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DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN

März 2018

Mit Regionalteil Berlin & Brandenburg

513 Konzert- UNd Operntermine

Daniel Harding Geläutertes Wunderkind Musik im Riesen Musik und Kristalle

Vladimir Jurowski »Man kann ja auch von den anderen etwas lernen«

JETZT AUCH BEI


F E S T W O C H E N D E R A U TO S TA DT I N W O L F S B U R G 06 . M AI 2018 04. APRIL

Stand: 9. Januar 2018; Änderungen vorbehalten

WÜRDE

KONZERTE

TA N Z

LESUNGEN & SCHAUSPIEL

Laura Jurd’s Dinosaur · Dominic J. Marshall Emil Brandqvist Trio · Mario Biondi Gregory Porter · Indra Rios-Moore Annika Treutler · Kit Armstrong Peter Tilling & das Ensemble Risonanze Erranti William Youn · Ran Jia Cédric Pescia · Severin von Eckardstein

Ballet BC Company Wayne McGregor Compagnie DCA ⁄ Philippe Decouflé Sydney Dance Company Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan zero visibility corp. Grupo Corpo

Boris Aljinovic · Iris Berben Samuel Finzi · Sylvester Groth Philipp Hochmair · Burghart Klaußner Wolfram Koch · Maren Kroymann Claudia Michelsen · Caroline Peters Sophie Rois · Alexander Scheer Thomas Thieme

WEITERE

IN FOR MATION EN:

0 8 0 0 2 8 8 6 7 8 2 3 8 O D ER W W W. M O V I M E N TO S . D E

KULTURPARTNER:


Editorial

Foto: Ivo von Renner; Titelfoto: Simon Pauly

Liebe Leserin, lieber Leser, am 20. März wäre Bernd Alois Zimmermann ­hundert Jahre alt geworden. Dass dieses Jubiläum mitten in die Passionszeit fällt, könnte passender nicht sein, war doch der religiös geprägte Komponist ein Meister des tönenden Pessimismus, der sich in seinen Werken explizit mit Unrecht, Gewalt und Unterdrückung befasst hat. Dass Zimmermann damit den Nerv seiner Zeit traf, zeigen die in positiver wie negativer Hinsicht sehr heftigen Reaktionen auf die Uraufführung der Oper Die Soldaten im Jahr 1965 als zentrales Werk seiGregor Burgenmeister nes Schaffens. Opernexperte Peter Krause blickt Herausgeber/Chefredakteur auf das Leben Zimmermanns und dessen kompositorische Ideen – und rückt Die Soldaten als bedeutendste deutsche Nachkriegsoper in den Fokus: Die Oper Köln als Ort der Uraufführung ehrt nämlich den Komponisten mit einer Neuinszenierung des in vielerlei Hinsicht ungeheuerlichen Werks. Ungleich unbeschwerter sind da zwei Festivals in Österreich und England, die wir Ihnen näher vorstellen: Das Aldeburgh Festival gilt nicht nur als Hochburg für exquisite Aufführungen der Musik Benjamin Brittens, sondern lockt auch mit einer malerischen Landschaft, wie es sie nur in England geben kann. Das Festival „Musik im Riesen“ wiederum, das im Mai im Tiroler Örtchen Wattens stattfindet, ist nicht nur akustisch, sondern auch visuell ein Erlebnis für die Sinne, finden doch die Konzerte in André Hellers zauberhaften Kristallwelten statt. Einen hoch spannenden und bemerkenswert persönlichen Einblick in seine musikalischen Vorstellungen und Sichtweisen gab Vladimir Jurowski unserem Autor Helge Birkelbach. Jurowski ist seit Beginn dieser Spielzeit Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Und da Dirigent, Orchester und Publikum voneinander schon jetzt schlicht begeistert sind, kann man hier von einer hervorragenden Symbiose sprechen. Viel Spaß bei der Lektüre, Ihr

März 2018 concerti   3


Inhalt

3 Editorial 6 Kurz & Knapp 8 Geläutertes Wunderkind

Porträt Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln

10 »Man kann ja auch von anderen lernen«

Interview Ob Originalpartituren oder der

8

Daniel Harding ... ein halbes Leben lang Dirigent

Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran

16 Meditation über die Zeit

Feuilleton Zum 100. Geburtstag von

Bernd Alois Zimmermann

18 Opern-Kritiken 20 Opern-Tipps Regionalseiten

16

Bernd Alois Zimmermann ... Jubiläum eines tragischen Genies

An dieser Stelle finden Sie die interessantesten Klassikgeschichten des Monats sowie alle Konzert- und Operntermine Ihrer Region

24 Sommernachtstraum in Suffolk

28 Musik und Kristalle

Festivalguide Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival „Musik im Riesen“ feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen

30 CD-Rezensionen 35 Top 20 Klassik-Charts 36 »Ach, das ist so schön«

24

Aldeburgh Festival ... ganz nah bei Benjamin Britten

4  concerti März 2018

Blind gehört Evgeni Koroliov hört und

kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass er erfährt, wer spielt

40 Multimedia-Tipps 42 Impressum

Fotos: Matt Jolly/Aldeburgh Music, Schott Promotion, Julian Hargreaves

Festivalguide Erst zu Hause bei Benjamin Britten erspürt man vollends die Musik des großen Komponisten


DER NEUE LEXUS LS

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kurz & knapp

Mein Lieblingsstück

Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 »Orgelsinfonie«

ch hatte frisch den Führerschein und war nachts im Auto auf dem Heimweg, während im Radio das ARD-Nachtkonzert lief. Da hörte ich zum ersten Mal dieses Stück. Der mächtige Orgelklang, die virtuosen Streicher – ich war so hin und weg von diesem Werk, dass ich noch zwanzig Minuten lang vor dem ­Elternhaus im Auto saß, um die

Organist Christian Schmitt

„Orgelsinfonie“ zu Ende zu hören. Als Orgelstudent habe ich mir dann die Partitur gekauft und mit der ­berühmten Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Karajan einstudiert, bei der die Orgel aus Notre Dame de Paris nachträglich eingespielt wurde. Die Orgel war um einige Hertz tiefer gestimmt als der damalige Kammerton der Philharmoniker, so dass man heute noch leichte Schwebungen heraushört. Mit Mitte zwanzig hatte ich dann das allererste Mal die Gelegenheit, das Werk mit einem Jugendorchester unter dem heutigen Mainzer GMD Hermann Bäumer zu spielen. Das Stück, das ich inzwischen mit mehreren Orchestern gespielt und aufgenommen habe, begleitet und fasziniert mich inzwischen schon seit fast 25 Jahren. Ich finde, dass hier einfach alles drin ist: Da ist zuerst diese lange, großartige Orchestereinleitung, ehe nach etwa zwölf Minuten die Orgel in Erscheinung tritt, und zwar – für die meisten Hörer ungewohnt – ganz zart und lyrisch. Im

zweiten Teil eröffnet die Orgel mit einem majestätischen Fortissimo, eine Passage, die die meisten Hörer kennen – wie auch das krönende Finale, bei dem Orgel und Orchester gewissermaßen im dreifachen Glanz und Gloria miteinander verschmelzen.

9 746

Planstellen gab es in den 129 deutschen Orchestern. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort: 2016 waren es noch 9.816 Planstellen in 131 Orchestern, wie die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) bekanntgab. Problematisch sieht die DOV auch die Vergütung der Musiker. Die läge bei einigen Orchestern bis zu 30 Prozent unter dem Tariflohn.

... Melodie und Harmonie finden sich in der Natur nicht vor. Sie sind Schöpfungen des Menschen ... Eduard Hanslick, österreichischer Musikkritiker

Wenn Musiker zu Patienten werden

Seit Jahren ein heikles Thema: Gehörschutz für Orchestermusiker 6  concerti März 2018

Der Schutz des Gehörs ist ein so allgegenwärti­ges wie stief­ mütterlich behandeltes Problem. Ein besonders schwerer Fall wird derzeit vor Gericht behandelt: Ein Bratschist des Londoner Royal Opera House hatte bei Proben einer WagnerOper vor einer 18-köpfigen Bläsergruppe gesessen und sich infolgedessen 2012 einen so schweren Hörschaden zugezogen, dass er seither seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Er verklagte daher seinen einstigen Arbeitgeber auf umgerechnet 850 000 Euro. Eine nachträgliche Messung ergab: Durchschnittlich war damals die Streichergruppe 91 Dezibel ausgesetzt, in der Spitze sogar über 130 Dezibel.

Fotos: Uwe Arens, gemeinfrei, shutterstock, Jonathan Quipot/Störtebeker Elbphilharmonie GmbH

I


3 Fragen an ... Julian Münder

Der General Manager leitet die Störtebeker Gastronomieflächen in der Elbphilharmonie

Herr Münder, inwiefern unterscheidet sich ein gastronomischer Betrieb in einem Konzertsaal von einem ganz „normalen“ Restaurant? Die Leute kommen nicht hierher, weil wir das beste Steak oder das beste Sushi der Stadt ser­ vieren, sondern wegen der Konzerte. Wir müssen uns also danach richten, was die Leu­ te gerne möchten. Und weil die Elbphilharmo­ nie ein Haus für alle ist und musikalisch sehr breit aufgestellt ist, müssen wir vom Glas Champagner über den Flammkuchen bis hin zum Salamibrötchen wirklich alles bieten. Sich da zu sehr zu spezialisieren wäre für ­unseren Betrieb tödlich.

Wie fällt Ihr Resümee fürs erste Jahr aus? Da wir kein Restaurantbetrieb sind, der für sich allein steht, sondern Teil eines großen Ganzen sind, mussten wir uns schnell an die äußeren Gegebenheiten, etwa die Besucher­ ströme, anpassen – was uns auch gelungen ist. Nun geht es darum, an Details zu schrauben, denn jetzt ist der erste Jahreskreislauf abge­ schlossen und wir wissen genauer, was auf uns in den jeweiligen Monaten zukommt.

Besuchen Sie denn auch ab und an den Konzertsaal? Wir haben zwei Abos, insofern gehe ich mit meiner Frau auch regelmäßig selbst in die ­Elbphilharmonie. Und trinke natürlich vorher noch etwas an der Bar.


Porträt

Geläutertes Wunderkind Daniel Harding hat die Höhen und Tiefen des Lebens in raschem

Wechsel erfahren. Was ihn nicht davon abhielt, sich stetig weiterzuentwickeln. Von Teresa Pieschacón Raphael

nen, sondern ihm auch sein Mahler Chamber Orchestra anvertrauen, dessen Leitung Harding 2003 übernimmt. Zuvor wird er noch Chef des Trondheim Sinfonieorchesters sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Dirigierte erstmals mit 15 Jahren: Daniel Harding

W

underkinder ereilt Rattle zu ihrer Aufführung ein. oft ein ähnliches Immerhin hört sich Rattle den Schicksal: Das Wun- Konzertmitschnitt an: „Techder geht, aber das Kind bleibt nisch macht ihr vieles besser“, zurück und muss in einem sagt er zu den Teenagern. „Nur schmerzvollen Prozess erwach- von der Musik habt ihr leider sen werden. Ein bisschen er- nichts verstanden.“ ging es auch Daniel Harding Einen der jungen Musiker aber so. Mit 15 gründet der Sohn vergisst er nicht. Denn zwei eines Universitäts-Dozenten in Jahre später findet sich Daniel Manchester mit Freunden am Harding als Assistent an der Internat ein Orchester, dessen Seite von Rattle wieder. Er beLeitung er übernimmt. Als wä- gegnet Hans Werner Henze auf re dies nicht genug, setzen sie der Münchener Biennale, lernt Arnold Schönbergs verteufelt bei Pierre Boulez und wagt sich vertracktes Pierrot Lunaire nach Berlin zu Claudio Abbado. aufs Programm und laden kei- Dieser wird ihn nicht nur als nen Geringeren als Sir Simon „mein kleines Genie“ bezeich8 concerti März 2018

Foto: Julian Hargreaves

»Bezahlen muss man immer«

„In England gab es Könige, die jünger waren als ich“, scherzte Harding seinerzeit selbstbewusst. Und: „Das ist wohl so bei manchen Menschen: Manche steigen sehr schnell auf. Andere weniger. Bezahlen muss man immer“, witzelte er damals und ahnte nicht, wie sehr das auch auf ihn zutreffen wird. Mit 30 hatte er zwar die Hälfte seines Lebens vor dem Pult verbracht und die wichtigsten Orchester der Welt dirigiert, dennoch geriet er in eine Krise. „Die Menschen lauern immer auf die nächste große Attraktion, und eine Zeit lang war ich das“, räumte er einmal in einem Interview in der ZEIT ein. „Doch dann stand ich da, mit dreißig Jahren, und dirigierte die Wiener Philharmoniker, als mein Leben in Trümmern lag.“ Seine Frau, mit der er zwei Kinder hat, hatte beschlossen, sich nach zwölf gemeinsamen Jahren von ihm zu trennen. Nach einem Eklat während einer Probe am Opernhaus in Paris beschloss


er, sich seinen emotionalen Problemen zu stellen. Das hieß für ihn, „richtig zu arbeiten, mich zu verbessern“ ganz nach der Devise, es sei nicht wichtig, was passiere, sondern, was man daraus „mache“. Manchmal gibt es nicht genug Zeit, um zu gewinnen

Immer wieder erinnerte er sich an einen Satz seiner Mutter, demzufolge eine der schwierigsten Erkenntnisse im Leben sei, „dass wir uns alle an irgendeinem Punkt mit unserer Mittelmäßigkeit abfinden müssen.“ Und so begann er wie besessen daran zu arbeiten, dass dieser ernüchternde Gedanke nicht wahr werde. Fieberhaft suchte er nach Wegen, nach einer Körpersprache, die seine musikalischen Vorstellungen noch überzeugender vermitteln könnte, auch um jene Kritiker zu beschwichtigen, die behaupteten, er sei prätentiös, unmusikalisch und seine Interpretationen seien zu „kopflastig“. „Ich muss meine Hemmungen vergessen, dann kann ich mit den Armen magische Dinge vollbringen“. Zudem erwarb er die Pilotenlizenz und richtete sich in seinem Haus in Frankreich einen Flugsimulator mit Cockpit ein.

Heute, mit Anfang vierzig, wirkt er immer noch jungenhaft. Er ist aber in jedem Falle geläutert. Als Chef des O ­ rchestre de Paris weiß er, dass die Arbeit niemals aufhören wird: „Ich muss noch sehr viel lernen“. Und als vehementer Manchester United-Fan hält er sich an die Devise des Fußballclubs: „Wir verlieren nie ein Fußballspiel. Es gibt nur manchmal nicht genug Zeit, um zu gewinnen.“ Genug Zeit für einen Sieg blieb dem Briten auch nicht als Chefdirigent des O ­ rchestre de Paris, ein Amt, das er erst 2016 antrat. Wie Ende Januar bekannt wurde, verlässt er nun vorzeitig zum Ende der Saison 2019/20 seinen Posten. In einem aufrichtigen Brief an die französischen Musiker lobte er deren Leistung, sprach aber auch von unterschiedlichen kulturellen Welten. Er wolle nicht „die Alpen in den Grand Canyon“ verwandeln. Viel besser sei es, eine kurze wundervolle Zeit miteinander zu haben, um dann „mit glücklichen Erinnerungen fortzufahren. Eure musikalische Natur zu ändern wäre ein Akt der Zerstörung, und ich werde es nicht tun.“ So, wie er es für sich auch beansprucht.

Konzert-TIPPs

Berlin Do. 1.3. & Fr. 2.3., 20:00 Uhr Sa. 3.3., 19:00 Uhr Philharmonie Gerhald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (­Leitung). Schubert/Reger: Prometheus & An die Musik, Schubert/Berlioz: Erlkönig, Schubert/Brahms: Memnon & An Schwager Kronos, Schubert: „Wo bin ich?“ – „O könnt’ ich, Allgewaltiger“, aus „Lazarus“, R. Strauss: Eine Alpen­sinfonie Dortmund So. 11.3., 16:00 Uhr Konzerthaus Antoine Tamestit (Viola), Orchestre de Paris, Daniel Harding (Leitung). Widmann: Viola Concerto, Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur Köln Mi. 14.3., 20:00 Uhr Philharmonie Künstler & Programm siehe Dortmund Baden-Baden Mo. 26.3., 18:00 Uhr Festspielhaus Künstler & Programm siehe Berlin am 1.3. Berlin Do. 19.4. & Fr. 20.4., 20:00 Uhr Sa. 21.4., 19:00 Uhr Philharmonie Lucy Crowe & Genia Kühmeier (Sopran), Andrew Staples (Tenor), Georg Zeppen­feld (Bass), Schwedischer Rundfunkchor, Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV 318, „Misero! O sogno“ – „Aura, che intorno spiri“, KV 431, Per questa bella mano KV 612 & Messe c-Moll KV 427 CD-Tipp

Mahler: Sinfonie Nr. 9 Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding (Ltg). harmonia mundi

/ Mit AnnA netrebko

Tickets und weitere Informationen hier erhältlich: www.rohkinotickets.de Abweichende Spieltermine für Aufzeichnungen finden Sie auf dieser Website und der Website ihres Kinos

In Kooperation mit Trafalgar Releasing

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Interview

»Man kann ja auch von den anderen etwas lernen« Ob Originalpartituren, Auseinandersetzungen mit seinem Vater oder Austausch mit seinen Musikern: Jedes Erlebnis bringt Vladimir Jurowski voran. Von Helge Birkelbach

Sie verbringen viel Zeit in Bibliotheken und Archiven, um Partituren und Handschriften zu studieren. Was entdecken Sie da?

Es ähnelt einer Detektivarbeit. Was ich in den Partituren erkennen kann: An der einen Stelle zitterte die Feder, an einer anderen war der Komponist dagegen mit Nachdruck bei der Sache. Manchmal sieht man auch die ganze Radiererei, bei Beethoven sowieso. Bei der Neunten, die ich mit dem RSB beim Silvesterkonzert aufgeführt habe, ist es besonders sichtbar. Bei vielen Werken, 10 concerti März 2018

deren Autografe man inzwischen im Internet anschauen kann, sieht man all diese Entwicklungen, die dann aber im Enddruck meist nicht berücksichtigt wurden. Mit dem gängigen Orchestermaterial haben die Musiker also gar nicht die Möglichkeit, einmal auszuprobieren, wie es in der Urfassung

»Akribie ist mir persönlich hoch und heilig« mal klang, bis es diese endgültige Gestalt angenommen hat. In der heutigen Welt sollte man den Musikern die komplette Information geben, um ihnen dann freie Hand bei der letzten Entscheidung zu lassen, welche Fassung gespielt werden soll. Ist es nicht Aufgabe des Dirigenten, die Linie vorzugeben?

Auf jeden Fall. Aber ich finde, es ist immer besser, dem Wissenden als dem Unwissenden eine Linie vorzugeben. Die Unwissenden nehmen es als die einzig richtige und gültige Lösung an. Da haben wir es wieder, das Einparteiensystem, was genauso schlimm in der

Kunst wie in der Politik ist. Insofern begreife ich die Rolle des Dirigenten eher als die eines Organisators, eines Lenkers, aber nicht als die des einzigen Bestimmers. Es macht mir mehr Spaß, mit Musikern zu diskutieren, die informiert sind. Man kann ja auch von anderen etwas lernen. Was konnten Sie von Ihrem Vater Mikhail Jurowski lernen?

Eine ganze Menge. Wenn man seinen eigenen Vater so oft bei der Arbeit beobachten konnte, wie ich es tat, sieht man eben alles. Die positive Seite wie auch die Rückseite, die vielen unsichtbar bleibt. Und ich sehe, wie er sich über die Jahre verändert hat. Trotz seiner festen Ansichten ist er doch inzwischen offener für Neues. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir in den 1990er Jahren über die Interpretation Alter Musik stritten. Über die historisch informierte Spielweise wollte er damals nichts wissen und tat es als unseriös ab. Inzwischen sieht er das ganz anders. Vom Prinzip her sehe ich am Konservatismus nichts Schlechtes: Die Leute, die vor uns lebten, haben auch ein oder zwei Dinge richtig erfasst. Das gilt es zu erhalten. Man muss

Foto: Simon Pauly

S

eine Worte wählt er präzise. Seine Aufmerksamkeit ist hoch. Dennoch erscheint der Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) nicht als Mann aus dem Elfenbeinturm, der zu Konzerten oder Interviews notgedrungen in die Realität herabsteigt. Vielleicht hat ihn seine Jugend in der ehemaligen Sowjetunion und der reiche Erfahrungsschatz seines Vaters, ebenfalls Dirigent, geprägt. Zum Mitspieler zu werden, riet dieser seinem Sohn. Und der setzt auf immerwährendes Lernen und situative Auseinandersetzung.


zur Person

1972 in Moskau geboren, studierte Vladimir Jurowski zunächst bei seinem Vater Michail, später bei Rolf Reuter und Colin Davis. Bereits Mitte der 1990er Jahre gelang ihm der internationale Durchbruch, ehe er 2001 Leiter des Glyndebourne Festivals und später Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra wurde. Seit Beginn dieser Spielzeit ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RSB.

nur das richtige Maß finden aus dem Tradierten und dem Neuen. Den einen Rat von meinen Vater – „Du musst besser sein als die anderen, damit du deinen verdienten zweiten Platz einnehmen darfst“ – habe ich sehr beherzigt. Diese Aussage bezog sich vor allem auf die Schwierigkeiten, die den Menschen jüdischer Abstammung im Sowjetstaat damals widerfuhren. Die Situation ist heute zwar eine ganz andere, aber ich bin ihm für diesen harten Leitsatz noch heute sehr dankbar, weil ich dadurch gelernt habe, in meiner Arbeit alles zu geben. Er hat Sie nicht davon abgehalten, Dirigent zu werden?

gendlicher aufging. Bei mir konkurrierte der Wunsch nach der Musikerlaufbahn mit vielen anderen Dingen: Kunst, Literatur, Theater, auch Philosophie und Religion, die mich nach wie vor beschäftigen. Mein stärkstes Interesse galt der Literatur. Mit vier Jahren habe ich angefangen zu lesen und las alles, was mir in die Hände kam. Ein wenig vermisse ich das jetzt, denn bei der vielen Arbeit bin ich ja meist gezwungen, nur Fachliteratur zu studieren. Aber ich liebe Poesie und auch all die anderen Literaturformen oder Literaturgeschichte. Man lernt dabei immer etwas über sich selbst – und über die Musik, indem man sie mit der Kunst des Wortes vergleicht.

Nun, am Anfang war ich mir selbst nicht so sicher, welchen Weg ich gehen würde. Das war nicht so wie bei Simon Rattle, dem das Licht schon als Ju-

Es kommt auf jeden Ton an. Wie wichtig ist Ihnen Akribie und Detailarbeit mit dem Orchester?

Mir persönlich ist sie hoch und heilig. Die Aufmerksamkeit bestimmten Details gegenüber ist enorm wichtig, solange man das große Ziel nicht aus den Augen verliert. In dieser Fokussierung bin ich fast autistisch, könnte man sagen. Das sehe ich aber nicht als etwas Negatives. Jedes Pünktchen über dem i und jedes Komma an der richtigen Stelle tragen zum Erfolg und zum organischen Dasein des Stücks bei. Aber ab einem bestimmten Punkt muss man drüberstehen und loslassen können, sonst wird man zum Kontrollfreak. Das schärfte mir auch mein Vater ein: „Man kann im Konzert nicht nur das Eingeübte abrufen, man kann nicht ständig der Trainer sein, irgendwann muss man zum Mitspieler werden.“ Sie praktizieren Yoga. Wann haben Sie damit angefangen? März 2018 concerti  11


Interview

ar von „falsch“ nach „richtig“ geht. Man kann durchaus mit dreißig Jahren Recht gehabt haben, während die revidierte Meinung, die man mit fünfzig hat, objektiv nicht mehr stimmt.

Vor etwa 18 Jahren. Ich befand als Begriff etwas unverständmich damals in einer vorzeiti- lich vor. Aber inzwischen weiß gen Midlife Crisis, mit 28 Jah- ich genau, wie er das meinte. ren. Eigentlich habe ich alles im Leben früh angefangen: In einem Interview haben Sie Beruf, Familie, Kind und eben sich einmal zum Verhältnis auch die Midlife Crisis. Mitt- zwischen Lernen und Wissen lerweile verstehe ich, dass es geäußert ... ein beginnendes Burnout-Syn- „Lernen ist nicht Wissen anhäudrom war. Obwohl ich immer fen“, das war wohl der Satz, sehr vorsichtig war und früh- den Sie meinen? Man kann zeitig abbremste, ging es beruf- sich mit verschiedensten Inforlich schneller voran, als es mir mationen vollstopfen und wird vielleicht lieb war. Ich musste dabei nicht klüger. Das passiert damals sogar einige Konzerte uns allen durch die heute unund Produktionen absagen. glaubliche Zugänglichkeit von Wie Baron Münchhausen jeglicher Information. Wissen musste ich mich an den Haaren ist für mich eine verinnerlichaus dem Sumpf ziehen und te, selbst durchlebte Informainstinktiv griff ich dazu, was tion. Und es befindet sich in mich schon immer faszinierte. Sport interessierte mich weni»Yoga ist für mich ger. Die fernöstlichen Diszipliein tägliches Ritual nen waren mir näher, zum geworden« Beispiel Kampfkünste, die ich früher in verschiedenen Varianten ausprobiert hatte. Yoga ständiger Entwicklung. Manchschien in der Krise einfach mal, wenn man seine eigenen meine Sache zu sein. Es gab früheren Aufzeichnungen hört, mir Halt, Ziel und Stütze. Es kommen sie einem als sehr hat mich physisch und psy- unreif vor, dabei hatte man chisch stärker gemacht. Yoga, damals das Gefühl, alles nach das bei mir zum täglichen Ri- bestem Wissen gemacht zu tual geworden ist, hilft mir haben. Aber nichts ist für imauch, um mich auf ein Konzert mer: Was einem gestern als gut vorzubereiten. Die „Entlee- und richtig erschien, gilt heute rung“, von der Celibidache nicht mehr. Wobei es mit der gerne sprach, kam mir früher Entwicklung nicht immer line12  concerti März 2018

Was es gibt, ist die einzig richtige Entscheidung im jeweiligen Moment. Die spätere Beurteilung wiederum ist immer subjektiv. Schauen Sie: In dem Moment, wo sich ein Komponist das Recht nimmt, die frei in der Natur existierenden Töne zu einem Werk zusammenzuflechten, eifert er dem Schöpfer nach und kreiert etwas nie Dagewesenes. Der Interpret greift das neue Werk auf und rekreiert es auf seine persönliche Art aufs Neue. Beide nehmen sich bei ihren Aktionen das Recht, etwas nach ihrem Gutdünken zu tun, was sie für den jeweiligen Moment für einzig richtig halten. Wie es Nietzsche sagte: „Der Gott ist tot, jetzt müssen wir wie Götter werden“. Die Schöpfung, wenn sie einmal existiert, gehört nicht mehr dem Schöpfer allein, sie gehört allen. Der Komponist hat natürlich das Anrecht, das Werk zu verändern, solange er lebt. Aber die spätere Fassung muss nicht immer die bessere sein. Zwei Beispiele kann ich anführen. Mahler hat sein op. 1, Das klagende Lied, das beim Beethoven-Wettbewerb in Wien mächtig durchfiel, durch seine spätere Revision bequemer und zahmer gemacht. Heute wird fast ausschließlich die Urfassung gespielt, weil sie viel mu-

Foto: Simon Pauly

Was ist objektiv? Gibt es das eigentlich in einer Interpretation: falsch oder richtig?


tiger ist, viel komplexer, auch komplizierter in der Umsetzung. Oder Schostakowitsch, der seine radikale Lady Macbeth von Mzensk später in die viel traditionellere und glattere Katerina Ismailowa umwandelte. Auch hier spielt man heute vor allem die ursprüngliche Fassung. Konzert-TIPPs

Berlin So. 4.3., 20:00 Uhr Philharmonie Allison Bell (Sopran), David Butt Philip (Tenor), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Schostakowitsch: Schauspielmusik zu „Hamlet“ & Fünf Zwischenspiele aus „Lady Macbeth von Mzensk“, Dean: From Melodious Lay, Berg: Lulu-Suite Düsseldorf Di. 13.3., 20:00 Uhr Tonhalle Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Strawinsky: Suite aus „Der Kuss der Fee“ Hamburg Mi. 14.3., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Daniil Trifonov (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, Prokofjew: Ballettsuite „Romeo und Julia“ Frankfurt Do. 15.3., 20:00 Uhr Alte Oper Künstler und Programm siehe Hamburg München Fr. 16.3., 20:00 Uhr Philharmonie am Gasteig Künstler und Programm siehe Düsseldorf Dresden Di. 27.3., 20:00 Uhr Semperoper Pierre-Laurent Aimard & Tamara Stefanovich (Klavier), Gustav Mahler Jugendorchester, Vladimir Jurowski (Leitung). Bartók: Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Weitere Termine: Hamburg Mo. 9.4., 20:00 Uhr Elbphilharmonie Frankfurt Di. 10.4., 20:00 Uhr Alte Oper Berlin Sa. 7.4., 20:00 Uhr Konzerthaus Antje Weithaas (Violine), Lars Vogt (Klavier), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Webern: Fünf Sätze op. 5, Berg: Kammerkonzert für Klavier, Violine und 13 Blasinstrumente, Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur

Do. 21.6., 20:00 Uhr Philharmonie Camilla Nylund (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur, Zemlinsky: Lyrische Sinfonie CD-Tipp

10. JUNI | 20.00 h | SALLES DE POLOGNE WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 1 Werke von J. S. Bach und D. Schostakowitsch Andreas Staier (Cembalo), Alexander Melnikov (Klavier) 11. JUNI | 20.00 h | GEWANDHAUS WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 2 Werke von J. S. Bach und F. Chopin Nelson Goerner (Klavier) 14. JUNI | 22.00 h | PAULINUM – AULA UND UNIVERSITÄTSKIRCHE ST. PAULI WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 3 Werke von J. S. Bach und W. A. Mozart Phantasm – Consort of Viols 15. JUNI | 20.00 h | KONGRESSHALLE AM ZOO WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 4 Werke von J. S. Bach und F. Mendelssohn Bartholdy Robert Levin (Klavier) 16. JUNI | 20.00 h | BUNDESVERWALTUNGSGERICHT WOHLTEMPERIERTES KLAVIER 5 Werke von J. S. Bach, G. Böhm und J. C. F. Fischer Andreas Staier (Cembalo)

Mahler: Totenfeier, Strauss: Also sprach Zarathustra Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung) Pentatone März 2018 concerti   13


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Oper

Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor

Foto: Jean-Louis Fernandez

Brennend aktuell: Alexander von Zemlinskys Der Kreidekreis in Lyon. Mehr dazu auf Seite 18

16_Porträt Meditation über die Zeit Bernd Alois Zimmermann schuf mit Die Soldaten eine

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar ­ nseren ­philosophisch herausfordert 18_Kurz besprochen Online-Kritiken Auszüge aus u ­tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen 20_Opern-Tipps Die besten Musiktheater­ produktionen – ­ausgewählt von unserem Experten Peter Krause März 2018 concerti  15


FEUiLLETON

Meditation über die Zeit BERND ALOIS ZIMMERMANN schuf mit Die Soldaten eine

Brachte als einer der ersten Komponisten MultimediaElemente in die Oper ein: Bernd Alois Zimmermann

N

ehmen wir an, die Zeit schreitet nicht einfach im Gleichschritt des Tickens unserer Uhren voran. Stellen wir uns vor, sie wäre gekrümmt, formte sich zur Kugel. Dann könnten die Toten durchaus Zeitgenossen unserer Enkel sein. Man muss gar kein ­Buddhist sein, um die Zeit 16  concerti März 2018

gleichsam als Simultantanz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahrzunehmen. Denker wie Henri Bergson, Edmund Husserl und Martin Heidegger haben philosophisch zu ergründen gesucht, wie kugelgestaltig die Zeit doch eigentlich ist. Bernd Alois Zimmermann, der die Literaten

James Joyce und Ezra Pound als seine geistigen Väter ansah, hat darüber nicht nur tiefschürfend nachgedacht: Der Kölner Komponist, der in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre, suchte in seiner Musik schöpferisch nachzuweisen, wie wesentlich die Unterscheidung zwischen einer – in Alltagsdingen und der Ökonomie sehr wohl relevanten, in künstlerischen Fragen gänzlich unbedeutenden – gemessenen Zeit und einer für die Kunstwahrnehmung einzig relevanten Erlebniszeit doch ist. Klingt kompliziert? FrançoisXavier Roth sieht das Thema keineswegs abstrakt, sondern konkret. Der französische Dirigent und Kölner Generalmusikdirektor bereitet sich gerade auf die Premiere von Zimmermanns Zentralwerk Die Soldaten vor. Nach der bahnbrechenden Uraufführung von 1965 verspricht die jetzige Kölner Premiere den Visionen Zimmermanns näher denn je zu kommen. „Die damals provokative Collagetechnik dieser Oper ist heute in den Künsten ein durchweg vertrautes Mittel“, stellt Roth fest. Im Staatenhaus, dem Ausweichquartier der Oper Köln, könne man gerade mit diesem Werk aus der Not eine Tugend machen: „Das Publikum wird wie beim Frisör auf Stühlen sitzen, mit denen es um die eigene Achse

Foto: Hannes Kilian

Jahrhundertoper, die zum 100. Geburtstag des Komponisten die Interpreten sogar philosophisch herausfordert. Von Peter Krause


O S T E R F E S T I VA L 2 0 1 8 kreisen kann. Carlus Padrissa von der katalanischen Theatergruppe „La Fura dels Baus“ wird einen Ring um den Zuschauerraum bauen, sodass die vielen Simultanhandlungen des Stücks kreisartig um das Publikum herum stattfinden können.“ »Unser Schumann des 20. Jahrhunderts«

Der musikalische Mix aus Jazz, Tanzrhythmen, historischen Formen wie Toccata, Chaconne und Nocturno mit den damaligen Avantgardemitteln des Serialismus formt sich seinerseits zur Kugel aus Vergangenem und Zukünftigem. Roth findet diese Mischung faszinierend wie eh und je: „Zimmermann ist hier auf der Klimax seiner Kreativität. Er ist für mich unser Schumann des 20. Jahrhunderts.“ Roth spielt auf die komplexe Persönlichkeit des Mannes an, der sich, ein Kind der Eifel wie der Widersprüche und Zerrissenheit der Nachkriegszeit, ein gläubiger Katholik wie ein tief verunsicherter Pessimist, anno 1970 das Leben nahm. Der Schrei und das Schrundige, das Grausame und kakofonisch Krachende ist für Roth freilich heute nicht mehr das Einzigartige dieser – neben Alban Bergs Wozzeck – singulären Jahrhundertoper. „Neu geblieben ist für mich das kammermusikalisch Feine und Irisierende der Partitur, das so frisch, stark und rein wirkt wie ein Anton Webern. Aus heutiger Sicht steckt das Werk nicht nur voller Wahrheit und Aktualität, die Musik verströmt auch eine unerhörte Schönheit.“ Vielleicht wird die Kugelgestalt der Zeit in der Wiederbegeg-

nung mit seinem Mammutwerk gerade dann unmittelbar erfahrbar, wenn wir uns auf seinen Weg „für das Spontane, Assoziative, Traum- und Trancehafte“, so Zimmermann selbst, mutig einlassen. Denn ist der Traum mit seiner Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Widersprüchlichen, seiner Aufhebung des linearen Fortschreitens von Bildern und Erinnerungen nicht der ideale Weg, um das Kugelartige dieser Kunst wahrzunehmen? Seine Literatur­oper nach dem Schauspiel von Jacob Michael Reinhold Lenz von 1776 ist zwar beißend sozialkritisch, dabei nie betroffenheitskitschig, ihr eignet aber auch ein moderner Surrealismus und die heutige Hirnforschung vorwegnehmender Konstruktivismus, der das Heterogene, ja Verrückte in unseren Köpfen aufregend zusammenfließen lässt. Opern- & Konzert-TIPPs

Nürnberg Sa. 17.3., 19:30 Uhr (Premiere) Staatstheater Zimmermann: Die Soldaten. Marcus Bosch (Leitung), Peter Konwitschny (Regie)

Weitere Termine: 20. & 25. 3., 8., 14. & 23.4. Köln So. 29.4., 18:00 Uhr (Premiere) Staatenhaus Zimmermann: Die Soldaten. François-Xavier Roth (Leitung), La Fura dels Baus & Carlus Padrissa (Regie)

Weitere Termine: 3., 11., 13., 17. & 19.5. Köln Sa. 5.5., 20:00 Uhr Philharmonie ACHT BRÜCKEN. Allison Bell (Sopran), Anna Raziejewska (Mezzosopran), Bettina Ranch (Alt), Peter Tansits (Tenor), Hans Christoph Begemann (Bariton), Otto Katzmeier (Bass), WDR Sinfonieorchester, Emilio Pomárico (Leitung). Zimmermann: Sinfonie in einem Satz, Vokalsinfonie aus „Die Soldaten“, Bauckholt: Neues Werk

22. MÄRZ – 2. APRIL 2018 TS: TICKE)22520 ( 3 +4 96 444 444

JOSEPH HAYDN

L’DISABITATA ISOLA BITATA

DIE UNBEWOHNTE INSEL

CONGRESS CASINO - BADEN BEI WIEN

Oper im Stil der Mozartzeit TEATRO BAROCCO ist bekannt für seine spektakulären originalgetreuen szenischen Rekonstruktionen der Opern W. A. Mozarts. Erstmals im zauberhaften Biedermeier - Ensemble der ehemaligen kaiserlichen Kurstadt Baden bei Wien, präsentiert Intendant Bernd R. Bienert zu Ostern 2018 eine Rekonstruktion der Meisteroper L´isola disabitata von Joseph Haydn. Mit seinem historisch-authentischen Inszenierungsstil folgt Bernd R. Bienert akribisch genau den ursprünglichen Intentionen der Komponisten und Librettisten des 18. Jahrhunderts. Damit gelingen ihm immer wieder erstaunlich neuartige Musiktheater-Erlebnisse, die völlig im Einklang mit dem musikhistorischen Erbe stehen. Die musikalische Leitung der Aufführung auf historischen Instrumenten übernimmt Christoph U. Meier, der bereits mit seinem Dirigat bei den Bayreuther Festspielen für internationales Aufsehen sorgte.

PREMIERE: 22.03. TERMINE: 24.03. | 25.03. | 31.03. | 01.04. | 02.04.2018

www.teatrobarocco.at


Kurz Besprochen

Opern-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen. Weitere finden Sie unter: www.concerti.de/oper

MAGDEBURG 27.1.2018

LUZERN 27.1.2018

#MeToo im Musiktheater

Glatter Sturz in den Untergang

Animalisch anarchisches Anti-Wesen

Zemlinsky: Der Kreidekreis Opéra de Lyon. Lothar Koenigs (Leitung), Richard Brunel (Regie), Lauri Vasar, Martin Winkler, Nicola Beller Carbone, Ilse Erens, Stephan Rügamer

von Einem: Dantons Tod Theater Magdeburg. Kimbo Ishii (Leitung), Karen Stone (Regie), Peter Bording, Stephen Chaundy Weitere Termine: 2.3., 2. & 21.4.

Verdi: Falstaff Luzerner Theater. Clemens Heil (Leitung), Benedikt von Peter (Regie), Claudio Otelli Weitere Termine: 5., 9. & 21.5., 9., 12., 15. & 17.6.

Oper Mit 16 vergewaltigt und ins Bordell gesteckt. Von einem Stammkunden freigekauft und zur Nebenfrau versklavt. Von der ersten Gattin ihres zweifelhaften Gönners verleumdet und unschuldig zum Tode verurteilt. Das Schicksal der Haitang ist fast zu schlimm, um wahr zu sein. #MeToo im Musik­ theater? Der dramaturgisch den­ kende Intendant Serge Dorny hat den richtigen Riecher gehabt: Der Kreidekreis entwickelt brennende Aktualität. Regisseur Richard Bru­ nel muss das Heute nicht mühsam behaupten, die chinesische Parabel lässt sich problemlos mit ihrer po­ litisch-gesellschaftlichen Spreng­ kraft neu erzählen. Ein packender Abend. Die aufregende Partitur erklingt dank des formidablen Or­ chesters und des vorzüglichen Di­ rigenten Lothar Koenigs in subtil ausgehörten Zwischentönen. (PK)

Oper Karen Stone ist vor allem eine differenzierende und weitge­ hend objektive Darstellung der politischen Gegner Georges Danton und Maximilien de Robespierre wichtig. Damit agiert sie im Sinn Gottfried von Einems, der sich be­ reits vor der Uraufführung von 1947 einer dualistischen Schwarz-WeißKontrastierung dieser Rivalität ­widersetzte. Aber vor allem öffnet die Regie führende Intendantin die Bühnenflächen für den ausgezeich­ net vorbereiteten und brillant agie­ renden Opernchor: Die Orientie­ rungslosigkeit der Massen und den Blutrausch in einer auswuchernden Zone des Terrors formt der Choreo­ graf David Williams als abgehacktes Körpergemisch und strukturiertes Chaos. Es ist ein Haufen fast schon entmenschlichter Automaten, die blutgierig den Tod ihrer früheren Favoriten fordern. (RD)

Oper Benedikt von Peter hat die Entscheidung einer radikalen Re­ duktion schon einmal getroffen – in seiner legendären Sicht auf Verdis La Traviata, in der allein die Titelfi­ gur leibhaftig agiert. Dieselbe Grundidee nutzt er für den Falstaff. Damit ist ihm ein Quantensprung in der Inszenierungsgeschichte des Stücks gelungen. Wobei der Erfolg des Regisseurs undenkbar wäre ohne den überragenden Sängerdar­ steller Claudio Otelli. Der BassBariton gleicht als Falstaff einem Naturereignis. Es hat etwas dezi­ diert Animalisches, gänzlich Unge­ künsteltes, gleichsam Schamloses, wie der Sänger mit maximaler Ri­ sikolust dieses anarchistische AntiWesen des braven bürgerlichen Lebens verkörpert. Schier uner­ schöpfliche vokale Reserven paaren sich in Otelli mit einer lustvoll maß­ losen Wucht. (PK)

18 concerti März 2018

Fotos: Jean-Louis Fernandez, Kirsten Nijhof, Ingo Höhn

LYON 20.1.2018


SEIN GANZER KÖRPER WAR MUSIK! Gundula Janowitz über Leonard Bernstein

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OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause

BERLIN  SO. 18.3.2018

Hochexpressive Harmonien Oper Die Partitur voller rausch-

Korngold: Das Wunder der Heliane Deutsche Oper Berlin. Marc Albrecht (Leitung), Christof Loy (Regie), Sara Jakubiak, Josef Wagner Weitere Termine: 22. & 30.3., 1. & 6.4.

Vielgestaltige Helena: Plakatmotiv zur Berliner Premiere 20 concerti März 2018

Macht macht verrückt: Szenenbild aus Macbeth in Lyon LYON  FR. 16.3.2018

Hoffnungsschimmer Oper Die politische Seite Verdis verdient die

intensive Beleuchtung eines eigenen Festivals

D

as „Opernhaus des Jahres“ steht nicht in Wien oder München, es befindet sich in Lyon. Die französische Perle mit römischen Wurzeln, malerisch zwischen Rhone und Saône gelegen, beheimatet ein Opernhaus, das dank der konsequent konzeptionellen Arbeit von Intendant Serge Dorny und seinem Team heute fraglos zu einem der besten Europas gehört. Nicht die Summe der Stars, sondern die Kontinuität eines kompromisslos dramaturgisch gedachten Spielplans ist Erfolgsrezept. Das Frühjahrsfestival fokussiert den Ansatz diesmal mit drei Titeln aus der Feder von

Verdi, freilich nicht die Gassenhauer La Traviata oder Rigoletto, sondern drei politisch aufgeladene Werke: Die Macht macht verrückt (Macbeth), die Macht zermalmt (Attila), die Macht zerstört die schönen Seelen, die Illusionen und Ideale (Don Carlos). Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten lässt der neue, aus Mailand stammende Musikchef Daniele Rustioni aufscheinen.

Verdi: Macbeth/Don Carlos/ Attila Opéra de Lyon. Daniele Rustioni (Leitung), Christophe Honoré /Ivo van Hove (Regie), Michele Pertusi, Roberto Scandiuzzi, Susanna Branchini. Weitere Termine: 17.3. bis 6.4.

Fotos: Realgestalt, Jean-Pierre Maurin, Barbara Pálffy, Marco Borggreve/hr

haftem Pathos und hochexpressiver Harmonien beweist in jeder Pore: Korngold hat ein Meisterwerk geschaffen, dessen Hamburger Uraufführung anno 1927 enorm erfolgreich war: Zwölf Opernhäuser spielten Das Wunder der Heliane nach. Zunächst ähnlich viel gespielt wie Richard Strauss, verschwand die Musik des jüdischen Komponisten aus den Programmen. Die Geschichte vom eiskalten Herrscher ohne Liebesfähigkeit, dessen Frau Heliane, die sich einem dionysischen Fremden hingibt, und einem Volk, das auf ein erlösendes Wunder wartet, ist märchenhaft und zeitlos.


DESSAU  FR. 2.3.2018

  Weitere Tipps

Haifische und Huren Oper Ausstattungs-Altmeister Ezio Toffolutti

Freiburg

ANGELS IN AMERICA

mischt Weills Evergreen opulente neue Farben bei

V

or neunzig Jahren fand die Berliner Uraufführung der Dreigroschenoper statt, die hübsch dialektisch mit Bertolt Brechts beißender Sozialkritik besticht und dennoch zum Mitträllern einlädt – der geniale Songstil des Kurt Weill macht’s möglich. Beim diesjährigen Kurt Weill Fest Dessau darf der Hit um Haifische und Huren nicht fehlen, fordert freilich zu einer immer wieder kreativen Auseinandersetzung heraus. Mit Regisseur und Ausstatter Ezio Toffolutti nimmt sich ein

Altmeister des epochalen Werkes an: 1944 in Venedig geboren, war Toffolutti zunächst als Bühnenbildner an der OstBerliner Volksbühne tätig. Die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Harry Kupfer oder Katharina Thalbach führte ihn später an die großen Festivals sowie Schauspiel- und Opernbühnen. Weill: Die Dreigroschenoper Theater Dessau. Markus L. Frank (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie & Ausstattung). Weitere Termine: 10. & 17.3., 8., 13. & 28.4., 1.6.

Sa. 10.3., 19:30 Uhr Theater Freiburg Peter Eötvös komponierte seine 2004 in Paris uraufgeführte Oper in avancierter Broadway-Ästhetik nach Tony Kushners gleichnamigem Drama. Kiel

GÖTTERDÄMMERUNG Sa. 10.3., 17:00 Uhr Theater Kiel Das Hausherren-Duo schließt Wagners Tetralogie ­gemeinsam ab: Intendant Daniel Karasek inszeniert, GMD Georg Fritzsch dirigiert. Halle

SWEENEY TODD

BADEN BEI WIEN DO. 22.3.2018

Oper Auch szenisch führt die Rekonstruktion alter

So. 11.3., 18:00 Uhr Bühnen Halle Stephen Sondheims Broadway-Sensation: „Mensch frisst Mensch“ heißt es im Text der grotesken Sozialsatire im ­Musical-Gewand.

Aufführungspraktiken zu erhellenden Lösungen

München

Haydn historisch

I

n musikalischer Hinsicht gehört die historische Aufführungspraxis barocker Werke längst zum guten Ton. Aber lohnt der Gang zu den Müttern und Vätern Alter Musik auch in szenischer Hinsicht? Durch das Studium stilisierter barocker Gesten? Die Rekonstruktion ursprünglicher Bühnenmalereien und Beleuchtungseffekte? Für Haydns 1779 im Marionettentheater von Schloss Esterházy uraufgeJoseph Haydn: L’Isola disabitata Teatro Barocco. Christoph U. Meier (Leitung), Bernd R. Bienert (Regie) Weitere Termine: 24., 25. & 31.3., 1. & 2.4.

führtes Meisterwerk kommt Regisseur und Ausstatter Bernd R. Bienert im historischen Theatersaal der einstigen Sommerresidenz der Habsburger in Baden bei Wien den originalen Bildwelten so nah wie irgend möglich.

LES VÊPRES ­SICILIENNES So. 11.3., 18:00 Uhr Bayerische Staatsoper Als Hausregisseur am Hamburger Thalia Theater setzte Antú Romero Nunes den Don Giovanni mit Schauspielern in Szene: In München arbeitet er nun mit Sänger-Weltstars. Augsburg

LA FORZA DEL DESTINO Sa. 24.3., 19:30 Uhr Theater Augsburg Er will es mit Verdi wissen: André Bücker, neuer ­Intendant im Schwabenland.

Bildwelten wie zu Zeiten Haydns: Szene aus L’Isola disabitata

Weitere Tipps, Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de

Die Rezension zum Tipp: Über alle Premieren mit diesem Zeichen berichten wir tagesaktuell. Sie finden diese und weitere Kritiken online: www.concerti.de/oper März 2018 concerti   21


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tipps & termine Das Musikleben in Berlin & Brandenburg im März

Foto: Monika Höfler

Michael Nagy ist am Karsamstag Solist in Brahms’ Ein deutsches Requiem. Mehr dazu auf Seite 4

2_Porträt Die Befreiung der Klassik Die Violinistin Nicola Benedetti begnügt sich nicht nur damit, Musik zu machen, sondern will diese auch einem breiten Publikum nahebringen 4_Interview »Der Frack ist noch nicht gebügelt? Fantastisch!« In seiner Freizeit fliegt Michael Nagy liebend gern in schwindelerregende Höhen. Und doch ist der Bariton erstaunlich geerdet 8_Regionale Tipps Die wichtigsten Termine im März, ausgewählt von der concertiRedaktion 20_Klassikprogramm concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 1


PORTRÄT

Die Befreiung der Klassik Die Violinistin Nicola Benedetti begnügt sich nicht nur damit, Musik zu machen, sondern will diese auch einem breiten Publikum nahebringen. Von Sigrid Schuer

A

uf den ersten Blick „Earl Spencer“-Stradivari zu Weltklasse-Geigerinnen ihrer könnte man sie für ein spielen beginnt, kommt ein Generation. Als „außergewöhnTop-Model halten, doch weiblicher Paganini zum Vor- lich und risikofreudig“ charakder „Babe“-Look, den ihr der schein. Die 1987 geborene Ni- terisierte eine Kritikerin der britische Boulevard attestierte, cola Benedetti ist vielleicht „Times“ schon früh Benedettis täuscht: Wenn sie auf ihrer eine der bemerkenswertesten furioses, energiegeladenes

2 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Foto: Kevin Westenberg

Verließ mit 10 Jahren ihre Familie, um an der Yehudi Menuhin School Unterricht zu nehmen: Nicola Benedetti


Über 90.000 Veranstaltungen Karten unter www.reservix.de 16. – 18.03.18

AEQUINOX Musiktage Kulturhaus Stadtgarten Neuruppin

17.03.18

Die Schneekönigin Admiralspalast , Berlin

03. – 04.03.18

SILENT SONGS into the wild Radialsystem, Berlin Alle Angaben ohne Gewähr

Spiel. Mit zehn Jahren wurde schon bei den Proms in der sie an der Yehudi Menuhin Londoner Royal Albert Hall School aufgenommen. Mit 17 auf. Für die jungen Musikerinspielte sie bei den „BBC Young nen und Musiker ohne Frage Musician of the Year“ das Vio- ein ganz besonderes Erlebnis, linkonzert von Karol Szyma- das ihnen Selbstvertrauen nowski, gewann den Wettbe- schenkt. Und genau das ist das werb und wurde über Nacht Ziel der Violinistin. Gar nicht berühmt. Seither hat Benedet- zu reden davon, dass die Kids ti auf den Konzertpodien der ganz nebenbei Disziplin, KonWelt immer wieder für Raritä- zentrations- und Teamfähigten, aber auch für die Neue keit lernen, SekundärtugenMusik eine Lanze gebrochen. den, die für ihr späteres Leben Bei Wynton Marsalis studierte relevant sind. Doch damit sie Jazz, tauchte parallel aber nicht genug: Nicola Benedetti auch in die historische Auffüh- engagiert sich darüber hinaus rungspraxis ein. Mit ihren CDs als „große Schwester“ im stürmt sie nicht nur die Klassik- schottischen Ableger von „El sondern auch die Pop-Charts. Sistema“, der musikalischen Ihre Mission: Die Klassik aus Graswurzelbewegung aus Vedem elitären Elfenbeinturm zu nezuela. befreien. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – das geflügelte Berühmt werden ohne etwas Nietzsche-Wort lebt Nicola Bezu können? Unvorstellbar! nedetti mit Passion. Und sie Ihr großes Können hat sich die möchte ihre große Liebe teilen Tochter italienisch-schotti- und mitteilen. Wie aufregend scher Eltern mit eiserner Dis- das unvergleichliche Live-Erziplin erarbeitet. Deshalb geht lebnis der Musik ist, das möchihr jegliches Verständnis ab te sie dem Nachwuchs vermitfür die Flut an Youtube-Stern- teln. Konsequenterweise steht chen, die auf sozialen Netz- in ihrem Londoner Apartment werken fleißig die banalsten kein Fernseher. Nicht von unSelbstdarstellungen jeglicher gefähr wurde sie kürzlich beArt posten. Berühmt zu wer- sonders für ihr soziales Engaden, ohne etwas zu können? gement mit der „Queen’s Medal Für die Violinistin unvorstell- for Music“ ausgezeichnet. bar. Und das vermittelt sie Konzert-TIPP auch den Kids in ihrer 2013 gegründeten „Benedetti Sessi- Berlin on“. Mit dem Workshop-Pro- Sa. 31.3., 20:00 Uhr Philharmonie gramm führt sie Kinder und Nicola Benedetti (Violine), Deutsches Symphonie-Orchester Jugendliche an die ach so heh- Berlin, Edward Gardner (Leitung). re Klassik heran, probt mit Mendelssohn: Ouvertüre zu „Ruy Blas“, ihnen und gibt für die Fortge- Violinkonzert e-Moll & Sinfonie Nr. 3 a-Moll „Schottische“ schrittenen bis zum gemeinCD-Tipp samen Konzert auch Meisterklassen. An jeder Session Schostakowitsch & nehmen 50 bis 300 Kinder aus Glasunow: Violinkonzerte Nicola allen sozialen Schichten teil. Benedetti (Violine), Mit dem daraus entstandenen Bournemouth SO, Kirill Karabits (Ltg). Decca Jugendorchester trat sie sogar

Lust auf Klassik?


interview

»Der Frack ist noch nicht gebügelt? Fantastisch!« In seiner Freizeit fliegt Michael Nagy liebend gern in schwindelerregende Höhen. Und doch ist der Bariton erstaunlich geerdet. Von Irene Bazinger

Herr Nagy, Sie haben ungarische Wurzeln, Ihren Namen spricht man „Noootsch“ aus. Pflegen Sie noch Verbindungen nach Ungarn?

Nein, gar nicht, die ganze Fa­ milie väterlicherseits hat 1956 Ungarn verlassen und ist nach Deutschland gezogen. Ihre Homepage ist nicht nur auf Deutsch und Englisch abgefasst, sondern auch auf Schwedisch, warum?

Das kommt daher, dass ich vor ein paar Jahren überlegt habe, Schweden zu meiner Wahlhei­ mat zu machen. Ich mag das Land wahnsinnig gern und kenne dort sehr besondere Menschen. Aber meine Um­ zugspläne scheiterten trotz EU an bürokratischen Hindernis­ 4 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

sen. Meine Verbundenheit zu Schweden allerdings ist wei­ terhin groß. Sie haben an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Mannheim nicht nur Gesang studiert, sondern auch Dirigieren. Wie kam’s dazu?

Diese Ausbildung möchte ich nicht mehr missen. Kommt es jetzt mit Ihren jeweiligen Dirigenten manchmal zu Auseinandersetzungen über musikalische Auffassungen?

So sehr ich das Dirigieren ge­ mocht habe und immer noch mag, war es doch gewisserma­ ßen aus der Not geboren. Ich wusste als junger Student ein­ fach nicht, wie viel Eigeniniti­ ative ich – auch über den Hoch­ schulrahmen hinaus – aufbrin­ gen müsste, damit aus mir et­ was wird. Eine Vertretungs­ pädagogin gab mir den hilfrei­

Nein, das nicht, da sind die Kompetenzen schon eindeutig geklärt. Aber mit einem erfah­ renen Dirigenten wie Stefan Soltesz, mit dem ich zuletzt an der Komischen Oper Berlin bei Schrekers Die Gezeichneten gearbeitet habe, gab es hoch­ interessante Gespräche über die Musikpraxis in den letzten fünfzig Jahren und wie sich die Ausbildung verändert hat.

»Sänger sind nicht besser als früher, aber anders«

Wie schätzen Sie das ein, sind Sängerinnen und Sänger heute besser ausgebildet als vielleicht in der Zeit des Wirtschaftswunders?

chen Tritt in den Allerwertes­ ten und lenkte mich zu Rudolf Piernay – für mich ein Glücks­ fall! –, obwohl der anfangs nicht überzeugt davon war, dass es bei mir wirklich mit einer Sängerkarriere klappen würde. Also studierte ich ­parallel noch Dirigieren, als ernstzunehmende Alternative.

Besser bestimmt nicht, aber anders! Die Anforderungen sind heute nämlich auf jeden Fall mehr auf Ökonomie und Effizienz ausgerichtet als frü­ her. Außerdem ist Schnelligkeit ein wesentliches Kriterium geworden. Wir müssen uns in sehr kurzer Zeit neue Partien aneignen, weil überall richtig viel gespielt wird. Dazu kommt

Foto: Monika Höfler

M

ichael Nagy ist ein vielseitiger Sänger und auf der Opern­ bühne wie im Konzertsaal er­ folgreich. Sein Repertoire reicht von Bach und Mozart bis zu Zimmermann, Dallapiccola und Reimann. Im Januar sang er in Franz Schrekers Die Gezeichneten in der Inszenie­ rung von Calixto Bieito an der Komischen Oper Berlin.


zur Person

die selbstverständliche Mobi­ lität, dass man also heute hier und morgen ganz woanders auftritt. Einmal erzählte mir ein Kollege von der Bayeri­ schen Staatsoper, dass man dort seinerzeit rund zwei Jahre Vorbereitung eingeplant hat, wenn ein Sänger eine größere Wagner-Rolle einstudierte. Das erlaubte eine Art vegetatives Einsaugen der Partie, mit fes­ ten Ruhephasen, damit sich alles im Sänger verankern konnte. Diese Zeit der Aneig­

nung und Anverwandlung hätten viele Sänger gern wie­ der, mich eingeschlossen. Aber dann muss man anders planen und kann weniger oft auftreten, was als freier Künstler schwierig ist, oder?

Das ist das Dilemma. Und so muss halt jeder für sich den Konflikt zwischen Neugierde, Existenzsicherung und künst­ lerischer Vorbereitung lösen. Ich meinerseits bin sehr froh über die Balance zwischen mei­

1976 geboren, ließ sich Michael Nagy in Mannheim und Saarbrücken sowohl als Dirigent als auch als Sänger ausbilden. Längere Jahre war der Bariton Ensemble­ mitglied – zunächst an der Komischen Oper Berlin, später an der Oper Frank­ furt. 2011 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen. Nagy ist zudem vielgefragt als Lied- und Oratorien­ sänger.

nen Opernauftritten, den Kon­ zerten – und den kreativen Pausen. Angesichts dessen müssen viele Dinge überlegt werden, wenn Sie sich für eine neue Rolle entscheiden. Wie wählen Sie diese aus? concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 5


interview

Wichtig ist das Gesamtpaket, das hat mich die Erfahrung gelehrt. Wenn mir zum Bei­ spiel ein Haus die Teilnahme an einer Neuproduktion an­ bietet und ich kann mit der Rolle, dem Dirigenten oder dem Regisseur wenig anfan­ gen, sage ich nicht zu, auch wenn es eine hoch renommier­ te Bühne oder eine tolle Partie sein sollte. Denn in einem Umfeld, in dem man sich ver­ standen und gut aufgehoben fühlt, kann man viel freier und besser arbeiten. Dazu zählen selbst auf den ersten Blick läp­ pische, auf den zweiten durch­ aus wesentliche Dinge: Zieht es auf der Probebühne? Wie sieht die Gesamtdisposition aus? Ich kann zwar unter Um­ ständen an einem Tag vormit­ tags eine Generalprobe und abends ein Konzert singen, doch ideal ist das nicht. Was machen Sie am Tag eines Auftritts?

Ich versuche, alles möglichst alltäglich abzuwickeln. Die Grundspannung ist natürlich den ganzen Tag vorhanden. Zusätzliche Rituale würden sie nur unangenehm verstärken und meine Leistung am Abend beeinträchtigen. Was ich je­ doch zum Beispiel vor Kon­ zerten sehr gern zur Entspan­ nung mache, ist bügeln. Der Frack ist noch nicht aufgebü­ gelt? Fantastisch, dann lege ich los! Und nach dem Auftritt geht es dann gleich ins Flugzeug?

Sie meinen, weil ich den Flug­ schein gemacht habe? Nein, nein, ich habe keine eigene Maschine wie der geschätzte Kollege Klaus Florian Vogt. Ich bin schließlich Bariton und 6 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

kein Tenor (lacht). Aber ich liebe es zu fliegen und war glücklich, mir nach vielen Jah­ ren diesen Traum erfüllen zu können. Wenn es meine Zeit erlaubt, miete ich mir ein Flug­ zeug und gehe in die Luft. Das verlangt ungeteilte Aufmerk­ samkeit und ist wunderbar, um sich von den beruflichen Her­ ausforderungen abzulenken.

»Man muss auch Ausschuss produzieren dürfen« Wenn man sich da nicht zu hundert Prozent fokussiert, kann man – platt gesagt – ganz schnell runterfallen. Also emp­ fiehlt es sich, die Gedanken an alles andere daheim zu lassen und sich ins Fliegen wie in ei­ ne Meditation zu versenken. Sie haben einmal gesagt, wenn Sie eine Aufnahme von sich hören, fänden Sie sich nie gut.

Oh ja, und diese Neigung zur Selbstkritik wird sogar immer stärker! Das ist mir wichtig, denn ich möchte mir ein Gefühl für das bewahren, was in einem bestimmten Moment einer Aufführung möglich gewesen wäre und ob ich das erreicht habe. Auch wenn es sonst nie­ mand merkt, ärgere ich mich halt, wenn ich im Rückblick merke, ich war an einer Stelle etwas unkonzentriert oder mir ist aus unerklärlichen Gründen ein Ton verrutscht. Solche Ge­ danken zerschmettern mich nicht für alle Ewigkeit. Sie sind ein konstruktives Korrektiv. Schließlich hat man die Ver­ pflichtung, das kritisch zu hin­ terfragen, was man Tag für Tag

tut. Das hat nichts mit einem abstrakten Perfektionsan­ spruch zu tun. Der war nur eine Idée fixe meiner frühen Jugend, als ich dachte, in der Musik muss alles mathema­ tisch exakt sein. Ich glaube, man muss auch Ausschuss produzieren dürfen, daran reift man. Nur Spitzenleistungen, das geht nicht, denn das Ent­ scheidende in der Musik ge­ schieht jenseits der Virtuosität. Das gilt für Sänger wie für Instrumentalisten. Also ist Musik im Grunde das, was zwischen den Noten steht?

Ja, dieser magische Raum, den wir Interpreten eingeladen sind, auf die herzlichstmögli­ che Art zu füllen. Ansonsten machen wir uns unglaubwür­ dig und austauschbar. Diese Idee von einem „Mehr“, von einem „Etwas“, das man nicht mit den Händen greifen und rational verstehen kann, ist für mich ein, wenn nicht das zen­ trale Thema des Lebens wie der Kunst.

Konzert-TIPP

Berlin Sa. 31.3., 20:00 Uhr Konzerthaus Christina Landshamer (Sopran), Michael Nagy (Bariton), Martin Schmeding (Orgel), Konzerthaus­ orchester Berlin, Philharmonischer Chor Berlin, Michael Sanderling (Leitung). Liszt: Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, Brahms: Ein deutsches Requiem CD-Tipp

Brahms/Glanert: Vier Präludien & Ernste Gesänge Michael Nagy (Bari­ ton), Helsinki PO, Olari Elts (Ltg). Ondine


© Realgestalt

ab 28. April 2018

Donald Runnicles Musikalische Leitung — Rolando Villazón Inszenierung Karten und Infos: +49 [30] - 343 84 343; www.deutscheoperberlin.de

Johann Strauß


Tipps & Termine

Erfolgsgeheimnis der »Populären Konzerte«: Kritiker müssen draußen bleiben Berlin das sinfonie orchester berlin feiert seinen 60. Geburtstag mit

heroischer Geste – und drei Werken von Beethoven

D

ie „Populären Konzerte“ sind ein Renner: Seit 1957 zählen sie mehr als drei Millionen Besucher – auch wenn die Öffentlichkeit nichts davon weiß. Als Privatunternehmen, das ohne Subventionen auskommt, verteilt die Konzertdirektion Hohenfels keine Pressekarten. Ohnehin haben nörgelnde Kritiker in der Traumwelt der populären Klassik nichts zu suchen. „Gönnen Sie sich einige Stunden der Entspannung und Harmonie, garantiert durch immer wieder gern gehörte Meisterwerke“, lautet seit jeher der Werbeslogan. Unternehmensgründer

8 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Victor Hohenfels entstammt dem österreichischen Adel; er wurde früh Waise und wuchs im Burgtheater-Umfeld auf. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er mit einem eigenen Schauorchester umher. 1927 kam er nach Berlin, wo er Revuen in der „Scala“ oder im „Wintergarten“ dirigierte. Vor 60 Jahren gründete er das sinfonie orchester berlin, ein ProjektEnsemble, das die Musiker als Freiberufler engagiert. Bis 2010 führte Hohenfels’ Witwe das Familienunternehmen. Dann übernahm der einstige Orchesterdirektor Bogdan Sikora die Geschäfte. Mit nur einer einzi-

gen Mitarbeiterin organisiert er rund 30 Saison-Konzerte. Am Pult steht meist Chefdirigent Stanley Dodds, der auch bei den Berliner Philharmonikern geigt. Auch sonst entdeckt man bei den Populären Konzerten jede Menge Philharmoniker als Solisten oder Dirigenten. Sie genießen das Heimspiel – und vielleicht auch die Abwesenheit der Rezensenten.  Antje Rößler Sa. 10.3., 20:00 Uhr Philharmonie David Kaplan (Klavier), das sinfonie orchester berlin, Stanley Dodds (Leitung). Beethoven: EgmontOuvertüre, Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll & Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“

Fotos: Peter Adamik, Marco Borggreve

Aus gutem Grund hat es ein besonders treues Publikum: das sinfonie orchester berlin und sein Chefdirigent Stanley Dodds laden mit »immer wieder gern gehörten Meisterwerken« in die Berliner Philharmonie


Ein bizarres Vergnügen Berlin Denis Kozhukhin wandelt zwischen Ernst

und Spott in Schostakowitschs Klavierkonzert Nr. 1

D

ie Groteske ist ein wichtiges Stilmittel sowohl bei Dmitri Schostakowitsch als auch bei Sergej Prokofjew. Während Prokofjew in seiner beliebten Sinfonie Nr. 1 D-Dur eine Sinfonie im Stile alter Wiener Klassiker zu schreiben gedachte und dabei mit den vermeintlichen Merkmalen des Genres spielte, versah Schostakowitsch sein 1933 vollendetes Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35 mit unzähligen musikalischen Effekten. Sein schmissiges, im Finale gar außer Rand und Band geratenes Stück be-

zeichnete er selbst einmal als eine „spöttische Herausforderung an den konservativ-seriösen Charakter des klassischen Konzert-Gestus“. Der später durch Stalins Regime so schwer unterdrückte Schostakowitsch, der selbst als Pianist bei Stummfilmen in großen Kinos gearbeitet hatte, liebte es, seinen Hörern Vergnügen zu bereiten. In seinen Sinfonien, die eher auf Mahlers sinfonischem Kosmos aufbauen als die Tradition etwa von Tschaikowskys vierter Sinfonie fortzuführen, hat auch das Bizarre und Ironische seinen Platz. Helmut Peters

Intelligent und differenziert: Pianist Denis Kozhukhin So. 25.3., 18:00 Uhr Deutsche Oper Martin Wagemann (Trompete), Denis Kozhukhin (Klavier), Orchester der Deutschen Oper Berlin, Michele Mariotti (Ltg). Werke von Prokofjew, Schostakowitsch & Tschaikowsky

Olga Peretyatko Ural Philharmonic Orchestra Dmitry Liss, Dirigent

Dienstag, 22. Mai 2018, 20:00 Uhr Philharmonie Berlin Arien und Lieder aus der neuen CD „Russian Light“ (Werke von M. Glinka und N. Rimsky-Korsakov u.a.)

Dmitri Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 10 e-Moll, op. 93 TICKETS: Hotline 030 / 47 99 74 74 www.eventim.de und an allen bekannten VVK-Stellen VVK von 28€ bis 88€ zzgl. Gebühren, ermäßigt ab 14€

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BEVIER MusIkVERlag gmbH und stEfan BEVIER präsentieren

Nocturne op. 9/2, Nocturne op. 55/1 Walzer op. 64/1 & 2, Mazurka op. 68/2 und weitere Werke Klavier: Yuliya Drogalova

Fr | 23.3.2018 | 20 Uhr

Kammermusiksaal | Philharmonie KLEZMER FESTIVAL

Jiddish Swing Orchestra, Ginzburg Dynastie Direktion: Igor Ginzburg

So | 25.3.218 | 15 Uhr

Kammermusiksaal | Philharmonie THE GLORIOUS JAZZ NIGHT of BENNY GOODMAN The new program 2018 Benny Goodman, Duke Ellington, Louis Armstrong, Glenn Miller, Frank Sinatra Benny Goodman Revival Band Direktion: Boris Rosenthal

Sa | 31.3.2018 | 20 Uhr

Kammermusiksaal | Philharmonie CLASSIC GALA Vivaldi: Die vier Jahreszeiten Bach: Doppelkonzert für 2 Violinen und Orchester d-Moll BWV 1043 Mozart: Salzburger Sinfonie in D KV 136 Grieg: Aus Holbergs Zeit „Suite im alten Stil“ Wiktor Kuzniecow, junior und senior Marcin Ostrowski Festival Orchestra Berlin Karten: € 37,-/ € 40,- zzgl. VVG Telefon: 882 29 79 Fax: 881 54 01 Telefon: 86 87 04 12 60 VVK: Theaterkassen CTS Eventim *Tel. 01806-57 00 00 www.eventim.de www.classictic.com/bev Tel. 01806-999 0000 www.ticketmaster.de *0,20/Anruf inkl. MwSt. / Mobifunkpreise max. 0,60/Anruf inkl. MwSt.

Heldentenor mit Hang zur leichten Muse Potsdam u. a. Mit 80 verabschiedet

sich Wagner- und Schlagersänger René Kollo von der Bühne

I

m November letzten Jahres ist René Kollo achtzig Jahre alt geworden und hat die Musikwelt zu diesem Anlass mit einer großen Tournee beschenkt, auf der er sein großes künstlerisches Talent derzeit noch einmal auf vielen Bühnen nach Herzenslust auslebt, bevor er sich aus dem Rampenlicht verabschiedet. Als echter Showman versteht der Tenor sich darauf, nicht nur im Gesang, sondern auch in amüsanten Geschichten den richtigen Ton zu treffen, die er um das Potpourri aus Kirchenliedern, Volksliedern, Operetten-Hits und beliebten Songs aus der Feder seines Vaters und Großvaters Willi und Walter Kollo spinnt, die beide Schlager und Revuen komponierten. Ursprünglich wollte der 1937 geborene Berliner übrigens gar nicht Sänger, sondern Schauspieler werden. Eher durch Zufall schlitterte Kollo in die Unterhaltungsmusik hinein und landete 1959 mit seiner Interpretation des Schlagers Hello, Mary Lou direkt einen Hit. Nachdem Kollo weitere Achtungserfolge mit leichten Liedern einfuhr und 1964 sowie 1965 am Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teilnahm, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, wäre eine Karriere im seichteren Segment eigentlich obligatorisch gewesen. Jedoch hat er schon bald über die Genregrenzen hinweg auch Wagner, Verdi und Co. für sich entdeckt und mit dieser Vielseitigkeit eine glänzende Karriere hingelegt. Sein Gesangsstudium finanzierte sich René Kollo noch als Schlagersänger, während er später seine Arbeit als Heldentenor nonchalant mit Ausflügen zur leichten Muse kombinierte. Unter anderem hat Kollo Alben mit James Last und mit Liedern von Udo Jürgens aufgenommen. Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth war er in den vielen Jahrzehnten als Lohengrin,

Foto: hgm press

Sa | 10.3.2018 | 20 Uhr

Französischer Dom | Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt Chopin pur


Hits wie Hello, Mary Lou finanzierten sein Gesangsstudium. Im reiferen Alter trat René Kollo auch als Krimi-Autor in Erscheinung

Siegfried und Tristan stets genauso zuhause wie im Scheinwerferlicht der TV-Studios. Kein Winkel der Musikwelt schien ihm fremd, weder auf noch hinter der Bühne: Als Regisseur inszenierte René Kollo 1986 Wagners Parsifal in Darmstadt. 1996 war er bis zu dessen Schließung Intendant des Metropol-Theaters in Berlin. Nun darf man sich auf eine Fülle von Abschiedskonzerten freuen, in denen man den Tenor noch einmal ganz in seinem Element erleben kann: als Wanderer zwischen den Katherina Knees musikalischen Welten. Do. 1.3., 19:30 Uhr Nikolaisaal Potsdam Fr. 2.3., 19:30 Uhr Admiralspalast Berlin Fr. 9.3., 19:30 Uhr Stadthalle Cottbus René Kollo 80. René Kollo (Tenor). Arien aus Opern & Operetten, geistliche & weltliche Lieder u. a.

unter anderem mit MARK PADMORE, JORDI SAVALL, NILS LANDGREN, dem BACH COLLEGIUM JAPAN, ALEXANDRE THARAUD und dem FREIBURGER BAROCKORCHESTER Tickets | Hotelbuchung +49 ( 0 ) 361 . 37 42 0 thueringer-bachwochen.de

Foto: © Marco Borggreve


Tipps & Termine

In Dunkelheit gehüllt Berlin Der RIAS Kammerchor und das Ensemble

Resonanz erzählen von Versuchung und Erlösung ansestadt trifft Hauptstadt. Das Hamburger Ensemble Resonanz und der RIAS Kammerchor Berlin begegnen sich im Kammermusiksaal, um Passion hautnah erlebbar zu machen. „tenebrae“ lautet der Konzerttitel von daher passend. Dunkelheit und Finsternis werden eben seit jeher mit der Passionszeit assoziiert. Und so ist dann auch das Programm schlau zusammengestellt. Nehmen wir den Abschluss des Konzertes vorweg: Mit James MacMillans Werk Seven Last Words from the Cross endet der Abend. Das im

Jahr 1994 entstandene Porträt des leidenden Jesu am Kreuz verweist musikalisch immer wieder auf Bachs Vokalrhetorik und die geistlichen Werke des Renaissance-Komponisten Tomás Luis de Victoria. Daher sind die beiden kompositorischen Vorbilder MacMillans mit Vokalstücken in der ersten Hälfte des Konzertes zu hören. Alles baut sozusagen aufeinander auf. Alt trifft Neu. Die Grenzen verwischen. Der Abend zeigt das eindringlich in der Interpretation zweier Ausnahme-Ensembles.  Insa Axmann

Vertonte die Leiden Christi in einer Kantate: James MacMillan Fr. 2.3., 20:00 Uhr Kammermusiksaal RIAS Kammerchor, Ensemble Resonanz, Justin Doyle (Leitung). Bach: „Komm, Jesu, komm“ BWV 229, Henze: Fantasia, MacMillan: Seven Last Words from the Cross u. a.

Foto: Kristian Kruuser Kaupo Kikkas

Adam’s Passion Musiktheater von Robert Wilson nach Werken von Arvo Pärt

27. – 29.03.2018 · 20.00 UHR

KONZERTHAUS BERLIN · GROSSER SAAL ESTNISCHER PHILHARMONISCHER KAMMERCHOR TÕNU KALJUSTE Musikalische Leitung ROBERT WILSON Regie, Bühne LUCINDA CHILDS Performerin MICHALIS THEOPHANOUS Performer u.a. Ticket-Hotline 030 · 20 30 9 2101 · konzerthaus.de

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KONZERTHAUS ORCHESTER BERLIN 02.02.18 14:41

Fotos: Philip Gatward, Tinseltown/shutterstock

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60 JAHRE KONZERTDIREKTION PROF. VICTOR HOHENFELS

POPULÄRE KONZERTE

PHILHARMONIE BERLIN 60 JAHRE SINFONIE ORCHESTER BERLIN

Meister der Filmmusik: Komponist John Williams

Dem weißen Hai die Töne zeigen Brandenburg Die Symphoniker verbeugen sich vor John Williams

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ilmmusik-Fans aufgehorcht: Hollywood kommt an die Havel! Einen ganzen Abend lang widmen sich die Brandenburger Symphoniker unter der Leitung von Simon Hewett dem mittlerweile 86-jährigen Komponisten und mehrfachen Oscar- und Grammy-Gewinner John Williams. Die Musiken zu Star Wars, E. T., Jurassic Park, Schindlers Liste, Harry Potter und vieler anderer Filme gehen auf sein Konto und haben die Soundtrack-Koryphäe Williams weltbekannt gemacht. Dabei fing er ganz klein an: Mit Mitte zwanzig fand der gebürtige New Yorker in Hollywood eine Anstellung als Pianist. „Als ich anfing, in den Studios zu spielen, hatte ich keine Ahnung, dass ich eines Tages selbst Filmmusik komponieren würde“, erinnert sich Williams. Zunehmend bekam der junge Williams Kontakt zu den großen Filmmusik-Komponisten in Los Angeles und begann schließlich selber, Soundtracks zu komponieren. Der weiße Hai aus dem Jahr 1975 stellte seinen großen Durchbruch dar, danach ging es steil bergauf. Auch im hohen Alter ist und bleibt John Williams gefragt wie nie – und ist aus Hollywood nicht Insa Axmann mehr wegzudenken. Sa. 31.3., 19:30 Uhr Brandenburger Theater John Williams Tribute. Brandenburger Symphoniker, Simon Hewett (Leitung). Werke von Williams

Herzliche Einladung Samstag, 10.3.2018, 20 Uhr Philharmonie, Großer Saal

FESTKONZERT ZUM 60. JUBILÄUM

SINFONIE ORCHESTER BERLIN KONZERTDIREKTION PROF. VICTOR HOHENFELS BEETHOVEN-ZYKLUS Egmont-Ouvertüre · Klavierkonzert Nr. 3 c-moll Symphonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“ Dirigent: Stanley Dodds, Principal Conductor David Kaplan, Klavier KARTENBESTELLUNG: TELEFON: (0 30) 8 82 76 22 / 23 KARTEN@KONZERTDIREKTION-HOHENFELS.DE ONLINE-TICKETS: WWW.EVENTIM.DE | WWW.TICKETMASTER.DE WWW.CLASSICTIC.DE WWW.KONZERTDIREKTION-HOHENFELS.DE MEDIENPARTNER:


Tipps & Termine

Berlin Das AsianArt Ensemble eröffnet

bisher unerhörte Klangräume

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ährend Politik- und Sportnachrichten im Moment häufig nach Korea blicken, lenkt das AsianArt Ensemble unser Ohr in die gesamte Region des fernen Ostens. Bei den Konzerten des neunköpfigen, in Berlin ansässigen Ensembles stehen asiatische Instrumente im Mittelpunkt, in Kombination mit europäischen Streichern. So erklingen die koreanische Bambusquerflöte Daegeum, die chinesische Mundorgel Sheng, das japanische Saiteninstrument Koto und sein koreanisches Pendant Gayageum, auch Gongs und die koreanische Trommel Changgu kommen zum Einsatz. Die Musiker stammen aus China, Korea, Japan, Deutschland und den USA, darunter auch der Sheng-Virtuose Wu Wei.

Als Solist hat er die 37 Pfeiffen umfassende Mundorgel bereits in Konzertsälen weltweit gespielt, u. a. mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und den Berliner Philharmonikern. Auch ein Solo-Konzert von ­II-Ryun Chung brachte er zur Uraufführung – Chung spielt beim AsianArt Ensemble die Changgu-Trommel. Die Besetzung des Ensembles – zusätzlich mit Cello, Geige, Bratsche und Kontrabass – ist in dieser Form einmalig, weshalb das Repertoire zu einem großen Teil aus Eigen- bzw. Auftragskompositionen besteht. Zu diesem Zweck veranstalten die Musiker auch Workshops, um Komponisten die Eigenheiten und Spielweisen der Instrumente nahezubringen, sowie die Traditionen, denen sie entstammen.

13.07.2018 Waldbühne 20:00 Uhr www.eventim.de •

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030 / 479 974 77

Denn ganz bewusst soll vermieden werden, Zithern wie die Koto und Gayageum oder die Daegeum-Flöte in den Dienst westlicher Musik zu stellen. Vielmehr ist es ein Dialog, beispielsweise mit Gagaku, einer Musikpraktik aus dem 7. Jahrhundert, die sich durch langsames Fortschreiten und lang gehaltene Flötentöne auszeichnet. Oder mit Sanjo, einem Stil koreanischer Volksmusik, bei der ein Soloinstrument von einer Trommel begleitet wird, während der Shinawi-Stil auf freier Improvisation beruht. So lernt der Hörer andere Harmonien, Rhythmusstrukturen und Artikulationen kennen, und in der Begegnung von europäischer und asiatischer Tradition entsteht ein neuer Klangraum, der sich weder dem einen noch dem anderen Kulturkreis direkt zuordnen lässt. Jakob Buhre  So. 18.3., 20:00 Uhr Konzerthaus (Werner-Otto-Saal) focused XIX – Asian Groove: AsianArt Ensemble. Werke von Myung-Sun Lee, Xu Shuya, Sandeep Bhagwati, Il-Ryun Chung u. a.

Foto: Volker Blumenthaler

Bambusflöte und Mundorgel suchen den Dialog


Wo Gayageum auf Geige trifft: Das AsianArt Ensemble verbindet östliche und westliche Traditionen und lockt mit pulsierenden und tänzerischen Rhythmen, die in der Neuen Musik sonst eher selten zu hören sind

Dirigent Christoph Hagel Karatekünstler Blackbelt Artists (Oldenburg) SoliSten Syrische Akrobaten

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Tipps & Termine

Höhenflüge im Untergrund Berlin Konzertreihen und Ausstellungen

reflektieren Gegenkulturen in Musik und Kunst

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ild und bunt war das Leben anno 1968. Doch es war ebenso der Beginn einiger friedlicher Revolten von Künstlern der alternativen Musik- und Kunstbewegungen. Sie begannen im Jahr des Prager Frühlings und endeten in der Nachwendezeit. Der „Underground“ in der Kunst in Ost und West agiert an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Videokunst sowie experimenteller Musik und setzt alles daran, sich von der „offiziellen“ Kultur abzugrenzen. Dabei entwickelt er seine eigene, mitunter ironi-

sche und provokante Sprache, wobei die vermeintliche gesellschaftliche Taktlosigkeit mitunter zum Hauptantriebsmotor der Kunstproduktion wird. Die Akademie der Künste zeigt nicht nur in zwei Ausstellungen, Konzertreihen und Filmaufführungen das Leben und Schaffen dieser alternativen Künstler, sondern debattiert zudem mit Zeitzeugen über vergangene sowie gegenwärtige experimentelle Musik, Kunst und gesellschaftliche Veränderung. Julia Hellmig

Don Cherry beim »Workshop Freie Musik« 1971 in der AdK Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968 15.3.–6.5.2018 Vladimir Tarasov, Speak Low u. a. Akademie der Künste Hanseatenweg

n e v o h t e B eExperience T he

24. April, Philharmonie Le Concert Olympique Jan Caeyers, Dirigent François-Frédéric Guy, Klavier

Beethoven: Prometheus-Musik Auszüge aus „Die Geschöpfe des Prometheus“ Eroica-Variationen, op. 35 Sinfonie Nr. 3, op. 55 „Eroica“ Tickets: Hotline 030 / 47 99 74 74, www.eventim.de und an allen bekannten VVK-Stellen VVK 24 € / ermäßigt 12 €

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kla

d ser Klarheit un int man, in die ren.“ „…vieles me sten Mal zu hö er m zu sse likate .2017 nglic hen De Zeitung, 22.11 Berliner

Fotos: Werner Bethsold/FMP-Publishing, Camille Blake

Kammermusiksaal 20 Uhr


Innere Zerrissenheit spüren Berlin Das Festival MaerzMusik stellt »Zeitfragen«

mit Konzerten, Performances und Installationen

M

usik und Zeit – die diesjährige MaerzMusik will beides miteinander in Beziehung setzen. Musik hilft, uns als innerlich zerrissene Zeitwesen zu begreifen – und bietet zumindest zeitweise Erlösung von den Zumutungen des Turbo-Kapitalismus: Flexibilität und Multitasking, schwindelerregende Schnelligkeit und fremdbestimmter Stillstand. Die beteiligten Künstler loten verschiedene Facetten des Themas aus. So fasste der Engländer Brian Ferneyhoughs bereits in den Siebzigern den Zustand des reizüberfluteten Zeitgenos-

sen in Töne, der dem Diktat von Zeitknappheit und Effizienz unterliegt. In Hannes Seidls „Salims Salon“ stellen Musiker aus verschiedenen Kulturen spontan improvisierte Abläufe und die getaktete Zeit der Partitur gegeneinander. Beim Abschlusskonzert darf sich der Besucher schließlich in einer 30-stündigen Zeitblase verlieren. Das monumentale Kraftwerk an der Köpenicker Straße wird mit Konzerten, Performances, Installationen und elektronischen Acts bespielt. Zum Verschnaufen gibt es auch Betten. Antje Rößler

Sinfoniekonzert

Belgisches Kollektiv Graindelavoix beim Abschlussabend 2017 MaerzMusik 16.–25.3.2018 Ensemble PHØNIX16, Sonar Quartett, Ensemble Resonanz u. a. Haus der Berliner Festspiele, Kammermusiksaal, Kraftwerk Berlin u. a.

25. März 2018, 18.00 Uhr

Werke von Schostakowitsch und Tschaikowskij

Karten und Infos: 030-343 84 343 www.deutscheoperberlin.de

Michele Mariotti © Davide Gennari

Michele Mariotti Dirigent Mit Denis Kozhukhin Pianist, Martin Wagemann Trompete; Orchester der Deutschen Oper Berlin

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Tipps & Termine

Berlin Zum 100. Todestag von Debussy widmet

sich Nelson Goerner dessen Images und Études

N

elson Goerners Bescheidenheit ist sprichwörtlich. Zurückhaltend, höflich und feinsinnig wirkt der 48-Jährige, heißt es durch die Bank weg. Wie ein guter Zuhörer und angenehmer Mensch, mit dem man gerne über die Musik spricht, die ihm so viel bedeu-

tet. Doch da ist noch mehr, wie als eine der Ersten Martha Argerich erkennt. Sie trifft und hört den jungen Musiker, der damals mitten in der Vorbereitung des Franz-Liszt-Wettbewerbs steckt, Mitte der achtziger Jahre in Buenos Aires. Er sichert sich schließlich nicht

nur den Sieg bei der Competition und ein Stipendium in Genf, sondern kann auch die große Pianistin für sich einnehmen. Argerich holt den Argentinier nach Europa, wo er bis heute lebt. Dort arbeitet er auf ihre Empfehlung hin zunächst mit Busoni-Schülerin Maria Tipo – etwas, das ihm seine Eltern nie hätten ermöglichen können, wie Goerner einmal preisgibt. „Natürlich weiß ich, dass ihr Name ein Türöffner für einen

Es war ein Einschnitt in seinem Leben, als er mit 16 Jahren erstmals ein Konzert von Martha Argerich in Buenos Aires besuchte. Heute ist Nelson Goerner selbst ein weltweit gefragter Pianist 18 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Foto: Marco Borggreve

Große Emotionen entfesseln


jungen Pianisten wie mich war“, betont der Musiker in einem Interview mit Seen and Heard International. „Doch ich war und bin mir sicher, dass du nur etwas erreichen kannst, wenn es aus dir selbst kommt und auf deinen eigenen Verdiensten basiert – nicht auf dem Ruf eines anderen.“ Also arbeitet er. Hart und passioniert. Nelson Goerner, der anders als viele seiner Kollegen nicht aus einem klassischen Musikerhaushalt stammt, feilt sorgfältig an seinen Fertigkeiten und Interpretationen, was ihm schnell ein beachtliches Renommee und beste Kritiken einbringt. In seinen Konzerten entfesselt er große Emotionen: kraftvoll zupackend auf der einen Seite, lyrisch und melodiös auf der anderen. „Eines

der beeindruckenden Merkmale von Nelson Goerners Musikerpersönlichkeit ist seine Fähigkeit, intellektuelle Hellsichtigkeit, unbestrittene Tiefe und technische Leichtigkeit miteinander zu kombinieren, um seinen Ideen Ausdruck zu verleihen“, heißt es in einer positiven Besprechung. Claudio Arrau soll sinngemäß einmal gesagt haben, dass ein Interpret etwas mit einem Chamäleon gemein haben müsse, um bestehen zu können. Ein Pianist, der sich auf vielen musikalischen Terrains sicher bewegt und unterschiedlichen Stilen musikalisch Farbe verleiht, ist auch Nelson Goerner – obschon seine große Affinität zur romantischen Musik, vor allem der von Chopin (ihm hat er schon zahlreiche Einspielun-

gen gewidmet), freilich nicht von der Hand zu weisen ist. „Alles, was er anfasst, scheint richtig zu sein“, schwärmt beispielsweise das englische Gramophone Magazin. Zuletzt handelte es sich dabei um Chopins Nocturnes, die der WahlSchweizer bereits im Kindesalter in einer Einspielung von Arthur Rubinstein kennen und lieben lernte. Elisa Reznicek Mi. 7.3., 19:30 Uhr Pierre Boulez Saal Nelson Goerner (Klavier) Debussy: Images (Buch 1) & Études (Buch 2), Ginastera: Sonate Nr. 3 op. 54, Chopin: Sonate h-Moll op. 58 CD-Tipp

Chopin: Nocturnes Nr. 1–21 Nelson Goerner (Klavier). alpha

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concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 19


Programm Das Klassikprogramm für Berlin & Brandenburg im März

Konzert

20:00 Kammermusiksaal Isabelle Faust (Violine), Alexander Melnikov (Klavier). Werke von Brahms 20:00 Konzerthaus Barabara Berg (Sopran), Nico Eckert (Tenor), Jakob Ahles (Bass), Berliner Camerata, KarlForster-Chor Berlin, Volker Hedtfeld (Leitung). Schubert: Stabat Mater D 383, Poulenc: Stabat Mater 20:00 Philharmonie Gerald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Schubert: Lieder (Auswahl), R. Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Musiktheater

19:30 Komische Oper Händel: Xerxes. Konrad Junghänel (Leitung), Stefan Hernheim (Regie) 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Neue Werkstatt) Brass: Sommertag. Max Renne (Leitung), Eva-Maria Weiss (Regie) 20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex

Brandenburg

20:00 Franz. Friedrichstadtkirche Jörg Fritz Reddin (Orgel). Werke von Bach, Buxtehude, Brahms u. a.

19:30 Nikolaisaal Potsdam René Kollo 80. René Kollo (Tenor)

Donnerstag, 1.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal

ISABELLE FAUST Violine ALEXANDER MELNIKOV Klavier Brahms: Violinsonaten

Montag, 5.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal

ANDREAS OTTENSAMER Klarinette und Leitung KAMMERAKADEMIE POTSDAM Mozart: Sinfonie KV 110, C.P.Stamitz und J.W.Stamitz: Konzerte für Klarinette, Cannabich, Danzi

Mittwoch, 7.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal

LA SERVA PADRONA

Dienstag, 13.3.2018 | 20 Uhr | Philharmonie

SOL GABETTA Violoncello HANNU LINTU Dirigent FINNISH RADIO SYMPHONY ORCH. Strawinsky, Martin: Cellokonzert Nr. 1, Sibelius: Sinfonie Nr. 5

Montag, 19.3.2018 | 20 Uhr | Philharmonie

JEWGENIJ KISSIN Klavier Beethoven, Rachmaninoff

Dienstag, 20.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal

ALBRECHT MAYER QUARTETT FREIBURGER BAROCKORCHESTER Britten, Mozart, Ravel, Moeran GOTTFRIED von der GOLTZ Violine und Leitung Wassenaer, Pergolesi: u.a. La serva padrona

Donnerstag, 8.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal Freitag, 16.3.2018 | 20 Uhr | Kammermusiksaal

MITSUKO UCHIDA Klavier

Schubert: Alle Klaviersonaten an vier Abenden (27.11./30.11. als Abo buchbar)

030 / 826 47 27 20 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Änderungen vorbehalten

1.3. Donnerstag

Mittwoch, 21.3.2018 | 20 Uhr | Philharmonie

MISCHA MAISKY ZUM 70. GEBURTSTAG

MISCHA MAISKY Violoncello MOSCOW VIRTUOSI

SASCHA MAISKY Violine / LILY MAISKY Klavier

Mozart, Tschaikowsky, Beethoven: Tripelkonzert

Karten: www.musikadler.de Philharmonie und VorVerKaufsstellen


19:30 Staatstheater Cottbus Mozart: Don Giovanni

20:00 Philharmonie Gerald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Schubert/Reger: An die Musik D 547 & Prometheus D 674, Schubert/Berlioz: Erlkönig D 328, Schubert/Brahms: Memnon D 541 & An Schwager Kronos D 369, R. Strauss: Eine Alpensinfonie

2.3. Freitag Konzert

19:30 Admiralspalast René Kollo 80. René Kollo (Tenor) 20:00 Kammermusiksaal RIAS Kammerchor, Ensemble Resonanz, Justin Doyle (Leitung). Bach: Motette „Komm, Jesu, komm“ BWV 229, Victoria: Tenebrae Responsories, Henze: Fantasia für Streicher, MacMillan: Seven Last Words from the Cross 20:00 Konzerthaus Milan Radic (Viola), Onutė Gražinytė (Klavier), Litauisches Nationales Sinfonieorchester, Mirga Gražinytė-Tyla (Leitung). Serksnyte: De profundis, Kakhidze: Bruderschaft, Balakauskas: Fünf Lieder nach Vincas Mykolaitis-Putinas, Strawinsky: Le Sacre du printemps 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Kammermusik des Konzerthausorchesters. Andreas Finsterbusch (Violine), Christoph Starke (Viola), Christoph Bachmann (Violoncello). Beethoven: Präludium und Fuge für Streichtrio e-Moll, Krása: Passacaglia, Fuge & Tanec, Eisler: Scherzo, Schubert: Streichtrio B-Dur D 471, Jolivet: Suite für Streichtrio

20:00 Uferhallen Nurit Stark (Violine), Cédric Pescia (Klavier) Musiktheater

19:30 Deutsche Oper Puccini: Madama Butterfly. Carlo Rizzi (Leitung) 19:30 Komische Oper Mozart: Don Giovanni. Ivo Hentschel (Leitung), Suzanne Andrade & Barrie Kosky (Regie) 20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Tanztheater

19:30 Staatsoper Unter den Linden Herrumbre. Nacho Duatos (Choreografie). Musik von Alcalde & Caballero Musik in Kirchen

19:30 Spandovia Sacra Konzert unterm Dach. Niccolo-Quartett 20:00 Berliner Dom Ben Becker: Ich, Judas. Ben Becker (Regie), Andreas Sieling (Orgel) 20:00 Ölberg-Kirche Kreuzberg Kanahi Yamashita, Jaime Muthesius & Carlo Domeniconi (Gitarren). Werke von Domeniconi Kinder & Jugend

9:30 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) KlangKüken Sonstiges

16:00 Komische Oper Führung Polen

19:30 Internationales Musikzentrum Ost-West Zielona Góra Musikfesttage an der Oder. Takashi Yamamoto (Klavier), Sinfonieorchester der Philharmonie Zielona Góra, Grigori-Schirma-Chor Minsk, Czesław Grabowski (Leitung). Wagner: Polonia C-Dur WWV 39, Chopin: Klavierkonzert Nr. 1, Rachmaninow: Die Glocken

3.3. Samstag

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex

Konzert

17:00 Museum Nikolaikirche Nikolai-Musik am Freitag

16:00 Schloss Glienicke GutmannQuartett. Werke von Kaun & Franck

Am L u stg a rt e n 1 0 1 7 8 Be r li n w w w. b e r li n e r dom . de

Mittwoch, 7. März, 19 Uhr

»Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses«

Kammerkonzert in der Tauf- und Traukirche lautten compagney Berlin · Kammerensemble des Staats- und Domchores Berlin · Leitung: Kai-Uwe Jirka

Samstag, 10. März, 20 Uhr

Rossini: Stabat Mater Ernst-Senff-Chor · Ensemble Xperience Leitung: Julien Salemkour

Samstag, 17. März, 20 Uhr

Choralpassion!

Kammerkonzert in der Tauf- und Traukirche Kammerchor der Berliner Domkantorei Leitung: Domkantor Tobias Brommann

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Samstag, 24. März, 18 Uhr

Bach: Matthäuspassion

In der Fassung von Felix Mendelssohn Bartholdy Aris et Aulis · Berliner Domkantorei Leitung: Domkantor Tobias Brommann Karfreitag, 30. März, 17 Uhr

Das Bach-Projekt

IV. Bach und der norddeutsche Stil Domorganist Andreas Sieling

Ostersonntag, 1. April, 20 Uhr

Händel: Der Messias

In englischer Sprache Collegium Vocale Schlachtensee · Berlin Sinfonietta Leitung: Stefan Rauh Weitere Veranstaltungen unter www.berlinerdom.de Konzertkasse und Info-Telefon im Dom (030) 20269 – 136, täglich 12 – 19 Uhr Konzertkarten auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über www.berlinerdom.de

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Klassikprogramm

Johannespassion J. S. Bach BWV 245

Karfreitag, 30. März 2018 // 18.00 Uhr Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Barbara Berg (Sopran), Susanne Langner (Alt), Volker Arndt (Tenor), Jörg Gottschick (Bass), David Stingl (Bass, Christus) Bach-Chor // Bach-Collegium // Leitung: Achim Zimmermann

Kantategottesdienste im März und April 2018 03.03. Kantate 80a Alles, was von Gott geboren 21.04. Kantate 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen Jeweils um 18.00 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Der Eintritt zu den Kantategottesdiensten ist frei. Vorverkauf für das Konzert über papagena Kartenvertrieb (www.bach-chor-berlin.de Tel.: 030.47 99 74 74) und im Alten Turm der Gedächtnis-Kirche. Kontakt: www.bach-chor-berlin.de // kontakt@bach-chor-berlin.de Tel.: 030.43 49 00 11 18:00 HfM Hanns Eisler (Krönungskutschensaal) Absolventenkonzert des Musikgymnasiums C. P. E. Bach 19:00 Philharmonie Gerald Finley (Bassbariton), Berliner Philharmoniker, Daniel Harding (Leitung). Schubert/Reger: An die Musik D 547 & Prometheus D 674, Schubert/Berlioz: Erlkönig D 328, Schubert/Brahms: Memnon D 541 & An Schwager Kronos D 369, R. Strauss: Eine Alpensinfonie 19:00 Pierre Boulez Saal Carolyn Sampson (Sopran), Heath Quartet. Widmann: Streichquartette Nr. 1 & 4, Choralquartett, Jagdquartett & Versuch über die Fuge

20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester Musiktheater

16:00 Staatsoper Unter den Linden Wagner: Tristan und Isolde. Daniel Barenboim (Leitung), Dmitri Tcherniakov (Regie)

19:30 Deutsche Oper Puccini: Turandot. Alexander Vedernikov (Leitung) 19:30 Komische Oper Bock: Anatevka. Koen Schoots (Leitung), Barrie Kosky (Regie) 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Neue Werkstatt) Brass: Sommertag. Max Renne (Leitung), Eva-Maria Weiss (Regie)

NICO AND THE NAVIGATORS

20:00 Konzerthaus Lena Neudauer (Violine), Konzerthausorchester Berlin, Reinhard Goebel (Leitung). J. C. Bach: Sinfonia concertante für Flöte, zwei Klarinetten, zwei Hörner, Fagott und Streicher Es-Dur C 41, Mozart: Violinkonzert D-Dur KV 271a, Serenade D-Dur KV 320 „Posthorn“ 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Liederabend. Ki-Hyun Park (Bass), Andrei Diakov (Klavier). Schumann: Dichterliebe op. 48 & ausgewählte Lieder 22 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

SILENT SONGS into the wild - Staged Concert 2. - 4. März 2018 | 20 Uhr www.radialsystem.de | (030) 288 788 588

Foto: Katja Ruge/Decca

20:00 Kammermusiksaal Bach: Matthäus-Passion. Cantus Domus


20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

3., 9., 17. März 2018

20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie)

Turandot

Tanztheater

20:00 Radialsystem V Silent Songs Into the Wild. Nico and the Navigators

Giacomo Puccini

Musik in Kirchen

Alexander Vedernikov Musikalische Leitung Lorenzo Fioroni Inszenierung

12:00 Genezareth-Kirche Arisa Ishibashi (Orgel)

Mit Ricarda Merbeth, Stefano La Colla u. a.

12:00 Kirche Am Hohenzollernplatz Wilmersdorf NoonSong. sirventes berlin, Stefan Schuck (Leitung). Werke von Tallis & Gesius 15:00 Lutherkirche Spandau Orgelwinter 18:00 Berliner Dom Domvesper. Dirk Elsemann (Orgel). Orgelimprovisationen

Brandenburg

18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Bach-Kantategottesdienst. Bach-Chor, Bach-Collegium, Achim Zimmermann (Leitung). Bach: Kantate „Alles, was von Gott geboren“ Nr. 80

16:00 Schloss Kleeßen Havelländische Musikfesttage. Das Neue Berliner Klaviertrio. Debussy: Klaviertrio G-Dur, Kocor: Klaviertrio G-Dur, Przybylski: Am Spreeufer

18:00 Passionskirche Stummfilmkonzert. Stephan Graf v. Bothmer (Orgel). „Ein andalusischer Hund“ und weitere Avantgarde-Filme

17:00 Konzerthalle Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder. Großer Chor der Singakademie Frankfurt (Oder), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Rudolf Tiersch (Leitung). Glöckner: Kleines geistliches Konzert (Auszüge) & Solo Deo Gloria (Auszüge), Gounod: Cäcilienmesse G-Dur op. 12

19:00 Rosenkranzbasilika BerlinSteglitz Thomas-Selle-Vokalensemble Berlin, Kai Schulze-Forster (Leitung). Werke von Monteverdi, Graziani, Grandi, Valentini u. a. 19:30 Christophoruskirche Friedrichshagen Thüringischer Akademischer Singkreis, Jörg Genslein (Leitung). Werke von Vaughan, Lassus, Luther, Eccard u. a.

Tipp

Kinder & Jugend

10:30 & 16:00 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) 15:30 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) KlangKüken. Matthias Kadar (Stimme & Gitarre) 16:00 Puppentheater Berlin Der Karneval der Tiere Sonstiges

14:00 & 16:00 Komische Oper Führung Spezial Kostüm 15:30 Deutsche Oper Familienführung

19:30 Schloss Rheinsberg Arienabend. Solisten der Kammeroper Schloss Rheinsberg 19:30 Staatstheater Cottbus (Kammerbühne) Juliet Letters – Briefe an Julia (UA). Adriana Mortelliti (Choreografie) 20:00 Nikolaisaal Potsdam Andreas Ottensamer (Klarinette & Leitung), Kammerakademie Potsdam. Werke von Mozart, Danzi, C. & J. Stamitz Weitere Infos siehe Tipp

4.3. Sonntag Konzert

20:00 Berliner Dom Ben Becker: Ich, Judas. Ben Becker (Regie) 20:00 Passionskirche Stummfilmkonzert. Stephan Graf v. Bothmer (Orgel). Nosferatu

19:30 Kreuzkirche Königs Wusterhausen Andreas Marti (Cembalo). Werke von Bach

3.3. Samstag

20:00 Nikolaisaal Potsdam Andreas Ottensamer (Klarinette & Leitung), Kammerakademie Potsdam. Mozart: Sinfonie Nr. 12 G-Dur, C. Stamitz: Klarinettenkonzert Nr. 7 Es-Dur, Cannabich: Sinfonie Nr. 49 F-Dur op. 10/4, J. Stamitz: Klarinettenkonzert B-Dur, Danzi: Fantasie über Mozarts „Là ci darem la mano“  Musikalische Familie auf Spitzenpositionen: Während Andreas Klarinette bei den Berliner Philharmonikern spielt, bleibt Bruder Daniel Ottensamer seiner Heimat Österreich treu und ist Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker.

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

11:00 Konzerthaus Mozart-Matinee. Lena Neudauer (Violine), Konzerthausorchester Berlin, Reinhard Goebel (Leitung). Mozart: Serenade D-Dur KV 320 „Posthorn-Serenade“ (Auszüge), Violinkonzert D-Dur KV 271a & Sinfonie B-Dur KV 311a (1. Satz) 11:00 Philharmonie Waseda Symphony Orchestra Tokyo, Masahiko Tanaka (Leitung). Nicolai: Ouvertüre zu Die lustigen Weiber von Windsor, Strauss: Sinfonia domestica op. 53, Tschaikowksy: Romeo und Julia, Ishii: Mono-Prism op. 29 11:00 Pierre Boulez Saal Boulez Ensemble, Daniel Barenboim (Klavier & Leitung). Schubert: Introduktion und Variationen über „Trockne Blumen“ e-Moll D 802, Eisler: Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben op. 70, Schönberg: Pierrot lunaire op. 21 concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 23


Klassikprogramm

März So 04.03. 17 Uhr Heimathafen Neukölln Do 08.03. 20.30 Uhr Philharmonie Casual Concert

Elgar, Widmann und Bach ROBIN TICCIATI Akademisten und Mitglieder des DSO Wagner und Duruflé ROBIN TICCIATI dirigiert und moderiert Alice Coote Mezzosopran | Nikolay Borchev Bariton Rundfunkchor Berlin Im Anschluss Casual Concert Lounge mit Live Act und DJ Karten 20 € & 10 € ermäßigt | freie Platzwahl

Fr 09.03. 20 Uhr Philharmonie Einführung 18.55 h

Wagner Vorspiel zum 1. Aufzug von ›Parsifal‹ Messiaen ›Chronochromie‹ Duruflé Requiem für Soli, Chor und Orchester ROBIN TICCIATI Alice Coote Mezzosopran | Nikolay Borchev Bariton Rundfunkchor Berlin

Fr 16.03. 20.30 Uhr Villa Elisabeth

Martin ›Pavane couleur du temps‹ für Streichquintett Schubert Streichquintett Ensemble des DSO

Sa 17.03. 20 Uhr Philharmonie Einführung 18.55 h

Prokofjew Symphonie Nr. 1 ›Klassische‹ Britten Klavierkonzert Strawinsky ›Le sacre du printemps‹ ALAIN ALTINOGLU Leif Ove Andsnes Klavier

Fr 23.03. 20 Uhr Philharmonie Einführung 18.55 h

Dukas ›Der Zauberlehrling‹ Kernis Violinkonzert (dt. Erstaufführung) Elgar ›Enigma-Variationen‹ LEONARD SLATKIN James Ehnes Violine

Sa 31.03. 20 Uhr Philharmonie Einführung 18.55 h

Mendelssohn Ouvertüre zu ›Ruy Blas‹ Mendelssohn Violinkonzert Mendelssohn Symphonie Nr. 3 ›Schottische‹ EDWARD GARDNER Nicola Benedetti Violine

Auch jetzt können Sie noch ein Abonnement beim DSO buchen – sofern Ihnen vier oder acht Termine zusagen in Form eines Wahl-Abos. Bereits ab 68 € profitieren Sie mit einem Abonnement von günstigen Preisen, Sonderveranstaltungen u.v. m. Kartenpreise je nach Konzert ab 18 € dso-berlin.de | Tel 030. 20 29 87 11

24 Berlin & Brandenburg concerti 03.18


11:00 Staatsoper Unter den Linden (Apollo-Saal) Konzert des Kinderchors. Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden, Vinzenz Weissenburger (Leitung)

030 202 987 15

rsb-online.de

16:00 Konzerthaus Lena Neudauer (Violine), Konzerthausorchester Berlin, Reinhard Goebel (Leitung). J. C. Bach: Sinfonia concertante für Flöte, zwei Klarinetten, zwei Hörner, Fagott und Streicher Es-Dur C 41, Mozart: Violinkonzert D-Dur KV 271a, Serenade D-Dur KV 320 „Posthorn-Serenade“ 16:00 Philharmonie Deutsches Filmorchester Babelsberg, Mischa Cheung (Klavier), Eckehard Stier (Leitung). Final Symphony Music from Final Fantasy 16:00 Schloss Glienicke GutmannQuartett. Werke von Kaun & Franck 20:00 Philharmonie Allison Bell (Sopran), David Butt Philip (Tenor), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski (Leitung). Schostakowitsch: Suite aus Hamlet op. 32a & Fünf Zwischenspiele aus „Katerina Izmajlova“, Dean: From Melodious Lay, Berg: Sinfonische Stücke aus „Lulu“

4. März 2018 ı  20 Uhr ı PhilharMonie

VlaDiMir JUroWSKi

alliSon Bell ı SoPran DaViD BUtt PhiliP ı tenor

Musiktheater

18:00 Staatsoper Unter den Linden R. Strauss: Salome (Premiere). Christoph von Dohnányi (Leitung), Hans Neuenfels (Regie) 19:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) 20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

Dean Berg SchoStaKoWitSch „LULU“-sUitE

„From melodiouS lay“

„Hamlet“ – ScHauSpielmuSik „Lady MacbEth von MzEnsk“ – fünf zwischEnspiELE

18.45 Uhr, Einführung

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Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

18.12.17 16:43

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 25


Klassikprogramm

18:00 Deutsche Oper Don Quixote. Víctor Ullate (Choreografie) 20:00 Radialsystem V Silent songs Into the Wild. Nico and the Navigators Musik in Kirchen

16:00 Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg OrgelKlänge 17:00 Auenkirche Winfried Kleindof (Orgel). Werke von Bach, Frescobaldi, Couperin, Reger u. a. 17:00 Korneliuskirche Wedding Joan Cantallops (Kontrabass), Mengling Chen (Klavier). Werke von Schubert, Valls & Misek 18:00 Johanneskirche Lichterfelde Sonntagabendmusik. Christopher Jung (Bariton), Friedrich Thomas (Klavier). Werke von Dietrich, Brahms & Schumann 18:00 Ölberg-Kirche Kreuzberg Carlo Domeniconi (Gitarre). Werke von Domeniconi 19:30 St. Hedwigs-Kathedrale Mitte Thomas Lennartz (Orgel). Werke von Bach & Improvisationen 20:00 Berliner Dom Ben Becker: Ich, Judas. Ben Becker (Regie), Andreas Sieling (Orgel) Kinder & Jugend

11:00 & 16:00 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) 11:00 Philharmonie (HermannWolff-Saal) Kreativstudio 3 - Sing!

Tipp

15:30 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) KlangKüken. Matthias Kadar (Stimme & Gitarre) 16:00 Kammermusiksaal Konzert für die ganze Familie. Berliner Symphoniker, Lior Shambadal (Leitung) 16:00 Komische Oper Kats-Chernin: Schneewittchen und die 77 Zwerge 16:00 Puppentheater Berlin Peter und der Wolf

Kinder & Jugend

Sonstiges

Konzert

10:00 Komische Oper (Foyer) Opernfrühstück 11:00 Deutsche Oper (Restaurant) Jazz & Breakfast: Nothing But the Blues 12:00 Komische Oper (Foyer) Einführungsmatinee: Blaubart Brandenburg

15:00 Kleist Forum Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder. Mitglieder der Ballettschule im Kleist Forum. Die Entführung des Prinzen & Tanz im Zauberwald 16:00 Barockschlosskirche Schöneiche Duo con emozione. Lieder und Intermezzi der Romantik 16:00 Klein-Glienicker Kapelle Orgelmusik 16:00 Schloss Reckahn Havelländische Musikfesttage. Das Neue Berliner Klaviertrio. Debussy: Klaviertrio G-Dur, Kocor: Klaviertrio G-Dur, Przybylski: Am Spreeufer 17:00 Stadtpfarrkirche Sankt Marien Müncheberg Musikfesttage an der Oder. Trio Reed Connection. Werke von Tomasi, Mozart, Beethoven u. a.

5.3. Montag Konzert

19:30 Konzerthaus Verdi: Giovanna d’Arco (konzertant). Orchester und Chor der Berliner Operngruppe

6.3. Dienstag

20:00 Konzerthaus Berlin JeanGuihen Queyras (Violoncello), Akademie für Alte Musik Berlin, Georg Kallweit (Leitung). Boccherini: Musica notturna delle strade di Madrid à 5 C-Dur op. 30/6, Haydn: Cellokonzert Nr. 2 D-Dur & Sinfonie Nr. 52 c-Moll, Pleyel: Cellokonzert C-Dur  Entdeckungsfreudig: Zehn Jahre lang spielte der kanadische Cellist Jean-Guihen Queyras im berühmten Ensemble Intercontemporain von Pierre Boulez.

26 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

19:30 Pierre Boulez Saal Streichquartett der Staatskapelle Berlin. Schubert: Streichquartette D-Dur D 94, B-Dur D 68, Es-Dur D 87 & G-Dur D 887 20:00 Komische Oper (Foyer) Kammerkonzert 4: Oda Müziği! Katarzyna Włodarczyk (Mezzosopran), Stefan Adam & Elisabeth Marasch (Violine), Anton Loginov (Viola), Cehie Kim (Violoncello). Werke von Say, Özdemir & Erkin

10:30 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) Polen

18:00 Musikschule Żary Musikfesttage an der Oder. Hornquartett. Werke von Rossini, Mozart, Telemann u. a.

6.3. Dienstag 13:00 Philharmonie (Foyer) Lunchkonzert 20:00 Konzerthaus Jean-Guihen Queyras (Violoncello), Akademie für Alte Musik Berlin, Georg Kallweit (Leitung). Boccherini: Musica notturna delle strade di Madrid à 5 C-Dur, Haydn: Cellokonzert Nr. 2 D-Dur u. a. Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Philharmonie Maurizio Pollini (Klavier). Werke von Schumann & Chopin Musiktheater

20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Musik in Kirchen

15:00 Franz. Friedrichstadtkirche 30 Minuten Orgelmusik. Kilian Nauhaus (Orgel) Kinder & Jugend

10:30 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) Brandenburg

19:30 Staatstheater Cottbus (Theaterscheune) Grothe: Das Wirtshaus im Spessart. Christian Möbius (Leitung), Martin Schüler (Regie)

7.3. Mittwoch Konzert

14:00 Konzerthaus Espresso-Konzert. Alexandre Kantorow (Klavier) 15:30 Musikinstrumenten-Museum Jour Fixe - Musik am Nachmittag 19:30 Pierre Boulez Saal Nelson Goerner (Klavier). Debussy: Douze Préludes, Ginastera: Sonate Nr. 3 op. 54, Chopin: Sonate h-Moll op. 58

20:00 Philharmonie 12 Tenors

20:00 Institut français Jiayan Sun (Klavier). Werke von C. P. E. Bach, Beethoven, Janáček, Ravel u. a.

20:00 Staatsoper Unter den Linden (Apollo-Saal) Liedrecital. Anna Samuil (Sopran), Matthias Samuil (Klavier). Lieder von Schubert, Liszt, Schostakowitsch & Turina

20:00 Kammermusiksaal Sunhae Im (Sopran), Michael Nagy (Bariton), Freiburger Barockorchester, Gottfried von der Goltz (Violine & Leitung). Werke von Wassenaer & Pergolesi

Foto: Josep Molina

Tanztheater


Weltstars in Berlin · Spielzeit 2017/2018 Do., 8.3.18, 20 Uhr, Kammermusiksaal*

So., 15.4.18, 20 Uhr, Philharmonie

Mitsuko Uchida Sonaten von Franz Schubert

Martin Grubinger

Dresdner Philharmonie · Michael Sanderling

Mo., 19.3.18, 20 Uhr, Philharmonie* Mitsuko Uchida

Jewgenij Kissin

Do., 19.4.18, 20 Uhr, Kammermusiksaal

Quadro Nuevo meets Cairo Steps „Flying Carpet“

Martin Grubinger

Werke von Beethoven und Rachmaninow Mi., 21.3.18, 20 Uhr, Philharmonie*

Mischa Maisky Mischa Maisky

Konzert zum 70. Geburtstag Moscow Virtuosi · Beethoven: Tripelkonzert Tschaikowsky: Rokoko-Variationen

Di., 24.4.18, 20 Uhr, Philharmonie*

Philharmonia Orchestra London Julia Fischer · Esa-Pekka Salonen

Julia Fischer

Werke von Brahms & Mahler

Do., 22.3.18, 20 Uhr, Philharmonie

Mariinsky Orchester St. Petersburg Valery Gergiev

Nelson Freire, Klavier · Valery Gergiev, Leitung

Fr., 11.5.18, 20 Uhr, Kammermusiksaal

Federspiel

Alpine World Brass

Federspiel

* in Zusammenarbeit mit

0800-633 66 20

Tickets Anruf kostenfrei www.firstclassics-berlin.de | Alle Vorverkaufsstellen

20:00 Konzerthaus Nightfall. Till Brönner (Trompete)

18:30 Sternkirche Potsdam Passionsmusiken in der Sternkirche

20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester

19:30 Konzerthalle Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder. Mihaela Martin (Violine), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Howard Griffiths (Leitung). Werke von Beethoven

20:00 Uferhallen Paolo Bonomini (Viononcello), Maria Yulin (Klavier). Werke von Rachmaninow, Poulenc & Debussy Musik in Kirchen

15:00 St. Hedwigs-Kathedrale Mitte 30 Minuten Orgelmusik. Thomas Sauer (Orgel). Werke von Bach 19:00 Berliner Dom lautten compagney Berlin, Kammerensemble des Staats- und Domchores Berlin, Kai-Uwe Jirka (Leitung). Werke von Nicolai, Becker & Mendelssohn Kinder & Jugend

10:30 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) Sonstiges

21:00 Deutsche Oper (Foyer) Opera Lounge Brandenburg

10:00 Haus der Kultur Gubin Musikfesttage an der Oder. Catori Quartett Frankfurt (Oder). Werke von Glasunow, Prokofjew & Grieg

19:30 Uckermärkische Bühnen Schwedt Musikfesttage an der Oder. Belgrade Philharmonic String Quartet. Werke von Despíc, Schostakowitsch, Wettstein u. a. Polen

19:00 Internationales Musikzentrum Ost-West Zielona Góra Musikfesttage an der Oder. Prague Brass Ensemble, Trio Reed Connection. Werke von Telemann, Bach u. a.

8.3. Donnerstag Konzert

19:30 Pierre Boulez Saal Schubert: Winterreise D 911. Matthias Goerne (Bariton), Leif Ove Andsnes (Klavier). 20:00 Kammermusiksaal Mitsuko Uchida (Klavier). Werke von Wassenaer & Pergolesi

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

20:00 Konzerthaus Kammerorchester Metamorphosen Berlin, Wolfgang Emanuel Schmidt (Leitung). Mozart: Streichquartett G-Dur KV 156, Janáček: Suite, Dvořák: Streicherserenade E-Dur op. 22 20:00 Philharmonie Alice Coote (Mezzosopran), Rundfunkchor Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Robin Ticciati (Leitung). Wagner: Vorspiel zu „Parsifal“, Duruflé: Requiem op. 9 Musiktheater

19:30 Staatsoper Unter den Linden R. Strauss: Salome. Christoph von Dohnányi (Leitung) 20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex Kinder & Jugend

10:30 Deutsche Oper (Tischlerei) Gold. Annechien Koerselman (Regie) Sonstiges

20:00 Konzerthaus (Musikclub) musica reanimata. Ensemble Zwockhaus, Winfried Radeke (Leitung). Der Komponist Paul Abraham (1892–1960) concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 27


s an tgenus Konzer onntagen S s e ch s

RSB PHILHARMONIE-ABO SILBER

14. OKTOBER 2018 / Sonntag / 20.00 Uhr VLADIMIR JUROWSKI / Sarah Connolly, Mezzosopran / Torsten Kerl, Tenor SCHUBERT Sinfonie Nr. 4 & MAHLER „Das Lied von der Erde“ 9. DEZEMBER 2018 / Sonntag / 16.00 Uhr JOHN STORGÅRDS / Brett Dean, Viola BRITTEN, DEAN & SCHUMANN Sinfonie Nr. 3 27. JANUAR 2019 / Sonntag / 16.00 Uhr Meeresklänge – Konzert für die Weltmeere NICHOLAS CARTER / Anthony Michaels-Moore, Bariton / Elizabeth Watts, Sopran / Rundfunkchor Berlin DEAN & VAUGHAN WILLIAMS „A Sea Symphony“

In Ko op mit deration em

WWF

3. MÄRZ 2019 / Sonntag / 20.00 Uhr EDWARD GARDNER / Clémentine Margaine, Sopran MENDELSSOHN BARTHOLDY „Meeresstille und glückliche Fahrt“, DEBUSSY „La Mer“, CHAUSSON & WAGNER 7. APRIL 2019 / Sonntag / 20.00 Uhr IVAN REPUŠIĆ / Johannes Moser, Violoncello DEVČIĆ, WALTON & BERLIOZ Symphonie fantastique 23. JUNI 2019 / Sonntag / 20.00 Uhr VLADIMIR JUROWSKI / Chen Reiss, Sopran / Topi Lehtipuu, Tenor / Dietrich Henschel, Bariton / Vocalconsort Berlin HAYDN „Die Jahreszeiten“

ABO-VORTEIL 30 %

BONUS-KONZERT bei Buchung bis 23. März 18:

Vladimir Jurowski mit Mozart und Zemlinsky am 21. Juni 18

Alle Abonnements und Informationen unter rsb-abo.de


t ü rli

SAISON 2018/2019

ch

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Klassikprogramm

17:30 Städtisches Kulturhaus Rzepin Musikfesttage an der Oder. Trio Reed Connection. Werke von Tomasi, Mozart, Beethoven u. a.

9.3. Freitag Konzert

20:00 Kammermusiksaal OrchesterAkademie der Berliner Philharmoniker, Marc Minkowski (Leitung). Werke von Schubert, Haydn & Mozart 20:00 Konzerthaus Deszö Ránki (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Gilbert Varga (Leitung). Kodály: Tänze aus Galánta, Bartók: Klavierkonzert Nr. 3, Rimski-Korsakow: Scheherazade op. 35

20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Luca Buratto (Klavier). Werke von Beethoven, Schumann u. a.

20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie)

20:00 Philharmonie Alice Coote (Mezzosopran), Rundfunkchor Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Robin Ticciati (Leitung). Wagner: Vorspiel zu „Parsifal“, Duruflé: Requiem op. 9

Tanztheater

20:00 Uferhallen Brieuc Vourch (Violine)

Musik in Kirchen

Musiktheater

19:30 Deutsche Oper Puccini: Turandot. Alexander Vedernikov (Leitung), Lorenzo Fioroni (Regie) 19:30 Komische Oper Mozart: Don Giovanni. Ivo Hentschel (Leitung), Suzanne Andrade & Barrie Kosky (Regie)

MUSIK

19:30 Staatsoper Unter den Linden Herrumbre. Nacho Duatos (Choreografie). Musik von Pedro Alcalde & Sergio Caballero 13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex 17:00 Museum Nikolaikirche Nikolai-Musik am Freitag. 30 Minuten Orgelmusik 20:00 Ölberg-Kirche Kreuzberg Masako Kida (Violine), Akemi Masuko (Klavier). Werke von Strawinsky, Brahms, Bartok u. a. Sonstiges

16:00 Komische Oper Führung Spezial Maske

SCHULEN

Brandenburg

ÖFFNEN

19:30 Schloss Rheinsberg Multiphonics und andere Geräusche

KIRCHEN LAND BRANDENBURG

Junge Musikerinnen und Musiker der Musikschulen Brandenburgs präsentieren in diesem Jahr über 70 Benefizkonzerte in brandenburgischen Dorf- und Stadt kirchen. Orchester, Ensembles und Chöre, Solisten – darunter «Jugend musiziert»-Preisträger – bieten ein vielfältiges musikalisches Spektrum für Groß und Klein. Sie laden zu musikalischen Reisen durch verschiedene Länder und Jahrhunderte ein, präsentieren sinfonische Klänge, Kammermusik, chorale Werke, aber auch Jazz, Filmmusik und Bigband-Sound. Mit den Spendeneinnahmen unterstützen die Musikschulen den Erhalt wertvoller Kulturdenkmäler wie Glockenanlagen, Kirchtürme oder Orgeln. SCHIRMHERRIN: DR. MARTINA MÜNCH, MINISTERIN FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KULTUR — GEFÖRDERT VOM MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KULTUR DES LANDES BRANDENBURG KONZERTE UND INFOS: WWW.MUSIKSCHULEN-OEFFNEN-KIRCHEN.DE

19:30 Stadthalle Cottbus René Kollo 80. René Kollo (Tenor). Arien aus Opern & Operetten, geistliche & weltliche Lieder u. a. 20:00 Nikolaisaal Potsdam (Foyer) Ensemble Art d’Echo. Brandenburger Hofmusiken des 17. Jahrhunderts rund um die Gambe 20:00 Staatstheater Cottbus Jörgen van Rijen (Posaune), Philharmonisches Orchester, Daniel Huppert (Leitung). Zimmermann: Alagoana, Macmillan: Posaunenkonzert (UA), Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Polen

19:00 Internationales Musikzentrum Ost-West Zielona Góra Musikfesttage an der Oder. Mihaela Martin (Violine), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Howard Griffiths (Leitung). Beethoven: Ouvertüre zu „Coriolan“ op. 62, Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 & Violinkonzert D-Dur op. 61

10.3. Samstag Konzert

16:00 Schloss Glienicke Mikail Mordvinov (Klavier). Beethoven: Sonate Nr. 13 Es-Dur op. 27/1, Schumann: Kreisleriana op. 16 18:00 Pierre Boulez Saal Chaconne Anders. Guy Braunstein (Violine), Avi Avital (Mandoline) u. a. Weitere Infos siehe Tipp

30 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Foto: Ofer Plesser

Polen


20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester 20:00 Schwartzsche Villa Susanne Hofmann (Violine), Richard Fischer (Klavier). Beethoven: Sonate a-Moll op. 23/4, Debussy: Sonate g-Moll, Ravel: Sonate Nr. 2 G-Dur Musiktheater

19:30 Deutsche Oper Puccini: Madama Butterfly. Carlo Rizzi (Leitung)

Tipp

t

Samstag

17. März 2018 16:00 Uhr

ab 5 Jahren

Funny Family

M i t m a c h -S i n fo n i e

20:00 Konzerthaus Deszö Ránki (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Gilbert Varga (Leitung). Kodály: Tänze aus Galánta, Bartók: Klavierkonzert Nr. 3, Rimski-Korsakow: Scheherazade op. 35

20:00 Radialsystem V Whole Body Like Gone. Dénise Beck (Sopran), Zafraan Ensemble

Zu satzkonzer

10. März 2018 16:00 Uhr Ka r n eva l ab 5 Jahren d e r Ti e r e

Tickets 882 29 79

20:00 Philharmonie David Kaplan (Klavier), das sinfonie orchester berlin, Stanley Dodds (Leitung). Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84, Klavierkonzert Nr. 3 & Sinfonie Nr. 3

Kammermusiksaal der Philharmonie Karten: 01805 700 733 • www.kudl-berlin.de/tickets Samstag © Hans-Günther Döring

Chopin pur YuliYa Drogalova

© Doris Eisenburger

Französischer Dom Sa 10.3.18 • 20 Uhr

Kammerorchester Unter den Linden 19:30 Komische Oper Straus: Die Perle der Cleopatra. Adam Benzwi (Leitung), Barrie Kosky (Regie) 19:30 Staatsoper Unter den Linden R. Strauss: Salome. Christoph von Dohnányi (Leitung), Hans Neuenfels (Regie) 20:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Musik in Kirchen

12:00 Kirche Am Hohenzollernplatz Wilmersdorf NoonSong. sirventes berlin, Stefan Schuck (Leitung). Werke von Howells, Kiel, Becker & Bach 15:00 Lutherkirche Spandau Orgelwinter 17:00 Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf Stefan Sobotta (Orgel)

17:00 Dorfkirche Alt-Buckow Dorfkirchenkonzert „Zweyerley Pfeifferey“. Maria Scharwieß & Heide Frielinghaus (Orgel) 17:00 Ev. Kirche Berlin Nordend Albrecht Menzel (Violine). Bach: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004, Sonate Nr. 1 g-Moll BWV 1001 & Nr. 2 a-Moll BWV 1003 18:00 Berliner Dom Choral Evensong. The English Choir Berlin, Kathleen Bird (Leitung). Werke von Greene, Smith & Bairstow 18:00 Jesuskirche Berlin Kaulsdorf Micheelsen: Matthäus-Passion. Stefan Kircheis (Orgel), Hugo Distler Chor Eggersdor, Kantorei der Samariterkirche Berlin Friedrichshain, Lothar Kirchbaum (Leitung)

10.3. samstag

18:00 Pierre Boulez Saal Berlin Chaconne Anders. Guy Braunstein (Violine), Avi Avital (Mandoline), Naseer Shamma (Oud), Radek Baborak (Horn), Dominic Oelze (Schlagzeug), Denis Kozhukhin (Klavier). Werke von Bach, Mendelssohn, Schumann, Brahms u. a.  Bruderzwist: Bei einem Streit mit seinem Bruder zerbrach Guy Braunsteins Blockflöte. Er durfte sich ein neues Instrument aussuchen – und wählte die Geige ...

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 31


Klassikprogramm

Brandenburg

19:00 Oberkirche St. Nikolai Cottbus Peter Wingrich (Orgel). Werke von Elgar, Schumann & Alain 19:30 Brandenburger Theater 300 Jahre Tanzmusik. Brandenburger Symphoniker, Andreas Schüller (Leitung). Werke von Piazzolla, Léhar, Bartók u. a. 19:30 Nikolaisaal Potsdam Trevor Pinnock (Cembalo & Leitung), Kammerakademie Potsdam. Händel: Concerto grosso F-Dur op. 6/9, Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur „Die Uhr“, Liszt/ Adams: La lugubre gondola, Mozart: Sinfonie Nr. 31 D-Dur

Sophie Klußmann, Sopran Susanne Langner, Alt Moritz Kallenberg, Tenor Jörg Gottschick, Bass

· PERGOLESI · MOZART

Kammerorchester der Komischen Oper Berliner Singakademie

Leitung: Achim Zimmermann

STABAT MATER · REQUIEM So, 11. März 2018, 20 Uhr Konzerthaus Berlin Karten: € 14 bis 34 (zzgl.VVK) · 030 / 203092101 www.konzerthaus.de · www. berliner-singakademie.de

18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Orgelvesper. Friedhelm Flamme (Orgel) 18:00 Passionskirche Stummfilmkonzert. Stephan Graf v. Bothmer (Orgel). Berlin – Die Sinfonie der Großstadt 20:00 Berliner Dom Barbara Krieger (Sopran), Cosmin Ifrim (Tenor), Andreas Bauer (Bass), Ernst-Senff-Chor, Ensemble Xperience, Julien Salemkour (Leitung). Rossini: Stabat Mater 20:00 Emmaus-Kirche Kreuzberg Catalin Serban (Klavier), Homophilharmonisches Orchester Berlin, Christiane Silber (Leitung). Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 20:00 Passionskirche Stummfilmkonzert. Stephan Graf v. Bothmer (Orgel). Madame Dubarry 32 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Kinder & Jugend

15:00 Musikinstrumenten-Museum König Drosselbart. Ensemble Musitabor. Puppentheater mit Barockmusik 15:30 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) Lobe: Das kleine Ich bin ich. Julius Heise (Leitung), Gabriele Nellessen (Regie) 16:00 Kammermusiksaal Karneval der Tiere. Kammerorchester Unter den Linden, Andreas Peer Kähler (Leitung) 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Neue Werkstatt) Jugendklub Operatiefer Eingriff Sonstiges

14:00 Komische Oper Führung Spezial Requisite 17:00 Komische Oper Oper & Dinner

19:30 Staatstheater Cottbus Verdi: Don Carlos. Evan Christ (Leitung) 19:30 Staatstheater Cottbus (Kammerbühne) Juliet Letters – Briefe an Julia (UA). Adriana Mortelliti (Choreografie)

11.3. Sonntag Konzert

11:00 Bode-Museum Berlin Museumskonzert V. Mitglieder der Staatskapelle 16:00 Kammermusiksaal Orpheus Ensemble Berlin, Sinfonischer Chor Berlin, Stefan Meinecke (Leitung). Werke von Haydn, Brahms & Schubert 16:00 Konzerthaus Deszö Ránki (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Gilbert Varga (Leitung). Kodály: Tänze aus Galánta, Bartók: Klavierkonzert Nr. 3, Rimski-Korsakow: Scheherazade op. 35 16:00 Philharmonie Sinfonie Orchester Schöneberg, Raphael Haeger (Leitung). Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll 16:00 Schloss Glienicke Mikail Mordvinov (Klavier). Beethoven: Sonate Nr. 13 Es-Dur op. 27/1, Schumann: Kreisleriana op. 16 18:00 Radialsystem V Whole Body Like Gone. Dénise Beck (Sopran), Zafraan Ensemble 20:00 Kammermusiksaal Bach: Johannes-Passion BWV 245. Catalina Bertucci (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Markus Schäfer (Tenor), Jochen Kupfer & Klaus Häger (Bass), Berliner Bach Akademie, Heribert Breuer (Leitung) 20:00 Konzerthaus Sophie Klussmann (Sopran), Susanne Langner (Alt), Moritz Kallenberg (Tenor), Jörg Gottschick (Bass), Berliner Singakademie, Kammerorchester der Komischen Oper Berlin, Achim Zimmermann (Leitung). Pergolesi: Stabat Mater, Mozart: Requiem


16:00 Staatsoper Unter den Linden Wagner: Tristan und Isolde. Daniel Barenboim (Leitung), Dmitri Tcherniakov (Regie) 18:00 Deutsche Oper Mozart: Die Zauberflöte. Nikolas Nägele (Leitung), Günter Krämer (Regie)

Foto: Michael Patrick O'Leary

Musiktheater

19:00 Komische Oper Bock: Anatevka. Koen Schoots (Leitung), Barrie Kosky (Regie)

Violine Ein Sommernachtstraum Schauspiel mit Bühnenmusik

HILARY HAHN

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN · OLARI ELTS Dirigent HOUSTON SYMPHONY ELLERHEIN GIRLS´ CHOIR · THEATERENSEMBLE NO99

12.03.2018 ANDRÉS OROZCO-ESTRADÁ Dirigent 20.00 UHR Antonín Felix Mendelssohn Bartholdy op. 61 Dvorˇ ák"Ein „DieSommernachtstraum" Mittagshexe“ op. 108;

19:00 Tipi am Kanzleramt Lincke: Frau Luna. Johannes Roloff (Leitung), Bernd Mottl (Regie) Musik in Kirchen

15:00 Samariterkirche Friedrichshain Passionsmusik. Micheelsen: Matthäus-Passion Stefan Kircheis (Orgel), Hugo Distler Chor Eggersdorf, Kantorei der Samariterkirche Berlin Friedrichshain, Lothar Kirchbaum (Leitung)

So 26.03.2017 · 20.00 Uhr KONZERTHAUS BERLIN · Großer Saal

KONZERTHAUS BERLIN

GROSSER SAAL

Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 Leonard Bernstein Serenade nach Platos „Symposion“

Ticket-Hotline 030 · 20 30 9 2101, konzerthaus.de

18:00 Gethsemanekirche Frauen-

DU_concerti_März_18_KH_Hahn_81x58.indd kammerchor an der Gethsemanekir- 1

16:00 Emmaus-Kirche Kreuzberg Catalin Serban (Klavier), Homophilharmonisches Orchester Berlin, Christiane Silber (Leitung). Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 17:00 Kapernaumkirche Wedding Bulgarischer Orthodoxer Chor Berlin 17:00 Königin-Luise-Kirche Waidmannslust Chorakademie Berlin, Florian Wilkes (Klavier). Barocke Chormusik zwischen Passion und Ostern 18:00 Epiphanienkirche Passionsmusik. Micheelsen: Matthäus-Passion Stefan Kircheis (Orgel), Hugo Distler Chor Eggersdorf, Kantorei der Samariterkirche Berlin Friedrichshain, Lothar Kirchbaum (Leitung)

che, Oliver Vogt (Orgel), Christiane Rosiny (Leitung). Fauré: Requiem (Fassung für Frauenchor) Kinder & Jugend

11:00 Komische Oper Kinderkonzert: Tempo! Tempo! Orchester der Komischen Oper Berlin 11:00 & 15:30 Konzerthaus (WernerOtto-Saal) Lobe: Das kleine Ich bin ich. Julius Heise (Leitung), Gabriele Nellessen (Regie) 15:30 Pierre Boulez Saal Kinderkonzert 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Neue Werkstatt) Jugendklub Operatiefer Eingriff

Sonstiges 24.01.18 18:28

20:00 Deutsche Oper (Tischlerei) Jazz & Lyrics: Herz der Finsternis Brandenburg

15:00 Nikolaisaal Potsdam (Foyer) Das pepephontastische Konzert. Christoph Pepe Auer (Pepephon, Klarinetten & Saxofon), Manfred Temmel (Gitarre) 16:30 Kirche Birkenwerder Ensemble Sacralissimo 17:00 Konzerthalle Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder. Maurice Steger (Blockflöten), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Howard Griffiths (Leitung). Mozart: Blockflötenkonzert nach dem Fagottkonzert, Heberle: Blockflöten­konzert G-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 19:00 Staatstheater Cottbus Jörgen van Rijen (Posaune), Philharmonisches Orchester, Daniel Huppert (Leitung). Zimmermann: Alagoana, Macmillan: Posaunenkonzert (UA), Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Polen

18:00 Staatliche Fachhochschule Sulechów Musikfesttage an der Oder. Quartett der Philharmonie Zielona Góra

12.3. Montag Konzert

20:00 Kammermusiksaal Athenäum Quartett, Ferdinand von Schirach (Moderation) Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 33


Klassikprogramm

20:00 Konzerthaus Hilary Hahn (Violine), Houston Symphony, Andrés Orozco-Estradá (Leitung). Dvořák: Die Mittagshexe op. 108 & Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70, Bernstein: Serenade Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Apollo-Saal) Kammerkonzert im Apollo-Saal V. Mitglieder der Staatskapelle Musik in Kirchen

19:00 Museum Nikolaikirche Paul Gerhardt zum Geburtstag. MarienVokalconsort, Arno Schneider (Orgel), Marie-Louise Schneider (Leitung) Kinder & Jugend

10:00 & 15:00 Pierre Boulez Saal Kinderkonzert Sonstiges

18:30 Deutsche Oper Opernwerkstatt: Das Wunder der Heliane Brandenburg

9:00 Nikolaisaal Potsdam (Foyer) Das pepephontastische Konzert. Christoph Pepe Auer (Pepephon, Klarinetten & Saxofon), Manfred Temmel (Gitarre)

13.3. Dienstag Konzert

13:00 Philharmonie (Foyer) Lunchkonzert 20:00 Philharmonie Sol Gabetta (Violoncello), Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu (Leitung). Strawinsky: Sinfonie in drei Sätzen, Martinů: Cellokonzert Nr. 1 D-Dur, Sibelius: Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Kammersymphonie Berlin, Jürgen Bruns (Leitung). Werke von Frommel, Jacobi & Braunfels

Tipp

20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester 20:00 Uferhallen Olha Chipak & Oleksey Kushnir (Klavier)

12.3. montag

20:00 Konzerthaus Berlin Hilary Hahn (Violine), Houston Symphony, Andrés Orozco-Estradá (Leitung). Dvořák: Die Mittagshexe op. 108 & Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70, Bernstein: Serenade  Schönheit hin und her: Geigerin Hilary Hahn hält nichts von Marketing-Gags und aufwendiger Verpackung. Dafür ist ihr Natürlichkeit sehr wichtig: „So wie ich auf der Bühne bin, bin ich auch im Leben.“ Musik in Kirchen

15:00 Franz. Friedrichstadtkirche 30 Minuten Orgelmusik Brandenburg

19:30 Kleist Forum Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder: Will der Herr Graf. Boris Aljinovic (Lesung), Saxofonquartett clair-obscur

14.3. Mittwoch Konzert

14:00 Konzerthaus EspressoKonzert. Diana Tischchenko (Violine), Joachim Carr (Klavier) 19:00 Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund Berlin Musikfesttage an der Oder. Tango-Quintett

20:30 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Rüdiger Carl (clarinet), Sven-Åke Johansson (drums) 22:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Studio) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Vladimir Tarasov (drums) Musiktheater

19:30 Staatsoper Unter den Linden R. Strauss: Salome. Christoph von Dohnányi (Leitung), Hans Neuenfels (Regie) Musik in Kirchen

15:00 St. Hedwigs-Kathedrale Mitte 30 Minuten Orgelmusik. Thomas Sauer (Orgel). Werke von Bach sonstiges

19:00 Akademie der Künste Hanseatenweg Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Ausstellungseröffnung Brandenburg

18:30 Sternkirche Potsdam Passionsmusiken in der Sternkirche

Dudana Mazmanishvili Werke von Bach, Schumann und Prokofjew 16. März 2018 | 20:00 Uhr Kartenpreise: 25 Euro (PK 1) / 20 Euro (PK 2), zzgl. VVK-Gebühr

Konzerthaus Berlin | Gendarmenmarkt | Karten unter 030 203 092 101 oder www.konzerthaus.de

34 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Foto: Michael Patrick O‘Leary

Foto: Sarah Shatz

Klavierabend


Curiosity

Kaleidoscope String Quartet FR 16. März 20 Uhr Eigenkompositionen & Improvisation Tickets 030 - 288 788 588 · www.radialsystem.de 15.3. Donnerstag Konzert

19:00 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) Open Your Ears. Margarete Huber & Daniel Gloger (Stimme), Oliver Urbanski (Sprecher), Josa Gerhard (Viola), Andreas Voss (Violoncello), Miguel Pérez Iñesta (Klarinette), Robin Hayward (Tuba), Matthias Engler (Perkussion). Cadavre exquis - Ein Melodram (UA)

22:00 Akademie der Künste U  nderground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Neue Moskauer Improvisationsszene trifft Mitglieder des Splitter Orchesters Tanztheater

19:30 Deutsche Oper Don Quixote. Víctor Ullate (Choreografie) Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex

20:00 Kammermusiksaal David Orlowsky (Klarinette), Deutsches Kammerorchester Berlin, Gabriel Adorján (Violine & Leitung). Mozart: Sinfonie D-Dur KV 81, Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 & Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550, Vasks: Musica dolorosa

19:00 Ev. Dorfkirche Alt-Staaken Staakener Dorfkirchenmusiken

20:00 Konzerthaus Wiener Klassik. Thomas Reif (Violine), Klassische Philharmonie Bonn, Heribert Beissel (Leitung). Werke von Mendelssohn, Beethoven & Reger

20:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Heiner Müller: Bildbeschreibung. Hörspiel mit Gespräch

20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Amaryllis Quartett. Haydn: Streichquartett D-Dur op. 64/5 Hob III:63 „Lerchenquartett“, Lutosławski: Streichquartett, Brahms: Streichquartett B-Dur op. 67

Sonstiges

18:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: Diskurs

Brandenburg

19:30 Brandenburger Theater Karolina Gumos (Mezzosopran), Brandenburger Symphoniker, Peter Gülke (Leitung). Werke von Wolf, Schönberg, Mahler & Mozart

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

19:30 Museum Viadrina Frankfurt/ Oder Musikfesttage an der Oder. Klaviertrio Würzburg. Werke von Bach & Mendelssohn

16.3. Freitag Konzert

19:30 Pierre Boulez Saal Talking Jazz III. Till Brönner (Moderation), Jacob Karlzon (Klavier). Gesprächskonzert 19:30 Schwartzsche Villa Oper mal anders. Richard Vardigans (Klavier & Erzählung). Verdi: Falstaff 20:00 Haus der Berliner Festspiele MaerzMusik. Sofia Jernbergs (Stimme), Apartment House, Anton Lukoszevieze & Seth Josel (Leitung). Werke von Eastman 20:00 Kammermusiksaal Mitsuko Uchida (Klavier). Schubert: Klaviersonaten H-Dur D 575, a-Moll D 845 & D-Dur D 850 20:00 Konzerthaus Herbert Schuch (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Markus Stenz (Leitung). Schreker: Vorspiel zu einem Drama, R. Strauss: Burleske d-Moll, Busoni: Berceuse élegiaque op. 42, Skrjabin: Poème de l’extase op. 54 concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 35


Klassikprogramm

KAISERWILHELMGEDÄCHTNISKIRCHE BERLIN

Charlottenburg, Breitscheidplatz, S +U-Bhf. Zoologischer Garten

Sonnabend, 17. März 2018, 18 Uhr

VOKALMUSIK ZUR PASSION

Werke von Schütz, Buxtehude und Bach

Die Vokalsolisten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Leitung: KMD Helmut Hoeft www.gedaechtniskirche-berlin.de

20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) C. Bechstein Klavierabende. Dudana Mazmanishvili (Klavier). Werke von Bach, Schumann & Prokofjew 20:00 Philharmonie Jazz at Berlin Philharmonic. Rolf Kühn (clarinet), Émile Parisien (saxophone), Christopher Dell (vibraphone), Iiro Rantala (piano), Lars Danielsson (bass), Wolfgang Haffner (drums), NDR Bigband, Jörg Achim Keller (Leitung). Swing, Swing, Swing – A Tribute to Benny Goodman 20:00 Radialsystem V Curiosity. Kaleidoscope String Quartet. Eigenkompositionen & Improvisationen 20:00 Uferhallen Sebastian Bohren (Violine). Werke von Bach

22:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Olaf Rupp, Ava Mendoza & Jasper Stadouders (electric guitar), Michael Wertmüller (drums), John Dikeman (tenor sax), Onno Govaert (drums) Musiktheater

19:30 Komische Oper Bock: Anatevka. Koen Schoots (Leitung), Barrie Kosky (Regie) 20:00 Schlossplatztheater Huber: Schattenlos. Insa Bernds (Leitung), Birgit Grimm (Regie) Tanztheater

19:30 Staatsoper Unter den Linden Giselle. Patrice Bart (Choreografie)

KONZERTDIREKTION PROF. VICTOR HOHENFELS

POPULÄRE KONZERTE

Samstag, 17.03.2018, 20 UHR

PHILHARMONIE, KLEINER SAAL

„ERINNERUNGEN AN ASTOR PIAZZOLLA…“

Ein Tango-Konzert mit dem legendären Piazzolla-Pianisten, Gustavo Beytelmann

Dirigent: IGOR BUDINSTEIN Violine: OSCAR BOHORQUEZ, Cello: CLAUDIO BOHORQUEZ Klavier: GUSTAVO BEYTELMANN, Klarinette: WENZEL FUCHS, Bandoneon: MICHAEL DOLAK Moderation: HANS-HENNER BECKER KARTENBESTELLUNG: TEL. (030) 882 76 22/23 FAX (030) 883 68 04 KARTEN@KONZERTDIREKTION-HOHENFELS.DE WWW.EVENTIM.DE WWW.TICKETMASTER.DE WWW.CLASSICTIC.DE

36 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex 17:00 Museum Nikolaikirche Nikolai-Musik am Freitag. 30 Minuten Orgelmusik 19:30 Kirche auf dem Tempelhofer Feld Winterkonzert. Werke für Holzbläser-Quintett Kinder & Jugend

11:00 Komische Oper Kinderkonzert: Tempo! Tempo! Orchester der Komischen Oper Berlin Sonstiges

16:00 Komische Oper Führung Spezial Orchester 18:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: Müller schmuggelt Merve 20:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: Verwandlungen – Ein Experimentalfilm-Triptychon 22:30 Komische Oper Nachgefragt! Das Kantinengespräch Brandenburg

19:30 Brandenburger Theater Karolina Gumos (Mezzosopran), Brandenburger Symphoniker, Peter Gülke (Leitung). Werke von Wolf, Schönberg, Mahler & Mozart 19:30 KulturKirche Neuruppin AEQUINOX Festival. Karel Mnuk & Jaroslav Rouček (Barocktrompeten), lautten compagney. Festliche Trompetenmusik des 17. Jahrhunderts

Foto: Özgür Albayrak

Eintritt: 10 €, erm. 5 €


antonín d v o ˇr á k stabat ma te r

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19:30 Staatstheater Cottbus Menschenskinder. Birgit Scherzer & Nils Christe (Choreografie). Musik von Jarrett, Pärt, Portishead, Gatlif & Farina

22:30 Siechenhauskapelle Neuruppin AEQUINOX Festival. Carolina Eyck (Theremin), Martin Ripper (Blockflöte), Wolfgang Katschner (Laute). Werke von Bach

17.3. Samstag Konzert

15:30 Konzerthaus Sebastian Küchler-Blessing (Orgel), Simon Höfele (Trompete). Werke von Martini, Albinoni, Mendelssohn, Takemitsu u. a. 16:00 Jagdschloss Grunewald Volker Höh (Gitarre). Werke von Henze & Sor 16:00 Schloss Glienicke Michail Sekler (Violine), Philipp Moll (Klavier). Werke von Schnittke, Strawinsky, Taneyev & Tschaikowsky

Simone Schneider Ingeborg Danz Tomasz Zagorski Andreas Bauer Staatskapelle Halle Dirigent

Jörg-Peter Weigle

philharmonie so 18. märz 2018 20 uhr Tickets www.philharmonischer-chor.de Telefon 030 826 47 27

20:00 Philharmonie Leif Ove Andsnes (Klavier), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Alain Altinoglu (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester

19:30 Haus der Berliner Festspiele MaerzMusik. Ensemble PHØNIX16. Werke von Ferneyhouh, Xenakis & Fure 20:00 Kammermusiksaal das sinfonie orchester berlin, Igor Budinstein (Leitung). Erinnerungen an Astor Piazzolla 20:00 Konzerthaus Herbert Schuch (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Markus Stenz (Leitung)

Medienpartner:

19:30 Deutsche Oper Puccini: Turandot. Alexander Vedernikov (Leitung), Lorenzo Fioroni (Regie) 19:30 Staatsoper Unter den Linden R. Strauss: Salome. Thomas Guggeis (Leitung), Hans Neuenfels (Regie) Musik in Kirchen

22:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Studio) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Sven-Åke Johansson (percussion), Andrea Neumann (inside piano), Axel Dörner (trumpet)

12:00 Kirche Am Hohenzollernplatz Wilmersdorf NoonSong. sirventes berlin, Stefan Schuck (Leitung). Werke von Joubert, Franck, Sulzer u. a.

Musiktheater

16:00 Segenskirche Kühnhausen: Matthäus-Passion. Holger Gläser (Tenor), Bert Mario Temme (Bass), Chorsolisten, Kantatenchor Reinickendorf, Magdalena Szesny (Cembalo), Ulrike Neubauer (Violoncello), Gottlieb Stephan Heinroth (Leitung)

19:00 Komische Oper Offenbach: Blaubart (Premiere). Clemens Flick (Leitung), Stefan Herheim (Regie)

Tipp

15:00 Lutherkirche Spandau Orgelwinter

16:00 Tannenbergallee-Kirche Katharine Grossmann (Violine), Ji-Yeoun You (Klavier). Mozart: Violinsonate A-Dur KV 526, Debussy: Violinsonate g-Moll, Brahms: Sonate G-Dur op. 78

19:00 Konzertsaal Zellestr. 12 Concert D’apres. Gerald Klose (Klavier) 19:00 Schwartzsche Villa Morgenstern Quartett. Dvořák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96, Brahms: Klavierquintett f-Moll op. 34

Gefördert durch:

17.3. samstag

20:00 Philharmonie Berlin Leif Ove Andsnes (Klavier), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Alain Altinoglu (Leitung). Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25, Britten: Klavierkonzert D-Dur op. 13, Strawinsky: Le Sacre du printemps  Nach Tourneen zieht es Leif Ove Andsnes an (s)einen Fjord in Hardanger zurück: „Allein zu sein mit der Natur und der Stille, das reinigt meine Ohren und meine Seele.“

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

17:00 Emmaus-Kirche Kreuzberg Kammerensemble Berlin, Antoine Rebstein (Leitung). Werke von Mahler & Bizet 18:00 Berliner Dom Domvesper. Staats- und Domchor Berlin, Andreas Sieling & Kai-Uwe Jirka (Orgel). Liturgische Abendvesper mit Chormusik zur Passionszeit 18:00 Ev. St. Nikolai-Kirche BachKantaten zur Passion. Alessia Schumacher (Sopran), Kim Schrader (Tenor), Philipp Jekal (Bass), Kantorei St. Nikolai, capella vitalis berlin, Bernhard Kruse (Leitung) concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 37


Klassikprogramm

2O.3.2O18 | 2O.OO | UNIVERSITÄT DER KÜNSTE

IT G R E E K S P8I R 2O1

31.3.2O18 | 19.3O | KONZERTHAUS KL. SAAL

BERLINER VIRTUOSEN ENSEMBLE BEETHOVEN BRAHMS HAYDN SCHUBERT STRAUSS

Melina musikalischer Aslanidou EinOsterspaziergang AGNES SELMA WEILAND S O P R A N

& BAND

O3O – 67 8O 111 | www.berliner–konzerte.de und an allen bek. VVK 18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Vokalmusik zur Passion. Die Vokalsolisten, Helmut Hoeft (Leitung). Werke von Schütz, Buxtehude & Bach 19:00 Trinitatiskirche Charlottenburg Chor Capella Kreuzberg, Konzertchor der Berliner Stadtmission, Johannes Rühl (Leitung). Lieder von Elgar, Bennett, Pearsall, Stanford, Benedict u. a. 20:00 Berliner Dom Choralpassion! Kammerchor der Berliner Domkantorei, Tobias Brommann (Leitung). Distler: Choralpassion, Schütz: Motetten 20:00 Gethsemanekirche Bach: Matthäus-Passion BWV 244. Berliner Kantorei, Berliner Mädchenchor, sinfonietta 92, Günter Brick (Leitung) 20:00 Passionskirche Ensemble del Sur

Kinder & Jugend

11:00 & 14:00 Universität der Künste (Neuer Saal) Familiär – Offene Singen für Familien. Kurrende II des Staats- und Domchors Berlin, KaiUwe Jirka (Leitung) 16:00 Kammermusiksaal FunnyFamily-Mitmach-Sinfonie. Kammerorchester Unter den Linden, Andreas Peer Kähler (Leitung) Sonstiges

13:00 Bebelplatz/Rückseite Staatsoper Musikhistorische Stadtrundfahrt. Susanne Oschmann (Leitung). Musikstadt Berlin 13:00 Komische Oper Führung für Blinde und Sehbehinderte 15:30 Deutsche Oper Führung

18:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: Performance „Do It Yourself – Aber wie?“ 20:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: Körpersprachen – Filme und Gespräch Brandenburg

16:00 Museum und Kirche Wittstock AEQUINOX Festival: Wandelkonzert. Ensemble Vokalharmonin, lautten compagney u. a. 17:00 Schützenhaus Beeskow Musik für St. Marien – XXCLI. Susanne Ehrhardt (Blockflöten), Elisabeth RichterKubbutat (Lesung) 19:00 Bürgerhaus Neuenhagen Kammerkonzerte Neuenhagen. Anna Carewe (Violoncello), Olli Bott (Vibrafon). Werke von Bach, Vivaldi, Grieg, Piazzolla u. a. 19:30 Brandenburger Theater Karolina Gumos (Mezzosopran), Brandenburger Symphoniker, Peter Gülke (Leitung). Werke von Wolf, Schönberg, Mahler & Mozart 19:30 Konzerthalle Frankfurt/Oder Musikfesttage an der Oder. Klavierduo Anna und Ines Walachowski, Klaviertrio Würzburg. Werke von Mozart, Beetoven, Dvořák u. a.

18.3. Sonntag Konzert

11:00 Kulturhaus Centre Bagatelle Schubert: Die schöne Müllerin. Julian Freibott (Tenor), Ralph Neubert (Klavier)

WIE DAS DER KLEINEN ALLERE FREDERICA AUS DEM TSCHAD: Das Mädchen ist plötzlich schwach und nicht mehr ansprechbar. Sie schläft zwar unter einem Moskitonetz. Dennoch zeigt der Schnelltest, dass sie Malaria hat – die von Mücken übertragene Krankheit ist hier eine der häufigsten Todesursachen bei kleinen Kindern. ärzte ohne grenzen behandelt die Zweijährige, bis sie wieder gesund ist und nach Hause kann. Wir hören nicht auf zu helfen. Hören Sie nicht auf zu spenden. SPENDENKONTO: BANK FÜR SOZIALWIRTSCHAFT IBAN: DE 72 3702 0500 0009 7097 00 BIC: BFSWDE33XXX WWW.AERZTE-OHNE-GRENZEN.DE / SPENDEN

38 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Foto: Felix Broede

© Sebastian Bolesch

MIT IHRER HILFE RETTET ÄRZTE OHNE GRENZEN LEBEN.


Tipp

18:00 Deutsche Oper Korngold: Das Wunder der Heliane (Premiere). Marc Albrecht (Leitung), Christof Loy (Regie) 19:00 Komische Oper Händel: Xerxes. Konrad Junghänel (Leitung), Stefan Hernheim (Regie)

18.3. sonntag

20:00 Philharmonie Berlin Dvořák: Stabat Mater op. 58. Simone Schneider (Sopran), Ingeborg Danz (Alt), Tomasz Zagorski (Tenor), Andreas Bauer (Bass), Philharmonischer Chor Berlin, Staatskapelle Halle, Jörg-Peter Weigle (Leitung)  Schule oder Bühne? Gut, dass Ingeborg Danz seinerzeit auf ihren Detmolder Lehrer hörte: Der riet der Lehramtsstudentin nämlich, zum Gesang zu wechseln – heute tritt die Altistin in aller Welt auf. 11:00 Logenhaus Berlin Ina Kancheva (Mezzosopran), Ludmil Angelov (Klavier). Lieder von Chopin, Bolcom, Weill, Piazzolla u. a. 11:00 Musikinstrumenten-Museum Barocktrompeten-Ensemble Berlin. Werke von Purcell, Händel u. a. 16:00 Philharmonie Yuka Miroshige (Klavier), Akademisches Orchester Berlin, Peter Aderhold (Leitung). Bernstein: Divertimento, Paderewski: Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 17, Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 16:00 Schloss Glienicke Michail Sekler (Violine), Philipp Moll (Klavier). Werke von Schnittke, Strawinsky, Taneyev & Tschaikowsky

Musik in Kirchen

11:00 St. Matthäus Kirche im Kulturforum Volker Höh (Gitarre). Werke von Henze & Sor 16:00 Dorfkirche Alt-Wittenau Kühnhausen: Matthäus-Passion. Holger Gläser (Tenor), Bert Mario Temme (Bass), Chorsolisten, Kantatenchor Reinickendorf, Magdalena Szesny (Cembalo), Ulrike Neubauer (Violoncello), Gottlieb Stephan Heinroth (Leitung) 16:00 Ev. Weihnachtskirche Literatur & Orgelmusik. Jost Leers (Lesung), Jürgen Trinkewitz (Orgel)

17:00 Martin-Luther-King-Kirche Schütz: Matthäus-Passion. Anne Krauß (Sopran), Irina Graef (Mezzosopran), Lutz Pfingsten (Tenor), Martin Strecker (Bariton), Olaf Hecker (Bass), René Schütz (Orgel) 17:00 St.-Lukaskirche Kreuzberg Chor Capella Kreuzberg, Konzertchor der Berliner Stadtmission, Johannes Rühl (Leitung). Lieder von Elgar, Bennett, Pearsall, Stanford, Benedict u. a. 18:00 Grunewaldkirche Bach: Matthäus-Passion. Berliner Kantorei, Berliner Mädchenchor, sinfonietta 92, Günter Brick (Leitung) 19:00 Jesus-Christus-Kirche Dahlem Dvořák: Stabat Mater. Evelin Novak (Sopran), Natalia Skrycka (Alt), Andrés Moreno García (Tenor), Jan Martinik (Bass), Bachchchor Dahlem, Beethovenorchester Berlin, Jan Sören Fölster (Leitung) Sonstiges

16:00 Franz. Friedrichstadtkirche Musikalische Vesper. Ensemble „Fagötter+“. Werke Weber, Tschaikowsky, Gershwin u. a.

20:00 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) focused XIX – Asian Groove. AsianArt Ensemble

17:00 Alte Pfarrkirche MahlsdorfMitte Mahlsdorfer Abendmusik. Biesdorfer Kammerchor

11:00 Neumühle Alt-Ruppin  AEQUINOX Festival. Pegah Ferydoni (Rezitation & Gesang), Jawad Salkhordeh (Tonbak & Setar), Alireza Mehdizadeh (Kamanche), lautten compagney, Wolfgang Katschner (Leitung). Die Konferenz der Vögel

17:00 Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf Kinderkonzert: Die Frostianer und der Frühlingsbote. Singschule Hermsdorf, Schüler/innen der Musikschule Monika Schubert, Stefan Sobotta (Leitung) 17:00 Emmaus-Kirche Kreuzberg Deutsch-Französischer Chor Berlin, Emmanuel Berenz (Leitung). Lully: Dies Irae, Buxtehude: Membra Jesu Nostri

17:00 Kammermusiksaal Friedenau Anton Steck (Violine), Marieke Spaans (Cembalo), Kathrin Sutor (Violoncello), Thor Harald-Johnsen (Gitarre & Laute). Italienische Violinsonaten 20:00 Philharmonie Dvořák: Stabat Mater op. 58. Philharmonischer Chor Berlin, Staatskapelle Halle, Jörg-Peter Weigle (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Uferhallen Der Olymp des Klavierspiels. Elena Kuschnerova (Klavier) 21:00 Martin-Gropius-Bau MaerzMusik. DJ Streusel Deeperama

Brandenburg

15:00 Kulturzentrum Rathenow Frühling in Wien. Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde 15:00 Schloss Ribbeck Gudrun Kohlruss (Sopran), Andreas Kersten (Klavier)

21., 24. März 2018

Tosca Giacomo Puccini John Fiore Musikalische Leitung Boleslaw Barlog Inszenierung

Mit Tatiana Serjan, Najmiddin Mavlyanov, Alexander Krasnov u. a.

Musiktheater

16:00 Staatsoper Unter den Linden Wagner: Tristan und Isolde. Daniel Barenboim (Leitung), Dmitri Tcherniakov (Regie) Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 39


Klassikprogramm

16:00 Kulturhaus Stadtgarten Neuruppin  AEQUINOX Festival. Gustav Peter Wöhler & Band

20:00 Universität der Künste (Neuer Saal) Greek Spirit. Melina Aslanidou & Band

20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester

19:00 Siechenhauskapelle Neuruppin AEQUINOX Festival. Talkshow mit Künstlern des Festivals

Musiktheater

20:00 Uferhallen Bach zum 333. Geburtstag. Werke von Bach, Schumann & Reger

19:00 Staatstheater Cottbus (Kammerbühne) Juliet Letters – Briefe an Julia (UA). Adriana Mortelliti (Choreografie)

19:30 Komische Oper Händel: Xerxes. Konrad Junghänel (Leitung), Stefan Hernheim (Regie) 20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

Polen

Tanztheater

15:00 Internationales Musikzentrum Ost-West Zielona Góra Musikfesttage an der Oder. Familienkonzert: Eine musikalische Reise durch Spanien. Zielonagoraer Schlagzeuggruppe, Sinfonieorchester der Philharmonie Zielona Góra, Czesław Grabowski (Leitung)

19:30 Deutsche Oper Tschaikowsky: Schwanensee. Patrice Bart nach Marius Petipa und Lew Iwanow (Choreografie)

19.3. Montag Konzert

20:00 Haus der Berliner Festspiele MaerzMusik. zeitkratzer, Terre Thaemlitz (Computer), Reinhold Friedl (Leitung). Entproduktion 20:00 Philharmonie Jewgenij Kissin (Klavier). Beethoven: Klaviersonate B-Dur op. 106 „Hammerklavier“, Rachmaninow: Préludes (Auswahl)

20.3. Dienstag Konzert

13:00 Philharmonie (Foyer) Lunchkonzert. Simon Zhu (Violine), Constantin Siepermann (Violoncello), Daniel Streicher (Klavier). Werke von Beethoven u. a. 20:00 Akademie der Künste Han­ seatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968. Konrad Bauer (trombone), William Parker (bass), Hamid Drake (drums)

20:00 Philharmonie Steven Isserlis (Violoncello), Junge Deutsche Philharmonie, David Afkham (Leitung). Messiaen: Les Offrandes oubliées, Dutilleux: Tout un Monde lointain ..., Berlioz: Symphonie fantastique op. 14 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Apollo-Saal) Marina Prudenskaya (Mezzosopran), Günther Albers (Klavier) 40 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

19:30 Deutsche Oper Puccini: Tosca. John Fiore (Leitung), Boleslaw Barlog (Regie) 19:30 Komische Oper Straus: Die Perle der Cleopatra. Adam Benzwi (Leitung), Barrie Kosky (Regie) 20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

Musik in Kirchen

Musik in Kirchen

15:00 Franz. Friedrichstadtkirche 30 Minuten Orgelmusik. Kilian Nauhaus (Orgel)

15:00 St. Hedwigs-Kathedrale Mitte 30 Minuten Orgelmusik. Florian Wilkes (Orgel). Werke von Bach

Sonstiges

19:00 St.-Paul-Kirche Wedding Orgel satt. Annette Diening (Orgel). 30 Minuten Orgelmusik mit anschließendem Essen

18:00 Akademie der Künste Hanseatenweg (Bühne) Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968: FMP und der Osten. Underground zwischen Palast der Republik, Nalepastrasse und dem Savignyplatz 20:00 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) MaerzMusik. Hannes Seidl (Leitung). Salims Salon

21.3. Mittwoch

19:30 Pauluskirche Zehlendorf Konzert zum 333. Geburtstag J. S. Bachs. Cornelius Häußermann (Orgel), Dmitry Sokolov (Violoncello piccolo). Werke von Bach Sonstiges

20:00 Konzerthaus (Werner-OttoSaal) MaerzMusik. Hannes Seidl (Leitung). Salims Salon

Konzert

Brandenburg

14:00 Konzerthaus EspressoKonzert. Sarah Aristidou (Sopran), Axel Bauni (Klavier)

10:00 Brandenburger Theater (Studiobühne) Jugendkonzert „Kummer und Klang“. Johanna von Gutzeit (Moderation), Brandenburger Symphoniker, Christiane Silber (Leitung)

15:30 Musikinstrumenten-Museum Jour Fixe – Musik am Nachmittag 20:00 Haus der Berliner Festspiele MaerzMusik. Sonar Quartett, Terre Thaemlitz (Computer). Liebesbombe 20:00 Philharmonie Moscow Soloists. Werke von Mozart, Beethoven & Tschaikowsky www.berlinerbachgesellschaft.de

20:00 Kammermusiksaal Albrecht Mayer Quartett. Britten: Phantasy op. 2, Mozart: Oboenquartett F-Dur KV 370, Ravel: Sonate für Violine und Violoncello, Moeran: Fantasy Quartet

Musiktheater

Mi 21. März | 19.30 Uhr

J. S. BACH

ZUM 333.GEBURTSTAG „Jauchzet Gott...“ BWV 52 & Instrumentalmusik Stahn | Sokolov | Häußermann Sa 24. März | 19.30 Uhr

PASSIONSKONZERT Casseres, Rosenmüller, Bach „Mein Herze...“ BWV 199 Blache |ConcertoGrossoBerlin PAULUSKIRCHE ZEHLENDORF

18:30 Sternkirche Potsdam Passionsmusiken in der Sternkirche

22.3. Donnerstag Konzert

19:00 stilwerk Nadja Fillipova (Klavier), Annette Spitzlay (Mode­ ration). Werke von Debussy 20:00 Kammermusiksaal MaerzMusik. Ensemble Resonanz, Emilio Pomàrico (Leitung). Migranten 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Kammermusik. Konzerthausorchester Berlin, Michael Erxleben (Leitung). Rebel: Das Chaos aus „Les Élémens“, Lully: Ouvertüre und Chaconne aus „Le Bourgeois Gentilhomme“ & Suite aus „Alceste“, Rameau: Ouvertüre zu „Zaïs“ & Suite aus „Les Indes galantes“


Sinfoniekonzert

mit Michael Francis und Katia und Marielle Labèque

Werke von J. Brahms, W. A. Mozart und A. Schönberg Je buc tzt hen

EINMALIG AM 23. MÄRZ 2018, 20 UHR (030) 47 99 74 00 20:00 Philharmonie Nelson Freire (Klavier), Mariinsky Orchester St. Petersburg, Valery Gergiev (Leitung). Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 20:00 Uferhallen Das Lied. Ina Kancheva (Mezzosopran), Ludmil Angelov (Klavier). Lieder von Chopin, Bolcom, Weill, Piazzolla u. a. Musiktheater

19:00 Staatsoper Unter den Linden Mozart: Die Zauberflöte. Julien Salemkour (Leitung), August Everding (Regie) 19:30 Deutsche Oper Korngold: Das Wunder der Heliane 20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie) Tanztheater

20:00 Kammermusiksaal Traditional Klezmer meets Klezmer Swing. Jiddish Swing Orchestra, Ginzburg Dynastie Swing Band, Igor Ginzburg (Leitung) 20:00 Komische Oper Katia & Marielle Labèque (Klavier), Orchester der Komischen Oper Berlin, Michael Francis (Leitung). Werke von Brahms, Mozart & Schönberg 20:00 Philharmonie James Ehnes (Violine), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Leonard Slatkin (Leitung). Dukas: Der Zauberlehrling, Kernis: Violinkonzert (DEA), Elgar: Enigma-Variationen op. 36 20:00 Staatsoper Unter den Linden (Apollo-Saal) Liedrecital. Stephan Rügamer (Tenor), Roman Trekel (Bariton), Adrian Heger (Klavier)

19:30 Komische Oper Duato | Shechter. Hofesh Shechter (Choreografie) Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex 19:30 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Benefizkonzert des Lions Club

Freitag

23.03. 2018

Brandenburg

20:00 Uferhallen Kateryna Titova & Edgar Wiersocki (Klavier) Musiktheater

20:00 Schlossplatztheater Huber: Schattenlos

Kammermusiksaal Philharmonie Fr 23.03.18 • 20 Uhr

KLEZMER FESTIVAL Tickets 882 29 79

Akademie für Alte Musik Berlin

Gethsemanekirche 19 Uhr

J. S. Bach

Johannes-Passion

10:00 Brandenburger Theater (Studiobühne) Jugendkonzert „Kummer und Klang“. Johanna von Gutzeit (Moderation), Brandenburger Symphoniker, Christiane Silber (Leitung)

Marie-Sophie Pollak Sopran | Sophie Harmsen Alt Benedikt Kristjánsson Tenor | Matthias Winckhler Bass Audi Jugendchorakademie | Martin Steidler, Dirigent

23.3. Freitag Konzert

19:00 Schwartzsche Villa Canto e Corde Berlin. Werke von Luther & Bach

Karten 8 - 32 €

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Tel. 01806 700 733

reservix.de

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 41


Klassikprogramm

19:30 Deutsche Oper Tschaikowsky: Schwanensee. Patrice Bart (Choreografie) Musik in Kirchen

13:30 St. Marienkirche Mitte Orgel am Alex 17:00 Museum Nikolaikirche Nikolai-Musik am Freitag. 30 Minuten Orgelmusik 19:00 Gethsemanekirche Bach: Johannes-Passion BWV 245. MarieSophie Pollak (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Benedikt Kristjánsson (Tenor), Matthias Winckhler (Bass), Audi Jugendchorakademie, Akademie für Alte Musik Berlin, Martin Steidler (Leitung) Sonstiges

13:00 Deutsche Oper Musikhistorische Stadtrundfahrt. Susanne Oschmann (Leitung). Musik- und Residenzstadt Potsdam 15:00 Staatsoper Unter den Linden Workshop 60+ – Falstaff Brandenburg

19:00 Brandenburger Theater (Studiobühne) Streichquartett Amarone. Heuser: Small Blue Marble, Ball: W(e)aving, Debussy: Streichquartett g-Moll 19:30 Konzerthalle Frankfurt/Oder Anastasia Voltchok (Klavier), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Kazem Abdullah (Leitung). Wagner: Vorspiel zu „Tristan und Isolde“, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21, Debussy : Prèlude à l’après-midi d’un faune & Pelléas et Mélisande Polen

19:00 Internationales Musikzentrum Ost-West Zielona Góra Musikfesttage an der Oder. Kirił Rodin (Violoncello), Sinfonieorchester der Philharmonie Zielona Góra, Czesław Grabowski (Leitung). Schostakowitsch: Cellokonzert, Barber: Adagio, Karłowicz: Uralte Lieder 19:00 Philharmonie Gorzów Musikfesttage an der Oder. Deutsch-Polnisches Jugendorchester, Maciej Ogarek, Bartłomiej Stankowiak & Hannes Metze (Leitung). Werke von Mozart, Loewe, Schostakowitsch & Gershwin

24.3. Samstag Konzert

16:00 Schloss Glienicke Charlottenburger Bachsolisten 42 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

19:00 Haus des Rundfunks Jelena Bankovic (Sopran), Marina Prudenskaya (Mezzosopran), Maximilian Krummen (Bariton), Chor des Jungen Ensembles Berlin, Kammersymphonie Berlin, Vinzenz Weissenburger (Leitung). Werke von Beethoven, Brahms, Schwemmer u. a. 19:00 Kraftwerk Berlin MaerzMusik. Sem Ensemble, Lucio Capece, The Necks u. a. Das lange Jetzt 19:30 Zitadelle Spandau Trio Imàge. Haydn: Trio es-Moll „Jakobs Traum“, Sommer: Klaviertrio Es-Dur, Brahms: Klaviertrio H-Dur op. 8 20:00 Kammermusiksaal Eloïse Bella Kohn (Klavier), das sinfonie orchester berlin, Christoph Koncz (Leitung). Weber: Ouvertüre zu „Der Freischütz“, Brahms: Klavierkonzert Nr. 2, Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Annemarie Moorcroft (Viola), Mischa Meyer (Violoncello), Vogler Quartett. Haydn: Streichquartett F-Dur Hob. III:73, Rihm: Streichquartett Nr. 2, Brahms: Streichsextett G-Dur 20:00 Philharmonie Festtage 2018. Wiener Philharmoniker, Daniel Barenboim (Leitung). Mahler: Sinfonie Nr. 7 20:00 Schloss Charlottenburg Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Berliner Residenz Orchester Musiktheater

19:30 Deutsche Oper Puccini: Tosca. John Fiore (Leitung), Boleslaw Barlog (Regie) 19:30 Komische Oper Offenbach: Blaubart. Clemens Flick (Leitung), Stefan Herheim (Regie) 20:00 Schlossplatztheater Huber: Schattenlos. Insa Bernds (Leitung), Birgit Grimm (Regie) Musik in Kirchen

12:00 Kirche Am Hohenzollernplatz Wilmersdorf NoonSong. sirventes berlin, Stefan Schuck (Leitung). Werke von Faulkner, Demantius & Bach 15:00 Lutherkirche Spandau Orgelwinter

Tipp

25.3. sonntag

16:00 Philharmonie Berlin Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Thomas Søndergård (Leitung). Prokofjew: Suite aus „Die Liebe zu den drei Orangen“ op. 33, Sinfonia concertante e-Moll op. 125 & Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131  Perfekt am Violoncello, aber auch ein guter Lehrer: gleich zwei Studentinnen der Celloklasse Wolfgang Emanuel Schmidt teilten sich 2015 bei einem internationalen polnischen Cellowettbewerb den ersten Preis. 18:00 Lukaskirche Steglitz Markus Epp (Orgel). Werke von Malling, Bach u. a. 18:00 Paul-Gerhardt-Kirche Schöneberg Thomas Noll (Orgel) 19:30 Pauluskirche Zehlendorf Passionsmusik. Ensemble Concerto Grosso Berlin. Werke von Pergolesi, Vivaldi, Caceres, Rosenmüller & Bach Sonstiges

10:00 Staatsoper Unter den Linden Workshop 60+ – Falstaff 14:00 Komische Oper Führung Spezial Kostüm 16:00 Komische Oper Führung 21:00 Deutsche Oper (Tischlerei) Aus dem Hinterhalt: Das Wunder der Heliane. Alexandra Holtsch (Leitung) Brandenburg

16:00 Schloss Ribbeck Havelländische Musikfesttage. Klavierabend mit internationalen Solisten

18:00 Berliner Dom Bach/Mendelssohn: Matthäus-Passion. Berliner Domkantorei, Barockorchester „Aris & Aulis“, Tobias Brommann (Leitung)

19:30 Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt Neuzelle Musikfesttage an der Oder. Deutsch-Polnisches Jugendorchester, Maciej Ogarek, Bartłomiej Stankowiak & Hannes Metze (Leitung). Werke von Mozart, Loewe, Schostakowitsch & Gershwin

18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Chorvesper. Konzertchor Leipzig, Claus-Peter Nebelung (Orgel), Stephan Gogolka (Leitung)

19:30 St.-Gertraud-Kirche Frankfurt (Oder) Schütz: Matthäus-Passion. Domkantorei Fürstenwalde, Georg Popp (Leitung)

16:30 St. Marienkirche Mitte Orgel ganz nah. Martina Kürschner (Orgel)

Foto: Christian Steiner

Tanztheater


25.3. Sonntag Konzert

8:00 Kraftwerk Berlin MaerzMusik: Das lange Jetzt. Sem Ensemble, Lucio Capece, The Necks u. a.

HELDEN

11:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Kammermusik-Matinee. Avigail Bushakevitz (Violine), Melanie Richter (Violine), Ernst-Martin Schmidt (Viola), Taneli Turunen (Violoncello), Alexander Kahl (Violoncello). Françaix: Streichtrio, Kodály: Serenade für zwei Violinen und Viola op. 12, Schubert: Streichquintett C-Dur op. post. 163 D 956 15:00 Kammermusiksaal The Glorious Jazz Night of Benny Goodman. Benny Goodman Revival Band, Boris Rosenthal (Leitung)

BRUCH/BRAHMS/BEETHOVEN/SCHWEMMER JUNGES ENSEMBLE BERLIN CHOR KAMMERSYMPHONIE BERLIN ORCHESTER MARINA PRUDENSKAYA MEZZOSOPRAN MAXIMILIAN KRUMMEN BARITON JELENA BANKOVIC SOPRAN VINZENZ WEISSENBURGER DIRIGENT

GROSSER SENDESAAL DES RBB 24. MÄRZ 2018 / 19 UHR Foto: mosaiko / photocase.de

16:00 Philharmonie Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), RundfunkSinfonieorchester Berlin, Thomas Søndergård (Leitung). Prokofjew: Suite aus „Die Liebe zu den drei Orangen“, Sinfonia concertante & Sinfonie Nr. 7 Weitere Infos siehe Tipp

Tickets über www.j-e-b.de

KONZERTDIREKTION PROF. VICTOR HOHENFELS

POPULÄRE KONZERTE

16:00 Schloss Glienicke Charlottenburger Bachsolisten

Samstag, 24.03.2018, 20 UHR

18:00 Deutsche Oper Denis Kozhukhin (Klavier), Martin Wagemann (Trompete), Orchester der Deutschen Oper Berlin, Michele Mariotti (Leitung). Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Sinfonie classique“, Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 35, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4

Weber: Freischütz-Ouvertüre Brahms: 2. Klavierkonzert B-Dur Dvorak: 9. Symphonie e-moll „Aus der Neuen Welt“

19:00 Schwartzsche Villa Olga Heikkilä (Sopran), Anni Laukkanen (Klavier). Werke von Grieg, Sibelius & Schumann 20:00 Uferhallen Mario Häring (Klavier). Werke von Debussy Musiktheater

17:00 Staatsoper Unter den Linden Verdi: Falstaff (Premiere). Daniel Barenboim (Leitung), Mario Martone (Regie)

Dirigent: CHRISTOPH KONCZ Klavier: ELOÏSE BELLA KOHN KARTENBESTELLUNG: TEL. (030) 882 76 22/23 FAX (030) 883 68 04 KARTEN@KONZERTDIREKTION-HOHENFELS.DE WWW.EVENTIM.DE WWW.TICKETMASTER.DE WWW.CLASSICTIC.DE

„Markus-Passion“ von Reinhard Keiser (1674-1739) für Soli, Chor und Orchester

Kammermusiksaal Philharmonie So 25.03.18 • 15 Uhr

THE GLORIOUS JAZZ NIGHT

Of BENNY GOODMAN Tickets 882 29 79

PHILHARMONIE, KLEINER SAAL

MEISTERWERKE DER KLASSIK UND ROMANTIK

am Sonntag 25.03.2018 um 16 Uhr in der Musikkirche Malchow 17291 Göritz OT Malchow, Dorfmitte 1a

Ausführende: Solisten / Preußisches Kammerorchester Singkreis Schönfeld / Vokalensemble Agniculi Stettin Leitung: Lukasz Popialkiewicz

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Tel. 039854/546

www.kirche-schoenfeld.org

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 43


Klassikprogramm

Brandenburg

16:00 Kapelle Fichtenau Graap: Johannes-Passion. Ökumenischer Chor Schöneiche, Lothar Graap (Leitung) 16:00 Musikkirche Malchow Keiser: Markus-Passion. Preußisches Kammerorchester, Singkreis Schönfeld, Vokalensemble Agniculi Stettin, Łukasz Popiałkiewicz (Leitung) 16:00 Nikolaisaal Potsdam Anastasia Voltchok (Klavier), Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Kazem Abdullah (Leitung). Wagner: Vorspiel zu „Tristan und Isolde“, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21, Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune u. a.

Musik in Kirchen

15:00 Paul-Gerhardt-Kirche Prenzlauer Berg Viola Blache (Sopran), Helene Erben (Alt), Monique Kluge (Violine), European Bachensemble, Ensemble Callinus, Kim Nguyen (Leitung). Pergolesi: Stabat Mater, Scarlatti: Stabat Mater (Auszug), Palestrina: Stabat Mater (Auszug), Bach: Psalm 51 „Tilge Höchster, meine Sünden“ 17:00 Ev. Markus-Kirche Steglitz Bach: Johannes-Passion BWV 245. Ulrike Gottschick (Sopran), Susanne Langner (Alt), Joohoon Shin (Tenor), Jörg Gottschick & Matthias Jahrmärker (Bass), Kantorei der Markuskirche, Friedemann Gottschick (Leitung)

17:00 Königin-Luise-Kirche Waidmannslust Michael Dinnebier (Violine), Angela-Charlott Linckelmann (Klavier) 17:00 Magdalenenkirche Markus Fritz (Orgel) 17:00 Stadtkirche Köpenick Danile Schmahl (Trompete & Corno da caccia), Martin Rathmann (Orgel). Werke von Albinoni, Bach, Mouret u. a. 18:00 Kirche Zum Guten Hirten Friedenau Abendmusik. Friedenauer Posaunenchor, Philipp Krüger (Leitung) Sonstiges

14:00 Bebelplatz/Rückseite Staatsoper Musikhistorische Stadtrundfahrt. Susanne Oschmann (Leitung). Berliner Operette und Revue

17:00 Ev. St. Katharinenkirche Schwedt Palmeri: Misa a buenos aires. Kantorei Schwedt, A. Kessler (Leitung) 17:00 Oberkirche St. Nikolai Cottbus Projektchor ÖOC, Orchester der Philharmonie Zielona Góra. Rheinberger: Stabat Mater, Fauré: Requiem 17:00 St. Nikolaikirche Pritzwalk Orgelmusik. Werke von Krebs 19:30 Oberkirche St. Nikolai Cottbus Musikfesttage an der Oder. Chor der Kantorei der Oberkirche St. Nikolai, Sinfonieorchester der Philharmonie Zielona Góra, Peter Wingrich (Leitung). Fauré: Requiem op. 48, Rheinberger: Stabat Mater g-Moll op. 138

Tipp

27.3. Dienstag

20:00 Konzerthaus Berlin (Kleiner Saal) Frank Peter Zimmermann (Violine), Antoine Tamestit (Viola), Christian Poltéra (Violoncello). Schönberg: Streichtrio op. 45, Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 (für Streichtrio)  Edle Tropfen: 2000 Flaschen Bordeaux und Burgunder sollen in Frank Peter Zimmermanns Weinkeller lagern – und der Geiger ersteigert fleißig weiter interessante Weine.

44 Berlin & Brandenburg concerti 03.18

Fotos: Harald Hoffmann/Hänssler Classic, Tairo Lutter

19:00 Komische Oper Straus: Die Perle der Cleopatra. Adam Benzwi (Leitung), Barrie Kosky (Regie)

16:00 Schloss Ribbeck Havelländische Musikfesttage. Philharmonisches Streichquartett Magdeburg. Werke von Debussy & Ravel


26.3. Montag Konzert

19:30 Pierre Boulez Saal Michael Wendeberg (Klavier). Boulez: Douze Notations, Sonaten Nr. 1–3 & Incises

27.3. Dienstag Konzert

13:00 Philharmonie (Foyer) Lunchkonzert 20:00 Deutsche Oper (Foyer) Liederabende im Foyer. Nicole Haslett, Annika Schlicht, Clemens Bieber & Stephen Bronk (Gesang), John Parr (Klavier), Nora Bossong (Lesung) 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Frank Peter Zimmermann (Violine), Antoine Tamestit (Viola), Christian Poltéra (Violoncello). Schönberg: Streichtrio op. 45, Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 (für Streichtrio) Weitere Infos siehe Tipp Musiktheater

20:00 Konzerthaus Pärt: Adam’s Passion. Tõnu Kaljuste (Leitung), Robert Wilson (Regie) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

Musik in Kirchen

Tipp

15:00 Franz. Friedrichstadtkirche 30 Minuten Orgelmusik. Kilian Nauhaus (Orgel) Brandenburg

19:30 Staatstheater Cottbus (Kammerbühne) Juliet Letters – Briefe an Julia (UA). Adriana Mortelliti (Choreografie)

27.3. Dienstag

20:00 Konzerthaus Berlin Pärt: Adam’s Passion. Tõnu Kaljuste (Leitung), Robert Wilson (Regie)

28.3. Mittwoch Konzert

14:00 Konzerthaus Espresso-Konzert. 4 Times Baroque Musiktheater

18:00 Staatsoper Unter den Linden Verdi: Falstaff. Daniel Barenboim (Leitung), Mario Martone (Regie) 20:00 Konzerthaus Pärt: Adam’s Passion. Tõnu Kaljuste (Leitung), Robert Wilson (Regie)

 Singen prägt das Leben des estnischen Dirigenten Tõnu Kaljuste: während des Sowjetregimes wirkte er bei der „Singenden Revolution“ in Estland mit, die schließlich zur Unabhängigkeit des baltischen Landes führte. Musik in Kirchen

20:00 Neuköllner Oper Ocaña, Königin der Ramblas. Marc Rosich (Regie)

15:00 St. Hedwigs-Kathedrale Mitte 50 Minuten Orgelmusik. Thomas Sauer (Orgel). Werke von Dupré

Tanztheater

Brandenburg

19:30 Komische Oper Duato | Shechter. Hofesh Shechter (Choreografie und Musik)

19:30 Staatstheater Cottbus Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Evan Christ (Leitung)

Musik überwindet Grenzen

Überall in Deutschland laden Orchester Geflüchtete zu Veranstaltungen ein, schaffen Begegnung durch Musik und engagieren sich in interkulturellen Projekten. Viele geflüchtete Familien erleben dort Ruhe, schöpfen neue Kraft und erfahren ihre eigene Kreativität. Die Deutsche Orchester-Stiftung unterstützt die vielfältigen Aktivitäten der Orchester.

Mit Musik Menschen erreichen – Helfen Sie mit einer Spende!

www.orchesterstiftung.de Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

Spendenkonto: IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05 BIC: COBADEFFXXX Stichwort: Musik überwindet Grenzen

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 45


Klassikprogramm

20:00 Kammermusiksaal Esther Hilsberg (Sopran), Sebastian Bluth (Bariton), Karola Theill & Annika Treutler (Klavier), Bronislaw Madziar (Violoncello), Inga Hilsberg (Orgel), Camerata vocale Berlin, Etta Hilsbergb (Leitung). Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45, Bach: Motette „Jesu meine Freude“ BWV 227 20:00 Schloss Charlottenburg Frühlingserwachen im Schloss. Berliner Residenz Orchester 20:00 Uferhallen Guy Braunstein (Violine), Jonathan Aner (Klavier) Musiktheater

29.3. Donnerstag Konzert

20:00 Philharmonie Festtage 2018. Anna Prohaska (Sopran), Anna Lapkovskaja & Marianne Crebassa (Mezzosopran), Martha Argerich (Klavier), Maria Furtwängler (Sprecherin), Chor der Staatsoper Unter den Linden, Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim (Leitung). Debussy: Fantasie für Klavier und Orchester, Debussy: Le Martyre de Saint Sébastien 20:00 Uferhallen Daniel Gortler (Klavier) Musiktheater

19:30 Komische Oper Tschaikowsky: Jewgeni Onegin. Jordan de Souza (Leitung), Barrie Kosky (Regie)

20:00 Konzerthaus Pärt: Adam’s Passion. Tõnu Kaljuste (Leitung), Robert Wilson (Regie) Tanztheater

19:30 Deutsche Oper Tschaikowsky: Schwanensee. Patrice Bart (Choreografie)

30.3. Freitag Konzert

15:00 Kammermusiksaal Bach: Matthäus-Passion BWV 244. Berliner Figuralchor, Cantores minores, Berlin Baroque, Gerhard Oppelt (Leitung) 16:00 Schloss Glienicke Susanne Herzog (Violine), Alexander Malter (Klavier). Werke von Mozart, Grieg u. a.

16:00 Staatsoper Unter den Linden Wagner: Parsifal. Daniel Barenboim (Leitung), Dmitri Tcherniakov (Regie) 18:00 Deutsche Oper Korngold: Das Wunder der Heliane. Marc Albrecht (Leitung), Christof Loy (Regie) 19:30 Komische Oper Straus: Die Perle der Cleopatra. Adam Benzwi (Leitung), Barrie Kosky (Regie) Musik in Kirchen

15:00 Apostel-Johannes-Kirche Musik und Wort zur Sterbestunde Jesu 15:00 Dorfkirche Marienfelde Buxtehude: Membra Jesu nostri. Concerto grosso Berlin, Kantorei Marienfelde, David Menge (Leitung) 15:00 Ev. St.-Nikolai-Kirche Musik zur Sterbestunde Jesu. Kantorei St. Nikolai, Bernhard Kruse (Leitung) 15:00 Franz. Friedrichstadtkirche Musik zu Christi Sterbestunde. Vokalquartett Athesinus Consort Berlin, Kilian Nauhaus (Orgel) 15:00 Hoffnungskirche Berlin-Pankow Pergolesi: Stabat Mater. Kantorei der Hoffnungskirche Pankow

Jede Woche: noch mehr Musik! concerti.de/newsletter Freuen Sie sich jeden Donnerstag auf den concerti-Newsletter. Mit Nachrichten aus der Welt der Klassik, aktuellen Interviews und Porträts, CD-Neuerscheinungen sowie Einladungen zu Gewinnspielen. Da steckt Musik drin! 46 Berlin & Brandenburg concerti 03.18


15:00 Jesus-Christus-Kirche Dahlem Musik und Wort zur Sterbestunde. Vokalsolisten, Jan Sören Fölster (Leitung) 15:00 Pauluskirche Zehlendorf Dupré: Le Chemin de la croix. Alexandra Bartfeld (Orgel) 15:00 St. Marienkirche Mitte Orgelmusik zur Sterbestunde. Martina Kürschner (Orgel) 17:00 Berliner Dom Andreas Sieling (Orgel). Werke von Bach 17:00 Stadtkirche Köpenick Bach: Johannes-Passion BWV 245. St. Laurentius-Kantorei Köpenick, Orchester Concertino Berlin, Christine Raudszus (Leitung)

15:00 Oberkirche St. Nikolai Cottbus Musik zur Sterbestunde. Ensemble arte amena 16:00 Dorfkirche zu Groß Ziethen Philharmonisches Streichquartett Magdeburg. Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers 17:00 St. Nikolaikirche Bad Wilsnack Pergolesi: Stabat Mater. Wilsnack Cantabile 18:00 Kreuzkirche Cottbus Kammerchor der Singakademie Cottbus, Christian Möbius (Leitung)

31.3. Samstag Konzert

16:00 Philharmonie Festtage 2018. Martha Argerich & Daniel Barenboim (Klavier). Werke von Wagner & Debussy 16:00 Schloss Glienicke Susanne 18:00 Lutherkirche Wilhelmsruh Herzog (Violine), Alexander Malter Musikalische Andacht zum Karfreitag (Klavier). Werke von Mozart, Grieg u. a. 19:00 Kirche Zum Guten Hirten Frie20:00 Kammermusiksaal Classic denau Kammerchor der Berliner Gala. Festival Orchestra Berlin Domkantorei, Tobias Brommann (Lei20:00 Konzerthaus Brahms: Ein tung). Werke von Schütz, Distler u. a. deutsches Requiem. Christina Lands20:00 Gethsemanekirche Alles hat hamer (Sopran), Michael Nagy (Bariseine Zeit. Sing-Akademie zu Berlin, ton), Konzerthausorchester Berlin, Lautten Compagney Berlin, Kai-Uwe Philharmonischer Chor Berlin, Michael Jirka (Leitung). Werke von Bach, Sanderling (Leitung) Naumann & Zimmermann 20:00 Konzerthaus (Kleiner Saal) Sonstiges Berliner Virtuosen-Ensemble 20:00 Philharmonie Nicola Benedet13:00 Bebelplatz/Rückseite Staatsti (Violine), Deutsches Symphonieoper Musikhistorische Stadtrundfahrt. Orchester Berlin, Edward Gardner Susanne Oschmann (Leitung). Wag(Leitung). Mendelssohn: Ouvertüre zu ner in Berlin „Ruy Blas“, Violinkonzert e-Moll & Brandenburg Sinfonie Nr. 3 a-Moll Concerti_Karfreitag_124x58.qxp_lay 16:22 Seite 1 20:0018.01.18 Schloss Charlottenburg 15:00 Kreuzkirche Königs WusterFrühlingserwachen im Schloss hausen Musik zur Sterbestunde Jesu 18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Bach: Johannes-Passion. Bach-Chor, Bach-Collegium, Achim Zimmermann (Leitung)

Kammermusiksaal Philharmonie Sa 31.03.18 • 20 Uhr

CLASSIC GALA

Tickets 882 29 79 Musiktheater

19:30 Deutsche Oper Mascagni: Cavalleria rusticana & Leoncavallo: Der Bajazzo 19:30 Komische Oper Offenbach: Blaubart Musik in Kirchen

15:00 Lutherkirche Spandau Orgelwinter Sonstiges

15:30 & 16:00 Deutsche Oper Führung Brandenburg

15:00 Ev. St. Katharinenkirche Schwedt Andreas Kessler (Orgel) 16:00 Schloss Caputh Duo con emozione. Werke von Mozart u. a. 19:30 Brandenburger Theater John Williams Tribute. Brandenburger Symphoniker, Simon Hewett (Leitung) 19:30 Schloss Rheinsberg Rheinsberger „Ludus Instrumentalis“ 19:30 Staatstheater Cottbus Lloyd Webber: Sunset Boulevard

F R E I TA G , 3 0 . M Ä R Z 2 0 1 8 , 2 0 U H R • G E T H S E M A N E K I R C H E , S TA R G A R D E R S T R . 7 7 Sing-Akademie zu Berlin Lautten Compagney Berlin Julia Giebel Hilke Andersen Benjamin Bruns Nikolay Borchev Leitung: Kai-Uwe Jirka

ALLES HAT SEINE ZEIT

Karten: Im VVK 15 / erm. 10 € und 10 / erm. 5 € zzgl. VVK-Gebühr bei Reservix, Hotline: 01806 700 733. An der Abendkasse: 18 / erm. 13 € und 13 / erm. 8 €

E I N PA S S I O N S K O N Z E RT M I T M U S I K V O N J.S. BACH, J.G. NAUMANN UND B.A. ZIMMERMANN

Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de

concerti 03.18 Berlin & Brandenburg 47


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A N Z E IG E

25. Mai bis 10. Juni 2018 an authentischen Orten in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel

© Brooke Shaden

„FREMDE WELTEN“

Händel-Preisträgerin 2018 Joyce DiDonato Der „Händel-Preis, der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus“ wird Joyce DiDonato zu ihrem Festkonzert „In War and Peace – Harmony through Music“ am 26. Mai 2018, in der Georg-Friedrich-Händel HALLE überreicht. In Roben der britischen Punk-Designerin Vivienne Westwood wird die US-amerikanische Mezzosopranistin mit einer aufwendigen Lichtshow und Tänzern u. a. Werke von H. Purcell, N. Jommelli, C. Gesualdo, A. Pärt, G. F. Händel präsentieren. Begleitet wird Joyce DiDonato vom international angesehenen Ensemble Il Pomo d’Oro unter der musikalischen Leitung von Maxim Emelyanychev.


H Ä N D E L-FEST SPIELE 2 5 . MAI BIS 10. J UNI 2018 IN H A LLE (S A A LE )

A N Z E IG E

OpERN-HigHLigHTs Muzio Scevola (Szenische Aufführung) Opern-Pasticcio von F. Amadei, G. Bononcini und G. F. Händel Erste szenische Aufführung seit dem 18. Jahrhundert Musikalische Leitung: Marek Štyncl Musica Florea – Hartig Ensemble Für Barockopernfreunde ist es eine kleine Sensation: Seit den Aufführungen 1721 in London und 1723 in Hamburg harrt die Oper „Muzio Scevola“, die von drei Komponisten als Gemeinschaftswerk entstand, auf ihre szenische Wiederentdeckung. Und das, obwohl die drei Opernakte von den damals berühmtesten Komponisten geschrieben wurden, die in London lebten: Filippo Amadei, Giovanni Battista Bononcini und kein Geringerer als Georg Friedrich Händel. Der von Händel komponierte 3. Akt wurde schon einige Male aufgeführt und begeisterte das Publikum aufgrund seiner musikalischen Qualität. Aber wer Oper liebt, sollte sich mit derartigen Rumpfaufführungen nicht zufrieden geben. Nun kann man also erstmals die gesamte Oper seit dem 18. Jahrhundert wieder erleben – und das gleich in einer szenischen Aufführung in der Regie des Franzosen Laurent Charoy. Dieser hatte nicht nur als Schauspieler unter dem berühmten Regisseur Benjamin Lazar gearbeitet, sondern u. a. durch ihn auch die barocke Gestensprache gelernt. So wird historisches Barocktheater wieder lebendig. Historisch ist auch der Ort der szenischen Wiedererstaufführung: das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt nahe der Stadt

Halle. Und wenn dann noch das exzellente tschechische Ensemble Musica Florea auf seinen historischen Instrumenten spielt und das auf barocken Tanz geschulte Hartig Ensemble neben international gefragten Barocksängern um Markéta Cukrová auf der Bühne steht, dann kann man sogar eine große Sensation erwarten. Aufführungen: 8. Juni 2018 (Premiere), 19.00 Uhr / 9. Juni und 10. Juni 2018, 14.30 Uhr, Goethe-Theater Bad Lauchstädt links: Musica Florea (© M. Světlík) rechts: Marek Štyncl (© M. Světlík)


A N Z E IG E

Oreste Opern-Pasticcio von G. F. Händel Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky Regie: Kay Link / Ausstattung: Olga von Wahl Bach Consort Wien Produktion des Theaters an der Wien in der Kammeroper Die Handlung der Oper „Oreste“ ist von brennender Aktualität: Auf der Insel Tauris befiehlt König Toante, dass jeder Fremde, der sein Land betritt, hingerichtet wird. Händel hat für dieses Pasticcio eigene und besonders gelungene Musik neu zusammengestellt. Die Produktion wurde im letzten Jahr in der Kammeroper des Theaters an der Wien mit dem Originalklangen-

semble Bach Consort vom Publikum gefeiert, „das schon nach fast jeder Nummer starken Beifall gespendet hatte und den Abend am Ende für alle Beteiligten zum starken Erfolg machte“ (Der Neue Merker). Aufführungen: 2. und 3. Juni 2018, 15.00 Uhr, CarlMaria-von-Weber Theater Bernburg

Eric Jurenas (Oreste), Frederikke Kampmann (Ermione), Matteo Loi (Toante), Julian Henao Gonzalez (Pilade) © Herwig Prammer


H Ä N D E L-FEST SPIELE 2 5 . MAI BIS 10. J UNI 2018 IN H A LLE (S A A LE )

A N Z E IG E

„Berenice, Regina d’Egitto“ (Premiere) Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Jörg Halubek Inszenierung: Jochen Biganzoli Händelfestspielorchester Halle Mit der Aufführung der nur selten aufgeführten Händel-Oper „Berenice, Regina d‘Egitto“ schließt sich nach fast 100 Jahren in Halle an der Saale die letzte Repertoirelücke: In der Heimatstadt des großen Barockkomponisten werden alle seine 42 Opernwerke erklungen sein, nachdem mit „Orlando“ die HändelOpern-Renaissance im Jahr 1922 begann. Irrtümer, Missverständnisse, Rache, Macht und Liebe finden sich in der machtvollen Musik von „Berenice, Regina d‘Egitto“ wider. Im Mittelpunkt steht die ägyptische Königin Kleopatra Berenike III., die aufgrund machtpolitischer Interessen Roms in Kleinasien mit ihrem römisch assimilierten Stiefsohn verheiratet worden sein soll. In Händels Oper wird sie als eine starke, unabhängige Frau dargestellt, die sich den machtpolitischen Interessen widersetzt. Bei der Erstaufführung in italienischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln nach der Hallischen Händel-Ausgabe spielt das Händelfestspielorchester Halle auf historischen Instrumenten unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek, der sich bereits als Dirigent von barocken Opern einen Namen gemacht hat. Die Regie übernimmt Jochen Biganzoli. In der Spielzeit 2016/17 begeisterte er schon das Publikum der Oper Halle mit seiner berührenden Inszenierung von Puccinis „Tosca“. Aufführungen: 25. Mai 2018 (Premiere), 19.30 Uhr / 27. Mai 2018, 18.00 Uhr / 2. Juni 2018, 19.00 Uhr / 7. Juni 2018, 19.30 Uhr, Oper Halle

oben: Xavier Sabata (© Michal Novak) singt die Rolle des Rinaldo unten: Sandrine Piau (© Sandrine Expilly) singt die Rolle der Almirena in „Rinaldo“ rechts: Ann Hallenberg (© Örjan Jakobsson) singt die Rolle des Teseo in „Arianna in Creta“


A N Z E IG E

EiN FEsT DER sCHÖNEN sTiMMEN „Rinaldo“ Konzertante Aufführung der Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Christophe Rousset Solisten: Jason Bridges, Sandrine Piau, Xavier Sabata, Christopher Lowrey u. a. Kammerorchester Basel

„Arianna in Creta“ Konzertante Aufführung der Oper von G. F. Händel Musikalische Leitung: Maxim Emelyanychev Solisten: Karina Gauvin, Ann Hallenberg, Kristina Hammarström, Andreas Wolf u. a. Il Pomo d’Oro Weltberühmte Gesangsstars der Barockmusik treten regelmäßig bei den Händel-Festspielen in Halle (Saale) auf. In diesem Jahr gestalten u. a. Joyce DiDonato, Magdalena Kožená, Julia Lezhneva oder Max Emanuel Cencic Festkonzerte und werden dabei von namhaften, europäischen Originalklang-Orchestern begleitet. Auch die konzertanten Operndarbietungen sind ein wahres Fest der schönen Stimmen. Die großen Partien werden dabei von Solisten gesungen, die auch ein einzelnes Festkonzert würdig gestalten könnten, so beispielweise Sandrine Piau. Die französische Sopranistin tritt regelmäßig in renommierten Opernhäusern in München und London oder auf Festivals wie in Salzburg oder Aix-en-Provence auf. Oder die Schwedin Ann Hallenberg, deren Stimme wiederholt für ihre „leuchtende Fülle und dramatische Schlagkraft“ (SWR CDKritik von Dorothea Bossert) gelobt wird und die ebenso auf renommierten Konzert- und Theaterbühnen unterwegs ist. Oder die Kanadierin Karina Gauvin, die als Händel-Interpretin u. a. in Paris und Wien bejubelt wurde, aber ebenso das New Yorker Publikum in der Carnegie Hall zur Begeisterung hinriß. Mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wie dem Ordre des Arts et des Lettres, dem International Opera Award oder dem ECHO Klassik sind sie alle. Zu diesen herausragenden Sängern gesellen sich noch Ausnahmedirigenten der Barockmusik mit Spezialensembles. So werden in Halle Händels populärer „Rinaldo“ von keinem geringeren als Christophe Rousset und die „Arianna in Creta“ von

Maxim Emelyanychev musikalisch geleitet. Energetischer, dramatischer und emotionaler kann man Barockoper nicht erleben. Es sind Referenzaufführungen. Und wäre das alles immer noch nicht genug, gibt es bei den Händel-Festspielen in Halle als kleines Bonbon, dass man den Erstaufführungen besonderer Editionen und Fassungen beiwohnen kann. In Halle wird Rezeptionsgeschichte geschrieben. „Rinaldo“: 3. Juni 2018, 18.00 Uhr, Georg-FriedrichHändel HALLE, Halle (Saale) „Arianna in Creta“: 9. Juni 2018, 19.00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche, Halle (Saale)


H Ä N D E L-FEST SPIELE 2 5 . MAI BIS 10. J UNI 2018 IN H A LLE (S A A LE )

A N Z E IG E

iM HisTORisCHEN gEWaND Die Regisseurin Sigrid T’Hooft Es ist heute nahezu selbstverständlich, Barockopern auf historischen Instrumenten unter Zugrundelegung der historisch informierten Aufführungspraxis zu spielen. Im Gegensatz dazu erfolgten die Inszenierungen über lange Zeit im Sinne des modernen Regietheaters. Erst seit gut einem Jahrzehnt versuchte man aus Rhetorik-Lehrbüchern des 18. Jahrhunderts, aus zeitgenössischen Gemälden u. a. m. die Gestensprache der Barockzeit wieder lebendig zu machen und für die Theaterbühne zurückzugewinnen. Eine Pionierin hierbei war und ist Sigrid T’Hooft. Spätestens mit ihrer legendären und umjubelten Inszenierung von Händels „Radamisto“ 2009 in Karlsruhe bewies sie, dass die wiedererweckte Gestensprache auch ein Publikum von heute emotional anspricht. In zwei Veranstaltungen ist nun ihre Arbeit bei den Händel-Festspielen in Halle zu bewundern: Bei der Inszenierung der Serenata „Parnasso in festa“, das

von der Lautten Compagney Berlin aufgeführt wird, und beim szenischen Konzert „Die glückseligen Zwillinge“. Dort erklingen Händel’sche Vertonungen von Texten des berühmten Dichters John Milton. Mit den jungen, in historischen Kostümen gekleideten Sängerinnern Anne Schneider und Julia Kirchner wird das Publikum dabei in einen Salon eines englischen Adelspalastes des 18. Jahrhundert entführt. Ein poetisches Gesamtkunstwerk für Augen und Ohr. „Parnasso in festa“: 26. und 27. Mai 2018, 14.30 Uhr / 28. Mai 2018, 19.00 Uhr, Goethe-Theater Bad Lauchstädt „Die glückseligen Zwillinge“ – Ein szenisches Konzert: 3. Juni 2018, 15.00 Uhr, Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (S.)

Julia Kirchner und Anne Schneider in „Aminta e Fillide“ bei den Händel-Festspielen 2015 im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


A N Z E IG E

gEHEiMTipp: HäNDELs RaRiTäTEN ERsTMaLig zu ERLEbEN Die erst 2016 entdeckte Fassung der Kantate „Tu fedel? Tu costante“ wird bei den Händel-Festspielen erstmals nach der Hallischen Händel-Ausgabe aufgeführt – das ist schon was ganz Besonderes. Beim Konzert „Licht und Schatten in der Hirtenwelt“ des Ensembles Concerto Melante, welches hauptsächlich aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker besteht, steht die Aufführung der pastoralen Kantate im Mittelpunkt. Händel, der in seinen jungen Jahren Italien bereiste, wurde in seiner römischen Zeit Mitglied der Accademia degli Arcadi und komponierte zahlreiche Kantaten basierend auf der Pastoralpoesie, in der man in eine utopisch fremde Welt versetzt wird. Auch andere Komponisten zu der Zeit, wie Marco Uccellini und Georg Philipp Telemann widmeten sich der Thematik. Der Violinist Raimar Orlovsky leitet das hochkarätige Ensemble. Den Gesangspart übernimmt die junge und aufstrebende Sopranistin Marie Luise Werneburg. Als gefragte Solistin geht sie ihrer Passion zur Alten Musik mit dem Ensemble Weser Renaissance Bremen, der

Lautten Compagney Berlin, der Rheinischen Kantorei, Bell‘Arte Salzburg u. a. weltweit in Konzerten nach. Händel ist aber auch für sein großes oratorisches Schaffen bekannt. „Samson“ fällt wohl eine der größten Schöpfungsphasen Händels, die mit „Saul“ und „Israel in Egypt“ beginnt und bis „Samson“ reicht. Die Uraufführung fand am 18. Februar 1743 in Covent Garden in London statt. Am 27. Mai 2018 wird es eine Aufführung der solistischen Fassung von 1743 nach der Hallischen Händel-Ausgabe geben. Der dramaturgische Aufbau, der Reichtum an musikalischen Bildern und die durchschlagende Kraft machen das Oratorium zu einem Meisterwerk. Der englische Organist, Cembalist und Musikhistoriker John Butt, der weltweit für seine historisch authentischen Interpretationen von Händel-Werken geschätzt wird, leitet das Dunedin Consort und ein ausgezeichnetes Solistenensemble, bestehend aus Joshua Ellicot, Sophie Bevan, Sonia Prina und Matthew Brook. Mit Auszeichnungen und hervorragenden Kritiken geradezu überschüttet, erobern die Musiker vom Dunedin Consort von Schottland aus die Festivalbühnen der Welt. „Samson“: 27. Mai 2018, 16.00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche, Halle (Saale) „Licht und Schatten in der Hirtenwelt“: 10. Juni 2018, 11.00 Uhr, Löwengebäude der MartinLuther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale) links: Marie Luise Werneburg (© Agentur) rechts: John Butt (© John Wood)


H Ä N D E L-FEST SPIELE 2 5 . MAI BIS 10. J UNI 2018 IN H A LLE (S A A LE )

A N Z E IG E

HäNDELs Musik RELOaDED Die Händel-Festspiele zeigen wie Crossover funktioniert. Hier verbindet sich Barockmusik mit Jazz, Rock- und Popmusik. Das Symphonic-Rock-Konzert „Bridges to Classics“ und das Abschlusskonzert locken jährlich zu den Händel-Festspielen tausende Besucher in die atemberaubende Naturkulisse der Galgenbergschlucht. Die musikalische Leitung © Thomas Ziegler von „Bridges to Classics“ liegt in den Händen des Saxofonisten, Dirigenten und Dozenten Bernd Ruf, der zu den innovativsten Musikerpersönlichkeiten im Bereich Classical Crossover zählt. Mit ihm auf der Bühne werden die GermanPops Band & Singers, die Staatskapelle Halle und der US-amerikanische Rocksän-

ger Joe Lynn Turner, der internationale Bekanntheit bei den Bands „Deep Purple“ und „Rainbow“ bekam, stehen. Gemeinsam werden sie die Brücke zwischen Klassik und Rock sowie Elektronik und Orchester schlagen und somit einen einmaligen Sound in die Galgenbergschlucht bringen. Traditionell endet das Open-Air-Konzert mit einem fulminanten Feuerwerk am Nachthimmel. „Bridges to Classics“: 9. Juni 2018, 21.00 Uhr, Galgenbergschlucht, Halle (Saale)

Messiah versus Jazziah Der Messiah, Händels wohl berühmtestes Werk, wird neu arrangiert und mit unterschiedlichen Stilen des Jazz kombiniert. Diese Uraufführung mit dem Titel „Jazziah – Händels Messiah reloaded“ präsentieren die ausgewiesenen Jazzmusiker Caroline Henderson, Gianluigi Trovesi und Domenico Caliri und die herausragenden Barockmusiker des Vokalensembles Ardent und der Camerata Bern unter der Leitung von Attilio Cremonesi. Dass Jazz-Adaptionen eine bereichernde Erfahrung jenseits des üblichen Crossovers sein können, beweist der Kontrabassist Dieter Ilg. Im Konzert „Mein Händel“ baut

er in bester Jazzmanier die harmonischen Wechsel und die rhythmische Vielfalt von Händels Werken aus. Für seine vergangenen Projekte „Mein Beethoven“ und „Parsifal“ wurde er mit seinem Trio bereits den ECHO Jazz ausgezeichnet. „Dieter Ilg: Mein Händel“: 26. Mai 2018, 20.00 Uhr, St. Georgen-Kirche, Halle (Saale) „Jazziah – Händels Messiah reloaded“: 2. Juni 2018, 16.00 Uhr, Steintor, Halle (Saale)

TICKETS: Sichern Sie sich die begehrten Tickets für die Händel-Festspiele 2018! Hotline: + 49 (0) 345 / 565 27 06 (Mo–Fr: 7–19 Uhr, Sa: 7–14 Uhr), Online: www.haendelhaus.de Vorverkaufsstellen: bundesweit bei CTS Eventim

Anfahrt mit ICE-Anbindung: Berlin – Halle in 11/4 Stunden, München – Halle in 23/4 Stunden

TIPP

Das vollständige Programm der Händel-Festspiele Halle finden Sie auch unter www.haendelhaus.de.


heidelberger frühling 18

17.03.–21.04.18 internationales 17.03.–21.04.18 musikfestival internationales musikfestival

Jean-Guihen Queyras I Mahler Chamber Orchestra I Gabriela Montero I Sol Gabetta I Igor Levit Steven Isserlis I Marc-André Hamelin I Isabelle Faust I Georg Nigl I Sir András Schiff I Elisabeth Leonskaja Irish Chamber Orchestra I Francesco Tristano I Richard Galliano I Matthias Goerne I Markus Hinterhäuser Anna Prohaska I Il Giardino Armonico David Fray I City of Birmingham Symphony Orchestra I Fazıl Say ˙ Rudolf Buchbinder I Anna Stéphany I Mirga Gražinyte-Tyla I Mark Padmore I Sarah Maria Sun Anna Lucia Richter I Isabelle Druet I Tara Erraught I Grigory Sokolov I Goldmund Quartett I Daniele Gatti Gründungspartner: Armida Quartett I Iiro Rantala I Johannes Moser I Thomas Hampson u.v.a. Kostenloses Programmbuch unter: Tel. 06221 - 584 00 12 oder www.heidelberger-fruehling.de

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Gründungspartner:

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Festival

Sommernachtstraum in Suffolk Erst zu Hause bei Benjamin Britten und Peter Pears erspürt man beim Aldeburgh Festival vollends die Musik des größten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Von Peter Krause

M

eeresrauschen, Möwen-Singsang und Morgenlicht ermuntern trotz des Late-Night-Konzerts vom Vorabend zu besonders frühem Aufstehen. Und siehe da: Der Seeblick aus dem Schlafzimmer gibt eine Szene 24 concerti März 2018

frei, die geradewegs aus Benjamin Brittens Seeoper Peter Grimes kommen könnte. Ein kleines buntes Boot, dessen farbiger Anstrich freilich großteils längst durch den täglichen Gebrauch im Salzwasser verblasst ist, treibt unweit der

Küste. Ein einsamer Fischer holt aus der Nordsee, was er zum Überleben braucht. Kurz darauf wird er die Früchte aus dem Meer schon am Steinstrand von Aldeburgh feilbieten – fangfrisch, auf Wunsch gern ausgenommen. Nur ein

Foto: Philip Vile

Eine ehemalige Mälzerei im 600-Einwohner-Dorf Snape ist der zentrale Spielort des Aldeburgh Festival


paar Meilen weiter im Fischrestaurant von Orford, dem Heim der weiblichen Hauptfigur aus Peter Grimes, der einfühlsamen Ellen Orford, können wir den Tagesfang auch köstlich zubereitet in extra entspannter Atmosphäre genießen. Zuvor schauen wir nur noch schnell in das normannische gotische Gotteshaus aus vergangenen Zeiten hinein, ein verwunschener Ort, weit von der Welt. Die Zeit scheint stehengeblieben hier in Suffolk an Englands nordöstlicher Küste. Kein Massentourismus stört den Spaziergang entlang der Küste. Die vielen winzigen Reihenhäuschen, liebevoll saniert und oft mit Blumen geschmückt, wurden zwar mehrheitlich längst in die Nutzung als Feriendomizil der Londoner umgewidmet, doch die Bilder vom Städtchen, in dem der größte britische Komponist mit seinem Partner Peter Pears lebte und arbeitete, gleichen einer längst vergangenen viktorianischen Epoche. Hymne an die Heimat

Wer Benjamin Britten nicht nur verstehen will, sondern erspüren möchte, was er mit seiner irisierend imaginativen, feinsinnigen und menschenfreundlichen Musik ausdrücken wollte, der muss hierherkommen – in seine Heimat. Lieblich und rau zugleich ist sie, die Gegend von der Mündung des Flüsschens Alde, das des Komponisten Wohnort den Namen leiht, bis nach Snape, wo im 19. Jahrhundert Gerste zu Malz verarbeitet wurde, damit der gehörige Bierdurst der Briten gestillt werden konnte, wo Landwirtschaft und Industrie eine damals ganz neue Verbindung eingingen. Hier ist es, wo die herrisch-ruppige Nordsee ihr zartes Pendant erhält. Hier weicht die steife Brise am Meer einem milden Sommerwind, der sich sanft wiegt im Schilf der Moorwiesen von Snape Maltings. Die alte Mälzerei ist Hauptspielstätte des Festivals – seit nunmehr fünfzig Jahren. Britten höchstselbst hatte damals das Anwesen erworben, weihte es anno 1967 in Anwesenheit der englischen Königin als Konzertsaal ein. Jahrzehnte bevor in Deutschland mit den Umwidmungen einstiger Kathedralen der Industrie in Orte der Kultur begonnen wurde – etwa Kampnagel in Hamburg oder die Spielstätten der Ruhrtriennale –, war der Komponist ein Pionier der Neudefinition einer ganzen Region: Er musikalisierte die Gegend, aus der er stammte und die er so liebte, förderte das Laienmusizieren

Der Kultursommer am Kaisergebirge Academia Vocalis Internationale Meisterkurse für Gesang

Tiroler Festspiele Erl Festspiele vor Bergpanorama

OperettenSommer Kufstein Die Festung erklingt

Passionsspiele Erl 2019 Passionsspiele Thiersee 2022

www.kufstein.com

März 2018 concerti   25


Festival

und damit wie nebenbei auch das wirklich aufmerksame Hören, das behutsame Nachlauschen selbst ganz neuer Klänge. In the Middle of Nowhere

Das war fünfzig Jahre später, beim Jubiläum der herrlichen Konzertscheune, die bis heute mit ihrer akustikfeinen Mischung aus Backstein und Holz besticht, nicht nur in einer herrlichen Neuinszenierung eines seiner größten OpernMeisterwerke zu erleben, der Shakespeare-Vertonung von A Midsummer Night’s Dream. Denn gleich am Morgen danach stand letzten Sommer allein Musik von Olga Neuwirth auf dem Programm, jener durchaus auch ungemütlich klingenden Neutönerin aus Österreich, die in ihrem Verfremdungsfuror eher ein Widerhaken zur farbigen Fasslich-

keit Brittens ist. Das Aufregende: Die Atmosphäre des Festivals, das sich von jeher gerade nicht als klingendes BrittenMuseum, sondern als quicklebendiger Ort des musikalischen Austauschs, der Nachwuchsförderung und der Zukunftsmusik versteht, dieser besondere Kontext des Festivals schafft auch einen andersartigen Fokus auf das Unerhörte, ein echtes Sich-Einlassen auf komplexe Kunst – hier in the Middle of Nowhere. Die Festivalvision von Britten und Pears lebt heute frischer fort denn je. Jede Saison erhält sowohl ein lebender Komponist als auch ein herausragender Interpret eine Residenz, prägt Programm, lädt Kollegen ein, regt Uraufführungen an. Die Campusidee einer Akademie für junge Musiker dehnt den Festivalgedanken auf das

ganze Jahr aus, nachdem die Dachorganisation von Snape Maltings auch die verbleibenden Gebäudekomplexe erworben hat und damit neue Übernachtungsmöglichkeiten gleich einem Internat auf Zeit anbieten kann. Musiktherapeutische Aktivitäten dienen Demenzkranken der Region. Das Festival bleibt das international schlagende Herz von Snape Maltings, die gesellschaftliche Verankerung vor Ort ist seine breite Basis. Für den Gast vom Festland aber bleibt besonders die schlichte wie schöne Erkenntnis in Erinnerung, dass man Britten genau hier erleben muss. Denn es ist eben kein Klischee, dass der Künstler, Pazifist und seinen Lebenspartner so innig liebende Homosexuelle durch Land und Leute so sehr geprägt wurde wie kaum ein anderer

Foto: Keiko Oikawa

Im Britten-Pears Building finden Konzerte in kleinem Rahmen statt

26  concerti März 2018


E I N

F I L M

V O N

N A H U E L

L O P E Z

Komponist. Wir erleben als Hörspiel im Konzertsaal, was wir draußen im paradiesisch anmutenden Umland als Schauspiel der Natur sehen. Und umgekehrt prägt eben Benjamin Britten seine Heimat bis heute, das spürt man allenthalben – zum Beispiel beim mucksmäuschenstillen Hineinhören in die von Jörg Widmann persönlich gespielte Erstaufführung eines Solostücks für Klarinette. Britten meets Bernstein

Leitmotiv im Juni 2018 wird anlässlich des 100. Geburtstages seines Kollegen Leonard Bernstein die Beziehung Brittens zu den USA sein, wo er während des Zweiten Weltkriegs mehrere Jahre verbrachte. Bernsteins Broadway-Hits dürfen da so wenig fehlen wie eine Erinnerung an die starke Künstlerfreundschaft mit dem Amerikaner Aaron Copland. Zu den „Featured Composers“ gehört dann auch der Amerikaner Michael Hersch, der wiederum künstlerisch eng mit der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja verbunden ist, die zu den Residenzkünstlern des diesjährigen Festivaljahrgangs gehört und mit dem Mahler Chamber Orchestra als Residenzensemble mehrere Konzertprojekte gestalten wird. Mit 15 Uraufführungen, sechs Auftragswerken, fünf Europapremieren und fünf Premieren auf der Insel wird es an Neuer Musik im idyllischen Ambiente nicht mangeln. Auch die aktuelle Opernproduktion ist mit Emily Howards To See the Invisible einer Uraufführung gewidmet: Die britische Komponistin schreibt ihr Musiktheater auf eine Kurzgeschichte des renommierten amerikanischen ScienceFiction-Autors Robert Silverberg. Das sensibel komponierte Programm verbindet zudem mit einigem Beziehungszauber Alte und Neue Musik. So wird Le Concert Spirituel, das auf historischen Instrumenten spielende französische Ensemble, mit Dirigent Hervé Niquet sein Festivaldebüt geben – den römischen Barockmeister Orazio Benevolo im Gepäck. Und das Belcea Quartet kehrt mit Dvorˇák, Janácˇek and Mozart nach Suffolk zurück.

JETZT

AUF DVD

UND IM STREAM ERHÄLTLICH

„Ein berührender Film über einen Weltklasse-Geiger und seine Suche nach den eigenen Wurzeln.“ arte Metropolis

„Ein filmisches Portrait, das jede Sekunde auf der Leinwand wert ist.“ Süddeutsche Zeitung

Aldeburgh Festival 8.–24.6.2018 BBC Scottish Symphony Orchestra, John Wilson, Cédric Tiberghien, Alina Ibragimova, Sean Shibe, Phantasm, Adam Walker, Le Concert Spirituel, Belcea Quartet u. a. Snape (Suffolk)

www.mindjazz-pictures.de

März 2018 concerti  27


Festivalguide

Musik und Kristalle Ein Fest nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Das Tiroler Festival Musik im Riesen feiert dieses Jahr 15-jähriges Bestehen. Von Teresa Pieschacón Raphael

N

och wurde keine Sage te Welt ein, wandeln durch die über den Riesen, das „Eisgasse“, die jede Fußspur Wasser speiende Unge- aufleuchten lässt, hören aus der heuer von Wattens erdacht, das Wunderkammer nebenan die vor der malerischen Kulisse der fast schon ätherische Stimme Tiroler Berge auf einem saftig- von Jessye Norman, die vor grünen Hügel liegt und mit einem riesigen, natürlich geeigenem Leib über seinen wachsenen Bergkristall aus Schatz wacht: seinen 16 fan- Madagaskar „Thy hand, Belintastischen Wunderkammern da“ aus Dido and Aeneas von aus Licht und Farbe. Hundert- Henry Purcell singt. Verliebte tausende Besucher tauchen Paare wird es in den KristallJahr für Jahr in seine sagenhaf- dom ziehen, wo man sich unter

den 595 Spiegeln der Kuppel das Jawort geben kann. Andere können den Blick nicht mehr abwenden vom „Silent Light“-Baum, einer Tanne, an der 150 000 Kristalle glitzern. Ans Goldene Dachl im zwanzig Kilometer entfernten Innsbruck, dem spätgotischen Prunkerker mit 2 657 feuervergoldeten Kupferschindeln, mag die Pracht der Kristallwelten vielleicht nicht heranreichen;

Foto: Swarovski Kristallwelten

Etwas furchteinflößend, aber durchaus einladend: der »Riese« von Wattens

28  concerti März 2018

= Zeitraum

= Künstler

= Ort


dafür wird sie mindestens ge- im Hochgebirge, den ambitio- das Tetzlaff Quartett, der Tenor nauso oft fotografiert, beson- nierten Angeboten mit Alter Julian Prégardien und Les Taders von den asiatischen Tou- Musik in Innsbruck und den lens Lyriques unter Leitung risten. „Klangspuren“, dem Tiroler Fes- von Christophe Rousset, das Kreiert wurde diese phantasti- tival für Neue Musik in Schwaz. Quintett um die Geigerin sche Kristallmenagerie, die Geleitet wird die „Musik im Hyeyoon Park sowie das belgiKunst, Kommerz, Kitsch und Riesen“ von dem Pianisten, sche Vokalensemble Vox Lumifeinstes Kunsthandwerk aufs Komponisten und Dirigenten nis, das sein Programm mit Beste verbindet, vor zwanzig Thomas Larcher. Ehrengast der englischen Kompositionen aus Jahren von André Heller. Zum Kammermusikwoche 2018 ist Renaissance und Barock pashundertjährigen Jubiläum des Philip Glass. In der Manufaktur send „Light and Shadow“ geSwarovski-Imperiums bescher- des Swarovski Werks I wird nannt hat. te der österreichische Aktions- der 81-jährige Komponist einen und Medienkünstler dem böh- Einblick in sein Schaffen geben Wie in einem verwunschenen mischen Kristallglas-Hersteller und auch als Interpret auftre- Märchengarten Daniel Swarovski, der 1895 in ten. Neben Klavierkompositi- „Musik ist ein Ort“, sagt Philip Wattens seine Firma gründete, onen für ein bis vier Klaviere Glass. Ein Ort, der fesselt, der seine „Kristallwelten“. Anläss- wird sein Tirol Concerto zu fasziniert. Wie die „Kristallwollich des 120-jährigen Bestehens hören sein, welches vielen als ke“ im Garten, eine überdimenwurde das Areal um einen Gar- TV-Jingle und Kinospot aus der sionale Installation aus silberten erweitert, um dem anwach- Tirol-Werbung bekannt sein nen Gebilden, Maschendrahtsenden Besucherstrom gerecht dürfte. „Der Komponist, der zaun und 800 000 tropfenförzu werden. Tirol Flügel verlieh“, schrieb migen Kristallen. In allen Reseinerzeit die Tiroler Zeitung. genbogenfarben scheinen sie Zwischen Schlager-Events Interpretiert wird das Concer- durch die Lüfte zu flirren und und »Klangspuren« to von der Glass-Spezialistin zu schwirren. Wie in einem Ende Mai werden die „Kristall- Maki Namekawa. Dennis Rus- verwunschenen Märchengarwelten“ zu Klangwelten: Dann sell Davies dirigiert das Kam- ten. Magisch! findet im Riesen ein Kammer- merorchester InnStrumenti, musikfestival statt, das sich mit eines der interessantesten Musik im Riesen 24.–27.5.18 anspruchsvollem Repertoire Klangkörper Tirols. Quatuor Ébène, Philip Glass, Dennis und international renommier- Erwartet werden in Wattens Russell Davies, Kammerorchester ten Ensembles gut behauptet auch das Quatuor Ébène mit InnStrumenti, Julian Prégardien u. a. Wattens (Österreich) zwischen den Schlager-Events einem Beethoven-Programm, www.schumann-zwickau.de

„GELIEBTE HEIMAT“

STADT. JUBILÄUM. ZWICKAU. 2018

SCHUMANN-FEST ZWICKAU und 8. Internationaler Robert-Schumann-Chorwettbewerb

31. Mai bis 10. Juni 2018 Visualisierung © Festival of Lights International GmbH

KURZTRIP NACH ZWICKAU ZUM FESTIVAL OF LIGHTS 1. bis 5. Mai 2018

Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide

März 2018 concerti  29


Rezensionen CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion

Derzeitiger Shootingstar der Opernwelt: Sonya Yoncheva

Kunst der Verwandlung

A

uch wenn die Titulierung als „neue Callas“ in die Irre führt: Manche halten die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva für die derzeit beste Verdi-Sängerin. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die 36-Jährige, anders als etwa Anna Netrebko, keine bedingungslose Schönsängerin ist, sondern jedem Charakter eine adäquate stimmliche Färbung zu verleihen vermag, zu der auch dramatische Schärfe gehören kann. Auf 30 concerti März 2018

ihrem neuen Album mit Arien aus Verdis Opern – darunter auch eher selten aufgeführten wie Attila oder Stiffelio  – kommt diese Wandlungsfähigkeit überzeugend zum Ausdruck. Liebe, Schmerz und herzzerreißende Klage

Etwa in Desdemonas berühmter Arie „Ave Maria, piena di grazie“ aus Otello, wo sich Schmerz und Liebe in Yonchevas Timbre auf berührende

Weise amalgamieren, aber auch in der herzzerreißenden Klage der Odabella „Liberamente or piangi“ aus Attila. Das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung des Gastdirigenten Massimo Zanetti entspricht diesem Niveau. Frank ­Armbruster  The Verdi Album Sonya Yoncheva (Sopran) Münchner Rundfunkorchester Massimo Zanetti (Leitung) Sony Classical

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Foto: Kristian Schuller/Sony Classical

Cd des Monats Sonya Yoncheva zeigt auf ihrem Verdi-Album eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit


Sattes Panorama

Opernhafte Kantaten

Ausgewogene Passion

Clérambault: Französische Kantaten Reinoud van Mechelen (Tenor) A Nocte Temporis Alpha

Bach: Johannes-Passion Nylund, Scheibner, Pieper, Hönisch, Lichdi, Kammerchor Dresden, ensemble frauenkirche dresden, Matthias Grünert (Leitung). Berlin Classics

Zur düsteren Reminiszenz des Pappenheimer Marsches ahnt Wallenstein seine baldige Ermordung. Bis zum Schluss erweist sich diese Oper als sattes Panorama. Weinberger findet in seiner Vertonung von Schillers Tragödie neben Lehár-Klängen für die Liebenden und martialischen Volksauftritten zu starken melodischen Szenen. Inmitten des ideal zusammengestellten Ensembles glänzt Roman Trekel nach seinen Verdiensten um Siegfried Wagner mit einer weiteren Paraderolle im Schatten von Strauss und Berg. Wallenstein ist eine der letzten tonal durchkomponierten großen Opern. (RD)

Die Lebensdaten Nicolas Clérambaults sind fast deckungsgleich mit denen Johann Sebastian Bachs. Beide waren Komponisten, Organisten und „Kantaten-Meister“. Doch während Bach die Kantate für den evangelischen Gottesdienst prägte, schuf Clérambault den Idealtypus der französischen Kantate als eine Art Miniatur-Oper. Vier dieser Werke präsentieren der schlicht betörend singende Tenor Reinoud van Mechelen und sein Ensemble A Nocte Temporis mit ebenso viel französischem Esprit wie stilistischem Gespür und musikalischer Souveränität. Höfische Eleganz!  (SN)

In den Reigen mit diesjährigen Passionsmusiken reiht sich eine Aufnahme aus Dresden ein. Der Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche dresden haben unter Kantor Matthias Grünert Bachs Johannes-Passion im vergangenen Jahr aufgeführt. Die Aufnahme lebt von ihrer Ausgewogenheit: beim Chor, beim Orchester und bei der Besetzung der Vokalsolisten mit Sopranistin Camilla Nylund und Tenor Tilman Lichdi an der Spitze. Es mag sicher akzentfreudigere, dramatisch zugespitztere Einspielungen geben, hier kommt die Passionsgeschichte ohne übertreibende Mittel aus.  (CL)

CD HMM 905272

©Annelies van der Vegt

Weinberger: Wallenstein Wiener Singakademie ORF-Radio-Symphonieorchester Wien Cornelius Meister (Leitung) cpo

FREIBURGER BAROCKORCHESTER GOTTFRIED VON DER GOLTZ PETRA MÜLLEJANS GEORG FRIEDRICH HÄNDEL | CONCERTI A DUE CORI Für Händel bot sich in diesen Concerti die Gelegenheit, Material aus seinen Chorwerken erneut zu verwenden. Den cori der Streicher setzte er Bläserchöre entgegen und verlieh so dem Ganzen eine kontrastreiche, theatralische Wirkung – eine Steilvorlage für die Virtuosen des Freiburger Barockorchesters!

harmoniamundi.com D_905272 Handel _Concerti.indd 1

***** = herausragend **** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

29/01/2018 16:05 März 2018 concerti   31


2. Sp

ielze

it 2015Schlankes

Große Harmonie

Zwiegespräch

Freitagskonzerte am Heiligen Damm Wo Klassik zu Hause ist.

23. & 25.3. Chamber Music Fest am Meer Anastasia Kobekina & Friends 27.4. Rolston String Quartet 25.5. Morgenstern Trio

18209 Bad Doberan-Heiligendamm Telefon: +49 38203 740-7676 www.grandhotel-heiligendamm.de

Bach: Sonaten für Violine und Cembalo Isabelle Faust (Violine) Kristian Bezuidenhout (Cembalo) harmonia mundi

Schumann: Klaviertrio Nr. 1, Dvořák: Klaviertrio Nr. 4, Grieg: Andante con moto c-Moll Trio Shaham Erez Wallfisch Nimbus Records

Kristian Bezuidenhout tritt am Hammerflügel auf oder, wie bei dieser Neuerscheinung, als Cembalist. Nun hat er mit Isabelle Faust die sechs Sonaten für Geige und eben Cembalo von Bach aufgenommen. Es entstehen wunderbar reflektierte Gespräche zu zweit, nachdenklich, melancholisch, freudig erregt, heiter. Faust spielt auf der Stainer-Geige von 1658 ungemein schlank, fettfrei sozusagen, mit sehr feinen dynamischen Abstufungen. Die Dialoge mit Bezuidenhout lassen nichts an Transparenz zu wünschen übrig. Diese Aufnahme besitzt Tiefe und hohen Kunst- und Unterhaltungswert. (CL)

Dass Hagai Shaham, Arnon Erez und Raphael Wallfisch fulminante Kammermusiker sind, die im Triospiel großartig miteinander harmonieren, stellen sie in dieser Einspielung unter Beweis. Sie treffen den romantischen Tonfall des Schumann’schen Trios, wobei das für ein Klaviertrio proportional etwas heikle Zusammenspiel stets ausgewogen und ausdrucksstark ist, ohne sich im Überschwänglichen zu verlieren. Die Interpretation von Griegs Andante con moto überzeugt durch das leidenschaftliche Cellospiel Wallfischs, Dvořáks elegisches Dumky-Trio glänzt durch präzise eingesetzte Dynamik. (JB)

Kurzweilige Unterhaltung

Musikalische Schwingen

Lost in Temptation Werke von Weill, Respighi, Holst, Purcell, Saint-Saëns u. a. Alliage Quintett Sony Classical

Rautavaara: Werke für Cello & Klavier Tanja Tetzlaff (Violoncello) Gunilla Süssmann (Klavier) Ondine

Das Alliage Quintett mit vier Saxofonisten und Jang Eun Bae am Klavier bzw. Cembalo durchkreuzt auf seinem neuen Album „Lost in Temptation“ die Musikgeschichte von Purcell bis Kurt Weill, über Khachaturian und Brahms und Holsts selten zu hörenden Seven Scottish Airs. Das wirkt ein bisschen beliebig, teilweise Erhellung bietet der Text im Beiheft. Musikalisch ist diese Aufnahme ein Gewinn. Sie gehört sicher nicht ins Fach fürs schwere Tafelsilber, dafür umso eher in die Kategorie der anspruchsvollen Unterhaltung – ein Album mit Entdeckerpotenzial und durchweg kurzweilig.  (CL)

Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann blicken auf Einojuhani Rautavaaras Werke für Klavier und Cello, die nach wie vor im Schatten seiner Sinfonien und Opern stehen. Dabei spiegeln die drei Sonaten, deren Entstehung ohne Anstoß durch den finnischen Cellovirtuosen Erkki Rautio undenkbar ist, exemplarisch Rautavaaras Weg von milder Zwölftonmusik über eine postmoderne Romantik zu den Synthesen seines Spätwerks. Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann breiten musikalische Schwingen über die Kantilenen und bringen so viel Geistesverwandtschaft auf, dass man die Herbheit einfach vergisst. (RD)

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***** = herausragend 


Mitreißender Prokofjew

Beherrschter Brahms

Visions of Prokofiev – Violinkonzerte Nr. 1 & 2, Ballettmusiken (Auszüge) Lisa Batiashvili (Violine), Chamber Orchestra of Europe, Yannick NezetSeguin (Ltg). Deutsche Grammophon

Brahms: Klavierkonzerte Adam Laloum (Klavier) Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Kazuki Yamada (Leitung) Sony Classical

Zwischen der Komposition der beiden Violinkonzerte Prokofjews liegen fast zwanzig Jahre. Lisa Batiashvili hat sie nun auf einer CD veröffentlicht. Auffällig ist der schlanke, aber zupackende Ton, mit dem sie sich den Konzerten nähert. Sie verzichtet auf große romantische Gesten, spielt deswegen aber nicht weniger mitreißend. Mit geradezu kammermusikalischem Einfühlungsvermögen wird sie dabei vom wieder einmal bestens aufgelegten Chamber Orchestra of Europe unter Leitung von Yannick Nézet-­ Séguin begleitet. Ergänzt werden die Konzerte mit drei Stücken aus Ballettmusiken Prokofjews.  (NF)

Erstaunlich, dass der 30-jährige Franzose Adam Laloum gleich beide Brahms’schen Klavierkonzerte eingespielt hat, gehören sie doch gemeinhin in den Zuständigkeitsbereich gestandener Großpianisten. Doch weder deren enorme technische Ansprüche können ihn schrecken – als „pianistische Perversitäten“ bezeichnete sie Alfred Brendel – noch verfehlt er den männlich-markanten Impetus insbesondere der Kopfsätze. Nur manchmal wünscht man sich einen Funken weniger Beherrschtheit und dafür etwas mehr verzehrende Glut. Die imponierende Visitenkarte eines Pianisten, von dem man noch hören wird. (FA)

Später Mozart

„das glaubt sowieso keiner, der nicht dabei gewesen ist.“ Eleonore Büning, FAZ

Suggestiver Nielsen

5.-14. Juli 2018 Mozart: Klavierkonzerte Nr. 25 C-Dur KV 503 & Nr. 27 B-Dur KV 595 Piotr Anderszewski (Klavier & Leitung) Chamber Orchestra of Europe Warner Classics

Nielsen: Sinfonien Nr. 3 & 4 Estelí Gomez (Sopran), John Taylor Ward (Bariton), Seattle Symphony, Thomas Dausgaard (Leitung) Seattle Symphony Media

Zwei Klavierkonzerte aus den späten Jahren Mozarts hat sich Piotr Anderszewski für seine neue CD vorgenommen. Wie zu Mozarts Lebzeiten üblich dirigiert er selbst vom Klavier aus. Der Solopart kommt nuancen- und variantenreich, mit markantem Charakter daher, wie man es von Anderszewski gewohnt ist. Mitunter dramatisch aufgeladen und mit faszinierend subtilen agogischen Verschiebungen. Diese differenzierte Interpretation vermisst man beim Chamber Orchestra of Europe, das zuweilen ein bisschen ungelenk daherkommt, sein Spiel könnte noch prägnanter und pointierter sein.  (EW)

Carl Nielsen, oft unterschätzter Individualist der frühen Moderne, wird in den letzten Jahren vermehrt international entdeckt. Zwei Sinfonien des dänischen Komponisten haben nun Thomas Dausgaard und das Seattle Symphony live eingespielt. Sie leiten souverän und ambitioniert durch die suggestive, vielgestaltige sinfonische Welt Nielsens – perfektes Timing, konsequent gehaltene Spannungsbögen, kräftige Farbentfaltung und deutliche Konturen. Da gelingt alles sehr atmosphärisch, prägnant und plastisch, dass es eine wahre Lust ist. Auf diese Klangreisen lässt man sich nur zu gerne ein.  (EW)

**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend

CREATIO Nicolas Altstaedt künstlerische Leitung

Alfred Brendel Mojca Erdmann Vilde Frang Tobias Feldmann Heath Quartet Maximilian Hornung Barnabas Kelemen Andreas Ottensamer Lawrence Power Maja S.K. Ratkje Giovanni Sollima BartolomeyBittmann Alexander Lonquich und viele andere

kammermusikfest.at +43 (0)2616 20202


NEUHEITEN FRÜHJAHR

Virtuose Teufeleien

Sciarrino: Capricci, Tartini: Sonate Nr. 5, Berio: Sequenza VIII, Paganini: Capricci op. 1 (Auszüge) Michael Barenboim (Violine) Accentus

Das Virtuosentum alter Schule und künstlerische Reflexion bringt Michael Barenboim in seinem zweiten Album zusammen. Ist nicht Giuseppe Tartinis Teufelstrillersonate der frühe Versuch einer ästhetischen Emanzipation der Dissonanz? Stehen nicht Salvatore Sciarrino und Luciano Be­rio für Ebenen der zeitgenössischen Musik, die die Klarheit und direkte Eloquenz der sogenannten „Alten Musik“ bewahren will? Michael Barenboim spielt das gläsern, versachlichend, gezügelt. Mit Meisterschaft und Kühle gewinnt er das Ringen gegen den „Diabolus in musicus“ mit der Objektivität eines Rationalisten.  (RD)

Nuancierte Sonaten

Beethoven: Klaviersonaten Nr. 29 „Hammerklaviersonate“ & Nr. 14 „Mondschein-Sonate“ Murray Perahia (Klavier) Deutsche Grammophon

Starpianist Murray Perahia hat sich intensiv mit den Quellen von Beethovens raumgreifender, formsprengender Hammerklaviersonate beschäftigt. Perahia verfügt über die Energie und die musikalische Fantasie, den Reichtum dieser Musik in vielfältigen Nuancen und Ausprägungen zu gestalten und hat gleichzeitig den Blick für das große Ganze. Diese tiefe Durchdringung erlaubt ihm Gelassenheit, nichts wirkt angestrengt, nichts konstruiert, alles erscheint als natürliche Entwicklung. Transparenz und Klarheit, spannend bis zum letzten Takt. Das gilt auch für die Mondscheinsonate.  (EW)

Kurz Besprochen Gál: Concertino op. 87, Cellosonate op. 109 u. a. Matthew Sharp (Cello), English Symphony Orchestra, K. Woods (Ltg). Avie Später Neoklassizismus, dargeboten mit Intensität und charmanter Leichtigkeit: Matthew Sharp und seine Mitstreiter rücken Hans Gáls Werke für Cello in den Mittelpunkt. (EW) Schubert: Winterreise Mark Padmore (Tenor), Kristian Bezuidenhout (Fortepiano). harmonia mundi Eine schlicht superbe Allianz: hier Bezuidenhout mit seinem klangfarbenreichen Flügelspiel, dort Mark Padmore als kongenialer Bote von Schuberts kompositorischen Ideen. (CL) Lifelines – Werke von Grieg, Liszt & Franck Lea Birringer (Violine), Esther Birringer (Klavier). Rubicon Wer so gut aussieht wie Lea und Esther Birringer, könnte auf Vorbehalte stoßen – künstlerisch überzeugen aber die Schwestern mit Musikalität und perfekter Harmonie. (FA) Meyerbeer: Le Prophète Essener Philharmoniker, Giuliano Carella (Leitung). Oehms Classics Vor der Uraufführung musste Meyerbeer vierzig Minuten seiner Oper streichen. Giulano Carella spielt das Drama ungekürzt nach der kritischen Neu­ ausgabe ein. (RD) Online-Tipp

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Top 20 Klassik-Charts Februar (05.01.– 09.02.2018)

1

(Neu)

Riccardo Muti & Wiener Philharmoniker Neujahrskonzert 2018 Sony Classical

Glanzvoller Jahresauftakt in Wien: Riccardo Muti leitete dieses Jahr das traditionelle Neujahrskonzert der Philharmoniker – und hielt so manches musikalische „Schmankerl“ bereit.

2

Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

3

Franco Fagioli, Il Pomo d’Oro, Zefira Valova

4

Jonas Kaufmann

(1)

(Neu)

(2)

Dolce Duello Decca Records

L’Opéra Sony Classical

5

Xavier de Maistre

6

Albrecht Mayer, I Musici di Roma, A. Zucco & L. Pianca

7

Teodor Currentzis & MusicAeterna

8

Daniel Barenboim

9

Mutter, Trifonov, Lee, Hornung & Patkoló

(4)

(9)

(Neu)

(7)

10 (3)

Jonas Kaufmann

12

Dorothee Mields

13

Philippe Jaroussky

Serenata Española Sony Classical

Tesori d’Italia Deutsche Grammophon

Schubert: Forellenquintett Deutsche Grammophon

Daniil Trifonov, Mikhail Pletnev, Mahler Chamber Orch. Chopin Evocations Deutsche Grammophon

Monteverdi: La Dolce Vita deutsche harmonia mundi

(Neu)

The Händel Album Erato

(5)

Händel entdecken mit Philippe Jaroussky: Der Countertenor bietet mit diesem Album ein klangschönes wie faszinierendes Kaleidoskop des Opernschaffens des Barockkomponisten.

14

M. E. Cencic, J. Lezhneva, Capella Cracoviensis

15

Wiener Philharmoniker

16

The King’s Singers

17

Krystian Zimerman

Porpora: Germanico in Germania Decca Records

(Neu)

Neujahrskonzert: Die gesamten Werke Sony Classical

(19)

Gold Signum Classics

(15)

Schubert: Piano Sonatas D 959 & D 960 Deutsche Grammophon

(WE*)

Nach 25 Jahren veröffentlichte Polens Ausnahmepianist erstmals wieder ein Soloalbum für das Gelblabel. Auf dem Programm: zwei späte Sonaten von Franz Schubert.

Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 Sony Classical Claude Debussy Deutsche Grammophon

Dolce Vita Sony Classical

(6)

Handel Arias Deutsche Grammophon

Nachdem Deutschlands erfolgreichster ­Klassik-Star mit „La dolce vita“ die Italianità beschwörte, richtet sich diesmal sein Blick auf die Opernwelt Frankreichs.

(Neu)

11

18

Herbert Blomstedt

19

J. DiDonato, J. Nelson, ­Orchestre National de France

20

Bach – Small Gifts

(WE*)

(18)

(10)

* Wiedereinstieg Ermittelt von GfK Entertainment GmbH im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.

Beethoven: Sinfonien Nr. 1–9 Accentus

Berlioz: Les Troyens (Live) Erato

Dorothee Oberlinger, Andreas Scholl, Ensemble 1700 deutsche harmonia mundi

März 2018 concerti   35


Blind gehört

Lebt seit 1978 in Hamburg: der russische Pianist Evgeni Koroliov

»Ach, das ist so schön« Evgeni Koroliov hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen,

M

anchmal dauert es etwas länger, bis Künstler einverstanden sind, sich unserem „Blind gehört“ zu stellen. So auch bei Evgeni Koroliov. „Auf der Bühne bin ich nie so aufgeregt wie jetzt“, gesteht er dann auch seine Sorge, keinen der Künstler zu erkennen. Nachdem Tee für den Künstler und Aufnahmegerät für den Autor bereit sind, kann es losgehen. 36  concerti März 2018

Schubert: Sonate G-Dur D 894 – 1. Molto moderato i cantabile Swjatoslaw Richter (Klavier). Philips 1979/1994

Also vom Tempo her ist das Swjatoslaw Richter. Aber ich habe keine Ahnung, wo und wann die Aufnahme entstanden ist. Es wird aber eher eine Konzertaufnahme sein. Das Tempo ist schon ein bisschen moderat. Wissen Sie, je besser

man spielt, desto langsamer kann man auch spielen, weil man etwas zu sagen hat. Wie Richter in diesem Fall. TempoGefühl ist immer subjektiv und im Laufe des Lebens ändert sich dieses Gefühl auch. Ich glaube, als Musiker entwickelt man mit der Zeit eine Art „Psychotechnik“. Das heißt: Das, was man erst nur in langsamem Tempo ausdrücken konnte, kann man dann auch in etwas

Foto: Stephan Wallocha

ohne dass er erfährt, wer spielt. Von Gregor Burgenmeister


zügigerem Tempo ohne Verluste ausdrücken. Und das konnte man vielleicht mit 20 oder 25 Jahren noch nicht. Richter war bei uns sozusagen immer eines der Idole. Es ist in Russland populär, aus den Leuten Idole zu machen. Ich selbst hatte nie Vorbilder, aber ich habe mir natürlich schon die Leute, die bei uns populär waren, angehört. Also Richter, Emil Gilels, Wladimir Sofronitsky und natürlich Marija Judina, bei der ich auch Unterricht hatte. Von Richter habe ich sehr viele Konzerte gehört, von unterschiedlichster Qualität, es gab sicher auch etwas weniger glückliche Konzerte, aber auch viele ganz tolle. Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Horowitz (Klavier). RCA/Sony Music 1956/1989

Ich denke, das ist auch ein russischer Pianist oder eine Pianistin, nicht aber Sofronitsky. Es ist schön und musikazur Person

1949 in Moskau geboren, erhielt Evgeni Koroliov in Russlands Hauptstadt seinen ersten Klavierunterricht, ehe er am dortigen Konservatorium studierte. Der mehrfache Preisträger bei internationalen Wettbewerben nahm 1978 an der Hamburger Musikhoch­ schule eine Professur an, die er bis ins Jahr 2015 innehatte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ljupka Chadschi-Georgijewa tritt der Pianist auch als Duo Koroliov auf.

lisch gespielt, aber es fehlt etwas, es ist ein bisschen harmlos. Aus welcher Zeit kommt diese Aufnahme? Mitte des Jahrhunderts? Der Klang ist eigentlich eher nicht von Gilels. Auch Heinrich Neuhaus oder Samuel Feinberg sind es nicht. Viel berühmter, sagen sie? Ach, Horowitz? Ja, mein Gott, das ist wirklich er, ja, ich würde nicht unbedingt sagen, dass er der Größte war, aber der Berühmteste war er auf jeden Fall (lacht). Ah, deswegen dachte ich vielleicht, es könnte eine Pianistin sein. Er hat manchmal einfach viel zu schön gespielt, ein bisschen feminin, was oft sehr gut passt, aber manchmal doch auch nicht. Natürlich sind das nur Nuancen und sehr subjektiv. Horowitz hat vieles toll gespielt. Er war ein phänomenaler Virtuose, besonders in jungen Jahren. In späten Jahren war er zwar nicht mehr so virtuos, aber er ist dafür zu einem etwas noch bedeutenderen Musiker geworden. Mit achtzig Jahren (lacht). Da gab es ganz tolle Sachen von ihm. Mozart: Klavier­ konzert d-Moll KV 466 – 1. Allegro Clara Haskil (Klavier). Westminster/Universal 1950/2001

Also zeitlich kommt das wieder aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ein sehr guter Musiker oder eine Musikerin mit exzellentem Geschmack und gutem, leichten Klang. Ist das Clara Haskil? Ich dachte erst, das könnte Wilhelm Kempff sein, aber so gut spielte der nicht Klavier. Bei ihr ist alles sehr unspektakulär. Man hört sofort diesen Charme, diese

innerliche Einheit, Einfachheit und Noblesse. Das war ganz oft bei ihr so. Schön! Sie war nicht sehr bekannt in der Sowjetunion und ist auch ziemlich früh gestorben. Aber als ich ihre Aufnahmen hörte, war ich gleich in ihrem Bann. Sie hatte einen tollen Geschmack. Diese Selbstverständlichkeit, dass die schöne geniale Musik für sich selbst spricht, ja das hat mich gleich bezaubert. Bisher waren Sie noch sehr gnädig mit mir, ich hoffe, das bleibt so (lacht). Scriabin: Sonate Nr. 3 op. 53 – 1. Dramatico Wladimir Sofronitsky (Klavier). Philips/ Melodiya 1958/1999

Ich weiß jetzt nicht, ob das Sofronitsky ist, aber das ist was anderes, nicht wahr? Der Griff ist ganz anders. Und jetzt hören Sie mal, das ist es, ja. Gut! Also ich sage, es ist Sofronitsky. Er hat ja praktisch nicht im Westen konzertiert, obwohl er ein sehr guter Pianist war. Als er jünger war, war er zwar ein besserer Pianist, aber nicht so ein Musiker wie später. Er wurde von vielen Leuten in der Sowjetunion fast vergöttert. Wenn er spielte, das war manchmal wie Magie. Ich erinnere mich an ein Konzert, hier war vielleicht der Flügel (zeigt direkt neben sich), alles war ziemlich dunkel, nur eine Lampe beim Klavier. Und ich als vielleicht Neun- oder Zehnjähriger stand da und lauschte – das war Zauberei. Diese Klänge! Ein Horowitz wusste, wie man das Publikum bezaubert. Sofronitsky aber lebte das, er lebte diese geniale Musik. So etwas habe ich nie mehr gehört. März 2018 concerti   37


Blind gehört

Debussy: Préludes 1er Livre Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier). DG 1978/1991

Das muss Michelangeli sein, die Akkorde sind so zusammen und so ein bisschen rücksichtslos forte (lacht). Er nimmt sich die Zeit, um das vorzubereiten. Ich verzeihe ihm das gerne, denn ich mag ihn sehr gerne, also nicht alles, aber viel. Michelangeli wollte immer sehr, sehr sauber spielen. Als ich ihn zum ersten Mal 1964 in Moskau gehört habe, war das wahnsinnig eindrucksvoll, nicht so sehr die Perfektion, sondern eher die Palette, die Klangfarben, besonders bei Debussy, das war absolut faszinierend. Michelangeli hat ja ganz wenig gespielt, dafür natürlich immer wie geschliffen (lacht). Er hatte so eine Art ReinlichkeitsFimmel oder eine Art Ehrgeiz oder Eitelkeit, perfekt zu spielen. Es gibt Leute, die zur Perfektion tendieren. Auch ein Jan Vermeer war so, ein Rembrandt dafür nicht unbedingt, trotzdem war er ein ganz toller, großer Maler. Es gibt eben unterschiedliche Temperamente. Ravel: Gaspard de la nuit Martha Argerich (Klavier). DG 1960/2016

Das ist auch aus einer älteren Zeit, nicht ganz so alt, nein, aber etwas älter. Das ist irgendjemand, der sehr geradeaus spielen will, was ich toll finde, wie jetzt im Thema der Ondine. Manchmal ist es für meine Begriffe noch zu sehr an der Ober38 concerti März 2018

fläche. Es könnte Gieseking sein, oder ein französischer Pianist? Moment, darf ich noch ein bisschen? Zuerst dachte ich ja, es könnte Martha Argerich sein, aber dafür ist es zu unsauber, Martha ist so eine Virtuosin. Oh Gott, sie ist es? Tut mir leid, ich nehme das mit „zu unsauber“ zurück (lacht). Das ist sehr schnell gespielt und nicht so gut, deshalb dachte ich, vielleicht ein Älterer, der nicht so viel Wert legte auf Sauberkeit. Ich dachte auch an Walter Gieseking, es scheint mir aber klanglich ein bisschen zu wenig raffiniert. Vielleicht liegt es auch am Instrument. Aber gut, Geradlinigkeit hat Martha auch. Und ja, sie kann auch sehr tiefe Momente haben, Gott sei Dank. Ist das wirklich im Studio aufgenommen und keine Live-Aufnahme? Ach so, das war eine Rundfunkaufnahme? Ja, ich kenne das, die wurde dann wahrscheinlich in anderthalb Stunden aufgenommen, ich habe so was auch gemacht. Das war ein geschickter Zug von Ihnen (lacht). Liszt: Études d’exécution transcendante – Nr. 12 Chasse neige Daniil Trifonov (Klavier). DG 2015

Die Aufnahme kenne ich sicher nicht, das Repertoire ist auch nicht so ganz mein Me­tier. Die Manier oder die Gestik klingt nach einem älteren Pianisten, es könnte vielleicht Artur Rubinstein sein oder Claudio Arrau. Vielleicht ist er auch nicht ganz dieses Kaliber. Das ist eine aktuelle Aufnahme? Dann ist es wahrscheinlich Daniil Trifonov. Aber er hat dann auch ein bisschen diese

Manier. Aber ich unterstelle ihm, dass er das nicht absichtlich macht, das kommt vielleicht so aus ihm. Früher habe ich solche Manierismen bei ihm nicht so bemerkt. Aber man entwickelt sich mit der Zeit (lacht). Diese Gestik hat man sich eigentlich in der letzten Zeit abgewöhnt. Das ist jetzt nicht bewertend gemeint, weder positiv noch negativ. Hier schien es mir einfach so innig, deswegen dachte ich, vielleicht ein alter Pianist. Aber es ist gut, wenn Trifonov so spielt. Ich war ja in der Jury im Tschaikowsky-Wettbewerb, als er den ersten Preis gewonnen hat. Aber interessant, dass das auch eine Studioaufnahme ist, manches klingt gar nicht danach. Bach: Goldberg-­ Variationen BWV 988 – 1. Aria Glenn Gould (Klavier). Sony Classical 1981/2012

Das ist jetzt leicht (lacht). Ich erinnere mich sehr gut, wie meine erste Lehrerin mich als siebenjähriges Kind zu einem Konzert von Glenn Gould im kleinen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums mitnahm. Die modernen Sachen, die er spielte, habe ich damals natürlich noch nicht verstanden. Aber dann spielte er drei Kontrapunkte aus der Kunst der Fuge. Und diese Musik war für mich wie ein Blitzschlag. Na ja, natürlich hat er auch sehr gut gespielt, nehme ich jetzt einmal an (lacht). Und irgendwie habe ich dann danach gedacht, ich möchte das selbst einmal spielen und ein „Bachist“ werden. Also so gesehen hat Glenn Gould in meinem Leben eine


kleine Schlüsselrolle gespielt. Wenn die Lehrerin das damals nicht gemacht hätte, ich weiß nicht, was dann passiert wäre. Viel später habe ich selbst die Kunst der Fuge einstudiert. Und natürlich mit absolut eigenen Vorstellungen. Wobei: Bei diesen drei Stücken bin ich vom Tempo her so geprägt von seinen Vorstellungen, dass ich sie sozusagen zu meinen eigenen gemacht habe. Ich habe mit dieser Musik lange gelebt, auch mit allen Kantaten, faktisch mit allem von Bach. Ich habe sie nicht wissenschaftlich untersucht, sondern habe richtig mit ihr gelebt. Und dann dachte ich mir, ich spiele sie, wie ich es fühle, dass es nicht gegen den Geist dieser Musik ist. Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung Lev Oborin (Klavier). BNF Collection 1954/2016

Ach, das ist so schön. Es ist irgendetwas in diesem Spiel, das mir sehr nahegeht. Das ist so ehrlich. Und auch sehr musikalisch. Könnte es Lev Oborin sein? Wirklich? Wo haben Sie das denn ausgegraben? Ich dachte nie, dass er das aufgenommen hat. Er war ein genial begabter Musiker. Aber faul wie Oblomow (Titelfigur des Romans von Iwan Gontscharow, Anm. d. Red.). Er hat es sich nicht erlaubt, ein großer, weltberühmter Pianist zu werden, nicht aus Bescheidenheit, sondern einfach, weil er zu faul war. Essen und Trinken waren ihm wichtiger (lacht). Als mein Lehrer hat er natürlich eine große Rolle gespielt. Wenn ich zu ihm gekommen bin, dann hat er erst mit mir über Musik

und über Gott und die Welt zu sprechen begonnen (lacht). Und manchmal gingen so anderthalb Stunden um und ich hatte noch überhaupt nicht gespielt. Erst später habe ich verstanden, was ich von ihm in diesen Gesprächen und seinen Erzählungen bekommen habe. Das hat alles in mir nachgewirkt und war immer gut. Ja, da haben sie mich jetzt wirklich erfreut, dass es da eine Aufnahme gibt!

MODERN CLASSICAL MUSIC

PIANO POETEN

Konzert-TIPPs

Dortmund So. 4.3., 18:00 Uhr Konzerthaus Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: Das Wohltemperierte Klavier Teil I BWV 846–869 Fürth Di. 20.3., 19:30 Uhr Stadttheater Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Bach: 15 dreistimmige Sinfonien BWV 787–801, Mozart: Sonate F-Dur KV 332, Ravel: Sonatine, Debussy: Préludes (Auszüge aus Band I & II) Köln So. 25.3., 11:00 Uhr Kleiner Sendesaal des WDR Zum 100. Todestag von Claude Debussy. Evgeni Koroliov (Klavier). Debussy: Préludes I & II Potsdam So. 29.4., 18:00 Uhr Nikolaisaal Bach: Dreifach beflügelt. Evgeni Koroliov, Anna Vinnitskaya & Ljupka Hadzigeorgieva (Klavier), Kammerakademie Potsdam. Bach: Konzerte für zwei Klaviere BWV 1061–1064 & Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Hamburg Mi. 9.5., 20:00 Uhr Elbphilharmonie (Großer Saal) Künstler & Programm siehe Potsdam Gifhorn So. 10.6., 18:00 Uhr Schloss (Rittersaal) Soli Deo Gloria. Evgeni Koroliov (Klavier). Werke von Bach

Drei neue exzellente Alben: Die Pianisten Federico Albanese, Marina Baranova und Friedrich Gulda vereinen die Lust am Experimentieren

CD-Tipp

Beethoven: DiabelliVariationen, Große Fuge B-Dur op. 134 u. a. Evgeni Koroliov & Ljupka Hadžigeorgieva (Klavier). tacet

und der Mut, Grenzen in der klassischen Musik einzureißen. www.neue-meister-music.com


multimedia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet

3sat

Le Nozze di Figaro

Radio: Zum 90. Geburtstag von Christa Ludwig

Die etwas andere Primadonna

Sa. 3.3., 20:15 Uhr Oper Jahrzehntelang stand Giorgio Strehlers legendäre Figaro-Inszenierung auf dem Spielplan der Mailänder Scala, ehe sich 2016 Frederic ­Wake-Walker an eine Neuproduktion wagte. NDR

Der Traum des Kent Nagano So. 4.3., 8:00 Uhr Doku Der NDR beleuchtet Kent Naganos ungewöhnliche Projekte, mit ­denen er ein breiteres Publikum ansprechen und seinen Traum verwirklichen will, dass Klassik für jedermann zugänglich ist. Arte

Stars von morgen So. 11.3., 18:25 Uhr TV-Show Rolando Villazón empfängt diesmal die Flötistin Lucie Horsch, den Pianisten D ­ mitry Masleev, den Tenor Konu Kim und den Bratschisten Adrien La Marca.

Stand noch noch mit Maria Callas auf der Bühne: Christa Ludwig

D

ie Aufzeichnung ihrer Lebenserinnerungen, erschienen vor zwanzig Jahren, betitelte sie mit „... und ich wäre so gern Primadonna gewesen“. Dass Christa Ludwig dennoch ohne Zweifel eine

Arte

Die Musketiere im Damenstifte

40 concerti März 2018

ab Fr. 16.3., 18:05 Uhr, BR-Klassik Weitere Informationen: www.br-klassik.de

Online: In der Welt des Rundfunkchors Berlin

Requiem down under

F Mo. 26.3., 0:00 Uhr Operette Louis Varneys Operette wurde 2015 von Jérôme Deschamps an der Pariser Opéra Comique werkgetreu inszeniert – und vom Publikum begeistert aufgenommen.

solche Primadonna war, beweist BR-Klassik: Der Radiosender widmet der Mezzosopranistin zu ihrem 90. Geburtstag gleich vier Sendungen. Den Anfang macht am 16. März – Ludwigs Geburtstag – um 18:05 Uhr die Sendung „Klassikstars“, ab 20:05 Uhr werden Livemitschnitte mit ihr ausgestrahlt, ehe Christa Ludwig selbst am 17. März um 11:05 Uhr in „Meine Musik“ zu hören ist. Den Abschluss macht die Opernsendung „con passione“, die sich ganz auf Interpretationen Christa Ludwigs konzentriert.

ür seine Erfolgsproduktion human requiem wurde der Rundfunkchor Berlin bereits rund um den Globus gefeiert. Nun folgt der Chor der Einladung des „Adelaide Festival of Arts“ nach Australasien und präsentiert dort die Produktion von 2012, der Brahms’ Ein deutsches Requiem zugrunde liegt und die um choreografische

Elemente von Jochen Sandig und dem Team der Compagnie Sasha Waltz angereichert wurde. Wie es den Mitgliedern des Rundfunkchors auf der Reise in die Ferne ergeht, lesen Sie in unserer Facebook-Rubrik „In der Welt von ...“. Vom 13. bis 18.3. auf: www.facebook.com/ concertimagazin

Fotos: Pierre Groisbois, Angus McBean/Warner Classics, gemeinfrei

 TV-Tipps


Kino: Bernstein Celebration des Royal Ballet

Tanz zum Jubiläum

D

as kreative Genie Leonard Bernsteins wird auch vom Londoner Royal Ballet geehrt. Zum 100. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten kommt ein Tanz-Triptychon auf die Bühne, das die Kompositionen des US-Amerikaners würdigt. Das Programm der „Bernstein Celebration“ – so der Titel des Abends – enthält zwei Weltpremieren von Wayne McGregor und Christopher Wheeldon sowie eine Wiederaufnahme von Liam Scarletts The Age of Anxiety („Das Zeitalter der Angst“) zu Bernsteins zweiter Sinfonie. Wayne McGregor arbeitet für seine Choreografie zu Bernsteins Chichester Psalms mit dem Künst-

 Radio-Tipps NDR Kultur

Eschenbach dirigiert Hindemith Fr. 2.3., 20:00 Uhr Konzert Das NDR Elbphilharmonie ­Orchester bringt Hindemiths ­Requiem mit dem sperrigen Titel When Lilacs Last in the Dooryard Bloom’d auf die Konzertbühne. WDR 3

Szene aus Liam Scarletts The Age of Anxiety

ler Edmund de Waal zusammen, während Christopher Wheeldon die Kostümierung dem vielfach ausgezeichneten Modedesigner Erdem ­Moraliog˘lu überlässt. Di. 27.3., 20:15 Uhr Teilnehmende Kinos: www.rohkinotickets.de

Madama Butterfly Sa. 3.3., 19:00 Uhr Oper live aus der MET Drei Jahre nach i­hrer Uraufführung kam die Oper 1907 auf den Spielplan der MET. Auch über hundert Jahre später gehört Puccinis Meisterwerk zum festen Repertoire an New Yorks Opernhaus. BR-Klassik

Von Berlin bis zum Broadway

Online: Dokumentarfilm Resonanzen über C. Bechstein

Einzigartige Instrumente

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ie globalisierte Massenproduktion macht bekanntlich auch vor Musikinstrumenten nicht Halt. Klaviere und Flügel etwa werden seit Jahren zum größten Teil in Fernost gefertigt. Bleibt die Frage, was das Fabrikat eines traditionsreichen Instrumentenbauers überhaupt ausmacht. Genau genommen braucht man für die Beantwortung der Frage kaum mehr als 37 Minuten: So lange dauert der spannende wie erhellende Dokumentarfilm Resonanzen von Thomas Nitsch. Darin spürt der preisgekrönte Regisseur der Faszination des Klangs der Flügel aus der Manufaktur C. Bechstein nach, lässt berühmte Künstler zu

Wort kommen – und erschafft so mit diesem Film eine klangvolle Huldigung an die Einzigartigkeit jedes Flügels des Berliner Traditionshauses, das 1853 gegründet wurde.

Fr. 16.3., 19:05 Uhr Musik-­ Feature Nach dem Motto „gestern, heute, morgen“ beleuchtet das Feature Kurt Weills Musik­ theaterschaffen von den Vorbildern des Komponisten bis hin zu den heutigen Weill-Interpreten. Deutschlandfunk Kultur

Zum 100. Todestag Claude Debussys So. 25.3., 22:00 Uhr Musikfeuilleton Michael Dasche blickt im Gespräch mit dem Pianisten und Debussy-Experten Bernd Goetzke auf die teils widersprüchlichen Seiten des so streitbaren wie genialen Komponisten. Deutschlandfunk

Schöne Stimmen Startete als Ein-Mann-Betrieb: Carl Bechstein (1826–1900) Ab dem 1. März ist der Film online zu sehen auf: bechstein.com/film

Fr. 30.3., 23:05 Uhr Porträt Moderator Thilo Braun rückt mit Christoph Prégardien einen der gefragtesten Tenöre hierzulande in den Mittelpunkt der Sendung.

März 2018 concerti   41


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Diesen Monat neu auf concerti.de/lounge:

Sommersonnenklang Tipps Malta ist als paradiesisches ­Urlaubsreiseziel inzwischen längst kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Touristen zieht es Jahr für Jahr auf die ­faszinierende Mittelmeerinsel südlich von Sizilien. Aber Malta hat nicht nur Sonne, Strand und Meer zu bieten, sondern auch viele und abwechslungsreiche Festivals. Wir stellen Ihnen die Festspielhöhepunkte der traumhaften Insel genauer vor.

Perfekte Fahrt, perfekter Sound Technik Wenn die Gewinner unserer Aktion „Mein Konzert mit Lexus“ zum Konzert chauffiert werden, wird der Künstler des Abends auf der Rückbank des Lexus sitzen und auch eine Playlist mit im Gepäck haben. Denn das Soundsystem von Mark Levinson muss man einfach mal genossen haben. Wir durften uns die High-End-Audioanlage vorab genauer anhören.

Umzug einer Supernanny Reportage Große Musicalshows sind nicht nur beeindruckend, sondern auch technisch sehr aufwändig. Trotzdem brauchte der Musical-Produzent Stage Entertainment nur gut drei Wochen, um Mary Poppins von Stuttgart nach Hamburg umziehen zu lassen. Wir ­begleiteten die logistische Meisterleistung und konnten dabei einen spannenden Einblick hinter die Kulissen ­gewinnen. 42 concerti März 2018

Verlag concerti Media GmbH Hammerbrookstraße 93 · 20097 Hamburg Tel: 040/22 86 886-0 · Fax: 040/22 86 886–17 info@concerti.de · www.concerti.de Herausgeber/Chefredakteur Gregor Burgenmeister (V.i.S.d.P.) Redaktion Jörg Roberts (Chef vom Dienst), Maximilian Theiss (Textchef, MT), Ninja Anderlohr-Hepp (Ressortleitung), Peter Krause (Ressortleitung Oper, PK), Sören Ingwersen (Textredaktion), Verena Kinle (Bildredaktion), Julia Hellmig (JH), Julia Oehlrich, Insa Axmann, Johann Buddecke (JB), Irem Çatı, Hannah Duffek, Nicolas ­Furchert, Nicole Korzonnek (NK) Autoren der aktuellen Ausgaben Frank ­Armbruster (FA), ­Christina ­Bauer, ­Irene ­Bazinger, ­Helge ­Birkelbach, ­Jakob ­Buhre, ­Roland H. ­Dippel (RD), C ­ hristoph ­Forsthoff ­Katharina ­von ­Glasenapp, ­Reinald ­Hanke, ­Christoph Kalies, ­Katherina Knees, ­Christian ­Lahneck (CL), S ­ abine ­Näher (SN), G ­ eorg ­Pepl, ­Helmut ­Peters, ­Teresa ­Pieschacón ­Raphael, ­Elisa ­Reznicek, ­Antje ­Rößler, ­Stefan ­Schickhaus, ­Christian ­Schmidt, ­Sigrid ­Schuer, ­Eckhard ­Weber (EW) Art Direktion/Gestaltung Tom Leifer, Heidi Meyer, Jörg Roberts, Frauke Schäfers, Matthias Hirt Produktion/Lithographie Alphabeta GmbH Druck & Verarbeitung Mayr Miesbach GmbH Anzeigen Felix Husmann (Verlagsleitung) Tel: 040/22 86 886-20 f.husmann@concerti.de Mirko Erdmann (Leitung Klassikveranstalter, Festivals & Musikindustrie) Tel: 040/22 86 886-16 m.erdmann@concerti.de Gabriele Heesen (Klassikveranstalter & Marken) Tel: 040/22 86 886-32 g.heesen@concerti.de Heidi Meyer (Anzeigen- und Vertriebsassistenz) Tel: 040/22 86 886-18 h.meyer@concerti.de Melanie Berndt (Anzeigendisposition) Tel: 040/22 86 886-27 m.berndt@concerti.de

Business Development & Vertrieb Stefan Brettschneider Heftauslage vertrieb@concerti.de Abonnement concerti Media GmbH · Postfach 100 544, 20004 Hamburg · Tel: 040/228 688 688 Fax: 040/228 688 617 · abo@concerti.de Standard-Jahres­abonnement: 25 € frei Haus Erscheinungsweise elf Mal jährlich, Ausgabe April ist erhältlich ab 23.3. IVW geprüfte Verbreitung IV/2017: 170.835 Exemplare Redaktionsschluss Immer am 15. des Vor-Vormonats, bitte senden Sie Ihre Termine an: termine@concerti.de. Der Abdruck erfolgt kostenlos. Zusatz Der Terminkalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung für die angegebenen Daten. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Bei Nichtlieferung infolge höherer Gewalt oder durch Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. Alle Rechte: concerti Media GmbH

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Hörgenuss bis zum letzten Ton. Ganz ohne Räuspern oder Husten.

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I H R E S C H Ö NST E YAC H T D E R W E LT

„Kein Geschenk der Welt könnte schöner sein, als in seinen Armen Walzer zu tanzen. Ob damals auf unserer Hochzeit oder heute mitten auf dem Pazifik.“

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concerti Ausgabe Berlin & Brandenburg März 2018  

concerti - Das Konzert- und Opernmagazin mit Regionalteil für Berlin und Brandenburg.

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