen ist uns dann die Karawa-

ation, dass man süchtig wird. Und Eislaufen

ne entgegengekommen.

macht mir riesigen Spaß! Wenn das Eis ide-

auszuzeln kann. Das ist Genuss. Das ganze Leben ist ein Genuss! Ich esse unheimlich

al ist, dann laufe ich, bis ich umfalle. Mir ist

Der Genießer

auch die Stimmung sehr wichtig, ich habe

Neben guter Marmelade liebt Paul Unter-

alles Schöne unheimlich gern. Wenn man in

weger Knödel und Hausmannskost. Auch

die Abendstimmung hineinläuft, ist das un-

sonst ist der freundliche Osttiroler ein Ge-

Sind Sie Vegetarier?

beschreiblich.

nussmensch, mag Wein, Musik und alles,

Bei Gott nicht! Am Wochenende zum Beispiel

was schön ist. Seine Lieblingsblume ist das

liebe ich einen Schweinsbraten, in einem Topf,

Machen Sie viel Sport?

Blutströpferl, eine Alpenblume, die im Früh-

wo so richtig das Gemüse und alles drinnen

Sobald es kalt ist, beginne ich mit dem Eis-

sommer wächst und ganz intensiv dunkelrot

ist. Ich esse alles und ich koste alles. Aber es

schnelllauf, und Mitte Jänner fange ich

blüht. Sein Lieblingstier ist die Ameise – weil

gibt Sachen, die schmecken mir nicht so. Ich

meistens mit dem Skifahren an. Im Sommer

sie so fleißig ist. Beim Menschen schätzt er

hatte gerade bei einem Empfang gegrillte In-

Schwimmen und Bergegehen.

Ehrlichkeit.

sekten probiert – die waren nichts Besonderes.

Also doch die Berge?

Was bedeutet Genuss für Sie?

Sind Sie auch ein Kulturmensch?

Ja, für mich sind besonders die Osttiroler

Beim Trinken ist Genuss für mich ein Glas

Ja, hin und wieder leisten wir uns Karten für

Berge wichtig. Früher bin ich geklettert, aber

Wasser und ein Glas Wein. Wie im ganzen

die Salzburger Festspiele und genießen den

damit habe ich aufgehört. Heute gehe ich

Leben bin ich auch beim Wein für alles of-

tollen Abend. Ich bin letztes Jahr aber auch

lieber wandern. Ich bin kein übertriebener

fen. Ich bin ein Weinliebhaber. Vor allem am

bis zu den Knien im Dreck in Zeltweg beim

Sportler.

Abend trinke ich lieber einen Roten. Meine

Konzert der Rolling Stones gesteckt. 1967 ha-

bevorzugten Sorten sind die Burgunderwei-

be ich sie das erste Mal gesehen, seitdem sie-

Waren Sie schon am Großglockner?

ne, St. Laurent, Pinot Noir, wenn sie richtig

ben Mal. Und ich werde sie so oft besuchen,

Ja, dreimal. Zweimal bin ich den Stüdlgrat

fruchtig ausgebaut sind. Ich habe durch mei-

bis sie ihr Schlusskonzert geben.

geklettert und einmal den Normalaufstieg

nen Beruf aber auch das Glück, dass ich nicht

viel Obst und stehe auch sehr auf Salat. Ohne Salat kann ich fast nicht leben.

gegangen. Als junger Mann bin ich sogar in

nur sehr viel herumkomme, sondern auch,

Was bedeutet Kunst für Sie?

einer Vollmondnacht auf den Großglock-

dass ich meine Nase hineinstecken darf,

Für mich bedeutet Kunst einfach etwas

ner gestiegen. Am Abend weg und in der

wenn etwa die Bauern die Marillen bringen.

Schönes zu erkennen und zu genießen. Die

Nacht über den Stüdlgrat auf den Gipfel –

Die beste Marille ist für mich jene, die ich als

Musik, einen Ausblick, einen Schmetterling,

am nächsten Tag bin ich um neun im Büro

Frucht – nicht als Gebranntes – trinken kann.

eine Blüte, einen Sonnuntergang, einen Son-

gewesen.

Die ist so etwas von reif, dass man sie richtig

nenaufgang – ganz egal, was.

116

eco.nova


eco.life

Die Besonderheit des Einfachen Kochen ist vor allem eines: Gefühl. Karin Kaufmann aus Egg im Bregenzerwald macht nicht nur ganz wunderbare Gewürze und andere Feinheiten für die Speisekammer, es finden bei ihr auch regelmäßige Kochrunden statt. Das Credo: Mit besten Produkten möglichst einfach zu kochen. // TEXT: MARINA KREMSER

C

hichi und Firlefanz wird man bei

sind traditionell mit einem feinen, zeitge-

schungen zusammengestellt. Den „Schar-

Frau Kaufmann, wie sich Karin

mäßen Touch. Vor allem geht es ihr darum,

fen Vierer“ zum Beispiel, für Nudelgerich-

augenzwinkernd nennt, verge-

den Menschen den Wert von Lebensmittel

te, Risotto oder Pizza. Oder die Grillerei für

bens suchen. Sie bezeichnet es selbst als

zu vermitteln und ihnen das Selberkochen

Rind, Wild, Lamm und Ente. Auch wenn die

„nüchterne Küche“, in der aber ganz viel

wieder schmackhaft zu machen. „Keine

Gewürze alle ihre Bedeutung haben, so war

Emotion steckt. „Der Hauptdarsteller bei

Zeit“ ist für sie kein Argument. Und je öfter

es ihr doch wichtig, dass sie alle universell

unseren Kochrunden ist der Gast. Er soll

man selbst kocht, desto leichter geht es ei-

einsetzbar sind.

das Gefühl haben, selbst etwas geschaffen

nem von der Hand.

Im Onlineshop gibt es daneben noch klas-

zu haben“, sagt Karin. Beim Einkaufen geht

Oft braucht es nur einen kleinen Stups, um

sische, hochwertige Reingewürze wie Thy-

es ihr um Nachhaltigkeit und Qualität. „Es-

die Leidenschaft fürs Kochen (wieder) zu

mian oder Nelken, Salze, Paprika und Chili,

sen ist ein Stück Kulturgut. Der Einkauf

entfachen. „Die Erfahrung kommt mit dem

ein schönes Sortiment an Essigen und Ölen,

sollte deshalb bewusst passieren.“

Tun“, ist Frau Kaufmann überzeugt. „Die

Ausgesuchtes und Selbstgemachtes sowie

Leute sollen einfach wieder Freude daran

ein Halbe-halbe-Sortiment als Gegenange-

haben, etwas selbst zu machen. Man muss

bot zum „fix und fertig“. Dahinter verber-

sich nur drübertrauen.“

gen sich Brotmischungen mit hochwertigen

Anspruchsvolle Einfachheit „Diese beiden Worte bringen meine Vorstellung vom Kochen für den Alltag auf den

Zutaten, die durch frische Zutaten ergänzt

Punkt“, beschreibt Karin ihre Philosophie.

Für mehr Würze im Leben

Ihre Gerichte sind einfach, aber nicht billig.

Und weil beim Kochen vor allem die rich-

mann: „Wenn etwas Selbstgemachtes ge-

Die Zutaten müssen frisch sein und kom-

tige Würze eine wesentliche Rolle spielt,

lingt, dann macht man auch weiter.“

men großteils aus der Region, die Rezepte

hat Karin eine Reihe kreativer Gewürzmi-

// www.fraukaufmann.at

werden. Mit Gelinggarantie! Frau Kauf-

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eco.life

Eine Brise Nord Mit der Eröffnung im Jahr 2003 startete im Restaurant Ikarus eines der ambitioniertesten Projekte der internationalen Haute Cousine: das Gastkochkonzept. Unter der Leitung von Executive-Chef Martin Klein und Patron Eckart Witzigmann werden monatlich wechselnd die besten Köche der Welt nach Salzburg eingeladen. // TEXT: SANDRA NARDIN

© HELGE KIRCHBERGER PHOTOGRAPHY/RED BULL HANGAR-

Hangar-Executive-Chef Martin Klein kocht im Ikarus groß auf.

J

edes Jahr reist Martin Klein in

der Auswahl seiner Produkte bleibt nichts

die Küchen der kreativsten oder

dem Zufall überlassen: Gemüse, Früchte

bekanntesten Küchenchefs der

und Kräuter kommen aus dem heimischen

Welt und zaubert anschließend

Umland, Fisch und Meeresfrüchte liefern

Minimalbeschreibung für maximalen Genuss: Salatgurke, Joghurt, Einkorn, Dill und Kabeljau, Salzwiesenkräuter, Brandade, Muschel.

deren Inspiration präzise auf die Teller der

Fischer aus der Umgebung. So viel wie mög-

heimischen Gourmets. Für das Mai-Pro-

lich wird aus unmittelbarer Nähe bezogen

Berühmt für sein Gespür für Balance und

jekt hat es ihn nach Sylt verschlagen. Dort

– bis hin zum hausgemachten Rosenauf-

Leichtigkeit beschreibt er seine Küche als ge-

hat er mit Johannes King den Zwei-Miche-

strich oder dem Holsteiner Käse. Zu seinem

radlinig und natürlich. Die Küche des zu den

lin-Sterne-Koch und mit seinem Bekenntnis

Einkaufskonzept sagt King gerne: „Man

Top-Chefs Skandinaviens zählenden Kochs

zur Nachhaltigkeit Deutschlands „Koch des

muss sich als Verbraucher einfach daran ge-

ist mit einem Michelin-Stern gekrönt. Seinen

Jahres 2013“ für einen Monat verpflichten

wöhnen, dass nicht immer alles zu jeder Zeit

Gast nimmt Vesivalo mit auf eine kulinari-

können. King, der eigentlich Glasbläser wer-

verfügbar ist. Nachhaltigkeit bedeutet also

sche Reise durch seine Heimat. Dabei geht es

den wollte, ist Gastgeber und Chefkoch des

auch Verzicht.“ Nach dem wunderbaren King

ihm in erster Linie um die Aromen und Düf-

Söl’ring Hofs. Und das ist gut so. Er setzt auf

bleibt Martin Klein auch im Juni im Norden.

te seiner Kindheit: Fisch, Lamm, Schwein,

bodenständige und ehrliche Produkte – und

Jari Vesivalo ist der Mann hinter den wun-

Ente, Elch- und Rentierfleisch bilden dabei

das mit einer richtig großen Brise Meer. Bei

derschönen Gerichten im OLO in Helsinki.

die Basis seiner Gerichte.

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Wilhelm-Spazier-Straße 7A 5020 Salzburg www.hangar-7.com

DORINT SÖL’RING HOF Am Sandwall 1 D-25980 Rantum/Sylt www.soelring-hof.de

Johannes King, Martin Klein und Eckart Witzigmann beim letzten Feinschliff. Letzterer freut sich sichtlich.

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// Tipp: Klicken Sie auch unbedingt rein in den Onlineshop unter www.johannesking.de


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Edles aus Tirol Der Concept Store TIROLER EDLES bietet eine große Auswahl an besonderen, sehr sorgfältig ausgesuchten Produkten mit Tirol-Bezug und hat sich mittlerweile auch unter Tirolern zum Geheimtipp entwickelt. Seit Mai gibt es auch einen Online-Store.

D

as TIROLER EDLES in der

ben. Nur Produkte, von denen sie auch selbst

Schaffelle von der Unterländer Gerberei Nie-

Seilergasse 13 wurde vor drei

hundertprozentig überzeugt ist, finden ei-

derkofler machen jeden Gartensessel noch

Jahren eröffnet und ist mitt-

nen Platz im TIROLER EDLES.

gemütlicher. Mit verschiedenen Produkten

lerweile für viele, die etwas

aus reinem Wollfilz, wie Patschen von Gott-

„Besonderes aus Tirol“ suchen, nicht mehr

Zum Genießen und Wohlfühlen

wegzudenken. Die angenehme Atmosphäre

Herrliche Wildkräutertees, Kräutersalze,

nold, beschenken sich viele auch gerne selbst.

im komplett mit Weißtanne ausgekleideten

Marmeladen, Chutneys, feine Edelbrände

Spezielle CDs und Bücher mit Bezug zu Tirol

Geschäft lädt zum gemütlichen Verweilen

und Liköre und vor allem die Tiroler-Ed-

runden das Sortiment des Concept-Stores ab.

und Stöbern ein.

le-Schokoladen mit Milch vom Tiroler Grau-

Neben einem beständigen Sortiment gibt

vieh gehören zu den ausgewählten kulinari-

Neu auch mit Onlineshop

es immer wieder Neues zu entdecken, denn

schen Spezialitäten. Die große Auswahl an

Immer wieder wurde danach gefragt und

die Inhaberin und Agrarökonomin Therese

festen und flüssigen Tiroler-Reine-Seifen

nun konnte es endlich realisiert werden: Ab

Fiegl ist laufend auf der Suche nach den

in zehn herrlichen alpinen Duftnoten und

sofort kann ein Großteil des Produktsorti-

„edelsten Geschenken, die Tirol zu bieten

wunderbaren Farben, die neuen Tiroler-Rei-

mentes auch online bestellt werden. Unter

hat“: Hochqualitative, schöne und stilvolle

ne-Körperpflegeprodukte und die Tiro-

www.tiroleredles.at erhält man Einblicke ins

Produkte, hinter denen eine Philosophie und

ler-Reine-Duftkerzen runden das Stammsor-

Geschäft, erfährt viel Interessantes über die

Menschen mit besonderen Begabungen ste-

timent im TIROLER EDLES ab.

Hersteller und natürlich auch Details über

cken und die einen starken Tirol-Bezug ha-

Viele edle, handwerklich wertvolle Dinge

die edlen Produkte.

stein und Sitzunterlagen von Zacher-Hau-

sind im Laufe der Jahre dazugekommen. Wunderschöne handgefertigte Webstücke wie Tischsets von Regina Knoflach aus Igls, Tücher, Decken und Schals in wunderbarster Leinenqualität vom Pustertaler Herman Kühebacher und die robusten, handgenähten Rucksäcke von Albert Fill sind das ganze Jahr über begehrt. Ponchos aus feinstem Moessmer-Walkstoff in ausgewählten Farben sind nicht nur in der Übergangszeit ideale Begleiter. Bunte Sitzkissen aus Wollfilz vom Ötztaler Schafwollzentrum und echte Tiroler

TIROLER EDLES

Seilergasse 13, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 23 93 shop@tiroleredles.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr Sa. von 10 bis 15 Uhr NEU: Onlineshop unter www.tiroleredles.at

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LIFESTYLE

h c ä r p s e G m i

Autopark-Chef Michael Mayr und Gesamtverkaufsleiter Micha Hauser mit Dominic Guggelberger (Suzuki-Verkauf Wörgl), Stefan Plazza (Suzuki-Verkauf Innsbruck), Robert Puttinger (Suzuki-Markenleiter) und Wolfgang Seeberger (Suzuki-Verkauf Vomp)

SALES STAR  Mit Stolz konnte das Suzuki-Team des Autoparks kürzlich die Auszeichnung „Sales Star 2017“ entgegennehmen, die ein sensationelles Jahr zu einem runden Abschluss brachte. Der Autopark steuerte letztes Jahr auf einen Absatzrekord von 4.412 Fahrzeugen und einen Umsatz von 90 Millionen Euro zu. Seit mehr als zwölf Jahren unterstützt der Autopark außerdem junge Tiroler Sporttalente – nicht zuletzt weil Autopark-Chef Michael Mayr selbst leidenschaftlicher Sportler ist. Vor Kurzem durfte die Zirler Triathletin Pia Totschnig ihren neuen Ford Fiesta in Innsbruck abholen. Philipp Nocker (Kellerei Andrian), Astrid Zobl und Silvana Schaffler (beide Gottardi & Partner)

SICH DURCH DEN FRÜHLING KOSTEN Mitte April lockte die heurige Frühjahrsverkostung wieder einmal zahlreiche Weinfreunde aus Innsbruck und Umgebung zu Gottardi in die Heiliggeiststraße. Neue und spannende Weine – so lautete die Vorgabe, die bereits auf der Einladung viel versprach. Und es waren nicht nur die hauseigenen Stände, die neben altbewährten Klassikern mit neuen Tropfen aus der Weinwelt für die nötige Spannung sorgten. Auch die Gastwinzer folgten dem Gebot der Stunde. Hochkarätig ging es dann auch bei der Weinverkostung im deck47 am Innsbrucker Baggersee zu, bei der namhafte Winzer ihre edelsten Tropfen kredenzten.

Anka Lorenz (Geschäftsführerin Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe), Bäckermeister Christian Ruetz jr., Firmenchef Christian Ruetz und Josef Schrott (Innungsmeister der Bäcker Österreichs)

AUSGEZEICHNETES BROT TREFFPUNKT FÜR UNTERNEHMER

Gerhard Markowitsch (Weingut Markowitsch), Martin Klausner (deck47) und Thomas Schneider (Gottardi & Partner)

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Kürzlich fand im Grander Restaurant in Wattens das von Peter Hauser organisierte UnternehmerKulinarium statt, bei dem sich Unternehmer aus der Region zum Austausch trafen. Die nächste Veranstaltung ist am Donnerstag, den 28. Juni geplant. Nähere Infos unter www.hauser-xb.at

Mit großem Abstand holte der Bäcker Ruetz beim 18. Internationalen Brotwettbewerb den Gesamtsieg nach Tirol – und das bereits zum dritten Mal. Der Internationale Brotwettbewerb setzt die Maßstäbe in der Bäckerszunft. Ihn zu gewinnen hat große Bedeutung, denn bei Europas einziger überregionaler Leistungsschau der Bäcker nehmen die besten Backbetriebe teil. Mit seinem neuerlichen Gesamtsieg 2018 landete der Bäcker Ruetz einen tollen Erfolg zu seinem 119-jährigen Firmenjubiläum.


Christian Putzer, Christoph D. Albrecht und Christoph Holz

© DIE FOTOGRAFEN

© WKT

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SILBERMEDAILLE

QUALITÄTSOFFENSIVE Nach der von der Wirtschaftskammer Österreich und incite (Fortbildungsakademie der Unternehmensberater) in Zusammenarbeit mit dem Austrian Institute of Management der FH Burgenland 2015 gestarteten Qualitätsoffensive für österreichische Unternehmensberatungen konnte AC Consulting nun als erste und einzige Tiroler Unternehmensberatung dieses Qualitätssiegel nach Tirol bringen – mit Auszeichnung.

Mazda verleiht jedes Jahr den Preis für den Mazda-Händler mit der höchsten Kundenzufriedenheit. Bereits im zweitenJahr als Mazda-Händler ist es dem Autohaus Moriggl gelungen, den zweiten Platz beim „Dealer Excellence Award 2017“ zu erreichen. Stefan Nagel von Mazda Österreich übergab den Preis an Philipp Lantos und Gerhard Innerebner vom Autohaus Moriggl.

NEUER NAME Mit Anfang Jänner wurde aus der „Kammer der Wirtschaftstreuhänder“ die „Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW)“. Diese neue Kammerbezeichnung nimmt damit Bezug auf die Neuausrichtung der beiden Berufsgruppen und transportiert aussagekräftiger, dass der Steuerberater der Spezialist für Steuerrecht und die Parteienvertretung ist und der Wirtschaftsprüfer sich auf Prüfungsleistungen konzentriert.

GELANDET Ende April wurde das Flugzeug vom Typ Antonov AN-2 am Flughafen Innsbruck mit musikalischer Begleitung bei schönstem Frühlingswetter vorgestellt. Ab sofort gibt es wieder die Möglichkeit, Rundflüge von Innsbruck aus über die spektakuläre Alpenlandschaft zu buchen. Die Antonov AN-2 zählt zu den Legenden der Luftfahrt. Der „Tiroler Adler“ ist mit einer Spannweite von mehr als 18 Metern der größte einmotorige Doppeldecker der Welt. In Kooperation mit der Lifestylemarke Luis Trenker erhielt die Antonov AN-2 zudem ein individuelles Branding. Infos zu Adventure Wings finden Sie unter www.tiroleradler.tirol.

GOURMET-TOUR Zum Ende der Wintersaison versammelten sich einige renommierte Köche im Aurelio Lech und trumpften im Zuge von „Arlberg & Friends“ kulinarisch noch einmal ordentlich auf. Bei der Vereinigung handelt es sich um eine Gemeinschaft aus Köchen, Servicemitarbeitern, Sommeliers, Händlern, Bauern und Produzenten rund um den Arlberg. Die Gruppe trifft sich regelmäßig zu Ausflügen, um die persönlichen Kontakte zu regionalen Partnern zu pflegen. Events wie die Gourmet-Tour finden dabei immer mehr Anklang bei Gästen, Einheimischen und Mitarbeitern.

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© WOLFGANG LACKNER

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Schon gegen Ende seiner Schulzeit in der Handelsakademie wollte er Steuerberater werden, erzählt der heute 27-jährige Luca Di Valentino. Und hat es gemacht. Neben dem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Innsbruck mit den Schwerpunkten betriebliches Rechnungswesen, Steuerlehre, Controlling und Wirtschaftsprüfung hat er bei einem Steuerberater gearbeitet und konnte so früh seine ersten Berufserfahrungen sammeln. Ziel war von Anfang an jedoch die Selbstständigkeit, die er ziemlich schnell und ziemlich jung in Form einer eigenen Kanzlei erreichte. Seine Schwerpunkte: betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Immobilien sowie Umgründungen und Rechtsformgestaltung, wobei er über Letzteres bereits ein Buch veröffentlicht hat (erschienen im Akademiker Verlag). Vor Kurzem schloss sich Luca Di Valentino mit dem etablierten Steuerberater Ernst Lentsch zur LDV Lentsch – Di Valentino Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in der Maria-Theresien-Straße zusammen, um vor allem unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln. Seinen Ehrgeiz unterstrich Luca Di Valentino kürzlich auch mit dem Gewinn des renommierten Awards „Rookie of the year“ von der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Die Auszeichnung geht an jenen Teilnehmer der Steuerberaterprüfung 2018, der diese mit dem besten Testergebnis abschloss.

© RAIFFEISEN/EBERHARTER

Der Award „Rookie of the Year“ – vergeben von der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) – ging ging heuer an Luca DiValentino, M.Sc.

TIROL-BESUCH Die Verbandspräsidenten des ÖAMTC sind heuer zum alljährlichen Treffen vom ÖAMTC Tirol eingeladen worden. Neben den obligatorischen Sitzungen stand auch ein Besuch des TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum am Programm. ÖAMTC-Tirol-Vizepräsident und Direktor der Tiroler Landesmuseen Wolfgang Meighörner führte seine Amtskollegen selbst durch das Museum. © ÖTZTAL TOURISMUS/RICARDO GSTREIN

Rookie of the year

Walter Rothensteiner, Harald Hertz, Günther Thumser (alle drei Wien/Niederösterreich/Burgenland), ÖAMTC-Landesvereinsdirektor Andreas Heis, Wolfgang Zumtobel (Vorarlberg), Hermine Hackl und Petra Stolba (beide Wien/Niederösterreich/Burgenland), Pia Krismer (Tirol), Gottfried Wanitschek (Wien/Niederösterreich/Burgenland) Wolfgang Meighörner (Tirol), Verbandsdirektor Oliver Schmerold, Renate Hilber (Salzburg) und Karl Pramendorfer (Oberösterreich)

Christoph Türcke, Katharina Lacina, Peter Klien, Rebekka Reinhard, Carmen Fender (Marketingleiterin Ötztal Tourismus), Angelika Falkner (Geschäftsführerin Das Central), Oliver Schwarz (Direktor Ötztal Tourismus) und Martin Schumacher (Conos)

GELD UND DIE WELT Von 16. bis 18. April fand in Sölden das dritte Symposium „Denken im Eis“ statt. Unter dem Titel „Was kostet die Welt? – Geld zwischen Tauschmittel und Götzenbild“ kamen erneut große Denker und Experten unserer Zeit zusammen. Mit Vertretern aus Tourismus und Wirtschaft diskutierten sie über das liebe Geld, die Welt sowie unsere Rolle im Zeitalter der Digitalisierung und Automatisierung.

WIESBERGER SIEGT UNTER RAIFFEISEN Anlässlich der Neuausrichtung der Raiffeisen Regionalbank Achensee lud die Bank den österreichischen Profigolfer Bernd Wiesberger zum Austausch. Und Österreichs Golf-Aushängeschild kam nach einer guten letzten Saison mit ebenso guter Laune nach Pertisau. Zahlreiche Raiffeisen-Kunden und Mitglieder des Golfclubs Achensee nutzten dabei die Chance, sich mit einem führenden Profisportler auszutauschen.

Bernd Wiesberger (Mi.) mit Golfclub-Präsident Martin Tschoner und den Raiffeisen-Regionalbank-AchenseeVorständen Walter Partl, Andreas Troppmair und Andreas Knaus

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eco.nova Juni 2018  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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