Praktika +++ FSJ +++ A uslandsjahr
r e t r a t Jobs +++
+ + + g n u ild b s Au
m u i d Stu
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DAS
fü r FrSCHÜLERM ei bu rg AG un d Re AZIN gi on
Jobstarter
Mit Ruhe zum Erfolg
Was ist ein Testimonial? Ein Magazin wie das f79 herzustellen kostet viel Geld. Es müssen Redak-
Nichts nervt mehr als zu warten - Gelassenheit hilft
teure und Grafiker bezahlt werden, die die Schülerredaktion betreuen und
Klassen der ICEs anbieten. Und die Regional-
anleiten, deren Texte redigieren und das
bahnen, mit denen ihr zur Schule oder zum Job
f79 layouten. Am Ende muss alles
fahrt? Eine WLAN-Initiative hat die DB angekün-
zusammengestellt, gedruckt und verteilt
digt, es dauert aber wohl noch, bis da was
werden. Wenn da keiner etwas dazuge-
kommt. Nervig. Auch in der Schule müsst ihr warten. Auf
ben würde, müsste das Schülermagazin sehr teuer verkauft werden. Für viele
den Bus, die Noten, die Pause. Die Jobstarter-
Jugendliche wäre es dann zu teuer.
Redaktion rät, es mit Gelassenheit zu versuchen. Ändern kann man die Zeit sowieso nicht.
Daher suchen wir immer Firmen und Einrichtungen, die das Projekt toll finden
Foto // clipdealer.de
Aber den Ärger: Fast 80 Prozent der Deutschen machen was dagegen. Mit Erfolg. Mehr als
und uns finanziell unterstützen. Diese Stress hat man nicht, man macht ihn sich.
jeder Achte hält sich für „ziemlich gelassen“.
partner. So eine Partnerschaft beruht
Doofer Spruch? Eine repräsentative
Auch wenn sich viele drei Mal die Woche ärgern.
immer auf Gegenseitigkeit. f79 bekommt
Umfrage hat kürzlich rausgefunden, was
Unterstützer nennt man Kooperations-
Jeder hat seinen Weg, um runterzukom-
Geld und der Partner erhält dafür ein
uns Deutsche am meisten nervt: warten zu
men. Der Deutschen liebste Methode ist, tief
Logo, eine namentliche Nennung als
müssen. Ob beim Arzt, in der Hotline oder
durchzuatmen. Mehr als die Hälfte macht das,
Unterstützer oder er kann sich ein
im Stau. Für junge Menschen gibt’s noch
wenn’s stressig wird. Auf den weiteren Plätzen:
Redaktionsmodul wünschen. Letzteres
ein ganz anderes Problem.
Spazieren gehen, Familie oder Freunde anrufen, Sport und Schokolade. Jeder Zehnte hat noch
nennen wir ein „Testimonial“. Und wie funktioniert das? Schüler
Mehr als jeder zweite Deutsche sagt:
einen anderen Weg: an Urlaub denken. Das empfehlen auch wir, schließlich
aus der Redaktion oder unser eigenes
Wartezeiten bei Telefonhotlines oder beim Arzt
Redaktionsteam besuchen ein Unterneh-
sind unerträglich. Auf Platz zwei der Umfrage
men und befragen die Azubis nach ihren
rangieren unfreundliche Zugbegleiter, Kassierer
Gelassenheit schafft ihr es stressfrei bis
Aus- und Weiterbildungswegen. Hierbei
oder Servicekräfte. Kennt ihr sicher. Noch
Weihnachten. Wenn ihr vorher noch ein
entstehen Texte im Rahmen der Beufs-
schlimmer für euch Schüler: lahmes Internet.
bisschen durch den Jobstarter blättert, könnt ihr
orientierung für Schüler. Solche Texte
Das zeigt auch die Umfrage.
sogar schon jetzt Pläne für 2017 schmieden.
Gerade unterwegs könnte das besser
sind als Testimonials gekennzeichnet.
f79
werden: Die Deutsche Bahn will ab dem 1. Januar kostenloses WLAN in allen zweiten
stehen die Ferien vor der Tür. Mit ein bisschen
Denn ihr wisst ja, wie man Stress am besten umschifft: rechtzeitig planen.
Till Neumann
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DAS
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Studium
Lichtblick im Studiendschungel Einstiegssemester startING bietet Orientierung an der Hochschule Offenburg startING richtet sich an alle, die sich für
Referenten. Außerdem werden praktische
Naturwissenschaften und Technik interessie-
Laborübungen angeboten.
ren. Ein Semester lang können die Teilnehmer
Vorlesungen Mathematik, Physik und Elektro-
Semester eine reflektierte Studienfachwahl
technik. Zudem gibt es betreute Übungsstunden.
treffen zu können.
Die Prüfungsleistungen zu den Vorlesungen
Studienleistungen in Grundlagenfächern sind fester Bestandteil des Einstiegssemesters und lassen sich im Folgestudium
Foto // Hochschule Offenburg
werden im nachfolgenden fachspezifischen Ingenieurstudium voll anerkannt. Das startING-Semester wird abgerundet
anerkennen. So können Studienabbrüche
durch fachübergreifende Schlüsselkompe-
vermieden werden. Der Einstieg in ein
tenzen für Studium und Beruf. Kompetenzen
Ingenieur- oder Informatikstudium wird zeitlich
wie Lerntechniken, Zeitmanagement, Kommu-
entzerrt.
nikation und Präsentationstechnik werden
startING setzt sich aus drei Bausteinen
vermittelt.
Viele sind vom großen Studienangebot
zusammen: Orientierung, Qualifizierung und
Die Teilnahme an startING ist zum
überfordert. Die Hochschule Offenburg hat
Befähigung. Das Modul Orientierung hilft, ein
Sommersemester (Bewerbungsschluss:
genaues Bild der Ingenieurdisziplinen zu
15. Januar) und Wintersemester (Bewerbungs-
gewinnen und den passenden Studiengang zu
schluss: 15. Juli) möglich.
deshalb das Einstiegssemester startING im Bereich Ingenieurwissenschaften kreiert. Es bietet stressfreie Orientierung im Hochschuldschungel. t A nzeige
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Das Modul Qualifizierung beinhaltet die
Studienluft schnuppern. Ziel ist, nach dem
finden. Dazu gehört ein Berufskolloquium mit Firmenexkursionen und Vorträge externer
INFOS startING.hs-offenburg.de
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Ausbildung · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
Experten für Pharmazeutisch-technische
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Jobstarter
Salben, Tabletten und Co. Assistenten sind Multitalente PTAs fragen, beraten und erklären. Sie
Interesse an Gesundheitsthemen und
Körperpflegekunde. In dieser Zeit steht
Naturwissenschaften? Kommunikationsta-
auch ein 160-stündiges Praktikum in
informieren über Neben- und Wechselwirkungen
lent? Dann könnte die Ausbildung zum
einer Apotheke an. Nach dem ersten
von Medikamenten und entlasten den Apotheker
Pharmazeutisch-technische Assistenten
schriftlichen, mündlichen und prak-
bei vielen wichtigen Aufgaben. Die PTAs stellen
(PTA) das Richtige sein. PTAs sind Vielkön-
tischen Prüfungsteil sammeln Azubis für ein
Salben, Arzneimittel oder Tees her. Sie kontrollie-
ner: Sie kennen sich in der Welt der
halbes Jahr Praxiserfahrung in einer Apotheke.
ren den Warenbestand, organisieren Bestel-
Arzneimittel, Salben und Tinkturen aus und
Mit der letzten mündlichen Prüfung, dem
lungen, messen, führen Buch über Giftstoffe oder
sind erste Ansprechpartner in Apotheken.
staatlichen Examen, ist das PTA-Diplom
Betäubungsmittel. Sie sind für die rund 20.000
Die pharmazeutische Ausbildung kann die
geschafft. Rund 85 PTA-Schulen gibt es
Apotheken in Deutschland unverzichtbar.
Grundlage für weitere Karriereschritte sein.
bundesweit, teilt der Bundesverband Pharma-
Die Berufsaussichten für PTAs sind
zeutisch-technischer AssistentInnen e.V. (BVpta)
ausgesprochen gut, informiert der Bundesver-
Wer PTA werden will, braucht mindestens
mit. Eine davon: die Walter-Rathenau-Gewerbe-
band der Pharmazeutisch-technischen
einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss.
schule in Freiburg. An staatlichen Berufsfach-
AssistentInnen. Denn die Gesellschaft wird
Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre.
schulen ist die Ausbildung in der Regel schul-
immer älter: Der Therapie- und Arzneimittelbe-
In den ersten beiden Jahren besucht man
geldfrei, an privaten Bildungseinrichtungen kostet
darf steigt. Jobs gibt es nicht nur in Apotheken,
eine staatliche oder private Berufsfachschule
sie monatlich zwischen 300 bis 500 Euro, so der
sondern auch im Krankenhaus, in der Pharma-
oder ein Berufskolleg. Der theoretische und
BVpta. Eine Förderung durch Ausbildungsförde-
und Kosmetikindustrie, bei Lehreinrichtungen
praktische Unterricht umfasst Kernfächer wie
rungsamt oder Arbeitsamt ist möglich. Im
oder Verbänden.
Arzneimittel- und Drogenkunde (Laborarbeit,
halbjährigen Praktikum gibt’s eine Ausbildungs-
Rezepturen), Botanik, Chemie, Diätetik oder
vergütung von derzeit 670 Euro im Monat.
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INFOS www.bvpta.de
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Duale Studenten bei der UNO
Foto // DHBW Lörrach
Delegation der DHBW glänzt in New York bei politischem Rollenspiel Ein internationales Verbot von Kampfro-
UNO-Mitgliedsländer. Die Studenten schlüpfen
es gewesen, aber: „Der Austausch mit anderen
botern gehört nicht zu den typischen
also in die Rolle von Diplomaten eines fremden
Ländern hat mir auch gezeigt, dass es möglich
Studieninhalten angehender Maschinen-
Landes. Dieses Jahr vertrat die DHBW-Delega-
ist, gemeinsam Ziele zu erreichen – nicht nur
bauer, Wirtschaftsinformatiker oder
tion den südostasiatischen Stadtstaat Singapur
im Rahmen der Simulation.“
Betriebswirte. Doch mit solch brisanten
und setzte sich für dessen Interessen ein.
Themen setzen sich Studenten der Dualen
Verhandlungsgeschick beweisen. Das gelang
Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)
tronik-Studiengang hat live erlebt, warum die
mit Bravour: Für den dritten Platz gab es den
Lörrach auseinander. In New York.
Arbeit der UNO oft zäh und langsam erscheint:
„honorable mention award“ für die Delegation.
„Wenn 193 Nationen in einem Raum versu-
Im April 2017 werden die Lörracher in New York
Am UNO-Hauptsitz debattieren die Lörracher
chen, Lösungen für Probleme zu finden, ist das
die Interessen der Vereinigten Arabischen
mit rund 5000 jungen Menschen aus mehr als
alles andere als ein geradliniger Prozess.“
Emirate vertreten.
40 Ländern über Probleme der internationalen
Isabelle Rittinghaus hat Singapur im Umwelt-
Politik. Dabei repräsentieren sie eines der 193
programm der UNO repräsentiert. Komplex sei
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Benedikt Kreis vom trinationalen Mecha-
Auf Englisch mussten die Studenten
INFOS www.facebook.com/nmunloerrach
Tipps · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
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Jobstarter
t AnzeigeN
ABC
AusbildungsAzubis geben Tipps zum Berufseinstieg
Folge 4: Feierabend – was jetzt?
Name // Manuel Schnell Alter // 20 Jahre Beruf // Finanzassistent, 2. Ausbildungsjahr Betrieb // Volksbank Freiburg
// Britt Schilling Foto //Foto Volksbank Freiburg
Manuel Schnell macht eine Ausbildung bei der Volksbank. Er hat sich anfangs gefragt, ob nach Feierabend noch Zeit ist für Freizeit und Hobbys und gemerkt: Mit ein paar Tricks lässt sich beides wunderbar verbinden.
Der Tag in der Bank geht dem Ende entgegen, der Feierabend rückt näher. Doch was jetzt? Ein Blick auf die Uhr lässt so manche Vorstellung platzen. Denn anders als in der Schule endet der Tag nicht um 13 Uhr, sondern um 17 oder 18 Uhr. Viel kann man da ja nicht mehr unternehmen. Oder doch? Bis man zu Hause etwas gekocht und gegessen hat, ist Abend. Der Magen ist voll, man möchte nur noch ins Bett fallen. Wohnt man alleine, fallen noch allerlei Hausarbeiten an. Da kommt natürlich Freude auf. Wo bleibt da noch Zeit, sich mit Freunden zu treffen oder seinen Hobbys nachzugehen? Das sind so die ersten Gedanken, die einem durch den Kopf gehen. Aber keine Sorge: Man hat tatsächlich noch genug Zeit für seine Hobbys. Für mich geht es nach dem Arbeiten oft direkt zum Sport. So spare ich Zeit und werde gar nicht erst müde. Auch wenn ich mich mit Freunden treffe, versuche ich das vorher abzuklären. Denn: Einmal ins Bett oder auf die Couch gefallen, lässt die mich so schnell nicht mehr los. Mein Tipp: Versucht euren Tag realistisch zu planen. Nehmt euch nicht zu viel vor, dann werdet ihr nicht enttäuscht. Jeden Tag eine Aktivität oder ein Termin reicht völlig aus, um den Durst nach Hobbys zu stillen. Für die großen Pläne steht das Wochenende zur freien Verfügung. Wenn ihr morgens zur Arbeit fahrt, wisst ihr, was euch nach Feierabend erwartet. Und freut euch umso mehr darauf. Und hat man mal nichts geplant, tut ein Tag auf der Couch auch mal ganz gut. www.voba-azubiblog.de
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Ausbildung und
Hotel Mama So funktioniert die Azubi-Eltern-WG Nicht selten bleiben jugendliche Berufsanfänger noch bei den Eltern wohnen – dann sollten bestimmte Regeln gelten. Das Bündel packen und den elterlichen Hof verlassen: Früher war es oft so, dass junge Erwachsene mit Beginn einer beruflichen Ausbildung eigene Wege gingen. Heute wechseln sie oft nur die Busstrecke. Statt zur Schule geht es nun in den Betrieb. Zu Hause bleibt alles beim Alten. Oder nicht? „Das Ende der Schulzeit ist ein guter Zeitpunkt, um über die gemeinsame Lebenssituation zu Hause nachzudenken“, sagt Familientherapeut Jörg Schnauer. Welche Regeln gibt es? Und: Machen die überhaupt noch Sinn? Die Kunst sei es, die richtige Mischung zwischen gegenseitiger Freiheit und Verantwortung zu finden. Es gibt viele Gründe, nach der Schule noch zu Hause wohnen zu bleiben. Der Ausbildungsbetrieb liegt direkt in der Nähe, die Beziehung zu
Verhältnis zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern ganz entspannt
den Eltern ist gut. „Nach meiner Einschätzung spielen ökonomische
ist, laufe das Zusammenleben nicht immer ohne Spannungen.
Gründe eine sehr wesentliche Rolle, denn die jungen Menschen erhalten
im gemeinsamen Haushalt übernehmen, sagt Familiencoach Susanne
Christiane Wempe. Auch viele Eltern können es finanziell nicht stemmen,
Blüthgen. Ist das bislang noch nicht der Fall, ist spätestens jetzt ein
dem Nachwuchs eigene vier Wände zu bezahlen. Auch wenn das
Gespräch wichtig. „Geklärt werden sollten die Wünsche und Vorstellungen:
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Foto // studioK
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Im Normalfall sollten Azubis mit 16 oder 17 Jahren einige Aufgaben
während der Ausbildung nur wenig oder gar kein Geld“, sagt Psychologin
Wohnung · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
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Jobstarter
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Wie soll der Familienalltag organisiert sein?“ Auf einer Liste oder einem Plan könnten die verschiedenen Punkte notiert werden. Wer putzt das Bad? Wer übernimmt die Wäsche? Wer mäht den Rasen? Und wann ist abends die Musik aus? Manchmal sei es dabei auch nötig, sich von liebgewonnenen Gewohnheiten zu verabschieden, denn es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die Mama immer die Wäsche macht oder der Papa jeden Morgen den Wecker spielt. „Bei manchen Dingen kann es auch wichtig sein, einen Schlussstrich zu ziehen, um damit deutlich zu machen, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, sagt Schnauer. So gehöre es im Berufsalltag eines Foto // Bodo Marks/dpa
Erwachsenen dazu, selbstständig dafür zu sorgen, dass man pünktlich zur Arbeit
kommt. Eltern, die bis jetzt immer den Weckdienst übernommen haben, könnten diese Verantwortung spätestens jetzt abgeben. Gleiches gilt für die Frühstücksbrote oder die gebügelte Kleidung: „Das sind im Grunde alles Dinge, die junge Erwachsene selbst erledigen sollten“, sagt Schnauer. Und wenn es dann ohne Frühstück aus dem Haus geht? In Knitterhemd und ungeputztem Schuh? „Dann müssen Eltern das aushalten, es liegt nicht mehr in ihrer Verantwortung.“ Der Familientherapeut erklärt: „Nur so machen die jungen Erwachsenen eigene Erfahrungen und lernen, daraus die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen.“ Wer dreimal verschläft und Ärger in der Firma bekommen, wird sich schon aus eigener Kraft bemühen, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Das Loslassen sei für viele Eltern die größte Herausforderung beim Zusammenleben, weiß Blüthgen. „Man meint es ja auch gut und will helfen.“ Für die Übergangszeit sei es durchaus legitim, dem Nachwuchs noch den Rücken frei zu halten, etwa die Wäsche zu waschen oder den Einkauf zu übernehmen. „Für die Jugendlichen ist der Beginn der Ausbildung oft auch sehr anstrengend.“ Da sei es hilfreich, noch Unterstützung zu bekommen, bis man sich an die neuen Herausforderungen gewöhnt hat. Blüthgen empfiehlt Eltern klare Worte: „Die nächsten sechs Wochen helfe ich dir noch mit dem Frühstück, dann kümmerst du dich aber bitte selbst.“ Im Idealfall ist das familiäre Leben wie in einer Wohngemeinschaft geregelt: Jeder hat Aufgaben, man fühlt sich gemeinsam verantwortlich. Für die Jugendlichen entstünde so auch das wertvolle Gefühl, von den Eltern auf Augenhöhe betrachtet zu werden, sagt Blüthgen. Und wie steht es um das Thema Geld? Immerhin: Mit dem eigenen Ausbildungsgehalt könnten sich die jungen Erwachsenen an den familiären Kosten beteiligen. „Das muss man individuell aushandeln“, sagt Blüthgen. Wenn die Familienkasse knapp ist, können Eltern eine Beteiligung für Miete oder Essen verlangen. „Alternativ können sie auch sagen, dass mit dem Ausbildungsgehalt alle Kosten für Urlaub oder Klamotten abgedeckt werden oder kein Taschengeld mehr bezahlt wird.“
BZ/dpa
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Karriere über den
David hat als angehender Steinmetz einen
116 Meter hoch ist das Freiburger Münster. Für viele ist das gotische Bauwerk eine Attraktion – für David Simonis sogar ein Arbeitsplatz. Der 23-Jährige macht eine Ausbildung zum Steinmetz. Als Azubi der Münsterbauhütte trägt er dazu bei, dass der „schönste Turm der Christenheit“ seinem Beinamen gerecht wird. Maximilian Bär hat das Zeugnis schon in der Tasche. Klack, klack, klack. Fast zwei Meter lang ist der Sandsteinblock, den David Simonis bearbeitet. Er setzt den Meißel an, klopft vorsichtig mit dem Hammer drauf. Mehrere Monate lang braucht der SteinmetzAzubi im dritten Lehrjahr, bis sein Werk vollendet ist. Tag für Tag arbeitet er daran in der Münsterbauhütte: „Man braucht Geduld“, sagt der Azubi im grauen Kapuzenpulli. Neben ihm werkeln Kollegen an weiteren Münstersteinen. Es wird geklopft, gehämmert, gesaugt. Der Lärmpegel ist hoch in der Werkstatt des Münsterbauvereins. Die Konzentration auch. Davids Stein wird in wenigen Wochen das Münster zieren. Das Brüstungsstück wird am Chor verbaut, erklärt er. Es perfekt zu formen ist eine Herausforderung: „Es gibt viele Durchbrüche“, sagt David. Für die zahlreichen Lücken im rot-braunen Stein brauche es eine gute Hand und Ausdauer. Man dürfe nicht sofort Ergebnisse erwarten, es seien viele Zwischenschritte bis zur Fertigstellung. Am weltberühmten Münster zu arbeiten ist für David eine große Verantwortung, schließlich ist es die Attraktion der Stadt. Möglichst viel originale Substanz soll erhalten werden. Sein Arbeitsplatz am Boden, die Münsterbauhütte, existiert seit mehr als 800 Jahren. Von circa 1200 bis 1536 bauten die Mitarbeiter das Münster, heute kümmern sie sich um die Instandhaltung. Die Aufgabe der Steinmetze ist, das Münster zu konservieren und zu sanieren. Kaputte Steine werden durch Kopien ersetzt. Sind nur Teile beschädigt, werden Passstücke eingesetzt. Der Job ist für David ein Privileg: „Viele träumen davon, hier zu arbeiten.“ Immer wieder gebe es besondere Situationen. Gerade auch, wenn er in luftiger Höhe im Einsatz ist. Sein aufregendstes Erlebnis bisher war an einem Wintermorgen: Mit einem Kollegen arbeitete er nur knapp unter der Turmspitze. „Es war saukalt und gab einen leichten Schneesturm“, erinnert sich David. Als die Sonne aufging, sei es richtig spektakulär geworden. Solche Ausflüge in luftige Höhen sind kein Tagesgeschäft. Die meiste Zeit ist er in der Werkstatt und arbeitet an Steinen. „Stücke klopfen“ heißt das in Davids Worten. Um die Prüfung zu bestehen, brauche es viel Übung. Um das traditionelle Arbeiten am Stein zu lernen, sei die Münsterbauhütte eine sehr gute Adresse. Das weiß auch Maximilian Bär. Der 22-Jährige hat gerade erst seine Ausbildung zum Steinmetz in der Freiburger Münsterbauhütte abgeschlossen. Mit Bravour: Maximilian wurde in diesem Jahr Kammerbester. Den
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Handwerk · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
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Jobstarter
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Dächern Freiburgs
spektakulären Arbeitsplatz
Erfolg erklärt er mit guter Teamarbeit: „Jeder Kollege hat seine Handschrift, man kann sich von jedem hier etwas abgucken.“ Seine erste Fahrt mit dem Bauzug hoch aufs Münster sei krass gewesen, aber daran gewöhne man sich. Mittlerweile arbeitet er in der Münsterbauhütte in Ulm. Später könnte er sich vorstellen, an eine Bildhauerschule in Südtirol zu gehen. Das schwebt auch David vor. Der Baden-Badener beendet seine Ausbildung im Sommer. Dann bleibt er bis zum Jahresende beim Münsterbauverein. Ab 2017 möchte er in Baden-Baden arbeiten, wo er sein Abi gemacht hat. Auch andere Bereiche seines Berufs wie die Arbeit an Grabsteinen, Küchenplatten oder eben die Bildhauerei will er besser kennenlernen. Möglichkeiten gibt es viele.
Till Neumann
Geduldig: David Simonis bearbeitet einen Münsterstein. Mehrere Monate dauert es, bis er sein Werk vollendet hat.
Foto // tln
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Bachelor am Bett Studiengang Pflegewissenschaft liefert wissenschaftliche Hintergründe zur praktischen Arbeit Wird in den Medien über stressige Berufe mit geringem Verdienst gesprochen, ist die Pflege als Beispiel schnell zur Hand. Dass die Arbeit als Pfleger jedoch ein Traumjob sein kann, weiß Urbain Houenou. Der 26-Jährige hat eine abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Und er studiert im letzten Jahr Pflegewissenschaft an der Uni Freiburg. Für ihn die perfekte Ergänzung von Theorie und Praxis. Seine Arbeit als Pfleger hat Houenous Neugier oft unbefriedigt gelassen. „Wenn ich gefragt habe, warum wir etwas so machen und nicht anders, habe ich immer die gleiche Antwort bekommen: Weil wir das schon immer so machen“, erzählt der aus Benin stammende Pfleger. Sein Studium hat das geändert: Hier lernt er nicht mehr nur, wie etwas gemacht wird, sondern vor allem warum.
Foto // Uni Freiburg
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Studium · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
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Ein wissenschaftlicher Hintergrund für die Arbeit in der Praxis: Das ist der Ansatz des Bachelorstudiengangs Pflegewissenschaft. Studierende, die noch keinen Berufsabschluss in der Kranken- oder Altenpflege haben, erwerben diesen während des Studiums. Nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern haben die Absolventen somit nicht nur einen Bachelorabschluss, sondern auch eine Berufsausbildung in der Tasche. Zudem stehen in jedem Semester Praxiseinsätze an. Laut der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft haben im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Menschen in Deutschland Pflegewissenschaft oder -management studiert. Die Arbeit wird ihnen so schnell nicht ausgehen: Da die Menschen immer älter werden, steigt der Bedarf an Pflegepersonal. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2030 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein werden. Zum Vergleich: 2010 waren es gerade einmal 2,4 Millionen. Für Houenou ist sein sicherer Arbeitsplatz einer der Gründe, der ihn an der Pflege reizt. Vor allem sind es aber die täglichen Erfolgserlebnisse, wenn er einem kranken Menschen helfen konnte. Momentan arbeitet der Pfleger neben seinem Studium auf der Intensivstation der Uniklinik. „Wenn ein Patient so schwer verletzt eingeliefert wird, dass man denkt, er wird das nicht überleben, und dann sieht, wie er wieder nach Hause marschiert – das ist ein unglaubliches Glücksgefühl“, schwärmt Houenou. Doch es gibt auch andere Tage. Solche, an denen der 26-Jährige nach der Arbeit weinend im Auto sitzt, weil einer seiner Patienten gestorben ist. An denen er sich fragt, was er hätte anders, besser machen können. Auch hier hilft ihm sein Studium: Houenou hat gelernt, wie und wo er recherchieren kann, um herauszufinden, ob er in einer schwierigen Situation richtig gehandelt hat, oder ob es nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen Alternativen gegeben hätte. Mit solchen Fragen möchte sich der 26-Jährige auch nach seinem Studium beschäftigen: Als Pflegeexperte würde er gern als Ansprechpartner für schwierige Fälle dienen und daran arbeiten, die Qualität der Pflege ständig zu verbessern. Es wäre ein Beruf, bei dem Houenou sein wissenschaftliches Wissen direkt anwenden könnte. Zudem stehen den Bachelor- oder Masterabsolventen auch leitende Positionen offen, etwa als Stations- oder Pflegedienstleiter. Auch eine Karriere in der Pädagogik oder der Forschung ist möglich. Für Houenou ist sicher: Er möchte nah am Patienten bleiben. Das Gehalt spielt dabei eine Nebenrolle: „Die Menschen in der Pflege arbeiten aus Leidenschaft und nicht wegen des Geldes. Wir arbeiten, um das Leben anderer besser zu machen.“
tbr
INFOS Bachelor Pflegewissenschaft Dauer des Studiums // 3 Jahre Studienstandort // Uni Freiburg Voraussetzungen // Abitur, Fachabitur (fachgebundene Hochschulreife) oder Fachhochschulreife plus Deltaprüfung & bei Studienbeginn mindestens ein Jahr einer Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege oder in Gesundheitsund Kinderkrankenpflege Bewerbungszeitraum // 1. Juni bis 15. Juli Im Netz // www.pflegewissenschaft.uni-freiburg.de und für die Berufsausbildung www.akademie.uniklinik-freiburg.de
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Grüner Daumen, große Maschinen Niklas Herdel hat seinen Traumberuf gefunden: Landschaftsgärtner
Einmal hat er mit Kollegen am Seepark
Draußen ackern, egal bei welchem Wetter
in seinen bisherigen zwei Jahren als Azubi
– Niklas Herdel mag das. Der 18-Jährige
war auf dem Schlossberg. Bei einer rund 45
einen Natursteinpflasterweg erneuert. „Bei 45
macht eine Ausbildung zum Landschafts-
Meter hohen Buche war ein Ast abgebro-
Grad“, betont Niklas. Auch bei Minusgraden ist
gärtner bei der Stadt Freiburg. „Das ist mein
chen. Sie musste aus Sicherheitsgründen
er auf Achse. „Man darf nicht zimperlich sein“,
Traumberuf“, schwärmt der Azubi beim
gefällt werden. „Das war ein Riesenact“,
sagt er. Aber es gebe ja warme Kleidung und
f79-Gespräch auf dem Bauhof in St Geor-
erinnert sich Niklas. Allein die Äste seien so
beim Arbeiten komme man auf Temperatur. Pro-
gen. Im Juni ist seine Abschlussprüfung.
groß gewesen wie ein gewöhnlicher Baum.
bleme bereiten höchstens Schnee und Regen.
Bis dahin muss er noch 100 Pflanzennamen
Im dritten Lehrjahr bei der Stadt Freiburg
Kraft und Köpfchen sind für Landschafts-
lernen – auch auf Latein. Riesen zu fällen
weiß der gebürtige Schallstädter eines sicher:
gärtner das A und O. Viel Fachwissen sei
macht ihm deutlich mehr Spaß.
„Ich habe meinen Traumberuf gefunden.“ Die
gefragt – nicht nur für die Abschlussprüfung.
Arbeit als Landschaftsgärtner sei abwechs-
Dabei wird Niklas Pflanzen zuordnen und be-
Einen großen Baum zu fällen ist für Niklas
lungsreich „Gut, aber hart“, bringt er es auf den
nennen müssen, insgesamt 400 Namen muss
etwas Besonderes: „Das Geräusch ist cool,
Punkt. Bei Wind und Wetter ist er draußen. „Ich
er dafür kennen – auf Deutsch und Latein.
wenn so ein Riese fällt und es richtig knackt.“
werde oft belächelt, wenn ich erzähle, dass
250 bis 300 weiß er schon, bis zur praktischen
ich Gärtner lerne“, berichtet Niklas. Die Leute
Prüfung im Juni muss er sich die restlichen
Die spektakulärste Aktion
denken, er stehe im Gewächshaus und gieße
merken. „So viele Pflanzen in drei Jahren
Rosen. Dann zeigt er ihnen Fotos von
– das ist knackig“, sagt er. Manche Azubis
seiner Arbeit. „Plötzlich machen sie große
seien sehr nervös, er mache sich jedoch
Augen“, sagt der Auszubildende und grinst.
keine Gedanken. Wird schon schiefgehen. t A nzeige
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Ausbildung · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
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Jobstarter t A nzeige N
Foto // tln Anpacken bei Wind und Wetter: Der angehende Landschaftsgärtner Niklas Herdel ist fast immer draußen. Das ist genau sein Ding.
Auch ein Grüner Daumen gehört dazu. „Ich mag Pflanzen, hatte schon früher welche zu Hause“, berichtet er. Schon vor der Ausbildung war er Hobbygärtner im Garten der Familie. Nach einem Praktikum hat er schließlich das Hobby zum Beruf gemacht. Die Bedingungen bei der Stadt seien gut. Es gebe viele Bereiche und viele Kollegen. „Man arbeitet nicht nur mit drei Leuten das ganze Jahr über“, sagt Niklas. Nach seiner Ausbildung kann er wie alle Azubis der Stadt ein halbes Jahr garantiert im Job bleiben. Wie es dann weitergeht, ist offen. Wenn möglich, würde er gerne bei der Stadt bleiben. Falls nicht, ist er überzeugt, anderswo eine Stelle zu bekommen: „Das ist kein Problem.“ Beim Gang über den Bauhof in St Georgen zeigt er die orangenen Fahrzeuge des Betriebs. Große Maschinen haben es ihm angetan. Genau wie das Sägen. Ein Bürojob wäre nix für ihn: „Ich kann nicht ruhig sitzen, da war sowieso klar, dass ich ins Handwerk gehe.“ Einen Garten anzulegen, der über Jahre Bestand hat, sei erfüllend. Das sei die Anstrengung wert. Niklas empfiehlt jedem, die Gärtnerei mal auszuprobieren. Erst wenn man es gemacht habe, wisse man, wie schön es ist. Für Halbherzige sei der Job als Landschaftsgärtner jedoch nichts: „Wenn man es durchzieht, dann richtig.“
Till Neumann
Infos Landschaftsgärtner in der Ausbildung bei der Stadt Freiburg verdienen 888,26 Euro brutto im 1. Ausbildungsjahr. Bewerbungsfrist ist der 31.12.2016. Mehr Infos // www.wirliebenfreiburg.de; Ansprechpartnerin: Ulrike Drayer, Tel. 0761/201-4614, ulrike.drayer@stadt.freiburg.de
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Ausbildung
Für die Industrie 4.0 Produktionstechnologen planen, betreuen und vernetzen die Maschinen in Fabriken Produktionstechnologe? Von dem Ausbildungsberuf haben viele noch nie gehört. Bislang ist die Zahl der Auszubildenden auch eher klein. Wer sich trotzdem dafür entscheidet, hat jedoch gute Berufsaussichten. Doch ganz einfach ist die Ausbildung nicht. Robert Möldner ist zwar nicht der Erste, der eine Ausbildung zum Produktionstechnologen abschließen wird. Er ist im ersten Lehrjahr bei Bosch in Stuttgart. Doch ein Stück weit ist er trotzdem Pionier. Die dreijährige Ausbildung wird erst seit 2008 angeboten, 2014 haben sich bundesweit nur 45 Jugendliche für den Beruf entschieden. Doch dass die Ausbildung noch unbekannt ist, sagt nichts aus über die Perspektiven: Auszubildende wie Möldner sind
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Foto // Daniel Maurer/dpa
mit Zukunft · · · · · · · · · · · · · · · · · gesuchte Experten. Der Produktionstechnologe gilt als Fachmann für die Industrie 4.0, also für die vernetzte Fabrik. Der Produktionstechnologe plant, betreut und vernetzt Maschinen in Fabriken. „Er arbeitet zwischen Planung und Produktion“, erklärt Möldners Ausbilderin Sabine Schäfer. Zwar haben Facharbeiter schon einen ähnlichen Job gemacht wie jetzt der Produktionstechnologe. In der Regel sind das Fachkräfte mit langjähriger Erfahrung. „Doch das Berufsbild im Werk gab es bislang nicht“, sagt Schäfer. Es ist eine Weiterentwicklung des Mechatronikers. Das Besondere: Produktionstechnologe müssen die Sprache aller Beteiligten sprechen. Sie müssen sowohl wissen, wie die Maschinen funktionieren als auch mit Kunden und Technikern im Gespräch bleiben, um Probleme zu lösen, erläutert Jörg Friedrich, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Mitte. Und die Probleme werden immer komplexer. Die Anlagen, die in Deutschland gebaut werden, stehen fast überall in der Welt. Wer also nicht immer an demselben Ort arbeiten will, hat als Produktionstechnologe beste Chancen, auch weltweit eine Stelle zu finden oder von seinem Unternehmen entsendet zu werden. Bei Bosch werden bereits die Ausbildenden für einige Wochen ins Ausland geschickt. Der Job verlangt schon zur Ausbildung eine gewisse Mobilität, wie Gert Zinke vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn sagt. Deutschlandweit gebe es nur drei Berufsschulen, die Kurse anbieten: Aalen, Köln und Ilmenau. Die Berufsschule ist dann blockweise. Das ist auch bei Robert Möldner so: „Wir sind immer zwei bis drei Wochen in der Schule, dann wieder fünf bis sechs Wochen in der Lehrwerkstatt.“ Zwar hat der junge Mann viel technisches Verständnis und Wissen mitgebracht. Er war auf einem Gymnasium mit einem Schwerpunkt auf Mechatronik. Doch viel vom Lernstoff wiederholt er derzeit noch in der Berufsschule. Der Beruf sei auf Bewerber mit mittlerer Reife ausgelegt, erläutert Friedrich. Allerdings gebe es häufig Auszubildende, die Abitur haben oder Studienabbrecher sind. Die Noten in Mathematik und den Naturwissenschaften seien ausschlaggebend bei der Bewerbung, so die Experten. Dennoch: „Wir schauen uns im Vorstellungsgespräch immer an, ob ein Bewerber ein grundsätzliches technisches Verständnis hat“, sagt Schäfer. Kommunikationstalent sei ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Wer sich für die Ausbildung entscheidet, hat einen sicheren Job, denn die Produktionstechnologen werden in den verschiedensten Unternehmen gebraucht. „Die Prozesskette bekommt in Zukunft eine immer größere Bedeutung“, sagt Friedrich. Bosch-Azubi Robert Möldner möchte nach seiner Ausbildung zunächst ein paar Jahre praktisch arbeiten. „Aber dann ist nicht ausgeschlossen, dass ich noch ein Studium mache – am liebsten in Teilzeit, damit ich nebenher weiter in der Fertigung bleibe“, beschreibt er seine Zukunftspläne.
BZ/dpa
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Anzeige
Elztalhotel - Quelle der Energie Azubi mit Weitblick gesucht! Auch Jogi Löw und seine Kicker waren schon da Das Elztalhotel verfügt über 180 Betten,
Mitarbeiter beispielsweise den Fitnessraum oder
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den Volleyballplatz nutzen, außerdem zweimal im
Stübchen für die kulinarischen Genüsse und viele
Monat unser Schwimmbad mit angrenzendem
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Außenbecken sowie dem saisonal geöffneten
Quadratmetern bietet der einzigartige Schwimm-
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Jahreszeit ein vollkommenes Erholungsparadies.
Und was sich sonst noch so tut ...
Diese Vorzüge des 4-Sterne Hotels wurden in den
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mit eigenen Sozialräumen (Ruhe- und
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haben“, so Eva Bauermeister, Ansprechpartnerin
Umkleideräume, Fitnessraum, Sauna ...).
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Was wir bieten?
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Bei uns kann man viele praktische Erfahrungen
stressfrei im nahe gelegenen Freiburg shoppen zu
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ohne lästige Warteschlangen zu genießen. Man
Schwenningen oder Bad Überkingen. Die
kann aber auch einfach mal relaxed ausschlafen.“
Berufsschule in Bad Überkingen bietet zudem
Unterstützt wird das 120-köpfige Hotelteam auch
das FHG-Ausbildungsmodell an, wo vertiefen-
von der Familie Tischer, den Inhabern. Alle Mit-
de EDV- und Rechtskunde, fachbezogener
arbeiter verbindet der gleiche Anspruch: mit viel
Fremdsprachenunterricht sowie Technologie
Herzlichkeit und Leidenschaft tolle Gastgeber zu
gelehrt werden. So ist man optimal für den
sein und den Gästen von der Anfrage bis zur
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Was wir dafür tun?
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Je besser die Mitarbeiter sind, desto besser ist ein Unternehmen. „Dieses Motto gilt auch bei
Come together
uns. Deshalb unterstützen wir unser Personal
Zur Begrüßung werden die neuen Azubis von
durch Fort- und Weiterbildungen, wie interne
den Azubisprechern mit einer Grillparty
Bar-, Käse-, Wein-, Pâtisserie- oder Produkt-
willkommen geheißen. Sie organisieren auch
schulungen. Die Abteilungsleiter planen auch
einen Jahres-Azubi-Ausflug und stehen bei
Betriebsbesichtigungen bei den Lieferanten.“
persönlichen Belangen mit Rat und Tat zur Seite. Zum Jahresabschluss organisiert Familie
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Im nur 1,7 Kilometer entfernten Oberwinden
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Ausbildung · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
DAS
fü r FrSCHÜLERM ei bu rg AG un d Re AZIN gi on
Jobstarter
Fit für die Medienbranche Zentrum für Design-Ausbildung in Freiburg öffnet seine Türen Wer sich für eine Ausbildung im Bereich Gestaltung und Medien interessiert, ist am Samstag, 21. Januar, in die Akademie für Kommunikation Freiburg eingeladen. Dort stellen sich die Berufskollegs Grafik-Design, Produkt-Design und Technische Dokumentation/Medien-Design vor. Von 11 bis 15 Uhr können Interessierte in den Räumen der Akademie für Kommunikation Freiburg Atelierluft schnuppern. Fragen zu Ausbildung und Beruf werden beantwortet, Schüler stellen ihre Arbeiten zur Schau, Besucher können sich für den Mappenkurs Foto // Akademie für Kommunikation
anmelden. Der beginnt schon eine Woche später am Samstag, 28. Januar. Die Akademie für Kommunikation in
Die vielseitigen Gestaltungsmöglich-
Schüler Techniken, um aus ihren Designentwürfen Modelle zu machen.
Freiburg bietet Schülern mit mittlerem
keiten des Computers sind Kern der
Bildungsabschluss ein einzigartiges Ausbil-
zweijährigen Ausbildung im „Berufskolleg
dungsangebot: Grafikdesign, Mediendesign
Technische Dokumentation“. Dabei steht der
anerkannt. In allen praktischen Fächern
und Produktdesign unter einem Dach.
Aspekt „Mediendesign“ durch das Profilfach
werden Dozenten mit Erfahrung aus der freien
„Multimedia“ im Vordergrund.
Wirtschaft eingesetzt. Ein wichtiger Punkt, um
Der dreijährige Bildungsgang GrafikDesign vermittelt, was für die kreativ-gestalte-
Wer seine Stärken in kreativer Formgestal-
rische Arbeit in Werbeagentur, Verlag oder
tung und einer handwerklicher orientierten
Marketing-Abteilung eines Unternehmens
Designausbildung sieht, für den könnte das
wichtig ist: Grafik-Design, Freies Zeichnen,
zweijährige Berufskolleg für Produktdesign das
Schriftgrafik, Typografie, Fotodesign, Medien-
Richtige sein. Neben der Anwendung klas-
technik und Werbelehre stehen auf dem
sischer Grafiksoftware und der Umsetzung der
Stundenplan.
Entwürfe in einem 3D-Programm lernen die
Die drei Berufskollegs sind staatlich
sich für die schnelllebige Medienbranche fit zu machen. f79
INFOS Informationen zur Bewerbung gibt’s beim Sekretariat Telefon // 0761 1564803-0 E-Mail // freiburg@akademie-bw.de
t A nzeige
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · t A nzeige N
Lehre mit Abitur Studienberechtigte entdecken die duale Berufsausbildung
Lange Zeit war die duale Berufsausbildung eine Domäne der Hauptschulabsolventen. Dies hat sich inzwischen grundlegend geändert. 2016 registrierte die Bundesagentur für Arbeit erstmals mehr Ausbildungsstellenbewerber mit Studienberechtigung als mit Hauptschulabschluss, und bereits 2015 schlossen die Betriebe mehr Ausbildungsverträge mit Studienberechtigten als mit Hauptschulabsolventen ab. Dies belegt eine neue Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Steigende Zahlen von Schulabgängern mit Mittlerer Reife, Fachhochschulreife oder Abitur unter den Auszubildenden sind in allen Bereichen der dualen Berufsausbildung zu finden. Noch 2010 verfügte beispielsweise im Handwerk noch jeder Zweite zum Ausbildungsbeginn über einen Hauptschulabschluss (53,4 %), 2015 lag der Anteil von Auszubildenden mit mittlerem Abschluss oder mit einer Studienberechtigung mit 52,6 Prozent bereits um fast zehn Prozent über dem Anteil der Schüler mit Hauptschulabschluss (43,1 %). Vergleichbar starke Verschiebungen gab es auch in der Landwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Von der deutlich größeren Zahl an Ausbildungsinteressierten mit Studienberechtigung profitieren nicht nur bislang schon typische Berufe wie zum Beispiel Bankkaufmann/-frau, Steuerfachangestellte/-r, Industriekaufmann/-frau, Mediengestalter/-in Digital und Print oder Chemielaborant/-in. Auch in bislang typischen „Hauptschülerberufen“ wie zum Beispiel Dachdecker/-in, Maurer/-in, Koch/Köchin oder Zimmerer/-in werden im Vergleich zu 2010 spürbar mehr Schüler mit höherem Schulabschluss mit neuem Ausbildungsvertrag gezählt. BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser wertet diese Entwicklung als positives Zeichen für eine Steigerung der Attraktivität der dualen Berufsausbildung. „Wenn es immer weniger Hauptschulabsolventen gibt, muss die duale Berufsausbildung mehr Interessenten unter den schulisch höher Qualifizierten finden.“ Dies scheint zu gelingen. Für die
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· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Ausbildung
t A nzeige N
Foto // clipdealer.de
Zukunft kommt es allerdings darauf an, Studienberechtigte noch stärker für die für sie eher untypischen Berufe zu interessieren. Nur so kann verhindert werden, dass sie untereinander vermehrt in einen Wettbewerb eintreten und ein wachsender Teil von ihnen bei der Ausbildungsplatzsuche leer ausgeht. Tatsächlich ist die Zahl der erfolglosen Ausbildungsstellenbewerber mit Studienberechtigung zwischen 2010 und 2016 von 14.000 auf 22.300 gestiegen. Man müsse deshalb die Berufsorientierung in den Gymnasien deutlich stärken, so Esser. Zudem sollte man die Jugendlichen mit Hauptschulabschluss nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn deren Zahl kleiner wird, darf ihr Ausbildungsinteresse und -vermögen nicht außer Acht gelassen werden. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ein weiser Rat.
bibb
Erstmals mehr Ausbildungsinteressierte mit Studienberechtigung als mit Hauptschulabschluss. Grafik: picture alliance / obs / Randstad Deutschland GmbH & Co. KG
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Ausbildung t A nzeige N
Preisgekrönte Bäckermacher „Kaisers Gute Backstube“ ist der „BakerMaker“ des Jahres 2016 Die Ausbildung bei „Kaisers Gute Backstube“ kann sich bundesweit sehen lassen: Das Aus- und Weiterbildungskonzept der Familienbäckerei aus Ehrenkirchen bei Freiburg ist preisgekrönt. Beim renommierten Ausbildungswettbewerb „BakerMaker-Award“ hat sich das Team in Stuttgart durchsetzen können. Das Fachmagazin „Allgemeine Bäcker Zeitung“ (ABZ) zeichnet mit dem Preis Bäckereien aus, die sich in besonderem Maß um Ausbildung und Mitarbeiterbindung kümmern: „Kaisers Gute Backstube“ konnte dabei gleich mit einer ganzen Reihe von Angeboten punkten. „Die Erkenntnis dahinter ist einfach“, sagt Geschäftsführerin Birgit Kaiser: „Ohne Ausbildung gibt es keine Fachkräfte. Ohne Fachkräfte gibt es keinen funktionierenden Betrieb.“ Deshalb setze die Bäckerei auf eine exzellente Schulung der Mitarbeiter. Auf Personalauswahl, Einarbeitung oder Betreuung des Firmennachwuchses werde besonderer Wert gelegt. Dafür hat „Kaisers Gute Backstube“ die „Kaiserakademie“ ins Leben gerufen. Dort werden die Nachwuchskräfte von internen und externen Profis gefördert und geschult. Auch Seminar- und Themenwochen wie die „Pralinenwoche“ oder Barista-Workshops in „Kaffee-Kompetenz“ stehen auf dem Programm. Schon zu Beginn der Ausbildung durchlaufen Berufsanfänger alle Abteilungen im Haus. Auch Weiterbildungen, zum Beispiel Mühlenbesichtigungen, stehen auf dem Programm. Zudem soll mit Hüttenwochenenden und Ausflügen das Wir-Gefühl im Team gestärkt werden. Die Mühe lohnt sich, seit 2011 hat sich die Zahl der Auszubildenden auf knapp 50 verdreifacht. Drei Erfolgsrezepte stecken dahinter: die fachpraktische Ausbildung, Teambildung und die Entwicklung der Persönlichkeiten.
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mit Auszeichnung · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · t A nzeige
Foto // Kaisers Gute Backstube
Für lernschwache Azubis hat „Kaisers Gute Backstube“ spezielle Förderangebote. Ausbildungsleiterin Bianka Schneider ist persönlich mit der Betreuung von Nachwuchskräften befasst, die es mit dem Jobeinstieg schwer haben: „Der Erfolg von Ausbildung steht und fällt mit unserem persönlichen Engagement für unsere Mitarbeiter“, sagt Schneider. Bei „Kaisers Gute Backstube“ endet daher die Förderung des Firmennachwuchses nicht mit dem Feierabend: Auszubildende werden umfassend unterstützt: bei Wohnungssuche, Kinderbetreuung oder auch mal bei privatem Kummer. In Kooperation mit dem Caritasverband Freiburg-Stadt arbeitet die Bäckerei außerdem an Teilzeitmodellen in der Ausbildung. Gefördert werden zudem Abiturienten, die eine Ausbildung bei „Kaisers Gute Backstube“ schon in zwei Jahren ablegen oder ein Duales Studium an der DHBW Lörrach absolvieren können. In der Ausbildung werden Abiturienten als Lernpaten für lernschwache Azubis eingesetzt. Das fördert die Teambildung im Betrieb. „Dass wir als grenznah arbeitender Betrieb auch eine grenzüberschreitende Ausbildung anbieten, ist für uns selbstverständlich“, ergänzt Geschäftsführer Gottfried Faller. „Unser Konzept steht nicht nur auf dem Papier“, sagt Birgit Kaiser selbstbewusst. „Es wird von uns mit Leben gefüllt. Wir haben erkannt, dass man nicht nur über den Fachkräftemangel lamentieren darf, sondern selbst aktiv werden muss.“
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Jobstarter
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Jobstarter
· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Perspektiven
Duale Alternative Studienzweifler können auch anders 12.000 Studierenden an deutschen Hochschulen durchgeführt. Dass sich, so ein weiteres Ergebnis der Studie, nahezu jeder dritte Studierende bei einer Neuorientierung ein duales Studium vorstellen könnte, zeigt, dass es insgesamt ein großes Interesse der Studierenden an einem Bildungsweg mit betrieblichen Anteilen und konkreten beruflichen Perspektiven gibt. Insgesamt findet die duale Berufsbildung bei den Studierenden positive Anerkennung: Auf einer Skala von 1 (gering) bis 5 (hoch) bewerten die Studierenden sie mit einem Wert von 3,72 als Foto // Sandra Meyndt Uni Freiburg
überdurchschnittlich gut. Hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit sieht der Großteil der
Rund ein Drittel der Studierenden zweifelt
Dies sind Ergebnisse einer Studierendenbefra-
Befragten (41 Prozent) gleiche Chancen auf
daran, dass sie ihr derzeitiges Studium
gung der Universität Maastricht in Kooperation
einen sicheren Arbeitsplatz bei Ausbildungs- und
erfolgreich abschließen werden. Für fast 30
mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Hochschulabschluss. 38 Prozent sehen hier
Prozent von ihnen ist eine Ausbildung im
zur Attraktivität der beruflichen Bildung. Die Befra-
sogar eher einen Vorteil in der Ausbildung, nur
dualen System eine attraktive Alternative.
gung wurde im September 2015 online mit über
21 Prozent sehen ihn bei einem Studium.
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