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Vom Papagei zum Marienplatz Walter „Beppo“ Wieczorek: Musiker und Veranstalter aus Passion mit ungewöhnlicher Karriere

73 Jahre ist er nun schon alt, vielen Rosenheimern ein Begriff: Walter „Beppo“ Wieczorek ist ein musikalisches Original mit einem bemerkenswerten Weg. Zu sehen ist er sommers öfter auch mit seiner Steirischen Harmonika in der Rosenheimer Fußgängerzone aber das ist lange nicht alles. Als Walter Wieczorek in Stephanskirchen-Schloßberg aufwuchs, da war der Rock‘n‘Roll das große Ding. So werden wie die großen Bands der Zeit, die Beatles und die Stones und viele andere, oder zumindest so berühmt wie die damaligen Lokalmatadoren, zum Beispiel die „Rialtos“, davon träumten viele in den späten 1960erJahren. Und der junge Walter setzte das auch in die Tat um mit seinen Freunden Rudi Zehentner und den beiden Brüdern Helmut und Kurt Schmarsel. Die „Tamburins“ waren geboren, der Fleiß war groß und so hatten die jungen Rocker bald ein großes Repertoire aufgebaut. Und erste Auftritte waren bald an Land gezogen: „Wir waren damals ja noch nicht alle 18 Jahre.

Die Eltern mussten uns zu den Auftritten fahren. Einmal ist es uns passiert, dass bei der Gaststätte, in der wir hätten auftreten sollen, eine Schlägerei begann, die Polizei war unterwegs. Der Wirt war alarmiert - aber hauptsächlich wegen uns. Weil wir nicht volljährig waren, hätten wir gar nicht auftreten dürfen, nicht einmal Gäste sein. Der Wirt und wir damit - hätten großen Ärger bekommen, wenn das aufgeflogen wäre. Also mussten wir uns in einem Nebenraum verstecken, damit wir der Polizei verborgen blieben. Und das ging über Stunden. Wir haben uns kaum Schnaufen getraut. Und von einem dringend nötigen Besuch auf der Toilette war gar keine Rede. Als endlich alles vorbei war, war es zum Spielen auch schon zu spät und wir konnten wieder heimfahren“, sagt Wieczorek rückblickend. Überhaupt war das Alter ein Hemmschuh in der damaligen Zeit: „Damit wir unsere Helden von den damals angesagten Bands in der Region live sehen konnten, mussten wir ja in die entsprechenden Lokale.

Spezi, der über Stunden vorhalten musste. Das waren klingende Namen in den Ohren alter Rosenheimer: Da gab es das „Papagei“ in der Stollstraße, das „Arkaden“ in der Heilig-Geist-Straße oder das „Calypso“ in der Königstraße.

Der Viktualienmarkt gleich ums Eck: Walter „Beppo“ Wieczorek hat München als Auftrittsort entdeckt - oder München ihn?

Und dafür waren wir zu jung und Geld hatten wir auch keins.“ Aber oft drückten die

Bedienungen mehr als ein Auge zu und ließen die Burschen im Lokal, bei einem

Und bald spielten die „Tamburins“ auch dort. „Wir waren so fleißig und lernten ständig neue Songs. Und bald hatten wir einen guten Ruf. Vor allem auch auf dem Land hatten wir bald viele Auftritte bei Veranstaltungen zum Beispiel von den Jungbauernschaften. Wir kamen nach Forsting und Tittmoning, nach Emmering, Prutting und Riedering, und, und, und.“ Beim „Heimspiel“ im heute nicht mehr existierenden Schloßberger Saalbau konnten sie alle 600 Plätze füllen. „Wir haben alles niedergespielt und hatten ein Publikum, das uns gefolgt ist. Das machte uns natürlich bei den Veranstaltern beliebt und wir wurden viel gebucht“, sagt Wieczorek, der für die „Tamburins“ am Schlagzeug saß, mit leichtem Stolz in der Stimme. Fortsetzung auf Seite 2

Von Gleisen und Oberleitungen fernhalten! Eindringlicher Appell der Bundespolizei zur Ferienzeit Sommerferien: Endlich Zeit für Spiel, Spaß und Erholung. Das eine oder andere Ferienabenteuer dürfte anstehen. Aber bitte keine Abenteuer im Bahnbereich! Eindringlich appelliert die Bundespolizei zum Ferienstart, sich unbedingt von Oberleitungen und Gleisen fernzuhalten.

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Züge oder Schienen üben auf Kinder und Jugendliche immer wieder eine große Anziehungskraft aus. Leider fehle dabei oft das Bewusstsein, dass auf Bahnanlagen riesige Gefahren drohen können, so die Bundespolizei. Das Klettern auf einen Waggon oder das „Selfie“ auf den Schienen kann tödlich enden. Bei jedem Aufenthalt im Gleisbereich drohe Lebensgefahr. Wenn sich ein Zug mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde nähert, muss mit einem

Gefährlich und kein Spiel: Der Bremsweg von Zügen ist enorm und ein Ausweichen unmöglich.

Bremsweg von bis zu einem Kilometer gerechnet werden. Ausweichen kann ein Zug nicht. Hinzu kommt, dass die modernen Züge sehr leise sind. Das hat zur Folge, dass diese sich schnell annähern, ohne dass man sie überhaupt wahrnimmt.

Auch von den Oberleitungen gehen extreme Gefahren aus. Sie stehen unter einer Spannung von bis zu 15 000 Volt. Selbst ohne die direkte Berührung einer Oberleitung sind lebensgefährliche Spannungsüberschläge möglich. Fortsetzung auf Seite 2

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