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Ausgabe Nr. 05 / Mai 2016, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

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Werte-voll Was muss Architektur leisten?

ZURÜCK ZUR NATUR

Hütten- und Chaletarchitektur

SMALL AND BEAUTIFUL Viel Haus auf wenig Grund

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Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck, eco.nova-Herausgeber

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Was muss gute Architektur leisten, was soll sie können, was darf sie? Und was ist „gute“ Architektur überhaupt?

K

ann man ein Gebäude als gut oder schlecht klassifizieren, als gelungen, schön oder passend? Und falls ja, wer legt die Kriterien dafür fest? In der Architektur ist es ein wenig wie mit der Kunst: Sie wird nicht von jedem

auf dieselbe Art verstanden. Die einen mögen’s lieber abstrakt, die anderen gegenständlich. Ist aber eines davon besser, echter, ehrlicher? „wert/haltung“ ist das Thema der heurigen Architekturtage, die in biennaler Folge in ganz Österreich stattfinden. Was ist (uns) Architektur wert und was wollen wir uns leisten? Das ist nicht immer zwingend eine Frage des Geldes, denn die wertvollsten Dinge im Leben sind oft jene, an die sich kein Preisschild hängen lässt. Schlussendlich muss Architektur einen Mehrwert schaffen. Wie dieser aussieht, ist höchst unterschiedlich und individuell. Form und Funktion sollen dem Menschen dienen – gleichzeitig ist Architektur aber auch höchst emotional, denn sie trägt wesentlich zum Wohlfühlgefühl bei. Atmosphäre schafft Stimmung, ob im öffentlichen Raum oder im eigenen Zuhause. Wir haben in dieser Ausgabe wieder einige Projekte für Sie zusammengetragen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig das Themengebiet ist. Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich in unserem Land irrsinnig viel getan. Früher wäre es wohl undenkbar gewesen, eine eigene Sonderausgabe zum Thema herauszugeben, heute leistet man sich selbst in den abgelegensten Tälern, auf Bergen und in kleinen Dörfern eine anspruchsvolle Architektur. Das Empfinden für Ästhetik hat sich gewandelt und mit ihm die Sprache: im wahrsten wie im übertragenen Sinne. Architektur

NORAMIS CHRONOGRAPH

setzt Statements, aber auch die Art (und vor allem die Häufigkeit), wie man darüber spricht, ist anders geworden. Nebst einer neuen Sachlichkeit ist auch ganz viel Emotion hinzugekommen. Architektur sorgt für Diskussionsstoff. Aber genau das macht es so spannend: Architektur muss nicht jedem gefallen, sie soll polarisieren dürfen, denn nur auf diese Weise wird eine derartige Vielfalt möglich.

Ihre Redaktion der eco.nova

eco.dingens ALTBAUCHARME Unser eco.dingens ist dieses Mal ein Wort, das uns für diese Ausgabe untergekommen ist und wofür wir eine ganze Weile gebraucht haben, um es zu verstehen – es hat übrigens nichts mit Anatomie zu tun ...


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© HÄUSER/MARK SEELEN

24

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14 ECO.ARCHITEKTUR 14

24

Small and beautiful

Wert und Wertigkeit

// 068: Architekturb[r]auerei:

In der Architektur geht es nicht

44

Wir leben heute in einer schnellen,

die Wettbewerbssieger

zwangsläufig um riesige Volumina

großteils oberflächlichen Welt. Das

// 070: Architekt DI Erwin Frick:

oder die höchste Quadratmeteranzahl.

Schöne, das Gefallen steht im Vor-

Gestalter für feine Häuser

Vielmehr geht es um gute Planung und

dergrund, die Fassade, sodass man

// 075: Fröschl: Beton in seiner

die optimale Raumausnutzung.

viel zu wenig darüber nachdenkt, ob

schönsten Form

// 022: Metaform: bodenständig,

Architektur auch nachhaltig ist. Im

// 076: Sports Medicine Excellence:

traditionell und visionär

inhaltlichen, strukturellen und subs-

Architektur unterstützt Heilungs-

tanziellen Sinn. Doch was muss Archi-

prozess

tektur? Der Versuch einer Erklärung.

// 078: Griffner Haus: Daheim sein

// 052: Das bilding in Innsbruck

ist alles

Zurück zur Natur Tirol ist gesegnet. Mit landwirtschaftlicher Vielfalt, großteils intakter Natur, frischer Luft und sauberem Wasser. Al-

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Im Porträt

82

Architektur & Design

les zusammen lässt sich am besten auf

Tiroler Architektur und ihre Meister.

kurz und bündig: Wissenswertes,

den Almen und in den Bergen erleben.

// 056: Prolicht: Licht & Architektur

Interessantes, Bauen, Wohnen,

In einer Hütte und, wenn’s ein bisschen

// 058: Die neue Patscherkofelbahn

Architektur und Lifestyle.

exklusiver sein darf, im Chalet.

// 060: Top-Mountain-Crosspoint:

// 114: Kolumne Trends & Style

// 040: Kitzmüller Architektur: arl-

Vorzeigeprojekt

// 116: 4betterdays: natürlich

berg1800 – Kunst auf höchstem Niveau

// 062: ATP architekten ingenieure:

nachhaltig schenken

// 042: Holzbau im direkten Vergleich

integrale Planung als Kernkompetenz

// 120: Eisenkies: Magie des Materials

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IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/290088, redaktion@econova.at www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Martin Weissenbrunner Chefredaktion: Marina Kremser Autoren dieser Ausgabe: Marina Kremser, Sonja Niederbrunner, Caterina Molzer-Sauper, Doris Helweg, Barbara Wildauer

eco.info

122 Sitzen Sie gut

138 Landesinnung Bau

In der idyllischen Abgeschiedenheit

Informationen zur Harmonisierung

des Örtchens Umlberg verbirgt sich ein

der OIB-Richtlinien.

Tischlereibetrieb, der sich zu hundert Prozent der Herstellung von Sitzmö-

140 Recht

beln und Tischen verschrieben hat:

Architekturwettbewerbe und

Hussl im Porträt.

Nachbarschaftsrechte

128 Zum Bleiben gemacht

142 Versicherung

Stuhl ist nicht gleich Stuhl. Und ihn

Immo-Risk-Management: Von der

als schnödes Beiwerk zu sehen, ist ein

ersten Idee eines Projektes bis zum

fataler Fehler. Sitzgelegenheiten für

Verkauf/Bestand.

drinnen und draußen, Stühle, Sessel, Sofas, zum Lümmeln, Knotzen und Genießen.

144 Buchtipps Architektur zum Blättern.

Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Hannelore Weissbacher, Hannah Oderich Grafik: Tom Binder Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Titelseite: Das Hochkönig, Dienten/Salzburg, www.urlaubsarchitektur.de, Foto: Ditz Feser

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DIE BESTEN DER BESTEN

Dass sich auch auf kleiner Fläche großartig bauen lässt, zeigt das Haus F. in Esslingen, das Architekt Thomas Sixt Finckh auf einem Grundstück von 456 Quadratmetern (Wohnfläche: 147 Quadratmeter) geplant hat. Auch kleine, schwierige Parzellen können für großzügiges Wohnen taugen. Glasfronten öffnen das Haus an den schmalen Traufseiten, transluzente Polycarbonatplatten holen über die Giebelwände zusätzliches Licht ins Innere. Im Norden (Bild) tritt das Haus nur zweigeschoßig aus dem Gelände hervor. Eine Terrassenplattform gleich das Gefälle des Hanges aus. Innen bestimmt Beton das Bild, maßgefertigte Einbauten mit glatten weißen Oberflächen tragen zum puristischen Design des Interieurs bei. Gesamtkosten: 289.000 Euro mit Einbauten. // Aus: Kleine Häuser – Große Wohnarchitektur, Bettina Hintze, DVA Verlag, 152 Seiten, EUR 51,40. Das Buch zeigt die Besten der Besten mit raffinierten Grundrissen und platzsparenden Konzepten. Präsentiert werden 20 kleine Häuser für Singles, Paare und Familien mit 218 Fotos und 89 Grundrissen.

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eco.nova


eco.architektur

Small and beautiful Machen wir uns nichts vor: Es gibt Bereiche im Leben, da zählt tatsächlich die Größe. Aber eben nicht überall. In der Architektur zum Beispiel geht es nicht zwangsläufig um riesige Volumina oder die höchste Quadratmeteranzahl. Vielmehr geht es um gute Planung und die optimale Raumausnutzung. Dann können auch verhältnismäßig kleine Grundrisse ganz schön groß sein.

A

lles wird größer. Die

eine gewisse Dominanz nimmt. Ich versu-

olympische Auf-

che immer, auch die kleinsten Bauplätze

für mehr reicht. Manchmal sind es nur ver-

forderung „höher,

so zu gestalten, dass die Innenräume ihrer

schiedene Ebenen, wechselnde Raumhöhen,

schneller, weiter“

Nutzung gemäß wohnlich und einzigartig

Durchblicke, Schrägen oder Winkel, die offen

scheint sich auf un-

erscheinen. Dabei achte ich besonders auf

verbundenen Zimmern Größe geben, ohne

ser Wirtschaftsleben übertragen zu ha-

den Lichteinfall und die Blickbeziehungen

dass tatsächlich Flächen oder Volumen da-

ben. Wenn man das Wachstum der durch-

nach außen. Stauräume kann man durch

zugekommen sind. ‚Raumwunder’ heißt das

schnittlichen Wohnfläche von 1950 bis

eine ausgeklügelte Planung geschickt so

in der Sprache der Makler.“ Solche Häuser

heute betrachtet – von 14 auf 47 Quadrat-

unterbringen, ohne dass sie überhaupt auf-

eignen sich laut Bachmann auch dazu, bis-

dass man es nicht aufgießen kann, damit es

meter pro Kopf mit der Prognose 55 Quadratmeter bis 2030 –, mag es einem wie eine schrullige Alternatividee vorkommen, sich mit kleinen Häusern zu beschäftigen. Das findet zumindest Wolfgang Bachmann und hat sich in seinem Buch „Die besten Einfamilienhäuser bis 150 m2“ dennoch genau dieser Idee angenommen. Er präsentiert darin 30 herausragende Projekte, die zeigen, dass mit guter Archi-

„ES IST EIN IRRGLAUBE, DASS HERVORRAGENDE ARCHITEKTUR DAS GROSSE FORMAT BRAUCHT. VIELMEHR IST ES SO, DASS ES HERVORRAGENDE ARCHITEKTEN BRAUCHT, UM EIN KLEINES HAUS MIT GROSSEN QUALITÄTEN ZU SCHAFFEN.“ Anne Zuber, Redaktionsleiterin HÄUSER, im Vorwort zum Buch „Kleine Häuser, große Wohnarchitektur“

tektur auf wenig Fläche ganz schön viel Haus entstehen kann.

fallen. Bei ausreichender Raumhöhe arbeite

her praktizierte Wohnvorstellungen zu über-

Gründe, kompakt zu bauen, gibt es viele –

ich auch gerne mit mehreren Ebenen, das

denken.

auch abseits davon, dass das Preisniveau

ergibt zum Beispiel oft spannende Plätze

Ein kleines Haus zwingt Bauherren förmlich

für Grundstücke, aber auch das Material

für Kinder.“

zur Auseinandersetzung mit den eigenen Be-

stetig steigt: eine Lage am Hang zum Bei-

Die Herausforderung bei kleinen Häusern

dürfnissen und Architekten schonungslos

spiel oder einfach auch geringer Platzbe-

ist, Innenräume derart zu gestalten, dass

zur Optimierung vorhandener Möglichkei-

darf. Intelligent geplant ist Wohlgefühl

trotz kompakter Verhältnisse keine Enge

ten. Das ist an sich sowieso nichts Verkehrtes.

keine Platzfrage. Das findet auch der

entsteht. Funktionen müssen genauer defi-

Eingeschränkte Platzverhältnisse konfrontie-

Tiroler Architekt Jürgen Kitzmüller, der

niert werden, Zufälle und Wahllosigkeiten

ren mit der Frage: Wie möchte ich leben? Und

vor allem Hanglagen etwas abgewinnen

sollten präziser Planung weichen. Bachmann

was brauche ich dazu wirklich? Wir haben

kann: „Hanglagen bieten tolle Möglichkei-

hat im Vorwort seines Buches gleich ein paar

zum Thema in Büchern geblättert, im Inter-

ten, beschränkte Grundstücksverhältnis-

Tipps: „Es gibt Tricks, um kleine Häuser in

net gestöbert und uns in der heimischen Sze-

se perfekt auszunützen, indem man Teile

gefühlte große zu verwandeln. Sie bergen so-

ne ein wenig umgesehen. Ein paar Beispiele

des Baukörpers eingräbt und ihm damit

zusagen das Konzentrat der Architektur, nur

finden Sie auf den folgenden Seiten.

eco.nova

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HOCHQUALITATIVE VIELFALT

© THOMAS DREXEL

eco.architektur

Holzfassade, Putz oder Beton, Flach- oder Satteldach, klassisch, modern oder futuristisch. Wer individuell baut, hat schier unendlich viele Möglichkeiten. Gutes Beispiel ist dieser Neubau eines Einfamilienhauses für eine Familie mit Kids in Wien. Auf einem Kleingartenareal hat Architekt und Bauherr Thomas Moosmann 2014 sein bisheriges Wohnbau-Meisterstück gebaut. Auf der Parzelle mit extrem steiler Hanglage und einer Fläche von nur 300 Quadratmetern errichtete er ein außergewöhnliches und doch genial einfaches Wohnhaus mit drei Etagen, das an den Schmalseiten sowie im Bereich der Terrassen mit einer skulpturenartigen Pergolakonstruktion versehen ist. Entstanden ist eine Wohnfläche von 143 Quadratmetern zuzüglich 39 Quadratmeter Terrasse in Hohlbauweise und Passivhausstandard. Top: Der loftartige Raum fürs Wohnen, Kochen und Essen im Erdgeschoß ist auf einer Wandseite komplett verspiegelt, was ihn doppelt so groß erscheinen lässt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 247.000 Euro. // Aus: Aktuelle TOP 100 Häuser, Thomas Drexel, DVA Verlag, 216 Seiten, EUR 30,90; Dieses Buch zeigt 100 architektonisch herausragende und doch erschwingliche Einfamilienhäuser und mit ihnen wertvolle Entscheidungshilfen auf dem Weg zum maßgeschneiderten Eigenheim.

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© WWW.SNOW.AT

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IM ENTSTEHEN

Thomas Krömer und Aria Sadr-Salek arbeiten mit ihrem Innsbrucker Studio snow gerade an einem Konzept für ein Ferienhaus in Bludenz. Der Entwurf basiert auf der Grundidee einer künftigen Erweiterungsmöglichkeit. Für den Grundrissaufbau hat dies zur Folge, dass die Nutzfläche vorerst auf rund 84 Quadratmeter angesetzt wurde – mit der Option zu einem zweiten Baukörper, verbunden durch ein Carport. Durch die klare Form, den geschlossenen Körper und das Satteldach wirkt der Baukörper schlicht und bescheiden, eine intelligente Raumaufteilung sorgt für die optimale Ausnutzung der Fläche. Die Aufbauten sind einfach gehalten und bleiben damit günstig umsetzbar. Durch die Verbindung von Möbeln und Räumen entstehen intelligente, platzsparende Raumkonzepte und eine minimalistische Formensprache.

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TINY HOUSES

Unter www.roomido.com finden Sie ein wunderbares Sammelsurium an innovativer und kreativer Architektur aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wir sind bereits Fans und schauen immer wieder gerne rein. Kleine Häuser, oder „tiny houses“, werden dabei immer mehr zum Thema. Hier zwei ganz besondere Beispiele:

TINY HOUSE IM LANDHAUSSTIL: UPCYCLING-TRAUM AUF KLEINSTEM RAUM

Die Sauvie-Insel in Oregon ist ein Geheimtipp unter Naturfans, Radfahrern und Freunden von biologisch angebautem Gemüse. Jessica und Yianni aus den USA haben sich hier ein Kleinod inmitten wild wuchender Natur erschaffen. In diesem Minihäuschen leben sie ihren Traum vom nachhaltigen Leben – eine vierköpfige Familie auf 50 Quadratmetern. Der Großteil dieses Lebens spielt sich im „Great Room“ ab – einem offenen Wohnbereich, der Küche, Ess- und Wohnzimmer vereint. Zwei Einbausofas bieten Platz zum Entspannen oder können als Gästebetten verwendet werden. Ja! Selbst Gäste haben hier noch Platz. Praktisch: Unter den Polsterflächen findet sich viel Stauraum fürs Kinderspielzeug. Im hinteren Bereich wurde eine zweite Etage als Schlafzimmer eingezogen, das man über eine Leiter erreicht. // Gepostet von Katharina A. aus Deutschland © SCHÄFERWAGEN- & ZIRKUSWAGEN-BAU MÜLLER

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Schreinermeister Jochen Müller aus dem baden-württembergischen Deißlingen baut ungewöhnliche Unterkünfte für Menschen, die sich aufs Wesentliche beschränken möchten. Die Modelle sind vielfältig und reichen vom Schäferwagen mit 2,2 x 3,5 Metern und kleinem Holzofen bis zum fertigen Minihaus mit 3 x 10 Metern, einem kompletten Badezimmer und eingerichteter Küche. Das Dingens kostet dann bis zu 80.000 Euro. roomido-Posterin Christine aus Deutschland führte dazu ein Interview mit dem Downsizing-Fachmann. Nachzulesen unter www.roomido.com (Tipps & Trends / Innovativ & kreativ), wo sich noch ganz viele andere kleine Häuschen tummeln und so manches architektonische Schmankerl versteckt.

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DAZUGEBAUT

Nicht nur bei Neubauten sind beschränkte Platzverhältnisse eine Herausforderung. Gerade bei Zubauten wird es mitunter ganz schön knifflig. Wir zeigen zwei Beispiele, bei denen die gegebenen Räume optimal genutzt wurden.

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DAS -GENERATIONEN-HAUS

Der Bauherr wollte ursprünglich das Satteldach des bestehenden Hauses anheben, um eine Wohnung für seine Tochter auszubauen. Bereits im Erstgespräch konnte ihn das Planungsteam von Holzbau Saurer überzeugen, dass dies nicht wirklich zielführend ist. In mehreren Meetings konnten die Bauherren schließlich von der jetzigen Lösung überzeugt werden: Drei Generationen und drei Familien in einem Haus bei gleichzeitig höchstmöglicher Intimsphäre, möglich gemacht nicht zuletzt durch getrennte Zugänge zu allen Wohneinheiten. Die beiden Wohnungen im Dachgeschoß und Obergeschoß öffnen sich gegen Südwesten; Terrasse, Balkone und Wohnräume vermitteln höchste Wohnqualität. Für die Konstruktion wurde Fichtenholz verwendet, Lärche für die Fassade. Durch die Planung der Garage unter der Anliegerwohnung wurde das Gelände optimal genutzt.

HOTELERWEITERUNG

Das alteingesessene Hotel Bergkristall in Oberlech präsentierte sich vor seiner Erweiterung im Jahr 2012 als mächtiger Solitär mit anspruchsvoll ausgestatteten Zimmern. Dem Bau aus den 1970ern vorgelagert befand sich eine leere Parzelle im Eigentum der Familie. Zur Vergrößerung und Aufwertung wurde der Bestand hier von Architekt Jürgen Kitzmüller um einen viergeschoßigen Neubau in Hanglage erweitert und durch einen Tunnel mit dem Haupthaus verbunden. Entstanden sind zusätzliche Hotelzimmer und Suiten, ein großzügiger Wellnessbereich und ein Personaltrakt. Toll: Der Spa-Bereich befindet sich in bester Lage am Dach der neuen Zimmer. Die Bergwelt erlebt der Gast durch eine Panoramaverglasung in alle Himmelsrichtungen.

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Den Traum vom eigenen Häuschen zu realisieren, ist eine komplexe Aufgabe. Toll hinbekommen haben es die Wiener Architekten Schuberth & Schuberth, die dieses Kleinod für zwei mit einer Wohnfläche von rund 44 Quadratmetern in Wien geschaffen haben (Grundstücksfläche: 423 Quadratmeter). In Holzriegelkonstruktion entstand ein kleiner Holzkubus, der bis in den letzten Millimeter durchgeplant ist. Bonsai-Architektur vom Feinsten um rund 150.000 Euro. // Aus: Die besten Einfamilienhäuser bis 150 m2 , Wolfgang Bachmann, Callwey Verlag, 176 Seiten, EUR 59,95; 30 Einfamilienhäuser, die mit intelligenten Grundrissen und kreativen Details punkten. So werden großzügige Lebensräume trotz kompakter Ausgangssituation ermöglicht.

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Das Obergeschoß umfasst einen kompakten und klar eingeteilten Wohnbereich mit Raum für Arbeitsplätze auf der Galerie, wo man über den Dingen stehen kann und Ideen immer Luft nach oben haben – durch gesamt fast sechs Meter Raumhöhe und viele Dachflächenfenster.

Im unteren Stockwerk treffen Leben und Arbeit in wohnlicher Umgebung aufeinander – voll ausgebaut inkl. Küche und Bad. Trotzdem bietet das Büro mit mehreren Niveaus und großzügigen Glasflächen luftige, ungestörte Arbeitsatmosphäre mitten im Grünen.

Ehrlich maßgeschneidert. Erfrischend bodenständig. Traditionell visionär. Man sieht Mathias Foissner und Lukas Marko von Metaform an, dass sie sich wohlfühlen. Sie sind angekommen, werden wahrgenommen und die harte Arbeit und Disziplin trägt Früchte.

Z

u den Auftraggebern von Meta-

cherheit verpflichtet. Das lichtdurchflutete

nachhaltigeren Arbeitsumgebung auf der

form zählen Single-Bauherren,

Büro in der Speckbacherstraße in Innsbruck

Hand. Heute gibt es für Dienstleister mehr

Architekten und Ingenieurbü-

betreiben sie schon seit längerem gemein-

Möglichkeiten denn je, flexibel und reakti-

ros ebenso wie die öffentliche

sam mit Lorenz Marko und dem Team von

onsschnell zu agieren. Trotzdem liegen Erfolg

Hand und große Traditionsunternehmen.

Loewenzahm.at. Zwischen Stativen, Lampen

und Burnout in dieser beschleunigten Bran-

Diese doch sehr unterschiedlichen Kunden

und Notebooks diskutieren die Hausherren

che näher beieinander als irgendwo sonst. Es

teilen sich jedoch Bedürfnisse, Vorstellungen

der „Büro-WG“ ihren neuesten Clou tief über

ist an der Zeit, alte Muster aufzubrechen und

und Wünsche, wenn es darum geht, Bauwer-

einen ausgerollten Plan gebeugt. „Jedes von

Gegenentwürfe zum gelernten Bild des ge-

ke entstehen zu lassen – Transparenz, Kos-

uns realisierte Gebäude spiegelt unseren Wil-

trennten Arbeits- & Freizeitlebens zu liefern.

tenorientierung und Integrität, verbunden

len zur Nachhaltigkeit wider. Nur wir selbst

Und so zieht es die beiden Teams künftig

mit Liebe zum Detail, Mut zur Kreativität und

kommen unserer jeweiligen Berufung von ei-

aufs Land, nach Fulpmes. Die ähnlichen Be-

Leidenschaft für Innovation. Zwischen auf-

nem gemieteten Büro aus nach, weit weg von

dürfnisse der beiden Dienstleistungsunter-

reizender Architektur, präziser Ausführung

den Quellen der Inspiration und Kraft – was

nehmen werden auch in Zukunft an diesem

und realistischen Kosten sieht sich das Team

mit ein bisschen Weitblick nicht unbedingt

neuen, gemeinsamen Standort gelebt, mit

von Metaform stets nur dem Bauherren, dem

nachhaltig ist“, erklärt Lukas Marko. Für die

geteilter Büro-Infrastruktur, jedoch eigen-

Baurecht, den geltenden Normen und der Si-

jungen Unternehmer liegt der Weg zu einer

ständigen Einheiten. Der Bauplatz ist klein,

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eco.nova


metaform

Ein neues Lebenskonzept: In Zukunft agieren die Unternehmen Metaform und Loewenzahm von ihrem neuen, gemeinsamen Standort in Fulpmes aus und kombinieren hier nicht nur Arbeiten und Wohnen miteinander, sondern leben auch die Kooperation zweier Unternehmen.

schön aussprechen möchten.“ „In Leistungsbereichen, die sich überschneiden, kooperieren Metaform & Loewenzahm sehr eng – wie

dienstleistungen und Produktionen für jeden

der Architekturfotografie und Visualisierung,

Rahmen und visuelle Werkzeuge, um den

wie auch bei Designfragen. So herrscht im-

Start in eine zielgerichtete Marktkommuni-

mer ein reger Know-how- und Ideenaus-

kation zu erleichtern, denn wertvoll muss

tausch, der die gemeinsamen Möglichkeiten

nicht sinnlos teuer sein. So wird aus einer na-

multipliziert“, zeigt sich auch Lorenz Marko

heliegenden Idee ein kosten- und energieeffi-

von Loewenzahm begeistert. So bieten sie

zientes Projekt, das viele Fragen eines moder-

für Architekten und Ingenieurbüros auch

nen Lebens beantwortet.

3-D-Visualisierungen und Animationen an, dank Planungs- und Visualisierungskompetenz unter einem Dach. Eines der erklärten Ziele der Metaform GmbH war von Anfang wie auch baurechtlich eng beschränkt. Ein

an, professionelles Projekt- und Baumanage-

Mix aus optimierten Aufbauten und maßge-

ment auch privaten Bauherren zugänglich zu

schneiderter Planung ermöglicht eine kos-

machen. Loewenzahm.at verfolgt einen ähn-

teneffiziente und konzeptuell richtungs-

lichen Ansatz und bietet hochwertige Werbe-

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weisende Bauform, die auf kleinstem Raum © 2, LOEWENZAHM.AT

verschiedenste Bedürfnisse erfüllt. Das Gebäude nutzt Synergien in der Haustechnik, dem Energiemanagement und verschmilzt ursprünglich Gegensätzliches zu einem zeitgemäßen Lebensentwurf. „Es geht um Ehrlichkeit und Bodenständigkeit. Wir wollen auch unseren Kunden zeigen, dass wir nicht der Repräsentation wegen ein Bauwerk errichten oder schnellem Profit nachjagen. Im Gegenteil: Wir zeigen mit dem minimalistischen Produkt einer engen Kooperation

Bmstr. Lukas Marko und Ing. Matthias Foissner, metaform, und Lorenz Marko, loewenzahm.at

neue Wege für Dienstleister und Bauherren auf und schaffen bleibende Werte, statt einer Funkelfassade aus Fixkosten. Die langfristige Einsparung von Energie- und Mietkosten kommt ja auch unseren Endkunden zugute“, so Mathias Foissner zu dem Koop-Projekt. „Als Unternehmer leben wir unsere Berufe, deshalb verbinden wir Leben, Beruf und Natur zu der Basis unseres Schaffens.“ Die kompromisslose Detailversessenheit und Genauigkeit des Metaform-Teams hat sich rasch durchgesetzt und zu großartigen Erfolgen geführt. „Unsere Marke entwickelt sich zu einem Gütesiegel, getragen vom Vertrauen unserer Auftraggeber und Bauherren, denen wir an dieser Stelle ein herzliches Danke-

AKTUELLE METAFORM-PROJEKTE

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PLANUNGS- UND BAUKOORDINATION

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eco.architektur

Die Olpererhütte im Zillertal wurde 2007 mit modernster Holzbautechnologie neu gebaut und ist dennoch eines geblieben: eine klassische Hütte für Bergsteiger, gelegen auf 2.400 Metern Höhe. Die Schutzhütte wurde aus vorgefertigten Elementen aus Brettsperrholz gefügt, die 350 Teile wurden dafür per Helikopter geliefert und in drei Tagen montiert.

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eco.architektur

I

n Tirol gibt es rund 180 Alpenvereins-Schutzhütten, der Großteil davon wird aus der Historie heraus vom Deutschen Alpenverein betreut. Ein paar – wie das Anton-KargHaus bei Kufstein – stehen sogar unter Denkmalschutz. Jede Hütte ist für sich ein kleines Schmuckstück (wir lieben zum Beispiel die kleine, feine Peter-Anich-Hütte in

den Stubaier Alpen, wo man noch absolute Ruhe genießen kann), einige davon sind auch architektonische Besonderheiten. Auf den folgenden Seiten haben wir einige davon für Sie herausgepickt und das Thema ein klein wenig weitergesponnen – in Richtung Urlaub nämlich. Denn auch dort wird das Übernachten in der Hütte immer mehr zum Thema, wenngleich eine

Spur luxuriöser als in der klassischen Almhütte. Dann nennt sich das Ganze Chalet.

© JOSEF BUTZ, OEAV HUETTENFINDER, WWW.ALPENVEREINAKTIV.COM

Tirol ist gesegnet. Mit landwirtschaftlicher Vielfalt, großteils intakter Natur, frischer Luft und sauberem Wasser. Alles zusammen lässt sich am besten auf den Almen und in den Bergen erleben. In einer Hütte.


© ARCHITEKTEN HERMANN KAUFMANN ZT GMBH

eco.architektur

OLPERERHÜTTE, ZILLERTALER ALPEN

ANTON-KARG-HAUS, KAISERTAL BEI KUFSTEIN

© TVB FERIENLAND KUFSTEIN TIROL

Das Anton-Karg-Haus in Hinterbärenbad (so eigentlich der gängigere Name) auf 829 Metern ist aktuell noch die einzige Hütte des Österreichischen Alpenvereins, die unter Denkmalschutz steht. Erbaut wurde sie um 1900 an einer besonders schönen Stelle des Kaiserbachs, im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts diente sie der Sommerfrische der angesehenen Bürger Kufsteins. Dieser Zeit verdankt die Hütte auch ihre relativ geräumigen Zimmer. // www.hinterbaerenbad.at

Seit über 100 Jahren stand an exponierter Stelle hoch über dem Stausee Schlegeisspeicher eine Schutzhütte. Da der Altbau nicht mehr zu sanieren war, entschloss man sich 2005, die Hütte neu zu errichten. Den geladenen Architekturwettbewerb gewann Hermann Kaufmann aus Schwarzach, der die Hütte bewusst als Refugium und nicht als Hotel konzipiert hat. „Innovation durch Einfachheit“ lautete das Motto. So ist die Haustechnik auf ein Minimum beschränkt, die Wärmeversorgung erfolgt mit einem Kachelofen sowie über die Abwärme der zur Wasserreinigung eingebauten und mit Photovoltaik und Rapsöl betriebenen Kraft-Wärme-Kupplung. Der Neubau setzt ein kompaktes, steil gedecktes Volumen wieder an den Platz des Altbaus, ragt aber über eine Stützmauer weit zum Ausblick hinaus. Kaufmann: „Bauen in diesen Höhen war und ist bestimmt von der Transportfrage. Die alte Hütte war mit den Steinen der Umgebung gebaut, große Transporte aus dem Tal waren damals nicht leistbar. Moderne Transportgeräte wie der Helikopter haben das umgekehrt. Die vorgefertigte Konstruktion mit den neuen Möglichkeiten von Brettsperrholz ist konkurrenzlos leicht zu transportieren und kann – was in dieser Höhe wichtig ist – sehr rasch montiert werden. Die physischen Qualitäten von Holz erlauben zusätzlich ein direktes, ökologisch optimales Bauen.“ // www.hermann-kaufmann.at, www.olpererhuette.de

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eco.architektur

Schon seit 1885 bietet die ÖAV-Schutzhütte im Hinteren Oberbergtal auf 2.147 Metern Bergsteigern Unterschlupf. Die Franz-Senn-Hütte ist mit ca. 170 Schlafplätzen die größte Hütte der Sektion Innsbruck und bestens ausgestattet. Seit 2006 wird sie von Beate und Thomas Fankhauser in bereits zweiter Pächtergeneration bewirtschaftet und vorbildlich betrieben. // www.franzsennhuette.at

© SEKTION LIENZ, ÖAV-HÜTTENFINDER

© TIROL WERBUNG / MARKUS JENEWEIN

FRANZ-SENN-HÜTTE, NEUSTIFT IM STUBAITAL

HOCHSTEINHÜTTE, LIENZER DOLOMITEN

© WWW.VIRGENTALER-HUETTEN.COM

Die Hochsteinhütte wurde vor einigen Jahren umgebaut und ist nun ein feines Zusammenspiel aus Alt und Neu. Gelegen auf 2.023 Metern inmitten der Villgratener Berge ist die Schutzhütte der Alpenverein-Sektion Lienz im Sommer wie Winter eine wunderbare Einkehrstätte mit toller Panoramasicht.

BONN-MATREIER-HÜTTE, NATIONALPARK HOHE TAUERN

Die Hütte ist eine Gemeinschafts-Schutzhütte des Österreichischen und Deutschen Alpenvereins und damit etwas ganz Besonderes. Gelegen am Venediger Höhenweg in 2.750 Metern Höhe bietet sie ein unglaubliches Panorama. Trotz hochalpiner Lage lässt es sich Hüttenwirt Wolfgang Heinz nicht nehmen, die Gäste kulinarisch auf ebenso hohem Niveau zu verwöhnen.

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eco.architektur

BETTELWURFHÜTTE, KARWENDEL

© STADT INNSBRUCK, TOM BAUSE

Die Bettelwurfhütte im Naturschutzgebiet Karwendel auf 2.079 m ist wohl eine der beliebtesten Schutzhütten auf der Südseite des Großen Bettelwurfs. 1894 erbaut, ist sie eine der ältesten Hütten im Karwendel und dennoch sehr jung geführt. Trotz vielfacher Erweiterungen und Renovierungen, die ihr auch ihren hohen Standard bescherten, hat sich die Hütte ihren urigen Charme erhalten. // www.bettelwurfhuette.at

UMBRÜGGLER ALM, INNSBRUCK

Die Architektur der Umbrüggler Alm war bei Einheimischen nicht unumstritten. Ist das noch eine Alm? Man kann es sehen, wie man will, fest steht: Das Bregenzer Architekturduo Philip Lutz und Elmar Ludescher hat es geschafft, auf 1.123 Metern eine Hütte zu planen, über die man spricht. Und man mag die Optik der Alm 2.0 lieben oder hassen, der Ausblick ist definitiv ein Hammer. // www.umbrueggleralm.at

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eco.architektur Das Almdorf Fallerschein mitten im Naturpark Tiroler Lech im Oberland ist mit seinen rund 40 Blockhütten das größte Almdorf Tirols. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein, dennoch genießt man die Annehmlichkeiten der modernen Zeit. Das Almdorf samt Gastwirtschaft ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren, einige Blockhütten lassen sich auch mieten. Toll für den Urlaub mit Kids ...

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eco.architektur

Hütten zum Wohnen Tradition wird heute definitiv anders gelebt als früher – auch und vor allem im Tourismus. Man verabschiedet sich zusehends vom rot-karierten Tischdeckchen und dem Geranienbalkon. Und auch immer öfter vom klassischen Hotelkonzept.

D

er Gast von heute erwar-

viel Raum gibt, um sie wirken zu lassen, die

tet Spannung und Erleb-

Gäste Platz haben, genügend Freiflächen vor-

zum Unternehmenstypus und dem Unter-

nis. Er möchte nicht über-

handen sind und die Abstände zwischen den

nehmer selbst passen. Er muss sich damit

all und immer wieder das

Häusern so groß sind, dass man dem Nach-

identifizieren können, weil man gerade im

Gleiche sehen. Er möchte

barn nicht ins Fenster schaut. Der Platzbe-

Tourismus natürlich auch das Umfeld ein

überrascht werden. Auch in der Architektur.

darf ist im Verhältnis zu einem klassischen

Stück weit mitverkauft. Die Ansprüche der

Das Gebäude ist mehr als Zweck zum Woh-

Hotel also wesentlich größer, dort haben auf

Gäste sind dabei in den letzten Jahren spür-

nen, Architektur ist Lifestyle geworden. Lu-

verhältnismäßig kleiner Kubatur weitaus

bar gestiegen. Sie wollen keine klischeebe-

xus hat nicht mehr nur mit Zeit und Geld zu

mehr Betten Platz, während man mit Chalets

haftete Hotelarchitektur mehr, sondern eine

tun, sondern auch mit Design. Haid & Falk-

Grundstücke weniger intensiv bebaut.

authentische Architekturlösung, die sich bes-

ner aus Längenfeld hat sich auf Hotelarchi-

len Werkstoffen. Die Architektur muss auch

tenfalls in die Naturszene einbettet. Archi-

tektur spezialisiert und auch Geschäftsfüh-

Derzeit scheint es in der Urlaubsarchitek-

tektur trägt immer mehr zur Identität eines

rer Thomas Falkner merkt: Das Bewusstsein

tur einen regelrechten Boom in Richtung

Hotels bei.

für die Wichtigkeit „guter“ Architektur hat

Chalets zu geben. Wie erklären Sie sich das?

sich verändert. Und: Chalets sind ein Trend

Chalets sind gerade in der letzten Zeit zum

Merken Sie, dass sich das Bewusstsein für

geworden. Deshalb führen wir in diesem Teil

wahren Trend geworden, wobei ich nicht

Architektur im Allgemeinen verändert hat?

unsere klassische Hüttengeschichte weiter

genau weiß, warum man das Thema nicht

Ja. Meines Erachtens nach wurde früher

und baten Falkner vorab zum Interview.

schon viel früher aufgegriffen hat. Oft sind

mehr zwischen Innen- und Außenarchitek-

solche Häuser auch an Hotels gekoppelt, die

tur getrennt, jetzt wird mehr darauf geach-

ECO.NOVA: Worauf kommt es bei

Gäste genießen alle dortigen Annehmlich-

tet, dass auch das Erscheinungsbild nach

der Planung von Chalets an?

keiten und urlauben doch separat im eige-

Außen einlädt (erster Eindruck), Innen- und

THOMAS FALKNER: Ein Hotel ist generell

nen Haus. Im Hotel hat man schlussendlich

Außenarchitektur gehen Hand in Hand.

kompakter gehalten, bei Urlaubschalets sind

eine Zimmertür, die einen vom Rest trennt,

Auch der Bereich der Außenanlagen wird

es meist mehrere Häuser, wobei jedes Haus

ein Chalet bietet absolute Privatsphäre. Das

mehr bedacht und gestalterisch eingebun-

als eigenes zu sehen ist – als kleines Hotel für

wissen immer mehr Menschen zu schätzen

den. Ging es früher eher um Details, braucht

sich, in dem sich der Gast wie zu Hause füh-

und sind auch bereit, dafür entsprechend zu

es heute ein stimmiges Gesamtkonzept.

len soll. Trotzdem muss es schlussendlich ein

bezahlen. Wenn das Umfeld stimmt. Wo geht für Sie der Trend in der

großes Ganzes ergeben. Die Planung ist abhängig von der Lage, dem Grundstück und

Was macht für Sie „gute“ Architektur

Hotelarchitektur weiter hin?

natürlich der Gesetzgebung und Bauordnung.

generell aus?

Natürlich gibt es immer wieder Trends. Ich

In der Umsetzung ist quasi alles möglich, wo-

In der Architektur geht es um Ästhetik und

bin allerdings der Meinung, jeder Hotelier

bei natürlich der finanzielle Rahmen eine we-

Funktion. Für mich ist wichtig, dass die Ar-

sollte sein eigenes Konzept finden und die-

sentliche Rolle spielt. Ein Hotelier refinanziert

chitektur in die Landschaft und Region

ses in der Folge konsequent umsetzen. Dies

sich durch die Betten. Ich persönlich finde es

passt. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird

sollte man dann auch in seinem eigenen Pro-

spannend, wenn man Chalets entsprechend

immer wichtiger, die Arbeit mit regiona-

jekt verwirklichen.

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© CLAUDIA WARWAS-LINDNER, WWW.HINTERSTEIN.AT

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CHALET FALLERSCHEIN, STANZACH

Das urige Chalet von Michael Schwarz ist Teil des Almdorfs Fallerschein und eines unserer dortigen persönlichen Highlights. 2010 hat Schwarz die Hütte mit einem befreundeten Architekten aufwändig restauriert, dabei die alte über 200-jährige Substanz mit eingebunden und den Spagat zwischen Tradition und Moderne ganz wunderbar hinbekommen. 2011 hat er schließlich mit der Vermietung begonnen und sich bereits einige Stammgäste aufgebaut. Wen wundert’s, denn dieses Fleckchen Tiroler Erde ist schon ein besonderes. Vor allem Familien mit Kindern fühlen sich hier wohl, weil es für die Kleinen so viel zu entdecken gibt, dass auch die Eltern die Ruhe des Naturparks genießen können. Entsprechend der ursprünglichen Nutzung heißen die beiden Bereiche des Hauses auch heute noch Bauernkeller und Kuhstall, Platz ist für 8 bzw. 6 Personen. Im Dorf gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten, die für all jene, die nicht selber kochen mögen, traditionelle Tiroler Küche servieren. Hier lernen auch Einheimische Tirol auf eine neue Art kennen und es gibt so viel zu tun, dass eine Woche wie im Flug zu vergehen scheint. // www.chalet-fallerschein.com

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MAIERL-ALM & CHALETS, KIRCHBERG Wer’s im Urlaub gern exklusiv mag, begibt sich auf die andere Seite Tirols aufs Plateau zwischen Kirchberg und Kitzbühel. Die gemütlichen Maierl-Berghütten auf 1.225 Meter bieten einen 360-Grad-Blick auf die sommerlichen Alpen, edle Atmosphäre und feinste Wellnessmöglichkeiten. Jedes der fünf Premiumchalets ist ca. 200 Quadratmeter groß und verfügt über vier Doppelzimmer, Küchenchef Hannes Niedermayer vereint dazu traditionell Küche mit innovativen Einflüssen. // www.maierl.at

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© BIRGIT KOELL

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CHALET HUVILA, ST. ANTON AM ARLBERG

Architekt Jürgen Kitzmüller aus Absam ist unser „King of Chalet“. Mit viel Feingefühl und tollen Interpretationen von Tradition schafft er es immer wieder, uns zu überraschen. So auch mit dem Chalet Huvila, bei dem er hochwertige heimische Materialien und alpine Architektur in moderner Formensprache und technischer Raffinesse umgesetzt hat. Im Erdgeschoß wurden Garage, Technikraum für den Pool sowie Wellnessanlage und Skiraum untergebracht, im ersten Obergeschoß befinden sich fünf Schlafzimmer und noch eine Etage höher eine offene Wohnlandschaft. Das Herz der Wohnebene ist ein raumhoher offener Kamin, Highlight ist das abtrennbare Heimkino. Auf diese Weise entstand ein Luxusdomizil vom Feinsten. // www.kitzmueller-architektur.at

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© DITZ FESER

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DAS HOCHKÖNIG, DIENTEN/SALZBURG

Das Haus thront in idyllischer Alleinlage an einem sonnigen Hang in Dienten am Hochkönig mit Panoramablick auf die umliegenden Berge. Bei der umfassenden Renovierung im Jahr 2014 hat Architekt Gerald Kessler aus Mittersill viel Wert auf Ökologie und architektonische Details gelegt. Sowohl an der Außenfassade als auch in den Innenräumen trifft Altholz auf Glasfaserbeton. Diese Kombination von Materialien aus der Region und Elementen aus Beton verleiht dem Haus einen sowohl modernen als auch rustikalen Charakter. // Dieses und viele weitere architektonische Urlaubshighlights unter www.urlaubsarchitektur.de

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CHALET 1597, LECH/STUBENBACH

Aus einem der ältesten Bauernhäuser in Lech wurde absoluter Luxus made in Tyrol. Das Haus wurde 1597 erstmals urkundlich erwähnt, 2008 wurde das bis dato privat genutzte Gebäude innen und außen generalsaniert, an einen neuen Eigentümer verkauft und wird nun vom Schweizer Chaletbetreiber Bramble Ski vermietet. Architekt Jürgen Kitzmüller hat die kleinzellige Gebäudestruktur auf allen drei Ebenen komplett zurückgebaut und in ein großzügig anmutendes, fließendes Raumkontinuum verwandelt. Nach dem 2013 erfolgten Umbau nimmt das Untergeschoß nunmehr anstelle des früheren Erdkellers ein Weinlager und anstelle des Steinkellers einen Partyraum auf. Kitzmüller ging in der Umgestaltung des 5-Sterne-Chalets äußerst behutsam vor und hat es bis auf einen kleinen, hangseitigen Wellnessbereich-Zubau im Erdgeschoß in seinem Stil erhalten. // www.kitzmueller-architektur.at

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13.04.16 11:26


kitzmüller

© PROHOLZ TIROL, ANTON KRALER

Der Konzertsaal wirkt mit den hellen Eichenlamellen wie das Innere eines Schiffsbauchs und ist eine optische wie akustische Meisterleistung.

Kunst auf höchstem Niveau Jürgen Kitzmüller und sein Planungsteam sind seit Jahren für ihre hochwertige, einfühlsame Architektur in den Bergen Tirols bekannt. Nach vielen Projekten im Bereich der Hotellerie und des Shopdesigns rund um den Arlberg hat sich der Architekt nun des Themas Kunst angenommen und in St. Christoph auf fast 1.800 Metern eine Kunsthalle mit Kammermusiksaal gebaut. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER

D

er Komplex rund um das tra-

gen Kitzmüller zur Wirklichkeit. Nach einem

Informationspult zu. Von der Rezeption des

ditionsreiche Hospiz-Hotel,

langen, intensiven Entwicklungsprozess mit

Hospiz-Hotels gelangt man über einen unter-

das mittlerweile zu einem

vielen Konzeptstudien erschien das Projekt

irdischen Verbindungsgang ebenfalls hierher.

5-Sterne-Hotel avanciert ist,

schließlich perfekt und realisierbar. Oberir-

umfasst mehrere Gästehäuser mit luxuriö-

disch betrachtet, zeigt der Neubau nur sein

Die Kunst im Mittelpunkt

sen Suiten und seit Kurzem auch eine unter-

wellenförmiges Dach, das aus der Erde zu

Die große Ausstellungshalle, auch bezeich-

irdische Kunsthalle. Zeitgleich entstanden

wachsen scheint und so eine Verbindung

nend „Kathedrale“ genannt, ist acht Meter

oberhalb dieser zwei Landhäuser insgesamt

zum Haupthaus bildet. Die straßenseitige

hoch und soll mit wechselnden Werkschau-

17 Hotelsuiten, die ganz individuell gestaltet

Fassade ist mit Rohstahllamellen verkleidet,

en bespielt werden. Um die Räumlichkeiten

wurden.

während die Verglasungen beim geschützten

auch für Kongresse oder Tagungen nützen

Der kunstsinnige Bauherr Florian Werner

Haupteingang spannende Einblicke in die un-

zu können, wurden diese flexibel gestaltet.

eröffnete bereits vor Jahren eine Galerie

terirdische Kunsthalle und den ebenerdigen

Sogenannte Artists-in-Residences dienen

für zeitgenössische Kunst in seinem Hotel,

Erschließungsbereich bieten. Eine imposan-

geladenen Künstlern, die im Hotel wohnen,

die Vision von einer großzügigen Kunsthal-

te Treppe führt von hier aus hinunter in das

als Studios für die Ausübung ihrer kreativen

le wurde nun mit Hilfe von Architekt Jür-

elegante Foyer, direkt auf das Kassen- und

Tätigkeit.

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kitzmüller

Zeitgleich mit der Kunsthalle entstanden insgesamt 17 individuelle und luxuriöse Hotelsuiten.

Die schlichte, minimalistische Gestaltung

wurden als dreidimensionale Konstruktion

und braucht Zeit und Durchhaltevermögen.

der Räume rückt, gleich einer Bühne, die

vollständig entkoppelt von den Massivbau-

Aber es wird werden, davon bin ich felsen-

Kunst in den Mittelpunkt, ohne ihr die Show

teilen ausgeführt. „Die beiden frei schwin-

fest überzeugt“, meint Bauherr und Hote-

zu stehlen. Ob nun weiß gekalkte oder natur-

genden Schalen sind vollflächig aus Stahl

lier Florian Werner. Es wäre natürlich wün-

geölte Eiche, anthrazitfarbene Fliesen, beton-

und zusätzlich mit Gipsplatten verstärkt,

schenswert, wenn das Konzept von Kunst

farbener Tonputz oder weiße Decken und

um mehr Masse zu erhalten, die wir für die

und Kultur im Rahmen zeitgenössischer Ar-

Wände – alle Oberflächen wirken hell, klar

Akustik brauchen“, erklärt der Architekt den

chitektur in Wintersportorten aufginge.

und ruhig. Der Konzertsaal ist im Gegen-

Raum als Resonanzkörper. „Die Wände tra-

satz dazu formal etwas organischer gestaltet

gen den Klang bis in die letzte Reihe, ohne

und erinnert mit seiner Holzverkleidung aus

dass dabei Tonqualität verloren geht.“ Die

hellen Eichenlamellen an das Innere eines

Bühnenwand ist reflektierend und wirkt wie

Schiffsbauchs.

ein Verstärker, die Rückwand ist absorbie-

Die Galerie schält sich schwungvoll aus der

rend, schluckt also den Schall. Hier und im

Wandfläche heraus, bevor sie auf der ande-

angeschlossenen Musikstudio finden regel-

ren Seite wieder in die Wand übergeht. Die

mäßig Konzerte – von Klassik über Volks-

Decke folgt dem Verlauf des geschwunge-

und Popmusik bis zu Jazz – sowie Kabarett-

nen Daches. Die weichen, bewegten Formen

und Literaturveranstaltungen statt. „Das ist

stehen laut Kitzmüller für die Dynamik der

eine neue, zusätzliche Definition von Après-

Musik. Die Seitenwände des Konzertsaals

Ski. Es ist natürlich eine Entwicklungssache

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Jürgen Kitzmüller Rhombergstraße 9 6067 Absam Tel.: 05223/43644 kitzmueller@kitzmueller-architektur.at www.kitzmueller-architektur.at Zweigstelle: Lech Anger 145 6764 Lech am Arlberg

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proHolz

Holzbau im direkten Vergleich

© PROHOLZ TIROL, ANTON KRALER

Es wird höchste Zeit für Projekte in Tirol, in deren Rahmen man den reinen Holzbau mit dem Hybridbau und dem klassischen Massivbau vergleichen und aus konkreten Beobachtungen und Fakten Schlüsse ziehen kann. Das geplante Wohnbauprojekt am „Campagnereiter-Areal“ in Innsbruck wäre eine ideale Chance dafür. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER

A

uf einer Fläche von 83.000

gen. Um das größte Potential aus diesem

auch ansässige Vereine, Schulen und Kinder-

Quadratmetern entstehen in

Projekt schöpfen zu können, wird erstmals

gärten in den Planungsprozess miteinbe-

der Reichenau in Innsbruck

in Innsbruck ein sogenanntes „kooperatives

zogen würden, heißt es von Seiten des Pla-

unter der Projektleitung der

Planungsverfahren“ durchgeführt. Die viel-

nungsstadtrates Mag. Gerhard Fritz.

IIG Innsbrucker Immobilien Gesellschaft bis

seitigen Interessen vor Ort könnten besser

Ein Gespräch zwischen Architekt und Prä-

zum Jahre 2018 bis zu 1.000 neue Wohnun-

erfasst werden, wenn sowohl Anrainer als

sident der Kammer für Architekten und In-

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© C. MOLZER-SAUPER

proHolz

proHolz-Tirol-Vorsitzender Karl Schafferer, Hanno Vogl-Fernheim, Architekt und Präsident der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten, und proHolz-TirolGeschäftsführer DI Rüdiger Lex (v. li.)

genieurkonsulenten Hanno Vogl-Fernheim,

Nutzung und Funktion betrachten. Gleiche

schaft - vorangeht. Der hohe, effiziente Vor-

dem proHolz-Tirol-Vorsitzenden Karl Schaf-

Nettoflächen und Volumen mit der jeweils

fertigungsgrad im Holzbau ist vergleichbar

ferer und Geschäftsführer DI Rüdiger Lex

entsprechenden Statik und einer optimalen

mit den Abläufen in der Autoindustrie. Nie-

gab Einblick in die Erwartungen, Wünsche

Ausführung könnten zu wertvollen Erkennt-

mand würde hier ein Fahrzeug in mühsamer

und Ziele zumThema „Mehr Holz im großvo-

nissen führen, welche für die Entwicklung

Kleinstarbeit vor Ort zusammenbauen. Der

lumigen Wohnbau“.

des modernen Wohnbaues bestimmt einen

Wiederholungseffekt bei einem Projekt von

Gewinn darstellen würden. Natürlich ist das

größerer Dimension wäre natürlich äußerst

RÜDIGER LEX: Aus unserer Sicht wäre

Fachwissen eines Holzbau-Planers wichtig,

sinnvoll.

im Falle dieses umfangreichen Projektes ei-

um etwa Fragen zu möglichen Spannwei-

ne Aufteilung der geplanten Baukörper in

ten und vorgefertigten Fassadenelementen

LEX: Mit einer solchen Vergleichbarkeit

50 Prozent herkömmlicher Bauweise, 30

schon im Vorfeld abzuklären.

könnte man auch die Wohnqualität von Be-

Prozent reiner Holzbau und 20 Prozent Hy-

ton und Holz mit Hilfe der Nutzer analysieren

bridbauweise denkbar. So könnte man im

LEX: Architekten und Planer sind Lebens-

lassen und würde mit Sicherheit feststellen,

direkten Vergleich und unter denselben Be-

raumgestalter und Entwickler und hätten hier,

dass es spürbare Unterschiede zwischen den

dingungen sehen, wo die Vor- und Nachteile

gemeinsam mit Holzbauexperten und den

einzelnen Baustoffen gibt.

der einzelnen Bauweisen liegen, und daraus

Verantwortlichen der Stadt, die Möglichkeit,

wertvolle Erfahrungen und Schlüsse für die

Innsbruck zu einem Hotspot für zukunftsori-

SCHAFFERER: Es wäre also unbedingt an

Zukunft des nachhaltigen Bauens ziehen.

entieres Bauen zu machen.

der Zeit, das Campagnereiter-Areal als Bei-

HANNO VOGL-FERNHEIM: Auch ich se-

SCHAFFERER: Wenn man die wichtigen

nachhaltigen Wohnbau in diesem Sinne zu

he hier eine echte Chance für die Etablierung

Themen Wertschöpfung und Nachhaltigkeit

bebauen. Holz würde dabei mit Sicherheit

des Holzbaues in größerem Stil und würde

ernst nimmt, darf man als Bauherr von Holz,

positiv abschneiden.

eine solche Aufteilung durchaus begrüßen.

als heimischem Baustoff gar nicht absehen.

Es bräuchte von Planungsbeginn an echte

Angefangen beim angenehmen Wohnklima

VOGL-FERNHEIM: Ein Projekt mit Vision

Experten für jede Bauweise, die konstruk-

bis hin zur lärm- und staubarmen Errich-

und Weitblick, und dazu gehört Holz jeden-

tiv miteinander arbeiten und alle Beteiligten

tung eines Holzbaues sind auch die kurzen

falls, wäre in jedem Falle für die Entwicklung

beraten. Wenn man ein Gebäude kostenmä-

Transportwege und Bauzeiten als großer

einer Landeshauptstadt wertvoll und wün-

ßig über seine gesamte Lebenszeit betrachtet

Pluspunkt zu sehen. Alleine in Tirol wächst

schenswert.

und auch an die notwendigen Entsorgungs-

innerhalb von etwas mehr als zehn Sekun-

bedingungen für die nachfolgenden Generati-

den ein Kubikmeter Holz nach.

spiel für eine vorbildliche Entwicklung im

onen denkt, liegt der Holzbau bestimmt einen Schritt voraus.

VOGL-FERNHEIM: Es ist höchste Zeit dafür, dass die öffentliche Hand Projekte bis

KARL SCHAFFERER: Um eine faire Ver-

„unter den Strich“ betrachtet und als Bei-

gleichbarkeit der unterschiedlichen Bau-

spiel für Innovation - vergleichbar mit der

weisen zu gewährleisten, muss man deren

Schweiz als Vertreter einer 2.000-Watt-Gesell-

FACTS

Grünes Licht für den Baustoff Holz im sozialen Wohnbau wäre wünschenswert. Befürworter, Förderer und Experten sind bereit und stehen in allen Fragen Rede und Antwort. // www.proholz.at

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© GÜNTER RICHARD WETT

Architektur ist Hintergrund. Sagt der Wiener Architekt Hermann Czech. Der, der zum Protagonisten einer neuen, „stillen“ Architektur wurde, die „nur spricht, wenn sie gefragt wird“. Architektur muss den Menschen dienen. Sie sollte aber noch viel mehr. // TEXT: MARINA KREMSER

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eco.architektur

„IMMER MEHR LEUTE INTERESSIEREN SICH FÜR ARCHITEKTUR, WEIL SIE JEDEN IN IRGENDEINER WEISE ANSPRICHT, MAN SICH DARIN AUFHÄLT ODER DRUM HERUM LÄUFT. DIE ARCHITEKTURTAGE HABEN ZUM ZIEL, EINEN NIEDERSCHWELLIGEN ZUGANG ZUM THEMA ZU FINDEN.“ Architekt DI Daniel Fügenschuh, Vorsitzender der Sektion Architekten der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg

ir leben heute in einer schnellen, großteils oberflächlichen Welt. Augenorientiert, auf Ästhetik bedacht. Das Schöne, das Gefallen steht im Vordergrund, die Fassade, sodass man viel zu wenig darüber nachdenkt, ob Architektur auch nachhaltig ist. Im inhaltlichen, strukturellen und substanziellen Sinn. Doch was muss Architektur? Und was nicht? Die Architekturtage finden heuer – in jeweils biennaler Folge – zum achten Mal in Österreich statt. „Ziel ist es, die Öffentlichkeit für den Mehrwert zu sensibilisieren, den Architektur der Allgemeinheit bietet“, erklärt Daniel Fügenschuh, selbst Architekt und Vorsitzender der Sektion Architekten der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg: „Architektur ist ein Thema für jeden, sie ist allgegenwärtig. Wir möchten mit den Architekturtagen einen niederschwelligen Zugang zum Thema bieten und gleichzeitig baukulturelle Themen medial und Übergangshaus der DOWAS, Innsbruck // Architektur: Rainer Köberl

auch politisch präsenter machen.“ Zur Hälfte werden die Architekturtage von der Kammer gefördert, die andere Hälfte wird von Investoren und privaten Sponsoren getragen, implementiert wird

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© DAVID SCHREIER

eco.architektur

HERberge, Innsbruck // Architektur: Studio Lois

das Projekt durch die Architekturhäuser der

wahrer Wert geschaffen. Und wenn der

Entwicklungsprozess

Länder, in Tirol dem aut. architektur und

Wert verloren geht, ist das Geld erst recht

Die Architektur hat in den letzten Jahrzehn-

tirol. Vor zwei Jahren hat man das erste Mal

aus dem Fenster geworfen. Vor allem bei

ten beginnend in den 1960er-Jahren und mit

auch Orte außerhalb von Innsbruck bespielt

öffentlichen Projekten kommen die Verant-

der Eröffnung der Fakultät eine interessante

und wird auch heuer Touren durch die Lan-

wortlichen immer mehr in Bedrängnis, weil

Entwicklung durchgemacht, findet Fügen-

deshauptstadt und in anderen Gemeinden

die finanziellen Vorgaben so knapp sind,

schuh. Gab es früher einzelne Architekten,

anbieten. „Wir haben dieses Mal versucht,

dass man Anbieter oft aufgrund der Kos-

hat sich mittlerweile eine breite Szene gebil-

ein Programm zusammenzustellen, das den

ten auswählt und Entscheidungen nur für

det – angefeuert von mutigen privaten Bau-

Wert von Architektur auf unterschiedliche

die nächste Wahlperiode trifft. Schlussend-

herren, aber auch Unternehmen und Tourismusbetrieben, für die Architektur mehr ist

WAS NICHTS KOSTET, IST NICHTS WERT. SAGT MAN. DOCH DIE WERTVOLLSTEN DINGE SIND JENE, AN DIE SICH KEIN PREISSCHILD HÄNGEN LÄSST.

als bloßer Schein. „Es ist eine Art Schneeballeffekt: Früher gab es vereinzelt architektonische Entwürfe, über die man geredet hat. Heute findet man fast in jedem Dorf Beispiele für gelungene Architektur. Tirol ist zur Vorzeigeregion geworden“, ist Fügenschuh überzeugt. Grund dafür ist, dass man sich gute Architektur eben leisten mag. Und dafür einiges tut. Innsbruck zum Beispiel ist

Art und Weise darstellt. Es geht um die Be-

lich zehrt man von ‚guter’, durchdachter

österreichweit und über die Grenzen hinaus

deutung von Nachhaltigkeit und die Haltung

Architektur wesentlich länger.“ Und gute

bekannt, bei öffentlichen und teils auch pri-

von und gegenüber der Architektur“, erklärt

Architektur ist für Fügenschuh jene, die es

vaten Projekten Architekturwettbewerbe ein-

aut-Leiter Arno Ritter das Motto „wert/hal-

hinbekommt, eben jenen Mehrwert zu kre-

zufordern. Das Ergebnis: Die Stadt hat sich

tung. das leisten wir uns“.

ieren: „Bewohnbare Räume und ein Dach

in ihrem Erscheinungsbild gewandelt, neue

Was aber muss Architektur leisten, die wir

über dem Kopf zu entwerfen ist im Grunde

Wahrzeichen wie die Schanze von Zaha Ha-

uns leisten wollen? Fügenschuh: „Oft wird

nicht schwierig. Dass man jedoch ein Ge-

did, kürzlich leider viel zu früh verstorben,

darauf hingewiesen, dass wir billiger bau-

bäude plant, in dem man sich wohl fühlt,

sind entstanden, internationale Architekten

en müssen. Natürlich ist es eine Hauptauf-

über das man sich jeden Tag freut, selbst

wie David Chipperfield (Kaufhaus Tyrol) oder

gabe von Architekten, zum gebundenen

wenn man nicht dort ist ... eine solche Qua-

Dominique Perrault (RathausGalerien) inter-

Budget die bestmögliche Qualität zu ver-

lität schafft man nicht so leicht.“ Es geht

essieren sich für die Alpenstadt. Die Rathaus-

wirklichen. Es geht aber nicht darum, das

darum, sich auf Architektur ein- und sich

Galerien sind es auch, die Daniel Fügenschuh

billigste Angebot zu finden. Hier wird kein

auch überraschen zu lassen.

als Erstes einfallen, gefragt nach einem guten

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eco.architektur Das Otto-Mathe-Haus in Innsbruck

Beispiel für durchdachte Architektur: „Hier hat man es geschafft, eine innerstädtische Brache in einen städtebaulichen Drehpunkt zu verwandeln und gleichzeitig öffentliche Funktionen zu integrieren. Man hat das Gebäude mit Verkaufsflächen belebt; entstanden ist ein lebendiges Projekt, in dem sich die Bevölkerung frei bewegen kann, das abends nicht zugesperrt und tot ist und wo es dazu öffentliche Flächen am Dach gibt. Hier lässt sich Architektur erleben.“ Dass gelungene Architektur immer mehr in den Fokus rückt, ist sicher auch dem Umstand geschuldet, dass sie uns auch im täglichen Leben immer öfter begegnet. Nicht unwesentlich daran beteiligt ist der Lebensmittelhändler MPreis, der erstmals den Mut hatte, auch bei Supermärkten auf Architekten zurückzugreifen (und auch ebenso mutige Architekten fand, die den Versuchsballon mitgestartet haben), und dieses Konzept seit geraumer Zeit über ganz Tirol durchzieht. Die Kunden werden hier bewusst oder unbewusst mit den unterschiedlichsten Raumund Materialqualitäten konfrontiert. Auch die Tourismusarchitektur ist im Wandel, wird offener, internationaler und interpretiert Traditionen auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Unglaublich kreativ, spannend und einzigartig. „Architektur hat sich enorm verbreitert – allein die Themenvielfalt, in der sie sich wiederfindet, vom Gemeindezentrum bis zur Liftstation, hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Man merkt, dass vor allem in den Umlandgemeinden von Innsbruck aktuell viele auch private Häuser mit einem gewissen architektonischen Anspruch entstehen“, beobachtet Arno Ritter. Wir sprachen mit ihm über Architektur.

ECO.NOVA: Wie hat sich Architektur für Sie in den letzten Jahren verändert?

ARNO RITTER: Ich bin seit über 20 Jahren in Tirol und will es so ausdrücken: Tendenziell ist die Vorhölle verlassen, das Paradies aber noch fern. Im Ernst: In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich vieles getan – sowohl in der Stadt, aber auch am Land. Ich finde diese Entwicklung enorm wichtig, dass Architektur nicht nur ein städtisches Phänomen ist, sondern sie ihre Rolle auch im Tourismus und in den Gemeinden gefunden hat. Ohne Zweifel gibt es heute ein höheres Bewusstsein gegenüber der Bedeutung von Qualität und dem Mehrwert der Architektur. Auf der anderen Seite steht Architektur damit auch unter großem Druck – Erwartungsdruck, ökonomi-

© NIKLAUS SCHRETTER

schem Druck, Zeitdruck und dem Druck des Wettbewerbs. Das hat die Bedingungen für die Architektur nicht unbedingt leichter gemacht. Hinzu kommt die Thematik der Wert-

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eco.architektur

„BAUHERREN MÜSSEN BEREIT SEIN, VOM ARCHITEKTEN ÜBERRASCHT ZU WERDEN. NICHT NUR ANZUNEHMEN, WAS MAN SELBST WILL, SONDERN AUCH ZU AKZEPTIEREN, WAS MAN SELBST VIELLEICHT NOCH GAR NICHT GEDACHT HAT.“ Arno Ritter, aut. architektur und tirol

haltung: Was ist uns Architektur noch wert?

lung. Andererseits weiß man aus eigener

tät frei von Konventionen leben kann. Ent-

Wo spart man, was ist einem wichtig? Es ist

Erfahrung, dass wir Dinge oft als wertvoll

standen ist das bilding in Zusammenarbeit

nicht einfach für Architekten, unter diesen

erachten, obwohl sie gar nichts kosten. Diese

mit Studenten, unter Beteiligung von Fir-

Rahmenbedingungen noch Qualität zu bau-

Spannung greifen die Architekturtage auf.

men und Privatpersonen; es war ein Kraftakt

en und dieser Qualität eine gewisse Nachhal-

der Zivilgesellschaft, einem (in der Bildung) Zentrale Stelle der Architekturtage ist das

nicht so wertvoll erachteten Thema einen

neue bilding im Innsbrucker Rapoldipark

wertvollen Raum zu geben. Deshalb haben

Das Thema „Wert“ ist auch das Motto der

(siehe nachfolgender Beitrag). Warum?

wir das bilding für die Architekturtage als

heurigen Architekturtage. Was steckt

Das bilding ist für mich das größte Wunder,

zentrale Stelle gewählt.

dahinter?

das die letzten Jahre überhaupt passiert ist.

Wert wird heute meist mit Geld in Verbin-

Es steht symbolisch dafür, was uns das The-

Was erwartet die Teilnehmer der

dung gebracht. Wenn etwas einen hohen

ma eigentlich sagen will. Man schafft für ein

Architekturtage?

Preis hat, ist es wertvoll. Hat etwas keinen

Biotop – nämlich Kinder von 4 bis 19 Jahren

Spannend – und auch im letzten Jahr ein

Preis, tun wir uns schwer mit der Beurtei-

– einen Ort, an dem es Ästhetik und Kreativi-

Highlight – ist die Tour durch die Brachen

tigkeit zu verleihen.

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eco.architektur

Aussichtsplattform Gachenblick, Fließ // Architektur: colombosnext

der Stadt, zu Orten, die scheinbar nichts wert sind. Wir möchten ihnen eine Bedeutung gete, doch es gibt durchaus Flächen, die schön und gut sind, ohne bebaut zu sein oder einen offensichtlichen Nutzen zu haben. Sie sind eine gewisse Form von Freiheit. Es gibt eine Tour zu sozialer Architektur, mit

© COLOMBOSNEXT

ben. Meist geht es um ökonomische Aspek-

der man zeigen will, dass man auch Menschen aus sozial prekären Schichten mit

Was muss für Sie gute Architektur können?

mehr in Jahrhunderten, obwohl man in der

Architektur einen wertvollen Raum geben

Für mich persönlich hat Architektur viel mit

Architektur eigentlich viel stärker über die

kann. Architektur schafft Orte für Men-

dem Ort zu tun, den sie bespielt, und natür-

Beziehung des Gebäudes zum öffentlichen

schen, denen es nicht so gut geht im Leben,

lich hat sie auch eine Aufgabe zu erfüllen.

Raum nachdenken und die Struktur bewer-

und stellt dadurch einen sozialen Kitt her.

Gute Architekten schaffen nicht nur das Etui,

ten sollte, als sich darüber Gedanken zu ma-

Ein Geheimtipp ist die Führung in Stams,

das der Auftraggeber verlangt, sondern einen

chen, ob man die Fassade nun gelb, grün oder

im Zuge derer zwei Räume gezeigt werden

atmosphärischen oder räumlichen Mehr-

violett streicht.

– einer im Skigymnasium, der zeigt, welche

wert, den man sich selbst vielleicht noch gar

Qualität selbst kleine Räumlichkeiten haben

nicht überlegt hat. Deshalb rate ich Bauher-

Tirol ist eng mit Traditionen verbunden.

können, denn wenig Quadratmeter heißt

ren: Ihr müsst bereit sein, überrascht zu wer-

Wie viel ist in der heutigen Architektur da-

nicht zwingend qualitätslos; und ein zweiter

den. Im Jänner war der Vorarlberger Archi-

von noch übrig?

im Stift, ein Raum hinter der Orgel, der so

tekt Dietmar Eberle zu Gast im aut. Er geht

Grundsätzlich wurden in Tirol in der Zwi-

wunderbar ist, obwohl er keinen allgemei-

von der 200-100-50-20-10-Regel aus: Für 200

schenkriegszeit zwei architektonische Lini-

nen Nutzen hat. Er dient einzig dem Schall

Jahre sollte ein Gebäude den Außenraum de-

en eröffnet: jene von Lois Welzenbacher und

der Orgel. Generell ist die Veranstaltung ein

finieren, 100 Jahre betrifft die Struktur, Kon-

jene von Clemens Holzmeister. Holzmeister

Versuch, eine interessierte Öffentlichkeit nie-

struktion und Tektur, 50 Jahre die Fassade,

hat traditionelles Bauen in Satteldächern und

derschwellig für die Themen der Architektur

20 Jahre die Technik und 10 Jahre die Ober-

Holzbalkonen interpretiert, Welzenbacher

zu sensibilisieren – und das nicht didaktisch,

fläche. Nun stellt sich die Frage: Worauf lege

hatte eine eher andere Auffassung – keine for-

sondern durch Selbsterfahrung.

ich Wert? Tendenziell denkt man heute nicht

male, sondern eine inhaltliche. Und er hat aus dieser inhaltlichen Beschäftigung mit Tradition moderne Bauten entwickelt. Diese zwei Haltungen sind auch heute noch präsent in

Lederfarbik Ritsch, Hopfgarten

Tirol. Ein Beispiel: Hermann Kaufmann hat die Olpererhütte im Zillertal geplant – umgesetzt wurde sie zwar mit modernsten Technologien und per Hubschrauber, dennoch ist sie eine Holzhütte. Die Gaislachkoglbahn von © CHRISTIAN DUMMER

Hans Obermoser in Sölden ist ein Glashaus. Das sind zwei komplett unterschiedliche Ansätze und beides hat seine Berechtigung, denn beide haben versucht, mit dem Ort und der Tradition umzugehen. Das sind mit Sicherheit zwei Extreme, dazwischen gibt es einen breiten Fächer unterschiedlichster Arten. Für mich hat das vermehrte Zurückkommen

ARCHITEKTURTAGE 2016 WERT/HALTUNG. DAS LEISTEN WIR UNS

Am 3. und 4. Juni finden in ganz Österreich die Architekturtage statt. Unter dem Generalthema wert/haltung sind Interessierte dazu eingeladen, Architektur zu entdecken, ihren Wert zu erkennen und die eigenen Ansprüche an die gestaltete Umwelt zu schärfen. Das umfangreiche Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, Architekten zu erleben, Neues zu entdecken und Ungewöhnliches zu verstehen. Was ist Baukultur imstande zu leisten? Welchen Wert misst die Gesellschaft gestalteten Räumen bei? Zentraler Treffpunkt in Tirol ist das bilding in Innsbruck, eine im Jahr 2015 errichtete Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche. // Infos und Programm unter www.architekturtage.at

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zu Holzbau viel mit Tradition zu tun. Doch wenn man sich heute anschaut, in welche hochtechnologische Richtung diese Entwicklung geht, stellt sich die Frage, ob diese Bauweise noch etwas mit klassischem Holzbau gemein hat. Auf der einen Seite ist es die Weiterentwicklung einer Tradition, auf der anderen Seite pures Hightech. Ich finde diese Diskussion spannend, wobei man generell aufpassen muss, dass Architektur nicht in Klischees verkommt.


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Arno Ritter, Leiter des aut. architektur und tirol, bezeichnet es als „eines der größten Wunder, das die letzten Jahre überhaupt passiert ist“. Er meint damit das bilding im Innsbrucker Rapoldipark. bilding: Bild und Ding, zwei- und dreidimensional und eigentlich noch viel größer. Spricht man es schlampig aus, wird es zum englischen building, dem Gebäude. Und ein klein bisschen klingt es auch nach Bildung. Passend ist irgendwie alles.

© GÜNTER RICHARD WETT

// TEXT: MARINA KREMSER

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eco.architektur

D

as bilding ist ein Ort, der

men ihrer Bachelorarbeit, diesen Raum der

sich eigentlich kaum fas-

Kreativität zu entwickeln. Unter der Betreu-

der gebastelt, gebaut, geschnitten und mit

sen lässt. Er ist vielseitig,

ung von Volker Giencke, Walter Prenner, Ve-

Werkzeugen hantiert wird ... und wo man

kreativ und ständig im

rena Rauch und Wolfgang Pöschl wurden

das auch sehen darf, und einen 4-D-Raum

Wandel. Entstanden ist

insgesamt 17 Entwürfe erarbeitet, aus denen

für (Trick-)Filme oder Computeranimati-

er im Innsbrucker Rapoldipark. Was nicht

eine Jury ein Projekt auswählte. Jenes von

onen. Dazwischen befindet sich eine Art

unumstritten war, sich aber bewährt hat.

Niklas Nalbach nämlich. Sein Entwurf wur-

Lounge, die mittlerweile ebenso zu einem

de wiederum im Kollektiv mit zahlreichen

Bestandteil des Arbeitsraumes werden

hat sich in ihrer „KUNSCHTschule“ schon

Unternehmen und Firmen sowie der ge-

durfte. Die Kunstwerke der Kinder hängen

länger dem Thema Kinder, Schulen und

meinnützigen Hilfe von Statikern und Fach-

und stehen neben jenen „echter“ Künstler,

Kindergärten gewidmet. Auch im aut. ar-

planern zur Baureife entwickelt, Anfang

die sie in den Programm begleiten. Im bil-

chitektur und tirol war ein Kinder- und Ju-

Oktober 2015 wurde es schließlich eröffnet.

ding sind alle gleich. Wertfrei. Abendstein:

gendprogramm verankert. Schlichtweg, weil

Das Gebäude entspricht der Philosophie

„Uns war es wichtig, dass sich das Gebäude

der Bedarf da war. Es kamen Anfragen von

von „less is more“ und wurde im Charakter

seinem Umfeld öffnet und eine Verbindung

Lehrern, die Themen wie Architektur, Stadt-

einer temporären baulichen Einrichtung in

zwischen dem Park und dem ehemaligen

und Raumentwicklung im Unterricht auf-

Holzbauweise und als Low-Budget-Projekt

Un-Ort herstellt. Dieser soll eine Aufwer-

greifen wollten. Nur war seitens der Schulen

entworfen. Würde das Nutzungsrecht für

tung erfahren und wieder Teil des Parks

wenig Material dazu vorhanden. Im vergan-

das Grundstück auslaufen, könnte man die

werden.“ Das ist zweifellos gelungen. „Die

genen Jahr wurden das Architekturvermitt-

Gebäudehülle der Natur quasi gänzlich zu-

Idee der Architektur ist, ein Gebäude mit

lungsprogramm des aut und das kreative

rückgeben.

Mehrwert für den ganzen Ort zu schaffen.

Monika Abendstein, Leiterin des bilding,

Förderangebot der KUNSCHTschule in ein

nen 3-D-Raum als klassische Werkstatt, in

Wir sind stolz drauf, dass durch das bilding

gemeinsames Konzept überführt, in dem die

Mehrwert für den Ort

vielschichtige Verbindung von Kunst, Design

Das bilding besteht aus einer Art Raum-

tigkeit bekommen hat und nicht nur der

und Architektur aufgegriffen und vermittelt

kontinuum, obwohl es sehr wohl Zonie-

Raum in sich“, so Abendstein. Es sei eine

wird. Für aut-Chef Arno Ritter war die Idee

rungen gibt. Dennoch ist es ein offener

große Herausforderung gewesen, diesen

war von Anfang an, etwas Neues zu kreieren

Ort – nach innen und außen. Es gibt einen

Un-Ort wieder positiv zu besetzen und neu

und dafür einen eigenen Raum für Kinder

2-D-Raum zum Malen und Zeichnen, ei-

zu codieren, sagt sie.

der Außenraum genauso eine neue Wer-

und Jugendliche zu schaffen. Es sollte ein öffentlicher Ort sein, in den man ohne Hemmschwelle eintreten kann, an dem man wie selbstverständlich vorbeikommt, ihn nicht lange suchen muss. Ritter: „Wir wollten den Raum öffentlich platzieren, damit man auch dem Inhalt eine öffentliche Bedeutung gibt.“ Zuerst war als Standort der Innsbrucker Waltherpark gedacht, der bereits im Zuge der Architekturtage bespielt wurde. Der wurde seitens der Stadt aber aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. Die Stadt war aber dennoch bereit, einen Grund zur Verfügung zu stellen. Also machte man sich auf die Suche. Und wurde fündig. Im Rapoldipark. Früher war hier ein Skaterplatz, der aber nie wirklich akzeptiert und angenommen wurde und zur Brache und irgendwie zum Un-Ort verkommen ist. Dennoch hat der Ort „eine gewisse Aura“, findet Monika Abendstein. Also hat man sich daran gemacht, ihm seinen Stellenwert zurückzugeben. Ein Architektenkollektiv rund um das aut übernahm die konzeptionelle Vorarbeit für die Planung des Gebäudes und entwickelte eine Art inhaltliche Raumidee. Im Oktober 2014 begann eine Gruppe von 27 Studierenden des ./studio 3 – Institut für experimentelle Architektur der Uni Innsbruck im Rah-

BILDING

Die Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche ist eine einzigartige Einrichtung, in der 4- bis 19-Jährige dabei unterstützt werden, ihre kreativen Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln. Das kostenlose Angebot an kontinuierlichen und entwicklungsbegleitenden Förder- und Workshopprogrammen ermöglicht allen Kindern und Jugendlichen einen barrierefreien Zugang zu Kunst und Architektur, bildet eine Brücke zur eigenen Kreativität und schafft einen Raum des konstruktiven, achtsamen Miteinanders. In den bilding-Werkstätten werden Kinder und Jugendliche das ganze Schuljahr über von Künstlern und Architekten in den Sparten Malerei, Bildhauerei, Architektur und Design sowie in den Neuen Medien begleitet. Ziel ist es, die Fantasie und individuellen Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Gestaltungskompetenzen zu entwickeln und in die Gesellschaft einzubringen.

HELFEN SIE MIT!

Gefördert wird das bilding durch das Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur, das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg. Dennoch ist es durch den regen Zulauf und die kostenlose Zurverfügungstellung der Programme auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Helfen Sie mit, damit sich das Projekt weiterentwickeln kann. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie, dass Kinder und Jugendliche an den Programmen teilnehmen können. • Mit 100 Euro ermöglichen Sie einem Kind die Teilnahme an einem Jahresprogramm. • Mit 1.000 Euro ermöglichen Sie die Durchführung eines von 17 Jahresprogrammen. • Mit 5.000 Euro ermöglichen Sie das Angebot einer Werkstätte über das ganze Jahr.

SIE WOLLEN HELFEN?

Kontakt und Info bei Monika Abendstein, info@bilding.at, 0699/12 84 79 39 Kontodaten: Kunst und Architektur Werkstatt für Kinder und Jugendliche, AT52 5700 0300 5312 9037, HYPTAT22 www.bilding.at

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© GÜNTER RICHARD WETT

eco.architektur

Es war ja wirklich ein dubioses Eck. Deshalb

den.“ Weil das Konzept gut ist, in die Zeit

Monika Abendstein arbeitet auch mit

gab es Gegenstimmen. Dennoch ist der Park

passt und längst fällig war. Kindern und Ju-

Flüchtlingskindern. Sie sprechen kein

ein extrem gut belebter und der eigentlich

gendlichen einen Raum zu geben, in dem sie

Deutsch, doch im künstlerischen Ausdruck

funktionierendste im Sinne eines Freitzeitor-

sein können, wer sie sind. Ohne Konventio-

wird deutlich, dass sie durchaus etwas zu sa-

tes für die Stadt. „Natürlich hatten auch wir

nen. Das bilding kompensiert einen Aspekt,

gen haben. Gemeinsam zu bauen, zu zeich-

Bedenken: Funktioniert das hier oder wird es

dem im Regelschulbetrieb immer weniger

nen, zu gestalten verbindet, macht gleich-

ein Vandalenort oder wieder die Müllhalde,

Wert beigemessen wird. Es fängt auf, was die

wertig – die Sprache der Kunst versteht

die es vorher war“, fragt Abendstein. „Doch

Öffentlichkeit nicht mehr wirklich für wert-

jeder. Abendstein: „Das Konzept des bildings

seit wir diesen Ort mit Architektur besetzt

voll befindet: Kreativität. Und das ganz ohne

verändert sich, weil auch wir selbst mit je-

und belebt haben, gibt es überhaupt keine

erhobenen Zeigefinger, ohne Noten, ohne

dem Tag lernen. Das System ist nicht starr,

Probleme.“ Im Gegenteil. Es ist wohl eine

Hemmschwelle. Hier kann man nichts falsch

es folgt keinem Lehrplan, es ist ein Fluss mit

der wenigen „Besetzungen“, die positiv auf-

machen, aber ganz viel richtig.

den Kindern und den Beteiligten. Das Pro-

genommen wird. Das Gebäude strahlt etwas

Getragen wurde das Projekt von einem zivi-

gramm funktioniert extrem prozessorien-

aus, das den Leuten Freude bereitet. Und das

len Kraftakt. Gestartet bei null, fand die Idee

tiert. Ich merke auch, dass es mit uns etwas

ist schön. Es regt die Neugierde an – nicht

Zuspruch. Die Verantwortlichen wurden bei

macht, die wir mit den Kindern arbeiten. Ich

nur nach dem Außen, sondern auch nach

der Stadt vorstellig, dem Land, bei Firmen.

sehe, wie sehr der Ort und das Gebäude den

dem, was drinnen ist. „Es vergeht kein Tag,

Der Uni, die mit ihren Studenten der wohl

Zuspruch der Kinder und Jugendlichen er-

an dem nicht Menschen hereinkommen, um

größte Sponsor war. Die Stadt stellt den

fahren. Das motiviert uns, die Programme

zu schauen. Sie möchten wissen, was hier

Grund zur Verfügung, viele Unternehmen

laufend anders zu denken.“

passiert“, sagt die Leiterin, die auch ihr Büro

gaben Arbeits- und Materialleistungen. So

hier hat.

wurde quasi aus dem Nichts ein Ort geschaf-

Vom Erfolg eingeholt

fen, der es zulässt, das Baukonto kürzlich mit

Der Zuspruch ist also groß. Rund 190 Kinder

null schließen zu können, und der Kindern

in der Woche belegen hier Kurse – die Pro-

Vor drei Jahren gab es die Idee zum bilding.

und Jugendlichen von 4 bis 19 Jahren die

gramme für Kindergärten und Schulen sind

„Wir hatten keine wirkliche Vorstellung, wie

Möglichkeit gibt, ihre Kreativität mit Unter-

dabei noch gar nicht eingerechnet. Diese

der Ort werden sollte“, gibt Ritter zu. „Und

stützung von Künstlern und Architekten,

Menge führt zu einer Art Bespielungspro-

noch viel weniger hatten wir Geld. Doch wir

Designern und Filmemachern ausleben zu

blem, denn der Tag hat nun mal nicht mehr

konnten für unsere Idee Unterstützer fin-

dürfen. Kostenlos.

als 24 Stunden, die Woche nur sieben Tage.

Ganz viel mit wenig Geld

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„WIR WUSSTEN ZWAR, WAS WIR WOLLEN. WIR WUSSTEN AUCH, WAS WIR TUN, HATTEN JEDOCH KEINE VORSTELLUNG DAVON, WAS DIE LOCKER FORMULIERTE IDEE ‚WE ARE BUILDING BILDING‘ MIT SICH BRINGT. NUN STEHEN WIR IN EINEM GEBÄUDE, DAS UNSERER IDEE EINES KREATIVEN FREIRAUMS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE RÄUMLICH WIE AUCH ÖRTLICH NICHT BESSER ENTSPRECHEN KÖNNTE.“ Monika Abendstein, Leiterin bilding

get ist mit rund 140.000 Euro veranschlagt. 70.000

treuen, voll im Berufsleben stehen und deren Zeit-

kommen von der öffentlichen Hand, der Rest wird

kontingent folglich endend ist – führt dazu, dass

durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren gedeckt.

es mehr Anmeldungen als Kurse gibt. So wird der

Dennoch fehlen zur Finanzierung der Programme

Erfolg plötzlich zum Problem. Nicht nur zum orga-

aktuell noch zirka 20.000 Euro.

nisatorischen, sondern vor allem zum finanziellen.

Das bilding hat nicht zum Ziel, Kindern und Ju-

Denn die Kurse sind großteils kostenlos. Bewusst.

gendlichen eine Ausbildung angedeihen zu lassen,

Jeder soll kommen dürfen und kommen können.

sondern einen Freiheitsgrad an persönlicher Ent-

Ritter: „Für die Errichtung des Gebäudes haben

wicklung. Das ist mindestens genauso wichtig. Es

Stadt und Land je 17.000 Euro gegeben, den Rest

geht um das Ausleben kreativer Aspekte, um Ent-

haben wir abseits davon auf die Beine gestellt. Wir

wicklungsprozesse, Persönlichkeitsbildung. Es geht

hätten uns erwartet, dass folglich das Programm

darum, Kinder und Jugendliche aus ihrem Korsett

finanziell unterstützt wird, was leider nicht der

zu holen. In Anbetracht der aktuellen Bildungs-,

Fall ist. Das Land Tirol ist mit 30.000 Euro rela-

Flüchtlings-, Integrations- und Jugendthemen ist

tiv großzügig, die Stadt gibt leider nur 20.000 Eu-

das bilding ein mehr als unterstützenswertes Pro-

ro, folglich kommen auch vom Bund nur 20.000

jekt. Kommen Sie, schauen Sie! Und helfen Sie mit,

Euro. Es fehlt uns also an Geld.“ Das Jahresbud-

das Projekt weiterzuentwickeln.

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Das – und die Tatsache, dass jene, die die Kurse be-

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Die Erleuchter

„Licht ist ein ganz besonderer Bestandteil eines Raumes, denn ohne Licht gibt es keinen Raum“, sagt Architekt Volker Miklautz. Er hat den neuen MPreis samt Baguette in Patsch geplant. Und gerade weil das Licht eine wesentliche Rolle spielt, braucht es dafür Experten. Solche wie PROLICHT.

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prolicht

A

m ersten Tag erschuf

Nockspitze und das Inntal bis zur Nordket-

Gott das Licht. Natür-

te. Miklautz war es ein besonderes Anliegen,

lich vorrangig, um etwas

auch den „Kofel“ ins Dorf zu holen. Daher hängt an der Decke des Baguette eben auch

Produkte in rund 70 Länder auf der ganzen

„ARCHITEKTUR DEFINIERT DAS ZUSAMMENSPIEL VON MENSCH UND LANDSCHAFT UND ENTSTEHT AUS DEN HANDLUNGEN DER MENSCHEN. HANDLUNG IST BEWEGUNG UND AUS DER BEWEGUNG ENTSTEHT DER RAUM. EIN GEBÄUDE, DAS NUR AUS FUNKTIONEN BESTEHT, IST TOT.“

Welt, geliefert wird zum Großteil an Kunden

Architekt DI Dr. tech. Volker Miklautz

spezielle Anordnung der Räume ... und eben

sehen zu können. Andererseits zeigt es auch

eindrücklich die Bedeutung des Lichts. Es geht nicht nur ums Sehen. Es geht um Emotion. Licht schafft Atmosphäre und dabei ist die Optik der Leuchte an sich gar nicht immer wichtig. „Richtig platziert, kann jede Leuchte eine gute Stimmung erzielen. Sie kann aber auch selbst zum Designobjekt werden“, ist Walter Norz, Geschäftsführer von PROLICHT aus Götzens, überzeugt. Und er muss es wissen. PROLICHT exportiert seine

jene Silhouette des Berges – umspült von einer Lichtwolke. Miklautz: „In Zusammenarbeit mit PROLICHT haben wir dieser Wolke Gestalt gegeben.“ Durch die Freiformen erhält das Baguette eine eigene Identität und durch das feine Zusammenspiel aus natürlichem und künstlichem Licht eine ganz besondere Atmosphäre. „Es genügt nicht, Funktionen zu schaffen“, so Miklautz. „Es muss gelingen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.“ Sichtbar werden die Inhalte durch die Materialien, die Konstruktion, die

Die Lamellendecke im Baguette in Patsch soll den umgedrehten Patscherkofel darstellen, mithilfe des variablen Leuchtensystems SUPER-G (Farbe: Hampton Bay) hat PROLICHT eine Wolke dazu geschaffen. Diese schlängelt sich in zehn Modulen mit unterschiedlichen Radien und insgesamt 20 Metern Länge über den Essbereich. Über die Theke zieht sich die Produktfamilie IDAHO 100 Profil mit Invader-Spoteinsätzen. Sie sorgt für eine saubere Ausleuchtung der Backwaren und lässt sie durch spezielle Gold-LEDs so knusprig und appetitlich aussehen, wie sie schmecken. Die Invader-Spots rund um die Mittelkonsole sind mit typischen Korona-Cones ausgestattet – farbigen Einbaukegeln, die den Spot weit zurückversetzen und damit hervorragende Anti-Blendeigenschaften aufweisen. Durch verschiedene Leuchttemperaturen werden unterschiedliche Zonen geschaffen. Die Beleuchtung wird unaufdringlich in die Architektur integriert und liefert ein angenehmes Grundlicht. // Lichtplanung: PROLICHT, Edwin Perfler

aus dem B2B-Bereich, produziert ausschließ-

Sie bildet eine Art Wolke, die die Holzlamel-

das Lichtkonzept. Deshalb ist es so wich-

lich auf Bestellung. Eine Leuchte geht erst

len an der Decke – die Silhouette des Pat-

tig, sich über die Planung von Licht Gedan-

dann in Produktion, wenn sie vom Kunden

scherkofels – ergänzt.

ken zu machen und sich darüber im Klaren

freigegeben ist.

Auch für Volker Miklautz ist Licht in der Ar-

zu sein, was man damit erreichen möchte.

chitektur essenziell: „Die Lebendigkeit eines

Und hier schließt sich der Kreis: PROLICHT

Ortes wird nur über das Licht sichtbar“, fin-

produziert keine einzige Leuchte, die nicht

Vor allem geht es beim Thema Licht um des-

det er. Im Entwurf für den MPreis und das

schon für einen Raum bestimmt ist. Ob es

sen Wirkung. Leuchtkörper können sich fast

Baguette hat er auch das Tageslicht bereits

nun ein vermeintlich kleiner Spot ist oder

unsichtbar in die Architektur integrieren,

in der Konstruktion mitgedacht. Zwischen

ein raumfüllendes Objekt.

auf der anderen Seite tragen auch die Haptik

den Auflagern der Dachträger dringt mildes

und die Form einer Leuchte ganz entschie-

Tageslicht in die Markthalle. Der Bereich des

den zur Atmosphäre bei. Beim Baguette in

Baguette öffnet sich durch raumhohe Ver-

Patsch kam beides zum Einsatz: Versteckte

glasung Richtung Landschaft und fasst den

Spots, die punktgenau beleuchten, dort wo’s

Außenbereich quasi in einen monumentalen

wichtig ist, und eine fast schon skulpturale

Bilderrahmen. Dieser „Monitor des Westens “

Leuchtschnur, die das Architekturkonzept

zeigt je nach Sitzposition das Panorama von

von DI Volker Miklautz perfekt weiterführt.

der Serles über den Stubaier Gletscher, die

Ursache und Wirkung

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eco.nova

57


eco.architektur

Berg-Bau Das Bauen am Berg hat in den Alpen seit seinem Beginn im 19. Jahrhundert beachtlich an Bedeutung gewonnen. Die Bewohner einer Region wie Tirol, in der nur wenige Prozent der Fläche dauerhaft zu besiedeln sind, streben seit jeher danach, immer mehr und immer professioneller in stolze Höhen vorzudringen. Sie schufen und schaffen sich dort Orte zum Wohnen, aber auch zur Nutzung. Der stetig wachsende Tourismus hat nicht minder mit der regen Bautätigkeit in der Höhe zu tun.

N

Oktober des vergangenen Jahres. Es folgte ein Architekturwettbewerb, aus dem mit 5:2 Stimmen schließlich das Projekt der Vorarl­ berger Innauer-Matt Architekten als Sieger hervorging. Das „ganzheitliche Projekt am Berg“ mit funktionsabhängigen, klar strukturierten vertikalen und horizontalen Elementen sollte es werden. Während die seilbahntechnischen Einrichtungen in den Stationen als massiver Stahlbetonkörper in Erscheinung treten, werden diesen raumgreifende Verglasungen entgegengesetzt, die die umliegende Natur ins Gebäu-

un bekommt also auch der

selt. DI Sven Matt und Mag. arch. Markus

de holen und den Blick gleichzeitig nach

Innsbrucker Hausberg

Innauer, Architekten der neuen Patscher-

außen öffnen. Für die Talstation wurden

(s)ein neues Gesicht. Es ist

kofelbahn: „Ein ausgewogenes Materialkon-

die Hauptbaukörper versetzt angeordnet,

ein modernes, doch auch

zept unterstützt die Übersichtlichkeit der

um vielschichtige Außenräume zu schaffen.

gewagtes: eigenständig, aber nicht laut,

Gesamtstruktur und stellt die Funktion des

Diese dienen einerseits als Vorplatz vor dem

wenngleich schon ein bisschen exzentrisch,

Gebäudes in den Vordergrund. Die Verwen-

Kassen- und Shopbereich, als Sammelplatz

und dennoch über die Funktion definiert.

dung regional verfügbarer Rohstoffe sowie

vor dem Restaurant, der Skischule und dem

Geworden ist es ein Neubau in Massivbau-

robuster und langlebiger Materialien schafft

Shop sowie als Zugang zur Seilbahn. Auch die

weise, die eine offene, vielseitig nutzbare

einen positiven Beitrag zum Thema Regio-

Parkplätze finden sich im Nahbereich. Die

Grundstruktur schafft. Ein Entwurf, der

nalität und Nachhaltigkeit.“ Insgesamt sol-

Mittelstation ist das technische Herz der Seil-

vielleicht auch erst auf den zweiten Blick

len über 40 Millionen Euro in das Projekt in-

bahnanlage, die Bergstation samt vorgelager-

gefällt. Im Inneren dominiert schließlich

vestiert werden.

ter Terrasse ist klar, einfach und strukturiert

der heimische Werkstoff Holz, der sich har-

Die Entscheidung für den Neubau der Pat-

geplant. Auch Innsbrucks Bürgermeisterin

monisch mit Sichtbetonflächen abwech-

scherkofelbahn fiel im Gemeinderat Ende

Mag.a Christine Oppitz-Plörer ist zufrieden.

58

eco.nova


© IKM/KUESS

© INNAUER-MATT ARCHITEKTEN

eco.architektur

ECO.NOVA: Für den Neubau der Patscherkofelbahn wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Was waren die Vorgaben an die Architekten?

CHRISTINE OPPITZ-PLÖRER: Aufgrund

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz (l.) präsentierten gemeinsam mit den Architekten Sven Matt und Markus Innauer sowie Thomas Scheiber und Martin Baltes (v. l.) das Siegerprojekt für die Patscherkofelbahn.

der Vielfältigkeit und Lagegunst Innsbrucks hat sich im Markenbildungsprozess das Lebensgefühl alpin-urban als zentrales Motiv

Stadtgebiet zu planen. Das Siegerprojekt

Innsbruck leistet sich seit einigen Jahren

herausgebildet, wobei die landschaftlichen

komplettiert ein stimmiges Gesamtbild. Es

allgemein ein anspruchsvolles Architek-

Vorzüge mit einer ausgeprägt modernen

erzeugt einen langfristigen Mehrwert für

turkonzept. Haben Sie das Gefühl, dass

städtischen Lebensweise verknüpft wer-

alle Innsbrucker sowie unsere Gäste. Das

sich der Anspruch an Ästhetik in den letz-

den. Die Bereiche der drei Stationen haben

gesamte Gebiet erfährt eine Aufwertung –

ten Jahren geändert hat (von Seiten der

außerdem den Anspruch, sich gesamthaft

sowohl im Sommer als auch im Winter.

Bauherren, aber auch der Nutzer der Immobilien)?

qualitätsvoll zu präsentieren. In diesem Sinne galt es, auch das Umfeld der Stationen zu

Wie wichtig schätzen Sie generell „gute“

Seit 2013 gibt es in der Tiroler Landeshaupt-

gestalten. Außerdem wurde Wert auf einen

Architektur am Berg ein und was bringt sie

stadt den Gestaltungsbeirat. Seine Aufgabe ist

kreativen und bewussten Umgang mit den

auch touristisch?

es, Projekte hinsichtlich Architektur, Stadtge-

Themen Nutzung erneuerbarer Energien,

Innsbrucks alpin-urbaner Charakter ist das

staltung, Städtebau und Stadtentwicklung zu

Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ener-

Markenzeichen der Stadt. Die Berge gehö-

beurteilen. Dadurch wird ein intensiveres und

giegewinnung gelegt.

ren untrennbar dazu. Architektur wird in der

besseres Verständnis für diese Themen bei

Tiroler Landeshauptstadt eine große Bedeu-

allen an Planung und Bau Beteiligten sowie

Was war schließlich ausschlaggebend für

tung beigemessen. Davon profitieren natür-

Nutzern geschaffen. Was heute gebaut wird,

das Projekt der Innauer-Matt Architekten?

lich alle – Einheimische wie Gäste, sowohl im

übergeben wir als architektonisches Erbe an

Das Projekt überzeugt durch klare Struk-

Stadtgebiet als auch in den höheren Lagen.

die folgenden Generationen. Ein Blick auf die

turen, die sich optimal in das Gelände am

Das jüngste Beispiel dafür ist die architekto-

Großprojekte der jüngsten Vergangenheit

Innsbrucker Hausberg einfügen. Es ist nicht

nisch ansprechende Umbrüggler Alm, die erst

bzw. der in Planung befindlichen zeigt, dass

einfach, eine Seilbahn in direkter Nähe zum

Ende des vergangenen Jahres eröffnet wurde.

wir auf einem sehr guten Weg sind.

eco.nova

59


© ALEXANDER LOHMANN

eco.architektur

Nahtlos

Ein Vorzeigeprojekt, das seine Entstehung der Vision mehrerer Menschen verdankt. Unter anderem jener von Michael Brötz, der das multifunktionale Top Mountain Crosspoint an der Timmelsjoch Hochalpenstraße plante.

Zeitlose Architektur verschmilzt mit der traditionellen Formgebung alpiner Häuser. Der Gebäudeteil „Restaurant“ weist in seiner Frontalansicht ein Satteldach auf, das verlaufend über die Seilbahnhalle in einem Schwung in Richtung westlich orientierten Gebäudespitz ausläuft.

D

as Schlagwort lautet Natür-

dete er Interesse daran, ebenfalls einen Ent-

Wahl der Materialien wurde auf Natürlich-

lichkeit – das war die allem

wurf einzureichen – und wurde zum bereits

keit gesetzt. So wird zwar auch Stahlbeton

zugrunde liegende Intenti-

laufenden Wettbewerb eingeladen. Während

verwendet, ansonsten ist Holz konstruk-

on hinter dem Entwurf von

die anderen geladenen Architekten bereits

tiv und optisch das Hauptmaterial“, erklärt

Michael Brötz. Und ein hehres Ziel, denn es

seit fünf Wochen am Tüfteln waren, blieben

Brötz sein Werk. Die größte Herausforde-

galt, vier Strukturen ihrem Zweck entspre-

Brötz noch 21 Tage – und Nächte. Die ver-

rung war es, alle vier Strukturen unter ein

chend zu planen: Das multifunktionale „Top

brachte er, mit sehr viel Kaffee, über dem

Dach zu bringen – eine selbstauferlegte Kür

Mountain Crosspoint“ am Fuß der Timmels-

Zeichenblock und am Computer. Es hat sich

für den Autodidakten, der ursprünglich aus

joch Hochalpenstraße auf 2.175 m Seehöhe

gelohnt – nicht nur für ihn, sondern für je-

dem Designbereich kommt und in den Jah-

sollte Mautstation, Bedienungsrestaurant,

den, der seinen Entwurf nun real erleben

ren, bevor er sich selbständig machte, für

10er-Gondelbahn und ein Motorradmuseum

kann.

namhafte Firmen weltweite Wellness- und

beherbergen.

SPA-Projekte plante. Brötz wollte – wenn er

„Es war Zufall und Glück, dass ich überhaupt

Alles fließt

am Wettbewerb teilnehmen konnte, sagt der

„Bei der optischen Erscheinung dieses Ge-

schaffen, das sich nahezu nahtlos einfügen

37-jährige Haller. Anlässlich eines Motor-

bäudes war mir trotz der Größe des Bauvor-

kann. Deshalb kam es für ihn nie in Frage,

radrennens wurde er von Attila und Alban

habens sehr wichtig, dass es sich gut in die

die Gebäude einzeln anzulegen. „Die beson-

Scheiber eingeladen, ihre Motorradsamm-

Umgebung integriert. Durch die geschwun-

dere Herausforderung im Planungsprozess

lung zu besichtigen – „mir fiel die Kinnlade

gen-organische Linienführung lässt sich das

war das Schaffen einer harmonischen Ver-

herunter“, erzählt Brötz, vor allem, als er die

Gebäude mit der Landschaft wesentlich bes-

bindung zwischen den unterschiedlichen

ambitionierten Pläne der Scheiber-Brüder

ser verschmelzen als zum Beispiel mit einer

Bereichen des Bauwerks.“ Der künftige Gast

erfuhr. Spontan und halb im Scherz bekun-

sehr kubistischen Architektur. Auch bei der

sollte das Gefühl haben, sich fließend zwi-

60

eco.nova

schon inmitten der Natur plante – etwas er-


eco.architektur Die Mautstation der Timmelsjoch-Hochalpenstraße findet sich als natürliche Fortsetzung in der Linienführung des Gebäudes perfekt integriert.

Im Inneren des Bedienungsrestaurants mit Sonnenterasse bilden Holz- und Stahloberflächen in Kombination mit Stein eine gemütlich warme Atmosphäre. Leichte Industrial-Design-Einflüsse schaffen die Verbindung zum Technikthema des Museums und der Seilbahnanlage.

Das höchstgelegene Motorradmuseum Europas im ersten Stock des Gebäudes – mit einer Ausstellungsfläche von 3.ooo Quadratmetern

Die Kirchenkarbahn-Talstation mit einer 10er Gondelbahn der neuesten Bauart kann im Inneren direkt über eine Brücke überschritten werden.

schen den Bereichen zu bewegen, sie nicht

dank des enormen Einsatzes aller Beteilig-

als separierte Einheiten wahrzunehmen,

ten, sondern auch „aufgrund der cleveren Lö-

sondern als zusammengehörig.

sung der Hybridbauweise – im Erdgeschoß

Höhe, Wetter, Zeit

wurde mit Stahlbeton gearbeitet, Obergeschoß und Dach wurden in einer Holzfer-

In acht Monaten Bauzeit vollbrachte die

tigkonstruktion errichtet“, erklärt Markus

ARGE, bestehend aus Brötz und den Bau-

Oberheinricher, der die Bauaufsicht vor Ort

meistern Ambros Porcham (MADECO Inge-

sowie die Abrechnung ausführte.

nieur Gmbh) und Markus Oberheinricher (plan_b GesmbH), die er als Partner mit ins

Der letzte Baustein

Boot holte, eine Meisterleistung. „Es war

Im November 2015 wurden drei der vier

eine enorme Herausforderung, diese run-

Bereiche eröffnet, Mitte April folgte der letz-

den Formen in eine Ausführungsplanung

te Teil – das höchstgelegene Motorradmu-

zu gießen“, sagt Ambros Porcham, der ver-

seum Europas mit über 200 Exponaten auf

antwortlich für Projektsteuerung, Ausfüh-

einer Ausstellungsfläche von 3.000 Quadrat-

rungsplanung, Ausschreibung sowie das

metern. Die ARGE kann mehr als zufrieden

Controlling zeichnete. „Die Bauleitung einer

sein – das 23 Millionen teure Bauprojekt be-

Hochbaustelle wie dieser – unter teils wid-

geistert und fasziniert. Und Michael Brötz

rigsten Witterungsbedingungen und unter

kann zufrieden sein. Er hat sein Ziel, die Ver-

unglaublichem Termindruck – war überaus

schmelzung seines Bauwerks mit der es um-

anspruchsvoll.“ Der Termin hielt nicht nur

gebenden Bergwelt, erreicht. Nahtlos.

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MICHAEL BRÖTZ architecture-design-artwork Rosengasse 5, 6060 Hall in Tirol Tel.: 0650/31 656 31 05223/93 6 89 broetz@broetz.at www.broetz.at

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plan_b GESELLSCHAFT M.B.H. Andechsweg 12, 6111 Volders Tel.: 05224/51989 0664/75036017 office@plan-b.or.at www.plan-b.or.at

eco.nova

61


ATP architekten ingenieure

Integrale Planung als Kernkompetenz

U

nter der Führung einer Ge-

tive Lösungen garantieren. Alle komplexen

samtprojektleitung als ein-

Hochbauvorhaben entstehen bei ATP seit

zigem Ansprechpartner für

2012 in einem virtuellen Gebäudedatenmo-

den Bauherrn übernimmt

dell, das alle Prozesse von der ersten Idee bis zum lebenslangen Betrieb eines Objektes

chitekten und Ingenieuren den gesamten

durchgängig abbildet.

Planungsprozess, der stets auf einer doku-

Mit Design and Research Studios (D&R) an

mentierten Strategie und Machbarkeitspla-

fünf Standorten schuf ATP eine Möglichkeit

nung aufbaut. Ein solcher Planungsablauf

für Experten aus der Architektur, Tragwerks-

ist für ATP die Voraussetzung für lebenszy-

planung und TGA, an Innovationen für die

klusorientierte Gebäude, da das Wissen und

Gebäude von morgen zu tüfteln. In Zusam-

die Erfahrung aus Architektur, Tragwerks-

menarbeit mit Universitäten und externen

planung, technischer Gebäudeausrüstung

Partnern wird an modernen Technologien

(TGA) und Objektüberwachung gebündelt

und Ideen geforscht und entwickelt.

werden und so maßgeschneiderte, innova-

// www.atp.ag

© ATP/POSSERT

ein interdisziplinäres Team von Inhouse-Ar-

© ATP/THOMAS JANTSCHER

ATP architekten ingenieure gilt als führendes Büro für Integrale Planung in Europa. Mit Sitz in Innsbruck und acht Büros in Europa werden Projekte unterschiedlichster Dimension geplant – seit 2012 mit „Building Information Modeling“ (kurz BIM). Damit werden Gebäude interdisziplinär über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet. Der bewährte ATPBIM-Standard floss daher auch in die aktuelle ÖNORM mit ein. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER

ZUMTOBEL

Säulenfreie Fabrikshalle zur LEDProduktion für einen Leuchtkonzern

ZUMTOBEL GROUP AG

Stützenfrei: LED-Produktionshalle Mit dem neuen Gebäudekomplex aus Büro, Logistik und Konfektionierung als Firmenzentrale in Innsbruck wurden alle ausgelagerten Betriebsstätten in einem Competence Center konzentriert. Die Formensprache bezieht das urbane und natürliche Umfeld des Standortes mit ein. Ziel der Entwurfsüberlegungen war es, die üblichen Gestaltungsstandards von Büro und Logistik zu analysieren und neue Lösungen zu finden. Während das Bürogebäude als klassisches Stadthaus ausgeführt wurde, nimmt die Halle aus Massivholz mit ihrer Lärchenholzschalung auf die Wälder ringsum Bezug. Das Stöcklgebäude verbindet Logistik und Büro miteinander.

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eco.nova

Die neue 14,5 Meter hohe Halle am Werksgelände des Zumtobel-Hauptsitzes in Dornbirn verfügt über einige architektonische und statische Besonderheiten: Sie erstreckt sich frei überspannt durch eine elegante Holzdachkonstruktion über eine Gesamtlänge von 90 Metern. Der Produktionsbereich wird nach oben hin mit einem gebogenen Sheddach abgeschlossen, das eine natürliche, blendfreie Belichtung ermöglicht. Für Kunstlicht kommen ausschließlich die eigenen LED-Leuchten zum Einsatz, die Werkshalle erstrahlt sozusagen im eigenen Licht und wird damit zum Showroom für Kunden aus aller Welt.


© ATP/PHILIPP

ATP architekten ingenieure

© ATP/THOMAS JANTSCHER

BILDUNGSZENTRUM HOLZGAU

Offenes Multifunktionsgebäude aus Holz

© ATP/KUBALL

Nach einem geladenen Realisierungswettbewerb wurde das Konzept von sphere by ATP für ein Gebäude, das Schule, Kindergarten, Kinderkrippe, Turnsaal und Tagesbetreuung unter einem Dach vereint, geplant und ausgeführt. Das Zentrum fügt sich harmonisch in die ländliche Umgebung ein und tritt trotz Ortsrandlage mit der Gemeinde Holzgau in enge Beziehung. Ein zentrales Foyer verbindet und erschließt alle Bereiche und erlaubt gleichzeitig, dass alle Einrichtungen unabhängig voneinander benutzt werden können. Die Gruppenräume der Kinderbetreuung im Erdgeschoß sind flexibel gestaltbar und bieten unterschiedliche Raumerlebnisse. Holz spielt auch bei der Gestaltung des Innenraums eine zentrale Rolle: von den sichtbar bleibenden Massivholzwänden und der alles überspannenden Dachkonstruktion im Obergeschoß über akustische Verkleidungen mit Holzlamellen in Weißtanne bis zum Dielenboden aus heimischem Lärchenholz.

WEBERZEILE

Urbanes Zentrum Ried Auf Basis des gewonnenen Wettbewerbes wurde ATP mit der integralen Planung des innerstädtischen Einkaufzentrums in Ried beauftragt. Das rund 22.000 Quadratmeter große Areal liegt direkt am Altstadtring und bietet Platz für 50 Shops, Dienstleistungsund Gastronomiebetriebe. Nahtlos schließt die neue Shoppingwelt mit einem zweiten „Stadtplatz“ im Herzen der Mall an die bestehende Stadtstruktur an. Die Shops gruppieren sich um diese zentrale Plaza und entlang der nachempfundenen Stadtgasse, die mit bunten Shop-Häuschen zum Flanieren in Richtung Altstadt einlädt.

UNIVERSITÄT INNSBRUCK Sanierung der Fakultät für Architektur und der Fakultät für technische Wissenschaften

ATP wurde nach einem gewonnenen EU-weiten, offenen Realisierungswettbewerb mit der Sanierung der Fakultät für Architektur und der Fakultät für Technische Wissenschaften beauftragt. Im Rahmen der Neugestaltung und Generalsanierung gestaltete man die beiden unterschiedlichen Gebäudekomplexe aus dem Jahr 1969 in Hinblick auf die Raumanforderungen der jeweiligen Disziplinen – Architektur bzw. Bauingenieurwesen – differenziert: Spielerisch-offen gibt sich die gläserne Fassade der „Architekturwerkstatt“, wohingegen die präzise Hochhaussilhouette der Technischen Fakultät als Landmark des gesamten Areals fungiert. Das Architekturgebäude erscheint lebhaft und differenziert und steht in starkem Kontrast zum präzise und ruhig wirkenden Hochhaus der Bauingenieure, ohne die Ensemblewirkung zu konterkarieren. Im Erdgeschoß unterstützen ein Lernzentrum und großzügige Foyerbereiche den campusartigen Charakter des Areals. Auszeichnungen: TQB-Zertifikat und klima:aktiv-Standard Gold der ÖGNB, EnerPHit-Anforderung „Sanierung Passivhausstandard“, Nominierung 2. Runde „Constructive Alps 2015“ und vieles mehr.

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Aller guten Dinge ...sind bekanntlich drei: Das dreiköpfige Führungsteam der Architekturb[r]auerei gewann aktuell erneut einen großen Wohnbauwettbewerb – bereits der dritte, den das junge Büro für sich entscheidet. Ihr Erfolgsrezept? Drei Köpfe. // TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER

Stefan Schusterschitz, Clemens Rainer und Richard Heiser schlossen sich 2014 zur Architekturb[r]auerei zusammen.

M

anchmal wird aus ver-

Was lag also näher, als einen gewonnenen

verdeutlichen.“ Das und die Tatsache, dass zu

schiedenen Wegen einer

Wettbewerb – „Zukunft Wohnen“, die Erneu-

einem richtig guten Endprodukt verschiede-

– etwa, wenn sich Men-

erung & Weiterentwicklung der Knoller-/

ne Komponenten gehören, die vereint und

schen begegnen, die sich

Hörmann-/Hunoldstraße – als Startschuss

im perfekten Mischverhältnis den bestmög-

gegenseitig perfekt ergänzen. So geschehen

für ein gemeinsames Arbeitsleben zu neh-

lichen Output gewährleisten. „Wir ergänzen

bei Richard Heiser, Clemens Rainer und Ste-

men? Nach diesem ersten Erfolg 2014 schlos-

uns sehr gut, unsere offene Arbeitsweise ist

fan Schusterschitz – ihres Zeichens Architek-

sen die drei sich zur „Architekturb[r]auerei“

dabei ein enormer Vorteil“, erklären die

ten, die sich in den letzten Jahren über die

zusammen – Nomen est omen: „Architektur

„B[r]auereimeister“. An der Basis ähnlich, hat

gemeinsame Arbeit in einem Architektur-

ist ein Handwerk“, erklären die Architekten.

doch jeder der drei seine eigenen Methoden,

büro kennenlernten.

„Das wollten wir auch in unserem Namen

Arbeitsweisen und letztendlich auch Spezia-

68

eco.nova


architekturb[r]auerei

keit unsere zentralen Anliegen sind“, betont Richard Heiser. „Es gilt, trotz der zusehends schwieriger werdenden Rahmenbedingungen wie Wachstum, Bodenknappheit, erhöhte Dichteanforderungen, der notwendigen Neuausrichtung von bestehenden, gewachsenen Strukturen oder der vorausgesetzten Profitabilität für den Auftraggeber, Räume und Atmosphäre in einer selbst aufoktroyierten Qualität zu schaffen.“ Und die muss

Q2 Wohnanlage und Geschäftsquartier Stadtleben Wilten Bauherr: ZIMA Investitionsvolumen: 54 Millionen Euro Flächen: 185 Wohnungen, WNFL 11.500 m2, Handel 2.000 m2 AUSZUG AUS DEM JURYPROTKOLL: „Die gesamte Anlage gibt dem Blockbau den Charakter eines eigenständigen Quartieres, das trotz völlig unterschiedlicher Herausforderungen zu jeder Richtung seinen homogenen und kohärenten Charakter vermittelt. Dabei ist die diagonal angelegte räumliche Durchdringung sowohl Referenz als auch Anknüpfung an bestehende und auch in der Nachbarschaft zukünftig zu erwartende Bebauung. Die Strenge eines herkömmlichen Baublocks konnte so auf subtile Art und Weise bauplastisch überzeugend aufgelöst und in eine städtebaulich vernetzte Struktur übersetzt werden. Aus den Angaben zur Materialisierung und der Fassadengestaltung ist eine Haltung und Herangehensweise erkennbar, die eine homogene Architektursprache und eine einfühlsame Detailbearbeitung erwarten lässt.“

einerseits ein angenehmes Lebensumfeld bieten, andererseits eben städtebaulichen Entwicklungen bzw. Lebensgewohnheiten auch in Zukunft Rechnung tragen können.  „Wirtschaftliche Tragstrukturen, die variable Einteilungen ermöglichen, effiziente Erschließungen, überlegte dreidimensionale Ausformungen in Anlehnung an den städtebaulichen Kontext, bewusste Sichtachsen

pekte, welche die Grundlage und gleichzeitig das Ziel ihrer Arbeiten darstellen. Der nächste große Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem zweiten und dritten Platz bei den beiden EU-weiten Wettbewerben BRG Sillgasse bzw. HTL Bau& Design in Innsbruck landete das Trio zusammen mit Mahore-Architekten aktuell eine Punktlandung beim ebenfalls offenen Wettbewerb Wohnanlage Eichenweg in Salzburg, wo 128 Wohnungen mit einer Bausumme von 13,5 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Verzahnung der sechs Wohnhäuser bietet nicht nur optimalen Raum für Durchwegung und Plätze, sondern auch nutzerfreundliche Orientierung. „Die Herausforderung und auch die Leidenschaft hinter den großen Wohnbauprojekten besteht darin, in einem spannenden urbanen Umfeld ein optimales, zukunftsgerichtetes Clemens Rainer. Der Mix aus Erfahrung, Rea-

der und bündelt sich im Optimum.

litätsbezug und Kreativität gepaart mit wirt-

Nach dem ersten großen Erfolg 2014 landete

schaftlichem, strukturiertem Denken ist ein

das junge, engagierte Team bald darauf den

wesentlicher Teil des Erfolgsrezepts der Archi-

zweiten Treffer und zeichnet verantwort-

tekturb[r]auerei. Nach zahlreichen Wettbewer-

lich für die Gestaltung des Wohn- und Ge-

ben werden nun auch immer mehr Bauträ-

schäftsquartiers Q2 Stadtleben Wilten. „Uns

ger auf das engagierte Trio aufmerksam – da

hat das Glück des Tüchtigen ereilt“, meint

braut sich ganz schön was zusammen.

Stefan Schusterschitz. Wobei das Quäntchen Glück wohl immer dazugehören mag,

über 30 Projekte hat die Architekturb[r]auerei seit Gründung bereits in Angriff genommen. „Ein großer Fokus liegt auf Wettbewerben, insbesondere Wohnbauprojekten, wobei der städtebauliche Ansatz und Nachhaltig-

Bauherr: DIE SALZBURG, gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgen. Bausumme: 13,5 Millionen Euro Flächen: 128 Wohnungen, WNFL 8600 m2

nennt Schusterschitz die wesentlichen As-

städtebauliches Gesamtgefüge zu kreieren“, so

Fleiß auch das Können. Und fleißig sind sie,

Salzburg, Kendlerstraße

und ein einprägendes Erscheinungsbild“,

lisierungen – am Ende fließt all das ineinan-

doch in erster Linie entscheidet neben dem

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Erneuerung und Weiterentwicklung Hörmann-/ Hunold-/ Knollerstraße Innsbruck, Pradl Bauherr: BWSG Gruppe Bausumme: ca. 25 Millionen Euro Flächen Neubau: 170 Wohnungen, WNFL 10.599 m2, Dienstleister 700 m2 AUSZUG AUS DEM JURYPROTKOLL: „Die städtebauliche Faszination liegt in der Einfachheit des Lösungsvorschlages: zwei winkelförmige Baukörper ergeben im Dialog mit den verbliebenen Bestandsbauten ein überzeugendes Raumkontinuum, das die Figur des Mäanders auf überraschende Weise interpretiert. Dabei wird die Qualität des Mäanders, Räume zu fassen, ohne sie abzuschließen, aufgegriffen. Trotz der fließenden Raumbildung entsteht eine subtile Gliederung der Freiräume. Die Einbindung des Hochhauses in den Bestand wird in diesem Zusammenhang besonders gewürdigt.“

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EINFAMILIENHAUS IN OMES

Leistungen: Architekturplanung, örtliche Bauaufsicht, Energieberatung, Innenraumgestaltung, Planungs- und Baukoordination Bauzeit: 2009–2010

Charaktersache

Architektur schafft Lebensraum, wobei es Architekt Erwin Frick nicht nur um baukünstlerische Gestaltungsaufgaben geht, sondern vor allem und insbesondere darum, die perfekte Heimat für die künftigen Bewohner zu schaffen.

D

er Lebensraum, die eigenen

das Finden zeitgemäßer baukünstlerischer

mend mit Sterilität und vermeintlicher Per-

vier Wände, gehört zum Wich-

und städtebaulicher Antworten auf Gestal-

fektion, vergessen dabei aber, dass damit

tigsten im Leben eines Men-

tungsaufgaben, gleichzeitig aber auch um

Lebendigkeit und Wärme verloren gehen“,

schen. Rückzugsort und Hei-

das Erfüllen der Ansprüche der Baukunst.

konstatiert Frick. Abhilfe schaffen hochwer-

mat gleichermaßen ist dieser Lebensraum

Ein großes Anliegen ist Frick dabei eine

tige Materialien, die dem Alterungsprozess

auch Spiegel des eigenen Selbst. Architekt

nachhaltige Bauweise mit Materialien

bewusst optisch Rechnung tragen, aber in

Erwin Frick ist sich der hohen Verantwor-

und Handwerkern aus der Region. Das

Qualität und Haltbarkeit dennoch Bestand

tung, die seinem Berufsstand dabei zu-

sei, so betont er, nicht nur ökologisch sinn-

haben und zudem eben Heimeligkeit vermit-

kommt, bewusst: „Architekten prägen das

voll, sondern entgegen der vorherrschenden

teln. Letzten Endes geht es Frick bei all seinen

Lebensumfeld der Menschen maßgeblich

Meinung auch leistbar. Um das Gefühl des

Projekten, auch im gewerblichen Bau – dar-

und tragen somit wesentlich zur Lebens-

„Zuhauseseins“, Wärme und Wohnlichkeit

um, Charakter zu schaffen – einen Charakter,

qualität bei. Mein Team und ich arbeiten mit

zu schaffen, geht es nicht nur um das Er-

der dem seines künftigen Bewohners bzw.

größter Sorgfalt an der Verwirklichung der

scheinungsbild im Gesamten, sondern auch

Nutzers und dessen Ansprüchen und Wün-

Visionen unserer Kunden.“ Dabei geht es um

um Materialien. „Wir umgeben uns zuneh-

schen perfekt entgegenkommt.

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WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE SAUTENS

Projektname: Ärzte-, Wohn- und Geschäftsgebäude Sautens Bauherr: Alpenländische Heimstätte / Innsbruck Leistungen: Architekturplanung Kategorie: Gemeinnütziger Wohnbau, Arztpraxis, Nahversorger MPreis Bauzeit: 2015

ARCHITEKT DI ERWIN FRICK Seit 2007 ist Erwin Frick selbständiger Architekt mit Kanzleisitz Umhausen. Der gesamte Hochbau, die Gestaltung von Innenräumen sowie Städtebau und Raumplanung gehören zum umfassenden Tätigkeitsbereich. Frick und Team vertreten als freie und unabhängige Ziviltechniker die Anliegen der Bauherren und Auftraggeber in allen Phasen des Planungsprozesses auf der Grundlage ihrer ethischen und künstlerischen Position sowie der geltenden Gesetze. LEISTUNGEN • Bauliche Planungsleistungen • Örtliche Bauaufsicht • Energieberatung • Innenraumgestaltung • Planungs- und Baukoordination • Generalplanerleistungen • Projektentwicklung/-management/ -steuerung • Parifizierung / Nutzwertfeststellung

ATELIER- UND WOHNHAUS FRICK

Neubau Atelier- und Wohngebäude Frick in Umhausen Bauherr: Architekt DI Erwin Frick Leistungen: Architekturplanung, örtliche Bauaufsicht, Innenraumgestaltung, Planungs- und Baukoordination Kategorie: Wohn- und Bürogebäude Bauzeit: April 2011 bis Februar 2012

ARCHITEKT DI ERWIN FRICK

staatl. befugter & beeideter Ziviltechniker Schießstandweg 11, 6441 Umhausen erwinfrick.at Tel.: 05255 / 20200, office@erwinfrick.at www.erwinfrick.at

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Fertigstellung 2017 Hier entstehen unter anderem 130 STUDENTENWOHNUNGEN im Turm und im Sockel die neue, moderne STADTBIBLIOTHEK.


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Beton in seinen schönsten Formen Beton als Baustoff, der an Vielseitigkeit nicht zu überbieten ist, kam beim Neubau der Swarovski Kristallwelten in Wattens in maximaler Vielfalt zum Einsatz. Mit diesem Projekt holte Fröschl den Betonpreis nach Tirol.

Beton-Looping des Künstlers Thomas Bayrle

Kristallwelten-Spielturm

Im Café Restaurant Daniels dominiert außen wie innen der Werkstoff Beton.

F

ür jede Funktion wird der Werkstoff

schon kein langweilige Monotonie verströ-

Neuhofer, aus. Im Zuge des Neubaus der

Beton in den Swarovski Kristallwel-

mender Baustoff mehr, sondern lässt sich

Kristallwelten kamen 6.000 Kubikmeter Be-

ten in einer anderen Art und Weise

von Architekten und profunden Handwer-

ton und 500 Kubikmeter spezieller Creativ-

interpretiert. „Beeindruckend sind bei die-

kern zu funktionellen und formschönen

beton nach Plänen der Architekten Snohet-

sem Projekt Tragwerksplanung und Sicht-

Baukörpern modellieren. „Die Leistungspa-

ta, Schlögl-Süß und arch-omo zum Einsatz.

beton-Qualität“, heißt es in der Begründung

lette ist beachtlich und reicht von der spek-

Errichtet wurden dabei das Café Daniels, der

der Jury des Betonpreises des Güteverband

takulären Sanierung eines Speicherkraft-

beeindruckende Kristallwelten-Spielturm

Transportbeton, die aus 15 Einreichungen

werks über skulpturale Kunstwerke bis hin

sowie das Kunstwerk Kristallwelten-Beton-

das Tiroler Leuchtturmprojekt auszeichnete!

zum Einfamilienhaus auf einem extrem

autobahn.

Von Spritzbeton über Beton-Fußbodenflä-

schmalen Grundstück. Die österreichischen

Für das Fröschl-Team ist die Auszeichnung

chen bis zu Kunstwerken aus Beton – der

Transportbetonhersteller trotzen Wind,

Anerkennung und Motivation, die konstante

Baustoff kommt beim Neubau des Wat-

Wetter oder auch ungewöhnlichen Baube-

Arbeit der letzten Jahrzehnte fortzusetzen.

tener Tourismusmagneten Kristallwel-

dingungen und führen ihre Bauaufgaben

Denn Fröschl steht für Qualität, Nachhal-

ten mannigfaltig zum Einsatz und beweist

mit extrem hohem Niveau und in höchster

tigkeit über Generationen und langfristige

damit eindrucksvoll die unterschiedli-

Qualität durch“, führt dazu der Vorsitzen-

Partnerschaft mit Mitarbeitern, Kunden und

chen Einsatzmöglichkeiten. Beton ist lange

de des Güteverband Transportbeton, Peter

Lieferanten. // www.froeschl.at

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© SPORTS MEDICINE EXCELLENCE AG/MATTEO THUN & PARTNERS

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Architektur unterstützt Heilungsprozess Viele Patientinnen und Patienten erholen sich besser und schneller, wenn sie sich an ihrem Aufenthaltsort wohlfühlen. Wesentlichen Einfluss darauf hat die architektonische und gestalterische Qualität der Gebäude und Räume. Die Sportsmedicine Excellence Group nutzt diese Erkenntnisse für ihre Therapie- und Regenerationszentren. Sie arbeitet dafür eng mit dem renommierten Mailänder Architekten Matteo Thun zusammen.

D

ie Sportsmedicine Excellence

Sportsclinic, in Tirol bekannt als Sportsclinic

Therapiebad vor. Das Angebot umfasst ganz-

Group (SME) steht für einen

Austria, sind mehrere Projekte in der Pipe-

heitliche Formen von Therapien wie Osteo-

neuen und ganzheitlichen

line, die sich alle durch höchste medizinische

pathie, Akupunktur, Akupressur, Massage,

Ansatz zur Behandlung von

Standards und eine hervorragende Aufent-

Pilates, Stretching, klassische Physiothera-

Unfällen und Erkrankungen des Bewegungs-

haltsqualität auszeichnen. Das Marktgebiet

pie und gezieltes Muskeltraining. Dies un-

apparats. Mit ihrem Fokus auf ambulantes

umfasst den deutschsprachigen Alpenbogen

terstützt eine umfassende und zügig voran-

Operieren und eine schnelle Heilung in spe-

mit einem aktuellen Fokus auf der Schweiz

schreitende Heilung. Auf diese Weise kann

zialisierten Therapie- und Regenerationszen-

und auf Süddeutschland.

SME umfassende medizinische Betreuung

tren schafft sie Vorteile für alle Beteilig-

mit einer hochklassigen Customer Experi-

rasch in den Alltag zurück, die Gesundheits-

Enge Zusammenarbeit mit Matteo Thun

kosten sinken. SME arbeitet im Rahmen

Das Raumprogramm der stilbewussten und

die Naturnähe der Standorte sind zentrale

ihrer Wachstumsstrategie zurzeit intensiv

gastfreundlichen Sportsclinics sieht neben

Grundlage für eine rasche Genesung.

an einem Netzwerk von eigenen Therapie-

den Gästezimmern Einzeltherapieräume,

Aus diesen Gründen stellt SME sehr hohe

und Regenerationszentren. Unter der Marke

Gruppentherapieräumlichkeiten und ein

Ansprüche an Architektur, Design, Interi-

ten. Die Patientinnen und Patienten kehren

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eco.nova

ence kombinieren. Gastfreundschaft, eine ästhetisch ansprechende Umgebung und


sports.medicine

Geplantes Aktivitätshotel mit Funktionsgebäude am JodSchwefelbad-Areal in Bad Wiessee

or und Aufenthaltsqualität in ihren The-

Wiessee am Tegernsee südlich von Mün-

rapie- und Regenerationszentren. Für die

chen. Rehetobel liegt eingebettet in die Na-

Umsetzung arbeitet das in der Ostschweiz

tur des Appenzeller Landes auf einer Son-

domizilierte Unternehmen eng mit Matteo

nenterrasse hoch über dem Bodensee. Das

rund 100 neue Arbeitsplätze. Die Eröffnung

Thun & Partners zusammen, einem welt-

dort vorgesehene Therapie- und Regenera-

ist für 2019 geplant.

bekannten, dem nachhaltigen Bauen ver-

tionszentrum wird über maximal 40 Zim-

Davos liegt im Kanton Graubünden und ist

pflichteten Architekturbüro aus Mailand.

mer verfügen. Die Eröffnung ist für 2018

ein bekannter Gesundheits- und Kurort.

Als Werkstoff gelangt bei den Therapie- und

vorgesehen.

Für die Sportsclinic Switzerland hat SME ei-

Regenerationszentren vorzugsweise Holz

In Bad Wiessee hat die SME das Areal des

ne Teilfläche des Areals der Hochgebirgs-

zum Einsatz. Ästhetische, ökonomische und

Jod-Schwefelbades erworben und plant da-

klinik Davos Wolfgang erwerben können.

technologische Nachhaltigkeit sind auch

rauf zurzeit ein innovatives Projekt. Auf

Auch in Davos ist die Nähe zur Natur ein

die Basis weiterer bekannter Arbeiten des

dem Gelände wird ein Aktivitätshotel mit

integraler Bestandteil von medizinischem

Mailänder Architekten und Designers. Mit

ca. 120 Betten für den medizinischen und

und architektonischem Konzept. Für den

dieser Grundhaltung entstanden zum Bei-

den nichtmedizinischen Gast entstehen. In

Betrieb des Therapie- und Regenerati-

spiel das Vigilius Mountain Resort in Meran

einem anliegenden Funktionsgebäude der

onszentrums mit seinen ca. 50 Gästezim-

(2003), die Mountain Residences EdelWeiss in

Sportsclinic Germany wird ambulant ope-

mern und einem angeschlossenen Ambula-

Katschberg (2009) und Tortona 37, ein Mul-

riert werden. Die historische, unter Denk-

torium sucht SME den Kontakt mit lokalen

ti-Use-Komplex in Mailand (2009). Matteo

malschutz stehende Wandelhalle mit ihrer

Partnern wie dem Regionalspital und den

Thun definiert sich in seiner Arbeit durch

großen Terrasse beherbergt das Restaurant,

zuständigen Behörden. Ihre Türen wird die

„eco – non ego“. Dazu Andreas Baenziger,

das auch den externen Gast willkommen

Sportsclinic Switzerland in Davos voraus-

Verwaltungsratspräsident von SME: „Matteo

heißen wird. „Wir möchten ein Zentrum der

sichtlich 2019 öffnen.

Thun hat die gleichen Werte wie wir – das ist

Gastfreundschaft und der Erholung reali-

eine ganz wichtige Voraussetzung für eine

sieren, das dem Dorf auch ein Ort der Begeg-

erfolgreiche Zusammenarbeit.“

nung und des Festes sein kann“, sagt Florian

Drei Therapie- und Regenerationszentren im Aufbau

Kamelger, CEO von SME. Das Unternehmen will dafür eng mit bereits am Tegernsee domizilierten Gesundheitsanbietern und wei-

Für drei Sportsclinics der SME ist die Pla-

teren Partnern aus der Region sowie der

nung bereits weit fortgeschritten: Reheto-

Gemeinde Bad Wiessee zusammenarbeiten.

bel und Davos in der Ostschweiz sowie Bad

Das Unternehmen schafft am Tegernsee

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Bergstrasse 68 CH-9038 Rehetobel Tel.: +41/71/694 60 00 info@sportsmedicineexcellence.net www.sportsmedicineexcellence.org

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Daheim sein ist alles Nach Hause kommen, die Tür hinter sich schließen, sich einfach wohl und geborgen fühlen – so ist das Leben in einem GRIFFNER Haus. Die Räume sind lichtdurchflutet, die Holzoberflächen schenken ein Gefühl der Vertrautheit, Wohnen und Natur gehen fließend ineinander über. Und jeder spürt: Jetzt bin ich daheim.

Z

eig mir, wie Du wohnst, und ich sag Dir, wer Du bist. Der österreichische Dichter Christian Morgenstern beschreibt sehr schön, wie eng wir mit unseren eigenen vier Wänden verbunden sind. Ein Haus ist Ausdruck unseres Lebensstils und wirkt

gleichzeitig auf uns zurück. Für diese unterschiedlichen Lebensstile bietet

GRIFFNER fünf sehr unterschiedliche Modelllinien, die sich in ihrer ar-

chitektonischen Formensprache wesentlich voneinander unterscheiden. Das Modell SQUARE ist geprägt von seinem quadratischen Grundriss, aus dem Spiel mit Kuben wird die BOX. Das schräg abfallende Dach prägt die Serie PULT, CLASSIC steht für das klassische Giebeldach. Das Modell MOMENTS ist ein Bungalow und das einzige eingeschoßige Haus von GRIFFNER. Diese fünf Grundmodelle sind aber nur die Basis. Jedes davon lässt sich vielfach variieren und erfüllt damit selbst außergewöhnliche Anforderungen und architektonische Wünsche der künftigen Besitzer.

Open Space Möglich wird diese Vielfalt durch das patentierte Planungskonzept Open Space: Alle statischen Lastableitungen werden sicher über einige wenige Stützen geführt. Tragende Innenwände gibt es nicht, stattdessen völlige Freiheit in der Raumgestaltung. Besonders angenehm spürbar ist die ungewöhnliche Raumhöhe. Während sie in Österreichs Wohnhäusern meist mit 2,50 Metern begrenzt ist, sind bei GRIFFNER 2,72 Meter Standard. Kombiniert mit großzügigen Fensterflächen gelangt so deutlich mehr Tageslicht und frische Luft ins Haus – zwei entscheidende Faktoren, wenn es um Wohlfühlen und Lebensfreude geht.

Wohngesunde Baustoffe Holz ist das tragende Element bei GRIFFNER, und das lässt sich sehen. Hier ist es die edle Holzdecke, die sich mit allen Einrichtungsstilen bestens versteht, dort sind es Lamellen an der Fassade, die Sicht- und Hitzeschutz übernehmen. Auch im Kern des Hauses, in der Konstruktion, steckt pures Holz. Nicht nur, weil Holz ein hochleistungsfähiger Baustoff ist, sondern auch aus Gründen der Nachhaltigkeit. Dieses Kriterium gilt für alle zum Einsatz kommenden Baustoffe, insbesondere für die Wärmedämmung, wo Holzfaser und Kork den Standard von Niedrigenergiehäusern verwirklichen. Wenn Design auf Ökologie trifft, dann ist es eben GRIFFNER. // www.griffner.com

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EDLER LADENBAU FÜR FRISCHE FRÜCHTE Als Gesamtausstatter im LebensmittelLadenbau steht die EDELGRUPPE heimischen und internationalen Unternehmen als innovativer und verlässlicher Partner zur Seite. Exklusives durchdachtes Design, solides Tiroler Handwerk und über zwei Jahrzehnte Erfahrung in den Bereichen Ladenbau, Kühltechnik und Klimasysteme garantieren eine termingerechte Projektumsetzung aus einer Hand. Wir kennen den Markt – die EDELGRUPPE. Valiergasse 38, A-6020 Innsbruck +43 512 344228, office@kluckner.at

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architektur & design

© HARALD VOGLHUBER

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Die Vielfalt von Weiß: „Just White“ in der Innsbrucker Leopolstraße 26


Einfach Weiß Es sollte ein Laden werden, in dem die Produkte im Vordergrund stehen. Ein Shop, der schon für sich als eigenständiges Konzept verstanden werden kann und der mit viel Liebe zum Detail gestaltet wird. Ein Laden, in dem man sich gerne aufhält, der gemütlich und modern zugleich ist. Julia Seidl hat es geschafft, aus ihrem „Just White“ genau so einen zu machen …

E

igentlich ist es die Farbe der

sie Drehscheibe, Kommunikationspunkt

scheinen beinahe zu leuchten. So werden die

Unschuld. Und noch eigentli-

und Treffpunkt. Wie die Tonne ist auch Julia

liebevollen Klein- und Großigkeiten perfekt

cher ist es ja gar keine Farbe. Bei

Seidl in ihrem Just White angekommen.

vom Raum unterstützt. Das zieht sich hin bis

Julia Seidl kommt Weiß aber

Generell tut sich am Wiltener Platzl in Inns-

zum Lichtkonzept: „Ich wollte weg von der

so gar nicht brav daher und ist dabei ganz

bruck seit einiger Zeit so einiges. Und wir

klassischen Shopbeleuchtung hin zu funkti-

schön bunt. „Ich wollte im Laden den Trend

sind richtig froh drum, denn es hat sich eine

onalen Designlampen, die frei schweben und

der Gitterkörbe als Möbelstücke an die Wand

ganz eigene Szene entwickelt. Kreativ, ver-

für sich als Gestaltungselement den Raum in

bringen und war dabei inspiriert von den

rückt und ein bisschen anders als anderswo.

kleine Highlights einteilen.“ Die schwarzen,

Leiterregalen, die es in den 1950er-Jahren ge-

Der richtige Platz fürs Just White.

schwenkbaren Wandlampen „Gras“ wurden

geben hat“, sagt sie. Neu interpretiert kamen

Bei der Farbgestaltung hat sich Julia Seidl für

zum Beispiel in den 1920er-Jahren in Paris

sie dann als verarbeitetes rostiges Stahlgitter

eine mutige, fast schwarze Farbe entschie-

produziert, neu aufgelegt und im Design an-

mit gewachsten Eichenböden an die Wand.

den. Sie macht den Raum optisch größer und

gepasst. Da ist es nur folgerichtig, dass es

In der Mitte des Raumes steht eine alte, auf-

erzeugt ein gemütliches, warmes Ambiente.

DCW-Produkte auch im Laden zu kaufen

bereitete Tonne, in der früher Honig rund

Dadurch bekommen die weißen Produkte so-

gibt. Hingehen. Umschauen. Mitnehmen. Es

um die Welt transportiert wurde. Heute ist

wie das Holz den notwendigen Kontrast und

gibt auch Vodka! // www.justwhite.at

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eco.kurz&bündig

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eco.kurz&bündig

Das Modell des Siegerprojektes vom Innsbrucker Architekturbüro beaufort.

ARCHITEKTUR ALS UNSICHTBARE SOZIALARBEITERIN

Das Caritas Integrationshaus Innsbruck wird neu gebaut. Die Diözese hat dafür im Rahmen eines geladenen Wettbewerbes das beste Projekt gesucht. Insgesamt haben 20 Architekturbüros ihre Entwürfe eingereicht, als Sieger ging mit 7:1 Stimmen jener der beaufort Architekten aus Innsbruck hervor. Caritasdirektor Georg Schärmer: „Das neue Haus bietet eine Architektur, die Menschen näher zueinander bringt und nicht trennt. Das Bedürfnis nach Privatheit ist ebenso befriedigt wie jenes nach Gemeinschaft.“ Das neue Integrationshaus wird am bisherigen Standort in der Gumppstraße 71 in Innsbruck errichtet. Das bestehende Gebäude wird im Mai abgerissen, der Neubau auf knapp 7.000 Quadratmetern insgesamt 65 Wohneinheiten und acht Krisenwohnungen beherbergen. Wie schon bisher wird es auch eine Lernhilfe für Schüler sowie einen DinnerClub geben. Neu hinzu kommt ein öffentliches Café. Im Untergeschoß entstehen Ateliers zur künstlerischen Betätigung, eine Werkstatt sowie ein interreligiöser Gebetsraum.

Immobilienmarktbericht 2016

A

m 9. Mai erscheint der Immobilienmarktbericht „Wohnen und Wirtschaften in Inns-

bruck“ zum elften Mal. Die Publikation untersucht die aktuelle Wohnpreissituation in Innsbruck und bietet KäuMPreis Sölden, Architekt: Raimund Rainer

fern und Verkäufern eine übersichtliche Darstellung des Wohnungsmarktes der Tiroler Landeshauptstadt. Realisiert vom Prochecked-Team schlüsselt der Marktbericht die nach validen statistischen Verfahren gewonnenen Grundbuchdaten auf und zeichnet die neuesten Entwicklungen und Trends auf dem Innsbrucker Immobilienmarkt nach. So wertete Prochecked vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2015 über 1.300 Immobilientransaktionen in Innsbruck aus – dies entspricht einem Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die

MPreis Telfs/Saglstraße, Architekt: Peter Lorenz

die differenzierte Darstellung der Wohnungspreise nach Stadtteilen. Wie schon in den vergangenen Jahren kletterten die Preise für Neubau- und Bestandswohnungen weiter nach oben. // Der Immobilienmarktbericht kann ab 9. Mai unter www.prochecked.at angefordert werden.

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© SIMON RAINER, THOMAS JANTSCHER

hohe Datendichte ist Voraussetzung für

GELOBT

MPreis hat wesentlich dazu beigetragen, Architektur auch im Alltag ins Bewusstsein zu rücken. Das Tiroler Familienunternehmen hatte den Mut, auch bei der Gestaltung von Supermärkten auf Architekten zurückzugreifen. Und dieser Mut wird belohnt. Kürzlich lobte sogar das „Deutsche Architektenblatt“, eine renommierte Fachzeitschrift unserer nördlichen Nachbarn, das Unternehmen in einem mehrseitigen Bericht. Besonders hervorgehoben wurde die gelebte Regionalität als prägende Unternehmensphilosophie und die ansprechende Gestaltung der Märkte. Seit Langem setzt MPreis auf Individualität und Ortsbezug. Oft nehmen Form und Material dabei Elemente aus der Umgebung auf. Die größten Qualitäten entfalten die Märkte jedoch im Inneren mit ihren hohen Verkaufsräumen und viel Tageslicht.

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eco.kurz&bündig

Die Sprache der Architektur Der Besitzer eines Grundstücks im Innsbrucker Stadtteil Hötting stand vor der Entscheidung, sich genau davon zu trennen ... oder eben nicht. Er hat es nicht getan und sich stattdessen entschieden, in die Rolle des Bauherrn zu schlüpfen.

D

as Konzept für das Projekt

es perfekt zur Umgebung passt. Die Lage,

Um dem Straßenverlauf mehr Raum zu ge-

„Pure“ der Imgang Architek-

städtisch in einer Villengegend gelegen, ist

ben, wurde der südliche Baukörper von der

ten, die Wohnbauqualitäten

dafür geradezu prädestiniert. Der Bauherr,

Bauflucht der Nachbargebäude abgerückt.

einer Villa mit neuen moder-

ein Juwelier, identifiziert sich mit bekann-

Somit entstehen zwei Gebäudeteile, die sich

nen Elementen zu koppeln, überzeugte den

ten Werten und lebt selbst in einem villen-

in Proportion und Größe wiederum an jene

Bauherrn zum Schritt, zwar das Grundstück

artigen Haus im Stadtteil. So zirkulierte die

einer klassischen Villa annähern.

zu behalten, sich aber von der alten baufäl-

Idee der Villa im Entwurf von Imgang weiter,

Für die Außenwand wurde ein monolithi-

ligen Villa zu trennen und stattdessen einen

vermischte sich mit der modernen Funktion

sches Konstrukt aus mit Mineralwolle ge-

Neubau zu wagen. Nun vereinen sich hier

des Wohnbaus und generiert Neues, das ei-

dämmten Ziegeln gewählt, als Heizsystem

fünf Wohneinheiten, die die Vorzüge einer

nem doch irgendwie bekannt und vertraut

eine Luftwärmepumpe in Kombination

Wohnanlage mit den räumlichen Qualitäten

vorkommt. Architekt DI Martin Kircher: „Für

mit einer Photovoltaikanlage verbaut, die

einer Villa verbinden.

uns bedeutet das Thema Villa mehr, als der

die nicht benötigte Energie ins allgemeine

Ein großzügiges Entree, teilweise erhöhte

aktuelle Standardwohnbau vorgibt: Ästhe-

Stromnetz einspeist. Der Vorplatzbereich

Raumhöhen in den Wohnungen und aus-

tik, Proportion, Komfort, Qualität und Form

wurde mit Kopfsteinpflaster versehen, in-

gewählte Materialien unterstützten dieses

und Raum, Gestaltungswille in Form eines

nen dominieren Fischgrätparkett, raumho-

Konzept. Vier der Einheiten zwischen 80

Manierismus.“

he Türen und Fenster sowie Fliesen, die an

und 154 Quadratmeter gelangen in den Ver-

Um die geplante Kubatur mit dem städte-

Zementfliesen aus der Jahrhundertwende

kauf, die Fertigstellung ist für das Frühjahr

baulichen Kontext in Einklang zu bringen,

erinnern. Im Stiegenhaus finden sich fi-

2017 geplant.

wurde die Stadtvilla in zwei versetzte und

ligrane Holzhandläufe. Es ist ein Spiel der

Gestalterisch lehnt sich der neue Entwurf an

durch das verglaste zweigeschoßige Stie-

Epochen, die im Mosaik ein modernes Gan-

die Typologie einer Stadtvilla an – auch weil

genhaus getrennte Baukörper gegliedert.

zes ergeben! // www.imgang.com

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GELDMUSEUM

FORMEN DES GELDES

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© BRUNO KLOMFAR

eco.kurz&bündig

Loft in der Scheune: Unternehmerische Strategien von Planern und Architekten sind das Thema des heurigen Tri-Kongresses. Hier die Umsetzung einer ehemaligen Scheune.

MUT ZUR EIGENINITIATIVE

„Dann mach ich es selbst!“ Unter dem Motto der TRi 2016 stellen Planer und Architekten heuer eigene unternehmerische Initiativen vor: Zukunftsweisende Projekte für nachhaltiges Bauen, die sie als Bauherren, Bauträger oder in einer Baugruppe selbst umgesetzt haben. Das Internationale Symposium für energieeffiziente Architektur findet heuer bereits zum 11. Mal in Bregenz statt und ist vom 19. bis 21. Mai im Festspielhaus zu Gast. Infos und Anmeldung unter: www.tri-info.com

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„Dann mach ich es selbst“ galt schon vor Jahrzehnten: Beispiel eines erfolgreich durchgeführten Baugemeinschaftsprojektes des Vorarlberger Architekten Wolfgang Juen.

DIE EICHE: BAUM DES JAHRES

Die Eiche zählt zu den wertvollsten heimischen Nutzhölzern für den Möbel- und Innenausbau sowie für Fenster, Türen, Treppen, Geländer und Verkleidungen vor allem im Außenbereich. Sehr im Trend ist die Eiche aktuell bei Möbeln und Parkett, traditionell wird sie auch für Fassdauben verwendet. Der Baum selbst hat eine weit ausladende Krone und wird 20 bis 30 Meter hoch. Bei heimischen Eichenarten ist die Rinde zuerst weißlich grau und weist später eine dunkle tieflängsrissige Borke auf. Die typisch geformten Blätter sind je nach Eichenart verschieden lang gestielt. Ihre Früchte sitzen in einem kleinen Fruchtbecher und sind für Wildtiere eine begehrte Nahrungsquelle.

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Volvo XC90 T8 Twin Engine 8­Gang Geartronic Automatikgetriebe 235 + 64 kW / 320 + 87 PS, Kraftstoffverbrauch: 2,1 l/100 km (kombiniert), CO2­Emissionen (kombiniert): 49 g/km (gem. vorgeschriebenem Messverfahren), 18,2 kWh/100 km Stromverbrauch.

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AUSSCHREIBUNG

Die Einreichfrist für die Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2016 hat begonnen. Eingereicht werden können in Nord- und Osttirol ausgeführte Bauwerke, die von Architekten bzw. Ingenieuren geplant wurden. Voraussetzung ist, dass die Fertigstellung zwischen 2014 und 2016 erfolgte und die im Bauwerk angelegte Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit in ästhetischer wie innovatorischer Hinsicht als besonders vorbildlich zu bezeichnen ist. Einreich-Ende ist der 24. Juni 2016. Weitere Infos gibt’s im aut. architekur und tirol unter office@aut.cc bzw. 0512/57 15 67.

WOHNPROJEKT MIT PRAXISFLÄCHEN Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn startet Carisma Immobilien mit ihrem Projekt in Kirchberg. Bis Ende 2017 entstehen hier zwei Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen zwischen 48 und 176 Quadratmetern, 34 Tiefgaragenplätze und eine rund 200 Quadratmeter große Praxisfläche.

FRÄULEIN MAIR’S GESPÜR FÜR DESIGN

Nina Mair ist eine Frau mit Gefühl und Verständnis für das Material, sie ist Spezialistin des zeitlosen Designs, funktional und dabei gleichzeitig humorvoll. Die Ideen zu ihren Entwürfen holt sich die Designerin im Alltag. Es sind die Menschen und ihr Verhalten gegenüber Objekten, die sie antreiben. Auch dieses Jahr wählte Mair wieder die bedeutendste Möbelmesse des Jahres – den Salon del Mobile in Mailand – als Schauplatz, um ihre neuesten Produkte zu präsentieren. Für eine ganz besondere Kollektion an Möbelstücken war das Stadtleben Kairos die Inspirationsquelle. Herausgekommen sind unter anderem der Beistelltisch Cooper und die Kommode Mashrabeya mit zarter Gitterstruktur.

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FAHRSPASS GESUCHT, JOY GEFUNDEN.

Grund genug für einen Freudentanz: der ŠKODA Fabia Joy 1) ab 11.980,– Euro. Das Sondermodell mit vielen Extras und bis zu 1.850,– Euro Preisvorteil – jetzt bei deinem ŠKODA Betrieb. Details bei deinem ŠKODA Berater. Symbolfoto. Stand 03/2016. 1) Die Fabia Joy Sondermodelle sind streng limitiert und gelten nur solange der Vorrat reicht. Alle angegebenen Preise sind unverb., nicht kart. Richtpreise inkl. NoVA und 20 % MwSt. Der Preisvorteil gilt gegenüber Fabia Kurzheck Active inkl. Active Austria-Paket auf Basis der Motorisierung 60 PS (5-Gang). Bitte beachte, dass sich bei anderen Motorisierungen die Preisvorteile, der NoVA-Satz und die Brutto-Listenpreise für die Sondermodelle ändern können.

Verbrauch: 4,7–4,8 l/100 km. CO2-Emission: 106–109 g/km.

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© VANDORY

eco.kurz&bündig

Prokurist Engelbert Spieß, Geschäftsführer Hannes Gschwentner, Prokuristin Heidi Geisler und Geschäftsführer Klaus Lugger auf einem Hochhausdach in der Innsbrucker Reichenau.

NHT GOES PV NEUARTIGES KONZEPT

Kürzlich fiel der Baustart für das neue Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten. Das direkt an der Talstation gelegene Traditionshaus wurde vor zwei Jahren von der Pletzer Gruppe übernommen und wird in den nächsten Monaten als neue Qualitäts- und Ganzjahresdestination auf 4-Sterne-Basis ausgebaut und erweitert. Insgesamt investiert die Pletzer Gruppe 18 Millionen Euro in das Projekt. Zu Weihnachten soll das 220-Betten-Haus seinen Betrieb aufnehmen und auch für Seminare, Veranstaltungen und Events genutzt werden können. Bis 2018/2019 plant die Gruppe weitere Tourismusinvestitionen und möchte damit die 1.000-Betten-Marke knacken. Das nach der Insolvenz übernommene Hotel Schick in Walchsee wird 2017 generalsaniert, parallel dazu wird ein 15-Millionen-Hotelprojekt in Bayrischzell realisiert.

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Die Neue Heimat Tirol (NHT) misst dem Einsatz von Strom aus Photovoltaik (PV) einen ganz besonderen Stellenwert bei. Diese nachhaltige Strategie präsentierten die Geschäftsführer Hannes Gschwentner und Klaus Lugger in Innsbruck: Über 8.000 Tiefgaragenplätze werden demnach mit Sonnenstrom beleuchtet, Wohnungen erhalten einen eigenen Kollektor am Gebäudedach, sämtliche Lichtquellen in den allgemeinen Gebäudeteilen werden auf sparsame LED-Technik umgestellt. Laut Lugger sparen die Bewohner der NHT-Wohnungen damit rund eine Million Kilowattstunden im Jahr. Das entspricht dem Stromverbrauch des gesamten Olympischen Jugenddorfes in Innsbruck oder der Gemeinde Baumkirchen mit ca. 1.200 Einwohnern. Gschwentner kündigte zudem ein Pilotprojekt an: „Im Sinn unserer Nachhaltigkeitsstrategie beziehen wir bei der Aufstockung eines Wohnhauses in Innsbruck die Wohnung selbst mit ein. Dabei wird jede Wohneinheit direkt mit einem auf dem Dach montierten PV-Kollektor über eine eigene Stromleitung verbunden. Mit diesem Strom kann der Warmwasserboiler oder die Heizung unterstützt werden.“


Das Qualitätsprodukt ist die Voraussetzung für ein gutes Handwerk!

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& FAKTEN

h c s i t s i m i t p o g i t Vorsich

uunternehmen r 2016 ist da. Sie soll Ba jah üh Fr s da r fü u“ ha s einer AuftragDie „Tiroler Bauvorsc nen und setzt sich au die t en um str in gs un Plan (Unternehals Informations- und agnehmer-Befragung ftr Au er ein d un r) be e Ergebftragge ustrie) zusammen. Di nd geber- (öffentliche Au ui Ba r de e wi so es auptgewerb schaft erkennen. men des Tiroler Bauh in der Tiroler Bauwirt z en nd Te ive sit po t nisse lassen eine leich

Erwartete

Umsätze

1,2 Mrd. Euro

prognostizierte klassisch bauwirksame Leistungen 2016

22,3 % Betriebe, die in den

VERTEILT AUF DIE BEREICHE IN MIO. EURO

nächsten 12 Monaten einen Umsatzanstieg erwarten. 46,9 % gehen davon aus, dass er in etwa gleich bleiben wird, 30,8 % erwarten sinkende Umsätze – vor allem in den Tiefbaubereichen.

Öffentlicher Wohnbau: Sanierung im Wohnbau: Sonstiger Hochbau: Verkehrswegebau: Tunnelbau: Sonstiger Tiefbau:

296,8 113,3 250,0 213,8 114,5 179,9

4.547

2,88

im Hochbau im Feber 2016

unselbständig Beschäftigte

Stimmung der Tiroler Bauwirtschaft nach Schulnotensystem

2.401 im Tiefbau im Feber 2016

155,31 Mio. Euro

hat das Land Tirol 2015 an Wohnbauförderungen und Wohnhaussanierungen zugesichert. Das ist um 10,1 % weniger als im Jahr zuvor.

10.947 Lehrlinge sind in Tiroler Betrieben tätig. Davon entfallen 3,5 % auf Lehrberufe des Bauhauptgewerbes. Zum Stichtag 31.12.2015 waren in Tirol 3.344 Lehrlinge im 1. Lehrjahr in Ausbildung.

10.947

Lehrlinge

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Der neue Jaguar F-PACE kombiniert sportliches Handling und atemberaubendes Design mit hoher Alltagstauglichkeit und Effizienz. Sein kraftvolles, vom Jaguar F-TYPE inspiriertes Auftreten verleiht ihm eine aufsehenerregende Straßenpräsenz. Leistungsstarke Motoren, Aluminium-Leichtbau-Konstruktion und modernste Fahrdynamik-Technologien sorgen für sportliche Performance und maximalen Fahrspaß. Ab sofort bei Ihrem Jaguar Partner. jaguar.at

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Kraftstoff verbrauch in l/100 km: 12,2–5,7 (innerorts); 7,1–4,5 (außerorts); 8,9–4,9 (komb.); CO2-Emissionen in g/km: 209–129. Symbolfoto.

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eco.kurz&bündig

KITCHEN AFFAIRS

© WK TIROL

Schon seit Längerem ist die Küche der Mittelpunkt des Zusammenlebens. Hier essen wir mit der Familie und lassen den Tag Revue passieren. Doch von Zeit zu Zeit ist auch hier ein Tapetenwechsel erwünscht.

„UM DIE BAUMÄNGEL ZUKÜNFTIG STARK ZU REDUZIEREN, IST ES NOTWENDIG, WEITERHIN IN EINE HOCHQUALITATIVE AUSBILDUNG ZU INVESTIEREN.“ Landesinnungsmeister DI Anton Rieder

Mehr Ausbildung – weniger Pfusch am Bau! Seit bereits neun Jahren setzt der Tiroler Bautag Impulse und greift wichtige Themen der heimischen Branche auf. Das Thema „Pfusch am Bau“ bildete das Motto der diesjährigen Auflage.

L

andesinnungsmeister DI Anton Rieder betonte, dass die Tiroler Bauwirtschaft auf ein zufriedenstellendes Jahr 2015 zurückblicken kann. Beim Thema „Pfusch am Bau“

gibt es allerdings noch viel zu tun. Laut Mag. Andreas Kreutzer ist die Lage im Osten dramatisch, in Tirol hingegen noch positiv. Die Gründe für die Baumängel sind vielfältig. Die Vorgabezeiten sinken aufgrund des steigenden Preis- und Kostendrucks, und es mangelt an qualifiziertem Personal. Weitere Ursachen sind sich widersprechende Normen, Preisdumping und Billigstbieterverfahren und der hohe Anteil an Subunternehmen. Der aus der ATV-Serie „Pfusch am Bau“ bekannte Günther Nussbaum gibt der Gewerbeliberalisierung einen wesentlichen Schuldanteil. Es gibt immer weniger Baustellen, auf denen ein Baumeister vor Ort ist. Während der Podiumsdiskussion waren sich die Diskutanten einig: Eine hochqualitative Ausbildung ist das Erfolgsrezept für die Verringerung der Baumängel..

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Bei den Küchentrends 2016 können wir uns entspannt zurücklehnen, denn wir treffen auf bekannte Gesichter. Die Designer sind sich treu geblieben und so sind in diesem Jahr für die Küche insbesondere drei Stile kennzeichnend: moderne Klassik, der skandinavische Stil und der Retro-Style mit kräftigen Farbakzenten. UNBESTRITTEN SCHÖN Die klassische Küche ist eine zeitlose Lösung. Monochrome Farben sind dabei nur eine Möglichkeit, mit wenig Aufwand atemberaubende Effekte zu erzielen. Helle Farben leuchten indes jede noch so kleine Küche aus und geben ihr mehr Dimension. Wer’s gern natürlich mag, kombiniert Weiß mit Brauntönen, dazu passt auch Holz sehr gut. Glänzende Oberflächen geben der Küche nicht nur den letzten Schliff, sondern sind darüber hinaus auch leicht zu reinigen. WENIGER IST WENIGER: Wer es unkompliziert und komfortabel mag, wird die Vorteile des skandinavischen Stils lieben. Die skandinavische Küche ist eine Küche voller Licht, die Möbel sind ergonomisch, komfortabel und funktional. Schnickschnack sucht man hier vergebens. Der Boden ist oft aus Naturholz, Stein oder Fliesen in den Farben Grau, Schwarz oder Weiß. Zwar sind die Grundfarben eher dezent, werden jedoch mit stärkeren Farbakzenten aufgelockert. RETRO COOKING! Der Retro-Style ist leicht, fröhlich und bunt und vereint altmodisches Design mit modernen Funktionen. Abgerundet wird er mit Plakaten von Stars wie Audrey Hepburn, Elvis Presley oder Marilyn Monroe. Bunte Butterdosen, Schneidebrettchen, alte Kaffeemühlen sowie Holzutensilien und Korbgeflechte untermalen die Vertrautheit, Wärme und Geborgenheit des Looks. Quelle: livingpress.de


© DACH+FACH / WATZEK PHOTO

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Vorbild Natur

Wohnraum neu schaffen oder bestehenden für die nächste Generation erweitern: Das Holzbauunternehmen Dach+Fach aus Polling zählt in beiden Fällen zu den erfahrensten Betrieben im Land und beweist das mit architektonisch gelungenen Bauten. Vorbild ist dazu die Natur.

D

azu ist kein Baustoff besser ge-

beiten einen Blick auf die Arbeiten seines

schaffen als das Naturprodukt

neuen Zuhauses werfen. Eine Besichti-

Holz. Der natürliche Baustoff ist so

gung im Unternehmen ist jederzeit mög-

individuell wie der Mensch selbst. Seine le-

lich. Die vorgefertigten Bauteile werden

bendige Ausdruckskraft ist überall spürbar

dann innerhalb kürzester Zeit montiert.

und wirkt sich positiv auf das eigene Wohl-

Hier wird besonders auf eine entspre-

befinden aus.

chend trockene Ausführung geachtet. In

Holz schafft allgemein gesunde Wohnver-

der Ausbauphase nimmt das Holzhaus

hältnisse. Die Räume erreichen im Winter

schließlich Gestalt an.

aufgrund der höheren Oberflächentempe-

Dach+Fach bietet hierfür die Ausbaustufen

ratur von Holz schon bei geringer Heizleis-

Rohbau, fassaden- oder schlüsselfertig. „Ver-

tung sehr schnell eine angenehme Wohl-

trauen Sie auf unser hervorragendes Kom-

fühltemperatur.

plettangebot oder nutzen Sie die Möglichkeit

Witterungsunabhängig findet die Vorpro-

zur Einsparung durch Eigenleistung. Laufen-

duktion in der Werkhalle von Dach+Fach

de interne und externe Qualitätskontrollen,

in Polling statt. Die Bauteile werden dank

beispielsweise durch die Holzforschung Aus-

modernsten Produktionsmethoden und

tria, garantieren eine perfekte Ausführung

maschinellen Einrichtungen auf höchstem

Ihres maßgeschneiderten Wohntraums“,

technischem Niveau gefertigt. Natürlich

bekräftigen Karl-Heinz Eppacher und Josef

kann der Bauherr bereits bei den Vorar-

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eco.kurz&bündig

FUNKELNDE ARCHITEKTUR

Die Swarovski Kristallwelten sind immer wieder einen Besuch wert, weil es laufend Neues zu entdecken gilt. Innen wie außen locken architektonische Highlights. Unser Tipp: Am 15. Mai von 11 bis 17 Uhr lädt der Riese zum bunten Frühlingsfest für die ganze Familie. Im Außenbereich ist bei Wasserexperimenten, Tai-Chi und Gehirngymnastik Mitmachen angesagt, im Garten kann man Riesenseifenblasen auf die Reise schicken, beim Kinderschminken in eine neue Rolle schlüpfen und sich im Spielturm und der Hüpfburg austoben. Im Inneren warten spezielle Familienführungen, fürs leibliche Wohl sorgt das Café Restaurant Daniels.

VORMUTTERTAGSUND MUTTERTAGSMENÜ 7. & 8. MAI 2016 Komposition vom Thunfisch Asia-Style Schaumsüppchen von der Brunnenkresse mit gebratener Jakobsmuschel Knuspriges Zanderfilet mit Lauch und Kartoffelschaum Heidelbeer-Kaffee-Sorbet Rosa gebratener Rinderrücken auf Rosmarinsauce, mit Marchfelder-Spargel, Topinambur und Babyspinat Muttertags-Dessertvariation Mousse von der Toblerone, Erdbeere und Zitrone

Jede Mutter bekommt eine kleine Aufmerksamkeit von uns!

© WERNER KURZ/WEINBERG

Preis € 65,-

Stadtrat Gerhard Fritz, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Architekt Johannes Wiesflecker, Weinberg-Geschäftsführerin Monika Froschmayr, Projektleiter Christian Schleich und Architekt Michael Kritzinger

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Die Weinberg Bauträger & Projektentwicklungs GmbH feierte vor Kurzem die Firstfeier ihrer Stadthäuser am Innsbrucker Fürstenweg 29. Die Bauarbeiten laufen nach Plan, Ende des Jahres sollten die Bewohner einziehen können. Die Architekten Johannes Wiesflecker und Michael Kritzinger haben die 107 Wohnungen auf vier höhengestaffelte Baukörper verteilt und dazwischen viele Freiräume gelassen. Alle Wohnungen waren bereits vor Fertigstellung des Rohbaus verkauft, bei den beiden Gewerbeeinheiten stehen noch Flächen zur Verfügung.

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Die dänische Lifestylemarke Bang & Olufsen kreiert nicht nur schönes Design, sie ist auch technisch ganz vorne mit dabei. Mit seinem Multiroom-System vereint B&O Geräte in nur einem drahtlosen System und ermöglicht es, in verschiedenen Räumen unterschiedliche Musik zu hören oder sie im ganzen Haus erklingen zu lassen. BeoLink Multisystem zu bedienen ist so einfach, wie das Licht ein- und auszuschalten. Während die Musik wiedergegeben wird, kann ein weiteres B&O-Gerät ganz einfach durch Berührung zugeschalten werden – im ganzen Haus. Weder Smartphone noch Fernbedienung sind dafür erforderlich, durch einfaches Antippen ist das Gerät bereits Teil des Musikstreams. Und auch Klassiker erstrahlen mit dem System in neuem Glanz. Denn Lieblingsstücke wie der ikonische CD-Player BeoSound 9000 oder der Plattenspieler BeoGram 4000 können dank dem BeoLink Converter ins System integriert werden. Infos dazu gibt’s bei IQ TEC in Innsbruck. // www.iq-tec.at

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02. OKTOBER 05.OKTOBER LORD OF ZUCCHERO THE DANCE TOUR

OLYMPIAHALLE OLYMPIAHALLE 40 herausragende Tänzer verzaubern Mit seiner Österreich-Tournee heizt erneut die Olympia-Bühne Innsbrucks. der Italo-Star in Innsbruck ein.

28. Mai 2016 3rd Alpine Cheer Masters 01. Juni 2016 Handball Quali Damen „Österreich – Spanien“ 08. – 09. Juni 2016 vocatium – Messe für Ausbildung und Studium

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coLIn coLLEcTIon Gründerzeit trifft Moderne

In der Colingasse 10 inmitten des Innsbrucker Zentrums wird das Gründerzeithaus aus dem Jahr 1881 um einen zweistöckigen Dachgeschoßausbau erweitert. Moser Wohnbau & Immobilien errichtet dort 5 stilvolle Wohnungen zwischen 61 und 125 Quadratmetern, die sich jeweils über zwei Etagen erstrecken. Die Architektur des Ausbaus hebt sich mit ihrer modernen Gestaltung bewusst von der wunderschönen Altbaufassade ab und erlaubt einen luxuriösen Weitblick über Innsbrucks Dächer. Fertigstellung ist im Herbst 2017, der Verkaufsstart ist bereits erfolgt.

Nähere Informationen bei Andreas Kössler, Immobilientreuhänder Egger-Lienz-Straße 4, 6020 Innsbruck Tel.: 0664/414 75 94 info@immo-koessler.at www.immo-koessler.at


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FEINE STEINE

Auf den Seiten 128 bis 136 zeigen wir Ihnen feine Sitzgelegenheiten für innen und außen. Ganz besonders wohl fühlen sich deren Beinchen, wenn sie auf feinem Naturstein stehen. Der erobert zusehends nämlich auch den Innenraum abseits von Bad und Küche. Katzenberger ist seit Jahren Spezialist für Naturstein – seit einiger Zeit auch indoor. Seit letztem Jahr gibt’s eigene Schauräume mit ausgesuchten Materialien für den Innenbereich, Fachberatung inklusive. // www.katzenberger.co.at

Zeitlos schöne Naturholzböden Treffen Ursprünglichkeit, Individualität und Wertempfinden für hochwertige Naturprodukte auf fruchtbaren Boden, entsteht aus wilder, unverfälschter Natur ein Stück zeitloser Wohnkomfort.

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n Leutasch, zwischen Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen, umrahmt vom Wetter-

stein- und Karwendelgebirge, liegt die Heimat der Marke „Wildbrett“. Wir sind uns sicher, dass uns die kraftvolle Natur mit all ihren Elementen veranlasst hat, etwas Nachhaltiges, Wertbeständiges und ästhetisch Zeitloses zu schaffen.

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SAUNAKULTUR

Ihren Ursprung hat die Sauna in Finnland, ihre Vollendung findet sie in Tirol. snow von Thomas Krämer und Aria Sadr-Salek ist ein Studio für Architektur und Fotografie, das sich über konsequente und konzeptbezogene Architektur definiert. Quasi als „Nebenprodukt“ haben die beiden eine Sauna konzeptioniert, die sich aktuell in der Prototyp-Phase befindet. Sie basiert auf einigen Studien von minimalen Räumen (würde also auch gut zu unserer Geschichte ab Seite 14 passen), die Seitenverhältnisse (1:1 / 1:2) stammen von den sakralen Bauten der Gotik. Ihr Name „Panu“ kommt passenderweise aus dem Finnischen und heißt übersetzt – und noch passender: Feuer. Das Design ist einfach, naturverbunden und durchdacht, durch die fächerformig angeordnete Lamellenfront verändert sich die Sicht je nach Standort. // www.snow.at


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SCHATZKISTE DES LANDES

© VANDORY

Die von den Tiroler Landesmuseen verwalteten Sammlungen des Vereins Ferdinandeum und des Landes Tirol sind neben jenen des steiermärkischen Landesmuseums der größte regionale Sammlungsbestand Österreichs. Derzeit sind die sieben Sammlungen an insgesamt acht verschiedenen Standorten in elf Einzeldepots untergebracht. Mit dem neuen Sammlungsund Forschungszentrum (SFZ) in Hall soll sich das ändern. Zum von der Tiroler Landesregierung ausgeschriebenen Architekturwettbewerb wurden insgesamt nicht weniger als 151 Projekte eingereicht. Als klarer Sieger ging dabei der flache quadratische Baukörper der Wiener Architekten Robert Diem und Erwin Stättner (Franz ZT GmbH) hervor. Der Neubau schreitet aktuell zügig voran und bleibt voraussichtlich innerhalb des genehmigten Kostenrahmens von 24 Millionen Euro. Kürzlich konnte die Firstfeier des Baus begangen werden, die Fertigstellung und Eröffnung ist für August 2017 vorgesehen. NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner, Wohnbau-Landesrat Johannes Tratter, NHT-Geschäftsführer Klaus Lugger, BM Josef Auer, Beteiligungs-Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und GBV-Österreich-Obmann Karl Wurm mit Familie Stock-Zelger unter weiteren Mietern

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Die Neue Heimat Tirol (NHT) hat in Radfeld eine ganz besondere Mietwohnanlage errichtet, denn eine dieser 23 Wohnungen ist genau die einmillionste, die von den gemeinnützigen Bauvereinigungen Österreichs fertiggestellt wurde.

So bunt wie das Leben

Barbara Holluschek hat mit ihrem Wohnbar 19 in Wilten ein wahres Kleinod des schönen Wohnens geschaffen. Nebst wunderbaren Kleinigkeiten und Accessoires gibt es hier auch Möbel, die so individuell sind wie ihre künftigen Besitzer.

I

mmer wieder aufs Neue verlieben wir uns in den Laden in der Innsbrucker Schöpfstraße, weil es im Wohnbar 19 so herrlich viel zu entdecken gibt. Es ist

ein Ort zum Verweilen und Stöbern und selbst wenn man gar nichts Bestimmtes sucht, wird man hier fündig. Doch es sind nicht nur die kleinen Dinge, die das eigene Zuhause liebenswert machen, deshalb finden wir es toll, dass es bei Barbara Holluschek auch die etwas größeren gibt. Möbel von Jones Antiques zum Beispiel – enorm wertig und nicht zu vergleichen mit industriell gefertigter Ware. So wie alles hier. Jedes Stück ist einmalig und hat seine ganz persönliche Note. Weil unser Herz schlussendlich an dem hängt, was die Hände erschaffen haben, an Produkten, die eine Geschichte haben und Geschichten erzählen.

Schöpfstraße 19a, 6020 Innsbuck Tel.: 0512/31 78 41 www.wohnbar.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr Sa. von 10 bis 12 Uhr Im Wohnbar 19 finden Sie die schönsten Möbel aus vergangenen Zeiten sowie wunderschöne alte und handgemachte Wohnaccessoires, unter denen sich immer wieder tolle Einzelstücke finden lassen.

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1.000.000

Die NEUE HEIMAT TIROL übergibt die der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft Österreichs

ste Wohnung

Übergabe Wohnanlage

Radfeld, Pfarrfeld In Radfeld, Pfarrfeld 4 und 5, errichtete die NEUE HEIMAT TIROL eine Wohnanlage mit 23 Mietwohnungen samt Tiefgarage. Der spezifische Heizwärmebedarf für die Wohnanlage beträgt laut Energieausweis 11,1 bzw. 11,2 kWh/m²a. Wir, der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen und die NEUE HEIMAT TIROL, freuen uns bekannt geben zu dürfen, dass im Zuge der Übergabefeier dieser Wohnanlage die 1.000.000ste Wohnung der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft Österreichs übergeben wird. Die Gemeinnützigen, deren Dachorganisation heuer das 70-jährige Bestandsjubiläum feiert, haben damit für rund zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher Wohnraum geschaffen. Jeder fünfte Einwohner unseres Landes profitiert damit von günstigen Mieten für Wohnungen mit Top-Qualität. Mit der feierlichen termingerechten Wohnungsübergabe wünschen wir den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern alles Gute für die Zukunft. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Land Tirol für die Bereitstellung der Wohnbauförderungsmittel sowie der röm.-kath. Pfarrkirche zum Hl. Virgilius in Rattenberg als Baurechtsgeberin. Weiters bedanken wir uns bei der Gemeinde Radfeld für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei den Planern und ausführenden Firmen für die hervorragende Arbeit und bei den neuen Bewohnern für das entgegengebrachte Vertrauen. Bauausführende Firmen: Planverfassung: scharmer - wurnig - architekten ZT gmbh, Innsbruck Bau meister: ARGE Fröschl - Riederbau, Schwoich Aufzug: Hollaus-Aufzüge GmbH, Breitenbach am Inn Bauakustik: Fiby ZT-GmbH, Innsbruck Bodenbelag: Fischer-Parkett GmbH & Co KG, Innsbruck Brandschutztüren und -tore: Peneder Bau-Elemente GmbH, Hall in Tirol Elektro: Andreas Singer, Zellberg Estrich: Dengg & Tasser GmbH, Mayrhofen Fassadenschlosser: Alois Muigg GmbH, Mühlbachl Fenster: Actual Fenster Türen Sonnenschutz GmbH, Salzburg Fliesen: Troyer GmbH, Innsbruck Gärtner: Kerschdorfer GmbH, Stumm Heizung: Freund Heizung Sanitäre GmbH, Thaur Lüftung: Ing. Gerhard Trenkwalder GmbH, Jenbach Maler: Celebi Vahdi, Kirchberg in Tirol Planung Elektro: Ing. Peter Hanel, Innsbruck Planung Haustechnik: Klimatherm GmbH, Zirl Sanitäre: Opbacher Installationen GmbH, Fügen Schlosser: Hans Weithas GmbH & Co KG, Rum Spengler: Carl Günther GmbH, Kematen in Tirol Statik: Bernard Ingenieure ZT GmbH, Hall in Tirol Terrazzo, Naturstein: Troyer GmbH, Innsbruck Trockenbau: TBM Innenausbau GmbH, Bergheim Türen: Johann Huter u. Söhne, Innsbruck Zimmerer: Holzbau Wurm GmbH, Stumm Finanzierung: Raiffeisen Bausparkasse

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Hier lässt‘s sich wohnen: 2-Zimmer-Wohnung in dieser Wohnanlage mit 56 m² samt Balkon, Kellerabteil sowie Tiefgaragenabstellplatz und Abstellplatz im Freien Nettomiete pro Monat: € 301,– (je Nutz-m2 € 5,38) Betriebs-, Heiz-, Warmwasserkosten und Steuern: € 200,– (je Nutz-m2 € 3,57) Bruttomiete pro Monat: € 501,– (je Nutz-m2 € 8,95) Derzeit baut die NHT in Absam, Breitenbach, Erl, Fliess, Heiterwang, Imst, Innsbruck, Jenbach, Kaltenbach, Kematen, Kirchberg, Kitzbühel, Kundl, Mayrhofen, Oberhofen, Oberndorf, Radfeld, Reutte, Scharnitz, Schwaz, Sölden, Telfs, Tösens, Wattens und Zirl

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© ALIAS

eco.kurz&bündig

Langbeinig Noch bis 28. Mai in der Galerie Rhomberg zu Gast: Spaghetti Chair by Giandomenico Belotti / Limited Edition by Alfredo Häberli.

A

lfredo Häberli feiert den

ten in der Serie paludis unerwartete hapti-

ti Chair hat sofort seine Neugier geweckt.

Kultstuhl „Spaghetti Chair“,

sche und visuelle Eindrücke.

Nicht nur, weil er so leicht, grafisch, radikal

den Giandomenico Belotti

Der Spaghetti Chair steht für materielle und

und auf ein Mindestmaß reduziert ist. Nicht

im Jahr 1979 für Alias ent-

formelle Einfachheit. Seine Variationen ver-

nur, weil er so bequem und intelligent ist,

worfen hat. Seit September werden sieben

vielfachen die Einsatzmöglichkeiten. Mit

sondern weil seine Proportionen und sein

limitierte Auflagen in einer Wanderaus-

oder ohne Armlehne oder stapelbar ist er für

Material ihn direkt angesprochen haben: „Als

stellung präsentiert. Diese ist aktuell in der

Gemeinschaftsräumlichkeiten und Trend-

ich auf ihm saß oder auch nur vor ihm stand,

Innsbrucker Galerie Rhomberg stationiert.

lokale als auch für all die, die einen nüchter-

sprach er zu und mit mir. Vom ersten Augen-

Der Designklassiker ist der erste Stuhl von

nen, informellen Stil bevorzugen, einsetzbar.

blick an. Mein Gedanke war: Wenn Giando-

Alias, der in die Kollektion des MoMA in New

„Seitdem ich Renato Stauffacher kenne, der

menico Belotti einen so extremen Stuhl ent-

York aufgenommen wurde. Seine Struktur

in einem von Belotti geplanten Haus lebte,

werfen konnte, bevor ich mit dieser Arbeit

besteht aus lackiertem oder verchromtem

besitze ich einen Spaghetti Chair. Bei einem

begann, dann wäre diese Suche nach neuen

Stahl, die Sitzflächen und Rückenlehnen

Essen mit Designern von Alias hatte ich das

Interpretationen der Beginn eines kleinen

sind aus PVC-Schnur, die um das Gestell ge-

Vergnügen, Giandomenico zu begegnen. Ich

Fests der Freude. Aber eigentlich handelt es

wickelt ist. In der transparenten Version wir-

war beeindruckt von der Kraft und der Ei-

sich um eine tiefe, respektvolle Hommage an

ken sie diskret, in der farbigen Ausführung

genständigkeit seiner Arbeiten. Etwas, das

diesen Kultstuhl und seinen Erschaffer,

entschlossener. Weitere Varianten aus Kern-

man in heutigen Produkten nur noch selten

Giandomenico Belotti.“

leder oder einem speziellen Bastgeflecht bie-

findet“, sagt Alfred Häberli. Der Spaghet-

// www.galerie-rhomberg.at

108

eco.nova


promotion

Wir stellen alles in den Schatten

Sonnenschutzsysteme müssen höchst unterschiedliche Funktionen erfüllen. Sie sollen die Innenräume vor Überhitzung aufgrund der Sonneneinstrahlung schützen und eine Blendung an fensternahen Arbeitsplätzen infolge übermäßigen Lichteinfalls verhindern. Gleichzeitig dürfen sie die wesentlichen Funktionen der Fenster, die sie beschatten, nicht beeinträchtigen.

S

onnenschutzsysteme prägen

Ihnen vor Ort oder in unserer Firma mit

als sichtbare Bestandteile we-

großem Ausstellungsraum. Zuverlässigkeit

sentlich das Bild einer Fassade

und hohes fachliches und handwerkliches

und müssen daher mit dem ar-

Können sind für uns die Grundlagen un-

chitektonischen Konzept des Gebäudes im

seres Erfolgs. Fachmännische und sorgfäl-

Einklang stehen. Moderne Systeme haben

tige Montage gehören ebenso zum hohen

dabei enormes Potenzial für den Klima-

Qualitätsanspruch wie das ausgezeichnete

schutz: Konsequent eingesetzt, spart ein

Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Firmeninha-

intelligent gesteuerter Sonnenschutz Ener-

ber Remo Ennemoser.

gie für Heizung, künstliche Beleuchtung

Remo Ennemoser

und Klimatisierung und senkt somit den Die Firma Ennemoser ist ein Familienbetrieb mit über 40-jähriger Erfahrung in der Sonnen- und Wetterschutzanlagenbranche. Zufriedene Kunden sind die Firmenphilosophie der Firma Ennemoser. „Durch unser regelmäßig geschultes Fachpersonal erhalten Sie umfassende Beratung bei

Sie vermissen noch etwas, haben Fragen oder auch Anregungen? Nehmen Sie doch einfach unter 0512/58 88 28 Kontakt mit uns auf oder besuchen Sie unsere Homepage unter www.ennemoser-sonnenschutz.at.

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© CHRIS HUMPHREYS

Ab auf die Insel Hier ist ausnahmsweise mal nicht die Rede von der Karibik. Generell geht es nicht um den Süden. Wir werfen einen architektonischen Blick nach Großbritannien und zeigen Ihnen ein paar tolle Häuser für die schönste Zeit im Jahr, den Urlaub. Architektur auf Zeit sozusagen.

F

ast schon zehn Jahre ist es her,

Bekannten und Bekannte von Freunden

quente Realisierung eines Konzeptes. So wur-

dass der Hannoveraner Archi-

von Bekannten, also ihm völlig Unbekann-

de www.urlaubsarchitektur.de zur Schatzkis-

tekt Jan Hamer begann, beson-

te, wissen wollten, wo es schön war, begann

te für architektur- und designaffine Urlauber.

dere Urlaubsdestinationen zu

er, seine Erkenntnisse ins Internet zu stellen.

Und weil’s gar so schön ist, gibt es auch eine

sammeln. Denn „wenn jemand in seinem

Damit man sich die Namen der Homepage

Printausgabe mit einem Auszug ganz beson-

ganz normalen Alltag in einer schönen Um-

auch leicht merken konnte, heißt sie schlicht

derer Objekte. Wir haben ein paar schmucke

gebung lebt, gibt es keinen Grund, im Urlaub

www.urlaubsarchitektur.de. Bei den Tipps –

Stücke aus Großbritannien für Sie ausge-

in einer Konserve zu hausen“. Recht hat er,

und mittlerweile sind es echt viele rund um

wählt. Warum? Weil wir finden, dass es die

der gute Mann. So wurde er Sammler und

die Welt – geht es neben der Architektur auch

landschaftlich so schöne Insel verdient hat,

weil auch Freunde, Bekannte, Freunde von

um den individuellen Anspruch, die konse-

auch architektonisch gewürdigt zu werden.

CHAPEL ON THE HILL

Ferienhaus in County Durham, Fertigstellung: 2015, Architekt: Evolution Design, Zürich

© CHRIS HUMPHREYS

Eine sanft geschwungene Landschaft mit Wiesen und Weiden umgibt die kleine Kirche im oberen Tees-Tal im Nordosten Englands. Mehrere Jahrzehnte stand das alte Gemäuer leer und war von Wind und Regen arg mitgenommen. Zu neuem Leben erweckt, dient das Gebäude nun als Ferienhaus. Die originalen gotischen Spitzbogenfenster wurden wieder geöffnet und rahmen die Ausblicke ins weite Grün. Die Einrichtung verbindet traditionellen englischen Cottage-Style mit modernem Flair.

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eco.nova


© JAMES ROSS

BLACK SHED

Ferienhaus im schottischen Dunvegan, Fertigstellung: 2008, Architekt: Rural Design, UK

Ferienhaus im englischen Suffolk, Fertigstellung: 2010, Architekt: JVA Jarmund/Vigsnaes Architects mit Mole Architects Das Dune House liegt am Rand von Thropeness an der englischen Ostküste. Eingebettet in die umgebende Dünenlandschaft bietet das Haus einen fantastischen Ausblick über das Meer. Vom Erdgeschoß, das in einem großen Raum Wohnzimmer, eine offene Küche und den Essbereich beherbergt, kann man direkt auf den Strand laufen. Im Obergeschoß haben bis zu neun Gäste in den durch die außergewöhnliche Dachform individuell zugeschnittenen Zimmern Platz.

© LIVING ARCHITECTURE

© LIVING ARCHITECTURE

Ein Haus für einen romantischen Urlaub zu zweit in schottischer Abgeschiedenheit. Das Ferienhaus liegt auf der Insel Skye am Fuß der Macleod’s-Table-Berge, ist inspiriert von den alten Hütten dieser Gegend, hebt sich aber durch seine schwarze Farbe von den üblichen weißen Cottages ab. In Anlehnung an die alten landwirtschaftlichen Gebäude hat das Haus die Form eines Schuppens, ein Wellblechdach sowie einen polierten Betonfußboden. Gemütlich wirkt es durch die Wände aus groben Fichtenholzplatten.

THE DUNE HOUSE

THE LONG HOUSE

Ferienhaus im nördlichen Norfolk, Fertigstellung: 2012, Architekt: Sir Michael und Lady Patty Hopkins, Hopkins Architects Das Ferienhaus an der Ostküste Englands erscheint wie eine Mischung aus Kirche und Scheune. Die Wände aus Feuerstein wurden in Anlehnung an die Gebäude dieser Region gewählt, Zentrum des Hauses ist eine große Halle in minimalistischem Stil. Die hölzerne Wendeltreppe erinnert an den Aufgang zu einer Kanzel, auch die umlaufende Empore hat etwas Kirchenähnliches. Die langgestreckte Form des Hauses und das große Holzdach mit seiner sichtbaren Konstruktion ähneln hingegen eher einer Scheune.

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promotion

Im Großformat

Edel, ruhig und vergrößernd – großformatige Fliesen schmeicheln jedem Wohnraum.

E

in Blick in aktuelle Wohnzeitschrif-

Toppartner in puncto Fliesentrends und op-

denen man Bäder und Wohnräume individu-

ten rund um das Thema Wohnen

timale Umsetzung.

ell und stylisch gestalten kann – von Natur-

und Einrichten zeigt: Großformatige

steinoptik über den klassischen Marmorlook

Fliesen in den Formaten 90 x 90 cm, 60 x 120

Vielseitig einsetzbar

cm, 120 x 120 cm oder 240 x 120 cm liegen voll

Eines der größten Formate beträgt unglaub-

in Betonoptik“, erklärt Firmenchef Elmar Je-

im Trend. Selbst die extragroßen unter ihnen

liche 240 x 120 cm, wobei die Materialstärke

newein.

werden nach und nach beinahe zum Stan-

lediglich 6 mm ausmacht. Sie sind derzeit

dard. Kein Wunder bei so vielen Vorteilen:

DAS Highlight unter den keramischen Plat-

Lange Zeit waren große Fliesen vor allem bei

ten. Durch die geringe Stärke ist das Material

Architekten im Objektbereich beliebt. Inzwi-

verhältnismäßig leicht und auch sehr flexi-

schen entdecken auch immer mehr private

bel in seiner Einsetzbarkeit. Sie sind für Bo-

Bauherren die Vorzüge und Möglichkeiten,

den und/oder Wand geeignet.

die XXL-Fliesen im gesamten Wohnbereich

Da es sich auch bei den Riesenformaten um

bieten. Sie schätzen das ruhige, gleichmäßige

Feinsteinzeug handelt, sind die Eigenschaf-

Erscheinungsbild mit geringem Fugenanteil,

ten bei der Nutzung entsprechend unkom-

die Räume werden größer und bekommen

pliziert: Alle Platten sind säure- und laugen-

eine dezente Eleganz.

beständig, nehmen kaum Feuchtigkeit auf

Derzeit angesagt sind die Farben Grau, Tau-

und sind sehr pflegeleicht. „Unsere Platten

pe und Anthrazit, aber auch warme Natur-

sind ausschließlich ‚Made in Italy’ und ste-

töne. Bunte Farben und Muster können

hen für Stil, Qualität und Ethik. So finden

punktuell und wohl geplant bewusste Ak-

Sie in unseren Schauräumen in Imst und

zente setzen. Jenewein Fliesen ist dabei Ihr

Innsbruck hochwertige Fliesenserien, mit

112

eco.nova

bis hin zu puristischen, kühlen Oberflächen

Wir freuen uns über Ihren Besuch und beraten Sie gerne! Ihr Jenewein-Team in Innsbruck und Imst

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eco.architektur

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TRENDS & ST YLE

en Farben sind Geschicht Pure & Original verwendet für seine Farben nur natürliche Pigmente und generell so viele natürliche Ressourcen wie möglich.Die Fresco-Kalkfarbe zum Beispiel ist eine zu 100 Prozent aus Mineralien bestehende Farbe, im Bild die Weißvariante „Bone“.

er Frühling ist in vollen Zügen ins Land gekehrt. So mancher hat beim Osterputz auch gleich die Möbel neu arrangiert und ein paar frische Wohnaccessoires platziert und fühlt dennoch: Die Stimmung im Raum könnte noch etwas vertragen. Alles neu macht der Mai, bekanntlich ... Vielleicht ist es der Moment für einen neuen Anstrich. Zeit, sich umzuschauen, wie das neue „Wohn-Make-up“ aussehen könnte. Eine Heerschar von Trendexperten, Stylisten und Wohnphilosophen filtert aus den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorkommnissen eine Stimmung, schält wie eine Zwiebel die Themen der Zeit heraus und gibt uns Konsumenten eine Handreichung. Bleibt nur die Frage: Was passt zu mir und meinem Wohnstil, welches Gefühl will ich vermitteln? Soll es ein freundliches goldenes Gelb an der Westseite meines Schlafzimmers werden, jeden Morgen von der Sonne wachgeküsst? Oder vielleicht ein vornehmes Grau an den Wänden des Speisezimmers? Der Farbton von altem Leinen im Wohnbereich verstärkt durch den Kontrast von Rosé oder Nude an einer Wand? Es gibt unzählige Möglichkeiten und Varianten, aber bitte denken Sie dabei einmal nicht nur an die Farbe Weiß. Und sollten Sie vom Weiß nicht lassen können, so gibt es auch da eine Vielzahl an Tonalitäten – von Elfenbein über Wollweiß bis hin zum Weiß von natürlichem Reis. Der große Trend der letzten Jahre geht definitiv hin zu Natürlichkeit und Qualität. Natürliche Pigmente und eine Basis ohne giftige Inhaltsstoffe sind es, die sich Kunden im Premiumsegment erwarten. Apropos natürliche Pigmente: Über den Tagesverlauf und Sonnenstand wirken diese Farben immer wieder anders, die Dichte der Pigmente erzeugt eine unglaubliche Tiefe, das Auge versinkt im Spiel der Farbe. Bleibt nur noch der gewünschte Effekt. Soll der Anstrich monochrom und matt sein, formal und klar? Oder passt es besser zu meiner Wohnsituation, einen verwaschenen Effekt von Fresco-Farbe aufzubringen und im Privaten mal ganz lässig zu sein? Mit nur einem Anstrich lässt sich so Geschichte und Authentizität in Ihr Heim bringen. Ihre Wände erzählen Geschichten. Ach ja, und dann wären da noch die Trendfarben für 2016. Es wird gülden. Goldocker, Antikgold und Sepiatöne sind laut den Trendexperten dieses Jahr die Quintessenz der Farben, gepaart mit kühlen Wassertönen oder entspanntem Rosé. Klingt doch nach einem Farbkonzept. Wie in der Musik gibt es das Weiße Rauschen, den „White Noise“. Vielleicht ist es an der Zeit für eine kleine Melodie. Bis zum nächsten Mal ...

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eco.nova

Daniel Matt


eco.design

Farbtyp „Thunder Sky“

Der „Dead Flat Eco Sealer“ schützt die Kalkfarbe und macht die Oberflächen abwaschbar – perfekt z. B. in der Küche.

Farbtyp „Fondant“

© PURE & ORIGINAL

Marrakech Walls – eine neue Farbe als effektstarke Alternative zur aufwändigen Tadelakt-Technik

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eco.design

1.

Ab ins Freie

3.

2.

4.

5.

6.

7.

1. Blumenkasten „Flower“ aus regionalem Fichtenholz, ab 51 Euro // 2. Hochbeet*) aus Massivholz „Veggie“ aus Gebirgslärche, mit und ohne Frühbeetaufsatz, ab 590 Euro // 3. Hochwertiger Hocker aus Akazie „Green“, wahlweise mit und ohne Rückenlehne, langlebig und hochwertig, ab 390 Euro // 4. Verschiedene Werkzeuge aus der Serie „Krafts“, allesamt in Handarbeit hergestellt, stabil, langlebig und robust. Z. B. Gartengrubber mit drei Zinken ab 19,50 Euro, Gartenharke mit zwei Zinken ab 21 Euro, Pflanzenkelle für Kids ab 14,50 Euro, Fugenmesser ab 15 Euro // 5. Hängesessel „Globo Chair“ aus wetterfest behandelter Fichte, auch mit Gestell für den Boden zu haben, ab 459 Euro // 6. Kräuterschnecke aus Edelrost um 200,70 Euro (toll dazu: passende Steckschilder für Kräuter und Gewürze in verschiedenen Ausführungen) // 7. Gartenstele aus Edelrost, dekoratives Accessoire mit verschiedenen Schriftzügen, z. B. Carpe Diem, Kuschelecke, Home, Hoffnung, Herzlich willkommen, La vie en rose u. v. m., um je 68,90 Euro

*) GARTENTIPP:

Hochbeete bieten viele Vorteile und erleichtern das Arbeiten. Sie sehen schön aus und bieten auch für kleine Gärten perfekte Voraussetzungen für den Anbau von Kräutern und Gemüse. Bücken und Knien gehören der Vergangenheit an. Durch die Aufschichtung von organischen Materialien entstehen zudem optimale Nährstoffverhältnisse, die entstehende Verrottungswärme sorgt für noch bessere Erträge. Außerdem ist eine frühere Anbauzeit möglich und es kann länger geerntet werden. Der produzierte Kompost ist schließlich im Garten wiederverwendbar.

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eco.design

1.

2.

3. 1. Modernes Kaminholzregal, für draußen, vielseitig verwendbar, aus Edelrost, ab 105,20 Euro // 2. Garderobe „My Style“ im Cross Country Style, freistehend, verschiedene Hölzer, ab 551 Euro // 3. Josefine das Zirbenlämmchen, Kuscheltier mit Zirbenspan-Füllung, 39 Euro // 4. Holzauto „Flink“ zum Selberbauen, cooles Rutscherauto mit (Bastel-)Spaßfaktor zum Anmalen, 249,90 Euro // 5. Klassisches Massivholzbett „Alp Style“ mit massiver Wandvertäfelung, diverse Holzarten, ab 1.640 Euro

4.

Am Anfang gab’s auf www.4betterdays.com Accessoires und kleine Geschenkideen. Und plötzlich hat man auch ein Bett verkauft. Die Zirbenbetten sind nach wie vor ein Renner, drumherum hat sich mittlerweile ein breites Sortiment an schönen und nützlichen Produkten entwickelt. Produkte, die einen gewöhnlichen Tag zu einem besseren Tag machen. Natürlich, nachhaltig, hergestellt in Handarbeit, zum Wohlfühlen, für drinnen und draußen, für Jung und Alt. Die Online­bestellung funktioniert ganz unkompliziert, wer die Produkte auch „real“ sehen, fühlen und riechen möchte, kann dies in der Amraser Straße 6 in Innsbruck tun.

5.

www.4betterdays.com eco.nova

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© KLAUS DEFNER

© ARCHIMOS

© 2QUADRAT.AT

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Bauen, Wohnen & Arbeiten mit Spechtenhauser

Seit über 80 Jahren steht Spechtenhauser für höchste Lösungskompetenz, solides heimisches Handwerk und Innovationskraft. Im Fenster-, Glas- und Möbelbau ist das Familienunternehmen ein ebenso verlässlicher wie vielseitiger Partner.

D

ie Anforderungen und Wünsche

zieren zu können. „Auf diese Weise können

auch bei Denkmalschutz und Sonderbau­

der Kunden sind vielfältig. Und so

wir den steigenden Anforderungen unserer

elementen zum Einsatz und bewährt sich

unterschiedlich und inviduell sind

Kunden auch in Zukunft gerecht werden“,

im Neubau als auch bei Sanierungsprojek-

auch die Lösungen, die Spechtenhauser bie-

erklärt Geschäftsführer Ing. Martin Weg-

ten. Wegscheider: „Wir bieten den Fenster-

tet. Das beginnt bei optimaler Planung, geht

scheider.

tausch als saubere und flotte Komplett-

über die bauliche Umsetzung auf höchster

Diese stetige Weiter- und Neuentwicklung

lösung – von der Demontage bis zu den

Qualitätsstufe bis hin zum Rundum-Ser-

erlaubt es Spechtenhauser immer auf der

Einputzarbeiten.“ Bekannt für Präzisionsar-

vice. Garant dafür sind das über Jahrzehnte

Höhe der Zeit zu sein, wenn nicht einen

beit und maßgeschneiderte Lösungen über-

gewachsene Know-how, qualifizierte und

Schritt voraus. Die umfassenden Fenster-

zeugt Spechtenhauser auch im Glas- wie im

langjährige Mitarbeiter sowie das Wissen

qualitäten reichen vom optimalen Schall-

Möbelbau.

um die neuesten Entwicklungen im Fens-

schutz über hohen Einbruchsschutz bis

Wie facettenreich das Know-how von

ter-, Glas- und Möbelbau. Aktuell investiert

hin zur Energieeffizienz auf Passivhausni-

Spechtenhauser ist, zeigt sich an der Refe-

Spechtenhauser wieder in die Erneuerung

veau. Zudem bieten die Profis als einziges

renzenliste auf der Website. Ob öffentlich,

und Ergänzung des Maschinenparks – unter

Tiroler Fensterbauunternehmen sämtliche

gewerblich oder privat: Vom Fenster- über

anderem in eine neue ergänzende Anlagen

Varianten – ob Holz, Alu-Holz, Kunststoff

den Glas- bis zum Möbel- und Innenausbau

mit CNC-Technologie im Bereich Fenster-

oder Kunststoff-Alu – aus eigener Produk-

ist Spechtenhauser mit Sicherheit der idea-

bau, um zusätzliche Fenstersysteme produ-

tion. Diese Kompetenz kommt bevorzugt

le Partner. In jeder Hinsicht!

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eco.nova

1354


Vier Kompetenzen

die sich ideal ergänzen beim Bauen und Wohnen

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16.09.15 09:10


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Die geschäftsführende Gesellschafterin von Eisenkies, Barbara Minatti, eröffnete die zweite Augabe der VIPienale. Die Fachausstellung im Foyer wurde mit großem Interesse frequentiert.

Die Magie des Materials Wird einem Material die Ehre zuteil, dass es eine eigene Fachmesse bekommt, darf man davon ausgehen, dass es sich um etwas Besonderes handelt: Die Vakuumisolierpaneele sind Namensgeber der VIPienale, der jährlichen Fachmesse des Unternehmens Eisenkies. Dabei geht es vor allem um eins: Um die Magie der Innovation.

I

nnovationen werden – zumindest in ihren

bracht: Die VIPienale, ins Leben gerufen und

seren Kunden vielmehr bewusst innovati-

Anfangszeiten, wobei dieser Begriff sehr

organisiert vom Haller Unternehmen Eisen-

ve Lösungen bieten können“, erklärt Markus

dehnbar ist – gerne skeptisch beäugt. Je-

kies, fand heuer zum zweiten Mal statt. Nach

Felder, Prokurist bei Eisenkies. Dass das Un-

ne, die davon profitieren würden, warten auf

der bereits sehr erfolgreichen Erstauflage mit

ternehmen damit genau richtig liegt, zeigte

Mutigere, die vorangehen. Ist das Neue erst

100 Teilnehmern zeigte die Wiederholung im

die große Resonanz bei der zweiten VIPienale

einmal erprobt, wagt man sich an die Sache

Jänner, dass das Thema des innovativen Iso-

im Jänner: Die geladenen 250 Gäste aus der

heran. Auch wenn man alte Gewohnheiten ja

lierungsmaterials auf großes Interesse stößt.

Dach- und Fassadenbranche sowie zahlrei-

nicht so gerne ablegt – es lohnt sich allemal,

Eisenkies, der Experte und Lieferant für alles,

che Architekten und Bauleiter verfolgten die

innovativen Produkten oder Dienstleistun-

was mit der Gebäudehülle zu tun hat, zeigt

Fachvorträge und praktischen Demonstra-

gen mit Offenheit zu begegnen. Zumal sie

damit einmal mehr, dass man im Haus Inno-

tionen mit Spannung. Zu Recht, überzeu-

meist handfeste Vorteile bieten. Wie etwa die

vationen erkennt und fördert. „Wir sind stolz

gen doch die Vorteile der innovativen Vaku-

VIP – die Vakuumisolierpaneele. Die haben

darauf, dass wir in unserem Sortiment weit

umdämmung aus dem Hause VARIOTEC auf

es sogar zu einer eigenen Expertenmesse ge-

mehr als nur Standardprodukte, sondern un-

ganzer Linie.

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eco.nova


promotion

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Fachvorträge der Experten zu besuchen.

Nachwuchs: der Stand der 3. Klasse der Berufsschule.

Markus Felder, Prokurist bei Eisenkies, ist maßgeblich an der Planung und Umsetzung der VIPienale beteiligt.

Für Fachsimpelei und Netzwerken bot die VIPienale viel Zeit und Raum.

Eine Idee wird Wirklichkeit

„Diese Dämmung ist deshalb so gut, weil

Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt – und mit

Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen

sie die drei Faktoren einer Dämmung nicht

Begeisterung aufgenommen. Begeistert ist

VARIOTEC die Idee, Vakuumdämmung am

nur erfüllt, sondern optimiert“, bestätigt der

man auch bei Eisenkies über die Resonanz

Bau einzusetzen. Die Anforderungen an das

Prokurist. Diese drei Faktoren sind die Fest-

zur VIPienale, die in den letzten beiden Jah-

Material waren so hoch, dass es vier Jahre

körperleitung, die Infrarotstrahlung und die

ren in Schwaz stattfand. Die nächste

langer Entwicklungszeit bedurfte, um das

Konvektion. „Dieses Material schafft es, die-

VIPienale holt man nun aber ins Haus, das

erste mit Vakuumisolierpaneelen ausgerüs-

se drei physikalischen Faktoren zu optimie-

dafür beste Voraussetzungen bietet. „Unse-

tete Haus zu planen und zu bauen. Fünf ver-

ren und dadurch einen enormen Mehrwert

re Vision ist es, die VIPienale zu einem Fix-

schiedene Wandaufbauten mit Beton und

zu erzielen.“

punkt für die Branche und einer Plattform

Holz wurden konzipiert, ebenso wie Fertig-

Die Möglichkeiten, die sich dadurch am

insbesondere auch für Jungunternehmer

steildächer – und das Ganze wurde schließ-

Bau und insbesondere auch für Architek-

zu machen“, erklärt Markus Felder. Insbe-

lich fugenlos so zusammengesetzt, dass das

ten in der Planung bieten, überzeugen:

sondere ist es das Ziel der Veranstalter, Ar-

Haus am Ende nicht nur ein Passiv-, sondern

Sind die Grenzabstände zu gering, kann die

chitekten zu inspirieren und von den Ein-

ein Nullheizenergiehaus war. Und das hat

Vakuumdämmung an der Fassade einge-

satzmöglichkeiten der Materialien, von der

einen guten Grund: Die VIP dämmen sieben

setzt werden, architektonisch sind sehr viel

„Magie der Innovation“, zu überzeugen. Die

Mal besser als jede andere Dämmung. „Dabei

schlankflächigere Lösungen realisierbar.

eingangs erwähnten Mutigen sind bereits

sind die Effekte dieser im Vergleich zu ande-

„Der dadurch erzielte Gewinn ist um einiges

vorangegangen – und haben damit Weit-

ren Dämmmaterialien sehr viel schlanke-

höher als der Mehreinsatz für das Materi-

blick bewiesen. Und dass das Material – und

ren Paneele überragend: Sie reduzieren die

al“, betont Felder, der insbesondere auf die

damit auch seine Anbieter – halten, was sie

Wandstärke immens, optimieren Flachdach-

Möglichkeit der Kombination verschiedener

versprechen. // www.eisenkies.at

lösungen und bieten Varianten im Bereich

Dämmmaterialien hinweist.

des barrierefreies Bauens“, erklärt Felder. Als „Problemlöser“ bezeichnet er dieses hoch-

Heim ins Haus

stabile Material, das seine Funktion und Ef-

Im Rahmen der Fachmesse VIPienale wur-

fizienz auch dann nicht verliert, wenn man

den diese und zahlreiche weitere Vorteile

etwa ein Loch hineinbohrt.

sowie die variantenreichen und vielfältigen

eco.nova

121


122

eco.nova


Sitzen Sie gut? In der idyllischen Abgeschiedenheit des Örtchens Umlberg verbirgt sich ein Tischlereibetrieb, der sich zu hundert Prozent der Herstellung von Sitzmöbeln und Tischen verschrieben hat. Mit Erfolg, denn die mit ausgesuchten Designern gestalteten, zeitgemäßen wie nachhaltigen Holzstühle erfreuen sich größter Beliebtheit in nahezu aller Welt. // TEXT: DORIS HELWEG


© BIRGIT KOELL

eco.design

Peter Hussl leitet äußerst erfolgreich die Geschicke des 1976 von seinem Vater Rudolf Hussl gegründeten Unternehmens. Die stylischen wie auch praktikablen Sitzmöbelkreationen tragen die Handschrift des vielseitig begabten Firmenchefs sowie renommierter Designer wie EOOS, Arge2 oder Franz Polzhofer. Für die außergewöhnliche Bildgestaltung zeichnet der Tiroler Fotograf Gregor Sailer verantwortlich.

chon die Anfahrt zum Tiroler Sitzmöbelher-

bel GmbH & Co. KG. 1976 von seinem Vater

und Australien geliefert. Der Exportanteil

steller Hussl ist so außergewöhnlich wie das

Rudolf Hussl gegründet, hat sich der kleine

liegt weit über 50 Prozent.

Unternehmen selbst. Dort, wo sich quasi

Tischlereibetrieb relativ schnell auf die Her-

Fuchs und Hase gute Nacht sagen, vermutet

stellung von Stühlen spezialisiert. „Damals

man kaum einen über die Landesgrenzen

waren wir noch Zulieferer von rustikalen

Der Vollholzstuhl als Nischenprodukt

hinaus so erfolgreichen Betrieb. Und doch

Sitzmöbeln für Großkunden in der Hotelle-

Produziert wird hauptsächlich aus Hart-

werden hier Meisterwerke geschaffen, die

rie. Heute sprechen wir Privatkunden glei-

hölzern wie Buche, Esche, Eiche, Nuss oder

in ihrer Einzigartigkeit und Beständigkeit

chermaßen an wie Gastronomie, Kranken-

Ahorn aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus

überzeugen. Denn Stühle gibt es unendlich

häuser, Veranstaltungssäle, Altersheime und

naheliegenden Regionen wie Oberösterreich,

viele. Warum also ausgerechnet welche von

Kindergärten“, sagt Hussl. Hauptmärkte sind

Deutschland und der Schweiz. „In Tirol sind

Hussl? „Das Geheimnis ist wohl, dass man

Österreich, Deutschland und die Schweiz, ein

die vorgefertigten Harthölzer in diesen Men-

etwas anbietet, was es in der Form sonst

beträchtlicher Anteil der rund 9.000 jährlich

gen leider nicht erhältlich, aber wir achten in

nicht gibt“, erläutert Peter Hussl, Geschäfts-

gefertigten Stühle wird auch nach Holland,

der Beschaffung der Hölzer sehr auf Nach-

führer und Eigentümer der Hussl Sitzmö-

Großbritannien und sogar bis nach Japan

haltigkeit“, so Hussl. Rund 15 Mitarbeiter sind tagein, tagaus mit der Fertigung der renommierten Hussl-Stühle beschäftigt. Von der Bearbeitung der Einzelkomponenten über die speziellen Fräsungen bis zum Zusammenbau der hochwertigen Sitzmöbel steckt weit mehr Arbeitsaufwand dahinter, als man auf den ersten Blick vermuten würde. So weist zum Beispiel die Rückenlehne des Modells ST10 eine Besonderheit auf, die einem verleimten Ski ähnelt, um genügend Stabilität und gleichermaßen auch Flexibilität zu gewährleis-

124

„EIN RICHTIGER HOLZSTUHL IST FAST SCHON EIN NISCHENPRODUKT. DAS GEHEIMNIS IST WOHL, DASS MAN ETWAS ANBIETET, WAS ES IN DER FORM SONST NICHT GIBT.“

ten. „Diese Rückenkonstruktion ist unver-

Peter Hussl

alleine stemmt. Von der Geschäftsleitung,

eco.nova

gleichbar und gibt es meines Wissens sonst nicht am Markt“, so der beflissene Firmenchef, der lediglich mit Unterstützung einer guten Seele des Hauses an seiner Seite die Geschicke und Geschäfte des Unternehmens


eco.design

Verkauf und Marketing über die komplette Abwicklung der Aufträge in alle Welt hinaus sowie Personalangelegenheiten bewerkstelligt das zweiköpfige Team alle unternehmerischen Belange vom kleinen Büro mit der wohl idyllischsten Aussicht auf die schöne Landschaft Umlbergs aus.

Ausgesuchte Designer Sogar das Designen der Stühle liegt dem äußerst begabten wie auch vielseitig ausgebildeten Firmenchef im Blut. Gut ein Drittel des Tisch- und Stuhlsortiments trägt die Handschrift von Peter Hussl. Für einen Gutteil des Sortiments bezieht der HTL-Imst-Abgänger und Meister seines Faches renommierte Designer wie Arge 2 oder Franz Polzhofer in seine Sitzmöbelgestaltung und -entwicklung mit ein. Als jüngste Kreationen sind Neuinterpretationen von alpinen Möbeln in Zusammenarbeit mit dem Wiener Designbüro EOOS im Programm erhältlich. „Die Möbelserie ‚Hussl Alpin’ ist aus unsedes Alpenraumes entstanden“, freut sich das

Holzauswahl und die Verarbeitung eine we-

EOOS-Trio Martin Bergmann, Harald Gründl

sentliche Rolle für die Prototypen- und Seri-

und Gernot Bohmann. Die Serie schafft ei-

enfertigung eines Stuhles“, erläutert der Sitz-

nen perfekten Brückenschlag zwischen tra-

möbelspezialist.

ditioneller Tiroler Lebensart und zeitgenös-

Äußerst flexibel zeigt sich der Tiroler Sitz-

sischem Stil. Mal sehen, ob es sich bald in

möbelhersteller in puncto Holzauswahl,

Tiroler Hotellerie- oder Gastronomiebetrie-

Farb- und Stoffgestaltung. „Von Angeboten

ben auf einem dieser Stühle, Hocker oder Ti-

mit individuellen Designs sehen wir lieber

sche gut sitzen lässt.

ab, da die Entwicklung eines Stuhles ein sehr

Stuhl ist nicht gleich Stuhl

aufwändiges Prozedere darstellt“, so Peter Hussl. Wirft man jedoch einen Blick in die

© PRODUKTFOTOS: GREGOR SAILER/VOMP

rer Faszination für die archaischen Möbel

Neben schlichten Designs zeichnet al-

sehr ansprechend designten Kataloge, wird

le Hussl-Sitzmöbel wie -Tische ein hohes

schnell klar, dass hier jede Menge zeitgemä-

Maß an Qualität, Stabilität, Praktikabilität,

ße wie nachhaltige Produkte für die ver-

Bequemlichkeit und natürlich auch Form-

schiedensten Anforderungen zur Auswahl

bel auf weite Reisen gehen. So werden in der

schönheit aus. Denn Stuhl ist eben nicht

stehen. Ob wohlgeformte Stapelstühle, ein-

Umlberger Werkstätte aktuell gerade 1.200

gleich Stuhl. „Zuallererst muss ein Stuhl sta-

zigartige Barhocker oder Spezialanfertigun-

Stühle und 240 Klapptische für die Jugend-

bil sein, ein wesentlicher Aspekt in der Neu-

gen für Altersheime – der Sitzmöbelspezia-

bildungsstätte des Erzbistums Köln gefertigt

entwicklung eines Sitzmöbels. Dann sollte er

list weiß, was seine Kunden wünschen. Ein

und für Australien steht ein ebenso attrakti-

für verschiedenste Größen- und Gewichts-

bestens ausgeklügeltes Vertriebsnetzwerk

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mit ausgewählten Handelspartnern fast

Holz ist und bleibt also weltweit gefragt.

optimal sein. Zum Schluss spielt noch die

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Für drinnen

OPTISCHE LEICHTIGKEIT

Sessel „Strain“ der kroatischen Traditionsmarke prostoria: Sitzkissen und Schale der Rückenlehne werden auf eine Metallkonstruktion aufgezogen und auf elastischen Bändern aufgehängt. Ab ca. 1.400 Euro in verschiedenen Varianten erhältlich bei mg interior, Innsbruck.

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eco.design

Zum Bleiben gemacht Stuhl ist nicht gleich Stuhl. Das weiß Peter Hussl, der das gleichnamige Unternehmen inzwischen in zweiter Generation führt, das weiß aber auch jeder, der schon mal einen kaufen war. In erster Linie muss er bequem sein, es sei denn, man will seine Gäste ganz schnell wieder loswerden. Und das Design muss passen. Einen Stuhl als schnödes Beiwerk zu sehen, ist ein fataler Fehler. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen Sitzgelegenheiten für drinnen und draußen, Stühle, Sessel, Sofas, zum Lümmeln, Knotzen und Genießen.

STUHL SVENBERTIL/EINFRID

aus massiver Birke um 54,99 Euro erhältlich bei IKEA

WINGBACK-SESSEL „LEYA“

mit Kufengestell von Freifrau, ab ca. 2.000 Euro bei mg interior, Innsbruck

RELAXSESSEL „SINUS“ von COR, ab ca. 3.500 Euro bei mg interior, Innsbruck

STUHL LIEFARNE/ERNFRID

in Hellblau, Beine aus Birke, um 49,99 Euro erhältlich bei IKEA

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eco.design

SPIELWIESE

Die Einzelrücklehnen von „Prado“ by Ligne Roset können nach Lust und Laune frei auf der übergroßen Sitzfläche positioniert werden und verändern somit Form und Funktion des gesamten Sofas. Die Rückenkissen müssen nicht befestigt werden und machen sich auch am Boden gut. Dreht man die Sitzfläche um, wird aus Prado ein bequemes Gästebett. Ab sofort im Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck. Ab ca. 3.200 Euro.

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STYLISCH

Lounge-Sessel, Pouf und Hocker mit Baumwollüberzug in Grau: 890, 390 und 470 Euro; Pouf und Sessel mit Baumwollüberzog in Rosé, um 470 bzw. 1.190 Euro. Alles von Bloomingville bei Living Wohn(t)raum in Mayrhofen

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Für draußen

OUTDOOR-LOUNGE

Royal Botania zählt mit Sicherheit zu den Außergewöhnlichen unter den Gartenmöbel-Herstellern: Die Möbel sind angenehm schlicht und hochwertig und werten jeden Außenraum auf. Die Serie „Zenith“ ist dabei wunderbar wandelbar, vielseitig und damit individuell anpassbar. Einzelelemente ab ca. 1.500 Euro (Loungesessel). Royal Botania erhältlich bei mg interior, Innsbruck

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SCHAUKELSTUHL „MBRACE“

von Dedon, bei Wetscher in Fügen um ca. 1.700 Euro

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KUBISCH, SCHLICHT UND SCHÖN

Sitz- und Pflanzenwürfel von Heimatwerk ab 360 Euro. www.heimatwerk.de

Gewerbepark Zillertal Gewerbeweg 3 6263 Fügen/Tirol Tel. ++43-(0)5288/62215 wohndesign@freudling.at

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ZEITLOS

„SeaX“ des französischen Designers Jean-Marie Massaud steht bei Dedon für Eleganz und Modernität. Die Serie umfasst anspruchsvolle, detailverliebte Faltstühle, Hocker, Beistelltische sowie Esstische in den unterschiedlichsten Varianten – wie von Dedon gewohnt witterungsresistent und innovativ. Sessel ab ca. 1.200 Euro. Bei Wetscher in Fügen.

ANSCHMIEGSAM

Abgerundete und weich geschwungene Formen lassen mit „Fat Sofa“ von B&B Italia ein Sitzsystem entstehen, das sich in verschiedenen Ausführungen präsentiert. Designerin Patricia Urquiola hat lineare Sofas ebenso entworfen wie knautschige Sessel mit niederen und hohen Rückenlehnen, Chaiselongues und Hocker. Sessel ab ca. 2.500 Euro, Sofas ab rund 4.800 Euro. Gesehen bei Wetscher, Fügen.

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Penthouse by freudling

REISEBEGLEITER

Bei der Outdoor-Hängematte „Moskito-Traveller Extreme“ sind sowohl Stoff als auch Moskitonetz mit einem Insektenschutzmittel imprägniert. Die Hängematte ist ultraleicht, hat ein geringes Packmaß und ist auch ohne Netz benutzbar. Gesehen um 66,50 Euro unter www.4betterdays.com.

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„ASTON CORD OUTDOOR“

von Minotti ist eine Serie an Einzelstücken, bestehend aus Sofas, einer Dormeuse, Sesseln, Poufs und Stühlen. Preis je nach Ausführung, gesehen bei Wetscher, Fügen

GARTENARMLEHNSTUHL „Net“ by Kettal. Verschiedene Ausführungen ab rund 400 Euro. Erhältlich bei Wetscher, Fügen

NACHHALTIG

Der weich gepolsterte Loungesessel „Siena Due“ fühlt sich innen wie außen wohl. Um 655 Euro bei www.4betterdays.com

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promotion

Ferialjob dringend gesucht AMS Tirol, InfoEck und Wirtschaftskammer Tirol starten die Ferialstellenbörse 2016. Die Onlinejobbörse „Jobscope“ macht’s einfach. © PHOTOCASE

tikumsstellen als auch Jugendliche durch eine flexible und schnelle Vermittlung von konkreten Angeboten.“

Appell auch der WKO an Firmen und Organisationen „Da die Nachfrage größer ist als das Angebot, sind alle Unternehmen, Organisationen

Draußen daheim

und Einrichtungen aufgerufen, sich wie in den Vorjahren wieder an der Aktion zu beteiligen und freie Ferial- und Praktikastellen zu melden“, appelliert Markus Abart, Leiter des Jugendbereichs vom WIFI der WK Tirol, an die Tiroler Betriebe. „In den vergange-

Wohnen im Garten liegt im Trend. Ein Garten stillt das Bedürfnis nach nen einem sicheren Rückzugsort; Jahren gab es viele zufriedene Unterdie Natur bietet den perfekten Rahmen zum Entspannen, Entschleunigen und für die Zeit mit Faminehmen. Bieten Sie jungen Menschen die lie und Freunden. Und wer möchte, baut sein eigenes Obst und Gemüse an. Dabei ist nicht so sehr die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen in der Größe des Gartens entscheidend, sondern optimale Planung. Arbeitswelt zu sammeln, Berufsfelder pra-

G

xisorientiert kennen zu lernen oder ein von der Schule vorgeschriebenes Praktikum zu lücklich ist, wer einen Garten sein

kommene Herausforderung.“ Ideal ist, den

absolvieren, holen Sie dadurch mes wählen, und um Großzügigkeit und junge, einen

eigen nennen kann. Selbst wenn

Gartengestalter bereits in der Planungspha-

motivierte Personen in Ihren Betrieb.“ einheitlichen Stil zu erreichen“, erklärt Die Sul-

dieser Arbeit bedeutet ... er steigert

se eines Hauses miteinzubeziehen, um vor

Meldung der Ferialstellen Praktikaplätzenbacher. Das braucht dieund tiefe Auseinan-

die Lebensqualität enorm. Und dies wiegt

allem die großen, strukturgebenden Elemen-

ze ist kostenlos unter www.jobscope.at mögdersetzung mit den Bewohnern, ihren Be-

den Zeit- und Geldaufwand um ein Vielfa-

te entsprechend zu platzieren und auf das

lich. Natürlich auchDurch die Mitarbeiter dürfnissen undstehen Vorlieben. eine gute

ches auf. Für ganzheitlichtes Wohlfühlen im

Gesamtbild abzustimmen. „Die Innen- und

und Mitarbeiterinnen Geschäftsstellen Gliederung lässt sich soder auch auf kleinen

Freien ist die richtige Planung essentiell. Am

Außenbereiche gehen heute teilweise fast

des AMSeine Tiroloptische und desGroßzügigkeit InfoEck gern persönFlächen errei-

besten holt man sich Rat vom Profi, erienjobs sinddafür ein Abenteuer. Für

fließend ineinander über. Einfach groNicht wenige Jugendliche kehren eine später –

lich zur chen. BeiVerfügung. Sulzenbacher kommt dafür alles

denn er weiß umund die Wirkung von Pflanzen, Schüler Studenten sind sie

nach der Schule – an genau diesen Arbeits-

weiß, wonicht welches optimal zur Geltung nurGrün eine Möglichkeit, die

platz zurück, wo sie ihre Ferialstelle hatten“,

F

kommt, sich Akzente lassen und schlankewo Geldbörse etwassetzen aufzufüllen, sie wie sich das etwas Element Wasser integrieren bieten noch Wichtigeres als Geld: lässt. Kurzum: Er macht Ihren Garten zum nämlich Erfahrung. Bei den ersten Gehvervollwertigen suchen in derWohnraum. Arbeitswelt lernen die Prakti-

„EINdieGARTEN ISTChefin DER des LETZTE weiß stellvertretende AMS

LUXUS UNSERER TAGE, DENN ER FORDERT, WAS IN UNSERER GESELLSCHAFT AM KOSTTirol, Sabine Platzer-Werlberger. „Daher unsere Bitte an dieGEWORDEN heimische Wirtschaft: BARSTEN IST:UnZEIT, ZUWENDUNG UND RAUM.“ Gartenarchitekt DieterMenschen Kienast terstützen Sie junge in ihrem En-

Sulzenbacher Gartengestaltung in Hopfgarkanten meist mehr über ihre Interessen und

gagement und melden Sie Ihre freien Stellen

ten plant errichtet hochwertige GrünTalente alsund in einem ganzen Schulsemester.

– am besten gleich direkt online unter www.

räume undzur Schwimmteiche. Individuell, Zusätzlich praktischen Erfahrung stär-

jobscope.at.“ ße Terrasse zu bauen, ist da zu wenig. Bei der

aus einer Hand: von der Planung mit einem

maßgeschneidert undgleichzeitig abgestimmtsoziale auf Beken die Jugendlichen

Planung ist es deshalb besonders wichtig,

feinen Gespür für Strukturen und Formen

wohner und Architektur. SulKompetenzen im UmgangHans-Peter mit Kunden und

die Raumbildung zu beachten. Die Auswahl Stellenangebote auf einen Klick

zenbacher: „Einzigartige zuinplanen, Kollegen. Deshalb bietet Gärten das AMS Zusam-

der Gestaltungselemente, Pflanzen und Mehr als 57.000 Zugriffe pro Jahr auf dieMaOn-

ist meine Leidenschaft, spezielle menarbeit mit dem InfoEck – derKundenJugendin-

terialien sollte man den idealerweise in Einklang linejobbörse zeigen Bedarf und die Be-

wünsche oder –Gegebenheiten sind eine willfo des Landes und der Wirtschaftskammer

mit der übrigen Einrichtung des Wohnrauliebtheit dieser Plattform sowohl bei Unter-

Tirol auch 2016 eine Ferialjobbörse an.

nehmen als auch bei Jugendlichen auf. „Für

Ferialstellenbörse www.jobscope.at

Unternehmer besteht die Möglichkeit, unter www.jobscope.at ein kostenloses Jobangebot zu erstellen, junge Nachwuchskräfte direkt

„Ferialjobs sind für viele Schüler und Stu-

im Betrieb kennenzulernen und damit auch

dierende oft die einzige Möglichkeit, einmal

für den jeweiligen Beruf zu begeistern“, wirbt

im Jahr die Finanzen spürbar aufzubes-

Andrea Waldauf, Leiterin des InfoEck, für

sern bzw. Geld zu verdienen. Darüber hin-

den praktischen Online-Zugang. „Mit ‚Job-

aus werden die Ferialarbeiter von heute die

scope’ unterstützen wir sowohl Unterneh-

kompetenten Berufseinsteiger von morgen.

men bei der Besetzung von Ferial- und Prak-

WAS JOBSCOPE SO ALLES BIETET kompetente, engagierte Mitarbeiter. So entbis zur fachgerechten Errichtung durch

Die meisten Angebote gibt es im steht maximaler Wohnkomfort auch im Bereich Hotellerie und Gastgewerbe Freien. // www.imgarten.at (Küche und Service), gefolgt von Stellen im sozialen und technischen Bereich. Von der Mitarbeit in einem Naturpark oder Lerninstitut bis hin zum Praktikum in einer Eventagentur finden sich spannende Angebote in der Onlinebörse. Alle Jugendlichen sind eingeladen, regelmäßig die Börse nach einer passenden Stelle zu durchsuchen. Die Angebote werden laufend ergänzt. Einfach einsteigen: direkt online unter // www.jobscope.at

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97 137


eco.architektur

Harmonisierung der OIB-Richtlinien Die Sicherstellung von leistbarem Wohnen und eine Reduktion der Baukosten – diese Themen bieten derzeit häufig Zündstoff für Diskussionen. Wie man nicht nur diskutiert, sondern vor allem lösungsorientiert kooperiert, zeigte sich kürzlich bei der Überarbeitung der OIB-Richtlinien.

D

ie OIB-Richtlinien wer-

me Nenner, sondern das größte gemeinsame

die OIB-Richtlinien sind nur ein Teil davon –

den vom Österrei-

Vielfache gesucht wurde. Dies führte zu ei-

an die Grenzen geraten. Speziell in Tirol sind

chischen Institut für

nem großen Aufschrei in der Baubranche und

wir in Zukunft gefordert, um diese Leistbar-

Bautechnik (OIB) zur

zu der Kritik, dass Wohnen auf diese Weise

keit zu gewährleisten.

Harmonisierung der

nicht mehr leistbar sein kann. Nachdem der

VOGLER: Letztlich ist es ein gesellschafts-

bautechnischen Vorschriften herausgege-

Druck in der letzten Zeit immer größer wur-

politisches Problem. Wo setze ich das Sicher-

ben. Trotz unterschiedlicher Interessensbasis

de, konnten wir nun in einem gemeinsamen

heitsniveau an? In Österreich sind wir derzeit

setzten sich Baupraktiker aus der Wirtschaft

Prozess diese Richtlinien auf ein vernünfti-

in Gebäuden so sicher, dass die Wahrschein-

sowie die zuständigen OIB-Sachverständigen

geres Maß optimieren. Die Zusammenarbeit

lichkeit, einem Verbrechen zum Opfer zu fal-

an einen Tisch und suchten nach den besten

von gesetzgebenden Vertretern der Landesre-

len, größer ist, als bei einem Brand ums Leben

Lösungen für die Allgemeinheit. Das große

gierung sowie von Vertretern der Wirtschaft

zu kommen. Dabei kommt immer wieder die

Interesse dieser Thematik zeigte sich erst

hat viel bewirkt. Eine so gut funktionierende

Frage auf, ob wir zu streng sind oder nicht. Im

kürzlich bei einer Veranstaltung im Congress

Kooperation zwischen unterschiedlichen In-

Auto haben wir beispielsweise ein viel höhe-

Innsbruck, bei der die Neuerungen bei den

teressenvertretern habe ich bisher noch nicht

res Verletzungsrisiko. Aber beim Fahren ist

Technischen Bauvorschriften 2016 sowie die

erlebt. Der Austausch brachte gleich mehrere

dieses Risiko akzeptiert. Ein Gebäude muss

Erleichterungen der OIB-Richtlinien 2015 the-

Vorteile: Erstens konnten wir auf diese Weise

im Gegensatz dazu komplett sicher sein. Das

matisiert wurden. Mehr als 280 Gäste aus der

Verständnis auf beiden Seiten schaffen. Zwei-

hohe Sicherheitsniveau wird natürlich zusätz-

Branche folgten der Einladung.

tens konnte man sich in einigen Punkten so

lich unterstützt durch das Versicherungswe-

Welchen Nutzen die wirksame und noch viel

einigen, dass bestimmte Vorgehensweisen ef-

sen. Je mehr Brandschutztechnik vorhanden

zu selten stattfindende Zusammenarbeit mit

fizienter, produktiver und damit auch leistba-

ist, desto geringer ist der Schaden im Brand-

sich bringt, verraten der Fachbereichsleiter

rer gemacht werden. Und vor allem hat man

fall und desto weniger muss eine Versiche-

der Baupolizei, Franz Vogler, und Landesin-

extrem viel Druck herausgenommen. Die Zu-

rung bezahlen.

nungsmeister Anton Rieder im Gespräch.

sammenarbeit war revolutionär!

FRANZ VOGLER: Traditionell gesehen

RIEDER: Volkswirtschaftlich kann man das

VOGLER: Auch für uns war diese Zusam-

schon hinterfragen, denn wir investieren sehr

menarbeit neu und durchaus auch mit Ängs-

viel in den Brandschutz und gleichzeitig auch

hat es in Österreich neun technische Bau-

ten verbunden, weil natürlich das Wort „Lob-

sehr viel in das Feuerwehrwesen. Also täti-

vorschriften gegeben, denn der Bereich der

byismus“ im Raum stand. Aber wir konnten

gen wir hier sozusagen eine Doppelinvestiti-

Bautechnik ist Ländersache. Schon nach

tatsächlich ein gegenseitiges Verständnis

on. Ein weiteres Beispiel ist, dass wir sehr viel

dem Zweiten Weltkrieg hat man jedoch er-

schaffen. Letztlich war es ein Lernprozess für

in die Energieeffizienz investieren, aber auch

kannt, dass so viele verschiedene Anforde-

alle Beteiligten und ich glaube, wir konnten

sehr viel in Kraftwerksanlagen, um Energie

rungen nicht effektiv sind. Sinn und Zweck

nun ein tragbares Niveau der OIB-Richtlinien

zu erzeugen. Niemand möchte die Verantwor-

der OIB-Richtlinien ist es, einheitliche Anfor-

finden. Speziell im Brandschutz haben wir die

tung übernehmen, wenn es darum geht, die

derungen für die Gebäude in ganz Österreich

technischen Vorschriften wesentlich verein-

Sicherheit zu senken. Unsere Gesellschaft ist

festzulegen.

facht – und trotzdem ist die Sicherheit noch

es nicht gewohnt, bestimmte Entscheidun-

ANTON RIEDER: Seit Jahrzehnten fordern

ausreichend vorhanden.

gen individuell zu treffen. Bei uns geht man

wir eine Harmonisierung der Bauordnung

RIEDER: Über das tragbare Niveau kann

davon aus, dass vieles staatlich geregelt sein

und der technischen Bauvorschriften. Wir

man natürlich diskutieren. Denn was ist denn

muss. Solche Regelungen wie im Brandschutz

sind der festen Überzeugung, dass sich durch

tragbar? In der Wirtschaft ist die Tragbarkeit

empfinde ich teilweise als sehr hoch. Noch

die Vereinfachungen der OIB-Richtlinien

auch immer eng verbunden mit der Leistbar-

dazu haben wir eine Situation, bei der in vie-

enorm viele Vorteile ergeben. Bei der ersten

keit. Kann der Kunde sich die Wohnung oder

len Bundesländern unterschiedliche Ausnah-

Ausgabe der Richtlinien mussten wir leider

das Haus leisten? Hier bin ich der Meinung,

men vorliegen. Hier fehlt uns eine allgemeine

erkennen, dass nicht der kleinste gemeinsa-

dass wir aus den verschiedensten Gründen –

Konsequenz.

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eco.architektur

© OFP KOMMUNIKATION

Landesinnungsmeister Anton Rieder und Franz Vogler von der Baupolizei

SEIT JAHRZEHNTEN FORDERT DIE LANDESINNUNG BAU EINE VEREINFACHUNG DER OIB-RICHTLINIEN, UM DIE LEISTBARKEIT VON WOHNRAUM AUCH IN ZUKUNFT SICHERSTELLEN ZU KÖNNEN. VOGLER: Für die weitere Verbesserung ist

beitung der OIB-Richtlinien war ein Schritt

teilweise zu viele Forderungen von Sachver-

auch die Landesinnung gefordert. Wir ma-

in die richtige Richtung. Es gibt nach wie vor

ständigen gestellt werden.

chen die OIB-Richtlinien nicht zum Spaß.

eine Vielzahl an Normen und Richtlinien,

RIEDER: Unser zentrales Ziel ist es, das Bau-

Wir haben von den jeweiligen Ländern den

die sich teilweise auch widersprechen. Und

en wieder leistbar zu machen. Es muss kein

Auftrag bekommen, zu harmonisieren. Bei

es stellt sich immer wieder die Frage, was

Drama sein, wenn aus Eigentümern Mieter

der neuen Ausgabe der OIB-Richtlinien lag

gilt. Auf juristischer Ebene gibt es sehr viele

werden. In sozialer Hinsicht empfinde ich es

der Fokus auf einer Kostensenkung – speziell

Mitspieler, die unterschiedliche Anforderun-

als wichtig, zu besitzen und nicht dauerhaft

im Wohnbau. Brandabschnitte wurden bei-

gen stellen. Für Unternehmer ist es schwer

von anderen abhängig zu sein. In Bezug auf

spielsweise wesentlich vergrößert. Das bringt

zu wissen, woran man sich orientieren soll.

die Leistbarkeit sehe ich aus verschiedenen

eine unglaubliche Flexibilität in der Planung

Hier brauchen wir in Zukunft mehr Klarheit.

Aspekten Gefahren. Mit der Überarbeitung

mit sich. Zusätzlich wurden sämtliche star-

Der Rechtsrahmen ist nicht mehr zeitgemäß

der OIB-Richtlinien haben wir ein gutes Re-

ren Normenverweise verabschiedet. Auch

und muss auf den Stand der Dinge gebracht

gelwerk geschaffen, das von den Gemeinden

in der Barrierefreiheit gibt es dadurch mehr

werden.

aber teilweise unterschiedlich eingesetzt wird.

Flexibilität in der Planung. Für die Zukunft

VOGLER: Das Schutzniveau wird mit den

Es müssen auch die, die es umsetzen, dazu ge-

gilt, diese Richtlinien in den jeweiligen Bun-

OIB-Richtlinien ausreichend erfüllt. Es kann

bracht werden, dass sie sich daran halten und

desländern umzusetzen.

nicht sein, dass ein Sachverständiger noch

nicht mit weiteren Forderungen der Leistbar-

RIEDER: Dem kann ich nur zustimmen.

höhere Anforderungen stellt. Wenn ich mehr

keit entgegenwirken. Wir wünschen uns auch

In den Bereichen Brandschutz, Energieef-

fordere, dann muss ich das in der Auflage

für die Zukunft, dass die Zusammenarbeit so

fizienz und Barrierefreiheit haben wir nun

auch begründen – wie beispielsweise bei einer

gut funktioniert. Man kann sich durchaus

mehr Wahlmöglichkeiten und ein vertret-

Lagerhalle, in der Sprengstoffe aufbewahrt

auch in einen Austauschprozess mit der Wirt-

bares sowie vernünftigeres Niveau erzielt.

werden. Wir möchten uns in Zukunft vor al-

schaft wagen.

Aber ich muss an dieser Stelle auch betonen,

lem auf die Gebäude konzentrieren, die bisher

VOGLER: Damit wir auch in nächster Zeit

dass neben den OIB-Richtlinien auch andere

nicht geregelt waren wie Alten- und Pflege-

so kooperativ zusammenarbeiten, muss man

Faktoren zu einer Verteuerung im Bauwesen

heime. Wir haben die Erfahrung gemacht,

Überzeugungsarbeit leisten – auch in den ei-

führen. Die Zusammenarbeit bei der Überar-

dass in den Bereichen, wo wir nichts regeln,

genen Reihen.

eco.nova

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eco.recht

Advokatur Dr. Herbert Schöpf, LL.M., Rechtsanwalt-GmbH, Arkadenhof, Maria-Theresien-Straße 34, 6020 Innsbruck, advokatur@dr-schoepf.at

Architektur im Wettbewerb Der Architekturwettbewerb hat sich seit Jahrzehnten als ein geeignetes Verfahren bewährt, um die nach ökonomischen, gestalterischen und ökologischen Gesichtspunkten optimale Lösung für ein Bauprojekt zu ermitteln. Doch welche Regeln gelten für Gemeinden und andere dem Beschaffungsrecht unterstehende Auftraggeber für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs?

D

as Bundesvergabegesetz

genen Text erstellen oder auf eine bereits be-

sind bereits in der Bekanntmachung offen-

kennt die Möglichkeit der

währte Verfahrensanleitung zurückgreifen.

zulegen. Sie werden nach ihrer Bedeutung

Vergabe eines Auftrages nach

Einer Wettbewerbsordnung muss jedenfalls

gereiht. Die Beurteilungskriterien werden

Durchführung eines so ge-

als Mindestinhalt zu entnehmen sein:

vom Auslober festgelegt, deren Anwendung

• Vorgangsweise des Preisgerichtes: Der

obliegt jedoch dem Preisgericht. Sie zielen

nannten Wettbewerbs. Dabei handelt es sich um Auslobungsverfahren, die dem Auftrag-

einzelne interessierte Unternehmer muss

darauf ab, dem Auswahl- und Beurteilungs-

geber dazu dienen, sich etwa auf den Ge-

bereits im Vorfeld erkennen können, ob ei-

ermessen des grundsätzlich unabhängigen

bieten der Raumplanung, der Stadtplanung

ne erste Selektion vorgenommen und in

Preisgerichtes einen Rahmen vorzugeben.

oder vor allem der Architektur einen Plan

weiterer Folge unter Aufrechterhaltung der

oder eine Planung zu verschaffen.

Anonymität zur Überarbeitung der Arbei-

Das Preisgericht darf nur aus Personen be-

Je nachdem, in welcher Weise die Bestim-

ten aufgefordert wird. Überdies erscheint

stehen, die von den Teilnehmern des Wettbe-

mung des Teilnehmerkreises erfolgen soll,

es ratsam, für das Preisgericht eine Ge-

werbes unabhängig sind. Nach den Vorgaben

kann ein Wettbewerb als offener, nicht of-

schäftsordnung zu erstellen.

des Bundesvergabegesetzes hat mindestens

fener oder geladener Wettbewerb durch-

• Preisgelder und Vergütungen: Bei Pla-

ein Drittel der Preisrichter, sofern den Wettbe-

geführt werden. Die Durchführung eines

nungswettbewerben werden neben den

werbsteilnehmern eine besondere Qualifika-

Wettbewerbes als Ideenwettbewerb dient

Preisen für die üblicherweise drei Erstge-

tion abverlangt wird, über dieselbe oder eine

vor allem der Erarbeitung von Lösungsvor-

reihten mitunter auch Anerkennungspreise

gleichwertige Qualifikation zu verfügen. Auf

schlägen durch die Wettbewerbsteilnehmer,

ausgesetzt.

Grundlage dieser Vorgabe wird insbesondere

ohne damit eine Verpflichtung zur nachfol-

• Verwendungs- und Verwertungsrechte:

im Planungsbereich eine Unterscheidung zwi-

genden Auftragsvergabe einzugehen. Inso-

Die Wettbewerbsausschreibung legt fest,

schen Fach- und Sachpreisrichtern getroffen.

fern können Wettbewerbe einem späteren

dass das sachliche Eigentumsrecht an den

Im Wettbewerb sind die eingereichten Arbei-

Vergabeverfahren vorausgehen, zwingend ist

eigenreichten Plänen und Modellen durch

ten dem Preisgericht anonym vorzulegen.

dies jedoch nicht. Ist die Vergabe von Dienst-

Bezahlung eines Preisgeldes auf den Auslo-

Dadurch soll eine Beeinflussung bei der Ent-

leistungsaufträgen im Anschluss an einen

ber übergeht. Für die Verwertung des geis-

scheidungsfindung hintangehalten werden.

Wettbewerb an den oder einen der Gewinner

tigen Eigentums muss im Falle einer Nicht-

Die Wahrung der Anonymität bildet eine un-

vorgesehen, spricht man vom Realisierungs-

beauftragung des Architekten mit weiteren

abdingbare Voraussetzung für das Vorliegen

wettbewerb. Die Zielsetzung des Realisie-

Planleistungen festgelegt werden, dass der

eines Wettbewerbs.

rungswettbewerbes geht sohin über dieje-

Auslober bei Bezahlung eines angemesse-

Um Kostenüberschreitungen im Zuge der

nige des bloßen Ideenwettbewerbes hinaus

nen, ortsüblichen Honorars die Wettbe-

Ausführung des Siegerprojektes bestmöglich

und ist auf Vertragsabschluss und Leistungs-

werbsarbeit auch zur Verwertung ankaufen

hintanzuhalten, ist zu empfehlen, bereits im

bezug gerichtet.

kann.

Architektenwettbewerb den Teilnehmern ei-

• Beurteilungskriterien: Bei den Beurtei-

ne fachlich begründete Kostenschätzung für

lungskriterien handelt es sich um jene

ihr Wettbewerbsprojekt aufzutragen, mit der

Dem Auslobungsverfahren wird eine Wettbe-

nicht diskriminierenden Kriterien, nach

Folge, dass augenscheinlich zu teure Projek-

werbsordnung zugrunde gelegt. Der Auslober

denen das Preisgericht seine Entscheidung

te bereits im Wettbewerbsverfahren ausge-

(der Auftraggeber) kann entweder einen ei-

zu treffen hat. Die Beurteilungskriterien

schieden werden können.

Wettbewerbsordnung

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eco.nova


eco.recht

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Bauverfahren und Nachbarrechte Wer ist überhaupt Nachbar und was darf dieser? Das Baurecht ist eine enorm wichtige Rechtsmaterie, wenn es darum geht, Gebäude zu errichten oder bereits bestehende Gebäude zu erweitern beziehungsweise Erweiterungswünsche anderer zu verhindern oder einzuschränken. // TEXT: STEFAN GAMSJÄGER, HANNES WIESFLECKER

I

m Bauverfahren stellen sich oft ganz grundsätzliche Fragen: Wer gilt als Nachbar? Welche von Nachbarn eingebrachten Einwendungen sind im Bauverfahren überhaupt möglich und zielführend? Gesetzgebung im Baurecht und dessen Vollzug fällt

gemäß Artikel 15 Absatz 1 Bundesverfassungsgesetz (B-VG) in den selbständigen Wirkungsbereich der Länder. Es gibt daher neun verschiedene Bauordnungen in Österreich, wobei in der Folge nur auf die Tiroler Bauordnung (TBO 2011) verkürzt und überblicksartig eingegangen wer-

den kann. Grundsätzliches: Alle österreichischen Bauordnungen statuieren subjektiv-öffentlich Nachbarrechte zur begrenzten Mitgestaltung des Baubewilligungsverfahrens. Um Baumaßnahmen nicht extrem zu erschweren, sind die Mitspracherechte der Nachbarn im Verfahren beschränkt.

Wer gilt als Nachbar im Sinne der Tiroler Bauordnung? § 26 Absatz 2 der TBO 2011 definiert den Begriff des Nachbarn ausdrücklich: Nachbarn sind die Eigentümer jener Grundstücke, die 1. entweder unmittelbar an den Bauplatz angrenzen oder deren Grenzen zumindest in einem Punkt innerhalb eines horizontalen Abstandes von 15 Metern zu einem Punkt der Bauplatzgrenze liegen und 2. deren Grenzen zumindest in einem Punkt innerhalb eines horizontalen Abstandes von 50 Metern zu einem Punkt der baulichen Anlage oder jenes Teiles der baulichen Anlage liegen, die Gegenstand des Bauvorhabens ist. Diese Voraussetzungen müssen beide vorliegen, also kumulativ, um als Nachbar zu gelten. Weiters gilt zu bedenken, dass das Gesetz nicht allen Nachbarn einen gleichen Umfang an Nachbarrechten zuspricht. Für die Beantwortung der Frage, „wie viel Nachbarrecht“ mir zusteht, ist die räumliche Nähe zum Bauprojekt entscheidend. Nachbarn, deren Grundstücke unmittelbar an den Bauplatz angrenzen oder deren Grenzen zumindest in einem Punkt innerhalb eines horizontalen Abstandes von fünf Metern zu einem Punkt der Bauplatzgrenze liegen, sind berechtigt, die Nichteinhaltung folgender bau- und raumordnungsrechtlicher Vorschriften geltend zu machen: Festlegungen des Flächenwidmungsplanes (Immissionsschutz), Einhaltung der Brandschutzbestimmungen und Abstandsbestimmungen sowie das Fehlen und die Festlegungen des Bebauungsplanes. Ist das Grundstück des Nachbarn weiter entfernt, so reduziert sich die Anzahl der möglichen Einwendungen. Unterschiedliche Möglichkeiten ergeben sich auch dann, wenn jemand Eigentümer eines bereits bebauten, betrieblich genutzten Grundstückes ist. Da die entsprechenden Vorschriften und möglichen Vorgehensweisen äußerst komplex sind und es zumeist um erhebliche Sachwerte geht,

GLOBAL

ist eine rechtliche Vertretung durch einen in diesem Rechtsgebiet erfahrenen und spezialisierten Rechtsanwalt unumgänglich.

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Immo-Risk-Management

Von der ersten Idee eines Projektes bis zum Verkauf/Bestand

Risikoabsicherung ist in Baufragen ein sehr breites Thema, das bereits von der ersten Ideenfindung bei einem Projekt bis zum Verkauf oder der Übergabe eine wichtige Rolle spielt und sich auch laufend weiterentwickelt. Planer haben dabei andere Anforderungen als der Bauherr/Bauträger und während einer Bauphase sollte sich die Risikoabsicherung einfach und flexibel dem Baufortschritt anpassen können. Gründe genug, sich hier von Beginn an in die Hände von Experten zu begeben. // TEXT: BARBARA WILDAUER

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ie VERO Versicherungsmakler

VERO entwickeln wir in Abstimmung mit

zeitgemäßen Immobilien in respektvollem

GmbH beschäftigt sich mit allen

den Bedürfnissen unserer Kunden am Markt

Umgang mit traditionsreicher alpiner Bau-

Fragen zu Risikomanagement rund

für jeden Bauabschnitt eigene Konzepte. Das

kultur. Unter Anwendung von hochwertigen

um Bau und Immobilien. VERO entwickelt

hat sich aus mehreren Gründen bewährt, da-

Materialien und modernster Technologie

mit umfassendem Fachwissen ein sehr brei-

durch sind wir flexibel und können für jeden

entstehen nachhaltige Immobilien und bei

tes Leistungsspektrum mit Konzepten, die

Bedarf maßgeschneiderte Angebote erstellen.

der Absicherung von Risiken setzt Herbert

sich flexibel den unterschiedlichen Anforde-

Der Kunde erhält so punktgenaue Absiche-

Günther Wohnbau auf das Fachwissen und

rungen von Bauprojekten anpassen. Jedes

rungen für seine individuellen Risiken.“

die Erfahrung von der VERO.

Projekt ist anders und alle am Bau Tätigen –

„The Grand – die Stadtresidenz“ mitten in

ten - haben individuelle und sich mit jedem

Höchste Qualität braucht die besten Partner

Projekt ändernde Anforderungen. Das be-

DI Herbert Günther, Herbert Günther Wohn-

Eröffnung des Grand Hotels 1903 startete die

ginnt bei der maßgeschneiderten Abdeckung

bau in Kitzbühel entwickelt exklusive Im-

glanzvolle Ära Kitzbühels. „Das Grand“ wird

der Haftpflicht von Planern und reicht bis zu

mobilien in den gefragtesten Lagen der

von Günther Wohnbau mit Appartements

einem Gesamtkonzept für ein ganzes Bau-

Kitzbühler Alpen. Ein Team aus sorgfältig

und 800 m2 Penthouse komplett neu errich-

projekt. Mag. (FH) Ursula Hintringer: „Bei

ausgewählten Fachleuten befasst sich mit

tet. DI Herbert Günther: „Risikoabsicherung

vom Planungsbereich bis zum Professionis-

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eco.nova

Kitzbühel ist ein Projekt, bei dem in jeder Hinsicht Top-Qualität erbracht wird. Mit der


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DIE LEISTUNGSPALETTE

umfasst ein sehr breites Spektrum für Planer, Bauträger, Bauherren und in weiterer Folge auch für Immobilienmakler und Hausverwalter. Das beginnt beim Bauträger mit dessen Berufshaftpflicht sowie der Berufshaftpflicht für Architekten, Ingenieurkonsulenten, Ingenieurbüros und planenden Baumeister. Das gesamte Bauprojekt wird am besten von einem umfassenden VERO-Baukonzept inkl. Montagedeckung begleitet. Auch für Makler und Hausverwalter bietet VERO eine Berufshaftpflicht sowie Versicherungskonzepte für Gebäudeversicherungen aller Art. Das Grand“ in Kitzbühel wird von DI Herbert Günther, Wohnbau Günther in absoluter Luxusklasse errichtet und wird von FIRST Immobilien betreut - beide Unternehmen vertrauen bei der Risikoabsicherung von Projekten sowohl in der Bauphase als auch in der Bestandsphase auf die Leistungen von VERO Versicherungsmakler GmbH.

NEUE VERO-PRODUKTE wicklung und damit können wir uns im Unternehmen auf das Wesentliche und unsere Arbeit konzentrieren. Diese Vorgangsweise gehört für mich zur professionellen Handhabe eines Bauvorhabens und ich kann das nur jedem Unternehmen empfehlen.“ Das Expertenwissen von VERO ist auch

gerade im Bau-und Immobilienbereich ist

im Immobilienbereich gefragt. Immobili-

ein Thema für Experten und kann für ein

en First Kitzbühel ist bietet seinen Kunden

Unternehmen sehr schnell existenzielle Be-

ein umfassendes „All-in-Konzept“, in dem

deutung erlangen. Wir sind 2006 zu VERO

alle Fragen rund um Immobilien lücken-

gekommen nach einem Versicherungsfall,

los abgedeckt werden. Das Tätigkeitsfeld

bei dem drei mögliche Verursacher ein Ver-

umfasst Immobilienmanagement, Baupla-

schulden abstritten. Ich musste mit meinem

nung, Architektur, Liegenschaftsverwal-

Unternehmen einen Schaden bei einem Bau-

tung, Rechtsberatung, Facility-Management

projekt über eine halbe Million Euro selbst

und Finanzierungshilfe. In Versicherungs-

zahlen und nach drei Jahren Rechtsstreit ha-

fragen arbeitet das Team von First Immobi-

ben wir gerade die Hälfte zurückbekommen.

lien mit VERO Versicherungsmakler GmbH

Das kann das Ende eines Unternehmens

zusammen. Sophie Frédérique Rings, FIRST

sein. VERO hat uns damals einen Vorschlag

Immobilien Kitzbühel „Risikoabsicherung

gemacht, wie wir Schäden unabhängig von

ist auch beim Immobilienkauf ein großes

Verursachern abdecken können. Wir mini-

Thema, das in die Hände von Experten ge-

mieren mit dieser Versicherung damit un-

hört. VERO ist bei vielen Projekten unser

ser unternehmerisches Risiko entscheidend.

Partner, weil lösungs- und dienstleistungs-

Unsere Ansprechpartner bei VERO über-

orientiert die richtigen Konzepte geschnürt

nehmen im Schadensfall die gesamte Ab-

werden.“

Für Architekten und Ingenieurkonsulenten sowie Ingenieurbüros und planende Baumeister bietet VERO einen Honorar- und Vergaberechtsschutz, der von der Branche schon lange gefordert wurde. Christoph Zoller, Produktexperte bei VERO Versicherungsmakler GmbH: „Im Baubereich erreichen die Streitwerte nicht selten Größenordnungen, die bisher versicherungstechnisch kaum abdeckbar waren. Hier ist es uns gelungen,eine Variante ohne Streitwertobergrenze zu entwickeln. Ein weiteres, ganz aktuelles und durchaus auch brisantes Thema ist ‚Cyber-Crime’ - auch hier können wir eine Risikoabsicherung - z.B. gegen Hacker-Angriffe, Erpressungsversuch, etc. – anbieten. Diese Gefahr ist im Bereich der sensiblen Daten in Planungsbüros ein durchaus großes Thema für Risikomanagement.“

VERO Versicherungsmakler GmbH Mag. (FH) Ursula Hintringer Geschäftsführerin Museumstraße 1, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/572707 innsbruck@vero.at www.vero.at

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Buchtipps Architektur zum Blättern

Architektur ist immer auch ein visuelles Erlebnis. Wir haben in einigen Büchern geschmökert und legen Ihnen dringend ans Herz, dasselbe zu tun. Zur Inspiration, zur Information oder einfach zum Träumen.

STORE BOOK 2016

GRUNDRISSATLAS EINFAMILIENHAUS Katharina Matzig/Wolfgang Bachmann, Callwey Verlag, 240 Seiten, EUR 72,00

Aus einer abstrakten Vorstellung einen konkreten Grundriss zu entwickeln, ist eine Herausforderung. Dieses Buch zeigt anhand 50 ausgewählter Einfamilienprojekte und über 700 Abbildungen, Pläne und Grundrisse, dass es sich durchaus lohnt, Zeit und Geduld in den Entwurf zu stecken – und den Mut zu haben, sich überraschen zu lassen.

dlv Netzwerk Ladenbau, Callwey Verlag 248 Seiten, EUR 89,00 Die besten Ladenbauprojekte aus neun Ländern und 16 Branchenbereichen. Die bereits dritte Auflage birgt wieder coole Shopkonzepte, teils überraschend simpel und puristisch, teils knallig bunt, aber immer besonders – mit dabei u. a. die Bäckerei Honeder aus Linz oder der Showroom „A Space“ in Berlin.

WOHNEN UNTER 1.000 EURO

Julia Ballmaier, Callwey Verlag 160 Seiten, EUR 25,70

Wunderbare Wohntipps für wenig Geld. Und für jeden Geschmack ist was dabei. Tolle Ideen, die sich teilweise richtig einfach umsetzen lassen. Man muss halt draufkommen – zum Beispiel den Lieblingsstoff auf einen Keilrahmen tackern und daraus ein Bild machen, einen Klemmspot platzsparend überm Bett anbringen oder einfach den alten Tisch neu lackieren. Ein Anstups-Buch vom Feinsten.

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eco.buch

Wohnhaus in Granollers/Barcelona: Backstein dient als verbindendes Element zwischen innen und außen. Das Material fasst die Haustrakte und Höfe auch optisch zu einer Einheit zusammen.

Umbau einer Scheune zum Ferienhaus in Druxberge/Sachsen-Anhalt. Die alten Schiebetore und Klappläden erinnern noch an die frühere Nutzung, innen vermittelt die lockere Luftigkeit Loftatmosphäre.

AUSGEZEICHNETE EINFAMILIENHÄUSER Bettina Hintze, DVA 192 Seiten, EUR 51,40

Die Besten der Besten. Das Buch zeigt die besten individuellen Eigenheime Europas, ausgezeichnet von der Jury des renommierten Häuser-Awards. Echt schön!

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Unser Kolumnist Klaus Schebesta erkundet mit seinem Helden Herrn Bodamer die Tücken des Alltags.

WELT

a r e t ce . o c e

HERR

B

ERS ODAM

# NR.

H

09#

Leistbares Wohnen Herr Bodamer suchte eine Garconniere. Was er fand, waren persönliche und architektonische Abgründe, denen eines gemeinsam war: der unverschämt hohe Preis.

err Bodamer hatte sich

zert“, meinte der Vermieter grinsend. „Nein,

Arzt mit Ordinationshintergrund kennen zu

das einfacher vorge-

danke, ich bin sehr unmusikalisch“, drückte

lernen. Eine Chance hatte er ja noch.

stellt. Ein Freund such-

sich Herr Bodamer durch die Eingangstür ins

te für seinen Sohn eine

Freie und hörte das Schimpfen des freundli-

Garconniere in Inns-

chen Musikliebhabers bald nicht mehr. Gut.

bruck. Zum Studieren. Nichts Besonderes, ei-

Ausnahmen bestätigen die Regel, dachte Herr

ne Studentenbude eben. Da dieser Freund in

Bodamer. Die zweite Wohnung würde besser

Wien zu Hause war, hatte er Herrn Bodamer

sein, dessen war er sich sicher. Der Anzeigen-

gebeten, ein bisschen herumzuschauen, wie

text las sich auch schon viel gehobener:

er es nannte. Herr Bodamer studierte also die Inserate in den Zeitungen und stöberte ein wenig auf Immobilienplattformen im Internet. Ein wenig machte es ihn schon stutzig, dass es in einer so großen Stadt wie Inns-

„Zimmer in einer Zweier-WG zu vergeben. Liebevoll renovierte Altbauwohnung. Biologische Materialien. Endlich zu Hause.“ Bei diesem Objekt fiel zuallererst auf, dass es keine Klingel gab. Herr Bodamer zog an einem

„Ein-Zimmer-Wohnung mit Mehrwert. Zentrale Lage. Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz. Eine Immobilie für Kenner.“

bruck so wenig Mietwohnungen gab, aber er

Juteseil und hörte einen fernöstlichen Gong ertönen. Mit langsamen Schritten näherte sich eine Gestalt der Türe und öffnete mit einem gehauchten „Namaste“. Er heiße Harinder, sagte der barfüßige Bewohner mit Meditations-

dachte nicht allzu lange darüber nach. Er no-

Gehoben war allerdings auch der Preis – aber

hintergrund, und bitte ihn herein. Die Woh-

tierte sich drei Objekte, die in Frage kamen,

da konnte man ja vielleicht noch reden. An

nung sah nicht wirklich renoviert aus – eher

und machte Besichtigungstermine aus.

der Türe wartete ein Rechtsanwalt mit Legiti-

wie vergessen. Als Herr Bodamer das erwähn-

mationshintergrund und schritt augenblick-

te, huschte ein Schatten über das Gesicht von

lich zur Tat. Er legte nach einer kurzen Be-

Harinder, der übrigens gebürtiger Zillertaler

sichtigung der mittelmäßigen Wohnung ein

war und meinte, dass „liebevoll renovieren“

nicht mehr mittelmäßiges Konvolut an Ver-

eben bedeute, die Achtung vor dem Überliefer-

trägen für die Hauptmietkosten, das Entgelt

ten zu wahren. Das umfasse natürlich auch die

Es kostete ihn einige Mühe, die betreffende

zur Benutzung der Einrichtungsgegenstände,

Sanitär- und Elektroausstattung aus den Drei-

Haustüre in einem Hochhaus im O-Dorf zu

die „Sie-wissen-ja-gar-nicht-was-es-für-Leu-

ßigerjahren, weshalb die Lichtstärke pro Raum

finden. Er mochte eigentlich keine Hochhäu-

te-gibt“-Kaution (selbstverständlich in bar)

mit 25 Watt begrenzt sei, „aber das wahre Licht

ser, aber das spielte ohnehin keine Rolle, denn

und weitere Neben-Nebenkosten auf den

kommt ohnehin von innen“. Nach einer Tasse

die Wohnung lag im Untergeschoß. Am ver-

Tisch, erklärte die zehnseitige Wohnungsord-

Gewürztee realisierte Herr Bodamer, dass auch

einbarten Ort wartete der Vermieter. „Willsch

nung, die so gut wie alles verbot, was nicht

die geistige Leistung von Harinder begrenzt ist

du schauen?“ fragte dieser mit unverkennbar

absolut lebenserhaltend war, schaute auf die

und er dem Sohn seines Freundes beim besten

tirolerisch-türkischem Akzent. Der stämmige

Uhr und drückte Herrn Bodamer den Kuli

Willen diesen Mitbewohner nicht zumuten

Mann mit Migrationshintergrund öffnete mit

in die Hand. „Hier unterschreiben, ich muss

konnte. Interessantes Detail am Rande: Auch

einem gezielten Schlag auf die Klinke die Tü-

zurück in die Kanzlei.“ Herr Bodamer bat um

der Barfüßige wollte die gar nicht unbeschei-

re. „Klemmt bissi“, meinte er, „isch aber gut für

Bedenkzeit wie vor einem Strafgericht, doch

dene Kaution bar auf die Hand.

Einbruch. Kriegen Tür nix auf.“

der Rechtsanwalt gewährte keinen Aufschub.

Eines hatten, trotz aller kulturellen und ar-

Die Garconniere erwies sich als ausgebau-

„Der nächste kommt in einer Stunde.“

chitektonischen Unterschiede, alle Objekte

tes Kellerabteil mit einer wirklich sehr hellen

Vielleicht, sagte der Rechtsanwalt noch im

gemeinsam: Sie waren unverschämt teuer.

Oberlichte, die einen erbaulichen Blick auf die

Weggehen, ist ja die Garconniere meines Be-

Am Heimweg ließ Herr Bodamer die Besich-

Grasspitzen des angrenzenden Spielplatzes

kannten, eines Arztes, das Richtige für Sie.

tigungstour durch bauliche und persönliche

ermöglichte. „Zahlsch du bar“, erwähnte der

Soll ich einen Termin vereinbaren? Herr Bo-

Untiefen Revue passieren und verlor an der

Mann nebenbei, „dann mach mer Fuffziga bil-

damer lehnte dankend ab, da er sicher war,

Ecke Anichstraße – Maria-Theresien-Straße

liga.“ Die netten Nachbarn waren Heavy-Me-

dass der Abzocker-Advokat nichts ohne ent-

den ersten Teil des Wortes „leistbar“. Übrig

tal-Musiker, die fünf Mal wöchentlich dort in

sprechende Provision tun würde. Und er

blieb: „Bares Wohnen“. Wie wahr, dachte Herr

ihrer Bude probten. „Kriegsch du gratis Kon-

hatte auch keine Lust, einen ebenso gierigen

Bodamer.

„Große Garconniere. Grünlage. Hell. Nette Nachbarn. Okkassion. Genau richtig für dir.“

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eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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