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NR. 1 | FEBRUAR 2015

CONTACT : Das Magazin der österreichischen Handelsagenten

JAHRESAUSBLICK So wird 2015 und was bisher geschah RECHT Tipps zur Kündigung

B2B Vertretungsbörse in Laibach

LIFESTYLE Urlaubshotels


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NR. 1 | FEBRUAR 2015

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INHALT TITELTHEMA 4 Im Dienst unseres Berufsstandes Ein kurzer Ausflug der letzten fünf Jahre LÄNDERFOKUS 8 Wien Bewegen, Verändern, Positionieren 10 Tirol Tagung in der „neuen“ WK 10 Niederösterreich Traditioneller Brunch 11 Salzburg Auftakt 2015 11 Burgenland Stammtische 11 Steiermark Ehrung B2B-MEETING 12 10. Vertretungsbörse in Laibach Zwischen Unternehmern aus Slowenien und österreichischen Handelsagenten PORTRÄT 14 Alwin Immler Seit Anfang 2000 ist Alwin Immler Handelsagent und Partner renommierter Hersteller. 15 Bruno Tarmann Wie er mit seinem eigenen Unternehmen nach Österreich zurückkehrte.

WIRTSCHAFT 16 Was bringt 2015? Mit welchen Stolpersteinen muss ich rechnen, was kann ich für mein Unternehmen nützen? AKTUELL 18 Rechts.tipp Rechte und Pflichten bei der Kündigung 20 Motor.tipp Der Kia Sportage NEWS 22 Co-Working Bürogemeinschaften für Menschen, die viel unterwegs sind LIFESTYLE 23 Buchtipps Neuigkeiten am Büchermarkt 24 Urlaub, wie er sein soll Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, befindet man sich idealerweise in einem Pool … INTERNATIONAL 27 Award Handelsagent des Jahres 27 IUCAB Kongress in Warschau

IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bundesgremium der Handelsagenten in der WKÖ, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, www.handelsagenten.at, handel5@wko.at || MEDIENINHABER: eco.nova corporate publishing, Senn & Partner KG, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, www.econova.at || AUFLAGE: 10.000 Stück || REDAKTION: Dr. Gustav Breiter, Bruno König, Marina Kremser, Mag. Christian Rebernig, Dr. Ernst Scheibl, Evelyn Schreiber diverse Beiträge aus den Landesgremien || FOTOS: Bruno König, iStockphoto, diverse Fotos vom Bundesgremium, den Landesgremien und Hotels zur Verfügung gestellt || ANZEIGENVERKAUF: Mag. Sandra Nardin, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, nardin@econova.at || GRAFIK: eco.nova corporate publishing, Senn & Partner KG/Ines Weiland || DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH

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VORWORT LIEBE LESERINNEN UND LESER! Eine Funktionsperiode mit großen Aufgabenstellungen neigt sich dem Ende zu. In den letzten fünf Jahren konnte trotz aller Herausforderungen vieles für Handelsagenten erarbeitet, erreicht und erleichtert werden. Einen Auszug davon finden Sie im aktuellen Leitartikel.

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ie Bandbreite unserer Tätigkeiten ist mannigfaltig und geht von strukturellen Veränderungen über Steuer und Recht bis zu Info und Service. Vieles konnten wir in den letzten Jahren umsetzen und verbessern, an einigem arbeiten wir noch. Etwa am leidigen Thema „Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte KFZ“. Die Liste der vorsteuerabzugsfähigen Kraftfahrzeuge auf alle betrieblich genutzten Fahrzeuge mit einer umweltschonenden Motorenausrichtung zu erweitern würde zu keiner nennenswerten Belastung des öffentlichen Haushalts führen, da durch die Förderung von verbrauchs- und schadstoffärmeren Fahrzeugen deutliche Zusatzverkäufe zu erwarten wären. Bisher beißen wir auf Granit, bleiben aber selbstverständlich dran! Erfreulich, wenn nicht gar beeindruckend, sind indes die aktuellen Branchenkennzahlen. Diese haben wir ausführlich in der letzten Ausgabe des CONTACT: behandelt, deshalb an dieser Stelle nur so viel: Die rund 9.000 Handelsagenten vermitteln jährlich Warenumsätze im Wert von 23,2 Milliarden Euro ... und kosten dabei ausschließlich Erfolgshonorare. Das ergibt große Vorteile für die Geschäftsherren, die von einer derartigen Zusammenarbeit nur profitieren können. Deshalb wir sind wir stets bemüht, das Image der Handelsagenten laufend zu verbessern und ins richtige Licht zu stellen. Dies geschieht mittels klassischen Infokampagnen, aber auch kreativen Mitteln wie einem kurzen, prägnanten Videoclip, der unseren Berufsstand mit einem Augenzwinkern erklärt und aufzeigt, welche Vorteile die Zusammenarbeit mit einem Handelsagenten hat. Erfreulich ist auch das rege Interesse an unseren Networking-Veranstaltungen und Vertretungsbörsen. Denn „durchs Reden kommen die Leut z’amm“.

Komm.-Rat Robert M. Hieger Obmann des Bundesgremiums der Handelsagenten

Damit auch in Zukunft die Rahmenbedingungen für den mehr als 100 Jahre jungen Berufsstand passen, wird sich Ihre Interessenvertretung mit Engagement einsetzen und alle Handelsagenten bestmöglich begleiten. Nutzen wir gemeinsam die Chancen, die sich bieten, und blicken wir mit Optimismus in die kommende Funktionsperiode! Wer die Zeichen der Zeit am schnellsten erkennt und die Nase vorn hat, der überlebt nicht nur, der ist auch erfolgreich.

Ihr Komm.-Rat Robert M. Hieger Obmann des Bundesgremiums der Handelsagenten

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BILANZ IM DIENST UNSERES BERUFSSTANDES Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Berufsstand des Handelsagenten. Im Laufe der Zeit hat sich allerhand getan. Aktuell geht wieder eine Funktionsperiode zu Ende, in der trotz eines schwierigen Umfeldes vieles erreicht werden konnte. Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Ein kurzer Auszug der letzten fünf Jahre. Text: Mag. Christian Rebernig

STRUKTUR Beeindruckende Branchenkennzahlen in Österreich Kennen wir unseren eigenen Berufsstand? Alle haben zwar Vermutungen über die Struktur der Branche, eine exakte Kenntnis haben wir jedoch nicht. Daher wurde 2010 eine Strukturanalyse in Auftrag gegeben und 2014 ein Update durchgeführt. Die aktuellen Zahlen sind beeindruckend: Durchschnittlich betreuen Handelsagenten vier Vertretungen. Erzeuger sind mit mehr als 70 Prozent die größte Gruppe unter den Auftraggebern der Handelsagenten. Zwei Drittel der vertretenen Firmen haben ihren Sitz im Ausland. Der Handelsagent arbeitet mit rund 200 Kunden zusammen. Rund die Hälfte der Kunden kommt aus dem Bereich des Handels.

Durchschnittlich verfügen Handelsagenten über 23 Jahre Branchenerfahrung. Insgesamt werden jährlich Warenumsätze

STEUER Branchenpauschalierung aufrecht Handelsagenten können bestimmte Betriebsausgaben und Vorsteuern mit einem Pauschalsatz ermitteln. Bei Anwendung der Pauschalierung sind für diese Beträge keine Belege erforderlich. Eine beabsichtigte Änderung, die größten Schaden für den Berufsstand angerichtet hätte, konnte im Sommer 2013 erfolgreich abgewehrt werden. Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte KFZ weiterhin gefordert Handelsagenten sind ständig mit dem Auto unterwegs. Es ist daher nötig, die aktuelle Liste der vorsteuerabzugsfähigen Kraftfahrzeuge nicht nur zu erweitern, sondern auf alle betrieblich genutzten Fahrzeuge mit einer umweltschonenden Motorenausrichtung auszuweiten. Damit würde man 4

den deutschen Vorgaben folgen, die den Vorsteuerabzug für alle betrieblich genutzten KFZ ermöglichen. Steuerliche Vorstöße, Fortsetzung folgt Die bisher erfolglos gebliebenen Vorstöße beim BM für Finanzen werden weitergeführt: Wir werden uns auch weiterhin für die Absenkung der KFZ-Abschreibungsdauer einsetzen bzw. die Anhebung der Angemessenheitsgrenze für betrieblich genutzte PKW einfordern. Darüber hinaus verlangen wir eine steuerliche Begünstigung für Handelsagenten, die bei Beendigung des Vertrages einen Ausgleichsanspruch erhalten. Durch die geforderte Aufteilung der Ausgleichszahlungen auf drei Jahre würde keine Steuerbefreiung, sondern lediglich eine steuersystematisch gerechtfertigte Progressionsminderung eintreten.

von 23,2 Milliarden Euro vermittelt. Und Handelsagenten sind natürlich höchst mobil.


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RECHT Praxisbuch Handelsagentenrecht, Ihr Recht in der Tasche Rechtsfragen begleiten Handelsagenten mehr als andere Berufsgruppen. Das Praxisbuch (über die Landesgremien erhältlich) enthält zahlreiche rechtliche Tipps und ermöglicht einen raschen, praxisorientierten Überblick über die wesentlichen Belange von Vertriebsverträgen. Handelsagenten-Richtlinie auf dem Prüfstand Seit Ende 2013 bemüht sich die EU-Kommission, die Sinnhaftigkeit eines Weiterbestehens der Handelsagenten-Richtlinie aus dem Jahr 1986 zu überprüfen. Nachdem umfangreiches Datenmaterial durch das Bundesgremium und die IUCAB, dem internationalen Dachverband der Handelsagentenverbände, aufbereitet und in persönlichen Gesprächen vorgetragen wurde, hat eine europaweite öffentliche Befragung via Internet stattgefunden, an der sich rund 300 Personen bzw. Institutionen beteiligt haben. Die Bestimmungen der Richtlinie haben in den letzten drei Jahrzehnten zu einer hohen Rechtssicherheit für Handelsagenten, aber auch für Geschäftsherren geführt. Daher ist weder eine Änderung noch eine Streichung der bestehenden Richtlinie akzeptabel. Der Fitnesstest soll bis Sommer 2015 abgeschlossen sein. Ihr (Muster)-Vertrag In der täglichen Praxis einigen sich Handelsagenten mit den Auftraggebern oft sehr schnell, ob eine neue Vertretung übernommen wird. Die Grundzüge sind rasch

geregelt, oft scheitert ein schriftlicher Vertrag nur an den Details. Selbstverständlich kommen durch den übereinstimmenden Willen beider Vertragsparteien auch gültige mündliche Verträge zustande. Diese haben jedoch den großen Nachteil, dass es zwischen dem Handelsagenten und dem Unternehmer sehr leicht zu Missverständnissen kommen kann. Ausgehend von dieser Situation war es uns ein Anliegen, einen Mustervertrag zu schaffen und diesen den jeweiligen aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Dieser ist in verschiedenen Sprachen verfügbar. Ihre Checkliste Nach österreichischem Recht bestehen für Handelsagentenverträge keine Formerfordernisse. Ein Vertrag zwischen Handelsagent und vertretenem Unternehmer kann also auch mündlich oder schlüssig voll wirksam abgeschlossen werden. Was ist aber mit jenen Eckpunkten, die bei Verhandlungen mit dem Geschäftsherrn gerne und oft übersehen werden? Damit Sie bei mündlich getroffenen Vereinbarungen mit ihrem Geschäftsherrn wichtige Abmachungen festhalten können, haben wir eine Checkliste für Vertretungsübernahmen erarbeitet. Tragen Sie patentrechtliche Verantwortung? Das Patentgesetz erfasst Konstellationen, in denen ein Unternehmen widerrechtlich in ein Schutzrecht eines anderen Unternehmens eingreift. Ausdrückliche Regelungen, wie weit Dritte, die mit dem Unterneh-

men zusammenarbeiten, verantwortlich sein können, finden sich allerdings nicht. Es stellt sich daher die Frage, ob ein Handelsagent als Patentverletzer angesehen werden kann. Nach einem Kurzgutachten scheidet eine patentrechtliche Verantwortlichkeit des Handelsagenten, vorbehaltlich einer Durchjudizierung, aus. Abgrenzung Selbständige – Unselbständige Da es in vieler Hinsicht nicht gleichgültig ist, ob Sie ein Handelsagent mit allen Attributen der Selbständigkeit sind oder das Verhältnis zum vertretenen Unternehmen einen „arbeitnehmerähnlichen“ Charakter hat, ist für manche eine Überprüfung der Frage angeraten, ob und in welchem Umfang eine Selbständigkeit tatsächlich besteht. Konkrete Hilfestellung bieten die Experten in den einzelnen Wirtschaftskammern an. Eine erste Orientierungshilfe, welche Kriterien eher für eine selbständige bzw. unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen, ist auf der Website abrufbar. RS-Versicherung ... damit Sie Recht bekommen Dieses maßgeschneiderte Produkt der Zürich Versicherung berücksichtigt alle Erfordernisse des Berufsstandes und deckt auch die Ausgleichsansprüche gegenüber den Geschäftsherren ab. In Verhandlungen mit dem Versicherer im Jahr 2013 konnte der Fortbestand des Produktes gesichert werden. Die Prämien sind weiterhin günstig.

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L INTERNATIONA Initiative zeigen auf dem internationalen Parkett Im Rahmen der jährlichen Generalversammlungen der IUCAB (www.iucab.com) zeigt sich immer wieder, dass Österreich neben dem deutschen Schwesterverband CDH die Richtung vorgibt und bei vielen Projekten die Führungsrolle innehat. IUCAB ist die weltweit größte Dachorganisation von Handelsagentenverbänden und wurde 1953 gegründet. Sie vertritt

die Interessen von rund 750.000 Handelsagenturen. Als Mitglieder fungieren 18 nationale Handelsagentenverbände aus Europa sowie Nordamerika. Der Einfluss Österreichs in der IUCAB ist durch personelle Einbindung im Exekutivkomitee und auf Büroebene gesichert. Am 31. Mai 2013 stellte sich die Mozartstadt Salzburg als herausragender Gastgeber für die Generalversammlung anlässlich des 60-jährigen Bestehens dar und erntete viel Lob!

WEB WORLD WIDE Website am Puls der Zeit Handelsagenten vermitteln nicht nur Geschäfte, sondern informieren und beraten auch. Daher benötigt der Berufsstand neben einem fundierten Fachwissen auch selbst aktuelle Informationen. www.handelsagenten.at ist die erste Anlaufstelle, auf die von überall in der ganzen Welt aus zugegriffen werden kann. Der Internetauftritt wurde überarbeitet, um einige Features ergänzt und in das WKO-Portal integriert. Die eng-

lischsprachige Version ist weiterhin über die Domain www.commercial-agent.at abrufbar. Weltgrößte Vertriebsplattform im Vormarsch Gemeinsam mit anderen europäischen Handelsagentenverbänden wurde bereits seit einiger Zeit die internationale Vertriebsplattform www.come-into-contact.com aufgebaut. Die österreichische Website zur

Vertretungsvermittlung läuft unter www. register.handelsagenten.at. Am Portal sind bereits 14 Länder beteiligt, die Plattform wächst weiter. Die Registrierung ist für Handelsagenten kostenlos. Ihr Vorteil: Sie können von Herstellern, Kunden und Interessenten weltweit gefunden und direkt kontaktiert werden. Außerdem können Sie aktiv nach neuen Vertretungen suchen. Registrieren Sie sich umgehend, um dabei zu sein!

EVENTS Networking, Vertretungsbörsen Bei diversen Fachveranstaltungen haben Sie die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen und neue Geschäfte an Land zu ziehen. Gemeinsam mit ausländischen Institutionen - wie beispielsweise die Tschechischen Botschaft, die Südtiroler Handelskammer und dem6

nächst die slowenische Kammer - wird Unternehmen der Vertriebsweg des österreichischen Handelsagenten vorgestellt. Die bisherigen Vertretungsbörsen brachten für alle Beteiligten beachtliche Erfolge. B2B-Gespräche im Rahmen von Fachmessen

Unter dem Motto „Finden Sie exklusiv Ihren Vertriebspartner vor Ort“ werden B2B-Meetings organisiert. Vorrangiges Ziel dieser Netzwerk-Veranstaltungen ist es, Handelsagenten und ausstellenden Unternehmen eine Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch anzubieten.


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N KOMMUNIKATIO Branchenmagazin lesen und die Nase vorne haben Eines der wichtigsten Instrumente, um sowohl die Gemeinsamkeit als auch die Ergebnisse und Maßnahmen zu kommunizieren, ist unser Branchenmagazin. Dieses hat in den mehr als 100 Jahren seines Bestehens etliche Veränderungen erfahren, zuletzt 2014: neues Layout, neuer Name und neue Erscheinungsform. Wissen ist Vorsprung Seit Jänner 2011 wird der elektronische Newsletter „Agenten Online“ allen Mitglie-

dern monatlich zur Verfügung gestellt. Im Vordergrund stehen aktuelle Themen und Serviceleistungen aus den Bundesländern, aus Österreich und aus dem internationalen Umfeld. Unseren Berufsstand ins richtige Licht stellen Eine Kommunikationskampagne wurde in Wirtschaftskammer-Zeitungen und in ausgewählten österreichischen und tschechischen Onlinemedien umgesetzt. Das Image bei unseren Auftraggebern, aber auch Kunden sowie in der Behördenland-

schaft zu stärken, ist das Ziel dieser Maßnahmen. Infobroschüre, Ihre Visitenkarte Evaluierungen der letzten Werbeakzente haben gezeigt, dass es notwendig ist, vor allem bei potenziellen Geschäftspartnern und Auftraggebern präsent zu sein und mit geeigneten Maßnahmen den Berufsstand zu erklären, aber auch das Image bei Kunden zu stärken. Eine in Notizbuchart gestaltete Infobroschüre enthält all die Antworten über die Zusammenarbeit mit Handelsagenten, die Ihre Prinzipale schon immer wissen wollten.

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NR. 4 | DEZEMBER 2014

CONTACT : Das Magazin der österreichischen Handelsagenten

BRANCHENKENNZAHLEN Zahlen, Daten & Fakten

STEUERN Tipps zum Jahresende

INTERVIEW Sozialversicherung

LIFESTYLE Stadthotels

SERVICE Videoclip über unseren Berufsstand für Ihre Geschäftskontakte Was macht eigentlich ein Handelsagent? Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit mit einem Handelsagenten gegenüber dem angestellten Vertrieb? Und wie finde ich den zu mir passenden Vertriebsprofi? Immer wieder sehen wir bei Behördenkontakten, aber auch bei Geschäftspartnern ein Wissensdefizit über unseren Beruf. In knapp zwei Minuten das Wesen des Handelsagenten, seine Aufgaben und seine Vorteile gegenüber angestellten Vertriebsmitarbeitern leicht verständlich erklärt. Parktafel erleichtert Kundenbesuch Die Parktafel für Handelsagenten wird im Zweijahresrhythmus aufgelegt und kann direkt bei den Landesgremien angefordert werden.

Organisieren Sie Ihre Reisekostenabrechnung besser Wer unterwegs ist und Rechnungsbelege sammeln muss, weiß, dass die häusliche Aufarbeitung oft genug zur Schnitzeljagd wird: Wo hab ich doch gleich…? Und wenn alles fein säuberlich abgerechnet ist, taucht auf einmal die Tankrechnung von der Autobahnstation auf. Der Vorschlag von Profis für Profis: Ein Kuvert für die Belegsammlung unterwegs inklusive einem Formular zur Reisekostenabrechnung. Günstig übernachten Die Tätigkeit des Handelsagenten erfordert laufend am Markt präsent und damit oft unterwegs zu sein. Die Spritpreise sind in den letzten Jahren gestiegen (zuletzt endlich wieder gesunken), so dass sich eine Übernachtung in den eigenen vier Wänden oft nicht mehr rechnet. Ein Übernachtungskatalog sorgte bis 2012 für Orientierung im Dunkeln.

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LÄNDERFOKUS WIEN

BEWEGEN, VERÄNDERN, POSITIONIEREN Was kommt nach dem klassischen Handelsagenten? Die sieben Thesen des Roman Kmenta. Text: Evelyn Schreiber

Mag. Roman Kmenta (li.) und Obmann Komm.-Rat Walter Krammer

Wenn mehr als 200 spürbar motivierte Gäste sich zur Auftaktveranstaltung 2015 des Wiener Gremiums im MODUL einfinden, sind die Erwartungen entsprechend hoch. Der herausfordernde Titel des Abends tut sein Übriges. Mag. Roman Kmenta, Jahrgang 1966, kennt das Metier aus seiner eigenen Berufserfahrung und hat die Entwicklung eines zeitgemäßen Anforderungsprofils vom klassischen Handelsagenten zum Agenten mit Hightech-Know-how hautnah miterlebt. Was er an diesem Abend vermitteln will, ist die kolossale Veränderung der Position des Einzelnen, die der alles erfassende Übergang von einer relativ beschaulichen Berufswelt in das Universum der digitalen Medien und Kommunikationsmittel herbeigeführt hat. Amüsant, zugleich aber verblüffend ist seine Schilderung des Racheakts des kanadischen Musikers David Carrols, als die amerikanische Fluglinie United durch fahrlässige 8

Unachtsamkeit seine wertvolle Gitarre zerstörte, ohne dafür Schadenersatz zu leisten. Sein Song „United breaks Guitars“ wurde zu einem Welthit in Millionenauflage und schadete dem Unternehmen bis hin zum Kurssturz seines Aktienwerts. Fazit: Jeder, der kreativ und aktiv die Initiative ergreift, kann mit Hilfe der neuen Medien bewegen, verändern und sich neu positionieren. Und jeder bedeutet wirklich jeder! Radikale Revolution Unter dem Einfluss moderner Technologien und weit verbreiteter Internetnutzung hat sich die Geschäftswelt neu strukturiert. Die erste der von Kmenta aufgestellten sieben Thesen besagt, dass der klassische Verkäufer umfassend informierten, mündigen Kunden gegenübersteht, die ihre Kritik oder Zufriedenheit via Facebook und ähnlichen Medien an Millionen User weitergeben können. Diese mediale Macht und der nicht mehr

vorhandene Wissensvorsprung zwingen den Handelsagenten zur Neuorientierung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Ansprüche seiner Kunden: Er muss sich zum Experten mit souveränem Auftreten und Energie profilieren, bedient sich der Medien und Netzwerke, hält permanenten Kontakt, bietet Lösungen an und erzeugt Sogwirkung anstelle von Druck. Mit These 2 ortet Kmenta eine Renaissance von Tante Emma als Antwort auf gefühlloses Rausverkaufen. Kleine und mittlere Geschäfte punkten mit persönlicher Ansprache und rascher Reaktionsfähigkeit im Hinblick auf Trends und spezielle Verbraucherwünsche, pflegen den Kontakt zum Kunden und fördern die Kommunikation. Natürlich gibt es die großen Flächen nach wie vor, doch auch diese müssen sich dem neuen Kundenverhalten fügen. Im Mittelpunkt der These 3 stehen die Personal Brands. Kmenta: ,,Jeder kann mit me-


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dialer Hilfe und dank Demokratisierung der Geschäftswelt eine Funktion als Marke übernehmen, indem er selbst als Experte oder Anbieter individueller Dienstleistungen auftritt bzw. sich als unverwechselbare Größe seiner Branche präsentiert. Jeder darf alles, Kreativität gilt als unschätzbare Antriebskraft, die medialen Empfehlungsmechanismen verbürgen hohes Erfolgspotential.“ Experten im Einsatz Allerdings genügt es nicht, sich aufgrund einer tatsächlich realisierbaren Expertenposition vom Umfeld abzuheben und zu differenzieren. In These 4 spricht Kmenta daher die notwendige Wahrnehmung des Expertenstatus an: ,,Sei gut und sprich darüber“, lautet seine Devise. Social-Media-Präsenz, Website, Blog, Newsletter, PR und Vorträge erfüllen den Zweck fundierter Eigenwerbung, um Kunden zu halten und neue zu gewinnen. Die Holzhammer-Methode des Hard Selling hat ausgedient; wer keinen Druck ausübt, sondern Sogwirkung erzeugt, löst freiwillige Kaufbereitschaft beim Kunden aus. Online verpacktes Know-how trägt dazu bei, Vertrauen aufzubauen und ohne Vorurteile auf die Beratung des Experten zu reagieren, führt Kmenta in These 5 aus und assoziiert in These 6 Verkauf mit Marketing, denn ,, Instrumentarien wie personenzentrierte Medien, einfache mediale Verfügbarkeit und unbegrenzter Zugang erlauben zeitgemäßes Selbstmarketing bei relativ geringem Zeitund Kostenaufwand“.

Obwohl die klassische Werbung stirbt, sieht der Mutmacher Kmenta ausreichend Spielraum, um sich in Szene zu setzen. Er wirft in der letzten These zu diesem Thema eine Fülle explosiver Stichwörter in den bis auf den letzten Platz besetzten Vortragssaal, die alle aus den Social Media kennen: Liken, teilen, verknüpfen, anreichern, kopieren, kommentieren, weiterleiten, bewerten und empfehlen – wer sich um einen der noch vielen freien Expertenplätze bewerben will, dem stehen alle Möglichkeiten offen. Nicht von ungefähr sieht der nach eigener Aussage ,,digital naiv aufgewachsene“ und heute überzeugte Internet-Befürworter Kmenta die Empfehlung von Produkten und Dienstleistungen, in der Begeisterung anklingt, als wichtigste Quelle zur Kundengewinnung. Der „neue“ Handelsagent hat Zukunft Schon am Beginn des Abends hatte Komm.-Rat Krammer über das ständige Ansteigen von Handelsagentenbetrieben in Europa informiert, zur Zeit schätzt man sie auf ca. 750.000. Eine repräsentative Umfrage unter österreichischen Handelsagenten im Jahr 2014 zeigte eine moderat positive Stimmung. 30 Prozent berichteten über eine gegenüber dem Vorjahr gute Entwicklung, 40 Prozent sogar über einen gegenüber 2013 besseren Geschäftsverlauf . Kmenta gibt dem Handelsagenten durchaus große Chancen, der sich unter gleichzeitiger Verwendung möglichst aller Netzwerkkanäle eine tunlichst einmalige Kompetenzposi-

tion erwirbt. Der Repräsentant alter Schule, eingekeilt zwischen Hersteller und Wiederverkäufer, ist seiner Meinung nach ein Auslaufmodell. Die anschließende Diskussion pendelte zwischen Begeisterung und leisem Zweifel, dass Kmentas Empfehlungen für jeden machbar seien. Krammer versprach dieses Thema in den Fortbildungsveranstaltungen des Jahres 2015 zu vertiefen. 9


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TIROL

TERMINAVISO Fachgruppentagung der Tiroler Handelsagenten am 24. April 2015 Der diesjährige Handelsagententag findet im Rahmen der offiziellen Fachgruppentagung statt. Dieses Organ besteht aus allen Mitgliedern, also den Tiroler Handelsagenten, und hat über besonders wichtige Angelegenheiten, wie etwa Rechnungsvoranschlag und Rechnungsabschluss, die Grundumlage oder über die Errichtung und Förderung von Wohlfahrtseinrichtungen zu beschließen. Damit diese Aufgaben sinnvoll erledigt werden können, werden bei der Fachgruppentagung Delegierungsbeschlüsse gefasst, die den Ausschuss ermächtigen, im Sinne der Mitglieder tätig zu werden. Nutzen Sie Ihr Stimmrecht als Handelsagent und reden Sie mit! Infos und Anmeldung: Landesgremium Tirol Tel: 05 90 90 5-1432 Karolina.holaus@wktirol.at Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme.

VORTRAG „VOICE SELLS“! DIE MACHT DER STIMME“ Als weiteres Highlight des Handelsagententages erwartet Sie ein spannender Vortrag von Arno Fischbacher zum Thema „Begeisternd reden, verkaufen, überzeugen“! Jeder persönliche Kontakt lebt von der Stimme. Ob am Telefon, im Gespräch oder beim Präsentieren – wer überzeugen will braucht Stimme! Denn sie verrät jedes Zögern, jede kleinste Unsicherheit. Erst die Stimme schafft Übereinstimmung und Vertrauen. Die Stimme ist ein Schlüsselreiz in der Kommunikation. Der Ton macht die Musik. Die Stimme lässt hören, ob Sie zu

Ihrer Leistung, zu Ihrem Produkt stehen. Der Tonfall ist es, der Konflikte eskalieren lässt oder heikle Gespräche wieder in gute Bahnen lenkt.

HAUSFÜHRUNG UM- UND NEUBAU WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL Die Fachgruppentagung findet im neuen, modern ausgestatteten Festsaal der Wirtschaftskammer Tirol statt. Mit dem Umund Neubau wurde eine Verbindung von der Meinhard- zur Wilhelm-Greil-Straße geschaffen – die Wirtschaftskammer ist ins Zentrum Innsbrucks gerückt und hat ein neues, modernes Gesicht. Seit dem letzten Umbau vor 20 Jahren hat sich die Wirtschaftskammer verändert: „modern, transparent und einladend“ – im Rahmen der Veranstaltung bieten wir Ihnen die

Möglichkeit einer exklusiven Hausführung durch das neue Wirtschaftszentrum – nehmen Sie teil!

NIEDERÖSTERREICH

TRADITIONELLER BRUNCH Im November 2014 veranstaltete das Landesgremium wieder seine bereits traditionellen Handelsagenten-Brunch. Rund 80 Handelsagenten nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken unter Kollegen bei einem gemütlichen Frühstück. Neben einem Impulsreferat von Geschäftsführer Mag. Armin Klauser zum Thema „Änderungsvorbehalte in Handelsagentenverträgen – Was geht, was geht nicht“ entwickelte sich eine angeregte Diskussion vor allem um die Themen Ausgleichsanspruch und Schwierigkeiten bei Generationswechseln beim Ge10

schäftsherrn. Aber auch die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage und neue Konsumtrends wie der Onlinehandel, die nun immer mehr auf das Bestellverhalten der Kunden wirken, lieferten Stoff für den Erfahrungsaustausch. „Es freut mich, dass neben schon aus den Vorjahren bekannten Gesichtern auch immer mehr neue

Kollegen den Weg zu diesen Veranstaltungen finden, denn wir Handelsagenten sind doch oft Einzelkämpfer. Notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen können wir aber nur erreichen, wenn wir auch als Gruppe wahrnehmbar auftreten!“, betonte Obmann Karl Gerstl in seinem Schlussresümee.


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SALZBURG

AUFTAKT 2015 Das Jahr 2015 begann mit einer sehr erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit dem mehrfachen Bestseller-Autor und Top Wirtschaftstrainer Günther Panhölzl. Der Titel des Seminars lautete „Der emotionale Maßanzug als der Erfolgsjoker in der Kundengewinnung und -bindung“. Die anwesenden Handelsagenten lobten seine begeisternde Vortragsweise.

Günther Panhölzl spannte an diesen Abend den Bogen von der Neurobiologie hin zur Neurophilosopie. In den anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer das Gehörte gleich in die Praxis umsetzen und auf Ihre Unternehmen anwenden. Ihre Teilnahme ist erwünscht Obwohl wir das heurige Jahr bereits mit einem sehr erfolgreichen Event begonnen haben, blicken wir auch auf weniger erfreuliche Veranstaltungen zurück. Unsere Stammtische waren sehr schlecht besucht. Besonders enttäuscht waren wir darüber, dass auf die Einladung der „neu-

en“ Handelsagenten so gut wie keine Reaktion kam. Der Erfahrungsaustausch ist ein wichtiger Fixpunkt für den Handelsagenten als „Einzelkämpfer“. Die Wirtschaftskammer versucht daher, Handelsagenten zusammenzubringen, um diesen Erfahrungsaustausch möglich zu machen, damit Wissen weitergegeben werden kann. Leider hatten wir damit heuer nur teilweise Erfolg. Auch die Marktfindungsreise nach Lissabon, die einerseits der Geschäftsanbahnung mit portugiesischen Firmen dienen sollte, aber andererseits auch dem Networking, musste mangels Interesses abgesagt werden. Nichtsdestotrotz sehen wir dem

heurigen Jahr mit Freude entgegen und fordern hiermit alle Handelsagenten auf, die Angebote der Wirtschaftskammer zu nutzen und sich zur nächsten Veranstaltung kurzentschlossen anzumelden. Sie werden es nicht bereuen!

BURGENLAND

STAMMTISCHE Das Landesgremium veranstaltete im Jänner 2015 in vier Bezirken Stammtische für Handelsagenten.

Im Rahmen der Veranstaltungen konnten sich die Handelsagenten über die Aktivitäten des Gremiums und das Serviceangebot der Wirtschaftskammer Burgenland informieren. „Für mich ist es besonders wichtig, dass sich die Branchenmitglieder zusammenschließen und

sich gegenseitig austauschen. Handelsagenten sind meist Einzelkämpfer. Das Netzwerk Wirtschaftskammer ist gerade aus diesem Grund besonders nützlich – jeder kann von anderen etwas Lernen und profitiert dadurch“, so Obmann Willibald Krajasich.

V.l.: Obmann Willibald Krajasich mit den Handelsagenten Johannes Kugler, Michael Nestlinger, Bernhard Föderl; 2. Reihe v.l.: Michael Will, Konrad Wald

STEIERMARK

Foto: WKO Steiermark

EHRUNG Kommerzialrat Franz Schoberl wurde mit Julius-Raab-Medaille ausgezeichnet. Im Rahmen eines Wirtschaftsfrühstückes im Stockschloss in Trofaiach überreichte Josef Herk, der Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Komm.-Rat Franz Schoberl die Julius-Raab-Medaille. Diese Medaille ist die höchste Auszeichnung des Österreichischen Wirtschaftsbundes

und wird für besondere Verdienste an Unternehmer und Funktionäre der Wirtschaftskammer verliehen. Franz Schoberl ist bereits seit über 45 Jahren als Interessenvertreter tätig und war stets bereit Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wurde auch seiner

Gattin Astrid gedankt, die die Goldene Ehrennadel des Steirischen Wirtschaftsbundes erhielt. 11


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10. VERTRETUNGSBÖRSE Das Bundesgremium der Handelsagenten in der WKÖ stellt gemeinsam mit der slowenischen Handels- und Industriekammer Unternehmern aus Slowenien den Vertriebsweg des österreichischen Handelsagenten vor. An slowenische Vertretungen interessierte Handelsagenten sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen, am Mittwoch, 15. April 2015 in der slowenischen Handels- und Industriekammer Geschäftskontakte vor Ort zu knüpfen!

PROGRAMM DER VERTRETUNGSBÖRSE

zwischen Unternehmern aus Slowenien und österreichischen Handelsagenten

12:00 Uhr

Registrierung der Teilnehmer | Mittagsimbiss

13:00 Uhr Eröffnung und Vortragsreihen • Begrüßung der Teilnehmer und einleitende Worte Komm.-Rat Robert M. HIEGER, Bundesobmann der österreichischen Handelsagenten

•B  egrüßung und kurze Vorstellung der Tätigkeit der slowenischen Handels- und Industriekammer Peter BURKELJCA, Präsident

•W  irtschaftsstandort Österreich, Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Slowenien Dr. Wilhelm-Peter HASSLACHER, Wirtschaftsdelegierter, AußenwirtschaftsCenter Laibach

•E  uropäisches und österreichisches Handelsagentenrecht sowie rechtliche Rahmenbedingungen RA Mag. Alexander TODOR-KOSTIC, Todor-Kostic Rechtsanwälte

• Vorteile im Vertrieb durch die Zusammenarbeit mit Handelsagenten und Zugang zu österreichischen Handelsagenten Mag. Christian REBERNIG, Geschäftsführer-Stv. der österreichischen Handelsagenten

13:40 Uhr

Business-to-Business-Einzelgespräche und Gelegenheit zum Netzwerken

15:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Die Vertretungsbörse findet im Rahmen der 2. slowenischen KMU-Konferenz statt. Die Konferenzsprache ist Slowenisch mit deutscher Übersetzung.

Mit welchen Branchen aus Slowenien können Kontakte geknüpft werden? Slowenische Unternehmer aus folgenden Bereichen wurden eingeladen: • • •

Elektronik und Elektrogeräte Bekleidung und sonstige Textilerzeugnisse Holz- und Baubedarf - Holz und Holzprodukte - Baumaterialien und Bauprodukte - Türen, Fenster, Treppen etc.

Sollten Sie vor Ort keinen passenden Geschäftspartner finden, stehen Ihnen die anwesenden Experten der Veranstaltungsorganisationen zur Verfügung.

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• Maschinen • Möbel und Waren der Raumausstattung • Nahrungsmittel - Lebensmittel - Getränke - Gastronomiebedarf • Gesundheit, Pflege und Kosmetik Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich um ein vorläufiges Programm handelt und sich einzelne Programminhalte allenfalls noch verschieben können.


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ANMELDUNG ZUR 10. VERTRETUNGSBÖRSE IN LAIBACH in der slowenischen Handels- und Industriekammer ab 12.00 Uhr Dimičeva ulica 13, 1504 Laibach • Mittwoch, 15. April 2015,

JA, ich nehme an der Veranstaltung teil.

Anmeldung zur 10. Vertretungsbörse in Laibach ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ in der slowenischen Handels- und Industriekammer Dimičeva ulica 13, 1504 Laibach Firmenname am Mittwoch, 15. April 2015, ab 12.00 Uhr

______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Adresse □ JA, ich nehme an der Veranstaltung teil. _________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Firmenname Telefon Telefax _________________________________________________________________________________ Adresse

_________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Telefon Telefax E-Mail Webseite _________________________________________________________________________________ E-Mail

Website

_________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Branche(n) Branche(n) _________________________________________________________________________________ gesuchte Produkte

_________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Vertretungsgebiet(e) gesuchte Produkte Fremdsprachenkenntnisse:

englisch

slowenisch

______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Ort, Datum Unterschrift/Firmenstempel Vertretungsgebiet(e) _________________________________________________________________________________

Anmeldung bis spätestens 7. April 2015 an:

Bundesgremium der Handelsagenten, Wiedner Hauptstraße 63. 1045 Wien

______________________________________________________________________________________________________________________________________________ F +43 (0)5 90 900 - 287 E handel5@wko.at gesuchte Produkte ______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Vertretungsgebiete Fremdsprachenkenntnisse:

englisch

slowenisch

______________________________________________________________ Ort, Datum

www.wattline.at www.wattline.de

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überdurchschnittliche Sofort- und Bestandsprovision starke Vertriebsunterstützung

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NR. 1 | FEBRUAR 2015

IM PORTRÄT ALWIN IMMLER Seit über 20 Jahren ist die Immler GmbH aus Hard der Spezialist für Antriebssysteme im Bodenseeraum. Seit Anfang 2000 ist Alwin Immler Handelsagent und Partner renommierter Hersteller.

„UNSERE QUALITÄT BEI DER BERATUNG UND KONZEPTION SETZEN WIR BEI DER UMSETZUNG FORT.“ Alwin Immler

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lexibilität und Kreativität stehen für die Immler GmbH ganz weit oben – Attribute, die gerade in der heutigen Wirtschaftswelt dringend notwendig sind. Und so entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen aus hochqualitativen Komponenten, die genau auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Als Komplettanbieter deckt Immler den gesamten Bereich der industriellen Antriebsbzw. Fördertechnik ab. Die besondere Kompetenz liegt neben der Kundenberatung in der Planung, Montage und Wartung von kompletten Anlagen –

von der Steuerung über den Antrieb selbst bis zu den Anbauteilen samt benötigtem Zubehör. Alwin Immler: „Unsere Kunden sind namhafte Industriebetriebe, denen wir alles zum Thema Transport und Antrieb liefern, und in allen Bereichen der Industrie zu Hause: vom Abfallsortierwerk bis zur Zimmerei. Überall sorgen wir mit unseren Produkten für den tadellosen Betrieb.“ Zu den vertretenen Unternehmen gehören u. a. Denipro, ein innovativer Fördertechniker aus der Schweiz; Habasit (ebenfalls aus der Schweiz), die weltweite Nummer eins

ZUR PERSON: Alwin Immler, Jahrgang 1965, ist verheiratet und hat zwei Töchter, wohnt in Hard. Nach der Fachschule Maschinenbau an der HTL in Bregenz folgte eine Weiterbildung an der WIFI-Werkmeisterschule sowie ein Nachdiplomstudium an der Liechtensteinischen Ingenieurschule (jetzt Uni Liechtenstein). Beruflicher Werdegang Meusburger Werkzeugbau: Zerspanung und Arbeitsvorbereitung Julius Blum: Arbeitsvorbereitung Werkzeugbau und Sondermaschinenbau Thien Elektromotoren: Verkauf Zimm Getriebetechnik: Verkaufsleitung Getriebetechnik Seit 1. 1. 2000 selbständig als Handelsagent

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bei Transportbändern und Antriebsriemen; das deutsche Unternehmen Ketterer als Marktführer im Bereich mechanischer/ elektromotorischer Antriebstechnik sowie die italienischen Unternehmen CEG, Poggi und Varvel, allesamt ebenfalls Spezialisten auf ihrem Gebiet. Alles aus einer Hand Besonders angenehm für die Kunden: Immler deckt von der Beratung bis zum professionellen Projektmanagement und der Montage alles aus einer Hand ab. „So können wir sicherstellen, dass unsere Kunden die für sie jeweils beste Lösung erhalten. Und zwar in arbeitstechnischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht“, so Immler. Die Arbeitsprozesse sind ein feines Zusammenspiel von Kreativität und technischem Know-how. Vor allem derart komplexe Systeme müssen zuverlässig funktionieren, um den Arbeitsablauf zu unterstützen und ihn nicht zu beeinträchtigen. Immler: „Wir begleiten unsere Kunden deshalb wirklich von der ersten Skizze bis zur letzten Schraube.“


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IM PORTRÄT BRUNO TARMANN Schon 1970 betätigte sich Bruno Tarmann als Handelsagent – in der Bundesrepublik Deutschland. Bald darauf kehrte er wieder nach Österreich zurück. Mit seinem eigenen Unternehmen.

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ein erstes eigenes Unternehmen gründete Bruno Tarmann im Jahr 1972. Gestartet als Ein-Mann-Betrieb in Reifnitz, begann er, seine Produktpalette am Österreichischen Markt zu verkaufen – Reinigungsmittel für Industrie und Gewerbe, nach eigenen Rezepturen entwickelt und auf seinen Erfahrungen aus Deutschland basierend. Dies geschah so erfolgreich, dass Tarmann seinen Mitarbeiterstab kontinuierlich erweitern konnte und seinen Betrieb nach Klagenfurt verlegte. Seine weiterhin engen Beziehungen zu Deutschland veranlassten ihn, 1978 auch dort einen eigenen Betrieb zu gründen, der heute noch aktiv betrieben wird. Parallel zum österreichischen Markt wurde ab diesem Zeitpunkt vor allem im süddeutschen Raum ein flächendeckender Vertrieb aufgebaut. Seither zählen die bekanntesten und größten Betriebe im jeweiligen Verkaufsgebiet zu seinen Kunden, aber auch kleinere Unternehmen aus allen Branchen sowie öffentliche Institutionen. Schon seit der Firmengründung ermöglicht die enge Zusammenarbeit mit internationalen Labors und Chemikern, Lösungen der schwierigsten Probleme jeglicher Art von Verschmutzungen in Industrie und Gewerbe zu finden. Das Erfolgskonzept von Tarmann beruht auf der Philosophie, hervorragende und effektiv wirksame Reinigungskonzentrate zu liefern. Und das bei bester Umweltverträglichkeit dieser Spezialprodukte. Eine Erfolgsgeschichte, die sich auch in anderen Ländern umsetzen ließ und lässt. 1989 gründete Tarmann eine eigene Firma in Laibach im damaligen Jugoslawien. Nach anfänglichen Anlaufproblemen gedieh das Unternehmen derart gut, dass man sich entschloss, gemeinsam mit einem Partner 1992 auch in Kroatien tätig zu werden. Heute verfügt Bruno Tarmann in allen Nachfolgestaaten Jugoslawiens sowie in Polen, Tschechien, Ungarn und der

„UNSER ERFOLGSKONZEPT BERUHT AUF DER PHILOSOPHIE HERVORRAGENDE UND EFFEKTIV WIRKSAME REINIGUNGSKONZENTRATE ZU LIEFERN.“ Bruno Tarmann

Slowakei über intensive Kundenkontakte. Und auch hier verläuft die Entwicklung positiv, sodass weitere Firmengründungen unmittelbar bevorstehen. In Österreich beschäftigt die Firma Tarmann etwa 22 Mitarbeiter. Dem steigenden Geschäftsumfang Rechnung tragend, wurden 1997 eigene umfangreiche Räumlichkeiten in St. Jakob i.R. erworben. Von dort erfolgte im Wesentlichen der Europavertrieb der Tarco-Produkte – unter diesem eingetragenen Markenzeichen werden die Tarmann-Erzeugnisse vermarktet. Im selben Jahr wurde die Tarmann Chemie

Ges.m.b.H. gegründet, in der neben Tarmann sen. auch sein Sohn Bruno jun. als Mitgesellschafter und Geschäftsführer firmiert. So ist die Kontinuität im Hause Tarmann gewährleistet. Die Unterstützung seines Juniors ermöglicht es, dass sich Bruno Tarmann auch Aufgaben außerhalb des Betriebes widmen kann. Neben Funktionen im Lyons-Club und in Sportvereinen ist er vor allem in der Wirtschaftskammer tätig. Er amtierte auch als stellvertretender Obmann und war im Bundesgremium als Funktionär engagiert. 

ZUR PERSON: Bruno Tarmann wurde am 24.8.1948 in Reifnitz geboren. Nach dem Besuch der Grundschulen trat er in Klagenfurt bei einem renommierten Elektrohandelsbetrieb als Lehrling ein, schloss die Kaufmannslehre erfolgreich ab, trat seinen Präsenzdienst beim Bundesheer an und war folglich bei verschiedenen Betrieben in Kärnten als Verkäufer tätig. Nach einigen Jahren in Deutschland machte sich Tarmann zurück in Österreich selbständig. Neben einem nach wie vor aktiven Betrieb in Deutschland ist die Tarmann Chemie heute vorrangig in Kärnten ansässig.

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WIRTSCHAFT WAS BRINGT 2015? Man weiß als Unternehmer und unternehmerisch denkender Mensch gern, wohin die Reise geht. Sind die eigenen Ziele erreichbar? Mit welchen Stolpersteinen muss ich rechnen, was kann ich für mein Unternehmen nützen? Fragen, auf die es viele Antworten gibt. Aber sind die auch richtig? Skepsis ist angebracht, Orientierungshilfen trotzdem unverzichtbar. Wir versuchen, den Schleier zu heben. Text: Dr. Ernst Scheibl

„DIE WELTWIRTSCHAFT DÜRFTE IM HEURIGEN JAHR EIN WENIG STÄRKER WACHSEN ALS 2014, WENNGLEICH DIE ANALYSTEN AUF UNTERSCHIEDLICHE GRÖSSENORDNUNGEN SETZEN.“

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at jemand eine Idee, wie sich die Wirtschaft in der nächsten Zeit entwickelt? Ende vergangenen Jahres hätten sich noch etliche mit ihren Einschätzungen gemeldet, jetzt ist die Zahl der Propheten deutlich geschrumpft. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, die infolge der immer engeren Verzahnung zwischen Politik, Realwirtschaft, Finanzwirtschaft und Währungspolitik entstehen. Das Draghi-Experiment mit der Druckerpresse hatte vor zwei Monaten noch niemand auf der Rechnung. Aber werden die Banken das Geld, das sie für den Verkauf ihrer Staatsanleihen bekommen, in Kredite für die Realwirtschaft umlenken? Hier spielen nämlich auch die Basel-III-Vorgaben eine Rolle. Ein schwacher – und noch schwächer werdender – Euro bringt Wettbewerbsvorteile für Exportbetriebe und Nachteile für Importeure, aber was bringt er den

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Volkswirtschaften unter dem Strich? Der billige Euro ist auch ein Anreiz für Investoren. So günstig kommen sie an europäische Aktienwerte (egal wie die Börsen steigen) kaum wieder ran – nicht ganz so unbedenklich, wenn man weiß, dass in Deutschland heute schon 70 Prozent der DAX-Werte von ausländischen Investoren kontrolliert werden. In Österreich ist das auf den ATX umgelegt nicht viel anders. Das engt den wirtschaftspolitischen Entscheidungsspielraum der nationalen Politik ein. Dass TTIP, das Abkommen über eine amerikanisch-europäische Freihandelszone, kommt, steht wohl außer Frage. Aber welche Auflagen und Erleichterungen sind damit am Ende des Tages verbunden? Wie schaut die Steuerreform in echt aus? Bleibt für die Entlastung der Unternehmen was übrig? Wie viel Geld ist dafür da?

Wie schaut die Gegenfinanzierung aus? Nur so als kleiner Seitenhieb. Während die kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre Umsatzsteuerverpflichtung brav erfüllen, nehmen es die großen Anbieter damit nicht so genau. Sie haben ihre Verrechnungszentralen in Luxemburg oder in den Niederlanden, wo die heimische Finanz keine Einsicht in die Bücher hat; Steuervermeidung und Wettbewerbsverzerrung, der die EU-Stellen noch nicht Herr geworden sind. Auch, weil die luxemburgischen, irischen, niederländischen und Kanalinsel-Regelungen juristisch nicht angreifbar sind. Was bedeutet der Wahlsieg einer Linkspartei in Griechenland? Schulden streichen, Schulden zahlen? Man wird sich wohl in der Mitte treffen, sicher ist nur, dass bei einem Schuldenschnitt vor Jahr und Tag die großen europäischen Banken die Krot gefressen hätten, jetzt erwischt es


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die europäischen Steuerzahler. Was macht die Realwirtschaft? Irgendwie muss es weitergehen. Jammern hilft nicht. Also: Wer weiterhin auf die Realwirtschaft als Wachstumsmotor schwört und Optimist ist, der schaut über den Tellerrand. Und da kommen Good News von AXA Investment Managers: „Die Weltwirtschaft dürfte im neuen Jahr um 3,4 Prozent wachsen – und damit ein wenig stärker als 2014 (3,3 Prozent)“, lautet die Prognose des Research- und Strategieteams von AXA Investment Managers um Eric Chaney und Franz Wenzel. USA optimistisch Für zusätzliches Aufwärtspotenzial von bis zu 0,25 Prozentpunkten könnte nach Ansicht der Ökonomen ein anhaltend niedriger Ölpreis sorgen. Im Fokus stehen dabei besonders die USA. „Wir schätzen die Aussichten der USA zunehmend optimistisch ein. Denn das für 2015 erwartete Wachstum kommt überwiegend aus dem Inland“, heißt es im AXA-IM-Jahresausblick. „Das billigere Benzin und die niedrigere Inflation bescheren den Haushalten real ein höheres verfügbares Einkommen.“ Auch die Unternehmen dürften von billiger Energie profitieren. Für zusätzlichen Auftrieb sorgt die Stärke des US-Dollars, die zu sinkenden Importpreisen führt. Die AXA-IM-Experten prognostizieren für die USA daher 2,8 Prozent Wachstum im Jahr 2015 und weitere 2,7 Prozent im Jahr 2016. Umschau in Euroland Vergleichsweise bescheiden dürfte die wirtschaftliche Dynamik dagegen in der Eurozone und in Japan ausfallen. AXA IM sieht für beide Wirtschaftsräume die Wachstumsprognose für 2015 bei 0,9 Prozent. Im Jahr 2016 erwarten Chaney, Wenzel und ihr Team 1,2 Prozent – ebenfalls in beiden Regionen. Die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik dürften jedoch auch zu großen Divergenzen in der Geldpolitik führen: Während die Ökonomen damit rechnen, dass die US-Notenbank Fed zur Jahresmitte ihre Geldpolitik normalisiert, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Bilanz sogar stärker ausweiten als angekündigt – auch Staatsanleihenkäufe seien dabei kein Tabu mehr. Und auch die Bank of Japan wird ihre expansive Geldpolitik wohl fortsetzen. Der Chefvolkswirt der deutschen DekaBank, Dr. Ulrich Kater, ist anderer Meinung: „Wir erwarten für Euroland nicht den japanischen Weg: Europa ist offener gegenüber strukturellen Reformen, selbst

wenn sie etwas länger dauern. Es mag sein, dass Euroland zurzeit als der kranke Mann der Weltwirtschaft gilt. Aber der kranke Mann wird wieder aufstehen“, so sein Fazit. Das extreme Niedrigzinsumfeld werde allerdings unter diesen Umständen noch jahrelang aufrechterhalten bleiben. Der Zustand der europäischen Wirtschaft ist besser als sein Ruf. Zwar steht die massive Unterauslastung der Industrie einer Normalisierung weiterhin im Weg, aber der Konjunkturausblick verbessert sich. Zu diesem Ergebnis kommt die Deka-Gruppe in ihrem Konjunktur- und Kapitalmarktausblick 2015/2016. Der Umfang der Erholung dürfte für 2015 mit einem BIP-Wachstum von 1,2 Prozent noch relativ gering ausfallen. Für 2016 erwartet das Wertpapierhaus der Sparkassen mit 1,7 Prozent eine Fortsetzung der moderaten Erholung. Während das Wachstum für den Euroraum insgesamt langsam, aber stetig in Gang kommt, bröckelt das Vertrauen in die deutsche Volkswirtschaft. Zwar sei das wirtschaftliche Fundament kräftig und ein Wachstum von 1,3 Prozent für 2015 und 2,0 Prozent für 2016 nennenswert. Aber die demografischen und weltwirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft würden auch in Deutschland noch nicht überzeugend angegangen. Europa und Deutschland benötigten eine Kombination aus koordinierten angebots- und nachfrageseitigen Impulsen, um die mäßige wirtschaftliche Dynamik im Euroraum weiter zu stärken. Japan schwächelt weiter Veronika Lammer, Leiterin der Abteilung Quant Research und Emerging Markets bei Raiffeisen RESEARCH zu Japan, immerhin der drittgrößten Volkswirtschaft: „Wir gehen davon aus, dass der Faktor ‚Liquidität‘ in Japan das Wachstum einerseits direkt durch Investitionen und Konsum und andererseits auch indirekt über steigende Exporte stützen wird. Für 2015 erwarten wir daher einen realen BIP-Anstieg von 1 Prozent.“ Österreich verhalten Daheim ist zwar schön, aber gut ist anders Peter Brezinschek, Chefanalyst von Raiffeisen Research bei der Raiffeisen Bank International AG (RBI), sieht für die heimische Wirtschaft 2015 aktuell nur 0,7 Prozent und für 2016 magere 1,8 Prozent Wachstum. Gleichzeitig werde die Inflation in Österreich hoch bleiben und nur leicht von 1,5 Prozent im Jahr 2014 auf 1,2

Prozent im Jahr 2015 fallen – „hauptsächlich aufgrund des niedrigen Ölpreises“. Laut der EU-Herbstprognose wird Österreichs Wirtschaft 2015 um nur 1,2 Prozent wachsen – anstelle von 1,8 Prozent. Für heuer spricht die Herbstprognose hingegen nur mehr von einer „langsamen Rückkehr zu einem bescheidenen Wirtschaftswachstum“. In Summe wird für die Eurozone heuer ein Plus von 0,8 Prozent prognostiziert, für die gesamte EU sind es 1,3 Prozent. Im Frühjahr war die Kommission noch von 1,2 Prozent für die Eurozone und von 1,6 Prozent EU-weit ausgegangen. In Österreich liegt man mit 0,7 Prozent besonders stark unter den Erwartungen, war die Kommission im Frühjahr doch noch von einem Plus von 1,6 Prozent ausgegangen. Positiver fällt da laut Herbstprognose der Blick auf 2016 aus. Die Eurozone soll dann 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum aufweisen, die EU auf 2 Prozent steigen. Österreich kann mit einem Plus von 1,5 Prozent rechnen. Österreich weist in der EU-Herbstprognose für das laufende Jahr mit 1,5 Prozent gemeinsam mit Großbritannien die höchste Teuerungsrate auf. Der EU-Durchschnitt liegt nach der am Dienstag in Brüssel präsentierten Vorausschau bei 0,6 Prozent, die Eurozone wird mit 0,5 Prozent ausgewiesen. 2015 soll die Inflation in der Eurozone auf 0,8 Prozent steigen, in der EU auf 1 Prozent. Österreich wird in der EU-Herbstprognose für das laufende Jahr mit 87 Prozent die bisher höchste Staatsschuld vorausgesagt. Allerdings soll es in den nächsten Jahren besser werden. Für 2015 wird ein Absinken auf 86,1 Prozent prophezeit, für 2016 ein weiterer Rückgang auf 84,0 Prozent, geht aus der am Dienstag in Brüssel präsentierten Vorausschau hervor. Arbeitsmarkt In Österreich wird eine deutliche Steigerung der Arbeitslosigkeit von 4,8 Prozent in der Frühjahrsvorausschau gegenüber nunmehr erwarteten 5,3 Prozent ausgewiesen. Die Eurozone kann mit 11,6 statt ursprünglich 11,8 Prozent rechnen, die EU mit 10,5 statt 10,3 Prozent. Für 2015 sagt die EU-Herbstprognose für Österreich sogar eine weitere Steigerung auf 5,4 Prozent voraus, ehe 2016 ein Sinken auf 5,0 Prozent zu erwarten ist. Die Entwicklung führte zuletzt auch dazu, dass Österreich seinen Spitzenplatz mit der niedrigsten Arbeitslosenquote an Deutschland abgeben musste, das für 2014 nun mit 5,1 Prozent rechnen kann, was keine Veränderung gegenüber dem Frühjahrswert darstellt. 17


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RECHTS.TIPP RECHTE UND PFLICHTEN BEI KÜNDIGUNG Handelsagenten gehen bisweilen davon aus, dass nach einer ausgesprochenen Kündigung „alles beim Alten“ bleiben müsse oder umgekehrt, dass der Vertrag „eigentlich so gut wie vorbei“ sei und dass die Regelungen „nicht mehr so wirklich“ gelten würden – beides ist falsch. In der Praxis können sich unterschiedliche Fragestellungen ergeben, die in diesem Beitrag beleuchtet werden. Text: Rechtsanwalt Dr. Gustav Breiter

Freistellung durch den Geschäftsherrn Nach Ausspruch einer Kündigung entsteht beim Geschäftsherrn, vor allem, wenn er es war, der die Kündigung ausgesprochen hat, häufig der Wunsch, den Handelsagenten „dienstfrei“ zu stellen. Damit ist gemeint, dass der Handelsagent ab erfolgter Freistellung sozusagen zu Hause bleiben könne, also zumindest für den betreffenden Prinzipal nicht mehr tätig sein müsse. Manchmal ist diese Möglichkeit im Handelsagentenvertrag vorgesehen – und damit nach (deutscher) Rechtsprechung zulässig. Das Interesse des Geschäftsherrn ist legitim, den Kundenstock vor Abwerbung zu schützen, indem er den Handelsagenten sozusagen „vom Markt nimmt“. Voraussetzung ist aber, dass der Vertrag auch eine entsprechende Entschädigung des Handelsagenten vorsieht. Der Agent muss so gestellt werden, wie er ohne Suspendierung stünde (das gilt im Versicherungsagentenbereich sogar für Bestandspflegeprovisionen). Tut die Vertragsklausel dies nicht, ist sie nicht wirksam und die Freistellung unzulässig. Dies soll nach der Kommentarliteratur auch für das österreichische Recht gelten, obgleich österreichische Rechtsprechung dazu noch nicht vorliegt. Weiterzahlung der Provision „Gewiefte“ Geschäftsherren meinen, es sei bei einer Freistellung hinreichend, dem Agenten die laufenden Provisionen aus den bestehenden Aufträgen, d.h. aus den Vormonaten zu bezahlen. Das ist freilich Unsinn. Dem Agenten ist bei einer Freistellung, sofern überhaupt zulässig, das „bisherige Entgelt“ bzw. die „volle Provision“ weiter zu bezahlen. Es steht ihm also die bisherige durchschnittliche Provision zu. Sieht der Vertrag in diesem Punkt eine Re18

duktion oder gar den Entfall der Provision vor, wäre diese Vertragsbestimmung unwirksam. Reduktion der Provision wegen Kostenersparnis? Teilweise versuchen Geschäftsherren, im Rahmen einer Freistellung die Provision des Handelsagenten mit dem Argument zu reduzieren, dass er sich ja durch die Freistellung die laufenden Kosten ersparen würde. Abgesehen davon, dass eine solche Kostenersparnis in der Praxis nicht sofort umzusetzen ist, ist eine solche Anrechnung nur dann zulässig, wenn sie vertraglich vereinbart wurde. Einseitig darf der Prinzipal eine solche Kürzung nicht vornehmen. Anrechnung anderweitigen Verdienstes Verdient der Handelsagent während der Dienstfreistellung aus einer anderen Tätigkeit etwas dazu, muss er sich dies anrechnen lassen. Einen solchen Verdienst muss aber der Geschäftsherr beweisen. Zudem kann es nur um einen Verdienst gehen, der kausal durch die Freistellung ermöglicht wurde (also eine neu aufgenommene Tätigkeit, um die frei werdende Zeit zu nützen). Nur sicherheitshalber ein Hinweis: Auch während einer Freistellung darf der Handelsagent nicht für einen Konkurrenten tätig werden, außer der Geschäftsherr hätte dieser Tätigkeit zuvor (aus Beweisgründen am besten schriftlich) zugestimmt. Freistellung auch ohne vertragliche Vereinbarung? Grundsätzlich wird dies in der Literatur verneint: Ohne vertragliche Grundlage darf der Geschäftsherr den Handelsagenten nicht freistellen. Etwas anderes soll nur bei geplanter Konkurrenztätigkeit gelten. Eine


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„DEM HANDELSAGENT IST BEI EINER FREISTELLUNG, SOFERN ÜBERHAUPT IM RAHMEN EINER KÜNDIGUNG ZULÄSSIG, DIE VOLLE PROVISION WEITER ZU BEZAHLEN.“

Rechtsanwalt Dr. Gustav BREITER Viehböck Breiter Schenk & Nau Rechtsanwälte OEG Bahnhofsplatz 1 A/Stg. 1/5 • 2340 Mödling
 Tel.: 02236/22050 Gustav.breiter@vbsn.at www.vbsn.at

solche hat der Handelsagent nach deutscher Rechtsprechung dem Prinzipal mitzuteilen. Manche Autoren vertreten wiederum, dass dies nur auf Nachfrage gilt bzw. falls der Agent bereits einen Vorvertrag oder gar den endgültigen Vertrag mit einem Konkurrenten geschlossen hat. Die Begründung wird darin gesehen, dass die zukünftige Konkurrenztätigkeit eine „erforderliche Nachricht“ im Sinne des Gesetzes sei, die der Handelsagent dem Geschäftsherrn mitteilen müsse. Dieser muss ggf. mit einer Freistellung reagieren können. Ihm soll die Möglichkeit eingeräumt werden, den Einsatz des Handelsagenten bis zum Vertragsende so zu gestalten, dass dieser aus der bisherigen Tätigkeit einen möglichst geringen Nutzen für ein Konkurrenzunternehmen hat. Österreichische Gerichtsentscheidungen liegen zu diesem Themenkomplex noch nicht vor. Praxistipp Spricht der Geschäftsherr ohne vertragliche Grundlage eine Freistellung aus, ist er in der Regel nicht mehr gewillt, diese zurückzunehmen – vor allem dann nicht, wenn bereits ein Nachfolger bei den Kunden „unterwegs“ ist bzw. demnächst starten soll. Dies gilt vor allem, wenn den Kunden die Veränderung der Betreuung bereits angekündigt wurde. Der Handelsagent, der aus welchen Gründen auch immer die Freistellung nicht ohne weiteres akzeptieren will, wird den Geschäftsherrn nicht nur darauf aufmerksam machen, dass diese unzulässig ist, sondern er wird ihm auch ankündigen, weiter tätig zu sein (und wird dies auch tun). Dass dies beim Geschäftsherrn bisweilen gewisse Turbulenzen aufwirft bzw. dieser vor einer Situation steht, die es rasch zu bereinigen gilt, kann sich im Ergebnis durchaus

positiv für den Handelsagenten auswirken, was die Beendigungsansprüche anlangt – wir haben mit dieser Vorgangsweise erst neulich gute Erfahrungen gemacht. „Einschulung“ eines Nachfolgers Immer wieder diskutiert wird die Frage, ob der Handelsagent einen Nachfolger einschulen muss. In der Praxis geht man davon aus, dass dies nur gilt, wenn es im Vertrag vereinbart wurde. Aber Achtung: Nach herrschender Ansicht zum deutschen Recht ist der Handelsagent auch ohne Regelung im Agenturvertrag verpflichtet, einen Nachfolger „einzuführen“. Dies wird aus der gesetzlichen Pflicht des Handelsagenten abgeleitet, ganz allgemein die Interessen des Geschäftsherrn wahrzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit ist durchaus groß, dass die österreichischen Gerichte diese Rechtsansicht teilen würden, zumal freilich auch im österreichischen Recht gilt, dass der Handelsagent zur Wahrnehmung der Interessen des Prinzipals verpflichtet ist. In Lehre und Rechtsprechung wird allerdings die in der Praxis wohl drängendste Frage, in welchem Umfang eine solche „Einschulung“ stattzufinden hat, nicht beantwortet. Eine umfassende technische Schulung kann es nicht sein, diese hat der Geschäftsherr seinem zukünftigen Handelsagenten angedeihen zu lassen. Die Vermittlung umfassender Marktkenntnisse kann es auch nicht sein, denn die hat der neue Handelsagent wohl mitzubringen. Mit der „Einführung“ sind wohl eine grundsätzliche Information über den Kundenstock und die Darlegung (regionaler) Besonderheiten des Markts gemeint, allenfalls auch die Vorstellung bei den Kunden – zumindest bei den wichtigsten. Gleichwohl bleibt die Frage offen, in wel-

chem zeitlichen Ausmaß diese „Einführung“ zu erfolgen hat. Es wird am Handelsagenten liegen, ein möglicherweise bereits belastetes Vertragsverhältnis durch entgegenkommende Übergabe zu „entkrampfen“ oder umgekehrt rechtlich womöglich unklare Situationen zu seinem Vorteil zu nutzen. Letztlich ist auch zu bedenken, dass der zentrale Beendigungsanspruch, namentlich der Ausgleichsanspruch für den aufgebauten bzw. erweiterten Kundenstock voraussetzt, dass der Geschäftsherr diesen auch nützen kann. Je „geschmeidiger“ eine solche „Übergabe“ des Kundenstocks erfolgt, desto weniger kann der Geschäftsherr im Nachhinein behaupten, dass er den Kundenstock nicht weiterhin nutzen könne. „Abmachungen“ mit dem Hersteller Nach bzw. im Zusammenhang mit einer Kündigung entsteht bisweilen der Wunsch, den Vertragspartner zu umschiffen, wenn es um die eigene berufliche Zukunft geht. So hatte sich in einem gerichtlich entschiedenen Fall ein Untervertreter vorab mit dem Lieferanten abgestimmt. Dieser hatte ihm geschrieben, er möge ihn von seinem Schritt in die „Selbstständigkeit“ verständigen, damit der Geschäftsherr dem Handelsagenten rechtzeitig kündigen kann. Kurz darauf hat ihm der Untervertreter mitgeteilt, er habe seinen Vertrag mit dem Handelsagenten soeben gekündigt. Der Geschäftsherr kündigte daraufhin 2 Tage später – sechs Wochen später arbeiteten die beiden zusammen. Der Hauptvertreter war klassisch „ausgebremst“ worden. Die Gerichte sahen darin eine Treuepflichtverletzung beider. Dem Handelsagenten, d.h. dem Hauptvertreter wurden durch diese Vorgangsweise die weiteren Verdienstmöglichkeiten genommen. Beide wurden zu Schadenersatz verpflichtet. 19


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MOTOR.TIPP

LUXUS IM KOMPAKTFORMAT

Kia hat seinen Topseller, den kompakten Sportage, geliftet – zwar dezent, aber dennoch gelungen. Die dritte Generation des Kompakt-SUV ist seit seinem Debüt im Jahr 2010 am Markt und ungebrochen erfolgreich. Im Test: das Topmodell mit 184-PS-Diesel und CVTAutomatik. Text & Fotos: Bruno König, Kia

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m abgelaufenen Jahr konnten die Koreaner von ihrem Sportage knapp 90.000 Exemplare allein in Europa verkaufen. Auch in Österreich rennt das seit 2010 in dritter Generation gebaute Kompakt-SUV überaus erfolgreich und ist nach dem Ceed das beliebteste Kia-Modell. Ob dieses Erfolges fallen die Änderungen am facegelifteten Sportage zurückhaltend aus. Die deutlichsten Unterschiede an der Außenoptik sind der chromeingefasste Kühlergrill und die geänderten Heckleuchten mit 3-D-Effekt. Aufgeputzt wurde auch der Innenraum. Dieser glänzt nun mit Klavierlack, Softtouch-Oberflächen, neuem Instrumenten-Layout mit indirekter Beleuchtung und weiteren Komfortfeatures. Dank verbesserter Geräuschdämmung und neuer Verbund-Frontscheibe

ist es innen außerdem deutlich ruhiger geworden. Ebenso überarbeitet wurde der Antriebsstrang im 2014er-Modell. Eine steifere Getriebeaufhängung und eine neue Anordnung der Antriebswellen ergeben ein ausgeglichenes und harmonisches Fahrgefühl. Wer wie in unserem Testfahrzeug zur Topausstattung „Gold“ greift, verfügt auch über eine variable „FlexSteer“-Lenkung, die in drei Stufen dem eigenen Fahrstil angepasst werden kann. Üppige Ausstattung Überhaupt glänzt die Topversion „Gold“ mit einer üppigen Serienausstattung: schlüsselloser Zugang, Startknopf, 7-ZollTouch-Display, Premium-Soundsystem, feines Ledergestühl, Lenkradheizung, Einparkassistent, Rückfahrkamera und noch einiges mehr. Motorisiert war unser Testwagen mit dem 2,0-CRDi-Diesel und 184 PS in Kombination mit dem neuen CVT-Automatikgetriebe. Dieses Triebwerk liefert knapp 400 Nm Drehmoment und verbrauchte im Schnitt 7,2 Liter auf 100 Kilometer. Die neue Automatik sortiert die Gänge nun deutlich flotter und sanfter, trotzdem erscheint sie ab und zu noch etwas nervös. Ansonsten beeindruckt der Sportage mit Komfort und Laufruhe sowie der spürbar direkteren Lenkung. Der facegeliftete Kia Sportage gefällt mit seinem zeitgemäßen Design, dem quali-

tativ ansprechenden Interieur und dem durchzugsstarken, sparsamen Dieselmotor. Die Preisliste für das beliebte SUV startet bei 22.690 Euro für den 1,6-GDI2WD in der Ausstattungslinie „Titan“. Allrad gibt’s ab 30.290 Euro im 2,0-CRDi mit 136 PS.

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NEWS

CO-WORKING Gerade für Menschen, die viel unterwegs sind und in diesem Sinne keine wirkliche „Homebase“ haben, sind Co-Working-Büros optimal. Weil sie doch einen Fixpunkt im Arbeitsleben bilden und man gleichzeitig soziale Kontakte pflegen kann – was vor allem für Einzelunternehmer zum wertvollen Feature wird. Text: Marina Kremser

so genannten Co-Working, also einer Art Bürogemeinschaft, in der Arbeitsnomaden einen Fixpunkt haben anstatt zu Hause alleine vor sich hinzuarbeiten. In solchen Büros lassen sich Schreibtische oder Arbeitsplätze mieten und damit trotz Einzelunternehmertum in einem immer wieder neuen sozialen Umfeld arbeiten. Allein schon die Begegnung mit anderen oder das Gespräch in der Kaffeepause bringen dabei Inspiration für die eigene Arbeit und erhöhen die Produktivität.

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ie Arbeitswelt und damit auch der Arbeitsraum ist im Wandel. Klassische Büros werden zunehmend abgelöst von flexiblen Working-Zones, tradierte und gewohnte Strukturen lösen sich auf, ebenso wie Nine-to-five-Jobs. Auf der anderen Seite ist ein fixer Arbeitsplatz ein Ankerpunkt, Schnittstelle, Meeting-Point. Heute geht es vermehrt darum, Arbeitssituationen für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen. Und: Einsames Arbeiten

ist heute nicht mehr. Networking ist das Gebot der Stunde. Sich in seinem Kämmerchen zu verkriechen, funktioniert nur noch bedingt. In den meisten Fällen brauchen Menschen zumindest ein Mindestmaß an Kommunikation. Dafür müssen Räume geschaffen werden. Das haben bis dato vor allem Start-ups, Freiberufler, Kreative oder Home-Office-Worker erkannt und suchen als vermeintliche Einzelkämpfer ihr Glück im

CO-WORKING-PROJEKT IN 1040 WIEN

H2Office bietet Co-Working-Spaces für Netzwerker mit professionellen Arbeitsplatzlösungen zum All-in-Pauschalpreis (inkl. Heizung, Strom, Reinigung, Versicherung, Medientechnik, Copyverbrauchsmaterial nach dem Fair-Use-Prinzip ...). Die Arbeitsplätze sind mit hochwertigen, ergonomischen Büromöbeln ausgestattet und speziell akustisch designt, A3-Farblaserdrucker/Scanner/Kopierer und Verbrauchsmaterial sind vorhanden, LAN/WLAN und Internet ist unlimitiert dabei. Dazu gibt es eine Teeküche mit Sozialraum, einen Abstellraum für die Archivierung, einen klimatisierten Serverraum, einen großzügigen Loungebereich und Meetingräume mit Flatscreens. Standort: Weyringergasse 28a–30 / 1. OG, 1040 Wien Kontakt: H2Office OG, Tel.: 0664/2314749 oder 0664/1048568, office@h2office.at

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Co-Working in der Hauptstadt Im Herzen Wiens entsteht in der Weyringergasse aktuell ein Co-Working-Space für Netzwerker mit Arbeitsplätzen zum All-in-Pauschalpreis (siehe Factbox), der auch für Handelsagenten aus den Bundesländern quasi zur nützlichen „Außenstelle“ im Zentrum der Bundeshauptstadt werden kann. Das Büro ist perfekt erreichbar, liegt direkt am neuen Hauptbahnhof und der U-Bahn-Linie U1 sowie auf kurzem Weg zur Südosttangente. Auch die Infrastruktur in der nahen Umgebung ist mit einer Bank und Post, einem Supermarkt, Apotheken, Ärzten und Gastronomieangeboten hervorragend. Quasi um die Ecke befinden sich der Belvedere- und Schweizergarten und kleine Parks als grüne Oasen.


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BUCH.TIPPS WIRTSCHAFT

LIFESTYLE

JEDER TAG HAT VIELE LEBEN

AUF DIE HAND

Es braucht nicht viel, um dem eigenen Leben eine völlig neue Richtung zu geben – sind es doch die kleinen, unauffälligen Kurskorrekturen, die weitreichende Auswirkungen haben. Philosophieprofessor Clemens Sedmak begleitet sieben Menschen und erzählt ihre Geschichten.

Gesundes „Fast food“ aus regionalen, frisch zubereiteten Produkten – das erste umfassende Rezeptbuch zur neuen Brotkultur. Streetfood für zuhause – zum Reinbeißen gut!

Clemens Sedmak, ecowin Verlag, 256 Seiten, EUR 19,95

LEISE GEWINNT

Doris Märtin, campus Verlag, 221 Seiten, EUR 19,99 In einer Gesellschaft, in der am meisten gilt, wer am schrillsten ist und am lautesten schreit, fühlen sich Introvertierte häufig fremd und ungenügend. Dieses Buch hilft, sich durchzusetzen und sich auf ihre ganz spezifische Art Gehör zu verschaffen.

HERZENSSACHE KUNDE

Edgar K. Geffroy, Redline Verlag, 240 Seiten, EUR 19,99 Seit über drei Jahrzehnten ist Geffroy einer der erfolgreichsten Unternehmensberater. Hier gibt er einen Ausblick über die Zukunft einer Kundenorientierung, in der der digitale Kunde eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird.

Stevan Paul/Daniela Haug, Brandstätter Verlag, 272 Seiten, EUR 34,90

WOHNEN IN ÖSTERREICH Jörg Bertram/Alexander Haiden, DVA, 250 Seiten, EUR 49,99

Vom ehrwürdigen Stadtpalais über den jahrhundertealten Bergbauernhof bis zum gewagten Architekturtraum auf dem flachen Land: Wohnen ist so vielseitig wie das Land selbst – im Buch festgehalten auf tollen Bildern.

DER JESUS-DEAL

Andreas Eschbach, Bastei Lübbe, 733 Seiten, EUR 22,99 Thriller: Seit dem Da-Vinci-Code sind Verschwörungsgeschichten ein Renner. Auch der Jesus-Deal spielt mit dem Genre. Wer’s gut findet, wird auch dieses Buch mögen – Esch bach schreibt spannend, ohne zu übertreiben. Das hat er schon mit seinem „Todesengel“ bewiesen.

KÖRPERSPRACHE

MEIN FAMOSES FAHRRAD

Die Zeichen der Körpersprache zu (er)kennen, sie richtig auszulegen und selbst anzuwenden, erleichtert jede Art von Kommunikation – denn der Körper lügt nicht. Wer könnte das besser erklären als Körpersprachenexperte Molcho?

Eine Hommage an das Fahrrad: Sammler, berühmte Designer oder Weltumradler werden ebenso vorgestellt wie exzentrische Fahrradclubs, -cafés oder Cycle-in-Kinos. Eine neue, inspirierende und frische Sicht auf das Fahrrad.

Samy Molcho, mosaik Verlag, 256 Seiten, EUR 10,30

Chris Haddon, Knesebeck Verlag, 166 Seiten, EUR 20,60

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NR. 1 | FEBRUAR 2015

LIFESTYLE.TIPP URLAUB, WIE ER SEIN SOLL

Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, befindet man sich idealerweise in einem Pool ... gerne auch im Meer. Oder abwechselnd in beidem. Wir zeigen Ihnen Topspots zum Wohlfühlen und Genießen. Text: Marina Kremser

GRACE HOTEL, LAND SANTORIN/GRIECHEN

Auch wenn man Griechen derzeit wohl weniger mit Luxus in Verbindung bringt: Das neue Grace Hotel in exklusiver Lage im Nordwesten der Insel weiß, wie man mit erstklassigem Service verwöhnt. Und das bei herrlicher Aussicht. Ein wunderbarer Ort für Genießer und Träumer. // ab 130 Euro pro Person, www.gracehotels.com 24


NR. 1 | FEBRUAR 2015

AVE, HOTEL CRILLON LE BR ICH PROVENCE/FRANKRE

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Jahrhundertealter Sandstein, hellblaue Fensterläden und schmiedeeiserne Geländer prägen die Außenansicht der Hotelgebäude, die sich zu einem historischen Steindorf arrangieren. Schon von Weitem grüßt das auf einem Hügel thronende Hotel Crillon le Brave im gleichnamigen Ort und empfängt den Gast mit seinen schützenden Gassen, versteckten Winkeln und liebevoll arrangierten Wegen. Jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte und versprüht einen authentischen provencalen Charme. Im einstigen Pfarrhaus sind die Bar und das Restaurant untergebracht, im ehemaligen Schulhaus die Rezeption. Hier treffen Urlauber auch den Concierge. Insgesamt stehen im Dorf 24 Doppelzimmer in vier Kategorien sowie acht Suiten und das allein stehende Haus „La Sousto“ zur Verfügung. // Doppelzimmer ab 290 Euro, Suite ab 390 Euro inkl. Frühstück für zwei Personen. www.crillonlebrave.com

ORICAL HIDEAWAY, PETRELLA GUIDI HIST UMBRIEN/ITALIEN

Ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen geblieben scheint. Und den man am besten mit Familie und Freunden bewohnt. Das historische Hideaway liegt inmitten einer feinen Hügellandschaft im gleichnamigen Dorf, das nahezu entvölkert ist. Wer die absolute Ruhe sucht: Hier hin! // Tagespreis: ab 1.200 Euro für vier Doppelzimmer. www.petrellaguidilodge.com

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NR. 1 | FEBRUAR 2015

IQUE HOTEL, PRAIA VERDE BOUT ALGARVE/PORTUGAL

Inspiriert von der Natur mit dem dichten Pinienwald ist das Praia Verde ein richtiges portugiesisches Paradies – Blick auf den tiefblauen Atlantik inklusive. Für den schiefergedeckten Flachbau zeichnet der preisgekrönte portugiesische Architekt Miguel Saraivas verantwortlich. // ab 120 Euro, www.praiaverderesort.com

O,

TRULLO MELOGRAN APULIEN/ITALIEN

Es ist einzigartig und doch so typisch für Apulien: der Trullo, ein weißgetünchtes Häuschen mit zylindrischem Dach. Einige davon lassen sich auch mieten. Wie diese 7-köpfige Gruppe von Kegeln nahe Ceglie Messapica, die kürzlich einer stilvollen Restaurierung unterzogen wurden. // Trullo ab 2.590 Euro pro Woche für 4 Personen. www.thethinkingtraveller.com

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NR. 1 | FEBRUAR 2015

IHRE BEWERBUNG! GEORGE HAYWARD AWARD: INTERNATIONALER HANDELSAGENT DES JAHRES Der George Hayward Award wird jährlich von der IUCAB verliehen – dem internationalen Dachverband der nationalen Handelsagentenverbände, in der auch das Bundesgremium Mitglied ist. Der Award wurde zu Ehren des Amerikaners George Hayward (erster gewählter US-Vizepräsident der IUCAB von 2001 bis 2008) für sein unübertroffenes Engagement ins Leben gerufen, auch um die hohe Qualität der Leistung von Handelsagenten sicherzustellen und auszuzeichnen. Jeder nationale Mitgliedsverband der IUCAB nominiert einen Kandidaten. Das Exekutiv-Komitee der IUCAB wählt schließlich den Gewinner für das Jahr 2015 aus. Die Auszeichnung wird im Rahmen der jährlichen Generalversammlung am 14./15. Mai in Warschau verliehen.


VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE NOMINIERUNG Der Kandidat • muss mindestens 5 Jahre als Handelsagent tätig sein oder eine Handelsagentur betreiben, • muss finanziell solide aufgestellt sein und • sollte sich durch besondere Leistungen hervorgetan oder herausragend ehrenamtlich für die Interessen des Berufsstandes eingesetzt haben.

Das Bewerbungsformular finden Sie auf www.handelsagenten.at unter der Rubrik IUCAB. Dieses ist bis spätestens 27. Februar 2015 an das Bundesgremium der Handelsagenten (F 0590900-287, E handel5@wko.at) zu retournieren. Machen Sie mit und präsentieren Sie sich am internationalen Parkett!

IUCAB-Kongress am 15.05.2015 in Warschau

Die IUCAB (Internationally United Commercial Agents and Brokers) veranstaltet am 15.05.2015 einen internationalen Handelsagenten-Kongress in Warschau. Die Teilnehmer erwartet im Hotel Bristol Warschau eine hochkarätig besetzte Riege von Vortragenden: •A  nne APPLEBAUM (geb. in Washington, D.C.) ist eine polnisch-US-amerikanische Historikerin. Nach ihrem Abschluss in Geschichte und Literatur an der Yale Universität studierte sie Internationale Beziehungen an der London School of Economics. Als Journalistin (Kolumnistin) ist sie für die Washington Post und Slate tätig. •R  A Olga SZTEJNERT-ROSZAK (Polen) wird rechtliche Rahmenbedingungen und das polnische Handelsagentenrecht präsentieren. • Nathalie LORRAIN, stv. Direktor des französischen Weiterbildungszentrums „Itinéraires Interculturels“, referiert über interkulturelle Fragen in internationalen Geschäftsbeziehungen. • Ein Vertreter der Handelskammer wird den Wirtschaftsstandort näher beleuchten. Im Anschluss daran finden „rechtliche Workshops“ zum Handelsagentenrecht in einzelnen europäischen Ländern statt. Im Rahmen individuell vereinbarter Termine können rechtliche Fragen mit den Rechtsexperten vor Ort direkt besprochen werden. Bei den darauffolgenden B2B-Meetings soll den Unternehmen nicht nur das Berufsbild der Handelsagenten vorgestellt, sondern vor allem die Möglichkeit für direkte Kontakte geboten werden.

Weitere Informationen finden Sie auf www.handelsagenten.at in der Rubrik IUCAB

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CONTACT: Februar 2015  

Das Magazin der österreichischen Handelsagenten.

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