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D 2998 F

deutscher motorsport verband mItGLIedermaGaZIn · nr. 02/2010 · € 3,00

märz/april

DMV Hauptversammlung Siegen Unter Strom: E-Bikes DMV promotet neue Straßenrennsportserie

www.dmv-motorsport.de

Premiere: Touring Car Championship


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Am neuen Nürburgring erlebst Du ab sofort ein volles Programm – an allen 365 Tagen im Jahr. Zum Beispiel beim Selberfahren auf der Rennstrecke und im Offroad-Park oder beim Motorsport-Abenteuer für die ganze Familie im ring°werk. Dazu den ring°boulevard mit Traumautos, Merchandising-Shops und Gastronomie. Oder Bars und Party im Eifeldorf Grüne Hölle. Kurz: Am neuen Nürburgring gibt es alles für perfekte Tage und Nächte. Egal ob mit Deiner Familie, Deinen Freunden oder Deinen Geschäftspartnern. Mach Dich auf was gefasst.


INTRo

Mutig mit Vertrauen in die neue Saison! Sehr geehrte DMV Mitglieder, noch unter dem Eindruck meiner ersten Jahreshauptversammlung als Präsident des Deutschen Motorsport Verbandes schaue ich mit meinen Präsidiumskollegen mit dem nötigen Blick für die Realitäten, aber doch vorsichtig optimistisch in Richtung der bevorstehenden Motorsportsaison 2010. Optimistisch deshalb, weil die Eindrücke, die ich von unserer Hauptversammlung mitgenommen habe, der Zuspruch, den wir erfahren haben, und die breite Zustimmung zu allen personellen und Sachentscheidungen mit einstimmigen Voten in der gesamten Breite mich emotional sehr beeindruckt, aber auch bestärkt haben. Wir befinden uns zumindest noch in diesem Jahr in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, aber auch das Überangebot von Unterhaltungsmedien wird die Rahmenbedingungen zum erfolgreichen Betreiben unseres Sports dauerhaft limitieren. Gerade in dieser nicht nur für den DMV, sondern für den gesamten Motorsport schwierigen Phase macht mir der Rückhalt, den wir durch unsere Mitglieder erfahren, Mut. Was wäre ein Verband ohne seine Mitglieder, ohne aktive Sportler, die vielen ehrenamtlichen Sportwarte, die hauptamtlichen Kräfte in der

DEUTSCHER MOTORSPORT VERBAND

Geschäftsstelle, die Förderer aus der Wirtschaft und last but not least die Ehepartner, die unseren Mitgliedern ihr Engagement im und für den Motorsport erst ermöglichen. Ein großes Dankeschön möchte ich daher an die gesamte DMV-Familie sagen und Ihnen versichern, dass wir die Herausforderungen annehmen und das von Ihnen ausgesprochene Vertrauen durch noch härteres Arbeiten für Verband und Sport rechtfertigen werden.

„Rückhalt und Vertrauen unserer Mitglieder machen mir Mut“ Hans-Robert Kreutz

Dieses Editorial, liebe Motorsportfreunde, finden Sie in einem ungewohnten Umfeld, im „relaunchten“ Verbandsmagazin des DMV mit dem neuen, viel sagenden Namen DMV INSIDE. Wir hoffen, dass Ihnen die lang angekündigte Runderneuerung der in die Jahre gekommenen „Motor extra“ gefällt. Eine optische Auffrischung geht einher mit klareren Heftstrukturen, verbesserter Druck- und Papierqualität, aber auch erweiterten und informativeren Inhalten. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen und Genießen der nächsten Seiten wünscht Ihnen Ihr

Hans-Robert Kreutz DMV-Präsident

FIM, FIA und der europäischen UEM vertreten. Für un-

sich im sportlichen Wettbewerb zu messen und bei ent-

sere Mitglieder stehen wir mit unserer Fachkompetenz

sprechenden Leistungen sich auch im internationalen

Der Deutsche Motorsport Verband e.V.,

jederzeit und für alle Fragen rund um den Motorsport

Vergleich zu behaupten. Der DMV ist sowohl dem Spit-

1923 in Halle/Saale gegründet, ist der

zur Verfügung.

zen- als auch dem Breitensport verpflichtet und fördert

mitgliederstärkste, ausschließlich auf Motorsport bezo-

deshalb die Gesamtpalette dieser faszinierenden Sport-

gene Verband in Deutschland. Als gemeinnütziger Ver-

Besonderen Wert legen wir auf die Nachwuchs- und

band anerkannt, führt der DMV mit seinen über 400 an-

Breitensportförderung. Einen wichtigen Beitrag leistet

geschlossenen Clubs jährlich mehr als 600 Motorsport-

dabei die im Motorsport einmalige, selbst verwaltete

Veranstaltungen durch. Der DMV ist kompetent in allen

Nachwuchsorganisation - die Motorsportjugend (MSJ)

Gremien des nationalen Spitzenverbandes DMSB, wie

im DMV. Durch Schulungen und Förderungen soll es jun-

auch in den Gremien der Welt-Motorsportorganisationen

gen und talentierten Motorsportlern ermöglicht werden,

arten. Der Deutsche Motorsport Verband ist Trägerverein des


Ruschke und Partner ist eine erfahrene Kommunikationsagentur im Bereich Below-the-line. Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich für nationale und internationale Unternehmen. Mit kreativen Ideen und einer hoch professionellen Umsetzung sichern wir den Erfolg unserer Kunden. Wir kämpfen leidenschaftlich für die beste Kommunikationslösung. Und für die effizienteste. Mit unseren Kunden. Und für unsere Kunden. Nehmen Sie uns beim Wort!

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Offizielle Förderer des Deutschen Motorsport Verbandes

Weitere DMV-Firmenmitglieder ■ Camp Company

■ KSN Motorsporthandel, Peter Kaiser, Kerpen

■ Hetschel GmbH & Co. KG, Brackenheim

■ Modena-Race, Wächtersbach

■ HJ S Fahrzeugtechnik

■ Tyczka Flüssiggas

■ Hockenheimring Baden-Württemberg

4 DMV INSIDE 2I2010


INHalT

NEWS Nachrichten rund um den Motorsport

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6–9

THEMA

Foto: DIEtMAR GLÖCKNER

10–13

FOtO: SCHIFFNER

AUTOMOBILSPORT

DMV Hauptversammlung 2010. Einstimmigkeit und Harmonie bei der JHV in Siegen. Seite 10

MOTORRADSPORT Elektrobike-Rennen > > > > > > > > > > > > > > > > > 18–20 Freestyle-Weltmeisterschaft FMX Berlin > > > > > 21 Eisspeedway-Weltmeisterschaft Berlin > > > 22–23 Motorrad-Biathlon > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 23 DMV-Rundstrecken-Championship > > > > > > > > > 24 DMV-Siegerlandpreis Nürburgring > > > > > > > > > 25 Supermoto Saarbrücken > > > > > > > > > > > > > > > > 25 Motorrad-Flattrackrennen > > > > > > > > > > > > 26–27

DMV Touring Car Championship. Die Tourenwagenserie erreicht 2010 eine neue Dimension. Seite 14

DMV INSIDE DMV-Mitarbeiter Michael Weichert > > > > > 26–27 Neue DMV-Internetpräsenz > > > > > > > > > > > > > > 28

SERVICE Service Recht > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 29 Mentales training III > > > > > > > > > > > > > > > > 30–31

FOtO: SCHIFFNER

KARTSPORT Eisspeedway-WM. Die Schräglagenartisten zeigten in Berlin ein krasses Finale. Seite 22

Jubiläumspreis Liedolsheim > > > > > > > > > > > 32–33 EM und WM in Wackersdorf > > > > > > > > > > 34–35 tipps für Karttouristen > > > > > > > > > > > > > > 34–35 Neue Motoren-Klassifizierungen > > > > > > > > > > > 36

MSJ im DMV FOtO: FULKO

Superkartslalom > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 38 Neues vom Vierradreferenten > > > > > > > > > > > > 38

MEINUNG Gefährliche Folgen von Winterschäden

Titelbild: Aus der „touring Car Challenge“ wurde die DMV touring Car Championship. Die Serie erlebt am 09./10. April ihre Premiere auf dem Hockenheimring (hier mit titelverteidiger Pierre von Mentlen/99).

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DMV-touring-Car-Championship > > > > > > > > 14–15 DMV-tyre-trade-Center-Nürburgring-Cup > > > > 16 DMV-Formel-Gloria-Championship > > > > > > > > > > 17

FOtO: GLÖCKNER

INSIDE

DMV-Hauptversammlung 2010

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CLUB MSC Fulda > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 40–41 Club-Nachrichten > > > > > > > > > > > > > > > > > > 42–47 termine > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 48–49 50 Jahre Kartsport. Die Kartfahrer zelebrierten in Liedolsheim ihr erstes Jubiläumsevent. Seite 32

VORSCHAU / Impressum

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FOtO: SCHIFFNER

DMV-Zeitzeugen gesucht

Zukünftig Standard: Speedway mit Airfences (im Hintergrund)

100 000 € für Airfences Nun stellte der DMSB 100 000 Euro für zwei Airfence-Systeme bereit, die noch in 2010 angeschafft werden sollen und in Federführung der Regionalverbände NBM (Norddeutsche BahnMeisterschaft) und SBM (Süddeutsche Bahn-Meisterschaft) bei möglichst vielen Rennen in Nordund Süddeutschland eingesetzt werden sollen. Gemeinsam mit den Bahnbetreibern, die über eigene Airfences verfügen, will der DMSB dafür sorgen, dass künftig nahezu alle

Schneider in UEM-Kommission DMV-Motorradsport-Referent Christian Schneider wurde vom Europäischen Motorsportverband UEM in die Straßenrennsport-Kommission RRC berufen. Der Siegerländer aus Luckenbach ist bereits seit 2004 Mitglied im Fachausschuss Straßenrennsport des DMSB und wird als Nachfolger von Ottmar Bange die deutschen Interessen im Straßensport auf europäischer Ebene vertreten.

6 DMV INSIDE 2I2010

Veranstalter von Speedway- und Langbahnrennen, bei denen die Aufstellung der mobilen Luftkissen einen Sicherheitsvorteil bringt, diese auch kostengünstig einsetzen können. Damit hat DMV-Präsident HansRobert Kreutz, Mitglied des DMSB-Präsidiums, Wort gehalten, der versprochen hatte, die DMV-Bahnsportclubs mit dieser kostenintensiven Sicherheitsinvestition nicht allein zu lassen.

Bitte kontaktieren Sie direkt: Jochen lindner DMV Hauptstadtbüro apoldaer Straße 21 12249 Berlin Tel. 030 8 33 00 88 E-Mail: jolind@t-online.de

Schäfer im DMSJ-Vorstand René Schäfer (25), der bereits als teammanager der deutschen Speedway-Nationalmannschaften des DMSB fungiert, wurde nun als Vorstandsmitglied für den Bereich Motorradsport in die Deutsche Motorsport Jugend (DMSJ), die Jugendorganisation des DMSB berufen. Der Hesse aus Nidda ersetzt in dieser Funktion Manfred Bauch von der DMV-Sportabteilung. Schäfer ist auch Zweiradreferent in der DMV-Jugendorganisation MSJ und in MSJ wie DMSJ für den Bahnsport zuständig.

FOtO: SCHIFFNER

2009 hatte der DMSB bekannt gegeben, dass ab 2012 alle Speedway-, Sand- und Grasbahnen, die über keine Auslaufzone verfügen, in den Kurven einen sog. Airfence montiert haben müssen. Da die FIM-homologierten Sicherheitszäune aber je nach typ und Bahnlänge zwischen 30 000 und 50 000 Euro kosten, hätte die der Sicherheit dienende Vorschrift das Aus für Dutzende traditionsrennstrecken bedeutet, wenn die Vereine mit der wirtschaftlichen Belastung auf sich allein gestellt gewesen wären.

DMV-Ehrenpräsident Jochen lindner ist derzeit damit beschäftigt, die Geschichte des DMV von 1923 bis 2010 aufzuzeichnen und eine Chronik der Ereignisse zu erstellen. leider gibt es nur noch wenige Zeitzeugen aus den vierziger und fünfziger Jahren und durch den Verlust des DMV-archivs in Hamburg auch keine Unterlagen mehr. lindner benötigt daher dringend Informationen, die dazu beitragen können, die „schwarzen Flecken“ zu erhellen. Besonders benötigt werden Hefte der ersten DMV Zeitung „MoToR“ aus den Jahren 1950 und 1951 und Hinweise auf die Jahreshauptversammlungen des DMV in den Jahren 1950/1953/1954/1955/1956/ 1957 (ort und Datum). außerdem erbitten wir einen Hinweis zu Karl Bissinger, Vorsitzender des Präsidialrates (heute länderbeirat). Wann hatte er das amt inne? Gesucht werden auch Bilder von offiziellen Veranstaltungen, wie Siegerehrungen, Hauptversammlungen, Rennsport etc., die sich zur Veröffentlichung eignen. alle uns überlassenen Unterlagen werden nach Fertigstellung zurückgegeben.


NEWS

Eis blockierte „F-1 Spaziergang“ Für die 60 Sportwarte des Badischen Motorsport Clubs (BMC) Hockenheim gibt es im harten Winter kaum Zeit zum Verschnaufen. Am Dreikönigstag bei Minustemperaturen um die sechs Grad sollte es zu Fuß über den Hockenheimring gehen, was nur in den Wintermonaten möglich ist. Daraus wurde nichts, denn die Rennstrecke war vereist und der Untergrund glatt. Aus Sicherheitsgründen wurde vom Präsidenten und Einsatzleiter Harald Roth eine kleine Variante gewählt und somit einige neuralgische Punkte angelaufen.

Es begann am Posten 1 in der Nordkurve, dann zurück über Start und Ziel zur Dragster-Strecke bis zur Sachs-Kurve. Unterwegs wurde an einigen Posten haltgemacht, die Unterkünfte der Sportwarte inspiziert und anschließend Verbesserungsvorschläge vorgebracht. Dabei wurde geprüft, ob die Streckenhäuschen für die BMC-Sportwarte den Winter bislang gut und ohne Schäden überstanden haben und für die Motorsportsaison, die vom Formel-I-Rennen am 23.-25. Juli gekrönt wird, immer noch einsatzfähig sind.

FOtO: HOFMANN

Zweck dieser traditionellen Begehung ist die Festlegung von Standorten sowie deren Sicherheitsanforderungen für die Sportwarte, Fahrer und

Zuschauer an der Rennstrecke. Konkrete Verbesserungsvorschläge zu den einzelnen Abschnitten gab Abschnittsleiter Klaus Schwenninger weiter, der sich bei der Hockenheim-Ring GmbH um die gewünschten Ausführungen bemühen wird. Die richtige Platzierung der Schutzzäune für die Sportwarte war ein besonderes Anliegen.

Tickets auch an allen bekannten CTS Eventim Vorverkaufsstellen.

Danach ging es wieder zurück zum Ausgangsort, dem ErnstWilhelm-Sachs-Haus. Da war nach der traditionellen Begehung für die Sportwarte ein Mittagsessen vorbereitet und mit interessanten Gesprächen ließ man den tag ausklingen. FRANZ HOFMANN Sicherheit hat oberste Priorität auf dem Hockenheimring


Zweizylinderklasse bei IGE In der Saison 2010 gibt es wieder eine eigene Klasse für Zweizylindermotorräder bei der Int. IGE-3-Stunden-Enduromeisterschaft der Interessengemeinschaft Endurosport e.V. Durch die neue Klasseneinteilung wird man Ausmaßen und Gewicht der meistens auf BMW-Motorrädern basierenden Großenduros gerecht und beschränkt die Fahrzeit auf zwei Stunden, so das auch der Geländeunerfahrene teilnehmer sein Fahrkönnen ausprobieren und verbessern kann. Informationen gibt es im Internet unter www.Swt–Sports.de und den jeweiligen Kontaktpartnern auch telefonisch. MANUEL SCHAD www.igeonline.de

Trial-Sommercamp mit Iris Iris Krämer, Gallionsfrau des DMV im Damen-trialsport, setzt sich trotz ihres gesundheitlich bedingten Rückzuges aus der Weltmeisterschaft längst nicht zur Ruhe. Die Odenwälderin leitet vom 2.-5. August das trial-Sommercamp 2010 in Großheubach. Dort wird in kleinen trainingsgruppen à fünf Fahrern die trialfahrtechnik vermittelt, wobei die Weltmeisterin von 2007 die Schwerpunkte auf die Leistungssteigerung, aber auch auf den Fahrspaß legt. Neben Iris Krämer und timon

Oster werden weitere trainer – pro Fünfer-Gruppe einer – zur Verfügung stehen. Maximal 70 männliche und weibliche trialer können teilnehmen und erhalten für 159 Euro (ermäßigter Preis für DMV- und MSJMitglieder) trainergebühren, Geländenutzung, eine Unfallversicherung und gegen Aufzahlung auch Verpflegung. Anmeldungen und weitere Infos unter info@trial-iris.de oder bauch@dmv-motorsport.de.

FOtO: HOFMANN

Sven Hannawald testete Corvette

Eine Corvette zu fahren, ist schon eine tolle Sache, sagte sich auch der Ex-Skispringer, Weltmeister und olympiasieger Sven Hannawald. Im Hockenheimer Motodrom drehte er einige Runden in der Callaway Corvette Z06 GT3. Das Callaway-Competition-Werksteam war mit der weißen Corvette mit 7-liter-V8-Motor mit 570 PS aus Heilbronn angereist. Hannawald: „Die Corvette liegt auf der Straße ganz anders wie zum Beispiel ein Porsche oder lamborghini, ist auch viel sicherer und liegt wie ein Brett auf der Piste.“ Sven Hannawald testete nicht alleine, es waren noch Toni Sailer aus der Schweiz und Christian Hohenadel abwechselnd hinter dem lenkrad. HoF

8 DMV INSIDE 2I2010

DMV mit 4 Weltmeisterschaften 2011 Obwohl der DMV nicht die meisten Veranstalter im Bereich Bahnsport in seinen Reihen hat, schnitten die Bahnsport-treibenden Vereine bei der Prädikatsvergabe der FIM für das Jahr 2011 wieder ganz hervorragend ab: Vier WMLäufe werden nächstes Jahr von DMV-Clubs durchgeführt, drei davon sogar Finalveranstaltungen. In Berlin wird am 26. und 27.2.2011 die Eisspeedway-Mann-

schaftsweltmeisterschaft entschieden. Vier Wochen später erlebt die neue, überdachte Arena in Inzell mit dem Eis-Grand-PrixFinale (26./27.3. ‘11) ihre glanzvolle Premiere. Im Sommer findet in Diedenbergen ein Qualifikationslauf zur Speedway-U21-teamWM (28.5.’11) statt und der MSC Eichenring Scheeßel feiert sein Clubjubiläum mit dem Finale der Langbahn-team-WM 2011 (21. August).


Der Reifen für die Weltmeister von morgen…

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DMV Jahreshauptversammlung

Einstimmiges Vertrauen In Siegen sprachen Vertreter von elf Landesgruppen und 55 Clubs dem neuen DMV-Präsidium mit einstimmigen Voten in allen Personal- und Sachfragen ihr Vertrauen aus. as Medienaufgebot am 13. März in Siegen war beachtlich. Es galt jedoch überwiegend der „nebenan“ in der „großen“ Siegerlandhalle tagenden kleinen Regierungspartei FDP und deren Vorsitzenden Guido Westerwelle. Der DMV, der einen Steinwurf entfernt seine Hauptversammlung 2010 abhielt, musste sich aber, was die Präsenz seiner Clubvertreter und Einzelmitglieder betrifft, nicht vor den Freidemokraten verstecken: Vertreter von elf Landesgruppen und von 55 Vereinen, die insgesamt 5111 DMV-Mitglieder repräsentierten, kamen zur gut besuchten JHV ins Siegerland, an den Wohnsitz des jetzt seit einem Jahr amtierenden DMV-Präsidenten Hans-Robert Kreutz.

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10 DMV INSIDE 2I2010

Einziger Verband mit Mitgliederzuwachs. Kreutz war trotz straffem, zweitägigem Sitzungsprogramm bestens gelaunt und sogar emotional berührt über die Zustimmung, die er und sein Präsidium für die geleistete Arbeit der letzten zwölf Monate erfuhren. In seinem Rechenschaftsbericht sagte der Präsident, dass sich der DMV und der Motorsport in einem schwierigen Umfeld bewegten, nicht nur wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern auch aufgrund des Überangebotes an Unterhaltungsmedien. Dennoch sei er hoffnungsvoll, über die schwierigen Jahre 2010 und 2011 hinwegzukommen. Dass der DMV als einziger Verband einen kleinen Mitgliederzuwachs von einem Prozent zu verzeichnen habe, sei eines der positiven Zeichen. (Fortsetzung S. 12)


THEMa

www.siegerlandpreis.de

Andreas Gräfer: Wichtige Investitionen

FOtO: SCHIFFNER

Hans-Robert Kreutz: Schwieriges Umfeld

FOtO: SCHIFFNER

Neunkirchens Bürgermeister Bernhard Baumann begrüßte die Versammlungsteilnehmer

Ebenfalls optische Leckerbissen waren die motorsportlichen Ausstellungstücke in der Siegerlandhalle, vom 500 000 Euro teuren Langstrecken-Porsche von Wolfgang Land, über die Paris-DakarSieger-BMW von Gaston Rahier, bis zur 250er Adler von Dieter Falk, mit der er 1958 die Deutsche Straßenmeisterschaft gewann – von den Mitgliedern des MSC Freier Grund liebevoll ausgestellt und dekoriert. Nächste Großveranstaltung des DMV-Vereins ist der IDM-Siegerlandpreis auf dem Nürburgring vom 28. bis 30.5.2010. tS

FOtO: SCHIFFNER

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Der Veranstalter der DMV-Jahreshauptversammlung 2010, der MSC Freier Grund mit Sitz in Neunkirchen, bereitete im Schatten des zeitgleich ebenfalls in der Siegerlandhalle stattfindenden Landesparteitages der FDP eine perfekt organisierte Veranstaltung vor. Die Männer und Frauen um den Vorsitzenden Rolf Nickolai gaben sich so große Mühe, auch ein attraktives Rah- Rolf Nickolai, 1. Vorsitzender des menprogramm auf die Beine zu stellen, MSC Freier Grund dass der DMV-Ehrenvorsitzende Jochen Lindner sich bei dem Siegerländer Club für das geringe Interesse an der angebotenen Sightseeing-tour entschuldigte. Umso größer war erwartungsgemäß das Interesse an der kulturellen Abendveranstaltung in der Irle-Brauerei in Siegen-Kaam-Marienborn. Beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt war das Brauereigebäude, wo stilecht zwischen Sudfässern kulinarische Leckereien und Irle-Bier gereicht wurden. Das Ambiente der Irle-Brauerei konnte es mit dem im letzten Jahr am Vorabend der JHV in Leipzig besuchten Auerbachs Keller, wenn auch kulturhistorisch nur bedingt vergleichbar, locker aufnehmen.

FOtO: SCHIFFNER

Motorsport-Historie und Braukunst


Von links: Jochen Lindner, Frank Ziegler, Manfred Schulte, Hans-Robert Kreutz, Gerhard Becker, Andras Gräfer und Enrico Straka Im letzten Jahr sei ein neuer Kooperationsvertrag mit dem ADAC beschlossen worden, der voraussichtlich auch eine Fortsetzung finden werde, berichtete Kreutz. Grundsätzlich sei das Kooperationsklima zwischen DMV und ADAC sehr gut, so der oberste DMV-Repräsentant. Vizepräsident Andreas Gräfer gab den Finanzbericht des DMV e.V. ab und stellte einen sorgfältig ausgearbeiteten Haushaltsplan für 2010 vor, der von der Hauptversammlung einstimmig angenommen wurde. Sportlich nur Positives. Sportpräsident Manfred Schulte konnte sportlich nur positive Meldungen verkünden, von den Erfolgen und Meistertiteln diverser DMV-Sportler und Sportlerinnen begonnen, bis hin zur riesigen Nachfrage nach DMV-eigenen Meisterschaften wie der DMV Kart Championship, für die der Verband auch für 2010 bereits wieder 160 Einschreibungen vorliegen hat. Auf nicht weniger als 600 in 2010 vom Verband und von Mitgliedsvereinen durchgeführte Veranstaltungen konnte Schulte zurückblicken, wofür er sich bei den Vereinen und allen ehrenamtlichen Kräften bedankte. Als besonderen Dank verlieh der Sportpräsident drei Vereinen für besondere Leistungen und Verdienste den Clubehrenpreis des DMV: An den MSC Fulda (siehe auch Clubvorstellung ab Seite 40), den im Kartsport erfolgreichen tC Liedolsheim und den MSC Großheubach, der Herausragendes im trialsport, aber auch im Jugendkartslalom leistet.

Manfred Schulte überreicht Boris Bachmann (MSC Großheubach) den Clubehrenpreis

Alle Wahlen einstimmig. Bei den anstehenden Wahlen der Gruppe II wurden Frank Ziegler als Vizepräsident und Manfred Schulte als Sportpräsident einstimmig bestätigt. Als Revisor wurde Jürgen Grisse einstimmig bestätigt und Robert Weiss anstelle des nicht mehr wahlberechtigten Rolf Dieter Kahle einstimmig gewählt. Als neue Beisitzer des Ehrenrates wählten die Wahlberechtigten den ehemaligen Jugendwart Bernd Schmidt und den Vorsitzenden des tC Liedolsheim, Siegfried Lehr. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass bereits am Vortag der Vorsitzende der LG Niedersachsen, Ralf Lehmann, mehrheitlich zum neuen Sprecher des DMV Länderbeirats gewählt wurde.

ALLE FOtOS: SCHIFFNER

Der Präsident des MSC Fulda, Peter Schmitt, freut sich über die Auszeichnung

Siegi Lehr nahm den Ehrenpreis für den TC Liedolsheim entgegen

12 DMV INSIDE 2I2010

Die vom Präsidium vorgeschlagenen Satzungsänderungen (siehe DMV Motor extra 1/2010, Seite 24) wurden ebenfalls einstimmig angenommen. Diese Änderungen beinhalten auch einen „Vorratsbeschluss“ für eine moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 1.1.2011. Das Präsidium versicherte, von der Erhöhungsmöglichkeit nur, wenn notwendig, Gebrauch zu machen und auch die Beitragsgestaltungen anderer Verbände dabei im Auge zu behalten. Präsident Hans-Robert Kreutz schloss die harmonische Hauptversammlung mit den Worten: „Ich bin emotional gerührt von dem Vertrauen, das Sie dem DMV und dem Präsidium entgegengebracht haben. Wir werden alles daran setzen, dieses Vertrauen mit unserer Arbeit auch in Zukunft zur rechtfertigen.“ tHOMAS SCHIFFNER www.dmv-motorsport.de


THEMa

Jahreshauptversammlung - Steuerseminar

Ganz legal Steuern sparen Wichtige Tipps zur optimalen steuerlichen Gestaltung im Verein von Steuerberater Rainer Wehner.

Rainer Wehner brachte den Seminarteilnehmern neben Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung in Vereinen eine Reihe von Neuerungen und Besonderheiten im Vereinsteuerrecht nahe, die man bei richtiger Gestaltung zugunsten einer steuerlichen Minderbelastung des Vereins ganz legal ausschöpfen kann. Vorteile für gemeinnützige Vereine. Wehner verdeutlichte die steuerlichen Vorteile für gemeinnützige Vereine: Neben Einnahmen im ideellen Bereich (Mitgliedsbeiträge) sind für diese Vereine auch Einnahmen der Vermögensverwaltung (Zinsen, Mieten) steuerfrei und im Zweckbetrieb (z.B. motorsportliche Veranstaltungen) steuerbegünstigt.

Besonders ging der Referent auf den Übungsleiterfreibetrag nach §3 Nr.26 EStG ein: Sie erlaubt gemeinnützigen Vereinen die steuerfreie Auszahlung von maximal 2100,- Euro jährlich bzw. 175,- Euro monatlich an Personen, die nebenberuflich im Verein eine tätigkeit ausüben, welche den Aufgaben eines Übungsleiters entspricht. Als ausgezeichnete Möglichkeit, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen, nannte Wehner die kürzlich eingeführte Ehrenamtspauschale (§3 Nr. 26a Satz EStG): Allen Helfern einer Veranstaltung (egal, ob Mitglied oder nicht) kann der Verein steuerfrei einmal im Jahr maximal 500 Euro im Jahr auszahlen, wenn es sich um eine nebenberufliche tätigkeit handelt. Hierzu müsse aber die Vereinsatzung (für Zahlungen in 2010 bis 31.12.2010) geändert werden.

FOtO: SCHIFFNER

Für das den DMV-Clubs erstmals angebotene Seminar zur „Praxis der Vereinsbesteuerung“ konnte der Verband mit Steuerberater Rainer Wehner (Wiesbaden) nahezu die „Idealbesetzung“ als Referenten gewinnen: Zum einen gilt der Hesse als ausgemachter Experte im Vereinssteuerrecht, zum anderen hat Wehner als Vorsitzender eines Motorsportclubs, DMSB- Funktionsträger und als ehemaliger erfolgreicher teilnehmer der VLN-Langstreckenserie einen engen Bezug zum Motorsport.

Steuerberater Rainer Wehner Wehner erinnerte daran, dass der gemeinnützige Verein steuerfrei Spenden entgegen nehmen dürfe und Quittungen hierfür selbst ausstellen könne, insofern kein Leistungsaustausch stattfindet. Im Einzelfall können Vereine, wie Rainer Wehner an Fallbeispielen darstellte, mehrere tausend Euro Steuern pro Jahr sparen. tHOMAS SCHIFFNER

Jahreshauptversammlung - Seminar Marketing

FOtO: SCHIFFNER

Erfolgreiche Marketingpraxis Der MSC Berghaupten zeigte, wie man mit einem ausgeklügelten Marketingkonzept erfolgreich ist.

Sport hat Priorität. Anschließend erläuterte der Referent für Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des MSC Berghaupten, Wolfgang Geiler, am Beispiel des badischen Vereins, wie man mit einem guten Marketingkonzept für seine Veranstaltungen viele Zuschauer und auch potente Sponsoren akquirieren kann. Wichtige Punkte dabei seien, so Geiler, dass man seine Veranstaltung nicht als „nacktes“

Rennen, sondern als „Event“ präsentiert. Zu den Berghauptener Grasbahnrennen gehöre, neben einem umfangreichen Rahmenprogramm, immer auch die After-Race-Party. Aber, so Geiler: „Der Sport hat absolute Priorität“. Rund 10 Prozent seines Gesamtbudgets gibt der MSC Berghaupten für Werbung aus, aber die Investition lohnt sich. Zum Werbeinstrumentarium des Clubs gehören u.a. Plakate, Flyer (kombiniert mit einem Gewinnspiel), die Verteilung von Kugelschreibern und Bierdeckeln, Zeitungsanzeigen, Radiowerbung und –ganz wichtig– der Internetauftritt. Auf der Einnahmeseite verbucht der Verein, neben Eintrittsgeldern und Catering-Einnahmen, dank eines ausgeklügelten Sponsoring-Konzepts viele Förderer. Geiler erläuterte die unterschiedlichen Sponsoring-Stufen und mahnte, die Sponsoren ganzjährig zu betreuen und auch potentielle Förderer mit der Verteilung von VIP-Karten u.a. an den Verein zu binden. tHOMAS SCHIFFNER

Berghauptener Marketingexperte Wolfgang Geiler

FOtO: SCHIFFNER

Die seit letztem Jahr für den DMV tätige Marketingleiterin Constanze Diener und der 2. Vorsitzende des MSC Berghaupten, Wolfgang Geiler, brachten den interessierten Clubs das wichtige thema Marketing näher. Frau Diener präsentierte den zahlreich erschienenen teilnehmern zunächst das neue Marketing-Konzept des DMV mit der durchgängigen Corporate Identity (C.I.) und dem damit einhergehenden Corporate Design (C.D., neues rotes DMV-Logo) des Verbandes. Auch die entwickelte Strategie, um neue Mitglieder für den DMV zu gewinnen, wurde von der Diplom-Betriebswirtin vorgestellt.

DMV-Marketing-Leiterin Constanze Diener


DMV Touring Car Championship 2010

Von der „Challenge“ zur „Championship“ termine ■ 09.-10.04. Hockenheim, GP-Kurs ■ 30.04.-01.05. Nürburgring, GP-Kurs ■ 21.-22.05. Most/tschechien ■ 18.-19.06. Hockenheim, GP-Kurs ■ 09.-10.07. Oschersleben ■ 03.-04.09. Dijon-Prenois/Frankreich ■ 24.-25.09. Monza/Italien ■ 08.-09.10. Hockenheim, GP-Kurs

14 DMV INSIDE 2I2010

m Jahre 1990 begann die Erfolgsgeschichte der „DMV touring Car Championship“. Aus bescheidenen Anfängen, ausschließlich auf dem Hockenheimring, ist unter der Federführung von Promoter Gerd Hoffman die stärkste deutsche Sprint-Rennserie nach der DtM entstanden. Die Namensänderung im Jahr 2009 hin zur „DMV tourenwagen Challenge“ hat sich als goldrichtig erwiesen.

I

„Es verursacht einfach zu große Abhängigkeiten, wenn man den Namen eines Öl- oder Reifenpartners im titel hat“, erklärt Hoffmann. „Konkurrenzprodukte werden als Hauptsponsoren der teams überhaupt nicht gerne gesehen. Doch es sind gerade Sponsoren aus diesen Branchen, die die teams unterstützen.“ Von diesem Konzept konnte man auch die Mannschaft des DMV um Geschäftsführer Gerhard Becker überzeugen und man wurde sich im letzten Jahr schnell einig. Aus der letztjährigen „Challenge“ wird nach der überaus erfolgreichen Saison

nun die „DMV touring Car Championship“, die ranghöchste tourenwagen- und Gt-Serie unter der Schirmherrschaft des DMV. 30 Einschreibungen bei der Siegerehrung. Schon bei der Siegerehrung direkt nach dem Finalrennen in Hockenheim 2009 konnte Hoffman freudig verkünden, dass sich bereits über 30 teams für die Championship 2010 eingeschrieben haben. Mittlerweile sind es schon über 40 teams, die die acht Meisterschaftsläufe im Inund Aus-


aUToMoBIlSPoRT

Titelverteidiger Hans-Christian Zink im M3

land in Angriff nehmen wollen. Das dürfte insbesondere an der guten Arbeit von Hoffmann, seiner Familie mit Frau Uschi und Sohn Benni sowie seiner Mannschaft liegen. „Mir liegt dieses familiäre Umfeld. Gerd und sein team kümmern sich wirklich um alles, hier fühle ich mich richtig wohl“, bestätigt der amtierende Meister Hans-Christian Zink. Der gebürtige Franke, der mittlerweile in der Schweiz lebt, hat mit seinem BMW M3 im letzten Jahr eine atemberaubende Serie hingelegt. Bei 16 Starts gab es gleich 13 Klassensiege und drei 2. Plätze. „In diesem Jahr möchte ich meinen titel verteidigen“, erklärt der Wahl-Schweizer. „Unser Auto wurde erheblich verbessert, aber die Konkurrenz hat ebenfalls nicht geschlafen und aufgerüstet. Zudem haben wir in den großen Klassen jetzt sehr viele Starter, die hoch punkten werden.“

Der Schweizer Pierre von Mentlen im SRM V8

Debüt für neuen Melkus. Genau diese angesprochenen großen Klassen dürften es wirklich in sich haben. Dort tummelt sich ein sowohl qualitativ als auch quantitativ extrem hochwertiges Feld. Angefangen bei zahlreichen DtM-Audis, über Ferraris, Corvettes, Dodge Vipers bis hin zu einer Vielzahl von bärenstarken Porsches. Das gilt ganz besonders für die Fraktion der schweizerischen Piloten. Allen voran Edy Kamm, der mit seinem 2006er Ex-DtM-Audi die meisten Gesamtsiege eingefahren hat. Stets dicht bedrängt von seinem Landsmann Pierre von Mentlen auf einem V8StAR basierenden Eigenbau namens „SRM V8“. Zudem wird die Serie das Renndebüt des neuen Melkus RS 2000 GtR erleben, der Honda-befeuerte Bolide aus der Dresdener SportwagenSchmiede wird bei allen acht Rennen starten. Pilotiert von Firmenchef Sepp Melkus sowie dem Schwaben Chris Vogler. Los geht es am 10. April im Motodrom von Hockenheim, wo im Oktober auch das große Finale steigen wird. MARtIN BERRANG www.uhsport.de


FOtO: SCHIFFNER

DMV Tyre Trade Center Nürburgring Cup 2010

Drei Serien in einem Cup

DMV Formel Gloria Championship

Noch sind Cockpits frei! Die Termine für 2010 stehen fest. Zwölf Rennen auf fünf attraktiven Strecken. Letzte Testmöglichkeit: Hockenheim, 13. und 14. April

ndlich ist es soweit: Die Renntermine und Strecken für die DMV Formel Gloria Championship 2010 stehen fest. Die Formel Gloria geht in Kooperation mit der Formel Lista und der Interserie an den Start. Zwölf Rennen auf fünf verschiedenen Strecken in Deutschland, Österreich und Frankreich stehen den zurzeit elf eingeschriebenen Fahrern zur Verfügung. 5 teams betreuen die sieben deutschen, zwei polnischen und zwei tschechischen Fahrer sowie einen Schweizer Fahrer, die mit Hilfe ihrer teams um die Lauf- und tagessiege kämpfen werden. Mit Maja Möller traut sich das einzige Mädchen

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in das „Haifischbecken“ der wilden Jungs und die Amazone hat bei ihren letzten Runden auf der Strecke einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Es ist aber noch nicht zu spät für den Einstieg in die Formel Gloria. Sechs weitere Interessenten werden ihr Können bei den nächsten testtagen auf dem Hockenheimring am 13. und 14. April unter Beweis stellen können, bevor sie das Starterfeld noch weiter auffüllen. Frank Hirsch, Koordinator der DMV Formel Gloria Championship, ist optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass bei den testtagen noch einige Fahrer Blut lecken werden und sich das Starterfeld zügig weiter füllen wird.“ Verwunderlich wäre es nicht, bei dem attraktiven und kostengünstigen Angebot, das die Formel Gloria Einsteigern in den Monopostosport bietet. CD/tS www.formelgloria.com

termine DMV Formel Gloria Championship: 13./14.4.

Testtage in Hockenheim 01./02.5. Rennen 1+2: Nürburgring 18.–20.6. Rennen 3+4: Lausitzring (noch nicht bestätigt) 02.–03.7. Rennen 5+6: Hockenheimring 06.–08.8. Rennen 7+8: Magny Cours/F 24.–26.9. Rennen 9+10: Salzburgring/A 08.–10.10. Rennen 11+12: Hockenheimring


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Unter neuem Namen gibt es den DMV Nürburgring Cup auch in diesem Jahr. ie telefone im DMV-Headquarter in Frankfurt standen nicht mehr still ― ja, es gibt ihn auch in 2010, den DMV-Nürburgring-Cup. Mit dem wesentlichsten Unterschied zum letzten Jahr, dass er in dieser Saison DMV-tyre-tradeCenter-Nürburgring-Cup heißt. Zugegebenermaßen ein kleiner Zungenbrecher, aber entscheidend ist ja immer, was nach dem Rennen „hinten“ herauskommt.

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Vielleicht das bekannteste Fahrzeug auf dem Nürburgring: Wolfgang Lands Porsche

Der DMV schreibt in dieser Saison den Cup in Zusammenarbeit mit tyre trades Center in Melspath aus. DMV-Mitglieder, die sich für den DMV-tyretrade-Center-Nürburgring-Cup einschreiben, kommen mit ihren Ergebnissen bei folgenden Automobilsportserien mit einem festgesetzten Faktor in die Wertung: – GLP-Gleichmäßigkeitsprüfungen für den Einsteiger l Faktor 0,9 – Rundstrecken-Challenge Nürburgring für den erfahrenen Motorsportler (Light-Version) l Faktor 1,0 – Rundstrecken-Challenge Nürburgring l Faktor 1,2 – BFGoodrich Meisterschaft (VLN) für den Profi l Faktor 1,8 – Int. ADAC-24h-Rennen l Faktor 2,8.

Die Wertung zum Cup erfolgt am Saisonende anhand der höchsten Punktzahl des eingeschriebenen Fahrers, die bis zum Erreichen der Faktorensumme von 7 ermittelt wird. Auf den Gewinner des DMV-tyre-trade-Center-Nürburgring-Cups 2010 und die fünf weiteren Platzierten wartet ein Preisgeldtopf von fast 2 000 Euro. Außerdem erhalten die sechs bestplatzierten Fahrer, die die Saison ausschließlich auf Kumho- oder toyoReifen bestreiten, Preisgelder in Höhe von insgesamt 800 Euro plus Reifengutscheine für Kumhound toyo-Reifen im Werte von insgesamt 1 500 Euro. Der Gesamtsieger erhält zudem den Wanderpokal bei der DMV-Meisterehrung 2010 im Dezember überreicht. Einzige Voraussetzungen für die Einschreibung sind DMV-Mitgliedschaft und Starts mit der DMV-Bewerberlizenz unter „team DMV“. Weitere Infos bei der DMV-Sportabteilung, tel. 069 69 50 02-13, E-Mail weichert@dmv-motorsport.de. tS www.dmv-motorsport.de

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Mavizen TTX02: Das Nachfolgemodell des Isle-of-Man-Siegermotorrads 2009 basiert auf dem Chassis einer KTM RC8 und soll rennfertig rund 28 000 Euro kosten

Elektrobike-Rennen 2010

Spannungsspitzen 2010 wird als Geburtsjahr der ersten offiziellen Meisterschaften für Elektrobikes eingehen. Im Offroadbereich hilft der DMV mit.

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Azhar Hussain: Der britische Geschäftsmann organisierte 2009 auf der Isle of Man das erste Straßenrennen für Elektromotorräder und verschaffte dem Motorradsport ohne Abgase weltweite Medienpräsenz

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nfangs war Azhar Hussain belächelt worden – zu skurril erschien seine Idee, ausgerechnet bei der tourist trophy auf der Isle of Man, dem wohl berühmtesten und berüchtigtsten Motorradrennen der Welt, einen Wettbewerb für emissionsfreie Bikes zu veranstalten. Doch die tt-Organisatoren zeigten sich einmal mehr empfänglich für neue Ideen. Sie schafften Platz für Hussains ttXGP getauftes Rennen und wurden belohnt. 22 teams aus sieben Ländern hatten sich angekündigt, am Ende erreichten neun Maschinen das Ziel – das siegreiche britisch-indische team Agni mit Fahrer Rob Barber in einer Zeit von 25 Minuten und 53 Sekunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140,710 km/h für die 60-Kilometer-Runde entspricht. Das Medienecho, das Barber und seine Kollegen wie der zweitplatzierte Deutsche thomas Schönfelder auslösten, übertraf fast überall die Berichterstattung über die klassischen tt-Wettkämpfe. Der 12. Juni 2009, der tag des ersten ttXGP, muss als Beginn einer neuen MotorradsportÄra gewertet werden.

Erste abgasfreie WM. Für Azhar Hussain, einen britischen Manager mit fernöstlichen Wurzeln schien ein traum in Erfüllung zu gehen. Zumal sich nach dem ttXGP-Erfolg alle türen auf dem Weg in eine glänzende Zukunft seines neuen Metiers wie von selbst zu öffnen schienen. Mit den Isle-of-ManMachern war er sich schnell über eine Neuauflage des Elektrik-Spektakels 2010 einig. Der internationale Motorradsport-Verband FIM beeilte sich, für dieses Jahr die erste Weltmeisterschaft für Motorräder mit abgasfreien Antrieben zu verkünden, die in Zusammenarbeit mit Azhar Hussains Firma ttXGP Limited vorbereitet und organisiert werden sollte. Mit den nationalen Verbänden Englands, Italiens und der USA erreichte Hussain Vereinbarungen über nationale Meisterschaften, die europäische Motorradsport-Föderation UEM wird im Rahmen der Motorrad-Straßen-Europameisterschaft auch die ttXGPKategorie an den Start gehen lassen. All das ließ Hussain auf gute Geschäfte für seine Firma Mavizen hoffen, die eine Weiterentwicklung von Rob Barbers Siegermotorrad in Serie herstellen und damit Interessenten aller Art den Zugang zur Elektro-Motorradsportszene erleichtern soll. Im November 2010 wurde die Mavizen ttX02 in Las Vegas vorgestellt – ein Motorrad mit dem Fahrwerk des KtM-Superbikes RC8, angetrieben von zwei Agni-Gleichstrommotoren mit 40 kW (54 PS) Dauer- und 70 kW (95 PS) Spitzenleistung sowie


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Doch kaum hatte Azhar Hussain die ttX02 präsentiert, begann seine Geschäftsgrundlage zu bröckeln. Wenige tage nach dem Las-Vegastermin kündigte die FIM plötzlich die Gründung der „e-Power International Championship“ für 2010 an – kein Wort mehr von einer Weltmeisterschaft oder einer Kooperation mit Hussain. Hinter den Kulissen war es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen, über deren Ursache sich beide Parteien ausschweigen. Im Schlepptau der FIM beendete auch die tourist-trophy-Verwaltung ihre Zusammenarbeit mit Hussain und propagierte ein in Eigenregie veranstaltetes abgasfreies Rennen, die tt-Zero. Im Gegenzug benannte Hussain die bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe unter dem ttXGP-Label firmierenden nationalen Serien in England und Italien zur nord- und südeuropäischen Meisterschaft um, die ihren gemeinsamen Champion beim ttXGP-EuropaFinale der UEM küren.

FOtO: ZEROMOtORCYCLES.COM

einer Höchstgeschwindigkeit über 200 km/h und einer Reichweite von 80 Kilometern unter Rennbedingungen. „Wir planen nicht, als Hersteller ein Werksteam in die Rennen zu schicken“, erklärte Azhar Hussain, „sondern wollen eine ausreichende Anzahl von konkurrenzfähigen und erschwinglichen Motorrädern für die verschiedenen ttXGP-Meisterschaften zur Verfügung stellen.“ Knapp 28 000 Euro soll das komplette Fahrzeug kosten, die Antriebseinheit allein, die versierte tüftler in ein Chassis ihrer Wahl einbauen können, will Hussain für rund 10 000 Euro anbieten.

Alternative Energie in Offroad-Aktion: beispielhaft realisiert vom kalifornischen Hersteller Zero

Einen anderen Weg geht Christian Amendt. Während Mavizen und auch Marko Werner als Basis für ihre Elektrobikes auf ausgewachsene Superbikes aus der Benzinmotoren-Welt vertrauen, deren Chassis auch große und schwere Batteriepacks tragen können, hat der 25-jährige Student aus thüringen das Fahrwerk eines 125er-HondaProduction-Racers mit einem Elektromotor bestückt. Der leistet zwar vergleichsweise bescheidene 38,4 kW (52 PS), benötigt dafür aber entsprechend wenig Akkukapazität und ist dazu noch leicht. Sein komplettes Motorrad wiegt nur knapp über 100 kg, die Konkurrenz erreicht locker das doppelte Gewicht. „Das ist ein ähnliches Verhältnis wie bei den Benzinverbrennern“, sagt Amendt, „aber da haben die Superbikes im Vergleich zu einer 125er die vierfache Leistung. Bei den E-Bikes schaffen sie bei doppeltem Gewicht auch nur die doppelte Leistung.“ Amendt hat sich für die FIM-e-Power-Meisterschaft angemeldet und rechnet sich mit seinem Konzept „halbe Leistung – halbes Gewicht“ echte Erfolgschancen aus.

Deutsche Alternativlösung: Christian Amendt konstruierte seinen Elektrorenner nach dem Rezept „halbe Leistung, halbes Gewicht“

FOtO: WIESSMANN

Obwohl Marko Werner noch nicht viel über den Aufbau seines Elektroantriebs verraten möchte, ist klar: Sein Motorrad wird wie 2009 auf der Isle of Man von einem extrem starken Drehstrommotor angetrieben, der bis zu 90 kW (122 PS) leistet. „Mehr wäre nicht förderlich“, sagt Werner, „denn mit so viel Leistung kann man sehr schnell sehr viel Energie verbrauchen. Dann müssten wir Unmengen von schweren Akkus mitnehmen, um eine 60-Kilometer-Runde zu überstehen.“ Deshalb konzentriert sich das team eher auf eine Verbesserung der elektronischen Motorsteuerung als auf die Suche nach mehr Motorkraft.

FOtO: EPO-BIKE.DE

Rainer Kopp im Team E-Bike-Sport. „Ein ziemliches Durcheinander“, wundert sich Marko Werner. Werner und thomas Schuricht sind die technischen Köpfe des deutschen E-Bike-Projekts und haben die Maschine gebaut, mit der thomas Schönfelder auf der Isle of Man 2009 Zweiter wurde. Jetzt arbeiten sie an einer verbesserten Version ihres Elektro-Motorrads, das von DMV-Straßensport-Referent Rainer Kopp gefahren werden soll – bei welcher der anstehenden Meisterschaften auch immer.

Unterwegs mit Elektropower: 2010 wird DMV-Straßensportreferent Rainer Kopp an einer internationalen Rennserie teilnehmen


Die unterschiedlichen Zielsetzungen der drei Organisationen, die 2010 Rennen für emissionsfreie Motorräder veranstalten – FIM, die von Azhar Hussain gegründete TTXGP Ltd. sowie die britische Föderation ACU als Veranstalter auf der Isle of Man – haben zur Folge, dass jetzt drei verschiedene technische Regelwerke existieren. Nicht gerade ideale Voraussetzungen dafür, einer völlig neuen Motorradsport-Kategorie den Weg in ein gesundes Leben zu ebnen. Die Rahmenbedingungen sind in allen drei Varianten identisch. Für die diversen Rennserien sind Zweiradfahrzeuge zugelassen, die ohne Treibstoffe auf Kohlenwasserstoffbasis auskommen und keinerlei giftige Abgase erzeugen. Als Energiespeicher sind ausschließlich Batterien oder Akkumulatoren erlaubt. Ob nur eines oder beide Räder angetrieben werden, ist ebenso freigestellt wie die Anzahl der verwendeten Motoren. Die Maschinen müssen zwischen 100 und 300 Kilogramm wiegen, Energierückgewinnungssysteme sind ausdrücklich erlaubt. Was die Sicherheit der elektrischen Komponenten betrifft, gelten einheitliche Standards.

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Es gibt auch Unterschiede. Die FIM hat einfach ihr Basisreglement für Straßenrennmotorräder mit den Vorgaben für den Elektroantrieb kombiniert und legt ein 81 Seiten starkes Dokument vor, das sich aber nur partiell mit E-Bike-spezifischen Vorschriften beschäftigt. Die Regelwerke der TTXGPSerie und des TT-Zero getauften Isle-of-Man-Einzelevents beschränken sich auf das Wesentliche. Die FIM, offenbar daran interessiert, dass auch Motorräder mit Elektroantrieb noch wie Motorräder aussehen, geht etwas restriktiver mit den Bestimmungen für Abmessungen und Verkleidungen um. Bikes für die e-PowerMeisterschaft dürfen maximal 800 Millimeter breit und zwei Meter lang sein. Den Fahrzeugen der TTXGP-Meisterschaften und der TT-Zero sind eine Maximalbreite von einem und eine Länge von drei Metern gestattet. TTXGP und TT-Zero erlauben zudem ausdrücklich eine Fahrerposition mit nach vorne gerichteten Beinen und dokumentieren auch damit, dass sie ihre Rennen als Bühne für Experimentalvehikel verstehen. AS

FOtO: WIESSMANN

Keine einheitlichen Regeln

Zusammenarbeit im E-Bike-Sport geplant: v.l. Marko Werner und Thomas Schuricht, die Erbauer des deutschen Elektromotorrads XStromer, DMV-Straßensportreferent Rainer Kopp, DMV-Präsident Hans-Robert Kreutz und DMV-Sportkoordinator Manfred Bauch Elektrobikes im Wettbewerb. Im Offroadsport ist Motorleistung weit weniger entscheidend als bei Straßenrennen. Auch deshalb hat sich der DMV dazu entschieden, 2010 abseits der Straße mit einer kleinen Veranstaltungsreihe in den E-Sport zu starten. „Der DMV hat das thema Motorradsport mit alternativen Energien und Antrieben für dieses Jahr ganz oben auf die Agenda gesetzt“, sagt DMV-Präsident HansRobert Kreutz, „und zwar in all seinen Facetten.“ Dazu wurde die

Er hat es geschafft, Du kannst es auch! Die Einsteigerserie von PIRELLI. Troy Bayliss Superbike Weltmeister 2008

Infos und Anmeldung

EVERY DAY IS A RACE DAY.

PIRELLISUPER STOCKSERIES.de

Die Talentschmiede Motorradsport

Arbeitsgruppe alternative Antriebe mit dem griffigen Kürzel AAA im DMV gegründet. „Wir wollen dieses Jahr Elektromotorräder im Wettbewerb zeigen, denken aber auch darüber nach, einige elektrisch angetriebene trial-Maschinen für Kinder anzuschaffen“, beschreibt Kreutz die Bandbreite der Aktivitäten, deren Ziel es ist, Zuschauer, Sportler und Rennveranstalter gleichermaßen mit der neuen Welt des Motorradsports bekannt zu machen. Für Aktive und Veranstalter ist in der DMV-Zentrale Manfred Bauch (telefon: 069 695002-11, E-Mail: bauch@dmv-motorsport.de) Ansprechpartner. „Wir bemühen uns, die Einstiegsschwelle so niedrig wie möglich zu halten“, sagt Bauch, „Veranstalter müssen eigentlich nur im Zeitplan etwas Platz finden – und ein paar Quadratmeter im Fahrerlager.“ Auch für die Fahrer, die sich mit der Idee umweltfreundlichen Motorradsports anfreunden können, soll es keine unüberwindlichen Hürden bürokratischer oder finanzieller Art geben. Bauch rechnet damit, dass der Einstandspreis für ein E-Bike, mit dem die zunächst im süddeutschen Raum geplante Serie gefahren werden kann, deutlich unter der 10 000Euro-Marke liegen wird. ANDREAS SCHULZ www.dmv-motorsport.de

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Vom Double-Backflip bis zum Salto mit dem Schneemobil: Beim ersten Freestyle-WM-Lauf unter dem Dach der o2 World in Berlin sahen die Zuschauer Unglaubliches.

Freestyle-Weltmeisterschaft Berlin

Fly, Remi, fly um spektakulären Auftakt der „Night of the Jumps“-Saison 2010 stürmten 11 000 Besucher im Februar die Berliner o2 World . Zwölf Fahrer ― oder sollte man sagen lebende Flugobjekte ― aus acht Nationen reisten in die deutsche Hauptstadt und lieferten sich einen unglaublichen Kampf um die ersten Punkte der „FIM-Freestyle-MXWorld-Championship.“

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den Favoriten Libor Podmol, Rob Adelberg und dem Franzosen Remi Bizouard die Plätze auf dem Podium streitig machen. So schlug der Weltmeister eindrucksvoll zurück und gewann den zweiten Wettbewerb vor dem Australier Adelberg und Podmol. Wer Appetit auf mehr tricks der Könige der Lüfte bekommen hat: der WM-Lauf Nummer 2 „steigt“ am 24./25. April in Basel. OLIVER FRANKE

Der MSC Auriga e.V. im DMV hatte den ersten WMLauf für den WM-Promoter IFMXF in der Hauptstadt ausgerichtet. Der tscheche Libor Podmol zündete ein Flipfeuerwerk und verwies den amtierenden Weltmeister Remi Bizouard am ersten tag auf Platz 2. Und das australische „Känguru“ Rob Adelberg sprang bei seiner IFMXF-Premiere gleich aufs Podium.

www.ifmxf.com

Backflip mit Snowmobil. Von vier deutschen Freestylern, die in die Qualifikation gingen, zog Fabian Bauersachs als letzte deutsche Hoffnung ins Finale ein. Nach der Vorrunde gewann Lukas Weis den Whip-Contest sowie Massimo Bianconcini den Race & Style Contest. Dann flippten die Zuschauer völlig aus, als Jostein Stenberg auf seinem Snowmobil einen Backflip sprang und der erst zwölfjährige Luc Ackermann aus thüringen sein Können als jüngster deutscher Freestyler zeigte. Danach ging es ins Finale und die Zuschauer peitschten die Fahrer noch mal richtig auf. Fab Bauersachs glänzte und landete auf Platz 5. Rob Adelberg zeigte krasse tricks wie tsunami Flip Indy, war aber im Finale nicht so dominant wie in der Qualifikation. trotzdem reichte es für das Podium.

Bizouard schlug zurück. Auch am zweiten tag der Night of the Jumps in Berlin brodelte es in der o2 World. Diesmal mit zwei Lokalmatadoren, denn der am Vortag verletzte Freddy Peters kehrte zurück auf den track. Doch weder er noch Kai Haase konnten

Der Weltmeister schlug zurück: Remi Bizouard siegte am Sonntag

FOtO: FRANKE

Beherrschte den Luftraum am Samstag: Libor Podmol

FOtO: FRANKE

Weltmeister Remi Bizouard zeigte im Finale die Sprünge Ruler Flip, Seatgrab Flip und im Double Up einen Ruler Flip Indy. Aber das alles reichte heute nicht, um Libor Podmol zu schlagen. Der SuzukiSpringer zeigte Seatgrab Flip Indy, Underflip Indy und vieles mehr und gewann verdient den ersten WMLauf 2010.


Vier Fahrer auf dem Eis (von links Lindström, Iwanov, Krasnikov, Kaminski) und vorn ist immer Krasnikov

Eisspeedway-DM und -WM Berlin

Krasses WM-Finale in Berlin Der Russe Nikolai Krasnikov gewann in Wilmersdorf seinen 6. WM-Titel. Fast 10 000 Zuschauer waren begeistert über das WM-Finale des DMV Berlin. FOtO: SCHIFFNER

strömenden Regens das Rund und niemand brauchte sein Kommen zu bereuen. Die Darbietungen der 18 besten Spike-Piloten der Welt waren einmal mehr atemberaubend. Die Schräglagen-Rekordhalter gingen auf dem 25 Zentimeter dicken Eis derart ans Limit (und teilweise darüber hinaus), dass es in den 24 Rennläufen am Sonnabend nicht weniger als acht, teilweise dramatisch aussehende, Stürze gab. In Heat 4 lagen in der ersten Kurve drei der vier Fahrer unter den Strohballen, der Russe Pavel tschaijka kugelte sich dabei die rechte Schulter aus. Zehn Läufe später stürzte dessen Landsmann Iwan Iwanov schwer und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu, saß aber schon am nächsten tag im ersten Lauf wieder auf dem Motorrad!

or dem ersten Start blickte Jochen Lindner, seit 36 Jahren die Verkörperung der Eisspeedwayrennen im Wilmersdorfer HorstDohm-Stadion, etwas schwermütig in die Runde. „Nicht so sehr die Zuschauerzahlen sind das, was uns Sorge macht, sondern die durch die Finanzkrise rückläufige Entwicklung beim Sponsoren-Engagement“, sagte der Landesgruppenchef und DMV-Ehrenpräsident beim offiziellen Empfang vor zahlreichen Vertretern aus Sport und Politik.

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Umso gelöster war das Orgateam des DMV Berlin schon nach dem ersten der zwei WM-Finalrennen am Samstagabend: Eine für Wilmersdorf rekordverdächtige Zahl von 4 300 Zuschauern füllten trotz zeitweise

6.DM-Titel für Bauer

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Piloten auf den ersten fünf Plätzen. Mit Niedermaier, Kirchner und Fürst waren alle drei Mitglieder des DMV-Förderkaders dabei, womit sich das seit Herbst letzten Jahres laufende Förderkonzept des DMV bereits jetzt bestätigte. Gerade der 21-jährige Christoph Kirchner, der in Berlin auch die vom DMV angebotene Unterstützung einer eigens engagierten Mentaltrainerin in Anspruch nahm, konnte in den vergangenen Monaten einen großen Sprung nach vorn machen. tS www.eisspeedway-berlin.de

FOtO: StROHAMMER

ein Erfolgserlebnis holte sich Günther Bauer aber bereits drei tage vor dem WM-Finale: Bei der Deutschen Meisterschaft in Wilmersdorf sicherte sich das DMV-Mitglied seinen 6. nationalen Meistertitel! Insgesamt war das Ergebnis aus DMV-Sicht vor den Augen von Rennleiterin und DMSB-Eisspeedway-Fachberaterin Conny Brucke sehr erfreulich: Von den elf deutschen teilnehmern landeten mit Bauer, Vizemeister Stefan Pletschacher, Max Niedermaier (3.), Christoph Kirchner (4.) und Florian Fürst (5.) ausschließlich DMV-

Deutsche Meisterschaft: von links Stefan Pletschacher (2.), Günther Bauer (1.) und Max Niedermaier (3.)


Krass, krasser, Krasnikov. Einer stand über all diesen Vorkommnissen, weil er den brenzligen Situationen immer durch die „Flucht nach vorn“ entkam: Nikolai Krasnikov. Der erst 25-jährige Baschkire aus Shadrinsk schrieb am 20. März Geschichte. Mit dem Gewinn des A-Finals am Samstag sicherte sich „Kolja“ vorzeitig den WM-titel 2010 und gewann damit die Eisspeedway-Weltmeisterschaft zum sechsten Mal in Reihe! Nach WM-titeln ist Krasnikov Sechstes FIM-Gold: Nikolai Krasnikov damit mit dem tataren Gabdrahman Kadyrov gleichgezogen, jedoch konnte selbst der legendäre Kadyrov seine WM-titel nicht ohne Unterbrechung gewinnen.

FOtO: SCHIFFNER

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Ob Wheelie oder Schräglagen – Krasnikov ist einzigartig

Neue Klasseneinteilung im Biathlon Schwerpunktthemen bei der Jahrestagung des Motorrad-BiathlonAusschusses (MBA) in Zepernick bei Berlin waren die Auswertung der vergangenen Saison, Rahmenausschreibung für die kommende Saison und die Ausschreibung der Deutschen DMV-Meisterschaft 2010. Die Saison 2009 verlief alles in allem erfolgreich. In Berlin/Brandenburg, Sachsen und Thüringen gab es sehr gute, teils gemeinsame Meisterschaftsläufe mit gegenüber dem Vorjahr fast unveränderten Teilnehmerzahlen. Bedauerlich war die Tatsache, dass sich in Mecklenburg-

Vorpommern keine Veranstalter fanden und es zumindest in diesem Jahr dort keinen Biathlon gab. Die Deutsche DMV-Meisterschaft am Saisonende schätzte schätze der MBA als gelungen ein. Wichtigste Änderung in der Rahmenausschreibung 2010 ist die Neugestaltung der Klasseneinteilung. Künftig wird es grundsätzlich zehn Klassen geben. Neben den beiden Serienklassen sind vor allem die drei Juniorenklassen, zwei Seniorenklassen und die Klasse „Open“ zu nennen. Bei den Landesmeisterschaften können in Abhängigkeit von den Teilnehmerzahlen aller-

Volles Haus, tolle Stimmung: Berlin ist Berlin

dings auch Klassen zusammengelegt werden. In Zusammenhang mit der neuen Klasseneinteilung gelten einheitliche Nennformulare.Weiterhin wurden die bereits für die Deutsche DMV-Meisterschaft 2009 festgelegt e n zusätzlichen technischen Bestimmungen in die Rahmenausschreibung aufgenommen. Eine Liberalisierung der Startprüfung scheiterte am Widerstand Thüringens. Die 12. Deutsche DMV-Meisterschaft im Motorrad-Biathlon 2010 wurde für den 09. und 10. Oktober in TorgauNeiden ausgeschrieben. Veranstalter sind die DMV-Landesgruppe Sachsen und der MSC Pflückuff. Ein vorberei-

tender Einladungslauf findet leider nicht statt, es soll aber eine Trainingsmöglichkeit zum Tag des Sächsischen Motorsports am 11. April geben. STEFAN SCHMIDT www.motorrad-biathlon.de Wichtige Neuerungen beschloss der DMV-Motorrad-BiathlonAusschuss

FOtO: SCHMIDt

Für den einzigen Deutschen im Grand Prix, Günther Bauer, verlief die Saison in Höhen und tiefen. Nach einigen technischen Problemen in den vorangegangenen GP-Rennen litt Bauers Leistung in Berlin am Samstag (Platz 9) unter heftigen Kopfschmerzen. Am Sonntag steigerte sich der 38-jährige Oberbayer, wurde Achter und schloss die Weltmeisterschaft auf Rang 9 ab – knapp neben dem selbstgesteckten Ziel, unter die ersten acht zu kommen. tHOMAS SCHIFFNER

FOtO: SCHIFFNER

Am Sonntag (vor 4 500 Zuschauern!) beim 9. und letzten SaisonGrand-Prix hieß der Sieger ausnahmsweise Daniil Iwanov, womit sich der 23-jährige Russe den Vizetitel hinter Krasnikov sicherte. Wenig überraschend folgten auch auf den WM-Rängen 3, 4 und 5 Russen: Bronze holte Dmitri Khomitsevitch vor Newcomer Igor Kononov und Vitalij Khomitsevitch. Der beste Westeuropäer Franz Zorn (Österreich) musste im Finallauf am Sonntag Khomitsevitch passieren lassen und verlor damit den 5. WM-Rang mit einem einzigen Punkt Rückstand an den Russen.


Aufsteigen mit Pirelli: IDM oder SBK winkt

Auch in der brandneuen DMV Rundstrecken Championship (DRC) gilt: Wer vorne mit dabei sein möchte, sollte auf Pirelli setzen. Gemeint ist dabei nicht nur die Performance der bewährten Pirelli-Racingreifen – auch in punkto Nachwuchsförderung engagieren sich die italienischen Rennsport-Spezialisten in der DRC.

DMV Rundstrecken Championship

Die neue Serie im Straßenrennsport Mit der DMV Rundstrecken Championship (DRC) beginnt eine neue Epoche im lizenzierten, nationalen Motorradsport. it der Vertragsunterzeichnung zwischen DMV und Bike Promotion wurde im Dezember 2009 die Durchführung des DMSB-RundstreckenPokals neu geregelt. DMV Rundstrecken Championship (DRC) heißt jetzt die nationale deutsche Meisterschaft im Motorrad-Straßenrennsport. Deklariert ist die Serie als „europa-offen“, das heißt, auch Teilnehmer aus dem europäischen Ausland können sich in die DRC einschreiben.

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Zielgruppe sind sowohl aufstrebende Talente, die sich die Sporen für die IDM oder andere internationale Serien verdienen wollen, als auch gestandene Rennfahrer, die die Herausforderung im lizenzierten Sport suchen. Mit der DRC entsteht damit eine neue Möglichkeit der Vorbereitung auf einen IDM-Einstieg. Alle Experten sind sich einig: Die DRC verspricht eine brandheiße Rennserie zu werden. Besonders junge Talente können hier mit überschaubarem Aufwand ihre Fähigkeiten verbessern und sich für den Aufstieg in die nationale oder internationale Topliga qualifizieren. Aber auch gestandene Rennfahrer, die die Herausforderung im lizenzierten Sport suchen, sind bei der DRC genau richtig. Highlight auf dem Sachsenring. Die fünf Veranstaltungen in Hockenheim, Oschersleben, Schleiz, Most und auf dem Lausitzring waren bereits frühzeitig fix. Vom Auf-

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takt in der Magdeburger Börde geht es nun aber direkt weiter nach Hohenstein-Ernstthal. Hier wird die Eintagesveranstaltung am Sachsenring mit Sicherheit ein Saisonhöhepunkt. Nach diesem langen Wochenende folgt mit dem Rennen in Schleiz eine zweitägige Veranstaltung, bevor die nächsten drei Stationen im Kalender wieder von Freitag bis Sonntag gehen. Die Teilnehmer können sich in sieben Klassen einschreiben. Mit der Superbike open, Superbike 750 und Supersport open sind technisch wenig reglementierte Klassen ebenso ausgeschrieben wie die beiden Superstock-Klassen STK 1000 und STK 600, bei denen ein strengeres technisches Reglement und eine Reifenbindung an die Marke Pirelli gelten. Die Zweitakt-Fahrer treten gemeinsam in den Klassen 125 und 250 an. Darüber hinaus wertet der DMV erstmals im Straßenrennsport die Damen Klassen übergreifend im Ladies Cup. Termine: 07.-09.5. 10.5. 05./06.6. 09.-11.7. 16.-18.7. 10.-12.9.

Oschersleben Sachsenring Schleiz Hockenheim Most/CZ Lausitzring

Um junge Talente in der DRC gezielt zu fördern, startet Pirelli für die beiden DRC-SuperstockKlassen (1000 und 600) ein besonderes Sponsoring: Am Saisonende bekommen die besten drei Fahrer in beiden Kategorien einen zusätzlichen Bonus (jeweils 3 000, 1 500 und 500 Euro) für den Aufstieg in eine höhere Rennklasse – ganz gleich, ob sie 2011 in der IDM oder einer der Klassen, die im Rahmen der SuperbikeWeltmeisterschaft (SBK) ausgetragen werden (Superbike- und Supersport-WM, Superstock 1000 und 600), an den Start gehen. Wildcard am Nürburgring. Doch damit nicht genug: Bereits in diesem Jahr haben zwei junge DRCSuperstock-Fahrer die Option auf einen „Wildcard“-Startplatz für das Superstock-Rennen beim FIM Superstock Cup 2010 auf dem Nürburgring. Bei dieser „inoffiziellen Weltmeisterschaft“ im Superstock-Rennsport hätten sie dann die Chance, sich schon in diesem Jahr bereits mit den Besten der Besten im Wettkampf zu messen. Alle interessierten Fahrer wenden sich für weitere Informationen zur Pirelli-Sportförderung an: Björn Lohmann Tel. mobil +49 171 990 73 34 E-Mail: lohmann-bjoern@gmx.de www.pirellimoto.de

www.dmv-rundstrecken-championship.de


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DMV Siegerlandpreis am Nürburgring

Racing am Ring Zum 33. Mal veranstaltet der MSC Freier Grund einen IDM-Lauf auf dem Nürburgring. amtierenden Champion Jörg Teuchert als Topfavorit. In der IDM Supersport engagiert sich mit Triumph (Daytona 675) der achte Hersteller in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Die IDM 125 gilt als erstklassige Basis für den Sprung in die Grand-Prix-Szene und wird in diesem Jahr gleich mit zwei Läufen ausgetragen. Tolle Rennaction auf drei Rädern und gut abgestimmten Teamsport bietet die IDM Sidecar. Mit dem Yamaha-R6-Dunlop- und ADAC-Junior-Cup stehen zudem zwei gute Schulen für den Motorrad-Nachwuchs am Start. Die spektakuläre AvD European Superkart Series rennt erstmals vor den Augen der IDM-Fans in der Eifel. CHRISTIAN SCHNEIDER

ie IDM hat sich in den letzten Jahren nicht nur zu Europas bester und bedeutendster nationaler Motorradrennserie entwickelt, sie ist auch ein über die Ländergrenzen hinaus bekanntes Markenzeichen geworden. Auch das attraktive Rahmenprogramm mit offenem Fahrerlager inklusive Industriepark, Pitwalk, Stuntshow, Raceparty mit Fahrerpräsentation, Mitfahrten auf dem Doppelsitzer bzw. im Sidecar suchen ihresgleichen. Vom 28. bis 30. Mai heißt es am Nürburgring wieder „Racing am Ring“, wenn der MSC Freier Grund zum dritten IDMLauf der Saison einlädt.

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Erstmals mit Superkarts. Die Top-Klasse der IDM ist die IDM Superbike mit den schnellsten Motorrädern und dem

www.racing-am-ring.de

Supermoto Saarbrücken

Heimsieg auf der Saarmesse Markus Volz gewann erstes Supermoto der Saison der RG Wemmetsweiler. raditionell wurde die deutsche Supermoto-Saison mit dem DMV-Rennen im Rahmen der Motorradmesse Intermoto in Saarbrücken eröffnet. Um den Tagessieg sollten diesmal der Lokalmatador Markus Volz und der Heidenheimer Rekordsieger Harald Ott kämpfen. Der zweite saarländische Favorit, Dirk Spaniol, hatte nach dem Tod seiner Mutter verständlicherweise auf einen Start verzichtet. Im ersten Rennen lieferten sich Volz und Ott (beide KTM) ein schönes Duell mit vielen Zweikämpfen, das der Saarländer am Ende knapp für sich entscheiden konnte. Der zweite Lauf ging recht deutlich an Volz. Der KTM-Neuling schaffte einen Durchmarsch: „Harald hatte mich einmal am Ende des Waldrands überholt, doch schon ausgangs der Halle war ich wieder vorbei und konnte mich etwas absetzen“, berichtete der Doppelsieger. Ott haderte mit der Technik: „Meine Kupplung hat verrückt gespielt und in der Kürze der Zeit konnten wir sie nicht reparieren.“ Im Ü40-Cup kämpften der amtierende Meister Jürgen Hüther (Aprilia) und Andreas Glassl (Husqvarna) um die Spitze. Die Entscheidung fiel auch hier in der Halle. Glassl zog innen an Hüther vorbei und fuhr danach sein Rennen ungefährdet nach Hause. Erfreuliches auch für den Nachwuchs: Auf der Actionbühne der Messe wurde erstmals die 50er HP Derapage präsentiert, mit der in diesem Jahr unter Schirmherrschaft des DMV der 1. Supermoto-HM-Racing-Juniorcup in Hockenheim zur Austragung kommt. MARTIN BERRANG www.supermoto-racing.de

FOtO: BERRANG

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Start mit Markus Volz (3), Harald Ott (16) und Marc-Reiner Schmidt (1)


Die amerikanische Art des Driftens auf losem Untergrund ist in Europa angekommen. 2010 erstmals auch beim DMV.

Motorrad-Flattrackrennen

American Way of Drift

DMV-Mitarbeiter: Michael Weichert

Hier kocht der Automobilchef Michael Weichert weiß, wovon er spricht: Unter der Woche in der Automobilsportabteilung des DMV, am Wochenende am Steuer seines Rallyeautos.

Typisch Weichert: Michael bringt dem Honda Integra das Fliegen bei

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Der gebürtige Hesse aus Eppstein war schon ab 1997 drei Jahre lang als Mitarbeiter der Sportabteilung des DMV tätig. Im damaligen Leben machte Weichert in erster Linie das, was er gelernt hatte, Kochen. Mit der Kunst der Haute Cuisine war der heute 45-Jährige über den halben Globus gereist: Von St. Moritz über New Jersey bis zum Küchenchef im Hessischen Haus im Odenwälder Lindenfels hat Michael viele tausend Feinschmecker mit seinen Kochkünsten beglückt.

des Sports ist Michael Weichert einer der dienstältesten. Was nicht heißt: einer der Ältesten.

FOtOS: PRIVAt

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on den acht Mitarbeitern in der DMV-Geschäftsstelle im Frankfurter Haus

Dass es nicht bis heute dabei geblieben ist, liegt an seiner zweiten Leidenschaft: dem Motorsport. Seit 25 Jahren betreibt Michael Weichert aktiv Motorsport, seit mehr als 20 Jahren


MoToRRaDSPoRT / INSIDE

lattrack, auch bekannt als „Dirttrack“, ist eine der traditionsreichsten und ältesten Motorradsportarten. Dieser amerikanische Hochgeschwindigkeitssport ermittelt seinen „Grand National Champion“ auf unterschiedlichen Rennstrecken wie der Meile, der halben Meile, Shorttracks, tt-Kursen und bis vor Kurzem auch bei Strassenrennen! In dieser Sportart haben groĂ&#x;e Namen wie Kenny Roberts, Eddy Lawson, Nicky Hayden und ExMotoGP-Weltmeister Casey Stoner die hohe Kunst des Driftens erlernt.

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Jetzt auch in Europa. Beim Flattrack starten bis zu 20 Fahrer von drei Startlinien und fahren sechs bis 15 Runden. Mit Speedway gemeinsam hat der Sport nur die Bahnen und das Fehlen einer (Vorderrad-)Bremse. Lediglich eine hintere Notbremse ist erlaubt, doch wer bremst, verliert!

termine Int. meFo sport Flattrack cup 2010 29.5. 5.6. 6.6. 12./13.6. 7.8. 3.9. 5.9. 26.9. 10.10.

amman Valley/GB Marianske lazne/CZ Slany/CZ Homberg-ohm/D N.N./CH Teterow/D Heidenreichstein/a Hof-Westerwald/D Blijham/Nl

Das Reglement ist ganz einfach: Fast jedes Motorrad mit maximal zwei Zylindern kann verwendet werden. Vorderbremse abmontie-

ren und los geht’s! Das ReifenproďŹ l ist auf sechs Millimeter begrenzt, so kann mit amerikanischen Flattrack-Reifen, Regenslicks oder geschnittenen Motocross-Stollenreifen gefahren werden. Wegen des eingeschränkten Grips sind spektakuläre Drifts garantiert! 2010 wird mit dem „All American twins Cupâ€? eine zweite Klasse eingefĂźhrt, die den groĂ&#x;en Zweizylinder-Maschinen vorbehalten ist (Harley lässt grĂźĂ&#x;en). Sandbahn-Revival in Hof. Inzwischen haben sich Fahrer aus verschiedenen europäischen Ländern wie Italien, England, den Niederlanden, der Schweiz sowie aus Deutschland und aus unterschiedlichen Motorsportarten zu wahren Flattrack-Spezialisten entwickelt. Die derzeit einzige internationale Serie in Europa, der internationale MEFO Sport-Flattrack-Cup gastiert in dieser Saison in nicht weniger als fĂźnf Ländern: in England, tschechien, Ă–sterreich, der Schweiz und dreimal in Deutschland. Am 26. September wird die altehrwĂźrdige Sandbahn des DMVVereins MSC Hof im Westerwald mit dem Erbeben der Harleys zu neuem Leben erweckt. JAN-WILLEM JANSEN www.attrack.de Drei Startreihen, zwĂślf Fahrer – Flattrack, European Style

Internationaler

fährt er Rallyes. Mit allen mĂśglichen Autos, vom Fiat Ritmo Ăźber den Mitsubishi Colt bis zum Renault R5 turbo. Und mit mehreren Beifahrern. Aktuell mit einem „historischen“ BMW 318is und mit Ehefrau Annelie auf dem Navigatorenplatz. In einem Vierteljahrhundert erzielte Weichert einen Gesamtsieg, 35 Gruppensiege und mehr als 60 Klassensiege im Rallyesport. Im Jahr 2005 schwang er sich auf zwei Räder und fuhr auf einer Yamaha R6 und einer Suzuki 600 GSXR Motorrad-Langstreckenrennen! Annelie Weichert kam kraft Heirat zum Rallyesport: Im letzten Jahr vertraute sie sich ihrem Michael auf dem Beifahrersitz und anschlieĂ&#x;end trotzdem auch vor dem Standesbeamten an: „Das Rallyefahren hat sofort SpaĂ&#x; gemacht. Michael ist ein sehr ehrgeiziger Fahrer, immer am Limit. Privat ist er genauso. Aber er ist auch stets aufrichtig, lebensfroh und aufgeschlossen. Negatives gibt es bei ihm nicht“, charakterisiert die

Frau, die ihn eigentlich kennen muss, Michael Weichert. Seit August 2004 verkĂśrpert Michael Weichert hauptamtlich die DMV-Sportabteilung im Automobilbereich. Und ginge es nach den Hunderten von Aktiven und DMV-Mitgliedern, die in Michael Weichert tagtäglich per Mail, telefon oder persĂśnlich einen gleichermaĂ&#x;en kompetenten wie engagierten und stets hilfsbereiten Ansprechpartner ďŹ nden, dann kĂśnnte das ruhig noch ein Vierteljahrhundert so bleiben. tHOMAS SCHIFFNER

2010 HQ ‡ 5HQQVHULHDXI2YDOEDKQ I U4XDGV LWDNW ‡ .ODVVHELVFFP=ZH FFP9LHUWDNW FFP

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www.dmv-motorsport.de Privat und sportlich ein Team: Annelie und Michael Weichert

DMV QUAD CHALLENGE Lizenzfreie Shorttrack Quadserie fĂźr jedermann auf Speedway- und Grasbahnen 6 x in Deutschland Veranstalter: Deutscher Motorsport Verband (DMV) www.dmv-motorsport.de

Infos, Termine, Downloads und Anmeldungen: www.shorttrack-online.de ÂŽ

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Ab 1. Mai wird die DMV-Internetseite Nutzer-freundlicher, informativer und attraktiver.

Neue DMV Internetpräsenz

www.wir-machen-das-rennen.de ie DMV-Homepage, erreichbar unter www.dmv-motorsport.de oder www.wir-machen-das-rennen.de, wurde und wird in diesen Wochen einem großen „Relaunch“ unterzogen. Dieser neudeutsche Fachbegriff steht für eine „Generalüberholung“, die Neugestaltung und -Strukturierung einer Internetseite. Bei der Neuprogrammierung der DMV-Seite wurden alle aktuellen technischen Lösungen moderner Webpräsenz, wie Online-Formulare, Suchfunktionen, Videoeinspielungen, Bildergalerien, teaserboxen oder Akkordeonfunktionen eingearbeitet.

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DMV interaktiv Die DMV-Webseite soll (wie übrigens auch das neue Mitgliedermagazin DMV INSIDE) eine interaktive Plattform werden. Das heißt: Wir wollen ab sofort Ihre Meinung in die Weiterentwicklung der Seite stark mit einbeziehen. Das können wir nur, wenn Sie uns Ihre Meinung mitteilen: • Was gefällt Ihnen an der Seite besonders gut oder was ist schlecht? • Wo fehlen Ihnen Informationen und welche Inhalte würden Sie zusätzlich wünschen? • Wie und in welcher Form erwarten Clubs mehr Unterstützung? Natürlich veröffentlichen wir auch – und vor allem – kritische Meinungsbeiträge! Bitte Ihre/Eure Meinungsbeiträge per E-Mail an: redaktion@dmv-motorsport.de

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Die vier Hauptgruppen der neu gestalteten DMV-Website sind: – Startseite – Über den DMV – Motorsport – DMV Clubs Die Startseite präsentiert natürlich aktuelle News und eine übersichtliche Menüführung. „Über den DMV“ informiert Gäste, Zufallsbesucher, also „Externe“ (Nicht-Mitglieder) über Programm, Leistungen, Veranstaltungen des DMV, über Partner und Strukturen des Verbandes. Das Untermenü „Mein DMV“ bietet einen direkten Zugang für die DMV-Mitglieder zu den für sie relevanten themen, Informationen, Daten und Formularen zum Download. Die einzelnen Motorsport-Sparten wurden in der Hauptgruppe „Motorsport“ zusammengefasst: Hier sind – Automobilsport – Kartsport – Motorradsport und – Jugendsport übersichtlich für die betreffenden Zielgruppen gegliedert.

Unter „DMV Clubs“ gibt es einen Schnellzugriff auf einen gesuchten Club in der Nähe des Users, aber auch die Möglichkeit für DMV-Vereine, ihre News online zu stellen und Ihre Veranstaltungstermine einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bestandteil der runderneuerten Homepage ist auch der neue DMV-Onlineshop: Direkt über die Homepage kann unter anderem das komplette, DMV-gebrandete Bekleidungsprogramm, von Jacken über Shirts, Caps, taschen, Rucksäcken etc. bestellt werden. Außerdem zielt die neue Homepage darauf ab, die Vorstellungen und Wünsche der DMV-Mitglieder künftig in die Entwicklung der Seite mit einzubeziehen (siehe Kasten). Ab Anfang Mai heißt es dann: Start frei für „Wirmachen-das-Rennen.de (2.0)“. tS www.dmv-motorsport.de


INSIDE / SERVICE

Service Recht

Besser beim Rennen „rennen“ Die Teilnahme an illegalen Autorennen ist eine Ordnungswidrigkeit. ie Polizei kann (präventiv) Kraftfahrzeuge sicherstellen, um verbotene Straßenrennen zu verhindern („Rushh Drive 2008“). Die teilnahme an einer entgegen § 29 Abs. 2 Satz 1 StVO durchgeführten, das heißt unerlaubten motorsportlichen Veranstaltung ist nach dem im Ordnungswidrigkeitenrecht geltenden einheitlichen täterbegriff (vgl. § 14 OWiG) eine relevante Beteiligung und damit selbst als Ordnungswidrigkeit im Sinn von § 49 Abs. 2 Nr. 6 StVO einzustufen. (Rn.15)

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Die präventive Sicherstellung einer Sache – hier des klägerischen Kfz – ist unter anderem dann möglich, wenn diese Sache Gegenstand eines die Gefahr begründenden Verhaltens des Besitzers ist (vgl. auch Nr. 25.3 der VollzBek. zum PAG vom 28.8.1978 MABl S. 629). Das Verwaltungsgericht hat dazu rechtsfehlerfrei festgestellt, dass nach den maßgeblichen konkreten Verhältnissen und dem Erkenntnisstand zum Zeitpunkt der angefochtenen Maßnahme (vgl. BVerwG vom 1.7.1975 BVerwGE 49, 36/42 f.) eine unmittelbar bevorstehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch die Verwirklichung von Ordnungswidrigkeitstatbeständen gegeben war. Rechtlich ebenfalls nicht zu beanstanden ist die zugrunde liegende Annahme des Erstgerichts, dass die teilnehmer dieser Veranstaltung – je nach deren Einstufung als verbotenes Rennen mit Kraftfahrzeugen im Sinne von § 29 Abs. 1 StVO oder als nicht erlaubte sonstige motorsportliche Veranstaltung im

Sinne von § 29 Abs. 2 StVO – gemäß § 24 StVG und § 49 Abs. 2 Nr. 5 oder Nr. 6 StVO ordnungswidrig handeln. Denn auch die teilnahme an einer entgegen § 29 Abs. 2 Satz 1 StVO durchgeführten, das heißt unerlaubten motorsportlichen Veranstaltung ist nach dem im Ordnungswidrigkeitenrecht geltenden einheitlichen täterbegriff (vgl. § 14 OWiG) eine relevante Beteiligung und damit selbst als Ordnungswidrigkeit im Sinn von § 49 Abs. 2 Nr. 6 StVO einzustufen (vgl. König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl. 2009, RdNr. 11 zu § 29 StVO; Gürtler, in: Göhler, Ordnungswidrigkeitengesetz, 15. Aufl. 2009, Rd Nr. 10 d zu § 14). Zur Klarstellung weist der Senat jedoch darauf hin, dass die polizeiliche Bewertung der Veranstaltung „Rushh Drive 2008“ als illegales Rennen mit Kraftfahrzeugen nach allen zum Zeitpunkt der angefochtenen Maßnahme vorliegenden Anhaltspunkten und Umständen (wie insbesondere gemeinsamer, nahezu gleichzeitiger Start in München, gemeinsame Etappen- und Zielorte, Startnummern, besondere Kennzeichnung und Werbung an den Fahrzeugen, vorgegebene Fahrtstrecken, Erfahrungen aus früheren derartigen Veranstaltungen etc. [vgl. insoweit auch Nr. 1 der VwV zu § 29 Abs. 1 StVO, abgedruckt bei Hentschel/König/Dauer a.a.O.]) offensichtlich zutreffend war. ENRICO StRAKA www.rechtsanwalt-straka.de

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof München 10. Senat Entscheidungsdatum: 07.12.2009 Aktenzeichen: 10 ZB 09.1354

Enrico Straka Rechtsanwalt, Verbandssyndikus des DMV, Richter am Sportgericht des DMSB und Mitglied der internationalen Juristischen Kommission der FIM. Straka ist Mitglied des MSC Michelbacher Hütte und fährt selbst Motocross im DMV Classic Cup. Steht DMVMitgliedern in allen juristischen Fragen beratend zur Seite. Kontakt: Enrico Straka tel. 06196 84 84 73 E-Mail: ra-straka@rechtsanwalt-straka.de

Die Teilnahme an offiziellen, zum Beispiel von DMV-Clubs organisierten, Automobilsportveranstaltungen schützt vor Strafverfolgung


Mentaltrainerin Susanne Jud erklärt, wie wichtig im Motorsport die Formulierung eigener Ziele ist, um zum Ziel – sprich zum Erfolg – zu kommen. unächst ist es wichtig, dass Sie wissen, wohin Sie wollen, das heißt, Sie haben Ihr Ziel schon vor Augen. Hierbei ist die Formulierung des Ziels von großer Bedeutung. Sobald Sie Klarheit über Ihre Ziele erlangt haben bzw. es Ihnen gelungen ist, ein klares, realistisches Ziel zu formulieren, beginnt ein Steuerungsprozess, der letztlich zu der gewünschten Veränderung führt. Diese Veränderungsmechanismen sind dafür verantwortlich, dass Ihr Gehirn bestimmte Verhaltensweisen so beeinflusst, dass der gewünschte Zustand erreicht wird.

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Wie formulieren Sie nun Ihr Ziel richtig? Formulieren Sie Ihr Ziel positiv, ohne sprachliche Verneinung, ohne will, kann, möchte, in der Gegenwart, so, als ob Sie es schon erreicht haben. Beispiel: „Ich gewinne das heutige Rennen.“ tipp - Zielvisualisierung: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, Sie stehen auf dem Siegerpodest ganz oben. Was gibt es dort oben zu sehen, zu hören, wie fühlt es sich an, dort oben zu stehen? Was sagen die Menschen in Ihrer Umgebung, was sagen die Sponsoren, die Familie, die Mitbewerber? Wo genau spüren Sie das Gefühl körperlich? Setzen Sie sich einen Zielanker, sodass Sie sich diese Situation und das schöne Erlebnis immer wieder herholen können.

Während meiner aktiven Laufbahn als Leistungssportler und auch heute noch formuliere ich meine Ziele nach diesem Schema und schreibe mir außerdem einen „Vertrag mit mir selbst“. Wenn Sie einen Vertrag mit sich selbst aushandeln, müssen Sie sich, bei Nichteinhaltung, gegenüber sich selbst rechtfertigen und Sie werden mit Sicherheit versuchen, möglichst termingerecht und konsequent die Aufgaben zu erledigen, die Sie zu Ihrem Ziel führen. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe: „Veränderungen geschehen im Kopf“. Hier eine Aufgabe, damit Sie feststellen können, dass Kopf und Körper sich gegenseitig beeinflussen.

Mentales Training im Motorsport (III)

Der Weg

Erleben Sie, wie es sein wird, am Ziel zu sein. Formulieren Sie Ihr Ziel so, dass die Erreichbarkeit in Ihrer eigenen Kontrolle liegt. Die Verantwortung für das Ziel liegt bei Ihnen selbst und darf sich nicht auf Dritte (Konkurrenten/trainer) oder Rahmenbedingungen beziehen. Zuständig für die Zielerreichung sind nur Sie selbst. Ziele, die Sie von Aktivitäten und Bedingungen anderer abhängig machen, sind automatisch zum Scheitern verurteilt und platzen wie eine Seifenblase.

Formulieren Sie Ihr Ziel so konkret, dass Sie die Erreichbarkeit überprüfen können. Woran merken Sie, dass Sie Ihrem Ziel näher kommen? Woran merken Sie, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Wo, wann und wie werden Sie Ihr Ziel genau erreicht haben? Woran werden andere Menschen merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Stellen Sie sich selbst die Frage: Was bedeutet dieses Ziel für mich? Wozu will ich dieses Ziel erreichen? Was ist es mir wert? Gibt es vielleicht ein größeres Ziel dahinter? Welchen Einsatz will ich bringen, um mein Ziel zu erreichen? Wie wird es sein, am Ziel zu sein?

„Wer nicht weiß, wo er hin will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ Mark Twain „Nichts, auch nicht das Geringste, sollten wir ohne Ziel angehen.“ Aristoteles

Nehmen Sie sich nun Zeit und formulieren Sie Ihr Ziel. Stellen Sie sich danach die Fragen: Was muss ich an meiner Umwelt, meinem Verhalten, meinen Fähigkeiten, meinen Einstellungen und an der Vorstellung von mir selbst verändern?

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Susanne Jud Mentaltrainerin, Sportlehrerin und Sport- und Businesscoach. Geboren in Neunkirchen/Siegen, der Heimat des MSC Freier Grund. Ehemalige Leistungssportlerin, Sportstudium und Ausbildung als Mentaltrainerin und Sport-Coach. Ihr Motto: „Ich habe alle Ressourcen in mir, die ich abrufen kann, um erfolgreich zu sein!“ Kontakt: Susanne Jud tel.-Nr. 089 326 13 76 mobil: 0160 94 64 61 71 E-Mail: s.jud@sport-business-coaching.de


SERVICE

1. Stellen Sie sich mit schulterbreiter Beinstellung hin. 2. Strecken Sie einen Arm waagerecht zur Seite aus und zielen Sie mit dem Zeigefinger, als hätten Sie eine Pistole in der Hand. 3. Drehen Sie sich mit ausgestrecktem Arm um Ihre eigene Achse so weit wie möglich nach hinten, ohne die Füße zu bewegen. Merken Sie sich den Punkt, auf den der Zeigefinger zeigt. 4. Drehen Sie sich in die Ausgangsstellung zurück. 5. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, beim nächsten Versuch zehn Zentimeter weiter zu drehen als vorher.

6. Öffnen Sie die Augen, drehen Sie sich wie vorher und versuchen Sie die gedachten zehn Zentimeter weiter zu drehen. 7. Sie werden feststellen, dass Sie diese neue Position locker erreichen. Mit diesem Beispiel werden Sie die Wechselwirkung zwischen mentaler und körperlicher Ebene erfahren. Alles, was Wirklichkeit werden soll, muss vorher im Kopf entstehen. Der Körper folgt dem Geist. SUSANNE JUD www.sport-business-coaching.de In der nächsten DMV INSIDE: In der nächsten Ausgabe gehen wir der Frage nach, wie Sie strategisch Ihr Ziel weiterverfolgen können.

ist das Ziel

FOtO: PAIRAN

Bevor ein Ziel in der Realität erreichbar wird, ist das gedankliche, mentale Vorstellen nötig:


50 Jahre Kartsport in Deutschland

Großer Jubiläumspreis

KF3-Sieger: David Detmers

o früh im Jahr ein Rennen zu einem großen Jubiläum − das geht nur im badischen Spargelland. Der tC Liedolsheim spannte den Bogen von den historischen Karts bis zu allen heute aktuellen Klassen. trotz hartem Winter wurde viel an der Bahn gearbeitet und auch an deren Umfeld. So haben die Liedolsheimer zum Beispiel einen neuen Duschcontainer aufgestellt und die Boxenanlage renoviert. Das freute die Fahrer.

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Die Initiatoren hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und Preisgelder in Höhe von über 7 000 Euro ausgelobt, dazu noch testfahrten zur Formel Gloria. Also ein gelungenes Fest des Kartsports!? Nicht ganz. Denn zum Nennschluss gab es lange Gesichter und viel Nachdenklichkeit: Es hatten nur 60 Fahrer gemeldet – inklusiv der 14 Historikfahrer des KKCD. Am Sonntagabend bescheinigten dann die teilneh-

FOtO: FULKO

Einen gelungenen Auftakt zum Jubiläumsjahr des deutschen Kartsports gab es in Liedolsheim. Nur die Teilnehmerzahlen waren enttäuschend.

FOtO: FULKO

Schnellster und Zuverlässigster: Manfred Olpen gewann bei den historischen Karts


KaRTSPoRT

mer dem tCL eine gelungene Veranstaltung. Doch das tröstete die Badener nur wenig. In den einzelnen Klassen gab es folgende Sieger und Platzierte: Bambini: Der Gesamtsieg ging an Arlind Hoti mit dem Sieg im zweiten Lauf vor Yannik Forschner, der den ersten Durchgang gewinnen konnte, und Fabio Citignola (Birel). Die B-Wertung ging an Marcel Richter (Jesolo). Rotax Max Junior: Auch hier geteilte Freude – Fabian Erle (Maranello) wurde mit seinem Sieg im zweiten Lauf tagessieger vor Christian Hillenbrand (Maddox), dem Sieger im ersten Durchgang. Der dritte Platz ging an Moritz Kremer. KF3: Die Klasse war eine klare Sache für den Österreicher David Detmers (tony/Vortex) vor dem Russen Kirill Kaprov aus Moskau (Maddox/tM) und Lukas Wenig (Birel/tM). Rotax Max Senior: In der Rotax-Max-Senior-Klasse gab es einen Doppelsieg für Maximilian Gunkel (Intrepid) vor Marc Lupfer (Wildkart) und dem Doppelstarter Christian Hillenbrand (Maddox).

KF2: Auch Lucas Zuber (tony/Vortex) kam zum Doppelsieg vor Kevin Baranowski (Birel/tM) und Paul tobias Winkler (tony/Vortex).

KZ2: Unangefochten wurde Kevin Illgen (CRG/Maxter) tagessieger vor Klaus Geilhausen (Intrepid/tM) und tobias Zoll (Maranello/tM). Historische Karts: Der schnellste Mann gewann auch die Gleichmäßigkeitsprüfung, was ja nicht immer der Fall ist: Manfred Olpen (Kali/tMF) hätte mit seinen Zeiten auch gut im Mittelfeld der aktuellen Klassen mithalten können. Platz 2 ging an Björn Schäfer (Mach1/KZH) vor Siegfried Suthau (Allkart/Parilla). Die Klassiker waren mit 14 Startern vom KKCD die Stütze der Veranstaltung – und die bestbesetzte Klasse.

Werner Großevollmer

Genau zwei Tage vor dem Auftakt der Jubiläumssaison des deutschen Kartsports in Liedolsheim traf die Kartgemeinschaft ein schwerer Schock: Werner Großevollmer, die Verkörperung des Kartsports in diesem Lande, starb am 18. März 2010. Wir wussten alle um seine schwere Krankheit und doch traf uns die Nachricht von seinem Tod bis ins Mark. Werner Großevollmer starb im 65. Lebensjahr. Ein Urgestein des deutschen Kartsports lebt nicht mehr.

Wenn die Liedolsheimer auch diesmal wegen der geringen Gesamtstarterzahl arg vergrätzt waren, so bekommen sie aber in dieser Saison doch noch (mindestens) einmal ein „volles Haus“ – nämlich beim traditionsreichen Goldpokal am 25. und 26. September. BOtHO G. WAGNER www.motorsport-xl.de

in Liedolsheim

Werner Großevollmer hatte Charisma und sein Wort Gewicht. Über Jahrzehnte hinweg galt er als Rennleiter Nummer eins im deutschen Kartsport. Als Mitglied im DMV-Kartausschuss bestimmte er die Erfolgslinie der Meisterschaften mit und seinen Heimatclub, den Kartclub Deutschland 1990 (KCD90), führte er als Präsident in die Spitze der deutschen Kartsport-Veranstalter.

KZ2-Sieger: Kevin Illgen

Wir haben mit Werner Großevollmer einen Weggefährten verloren. Aber die Erinnerung an eine große Persönlichkeit des Kartsports bleibt.

FOtO: FULKO

Werner Großevollmer wurde am 22. März in seinem Heimatort Rietberg-Mastholte unter großer Teilnahme von Clubvertretern, Freunden und Weggefährten beigesetzt. In tiefer Trauer: Deutscher Motorsport Verband e.V. Kartclub Deutschland 1990 e.V. Botho G. Wagner


EM-Qualifikation und WM Wackersdorf

Nabel der Kartwelt Gleich zwei hochkarätige Kart-Events des DMV 2010 in Wackersdorf. Erste Fakten zu EM und WM.

Kartbahnen und Sehenswürdigkeiten

Tipps für Karttouristen Auch neben und rund um die meisten deutschen Kartbahnen gibt es viel Sehenswertes. eben der Lizenzfahrergilde gibt es im Kartsport ein zweites Standbein: Die Clubsport (CS)-Fahrer. Bis dahin ist die Geschichte bekannt. Jetzt aber entwickelt sich eine dritte Stütze – das sind die Kart-touristen oder Kart-Urlauber mit Familie(!) samt Wohnmobil und Rennkart!

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Da fahren also tatsächlich ganze Familien mit ihrem Wohnmobil, dem Hund und dem Familienkart für eine Woche oder einige tage an eine Rennstrecke, die im Umland auch noch andere Attraktionen zu bieten hat. Vielleicht fährt man auch in zwei Urlaubswochen gleich mehrere Bahnen an und gewinnt so noch mehr Eindrücke. Und für jedes Familienmitglied ist dann sicher etwas dabei, außerhalb der Rennstrecke. Ein paar „Sightseeing-tipps, die aber nicht eine tabellarische Wertung darstellen, und auch keineswegs komplett sind. Denn auch das unterstützt den Kartsport.

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Kerpen: In der Nähe gibt es einen Freizeitpark, Shopping in der nahen Domstadt Köln. Aachen und die Nachbarländer Holland und Belgien sind nicht weit entfernt. Ampfing: Abstecher zum Papstort Markl oder nach Passau und Österreich. Mühldorf hat einen richtig italienischen Marktplatz mit toller Gastronomie. Wackersdorf: Regensburg mit seiner Altstadt; das taxis-Schloss ist ganz in der Nähe und zur Bierstadt Pilsen ist es auch nicht weit. Rund um die Bahn findet man tolle Seen zum Baden oder Fischen. Hahn: Der Flughafen nebenan interessiert sicher nur technikfreaks. Aber die Mosel ist gerade mal hinter dem Hunsrück mit trier oder etwas rheinauf Koblenz mit seinen Denkmälern. Liedolsheim: Die Spargelhochburg! Nicht weit nach Bruchsal (Residenz) oder Karlsruhe, der nahe Rhein mit dem Altrhein-Arm und der Insel Rott mit ihren bekannten Fischlokalen.


KaRTSPoRT

roße Kartsportereignisse werfen ihre Schatten voraus: Schauplatz der Europameisterschaftsqualifikation vom 28. April bis zum 2. Mai und der U18-Weltmeisterschaft vom 23. bis zum 25. Juli ist jeweils der DMV-Partner Prokart Raceland in Wackersdorf. Für beide Events sind nun erste Eckdaten bekannt: Die EM-Qualifikation der Klassen KF2 und KF3 beginnt am Mittwoch (28.4.) mit Papier- und technischer Abnahme. Am Donnerstag und Freitag (29./30.4.) besteht die Möglichkeit zu freiem training. Am Samstag und Sonntag (1./2. Mai) dann die Heats und die Rennen. Am gleichen Wochenende finden in thy in Dänemark und auf der Anlage PF International in England Qualiläufe statt. Aus jeder der drei Qualiveranstaltungen kommen die besten 34 Piloten in das EM-Finale.

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Action: KF3-WM-Qualifikation in Wackersdorf absolutes „Schnäppchen“ dar, wenn man bedenkt, dass ein topmotor für einen EM-Lauf allein zwischen 3.000 und 5.000 Euro Miete kostet! Dieser innovative WM-Lauf der CIK ist der erste überhaupt und die WM 2010 wird in insgesamt drei Veranstaltungen, allesamt in Europa, entschieden. tS/MW www.prokart-raceland.com

Die Klasse U18 ist 15- bis 18-jährigen Fahrern vorbehalten, die den Motor, die Reifen und das Zelt gestellt bekommen. Der Preis für drei Rennen inklusive Motor und Reifen beläuft sich auf 1080,- Euro. Hinzu kommen 600,- Euro Kaution, die verfällt, wenn nicht alle drei Rennen gefahren werden, sowie 300,Euro Miete für das Zelt. Dieses Angebot stellt ein

DKM-Start verlegt Die DKM (Deutsche Kart-Meisterschaft) startet vom 14. bis 16. Mai in Kerpen in die Saison 2010. Das ursprünglich als Saisonauftakt für den 16. bis 18. April geplante Rennen in Wackersdorf musste wegen einer terminkollision mit der WSK Euro Series verschoben werden. Der DKM-Auftakt hätte sonst parallel zum dritten Lauf der Euro Series stattgefunden. Der DKM-Lauf in der Oberpfalz findet nun vom 18. bis 20. Juni 2010 statt. www.kart-dm.de

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Chassis, Reifen, Motor gestellt. Die U18-Weltmeisterschaft in der Oberpfalz beginnt am Freitag, 23. Juli mit einem Lehrgang für die Fahrer. Danach findet das training statt und Heats und Rennen sind auch hier am Samstag und Sonntag (24./25.7.). In der CIKFörderserie „Karting Academy trophy“, in der 13- bis 15-Jährige starten, werden von der CIK Chassis, Reifen und ein spezieller Motor in einem Zelt gestellt.

Selbst kleinere Bahnen haben diese Reise-Reize. Hier zwei Beispiele. Gerolzhofen liegt mitten in einem fränkischen Weingebiet, historische Altstadt – und ein tolles Schwimmbad, gerade mal einen Steinwurf vom Fahrerlager entfernt. Urloffen ist die scharfe Meerrettich-Hauptstadt Deutschlands. Auf der einen Bahnseite ragt der Schwarzwald auf und auf der anderen Seite liegt hinter dem nahen Rhein das Elsass und etwas voraus die Schweiz.

Nicht nur im Fahrerlager lässt es sich urlauben

Wächtersbach-Wittgenborn an der Brüder-GrimmMärchenstraße mit vielen interessanten Stationen. Neben der Kartbahn Oschersleben donnern die Rennwagen. Belleben liegt in einer unendlich weiten Agrarfläche. Jüterbog war einmal der größte sowjetische Militärflugplatz außerhalb der UdSSR und zur Lutherstadt Wittenberg ist es nur ein Katzensprung. Walldorf schmiegt sich an Hockenheim, hinter

Oppenrod beginnen schon die bekannten Kasseler Berge und in Lich kann man eine Brauerei besichtigen. Man könnte diese Liste nun lange fortsetzen, denn wohl jede Bahn hat in ihrem Umland etwas zu bieten über den Kartsport hinaus. Durchforsten Sie doch mal vor einer Kartreise die Internetseiten der Bahnen und Clubs – da wird man auf so manch interessanten Hinweis stoßen. BOtHO G. WAGNER


Neue Motoren-Klassifizierungen

Hahn liegt höher!

Neue Klassen – neue Motoren

Seit Jahrzehnten galt der Vogelsbergring in Wittgenborn mit „400 m ü. NN“ als Deutschlands höchst gelegene Kartrennstrecke. Jetzt wurde bekannt, dass dieses Prädikat dem Hunsrückring Hahn gebührt, mit „503m über NN“! Also – Ehre, wem Ehre gebührt: Der Hunsrückring ist mit Abstand Deutschlands höchstgelegene Kartrennstrecke! BGW

Die KF-Motorenreihe wird nach unten ausgebaut – und trifft auch die Bambini. ie KF-Motorenreihe wurde von der CIK und der italienischen Motorenindustrie mit Bedacht geplant: Man orientierte sich am Rotax-Modell mit einem Basismotor für alle Klassen. Dort geht es mit einem Basismotor von Mini-Max und MicroMax über Max-Junior zu MaxSenior. Da könnte man dann sogar noch Super-Max dranhängen, wenn man mit der Leistung nach oben will. Die KF-Reihe begann von oben mit KF1 (WM), darunter dann KF2-Senior und KF3-Junior. Dann setzte man ganz oben noch SKF dran, die SuperKF-Motoren mit nahezu freiem tuning für die Werksfahrer. Im neuen Jahrzehnt geht es unten weiter! Jetzt kommt mit KF4 eine weitere Klasse dazu. Die KF4 schließt alters- und leistungsmäßig die Lücke zwischen Bambini und KF3-Junior. Das ist zu begrü- Auch Bambini-Motoren werden neu klassifiziert ßen, denn jetzt können die Bambini-Fahrer früher umsteigen. Hier werden also tatsächlich Probleme Und dann gibt es da ja noch einen großen Markt – der Clubsport (CS)! gelöst, sei es das bislang zu KF3 noch fehlende Alter trotz schon weit Dort tummeln sich noch viele einst speziell für diesen Bereich bestimmhöherem Körpergewicht und Größe oder der doch enorme Leistungs- te und gemäßigte taG-Longlife-Motoren mit ganz unterschiedlichen sprung vom Bambini-Motor zum KF3. Allerdings bekommen die Veran- Details. Die ausgereifte KF-technik lässt diese Motoren nun wirklich stalter mit ihrem Zeitplan ein Problem – es wird mit einer weiteren „alt“ aussehen. Zudem sind die frühen taG-Motoren kaum unter einen Hut – sprich hier: Klasse – zu bringen. Und gerade diese enorme KlasKlasse zeitlich noch enger. senvielfalt ist ein ganz großes Problem für alle Veranstalter und ein ewiBambinimotoren heißen KF5. Ja, und dann ist da noch KF5. Aber was ger Streitpunkt unter den CS-Fahrern. Da braucht man nur einmal die ist das eigentlich? Es ist – Bambini! Nur mit anderem Namen. Warum Diskussionen im Kartfahrer-Forum zu lesen – Streit ohne Ende. sollte man eigentlich diese Klasse einer einzigen Motorenmarke überlassen – so hört man aus Italien. Alle wollen ein Stück von diesem nicht Anfangs Online-Diskussionen. Folglich kann man durchaus sagen, kleinen Kuchen, was kaufmännisch durchaus verständlich ist. Also wird dass das Aufkommen der KF4- und KF5-Motoren überwiegend positive der bisherige Bambini-Einheitsmotor wohl schnell verdrängt. Das ist Seiten hat! Natürlich stehen uns anfangs wieder reichlich Online-Disaber nicht gleichbedeutend mit einer neuen tuning-Schlacht. Denn ein kussionen bevor. eng gefasstes KF5-Reglement kann das weitgehend verhindern – auch ein Vorteil des Basismotors mit jeweils für die einzelnen Klassen defi- Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die KF-Motoren die Hunderter verdrängt haben? Welch ein Geschrei! Das hat sich dann ganz schnell nierten Bausteinen. gelegt und die Hunderter spielen heute selbst national im CS-Sport kaum noch eine Rolle, wie die Starterlisten zeigen. So ist die Welt. Sie dreht sich weiter. BOtHO G. WAGNER

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reiseberatung Individuelle Ausarbeitung von Reiserouten. Integrierte unfallversicherung Automatisch bei Motorsportunfällen innerhalb genehmigter Veranstaltungen. versicherungen für veranstalter Veranstalter- und Trainingsgelände-Haftpflichtversicherungen. unfallzusatzversicherung Attraktiver Unfallschutz für Hobby-Motorsportler. rechtsberatung – kostenlose Grundberatung in Fragen des Vereins- und Gemeinnützigkeitsrechts – kostenlose Erstberatung in Fragen des Verkehrs- und Unfallrechts: Enrico Straka, Tel.: 06196 848473 E-Mail: RA-Straka@rechtsanwalt-straka.de

pannen-, bergungs- und unfallhilfe rund um die uhr Bei Inanspruchnahme der ADAC-Hilfe werden die Kosten für die Pannenhilfe vor Ort bis zu 103,- € übernommen. Abschleppkosten im Inland bis zur nächsten geeigneten Werkstatt werden bis zu 153,- € übernommen. Luftrettung Die ADAC Luftrettung steht im Inland zur Verfügung. wildschadenbeihilfe Beihilfe bis zu 200,00 €, wenn der Haarwildunfall innerhalb von 2 Monaten nach dem Unfall dem DMV gemeldet wird. D 2998

deuts cher motor mItGLIe

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sport

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MSJ-Superkartslalom

SKS in Saison 4 itte April ist es endlich soweit. In den ersten Regionen beginnt − heiß herbeigesehnt − die Vierradsaison 2010 der MSJ. Mit dabei auch wieder der schnelle Superkartslalom (kurz „SKS“) mit 9-PS-Karts. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h geht es durch tore und Slalomelemente, um am Ende den deutschen MSJMeister zu ermitteln. In vielerlei Hinsicht basieren SKS und Jugendkartslalom auf dem gleichen Prinzip. Die wesentlichen Unterschiede sind bei den Superkarts die stärkeren Motoren, breitere tore (1,80 - 2,50 m), größere Abstände zwischen den Elementen (12 - 50 m) und ein längerer Parcours (zwischen 60 - 2000 m).

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Hohe Anforderungen an Piloten. Darüber hinaus gibt es nur die vier Grundelemente des Slaloms: tor, Spurgasse, Schweizer Slalom und Wende. Alle weiteren Elemente, wie zum Beispiel die gebogene Spurgasse, wären den höheren Geschwindigkeiten des SKS wenig zuträglich. Eine der besonderen Herausforderungen dieser schnellen Variante des Slaloms ist zweifelsfrei, den richtigen Bremspunkt zu finden, zum Beispiel nach einem schnellen Schweizer aus dem Drehzahlbegrenzer heraus in eine 180-Grad-Wende. Eine weitere, die richtige (Ideal-) Linie zu finden, die aufgrund der größeren torabstände oft nicht eindeutig vorgegeben ist. Meist ist auch die Richtung, in der eine Wende umfahren werden muss, freigestellt, wobei man dann schnell durch eine falsche Entscheidung eine Menge Zeit liegen lassen kann. Hohe Anforderungen also an das fahrerische Können der Piloten.

Superkartslalom ist die Königsklasse im Jugendkartslalom-Sport.

Voraussetzung für die teilnahme am SKS sind deshalb auch ein Mindestalter von zwölf Jahren und nachgewiesene Erfahrung im Kartslalom. Gefahren wird in zwei Altersklassen (Jahrgang 1998-1994 und Jahrgang 1993-1987). Die Meisterschaft ist unterteilt in drei Regionen (Ost, Süd, West). Die ersten termine findet Ihr auf Seite 48/49 in dieser DMV INSIDE. Die Endläufe finden dieses Jahr am 23./24. Oktober in der Südregion statt, der genaue Ort steht noch nicht fest. Die Meisterschaftsausschreibung mit allen terminen findet Ihr auf der MSJHomepage; dort könnt Ihr Euch auch über das Reglement (in der Rahmenausschreibung „MSJ Jugend-Kart 2010“ enthalten) informieren.

Mit bis zu 90 km/h durch den Slalom-Parcours: Das ist Superkartslalom

Neues vom Vierradreferenten

Berichte von Euch in unserem neuen DMV INSIDE würden unser Magazin interessanter und attraktiver machen. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn sich aus jeder Region ein Berichterstatter finden würde. Unser neuer Chefredakteur thomas Schiffner würde sich auf jeden Fall über jeden Bericht aus der MSJ freuen. Deshalb schreiben und dann an redaktion@dmv-motorsport.de senden. Auch möchten wir von der MSJ die Jugend-Kart-Slalom-Lehrgänge wieder aufleben lassen. In diesem Punkt sind wir auch wieder auf Eure Mithilfe angewiesen. Es wäre nicht schlecht, wenn sich hier auch wieder ein Verein in jeder Region finden würde, der am Anfang der kommenden Saison einen Lehrgang veranstalten könnte. Auch hier

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meldet Euch wieder unter ba.bachmann@t-online.de. Jedes Jahr am Anfang der Saison wird in vielen Vereinen neu gewählt und oft ändern sich dadurch die Personen, die für Jugendkart- bzw. für Superkartslalom zuständig sind. Dies hat oft zur Folge, dass wichtige Briefe oder E-Mails und Ausschreibungen an die falsche Person geraten und dann zu spät oder gar nicht weitergereicht werden. Das möchte ich jetzt für mich aktualisieren. Deshalb sendet mir doch eine E-Mail mit den aktuellen Veranstalteranschriften aus allen Regionen an ba.bachmann@t-online.de. Ich wünsche Euch allen nun eine erfolgreiche, unfallfreie Saison 2010! Auf gute Zusammenarbeit, Euer Boris Bachmann MSJ-Vierrad-Referent

FOtO: SCHIFFNER

Immer häufiger wird bei der Bezuschussung eines Vereins der Fachübungsleiterschein oder auch die trainer-C-Lizenz benötigt. Deshalb möchten wir von der MSJ jetzt eine Ausbildungsmöglichkeit schaffen. Wir sprechen alle an, die Interesse haben, solch eine Ausbildung zu erreichen. Bitte meldet Euch daher beim MSJ-Vierradreferenten Boris Bachmann unter ba.bachmann@t-online.de an, damit er sich einen Überblick über die Interessenten verschaffen kann. Kommen genügend teilnehmer zusammen, wird eine Ausbildung gestartet.


MSJ / MEINUNG

Solche Asphaltaufbrüche führen zu verstärkter „Bitumenflickerei“

Gefährliche Folgen der Winterschäden

FOtO: SCHIFFNER

Schwarzes Eis Bitumen auf der Straße ist besonders bei Regen eine oft tödliche Gefahr. ährend Autofahrer um Ostern herum die Winterreifen ablegen, müssen die Biker ganzjährig mit bösen Rutschpartien rechnen. Ihr Glatteis des Sommers ist schwarz. Sein Name: Bitumen.

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ten Gefahrenstufe eins. Je wärmer es im Verlauf eines sonnigen tages mit hohen temperaturen wird, umso niedriger ist die Haftung der Pneus auf der schwarzen Masse, die bei Hitze viskos wird und damit leicht verformbar. 23 Grad Celsius reichen bereits dazu aus.

Der tÜV Rheinland schätzt, dass nach dem Winter mit viel Eis und Schnee 30 bis 40 Prozent aller Straßen im Land „stark geschädigt“ sind. Durch Risse in der Fahrbahndecke dringt Wasser in den Untergrund ein, gefriert zu Eis und vergrößert sein Volumen - es entstehen so genannte Eislinsen. Steigen die temperaturen wieder über den Gefrierpunkt, taut das Eis und es bleiben Hohlräume zurück, die bei Belastung einbrechen – ein neues Schlagloch ist geboren.

Glatteis im Sommer. Richtig gefährlich ist der Einsatz von Bitumen aber erst bei Regen. Denn dann hat die Masse einen Haftreibungswert von weniger als etwa dem Fünftel einer durchschnittlichen Asphaltoberfläche – das heißt: Glatteisgefahr im Sommer! Die Faustregel sagt: Maximale Schräglage um die 15 statt 45 Grad. Lenk- und Abbremsmanöver sind gefühlvoll auf ein Minimum zu beschränken, um ein Verlassen der Straße oder die Kollision mit dem Gegenverkehr zu vermeiden. Überhaupt verlängert sich der Bremsweg um das Zwei- bis Dreifache, selbst wenn ABS an Bord ist. Gefährlich bei Regen ist zudem, dass die schmierige Stelle wegen der eingeschränkten Sicht oft erst sehr spät wahrgenommen werden kann.

Bitumen an sich kein Unfallrisiko. Reparaturkolonnen rücken an und verfüllen die Schlaglöcher nach den Ausführungsbestimmungen und Anforderungen, die verbindlich in den technischen Regelwerken des Straßenbaus – inklusive genauer Anforderungen an die Griffigkeit von Fahrbahndecken – verankert sind. Beim Einsatz von Heißasphalt streut man die noch heiße Bitumenmasse gleichmäßig und vollflächig mit vorbitumiertem Splitt ab, um die entsprechende Griffigkeit zu erzielen. Damit stellt die Verwendung von Bitumen und Heißasphalt an sich kein generelles Unfallrisiko dar. Allerdings geht das nicht auf Dauer gut, denn die Fahrbahnoberfläche verliert mit der Zeit ihre ursprüngliche Griffigkeit. Bitumen verfügt nur über einen sehr niedrigen „Haftreibungswert“, der noch dazu von der Witterung beeinflusst wird. Und handelt es sich nicht nur um schwarz glänzende Längs- oder Querstreifen auf der Piste, sondern um großflächige Reparaturstellen, herrscht für den Zweiradpilo-

Die Motorradfahrer selbst können zu mehr Sicherheit beitragen, wenn sie entsprechende Gefahrenpunkte melden. Das Essener Institut für Zweiradsicherheit (IfZ) hält dazu auf seiner Website einen Fragebogen bereit, herunterzuladen unter http://www.ifz.de/publikationen-meldebogenstrassenbau.htm. Für unterwegs aber kann auch der erfahrene Biker keinen besseren Rat geben als den der Experten vom IfZ: „Sollten Sie auf Fahrbahnen mit Bitumenausbesserungen unterwegs sein, fahren Sie besonders vorsichtig und vorausschauend!“ ERICH KUPFER www.ifz.de


Es gibt DMV-Vereine, die mehr Mitglieder haben, und solche, die größere Veranstaltungen organisieren. Aber wohl kaum einen Club, der eine so breite Palette an Motorsportarten und Aktivitäten bedient, wie der Motorsport-Club Fulda.

Motorsport-Club Fulda

Vom Slalom-Parcours zur Oldtimer-Tour Die erfolgreiche Autoslalom-Gruppe: v.l. Matthias Nix, Haiko Nix, Volker Ebicht und Jörg Schuhej enn man sich den Veranstaltungskalender des MSC Fulda anschaut, dann könnte man meinen, dass es sich um das Auftragsbuch eines gut gehenden mittelständischen Betriebes handelt und nicht um die sportlichen Veranstaltungen eines rein ehrenamtlich geführten Motorsportclubs in Hessen mit 130 Mitgliedern. Natürlich ist 2010 das Jubiläumsjahr des MSC Fulda und das ist ja bekanntlich immer ein besonders aktives Jahr für einen Club. Was aber umgekehrt nicht heißt, dass in den letzten 40 Jahren in Fulda nichts los gewesen wäre.

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Slalom, Trial und Quiz. Der MSC Fulda wurde am 15. Juli 1970 von 16 Mitgliedern als Motorsportabteilung des Postvereins Blau-Gelb Fulda gegründet. Deshalb lautete der ursprüngliche Name „Motorsportclub Blau-Gelb Fulda“. Das erfolgreiche Jungendkart-Slalomteam des MSC Fulda

Bereits zwei Monate später wurde die erste Veranstaltung durchgeführt, der erste DMV-Slalom. Dieser Wettbewerb zog zahllose motorsportliche und gesellschaftliche Aktivitäten nach sich.

Der Verein

Auch die DMV-Classic-Tour gehört zum Repertoire des Clubs

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Name: MSC Fulda e.V. Gegründet: 1970 Mitgliederzahl: 130 Aktivitäten: Jugendkart-Slalom, Automobil-Slalom, Oldtimer-Sport Vorstand: 1. Vorsitzender: Peter Schmitt 2. Vorsitzender: Haiko Nix Sportleiter: Gerald Nix Kassenwart: Birgit Schuhej-Vogel Schriftführer: Cornelia Nix Jugendleiter: Matthias Nix Beisitzer: Peter Hofmann, Volker Ebicht Mitgliedsbeiträge: Einzelmitgliedschaft 19 Euro Familienmitgliedschaft 26 Euro Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre frei Kontakt: Motorsport-Club Fulda e.V. im DMV Postfach 1118, 36001 Fulda Tel. 0661 50 01 68 oder 0661 20 69 122 E-Mail: info@mscfulda.de Internet: www.mscfulda.de

Hält das Lenkrad fest in der Hand: 1. Vorsitzender Peter Schmitt


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Dazu gehören: • Slalomveranstaltungen für Autos, Motorräder, Mopeds und Karts • Orientierungsfahrten • Quizfahrten • trialwettbewerbe für Motorräder, Mopeds und Mofas • Oldtimer- und Sportfahrzeugausstellungen • Siegerehrungen verschiedener Meisterschaften und • diverse Events für Mitglieder und Freunde des MSC Fulda Diese umfangreiche Palette wurde 2002 noch um die DMV-Klassiktour erweitert. Schaut man auf den terminkalender des Clubs im Jahr 2010 (siehe Kasten), dann findet sich beinahe das gesamte Repertoire im diesjährigen Veranstaltungsprogramm wieder. Damit aber noch nicht genug: Die Mithilfe bei Veranstaltungen anderer Vereine ist für viele der 130 Mitglieder ebenfalls selbstverständlich. Früher war auf hessischen Autobahnen auch der DMV-Straßenhilfsdienstwagen des MSC Fulda unterwegs! Von der Post zum Motorsport. Im Oktober 1976 trennte sich der Club aus sportlichen Gründen vom Postsportverein, was zur Eigenständigkeit unter dem neuen Namen Motorsport-Club Fulda e.V. im DMV führte. Die Geschicke des Vereins führte von der Gründung bis März 2003 Heino Nix (mit einjähriger Unterbrechung durch Bernd Storch). Seit 2003 ist Peter Schmitt der 1. Vorsitzende des MSC Fulda, der, „wenn gerade ein Auto frei ist“, sich auch selbst mal hinter das Lenkrad eines Rallyeautos setzt. Sowohl auf Veranstaltungsebene als auch die aktiven Sportler betreffend hat sich der Club über die Jahre bundesweit einen Namen gemacht: Hochkarätige Veranstaltungen bis hin zu Deutschen Meisterschaften wurden durchgeführt. Am 10. Oktober steigt in Fulda beispielsweise der (dritte) Endlauf zur Deutschen Jugendkart-Slalommeisterschaft 2010. Vollgas im Jubiläumsjahr. Seit 1997 wurde die Jugendarbeit intensiviert – die Resultate ließen nicht lange auf sich warten: 2008 wurde die Jugendgruppe des osthessischen Vereins Deutscher Vizemeister im Jugendkart-Slalom; letztes Jahr gewann sie die Hessenmeisterschaft. Jörg Schuhej wurde 2009 Hessenmeister im Rallyesport, Haiko Nix im Automobil-Slalom und Stefan Schmitt in der Jugendkart-Slalom-Klasse 6. Und der 1. Vorsitzende Peter Schmitt verspricht im Jubiläumsjahr: „Auch in der Saison 2010 wird sich der MSC Fulda nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern wieder die Startflagge schwenken.“ Die Schulbank gehört zum Autoslalom-Training

Das Vereinsheim

Seit dem Jahr 2004 hat der MSC Fulda ein eigenes Vereinsheim, in dem alle Aktivitäten des vielfältig tätigen Vereins zusammenlaufen: Hier wird getagt und gefeiert; bei Veranstaltungen ist das Haus Veranstaltungsbüro, wo alle Fäden zusammen laufen. Strategisch perfekt gelegen, am ehemaligen Airfield der US-Streitkräfte in FuldaSickels, ist das vom Verein vor sechs Jahren erworbene Gebäude von großzügigen Parkplatz-Flächen umgeben, wo das wöchentliche Jugendkart-Slalomtraining und auch die Kartslalom-Veranstaltungen des MSC Fulda stattfinden können. Interessenten und Neugierige sind vom Club herzlich eingeladen: Zu einem unverbindlichen Besuch zum Benzingespräch bei einer der Vereinssitzungen an jedem ersten Donnerstag und jedem dritten Dienstag eines Monats ist jeder Motorsport-Anhänger gern gesehen. Navigationsadresse Vereinsheim: Ernst-Barlach-Str. 10, 36041 Fulda

Veranstaltungen 2010 ■ 09.05.2010 Jugendkart-Slalom Lauf zur DMV-Hessenmeisterschaft ■ 13.06.2010 DMV-Classic-Tour „Rund um Fulda“ Ausfahrt mit Wertung für Autos und Motorräder bis Baujahr 1990 ■ 04.07.2010 Automobil-Slalom/Fahrertraining Ausrichter für Porsche-treffen in Fulda der „Elferliste“ ■ 21.08.2010 DMV-Bergprüfung Oldtimer/Youngtimer Berggleichmäßigkeitsprüfung für Automobile und Motorräder bis Baujahr 1990 ■ 28./29.08.2010 Jubiläums-Slalomwochenende 28.08. DMV/MSJ-Autoslalom-Cup 2010 6. DMV-Clubslalom Slalomfahren für „Jedermann“ Sonderwertung für Oldtimer und Youngtimer 29.08. 65./66. DMV-Jubiläums-Slalom Fulda Lauf zum Main-Kinzig-Slalompokal Main-Slalom-Pokal Osthessenmeisterschaft, AvD / Eibach-Federn-Landesmeisterschaft, DMV-Hessenmeisterschaft und Hessenmeisterschaft des HFM ■ 04.09.2010 Sommerfest ■ 10.10.2010 Dritter Endlauf Jugendkart-Slalom Letzter Lauf zur Deutschen Meisterschaft ■ 11.12.2010 Nikolausfahrt Quizfahrt mit Sonderaufgaben


Badischer Motorsport Club BMC größter DMV-Club

Bensemann. Den Ehrenrat bilden Gerhard Kaletka, Helmut W. Erb und Hans Riedel.

FOtO: HOFFMANN

Ehre, wem Ehre gebührt. Bei der BMC-Hauptversammlung nahmen die Ehrungen einen breiten Raum ein. Zahlreiche treue Mitglieder wurden von Präsident Harald Roth, Schriftführer Herbert Degenhard und Sportleiter Jörg Bensemann mit Ehrennadeln des BMC und des DMV ausgezeichnet.

Die Jahreshauptversammlung des Badischen Motorsport Clubs (BMC) Hockenheim fand erstmals im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring mit 105 wahlberechtigten Mitgliedern statt. Der BMC ist mit 1069 Mitgliedern (2009) der größte Club im DMV. Präsident Harald Roth begrüßte den Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, Georg Seiler, den Leiter für technik und Betrieb Klaus Schwenninger und die Stadträte der Rennstadt Hockenheim. In seinem Bericht bezeichnete Roth das Jahr 2009 mit vielen Veranstaltungen als ein für den BMC erfolgreiches Jahr. Die Vereinsfinanzen haben sich stabilisiert, das Kiosk an der Südtribüne werde von den Mitgliedern gut angenommen und mit Speer Racing und dem Pistenclub habe der BMC zwei gute Partner gefunden, sagte Roth. Sportleiter Jörg Bensemann stellte den Sportwarteinsatz bei drei Großveranstaltungen, dem Saisonauftakt der DtM, den ADAC-Gt-Masters und dem DtM-Finale, heraus. Schatzmeister Ulrich Gleich gab den Kassenbericht und bedankte sich ganz besonders bei den beiden Sekretärinnen Monika Schwenninger und Sabine tesseraux für die geleistete Arbeit. Heiner Brunnert bestätigte den Revisoren eine einwandfreie Kassenführung. Das Präsidium wurde einstimmig entlastet. Sehr schnell und harmonisch verliefen die Neuwahlen. Jürgen B. Harder wurde als Vizepräsident wieder gewählt und auch Sportleiter Jörg Bensemann und Schriftführer Herbert Degenhard in ihren Ämtern bestätigt. In den Beirat wurden folgende Mitglieder gewählt: Kassenwesen Manfred Christ, Pressereferent Franz Hoffmann, technische Abnahme Manfred Auer, Funktionärseinsatz Harald Roth, Eddy Müller, Willi Eustachi, Leiter technik und Bauten Klaus Schwenninger, Zeitnahme Franz Josef Serr, Fahrerausschuss Motorrad Rainer Needell, Wagen Jörg

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Mit der bronzenen BMC- und DMV-Ehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Andreas Adamek, Michael Auer, Frederic De La Fontaine, Uwe Dehnst, Gerhard Eickenhorst, tobias Erd, Frank-Peter Fetsch, Antonio Gambardella, Luigi Garofalo, Holger Georg Gossmann, Sebastian Grunert, Manuel Holger, Stefan Hirnsberger, Walter Hoffmann, Oliver Hoffmann, Roger Käge, Peter Klingel, Christian Knapp, Patrick Krutina, Uwe Kuhn, Jörg Georg Münch, Stephan Nauth, Gitte Passow, Michael Puhrer, Wolfgang Reinhard, Rudi Seher, Klaus Spangenmacher, Harald Spitzmüller, Joachim Steigner, Felix tauscher, Michael Franz Vizl. Die DMV-treuenadel Silber mit Urkunde (40 Jahre) ging an Peter Ehlert, Albert Kälberer, Erhard Kaiser, Gerhard Lässig, Karl Meffert, Manfred Rösch, Wilhelm Schöpfel und Manfred Stuhlmüller. Die BMC-Nadel mit Kranz und Urkunde (50 Jahre), erhielten Josef Billmann, Heinz Eichhorn, Albert Handermann, Ewald Löschmann, Paul Mayer und Gerhard Walter. FRANZ HOFFMANN www.bmc-hockenheim.de

MSC Klein-Krotzenburg Zum 30. Mal bestätigt Zur Hauptversammlung 2010 trafen sich die Mitglieder des Motorsportclub Klein-Krotzenburg am 7. März im Clubheim am Klein-Krotzenburger Fasanengarten. Nach Eröffnung der gut besuchten Versammlung durch Vereinschef Bernhard Bessel erhoben sich die Anwesenden zu Ehren des im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenmitgliedes und Schirmherrn zahlreicher Grasbahnrennen des MSC KleinKrotzenburg, Herbert Wemelka, von ihren Plätzen. Bernhard Bessel bedankte sich bei den zahlreichen Vereinsaktiven, die es durch ihr Engagement ermöglicht haben, viele Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen. Gleichzeitig richtete er ermutigende Worte an die Vereinsjugend, mehr Verantwortung im Verein zu übernehmen oder gar selbst im Vorstand mitzuarbeiten. Nach den ausführlichen Berichten des Sport-, touristik-, Jugend- und des Veteranenwartes legte Schatzmeisterin Claudia Süßmann ihren Kassenbericht vor. Ihr und dem gesamten Vorstand


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wurde nach Bericht der Kassenrevisoren Dieter Sommer und thorsten Bonifer einstimmig Entlastung erteilt. Wie nicht anders zu erwarten, wurde Bernhard Bessel erneut als einziger Kandidat für das Amt des 1. Vorsitzenden vorgeschlagen und einstimmig wiedergewählt. Damit schenkten die Mitglieder des MSC Klein-Krotzenburg Bessel zum 30. Mal in Folge das Vertrauen. Auch alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Danach sieht der neue Vorstand wie folgt aus: 1. Vorsitzender Bernhard Bessel, 2. Vorsitzender Jürgen Gehre, Schatzmeisterin Claudia Süßmann, stellvertretende Schatzmeisterin Elke Severin, Schriftführerin Bettina Neumann, Sportleiterin Heike Herwig, touristikwart Dirk Süßmann, Veteranenwart Reinhard Gehre, Jugendwart thomas Bergmann, stellvertretende Jugendwarte Ron Süßmann und Fabian Müller, Wirtschaftsausschuss Claus Hartnagel und Robert Welzbach und Pressewart Manuel Hielscher. Bei den Kassenrevisoren wurde Dieter Sommer in seinem Amt bestätigt und Günther Süßmann als neuer Kassenprüfer hinzugewählt. MANUEL HIELSCHER

Der Vorstand (von links): stellvertretende Schatzmeisterin Elke Severin, 1. Vorsitzender Bernhard Bessel, Wirtschaftsausschuss Claus Hartnagel, Touristikwart Dirk Süßmann, Schatzmeisterin Claudia Süßmann, 2. Vorsitzender Jürgen Gehre, Schriftführerin Bettina Neumann, stellvertretender Jugendwart Fabian Müller, Veteranenwart Reinhard Gehre, Pressewart Manuel Hielscher, Sportleiterin Heike Herwig, Jugendwart Thomas Bergmann, stellvertretender Jugendwart Ron Süßmann (verdeckt), Kassenrevisoren Dieter Sommer, Wirtschaftsausschuss Robert Welzbach und Ehrenvorstandsmitglied Jo Rohe

www.msc-klein-krotzenburg.de

MSC Michelbacher Hütte Horst Bingel bestätigt

AMC Rodheim-Bieber 50 Jahre Motorsport im DMV

Nach Begrüßung der Mitglieder, der Ehrenvorsitzenden Otto Christmann und Werner Mohr sowie der Ehrenmitglieder Werner Baum und Edmund Kawollek wurde die Jahreshauptversammlung des MSC Michelbacher Hütte eröffnet. In einer Schweigeminute wurde dem verstorbenen Gründungsmitglied Karl Kircher gedacht.

Schäfer, Bewirtung Pia und thomas Baum, Presse Frank Behrendt, Webmaster Matthias Bauer, Streckenbeauftragter Frank Bremser, Beisitzer Pascal Lampert und Peter Jursco, Fahrtleiter Enduro Guido Faber.

Seit 50 Jahren ist Klaus Herbel Mitglied im DMV und für den AMC Rodheim-Bieber im Motorsport aktiv. Im Januar 2010 wurde Klaus Herbel für seine lange Mitgliedschaft geehrt, die Ehrung für 50 Jahre im AMC folgt im Dezember.

Folgende Veranstaltungen sind geplant: IGE-3-Stunden-Enduro (17./18.4.), Honda-Monkeytreffen (14.–16.5.), Motocross (19./20.6.), MX-Woche 14.– 21.8.), Beleuchtungskontrolle (09.10.) und Jahresabschlussfeier (04.12.).

1960 begann die große Leidenschaft des inzwischen 71-Jährigen bei einem Geländelauf in Rodheim-Bieber. Sein erfolgreichstes Jahr war 1965, als Klaus Herbel um die deutsche Geländemeisterschaft fuhr und mit dem 3. Platz seine beste Platzierung im HorexGespann gemeinsam mit Wilhelm Kehl aus Rodheim herausholte. Der AMC Rodheim-Bieber war immer der Heimatverein des Veterans. Einige Ausflüge in den Rallyesport mit vier Rädern und zum Motocross prägten die nächsten Jahre. Im Jahr 1999 gelang der Sprung nach ganz oben aufs Siegerpodest – er gewann die Europameisterschaft der historischen Motorräder auf

Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorsitzenden, Schatzmeisters, Schriftführer und der Referenten wurden alle in den Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand wurde Frank Bremser als Streckenbeauftragter gewählt. Als neuer Kassenrevisor wurde Alexander Seifarth gewählt. Der Vorstand setzt sich demnach wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Horst Bingel, 2. Vorsitzender Robert Seifarth, Schatzmeister Norbert Herz, Schriftführer Klaus Schäfer, Sportleiter Berndt Bücher, tourensportreferent Hagen

50 Jahre Motorsport: Klaus Herbel

Zuletzt bedankte sich Horst Bingel noch einmal bei Edmund Kawollek und Ferdi Hill für die Erstellung des Programmheftes zum Motocross. Dieser Aufwand sei nicht nur für die Mitfinanzierung der Veranstaltung, sondern auch für die Zuschauer als Information sehr wichtig. www.msc-michelbacherhuette.de

dem Hockenheimring. Ein Sieg beim Bergrennen für Motorräder auf dem Schottenring im Jahr 2008 war ein weiteres Highlight. Seit 1994 fuhr Klaus Herbel auf einer Norton ES2 aus dem Jahr 1938 in der internationalen Meisterschaft für historische Rennmotorräder. In den Jahren zwischen 1999 und 2007 wurde er insgesamt sechsmal Vizemeister – der titel „deutscher Meister“ blieb dem rüstigen Rentner bis zum Ende seiner Motorsportkarriere im Jahr 2009 leider verwehrt. StEFAN MÜLICH www.amc-rodheim-bieber.de


Am 28. Januar 2010 verstarb Hartmut Tesseraux nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren. Über viele Jahre war er als Leiter des Bereichs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Stimme des Hockenheimrings und hat an maßgeblicher Stelle und mit ganzem Herzen zum Wohle der Hockenheim-Ring GmbH gewirkt. Mit seinen hervorragenden Beziehungen in der Region sowie in der Medienund Motorsportszene und insbesondere mit seiner sympathischen, herzlichen und offenen Art hat er viel zum positiven Bild des Hockenheimrings in der Öffentlichkeit beigetragen. In seiner fast zwei Jahrzehnte andauernden Tätigkeit hat er es verstanden, Motorsport und dessen Beheimatung am Hockenheimring als ein Element unserer Sport- und Freizeitkultur, das den Aktiven und den Zuschauern vor allem Spaß, Unterhaltung, Vergnügen, Spannung und Erlebnis bieten soll, darzustellen. In einem zunehmend geschäftsorientierten Umfeld hat er sich seinen Blick und seine Neigung zum Sport in dessen ursprünglichem Geist stets bewahrt. In diesem Sinn war er ein Traditionalist in des Wortes bester Bedeutung. Eine schwere Erkrankung zwang ihn dazu, im Jahre 2008 vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Den Wunsch, mit seinen verbliebenen Kräften für den Ring noch begrenzt tätig bleiben zu können, konnte er sich nicht mehr erfüllen. Auch der Badische Motorsport Club (BMC) und der Deutsche Motorsport Verband e.V. verloren in Hartmut Tesseraux ein geschätztes Mitglied.

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Aachener Motorsportclub Ecurie Aix-la-Chapelle Großes Programm

Motor-Sport-Club Kassel/Spessart 1957 Willkommen im Club!

Viel Neues gibt es im Aachener Motorsportclub Ecurie Aix-la-Chapelle. Der Verein wählte seinen neuen Vorstand: Präsident ist Rainer Keuser, Geschäftsführer Walter Hörber, Sportleiter wurde Ronny Dentzer, Pressesprecher Michael Winnen und Organisationsleiterin Yvonne Dentzer. Dieses team will folgendes Jahresprogramm stemmen: ■ Die 2. Euregio-Spring-Classic mit Start am Mercure-Hotel Europaplatz findet am 1. Mai 2010 statt. ■ Am Sonntag, den 27. Juni wird im toyota-Center Aachen in Brand die 13. internationale OldtimerRallye Aachen gestartet. ■ Für „100,5 Das Hitradio“ wird die Oldtimer-Ausfahrt anlässlich der Aachener Automobil-Ausstellung im September in der Soers durchgeführt.

Offroadsport in Kassel/Spessart hat mehr als ein halbes Jahrhundert Tradition

Außerdem unterstützt die Ecurie die diesjährige teilnahme der sechs Aachener Wüstenschleifer (www.wuestenschleifer.de) im Rahmen der Lowcost-Dakar „Jordanien-Rallye“, die am 30. April mit Unterstützung des World Food Program der UN gestartet wird.

Mit dem MSC Kassel/Spessart konnte der DMV zu Jahresbeginn einen renommierten hessischen Offroad-Veranstalter in seinen Reihen begrüßen. Der 1957 gegründete Verein ist nicht etwa in der nordhessischen Großstadt beheimatet, sondern in der Gemeinde Biebergemünd – Ortsteil Kassel – im Spessart, der, um allen Verwechslungen vorzubeugen, von den Einheimnischen „Besen-Kassel“ genannt wird.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung mit anschließender Feier wurden auch die Clubmeister geehrt: Michael Winnen (auf Evo IX, auch Sieger der DMV-Landesgruppenmeisterschaft Niederrhein und Siebter im DMSB-Rallye-Pokal Mitte) vor Patrick Mühlsiegl im Rallyesport, Walter Hoerber (als Beifahrer) vor Rolf Döhring (auf Datsun Z 240) im Oldtimer-und Orientierungssport.

Juwel des MSC Kassel/Spessart ist die MotocrossStrecke „Am Idel”, eine 1 850 Meter lange Naturstrecke mit Steilauf- und Abfahrten, mehreren tables und Step-Ups. Seit letztem Jahr ist eine automatische Bewässerungsanlage in Betrieb.

Rolf Döhring und Co Gitti Kroll erhielten als Gesamtsieger des „turnier des Westens“ 2009 den Preis der Schirmherrin Angela Merkel. Am 17. April führt die Ecurie eine Beifahrerschulung für Interessierte durch. MICHAEL WINNEN

Der Verein hat 221 (!) Mitglieder, darunter 23 erwachsene und sechs jugendliche Lizenzfahrer. Seit Vereinsgründung werden jährlich Rennen zu den Rennserien Motor-Sport-Ring (MSR), DeutscheAmateur-Meisterschaft (DAM) und Amateur-Europameisterschaft (IMBA) ausgetragen. In 2009 wurde zusätzlich zur DAM-Meisterschaft das Rennen „MotoX Amateurmasters“ ausgetragen.

www.ecurie-aachen.de Haben das Steuer fest in der Hand: Geschäftsführer Walter Hörber (li.) und Präsident Rainer Keuser

In 2010 wird auf der Rennstrecke „Am Idel“ am 29. und 30. Mai ein Rennen zur „MSR Masters“Serie ausgetragen, weitere sechs Veranstaltungen stehen auf dem Kalender. Natürlich findet man das genaue Programm auf der gepflegten VereinsInternetseite. FOtO: SCHUNK

Hartmut Tesseraux

www.msc-kassel.de


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MSC Werl Neujahrsempfang

AMC Duisburg 1950 Pokale und Ehrennadeln

Ebenfalls seit 45 Jahren sind Hubert Hülsmann und Werner Deisting dabei. Weitere Mitglieder, die dem MSC Werl seit Jahrzehnten angehören, wurden geehrt. Besonderen Dank sprach der Werler Bürgermeister Michael Großmann dem MSC Werl aus, der auch durch seine vielen Aktivitäten rund um den Werler Ferienspaß eine große Bereicherung für das Werler Vereinsleben sei.

Insgesamt zählt der MSC Werl 260 Mitglieder, die in den Bereichen Motocross, Enduro, trial, Automobilsport und Oldtimersport aktiv sind. Erfolgreichste Fahrerin des MSC Werl war 2009 Ina Wilde, die vordere Platzierungen in der Deutschen trialmeisterschaft, der Damen-trial-Europameisterschaft und -Weltmeisterschaft erringen konnte. Ebenso erfolgreich war Marc Risse, der an der Deutschen Enduro-Meisterschaft sowie an der WM teilnahm. Bei den Automobilen erfolgreichster Fahrer war Jürgen Schmidt, der mit seinem VW Scirocco bei der Youngtimer-Rallye-trophy am Start stand. Jugendförderung wird beim MSC Werl großgeschrieben. Daher wird es ab 2010 eine neu gegründete Kart-Jugendgruppe geben, welche die im Zweiradsport sehr erfolgreiche Jugendarbeit nun auf den Vierradbereich ausdehnen soll. www.msc-werl.de

FOtO: SIMON / MOtORACEtIME.DE

Beim traditionellen Neujahrsempfang des MSC Werl wurden auch in diesem Jahr wieder langjährige Mitglieder geehrt, darunter auch die beiden Ehrenmitglieder des Vereins: Willi Stuckmann, Gründer des MSC Werl und seit 45 Jahren an Bord, sowie Bernd Dirkes, der dem Verein bereits seit 35 Jahren die treue hält.

Am 21. Februar 2010 fand in der Gaststätte des tC Grunewald die Clubfeier mit der Ehrung der sportlich Aktiven des AMC Duisburg für die Saison 2009 statt. Außerdem wurden die Ehrennadeln des DMV verliehen. Hier erhielten Robert Lünsmann für 30 Jahre, Udo Miehlke und Christian teigelkamp jeweils für 20 Jahre die DMV-treuenadel und Urkunde. Für 10 Jahre im DMV wurden Marc Flören, Angelika und Benjamin Leuchter sowie Reinhard Walther geehrt. Zunächst kam die Ehrung des Motorsportnachwuchses. Bei den Kart-Slalompiloten gewann in der Klasse 3 Mirko Uterhardt mit 535,50 Punkten, gefolgt von Fabian van triehl, Lennart und Aaron Schepker. In der Klasse 5 sicherte sich Dennis teigelkamp den Sieg, gefolgt von Nino Leuchter und Gerrit Pape. tanja teigelkamp holte den Sieg in der Klasse 6. Sebastian Plotkowiak wurde Sieger in der KartRundstrecken-Wertung. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung ging Platz 1 an Christian teigelkamp und bei der Rundstrecke sicherte sich Uwe Reich, der in der Klasse ADAC-Procar an den Start geht, den 1. Platz und in der Gesamtwertung den 2. Rang, gefolgt von Christian teigelkamp, Sebastian Plotkowiak sowie Heino Lutz und Benjamin Leuchter. Beim nationalen Automobilslalom gewann Nino Leuchter mit 102,95 Punkten und belegte auch in der Gesamtwertung Platz 1. Rang 2 ging an Christian teigelkamp, gefolgt von Heino Lutz, Benjamin Leuchter und Sebastian Plotkowiak. Clubmeister bei der Kartjugend wurde Dennis teigelkamp vor Nino Leuchter und Gerrit Pape. Rang 4 ging an Mirko Uterhardt, gefolgt von Fabian van triehl, Lennart und Aaron Schepker. tHOMAS SIMON www.motoracetime.de

Von links nach rechts: Reinhard Walther, Christian Teigelkamp, Uschi Leuchter in Vertretung für Tanja Leuchter, Mark Flören, Udo Miehlke, Benjamin Leuchter, Günter Kellner, Robert Lünsmann, 1. Vorsitzender Günter Hemmers


DMV Landesgruppe Baden-Württemberg DMV Landesgruppe Südbayern 89 Pokale vergeben Sternfahrt nach Pfarrkirchen Die DMV-Sternfahrt 2010 führt nach Pfarrkirchen ins Rottal. Durchgeführt und organisiert wird sie gemeinsam von der Landesgruppe Südbayern e.V. im DMV und dem RSC Pfarrkirchen. Für die Veranstaltung ist folgender Ablauf vorgesehen:

Am 23. Januar 2010 fand in Onstmettingen die Ehrung der besten DMV-Sportler BadenWürttembergs, die Hauptversammlung der DMV-Landesgruppe Baden-Württemberg und der MSJ Baden-Württemberg statt. Der 1. Vorsitzende, Willi Lauble, wird in den nächsten Jahren mit folgender Vorstandschaft zusammenarbeiten: 2. Vorsitzender Gunnar Dieringer, Schatzmeisterin Monika Zorn, Geschäftsführerin Margarete Lauble, Pressereferentin Sylvia Laupheimer, Sportleiter Uli Zorn, Jugendleiterin Angelika Jochens, Referent für Automobilsport Klaus Schwarzer, Referent für tourensport Edgar Specht, Referent für Motocross Rainer Schmid, Referent für trialsport Willi Lauble, Referent für Kartsport Arthur Hätti, Referent für Bahnsport Frank Staller, Referent für Straßenrennsport Jörg Bensemann, Referent für Endurosport Erwin Kaiser, Beisitzer Walter Kirschenmann, Hermann Armbruster, Jochen Raupp, Kassenrevisoren Robert Maurer und Jörg Baumholzer. Bei der Hauptversammlung der MSJ Baden-Württemberg wurden Monika Zorn kommissarisch als Kassiererin und Franz Böhm kommissarisch als Vierradsportreferent einstimmig benannt. Die Vorstandschaft der Jugend setzt sich zusammen aus: Jugendleiterin Angelika Jochens, Referent für Lehrwesen Uli Zorn,

46 DMV INSIDE 2I2010

Jugendsprecherinnen Vierradsport Melanie Arndt und Conny Bräger, Referent für Vierradsport Jürgen Walter, Franz Böhm (kommissarisch), Kassiererin Jutta Walter und Monika Zorn (kommissarisch). Walter Kirschenmann als 1. Vorsitzender des RMSC Onstmettingen eröffnete die Meisterehrung. Landesgruppen-Sportleiter Uli Zorn vergab gemeinsam mit den Referenten der jeweiligen Sportarten 89 Pokale an die besten DMV-Sportler in den Bereichen Motorradtrial, Grasbahnsport, Rallye, tourensport, Kartsport, Enduro, Pocket-Bike, Motocross, Automobilsport, Straßenrennsport und Jugendkartslalom. Gunnar Dieringer und Walter Kirschenmann vom RMSC Onstmettingen wurden für 30 Jahre Mitwirkung in der Vorstandschaft der DMV-Landesgruppe Baden-Württemberg mit der silbernen treuenadel ausgezeichnet. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im DMV wurden Klaus Schieck (Baden-Baden), Günther Fischer (Remseck), Gerald Köhler (Schwetzingen), Hermann Dilling (Niederstetten), Günther Pfisterer (Staig) und Ernst Westphal (Schefflenz) mit der DMV-treuenadel in Silber geehrt. SYLVIA LAUPHEIMER www.dmv-lg-bw.de

Freitag, 14. Mai: Am Nachmittag des Freitags gibt es einen Stadtrundgang und später den traditionellen Sternfahrer-Kameradschaftsabend mit Musik im Zelt an der Rennbahn.

Sonntag, 16. Mai: Am Vormittag wird im Zelt an der Rennbahn ein Frühschoppen geboten und nach der Jurysitzung ist dort auch die Siegerehrung. SIEGFRIED PREUSS www.rsc-pfarrkirchen.de www.dmv-lg-suedbayern.de

RSC Pfarrkirchen Weltmeisterschaft steht bevor Die Jagd auf den amtierenden Weltmeister Gerd Riss beginnt auf der klassischen 1000-MeterSandbahn in Pfarrkirchen, optimal für ihn, da er hier schon etliche Erfolge gefeiert hat. trotz seiner 45 Jahre gilt Riss noch immer als der topfavorit auch auf den WM-titel 2010. Auch dieses Jahr wird die LangbahnWM wieder als GP-Serie in sechs Läufen ausgetragen und die WM-Premiere 2010 richtet der RSC Pfarrkirchen am 30. Mai auf der Bahn aus, wo sie 2009 mit dem WM-Challenge geendet hatte. Durchgeführt wird die Veranstaltung mit 15 Läufen, davon zwölf Vorläufe, zwei Halbfinals und das Finale. Neben Riss sind mit Matthias Kröger, Stephan Katt, Herbert Rudolph, Jörg tebbe, Richard Speiser und Enrico Janoschka

sechs weitere Deutsche am Start, ein achter kommt mit Wildcard hinzu. SIEGFRIED PREUSS

FOtO: StROHHAMMER

Ehrung der Kartslalom-Sieger der Landesgruppe Baden-Württemberg

Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt): Bereits einen tag vor der eigentlichen Veranstaltung ist die Rennbahn in Pfarrkirchen Anziehungspunkt für tausende von Vatertagsausflüglern beim 11. Old- und Youngtimertreffen der Rottaler Oldtimerfreunde (www.rottaler-oldtimer freunde.de).

Samstag, 15. Mai: Für den Samstag sind verschiedene Ausflugsmöglichkeiten geboten: Entweder Altötting, Wallfahrtsort, und Burghausen, längste Burg Europas, und Marktl/Inn, Geburtshaus von Papst Benedikt XVI, oder Passau, Dreiflüssestadt mit Schiffsrundfahrt und Dombesichtigung, oder individuell in die therme Bad Birnbach, das Bauernhofmuseum und Berta-Hummel-Museum in Massing. Der Abend gehört dem Sternfahrerball.

Zeitplan Langbahn WM Finale Pfarrkirchen: Samstag, 29. Mai 2010: 13:00 Uhr WM-training 15:30 Uhr training – Seitenwagen 19:00 Uhr Festabend mit allen Fahrern im Zelt im Fahrerlager Sonntag, 30. Mai 2010 13:00 Uhr Fahrervorstellung 13:30 Uhr Rennbeginn ca. 17:00 Uhr Siegehrung www.rsc-pfarrkirchen.de


ClUB

DMV Landesgruppe Westfalen Neues Team in Westfalen

MSC Bad Hersfeld Von Opel bis Quad „2009 war ein gutes Jahr!“, so eröffnete Willi Bannasch, 1. Vorsitzender des MSC Bad Hersfeld, die diesjährige Hauptversammlung. Mit launigen Worten ließ er das vergangene Jahr Revue passieren.

Der neue Vorstand der Landesgruppe Vorsitzender Karl-Heinz Kemper konnte viele Delegierte der Ortsclubs begrüßen und ging in seiner Rede auf das vergangene Motorsportjahr ein. Er dankte allen Ortsvereinen für die geleistete Arbeit. Sportleiter thomas Felsenberg und Clemens Hof bedankten sich bei allen aktiven Motorsportlern und berichteten, dass sich viele Motorsportler an der DMV-Landesgruppen-Meisterschaft beteiligt haben. Die teilnehmerzahl der tourensportabteilung ist leicht zurückgegangen. Circa 32 tourensportler haben an den ausgeschriebenen Veranstaltungen 2009 teilgenommen, von denen 21 in Wertung kamen, berichtete Harald Rojek und gab einen Ausblick auf die kommende Saison mit dem am 1. Mai beim Godesberger MC stattfindenden NRW-tourensporttreffen, anlässlich „Rhein in Flammen“ und Oldtimerausfahrt. Die Platzierungen der Jugendlichen in der NRW- und Deutschen Meisterschaft waren gut, berichtete LG-Jugendwart Friedhelm Selter, nur waren auch hier die Starterzahlen rückläufig. Hervorzuheben sei hierbei die sportliche Jahresleistung von tim Schürmann vom AJt Halver mit zwei titeln (NRWund Siegerlandmeister) sowie einem 4. Platz bei der Deutschen Meisterschaft des DMV. Erfolgreich nahmen auch die MSJ-Mitglieder am DMV/MSJ-Autoslalomcup teil. Der Finanzbericht der Schatzmeisterin Petra Eisenburger zeigte trotz

schwieriger Lage noch gute Zahlen auf. Geschäftsführer RolfPeter Kahle blieb, allen Clubs für die gute Zusammenarbeit zu danken. Nach über 30-jähriger Vorstandsarbeit, davon elf Jahre als Vorsitzender, stellten sich KarlHeinz Kemper und Rolf-Peter Kahle, nach 15-jähriger Geschäftsführertätigkeit, nicht mehr zur Wahl. Beide wurden mit herzlichem Applaus und einem Präsent verabschiedet. Bei den Neuwahlen wurden Hans-Henning Siebel als Vorsitzender, Norbert Schnöde als 2. Vorsitzender und Martin Wied als Geschäftsführer gewählt. Die Delegierten setzten ferner auf das Vorstandsteam mit Petra Eisenburger, thomas Felsenberg, Clemens Hof, Harald Rojek und Friedhelm Selter. ROLF PEtER KAHLE

Begonnen hatte es mit der Premiere einer Oldtimer-Veranstaltung, den „Mückenstürmer Classics“. Mit 70 teilnehmern wurde den Oldtimerfreunden eine Bühne geboten, ihre Fahrzeuge dem Hersfelder Publikum zu präsentieren. Schnell war man sich an dem schon längere Zeit bestehenden Oldtimer-Stammtisch beim MSC Bad Hersfeld einig, dass diese Veranstaltung wiederholt wird. Immer größere Dimensionen nimmt das vom Motorsportclub 2009 zum sechsten Mal durchgeführte internationale Opel-treffen an. Mit über 500 Fahrzeugen und deutlich mehr als 1000 Besuchern ist am letzten JuniWochenende Bad Hersfeld das Mekka der Opel-Fahrer. Kernveranstaltung des Motorsportclub Bad Hersfeld war das Flutlichtrennen mit der anschließenden Rock-Nacht. Da 2009 die Deutsche Meisterschaft der

Seitenwagen ausgefahren wurde, knisterte es förmlich vor Spannung. „take Five“ läutete den zweiten teil des Abends ein. Wie Bannasch stolz verkündete, waren an diesem Abend alle zufrieden: Zuschauer, Sportler und auch der Vorstand waren sich einig, einen tollen Abend erlebt zu haben. Ebenfalls als Premierenveranstaltung wurde der MEFO SportQuad-Cup beim Motorsportclub ausgetragen. Vor großem Publikum tobten die vierrädrigen Fahrzeuge in gewagten Drifts um die Bahn. Auch um die Kinder und Jugend bemühte man sich. Das schon zur tradition gewordene Seifenkisten-Rennen lockte bei schlechtem Wetter immerhin 25 Kids mit selbstgebauten Rennwagen auf die Strecke unterhalb der ehemaligen US-Kaserne. In vollem Gange sind, so Bannasch, die Planungen für 2010 und 2011. Termine des MSC Bad Hersfeld 2010: 08. Mai 2. Mückenstürmer Classics; 30. Mai Seifenkistenrennen; 25.-27. Juni 7. Bad Hersfelder Opel-treffen; 28. August 5. Flutlichtrennen und Rocknacht mit take Five. HANS-CHRIStIAN OttO www.msc-bad-hersfeld.de

MSC Schatthausen 60 Jahre MSC Schatthausen Der MSC Schatthausen e.V. im DMV und BDR wurde 1950 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Der Verein beschäftigt sich seit seiner Gründung mit Motorradtrial, seit 1983 mit Fahrradtrial, seit vielen Jahren gibt es eine Motorrad-Oldtimergruppe und eine tourensportabteilung. Der Verein hat zurzeit circa 350 Mitglieder. Im Jahre 2008 konnte der Verein den Deutschen Meis-

ter im Motorradtrial Jochen Schäfer (Foto) stellen. Am 1. Mai gibt es rund um das Clubhaus ein Grillfest mit Showvorführungen im Motorrad- und Fahrradtrial sowie eine Ausstellung von OldtimerMotorrädern. Am 2. und 3. Oktober finden zwei Läufe zur Deutschen trial-Meisterschaft statt. www.msc-schatthausen.de


SPORTTERMINE von 4. April bis 1. Juni TERMIN

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04.04. 04.04. 04./05.04. 04./05.04. 09./10.04. 10./11.04. 10./11.04. 11.04. 11.04. 11.04. 11.04. 15.04. 16.-18.04. 17.04. 17.04. 17.04. 17.04. 18.04. 18.04. 18.04. 18.04. 16.04.-18.04. 24./25.04. 24./25.04. 24./25.04. 25.04. 24./25.04. 25.04. 24./25.04. 24./25.04. 01.05. 01.05. 01.05. 01./02.05. 02.05. 02.05. 29.04.-02.05.

DMV Clubtraining-Motocross Helmstedt DMV Kart Championship Kerpen DMV Classic-Motocross Langgöns DMV Oster-Motocross Langgöns DMV 4-Stunden-Rennen Nürburgring DMV Clubsport-Supermoto Bilstain (B) DMV European Scooter-Trophy Templin 1. DMV Lauf LM Motocross Sachsen DMV Jugendkartslalom Berlin DMV Trial-Alpenpokal Kiefersfelden DMV Clubsportslalom Sindelfingen DMV Clubtraining Hockenheim DMV-BMC Demonstationsveranstaltung Hockenheim DMV Superkartslalom Jena DMV Jugendkartslalom Neuötting DMV/BMC Historic Tourist Tour Hockenheim DMV Mofa-Geschicklichkeitsturnier Großhabersdorf DMV Jugendkartslalom Biebertal DMV Oldtimer-Treffen Aachen DMV Jugendkartslalom Hückelhoven DMV Jugendkartslalom Jena DMV Historic-Rundstreckenrennen Hockenheim 38.DMV Int. Kinzigtal-Motocross 1.+2. DMV Classic Trial Fichtelgebirge 24. DMV Fahrrad-Trial Hornberg 3 Stunden DMV Endurocross Schrecksbach DMV Jugendkart- u. Superkartslalom Beucha-Brandis DMV Kart Clubsport Nord-Ost Templin 38. DMV Kinzigtal-Motocross DMV Trial Großheubach DMV Veteranen-Rallye Euskirchen DMV Motocross Euskirchen DMV Orientierungsfahrt Brandenburg DMV Clubsport-Motocross Schweinfurt DMV Jugendkartslalom Wächtersbach DMV Jugendtrial Ashausen DMV Kart-Europameisterschaft Wackersdorf

MCC Helmstedt e.V. KC Kerpen-Manheim e.V. AMC Langgöns e.V. AMC Langgöns e.V. RG Düren e.V. MadMäxla Eifel e.V. Rollerpoint Frankfurt Racing MC Jämlitz e.V. MSC Berlin e.V. MTG Kiefersfelden e.V. Schwäbischer Automobil-Club e.V. Badischer Motorsport Club e.V. Badischer Motorsport Club e.V. MC Jena e.V. AMC Neuötting Badischer Motorsport Club e.V. MSC Großhabersdorf e.V. AMC Rodheim-Bieber e.V. MSC Aachen e.V. MSC Oberbruch e.V. MC Jena e.V. Badischer Motorsport Club e.V. MSC 1964 Aufenau e.V. MSC Gefrees-Fichtelgebirge e.V. MSC Hornberg e.V. MSC Schrecksbach e.V. MSC Beucha Brandis ROK-KART-RACING e.V. MSC 1964 Aufenau e.V. MSC Großheubach e.V. MSC Dom-Esch e.V. MSC Eusk.-Euenheim e.V. RKB Solidarität e.V. MMC Schweinfurt e.V. MSC Wächtersbach e.V. DMV-MSG im SV Bendestorf e.V. DMV-Wirtschaftsdienst GmbH

05308 337383 503 02275 913215 06033 98660 06033 98660 02421 931445 06433 9490182

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03576 240132 030 8248185 07157 9405 06205 101816 06205 101816

06205 101816 09127 954797 06409 7957 0241 551261 0177 2740208 06205 101816 06053 9678 0171 6536064 07832 977338 06698 8149 030 36283118 06053 9678 09371 66404 02251 825530 0171 7827708 0175 8309062 069 69500213


TERMINE

Termine gemäß Terminmeldungen bei DMV und DMSB Stand: 18.03.2010 Angaben ohne Gewähr

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05.05. 05.05. 08.05. 08.05. 08.05. 08.05. 08./09.05. 09.05. 09.05. 09.05. 09.05. 09.05. 13.05. 15.05. 15.05. 15./16.05. 16.05. 16.05. 16.05. 16.05. 16.05. 22./23.05. 22./23.05. 22./23.05. 21./24.05. 24.05. 29.05. 29.05. 30.05. 29./30.05. 29./30.05. 29./30.05. 30.05. 30.05. 30.05. 28.-30.5. 29./30.5. 30.05.

DMV Veteranen-Trial Luthering DMV Jugendkartslalom Berlin DMV Superkartslalom Leipzig DMV Veteranenfahrt Coburg 28. Dreetzer DMV Motocross DMV Jugendkartslalom Teisendorf DMV Enduro-Zuverlässigkeitsfahrt Walldorf DMV Siegerlandmeisterschaft Wilnsdorf DMV Jugend-Trial Werl DMV Jugendkartslalom Wüsten DMV Jugendkartslalom Waldenbuch 15. Ulmer DMV-Pocket-Bike-Rennen DMV Speedwayrennen Nordhastedt DMV Jugendkartslalom Marktleuthen DMV Jugendkartslalom Berlin DMV Rursee Clubausfahrt Simmerath DMV Jugendkartslalom Coburg DMV Jugendkartslalom Oranienburg DMV Jugendkartslalom Saßmannshausen DMV Jugendkartslalom Leidringen DMV Jugendkartslalom Zotzenbach 41 DMV Clubsport-Motocross Tauperlitz DMV Kart Championship Oppenrod 54. DMV Motocross „Hessen" Buseck-Beuern DMV Horex-Sternfahrt Thüringer Wald 49. DMV Pfingst-Motocross Niederwürzbach DMV Jugendkartslalom DMV Superkartslalom DMV Jugendkartslalom Leipzig DMV Geländewagen-Trial Neustadt DMV Clubsport-Supermoto Bistain (B) DMV Clubsport-Motocross Kassel DMV Jugendkartslalom Halver DMV Jugendkartslalom Aukrug DMV Jugendkartslalom Ramsbeck Int. DMV-Siegerlandpreis 2010 Nürburgring DMV Speedway-Europameisterschaft Diedenbergen FIM Langbahn-WM Finale 1 Pfarrkirchen

DMV-MSG im SV Bendestorf e.V. MSC Berlin e.V. ACV OC Leipzig e.V. MSC Coburg e.V. MC Dreetz e.V. MSC Teisendorf e.V. MSC Walldorf/Werra e.V. MSC Siegerland e.V. MSC Werl e.V. MC Wüsten e.V. Schwäbischer Automobil-Club e.V. UMC Ulm e.V. MSC Nordhastedt-Nordseeküste e.V. MSC Marktleuthen e.V. MSC Berlin e.V. MSC Aachen e.V. MSC Coburg e.V. MC Oranienburg MSC Saßmannshausen MSC Leidringen MSF Zotzenbach e.V. MC Tauperlitz e.V. SFV der Hörbehinderten Halle e.V. MSC Beuern e.V. MSC Bad Homburg e.V. MSC Niederwürzbach e.V. MSC Land Hadeln MC Smalcalda ACV OC Leipzig e.V. MAC Neustadt e.V. MadMäxla Eifel e.V. MSC Kassel Spessart 1957 e.V. AJT Halver e.V. BSC Aukrug AMC Velmede e.V. MSC Freier Grund e.V. MSC Diedenbergen e.V. RSC Pfarrkirchen e.V.

0175 8309062 030 8248185

Legende: Lizenzfreier DMV-Clubsport

Lizenzierter DMSBMotorradsport

Lizenzierter DMSBAutomobilsport

033970 51973

0176 21206787 02922 3633

07305 8249 04836 9335 030 8248185 0241 551261

0175 5642227 0345 6801251 06408 63622 06842 7212

09568 4751 06433 9490183 06050 8383

02904 709554 02741 25021 06192 37884 08561 4660


Impressum Vorschau DMV INSIDE 3/2010

DMV INSIDE Offizielles Organ des DMV

Sind Sie INSIDE?

Verlag DMV Wirtschaftsdienst GmbH Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt am Main

Wie gefallen Ihnen der neue Name DMV INSIDE, Aufmachung und Inhalte des neuen DMV-Mitgliedermagazins? Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Kritik (und gerne auch Lob) an: DMV INSIDE, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt/Main, Fax 069 695002-20, E-Mail redaktion@dmv-motorsport.de.

tel.: +49 (0)69 69 50 02 – 0 Redaktion DMV INSIDE Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt am Main tel.:

Redaktionsschluss: 10. Mai 2010

Erscheinungstermin: 28. Mai 2010

+49 (0)69 69 50 02 – 0 E-Mail: redaktion@dmv-motorsport.de Internet: www.dmv-motorsport.de www.wir-machen-das-rennen.de Gerhard Becker (Chefredakteur) (Stellvertr. Chefredakteur und Chef vom Dienst ― CvD) Constanze Diener (Koordination) Michael Weichert

FOtO: MICHELMICHEL

thomas Schiffner

DMV Touring Car Championship Erste Rennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring

(Automobil- und Kartsport) Manfred Bauch (Motorradsport)

Motorsport im kommunalpolitischen Umfeld DMV INSIDE sprach mit Bernhard Bessel ― Bürgermeister der Gemeinde Hainburg und 1. Vorsitzender des MSC Klein-Krotzenburg im DMV

Freie Mitarbeiter timo Deck Susanne Jud Erich Kupfer Andreas Schulz Enrico Straka Botho G. Wagner

DMV Kart Championship und EM-Qualifikation Anzeigenleitung

In Kerpen und in Wackersdorf steigen die ersten beiden wichtigen Prädikatsläufe der Saison

Constanze Diener Grafik, Layout und Druck Ruschke und Partner GmbH Die Agentur für Kommunikation www.ruschkeundpartner.com DMV INSIDE erscheint 6-mal im Jahr. Der Bezugspreis ist für Mitglieder im Mitgliedsbeitrag enthalten. Zusätzliche Bestellungen beim Verlag. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Ersatzansprüche können in einem solchen Fall nicht anerkannt werden. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Für unver-

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langt eingesendete Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen.


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