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DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN

März 2018

Mit Regionalteil Hamburg & Norddeutschland 445 Konzert- UNd Operntermine

Daniel Harding Geläutertes Wunderkind Musik im Riesen Musik und Kristalle

Vladimir Jurowski »Man kann ja auch von den anderen etwas lernen«

JETZT AUCH BEI


F E S T W O C H E N D E R A U TO S TA DT I N W O L F S B U R G 06 . M AI 2018 04. APRIL

Stand: 9. Januar 2018; Änderungen vorbehalten

WÜRDE

KONZERTE

TA N Z

LESUNGEN & SCHAUSPIEL

Laura Jurd’s Dinosaur · Dominic J. Marshall Emil Brandqvist Trio · Mario Biondi Gregory Porter · Indra Rios-Moore Annika Treutler · Kit Armstrong Peter Tilling & das Ensemble Risonanze Erranti William Youn · Ran Jia Cédric Pescia · Severin von Eckardstein

Ballet BC Company Wayne McGregor Compagnie DCA ⁄ Philippe Decouflé Sydney Dance Company Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan zero visibility corp. Grupo Corpo

Boris Aljinovic · Iris Berben Samuel Finzi · Sylvester Groth Philipp Hochmair · Burghart Klaußner Wolfram Koch · Maren Kroymann Claudia Michelsen · Caroline Peters Sophie Rois · Alexander Scheer Thomas Thieme

WEITERE

IN FOR MATION EN:

0 8 0 0 2 8 8 6 7 8 2 3 8 O D ER W W W. M O V I M E N TO S . D E

KULTURPARTNER:


Editorial

Foto: Ivo von Renner; Titelfoto: Simon Pauly

Liebe Leserin, lieber Leser, am 20. März wäre Bernd Alois Zimmermann ­hundert Jahre alt geworden. Dass dieses Jubiläum mitten in die Passionszeit fällt, könnte passender nicht sein, war doch der religiös geprägte Komponist ein Meister des tönenden Pessimismus, der sich in seinen Werken explizit mit Unrecht, Gewalt und Unterdrückung befasst hat. Dass Zimmermann damit den Nerv seiner Zeit traf, zeigen die in positiver wie negativer Hinsicht sehr heftigen Reaktionen auf die Uraufführung der Oper Die Soldaten im Jahr 1965 als zentrales Werk seiGregor Burgenmeister nes Schaffens. Opernexperte Peter Krause blickt Herausgeber/Chefredakteur auf das Leben Zimmermanns und dessen kompositorische Ideen – und rückt Die Soldaten als bedeutendste deutsche Nachkriegsoper in den Fokus: Die Oper Köln als Ort der Uraufführung ehrt nämlich den Komponisten mit einer Neuinszenierung des in vielerlei Hinsicht ungeheuerlichen Werks. Ungleich unbeschwerter sind da zwei Festivals in Österreich und England, die wir Ihnen näher vorstellen: Das Aldeburgh Festival gilt nicht nur als Hochburg für exquisite Aufführungen der Musik Benjamin Brittens, sondern lockt auch mit einer malerischen Landschaft, wie es sie nur in England geben kann. Das Festival „Musik im Riesen“ wiederum, das im Mai im Tiroler Örtchen Wattens stattfindet, ist nicht nur akustisch, sondern auch visuell ein Erlebnis für die Sinne, finden doch die Konzerte in André Hellers zauberhaften Kristallwelten statt. Einen hoch spannenden und bemerkenswert persönlichen Einblick in seine musikalischen Vorstellungen und Sichtweisen gab Vladimir Jurowski unserem Autor Helge Birkelbach. Jurowski ist seit Beginn dieser Spielzeit Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Und da Dirigent, Orchester und Publikum voneinander schon jetzt schlicht begeistert sind, kann man hier von einer hervorragenden Symbiose sprechen. Viel Spaß bei der Lektüre, Ihr

März 2018 concerti   3


Inhalt

3 Editorial 6 Kurz & Knapp 8 Geläutertes Wunderkind

Porträt Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln

10 »Man kann ja auch von anderen lernen«

Interview Ob Originalpartituren oder der

8

Daniel Harding ... ein halbes Leben lang Dirigent

Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran

16 Meditation über die Zeit

Feuilleton Zum 100. Geburtstag von

Bernd Alois Zimmermann

18 Opern-Kritiken 20 Opern-Tipps Regionalseiten

16

Bernd Alois Zimmermann ... Jubiläum eines tragischen Genies

An dieser Stelle finden Sie die interessantesten Klassikgeschichten des Monats sowie alle Konzert- und Operntermine Ihrer Region

24 Sommernachtstraum in Suffolk

28 Musik und Kristalle

Festivalguide Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival „Musik im Riesen“ feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen

30 CD-Rezensionen 35 Top 20 Klassik-Charts 36 »Ach, das ist so schön«

24

Aldeburgh Festival ... ganz nah bei Benjamin Britten

4  concerti März 2018

Blind gehört Evgeni Koroliov hört und

kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass er erfährt, wer spielt

40 Multimedia-Tipps 42 Impressum

Fotos: Matt Jolly/Aldeburgh Music, Schott Promotion, Julian Hargreaves

Festivalguide Erst zu Hause bei Benjamin Britten erspürt man vollends die Musik des großen Komponisten


DER NEUE LEXUS LS

DER LUXUS, ANDERS ZU ENTSCHEIDEN. Der neue Lexus LS ist ein Statement, neue Wege zu gehen. Wie nie zuvor vereint das Lexus Flaggschiff atemberaubende Leistung, eindrucksvolle Laufruhe und überragende Effizienz zu einem kompromisslos neuen Fahrgefühl in der Oberklasse. Erleben Sie seine wegweisende Coupé-Ästhetik kombiniert mit meisterhafter „Takumi”-Handwerkskunst und der Faszination japanischer Gastfreundschaft. In einer Limousine, die vom ersten Moment Ihre Ansprüche neu definiert. > Mehr entdecken auf lexus.de/ls


kurz & knapp

Mein Lieblingsstück

Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 »Orgelsinfonie«

ch hatte frisch den Führerschein und war nachts im Auto auf dem Heimweg, während im Radio das ARD-Nachtkonzert lief. Da hörte ich zum ersten Mal dieses Stück. Der mächtige Orgelklang, die virtuosen Streicher – ich war so hin und weg von diesem Werk, dass ich noch zwanzig Minuten lang vor dem ­Elternhaus im Auto saß, um die

Organist Christian Schmitt

„Orgelsinfonie“ zu Ende zu hören. Als Orgelstudent habe ich mir dann die Partitur gekauft und mit der ­berühmten Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Karajan einstudiert, bei der die Orgel aus Notre Dame de Paris nachträglich eingespielt wurde. Die Orgel war um einige Hertz tiefer gestimmt als der damalige Kammerton der Philharmoniker, so dass man heute noch leichte Schwebungen heraushört. Mit Mitte zwanzig hatte ich dann das allererste Mal die Gelegenheit, das Werk mit einem Jugendorchester unter dem heutigen Mainzer GMD Hermann Bäumer zu spielen. Das Stück, das ich inzwischen mit mehreren Orchestern gespielt und aufgenommen habe, begleitet und fasziniert mich inzwischen schon seit fast 25 Jahren. Ich finde, dass hier einfach alles drin ist: Da ist zuerst diese lange, großartige Orchestereinleitung, ehe nach etwa zwölf Minuten die Orgel in Erscheinung tritt, und zwar – für die meisten Hörer ungewohnt – ganz zart und lyrisch. Im

zweiten Teil eröffnet die Orgel mit einem majestätischen Fortissimo, eine Passage, die die meisten Hörer kennen – wie auch das krönende Finale, bei dem Orgel und Orchester gewissermaßen im dreifachen Glanz und Gloria miteinander verschmelzen.

9 746

Planstellen gab es in den 129 deutschen Orchestern. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort: 2016 waren es noch 9.816 Planstellen in 131 Orchestern, wie die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) bekanntgab. Problematisch sieht die DOV auch die Vergütung der Musiker. Die läge bei einigen Orchestern bis zu 30 Prozent unter dem Tariflohn.

... Melodie und Harmonie finden sich in der Natur nicht vor. Sie sind Schöpfungen des Menschen ... Eduard Hanslick, österreichischer Musikkritiker

Wenn Musiker zu Patienten werden

Seit Jahren ein heikles Thema: Gehörschutz für Orchestermusiker 6  concerti März 2018

Der Schutz des Gehörs ist ein so allgegenwärti­ges wie stief­ mütterlich behandeltes Problem. Ein besonders schwerer Fall wird derzeit vor Gericht behandelt: Ein Bratschist des Londoner Royal Opera House hatte bei Proben einer WagnerOper vor einer 18-köpfigen Bläsergruppe gesessen und sich infolgedessen 2012 einen so schweren Hörschaden zugezogen, dass er seither seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Er verklagte daher seinen einstigen Arbeitgeber auf umgerechnet 850 000 Euro. Eine nachträgliche Messung ergab: Durchschnittlich war damals die Streichergruppe 91 Dezibel ausgesetzt, in der Spitze sogar über 130 Dezibel.

Fotos: Uwe Arens, gemeinfrei, shutterstock, Jonathan Quipot/Störtebeker Elbphilharmonie GmbH

I


3 Fragen an ... Julian Münder

Der General Manager leitet die Störtebeker Gastronomieflächen in der Elbphilharmonie

Herr Münder, inwiefern unterscheidet sich ein gastronomischer Betrieb in einem Konzertsaal von einem ganz „normalen“ Restaurant? Die Leute kommen nicht hierher, weil wir das beste Steak oder das beste Sushi der Stadt ser­ vieren, sondern wegen der Konzerte. Wir müssen uns also danach richten, was die Leu­ te gerne möchten. Und weil die Elbphilharmo­ nie ein Haus für alle ist und musikalisch sehr breit aufgestellt ist, müssen wir vom Glas Champagner über den Flammkuchen bis hin zum Salamibrötchen wirklich alles bieten. Sich da zu sehr zu spezialisieren wäre für ­unseren Betrieb tödlich.

Wie fällt Ihr Resümee fürs erste Jahr aus? Da wir kein Restaurantbetrieb sind, der für sich allein steht, sondern Teil eines großen Ganzen sind, mussten wir uns schnell an die äußeren Gegebenheiten, etwa die Besucher­ ströme, anpassen – was uns auch gelungen ist. Nun geht es darum, an Details zu schrauben, denn jetzt ist der erste Jahreskreislauf abge­ schlossen und wir wissen genauer, was auf uns in den jeweiligen Monaten zukommt.

Besuchen Sie denn auch ab und an den Konzertsaal? Wir haben zwei Abos, insofern gehe ich mit meiner Frau auch regelmäßig selbst in die ­Elbphilharmonie. Und trinke natürlich vorher noch etwas an der Bar.


Porträt

Geläutertes Wunderkind Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem

Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln. Von Teresa Pieschacón Raphael

nen, sondern ihm auch sein Mahler Chamber Orchestra anvertrauen, dessen Leitung Harding 2003 übernimmt. Zuvor wird er noch Chef des Trondheim Sinfonieorchesters sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Dirigierte erstmals mit 15 Jahren: Daniel Harding

W

underkinder ereilt Rattle zu ihrer Aufführung ein. oft ein ähnliches Immerhin hört sich Rattle den Schicksal: Das Wun- Konzertmitschnitt an: „Techder geht, aber das Kind bleibt nisch macht ihr vieles besser“, zurück und muss in einem sagt er zu den Teenagern. „Nur schmerzvollen Prozess erwach- von der Musik habt ihr leider sen werden. Ein bisschen er- nichts verstanden.“ ging es auch Daniel Harding Einen der jungen Musiker aber so. Mit 15 gründet der Sohn vergisst er nicht. Denn zwei eines Universitäts-Dozenten in Jahre später findet sich Daniel Manchester mit Freunden am Harding als Assistent an der Internat ein Orchester, dessen Seite von Rattle wieder. Er beLeitung er übernimmt. Als wä- gegnet Hans Werner Henze auf re dies nicht genug, setzen sie der Münchener Biennale, lernt Arnold Schönbergs verteufelt bei Pierre Boulez und wagt sich vertracktes Pierrot Lunaire nach Berlin zu Claudio Abbado. aufs Programm und laden kei- Dieser wird ihn nicht nur als nen Geringeren als Sir Simon „mein kleines Genie“ bezeich8 concerti März 2018

Foto: Julian Hargreaves

»Bezahlen muss man immer«

„In England gab es Könige, die jünger waren als ich“, scherzte Harding seinerzeit selbstbewusst. Und: „Das ist wohl so bei manchen Menschen: Manche steigen sehr schnell auf. Andere weniger. Bezahlen muss man immer“, witzelte er damals und ahnte nicht, wie sehr das auch auf ihn zutreffen wird. Mit 30 hatte er zwar die Hälfte seines Lebens vor dem Pult verbracht und die wichtigsten Orchester der Welt dirigiert, dennoch geriet er in eine Krise. „Die Menschen lauern immer auf die nächste große Attraktion, und eine Zeit lang war ich das“, räumte er einmal in einem Interview in der ZEIT ein. „Doch dann stand ich da, mit dreißig Jahren, und dirigierte die Wiener Philharmoniker, als mein Leben in Trümmern lag.“ Seine Frau, mit der er zwei Kinder hat, hatte beschlossen, sich nach zwölf gemeinsamen Jahren von ihm zu trennen. Nach einem Eklat während einer Probe am Opernhaus in Paris beschloss


er, sich seinen emotionalen Problemen zu stellen. Das hieß für ihn, „richtig zu arbeiten, mich zu verbessern“ ganz nach der Devise, es sei nicht wichtig, was passiere, sondern, was man daraus „mache“. Manchmal gibt es nicht genug Zeit, um zu gewinnen

Immer wieder erinnerte er sich an einen Satz seiner Mutter, demzufolge eine der schwierigsten Erkenntnisse im Leben sei, „dass wir uns alle an irgendeinem Punkt mit unserer Mittelmäßigkeit abfinden müssen.“ Und so begann er wie besessen daran zu arbeiten, dass dieser ernüchternde Gedanke nicht wahr werde. Fieberhaft suchte er nach Wegen, nach einer Körpersprache, die seine musikalischen Vorstellungen noch überzeugender vermitteln könnte, auch um jene Kritiker zu beschwichtigen, die behaupteten, er sei prätentiös, unmusikalisch und seine Interpretationen seien zu „kopflastig“. „Ich muss meine Hemmungen vergessen, dann kann ich mit den Armen magische Dinge vollbringen“. Zudem erwarb er die Pilotenlizenz und richtete sich in seinem Haus in Frankreich einen Flugsimulator mit Cockpit ein.

Heute, mit Anfang vierzig, wirkt er immer noch jungenhaft. Er ist aber in jedem Falle geläutert. Als Chef des O ­ rchestre de Paris weiß er, dass die Arbeit niemals aufhören wird: „Ich muss noch sehr viel lernen“. Und als vehementer Manchester United-Fan hält er sich an die Devise des Fußballclubs: „Wir verlieren nie ein Fußballspiel. Es gibt nur manchmal nicht genug Zeit, um zu gewinnen.“ Genug Zeit für einen Sieg blieb dem Briten auch nicht als Chefdirigent des O ­ rchestre de Paris, ein Amt, das er erst 2016 antrat. Wie Ende Januar bekannt wurde, verlässt er nun vorzeitig zum Ende der Saison 2019/20 seinen Posten. In einem aufrichtigen Brief an die französischen Musiker lobte er deren Leistung, sprach aber auch von unterschiedlichen kulturellen Welten. Er wolle nicht „die Alpen in den Grand Canyon“ verwandeln. Viel besser sei es, eine kurze wundervolle Zeit miteinander zu haben, um dann „mit glücklichen Erinnerungen fortzufahren. Eure musikalische Natur zu ändern wäre ein Akt der Zerstörung, und ich werde es nicht tun.“ So, wie er es für sich auch beansprucht.

Konzert-TIPPs

Berlin Do. 1.3. & Fr. 2.3., 20:00 Uhr Sa. 3.3., 19:00 Uhr Philharmonie Gerhald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (­Leitung). Schubert/Reger: Prometheus & An die Musik, Schubert/Berlioz: Erlkönig, Schubert/Brahms: Memnon & An Schwager Kronos, Schubert: „Wo bin ich?“ – „O könnt’ ich, Allgewaltiger“, aus „Lazarus“, R. Strauss: Eine Alpen­sinfonie Dortmund So. 11.3., 16:00 Uhr Konzerthaus Antoine Tamestit (Viola), Orchestre de Paris, Daniel Harding (Leitung). Widmann: Viola Concerto, Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur Köln Mi. 14.3., 20:00 Uhr Philharmonie Künstler & Programm siehe Dortmund Baden-Baden Mo. 26.3., 18:00 Uhr Festspielhaus Künstler & Programm siehe Berlin am 1.3. Berlin Do. 19.4. & Fr. 20.4., 20:00 Uhr Sa. 21.4., 19:00 Uhr Philharmonie Lucy Crowe & Genia Kühmeier (Sopran), Andrew Staples (Tenor), Georg Zeppen­feld (Bass), Schwedischer Rundfunkchor, Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV 318, „Misero! O sogno“ – „Aura, che intorno spiri“, KV 431, Per questa bella mano KV 612 & Messe c-Moll KV 427 CD-Tipp

Mahler: Sinfonie Nr. 9 Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding (Ltg). harmonia mundi

/ Mit AnnA netrebko

Tickets und weitere Informationen hier erhältlich: www.rohkinotickets.de Abweichende Spieltermine für Aufzeichnungen finden Sie auf dieser Website und der Website ihres Kinos

In Kooperation mit Trafalgar Releasing

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Interview

»Man kann ja auch von den anderen etwas lernen« Ob Originalpartituren, Auseinandersetzungen mit seinem Vater oder Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran. Von Helge Birkelbach

Sie verbringen viel Zeit in Bibliotheken und Archiven, um Partituren und Handschriften zu studieren. Was entdecken Sie da?

Es ähnelt einer Detektivarbeit. Was ich in den Partituren erkennen kann: An der einen Stelle zitterte die Feder, an einer anderen war der Komponist dagegen mit Nachdruck bei der Sache. Manchmal sieht man auch die ganze Radiererei, bei Beethoven sowieso. Bei der Neunten, die ich mit dem RSB beim Silvesterkonzert aufgeführt habe, ist es besonders sichtbar. Bei vielen Werken, 10 concerti März 2018

deren Autografe man inzwischen im Internet anschauen kann, sieht man all diese Entwicklungen, die dann aber im Enddruck meist nicht berücksichtigt wurden. Mit dem gängigen Orchestermaterial haben die Musiker also gar nicht die Möglichkeit, einmal auszuprobieren, wie es in der Urfassung

»Akribie ist mir persönlich hoch und heilig« mal klang, bis es diese endgültige Gestalt angenommen hat. In der heutigen Welt sollte man den Musikern die komplette Information geben, um ihnen dann freie Hand bei der letzten Entscheidung zu lassen, welche Fassung gespielt werden soll. Ist es nicht Aufgabe des Dirigenten, die Linie vorzugeben?

Auf jeden Fall. Aber ich finde, es ist immer besser, dem Wissenden als dem Unwissenden eine Linie vorzugeben. Die Unwissenden nehmen es als die einzig richtige und gültige Lösung an. Da haben wir es wieder, das Einparteiensystem, was genauso schlimm in der

Kunst wie in der Politik ist. Insofern begreife ich die Rolle des Dirigenten eher als die eines Organisators, eines Lenkers, aber nicht als die des einzigen Bestimmers. Es macht mir mehr Spaß, mit Musikern zu diskutieren, die informiert sind. Man kann ja auch von anderen etwas lernen. Was konnten Sie von Ihrem Vater Mikhail Jurowski lernen?

Eine ganze Menge. Wenn man seinen eigenen Vater so oft bei der Arbeit beobachten konnte, wie ich es tat, sieht man eben alles. Die positive Seite wie auch die Rückseite, die vielen unsichtbar bleibt. Und ich sehe, wie er sich über die Jahre verändert hat. Trotz seiner festen Ansichten ist er doch inzwischen offener für Neues. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir in den 1990er Jahren über die Interpretation Alter Musik stritten. Über die historisch informierte Spielweise wollte er damals nichts wissen und tat es als unseriös ab. Inzwischen sieht er das ganz anders. Vom Prinzip her sehe ich am Konservatismus nichts Schlechtes: Die Leute, die vor uns lebten, haben auch ein oder zwei Dinge richtig erfasst. Das gilt es zu erhalten. Man muss

Foto: Simon Pauly

S

eine Worte wählt er präzise. Seine Aufmerksamkeit ist hoch. Dennoch erscheint der Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) nicht als Mann aus dem Elfenbeinturm, der zu Konzerten oder Interviews notgedrungen in die Realität herabsteigt. Vielleicht hat ihn seine Jugend in der ehemaligen Sowjetunion und der reiche Erfahrungsschatz seines Vaters, ebenfalls Dirigent, geprägt. Zum Mitspieler zu werden, riet dieser seinem Sohn. Und der setzt auf immerwährendes Lernen und situative Auseinandersetzung.


zur Person

1972 in Moskau geboren, studierte Vladimir Jurowski zunächst bei seinem Vater Michail, später bei Rolf Reuter und Colin Davis. Bereits Mitte der 1990er Jahre gelang ihm der internationale Durchbruch, ehe er 2001 Leiter des Glyndebourne Festivals und später Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra wurde. Seit Beginn dieser Spielzeit ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RSB.

nur das richtige Maß finden aus dem Tradierten und dem Neuen. Den einen Rat von meinen Vater – „Du musst besser sein als die anderen, damit du deinen verdienten zweiten Platz einnehmen darfst“ – habe ich sehr beherzigt. Diese Aussage bezog sich vor allem auf die Schwierigkeiten, die den Menschen jüdischer Abstammung im Sowjetstaat damals widerfuhren. Die Situation ist heute zwar eine ganz andere, aber ich bin ihm für diesen harten Leitsatz noch heute sehr dankbar, weil ich dadurch gelernt habe, in meiner Arbeit alles zu geben. Er hat Sie nicht davon abgehalten, Dirigent zu werden?

gendlicher aufging. Bei mir konkurrierte der Wunsch nach der Musikerlaufbahn mit vielen anderen Dingen: Kunst, Literatur, Theater, auch Philosophie und Religion, die mich nach wie vor beschäftigen. Mein stärkstes Interesse galt der Literatur. Mit vier Jahren habe ich angefangen zu lesen und las alles, was mir in die Hände kam. Ein wenig vermisse ich das jetzt, denn bei der vielen Arbeit bin ich ja meist gezwungen, nur Fachliteratur zu studieren. Aber ich liebe Poesie und auch all die anderen Literaturformen oder Literaturgeschichte. Man lernt dabei immer etwas über sich selbst – und über die Musik, indem man sie mit der Kunst des Wortes vergleicht.

Nun, am Anfang war ich mir selbst nicht so sicher, welchen Weg ich gehen würde. Das war nicht so wie bei Simon Rattle, dem das Licht schon als Ju-

Es kommt auf jeden Ton an. Wie wichtig ist Ihnen Akribie und Detailarbeit mit dem Orchester?

Mir persönlich ist sie hoch und heilig. Die Aufmerksamkeit bestimmten Details gegenüber ist enorm wichtig, solange man das große Ziel nicht aus den Augen verliert. In dieser Fokussierung bin ich fast autistisch, könnte man sagen. Das sehe ich aber nicht als etwas Negatives. Jedes Pünktchen über dem i und jedes Komma an der richtigen Stelle tragen zum Erfolg und zum organischen Dasein des Stücks bei. Aber ab einem bestimmten Punkt muss man drüberstehen und loslassen können, sonst wird man zum Kontrollfreak. Das schärfte mir auch mein Vater ein: „Man kann im Konzert nicht nur das Eingeübte abrufen, man kann nicht ständig der Trainer sein, irgendwann muss man zum Mitspieler werden.“ Sie praktizieren Yoga. Wann haben Sie damit angefangen? März 2018 concerti  11


Interview

ar von „falsch“ nach „richtig“ geht. Man kann durchaus mit dreißig Jahren Recht gehabt haben, während die revidierte Meinung, die man mit fünfzig hat, objektiv nicht mehr stimmt.

Vor etwa 18 Jahren. Ich befand als Begriff etwas unverständmich damals in einer vorzeiti- lich vor. Aber inzwischen weiß gen Midlife Crisis, mit 28 Jah- ich genau, wie er das meinte. ren. Eigentlich habe ich alles im Leben früh angefangen: In einem Interview haben Sie Beruf, Familie, Kind und eben sich einmal zum Verhältnis auch die Midlife Crisis. Mitt- zwischen Lernen und Wissen lerweile verstehe ich, dass es geäußert ... ein beginnendes Burnout-Syn- „Lernen ist nicht Wissen anhäudrom war. Obwohl ich immer fen“, das war wohl der Satz, sehr vorsichtig war und früh- den Sie meinen? Man kann zeitig abbremste, ging es beruf- sich mit verschiedensten Inforlich schneller voran, als es mir mationen vollstopfen und wird vielleicht lieb war. Ich musste dabei nicht klüger. Das passiert damals sogar einige Konzerte uns allen durch die heute unund Produktionen absagen. glaubliche Zugänglichkeit von Wie Baron Münchhausen jeglicher Information. Wissen musste ich mich an den Haaren ist für mich eine verinnerlichaus dem Sumpf ziehen und te, selbst durchlebte Informainstinktiv griff ich dazu, was tion. Und es befindet sich in mich schon immer faszinierte. Sport interessierte mich weni»Yoga ist für mich ger. Die fernöstlichen Diszipliein tägliches Ritual nen waren mir näher, zum geworden« Beispiel Kampfkünste, die ich früher in verschiedenen Varianten ausprobiert hatte. Yoga ständiger Entwicklung. Manchschien in der Krise einfach mal, wenn man seine eigenen meine Sache zu sein. Es gab früheren Aufzeichnungen hört, mir Halt, Ziel und Stütze. Es kommen sie einem als sehr hat mich physisch und psy- unreif vor, dabei hatte man chisch stärker gemacht. Yoga, damals das Gefühl, alles nach das bei mir zum täglichen Ri- bestem Wissen gemacht zu tual geworden ist, hilft mir haben. Aber nichts ist für imauch, um mich auf ein Konzert mer: Was einem gestern als gut vorzubereiten. Die „Entlee- und richtig erschien, gilt heute rung“, von der Celibidache nicht mehr. Wobei es mit der gerne sprach, kam mir früher Entwicklung nicht immer line12  concerti März 2018

Was es gibt, ist die einzig richtige Entscheidung im jeweiligen Moment. Die spätere Beurteilung wiederum ist immer subjektiv. Schauen Sie: In dem Moment, wo sich ein Komponist das Recht nimmt, die frei in der Natur existierenden Töne zu einem Werk zusammenzuflechten, eifert er dem Schöpfer nach und kreiert etwas nie Dagewesenes. Der Interpret greift das neue Werk auf und rekreiert es auf seine persönliche Art aufs Neue. Beide nehmen sich bei ihren Aktionen das Recht, etwas nach ihrem Gutdünken zu tun, was sie für den jeweiligen Moment für einzig richtig halten. Wie es Nietzsche sagte: „Der Gott ist tot, jetzt müssen wir wie Götter werden“. Die Schöpfung, wenn sie einmal existiert, gehört nicht mehr dem Schöpfer allein, sie gehört allen. Der Komponist hat natürlich das Anrecht, das Werk zu verändern, solange er lebt. Aber die spätere Fassung muss nicht immer die bessere sein. Zwei Beispiele kann ich anführen. Mahler hat sein op. 1, Das klagende Lied, das beim Beethoven-Wettbewerb in Wien mächtig durchfiel, durch seine spätere Revision bequemer und zahmer gemacht. Heute wird fast ausschließlich die Urfassung gespielt, weil sie viel mu-

Foto: Simon Pauly

Was ist objektiv? Gibt es das eigentlich in einer Interpretation: falsch oder richtig?


tiger ist, viel komplexer, auch komplizierter in der Umsetzung. Oder Schostakowitsch, der seine radikale Lady Macbeth von Mzensk später in die viel traditionellere und glattere Katerina Ismailowa umwandelte. Auch hier spielt man heute vor allem die ursprüngliche Fassung. Konzert-TIPPs

Berlin So. 4.3., 20:00 Uhr Philharmonie Allison Bell (Sopran), David Butt Philip (Tenor), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Schostakowitsch: Schauspielmusik zu „Hamlet“ & Fünf Zwischenspiele aus „Lady Macbeth von Mzensk“, Dean: From Melodious Lay, Berg: Lulu-Suite Düsseldorf Di. 13.3., 20:00 Uhr Tonhalle Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Strawinsky: Suite aus „Der Kuss der Fee“ Hamburg Mi. 14.3., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Prokofjew: Ballettsuite „Romeo und Julia“ Frankfurt Do. 15.3., 20:00 Uhr Alte Oper Künstler und Programm siehe Hamburg München Fr. 16.3., 20:00 Uhr Philharmonie am Gasteig Künstler und Programm siehe Düsseldorf Dresden Di. 27.3., 20:00 Uhr Semperoper Pierre-Laurent Aimard & Tamara Stefanovich (Klavier), Gustav Mahler Jugendorchester, Vladimir Jurowski (Leitung). Bartók: Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Weitere Termine: Hamburg Mo. 9.4., 20:00 Uhr Elbphilharmonie Frankfurt Di. 10.4., 20:00 Uhr Alte Oper Berlin Sa. 7.4., 20:00 Uhr Konzerthaus Antje Weithaas (Violine), Lars Vogt (Klavier), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Webern: Fünf Sätze op. 5, Berg: Kammerkonzert für Klavier, Violine und 13 Blasinstrumente, Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur

Do. 21.6., 20:00 Uhr Philharmonie Camilla Nylund (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur, Zemlinsky: Lyrische Sinfonie CD-Tipp

10. JUNI | 20.00 h | SALLES DE POLOGNE WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 1 Werke von J. S. Bach und D. Schostakowitsch Andreas Staier (Cembalo), Alexander Melnikov (Klavier) 11. JUNI | 20.00 h | GEWANDHAUS WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 2 Werke von J. S. Bach und F. Chopin Nelson Goerner (Klavier) 14. JUNI | 22.00 h | PAULINUM – AULA UND UNIVERSITÄTSKIRCHE ST. PAULI WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 3 Werke von J. S. Bach und W. A. Mozart Phantasm – Consort of Viols 15. JUNI | 20.00 h | KONGRESSHALLE AM ZOO WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 4 Werke von J. S. Bach und F. Mendelssohn Bartholdy Robert Levin (Klavier) 16. JUNI | 20.00 h | BUNDESVERWALTUNGSGERICHT WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 5 Werke von J. S. Bach, G. Böhm und J. C. F. Fischer Andreas Staier (Cembalo)

Mahler: Totenfeier, Strauss: Also sprach Zarathustra Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung) Pentatone März 2018 concerti   13


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Oper

Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor

Foto: Jean-Louis Fernandez

Brennend aktuell: Alexander von Zemlinskys Der Kreidekreis in Lyon. Mehr dazu auf Seite 18

16_Porträt Meditation über die Zeit Bernd Alois Zimmermann schuf mit Die Soldaten eine

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar ­ nseren ­philosophisch herausfordert 18_Kurz besprochen Online-Kritiken Auszüge aus u ­tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen 20_Opern-Tipps Die besten Musiktheater­ produktionen – ­ausgewählt von unserem Experten Peter Krause März 2018 concerti  15


FEUiLLETON

Meditation über die Zeit BERND ALOIS ZIMMERMANN schuf mit Die Soldaten eine

Brachte als einer der ersten Komponisten MultimediaElemente in die Oper ein: Bernd Alois Zimmermann

N

ehmen wir an, die Zeit schreitet nicht einfach im Gleichschritt des Tickens unserer Uhren voran. Stellen wir uns vor, sie wäre gekrümmt, formte sich zur Kugel. Dann könnten die Toten durchaus Zeitgenossen unserer Enkel sein. Man muss gar kein ­Buddhist sein, um die Zeit 16  concerti März 2018

gleichsam als Simultantanz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahrzunehmen. Denker wie Henri Bergson, Edmund Husserl und Martin Heidegger haben philosophisch zu ergründen gesucht, wie kugelgestaltig die Zeit doch eigentlich ist. Bernd Alois Zimmermann, der die Literaten

James Joyce und Ezra Pound als seine geistigen Väter ansah, hat darüber nicht nur tiefschürfend nachgedacht: Der Kölner Komponist, der in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre, suchte in seiner Musik schöpferisch nachzuweisen, wie wesentlich die Unterscheidung zwischen einer – in Alltagsdingen und der Ökonomie sehr wohl relevanten, in künstlerischen Fragen gänzlich unbedeutenden – gemessenen Zeit und einer für die Kunstwahrnehmung einzig relevanten Erlebniszeit doch ist. Klingt kompliziert? FrançoisXavier Roth sieht das Thema keineswegs abstrakt, sondern konkret. Der französische Dirigent und Kölner Generalmusikdirektor bereitet sich gerade auf die Premiere von Zimmermanns Zentralwerk Die Soldaten vor. Nach der bahnbrechenden Uraufführung von 1965 verspricht die jetzige Kölner Premiere den Visionen Zimmermanns näher denn je zu kommen. „Die damals provokative Collagetechnik dieser Oper ist heute in den Künsten ein durchweg vertrautes Mittel“, stellt Roth fest. Im Staatenhaus, dem Ausweichquartier der Oper Köln, könne man gerade mit diesem Werk aus der Not eine Tugend machen: „Das Publikum wird wie beim Frisör auf Stühlen sitzen, mit denen es um die eigene Achse

Foto: Hannes Kilian

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar philosophisch herausfordert. Von Peter Krause


O S T E R F E S T I VA L 2 0 1 8 kreisen kann. Carlus Padrissa von der katalanischen Theatergruppe „La Fura dels Baus“ wird einen Ring um den Zuschauerraum bauen, sodass die vielen Simultanhandlungen des Stücks kreisartig um das Publikum herum stattfinden können.“ »Unser Schumann des 20. Jahrhunderts«

Der musikalische Mix aus Jazz, Tanzrhythmen, historischen Formen wie Toccata, Chaconne und Nocturno mit den damaligen Avantgardemitteln des Serialismus formt sich seinerseits zur Kugel aus Vergangenem und Zukünftigem. Roth findet diese Mischung faszinierend wie eh und je: „Zimmermann ist hier auf der Klimax seiner Kreativität. Er ist für mich unser Schumann des 20. Jahrhunderts.“ Roth spielt auf die komplexe Persönlichkeit des Mannes an, der sich, ein Kind der Eifel wie der Widersprüche und Zerrissenheit der Nachkriegszeit, ein gläubiger Katholik wie ein tief verunsicherter Pessimist, anno 1970 das Leben nahm. Der Schrei und das Schrundige, das Grausame und kakofonisch Krachende ist für Roth freilich heute nicht mehr das Einzigartige dieser – neben Alban Bergs Wozzeck – singulären Jahrhundertoper. „Neu geblieben ist für mich das kammermusikalisch Feine und Irisierende der Partitur, das so frisch, stark und rein wirkt wie ein Anton Webern. Aus heutiger Sicht steckt das Werk nicht nur voller Wahrheit und Aktualität, die Musik verströmt auch eine unerhörte Schönheit.“ Vielleicht wird die Kugelgestalt der Zeit in der Wiederbegeg-

nung mit seinem Mammutwerk gerade dann unmittelbar erfahrbar, wenn wir uns auf seinen Weg „für das Spontane, Assoziative, Traum- und Trancehafte“, so Zimmermann selbst, mutig einlassen. Denn ist der Traum mit seiner Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Widersprüchlichen, seiner Aufhebung des linearen Fortschreitens von Bildern und Erinnerungen nicht der ideale Weg, um das Kugelartige dieser Kunst wahrzunehmen? Seine Literatur­oper nach dem Schauspiel von Jacob Michael Reinhold Lenz von 1776 ist zwar beißend sozialkritisch, dabei nie betroffenheitskitschig, ihr eignet aber auch ein moderner Surrealismus und die heutige Hirnforschung vorwegnehmender Konstruktivismus, der das Heterogene, ja Verrückte in unseren Köpfen aufregend zusammenfließen lässt. Opern- & Konzert-TIPPs

Nürnberg Sa. 17.3., 19:30 Uhr (Premiere) Staatstheater Zimmermann: Die Soldaten. Marcus Bosch (Leitung), Peter Konwitschny (Regie)

Weitere Termine: 20. & 25. 3., 8., 14. & 23.4. Köln So. 29.4., 18:00 Uhr (Premiere) Staatenhaus Zimmermann: Die Soldaten. François-Xavier Roth (Leitung), La Fura dels Baus & Carlus Padrissa (Regie)

Weitere Termine: 3., 11., 13., 17. & 19.5. Köln Sa. 5.5., 20:00 Uhr Philharmonie ACHT BRÜCKEN. Allison Bell (Sopran), Anna Raziejewska (Mezzosopran), Bettina Ranch (Alt), Peter Tansits (Tenor), Hans Christoph Begemann (Bariton), Otto Katzmeier (Bass), WDR Sinfonieorchester, Emilio Pomárico (Leitung). Zimmermann: Sinfonie in einem Satz, Vokalsinfonie aus „Die Soldaten“, Bauckholt: Neues Werk

22. MÄRZ – 2. APRIL 2018 TS: TICKE)22520 ( 3 +4 96 444 444

JOSEPH HAYDN

L’DISABITATA ISOLA BITATA

DIE UNBEWOHNTE INSEL

CONGRESS CASINO - BADEN BEI WIEN

Oper im Stil der Mozartzeit TEATRO BAROCCO ist bekannt für seine spektakulären originalgetreuen szenischen Rekonstruktionen der Opern W. A. Mozarts. Erstmals im zauberhaften Biedermeier - Ensemble der ehemaligen kaiserlichen Kurstadt Baden bei Wien, präsentiert Intendant Bernd R. Bienert zu Ostern 2018 eine Rekonstruktion der Meisteroper L´isola disabitata von Joseph Haydn. Mit seinem historisch-authentischen Inszenierungsstil folgt Bernd R. Bienert akribisch genau den ursprünglichen Intentionen der Komponisten und Librettisten des 18. Jahrhunderts. Damit gelingen ihm immer wieder erstaunlich neuartige Musiktheater-Erlebnisse, die völlig im Einklang mit dem musikhistorischen Erbe stehen. Die musikalische Leitung der Aufführung auf historischen Instrumenten übernimmt Christoph U. Meier, der bereits mit seinem Dirigat bei den Bayreuther Festspielen für internationales Aufsehen sorgte.

PREMIERE: 22.03. TERMINE: 24.03. | 25.03. | 31.03. | 01.04. | 02.04.2018

www.teatrobarocco.at


Kurz Besprochen

Opern-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen. Weitere finden Sie unter: www.concerti.de/oper

MAGDEBURG 27.1.2018

LUZERN 27.1.2018

#MeToo im Musiktheater

Glatter Sturz in den Untergang

Animalisch anarchisches Anti-Wesen

Zemlinsky: Der Kreidekreis Opéra de Lyon. Lothar Koenigs (Leitung), Richard Brunel (Regie), Lauri Vasar, Martin Winkler, Nicola Beller Carbone, Ilse Erens, Stephan Rügamer

von Einem: Dantons Tod Theater Magdeburg. Kimbo Ishii (Leitung), Karen Stone (Regie), Peter Bording, Stephen Chaundy Weitere Termine: 2.3., 2. & 21.4.

Verdi: Falstaff Luzerner Theater. Clemens Heil (Leitung), Benedikt von Peter (Regie), Claudio Otelli Weitere Termine: 5., 9. & 21.5., 9., 12., 15. & 17.6.

Oper Mit 16 vergewaltigt und ins Bordell gesteckt. Von einem Stammkunden freigekauft und zur Nebenfrau versklavt. Von der ersten Gattin ihres zweifelhaften Gönners verleumdet und unschuldig zum Tode verurteilt. Das Schicksal der Haitang ist fast zu schlimm, um wahr zu sein. #MeToo im Musik­ theater? Der dramaturgisch den­ kende Intendant Serge Dorny hat den richtigen Riecher gehabt: Der Kreidekreis entwickelt brennende Aktualität. Regisseur Richard Bru­ nel muss das Heute nicht mühsam behaupten, die chinesische Parabel lässt sich problemlos mit ihrer po­ litisch-gesellschaftlichen Spreng­ kraft neu erzählen. Ein packender Abend. Die aufregende Partitur erklingt dank des formidablen Or­ chesters und des vorzüglichen Di­ rigenten Lothar Koenigs in subtil ausgehörten Zwischentönen. (PK)

Oper Karen Stone ist vor allem eine differenzierende und weitge­ hend objektive Darstellung der politischen Gegner Georges Danton und Maximilien de Robespierre wichtig. Damit agiert sie im Sinn Gottfried von Einems, der sich be­ reits vor der Uraufführung von 1947 einer dualistischen Schwarz-WeißKontrastierung dieser Rivalität ­widersetzte. Aber vor allem öffnet die Regie führende Intendantin die Bühnenflächen für den ausgezeich­ net vorbereiteten und brillant agie­ renden Opernchor: Die Orientie­ rungslosigkeit der Massen und den Blutrausch in einer auswuchernden Zone des Terrors formt der Choreo­ graf David Williams als abgehacktes Körpergemisch und strukturiertes Chaos. Es ist ein Haufen fast schon entmenschlichter Automaten, die blutgierig den Tod ihrer früheren Favoriten fordern. (RD)

Oper Benedikt von Peter hat die Entscheidung einer radikalen Re­ duktion schon einmal getroffen – in seiner legendären Sicht auf Verdis La Traviata, in der allein die Titelfi­ gur leibhaftig agiert. Dieselbe Grundidee nutzt er für den Falstaff. Damit ist ihm ein Quantensprung in der Inszenierungsgeschichte des Stücks gelungen. Wobei der Erfolg des Regisseurs undenkbar wäre ohne den überragenden Sängerdar­ steller Claudio Otelli. Der BassBariton gleicht als Falstaff einem Naturereignis. Es hat etwas dezi­ diert Animalisches, gänzlich Unge­ künsteltes, gleichsam Schamloses, wie der Sänger mit maximaler Ri­ sikolust dieses anarchistische AntiWesen des braven bürgerlichen Lebens verkörpert. Schier uner­ schöpfliche vokale Reserven paaren sich in Otelli mit einer lustvoll maß­ losen Wucht. (PK)

18 concerti März 2018

Fotos: Jean-Louis Fernandez, Kirsten Nijhof, Ingo Höhn

LYON 20.1.2018


SEIN GANZER KÖRPER WAR MUSIK! Gundula Janowitz über Leonard Bernstein

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OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause

BERLIN  SO. 18.3.2018

Hochexpressive Harmonien Oper Die Partitur voller rausch-

Korngold: Das Wunder der Heliane Deutsche Oper Berlin. Marc Albrecht (Leitung), Christof Loy (Regie), Sara Jakubiak, Josef Wagner Weitere Termine: 22. & 30.3., 1. & 6.4.

Vielgestaltige Helena: Plakatmotiv zur Berliner Premiere 20 concerti März 2018

Macht macht verrückt: Szenenbild aus Macbeth in Lyon LYON  FR. 16.3.2018

Hoffnungsschimmer Oper Die politische Seite Verdis verdient die

intensive Beleuchtung eines eigenen Festivals

D

as „Opernhaus des Jahres“ steht nicht in Wien oder München, es befindet sich in Lyon. Die französische Perle mit römischen Wurzeln, malerisch zwischen Rhone und Saône gelegen, beheimatet ein Opernhaus, das dank der konsequent konzeptionellen Arbeit von Intendant Serge Dorny und seinem Team heute fraglos zu einem der besten Europas gehört. Nicht die Summe der Stars, sondern die Kontinuität eines kompromisslos dramaturgisch gedachten Spielplans ist Erfolgsrezept. Das Frühjahrsfestival fokussiert den Ansatz diesmal mit drei Titeln aus der Feder von

Verdi, freilich nicht die Gassenhauer La Traviata oder Rigoletto, sondern drei politisch aufgeladene Werke: Die Macht macht verrückt (Macbeth), die Macht zermalmt (Attila), die Macht zerstört die schönen Seelen, die Illusionen und Ideale (Don Carlos). Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten lässt der neue, aus Mailand stammende Musikchef Daniele Rustioni aufscheinen.

Verdi: Macbeth/Don Carlos/ Attila Opéra de Lyon. Daniele Rustioni (Leitung), Christophe Honoré /Ivo van Hove (Regie), Michele Pertusi, Roberto Scandiuzzi, Susanna Branchini. Weitere Termine: 17.3. bis 6.4.

Fotos: Realgestalt, Jean-Pierre Maurin, Barbara Pálffy, Marco Borggreve/hr

haftem Pathos und hochexpressiver Harmonien beweist in jeder Pore: Korngold hat ein Meisterwerk geschaffen, dessen Hamburger Uraufführung anno 1927 enorm erfolgreich war: Zwölf Opernhäuser spielten Das Wunder der Heliane nach. Zunächst ähnlich viel gespielt wie Richard Strauss, verschwand die Musik des jüdischen Komponisten aus den Programmen. Die Geschichte vom eiskalten Herrscher ohne Liebesfähigkeit, dessen Frau Heliane, die sich einem dionysischen Fremden hingibt, und einem Volk, das auf ein erlösendes Wunder wartet, ist märchenhaft und zeitlos.


DESSAU  FR. 2.3.2018

  Weitere Tipps

Haifische und Huren Oper Ausstattungs-Altmeister Ezio Toffolutti

Freiburg

ANGELS IN AMERICA

mischt Weills Evergreen opulente neue Farben bei

V

or neunzig Jahren fand die Berliner Uraufführung der Dreigroschenoper statt, die hübsch dialektisch mit Bertolt Brechts beißender Sozialkritik besticht und dennoch zum Mitträllern einlädt – der geniale Songstil des Kurt Weill macht’s möglich. Beim diesjährigen Kurt Weill Fest Dessau darf der Hit um Haifische und Huren nicht fehlen, fordert freilich zu einer immer wieder kreativen Auseinandersetzung heraus. Mit Regisseur und Ausstatter Ezio Toffolutti nimmt sich ein

Altmeister des epochalen Werkes an: 1944 in Venedig geboren, war Toffolutti zunächst als Bühnenbildner an der OstBerliner Volksbühne tätig. Die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Harry Kupfer oder Katharina Thalbach führte ihn später an die großen Festivals sowie Schauspiel- und Opernbühnen. Weill: Die Dreigroschenoper Theater Dessau. Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie & Ausstattung). Weitere Termine: 10. & 17.3., 8., 13. & 28.4., 1.6.

Sa. 10.3., 19:30 Uhr Theater Freiburg Peter Eötvös komponierte seine 2004 in Paris uraufgeführte Oper in avancierter Broadway-Ästhetik nach Tony Kushners gleichnamigem Drama. Kiel

GÖTTERDÄMMERUNG Sa. 10.3., 17:00 Uhr Theater Kiel Das Hausherren-Duo schließt Wagners Tetralogie ­gemeinsam ab: Intendant Daniel Karasek inszeniert, GMD Georg Fritzsch dirigiert. Halle

SWEENEY TODD

BADEN BEI WIEN DO. 22.3.2018

Oper Auch szenisch führt die Rekonstruktion alter

So. 11.3., 18:00 Uhr Bühnen Halle Stephen Sondheims Broadway-Sensation: „Mensch frisst Mensch“ heißt es im Text der grotesken Sozialsatire im ­Musical-Gewand.

Aufführungspraktiken zu erhellenden Lösungen

München

Haydn historisch

I

n musikalischer Hinsicht gehört die historische Aufführungspraxis barocker Werke längst zum guten Ton. Aber lohnt der Gang zu den Müttern und Vätern Alter Musik auch in szenischer Hinsicht? Durch das Studium stilisierter barocker Gesten? Die Rekonstruktion ursprünglicher Bühnenmalereien und Beleuchtungseffekte? Für Haydns 1779 im Marionettentheater von Schloss Esterházy uraufgeJoseph Haydn: L’Isola disabitata Teatro Barocco. Christoph U. Meier (Leitung), Bernd R. Bienert (Regie) Weitere Termine: 24., 25. & 31.3., 1. & 2.4.

führtes Meisterwerk kommt Regisseur und Ausstatter Bernd R. Bienert im historischen Theatersaal der einstigen Sommerresidenz der Habsburger in Baden bei Wien den originalen Bildwelten so nah wie irgend möglich.

LES VÊPRES ­SICILIENNES So. 11.3., 18:00 Uhr Bayerische Staatsoper Als Hausregisseur am Hamburger Thalia Theater setzte Antú Romero Nunes den Don Giovanni mit Schauspielern in Szene: In München arbeitet er nun mit Sänger-Weltstars. Augsburg

LA FORZA DEL DESTINO Sa. 24.3., 19:30 Uhr Theater Augsburg Er will es mit Verdi wissen: André Bücker, neuer ­Intendant im Schwabenland.

Bildwelten wie zu Zeiten Haydns: Szene aus L’Isola disabitata

Weitere Tipps, Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

Die Rezension zum Tipp: Über alle Premieren mit diesem Zeichen berichten wir tagesaktuell. Sie finden diese und weitere Kritiken online: www.concerti.de/oper März 2018 concerti   21


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tipps & termine Das Musikleben in Hamburg & Norddeutschland im März

Foto: Beatrice Waulin/Sony Classical

In der Elbphilharmonie treffen edler Harfenklang und feurige Kastagnetten-Rhythmen aufeinander. Mehr dazu auf Seite 4

2_Porträt Dieser eine sakrale Moment Jazzpianist Tigran Hamasyan scheint sich stets in seiner

Musik zu verlieren – und nimmt die Zuhörer gleich mit in seine trancehaften Welten 4_Interview »Alle haben mir davon abgeraten« Xavier de Maistre hat als Solist den Feenstaub von der Harfe geblasen und sich für sein neues Projekt mit der Kastagnetten-Virtuosin Lucero Tena zusammengetan 8_Regionale Tipps Die wichtigsten Termine im März, a­ usgewählt von der concerti-Redaktion 22_Klassikprogramm concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 1


Porträt

Dieser eine sakrale Moment Jazzpianist Tigran Hamasyan scheint sich stets in seiner Musik zu verlieren – und nimmt die Zuhörer gleich mit in seine trancehaften Welten. Von Reinald Hanke

Bei Hamasyan hat man kaum je den Gedanken, dass Musikmachen auch ein Handwerk ist. Seine Musik geschieht einfach. Sie dringt an unser Ohr, und entweder wird man von dieser Art minimalistischen Klavierspiels angezogen, weil man sich dabei selbst noch vieles denken kann, ja die eigene Fantasie und Vorstellungskraft einbringen kann und muss. Oder man hat eben grundsätzlich keinen Zugang zu dieser Art des Musizierens.

Auch wenn man noch so genau zuhört: Hamasyans Kompositionen scheinen nicht notierbar zu sein

O

ft sitzt Tigran Hamasyan am Klavier, wie man es aus den alten Zeitdokumenten der frühen sechziger Jahre von Glenn Gould her kennt, dem gleichermaßen großen wie genialischen Querkopf der klassischen Klavierszene: tief sitzend und dazu noch sehr tief gebeugt. In Momenten

größten Ausdrucks glaubt man fast, Hamasyans Nase auf den Tasten zu sehen, dann ist der Armenier ganz bei sich und seiner Musik, wie in Trance. Alles um ihn herum scheint ausgeblendet. Hier zählt nur dieser eine fast schon sakrale Moment, in dem die Musik entsteht.

2 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Auf einer älteren YouTubeAufnahme von 2011 ist zu erleben, wie der damals noch kaum bekannte, gerade einmal 24-jährige Jazzpianist sich nach Gould’scher Manier ins Instrument nachgerade hineinzuwühlen versucht. Damals war Hamasyan noch wenig präsent in der Szene. Inzwischen hat er sich jedoch nicht nur einen festen, sondern zunehmend auch einen herausragenden Platz unter den Jazzpianisten unserer Zeit erspielt. Vor allem aber hat er etwas, was heutzutage eine Seltenheit ist, nämlich eine ganz eigene, individuelle Art, Klavier zu spielen. Wenn man Hamasyan einmal länger zugehört hat, dann wird man diese so besondere Art des Klavierspiels kaum vergessen

Foto: Maeve Stam

Wiedererkennungswert schon nach wenigen Tönen


können. Und man wird seine Musik schon nach wenigen Tönen erkennen. Ein Klavierspielen, das fast immer so wirkt, als würde der Pianist sich gerne im Kreise drehen, dabei aber nie etwas gleich wiederholen, sondern jedes Mal tastend und suchend ein wenig verändern, indem er mal die Melodie verlängert, mal einen Rhythmus ungemein raffiniert aufsplittet oder die vermeintlichen Wiederholungen durch Verzierungen verfremdet. Bezüge zur Volksmusik

Die Rhythmen des Jazzers, der seit 2009 in New York lebt und arbeitet, sind oft irrational und so frei einem inneren Impuls folgend, dass man sich selbst ans Klavier setzen möchte, um ihnen auf die Spur zu kommen und auszuprobieren, was hörend so ungewöhnlich wirkt. Nein, diese Musik scheint nicht notierbar zu sein und von niemandem nachgemacht werden zu können. Natürlich ist das im Jazz doch ganz normal, will man meinen. Aber ganz so ist es dann doch nicht: Dass ein einzelner Musiker ganz für sich eine ureigene musikalische Welt auszubreiten in der Lage ist, ist das Besondere an Hamasyans Musik. Und dass diese immer wieder an ganz unterschiedliche, unbestreitbare Größen des Jazz erinnert, tut der Qualität dieses Spiels keinen Abbruch. In ihrer Kleingliedrigkeit erinnern die Kompositionen immer wieder an Chick Corea, gleichzeitig haben sie aber auch den langen Atem eines Keith Jarrett. Und ganz ungewöhnlich: Hamasyan spielt dabei so formbewusst, als ob bei ihm immer

auch die klassischen Formen mit ihren immanent stimmigen Proportionen im Hinterkopf präsent seien. In diesen Momenten erscheint er wie ein Pianist, der, aus der Klassik kommend, vor Jahrzehnten durch sein klassisch gebundenes Jazzspiel für kontroverse Diskussionen gesorgt hat: Friedrich Gulda. Und dann lebt die Musik Hamasyans noch durch die ganz konkreten und sehr gut hörbaren Bezüge zur Volksmusik seiner osteuropäischen Herkunft. Manche Stücke wirken stark geprägt durch geradezu girlandenartig umwundene Melodien, die für den westlichen Zuhörer schon etwas Orientalisches haben. Und trotzdem gelingt es Hamasyan, in seinem Spiel, jedes Moment des Dekorativen zu vermeiden. Da klingt selbst Ausuferndes noch konzentriert und wie auf den Punkt gebracht. Keine Frage: Diese Musik ist in ihrer Eigenwilligkeit nicht jedermanns Sache – eben ganz so, wie das Klavierspiel von Glenn Gould seine Zuhörer immer wieder entzweite. Wem Hamasyans Musik aber gefällt, der wird von ihr kaum mehr loskommen. Konzert-TIPP

Hamburg Fr. 30.3., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Hamasyan: Luys I Luso. Tigran Hamasyan (Klavier), Norayr Kardashian (Duduk, Blul, Zourna, Pku & Percussion), Yerevan State Chamber Choir, Harutyun Topikyan (Leitung) CD-Tipp

An Ancient Observer Tigran Hamasyan (Klavier). Nonesuch

Kultur- und Erlebnisreisen 2018 Miteinander reisen – mehr erleben!

Dresden mit Semperoper Erleben Sie die Elbmetropole mit einer Stadtführung, dem Grünen Gewölbe, Radebeul & einer Weinprobe. Dazu Fidelio (Mai) oder Carmen (Juni) in der berühmten Semperoper! 10. – 13.05. oder 21. – 24.06. ab € 675,Flämische Meister Entdecken Sie die Kunstschätze in Brüssel und Antwerpen. Außerdem: Brügge, Gent, Eintritte in Museen und Kirchen. Kunsthistorische Reiseleitung ab/bis Hamburg. € 1.198,24.05. – 31.05. Klassik Berlin Sie wohnen zentral im 4*Sup. Maritim pro Arte Hotel. Stadtführung und Abschiedskonzert von Sir Simon Rattle als Chefdirigent der Philharmoniker mit Mahlers Symphonie Nr. 6 a-Moll. € 478,19.06. – 21.06. Opernfestspiele in Verona 4* Hotel Internazionale, Torri del Benaco. Mit Bergamo, Mantua, Valeggio und Gardasee-Rundfahrt. Das absolute Highlight: Die AIDA in der Arena! € 1.073,20.07. – 28.07. Peer Gynt Festival in Norwegen (max. 24-Gäste)

Freuen Sie sich auf das größte Kulturfestival Norwegens vor atemberaubender Naturkulisse am See Galavatnet. Inkl. Stadtrundfahrten in Oslo und Lillehammer. € 1.572,08.08. – 13.08. Chopin-Festival in Marienbad Zentr. gutes Mittelklasse Hotel Cristal Palace. Sie besuchen einen Konzertabend und das Abschlusskonzert. Dazu die Kaiserbäder Karlsbad und Franzensbad sowie Königswart. 20.08. – 26.08. € 1.063,Bregenzer Festspiele Erleben Sie Bizets Carmen auf der Bregenzer Seebühne, mit einem Einführungsvortrag. Ausflüge: Stein am Rhein, Insel Mainau, Lindau, Konstanz, Pfänder, Appenzeller Land. 05.08. – 11.08. € 977,-

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interview

»Alle haben mir davon abgeraten« Xavier de Maistre hat als Solist den Feenstaub von der Harfe

geblasen und sich für sein neues Projekt mit der KastagnettenVirtuosin Lucero Tena zusammengetan. Von Sören Ingwersen war dann der Anlass, das Projekt zu verwirklichen.

Herr de Maistre, Ihr neues Album trägt den Titel „Serenata Española“. Haben Sie eine besondere Beziehung zu Spanien?

»Ich habe mir Videos angeschaut und war total baff«

Nicht wirklich, aber ich liebe spanische Musik. Das ist auch die Musik, für die sich die Harfe perfekt eignet. Man muss bedenken, dass die Stücke von Albéniz oder Granados zwar durch die Gitarre populär, aber ursprünglich für Klavier geschrieben wurden. Mit der Harfe nutzt man einerseits die Bandbreite, Klangfülle und den harmonischen Reichtum des Klaviers, andererseits kann man aber auch die härteren Einsätze der Gitarre imitieren. Das ist für mich ein perfekter Kompromiss, da man diese Stücke dadurch abwechslungsreicher wiedergeben kann als auf dem Klavier oder der Gitarre. Die Begegnung mit Lucero Tena

strahlung und so eine warme Persönlichkeit. Dann habe ich mir auf YouTube Videos von ihr angeschaut und war total baff. Danach wollte ich unbedingt ein Projekt mit ihr auf die Beine stellen. Eine solche Konstellation hat es noch nie gegeben. Sie fand die Idee toll, etwas mit mir zu machen, und hat sofort zugesagt.

Wie kam die Begegnung mit der Kastagnetten-Virtuosin zustande?

Sie wurde mir nach einem Konzert in Madrid vorgestellt und ich war sofort von ihr begeistert. Sie hat eine große Aus-

Gab es Meinungsverschieden­ heiten bei der Vorbereitung oder während der Aufnahmen?

Überhaupt nicht. Die Zusammenarbeit war unglaublich einfach. Alle Stücke hat sie ja bereits mit Orchester oder mit Gitarre gespielt. So war nur zu entscheiden, bei welchem Werk

4 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

sie mitmacht und wie viel sie spielt. Lucero hat so ein fantastisches Rhythmusgefühl, dass wir kaum proben mussten. Es ist ganz erstaunlich, wie viele Farben und Emotionen sie mit diesen kleinen Stückchen Holz spiegeln kann. Lucero Tena ist ja eine lebende Legende. Warum eigentlich?

Lucero ist eine so starke Persönlichkeit und verströmt eine solche Intensität auf der Bühne, wie ich sie selten erlebt habe. Sie war ja eine sehr bekannte Flamenco-Tänzerin und eine künstlerische Botschafterin für Spanien. Es gibt Fotos von ihr mit Marlon Brando, Gregory Peck oder Ronald Reagan. Ihre Stärke waren immer die Kastagnetten, die sie so abwechslungsreich verwendet, dass sie sie zu einem Soloinstrument machen konnte und von den größten Orchestern eingeladen wurde. Lucero ist gerade 80 geworden und hat so eine enorme Energie und ist immer gut gelaunt, dass es wirklich ein Erlebnis ist, mit ihr auf der Bühne zu stehen. Spielen Sie bei jedem Konzert auf Ihrer eigenen Harfe?

Ich habe vier Instrumente, die europaweit verteilt sind, und

Foto: Gregor Hohenberg

M

odische Jeans und rote Sportschuhe – auch beim Interviewtermin in einem Café nahe der Hamburger Musikhochschule gibt es für Xavier de Maistre keinen Garderobenzwang. Aber nicht nur durch seine äußere Erscheinung hat der 44-jährige Franzose mit vielen Klassik-Klischees aufgeräumt.


zur Person

Verliebt in seine Lehrerin, begann der 1973 in Toulon geborene Xavier de Maistre mit neun Jahren das Harfenspiel bei ihr zu lernen. Mit 24 Jahren wurde er Soloharfenist bei den Wiener Philharmonikern. 2010

kündigte er die Stelle, um sich ganz seiner Solokarriere zu widmen. De Maistre unterrichtet seit 2001 als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

versuche immer die Harfe, die am nächsten ist, zum jeweiligen Auftrittsort zu schicken. Aber 70 Prozent meiner Konzerte spiele ich als Solist mit großem Orchester. Dort nutze ich oft die Instrumente, die mir zur Verfügung gestellt werden. Ist die Umgewöhnung schwierig?

Wir Harfenisten wechseln ungern. Ich spiele auf einer amerikanischen Lion-&-Healy-Harfe. Bei der deutschen Harfe, die etwas kleiner ist, sind die Saitenabstände zum Teil etwas größer. Wer ein anderes Inst-

rument gewohnt ist, greift ständig daneben. Greifen Sie manchmal auch bei der Werkauswahl daneben? Das Repertoire für Harfe ist ja begrenzt.

Arrangements bin ich aber sehr wählerisch. 60 Prozent der Klavierliteratur kann man auf der Harfe übernehmen. Aber es klingt nicht alles gut. Es kommt vor, dass ich ein Projekt beginne und nach ein paar Monaten erkenne, dass es nichts bringt, und ich die Arbeit einstelle.

Ich würde nie behaupten, dass ich nicht gerne Konzerte von Beethoven oder Mozart hätte. Aber auf der anderen Seite ist es eine große Motivation, im- Wie viele Arrangements auf mer neue Projekte zu entwi- „Serenata Española“ stammen ckeln, etwas zu erfinden, was von Ihnen selbst? es noch nie gegeben hat, und Ungefähr die Hälfte. Einige neue Türen zu öffnen für an- Werke wurden noch nie auf der dere. Diese Pionierrolle macht Harfe gespielt wie zum Beispiel mir sehr viel Spaß. Bei den Mallorca von Albéniz oder das concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 5


Alle haben mir davon abgeraten. Als Student wurde mir immer gesagt: Das Beste, was man mit der Harfe erreichen kann, ist, eine Stelle bei einem internationalen Top-Orchester zu bekommen. Als ich dann die Stelle in Wien mit 24 Jahren antrat, habe ich gedacht: Okay, das war’s. Ich konnte mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, 45 Jahre lang im Orchester auf den Einsatz zu warten. Aber ich muss gestehen, was jetzt passiert, ist wirklich viel, viel mehr, als ich mir je erhofft hatte.

Intermedio aus La Boda de Luis Alonso von Giménez – das Paradestück von Lucero Tena und aller spanischen Orchester. Ich hatte ziemlichen Respekt davor, aber wollte es unbedingt für Lucero lernen. Andere Arrangements sind längst zu Klassikern für die Harfe geworden wie de Fallas Danza española oder die D-Dur-Sonate von Albéniz. Die Musikindustrie preist Harfenmusik oft mit Floskeln wie „Musik zum Träumen“ oder „Klassik zum Genießen“ an. Nervt Sie das?

Sind Liebhaber von Harfenmusik in der Regel eher konservative Menschen?

Ich denke, weil die Harfe so spektakulär ist und ich durch meine Auftritte mit vielen Klischees über klassische Musiker

»Sie soll nicht im Schatten stehen« aufräume, spreche ich auch ein jüngeres Publikum an. Man kann klassische Musik spielen und trotzdem mit beiden Füßen im 21. Jahrhundert stehen. Ich glaube, das ist auch absolut notwendig, wenn wir Musiker überleben wollen.

Am Anfang hat mich das schon etwas genervt. Es war schwie- Wie sieht diese rig, die Menschen davon zu „Aufräumarbeit“ konkret aus? überzeugen, dass die Harfe ein Es ist sehr wichtig, wie man ernstzunehmendes Soloinstru- auftritt, dass man vielleicht mal ment sein kann. Aber da hat etwas dynamischer auf die sich in den letzten zehn Jahren Bühne geht. Es ist aber auch unglaublich viel getan. eine Frage des Marketings, an6 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

gefangen von den Fotos und der Kleidung bis hin zur Programmgestaltung. Selbst das konservative Publikum möchte inzwischen Abwechslung. Veranstalter, die immer wieder dieselben Werke aufs Programm gesetzt haben, weil das bisher immer funktioniert hat, haben am Ende nicht überlebt. Das Umgekehrte wäre richtig gewesen: Wenn man merkt, die Leute kommen nicht mehr, muss man sich öffnen für neue Instrumente, neue Werke, neue Gesichter. Sie leben derzeit in Monaco und haben eine zwölfjährige Tochter. Zupft sie auch schon die Harfe?

Sie spielt Geige und etwas Klavier. Ich wollte nicht, dass sie nachher im Schatten ihres Vaters steht. Aber ob sie überhaupt eine professionelle Laufbahn einschlägt, soll allein ihre Entscheidung sein. Egal welches Instrument – es ist wahnsinnig schwierig geworden, sich durchzusetzen. Daher muss der Wunsch von innen kommen. Ich komme nicht aus einer Musikerfamilie. Die Harfe war wirklich mein Ding. Das zu erkennen, finde ich sehr wichtig für das Leben.

Konzert-TIPP

Hamburg Di. 6.3., 19:30 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Xavier de Maistre (Harfe), Lucero Tena (Kastagnetten). Werke von Albéniz, Tárrega, Granados, Falla u. a. CD-Tipp

Serenata Española – Werke von Soler, Albéniz u. a. Xavier de Maistre (Harfe), Lucero Tena (Kastagnetten). Sony Classical

Foto: Beatrice Waulin/Sony Classical

Was hat Ihre Familie, was haben Ihre Freunde gesagt, als Sie 2010 Ihre Stelle bei den Wiener Philharmonikern aufgegeben haben, um eine Solokarriere zu starten?


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Tipps & Termine

Wenn der Harburger Binnenhafen zum kulturellen Umschlagplatz wird Hamburg Im Speicher am Kaufhauskanal treffen Kurt Weills Frauenfiguren

auf den »Zauber der Nacht« – und Chopins Liebe zu George Sand

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mgeben vom industriellen Charme des Harburger Binnenhafens, zwischen modernen Bürokomplexen und der Technischen Universität HamburgHarburg liegt eine Musik- und Kulturstätte der besonderen Art: der Speicher am Kaufhauskanal. 1827 ursprünglich als Kaufhaus genutzt, wurde daraus aufgrund der Zollunion dreißig Jahre später ein Speicher für landwirtschaftliche Güter.

Die Idee, aus dem einstigen Speicher eine Kulturstätte zu machen, kam vom Besitzer Rolf Lengemann. Der ehemalige Manager, dem das Gebäude in dritter Generation gehört, investierte selbst in den Umbau und die Sanierung. Zusätzlich holte er Henry C. Brinker mit ins Boot, der unter anderem als Politik- und Kulturjournalist sowie Kommunikations­ direktor der Dresdner Semperoper tätig war. Gemeinsam mit seiner Frau leitet und or-

8 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

ganisiert Brinker seitdem die Veranstaltungen dort. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Konzertsaal offen und weitläufig konzipiert. Das Holz als vorherrschender Baustoff sorgt für perfekte akustische Voraussetzungen. Das stellte auch der Protagonist des ersten Konzertes erfreut fest, der dort einen Klavierabend gab und über mannigfache Vergleichsmöglichkeiten verfügt, nämlich Justus Frantz. Zusätzlich trage die „Unvollkommenheit“ des

Fotos: Speicher am Kaufhauskanal

Vorbildliche Zweckentfremdung: Rolf Lengemann, der Besitzer des ehemaligen Speichers am Kaufhauskanal, tat sich mit Henry C. Brinker zusammen und gestaltete das Haus zu einem spannenden Konzertort um


Saales durch seine Holzstützen und eine relativ kleine Bühne dazu bei, dass die Gäste dort in einer besonders privaten und nahen Atmosphäre Musik genießen können, erklärt Brinker. Doch um den kulturellen Betrieb der Spielstätte letztlich sichern zu können, haben er und Lengemann beschlossen, neben der Kulturstätte auch eine Eventlocation in das Gebäude zu integrieren. „Wir haben pro Jahr dreißig Kulturveranstaltungen, davon sind zehn Eigen- und zwanzig Gastveranstaltungen“, so Brinker. Zu den Gastveranstaltern gehören unter anderem das Internationale Musikfest Harburg-Buxtehude, das Niedersächsische Musikfestival und das Hamburger Literaturfestival. Trotzdem sei der Betrieb sehr kostenintensiv und das Gebäude brauche viel Pflege und Personaleinsatz, so der Leiter. Deswegen wurde zudem das Modell entwickelt, den Speicher am Kaufhauskanal über verschiedene Veranstaltungen wie Messen, Weihnachtsfeiern oder Hochzeiten zu finanzieren. „Wir sind eine der beliebtesten Hochzeitslocations im Hamburger Süden und freuen uns auch ganz besonders darüber, dass wir in diesem Jahr wieder den ,Hamburg Innovation Summit‘ zu Gast haben“, erzählt Brinker. Für ihn ist die Arbeit im Speicher am Kaufhauskanal eine Herzensangelegenheit. „Nach langjähriger Arbeit bei verschiedenen großen Medien und Kulturanbietern hatte ich eine unheimliche Sehnsucht danach, nicht mehr für andere etwas durchführen zu müssen ohne Rücksicht darauf, ob ich es mag oder nicht“. Lengemann gebe Brinker die Freiheiten und das Vertrauen, ein Kulturprogramm nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenzustellen. Diese Aufgabe sei die härteste seines Lebens, aber gleichzeitig auch die schönste. „Wer in unser Programm kommt, der wird sich sicher bei manchen Aufführungen Fragen stellen. Aber bei einem kann man sich sicher sein: In allem steckt ein bisschen meiner Liebe zur Kultur drin“. Irem Çatı Speicher am Kaufhauskanal Mi. 7.3., 20:00 Uhr Kur(t)zWeill – Konzert zum Frauentag. Anne Schneider (Gesang), Susanne Stock (Akkordeon). Werke von Weill Mi. 21.3., 20:00 Uhr George Sand & Frédéric Chopin – Eine musikalisch-literarische Leidenschaft. Marina Savova (Klavier), Cornelia Schönwald (Sprecherin) Mo. 26.3., 20:00 Uhr Zauber der Nacht. Alexander Wagner (Gesang), Micaela Gelius (Klavier)

Theater | Konzert | Ballett | Oper | Tanz

Abos

! mburg a H z n für ga

Imperial Theater Deutsches Schauspielhaus St. Pauli Theater Thalia Theater Kammerkonzerte Symphoniker Hamburg Altonaer Theater Kampnagel Engelsaal Elbphilharmonie Konzerte Alma Hoppes Lustspielhaus Ernst Deutsch Theater Hamburger Kammeroper Hamburgische Staatsoper Monsun Theater Ensemble Resonanz Kirchenkonzerte The English Theatre Das Schiff Ohnsorg Theater Sprechwerk Komödie Winterhuder Fährhaus Lichthof Theater Philharmoniker Hamburg NDR Elbphilharmonie Orchester Schmidt Theater Harburger Theater Hamburger Camerata Thalia in der Gaußstraße Hamburger Kammerspiele First Stage Theater

Sie werden jeden Monat aktuell über alle Veranstaltungen informiert Sie stellen zu Hause Ihr persönliches BühnenProgramm zusammen Sie wählen Ihre Termine selbst Sie bestellen per Telefon, Post, Fax oder Mausklick Sie erhalten Ihre Karten frei Haus TheaterGemeinde Hamburg • Ida-Ehre-Platz 14 20095 Hamburg • Telefon 040 - 30 70 10 70

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Tipps & Termine

Wie wir heute Gottes Werk begegnen Schwerin Jutta Ebnother adaptiert Haydns Oratorium Die Schöpfung für ihr Staatsballett

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ie Erschaffung der Welt, wie sie in der Bibel erzählt wird, ist das Thema von Joseph Haydns berühmtem Oratorium Die Schöpfung. Von der Schaffung des Lichts und der Erde über die Kreation der Tiere bis

hin zur Schöpfung des Menschen – Haydn beschreibt all das in imposanten Tonbildern und bietet dem Hörer eine positive und optimistische Sicht auf unsere Welt. Das alles ist allerdings über 200 Jahre her.

Ihre Ideen entstehen im Ballettsaal, beim Bäcker oder nachts im Bett: Jutta Ebnother leitet seit 2016 das Schweriner Ballettensemble

Haydns Oratorium wurde 1798 im Wiener Stadtpalais Schwarzenberg erstmals mit großem Erfolg aufgeführt und geradezu als „zweite Schöpfung“ bejubelt. Doch wie begegnen wir Menschen der Schöpfung heute? Wie behandeln wir die Natur? Wie gehen wir mit Konflikten um oder mit der Tatsache, dass auch dunkle und zerstörerische Kräfte auf unserem Erdball bestehen und nicht immer nur eitel Sonnenschein herrscht? Mit diesen existenziellen Fragen setzt sich Choreografin Jutta Ebnother in ihrem Ballett Die Schöpfung auseinander, das im März Premiere am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin feiert. Die tänzerische Adaption des Oratoriums wird vom Schweriner Opernchor, der Schweriner Singakademie und der Staatskapelle begleitet.  Insa Axmann Fr. 16.3., 19:30 Uhr (Premiere) Mecklenburgisches Staatstheater Haydn: Die Schöpfung. Jutta Ebnother (Choreografie), Michael Ellis Ingram (Ltg). Weitere Termine: 18., 25. & 29.3., 20.4., 9., 11. & 31.5.

WELT UND GEIST Fotos: Silke Winkler, Tomasz Trzebiatowski

Sa, 10.03.2018 | 19 Uhr | ITZEHOE, ST. LAURENTII So, 11.03.2018 | 18 Uhr | HAMBURG, HAUPTKIRCHE ST. NIKOLAI

TÕNU KALJUSTE DIRIGENT Werke von PENDERECKI, PÄRT, TANEYEV, TORMIS

Ticketinformationen unter ndr.de/chor

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Expressiv und kompromisslos: Der russische Solist Ilya Gringolts spielt eine Guarneri »del Gesù«, Cremona 1742–43

Ein Geiger blickt über den großen Teich Itzehoe Ilya Gringolts spürt in Edgar Meyers

Violinkonzert der amerikanischen Volksmusik nach

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igentlich zu perfekt um wahr zu sein klingt die Geschichte, die über die Entdeckung des damals jugendlichen russischen Geigers Ilya Gringolts kursiert, nachdem sein Geigenspiel schon im Grund-

schulalter bei der St. Petersburger Violin-Pädagogin Tatiana Liberova erste Gestalt angenommen hatte. Angeblich war es ein mehrmals weitergereichtes Amateurvideo des jungen Gringolts, das schließlich sei-

nen Weg zu dem renommierten israelischen Violinisten Itzhak Perlman fand. Dieser ermöglichte ihm daraufhin ein Studium an der Juilliard School in New York – der erste Preis beim „Premio Paganini“-Violinwettbewerb in Genua im Jahr 1998 brachte schließlich den endgültige Anstoß seiner Weltkarriere. Sein virtuoses Spiel, ausgerichtet im Sinne der historischen Aufführungspraxis, macht ihn heute zu einem gefragten Solisten, der weder selten gespieltes noch zeitgenössisches Repertoire scheut. Die Arbeit mit dem 2008 von ihm gegründeten Gringolts Quartett ist für ihn eine Art Lebenselixier. „Ohne Streichquartett könnte ich nicht leben“, betont er in einem Interview. Ob nun aber jenes Video den Grundstein für diese Ausnahmekarriere legte, bleibt Johann Buddecke Legende. Di. 20.3., 19:30 Uhr theater itzehoe Ilya Gringolts (Violine), Rheinische Philharmonie, Garry Walker (Leitung). Copland: Suite aus „Appalachian Spring“, Meyer: Violinkonzert, Dvořák: Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“

BROCKES-PASSION Do, 29.03.2018 | 20 Uhr | Hamburg, Laeiszhalle

Concerto Copenhagen | Lars Ulrik Mortensen Leitung | Solisten GEORG FRIEDRICH HÄNDEL Brockes-Passion Karten zu 14,30 bis 42,90 € (inkl. 10% VVG) im NDR Ticketshop, Mönckebergstraße 7 | unter ndrticketshop.de bei den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse | ndr.de/dasaltewerk

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Tipps & Termine

Elbphilharmonie-Festival erklimmt das Hochgebirge Hamburg Das Armenian State Symphonic

Orchestra eröffnet den »Schwerpunkt Kaukasus«

Jazz-Ensemble. Doch spätestens seitdem Narek Hakhnazaryan 2011 den Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb gewonnen hat, gehört er zu den vielversprechenden jungen Solisten der Klassikszene, die zur Zeit der aufstrebenden neuen Generation ihr Gesicht leihen. Bereits als Teenager ermöglichten ihm Stipendien eine exzellente musikalische Ausbildung in Armenien, Moskau und am New England Conservatory of Music in Boston. Mstislav Rostropovich begleitete seinen Schützling höchstpersönlich als Mentor bei den ersten Schritten seiner Karriere, die von mehreren ersten Wettbewerbpsreisen gesäumt wurden. 2012 sprang er spontan als Solist für Yo-Yo Ma ein

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uf den ersten Blick sieht Narek Hakhnazaryans Nachname aus wie ein Zungenbrecher, doch einmal Buchstabe für Buchstabe ausgesprochen, geht der armenische Name recht leicht über die Lippen. Und wenn man den jungen Cellisten einmal in seinem Element auf der Bühne erlebt, bleibt er sowieso unwiderruflich in Erinnerung. Dabei wollte Narek Hakhnazaryan als Kind zunächst eigentlich unbedingt Fußballspieler werden. Glücklicherweise siegte die Liebe zum Cello dann doch

über die Leidenschaft fürs runde Leder, und Narek Hakhnazaryan begann, seinen eigenen musikalischen Weg zu finden. Crossover und Stilmixe sind nicht sein Ding

Schnell fand er heraus: Er ist klassischer Vollblutmusiker, Crossover und Stilmixe sind nicht sein Ding, auch wenn er künstlerisch aufgeschlossen ist und selbst viel ausprobiert hat. Drei Jahre lang spielte der Cellist gemeinsam mit dem ukrainisch-russischen Jazzpianisten Daniel Kramer in einem

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Mi. 28.3., 20:00 Uhr Elbphilharmonie Schwerpunkt Kaukasus. Narek Hakhnazaryan (Violoncello), Armenian State Symphonic Orchestra, Sergey Smbatyan (Ltg). Chatschaturjan: Sinfonie Nr. 2, Hayrapetyan: Cellokonzert

Foto: Marco Borggreve

Der britische Daily Telegraph sieht in ihm ein »Wunder an Musikalität und Technik«: der 29-jährige armenische Cellist Narek Hakhnazaryan

Mittlerweile ist der junge Cellist viel herumgekommen, ist 2012 in einem Konzert mit dem Chicago Symphony Orchestra spontan für Yo-Yo Ma eingesprungen und bereits als Solist in der Carnegie Hall in New York und im Kennedy Center in Washington, D. C. aufgetreten. Bei seinem Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie bringt Narek Hakhnazaryan Musik seiner Heimat mit und spielt das Cellokonzert des zeitgenössischen armenischen Komponisten Eduard Hayrapetyan und wird dabei begleitet vom Armenian State Symphonic Orchestra unter der Leitung von Sergey Smbatyan.  Katherina Knees


17/18 KLASSIK FÜR HAMBURG

ProArte Extra Mittwoch • 2. Mai 2018 • 19.30 Uhr Laeiszhalle, Großer Saal

The King's Singers Patrick Dunarchie Countertenor I Timothy The King's Singers © Andy Staples

Wayne-Wright Countertenor I Julian Gregory Tenor I Christopher Bruerton Bariton I Christopher Gabbitas Bariton I Jonathan Howard Bass

Best-of-Programm zum 50-jährigen Jubiläum

Die Meisterpianisten Mittwoch • 30. Mai 2018 • 19.30 Uhr Laeiszhalle, Großer Saal

Sir András Schiff © Peter Fischli

Sir András Schiff Klavier

Karten und Informationen www.proarte.de Classic Center im Alsterhaus Telefon 040 / 35 35 55 Elbphilharmonie Kulturcafé Telefon 040 / 357 666 66

Mendelssohn Fantasie fis-Moll op. 28 Beethoven Klaviersonate Fis-Dur op.78 Brahms Acht Klavierstücke op. 76, Sieben Fantasien op. 116 Bach Englische Suite Nr. 6 d-Moll BWV 811

Alle Termine: in Kooperation mit Elbphilharmonie Hamburg


Tipps & Termine

Kometenhaft aufgestiegen Hamburg Der 18-jährige österreichische Geiger

Ziyu He stellt sich Beethovens Violinkonzert

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erade einmal 18 Jahre alt ist Ziyu He. Daher ist kaum zu glauben, aus wie vielen Wettbewerben der in China geborene Geiger bereits als Preisträger hervorging: dem Eurovision-Young-MusiciansWettbewerb in Österreich, dem Internationalen Salzburger Mozartwettbewerb, dem Yehudi-Menuhin-Wettbewerb in London – um nur einige zu nennen. Gerne wird He als Wunderkind bezeichnet, das im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel begann. Bereits als Zwölfjähriger nahm er das Violinstudium am Salz-

burger Mozarteum auf. Fortan legte er einen kometenhaften Aufstieg hin und machte international auf sich aufmerksam. Ein weiterer Triumph seines kontinuierlichen Studiums: Bei den Wiener Philharmonikern debütierte er im letzten Jahr als einer der jüngsten jemals geladenen Solisten mit Bartóks zweitem Violinkonzert. In Hamburg stellt sich Ziyu He nun Beethovens Violinkonzert, das von jeher als Prüfstein für technische Meisterschaft und künstlerische Insa Axmann Reife gilt.

Mit seiner Stradivari im besten Einvernehmen: Geiger Ziyu He So. 11.3., 11:00 Uhr Laeiszhalle Ziyu He (Violine), Klassische Philharmonie Bonn, Heribert Beissel (Leitung). Werke von Mendelssohn, Beethoven & Reger

Seitensprung mit Folgen Lübeck In Salvatore Sciarrinos Kammeroper

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Meister der Klangfarben: Komponist Salvatore Sciarrino Fr. 16.3., 19:30 Uhr (Premiere) Theater Lübeck (Großes Haus) Sciarrino: Luci mie traditrici. Dietger Holm (Leitung), Sandra Leupold (Regie). Weitere Termine: 23.3., 6., 14. & 26.4., 3. & 24.6.

ie Kammeroper Luci mie traditrici entstand im Auftrag der Schwetzinger Festspiele und wurde unter dem Titel Die tödliche Blume 1998 im Schlosstheater Schwetzingen uraufgeführt. Der 1947 in Palermo geborene Salvatore Sciarrino schrieb selbst das Libretto und thematisierte darin einen Seitensprung der Ehefrau des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo, für den sie mit dem Tod bestraft und vermutlich von ihrem Mann erstochen wurde. Bei Sciarrino geht es von da an nachgerade mörderisch zur Sache: Denn

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der betrogene Herzog Malaspina tötet außer seiner Gemahlin und deren Liebhaber noch einen Diener, der als Augenzeuge gefährlich werden könnte. Darüber hinaus geht es im allgemeinen Sinne um Themen wie Liebe, Lust und Wahrheit. Das Werk versteht sich, in Abwandlung einer Gattungsbezeichnung von Luigi Nono, mit seiner klanglich exponierten Instrumentalbegleitung nicht nur als „Tragödie des Hörens“, sondern in der verhaltenen, zarten Erzählweise auch als „Tragödie des Sehens“.   Irene Bazinger

Fotos: gemeinfrei. Luca Carrà

Luci mie traditrici geht es mörderisch zur Sache


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Tipps & Termine

»Zerreißt mein Fleisch, zerquetscht die Knochen« Hamburg Die Sänger in Händels

»Brockes-Passion« nehmen kein Blatt vor den Mund

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arthold Heinrich Brockes gilt als typischer Vertreter der Frühaufklärung. Doch der Hamburger Ratsherr war nicht nur Schriftsteller, sondern hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Werke vieler bekannter

Komponisten seiner Zeit. Alles begann mit der Entwicklung des protestantischen PassionsOratoriums und einem Libretto von Christian Friedrich Hunold, das Brockes als Vorlage für seine beliebte Dichtung Der

Leitet das Barockorchester Concerto Copenhagen: Lars Ulrik Mortensen

für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus diente. Sie erschien zum ersten Mal 1712 und wurde mehr als zehn Mal vertont, unter anderem von Telemann, Mattheson und Fasch. Auch Bach benutzte daraus den einen oder anderen Arientext für seine Johannes-Passion. Die Uraufführung von Händels „Brockes-Passion“ fand erst am 3. April 1719 in der Hamburger Domkirche statt – siebzehn Jahre nachdem sich Händel und Brockes an der Universität Halle kennengelernt hatten. Zwar ist die Passion Händels einzige geistliche Komposition auf einen deutschen Text, dafür hat die Musik umso weitere Kreise gezogen und viele weitere Werke des Komponisten durchdrungen: Oratorien, Concerti grossi und sogar seine Oper Giulio Cesare.  Julia Hellmig Do. 29.3., 20:00 Uhr Laeiszhalle Händel: Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus (Brockes-Passion). Concerto Copenhagen, Lars Ulrik Mortensen (Leitung)

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Fotos: Karsten Movang, Andreas Malkmus

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Voller Klang für Mozart Kiel Wolfgang Emanuel Schmidt und das Ensemble

Metamorphosen erlauben sich »Saitensprünge«

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ass Musiker sich über ihre Kerndisziplin hinaus entfalten wollen, ist nicht unüblich: Komponisten dirigieren sehr oft ihre eigenen Werke, und unter Instrumentalisten präsentieren sich viele gerne als Solisten und musikalische Leiter in Personalunion. Dass Instrumentalisten aber gleich ein ganzes Ensemble oder gar ein Orchester für den eigenen Bedarf gründen, ist die Ausnahme. Wolfgang Emanuel Schmidt, der ehemalige Schüler von David Geringas und Aldo Parisot, hat sich mit dem „Ensemble Metamorphosen“

diesen Traum erfüllt. In der keck als „Saitensprünge“ bezeichneten Konzertreihe der Musikfreunde Kiel lässt er sich von den gut auf ihn eingespielten Kollegen bei Haydns Cellokonzert C-Dur begleiten. Mit einer Streichorchesterfassung von Mozarts G-Dur-Quartett K. 156 folgt das Ensemble einem Trend unserer Zeit zu Orchestrierungen von Kammermusik. Dazu setzt Schmidts Ensemble mit Dvorˇáks Serenade für Streicher op. 22 eine Hommage an den Melodienreichtum Böhmens aufs Programm. Helmut Peters

Wahl-Berliner und FC-Bayern-Fan: Cellist Wolfgang Emanuel Schmidt Di. 6.3., 19:00 Uhr Nikolaikirche Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), Ensemble Metamorphosen. Mozart: Quartett G-Dur KV 156, Haydn: Cellokonzert C-Dur Hob. VIIb:1, Dvořák: Streicherserenade E-Dur op. 22

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So wunderbar leicht wie ein rosa Sommerregen Hamburg Anne Teresa De Keersmaekers

Choreografie Rain erzählt von Leben und Vitaliät

Tanzt auf vielen Hochzeiten: Mit ihrer Choreografie zu Bachs Cello-Suiten eröffnete Keersmaeker die aktuelle Elbphilharmonie-Saison

G

eometrie, mathematische Figuren, pulsierende Repetition, kontinuierliche Variation – die choreografische Signatur von Anne Teresa De Keersmaekers ist mit Rain nun auch auf Kampnagel zu sehen. Das 2001 entstandene Stück feierte 2016 sein Revival und steht für Keersmaekers motivisch-minimalistische Arbeit. Die Belgierin lernte von dem kitschverliebten Neoklassizisten Maurice Béjart, dessen École Mudra sie Ende der siebziger Jahre besuchte. Es folgten

ihre erste Produktion (Asch), ein Tanzstudium an der Tisch School of the Arts in New York und kurz darauf die Gründung ihrer eigenen Compagnie namens Rosas. Die Nähe zur Musik schärft das künstlerische Profil

Mit der Produktion Rosas danst Rosas feierte 1983 die mittlerweile international bekannte Truppe ihren Durchbruch. Das künstlerische Profil der Rosas besteht neben Keersmaekers Handschrift in der Nähe zur Musik. Während ei-

18 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

nige zeitgenössische Compag­ nien „stumme“ oder musikunabhängige Choreografien ausloten, ist den Belgiern die Auseinandersetzung mit verschiedensten Musikrichtungen und -strukturen besonders wichtig. Die mathematische Nutzung des Raumes spielt dabei eine große Rolle und findet auch in Rain ihre Anwendung. Der abgeklebte Boden hat sein eigenes geometrisches Muster, das mit den stets wechselnden runden und parallelen Formationen der Tänzer korreliert. Letztere findet eine Verstärkung in dem gerade herunterhängenden Fadenvorhang. Voll pulsierender und kollektiver Energie machen die Rosas gemeinsam mit dem Ensemble Ictus Steve Reichs Music for 18 Musicians in neuer Weise sicht- und erlebbar, und präsentieren dem Hamburger Publikum die damals bereis 20-jährige choreografische Erfahrung ihrer Gründerin. Anne Teresa De Keersmaekers eröffnete gemeinsam mit dem Théâtre Royal de la Monnaie 1995 das Performing Arts Research & Training Studio (P.A.R.T.S.) und füllte damit jene Lücke, die der Umzug von Béjarts École Mudra nach Lausanne hinterließ. Im gleichen Jahr erhielt sie die Ehrendoktorwürde an der Freien Universität Brüssel und feiert bis heute internationalen Erfolg als Choreografin – nicht zuletzt dank ihrer hervorragenden Hannah Duffek Tänzer.  Fr. 16.3. & Sa. 17.3., 20:00 Uhr Kampnagel (K6) Rain. Anne Teresa De Keersmaeker (Choreografie), Ictus Ensemble. Musik von Steve Reich

Foto: Michiel Hendryckx/Wikimedia Commons

Tipps & Termine


Jetzt im Programm – März 2018 Italienische Opernwochen

Messa da Requiem Giuseppe Verdi Premiere 11. März 14., 17., 20., 23., 27., 31. März Musikalische Leitung: Kevin John Edusei Inszenierung: Calixto Bieito Mit: Maria Bengtsson, Nadezhda Karyazina, Dmytro Popov, Gábor Bretz

© Edwin Winkels

Madama Butterfly Giacomo Puccini 13., 16. März Musikalische Leitung: Carlo Rizzari Inszenierung: Vincent Boussard Mit: María José Siri, Massimo Giordano, Alisa Kolosova, Alexey Bogdanchikov © Bernd Uhlig

Tosca Giacomo Puccini 21., 24., 29. März Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi Inszenierung: Robert Carsen Mit: Angela Gheorghiu, Riccardo Massi, Franco Vassallo © Arno Declair

Telefon (040) 35 68 68 Das vollständige Programm unter www.staatsoper-hamburg.de · www.hamburgballett.de


Tipps & Termine

Vergessene Schätze heben Hamburg Das barockwerk lässt Carl Heinrich

Grauns Oper Polydorus im alten Glanz erstrahlen

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o von Herzen gemein können nur Verwandte sein. Besonders solche von Adel: Priamos, König von Troja, betrieb angesichts des drohenden Untergangs seiner Stadt im Krieg gegen die Griechen mit seinem Sohn Polydorus eine antike Form der Kinderlandverschickung und sandte ihn an dessen Schwester Illiona mit einem Haufen Gold im Gepäck. Ihr Gatte aber – der böse Onkel Polymestor – ließ den Knaben zwecks Gewinnmaximierung töten und ins Meer werfen. Ein Stoff, aus dem Opernträume gemacht werden.

Besonders in der Barockzeit, die ja ein Faible für die griechisch-römische Geschichte hat. Kein Geringerer Als Carl Heinrich Graun – zu Lebzeiten als Opernkomponist ungefähr so berühmt wie heute Andrew Lloyd Webber – vertonte die Geschichte des armen Königskinds. Sein Polydorus wurde 1731 uraufgeführt und stand zuletzt 1735 auf dem Spielplan der Gänsemarktoper. Nach 283 Jahren ist die Oper erstmals wieder in Hamburg zu sehen – in einer Aufführung des renommierten Ensembles „barockwerk“. Christoph Kalies

Goldgier kommt vor dem Fall: Polymestor tötet Polydorus Mi. 14.3. & Do. 15.3., 19:00 Uhr Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Lichthof) Graun: Polydorus (halbszenisch). barockwerk hamburg, Ira Hochman (Leitung), Alexander Radulescu (Regie)

www.salut-salon.com

TICKETS: 0 18 06 / 57 00 99* • www.semmel.de *0,20 EUR/Anruf – Mobilfunkpreise max. 0,60 EUR/Anruf

20 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Fotos: gemeinfrei, Gregor Hohenberg

24.07.-29.07.18 Thalia Theater Hamburg


A-Cappella-Festival

Bad Oldesloe - 2018 So., 20. Mai, 18 Uhr Pfingstsonntag Peter-Paul-Kirche Bad Oldesloe

Vielumjubelter Cavaradossi: Tenor Jonas Kaufmann

Italianità und große Stimmen Hamburg Startschuss für die ersten

Platzkarten im Vvk. ab Dienstag, 24.04, 10.00 Uhr zu 20/14/7,- Euro zzgl. VVK-Gebühren

Meisterkonzert

Calmus-Ensemble

»Italienischen Opernwochen«

M

it einem neuen Format erfreut die Hamburgische Staatsoper in diesem Frühjahr ihr Publikum: Erstmals finden hier vom 11. März bis zum 17. April die „Italienischen Opernwochen“ statt. Zwar bietet das Mutterland des Musiktheaters eine Fülle an großartigen Werken aus praktisch allen Epochen. Insofern liegt die Idee nah. Doch haben sich die Macher der Staatsoper zunächst mal auf die beiden Giganten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts konzentriert: Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini. La Traviata und Aida sowie Madama Butterfly und Tosca sollen die Zuschauer ins Theater locken und dort von den Stühlen reißen. Dafür sorgen bewährte Inszenierungen des Hauses und namhafte Künstler – so wird Startenor Jonas Kaufmann am 17. April den Mario Cavaradossi verkörpern. Eine speziell für die „Italienischen Wochen“ geplante Neuinszenierung dürfte für Gesprächsstoff sorgen: Verdis Messa da Requiem soll Regisseur Calixto Bieito inszenieren. Man darf gespannt sein, zu welchen Bildern sich der für seine polarisierenden Produktionen berühmt-berüchtigte Katalane von Verdis individueller und opernhafter Totenmesse inspirieren lässt. Christoph Kalies Italienische Opernwochen 11.3.–17.4.2018 Kristine Opolais, Anja Harteros, Jonas Kaufmann u. a. Staatsoper Hamburg

Workshop s für A-Cappella-Ensembles Pfingstmontag, 21. Mai, 10.00 - 17.30 Uhr Haus der Begegnung in Bad Oldesloe

Präsentati onskonzer t 21. Mai 19.00 Uhr

der Workshop-Ensembles Peter-Paul-Kirche Bad Oldesloe, Eintritt frei

Bewerbungen unverstärkt singender A-Cappella-Ensembles mit 3 - 12 Singenden per E-Mail an: hmuenther@kirche-oldesloe.de mit zwei Titeln. Es werden maximal 8 Ensembles zugelassen. Die ausgewählten Ensembles bekommen Freikarten für das Calmus-Konzert, das anschließende „get-together“, sowie die kostenfreie Workshopteilnahme gestellt. Sie sagen mit Ihrer Bewerbung ihren Auftritt im Rahmen des Präsentations-Konzerts zu. Anmeldeschluss: Di., 17.04.2018


Programm

Das Klassikprogramm für Hamburg & Norddeutschland im März

19:30 Laeiszhalle Radu Lupu (Klavier), Symphoniker Hamburg, Guy Braunstein (Violine & Leitung). Mozart: Eine kleine Nachtmusik, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Radu Lupu Mozart — Beethoven — Brahms Guy Braunstein, Dirigent Radu Lupu, Klavier

DO 01.03.18 – 19.30 – GS

1.3. Donnerstag

19:30 Tschaikowsky-Saal Klassik „reloaded“. Mirror Strings. Werke von Grieg, Pärt & Piazzolla 20:00 Alte Druckerei Ottensen Leon Gurvitch & String Quartet

19:00 Museum für Kunst & Gewerbe (Spiegelsaal) Olena Guliei (Violoncello) 19:30 C. Bechstein Centrum (Chilehaus) Weltklassik am Klavier. Katie Mahan (Klavier). Bach: Französische Suite Nr. 4 Es-Dur, Beethoven: Sonate Nr. 32 c-Moll op. 111, Gershwin: Drei Preludes & Rhapsody in Blue

2.3. Freitag

20:00 Klangmanufaktur Kohärenzen – Werkstattkonzert

Konzert

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Rigoletto. Carlo Rizzari (Leitung), Andreas Homoki (Regie) Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai Carillon-Konzert mit Werner Lamm 16:30 Hauptkirche St. Jacobi 30-Minuten-Orgelmusik. Gerhard Löffler (Orgel). Werke von Bach, Duruflé, Franck

Theater und Musik in Ahrensburg e.V. im Eduard-Söring-Saal Ahrensburg, Waldstr. 14

Sonntag 6. Mai, 20 Uhr

Werke für Violine solo & literarische Texte Karten 17–26 €. Abendkasse VVK: MARKT-Theaterkassen Ahrensburg & Bargteheide sowie unter www. theater-und-musik-in-ahrensburg.de

22 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Foto: Tibor Bozi

Daniel Hope Violine

19:30 Theater Stralsund Francisco Manuel Anguas Rodriguez & JanFrederick Behrend (Marimba), Philharmonisches Orchester Vorpommern, Andrea Sanguineti (Leitung). Dvořák: Konzertouvertüre „In der Natur“ & Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60, Abe: Wind Across Mountains & The Wave Impressions 19:30 Volkstheater Rostock Herman: Ein Käfig voller Narren

20:00 Elbphilharmonie Schubert: Winterreise. Matthias Goerne (Bariton), Markus Hinterhäuser (Klavier)

309673_SH-Concerti_4_VH_Anz-Stopper_38x38mm_.indd 02.02.18 08:59 2 Konzert Musiktheater

19:00 HfMT (Mendelssohn-Saal) Pia Bohnert (Gesang)

Mecklenburg-Vorpommern

18:00 Staatsoper Hamburg (opera stabile) AfterWork 20:00 Alte Druckerei Ottensen Holger Schoenwald, Fabian & Ascan Tünnermann (Gitarre) 20:00 Elbphilharmonie Hayashi Eitetsu & Fu-un no Kai (Taiko), Waseda Symphony Orchestra Tokyo, Kazufumi Yamashita (Leitung). Nicolai: Ouvertüre zu „Die lustigen Weiber von Windsor“, R. Strauss: Sinfonia domestica F-Dur op. 53, Tschaikowsky: Fantasieouvertüre „Romeo und Julia“, Ishii: Mono-Prism 20:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Elbphilharmonie Kreativorchester 20:00 Laeiszhalle Mischa Cheung (Klavier), Deutsches Filmorchester Babelsberg, Eckehard Stier (Leitung). Uematsu: Filmmusik zu „Final Fantasy“ (Auszüge) 20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Jack Liebeck (Violine), Krzysztof Chorzelski (Viola), Guy Johnston (Violoncello). Beethoven: Serenade D-Dur op. 8 & Streichtrio c-Moll op. 9/3, Sibelius: Streichtrio g-Moll 20:00 Museum für Kunst & Gewerbe (Spiegelsaal) Divan des Sultan Süleyman. Ilker Arcayürek (Tenor), Burkhard Kehring (Klavier). Werke von Schubert, Schumann & Saygun Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Wagner: Der fliegende Holländer


19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung), Andreas Franz (Regie) Musik in Kirchen

18:00 Elisabethkirche Eidelstedt Musikalischer Wochenschluss. Bernhard Stützer (Orgel) 18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik und Texte. Gertrud Zander (Sprecherin), Henrike Schäfer (So­ pran), Katharina Bertram (Klavier) 19:00 Hauptkirche St. Trinitatis Musikalische Vesper. Heike Fischer (Sopran), Hanno Schiefner (Orgel) 19:00 Hauptkirche St. Nikolai Mendelssohn: Paulus. Marlen Korf (Sopran), Alina Behning (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor), Vincenzo Neri (Bass), Hamburger Knabenchor St. Nikolai, Hamburger Camerata, Rosemarie Pritzkat (Leitung) Schleswig-Holstein

19:30 Theater Lübeck Die schlafende Schöne. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Gounod: Margarethe. Michael Ellis Ingram (Leitung)

19:30 Theater Putbus Perlen der Streichermusik. Bálint Gergely (Violoncello), Preußisches Kammerorchester, Urs-Michael Theus (Leitung). Telemann: Burlesque de Quixotte TWV 55, Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85, Mozart: Divertimento D-Dur KV 136 „Salzburger Sinfonie“, Tschaikowsky: Streicherserenade C-Dur op. 48

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Niedersachsen

20:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Calmus Ensemble, Sunnyi Melles (Lesung). Musik von Banter, Lahusen & Kreisler, Texte von Kästner, Tieck, Proust u. a. 20:00 Theater Lüneburg Amadé. Olaf Schmidt (Choreografie)

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 23


Klassikprogramm Diese Anzeige wenn möglich am 03.03.2018 plazieren

3.3. Samstag Wussten Sie, dass ein Flügel nicht lauter als eine Klarinette ist?

konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen JAZZ DUO: Johannes Bahlmann & Tadeusz Jakubowski

JAZZ DUO

Musiktheater

Die Bassklarinette muss man lieben, vor allem wenn sie von Rudi Mahall* gespielt wird.

19:30 Staatsoper Hamburg Eötvös: Senza Sangue & Bartók: Herzog Blaubarts Burg. Gregory Vajda (Leitung)

Alte Druckerei Ottensen bedeutet: Jazz auf internationalem Niveau.

19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung)

* am 07.05.2018 mit Aki Takase in Ottensen Hinterhof am Spritzenplatz Bahrenfelder Straße 73d 22765 Hamburg Ottensen www.alte-druckerei-ottensen.de Tickets: www.weinklang.reservix.de

Musik in Kirchen

11:30 Kirche am Rockenhof Volksdorf Musik zur Marktzeit. Michael Kriener (Orgel). Werke von Bach & Messiaen 15:30 Christianskirche Ottensen Carillonkonzert. Gudrun Schmidtke (Turmglockenspiel) 18:00 Lutherkirche Bahrenfeld Franziska König (Violine). Werke von Bach & Ysaÿe 18:00 St. Johannis Eppendorf Cornelia Monske (Percussion), Rainer Thomsen (Orgel), Fredrik Schwenk (Sprecher). Schwenk: De Libertate Christiana – azione ecclesiastica (UA), sowie Werke von Hummel, Krol & Vivaldi

Konzerte im märz Sonnabend, 3. März, 18.00 Uhr Fredric Schwenk: De Libertate Christiana – azione ecclesiastica für Orgel, Sprecher und Schlagwerk (UA) Werke von Vivaldi, Krol & Hummel. Cornelia Monske (Percussion), Rainer Thomsen (Orgel), Fredric Schwenk (Sprecher)

19:00 St. Johannis Curslack Curslacker Abendmusik. Markus Segschneider (Gitarre) Kinder & Jugend

14:00 & 16:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Instrumentenwelt: Kosmos Percussion – Workshop für Kinder ab 6 Jahren

Sonnabend, 10. März, 18.00 Uhr REGER BACH Solo-Cellowerke von Johann Sebastian Bach & Max Reger. Gerhart Darmstadt (Barockcello)

14:30 C. Bechstein Centrum Hamburg (Chilehaus) Die Kleinen Klavierbauer - wo ist der Ton versteckt

Sonnabend, 17. März, 18.00 Uhr Jean–Marie Leclair (1697–1764) - Virtuose et Compositeur Gabriele Steinfeld (Barockvioline), Anke Dennert (Cembalo)

Martina Hamberg-Möbius (Sopran), Anne-Beke Sontag (Alt), Fabian Kuhnen (Bass), Kantorei und Kammerorchester St. Johannis Tenor & Leitung: Rainer Thomsen

24 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Schleswig-Holstein www.johannis-eppendorf.de

Sonnabend, 24. März, 18.00 Uhr Johann Sebastian Bach: Passionskantaten Jesus nahm zu sich die Zwölfe BWV 22 Du wahrer Gott und Davids Sohn BWV 23 Himmelskönig sei willkommen BWV 182

15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen

18:00 Ansgarkirche Kiel Alberto Ferro (Klavier). Chopin: Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 & Barcarole Fis-Dur op. 60, Schumann: Kreisleriana op. 16, Strawinsky: Drei Sätze aus „Petruschka“, Beethoven: Sonate F-Dur op. 10/2 19:00 Kirche Eichede Ensemble Querbeet 19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Ein Maskenball 19:30 Theater Lübeck Schreker: Der ferne Klang. Andreas Wolf (Leitung), Jochen Biganzoli (Regie)


Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Greifswald Previn: Endstation Sehnsucht – A Streetcar Named Desire

BOLSHOI THEATER LIVE

Niedersachsen

17:00 Verdo Hitzacker Musikwoche Hitzacker: Eröffnungskonzert. Adam Laloum (Klavier), Mageburgische Philharmonie, Albrecht Mayer (Leitung). Schönberg: Notturno, Mozart: Klavierkonzert A-Dur KV 488, Mendelssohn: Suite aus „Ein Sommernachtstraum”

NUR SONNTAG, 4.3. UM 16 UHR

20:00 Theater Lüneburg Bizet: Carmen (Premiere). Thomas Dorsch (Leitung), Hajo Fouquet (Regie)

4.3. Sonntag Konzert

LiveÜbertragung!

11:00 Laeiszhalle 2018 Movie Classics. KlassikPhilharmonie Hamburg, Anna Skryleva (Leitung). E. Bernstein: Die glorreichen Sieben (Auszüge), Morricone: Spiel mir das Lied vom Tod (Auszüge) u. a. 20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik: Julia Mensching (Viola) 17:00 Alfred Schnittke Akademie International Eine kleine grosse Sehnsucht. Lene Clara Strindberg (Gesang), Viktoria Rok (Klavier). Werke von Grieg, Britten, Satie u. a.

Präsentiert von

18:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Hamburg Klassik Müsik Chor, Abdurrahman Özyay (Leitung) 19:00 Laeiszhalle Nathalie de Montmollin (Sopran), Katja Pieweck (Mezzosopran), Michael Connaire (Tenor), Thomas Wittig (Bass), Hamburger Oratorienchor, Symphoniker Hamburg, Thekla Jonathal (Leitung). Charpentier: Te Deum D-Dur, Schubert: Messe Es-Dur D 950 20:00 Elbphilharmonie Mendelssohn: Elias. Monteverdi-Chor Hamburg, Mitteldeutsches Kammerorchester, Gothart Stier (Leitung)

2018 movie cLaSSicS Die beste Filmmusik aller Zeiten! Sonntag, 04.03. 2018 11 Uhr, Laeiszhalle

cinestar.de Kinder & Jugend

Musiktheater

15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen 16:00 Hauptkirche St. Jacobi Die Orgelmaus. Gudrun Heinsius (Sprecherin), Gerhard Löffler (Orgel)

15:00 Staatsoper Hamburg Verdi: Rigoletto. Carlo Rizzari (Leitung), Andreas Homoki (Regie) Musik in Kirchen

17:00 Paul-Gerhardt-Kirche Winterhude (Gemeindehaus) Von Finnland bis Frankreich – Grenzenlose Musik. Marret Winger (Sopran), Maria MeierKarparov & Steffen Hartmann (Klavier) 17:00 Kulturkirche Altona Orgelwinter 2018. Ensemble Nordybrass. Werke von Holst, Vivaldi, Rossini, u. a. 18:00 Marktkirche Poppenbüttel Dresden und Hamburg. Ulf Zastrau (Altus), Compagnia cant’amore. Werke von Telemann, Hasse & Neuwachs

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 25


Klassikprogramm

Sonstiges

11:00 Staatsoper Hamburg (Probebühne 1) Einführungsmatinee Schleswig-Holstein

16:00 Theater Lübeck Bart: Oliver! Adrian Pavlov (Leitung), Wolf Widder (Regie) 18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Rossini: Wilhelm Tell. Daniel Carlberg (Leitung), Fabio Ceresa (Regie)

Montag, 5.3., 19 Uhr

Prof. Dr. Sabine Sonntag Vortrag: „Wie ich’s begänne, wüsst’ ich kaum“ – 150 Jahre Inszenierungsgeschichte der Meistersinger von Nürnberg Warburg-Haus, Heilwigstr. 116 Eintritt: 9,-/6,- € · Abendkasse

RICHARD-WAGNERVERBAND HAMBURG

Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Verdi: Otello. Daniel Huppert (Leitung), Katharina Thoma (Regie) 16:00 Theater Stralsund Janáček: Auf verwachsenem Pfade & Strawinsky: Le Sacre du printemps. Ralf Dörnen (Choreografie) 16:00 Volkstheater Rostock (Kunsthalle Rostock) Sarabeth Guerra (Violine), Christine Noe (Klavier). Beethoven: Violinsonate F-Dur op. 24 „Frühlingssonate“, Schumann: Violinsonate a-Moll op. 105, Hübner: Violinsonate Nr. 2, Debussy: Violin­sonate g-Moll 18:00 Theater Greifswald Francisco Manuel Anguas Rodriguez & Jan Frederick Behrend (Percussion), Olha Chipak & Oleksy Kushnir (Klavier). Strawinsky: Petruschka, Bernstein: West Side Story, Abe: Variationen über japanische Kinderlieder, Bartók: Sonate für zwei Klaviere und Schlagwerke 18:00 Volkstheater Rostock (Kleine Komödie Warnemünde) Dan Goggin: Non(n)sens. Petra Leupold-Elert (Leitung), Teresa Lucia Forstreuter (Choreografie) Niedersachsen

11:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Trio Les Esprits. Debussy: Violinsonate, Fauré: Klaviertrio d-Moll op. 120, Schumann: Soiréestücke op. 73, Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70/1 „Geister-Trio“ 17:00 Verdo Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Albrecht Mayer (Oboe), Kuss Quartett. Mozart: Quintett A-Dur KV 581 & Serenade nach KV 388/406 19:00 Theater Lüneburg Amadé. Olaf Schmidt (Choreografie)

5.3. Montag Konzert

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Laura Alonso Padín & Conchi Moyano (Sopran), Anna Tonna (Mezzosopran), Carlos Galván (Tenor) u. a.

Sonstiges

19:00 Warburg-Haus „Wie ich’s begänne, wüsst’ ich kaum“ – 150 Jahre Inszenierungsgeschichte der Meistersinger von Nürnberg. Sabine Sonntag (Vortrag) Mecklenburg-Vorpommern

18:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Alexey Sychev (Klavier), Mecklenburgische Staats­ kapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 „Unvollendete“, Liszt: Totentanz, Panufnik: Katyn Epitaph, R.Strauss: Tod und Verklärung op. 24 Niedersachsen

11:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker: Interpretenporträt. Adam Laloum (Klavier), Norbert Hornig (Moderation). Werke von Brahms 20:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Vital Julian Frey (Cembalo). Bach: GoldbergVariationen

6.3. Dienstag Konzert

19:30 Laeiszhalle Grigory Sokolov (Klavier) 20:00 Elbphilharmonie Xavier de Maistre (Harfe), Lucero Tena (Kastagnetten). Albéniz: Sonate D-Dur op. 13, Suite española (Auszüge) & Mallorca aus „Barcarola“ op. 202, Guridi: Viejo Zortzico, Lecuona: Malagueña, Soler: Harfensonate, Granados: Valses poéticos & Andaluza e-Moll op. 37/5 aus „12 danzas españolas“, Tárrega: Recuerdos de la Alhambra, Falla: Spanischer Tanz Nr. 1 aus „La vida breve“ Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Rigoletto. Carlo Rizzari (Leitung), Andreas Homoki (Regie)

26 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Musik in Kirchen

12:30 Hauptkirche St. Jacobi Mittagspause für die Seele. Gerhard Löffler (Orgel) Schleswig-Holstein

19:00 Nikolaikirche Kiel Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), Ensemble Metamorphosen. Mozart: Quartett G-Dur KV 156, Haydn: Cellokonzert C-Dur, Dvořák: Streicherserenade E-Dur op. 22 Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Alexey Sychev (Klavier), Mecklenburgische Staats­ kapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 7, Liszt: Totentanz, Panufnik: Katyn Epitaph, R. Strauss: Tod und Verklärung Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg Bizet: Carmen. Thomas Dorsch (Leitung), Hajo Fouquet (Regie)

7.3. Mittwoch Konzert

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Avi Avital (Mandoline), Łukasz Kuropaczewski (Gitarre), Ophira Zakai (Theorbe), Sarah Verrue (Harfe), Tamar Halperin (Cembalo). Vivaldi: Sonata da camera a tre g-Moll RV 85, Henze: Carillon – Récitatif – Masque, D. Scarlatti: Sonate g-Moll K. 91, Ben-Haim: Sonata a tre, Ravel: Alborada del gracioso, Bruce: Neues Werk (UA) 20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik 20:00 Elbphilharmonie Yann Tiersen (Klavier) 21:00 resonanzraum St. Pauli (Bunker Feldstraße) ePhil. Grischa Lichtenberger (live electronics). Lichtenberger: la demeure aus „l y a peril en la demeure“ Musiktheater

19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. David Suchanek (Orgel). Werke von Bach, Dupré & Vierne Schleswig-Holstein

19:30 Europäisches Hansemuseum Lübeck Isabel Jiménez Montes (Violine), Bertan Balli (Klavier). Debussy: Violinsonate g-Moll u. a.


CARL-PHILIPP-EMANUELBACH-CHOR HAMBURG

Bach und Pärt Johann Sebastian Bach Motette »Jesu, meine Freude« Motette »Singet dem Herrn ein neues Lied« Motette »Der Geist hilft unser Schwachheit auf« Sinfonia zur Kantate »Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte« Sinfonia zur Kantate »Am Abend aber desselbigen Sabbats«

Arvo Pärt Te Deum für drei Chöre, Klavier, Streichorchester und Tonband

Hamburger Barockorchester Christopher Bender CONTINUO Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg LEITUNG Hansjörg Albrecht

Freitag, 13. April 2018, 20.00 Uhr Hamburg, St. Johannis-Harvestehude Karten zu 15 Euro bei der Konzertkasse Gerdes (Tel.: 040 45 33 26), den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.eventim.de. Übliche Ermäßigungen an der Abendkasse. Info: www.cpe-bach-chor.de

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 27


Klassikprogramm

19:30 Staatsoper Hamburg (Chorsaal) OpernReport: „Messa da Requiem“. Vortrag von Jürgen Kesting Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Marstell Putbus Festspielfrühling Rügen: Eröffnungskonzert. Matthias Schorn (Klarinette), Ariane Haering & Jarkko Riihimäki (Klavier), Doric String Quartet, Die Strottern, Faltenradio, Franui, Julia Stemberger (Lesung). Schubert: Der Hirt auf dem Felsen D 965, Militärmarsch Nr. 1 D-Dur op. 51 D 733, Klarinettensonate a-Moll D 821 „Arpeggione“, Quartettsatz c-Moll D 703 u. a., Lesung aus Briefen, Tagebuchnotizen & Gedichten 19:30 Theater Putbus Janáček: Auf verwachsenem Pfade & Strawinsky: Le Sacre du printemps. Ralf Dörnen (Choreografie) Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Alexey Sychev (Klavier), Mecklenburgische Staats­ kapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 „Unvollendete“, Liszt: Totentanz, Panufnik: Katyn Epitaph, R. Strauss: Tod und Verklärung op. 24

20:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Annelien Van Wauwe (Klarinette), Maximilian Hornung (Violoncello), Evgenia Rubinova (Klavier). Widmann: Nachtstück, Salonen: Nachtlieder, Schumann: Nachtstücke op. 23 u. a.

Niedersachsen

20:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Albrecht Mayer (Oboe), Linda Frank (Harfe). Bochsa: Nocturne op. 50/3, Britten: Suite C-Dur op. 83, Pierné: Sérénade op. 7, Fauré: Impromptu op. 86, Brod: Nocturne sur Le Siège de Corinthe op. 16

8.3. Donnerstag Konzert

20:00 Elbphilharmonie Yaron Herman (Klavier), Geneva Camerata, David Greilsammer (Klavier & Leitung) Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai Carillon-Konzert. Gudrun Schmidtke (Turmglockenspiel) 16:30 Hauptkirche St. Jacobi 30-Minuten-Orgelmusik. Gerhard Löffler (Orgel). Werke von Bach, Reger & Messiaen Sonstiges

19:00 Sasel-Haus Elbphilharmonie+: Die Orgel. Thomas Cornelius (Orgel & Gespräch) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Greifswald Previn: Endstation Sehnsucht

20:00 Theater Lüneburg Bizet: Carmen. Thomas Dorsch (Leitung), Hajo Fouquet (Regie) 20:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Kunst ver-rückt Tanz. Ballettensemble (Choreografie)

9.3. Freitag Konzert

19:00 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Kreativ BeatObsession 20:00 Alte Druckerei Ottensen JAZZ: Das junge Quintett 20:00 Elbphilharmonie Yaron Herman Trio Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Eötvös: Senza Sangue & Bartók: Herzog Blaubarts Burg. Gregory Vajda (Leitung) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung Musik in Kirchen

18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik und Texte. Gudrun Hoffmann (Sprecherin), Mathilde Helm (Blockflöte), Henning Sievers (Violoncello), Carsten Balster (Orgel) Sonstiges

18:00 Staatsoper Hamburg (Orchesterprobensaal) Opernwerkstatt: Messa da Requiem

28 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

11:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker: Instrumentenwerkstatt Klarinette 20:00 Theater Lüneburg Amadé. Olaf Schmidt (Choreografie) 20:00 Verdo Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Albrecht Mayer (Oboe), Hinrich Alpers (Klavier). Debussy/ Lundholm: Clair de lune, Ravel: Gaspard de la nuit & Noctuelles, Fauré: Nocturne Nr. 11 fis-Moll op. 104/1

10.3. Samstag Konzert

16:00 Laeiszhalle (Brahms-Foyer) Sean Shibe (Gitarre). Bach: Partita c-Moll BWV 997, Villa-Lobos: Etudes & Preludios (Auszüge) 20:00 Alte Druckerei Ottensen KLASSIK Klavierabend 20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Vilde Frang, Tai Murray, Gregory Ahss & Rosanne Philippens (Violine), Lawrence Power & Lily Francis (Viola), Nicolas Altstaedt & Jan-Erik Gustafsson (Violoncello). Veress: Trio, Arensky: Streichquartett a-Moll, Enescu: Oktett C-Dur op. 7 Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Rigoletto. Carlo Rizzari (Leitung), Andreas Homoki (Regie) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung), Andreas Franz (Regie) Tanztheater

14:30 & 19:00 Staatsoper Hamburg (opera stabile) Junge Choreografen


PRESENTS

KAMMERMUSIK IN DER LAEISZHALLE

VILDE FRANg & FRIENDS

Werke von Arensky, enescu, veress

10.03.2018 | 20 UHR LAEISZHALLE KLEINER SAAL TIckeTs 040 357 666 66 WWW.eLBPHILHArMonIe.De

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concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 29


Klassikprogramm

Musik in Kirchen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

18:00 St. Johannis Eppendorf Gerhart Darmstadt (Barockcello). Werke von Bach & Reger

11:00 Ev. Gemeindehaus Bergen Festspielfrühling Rügen. Die Strottern

11:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Evgenia Rubinova (Klavier), Jan Wagner (Lesung), Axel Kahrs (Moderation). Werke von Chopin, Lesung von „Mörikes Nachtstücke der Düsterkeit und Geistererscheinungen“

20:00 Christuskirche Wandsbek Bach: Lukas-Passion. Rainer Thomsen (Tenor), Christiane Canstein (Sopran), Daniela Alvarez (Mezzosopran), Stephanie Klein (Alt), Konstantin Heintel (Bass), Tom Kessler (Bass), Hamburger Camerata, Kantorei und Ensemble Wandsetal, Frank Vollers (Leitung) Kinder & Jugend

15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen Sonstiges

18:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Abschlusspräsentation Kreativ Camp. Yaron Herman (Klavier) 20:00 Elbphilharmonie Yaron Herman trifft ... Elina Duni (vocals), Yaron Herman (piano), Itamar Doari (percussion), Jürgen Attig (double bass), Nils Wülker (trumpet), Dominic Miller (guitar) Schleswig-Holstein

17:00 Theater Kiel (Opernhaus) Wagner: Götterdämmerung (Premiere). Georg Fritzsch (Leitung), Daniel Karasek (Regie) 19:30 Theater Lübeck Die schlafende Schöne. Yaroslav Ivanenko (Choreografie)

11:00 Jagschloss Granitz Binz Festspielfrühling Rügen: Wunschkonzert. Matthias Schorn (Klarinette), Doric String Quartet, Julia Sinnhöfer (Moderation). Strawinsky: Drei Stücke für Klarinette solo, Berio: Sequenza IXa für Klarinette solo, Werke von Mozart, Weber & Haydn 15:00 Kunstscheune Vaschvitz Festspielfrühling Rügen. Matthias Schorn (Klarinette), Alex Redington (Violine), John Myerscough (Violoncello), Ariane Haering (Klavier), Julia Stemberger (Lesung). Messiaen: Quartett für das Ende der Zeit, Texte von Messiaen, Benjamin, Bachmann, Trakl, Zech u. a. 19:30 Marstell Putbus Festspielfrühling Rügen. Matthias Schorn & Alexander Neubauer (Klarinette), Neubrandenburger Philharmonie, Sebastian Tewinkel (Leitung). Mendelssohn: Ouvertüre „Die Hebriden“ op. 26, Konzertstücke für Klarinette, Bassetthorn und Orchester Nr. 1 & 2, Mozart: Klarienttenkonzert A-Dur & Sinfonie Nr 36 C-Dur „Linzer Sinfonie“ 19:30 Theater Stralsund Va, pensiero. Lena Kutzner (Sopran), Thomas Rettenstiner (Bariton), Opernchor des Theaters Vorpommern, Philharmonisches Orchester Vorpommern, Neubrandenburger Philharmonie, Peter Leipold & Panagiotis Papadoupolos (Leitung). Weber: Der Freischütz (Auszüge), Verdi: Aida (Auszüge) u. a.

19:00 Stadtkirche St. Laurentii Itzehoe Welt und Geist. NDR Chor, Tõnu 20:00 Volkstheater Rostock (AteliKaljuste (Leitung), Dörthe Landmesertheater) PREMIERE Have a look V ser (Orgel). Werke von Penderecki, To reinvent oneself. Tanzcompagnie Diese Anzeige bitte hinter die erste Erwähnung des FORUM Klassik plazieren Pärt, Tormis, Penderecki & Tanejew des Volkstheaters

17:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker: Gesprächskonzert „Es ist das Heil uns kommen her”. Albrecht Mayer (Oboe d’amore & Leitung), Daniela Koch, (Flöte), Vital Julian Frey (Cembalo), Voktett Hannover, Ensemble New Seasons. Werke von Vivaldi & Bach 19:30 Johanneskapelle Adendorf Adendorfer Serenade. Ensemble Trigon

11.3. Sonntag Konzert

11:00 Laeiszhalle Ziyu He (Violine), Klassische Philharmonie Bonn, Heribert Beissel (Leitung). Mendelssohn: Konzertouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“ F-Dur op. 32, Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61, Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 20:00 Elbphilharmonie Brahms: Ein deutsches Requiem. Camilla Tilling (Sopran), Hanno Müller-Brachmann (Bass), Chor & Symphonieorchester des BR, Bernard Haitink (Leitung) 18:00 Sasel Haus Daedalus Quartett. Mendelssohn: Andante sostenuto und Scherzo aus op. 81, Ives: Streich­ quartett Nr. 2 op. 19, Brahms: Streichquartett Nr. 3 B-Dur op.67 Musiktheater

Viele Leute haben noch nie eine Geige live gehört.

18:00 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem (Premiere). Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie)

FORUM Klassik . . .

19:00 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung), Andreas Franz (Regie)

das bedeutet: Eintritt frei – wir möchten das Sie Geigen hören und lieben lernen. Genießen Sie einen guten Wein – entscheiden Sie selbst, was Sie für die Musik zahlen wollen. Hinterhof am Spritzenplatz Bahrenfelder Straße 73d 22765 Hamburg Ottensen www.alte-druckerei-ottensen.de Tickets: www.weinklang.reservix.de

30 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

Tanztheater

14:30 & 19:00 Staatsoper Hamburg (opera stabile) Junge Choreografen Musik in Kirchen

18:00 Epiphanienkirche Winterhude Musikzeit Epiphanien – Von Schubert bis Schmäh. Viktoria Car (Sopran), Markus Bruker (Klavier) 18:00 Hauptkirche St. Michaelis Musikalische Vesper. Anja Marie Böttger (Flöte), Ulrich Augstein (Fagott). Werke von C. P. E. Bach, Quantz u. a.


Felix Mendelssohn

Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“

Ludwig van Beethoven

Leitung: Heribert Beissel Violine: Ziyu He

Preisträger des Int. Mozartwettbewerb der Uni Mozarteum

Violinkonzert D-Dur op. 61

www.adticket.de und Vorverkaufsstellen. Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 Beratung: 040 566176

Max Reger 18:00 Hauptkirche St. Nikolai Welt und Geist. NDR Chor, Tõnu Kaljuste (Leitung). Werke von Pen­ derecki, Pärt, Tormis & Tanejew Kinder & Jugend

15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen Schleswig-Holstein

10:15 Ratzeburger Dom Musikalischer Gottesdienst. Ratzeburger Domchor. Bach: Messe h-Moll (Auszüge) 18:00 Theater Lübeck Schreker: Der ferne Klang. Andreas Wolf (Leitung), Jochen Biganzoli (Regie) 19:00 Theater Kiel (Opernhaus) Bournonville: La Sylphide. Ballett Kiel 18:00 MuK Lübeck Blechschaden, Bob Ross (Leitung) Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Seebrücke Sellin Festspielfrühling Rügen. Faltenradio. Werke von Bach, Schubert, Schostakowitsch, Bernstein, Piazzolla, Wecker, Breinschmid ua. 14:30 Seebrücke Sellin Festspielfrühling Rügen. Faltenradio. Werke von Bach, Schubert, Schostakowitsch, Bernstein, Piazzolla, Wecker, Breinschmid ua. 18:00 Theater Greifswald Va, pensiero. Lena Kutzner (Sopran), Thomas Rettenstiner (Bariton), Opernchor des Theaters Vorpommern, Philharmonisches Orchester Vorpommern, Neubrandenburger Philharmonie, Peter Leipold & Panagiotis Papadoupolos (Leitung). Weber: Der Freischütz (Auszüge), Verdi: Aida (Auszüge) u. a.

18:00 Theater Stralsund Francisco Manuel Anguas Rodriguez & Jan Frederick Behrend (Percussion), Olha Chipak & Oleksy Kushnir (Klavier). Strawinsky: Petruschka, Bernstein: West Side Story, Abe: Variationen über japanische Kinderlieder, Bartók: Sonate für zwei Klaviere und zwei Schlagwerke 18:00 Volkstheater Rostock Alban Gerhardt (Violoncello), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Ariel Zuckermann (Leitung). Zimmermann: Stille und Umkehr, Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85, Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 19:30 Kurhaus-Saal Binz Festspielfrühling Rügen. Matthias Schorn (Klarinette), Franui. Werke von Schubert, Brahms & Mahler Niedersachsen

11:00 St. Johanniskirche Hitzacker Musikwoche Hitzacker. Katharina Bäuml (Schalmei & Leitung), Capella de la Torre 11:30 Musikschule Lüneburg (Forum) ... Triffst du nur das Zauberwort. Jorma Marggraf (Klavier), Lüneburger Symphoniker, Ulrich Stöcker (Leitung). Mendelssohn: Klavierkonzert g-Moll op. 25, Wagner, Siegfried-Idyll WWV 103 17:00 Verdo Hitzacker Musikwoche Hitzacker: Abschlusskonzert. Albrecht Mayer (Englischhorn & Leitung), NDR Kammerorchester. Mozart: Sinfonie A-Dur KV 201, Serenade G-Dur KV 525 „Eine kleine Nachtmusik“ & Andante B-Dur KV 315, Fiala: Englischhornkonzert C-Dur

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Infos: www.klassische-philharmonie-bonn.de

Einführung: 10.15 Uhr

Hamburg · Laeiszhalle Sonntag, 11. März 2018, 11.00 Uhr

12.3. Montag Konzert

19:30 Laeiszhalle (Studio E) Mitglieder der Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg 20:00 Elbphilharmonie Dream Mandé – Bamanan Djourou. Rokia Traoré 20:00 Laeiszhalle Anne Folger & Jennifer Rüth (Klavier & Gesang) Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Glasbahnhof im Stadthafen Sassnitz Festspielfrühling Rügen. Die Strottern 14:00 Loev Hotel Rügen Binz (Bühne Löwenherz) Festspielfrühling Rügen. August Zirner (Flöte), Jarkko Riihimäki (Klavier). Davis: So What, Monk: Well, You Needn’t, Ellington: In a Sentimental Mood, Werke von Hancock u. a. 19:30 Theater Putbus Festspielfrühling Rügen. Matthias Schorn (Klarinette), Benjamin Schmid (Violine), Markus Kraler (Kontrabass), Ariane Haering & Jarkko Riihimäki (Klavier), Doric String Quartet, August Zirner (Lesung). Gould: Benny’s Gig, Bartók: Kontraste Sz 111, Copland: Sextett, Goodman: Clarinade, Rachel’s Dream & Goodbye, Texte von und über Benny Goodman 19:30 Volkstheater Rostock Alban Gerhardt (Violoncello), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Ariel Zuckermann (Leitung). Zimmermann: Stille und Umkehr, Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85, Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 31


Klassikprogramm

Klangproben Anke Dennert spielt das originale Hitchcock Spinett (London, 1730) und das Clavichord (FriedericiKopie, Gera 1765). Beginn jeweils zur vollen Stunde. Die Museen sind durchgängig geöffnet. Mittwoch, 14. März 2018, 17–21 Uhr Museumsräume, Peterstraße 29–31 Eintritt: 7 € / erm. 5 €

KomponistenQuartier live! 13.3. Dienstag

14.3. Mittwoch

Konzert

Konzert

19:30 Mozart-Säle 431. Konzert der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Lara Boschkor (Violine), Alexey Pudinov (Klavier). Werke von Mozart, Grieg, Brahms & Chausson

17:00 KomponistenQuartier Klangproben. Anke Dennert (Hitchcock Spinett & Clavichord)

20:00 Elbphilharmonie Elbphilharmonie Jazz. Chucho Valdes & Gonzalo Rubalcaba (piano) Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Puccini: Madama Butterfly. Carlo Rizzari (Leitung), Vincent Boussard (Regie) Musik in Kirchen

12:30 Hauptkirche St. Jacobi Mittagspause für die Seele. Gerhard Löffler (Orgel) Schleswig-Holstein

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) R. Strauss: Arabella Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Festscheune Gut Lebbin Festspielfrühling Rügen. Franui. Werke von Schubert, Bartók u. a. 19:30 Gutshaus Boldevitz (Kapelle) Festspielfrühling Rügen. Doric String Quartet, Ariane Haering (Klavier). Mendelssohn: Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80, Haydn: Streichquartett D-Dur op. 64/5 Hob. III:63 „Lerchenquartett“, Elgar: Klavierquintett a-Moll 19:30 Volkstheater Rostock Alban Gerhardt (Violoncello), Norddeutsche Philharmonie Rostock, Ariel Zuckermann (Leitung). Zimmermann: Stille und Umkehr, Elgar: Cellokonzert, Dvořák: Sinfonie Nr. 7

20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik. Herbert Bruhn über Passionsmusiken 20:00 Elbphilharmonie Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23, Prokofjew: Romeo und Julia op. 64 (Auszüge) Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem. Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie) 19:00 Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Lichthof) Graun: Polydorus (halbszenisch). Hanna Zumsande & Santa Karnīte (Sopran), Joël Vuik (Altus), Mirko Ludwig (Tenor), Andreas Heinemeyer (Bariton), Ralf Grobe (Bassbariton), Fabian Kuhnen (Bass), barockwerk hamburg, Ira Hochman (Leitung), Alexander Radulescu (Regie) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung), Andreas Franz (Regie) Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Duo Flötuba. Werke von Bach, Händel, Mussorgski u. a. Schleswig-Holstein

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Ein Maskenball

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Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Haus des Gastes Baabe Festspielfrühling Rügen. Daniela Schorn (Flöte), Matthias Schorn (Klarinette & Moderation), Benjamin Schmid (Violine), Jarkko Riihimäki (Klavier), Die Strottern, Faltenradio, Franui 20:00 Volkstheater Rostock (Ateliertheater) Have a look V To reinvent oneself. Khai Ngoc Vu, Hung-Wen Mischnick, Larissa Potapov, Natalie Shults & Daniele Varallo (Choreografie)

15.3. Donnerstag Konzert

18:00 Elbphilharmonie Kulturcafé Jazz im Kulturcafé. pericopes+1 20:00 Elbphilharmonie Thomas Trotter (Orgel). Bach: Präludium und Fuge e-Moll BWV 548, C.P.E. Bach: Fuge über B-A-C-H & Sonate Nr. 3 F-Dur Wq 70/3, MacMillan: Le Tombeau de Georges Rouault, Wagner/ Lemare: Ouvertüre zu „Rienzi“, Lemare: Rondo capriccio op. 64, Elgar: Sonate G-Dur op. 28 Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: La traviata. Christoph Gedschold (Leitung), Johannes Erath (Regie) 19:00 Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Lichthof) Graun: Polydorus (halbszenisch). barockwerk hamburg, Ira Hochman (Leitung), Alexander Radulescu (Regie) Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai CarillonKonzert mit Gudrun Schmidtke 16:30 Hauptkirche St. Jacobi 30-Minuten-Orgelmusik. Gerhard Löffler (Orgel). Werke von Bach & Liszt Schleswig-Holstein

19:00 Theater Kiel (Opernhaus) Rossini: Wilhelm Tell


Foto: Marie Staggat

w w w. k a m m e r m u s i k f r e u n d e . d e

FREITAG, 20. APRIL 2018, 20.00 UHR LAEISZHALLE, KLEINER SAAL

Foto: Felix Broede

Quatuor Modigliani & Armida Quartett Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett D-Dur KV 593 Johannes Brahms: Streichsextett B-Dur op. 18 Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichoktett Es-Dur op. 20

Karten: E 42 / 32 / 22 / 13 Schüler­ und Studentenkarten E 10,­ an der Abendkasse

Karten: Elbphilharmonie Kulturcafé, am Mönckebergbrunnen/Barkhof 3, 20095 Hamburg · Konzertkasse Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg · Konzertkasse im Brahms Kontor (gegenüber der Laeiszhalle), Johannes-Brahms-Platz 1, 20355 Hamburg, Mo –Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr. Telefonische Bestellungen: 040 - 357 666 66, Mo–Sa 10 –18 Uhr, sowie bei allen bekannten Konzert­ kassen und an der Abendkasse. Online: www.kammermusikfreunde.de · Veranstalter: Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik e.V., Am Weiher 15, 20255 Hamburg

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 33


Klassikprogramm

20:00 Elbphilharmonie Lilya Zilberstein (Klavier) 20:00 Laeiszhalle The Best of Swing. Bettina Labeau (vocals), The Skylarks, Swing Dance Orchestra Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Puccini: Madama Butterfly. Carlo Rizzari (Leitung), Vincent Boussard (Regie) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Tanztheater

20:00 Kampnagel (K6) Rain. Anne Teresa De Keersmaeker (Choreografie). Musik von Steve Reich Musik in Kirchen

18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik und Texte. Gütz Barner (Sprecher), Bianca Jandrijasevic (Sopran), Maximilian Lojenburg (Orgel) Schleswig-Holstein

19:30 Theater Lübeck Sciarrino: Luci mie traditrici (Premiere). Dietger Holm (Leitung), Sandra Leupold (Regie) Mecklenburg-Vorpommern

12:00 Seebrücke Sellin Festspielfrühling Rügen. DoubleBeats, Faltenradio, Studierende der Musikhochschule Lübeck & der HfM Hanns Eisler Berlin (Klarinette). Reich: New York Counterpoint, Sulzer: Marsch der Borkenkäfer, Séjourné: Departures, Živković: Ultimatum II, Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 (Auszüge) u. a.

Mecklenburg-Vorpommern

14:00 Gutshaus Boldevitz (Kapelle) Festspielfrühling Rügen. Benjamin Schmid (Violine), Ariane Haering (Klavier). Beethoven: Violinsonate Nr. 3 Es-Dur, Wieniawski: Thème original varié, Paganini: Cantabile D-Dur, Liszt: Consolation Nr. 3, Gershwin: It Ain’t Necessarily So, Bazzini: Scherzo fantastique „Der Tanz der Kobolde“ 19:30 Marstell Putbus Festspielfrühling Rügen. HK Gruber (Chansonnier), Doric String Quartet, Musiker der Ensembles Faltenradio und Franui, Matthias Schorn (Leitung). Weill: Alabama Song, Lied der Jenny & Bilbao Song, Eisler: Anrede an den Kran „Karl“, Gruber: Frankenstein!! 19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Verdi: Otello. Daniel Huppert (Leitung)

20:00 Grand Hotel Heiligendamm (Ballsaal) Carte blanche. Studierende der HfMT Rostock

16.3. Freitag Konzert

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Cuarteto Casals. Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 18/1, Sonate E-Dur op. 14/1 & Streichquartett e-Moll op. 59/2, Cattaneo: Streichquartett „Neben“ 19:30 Tschaikowsky-Saal Von Wien nach Prag. accio piano trio. Werke von Haydn, Schubert & Smetana 20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik. Die Akademisten der Hamburger Philharmoniker. Beethoven: Septett op. 20; Ibert: Trois Pièces brêves; Penn: Capriccio u. a.

34 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

19:30 Marstell Putbus Festspielfrühling Rügen. Matthias Schorn (Klarinette), Sophie Dartigalongue (Fagott), Félix Dervaux (Horn), Benjamin Schmid (Violine), Laurène Durantel (Kontrabass), Ariane Haering (Klavier), Doric String Quartet. Strawinsky: Die Geschichte vom Soldaten (Auszüge), Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“, Schubert: Oktett F-Dur D 803 19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Haydn: Die Schöpfung (Premiere). Jutta Ebnother (Choreografie) 19:30 Volkstheater Rostock Vivaldi/Richter: Die vier Jahreszeiten. Elias Lazaridis (Choreografie) 22:30 Badehaus Goor Putbus/Lauterbach Festspielfrühling Rügen. Benjamin Schmid (Violine), Georg Breinschmid (Kontrabass), Jarkko Riihimäki (Klavier). Bach: Präludium und Fuge aus der Partita Nr. 3 E-Dur BWV 1006 u. a.


Niedersachsen

Musik in Kirchen

20:00 Theater Lüneburg Amadé. Olaf Schmidt (Choreografie)

18:00 Maria-Magdalenen-Kirche Osdorf Schütz: Matthäus-Passion. Vokalensemble SeiCento

17.3. Samstag Konzert

20:00 Alfred Schnittke Akademie International Alexandre Brussilovsky & Toma Bervetsky (Violine), Kaori Hiyama (Klavier). Boccherini: Duo E-Dur op. 5/2, Tartini: Sonate g-Moll „Teufelstriller-Sonate“, Tschaikowsky: Sérénade mélancolique, Madonis: Sonata Nr. 4 e-Moll, Strawinsky: Suite italienne 20:00 Alte Druckerei Ottensen KLASSIK Klavierabend. Salome Jijeishvili (Klavier) 20:00 Elbphilharmonie Hilary Hahn (Violine), Houston Symphony Orchestra, Andrés Orozco-Estrada (Leitung). Werke von Bernstein & Dvořák Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Tanztheater

20:00 Kampnagel (K6) Rain. Anne Teresa De Keersmaeker (Choreografie)

20:00 Eduard-Söring-Saal Ahrensburg Ragna Schirmer (Klavier). Werke von Bach, Händel & Scarlatti

18:00 St. Johannis Eppendorf JeanMarie Leclair – Virtuose et Compositeur. Gabriele Steinfeld (Barockvioline), Anke Dennert (Cembalo) Kinder & Jugend

10:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Klassiko Saitentag für Kinder ab 6 Jahren 14:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente für Kinder ab 4 Jahren 14:30 C. Bechstein Centrum Hamburg (Chilehaus) Bühne frei für junge Talente. Mitglieder vom Verein „Klassische Musik und Kultur für Kinder“ 16:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente für Kinder ab 6 Jahren 15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen

19:30 Musikhochschule Lübeck Eirini Aravidou (Schlagzeug), Jonas Klein (Klavier), Lübecker Kammerorchester, Bruno Merse (Leitung). Bernstein: Sinfonische Tänze aus „West Side Story”, Zhang: P.I.C.C., Gershwin: Rhapsody in Blue, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1 Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Haus des Gastes Baabe Festspielfrühling Rügen. DoubleBeats, Doric String Quartet. Brahms: Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67 u. a. 19:30 Nordperdhalle Göhren Festspielfrühling Rügen. Konstantin Wecker (Gesang), Matthias Schorn (Klarinette), Georg Breinschmid (Kontrabass), Jo Barnikel & Jarkko Riihimäki (Klavier), Die Strottern. Werke von Wecker

Schleswig-Holstein

19:30 Theater Greifswald Janáček: Auf verwachsenem Pfade & Strawinsky: Le Sacre du printemps. Ralf Dörnen (Choreografie)

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Ein Maskenball. Daniel Carlberg (Leitung), Pier Francesco Maestrini (Regie)

19:30 Volkstheater Rostock Herman: Ein Käfig voller Narren. Volker Plangg (Leitung), Stephan Brauer (Regie)

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 35


Klassikprogramm

Niedersachsen

Musiktheater

20:00 Theater Lüneburg Daniel Munck (Violoncello), Lüneburger Symphoniker, Thomas Dorsch (Leitung). Haydn: Ouvertüre zu „L’isola disabitata“, Lalo: Cellokonzert d-Moll, Bruckner: Sinfonie Nr. 1

18:00 Staatsoper Hamburg Verdi: La traviata

20:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Kunst ver-rückt Tanz

18.3. Sonntag Konzert

11:00 Elbphilharmonie Neue Vocalsolisten Stuttgart, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Alejo Pérez (Leitung). Puccini: Capriccio sinfonico, Busoni: Berceuse élégiaque, Respighi: I Pini di Roma, Berio: Sinfonia 18:00 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Derya Yildirim (Bağlama & Gesang), Deniz Mahir Kartal (Kaval), Sebastian Flaig (Schlagwerk), Chor zur Welt, Ensemble Resonanz, Jörg Mall (Leitung). Schubert: Winterreise D 911 (Auszüge), Akyol: Tertele 20:00 Elbphilharmonie Mischa Maisky (Violoncello), Sascha Maisky (Violine), Lily Maisky (Klavier), Moscow Virtuosi. Mozart: Divertimento F-Dur KV 138, Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56, Tschaikowsky: Die Jahreszeiten (Auszüge), Nocturne c-Moll op. 19/4 & Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 17:00 Helmut-Schmidt-Universität (Aula) Eirini Aravidou (Schlagzeug), Jonas Klein (Klavier), Lübecker Kammerorchester, Bruno Merse (Leitung). Bernstein: Sinfonische Tänze aus “West Side Story”, Zhang: P.I.C.C. , Gershwin: Rhapsody in Blue, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1

19:00 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Musik in Kirchen

18:00 Anglican Church Tiewtrakul: Greater Love (UA). Chloe Spreadborough (Sopran), Sebastian Hartmer (Bariton), Jochim Trede (Orgel), Benjamin Hopff (Klavier), Anglican Choir 18:00 Ansgarkirche Langenhorn Odessa-Vokalensemble 18:00 Bargteheider Kirche O ewiger Gott – O Aeterne Deus. Alexandra Marisa Wilcke (Gesang), Nicolas Alexander Böll (Sprecher), Eugène Rodger (Gitarre) 18:00 Friedenskirche Eilbek Josef Hülser (Violoncello), Paul Baeyertz (Klavier). Werke von Bach u. a. Kinder & Jugend

10:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Klassiko Saitentag für Kinder ab 6 Jahren 15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen Schleswig-Holstein

11:00 Kieler Schloss Olli Mustonen (Klavier), Philharmonisches Orchester Kiel, Georg Fritzsch (Leitung). Rachmaninow: Paganini-Rhapsodie op. 43, Smetana: Die Moldau, Šárka & Aus Böhmens Hain und Flur 16:00 Theater Lübeck Rossini: Der Barbier von Sevilla. Pier Francesco Maestrini & Joshua Held (Regie)

Christuskirche am Wandsbek-Markt Samstag, 24. März 2018, 19:00 Uhr

Kurt Fiebig MarKuspassion Martin Kötterle - Evangelist Tom Schmidt - Christus Paul Schmolke - Petrus Vokalensemble Hamburger Mozarteum Kantorei der Kreuzkirche Wandsbek (Einstudierung: Andreas Fabienke)

Leitung: Matthias Bensch (Domkantor Havelberg) Abendkasse: 15 € | VVK: 12 € unter uhs@ensemblemozart.de & bei Chormitgliedern 36 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

18:00 St. Hedwig Norderstedt Schütz: Matthäus-Passion. Vokalensemble SeiCento 18:00 St. Johannes Ahrensburg Bach: Lukas-Passion. Johanna Mohr (Sopran), Paul David Lüschen (Bass), Kantorei St. Johannes & Kammerorchester, Edzard Burchards (Leitung) 18:00 Theater Kiel (Opernhaus) Traumfänger/A Day in the Life. Can Arslan & Trey McIntyre (Choreografie) Mecklenburg-Vorpommern

11:00 Theater Putbus Festspielfrühling Rügen: Abschlusskonzert. Mat­ thias Schorn (Klarinette), Sophie Dartigalongue (Fagott), Félix Dervaux (Horn), Benjamin Schmid (Violine), Laurène Durantel (Kontrabass), Ariane Haering (Klavier), Doric String Quartet. Prokofjew: Ouvertüre über hebräische Themen op. 34, Korngold: Suite op. 23, R.Strauss/Hasenöhrl: Till Eulenspiegel einmal anders!, Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34 16:00 Volkstheater Rostock (Barocksaal) Manfred Hermann Lehner (Leitung). musik@rostock 18:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Haydn: Die Schöpfung. Jutta Ebnother (Choreografie) Niedersachsen

17:00 Musikschule Lüneburg (Forum) Bernadel-Quartett

19.3. Montag Konzert

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Lilit Grigoryan (Klavier). Werke von Bach/Busoni, Szymanowski, Rachmaninow & Mendelssohn 20:00 Elbphilharmonie Neue Vocalsolisten Stuttgart, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Alejo Pérez (Leitung). Werke von Puccini, Busoni & Respighi 20:00 Laeiszhalle Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys Schleswig-Holstein

20:00 Kieler Schloss Olli Mustonen (Klavier), Philharmonisches Orchester Kiel, Georg Fritzsch (Leitung). Rachmaninow: Paganini-Rhapsodie op. 43, Smetana: Die Moldau, Šárka & Aus Böhmens Hain und Flur

20.3. Dienstag Konzert

12:30 Laeiszhalle (Brahms-Foyer) Lunchkonzert der Symphoniker Hamburger. Alexander Radziewski (Vibrafon)


Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 37


Klassikprogramm

Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Verdi: Otello

Palmsonntag · 25. März 2018 · 18 Uhr

J.S. BACH MATTHÄUS PASSION

Marcel Beekman Evangelist · Klaus Häger Christus Miriam Feuersinger Sopran · Anke Vondung Alt Benjamin Bruns Tenor · Andreas Scheibner Bass Chor St. Michaelis Chorknaben Uetersen Orchester St. Michaelis Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters und des NDR Elbphilharmonie Orchesters u.a.

Leitung Christoph Schoener Karten 11,– bis 54,– € Vorverkauf (Kartenpreise inkl. Kombiticket zzgl. Vorverkaufsgebühr) MichelShop (Turmhalle) oder unter www.michel-musik.de Konzertkasse Gerdes, sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen bundesweit Restkarten und Ermäßigungen an der Abendkasse

21.3. Mittwoch Konzert

18:00 Halle 424 Feierabendkonzert. Johannes Krebs (Violoncello), FranckThomas Link (Klavier). Brahms: Cellosonaten 20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik. La belle Epoque - die Romantik in russischer Musik 20:00 Speicher am Kaufhauskanal George Sand & Frederic Chopin. Marina Savova (Klavier), Cornelia Schönwald (Sprecherin) Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Puccini: Tosca. Pier Giorgio Morandi (Leitung) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Musik in Kirchen

17:15 Hauptkirche St. Petri Stunde der Kirchenmusik. Hans Gebhard (Orgel). Werke von Bach 20:00 Hauptkirche St. Jacobi Wege zu Bach. Gerhard Löffler (Orgel), Kantorei St. Jacobi Schleswig-Holstein

19:30 Deutsches Haus Flensburg Sarah Christian (Violine), SchleswigHolsteinisches Sinfonieorchester, Jan Michael Horstmann (Leitung). Brahms: Violinkonzert & Sinfonie Nr. 3 Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Debussy zum 100. Todestag. Nima Quartett. Mozart: Streichquartett B-Dur KV 172, Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10, Janáček: Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“

Musiktheater

20:00 Elbphilharmonie Gautier Capuçon (Violoncello), Orchestre de chambre de Paris, Adrien Perruchon (Leitung). Rossini: Ouvertüre zu „La scala di seta“ & Streichersonate Nr. 5 Es-Dur, Haydn: Cellokonzert Nr. 1 C-Dur, Sollima: Violoncelles, vibrez!, Ravel: Pavane pour une infante défunte, Massenet: Méditation aus „Thaïs“, Popper: Elfentanz op. 39

12:30 Hauptkirche St. Jacobi Mittagspause für die Seele. Gerhard Löffler (Orgel)

20:00 Laeiszhalle Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys 20:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Esbjerg Ensemble, Katrine Gislinge (Klavier)

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem. Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie) Musik in Kirchen

Schleswig-Holstein

19:30 A.P. Møller Skolen Schleswig Sarah Christian (Violine), SchleswigHolsteinisches Sinfonieorchester, Jan Michael Horstmann (Leitung). Brahms: Violinkonzert & Sinfonie Nr. 3 19:30 theater itzehoe Ilya Gringolts (Violine), Rheinische Philharmonie, Garry Walker (Leitung). Copland: Suite aus „Appalachian Spring“, Meyer: Violinkonzert, Dvořák: Sinfonie Nr. 9

38 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

19:30 Museum Villa Irmgard Heringsdorf/Usedom „Waldmärchen“ – von Bäumen und Wäldern. Duo con emozione Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Kunst ver-rückt Tanz

22.3. Donnerstag Konzert

19:00 C. Bechstein Centrum Hamburg (Chilehaus) Yamile Cruz Montero (Klavier). Werke von Lecuona, Fariñas & Alén 20:00 Elbphilharmonie Frank Peter Zimmermann (Violine), NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzysztof Urbański (Leitung). Kilar: Orawa, Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll 20:00 Laeiszhalle Nightfall Tour. Till Brönner (trumpet), Dieter Ilg (bass)


Goßlerhaus Blankenese

Musik im Goßlerhaus KONZERTE MÄRZ - APRIL 2018

hamburger-konservatorium.de Reservierungen: tickets@gosslerhaus.de oder 040 23 51 74 45 (AB) MUSIK AUF DEM HÜGEL

KLINGENDES GOSSLERHAUS

So. 25. MÄRZ 2018 16.00 Uhr

Fr. 6. APRIL 2018 19.30 Uhr

Two Ladies and Two Double Basses

Brasilian Guitar & Voice

Werke von Händel, Dragonetti, S. Schäfer u. a. JOHANNA EHLERS Kontrabass SOPHIE TAUBITZ Kontrabass

ANDRÉ KRIKULA Gitarre, Gesang AXEL BURKHARD Bass CESAR FERREIRA Percussion

Stipendiatinnen der Hans-Kauffmann-Stiftung

MAKIKO EGUCHI Klavier

JAZZ IM GOSSLERHAUS

MUSIK AUF DEM HÜGEL

Fr. 13. APRIL 2018 19.30 Uhr

So. 22. APRIL 2018 16.00 Uhr

Swinging April

Hamburger Salonmusik im 18. Jahrhundert

Die Jazzabteilung des Hamburger Konservatoriums präsentiert Standards und Non-Standards

Duo La Porta Musicale ANKE DENNERT Cembalo GABRIELE STEINFELD Barockvioline

HAMBURGER KONSERVATORIUM | Goßlerhaus Blankenese, 22587 Hamburg (S Blankenese)

Gefördert durch die

Reservierung erbeten unter E-Mail: tickets@gosslerhaus.de oder Telefon: 040 23 51 74 45 (Anrufbeantworter) Preise: Musik auf dem Hügel: € 20,-/15,- (inkl. kleinem Imbiss) | Klingendes Goßlerhaus & Jazz: € 15,-/10,Rising Stars: Eintritt frei | Schüler*innen/Studierende des Hamburger Konservatoriums zu allen Veranstaltungen frei

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 39


Klassikprogramm

20:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) JaKönigJa: Made in Hamburg

22:00 Staatsoper Hamburg (StifterLounge IV. Rang) AfterShow

19:30 Theater Lübeck Sciarrino: Luci mie traditrici. Dietger Holm (Leitung)

Musiktheater

Musiktheater

Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: La traviata. Christoph Gedschold (Leitung), Johannes Erath (Regie)

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem. Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung)

20:00 Grand Hotel Heiligendamm (Ballsaal) Anastasia Kobekina (Violoncello) & Friends. Beethoven: Gassenhauer Trio, V. Kobekin: Drei Stücke für Duo Cello (UA), Piazzolla: Libertango

Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai CarillonKonzert mit Gudrun Schmidtke 16:30 Hauptkirche St. Jacobi 30-Minuten-Orgelmusik. Gerhard Löffler (Orgel). Werke von Bach & Weckmann Sonstiges

18:00 Elbphilharmonie Kulturcafé Jazz im Kulturcafé. Just Another Foundry Schleswig-Holstein

19:30 Theater Kiel (Opernhaus) Verdi: Ein Maskenball 19:30 Theater Lübeck Die schlafende Schöne. Yaroslav Ivanenko (Choreografie) 20:00 Messe Husum & Kongress Sarah Christian (Violine), SchleswigHolsteinisches Sinfonieorchester, Jan Michael Horstmann (Leitung). Brahms: Violinkonzert & Sinfonie Nr. 3

23.3. Freitag Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Spanische Gitarre 20:00 Elbphilharmonie Frank Peter Zimmermann (Violine), NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzysztof Urbański (Leitung). Kilar: Orawa, Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll

Musik in Kirchen

Niedersachsen

18:30 St. Petri und Pauli Bergedorf Musik und Texte. Gemischter Chor Havighorst-Boberg 19:00 Christuskirche Eidelstedt Ensemble Trio con Spirito. Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll 19:00 Hauptkirche St. Trinitatis Musikalische Vesper 19:00 Kulturkirche Altona Tango – Konzert & Milonga. Ulrike Hanitzsch (Gesang), Katharina Wibmer (Violine), Rita Maria Mascarós-Ferrer (Cello), Gerhard A. Schiewe (Akkordeon) 19:00 St. Marien-Dom Bach: Mat­ thäus-Passion. Hanna Zumsande (Sopran), Nicole Pieper (Alt), Knut Schoch (Tenor), Bruno Vargas & Konstantin Heintel (Bass), Neuer Knabenchor Hamburg, Chor des Mariendoms, Elbipolis Barockorchester Hamburg, Eberhard Lauer (Leitung)

20:00 Theater Lüneburg (Junge Bühne T.3) Kunst ver-rückt Tanz

24.3. Samstag Konzert

15:00 Laeiszhalle Mozart und die magische Perücke. Kinderstreichorchester „Saitenspiel“, Marianne Petersen (Leitung), Rhythmikensembles der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg, Maike Spieker (Leitung), Lir Vaginsky (Violine), Gerald Karni (Viola), Andreas Peer Kähler (Leitung) 19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Michael Barenboim (Violine), Julian Steckel (Violoncello), Elena Bashkirova (Klavier). Brahms: Klaviertrios Nr. 1-3 20:00 Alte Druckerei Ottensen KLASSIK Konzert

Sonstiges

20:00 Elbphilharmonie Julia Fischer (Violine), Daniel Müller-Schott (Violoncello), Bayerisches Staatsorchester, Kirill Petrenko (Leitung). Werke von Brahms & Tschaikowsky

9:00 Hochschule für Musik und Theater Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ Schleswig-Holstein

Musiktheater

19:30 Stadttheater Rendsburg Sarah Christian (Violine), SchleswigHolsteinisches Sinfonieorchester, Jan Michael Horstmann (Leitung). Brahms: Violinkonzert & Sinfonie Nr. 3

LUTHERKIRCHE WELLINGSBÜTTEL

19:30 Staatsoper Hamburg Puccini: Tosca. Pier Giorgio Morandi (Leitung) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung)

Kirchenmusik im Alstertal

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Wellingsbüttel · Up de Worth 25 · 22391 Hamburg

Wellingsbüttler Orgelfrühling 2018 Sonntag, 25. März 18 Uhr

Orgel: Jihoon Song

Eröffnungskonzert des Internationalen Wellingsbüttler Orgelfrühlings (Teil I) Werke von Johann Sebastian Bach, Rachel Laurin u.a 10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei! · Karten an der Abendkasse

www.kirche-wellingsbüttel.de 40 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18


PALMSONNTAG, 25. MÄRZ 2018, 18.00 UHR

PERGOLESI: STABAT MATER ANTJE RUX, Sopran FRANZISKA MARKOWITSCH, Alt STREICHQUARTETT DER HAMBURGER CAMERATA MATTHIAS HOFFMANN-BORGGREFE, Truhenorgel Karten zu 12 € (erm. 6 €) an der Abendkasse

KARFREITAG, 30. MÄRZ 2018, 17.00 UHR

J.S. BACH: MATTHÄUS-PASSION BWV 244 ULF BÄSTLEIN, Bass (Christus) GUDRUN SIDONIE OTTO, Sopran l JULIANE SANDBERGER, Alt JOHANNES GAUBITZ, Tenor l JONATHAN DE LA PAZ ZAENS, Bass (Arien) KANTOREI ST. NIKOLAI l HAMBURGER KNABENCHOR ST. NIKOLAI HAMBURGER CAMERATA MATTHIAS HOFFMANN-BORGGREFE, Dirigent Einführungsvortrag von Prof. Dr. Christine Gerber: Di, 27.03., 20.00 Uhr, Gemeindesaal (Eintritt frei) Karten zu 11-37 € bei der Konzertkasse Gerdes, allen Vorverkaufsstellen und unter www.Hauptkirche-StNikolai.de

/hauptkirche.stnikolai

www.Hauptkirche-StNikolai.de

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 41


Klassikprogramm

Blankeneser Blankeneser

Konzerte Konzerte Samstag, 24. März, 18 Uhr

Orgelkonzert Werke von Johann Sebastian Bach und Louis Vierne. Stefan Scharff (Orgel) Eintritt frei

Karfreitag, 30. März, 18 Uhr

Johann Sebastian Bach

Matthäus-Passion Magdalena Huhn – Sopran Isabel Pfefferkorn – Alt Michael Mogl – Tenor Lars Grünwoldt – Bass (Christus) Andreas Heinemeyer, Bass (Arien) Elbipolis - Barockorchester Hamburg (mit historischen Instrumenten)

Blankeneser Kantorei Leitung: Stefan Scharff Eintritt 8,- bis 34,- € (Ermäßigungen Schüler & Studenten) Vorverkauf ab 19. März im Gemeindehaus, Mo-Fr 9 - 12 Uhr & Mo-Do 15 - 17 Uhr, Tel: 040/866 2500 Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn

Blankeneser BlankeneserKirche Kircheam amMarkt Markt Musik in Kirchen

17:00 St. Paulus Heimfeld Benefizkonzert für Forum Klangkultur 18:00 Blankeneser Kirche am Markt Stefan Scharff (Orgel). Werke von Bach & Vierne 18:00 Paul-Gerhardt-Kirche Wilstorf Frühlingserwachen. Rising Voices 18:00 St. Johannis Eppendorf Martina Hamberg-Möbius (Sopran), AnneBeke Sontag (Alt), Fabian Kuhnen (Bass), Kantorei St. Johannis & Kammerorchester, Rainer Thomsen (Tenor & Leitung). Bach: Passionskantaten „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ BWV 22, „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ BWV 23 & „Himmelskönig sei willkommen“ BWV 182 18:00 St. Johannis Neuengamme Ted Gibboney (Orgel)

18:00 St. Stephan Wandsbek-Gartenstadt 10nach6. Ahoi Oboentrio 19:00 Christuskirche Wandsbek Fiebig: Markus-Passion. Martin Kötterle & Tom Schmidt (Tenor), Paul Schmolke (Bass), Vokalensemble Hamburger Mozarteum, Kantorei der Kreuzkirche Wandsbek, Matthias Bensch (Leitung) 20:00 Christuskirche Eimsbüttel Bach: Johannes-Passion. Sonja Adam (Sopran), Carolina Meleán (Alt), Stephan Zelck (Tenor), Ralf Grobe (Bass), Eimsbüttler Kantorei, HanseBarock Kinder & Jugend

11:00 & 14:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Funkelkonzert S. Wervelwind Ensemble. Werke von Numan 14:00 & 16:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 6) Instrumentenwelt: Kosmos Percussion für Kinder ab 6 Jahren

42 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen Sonstiges

9:00 Hochschule für Musik und Theater Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 18:00 Laeiszhalle (Brahms-Foyer) Elbphilharmonie+: Die Winterreise. Ian Bostridge (Gespräch), Tom R. Schulz (Moderation) Schleswig-Holstein

19:00 Rellinger Kirche Bach: Johannes-Passion. Ulrike Meyer (Sopran), Carmen Bangert (Alt), Keno Brandt (Tenor), Lino Ackermann (Bass), Rellinger Kantorei & Projektorchester 19:30 MuK Lübeck Frank Peter Zimmermann (Violine), NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzysztof Urbański (Leitung). Kilar: Orawa, Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll 19:30 Theater Lübeck Monteverdi: Il combattimento di Tancredi e Clorinda & Orff: Carmina Burana. Andreas Wolf (Leitung), Clara Kalus (Regie) Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Greifswald Puccini: Tosca (Premiere). Susanne Knapp (Regie), Florian Csizmadia (Leitung) 19:30 Theater Stralsund Janáček: Auf verwachsenem Pfade & Strawinsky: Le Sacre du printemps. Ralf Dörnen (Choreografie) 19:30 Volkstheater Rostock Herman: Ein Käfig voller Narren Niedersachsen

20:00 Theater Lüneburg Bizet: Carmen. Thomas Dorsch (Leitung)

25.3. Sonntag Konzert

11:00 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Kammermusikmatinee. Rossini: Sonate Nr. 3 C-Dur

MUSIK AUF DEM HÜGEL

Two Ladies and Two Double Basses So. 25.3. | 16.00 Uhr Goßlerhaus Blankenese hamburger-konservatorium.de


17:00 St. Markus Hoheluft Maren Werner (Sopran), Kantorei St. Markus, Elisabeth Lehmann (Leitung). Werke von Mendelssohn, Rheinberger u. a.

Spätromantische Urkraft

Enescu — Glasunow — Franck Ion Marin, Dirigent Guy Braunstein, Violine

SO 25.03.18 – 19.00 – GS

17:00 Trinitatiskirche Hohenhorst Helga Madlung (Cembalo) 18:00 Christianskirche Ottensen Wann ist denn endlich Frieden? Hanno Schiefner (Orgel), Motettenchor des Vokalwerk Christianskirche, Igor Zeller (Orgel & Leitung). Werke von Kodály, Kaminski & Biermann

18:00 Hauptkirche St. Michaelis Bach: Matthäus-Passion. Miriam 15:00 Laeiszhalle Operetten-Gala. Feuersinger (Sopran), Anke Vondung Hamburger Konzertchor, Giuseppe Bruns & Marcel Beek309673_SH-Concerti_7_SO_Anz-Stopper_38x38mm_.indd 02.02.18 1 Verdi Chor, HansePhilharmonie, Mike 08:57(Alt), Benjamin man (Tenor), Klaus Häger & Andreas Steurenthaler (Leitung) Scheibner (Bass), Chorknaben Uetersen, Chor & Orchester St. Michaelis, 15:30 & 20:00 Elbphilharmonie Christoph Schoener (Leitung) The Sound of James Bond. City of Prague Philharmonic Orchestra & Choir, Nicholas Dodd (Leitung), David Arnold (Moderation)

18:00 Hauptkirche St. Nikolai Pergolesi: Stabat Mater. Antje Rux (Sopran), Franziska Markowitsch (Alt), Streichquartett der Hamburger Camerata, Matthias Hoffmann-Borggrefe (Truhenorgel) 18:00 Christ-König-Kirche Lokstedt Kantorei Lokstedt, Norddeutsches Barock-Collegium, Christian Hanschke (Leitung). Werke von Bach & Telemann 18:00 Lutherkirche Wellingsbüttel Wellingsbüttler Orgelfrühling: Eröffnungskonzert. Jihoon Song (Orgel). Werke von Bach & Laurin 18:00 Marktkirche Poppenbüttel Keiser: Markus-Passion. Vokalsolisten, Kantorei & Junge Philharmonie Poppenbüttel, Michael Kriener (Leitung)

16:00 Goßlerhaus Musik auf dem Hügel: Two Ladies and Two Double Basses. Johanna Ehlers & Sophie Taubitz (Kontrabass), Makiko Eguchi (Klavier). Werke von Händel, Dragonetti, S. Schäfer u. a. 19:00 Laeiszhalle Guy Braunstein (Violine), Symphoniker Hamburg, Ion Marin (Leitung). Enescu: Rhapsodie Nr. 1 A-Dur op. 11, Glasunow: Violinkonzert a-Moll op. 82, Franck: Sinfonie d-Moll M 48 Musiktheater

18:00 Staatsoper Hamburg Verdi: Aida. Renato Palumbo (Leitung), Guy Joosten (Regie) 19:00 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung), Andreas Franz (Regie) Musik in Kirchen

10:00 Hauptkirche St. Michaelis Evangelische Messe. Kinderkantorei St. Michaelis, Orchester der Kantorei St. Michaelis, Manuel Gera (Orgel & Leitung). Werke von Briegel & Händel 16:00 Friedenskirche Altona Bach: Johannes-Passion. Marlen Korf (So­pran), Joël Vuik (Countertenor), Friedrich von Mansberg (Tenor), Max Börner (Bass), Chor der Friedenskirche, Kammerorchester St. Pauli, Fernando Gabriel Swiech (Leitung) 17:00 Kirche am Markt Niendorf Chilcott: St. John Passion. Kantorei Niendorf, Gudrun Fliegner (Leitung) 17:00 St. Gertrud Uhlenhorst Dupré: Der Kreuzweg. Ted Gibboney (Orgel) Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 43


Klassikprogramm

18:00 Martin-Luther-Kirche Alsterdorf Noah Quartett. Werke von Beethoven, Schulhoff & Ravel 18:00 Pauluskirche Altona Pergolesi: Stabat Mater. Petra Begas (Alt), Streichquintett, István Menich-Horvát (Leitung) 18:00 St. Gabriel Volksdorf Musik und Wort – Leiden. Susanne und Jan Wiznerowicz (Gesang & Orgel) 18:00 St. Simeon Alt-Osdorf Jonas Kannenberg (Orgel). Werke von Alain & Bach 19:00 Kirche der Stille KlangRaum am Abend. KlangRäume e. V. Kinder & Jugend

Sonstiges

9:00 Hochschule für Musik und Theater Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 11:00 Staatsoper Hamburg (Probebühne 1) Einführungsmatinee Schleswig-Holstein

11:00 MuK Lübeck Dorel Golan (Klavier), Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Andreas Wolf (Leitung). Berlioz: Der römische Karneval, Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 4, R.Strauss: Aus Italien 16:00 Theater Kiel (Opernhaus) Wagner: Götterdämmerung. Georg Fritzsch (Leitung), Daniel Karasek (Regie)

11:00 & 14:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 1) Funkelkonzert S. Wervelwind Ensemble. Werke von Numan

17:00 Schloßkirche Ahrensburg Keiser: Markus-Passion. Ahrensburger Kammerorchester, Ulrich Fornoff (Leitung)

14:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente für Kinder ab 4 Jahren

18:00 Stadtkirche St. Laurentii Itzehoe Bach: Johannes-Passion. Ensemble Schirokko, Kantorei St. Laurentii, Dörthe Landmesser (Leitung)

16:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente für Kinder ab 6 Jahren 15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen

Mecklenburg-Vorpommern

15:00 Stadthalle (Rubenowsaal) Greifswald Die kleine Meerjungfrau. Peter Gestwa (Regie)

16:00 Grand Hotel Heiligendamm (Ballsaal) Anastasia Kobekina (Violoncello) & Friends. Beethoven: Gassenhauer Trio, V. Kobekin: Drei Stücke für Duo Cello, Piazzolla: Libertango 18:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Haydn: Die Schöpfung. Jutta Ebnother (Choreografie) 18:00 Theater Putbus Step by step with Bach and dreams. percusson posaune leipzig

26.3. Montag Konzert

20:00 Laeiszhalle Zender: Schuberts Winterreise. Ian Bostridge (Tenor), Remix Ensemble, Peter Rundel (Leitung) 20:00 Speicher am Kaufhauskanal Künstlerfreunde. Duo Gelius Kinder & Jugend

15:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente für Kinder ab 6 Jahren Schleswig-Holstein

19:30 MuK Lübeck Dorel Golan (Klavier), Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Andreas Wolf (Leitung). Berlioz: Der römische Karneval, Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 4, R.Strauss: Aus Italien op. 16

St. Georgskirche am Hauptbahnhof (Hl. Dreieinigkeitskirche)

Karfreitag, 30. März 2018, 15 Uhr

Musik zur Sterbestunde Heinrich Schütz (1585 – 1672) LUKAS-PASSION Mitwirkende: Christian Gottschalk (Evangelist, Tenor) Joachim Gebhardt (Jesus, Bass) Vokalensemble St. Georg Leitung: Ingo Müller Eintritt frei, Kollekte erbeten

44 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18


Mecklenburg-Vorpommern

18:00 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Celine Moinet (Oboe), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Fauré: Suite zu „Pelléas et Mélisande“ op. 80, R.Strauss: Oboenkonzert D-Dur, Franck: Sinfonie d-Moll

Karfreitag 30. März 2018, 18 Uhr

27.3. Dienstag Konzert

19:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Talente entdecken. Yekwon Sunwoo (Klavier) 20:00 Museum für Kunst & Gewerbe (Spiegelsaal) Buddha Shakyamuni. Katharina Konradi (Sopran), Burkhard (Klavier). Werke von Schubert, Vir, Szymanowski u. a. Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem. Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie) Musik in Kirchen

12:30 Hauptkirche St. Jacobi Mittagspause für die Seele. Gerhard Löffler (Orgel) 18:00 Hauptkirche St. Nikolai Einführungsvortrag zur Matthäus-Passion. Prof. Dr. Christine Gerber Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Celine Moinet (Oboe), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Fauré: Suite zu „Pelléas et Mélisande“, R.Strauss: Oboenkonzert D-Dur, Franck: Sinfonie d-Moll

Bach

Matthäus Passion Christian Rathgeber – Evangelist Ralf Grobe – Christusworte Veronika Winter – Sopran Yvi Jänicke – Alt Jannes Philipp Mönnighoff – Tenor Konstantin Heintel – Bass Hamburger Bachchor St. Petri Arion-Chor des Johanneums (Einstudierung: Hartwig Willenbrock) Göttinger Barockorchester Leitung: Thomas Dahl Eintritt: ab 10 €; Abendkasse und Vorverkauf im Kirchenbüro St. Petri (Tel. 32 57 40-0, info@sankt-petri.de), und bei Konzertkasse Gerdes (Tel. 44 02 98)

www.sankt-petri.de www.hamburger-bachchor.de

St. Johannis Lüneburg Karfreitag, den 30. März 2018, 19 Uhr

Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach

Bettina Pahn, Sopran - Britta Schwarz, Alt Andreas Post, Tenor Felix Rathgeber und Matthias Vieweg, Bass St. Johanniskantorei - St. Johannis Jugendkantorei Concerto Brandenburg Joachim Vogelsänger, Leitung Tickets: 33/26/20/10 Euro (27/21/16/5 Euro) www.reservix.de oder LZ Lüneburg, 0 41 31/74 04 44 Semesterticket ab 18:30 frei Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 45


Klassikprogramm

Vielsaitiges Vergnügen Werke von Bach für Streicher und Cembalo 5. Kammerkonzert

MI 28.03.18 – 19.30 – KS

28.3. Mittwoch

19:30 Tschaikowsky-Saal Guarneri Cello Duett, Verene Andronikof, Boris Andrianov, Alexey Lundin

Konzert

20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Klassik Klavier

20:00 Elbphilharmonie The Gurdjieff Ensemble, Hewar Trio

20:00 Elbphilharmonie Narek Hakhnazaryan (Violoncello), State Youth Orchestra of Armenia, Sergey Smbatyan (Leitung). Chatschaturjan: Sinfonie Nr. 2, Hayrapetyan: Neues Cellokonzert Musiktheater

19:00 Staatsoper Hamburg Verdi: Aida. Renato Palumbo (Leitung), Guy Joosten (Regie)

19:30 Laeiszhalle (Kleiner Saal) Vielsaitiges Vergnügen. Satoko Koike & Christiane Pritz (Violine), Istvàn Lukacs (Viola & Viola d’amore), Daniela Frank-Muntean (Viola), Gregor Hammans (Viola da Gamba), Li Li (Violoncello), Rafael da Cunha (Kontrabass), Thomas Brands (Cembalo). Bach: Sonaten Nr. 1-3 BWV 1027-1029, Triosonaten BWV 1036 & BWV 1038, Brandenburgisches Konzert Nr. 6

20:00 Laeiszhalle Händel: BrockesPassion. Maria Keohane, Joanne Lunn & Sophie Junker (Sopran), Daniel Elgersma & Daniel Carlsson (Altus), Ed Lyon & Gwilym Bowen (Tenor), Peter Harvey & Jakob Bloch Jespersen (Bass), Concerto Copenhagen, Lars Ulrik Mortensen (Leitung) Musiktheater

19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando

19:30 Staatsoper Hamburg Puccini: Tosca. Pier Giorgio Morandi (Leitung)

Andreas Franz (Regie)

Musik in Kirchen

Musik in Kirchen

12:00 Mahnmal St. Nikolai Carillon-Konzert. Werner Lamm (Turmglockenspiel)

309673_SH-Concerti_5_KaKo_Anz-Stopper_38x38mm_.indd 02.02.18 08:58 1 Konzert Furioso. Ettore Prandi (Leitung),

19:00 Steinway-Haus (HorowitzSaal) Daria Parkhomenko (Klavier). Werke von Mozart, Schubert & Vine

29.3. Donnerstag

18:00 Hauptkirche St. Michaelis Passionsandacht mit Salbung. Manuel Gera (Orgel). Werke von Bach Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Celine Moinet (Oboe), Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Daniel Huppert (Leitung). Fauré: Suite zu „Pelléas et Mélisande“, R.Strauss: Oboenkonzert D-Dur, Franck: Sinfonie d-Moll

Karfreitag · 30. März 2018 · 18 Uhr

˘ ÁK ANTONÍN DVOR STABAT MATER op. 58 Simona S˘aturová Sopran Elisabeth Graf Alt Stephan Rügamer Tenor Wilhelm Schwinghammer Bass Chor St. Michaelis Orchester St. Michaelis

Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters  und des NDR Elbphilharmonie Orchesters u.a.

Leitung Christoph Schoener Karten 9,– bis 43,– €

46 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

16:30 Hauptkirche St. Jacobi 30-Minuten-Orgelmusik. Dasol Rhee (Orgel) 18:00 Hauptkirche St. Michaelis Evangelische Messe. Nicole Dellabona (Alt), Konstantin Heintel (Bass). Telemann: O selig Vergnügen, o heilige Lust 19:00 Paul-Gerhardt-Kirche Winterhude GospelFire

Vorverkauf (Kartenpreise inkl.                Kombi-  ticket zzgl. Vorverkaufsgebühr) MichelShop (Turmhalle) oder   unter www.michel-musik.de Konzertkasse Gerdes, sowie   bei allen bekannten Vorver-  kaufsstellen bundesweit Restkarten und Ermäßigungen   an der Abendkasse


19:00 St. Bonifatius Barmbek Martin Kreuzburg (Oboe), Bernd Leste (Klavier & Orgel)

Musiktheater

Schleswig-Holstein

Tanztheater

19:30 Theater Lübeck Lloyd Webber: Sunset Boulevard

18:00 Staatsoper Hamburg Bach: Matthäus-Passion. John Neumeier (Choreografie)

Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Haydn: Die Schöpfung. Jutta Ebnother (Choreografie) 19:30 Theater Greifswald Puccini: Tosca. Susanne Knapp (Regie)

30.3. Freitag Konzert

17:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Kuss Quartett, Karine Babaja­ nyan (Sopran), Emmanuel Hovhanni­ syan (Duduk). Vardapet: Armenische Miniaturen, Mansurjan: Streichquartett Nr. 1, Zinzadse: Miniaturen, Volkslieder & Improvisationen 20:00 Alte Druckerei Ottensen FORUM Spanische Gitarre 20:00 Elbphilharmonie Luys I Luso. Tigran Hamasyan (Klavier), Norayr Kardashian (Duduk, Blul, Zourna, Pku & Percussion), Yerevan State Chamber Choir, Harutyun Topikyan (Leitung)

19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung)

Musik in Kirchen

10:00 Hauptkirche St. Jacobi Abendmahlsgottesdienst mit Musik. Kantorei St. Jacobi, Gerhard Löffler (Leitung) 15:00 Ansgarkirche Langenhorn Musik zur Todesstunde Jesu. Katrin Krauß (Blockflöte), Choralschola der Ansgarkirche, Julia Götting (Leitung) 15:00 Christuskirche Eimsbüttel Musik zur Todesstunde. Choralschola der Eimsbüttler Kantorei, Constanze Kowalski (Orgel & Leitung) 15:00 Christuskirche Othmarschen Musik zur Sterbestunde. Katharina Davis (Lesung), Rainer Lanz (Orgel) 15:00 Christuskirche Wandsbek 152. Wandsbeker Abendmusik. Dorothee Fries (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, Gerd Jordan (Leitung & Clavier). Pergolesi: Stabat Mater Dolorosa

15:00 Dreifaltigkeitskirche Hamm Musikalische Andacht zur Sterbestunde Jesu. Diemut Kraatz-Lütke (Orgel), Stefan Weinzierl (Perkussion) 15:00 Hauptkirche St. Michaelis Mawby: Sieben Worte. Anne-Katrin Gera (Orgel), Kantorei St. Michaelis, Manuel Gera (Leitung) 15:00 Kirche am Markt Niendorf Orgelmusik und Lesung zur Sterbestunde. Lali Sporn (Orgel) 15:00 Kirche am Rockenhof Volksdorf Musikalische Andacht zur Sterbestunde. Kantorei am Rockenhof, Timo Rinke (Leitung) 15:00 Lutherkirche Wellingsbüttel Liszt: Via Crucis. Kerstin Wolf (Orgel), Wellingsbüttler Kantorei, Zanda Ohff (Leitung) 15:00 Melanchthonkirche Groß Flottbek Händel: Brockes-Passion. Ulrike Meyer (Sopran), Claudia Zülsdorf (Oboe), Daniel Marx (Orgel), Burkhard Nehmiz (Leitung) 15:00 Paul-Gerhardt-Kirche Winterhude Pergolesi: Stabat Mater. Sara Kühn (Sopran), Anna Vishnevska (Alt), Paul-Gerhardt-Kammerorchester, Johanna Veit (Leitung) 15:00 Petruskirche Lokstedt Dvořák: Biblische Lieder. Maren Werner (So­pran), Christian Hanschke (Orgel)

K ARFREITAg, 30. MäRz 2018, 18.00 UHR

JOHANN SEbASTIAN bACH:

MARKUS-PASSION bWV 247 (Rekonstruktion: Andreas Fischer) Katherina Müller, Sopran · Jan Börner, Altus · Matthias Bleidorn, Tenor Manfred Bittner, Bass-Arien · Richard Logiewa, Christus Kantorei St. Katharinen Orchester „bell’ Arte Salzburg“ auf historischen Instrumenten Leitung: Andreas Fischer Eintritt 12,– bis 39,– Euro (Ermäßigungen) KIRCHENMUSIK IN DER HAUPTKIRCHE ST. K ATHARINEN Katharinenkirchhof 1 · 20457 Hamburg Anfahrt: U 1 Meßberg · Buslinien M 4 und M 6 bis Brandstwiete K ARTEN an allen Vorverkaufsstellen; im Kirchenbüro (Mo.–Fr. 10.00–12.00 Uhr), Tel. (040) 30374740 und an der Abendkasse; Internet: www.adticket.de/Hauptkirche-St.-Katharinen-hamburg.html INFORMATIONEN IM INTERNET www.katharinen-hamburg.de

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Hamburg & Norddeutschland 47


Klassikprogramm

Mecklenburg-Vorpommern

19:30 Theater Greifswald Janáček: Auf verwachsenem Pfade & Strawinsky: Le Sacre du printemps. Ralf Dörnen (Choreografie)

Hauptkirche St. Michaelis

19:30 Volkstheater Rostock Weber: Der Freischütz (Premiere). Manfred Hermann Lehner (Leitung), Hans-Joachim Frey (Regie)

Karsonnabend, 31. März 2018 · 20–24 Uhr

DIE OSTERNACHT

MIT JOHANN SEBASTIAN BACH

Niedersachsen

19:00 St. Johannis Lüneburg Bach: Matthäus-Passion. Bettina Pahn (So­ pran), Britta Schwarz (Alt), Andreas Post (Tenor), Felix Rathgeber & Matthias Vieweg (Bass), St. Johanniskantorei & Jugendkantorei, Concerto Brandenburg, Joachim Vogelsänger (Leitung)

Große Orgel · Konzertorgel · Fernwerk Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Orgel Manuel Gera 20 und 22 Uhr Christoph Schoener 21 und 23 Uhr 24 Uhr Der Micheltürmer spielt den Auferstehungschoral Lesung des Osterevangeliums Gemeinsames Lied »Wir wollen alle fröhlich sein«

15:00 St. Georgskirche Schütz: Lukas-Passion. Christian Gottschalk (Tenor), Joachim Gebhardt (Bass), Vokalensemble St. Georg, Ingo Müller (Leitung) 15:00 St. Gertrud Uhlenhorst Musikalische Andacht zur Sterbestunde. Neuer Knabenchor Hamburg, Jens Bauditz (Leitung) 15:00 St. Marien-Dom Motetten zur Karfreitagsliturgie. Chor des Mariendoms, Eberhard Lauer (Leitung) 15:00 St. Petri Altona Konzert zum Karfreitag. Sieben-Wochen-Chor, Regine Schütz (Leitung). Werke von Mendelssohn & Pärt 15:00 St. Stephan WandsbekGartenstadt Musik zur Sterbestunde. Schubert: Streichquintett D 956 17:00 Hauptkirche St. Nikolai Bach: Matthäus-Passion. Gudrun Sidonie Otto (Sopran), Juliane Sandberger (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor), Ulf Bästlein & Jonathan de la Paz Zaens (Bass), Hamburger Knabenchor St. Nikolai, Kantorei St. Nikolai, Hamburger Camerata, Matthias HoffmannBorggrefe (Leitung) 18:00 Blankeneser Kirche am Markt Bach: Matthäus-Passion. Magdalena Huhn (Sopran), Isabel Pfefferkorn (Alt), Michael Mogl (Tenor), Andreas Heinemeyer & Lars Grünwoldt (Bass), Blankeneser Kantorei, Elbipolis Barockorchester Hamburg, Stefan Scharff (Leitung) 18:00 Hauptkirche St. Jacobi Bach: Johannes-Passion. Cornelia Samuelis (Sopran), Dorottya Láng (Alt), Simon Bode (Tenor), Dietrich Henschel (Bariton), Jörn Dopfer (Bass), Vokalensemble St. Jacobi, Ensemble Schirokko, Gerhard Löffler (Leitung)

Eintritt frei

18:00 Hauptkirche St. Katharinen Bach: Markus-Passion. Katherina Müller (Sopran), Jan Börner (Altus), Matthias Bleidorn (Tenor), Manfred Bittner & Richard Logiewa (Bass), Kantorei St. Katharinen, Bell’Arte Salzburg, Andreas Fischer (Leitung) 18:00 Hauptkirche St. Michaelis Dvořák: Stabat Mater op. 58. Simona Šaturová (Sopran), Elisabeth Graf (Alt), Stephan Rügamer (Tenor), Wilhelm Schwinghammer (Bass), Chor & Orchester St. Michaelis, Christoph Schoener (Leitung) 18:00 Hauptkirche St. Petri Bach: Matthäus-Passion. Veronika Winter (Sopran), Yvi Jänicke (Alt), Jannes Philipp Mönnighoff & Christian Rathgeber (Tenor), Konstantin Heintel & Ralf Grobe (Bass), Hamburger Bachchor St. Petri, Arion-Chor des Johanneums, Göttinger Barockorchester, Thomas Dahl (Leitung) 18:00 Kulturkirche Altona Dvořák: Stabat Mater. Chor St. Johannis Altona, Mike Steurenthaler (Leitung) Schleswig-Holstein

15:00 Martin-Luther-Kirche Trittau Sonja Bühler (Sopran), Friederike Schorling (Alt), Kantorei der MartinLuther-Kirche, Barbara Fischer (Leitung). Werke von Pergolesi & Barber 15:00 Ratzeburger Dom Theile: Matthäus-Passion. Ratzeburger Vokal­ ensemble, Barockensemble Stella Maris, Christian Skobowsky (Leitung) 16:00 Theater Kiel (Opernhaus) Wagner: Götterdämmerung. Georg Fritzsch (Leitung), Daniel Karasek (Regie) 17:00 St. Gabriel Haseldorf Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

48 Hamburg & Norddeutschland concerti 03.18

31.3. Samstag Konzert

17:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal) Aznash Ensemble 20:00 Elbphilharmonie Khatia & Gvantsa Buniatishvili (Klavier), Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Ruben Gazarian (Leitung). Werke von Zinzadse, Mozart, Azarashvili u. a. Musiktheater

19:30 Staatsoper Hamburg Verdi: Messa da Requiem. Kevon John Edusei (Leitung), Calixo Bieito (Regie) 19:30 Allee Theater Vivaldi: Orlando Furioso. Ettore Prandi (Leitung) Musik in Kirchen

20:00 Hauptkirche St. Michaelis Osternacht mit J. S. Bach. Manuel Gera & Christoph Schoener (Orgel) 21:00 St. Johannis Eppendorf Osternacht. Christoph Semmler (Trompete), Rainer Thomsen (Orgel) 23:00 Hauptkirche St. Petri Osternacht. Lukas Henke (Orgel), Hamburger Bachchor St. Petri, Thomas Dahl (Leitung) Kinder & Jugend

14:00 & 16:00 Elbphilharmonie (Kaistudio 2) Instrumentenwelt 15:00 Allee Theater Sängerkrieg der Heidehasen Mecklenburg-Vorpommern

14:30 Grand Hotel Heiligendamm (Ballsaal) young academy rostock 19:30 Mecklenburgisches Staats­ theater Schwerin Loewe: My Fair Lady 19:30 Theater Greifswald Gay: My and My Girl. Harish Shankar (Leitung) 19:30 Volkstheater Rostock Vivaldi/ Richter: Die vier Jahreszeiten. Elias Lazaridis (Choreografie)


heidelberger frühling 18

17.03.–21.04.18 internationales 17.03.–21.04.18 musikfestival internationales musikfestival

Jean-Guihen Queyras I Mahler Chamber Orchestra I Gabriela Montero I Sol Gabetta I Igor Levit Steven Isserlis I Marc-André Hamelin I Isabelle Faust I Georg Nigl I Sir András Schiff I Elisabeth Leonskaja Irish Chamber Orchestra I Francesco Tristano I Richard Galliano I Matthias Goerne I Markus Hinterhäuser Anna Prohaska I Il Giardino Armonico David Fray I City of Birmingham Symphony Orchestra I Fazıl Say ˙ Rudolf Buchbinder I Anna Stéphany I Mirga Gražinyte-Tyla I Mark Padmore I Sarah Maria Sun Anna Lucia Richter I Isabelle Druet I Tara Erraught I Grigory Sokolov I Goldmund Quartett I Daniele Gatti Gründungspartner: Armida Quartett I Iiro Rantala I Johannes Moser I Thomas Hampson u.v.a. Kostenloses Programmbuch unter: Tel. 06221 - 584 00 12 oder www.heidelberger-fruehling.de

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Gründungspartner:

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Festival

Sommernachtstraum in Suffolk Erst zu Hause bei Benjamin Britten und Peter Pears erspürt man beim Aldeburgh Festival vollends die Musik des größten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Von Peter Krause

M

eeresrauschen, Möwen-Singsang und Morgenlicht ermuntern trotz des Late-Night-Konzerts vom Vorabend zu besonders frühem Aufstehen. Und siehe da: Der Seeblick aus dem Schlafzimmer gibt eine Szene 24 concerti März 2018

frei, die geradewegs aus Benjamin Brittens Seeoper Peter Grimes kommen könnte. Ein kleines buntes Boot, dessen farbiger Anstrich freilich großteils längst durch den täglichen Gebrauch im Salzwasser verblasst ist, treibt unweit der

Küste. Ein einsamer Fischer holt aus der Nordsee, was er zum Überleben braucht. Kurz darauf wird er die Früchte aus dem Meer schon am Steinstrand von Aldeburgh feilbieten – fangfrisch, auf Wunsch gern ausgenommen. Nur ein

Foto: Philip Vile

Eine ehemalige Mälzerei im 600-Einwohner-Dorf Snape ist der zentrale Spielort des Aldeburgh Festival


paar Meilen weiter im Fischrestaurant von Orford, dem Heim der weiblichen Hauptfigur aus Peter Grimes, der einfühlsamen Ellen Orford, können wir den Tagesfang auch köstlich zubereitet in extra entspannter Atmosphäre genießen. Zuvor schauen wir nur noch schnell in das normannische gotische Gotteshaus aus vergangenen Zeiten hinein, ein verwunschener Ort, weit von der Welt. Die Zeit scheint stehengeblieben hier in Suffolk an Englands nordöstlicher Küste. Kein Massentourismus stört den Spaziergang entlang der Küste. Die vielen winzigen Reihenhäuschen, liebevoll saniert und oft mit Blumen geschmückt, wurden zwar mehrheitlich längst in die Nutzung als Feriendomizil der Londoner umgewidmet, doch die Bilder vom Städtchen, in dem der größte britische Komponist mit seinem Partner Peter Pears lebte und arbeitete, gleichen einer längst vergangenen viktorianischen Epoche. Hymne an die Heimat

Wer Benjamin Britten nicht nur verstehen will, sondern erspüren möchte, was er mit seiner irisierend imaginativen, feinsinnigen und menschenfreundlichen Musik ausdrücken wollte, der muss hierherkommen – in seine Heimat. Lieblich und rau zugleich ist sie, die Gegend von der Mündung des Flüsschens Alde, das des Komponisten Wohnort den Namen leiht, bis nach Snape, wo im 19. Jahrhundert Gerste zu Malz verarbeitet wurde, damit der gehörige Bierdurst der Briten gestillt werden konnte, wo Landwirtschaft und Industrie eine damals ganz neue Verbindung eingingen. Hier ist es, wo die herrisch-ruppige Nordsee ihr zartes Pendant erhält. Hier weicht die steife Brise am Meer einem milden Sommerwind, der sich sanft wiegt im Schilf der Moorwiesen von Snape Maltings. Die alte Mälzerei ist Hauptspielstätte des Festivals – seit nunmehr fünfzig Jahren. Britten höchstselbst hatte damals das Anwesen erworben, weihte es anno 1967 in Anwesenheit der englischen Königin als Konzertsaal ein. Jahrzehnte bevor in Deutschland mit den Umwidmungen einstiger Kathedralen der Industrie in Orte der Kultur begonnen wurde – etwa Kampnagel in Hamburg oder die Spielstätten der Ruhrtriennale –, war der Komponist ein Pionier der Neudefinition einer ganzen Region: Er musikalisierte die Gegend, aus der er stammte und die er so liebte, förderte das Laienmusizieren

Der Kultursommer am Kaisergebirge Academia Vocalis Internationale Meisterkurse für Gesang

Tiroler Festspiele Erl Festspiele vor Bergpanorama

OperettenSommer Kufstein Die Festung erklingt

Passionsspiele Erl 2019 Passionsspiele Thiersee 2022

www.kufstein.com

März 2018 concerti   25


Festival

und damit wie nebenbei auch das wirklich aufmerksame Hören, das behutsame Nachlauschen selbst ganz neuer Klänge. In the Middle of Nowhere

Das war fünfzig Jahre später, beim Jubiläum der herrlichen Konzertscheune, die bis heute mit ihrer akustikfeinen Mischung aus Backstein und Holz besticht, nicht nur in einer herrlichen Neuinszenierung eines seiner größten OpernMeisterwerke zu erleben, der Shakespeare-Vertonung von A Midsummer Night’s Dream. Denn gleich am Morgen danach stand letzten Sommer allein Musik von Olga Neuwirth auf dem Programm, jener durchaus auch ungemütlich klingenden Neutönerin aus Österreich, die in ihrem Verfremdungsfuror eher ein Widerhaken zur farbigen Fasslich-

keit Brittens ist. Das Aufregende: Die Atmosphäre des Festivals, das sich von jeher gerade nicht als klingendes BrittenMuseum, sondern als quicklebendiger Ort des musikalischen Austauschs, der Nachwuchsförderung und der Zukunftsmusik versteht, dieser besondere Kontext des Festivals schafft auch einen andersartigen Fokus auf das Unerhörte, ein echtes Sich-Einlassen auf komplexe Kunst – hier in the Middle of Nowhere. Die Festivalvision von Britten und Pears lebt heute frischer fort denn je. Jede Saison erhält sowohl ein lebender Komponist als auch ein herausragender Interpret eine Residenz, prägt Programm, lädt Kollegen ein, regt Uraufführungen an. Die Campusidee einer Akademie für junge Musiker dehnt den Festivalgedanken auf das

ganze Jahr aus, nachdem die Dachorganisation von Snape Maltings auch die verbleibenden Gebäudekomplexe erworben hat und damit neue Übernachtungsmöglichkeiten gleich einem Internat auf Zeit anbieten kann. Musiktherapeutische Aktivitäten dienen Demenzkranken der Region. Das Festival bleibt das international schlagende Herz von Snape Maltings, die gesellschaftliche Verankerung vor Ort ist seine breite Basis. Für den Gast vom Festland aber bleibt besonders die schlichte wie schöne Erkenntnis in Erinnerung, dass man Britten genau hier erleben muss. Denn es ist eben kein Klischee, dass der Künstler, Pazifist und seinen Lebenspartner so innig liebende Homosexuelle durch Land und Leute so sehr geprägt wurde wie kaum ein anderer

Foto: Keiko Oikawa

Im Britten-Pears Building finden Konzerte in kleinem Rahmen statt

26  concerti März 2018


E I N

F I L M

V O N

N A H U E L

L O P E Z

Komponist. Wir erleben als Hörspiel im Konzertsaal, was wir draußen im paradiesisch anmutenden Umland als Schauspiel der Natur sehen. Und umgekehrt prägt eben Benjamin Britten seine Heimat bis heute, das spürt man allenthalben – zum Beispiel beim mucksmäuschenstillen Hineinhören in die von Jörg Widmann persönlich gespielte Erstaufführung eines Solostücks für Klarinette. Britten meets Bernstein

Leitmotiv im Juni 2018 wird anlässlich des 100. Geburtstages seines Kollegen Leonard Bernstein die Beziehung Brittens zu den USA sein, wo er während des Zweiten Weltkriegs mehrere Jahre verbrachte. Bernsteins Broadway-Hits dürfen da so wenig fehlen wie eine Erinnerung an die starke Künstlerfreundschaft mit dem Amerikaner Aaron Copland. Zu den „Featured Composers“ gehört dann auch der Amerikaner Michael Hersch, der wiederum künstlerisch eng mit der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja verbunden ist, die zu den Residenzkünstlern des diesjährigen Festivaljahrgangs gehört und mit dem Mahler Chamber Orchestra als Residenzensemble mehrere Konzertprojekte gestalten wird. Mit 15 Uraufführungen, sechs Auftragswerken, fünf Europapremieren und fünf Premieren auf der Insel wird es an Neuer Musik im idyllischen Ambiente nicht mangeln. Auch die aktuelle Opernproduktion ist mit Emily Howards To See the Invisible einer Uraufführung gewidmet: Die britische Komponistin schreibt ihr Musiktheater auf eine Kurzgeschichte des renommierten amerikanischen ScienceFiction-Autors Robert Silverberg. Das sensibel komponierte Programm verbindet zudem mit einigem Beziehungszauber Alte und Neue Musik. So wird Le Concert Spirituel, das auf historischen Instrumenten spielende französische Ensemble, mit Dirigent Hervé Niquet sein Festivaldebüt geben – den römischen Barockmeister Orazio Benevolo im Gepäck. Und das Belcea Quartet kehrt mit Dvorˇák, Janácˇek and Mozart nach Suffolk zurück.

JETZT

AUF DVD

UND IM STREAM ERHÄLTLICH

„Ein berührender Film über einen Weltklasse-Geiger und seine Suche nach den eigenen Wurzeln.“ arte Metropolis

„Ein filmisches Portrait, das jede Sekunde auf der Leinwand wert ist.“ Süddeutsche Zeitung

Aldeburgh Festival 8.–24.6.2018 BBC Scottish Symphony Orchestra, John Wilson, Cédric Tiberghien, Alina Ibragimova, Sean Shibe, Phantasm, Adam Walker, Le Concert Spirituel, Belcea Quartet u. a. Snape (Suffolk)

www.mindjazz-pictures.de

März 2018 concerti  27


Festivalguide

Musik und Kristalle Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival Musik im Riesen feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen. Von Teresa Pieschacón Raphael

N

och wurde keine Sage te Welt ein, wandeln durch die über den Riesen, das „Eisgasse“, die jede Fußspur Wasser speiende Unge- aufleuchten lässt, hören aus der heuer von Wattens erdacht, das Wunderkammer nebenan die vor der malerischen Kulisse der fast schon ätherische Stimme Tiroler Berge auf einem saftig- von Jessye Norman, die vor grünen Hügel liegt und mit einem riesigen, natürlich geeigenem Leib über seinen wachsenen Bergkristall aus Schatz wacht: seinen 16 fan- Madagaskar „Thy hand, Belintastischen Wunderkammern da“ aus Dido and Aeneas von aus Licht und Farbe. Hundert- Henry Purcell singt. Verliebte tausende Besucher tauchen Paare wird es in den KristallJahr für Jahr in seine sagenhaf- dom ziehen, wo man sich unter

den 595 Spiegeln der Kuppel das Jawort geben kann. Andere können den Blick nicht mehr abwenden vom „Silent Light“-Baum, einer Tanne, an der 150 000 Kristalle glitzern. Ans Goldene Dachl im zwanzig Kilometer entfernten Innsbruck, dem spätgotischen Prunkerker mit 2 657 feuervergoldeten Kupferschindeln, mag die Pracht der Kristallwelten vielleicht nicht heranreichen;

Foto: Swarovski Kristallwelten

Etwas furchteinflößend, aber durchaus einladend: der »Riese« von Wattens

28  concerti März 2018

= Zeitraum

= Künstler

= Ort


dafür wird sie mindestens ge- im Hochgebirge, den ambitio- das Tetzlaff Quartett, der Tenor nauso oft fotografiert, beson- nierten Angeboten mit Alter Julian Prégardien und Les Taders von den asiatischen Tou- Musik in Innsbruck und den lens Lyriques unter Leitung risten. „Klangspuren“, dem Tiroler Fes- von Christophe Rousset, das Kreiert wurde diese phantasti- tival für Neue Musik in Schwaz. Quintett um die Geigerin sche Kristallmenagerie, die Geleitet wird die „Musik im Hyeyoon Park sowie das belgiKunst, Kommerz, Kitsch und Riesen“ von dem Pianisten, sche Vokalensemble Vox Lumifeinstes Kunsthandwerk aufs Komponisten und Dirigenten nis, das sein Programm mit Beste verbindet, vor zwanzig Thomas Larcher. Ehrengast der englischen Kompositionen aus Jahren von André Heller. Zum Kammermusikwoche 2018 ist Renaissance und Barock pashundertjährigen Jubiläum des Philip Glass. In der Manufaktur send „Light and Shadow“ geSwarovski-Imperiums bescher- des Swarovski Werks I wird nannt hat. te der österreichische Aktions- der 81-jährige Komponist einen und Medienkünstler dem böh- Einblick in sein Schaffen geben Wie in einem verwunschenen mischen Kristallglas-Hersteller und auch als Interpret auftre- Märchengarten Daniel Swarovski, der 1895 in ten. Neben Klavierkompositi- „Musik ist ein Ort“, sagt Philip Wattens seine Firma gründete, onen für ein bis vier Klaviere Glass. Ein Ort, der fesselt, der seine „Kristallwelten“. Anläss- wird sein Tirol Concerto zu fasziniert. Wie die „Kristallwollich des 120-jährigen Bestehens hören sein, welches vielen als ke“ im Garten, eine überdimenwurde das Areal um einen Gar- TV-Jingle und Kinospot aus der sionale Installation aus silberten erweitert, um dem anwach- Tirol-Werbung bekannt sein nen Gebilden, Maschendrahtsenden Besucherstrom gerecht dürfte. „Der Komponist, der zaun und 800 000 tropfenförzu werden. Tirol Flügel verlieh“, schrieb migen Kristallen. In allen Reseinerzeit die Tiroler Zeitung. genbogenfarben scheinen sie Zwischen Schlager-Events Interpretiert wird das Concer- durch die Lüfte zu flirren und und »Klangspuren« to von der Glass-Spezialistin zu schwirren. Wie in einem Ende Mai werden die „Kristall- Maki Namekawa. Dennis Rus- verwunschenen Märchengarwelten“ zu Klangwelten: Dann sell Davies dirigiert das Kam- ten. Magisch! findet im Riesen ein Kammer- merorchester InnStrumenti, musikfestival statt, das sich mit eines der interessantesten Musik im Riesen 24.–27.5.18 anspruchsvollem Repertoire Klangkörper Tirols. Quatuor Ébène, Philip Glass, Dennis und international renommier- Erwartet werden in Wattens Russell Davies, Kammerorchester ten Ensembles gut behauptet auch das Quatuor Ébène mit InnStrumenti, Julian Prégardien u. a. Wattens (Österreich) zwischen den Schlager-Events einem Beethoven-Programm, www.schumann-zwickau.de

„GELIEBTE HEIMAT“

STADT. JUBILÄUM. ZWICKAU. 2018

SCHUMANN-FEST ZWICKAU und 8. Internationaler Robert-Schumann-Chorwettbewerb

31. Mai bis 10. Juni 2018 Visualisierung © Festival of Lights International GmbH

KURZTRIP NACH ZWICKAU ZUM FESTIVAL OF LIGHTS 1. bis 5. Mai 2018

Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

März 2018 concerti  29


Rezensionen CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion

Derzeitiger Shootingstar der Opernwelt: Sonya Yoncheva

Kunst der Verwandlung

A

uch wenn die Titulierung als „neue Callas“ in die Irre führt: Manche halten die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva für die derzeit beste Verdi-Sängerin. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die 36-Jährige, anders als etwa Anna Netrebko, keine bedingungslose Schönsängerin ist, sondern jedem Charakter eine adäquate stimmliche Färbung zu verleihen vermag, zu der auch dramatische Schärfe gehören kann. Auf 30 concerti März 2018

ihrem neuen Album mit Arien aus Verdis Opern – darunter auch eher selten aufgeführten wie Attila oder Stiffelio  – kommt diese Wandlungsfähigkeit überzeugend zum Ausdruck. Liebe, Schmerz und herzzerreißende Klage

Etwa in Desdemonas berühmter Arie „Ave Maria, piena di grazie“ aus Otello, wo sich Schmerz und Liebe in Yonchevas Timbre auf berührende

Weise amalgamieren, aber auch in der herzzerreißenden Klage der Odabella „Liberamente or piangi“ aus Attila. Das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung des Gastdirigenten Massimo Zanetti entspricht diesem Niveau. Frank ­Armbruster  The Verdi Album Sonya Yoncheva (Sopran) Münchner Rundfunkorchester Massimo Zanetti (Leitung) Sony Classical

Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

Foto: Kristian Schuller/Sony Classical

Cd des Monats Sonya Yoncheva zeigt auf ihrem Verdi-Album eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit


Sattes Panorama

Opernhafte Kantaten

Ausgewogene Passion

Clérambault: Französische Kantaten Reinoud van Mechelen (Tenor) A Nocte Temporis Alpha

Bach: Johannes-Passion Nylund, Scheibner, Pieper, Hönisch, Lichdi, Kammerchor Dresden, ensemble frauenkirche dresden, Matthias Grünert (Leitung). Berlin Classics

Zur düsteren Reminiszenz des Pappenheimer Marsches ahnt Wallenstein seine baldige Ermordung. Bis zum Schluss erweist sich diese Oper als sattes Panorama. Weinberger findet in seiner Vertonung von Schillers Tragödie neben Lehár-Klängen für die Liebenden und martialischen Volksauftritten zu starken melodischen Szenen. Inmitten des ideal zusammengestellten Ensembles glänzt Roman Trekel nach seinen Verdiensten um Siegfried Wagner mit einer weiteren Paraderolle im Schatten von Strauss und Berg. Wallenstein ist eine der letzten tonal durchkomponierten großen Opern. (RD)

Die Lebensdaten Nicolas Clérambaults sind fast deckungsgleich mit denen Johann Sebastian Bachs. Beide waren Komponisten, Organisten und „Kantaten-Meister“. Doch während Bach die Kantate für den evangelischen Gottesdienst prägte, schuf Clérambault den Idealtypus der französischen Kantate als eine Art Miniatur-Oper. Vier dieser Werke präsentieren der schlicht betörend singende Tenor Reinoud van Mechelen und sein Ensemble A Nocte Temporis mit ebenso viel französischem Esprit wie stilistischem Gespür und musikalischer Souveränität. Höfische Eleganz!  (SN)

In den Reigen mit diesjährigen Passionsmusiken reiht sich eine Aufnahme aus Dresden ein. Der Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche dresden haben unter Kantor Matthias Grünert Bachs Johannes-Passion im vergangenen Jahr aufgeführt. Die Aufnahme lebt von ihrer Ausgewogenheit: beim Chor, beim Orchester und bei der Besetzung der Vokalsolisten mit Sopranistin Camilla Nylund und Tenor Tilman Lichdi an der Spitze. Es mag sicher akzentfreudigere, dramatisch zugespitztere Einspielungen geben, hier kommt die Passionsgeschichte ohne übertreibende Mittel aus.  (CL)

CD HMM 905272

©Annelies van der Vegt

Weinberger: Wallenstein Wiener Singakademie ORF-Radio-Symphonieorchester Wien Cornelius Meister (Leitung) cpo

FREIBURGER BAROCKORCHESTER GOTTFRIED VON DER GOLTZ PETRA MÜLLEJANS GEORG FRIEDRICH HÄNDEL | CONCERTI A DUE CORI Für Händel bot sich in diesen Concerti die Gelegenheit, Material aus seinen Chorwerken erneut zu verwenden. Den cori der Streicher setzte er Bläserchöre entgegen und verlieh so dem Ganzen eine kontrastreiche, theatralische Wirkung – eine Steilvorlage für die Virtuosen des Freiburger Barockorchesters!

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***** = herausragend **** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

29/01/2018 16:05 März 2018 concerti   31


2. Sp

ielze

it 2015Schlankes

Große Harmonie

Zwiegespräch

Freitagskonzerte am Heiligen Damm Wo Klassik zu Hause ist.

23. & 25.3. Chamber Music Fest am Meer Anastasia Kobekina & Friends 27.4. Rolston String Quartet 25.5. Morgenstern Trio

18209 Bad Doberan-Heiligendamm Telefon: +49 38203 740-7676 www.grandhotel-heiligendamm.de

Bach: Sonaten für Violine und Cembalo Isabelle Faust (Violine) Kristian Bezuidenhout (Cembalo) harmonia mundi

Schumann: Klaviertrio Nr. 1, Dvořák: Klaviertrio Nr. 4, Grieg: Andante con moto c-Moll Trio Shaham Erez Wallfisch Nimbus Records

Kristian Bezuidenhout tritt am Hammerflügel auf oder, wie bei dieser Neuerscheinung, als Cembalist. Nun hat er mit Isabelle Faust die sechs Sonaten für Geige und eben Cembalo von Bach aufgenommen. Es entstehen wunderbar reflektierte Gespräche zu zweit, nachdenklich, melancholisch, freudig erregt, heiter. Faust spielt auf der Stainer-Geige von 1658 ungemein schlank, fettfrei sozusagen, mit sehr feinen dynamischen Abstufungen. Die Dialoge mit Bezuidenhout lassen nichts an Transparenz zu wünschen übrig. Diese Aufnahme besitzt Tiefe und hohen Kunst- und Unterhaltungswert. (CL)

Dass Hagai Shaham, Arnon Erez und Raphael Wallfisch fulminante Kammermusiker sind, die im Triospiel großartig miteinander harmonieren, stellen sie in dieser Einspielung unter Beweis. Sie treffen den romantischen Tonfall des Schumann’schen Trios, wobei das für ein Klaviertrio proportional etwas heikle Zusammenspiel stets ausgewogen und ausdrucksstark ist, ohne sich im Überschwänglichen zu verlieren. Die Interpretation von Griegs Andante con moto überzeugt durch das leidenschaftliche Cellospiel Wallfischs, Dvořáks elegisches Dumky-Trio glänzt durch präzise eingesetzte Dynamik. (JB)

Kurzweilige Unterhaltung

Musikalische Schwingen

Lost in Temptation Werke von Weill, Respighi, Holst, Purcell, Saint-Saëns u. a. Alliage Quintett Sony Classical

Rautavaara: Werke für Cello & Klavier Tanja Tetzlaff (Violoncello) Gunilla Süssmann (Klavier) Ondine

Das Alliage Quintett mit vier Saxofonisten und Jang Eun Bae am Klavier bzw. Cembalo durchkreuzt auf seinem neuen Album „Lost in Temptation“ die Musikgeschichte von Purcell bis Kurt Weill, über Khachaturian und Brahms und Holsts selten zu hörenden Seven Scottish Airs. Das wirkt ein bisschen beliebig, teilweise Erhellung bietet der Text im Beiheft. Musikalisch ist diese Aufnahme ein Gewinn. Sie gehört sicher nicht ins Fach fürs schwere Tafelsilber, dafür umso eher in die Kategorie der anspruchsvollen Unterhaltung – ein Album mit Entdeckerpotenzial und durchweg kurzweilig.  (CL)

Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann blicken auf Einojuhani Rautavaaras Werke für Klavier und Cello, die nach wie vor im Schatten seiner Sinfonien und Opern stehen. Dabei spiegeln die drei Sonaten, deren Entstehung ohne Anstoß durch den finnischen Cellovirtuosen Erkki Rautio undenkbar ist, exemplarisch Rautavaaras Weg von milder Zwölftonmusik über eine postmoderne Romantik zu den Synthesen seines Spätwerks. Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann breiten musikalische Schwingen über die Kantilenen und bringen so viel Geistesverwandtschaft auf, dass man die Herbheit einfach vergisst. (RD)

Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de

***** = herausragend 


Mitreißender Prokofjew

Beherrschter Brahms

Visions of Prokofiev – Violinkonzerte Nr. 1 & 2, Ballettmusiken (Auszüge) Lisa Batiashvili (Violine), Chamber Orchestra of Europe, Yannick NezetSeguin (Ltg). Deutsche Grammophon

Brahms: Klavierkonzerte Adam Laloum (Klavier) Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Kazuki Yamada (Leitung) Sony Classical

Zwischen der Komposition der beiden Violinkonzerte Prokofjews liegen fast zwanzig Jahre. Lisa Batiashvili hat sie nun auf einer CD veröffentlicht. Auffällig ist der schlanke, aber zupackende Ton, mit dem sie sich den Konzerten nähert. Sie verzichtet auf große romantische Gesten, spielt deswegen aber nicht weniger mitreißend. Mit geradezu kammermusikalischem Einfühlungsvermögen wird sie dabei vom wieder einmal bestens aufgelegten Chamber Orchestra of Europe unter Leitung von Yannick Nézet-­ Séguin begleitet. Ergänzt werden die Konzerte mit drei Stücken aus Ballettmusiken Prokofjews.  (NF)

Erstaunlich, dass der 30-jährige Franzose Adam Laloum gleich beide Brahms’schen Klavierkonzerte eingespielt hat, gehören sie doch gemeinhin in den Zuständigkeitsbereich gestandener Großpianisten. Doch weder deren enorme technische Ansprüche können ihn schrecken – als „pianistische Perversitäten“ bezeichnete sie Alfred Brendel – noch verfehlt er den männlich-markanten Impetus insbesondere der Kopfsätze. Nur manchmal wünscht man sich einen Funken weniger Beherrschtheit und dafür etwas mehr verzehrende Glut. Die imponierende Visitenkarte eines Pianisten, von dem man noch hören wird. (FA)

Später Mozart

„das glaubt sowieso keiner, der nicht dabei gewesen ist.“ Eleonore Büning, FAZ

Suggestiver Nielsen

5.-14. Juli 2018 Mozart: Klavierkonzerte Nr. 25 C-Dur KV 503 & Nr. 27 B-Dur KV 595 Piotr Anderszewski (Klavier & Leitung) Chamber Orchestra of Europe Warner Classics

Nielsen: Sinfonien Nr. 3 & 4 Estelí Gomez (Sopran), John Taylor Ward (Bariton), Seattle Symphony, Thomas Dausgaard (Leitung) Seattle Symphony Media

Zwei Klavierkonzerte aus den späten Jahren Mozarts hat sich Piotr Anderszewski für seine neue CD vorgenommen. Wie zu Mozarts Lebzeiten üblich dirigiert er selbst vom Klavier aus. Der Solopart kommt nuancen- und variantenreich, mit markantem Charakter daher, wie man es von Anderszewski gewohnt ist. Mitunter dramatisch aufgeladen und mit faszinierend subtilen agogischen Verschiebungen. Diese differenzierte Interpretation vermisst man beim Chamber Orchestra of Europe, das zuweilen ein bisschen ungelenk daherkommt, sein Spiel könnte noch prägnanter und pointierter sein.  (EW)

Carl Nielsen, oft unterschätzter Individualist der frühen Moderne, wird in den letzten Jahren vermehrt international entdeckt. Zwei Sinfonien des dänischen Komponisten haben nun Thomas Dausgaard und das Seattle Symphony live eingespielt. Sie leiten souverän und ambitioniert durch die suggestive, vielgestaltige sinfonische Welt Nielsens – perfektes Timing, konsequent gehaltene Spannungsbögen, kräftige Farbentfaltung und deutliche Konturen. Da gelingt alles sehr atmosphärisch, prägnant und plastisch, dass es eine wahre Lust ist. Auf diese Klangreisen lässt man sich nur zu gerne ein.  (EW)

**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

CREATIO Nicolas Altstaedt künstlerische Leitung

Alfred Brendel Mojca Erdmann Vilde Frang Tobias Feldmann Heath Quartet Maximilian Hornung Barnabas Kelemen Andreas Ottensamer Lawrence Power Maja S.K. Ratkje Giovanni Sollima BartolomeyBittmann Alexander Lonquich und viele andere

kammermusikfest.at +43 (0)2616 20202


NEUHEITEN FRÜHJAHR

Virtuose Teufeleien

Sciarrino: Capricci, Tartini: Sonate Nr. 5, Berio: Sequenza VIII, Paganini: Capricci op. 1 (Auszüge) Michael Barenboim (Violine) Accentus

Das Virtuosentum alter Schule und künstlerische Reflexion bringt Michael Barenboim in seinem zweiten Album zusammen. Ist nicht Giuseppe Tartinis Teufelstrillersonate der frühe Versuch einer ästhetischen Emanzipation der Dissonanz? Stehen nicht Salvatore Sciarrino und Luciano Be­rio für Ebenen der zeitgenössischen Musik, die die Klarheit und direkte Eloquenz der sogenannten „Alten Musik“ bewahren will? Michael Barenboim spielt das gläsern, versachlichend, gezügelt. Mit Meisterschaft und Kühle gewinnt er das Ringen gegen den „Diabolus in musicus“ mit der Objektivität eines Rationalisten.  (RD)

Nuancierte Sonaten

Beethoven: Klaviersonaten Nr. 29 „Hammerklaviersonate“ & Nr. 14 „Mondschein-Sonate“ Murray Perahia (Klavier) Deutsche Grammophon

Starpianist Murray Perahia hat sich intensiv mit den Quellen von Beethovens raumgreifender, formsprengender Hammerklaviersonate beschäftigt. Perahia verfügt über die Energie und die musikalische Fantasie, den Reichtum dieser Musik in vielfältigen Nuancen und Ausprägungen zu gestalten und hat gleichzeitig den Blick für das große Ganze. Diese tiefe Durchdringung erlaubt ihm Gelassenheit, nichts wirkt angestrengt, nichts konstruiert, alles erscheint als natürliche Entwicklung. Transparenz und Klarheit, spannend bis zum letzten Takt. Das gilt auch für die Mondscheinsonate.  (EW)

Kurz Besprochen Gál: Concertino op. 87, Cellosonate op. 109 u. a. Matthew Sharp (Cello), English Symphony Orchestra, K. Woods (Ltg). Avie Später Neoklassizismus, dargeboten mit Intensität und charmanter Leichtigkeit: Matthew Sharp und seine Mitstreiter rücken Hans Gáls Werke für Cello in den Mittelpunkt. (EW) Schubert: Winterreise Mark Padmore (Tenor), Kristian Bezuidenhout (Fortepiano). harmonia mundi Eine schlicht superbe Allianz: hier Bezuidenhout mit seinem klangfarbenreichen Flügelspiel, dort Mark Padmore als kongenialer Bote von Schuberts kompositorischen Ideen. (CL) Lifelines – Werke von Grieg, Liszt & Franck Lea Birringer (Violine), Esther Birringer (Klavier). Rubicon Wer so gut aussieht wie Lea und Esther Birringer, könnte auf Vorbehalte stoßen – künstlerisch überzeugen aber die Schwestern mit Musikalität und perfekter Harmonie. (FA) Meyerbeer: Le Prophète Essener Philharmoniker, Giuliano Carella (Leitung). Oehms Classics Vor der Uraufführung musste Meyerbeer vierzig Minuten seiner Oper streichen. Giulano Carella spielt das Drama ungekürzt nach der kritischen Neu­ ausgabe ein. (RD) Online-Tipp

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Top 20 Klassik-Charts Februar (05.01.– 09.02.2018)

1

(Neu)

Riccardo Muti & Wiener Philharmoniker Neujahrskonzert 2018 Sony Classical

Glanzvoller Jahresauftakt in Wien: Riccardo Muti leitete dieses Jahr das traditionelle Neujahrskonzert der Philharmoniker – und hielt so manches musikalische „Schmankerl“ bereit.

2

Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

3

Franco Fagioli, Il Pomo d’Oro, Zefira Valova

4

Jonas Kaufmann

(1)

(Neu)

(2)

Dolce Duello Decca Records

L’Opéra Sony Classical

5

Xavier de Maistre

6

Albrecht Mayer, I Musici di Roma, A. Zucco & L. Pianca

7

Teodor Currentzis & MusicAeterna

8

Daniel Barenboim

9

Mutter, Trifonov, Lee, Hornung & Patkoló

(4)

(9)

(Neu)

(7)

10 (3)

Jonas Kaufmann

12

Dorothee Mields

13

Philippe Jaroussky

Serenata Española Sony Classical

Tesori d’Italia Deutsche Grammophon

Schubert: Forellenquintett Deutsche Grammophon

Daniil Trifonov, Mikhail Pletnev, Mahler Chamber Orch. Chopin Evocations Deutsche Grammophon

Monteverdi: La Dolce Vita deutsche harmonia mundi

(Neu)

The Händel Album Erato

(5)

Händel entdecken mit Philippe Jaroussky: Der Countertenor bietet mit diesem Album ein klangschönes wie faszinierendes Kaleidoskop des Opernschaffens des Barockkomponisten.

14

M. E. Cencic, J. Lezhneva, Capella Cracoviensis

15

Wiener Philharmoniker

16

The King’s Singers

17

Krystian Zimerman

Porpora: Germanico in Germania Decca Records

(Neu)

Neujahrskonzert: Die gesamten Werke Sony Classical

(19)

Gold Signum Classics

(15)

Schubert: Piano Sonatas D 959 & D 960 Deutsche Grammophon

(WE*)

Nach 25 Jahren veröffentlichte Polens Ausnahmepianist erstmals wieder ein Soloalbum für das Gelblabel. Auf dem Programm: zwei späte Sonaten von Franz Schubert.

Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 Sony Classical Claude Debussy Deutsche Grammophon

Dolce Vita Sony Classical

(6)

Handel Arias Deutsche Grammophon

Nachdem Deutschlands erfolgreichster ­Klassik-Star mit „La dolce vita“ die Italianità beschwörte, richtet sich diesmal sein Blick auf die Opernwelt Frankreichs.

(Neu)

11

18

Herbert Blomstedt

19

J. DiDonato, J. Nelson, ­Orchestre National de France

20

Bach – Small Gifts

(WE*)

(18)

(10)

* Wiedereinstieg Ermittelt von GfK Entertainment GmbH im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.

Beethoven: Sinfonien Nr. 1–9 Accentus

Berlioz: Les Troyens (Live) Erato

Dorothee Oberlinger, Andreas Scholl, Ensemble 1700 deutsche harmonia mundi

März 2018 concerti   35


Blind gehört

Lebt seit 1978 in Hamburg: der russische Pianist Evgeni Koroliov

»Ach, das ist so schön« Evgeni Koroliov hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen,

M

anchmal dauert es etwas länger, bis Künstler einverstanden sind, sich unserem „Blind gehört“ zu stellen. So auch bei Evgeni Koroliov. „Auf der Bühne bin ich nie so aufgeregt wie jetzt“, gesteht er dann auch seine Sorge, keinen der Künstler zu erkennen. Nachdem Tee für den Künstler und Aufnahmegerät für den Autor bereit sind, kann es losgehen. 36  concerti März 2018

Schubert: Sonate G-Dur D 894 – 1. Molto moderato i cantabile Swjatoslaw Richter (Klavier). Philips 1979/1994

Also vom Tempo her ist das Swjatoslaw Richter. Aber ich habe keine Ahnung, wo und wann die Aufnahme entstanden ist. Es wird aber eher eine Konzertaufnahme sein. Das Tempo ist schon ein bisschen moderat. Wissen Sie, je besser

man spielt, desto langsamer kann man auch spielen, weil man etwas zu sagen hat. Wie Richter in diesem Fall. TempoGefühl ist immer subjektiv und im Laufe des Lebens ändert sich dieses Gefühl auch. Ich glaube, als Musiker entwickelt man mit der Zeit eine Art „Psychotechnik“. Das heißt: Das, was man erst nur in langsamem Tempo ausdrücken konnte, kann man dann auch in etwas

Foto: Stephan Wallocha

ohne dass er erfährt, wer spielt. Von Gregor Burgenmeister


zügigerem Tempo ohne Verluste ausdrücken. Und das konnte man vielleicht mit 20 oder 25 Jahren noch nicht. Richter war bei uns sozusagen immer eines der Idole. Es ist in Russland populär, aus den Leuten Idole zu machen. Ich selbst hatte nie Vorbilder, aber ich habe mir natürlich schon die Leute, die bei uns populär waren, angehört. Also Richter, Emil Gilels, Wladimir Sofronitsky und natürlich Marija Judina, bei der ich auch Unterricht hatte. Von Richter habe ich sehr viele Konzerte gehört, von unterschiedlichster Qualität, es gab sicher auch etwas weniger glückliche Konzerte, aber auch viele ganz tolle. Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Horowitz (Klavier). RCA/Sony Music 1956/1989

Ich denke, das ist auch ein russischer Pianist oder eine Pianistin, nicht aber Sofronitsky. Es ist schön und musikazur Person

1949 in Moskau geboren, erhielt Evgeni Koroliov in Russlands Hauptstadt seinen ersten Klavierunterricht, ehe er am dortigen Konservatorium studierte. Der mehrfache Preisträger bei internationalen Wettbewerben nahm 1978 an der Hamburger Musikhoch­ schule eine Professur an, die er bis ins Jahr 2015 innehatte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ljupka Chadschi-Georgijewa tritt der Pianist auch als Duo Koroliov auf.

lisch gespielt, aber es fehlt etwas, es ist ein bisschen harmlos. Aus welcher Zeit kommt diese Aufnahme? Mitte des Jahrhunderts? Der Klang ist eigentlich eher nicht von Gilels. Auch Heinrich Neuhaus oder Samuel Feinberg sind es nicht. Viel berühmter, sagen sie? Ach, Horowitz? Ja, mein Gott, das ist wirklich er, ja, ich würde nicht unbedingt sagen, dass er der Größte war, aber der Berühmteste war er auf jeden Fall (lacht). Ah, deswegen dachte ich vielleicht, es könnte eine Pianistin sein. Er hat manchmal einfach viel zu schön gespielt, ein bisschen feminin, was oft sehr gut passt, aber manchmal doch auch nicht. Natürlich sind das nur Nuancen und sehr subjektiv. Horowitz hat vieles toll gespielt. Er war ein phänomenaler Virtuose, besonders in jungen Jahren. In späten Jahren war er zwar nicht mehr so virtuos, aber er ist dafür zu einem etwas noch bedeutenderen Musiker geworden. Mit achtzig Jahren (lacht). Da gab es ganz tolle Sachen von ihm. Mozart: Klavier­ konzert d-Moll KV 466 – 1. Allegro Clara Haskil (Klavier). Westminster/Universal 1950/2001

Also zeitlich kommt das wieder aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ein sehr guter Musiker oder eine Musikerin mit exzellentem Geschmack und gutem, leichten Klang. Ist das Clara Haskil? Ich dachte erst, das könnte Wilhelm Kempff sein, aber so gut spielte der nicht Klavier. Bei ihr ist alles sehr unspektakulär. Man hört sofort diesen Charme, diese

innerliche Einheit, Einfachheit und Noblesse. Das war ganz oft bei ihr so. Schön! Sie war nicht sehr bekannt in der Sowjetunion und ist auch ziemlich früh gestorben. Aber als ich ihre Aufnahmen hörte, war ich gleich in ihrem Bann. Sie hatte einen tollen Geschmack. Diese Selbstverständlichkeit, dass die schöne geniale Musik für sich selbst spricht, ja das hat mich gleich bezaubert. Bisher waren Sie noch sehr gnädig mit mir, ich hoffe, das bleibt so (lacht). Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Sofronitsky (Klavier). Philips/ Melodiya 1958/1999

Ich weiß jetzt nicht, ob das Sofronitsky ist, aber das ist was anderes, nicht wahr? Der Griff ist ganz anders. Und jetzt hören Sie mal, das ist es, ja. Gut! Also ich sage, es ist Sofronitsky. Er hat ja praktisch nicht im Westen konzertiert, obwohl er ein sehr guter Pianist war. Als er jünger war, war er zwar ein besserer Pianist, aber nicht so ein Musiker wie später. Er wurde von vielen Leuten in der Sowjetunion fast vergöttert. Wenn er spielte, das war manchmal wie Magie. Ich erinnere mich an ein Konzert, hier war vielleicht der Flügel (zeigt direkt neben sich), alles war ziemlich dunkel, nur eine Lampe beim Klavier. Und ich als vielleicht Neun- oder Zehnjähriger stand da und lauschte – das war Zauberei. Diese Klänge! Ein Horowitz wusste, wie man das Publikum bezaubert. Sofronitsky aber lebte das, er lebte diese geniale Musik. So etwas habe ich nie mehr gehört. März 2018 concerti   37


Blind gehört

Debussy: Préludes 1er Livre Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier). DG 1978/1991

Das muss Michelangeli sein, die Akkorde sind so zusammen und so ein bisschen rücksichtslos forte (lacht). Er nimmt sich die Zeit, um das vorzubereiten. Ich verzeihe ihm das gerne, denn ich mag ihn sehr gerne, also nicht alles, aber viel. Michelangeli wollte immer sehr, sehr sauber spielen. Als ich ihn zum ersten Mal 1964 in Moskau gehört habe, war das wahnsinnig eindrucksvoll, nicht so sehr die Perfektion, sondern eher die Palette, die Klangfarben, besonders bei Debussy, das war absolut faszinierend. Michelangeli hat ja ganz wenig gespielt, dafür natürlich immer wie geschliffen (lacht). Er hatte so eine Art ReinlichkeitsFimmel oder eine Art Ehrgeiz oder Eitelkeit, perfekt zu spielen. Es gibt Leute, die zur Perfektion tendieren. Auch ein Jan Vermeer war so, ein Rembrandt dafür nicht unbedingt, trotzdem war er ein ganz toller, großer Maler. Es gibt eben unterschiedliche Temperamente. Ravel: Gaspard de la nuit Martha Argerich (Klavier). DG 1960/2016

Das ist auch aus einer älteren Zeit, nicht ganz so alt, nein, aber etwas älter. Das ist irgendjemand, der sehr geradeaus spielen will, was ich toll finde, wie jetzt im Thema der Ondine. Manchmal ist es für meine Begriffe noch zu sehr an der Ober38 concerti März 2018

fläche. Es könnte Gieseking sein, oder ein französischer Pianist? Moment, darf ich noch ein bisschen? Zuerst dachte ich ja, es könnte Martha Argerich sein, aber dafür ist es zu unsauber, Martha ist so eine Virtuosin. Oh Gott, sie ist es? Tut mir leid, ich nehme das mit „zu unsauber“ zurück (lacht). Das ist sehr schnell gespielt und nicht so gut, deshalb dachte ich, vielleicht ein Älterer, der nicht so viel Wert legte auf Sauberkeit. Ich dachte auch an Walter Gieseking, es scheint mir aber klanglich ein bisschen zu wenig raffiniert. Vielleicht liegt es auch am Instrument. Aber gut, Geradlinigkeit hat Martha auch. Und ja, sie kann auch sehr tiefe Momente haben, Gott sei Dank. Ist das wirklich im Studio aufgenommen und keine Live-Aufnahme? Ach so, das war eine Rundfunkaufnahme? Ja, ich kenne das, die wurde dann wahrscheinlich in anderthalb Stunden aufgenommen, ich habe so was auch gemacht. Das war ein geschickter Zug von Ihnen (lacht). Liszt: Études d’exécution transcendante – Nr. 12 Chasse neige Daniil Trifonov (Klavier). DG 2015

Die Aufnahme kenne ich sicher nicht, das Repertoire ist auch nicht so ganz mein Me­tier. Die Manier oder die Gestik klingt nach einem älteren Pianisten, es könnte vielleicht Artur Rubinstein sein oder Claudio Arrau. Vielleicht ist er auch nicht ganz dieses Kaliber. Das ist eine aktuelle Aufnahme? Dann ist es wahrscheinlich Daniil Trifonov. Aber er hat dann auch ein bisschen diese

Manier. Aber ich unterstelle ihm, dass er das nicht absichtlich macht, das kommt vielleicht so aus ihm. Früher habe ich solche Manierismen bei ihm nicht so bemerkt. Aber man entwickelt sich mit der Zeit (lacht). Diese Gestik hat man sich eigentlich in der letzten Zeit abgewöhnt. Das ist jetzt nicht bewertend gemeint, weder positiv noch negativ. Hier schien es mir einfach so innig, deswegen dachte ich, vielleicht ein alter Pianist. Aber es ist gut, wenn Trifonov so spielt. Ich war ja in der Jury im Tschaikowsky-Wettbewerb, als er den ersten Preis gewonnen hat. Aber interessant, dass das auch eine Studioaufnahme ist, manches klingt gar nicht danach. Bach: Goldberg-­ Variationen BWV 988 – 1. Aria Glenn Gould (Klavier). Sony Classical 1981/2012

Das ist jetzt leicht (lacht). Ich erinnere mich sehr gut, wie meine erste Lehrerin mich als siebenjähriges Kind zu einem Konzert von Glenn Gould im kleinen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums mitnahm. Die modernen Sachen, die er spielte, habe ich damals natürlich noch nicht verstanden. Aber dann spielte er drei Kontrapunkte aus der Kunst der Fuge. Und diese Musik war für mich wie ein Blitzschlag. Na ja, natürlich hat er auch sehr gut gespielt, nehme ich jetzt einmal an (lacht). Und irgendwie habe ich dann danach gedacht, ich möchte das selbst einmal spielen und ein „Bachist“ werden. Also so gesehen hat Glenn Gould in meinem Leben eine


kleine Schlüsselrolle gespielt. Wenn die Lehrerin das damals nicht gemacht hätte, ich weiß nicht, was dann passiert wäre. Viel später habe ich selbst die Kunst der Fuge einstudiert. Und natürlich mit absolut eigenen Vorstellungen. Wobei: Bei diesen drei Stücken bin ich vom Tempo her so geprägt von seinen Vorstellungen, dass ich sie sozusagen zu meinen eigenen gemacht habe. Ich habe mit dieser Musik lange gelebt, auch mit allen Kantaten, faktisch mit allem von Bach. Ich habe sie nicht wissenschaftlich untersucht, sondern habe richtig mit ihr gelebt. Und dann dachte ich mir, ich spiele sie, wie ich es fühle, dass es nicht gegen den Geist dieser Musik ist. Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung Lev Oborin (Klavier). BNF Collection 1954/2016

Ach, das ist so schön. Es ist irgendetwas in diesem Spiel, das mir sehr nahegeht. Das ist so ehrlich. Und auch sehr musikalisch. Könnte es Lev Oborin sein? Wirklich? Wo haben Sie das denn ausgegraben? Ich dachte nie, dass er das aufgenommen hat. Er war ein genial begabter Musiker. Aber faul wie Oblomow (Titelfigur des Romans von Iwan Gontscharow, Anm. d. Red.). Er hat es sich nicht erlaubt, ein großer, weltberühmter Pianist zu werden, nicht aus Bescheidenheit, sondern einfach, weil er zu faul war. Essen und Trinken waren ihm wichtiger (lacht). Als mein Lehrer hat er natürlich eine große Rolle gespielt. Wenn ich zu ihm gekommen bin, dann hat er erst mit mir über Musik

und über Gott und die Welt zu sprechen begonnen (lacht). Und manchmal gingen so anderthalb Stunden um und ich hatte noch überhaupt nicht gespielt. Erst später habe ich verstanden, was ich von ihm in diesen Gesprächen und seinen Erzählungen bekommen habe. Das hat alles in mir nachgewirkt und war immer gut. Ja, da haben sie mich jetzt wirklich erfreut, dass es da eine Aufnahme gibt!

MODERN CLASSICAL MUSIC

PIANO POETEN

Konzert-TIPPs

Dortmund So. 4.3., 18:00 Uhr Konzerthaus Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: Das Wohltemperierte Klavier Teil I BWV 846–869 Fürth Di. 20.3., 19:30 Uhr Stadttheater Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: 15 dreistimmige Sinfonien BWV 787–801, Mozart: Sonate F-Dur KV 332, Ravel: Sonatine, Debussy: Préludes (Auszüge aus Band I & II) Köln So. 25.3., 11:00 Uhr Kleiner Sendesaal des WDR Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Debussy: Préludes I & II Potsdam So. 29.4., 18:00 Uhr Nikolaisaal Bach: Dreifach beflügelt. Evgeni Koroliov, Anna Vinnitskaya & Ljupka Hadzigeorgieva (Klavier), Kammerakademie Potsdam. Bach: Konzerte für zwei Klaviere BWV 1061–1064 & Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Hamburg Mi. 9.5., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Künstler & Programm siehe Potsdam Gifhorn So. 10.6., 18:00 Uhr Schloss (Rittersaal) Soli Deo Gloria. Evgeni Koroliov (Klavier). Werke von Bach

Drei neue exzellente Alben: Die Pianisten Federico Albanese, Marina Baranova und Friedrich Gulda vereinen die Lust am Experimentieren

CD-Tipp

Beethoven: DiabelliVariationen, Große Fuge B-Dur op. 134 u. a. Evgeni Koroliov & Ljupka Hadžigeorgieva (Klavier). tacet

und der Mut, Grenzen in der klassischen Musik einzureißen. www.neue-meister-music.com


multimedia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet

3sat

Le Nozze di Figaro

Radio: Zum 90. Geburtstag von Christa Ludwig

Die etwas andere Primadonna

Sa. 3.3., 20:15 Uhr Oper Jahrzehntelang stand Giorgio Strehlers legendäre Figaro-Inszenierung auf dem Spielplan der Mailänder Scala, ehe sich 2016 Frederic ­Wake-Walker an eine Neuproduktion wagte. NDR

Der Traum des Kent Nagano So. 4.3., 8:00 Uhr Doku Der NDR beleuchtet Kent Naganos ungewöhnliche Projekte, mit ­denen er ein breiteres Publikum ansprechen und seinen Traum verwirklichen will, dass Klassik für jedermann zugänglich ist. Arte

Stars von morgen So. 11.3., 18:25 Uhr TV-Show Rolando Villazón empfängt diesmal die Flötistin Lucie Horsch, den Pianisten D ­ mitry Masleev, den Tenor Konu Kim und den Bratschisten Adrien La Marca.

Stand noch noch mit Maria Callas auf der Bühne: Christa Ludwig

D

ie Aufzeichnung ihrer Lebenserinnerungen, erschienen vor zwanzig Jahren, betitelte sie mit „... und ich wäre so gern Primadonna gewesen“. Dass Christa Ludwig dennoch ohne Zweifel eine

Arte

Die Musketiere im Damenstifte

40 concerti März 2018

ab Fr. 16.3., 18:05 Uhr, BR-Klassik Weitere Informationen: www.br-klassik.de

Online: In der Welt des Rundfunkchors Berlin

Requiem down under

F Mo. 26.3., 0:00 Uhr Operette Louis Varneys Operette wurde 2015 von Jérôme Deschamps an der Pariser Opéra Comique werkgetreu inszeniert – und vom Publikum begeistert aufgenommen.

solche Primadonna war, beweist BR-Klassik: Der Radiosender widmet der Mezzosopranistin zu ihrem 90. Geburtstag gleich vier Sendungen. Den Anfang macht am 16. März – Ludwigs Geburtstag – um 18:05 Uhr die Sendung „Klassikstars“, ab 20:05 Uhr werden Livemitschnitte mit ihr ausgestrahlt, ehe Christa Ludwig selbst am 17. März um 11:05 Uhr in „Meine Musik“ zu hören ist. Den Abschluss macht die Opernsendung „con passione“, die sich ganz auf Interpretationen Christa Ludwigs konzentriert.

ür seine Erfolgsproduktion human requiem wurde der Rundfunkchor Berlin bereits rund um den Globus gefeiert. Nun folgt der Chor der Einladung des „Adelaide Festival of Arts“ nach Australasien und präsentiert dort die Produktion von 2012, der Brahms’ Ein deutsches Requiem zugrunde liegt und die um choreografische

Elemente von Jochen Sandig und dem Team der Compagnie Sasha Waltz angereichert wurde. Wie es den Mitgliedern des Rundfunkchors auf der Reise in die Ferne ergeht, lesen Sie in unserer Facebook-Rubrik „In der Welt von ...“. Vom 13. bis 18.3. auf: www.facebook.com/ concertimagazin

Fotos: Pierre Groisbois, Angus McBean/Warner Classics, gemeinfrei

 TV-Tipps


Kino: Bernstein Celebration des Royal Ballet

Tanz zum Jubiläum

D

as kreative Genie Leonard Bernsteins wird auch vom Londoner Royal Ballet geehrt. Zum 100. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten kommt ein Tanz-Triptychon auf die Bühne, das die Kompositionen des US-Amerikaners würdigt. Das Programm der „Bernstein Celebration“ – so der Titel des Abends – enthält zwei Weltpremieren von Wayne McGregor und Christopher Wheeldon sowie eine Wiederaufnahme von Liam Scarletts The Age of Anxiety („Das Zeitalter der Angst“) zu Bernsteins zweiter Sinfonie. Wayne McGregor arbeitet für seine Choreografie zu Bernsteins Chichester Psalms mit dem Künst-

 Radio-Tipps NDR Kultur

Eschenbach dirigiert Hindemith Fr. 2.3., 20:00 Uhr Konzert Das NDR Elbphilharmonie ­Orchester bringt Hindemiths ­Requiem mit dem sperrigen Titel When Lilacs Last in the Dooryard Bloom’d auf die Konzertbühne. WDR 3

Szene aus Liam Scarletts The Age of Anxiety

ler Edmund de Waal zusammen, während Christopher Wheeldon die Kostümierung dem vielfach ausgezeichneten Modedesigner Erdem ­Moraliog˘lu überlässt. Di. 27.3., 20:15 Uhr Teilnehmende Kinos: www.rohkinotickets.de

Madama Butterfly Sa. 3.3., 19:00 Uhr Oper live aus der MET Drei Jahre nach i­hrer Uraufführung kam die Oper 1907 auf den Spielplan der MET. Auch über hundert Jahre später gehört Puccinis Meisterwerk zum festen Repertoire an New Yorks Opernhaus. BR-Klassik

Von Berlin bis zum Broadway

Online: Dokumentarfilm Resonanzen über C. Bechstein

Einzigartige Instrumente

D

ie globalisierte Massenproduktion macht bekanntlich auch vor Musikinstrumenten nicht Halt. Klaviere und Flügel etwa werden seit Jahren zum größten Teil in Fernost gefertigt. Bleibt die Frage, was das Fabrikat eines traditionsreichen Instrumentenbauers überhaupt ausmacht. Genau genommen braucht man für die Beantwortung der Frage kaum mehr als 37 Minuten: So lange dauert der spannende wie erhellende Dokumentarfilm Resonanzen von Thomas Nitsch. Darin spürt der preisgekrönte Regisseur der Faszination des Klangs der Flügel aus der Manufaktur C. Bechstein nach, lässt berühmte Künstler zu

Wort kommen – und erschafft so mit diesem Film eine klangvolle Huldigung an die Einzigartigkeit jedes Flügels des Berliner Traditionshauses, das 1853 gegründet wurde.

Fr. 16.3., 19:05 Uhr Musik-­ Feature Nach dem Motto „gestern, heute, morgen“ beleuchtet das Feature Kurt Weills Musik­ theaterschaffen von den Vorbildern des Komponisten bis hin zu den heutigen Weill-Interpreten. Deutschlandfunk Kultur

Zum 100. Todestag Claude Debussys So. 25.3., 22:00 Uhr Musikfeuilleton Michael Dasche blickt im Gespräch mit dem Pianisten und Debussy-Experten Bernd Goetzke auf die teils widersprüchlichen Seiten des so streitbaren wie genialen Komponisten. Deutschlandfunk

Schöne Stimmen Startete als Ein-Mann-Betrieb: Carl Bechstein (1826–1900) Ab dem 1. März ist der Film online zu sehen auf: bechstein.com/film

Fr. 30.3., 23:05 Uhr Porträt Moderator Thilo Braun rückt mit Christoph Prégardien einen der gefragtesten Tenöre hierzulande in den Mittelpunkt der Sendung.

März 2018 concerti   41


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Diesen Monat neu auf concerti.de/lounge:

Sommersonnenklang Tipps Malta ist als paradiesisches ­Urlaubsreiseziel inzwischen längst kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Touristen zieht es Jahr für Jahr auf die ­faszinierende Mittelmeerinsel südlich von Sizilien. Aber Malta hat nicht nur Sonne, Strand und Meer zu bieten, sondern auch viele und abwechslungsreiche Festivals. Wir stellen Ihnen die Festspielhöhepunkte der traumhaften Insel genauer vor.

Perfekte Fahrt, perfekter Sound Technik Wenn die Gewinner unserer Aktion „Mein Konzert mit Lexus“ zum Konzert chauffiert werden, wird der Künstler des Abends auf der Rückbank des Lexus sitzen und auch eine Playlist mit im Gepäck haben. Denn das Soundsystem von Mark Levinson muss man einfach mal genossen haben. Wir durften uns die High-End-Audioanlage vorab genauer anhören.

Umzug einer Supernanny Reportage Große Musicalshows sind nicht nur beeindruckend, sondern auch technisch sehr aufwändig. Trotzdem brauchte der Musical-Produzent Stage Entertainment nur gut drei Wochen, um Mary Poppins von Stuttgart nach Hamburg umziehen zu lassen. Wir ­begleiteten die logistische Meisterleistung und konnten dabei einen spannenden Einblick hinter die Kulissen ­gewinnen. 42 concerti März 2018

Verlag concerti Media GmbH Hammerbrookstraße 93 · 20097 Hamburg Tel: 040/22 86 886-0 · Fax: 040/22 86 886–17 info@concerti.de · www.concerti.de Herausgeber/Chefredakteur Gregor Burgenmeister (V.i.S.d.P.) Redaktion Jörg Roberts (Chef vom Dienst), Maximilian Theiss (Textchef, MT), Ninja Anderlohr-Hepp (Ressortleitung), Peter Krause (Ressortleitung Oper, PK), Sören Ingwersen (Textredaktion), Verena Kinle (Bildredaktion), Julia Hellmig (JH), Julia Oehlrich, Insa Axmann, Johann Buddecke (JB), Irem Çatı, Hannah Duffek, Nicolas ­Furchert, Nicole Korzonnek (NK) Autoren der aktuellen Ausgaben Frank ­Armbruster (FA), ­Christina ­Bauer, ­Irene ­Bazinger, ­Helge ­Birkelbach, ­Jakob ­Buhre, ­Roland H. ­Dippel (RD), C ­ hristoph ­Forsthoff ­Katharina ­von ­Glasenapp, ­Reinald ­Hanke, ­Christoph Kalies, ­Katherina Knees, ­Christian ­Lahneck (CL), S ­ abine ­Näher (SN), G ­ eorg ­Pepl, ­Helmut ­Peters, ­Teresa ­Pieschacón ­Raphael, ­Elisa ­Reznicek, ­Antje ­Rößler, ­Stefan ­Schickhaus, ­Christian ­Schmidt, ­Sigrid ­Schuer, ­Eckhard ­Weber (EW) Art Direktion/Gestaltung Tom Leifer, Heidi Meyer, Jörg Roberts, Frauke Schäfers, Matthias Hirt Produktion/Lithographie Alphabeta GmbH Druck & Verarbeitung Mayr Miesbach GmbH Anzeigen Felix Husmann (Verlagsleitung) Tel: 040/22 86 886-20 f.husmann@concerti.de Mirko Erdmann (Leitung Klassikveranstalter, Festivals & Musikindustrie) Tel: 040/22 86 886-16 m.erdmann@concerti.de Gabriele Heesen (Klassikveranstalter & Marken) Tel: 040/22 86 886-32 g.heesen@concerti.de Heidi Meyer (Anzeigen- und Vertriebsassistenz) Tel: 040/22 86 886-18 h.meyer@concerti.de Melanie Berndt (Anzeigendisposition) Tel: 040/22 86 886-27 m.berndt@concerti.de

Business Development & Vertrieb Stefan Brettschneider Heftauslage vertrieb@concerti.de Abonnement concerti Media GmbH · Postfach 100 544, 20004 Hamburg · Tel: 040/228 688 688 Fax: 040/228 688 617 · abo@concerti.de Standard-Jahres­abonnement: 25 € frei Haus Erscheinungsweise elf Mal jährlich, Ausgabe April ist erhältlich ab 23.3. IVW geprüfte Verbreitung IV/2017: 170.835 Exemplare Redaktionsschluss Immer am 15. des Vor-Vormonats, bitte senden Sie Ihre Termine an: termine@concerti.de. Der Abdruck erfolgt kostenlos. Zusatz Der Terminkalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung für die angegebenen Daten. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Bei Nichtlieferung infolge höherer Gewalt oder durch Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. Alle Rechte: concerti Media GmbH

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Impressum


Hörgenuss bis zum letzten Ton. Ganz ohne Räuspern oder Husten.

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I H R E S C H Ö NST E YAC H T D E R W E LT

„Kein Geschenk der Welt könnte schöner sein, als in seinen Armen Walzer zu tanzen. Ob damals auf unserer Hochzeit oder heute mitten auf dem Pazifik.“

mseuropa.de

concerti Ausgabe Hamburg & Norddeutschland März 2018  

concerti - Das Konzert- und Opernmagazin mit Regionalteil für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

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