__MAIN_TEXT__

Page 1

Nr. 3 OKT 18

handelsagenten.at

FĂźr den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance


|  Oktober 2018

Foto: BMDW/Marek Knopp

Nr. 3 

4

7

12

Inhalt

BUNDESGREMIUM

:

4

Branchenvertretung Harald Mahrer, neuer Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, im Interview.

7

Service Leserbrief, Newsletter, vor 35 Jahren

8

Imagepflege Zu Gast bei der Kinder-Business-Week

17

Alltagsgeschichten Aus dem Alltag einer Handelsagentin

Österreich Aktuelles aus dem Bundesgremium

Wien Gerald A. Hollaus

19

Kärnten Peter Pirker

BUSINESS

9

Kärnten Terminaviso: Körpersprachen-Seminar

9

Salzburg Einladung zum Fahrtechniktraining

10

Steiermark Rückblick: Branchentagung

12

Wien Vortrag von Dr. Peter Filzmaier

Oberösterreich Handelsagentenlehrgang Feigl am US-Titelblatt

12

13

14

15

:

18

Burgenland Unternehmerisches Speeddating

IM PORTRÄT

:

LÄNDERFOKUS

9

:

16

BRANCHE

Buchtipps INTERNATIONAL

:

Slowenien Wirtschaftsmission mit B2B-Fokus Deutschland Das Netzwerk der Möglichkeiten

IMPRESSUM

:

20

Wirkstoff Wirkung Wie Sie Ihre Wirkung steigern: Teil 3 der Serie

22

Digitalisierung Der digitale Wandel: Teil 3 der Serie

UPDATE

:

24

Steuertipp Pauschalierung für Handelsagenten

26

Rechtstipp Ersatzanspruch bei übergewälzten Kosten?

28

Autotipp Der Renault Espace im Test

28

Spezialangebot Von BP-Tankkarte profitieren

30

Lifestyle Trends und Feines für den Winter

31

Ehrenkodex der Handelsagenten Österreichs

:

HERAUSGEBER:  Bundesgremium der Handelsagenten in der WKÖ, Wiedner Hauptstraße 57, 1040 Wien, www.handelsagenten.at, handelsagenten@wko.at  MEDIENINHABER:  eco.nova corporate publishing, Senn & Partner KG, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, www.econova.at  ||  AUFLAGE: 10.500 Stück CHEFREDAKTION: Marina Kremser, Mag. Christian Rebernig ||  BEITRÄGE: Mag. Magda Bleckmann, Ing. Alexander Graf, Mag. Ursula Kilzer, Bruno König, Dr. Susanne Kuen, Susanne Lohs, DHK, Landesgremien ||  FOTOS:  Shutterstock, diverse Fotos vom Bundesgremium und den Landesgremien zur Verfügung  gestellt  ANZEIGENVERKAUF:  Mag. Sandra Nardin, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, nardin@econova.at ||  GRAFIK:  Florian Bürstl, eco.nova corporate publishing,  Senn & Partner KG ||  DRUCK:  Radin-Berger-Print GmbH ||  Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wird auf die gendergerechte Sprache verzichtet. Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältigster Bearbeitung ohne Gewähr.

2

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

VORWORT

:

Liebe Leserinnen und Leser! M AN K ANN NICHT NICHT KOMMUNIZIEREN. Auch wenn wir nicht reden, passiert nonverbal sehr viel. Vor allem für uns Handelsagenten ist Kommunikation ein ganz wesentlicher Aspekt.

A

m Anfang jeder Beziehung – geschäftlich wie privat – steht der erste Eindruck. Diesem hat sich Magda Bleckmann in der Herbstausgabe des CONTACT: im dritten Teil ihrer Serie „Wie Sie Ihre Wirkung steigern“ angenommen und zeigt auf, was Sie tun können, um Ihren ersten Eindruck zu verbessern. Und auch wir haben nach einem ersten Eindruck gefragt – Harald Mahrer nämlich. Er ist seit Mai neuer Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und spricht im großen Interview unter anderem über seine ersten Monate im Amt, Entrepreneurship, Österreichs Exportstärke und Reformen rund ums Thema Auto, denn gerade dieses ist für uns Handelsagenten ein unverzichtbares Gut. Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Punkt in absehbarer Zeit positive Neuigkeiten bezüglich des Vorsteuerabzugs überbringen können. Wir bleiben auf jeden Fall hartnäckig! Viel geredet und diskutiert wurde in den letzten Monaten auch bei den zahlreichen Netzwerktreffen und Veranstaltungen. Mitte September nutzte das Bundesgremium etwa die Gelegenheit, unseren Berufsstand auf der größten slowenischen Gewerbemesse MOS zu präsentieren, und wir haben die Zusammenarbeit mit der Deutschen Handelskammer in Österreich intensiviert. Denn gerade in wirtschaftlich guten Zeiten, wie sie aktuell in unserem Land vorherrschen, ist es wichtig und sinnvoll, neue Geschäftskontakte anzubahnen. Besonders erfreulich lief in diesem Zusammenhang

Komm.-Rat Robert M. Hieger

auch die Kinder-Business-Week der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Imagepflege fängt bereits bei den ganz Jungen an und Handelsagent Erich Koller ist es gelungen, schon die Kleinsten für unseren Berufsstand zu begeistern. Anders als bei einem Geheimagenten ist die stärkste Waffe des Handelsagenten zwar das Wort und in der Regel nicht die Pistole, Verhandlungsgeschick brauchen aber beide. Das hat auch die Kids überzeugt. Natürlich haben wir in diese Ausgabe wieder zahlreiche Informationen rund um Steuern, Recht und Auto gepackt und wir machen wie gewohnt einen Streifzug durch die Bundesländer. Auch hier geht es ums Netzwerken und Kommunikation, denn schon immer kamen durchs Reden die Leute zusammen. Und vergessen Sie dabei nicht: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Ihr

Komm.-Rat Robert M. Hieger Obmann des Bundesgremiums der Handelsagenten

fängt schon früh an. Das Wesen und sein Tätigkeitsumfeld müssen insbesondere bei den (möglichen) Auftraggebern bekannt sein. DIE IM AGEPFLEGE DES BERUFSBILDES DES HANDELSAGENTEN

W Mag. Christian Rebernig

handelsagenten.at

ir sind laufend bemüht, mit Kooperationspartner B2B-Events zu organisieren. Kürzlich waren wir in Slowenien, demnächst sind wir in Ungarn. Es ist uns wichtig, den Herstellern den Arbeitsalltag des Handelsagenten näherzubringen. Bekanntlich entscheidet der Hersteller, wie sein Vertrieb aufgestellt ist. Schlägt er den Weg über angestellte Vertriebsmitarbeiter ein oder greift er auf die Dienste des Handelsagenten zurück, um die Produkte am Markt zu platzieren. Dass die österreichischen Handelsagenten in der Champions League mitspielen, ist bereits vielen bewusst. Nun geht es darum, die Bedenken zu überwinden, einen selbständigen Vertriebsprofi ranzulassen. Auch ist es von zentraler Bedeutung, im eigenen Haus der Wirtschaftskammer einen Fußabdruck zu

hinterlassen. Daher sind wir eifrig unterwegs, um uns Gehör zu verschaffen. Das geht auch bis an die Kammer-Spitze. Nur wer ständig präsent ist, wird auch wahr- und ernst genommen. Wir bleiben dran!

Ihr

Mag. Christian Rebernig Geschäftsführer des Bundesgremiums

3


|  Oktober 2018

Fotos (2): BMDW/Marek Knopp

Nr. 3 

BRANCHENVERTRETUNG

:

„Wir schauen auf Österreich – versprochen!“ ist Harald Mahrer neuer Präsident der Wirtschaftskammer Österreich. Im Interview spricht er über Unternehmertum, den Berufsstand der Handelsagenten, Innovation und die Zukunft. SEIT 18. M AI

Gratulation zur Wahl zum Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Sie sind nun seit rund vier Monaten im Amt. Wie geht es Ihnen dabei? HARALD M AHRER: Danke der Nachfrage! Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, die heimische Wirtschaft repräsentieren und deren Interessen und Anliegen vertreten zu dürfen. Das tue ich mit Freude, motiviert, konzentriert und voller Energie. Ich habe die Zeit schon vor meinem Antritt als WKÖ-Präsident genutzt, mich in die Wirtschaftskammerorganisation zu vertiefen, und kann daher sagen: Wir bieten tolle Serviceleistungen, vom Gründerservice über die Außenwirtschaft bis hin zum Bildungsangebot. Dass wir uns als Organisation weiterentwi-

4

ckeln müssen, ist aber klar. Mein Vorgänger Christoph Leitl hat bereits einige Reformschritte umgesetzt und auch den nächsten bereits eingeleitet. 2019 werden die Mitgliedsbeiträge um 100 Millionen Euro gesenkt und zugleich wird das Service ausgebaut. Dem werden weitere Schritte hin zu einer modernen Vertretung für alle Unternehmen folgen. Mit „Wir schauen auf Österreich“ hat sich die Wirtschaftskammer Österreich auch ein neues Leitmotiv gegeben. Bei „Wir schauen auf Österreich“ handelt es sich um ein Versprechen. Mein generelles Ziel ist es, dass nicht hier die Arbeitgeber und dort die Arbeitnehmer stehen, sondern alle an einem Strang ziehen. Deshalb habe

ich bei meinem Amtsantritt als WKÖ-Präsident auch gesagt: Eigentlich vertrete ich 8,6 Millionen Menschen: die österreichischen Betriebe sowie auch ihre Mitarbeiter und deren Familien. Denn unterm Strich wollen doch alle dasselbe: gute Lebensbedingungen und Wohlstand für unser Land. Was mir in dem Zusammenhang auch sehr wichtig ist: ein allumfassender Exzellenzanspruch an uns selbst. So wie Kunden das jeden Tag von unseren Mitgliedsunternehmen erwarten, stellen unsere Mitglieder diesen Anspruch zu Recht auch an uns. Sie haben sich gleich zu Beginn Ihrer Präsidentschaft für eine Stärkung von Entrepreneurship, von unternehmerischem

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

„ICH WÜNSCHE MIR MEHR MUT, UM DINGE AUSZUPROBIEREN: RISIKO NEHMEN, NEUES MACHEN, KREATIV SEIN.“ Dr. Harald Mahrer

Denken ausgesprochen. Was kann die WKÖ dazu beitragen, dass sich das Bewusstsein ändert (und nicht künstlich Klassenkämpfe produziert werden)? Wir wollen die Risikobereitschaft und auch die Eigenverantwortung fördern. Es kann nicht Ziel sein, sich in jeder Lebenslage auf den Staat zu verlassen, Stabilität bedeutet für uns: Hilfe zur Selbsthilfe. Der, die Einzelne muss mehr Eigenverantwortung übernehmen. Dass das von Unternehmen wie Arbeitnehmern gewünscht wird, zeigen übrigens viele Trends am Arbeitsmarkt. Gerade junge Menschen bevorzugen Jobs, wo sie etwas bewegen können. Klassenkämpfe sind ein Instrument der Vergangenheit – genauso wie der starre Gegensatz „hier die Arbeitgeber, dort die Arbeitnehmer“ längst nicht mehr existiert.

Was sind Ihre kommenden Pläne, um die Lage des Wirtschaftsstandortes nachhaltig zu verbessern und die Unternehmen zu entlasten? Es muss gelingen, die überbordende Bürokratie zurückzudrängen und bei den Kosten konkurrenzfähig zu bleiben. Wir werden den Wettbewerb nicht durch besonders günstige Lohnnebenkosten oder durch geringe Energiekosten gewinnen. Womit wir punkten können, ist vielmehr die bedingungslose Qualitäts- und Innovationsorientierung unserer Unternehmen. Und: Wir brauchen eine steuerliche Entlastung.

Mehr als 300.000 Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer sind als Ein-Personen-Unternehmen organisiert. Auch 65 Prozent des Berufsstandes der Handelsagenten zählen dazu. Tatsache ist: Die fast 8.800 tätigen Handelsagenten und Handelsagenturen, die jährlich Aufträge zwischen gewerblichen Unternehmen, also B2B, im Wert von rund 23,2 Milliarden Euro vermitteln, leisten einen wesentlichen Beitrag, um den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten.

Auch in diesem Zusammenhang spielen Verbesserungen, Reformen, Innovationen, spielt Change eine Rolle? So ist es. Es geht zunächst einmal darum, Innovationsbereitschaft zu fördern bzw. überhaupt zuzulassen. Dafür müssen wir mehr Freiräume schaffen. Das reicht vom Aufschnüren zu enger Vorschriftenkorsette bis hin zur Förderung von alternativen Finanzierungsinstrumenten für Start-ups. Ich wünsche mir mehr Mut, um Dinge auszuprobieren: Risiko nehmen, Neues machen, kreativ sein. Das ist der Schatz, den wir heben müssen. Ich vergleiche das gerne mit einer Flotte von kleinen Schnellbooten, die man auf die Reise schickt. Je mehr ans Ziel kommen, desto besser.

Hatten Sie in Ihrer beruflichen Karriere schon Berührungspunkte mit dem Berufsstand? Ja, immer wieder.

Das Thema Export liegt Ihnen – neben anderen – seit jeher besonders am Herzen. Österreich verdient sechs von zehn Euro im Export. Österreichische Unternehmen sind

handelsagenten.at

im Export deshalb so erfolgreich, weil sie auf Qualität und Exzellenz setzen. Was wir allerdings noch tun müssen, ist, den Output zum Beispiel in der Forschung zu erhöhen, mit neuen Produkten für die Weltmärkte etwa. Nur so können wir mit der unglaublichen Dynamik, die uns Asien derzeit vorlebt, mithalten und in der Liga der Weltbesten mitspielen. Innovation ist ein wesentlicher Anker für den künftigen Wohlstand der Exportnation Österreich. Ein ganz anderes, für unseren Berufsstand um nichts weniger wichtiges Thema: Handelsagenten sind laufend unterwegs, um die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden zu erfüllen. Das bedeutet vielfach, dass die Branchenteilnehmer regelmäßig auf ein Kraftfahrzeug angewiesen sind. Der Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte Pkw und Kombis ist jedoch nicht – bzw. nicht mehr – möglich. Derzeit werden betrieblich oft riesige Pkw angeschafft, nur um den Vorsteuerabzug zu lukrieren. Tatsächlich war die steuerliche Absetzbarkeit von betrieblich genutzten Fahrzeugen in Österreich bereits einmal gesetzlich möglich. Das diesbezügliche Anliegen des Berufsstandes der Handelsagenten kann ich gut nachvollziehen, ist doch das Auto für die meisten von ihnen ein unverzichtbares und wichtiges – wenn nicht das wichtigste – Betriebsmittel. Das aktuelle Regierungsprogramm beinhaltet einen Punkt, demzufolge ein steuerliches Anreizsystem für die Anschaffung effizienterer und emissionsärmerer Fahrzeuge ausgebaut und optimiert werden soll. Die beiden Dinge ließen sich ja verbinden. Bleiben wir beim Auto: Immer wieder wird über das Schreckgespenst Road Pricing in Österreich nachgedacht. Eine kilometerabhängige Maut für Pkw würde die Berufsgruppe der Handelsagenten unverhältnismäßig hoch und existenzbedrohend belasten.  →

5


Nr. 3 

Es gibt seitens der EU-Kommission gewisse Tendenzen zur Einführung einer kilometerabhängigen Pkw-Maut. Auch und gerade Handelsagenten würde das besonders treffen. Sie können die Mehrkosten nicht auf die Produkte aufschlagen und hätten wohl massive Probleme, mit den Kosten zurande zu kommen. Daher ist es nachvollziehbar, dass die Einführung für den Berufsstand und dessen Interessenvertretung ein No-Go darstellt. Handelsagenten bearbeiten nicht nur den Inlandsmarkt, sondern platzieren die Produkte ihrer Auftraggeber auch im Ausland. Sie haben ihre Agenturen international ausgerichtet. Das Bundesgremium hat sich 2016 ebenso neu ausgerichtet und bildet gemeinsam mit dem Internationalen Dachverband der Handelsagenten eine Geschäftsstelle in der WKÖ. Aus unserer Sicht stellt das eine einmalige Chance dar, die nationale Interessenvertretung zu in-

„VERNETZUNG, INNOVATION UND DIE NUTZUNG VON SYNERGIEN SIND EIN WESENTLICHER ANKER FÜR DEN KÜNFTIGEN WOHLSTAND DER EXPORTNATION ÖSTERREICH. ICH WERDE DAHER ALLES TUN, UM VIELE IN UNSEREM LAND ZU BEGEISTERN UND DIE INNOVATIONSKRAFT IN DEN UNTERNEHMEN ZU STÄRKEN.“ Dr. Harald Mahrer

tensivieren, Synergien zum Vorteil des Berufsstandes zu nutzen und ihre Standpunkte auf dem internationalen Parkett einzubringen. Wie stehen Sie zu der internationalen Vernetzung? Wie wichtig ist es und wird es künftig vielleicht noch mehr sein, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken? Vernetzung, Innovation und die Nutzung von Synergien sind ein wesentlicher Anker für den künftigen Wohlstand der Exportnation Österreich. Ich werde daher alles tun, um viele in unserem Land zu begeistern und die Innovationskraft in den Unternehmen zu stärken. Derzeit sind die österreichischen Unternehmen – so wie die europäischen insgesamt – noch sehr erfolgreich im Export. Doch andere holen auf. Denken Sie zum Beispiel an Indien.

DR. HARALD MAHRER (45) wurde am 18. Dezember 2017 zum Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes gewählt, seit 18. Mai 2018 ist er Präsident der Wirtschaftskammer Österreich. Davor war er von 17. Mai 2017 bis 18. Dezember 2017 Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie von 1. September 2014 bis 16. Mai 2017 Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Als Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien sammelte er politische Erfahrung als Vorsitzender der Hochschülerschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und schloss danach sein Doktorat der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ab. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Forschungsassistent gründete er sein erstes Unternehmen – die legend Consulting GmbH – und leitete später die führende österreichische Kommunikations- und Strategieberatung Pleon Publico mit mehr als 80 Mitarbeitern. Zusätzlich war er mehr als 15 Jahre lang als Förderer von Start-ups und als Business Angel aktiv. Von 2011 bis 2015 war er Präsident der Julius-Raab-Stiftung und beschäftigte sich intensiv mit unternehmerischer Verantwortung und der Freiheit des Bürgers sowie mit der Etablierung einer neuen Gründerzeit in Österreich.

6

|  Oktober 2018

Dort leben 1,3 Milliarden Menschen, viele noch immer ohne regelmäßige und ausreichende Stromversorgung. Die indische Regierung hat jedoch angekündigt, in den nächsten Jahren das ganze Land zu elektrifizieren. Damit eröffnen sich für hunderte Millionen Menschen völlig neue Möglichkeiten. Das heißt, auch wir müssen alles daransetzen, um nicht abzurutschen, sondern im Gegenteil unsere Innovationskraft noch zu steigern. Das Ziel, bis spätestens 2020 in die Gruppe der Innovation Leader vorzustoßen, wird Österreich möglicherweise verfehlen. Was muss sich ändern? Was ist Ihre Vision, Ihr Wunsch, Ihr Ziel? Meine Vision ist es, dass wir die Chancen der Digitalisierung voll nützen und Österreich in der Gruppe der Innovationsführer ganz vorne mit dabei ist. Wir sind auf gutem Weg, aber es fehlt mitunter der Blick auf das große Ganze. Wir befassen uns damit, ob der Stromstecker exakt in der richtigen Höhe und im richtigen Abstand zur Tür angebracht wird, anstatt uns auf Zukunftsthemen zu konzentrieren. Ganz wichtig ist für mich in diesem Zusammenhang einmal mehr die Bildung. Das beginnt bei der frühkindlichen Förderung. Wir müssen wirklich sehr früh ansetzen, Stärken identifizieren und entsprechend fördern. Die Begabungen sind bunt, das ist gut so, hier dürfen wir kein Talent zurücklassen.

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

KOMMUNIK ATION

Wissen bedeutet Vorsprung Bleiben Sie mit uns in CONTACT:

Vor einigen Monaten haben wir unseren Newsletter einem Facelift unterzogen und ihn im Design an die Printausgabe des CONTACT: angepasst. Natürlich ist er auch Smartphone-tauglich, damit können Sie alle Infos auch unterwegs abrufen und gut durchsehen. Den monatlichen Newsletter erhalten Mitgliedsunternehmen, sofern deren E-Mail-Adresse bekannt ist. Sollten Sie noch keinen bekommen, so übermitteln Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten mit dem Stichwort „Newsletter-Anmeldung“ unter handelsagenten@wko.at.

VOR 35 JAHREN

Was geschah von Juli bis September 1983? Bundespräsident Kirchschläger übernimmt Ehrenschutz für Handelsagenten-Kongress Der damalige Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger hat dem Bundesgremialvorsteher Komm.Rat Heinrich Matza den Ehrenschutz über den Handelsagenten-Kongress 1984 zugesichert. Nach Möglichkeit wolle er auch die Eröffnung persönlich vorgenehmen. In einem Vorgespräch im Juli 1983 wurde dem Bundespräsidenten die Bedeutung der Handelsagenten insbesondere in der gegebenen wirtschaftlichen Situation dargelegt. Der Bundespräsident wusste über den Wert der Arbeit der Handelsagenten in einer freien Marktwirtschaft sehr wohl Bescheid und versprach für die Probleme, mit denen der Berufsstand zu kämpfen hatte, Unterstützung. Den Berufsstand erfüllte diese wohlwollende Geste des Bundespräsidenten mit großer Genugtuung. Und täglich grüßt die Fortbildung Erfolg durch positives Denken

Als Baldur Preiml die österreichischen Skispringer von Sieg zu Sieg führte, sprach alle Welt davon. Heute ist „mentales Training“ im Sport zur Selbstverständlichkeit geworden. In der BRD setzt man diese Trainingsmethode auch schon in der Wirtschaft ein. Zeit also, diese Erfolgsmethode auch

handelsagenten.at

IN EIGENER SACHE

Leserforum: Handelsagenten am Wort Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu den Themen im Magazin oder zu wichtigen Branchenanliegen und schicken Sie, wenn gewünscht, auch ein Foto von sich mit. Die hier veröffentlichten Meinungen müssen sich nicht mit der des Bundesgremiums oder seiner Landesorganisationen decken. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Leserbriefe an handelsagenten@wko.at

Zuerst versprechen und dann nicht halten OÖ Nachrichten vom 4. 9.

Beim geplanten Umbau des Steuersystems wird eine zum Himmel schreiende Steuerungerechtigkeit, welche besonders Kleinunternehmer trifft, die den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit mit dem Auto abwickeln, wiederum bewusst übersehen. Seit 1977 wurde nur zum Zwecke der Geldbeschaffung die Möglichkeit, einen betrieblich genützten Pkw auch vorsteuerabzugsmäßig geltend zu machen, zum größten Teil eingeschränkt. Womit gerade für Unternehmen, für die der Pkw das wichtigste Werkzeug für die betriebliche Tätigkeit ist, eine gravierende Ungerechtigkeit geschaffen wurde. Diese Unternehmer haben nur die Möglichkeit, einen Pkw anzuschaffen, der nicht abzugsfähig ist, oder ein teures, meist dieselbetriebenes und verbrauchsstarkes, vorsteuerabzugsfähiges Kfz anzuschaffen. Obwohl die Wirtschaftsvertreter von ÖVP und FPÖ seit Jahren die Abschaffung dieser Ungerechtigkeit fordern, macht diese neue ÖVP/FPÖ-Regierung mit diesem raubritterartigen Vorgehen weiter, nur um genug Geld für andere, teilweise unsinnige Belange zu haben. Dies obwohl im Regierungsprogramm steuerliche Anreize für die Anschaffung von Emissionsärmeren Fahrzeugen festgeschrieben wurde. Manfred Wiesinger, 4600 Wels

fortschrittlichen Handelsagenten zugänglich zu machen. Unter dem Titel „Selfmanagement“ veranstaltet Prof. Manfred Schifter am 8. und 9. Dezember 1983 im Gasthof Reiberstorfer in Altmünster am Traunsee das erste österreichische Seminar über „positives Denken“ und „mentales Training“ speziell für Handelsagenten, leitende Mitarbeiter im Verkauf und Unternehmer. Der Seminarbeitrag inklusive Vollpension, umfangreichen Seminarunterlagen und Mehrwertsteuer betrugt 2.850 Schilling. Das wichtigste Betriebsmittel Die neue Kompaktklasse des Mercedes

Die Daimler-Benz AG ist einem Zug der Zeit gefolgt. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es fährt sich auch prächtig. Qualität steht auch bei den Modellen 190/190 E im Vordergrund – und die hat ihren Preis: So kostete der 190er inklusive Mehrwertsteuer 241.280 Schilling, für den 190 E wurden 260.780 Schilling in Rechnung gestellt. Wer mit einer Automatik unterwegs sein will, musste dafür noch 19.240 Schilling auslegen, das ABS kostete 20.900 Schilling.

7


Nr. 3 

L ÄNDERFOKUS

|  Oktober 2018

:

Aktuelles aus den Ländern MELDUNGEN AUS DEN BUNDESL ÄNDERN:

Terminhinweise, Veranstaltungsrückblicke, Infos und Aktuelles.

BUNDESGREMIUM

Südafrika zu Gast im Bundesgremium Geschäfte werden zwischen Menschen geschlossen. Dies gilt auch für Verträge. Insbesondere, wenn es darum geht, mit einem Auftraggeber außerhalb von Europa ins Geschäft zu kommen, bedarf es einer gründlichen Beratung.

Im Juli stattete Adrian Kemp, Direktor des südafrikanischen Unternehmens Perspex, Wien einen Besuch ab. Auch sein Vertriebspartner vor Ort, der oberösterreichische Handelsagent Ing. Martin Heidecker, war gekommen, um aus direkter Quelle die Vorteile des Berufsstands und Entwicklungen im digitalen Zeitalter zu hören. Darüber hinaus gab Mag. Christian Rebernig, Ge↑  Handelsagent Ing. Martin Heidecker (li.) und Adrian Kemp schäftsführer des Bundesgremiums der Handelsagenten, einen fundierten (Perspex, 2. v. l.) ließen sich von Mag. Christian Rebernig Überblick über die Vielzahl an Handelsagenten und -agenturen, die den welt(Bundesgremium) über die nationalen und internationalen weiten Markt bearbeiten und dafür sorgen, dass die Produkte zum richtigen Rahmenbedingungen beraten. Zeitpunkt am richtigen Ort sind. Auch präsentierte er dem südafrikanischen Unternehmer das Wesen der EU-Richtlinie zum Berufsstand. Diese ist nicht nur für Handelsagenten relevant, sondern gibt insbesondere dem Auftraggeber Rechtssicherheit. Perspex kann bei der Zusammenarbeit mit Handelsagenten aus jedem europäischen Land die Grundlagen der Richtlinie anwenden und sich nicht mit zig nationalen Gegebenheiten herumschlagen.

Bundesgremium lobbyiert für Berufsstandinteressen

↑  Der Vorsteuerabzug von KFZ steht im Arbeitsprogramm der Bundessparte Handel ganz oben. Auch über eine Erhöhung der Angemessenheitsgrenze wurde lautstark nachgedacht.

Ende Juni fand die Bundesspartenkonferenz in Wien statt. Bei dieser Tagung nahmen die Bundesobleute aus den Gremien des Handels sowie deren Geschäftsführer teil. Auch der oberste Vertreter der Handelsagenten, Komm.-Rat Robert M. Hieger, war gemeinsam mit seinem leitenden Angestellten Mag. Christian Rebernig gekommen, um die Anliegen des Berufsstands nachhaltig vorzutragen.

Vorab gab es ein Impulsreferat von Mag. René Tritscher, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, zur aktuellen Lage der Nation und speziell zum Regierungsprogramm. Danach wurden in Workshops die Anliegen der Branchen vorgebracht und eine Prioritätenliste erstellt. Hieger und Rebernig bezogen im Themenbereich „Steuern und Digitalisierung“ Stellung. Nach dem Regierungsprogramm 2017–2022 soll ein steuerliches Anreizsystem für die Anschaffung effizienterer und emissionsärmerer Fahrzeuge ausgebaut und optimiert werden. Das deckt sich mit unserer Forderung, den Vorsteuerabzug nicht nur für die sogenannten Fiskal-LKW, sondern für alle betrieblich ge-

8

nutzten PKW mit umweltschonender Motorenausrichtung zuzulassen; gleichzeitig könnte dadurch die Klimastrategie unterstützt werden. Auch wurde die steuerliche Aufteilung der Ausgleichszahlungen vorzugsweise auf 3 Jahre als auch die Erhöhung der sogenannten Luxustangente im Workshop deponiert.

B2B-Meeting 12. Vertretungsbörse – Bauen, Wohnen & Gesundheit am Donnerstag, 18. Oktober 2018 in Györ

Das Bundesgremium der Handelsagenten organisiert am 18. Oktober gemeinsam mit der Botschaft der Republik Ungarn und der Ungarischen Handelskammer Győr-Moson-Sopron ein Treffen, um ungarischen Unternehmen aus dem Bereich Bauen, Wohnen & Gesundheit den Vertriebsweg über den österreichischen Handelsagenten vorzustellen. Die Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten der Ungarischen Handelskammer Győr-Moson-Sopron (Szent István út 10/A, 9021 Györ) stattfinden. Neben Kurzvorträgen wird es ausreichend Gelegenheiten zum Kennenlernen, zum Austauschen und zum Netzwerken geben. An ungarischen Vertretungen interessierte Handelsagenten sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen, Geschäftskontakte vor Ort zu knüpfen. Die vorangegangenen Veranstaltungen waren ein voller Erfolg, konnten doch viele Teilnehmer neue Vertretungen übernehmen. Im Vorfeld gibt es die Möglichkeit, das AUDI-Werk in Györ zu besichtigen. Das detaillierte Programm finden Sie unter www.handelsagenten.at

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

BURGENLAND

Topf sucht Deckel Grenzüberschreitende Geschäftskontaktemesse

Das unternehmerische Speeddating findet am 18. Oktober 2018 im Festsaal der Wirtschaftskammer Burgenland, Robert-Graf-Platz 1, 7000 Eisenstadt statt. Bei der Geschäftskontaktemesse werden – anders als bei anderen Netzwerktreffen – die Gespräche zwischen den Teilnehmern gezielt hergestellt. Nach dem Anmeldeschluss erhalten die Unternehmer einen Link zur Teilnehmerliste. Daraus können drei bis fünf Gesprächspartner ausgewählt und bekanntgegeben werden. Die Wirtschaftskammer organisiert die Gespräche, wobei pro Gesprächspartner etwa 15 Minuten eingeplant sind. Vor allem für Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet sich diese Möglichkeit an, neue Geschäftschancen anzubahnen. Anmeldung unter www.anmeldungen.net/Nord2018.

LANDESGREMIUM BURGENLAND •• Willibald Krajasich, Obmann •• Martina Rauchbauer, M.Sc., Geschäftsführerin martina.rauchbauer@wkbgld.at

Lern dich weiter Kursangebot Sparte Handel Burgenland

Krönen Sie Ihre fachliche Karriere mit einer Aus- und Weiterbildung. Ob mit dem Handelsagentenlehrgang oder einem akademischen Abschluss. Ergreifen Sie die Chance, sich mit Weiterbildungsprogrammen fortzubilden. Die Ausbildungen sind praxisorientiert und sichern Ihnen einen Vorsprung im Business. Das Landesgremium fördert die Aus- und Weiterbildung mit einem Zuschuss. Informieren Sie sich unter www.wko.at/bgld/handel.

SALZBURG

KÄRNTEN

Terminaviso „Hey, dein Körper spricht! Worum es bei Körpersprache wirklich geht.“

Bereits in den ersten Augenblicken entscheiden wir, ob uns eine Person kompetent, sympathisch und vertrauenswürdig erscheint. Wer sich in der täglichen Zusammenarbeit mit dem Kunden seiner Körpersprache bewusst ist und die Signale seines Gegenübers lesen kann, schafft es auch in schwierigen Situationen, souverän zu agieren. Unter dem Motto „Hey, dein Körper spricht! Worum es bei Körpersprache wirklich geht“ referiert Stefan Verra, einer der gefragtesten Körperspracheexperten im europäischen Raum, im Casineum Velden exklusiv für die Mitglieder der Sparte Handel.

Fahrtechniktraining Am 19. Oktober 2018 ab 8 Uhr lädt das Landesgremium Salzburg zum Fahrtechniktraining in Saalfelden ein. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Programm:

Termin: 7. November 2018, 18.30 Uhr Wo: Casineum Velden, 9220 Velden am Wörthersee

• • • • • • • • • •

Briefing Fahrphysik, Sicherheitshinweise Slalom, Sitzposition, Blick- und Lenktechnik Bremsen und Ausweichen vor Hindernissen Kurvenfahren an der Haftgrenze Mittagspause – Hotel Gut Brandlhof (nicht inkludiert) Aquaplaning moderne Assistenzsysteme powered by Mercedes Benz Hydraulikplatte, Abfangen eines schleudernden Fahrzeuges Handlingparcours Abschlussbesprechung, Urkundenverteilung

Anmeldung unter 05 90 90 4-315 oder claudia.melbinger@wkk.or.at

Anmeldung jeweils unter bbarzal@wks.at oder telefonisch unter 0662/8888-258

LANDESGREMIUM KÄRNTEN

LANDESGREMIUM SALZBURG

•• Wolfgang Zeichner, Obmann •• Mag. Nikolaus Gstättner, Geschäftsführer

•• Komm.-Rat Axel Sturmberger, Obmann •• Mag. Julia Peham-Zver, Geschäftsführerin

nikolaus.gstaettner@wkk.or.at

handelsagenten@wks.at

handelsagenten.at

9


Nr. 3 

|  Oktober 2018

STEIERMARK

Branchentagung war ein voller Erfolg Zum Auftakt berichtete Obmann Fürntratt über die Erfolge des abgelaufenen Geschäftsjahres. Beispielsweise konnte bei der letzten Netzwerkveranstaltung im Frühjahr mit ungarischen Unternehmen zahlreiche Vertretungen an Land gezogen werden. Eine Fortsetzung ist für 2019 geplant.

Internationale Branchenwelt Welcher Ort eignet sich nicht besser, um über den Tellerrand hinauszublicken, als jener, wo ein junger Mann namens Arnie in die weite Welt hinauszog, um für Furore zu sorgen? Daher entführte Mag. Christian Rebernig vom Bundesgremium die Anwesenden in die Welt des Internationalen Dachverbandes der Handelsagenten IUCAB und gewährte Einblicke in das Netzwerk. Außerdem brachte er Beispiele, wie jeder einzelne Handelsagent davon Nutzen ziehen kann. Erwähnt seien die Vertrauensanwälte in unterschiedlichsten Ländern, die bei Rechtsstreitigkeiten mit Auftraggebern herangezogen werden können. Oder auch die Onlineplattform, wo neue Vertretungen weltweit gefunden werden können. Mobile Endgeräte vor Schadstoffsoftware schützen Eine ganz andere Welt stellte Oberstleutnant Wilhelm Seper vom Bundeskriminalamt vor: Cybercrime. Mittlerweile ist dieser Bereich lukrativer als Drogen- oder Menschenhandel. Hintergründe sind neben dem Gewinn auch die Schädigungsabsicht. Dieses Geschäft funktioniert einfach,

↑  Die Veranstalter Obmann Komm.-Rat Johann Fürntratt (Mi.) und Mag. Johannes Klemm (Landesgremium, re.) waren sehr zufrieden. Interessante Vorträge wurden von Mag. Christian Rebernig, Oberst Wolfgang Staudacher (Polizeidirektion Steiermark) und Oberstleutnant Wilhelm Seper (BKA) gebracht (v. l.).

24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Außerdem ist es hochentwickelt und die Methoden werden immer perfekter. Waren

noch vor Jahren zahlreiche Rechtschreibfehler beispielsweise in Spam-E-Mails, so sind die Meldungen heute grammatikalisch einwandfrei geschrieben und für den Empfänger nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass es sich um eine Betrugsnachricht handelt. Viele Unternehmen, aber auch Privatpersonen sind insbesondere von Ransomware betroffen. Ransomware ist eine Schadsoftware, die in einem System persönliche Daten des Nutzers verschlüsselt. Um die Dateien wiederherzustellen, wird ein Lösegeld (häufig in der Kryptowährung Bitcoin) gefordert. Vorsicht daher bei Dateianhängen und Links in E-Mails (auch bei bekanntem Absender). Gefährlich sind Spam-Mails mit • Nachrichten von Paketdiensten • Rechnungen • Bewerbungen • Anwaltsbriefe und andere. 

↑  Die Teilnehmer der Branchentagung lauschten den Vorträgen.

10

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

Darin sind meist Dateien oder Hyperlinks angehängt, die beim Öffnen die eigentliche Schadsoftware herunterladen. IM ZWEIFELSFALL KEINE LINKS ODER DATEIEN ÖFFNEN! Es ist daher ratsam • die Programme regelmäßig auf den aktuellsten Stand zu bringen (Updates), • eine aktuelle Anti-Viren-Software zu nutzen und • zusätzlich Daten regelmäßig zu sichern. Die Polizei, dein Freund und Helfer Der Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizeidirektion Steiermark, Oberst Wolfgang Staudacher, brachte es auf den Punkt: Österreichs Ziel bis 2020 sind 50 Prozent weniger Verkehrstote, 40 Prozent weniger Schwerverletzte und 20 Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden. Dies ist vornehmlich durch Geschwindigkeitsanpassungen herbeizuführen. Zwei Drittel aller Verkehrsunfälle passieren im Ortsgebiet, wobei hier ein Drittel aller Toten zu verzeichnen sind. 50 Prozent übrigens sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer, nämlich Radfahrer oder Fußgänger. Nur fünf Prozent der Unfälle finden auf Autobahnen statt, wobei die Toten aufgrund der höheren Geschwindigkeit bei 15 Prozent liegen. Auf die Frage, wie hoch die Restgeschwindigkeit eines Fahrzeuges, das mit 55 km/h fährt, bei jenem Punkt ist, wo ein anderes mit 50 km/h bereits steht, führte zu unter-

↑  Obmann Komm.-Rat Johann Fürntratt ließ es sich nicht nehmen mit Arnies Jugendfreund Peter Urdl (Leiter des Arnold-Schwarzenegger-Museums) dem ehemaligen Gouverneur über die Schulter zu blicken.

schiedlichsten Antworten. Korrekt sind 28 km/h Restgeschwindigkeit. Eindrucksvoll zeigte Staudacher ein Video, welche Wucht diese Restgeschwindigkeit hat. Bei 60 km/h beträgt die Restgeschwindigkeit übrigens bereits 42 km/h. Die Teilnehmer wurden sehr nachdenklich. Auf die Frage betreffend die Strafen betonte Staudacher, dass es der Polizei in erster Linie um Bewusstseinsschaffung geht. Was viele nicht wissen, ist, dass der Großteil der Strafen an den Straßenerhalter geht und nur ein geringer Bruchteil bei der Polizei verbleibt. Fazit: Könnte die Durchschnittsgeschwindigkeit um 5 km/h gesenkt werden, wären

jährlich 20 Prozent weniger Verkehrstote zu beklagen. Das würde 8.000 Menschenleben in Europa bedeuten. Zu Hause bei Arnie Den Ausklang bildete ein Besuch im Arnold-Schwarzenegger-Museum. Die Führung wurde durch Schwarzeneggers Jugendfreund und langjährigen Bürgermeister von Thal, Peter Urdl, durchgeführt. Leider kam die Gruppe etwa zwei Wochen zu spät, um den Mister Universum persönlich zu sehen. Denn da war Arnie auf Heimatbesuch. Arnold Alois Schwarzenegger wurde am 30. Juli 1947 in Graz geboren und begann bereits mit 14 Jahren mit dem Gewichtheben. Sehr bald beeinflussten ihn auch die Bodybuilder. Durch konsequentes und ehrgeiziges Training entwickelte der junge Arnold rasch seine weltberühmte Statur. Mit 21 Jahren, damals gerade volljährig, ging er nach Amerika. Dort begann der junge Arnold neben seiner Karriere als Bodybuilder an seiner Laufbahn als Schauspieler zu arbeiten. 2003 wurde er Gouverneur von Kalifornien.

LANDESGREMIUM STEIERMARK •• Komm.-Rat Johann Fürntratt, Obmann •• Mag. Johannes Klemm, Geschäftsführer 311@wkstmk.at ↑  Handelsagenten auf den Spuren von Arnie

11


Nr. 3 

|  Oktober 2018

WIEN

Foto: A&W

←  Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, geboren 1967 in Wien, ist im Rahmen des internationalen und interuniversitären Netzwerks Politische Kommunikation (netPOL) Leiter der Plattform Politische Kommunikation der Donau-Universität Krems und hat ebenda seit 2006 den Lehrstuhl für Demokratiestudien und Politikforschung inne. Seit 2007 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Strategieanalysen (ISA) in Wien, seit 2010 auch Professor für Politische Kommunikation an der Karl-Franzens-Universität Graz, sowie Politikanalytiker des Österreichischen Rundfunks (ORF) und Kolumnist und Gastkommentator in Der Standard (2003 bis 2008), den Bundesländerzeitungen (2008 bis 2015) sowie der Kronen Zeitung (seit 2015).

Wie ticken Politik und Medien wirklich?

Prof. Dr. Peter Filzmaier gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Die Verringerung der Parteienbindung, der Umstand, dass es immer schwieriger wird zu erkennen, welche Ziele die politischen Gruppierungen tatsächlich verfolgen (außer gewählt zu werden), und die Einwirkungen der Medien lassen den Staatsbürger und damit Wähler häufig mit seinem Unverständnis völlig allein zurück. Speziell Unternehmer fühlen sich manchmal als Stiefkinder der Politik und empfinden es als ungerechte Vernachlässigung seitens der Regierenden, wenn sie ihre Interessen nicht verstanden oder zu wenig berücksichtigt sehen. Prof. Dr. Peter Filzmaier, der an der Donau-Universität Krems den Lehrstuhl für Demokratiestudien und Politikforschung inne hat und allen Österreichern von seinen TV-Auftritten her bekannt ist, wird sich im Zuge des Vortragsabends bemühen die Vorgänge auf der politischen Bühne zu erklären und einen Einblick in die Spielregeln zu geben, nach denen die diversen Akteure handeln. Termin: 3. Dezember 2018 Wo: Wirtschaftskammer Österreich Ein flotter und interessanter Abend erwartet die Teilnehmer!

LANDESGREMIUM WIEN •• Komm.-Rat Walter Krammer, Obmann •• Andreas Gurghianu, Geschäftsführer Andreas.Gurghianu@wkw.at

OBERÖSTERREICH

Handelsagent des Jahres Peter Feigl brachte es aufs US-Titelblatt.

Handelsagentenlehrgang Im vergangenen Monat startete das erste Modul des Handelsagentenlehrganges in Oberösterreich.

Am 24. September 2018 referierte Mag. Elisabeth Nagel von Huber und Partner Rechtsanwälte GmbH das erste von drei Modulen unter dem Titel „Rechtliche Rahmenbedingungen für Handelsagenten“. Im Oktober folgte Steuerberater Dr. Michael Tissot mit Modul zwei unter dem Thema „Steuerliche und wirtschaftliche Aspekte von Handelsagenten“. Der letzte Teil folgt im November. Modul 3 „Systemisch verkaufen“ 26. November 2018, 17 bis 21 Uhr Dr. Wilfried Scheschy, ewos institut für vertriebsentwicklung GmbH Kosten pro Person: 50 Euro inklusive Imbiss, Seminarunterlagen und Parkticket für die WIFI-Garage. Anmeldung unter www.wifi-ooe.at/handelsagenten oder per Mail an unternehmerakademie@wifi-ooe.at

12

Peter Feigl, der erfolgreich Farben, Lacke und Klebstoffe an die Industrie und den Großhandel vermittelt, wurde im Mai als „Internationaler Handelsagent des Jahres 2018“ ausgezeichnet (siehe Bericht in der Ausgabe 2). Damit räumte erstmals in der Geschichte ein Österreicher den Internationalen Award ab und das zeigt gleichzeitig, dass die österreichischen Handelsagenten wirtschaftlich auch international im Spitzenfeld vertreten sind. Besondere Begeisterung löste seine Dankesrede aus, in der er Handelsagenten mit Füchsen verglich. „Wenn wir eine Beute sehen, schnappen wir intelligent und flink ganz schnell zu. Wir sind frei im Vergleich zu Angestellten und können unseren Erfolg selbst bestimmen“, so Feigl. Das brachte ihm viel Anerkennung und Mitgliedsverbände des internationalen Dachverbandes der Handelsagenten IUCAB berichteten darüber. Der amerikanische Verband MANA druckte Feigl sogar am Cover ab!

LANDESGREMIUM OBERÖSTERREICH •• Ing. Harald Humpl, Obmann •• DI Bernadette Steinmetz, Geschäftsführerin handel3@wkooe.at

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

BUCHTIPPS

:

Business zum Blättern Morgens nicht im Stau stehen, konzentriert an einer Aufgabe arbeiten, ohne mit einem Ohr die Erlebnisse der Kollegen vom Vortag mit anzuhören oder die Kinder noch sehen, bevor sie im Bett liegen. Was auch immer die Motivation ist, jeder dritte Arbeitnehmer wünscht sich Möglichkeiten, auch zu Hause arbeiten zu können. Doch das Arbeiten im Homeoffice will gut geplant sein. Wer ganz oder teilweise von zu Hause arbeitet, muss mehr Eigenverantwortung übernehmen und Disziplin im Zeitmanagement aufbringen.

EFFEKTIV ARBEITEN IM HOMEOFFICE CHRISTIANE WITTIG, GABAL VERLAG, 96 SEITEN, EUR 9,20

In seinem neuen Buch „Ich, endlich einzigartig“ wendet sich der Erfolgsautor und Markenexperte Hermann H. Wala an jeden Einzelnen – und zeigt, wie man sich systematisch als Marke positionieren kann. Er erklärt, warum es gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist, die eigene Person als authentische ICH-MARKE zu präsentieren und das eigene Profil zu schärfen: im Beruf, beim Kunden, als Dienstleister, in Social Media, ja selbst im Privatleben.

ICH, ENDLICH EINZIGARTIG HERMANN H. WALA, REDLINE VERLAG, 224 SEITEN, EUR 19,99

handelsagenten.at

Nach wie vor gehört das Buch„Die 7 Wege zur Effektivität“ zu den meistgelesenen Businessbüchern weltweit. Der Erfolg gibt Autor Stephen R. Covey Recht: Er feiert die 50. Auflage des Weltbestsellers mit einer hochwertigen und limitierten Schmuckausgabe. Die zentrale Botschaft des Buches: Nicht angelernte Erfolgstechniken, sondern Charakter, Kompetenz und Vertrauen führen zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben. Das gilt in unserer heutigen volatilen Lebens- und Arbeitswelt mehr denn je.

DIE 7 WEGE ZUR EFFEKTIVITÄT STEPHEN R. COVEY, GABAL VERLAG, 416 SEITEN, EUR 50,40

Judith Williams ist eine Powerfrau mit viel Humor, Empathie, Leidenschaft und Energie – beruflich eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen im europäischen Homeshopping, privat Ehefrau und zweifache Mutter. Mit einem Augenzwinkern erzählt sie aus ihrem vielseitigen Alltag und ihrer Karriere – will Frauen darin bestärken, trotz aller Hindernisse ihren Visionen zu folgen. Von einem ist Judith Williams absolut überzeugt: Träume sind dazu da, verwirklicht zu werden. Dass es funktioniert, hat sie selbst vorgemacht.

WIE TRÄUME FLIEGEN LERNEN JUDITH WILLIAMS, ARISTON VERLAG, 224 SEITEN, EUR 20,60

Die Qualität Ihrer Kommunikation bestimmt Ihren beruflichen Erfolg, Ihre Zufriedenheit und auch Ihr Lebensglück. Kommunikationsexperte Dr. Roman Braun veranschaulicht, wie einfach es ist, die Macht der Rhetorik für sich zu nutzen. Entscheidend ist, wie man seine Qualitäten präsentiert, Konflikte löst und Beziehungen aufbaut. Der praxisorientierte Ratgeber überzeugt mit überraschenden Strategien, erprobten Techniken, leicht umsetzbaren Praxistipps und vielen Übungen.

DIE MACHT DER RHETORIK ROMAN BRAUN, REDLINE VERLAG, 320 SEITEN, EUR 19,99

13


Nr. 3 

↑  „Handelsagenten sind für Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg“, so Mag. Christian Rebernig.

INTERNATIONAL

:

Erfolgreich in Slowenien

|  Oktober 2018

↑  Der österreichische Veranstalter zeigte sich mit den Keynote-Speakern zufrieden (v. l.): Mag. Christian Rebernig (Bundesgremium der Handelsagenten), Damjana Sever (Slowenische Handelsagentenvereinigung), Komm.-Rat Johann Fürntratt (Landesgremium der Steirischen Handelsagenten), Mag. Eva Pfurtscheller (stv. Wirtschaftsdelegierte in Laibach) und Rechtsanwalt Simon Bracun

DAS AC L AIBACH organisierte Mitte September eine Wirtschaftsmission mit B2B-Fokus im Rahmen der größten slowenischen Gewerbemesse MOS. Das Bundesgremium nutzte die Gelegenheit, den Berufsstand zu präsentieren und Möglichkeiten der Kontaktanbahnung aufzuzeigen.

I

m Rahmen einer der größten und wichtigsten Messen in Slowenien fand am 13. September eine B2B-Veranstaltung mit über 80 Teilnehmern in Celje statt. Ivan Meh, Vizepräsident der Handwerks- und Gewerbekammer Slowenien, war über die rege Teilnahme höchst erfreut. Fit für Slowenien Auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ging Mag. Eva Pfurtscheller, stellvertretende Wirtschaftsdelegierte in Laibach, ein. Außerdem stellte sie praktische Aspekte beim Eintritt in den slowenischen Markt vor und zeigte die Chancen auf, die sich in der Zusammenarbeit mit slowenischen Unternehmen bieten. Vertriebs-Outsourcing Im Rahmen einer Vortragsreihe zeigte Mag. Christian Rebernig, Geschäftsführer der österreichischen Handelsagenten, alle Vorteile zur Sprache auf, die den Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Handelsagenten bei der Platzierung ihrer Produkte am Markt zugutekommen. Er stellte auch die Online-Vertriebsplattform register.handelsagenten.at vor. Hier können Unternehmen ihre Vertriebsprofis finden. Dass die Plattform inzwischen auch international verlinkt ist, ist ein zusätzliches Argument, die österreichische Seite zu besuchen. „Handelsagenten werden auch in Zukunft am Markt gefragt sein, kennen sie doch ihr Gebiet wie die eigene Westentasche und haben ein großes Geschick im Umgang mit Menschen“, so Rebernig.

14

↑  Fachsimpeln, sich austauschen und Nägel mit Köpfen machen sind die Intentionen der B2B-Gespräche.

Praxistipps Im anschließenden Workshop plauderte Komm.-Rat Johann Fürntratt, Obmann der steirischen Handelsagenten, aus dem Nähkästchen und schilderte eindrucksvoll das Alltagsleben eines Handelsagenten. Zusätzlich gab er zahlreiche Praxistipps, die in der Zusammenarbeit zu beachten sind. „Ich bin stolz, ein Handelsagent zu sein, und arbeite gerne mit Menschen zusammen. Ich würde mich jederzeit wieder für den Beruf entscheiden“, so Fürntratt. Leistung der Branchenvertretung Damjana Sever, Präsidentin der slowenischen Handelsagenten, präsentierte die zahlreichen Unterstützungen, die slowenische Agenten von Seiten der Branchenvertretung erhalten. Rechtsanwalt Simon Bracun aus Laibach erklärte abschließend die unterschiedlichen Vertriebspartnerstrukturen sowie steuerliche und juristische Feinheiten, die man berücksichtigen sollte. Im Anschluss an die Statements ging es zu den Einzelgesprächen mit potentiellen Geschäftspartnern.

handelsagenten.at


|  Oktober 2018

Foto: DHK/Günther Peroutka

Nr. 3 

↑  Bei den DHK-Firmenmessen haben deutsche und österreichische Unternehmen die Gelegenheit, ihre Geschäftspartner von morgen kennenzulernen.

INTERNATIONAL

:

Das Netzwerk der Möglichkeiten INSBESONDERE IN WIRTSCHAFTLICH GUTEN ZEITEN ist es sinnvoll, rechtzeitig neue, zusätzliche Geschäftskontakte aufzubauen, um sich gegenüber Nachfrageschwankungen langfristig abzusichern und dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein. Die Deutsche Handelskammer in Österreich (DHK) unterstützt dabei und hilft beim Auf- und Ausbau der Wirtschaftskontakte.

Marktplatz Auf der virtuellen Geschäftspartnerbörse „Marktplatz“ auf der Homepage der DHK (www.dhk.at) finden Sie Produkte und Dienstleistungen, Vertriebs- und Kooperationspartner und Lieferanten. Und genauso wichtig: Hier werden Ihre Produkte und Dienstleistungen gefunden. Denn die DHK bewirbt Sie! Der „Marktplatz“ der DHK beinhaltet auch Angebote von Unternehmen, die einen Handelsagenten suchen. Sie finden hier zusätzlich auch Einträge vorqualifizierter deutscher Produzenten und Dienstleister, die Abneh-

handelsagenten.at

mer in Österreich suchen. Zudem besteht die Möglichkeit der Suche nach Unternehmenskäufern und -verkäufern. Und wenn Sie Ihren passenden Partner gefunden haben? Dann steht die DHK bei der Vertragsgestaltung mit ihrer Expertise zur Seite und holt auf Wunsch auch Bonitätsauskünfte ein.

Adressrecherche Nicht überall gibt es verlässliche Branchenverzeichnisse. Die DHK kann mit ihrer Adressrecherche weiterhelfen. Sie erhalten eine individuelle Adressrecherche aus internen und externen Datenbanken nach Ihren Vorgaben. Firmen- und Bonitätsauskünfte Die DHK bietet außerdem innerhalb kurzer Zeit Handelsregister- bzw. Firmenbuchauszüge, Gewerberegisterauszüge (nur für Österreich) und Bonitätsauskünfte. DHK-Firmenmesse Die Frühjahrs- und Herbstmessen der Deutschen Handelskammer sind eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle Trends sowie innovative Produkte und Dienstleistungen „made in Germany“ zu informieren. Die letzte Gelegenheit, sich ein Bild von der Innovationskraft und Leistungsfähigkeit deutscher Unternehmen zu machen, fand am 11. Oktober 2018 im Grand Hotel Wien statt. Mit dabei waren unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Bildverarbeitung, Steuerungs- und Antriebslösungen, Werbeartikel und mehr.

MAG. PETER SODOMA Foto: DHK/Bernhard Schramm

D

ie DHK ist Drehscheibe und Türöffner für erfolgreiche Unternehmen in Österreich und Deutschland. Als Teil des Verbunds der Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) vertritt die DHK seit mehr als 60 Jahren die Interessen ihrer Mitglieder und bildet die größte deutsch-österreichische Wirtschaftsinstitution.

Firmendatenbank Sie suchen laufend nach Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern, die mehr als nur den gängigen Standard liefern? Nach Partnern, die innovative und individuelle Lösungen für Ihre besonderen Anforderungen bieten? Die Deutsche Handelskammer hat sie bereits gefunden. In der Firmendatenbank der DHK finden Sie ausschließlich Unternehmen, die von dieser in einem gründlichen Auswahlverfahren vorqualifiziert wurden. Nutzen Sie diese Vorqualifikation für Ihren unternehmerischen Erfolg. Sie können mit der Suchfunktion sowohl nach bestimmten Stichworten als auch nach Branche oder Bundesland selektieren.

ist Abteilungsleiter Markteinstieg in der Deutschen Handelskammer (DHK). Er steht für Details zu Firmenmessen und weiteren Dienstleistungen der DHK zur Verfügung. peter.sodoma@dhk.at www.dhk.at

15


|  Oktober 2018

Foto: Maria Prchal

Nr. 3 

↑  Handelsagent Erich Koller begeisterte die Kinder für unseren Berufsstand.

IMAGE

:

Imagepflege fängt bei den ganz Jungen an MIT ERICH KOLLER VON KOLLER*IDEE

Möglichkeiten am Markt an.

schauten sich die Kinder Chancen und

W

er hätte das gedacht? Bei der „Kinder-Business-Week“ der Wirtschaftskammer Niederösterreich hat Handelsagent Erich Koller Furore gemacht. Bisher war Kindergärtnerin, Friseurin und Tierpflegerin bei Mädchen sehr beliebt, bei den Jungen Automechaniker, Profifußballer und Feuerwehrmann oder Polizist – jetzt möchten die Kinder Handelsagent werden! 007 oder Handelsagent „Was ist der Unterschied zwischen einem Geheimagenten und einem Handelsagenten?“ war eine der Fragen am Beginn des Workshops. Die Antworten: Ein Geheimagent hat eine Pistole. Ein Handelsagent verhandelt. Damit waren die Kids nicht weit weg von der Wirklichkeit. Ein Handelsagent muss wie 007 viele Geheimnisse und Informationen kennen – einerseits über die Mitbewerber und über den Markt, andererseits über die von ihm vertretenen Produkte.

16

Spannender Workshop Koller ermuntert die jungen Menschen, zunächst eine Lehre zum Einzel- oder Großhandels-Kaufmann zu machen und sich nach dem Abschluss für eine Branche oder besser gesagt ein Produkt zu interessieren. Dann gilt es, Firmen zu suchen, die wiederum einen Handels-(Geheim-)Agenten suchen, der den Markt und die Kunden betreut. Ein Handelsagent muss viel Produktwissen haben, den Mitbewerber beobachten, die Kaufimpulse auslösen, Sinn für Marketing haben und beim Kunden beste Verkäufereigenschaften besitzen. Dann klappt’s sicher! „Mache dein Hobby und dein Lieblingsprodukt zum Geschäft. Handle mit dem, was dir und später deinen Kunden Freude bereitet. Dies kannst du als Handelsagent leben“, meinte Koller abschließend.

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

BRANCHE

:

Good Vibes In sonnigen Zeiten jede Menge gute Stimmung sammeln und vorsorglich bunkern, damit wir auch an schlechten Tagen und bei schwierigen Kunden davon zehren können. WIR SOLLTEN UNS ÖFTER AN DEN EICHHÖRNCHEN ORIENTIEREN:

T E X T: S U S A N N E L O H S , H A N D E L S A G E N T I N

D

as Leben ist kein Ponyhof. Erst recht nicht jenes eines Handelsagenten. Zu viel gibt es, mit dem man sich tagtäglich auseinandersetzen muss: Eitelkeiten von Produzenten, Transportkosten, Formulare, Produktbeschreibungen und lebensmittelrechtliche Inhaltsangaben, Barumsätze und Registrierkassenpflicht, Lieferzeiten und Ladezonen, die Datenschutzgrundverordnung und manchmal auch extravagante Wünsche mitunter divenhafter Kunden. Dann fühle ich mich ehrlich gesagt nicht so sehr wie eine Handelsagentin, sondern eher wie ein Dompteur im Zirkus, der versucht, allen Ansprüchen gleichzeitig gerecht zu werden. Das kostet ganz schön viel Energie. Und Nerven. An Tagen wie diesen Und dann gibt es Tage – in diesem Sommer waren es sogar besonders viele –, da kann ich meine Energiereserven wieder ordentlich aufladen. An Tagen wie diesen möchte ich am liebsten die ganze Welt umarmen und laut hinausposaunen: Ich liebe diesen Job und die Menschen, mit denen ich dabei zu tun habe! Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, die Temperatur ist gerade richtig. Der erste Weg beim Ausliefern führt mich zu einer kleinen Greißlerei. Die Kundin entschuldigt die geringe Bestellmenge mit ihrem Leid, dass jeder Käse bei ihr so schnell Schimmel ansetze. Ich frage detaillierter nach, erkläre ihr den Unterschied zwischen Käse aus pasteurisierter und solchem aus Rohmilch und verabschiede mich mit dem Tipp, am besten für jede Sorte, doch zumindest für die zwei genannten Käsetypen, jeweils ein eigenes Messer zu verwenden, die verbleibenden Stücke straff in Frischhaltefolie einzuwickeln und diese täglich zu erneuern. Sie bedankt sich überschwänglich ob der informativen Neuigkeiten. Als eine Woche später die

handelsagenten.at

nächste (und bedeutend größere) Bestellung kommt, lese ich ganz unten „Danke nochmal für die tollen Tipps bezüglich Käse – Schimmelproblem fast eliminiert!“ und bin happy, dass ich mit meiner kleinen Hilfestellung eine so große Wirkung erzielen konnte. Nächste Station ist ein Marktstand, bei dem ich im Zuge des Auslieferns oft gleich selbst einkaufe – schließlich hat dieser Kunde die besten Kartoffeln der Welt, wie ich finde. Beim Abschied packt mir die Chefin mit einem Augenzwinkern noch ein Stück frisch gebackenen Zwetschkenkuchen mit den Worten „Du bist doch eine Süße, oder?“ ein. Vielen Dank – ich werd’s mir schmecken lassen! Mein Stimmungsbarometer steigt weiter. Highlight Den ultimativen Höhepunkt erreicht mein Gemütszustand bei der letzten Station dieses Tages: ein hochdekoriertes Sternerestaurant in Familienhand, geführt vom Vater und seinen beiden Söhnen. Ich läute an (die Lokalität öffnet erst abends ihre Pforten), eine fröhlich strahlende Mitarbeiterin öffnet mir die Tür und ich darf in einen ganz besonderen Stimmungskosmos eintauchen: Laute Mu-

sik schallt durch Küche und Gasträume, alle sind am Vorbereiten, Schnippeln, Tische-Eindecken, alle sind guter Laune und völlig entspannt. “Ist der Manuel da?“, frage ich und prompt kommt’s retour: „Der Mani? Wart, ich schau dir gleich!“ Eine halbe Minute später kommt der Gesuchte, ich kann den bestellten Käse übergeben, wie immer bietet er mir etwas zu trinken an und wir plaudern ein bisschen. Viel zu bald muss ich mich verabschieden, die Pflicht ruft (beide Seiten), im Büro wartet noch jede Menge Arbeit auf mich. Sammeln und konservieren Auf dem Retourweg lasse ich die vergangenen Stunden Revue passieren, speziell meine letzte Station: Dort herrscht jedes Mal eine solch geniale Stimmung, es schwingt so viel gute Laune durch die Räume, so viel Vorfreude auf den Gast, auf den Abend – es hängen einfach buchstäblich jede Menge „good vibes“ in der Luft. Und ich beschließe: Die werde ich von nun an ganz bewusst aufsaugen, ja richtiggehend inhalieren. Und gewissenhaft abspeichern, am besten konservieren. Für die weniger guten Tage nämlich und die miesepetrigen Kunden, die es naturgesetzmäßig auch geben muss.

SUSANNE LOHS vertreibt seit Sommer 2016 zusammen mit ihrem Mann „Köstliches aus Vorarlberg“ in Wien und Umgebung. Außerdem ist sie mit CommuniCare selbständige PR- & Marketingberaterin für Einzelunternehmen und KMU. s.lohs@lohs.co.at www.koestlichesausvorarlberg.at

17


Nr. 3 

IM PORTRÄT

|  Oktober 2018

:

Gerald A. Hollaus Gerald A. Hollaus hat die Firma Landfenster-Bauernsushi gegründet und ist aktuell unter anderem als Business-Angel tätig. Seit Mai 2013 ist Hollaus mit seiner Handelsagentur selbständig und erzählt im Interview aus seinem Alltag. SEIN TUN IST EIN VIELFÄLTIGES:

Welche Herausforderungen birgt der B2BVertrieb im Zeitalter der Digitalisierung? GERALD A . HOLL AUS: Der persönliche Kontakt ist im B2B-Vertrieb grundsätzlich nicht wegzudenken. Es gibt natürlich Produkte und Dienstleistungen, die mehr Erklärungsbedarf haben als andere, deshalb ist der Handelsagent oder Vertriebsmitarbeiter ein notwendiger. Eine Herausforderung, die dennoch immer sichtbarer wird, ist die Kontaktanbahnung auf unterschiedlichen Kanälen. So war früher der persönliche Kontakt und die Empfehlung eines der stärksten Vertriebstools. Heute beginnt die aktive Suche der Kunden nicht mehr offline, sondern im Internet, wo über Suchmaschinen der Begriff oder Produktname in der jeweiligen Region gesucht wird. Die klassische Sales-Pipeline beginnt also online, bevor der persönliche Kontakt stattfindet. Das erfordert ein Umdenken in der Akquisition. Man kann das Thema Digitalisierung nicht einfach ausblenden, wenn man zukünftig erfolgreich sein möchte. Wie läuft die Zusammenarbeit mit Kunden aktuell? Hatte man früher seine Standardroute, bei der man seine Kunden besuchte, so werden heute ganz andere digitale Medien eingesetzt. Wir selbst arbeiten klassisch mit E-Mail, aber

18

auch mit anderen Medien wie WhatsApp, und nutzen verschiedene Plattformen zum Teilen von Unterlagen oder um zu kommunizieren. Persönliche Gespräche werden oftmals durch Videokonferenzen ersetzt. Ich kenne ein ähnliches Bild von Handelsagentenkollegen, die ihre Kunden noch nie persönlich getroffen haben. Teilweise ist es gar nicht so einfach möglich, weil die Produkte weltweit vom Büro von zu Hause aus vermittelt werden. Das ist sowohl eine Chance als auch eine Gefahr für den Markt, den wir bedienen. Man kann es persönlich mögen oder nicht, es ist jedoch eine Tatsache, dass man mittelfristig verlieren wird, wenn hier kein Umdenkprozess stattfindet. Wie sehen Sie die Rolle des Handelsagenten in Zukunft? Den Vertrieb habe ich bereits im Konzern kennengelernt. Mir war relativ rasch klar, dass Kundenakquisition oder -bindung in den meisten Fällen nicht über den Preis erfolgen kann. Natürlich spielt der Kundennutzen eine wesentliche Rolle, aufgrund von Feedback der Kunden sehe ich aber, dass vor allem gewisse Serviceleistungen erwartet werden. Ein Handelsagent wird langfristig Erfolg haben, wenn er die Bedürfnisse seiner Kunden kennt und diese

berücksichtigt. Wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Leistungen schwierig zu verrechnen sind, jedoch einen signifikanten Mehrwert bringen und damit die Erfolgschancen erhöhen. Der Handelsagent ist ein Bindeglied zwischen den Produzenten und Abnehmern und diese Rolle ist sowohl offline als auch online wahrzunehmen.

ZUR PERSON Mag. Dr. Gerald A. Hollaus, geboren im April 1978, ist im Weinviertel in bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsen. Nach der HTL für Wirtschaftsingenieurwesen sammelte er erste Berufserfahrung als Techniker. Ein berufsbegleitendes Wirtschaftsstudium sowie ein technisches Studium führten ihn in eine Konzernkarriere, bis er später für Investoren Unternehmen aufgebaut und saniert hat. Nach einer kurzen Auszeit und einem Doktoratsstudium im Bereich Marketing/Kommunikation führte es ihn als Unternehmensberater und Handelsagent in die Selbständigkeit. Unternehmerisch ist er darüber hinaus in einem Start-up tätig, außerdem ist er Business-Angel-Investor und Vortragender an Fachhochschulen. Er lebt in einer Beziehung und hat eine Tochter.

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

IM PORTRÄT

:

Peter Pirker ER HÄT TE AUCH POLIZIST WERDEN KÖNNEN. Die Aufnahmeprüfung für die Gendarmerieschule hatte er schon bestanden, als er vor der Wahl stand, Gendarm oder Außendienstler zu werden. Dass der heute 53-Jährige letztlich Handelsagent geworden ist, schien aber irgendwie vorgezeichnet.

S

eit über 20 Jahren ist Pirker in der Geschenkartikel- und Papeteriebranche tätig und verkauft auch Uhren und Schmuck, unter anderem Traumfänger von Street. Das Geschäft läuft gut, Pirker arbeitet vorwiegend mit deutschen Produzenten und Großhändlern zusammen, da es in Österreich kaum mehr Hersteller in der Papeterie gibt. „Ich könnte ganz Österreich betreuen, bin aber vorwiegend in Salzburg, Kärnten, der Steiermark und Teilen des Burgenlandes unterwegs. Für Westösterreich und Wien bin ich auf der Suche nach einem Mitarbeiter im Außendienst, der mich unterstützt“, sagt der Handelsagent, der jährlich beruflich an die 50.000 Kilometer zurücklegt. An seinem Beruf schätzt er die Flexibilität und den Freiraum, sich die Arbeitszeit selbst einteilen zu können. „Arbeiten muss man als Angestellter genauso wie als Selbständiger. Ist man fleißig, bleibt einem unter Umständen in der Selbständigkeit ein wenig mehr über“, sagt Pirker, dessen ruhige Zeit im Jahr der Dezember ist, wenn alle Weihnachtsaufträge erfolgreich

handelsagenten.at

abgewickelt wurden. Hochbetrieb herrscht im Pirker’schen Mikrokosmos rund um Geschenkartikel, Papier und Schmuck zu Jahresbeginn, im ersten Quartal und dann wieder zwischen Juli und Oktober, wenn die Weihnachtsvororder stattfindet. Die gute gesamtwirtschaftliche Lage spürt Pirker in seinem Geschäft: „Der Euro sitzt etwas lockerer. Teilweise habe ich den Umsatz bei einzelnen Lieferanten um bis zu 100 Prozent steigern können.“ Seinen Schritt in die Selbständigkeit bereut hat Pirker nur einmal, als der Hersteller eines sehr guten Produkts, das der Kärntner vertrieben hatte, in Konkurs gegangen war. „Dadurch bin ich um einige Zehntausend Euro an Provisionen umgefallen. Das ist für eine kleine Handelsagentur schwer zu verkraften.“ Pirker, mit Leib und Seele Handelsagent, hat mit der leidigen Sache längst seinen Frieden gemacht. Von seiner Menschenkenntnis und Leutseligkeit profitiert er im Tagesgeschäft: „Das liegt mir im Blut, ich bin halber Italiener. Eine gewisse Lockerheit kommt beim Kunden gut an, weil

verkrampfte Verkäufer braucht niemand.“ Und, wie könnte es in Kärnten anders sein: „Ich habe gute Lehrmeister gehabt, war nebenberuflich viel mit einem Jörg Haider unterwegs, im Wahlkampf und dergleichen. Da konnte man vor allem rhetorisch sehr viel lernen.“

ZUR PERSON Peter Pirker, Jahrgang 1965, lebt in St. Veit an der Glan in Kärnten. Ursprünglich hat Pirker in einem St. Veiter Baumarkt die Lehre zum Einzelhandelskaufmann absolviert. Dort blieb er noch zwölf Jahre als Marktleiter-Stellvertreter und Abteilungsleiter, bis er von einem Zulieferer für den Außendienst abgeworben wurde. Für diesen war er weitere fünf Jahre als Angestellter im Außendienst tätig, bis er sich vor nunmehr 23 Jahren als Handelsagent selbständig gemacht hatte. Pirkers Ehefrau ist ebenfalls im Außendienst tätig, was der ehelichen Harmonie durchaus zuträglich ist.

19


Nr. 3 

BUSINESS

:

SERIE

Fünf Tipps für Ihren ersten Eindruck

WI E SIE IHR E WI RK UN G STE IGE RN TEIL 3 VON 4

SEIN GEGENÜBER richtig einzuschätzen, ist Mittel zum Erfolg. Eine Methode dazu ist etwa die S.C.I.L.-Performance-Strategie, mit der sich Wirkungs- und Wahrnehmungskompetenzen von Menschen messen und gezielt verbessern lassen. T E X T: D R . M A G D A B L E C K M A N N

20

|  Oktober 2018

#1: Ihre Haltung Ein besserer Eindruck entsteht durch die richtige Körperhaltung und die optimale mentale Einstellung. Achten Sie auf Ihre Haltung – einerseits was Sie denken, aber andererseits auch wie Sie stehen. Das heißt, wie meine Ballettlehrerin immer gesagt hat: Brust heraus, Kinn nach oben und Schultern zurück – und schon haben Sie eine ganz andere königliche Haltung. Wie gehen Sie in einen Raum hinein? Setzen Sie sich eine Krone auf. Gehen Sie aufrecht, mit einem etwas erhobenen Kopf. Aber aufpassen: Zu viel des Guten kann arrogant wirken. #2: Standhaftigkeit Wenn es um Ihren Standpunkt geht – wissen Sie, wovon Sie sprechen? Sind Sie selber davon überzeugt? Haben Sie einen guten Stand? Das heißt, dass Sie mit beiden Beinen fest am Boden stehen sollten, Füße möglichst

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

GUTSCHEIN Wollen Sie wirklich wissen, wie Sie auf andere wirken? Dann lösen sie jetzt den Gutschein ein für Ihre SCIL-Performance-Analyse und investieren Sie 90 statt 250 Euro netto für ihren nachhaltigen Eindruck. Inkludiert ist auch ein 30-minütiges Auswertungsgespräch mit Dr. Magda Bleckmann. Senden Sie ein Mail an office@magdableckmann.at mit dem Code SCIL GUTSCHEIN.

beckenbreit, Zehenspitzen geradeaus, nicht nach innen oder außen. Nicht vergessen: Hände im Gürtelbereich. Und Knie ein ganz klein wenig entspannt – die sogenannte TaiChi-Qi-Gong-Stellung.

#3: Blickkontakt Schenken Sie Aufmerksamkeit durch Blickkontakt. Wenn Sie Menschen vor sich im U sitzen haben, beziehen Sie auch diejenigen ganz rechts und ganz links von Ihnen mit ein. Wenn Sie das nicht tun, kann es passieren, dass die Personen ganz außen unangenehme Bemerkungen oder Kommentare machen werden, weil sie sich nicht wahrgenommen fühlen. Deshalb achten Sie beim Blickkontakt drauf, wirklich alle Menschen, die Sie in der Runde haben, miteinzubeziehen und auch Ihr Gegenüber wirklich anzuschauen. Erst durch Ansehen wird Ansprechen möglich.

handelsagenten.at

#4: Starten mit Pause Starten mit einer Pause bringt Ihnen mehr Aufmerksamkeit und mehr Fokussierung Ihrer Zuhörer auf das, was Sie sagen wollen. Gerade bei einer Präsentation. Achten Sie auf Ihre Körperhaltung: Ruhig stehenbleiben, kein verlegenes Lächeln, sondern schlicht und einfach hinstellen und warten. Dabei kann man bedeutungsvoll in die Runde schauen und innerlich bis drei zählen – und dann erst geht es los. Und schon haben Sie die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen.

1. Bereiten Sie sich gut vor und sprechen Sie die Dinge durch. Das ist in der Vorbereitung ganz wichtig und nimmt Ihnen die Nervosität. 2. Machen Sie das, was Ihnen sonst noch die Nervosität nehmen könnte: sportliche Aktivität, meditieren, in den Wald gehen, gute Musik hören. Je nachdem, was Sie benötigen, um wirklich runterzukommen, um Ruhe zu finden. 3. Gönnen Sie sich diese Zeit immer vor einem wichtigen Gespräch oder einer Präsentation.

#5: Nervosität Was tun bei Nervosität? Einer der wichtigsten Punkte ist, sich gut vorzubereiten – das gibt Ihnen eine Grundsicherheit. Aber wenn das eine oder andere nicht geklappt hat, dann muss ich in der Lage sein, die Nervosität zu überspielen. Das Schöne ist, wenn Sie sich einmal selber aufnehmen, werden Sie feststellen: Die Nervosität ist nie so stark sichtbar, wie wir sie innerlich fühlen. Und niemand weiß, was Sie sagen wollten! Grundnervosität ist gut und wichtig, weil wir dadurch Adrenalin ausstoßen und Bestleistungen bringen können. Nehmen Sie die Grundnervosität positiv an, denn sie unterstützt sie dabei, eine wirklich gute Performance zu bringen. Zu viel Nervosität ist natürlich unangenehm. Deshalb mein Rat:

Optimale Vorbereitung bedeutet, dass Sie sich überlegen: Wie fange ich das Gespräch, den Vortrag, die Präsentation an? Wie steige ich gut ein? Welchen Nutzen bringe ich? Was sind meine 3 wichtigsten Botschaften? Was ist meinen Zuhörern wichtig, wie ticken sie? Denken Sie nicht nur durch, was Sie sagen werden. Stehen Sie auf und sprechen Sie alles durch. Wenn Sie Folien haben, lassen Sie diese mit Klicken in echt durchspielen. Dadurch bekommen Sie einen guten Überblick, wissen, wie lange Sie brauchen, wo es vielleicht noch ein bisschen hakt. Wenn Sie mehr für Ihre Wirkung und Überzeugungskraft tun wollen, besuchen Sie ein Seminar oder buchen Sie ein Einzelcoaching unter www.magdableckmann.at.

DR. MAGDA BLECKMANN ist Betriebswirtin und hat über 15 Jahre Erfahrung in der österreichischen Spitzenpolitik. Heute ist sie erfolgreiche Unternehmerin, Businesscoach, Autorin und Expertin für Erfolgsnetzwerke. office@magdableckmann.at www.magdableckmann.at

21


Nr. 3 

DIGITALISIERUNG

|  Oktober 2018

:

Von statisch zu dynamisch

SERIE DER D IG IT A L E WA N D E L TEIL 3 VON

4

SO L AUTET HEUTZUTAGE DIE DEVISE für einen modernen und erfolgreichen Webauftritt. Denn nur Websites, die auch auf allen mobilen Endgeräten aufgerufen werden können, werden den Erfolg Ihrer Handelsagentur nachhaltig steigern. T E X T: I N G . A L E X A N D E R G R A F, M . S C., O N L I N E E X P E R T E

O

b Desktop, Smartphone oder Tablet – wir sind es gewohnt, von überall und von jedem Endgerät im Internet zu surfen und auch einzukaufen. Die Erwartungen der Nutzer kennen kaum Grenzen. So liegt vor allem im mobilen Sektor die Toleranzgrenze heutzutage sehr niedrig, was unzureichende Darstellungen, problemhafte Navigation oder gar einen verwehrten Zugriff auf eine Website betrifft, und zwingt Unternehmen praktisch dazu, ihren Webauftritt zu optimieren.

22

Wie wird man all den Anforderungen der Internet-User gerecht? Kurz gesagt: mit Hilfe von Responsive-Websites, also Websites, die sich ohne Qualitätsverlust auf allen Endgeräten vollständig darstellen lassen. Klingt in Hinblick auf die steigenden Zahlen von „mobilen“ Internetnutzern sicherlich logisch, dennoch findet man immer noch eine Vielzahl von Unternehmen, deren Websites weit von dynamisch und responsive entfernt sind. Es ist vielen immer noch nicht bewusst, welche Chancen ein durchdachter Internetauftritt bietet. So haben Sie mit Sicherheit auch schon das eine oder andere Mal einen Link am Smartphone geöffnet und wurden auf eine Seite geleitet, die es nicht gab, weil sie in der mobilen Variante nicht vorlag. Zwar gibt es Unternehmen, die neben

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

SUMMARY Vier von fünf Österreichern nutzen das Internet mobil, also auf einem Smartphone oder Tablet. Ähnlich in anderen Ländern. So steigen auch die technischen Möglichkeiten und Anforderungen an Ihre Handelsagentur und es wird unerlässlich, Ihren Onlineauftritt mit Hilfe einer Responsive-Website zu optimieren. Diese Websites ermöglichen das einheitliche Anzeigen von Inhalten auf einer Website. Hierbei wird das Layout einer Website so flexibel gestaltet, dass dieses auf jedem Endgerät eine gleichbleibende Benutzerfreundlichkeit bietet.

der klassischen Desktop- bereits eine mobile Websiteversion erstellt haben, doch wieso die doppelte Arbeit machen, wenn es einfacher und erfolgreicher geht? Ein Responsive Webdesign bietet Ihnen mit nur einem einzigen Layout, das sich automatisch und selbständig an die jeweilige Displaygröße anpasst, eine geräteübergreifende Flexibilität, die Qualität und eine einfache sowie funktionierende Benutzerführung verspricht. So wird die Absprungrate auf Ihrer Website verringert und Ihr Erfolg gesteigert.

Mobile First: Ihre Handelsagentur an erster Stelle Auch die Suchmaschine Google hat den Trend des mobilen Internets erkannt und ausgefeilte Maßnahmen gesetzt: den „MobileFirst-Index“. Damit zieht Google nun die mobile Version einer Seite heran, um deren Relevanz für die mehrheitlich mobilen Nutzer zu bewerten. Mobiloptimierter Content wird bei der mobilen Google-Suche ganz klar bevorzugt. So werden Seiten, die langsam laden und eben nicht responsive sind, in den Rankings seit diesem Jahr benachteiligt und rutschen immer weiter hinunter. Eine Responsive-Website in Verbindung mit einer professionellen Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) wird Ihre Handelsagentur ganz oben listen und Sie dabei unterstützen mehr Kunden und Aufträge zu generieren. Denn je besser das Ranking, desto höher bekanntlich die Klickrate auf Ihrer Website, die obendrein noch mit hochwertigem Content und ansprechendem Design überzeugen wird. Der erste Eindruck ist entscheidend, und dabei spielt auch das Design einer Website eine wichtige Rolle. Ungefähr zehn Sekunden, mehr Zeit bleibt im schnelllebigen Internet nicht, um einen Besucher von der Website zu überzeugen! Es ist wichtig, dass die modernen technischen Anforderungen an eine Website erfüllt werden. Denn eine Website wird schnell verlassen und die Konkurrenzseite geöffnet. Diese Kriterien nicht zu erfüllen, ist einfach eine vergebene Chance. Responsive Webdesign ist die Zukunft Laut Statistik Austria sind bereits mehr als sieben Millionen Österreicherinnen und Österreicher regelmäßig online, 81 Prozent

handelsagenten.at

davon surfen auf ihrem mobilen Endgerät und nicht mehr am Desktop. Ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Ländern belegbar. Es stellt sich also längst nicht mehr die Frage, ob und wie Responsive-Websites funktionieren, denn es ist klar: ResponsiveWebdesign ist kein Trend, sondern ein Muss, denn genau auf diese geräteunabhängige Kommunikation kommt es heutzutage in jeder Branche an, um Nutzern eine optimale User Experience zu bieten und am Markt zu bestehen. Es ist wichtig, die Webseitenauflösung flexibel auf alle Endgeräte hin zu optimieren – dadurch werden langfristig gesehen mobile Besucher dazugewonnen und die Absprungrate der Website verbessert. Finden und gefunden werden Eine aufwendig designte und übersichtlich gestaltete Website ist also längst nicht mehr alles. Manchen Unternehmen geht es in erster Linie nur um eine schöne, bunte (und nutzlose) „Visitenkarte“, doch dabei wird oft das Ziel aus den Augen gelassen. Denn wer dieses nicht genau definiert hat und die tech-

nischen Maßnahmen zum Erreichen nicht umsetzt, wird das Potential nicht optimal ausnützen. Was nutzt also eine schöne Visitenkarte Ihres Unternehmens, wenn sie erst gar nicht gefunden wird oder keine Kunden generiert? Es ist ein Umdenken beim Gestalten von Webseiten gefragt. So bestimmen Faktoren wie die Aufbereitung der Inhalte mit einem „Call-to-action“, Schnelligkeit sowie Bedienbarkeit den nachhaltigen Erfolg von Webseiten in der Zukunft und sind damit ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Legen auch Sie Wert auf ein modernes Image und nachhaltigen Erfolg? Dann steigen auch Sie auf ein Responsive Webdesign um und profitieren Sie schon bald von zahlreichen neuen Kunden, einem professionellen Image und erfolgreichen Aufträgen. Lesen Sie in der nächsten Ausgabe alles über Suchmaschinenoptimierung (SEO) und deren Relevanz im digitalen Zeitalter und stärken Sie Ihr Know-how mithilfe vieler weiterer Expertentipps.

ING. ALEXANDER GRAF, M.SC. ist Inhaber der Agentur Alexander Graf Consulting. Durch seine lang jährige Erfahrung im Marketing und Sales unterstützt er diverse Kunden erfolgreich. Von der Gründung und Zielgruppenanalyse bis zur laufenden Marktbearbeitung und einem Erfolg bringenden Online-Auftritt. office@ag-consulting.at www.ag-consulting.at

23


Nr. 3 

STEUERTIPP

|  Oktober 2018

:

Nutzen Sie die Pauschalierung für Handelsagenten? gibt es alternativ zum Sammeln sämtlicher Belege zum Nachweis von bestimmten Betriebsausgaben wahlweise Erleichterungen. Sollten Sie die Option der Branchenpauschalierung immer noch nicht nutzen, hier nochmals die wesentlichen Eckpunkte. FÜR STEUERPFLICHTIGE

T E X T: M A G . U R S U L A K I L Z E R , S T E U E R B E R AT E R I N

S

teuerpflichtige können durch optimale Ausnutzung der gesetzlichen Möglichkeiten den steuerpflichtigen Gewinn mindern und dadurch Steuern sparen. Gute Kenntnisse über ertragsteuerliche Besonderheiten helfen die Steuerlast der Einkommensteuer zu optimieren und auch bei einer allfälligen Betriebsprüfung keine bösen Überraschungen zu erleben. Handelsagenten können die Branchenpauschalierung § 17 Abs 4 und 5 EStG (Verordnung BGBL II 2000/95) in Anspruch nehmen! Wer kann die Branchenpauschalierung in Anspruch nehmen? Die Pauschalierung für Handelsagenten kann für jene Steuerpflichtige angewendet werden, die selbständig Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb erzielen und Tätigkeiten als

24

Handelsagenten im Sinne des Handelsagentenrechts (HVertrG) ausüben. Gemäß § 1 (1) HVertrG ist Handelsagent, wer von einem anderen mit der Vermittlung oder dem Abschluss von Geschäften, ausgenommen über unbewegliche Sachen, in dessen Namen und für dessen Rechnung ständig betraut ist und diese Tätigkeit selbständig und gewerbsmäßig ausübt. Zusätzlich zu den Handelsagenten können auch andere Berufsgruppen die Pauschalierung in Anspruch nehmen. Die Pauschalierungsverordnung (BGBL II Nr. 95/2000) kommt nur bei natürlichen Personen zur Anwendung. Übersicht über die Pauschalierung Gilt für: • Einnahmen-Ausgaben-Rechner nach § 4 (3) EStG

• Bilanzierer nach § 4 (1) EStG • in Höhe von 12 Prozent vom Umsatz im Sinne des § 125 (1) BAO max. 5.825 Euro „Abpauschliert“ sind: 1. Tagesgelder 2. Arbeitszimmer im Wohnungsverband 3. Ausgaben anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden 4. Trinkgelder, auswärtige Telefongespräche Die restlichen Betriebsausgaben sind in vollem Umfang anzusetzen. Zusätzlich dürfen als Vorsteuer 12 Prozent des in Anspruch genommen Betrages bzw. ein Betrag von höchstens 699 Euro jährlich angesetzt warden. 1. Tagesgelder Abpauschaliert sind eigene Tagesgelder des Handelsagenten. Generell können bei be-

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

SUMMARY Da die Dokumentation für bestimmte Betriebsausgaben viel Zeit in Anspruch nimmt, sollten Sie oder Ihr Steuerberater prüfen, ob die Pauschalierung zur Optimierung Ihres Ergebnisses und Ihrer Steuer- bzw. Abgabenlast führt. Abhängig von Ihrer individuellen Umsatzund Kostenstruktur können Sie gemeinsam mit dem Berater Ihres Vertrauens die „richtige“ Entscheidung treffen!

mer, geraten immer wieder ins Visier der Finanzbehörden und sind akribisch geregelt. Bildet ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen, sind die Aufwendungen abzugsfähig, wenn das Arbeitszimmer für die Art der Tätigkeit des Steuerpflichtigen unbedingt notwendig ist und (nahezu) ausschließlich beruflich genutzt wird. Bei Handelsagenten mit dem Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit im Außendienst ist die Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers oftmals nicht gegeben bzw. strittig. Die Wahl der Pauschalierung ist in diesem Fall eine sichere Variante der Steueroptimierung.

ruflich veranlassten Reisen, bei denen der Mittelpunkt der Tätigkeit zumindest 25 Kilometer entfernt ist und die Reise mehr als drei Stunden dauert, Tagesgelder und Nächtigungsgelder nach § 26 (4) EStG angesetzt werden. Dazu gibt es aber einige Einschränkungen. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen folgenden Tatbeständen: Dienstreisen im Nahbereich • Der Steuerpflichtige wird an einem Einsatzort durchgehend tätig und die Anfangsphase von fünf Tagen wird überschritten. Erfolgt innerhalb von sechs Kalendermonaten kein Einsatz an diesem Mittelpunkt der Tätigkeit, ist mit der Berechnung der Anfangsphase von fünf Tagen neu zu beginnen. • Der Steuerpflichtige wird an einem Einsatzort regelmäßig wiederkehrend tätig (mind. einmal wöchentlich) und die Anfangsphase von fünf Tagen wird überschritten. Erfolgt innerhalb von sechs Kalendermonaten kein Einsatz an diesem Mittelpunkt der Tätigkeit, ist mit der Berechnung der Anfangsphase von fünf Tagen neu zu beginnen. • Der Steuerpflichtige wird an einem Einsatzort wiederkehrend, aber nicht regelmäßig tätig und überschreitet dabei eine Anfangsphase von 15 Tagen im Kalenderjahr. Die Anfangsphase von 15 Tagen steht pro Kalenderjahr zu. Somit können Tagesgelder oder Nächtigungsgelder im Nahbereich nur für die Anfangspha-

handelsagenten.at

se von fünf bzw. 15 Tagen steuerfrei gewährt werden. Aufgrund dieser Einschränkungen kann es sein, dass die Pauschalierung für den Steuerpflichtigen die bessere Wahl ist, als die tatsächlichen Diäten geltend zu machen. Dienstreisen im Fernbereich Bei einer beruflich veranlassten Reise, bei der dem Steuerpflichtigen die tägliche Heimkehr aufgrund der großen Entfernung nicht zugemutet werden kann, wird der Arbeitsort erst nach sechs Monaten zum Mittelpunkt der Tätigkeit. Somit können Diäten für 183 Tage geltend gemacht werden. Bei einem Wechsel des Arbeitsortes beginnt eine neue Sechsmonatsfrist zu laufen. 2. Arbeitszimmer im Wohnungsverband Ausgaben für im Wohnungsverband gelegene Räume, ein sogenanntes Arbeitszim-

3. Ausgaben anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden Weist der Steuerpflichtige nach, dass die Bewirtung der Werbung dient und die betriebliche oder berufliche Veranlassung weitaus überwiegt, können derartige Aufwendungen oder Ausgaben zur Hälfte abgezogen werden. Erforderlich ist unbedingt der Nachweis, dass ein konkretes Rechtsgeschäft im Rahmen der Bewirtung tatsächlich abgeschlossen wurde. Die Beweislast liegt beim Steuerpflichtigen. Es sollte daher der Geschäftspartner und der Zweck des Geschäftsessens auf der Rückseite des Beleges notiert werden. 4. Trinkgelder, auswärtige Telefongespräche In die Pauschalierung fallen unter anderem auch nicht belegbare Betriebsausgaben wie Trinkgelder und Aufwendungen für auswärtige Telefonate bzw. Ferngespräche (z. B. Telefongespräche in Telefonzellen).

MAG. URSULA KILZER ist Steuerberaterin und seit 2013 Geschäftsführerin der Bollenberger & Bollenberger Wien GmbH. Zusätzlich ist sie Vertrauens-Steuerberaterin des Bundesgremiums der Handelsagenten. u.kilzer@bollenberger.com www.bollenberger.com

25


Nr. 3 

|  Oktober 2018

KOSTENLOSE VERTRAGSÜBERPRÜFUNG Das Bundesgremium der Handelsagenten bietet gemeinsam mit Rechtsanwältin Dr. Susanne Kuen bis Ende November eine kostenlose Überprüfung des Agenturvertrages in Bezug auf eventuelle Ansprüche auf Rückforderung an. Kontaktaufnahme über office@ra-kuen.at

RECHTSTIPP

:

Bekämpfbare Überwälzung von Kosten DIE RENTABILITÄT EINES AGENTURVERTRAGES kann durch Kosten erheblich geschmälert werden, die der Handelsagent nicht oder nicht in der entstandenen Höhe erwartet hat. Unter bestimmten Voraussetzungen kann gegen den Unternehmer für auf den Handelsagenten übergewälzte Kosten ein Ersatzanspruch bestehen. T E X T: D R . S U S A N N E K U E N, L L . M .

A

ufgrund der bestehenden Privatautonomie gilt, dass es den Vertragspartnern prinzipiell frei steht, vertragliche Verpflichtungen nach eigenem Ermessen einzugehen. In der Regel sind die Vertragsparteien an ihre vertraglichen Verpflichtungen gebunden und bei Nichteinhaltung stehen dem anderen Vertragspartner entsprechende rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung. Von dieser Grundregel gibt es jedoch wichtige Ausnahmen: Eine wesentliche rechtliche Grundlage für die mögliche Reduktion von Kosten bildet § 6 Handelsagentenrecht (HVertrG), wonach der Unternehmer dem Handelsagenten die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen hat. Der Begriff „Unterlagen“ ist unstrittig weit auszulegen und umfasst jedenfalls Werbematerial, Preislisten oder Musterkollektionen.

26

Strittig ist die Auslegung des Begriffes „erforderlich“, weil damit die unentgeltliche Zur-Verfügung-Stellung verbunden ist. Jedenfalls sollen davon alle Mittel erfasst sein, die aus der Sphäre des Unternehmers stammen (z. B. Musterkollektionen, produktspezifische Seminare), nicht aber Visitenkarten oder allgemeine Verkaufsseminare. Erforderliche Unterlagen Die EU-Richtlinie 86/653/EWG zur Koordinierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend die Handelsagenten ist etwas präziser: Denn deren Artikel 4 normiert, dass der Unternehmer dem Handelsagenten die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen hat, die sich auf die betreffenden Waren beziehen. Wenn ein Unternehmer dem Handelsagenten also Kosten für Unterlagen im Sinne des § 6 HVertrG bzw. der Richtlinie

in Rechnung stellt, können diese somit zurückgefordert werden. Einen weiteren Ansatzpunkt für eine Rückforderung bildet § 864a des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB). Diese Bestimmung lautet: „Bestimmungen ungewöhnlichen Inhaltes in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern, die ein Vertragsteil verwendet hat, werden nicht Vertragsbestandteil, wenn sie dem anderen Teil nachteilig sind und er mit ihnen auch nach den Umständen, vor allem nach dem äußeren Erscheinungsbild der Urkunde, nicht zu rechnen brauchte; es sei denn, der eine Vertragsteil hat den anderen besonders darauf hingewiesen.“ Wird ein Handelsagent also auf Basis von Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder eines Standardvertrages des Unternehmers tätig, bestehen gute Chancen, dass Kosten, die sich

handelsagenten.at


Nr. 3 

SUMMARY

|  Oktober 2018

↓ Nutzen Sie die maßgeschneiderte Rechtsschutzversicherung für Handelsagenten, die für Streitigkeiten vor Gericht die finanzielle Rückendeckung gibt.

Ein Produkt der ZÜRICH Versic

für

Handelsagenten

§

RECHT & HANDEL Firmenrechtsschutzversicherung inkl. Ausgleichsansprüche

handelsagenten-versicherungen.at

– salopp gesagt – aus „versteckten“ Vertragsbestimmungen ergeben, rückgefordert werden können. Kartellrecht Als weitere Rechtsgrundlage kommt das Kartellrecht in Betracht. Ein Handelsagent im Sinne des HVertrG ist, wer die Vermittlung oder den Abschluss von Geschäften in fremdem Namen und für fremde Rechnung selbständig und gewerbsmäßig ausübt. Während das Handelsagentenrecht ausschließlich für den Geschäftsherrn den Begriff „Unternehmer“ verwendet, ist der Handelsagent ebenfalls Unternehmer im Sinne aller anderen Gesetze und somit auch des Kartellgesetzes. Wesentliches Merkmal eines Agenturvertrages ist die Bindung des Handelsagenten an den vom Unternehmer vorgegebenen Verkaufspreis. Die Vorgabe von Verkaufspreisen ist wettbewerbsrechtlich allerdings prinzipiell verpönt und daher gemäß Artikel 101 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) bzw. § 1 des österreichischen Kartellgesetzes nichtig. Zwischen Unternehmern und ihren Handelsagenten ist die Preisbindung nur aufgrund des sogenannten „Handelsagenten-Privilegs“

handelsagenten.at

Nicht alles was vertraglich vereinbart wird, ist auch rechtswirksam – unter bestimmten Voraussetzungen sind vom Unternehmer in Rechnung gestellte Kosten daher rückforderbar. Wenn Sie während der Vertragslaufzeit keine Auseinandersetzung führen wollen, kann sich eine gute Dokumentation auch für eine Geltendmachung nach Vertragsbeendigung lohnen.

wirksam vereinbar. Dieses Privileg greift jedoch nur dann, wenn der Handelsagent keine oder nur unbedeutende Risiken des Absatzes an Dritte trägt. Die Leitlinien für vertikale Beschränkungen der Europäischen Kommission (2010/C 130/01) erläutern dieses Prinzip in Rz 15 wie folgt: „Für die Anwendung von Artikel 101 Absatz 1 AEUV gilt eine Vereinbarung als Handelsagentenvertrag, wenn der Handelsagent bezüglich der Verträge, die er im Namen des Auftraggebers schließt und/oder aushandelt, bezüglich marktspezifischer Investitionen für diesen Tätigkeitsbereich […] keine oder nur unbedeutende Risiken trägt. Risiken, die mit der Erbringung von Handelsagentenleistungen generell zusammenhängen, wie z. B. die Abhängigkeit des Einkommens des Handelsagenten von seinem Erfolg als Vertreter oder von allgemeinen Investitionen in Geschäftsräume oder Personal, sind für die Würdigung irrelevant.“ Handelsagenten-Privileg Gemäß Rz 16 sind unter anderem folgende Sachverhalte für die Bejahung des Handelsagenten-Privilegs relevant: „Eine Vereinbarung wird für die Anwendung von Artikel 101 Absatz 1 AEUV im Allgemeinen als Handelsagentenvertrag betrachtet, wenn das Eigentum an erworbenen oder verkauften Vertragswaren nicht auf den Handelsagenten übergeht, wenn der Handelsagent die Vertragsdienstleistungen nicht selbst erbringt und wenn der Agent 1. sich nicht an den Kosten, einschließlich Beförderungskosten, beteiligt, die mit der

Lieferung/Erbringung bzw. dem Erwerb der Vertragswaren oder -dienstleistungen verbunden sind. […]; 2. nicht auf eigene Kosten oder eigenes Risiko Vertragswaren lagert, was die Kosten für die Finanzierung der Lagerbestände und für den Verlust von Lagerbeständen einschließt, und unverkaufte Waren unentgeltlich an den Auftraggeber zurückgeben kann […]; 3. weder unmittelbar noch mittelbar verpflichtet ist, in verkaufsfördernde Maßnahmen zu investieren und sich z. B. an den Werbeaufwendungen des Auftraggebers zu beteiligen; 4. nicht in marktspezifische Ausrüstungen, Räumlichkeiten oder Mitarbeiterschulungen investiert, wie z. B. einen Kraftstofftank im Fall des Kraftstoffeinzelhandels oder spezielle Software für den Verkauf von Policen im Fall von Versicherungsvermittlern, es sei denn, der Auftraggeber übernimmt diese Kosten in vollem Umfang; […]“ Trägt der Handelsagent eines oder mehrere solcher Risiken oder Kosten, dann unterliegt die Preisbindung dem Kartellverbot und ist damit nichtig. Der Handelsagent wäre somit in seiner Preisgestaltung frei. Darüber hinaus können weitere Bestimmungen des Handelsagentenvertrages oder der Vertrag in seiner Gesamtheit nichtig sein. Die Überwälzung nicht unerheblicher Kosten einerseits und Preisbindung andererseits schließen einander jedenfalls aus. Da dem Unternehmer die Preishoheit wichtig ist, kann dieser kartellrechtliche Ansatz eine Möglichkeit darstellen, um im Verhandlungswege oder notfalls vor Gericht eine Kostenreduktion bzw. einen Kostenersatz durchzusetzen.

RA DR. SUSANNE KUEN, LL.M. ist Rechtsanwältin und hat sich auf das Vertriebsrecht spezialisiert. Sie berät und vertritt ausschließlich auf Seiten der Handelsagenten. Zusätzlich ist sie Vertrauensanwältin des Landesgremiums der Handelsagenten in der Wirtschaftskammer Burgenland. office@ra-kuen.at www.ra-kuen.at

27


Nr. 3 

AUTOTIPP

|  Oktober 2018

:

Der Gründer DER ESPACE war 1984 die erste Großraumlimousine überhaupt und damit Gründer eines erfolgreichen Segments. Nun schickt Renault seinen „Großen“ mit einem starken Benzinmotor ins Rennen. T E X T: B R U N O K Ö N I G

→ Renault Espace: Gründer aller Großraumlimousinen

↓  Modernes Interieur und kunstvoller Ganghebel

B

is dato boten die Franzosen für den Espace neben mehreren Dieselvarianten einzig einen 1.600er aus dem Clio RS als Benziner an. Diesen Antrieb ersetzt nun ein größeres Triebwerk mit 1,8 Litern Hubraum und 225 PS. Das gleiche Triebwerk verrichtet auch im Sportler Alpine seine Dienste, dort allerdings mit 252 PS. Im Espace zeigt sich dieser Motor als komfortabler und flotter Begleiter, mit ordentlich Drehmoment über das ganze Drehzahlband. Das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe beweist sich als guter Teamplayer, auch wenn es hin und wieder auf der Suche nach dem richtigen Gang ist. Dennoch arbeitet der moderne Antrieb flink und effizient. Trotz dieser sportlichen Kombination zeigt sich der große Renault fahrwerkstechnisch ausgewogen und gutmütig. Das Fahrverhalten wurde spürbar untersteuernd ausgelegt und die Lenkung fühlt sich etwas zu leichtgängig an. Trotzdem bleibt der Espace sicher und leicht beherrschbar.

28

Modernes Interieur Im Innenraum zeigt sich die Großraumlimousine modern und außerordentlich luftig. Die Ausstattung ist gewohnt üppig, auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnungszeit logisch und recht einfach. Traumhaft sind die Sitze ausgefallen und vermitteln ein wohliges Gefühl. Die hintere Bank ist verschiebbar und sogar elektrisch klappbar und glänzt mit einem großzügigen Platzangebot für Mitfahrer. Der Kofferraum bietet wie schon immer im Espace ausreichend Platz für Waren und Gepäck. Natürlich sind alle verfügbaren Sicherheits- und Assistenzsysteme ebenso an Bord wie Navigation und LED-Scheinwerfer. Trotz des kräftigen Motors bleibt der Verbrauch mit 7,6 Liter im Schnitt auf einem vernünftigen Niveau. Zum Einstiegspreis von 36.490 Euro gibts vier Jahre Vollgarantie und einen lebenslangen Mobilitätsschutz bei Renault-Service-Treue.

RENAULT ESPACE TCE 225 EDC MOTOR: 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbo LEISTUNG: 165 kW/225 PS DREHMOMENT: 300 Nm BESCHLEUNIGUNG: 7,6 sec von 0 auf 100 km/h SPITZE: 224 km/h TESTVERBRAUCH: 7,6 Liter/100 km CO 2 -AUSSTOSS: 142 g/km PREIS: ab 36.490 Euro

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

SPEZIAL ANGEBOT

wir helfen Gerne eiter: Ihnen w p.com s@at.b lu p p b 555 720 0810

:

Aufwertung der bisherigen Tankkarte MIT DER BP-TANKK ARTE

profitieren Handelsagenten von noch besseren Konditionen.

Im Vergleich zur bisherigen Lösung sind seit April zusätzliche Nachlässe auf Diesel in allen Nachbarländern möglich. Damit können Handelsagenten auch bei Kundenbesuchen rund um Österreich die Karte in Anspruch nehmen. Neuanmeldungen sind online möglich. Nützen Sie die wirtschaftlichen Vorteile, die Ihnen die vielfältigen Services unseres Kooperationspartners BP bieten, und profitieren auch Sie von der Erfahrung und dem Know-how einer starken internationalen Marke: • Herausragendes Akzeptanznetz mit über 700 Tankstellen mit Kostenvorteil • Europaweit tanken an rund 22.000 Tankstellen, in allen Nachbarländern mit Nachlässen • Schluss mit Belege sammeln: Sie erhalten eine übersichtliche E-Rechnung für alle Transaktionen • Schon ab einem Firmenfahrzeug verfügbar, keine Mindestabnahme • Reduzieren, ersetzen und neutralisieren Sie die CO2-Emissionen Ihrer Fahrzeuge (optional) • Maximale Sicherheit, Kontrolle und Flexibilität durch einzigartige Features • Für Plug-in-Hybrid und E-Fahrzeuge: Strom laden an aktuell 1.900 Ladepunkten in Österreich und 50.000 europaweit mit der BP Fuel&Charge Card • Laufend attraktive Angebote im BP Bonus Club Alles in einer Gebühr! Die monatlichen Kosten betragen nur 1,50 Euro netto ohne MwSt. Darin enthalten sind auch die Nutzung der BP-Tools wie BP CardController, BP FleetReporter, kostenlose Ersatzkarten, online Pin-Verwaltung und vieles mehr.

IHRE VORTEILE ALS MITGLIED IM GREMIUM DER HANDELSAGENTEN

Nachlässe für Diesel und Benzin inkl. MwSt. pro Liter in Österreich

•• 3,00 Cent im gesamten BP-Netz •• 1,50 Cent im gesamten Netz von OMV und Agip/Eni

Nachlässe für Diesel netto ohne MwSt. pro Liter im Ausland

•• 1,25 Cent in Deutschland (Aral) •• 0,50 Cent in Italien (Agip/Eni), Slowakei, Slowenien (OMV) •• 0,02 CHF in Schweiz (BP) •• 1,50 HUF in Ungarn (OMV) •• 0,10 CZK in Tschechien (OMV)

Weitere Vergütungen (Nachlässe an BP-Tankstellen in Österreich)

•• 12 % auf Scheibenreiniger/-Frostschutz •• 12 % auf Car Wash •• 12 % auf AdBlue® (Kanister und lose Ware) •• 15 % auf Schmiermittel/Motoröl

Es gelten die Preisliste und AGB für BP-Tankkarten in der jeweils letztgültigen Fassung.

JETZT ANMELDEN UND PROFITIEREN

Online Gehen Sie auf www.bpplus.at/handelsagenten und geben Sie alle erforderlichen Daten ein. Sie können Ihre Eingaben jederzeit speichern und den Vorgang später fortsetzen.

Mit Formular Unterlagen einfach beim BP-Tankkarten-Kundenservice anfordern.

handelsagenten.at

29


Nr. 3 

LIFEST YLE

|  Oktober 2018

:

Style your Life Tipps und Trends und Feines für den Winter

WINTER-BUDDY: Wärmflasche mit flauschigem Fleecebezug um ca. 13 Euro bei Tchibo.

RAUMDÜFTE sorgen für angenehme Gerüche zuhause. Toll sind jene von Alessi in den Varianten „Brr“, „Ahhh“, „Grrr“ oder „Shhh“. Der Zerstäuber kostet zwar 80 Euro, dafür hält er richtig lange.

Wenn es draußen kühler wird, wird’s drinnen wieder gemütlicher. Mit dem petrolfarbenen KISSEN von Depot (12,99 Euro) liegen Sie ganz im Samttrend.

Eine STIL-INVESTITION, die sich lohnt: Schlichte Uhr aus der Max-Bill-Serie von Junghans. Auffällig unauffällig. 795 Euro.

Sie kommt wieder, die TEE-ZEIT. Besonders stylisch gewärmt wird das Wasser im Wasserkocher von Russell Hobbs. 69,99 Euro.

Perfekt für einen

HERBSTSPAZIERGANG: Sneaker von Tommy Jeans, gesehen um 89,90 Euro bei Salamander. 30

handelsagenten.at


Nr. 3 

|  Oktober 2018

Ehrenkodex der Handelsagenten Österreichs 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

handelsagenten.at

Die Handelsagenten sind sich ihrer unternehmerischen Verantwortung gegenüber Auftraggebern, Kunden und Mitarbeitern bewusst. Sie handeln daher jederzeit mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes. Sie bemühen sich darum, die Qualität ihrer Dienstleistung hinsichtlich Kompetenz und Organisation den Erfordernissen anzupassen. Sie betrachten es als ihre vorrangige Aufgabe, die Interessen ihrer Auftraggeber in allen kaufmännischen Belangen mit der gebotenen Verlässlichkeit zu schützen und zu fördern. Gemäß ihrer Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber übernehmen sie nur jene Vertretungen, für die sie eine professionelle Betreuung gewährleisten können. Ebenso vermeiden sie es, unmittelbare Wettbewerber gleichzeitig zu vertreten. Im Interesse aller beteiligten Parteien streben die Handelsagenten nach einem nachhaltigen, verantwortungsvollen und fairen Verhältnis zu ihren Kunden. Die Vorteile der Synergien aus der gleichzeitigen Betreuung mehrerer Auftraggeber lassen Handelsagenten allen vertretenen Unternehmen in angemessener Weise zuteil werden. Gegenüber ihren Kollegen verhalten sich Handelsagenten gemäß den Grundsätzen des lauteren Wettbewerbes. Durch seriöse und professionelle Berufsausübung leisten Handelsagenten ihren Beitrag zum positiven Image des Berufsstandes.

31


IM.ABO Ausgabe Nr. 06 / Juli & August 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Ausgabe Nr. 05 / Juni 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

Ausgabe Nr. 08 / September 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

www.econova.at

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

Kann von Spuren

ATION INNOV ten! enthal

TOP 500

SPUREN SUCHE

gaumen

Der Gipfel der Tiroler W IR T S C HAFT ZAH LE N , D ATE N , F AK TE N .

Tirols Wirtschaft auf dem Prüfstand. Was Sie schon immer über die besten Betriebe im Land wissen wollten.

Was Nachhaltigkeit bedeutet und wie groß unser ökologischer Fußabdruck wirklich ist.

Eine kulinarische Reise durch Tirol und Südtirol

BRENNER.O

Das Porträt einer Grenze

ANFASSEN ERLAUBT

S e i t e  

Die Rache des Analogen

Ausgabe Nr. 02 / März 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

TIROL ENT*WICKELN

DIE N E U H E I T E N DES JAHRES 2018

MACH’S DOCH SELBST Feine Rezepte zum Genießen

Ausgabe Nr. 07 / September 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

ARCHITEKTUR

www.econova.at

AUTONEWS

Regionalität neu denken

Ausgabe Nr. 04 / Mai 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Ausgabe Nr. 03 / April 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

AUTOMOBIL

ÜBER DEN TELLERRAND

Gutes aus nah und fern

www.econova.at

Ausgabe Nr. 01 / Februar 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

FISCH ODER STIRB

TYPISCH TIROL

Raumordnung im Spannungsfeld zwischen Grundbesitz und Allgemeinwohl.

Architektur schafft Identität.

DIE NEUE

BALANCE

Etablierte Kräfte und neue Parteien gegen

die schwarze Vorherrschaft.

Willkommen im Frei-Zeitalter

STROMTOUR

BEZIRK KUFSTEIN

Mit dem Tesla über die Alpen

Mut zur Veränderung

LAMBO WOHNT

CHANCEN & RISIKEN

Der Aventador und sein Wohnzimmer

Anlageausblick 2018

Ausgabe Nr. 15 / Dezember 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Ausgabe Nr. 10 / September 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Der Wert von Genossenschaften

Ein Raum als Bühne

UNTERNEHMENSKULTUR

WOHNEN IM FREIEN

Von Werten und Wertigkeit

HEILENDE ARCHITEKTUR

RAUS AUS DER BLASE

Das Innenleben des Außenlebens

Die Macht der Internetgiganten

WOHNTRENDS

WIR MÜSSEN REDEN

Die Sehnsucht nach Einfachheit

Die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie

Ausgabe Nr. 08 / Juni & Juli 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Tourismus sucht Mitarbeiter

Ausgabe Nr. 12 / Oktober 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

Ausgabe Nr. 17 / Jänner 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

INNOVATIV

BAUEN & WOHNEN

RECHT AKTUELL www.econova.at

www.econova.at

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

ALT, ABER GUT

SCHÖNE SHOPS

www.econova.at

WINTER-LIFESTYLE

DATENSCHUTZ

Mehr Grundrecht als Schikane

DIE MÖGLICHMACHER

Wohlfühlwohnen

E I N M AG A Z I N Ü B E R S L E B E N Z U H AU S E .

Gewiefte Gründer treffen potente

Business Angels.

DER H Y P E UM EINE NEUE FORM DES UNTERNEHMERTUMS UND WAS ETABLIERTE UNTERNEHMEN DAVON LERNEN KÖNNEN.

STYLE

Recht haben

Wenn Sie Recht haben, sollten Sie auch Recht bekommen.

DESIGN . TECHNIK . WOHLFÜHLEN

BITCOINS

Neue Weltwährung oder reine Spekulation?

GENDER-PAY-GAP

Der monetäre Unterschied zwischen ihm und ihr

INKLUSIVE TIROLER RECHTSANWALTSVERZEICHNIS 2018

7 AUSGA B EN – DA S W I RTSCH A F TSM AG A ZI N 9 AUSGA B EN – ECO. N OVA SPEZI A L

Z U M VO RZ U G S PR E I S VO N 25 E U RO (AU S L A N D : 3 8 EU R O)

E-Mail: redaktion@econova.at (Betreff: Vorzugsabo) Abo-Hotline: 0512/29 00 88-10

W W W . E C O N O VA . AT

www.econova.at

VOWA BAUT

Erwin Cassar im Interview

Profile for eco.nova verlags gmbh

CONTACT: Oktober 2018  

Das Magazin der österreichischen Handelsagenten.

CONTACT: Oktober 2018  

Das Magazin der österreichischen Handelsagenten.

Profile for eco.nova
Advertisement