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BN ÖKOTIPP

BÄRENBEGEGNUNGEN Verhaltens-Tipps


BÄRENBEGEGNUNGEN

WIE WIR IN BAYERN MIT BÄREN LEBEN KÖNNTEN – EINE CHANCE FÜR ALLE „ZUAGROASDEN“ BÄREN IN BAYERN Bären wandern weite Strecken, bis sie ein geeignetes Revier finden. Auf diese Weise kommen die Tiere auch aus ihren angestammten Verbreitungsgebieten zu uns. Grundsätzlich sind Bären von Natur aus scheu. Durch die starke Zersiedelung unserer Landschaft und den Alpentourismus lassen sich vereinzelte Kontakte mit Menschen aber nicht vermeiden. Der europäische Braunbär ist Menschen gegenüber generell nicht aggressiv. 60 Prozent seiner Nahrung bestehen aus rein pflanzlicher Kost. Wir Menschen stehen nicht auf seiner Speisekarte. Seinen Fleischbedarf deckt ein Bär mit der Jagd auf schwache und kranke Wildtiere, zum Beispiel Rehe. Schafherden lassen sich durch Hunde und Elektrozäune wirkungsvoll schützen. Von Dezember bis März halten Bären übrigens Winterruhe. Der Bär ist Europas größter Beutegreifer, ist stärker als wir und muss deshalb mit Respekt behandelt werden.


DIE WICHTIGSTEN VERHALTENSREGELN FÜR EIN ZUSAMMENLEBEN MIT BÄREN 1. Begegnung mit einem Bären Eine Begegnung ist sehr unwahrscheinlich! Sollten Sie dennoch auf einen Bären treffen: • Gehen Sie auf keinen Fall näher an den Bären heran, aber laufen Sie auch nicht weg; machen Sie keine ruckartigen Bewegungen. • B  ewahren Sie Ruhe und beobachten Sie das Verhalten des Bären. Machen Sie mit leisen Geräuschen und langsamen Armbewegungen auf sich aufmerksam, falls er Sie noch nicht wahrgenommen hat. • Versuchen Sie nicht, den Bären zu verscheuchen. Ziehen Sie sich langsam und ruhig zurück, und lassen Sie dem Bären in j edem Fall einen Ausweg. • Wenn der Bär sich aufrichtet, ist das kein aggressiv motiviertes Verhalten. Er verschafft sich damit lediglich eine bessere Übersicht über die Situation. Es ist ein guter Moment, auf sich aufmerksam zu machen. • Versuchen Sie nicht, den Bären zu fotografieren. • Das Unterschreiten einer Distanz von zehn bis 20 Meter könnte der Bär als Bedrohung auffassen, es könnte ihn zu einem aggressiven Verhalten und einem Angriff veranlassen. • Bei einem (unwahrscheinlichen) Angriff ohne Fluchtmöglichkeit legen Sie sich flach auf den Bauch, die Hände in den Nacken und warten, bis der Bär verschwunden ist. Wenn er Sie beschnuppert, bedeutet dies keine Gefahr.


2. Verhaltenstipps für Wanderer, Jogger und Biker im Bärengebiet Immer auf den Wegen bleiben Wandern, joggen oder biken Sie nicht quer durch den Wald. Meiden Sie Trampelpfade durch Dickicht oder unübersichtliches Gelände. Geräusche machen Machen Sie mit Geräuschen auf sich aufmerksam, indem Sie zum Beispiel mit Mitwanderern reden, leise singen oder mit anderen Hilfsmitteln ein Geräusch erzeugen, etwa in regelmäßigen Abständen mit einem Wanderstock auf einen Stein oder auf einen Baumstamm klopfen. Ein Bär wird so auf die Gegenwart von Menschen aufmerksam und nicht überrascht; er hat genügend Zeit, sich zurückzuziehen. Aber: Benutzen Sie keine Glöckchen, wie oft geraten wird. Der Bär könnte Sie dann für ein Nutztier halten, denn Nutztiere tragen auch manchmal Glöckchen! Nur bei Tageslicht unterwegs sein Wandern, joggen oder biken Sie möglichst nicht in der Dämmerung oder in der Nacht. Bären sind nachtaktive Tiere.


BÄRENBEGEGNUNGEN Speisen, Brotzeit Führen Sie Speisen immer in verschlossenen, geruchsfesten Behältern mit. Nehmen Sie Essensreste wieder mit nach Hause, deponieren Sie fressbare Abfälle nicht in offenen Abfallkörben. Hunde Führen Sie Hunde immer an der Leine! Einerseits warnt der angeleinte Hund zum Beispiel durch Knurren vor Bären. Andererseits könnte ein freilaufender Hund einen Bären provozieren und diesen auf seiner Suche nach Schutz direkt zum Menschen führen.

3. Verhaltenstipps für Bewohner eines  Bärengebietes Es gelten natürlich die oben genannten Verhaltenstipps für Wanderer. Außerdem raten wir: • Verschließbare oder wegsperrbare Müllcontainer sind sicherer als herkömmliche Container oder Abfalleimer. Dies gilt zum Beispiel auch für Wanderwege und Campingplätze. • Futtermittel vor den Gebäuden oder in zugänglichen Ställen locken den Bären an. Deshalb sollten sämtliche Futtermittel für Nutztiere oder bei Fischzuchtanlagen in verschlossenen Gebäuden gelagert werden.


• Organische Abfälle, Tierkadaver und Schlachtabfälle sollten kontrolliert und fachmännisch entsorgt werden. • Komposthaufen in Privatgärten wie auch kommerzielle Kompostieranlagen können mit bärensicheren Zäunen gut gesicher werden. • Gefüllte Futternäpfe für Hunde und Katzen oder auch Igel im Freien interessieren auch den Bären, deshalb sollten Tiere nicht unkontrolliert draußen gefüttert werden. • Füttern ist verboten! Ein Bär lernt sehr schnell, uns Menschen oder unsere Nähe mit leicht verfügbarer Nahrung in Verbindung zu bringen. Er wird dann gezielt Menschen oder Siedlungen aufsuchen und damit gefährliche Situationen heraufbeschwören. • Dringt ein Bär in einen Stall ein oder attackiert er Nutztiere, so sollte nicht versucht werden, ihn mit Stöcken, Steinen, grellem Licht oder ähnlichem zu verjagen, das kann den Bären provozieren und zu einem Angriff auf den Menschen verleiten. Geben Sie dem Bären eine Fluchtmöglichkeit. Deshalb: Am besten ist es in diesem Fall, sich zurückzuziehen und sofort die zuständige Behörde oder den Bärenbeauftragten zu alarmieren.

LASSEN SIE DEM BÄREN SEINE WÜRDE Laut Verhaltensforschern wollen Bären in Stresssituationen „ihr Gesicht nicht verlieren“. Sie haben „Stolz“ und wollen nicht überrascht und angebrüllt werden. Deshalb zieht sich ein Bär bereitwillig zurück, wenn man ihm eine Rückzugsmöglichkeit gibt und sich entsprechend verhält. Wenn der Mensch, als der Schwächere von beiden, sich mit einer gewissen Demut entfernt, kann der Bär in Würde gehen. Nutzen Sie auch unser In­for­ma­ti­ons­angebot im Internet:

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• jedes Jahr Hunderttausende Amphibien vor dem Tod durch Überfahren retten, • dazu beitragen, das „Grüne Band“ als längsten Biotopverbund Europas in seiner Einzigartigkeit zu erhalten,

• im Voralpenland Moore von archaischer Schönheit und voll seltenen Lebens erhalten,

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Impressum (Stand 2013): Herausgeber: BUND Naturschutz in Bayern e.V. Autor: Christian Hierneis Fotos: Dietmar Nill/linnea images (Titel), Wolfgang Willner Gestaltung und Satz: www.janda-roscher.de, Regensburg Redaktion: BN Referat Öffentlichkeitsarbeit Druck und Vertrieb:  BUND Naturschutz Service GmbH, www.service.bund-naturschutz.de

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