Der Reutlinger Alpinist Nr. 166

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Foto: Jesse Vaananen
Foto: Attenberger

AUF EIN NEUES JAHR

Liebe Freundinnen und Freunde des Bergsports

wir starten in ein neues Jahr, für das ich Euch im Namen des gesamten DAV-Teams Reutlingen alles erdenklich Gute wünsche.

Sicher habt Ihr bereits Ideen und Wünsche für das kommende Bergjahr: Gemeinsame Touren, benötigte Ausbildungskurse oder vielleicht sogar ein „größeres Bergprojekt“. Das beiliegende Jahresprogramm hält passende Angebote für Euch bereit und bietet vielfältige Anregungen. Ich wünsche Euch erfolgreiche und begeisternde Touren sowie stets eine unfallfreie Rückkehr. Möge das neue Jahr Euch wieder viele wunderbare Momente schenken.

Ein herzlicher Dank gilt allen Ehrenamtlichen unserer Sektion - für Euren Einsatz im zurückliegenden Jahr und für die tatkräftige Arbeit im neuen Jahr. Euer Engagement - auf Touren, für die Hütten, im Kletterzentrum, in Gremien, in der Geschäftsstelle oder hinter den Kulissen - trägt unsere Sektion und macht sie lebendig.

Große Sorge bereitet uns der zunehmende Vandalismus auf den Hütten, insbesondere in den Winterräumen. Vor Kurzem wurde der Winterraum der Mindelheimer Hütte stark verdreckt, Möbel zerstört und die Hütte völlig überhitzt. In der Hocheck-Schutzhütte am Watzmann kam es ebenfalls zu erheblichen Schäden. Auch wir mussten wiederholt Beschädigungen und unverhältnismäßigen Holzverbrauch auf unseren Hütten beklagen. Mit ehrenamtlichem Einsatz wurde der Winterraum in der Kaltenberghütte und die Neue Reutlinger Hütte mit ausreichend Brennholz bestückt und für eine gute Wintersaison vorbereitet. Bitte helft mit: Geht sparsam mit dem Brennholz um und nutzt die Winterräume verantwortungsbewusst.

Es wäre tragisch, wenn wir diese wertvollen Unterkünfte für Tourengeherinnen und Tourengeher schließen müssten.

Euer Berthold Negwer

DIE STILLE DER NATUR BRINGT DIE SCHÖNSTE

Hindenburgstr. 79 72762 Reutlingen

Telefon: 07121 239341

Fax: 07121 210885

E-Mail: info@alteburg-apotheke.de www.alteburg-apotheke.de

Wilhelmstr. 53 72764 Reutlingen

Telefon: 07121 334937

E-Mail: hirsch@apotheke-mache.de www.apotheke-mache.de/ hirsch-apotheke-reutlingen

Hans Joachim Mäder

Hauptstrasse 40 72770 Reutlingen

Telefon: 07072 91850

Fax: 07072 918530

E-Mail: rossbergapotheke@aol.com

GEWALTIGE EINDRÜCKE In den Sarntaler Alpen

WILLIBALD KINZER Ist neuer Fachbereichsleiter Senioren

MARTIN HAU

Ist neuer Wanderleiter Fachbereich Bergwandern

50 DAS PROGRAMM FÜR DAS 1. HALBJAHR 2026 der Senioren ist Startklar

51 UNSERE NEU WANDERGRUPPE DER AKTIVEN SENIOREN

52 VORTRAG: LIGURIEN NEU ERFAHREN

52 MITGLIEDSBEITRÄGE werden am 02.01.2026 eingezogen

53 ÖFFNUNGSZEITEN DAV-GESCHÄFTSSTELLE über die Feiertage

53 HINWEIS FÜR WINTERSPORTLER IN ITALIEN

KLEINE FÜSSE – GROSSE ABENTEUER auch in 2026

55 FAMILIENGRUPPE ZWERGSTEIGER

EHRUNGSABEND 58 ZWISCHEN BERGEN UND BÜRO Wir suchen Unterstützung 61 KLIMAFORUM

Die letzte Kapelle aus Eis

62 DER DIGITALE MITGLIEDSAUSWEIS

Dein Begleiter in den Bergen, auch auf deinem Handy 63 UNSERE SEKTION TRAUERT UM BERND SCHÖNWÄLDER

DER WEG IST DAS ZIEL

Zwischen endlosen weißen Hügeln zieht sich eine einzelne Spur durch den frischen Schnee.

Die Stille der Berge umhüllt die Landschaft wie ein Geheimnis.

Jeder Schritt erzählt von Mut, Ruhe und Freiheit.

Wo die Spur hinführt, bleibt offen – doch der Weg selbst ist das Ziel.

Text, Foto: Hans Wucherer | Im Naturpark Fanes-Sennes Prags, Südtirol

Die Sektion Reutlingen wünscht allen Mitgliedern, Freunden, Förderern und Anzeigenkunden ein erfolgreiches Jahr 2026

Ohne unsere zahlreichen Sponsoren und Förderer wäre die erfolgreiche Arbeit des DAV Reutlingen nicht möglich. Dafür unseren ganz herzlichen Dank!

01 | Seiser Alm, Langzeitbelichtung (20 Sek.)

02 | Heiligkreuzkapelle Raschötz, Wolken

03 | Rind, Seiser Alm

04 | Wuhnleger Weiher mit Rosengarten

VON GIPFELN, WOLKEN UND DEM FESTEN STAND

DAV-Fotoexkursion ins Grödnertal

An den Rucksäcken hängen keine Kletterseile. Auch keine Wanderstöcke. Dafür graue oder schwarze Stangen. Klar, das sind Fotostative. Für Langzeitbelichtungen. Aber braucht man die in den Bergen und das noch bei hellem Sonnenschein?

Die meisten hier würden diese Frage sofort mit Ja beantworten. Sie gehören schon länger zur Fotogruppe der DAV Sektion Reutlingen. Nur einer, der zum ersten Mal dabei ist, will es genau wissen. In modernen Digitalkameras kann man das Ergebnis gleich anschauen. Schon die erste Aufnahme mit einer Belichtung von 20 Sekunden zeigt die oft bewunderten weichen, fast mystischen Wolkenströmungen über den Gipfeln. Aber 20 Sekunden lang hält niemand eine Kamera ruhig. Deshalb, das ist jetzt klar: Aufnahmen von fernen Berggipfel werden auf dieser Tour mit längerer Belichtungszeit und vom Stativ gemacht.

Los geht es um sieben Uhr in Reutlingen. Der Kleinbus bringt sechs Männer nach Italien, in die Dolomiten, ins Grödnertal, nach St. Ulrich. Darunter Helmut, auch Fahrer und später Guide, sowie Hans, der Foto-Lehrer. Eigentlich ist er Bäcker. Wie man Brezeln bäckt, kann er auch erklären. Aber hier geht es um Graufilter sowie die Feinheiten von Blende und Verschlusszeiten.

Wenige Stunden nach Ankunft gibt es einen großartigen Blick auf Langkofel und Plattkofel. Davor, mitten im Wald, die 500 Jahre alte Kirche St. Jakob, la dlieja da Sacun. Also Kameras auf die Stative. Vorne die Kirche, in der Ferne die Berge. Darüber Wolken, die mittels Langzeitbelichtung verwunschen werden wollen. Diese Aufnahmen müssen besprochen werden. Jeden Abend präsentiert jeder drei Aufnahmen. Alle sagen ihre Meinung. Jeder erklärt seine Absichten. Und dann kommt Hans. Sein Thema in den ersten Abenden: der Beschnitt, also der präsentierte Ausschnitt aus den ursprünglich größeren Aufnahmen. Hans zeigt, man kann noch mehr weglassen. Noch näher ran an das Zentrum des Geschehens. Das übt. Am zweiten Tag geht es mit der Bergbahn auf die Seiser Alm. Auf der größten Hochalm Europas geht es beim Tagesthema um das Kleine. Fotografische Blicke wendet sich den „Details“ zu. Zum Beispiel ein rundes Astloch oder eine Frucht. „Wenn es ein Bild tut, dann tut’s“, sagt Hans am Abend. So nimmt denn auch die zweite Bildbesprechung wieder eine gütliche Wendung. Auch wenn vorher wieder etwas am Beschnitt auszusetzen gewesen war.

Sellagruppe

Tag drei. Nach einer Rundwanderung auf der Zanser Alm und vor der Rückfahrt ins Hotel, gibt es noch einen Fotopoint zu besuchen, der sich vor allem bei Reisenden aus Fernost großer Beliebtheit erfreut. Es gibt im Villnößtal eine schöne Ansicht der Kirche St. Magdalena mit den Bergen im Hintergrund. Abends, kurz vor Sonnenuntergang, stehen dann zig, wahrscheinlich hunderte von Besuchern an, um DAS Foto zu machen, das schon x-mal ins Netz gestellt wurde. Am vierten Tag startet die Gruppe mit der Standseilbahn in St. Ulrich auf die Raschötzer Alm. Wieder geht es um Technik, um den universal funktionierenden Wunderapparat: eine leichte Kamera mit allem drin, sogar das Stativ. Einigen kann sich die Gruppe auf ein Entwicklungsziel für die Fotoindustrie: es braucht unbedingt den Foto-Thermomix.

Am letzten Tag, in der zweiten Tageshälfte geht es nach Tiers. Dann ein Anstieg von 400 Höhenmeter, ja auch das gibt es bei der DAVFototour. Oben der Wuhnleger Weiher. Das Wow kommt aber erst, wenn man sich umdreht. Im See spiegelt sich der Rosengarten. Im besten Licht. Keine Frage, jetzt müssen die Kameras wieder auf die Stative. Denn kleinere und größere Wolken ziehen über die Bergkette. Am Samstag geht es zurück nach Reutlingen. Mit neuen Ideen und Vorhaben im Kopf. So haben sie Wolken noch nicht gesehen. Das eigene Stativ ist da nur ein Werkzeug. Aber ein wichtiges.

Text, Fotos: Uwe Mönninghof

DAV-Dolomiten-Fototour -- vlnr Helmut Kober, Jens Helm, Thomas Digel, Hans Wucherer, Uwe Mönninghoff, Michael Heyden

Geisler-Gruppe, St. Maddalena, Foto-Touristen

Nebelverhangen

DOĞA 2025

JUBILÄUMSTOUR IM RÄTIKON

Zum zehnten Mal machte sich eine internationale 26-köpfige Gruppe unter der türkischen Überschrift Doğa (zu deutsch Natur) zu einem Wanderwochenende in die Alpen auf, ins Brandner Tal im Rätikon. Wie fast immer gings am letzten Sommerferienwochenende freitags los.

Es ist kalt geworden beim Abstieg von der Schesaplana

Im felsigen Gehgelände

Nebelschwaden wehen über die Staumauer

Das Gruppenfoto darf nicht fehlen

Am Talschluss des Brandner Tals in Schattenlagant, teilte sich die Gruppe, während die einen die Bergbahn zum Lünersee und zur Douglasshütte nahmen, überwanden die anderen die etwa 400 Höhenmeter zu Fuß über den „Bösen Tritt“ in knapp eineinhalb Stunden. Es war ziemlich neblig beim Aufstieg, was dem einen oder anderen wohl etwas entgegenkam, weil man die zum Teil ausgesetzten Wegstellen nicht so intensiv wahrnahm.

In einem kleinen historischen Überblick erfuhr die Gruppe, dass die Douglasshütte einmal Lünerseehütte hieß und auch nicht immer am heutigen Standort stand. Die alte Hütte musste dem vergrößerten Stausee weichen und ihren Namen bekam sie zu Ehren eines schottischen Industriellen, Naturforscher und Mitbegründer des Vorarlberger Alpenvereins.

Am Samstagmorgen schien das Wetter besser zu werden, so dass das geplante Programm über die Totalphütte auf die Schesaplana zu steigen in Angriff genommen wurde. Ein Teil der Gruppe wollte nur die gut 400 Höhenmeter aufwärts bis zur Totalphütte wandern, während der andere Teil die knapp 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel der Schesaplana auf sich nehmen wollte. Allerdings wurde das Wetter mit zunehmender Höhe immer nebeliger und kälter und das Gehgelände schroffer und schwieriger. Bei einer Höhe von 2800 m, etwa 100 Meter unter dem Gipfel entschied man sich umzukehren. Schade fanden einige, aber einen Ausblick hätte man in den dichten Wolken ohnehin nicht gehabt. Beim Abstieg gab es noch eine Vesperpause auf der Totalphütte und diejenigen, die noch nicht ausgelastet waren, machten noch eine Seeumrundung.

Am Abend kam es nach dem zünftigen Bergsteigermahl zu der nun fast schon traditionellen Rakı-Runde auf der Terrasse der Hütte, zu der die türkischen Freunde eingeladen hatten. Dabei wurde auf zehn Jahre Doğa angestoßen.

Beim Blick aus dem Fenster am frühen Sonntagmorgen sah man außer dichtem Nebel nichts, deshalb wurde von den Wanderleitern der Entschluss gefasst, die geplanten Touren auf den Schafgafall und zur Lüner Krinne in eine gemeinsame Wanderung um den Lünersee umzuwandeln.

Nach dem Mittagessen in der Douglasshütte gab es ein Gruppenfoto mit der Wirtin Mariette, ihrer Schwester Manuela und dem Hüttenteam. Ein großes Hoch auf die Gastgeberinnen wurde ausgesprochen. Die Wandergruppe fühlte sich ausgesprochen wohl beim gesamten Hüttenteam. Andersrum gab es auch viel Lob für uns als Gäste. Runter nach Schattenlagant ging es wieder zweigeteilt, während die einen die Bergbahn nahmen, machten sich die anderen an den einstündigen Abstieg über den „Bösen Tritt“. So ging das zehnte Doğa-Bergwochenende zu Ende.

Text: Martin Plümicke und Helmut Kober

Fotos: Hans Wucherer und Martin Plümicke

WANDERN IN DEN KITZBÜHELER ALPEN

Mit Schwung nach unten

Spiegelwanderung am Pinzgauer Höhenweg

Es geht los! Abfahrt um 6.30 Uhr vom Hauptbahnhof in Reutlingen. Naja, fast, der erste Zug fällt gleich aus. Abfahrt um 7! Wir schaffen es mit etwas Glück am Ende trotzdem, pünktlich um 15 Uhr in Hinterglemm im Hotel zu sein. Für eine große Wandertour reicht es heute nicht mehr, dafür können wir uns in Ruhe einrichten und den Ort anschauen. Lohnt sich auch, schließlich werden wir eine ganze Woche hier sein.

Am nächsten Tag starten wir mit mäßigem Wetter und einer dafür perfekt geeigneten Tour: nicht so lang und ca. alle halbe Stunde eine Alm. Eine davon ist über 300 Jahre alt und hat zwar keinen Strom, aber dafür viel Geschichte. Am Sonntag machen wir einen kleinen Spaziergang - ok, es sind rund 17 km, und zwar auf dem Pinzgauer Spaziergang, der bei tollem Wetter viele herrliche Aussichten zu bieten hat. Hinterher bekommen wir in Zell am See noch den Schluss vom Iron Man mit. Da ist uns das gemütliche Wandern doch lieber…

Der Saalachtaler Höhenweg ist gleich für zwei Touren gut - einmal in die eine, und dann in die andere Richtung. Nach der Auffahrt mit der Kohlmaisbahn (oder war es doch die Kohlmeisenbahn?) führt dieser über zahlreiche Gipfel und die ein oder andere Alm, bis es Zeit für den Abstieg wird, welcher dann auch mal auf direkterem Wege sein darf. Querfeldein über die Wiese macht’s einfach mehr Spaß als über Asphaltstraßen, und dann reicht’s auch auf den frühen Bus.

Mit dem Wetter haben wir auf diesen Touren ganz viel Glück und nur zwischendurch ein bisschen Pech. Ausgerechnet hier kommt das Pech doppelt, und zwar in Form eines Weges, der dann plötzlich doch nicht dahin führt, wo man gerne hin möchte, aber immerhin mitten hinein in eine ausgesprochen neugierige Kuhherde. Die wollte zum Glück nur an den bunten Regenjacken und -umhängen kauen und nicht an den Wanderkarten, sonst würden wir vielleicht immer noch dort stehen. Auf einem Gipfel waren wir auch und es muss auch ein Gipfelkreuz dort gestanden haben, allerdings war das im Nebel mehr zu erahnen als zu sehen. Immerhin war der frische Blaubeerkuchen auf der Alm die ganze Schinderei wert, und manch einer nimmt eine wertvolle Lektion fürs Leben mit: bei Regen einfach nicht mehr wandern gehen! Vor allem nicht, wenn’s dazu auch noch a….kalt ist. Zum Glück für uns sind wir aber nicht auf Hüttentour, sondern kommen zurück ins Hotel mit allen Annehmlichkeiten. Ob es etwas Besseres gibt, als nach einer solchen Wanderung in die Sauna zu gehen? Zweifelhaft! Saalbach-Hinterglemm hat neben der wunderschönen Berglandschaft noch einiges mehr zu bieten, wie zum Beispiel ein kleines Stadtfest, wo es viele regionale Waren und guten Schnaps gibt. Außerdem ein Freibad, in das sich am letzten Tag ein paar Abtrünnige begeben, statt wandern zu gehen. Wir sind hier ja schließlich im Urlaub! Am letzten Tag haben wir noch etwas Zeit, uns in Zell am See aufzuhalten, ehe es mit dem Zug wieder Richtung Heimat geht. Auch hier haben wir ein paar Verspätungen, kommen aber dennoch pünktlich in Reutlingen an.

Text: Alexa Wucherer, Fotos: Hans Wucherer

Dem Himmel so nahe
Gipfeltreffen

DIE SARNTALER HUFEISENTOUR

Morgenstimmung vor der Flaggerschartenhütte

Blick über das Eissacktal

Es gibt gute Gründe, beim Bergwandern in Südtirol die Dolomiten mal links liegen zu lassen. Grund eins, das wahre Herz Südtirols ist die Region des Sarntals. Die mehrtägige Hüttentour, die unsere Gruppe durchwandert hat, nennt sich der Form wegen Hufeisentour, wobei wir hier nur das halbe Hufeisen beschreiben. Ein weiterer Grund liegt an den Hütten: allesamt klein, mit gemütlichen Gasträumen, einfachen sanitären Einrichtungen – hier ist es weder überlaufen noch hektisch und ein günstiger Hauswein wird zur guten Südtiroler Küche stets angeboten.

Starttag: Reutlingen - Bozen – Rittner-Horn-Haus: wenn man wie wir, mit dem Zug anreist, muss man natürlich mit Verzögerungen rechnen, man muss also bei Startpunkt Bozen für den Transfer mit dem Bus zum Zustieg Rittner-Horn-Haus genügend Zeit einplanen.

Vom Rittner-Horn-Haus (2259 m) geht es über ein weitläufiges Hochplateau in Richtung Latzfonser Kreuz Schutzhaus. Wir überquerten dabei ein Hochmoor, man fühlt sich wie in den schottischen Highlands. Im Übrigen ein Wandertag mit überschaubaren Höhenmetern, dafür rechts unter uns, oft der tiefe Blick ins Eissacktal.

Hochplateau zwischen Rittner und Latzfonser Kreuz

Am Latzfonser Kreuz (2311 m) sollte man in der nebenstehenden Wallfahrtskapelle vor allem für eine gute Sicht beten, denn wir befinden uns hier, hoch über dem Eissacktal, auf dem Aussichtsbalkon der Eisacktäler. Gegenüber sind sämtliche Dolomiten-Kaventsmänner, vom Peitlerkofel bis zum Latemar, wie an der Perlenschnur aufgereiht – man würde ihnen am liebsten die Hand reichen und sie auf einen Zirbenschnaps einladen. Hätte kein Regen eingesetzt, hätte man hier mit der Kassianspitze (2581 m) einen schönen Feierabend-AussichtsHüttengipfel begehen können, ein weiterer Grund für diese Tour, denn es lassen sich sehr viele Gipfel unterwegs problemlos erreichen. Ab dem Latzfonser Kreuz Schutzhaus wird die Tour alpiner, die Wege teilweise verblockt, die Natur karger, die Murmeltiere zutraulicher. So kommen wir zum nächsten Grund, sich für die Hufeisentour zu entscheiden: Namaste Flaggerschartenhütte (2481 m) – dank des indischen Hüttenwirts Kailash Soni hatten wir die Möglichkeit, unsere hungrigen Mägen mit einem Südtiroler oder einem indischen Gericht zu verwöhnen. Das gibt es nur hier.

Wäre über Nacht nicht so viel Schnee gefallen, hätten wir mit rund vier Stunden Laufzeit das Penser Joch über den Höhenweg erreicht. Aber so mussten wir zum schön gelegenen Durnholzer See absteigen, um mit dem Bus nach Pens zu kommen, um von dort wieder aufzusteigen. Das ist im Sarntal nicht so schwierig, denn sie verfügen über ein gut ausgebautes Busnetz.

Der Gasthof am Penser Joch hat natürlich nicht die gewohnte gemütliche Hüttenatmosphäre, aber man wird anständig und zu gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekocht, das ist doch auch was.

Ab hier würde der zweite Teil des Hufeisens beginnen, wenn man nicht wie wir, in das schöne Sarntal absteigt, um dort im Tal die Tour in einem Gasthof ausklingen zu lassen. Problemlos kommt man mit den öffentlichen Bussen zurück nach Bozen.

Fazit : Dank unserer tollen Guides Martina und Margit und den trotz schwierigen Wetters nie klagenden Weggefährten sind wir alle um ein schönes Erlebnis reicher geworden.

Text: Dirk Laws, Fotos: Martina Gebhard

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BERGWANDERN FÜR DIE SEELE IM BREGENZERWALD

Ziegengestütztes Wandern

Gopfrunde – Aufstieg zur Gopf-Alpe

Nachdem wir uns nach unserer Ankunft gemütlich eingerichtet und Kaffee getrunken hatten, machten wir uns noch auf zum Gopfrundweg. Der Rundweg führt etwas oberhalb von Bizau, zumeist auf asphaltierten bzw. geschotterten Wegen über das Gewann Gopf. Vom Rundweg machten wir noch einen Abstecher zur Alpe Gopf, die von unseren Gastgebern bewirtschaftet wird – denn wir wollten wissen, woher die Milch kommt, die wir zum Frühstück serviert bekommen.

Ein insgesamt leichter, aber teilweise steiler Weg führte uns zur Alpe Gopf. Am Schluss kamen doch gut 400 Höhenmeter zusammen. Für den einen oder anderen Teilnehmenden war das als Einlauftour doch schon ziemlich anstrengend. Am Abend kochten wir zusammen und auch für das Frühstück fand sich schnell ein eingespieltes Männer-Team. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Linienbus nach Schoppernau zur Diedamskopfbahn, wo wir von der Mittelstation über den Falzer Kopf zum Neuhornbachhaus wanderten. Die Wege waren zum Teil matschig und rutschig, so dass der Anstieg zum Falzer Kopf volle Konzentration erforderte. Die Aussicht vom Falzer Kopf war unter dem Motto „wie Sie sehen, sehen Sie nichts“ – wir waren in den Wolken, von Nebel umhüllt. Immerhin erhaschten wir einen Blick ins Tal. Auch der Abstieg zum Neuhornbachhaus war schwierig, teilweise felsig und die Wege ziemlich ausgewaschen. Am Neuhornbachhaus kam dann doch die Sonne etwas heraus. Auf dem Rückweg zur Mittelstation begegneten wir einer Ziegenherde mit einem stattlichen Ziegenbock – der eine oder andere unserer Gruppe entpuppte sich als regelrechter „Ziegenflüsterer“. Die Weglänge war ebenfalls 9 km mit 500 Höhenmeter. Für den dritten Tag bewahrheitete sich leider die Wettervorhersage: Regen,

Blick auf Kanisfluh

Aussicht zum Hirschberg

Regen, Regen. Wir ließen uns aber nicht entmutigen und fuhren mit der Bergbahn Mellau hinauf zur Roßstelle und liefen von dort über die Wurzach-Alpe und die Alpe Obere zum Alpengasthof Edelweiß. Hier hatten wir eine Begegnung der besonderen Art. Uns kam eine Ziegenherde entgegen, die uns - nachdem wir an ihr vorbei waren - folgten. Eine Ziege hatte uns dabei wohl besonders ins Herz geschlossen. Sie lief uns bis zur Alpe Obere hinterher. Da kam uns ein Ehepaar entgegen und wir konnten die Ziege überzeugen, dass es besser ist, umzukehren und nun dem anderen Ehepaar zu folgen. Sibylle machte sich derweil auf den Rückweg, um mit unserem Kleinbus bis zum Berggasthof zu fahren und uns dort abzuholen – denn der Rückweg wäre bei den Wetterverhältnissen zu weit gewesen. Nach dem Abendessen erprobten wir unsere Sangeskünste. Denn ich hatte die Gitarre und ein paar Hefte mit einer selbst erstellten Liedersammlung dabei. Es war ein wunderschöner „Hüttenabend“. Am vierten Tag strahlte morgens wieder die Sonne. Nachdem wir unsere Sachen gepackt und gerichtet hatten, gingen wir die letzte Wanderung unserer „Seelen“-Tour an. Von Bizau ging es hinauf zum Gewann Rosenburg und von dort hinüber zum Berggasthaus Kanisfluh, wo wir einkehrten. Eine abwechslungsreiche Wanderung auf gewundenen Pfaden und zum Schluss auf Schotter, an der Wendelinkapelle vorbei zum Berggasthaus Kanisfluh. Hierbei konnten wir die wunderschöne Aussicht auf das Massiv der Kanisfluh und in das Tal der Bregenzerach genießen. Nachdem wir uns im Berggasthaus gestärkt hatten, rannten Inge und ich hinunter nach Bizau, um den Kleinbus zu holen und unsere Teilnehmenden vom Berggasthaus abzuholen. Insgesamt waren es bis zum Berggasthaus 4 km und 200 Höhenmeter im Anstieg. Nachdem wir unseren Kleinbus geladen hatten, ging es zurück nach Reutlingen. Es waren trotz des bescheidenen Wetters wunderschöne Tage mit einer coolen Truppe.

Text: Martin Hau, Fotos: Sibylle Hornberger, Martin Hau

Die Wanderausfahrt war mit Teilnehmern vom DAV Reutlingen und TSV Lustnau unter der Leitung von Sibylle Hornberger (Abteilung Rehasport im TSV Lustnau) und Inge Schumacher (Wanderleiterin DAV). Untergebracht waren wir im Haus Moosbrugger in Bizau. Ein Selbstversorgerhaus mit zwei Appartements, jeweils mit mehreren Zimmern und Küche.

Am Grat Ischgl-Samnaun
Reparaturen gehören dazu

Hochkonzentrierte Trailabfahrt

maximal 7 kg Gepäck

Treffpunkt in aller Frühe um 5:20 Uhr an einem Samstag im Juli: „Ich hab meine Gesäßcreme vergessen“ – was ein Auftakt! Und es sollte nicht die letzte Panne für die nächsten 7 Tage, 450 Kilometer, 13.000 Höhen- und 17.000 Tiefenmeter bleiben.

Das Tourenprofil verrät es dem zweiradaffinen Bergsportler bereits: Die Alpen werden mit geländegängigem Fahrrad überquert - eine Premiere im Jahresprogramm der Sektion! Und so sind Daniel, Matthias, Thomas und Michael hoch motiviert die Tour von Oberstdorf nach Torbole auf der etwas angepassten Joe-Route erfolgreich zu bewältigen. Bereits Tag 1 über den Schrofenpass wartet mit steilen Rampen auf und wenig später ist das Bike für einige Zeit zu tragen oder kraftraubend zu schieben. So ist der Ton gesetzt: Fahren bis es nicht mehr geht, ein Stück schieben und dann wieder rauf auf den Sattel – ein Muster, welches sich wiederholen wird. Denn wir haben unterwegs gelernt, dass – anders als auf unserer Dienstagsrunde – auf alpinen Wegen am Ende eines langen Tages auch wenig Steigung manchmal einfach nicht fahrbar ist. Von den ausgewiesenen Schiebestücken (>30 Minuten) wie der Uinaschlucht abgesehen, legt Thomas bergauf immer wieder unfassbare Kraftausdauer an den Tag, um z.B. am Rifugio Bozzi auf 2.500 Metern entspannt auf den Rest von uns zu warten. Hier zeigt sich: Das Mountainbiken ist gut beim DAV aufgehoben, denn auch wir Radler wandern auf dem Weg nach Süden immer wieder schiebend durch die Berge.

Das Bergauffahren war kein Selbstzweck und so standen zahlreiche (Super-)Trails in unserem Tourbuch: Von der Bocchetta di Forcola über 1.200 Tiefenmeter bis nach Bormio hinunter, die Abfahrt von der Montozzo-Scharte mit Blick auf den wunderschönen Lago Pian Palu oder die Überfahrt über den Gaviapass, um nur einige zu nennen! Da wir zu großen Teilen im alpinen Gelände auf S2 und S3 Trails fuhren,

Schiebepassage Uinaschlucht

galt auch beim Downhill: Kenne deine Grenzen, denn schließlich waren Eis und Aperol am Gardasee das Ziel und bereits am Vorbereitungswochenende Ende April hatte es den kleinen Finger von Michael erwischt. Also wurde auch bergab an Schlüsselstellen ab und zu wieder geschoben. Der Fahrspaß überwog jedoch bei weitem.

Das Bergwetter hat es einmal nicht gut gemeint: Anstatt von Ischgl über den einsamen Fimberpass die Abfahrt ins Engadin zu starten, haben wir uns angesichts Regen und Gewittervorhersage für die Variante Samnaun – Inntal via Straße entschieden – eine nicht leicht zu treffende Vernunftentscheidung.

Eine gut funktionierende Gemeinschaft ist besonders dann wichtig, wenn es mal nicht läuft. So blieben Pannen nicht aus und die Reparaturfähigkeiten von Daniel und Matthias waren Gold wert: 3x Bremsbeläge, 1x Speiche, 1x Dropper-Remote, 1x Rahmen und 1x Bremshebel, aber wie man diesen mit Hilfe von Gummibärchen, Panzertape und Kabelbinder wieder flottmacht, würde die Zeichenzahl des Artikels sprengen. Den gewählten Stil „mit kommt nur, was in Rucksack oder ans Rad passt“, haben wir als sehr befreiend empfunden. Dies hat im Vorfeld zu einem intensiven Austausch geführt, welcher sicherlich ein gutes Stück zu dem guten „Wir-Gefühl“ beigetragen hat. Den Wäscheservice in den Unterkünften haben wir gerade deshalb sehr zu schätzen gewusst, wie auch die zwei Gondelfahrten und die Rückfahrt via Reisebus zurück nach Sonthofen, wo unsere Reise begann. Die Emotionen bei Zielankunft sowie die Gespräche danach haben gezeigt, dass das gemeinsame Erlebnis Alpencross neben bleibenden Erinnerungen eine besondere Bindung schaffen kann, für welche es kein Seil braucht.

Text: Michael Herrmann, Fotos: Michael Herrmann und Matthias Reichert

Gruppenbild vor dem Ortler

GIPFELSTÜRMER IN AKTION

In diesem Sommer durften wir, die Familiengruppe „Gipfelstürmer“, gleich zwei richtig tolle Abenteuer erleben: ein Juli-Wochenende „Ebinger Haus“ im Donautal und zum Sommerferienstart vier Tage „Ravensburger Hütte“ im Lechquellengebirge. Beide Male stand nicht nur das Draußensein im Vordergrund, sondern auch das Miteinander und vor allem der Spaß – und genau das machte die Ausfahrten so besonders.

Felsiges Donautal
Lechquellengebirge

Mit insgesamt zehn Familien verbrachten wir Anfang Juli ein gemeinsames Wochenende im Donautal. Unsere Unterkunft war das Ebinger Haus, eine gemütliche DAV-Selbstversorgerhütte mitten in der Natur. Schon die Lage machte Lust darauf, draußen aktiv zu sein – Direkt hinter dem Haus wurde am Übungsfelsen des Stuhlfelsen geklettert. Für manche Familien war es das erste Mal „Klettern am Fels“, andere nutzten die Gelegenheit, ihr Können weiter auszubauen. Die geplante Kanutour musste aufgrund Niedrigwassers auf besagtem „Bächlein“ leider abgesagt werden, doch wir nutzten die Zeit mit Kreativität und Spaß auf dem Wasser und am Ufer. Auch in der Hütte war es lebendig. Gemeinsam wurde gekocht, gegessen und gelacht. Eine kleine Wanderung im fürstlichen Inzigkofener Park, inkl. wohlverdientem Eis, rundete das Wochenende ab. Dort sahen wir noch einige Badegäste ohne Badekleidung. Nur wenige Wochen später Ende Juli machten sich acht Familien auf den Weg zur Ravensburger Hütte. Das Wetter zeigte sich leider von seiner regnerischen Seite, was die Stimmung zwar nicht trübte, aber die Bedingungen deutlich erschwerte. Der Zustieg zur Hütte war eine echte Herausforderung: Der letzte Hang abwärts war rutschig, matschig und glatt, was das Ganze zu einer echten Schlitterpartie machte. Die Kälte und der Nieselregen ließen uns frösteln, doch wir meisterten die Situation mit viel Teamgeist und Durchhaltevermögen. Da manche von uns in Vorfreude auf die Klettermöglichkeiten in der Nähe der Hütte ihre Ausrüstung mitgenommen hatten, um die Felsen zu erkunden, war die Enttäuschung über das Wetter dann doch groß. Statt Klettern im Freien hatte der Hüttenwirt Erbarmen mit uns und wir duften den Boulderraum im Inneren der Hütte nutzen. Drinnen hatten wir außerdem viel Spaß bei Gesellschaftsspielen, die für Abwechslung sorgten, wenn es draußen zu ungemütlich wurde. Das erfrischende Baden im Spullersee war für viele trotzdem ein Highlight, auch wenn es kalt und nass war. Belohnt wurden wir außerdem mit Tierbegegnungen: Salamander, Murmeltiere, Gämsen und sogar Steinböcken. Ein besonderes Highlight war der Auftritt des spontan gegründeten Hüttenchors bestehend aus einer Handvoll Gipfelstürmern und anderen Übernachtungsgästen, der mit La Montanara für eine bezaubernde Stimmung sorgte. Auch das Hüttenteam sorgte mit seinem großartigen nepalesischen Essen für wohltuende Wärme nach den anstrengenden Tagen.

Beide Hüttenerlebnisse könnten kaum unterschiedlicher gewesen sein – das eine sonnig und entspannt, das andere nass, kalt und matschig. Aber genau diese Gegensätze haben gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Flexibilität sind und dass man zu jeder Zeit unvergessliche Momente erleben kann.

Am Ende bleiben Erinnerungen, die noch lange nachwirken. Alle freuen sich schon auf die nächsten Ausfahrten und darauf, gemeinsam weitere unvergessliche Momente mit unserer Familiengruppe „Gipfelstürmer“ zu erleben!

Text, Foto: Elisa Gödicke, Franziska Hördegen

Gipfelerlebnis im Donautal

Ravensburger Hütte
Emilia beim Abseilen am Aggenstein

Aggenstein

DIE IDEE

Die Förderung des Bergsteigens in den Alpen wie auch die Förderung des alpinen Nachwuchses im Allgemeinen sind satzungsgemäße Ziele des DAV:

„Zweck des Vereins ist, das Bergsteigen und alpine Sportarten vor allem in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen, besonders für die Jugend und die Familien, zu fördern und zu pflegen, die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten, die Kenntnisse über die Gebirge zu erweitern … .“

(DAV Satzung § 2)

Dennoch gibt es sowohl auf Sektions- als auch auf Landes- und Bundesebene zurzeit nur sehr wenige Angebote für ambitionierte Nachwuchsalpinisten. Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie wichtig eine gute Ausbildung im Alpinismus ist.

Ziel ist es, in den Bereichen des Hochtourengehens und Alpinkletterns junge Alpinisten auszubilden mit dem Ziel die Sicherheit der Teilnehmenden auch bei privaten Touren zu erhöhen. Darüber hinaus werden Techniken und Taktiken des modernen Alpinismus vermittelt, die in klassischen Kursen keine Rolle spielen. Das Format soll wie die Nachwuchscamps des DAV-Bundesverbandes eine Lücke zwischen dem klassischen DAV-Ausbildungsprogramm und dem DAV-Expeditionskader schließen. Besonders innovativ zeigt sich das sektionsübergreifende Nachwuchscamp der Sektionen Reutlingen und Tübingen, welches jungen Alpinisten eine passgenaue Ausbildung an dieser Stelle ermöglicht. Das Programm ist in zwei Module unterteilt: Ein Sommerblock mit Fokus auf klassisches alpines Felsklettern und Hochtouren und ein Winterblock, in dem Eisklettern und winterliches Bergsteigen im Mittelpunkt stehen. Dabei profitieren die Teilnehmenden nicht nur von einer intensiven, praxisnahen Schulung durch erfahrene Bergführer, sondern auch vom Austausch mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Sektionen. Es erweitert das Netzwerk junger Alpinisten, bündelt Ressourcen und ermöglicht eine fundierte, vielseitige Ausbildung. Mit finanzieller Unterstützung und einem klar strukturierten Auswahlverfahren stellt das Camp sicher, dass talentierte und motivierte Nachwuchsalpinisten optimal gefördert werden.

• Einstieg ins Leistungsbergsteigen

• Ausbildungsinhalte aus alpinen Sommer- und Winterdisziplinen

• Aufbau von Grundlagen als Vorstufe und Ergänzung zu den Nachwuchscamps des Bundesverbrandes

Zustieg

Aaron im Nachstieg am Aggenstein

MERKMALE DER NACHWUCHSCAMPS DER SEKTIONEN

Zu den Ausbildungsinhalten, welche die Sicherheit der Teilnehmenden bei privaten Unternehmungen erhöhen sollen, gehören u.a. Sicherungstechnik, Abbremsen von Stürzen im Firn, Schnee- und Lawinenkunde, LVS-Suche. Des weiteren Techniken und Taktiken des modernen Alpinismus, die in klassischen Kursen keine Rolle spielen. Dabei handelt es sich nicht um geführte Touren. Die Teilnehmenden sind teilweise ganz eigenständig unterwegs, ohne die Möglichkeit, dass Ausbildende Einfluss nehmen können. Entsprechendes Können und entsprechende Erfahrung muss im Vorfeld per Tourenbericht nachgewiesen werden. Aus Sicht der Sektionen werden keine fixen Teams ausgewählt, sondern sind offen für alle, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Bei der Auswahl der Teilnehmenden wird Alter und Geschlecht berücksichtigt. In der Regel sind es nur vier Teilnehmende, damit der Bergführer das Geschehen im anspruchsvollen Klettergelände überblicken kann und die Gruppe nicht zu träge ist. Bei gewissen Camps (z. B. Skibergsteigen oder Camps im weniger kritischen Gelände) sind mehr Teilnehmende möglich.

STRUKTUR

Die Sektionen sind für die Verantwortung der Maßnahme, die Auswahl und die Finanzierung zuständig, der Bergführer für die fachliche, didaktische Leitung und das Organisieren und Durchführen der Camps. Die Kosten für den Bergführer teilen sich die Sektionen als Veranstalter hälftig.

Teilnehmervoraussetzung (Eckpunkte der Sektionen)

1. Fachliche Qualifikation

Die Anwärter weisen ihre Fähigkeiten in den Disziplinen Bergsteigen, Hochtouren, Klettern, Skitouren durch Tourenbuch oder im Vorgespräch nach.

2. Motivation

Die Anwärter schildern im persönlichen Gespräch, mit welchen Zielen sie dieses Camp besuchen möchten. Dabei werden auch soziale Kompetenzen betrachtet.

3. Bindung zur Sektion

Die Anwärter bringen sich in der Sektion ein z.B. als Jugendleiter, Fachübungsleiter, Tourenleitungen, ehrenamtliche Helfer bei Sektionsveranstaltungen oder sonstiger verantwortungsvoller Aufgaben.

AKTUELLER STAND (2025)

Bisher durchgeführte Maßnahmen mit i.d.R. vier Teilnehmenden der Sektionen Reutlingen und Tübingen: Alpinklettern mit den Inhalten Materialkunde und Sicherungstechnik z.B. Wildhuser Schafbergkante im Schweizer Alpstein (12SL bis 6a), Überschreitung der acht Kreuzberge. Eisklettern im Sertigtal mit Eisfällen bis WI 5- und Winterbergsteigen am Rubihorn, Drytooling in der Starzlachklamm und der Winterbegehung der Haffroute in der Aggenstein Nordwand.

WEITERE AKTIVITÄTEN:

Zu den weiteren Camps:

• Alpiner Fels, Neue Reutlinger Hütte (ggf. Ausweichziel), September 25

• Eisklettern in den Dolomiten, 18.-21.12.25

• 4 Tage Skihochtouren-Durchquerung Silvretta im März 2026

Bewerbungen aus der Sektion sind ausdrücklich erwünscht!

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BOULDER-KULT

Das „RÄUMLE“ ist die kultige Boulderanlage der DAV-Sektion Reutlingen mit ca.300 qm Kletterfläche im Dachgeschoss eines ehemaligen Kasernengebäudes in der Ringelbachstr. 195/042 3.OG. Geöffnet von September bis April (außerhalb der Schulferien) immer Mo bis Fr von 18:30-21:30 Uhr.

Die Nutzung ist für Sektionsmitglieder auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Den Schlüssel gibt es gegen Kaution von 50,- €, DAV-Ausweis, Angabe einer Mobiltelefonnummer und Rückgabe noch am selben Tag bei: Canadian Husky, Wilhemstraße 18 oder im Kletterzentrum Reutlingen. Gruppenveranstaltungen müssen rechtzeitig bei Arnold Kaltwasser angemeldet werden!

Eintrittspreise / Tageseintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: 1,- €

Junioren bis 27 Jahre: 4,- € Erwachsene ab 28 Jahren: 6,- €

Ansprechpartner

Armin Gufler: 0176-39337461

Arnold Kaltwasser: 0170-2393883, arnold.kaltwasser@dav-reutlingen.de www.dav-reutlingen.de

ZWISCHEN ALBFELSEN UND ANDEN:

Hannes Tegethoffs Weg in die Elite des Bergsteigens

Das Interview mit Hannes Tegethoff hat Arnold Kaltwasser geführt.

Hallo Hannes, du warst jetzt quasi drei Jahre im Expeditionskader und wir konnten auch im Reutlinger Alpinist es teilweise verfolgen. Jetzt seid ihr alle wieder von eurer Abschlussexpedition zurückgekommen. Erlaube uns ein paar Fragen zu deiner Zeit im Expeditionskader des Deutschen Alpenvereins… quasi der Nationalmannschaft des Bergsteigens.

Was hat dich bewogen dich beim Expeditionskader vor drei Jahren zu bewerben? Wie war dein Weg dorthin? Angefangen hat alles in der Jugendgruppe der Bergwacht Pfullingen. Gemeinsam kletterten wir oft an den Felsen der Reutlinger und Uracher Alb. Durch zwei Alpinkletter-Nachwuchscamps mit Fritz Miller lernte ich neue Kletterpartner kennen, und das Klettern nahm immer mehr Raum in meinem Leben ein. Den Expedkader verfolge ich seit 2016 und war stets fasziniert von den Jungs, die daran teilnehmen durften. Eine gescheiterte Bewerbung für den vorherigen Kader und, drei Jahre später, die Einladung zur Sichtung für den Expedkader 2023–2025 bilden die Ausgangssituation für die vergangenen zweieinhalb Jahre.

Welche bergsteigerischen Fähigkeiten konntest du in der Zeit verbessern? Fähigkeiten wie etwa ein besserer Kletterer zu werden standen im Ausbildungsprogramm gar nicht im Vordergrund. Vielmehr wurden uns Fertigkeiten vermittelt, die es uns ermöglichen, sicher und effizient in den Bergen unterwegs zu sein. Doch gerade, weil wir im Winter viel im kombinierten Gelände unterwegs waren, habe ich mich auch dort spürbar verbessert.

Was war dein Highlight in der Zeit?

Es ist schwer, sich auf eine einzige Sache festzulegen. Jedes Jahr waren wir etwa fünf Wochen gemeinsam unterwegs und haben dabei unglaublich viele Einblicke in die unterschiedlichen Spielarten des Alpinismus erhalten. Highlights gab es zahlreiche, doch besonders im Gedächtnis geblieben sind mir das Technoklettern mit Robert Jasper und Jörn Heller, der Lawinenlehrgang mit Andreas Thomann sowie das Winterbergsteigen im Adamello. Am schönsten ist es jedoch, so viele Gleichgesinnte kennengelernt zu haben.

Auf welche Rückschläge in der Zeit hättet ihr lieber verzichtet?

Ein Kadermitglied hat sich Anfang des Jahres aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Das war sehr schade und hat im Team definitiv eine spürbare Lücke hinterlassen.

Interview mit Hannes Tegethoff Einmal mehr hat ein Sektionsmitglied den Weg in den Expeditionskader des DAV gefunden. Hannes kam 2013, also vor mehr als zehn Jahren über eine Integrative Klettergruppe in unsere Jugendgruppe und ist seitdem Mitglied der Sektion. Er ist aktives Mitglied der Bergwacht Pfullingen und einer der „Schließer“ vom Räumle in der ehemaligen Ypernkaserne, dem Boulderraum der Sektion. Seine Kletterleidenschaft verbindet der studierte Forstwirt mit seinem Beruf als Baumpfleger.

Warum konntet ihr nicht wie geplant nach Nepal reisen, sondern musstet nach Patagonien ausweichen?

Die Planung für Nepal stand und alles war organisiert. Die entlegene Changla Region im Westen Nepals, mit selten oder noch gar nicht bestiegenen Fünf- und Sechstausendern und vielen potenziellen Linien für Erstbegehungen war das Ziel unserer Expedition. Doch dann kam alles anders. Anfang September eskalierten zunächst friedliche Proteste der jungen Generation gegen das politische System und die alten Eliten. Das Regierungsviertel brannte, Militär und Polizei nutzten scharfe Munition. 72 Menschen starben, über Zweitausend wurden verletzt. Das Land steht Kopf. Und wir stehen vor den Fragen: Wie geht’s mit unserer Expedition im Oktober weiter? Können wir nach Nepal reisen? Die verantwortlichen Personen beim DAV zogen die Reißleine. Uns blieben eineinhalb Wochen Zeit um ein neues Ziel zu planen. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf Patagonien.

Welche Ziele hast du für deine weitere Zukunft im Bergsport?

Von allen Disziplinen des Bergsports macht mir das Felsklettern am meisten Spaß, und ich denke, dass ich auch in den kommenden Jahren meinen Schwerpunkt darauflegen werde. Außerdem würde ich gerne noch Gleitschirmfliegen lernen.

Die Sektion Reutlingen hat mit der Sektion Tübingen gemeinsam ein Nachwuchsprogramm entwickelt für junge Bergsteiger*innen. Hätte dir dies den Einstieg erleichtert oder geholfen, wenn es das zu deiner Zeit auch schon gegeben hätte? Klar, so ein Programm hilft echt weiter. Mit erfahrenen Leuten in einer festen Gruppe lernt man einfach schneller, und man hat direkt potenzielle Partner an der Hand, die hoffentlich genauso Bock auf klettern und bergsteigen haben wie man selbst.

Gibt es etwas was du zukünftigen Bewerbern empfehlen würdest?

Einfach mal bewerben und schauen, was passiert. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, hat man ja drei Jahre Zeit, sich weiterzuentwickeln und es einfach nochmal zu versuchen –ich spreche da aus Erfahrung. Letztlich sind alles nur Menschen, und der Kontakt zum Sebi, unserem Trainer, war immer sehr freundlich und unkompliziert.

Vielen Dank Hannes für deine Zeit und weiterhin unfallfreie schöne Momente in den Bergen wünschen wir dir als Sektion Reutlingen.

PARA CLIMBING

beim DAV Reutlingen

Interview mit der blinden Sportlerin Alara

Alara trainiert seit September 2024 in einer Klettergruppe beim DAV Reutlingen. Dabei wurde sie sowohl vom Trainerteam als auch der Klettergruppe offen aufgenommen und fühlt sich sehr wohl.

In dem nun folgenden Interview wird Alara von eigenen Klettererlebnissen, von Herausforderungen, Vorbildern und einem Wunsch für die Zukunft erzählen.

Kolja: Alara, schön, dass du dich bereit erklärt hast, dieses Interview mit mir zu führen. Willst du dich vielleicht kurz vorstellen und uns sagen, wie du zum Klettern und zum DAV Reutlingen gekommen bist?

Alara: Ich heiße Alara und bin 15 Jahre alt. Ich sehe fast gar nichts. Ich bin über die Schule zum Klettern gekommen. Wir hatten dort eine AG und die war dann nach einem Schuljahr vorbei. Es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht. Dann hat mein Papa einfach mal hier in der Halle angerufen und so bin ich zu der Gruppe gekommen. Hier wurde ich sehr herzlich aufgenommen.

Kolja: War die Schul-AG auch hier in der Halle?

Alara: Nein, die war in Stuttgart auf der Waldau, weil wir dort am besten hingekommen sind.

Kolja: Welche Ziele verfolgst du beim Klettern und wie können wir Trainer und die anderen Teilnehmer dich dabei unterstützen?

Alara: Mein Ziel ist es steilere Wände zu klettern. Aber auch kleinere Griffe und Tritte möchte ich benutzen können. Ich werde schon sehr gut von den anderen unterstützt und hoffe, dass es so bleibt. Sie helfen mir z. B. bei mir unbekannten Wänden die Griffe und Tritte zu finden. Aber ich suche auch gerne mit meinen Händen den nächsten Griff.

Kolja: Welche Herausforderungen hast du, wenn du dienstagabends in der Kletterhalle kletterst?

Alara: Die Herausforderung ist für mich, dass ich ab einer bestimmten Höhe der Wand und einem hohen Geräuschpegel die sichernde Person nicht mehr hören kann. Insbesondere in schweren Stellen stellt mich das vor eine große Aufgabe selbst die Lösung für die Kletterstelle zu finden.

Kolja: Jetzt haben wir bislang nur über das Klettern gesprochen, aber zum Sportklettern gehört ja auch das gegenseitige Sichern. Sicherst du deine Mitkletterer aus der Gruppe und wie läuft das speziell ab? Ich stelle mir das herausfordernd vor, da wir Kletterer ja angefangen beim Partnercheck und später auch beim Sichern an sich viel mit den Augen arbeiten.

Alara: Ich sichere fast immer auch die anderen. Bei mir ist es dann so, dass immer jemand, also ein anderer Teilnehmer oder meine Trainer danebenstehen und den „Schutzengel“ (Person die hintersichert) machen. Beim Knoten z.B. ist es so, dass ich mit der Hand fühlen kann, ob er richtig gebunden ist.

Kolja: In Vorbereitung für dieses Gespräch bin ich im Internet auf ein Video gestoßen, bei dem eine professionelle blinde ParaClimbing-Athletin aus den USA erklärt, dass ihr eine Callerin die Grifffolge ansagt. Würde Dir eine solche Klettertaktik auch etwas bringen oder probierst du gerne selbst aus?

Alara: Ja, ich würde das auch gerne einmal ausprobieren und bin da sehr offen für. Wir haben es auch schon ein- oder zweimal ausprobiert. Da ist dann eine andere Teilnehmerin neben mir geklettert und hat mir quasi direkt die Griffe und Tritte angesagt. Das hat mir auch enorm geholfen. Aus dem Video z.B. habe ich auch gehört, dass die Athletin ein technisches Gerät dabei hat über die sie die „Calls“ von unten über ein Headset bekommen hat. Das finde ich auch sehr spannend und würde so etwas gerne mal ausprobieren.

Kolja: Vielleicht hast du es ja schon gehört, dass Para-Climbing bei den paralympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles erstmals mit mehreren Medaillensätzen vertreten ist. Hast du schon einmal von Para-Climbing gehört und würdest du vielleicht gerne mal selbst an einem Event teilnehmen?

Alara: Ja, ich habe schon viel davon gehört und würde gerne mal an einen Wettkampf mitmachen. Ich habe ja auch schon einmal am Vertical-Junior-Jam mitgemacht. Dort bin ich auch sechs Routen geklettert. Mich würde es aber auch sehr reizen, mal an einem Wettkampf mit anderen Blinden teilzunehmen. Das ist ein besonderes Ziel von mir.

Kolja: Verfolgst du das Para-Climbing aktiv und hast vielleicht auch ein spezielles Vorbild?

Alara: Mein absolutes Vorbild ist Luisa Gruber. Die ist eine deutsche Athletin und ich finde es besonders toll zu sehen, wie sie die Wettkämpfe bestreitet und sich dafür warm macht. Mich würde auch sehr interessieren, wie Luisa trainiert, damit ich vielleicht auch von ihr spezielle Tipps dazu bekommen könnte.

Kolja: Vielen Dank für deine sehr offene Art und die Beantwortung der Fragen. Ich hoffe wir können damit unseren Mitgliedern in der Sektion zeigen, welche Arbeit in der Kletterhalle sowohl von Sportler*innen- als auch von Trainer*innenseite geleistet wird.

Das Interview wurde von Kolja Goedicke in Zusammenarbeit mit den Trainern von Alara, Uwe Seitz, Anna Rauch, Dominik Kleinknecht und Lukas Blocher durchgeführt. Mein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden für euren Einsatz.

IM „MÄRCHENWALD“

DER VOGESEN

Drei sehr schöne Tage verbrachten wir am langen Wochenende des 3. Oktober in den Vogesen. Wir: eine vergnügte, bunt gemischte Gruppe unter fachkundiger Leitung von Dorothee und Klaus. Die Wetteraussichten waren durchwachsen, aber an unserem ersten Tag blieb es trocken und immer wieder kam die Sonne durch. Schon die Anfahrt durch den Schwarzwald über die Schwarzwaldhochstraße war ein Genuss! Die erste Wanderung führte uns durch die Nideckschlucht zum 25 m hohen Wasserfall, vorbei an der Burgruine Nideck, die wegen Einsturzgefahr im Inneren geschlossen war, zum sagenumwobenen Schneeberg. Immer wieder wurden wir vom rauschenden Bach begleitet, der mit seiner Melodie zur Entschleunigung beitrug. Bei den vielen Grünschattierungen des schon leicht herbstlich gefärbten Waldes fiel häufig der Begriff „Waldbaden“. Eindrucksvoll waren auch die vielen senkrechten Felswände aus Quarzporphyr - die moderne Bezeichnung ist Rhyolith - einem vulkanischen Gestein, eher ungewöhnlich in den nördlichen Vogesen, in denen der Buntsandstein vorherrscht. Auf dem Gipfel angekommen, bestaunten wir die herrliche Aussicht auf die unten liegenden Dörfer, das Rheintal und die Gipfel des Schwarzwalds und fragten uns, was es wohl mit den runden Becken, die auf der Gipfelkuppe verteilt sind, auf sich hat. Unser Hotel, die Hostellerie Saint-Florent in Oberhaslach erwies sich als Glücksgriff. Die Zimmer waren tipptopp, das Personal umsichtig und zuvorkommend und das mehrgängige Menü und das Frühstücksbuffet fantastisch. Es war alles so lecker, dass man den einen oder die andere stöhnen hörte, dass der Ranzen doch ein bisschen spanne.

Zum Odilienberg ging es am nächsten Tag. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir zwei Burgruinen, die beiden Châteaux d‘ Ottrott. Ganz unverhofft bekamen wir eine sehr kompetente Führung eines der Freiwilligen, die sich dort um die Restaurierung kümmern. Der Aufstieg zum Odilienberg verlief durch einen wahren Märchenwald. Wir waren ganz verzaubert von den vielfältigen Felsformationen und den moosüberzogenen Baumstämmen und Steinen. Als es dann anfing zu nieseln und später zu regnen, wurde es gerade zu mystisch. Aber leider auch irgendwann ungemütlich, spätestens als wir über ein freies Feld laufen mussten und dann völlig durchnässt waren. Auf dem Odilienberg schüttete es, und mittlerweile war der Wind in einen Sturm mit heftigen Böen übergegangen, so dass es unmöglich erschien, den Abstieg durch den Wald zu wagen. Mangels Busverbindung und Taxis konnten wir ein sehr nettes junges Ehepaar davon überzeugen, Dorothee und Klaus zu unserem Ausgangspunkt zu fahren. So konnten sie uns danach mit unseren Bussen abholen. Die Gruppe nutzte die Wartezeit, um die Anlage zu besichtigen, insbesondere die warmen Innenräume. Von der großartigen Aussicht war leider nicht viel zu sehen, allerdings gab es einen herrlichen Regenbogen. Am letzten Tag stand eine gemütliche Wanderung von Obernai nach Boersch auf dem Programm, zuerst auf Waldwegen und dann durch die Weinberge. Zum Abschluss kehrten wir in Obernai ein und genossen noch einmal das fröhliche Miteinander, bevor es dann wieder durch den Schwarzwald nach Reutlingen ging. Ganz herzlichen Dank an Dorothee und Klaus für diese wunderbare Tour!

Text: Christine Meschede, Fotos: Jürgen Gassmann und Klaus Lehmann

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HÜTTENWOCHENENDE

der DAV Zwergsteiger

Zum dritten Mal traf sich die DAV-Zwergsteiger-Gruppe zu ihrem traditionellen Hüttenwochenende – diesmal mit sechs Familien, viel guter Laune und einer Portion Abenteuerlust im Gepäck. Am Freitagabend reisten nach und nach alle an der CVJM-Hütte bei Villingen-Schwenningen an, bis sie schließlich voller Kinderlachen war. Zum gemeinsamen Abendessen gab es Nudeln mit Soße – ein Klassiker, der bei Groß und Klein immer gut ankommt. Danach bezogen alle ihre Familienzimmer, und besonders die Stockbetten waren für die Kinder ein echtes Highlight. Der Samstag startete mit einem kräftigenden Frühstück, bevor es hinaus in den „verwunschenen Wald“ ging. Der Regen hatte über Nacht für eine geheimnisvolle Stimmung gesorgt – glitzernde

SKATINGKURS

AUF DEM KNIEBIS

Tropfen auf den Blättern, Nebelschwaden zwischen den Bäumen und kleine Pfützen, die wie gemacht waren für neugierige Zwergsteiger-Stiefel. Auf der rund vier Kilometer langen Wanderung wurde jedes Kind von seiner Paw-Patrol-Figur begleitet, die selbstverständlich überall half – ob beim Balancieren über Baumstämme oder beim Finden des richtigen Wegs. Matschhosen waren unverzichtbar, und auch die gefundenen sowie mitgebrachten Wanderstöcke kamen fleißig zum Einsatz. Natürlich durften auch die Vesperdosen nicht fehlen, denn am Ende der Tour wartete eine wohlverdiente Pause auf einem Spielplatz. Dieser war zwar zum Teil gesperrt, doch die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß. Auf dem Rückweg zur Hütte nutzten die Kinder die Autofahrt für einen Mittagsschlaf, während einige Erwachsene noch schnell einkaufen gingen, um alles für den Nachmittagskaffee mit Kuchen vorzubereiten. So wurde neue Energie für die nächste Spielrunde im und ums Haus getankt. Abends wartete ein kulinarisches Highlight: schwäbische Lasagne – Maultaschen mit Tomatensauce, überbacken mit Käse. Am Sonntagmorgen hieß es dann: Großputz! Gemeinsam wurde gefegt, gespült und gepackt – wie immer mit viel Teamgeist und guter Stimmung. Danach folgte die Abreise mit müden, aber glücklichen Gesichtern und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck. Ein Teil der Gruppe besuchte auf dem Heimweg noch den Streichelzoo mit Spielplatz, bevor es endgültig nach Hause ging. Schon jetzt freuen sich alle auf das nächste Zwergsteiger-Hüttenwochenende!

Text: Heike Nagel, Foto: Martina Hermann

Was lange währt, wird endlich gut ... - denn am 22.Februar 2025 passte endlich alles zusammen für unseren „heimatnahen“ Skating Kurs für Fortgeschrittene: 4 motivierte Teilnehmer, 2 Kursleiter und ... Schnee auf dem Kniebis!

Der Weg dahin war steinig (die Loipe dann Gott sei Dank nicht): auf Grund nicht ausreichend guter Loipenbedingungen hatten mehrere Kurstermine im Vorfeld ausfallen müssen, ein Kurs auf der Alb war leider gar nicht möglich.

Umso mehr freuten wir uns nun über den tollen winterlichen Tag bei besten Bedingungen! Die Motivation war bei allen groß, so dass wir nach einem ausgiebigen Aufwärmprogramm im „Stadion“ zur ersten Kurseinheit starten konnten. Auf dem Programm standen das Verbessern des Gleitens und des Abdruckes sowie geländeangepasste Lauftechniken. Zur Mittagspause konnten wir in der gemütlichen Hütte am Stadion einkehren, uns aufwärmen und mit Maultaschen und Kartoffelsalat die Batterien laden. Am Nachmittag legten wir einen besonderen Fokus auf das Laufen an Anstiegen und gaben individuelle Techniktipps mittels Videoanalyse. Zum Ausklang liefen wir dann gemeinsam die „Nachtloipe“ bei Tageslicht und wendeten die gelernten Techniken an.

Platt, zufrieden und mit ein paar Hausaufgaben im Gepäck traten wir die Heimreise an. Ein Zwischenstopp für Kaffee und Kuchen rundete den Tag geschmeidig ab.

Wir freuen uns schon auf zahlreiche Teilnehmer und hoffentlich gute Loipenbedingungen in der kommenden Winter-Saison!

Text, Foto: Iris Mundle

Vor zwei Jahren hatte eine Klasse der Ita WegmanSchule Metzingen erfolgreich eine Ausfahrt auf die

Dieses Jahr sollte die Ausfahrt für alle Kinder und Jugendlichen der Schule möglich sein. Unterstützt wird das Projekt durch die Kooperation Schule – Verein des

Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wurden vorab drei Bedingungen für eine erfolgreiche Teilnahme

Die Teilnehmenden wissen, was Klettern am

Die Teilnehmenden haben eine gemeinsame Übernachtung im Schulhaus erfolgreich durch-

am Paul-Bantlin-Weg

Anfang Juli ging es dann los. Alexander erzählt von sich und dann was er und die anderen Teilnehmenden erlebt haben: Ich gehe auf die Ita Wegman-Schule. Unsere Lehrer*innen reden oft ganz schön viel! Aber es gibt auch nette Lehrerpersonen bei uns, mit denen man gut reden kann. Bei uns kommen die Kinder aus allen Ecken. Manche fahren länger als eine Stunde zur Schule. Ich fahre zum Glück nur 20 Minuten mit dem Fahrrad. Oft fällt es mir schwer, im Unterricht gut mitzumachen, aber damit bin ich nicht allein. Das geht vielen bei uns so. In Mathe und Deutsch lernen wir vielleicht nicht so viel wie an anderen Schulen, aber dafür machen wir andere Sachen: Wir lernen beim Reiten, beim Gärtnern, auf der Blumenwiese oder bei Ausflügen wie dem zur Kaltenberghütte. Davon wollen wir euch jetzt erzählen: Unser Ausflug zur Kaltenberghütte war etwas ganz Besonderes. Wir sind als Schulklasse zusammen gewandert, mit viel Gepäck und ganz schön viel Vorfreude. Manche waren vorher etwas aufgeregt oder sogar ein bisschen besorgt, ob sie das alles schaffen würden. Der Weg war nämlich lang, und einige hatten Angst, dass sie vielleicht nicht mithalten können. Aber dann sind wir gemeinsam losgelaufen – und es ging besser, als viele gedacht haben. Der Aufstieg war anstrengend, aber auch richtig cool. Einige von uns sind vorne mitgelaufen, über Felsen und Schnee, andere hatten kalte und nasse Füße – so kalt, dass Pfützen sich warm anfühlten. Manche fanden die Stille schön, weil es in der Schule oft so laut ist und alle waren am Ende stolz, oben angekommen zu sein. Der zweite Tag war echt toll! Wir waren am See. Das Wasser war sooo kalt – aber es hat total Spaß gemacht darin zu spielen. Einer hat sich sogar getraut, ganz durchzuschwimmen! Wir haben Molche und Frösche gefangen, Steine flitschen lassen und die Sonne auf der Haut gespürt. Später gab es noch eine Wanderung zum schneebedeckten Gipfel. An dem Tag konnte man auch von einem Fels abseilen. Dafür hat man echt viel Mut gebraucht. Wiederum andere entschlossen sich am See zu bleiben oder Gesellschaftsspiele auf der Hütte zu spielen. Abends haben manche von uns noch Spiele gespielt wie „Paleo“ oder „Uno Flip“ – wir haben gelacht, Tee getrunken und den Sonnenuntergang angeschaut. Der Himmel war pink, das war für viele ein ganz besonderer Moment. Die Hütte war sehr gemütlich. Es gab allerdings auch ein paar traurige Momente. Einige von uns hatten Heimweh oder konnten nicht gut schlafen, weil es laut oder kalt war. Doch die Lehrer*innen waren da, haben Geschichten vorgelesen oder Musik abgespielt – das hat geholfen. Beim Abstieg haben wir dann aus der Ferne ein Autorennen gesehen. Wir haben Sportwagen, alte Autos, sogar ein Formel-1-Auto gesehen! Das war das perfekte Finale für unseren Ausflug. Trotz kalter Nächte, Sonnenbrand, lautem Zimmer oder etwas ungewohntem Frühstück (nur Salami mit Schwein an der Wursttheke) war es eine Klassenfahrt, die wir nie vergessen werden. Die Kaltenberghütte war sehr schön. Wir wären gerne länger geblieben. Wir bedanken uns für die schöne Zeit und freuen uns aufs nächste Jahr.

Text, Fotos: Alexander, Finn Höhne und dem Kollegium der IWS

Wandergruppe

WANDERN IM SÜDSCHWARZWALD

Partnerschaftstour SAC Aarau/DAV Reutlingen

Brombeeren schmecken einfach
Blick auf Bernau mit dem Feldberg im Hintergrund

Unterwegs am Hochtalsteig Lebendige Partnerschaft in der Krunkelbachhütte

Eine lebende und lebendige Tradition ist die jährliche Partnerschaftswanderung mit dem DAV Reutlingen Ende August. Dieses Jahr organisierten die Reutlinger einen dreitägigen Anlass im Südschwarzwald.

Nach der herzlichen Begrüßung bei unserer Unterkunft in Bernau wurde am frühen Nachmittag der 1309 m hohe Blößling bestiegen (Wegstrecke 10 Km – 440 Hm – Dauer 3,5 Std.). Auf dieser Talseite gibt es neben der Landwirtschaft mit Kühen auch eine intensive Waldwirtschaft, was sich auch in den durch die hierfür erforderlichen Fahrzeuge verdichteten Böden zeigte. Der Abschluss der Wanderung war die Einkehr in einem Café in Bernau Innerlehen, bei welcher durch uns der Tagesumsatz an Schwarzwälder Torte deutlich gesteigert wurde. Der Vorrat hat nicht ganz gereicht. Am Samstag wurde eine Ganztageswanderung auf dem Bernauer Hochtal Steig (Wegstrecke 16 Km - knapp 700 Hm – Dauer 5-6 Std.) unter die Füße genommen. Es ist eine Rundwanderung durch die für den Südschwarzwald typischen Tannenwälder sowie Weidegebiete, welche durch Trockenlegung von Hochmooren gewonnen wurden. An dem Weg liegen diverse Gipfel, von denen der Blick von den Alpen über die Vogesen, Feldberggebiet bis zum Berg Randen im Kanton Schaffhausen im Osten reicht. Das Wandertempo wurde nicht nur durch Gespräche gebremst. Am Wegrand konnte man sich mit Him- und Brombeeren verköstigen. Zudem gibt es an Stellen mit einer schönen Aussicht Himmelsliegen, welche einem Test unterzogen wurden. Um die Mittagszeit sind wir in der Krunkelbachhütte eingekehrt. Hier gibt es u.a. leckere Eintöpfe. Insbesondere für ihre Gulaschsuppe ist sie hinlänglich bekannt. Am Wanderweg standen immer wieder Informationstafeln auch zur Kulturgeschichte der Gegend. Erwähnenswert ist der Brauch des Scheibenschlagens, bei dem an der hohen oder an der Bauernfastnacht glühende Holzscheiben in das Tal geschossen werden. Im schwäbischalemannischen wird der früher verbreitete Brauch noch heute gepflegt. Allerdings kann es bei Schneemangel zu Landschaftsbränden kommen. Am letzten Tag wurde noch das Herzogenhorn mit seinen 1415 m erwandert (Wegstrecke 9 Km – knapp 500 Hm – Dauer 3 Std.). Es ist der zweithöchste Gipfel des Schwarzwaldes (höchster Gipfel ist der Feldberg mit 1493 m). Aufgrund einer Föhnlage in den Alpen konnte die 360° Rundsicht genossen werden. Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich die sogenannte Schwedenschanze. Diese war Teil einer Verteidigungsanlage im Schwarzwald, welche vom Türken-Louis wegen der Expansionspolitik Ludwigs XIV angelegt wurde. Teile der Anlage waren schon während des 30-jährigen Kriegs vorhanden und dienten der Bevölkerung als Fluchtorte. Da der Bus von Bernau nach St. Blasien nur alle zwei Stunden verkehrt, nutzten Teilnehmer aus der Schweiz die Zeit, dem dortigen Hans-Thoma-Museum einen Besuch abzustatten. Hans Thoma stammte aus Bernau und war ein bedeutender Landschaftsmaler im späten 19. Jahrhundert. Die nächste Partnerschaftstour ist 2026 in der Innerschweiz geplant und wird vom SAC Aarau organisiert. Der Zweite Vorsitzende des DAV Reutlingen Berthold Negwer hat seine Teilnahme mündlich zugesagt und unterstützt ausdrücklich die lebendige Partnerschaft mit dem SAC Aarau. Klaus Lehmann, Herzlichen Dank für die Idee und Organisation in einem tollen Wandergebiet, welches von Aarau relativ gut erreichbar ist. Die Teilnehmer haben alle zu einer angenehmen Atmosphäre beigetragen.

Text: Klaus Jäger (SAC Aarau), Fotos: Werner Stähli, Jürgen Gassner, Klaus Lehmann

Am Kleinen Spießhorn

Wildpferde bei der Lorenzischarte

Die Sarntaler Alpen, eingebettet zwischen Meran und Brixen, mögen nicht die dramatischen Felsformationen der Dolomiten bieten –doch wer dort wandert, wird mit fantastischen Panoramablicken und eindrucksvollen Aussichten auf die westlichen Nachbarn belohnt.

Unsere fünftägige Hüttentour führte über mehrere Gipfel bis auf 2.589 Meter Höhe durch touristisch ruhige Gegenden und vorbei an Südtirols höchstgelegener Wallfahrtskirche. Die achtköpfige Wandergruppe startete am Sonntag in Merklingen. Mit der Bahn ging es reibungslos über Ulm und München bis nach Südtirol. Erst in Italien fiel ein Zug aus, so dass wir mit einstündiger Verspätung die Villanderer Alm erreichten – Ausgangspunkt unserer Rundtour zwischen Sarntal und Eisacktal. Schon beim ersten Anstieg zur Stöfflhütte begeisterte uns der atemberaubende Blick auf die umliegende Bergwelt – von Piz Boè über Langkofel bis zur Rosengartenspitze. Dank der „sanften“ Motivation unseres Wanderleiters erreichten wir die Hütte noch trocken – kurz bevor kräftiger Regen einsetzte. Nach hervorragender Bewirtung machten wir uns am Montagmorgen auf den Weg mit einer Taldurchquerung zum Getrumsee. Der anschließende, steile Aufstieg zum Getrumspitz wurde durch Regen erschwert, weshalb wir danach umplanten: Der Pfad über die Kassianspitze wäre zu riskant gewesen, daher stiegen wir weglos zurück zum See ab und erreichten über einen sicheren Weg das Schutzhaus Latzfonser Kreuz. Gleich daneben thront Südtirols höchstgelegene Wallfahrtskirche. Der Himmel klarte auf, so dass einige von uns noch den nahegelegenen Ritzer erklommen – belohnt von einem überwältigenden Ausblick in der Abendsonne. Am Dienstag begleitete uns strahlender Sonnenschein auf dem Weg zur Radlseehütte – stets mit dem beeindruckenden Dolomitenpanorama im Blick. Unterwegs bestiegen wir die 2.483 Meter hohe Lorenzispitze mit ihrem begeisternden Rundumblick. Um unsere zurückgelassenen Rucksäcke vor einer Herde wilder Pferde zu schützen, musste leider ein tapferer Mitwanderer unten bleiben. Weiter ging es für das obligatorische Gipfelfoto zur Königsangerspitze und danach zur Hütte. Der Regen hielt sich solange zurück und bescherte uns später einen prächtigen Regenbogen.

Am Mittwoch folgte eine vermeintlich wenig spektakuläre Etappe – doch auch sie hatte es in sich: Von der Radlseehütte stiegen wir zum Hundskopf auf, dann ging es über einen wenig begangenen, schmalen und teils felsigen Pfad 700 Höhenmeter abwärts durchs Arzvenntal – eine verwunschene, fast urwaldartige Schlucht. Nach dem Wiederaufstieg zur Ochsenalm machten wir pünktlich mit dem einsetzenden Regen unsere Mittagsrast. Der Weg führte weiter über die Schrüttenseen und die Lorenzischarte zur letzten Unterkunft, der Klausener Hütte. Nach einem besonders reichhaltigen Abendessen sorgte Hüttenwirt Helmut mit seiner Steirischen Harmonika für einen stimmungsvollen Ausklang bei Musik und Gesang. Am letzten Tag ging es nur noch bergab nach Latzfons. Mit dem Bus erreichten wir Brixen, wo uns die italienische Bahn erneut mit einer Verspätung Sorgen bereitete. Bis München holte der Zug zum Glück wieder auf und nach einem Umstieg im Eilschritt trafen wir planmäßig wieder in Merklingen ein. Fazit: Kein Tag ohne Regen – und trotzdem wurden wir nur zweimal etwas nass, was die Stimmung kaum trübte. Nicht alles lief wie geplant, aber wir kamen dank des fachkundigen und vorausschauenden „Händchens“ unserer Wanderleitung immer gut an. Fünf Tage voller beeindruckender Naturerlebnisse, schöner Begegnungen und vieler kleiner Überraschungen – an diese Tour werden wir uns noch lange mit Freude erinnern.

Text: Uli Herbert, Fotos: Teilnehmer

Am Gipfelkreuz der Lorenzispitze
Abstieg von der Getrumspitze im Regen

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WILLIBALD KINZER

ist neuer Fachbereichsleiter Senioren

Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, wir freuen uns sehr, unseren neuen Fachbereichsleiter Willibald Kinzer für den Bereich Senioren vorzustellen. Er bringt eine lebenslange Leidenschaft fürs Wandern und Bergsteigen mit – ideal, um unseren Weg in der aktiven Seniorenphase gemeinsam weiterzugehen. Geboren 1958 in Günzburg, Bayern, ist er beruflich längst im Ruhestand, doch seine Begeisterung für das Unterwegssein ist ungebrochen. Sein Weg führte ihn durchs Holztechnik-Studium, über Auslandserfahrung in der Holzindustrie rund um Elfenbeinküste, Ghana, Kongo und China, schließlich in die IT-Welt als Netzwerkadministrator. Seit Juni 2024 genießt er den Ruhestand – und nutzt ihn, um sich voll dem Thema Wandern und Bergsport zu widmen. Sein persönliches Motto: Aktiv bleiben, die Natur genießen und gemeinsam Freude am Erleben der Berge haben. Im DAV ist er seit 2004 Mitglied der Sektion Reutlingen. Die vielen Jahre und Kurse im DAV – Skitouren mit LVS, Skihochtouren, Klettern, Eis, Eisklettern – haben ihn geprägt und inspiriert. Durch diese Erfahrungen ist es für ihn eine Herzensaufgabe, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben und den Fachbereich Senioren zu übernehmen. Neben dem Wandern liegt ihm auch der Garten am Herzen: Er liebt es, Gemüse anzubauen, zu ernten, zu konservieren und einfach zu genießen. Wir wünschen ihm eine spannende und erfolgreiche Amtszeit. Auf viele gemeinsame Touren, gesellige Hüttenabende und wertvolle Erfahrungen. Herzlich willkommen im Amt und willkommen in unserer Sektion!

MARTIN HAU ist neuer Wanderleiter im Fachbereich Bergwandern

Martin ist 59 Jahre alt und lebt mit seiner Frau Nicole in Metzingen-Neuhausen. Er spielt Tenorhorn im CVJM-Posaunenchor und Gitarre zum eigenen Vergnügen oder zur Begleitung beim Singen auf Wanderausfahrten. In seinem Heimatort treibt er einen Weinberg und ein paar Obstwiesen um. Herzensangelegenheit ist ihm sein ehrenamtliches Engagement in der Kirchengemeinde und im CVJM, wo er auch als Prädikant im Einsatz ist.

Seit 2012 ist Martin Mitglied im DAV Sektion Reutlingen. Sein Hauptinteresse gilt hier im Sommer dem Bergwandern, welches gern auch mal anspruchsvoll sein darf mit etwas Kraxelei. Seine wintersportlichen Interessen liegen beim Alpin-Skifahren und Langlaufen.

Martin ist sehr gerne in der Natur unterwegs, sowohl in der Heimat als auch in den Bergen. Das Wandern in der Gruppe macht ihm umso mehr Freude und er liebt es, den Menschen die Natur zu zeigen und gemeinsam tolle Erlebnisse zu haben.

Sein bisher schönstes Bergerlebnis war seine allererste Hüttentour auf dem Pfunderer Höhenweg im Jahr 2012 mit seiner Frau Nicole. Weitere Highlights waren für ihn die Besteigung des Hochvogels mit einer Gruppe des DAV und die diesjährige Tour im Alpstein zum Säntis, erstmals in Funktion als Wanderleiter. Er möchte sich gerne alpinistisch weiterentwickeln um anspruchsvollere Touren, wie etwa die Regalmwand im Kaisergebirge machen zu können. Wir freuen uns sehr, dass Martin sich im Team Bergwandern engagieren möchte. Wer mit Martin auf Tour gehen möchte, hat in 2026 folgende Möglichkeiten:

27.06.-28.06.26

Panoramatour in den Allgäuer Hochalpen 10.-12.07.2026

Grundkurs Bergwandern

31.08.-01.09.26

Genusswanderung im Naturschutzgebiet Hoher Freschen / Hohe Kugel (Bregenzerwald)

Bergwanderung oder Meeresrauschen?

PEAKS OF THE BALKANS TRAIL - TRAUMHAFTES TREKKING

Das Dreiländereck im Balkan ist ein Juwel. Der Fernwanderweg führt durch das Grenzgebiet von Kosovo, Montenegro und Albanien. Neun Tage wandern wir auf den schönsten Etappen, durch dichte Wälder, über weite Hochebenen umgeben von schroffen Berge. Wir übernachten in landestypischen Hotels, freundlichen Familienpensionen und einmal auf einer Hochalm. Ein Kulturtag im Kosovo mit Besuch des Klosters Visoki Dečani rundet das Programm ab. Technik Kondition

Deutsch sprechende*r Bergwanderführer*in • ab/bis Flughafen Pristina • 3 × Hotel***, 2 × Gästehaus*** jeweils im DZ, 5 × Gästehaus im MBZ, 1 × einfache Berghütte • überwiegend Vollpension • Busfahrten und Besichtigungen lt. Detailprogramm • Gepäcktransport • Versicherungen

12 Tage | 6 – 12 Teilnehmer*innen

EZZ ab € 130,–

Termine: 06.06. | 13.06. | 20.06. | 27.06. | 04.07. | 11.07. |18.07. | 01.08. | 15.08. | 22.08. | 29.08. | 05.09.2026 u.v.m.

Persönliche Beratung: +49 89 642 40-127

Tage

ARS VIVENDI - WANDERN IM CILENTO-NATIONALPARK

Der Cilento-Nationalpark liegt unterhalb der berühmten Amalfiküste. Während unserer Wanderwoche wohnen wir in einem kleinen Vier-Sterne-Hotel in Marina di Camerota. Von hier aus erreichen wir gut die Ausgangspunkte zu unseren Tageswanderungen. Gino, unser Guide, kennt den Cilento-Nationalpark wie seine Westentasche und begleitet uns mit Charme und Leidenschaft zu den schönsten Ecken seiner Heimat. Technik Kondition

Deutsch sprechende*r Bergwanderführer*in • ab/bis Unterkunft in Marina di Camerota • 7 × Agriturismo im DZ • Halbpension • Bus- und Bahnfahrten lt. Detailprogramm • Versicherungen

8 Tage | 2 – 15 Teilnehmer*innen

Termine: 28.03. | 04.04. | 09.05. | 23.05. |26.09.2026 u.v.m.

Persönliche Beratung: +49 89 642 40-135

EZZ ab € 165,–

BALKAN
ITALIEN

DO, 15. JANUAR 2026

Neujahr, Anmeldung erforderlich

 Hans-Jürgen Ehmke, 07123 33176

DO, 19. FEBRUAR 2026

gemütliche Wanderung

 Karin Schneeberger, 07121 9294618

DO, 12. MÄRZ 2026

gemütliche Wanderung

 Bärbel Rummel-Rath, 07121 44346

HINWEISE

Gemütliche Wanderungen

• Treffpunkt für alle gemütlichen Wanderungen ist der Parkplatz an der Kreuzeiche

• Wir treffen uns um 14.00 Uhr, ab November bis einschließlich Februar um 13.30 Uhr

• Teilnahme an allen gemütlichen Wanderungen ohne Anmeldung

• Dauer der gemütlichen Wanderungen ca. 2,5 Std, 6–9 km, anschließende Einkehr in einer Gaststätte

• Für die Mitfahrt bei Fahrgemeinschaften sind pauschal 4 € zu zahlen

DAS PROGRAMM FÜR DAS 1. HALBJAHR 2026

DER SENIOREN IST STARTKLAR

Im ersten Halbjahr erwarten Euch wieder abwechslungsreiche organisierte Wanderungen rund um unsere Heimat. Darunter auch sportliche Touren für all diejenigen, die gerne etwas länger unterwegs sind. Der Fokus bleibt wie immer auf dem, was uns ausmacht: gemeinsam draußen sein, den Kopf freibekommen und eine gute Zeit miteinander verbringen. Wir freuen uns riesig auf viele gut gelaunte Mitwandernde und schöne Naturmomente. Also: Wanderschuhe schnüren, Neugier mitbringen – und los geht’s!

DO, 26. MÄRZ 2026

sportliche Wanderung, Ermstal  Hans-Jürgen Ehmke, 07123 33176

DO, 16. APRIL 2026

gemütliche Wanderung, Bad Urach, Hochbergsteig  Irene Keiter, 07125 9435825

DO, 7. MAI 2026

gemütliche Wanderung, Schloss Einsiedel, Schönbuch  Hans Schäffer, 07127 71809

DO, 11. JUNI 2026

sportliche Wanderung, Höri nach Stein a. Rhein  Hans-Jürgen Ehmke, 07123 33176

DO, 18. JUNI 2026

gemütliche Wanderung  Matthias Schleinzer

Sportliche Wanderungen

• Treffpunkt für alle sportlichen Wanderungen ist der Parkplatz an der Kreuzeiche

• Dauer der sportlichen Wanderungen ca. 3–6 Std, 10–20 km, Rucksackvesper oder Gaststätte

• Für die Mitfahrt bei Fahrgemeinschaften werden die Kosten entsprechend der Entfernung festgelegt

• Weitere Termine für sportliche Wanderungen werden kurzfristig auf der Webseite der DAV Sektion Reutlingen, per E-Mail und im GEA bekanntgegeben

Für alle Termine

Weitere Infos wie Beschreibung, Länge, Dauer der Tour, Anmeldung, alternativer Treffpunkt usw. werden ggf. kurzfristig mitgeteilt. Infos und Absagen werden rechtzeitig auf der Webseite der DAV Sektion Reutlingen, und per E-Mail bekanntgegeben. Termine werden in Kurzform im GEA bekanntgegeben

Witterungsbedingte Absagen können kurzfristig nur per E-Mail erfolgen. Änderungen und Ergänzungen vorbehalten, Stand 22.11.2025

Willibald Kinzer, Komm. Leitung Fachbereich Senioren willibald.kinzer@dav-reutlingen.de

Unsere neue Wandergruppe der aktiven Senioren:

Frisch gegründet und schon gemeinsam unterwegs

Was für ein Auftakt! Am 16.10.2025 trafen sich erstmals über 40 wanderfreudige Seniorinnen und Senioren zum ersten KennenlernNachmittag – und die Energie im Raum war sofort spürbar. Da wurden erste Pläne geschmiedet und natürlich über das gesprochen, was alle verbindet: die Lust aufs gemeinsame Unterwegssein. Also haben sich die Teilnehmenden kurzerhand dazu entschieden, gemeinschaftlich und ganz im Sinne einer lebendigen Selbstverwaltung auf Tour zu gehen. Ab sofort werden sie regelmäßig gemeinsam losziehen. Mal kürzere Touren, mal etwas ausgedehnter – je nachdem, worauf die Gruppe Lust hat. Die aktuellen Termine findet Ihr auf unserer Homepage, damit Ihr problemlos dazustoßen könnt, wenn Euch die Wandersehnsucht packt.

Und wer es besonders bequem haben möchte, trägt sich am besten in den E-Mail-Verteiler ein. Dann flattern alle Ankündigungen, Tourenvorschläge und Infos direkt ins Postfach. Einfach eine kurze Nachricht an senioren@dav-reutlingen.de schicken und darum bitten, aufgenommen zu werden – schon seid ihr immer auf dem Laufenden.

Die neu gegründete Gruppe ist jedenfalls voller Tatendrang und freut sich über alle, die Lust auf frische Luft, gute Gespräche und eine gesellige Wandertruppe haben.

Beratung & Planung

Dach & Fassade

Denkmal & Wartung

Sonderlösungen

TICKETS & INFOS: www.ksk-reutlingen.de/events

Live-Vortrag mit HARALD PHILIPP

Freitag, 6. März 2026, um 19:30 Uhr

Marktplatz 6, Kreissparkasse Reutlingen

06.03.26

FR. 06.03.2026 , 19.30 UHR

Mountainbikevortrag in Kooperation mit der Kreissparkasse Reutlingen

Marktplatz 6, 72764 Reutlingen

LIGURIEN NEU ERFAHREN

Live-Vortrag von Harald Philipp Ein Mountainbike-Abenteuer zwischen Wurzeln und Wandel

Harald Philipp zeigt Ligurien jenseits der Postkartenmotive: ein Mountainbike-Abenteuer vom Mittelmeer in die Alpenkämme. Uralte Maultierwege, offene Grate und neue Biketrails – live erzählt und von sechs Filmsequenzen begleitet. Es geht nicht um Rekorde, sondern um Substanz: um Wege, die verbinden, um Dörfer, die atmen, und um Trailbau, der Zukunft schafft. Harald Philipp steht für Bike-Mountaineering zwischen Grat, Gipfel und fahrbaren Klettersteigen. Ligurien Neu Erfahren ist sein fünfter Live-Vortrag. Seit mehreren Jahren lebt er im ligurischen Hinterland, ist in der Szene verankert und reaktiviert alte Pfade – nah an Landschaft, Menschen und den Fragen einer Region im Wandel. Das E-MTB ist hier kein Dogma, sondern ein Werkzeug. Es öffnet bergauf Singletrails, die sonst geschoben würden, und macht Runden jenseits der üblichen Shuttle-Runs möglich. Wir fahren auf bestehenden, oft vergessenen Pfaden – legal, respektvoll und mit lokaler Kenntnis. Ergebnis: weniger Shuttle, mehr echtes Fahren; technische Kletterpassagen bergauf, konzentrierte Abfahrten bergab.

DAV-Mitglieder erhalten ermäßigte Eintrittspreise (Vorlage des Mitgliedsausweises an der Abendkasse)

TICKETS & INFOS:

ONLINE-Tickets direkt über die Kreissparkasse Reutlingen, Marktplatz 6, erhältlich: www.ksk-reutlingen.de/events

MITGLIEDSBEITR Ä

GE werden am 02.01.2026 eingezogen

Bei Überweisung (betrifft Selbstzahler): Bitte bis 12.01.2026 zuzüglich 5,00 Euro Bearbeitungsgebühr – ohne extra Aufforderung – überweisen.

Zur Wahrung der Solidargemeinschaft unserer Sektion und der satzungsgemäßen Pflicht sehen wir uns veranlasst, die Zahlung des Beitrages mit Nachdruck zu verfolgen.

DIE MITGLIEDSAUSWEISE 2026 WERDEN AB MITTE FEBRUAR 2026 VERSCHICKT. Bis dahin behalten die Ausweise 2025 ihre Gültigkeit.

Gutes Neues Jahr!

Wir wünschen schöne Feiertage!

Öffnungszeiten der DAV-Geschäftsstelle über die Feiertage

Unsere Geschäftsstelle ist von 22.12.2025 bis 12.01.2026 nicht geöffnet. Ab 13.01.2026 sind wir zu den üblichen Öffnungszeiten wieder für Sie da. Diese sind Di + Do von 10.00 - 12.00 und von 14.00 - 18.00 Uhr.

Wir wünschen allen unseren Lesern und Leserinnen geruhsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr.

HINWEIS FÜR WINTERSPORTLER IN ITALIEN

In Italien besteht seit dem 1. November 2025 auf allen Skipisten eine Helmpflicht für alle Wintersportler (Skifahrer, Snowboarder und Rodler), nicht nur für Minderjährige unter 18 Jahren. Ein Helm muss CE-zertifiziert sein und für den Alpinsport zugelassen sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 100 und 150 Euro und möglicherweise der Entzug des Skipasses. Der Deutsche Alpenverein (DAV) empfiehlt generell das Tragen eines Helms zum Schutz vor Kopfverletzungen.

SPORTHAFTPFLICHT SKIFAHREN IN ITALIEN

Außerdem müssen Skifahrer*innen seit 01.01.2022 auf Italiens Skipisten einen Versicherungsnachweis über eine gültige Haftpflichtversicherung mitführen.

In dem Versicherungspaket „Alpiner Sicherheits Service ASS“, das alle DAV-Mitglieder automatisch durch eine Mitgliedschaft beim DAV haben, ist auch eine Sporthaftpflichtversicherung integriert. Die Bestätigung der Dialog Versicherung in deutscher und englischer Sprache, die zusammen mit dem DAV-Mitgliedsausweis und einem Ausweis mit Lichtbild mitgeführt werden sollte, findest Du hier: www.alpenverein.de/files/bestaetigung-sporthaftpflicht-skifahren-italien.pdf

Kleine Füße – große Abenteuer auch

in 2026

2025 war ein Jahr voller kleiner Wunder: matschige Schuhe, fröhliches Gelächter, funkelnde Augen und jede Menge „Schau mal, was ich gefunden hab!“. Unsere beiden Familiengruppen GIPFELSTÜRMER und ZWERGSTEIGER waren Monat für Monat unterwegs, um die Natur zu entdecken – immer mit einer Portion Abenteuerlust im Rucksack.

Bei den monatlichen Treffen haben die Kinder viele Ausflugsziele in der Region entdeckt. Von kindgerechten Wanderungen bis hin zu abwechslungsreichen Erlebnissen war alles dabei, was die Herzen kleiner Entdecker höherschlagen lässt. Ein herzliches Dankeschön an alle Familien, die dieses Jahr so besonders gemacht haben. Wir sind dankbar für all die fröhlichen Stunden, das Miteinander und die neuen Freundschaften, die dieses Jahr entstanden sind. Und das Schönste? Die nächsten Abenteuer warten schon! Neue Familien sind jederzeit eingeladen sich unseren Familiengruppen anzuschließen. Wer Lust auf eine große Portion Spaß, Naturabenteuer und gemeinsame Entdeckungen hat, ist bei uns genau richtig.

Auch im kommenden Jahr sind wieder zahlreiche Abenteuer geplant: Folgende Termine für 2026 stehen bereits fest:

Familiengruppe

Gipfelstürmer

(Familien mit Kindern zwischen 5–8 Jahren)

Ansprechpartnerin: elisa.goedicke@dav-reutlingen.de

SA. 30.01. BIS SO. 01.02.2026: Hüttenwochenende auf der Schwäbischen Alb (Werkmannhaus)

SO. 08.03.2026: Waldputzaktion

SO. 29.03. BIS SA. 04.04.2026

Osterausfahrt Kroatien Fachbereich Klettern

SA. 18.04.2026

Listhof Reutlingen – Vortrag zum Thema Frühlingserwachen, Was passiert in der Natur und bei den Tieren nach dem Winter?

SO. 17.05.2026

Klettersteig im Schwarzwald mit Option zu Zelten

SO. 14.06.2026

Wanderung auf der Schwäbischen Alb

SO. 05.07.2026

Felsklettern auf der Schwäbischen Alb

DO. 30.07. - SO. 02.08.2026 Hüttenwochenende in den Bergen

SO. 13.09.2026 Fahrradtour

SO. 04.10.2026

Wanderung auf der Schwäbischen Alb

SA. 07.11.2026

Fackelwanderung

SO. 22.11.2026

Jahresplanungstreffen für 2027

SO. 06.12.2026 Jahresausklang

Familiengruppe

Zwergsteiger

(Familien mit Kindern 0 – 3 Jahre)

Ansprechpartnerin: anja.bachmeir@dav-reutlingen.de

Die Termine der ZWERGSTEIGER für das Jahr 2026 stehen fest, die Ausflugsziele und detaillierten Tourbeschreibungen werden zeitnah auf unserer Homepage bekanntgegeben.

SO. 25.01.2026

SA. 28.02.2026

SO. 22.03.2026

SA. 25.04.2026

SO. 10.05.2026

SO. 28.06.2026

SA. 25.07.2026

SO. 30.08.2026

SA. 26.09.2026

SO. 25.10.2026

SA. 21.11.2026

SO. 13.12.2026

„Ich hol mir die Albsonne ins Haus!“ Dodokay

EHRUNGSABEND

IM JAHNHAUS PFULLINGEN

Am Freitag, den 24. Oktober 2025, fand im Jahnhaus Pfullingen der Ehrungsabend der DAV Sektion Reutlingen statt. Insgesamt wurden 34 anwesende Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. Es war ein Abend, der Dank, Gemeinschaft und gelebte Vereinskultur in den Mittelpunkt rückte. Durch den Abend führte Schriftführerin Stefanie Stein. Mit einer gelungenen Mischung aus Charme, Wertschätzung und persönlicher Würdigung moderierte sie durch den Abend und sorgte so für eine warme, festliche Atmosphäre. Die Jubilare erhielten ihre Ehrennadel als Dankeschön für ihre langjährige Mitgliedschaft beim DAV.

Als weitere Vereinsvertreter waren außerdem Amrei Eckhardt (Geschäftsführerin), Maximilian Zwickel (Assistent), Lothar Etter (Ehrenrat) und Ehrenmitglied Arnold Kaltwasser anwesend. Sie gratulierten den Jubilarinnen und Jubilaren herzlich und brachten den Dank des gesamten Vereins zum Ausdruck. Ein besonderes Highlight des Abends war die Vorstellung von Willibald Kinzer als neuer Fachbereichsleiter Senioren. Kinzer bringt eine langjährige Erfahrung im Bergsport und in der Tourenarbeit mit und hat sich bereits in verantwortungsvollen Positionen engagiert. In seiner Funktion wird er künftig die Vertretung der Seniorinnen und Senioren in der Sektion

übernehmen, deren Belange vertreten und die Organisation entsprechender Aktivitäten weiter vorantreiben.

Zusätzlich zu den offiziellen Ehrungen gab es ein leckeres, kalt-warmes Buffet mit diversen Salaten, knackigen Köstlichkeiten und weiteren Delikatessen. Die Gäste nutzten den Abend zu angeregten Gesprächen und zum Austausch von Erinnerungen an gemeinsame Touren innerhalb der Gemeinschaft. Kurz gesagt war der Ehrungsabend ein gelungener Abend voller Erinnerungen, Begegnungen und gelebter Vereinskultur.

Fotos: Amrei Eckhardt

Jubilar für 75 Jahre Mitgliedschaft: Ernst Dieter Zweigle
Die Jubilare für 50 Jahre Mitgliedschaft
Claus Akermann, Eberhard Ankele, Thomas Friederich, Johann Koch, Fritz Ulrich List, Klaus Schäfer, Horst Schweizer, Dr. Karl-Heinz Spohn, Manfred Weimer, Claus Weiss, Rolf Winterle
Jubilare für 60 Jahre Mitgliedschaft:
Matthias Fiola, Heidemarie Kühnle, Ulrich Wolf
Jubilare für 70 Jahre Mitgliedschaft:
Armin Kühner, Heidi Kuhn, Gerhard Keppler

75 JAHRE

Wilhelm August Bock

Eberhard Fuchslocher

Dr. Walter Merz

Frau Ursula Wohlfarth

Hans Kärcher

Gerhard Keppler

Armin Kühner

Heidi Kuhn

Walter Kuhn

Dieter Kutzner

Ernst Dieter Zweigle

70 JAHRE

Sonja Müller

Dieter Stoehr

Werner Streich

60 JAHRE

Matthias Fiola

Heidemarie Kühnle

Margret Leippert

Irene Röhm

Klaus Schäfer

Karin Schäfer-Rückl Guenter Schilling

Peter Sprunk

Lutz Woerz

Ulrich Wolf

50 JAHRE

Claus Akermann

Eberhard Ankele

Beatrice Bantlin-Müller

Marianne Beutel

Elvira Fesseler

Dr. Johannes Freuden-

mann

Hans-Peter Freytag

Sigrid Freytag

Thomas Friederich

Sybille Hermann

Manfred Holder

Johann Koch

Wolfgang Kocher

Fritz Ulrich List

Edgar Luckert

Peter Mollenkopf

Ulrich Rempfer

40 JAHRE

Wolfgang Abele

Peter Armbruster

Heinz-Jürgen Arnold

Reinhold Beck

Ulrike Benz

Helga Bez

Theo Bez

Volker Bez

Claus Peter Bigler

Christa Ehlert

Harald Ehlert

Gerd Haist

Anton Heinzelmann

Christl Heiss

Günther Heiss

Susanne Reusch

Klaus Schäfer

Susanne Schäfer

Erich Schaich

Theo Schaich

Horst Schweizer

Matthias Spitzner

Dr. Karl-Heinz Spohn

Hans Stiefel

Reiner Ulmer

Manfred Weimer

Claus Weiss

Rolf Winterle

Joachim Wolf

Waltraut Wolf

Dietmar Arndt

Jutta Arndt

Klaus Ausländer

Regina Ausländer

Sandra Bachmann

Dr. Ralf Banning

Martin Biedermann

Benjamin Blank

Felix Braun

Peter Braun

Elfriede Braunger

Hans Braunger

Johannes Bulling

Susanne Bunz

Yvonne Dalferth

Andreas Deibler

Ewald Ebinger

Artur Ehni

Annkatrin Enssle

Sebastian Enssle

Frank Eysselein

Marcel Jan Fischer

Klaus Freudemann

Mike Goutrie

Friedrich Gronbach

Timo Hartter

Frank Hengstler

Bernd Mann

Heiner Hipp

Herbert Hoehn

Katharina Huonker

Hans Christof Kern

Steffen Lautenschlager

Sabine Lebram

Franz Mattes

Thomas Müller

Ute Müller

Michael Raiser

Volker Rau

Fridl Reiff

Heinz Reiff

Elisabeth Roth

Gerd Schneider

25 JAHRE

Georg Hess

Christian Hohloch

Marc Hohloch

Andrea Hummel

Theo Hummel

Heike Jacoby-Schäfer

Alexander Josephy

Eva Josephy

Gerhard Josephy

Holger Josephy

Thomas Josephy

Achim Kaltenmark

Fritz Keppler

Steffen Kern

Renate Kolesch

Hans Kreutzer

Maren Kreutzer-Maljutin

Armin Kull

Petra Kutschal

Walter Kutschal

Sonja Langenbucher

Stefan Losch

Prof. Angela Maier

Theresa Maier

Thomas Makowski

Fritz Miller

Ralph Neudert

Gregor Petermann

Dieter Sigler

Joachim Sommer

Christel Stein

Detlef Stein

Ellen Steiner

Werner Stiefel

Jürgen Straub

Adelheid Tröster

Hartmut Tröster

Patrick von Haefen

Uwe Jürgen Wagner

Ulrich Wannenwetsch

Herr Jörg Weiblen

Dagmar Weiß

Helmut Potritt

Thomas Puchta

Rainer Rehm

Anton Rein

Tabea Riehle

Tobias Riehle

Marika Rösch

Johannes Sautter

Martin Schmid

Wolfgang Schmid

Hans Schmidt

Anja Schnizler

Christoph Schnizler

Manuel Schöllkopf

Christian Schrade

Silvia Schrade

Martina Schubert

Annemarie Schucker

Johannes Schucker

Matthias Schucker

Tobias Schucker

Jan Schweikhardt

Andrea Seeberger

Frank Simmerl

Moritz Steinhilber

Tobias Woll

ZWISCHEN BERGEN UND BÜRO:

WIR SUCHEN UNTERSTÜTZUNG.

Wir suchen ab sofort oder später eine/n Mitarbeiter*in für Buchhaltung und (Mitglieder)- Verwaltung (m/w/d), Stellenumfang 60 %

Wir sind eine moderne, digital orientierte Verwaltung. Besonders wichtig ist uns eine Person, die zuverlässig arbeitet und gerne im Team wirkt.

Die Sektion Reutlingen des Deutschen Alpenverein e.V. ist mit mehr als 11.000 Mitgliedern der größte Sportverein im Landkreis Reutlingen. Von bequemen Bergwanderungen in den Mittelgebirgen und im Alpenraum bis zu anspruchsvolleren Touren im Hochgebirge, Skibergsteigen, Skialpin, Nordic und Mountainbiken bieten wir allen alpinsportlich Interessierten eine vielseitige Grundlage für ihre bergsportlichen Unternehmungen. Allen Klettersportbegeisterten steht das DAV-Kletterzentrum in Reutlingen mit einer Kletterfläche von 2.250 m² und einer Kletterhöhe von siebzehn Metern ganzjährig zur Nutzung offen. Darüber hinaus bewirtschaftet die Sektion zwei Hütten in Vorarlberg und kümmert sich ehrenamtlich um die Hütteninstandhaltung und Wegearbeiten.

Aufgaben:

• Verbuchung von Eingangs- und Ausgangsrechnungen

• Vorbereitung von Zahlungsläufen

• Unterstützung bei Monats- und Jahresabschlüssen

• Verwaltungs- und Sekretariatsaufgaben

• Pflege digitaler und physischer Ablagen

• Mitarbeit bei der Digitalisierung von Prozessen

Profil:

• Kaufmännische Ausbildung oder gleichwertig

• Freude und Geschick beim Umgang mit Menschen

• Erfahrung in Buchhaltung/Verwaltung

• Sehr guter Umgang mit MS Office (Excel)

• Erfahrung mit Buchhaltungssoftware

• Strukturierte, selbstständige und lösungsorientierte Arbeitsweise

• Ausgeprägte Teamfähigkeit

Wir bieten:

• Vielseitiges Aufgabengebiet mit Eigenverantwortung

• Flexible Arbeitszeiten (60 %)

• Homeoffice nach Absprache

• Moderne digitale Arbeitsumgebung

• Eine steile Lernkurve

Bewerbung an: bewerbung@dav-reutlingen.de Bewerbungsschluss: 15. Januar 2026

Für Auskünfte vorab steht Ihnen unsere Geschäftsführerin Frau Amrei Eckhardt telefonisch unter Tel. 07121 14486-10 zur Verfügung.

In unserer Reisebuchabteilung finden Sie eine große Auswahl an Reiseliteratur:

Urlaubs- und Wanderführer

Detaillierte Rad- und Wanderkarten

Schöne Bildbände

Spannende Reiseberichte

Reutlingen, Wilhelmstr. 64 Mo – Sa 09:30 bis 19:00 Uhr

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Heizungen

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KLIMAFORUM

DIE LETZTE KAPELLE

AUS EIS

WIE DER WATZMANN

EINES SEINER WUNDER VERLIERT

Am Rande des Schneefeldes öffnete sich ein schwarzer Schlund, aus dem Schmelzwasser mit der Warnung herausströmte, sich fernzuhalten und sich nicht unter die Eismassen zu begeben. Doch ein kühler Wind umwehte das Gesicht und flüsterte ein Versprechen von erfrischendem Abenteuer ins Ohr, dem viele nicht widerstehen konnten. Aller Vernunft zum Trotz schritten Alpinisten von der warmen Sommerwelt in die kühle Eishöhle. Erfüllt von ehrfürchtigem Staunen gegenüber des weiß-bläulich schimmernden, wabenartig gemusterten Gewölbe, fühlte man sich wie in einem sakralen Gebäude. Eine Kapelle aus Eis.

Die „Eiskapelle“ grenzte wirklich an ein kleines Wunder. Das Firneisfeld liegt auf nur 900 Höhenmetern am Fuße des Watzmanns und ist damit das tiefstgelegene permanente Firneisvorkommen der deutschen Alpen. Seine Beständigkeit hat das Eisfeld den reichlichen Lawinen aus der steilen Ostwand zu verdanken, die es seit Jahrhunderten im Winter nährt. Im Sommer sorgen Fallwinde für eisige Luft, stabilisieren das Eis und begünstigen die Aushöhlung durch Schmelzwasser. Bereits im 18. Jahrhundert war die Eiskapelle ein beliebtes Ausflugsziel und zog auch Alexander von Humboldt in ihren Bann. Bis in die 1950er Jahre galt der Firn noch als Gletscher und konnte bis in die 70er Jahre zum sommerlichen Skifahren genutzt werden.

Im Juli 2021 spannt sich das Gewölbe der Eiskapelle noch über mutige Wanderer.

Das Eisfeld ist kaum mehr zu sehen und von der Eiskapelle steht nur noch ein Eisbogen.

Die Abnahme der Schneedecke wurde, wie überall in den Alpen, auch an der Eiskapelle beobachtet und ein Verlust des Naturdenkmals war unausweichlich. Dennoch hatte niemand erwartet, dass das Ende der Eiskapelle ganz so bald bevorstünde. Durch den Klimawandel bedingte, längere und intensivere Wärmeperioden haben den Firnkörper insbesondere in den letzten sechs Jahren so weit geschwächt, dass er bereits im vergangenen September in sich zusammenbrach und von der Kapelle nur ein Eisbogen übrigblieb. Sie folgt damit dem Schicksal der Eiskapelle am Wieserhörndl südöstlich von Salzburg, die eine ähnliche geologische Lage hatte, seit 2023 allerdings frei von Firn ist.

Ob sich in den kommenden Jahren nochmal eine Eiskapelle am Watzmann bildet und wie groß diese sein wird, ist ungewiss. Dazu bräuchte es zumindest mehrere schneereiche Winter. Was bleibt, ist die anhaltende Steinschlaggefahr für Wanderer vor Ort, da der gegen Süden liegende Moränenhang im Eisgraben bei Tauwetter weiterhin an Stabilität einbüßt.

Text: Rebekka Meyer Fotos: Nationalpark Berchtesgaden, Wikimedia Commons

Gemäß dem Motto „Ein Foto sagt mehr als tausend Worte“, wollen wir eure Erlebnisse, Beobachtungen und Erfahrungen veröffentlichen. Schickt uns einfach ein oder mehrere Fotos in die Redaktion. Wer mag, schreibt auch einen Text dazu. Redaktion: alpinist.redaktion(at)dav-reutlingen.de

Der digitale DAV-Mitgliedsausweis

DEIN BEGLEITER IN DEN BERGEN, AUCH AUF DEINEM HANDY!

Dein DAV-Mitgliedsausweis ist auch in digitaler Form verfügbar. Damit hast du alle wichtigen Infos immer dabei, direkt auf deinem Smartphone. Kein lästiges Suchen mehr nach dem Papierausweis!

So funktioniert‘s:

LOGIN ODER REGISTRIERUNG:

Bevor du deinen digitalen Ausweis nutzen kannst, musst du dich auf der Webseite mein.Alpenverein registrieren. Dafür brauchst du deine Mitgliedsnummer und die letzten vier Stellen der IBAN, von der der Beitrag abgebucht wird, und deine E-Mail-Adresse. Nach der Registrierung musst du den Link, den du per E-Mail erhältst, innerhalb 48 Stunden bestätigen und ein Passwort vergeben.

ANMELDEN BEI MEIN.ALPENVEREIN:

Nach der Registrierung melde dich mit deinen Zugangsdaten an.

PDF HERUNTERLADEN:

Einmal eingeloggt, kannst du deinen digitalen Mitgliedsausweis als PDF herunterladen. Praktisch: Er wird dir zusätzlich automatisch per E-Mail zugeschickt.

GÜLTIGKEIT:

Genau wie der klassische Ausweis ist auch der digitale nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.

FÜR NEULINGE:

Frisch beim DAV angemeldet? Herzlich willkommen! Etwa drei Wochen nach deinem Beitritt kannst du deinen digitalen Ausweis abrufen. Ab dem 1. Februar eines jeden Jahres gibt’s den Ausweis für das neue Mitgliedsjahr.

UND DAS WAR‘S SCHON!

Mit dem digitalen DAV-Mitgliedsausweis bist du bestens ausgerüstet für alle Abenteuer in den Bergen – und das ganz umweltfreundlich und immer griffbereit auf deinem Handy.

Bild digitaler Mitgliedsausweis einfügen (möglichst die Jahreszahl auf 2026 ändern) BU: Der digitale Mitgliedsausweis ist immer dabei. Quelle: DAV

UNSERE SEKTION TRAUERT UM BERND SCHÖNWÄLDER

Bernd Schönwälder ist nach schwerer und langer Krankheit vergangenen Oktober im Alter von 83 Jahren gestorben.

Bernd war ein Urgestein der Sektion und mit dem Deutschen Alpenverein tief verwurzelt. Von 2001 bis 2004 war er zweiter Vorsitzender und begleitete auch danach noch viele Ämter und Aufgaben bei denen er seine Sachkenntnis, sehr engagiert einbrachte, sei es als Ausbildungsleiter, als Mitglied der Tourenkommission oder aber als Organisator der Ausbildungswochenenden für Skitourengehen und Schneeschuhwanderer. Als Fachübungsleiter Ski-Alpin und Hochtouren brachte er sein enormes Fachwissen in die Sektion ein. Als Begleiter der GEA-Wanderreise hat er sich eingebracht. Mit nur zweimaligen Unterbrechungen organisierte und leitete Bernd von 2007 bis 2014 die beliebten DAV/GEA-Wanderreisen. Bei einem Unfall in den Bergen erlitt er 2014 eine Querschnittslähmung. Mit schier unglaublicher Willensstärke kämpfte er um wieder mobil zu werden, kleine Fortschritte machten Hoffnung. Mit der Auszeichnung der Ehrennadel in Gold 2008 und der Auszeichnung zum Ehrenmitglied der Sektion 2015 wurden seine Verdienste um die Sektion gewürdigt.

Mit seinem Tod verlieren wir einen Freund und einen Weggefährten in unserer Sektion. Wir werden sein Engagement und seine Sachkunde vermissen. Unser Mitgefühl gilt der Familie und seinen Angehörigen. Wir werden Bernd Schönwälder in ehrender Erinnerung behalten.

Berthold Negwer

MARK ZAHEL

Leichte Wanderungen

Zillertal - Achensee - Kaisergebirge - Kitzbühel

MARGIT HILLER, JULIA TOPP

63 Genusstouren im Tiroler Unterland. Mit GPS-Tracks Für alle, die die sanfte Seite der Tiroler Bergwelt entdecken wollen: Das Rother Wanderbuch »Leichte Wanderungen – Zillertal, Achensee, Kaisergebirge, Kitzbühel« stellt 63 sorgfältig ausgewählte Touren vor, die sich durch einfache und angenehme Wege auszeichnen – ideal für diejenigen, die entspannt und ohne große Anstrengung die Schönheit der Natur erleben möchten.

Ein Highlight sind die idyllischen Bergseen und beeindruckenden Wasserfälle, die auf vielen Routen zu finden sind und die Wanderungen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Das Wanderbuch deckt ein breites Gebiet ab: Von den Zillertaler Alpen über die Berge am Achensee, vom Kaisergebirge bis zu den Kitzbüheler Alpen. Jede Wanderung wird zuverlässig beschrieben und enthält eine übersichtliche Karte sowie ein Höhenprofil. Geprüfte GPS-Tracks, die zum Download bereitstehen, sorgen zudem für eine problemlose Orientierung unterwegs.

1. Auflage 2025

184 Seiten mit 209 Fotos, 63 Höhenprofilen, 63 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000 und 1:75.000 sowie einer Übersichtskarte

Format 12,5 x 20 cm, kartoniert

ISBN 978-3-7633-3445-2

Preis 18,90 €

Winterwandern Bayerische Alpen

50 Touren vom Allgäu bis zum Chiemgau und im angrenzenden Tirol. Mit GPS-Tracks

Kein teures Equipment, keine komplizierte Vorbereitung – einfach losziehen und die verschneite Winterlandschaft genießen! Der Rother Winterwanderführer »Bayerische Alpen« präsentiert 50 sorgfältig ausgewählte Wanderungen, die die ganze Vielfalt des Winterwanderns zeigen. Von gemütlichen Talwegen über idyllische Almspaziergänge bis hin zu panoramareichen Gipfeltouren – die Bayerischen Alpen und das angrenzende Tirol bieten perfekte Bedingungen für Winterwanderungen. Viele Touren bieten flexible Varianten, die sich individuell anpassen lassen. Ergänzt durch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und Rodelstrecken wird jede Wanderung zu einem unvergesslichen Wintererlebnis. Die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel macht eine stressfreie und umweltfreundliche Anreise möglich – perfekt für nachhaltige Erholung in der Natur. Alle Wanderungen in diesem Buch berücksichtigen ein naturverträgliches Verhalten im Winter und respektieren Schongebiete für Wildtiere. Deswegen wurde der Rother-Band »Winterwandern Bayerische Alpen« vom Deutschen Alpenverein mit dem Gütesiegel »Natürlich auf Tour« ausgezeichnet.

1. Auflage 2026

176 Seiten mit 100 Fotos, 50 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, 50 Höhenprofile, zwei Übersichtskarten

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert mit Polytex-Laminierung

ISBN 978-3-7633-3457-5

Preis 14,90 €

Zwischen Burgen und Weinbergen: Pilgern an der Mosel Ein besonders reizvoller Abschnitt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela ist der Mosel-Camino in Rheinland-Pfalz, der von Koblenz-Stolzenfels nach Trier führt. Der Mosel-Camino führt an alten Hünengräbern, imposanten Burgen und bekannten Klöstern vorbei. In Trier endet der Weg schließlich an der Basilika Abtei St. Matthias, wo Reliquien des Apostels Matthias ruhen – ein weiteres Highlight für Pilgerfans. Seit 2008 ist der MoselCamino durchgehend markiert. Das ist unter anderem ein Verdienst des Autors Karl-Heinz Jung, der für ein Teilstück des Weges die Patenschaft übernommen hatte. Karten, Höhenprofile und GPS-Tracks, die kostenlos heruntergeladen werden können, ergänzen die für die Neuauflage aktualisierte Wegbeschreibung. Angaben zu Streckenlänge sowie Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten bei jeder Etappe helfen bei der Planung.

6., überarbeitete Auflage 2025 ISBN 978-3-86686-826-7 96 Seiten, 16 farbige Abbildungen, 16 Karten und 15 Höhenprofile Übersichtskarte in der Umschlagklappe, GPS-Tracks zum Download Preis: 12,00 € Erscheinungstermin: Oktober 2025

KARL-HEINZ JUNG

Mosel-Camino von Koblenz nach Trier

Abseits der Touristenpfade, wandern auf dem Lykischen Weg. Türkisfarbenes Meer, schneebedeckte Berggipfel, antike Städte und einsame Dörfer – der Lykische Weg an der türkischen Mittelmeerküste lockt Wanderinnen und Wanderer mit landschaftlicher und kultureller Vielfalt.

Der erste markierte Wanderweg der Türkei führt im Süden des Landes über ca. 447 km von Fethiye bis kurz vor Antalya.

Das Buch von Raffaele Nostitz liefert alle wichtigen Informationen für eine gelungene Wanderung auf dem Lykischen Weg.

Der Autor beschreibt den Wegverlauf in 27 Tagesetappen und gibt Tipps für lohnenswerte Tagestouren und Alternativrouten. Die Wegbeschreibung wird durch hilfreiche Informationen zu Unterkünften, Trinkwasserversorgung und Einkaufsmöglichkeiten ergänzt. GPS-Tracks für die gesamte Strecke stehen zum kostenlosen Download auf der Verlagshomepage bereit.

ISBN 978-3-86686-866-3 7., überarbeitete Auflage 2025 192 Seiten, 41 farbige Abbildungen, 41 Karten und 30 Höhenprofile, Übersichtskarte in der Umschlagklappe, GPS-Track zum Download Preis: 16,90 €

RAFFAELE NOSTITZ

Türkei: Lykischer Weg von Fethiye nach Antalya

IMPRESSUM

Das offizielle Organ der Sektion Reutlingen des Deutschen Alpenvereins

TITELFOTO:

Helmut Kober: Im Naturpark Fanes-Sennes Prags, Südtirol

REDAKTION:

Berthold Negwer (Vorstandsthemen), Helmut Kober (Redaktionsleitung), Stefan Köhler (Radfahren/Biken), Marion Maier (Skifahren, Wintersport), Rebekka Meyer (Natur-/Umweltschutz), Ute Bauer (Klettern/Jugend), Geschäftsstelle (Veranstaltungen)

VERANTWORTLICH:

Berthold Negwer 2. Vorsitzender berthold.negwer@dav-reutlingen.de

HERAUSGEBER:

SV Druck + Medien GmbH & Co. KG Wasserwiesen 42, 72336 Balingen www.sv-druckmedien.de

SATZ & GESTALTUNG:

kc-design | Stefan Beuter Burgstraße 6, 72764 Reutlingen info@kc-design.de www.kc-design.de

REDAKTIONSSCHLUSS: Ausgabe 167: 25.02.2026

VERLAG:

kc-design | Stefan Beuter Burgstraße 6, 72764 Reutlingen info@kc-design.de

ANZEIGEN & VERTRIEB:

kc-design | Stefan Beuter Nicole Ehebald Telefon 07121 9393360 nicole@kc-design.de

ERSCHEINUNGSWEISE:

4mal jährlich (Januar, April, Juli, Oktober) Für Mitglieder der Sektion Reutlingen ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

GESCHÄFTSSTELLE DES DAV REUTLINGEN:

Untere Gerberstraße 5 + 7 72764 Reutlingen

Telefon 07121 14486-0 alpenverein@dav-reutlingen.de www.dav-reutlingen.de

Konto: Kreissparkasse Reutlingen

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BIC: SOLADES1REU

Öffnungszeiten Geschäftsstelle

Dienstag: 10–12 Uhr und 14–18 Uhr

Donnerstag: 10–12 Uhr und 14–18 Uhr

Gerichtsstand: Reutlingen

Nachdruck nur mit der Genehmigung der Sektion Reutlingen des DAV. Eingesandte Manuskripte und Fotos ohne Garantie. Höhere Gewalt entbindet von allen Verpflichtungen.

Die Region bereichern.

Mit einem Partner, der Vereine aus dem Landkreis

Reutlingen seit vielen Jahren fördert.

Mehr Informationen unter ksk-reutlingen.de/engagement

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