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Themenheft

Jobstarter

Oktober 2020 Ausgabe Nr. 39

Sp e c ial Frauen in MINTBerufen

Perspektiven

Vielfältige Berufe

bei der Stadtverwaltung

Chancen

Neue Ausbildungsordnung fĂźr Kaufleute


LEHRSTELLEN INTRO

Baubranche boomt Hier werden Azubis dringend gesuchte

K

lar sind junge Menschen besorgt in der Krise: Wie soll man Karriere machen, wenn die Wirtschaft kriselt? Wer sich umschaut, merkt aber: Der Nachwuchs wird trotzdem gesucht und gebraucht. Zum Beispiel in der Baubranche. 90 Prozent aller Ausbildungsstellen blieben bei den Freiburger Baufirmen im Juli unbesetzt. Das hat die Industrie­gewerkschaft Bauen-AgrarUmwelt (IG BAU) kürzlich gemeldet. Soll heißen: Von zehn ausgeschriebenen Plätzen sind neun weiterhin zu haben. Auch im Vorjahr waren es schon viele: Im Juli 2019 blieben 75 Prozent der Plätze frei.

Foto: © iStock.com/sturti

Für junge Menschen in Südbaden heißt das: Wer sich vorstellen kann, im Baubusiness zu arbeiten, hat rosige Aussichten, einen Platz zu bekommen. Für die Arbeitgeber ist die Lage jedoch brisant: Von einem „Alarmsignal“ spricht Lukas Oßwald, Vertreter der IG BAU Südbaden. Wenn es den Firmen nicht gelinge, Schulabgänger für die dringend gebrauchte Arbeit als Maurer, Straßenbauer oder Baugeräteführer zu finden, dann gerate das Fundament der ganzen Branche ins Wanken. Sicherlich ist auch der Ruf der Branche ein Knackpunkt. Gewerkschafter Oßwald ist überzeugt: „Nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver wer-

den, lässt sich das Nachwuchs-Problem lösen.“ Die IG BAU fordert ein monatliches Einkommensplus von 100 Euro für alle Azubis. Die Corona-Krise reißt natürlich anderswo Lücken. So gab es im Sommer dennoch mehr Suchende als freie Stellen. Im Juli kamen im Raum Freiburg auf 1500 freie Lehrstellen ganze 1700 Bewerberinnen und Bewerber. Schüler mit weniger guten Zeugnissen hätten es schwer, etwas zu finden, heißt es. Es bleibt aber dabei: Jeder sollte in einem Bereich suchen, in dem er Talente hat. Um herauszufinden, wo diese liegen, helfen Online-Tools wie „Check-U“ der Bundesagentur für Arbeit.  Till Neumann ANZEIGE

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AUSBILDUNG STADTVERWALTUNG

Das Richtige gefunden

Leon ist Straßenbauer, Jonas studiert Sozialwirtschaft

E

ine Ausbildung im Rathaus, das klingt nach ­Aktenwälzen. Dabei bietet die Freiburger Stadtverwaltung Vielfalt: Mehr als 30 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge sind im Angebot. Dafür entschieden haben sich Leon Rotzinger und Jonas Kimmig. Sie sind Straßenbauer und angehender Sozial­ wirtschaftler. Auf den Schlossberg kommen viele zum Ausspannen. Für Leon Rotzinger ist Freiburgs Hausberg derzeit ein Arbeitsplatz. Der frischgebackene Straßenbauer legt dort mit seinen Kollegen einen Weg neu an. Mit Hammer und Kelle geht’s oberhalb des Kanonenplatzes zur Sache. Große Steine legt er wie bei einem Puzzle aneinander, um eine stabile Fläche zu bauen. Kniend macht Leon seinen Job mit Leidenschaft. An der frischen Luft zu sein, gefällt ihm sehr gut: „Das ist wichtig für mich“, sagt der 20 Jahre alte Freiburger. Genauso viel Wert legt er auf den Kontakt zu den Kollegen. Sympathisch findet er das Arbeiten mit den anderen Straßenbauern der Stadtverwaltung Freiburg. Seine Ausbildung hat er in diesem Jahr abgeschlossen. Wegen der Corona-Krise ging das früher als geplant. Jetzt ist er für sechs Monate übernommen – wie jede oder jeder andere Azubi auch. Eine Garantie der Stadtverwaltung für alle, die dort Karriere machen. Leon ist froh, sie als Arbeitgeber zu haben. Das biete Sicherheit. Firmen könnten pleite gehen. Bei einer Stadtverwaltung sei das nicht möglich.

Pflastert auf dem Schlossberg: Leon Rotzinger arbeitet gerne draußen.

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Fotos: © tln

Studiert dual: Jonas Kimmig in seinem Büro beim Amt für Kinder, Jugend und Familie.

Eigentlich wollte Leon nach der Werk­realschule einen Bürojob machen. Doch bei einem spontanen Praktikum entdeckte er die Arbeit der Straßenbauer für sich. Er bewarb sich und wurde genommen. Die Theorie in der Ausbildung sei knackig gewesen, erzählt Leon. Auf die leichte Schulter nehmen solle man die Berufsschule nicht. Im Praxisteil der dreijährigen Lehre kam er dafür oft auf seine Kosten: „Im Sommer ist es mega“, sagt er zu den vielen Außeneinsätzen. Nur manche Tage fielen schwer. Der Job ist körperlich anstrengend. „Man braucht Durchhaltevermögen.“ Im Einsatz war er viel im Stadtgebiet. Auch beim SC Stadion. Dort habe er sich mit Kollegen um neu angelegte Wege und Straßen gekümmert. Nach dem Einsatz auf dem Schlossberg wird Leon mit einem Trupp den Gewerbekanal reinigen. Diese Abwechslung schätzt er sehr. Auch Jonas Kimmig hat sich für eine Karriere bei der Stadtverwaltung entschieden. Der 21-Jährige aus Oberkirch macht ein duales Studium in Sozialwirtschaft. Der sportliche Mann ist im 4. Semester an der Hochschule Villingen-Schwenningen. In Dreimonatsblöcken pendelt er zwischen den Theorieteilen und der Praxisstelle im Amt für Kinder, Jugend und Familie in Freiburg. Vor dem Studium war Kimmig in Peru. Dort machte er ein Auslandsjahr in einem Altenpflegeheim der Andenstadt Cusco. Da er sich nicht entscheiden konnte, ob er Soziales oder BWL studieren sollte, entschied er sich einfach für beides: Sozialwirtschaft. An der Hochschule


STADTVERWALTUNG AUSBILDUNG

Mehr Vielfalt geht kaum Villingen-­Schwenningen ist das möglich. Viele vergleichbare ­Studiengänge gebe es nicht in Deutschland. Theorie und Praxis sind in dem dualen Studium gut verzahnt, findet Kimmig. Sein Wissen anwenden konnte er bisher beim Kommunalen Sozialen Dienst oder der Jugendförderung. Dort übernahm er mit viel Eigenverantwortung Projekte. Es ging unter anderem um WLAN in Freiburger Kinder- und Jugendtreffs. „Das ist ein anspruchsvolles Studium“, sagt Kimmig zu Sozial­ wirtschaft. Ganz weg von der Hochschule sei er auch in den Praxisphasen nicht. Hausarbeiten oder Transferaufgaben seien zu erledigen. Dennoch hat er die Wahl nicht bereut: „Das ist sehr vielfältig und breit aufgestellt.“ Die Betreuung am Arbeitsplatz der Stadtverwaltung findet er top, die Perspektiven rosig. Er hat sich auf den Jugendbereich spezialisiert. Auch Altenpflege wäre möglich gewesen. Später könnte er sich vorstellen, eine soziale Einrichtung zu leiten oder Projekte zu koordinieren. Dass er schon im Studium Geld verdient, ist ein weiterer Bonus.  Till Neumann

Bewerbungen 

Die Stadtverwaltung Freiburg bietet Karrieremöglichkeiten in vielen Bereichen. Die Bewerbungsfrist für 2021 läuft bis zum 30. November. Interessierte finden mehr Infos auf www.wirliebenfreiburg.de

S

tadtverwaltung Freiburg – die pure Vielfalt an Berufen wartet auf dich. Kaum eine andere Arbeitgeberin der Region bietet eine so große Anzahl verschiedener Berufsbilder an. Das klassische Vorurteil von mausgrauen Langweilern, die den ganzen Tag nichts anderes machen als in ihrer Amtsstube Aktenstapel von rechts nach links schieben und zwischendurch leidenschaftlich ihren Bleistift spitzen, könnte kaum falscher sein. Mehr als 30 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge hat die Stadt im Angebot. Mit rund 4000 Beschäftigten ist sie die zweitgrößte Arbeitgeberin der Region. Die Arbeitsfelder bei der Stadt sind fast so vielfältig wie das Leben selbst. Brücken bauen, Tiere pflegen, Kinder erziehen, IT-Projekte planen oder Brände löschen – all das kann man bei der Stadt lernen. Natürlich sind auch die klassischen Verwaltungsberufe im Angebot. Ihr seht – mehr Vielfalt geht kaum. Weil die Bezahlung gut ist, die Arbeitszeiten oft sehr flexibel sind und am Ende gute Chancen auf eine Festanstellung bestehen, beginnen jedes Jahr über 100 junge Menschen ihre Ausbildung „bei der Stadt“. Insgesamt sind aktuell über 200 Auszubildende und Studierende im Einsatz, dazu kommen noch über 50 junge Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten. Da der Team-Gedanke und Fairplay bei der Stadtverwaltung Freiburg eine große Rolle spielen, dürft ihr die Ausbil-

dung mit einer Einführungswoche voller prägender Erlebnisse starten. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark und erfolgreich“ dürft ihr euch beispielsweise im Kletterpark unter Beweis stellen. Weitere Programmpunkte wie ein gemeinsamer Grillabend mit Ausbilderinnen und Ausbildern erwarten euch. Die Auswahlverfahren für Ausbildungsplätze oder Stellen für einen Freiwilligendienst beginnen jedes Jahr im September für das darauf­ folgende Ausbildungsjahr. Alles, was man dazu wissen muss, wie zum Beispiel die aktuellen Bewerbungsfristen für den Ausbildungsstart 2021,­ findet ihr im Netz auf www.wirliebenfreiburg.de Schaut einfach rein! Ob Handwerk, Sozialbereich, Verwaltung oder Informationstechnik – wer sich für eine Ausbildung oder ein Studium interessiert, wird hier sicher fündig. Wir freuen uns auf euch!  tln

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Illustration: © freepik.com

Karriere bei der Stadtverwaltung


STUDIUM MINT-FÄCHER

In der »Welt 

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Mira Zöllin macht ein Studien    v

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raktika, Bewerbungstraining, Impro-Theater: An Abwechslung fehlt es Mira Zöllin nicht. Sie hat vor einem Jahr Abitur gemacht. Seit Oktober ist sie Teilnehmerin am MINT-Gap-Year von proTechnicale. Dabei lernt die 19-Jährige mit zehn anderen Frauen die Themen klassischer Männerberufe kennen. Foto: © protechnicale

Mira Zöllin (Mitte) und ihre proTechnicaleKolleginnen lernen die MINT-Fächer kennen.

Nach dem Abitur in Bad Bellingen bei Lörrach wusste Mira nicht, was sie studieren soll. Durch Zufall stieß sie auf das MINT-Studienvorbereitungsjahr. Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. „Ich hab von proTechnicale gelesen, zwei Tage vor Bewerbungsende, habe meine Unterlagen hingesendet und wurde direkt angenommen“, berichtet die 19-Jährige. „Ich war in Mathe schon immer gut, deshalb dachte ich, dass der technische Bereich vielleicht richtig ist.“ In ihrer Familie macht das bisher keiner. „Ich wollte mir das jetzt einfach mal an­schauen“,­ sagt Mira. Es stimme, dass vielen Mädchen gesagt würde, sie sollten lieber was Weiblicheres machen. Beispielsweise Jura. Jungs würden im Zweifelsfall eher technische Berufe erlernen. Das Studienvorbereitungs- und Orientierungsjahr richtet sich ausschließlich an Frauen. Die SOPHIA.T gGmbH bietet es seit 2011 für je 14 Teilnehmerinnen an. „Ich habe selbst drei Töchter und ich finde es wichtig, jungen Frauen den Rücken zu stärken“, erklärt Projektkoordinatorin Wiebke Pomplun. So könnten sich diese auch in von Männern dominierten Berufen behaupten. Die Stadt Hamburg unterstützt das Projekt. Anfangs gab’s auch Support vom Bundes­ministerium für Bildung.

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  der Männer«

n    vorbereitungsjahr für MINT-Fächer Von Anfang Oktober bis Ende August lernen die Teilnehmerinnen Mathematik, Physik, technisches Englisch und Zeichnen sowie Computer Aided Design (CAD) oder Philosophie. Sie absolvieren mehrwöchige Praktika im In- und Ausland sowie Schnuppertage an Hochschulen. So erlangen sie etwa Einblick in die Themen Luft- und Raumfahrt, alternative Energien und Informationstechnologie. Außerdem sammeln sie Credit-Points, die sie sich im späteren Studium anrechnen lassen können. „Was mir gefällt, sind die Soft-Skill-Angebote“, sagt Mira. Dabei habe sie viel gelernt, vom Bewerbungstraining über Schreibworkshops und Impro-Theater. Außerdem schätzt sie das WG-Leben in Hamburg. Auch das sei ein Ziel, erklärt Pomplun: „Wir fördern ja Social Skills und wollen ihr Selbstbewusstsein stärken, sie von innen heraus stark machen.“ Für die Praktika steht den Teilnehmerinnen ein Netzwerk bekannter Firmen bereit, etwa Airbus oder Safran. Mira ist begeistert von ihrem Praktikum bei Airbus: „Das ist bisher mein einziges und es hat mir sehr gut gefallen, weil man einfach mal so in die Berufswelt reinschauen konnte.“ Kostenlos ist das Gap Year nicht: Die monatliche Teilnahmegebühr beträgt 760 Euro. Damit der Zugang allen gewährleistet ist, erhält grundsätzlich jede Teilnehmerin von proTechnicale ein Sonderstipendium. Zusätzlich kann ein Normalstipendium beantragt werden, das abhängig vom Einkommen der Eltern ist. „Ich kriege relativ viel, also ich zahle im Monat keine 100 Euro. Und da helfen mir meine Eltern“, berichtet Mira. Dass nur Frauen gefördert werden, sieht sie gespalten. „Ich hatte früher einen Schulkameraden, der wollte das auch unbedingt machen, bis er herausgefunden hat, dass es nur für Mädchen ist.“ Gerade bei der Arbeit fände sie es „blöd, wenn ich besser behandelt werden würde, nur weil ich eine Frau bin“. Alles in allem empfinde sie das Programm dennoch als etwas sehr Gutes.  Liliane Herzberg

Info

Im Netz: www.protechnicale.de Die nächste Bewerbungsphase startet im Dezember 2020.

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AUSBILDUNG KOSTEN

Unterm Strich rechnet sich eine Ausbildung meistens für den Betrieb und den Auszubildenden.

Eine Investition in die Zukunft

Untersuchung stellt Vorteile der betrieblichen Bildung auch für die Betriebe heraus / Kosten wenig gestiegen

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Foto: © mrmohock – stock.adobe.com

ie eigene Ausbildung ist neben der Rekrutierung von Fachkräften über den externen Arbeitsmarkt die wichtigste Möglichkeit für Betriebe, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Nach den Ergebnissen einer neuen repräsentativen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) lohnt sich diese Investition in die Zukunft.

Nach der Untersuchung der Kosten und Nutzen der ­betrieblichen Ausbildung für das Ausbildungsjahr 2017/2018 seien die Nettokosten der Betriebe im Vergleich zur letzten Erhebung 2012/2013 nur leicht auf 6478 Euro pro Azubi und Jahr gestiegen. Die BIBB-Erhebung beschreibt somit die Ausgangslage vor der Corona-­ Pandemie. Die Investitionen der Betriebe zahlten sich aber insbesondere bei Übernahme der Auszubildenden aus. Denn dann müssten die Betriebe nicht auf dem Arbeitsmarkt nach Fachkräften suchen, die meist noch über zusätzliche Weiterbildungs- und Einarbeitungsmaßnahmen integriert werden müssten. Dadurch würden Personalgewinnungskosten eingespart, Abhängigkeiten vom Arbeitsmarkt reduziert und mögliche Ausfallkosten durch Personalengpässe vermieden. Immer mehr Betriebe bildeten daher Auszubildende mit der Absicht aus, alle oder zumindest einen Teil von ihnen auch zu übernehmen. 90 Prozent der Betriebe hätten dies bestätigt; in der früheren Untersuchung habe dieser Anteil bei 83 Prozent gelegen.

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„Auch wenn die Daten“, so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser, „keine unmittelbaren Rückschlüsse auf das aktuelle Handeln der Betriebe in Corona-Zeiten zulassen, so zeigt die BIBB-Erhebung doch: Für einen Großteil der Betriebe lohnt sich die Ausbildung – entweder schon während der Ausbildung durch die produktiven Beiträge der Auszubildenden, durch die eingesparten Personalgewinnungskosten bei Übernahme oder durch weitere Nutzenfaktoren wie zum Beispiel die Vermeidung von Stellenvakanzen, eine hohe Identifikation mit dem Betrieb und eine lange Betriebszugehörigkeit. Weniger als zehn Prozent der Betriebe geben an, dass sie mit dem Verhältnis von Kosten und Nutzen ihrer Ausbildung unzufrieden sind.“ Im Ausbildungsjahr 2017/2018 entstanden der Untersuchung zufolge den Betrieben im Durchschnitt pro Auszubildendem und Jahr Bruttokosten in Höhe von 20.855 Euro. Davon entfielen 12.806 Euro (61 Prozent) auf die Personalkosten der Auszubildenden und 4935 Euro (24 Prozent) auf die Ausbilder. Anlage- und Sachkosten schlugen mit 767 Euro (4 Prozent) und sonstige Kosten mit 2348 Euro (11 Prozent) zu Buche. Zieht man von den Bruttokosten die Erträge der Auszubildenden in Höhe von durchschnittlich 14.377 Euro pro Jahr ab, die sie bereits während ihrer Ausbildung für den Betrieb erwirtschaften, so ergeben sich für das Ausbildungsjahr 2017/2018 für die Betriebe durchschnittliche Nettokosten von 6478 Euro pro Jahr und Auszubildendem.  Volker Huber/BZ


TOURISMUS AUSBILDUNG

Kostenfreie Karrierebörse

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Neues Ausbildungsportal der Reisewirtschaft

er Deutsche Reiseverband (DRV) präsentiert das Ausbildungsportal der Reisewirtschaft tourismus-azubi.de in neuem Design. Die Website richtet sich an alle, die sich für eine Ausbildung im Tourismus interessieren. Insbesondere an junge Menschen, die sich beruflich in Richtung Tourismus orientieren wollen. Herzstück von tourismus-azubi.de ist eine für angehende Azubis kostenfreie Ausbildungsplatzbörse. Mit Fakten zur Ausbildung rund um das Reisen wirbt der DRV für einen Einstieg in die „schönste Branche der Welt“. „Eine Ausbildung als Tourismuskauffrau oder Tourismuskaufmann

Foto: © pixabay.com

ist der ideale Einstieg in die Reisebranche“, erläutert DRV-Präsident Norbert Fiebig. Er freut sich, „dass wir gerade in diesen schwierigen Zeiten ein ansprechend gestaltetes Informationsangebot für angehende Tourismuskaufleute haben“. Was in der Ausbildung im Detail erwar-

tet wird, beleuchtet die Seite umfassend. Unter dem Motto „Komm mit in die schönste Branche der Welt“ informiert tourismus-azubi.de über die wichtigsten Aufgabenfelder von Tourismuskaufleuten – Reisevertrieb, Reisevermittlung und Business Travel. Die Plattform beantwortet zudem häufig gestellte Fragen rund um die Ausbildung. Es geht unter anderem um Einstiegsvoraussetzungen, Verdienstmöglichkeiten und Fördermöglichkeiten innerhalb der Branche. Der DRV repräsentiert die Reisewirtschaft in Deutschland. Er setzt sich vor allem für die Belange von Reiseveranstaltern und Reisemittlern ein.  chilli ANZEIGE

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AUSBILDUNG NEUE MEDIEN

Flexibel, profiliert, passgenau

Ausbildung zu Mediengestalter Bild und Ton wurde modernisiert Foto: © BERLITZ-OLLE/BS 19

Das Tätigkeitsfeld der Mediengestalter Bild und Ton ist vielfältig – die neue Ausbildungsordnung sieht nicht weniger als 18 unterschiedliche Wahlqualifikationen vor.

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b in Hörfunk-, Film-, TV- oder Onlineproduktionen, ob in Theatern, Messe- und Veranstaltungsagenturen oder im Marketing und der Unternehmenskommunikation: Mediengestalter und Mediengestalterinnen Bild und Ton üben in den unterschiedlichsten Branchen einen vielseitigen Beruf aus, dessen Ausbildung unter der Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) jetzt modernisiert wurde. Die bisher eigenständigen Ausbildungen „Film- und Videoeditor / -in“ sowie „Mediengestalter / -in Bild und Ton“ wurden darüber hinaus zusammengeführt, sodass es nun eine einheitliche Ausbildung im Be-

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NEUE MEDIEN AUSBILDUNG

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reich der technischen Medienproduktion gibt. Die neue Ausbildungsordnung trat am 1. August in Kraft. Zu den klassischen Inhalten der Ausbildung gehören auch künftig die Herstellung von Bild- und Tonaufnahmen, zum Beispiel bei der Durchführung von Befragungen, sowie die Herstellung audiovisueller Medienprodukte, zu denen etwa Fernsehproduktionen im Studio oder Sportberichterstattungen mit Hilfe von Übertragungswagen zählen. Auch die Nachbearbeitung von Bild- und Tonprodukten bei Film- oder Radioproduktionen gehören zum festen Repertoire, das die Auszubildenden beherrschen müssen. Online-Plattformen und Social-Media-Angebote machen eine zielgruppengerechtere Aufbereitung von Inhalten erforderlich. Daher müssen Auszubildende auf der Grundlage journalistischer Beiträge künftig auch andere Medienkanäle, wie zum Beispiel Facebook, Instagram oder Twitter, mit eigenem Inhalt bedienen können. Gerade in diesem Bereich öffnet sich für Mediengestalter ein neues, besonders interessantes Tätigkeitsfeld. Rechtliche Grundlagen der Medienproduktion erhalten eine wesentlich höhere Bedeutung. Dazu gehören Urheber- und Persönlichkeitsrechte genauso wie Datenschutz und Datensicherheit. Auch die Projektorganisation ist eine wichtige Kompetenz, denn Mediengestalter müssen Produktionsverfahren auswählen, Arbeitsabläufe festlegen und Produktionsteams organisieren. Nicht zuletzt finden sich in der neuen Ausbildungsordnung insgesamt 18 unterschiedliche Wahlqualifikationen, das macht die Ausbildung flexibler, profilschärfer und passgenauer. So können die Auszubildenden durch die Wahl entsprechender Qualifikationsmöglichkeiten im zweiten und dritten Ausbildungsjahr zum Beispiel ihre Kompetenzen in den Bereichen Kameraproduktionen oder Studio-, Außenübertragungsund Bühnenproduktionen sowie Postproduktion oder Ton vertiefen. Weitere Wahlqualifikationen sind beispielsweise Medienpräsentationen bei Veranstaltungen, die Herstellung und Gestaltung visueller Effekte, das Durchführen von Sounddesigns oder das eigenständige Recherchieren und Herstellen von Beiträgen für unterschiedliche Ausgabekanäle.  Volker Huber/BZ

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AUSBILDUNG KAUFLEUTE

Neue Aufgaben, neuer Name Neue Ausbildungsordnung für Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement

A Foto: © SOEREN STACHE (DPA)

ufgrund einer wachsenden Bedeutung von ­E-Business, Prozess- und Schnittstellenmanagement haben sich die Kompetenzanforderungen für Kaufleute im Groß- und Außenhandel verändert. Aus diesem Grund hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine neue Ausbildungsordnung erarbeitet. Neu ist dabei auch die Berufsbezeichnung: Aus Kaufleuten im Groß- und Außenhandel werden künftig Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement.

Der funktionierende nationale und internationale Warenverkehr ist eine wichtige Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft.

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Neu in der Ausbildungsordnung der Kaufleute für Großund Außenhandelsmanagement ist die Berufsbildposition „Elektronische Geschäftsprozesse (E-Business)“. Hierunter fällt zum Beispiel die Verwendung von E-Business-Systemen zur Ressourcenplanung und zur Verwaltung von Kundenbeziehungen. Der Bedeutungsgewinn von projektförmiger Arbeit wird unter anderem durch neue Inhalte im Bereich des Projektmanagements abgebildet – beispielsweise Unterstützungsleistungen bei der Vorbereitung, Planung, Durchführung, Steuerung und Dokumentation betrieblicher Projekte. Auch in den beiden Fachrichtungen Großhandel und Außenhandel gibt es Veränderungen. So wurden beispielsweise in der Fachrichtung Großhandel Inhalte zum Retourenmanagement ergänzt; in der Fachrichtung Außenhandel wurden Inhalte internationaler Berufskompetenzen erweitert, zum Beispiel durch interkulturelle Kompetenzen. Neu eingeführt wurde auch eine gestreckte Abschlussprüfung, die sich aus zwei bewerteten Teilen zusammensetzt. In der mündlichen Prüfungsleistung können Auszubildende und Betriebe künftig zwischen zwei unter­schiedlichen Zugangswegen für ein fallbezogenes Gespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe wählen. Eine Ausbildung zumKaufmann oder zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement qualifiziert für vielfältige Tätigkeiten in Unternehmen des Handels oder der Industrie. Einsatzgebiete sind die Beschaffung von Waren im In- und Ausland, ihre Lagerung, Marketing und Vertrieb sowie waren- und kundenbezogene Dienstleistungen. Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Außenhandel wickeln insbesondere Außenhandelsgeschäfte ab und bedienen Auslandsmärkte. Mit 13.137 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen lag der Ausbildungsberuf 2019 auf Platz 11 der ausbildungsstärksten Berufe. Der Anteil junger Frauen beträgt knapp 40 Prozent, und gut die Hälfte aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich für diesen Ausbildungsberuf entscheiden, haben eine Studienberechtigung. Die Ausbildung eröffne dem BIBB zufolge zudem gute berufliche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten. So können sich Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement beispielsweise zum Geprüften Handelsfachwirt oder zum Geprüften Fachwirt für Außenwirtschaft weiterbilden. Volker Huber/BZ


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Theorie & Praxis Ausbildungsangebote für Erzieher*Innen

Am 17. November 2020 findet in der Privaten Fachschule­ für Sozialpädagogik Freiburg (PFSF) ein Fach- & Informationsabend rund um das Berufsbild „Erzieher*In“ statt. Themen wie Fortbildung, Praxis, Karriere & Quereinstieg werden hier umfassend von Fachlehrern und Pädagogen des freien Trägers von Kindertagesstätten concept maternel gGmbH erörtert. Die Schule ist staatlich anerkannt und bietet derzeit 46 Ausbildungsplätze für angehende Erzieherinnen und Erzieher an. Unterschieden wird zwischen der praxisintegrierten „PiA“-Ausbildung und der Nachqualifizierung nach §7 Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTAG). Ziel der PiA-Ausbildung ist der Abschluss zum/zur „staatlich anerkannte/r Erzieher/in“. Die dreijährige, gestaffelt vergütete Vollzeitausbildung hat wechselnde Theorie- und Praxisphasen. Der Theorieunterricht findet durch Dozenten der PFSF statt. Den Praxisteil können die Auszubildenden in einer der Partnereinrichtungen des gemeinnützigen Kita-Trägers concept maternel gGmbH absolvieren. Dort wird das neu erworbene theoretische Wissen sofort in der Praxis erprobt. Ausbildungsbeginn ist September 2021, Ausbildungsende der 31.08.2024. Die Nachqualifizierung nach §7 KiTaG richtet sich an Quereinsteiger mit beruflicher Vorbildung aus dem therapeutischen, pflegerischen oder pädagogischen Arbeitsumfeld, die in einer Kindertageseinrichtung arbeiten möchten. Interessenten können Sie sich an der Schule zur Fachkraft in Kindertageseinrichtungen nachqualifizieren lassen. Die Nachqualifizierung umfasst 25 Fortbildungstage, die berufsbegleitend absolviert werden. Die Termine liegen immer Freitag und Samstag ganztags, starten im Februar 2021 und strecken sich bis zum Dezember 2021.  chilli

Infoveranstaltung  Am 17. 11. von 17 – 19 Uhr

Ort: Private Fachschule für Sozialpädagogik Freiburg Basler Landstraße 30, 79111 Freiburg St. Georgen pfsf.bildungsconcepte.de Foto: © RCW

Nur mit Voranmeldung unter info@bildungsconcepte.de

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AUSBILDUNG FINANZEN

Zeit für das Kindergeld Foto: © iStock.com/PeJo29

Viele Jugendliche haben jetzt die Schulausbildung abgeschlossen. Bei jenen, die zum Zeitpunkt des Schulabschlusses das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wird das Kindergeld auch nach dem Schulabschluss bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres weitergezahlt. Bei Jugendlichen, die aber bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben – überwiegend Abiturienten –, muss ein neuer Antrag auf Kindergeld gestellt werden. „Kindergeld gibt es für Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sie sich in einer Berufsausbildung oder in einer sogenannten Übergangszeit von maximal vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden“, er-

klärt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. Das gelte auch, wenn Kinder auf einen Ausbildungsplatz warten oder einen anerkannten Freiwilligendienst absolvierten. Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres wird Kindergeld auch gezahlt, wenn das Kind in keinem Beschäftigungsverhältnis steht und bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet ist. „Wichtig ist, dass die Eltern nach Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes rechtzeitig einen neuen Antrag auf Kindergeld stellen, denn das Kindergeld wird nur noch für maximal sechs Monate rückwirkend gewährt“, rät Rauhöft.  BZ/tmn

Berufskleidung vom Jobcenter Bei der Anschaffung von Berufskleidung kann es Unterstützung vom Jobcenter geben. Bei Schülern etwa sind die Kosten dafür nicht durch die Schulbedarfspauschale gedeckt. Das zeigt ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen (Az.: L 11 AS 793/18), auf das der DGB Rechtsschutz verweist. Geklagt hatte ein 17-Jähriger, der eine Berufseinstiegsschule zur Vorbereitung auf eine Koch-Ausbildung besuchte. Seine Familie bezieht Hartz-IV-Leistungen. Für den Unterricht benötigte der Schüler Berufskleidung wie etwa eine Kochmütze und eine Kochjacke im Wert von insgesamt etwa 115 Euro. Er beantragte eine Kostenübernahme

beim Jobcenter. Der Antrag wurde abgelehnt. Das Landessozialgericht gab der Klage aber statt. Die Anschaffungskosten für schulische Berufskleidung müsse der Schüler nicht von den monatlichen Regelleistungen begleichen, die er erhält. Die Kosten für die Berufskleidung ließen sich nach Ansicht der Richter davon nicht ansparen. Auch sei Berufskleidung nicht von der sogenannten Schulbedarfspauschale erfasst. So hatte das Jobcenter argumentiert. Dazu gehören etwa Schulranzen, Sportbeutel oder Hefte, Stifte und andere Gebrauchsmaterialien, nicht aber Berufskleidung. Das LSG verurteilte das Jobcenter zur Kostenübernahme. BZ/dpa ANZEIGE

IMPRESSUM – THEMENHEFT 10.2020 Das Jobstarter-Themenheft erscheint im Freiburger Stadtmagazin chilli Herausgeber: chilli Freiburg GmbH Paul-Ehrlich-Str. 13, 79106 Freiburg www.chilli-freiburg.de Geschäftsführung: Michaela Moser (V.i.S.d.P.) Redaktion: Till Neumann (tln), Liliane Herzberg (herz), Volker Huber (BZ) Anzeigen: Christoph Winter (Leitung), Marlene Weber-Schick, Giuliano Siegel, Jennifer Patrias Grafik: Simone Bednarek Lektorat: Beate Vogt Titelbild: © iStock.com/insta_photos

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Das Themenheft ist in Zusammen­ arbeit mit dem „Jugend & Beruf“-Extra der Badischen Zeitung erstellt worden. Druck: Freiburger Druck GmbH & Co. KG Ein Unternehmen der Die im Magazin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung und Einspeicherung in elektronische Systeme. Gleiches gilt für den Nachdruck der von uns entworfenen Bilder und Anzeigen.


MOBILITÄT AUSBILDUNG

Vorsprung nutzen Ausbildung für ein Studium anrechnen lassen

Wer bereits eine Ausbildung absolviert hat, kann oft mit einem kleinen Vorsprung in ein Studium starten. So profitieren Studienanfänger mit Ausbildung nicht nur von ihrer Berufserfahrung und ihrem Wissensvorsprung – sie können sich die Ausbildung oft auch anrechnen lassen, erklärt das Portal abi.de. Manchmal verkürzt sich dadurch sogar die Studienzeit. Wer sich auch angesichts unübersichtlicher Voraussetzungen informieren will, kann die Datenbank zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen nutzen, die unter www. dabekom.de zu erreichen ist. Über eine Filterfunktion finden Interessierte etwa BWL-Studiengänge an Hochschulen in ihrem Bundesland, bei denen sie sich eine Ausbildung zur Bürokauffrau anrechnen lassen können.  BZ/dpa

Das SemesterTicket wird günstiger

Foto: © RVF

Zum Wintersemester 2020/21 ändert sich der Preis des RVF-SemesterTickets: Es kostet künftig statt 94 Euro nur noch 89 Euro. Es gilt weiterhin für 6 Monate und das gesamte RVF-Gebiet. Für 14,90 Euro pro Monat ist der Nahverkehr rund um die Uhr für Studium und Freizeit nutzbar. Das SemesterTicket kann nicht nur für die Fahrt zur Uni, sondern auch für Ausflüge zum Feldberg, Titisee oder an den Rhein genutzt werden. Die Preissenkung wurde möglich, da Studierendenwerk, Studierendenvertretung und RVF sich auf eine Erhöhung des Solidarbeitrags

verständigt haben. Der Solidarbeitrag ist in den Semestergebühren enthalten und dient der Grundfinanzierung des SemesterTickets. Auf Grundlage des Solidarbeitrags haben alle Studierenden – auch die, die kein SemesterTicket kaufen – täglich von 19 Uhr bis Betriebsschluss und künftig zusätzlich an Sonn- und Feiertagen ganztägig freie Fahrt mit den Bussen und Bahnen im RVF. chilli

Info 

Weitere Infos: rvf.de/semesterticket oder auf facebook Online-Bestellung: vag-onlineshop.de

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