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Chronik der Bruderschaft

2011 Jahresbericht 2011 An den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde nahm S.M. Josef Franzen mit Abordnung teil. Im Januar verlor Horrem wieder ein Stück Geschichte: die Gaststätte „Jägersruh“ an der Knechtstedener Str. wurde dem Erdboden gleichgemacht. In den 20er Jahren wurden alle - auch heute noch existierende - Horremer Vereine in der „Jägersruh“ gegründet, die Gaststätte war seitdem für viele das Vereinslokal und mit dem „Germaniasaal“ der Veranstaltungsort für große Feste, vor allen Dingen Karnevalsfeiern. 30 ehemalige Königinnen und Könige trafen sich am 12. Februar im Schützenhaus zu einem gemütlichen Abend. Georg klein begrüßte das Königspaar Josef VII. und Inge Franzen, die Pokalinhaber der ehemaligen Königinnen und Könige Manfred und Susanne Klein, das Kronprinzenpaar Christian und Britta Clemens. Die Getränke wurden gestiftet von Udo Zander und für 1,00 € verkauft, der Betrag von 300,00 € wird der Jugendkasse gestiftet. Das Büffet wurde von Roland Ladermann wieder hervorragend angerichtet. Fazit: Es wurde ein wirklich „gemütlicher, langer“ Abend! Der 5. Jägerzug machte mit seinem Karnevalsball am 19. Februar im Bürgerhaus den Auftakt zur „5. Jahreszeit“. Das Seniorenkomitee der Bruderschaft lud zum 26. Februar zum traditionellen „Seniorenfest“ unsere älteren Mitbürger in das Bürgerhaus ein. Bei Kaffee und Kuchen traten viele Stimmungsmacher auf, die Bruderschaft stellte erstmals seit 2000 wieder ein „Männerballett“ unter großer Begeisterung der Gäste vor, die KG „Rot - Weiß Zons“ präsentierte sich mit ihrem Prinzenpaar und ihrem Funkentanzkorps. Begeisterte Schützen und Gäste feierten Karneval an Weiberfastnacht (03. März) und beim Preiskostümball (05. März) im proppenvollen „Horremer Gürzenich“ - dem Bürgerhaus. DJ „Wolle“ sorgte für die richtige Karnevalsstimmung bis in die Morgenstunden.


Am 11. März fand die Jahreshauptversammlung im Haus für Horrem statt. Einstimmig wurde die Beitragsbefreiung der Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr beschlossen. Bei den anstehenden Neuwahlen wurden folgende Schützen in ihren Ämtern bestätigt: Manfred Klein als Brudermeister, Albert Otmar Grabowski als 1. Kassierer, Udo Künzel als 2. Schriftführer, Udo Zander und Wolfgang Simon als Beisitzer, als neuer Kassenprüfer wurde Josef Franzen gewählt. Der 7. Jägerzug „Löstige Jonge“ veranstaltete am 25. April sein traditionelles Ostereierschießen auf dem Schießstand Am Rübenweg. Traditionell wurde der Maibaum am Schützenhaus von den Jungschützen unter tatkräftiger Mithilfe von „schwerem Gerät“ des Obersten Jürgen Klein aufgestellt, bevor anschließend das Maifeuer entzündet wurde. Viele Gäste erfreuten sich am Spektakel bei kühlen Getränken und Imbiss. Im mäßig besetzten Bürgerhaus veranstaltete der 1. Jägerzug am Abend des 30. April seinen traditionellen „Tanz in den Mai“. Am 04. Mai fand die 1. Offiziersversammlung unter dem neuen Oberst Jürgen Klein statt. In der Mitgliederversammlung am 13. Mai wurde u. a. das Programm für Schützenfest vorgestellt. Dieses Jahr finden alle Bezirksveranstaltungen in Horrem statt. Den Anfang machte der Bezirksjungschützentag. Am Sonntag, 08. Mai 2011, trafen sich ab 9:00 Uhr hunderte Jungschützen des Bezirksverbandes Nettesheim vor dem Horremer Schützenhaus zum Feldgottesdienst, der vom Kreisjugendseelsorger Pfr. Marcus Bussemer zelebriert wurde. Der geistliche Begleiter der Horremer Bruderschaft Martin Brendler gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit. In diesem Rahmen wurden auch die neuen Bezirksketten geweiht. Mit musikalischer Unterstützung des BTC "Frisch-Auf" Köln-Worringen führte ein kurzer Umzug zum Bürgerhaus Horrem, wo dann die Wettbewerbe im Schießen und Fahnenschwenken durchgeführt wurden. Viel Spaß und Freude hatten auch die Kinder und Jugendliche mit Hüpfburg, Kicker, Zuckerwatte, Pänzmobil und dem PrEvent-Mobil der Caritas rund um das Bürgerhaus Horrem. Der Bezirksjungschützenmeister Bernard Hesch freute sich mit dem Jungschützenmeister Christian Bieberstein und den Schirmherren, nämlich den Stadträten für den Bereich Horrem Bernd Engwicht, Ingo Kolmorgen, Bernhard Schmitt und Martin Voigt über den herrlichen Sonnenschein und dem gelungenen Fest. Die Horremer Schützenjugend bejubelte mit Henrik Grawbowski den neuen Bezirksedelknabenkönig und mit Steffen Bieberstein den neuen Bezirksprinzen. Steffen Bieberstein ist damit für die Teilnahme am Schießen um den Diözesanprinzen am 26. Juni 2011 in Vernich qualifiziert. Wir wünschen viel Erfolg! Der Titel Bezirksschülerprinz geht an Max Metzemacher aus Nettesheim. Am Sonntag, 15. Mai 2011, war der Bezirksverband Nettesheim im Rahmen des Bezirksköniginnentages zu Gast in Horrem: Die Königspaare der Mitgliedsvereine, befreundeter Nachbarvereine und auch die Bezirkskönigspaare des Bezirksverbandes Neuss und Grevenbroich und das Diözesankönigspaar des DV Köln trafen sich mit Brudermeister, Obristen und Ehrengästen bereits zur Kaffetafel. Große Abordnungen der Bruderschaften unterstützten ihre Königs-paare mit ihren Fahnen und Standarten nicht nur im Festgottesdienst in der Kirche "Hl. Familie", der von Bezirkspräses Peter - Mario Werner zelebriert wurde, sondern auch im anschl. Umzug. Die Königspaare zogen bei strahlendem Sonnenschein mit musikalischer Unterstützung des TC "Germania" Horrem und TC "In Treue Fest" Hackenbroich Hackhausen durch Horrem. Nach dem Vorbeimarsch an allen Königspaaren und Ehrengästen begann der Festball im Bürgerhaus Horrem. Jedes Königspaar erhielt eine Erinnerungsurkunde vom Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck und als Gastgeschenk der Bruderschaft Horrem eine Weinflasche und eine Blumenampel überreicht. Der ehemalige Gohrer Brudermeister Erwin Trenz wurde offiziell vom Bruderrat verabschiedet. Überrascht zeigte sich Webmaster Norbert Hopp über ein Lob und eine kleine Anerkennung des Bezirksverbandes: seit vielen Jahren betreut er die Webseite der Horremer Bruderschaft und auch des Bezirksverbandes. Nach dem Ehrentanz war zur Musik von „SoundMixx“ Jörg Fischer die Tanzfläche für alle Schützen geöffnet. Zugeschaut werden durfte bei der Tanzshoweinlage der Gruppe „Speechless“. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert - zum Glück naht das Vatertagsbiwak und Schützenfest in Horrem - eine Möglichkeit, wieder in Horrem zu Gast zu sein!


Die traditionelle Schützenausstellung wurde am 17. Mai in den Räumen der Sparkasse Neuss eröffnet. Themen waren die neue ständige Ausstellungsvitrine mit dem Königssilber und der alten Fahne und 60 Jahre 4. Jägerzug, zu besichtigen ist die Präsentation bis zum 01. Juni. Zum alljährlichen Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige der Bruderschaft konnte Georg Klein am 21. Mai 2011 10 Königinnen und 13 Könige zu einem gemütlichen Nachmittag im Schützenhaus begrüßen, er bedankte sich bei den Pokalinhabern Susanne und Manfred, die für das leibliche Wohl sorgten, sowie den Spenderinnen von Kaffee und Kuchen und den vielen „helfenden Händen“. Besonders begrüßte er das amtierende Königspaar Josef VII. und Inge Franzen, sowie den Kronprinzen Christian Clemens mit Gattin Britta, die traditionell die Gäste bedienten. Dann legte er sein Amt als Organisator nach 15 Jahren in die Hände von Martin Höfs und wünschte ihm viel Erfolg. Unter der Leitung des Schießmeisters Karl Heinz Aigner errang Gudrun Höfs mit dem 48. Schuss (Königin 2004 / 05 aus dem Tambourkorps Horrem) den Damenpokal, Wilfried Dieling (König 2002 / 03 aus dem 7. Jägerzug) holte mit dem 108. Schuss den Vogel zum Herrenpokal von der Stange. Heinrich Chemnitzer verteilte wieder an jede Königin eine kleine Blume. Am 22. Mai 2011 fand das diesjährige Vogelschießen des Historischen Corps Horrem von 1999 statt. Neuer Corpskönig wurde mit dem 53. Schuss Corpsmajor Jörg Klengel aus dem Sappeurzug „Vorwärts Horrem“. Neue Corpskönigin wurde mit dem 84. Schuss Christa Räse ebenfalls von den Sappeuren und neuer König der Könige des Corps wurde mit dem 86. Schuss Reinhard Horstmann auch aus dem Sappeurzug. Damit kann man wohl sagen, ein gelungener Schießnachmittag für die Mitglieder des Sappeurzuges. Noch einmal stand am 28. Mai zum König- und Oberstehrenabend S.M. Josef VII mit Gattin Inge Franzen im Mittelpunkt. Zusammen mit dem neuen Regimentsoberst Jürgen Klein empfingen sie das Regiment am Schützenhaus zu einem Umtrunk, um anschl. mit Musik vom TC "Germania" Horrem zum Bürgerhaus Horrem zu ziehen und dort zu feiern. Dass der Ehrentanz verpflichtend ist, musste Oberst Jürgen Klein erkennen, als er dankbar den Tanz mit Brudermeisterehefrau Susanne Klein zu Gunsten ihres Mannes ablehnte. Die amtierende Gästekönig Astrid Lüpschen führte ihn dann aufs Parkett. Hier sorgte die Musik von "Soundmixx" Jörg Fischer für gute Stimmung. Die wohlverdiente Stärkung reichte Partyservice Roland Ladermann im Foyer. Der Schülerschütze Marius Vanselow wurde zum Fahnenjunker ernannt. In seinen fünf Mitgliedsjahren erhielt er bereits 2008 das Fahnenschwenkerabzeichen und er war 2009 Schülerprinz der Bruderschaft. Bis spät in die Nacht heizte "Soundmixx" den Gästen noch ein - eine "gelungene Generalprobe" vor dem Vatertagsbiwak und dem Schützenfest. Bericht Schützenfest vom 02. - 06.06.2011 (von Otto Müller) Donnerstag (Vatertag), den 02.Juni Auch in 2011 durften die Schützen und Gäste einen Tag länger feiern. Das Festzelt und der Kirmesbetrieb hatten bereits zum Fest Christi Himmelfahrt geöffnet. Ein ungewöhnlich hoher Bierumsatz darf aber wohl nicht dem Kirchenfest, sondern eher der Tatsache zugeschrieben werden, dass Vatertag gefeiert wurde. Die Väter waren so durstig, dass sogar das Bier für den Schützenfest Fassanstich an diesem Tag verbraucht wurde. DJ Wolle sorgte für Partystimmung und der Kirmesbetrieb für unbeschwertes Vergnügen für die gesamte Familie. Freitag, den 03. Juni Den richtigen Start des Horremer Schützen- und Heimatfestes im 91. Jahr des Bestehens der Bruderschaft bildete der Kindergartenfestzug. Bereits im zweiten Jahr sorgten Mitglieder der Jägerkapelle Straberg für kostenlose Blas-Musik beim Kindergartenumzug durch Horrem. Unterstützung hatten die Spielmänner vom „Beschallungswagen“ des XII. Jägerzug „Feinkorn“. Ein besonderer Dank im Namen der Kinder gilt den vielen teilnehmenden Schützen, den immer sehr stark vertretenden Sappeuren und insbesondere Klaus Beer (2. Jägerzug), der dieses Event seit vielen Jahren organisiert. Aus den Sammlungs-Überschüssen konnte er dieses Jahr jedem Kindergarten einen Bollerwagen mit Emblemen der Bruderschaft schenken. S.M. Josef VII erhielt eine Schokoladenkette und als Kindergartenkönigspaar wurden Königin Lena Wtyklo und König Lenard Rau aus der katholischen Kindertagesstätte „Hl. Familie“ gekrönt. Der Clown Pibi Glix brachte Groß und Klein zum Lachen und einige Schützen, u.a. Oberst Jürgen Klein, Kronprinz Christian Clemens und Gemeindereferenten Martin Brendler ins Schwitzen: sie durften das Balanceseil für eine Jongliereinlage des Clown spannen. Der Dank gilt den vielen Horremer Geschäftsleuten für ihre Spende und den Fahrgeschäften, die im Anschluss wieder Freifahrten für die Kindergartenkinder ermöglichten und Norbert Schumacher, der die Getränke für die Schützen stiftete.


In der schön geschmückten Residenz durften abends Kronprinz Christian Clemens mit seiner Kronprinzessin Britta das Majestäten Paar Josef VII. und Inge Franzen, sämtliche Korps-/Zugkönige und -königinnen, Silberkönig Herbert Päfgen und Gäste zum Empfang begrüßen. Bei Sonnenschein durften alle Gäste das Regiment abschreiten. Feierlich wurde es im Anschluss auf der Domplatte: Brudermeister Manfred Klein hängte S.M. Christian I. Clemens vom 13. Jägerzug die Königskette um und Susanne Klein sorgte für den richtigen Sitz des Diadems bei Königin Britta. Obwohl er passiv im 13. Jägerzug ist, hat Martin Höfs (aktiv im Tambourcoprs) nun mit der Königsstandarte eine tragende Rolle. Es folgten das Grußwort von Präses Pfarrer Peter Stelten und der Ehrentanz. Der gefürchtete „Königstrunk“ von Mundschenk Wolfgang Simon wurde von S.M. Christian mit den Worten „Gott steh mir bei“ mutig hinunter gespült. Beim Festzug und der Parade für das Königs- und Exkönigspaar und alle Königspaare der Züge präsentierte der neue Oberst Jürgen Klein ein adrettes Regiment. Für die Tanzmusik im Festzelt war erstmals die Band „Different Colours“ verantwortlich. Die Begrüßung des Horremer Königspaares, sowie Majestäten und Abordnungen aus weiten Teilen des Bezirks- und Stadtverbandes übernahm der 2. Brudermeister Kurt-Peter Raab. Die einzelnen Zugkönige und Zugköniginnen wurden vorgestellt. Martin Höfs krönte den neuen König der Könige Wilfried Dieling (7. Jägerzug) und Königin der Königinnen Gudrun Höfs (13. Jägerzug). Mit Martin Höfs hat Georg Klein nun einen Nachfolger für die Organisation dieses Schießwettkampfes gefunden. Samstag, den 04. Juni Die Salutkanone „Nettchen“ der Artillerie und das Glockengeläut gaben das Startsignal für den Fassanstich um 12:00 Uhr. Der Schirmherr 2011 Herr Heinz Hilgers, Ehrenbürger der Stadt Dormagen und Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes, durfte nach Begrüßung und kurzer Ansprache das erste Fass anschlagen. Quasi mit gepackten Koffern reiste er direkt im Anschluss an das Gästekönigschießen nach Berlin zu einem Empfang des Bundespräsidenten, dem er die Grüße der Horremer Schützen und einen Horrem-Reverspin mitnehmen durfte. Der Gästezug „Treu Horrem“ stiftete eine neue Gästekönigkette, die beidseitig graviert ist für „Gästekönig“ und „Gästekönigin“. Der Gemeindereferent und geistliche Begleiter Martin Brendler holte sich zunächst den rechten Flügel und sorgte anschl. mit dem 87. Schuss dafür, dass die Kette im Gästezug bleibt. So konnte er wohl auch den ev. Pfarrer Christoph Pfeiffer zum Eintritt in den Gästezug überzeugen. Weitere siegreiche Pfänderschützen waren: Susanne Gellrich (linker Flügel) und Schirmherr Heinz Hilgers (Kopfpfand). Die Korpskönige wurden am Nachmittag bei entsprechenden Umtrünken gekrönt: Die Jägerabteilung krönte Jägerkönig Achim Raschke (8. Jägerzug) und Jungjägerkönig Andreas Paefgen (2. Jägerzug), die Historische Abteilung ehrte den neuen König des Hist. Corps Jörg Klengel (Sappeure), Königin Christa Räse (Sappeure) und König der Könige des Hist. Corps Reinhard Horstmann (Sappeure). Ein Sternmarsch führte die Abteilungen zum Antreteplatz, wo Oberst Jürgen Klein das Regiment zum Ehrentanz und anschl. Totengedenken auf dem Dorfanger führte. Mit dem Yorker-Marsch zogen das TC „Germania“ Horrem und die Feuerwehrkapelle Dormagen auf den Platz. Brudermeister Manfred Klein eröffnete seine Ansprache mit dem Zitat: „Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“ Gerade die Erinnerung an unsere Verstorbenen, die wir selbst gekannt haben, hinterlassen Spuren in uns. Nicht die Pokale und Ehrungen, sondern die Menschen sind es, an die wir uns erinnern und zu deren Gedenken der Kranz am Ehrenmal niedergelegt wurde. Der große Zapfenstreich setzte vor allem mit der Paukeninstrumentierung ein Highlight. Der Umzug führte die Schützen ins gut besuchte Festzelt, wo die Musik der Band „Herzschlag“ den Puls bewegte. Die „Kölsch-Fraktion“ appellierte mit ihrem Gastauftritt an das kölsche Herz der Besucher. Ein Dank gilt dem Sponsor Jürgen Klein, der diesen Event ermöglichte. Dem Jungschützenmeister Christian Bieberstein blieben nur kurze Musikpausen für die Krönung des neuen Schülerprinzen Marius Vanselow (Schülerschützen) und des Prinzen Jan Müller (6. Jägerzug). Zu moderner Musik begeisterten die Fahnenschwenker Sascha und Thorsten Klein, Simon Klein, Daniel Simon und Marius Vanselow: Knicklichter zierten die Schwenkfahnen im abgedunkelten Zelt und eine temporeiche, akrobatische Darstellung wurde dem Publikum geboten – nicht nur die Fahnen, auch Thorsten Klein beherrschte als „Jumper“ den Salto auf der Tanzfläche. Nach einer Zugabe, die spontan noch von Jan Müller, Dominik Grabowski, Volker Schumacher und Oberst Jürgen Klein begleitet wurde, konnte wieder zur Musik von „Herzschlag“ bis lange in die Nacht gefeiert werden. Sonntag, den 05. Juni Schwüle Gewitterluft bestimmte den Sonntag, die Wettervorhersage kündigte Regen an, aber es blieb Gott-sei-Dank den gesamten Tag über bei allen Umzügen trocken. Pfarrer Peter Stelten und Diakon Fritz Detmer begrüßten die Schützen zur morgendlichen Messfeier. Es hätten aber noch mehr Schützen die Gelegenheit nutzen können, die Weihe der neuen Horremer


Prinzenkette zum Abschluss des Gottesdienstes mit zu erleben. Die Kette wurde von den Stadträten für den Bereich Horrem Bernd Engwicht, Ingo Kolmorgen, Bernhard Schmitt und Martin Voigt gestiftet - eine Aufmerksamkeit, weil sie Schirmherren des Bezirksjungschützentages in Horrem sein durften. Anschließend konnten Gäste und Abordnungen die Fahnenparade verfolgen, das Regiment abschreiten und eine prächtige Früh-Parade sehen. Hier hätten aber laut des Hackenbroicher Generaloberst Hans Sturm mehr Zuschauer den Schützen Beifall stiften können. Beim Festkommers begrüßte Brudermeister Manfred Klein zuerst das Königspaar S.M. Christian I. und Britta Clemens, das Ex-Königspaar Josef VII. und Inge Franzen, danach die Könige der befreundeten Vereine mit ihren Abordnungen und alle Vertreter aus Politik, Wirtschaft und die weiteren Gäste. In Abänderung zu vormaligen Schützenfesten wurden die Ehrungen erstmals in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen, beginnend mit den „hohen“ Auszeichnungen. Im vollbesetztem Zelt mit aufmerksamen Schützen wurden vom Bund ausgezeichnet: Der stellvertretende Bezirksbundesmeister Matthias Schlömer ehrte Klaus Beer (2. Jägerzug) mit dem St. Sebastianus Ehrenkreuz. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurde Josef Nöthgen (7. Jägerzug) ausgezeichnet. Der Diözesanschießmeister Karl Josef Klick und die stellvertretende Bundesschießmeisterin Heike Detemble überreichten Karl-Heinz Aigner (7. Jägerzug) das Ehrenkreuz des Sports in Gold für seinen langjährigen und anhaltenden Verdienste um den Schießsport auf Bruderschafts-, Bezirks und Diözesanebene. Als Jubiläumszug wurde der 4. Jägerzug „Jröne Junge“ für 60 Jahre Treue zur Bruderschaft geehrt. Besonders hervorgehoben wurde: Hermann-Josef Päfgen, der mit dem Horremer Wappen in Bronze für seine lang anhaltende Unterstützung geehrt wurde. Er stiftete u.a. die neue Vitrine, die in der Dauerausstellung der Sparkasse Neuss die alte Bruderschaftsfahne und das Königssilber sicher verwahrt. Henrik Wolfgang Grabowski errang im Mai 2011 die Würde des Bezirksedelknabenkönigs und entschloss sich, von seinem Taschengeld dem Bezirksverband als äußeres Erkennungszeichen eine Schärpe für den Bezirksedelknabenkönig zu stiften, die er stolz als erster Träger vorstellte. Für ihre langjährige Treue wurden geehrt: · Für 60 Jahre: Josef Steiner (4. Jägerzug) · Für 50 Jahre: Fritz Detmer (4. Jägerzug), Hans Fischenich (1. Jägerzug) · Für 40 Jahre: Nikolaus Schmitz (1. Grenadierzug) · Für 25 Jahre: Norbert Brauer (13. Jägerzug), Rene Cosmeci (1. Jägerzug), Rene Dieling (7. Jägerzug), Karl Kämpf (11. Jägerzug), Uwe Polzin (5. Jägerzug), Christian Teßmann (2. Grenadierzug) Der Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Dormagen sorgte für den musikalischen Rahmen. Die Schützen zeigten sich mit knapp 900 Euro spendierfreudig, um mit ihrer Sammlung die Neuanschaffung der Kirchenorgel für die Kirche „Hl. Familie“ zu unterstützen. Trotz Gewitterluft blieb es zum großen Festumzug am Sonntagnachmittag trocken. Das Königspaar durfte aus der Kutsche nun auch zahlreich vertretenden Gästen zuwinken und die Kinder der Kindergärten und Christoph-Rensing-Grundschule freuten sich, dass das TC Anstel sie musikalisch durch die Parade führte. Es waren gut 20 Horremer Fahnenschwenker und Gastschwenker, die eine beeindruckende Leistungsshow vor der Tribüne präsentierten. Nach dem Umzug wurde im Festzelt der neue Edelknabenkönig Daniel Walczak und das Kindergartenkönigspaar vorgestellt. Die Tanzband „Ambassador“ spielte abends zum feierlichen Krönungsball im Festzelt auf. Der Rückblick von Brudermeister Manfred Klein auf das Königsjahr von Exkönig Josef VII. und Inge Franzen brachte heitere Fakten zu Tage. Mit großem Applaus wurden sie von den Schützen verabschiedet. Ebenso herzlich wurden S.M. Christian I. und Britta Clemens begrüßt. Der evangelische Pfarrer Christoph Pfeiffer blickte in gewohnt humoriger Form auf das Königsjahr zurück und der geistliche Begleiter Martin Brendler glänzte mit Gesangstalent: „Ein Bett im Kornfeld“ – nein – „Ein Kölsch im Festzelt“ ist gemütlich und nett. Ebenfalls im Takt erfolgten der Aufmarsch der Zugoffiziere und der anschließende Ehrentanz. Nach dem offiziellen Teil wurde noch lange getanzt und die Fahnenschwenker wiederholten auf allgemeinen Wunsch ihre temporeiche Vorführung vom Vortag. Diesmal sogar verstärkt von der „alten Garde“ Oberst Jürgen Klein, Brudermeister Manfred Klein und seiner Gattin Susanne. Montag, den 06. Juni Traditionell beginnt nun schon der Montagmorgen mit dem ökumenischen Gottesdienst im Seniorenzentrum „Markuskirche“. Nach einem kurzen Umtrunk wurde im Festzelt beim musikalischen Frühschoppen zu Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen weiter gefeiert. Die Marschmusik war auch ein würdiger Rahmen für die Auszeichnung von Thilo Sonnen (7. Jägerzug) mit dem Schützenmusikerabzeichen in Bronze, das er für seine Verdienste um das musikalische


Leben in der Bruderschaft erworben hat. Bei vielen Schützenzügen gab es neben Gerstensaft auch ein ausgedehntes Frühstück. Die Kinder der Christoph-Rensing-Grundschule zeigten wieder eine gelungene Tanzeinlage. Mit Spannung wurden die Sieger aus den Schießwettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes erwartet und von Schießmeister Karl Heinz Aigner vorgestellt: · Bester Schütze: Marcel Schumacher (8. Jägerzug) · Seniorenpokal: Karl-Heinz Aigner (7. Jägerzug) · Pokalsieger: 1. Platz 8. Jägerzug, 2. Platz 7. Jägerzug, 3. Platz 2. Jägerzug · Sieger Preisschießen: 1. Platz 1. Jägerzug, 2. Platz 13. Jägerzug, 3. Platz 8. Jägerzug · Kleine Leistungsabzeichen: in Silber: Daniel Simon, Kay Peters, Valentin Berse in Bronze: Jan Müller, Kay Peters Ab 15:00 Uhr begann das Kronprinzenschießen mit dem Schießen auf die Pfänder: Bezirksedelknabenkönig Henrik Grabowski zog die Lose und folgende Schützen hatte die ruhige Hand für den richtigen Schuss: Linker Flügel Otto Müller (11. Jägerzug), Kopfpfand Willi Gundlach (Artillerie), Rechter Flügel Thomas Braun (7. Jägerzug) Nach den Ehrenschüssen wurde der 1. Jägerzug als einziger Zug mit Kandidaten für die Kronprinzenwürde aufgerufen. Aber bereits im zweiten Durchgang war klar, dass es ein zuginternes Duell zwischen Hans-Rolf Löffler und Dietmar Warnecke war. Beide Schützen waren wohl sehr entschlossen, denn bereits mit dem 68. Schuss fiel um 16:22 Uhr der Vogel, als Dietmar Warnecke an der Waffe saß. Als Dietmar I. wird er mit Ehefrau Ursula und seinen Kindern Stephanie und Jasmin aus erster Ehe und dem gemeinsamen Sohn Pascal der neue Horremer Schützenkönig 2012/13. Pascal ist auch aktiver Schütze im 1. Jägerzug. Während Schriftführer Otto Müller den Pressevertretern Auskunft gab, sorgte Webmaster Norbert Hopp dafür, dass die Information noch vor den Printmedien als Erstes auf der Bruderschaftswebseite zu sehen war. Im Festzelt wurde von DJ Wolle und DJ Marcel für Stimmung gesorgt. Hier wurde dann auch Dietmar Warnecke offiziell als Kronprinz proklamiert. Der abschließende Höhepunkt war das große Höhenfeuerwerk, das durch die Spenden der Horremer Bevölkerung ermöglicht wurde. Ausgelassen feierten Schützen und Gäste noch lange und mit „Vor-Zurück“ wurde auf der Tanzfläche gerudert. Fazit: Nach diesem Schützenfest geht es für die Horremer Bruderschaft weiter „Vor“. Schlechte Wetterprognosen bewahrheiteten sich nicht, alle Umzüge und Paraden konnten bei trockenem Wetter durchgeführt werden. Die Premiere von Oberst Jürgen Klein und Adjutant Udo Zander darf als voll geglückt betrachtet werden. Und mit zwei Bewerbern für das Kronprinzenschießen darf sich die Bruderschaft über aktive Schützen freuen. Am 02. Juli fand das „Hermann - Klein - Pokalschießen“ statt. Mit 143 Ringen errang der Marinezug 1. Mannschaft den Pokal, vor dem 7. Jägerzug 1. Mannschaft mit 142 Ringen und dem 11. Jägerzug mit 142 Ringen. Zum Bezirkskönigschießen lud die St. Hubertusbruderschaft Horrem am 13. August ein. Mit dem 30. Schuss errang unsere Majestät Christian Clemens den Titel des Bezirkskönigs 2011 / 12 - er ist der 3. Bezirkskönig aus Horrem seit Bestehen des Bezirksverbandes Nettesheim. Das Jägerkönigschießen fand am 03. September auf dem Hochstand statt. 59 Schützen aus13 Jägerzügen nahmen am Wettbewerb teil: mit dem 16. Schuss errang Volker Schumacher vom 5. Jägerzug den Titel des Jungjägerkönigs 2012 / 13, Andreas Euler vom 11. Jägerzug holte mit dem 232. Schuss den Titel des Jägerkönigs 2012 / 13. Erstmalig wurde der „König der ehemaligen Jägerkönige“ ermittelt: Achim Raschke (1991 / 1992 und 2011 / 2012) war mit dem 38. Schuss erfolgreich. Zum Bundesfest am 18. September in Harsewinkel begleitete eine Vorstandsabordnung unser Königsund Bezirkskönigspaar Christian und Britta Clemens zum Schießen um den Bundeskönig - mit 26 Ringen errang Christian den 19. Platz unter 101 Bewerbern! Das Offizierspokalschießen fand am 01. Oktober auf dem Hochstand Am Rübenweg statt: mit dem 111. Schuss errang Norbert Hopp (13. Jägerzug) nach 2002 und 2006 erneut den Wanderpokal.


Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 21. Oktober im „Haus für Horrem“ statt. Hier wurde Rückblick auf das Jahr gehalten und Ausblick in die Zukunft. Nachdem Christian Bieberstein nicht mehr als Jungschützenmeister zur Verfügung steht, wird ein Nachfolger gesucht. Die Bruderschaft kann nur mit neuen jungen Mitgliedern, ggf. auch mit Mädchen und künftig Frauen im Verein, eine Zukunft haben. Am Fr., 04.11.11 feierten die Horremer Schützen ihren Namenspatron Hubertus im Rahmen des traditionellen Hubertusballes. Die Tanzunterhaltung mit DJ Nico und eine große Tombola lockten sehr viele Gäste und Schützen ins Horremer Bürgerhaus. Für ihre 10-jährige Mitgliedschaft wurden hier geehrt: Michael Buhr (Sappeure), Henrik Wolfgang Grabowski (XII. Jz.), Rainer Händel Bausemer (Fahnenkompanie), Thorsten Klein (Schülerschütze) und Engelbert Prehn (Artillerie). Die Urkunde wird nachgereicht für den erkrankten Heinz Jendreny (5. Jz., passiv) und Urlaubskind Simon Klein (Schülerschützen). Für ihre Verdienste wurden zwei Mitglieder der Fahnenkompanie mit der silbernen Verdienstspange der Bruderschaft ausgezeichnet: Rainer Händel Bausemer und Harald Lüpschen. Zusammen mit Ehrenbrudermeister Herbert Lüpschen sorgen sie dafür, dass die Bruderschaftsfahne getragen wird. Der Schießmeister Karl Heinz Aigner durfte die Preise für die siegreichen Mannschaften des Hubertuspokalschießens übergeben: 1. Platz 7. Jägerzug (186 Ringe), 2. Platz 9. Jägerzug (183 Ringe), 3. Platz 5. Jägerzug (178 Ringe). Insgesamt hatten 18 Mannschaften am Wettkampf teilgenommen. Um 24:00 Uhr wurde ein Geburtstagsständchen für S.M. und Bezirkskönig Christian Clemens angestimmt, der in seinen Geburtstag hinein feierte. Als Geschenk erhielt er eine Kette aus Unterputzdosen und Schnäpschen gegen den Baustress seines neuen Eigenheims. Die gute Verpflegung von Partyservice Roland Ladermann und kühles Kölsch luden dazu ein, diesen gelungenen Tanzabend erst spät zu verlassen. Wie all die anderen Jahre zuvor, zogen die Kinder der Christoph-Rensing-Grundschule am 07. November 2011 mit dem Sankt Martin, dem Tambourcorps und der Feuerwehrkapelle gemeinsam durch die Straßen Horrems, um das Fest des Sankt Martin (dargestellt von Herbert Lüpschen) zu feiern. Und bevor die Bruderschaft sich wieder mit dem Lehrerkollegium im Schützenhaus zum schon traditionellen Weckmannessen traf, hatte unser Schützenkönig S.M. Christian I. alle Hände voll zu tun. Denn er half bei der Verteilung der Weckmänner und der dazugehörigen Schokoladentafeln an die vielen kleinen Kinder. Zum Namensfest des Hl. Hubertus trafen sich die Schützen am 11. November zum Gottesdienst in der Kirche Hl. Familie. Anschließend wurde im Rahmen des Volkstrauertages ein Kranz an den Kriegsgräbern des Horremer Friedhofes niedergelegt und Brudermeister Manfred Klein gedachte der Kriegsopfer. Zum traditionellen anschl. Frühstück im Haus für Horrem wurde ein Videorückblick auf Schützenfest gehalten. Regelmäßig fanden Vorstandssitzungen, Zugvertreter- und Offiziersversammlungen statt. An den Versammlungen des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim nahmen wir teil. Ebenso besuchten wir mit S.M. die Schützenfeste befreundeter Vereine und Bruderschaften.

Wir trauern um unsere Verstorbenen: Helga Fischenich Hans Vaassen Robert Kämner Theo Esser Günter Haske Peter Lorenz

1. Jägerzug 1. Jägerzug 2. Grenadierzug 2. Jägerzug passiv passiv

07. Januar 2011 19. April 2011 21. Mai 2011 07. Juni 2011 20. Okt. 2011 06. Nov. 2011


2010 Jahresbericht 2010 An den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde nahm S.M. Manfred Hoffmann mit Abordnung teil. 43 ehemalige Königinnen und Könige trafen sich am 23. Januar im „Lindenhof“ zu einem gemütlichen Abend, es wurde ein wirklich „gemütlicher, langer“ Abend! Der 5. Jägerzug machte mit seinem Karnevalsball am 30. Januar im Bürgerhaus den Auftakt zur „5. Jahreszeit“. Das Seniorenkomitee der Bruderschaft lud zum 06. Februar zum traditionellen „Seniorenfest“ unsere älteren Mitbürger in das Bürgerhaus ein. Bei Kaffee und Kuchen traten viele Stimmungsmacher auf, die „Ahl Dormagener Junge“ präsentierten sich mit ihrem Dreigestirn aus Horrem mit Prinz Michael I. (Dries), Jungfrau Martina (Martin Voigt) und Bauer Erick (Lierenfeld) und die KG „Rot - Weiß Zons“ mit ihren Funkentanzkorps. Begeisterte Schützen und Gäste feierten Karneval an Weiberfastnacht (11. Februar) und beim Preiskostümball (13. Februar) im proppenvollen „Horremer Gürzenich“ - dem Bürgerhaus. DJ „Wolle“ sorgte für die richtige Karnevalsstimmung bis in die Morgenstunden. Am 26. Februar fand die Jahreshauptversammlung im Haus für Horrem statt. Einstimmig wurde die Beitragsbefreiung der Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr beschlossen. Das Pokalschießen des Historischen Corps Horrem (HCH) am 20. März stand ganz im Zeichen des Artilleriezuges „Immer in Stellung“: Mit dem 57. Schuss wurde Tina Beek Korpskönigin 2010 / 11, der Sohn Dennis Beek holte mit dem 40. Schuss den Vogel zum Korpskönig 2010 / 11 herunter. Den erstmalig ausgeschossenen „König der Könige im Historischen Korps“ gewann mit dem 70. Schuss Jürgen Beek - Vater und Ehemann der Würdenträger. Der 7. Jägerzug „Löstige Jonge“ veranstaltete am 05. April sein traditionelles Ostereierschießen auf dem Schießstand Am Rübenweg. In der Mitgliederversammlung am 23. April wurde u. a. das Programm für Schützenfest vorgestellt. Der 1. Artilleriezug „Immer in Stellung“ lud anlässlich seines 15jährigen Bestehens zum 25. April zu einem Artilleriebiwak auf dem Schützenplatz ein. 25 Züge mit 18 Kanonen gaben sich ein Stelldichein bei Preisschießen, Essen und Trinken sowie einem gemeinsamen Böllerschießen. Im gut besetzten Bürgerhaus veranstaltete der 1. Jägerzug am Abend des 30. April seinen traditionellen „Tanz in den Mai“. Zum Bundesköniginnentag in Rietberg / Emsland begleiteten ca. 70 Schützen und -frauen am 16. Mai das Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul. Mit einem 2ten Frühstück im Bus begrüßten die Beiden ihre Begleitungen. Der Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch zelebrierte das Festhochamt im Jahnstadion bei strahlendem Sonnenschein. Ca. 7.000 Schützen nahmen anschließend am großen Festumzug durch das schöne Rietberg teil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es gegen 17:00 Uhr wieder nach Horrem, dort lud unser Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul in den Biergarten ihres „Lindenhof“ ein. Die traditionelle Schützenausstellung wurde am 19. Mai im Seniorenheim „Markuskirche“ des Diakonischen Werks RheinKreis Neuss eröffnet. Themen waren 90 Jahre Bruderschaft, 80 Jahre Edelknaben und 40 Jahre 8. Jägerzug, zu besichtigen ist die Präsentation bis zum 01. Juni. Zum alljährlichen Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige der Bruderschaft konnte Karsten Brauckmann am 22. Mai 2010 10 Königinnen und 13 Könige zu einem gemütlichen Nachmittag im Schützenhaus begrüßen, er bedankte sich bei den Pokalinhabern Gerda Stodtko und Wolfgang Simon, die für das leibliche Wohl sorgten, sowie den Spenderinnen von Kaffee und Kuchen und den vielen „helfenden Händen“. Besonders begrüßte er das amtierende Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul, sowie den Kronprinzen Josef Franzen mit Gattin Inge, die traditionell die Gäste mit Getränken versorgten. Unter der Leitung des Schießmeisters Karl Heinz Aigner errang Susanne Klein mit dem 50. Schuss (Königin 2008/09 aus dem 13. Jägerzug) den Damenpokal, Manfred Klein (König 2008 / 09 aus dem 13. Jägerzug) holte mit dem 129. Schuss den Vogel zum


Herrenpokal von der Stange. Erst- mals stellt ein Königspaar, dass zum 1. Mal am Schießen teilnehmen darf, gemeinsam die Pokalsieger. Heinrich Chemnitzer verteilte wieder an jede Königin eine kleine Rosenpflanze. Am 29. Mai begleiteten viele Schützen unser Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul zum Bezirksköniginnentag nach Frixheim. Am 28. Mai 2010 fand als Auftakt zum diesjährigen Schützenfest der König- und Oberstehrenabend der St. Hubertusschützenbruderschaft e.V. Dormagen - Horrem statt. Nach einem Umtrunk am Schützenhaus, zu dem Oberst Hansi Fischer und S.M. Manfred II. Hoffmann geladen hatten, zogen die Schützen mit dem TC Horrem zum Bürgerhaus. Dort begrüßte der Brudermeister Manfred Klein im sehr gut besuchten Bürgerhaus: unser Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul, sowie den Oberst Hansi Fischer mit Gattin Sissy - die Damen erhielten als Willkommen je einen Blumenstrauß. Der Adjutant des Obersten - Horst Schmitz - ernannte die Schülerschützen Simon Klein und Thorsten Klein zu Fahnenjunkern und Florian Herrmann vom 9. Jägerzug zum Leutnant. Der Oberst beförderte Horst Schmitz zum Kapitänleutnant und gab bekannt, dass es sein letztes Jahr als Oberst sei, der Jägermajor Karl Heinz Aigner beförderte den Oberst zum Flottillenadmiral. Bis weit nach Mitternacht herrschte eine ausgelassene, fröhliche Stimmung - ein schönes Fest war zu Ende!

Bericht 90. Schützenfest vom 04. bis 07. Juni 2010 (von Otto Müller) Ich freue mich schon … Die Vorfreude der Kinder des städtischen, katholischen und evangelischen Kindergartens war enorm. Deshalb wollten sie auch dieses Jahr nicht bis zum eigentlichen Fest warten, sondern wollten das Königspaar schon vorab sehen und begründeten damit nach 2009 eine neue Tradition: Am 27. Mai 2010 durfte S.M. Manfred II Hoffmann und Königin Sabine Paul in vollem Ornat ca. 200 Kinder auf der Domplatte begrüßen. Mit lauten Stimmen erklang das „Horremer Schützenlied“ und ein Kind verriet dem König: „Ich freue mich schon auf den Schützenumzug, Du auch?“ Donnertag, 03. Juni 2010: „Glaube, Sitte, Heimat“ steht auf den Schützenfahnen: Selbstverständlich, dass die Horremer Schützen ihre Heimat auch schon vor dem eigentlichen Fest mit einer stattlichen Abordnung bei der Fronleichnamsprozession in Hackenbroich vertraten. Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi wurde in feierlichem Rahmen bei Sonnenschein gehalten. Freitag, 04. Juni 2010: Das Horremer Schützen- und Heimatfest im 90. Jahr des Bestehens der Bruderschaft startete mit einem besonderen Kindergartenfestzug. Erstmals wurden die begeisterten Kindergartenkinder von den Schützen mit Live-Musik der Jägerkapelle Straberg abgeholt, die hierfür auf ein Honorar verzichtete und für eine kleine Bierspende der Jägerabteilung spielte. Der XII. Jägerzug „Feinkorn“ unterstütze den langen Zug zusätzlich mit einem „Beschallungswagen“. Im Festzelt begrüßte Klaus Beer (2. Jägerzug) die Kinder und das noch amtierende Königspaar S.M. Manfred II. Hoffmann mit Königin Sabine Paul (2. Grenadierzug). Es folgte die Krönung des Kindergartenkönigspaares mit König Feres Hadri, Königin Gamze Gökdemir und Adjutant Kourosch Talebnejad. Clown Francesco begeisterte schon im zweiten Jahr nicht nur kleine Kinder, sondern auch große Schützen. . Viele Horremer Geschäftsleute ermöglichten diesen Auftritt durch eine Spende; der Schützenbruder Norbert Schumacher gab die Getränke für die Erwachsenen aus. Erstmals als Gastgeber durften sich Kronprinz Josef Franzen und Kronprinzessin Inge fühlen, die ab 18:00 Uhr in die schön geschmückte Residenz „Haus für Horrem“ zum Empfang der Korps-/Zugkönige und -königinnen und Gäste einluden. Nach dem Abschreiten des Regiments hatte Brudermeister Manfred Klein die Ehre bei strahlendem Sonnenschein S.M. Josef VII. Franzen vom 2. Jägerzug die Königskette umzuhängen. Königin Inge erhielt von Susanne Klein das Krönchen. Die Königsstandarte übernahm mit Stolz Bernhard Bode und wird sie während des Königsjahres tragen. Nach Grußworten von Präses Pfarrer Peter Stelten, dem Ehrentanz und dem „Königstrunk“ - einem geheim gemixten Mutmachtrunk von Mundschenk Wolfgang Simon - führte der Festzug durch das festlich geschmückte Horrem. Das Königs- und Exkönigspaar konnte zusammen mit allen Königspaaren die Parade eines stolzen und adretten Regiments abnehmen. Im Festzelt sorgte erstmals die Tanzband „California Blue“ für Stimmung. Der 2. Brudermeister KurtPeter Raab konnte neben dem Horremer Königspaar auch Majestäten und Abordnungen aus weiten


Teilen des Bezirks- und Stadtverbandes der Schützen begrüßen. Anschließend stellte die einzelnen Zugkönige und Zugköniginnen vor. Georg Klein übernahm die Krönung des neuen Königs der Könige: Erstmal gemeinsam durch ein Ehepaar wird von Manfred und Susanne Klein der König der Könige, bzw. Königin der Königinnen gestellt. Heinrich Fischenich durfte eine Dankurkunde und eine Wappenuhr als Dank für die jahrelange Organisation dieses Schießwettkampfes annehmen. Samstag, 05. Juni 2010: Unüberhörbar wurde der Schützenfest-Samstag mit den Böllerschüssen der Salutkanone „Nettchen“ der Artillerie und Glockengeläut pünktlich um 12:00 Uhr eingeleitet. Der Schirmherr 2010 Herr HeinzJakob Schieffer, Inhaber der Firma Elektro Schieffer in Dormagen, begrüßte die Schützen und Gäste im Schützenhaus und durfte das erste Fass anschlagen. Brudermeister Manfred Klein durfte anschließend die Schießstanderweiterung mit dem Segen vom Gemeindereferenten und geistlichen Begleiter Martin Brendler einweihen. Viele freiwillige Helfer hatten den Ausbau der WC-Anlage u.a. mit Behinderten-WC und Dusche, das Vordach und ein Seitenfenster im Saal und ein „runderneuertes“ Hubertus-Bild möglich gemacht. Als Dank erhielten die zwölf eifrigsten Helfer und Förderer eine Dankurkunde, dies sind: Wolfgang Rexmann, Norbert Brauer, Josef Franzen, Hermann Päfgen, Thorsten Janning, Norbert Hopp, Karl-Heinz Aigner, Hans Bernhard Heimbach, Horst Schmitz, Uwe Polzin, Jürgen Klein und Manfred Reiterer, der alleine 600 von insgesamt aufgebrachten 2000 Arbeitsstunden leistete. Der Schützenverein „Marmstorf 1897“ brachte mit dem Vorjahresgästekönig Johannes Tapken nicht nur den vom Schaufenster-Verlag gestifteten Pokal und die Kette wieder zurück, sondern freute sich mit ca. 60 Personen starker Abordnung als Gastgeschenk einen großen Holzziervogel den Horremer Schützen zu schenken. Astrid Lüpschen, Tochter von Ehrenbrudermeister Herbert Lüpschen und Inhaberin vom „Hotel Weilerhof“, sorgte mit dem 100. Schuss dafür, dass die Kette des Gästekönigs diesmal in Horrem blieb und verstärkt nun den in 2009 gegründeten neuen Gästezug „Treu Horrem“. Siegreiche Pfänderschützen waren: Bernd Herrmann (linker Flügel), Michael Drieß (Kopfpfand) und Manfred Bieberstein (rechter Flügel). Vor dem Festzug treffen sich die Abteilungen zum Umtrunk und Krönung ihrer Könige: Die Jägerabteilung krönte Jägerkönig Marcel Büschmann (2. Jägerzug) und Jungjägerkönig Tobias Kleinig (6. Jägerzug), die historische Abteilung ehrte den neuen König des hist. Corps Dennis Beeck (Artillerie), Königin Tina Beeck (Artillerie) und König der Könige des hist. Corps Jürgen Beeck (Artillerie). Oberst Hans-Joachim Fischer ließ das Regiment antreten und lud nach dem Ehrentanz zur Totenehrung ein. Brudermeister Manfred Klein bat die Schützen im fröhlichen bunten Treiben um Momente der Gesinnung für die Opfer und die Leiden während der Kriege und legte auch mit Erinnerung an die verstorbenen Schützen den Kranz am Ehrenmal nieder. Das TC „Germania Horrem“ und die Feuerwehrkapelle Dormagen zeigten ihr Können beim großen Zapfenstreich. Sonnenschein begleitete den anschließenden Umzug der Schützen. Das Motto „Für et Hätz un de Fööss“ umschrieb den Tanzabend im Festzelt: Der Auftritt der Stimmungsband „Die Cöllner“, brachte mit herzlichen kölschen Tönen das Zelt zum Schunkeln und die Band „California Blue“ brachte das vollbesetzte Zelt zum Kochen – hier war eine Musikverlängerung für die noch zahlreichen Gäste quasi Pflicht! Die kurzen Pausen der Band nutzte Jungschützenmeister Christian Bieberstein, um den neuen Schülerprinzen Valentin Berse (Schülerschützen) und den Prinzen Steffen Bieberstein (2. Jägerzug) zu krönen. Sonntag, 06. Juni 2010: „Welch ein Tag“ – dieses Motto begleitete bis zum späten Abend: Am Sonntag durften Pfarrer Peter Stelten, Diakon Fritz Detmer und Gemeindereferent Martin Brendler die Schützen zur morgendlichen Messfeier begrüßen. Als Symbol für das Fundament unseres Glaubens übergaben sie einen grün gestrichenen Stein, der die Schützen stets an ihre Wurzeln erinnern soll. Anschließend konnten Gäste und Abordnungen die Fahnenparade verfolgen, das Regiment abschreiten und eine prächtige Früh-Parade sehen. Zum Festkommers musste sich Brudermeister Manfred Klein mit der Begrüßung des Königspaares S.M. Josef VII. und Inge Franzen, Ex-Königspaar Manfred II Hoffmann und Sabine Paul, der Gäste, Königspaare und Abordnungen aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Schützenvereinen sehr kurz fassen. Über 1000 Jahre Vereinsgeschichte galt es in Form von Jubilaren zu ehren: Für 25 Jahre: Thomas Schroden (13. Jägerzug), Ralf Stenert (Sappeure) Für 40 Jahre: Arpad Bognar (8. Jägerzug), Karolj Bognar (8. Jägerzug), S.M. Josef Franzen (2. Jägerzug), Ernst Halfter (10. Jägerzug), Hans Bernhard Heimbach (7. Jägerzug), Gerold Hoffmann (8.


Jägerzug), Markus Klein (13. Jägerzug), Manfred Klein (13. Jägerzug), Hans Josef Simon (8. Jägerzug) Für 50 Jahre: Flottillenadmiral Hans-Joachim Fischer (Blaue Marine), Franz-Josef Höhndorf (1. Grenadierzug), Hans-Rolf Löffler (1. Jägerzug), Josef Vaassen (10. Jägerzug) Für 60 Jahre: Herbert Päfgen (4. Jägerzug) und die im Vorjahr verhinderten Franz Josef Rothhausen und Hermann Päfgen (je 4. Jägerzug) Für 80 Jahre: Peter Hilgers (3. Jägerzug), Hans Vaassen (1. Jägerzug), wegen Urlaub nicht persönlich anwesend Peter Pohl (3. Jägerzug) Bei diesem Jubiläum stellte sich die Frage, wie man Jubilare ehrt, die schon vor fünf Jahren die Ehrenmitgliedschaft erhielten und quasi alles haben: Der Vorstand entschied sich, ihnen ein St. Hubertus Diamantschliff-Abzeichen mit einer Urkunde zu verleihen und eine Chronik des Diözesanverbandes Köln zu schenken. Neben den Edelknaben (80 Jahre) feierte der 8. Jägerzug „Immer Doo“ als Jubiläumszug sein 40jähriges Bestehen. Oberst Hans-Joachim Fischer, erst kürzlich zum Flottillenadmiral befördert, feiert sein letztes Schützenfest als Horremer Oberst und erhält als Dank für hervorragende, langjährige Vorstandsarbeit als Oberst der Horremer Bruderschaft das Horremer Wappen in Bronze mit einer Dankurkunde. Als Auszeichnungen des Bundes wurde vergeben: Das Silberne Verdienstkreuz für: Norbert Schumacher (5. Jägerzug), Norbert Walheim (5. Jägerzug), Durch Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck wurde das Ehrenkreuz des Sports in Bronze vergeben an: Manfred Reiterer (5. Jägerzug) 240 Jahre Mitgliedschaft Ein ausgesprochen seltenes Jubiläum - auch auf Bundesebene - feierten die Schützenbrüder Peter Hilgers, Peter Pohl und Hans Vaassen zu Schützenfest 2010: sie sind 80 Jahre aktive Mitglieder in der Bruderschaft. Peter Hilgers ist 89 Jahre alt und Mitglied im 3. Jägerzug „Horremer Jungs“, er war 1980 / 81 König der Bruderschaft mit seiner Gattin Margarethe. Als Auszeichnungen des Bundes erhielt er 1975 das SVK, 1991 den HBO. 2005 wurde ihm zum 75. Jubiläum die Ehrenmitgliedschaft verliehen, ebenso wie die Graf Galen Plakette; zum 80. Jubiläum wurde ihm das St. Hubertus Diamantschliff Abzeichen zusammen mit der Chronik des Diözesanverbandes Köln verliehen. v.links: Heinz Hilgers, Peter Hilgers, Kurt Peter Raab Hans Vaassen, Manfred Klein Hans Vaassen ist 86 Jahre alt und Mitglied im 1. Jägerzug „Mer fenge net heem“, er war 1965 / 66 König der Bruderschaft mit seiner Gattin Ellen, 1988 / 99 und 2005 / 06 errang er die Würde des „Königs der Könige“, zum Oberstleutnant wurde er 1990 befördert. Als Auszeichnungen des Bundes erhielt er 1965 das SVK, 1976 den HBO, 1995 das SEK und 2008 das Schulterband zum SEK. 2005 wurde ihm zum 75. Jubiläum die Ehrenmitgliedschaft verliehen, ebenso wie die Graf Galen Plakette; zum 80. Jubiläum wurde ihm das St. Hubertus Diamantschliff Abzeichen zusammen mit der Chronik des Diözesanverbandes Köln verliehen.


Peter Pohl ist bereits 90 Jahre alt und Mitglied im 3. Jägerzug „Horremer Jungs“ 2005 wurde ihm zum 75. Jubiläum die Ehrenmitgliedschaft verliehen, ebenso wie die Graf Galen Plakette; zum 80. Jubiläum wurde ihm das St. Hubertus Diamantschliff Abzeichen zusammen mit der Chronik des Diözesanverbandes Köln verliehen. An Schützenfest war Peter Pohl in Urlaub, die Ehrung fand deshalb an seinem 90. Geburtstag am 03. August statt. v. links: S.M. Josef VIII. Franzen, Peter Pohl, Manfred Klein

Wir hoffen, dass die Schützenbrüder noch viele Jahre in unserer Bruderschaft aktiv dabei sind! Trotz der Vielzahl der Auszeichnungen und Ehrungen führte Brudermeister Manfred Klein zügig durch das Programm. Dies stand auch im Interesse aller Gäste, die den Klängen der Musikkapelle Gevenich lauschten, die eigens aus dem Heimatort von S.M. Josef angereist waren. „Welch ein Tag“ – das Abschreiten des Regiments vor dem großen Festumzug erfolgte bei aufbrausendem Wind, der Abbruch des Umzugs bei Regen erfolgte noch vor der Parade. Neben den jüngsten Schützen im Bollerwagen wurden auch gekrönte Häupter nass: „Omnes regis dornumago“ ist der Zusammenschluss ehemaliger Majestäten im Stadtgebiert Dormagen, die ihre Premiere auf den Straßen Horrems feierten. Aber Horremer Schützen sind nicht auf Sonnenschein vom Himmel angewiesen, sie haben Sonne im Herzen und zeigten dies S.M. Josef und Königin Inge mit einem Aufmarsch im Festzelt. Im Anschluss wurde der neue Edelknabenkönig Henrik Wolfgang Grabowski vorgestellt. Der liebe Gott hatte ein Herz für die Kinder: Über den Kirmesgeschäften schien zwischenzeitlich wieder die Sonne und die Schützen warteten bei einem Bier auf ihre trocknenden Uniformen. „Welch ein Tag“ – nach dem Einzug des Hofstaates begann der abendliche Königsball zur Musik der Tanzband „Ambassador“. Während des Rückblickes auf das Königsjahr von Exkönig Manfred II Hoffmann und Sabine Paul, der Vorstellung von S.M. Josef VII. und Inge Franzen musste Brudermeister Manfred Klein lange Pausen für Applaus zulassen. Martin Brendler brachte als geistlicher Begleiter dem neuen Königspaar ein Ständchen: „Welch ein Tag – ein schöner Tag, die Welt steht still, ein schöner Tag, komm Welt lass dich umarmen, welch ein Tag“. Auch der Horremer Ehrenpräses Fritz Reinery begrüßte zur Freude von Schützen und Gästen mit ein paar Worten das Königspaar und der evangelische Pfarrer Christoph Pfeiffer fragte sich in heiterer Rede, wie er hinter das Geheimnis der Franzens kommen soll, wo er doch nach dem Abriss der Kirche und Neuaufbau des Seniorenzentrums Markuskirche nicht mehr schräg gegenüber vom König wohnte und seinen Fenster-Beobachtungsposten verlassen musste. Feierlich ging es mit der Gratulation in Form eines prächtigen Aufmarsches und dem anschließen Ehrentanz zum Abschluss des offiziellen Teils des Abends, so dass Schützen und Gäste noch lange das Tanzbein schwingen konnten. Montag, 07. Juni 2010: Der ökumenische Gottesdienst am Montagmorgen im Seniorenzentrum „Markuskirche“ brachte wieder Schützen und Senioren im gemeinsamen Gebet näher. Das TC „Germania“ Horrem spielte vor dem Rückmarsch noch ein kurzes Ständchen und im Festzelt ging es mit dem musikalischen Frühschoppen zu Klängen der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen weiter. Fröhlich, mit guter Verpflegung und einer beeindruckenden Tanzperformance der Kinder der Christoph-Rensing Grundschule konnte ein Frühschoppen verbracht werden, der nur kurz für die Sieger aus den Schießwettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes von Schießmeister Karl Heinz Aigner unterbrochen wurde: Bester Schütze: Stefan Klein (Artillerie), Seniorenpokal: Fritz Virnich (5. Jägerzug), Pokalsieger: 1. Platz 5. Jägerzug, 2. Platz 7. Jägerzug, 3. Platz 10. Jägerzug, Sieger Preisschießen: 1. Platz 7. Jägerzug, 2. Platz 5. Jägerzug, 3. Platz 5. Jägerzug mit 2. Mannschaft, Kleine Leistungsabzeichen: Bronze Daniel Simon und Valentin Berse, Silber Sascha Klein, Gold Marius Vanselow, Thorsten Klein und Dominik Grabowski Wer rechnete, wie viele Schützen vom 5. Jägerzug geehrt wurden und welche Preise der Zug errungen hatte, überlegte: Bei den errungen Biermengen darf man für die Gesundheit dieser Schützen wünschen, dass der 5. Jägerzug die Bruderschaft mit neuen Mitgliedern bereichert.


Ab 15:00 Uhr begann das Kronprinzenschießen mit dem Schießen auf die Pfänder: Schülerprinz Valentin Berse war für die Auslosung der Reihenfolge verantwortlich, damit folgende Schützen siegreich sein konnten: Linker Flügel Hans Bernhard Heimbach (7 Jägerzug), Kopfpfand Hans-Rolf Löffler (1. Jägerzug), Rechter Flügel Karl-Heinz Räse (Sappeure) Nach den Ehrenschüssen verlangten beim Schießen auf die Kronprinzenwürde zunächst auch Herbert Lüpschen und Udo Künzel nach der Waffe, aber drei Schützen meinten es wirklich ernst: Kurt-Peter Raab (Sappeure), Christian Clemens (13. Jägerzug), Markus Wetzel (13. Jägerzug) Mehrere Runden lang schien jeder Schuss der letzte zu sein, aber es war schließlich der 72. Schuss auf den Vogel von Christian Clemens, der diesen spannenden Wettbewerb um kurz nach 16:00 Uhr beendete. Christian freute sich mit Gattin Britta und drei Kindern über die Kronprinzenwürde. Als Christian I wird er 2011 die Nachfolge von S.M. Josef VII antreten. Die neuen Medien machten es möglich – schon unmittelbar im Anschluss an das Schießen, wusste die ganze Internet-Welt und die regionale Presse dank Webmaster Norbert Hopp und Schriftführer Otto Müller, dass Horrem im Festzelt abends einen neuen Kronprinzen proklamiert. Früh war dieser offizielle Teil beendet und mit Musik von DJ „Wolle & Marcel“ durfte das Schützenfest ausklingen. Ein lang erwarteter Höhepunkt vor dem Ende des Schützenfestes war das große Höhenfeuerwerk. Nicht nur die Feuerwerker konnten Funken der Begeistern dem Publikum entlocken, sondern auch die Böllerschüsse der Artillerie, die das Feuerwerk jetzt bereits im zweiten Jahr mit Leuchtmunition akustisch und auch optisch eröffneten. Unser geistlicher Begleiter Martin Brendler zeigte mit Rockgesangseinlage und Stage-Diving, dass der Wahlspruch „Glaube, Sitte, Heimat“ keine angestaubte Hülse ist. Viele Schützen und Gäste feierten bis spät in die Nacht. Fazit in Stichworten: „Welch ein Tag“ - „Welch ein Schützenfest“ - Schirmherr Heinz-Jakob Schieffer bestätigte es: „Ich wusste, dass man in Horrem gut feiern kann, aber ich hätte nie gedacht, dass man es SO gut kann“. Im Mittelalter gewährte noch der Schirmherr Schutz als Gegenleistung für das Schirmgeld. Zum Schützenfest boten die Horremer Schützen dem Schirmherren und allen Gästen viel Freude und Spaß – wir freuen uns auf das nächste Jahr. Vom 11. Juni bis 11. Juli fanden in Südafrika die Spiele zur Fußball - WM 2010 statt. Interessierte Fußballfans konnten im Bürgerhaus die Spiele über „Public - Viewing“ (zu Deutsch: Rudelgucken) verfolgen. Vom 03. - 04. Juli fand bei subtropischen Temperaturen einschließlich der begleitenden Gewitter der 15. „Horremer Markt“ statt. Am 10. Juli fand das „Hermann - Klein - Pokalschießen“ statt bei fast tropischen Temperaturen. Bei den Herren errang mit 147 Ringen der 10. Jägerzug den Pokal, vor dem 7. Jägerzug mit 146 Ringen und dem 5. Jägerzug mit 1 46 Ringen - bester Einzelschütze wurde Henryk Volkmann vom 9. Jägerzug. bei den Frauen waren die Damen des 7. Jägerzuges mit 142 Ringen erfolgreich, vor den Damen de 5. Jägerzuges mit 138 Ringen und dem Marinezug mit 131 Ringen - beste Einzelschützin wurde Sissy Fischer. Zum Bezirkskönigschießen lud die St. Sebastianusbruderschaft Frixheim am 07. August ein. Mit dem 42. Schuss errang Michael Schaaf aus Oekoven den Titel 2010 / 11 - er ist der 5. Bezirkskönig aus Oekoven seit Bestehen des Bezirksverbandes Nettesheim. Das Jägerkönigschießen fand am 04. September auf dem Hochstand statt. Mit dem 73. Schuss errang Andreas Paefgen vom 2. Jägerzug den Titel des Jungjägerkönigs 2010 / 11, Achim Raschke vom 8. Jägerzug holte mit dem 173. Schuss den Titel des Jägerkönigs 2010 / 11 zum 2. Mal nach 1991 / 92. Die amtierende Schützenkönigin Inge Franzen holte sich den Titel der Jägerkönigin 2010 / 11. Zum Bundesfest am 19. September in Vechta begleitete eine Schützenabordnung unser Königspaar Josef VII. und Inge Franzen. Mit in unseren Reihen marschierte das Bezirkskönigspaar Michael und Simone Schaaf aus Oekoven. An der Domwallfahrt nach Köln am 23. September nahmen mit unserem Königspaar Josef und Inge Franzen ca. 25 Schützen teil. Otto Müller und Heinrich Chemnitzer pilgerten mit der Sebastianusbruderschaft Rommerskirchen ca. 30 km zu Fuß nach Köln!


Das Offizierspokalschießen fand am 02. Oktober auf dem Hochstand Am Rübenweg statt: mit dem 42 Schuß errang Jürgen Schumacher (10. Jägerzug) den Wanderpokal. Zum Namensfest des Hl. Hubertus trafen sich die Schützen am 14. November zum Gottesdienst in der Kirche Hl. Familie. Anschließend wurde im Rahmen des Volkstrauertages ein Kranz an den Kriegsgräbern des Horremer Friedhofes niedergelegt und Brudermeister Manfred Klein gedachte der Kriegsopfer. Zum traditionellen anschl. Frühstück im Haus für Horrem wurde ein Videorückblick auf Schützenfest gehalten. Regelmäßig fanden Vorstandssitzungen, Zugvertreter- und Offiziersversammlungen statt. An den Versammlungen des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim nahmen wir teil. Ebenso besuchten wir mit S.M. die Schützenfeste befreundeter Vereine und Bruderschaften. Wir trauern um unsere Verstorbenen: Karl - Heinz Deutzmann Bernhard Kämpf Ilse Johann Willi Kohl

passiv passiv 11. Jägerzug passiv 5. Jägerzug 1. Grenadierzug

07. März 2010 20. April 2010 07. Mai 2010 28. August 2010

2009 Jahresbericht 2009 An den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde nahm S.M. Manfred Klein mit Abordnung teil. Der 5. Jägerzug machte mit seinem Karnevalsball am 31. Januar im Bürgerhaus den Auftakt zur „5. Jahreszeit“. Das Seniorenkomitee der Bruderschaft lud zum 14. Februar zum traditionellen „Seniorenfest“ unsere älteren Mitbürger in das Bürgerhaus ein. Bei Kaffee und Kuchen traten viele Stimmungsmacher auf, die KG „Rot - Weiß Zons“ präsentierte sich mit ihrem Prinzenpaar und der Kinderprinzessin sowie dem Funkentanzkorps. Begeisterte Schützen und Gäste feierten Karneval an Weiberfastnacht (19. Februar) und beim Preiskostümball (21. Februar) im proppenvollen „Horremer Gürzenich“ - dem Bürgerhaus. DJ „Wolle“ sorgte für die richtige Karnevalsstimmung bis in die Morgenstunden. Am 27. Februar fand die Jahreshauptversammlung im Haus für Horrem statt. Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen gab es folgende Änderungen: zum 2. Brudermeister wurde Kurt Peter Raab (Sappeure) - für den verstorbenen Peter Heinrichs - einstimmig gewählt; zum 1. Schriftführer wurde Otto Müller (11. Jägerzug) - für den aus Altersgründen zurückgetretenen Georg Klein - einstimmig gewählt; zum 2. Schriftführer wurde Udo Künzel (TC) ein-stimmig gewählt. Einstimmig wurde die Beitragsbefreiung der Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr beschlossen. Am 27. März fand eine Versammlung des Hist. Corps im Schützenhaus statt. Albert Otmar Grabowski und Georg Klein holten am 30. März die neue Traditionsfahne der Bruderschaft in der Fahnenfabrik Adler in Köln ab. Der 7. Jägerzug „Löstige Jonge“ veranstaltete am 13. April sein traditionelles Ostereierschießen auf dem Schießstand Am Rübenweg. In der Mitgliederversammlung am 24. April wurde u. a. das Programm für Schützenfest und die neue Traditionsfahne vorgestellt.


Das Historische Corps Horrem (HCH) schoss am 25. April seine Würdenträger aus: mit dem 134. Schuss errang Brigitte Harnau (Lebensgefährtin von Michael Wagner) von den Sappeuren den Titel der Korpskönigin und Peter Tschersche (Artillerie) wurde mit dem 131. Schuss der Korpskönig 2009 / 10. Rechtzeitig zum Maibaumaufstellen durch die Jungschützen hatte Jürgen Klein den neuen Maibaumständer am Schützenhaus in die Erde betoniert und setzte mit seinen Maschinen auch am 30. April den Maibaum. Im gut besetzten Bürgerhaus veranstaltete der 1. Jägerzug am Abend seinen traditionellen „Tanz in den Mai“. Am 02. Mai begleiteten viele Schützen unser Königspaar Manfred I. und Susanne Klein zum Bezirksköniginnentag nach Anstel. Am 16. Mai 2009 fand als Auftakt zum diesjährigen Schützenfest der König- und Oberstehrenabend der St. Hubertusschützenbruderschaft e.V. Dormagen - Horrem statt. Nach einem Umtrunk am Schützenhaus, zu dem Oberst Hansi Fischer und S.M. Manfred I. Klein geladen hatten, zogen Gäste und Schützen mit dem TC Horrem zum Bürgerhaus. Dort konnte der 2. Brudermeister Kurt Peter Raab im sehr gut besuchten Bürgerhaus zahlreiche Gäste begrüßen: unser Königspaar Manfred I. und Susanne Klein, sowie den Oberst Hansi Fischer mit Gattin Sissy - die Damen erhielten als Willkommen je einen Blumenstrauß. Ein besonderer Gruß und „Standig Ovation“ der Anwesenden galt unserem Ehrenpräses Fritz Reinery. Weiter wurden begrüßt das Kronprinzenpaar Manfred Hoffmann und Sabine Paul, die Königspaare Jens & Vanesa Schweikart aus Stürzelberg, Wilfrid & Christel Keypers aus Delrath, Peter & Natascha Vetten aus Delhoven, der Oberst Andreas Chemnitzer mit Gattin aus Zons, Oberst Manfred Blank aus Delrath, ebenso begrüßte er den „Musikus“ Franz Rodenkirchen sowie die Thekenmannschaft und dankte ihnen vorab. Im Laufe des Abends wurden folgende Schützen durch den Oberstadju Horst Schmitz ernannt: Volker Schumacher zum Fahnenoffizier, Christian Bieberstein und Martin Voigt zum Leutnant, Uwe Polzin zum Major. Am Rande sei vermerkt, das Hansi Fischer eine ehemalige Schulkollegin nach 44 Jahre wieder getroffen hat. Bis weit nach Mitternacht herrschte eine ausgelassene, fröhliche Stimmung - ein schönes Fest war zu Ende! Zum alljährlichen Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige der Bruderschaft konnte Georg Klein am 17. Mai 2009 11 Königinnen und 12 Könige zu einem gemütlichen Nachmittag im Schützenhaus begrüßen, er bedankte sich bei den Pokalinhabern Sissy Fischer und Heinrich Fischenich, die für das leibliche Wohl sorgten sowie den Spenderinnen von Kaffee und Kuchen und den vielen „helfenden Händen“. Besonders begrüßte er das amtierende Königspaar Manfred I. und Susanne Klein, sowie den Kronprinzen Manfred Hoffmann, der traditionell die Gäste mit Getränken versorgte. Unter der Leitung des Schießmeisters Karl Heinz Aigner errang Gerda Stodtko mit dem 182. Schuß (Königin2001/02 aus dem 5. Jägerzug) den Damenpokal, Wolfgang Simon (König 1992 / 93 aus dem XII. Jägerzug) holte mit dem 148. Schuß den Vogel zum Herrenpokal von der Stange. Heinrich Chemnitzer verteilte wieder an jede Königin eine kleine Rosenpflanze. Am 19. Mai wurde in der SK Neuss in der Knechtstedener Str. die diesjährige Schützenausstellung eröffnet, zu besichtigen war sie bis zum 02. Juni. Zum Bundesköniginnentag in Kerpen begleiteten viele Schützen und -frauen am 24. Mai das Königspaar Manfred I. und Susanne Klein. Mit einem 2ten Frühstück um 08:15 Uhr begrüßten die Beiden ihre Begleitungen am Schützenhaus. Das Bezirkskönigspaar Toni und Uschi Esser und das Königspaar Manfred II. und Christa Malzkorn aus Gohr, sowie das Königspaar Erich I. Leitner und Veronika Bergmann aus Straberg waren ebenfalls mit von der Partie. Der Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch zelebrierte das Festhochamt im Jahnstadion bei strahlendem Sonnenschein. Ca. 7.000 Schützen nahmen anschließend am großen Festumzug durch die Kolpingstadt Kerpen teil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es gegen 17:00 Uhr wieder nach Horrem, dort lud unser Kronprinzenpaar Manfred Hoffmann und Sabine Paul in den Biergarten ihres „Lindenhof“ ein. Schützenfest 2009 (von Otto Müller)


Die Kinder des städtischen, katholischen und evangelischen Kindergartens wollten dieses Jahr nicht bis Juni warten. Bei einem spontanen Treffen am 28. Mai 2009 auf der Domplatte konnten alle Kinder das Königspaar S.M. Manfred I. und Susanne Klein kennenlernen. Der König zeigte seine Orden, eine Kostprobe des Fahnenschwenkens und die Königin führte ein neues Kleid vor. Als Dank stimmten ca. 300 Kinder im Chor das „Horremer Schützenlied“ an: „Schützenfest, in Horrem ist Schützenfest ... wir warten seit Wochen drauf, auf unser Schützenfest“ - bei soviel Vorfreude durfte das Fest dann im Juni auch endlich beginnen. Der Schützenfest - Freitag kann als „Horremer Königstag“ bezeichnet werden: Kindergartenkönigspaar, altes und neues Königspaar und Zugkönige geben sich die Hand. Das Horremer Schützen- und Heimatfest im 89. Jahr des Bestehens der Bruderschaft startete mit dem Kindergartenfestzug. Endlich wurden die begeisterten Kindergartenkinder von den Schützen abgeholt. Der XII. Jägerzug „Feinkorn“ hat hierzu eigens einen „Beschallungswagen“ für die Marschmusik gebaut. Im Festzelt begrüßte Klaus Beer (2. Jägerzug) die Kinder und das noch amtierende Königspaar S.M. Manfred I. Klein mit Königin Susanne (13. Jägerzug), welche die Krönung des Kindergartenkönigspaares Ole Lindner und Lissa Beitler mit Adjutant Jannes Lüpschen vornahmen. Viel Spaß hatten Groß und Klein zusammen mit Clown Francesco. Königlich ging es ab 18:00 Uhr in der Residenz „Haus für Horrem“ mit dem Empfang der Zugkönige und Zugköniginnen und Gäste durch das Kronprinzenpaar Manfred Hoffmann und Sabine Paul weiter. Nach dem Abschreiten des Regiments konnte bei Sonnenschein der neu gewählte 2. Brudermeister Kurt-Peter Raab (Sappeure) vor vielen Zuschauern zur Krönung schreiten: S.M. Manfred II. Hoffmann vom 2. Grenadierzug erhielt die Königskette, die von Rosi Heinrichs vor dem Fest mit weiteren Plaketten vergrößert worden war. Die Königin Sabine Paul erhielt das Krönchen von Astrid Raab. Die Königsstandarte wurde von Artur Auer in Empfang genommen. Nach Grußworten von Pfarrer Peter Stelten und dem obligatorischen Ehrentanz führte der Festzug durch das festlich geschmückte Horrem. Das Königs- und Exkönigspaar konnte zusammen mit allen Zugkönigen und Zugköniginnen die Parade eines stolzen und adretten Regiments abnehmen. Im Festzelt sorgte die Tanzband „Teamwork“ für Stimmung. Hier durfte Kurt-Peter Raab nicht nur das Horremer Königspaar und die Zugkönigspaare begrüßen, sondern auch Majestäten und Abordnungen aus weiten Teilen des Bezirks- und Stadtverbandes der Schützen. Im Laufe des Abends stellte Georg Klein die Sieger des Pokalschiessens der ehemaligen Königinnen und Könige vor. Vom neuen Königspaar erhielten sie ihre Insignien: Gerda Stodtko (5. Jägerzug) erhielt den Damenpokal und Wolfgang Simon (XII. Jägerzug) die Kette des „Königs der Könige“ und den Wanderpokal. Böllerschüsse der Artillerie und Glockengeläut bildeten um 12:00 Uhr den Auftakt am Samstag. Der Schirmherr 2009 Herr Bernd Gellrich, Vorsitzender des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirchengemeinden im Rhein-Kreis Neuss, begrüßte die Schützen und Gäste im Schützenhaus. Leider fing zum Abschluss seiner Rede, passend mit der Anspielung auf das Wort „Schirm“-Herr, der Regen an. Die Abordnung des Schützenvereins „Marmstorf 1897“ stellt mit Johannes Tapken den diesjährigen Gästekönig und hat damit einen guten Grund für den nächstjährigen Besuch, weil der vom Schaufenster-Verlag gestiftete Pokal ein Wanderpokal ist und den Weg wieder nach Horrem finden soll. Bei den Pfändern waren Bernd Gellrich mit linkem Flügel, Thorsten Janning mit rechtem Flügel und Michael Dries mit dem Kopfpfand siegreich. Vor dem Festzug krönte die Jägerabteilung im Schützenhaus ihren Jägerkönig Bernhard Schmitt (1. Jägerzug) und Jungjägerkönig Thomas Räse (2. Jägerzug). Zeitgleich wurde im „Lindenhof“ der König des historischen Corps Peter Tscherche (Artillerie) und Königin Brigitte Harnau (Sappeure) gekrönt. Das schlechte Wetter erforderte, dass der Kranz am Ehrenmal nur mit kurzen Worten niedergelegt wurde und das Regiment direkt den Umzug fortsetzte. Trotz schwerer Wolken aber mit nachlassendem Nieselregen konnte Oberst Hansi Fischer sein Regiment planmäßig durch Horrem marschieren lassen. Erst im Festzelt holte Brudermeister Manfred Klein die Ansprache zum Totengedenken nach und das TC „Germania Horrem“ und die Feuerwehrkapelle Dormagen zeigten ihr Können beim großen Zapfenstreich. Im sehr gut besuchten Festzelt wurde anschließend zur Musik der Tanzband „Confetti“ gefeiert. In den Musikpausen wurden der Schülerprinz 2009 Marius Vanselow und Prinz 2009 Sascha Klein vom neuen Jungschützenmeister Christian Bieberstein vorgestellt. Ausnahmsweise zahlten die Gäste nur an diesem Abend einen moderaten Eintritt, um ab 22:00 Uhr die Mundartband „Rabaue“ im Festzelt zu erleben. Die „Dicke Trumm“ des TC Horrem unterstrich die Superstimmung - erst nach der zweiten Zugabe durften sich die „Rabaue“ verabschieden. Bis tief in die Nacht wurde im vollen Festzelt weiter gefeiert. Am Sonntag begrüßte wieder die Sonne die Schützen zu Kirchgang und Eucharistiefeier mit Pfarrer Peter Stelten, Diakon Fritz Detmer und Gemeindereferent Martin Brendler. Ein Höhepunkt des


Schützenfestes war die Weihe der neuen Bruderschaftsfahne, die als 1:1 Kopie der alten Fahne gefertigt wurde. Anschließend konnten Gäste und Abordnungen die von Jürgen Klein, Udo Zander und der Sparkasse gestiftete Fahne in der Fahnenparade und beim Abschreiten des Regiments bewundern. Nach der Frühparade zogen Schützen und Gäste zum Festkommers ins Zelt. Der 2. Brudermeister Kurt-Peter Raab konnte das Königspaar S.M. Manfred II Hoffmann und Sabine Paul, das ExKönigspaar Manfred I und Susanne Klein und viele Gäste, Königspaare und Abordnungen aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Schützenvereinen begrüßen. Ehre, wem Ehre gebührt - folgende Schützen wurden für langjährige Mitgliedschaft und Treue zur Bruderschaft geehrt: für 25 Jahre: Björn Bognar (8. Jägerzug), Klaus Dieter Herrmann (9. Jägerzug), Udo Künzel (Tambourcorps), Frank Löffler (8. Jägerzug), Dietmar Schroden (passiv) für 40 Jahre: Robert Kämner (2. Grenadierzug), Heinz Mennecke (7. Jägerzug), Manfred Wagner (2. Grenadierzug), Michael Wagner (Sappeure) für 50 Jahre: Willi Kohl (1. Grenadierzug), und nachträglich gratuliert, weil in 2008 verhindert: Hans Joachim Peters (Tambourcorps). für 60 Jahre: Hermann - Josef Päfgen (4. Jägerzug), Josef Pannen (Tambourcorps), persönlich verhindert waren Franz -Josef Rothhausen, Hermann Paefgen und Simon Clemens (je 4. Jägerzug). Der 1. Grenadierzug „Spätlese“ feierte als einziger Jubiläumszug sein 50jähriges Bestehen. Als besondere Auszeichnung und als Dank für langjährige Unterstützung der Horremer Bruderschaft erhielten: Bürgermeister Heinz Hilgers das Horremer Wappen in Bronze Hans Theo Berngen (5. Jägerzug) den Horremer Wappenteller, Norbert Rath (XII. Jägerzug) die Horremer Armbanduhr und Georg Klein (1. Grenadierzug) als ehemaliger Schriftführer den erstmals vergebenen Ehrentitel „Alter Hase“ mit einer Einladung zum kommenden Vorstandsausflug. Der Pfarrer und damit Präses der Bruderschaft Peter Stelten ernannte Gemeindereferent Martin Brendler zum geistlichen Begleiter der Horremer Schützen, der damit zukünftig die Aufgaben von Ehrenpräses Fritz Reinery fortführt. Als Auszeichnungen des Bundes wurde vergeben: das Schützenmusikerabzeichen in Bronze an Guido Weihrauch (Tambourcorps) das Ehrenkreuz des Sports in Bronze an Wolfgang Simon (XII. Jägerzug) das Fahnenschwenkerabzeichen in Bronze jeweils an Simon Klein und Thorsten Klein (Schülerschützen) und an Daniel Simon (Jungjägerzug). Das Silberne Verdienstkreuz erhielten: Uwe Bartschat (11. Jägerzug), Uwe Polzin (5. Jägerzug) und Markus Klein (13. Jägerzug). Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten: Albert Grabowski (XII. Jägerzug) und Hans Bernhard Heimbach (7. Jägerzug). Der Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck überreichte das Sebastianus - Ehrenkreuz an Jürgen Klein (13. Jägerzug) und - einen trotz seines Amtes als Brudermeister sehr überraschten - Manfred Klein (13. Jägerzug). Während dieses langen, aber nicht langweiligen Kommerses führte die Feuerwehrkapelle Dormagen musikalisch durch das Programm. Bei bedecktem Himmel startete ab 15:00 Uhr der große Festumzug. Die Artillerie hatte anlässlich des 10jährigen Bestehens der historischen Abteilung eine zweite Kutsche und eine ungewohnte Position in der Mitte des Zuges. Traditionell begleitete der Spielmannszug des DRK Remscheid die Kindergartenkinder mit ihrem Königspaar und die Kinder der Christoph - Rensing Grundschule im Festzug. Zur großen Parade vor Majestäten und Gästen schien auch wieder die Sonne über Horrem. Die Früchte der Nachwuchsarbeit wurden in Person des erst in 2009 eingetretenen Edelknabenkönigs Kay Peters im Festzelt vorgestellt. Ein kräftiger Regenguss ermunterte die Schützen, noch ein weiteres Bier im Zelt zu trinken. Nur sehr knapp entging der Hofstaat beim Einzug zum abendlichen Königsball dem Regen. Kurt Peter Raab durfte einen Rückblick auf das Königsjahr von Ex - Majestät Manfred und Susanne Klein werfen und das neue Königspaar S.M. Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul und viele Königspaare der Nachbarvereine begrüßen. Der scheinbar nicht endende Applaus für die Majestäten bewegte Kurt Peter dazu, sich während seiner Worte auf einen Stuhl zu setzen. Die Revanche kam für Manfred Klein in seiner Abschiedsrede, in welcher er dem Vorstand und insbesondere Kurt Peter Raab für seine Arbeit als 2. Brudermeister dankte: diesen Applaus durfte Kurt Peter nur stehend in Empfang nehmen, während es sich Manfred auf dem Stuhl bequem machte. Bevor er abschließend seiner Königin Susanne dankte, fand er besondere Dankesworte für Rosi Heinrichs: Nach Peter Heinrichs plötzlichem Tod in 2008 begleitete sie nunmehr allein Manfred und Susanne durch deren Königsjahr. Peter Heinrichs hätte an diesem Sonntag Geburtstag gefeiert: „Inmitten der Zeit ... warte ich auf euch... ganz in der Nähe ... Alles ist gut.“ – so beendete Manfred Klein mit einem Zitat tags zuvor das


Totengedenken – wie wahr. Nach diesen schweren Momenten konnten Christoph Pfeiffer und Martin Brendler in ihrer Rede die Schützen seelsorgerisch aufbauen und wieder zum Lachen und anschließend die Majestäten und Gäste zum Ehrentanz auf die Tanzfläche bringen. Im Rahmen eines prächtigen Aufmarsches gratulierten die Schützenzüge mit Stechschritt und Geschenken dem neuen Königspaar. Dankeschön sagte seinen Eltern auch Sascha Klein mit Tanzpartnerin Laura Clemens in Form eines Gardetanzes. Erst nach einer Zugabe durfte die Tanzband „Ambassador“ musikalisch weiter durch den Abend führen. Im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes am Montagmorgen im Seniorenzentrum „Markuskirche“ legte S.M. Manfred II. die Betonung neben „Sitte und Heimat“ auf „Glaube“: Er trat der christlichen Kirche wieder bei. Ein Holzkreuz zierte neben der Königskette während des gesamten Tages seine Uniform. Der anschließende musikalische Frühschoppen mit der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen wurde gewohnt leger und mit guter Verpflegung verbracht. Die Kinder der Christoph - Rensing Grundschule zeigten den begeisterten Schützen eine Tanzperformance. Die Sieger aus den Schießwettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes erhielten ihre Siegerurkunden, Plaketten und Pokale vom Schießmeister Karl Heinz Aigner: Bester Schütze: Andreas Paefgen (2. Jägerzug) Seniorenpokal: Karl Heinz Aigner (7. Jägerzug) Pokalsieger: 1. Platz 7. Jägerzug, 2. Platz Marine, 3. Platz 10. Jägerzug Sieger Preisschießen 1. Platz 7. Jägerzug, 2. Platz 10. Jägerzug, 3. Platz 2. Jägerzug Ab 15:00 Uhr begann das Kronprinzenschießen mit dem Schießen auf die Pfänder: Schülerprinz Marius Vanselow zeigte sich für die Auslosung der Reihenfolge verantwortlich, die folgenden Schützen für ihr Können: Linker Flügel Andreas Paefgen (2 Jägerzug), Kopfpfand Karl Kämpf (11. Jägerzug), Rechter Flügel Kurt Peter Raab (Sappeure). Nach den Ehrenschüssen verlangten beim Schießen auf die Kronprinzenwürde drei Schützen nach der Waffe: Bernhard Bode und Josef Franzen (2. Jägerzug), sowie Udo Künzel (Tambourcorps). Obwohl schon früh der halbe Holzvogel der Munition zum Opfer fiel, brauchte es 40 Schuss, bis sich in einem spannendem Wettbewerb Josef Franzen gegenüber seinen Mitbewerbern siegreich zeigte. Mit seiner Gattin Inge freuen sich seine drei Kinder über die neue Würde. Im Festzelt wurde Josef VII feierlich zum Kronprinz proklamiert und konnte mit allen Schützen ausgelassen zur Musik von DJ „Wolle & Marcel“ feiern. Im wahrsten Sinne des Wortes „Sorge um die Seele“ – also Seelsorge zeigte der geistliche Begleiter Martin Brendler, der nach einer Gesangseinlage „Highway to Hell“ und Stage - Diving die ausgelassen feiernden Schützen und Gäste nicht in Richtung Hölle, sondern zur kommenden Fronleichnamsprozession einlud. Letzter Höhepunkt des Festes war das große Höhenfeuerwerk, welches durch die Spenden der Horremer Bürger und Zeltgäste ermöglicht wird. Erstmalig böllerte unsere Artillerie das Feuerwerk ein. Nach diesen Böllern ließ es DJ „Wolle & Marcel“ noch länger im Festzelt „krachen“. Fazit: Ein gewohnt harmonisches Schützenfest, durchwachsenes Wetter, was zu den Umzügen nicht enttäuschte, Sonne im Herzen und Stimmung im Zelt, ein glückliches Königspaar, eine neue geweihte Bruderschaftsfahne und ein neuer Kronprinz - ein schönes Fest, wir freuen uns auf das nächste Jahr. In der 2ten Juniwoche begannen die Arbeiten zum Anbau eines Behinderten und Damen - WC am Schützenhaus. Das „Hermann - Klein - Gedächtnispokalschießen“ wurde am 01. August auf dem Hochstand durchgeführt: Sieger mit 146 Ringen wurde der 13. Jägerzug vor dem 7. Jägerzug mit 145 Ringen und dem 5. Jägerzug mit 143 Ringen. Die St. Sebastianusbruderschaft Anstel richtete am 08. August das diesjährige Bezirkskönigschießen aus. Viele Schützen begleiteten unser Königspaar Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul in die Schützenhalle Anstel. Leider war Manfred das Schießglück nicht hold, denn mit dem 37. Schuss holte der nachfolgende Schützenbruder Erich Leitner aus Straberg den Königsvogel von der Stange. Vom 21. -24. August besuchten eine Abordnung unserer Bruderschaft, des TC Delrath und der Stadt Dormagen die „Fiesta San Agustin“ in Toro / Spanien.


Das Jägerkönigschießen fand am 05. September auf dem Hochstand statt. Mit dem 88. Schuss holte Tobias Kleinig vom 6. Jägerzug den Vogel zum Jungjägerkönig 2010/11 von der Stange, Marcel Büchmann vom 2. Jägerzug sicherte sich mit dem 136. Schuss den Jägerkönig 2010/11. Die Krönungen finden am Schützenfestsamstag 2010 im Schießstand statt. Zum 03. Oktober hatte Oberst Hansi Fischer zum Schießen um den Offizierspokal in den Schießstand Am Rübenweg eingeladen. Er konnte unter 43 Offizieren auch S.M. Manfred II. Hoffmann, Kronprinz Josef Franzen sowie Brudermeister Manfred Klein begrüßen, mit einer Manöverkritik als „Schützenfestnachlese“ fand eine kurze Versammlung statt, bevor es dem Pokalvogel an das „Holz“ ging: mit dem 88. Schuss holte sich der 2. Brudermeister und Grenadiermajor Kurti Raab den Pokal. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Am 24. und 25. Oktober machte der Vorstand mit Damen seinen Ausflug nach Rietberg / Emsland. Dort findet im nächsten Jahr der Bundesköniginnentag statt. Am 30. Oktober fand eine ordentliche Mitgliederversammlung im Haus für Horrem statt. Zu den Berichten von Schriftführer und Schießmeister konnte auf ein ereignisreiches Schützenjahr mit gelungenem Schützenfest und guten Schießergebnissen zurückgeblickt werden. Die Nachwuchsarbeit wird von einem neuen, jungen Team engagiert und mit viel Zeitaufwand fortgeführt. Während andere Bruderschaften noch über Damen in ihren Reihen diskutieren, setzt Horrem Fakten: Unter der Leitung von Thorsten Janning stellt sich ein neuer Horremer Gästezug „Treu Horrem“ vor. Neben dem Schirmherrn 2009 - Bernd Gellrich -, dem „geistlichen Begleiter“ Martin Brendler, dem 2. stv. Bürgermeister Erik Lierenfeld gehören auch die beiden Damen Ingrid Fleckenstein und Sabine Janning zu dem neuen Schützenzug. Am 07. November fand im Bürgerhaus der Hubertusball statt. Mit der Musik von DJ „Nico“ wurde kräftig gefeiert. Für das leibliche Wohl sorgte - wie immer - der Partyservice Roland Ladermann. Im Laufe des Abends wurden die Sieger des Hubertuspokalschießens am 31. Oktober geehrt: 1. Preis und Hubertuspokalsieger wurde mit 180 Ringen die 1. Mannschaft des 5. Jägerzugs, auf den folgenden Plätzen: 177 Ringe der 7. Jägerzug 1. Mannschaft und mit 176 Ringen der 10. Jägerzug. Mit der Silbernen Verdienstspange wurden ausgezeichnet: Roland Ladermann (XII. Jägerzug) und Udo Künzel (Tambourkorps). Zur Freude des St. Martin (Herbert Lüpschen) zogen am Vorabend des Martinstages (10. November) traditionell die Kinder der Christoph - Rensing - Grundschule mit ihren selbstgebastelten Laternen und Martinslieder singend durch den Ort. Begleitet wurden sie musikalisch vom Tambourkorps Horrem und der Feuerwehrkapelle. Traditionell ist es ebenso, daß der Schützenkönig in Begleitung des Vorstandes die Weckmänner an die Kinder verteilt. Ein schöner Brauch ist es auch, nach dem Umzug gemeinsam mit dem Lehrerkollegium das Weckmannessen im Schützenhaus zu genießen. Zum Volkstrauertag am 15. November trafen sich viele Schützen zum Gottesdienst in der Pfarrkirche und der anschließenden Kranzniederlegung auf dem Horremer Friedhof, für die musikalische Begleitung sorgte das TC Horrem. Beim traditionellen Frühstück der Schützen im Hfh wurde ein kurzer filmischer Rückblick des diesjährigen Schützenfestes gezeigt. Das Historische Corps wählte auf seiner Mitgliederversammlung am 20. November einen neuen Grenadiermajor, weil der bis dahin amtierende Kurt Peter Raab seit Februar 2. Brudermeister ist: einstimmig wurde Jörg Klengel gewählt. Regelmäßig fanden Vorstandssitzungen, Zugvertreter- und Offiziersversammlungen statt. An den Versammlungen des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim nahmen wir teil. Ebenso besuchten wir mit S.M. die Schützenfeste befreundeter Vereine und Bruderschaften. Wir trauern um unsere Verstorbenen: Elisabeth Kiepels 31. März Ex - Königin Siegfried Dunkel 05. Juni Bezirksschießmeister Hans Porath 02. September passiv Martin Kluth 25. Oktober Ex - König


2008 Das Schützenjahr 2008 Wie in den Jahren zuvor nahm auch S.M. Udo Zander mit einer Abordnung an den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde teil. Der Karnevalsball des 5. Jägerzuges am 19. Januar war der Auftakt der Session. Es folgte am 26. Januar das traditionelle Altenfest im Bürgerhaus. Begeisterte Besucher feierten am 31. Januar Weiberfastnacht und beim Preiskostümball am 02. Februar. Am 29. Februar auf der Jahreshauptversammlung im Haus für Horrem wurde die Beitragsbefreiung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr beschlossen. Der 7. Jägerzug veranstaltete am 24. März sein traditionelles Ostereierschießen. Am 28. März fand eine Versammlung des Historischen Corps im Schützenhaus statt. Das Preis- und Pokalschießen fand unter Leitung von Karl Heinz Aigner am 19. April statt. Das Preisschießen gewann der 13. Jägerzug, den Pokal holte der 7. Jägerzug. Am 20. April fand das Pokalschießen der ehemaligen Königinnen und Könige statt. Mit dem 16. Schuss errang Sissy Fischer den Pokal und Heinrich Fischenich holte sich den Pokal der Könige mit dem 112. Schuss. Besonders begrüßet wurde das Königspaar Udo I. und Dorothee Zander und Kronprinz Manfred Klein mit Gattin Susanne. Am 25. April fand die letzte Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest im Haus für Horrem statt. Der 1. Jägerzug veranstaltete am 31. April seinen traditionellen „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus. Am 03. Mai richtete die Bruderschaft Hackenbroich den Bezirksköniginnentag aus. Unsere Majestät weilte auf Mallorca, trotzdem nahmen wir mit einer Abordnung teil. Der Bezirksjungschützentag wurde am 04. Mai ebenfalls in Hackenbroich veranstaltet. Den Bezirksschülerprinz Daniel Simon stellt die Bruderschaft stellt die Bruderschaft Dormagen - Horrem. Am 14. Mai wurde im Seniorenzentrum „Markuskirche“ die diesjährige Ausstellung der Bruderschaft eröffnet. Besonders präsentierten sich zu ihrem 60jährigen Bestehen der 1., 2. und 3. Jägerzug. Über 50 Schützenschwestern und -brüder fuhren am 18. Mai zum Bundesköniginnentag nach Mendig / Eifel, um unser Königspaar Udo I. und Dorothee Zander zu begleiten. Am 24. Mai feierten die Schützen ihren König- und Oberstehrenabend. S.M. Udo I. und Oberst Hans Joachim Fischer hatten zu einem Umtrunk eingeladen. Im Schützenhaus seine Schützen und Gäste. Brudermeister Manfred Klein begrüßte im Bürgerhaus alle Anwesenden und besonders die Hauptpersonen: das Königspaar Udo I. und Dorothee Zander und den Oberst Hansi Fischer mit Gattin Sissy. Als Gäste wurden die Königspaare vom BSV Dormagen, von der Bruderschaft Hackenbroich und von der Bruderschaft Stürzelberg begrüßt. Schützenfest vom 30. Mai bis 01. Juni 2008 Am Freitagmorgen wurde der Kindergartenfestzug mit dem Kiga - Königspaar Mete Karaciger und Jana Rzenpka aus de3m kath. Kindergarten durchgeführt. Das Königspaar wurde in einem geschmückten „Bollerwagen“. Im Festzelt kam „Kaspar und der Zauberstein“ von Violettas Puppenbühne zur Aufführung. Klaus Beer hatte den Vormittag wieder einmal hervorragend organisiert. Um 18:00 Uhr hatte das Kronprinzenpaar Manfred und Susanne Klein alle Zugmajestäten zu einem Empfang in die Residenz „haus für Horrem“ eingeladen. Nach dem Abschreiten des Regiments krönte der 2. Brudermeister Peter Heinrichs auf der „Horremer Domplatte“ Manfred I. und Susanne Klein zum Königspaar. Das scheidende Königspaar Udo I. und Dorothee Zander erhielt Königsorden und


Königinnenkettchen. Der genesene Präses Fritz Reinery erbat den Segen für das Königspaar und alle Anwesende. Nach dem Festzug nahm das Königspaar mit den Ehrengästen die Parade ab. Nach der Parade wurde das Königspaar vom Ex - König Udo Zander im geschmückten Bollerwagen zum Festzelt gezogen Im Zelt begrüßte Peter Heinrichs das Königspaar Manfred I. und Susanne, das Ex - Königspaar Udo und Dorothee, Den Schirmherrn Peter Stelten, Präses Fritz Reinery, Martin Brendler, alle Majestäten der Bruderschaft, sowie die Gäste des Stadtverbandes und des Bezirksverbandes. Dann stellt er die amtierenden Könige der Korps und Züge vor. Georg Klein nahm die Ehrung des „Königs der Könige“ Heinrich Fischenich und der „Königin der Königinnen“ vor. Am Samstag um 12:00 Uhr nahm der Schirmherr - Pfarrer Peter Stelten - am Schützenhaus den Fassanstich vor, die Artillerie böllerte 3 Schuß Salut und die Glocken läuteten. Nach der Begrüßung fand das Gästekönigschießen statt. Mit dem 129. Schuß errang Sabine Bauer den Pokal. Der Jägerkönig Karsten Brauckmann wurde im Schützenhaus gekrönt und Joachim Mellentin wurde von Kurt Peter Raab, dem Grenadiermajor, als König des Historischen Corps im „Lindenhof“ gekrönt. Der 2. Brudermeister Peter Heinrichs gedachte auf dem Dorfanger der Toten, Martin Brendler sprach ein Gebet, das Tambourkorps „Germania“ und die Feuerwehrkapelle intonierten den Zapfenstreich. Danach marschierte der Festzug durch Horrem. Peter Heinrichs begrüßte anschließend im Festzelt das Königspaar Manfred I. und Susanne Klein, das Ex - Königspaar Udo I. und Dorothee Zander, die Gäste des Stadt- und Bezirksverbandes sowie alle Anwesenden. Der Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck überreichte dem Königspaar das Geschenk des Bruderrates des Bezirksverbandes. Unsere Fahnenschwenker zeigten unter Mitwirkung des Königspaares ihr Können. Die Tanzband „Starlight Band“ sorgte für Stimmung bis weit nach Mitternacht. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag zelebriert von Pfarrer Peter Stelten, Diakon Fritz Detmer und musikalisch begleitet vom Kirchenchor, ließ der Oberst Hansi Fischer auf der Knechtstedener Str. das Regiment antreten zur Fahnenparade. Nach dem Abschreiten des Regiments durch Königspaar und Gäste erfolgte die Parade, bevor ins Festzelt marschiert wurde. Dort wurden von Peter Heinrichs das Königspaar, das Ex - Königspaar, er stellvertretende Bürgermeister Herr Woitzik, Schirmherr Peter Stelten, Präses Fritz Reinery, Pastor Christoph Pfeiffer und die Gäste aus Vereinen, Politik und Wirtschaft begrüßt. Der 1., 2. und 3. Jägerzug erhielten für 60jähriges Bestehen je einen Getränkegutschein. Für 25jährige Treue zur Bruderschaft wurden geehrt: Herbert Benger und Bruno Brauer vom 4. Jägerzug, Michael Lotz und Dietmar Symalla vom Tambourkorps. 40 Jahre Mitglied der Bruderschaft: Günter Haske und Hans Willi Köberich sowie Franz Walczak. 50 Jahre: Rolf Oester und Hans Joachim Peters und für 60 Jahre wurden Heinrich Chemnitzer, Theo Esser, Josef Klein und Toni Päfgen geehrt. Mit dem Silbernen Verdienstkreuz wurde Norbert Hopp ausgezeichnet. Der Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck verlieh Georg Klein des Sebastianusehrenkreuz (SEK) und Hans Vaassen das Schulterband zum SEK. Eine besondere Ehrung wurde dem scheidenden Präses Fritz Reinery für 30 Jahre im Amt des Präses zuteil. Im Namen der Bruderschaft ernannte Brudermeister Manfred Klein ihn zum Ehrenmitglied und Ehrenpräses und verlieh ihm das „Horremer Wappen“ für seine Verdienste um die Bruderschaft. Für die Musik an diesem Morgen sorgte wie immer die Feuerwehrkapelle Dormagen. Pünktlich um 15:00 Uhr setzte sich der Festzug in Marsch. Die „Kita - Kinder machten den Anfang. Ein besonderer Höhepunkt war das Schauschwenken von 41 Fahnenschwenkern vor der Tribüne zu Ehren des Königspaares. Im Zelt erhielt Jonas Wetzel die Königskette der Edelknaben und Thorsten Klein die Schülerprinzenkette. Beim abendlichen Königsball begrüßte Peter Heinrichs das Königspaar Manfred I. und Susanne Klein, Exkönig Udo und Gattin; Schirmherrn Peter Stelten, Präses Fritz Reinery, Pastor Christoph Pfeiffer, Martin Brendler, Bürgermeister Heinz Hilgers sowie die Majestäten aus Hackenbroich, Dormagen, Stürzelberg und Gohr. Heinz Hilgers wünschte dem Königspaar ein schönes Jahr und dankte dem scheidenden Paar. Peter Heinrichs hielt einen Rückblick auf das Königsjahr von Udo I. und Dorothee Zander. Udo bedankte sich bei den Schützen, beim Vorstand und bei seiner Königin. Udo I. und Dorothee wurden mit minutenlangem Beifall verabschiedet. Dann stellte der 2. Brudermeister das Königspaar Manfred I. und Susanne Klein vor. Christoph Pfeiffer brachte einen Vortrag über „Schützen und Kölsch“, Martin Brendler legte mit einer Gesangseinlage noch einen drauf. Manfred I. sagte, er sei glücklich, es seinem Vater Hermann Klein nachzutun und König in Horrem zu


sein. Weiter sagte er: „Wir freuen uns auf ein phantastisches Königsjahr mit Euch.“ Nach den Ehrentänzen folgte der Aufmarsch der Züge. Am ökumenischen Gottesdienst am Montag im Seniorenzentrum „Markuskirche“ nehmen viele Schützen teil. Pastor Christoph Pfeiffer und Diakon Fritz Detmer zelebrierten den Gottesdienst. Im Zelt verlieh Karl Heinz Aigner Siegerurkunden, Plakette und Pokale. Pokal: Sieger 7. Jägerzug, Preis: 13. Jägerzug, Wolfgang Simon bester Einzelschütze und Seniorenpokal. Das Königsvogelschießen begann um 15:00 Uhr. Kurt Peter Raab und Manfred Hoffmann bemühten sich um die Kronprinzenwürde. Manfred Hoffmann entschied mit dem 98. Schuß das Schießen für sich. Mit ihm reuten sich alle Schützen, besonders seine Lebensgefährtin Sabine Paul und die Mitglieder seines 2. Grenadierzuges. Am Abend wurde das Königspaar Manfred I. Susanne Klein und das Kronprinzenpaar Manfred Hoffmann und Sabine Paul von der Residenz abgeholt. Im Festzelt proklamierte Peter Heinrichs denn Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul zum Kronprinzenpaar. Ein weiterer Höhepunkt war wieder einmal das Höhenfeuerwerk. Ein sehr schönes Schützenfest, bei dem alles passte - auch das Wetter. Die Einweihungsfeier des Seniorenzentrums „Markuskirche“ wurde am 08. Juni mit einer Andacht und dem Segen der Pfarrer Christoph Pfeiffer und Peter Stelten begangen. Königin Susanne Klein überreichte an die Leiterin Margot Voigt einen Gutschein der Züge. Am 28 Juni richtete der Marinezug das Schießen um den „Peter Lukas - Pokal“ aus. Über 70 Schützenbrüder und -schwestern waren vom 04. - 06. Juli zum Schützenfest in Hamburg Marmstorf. Die Jägerabteilung richtete am 02. August das „Hermann - Klein - Gedächtnisschießen“ auf dem Schießstand aus. Viele Schützen begleiteten S.M. Manfred I. am 09. August zum Bezirkskönigschießen nach Hackenbroich. Nach 30 Jahren im Amt unseres Präses wurde Pastor Fritz Reinery am 17. August in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Nach einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Hl. Familie konnte sich jeder im „Haus für Horrem“ verabschieden. Bei den Bundeswettbewerben des BDHS im Schießen mit dem Luftgewehr in Gymnich in der Klasse „bis 70 Jahre“ errang unser Schützenbruder Wolfgang Simon 2 erste Plätze: am 23.08. ließ er beim Anschlag „stehend aufgelegt“ mit 200 von 200 möglichen Ringen die Konkurrenz hinter sich, am 30.08. beim Anschlag „sitzend aufgelegt“ war er mit 299 von 300 möglichen Ringen strahlender Sieger. Am 06. September fand das Jägerkönigschießen statt: Jungjägerkönig wurde Thomas Räse und Jägerkönig wurde Bernhard Schmitt. Den Offizierspokal errang am 04. Oktober Hans Joachim „Hansi“ Simon vom 8. Jägerzug. Den Hubertuspokal errang am 11. Oktober die 1. Mannschaft des 7. Jägerzuges. Am 24. Oktober fand eine Mitgliederversammlung im „Haus für Horrem“ statt. Es wurde beschlossen, die alte Bruderschaftsfahne nach altem Vorbild zu erneuern. Zum Hubertusball am 08. November konnte der Schriftführer Georg Klein das Königspaar Manfred I. und Susanne Klein, des Ex - Königspaar Udo und Dorothee Zander sowie die Majestäten der Corps und der Jugend begrüßen. Mit der Silbernen Verdienstspange wurden ausgezeichnet: Thomas Braun, Markus Wetzel und Udo Zander. Zum Volkstrauertag am 16. November trafen sich viele Schützen zum Gottesdienst und anschließenden Kranzniederlegung auf dem Horremer Friedhof. Beim traditionellen Frühstück im „Haus für Horrem“ wurde ein kurzer Film des diesjährigen Festes gezeigt. Am 23. November wurde das Goldene Kirchweihfest der Pfarre Hl. Familie mit einem Gottesdienst und einem Empfang gefeiert. Zu den Geburtstagen gratulierte S.M. und ein Vorstandsmitglied. Regelmäßig fanden Vorstandssitzungen, Zugvertreter- und Offiziersversammlungen statt. An den Versammlungen des Stadt- und Bezirksverbandes nahmen wir teil. Ebenso wurden Schützenfeste befreundeter Vereine und Bruderschaften besucht. Wir trauern um die in 2008 Verstorbenen: Winfried Lotz 7. Jägerzug

† 13. Mai


Josef Paefgen Gerrit van Dodewaert Peter Krämer Peter Heinrichs Hildegard Vaaßen

3. Jägerzug 2. Jägerzug 1. Grenadierzug Blaue Marine

† 06. Juni † 12. August † 06. September † 08. September † 08. Dezember

2007 Die Bruderschaft 2007 An den Neujahrsempfängen der Stadt nahm S.M. Hans Joachim Fischer mit Abordnung teil. Präses Fritz Reinery feierte am 27. Januar sein 40jähriges Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang im Haus für Horrem. Am 02. Februar fand die Jahreshauptversammlung im Haus für Horrem statt. Einstimmig wurde die Beitragsbefreiung der Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr bewilligt. Den Auftakt zur „5. Jahreszeit“ machte der 5. Jz. mit seinem Ball am 03. Februar im Bürgerhaus. Das Altenkomitee der Bruderschaft lud zum 10. Februar zum traditionellen „Altenfest“ unsere älteren Mitbürger in das Bürgerhaus. Begeisterte Schützen und Gäste feierten Karneval an Weiberfastnacht und beim Preiskostümball im Bürgerhaus. Das Preis- und Pokalschießen der Bruderschaft wurde am 24. März durchgeführt. Im Bürgerhaus richtete die Bruderschaft am gleichen Tag die Siegerehrung des Stadtpokalschießens aus. Der 7. Jägerzug richtete am 09. April sein traditionelles Ostereierschießen auf dem Hochstand am Rübenweg aus. Das Historische Corps ermittelte am 21. April seine Majestäten. Königin wurde Petra Teichmann und Horst Endler errang die Königswürde. Am 27. April fand eine außerordentliche Versammlung im „Haus für Horrem“ statt. Es wurde ein neuer Bedienplan ab 2008 für die Veranstaltungen der Bruderschaft im Bürgerhaus und ab 2007 ein neuer Modus für die Königskrönung beschlossen. Die Übergabe des Königssilbers erfolgt am Schützenfestfreitag. Am 28. April begleiteten wir unser Königspaar Hans Joachim I. und Sissi Fischer zum Bezirksköniginnentag nach Straberg. Der 1. Jägerzug veranstaltete seinen traditionellen „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus Horrem. Zum Bundesköniginnentag in Nettersheim / Eifel am 13. Mai begleiteten viele Schützen unser Königspaar Sissy und Hans Joachim I. Fischer, bei „durchwachsenem Wetter“ lernten wir das Eifelstädtchen in einem Festzug kennen. Am 19. Mai feierten die Horremer ihren Königs- und Oberstehrenabend im Bürgerhaus. S.M. Haus Joachim I. Fischer trägt bis zum Schützenfest noch beide Titel in Personalunion. Er begrüßte viele geladene Königspaare, Obristen und Gäste, das TC Horrem und „sein“ Regiment zu einem kurzen Umtrunk am Schützenhaus. Anschließend wurde im Bürgerhaus gefeiert. Im Laufe des Abends wurden viele Schützen befördert. Im Vorfeld des Schützenfestes fand am 20. Mai auf dem Schießstand „Am Rübenweg“ das Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige statt. Die Getränke stiftete Dieter Stodtko, die Schnittchen wurden von Rosi Heinrichs spendiert. Beide waren die letzten Sieger. Am Schießen nahmen 11 ehemalige Könige und 12 Königinnen teil. Agnes Engels mit dem 53. Schuß und Heinrich Chemnitzer mit dem 22. Schuß errangen die Königswürde der Ehemaligen. Besonders begrüßt wurde das amtierende Königspaar Hans Joachim I. und Sissy Fischer, der Brudermeister Manfred Klein mit Gattin Susanne und das Kronprinzenpaar Udo und Dorothee Zander. Heinrich Chemnitzer hatte für die anwesenden Damen wieder Rosen als Geschenk. Schützenfest vom 01. bis 04. Juni 2007


Am Freitagmorgen wurde wieder ein Kindergartenfestzug mit Kindern aus den Horremer Kindergärten und dem diesjährigen Kindergartenkönigspaar Mandy Köpping und John Sikora durchgeführt. Mit Musik vom Band zog der Zug ins Festzelt Am Rübenweg zu einer Aufführung von „Clown Pibi Glix“, der Alt und Jung begeisterte. Um 18:00 Uhr hatte das Kronprinzenpaar Udo I. und Dorothee Zander alle amtierenden Majestäten zu einem Empfang in die festlich geschmückte Residenz - dem „Haus für Horrem“ - eingeladen. Nach dem Abschreiten des Regiments krönte der Brudermeister Manfred Klein auf der „Horremer Domplatte“ vor vielen Zuschauern - erstmalig freitags abends - Udo und Dorothee Zander zum Königspaar 2007 / 2008. Das Ex - Königspaar Hans Joachim I. und Sissy Fischer erhielt Königsorden und Königinnenkettchen als Zeichen ihres Königsjahres. Nach einem Festzug nahm das Königspaar mit den Ehrengästen die Parade ab. Die letzte Strecke nach der Parade wurden die beiden Königinnen auf dem Traktor der Artillerie zum Zelt gefahren. Im Festzelt begrüßte Manfred Klein das frisch gekrönte Königspaar Udo I. und Dorothee Zander, das Ex - Königspaar Hans Joachim I. und Sissy Fischer, alle Majestäten der Bruderschaft sowie die Gäste aus den verschiedenen Schützenvereinen und Bruderschaften des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim. Besonders begrüßte er die Schützen aus Marmstorf bei Hamburg. Dann stellte er die Majestäten der Züge und Korps vor. Heinrich Fischenich nahm die Ehrungen der Gewinners des Pokals „König der Könige“ - Heinrich Chemnitzer und Agnes Engels - vor. Für die Stimmung sorgte die Kapelle „Teamwork“ im gut besuchten Festzelt bis in die Morgenstunden. Am Samstag um 12:00 Uhr nahm der Schirmherr, Stefan Düllberg, am Schützenhaus den Faßanstich vor, die Artillerie böllerte 3 Schuß Salut und die Glocken läuteten. Nach der Begrüßung der Gäste fand das Gästekönigschießen statt. Mit dem 65. Schuß errang Karl Kroder den Pokal. Im „Lindenhof“ nahm Horst Endler die Königskette des Historischen Korps in Empfang. Im Schützenhaus wurden Volker Schumacher zum Jungjägerkönig und Dieter Schmitt zum Jägerkönig gekrönt. Vom Parkplatz des „toom - Baumarktes“ zogen die Schützen anschließend zum Dorfanger, wo der Brudermeister der Toten gedachte. Nach dem Zapfenstreich zog der Samstagfestzug durch die festlich geschmückten Strassen Horrems. Die Tanzband „Teamwork“ sorgte für ausgelassene Stimmung im vollen Festzelt bis nach Mitternacht. Nach dem Festgottesdienst mit Monsignore Assmann und Diakon Fritz Detmer, sowie dem Kirchenchor „Cäcilia“ ließ der Oberstadjutant Peter Heinrichs anschließend auf der Knechtstedener Str. zur Fahnenparade antreten. Anschließend folgte das Abschreiten des Regiments durch Königspaar und Gäste, bevor nach der Parade in das Festzelt gezogen wurde. Dort stellte der Brudermeister das neue Königspaar Udo I. und Dorothee Zander vor, begrüßte das Ex - Königspaar, den stv. Bürgermeister Gerhard Woitzik, den Schirmherrn Stefan Düllberg, Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen, sowie die Schützen. Nach einem Grußwort des stv. Bürgermeister folgten die Auszeichnungen und Ehrungen verdienter Schützen: Der 7. Jägerzug feiert sein 50jährige der 2. Grenadierzug sein 60jähriges. Für 25jährige Treue wurden Horst Schmitz, Michael Scholz, Harald Lüpschen geehrt. Für 40jährige Treue erhielten Dieter Annacker, Hans Willi Gimborn, Achim Raschke und Norbert Schumacher ihren Orden. 50 Jahre dabei sind Karl Heinz Aigner, Heinrich Fischenich und Wolfgang Simon und für 60 Jahre wurde Helmut Slowinski geehrt Der Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck überreichte Kurt Peter Raab den Hohen Bruderschaftsorden (HBO) und Franz Josef Rothhausen das Sebastianusehrenkreuz (SEK) als Auszeichnung des BDHS. Für die Musik sorgte wie immer die Feuerwehrkapelle Dormagen. Pünktlich um 15:00 Uhr setzte sich der Festzug bei strahlendem Sonnenschein in Marsch. Nach einer Parade auf der Knechtstedener Str. vor den Majestäten und Gästen fand im Zelt die Ehrung der Edelknaben und Schülerschützen statt: die Königskette der Edelknaben erhielt Nico Kroder, die Schülerprinzenkette Daniel Simon. Beim anschließenden Krönungsabend konnte der Brudermeister zahlreiche Gäste begrüßen: S.M. Udo I. und Dorothee Zander, Ex - Königspaar Hans Joachim I. und Sissy Fischer, Schirmherr Stefan Düllberg, S.M. Detlef und Anja Weber aus Delrath. Danach hielt Manfred Klein einen humorvollen Rückblick auf das Königsjahr von Hans Joachim I. und Sissy und das Kronprinzenjahr von Udo I. und


Dorothee. In seiner Ansprache bedankte sich Hans Joachim bei seinen Schützen, dem Vorstand und besonders bei seiner Königin Sissy. Die Beiden wurden mit minutenlangem herzlichem Beifall verabschiedet. Der stv. Bürgermeister wünschte dem neuen Königspaar ein schönes Königsjahr. Traditionell wäre jetzt der Auftritt unseres Präses erfolgt, aber leider ist Fritz Reinery erkrankt. Der evangelische Amtsbruder Christoph Pfeiffer brachte mit einer Parodie auf Fritz Reinery das Festzelt in Stimmung und der Gemeindereferent Martin Brendler legte mit einer Gesangseinlage, er parodierte Herbert Grönemeyer, noch einen drauf. Beide dankten sie dem Ex - Königspaar und wünschten dem neuen Paar alles Gute für die Regierungszeit. Nach den Ehrentänzen folgte der Aufmarsch, der wie gewohnt eine Augenweide war. Nach den Melodien der Band „Ambassador“ wurde bis in den frühen Morgen getanzt. Am ökumenischen Gottesdienst zelebriert von Christoph Pfeiffer und Fritz Detmer, nahmen viele Schützen teil. Beim traditionellen Frühstück der Züge erhielten die Pokalsieger aus den Wettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes ihre Siegerurkunden und Pokale vom Schießmeister Karl Heiz Aigner. Sieger im Preisschießen : 1. 2. Grenadierzug, 2. Marine, 3. 13. Jägerzug Sieger im Pokalschießen: 1. Arillerie, 2. 7. Jägerzug, 3. 5. Jägerzug Bester Einzelschütze: Karl Heinz Aigner Das Königsvogelschießen begann pünktlich um 15:00 Uhr mit dem Pfänderschießen. Zum Kronprinzenschießen meldete sich auch nach 3maligem Aufruf der berechtigten Schützen kein Kandidat. Durch Beschluß des Vorstandes wurde das Schießen abgebrochen und auf den 01. September 2007 festgelegt. Im Festzelt begründete der Brudermeister die Entscheidung des Vorstandes. Danach wurde S.M. Udo I. und Dorothee von der Residenz abgeholt zum letzten Abend des Schützenfestes 2007. Ein weiterer Höhepunkt war wieder einmal das Höhenfeuerwerk. Der Abschluß des letzten Schützenfestabends war für viele Schützen am frühen Morgen in der Residenz. Eines der schönsten Schützenfeste der letzten Jahre so die Meinung von Schützen und Gästen. Den Horremer Schützen wird nachgesagt, sie seien verrückt - dieses Schützenfest mit einem solchen Abschluß ohne neuen Kronprinz bestätigt diese Ansicht. Am 30. Juni wurde „Hermann - Klein - Gedächtnispokalschießen“ und am 14. Juli das „Peter - Lukas Gedächtnisschießen“ veranstaltet. Am 10. August wurde das Richtfest des Seniorenheims des diakonischen Werks an der Weilerstrasse begangen. Die IG Horrem richtete am 15. und 16. August zum 13. Mal den „Horremer Markt“ aus. Am 1. September wurde im Rahmen des Jägerkönigsschießens auch der Kronprinz 2007 / 08 ermittelt. Auf dem Schießgelände waren viele Schützen und Gäste der Einladung gefolgt. Um 14:00 Uhr wurde zuerst der Jungjägerkönig ermittelt. Florian Herrmann errang mit dem 142. Schuß den Titel. Den folgenden Wettbewerb um den Jägerkönig entschied mit dem 164. Schuß Karsten Brauckmann für sich. Der Brudermeister Manfred Klein rief nun die Schützen auf, sich am Schießen um den Kronprinzen zu beteiligen. Sechs Bewerber: Peter Heinrichs von der Marine, Christian Clemens, Norbert Hopp, Jürgen Klein, Manfred Klein und Markus Wetzel alle vom 13. Jägerzug beteiligten sich am Schießen. Mit dem 54. Schuß ließ Manfred Klein den verbliebenen Mitbewerbern Norbert Hopp und Markus Wetzel keine Chance mehr. Mit dem neuen Kronprinzen freuten sich seine Frau Susanne, seine beiden Söhne Sascha und Thorsten sowie seine Zugkameraden, alle Schützen und Gäste. Am 03. November feierten wir den Hubertusball. Nach einem Gottesdienst begrüßte Manfred Klein im Bürgerhaus besonders das Königspaar Dorothee und Udo I. Zander und Dechant Peter Stelten. Im Laufe des Abends wurden Stefan Dieling, Hans Peter Tschersche und Norbert Rath mit der Silbernen Verdienstspange der Bruderschaft ausgezeichnet. Der stellvertretende Brudermeister Peter Heinrichs proklamierte als Höhepunkt des Abends Manfred und Susanne Klein zum Kronprinzenpaar 2007 / 08. St. Martin (Herbert Lüpschen) ritt in Begleitung des TC Horrem und den Kindern der Grundschule am 12. November durch Horrem. S.M. Udo I. Zander verteilte in der Grundschule Weckmänner. Anschließend trafen sich das Tambourkorps, das Lehrerkollegium und der Vorstand im Schützenhaus zum „Weckmannessen“. Brudermeister Manfred Klein begrüßte das Königspaar Udo und Dorothee .Er


bedankte sich besonders bei den Vorstandsdamen für die Vorbereitung im Schützenhaus und den Jungschützen für die Begleitung des Martinszuges. Etwa 120 Schützen und Spielleute des Tambourkorps Horrem nahmen an der Kranzniederlegung auf dem alten Horremer Friedhof anläßlich des Volkstrauertages am 18. November teil. Brudermeister Manfred Klein wies ins seiner Ansprache insbesondere auf die drohende Gefahr hin, daß die Erinnerungen an die Greuel der Kriege verblassen können und die damit einkehrende Gleichgültigkeit und das Vergessen bereits den Keim von Gewalt, Unrecht und Verbrechen in sich trägt. Er betonte die besonderen Aufgaben der Menschen unserer Zeit, sämtliche Gewaltherrschaft abzuwehren und Zivilcourage und Toleranz zu üben. Die Anwesenden forderte er auf, beständige Formen der Erinnerung zu schaffen, um die Geschichte lebendig zu halten. Nach der Kranzniederlegung lud die Bruderschaft die Anwesenden zum gemeinsamen Frühstück ins „Haus für Horrem“ ein. Eine von Georg Klein bearbeitete Zusammenfassung von den auf Schützenfest gedrehten Videofilmen rundete den Vormittag ab. Am 07. Dezember fand die letzte Versammlung des erweiterten Vorstandes im Schützenhaus statt. Der Brudermeister konnte S.M. Udo I. Zander, den Dechant Peter Stelten, Ex - S.M. Hansi Fischer und seine Vorstandskollegen begrüßen. Nach einem Jahresabschlußessen - zubereitet von Roland Ladermann - erschien Fritz Detmer als Nikolaus mit Lob und Ermahnungen, aber auch Geschenken. Gearbeitet wurde zwischendurch aber auch! An den Veranstaltungen des Bezirksverbandes Nettesheim und des Stadtverbandes nahmen wir mit S.M. teil. Wir trauern um die in 2007 verstorbenen Schützenbrüder: Heinrich Breitmar vom 2. Jägerzug, er starb am 11. Mai Peter Schwittay vom Tambourkorps, er starb am 12. Juli Wir werden sie in unseren Gedanken halten.

2006 Was geschah im Schützenjahr? An den Neujahrsempfängen der Stadt nahm S.M. Karsten Brauckmann mit Abordnung teil. Am 03. Februar fand die Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus statt. Norbert Rath wurde zum Edelknabenbetreuer gewählt. Neuer Platzmeister wurde Wilfried Dieling. Das Altenkomitee veranstaltete am 18. Februar das traditionelle Altenfest. Am 23. und 28. Februar wurde kräftig Karneval gefeiert. Am 28. April fand im Bürgerhaus eine Mitgliederversammlung statt. Das Historische Corps ermittelte am 22. April seine Majestäten: Königin wurde Renate Tschersche, die Königswürde errang Jürgen Beeck. Beim Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige errang Rosi Henrichs und Dieter Stodtko die Pokale. Der Oberst Hansi Fischer begrüßte am 20. Mai am Schützenhaus viele Schützen und Gäste zu einem Umtrunk anlässlich des König- und Oberstehrenabend. Im Bürgerhaus konnte anschließend der Brudermeister Manfred Klein neben Oberst Hansi Fischer und Gattin Sissi auch das Königspaar Karsten I. und Susanne Brauckmann begrüßen. Im Laufe des Abends wurden viele Beförderungen ausgesprochen. Schützenfest vom 25. bis 29. Mai


Regen, Regen, Regen und Kälte prägten die Festtage Das Preis- und Pokalschiessen 2006 fand am Vatertag, dem 25. Mai auf statt. Gleichzeitig wurde im Schützenzelt ein „Vatertagsbiwak“ von der Bruderschaft ausgerichtet mit Getränkepreisen von 99 Ct. / Glas. Für Musik und Stimmung sorgte DJ Wolle. Trotz des andauernden Regens war die Veranstaltung gut besucht. Am Freitagmorgen wurde wieder ein Kinderfestzug mit Kindern aus den Horremer Kindergärten und mit einem „Kindergartenkönigspaar“ durchgeführt. Im Festzelt begeisterte eine Aufführung von „Clown Pibi Glix“ Jung und Alt. Um 18:00 Uhr hatte das Kronprinzenpaar Hans - Joachim I. und Sissy Fischer alle amtierenden Majestäten zu einem Empfang in die festlich geschmückte Residenz - dem Bürgerhaus eingeladen. Wegen Regens fiel der Festzug aus, es wurde ein kurzer Weg in das Festzelt genommen. Dort begrüßte Brudermeister Manfred Klein im Festzelt S.M. Karsten I. Brauckmann mit Königin Susanne, das Kronprinzenpaar, alle Schützen, sowie die Gäste der befreundeten Vereine aus Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim. Dann stellte er die Könige der Züge und Korps vor. Georg Klein nahm die Ehrung von Dieter Stodtko - König der Könige - und Rosi Heinrichs Königin der Königinnen vor. Für die Stimmung sorgte die Kapelle „Teamwork“ im gut besuchten, geheizten Festzelt bis in die Morgenstunden. Am Samstag um 12:00 Uhr nahm der Schirmherr, Thorsten Janning am Schützenhaus den Fassanstich vor, die Artillerie böllerte 3 Schuss Salut und die Glocken läuteten. Nach der Begrüßung der Gäste, u. a. der 2. Bürgermeister Hans Sturm, fand das Gästekönigschiessen statt. Mit dem 88. Schuss errang Daniel Wolf den vom Schaufenster gestifteten Pokal. Bei strömendem Regen erhielt Jürgen Beeck von Grenadiermajor Kurt Peter Raab die Königskette des Historischen Corps. Danach zogen die Schützen in kleinen Trupps zum Festzelt. Dort fand - erstmalig in der Geschichte der Bruderschaft - die Totenehrung mit Großem Zapfenstreich statt, vorher hatten der Brudermeister und S.M. Karsten I. am Ehrenmal den Kranz der Bruderschaft niedergelegt. Im Laufe des Abends wurden die Würdenträger der Jungschützen geehrt: Sascha Klein erhielt die Schülerprinzenkette und Jan Christoph Paefgen die Prinzenkette. Der Vorstand der Jungschützen wurde von Jochen Vaassen für ihre geleistete Arbeit mit Urkunden ausgezeichnet. Die Tanzband „Soundmixx“ sorgte für ausgelassene Stimmung im vollen und wieder geheizten Festzelt bis weit nach Mitternacht. Sonntags sah man endlich die Sonne!! Nach dem Festgottesdienst am Sonntag - zelebriert von Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer, musikalisch begleitet vom Kirchenchor „Cäcilia“ wurde auf der „Domplatte“ das neue Königspaar Hans - Joachim I. und Sissy Fischer vom Brudermeister gekrönt. Das Ex - Königspaar Karsten und Susanne Brauckmann erhielt Königsorden und Königinnenkettchen als Zeichen ihres Königsjahres. Der Oberstadjutant Peter Heinrichs ließ anschließend auf der Knechtstedener Str. das Regiment antreten zur Fahnenparade und Abschreiten des Regiments durch Königspaar und Gäste, bevor nach der Parade in das Festzelt marschiert wurde. Dort stellte der Brudermeister Manfred Klein das neue Königspaar vor, begrüßte das Ex - Königspaar Karsten und Susanne Brauckmann, das Silberkönigspaar Margarethe und Peter Hilgers, den Bürgermeister Hilgers, den Schirmherrn Thorsten Janning, Pastor Fritz Reinery, die vielen Gäste aus Politik, Vereinen und Wirtschaft, sowie die Schützen. In einer kurzen Ansprache wünschte der Bürgermeister den Horremer Schützen ein trockenes Schützenfest. Der Schirmherr Thorsten Janning lobte die Jugendarbeit der Bruderschaft und versprach, seinen Beitrag in die Jugendkasse zu spenden. Dann folgten die Auszeichnungen und Ehrungen verdienter Schützen: Der 10. Jägerzug feierte 40 Jahre und Blaue Marine 25 Jahre Mitgliedschaft in der Bruderschaft. Für 25 Jahre wurden geehrt: Herbert Busch, Jürgen Busch, Andreas Euler, Dieter Friesl, Paul Hank, Bernhard Kämpf, Heinrich Nehrfeld jr., Petar Pahljina, Herbert Schmidtmeyer, Jürgen Schumacher, Helmut Schwartz und Marcus Brüggen. 40 Jahre Mitglied in der Bruderschaft: Georg Dorn, Peter Heinrichs, Johannes Klein und Fritz Virnich, Josef Odendahl wurde für 50jährige Treue geehrt. Für seine 25jährige Tätigkeit als Schießmeister der Bruderschaft erhielt Karl - Heinz Aigner den Erinnerungsteller der Bruderschaft mit Urkunde. Das Sebastianusehrenkreuz als Auszeichnung


des BDHS erhielt Wolfgang Simon. Für die musikalische Begleitung sorgte wie immer die Feuerwehrkapelle Dormagen. Pünktlich um 15:00 Uhr setzte sich der Festzug in Marsch, immer noch bei Sonnenschein. Nach einer Parade auf der Knechtstedener Str. vor den Majestäten und Gästen fand im Zelt die Ehrung der Edelknaben statt: die Königskette erhielt Armin Auer. Beim anschließenden Krönungsabend hielt der Brudermeister einen humorvollen Rückblick auf das Jahr von Karsten I. und Susanne Brauckmann sowie das Kronprinzenjahr von Hansi und Sissy Fischer. In seiner kurzen Ansprache bedankte sich Karsten bei seinen Schützen, dem Vorstand und besonders seiner Königin Susanne dankte er sehr. Karsten und Susanne wurden mit herzlichem Beifall verabschiedet. Nach der Ansprache von S.M. Hans - Joachim wünschte der Schirmherr Thorsten Janning Glück. Für die Stadt sprach der Stadtrat Michael Dries und wünschte dem neuen Königspaar ein schönes Königsjahr. Alle warteten dann auf die beiden Pastore Reinery und Pfeiffer, sowie den Gemeindereferent Martin Brendler, mit gewohnt launigen Ansprachen und Gesangseinlagen von Martin Brendler dankten sie dem Ex Königspaar und wünschten dem Königspaar Fischer alles Gute für die Regierungszeit. Der folgende Aufmarsch war wie gewohnt eine Augenweide, danach folgte der Ehrentanz. Nach den Melodien der Band „Ambassador“ wurde bis in den frühen Morgen getanzt. Immer noch trockenes, aber sehr kühles Wetter! Am ökumenischen Gottesdienst am Montagmorgen, zum letzten Male in der Markuskirche, nahmen viele Schützen teil. Die beiden Pastore Fritz Reinery und Christoph Pfeiffer zelebrierten den Gottesdienst. Beim traditionellen Frühstück der Züge erhielten die Pokalsieger aus den Wettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes ihre Siegerurkunden und Pokale vom Schießmeister Karl Heiz Aigner. Das Preisschießen gewann der 11. Jägerzug, das Pokalschießen entschied der 10. Jägerzug für sich. Das Königsvogelschießen begann, bedingt durch heftigen Regen, erst um 15:45 Uhr: mit dem 340. Schuss holte Udo Zander vom 1. Jägerzug um 18:00 Uhr den Vogel von der Stange und ließ seinem Mitbewerber Volker Morini, ebenfalls 1. Jägerzug, keine Chance. Bei der abendlichen Tanzparty wurde Udo Zander zum Kronprinzen Udo und Dorothee als Kronprinzenpaar vorgestellt und mit dem Kronprinzenorden geschmückt. Ein weiterer Höhepunkt war wieder einmal das Höhenfeuerwerk. Der Abschluß des letzten Schützenfestabends war für viele Schützen am frühen Morgen in der Residenz. Trotz des ausgesprochen nassen und sehr kühlen Wetters war es wieder ein gelungenes Fest. Bei solch einem Wetter kann man auch die Funktion des „Schirmherrn“ wörtlich nehmen! Die Jägerabteilung richtete am 24. Juni das „Hermann - Klein - Pokalschiessen“ aus. Der Marinezug gewann beim Marinepokalschießen am 08. Juli den „Peter - Lukas - Pokal“. Die ehemaligen Königinnen und Könige machten mit Gästen am 19. August einen Ausflug in das Sauerland nach Sondern und den Biggesee. Am 26. und 27. August wurde das von der IG Horrem ausgerichtete Dorffest gefeiert. Das Jägerkönigschießen fand am 02. September auf dem Hochstand statt. Mit dem 198. Schuss wurde Dieter Schmidt Jägerkönig. Am 07. Oktober trafen sich 57 Offiziere am Schützenhaus zum Schießen um den von Theo Esser gestifteten Offizierspokal. Mit dem 41. Schuss errang Norbert Hopp den Pokal. Der Hubertusball wurde am 04. November 2006 gefeiert. Nach einem Gottesdienst begrüßte der Brudermeister Manfred Klein neben den Gästen besonders das Königspaar Sissi und Hans - Joachim I. Fischer, Präses Fritz Reinery, den König der Könige Dieter Stodtko, die Königin der Königinnen Rosi Heinrichs und den Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck. Es folgten die Ehrungen für 10 Jahre Mitgliedschaft und die Auszeichnung mit dem Hohen Bruderschaftsorden von Josef Franzen. Die Silberne Verdienstspange erhielten: René Dieling, Heinz Menneke, Jörg Klengel, Engelbert Prehn, Josef Scholz und Dietmar Symalla. Den Hubertuspokal erhielt der 11. Jägerzug. Herbert Lüpschen ritt als St. Martin in Begleitung des TC Horrem und den Kindern der


Grundschule am 08. November durch die Strassen von Horrem. SM Hans - Joachim I. Fischer teilte Weckmänner aus. Wegen strömenden Regens fand die Gefallenenehrung zum Volkstrauertag durch den Brudermeister Manfred Klein am 19. November im Rahmen des von Fritz Reinery zelebrierten Gottesdienstes statt. Anschließend fand im „Haus für Horrem“ (Pfarrheim) das traditionelle Frühstück statt. Wir trauern um unsere verstorbenen Schützenbrüder: Dirk Dieling Hubert Kloss Wolfgang Graumann sr.

28. Januar 21. April 08. September

Mitglied des 1. Grenadierzuges inaktiv (Videofilmer) Mitglied des 9. Jägerzuges

2005 Die Bruderschaft 2005 Am 28.01. fand die Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus statt. Wegen Krankheit des Kassierers Reinhold Lachnicht konnte der Kassenbericht und die Kassenprüfung nicht vorgelegt werden. Wichtigster TOP war die Neuwahlen zum Vorstand, da durch Krankheit oder private Gründe der 1. und 2. Kassierer, 1. und 2. Schriftführer, der Edelknabenbetreuer, der Platzwart ihre Ämter zur Verfügung stellten. Gewählt wurden jeweils einstimmig zum: 2. Brudermeister Peter Heinrichs (Wiederwahl), 1. Kassierer Albert Otmar Grabowski, 2. Kassierer Uwe Bartschat, 1. Schriftführer Georg Klein, 2. Schriftführer Otto Müller, Platzwart Norbert Rath, kommissarischen Edelknabenbetreuer Herbert Lüpschen Den Auftakt zur „5. Jahreszeit“ machte der 5. Jz. mit seinem Karnevalsball am 15. Januar im Bürgerhaus Das Altenkomitee lud zum 29. Januar zum traditionellen „Altenfest“ in das Bürgerhaus ein. Bei Kaffee und Kuchen trat u. a. die „KG Ahl Dormagener Junge“ mit ihrem Dreigestirn auf. Begeisterte Schützen und Gäste an Weiberfastnacht und beim Preiskostümball am 5. Februar feierten bis in die Morgenstunden. Das Preis- und Pokalschießen wurde am 3. April auf dem Hochstand ausgetragen. Eine Mitgliederversammlung fand 22. April fand im Bürgerhaus statt. Zum Bezirksjungschützentag des Bezirksverbandes Nettesheim hatte die Bruderschaft am 24. April die Jugendlichen des Bezirks geladen. Ca. 250 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene fanden sich bei schönem Wetter im Bürgerhaus ein, um die Besten in den verschiedenen Disziplinen zu ermitteln, unter anderem fand erstmalig ein Fahneschwenkerwettbewerb statt. König des Historischen Corps wurde am 30. April Oberst Hansi Fischer, Renate Tschersche errang die Würde der Königin. Zum Bundesköniginnentag am 08. Mai in Bergheim / Erft begleiteten wir unser Königspaar Gudrun und Martin II. Höfs mit einer Abordnung. Bei teilweise strömendem Regen zogen ca. 7.000 Schützen durch die festlich geschmückte Stadt. Am 21. Mai richtete die Bruderschaft Horrem den Bezirksköniginnentag im Bürgerhaus aus. Alle Königspaare des Bezirks waren der Einladung gefolgt. Im Vorfeld des Schützenfestes fand am 22. Mai das Schiessen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige statt: Mit dem 50. Schuss errang Christa Klein vom 1. Grenadierzug - Königin 1978 / 79 - den Pokal der ehemaligen Königinnen, Hans Vaassen vom 1. Jägerzug - König 1965 / 66 errang mit dem 73. Schuss den Pokal der ehemaligen Könige. Der Oberst Hansi Fischer begrüßte am 28. Mai am Schützenhaus viele Schützen und Gäste zu einem Umtrunk anlässlich des König- und Oberstehrenabend. Im Bürgerhaus konnte anschließend der Brudermeister Manfred Klein neben Oberst Hansi Fischer und Gattin Sissi auch das Königspaar


Martin II. und Gudrun Höfs begrüßen. Im Laufe des Abends wurden Beförderungen verdienter Schützen ausgesprochen. Schützenfest vom 03. - 06.06.2005 Das Schützenfest begann am Freitagmorgen mit einem Kindergartenfestzug mit Kids aus den Horremer Kindergärten und erstmals mit einem „Kindergartenkönigspaar“ S.M. Maurice I. Belkadi und Königin Nadine Richoff. Mit Musik vom Band zog der Zug ins Festzelt Am Rübenweg zu einer Aufführung von „Nicolettas Puppenbühne“, die Alt und Jung begeisterte. Um 18.00 Uhr hatte das Kronprinzenpaar Karsten I. und Susanne Brauckmann alle amtierenden Majestäten zu einem Empfang in die festlich geschmückte Residenz - dem Bürgerhaus Horrem eingeladen. Nach einer Parade des Regiments auf der Knechtstedener Str. vor den Ehrengästen begrüßte Brudermeister Manfred Klein im Festzelt S.M. Martin II. Höfs mit Königin Gudrun, das Kronprinzenpaar Karsten I. und Susanne Brauckmann, alle Schützen, sowie die Gäste aus den verschiedenen Schützenvereinen und Bruderschaften des Stadtverbandes Dormagen und des Bezirksverbandes Nettesheim. Dann stellte er die amtierenden Majestäten der Züge und Korps vor. Am Samstag um 12.00 Uhr nahm der Schirmherr 2005 - Norbert Heinen - am Schützenhaus den Fassanstich vor, die Artillerie böllerte 3 Schuss Salut und die Glocken läuteten. Nach der Begrüßung der Gäste, darunter auch Bürgermeister Hilgers, fand das Gästekönigschiessen statt. Diese Würde errang Ingrid Fleckenstein eine Mitarbeiterin der Stadtbibliothek. Die Krönung des Königs des Historischen Corps nahm der Grenadiermajor Kurt Peter Raab vor. Oberst Hansi Fischer nahm die Kette in Empfang in Anwesenheit der Gäste aus Ramsdorf. Danach Antreten zum Abholen vom Königspaar und Ehrentanz auf der „Horremer Domplatte“, bevor das Regiment zum Ehrenmal auf dem Dorfanger zog. Dort hielt Brudermeister Manfred Klein eine bewegende Rede: er spannte den Bogen von den Kriegsgräueln und Verbrechen der Nazizeit, erinnerte an das Kriegsende vor 60 Jahren und gab der Hoffnung Ausdruck, dass im vereinten Europa und auf der ganzen Welt endlich Frieden herrsche, dann legte er im Namen der Bruderschaft einen Kranz nieder. Nach einem Umzug begrüßte im Festzelt Brudermeister Manfred Klein das Königspaar, das Kronprinzenpaar, die Gäste aus Ramsdorf und alle Gäste und Schützen. Dann nahm S.M. Martin II. die Ehrungen des Edelknabenkönigs Robin Griesenauer, des Schüler- und Bezirkschülerprinzen Andreas Päfgen und des Prinzen und Bezirksprinzen Markus Priem vor. Der Jungschütze Martin Voigt bekam für sein Engagement in der Jugendarbeit den „Jugendverdienstorden in Bronze“ des BdHS von Bezirksjungschützenmeister Bernhard Hesch überreicht. Die Tanzband „Confetti“ sorgte für ausgelassene Stimmung bis weit nach Mitternacht. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag - zelebriert von Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer - wurde auf der „Domplatte“ das neue Königspaar Karsten I. und Susanne Brauckmann vom Brudermeister gekrönt. Das Ex - Königspaar Martin II. und Gudrun Höfs erhielt Königsorden und Königinnenkettchen als Zeichen ihres Königsjahres. Der Oberst Hansi Fischer ließ anschließend auf der Knechtstedener Str. das Regiment antreten zur Fahnenparade und Abschreiten des Regiments durch Königspaar und Gäste, bevor nach der Parade in das Festzelt gezogen wurde. Dort stellte der Brudermeister Manfred Klein das neue Königspaar vor, begrüßte das Ex - Königspaar Martin und Gudrun Höfs, die vielen Gäste aus Politik, Vereinen und Wirtschaft, sowie die Schützen. Dann folgten die Auszeichnungen und Ehrungen verdienter Schützen: für 25jährige Treue: Josef Noethgen, Mario Thim, Hans Peter Tschersche, Markus Wetzel, Josef Wolf für 40 jährige Treue: Georg Klein, Josef Klein jr., Helmut Kohl, für langjähriges Fahnenschwenken erhielt Willi Oberlack eine Urkunde und den Erinnerungsteller und Hubert Kloss für langjähriges Videofilmen der Schützenfeste. Hans Lüpschen wurde für 50 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Jürgen Kühne, Norbert Schumacher, Hans Theo Berngen und Manfred Schmitz erhielten je eine Dankurkunde und eine Armbanduhr mit dem Bruderschaftswappen auf dem Zifferblatt. Der Bundesmeister Wolfgang Kuck verlieh das „Sebastianus - Ehrenkreuz“ an den Oberst Hansi Fischer. Die Schützen Peter Hilgers, Martin Kluth Peter Pohl - alle 3. Jägerzug - und Hans Vaassen - 1. Jägerzug - wurden für 75 Jahre Treue zur Bruderschaft mit der „Christoph Bernhard Graf Gahlen Gedenkmedaille“ des BdHS und Urkunde geehrt, außerdem wurden sie zu Ehrenmitgliedern der Bruderschaft ernannt. Der Festzug am Nachmittag stand ganz im Zeichen des 75jährigen Jubiläums des Edelknabencorps. 150 Edelknaben aus 11 Vereinen nahmen am Festzug und an der Parade zu Ehren des Königspaares


S.M. Karsten I. und Susanne teil. Außerdem hatte die Artillerie zum 10jährigen Bestehen 3 befreundete Gespanne eingeladen. Beim abendlichen Krönungsabend hielt der Brudermeister einen humorvollen Rückblick auf das Jahr von Martin und Gudrun Höfs und das Kronprinzenjahr von Karsten und Susanne Brauckmann. Das Fazit von Martin und Gudrun: „Es war eine geile Zeit!“. Nach der Ansprache vom neuen König Karsten wünschte der Schirmherr Norbert Heinen Glück. Alle warteten dann auf die beiden Pastore Reinery und Pfeiffer, mit gewohnt launigen Ansprachen dankten sie dem Ex - Königspaar und wünschten dem neuen Paar alles Gute für die Regierungszeit. Der nach dem Ehrentanz folgende Aufmarsch war wie gewohnt eine Augenweide. Nach den Melodien der Band „Ambassador“ wurde bis in den frühen Morgen getanzt. Am ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche nahmen viele Schützen und Kinder des kath. Kindergartens teil. Da der Präses in Berlin zu Exerzitien weilte, zelebrierte der Diakon Fitz Detmer und Pastor Christoph Pfeiffer den Gottesdienst. Beim traditionellen Frühstück der Züge erhielten die Pokalsieger aus den Wettbewerben der Bruderschaft und des Bezirksverbandes ihre Siegerurkunden und Pokale vom Schießmeister Karl Heiz Aigner. Theo Esser vom 2. Jägerzug erhielt das „Ehrenkreuz des Sports in Bronze“. Das Königsvogelschießen begann pünktlich um 15.15 Uhr mit dem Pfänderschiessen. Mit dem 128. Schuss holte der Oberst Hansi Fischer den Vogel von der Stange und ließ seinen Mitbewerbern Manfred Hoffmann und Christian Teßmann keine Chance. Bei der abendlichen Tanzparty mit „DJ Wolle und Marcel“ - die auch nachmittags die Stimmung anheizten - wurde Hansi Fischer zum Kronprinzen Hans - Joachim I. und seine Ehefrau zur Kronprinzessin Sissi proklamiert und mit dem Kronprinzenorden geschmückt. Ein weiterer Höhepunkt war wieder einmal das Höhenfeuerwerk, für das viele Horremer Bürger gespendet haben. Der Abschluss des letzten Schützenfestabends war für viele Schützen am frühen Morgen in der Residenz. Die Verlegung des Schützenfestes in den Juni und die Zusammenlegung mit dem TOP - West - Fest haben sich bereits im zweiten Jahr bewährt und werden - dank der guten Zusammenarbeit der Vorstände - auf Dauer Bestand haben. Das Jägerkönigschießen fand am 2. Juli auf dem Hochstand statt. Mit dem 244. Schuss wurde Norbert Schumacher vom 5. Jägerzug Jägerkönig. Marcel Büchmann wurde Jungjägerkönig. Den „Peter - Lukas - Pokal“ der Marine gewann der 13. Jägerzug. Die ehemaligen Königinnen und Könige machten mit Gästen am 7. August einen Ausflug in des Münsterland nach Gescher und den Halterner See. Das Bezirkskönigschiessen fand am 13. August auf dem Schießstand „Am Rübenweg“ bei herrlichem Wetter statt. Ca. 250 Schützen und Gäste waren der Einladung gefolgt. Der Höhepunkt unter den Wettbewerben war das Schiessen um den Bezirkskönig 2005 / 2006: Mit dem 110. Schuss errang Ralf Michael Dankau von der St. Hubertusschützenbruderschaft Straberg den Titel. Am 24. und 25. August wurde die von der IG Horrem ausgerichtete Feier zum 850jährigen Bestehen Horrems gefeiert. Höhepunkt war die feierliche Einweihung des von Jürgen Klein gestifteten Ständebaumes am Sonntag auf dem Dorfanger. Kaiser, Könige und dabei unser Königspaar Karsten I. und Susanne Brauckmann mit Gefolge feierten das Bundesfest der Deutschen Historischen Bruderschaften am 11. September in Leverkusen. Am 08. Oktober trafen sich 51 Offiziere der Bruderschaft am Schützenhaus zum Schießen um den Offizierspokal. Mit dem 84. Schuss Henryk Volkmann vom 9. Jägerzug „Edelweiß“ den Pokal. Das Hubertuspokalschiessen fand am 29. Oktober auf dem Schießstand im Bürgerhaus statt. Am 04. November konnte Brudermeister Manfred Klein unter den 86 Schützen SM Karsten I. Brauckmann begrüßen. Es wurde beschlossen, dass ab Schützenfest 2006 an allen Tagen „Eintritt frei“ ist. Der Hubertusball wurde am 05. November im sehr gut besuchten Bürgerhaus gefeiert. Brudermeister Manfred Klein konnte zahlreiche Schützen für ihre Verdienste mit der „Silbernen Verdienstspange“ auszeichnen.


Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab die Platzierungen des Hubertuspokalschiessens bekannt. Den Pokal errang der 5. Jägerzug mit 185 Ringen. St. Martin ritt am 08. November für die Christoph - Rensingschule und am 09. November für die Kindergärten durch Horrem, SM Karsten I. Brauckmann verteilte zur Freude der Kinder Weckmänner. Zum Volkstrauertag am 13. November zogen nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche Hl. Familie viele Schützen nach den Klängen des TC Horrem zum Horremer Friedhof. Dort legte der Brudermeister Manfred Klein nach einer Gedenkrede an die Opfer der beiden Weltkriege einen Kranz an den Soldatengräbern nieder. Danach folgte im Bürgerhaus das traditionelle gemeinsame Frühstück mit einem kurzen Filmrückblick auf Schützenfest. Am Freitag, dem 02. Dezember waren als Abschluss der Bezirksveranstaltungen in Horrem die Mitglieder des Bruderrates des Bezirksverbandes Nettesheim mit Damen zu einem gemütlichen Abend in das Schützenhaus eingeladen. Der Bundesmeister Wolfgang Kuck dankte der Horremer Bruderschaft und sprach die Hoffnung aus, dass ein solcher Abschluss Tradition werde, auch im Hinblick darauf, dass die Kosten auf die Beteiligten umgelegt würden. Wir trauern um die in 2005 verstorbenen Schützenbrüder: Reinhold Lachnicht Heinrich Nehrfeld Lothar Hellfeier Bruno Köberich Josef Risch

am 18. März am 06. April am 16. April am 12. August am 10. September

vom 1. Grenadierzug vom 1. Grenadierzug vom Sappeurzug vom 9. Jägerzug vom 1. Grenadierzug

63 Jahre 73 Jahre 37 Jahre 82 Jahre 81 Jahre

2004 Das Schützenjahr der Neuorientierung 2004 An den Neujahrsempfängen der Stadt und Pfarrgemeinde nahm der Kronprinz Martin Höfs mit Abordnung teil. In der Nacht zum 18.Januar wurde der katholische Kindergarten durch Brandstiftung zerstört. Auf der Jahreshauptversammlung am 30. Januar wurde im Schützenhaus hauptsächlich die Neuorganisation des Schützenfestes beraten. Karneval in Horrem wurde am 7. Februar vom 5. Jägerzug, Weiberball am 19. Februar und der Kostümball von der Bruderschaft ausgerichtet. Am 14. Februar lud die Bruderschaft zum „Altenfest“ ebenfalls in das Bürgerhaus. Vom 14. bis zum 17. März fand das Dr. Geldmacher - Pokal - Schießen statt. Reinhold Lachnicht wurde am 24. April mit dem 208. Schuss Corpskönig. Die Jungschützen stellten am 30. April den Maibaum auf. Am 17. April nahm Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Erzherzog Dr. Otto von Habsburg die feierliche Investitur von Wolfgang Kuck zum Ritter des „Ritterordens vom Hel. Sebastian Europa“ vor. Die schon traditionelle Ausstellung wurde am 6. Mai in der VR - Bank eröffnet. Dort stellten sich der 9. Jägerzug „Edelweiß“ zum 40. und der 11. Jägerzug „Dolle Jungs“, sowie der Sappeurzug „Vorwärts Horrem“ zum 25. Geburtstag vor. Die letzte Versammlung vor dem Schützenfest fand am 7. Mai im Bürgerhaus statt. Unser Kronprinzenpaar Martin und Gudrun Höfs nahm am 8. Mai am Bezirksköniginnentag in Netteheim Butzheim mit einer Abordnung und am 23. Mai am Bundesköniginnentag in Simmerath / Eifel teil. Bei strahlendem Wetter wurde der neu geschaffene Dorfanger am 20. Mai feierlich eröffnet. Oberst Hansi Fischer nahm am 21. Mai auf dem Oberstehrenabend die Beförderung verdienter Schützen vor.


König der Könige wurde Heinrich Chemnitzer am 22. Mai. Bei den Königinnen errang Rosi Heinrichs den Titel. Beim Preis- und Pokalschiessen ging der 1. Preis an den 5. und der Pokal an den 10. Jägerzug. Schützenfest vom 4. bis 7. Juni Das 84. Schützenfest war ein voller Erfolg. Mit einem neuen Konzept und zu einem neuen Termin wurde das diesjährige Schützenfest gefeiert und damit die Saison im Stadtverband eröffnet. Am Freitag, dem 4. Juni eröffneten erstmalig Horremer Kindergartenkinder das Schützenfest. Daran beteiligte sich auch, wie in den Jahren zuvor, eine Gruppe der Werkstätten für Behinderte aus Hemmerden. In einem bunten Festzug marschierten sie in Begleitung des Kronprinzenpaares Martin und Gudrun Höfs und einer Abordnung der Schützen zum Festzelt. Dort wurden sie mit einem bunten Programm aus der „Bärenbude“ des WDR 5 unterhalten. der Sappeurzug, der sein 25jähriges Bestehen feierte, hatte das Programm gespendet. Außerdem überreichte der Zugführer Reinhard Horstmann jedem Kindergarten eine Geldspende von 200,-- €. Erstmalig gehörte der Freitag allen Königspaaren der Bruderschaft. Das Kronprinzenpaar konnte den Corpskönig Kurt Peter Raab, den Jägerkönig Heinz Fischenich, das Ex - Königspaar Wilfried und Elfi Dieling, das Silberkönigspaar Georg und Christa Klein und alle Zugkönigspaare in der Residenz im Bürgerhaus zu einem Empfang begrüßen. Danach nahmen alle Gäste die Parade des Regiments ab. Im Festzelt begrüßte der Brudermeister Manfred Klein alle Schützen und Gäste, besonders das Kronprinzenpaar. Der anschließende Tanzabend dauerte bis in den frühen Morgen. Zum traditionellen Fassanstich am Samstag konnte Manfred Klein zahlreiche Schützen und Gäste begrüßen. darunter den Schirmherrn Helmut Röder vom HIT - Markt und unseren Bürgermeister Reinhard Hauschild. Das „Schaufenster“ stiftete einen Gästepokal. Am Schießen um diesen Pokal nahmen 13 Ehrengäste teil. Mit dem 110. Schuss konnte Guido Schenk die Würde des 1. Gästekönigs in Horrem erringen. Oberst Hansi Fischer ließ das Regiment um 19.30 Uhr antreten zum abendlichen Festzug. beeindruckend war die Totenehrung am neuen Ehrenmal. Dann marschierte das Regiment zum Festzelt, um das Tanzbein zu schwingen. Sascha Klein wurde am Abend zum Edelknabenkönig gekrönt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Kronprinzenpaar Martin und Gudrun Höfs im Rahmen des Festgottesdienstes auf der „Horremer Domplatte“ zum Königspaar Martin II. und Gudrun unter Teilnahme des Regiments und zahlreicher Zuschauer gekrönt. Präses Fritz Reinery dankte nach der Krönung „dem da droben“, dass er mitgespielt hat, weil es trocken blieb. Sekunden später klingelte das Handy des Brudermeisters Manfred Klein. Zur Erheiterung der Anwesenden entschuldigte er sich schlagfertig: „Jetzt ruft er uns auch noch an.“ Mit der Frühparade vor geladenen Ehrengästen erwies das Regiment dem neuen Königspaar S.M. Martin II. und Gudrun Höfs die Ehre. Im Festzelt konnte Manfred Klein zahlreiche Ehrengäste aus Verwaltung, Politik und Vereinen begrüßen, darunter die Königspaare aus Hackenbroich, Delhoven und Dormagen mit ihren Abordnungen. Manfred Reiterer wurde mit dem Hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet und Hansi Fischer wurde zum „Kapitän zur See“ befördert, auch wurden einige Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt: u.a. Klaus Beer, Heinz Hilgers und Karl Heinz Deutzmann für 50 Jahre. 15 Gastzüge und 23 Fahnenschwenker begeisterten Gäste und Zuschauer beim nachmittäglichen Festzug, einem der Eindrucksvollsten und Schönsten, der in den letzten Jahren durch die Straßen Horrems zog. Am Abend wurde das Königspaar S.M. Martin und Gudrun mit einem sehenswerten Aufmarsch der Schützen geehrt. Präses Fritz Reinery und Pfarrer Christopf Pfeiffer hielten ihre berühmte Laudatio, dann ging es nach dem Ehrentanz durch eine lange Tanznacht. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche wurde im Festzelt der übliche Frühschoppen mit Frühstück der Züge, Musik und Ehrungen gefeiert. Das Königschiessen am Nachmittag entschied mit dem 131. Schuss Karsten Brauckmann vom 13. Jägerzug zum Kronprinzen 2004 / 2005 vor seinem Mitbewerber Lothar Hellfeier von den Sappeuren für sich. Nach der Proklamation des neuen Kronprinzenpaares Karsten und Susanne Brauckmann im Festzelt heizte „DJ Wolle“ die Stimmung an.


Ein prächtiges Höhenfeuerwerk krönte ein für Schützen und Gäste gelungenes Fest nach neuem Modus. Eine Abordnung mit dem Königspaar Martin II. und Gudrun besuchte das Schützenfest in Ramsdorf am 10. und 11. Juni. An den Schützenfesten in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven nahm S.M. Martin II. traditionell mit Abordnungen teil. Jägerkönig 2004 / 2005 wurde am 26. Juni Hans - Theo Berngen. Von der „Blauen Marine“ wurde am 3. Juli das „Peter - Lukas - Gedächtnisschießen“ ausgerichtet. Der 10. „Horremer Markt“ wurde am 3. und 4. Juli veranstaltet. Ausrichter war die IG Horrem um Christian Clemens und Rosi Heinrichs. Heinrich Chemnitzer erhielt am 22. Juni im Bürgerhaus das Bundesverdienstkreuz am Bande durch Landrat Dieter Patt. Die Jägerabteilung lud am 31. Juli zum „Hermann - Klein - Gedächtnisschießen“. Das Bezirkskönigschiessen fand am 7. August in Nettesheim - Butzheim statt. Der Ausflug der ehemaligen Königspaare führte am 22. August in den Naturpark Nassau und nach Bad Ems. Unter dem Motto „Glaube, Sitte, Heimat“ fand am 18. September ein Besinnungstag unserer Bruderschaft im Liebermannhaus in Knechtsteden statt. Das Bundesfest der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften fand am 19. September in Korschenbroich statt, eine Abordnung um S.M. Martin II. nahm daran teil. Die Jägerabteilung lud am 2. Oktober zum Jägerball ein. Der Oberst Hansi Fischer lud am 9. Oktober zum Schiessen um den Offizierspokal, mit dem 99. Schuss errang Josef Risch den Pokal. Zur letzten Versammlung im Jahre 2004 konnte Brudermeister Manfred Klein am 29. Oktober 76 Schützen im Bürgerhaus begrüßen, darunter S.M. Martin II. und Präses Fritz Reinery. Karl - Heinz Aigner wurde als Schießmeister wieder gewählt. Der Schriftführer Jürgen Kühne legte sein Amt nieder, vom Vorstand wurde Georg Klein als kommissarischer Schriftführer bestimmt. Am 30. Oktober organisierte der Schießmeister das Pokalschießen. Die Pokalverleihung fand am 6. November beim Hubertusball im Bürgerhaus statt. Den Pokal erhielt der 7. Jägerzug, der 181 Ringe errang. Am 9. November zog St. Martin durch die Horremer Straßen, auf dem Pferd saß Herbert Lüpschen. Der Volkstrauertag wurde am 14. November mit einer Messe und einer Kranzniederlegung am alten Horremer Friedhof begangen. So endet ein harmonisches, neu organisiertes Schützenjahr 2004.

2003 Das Jahr begann mit der Teilnahme einer Abordnung an den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarre. Am 13. März verstarb der langjährige 2. Brudermeister Heini Peters. Wir werden ihm und dem verstorbenen Willy Kötzing ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand und das Königspaar machten vom 04. bis zum 06. April einen Ausflug nach Trier. Zur Jahreshauptversammlung am 25. April waren 115 Mitglieder anwesend. Brudermeister Herbert Lüpschen eröffnete die Versammlung. Präses Fritz Reinery sprach ein Gebet und schloss die Verstorbenen ein. Der wichtigste Punkt dieser Versammlung sind Neuwahlen. Herbert Lüpschen stellte sich nach mehr als 10 Jahren nicht mehr zur Wahl. Er möchte das Amt in jüngere Hände legen. Er wird mit minutenlangem Beifall aus dem Vorstand verabschiedet. Präses Fritz Reinery würdigt die Leistungen von Herbert Lüpschen. Eine offizielle Verabschiedung wird später folgen. Bei den Wahlen, die von Ehrenbrudermeister Simon


Clemens geleitet wurden, wurde Manfred Klein zum 1. Brudermeister und Peter Heinrichs zu seinem Stellvertreter gewählt. In ihrem Amt bestätigt wurden: 1. Kassierer Reinhold Lachnicht und 1. Schriftführer Jürgen Kühne. 2. Schriftführer wird Norbert Schumacher. Es wurden noch gewählt: Manfred Schmitz - Edelknabenbetreuer, Herbert Lüpschen - Platzwart, Karl Kämpf und Wolfgang Simon - Beisitzer, sowie Manfred Plückhahn als Zeugwart für Willi Kohl, der dieses Amt 10 Jahre inne hatte. Am 29. Juni wurde Herbert Lüpschen offiziell als Brudermeister verabschiedet - die Schützen sagen danke! Dazu hatte der Vorstand alle Königspaare eingeladen, die von ihm während seiner Amtszeit gekrönt wurden. Mit von der Partie waren Präses Fritz Reinery, der die Laudatio hielt, Bürgermeister Reinhard Hauschild, Bundesmeister Wolfgang Kuck, Stadtverbandsvorsitzender Rainhold Lachnicht, die Vorsitzenden aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, sowie die Vertreter der Züge. Vita Herbert Lüpschen: Herbert Lüpschen trat 1953 als Edelknabe in den Schützenverein ein. Von 1957 - 1962 war er Mitglied des 7. Jägerzuges. Heute ist er schon viele Jahre Mitglied im 2. Grenadierzug „Immertreu“. 1967 wurde er zum Leutnant befördert, es folgte 1970 die Beförderung zum Oberleutnant. 1974 erfolgte die Ernennung zum Hauptmann und 1978 zum Major. Er bekleidete von 1978 - 1992 das Amt des Grenadiermajors, war von 1987 - 1992 2. Brudermeister und von 1992 - 2003 1. Brudermeister. Herbert Lüpschen wurde 2003 zum Ehrenbrudermeister ernannt. Herbert Lüpschen war 1997 / 98 Schützenkönig in Horrem und Bezirksschützenkönig des Bezirksverbandes Nettesheim 1998 / 99. 1989 erhielt er das „Silberne Verdienstkreuz“ und 1995 den „Hohen Bruderschaftsorden“, außerdem wurde ihm im Jahre 2000 das „Sebastianus Ehrenkreuz“ verliehen. Der 1. Preis im Pokalschiessen am 17. Mai ging mit 89 Ringen an den 11. Jägerzug, Pokalsieger wurde mit 89 Ringen der 13. Jägerzug. Bester Einzelschütze mit 30 Ringen wurde Jürgen Schumacher, den Seniorenpokal gewann Gerrit van Dodewaert. Neuer König des Historischen Corps wurde Kurt - Peter Raab von den Sappeuren. Kurt - Peter Raab wurde am 07. November auch zum neuen Corpsmajor gewählt. An der Ausstellung anlässlich des 75jährigen Bestehens des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften in Zons nahmen wir ebenso teil wie am Bruderschaftstag am 15. März und am Bezirkskönigschießen am 09. August in Anstel. Der Bezirksköniginnentag am 10. Mai in Anstel und der Bundesköniginnentag am 01. Juni in Mettmann wurden von S.M. Wilfried I. und Königin Elfi in Begleitung besucht. Der erste Spatenstich am künftigen Dorfanger erfolgte am 14. September. Der Bürgermeister Reinhard Hauschild und der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Horrem (IGH) griffen als Erste zum Spaten. Zahlreiche Bürger, Vertreter aus Politik und der örtlichen Wirtschaft waren dazu erschienen. „Wir hoffen, den Dorfanger im Frühjahr 2004 einweihen zu können!“ sagte der Vorsitzende der IGH, Christian Clemens. Erlöse der „Horremer Märkte“, Spenden von Geschäftsleuten und von Horremer Bürgern fließen in den Dorfanger. Bürgermeister Reinhard Hauschild überreichte aus diesem Anlass die notwendigen Genehmigungen und einen Umschlag. Beim anschließenden Umtrunk saßen die Geldbörsen locker, 794,27 € kamen als Spenden zusammen. „König der Könige“ wurde am 02. August Herbert Lüpschen und den Königinnenpokal gewann Irene Achenbach. Am 28. September fand der Ausflug der ehemaligen Königspaare nach Schwammenaul / Rursee und Monschau statt.


An der 75 Jahrfeier des „Bund der Historischen Deutschen Bruderschaften“ nahmen mehr als 100 Horremer Schützen teil. An der Veranstaltung am 12. Oktober in Köln waren insgesamt ca. 20.000 Teilnehmer beteiligt. Schützenfest vom 30. August bis zum 02. September Am Samstag um 11.00 Uhr wurde der renovierte Schießstand durch den Präses Fritz Reinery in Anwesenheit vieler Schützen eingeweiht. Brudermeister Manfred Klein begrüßte das Königspaar Wilfried I. und Elfi Dieling, den Präses Fritz Reinery, den Bürgermeister Reinhard Hauschild, den Schirmherrn Uwe Schmidt, MdB Gröhe, alle Schützen und Gäste. Bei sonnigem Wetter weihte der Präses Fritz Reinery den Schießstand ein, Bürgermeister Reinhard Hauschild überreichte die Bewilligung des Zuschusses der Stadt Dormagen. Punkt 12.00 Uhr schlug der Schirmherr das Fass an, die Kanone „Nettchen“ der Artillerie gab 3 Böllerschüsse ab und die Glocken läuteten das Fest ein, das als letztes nach dem alten Modus veranstaltet wurde. Um 19.45 Uhr ließ der Oberst Hans - Joachim Fischer das Regiment zum Abholen des Königspaar Wilfried I. und Elfi Dieling antreten. Nach dem Ehrentanz auf der „Horremer Domplatte“ fand auf dem „Dorfanger“ das Totengedenken statt. Zu Ehren von Königin Elfi intonierte die Feuerwehrkapelle zum Ende des Zapfenstreiches auch die österreichische Nationalhymne - Elfi stammt aus Kärnten. Anschließend zog der Fackelzug durch die Straßen Horrems. Der 13. Jägerzug führte die einzige Großfackel mit, Thema „Verlegung des Schützenfestes“. Im gut besuchten Festzelt begrüßte Brudermeister Manfred Klein S.M. Wilfried I., Königin Elfi, die Gäste aus Ramsdorf mit ihrem Königspaar und alle Anwesenden und wünschte viel Vergnügen. Nach dem Ehrentanz wurde bis weit nach Mitternacht gefeiert. Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst, der Kirchenchor trug die „Deutsche Messe“ von Schubert vor. Anschließend ließ Oberst Hans - Joachim Fischer zur Frühparade antreten. Der anschließende Frühkommers war das Debüt unseres neuen Brudermeisters Manfred Klein. Er begrüßte unser Königspaar Wilfried I. und Elfi Dieling, die Könige aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit Gefolge, Präses Fritz Reinery, Diakon Fritz Detmer, Pfarrer Christoph Pfeiffer, Bürgermeister Reinhard Hauschild, Diözesanpräses Reinhold Steinröder, Vertreter des Bezirksverbandes Nettesheim, der Parteien und Vereine, sowie alle Gäste und Schützen. Zuerst wurden die „Nachwuchskönige“ gekürt: Edelknabenkönig Marko Krämer, Schülerprinz Michael Bognar, Prinz Kai Plückhahn. Die Jubilare: 25 Jahre Mitglied der Bruderschaft: Franz Brendler, Wolfgang Graumann sr., Jürgen Kersten, Harald Krämer, Norbert Rath und der 13. Jägerzug. 40 Jahre: Wilfried Dieling, Hans Peter Engels, Heinz Otten, Peter Wolbrecht und Norbert Wolf. Das 50jährige feierten: Peter Josef Güsgen, Walter Monschke und Herbert Lüpschen und ein besonderes Jubiläum feierte Josef Päfgen, er ist 70 Jahre Mitglied der Bruderschaft. Willi Kohl erhielt das „Horremer Wappen“, Klaus Beer und Reinhold Lachnicht wurde der „Hohe Bruderschaftsorden“ verliehen und Josef Klein erhielt das „Sebastianus Ehrenkreuz“. Zum Ehrenbrudermeister wurde Herbert Lüpschen ernannt, Bürgermeister Reinhard Hauschild heftete ihm die „Silberne Verdienstnadel“ der Stadt Dormagen ans Revers. Eine besondere Ehrung wurde unserem Präses Fritz Reinery zuteil: der Diozesanpräses überreichte ihm nach einer humorvollen Laudatio „ihr habt nicht nur einen tollen Präses, ihr habt auch einen geistlichen Joker“ das „Ehrenschild am Bande für geistliche Präsides“. Um 15.00 Uhr führte der Oberst sein Regiment zum Festzug durch den Ort. Auch der Regen hinderte die Schützen nicht an einer sauberen Parade. Um 20.00 Uhr wurde das Königspaar mit Hofstaat an der Residenz im Pfarrheim von den Offizieren abgeholt. Im leider nur mäßig besetzten Festzelt begrüßte Brudermeister Manfred Klein das Königspaar, Präses Reinery, Pastor Pfeiffer, Schirmherr Uwe Schmidt, die Angehörigen von Königin Elfi aus Kärnten und alle Schützen und Gäste. Nach dem Ehrentanz wurde die Tanzfläche freigegeben für den Tanz nach den Klängen der Band „Confetti“. Der Montag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche. Danach


marschierten die Schützen ins Zelt zum gemeinsamen Zugfrühstück mit Frühschoppen. Der stellvertretende Brudermeister Peter Heinrichs begrüßte S.M. Wilfried I. und Königin Elfi, den Bezirksschießmeister Siegfried Dunkel, die Schützen und Gäste. Dann nahm der Oberst mit S.M. und Peter Heinrichs die Vorstellung der Zugkönige, Ehrungen und Beförderungen vor. Das Königsvogelschießen am Nachmittag wurde durch heftige Regenschauern unterbrochen. Mit dem 86. Schuss setzte sich Martin Höfs vom Tambourcorps "Germania" Horrem gegen seine Mitbewerber Harald Krämer und Peter Schwittay vom Tambourcorps, sowie Norbert Hopp und Jürgen Klein vom 13. Jägerzug durch. Mit ihm freuten sich seine Gattin Gudrun und die Kinder Patrik und Mariana. Im Festzelt proklamierte der Brudermeister Manfred Klein unter großem Jubel Martin II. und Gudrun Höfs zum 1. Kronprinzenpaar der Bruderschaft. Am Abend wurden das Königspaar und das Kronprinzenpaar an der Residenz abgeholt und zum Festzelt geleitet. Dort wurden S.M. Wilfried I., Königin Elfi und das Kronprinzenpaar vom Brudermeister Manfred Klein begrüßt. Die „Kirchenmänner“ Fritz Reinery und Christoph Pfeiffer, der Gemeindereferent Martin Brendler, der Schirmherr Uwe Schmidt, sowie Schützen und Gäste wurden dann begrüßt. Es folgte der obligatorische Ehrentanz und gegen 22.00 Uhr ein prächtiges Höhenfeuerwerk. Am Dienstag trat das Regiment bei bedecktem Himmel um 17.00 Uhr zum Festzug an. Alle kamen trockenen Fußes im Festzelt an. Der Oberst dankte den Schützen für das disziplinierte Auftreten an den Festtagen. Um 20.00 Uhr wurden das Königspaar und das Kronprinzenpaar von Brudermeister Manfred Klein im Zelt begrüßt. Nach der Begrüßung der Ehrengäste ließ er das Regierungsjahr von Wilfried und Elfi Dieling noch einmal Revue passieren. Er nahm S.M. das Königssilber und seine Gattin Susanne nahm Elfi das Krönchen ab und gab die Insignien mit der Standarte dem Oberst in Verwahrung. Dann hatte das scheidende Königspaar Gelegenheit, sich von ihrem „Volk“ zu verabschieden, dabei standen nicht nur Elfi die Tränen in den Augen. Nicht enden wollender Beifall dankte den Beiden. Sodann stellte der Brudermeister das Kronprinzenpaar vor und überreichte Martin II. den ältesten Königsorden der Bruderschaft aus dem Jahre 1927 als äußeres Zeichen seiner zukünftigen Königswürde bis zur Krönung 2004. Bürgermeister Reinhard Hauschild lobte in seiner Rede zuerst den neuen Brudermeister zu seiner Premiere, „die er so souverän und meisterlich, wie man das selten erleben kann, absolvierte“. Dann dankte er dem Ex - Königspaar für das Regierungsjahr und wünschte dem Kronprinzenpaar viel Erfolg und Freude in ihrem Amt. Dann kam der lange erwartete Auftritt der beiden Pastöre: Präses Fritz Reinery zog eine humorvolle Bilanz seiner bisherigen 25 Jahre mit seinen Schützen und Majestäten, dem scheidenden Königspaar dankte er für das abgelaufene Jahr: „Elfi, Du bist als charmantes Kind Österreichs vor 30 Jahren nach Horrem gekommen und Du warst eine charmante Königin!“ und er wünschte dem Kronprinzenpaar für seine Zeit viel Glück. Dann sagte er: „Entgegen allen Gerüchten - ich bleibe in Horrem!“ - diese Aussage wurde mit großem Jubel begleitet. „Und jetzt bütze ich die Ex - Königin und die Kronprinzessin“ sprach´s und tat es! Christoph Pfeiffer stellte sein Talent als Liederdichter wieder unter Beweis mit lustigen Texten zum scheidenden Königspaar. Nach dem Ehrentanz marschierten die Angelfreunde von Wilfried Dieling auf die Bühne. Der Aufmarsch begann planmäßig um 22.00 Uhr, den Anfang machten - wie immer - die bezaubernden Hofdamen. Der Aufmarsch wurde begleitet vom Tambourcorps Hackenbroich, da unser Tambourcorps "Germania" Horrem im Hofstaat war. Das letzte Schützenfest nach „alter Art“ dauerte bis in den frühen Morgen und es ist zu hoffen, dass die folgenden Schützenfeste genau so begeistert gefeiert werden. Sein 25jähriges Jubiläum in Horrem feierte Pastor Fritz Reinery am 26. Oktober mit vielen Gläubigen, Freunden und Vertretern von Vereinen. Nach der Messe unter Mitwirkung von Dechant Guido Assmann, Diakon Fritz Detmer und dem Kirchenchor konnten alle dem Jubilar im Pfarrheim gratulieren. Der Kindergarten, der Kirchenchor, der Pfarrgemeinderat und das Tambourcorps gaben manche Darbietung zum Besten. Die Bruderschaft hatte einen Videofilm vorbereitet mit seinen Reden an den Krönungsabenden im Festzelt, denn Fritz Reinery ist als Präses der Bruderschaft mit den Schützen ganz besonders verbunden. Am 11. November ritt Wolfgang Simon als St. Martin vor hunderten Kindern der Christoph Rensing - Schule und der Horremer Kindergärten. Das Tambourcorps "Germania" Horrem und die Feuerwehrkapelle Dormagen begleitete den Fackelzug musikalisch. Auf der Mitgliederversammlung am 05. Dezember, dem letzten Termin in 2003, erläuterte Brudermeister Manfred Klein unter anderem noch einmal die Änderungen in 2004.


2002 An den Neujahrsempfängen der Stadt Dormagen und der Hl. Familie Horrem nahmen S.M. Dieter II. und eine Abordnung des Vorstandes teil. Dem Altenfest am 26. Januar im Bürgerhaus folgte am 02. Februar der Karnevalsball des 5. Jägerzuges im Pfarrsaal. Am 07. Februar fand der Möhneball und am 09. Februar ein Kostümball der Bruderschaft im Bürgerhaus statt. Vom 04. bis 06. März stand das Schießen um den Dr. Geldmacherpokal auf dem Programm, die Siegerehrung folgte am 09. März. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 05. April stand die Verabschiedung der neuen Satzung an. Der 2. Brudermeister Manfred Klein begrüßte die Mitglieder und den Schützenkönig Dieter II., Präses Reinery ließ sich entschuldigen, Brudermeister Herbert Lüpschen kam aus beruflichen Gründen später. Die Abstimmung über die neue Satzung konnte nicht stattfinden, da die dazu erforderliche Mitgliederzahl nicht anwesend war. Die Abstimmung wurde auf die Jahreshauptversammlung am 26. April vertagt. Die neue Vereinssatzung und eine Vereinsordnung wurden dann auf der Jahreshauptversammlung am 26. April beschlossen. Die Satzungskommission unter der Leitung von Manfred Klein konnte nach 6 Monaten die entsprechenden Beschlussunterlagen präsentieren. Ferner wurde einstimmig beschlossen: ab 2004 wird unser Schützenfest an dem Wochenende mit dem 1. Sonntag im Juni gefeiert. Außerdem wurden die Weichen für ein neues Festkonzept ab 2004 gestellt. Am 13. / 14. Mai war Radfahren angesagt beim Vorstandsausflug mit Königspaar nach Münster im Westfalenland. Am Bundesköniginnentag in Salzkotten am 05. Mai nahm das Königspaar Dieter II. und Gerda Stodtko mit großer Begleitung teil. Das Preisschießen am 11. Mai gewann der 10. Jägerzug mit 87 Ringen, ebenso fand das Pokalschießen einen Sieger, es gewann der 7. Jägerzug mit ebenfalls 87 Ringen. Der Bezirksköniginnentag am 25. Mai in Frixheim sah wieder unsere Königin Gerda mit S.M. Dieter II. und einer Abordnung aus Vorstand und Schützen. Beim Schießen der Jägerabteilung am 01. Juni sicherte sich Dieter Annacker den Titel des Jägerkönigs. Vor dem „Horremer Markt“ am 08. und 09. Juni stand der Schützenkönig Dieter II. (Stodtko) und Oberst Hans - Joachim (Hansi) Fischer am 07. Juni im Mittelpunkt des Königs- und Oberstehrenabends im Bürgerhaus. Außerdem veranstaltete die Bruderschaft am 08. Juni einen „Rheinischen Abend“ aus Anlass des „Horremer Marktes“. Das Historische Corps ermittelte am 15. Juni seinen Corpskönig: den Titel errang Herbert Tschorn vom Artilleriezug „Immer ins Stellung“. S.M. Dieter II. und Abordnungen besuchten am 16. Juni das Schützenfest in Hackenbroich, am 23 Juni das Schützenfest in Dormagen und waren am 18. August zu Gast in Delhoven. Am 14. Juli trat eine große Delegation die Reise zum Schützenfest in Ramsdorf / Westfalen an. Der 27. Juni beim Schießen zum König der Könige sah Herbert Päfgen vom 4. Jägerzug als Sieger, Erika Fischenich gewann den Königinnenpokal. Auf der Mitgliederversammlung am 02. August wurden S.M. Dieter II., Präses Reinery, sowie Karl - Heinz Engler als Ehrenmitglied begrüßt. Der Oberst Hans - Joachim Fischer erläuterte die Marschordnung und den Marschweg zum Schützenfest, „ansonsten ist alles bestens vorbereitet“ sagte er.


Die Ausstellung in der Filiale Knechtstedener Str. der Volksbank zeigte allen Besuchern unsere Tradition und das 50jährige Jubiläum des 5. Jägerzuges „Fidele Horremer“. Schützenfest vom 24. - 27.08.2002 Die Artillerie verjagte am Samstag um Punkt 12 Uhr mit ihren Böllern die Wolken. Egon Huntgeburth eröffnete als Schirmherr das Fest mit dem Fassanstich auf der „Domplatte“. Um 20.00 Uhr setzte sich das Regiment in Marsch, um zunächst das Königspaar Dieter II. und Gerda Stodtko an der Residenz abzuholen. Nach dem Totengedenken und dem Großen Zapfenstreich am provisorischen Ehrenmal auf dem künftigen Dorfplatz, sowie dem anschließenden Fackelzug folgte ein Tanzabend im Festzelt. Besonders begrüßt wurden unsere Gäste aus Ramsdorf: das Königspaar, der Vorstand und die Fahnenoffiziere, die wie jedes Jahr zu Besuch waren. Am Sonntagmorgen nach dem Kirchgang um 09.00 Uhr schloss sich die Morgenparade mit Vorbeimarsch vor Majestäten und Gästen an. Der saubere Vorbeimarsch wurde im Festzelt von Brudermeister Herbert Lüpschen besonders gelobt. Dann begrüßte er die Ehrengäste, darunter auch Bundesmeister Wolfgang Kuck. Brudermeister Herbert Lüpschen, Oberst Hans - Joachim Fischer und S.M. Dieter II. nahmen die Ehrung der Jubilare vor: Dirk Dieling für 40 Jahre, Hans Theo Berngen und Andreas Ohligschläger für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Bruderschaft. Den Hohen Bruderschaftsorden (HBO) erhielt Hans - Joachim Peters, das Sebastianus Ehrenkreuz (SEK) erhielten Bruno Köberich und Heinrich Chemnitzer. Die Verleihung dieser hohen Auszeichnungen erfolgte durch Bundesmeister Wolfgang Kuck. Die Stadt wurde durch den Beigeordneten Hans - Dieter Schwarz vertreten - der Bürgermeister und seine beiden Vertreter befanden sich in Spanien in der Partnerstadt Toro. Am Nachmittag bei schönem Wetter präsentierten sich das Königspaar Gerda und Dieter II. in der Kutsche den Zuschauern, die den Festweg säumten. Mit Vorstand und Gästen nahmen sie nach dem Festzug die Parade an der Sparkasse ab, der Festzug endete wie immer im Festzelt. Um 20.00 Uhr holten die Offiziere unter Führung von Oberst Hans - Joachim Fischer S.M. Dieter II., Königin Gerda und Gefolge an der Residenz im Pfarrsaal zum Königsball im Festzelt ab. Dort wurden sie von Brudermeister Herbert Lüpschen begrüßt. Am Montagmorgen der gut besuchte ökumenische Gottesdienst in der Markuskirche. Anschließend gemeinsames Zugfrühstück im Festzelt mit Musik, der Oberst Hans - Joachim Fischer nahm dann die fälligen Beförderungen vor. Am Nachmittag um 15.00 Uhr startete das Königsvogelschießen: neuer Schützenkönig der Horremer Bruderschaft wurde mit dem 131. Schuss Wilfried Dieling vom 7. Jägerzug. Erwähnenswert ist noch, dass der einzige ernsthafte Konkurrent sein Vater Dirk Dieling vom 1. Grenadierzug war. Im Zelt wurde das neue Königspaar 2002/03 als Wilfried I. und Elfi Dieling vorgestellt und bejubelt. Am Abend wurden beide Königspaare mit ihrem Gefolge von der Residenz im Pfarrheim zum Familienball ins Festzelt geleitet. Um 22.00 Uhr konnten sie mit Schützen und Gästen ein herrliches Höhenfeuerwerk bewundern. Am Dienstag zog, wie in jedem Jahr um 17.00 Uhr der Festzug durch den Ort. Die Parade vor dem alten und neuen Königspaar bildete den Abschluss der öffentlichen Straßenveranstaltungen. Die Königspaare und ihr Hofstaat wurden um 20.00 Uhr zum Festzelt geleitet. Der Krönungsabend bildete den Abschluss des Schützenfestes. Herbert Lüpschen bedankte sich beim scheidenden Königspaar Dieter II. und Gerda für das abgelaufene Jahr mit vielen Höhepunkten und wünschte dem neuen Königspaar Wilfried I. und Elfi gutes Gelingen. Die obligatorische Rede von Präses Fritz Reinery musste ausfallen - er war erkrankt, aber Pastor Christoph Pfeiffer von der evangelischen Kirchengemeinde Horrem erheiterte das Zelt mit einem gekonnten humoristischen Liedvortrag. Nach der Krönung folgte der Ehrentanz und der saubere Aufmarsch: den Anfang machten die Hofdamen. Sie wurden namentlich bekannt gegeben und sollen auch hier einmal dokumentiert werden: Katharina Schmidt, Julia Hoffmann, Katrin Schneider, Sabrina Koch, Silke Walheim, Kim Hast, Melissa Reiterer, Daria Schmitz, Yvonne Plückhan und Tania Mörer. Dieser Auftritt war eine Augenweide. Es folgten die Abordnungen der Züge, eine Darbietung der Fahnenschwenker und des Tambourcorps. Anschließend wurde getanzt bis weit nach Mitternacht. Was geschah sonst noch in 2002? Die „Längste Nacht von Horrem“, eine Gemeinschaftsveranstaltung des RSH und der


Bruderschaft startete am 27. September im Bürgerhaus. Der 29. September sah die ehemaligen Königspaare mit Gästen bei einem Ausflug in den Teutoburger Wald, es wurden unter anderem das Hermannsdenkmal und die Externsteine besichtigt. Ein Fackelzug aller Dormagener Schützenvereine am 02. Oktober und ein Festkommers in Gohr - Broich am 03. Oktober fanden zum 25jährigen Bestehen des Stadtverbandes statt. Am 05. Oktober der Jägerball und das Hubertusschießen am 12. Oktober waren weitere Veranstaltungen. Den Hubertuspokal gewann der 7. Jägerzug mit 115 Ringen. Der Hubertusball am 09. November, sowie die Teilnahme am Volkstrauertag am 17. November waren die letzten Termine im Jahresablauf. Es folgte am 06. Dezember noch eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Brudermeister Herbert Lüpschen eröffnete die Versammlung und begrüßte die Schützen, insbesondere S.M. Wilfried I., Präses Reinery und Ehrenmitglied Karl - Heinz Engler. Die wichtigste Entscheidung fiel mit einer Gegenstimme: Das Schützenfest in Horrem findet ab 2004 von Freitag bis Montag statt!

2001 Mitglieder der Vereinsführung und S.M. Michael Rings nahmen an den Neujahrsempfängen der Stadt Dormagen und der Pfarre Hl. Familie teil. Am 03. Februar fand im Pfarrsaal der Karnevalsball de 5. Jägerzug statt, ihm folgte am 17. Februar das Altenfest, am 22. Februar der Möhneball und am 24. Februar der Preiskostümball im Bürgerhaus. Michael Schwartz und Michael Wagner erhielten anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Bezirksjungschützen am 01. April für ihre langjährige Mitarbeit eine Ehrenurkunde. Das Ostereierschiessen des 7. Jägerzuges fand am 16. April auf dem Hochstand statt. Der 1. Jägerzug veranstaltete am 30. April seinen traditionellen „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus. Die feierliche Einweihung des umgebauten Schießstandes erfolgte am 09. Mai. Am 18. Mai fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Pfarrsaal statt. Der Brudermeister Herbert Lüpschen konnte 87 Schützen, darunter S.M. Michael II., Präses Fritz Reinery und Ehrenmitglied Karl - Heinz Engler begrüßen. Hier konnten auch neue Schriftführer gefunden werden: Jürgen Kühne wurde zum 1. und Norbert Schumacher (beide 5. Jägerzug) zum 2. Schriftführer gewählt. Reinhold Lachnicht legte den Kassenbericht 2000 vor, er erwähnte besonders die stark zurück gegangenen Besucherzahlen bei unseren Veranstaltungen. Die Kasse wurde von den Kassenprüfern Josef Franzen und Markus Klein als „korrekt geführt“ bezeichnet. Manfred Schmitz wurde zum Edelknabenbetreuer gewählt. Der König- und Oberstehrenabend am 08. Juni im Bürgerhaus war die erste Bewährungsprobe für den neuen Oberst Hans - Joachim (Hansi) Fischer. Am 09. Juni fand der „Rheinische Abend“ der Bruderschaft im Bürgerhaus statt, viele Besucher des „Horremer Marktes“ nutzten die Gelegenheit, mit uns den Auftritt der Band „June 79“ zu genießen. Das Königsschießen der Historischen Corps entschied am 09. Juni Reinhard Horstmann vom Sappeurzug für sich. Neuer Jägerkönig wurde Dieter Annacker beim Schießen am 30. Juni. Das „Hermann - Klein Gedächtnisschießen“ wurde am 28. Juli durchgeführt. Die außerordentliche Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest fand am 03. August im Pfarrsaal statt. Am 11. August wurde in der Filiale Horrem der Sparkasse Neuß die traditionelle Schützenausstellung eröffnet, im Vordergrund stand das 50jährige Jubiläum des 4. Jägerzuges „Jröne Jonge“. Schützenfest vom 25. - 28.08.2001


Pünktlich um 12.00 Uhr am Samstag wurde durch Glockengeläut und Böllerschüsse das Schützenfest angekündigt. Schirmherr Karl - Heinz Teichmann übernahm den Fassanstich auf der „Domplatte“. Mit dem neuen Oberst Hansi Fischer an der Spitze wurden das Königspaar Michael und Elke Rings an der Residenz abgeholt. Nach dem Ehrentanz, der Kranzniederlegung und dem Zapfenstreich am Kreuz auf dem - immer noch provisorischen - Dorfanger zog der Fackelzug durch die Straßen von Horrem. Eine Fahnenabordnung mit Vorstandsmitgliedern und Königspaar des St. Walpurgisschützenvereins aus Ramsdorf / Münsterland nahm - wie in den letzten Jahren - am Fackelzug teil. Im Festzelt bedankte sich der Brudermeister Herbert Lüpschen für den schönen Fackelzug bei den Schützen und den Freunden aus Ramsdorf für die Teilnahme. er begrüßte das Königspaar, die Schützen und Gäste und wünschte allen viel Freude mit der Band „Roland Brüggen“, die zum Tanz aufspielte. Im Festgottesdienst am Sonntagmorgen wurde eine neue Schwenkfahne geweiht. Anschließend folgte die Frühparade vor unsrem Königspaar, dem Vorstand, Ehrengästen und Königen der befreundeten Vereine, sowie den Vertretern von Rat und Verwaltung. Beim anschließenden Frühkommers im Festzelt wurde die Jubilare geehrt. Dabei konnte der 4. Jägerzug „Jröne Jonge“ auf 50 Jahre Vereinszugehörigkeit zurückblicken, Josef Steiner wurde für 50jährige, Fritz Detmer, Hans Fischenich, Heinrich Peters und Hansi Wolbrecht für 40jährige sowie Hans - Gerd Mucha für 25jährige Mitgliedschaft geehrt. Das neu geschaffene in Bronze gegossene „Horremer Wappen“ wurde für besondere Verdienste verliehen an Franz - Josef Rothhausen, Georg Klein, Heinz Fischenich und Dieter Annacker. Dieter Annacker wurde außerdem zum Ehrengeneraloberst ernannt. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielt Willi Achenbach und das Sebastianus - Ehrenkreuz wurde Theo Esser verliehen. Um 15.00 Uhr führte der Oberst Hansi Fischer das Schützenregiment durch die fahnengeschmückten Strassen von Horrem und zur Parade vor dem Königspaar und Ehrengästen. Im Zelt dankte der Oberst den Schützen für den sauberen Festzug und die Parade, dem schloss sich der Brudermeister an. Um 20.00 Uhr wurde das Königspaar und seine Gäste auf der festlich geschmückten Bühne zum Königsball begrüßt. Am Montag nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche versammelte sich die Schützenfamilie zum gemeinsamen Frühstück im Festzelt. Dort wurden durch den 2. Brudermeister Manfred Klein das Königspaar Michael und Elke Rings, die Schützen und Gäste begrüßt. Mit S.M. Michael II. nahm der Vize die Krönung der neuen Zugkönige vor, der Schießmeister Karl - Heinz Aigner zeichnete besonders treffsichere Schützen aus und der Oberst Hansi Fischer sprach Beförderungen aus. Die Feuerwehrkapelle Dormagen und unser Tambourcorps „Germania“ zeigten zwischendurch ihr Können. Um 15.00 Uhr ließ der Oberst antreten, um zum Vogelschießen auf dem Hochstand zu marschieren. Beim Schießen um die Königswürde konnte Dieter Stodtko vom 5. Jägerzug seine Konkurrenten Manfred Hoffmann (2. Grenadierzug) und Jürgen Schumacher (10. Jägerzug) auf die Plätze verweisen. „Einmal muss es doch gelingen“ freute sich Dieter mit seiner Frau Gerda. Im Festzelt konnte Manfred Klein das Königspaar 2001/02 als Dieter II. und Gerda Stodtko vorstellen. Er gratulierte dem neuen Königspaar und ließ sie, das amtierende Königspaar und die Bruderschaft dreimal Hochleben. Ab 16.00 Uhr fand eine Tanzparty statt, die um 20.00 Uhr in den Familienball überging. Dieser wurde gegen 22.00 Uhr von einem imposanten Hochfeuerwerk unterbrochen. Am Dienstagmorgen ab 10.00 Uhr wurde wieder die übliche Kinderbelustigung durchgeführt. Die Helfer um Klaus Beer konnten sich über mangelnde Beteiligung nicht beklage, sie hatten alle Hände voll zu tun. Bei strahlenden Sonnenschein zog der Festzug ab 17.00 Uhr durch den Ort mit der Parade vor den Königspaaren. Um 20.00 Uhr wurden die Königspaare von der Residenz abgeholt und mit ihrem Hofstaat ins Festzelt geleitet. Dort bedankte sich Herbert Lüpschen bei Michael II. und Elke Rings für das vergangene Königsjahr. Michael dankte auch im Namen seiner Königin für die Hilfe und Unterstützung, die sie vor allem vom Tambourcorps „Germania“, von ihren Familien und vom Verein erhalten haben. Mit lang anhaltendem Beifall wurden Michael und Elke Rings verabschiedet. Mit ebensolchem Beifall wurde das neue Königspaar Dieter II. und Gerda Stodtko nach ihrer Krönung gefeiert. Dieter II. gab noch einmal seiner Freude Ausdruck über den gelungenen Schuss und er freue sich auf das vor ihnen liegende Königsjahr. Von den vielen Reden und Gratulationen sind sicher die der Geistlichkeit hervorzuheben: Präses Fritz Reinery und Pfarrer Christoph Pfeiffer hielten ihre, wie gewohnt launischen, Ansprachen auf die beiden Königspaare. Nach dem Ehrentanz wurde das Regiment zum Gratulationsaufmarsch gebeten. Das Ende des Schützenfestes fand - wie üblich - irgendwann am Mittwochmorgen in der Residenz statt.


Zum Abschluss des Festberichtes sei mir einmal erlaubt, die Hofdamen namentlich aufzuführen: Yvonne Plückhahn, Katharina Schmidt, Nicole Haske, Juli Hoffmann, Katrin Schneider, Sabina Koch, Silke Walheim, Janina Lennartz und Nicole Nibur.

Am 27.Oktober fand das Hubertuspokalschiessen statt: der 5. Jägerzug sicherte sich mit 85 Ringen den Wanderpokal vor dem 1. Grenadierzug mit ebenfalls 85 Ringen und dem 7. Jägerzug mit 84 Ringen.

Am 03. November veranstaltete die Bruderschaft den alljährlichen Hubertusball im Bürgerhaus. Zum Volkstrauertag am 18. November legte die Bruderschaft einen Kranz den Kriegsgräbern auf dem Horremer Friedhof an nieder. Besonders wurde an die Opfer des Terroranschlages auf das „World Trade Center“ in New York am 11. September gedacht, diese Tat erfüllt uns mit Bestürzung und tiefer Trauer. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück der Schützen im Pfarrsaal wurde der Videofilm des vergangenen Schützenfestes von Hubert Kloss und Franz Walczak gezeigt. Dieter Annacker wurde am 01. Dezember im Rahmen des Jägerballs zum Jägerkönig gekrönt.

Der Brudermeister Herbert Lüpschen gedachte auf der Jahreshauptversammlung der verstorbenen Mitglieder Kaspar Kiepels und Willi Achenbach. er begrüßte S.M. Dieter II., den Präses Fritz Reinery und die anwesenden Mitglieder.

Tief bewegten uns die Terroranschläge vom 11. September in den USA. Unsere Bruderschaft verurteilt jede Form von Gewalt, insbesondere den Terror. Am 17. September hat sich deshalb unsere Bruderschaft in das Kondolenzbuch der Landesregiering NRW eingetragen.““ Auf Seite 822 steht:

„Wir trauern um die Opfer und teilen das Leid mit ihren Angehörigen. St. Hubertus - Schützenbruderschaft e.V. Dormagen - Horrem“

Dieses Kondolenzbuch wurde am 24. September der Regierung der USA übergeben.

Die Bruderschaft wird sich den neuen Medien nicht verschließen und sich im Internet präsentieren. Damit endet das Schützenjahr 2001.

2000 Am 03. Dezember 1999 fand die Jahreshauptversammlung im Pfarrsaal statt. Bei den Vorstandswahlen gab es folgende Ergebnisse: 2. Brudermeister Heinz Fischenich, 2. Schriftführer Andreas Euler, 2. Kassierer Manfred Klein, Schießmeister Karl - Heinz Aigner und Zeugwart Willi Kohl. Bei den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarre war die Bruderschaft vertreten. Am 5. Februar Karnevalsball des 5. Jägerzuges und am 26. Februar das Altenfest im Bürgerhaus, dann die „Tollen Tage“ Weiberfastnacht und Karnevalssamstag sind auch mittlerweile schon traditionelle Veranstaltungen. Das Bundespokalschießen auf Bezirkseben wurde am 26. und 27. Februar in Evinghoven


ausgetragen. Die St. Sebastianusbruderschaft Oekoven richtet in 2000 alle Bezirksveranstaltungen aus. Dort fand am 18. März der Bruderschaftstag statt. Zur Offiziersversammlung am 07. April hatte Generaloberst Dieter Annacker in den Pfarrsaal eingeladen. Am Ostermontag fand das Ostereierschießen des 7. Jägerzuges statt. Am 12. Mai begrüßte Herbert Lüpschen 82 Schützen und Präses Fritz Reinery zur Mitgliederversammlung vor dem König- und Oberstehrenabend. Außerdem begrüßte er S.M. Heinrich Nehrfeld, den Ehrenpräsidenten Simon Clemens, Ehrentambourmajor Josef Pannen, den Jägerkönig Karl - Heinz Aigner und den König der Historischen Corps Franz - Josef Höhndorf. Der Schriftführer Georg Klein, Kassierer Reinhold Lachnicht und Schießmeister Karl Heinz Aigner legten ihre Berichte vor. Am 06. Mai hatte der Bezirksverband Nettesheim zum Bezirksköniginnentag nach Oekoven eingeladen. Am 07. Mai fand dort auch der Bezirksjungschützentag statt, das Königspaar begleitete unsere Jungschützen. Das Preis- und Pokalschießen fand am 20. Mai auf dem Hochstand statt. Kevelaer hatte am 21. Mai zum Bundesköniginnentag der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften eingeladen. 40 Schützen mit ihren Damen begleiteten unser Königspaar. Der König- und Oberstehrenabend wurde am 26. Mai im Bürgerhaus gefeiert. Am 27. und 28. Mai wurde der „Horremer Markt“ von der IG Horrem ausgerichtet. Am 03. Juni wurde der Jägerkönig ermittelt: Arpad Bognar traf am besten. Der König der Historischen Corps wurde am 17. Juni ermittelt: Dirk Dieling vom 1. Grenadierzug holte mit dem 136. Schuss den Vogel herunter. Marie - Louise Nehrfeld wurde erste Königin des Historischen Corps. Vom 08. bis 11. Juli besuchte das Königspaar mit einer Abordnung das Schützenfest in Ramsdorf / Münsterland. Gerhard Erber - König 1986/87 - verstarb am 08. Juli; wir gaben ihm das letzte Geleit. Die Pokalsieger der ehemaligen Königinnen und Könige wurden am 22. Juli ermittelt: Doris Menneke (Königin 1983/84) und Peter Heinrichs (König 1993/94) waren die Sieger. Am 29. Juli wurde der „Hermann - Klein - Gedächtnispokal“ ausgeschossen. der Bezirksverband Nettesheim hatte am 07. August zum Schießen um den Bezirkskönig nach Oekoven eingeladen. Mit einer großen Abordnung begleiteten wir unsere Majestät. Zur Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest konnte der Brudermeister 91 Schützen begrüßen, besonders S.M. Heinrich Nehrfeld und die Könige der Corps, Präses Fritz Reinery sowie die Ehrenmitglieder Karl - Heinz Engler und Heinrich Peters. Generaloberst Dieter Annacker stellte die Marschordnung und - wege vor. An den Schützenfesten der befreundeten Verein Hackenbroich, Dormagen, Delhoven und Oekoven nahmen wir mit S.M- und Abordnungen teil. Ex- Bezirkskönig Herbert Lüpschen nahm am 26. August am Schießen um den Europakönig in Garrel / Oldenburg teil. Schützenfest vom 26. - 29.08.2000 Der Fassanstich erfolgte um 12.00 Uhr durch den Schirmherrn Reimund Spreitzer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft TOP - West. Mit dabei auf der Horremer „Domplatte“ politische Größen und unser Königspaar Marie - Louise und Heinrich Nehrfeld. Die Böllerkanone „Nettchen“ kündigte mit kleiner Verspätung das Fest an. Nach dem Abholen des Königspaar am Abend und dem Ehrentanz zog das Regiment im Rahmen des Fackelzuges zur Totenehrung auf den immer noch provisorischen - Dorfanger. Nach dem Einzug ins Festzelt begrüßte Heinz Fischenich alle Schützen und Gäste, vor allem aber unser Königspaar Heinrich VI. und Marie Louise Nehrfeld und die Gäste aus Ramsdorf / Münsterland mit ihrem Königspaar. Präses Fritz Reinery gestaltete am Sonntagmorgen die Festmesse unter Mitwirkung des Kirchenchores. Pfarrer Christoph Pfeiffer von der evangelischen Kirchengemeinde trug die Lesung vor. Nach der Frühparade vor Königen und Ehrengästen fand der Frühkommers im Zelt statt. Der Brudermeister begrüßte dann besonders unser Königspaar, die Könige und Vertreter der befreundeten Vereine, den Stellvertreter des Bezirksbrudermeisters Fritz Hinsen und die Prominenz aus Politik, Verwaltung und die Vertreter der Vereine. Dann wurden die Edelknaben mit ihren vom „Edeka - Markt“ in der Weilerstrasse gestifteten Uniformwesten vorgestellt. Michael Wagner übernahm die Ehrungen der Edelknaben: Rene Ritterbach als Edelknabenkönig, Pascal Schumacher als Schülerprinz und Markus Leuchten als Prinz bekamen ihre ketten. Wie immer


am Sonntagmorgen folgten nun die Ehrungen der Jubilare: 2 Schützen für 25 Jahre, 7 für 40 Jahre, 1 für 50 Jahre und 4 für 70 Jahre Treue zur Bruderschaft bekamen die Jubelorden. Die 40jährigen Jubilare: Hans - Joachim Fischer, Franz - Josef Höhndorf, Peter Kluth, Josef Vaassen jr., Hans - Rolf Löffler, Jürgen Sistig und Otto Pesch; Herbert Päfgen als 50jähriger Jubilar und Peter Hilgers, Martin Kluth, Peter Pohl und Hans Vaassen als 70jährige Jubilare. Fritz Hinsen zeichnete Peter Heinrichs mit dem Hohen Bruderschaftsorden und Herbert Lüpschen mit dem Sebastianus - Ehrenkreuz aus. Die musikalische Unterhaltung bestritt die Feuerwehrkapelle Dormagen. Dann begann der große Regen, der Festzug fiel ins Wasser und nach kurzer Besprechung wurde eine Parade im Festzelt veranstaltet. Zu Ehren des Königspaares startete die „Große KG Rot - Weiß Worringen“ mit S.M. und Königin ihr „Stippeföttche“ auf der Bühne. Heinrich und Marie - Louise Nehrfeld sind schon lange Jahre Mitglieder bei der Karnevalsgesellschaft. Um 20.15 Uhr wurde das Königspaar mit Hofstaat von der Residenz zum Königsball ins Festzelt geleitet. Dort begrüßte Herbert Lüpschen das Königspaar, die Geistlichkeit, Schützen und Gäste in einem nur mäßig besetzten Zelt. Traditionell wurde der Montag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche begonnen. Im Zelt fand das gemeinsame Frühstück der einzelnen Züge statt. Durch den Vize und S.M. wurde die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Für den erkrankten Theo Esser übergab Georg Klein die Pokale an den König der Könige Peter Heinrichs und die Königin der Königinnen Doris Menneke. Schießmeister Karl - Heinz Aigner zeichnete die erfolgreichen Schützen aus, Dieter Annacker sprach anschließend einige Beförderungen der Offiziere aus. Vom Bezirksschießmeister Siegfried Dunkel wurde Karl - Heinz Aigner mit dem „Ehrenkreuz des Sports“ in Gold des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet. Um 15.00 Uhr begann das Schießen um die Königswürde. Mit dem 177. Schuss holte Michael Rings vom Tambourcorps „Germania“ nach einem spannenden Kampf die Reste des Vogels von der Stange. Im Zelt wurde das Königspaar 200/2001 als Michael II. und Elke Rings von Herbert Lüpschen vorgestellt und von allen bejubelt. Heinz Fischenich begrüßte am Abend die beiden Königspaare, Schützen und Gäste. Viel „Ah“ und „Oh“ gab es während des Feuerwerks auf der Festwiese. Am Dienstag um 10.00 Uhr fand die Kinderbelustigung statt. Das Team um Klaus Beer hatte sich viel Mühe gegeben, den ca. 280 Kinder, darunter 26 Behinderte durch Spiel die Zeit zu vertreiben. Dank der Spendenfreudigkeit der Geschäftsleute und Schausteller war es ein voller Erfolg. Am Nachmittag um 17.00 Uhr fand der Testzug mit Parade statt. Der Generaloberst Dieter Annacker dankte im Festzelt allen Schützen für ihr sauberes Auftreten an den Schützenfesttagen. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstaat in das gut besuchte Zelt ein. Nach der Begrüßung durch den Brudermeister wurde es für die Königspaare ernst. Herbert Lüpschen ließ das Königsjahr von Heinrich und Marie - Louise Nehrfeld noch einmal Revue passieren. Dann nahmen Herbert und Marlene ihnen die Insignien ab. Herbert bat Heinrich und Marie - Louise an den Bühnenrand, nicht enden wollender Beifall dankte dem scheidenden Paar. Heinrich kam sich sehr „nackig“ vor ohne Kette, er dankte den Schützen, dem Vorstand, seinem Zug, dem 11. Jägerzug und ganz besonders seiner Frau für die Unterstützung im Königsjahr. Herbert Lüpschen stellte das neue Königspaar Michael und Elke Rings vor und übergab dem Paar Kette und Diadem. So wie das alte Königspaar verabschiedet worden war, wurde das neue Königspaar begrüßt: mit viel Applaus. Dann übergab Generaloberst Dieter Annacker die Königsstandarte an den Vertreter des Tambourcorps. Dann traten Präses Fritz Reinery und Pfarrer Pfeiffer an das Rednerpult. Fritz Reinery sprach mit bekannt launischen Worten seinen Dank an das alte Königspaar aus: „.., es war ein würdiges und schönes Jahr!“ Dann wünschte er dem neuen Paar viel Freude im kommenden Jahr. Christoph Pfeiffer schloss sich dem Vorredner an und übereichte dem neuen Königspaar einen kleinen „Big Brother“ in Silber (sollte seinen Amtsbruder Fritz Reinery darstellen). Dann bat Herbert Lüpschen den Bürgermeister Reinhard Hauschild ans Mikrofon. Dieser stellte fest, dass in Horrem die Uhren doch anders gehen: beim Fassanstich am Samstagmittag war nach seiner Uhr Punkt 12.00 Uhr, aber die Schützen hatten schon 3 Minuten vorher angefangen, die Glocken zu läuten und Böller abzuschießen, sie können Schützenfest eben nicht erwarten. Er würdigte das Organisationstalent der Schützen, die kurzfristig die Parade im Zelt durchführten, ganz im Gegenteil zu einer „nördlich gelegenen größeren Stadt“. Nach einer längeren Tanzpause ließ der Generaloberst zum Aufmarsch antreten. Dieser war wie immer der Höhepunkt des Krönungsabends. Das Ende des Schützenfest fand - wie üblich - irgendwann am Mittwochmorgen in der Residenz statt.


Der Jägerball mit Krönung des Jägerkönigs Arpad Bognar fand am 30. September im Bürgerhaus statt. Zur Mosel und zum Rhein ging der von Theo Esser organisierte Ausflug der ehemaligen Königspaare und Gästen am 01. Oktober. Auf der Offiziersversammlung am 03. Oktober gab der Generaloberst Dieter Annacker bekannt, dass er nach 23 Jahren nicht mehr zur Wahl als Oberst antreten werde. Der 2. Brudermeister Heinz Fischenich tritt vorzeitig zurück und der 1. Schriftführer Georg Klein wird auch nicht mehr zur Verfügung stehen. Im Anschluss gewann Wolfgang Graumann sr. den Offizierspokal. Der Hubertusball fand am 04. November im Bürgerhaus statt. Dort gab der Schießmeister auch den Sieger des Hubertuspokalschiessens vom 28. Oktober bekannt: mit 110 Ringen gewann der 7.Jägerzug. Der St. Martinszug zog am 08. November durch die Straßen. S.M. Michael II. verteilte mit Vorstandsmitgliedern in der Grundschule Weckmänner. Zum Volkstrauertag am 19. November legte der Brudermeister an den Kriegsgräbern einen Kranz nieder. Herbert Lüpschen begrüßte am 08. Dezember 158 Schützen, den Präses Fritz Reinery, S.M. Michael Rings, die Ehrenmitglieder Karl - Heinz Engler und Heinrich Peters, sowie Ehrenpräsident Simon Clemens. Bei den Wahlen wurde Herbert Lüpschen als 1. Brudermeister bestätigt, als 2. Brudermeister wurde Manfred Klein, Reinhold Lachnicht zum 1. Kassierer, Hans - Theo Berngen zum 2. Kassierer und Hans - Joachim Fischer zum Oberst gewählt. Ex - Generaloberst Dieter Annacker gratulierte. Für den zurück getretenen 1. Schriftführer Georg Klein fand sich kein Nachfolger. Die Beiträge wurden erhöht auf 120,- DM (60,- €) für die aktiven und auf 60,- DM (30,- €) für die passiven Mitglieder. Damit endet das Schützenjahr 2000.

1999 Am 04. Dezember fand die ordentliche Mitgliederversammlung im Pfarrsaal statt. Herbert Lüpschen wurde als Präsident bestätigt, Schriftführer Georg Klein, Kassierer Reinhold Lachnicht, Generaloberst Dieter Annacker und Edelknabenbetreuer wurde bestätigt. Als Beisitzer wurden reiner Esser und Karl Kämpf gewählt. Bei den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarre war die Bruderschaft durch Abordnungen vertreten. Am 30. Januar der Karnevalsball des 5. Jägerzuges im Bürgerhaus, am 06. Februar das Altenfest, dann Weiberfastnacht und der Preiskostümball am Karnevalssamstag sind schon Tradition. Das Bundespokalschießen auf Bezirksebene wurde am 27. und 28. Februar auf dem Schießstand im Bürgerhaus ausgetragen. Der Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Nettesheim fand am 20. März in Gohr statt. Zur Offiziersversammlung hatte der Generaloberst zum 26. März in den Pfarrsaal geladen. Vom 08. - 11. April fuhren wir zusammen mit der AWO Dormagen eine Berlinfahrt durch, dabei war unser Königspaar Jutta und Hans - Theo Berngen, sowie das Bezirkskönigspaar Marlene und Herbert Lüpschen. Das Preis- und Pokalschießen fand am 18. April statt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung fand am 23. April im Pfarrsaal. Nach der Begrüßung durch den Brudermeister Herbert Lüpschen und einem Gedenken der verstorbenen setzte Heinz Fischenich die Versammlung fort. Er begrüßte den Bezirkskönig des Bezirksverband Nettesheim Herbert Lüpschen. Er setzte die Versammlung vom Ergebnis der Offiziersversammlung vom 26. Mai in Kenntnis und bemängelte die unzureichende Teilnahme der Offiziere. Der Kassierer Reinhold Lachnicht gab seinen Bericht ab: es blieb ein geringer Überschuss aus dem Jahr 1998. Herbert Lüpschen stellte das Programm für Frühkirmes vor. Am 30. April veranstaltete der 1. Jägerzug seinen traditionellen Tanz in den Mai im Bürgerhaus. Das Offizierspokalschießen entschied am 08. Mai Heinz Menneke vom 7. Jägerzug mit dem 106. Schuss für sich. Die St. Sebastianusbruderschaft Wiedenbrück hatte zum Bundesköniginnentag am 16. mai eingeladen. 25 Schützen und ihre Frauen begleiteten S.M Hans - Theo I. und Königin Jutta, sowie das Bezirkskönigspaar Herbert und Marlene Lüpschen. Bei strahlendem Wetter zogen ca. 200 Königspaare mit ihrem Gefolge durch Wiedenbrück und vorbei am Bundes- und Europakönigspaar und Ehrengästen. Am 25. Mai wurde der Bezirksjungschützentag in Gohr begangen. Den König- und


Oberstehrenabend feierten wir am 28. Mai im Bürgerhaus. Das Jägerkönigschießen am 29. Mai entschied der Schießmeister und Jägermajor Karl - Heinz Aigner für sich. Der Marinezug lud am 05. Juni erstmals zu einem Pokalschießen auf den Hochstand „Am Rübenweg“ ein. Zum 05. Juni hatte der Bezirksverband Nettesheim zum Bezirksköniginnentag nach Gohr eingeladen, alle 10 Bruderschaften nahmen daran teil. Der Pokal der Historischen Corps wurde am 19. Juni ausgeschossen: Franz - Josef Höhndorf vom 1. Grenadierzug fegte mit dem 124. Schuss den Vogel von der Stange. Vom 10. - 13. Juni nahm eine Abordnung des Vorstandes am Schützenfest in Ramsdorf / Münsterland teil. Am 24. Juli fand das Schiessen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige statt. Herbert Päfgen (König 1985/86) und Renate Kämpf (Königin 1989/90) errangen die Pokale. Das „Hermann - Klein - Gedächtnisschiessen“ wurde am 31. Juli durchgeführt. Am 07. August begleiteten wir unsere Majestäten zum Bezirkskönigschießen nach Gohr. An den Schützenfest in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven nahmen wir mit Abordnungen und dem Königspaar teil. Am 13. August fand die außerordentlichen Mitgliederversammlung vor Schützenfest statt. Herbert Lüpschen begrüßte besonders S.M. Hans - Theo Berngen, Jägerkönig Ralf Metzen, die Ehrenmitglieder Karl - Heinz Engler und Heinrich Peters sowie Präses Fritz Reinery, der ein kurzes Gebet zum Gedenken unsrer Verstorbenen sprach. Georg Klein verlas das Protokoll vom 23.04., Karl - Heinz Aigner gab die Ergebnisse der Schießwettbewerbe bekannt. der Brudermeister gab eine kurze Vorschau auf das kommende Schützenfest und wünschte allen ein schönes und friedliches Fest. Der Generaloberst Dieter Annacker stellte die Marschordnung und -wege an Schützenfest vor. Schützenfest vom 28. - 31.08.1999 Das Fest begann am Samstag um 12.00 Uhr mit Glockengeläut, Böllerschüssen aus der Kanone „Nettchen“ und einem Fassanstich auf dem Platz vor der Kirche. Gegen 19.30 Uhr ließ der Generaloberst zum Fackelzug antreten. Nach dem Abholen unseres Königspaares und dem Ehrentanz folgte die Totenehrung auf dem künftigen Dorfanger. Anschließend zog das Regiment durch Horrem, die einzige Großfackel der Marine erinnerte an den Aufstieg des RSH in die Kreisklasse A. Nach dem Einzug ins gut besuchte Festzelt begrüßte Herbert Lüpschen die Schützen und Gäste, besonders unser Königspaar und die Ehrenmitglieder. Präses Fritz Reinery gestaltete am Sonntagmorgen die Festsmesse, Pfarrer Christoph Pfeiffer trug die Lesung vor. Vor der Frühparade zog der Festzug auf Wunsch des Königspaares durch die Buschenstraße, nach der schmucken Parade vor Königen und Ehrengästen fand der Frühkommers im Zelt statt. Der Brudermeister begrüßte unser Königspaar, das Bezirkskönigspaar, die Könige und Vorsitzenden der Vereine aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, den Bezirksbrudermeister Wolfgang Kuck und die Prominenz der Stadt. begrüßt wurden auch die anwesenden Vertreter der örtlichen Vereine, Parteien und Gremien der Stadt, sowie alle Schützen und Gäste. Außerdem konnte der Brudermeister die 3. Kompanie und Jungschützen aus Gronau aus dem Verein „Brock - Spechtholzhook“ als Gäste begrüßen. Bürgermeister Heinz Hilgers überraschte die Schützen mit einem Scheck über 70.000,- DM für den Ausbau des Schießstandes, der Spender wollte nicht genannt werden. Wie immer am Sonntagmorgen folgten nun die Ehrungen durch den Brudermeister: 5 Schützen für 25, 2 Schützen für 40, 6 Schützen für 50 und 1 Schütze für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit, der 1. Grenadierzug für 40jähriges Bestehen. Um 14.30 Uhr ließ der Generaloberst das stattliche Regiment antreten. Die ältesten und „fußkranken“ Schützen wurden auf einer Lafette während des Festzuges gefahren. Als Gäste war eine Abordnung des St. Walpurgis - Schützenvereins aus Ramsdorf / Münsterland mit ihrem Königspaar und Fahnenabordnungen eingetroffen. Es war, wie immer, ein festlicher und sauberer Umzug zu Ehren unseres Königspaares. Der Generaloberst ließ gegen 20.12. Uhr das Königspaar zum Königsball abholen. Der Brudermeister konnte neben unserem Königspaar auch Gäste begrüßen: den Bundesmeister des Bezirksverband Nettesheim, den Bezirksgeschäftsführer jeweils mit Gattin. Einen besonderen Gruß richtete Herbert Lüpschen an die Geistlichkeit, Präses Fritz Reinery und Pfarrer Christoph Pfeiffer. Nach dem Ehrentanz verabschiedeten sich die Gäste aus Ramsdorf mit einer gekonnten Showeinlage ihres Königs Heinz. Sie wurden mit viel Beifall verabschiedet. Traditionell wurde der Schützenfestmontag mit dem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche begonnen. Nach dem Rückmarsch in das Festzelt begann der Frühschoppen mit dem - auch schon nicht mehr wegzudenkenden gemeinsamen Frühstück der einzelnen Züge.


Von Vizebrudermeister Heinz Fischenich und S.M. Hans - Theo I. wurde die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Theo Esser übergab die Pokale an den „König der Könige“ - Herbert Päfgen - und die „Königin der Königinnen“ - Renate Kämpf. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner übernahm die Auszeichnung der im Schießen erfolgreichen Schützen. Dieter Annacker sprach anschließend Beförderungen aus. Bei trockenem Wetter ließ der Generaloberst Dieter Annacker um 15.00 Uhr antreten, um zum Schießstand zu marschieren. Dort waren die Vorbereitungen zur Ermittlung des „Milleniumkönigs“ 1999/2000 bereits getroffen worden. Mit dem 181. Schuss holte Heinrich Nehrfeld vom Jubiläumszug „Spätlese“ nach einem spannenden Wettbewerb den Rest des Vogels von der Stange. Als Beobachter des Schießkrimis fand sich der Bürgermeister Heinz Hilgers auf dem Schießstand ein. Im Zelt wurde von Herbert Lüpschen das Königspaar 1999/2000 als Heinrich VI. und Marie - Louise Nehrfeld und begeistert von allen bejubelt. Am Abend spielte die Musik zum traditionellen Familienball auf. Viel Beifall gab es für das Feuerwerk auf der Festwiese. Die Hutsammlung brachte 1.354,- DM für das Feuerwerk 2000. Am Dienstag ab 10.00 Uhr fand die Kinderbelustigung im Zelt statt. Das Team um Klaus Beer hatte sich alle Mühe gegeben, den ca. 300 Kindern, darunter etwa 30 Behinderte aus unseren Kindergärten durch Spiele die Zeit zu vertreiben. Als der neue König Heinrich Nehrfeld die Kinder besuchte, stellte ein Steppke fest: „Ein richtiger König wie im Märchen, mit einem weißen Bart.“ Am Nachmittag um 16.45 Uhr ließ der Generaloberst sein Regiment zum Festzug antreten, um den Königspaaren die Ehre zu erweisen. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstaat in das gut besuchte Festzelt. Nach der Begrüßung der Majestäten, Schützen und Gästen durch den Brudermeister wurde es für die beiden Königspaare ernst. Herbert Lüpschen ließ das Königsjahr von Hans - Theo und Jutta Berngen noch einmal Revue passieren. Dann bat er die Beiden an den Bühnenrand, um sich von der Schützengemeinde zu verabschieden, nicht enden wollender Beifall dankte ihnen. Mit kurzen Worten stellte der Brudermeister das neue Königspaar Heinrich und Marie - Louise Nehrfeld vor und überreichte ihnen Kette und Diadem. So wie das alte Königspaar verabschiedet wurde, so wurde das neu Königspaar begrüßt - mit brausendem Beifall. Dann übergab der Generaloberst die Königsstandarte an den 1. Grenadierzug. Nach dem Ehrentanz dankte die alte Majestät Hans - Theo seiner Jutta, dem Vorstand und dem 5. Jägerzug für das schöne Königsjahr. S.M. Heinrich VI. dankte den Mitbewerbern für den fairen Kampf und er freue sich mit seiner Königin auf das Königsjahr in Horrem. Präses Fritz Reinery dankte dem scheidenden Königspaar und wünschte den beiden für die Zukunft alles gute. Dann wand er sich dem neuen Paar zu. Mit bekannt launischen Worten gab er einen kurzen Abriss der bereits 20jährigen Bekanntschaft mit Heinrich im 1Grenadierzug. Er wünschte dem Paar viel Freude im kommenden Jahr. Christoph Pfeiffer wunderte sich darüber, dass die Könige in Horrem schon nach 1 Jahr keine Lust mehr haben auf das Regieren. Er dankte ebenfalls dem scheidenden Paar und wünschte dem neuen Paar ein ebenso schönes Königsjahr. Dann bat Herbert Lüpschen den Bürgermeister Heinz Hilgers an das Mikrofon. Dieser stellte klar, dass jetzt keine Wahlrede folge, denn man sei hier, um zu feiern - es dankte ihm Beifall. Dann bat er Josef Pannen nach oben und überreichte ihm für sein langjähriges Engagement beim Tambourcorps Horrem die Stadtkrawatte. Sodann dankte er dem alten Königspaar, sie haben Horrem bei allen Auftritten hervorragend vertreten. dem neuen Königspaar wünschte er alles Gute und erinnerte an ihre standesamtliche Trauung am 03. Oktober 1990 im alten Rathaus. Als sie das Rathaus verließen, intonierte die Feuerwehrkapelle Dormagen gerade das „Deutschlandlied“. Er überreichte den Königen je eine Stadtkrawatte und den Königinnen je einen Blumenstrauß. Nach einer Tanzpause begann der Aufmarsch zu Ehren der Königspaare, wie immer ein Höhepunkt des Festes. Das Ende des Schützenfest fand irgendwann am Mittwochmorgen in der Residenz statt. Das letzte Schützenfest des 20 Jahrhunderts ließ keine Wünsche offen! Zum Biggesee ging der Ausflug der ehemaligen Königinnen und Könige am 26. September, wie immer von Theo Esser organisiert. Am 01. Oktober feierte unser Präses Fritz Reinery seinen 60. Geburtstag im Pfarrsaal. Die Historischen Corps der Bruderschaft hatten ihre konstituierende Versammlung am 09. Oktober. das Hubertuspokalschießen fand am 30. Oktober auf dem Schießstand im Bürgerhaus statt. Am 06. November feierten wir den Hubertusball; St. Martin zog am 11. November - S.M. verteilte in der Grundschule mit Mitgliedern des Vorstandes die Weckmänner. den Volkstrauertag begingen wir mit einer Kranzniederlegung an den


Kriegsgräbern auf dem alten Friedhof in Horrem. Anschließend fand ein gemeinsames Frühstück mit Videovorführung des letzten Schützenfest im Pfarrsaal statt. Am 03. Dezember fand die Jahreshauptversammlung statt. Damit endet das Schützenjahr 1999.

1998 In der Mitgliederversammlung am 05. Dezember 1997 gab es bei den Neuwahlen folgende Ergebnisse: Heinz Fischenich wurde als 2. Brudermeister, Andreas Euler als 2. Schriftführer wiedergewählt, Schießmeister Karl - Heinz Aigner und Zeugwart Willi Kohl wurden in ihren Ämtern bestätigt, als 2 Kassierer wurde Karsten Brauckmann und Hansi Fischer als neuer Regimentsspieß in den Vorstand gewählt. Auf den Empfängen der Stadt und der Pfarre zum Neuen Jahr war die Bruderschaft durch Abordnungen vertreten. Am 11. Januar der Karnevalsball des 5. Jägerzug, am 26. Januar das Altenfest, dann die tollen Tage Weiberfastnacht und Karnevalssamstag - das sind schon Traditionsveranstaltungen. Der Bruderschaftstag fand am 28. Februar in Anstel statt, dort fand am 7. März auch das Bruderschaftsschießen statt. Die Bruderschaft Anstel führt in diesem Jahr alle Veranstaltungen des Bezirksverband Nettesheim durch. Die Themen der Offiziersversammlung am 17. April waren: Frühkirmes mit König- und Oberstehrenabend am 08. und 09. Mai, der Bezirksköniginnentag am 09. Mai in Anstel und der Bundesköniginnentag am 17. Mai in Koblenz Metternich. Das Preis- und Pokalschießen unserer Bruderschaft fand am 18. April statt. Auf der Mitgliederversammlung am 24. April begrüßte Heinz Fischenich 94 Schützen, besonders S.M. Herbert II., die Ehrenmitglieder Karl - Heinz Engler, Heinrich Peters und die Presse. Der Schriftführer Georg Klein gab eine Zusammenfassung des Protokolls der Jahreshauptversammlung sowie eine Übersicht der bisherigen Ereignisse in der Bruderschaft. Der Kassierer Reinhold Lachnicht wurde entlastet und Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab eine Übersicht der Schießergebnisse. Heinz Fischenich stellte das Programm der Frühkirmes vor: am 08. Mai Treffen an der „Jägersruh“ mit dem Tambourcorps, am 09. Mai Tanzabend im Bürgerhaus. Das Königsgeld wurde auf 2.300,- DM erhöht. Die Zweigstelle Horrem der Sparkasse Neuß wird wieder eine Ausstellung zu Schützenfest veranstalten. Zum Schluss der Versammlung verordnete S.M. Herbert II. Freibier. Frühkirmes am 08. und 09. Mai 1998 Die Schützen und das Tambourcorps trafen sich am Freitag, den 08. Mai an der Gaststätte „Jägersruh“ und zogen unter dem Kommando von Oberstadjutant Wolfgang Simon zum Pfarrheim. Dort wartete Generaloberst Dieter Annacker mit Gattin und unser Königspaar Herbert II. und Marlene, um die Schützen mit einem Umtrunk zu begrüßen Mit klingendem Spiel wurden die Ehrenpaare zum König- und Oberstehrenabend ins Bürgerhaus begleitet. Heinz Fischenich begrüßte Schützen und Gäste, den Präses Fritz Reinery und besonders den Generaloberst mit Gattin und das Königspaar. Bei sehr guter Stimmung wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert. Im Laufe des Tanzabends am Samstagabend begrüßte reinhold Lachnicht im spärlich besetzten Bürgerhaus die Schützen und Gäste. Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab die Ergebnisse des Preis- und Pokalschießens bekannt: den 1. Preis gewann der Marinezug mit 89 Ringen, der Pokal ging an den 7. Jägerzug ebenfalls mit 89 Ringen. Die Pokale wurden von der Exmajestät Rene Cosmeci überreicht, da das amtierende Königspaar auf dem Bezirksköniginnentag in Anstel weilte, aber zu später Stunde mit Gefolge im Bürgerhaus eintraf. Der Bezirksverband Nettesheim feierte am 09. Mai sein 50jähriges Bestehen und zugleich den 25. Bezirksköniginnentag. Zum Bundesköniginnentag am 17. Mai begleiteten wir 25 Schützen mit ihren Frauen das Königspaar nach Koblenz - Metternich. Am 06. Juni veranstaltete der 2. Jägerzug auf dem Hochstand sein Gedächtnisschießen zum 25. und letzten Mal. Dann begannen schon die Schützenfest des Stadtverbandes. Am 21. Juni begleiteten wir unsere Majestät Herbert II. zum Frühkommers in Hackenbroich, am 28. Juni waren wir in Dormagen zu Gast. Am 25. Juli fand das Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige statt. Der Organisator Theo Esser konnte 12 Königinnen, 19 Könige und das amtierende Königspaar Herbert II. und Marlene begrüßen. Mit dem 208. Schuss errang Peter Hilgers (König 1980/81) den Pokal der ehemaligen Könige und Doris Menneke (Königin 1983/84) holte mit dem 177. Schuss den Vogel zum Königinnenpokal von der


Stange. In Anstel wurde am 08. August das Bezirkskönigsschießen durchgeführt. Für unsere Bruderschaft war es ein erfolgreicher Tag: Wolfgang Simon wurde bester Einzelschütze, unsere Mannschaft holte den Wanderpokal und unsere Majestät Herbert II. Lüpschen wurde Bezirkskönig. Auf der Mitgliederversammlung am 14. August begrüßte Heinz Fischenich die Schützen, besonders unsere „Doppelmajestät“ Herbert II., Präses Fritz Reinery, Ehrenpräsident Simon Clemens, die Ehrenmitglieder Karl - Heinz Engler und Heinrich Peters. der Schriftführer Georg Klein verlas das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 24. April und gab eine Übersicht der Ereignisse des Schützenjahres bis zum August. der Schießmeister Karl - Heinz Aigner teilte der Versammlung die Schießergebnisse von den Wettbewerben in Anstel mit. Der 2. Brudermeister stellte das Plakat zu Schützenfest vor, der Generaloberst erläuterte die Marschwege und -ordnung sowie die Aufstellung der 4 Großfackeln. Präses Fritz Reinery lud die Schützen zu seinem 20jährigen „Dasein in Horrem“ zum 25. Oktober ein. Heinz Fischenich stellte nun der Mitgliederversammlung den Entschluss des Generaloberst und seines Adjutanten vor, dieses Jahr beim Festzug wieder zu reiten. Nach langer, kontroverser Diskussion erklärte der Generaloberst, er werde wie immer in den letzten Jahren mit seinem Adjutanten zu Fuß gehen. Mit einem 3fachen Hoch auf die Majestät, die Bruderschaft und Horrem beendete Heinz Fischenich gegen 21.30 Uhr die Mitgliederversammlung.

Schützenfest vom 29.08. - 01.09.1998 Mit den Böllerschüssen aus der Kanone des Artilleriezuges „Immer in Stellung“ wurde am Samstag, den 29. August um 12.00 Uhr das Schützenfest eröffnet. Gegen 19.30 Uhr ließ der Generaloberst Dieter Annacker zum Fackelzug antreten. Nach dem Abholen unseres Königspaares Herbert II. und Marlene Lüpschen und dem Ehretanz folgte die Totenehrung auf dem - immer noch - künftigen Dorfanger, für die Böller wurde die Kanone des Artilleriezuges erneut geladen. Anschließend zog das Regiment mit 4 Großfackeln durch Horrem. Nach dem Einzug ins Festzelt begrüßte Heinz Fischenich dann die Schützen und Gäste im gut besuchten Festzelt, besonders unser Königspaar und die Ehrenmitglieder. Auch konnte er eine Abordnung des befreundeten Schützenvereins aus Ramsdorf im Münsterland mit ihrem Königspaar begrüßen. S.M. Herbert II. dekorierte im Laufe des Abends seine Vorstandsmitglieder mit einer Spange „Vorstand“, „damit euch niemand lange suchen muß!“ Präses Fritz Reinery gestaltete am Sonntagmorgen eine eindruckvolle Festmesse unter der Mitwirkung des Kirchenchores, Pfarrer Christoph Pfeiffer trug die Lesung vor. Vom Königspaar wurde ei Königinnenkettchen gestiftet, in der Messe wurde es vom Präses gesegnet. Nach der Frühparade vor Königen und Ehrengästen fand der Frühkommers im Festzelt statt. Der 2. Brudermeister Heinz Fischenich begrüßte dann besonders unser Königs- und Bezirkskönigspaar, die Könige und Abordnungen der befreundeten Vereine, den Bezirksbrudermeister Wolfgang Kuck und die Prominenz der Stadt, außerdem die Vertreter der Vereine und Parteien, sowie alle Schützen und Gäste. Bürgermeister Heinz Hilgers über das Pferdeproblem: „Ob met oder ohne Päd, in Horrem wed e schön Schützenfest gefiert!“ Es folgten jetzt die Jubilarehrungen durch Heinz Fischenich: Schützen für 40, 50 und 65 Jahre, der 1., 2. und 3. Jägerzug für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit. Um 14.30 Uhr ließ der Generaloberst das stattliche Regiment antreten. Die älteren und „fußkranken“ Schützen wurden auf einer mit Blumen geschmückten Lafette während des Festzuges gefahren. Es war wie immer ein festlicher und sauberer Umzug zu Ehren unsres Königspaares. gegen 20.15 Uhr wurde das Königspaar mit Hofstaat von der Residenz zum Königsball ins Festzelt geleitet. Heinz Fischenich konnte neben unsrem Königspaar weitere Gäste begrüßen: den Bezirksbrudermeister und den Bezirksgeschäftsführer des Bezirks Nettesheim mit Gattinnen, die Brudermeister der dem Verband angehörigen Bruderschaften, sowie Ehrenpräsident Simon Clemens mit Gattin, die Geistlichkeit Präses Fritz Reinery und Pfarrer Pfeiffer. Traditionell wurde der Schützenfestmontag mit dem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche begonnen. Im Festzelt wurde die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Dem „König der Könige“ Peter Hilgers und der „Königin der Königinnen„ Doris Menneke wurden die Pokale überreicht. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner zeichnete die erfolgreichen Schützen aus. Bei trockenem Wetter ließ der Generaloberst um 15.00 Uhr zum Königsvogelschießen antreten. Mit dem 320. Schuss holte nach 4 (!) Stunden Hans - Theo Berngen die Reste des Vogels von der Stange, seine 3 Mitbewerber hatten das Nachsehen. Im Zelt wurde dann das Königspaar 1998/99 Hans - Theo I. Berngen und Jutta proklamiert und von allen bejubelt. Am Abend spielte die Band „Europort“ zum traditionellen Familienball. Viel Beifall gab es für das Feuerwerk auf der Festwiese.


Am Dienstag ab 10.00 Uhr fand die Kinderbelustigung im Zelt statt. Das Team Kinderbelustigung“ mit u. a. Klaus Beer, Bernd Kämpf, Michael Wagner, Manni Schmitz, Königspaar Raab und dem 11. Jägerzug hatte sich alle Mühe gegeben, den ca. 300 Kindern, darunter etwa 30 Behinderte aus unseren Kinder aus unseren Kindergärten durch Spiele die Zeit zu vertreiben. Um 16.45 Uhr ließ der Generaloberst Dieter Annacker das Regiment zum Festzug antreten, um den beiden Königspaaren die Ehre zu erweisen. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstaat in das gut besuchte Festzelt. Nach der Begrüßung der Majestäten, Schützen und Gäste durch den 2. Brudermeister wurde es für die beiden Königspaare ernst. Heinz Fischenich ließ das Königsjahr von Herbert und Marlene noch einmal Revue passieren. Herbert dankte allen für das schöne Jahr, besonders aber dankte er seiner Marlene, dem Vorstand und dem 2. Grenadierzug, er tröstet sich mit der Bezirkskönigswürde. Nicht enden wollender Beifall verabschiedete das scheidende Königspaar. Dann stellte Heinz Fischenich die neue Majestät vor: Pilze- und Beerensammler, Mitglied beim RSH und Schiedsrichter, immer hilfsbereit und Spender des Blumenschmucks der Schützenmessen der letzten Jahre, sowie des Kranzes am Ehrenmal. Nach dem Wechsel der Königsinsignien sagte S.M. Hans - Theo I.: „Wir freuen uns auf ein schönes Jahr.“ Präses Fritz Reinery dankte zunächst Erika und Heinz Fischenich, die die Vertretung des Brudermeister bravourös bestanden hätten. An Herbert und Marlene richtete er seinen Dank für ihr Königsjahr, an das neue Königspaar Hans - Theo und Jutta den Wunsch für ein harmonisches Jahr. Sein Amtsbruder Pfeiffer sagte: „ 320 Schuss kann kein normaler Mensch vertragen, in meiner bergischen Heimat ist „Schuss“ nämlich Altbier mit Bergischem Korn.“ Er dankte ebenfalls dem scheidenden Paar und wünschte der neuen Majestät ebenfalls ein schönes Königsjahr. Als Vertreter des Bürgermeisters wünschte Heinz Jendrny dem neuen Paar eine glückliche und schöne Regentschaft für 1998/99. Er überreichte dem scheidenden Paar ein Buch. Dann folgte der Ehrentanz, danach die Übergabe der Standarte durch den Generaloberst. Um 21.30 Uhr begann der Aufmarsch der Schützen zum Dank an das alte Königspaar und als Gratulation an das neue Paar. Für den Generaloberst und seinen Adjutanten hatte der 4. Jägerzug eine Überraschung parat: Für jeden ein Steckenpferd und einen Gutschein fürs „Ponyreiten“. Die Mannen des Königszuges (5. Jägerzug) marschierten mit „Roten Karten“ und der RSH in Trikots auf. der Ausklang war, wie immer in der Residenz. Ein harmonisches Schützenfest, bei dem sogar Petrus den Himmel lachen ließ, war zu Ende. Am 25. September lud der Generaloberst zu einer Offiziersversammlung ein, unser Präses feierte am 01. Oktober seinen Geburtstag, die Jägerabteilung veranstaltete am 03. Oktober ihren Jägerball. Die ehemaligen Königspaare machten mit Gästen einen von Theo Esser organisierten Tagesausflug. Der Vorstand traf sich zur Versammlung am 16. Oktober, Präses Reinery lud am 25. Oktober anlässlich seines 20. Jahrestages als Pfarrer in Horrem in den Pfarrsaal, der Hubertuspokal wurde am 31. Oktober ausgeschossen, dieser Pokal wurde auf dem Hubertusball am 07. November dem 7. Jägerzug überreicht. Am Volkstrauertag gedachten wir unserer Toten durch eine Kranzniederlegung auf dem alten Horremer Friedhof. Am 04. Dezember fand die Jahreshauptversammlung im Pfarrsaal statt. Es wurden wiedergewählt: Herbert Lüpschen (1. Brudermeister), Georg Klein (1. Schriftführer) und Reinhold Lachnicht (1. Kassierer). Damit endet das Schützenjahr 1998.

1997 Im Pfarrsaal fand am 08. Dezember 1996 die Mitgliederversammlung der Bruderschaft statt. Bei den Wahlen zum 1. Vorstand gab es keine Änderungen: Herbert Lüpschen wurde einstimmig als Brudermeister bestätigt, Georg Klein, Reinhold Lachnicht, Dieter Annacker, Kurt - Peter Raab du Michael Wagner wurden in ihren Ämtern bestätigt. Bei den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde war die Bruderschaft mit Abordnungen vertreten. Zu Karneval gab es folgende Veranstaltungen: 11. Januar Ball des 5. Jägerzuges, Altenfest am 25. Januar und die tollen Tage Weiberfastnacht und Karnevalssamstag im Bürgerhaus. Zur Offiziersversammlung in den Pfarrsaal hatte der Generaloberst am 07. März ein. Das Bundespokalschießen auf Bezirksebene fand am 15. und 16. März in Hackenbroich statt. Die St. Hubertusschützenbruderschaft Hackenbroich - Hackhausen richtet in diesem Jahr alle


Veranstaltungen des Bezirksverbandes Nettesheim aus. Am Ostermontag fand das Ostereierschießen des 7. Jägerzug statt. Das Preis- und Pokalschießen unserer Bruderschaft fand am 19. April statt. Am 26. April wurde auf dem Hochstand der Offizierspokal ausgeschossen: den Pokal gewann Theo Esser. Die Frühkirmes wurde am 09. und 10. Mai gefeiert. Der Brudermeister Herbert Lüpschen nahm den König- und Oberstehrenabend am Freitag, dem 09. Mai zum Anlass, die Grundsteinlegung zum Umbau des Hochstandes „Am Rübenweg“ zu vollziehen. In Anwesenheit des Bürgermeisters Hilgers, Präses Fritz Reinery, dem Königspaar und vielen Schützen wurde eine Urkunde in einen Stein der Mauer eingefügt. Zum Frühkirmessamstag wurde der 3. „Horremer Markt“ eröffnet. Zum Bundesköniginnentag am 11. Mai in Kempen / Krefeld wurde das Königspaar Rene I. und Doris von etwa 25 Schützen mit ihren Frauen begleitet. Zum Bezirksköniginnentag am 31. Mai hatte die gastgebende Bruderschaft Hackenbroich ins Pfarrzentrum eingeladen. Der 1. Jägerzug veranstaltete am 07 Juni sein „Gedächtnisschießen“. Am 15. Juni begleiteten wir S.M. Rene I. zum Schützenfest nach Hackenbroich und am 22. Juni waren wir zu Gast auf dem Frühkommers in Dormagen. Das Schießen um die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige fand am 26. Juli statt: Willi Achenbach (König 1991/92) und Käthe Zaum (Königin 1987/88) holten die Pokale. Am 08. August fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Pfarrsaal statt mit dem Hauptthema Schützenfest. Herbert Lüpschen begrüßte die anwesenden Schützen, besonders S.M. Rene I., Exmajestät Ralf und die Ehrenmitglieder Heinz Engler und Heinrich Peters. Präses Fritz Reinery sprach einen Liedtext als Gebet für unsere Verstorbenen. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab die Ergebnisse der letzten Wettbewerbe bekannt. Der Generaloberst Dieter Annacker stellte die Marschwege und -ordnung vor. Herbert Lüpschen gab einen Bericht über den Stand der Umbauarbeiten am Schießstand. Zum Schluss ließ Herbert Lüpschen S.M. Ralf I., Horrem und die Bruderschaft Hochleben. Der Artilleriezug „Immer in Stellung“ stellte am 23 August seine neue Kanone mit dem Mannschaftswagen im Cranachweg vor. Zahlreiche Schützen nahmen daran teil, als das Gerät auf den Namen „Nettchen (nach Nettchen Lukas, ehemalige Bahnhofswirtin in Horrem) getauft wurde. Die anschließenden Probeböller ließen den Boden erbeben. Bei Freibier und Schnittchen war es eine zünftige Taufe. Das Fest „100 Jahre katholische Kirche in Horrem“ fand am 24. August statt. Durch den Weihbischof Dr. Hoffmann wurde eine feierliche Messe zelebriert. Zahlreiche Schützen nahmen daran und am Empfang im Pfarrsaal teil. Schützenfest vom 30.08. - 02.09.1997 Mit Böllerschüssen aus der neuen Kanone des Artilleriezug wurde am Samstag um 12.00 Uhr das Schützenfest eröffnet. Gegen 19.30 Uhr ließ der Generaloberst Dieter Annacker zum Fackelzug antreten. Nach dem Abholen unseres Königspaares Rene I. und Doris und dem Ehrentanz folgte die Torenehrung. Für die Böller wurde die Kanone geladen, anschließend zog das Regiment durch die Straßen von Horrem, um die kleinen und 4 Großfackeln zu zeigen. Nach dem Einmarsch ins Festzelt begrüßte der Brudermeister Herbert Lüpschen die Schützen, Gäste und ganz besonders unser Königspaar sowie die Ehrenmitglieder. Präses Fritz Reinery gestaltete am Sonntagmorgen eine schön traditionell fröhliche Festmesse unter Mitwirkung des Kirchenchor, Pfarre Christoph Pfeiffer von der ev. Markuskirche trug die Lesung vor. Nach der Frühparade fand der Frühkommers im Festzelt statt. Dort begrüßte Herbert Lüpschen dann unser Königspaar, die Könige mit ihren Abordnungen aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, Stürzelberg, Roggendorf - Tenhoven, den Bezirkskönig mit Gattin, Bezirksbrudermeister Wolfgang Kuck, Bezirksschießmeister Siegfried Dunkel und die Prominenz der Stadt. Der Bürgermeister Heinz Hilgers bescheinigte der Bruderschaft viel Eigeniniative. Dann wurden noch die Vertreter der Vereine, Parteien und Gremien der Stadt und alle Schützen und Gäste begrüßt. Wie immer am Sonntagmorgen folgten nun die Ehrungen der Jubilare durch den Brudermeister. Der Bezirksbrudermeister Wolfgang Kuck nahm nun die Auszeichnung verdienter Schützen vor, bei der Ehrung von Dieter Annacker meinte er: „Wer den Dieter nicht kennt, hat das Leben verpennt!“ Um 14.30 Uhr ließ der Generaloberst das stattliche Regiment antreten. Eine besondere Attraktion war das von 2 stattlichen Pferden gezogene Gefährt des Artilleriezuges; es war wie immer ein sauberer Festzug. Um 20.15 Uhr zog das Königspaar und der Hofstaat ins Festzelt ein zum Königsball. der Brudermeister begrüßte das Königspaar Rene I. und Doris, den Bezirksbrudermeister, Bezirksgeschäftsführer , den Ehrenbrudermeister Simon Clemens, Präses Fritz Reinery und Pfarrer Pfeiffer. Den Abschluss des Königsballes fanden einige unsrer unentwegten Schützen dann in der Residenz.


Traditionell begann der Montag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche. Beim gemeinsamen Frühstück mit Frühschoppen im Festzelt wurde dann von Heinrich Fischenich und S.M. Rene I. die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner übernahm die Auszeichnung der erfolgreichen Schützen. Dieter Annacker sprach anschließend einige Beförderungen aus. Musik machte die Zweimann - Band „Europort“, früher „Pegasus - Duo“. Bei strahlendem Sonnenschein ließ der Generaloberst um 15.00 Uhr Abmarschieren zum Königsvogelschießen. Mit dem 160. Schuss holte Brudermeister Herbert Lüpschen die Reste des Königsvogels von der Stange. Im Zelt wurde das Königspaar 1997/98 Herbert II. Lüpschen und Marlene vorgestellt und begeistert bejubelt. Am Abend spielte „Europort“ zum traditionellen Familienball auf. Viel Beifall gab es für das Feuerwerk auf der Festwiese. Am Dienstag fand ab 10.00 Uhr die Kinderbelustigung im Zelt statt. Das Team „Kinderbelustigung“ mit u. a. Klaus Beer, Bernd Kämpf, Michael Wagner, Manni Schmitz, Königspaar Raab und dem 11. Jägerzug hatte sich alle Mühe gegeben, den ca. 280 Kindern, darunter etwa 30 Behinderte aus unseren Kinder aus unseren Kindergärten durch Spiele die Zeit zu vertreiben. Am Nachmittag um 16.45 Uhr ließ der Generaloberst sein Regiment antreten, um den beiden Königspaaren die Ehre zu erweisen. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstatt ins Festzelt. Nach der Begrüßung der Majestäten, Schützen und Gästen durch den Vizebrudermeister Heinz Fischenich wurde es für die beiden Königspaare ernst. Heinz Fischenich erinnerte mit launischen Worten an die Höhepunkte des Königsjahres von Rene I. und Doris. Nicht enden wollender Beifall war der Dank für die Beiden, nachdem ihnen Kette und Krönchen abgenommen worden waren. In seiner Rede dankte Rene dem 1. Jägerzug, dem Vorstand und seiner Doris. Die Beiden überreichten dem Edelknabenbetreuer eine Videokamera zur Aufnahme der Aktivitäten des Edelknabencorps. Heinz Fischenich brauchte das neue Königspaar Herbert Lüpschen und Marlene nicht vorzustellen, beiden seien allseits bekannt. Dann bekam Herbert das Königssilber und Marlene das Krönchen als Zeichen ihrer Regentschaft überreicht. In seiner Antrittsrede sagte Herbert u.a. er habe oft genug kunstvoll vorbei geschossen, aber einmal musste er doch treffen. Präses Fritz Reinery würdigte mit launischen Worten das scheidende Königspaar und beglückwünschte seinen Nachbarn zu seiner Regentschaft. Als Dank für Rene und Doris und als Geschenk an Herbert und Marlene versprach er ein „Diner for five“ in der nächsten Zeit. Er wünschte dem Königspaar ein schönes Königsjahr und übergab das Wort seinem Amtsbruder Pfeiffer. der stallte fest, dass er die Verwandtschaftsverhältnisse in Horrem doch sehr schnell kennen gelernt habe, seit er mit Herbert Lüpschen und Bürgermeister Heinz Hilgers durch die Straßen der Republik ziehe. Dann dankte er dem scheidenden Königspaar und übergab dem neuen Königspaar einige Lebenshilfen in schriftlicher Form. Der Bürgermeister meinte, der Auftritt der Geistlichkeit sei besser als jedes Kabarett, er dankte dem alten Paar und wünschte dem neuen Paar eine schöne Regentschaft 1997/98. Der Bundesmeister Wolfgang Kuck bemerkte, es scheint im Bezirksverband Nettesheim eine Epidemie ausgebrochen zu sein, denn Herbert ist nach Matthias Schlömer aus Frixheim der 2. Brudermeister als König. Nach dem Ehrentanz und der Standartenübergabe an den 2. Grenadierzug begann um 21.45 Uhr der Aufmarsch der Schützen zur Gratulationscour. Der Ausklang des Krönungsabends fand traditionell in der Residenz bis in den frühen Mittwochmorgen statt. Am 04. Oktober feierte die Jägerabteilung ihren Jägerball mit der Krönung des Jägerkönigs Wolfgang Graumann sr. im Bürgerhaus. Das Hubertusschießen fand am 02. November auf den Schießständen im Bürgerhaus statt. Die Preise wurden am 08. November auf dem Hubertusball verliehen, der 7. Jägerzug verteidigte den Pokal.. Der 2. Brudermeister Heinz Fischenich begrüßte S.M. Herbert II. und Königin Marlene, sowie alle Schützen und Gäste. Zum Volkstrauertag am 16. November legte der 2. Brudermeister auf dem alten Friedhof in Horrem einen Kranz nieder. beim anschließenden Frühstück wurde ein Videofilm als Zusammenfassung des diesjährigen Schützenfestes gezeigt. Damit endet der Rückblick auf das Jahr 1997 in der Bruderschaft.

1996 Am 08. Dezember fand die ordentlichen Mitgliederversammlung im Pfarrsaal statt. Bei den beiden Neuwahlen ergaben sich durch den Rücktritt des 1. Kassierers Dieter Lemke folgende Änderungen: zum 1. Kassierer wurde Reinhold Lachnicht vom 1. Grenadierzug und zum 2.Kassierer Otto Müller


vom 11. Jägerzug gewählt. Zum Edelknabenbetreuer wählte die Versammlung Kurt - Peter Raab vom Sappeurzug. Bei den Neujahrsempfängen der Stadt und der Pfarrgemeinde war die Bruderschaft durch Abordnungen vertreten. Am 03. Februar organisierte der 5. Jägerzug einen Karnevalsball im Bürgerhaus. Am 10. Februar wurden die alten Horremer Bürger zum traditionellen Altenfest geladen. Dann gab es von der Bruderschaft noch Veranstaltungen an Weiberfastnacht und Karnevalssamstag. Vom 01. - 03. März waren das Bundespokalschießen auf Bezirksebene und am 09. März fand der Bruderschaftstag statt. Am 27. April wurde in der Bahnhofstrasse gepoltert: unser Königspaar Ralf und Heidi hatte anlässlich ihrer bevorstehenden Hochzeit zu einem Umtrunk geladen. Der Mai begann mit dem Tanz in den Mai im Bürgerhaus. In Königshoven gaben sich am 04. Mai Ralf und Heidi das „Jawort“. Ebenfalls am 04. Mai fand das Preis- und Pokalschießen statt. Frühkirmes am 11. und 12. Mai 1996 Das Tambourcorps „Germania“ begann am Samstag, dem 11. Mai mit einem Platzkonzert anlässlich des 2. „Horremer Marktes“ und holte anschließend das Königspaar Ralf I. und Heidi Odendahl, sowie Generaloberst Dieter Annacker mit Ehefrau Helga zum König- und Oberstehrenabend ab im Bürgerhaus ab. Dort begrüßte Herbert Lüpschen die Gäste, Schützen, das Königspaar und den Ehrenpräsidenten Simon Clemens. Im Bürgerhaus wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Zum Gottesdienst am Sonntagmorgen fanden sich viele Schützen ein. Anschließend fand im Bürgerhaus ein musikalischer Frühschoppen mit der Ehrung der Sieger vom Preis- und Pokalschießen statt. Gleichzeitig wurde durch die IG „Gemeinsam für Horrem“ der 2. „Horremer Markt“ auf dem Dorfplatz veranstaltet. Zum Bundesköniginnentag am 19. Mai begleiteten 25 Schützen mit Frauen das Königspaar nach Vechta. Am 01. Juni begleiteten wir unser Königspaar mit einer Abordnung zum Bezirksköniginnentag nach Straberg. Am Nachmittag fand das Jägerkönigsschießen statt.. An der Fronleichnamsprozession nahm eine große Anzahl Schützen teil. Am 16. Juni besuchte eine Abordnung mit S.M. Ralf I. den Festkommers in Hackenbroich, eine Woche später waren wir beim BSV Dormagen zu Gast und am 30. Juni begleiteten wir unser Königspaar auf das 500. Schützenfest in ihren Heimatort Königshoven. Der Generaloberst Dieter Annacker lud am 20. Juni zum Offizierspokalschießen, den Pokal errang Franz - Josef Höhndorf vom 1. Grenadierzug. Am 27. Juli wurde Heinrich Chemnitzer (König 1979/80) König der Könige und Doris Menneke (Königin 1983/84 und Pokalsiegerin 1993) holte erneut den Pokal bei den ehemaligen Königinnen. Am 02. August fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung zum Schützenfest im Pfarrsaal statt. Zum Bezirkskönigschießen hatten die Straberger Bruderschaft am 10. August eingeladen. Zum Frühkommers in Delhoven waren wir mit S.M Ralf I. eine Woche vor unserem Schützenfest. Schützenfest vom 24. - 27.08.1996 Mit den Böllerschüssen am Samstag um 12.00 Uhr wurde das Schützenfest eröffnet. Gegen 1930 Uhr ließ der Generaloberst zum Fackelzug antreten. Nach dem Abholen des Königspaares Ralf I. und Heidi und dem Ehrentanz folgte die Totenehrung auf dem Dorfanger. der Regen hörte auf, als das Regiment mit seinen Fackeln durch den Ort marschierte. Der Präsident Herbert Lüpschen begrüßte anschließend im Festzelt der Schützen und Gäste, besonders unser Königspaar und die Ehrenmitglieder. Präses Fritz Reinery gestaltete am Sonntagmorgen eine „fröhliche, beschwingte, aber trotzdem dem Ernst des Anlasses angemessene Festmesse“ (Worte von Wolfgang Kuck) unter Mitwirkung des Kirchenchor und der Bläser der Feuerwehrkapelle Dormagen. Pfarrer Christoph Pfeiffer trug die Lesung vor. Nach der Frühparade fand im Festzelt der Frühkommers statt. Der Brudermeister begrüßte dann unser Königspaar, die Könige und Abordnungen der befreundeten Vereine Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, den Bezirkskönig Peter - Josef Braun aus Gohr mit Gattin, die Majestät von Stürzelberg Winfried Clemens, Bezirksbrudermeister Wolfgang Kuck, Bezirksgeschäftsführer Matthias Schlömer und die Prominenz der Stadt. Bürgermeister Heinz Hilgers verspätete sich wegen der 1200 Jahr - Feier in Nievenheim. Begrüßt wurden auch die Vertreter der Ortsvereine und Parteien. Es folgten nun die Ehrungen verdienter und langjähriger Schützen. Josef Pannen erhielt eine Plakette für 25 Jahre „Batalliöner“. Um 14.30 Uhr trat das stattliche Regiment an. Die ältesten und „fußkranken“ Schützen wurden auf einer Lafette gefahren. Aus Königshoven marschierten 2 Gastzüge mit. der


Zugweg führte auf Wunsch des Königspaares auch über die festlich geschmückte Bahnhofstraße. Trotz verhangenem Wetter kamen alle trockenen Fußes ins Festzelt. Gegen 20.30 Uhr ließ der Generaloberst das Königspaar und den Hofstaat aus der Residenz abholen. Herbert Lüpschen konnte neben S.M. Ralf I. und Heidi das Bezirkskönigspaar, die Königspaare aus Stürzelberg und Königshoven, den Bezirksbrudermeister , den Bezirksgeschäftsführer sowie den Ehrenpräsidenten Simon Clemens mit Gattin begrüßen. Einen besonderen Gruß richtete er an die Geistlichkeit, Präses Fritz Reinery und Pfarrer Pfeiffer. Traditionell wurde der Montag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche begonnen. Pfarrer Pfeiffer mahnte in seiner Predigt, die Spaltung der Konfessionen zu überwinden. Beim Frühschoppen wurde von Vizebrudermeister Heinrich Fischenich und S.M. Ralf I. die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Schießmeister Karl - Heinz Aigner übernahm die Auszeichnung der erfolgreichen Schützen und der Generaloberst sprach einige Beförderungen. Während des Vogelschiessens hatte es sich eingeregnet. der hatte aufgehört, als mit dem 218. Schuss Rene Cosmeci vom 1. Jägerzug die Reste des Vogels von der Stange holte. Im Zelt wurde das neue Königspaar 1996/97 Rene I. und Doris Cosmeci proklamiert und begeistert gefeiert. Viel Beifall gab es am Abend für das Feuerwerk auf der Festwiese. Am Dienstag fand ab 10.00 Uhr im Zelt die Kinderbelustigung statt. Am Nachmittag konnte wegen eines Unwetters der Festzug erst mit 30 Minuten Verspätung beginnen. Auch die Parade vor den beiden Königspaaren konnte stattfinden. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstaat in das gut besuchte Festzelt. Nach der Begrüßung der Majestäten, Schützen und Gästen durch den Brudermeister wurde es ernst. Herbert Lüpschen ließ das Jahr von Ralf und Heidi noch einmal Revue passieren. Ein paar Tränen flossen, als Herbert Ralf die Kette und Marlene Heidi das Krönchen abnahm. Nicht enden wollender Beifall für das Königsjahr von Ralf und Heidi. In seiner Rede dankte Ralf seinem 6. Jägerzug, den Schützen, dem Vorstand den beiden Elternpaaren und mit einem Kuss seiner Heidi für die Begleitung während seines Königsjahres. Herbert Lüpschen stellte nun das neue Königspaar Rene I. und Doris Cosmeci vor, bevor er S.M. das Silber umhängte und Marlene der Königin das Diadem ins Haar steckte. Rene I. dankte in seiner Antrittsrede seinem 1. Jägerzug, seiner Königin und den Mitbewerbern für den fairen Kampf. Tosender Beifall war das Echo der Schützen und Gäste. Alles wartete auf die Worte der Geistlichkeit, von Hubert Kloss „Himmelsconnection“ getauft. Präses Fritz Reinery eröffnete den Reigen der Gratulanten mit einer gewohnt humorigen Rede auf das alte Königspaar und auf die neuen Majestäten. Er stellte fest, dass man die Leute am besten an der Theke kennen lernt, da die Kneipen meistens voller sind als die Hl. Messen und das er S.M. auch an der Theke näher kennen gelernt habe. Pfarrer Pfeiffer stellte fest, dass er jetzt wieder zu den Jüngeren am Königstisch zähle, da S.M. ja älter sei als er. Mit launischen Worten berichtete er von seinen Marschierversuchen während der Festzüge, dort habe der Bürgermeister ihm jeweils mit einem Hüpfer den Schrittwechsel vorgemacht. Er übergab dem Königspaar ein Metronom für immer sicheren Schritt und viel Glück im Königsjahr. Heinz Hilgers als Vertreter der Stadt hatte es nach diesen beiden Reden schwer, aber in gewohnt sicherer Weise dankte er dem alten Königspaar. Alsdann wünschte er dem neuen Paar auch im Namen der Stadt eine glückliche und schöne Regentschaft für 1996/97. Der Bezirksbrudermeister dankte dem scheidenden Königspaar im Namen des Bezirksverbandes Nettesheim und wünschte dem neuen Paar Glück und Erfolg. Zum Schluss seiner Ansprache nahm Wolfgang Kuck ein volles Glas Kölsch in die Hand und sagte: „Geben wir uns ein Zeichen des Friedens und der Freude!“ an alle Gäste im Zelt. Anschließend erfolgte die Standartenübergabe an den 1. Jägerzug durch den Generaloberst, danach folgte der Ehrentanz und pünktlich um 22.15 Uhr begann der Aufmarsch der Schützen zum Dank an das alte Königspaar und als Gratulation an das neue Königspaar Rene I. und Doris. Der Ausklang des Krönungsball fand in der Residenz bis in den frühen Mittwochmorgen statt. Am 05. Oktober fand der Jägerball mit der Krönung des Jägerkönigs Norbert Schumacher im Bürgerhaus statt. Der Generaloberst Dieter Annacker lud am 11. Oktober zu einer Offiziersversammlung in den Pfarrsaal ein. der Hubertusball fand am 02. November im Bürgerhaus statt. Zunächst begrüßte der Brudermeister unser Königspaar Rene I. und Doris sowie alle Anwesenden. der Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab die Gewinner des Hubertusschießens bekannt. Es ist schade, dass der Hubertusball nicht von allen Schützenzügen angenommen wird und viele Plätze unbesetzt blieben. Am 12. November wurde der Martinstag in der Grundschule begangen, Wolfgang Simon ritt als St. Martin im Fackelzug. Zum Volkstrauertag am 17. November marschierten so viele Schützen wie selten zuvor nach dem Gottesdienst zum alten Horremer Friedhof. Dort legte der Brudermeister einen Kranz für unsere Gefallenen nieder. Beim anschließenden Frühstück im Pfarrsaal zeigte Hubert Kloss eine


Auswahl Videofilme. Herbert Lüpschen bedankte sich bei allen, die bei der Durchführung dieses Vormittags geholfen haben. Damit endet der Rückblick auf das Jahr 1996 in der Bruderschaft.

1995 Jubiläumsjahr 1 9 9 5 75 Jahre St. Hubertus - Schützenbruderschaft Dormagen - Horrem Bei der Mitgliederversammlung am 09. Dezember 1994 ergaben sich durch den Rücktritt des Schriftführers Franz Walczak einige Änderungen: Georg Klein wurde 1. Schriftführer und Andreas Euler sein Vertreter. Die Bruderschaft veranstaltete eine Sylvestergala im Bürgerhaus. Bei den Neujahrsempfängen war die Bruderschaft ebenfalls vertreten. Die Jägerabteilung organisierte am 04. Februar im Bürgerhaus eine Kostümsitzung und am 18. Februar wurden die älteren Bürger zum Altenfest eingeladen. Die Veranstaltungen am Weiberfastnacht und Karnevalssamstag im Bürgerhaus waren Höhepunkte der Karnevalszeit. Dann begannen die Bezirksveranstaltungen, die dieses Jahr alle in Horrem stattfanden. Am 04. und 05. März fand das Bundespokalschießen auf Bezirksebene auf dem Schießstand im Bürgerhaus und am 11. März der Bruderschaftstag statt, der Bezirksjungschützentag wurde am 23. April ausgerichtet. Nach dem Tanz in den Mai im Bürgerhaus wurde auf dem Hochstand am 01. Mai das Preis- und Pokalschießen durchgeführt. Frühkirmes vom 12. - 14. Mai 1995 Die Frühkirmes begann traditionell mit dem König- und Oberstehrenabend am Freitag, den 12. Mai. Am Samstag war Horrem zu klein. Anlässlich der Einweihung des Ortsmittelpunktes durch die Stadt Dormagen wurde der „Horremer Markt“ veranstaltet. Zum Bezirksköniginnentag trafen sich um 14.00 Uhr die Königinnen mit Begleitung zum Kaffeeplausch im Pfarrsaal. Nach dem Eintreffen der Abordnungen und dem „Gruppenbild mit Königinnen“ wurde die Hl. Messe gefeiert. Danach zogen die Abordnungen zum Bürgerhaus. Dort begrüßte der Bundesmeister und amtierende Bezirkskönig Wolfgang Kuck alle Anwesenden, besonders aber den ehemaligen Bundesmeister Hans Prisak und verlieh ihm den päpstlichen Orden „Pro ecclesia et Pontifice“. Danach übernahm der Bezirksgeschäftführer Matthias Schlömer die Vorstellung der Königinnen und übergab jeder das Gastgeschenk der Horremer Bruderschaft. Am Sonntag fand nach der Messe der Frühschoppen mit Siegerehrung des Preis- und Pokalschießens statt. Der „Horremer Markt“ ging derweil mit Darbietungen verschiedenster Art weiter. Am 21. Mai begleitete eine Abordnung unser Königspaar zum Bundesköniginnentag nach Büttgen. Nach dem „Brüggenpokal“ - Schießen am 10. Juni besuchten wir mit dem Königspaar das 30. Musikfest in Gevenich. Am Fronleichnamstag geleitete mit den Gemeindemitgliedern auch eine große Anzahl Schützen das Allerheiligste durch den Ort. Wir besuchten mit S.M. und Abordnung die Schützenfest in Hackenbroich und Dormagen. Der Generaloberst Dieter Annacker lud am 22. Juni zum Offizierspokalschießen auf den Hochstand ein. Mit dem 95. Schuss errang Norbert Walheim (5. Jägerzug) den Pokal. Das Schießen um den Pokal der ehemaligen Königinnen und Könige wurde am 29. Juli von Theo Esser und Georg Klein organisiert. Mit dem 81. Schuss holte Willi Achenbach, König 1991/92n den Vogel von der Stange, Siegerin bei den Königinnen wurde mit dem 90. Schuss Käthe Sistig, Königin 1954/55. Am 05. August fand das Bezirkskönig- und pokalschiessen des Bezirksverbandes Nettesheim auf dem Hochstand statt. Am 20. August waren wir mit S.M. Klaus I. beim Schützenfest in Delhoven zum Frühkommers und abends in Oekoven zu Gast. Nun war es noch einen Woche bis zum Jubiläumsschützenfest. Bezirks- und Jubiläumsschützenfest vom 25. - 29.08.1995 Nach den umfangeichen Vorbereitungen war es am 25. August soweit: das Fest wurde mit einem Galaabend im Festzelt begonnen. Unsere Hausband „Confetti“ stimmte das Publikum auf das


Programm ein. Herbert Lüpschen begrüßte Schützen, Gäste und Ehrengäste: Präses Fritz Reinery und Pfarrer Keller, den Schirmherrn Bürgermeister Hilgers mit Gattin, Kripochef Brockmeyer mut Gattin, Dr. Orth von den Bayerwerken und besonders Frau Breuker - Bergerhausen. Anschließend führte ein Conferencier souverän durch das Programm. Aus Funk und Fernsehen bekannte Künstler und Gruppen brachten ihre Darbietungen: Bauchredner „Mr. Hardt“, „King Size Dick“, „Die Räuber“ und die leichtbekleideten, kaffeebraunen Tänzer und Tänzerinnen der „Fiesta Brasil“. Mit den Böllerschüssen am Samstag um 12.00 Uhr wurde das Jubiläumsfest offiziell eröffnet. Gegen 19.30 Uhr ließ Generaloberst Dieter Annacker zum Fackelzug antreten. Nach dem Abholen unseres Königspaar Klaus I. und Ludowika Wagner und dem Ehrentanz folgte die Totenehrung. Anschließend zog das Regiment mit großen und kleinen Fackeln durch Horrem. Nach dem Einzug ins Festzelt begrüßte Herbert Lüpschen dann die Schützen und Gäste, besonders unser Königspaar und die Ehrenmitglieder. Für den Schützenfestsonntag wurden viele Gäste der Bruderschaften des Stadtverbandes und des Bezirksverbandes Nettesheim erwartet. Präses Fritz Reinery gestaltete eine eindruckvolle Messe unter Mitwirkung des Kirchenchores und der Feuerwehrkapelle Dormagen. Nach der Frühparade fand der Frühkommers im Festzelt statt. Die Bühne war fast zu klein, so viele Gäste waren der Einladung gefolgt. Der Brudermeister begrüßte u. a. unser Königspaar, die Könige und Vorsitzenden der befreundeten Verein, den Bezirkskönig Conni Buschbell mit Gattin, Bundesmeister Wolfgang Kuck, Bezirksgeschäftsführer Matthias Schlömer, den Bürgermeister Heinz Hilgers. Dank sagte Herbert Lüpschen den Vertretern der Stadt für die Unterstützung bei der Gestaltung des Festplatzes, begrüßt wurden die Abordnungen der verschiedenen Vereine, Parteien und Gremien der Stadt, sowie alle Schützen und Gäste. In der Festansprache stellte der Schirmherr Heinz Hilgers die Historie der Bruderschaft während der 75 Jahre und die Bedeutung, die diese Gemeinschaft im Dorfgeschehen immer hatte, in den Vordergrund. Er wünschte zum Schluss weiteres Wachsen und Gedeihen und übergab dem Edelknabencorps eine komplette Bogeschießausrüstung und machte das Versprechen, sich im Stadtrat für einen Zuschuss zum Schießstandumbau einzusetzen. Wie immer am Sonntagmorgen folgte nun die Ehrung unserer Jubilare. Die nun folgenden Gratulationen der Vertreter der einzelnen Vereine wurden erfreulich kurz gehalten. Um 14.30 Uhr ließ der Generaloberst das stattliche Regiment antreten. neben 6 Tambourcorps und 6 Musikkapellen waren viele Königspaare aus dem Stadtverband Dormagen und Bezirksverband Nettesheim mit ihren Abordnungen vertreten. In 3 Festkutschen fuhren unser Königspaar, die Geistlichkeit, das Bezirkskönigspaar, der Bundesmeister, der Bezirksgeschäftsführer, der Schirmherr nebst Brudermeister und der Stadtverbandssprecher. Die 65er Jubilare und die „Fußkranken“ wurden mit einer blumengeschmückten Lafette gefahren. Insgesamt waren ca. 900 Schützen und Musiker auf der Straße. Deshalb wurde auf eine Parade vor den Königen und Gäste verzichtet, sondern es wurde nur ein Vorbeimarsch an der Tribüne gemacht. Trotz verhangenem Himmel kamen alle trockenen Fußes im Festzelt an; wie sagte ein Gastmusiker: „Dä Herrjott moß ene Horremer sin!“ Im Festzelt gab dann das Tambourcorps mit der Musikvereinigung Bernkastel - Kues noch ein Ständchen zum Besten. beim Abholendes Königspaares und dem Hofstatt um 20.15 Uhr galten die Blicke dem dick verhangenen Himmel, aber es ging fast gut - nur die letzte Gäste in der langen Reihe des Hofstaates mussten die Schirme auspacken. Der Brudermeister Herbert Lüpschen konnte unser Königspaar, das Bezirkskönigspaar, den Bundesmeister und den Bezirksgeschäftsführer nebst Gattinnen, sowie den Ehrenpräsidenten und Stadtverbandssprechen Simon Clemens mit Gattin begrüßen. Einen besonderen Gruß richtete der Brudermeister an die Geistlichkeit - Präses Fritz Reinery, Pfarrer Pfeiffer und den im Ruhestand befindlichen Pfarrer Keller - als „Dreigestirn“. Unser Schützenkönig Klaus I. bedachte alle Damen im Festzelt mit Rosen. Das Tanzbein wurde bis weit nach Mitternacht geschwungen. Traditionell wurde der Schützenfestmontag mit dem sehr gut besuchten ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche begonnen. Der neue Pfarrer Pfeiffer stellte in seiner Ansprache die Bedeutung des Wortes „Schütze“ in der Vergangenheit und dem Heute in den Vordergrund. Im Festzelt begann der Frühschoppen. Von Vizebrudermeister Heinrich Fischenich und S.M. Klaus I. wurde die Krönung der Zugkönige vorgenommen. Theo Esser übergab den Pokal an den „König der Könige“ und eine von Wolfgang Simon gestiftete Kette. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner übernahm dann die Auszeichnung der erfolgreichen Schützen. Generaloberst Dieter Annacker sprach noch einige Beförderungen aus. Um 15.00 Uhr marschierten wir zum Schießstand, um den neuen König zu ermitteln. Mit dem 137. Schuss holte Ralf Odendahl vom 6. Jägerzug den Rest des Vogels von der Stange. Im Zelt wurde dann das Königspaar 1995/96 als Ralf I. Odendahl und Heidi vorgestellt und von allen begeistert bejubelt. Am Abend spielte „Confetti“ zum traditionellen Familienball auf. Viel Beifall gab es im Laufe des Abends für das Jubiläumsfeuerwerk auf der Festwiese.


Am Dienstagmorgen ab 10.00 Uhr fand die Kinderbelustigung wegen Regens im Zelt statt. Das Team „Kinderbelustigung“ hatte sich alle Mühe gegeben, den ca. 230 Kindern aus unseren Kindergärten durch Spiele die Zeit zu vertreiben. Ein kräftiger Regenguss verzögerte den pünktlichen Beginn des Festzuges nur um wenige Minuten. Der Festzug mit der anschließenden Parade konnte trocken durchgeführt werden, als alle im Festzelt waren, goss es wieder in Strömen. Zum abendlichen Krönungsball zog ein stattlicher Hofstaat in das gut besuchte Zelt. Nach der Begrüßung der Majestäten, Schützen und Gäste durch den Brudermeister wurde es für die Königspaare ernst. Herbert Lüpschen ließ das Königsjahr von Klaus I. und Ludowika noch einmal Revue passieren. Klaus konnte sich der Tränen nicht erwehren, als Herbert ihm die Königskette und Marlene Ludowika das Diadem abnahm. Nicht enden wollender Beifall war der Dank für das Königsjahr. In seiner Rede dankte Klaus seiner Königin, den Schützen und dem Vorstand. Herbert Lüpschen stellte dann das neue Königspaar Ralf I. und seine Heidi aus den „Hügeln der Voreifel“ vor, bevor er dem neuen König das Silber umhängte und der Königin das Krönchen durch Marlene ins Haar gesteckt wurde. Ralf I. dankte in seiner Antrittsrede seinen Eltern, seinem 6. Jägerzug, dem Jägerzug „Em Lack“ (BSV Dormagen) für die Mithilfe in der Residenz und den Mitbewerbern für den fairen Kampf. Ralf I. stellte sich und seine Königin in den Dienst der Bruderschaft und versprach, ein würdiger König zu sein. Nicht enden wollender Beifall war das Echo der Schützen und Gäste. Unser Präses eröffnete den Reigen der Gratulanten mit einer gewohnt launischen Lobrede auf das alte und neue Königspaar. Alle warteten gespannt auf die Rede von Pfarrer Pfeiffer. Er stellte sich als Jung aus dem bergischen Land vor und stellte fest, dass er mit seinen 31 Jahren wesentlich älter als der König wäre und somit zu den alten Herren zähle und somit getrost zwischen Präses Fritz Reinery und Pfarrer Keller Platz nehmen könne. Als Höhepunkt gab er dem Wort Schütze eine neue Definition „Schütze mir noch´n Schlücksken Bier ein?“ Jürgen Alef als Vertreter der Stadt hatte es nach diesen beiden Reden schwer, aber in gewohnt sicherer Weise dankte er dem scheidenden Königspaar und betitelte Ludowika als die „Einmalige“ und Klaus als den „Fröhlichen“. Alsdann wünscht er dem neuen Paar eine schöne Regentschaft für 1995/96 und wunderte sich über den guten Draht der Geistlichkeit zu ihrem Oberen, da alle Umzüge zwischen zwei Schauern durchgeführt werden konnten. Der Bundesmeister Wolfgang Kuck dankte allen und wünschte dem neuen Königspaar alles Gute. Ein Dank ging im Nahmen des Bezirksverbandes Nettesheim an den Brudermeister Herbert Lüpschen und seinem Vorstand für die geleistete Arbeit im Rahmen der Bezirksveranstaltungen. Anschließend erfolgte die Standartenübergabe an den 6. Jägerzug durch den Generaloberst, danach wurde der Ehrentanz absolviert. Um 22.15 Uhr begann der Aufmarsch der Schützen zu Ehren der Königspaare. Der Ausklang des Krönungsabends fand traditionell in der Residenz bis in den frühen Mittwoch statt. Das Jubiläumsfest zum 75. war dank der vielen Organisatoren ein Fest, das sicher alle Gäste, Bürger und Schützen in hoffentlich langer und angenehmer Erinnerung behalten werden. Am 30. September veranstaltete die Jägerabteilung ihren Jägerball im Bürgerhaus mit Krönung des Jägerkönigs 199596 Henryk Volkmann vom 9. Jägerzug. Beim „Tag der offenen Tür“ am 08. Oktober der Werbegemeinschaft TOP 3, deren Mitglied wir sind, waren wir mit einem Info- und Verkaufsstand vertreten. Am 21. Oktober wurde erstmalig ein Schützenbiwak veranstaltet. Es sollte allen interessierten Bürgern und Schützen Gelegenheit geben, die Höhepunkte des Jubiläumsjahres Revue passieren zu lassen. In den neuen Räumen der Sparkasse Neuß war eine Fotoausstellung zu sehen, die 75 Jahre Geschichte der Bruderschaft präsentierte. Auf dem Schießstand im Bürgerhaus fand ein Gästeschießen statt, Hubert Kloss zeigte einige Videofilme des Jubiläumsfestes. Der Hubertusball fand am 04. November im Bürgerhaus statt. der Schießmeister Karl - Heinz Aigner zeichnete im Laufe des Abends den 11. Jägerzug als Gewinner des Hubertuspokals aus. Am 07. November zog der Martinszug mit Herbert Lüpschen als St. Martin durch Horrem. Zum Volkstrauertag am 19.November marschierten viele Schützen nach dem Gottesdienst bei strömendem Regen zum alten Horremer Friedhof zur Gefallenenehrung. Beim anschließenden Frühstück im Pfarrsaal zeigte Hubert Kloss eine Auswahl seiner Videofilme über die Bruderschaft. Zum Bezirksdelegiertentag hatte der Bezirksverband Nettesheim am 02. Dezember ins Bürgerhaus eingeladen. Mit dieser Delegiertenversammlung endete die Folge der Bezirksveranstaltungen und auch unser Jubiläumsjahr.

1994 Das Jahr 1994 stand im Zeichen der Vorbereitungen für unseren 75. Geburtstag. In der Jahreshauptversammlung 1993 wurde der Edelknabenbetreuer Klaus Wagner im den Vorstand gewählt. Sonst blieb alles beim Alten.


Im März war der Bruderschaftstag des Bezirksverband Nettesheim in Hackenbroich und das „Dr. Geldmacherpokal“ - Schießen. Bei der Siegerehrung am 26.03. in der Zonser Pfarrscheune stand unser Simon Clemens als Vorsitzender des Stadtverbandes am Mikrophon. Die Horremer waren mit den Plätzen 2, 9 und 17 gut vertreten. der Bezirksköniginnentag war am 14. Mai, am nächsten Morgen fuhren 80 Schützen mit unserem Königspaar zum Bundsköniginnentag nach Köln - Stammheim. Frühkirmes vom 04. - 05. Juni 1994 Die Frühkirmes fand in etwas anderer Form im Bürgerhaus statt. Die Horremer Schützen kamen am Samstag, den 04. Juni nur zum Preis- und Pokalschießen auf den Schützenplatz. Um 13.00 Uhr gab der Schießmeister Karl - Heinz Aigner die Büchsen frei. Um 19.00 Uhr fanden die Schützen sich „Am Stellwerk“ ein, so heißt jetzt die Zonser Str. westlich der Bahnlinie; hier wohnt unser Königspaar Peter und Rosi Heinrichs. S.M. und unser Generaloberst Dieter Annacker hatten zu einem Umtrunk eingeladen. Der Wettergott ließ so manchen Schützen auch von außen nass werden. So ging es dann ohne den geplanten Umzug auf direktem Weg ins Bürgerhaus, wo wir mit Tanzmusik empfangen wurde. Brudermeister Herbert Lüpschen war bei der Begrüßung sichtlich erfreut über den sehr gutem Besuch, der, bei freiem Eintritt, keinen Platz mehr frei ließ. Präses Fritz Reinery überreichte im Namen der Bruderschaft an Königin Rosi und Helga Annacker je einen Blumenstrauß als Dank und Aufmerksamkeit zu diesem König- und Oberstehrenabend. Der Sonntagmorgen begann mit einer Hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft in unserer Pfarrkirche. Im Anschluss traf sich die Schützenfamilie wieder im Bürgerhaus zum Frühschoppen. Auf der Bühne hatten 10 Musiker des Bundesschützen - Musikcorps aus Kleinenbroich Platz genommen, die uns mit einem Potpourri aus Marschliedern unterhielten. In den Pausen gab der Schießmeister die Ergebnisse des Preis- und Pokalschießen bekannt. So ging am Sonntagnachmittag eine Frühkirmes zu Ende, die bei Schützen und Bürgern viel Anklang gefunden hat. Abordnungen besuchten die Schützenfeste in Hackenbroich und Dormagen. Am letzten Juliwochenende wurden die Pokale der ehemaligen Königinnen und Könige ausgeschossen. Die Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest war am 12. August. Am nächsten Tag fand das Bezirkskönigsschießen in Hackenbroich statt, daran nahm unsere Majestät Peter VI. teil. Eine Woche vor unserem Fest waren wir Gäste in Delhoven und bekamen dort einen Vorgeschmack auf unser Schützenfest. Schützenfest vom 27. - 30.08.1994 Bei einem Jahrhundertsommer mit wochenlangen Temperaturen von weit über 300 trat kurz vor unserem Schützenfest ein Wetterumschwung mit deutlicher Abkühlung ein. Bevor noch Böller und Glockengeläut unser Heimatfest ankündigten, setzte der große Regen ein und ein Schauer jagte den anderen. So stellte sich am Nachmittag die Frage, kann der Fackelzug überhaupt gehen oder nehmen wir einen verkürzten Zugweg. Der Generaloberst Dieter Annacker hat im Einvernehmen mit dem Vorstand recht getan, den Fackelzug ab 20.00 Uhr durch den Ort ziehen lassen. An der blau - weiß geschmückten Residenz machte der Zug halt, um unser Königspaar Peter und Rosi Heinrichs zu begrüßen. Bei der anschließenden Totenehrung auf dem immer noch provisorischen Dorfanger wurde der Toten beider Weltkriege in würdiger Form gedacht. Unser Präses Fritz Reinery schloss in sein Gebet auch die armen Seelen ein, die hier auf Erden zu finden sind. Der Regen hatte etwas nachgelassen, sodass der Fackelzug seinen Weg durch den festlich geschmückten Ort nehmen konnte. Um 21.30 Uhr kamen die Schützen - leicht feucht - aber in guter Stimmung ins Festzelt. Brudermeister Herbert Lüpschen stellte bei der Begrüßung fest, dass passend zu unserem strahlenden Königspaar auch ein zünftiges Marinewetter gehört. Dazu ein besonderer Dank an den Königszug, der aus Hamburg - Mansdorf ein befreundetes Tambourcorps eingeladen hatte. Allen Gästen wurde spätestens beim Ehrentanz klar, was in den nächsten Tagen musikalisch zu hören war. An diesem Abend kamen Liebhaber von Walzer bis zu modischen Tänzen auf ihre Kosten. Bei strahlendem Sonnenschein wurden am Sonntagmorgen Könige mit ihren Abordnungen aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven am Festzelt begrüßt. Sie zogen mit den Horremer Schützen gemeinsam zur Pfarrkirche. Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer begrüßten besonders unser Königspaar Peter und Rosi Heinrichs, sowie das Bezirkskönigspaar Wolfgang und Karola Kuck aus Oekoven. Die Frühparade im Anschluss an die Messe war wieder eine Augenweide. Um 10.45 Uhr begann der Frühkommers mit Gästen aus Politik und Vereinen, die vom Brudermeister begrüßt wurden. 10 Schützen wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt, Kaspar Kiepels wurde mit einer aus Holz geschnitzten St. Hubertusfigur besonders für 65 Jahre Treue geehrt. Bundesmeister Hans Prisak verlieh an 3 Schützen das Silbernes Verdienstkreuz , sowie an Hans - Joachim Fischer und Hans -


Joachim Simon den Hohen Bruderschaftsorden. Unter blauem Himmel und weißen Wolken zog am Nachmittag der Festzug durch Horrem. Hier konnte man an vielen Häusern die neue Horremer Fahne flattern sehen. Die Schützen kamen mit dem neuen Zugweg durch das Neubaugebiet um den „Horremer Hof“ gut zurecht, nicht aber die Festkutsche, die sich um Absperrungen herum ihren eigenen Weg suchen musste. Der Höhepunkt für unser Königspaar war der Königsball am Sonntagabend. Er begann im herrlich geschmückten Pfarrsaal mit dem Empfang einer großen Gästeschar, darunter immerhin 5 Königspaare aus Nah und Fern. Gegen 20.30 Uhr gab es im Festzelt viel Beifall für Königspaar und Hofstaat, als sie von Herbert Lüpschen begrüßt wurden. der anschließende Ehrentanz war der Beginn eines harmonischen Abends. Am Montagmorgen wurden die Schützen wieder von der Sonne begleitet, als sie um 10.00 Uhr in die Markuskirche einzogen. Es wurden 138 Schützen gezählt, die an diesem ökumenischen Gottesdienst teilnahmen. Bei der Rückkehr ins Festzelt machte der „Vize“ Heinrich Fischenich klar, dass der Brudermeister Pause hat. Es war wieder ein richtiger Familienmontag mit Ehrungen und Auszeichnungen. Als bei der Krönung der Zugkönige ein farbiger Schütze die Königskette bekam, stellte Heinz Fischenich fest, dass wir bei den Schützen keinen Ausländerfeindlichkeit kennen. Als die ersten Stuhlreihen vor dem Schießstand aufgestellt wurden, wurde immer mehr die Frage gestellt, wer wohl im Jubiläumsjahr 1995 unser Schützenkönig wird. Um 15.00 Uhr 15.00 Uhr ging es dem Königsvogel an das Gefieder. Die 3 Pfänder musste er schnell hergeben, aber dann zeigt er sich von einer Zähigkeit, an der so mancher Schütze verzweifelte. Zum Schluss waren noch 7 Bewerber bemüht unter Anfeuerung von so mancher Ehefrau, den letzten Rest des Vogels von der Stange zu holen. Es war mittlerweile 18.22 Uhr geworden, als der Schießmeister Karl - Heinz Aigner den 276. Schuss in den Lauf legte. Klaus Wagner, der Edelknabenvater nahm auf dem Schemel Platz und mit Daumendrücken seiner Ludowika schaffte er den „Jubiläumsschuss“. Als Königspaar 1994/95 Klaus I. und Ludowika Wagner wurde er im Anschluss im Festzelt unter viel Beifall proklamiert. Es lohnte sich kaum nach Hause zu gehen, denn um 19.00 Uhr spielte die Kapelle zum beliebten Horremer Familienball auf, der in ausgelassner Stimmung, mit einem farbenprächtigen Feuerwerk, bis nach Mitternacht ging. Der Schützenfestdienstag begann schon am Vormittag mit einer überfüllten Festwiese. Aus den Grundschulen und Kindergärten waren ca. 600 Kinder gekommen, um bei der Kinderbelustigung mitzumachen. Jungschützenmeister Michael Wagner hatte mit seinen Helfern nicht Augen genug, um diese Ameisenschar durch das Programm zu führen. Ab 17.00 Uhr zog nochmals bei schönem Wetter ein Festzug durch unseren Ort, der 2 strahlende Königspaare mit sich führte. Dies bestätigte auch Brudermeister Herbert Lüpschen im Anschluss mit den Worten: „Ich war mit allem zufrieden!“ Mit den Krönungsfeierlichkeiten, die um 20.30 Uhr begannen, ging das Königsjahr von Peter VI. und Rosi Heinrichs zu Ende. Mit rauschendem Applaus verabschiedeten die Horremer sich von ihnen. Peter hatte die Erlebnisse aus seinem Königsjahr in Versen niedergeschrieben, worin so manches in Erinnerung gerufen wurde, was er und seine Königszug alles erlebten. Selbst die Fronleichnamsprozession mit den dicken Regenschauern hatte er nicht vergessen: „Beim Tragen des Himmels war uns nicht bange, dann ging man eben innen von der Stange.“ Im Hinblick auf unser Jubiläumsjahr 1995 spendeten Peter und Rosi der Bruderschaft einen neue Königskette. Der Brudermeister und die Schützen dankten mit viel Applaus. Herbert Lüpschen stellte dann das neu gekrönte Königspaar Klaus I. und Ludowika vor, die in Hackenbroich wohnen. Sie wurden mit großem Beifall beglückwünscht und unser Präses sagte: „Ich habe für alle 7 Bewerber gebetet, herzlich willkommen in Horrem!“ Es ging auf 23.00 Uhr zu, als im Festzelt die Krönungsfeierlichkeiten mit vielen Gratulanten, dem Aufmarsch der Züge und dem Fahnewalzer zu Ende ging. Es waren Tage voller Harmonie und Freude, die weit nach Mitternacht zu Ende gingen. Zum Gelingen des Pfarrfestes im September trug auch die Bruderschaft bei. Der neue Jägerkönig Hans - Bernhard Heimbach wurde im Rahmen des Jägerballs am 01. Oktober im Bürgerhaus gekrönt. Ein Stück Horrem wurde am 23. Oktober verabschiedet: Pfarrer Karl - Hans Keller von der evangelischen Gemeinde ging in den wohlverdienten Ruhestand. Den Hubertusball begingen wir am 05. November im Bürgerhaus. Auch an St. Martin waren viele Schützenhände beteiligt. Zum Volkstrauertag war die Beteiligung der Schützen bei der Kranzniederlegung und zum anschließenden Frühstück mit Filmvorführung sehr gut. Unser Kirchenchor „Cäcilia“ feierte am 20. November seinen 75. Geburtstag. Josef Klein nahm an diesem Tag nach 40 Jahren als Chorleiter seinen Abschied. Am 03. Dezember nahmen Bezirksbrudermeister Hans Prisak und sein Bezirksgeschäftsführer Hans Baumer ihren Abschied. Wolfgang Kuck aus Oekoven wurde zum neuen Bezirksbrudermeister gewählt. Zwei Schützenbrüder , Ludwig Gils und Matthias Reibel, wurden zu Grabe getragen.


Am 09. Dezember fand unserer Jahreshauptversammlung statt. Dort wurde auch über das bevorstehende Jubiläumsjahr gesprochen. Es gibt viel zu tun - packen wir´s an!

1993 Für die Horremer Schützenbruderschaft war das 73. Jahr nach der Gründung ein Jahr der Veränderungen. Es begann mit der Jahreshauptversammlung im Dezember 1992, in der Brudermeister Simon Clemens nach zweijähriger Ankündigung sich nicht mehr zur Wahl stellte. Er hatte 10 Jahre die Bruderschaft geführt und konnte das Amt in geordneter Form an seinen bisherigen Stellvertreter Herbert Lüpschen abgeben. Mit dem Bürgerhaus steht nun auch Horrem im kulturellen Leben der Stadt. So lud die Stadtverwaltung zum Neujahrsempfang ins Horremer Bürgerhaus. Heinrich Peters lud die Senioren zum karnevalistischen Altenfest am 13. Februar ins Pfarrheim ein. Im Bürgerhaus fand der Altweiberball und der Preiskostümball, sowie eine Prunksitzung der Jägerabteilung statt, alle Veranstaltungen waren ein voller Erfolg. Frühkirmes vom 14. - 16. Mai 1993 Am Freitag, den 14. Mai begann die Frühkirmes mit dem König- und Oberstehrenabend. Viele Schützen konnten vom Königspaar Wolfgang und Doris Simon sowie von Generaloberst Dieter Annacker mit Gattin Helga im Pfarrheim begrüßt werden. Auf dem Wege zum Festzelt wurde auf dem zukünftigen Dorfplatz eine Linde gepflanzt. gegen 20.00 Uhr wurde die ganze Schützenschar von Brudermeister Herbert Lüpschen begrüßt. Mit je einem Blumenstrauß ehrte er drei Paare am heutigen Abend: neben unserem Königspaar, dem Generaloberstpaar auch unser Bezirkskönigspaar Achenbach. Für den Samstagnachmittag hieß es wieder „Gut Schuss“ auf Preis- und Pokal. Karl Heinz Aigner sorgte mit seinen Helfern, wie immer, für einem reibungslosen Ablauf. Abends wurde im Festzelt das Tanzbein geschwungen. Mit dem Sonntagmorgen riefen die Glocken zum Gottesdienst ins Festzelt. Um 09.00 Uhr zelebrierten Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer die Heilige Messe vor voll besetzten Stuhlreihen. Der Schießmeister verkündete während des anschließenden Frühschoppens die Ergebnisse vom Vortage: der Marinezug hatte den Pokal gewonnen, das Preisschießen gewann der Sappeurzug, Martin Kluth errang den Seniorenpokal und die Schießschnur ging an Klaus Beer. Gegen Mittag leerte sich das Zelt, denn Frühkirmes ging dem Ende zu. Als ein Dankeschön für die langjährige Vorstandsarbeit von Simon Clemens, nunmehr Ehrenbrudermeister, hatte sich am 19. März ein großer Freundeskreis im Pfarrsaal eingefunden. Es wurden an diesem Abend viele Erinnerungen aus seiner Amtszeit wachgerufen. Dabei sein ist alles, sagten sich unsere Sportschützen und trafen beim „Dr. Geldmacher“ Stadtpokalschießen mit 3 Mannschaften an, sie belegten den 4., 11. und 12. Platz. Beim Bezirksköniginnentag am 22. Mai in Hoeningen war unsere Bruderschaft mit unserem Königspaar Wolfgang und Doris Simon und einer großen Abordnung vertreten. Am nächsten Tag fand der Bundesköniginnentag in Xanten statt, wieder begleiteten wir unser Königspaar. Für alle, die dabei gewesen sind, waren dies schöne Erlebnisse. Der Jägerkönig wurde am 05. Juni ausgeschossen, die Beteiligung am Wilhelm - Brüggen - Pokal war auch sehr gut. Am 01. August waren wir zu Gast beim 125jährigen Jubiläum der Stürzelberger Bruderschaft. Am darauf folgenden Wochenende endete für unseren Bezirkskönig Willi Achenbach das Regierungsjahr in Hoeningen. Die Mitgliederversammlung am 13. August leitete das Schützenfest 1993 ein. Schützenfest vom 28. - 31.08.1993 Am Samstag, den 28. August begann unser diesjähriges Schützen- und Heimatfest. Es war schon etwas frühherbstlich, aber die Sonne tat ihr Bestes über dem festlich geschmückten Horrem. Mit 2 Großfackeln startete um 20.00 Uhr der Fackelzug. Nach kurzer Strecke hielt das Regiment vor der festlich geschmückten Residenz am Pfarrheim. Das Königspaar Wolfgang und Doris Simon ließ sich den Ehrentanz auf der Straße nicht nehmen, bevor es zum schlichten Birkenkreuz auf dem zukünftigen Dorfanger. Präses Fritz Reinery gedachte der Opfer der Weltkriege, der Menschen von Solingen, Mölln und Sarajewo. Brudermeister Herbert Lüpschen legte einen Kranz nieder. Dann setzte der Fackelzug seinen Weg durch die Horremer Straßen fort. Dank der geöffneten Schranke, die ein letztes Mal den Zug hätte trennen können, waren alle um 21.30 Uhr im Festzelt. Bei der Begrüßung


aller Schützen und Gäste konnte Herbert Lüpschen feststellen, dass die Bühne gut besetzt war mit Verwandten und Bekannten des Königspaares vom Kohlenpott bis zum Bayernland. Es lag eine herbstliche Nebeldecke über Horrem, als am Sonntagmorgen die ersten Abordnungen mit ihren Königen am Schützenplatz eintrafen. Gemeinsam zogen wir dann mit unserem Tambourcorps in die Pfarrkirche Zur Heiligen Familie ein, wo um 09.00 Uhr die heilige Messe begann. Hier wurde die große Schützenfamilie, besonders unser Königspaar von unsrem Präses Fritz Reinery begrüßt. Eindrucksvoll waren die Darbietungen des Kirchenchores zusammen mit dem Trompeter Helmut Blödchen. Pünktlich zur Frühparade erschien die Sonne und folgte einem sauberen Vorbeimarsch vor Königen und Gästen auf der Tribüne an der Knechtstedener Str. Es waren auch die ersten Worte von Brudermeister Herbert Lüpschen, der sich für zu Beginn des anschließenden Frühkommers im Festzelt für die Gestaltung der Messe und die saubere Frühparade bedankte. Die Liste der Ehrengäste war so lang, dass unser neuer Brudermeister in seiner Jungfernrede beinahe unser Königspaar vergessen hätte. Bürgermeister Heinz Hilgers sprach in seinem Grußwort von echtem Bürgersinn und meinte damit Herbert Lüpschen und seine Mannen, die den Schützenplatz zum teil neu gestaltet haben. Nun folgten Ehrungen und Auszeichnungen von zahlreichen Schützen für lange Jahre der Mitgliedschaft und Verdienste in der Bruderschaft. Bei prächtigem Sonnenwetter hatten die Pferde der Festkutsche am Nachmittag schon einige Kilometer hinter sich, denn sie holten unser Königspaar in Hackenbroich ab. Um 15.00 Uhr zog ein Festzug durch Horrem, der selten so schön war. der 13. Jägerzug führte eine Ponykutsche für seinen Nachwuchs mit. Auch viele Gastzüge waren dabei, wobei die Artillerie aus Straberg das schöne Bild abrundete. Viel Beifall bekamen unsere Edelknaben, als die 23 Jungen im Festzelt vorgestellt und geehrt wurden. Es war schon ein besonderer Königsball am Sonntagabend, denn neben unserem Königspaar hatte das Königspaar aus Straberg und die Ex - Königspaare aus Horrem und Hackenbroich Platz genommen. Außerdem war die Bühne mit geladenen Gästen vollbesetzt, darunter die Horremer Geistlichkeit und unser Bürgermeister mit Gattin. Die Schützen zogen am Montagmorgen bei kühlem Wetter zur Markuskirche, wo um 10.00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Keller und Präses Fritz Reinery stattfand. Im Anschluss begann im Festzelt wieder ein gemütlicher Familientag. Der „Zweite“ Heinz Fischenich führte locker durch das Montagsprogramm. Mit viel Beifall wurden die Kinder der „Christoph - Rensing - Schule“ bei ihren Darbietungen unterstützt. Durch unseren Generaloberst Dieter Annacker wurden neun Schützen befördert. Der Schießmeister Karl - Heinz Aigner zeigte beachtliche Erfolge unserer Sportschützen auf. Es folgte die Krönung der Zugkönige und die Preisvergabe der Großfackeln: beide, die vom 2. Grenadierzug und vom 13. Jägerzug, erhielten den 1. Preis. Um 15.00 Uhr ging es auf die feuchte Festwiese zum Pfänder- und Königsschießen. Herbert Lüpschen und Peter Heinrichs waren die letzten Bewerber, wobei Peter Heinrichs vom Marinezug mit dem 161. Schuss den Rest des Vogels von der Stange holte. Der Marinezug freute sich riesig mit dem neuen Königspaar 1993/94 Peter VI. und Rosi Heinrichs. Die beiden Königspaare wurden am Abend mit viel Beifall begrüßt. Den ersten Walzer tanzten dann auch die beiden Königspaare Wolfgang II. mit Doris und Peter VI. mit Rosi. Um 22.00 Uhr legte der Regen eine Pause ein, sodass ein farbenprächtiges Feuerwerk starten konnte. Nach einer Verlängerung durch die Musik „Fidele Oberländer“ gingen erst gegen 01.00 Uhr die Lichter im Zelt aus. Auch am Dienstag konnte die Schützen den wärmenden Uniformrock gut vertragen, denn es herrschte ein kühles und windiges Wetter. Trotz dunkler Wolken zog ein schöner Festzug durch Horrem. Pünktlich um 20.15 Uhr konnte der Brudermeister nach kurzer Begrüßung mit der Krönung nach Horremer Art beginnen. Er ließ das Königsjahr von Wolfgang und Doris Simon Revue passieren, dabei dürfte der Bundesköniginnentag in Xanten oder das Bezirkskönigsschießen in Hoeningen in bester Erinnerung bleiben. Als Wolfgang II. sich vom Königssilber trennen musste, bedankte er sich besonders bei seiner Doris und beim 1. Jägerzug: “Wir waren stolz, in Horrem ein Königspaar zu sein!“ Mit den Worten „Wir haben ein neues Königspaar!“ und minutenlangem Beifall zeigte sich Peter VI. und Rosi mit den Königsinsignien. Die Horremer Geistlichkeit und Jürgen Alef, der den Bürgermeister vertrat, sparten nicht mit Dank und Lob für Wolfgang und Doris Simon. Gleichzeitig gingen die besten Wünsche an das neue Königspaar Peter VI. und Rosi Heinrichs mit ihrem Marinezug. Der Übergabe der Königsstandarte folgte der Ehrentanz. Die Hofdamen eröffneten mit Rosen um 21.45 Uhr den Aufmarsch der Gratulanten. Die Bühne füllte sich mit Blumen und Geschenken an beide Königspaare. Zum Schluss stellte der Brudermeister fest: „ Das war ein Aufmarsch allererster Sahne!“ Nach dem Fahnenwalzer und der Kunst der Fahnenschwenker ging weit nach Mitternacht auch dieses Schützenfest voller Harmonie zu Ende.


Zum 25jährigen Bestehen des Pfarrgemeinderates Herbert Lüpschen. Familie gratulierte der Schützenvorstand am 12. September. Auf dem Jägerball am 02. Oktober wurde der neue Jägerkönig Herbert Schmidtmeyer vom 10. Jägerzug gekrönt. Zu einer Besichtigung der neuen Feuerwache wurde der erweiterte Vorstand am 08. Oktober eingeladen. Am 06. November feierten wir im Bürgerhaus unseren Hubertusball. Aus diesem Anlass zogen de Schützen ihre Uniform an. der Volkstrauertag begann mit einer Hubertusmesse und einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Horrem. Anschließend zeigten Hubert Kloss und Simon Clemens einen Videofilm des letzten Schützenfestes. Der Stadtverband lud alle Dormagener Schützenvereine am 19. November ins Bräustübchen der Gardebrauerei ein, denn man suchte einen neuen Vorsitzenden. Zu einer weiteren Sitzung traf sich der erweiterte Vorstand am 26. November auf dem Schießstand im Bürgerhaus. Mit dem Delegiertentag des Bezirksverbandes Nettesheim am 04. Dezember in Horrem endet das Schützenjahr. In jeder Gemeinschaft liegt Freude und Leid sehr beieinander. So trauern wir um unser letztes Gründungsmitglied Peter Päfgen, um Willi Peiffer vom Tambourcorps, sowie um die Schützenfrauen Cilli Lüpschen und Otti Otten Schauen wir trotzdem mit guten Erwartungen auf das kommende Schützenjahr.

1992 Mit der ordentlichen Mitgliederversammlung am 13.12.1991 beginnt die Rückschau auf das Jahr 1992. bei den Neuwahlen nahm Christian Clemens das Amt des 2. Kassierers und Georg Klein das Amt des 2. Schriftführers an. Beim Neujahrsempfang der Pfarre am 05.01. und der Stadt am 12.01. war die Bruderschaft vertreten. Mit unserem Präses Fritz Reinery feierten wir am 26.01. das silberne Priesterjubiläum. In der Karnevalszeit fand das traditionelle Altenfest am 08.02. statt. Ein gut besuchter Preiskostümball folgte am Karnevalssamstag. Am 07.03. waren einige Schützen auf dem Bezirksbruderschaftstag. Beim Dr. Geldmacherpokal - Schießen am 23.03. in Straberg waren wir mit 3 Mannschaften vertreten, für den 4., 6. und 18. Platz wurden sie ausgezeichnet. Am 27. März wurde der 1. Spatenstich zur Unterführung der Zonser Str. unter der DB - Strecke vollzogen. Wenn die Schützen um Ostereier schießen, ist unsere Frühkirmes nicht mehr weit. Die Mitgliederversammlung dazu fand am 24.04. statt. Die Königspaare des Bezirks trafen sich am 09. Mai zum Königinnentag in Nettesheim. Am 10.05. war die Bruderschaft mit ihrem Königspaar und einer fast 100köpfigen Schützenfamilie in Vallendar bei Koblenz zum Bundesköniginnentag - es war ein schönes Erlebnis. Frühkirmes vom 15. - 17. Mai 1992 Die Frühkirmes war schon Wochen im Voraus als ein großes Ereignis angekündigt worden. Die Fa. Bayer AG feierte ein Jubiläum und in Horrem wurde es sichtbar. Durch eine großzügige Spende der Fa. Bayer AG erhielt Horrem ein Bürgerhaus. Alle Vereine sind gewillt, dieses Haus mit Leben zu füllen. Dazu bekam die Bruderschaft einen großen Kellerraum, aus dem fleißige Schützen einen 8 Bahnen - Luftgewehrstand bauen, der allen Bedingungen gerecht wird. Ob das alles bis zum 15. Mai fertig ist, wollten Willi Achenbach und Dieter Annacker testen, für den Freitagabend luden sie die Schützen in die neue Begegnungsstätte ein. Der Innenhof war bei 300 fast zu klein, so viele Schützen wollten mit S.M. Willi IV., Königin Irene, Generaloberst Dieter Annacker und Ehefrau Helga anstoßen. Mit unserem Tambourcorps zogen wir gegen 20.00 Uhr alle ins Zelt. Brudermeister Simon Clemens begrüßte alle Gäste und Schützen, an der Spitze aber die beiden Paare, zu deren Ehre ein dreimal Hoch aus vollem Herzen kam. Der „Schneewalzer“ als Ehrentanz für Irene und Willi Achenbach, sowie für Helga und Dieter Annacker eröffnete den Tanzabend. Danach meinte der Brudermeister: der Schneewalzer bei 300 Hitze gibt es nur in Horrem. der Samstag gehörten den Schützen auf dem Schießstand. Hier wurde um Preis- und Pokalehren gekämpft. Am Abend spielte wieder die Tanzkapelle für Jung und Alt. Ein besonderer und langer Tag sollte der Sonntag werden. Dass es auch ein festlicher Tag wurde, dafür sorgten unsere Freunde vom Musikverein Gevenich. Es begann mit einer Messe im Zelt, von Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer zelebriert und mit herrlich gespielten Choraleinlagen der Gevenicher verschönert. Das Zelt war während der Messe bis auf den letzten Platz besetzt und auch zum anschließenden Frühkonzert gab es kaum einen freien Platz. der Schießmeister Karl - Heinz Aigner gab bekannt, dass Preis und Pokal an den 7. Jägerzug gingen, der


Seniorenpokal ging an Dirk Dieling vom 1. Grenadierzug und bester Einzelschütze war Hans Bernhard Heimbach. Gegen 13.00 Uhr zogen wir mit Musik zum Bürgerhaus. Der große Saal mit 250 Plätzen war schnell gefüllt, denn das leibliche Wohl sollte nicht zu kurz kommen. Ein Ochse vom Grill und Freibier der „Gardebrauerei“ sorgte dann auch für Wohlbefinden. Untermalt von den Musikfreunden Gevenich galt der Dank der Fa. Bayer AG, dem Architekten Heinz Krücken und der Stadtverwaltung. Dem schlossen sich auch Präses Fritz Reinery und Pfarrer Keller an, sie baten den Herrgott, über dieses Haus und seine Besucher seine schützende Hand zu halten. Mit der Schlüsselübergabe an den Pächter Stoltenberg nahm die Feierlichkeit ein Ende. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, die 4,8 Millionen DM teure Begegnungsstätte mit all ihren Räumlichkeiten zu besichtigen. Dem Nachmittag folgte ein Abend mit vielen Gästen. Nicht selten hörte man: „Nä wat hät Horrem e schön Bürgerhaus!“ In der Woche danach stellte sich jeder Verein an einem Abend vor. So ist aus der Bauruine des alten Schümmerhofes eine Stätte für alle Bürger geworden. Die Straberger Bruderschaft war am 24.05 125 Jahre alt geworden. Natürlich waren die Horremer Schützen im Festzug mit dabei. Es folgten die Schützenfeste in Hackenbroich und Dormagen. Auch der BSV Dormagen feierte am 28.06. sein 125jähriges Jubiläum mit einem großen Umzug. S.M. Willi IV. fuhr mit dem 5. Jägerzug am 11.07. zum Bezirkskönigsschießen nach Nettesheim und kam als Bezirkskönig zurück. Am 14.08. machten wir in einer Mitgliederversammlung alles klar für unser bevorstehendes Schützenfest. Am 16.08. besuchten wir mit einer Abordnung das Delhovener Schützenfest. Schützenfest vom 29. 08. - 01.09.1992 Am Samstag hatte Petrus alle Schleusen geöffnet, als wollte er den Regenmangel des ganzen Sommers auf einmal nachholen. Doch als um 16.00 Uhr unser Tambourcorps zu hören war, verzogen sich die dunklen Wolken und die Sonne lugte zeitweise hervor. So konnte der Fackelzug ab 20.00 Uhr trockenen Fußen durch den Ort ziehen. Erster Halt war das Pfarrheim, in dem unser Königspaar Irene und Willi Achenbach residierte. Nach einem Ehrentanz stellten sich die Schützen um den Dorfanger auf, den die Stadt immerhin schon mit 2 Fahnen geschmückt hatte. Am schlichten Birkenkreuz legte dann der Brudermeister einen Kranz nieder, nachdem der Präses Fritz Reinery, der Kirchenchor und die Musiker in würdiger Form unserer Toten gedacht hatten. Der Fackelzug nahm erstmalig durch das Neubaugebiet an der Friedenstr. seinen Weg. Nach 2maligem Stop an der Bahnschranke kamen die Schützen um 21.30 Uhr im Festzelt an, wo sie und alle Gäste von Brudermeister Simon Clemens begrüßt wurden. Er wünschte allen friedliche und harmonische Kirmestage. Das war auch im Sinne unseres Königspaares, die das Fest mit einem Ehrentanz eröffneten. Der Sonntagmorgen unseres Schützenfestes begann nicht mit Kölsch, sondern in Kölsch. Dazu waren in unserer Kirche Könige und Abordnungen aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich eingetroffen, um die Messe in rheinischer Mundart zu feiern. In der Predigt forderte Präses Fritz Reinery die Schützen auf, Flagge zu zeigen für Glaube, Sitte und Heimat. In diesem Sinne hatte er dem 5. Jägerzug, der sein 40jähriges Bestehen feiert, eine neue Fahne geweiht. Nach einer von Sonne begleiteten Frühparade hatte sich das Festzelt mit geladenen Gästen und einer großen Schützenfamilie zum Festkommers gefüllt. Der erste Gruß galt unserer Majestät und Bezirkskönig Willi Achenbach und Königin Irene. Auf der Gästeliste standen Vertreter aus der Politik und den Vereinen. Nach der Ehrung der 25 und 40jährigen Jubilare erhielten Manfred Klein, Dieter Müller, Hans Dorn, Georg Klein und Herbert Lübberink das Silbernes Verdienstkreuz. Bundesmeister Hans Prisak überreichte an Dieter Lemke den Hohen Bruderschaftsorden und an Franz Walczak das Sebastianus - Ehrenkreuz. Hans Prisak verlas dazu die Verleihungsurkunde des Bundes. Um 16.30 Uhr bedankte sich der Brudermeister im Zelt bei allen Schützen aus nah und fern für den gelungenen Festzug. Der Sonntagabend gehörte unserem Königspaar, das mit vielen Gästen den Höhepunkt ihres Königsjahres feierte. S.M. Willi IV. machte allen im Zelt eine Überraschung mit einer Showeinlage des Fanfarencorps Wevlinghoven, der 5. Jägerzug präsentierte zum 40jährigen Jubiläum 10 „Gilbachgirls“ mit Tanzeinlagen. Es war ein gelungener Königsabend, der den Schützen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Am Montagmorgen konnte der Brudermeister dem Regionalsender News-89,4 einige Fragen über das Schützenwesen beantworten. beim ökumenischen Gottesdienst erfuhren wir vom Ableben unseres ehemaligen Pfarrers und Präses Karl - Heinz Kronen. Pastor Keller nahm das Thema „Flagge zeigen“ zum Anlass, uns zu sagen, dass das Presbyterium das Gesetz aus der NS - Zeit abgeändert hat, sodass die Schützen nun mit ihren Fahnen in die Markuskirche einziehen dürfen. Nach dem Gottesdienst ging es zügig ins Zelt, denn der Regen machte allen Beine. Unter der Regie von Herbert Lüpschen begann ein gemütlicher Familientag. Dabei durften natürlich die Ehrungen der


Sportschützen durch den Bezirksschießmeister Siegfried Dunkel sowie die Krönung der neuen Zugkönige durch unsere Majestät und die Beförderungen durch den Generaloberst nicht fehlen. Zum Königsvogelschießen um 15.00 Uhr blieb das Wetter trocken, die Pfänder gingen an Thomas Schroden, Norbert Hopp und Herbert Päfgen. Der Königsvogel schaute zum Schluss auf 4 Schützen herab, die ihn von der Stange holen wollten. Mit dem 147. Schuss fiel der Rest des Vogels herunter und der Adjutant unseres Generaloberst - Wolfgang Simon - hatte es geschafft. Als Wolfgang II. wurde er proklamiert, aber es dauerte lange, bis die Böllerschüsse bei seiner Doris in Hackenbroich angekommen waren. Der Nieselregen am Abend tat der Stimmung im Zelt keinen Abbruch, das Feuerwerk unterm Schirm zu betrachten, ist mal etwas anderes. Der Familienball dauerte bei guter Stimmung bis nach Mitternacht. Beim Aufstellen des Festzuges am Dienstag ging ein kräftiger Gewitterregen nieder. Die beiden Königspaare konnten noch so eben das Regiment abschreiten, sich dann aber ins Festzelt flüchten. Generaloberst und Offiziere entschieden, den Festzug ausfallen zu lassen. Peter Hilgers und Herbert Päfgen hatten sich gelbe Müllsäcke als Regenschutz übergezogen. Als der Gewitterregen nachließ, füllte sich das Festzelt mit allen Zugteilnehmern. Es war schon ein Ohrenschmaus, als alle Musiker zusammen einige Märsche spielten. Das es jemals eine „Miniparade“ im Festzelt gegeben hat, daran konnten sich selbst die ältesten Schützenbrüder nicht erinnern. Selbst Bürgermeister Hilgers meinte: „Ich habe an der Theke schon vieles erlebt, aber noch keinen Vorbeimarsch!“ Gegen 20.30 Uhr konnte Simon Clemens die Krönungsfeierlichkeiten eröffnen. Die Rückschau auf das Königsjahr von Willi und Irene Achenbach enthielt viel Höhepunkte, z.B. das silberne Priesterjubiläum unseres Präses, die Einweihung des Horremer Bürgerhauses und der Schuss, der ihn in Nettesheim zum Bezirkskönig machte. Mit einem dreimal Hoch und einem stürmischen Applaus wurde Willi IV. von der Königskette befreit, er trägt aber noch ein Jahr das Silber des Bezirksverband Nettesheim. Das neue Königspaar 1992 / 93 Wolfgang II. und Doris Simon wurden nun unter rauschendem Beifall vom Brudermeister vorgestellt. Eine Laudatio von Präses Fritz Reinery auf das scheidende Königspaar: „... meine ersten Worte, als der Vogel vor einem Jahr fiel, ach du lieber Gott! Heute darf ich sagen, die beiden haben alle Erwartungen übertroffen, besonders wenn man bei Irene zum Essen eingeladen ist.“ Dem neuen Königspaar Wolfgang und Doris wünschte er viel Erfolg und jederzeit eine glückliche Hand. Fritz Reinery bedankte sich zum Schluss bei Billy und Simon Clemens, die, was wohl inzwischen jeder Schütze weiß, ihr letztes Schützenfest als Präsidentenehepaar feiern. Mit stehendem Applaus bedankten sich alle im Zelt für die in den letzten 10 Jahren geleistete Arbeit. Das Grußwort des Bürgermeisters war auch eine Zusage , dass die Festwiese in einen ordentlichen Zustand versetzt wird. Zum Schluss der Krönung ging die Königsstandarte in die Hände des 1. Jägerzug über. Nach dem Ehrentanz machten die Züge den Königspaaren, mit Geschenken ihre Aufwartung. Die Uhr zeigte 23.30 Uhr, als Manfred und Jürgen Klein mit dem „Fahnenwalzer“ die Feierlichkeiten beendeten. Wieder einmal waren 4 Tage der Freude und des Frohsinns zu Ende.

1991 Gut 2 Wochen vor dem Start ins neuen Jahr hatten die Mitglieder der Bruderschaft ihre Jahreshauptversammlung abgehalten, wobei der Vorstand für 2 weitere Jahre das Vertrauen erhielt. „Wir hören dann auf“ hatte Brudermeister Simon Clemens und der Kassierer Dieter Lemke den erstaunten Zuhörern angekündigt. Am 12. Januar haben wir noch unseren Rheinischen Abend gefeiert, aber bedingt durch den Golfkrieg sagten wir alle anderen Karnevalsveranstaltungen ab. Frühkirmes vom 26. - 29. April 1991 Da der Wüstenkrieg am Golf beendet war, konnten wir am letzten Aprilwochenende die Frühkirmes starten.. Die Sonne begleitete am Freitag das Tambourcorps und zahlreiche Schützen zum Pfarrsaal, um den Generaloberst Dieter Annacker mit Gattin Helga und das Königspaar Heinz und Erika Fischenich ins beheizte Zelt zu begleiten. Um 20.00 Uhr konnte der Brudermeister im Festzelt Schützen und Gäste begrüßen. Dieser Tanzabend war ein Ehrenabend für den Generaloberst mit Gattin und das Königspaar. Am Samstag hieß es dann ab Mittag „Gut Schuss“ beim Preis- und Pokalschießen. Ab 20.00 Uhr wurde wieder bis weit nach Mitternacht das Tanzbein nach den Klängen der „Original Flamingos“ geschwungen. Die Kirchenglocken hatten um 09.00 Uhr zur Hl. Messe gerufen und Jung und Alt waren gekommen am Sonntagmorgen. Die Messe wurde von Präses Fritz Reinery zelebriert, Diakon Fritz Detmer hielt die Predigt und unser neuer Gemeindereferent Guido Hilberath betätigtes sich als Messdiener. Im Anschluss bedankte sich Simon Clemens im Festszelt bei den „Drei Heiligen“ für die kurze, aber kräftige Messe. Dann wurden die Ergebnisse der


Schießwettbewerbe bekannt gegeben. der 7. Jägerzug erhielt den Preis und 3. Jägerzug den Pokal, der beste Schütze war Theo Höhndorf vom 1. Grenadierzug, er erhielt die Schießschnur. Gegen Mittag besuchte unser der 1. Bürger der Stadt Dormagen, es war unser Bürgermeister, Landtagsabgeordneter und Mitglied unserer Bruderschaft Heinz Hilgers. Für den Nachmittag war Pokalschießen angesagt: den Pokal der passiven Mitglieder errang Jürgen Thomas, den Offizierspokal gewann Klaus Schnocks vom 1. Jägerzug und Herbert Päfgen wurde mit dem 53. Schuss „König der Könige“. Mit einem bunten Kirmestreiben für Kinder ging dann am Montag die Frühkirmes zu Ende. Wie in den Jahren zuvor war auch eine Abordnung der Bruderschaft mit S.M. Heinz V. zu Gast bei den Schützenfesten in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven. Ebenso war unser Königspaar Heinz und Erika Fischenich mit einer Abordnung beim Bezirksköniginnentag und Bezirkskönigschießen in Anstel. Schützenfest vom 24. - 27.08.1991 Wenn in Horrem die Straßen mit Fahnen und Wimpeln geschmückt sind, warten die Schützen nur noch auf die 3 Böllerschüsse am Samstagmittag und unser Schützenfest kann beginnen. Am Nachmittag zieht unser Tambourcorps durch den Ort und auf dem Kirmesplatz das bunte Treiben. Um 20.00 Uhr setzte sich der Fackelzug nach dem Kommando unseres Generaloberst Dieter Annacker in Bewegung. An der Residenz am Pfarrheim wurde der Zug vom Königspaar erwartet. Nach einem Ehrentanz auf der Straße zogen wir weiter zum zukünftigen Dorfplatz, um dort am Birkenkreuz einen Kranz für die Verstorbenen niederzulegen. Präses Fritz Reinery, Brudermeister Simon Clemens, der Kirchenchor und die Feuerwehrkapelle Dormagen mit unserem Tambourcorps gaben der Totenehrung einen würdigen Rahmen. Nach dem Umzug durch den Ort erreichten die Schützen gegen 21.45 Uhr das Festzelt, wobei gleich beim Betreten ein 6 m breites Bühnenbild von Alt- und Neuhorrem bestaunt werden konnte. Der Brudermeister bedankte sich beim Königspaar und beim 7. Jägerzug für die herrlich gestaltete Bühne. Die Festmesse am Sonntag gut besucht. Unter den Gästen waren die Abordnungen von Dormagen, Hackenbroich und Delhoven mit ihren Königen, sowie das Bezirkskönigspaar Bräuer aus Nettesheim. Nach der Messe begann bei Sonnenschein der Morgenappell sowie ein sauberer Vorbeimarsch an der vollbesetzten Ehrentribüne auf der Knechtstedener Strasse. Zum anschließenden Frühkommers im Festzelt konnte unser Brudermeister neben unserem Königspaar eine große Zahl von Gästen der Stadtverwaltung und Abordnungen der Vereine begrüßen. S.M. Heinz V. ist ein stimmgewaltiger Sänger im Kirchenchor, deshalb brachte ihm der Chor ein Ständchen. Da Simon Clemens bei der Begrüßung bemerkte: „Heute hat jeder Gelegenheit, uns wieder alles zu versprechen!“ sagte Bürgermeister Heinz Hilgers darauf: „.. das Erstemal verspreche ich es, das Zweitemal halte ich es.“ Er hatte dabei nicht an den Dorfplatz gedacht, sondern an das im Bau befindliche Bürgerhaus. Mit dem Silbernes Verdienstkreuz wurden 6 Schützen ausgezeichnet. Der Bundesmeister Hans Prisak konnte Peter Hilgers und Jürgen Sistig mit dem Hohen Bruderschaftsorden dekorieren. Nach den Ehrungen und Auszeichnungen unserer Sportschützen für Leistungen auf Bezirksebene konnten sich alle über die Musikdarbietungen der Feuerwehrkapelle Dormagen freuen. Im Festzug am Nachmittag strahlten unser Königspaar und die Sonne um die Wette. Der Generaloberst Dieter Annacker bedankte sich nach dem Festzug nicht nur bei den Horremer Schützen, sondern auch besonders bei den Schützen aus Straberg und Dormagen, die als Gäste unseren Zug verschönerten. Die neuen Edelknabenbetreuer Helmut Kohl und Willi Gimborn stellten den 13jährigen Frank Löffler als Edelknabenkönig vor. Mit dem Königsball am Abend, zu dem Heinz und Erika Fischenich als Höhepunkt des Königsjahres eine große Gästeschar - darunter auch 3 Königspaare - eingeladen hatten, ging ein schöner, harmonischer Festsonntag zu Ende. Mit dem ökumenischen Gottesdienst begann der Montagmorgen. Im Anschluss traf sich alles im Festzelt zu einem gemütlichen Familientag. Herbert Lüpschen leitete in seiner lockeren Art durch das Morgenprogramm. der 4. Jägerzug wurde für dein 40jähriges Bestehen geehrt und der 10. Jägerzug feierte sein 25jähriges Jubiläum. Sie bekamen von der Bruderschaft für jedes Jahr 1 Liter Kölsch. Der 4. Jägerzug spendete seine 40 Liter für unser karnevalistisches Altenfest. Viele passiven Mitglieder waren der Einladung zum Kommers gefolgt. Willi Rüttgens wurde mit der „Dr. Louis - Plakette“ ausgezeichnet. Mit den Ehrungen der Sportschützen und der Krönung der Zugkönige endete der offizielle Teil . Um 15.00 Uhr zogen wir zum Schießstand. Nach den Pfänderschießen ging es dem Königsvogel ans hölzerne Gefieder. Zum Ende versuchten 12 Schützen, das letzte Holz von der Stange zu holen. Mit dem 121. Schuss jubelte der 5. Jägerzug. denn sie stellten mit Willi Achenbach den 6. König in der Bruderschaft. Er wurde als König 1990 / 91 Willi IV. mit Königin Irene proklamiert.


Zum Familienball am Abend wurden Heinz V. mit Königin Erika, sowie ein strahlender Willi Achenbach mit seiner Frau Irene mit viel Applaus begrüßt Wienand Ripphahn vom 3. Jägerzug hatte ein Heimatlied gedichtet und stellte es im Zelt vor. Um 22.00 Uhr begann auf der überfüllten Festwiese ein Höhenfeuerwerk, welches 10 Minuten den Horremer Nachthimmel erstrahlen ließ. Anschließend wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Den letzten Festtag ließ man langsam angehen mit gemütlichem Beisammensein in den einzelnen Zügen. Um 17.00 Uhr zog bei schönem Wetter noch einmal ein sauberer Festzug durch Horrem. Dafür bedankte sich der Brudermeister Simon Clemens bei den Schützen. Bei gut besetzter Bühne begannen um 20.00 Uhr die Krönungsfeierlichkeiten. Simon Clemens brachte die Höhepunkte des Königsjahres von Heinz und Erika Fischenich noch einmal in Erinnerung und erleichterte Heinz vom Königssilber. Mit einem Dankeschön verabschiedeten sich Heinz und Erika. Mit stürmischem Applaus und dreimal Hoch dankte man dem 63. Königspaar der Bruderschaft. Zum neuen Schützenkönig bemerkte der Brudermeister: „Da kommt einer aus Straberg und wird in Horrem König, das ist keine Konkurrenz, sondern Freude und Partnerschaft an der Sache.“ S.M. Willi IV. Achenbach und Königin Irene wurden unter viel Applaus vorgestellt. Bei der Krönung in Horrem dürfen eine Laudatio der Geistlichkeit oder die Verse von Jürgen Alef nicht fehlen. „Nä, wat es dat en Horrem schön!“ bestätigten die Gäste, die zum ersten Mal dabei waren. Viele Geschenke erhielten die Königspaare beim großen Aufmarsch der einzelnen Züge. Wenn dann im Festzelt das „Tochter Zion“ erklingt, ist man dankbar für ein gelungenes Schützenfest. Der erweiterte Vorstand traf sich noch mal am 11. und 29. Oktober. Am 09. November feierten wir im Pfarrsaal den Hubertusball mit einer tollen Tombola. Am Volkstrauertag gedachten wir der Toten der Weltkriege auf dem Horremer Friedhof. Im Anschluss bei einem Frühstück im Pfarrsaal wurden Bilder aus der Chronik gezeigt. Von Alfred Pfrommer aus dem 3. Jägerzug und von Josef Hütten aus dem 2. Grenadierzug mussten wir Abschied nehmen. Auch die ehemalige Königinnen Ursula Erber und Margarethe Detmer bleiben in guter Erinnerung.

1990 Der Bericht über das Schützenjahr beginnt mit der Versammlung im Dezember 1989. Außergewöhnlich war die Ausführung über die Baupläne fürs Horremer Bürgerhaus durch Bürgermeister Hilgers. Das Weihnachtsfest und die Neujahrsempfänge standen im Zeichen der Geschehnisse in der DDR. Weihbischof Luthe informierte sich bei einem Besuch in der Pfarre auch über die Bruderschaft. In der Karnevalszeit organisierte Heinrich Peters mit seinen Helfern das Altenfest. Am Karnevalssamstag fand im Pfarrsaal ein Preiskostümball statt. Die Bezirksveranstaltungen hatte die Bruderschaft Oekoven übernommen. Am Bruderschaftsschießen, am Bezirksköniginnentag und an den Tagungen nahm unsere Bruderschaft teil. Im Schützenhaus Stürzelberg wurden 2 Mannschaften aus Horrem für den 3. und 13. Platz beim Dr. Geldmacher - Pokal geehrt. Frühkirmes vom 18. - 21. Mai 1990 Sie begann Freitags gegen 19.00 Uhr mit dem Abholen des Königspaares Bernhard und Renate Kämpf sowie Oberst Dieter Annacker mit Ehefrau Helga. Fast alle Züge trafen gegen 20.00 Uhr unter dem Kommando von Adjutant Wolfgang Simon im Festzelt ein. Brudermeister Simon Clemens begrüßte hier alle Schützen und Gäste. Ein Ehrentanz, an dem auch das Paar Herbert und Gisela Päfgen als König der Könige teilnahm, folgte. Man feierte an diesem Abend wie bei einem großen Familienball. Am Samstag ab 13.00 Uhr knallten im Schießstand die Büchsen, um die Sieger im diesjährigen Preis- und Pokalschießen zu ermitteln. So hatten Schießmeister Karl - Heinz Aigner und seine Helfer alle Hände voll zu tun, bis gegen 18.00 Uhr die Ergebnisse feststanden. Zum Tanzabend trafen Gäste und Schützen nur spärlich ein, aber die jungen Leute kamen bei heißen Rhythmen voll auf ihre Kosten. Mit einer Hl. Messe im Festzelt begann der Sonntag. Der Musikverein Gevenich gestaltete den Gottesdienst mit, der von Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer zelebriert wurde. Nach der Messe bedankte sich der Brudermeister bei den Geistlichen und den Musikern. Im


Anschluss zeigten 44 Musiker ihr Können bei einem schönen Konzert. In den Pausen gab der Schießmeister die Ergebnisse vom Vortag bekannt: Das Preisschießen gewann der 7. Jägerzug vor dem 8. Jägerzug und dem 1. Grenadierzug, auch den Pokal holte sich der 7. Jägerzug, den Seniorenpokal bekam Dirk Dieling vom 1. Grenadierzug. Die schönste 30 schoss Wolfgang Raab von den Sappeuren und erhielt die Schießschnur. Am Nachmittag wurde Georg Klein vom 1. Grenadierzug König der Könige, zum Schießen waren nur 3 ehemalige Könige erschienen. Der Montag war noch einmal für die Kinder da, die den Rest ihres Kirmesgeldes in Karussellfahrten und Naschereien umsetzen konnten. Die Musikfreunde aus Gevenich hatten Jubiläum und feierten am Sonntag nach Pfingsten mit einem Musikfest, eine große Schützenfamilie aus Horrem war dabei. Unser König Bernhard I. besuchte mit Abordnungen die Schützenfeste in Hackenbroich, Dornagen und Delhoven. Am 10. August waren über 100 Mitglieder der Einladung zur Versammlung gefolgt, um die letzten Unklarheiten vor dem Schützenfest auszuräumen. Schützenfest vom 25. - 28.08.1990 Es waren noch 24 Stunden Zeit, bevor in Horrem die Böller das Schützenfest eröffneten. Die Schützen schmückten Horrem und mit Hilfe der Pfadfinder wurde auf dem künftigen Dorfanger ein Buchenkreuz errichtet. Bürgermeister Heinz Hilgers und Bayervorstand Dr. Fuhr setzten den 1. Spatenstich für das Horremer Bürgerhaus. Bei kühlem Freibier war das vielen Schützen und Bürgern bei diesem heißen Wetter gerade recht. Nachdem also der Samstag so begonnen hatte, holte Oberst Dieter Annacker mit dem Regiment das Königspaar Bernhard und Renate an der Pfarrheim - Residenz ab und begaben sich nach dem Ehrentanz zum Dorfplatz. An dieser Stelle wurde zum 1. mal mit einer Kranzniederlegung der Opfer beider Kriege und unserer Toten gedacht. Im Anschluss zog der Fackelzug durch Horrem. Durch den Umbau der DB - Strecke war der Übergang Zonser Straße gesperrt. Der Zug konnte die Zonser Str. nur vom Bahnübergang Knechtstedener Str. durch das Neubaugebiet erreichen. Im Festzelt stellte Brudermeister Simon Clemens fest, dass doch alle, trotz mehrfacher Trennung durch die Schranke angekommen waren. S.M Bernhard I. mit seiner Königin Renate eröffneten dann den Rest des Abends mit ihrem Ehrentanz. Zum Festgottesdienst am Sonntagmorgen waren Abordnjungen aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit ihren Königen dabei. Nachdem unser Königspaar und das Bezirkskönigspaar Helmut und Angela Klein sowie die Fahnenträger in die Kirche eingezogen waren, zelebrierte Präses Fritz Reinery den Gottesdienst. Eine große Hubertuskerze wurde gesegnet, die im Gedenken für alle verstorbenen Schützenbrüder brenne soll. Dabei wurde besonders an den Ehrenbrudermeister Josef Vaassen gedacht. Der Morgenappell und die saubere Frühparade waren mit ein Höhepunkt des Festes. Dieses wurde zu Beginn des Festkommers von Simon Clemens hervorgehoben. Die Zeltbühne hatte sich mit geladenen Gästen gefüllt, die vom Brudermeister begrüßt wurde. Dabei stellte er fest, dass es schon 7 Jahre her ist, seit dem Dorfplatzversprechen. Der weitere Verlauf des Festkommers war dann dicht gefüllt mit Grußworten, Ehrungen und Auszeichnungen. Durch die Gründung 1920 feierten wir in diesem Jahr unser 70jähriges Bestehen. Geehrt wurden 8 Jubilare für 60 Jahre Bruderschaft. Mit dem Silbernes Verdienstkreuz wurden 5 Schützen ausgezeichnet. Dieter Annacker, seit 1980 Oberst, wurde zum Generaloberst befördert. Ergriffen waren alle im Zelt, als Wienand Ripphahn in seiner Muttersprache das von ihm verfasste Gedicht „De Heimat“ vortrug. Am Nachmittag bescherte die Sonne, ein strahlendes Königspaar und ein sauberer Festzug den Horremern viel Freude. Im Anschluss kamen die Edelknaben zu ihren Ehrungen. Diese Abteilung wurde vor 60 Jahren gegründet, Patrik Riemer wurde zum Edelknabenkönig 1990 / 91 gekrönt. Mit dem Königsball am Abend stand das Königspaar Bernhard und Renate Kämpf im Mittelpunkt. Es war der Lohn für ein Königsjahr in der Bruderschaft, deshalb freute sich mit ihnen eine große Gästeschar. Da Bernhard I. auch im Worringer Karneval kein Unbekannter ist, machte ihm auch eine Abordnung der KG „Änze Käls“ ihre Aufwartung. Ein Tanzmariechen brachte richtige Stimmung ins Festzelt. Bis in den Schützenfestmontag hinein wurde getanzt. Am Montagmorgen war die Beteiligung am ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche sehr bescheiden. Im Festzelt löste dann Herbert Lüpschen als Stellvertreter traditionsgemäß Simon Clemens ab und es begann ein immer beliebterer Familienvormittag. Heinz Fischenich ist seit 10 Jahren Edelknabenvater, aus diesem Grund erhielt er einen Frühstückskorb. Das Tambourcorps sorgte für tolle Stimmung. Peter Päfgen freute sich über die „Dr. Louis - Plakette“, die ihm der Bundesmeister Hans Prisak überreichte; bekannt als „Brütches Pitter“ hatte er Hans Prisak schon vor 60 Jahren mit Brot versorgt. Die Anwesenden spendeten dem einzig noch lebenden


Gründungsmitglied der Bruderschaft viel Beifall. Vom Generaloberst Dieter Annacker wurden eine ganze Reihe Beförderungen vorgenommen. Um 15.00 Uhr ging es zum Schießstand mit der Frage, wer wird neuer König? Nach dem Pfänderschießen gaben sich 7 Schützen einen spannenden Endkampf. Mit dem 72. Schuss fiel der Vogel von der Stange und dein strahlender Heinz Fischenich stieg auf die Schultern seiner Zugkameraden vom 7. Jägerzug. Im Festzelt wurde er als Heinz V. mit seiner Ehefrau Erika als Königspaar 1990 / 91 proklamiert. Für die Fröhlichkeit im Zelt gab es keine Pause. Ab 19.00 Uhr konnten die Schützen mal nach der „dicken Trööt“ tanzen. Nicht nur aus Horrem waren Zuschauer gekommen, um ab 22.00 Uhr mit Ah und Oh das Höhenfeuerwerk zu bestaunen. Die Stimmung war nach dem langen Montag noch so großartig im Zelt, dass die Musik um eine Verlängerung nicht herumkam. Am Schützenfestdienstag trat das Schützenregiment um 17.00 Uhr an. Bei Temperaturen um die 30 0 zog noch einmal ein Festzug durch den Ort. Viele Schaulustige säumten die Straßen und winkten den Königspaaren in der Festkutsche zu. Simon Clemens war im Anschluss voller Lob für den sauberen Umzug - „Hier in Horrem kann sich jeder Schütze sehen lassen!“ Er bedankte sich auch im Namen der Königspaare bei allen. Wenn das Königssilber einen neuen König ziert, so ist das in Horrem eine Zeremonie, die man miterleben muss. So war es auch in diesem Jahr, als sich die Schützen mit einem stürmischen Applaus von S.M. Bernhard I. und Königin Renate verabschiedeten. Der Brudermeister sagte: „Ihr ward ein schönes und beliebtes Königspaar.“ Bernhard bedankte sich bei seinem 1. Grenadierzug und den Schützen im Vorstand für das schöne Königsjahr und schenkte Simon Clemens ein Paar Schuhe, bei denen die Absätze vorne waren - der Brudermeister soll sie tragen und das Gefühl haben, mit der Bruderschaft gehe es immer bergauf. Ein dreifaches Hoch galt dem neuen Königspaar Heinz V. mit Königin Erika. Die beiden Horremer Geistlichen Präses Fritz Reinery und Pfarrer Keller sprachen Dankes- und Glückwunschworte. Der Präses hatte nicht vergessen, dass Simon Clemens sie mit Max und Moritz verglichen hatte, dies sei aber immer noch besser als Dick und Doof. Am Krönungsabend dürfen auch die Stadtväter nicht fehlen. Der 2. Bürgermeister Woitzik überbrachte Grüße des Rates und Jürgen Alef trug, wie in den Jahren zuvor, humorvoll Pleiten, Pech und Pannen des letzten Schützenjahres vor. Wenn ein Vereinsmensch wie Heinz Fischenich Schützenkönig wird, möchten ihm auch viele gratulieren. Da hatten sich die Zugkollegen in Edelknaben verwandelt. Der Kirchenchor brachte ein Ständchen und die Hofdamen waren erleichtert nach dem geglückten Hofknicks. Nach der Gratulation des Generaloberst mit Schützen aus den einzelnen Zügen, ging die Krönung zu Ende. Es wurde noch gefeiert, bis im Zelt so langsam die Lichter ausgingen. Alle waren der Meinung: es war ein schönes und harmonisches Schützenfest. Herbert Lüpschen lud die verwelkten Maien auf seinen Trecker in der Gewissheit, in einem Jahr feiern wir wieder Schützenfest in alter Tradition, aber mit jungem Birkengrün. Das Pfarrfest wurde in diesem Jahr bei der Hl. Familie ausgerichtet. Dabei wurde auch seitens der Bruderschaft kräftig mit Hand angelegt. In den letzten Septembertagen nahm die Bruderschaft eine Einladung der „Freunde von St. André“ an - zwei Tage ging es in die Partnerstadt nach Frankreich. Da sich kein Tambourcorps aus Horrem oder Umgebung entschließen konnte, mit uns zu fahren, sprangen die Freunde des Musikvereins Gevenich ein. 35 Musiker und der 7. Jägerzug als Begleitung vom Königspaar Heinz I. und Erika behalten die freundliche Aufnahme und Gastlichkeit in bester Erinnerung. Einen Jahresrückblick hielt das Offizierskorps am 12. Oktober und der Gesamtvorstand erörterte wichtige Themen am 19. Oktober. Neu im Horremer Schützenwesen ist, nach Gründung einer Jägerabteilung, ein Jägerball mit Krönung eines Jägerkönigs. In diesem Jahr ist es Arpad Bognar vom 8 Jägerzug. Im November feierte die Bruderschaft zu Ehren ihres Namenspatrons den Hubertusball. Rekordteilnahme war bei der Kranzniederlegung am Volkstrauertag zu vermelden. Die Schützen beteten mit ihrem Präses für die Toten der Kriege und der Bruderschaft. In diesem Jahr nahmen wir Abschied von Hans Ohligschläger vom 4. Jägerzug. Beim anschließenden Aufwärmen im Pfarrsaal wurden Bilder aus alten Schützentagen gezeigt. So rundet sich für die Schützen das 70. Jahr seit der Gründung. Ein Jahr voller Ereignisse in beiden Teilen Deutschlands - die Wiedervereinigung ist vollzogen, die Mauer steht nicht mehr. Das ist Grund genug, auch die kleinen Hindernisse innerhalb der Bruderschaft zu beseitigen.

1989 Es sind genau 365 Tage vergangen, seit der letzten ordentlichen Mitgliederversammlung im Pfarrsaal. Was alles in diesem Jahr in unserer Bruderschaft geschehen ist, wurde aufgeschrieben. Am 09.12.88 wurde in der Jahreshauptversammlung die Erstbesetzung des Vorstandes neu gewählt. Es gab außer


einem neuen Beisitzer keine Änderung, Brudermeister Simon Clemens wurde ein seinem Amt für weitere 2 Jahre bestätigt. Der 14. Januar war mit dem „Rheinischen Abend“ der Start in eine sehr kurze Karnevalsession, die mit dem Fest für unsere älteren Mitbürger am 21. Januar und dem Preiskostümball am 04. Februar zu Ende ging. Oberst Dieter Annacker traf sich mit den Offizieren am 24. Februar zu einer Frühjahrsbesprechung. Eine Abordnung besuchte den Bruderschaftstag am 11. März in Straberg. Der gesamte Vorstand war zu einer Versammlung am 17. März bei der Fa. Trienekens eingeladen. Eine interessante Betriebsführung und großzügige Bewirtung standen auf dem Programm. Die Verleihung des Dr. Geldmacherpokals fand am 31. März im Bürgerhaus Hackenbroich statt. Unter den 20 Mannschaften aus 8 Vereinen haben wir mit 3 Mannschaften teilgenommen und dabei die Plätze 9, 12 und 18 errungen. Die Versammlung vor der Frühkirmes am 07. April war von besonderer Bedeutung, weil von den anwesenden 91 Schützen eine Satzungsänderung einstimmig beschlossen wurde. Frühkirmes vom 14. - 17. April 1989 Müllers - Treff“ stand in diesem Jahr auf der Einladung. In und um diese Gaststätte hatten sich am Freitagabend das Tambourcorps und viel Schützen eingefunden, um das Königspaar und unseren Oberst mit seiner Gattin zu ihrem König- und Oberstehrenabend abzuholen. Das Wetter war nicht besonders freundlich und so wurde mancher Schütze bei seinem Begrüßungsbierchen leicht auch von außen feucht. Nach der Ankunft im gut beheizten Festzelt begrüßte Brudermeister Simon Clemens alle Gäste. Denn wurde unser Königspaar Dieter I. und Anastasia, sowie unser Oberst Dieter Annacker und Ehefrau Helga mit je einem Blumenstrauß begrüßt. Dieter I. trat ans Mikrofon und bedankte sich für das Abholen. Er ließ es sich nicht nehmen, unseren Brudermeister Hochleben zu lassen, da der an diesem Freitag Geburtstag hatte. Die „Original Flamingos“ spielten zum Tanz und des war eine gute Stimmung an diesem Abend im Festzelt. Nach hartem Kampf beim Preis- und Pokalschießen am Samstagnachmittag sah man am Abend einen erleichterten Schießmeister Karl Heinz Aigner. Die Hl. Messe am Sonntagmorgen im Festzelt wurde von Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer zelebriert. Der Diakon ging in seiner Predigt auf die Geistlichkeit ein, deren Weltgebetstag man an diesem Tag beging. Der Brudermeister bedankte sich bei der Geistlichkeit für die schöne Messe und begrüßte den „Musikverein Frohsinn Norf“, der auch die Messe mitgestaltete und nun großartige Blechmusik zum Frühkommers aufspielte. Im verlaufe des Vormittags gab unser Schießmeister alle Sieger bekannt. Den Seniorenpokal bekam der Zugführer des 1. Grenadierzug Peter Krämer. Bester Einzelschütze wurde Slavko Stupar, er erhielt die Schießschnur. Das Preisschießen gewann der Marinezug und den Pokal holte sich der 7. Jägerzug. Nochmals ging ein Dank an den Schießmeister Karl - Heinz Aigner und Bruno Köberich für die Schießleitung. Am Sonntagnachmittag wurde Herbert Päfgen König der Könige. Damit war unsere Frühkirmes wieder harmonisch abgerundet. Der Besuch des Bundesköniginnentages in Viersen war für unser Königspaar Dieter I. und Anastasia Müller ein Erlebnis. Der große Festzug machte bei gutem Wetter diesen Sonntag zu einem Schützentag. Beim Königinnentag des Bezirks, der eine Woche später stattfand, war unser Königspaar, begleitet von einer Abordnung, ebenfalls dabei. Mit dem Besuch der Schützenfeste in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven setzte unser König mit einigen Schützen die Tradition der letzten Jahre fort. Zum Bezirkskönigschießen hatte unsere Majestät Dieter I. nicht das Glück gepachtet. In der Versammlung vor dem Schützenfest am 11. August wurde die letzten Unklarheiten beseitigt. Schützenfest vom 26. - 29.08.1989 Nachdem uns der Wettergott wochenlang mit hochsommerlichen Temperaturen verwöhnt hatte, setzte pünktlich zum Schützenfest eine Abkühlphase ein. Die Straße wurden am Samstag mit einem Regenguss staubfrei gemacht und der Schießmeister setzte um 12.00 Uhr seine Böllerschüsse gegen eine tiefhängende Wolkendecke. Unser Ort war wieder festlich geschmückt und die Schützen zogen mit viel Freude ihre Uniformen an, nicht nur zur Zierde, auch gegen die Kälte. Um 20.00 Uhr gab unser Oberst Dieter Annacker das erste Kommando. Der Fackelzug zog vom Festplatz zur Residenz von S.M. Dieter I. und Königin Anastasia auf der Weilergasse. Dort fand der Ehrentanz auf der Straße statt. Auf dem Kirchvorplatz gedachte man anschließend der Toten beider Weltkriege und der verstorbenen Horremer Schützenbrüder. Simon Clemens legte einen Kranz am Ehrenmal nieder. Dann zog der Fackelzug durch den Ort. Leider fand sich in diesem Jahr kein Zug bereit, eine


Großfackel zu bauen. Um 22.00 Uhr konnte dann der Brudermeister unser Königspaar, die Gäste und die Horremer Schützenfamilie begrüßen. Nach dem Ehrentanz wurde der Abend ein richtiger Tanzabend. Am Sonntagmorgen um 08.45 Uhr hieß es dann Antreten zum Kirchgang. Die Abordnungen von Dormagen, Hackenbroich und Delhoven zogen mit ihren Schützenkönigen in die Kirche ein, auch der Bezirkskönig Michael Amel aus Gohr war dabei. Unser Präses Fritz Reinery stellte in seiner Predigt die Freude und den Humor in den Vordergrund, denn dieses macht den Weg frei für ein frohes Leben. Für einen Menschen ohne Freude wird das Leben unlebbar. Die Frühparade vor König und Ehrengästen war dann der erste Höhepunkt am Schützenfestsonntag, wobei wohl auch Petrus mit einigen wenigen Freudentränen zusah. Simon Clemens begrüßte im Festzelt unser Königspaar und alle Gäste. An alle Politiker gewandt bedankte er sich, weil wir in Horrem alles haben: den Dorfplatz und das Bürgerhaus. Diese verstanden die indirekte Mahnung und Bürgermeister Hoffmann versprach „ .., das Bürgerhaus wird in den nächsten 5 Jahren gebaut!“ 4 Schützenbrüder wurden für 25 Jahre, 9 Schützen für 40 Jahre und 1 Schütze für 60 Jahre Treue geehrt. Das SVK bekamen Herbert Lüpschen, Bernhard Heimbach und Franz - Josef Rothhausen, mit dem HBO wurden die Schützenbrüder Toni Päfgen und Josef Pannen ausgezeichnet. Hans Prisak, Bundesmeister im Bezirksverband Nettesheim, ehrte unseren Brudermeister Simon Clemens mit dem SEK. Vollkommen überrascht nahm der diese Auszeichnung entgegen. Es war der Dank für den Einsatz in der Bruderschaft, in der er nun 40 Jahre ist, seit 15 Jahren ist er im Vorstand und seit 1982 leitet er die Bruderschaft. Für besondere Leistungen darf Bruno Köberich einen Sebastianusorden tragen. Dies Auszeichnung ehrt auch einen Zugführer, der vor 25 Jahren den Jägerzug „Edelweiß“ mitgründete. Nach einem kräftigen Regenschauer konnte der Festzug am Sonntagnachmittag, wenn auch unter tiefhängenden Wolken, durch den Ort ziehen. Der 9. Jägerzug erfreute die Horremer anlässlich seines Jubiläums mit einem Spielmannszug und einem Fanfarencorps. Im Festzelt bedankte sich Simon Clemens bei allen Mitwirkenden. Von unserer Majestät wurde Marco Hank zum Edelknabenkönig gekrönt. Am Sonntagabend stand unser Königspaar im Mittelpunkt. Es hatte eine große Gästeschar eingeladen, die nun von der Residenz ins Festzelt einzog. Die Musik brachte mit fröhlichen Schunkelliedern Stimmung ins Zelt. Der Montag begann um 10.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Um 11.00 Uhr begann dann der gemütliche Montag im Festzelt, der von Jahr zu Jahr beliebter wird. Der 2. Vorsitzende Herbert Lüpschen begrüßte die große Schützenfamilie. S.M. Dieter I. überraschte die Schützen und verteilte „Flöns“ und Fleischwurst als Meterware. Die erfolgreichen Sportschützen wurden von Karl - Heinz Aigner vorgestellt. Dann wurde die neuen Zugkönige vorgestellt. Am Schießstand waren die Pfänder schnell abgeschossen. Auch die Ehrenschüsse taten dem Vogel kein Leid an. Dann ging es zur Sache und ab dem 100. Schuss wurde das Raunen immer lauter. Um 16.26 Uhr wurde Bernhard Kämpf vom 1. Grenadierzug mit dem 130. Schuss neuer Schützenkönig. Groß war auch die Freude bei seiner Ehefrau Renate. Im Festzelt wurde dann als Königspaar 1989 / 90 Bernhard I. und Renate Kämpf proklamiert. Der Montagabend begann genauso locker und familiär wie der Morgen. Die Musik brachte gute Stimmung ins Zelt beim Familienball. Um 22.00 Uhr wurde eine große Überraschung angekündigt, die man nur vor dem Festzelt sehen könnte. So kamen alle ins Freie und bekamen ein Feuerwerk zu sehen, womit der noch amtierende König Dieter I. in erster Linie seine Anastasia überraschen wollte. Zugleich machte er allen Bürgern und Schützen eine große Freude. Ins Zelt zurückgekehrt meinte Dieter I., wenn die Schützen zusammenhalten, müsste so ein Feuerwerk in jedem Jahr möglich sein. Aus der Begeisterung heraus kam bei einer spontanen Spendensammlung ein schöner Geldbetrag zusammen, der für das Feuerwerk 1990 eine gute Grundlage ist. Die Stimmung war im Verlauf des Abends kaum noch zu steigern. Eine Polonaise zog durch das Zelt und unser Tambourcorps spielte sich als „Show - Corps“ in die Herzen aller. Nachdem die einzelnen Züge den Dienstag auf ihre Weise gestalteten, versammelten sie sich gegen 17.00 Uhr am Festzelt, um von dort im Festzug mit den beiden Königspaaren durch den Ort zu ziehen. Für den sauberen Festzug bedankte sich der Brudermeister bei allen Schützen. Zum letzten Abend des Schützenfestes war das Zelt gut besucht, als die beiden Königspaare mit vielen Gästen zur Krönungsfeier ins Festzelt einzogen. Simon Clemens begrüßte alle Schützen und Gäste, darunter auch die Bürgermeister Hoffmann und Weismantel. Die beiden Königspaare standen nun im Mittelpunkt und ein Dankeschön von Vorstand und Schützen ging an das scheidende Königspaar Dieter und Anastasia Müller. Der Brudermeister erwähnte einige Höhepunkte des Jahres. Dieter I. bedankte sich mit den Worten: „Es war sehr schön mit euch, doch leider sind die Wochen und das Jahr zu schnell vergangen.“ Nun trug das neue Königspaar Bernhard und Renate das Königssilber und begannen mit einem dreifachen Hoch von den Schützen ihr Königsjahr. Die Horremer Geistlichen Pfarrer Keller und Präses Reinery gaben als erste ein Geschenk für jedes Königspaar ab.


Bürgermeister Hoffmann stellte fest, das der neue König aus dem Grenadierzug „Spätlese“ kommt, der nicht rocken, sondern spritzig ist. Schon traditionsgemäß brachte Jürgen Alef, inzwischen Stadtkämmerer geworden, seine Horremer Schützen - Anekdötchen zum Vortrag, die wieder viel Beifall fanden. Bernhard I., dem ein Mikrofon nichts neues ist, wünschte allen viel Freud, denn das Leben dauert keine Ewigkeit. Der Aufmarsch der Gratulanten endete mit dem Fahnenwalzer von 5 Fahnenschwenkern. Um 23.00 Uhr gingen die Krönungsfeierlichkeiten zu Ende. Als um 01.00 Uhr „Auf Wiedersehen“ gespielt wurde, konnten viele nicht glauben, dass die 4 Tage vorüber waren. Zu einer Herbstkritik trafen sich die Offiziere am 08. September in der Gaststätte „Müllers Treff“. Die dort aktuellen Themen brachte auch unser Brudermeister auf einer großen Vorstandsversammlung am 13. Oktober zur Sprache. Viel Schützen mussten schon den Winterschlaf begonnen haben, sonst wäre der Hubertusball am 04. November und die Jägermesse am Sonntagmorgen besser besucht gewesen. Die Mitwirkung des Tambourcorps am Volkstrauertag bei der Kranzniederlegung auf dem Horremer Friedhof gab dieser Feier einen würdigen Rahmen. Die Schützen wurden anschließend im Pfarrheim bewirtet. Dazu gab es eine Filmvorführung von Schützenfest früherer Jahre. In diesem Jahr verließen uns: am 08. Januar Toni Dickop vom 1. Grenadierzug, am 25. Juni Albert Lensing vom 2. Jägerzug, am 20 August Johann Detmer vom 2. Grenadierzug und am 20. Oktober unser Ehrenpräsident Josef Vaassen vom 1. Jägerzug. So endet dieses Schützenjahr! Mit Beginn eines neuen Jahrzehnts geht die Bruderschaft in das siebzigste Jahr des Bestehens. Wir alle sind dazu aufgerufen, im Sinne von „Glaube, Sitte und Heimat“ weiter zu machen!

1988 Mit der ordentlichen Mitgliederversammlung am 11.12.1987 im Pfarrsaal beginnt der Jahresbericht 1988. Ein besonderer Punkt war die Wahl des 2. Vorsitzenden, da Heinrich Peters, der über 20 Jahre im Vorstand war, gebeten hatte, einen Nachfolger für ihn zu finden. Zum Stellvertreter unseres Brudermeister Simon Clemens wurde Herbert Lüpschen gewählt. Neu in den Vorstand wurde auch Josef Kessel - Ehm als 2. Schriftführer gewählt. Der Zeugwart Willi Kohl, der Schießmeister Karl Heinz Aigner und der 2. Kassierer Heinrich Nehrfeld wurde für 2 Jahre bestätigt. In einen Planungsausschuss zum Schießstandumbau wurde Toni Päfgen, Bruno Brauer, Herbert Päfgen und Theo Esser gewählt. Das neue Jahr eröffnete der 10. Jägerzug mit dem Brezelschießen. Der „Rheinische Abend“ am 16. und das Altenfest am 30. Januar waren ein voller Erfolg. Zu einem großen Dankeschön an Heinrich Peters für seine langjährige Vorstandsarbeit fand sich am 05.02. der erweiterte Vorstand im Pfarrsaal ein. Den Karneval der Horremer Schützen feierten wir am 13. Februar. Der Offiziersversammlung am 04. März und der Vorstandssitzung am 11.03. folgte der Bruderschaftstag beim Bezirksverband Nettesheim am 13. März. Bunte Ostereier gab es wieder beim Eierschießen des 7. Jägerzug am 04. April. Gut besucht war auch die Pokalvergabe des Dr. Geldmacherpokals am 08.04. im Dormagener Schützenhaus. Auf der Mitgliederversammlung vor der Frühkirmes wurde Heinrich Peters zum Ehrenmitglied gewählt. Frühkirmes vom 29. April - 01. Mai 1988 Am Freitag, den 29. April gegen 19.00 Uhr holten zahlreiche Schützen S.M. Hans XIII. mit Königin Käthe und Oberst Dieter Annacker mit Gattin Helga zu einem harmonischen König- und Oberstehrenabend ins Festzelt ab. Am Samstagnachmittag leitete der Schießmeister Karl - Heinz Aigner das Preis- und Pokalschießen. Ab 20.00 Uhr war wieder Tanzmusik im Festzelt für Jung und Alt. Sonntagmorgen zelebrierte Präses Fritz Reinery eine Hl. Messe im Festzelt. Diakon Fritz Detmer forderte in seiner Predigt uns alle auf, Vorurteile gegenüber dem Nächsten abzubauen. Simon Clemens bedankte sich bei Präses und Diakon unter viel Beifall. Ab 10.45 Uhr gab es dann stimmungsvolle Blasmusik. In der Musikpause gab es eine Ehrung für den Schausteller Herbert Zimmermann, der im 30. Jahr in Horrem aufstellte. Die Ergebnisse im Pokalschießen: 1. der 2. Grenadierzug, 2. der 1. Grenadierzug und 3. der 1. Jägerzug; die Ergebnisse im Preisschießen: 1. der 5. Jägerzug mit 89 Ringen, 2. der 1. Grenadierzug mit 86 Ringen und 3. der 2. Grenadierzug mit 85 Ringen. Den Seniorenpokal und die Schießschnur als bester Einzelschützen erhielt Josef Risch vom 1. Grenadierzug. Am frühen Nachmittag fand eine Kinderbelustigung, geleitet von der


Jungschützenabteilung, statt. Auf dem Schießstand wurden noch 3 weitere Pokale ausgeschossen: Sieger im Offizierspokalwettbewerb wurde Martin Walczak, der König der Könige wurde Hans Vaassen und den Pokal der Passiven sicherte sich Hans Porath. Am Montag war noch einmal buntes Treiben auf dem Kirmesplatz und es waren für Jung und Alt schöne Kirmestage. Der Bezirksverband Nettesheim veranstaltete am 14. Mai den Bezirksköniginnentag, woran unser Königspaar Hans XIII. und Käthe Zaum mit einer Abordnung teilnahm. Am 06. Juni besuchte unser Königspaar mit einer großen Abordnung den Bundesköniginnentag in Rheda - Wiedenbrück. Mit dem Besuch unseres Vorstandes bei den Schützenfesten in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven rückte unser Schützenfest immer näher. Schützenfest vom 27. - 30.08.1988 Der Dauerregen vom Morgen wurde auch nicht von den Böllern um 12.00 Uhr vertrieben. Erst als der Fackelzug abmarschierte, hörte der Regen auf. Die Totenehrung auf dem Kirchplatz war wieder eine eindrucksvolle Feier, bei der Präses Fritz Reinery gedenkende und mahnende Worte sprach. Simon Clemens legte einen Kranz nieder, der Kirchenchor, das Tambourcorps und die Feuerwehrkapelle Dormagen untermalten diese Feierstunde. Danach setzte der Fackelzug mit 2 Großfackeln seinen Weg durch die Straßen Horrems fort. Um 21.30 Uhr waren alle Schützen wieder im Festzelt und Brudermeister Simon Clemens begrüßte alle Anwesenden, besonders den 1., 2. und 3. Jägerzug, die an diesem Schützenfest ihr 40jähriges Bestehen feierten. „Einer trage des andern Last“ war das Thema der Festmesse am Sonntagmorgen in der Pfarrkirche. Die Messdiener waren Josef Vaassen sr., Walter Müller, Peter Hilgers und Hans Vaassen. Diakon Fritz Detmer verlas die Lesung vom „verlorenen Sohn“ in rheinischer Mundart. Die Fahne des 2. Jägerzuges mit dem Abbild der Horremer Kapelle wurde geweiht. Bei der Frühparade Teilte sich erstmals das Horremer Tambourcorps in 2 Abteilungen. Im Festzelt begrüßte Simon Clemens um 11.00 Uhr die Gäste: Bundesmeister Hans Prisak, Geschäftführer Hans Baumer und den Bezirkskönig Wolfgang Tschersche vom Bezirksverband Nettesheim und unter großen Applaus den spanischen Seelsorger Don Alonso. Bürgermeister Peter Olaf Hoffmann überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Dormagen. S.M. Hans XIII. Erhielt vom Stadtverband den Orden „Bester Einzelschütze“ und vom Bundesmeister Hans Prisak eine Urkunde als „Bester Schütze“. Der Festzug am Nachmittag boten die Schützen ein schönes Bild, wozu auch das Wetter und ein strahlendes beitrugen. Bei den Ehrungen wurden der Prinz und der Schülerprinz vorgestellt, wie auch der Edelknabenkönig Michael Lotz. Den Fahnenschwenkerorden in Gold erhielt Jürgen Klein für seine 15jährige Tätigkeit als Fahnenschwenker. An diesem Abend strahlte unser Königspaar noch mal ganz besonders und Stimmung und Tanz gingen bis in den frühen Morgen. Der Besuch des ökumenischen Gottesdienstes am Montagmorgen in der Markuskirche war nicht so gut wie die Jahre zuvor. Der stellvertretende Brudermeister Herbert Lüpschen hatte an diesem Morgen im Festzelt seine Premiere. Er holte alle neuen Zugkönige auf die Bühne und stellte sie auch unter ihrem Zugnamen vor. Unser Tambourcorps stellte ein neu einstudiertes Potpourre vor. Der 1., 2. und 3. Jägerzug bekamen zum Jubiläum je einen Zinnteller. Oberst Dieter Annacker nahm anschließend die Beförderungen vor. Ein persönliches Geschenk hatte er noch für Ex - Majestät Gerhard Erber. S.M. Hans Zaum schenkte unter großem Applaus sein eigenes Gewehr der Bruderschaft, er wünschte dem Nachwuchs „immer Gut Schuss“. Pünktlich 14.30 Uhr zogen die Schützen mit Musik zum Schießstand. Es war an diesem Nachmittag nur der Königsvogel von der Stange zu holen. Nachdem die 3 Pfänder abgeschossen waren, wurde der Vogel immer magerer und das Raunen der Zuschauer immer lauter. Um 16.05 Uhr kam dann der große Aufschrei: Dieter Müller vom 2. Grenadierzug „Immertreu“ holte mit dem 180. Schuss den Rest des Vogels von der Stange und reihte sich als Königspaar 1988 / 89 Dieter I. (Müller) und Königin Anastasia in die Horremer Königsliste ein. Am Abend begrüßte Herbert Lüpschen die beiden Königspaare mit einem 3fachen Hoch. Viel Beifall bekam die neue Königin Anastasia, war sie doch die erste Königin aus Griechenland. Die Stimmung war hervorragend im Festzelt. Am Dienstagnachmittag formierte sich um 17.00 Uhr noch einmal ein Festzug und zog unter strahlend blauem Himmel durch Horrem. Die beiden Königspaare in der Kutschen wurden von den Zuschauern bejubelt. Um 18.15 Uhr bedankte sich im Zelt unser Oberst für den sauberen Umzug. Auch Brudermeister Simon Clemens sprach ein herzliches Dankeschön, auch an die Tambourcorps Zons, Hackenbroich und Horrem. Unseren Hofdamen galt ein besonderer Dank. Zum Krönungsball begrüßte Simon Clemens die beiden Königspaare, die Gäste und die Schützen. Die Krönungszeremonie begann mit einer Laudatio auf das scheidenden Königspaar Hans und Käthe Zaum. Mit den Worten „Es war ein Jahr mit euch ohne Probleme“ bedankte sich der Brudermeister Simon Clemens für ein


schönes Königsjahr. Dies unterstrichen alle Anwesenden mit langem Beifall. Hans Zaum bedankte sich sehr ergriffen für dieses schöne Königsjahr. Der neue Schützenkönig Dieter I. durfte nun die Königskette tragen und konnte sich so mit seiner Anastasia unter viel Beifall den Horremern zeigen. Dieter Müller erklärte: „Ich war etwas verwundert, nicht zu denen zu gehören, die am Montag befördert worden sind. Da habe ich mich zum König gemacht!“ In den anschließenden Ehrentanz reihten sich alle ehemaligen Königspaare ein. Unser Präses hatte sich bei vielen zu bedanken. Bei Hans und Käthe „Ihr beide habt der Republik Horrem alle Ehre erwiesen.“ Zu Simon meinte er: „ Du führst Dein Amt hervorragend und steigerst Dich von Jahr zu Jahr.“ Ein Dank auch an alle, die ihn , den Präses an den Festtagen beköstigt haben. Dem neuen Königspaar wünschte er ein neues Königsjahr. Auch Pfarrer Keller bedankte sich ebenfalls beim scheidenden Königspaar und meinte zu Dieter I., dass er mit seiner Anastasia die Ökumene nun um die orthodoxe Kirche erweitern werde. Im Namen von Rat und Verwaltung sprach der Vize - Bürgermeister Philipp Weismantel die Glückwünsche aus. Jürgen Alef brachte in altgewohnter Weise seine gereimtem Anekdötchen. Ab 22.00 Uhr dann der Aufmarsch und die Gratulation der einzelnen Züge. Erwähnt werden sollen auch die vielen schönen, ideenreichen Geschenke. Mit einem dreifachen Hoch auf die Königspaare und die Bruderschaft ging die Krönungszeremonie gegen 22.45 Uhr zu Ende. Zu Ende war aber nicht unser Schützenfest, denn um 24.00 Uhr begann ein großer Aufzug mit Tambourcorps und Fahnen - unsere Ex - Königin Käthe Zaum wurde 50 Jahre alt. Simon reimte dazu passend: „Käthe, Du bist wunderbar, bleibe so noch 50 Jahr!“ So war der Ausklang des Schützenfestes fröhlich und ausgelassen. Eine kritische Bilanz über unsere Festtage wurde auf der Offiziersversammlung am 16.09. gezogen. Der große Vorstand tagte am 14.10. Simon Clemens erläuterte dort die zukünftigen Pläne und die Finanzamtsorgen. Dabei wurde auch die Wiederaufnahme der monatlich Papiersammlung beschlossen. Der Hubertusball am 05.11. war von den Schützen selber sehr schwach besucht. Die Teilnahme der Schützen in Uniform zur Kranzniederlegung am Volkstrauertag auf dem alten Horremer Friedhof wird erfreulicherweise von Jahr zu Jahr besser. Zwei Schützenbrüder trugen wir zu Grabe: am 29. April starb unser langjähriger Regimentsspieß Herbert Künzel, unser Ehrenmitglied und ehemaliger Kassierer Franz Brodda starb am 18. September. Mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung am 09.12. hat sich der Jahreskreis 1988 geschlossen. Nur der Schütze, der das ganze Jahr aktiv am Geschehen in der Bruderschaft teilnimmt, kann beurteilen, was Freude und Feier, aber auch Mitarbeit und Mitmachen heißt. So darf dieser Bericht mit einer fernöstlichen Weisheit schlissen: „Ich schlief und träumte, das Leben wäre Freude ich erwachte und sah, das leben war Pflicht, ich handelte und sah, die Pflicht war Freude!“

1987 Mit den Neujahrsempfängen der Pfarre und der Stadt begann das Jahr 1987. Der Rheinische Abend am 17.01. und das Altenfest am 17.02. waren gut gelungen. Der Preiskostümball am 01.03. war ein Höhepunkt im Horremer Karneval. Das Dr. Geldmacher - Pokalschießen in Dormagen vom 09. - 11.03 fand seinen Abschluss mit der Preisverleihung am 27.03. im Schützenhaus Dormagen. Durch die beste Schießleistung wurde Klaus Klein vom 11. Jägerzug Bruderschaftsprinz 1987 / 88. Die Mitgliederversammlung am 24.04. wurde von 106 Schützen besucht. Diese wählten Karl - Heinz Aigner zum neuen Jägermajor, der Bernhard Heimbach zu seinem Adjutanten ernannte. Norbert Hopp wurde für den erkrankten Herbert Künzel zum neuen Spieß gewählt. Für den Wechsel vom Bezirksverband Neuss zum Bezirksverband Nettesheim fand sich eine breite Mehrheit. Der Vorstand wurde beauftragt, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Am 02. Mai feierte S.M. Gerhard Erber seinen 73. Geburtstag. Frühkirmes vom 15. - 17. Mai 1987


Am Freitag, dem 15.05.hatten gegen 19.00 Uhr zahlreiche Schützen S.M. Gerhard I. und Oberst Dieter Annacker mit ihren Frauen im Pfarrheim ab. M 20.00 Uhr begrüßte Brudermeister Simon Clemens S.M. und Oberst mit Frauen, den Präses Fritz Reinery und unser Ehrenmitglied Josef Vaassen. Natürlich war es ein Tanzabend, bei dem das Königspaar und der Oberst mit seiner Gattin im Mittelpunkt standen. Am Samstag wurde von Schießmeister Karl - Heinz Aigner voller Einsatz verlangt, denn um 13.00 Uhr begann das Preis- und Pokalschießen, das sich bis in die Abendstunden hinzog. Am Sonntagmorgen gestaltete die Musikkapelle aus Gevenich um 09.00 Uhr die Zeltmesse mit. Im Laufe des Vormittags konnte Simon Clemens viele Gäste begrüßen. Johann Detmer erhielt zu seinem 81. Geburtstag ein Ständchen gespielt. Die Schießergebnisse von Samstag: den 1. Preis errang der 1. Jägerzug mit 87 Ringen, der Pokal ging an den 8. Jägerzug mit 87 Ringen. Die Schießschnur ging an Carlo Bognar mit 30 Ringen und den Seniorenpokal konnte Josef Risch vom 1. Grenadierzug entgegen nehmen. Zum Mittagessen blieben viele Schützen im Zelt. Der Nachmittag begann mit einer Kinderbelustigung, die von den Jungschützen betreut wurde. Um 14.00 Uhr begann ein Pokalschießen der Offiziere. Mit dem 106. Schuss holte Peter Kluth vom 10. Jägerzug den Pokal, der von den Wanderfreunden Dormagen gestiftet worden war, ihr Vertreter Herr Sauermann überreichte den Pokal. Auch der von unserem Oberst Dieter Annacker gestiftete Pokal für die passiven Mitglieder wurde zum ersten Mal ausgeschossen. Hans Wolbrecht nahm den Pokal nach dem 102. Schuss in Empfang. So brachte uns die Frühkirmes einen Vorgeschmack aufs Schützenfest. Am 24. Mai begleiteten viele Schützen unser Königspaar zum Bundesköniginnentag nach Wenden im Sauerland. Am 10. Juli fand im Pfarrsaal eine Mitgliederversammlung statt, um vor Schützenfest noch Unklarheiten zu beseitigen. Überrascht waren die Schützen vom Rücktritt des Spieß Norbert Hopp, Hansi Simon vom 8. Jägerzug wurde bei einer Stimmenthaltung als Nachfolger gewählt. Oberst Annacker und Adjutant Josef Vaassen jr. verzichteten aus Sicherheitsgründen auf Reitpferde im Festzug. Dieses hatte auch der Jägermajor bei seiner Wahl zur Bedingung gemacht. Oberst Dieter Annacker feierte am 15. Juli seinen 50. Geburtstag. Schützenfest vom 29.08. - 01.09.1987 Als unser Fest am Samstag mit Böllerschüssen und Glockengeläut begann, hingen noch viele Wolken über Horrem und ein Regenschauerlöste die andere ab. Pünktlich um 20.00 Uhr konnte Oberst Dieter Annacker das Abmarschkommando zum Fackelzug geben. Der Himmel war nun fast wolkenlos und ein schöner Sommerabend sah eine festlich geschmückte Residenz. Hier wurden die Schützen von Königspaar und Vorstand begrüßt. Nach dem Ehrentanz von S.M. Gerhard und Königin Ursel auf der Straße schloss sich die Gefallenenehrung auf dem Kirchplatz an. Die gedenkenden Worte sprach unser Präses Fritz Reinery, die Kranzniederlegung erfolgte durch den Brudermeister, die Liedvorträge des Kirchenchores und der Große Zapfenstreich waren eine würdige Gedenkfeier. Um 20.45 Uhr setzte dann der Fackelzug seinen Weg fort. Dabei konnten 3 Großfackeln bewundert werden: der Königszug zeigte den überraschenden Königsschuss des „Schneiderleins“ Gerhard (ermachte ihn nur locker, da fiel er selbst vom Hocker), der 13. Jägerzug zeigte Oberst und Adjutant auf Schaukel- und Steckenpferd und den 15. Jägerzug beschäftigte das Thema „Wenn unser Präses König würde“ - sie stellten die Frage, welche seiner 4 Frauen wohl Königin würde. Gegen 21.30 Uhr hatten die Schützen das Festzelt erreicht. Simon Clemens begrüßte das Königspaar und alle Anwesenden. Der neue Jägermajor und sein Adju bekamen ein besonderes Lob - ihr habt eure Sache gut gemacht. Der Brudermeister stellte die Festtage unter das Motto: „Friede, Freude, Frohsinn“. Den Tanzabend eröffnete das Königspaar mit dem Ehrentanz. Die Tanzkapelle „Flamingos“ sorgten für gute Stimmung bis in den frühen Morgen. Am Sonntagmorgen konnte der Vorstand die Abordnungen und Majestäten aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven begrüßen. Beim Festgottesdienst stellte Präses Fritz Reinery den Friedensgedanken in den Vordergrund: Shalom - wie viel Friede steckt in dir?. Der Morgenappell nach der Messe, sowie der Vorbeimarsch vor König und Ehrengästen war bei herrlichem Sonnenschein ein erster Höhepunkt. Im Festzelt war bei Festkommers die Bühne besetzt mit Gästen, die von der Bruderschaft eingeladen waren. Sie alle wurden von Simon Clemens namentlich begrüßt. In Vertretung von Bürgermeister Hoffmann sprach der 2. Bürgermeister Weißmantel ein Grußwort an die Schützen. Johann Detmer wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Helmut Slowinsky vom Tambourcorps wurde für 40 und Dirk Dieling vom 1. Grenadierzug für 25 Jahre Treue geehrt. Für besondere Verdienste wurden Josef Kessel - Ehm, S.M. Gerhard Erber, Hansi Fischer, Karl Deutzmann und Friedhelm Peters mit dem SVK ausgezeichnet. Die Herren Reynartz, Benoit und


Sowa von der Feuerwehrkapelle Dormagen spielten zum 25. mal beim Schützenfest in Horrem und bekamen als Erinnerung je einen Zinnteller mit Stadtwappen. Markus Lüpschen bekam sein Fahneschwenkerabzeichen und Manfred Klein wurde für 15 Jahre mit dem Fahnenschwenkerorden in Gold ausgezeichnet. Peter Barrawasser baute sein Zelt zum 25. mal in Horrem auf. Herr Engler vom Rheinischen Anzeiger wurde als langjähriger „Fipsreporter“ zum Ehrenmitglied der Bruderschaft ernannt. Billy Clemens erhielt eine Frauenauszeichnung in Silber vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften verliehen. Bundesmeister Willi Helten konnte Josef Hütten den HBO und Heinrich Peters das Schulterband mit Stern zum SEK verleihen. Da die Bruderschaft ab 1988 zum Bezirksverband Nettesheim wechseln möchte, war dies die letzte Amtshandlung von Bundesmeister Willi Helten in Horrem. Simon Clemens bedankte sich mit einem Geschenk an Willi Helten. Der Festzug führte bei viel Sonnenschein am Sonntagnachmittag durch das geschmückte Horrem. Simon Clemens bedankte sich für den sauberen Festzug. Auch wenn die Bundesbahn mit ihrem Schrankendienst nicht besonders „Schützenfreundlich“ war, zeigten die Schützen für die Sicherheit großes Verständnis. Heinz Fischenich stellte Andreas Clemens als neuen Edelknabenkönig vor. Der Sonntagabend war der Königsabend von S.M. Gerhard I. und Königin Ursel. Sie freuten sich mit ihren Gästen über die gute Stimmung im Zelt. Der ökumenische Gottesdienst in der Markuskirche war von den Schützen gut besucht. Die beiden Pfarrer Keller und Reinery setzten den Friedensgedanken aus den Vortagen fort. Traditionell begrüßte im Zelt Heinrich Peters Schützen und Gäste. Er bat Käthe Redemann auf die Bühne, sie gab nach 25 Jahren das Amt des Zeugwartes an Willi Kohl ab. Sie bekam ein Geschenk der Bruderschaft. Auch der ausgeschiedene Jägermajor - Adjutant und der Ex - Spieß Herbert Künzel erhielten ein Geschenk. Heinrich Peters gratulierte dem 2. Grenadierzug zum 40jährigen Bestehen, auch der 7. Jägerzug feierte sein 30jähriges Bestehen. Die Fackelpreise. 1 Preis der 13. Jägerzug, 2. Preis der 15. Jägerzug und der 3. Preis an den 2. Grenadierzug. Der Oberst Dieter Annacker sprach folgende Beförderungen aus: Georg Klein, Peter Kluth, Dietmar Symalla und Martin Walczak zum Leutnant, Karl - Heinz Aigner zum Jägermajor, Hansi Simon zum Regimentsspieß und - völlig überraschend Peter Schnocks zum Major. Um 14.30 Uhr ging es dann mit Musik zum Schießstand, wo Schießmeister Karl - Heinz Aigner schon 2 Vögel auf die Stangen gesetzt hatte. Den 1. Vogel holte der ehemalige König 1984 / 85 Norbert Walheim mit dem 158. Schuss herunter. Die Pfänder des Königsvogels waren schnell abgeschossen. Nach dem Ehrenschuss unseres Präses kämpften 10 Schützen um den Rest auf der Stange. Hans Zaum vom 5. Jägerzug machte mit dem 167. Schuss das Rennen als S.M. Hans XIII. Mit dem 6. König von der Zonser Str. ist wieder ein echter Horremer Jung Schützenkönig. Die Stimmung am Montagabend war von Anfang an heiter und ausgelassen. Unser Präses und Hans Zaum standen auf den Stühlen und winkten, eine Riesenpolonaise zog durch das Zelt. Am Dienstag konnte sich die Schützen von den Anstrengungen des Montags etwas ausruhen und trafen sich um 17.00 Uhr vor dem Festzelt, um noch einmal mit S.M. Gerhard, Königin Ursel und dem neuen Königspaar Hans und Käthe Zaum einen farbigen Festzug zu gestalten. Es war, wie an den Vortagen, wieder ein herrlicher Sonnentag, an dem auch der Wunsch unseres Präses sich erfüllte, einmal in einem offenen Sportflitzer durch die Straßen von Horrem gefahren zu werden. Gegen 20.00 Uhr zogen die beiden Königspaare mit einem großen Gästeschar ins Festzelt, um den Krönungsabend nach Horremer Art festlich zu begehen, aber auch fröhlich zu feiern. Das betonte auch Brudermeister Simon Clemens, als er feststellte, das alle Mölders und Schlömers aus Hackenbroich und Hackes unter den Schützen weilten. Er begrüßte alle Anwesenden, eine Abordnung des BSV Dormagen mit dem Vorsitzenden Heinz Krosch und dem amtierenden Königspaar. Mit viel Applaus an des Königspaar Erber bemerkte Simon Clemens: „Ihr seid jünger geworden, liebenswert und bescheiden, aber auch strahlend, wir waren alle mit euch sehr zufrieden!“ Alle im Festzelt ließen S.M. Gerhard I. und Königin Ursel noch mal hochleben. Gerhard Erber bedankte sich herzlich für die Unterstützung in seinem Königsjahr mit der Schlussbemerkung „das heben wir hinter uns“. Als sich das neu gekrönte Königspaar 1887 / 88 Hans XIII. (Zaum) und Königin Käthe vorstellten, sagte unser Brudermeister: „Was soll ich zu den beiden sagen? Hans hatte das Glück und das Können, den Rest von der Stange zu holen.“ Hans XIII. hielt eine kurze Rede: „Danke!“ Präses Fritz Reinery machte noch mal klar, dass das Sport - Coupe vom Nachmittag nicht ihm gehöre. Bürgermeister Hoffmann bemerkte dazu: „Herr Pastor, sprechen Sie doch mal mit der Mutter Kirche! So ein Auto muss ja kein Traum bleiben.“ Eine große Überraschung für Hans Zaum war die Auszeichnung mit dem „Ehrenkreuz des Sports mit Eichenlaub in Silber“. Hans XIII. übergab den Pokal „König der Könige“ an seinen Zugkameraden Norbert Walheim. Mit dem Aufmarsch der Züge erlebte Horrem ein langsam zu Ende gehendes, aber sehr harmonisches Schützenfest.


Auf der Offiziersversammlung am 16. Okt. im „Lindenhof“ wurde von Oberst Dieter Annacker und 30 Offizieren noch mal das vergangene Schützenfest kritisch beleuchtet. Den Hubertuspokal konnte auf dem Hubertusball der 7. Jägerzug für immer in Empfang nehmen, er hatte ihn zum 3. Mal errungen. Nach der Hubertusmesse am Sonntag, den 08.11. zeigte Simon Clemens im Pfarrsaal auf einer Leinwand Bilder aus Horrem, die zwischen 1930 und 1950 aufgenommen worden sind. Bei der Kranzniederlegung zum Volkstrauertag war die Beteiligung der Schützen auf dem Horremer Friedhof gut. Die Erträge der Papiersammlung sind sehr schlecht. Für 1988 sind noch keine Termine festgelegt worden. Für den 06.12. erging eine Einladung an unsere Bruderschaft vom Bezirksverband Nettesheim zu einer Delegiertenversammlung nach Hackenbroich. Dort wurde die Horremer Bruderschaft von Bundesmeister Hans Prisak vorgestellt und herzlich begrüßt. Wir wollen alle dankbar sein, mitgewirkt zu haben für Glaube - Sitte - Heimat

1986 Wie in all den Jahren zuvor, so begann auch das Jahr 1986 für uns mit dem Neujahrsempfang unserer Pfarre und dem Neujahrsempfang der Stadt Dormagen. Am, 01.02. wurde dann unter Leitung von Heinrich Peters das Altenfest gefeiert, am 09.02. fand ebenfalls im Pfarrsaal der Kostümball unserer Bruderschaft statt. Vom 10. - 12.03. fand in Straberg das Dr. Geldmacher - Schießen mit 2 Mannschaften unsere Bruderschaft statt, wobei die 1. Mannschaft den 2. Platz belegte. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.04. konnte der 1. Vorsitzende Jürgen Kersten vom Jungschützenvorstand vorgestellt werden. Am 14.04. feierte unser Präsident Simon Clemens seinen 50. Geburtstag. Viele Freunde und Schützen waren seiner Einladung gefolgt. Dieser Tag wird unserem Präsidenten noch lange in Erinnerung bleiben. Vom 25. - 28.04. fand unsere Frühkirmes statt. So kam am Freitag das Regiment unter Führung von Jägermajor Hermann Klein gegen 19.20 Uhr zu S.M. Herbert I. (Päfgen) und Oberst Dieter Annacker. Nach einigen Bier und Korn ging es zum Festzelt. Dort begrüßte Simon Clemens Schützen und Gäste, besonders S.M. Herbert I. und den Oberst nebst Frauen. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Schießwettbewerbe. Um 20.00 Uhr konnte wieder das Tanzbein geschwungen werden. Am Sonntagmorgen trafen sich die Schützen um 09.00 Uhr zur Zeltmesse. Zu Beginn des Frühschoppens begrüßte unser Präsident Schützen, Gäste und S.M. Herbert I. Ferner begrüßte er Präses Fritz Reinery und Diakon Fritz Detmer, beiden dankte er für die schöne Messe. Im Laufe des Frühschoppens wurden dann durch S.M. Herbert I. und Schießmeister Karl - Heinz Aigner die einzelnen Sieger der Schießwettbewerbe bekannt gegeben. So wurde beim Preisschießen der 1. Grenadierzug mit 85 Ringen Sieger, im Pokalschießen verteidigte der 7. Jägerzug mit 87 Ringen den 1. Platz vom Vorjahr. Den Seniorenpokal überreichte Ehrenpräsident Josef Vaassen an Walter Müller vom 3. Jägerzug. Die obligatorische Hutsammlung ging diesmal an die Fröbelschule, da diese vor einigen Wochen von einem Brandstifter in Schutt und Asche gelegt wurde. Der Erlös erbrachte 411,85 DM plus 100,00 DM als Vereinsspende. Am 25.05. fand in Hoisten das Bezirksschützenfest statt. Am 01.06. fuhr eine große Abordnung mit unserer Königin Gisela zum Bundesköniginnentreffen nach Kobern - Gondorf. Am 18.07 wurde im Pfarrsaal die letzte Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest abgehalten. Hier konnte, da unser bisheriger Spieß Herbert Künzel leider krank war, Wolfgang Simon für 1 Jahr als Spieß gewonnen werden. Schützenfest vom 30.08. - 02.09.1986


Die dunklen Regenwolken ließen sich am Samstag um 12.00 Uhr nicht durch das Festgeläut und den Böllerschüssen, die unser 66. Schützenfest ankündigten, vertreiben. Um 17.00 Uhr trafen sich viele Schützen in der geschmückten Residenz von S.M Herbert I. und Königin Gisela. Um 20.00 Uhr zog dann der Fackelzug zur Residenz im Pfarrheim, um dort Königspaar und Vorstand abzuholen. Da S.M. erst einige Tage vor dem Fest mit eingeklemmtem Nerv aus dem Krankenhaus entlassen worden war, tanzte Simon Clemens mit Königin Gisela den Ehrentanz. Anschließend wurde in einer eindrucksvollen Feier der Toten beider Weltkriege gedacht. Nach dem anschließenden Fackelzug traf man gegen 22.00 Uhr im Festzelt ein. Ein besonderer Gruß unseres Präsidenten ging an das Königspaar und die Fackelbauer. Der Sonntag begann wie der Samstag endete - mit Nieselregen. Nichts desto trotz waren fast alle Schützen zum Kirchgang um 09.00 Uhr angetreten. In einer schönen Messfeier, die das Thema: „Der ältere Mensch“ hatte, stellte der 4. Jägerzug, wenn man von unserem Präses absieht, alle Akteure. Nach der ersten Parade vor Königen und Gästen traf man sich gegen 11.00 Uhr im Festzelt. Besonders grüßte Simon Clemens S.M. Herbert und die Könige aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven. Des weiteren begrüßte er Ehrenpräsident Josef Vaassen sen., Ehrenmitglied Franz Brodda und Herrn Helten vom Bezirksverband Neuß. In der folgenden Jubilarehrung konnten folgende Schützen ihr 25jähriges feiern: Fritz Detmer, Hans Fischenich, Heinrich Peters, und Dr. Josef Rath, das 40jährige feierte Hans - Heinrich Bayer. Das SVK bekamen: Dieter Lemke, Peter Paljina, Hans Zaum, Hans Jürgen Sistig, Slavko Stupar und Kurt Raab. Herr Helten überreichte unserem Oberst Dieter Annacker den HBO. Willi Peiffer, vor genau 25 Jahren Bezirkskönig, bekam die Graf - Galen Plakette. Am Nachmittag zog dann ein farbenprächtiger Festzug durch Horrem. Leider regnete es auch hier fast während des gesamten Zuges. Vor der Parade ging sogar eine gewaltige Hagelschauer nieder. Nach dem Festzug dankte der Präsident im Zelt allen Schützen für den sauberen Umzug. „Oberkindergartenvater“ Heinz Fischenich stellte „seine“ Edelknaben in der neuen Uniform vor. S.M. überreichte der Bruderschaft für diese Uniformen einen Betrag. Ein großer Hofstaat folgte am Abend S.M. zum großen Königsball in, durch das schlechte Wetter bedingt, nur mäßig besetzte Festzelt. Ein ganz besonderer Dank unseres Präsidenten galt dem Gestalter der Bühne. Die Königspaare saßen unter einem Baldachin, auf dessen Spitze eine große Krone saß. Der Gestalter war Dekorateurmeister Werner Berghoff. Bei dem am Montag um 10.00 Uhr stattfindenden ökumenischen Gottesdienst in der Markuskirche reichten auch in diesem Jahr die Messzettel nicht, so viele Schützen besuchten diesen Gottesdienst. Gegen 10.45 Uhr konnte dann Heinrich Peters alle Schützen und Horremer im sehr gut besetzten Festzelt begrüßen. Ein besonderer Gruß ging an S.M. Herbert I. und den Präsidenten Simon Clemens. Königin Gisela nahm dann in Vertretung von S.M. die Krönung der Zugkönige vor. Auch die Fackelbauer bekamen nun ihre Platzierungen mitgeteilt: 1. wurde der 13. Jägerzug. Sie zeigten auf ihrer Fackel gekonnt das Pech von König und Präsidenten unter dem Motto: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Anschließend nahm unser Oberst Beförderungen vor: So wurden zum Flügelleutnant Fritz Virnich und Holger Kollenbroich und zum Leutnant Bernd Brodda, Hans - Willi Gimborn und Wilfried Clemens ernannt. Die Hutsammlung für die Altenfeier erbrachte einen Erlös von 818,96 DM. Mit einem großen Blumenstrauß dankte Simon Clemens Hildegard Vaassen für die bisher geleistete Arbeit bei der Papiersammlung. Der 7. Jägerzug hatten einen Genuss besonderer Art an diesem Morgen: sie tranken mit der Königin aus deren Schuhen. Nachdem Gisela auch den „Battalliöner“ ebenfalls aus ihrem Schuh hat trinken lassen, durfte sie das Tambourcorps mit dem „Kues“ dirigieren. Gegen 14.30 Uhr war es dann soweit. Auf dem Schießstand sollte der neue König der Bruderschaft ermittelt werden. König der Könige wurde mit dem 92. Schuss Wolfgang Raab. Nachdem unser Präses und S.M. Herbert I. ihre Ehrenschüsse abgegeben hatten, konnte mit dem eigentlichen Schießen begonnen werden. Mit dem 103. Schuss wurde ein sichtlich überraschter Gerhard Erber vom 2. Grenadierzug neuer Schützenkönig von Horrem. Er wird sicher als einer der schnellsten Könige in die Annalen der Bruderschaft eingehen. Im Zelt proklamierte dann unser Präsident unter dem Jubel der Anwesenden Gerhard I. (Erber) und Königin Ursel zum Schützenkönigpaar 1986 / 87. Am Abend konnte dann Heinrich Peters im sehr gut besuchten Festzelt beide Königspaare willkommen heißen. Er wünschte dem neuen Königspaar für ihre Regierungszeit alles Gute und dankte schon jetzt dem „alten“ Königspaar. Der neue König der Könige Wolfgang Raab bekam von seinem Vorgänger Georg Klein den Königspokal überreicht. Es folgte nun ein Familienball, wie es den in Horrem schon lange nicht mehr gegeben hatte. Am Dienstag hatten wir dann das Wetter, was wir bisher in Horrem auf Schützenfest gewohnt waren. Sonne. Gegen 17.00 Uhr ging dann der letzte Festzug durch Horrem. Im Festzelt dankte Simon Clemens allen Schützen. Gegen 20.00 Uhr war es dann soweit, das große Finale der schönen Tage


war gekommen. Viele Schützen holten die Königspaare an der Residenz ab. „Nun“, so Simon Clemens im Festzelt, „ist die Zeit für euch, Herbert und Gisela, gekommen: ich muss euch das Königssilber abnehmen. Ihr wart ein mild regierendes Königspaar, auch wenn es für Herbert - bedingt durch seine Krankheit - kein besonders schönes Königsjahr war.“ Simon nahm nun Herbert die Kette und Billy nahm Gisela das Diadem ab. Als dann beide zum Mikrofon traten, brausten wahre Beifallstürme auf. Leider, sagte Herbert, gehe meine Regierungszeit zu Ende. Es war für mich eine schöne Zeit und ich war stolz, für ein Jahr euer König sein zu dürfen. Ere bedankte sich bei allen Schützen für die schönen Aufmärsche und Paraden. Dank auch an Simon und Billy. Er habe es ihnen sicher nicht immer leicht gemacht. Ebenfalls dankte er seiner Frau Gisela. Auch Königin Gisela dankte allen Schützen. Ebenfalls ein Dank an die Frauen und Männer des 4. Jägerzug, die immer hinter ihnen gestanden hätten. Nach diesen Raden folgte lang anhaltender Beifall. Dann wandte sich der Präsident dem neuen Königspaar zu. Gerhard Erber stammt aus Schlesien und wohnte nach dem Kriege auf der Zonser Str. Nachdem er beiden ein schönes Jahr gewünscht hatte, bekamen sie von ihm und Billy das Königssilber und Diadem überreicht. Der Präsident ließ beide unter großem Jubel hochleben. Nun bedankte sich S.M. Gerhard I. bei allen Schützen und Gästen, auch im Namen von Königin Ursula für den tollen Empfang. Nach den Reden unseres Präses Fritz Reinery und des Bürgermeisters, sowie auch Pfarrer Keller, begann dann um 22.00 Uhr der von den Hofdamen aufgeführte Aufmarsch der Schützen. So stellte Simon Clemens jede Hofdame den Königspaaren einzeln vor, es folgten Oberst und Adjutant. Die Zugfrauen überreichten Nähutensilien, der 5. Jägerzug eine Uralt - Nähmaschine. Aber auch alle anderen Züge brachten den Königspaaren liebevoll ausgesuchte Geschenke und Blumen. Bis das Fest dann endgültig zu Ende ging, vergingen noch viele frohe Stunden. Um Mitternacht hatten dann alle Schütze Gelegenheit, Heinrich Peters zum 65. Geburtstag zu gratulieren. Auf der Offiziersversammlung am 12.09. wurde vor allem das Schützenfest 1986 kritisch beleuchtet. Am 21.09. feierten wir unser Pfarrfest. Am08.11. hieß es dann auf zum Hubertusball. Dieser sprengte in diesem Jahr den Rahmen des Pfarrsaales, musste doch viele Gäste wieder gehen. Schießmeister Karl - Heinz Aigner nahm an diesem Abend die Preisverteilung vom Hubertusschießen vor. Mit neuem Vereinrekord von 115 Ringen wurde der 7. Jägerzug Sieger. Am Sonntag, dem 09.11. fand von 10.30 Uhr die Hubertusmesse statt mit anschließender Versammlung und Mittagessen. Am Volkstrauertag kamen viele Schützen in Uniform zur Messe und zur Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Am 07.12.fand in Kaarst der Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuss statt. Der Einladung zur Mitgliederversammlung am 12.12.1986 waren 112 Schützen gefolgt. Auf der Tagesordnung standen auch Neuwahlen einiger Vorstandsmitglieder. Einstimmig wurde Brudermeister Simon Clemens und auch Kassierer Dieter Lemke wiedergewählt. Der 1. Schriftführer Winfried Clemens stellte sich nicht mehr zur Wahl, zum 1. Schriftführer wurde Franz Walczak gewählt. Der Oberst heißt weiter Dieter Annacker, Heinz Fischenich blieb Edelknabenbetreuer, Martin Kluth und Theo Esser wurden als Beisitzer gewählt. In Erinnerung an unsere Toten: Am 15.02 starb Arnold Krämer, am 29.04. - nur 1 Tag nach Frühkirmes - starb Hermann Klein, am 28.05. verstarben Peter Müller und Anton Stein und am 14.11. verstarb Johann Quetting.

1985 Traditionell begann das Schützenjahr 1985 mit dem am 06.01. stattfindenden Neujahrsempfang. Am 01.02. verabschiedete der Vorstand den langjährigen 1. Kassierer Franz Brodda. Nach den Dankesworten von Ehrenpräsident Josef Vaassen und Präsident Simon Clemens hielt der 2. Präsident Heinrich Peters eine kurze Laudatio. Nach 3mal Hoch auf unser Kassiererehepaar überreichte Simon Clemens eine Schreibmaschine. Hella Brodda bekam einen herrlichen Blumenstrauß. Vom 11. - 13.03 fand das Schießen um den Stadtwanderpokal statt. Am 19.04. fand bei Anwesenheit von 86 Schützen eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Saal „Jägersruh“ statt. Hier wurde der überarbeitete Haushaltsplan 1985 - der trotz Sparmaßnahmen ein Minus von 4.000,- DM aufwies - bei 7 Neinstimmen und 5 Enthaltungen angenommen. Dort wurde auch Heinz Menneke zum 2. Schriftführer gewählt.


Unsere diesjährige Frühkirmes begann am 30.04 mit dem König- und Oberstehrenabend. um 19.15 Uhr holten viele Schützen unter Führung von Jägermajor Hermann Klein S.M. Norbert I. und Oberst Dieter Annacker mit Gattinnen ab. Gegen 20.15 Uhr konnte dann unser Präsident Schützen und Gäste begrüßen. Besonders begrüßte er unseren König und den Oberst nebst Gattinen. Ein besonderer Gruß ging an alle kranken Schützenbrüder mit dem Wunsch auf baldige Genesung. Am Freitag, dem 03.05. fand dann im fast ausverkauften Festzelt die große Jubiläumsshow des Tambourcorps Horrem statt. Am Samstag, dem 04.05. traf man sich bereits um 13.00 Uhr am Hochstand, um dort beim Preis- und Pokalschießen die Sieger zu ermitteln. Gegen 19.00 Uhr standen die Gewinner fest. Die Abendveranstaltung stand wieder ganz im Zeichen des Jubiläums unsres Tambourcorps. Am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr begann die Messe für die Lebenden und Verstorbenen des Tambourcorps. Nach der Messe trafen sich im Zelt befreundete Tambourcorps, die Feuerwehrkapelle Dormagen und Gäste zum Frühkommers. Die Sieger des Schießens vom Vortag wurden bekannt gegeben. Beim Preisschießen wurde 3. der 2.Grenadierzug mit 83 Ringen, 2. der 7. Jägerzug mit ebenfalls 83 Ringen und 1. der 1. Grenadierzug mit 85 Ringen. Beim Pokalschießen holten die ersten 3 alle 85 Ringe: 3. der 4. Jägerzug, 2. der 8. Jägerzug und Pokalsieger der 7. Jägerzug. Josef Hütten wurde mit 30 ringen Seniorenpokalsieger und bester Einzelschützen wurde Norbert Hopp vom 13. Jägerzug mit 30 Ringen. Um 14.00 Uhr stand ein Bus bereit, der viele Schützen zum 100jährigen Bestehen des Schützenvereins von Gohr - Broich brachte. Am 13.05 starb unser ehemaliger Jubiläumskönig Johann Pesch, nur 2 Tage später starb Gerd König und am 24.05. starb Harald Fuhrmann. Am 02.06. besuchten wir das Musikfest in Gevenich / Mosel mit 2 Bussen. Am 16.06. besuchten wir das Schützenfest in Hackenbroich und am 30.06. das Schützenfest in Dormagen. Am 22.07. verstarb unerwartet der Schütze, der 33 Jahre unsere Bruderschaftsfahne getragen hatte: Hans Sistig vom 1. Jägerzug. Im Pfarrheim fand denn am 09.08. die letzte Mitgliederversammlung vor dem Fest statt. Schützenfest vom 24.08. - 27.08.1985 Als am Samstag, dem 24.08. um 12.00 Uhr in das Mittagsgeläut unserer Kirche 3 Böllerkrachten, wusste auch der letzte Horremer: es wird wieder Schützenfest in der „Republik“ gefeiert. Ab 17.00 Uhr traf man sich bei S.M. Norbert I. (Walheim) und Königin Maria in der schön geschmückten Residenz im Saal der „Jägersruh“, um 19.00 Uhr hieß es Antreten zum Fackelzug. Dieser zog dann um 20.00 Uhr zur Residenz. Nach dem Ehrentanz des Königspaar zog man zur Gefallenenehrung an die Kirche. Die Ansprache hielt der Präses Fritz Reinery. Er gedachte nicht nur der Gefallenen beider Weltkriege, sondern auch der Schützenbrüder, die seit dem letzten Schützenfest verstorben sind. Im Namen unserer Bruderschaft legte unser Präsident einen Kranz nieder. Das Tambourcorps, die Feuerwehrkapelle Dormagen und der Kirchenchor untermalten diese Feier. Bei leichtem Regen ging dann der Fackelzug durch Horrem. Der Marinezug verschönte diesen mit der einzigen Großfackel „Uns klaut keiner das Zelt“, eine gelungene Anspielung auf den Dormagener Zeltklau. Gegen 21.30 Uhr waren alle wohlbehalten im Festzelt. Hier begrüßte der Präsident Schützen und Gäste, ganz besonders aber unsere Majestät Norbert I. mit seiner strahlenden Königin Maria. Mit dreimal Hoch auf Bruderschaft, Königspaar und unsere „Republik“ endete der offizielle Teil. Am Sonntag, dem 25.08. feierten wir dann gemeinsam unserem Präses die Hl. Messe unter dem Thema: „Eintracht zuhause, Friede nach außen“. Ein vom 15. Jägerzug gebasteltes Mobile hing neben dem Altar: verschieden große Kreise versinnbildlichten die einzelnen vereine in Horrem. Nicht auf die Größe oder Gewichtigkeit, sondern auf Gemeinsamkeit, Toleranz und Ausgewogenheit kommt es an, eben wie bei diesem Mobile. Die Lesung wurde von unserem Diakon Fritz Detmer auf Kölsch vorgelesen, genau wie von unserem Präsident die Fürbitten. Auf der Knechtstedener Str. fand die erste Parade bei herrlichem Sonnenschein statt. Im Zelt konnte unser Präsident alle Schützen und Gäste, besonders natürlich S.M. Norbert I. Er bedankte sich für die rege Teilnahme am Kirchgang und dem schönen Vorbeimarsch. Auch ernstere Töne schlug Simon Clemens beim Frühschoppen im Zelt an über die Behandlung lokaler Aufgaben durch die Politiker und Verwaltung. Das Wort Horrem, so Simon Clemens, stammt zwar aus dem Keltischen und bedeutet: Dorf im Moor“. Deshalb lassen wir uns aber nicht länger wie „Mohren“ behandeln lassen. Lassen wir uns das nicht länger bieten, melden


wir uns stärker zu Wort bei Themen wie: Dorfplatz, Germaniasaal, Tunnel oder Verkehrsproblemen. Wir waren bisher zu brav, lassen wir uns nicht länger wie Stiefkinder behandeln. Bürgermeister Alef fand das eine mutige Rede von unserem Präsidenten. Es sei besser, offen seine Meinung zu sagen, zumal er in vielen Dingen recht habe, denn manches läuft nicht so richtig. Von S.M. Norbert I. bekamen die Jungschützen einen original englischen Dartsschrank geschenkt, damit sie in Zukunft am Schießstand nicht nur schießen können. Unser Präses begrüßte nun alles Schützen und Gäste. Er sei nun zum 7. Mal dabei, es gefällt ihm von Mal zu Mal besser. Er richtete seinen Appell an die Jugend, die Bruderschaft aufrecht zu erhalten. Nicht weniger als 9 Schützen bekamen von Ehrenpräsident Josef Vaassen den Jubiläumsorden für 25jährige Treue: Josef Kessel - Ehm, Franz – Josef Höhndorf, Peter Kluth, Peter Müller, Otto Pesch, Hans - Willi Pohl, Engelbert Risch, Hans - Jürge Sistig und Josef Vaassen jr. Vom Vizepräsident Heinrich Peters bekam dann Michael Kloss die Prinzenkette überreicht und Markus Wetzel, wie im Vorjahr, die Schülerprinzenkette. Um 15.00 Uhr ließ dann unser Oberst Dieter Annacker und sein Adjutant Josef Vaassen jr. das Regiment antreten. Nicht weniger als 24 Züge zogen mit einem strahlenden Königspaar durch Horrem. Mittelpunkt bei der Parade war dann unsere Majestät Norbert und seine im Mutterglück strahlende Königin Maria, sowie die Hofdamen. Als man gegen 16.30 Uhr wieder im Zelt angekommen war, bedankte sich der Präsident auch im Namen des Königspaares für den schönen Festzug. S.M. Norbert I. nahm im Laufe des Nachmittags dann die Krönung des Edelknabenkönigs Rolf Kessler vor. Um 20.00 Uhr setzte sich dann zum Königsball ein großer Hofstaat in Richtung Zelt in Bewegung. Bei der Begrüßung durch den Präsidenten fiel besonders unser ehemaliger Kaplan Don Alonso - ais Spanien angereist - auf. Nach dem Ehrentanz des Königspaares vergnügte man sich bis weit nach Mitternacht. Am Montag, den 26.08. hieß es um 09.45 Uhr Antreten zum Kirchgang in der Markuskirche. Unsere beiden Geistlichen waren sichtlich erfreut über den guten Besuch. Traditionsgemäß begrüßte unser Vizepräsident alle Anwesenden im Zelt. Besonders begrüßte er S.M. Norbert I. Der Marinezug bekam nicht nur ein Geldgeschenk für die Fackel, sondern auch den 1. Preis im Papiersammeln. Diese Jungs haben insgesamt 14 t Papier gesammelt. Unser Oberst nahm anschließend folgende Beförderungen vor: Peter Kurt Raab, Michael Lüpschen, Heinz Otten, Klaus Schnocks, Wolfgang Graumann und Hans Zaum zum Leutnant. Otto Pesch, Simon Clemens und Franz - Josef Höhndorf zum Oberleutnant, Josef Kessel - Ehm, Heinrich Peters und Josef Vaassen jr. zum Hauptmann. Gegen Mittag konnte man sich dann eine Erbsensuppe schmecken lassen. Gegen 14.30 Uhr ging es zum Schießstand. Dort wurde zunächst unter 14 Bewerbern der König der Könige ermittelt. Mit dem 29. Schuss holte dann Georg Klein den Holzvogel von der Stange. Bevor der Nachfolger von S.M Norbert I. feststand, mussten zuerst die Pfänder abgeschossen werden. Nach langen zähen Kampf blieben am Schluss des Königsschießens noch 4 Bewerber übrig: Dieter Annacker, Simon Clemens, Fritz Detmer und der unter dem Namen „Holzwurm“ bekannte Herbert Päfgen. Der Letztgenannte holte dann mit dem 256. Schuss den Rest des Vogels von der Stange. Trotz Krücken - sein Fuß war durch einen Skiunfall immer noch lädiert - schaffte er es im ersten Anlauf, neue Majestät von Horrem zu werden. Groß war der Jubel nicht nur bei allen Schützen, sondern auch bei den Mannen vom 4. Jägerzug. Überglücklich jedoch war seine Frau Gisela, die nun an seiner Seite für 1 Jahr Königin von Horrem sein wird. Im Zelt konnte ihn dann Simon Clemens unter großem Jubel der Gäste als König 1985 / 86 Herbert I. (Päfgen) mit Königin Gisela proklamieren und ihm den vorläufigen Königsorden überreichen. Seine Mutter Angela Päfgen gratulierte ihrem Sohn auf der Bühne. Sie war nämlich, durch Kriegwirren bedingt, die bisher am längsten regierende Königin in Horrem - genau 7 Jahre. Sein Vater war der Grenadiermajor Johann Päfgen, besser bekannt als „Päfgens Schäng“. Gegen 20.00 Uhr begann dann der Familienball. Simon Clemens äußerte den Wunsch, diesen Familienball auch zu praktizieren. In diesem Sinne wünschte er allen viel Vergnügen. Der Dienstagmorgen stand wie immer ganz im Zeichen der einzelnen Züge. Erst um 17.00 Uhr traf man sich zum letzten Umzug. Auch dieser Festzug konnte bei herrlichem Wetter durchgeführt werden. Viele Blumensträuße für das neue Königspaar zeugte von seiner großen Beliebtheit. Um 20.15 Uhr war es dann soweit. Beide Königspaare mit Hofstaat waren im Zelt angekommen. Dort wurden sie von Simon Clemens herzlich begrüßt. Er sei dankbar für das schöne Wetter, für das Verständnis seiner Frau Billy sowie für die Mitarbeit seiner Vorstandskollegen. Ein Gruß auch an unsere 3 „Heiligen“ aus Horrem: Unseren Präses, Pfarrer Keller und Kaplan Don Alonso und an das älteste Mitglied unserer Bruderschaft „Brüdches Pitter“. Ihm und Billy falle es schwer, so der Präsident, von Norbert und Maria Abschied zu nehmen. Norbert ist nicht nur ein guter Fußballer und Trainer, er habe auch noch trotz seiner Arbeit bei Bayer und als König Zeit gehabt, für Nachwuchs zu sorgen. Er fuhr fort: Nun ist es soweit, eure Königszeit ist leider vorbei! Alle Schützen dankten mit langem Beifall S.M. Norbert I. und Königin Maria. Norbert dankte in seiner Rede allen Schützen für die Unterstützung und es falle ihm schwer, Abschied zu nehmen. Es war für mich, so Norbert, eine große Freude und Ehre, euer König zu sein. Zu Herbert Päfgen gewandt meinte dann Simon Clemens: Herbert vorstellen hieße, Eulen


nach Athen zu tragen, wer Herbert nicht kennt, ist selber schuld. Simon habe geglaubt, sein Zug, der immerhin schon 35 Jahre besteht, wird wohl auch ohne König in Rente gehen. Das wird sicher ein lustiges Jahr, denn wo Herbert ist, ist immer etwas los. Er wünschte ihm und uns ein schönes Regierungsjahr. Danach überreichte er ihm das Königssilber und Billy steckte Gisela das Diadem ins Haar. Der Hofstaat, alle Gäste und Schützen standen auf, um S.M. Herbert I. und Königin Gisela mit langen Beifall zu ehren. Unser Präses sprach die Hoffnung aus, dass unser Präsident uns noch lange vorsteht und bedankte sich bei ihm für die bisherige Arbeit. Bei Exkönigin bedankte er sich mit einem Kuss, denn das tut er lieber, als die Erde zu küssen, wie ein Amtsbruder von ihm. Zum neuen König gewandt meinte er: ich bin jetzt 7 Jahre in Horrem und Herbert war schon immer „jäckisch“, König zu werde. Seine Gisela war am Montag leichenblass, aber sie trägt es mit Fassung, wie so vieles mit Herbert. Er wünschte dann ein schönes Königsjahr und überreichte ihnen dann ein Geschenk. Bürgermeister Alef überreichte zunächst Simon Clemens und Heinrich Peters eine Krawatte mit Stadtwappen, dann hielt er seine Red wie immer in Reimform. Simon bedankte sich bei ihm mit den Worten: Jürgen ist nicht nur unser Bürgermeister, sondern auch unser Verseschmiedemeister. Gegen 21.30 Uhr wurde dann die Gratulation der Schützen traditionell von unserem Oberst und Adjutanten angeführt. Die Blumen und Geschenke alle aufzuzeigen, würde zu weit führen. Deshalb seien hier nur einige genannt: So bekam S.M. Herbert I. vom 11. Jägerzug einen großen Holzwurm mit Krone, vom 13. Jägerzug einen im Swimmingpool sitzenden Herbert, einen Rettungsring und ein Boot. Von seinem eigenen Zug bekam er einen riesigen Anker, damit sein Boot nicht mehr wegtreiben kann nach dem Motto: Willst Du nicht hinterm Boot herschwimmen, muss die Ankergröße stimmen. Gegen 22.30 Uhr waren dann die Krönungsfeierlichkeiten zu Ende, Simon Clemens bedankte sich für die Geduld der Gäste und wünschte allen noch ein paar frohe Stunden. Weiter ging das Schützenjahr mit der Offiziersversammlung am 20.09. Hier konnte die erste Manöverkritik geübt werden. Am 14 und 15. 09. feierten wir in Horrem das Pfarrfest. Am 31.10. starb unser langjähriger Generaloberst Fritz von der Warth. Den Hubertusball feierten wir im proppevollen Pfarrsaal am 09.11. Simon Clemens begrüßte alle Anwesenden, besonders natürlich unsere Majestät Herbert I. nebst Königin Gisela. Schießmeister Karl - Heinz Aigner konnte an diesem Abend die siegreichen Mannschaften vom Hubertusschießen auszeichnen: 3. Platz mit 103 Ringen der 10. Jägerzug,2. Platz mit 104 Ringen der 9. Jägerzug und Sieger mit ebenfalls s104 Ringen wurde der 7. Jägerzug, der erstmals das „Double“ schaffte, nämlich Gewinner des Bruderschafts- und des Hubertuspokalschießens zu werde. Vom Sieger bekam der Letzte, der 4. Jägerzug, 10 Liter Bier gestiftet. Unser Präses meinte griemelnd, 10 Liter Limo wären für uns sicher besser gewesen. Am 10.11. war dann um 10.00 Uhr die messe für die Lebenden und Verstorbenen unserer Bruderschaft mit anschließender Versammlung im Pfarrsaal. Hier begrüßte dann Simon Clemens ca. 60 Schützen. Er erinnerte durch Vorlesen des Protokolls vom 11.08.1935 an ein denkwürdiges Ereignisse unser Bruderschaft vor 50 Jahren. Da rettete Josef Vaassen, Vater unseres Ehrenpräsidenten, unsere Bruderschaftsfahne vor dem Zugriff der NSDAP, indem er die Fahne der Kirche übergab. Eben diese Fahne muss nun, 50 Jahre danach gründlich überholt werden. Die Kosten, so der Präsident, belaufen sich auf 2.000,- DM. Nicht nur unser Präsident und unser Kassierer waren mehr als erfreut, als an diesem Morgen S.M Herbert I. 500,- DM, Josef Vaassen 100,- DM, der 1. Jägerzug 300,- DM, der 1. Grenadierzug, der 4. und 9. Jägerzug sowie der Sappeurzug je 100.- DM und der 13. Jägerzug 50,- DM für die Renovierung spendeten. Im Laufe des Morgens wurde dann noch der Film über das 50jährige Jubiläumsschützenfest gezeigt. Dieser Film wurde von unserem Schützenbruder Ludwig Gils 1970 gedreht. Gegen Mittag konnte man sich eine Gulaschsuppe schmecken lassen. Am 17. Nov. trafen sich die Schützen mit und ohne Uniform auf dem Horremer Friedhof, um dort anlässlich des Volkstrauertages den Gefallenen beider Weltkriege zu gedenken. So ging ein ereignisreiches Jahr zu Enden. Mit der Hoffnung auf ein schönes Jahr 1986 möchte ich diesen Bericht schließen.


1984 Das Schützenjahr 1984 begann am 08.01. mit dem traditionellen Neujahrsempfang der Pfarre im Pfarrheim, dem sich der Neujahrsempfang der Stadt Dormagen am 14.01. im Bürgerhaus Zons anschloss. Am 27.02.1984 starb unser langjähriger Präsident Hans Hansen. Auf der am 09.03. im Kegelcenter stattgefundenen Offiziersversammlung wurde u. a. beschlossen, die Totenehrung am Schützenfestsamstag an den Anfang des Fackelzuges zu legen. Vom 12. - 14.03. fand das Schießen des Stadtverbandes um den Stadtwanderpokal statt. Nach einem tragischen Verkehrsunfall starb am 16.03. der Leiter der Kreissparkasse Horrem und langjähriges Mitglied unserer Bruderschaft, Josef Kaulen. Ferner starb am 02.04. unser aktives Mitglied Johann Clemens. Am 04. Mai fand dann im Saal der „Jägersruh“ eine Mitgliederversammlung statt. Hier gab unser Präsident eine Übersicht der bevorstehenden Frühkirmes und er wies noch mal auf die am Sonntag, den 06. Mai stattfindende Fahrt nach Salzkotten zum Bundesköniginnentag hin. Die Schützen, die diese Fahrt mitgemacht haben, werden dieses Erlebnis so schnell nicht vergessen. Vom 18. - 24. Mai feierten wir unsere Frühkirmes. Zu Beginn wurde traditionell am Freitagabend S.M. Heinz IV. und Oberst Dieter Annacker von vielen Schützen an der „Jägersruh“ zum König- und Oberstehrenabend abgeholt. Im Festzelt angekommen, spielte unser Tambourcorps zu Ehren von S.M. und Oberst ein Ständchen. Unser Präsident Simon Clemens begrüßte danach alle Schützen und Gäste. Ein besonderer Gruß ging an unseren König und den Oberst mit Frauen, beide Damen bekamen einen Blumenstrauß. Dank auch an Hermann Klein für die Regimentsführung, an das Tambourcorps sowie die Kapelle Streller. Nach dem Ehrentanz wurde dann die Tanzfläche frei gegeben. Am Samstag, den 19.05. traf man sich bereits ab 13.00 Uhr auf dem Schießstand, um dort die einzelnen Sieger im Preisund Pokalschießen zu ermitteln. Um 20.00 Uhr war dann wieder Tanz im Festzelt. Hier konnte dann Simon Clemens viele Schützen und Gäste begrüßen. Besonders begrüßte er S.M. Heinz IV. nebst Gattin Doris, den Ehrenpräsidenten Josef Vaassen und unseren Präses Fritz Reinery. Dieser kam gerade aus Italien zurück, wo er 14 Zage an Exerzitien in Assisi teilgenommen hatte. Da er dort selbst kochen musste, stärkte er sich für den Abend erst mal an der Frittenbude. Ein Dank ging abschließend noch an Schießmeister Karl - Heinz Aigner mit seinen Manne für den reibungslosen Ablauf des Schießens vom Nachmittag, sowie an die Tanzkapelle Streller. Sie zwar das erstemal in Horrem, so der Präsident, aber sicherlich nicht das letzte Mal. Lang anhaltender Beifall unterstrichen diese Worte. So wurden dann noch viel schöne Stunden bei Musik und Tanz im Zelt verbracht, und das starke Gewitter im Laufe des Abends konnte der Stimmung keinen Abbruch tun. Früh aufstehen am Sonntag mussten die, die um 09.00 Uhr zur Zeltmesse kommen wollten. Unter Mitwirkung der Blaskapelle aus Gevenich feierten viele Schützen und Gäste die hl. Messe. Unser Schützenbruder und Diakon Fritz Detmer hielt eine eindrucksvolle Predigt unter dem Motto: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. der Mensch, mit dem man gerade spricht oder zu tun hat, sollte einem der wichtigste im leben sein. Zum anschließenden Frühschoppen konnte der Präsident S.M. Heinz IV., Josef Vaassen und die Presse begrüßen. Einen Dank sprach er dem Tambourcorps für die Musik und Josef Franzen für die Vermittlung der Gevenicher Musikkapelle aus. Im Laufe des Frühschoppens nahm Schießmeister Karl - Heinz Aigner dann die Siegerehrung vom Preis- und Pokalschießen vor: So wurde der 1. Jägerzug mit 84 Ringen Preissieger und der 11. Jägerzug mit 85 Ringen Pokalsieger 1984. Bester Schütze wurde Stefan Päfgen vom 11. Jägerzug mit 30 Ringen. Den Seniorenpokal konnte aus der Hand von Josef Vaassen Peter Schnocks vom 3. Jägerzug in Empfang nehmen, er erzielte 25 Ringe. Hans Zaum bekam die Berechtigungskarte für das Diözesanschießen in Gymnich überreicht, er vertritt dort den Bezirksverband Neuß. Simon Clemens überreichte im Namen der Bruderschaft dem 3. Jägerzug 15 Liter Bier, da diese 1983 das mit Abstand meiste Altpapier gesammelt hatten. Königin Doris überreichte dem Kassierer der Musikkapelle DM 219,65 aus der diesjährigen Hutsammlung. Der Kassierer bedankte sich für die Spende und lud die Bruderschaft für den 02.06.85 nach Gevenich ein. S.M. Heinz IV. überreichte der Kapelle 2 Pittermännchen mit Zapfhahn und Gläsern. Der Dirigent bedankte sich recht herzlich. So gingen dann 3 schöne Kirmestage zu Ende. Am 14.07. nahmen wir am Bezirkskönigschießen in Norf teil. Am 15.07. hat eine Delegation das Schützenfest in Hackenbroich ebenso besucht wie das darauf folgende Schützenfest am 22.07. in Dormagen. Auf der Mitgliederversammlung am 10.08. im Pfarrheim wurden die letzten Punkte für das diesjährige Schützenfest besprochen.


In der Zeit vom 25.08. – 28.08.1984 war es dann soweit: Wir feierten unser Schützenfest 1984 Auch in diesem Jahr wurde das Fest um 12.00 Uhr mit 3 Böllern eröffnet. Am Nachmittag zog das Tambourcorps durch die schön geschmückte Republik und gegen 18.00 Uhr waren viele Schützen der Einladung der Einladung von S.M. zu einem Umtrunk in seine Residenz im Saal der „Jägersruh“ gefolgt. Um 20.00 Uhr stand das gesamte Regiment an der Residenz, um das Königspaar zum Fackelzug abzuholen. Nach dem obligatorischen Ehrentanz auf der Straße ging es dann zur Gefallenenehrung an die Kirche. Unser Präses Fritz Reinery hielt die Gedenkrede und unser Präsident Simon Clemens legte im Namen der Bruderschaft einen Kranz nieder. Nach dem großen Zapfenstreich sang der Kirchenchor unter der Leitung von Josef Klein sen. Drei Großfackeln verschönten den anschließenden Fackelzug. Trotz Regen und Schranke waren alle Schützen gegen 21.30 Uhr im zelt wohlbehalten angekommen. Hier begrüßte Simon Clemens alle Schützen und Gäste. Zunächst dankte er allen Schützenfrauen. Ein ganz besonderer Dank ging an die Fackelbauer. Anschließend begrüßte er die Musik aus Nievenheim, Zons, Dormagen und Horrem. Er wünschte allen noch recht viel Vergnügen und ein harmonisches und friedliches Schützenfest 1984. Er ließ das Königspaar hochleben und nach dem Ehrentanz von S.M. Heinz IV. und Königin Doris wurde die Tanzfläche für alle frei gegeben. Am Sonntagmorgen traf man sich bereits um 08.45 Uhr am Zelt zum Kirchgang, um 09.00 Uhr war die Messe für die Lebenden und Verstorbenen unserer Bruderschaft. Erstmalig in der Geschichte der Horremer Bruderschaft feierte ein Königspaar silberne Hochzeit. Die Messe, die unser Präses Fritz Reinery hielt, stand unter dem Thema: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Das gilt besonders in einer Bruderschaft. Nicht der Kassenbestand oder ein schönes Königspaar sind wichtig, sondern der Umgang untereinander und miteinander sind wichtig. Nach der von sehr vielen Schützen besuchten Messe standen die Mannen vom Königszuges mit ihren Frauen Spalier, um so dem Königspaar zur Silberhochzeit zu gratulieren. Nach der Frühparade begrüßte Simon Clemens im Festzelt alle Schützen und Gäste. Als erstes begrüßte er Jürgen Alef, da dieser schnell wieder weg musste. Dann jedoch begrüßte er das Silber- und Königspaar Heinz IV. und Doris (Menneke). Anschließend begrüßte er die Abordnungen und Majestäten aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, die Senioren und den stellvertretenden Bundesmeister Hans Becker aus Norf. Als neuen Zweigstellenleiter der Kreissparkasse begrüßte er Herrn Benoit, ganz besonders begrüßte er unseren Präses, ein Gruß ging auch an dessen Mutter zur Zeit im Krankenhaus. Die Vertreter der Vereine, die Feuerwehrkapelle Dormagen, sowie die Kapelle von Bernkastel - Kues wurden begrüßt. Nach der Begrüßung bekam unser Präsident Tee verabreicht, da er sich vor Schützenfest mit einer Angina im Bett tummeln durfte. Unser Silber- und Königspaar bekam einige Blumengebinde überreicht. Auch unser Präses begrüßte alle Schützen und Gäste. Er freue sich, dass soviel Schützen seiner Einladung zur Messfeier gefolgt seien. Er wünschte noch viel Vergnügen und noch ein recht schönes Schützenfest. Der Präsident nahm einige Ehrungen vor: Für 25 Jahre: Willi Kohl, Josef Risch vom 1. sowie Robert Kämner vom 2. Grenadierzug Für 50 Jahre: Walter Müller vom 3. Jägerzug Das SVK erhielten: Hans - Joachim Peters vom Tambourcorps, Willi Kohl vom 1. Grenadierzug, Josef Franzen vom 2. und Fritz Detmer vom 4. Jägerzug Den HBO konnte Josef Risch vom 1. Grenadierzug in Empfang nehmen. Peter Hilgers vom 3. Jägerzug wurde mit einer Plakette für besondere Verdienste ausgezeichnet. S.M. Heinz IV. begrüßte ebenfalls die Schützen und Gäste. Er bedankte sich besonders bei seinem Zug für das wunderschöne Blumenspalier und bei den Schützen für die saubere Parade an diesem Morgen. Stadtdirektor Paul Wierich begrüßte ebenfalls alle Schützen und Gäste. Auf den samstäglichen Regenguss anspielend, meinte er: Besser Barrawasser als Regenwasser. Der Vorbeimarsch der Edelknaben war besser, so meinte er weiter, als der Vorbeimarsch der Ehrengäste. Auch der mittlerweile anwesende Pfarrer Keller wurde noch begrüßt. Karl - Heinz Aigner bekam an diesem Morgen das Schießmeisterabzeichen verliehen. Um 15.00 Uhr ging dann der Festzug durch den Ort. Ein strahlendes Königspaar war der Mittelpunkt des Festzuges. Zahlreiche Blumensträuße, die in die Kutsche gelegt wurde, zeugten von der großen Beliebtheit des Königspaares. Gegen 16.30 Uhr waren wir trotz Bahnschranke wieder im Zelt. Simon Clemens begrüßte alle Musiker und die Gastzüge aus Dormagen. Im Laufe des nachmittags wurden die jüngsten Schützen geehrt: so konnte Sascha Wasmuth das Königssilber der Edelknaben übernehmen, als bester Schütze bei den Edelknaben tat sich Sven Fischenich mit 55 Ringen hervor. Erwin Seidenberg vom 6. Jägerzug bekam die vom Schützenkönig Heinz Menneke gestiftete Königskette umgehängt. Um 20.00 Uhr wurde dann


das Königspaar zum großen Königsball abgeholt. Im Zelt angekommen begrüßte Simon Clemens das beliebte Königspaar Doris und Heinz Menneke, alle Schützen und Gäste. Nach dreimal Hoch auf unser Königspaar und nach dem Ehrentanz wurde die Tanzfläche freigegeben. Am Montagmorgen waren viele Schützen zum ökumenischen Gottesdienst erschienen. Auch das Tambourcorps, an der Spitze mit Josef Pannen wohnte diesem Gottesdienst bei. Pfarrer Keller sprach in seiner Predigt über das Lob Gottes. Gegen 10.45 Uhr waren alle im Zelt. Um 11.00 Uhr begrüßte Vizepräsident Heinrich Peters alle Gäste. Traditionell hat ja an diesem Morgen unser Vize das Sagen. Mit dreimal Hoch wurde zunächst unser Königspaar begrüßt. Des Weiteren begrüßte er unseren Präsidenten. Auf das Bestehen der Bruderschaft und die Genesung von Simon Clemens tranken Heini und Simon einen Cognac, und das mitten auf der Bühne. Heinrich Peters und S.M. Heinz IV. krönten anschließend die neuen Zugkönige. Begrüßt wurde vor allem unser Ehrenpräsident Josef Vaassen . Heinrich Peters überreichte dem 1. Grenadierzug „Spätlese“ als Jubiläumszug ein Geschenk der Bruderschaft. Auch der älteste Horremer Bürger Peter Paefgen, besser bekannt unter dem Namen „Brütches Pitter“, wurde begrüßt. Anschließend bekamen die Fackelbauer ihre Preise: 3. war der 1. Grenadierzug, 2. wurde der 11. Jägerzug und 1. - wie im Vorjahr - der Marinezug. Daran anschließend wurden vom Oberst Dieter Annacker einige Schützen befördert: Josef Hütten (2. Grenadierzug) zum Hauptmann, Herbert Künzel (2. Jägerzug) zum Stabsfeldwebel, Arpad Bognar (8. Jägerzug), Anton Stein (9. Jägerzug), Stefan Paefgen, Martin Brendler, Toni Brodda und Mario Thim (alle 11. Jägerzug) zum Leutnant. Wolfgang Raab, Ex- Majestät bekam vom Oberst ein Geschenk und Karl - Heinz Aigner überreichte Hans Zaum die Starkarte für die Bundesschießen in Paderborn. Nun bat S.M. Heinz IV. die „Traktoren AG“ der Papiersammler auf die Bühne, und zwar: Hans Vaassen, Josef Vaassen jr., Manfred Klein, Herbert Lüpschen, Peter Kluth und Simon Clemens. Alle bekamen von ihm einen Orden überreicht. Des Weiteren bat er Hans Fischenich, Herbert Künzel, Michael Lüpschen, Wolfgang Simon und Matthias Menneke auf die Bühne, auch diese Schützen wurden vom König mit einem Orden geehrt. Mit dreimal Hoch wurden die Geehrten von der Bühne verabschiedet. S.M. Heinz IV. bedankte sich bei seinen Mannen vom 7. Jägerzug für die Unterstützung im Laufe des Königsjahres. Auch sie bekamen den Königsorden überreicht. Die Damen des Zuges bekamen von Königin Doris je einen Damenorden. Sein väterlicher Freund Heinrich Peters bekam ebenfalls einen Königsorden. Heinrich Peters bedankte sich nochmals bei allen Schützen und wünschte allen noch recht frohe Stunden. Das Tambourcorps Horrem spielte zum Abschluss des Frühschoppens noch ein Ständchen. Um 14.15 Uhr war es dann soweit - es ging zum Königsvogelschiessen. Am Schießstand angekommen, begrüßte Simon Clemens alle Schützen und Gäste. Im Schießstand selbst brannte eine Kerze, die von 2 Damen vom Vorstand für Wolfgang Simon angezündet worden waren, da dieser unbedingt König werden wollte. Zunächst wurde der König der Könige ermittelt. Gegen 15.30 Uhr war es dann soweit: mit dem 59.Schuß fetzte Ludwig Gils den Rest von der Stange. Anschließend wurde das Pfänderschießen gestartet: Hans - Willi Pohl vom 10. Jägerzug errang das Kopfpfand, Ulrich Bettchen vom 8. Jägerzug den rechten und Walter Dorn vom 12. Jägerzug den linken Flügel. Unter sage und schreibe 9 Bewerbern ging mit dem 176. Schuss Norbert Walheim vom 5. Jägerzug als König für das Jahr 1984 / 85 hervor. Im Zelt angekommen, proklamierte Simon Clemens dann Norbert Walheim zum Königspaar Norbert I. und Maria (Walheim). Mit einem dreifachen Hoch auf die neue und alte Majestät wurden die Könige zur Bühne geleitet. Um 18.00 Uhr war dann das Heimgeleit für beide Königspaare zur Residenz, wo sie gegen 20.00 Uhr von vielen Schützen zum Familienball im Festzelt abgeholt wurden. Dort angekommen, begrüßte Heinrich Peters alle Schützen und Gäste, sowie unseren Präses Fritz Reinery, den Präsidenten Simon Clemens und beide Königspaare, die er dreimal Hochleben ließ. „Tonmeister“ war übrigens an diesem Abend unser Präsident, da Franz Walczak seinen Magen- und Darmtrakt nicht in Ordnung hatte. Nach dem Extratanz der Majestäten bekamen die Pfänderschützen ihre Orden vom Königsschießen am Nachmittag ausgehändigt. Heinrich Peters bat dann den König der Könige auf die Bühne. Ludwig Gils bekam dann von seinem Vorgänger Georg Klein den Königspokal überreicht. Anschließend bat Heinrich Peters zum Ehrentanz für alle ehemaligen Königspaare. Der Dienstag stand ganz, wie es in Horrem üblich ist, den Zügen zur Verfügung, denn erst um 17.00 Uhr war Antreten. Bei herrlichem Wetter ging dann noch einmal ein Festzug durch den Ort. Um 18.15 waren wir wieder im Zelt. Dort begrüßte dann Simon Clemens beide Königspaare. Er meinte, sie fühlten sich nicht durch Horrem gefahren, sondern vom Beifall durch Horrem getragen. Beide Königinnen strahlten mit der Sonne um die wette. Weiterhin begrüßte er unseren Präses Fritz Reinery, den Ehrenpräsidenten Josef Vaassen und Bürgermeister Jürgen Alef. Ein Dank ging an die „Pferdebändiger“, womit er den Oberst und Jägermajor mit ihren Adjutanten meinte. Er wünschte allen noch recht viel Vergnügen. Auf Wunsch unseres Präsidenten stellten sich die Hofdamen namentlich auf der Bühne vor. Um 20.00 Uhr wurden beide Königspaare zum Höhepunkt des Schützenfestes, dem Krönungsball, abgeholt. Nach der Begrüßung wandte sich Simon Clemens an das alte


Königspaar, er meinte, für ihn seien das schwere Minuten, aber für das scheidende Königspaar sind es noch schwerere Minuten, denn es heißt Abschied nehmen vom Königsjahr. Er dankte Doris für ihre nette Ideen, die so lange redet, bis man meint es seien die eigenen Ideen. Simon Clemens bat nun seine Frau Billi, Doris das Krönchen abzunehmen und ihr den Königinnenorden zu überreichen. Er selbst nahm Heinz Menneke die Kette ab und steckte ihm den Königsorden an. Im Zelt standen nun alle Schützen und Gäste auf, um mit langanhaltendem Beifall diesem beliebten Königspaar zu danken. Heinz und Doris verabschiedeten sich mit der Feststellung: der Abschied tut weh. Nochmals Dank an den Präses und den Kirchenchor für die wunderschöne Silbermesse am Sonntag. Dank auch an den Vorstand und die Kameraden des 7. Jägerzuges. Zum Abschluss dankte Heinz seiner Doris mit einem großen Rosenstrauß und er wünschte dem neuen Königspaar soviel Freude und Spaß, wie sie hatten. Zum neuen Königspaar gewandt meinte unser Präsident, Norbert habe sich das schönste Polenmädchen ausgesucht, wie ihr seht. seit 5 Jahre ist er aktiv im 5. Jägerzug tätig und in seiner Freizeit Jugendtrainer des Rasensport Horrem. Schon jetzt ist Simon Clemens sich sicher, dass er eine gute Zusammenarbeit mit Norbert haben wird. Als äußeres Zeichen seiner Würde bekam er dann die Königskette und von Billi bekam Königin Maria das Diadem. Unter großem Beifall proklamierte er dann Norbert I. Unser Präses Fritz Reinery meinte danach, die habe ich vor 3 Jahren getraut. Der König ist 32 Jahre und Maria ist 22 Jahre alt. Er wird sicher viel Unterstützung vom Vorstand und seinem 5. Jägerzug bekommen. Dann überreichte er ein Geschenk und ließ sich nehmen, der neuen Königin ein Küsschen zu geben. An das alte Königspaar gewandt meinte er, es war ein würdiges Königspaar und er konnte im Laufe des Jahres feststellen, dass Königin Doris sehr gut kochen kann. Zum Abschluss bekamen sie auch ein kleines Geschenk. Unser Präses dankte besonders unserem Präsidenten, dass er die Bruderschaft bisher hervorragend vertreten hat. Langer Beifall unterstrichen diese Worte. Dank auch an seinen Zug „Spätlese“: sie haben zwar selten etwas von ihm, aber wenn er mal da ist, umso mehr. Dank auch an das Tambourcorps Horrem für den Messbesuch am Montagmorgen, aber spielen, meinte er verschmitzt, das können sie noch besser. Zum Schluss dankte er den Schützen für die Unterstützung in den letzten 6 Jahren und er hoffe, dass dies bis zu seiner Pensionierung so bleibe. Simon Clemens gab Josef Pannen den Rat, unseren Präses zur Probe einzuladen, damit er sieht, wie es dort zugeht. Nachdem das Mikrofon wegen der großen Hitze versagte, konnte Pfarrer Keller nur mit halber Kraft reden. Er bedankte sich für die Einladung und meinte, er sei gerne Gast in der Bruderschaft. Er habe sich lange überlegt, welches Geschenk er dem neuen König mitbringen könnte. beim Schießen, so sagte er, stand ein Eimer mit Milch. Daher hatte er ihm als Geschenk 4 Liter Milch mitgebracht. Vielleicht hilft das dem König und Trainer, dass Horrem eventuell in die Bundesliga aufsteigen könne, denn das, was gut ist um König zu werden, wird auch gut genug sein, um die Bundesliga z erreichen. Da nun die Lautsprecheranlage ganz ausgefallen war, wurde die Rede von Bürgermeister Alef und dem neuen König auf später verlegt. Nun übergab Oberst Annacker die Königsstandarte an den 5. Jägerzug. Nach dem Ehrentanz konnte der Bürgermeister seinein Reimform gesetzte Rede bringen. Zu Ehren unseres Präsidenten hatte er sogar ein Liedgedichtet und gesungen. Ebenfalls dankte er den Schützenfrauen und meinte: „Habt keine Blume ihr zur Hand, dann tut es auch ein Diamant.“ Norbert I. bedankte sich für die Aufmerksamkeiten während des Umzuges, Dank auch an Heinz und Doris und die Frauen seines Zuges. Um 21.45 Uhr begann dann der Aufmarsch der Schützen zu Ehren des Königspaares. Traditionell eröffneten ihn der Oberst und sein Adjutant, gefolgt von den Zügen und Abordnungen. Die Jugend des RSH kam im Trikot und überreichte Blumen. Der 14. Jägerzug brachte ein Fußballtor und ein Maskottchen auf die Bühne. Zu Ehren der Königspaare spielten das Tambourcorps und die Musikkapelle „Rheinklänge“ aus Nievenheim. Manfred und Jürgen Klein schwenkten anschließend zum Fahnenwalzer ihre Schwenkfahnen. Die Mannen des 5. Jägerzuges brachten ihm in Anspielung auf seine Tätigkeit in der Spedition bei der Fa. Bayer AG eine Bolderwagen beladen mit einem Pittermännchen. Mit Dank an beide Königspaare und die Mitglieder des Vorstandes gab Simon Clemens dann die Tanzfläche frei. Unterbrochen wurden die Tänze durch verschiedene Einlagen. So brachte Martin Brendler kurz vor Mitternacht das Zelt mit gekonnten Parodien und Jodlern in Schwung. Auch der Bauchtanzwettbewerb vom 10. Jägerzug fand große Beachtung. Weit nach Mitternacht spielte das Tambourcorps unter der bewährten Leitung unseres Präses den „Medici“, dem sich anschließend eine nicht enden wollende Polonaise anschloss. Ein so harmonisches und schönes Schützenfest war wieder einmal zu Ende. Am 07.09. fand im Gasthof „Zur Linde“ eine Besprechung zwischen Vorstand und Zugführen statt. Hauptpunkt war, dass ein Dormagener Geldinstitut uns kostenlose Mithilfe in unserer Buchführung und Beitragabwicklung anbot. Auf der Offiziersversammlung am 19.09. fand eine erste Manöverkritik über das Schützenfest 1984 statt.


Am 03.11. fand auf dem Flachstand ab 13.00 Uhr das Hubertuspokalschießen statt. Um 20.00 Uhr begann dann im Saal der „Jägersruh“ der Hubertusball. Im gut besuchten Saal begrüßte dann Simon Clemens alle Anwesende, besonders S.M. Norbert I. und Königin Maria. Dank an Heinrich Peters für die Tombola. Zu den Klängen der Kapelle „Sky“ tanzte man noch bis nach Mitternacht. Im Laufe des Abends gab Karl - Heinz Aigner die Ergebnisse vom Nachmittag bekannt: den 3. Platz errang der 13. Jägerzug, den 2. Platz errang der 7. Jägerzug und Pokalgewinner wurde der 5. Jägerzug. Am 04.11. traf man sich um 10.30 Uhr zur Hl. Messe und anschließend im Saal der „Jägersruh“ zum gemeinsamen Mittagessen. Im Laufe des Frühschoppens übergab Frau Wölm im Namen ihrer Partei einen Pokal für unsere Jugend. 1. Gewinner wurde der 11. Jägerzug. Die um12.30 Uhr gereichte Gulaschsuppe schmeckte allen vorzüglich. Möge das vor uns liegende Jahr 1985 genauso harmonisch verlaufen, wie das vergangene Jahr 1984, dann kann man am Fortbestehen unserer Bruderschaft nicht zweifeln.

1983 Bevor wir das Jahr 1983 Revue passieren lassen, wollen wir uns noch kurz an die Jahreshauptversammlung 1982 erinnern. Dort trat, wie schon 2 Jahre vorher angekündigt, unser langjähriger Präsident Josef Vaassen zurück. In einer knappen Rede dankte er allen Schützen für die 15jährige Zusammenarbeit. Mit lang anhaltendem Beifall wurde Josef Vaassen von der Versammlung als Präsident verabschiedet. Nachfolger und damit zum neuen Präsident unserer Bruderschaft wurde einstimmig Simon Clemens gewählt. Er dankte allen Schützen für diese Wahl und ernannte Josef Vaassen zum Ehrenmitglied der Bruderschaft. Viele werden sich gefragt haben, wie wird es sein, das Jahr nach Josef Vaassen. Als erstes stand am 09.01.1983 traditionell der Neujahrsempfang unserer Pfarre am Begin unseres Schützenjahres. Am 15.01. dann der Neujahrsempfang der Stadt Dormagen im Bürgerhaus in Zons und am 21.01. die Abschiedsparty des Vereins für Josef Vaassen im Pfarrheim. Hierzu waren die Vorstände der Züge und der örtlichen Vereine geladen, diesen Schützenbruder in einem würdigen Rahmen offiziell zu verabschieden. Hier alle Worte des Dankes aufzuführen, würde einfach zu lange dauern. Am 04.03.1983 fand in der Gaststätte „Akropolis“ eine Offiziersversammlung statt. Hier wurde unter anderem das am 16.07. in Horrem stattfindende Bezirkskönigschießen besprochen. Eine Abordnung nahm am 06.03. am Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuß in Stürzelberg statt. Am 11.03.83 fand auf der Kegelbahn des Pfarrheims eine erweiterte Vorstandssitzung statt. Am 12.03. trafen sich leider nur 3 Schützen, um am Einkehrnachmittag in Knechtsteden teilzunehmen. Das Thema dieser Veranstaltung lautete: „Mission heute“. Ebenfalls fand an diesem Tag das Schülerprinzenschießen des Bezirksverbandes in Norf statt. Mit 27 Ringen wurde der Schülerprinz unserer Bruderschaft - Klaus Klein - der Bezirksschülerprinz. Vom 14. - 16.03.83 fand auf dem Schießstand des BSV Dormagen das Dr. Geldmacher Pokalschießen des Stadtverbandes statt. Am 19.03.83 wurde dann der Pokal verliehen. Seinen 75. Geburtstag konnte am 28.03. Johann Clemens feiern. Auf der am 15.03. stattgefundenen Mitgliederversammlung wurde unserem Kassierer Entlastung erteilt, da dieser zur Jahreshauptversammlung im Dezember 82 noch nicht alle Belege in das Hauptbuch eingetragen hatte. Hauptpunkt aber war die Vorbereitung auf unsere Frühkirmes und die Neuregelung des Jungschützenbeitrages. Vom 29.04. - 01.05.83 feierten wir dann unsere Frühkirmes. Am Freitag, den 29.04. begann unser König- und Oberstehrenabend mit abholen von König und Oberst am Pfarrheim durch das Tambourcorps „Germania Horrem“, um im Zelt bis zum frühen Morgen zu tanzen. Am Samstag, den 30.04. fand das Preis- und Pokalschießen statt. Pokalsieger wurde als Pokalverteidiger der 8. Jägerzug, den Preis errang der 10. Jägerzug, bester Schütze wurde Hans - Peter Pohl mit 30 Ringen. Den erstmals ausgeschossenen Seniorenpokal erhielt Heinrich Peters mit 29 Ringen. Der Tag klang mit einer Tanzveranstaltung im Zelt aus. Am Sonntag, den 01.05. fand um 09.00 Uhr im Zelt ein Gottesdienst statt unter dem Thema „Das Leben ist ein Fest“. Den Seniorenpokal bekam bei beim anschließenden Frühschoppen Heinrich Peters vom Pokalspender Georgius Selalmatzides persönlich überreicht. Ein Dankeschön ging vom Präsidenten an die Feuerwehrkapelle Dormagen, an die Tanzkapelle „Sky“, sowie an die „Maijungen“, denn sie haben trotz des großen Maifeuers nicht geschafft, das Zelt und die Kirmeswagen abzufackeln. Die traditionelle Hutsammlung an diesem Morgen ergab DM 250,00, welche einer Familie aus Ostpreußen zur Verfügung gestellt wurde.


Der Bundesköniginnentag, der am 15.05.83 in Nottuln bei Münster stattfand, wurde mit einer großen Abordnung von Schützen besucht. Am 18.05.83 fand eine Vorstandsversammlung des Bezirksverbandes Neuß in Horrem statt. Sie diente in erster Linie der Vorbereitung auf das Bezirkskönigschießen. Am 06.09. fuhren einige Schützen mit der KAB Horrem auf Einladung des MdB Dr. Hüsch nach Bonn. Für viele war es ein Erlebnis, einmal unsere Politiker im Plenum „live“ zu erleben. Am 16.06. fand noch einmal eine erweiterte Vorstandsversammlung für das Bezirkskönigschießen statt. Am 19.06. wurde das Hackenbroicher Schützenfest ebenso besucht, wie das am 27.06. stattfindende Dormagener Schützenfest. Seinen 60. Geburtstag feierte am 13.07. Peter Müller. Am 16.07. fand dann in Horrem das Bezirkskönigschießen statt. Bei großer Hitze konnte unsere Bruderschaft über 300 Gäste bewirten, es war alles in allem ein großer Erfolg. Neuer Bezirkskönig und damit Nachfolger „unseres“ Bezirkskönigs Peter Engels wurde Johann Ingermann aus Norf. Erwähnt sei hier nur noch, dass u.a. unser Tambourcorps kostenlos die Schützen mit schmissiger Marschmusik unterhielt. Am 29.07. fand die letzte Mitgliederversammlung vor unserem Schützenfest im Pfarrheim statt. Hier dankte Simon Clemens allen Schützen für die geleistete Arbeit beim Bezirkskönigschießen. Anschließend wurden die letzten Vorbereitungen für das kommende Schützenfest besprochen. Bevor es doch soweit war, besuchten wir am 21.07. das Schützenfest in Delhoven und am Nachmittag das Bezirksschützenfest in Allerheiligen. Schützenfest 27. – 30. August 1983 Meinte es die Sonne im vergangenen Jahr schon gut mit uns, so übertraf sie sich diesmal besonders. Nicht ein einziger Tropfen fiel in den Becher der Freude in den 4 Tagen unseres Schützenfestes. Am Samstag, den 27.08. zündete Karl - Heinz Aigner punkt 12.00 Uhr die Böller. Am Nachmittag zog das Tambourcorps durch den Ort. Um 20.15 Uhr zog dann ein schöner Fackelzug, mit 3 Großfackeln bestückt, durch den Ort. An der prächtig geschmückten Residenz wartete schon unser König Wolfgang I. Raab mit Königin Petra auf die Schützen. Nach einem Ehrentanz auf der Straße zog man anschließend weiter, um am Schluss des Fackelzuges am Denkmal der Toten beider Weltkriege zu gedenken. Diese Feier wurde vom Tambourcorps, der Feuerwehrkapelle Dormagen sowie dem Kirchenchor „Cäcilia“ umrahmt. Die Gedenkrede hielt unser Präses Reinery und Simon Clemens legte im Anschluss im Namen aller Schützen einen Kranz nieder. Gegen 22.00 Uhr konnte unser Präsident Schützen und Gäste im Zelt begrüßen. Besonders begrüßte er das Königspaar Raab und den Präses Reinery, sowie alle Musikkapellen. Im Namen von S.M. dankte er für das Abholen und den schönen Fackelzug. Mit 3 mal Hoch auf Majestäten und unsere Bruderschaft wurde auch für die Schützen die Tanzfläche frei gegeben. Am Sonntag, den 28.08.83 begann um 09.00 Uhr im Zelt ein vom Kirchenchor und von der Feuerwehrkapelle Dormagen mit gestalteter Gottesdienst, da unsere Kirche wegen Renovierung geschlossen war. In seiner Predigt ging unser Präses auf das Thema ein: „Wer sich erniedrigt, wird erhöht, nicht was wir haben, sondern was wir sind, macht vor Gott die wahre Größe aus“. Nach der Messe erfolgte die Aufstellung des Regimentes zwecks Einspielen der Fahnen und Abschreiten der Front durch Ehrengäste. Anschließen erfolgte der erste Vorbeimarsch vor König und Gästen. Um 11.00 Uhr begrüßte dann unser Präsident im Zelt alle Schützen und Gäste, besonders begrüßte er S.M. Wolfgang I. und Königin Petra. Er bedankte sich für das schöne Bühnenbild. Des weiteren begrüßte er die Abordnungen von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit ihren Majestäten, Präses Fritz Reinery, Pfarrer Keller, die Senioren unserer Bruderschaft, Herrn Helten vom Bezirksverband Neuß, Herrn Hansen vom Stadtverband der Schützen, Herrn Bürgermeister Alef, Herrn Wetekamp, Frau Brendler, unseren Ortsheriff Herrn Stahlmann, Herrn Dr. Bunde, Herrn Kaulen, Herrn Dir. Schwarz, die Vertreter der einzelnen Parteien, den RSH, den Kirchenchor und die KAB. Simon Clemens bedankte sich bei allen Schützen für den regen Messebesuch und den sauberen Vorbeimarsch, sowie bei den Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit. Ein besonderer Gruß ging an die 2 neuen Züge, und zwar den 6. und 14. Jägerzug. Zum Schluss seiner Rede wünschte er viel Spaß und Freude beim Frühkonzert mit der Feuerwehrkapelle Dormagen. In den Musikpausen wurden dann Jubilare und verdiente Schützen ausgezeichnet. So Simon Clemens folgenden Schützen den Jubilarorden überreichen: Für 25jährige Treue: Josef Odendahl, Franz Brodda, Klaus Beer, Franz - Josef Schmitz, Hans - Joachim Peters, HeinzThöneßen, Rolf Oester, Wolfgang Simon Für 50jährige Treue: Peter Müller, Josef Paefgen


Für 60jährige Treue: Johann Clemens

Hans Sistig bekam einen Sonderorden, weil er seit 30 Jahren die Fahne der Bruderschaft trägt. Den SVK bekamen: Jürgen Klein, Helmut Kohl, Werner Raab, Wolfgang Simon und Winfried Clemens. Herr Helten überreichte an Heinz Otten den HBO und Heinrich Peters wurde mit dem SEK ausgezeichnet. Unser Präses Fritz Reinery begrüßte ebenfalls alle Schützen und Gäste im Zelt. Einen besonderen Dank sprach er an den Zeltwirt Barrawasser aus, da er während der Messe kein Bier ausgeschenkt hatte. In diesem Zusammenhang erinnerte er sich an die Episode des Heinz Thöneßen bei unserem damaligen Präses Gottfried Schmitz, als er bei ihm die Maien gesetzt hatte. Als Hein bemerkte, dass die Maien trocken sind, meinte Pastor Schmitz: „Gut dass Sie mich daran erinnern, die Kanne steht hinter dem Haus!“ Dann bat Präses Fritz Reinery Josef Vaassen auf die Bühne. Hier überreichte er ihm die ungewöhnlich und seltene Auszeichnung den Orden für Kirche und Papst „Pro ecclesia et pontifice“. Eine von Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. höchst persönlich unterzeichnete Urkunde gehörte ebenfalls dazu. Alle Gäste und Schützen standen spontan auf, und spendeten anhaltenden Beifall. Josef bedankte sich herzlich für diese große Ehrung: „Ich bin sehr überrascht, aber ihr habt es mir auch immer leicht gemacht!“ Die Salm - Raifferscheidt - Plakette bekam unser Bürgermeister Jürgen Alef. Er bedankte sich herzlich: „Es ist für mich Ansporn und Ehre zugleich, es ist ja auch kein Zufall, dass ich in Horrem wohne. Ich fühle mich schon als Horremer. Dank Josef Vaassen ist nun Horrem der bekannteste Ortsteil von Dormagen, der Bekanntheitsgrad reicht sogar bis zum Vatikan.“ Ebenso wurde der 1. beigeordnete der Stadt, Herr Heiko Wetekamp mit der Salm - Raifferscheidt - Plakette ausgezeichnet. Zum Schluss überbrachte Heinz Chemnitzer die Grüße von Herrn Dr. Bayer und Herrn Dr. Orth der Bayer AG Dormagen. Als Geschenk überreichte er unserem Präsidenten eine farbige Fotokopie unserer Vereinschronik. Am Sonntagnachmittag fand bei herrlichem Wetter der große Festzug statt. Ein Novum war wohl, dass er diesmal nicht durch die Schranken unterbrochen wurde. Im Zelt angekommen, begrüßte der Präsident alle Schützen und Gäste. In Dank ging an die Musiker, die trotz der großen Hitze so gut gespielt hatten. Ein besonderer Gruß ging an das, für Horrem erstmals spielende Tambourcorps aus Neukirchen. Um 20.00 Uhr wurde dann das Königs-paar Wolfgang I. und Petra Raab mit ihrem Hofstaat an der Residenz zum Königsball abgeholt. In seiner Begrüßung sagte der Präsident: „Ihr seid ein charmantes Königspaar, denn ich sehe hier kein einziges trauriges Gesicht.“ Ferner begrüßte Simon Clemens alle Schützen und Gäste, sowie den Hofstaat, die Geistlichkeiten, den Bürgermeister und die Eltern des Königspaares. Nach dem Ehrentanz von Königspaar und Hofstaat wurde die Tanzfläche für alle frei gegeben. Bis zum frühen Morgen wurde dann das Tanzbein geschwungen. Am Montag fanden viele Schützen den Weg zum evangelischen Gemeindezentrum, um am ökumenischen Gottesdienst, der von beiden Pfarrern gestaltet wurde, teilzunehmen. Dieser Gottesdienst stand unter dem Thema: Was ihr dem geringsten Menschen tut, das habt ihr mir getan. Im Zelt angekommen, konnte sich unser „dienstfreier“ Präsident an einigen kühlen Bierchen laben, während der Vizepräsident Heinrich Peters alle Schützen und Gäste begrüßte. Besonders begrüßte er unseren König Wolfgang I., unseren Präses, die Vertreter der örtlichen Geldinstitute und der Lehrerschaft. Nachdem durch Heinrich Peters und S.M. Wolfgang I. die Zugkönige ihren Königsketten bekommen hatten, spielte das Tambourcorps Horrem und die Rheinklänge Nievenheim den Marsch „Medici“, die Gesamtleitung hatte, wie konnte es anders sein, unser Präses Fritz Reinery . Flugs bekam er den Beinamen „Karajan von Horrem“. Als die Zugaberufe nicht verstummen wollten, wurde noch der Marsch „Blinkende Spaten“ zu Gehör gebracht. Die zu Mittag angebotene Erbsensuppe schien diesmal vielen Schützen besser geschmeckt zu haben. Der Bruderschaftsprinz Werner Dorn musste ebenfalls seine Kette angeben an den neuen Prinzen Toni Brodda. So ganz ohne Arbeit konnte unser Präsident Simon Clemens wohl nicht sein. Er nahm die Preisverteilung für die Fackelbauer vor. Er bedankte sich bei den Zügen für die geleistete Arbeit. Der Oberst Dieter Annacker nahm folgende Beförderungen vor: Simon Clemens zum Leutnant; Wolfgang Simon zum Hauptmann; Michael Hyrbaczek zum Kapitänleutnant; Paul Hank, Rainer Esser, Dieter Friesl und Helmut Schwarz jeweils zum Leutnant zur See; Hans - Joachim Fischer zum Hauptbootsmann. Herber Künzel bekam von Heinrich Peters einen Brief überreicht, Inhalt: Ärmelstreifen für unseren Regimentsspieß. Ein Vertreter des Sappeurcorps Dormagen überreichte Herbert Künzel als Dank für die Überarbeitung der Beile einen Orden und Ex – S.M. Peter Engels bekam von unserem Oberst ein persönliches Geschenk. Gegen 14.30 Uhr war es dann soweit: unter Vorantritt unseres Tambourcorps Horrem ging es zum Schießstand. Heftig umkämpft war die Würde des „Königs der Könige“. Mit dem 68. Schuss ging Georg Klein als Sieger hervor. Der Pokal und ein Blumenstrauß wurde ihm im Anschluss an das Schießen von seinem


Vorgänger Hermann Klein überreicht. Beim anschließenden Königschießen fehlte es nicht an Bewerbern. Doch bevor es soweit war, wurden erst die Pfänderschützen ermittelt: Kopf Josef Vaassen jun., rechter Flügel Otto Müller, linker Flügel Willi Kohl. Mit dem 109 Schuss fegte Heinz Menneke den Rest des Vogels von der Stange. Groß war der Jubel bei den Schützen, besonders natürlich bei den Mannen vom 7. Jägerzug, seiner Ehefrau Doris und seinen Kindern Matthias und Kerstin. Im Zelt proklamierte denn der Präsident ihn unter Jubel zu König Heinz IV. (Menneke) mit Königin Doris. Um 20.00 Uhr begann dann mit beiden Königspaaren der Familienball. Beide Königspaare ließ Heinrich Peters 3mal Hochleben und die Pfänderschützen wurden ausgezeichnet. Anschließend tanzten und vergnügten sich nach alter Horremer Sitte alle Gäste und Schützen bis zum frühen Morgen. Der Dienstagmorgen stand ganz im Zeichen von diversen Treffen und Veranstaltungen der einzelnen Züge. Am Nachmittag formierte sich dann zum letzten Mal ein großer Festzug durch den Ort. Da der König auf der „Königsallee“ (im Amtsdeutsch: Zonser Str.) wohnt, wurde diese ebenfalls begangen. Damit es für den Krönungsabend nicht zu spät wurde, musste leider die „Schleife“ Am Hagedorn – Kastanienweg ausfallen. Gegen 18.30 Uhr konnte dann Simon Clemens alle Schützen im Zelt begrüßen. Er tat das mit den Worten: „ Meine lieben Schwitzenbrüder, ich danke euch für den schönen Festumzug!“ Dann nahm unser Jungschützenmeister Helmut Kohl noch einige Ehrungen vor: zum neuen Edelknabenkönig wurde Jörg Jeske gekrönt – er übernahm die Kette von Gerd Reiprich. Beim Edelknabenpreisschießen wurde 1. Sieger mit 58 Ringen Sven Fischenich, 2. mit 49 Ringen Martin Walczak, 3. mit je 44 Ringen Stephan Klein und Sascha Wasmuth. Als Nachfolger von Schülerprinz Klaus Klein wurde Markus Wetzel geehrt. Ebenfalls bekam der 1. Zugkönig des neu gegründeten 6. Jägerzuges, Thorsten Wölke einen Königsorden. Von unserem Bürgermeister Jürgen Alef bekam der Edelknabenkönig noch einige Freikarten für die Freilichtbühne in Zons überreicht. Um 20.00 Uhr war es dann soweit. Nachdem beide Königspaare sowie der Hofstaat ins gut besuchte Festzelt eingezogen waren, begrüßte Simon Clemens zum letzten Mal für dieses Schützenfest alle Schützen und Gäste. Besonders begrüßte er S.M. Wolfgang I. (Raab), seine Gattin Petra und Heinz IV. (Menneke) und seine Gattin Doris. Des weiteren begrüßte er Präses Fritz Reinery, Pfarrer Keller, Kaplan Ahrendt, zu dem er bemerkte: „ Jetzt, wo er langsam zu gebrauchen ist, da seine Lehre fast beendet ist, wird er aus Horrem wieder abgezogen.“ Er wünschte ihm viel Glück. Fernerkonnte er Jürgen Alef nebst Gattin und Ehrenpräsident Josef Vaassen mit Frau begrüßen. Nun hieß es Abschied nehmen für Wolfgang I. und Petra. Simon zu dem scheidenden Königspaar: „ Ihr wart ein ruhiges Königspaar, es hat Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten. Allerdings wie Wolfgang an zu dem Titel „Walzerkönig vom Lindenhof“ gekommen ist, kann ich mir nicht erklären.“ Nun musste er dem sichtlich gerührten König die Kette und seine Frau Billy der Königin Petra das Krönchen abnehmen. Als Trost bekam er den Königsorden und Petra das Königinnenkettchen. Donnernder Applaus war der Dank von Schützen und Gästen für das alte Königspaar. Zum neuen König gewandt sagte Simon Clemens: „ Deine Familie kenne ich ja schon lange. Dein Sohn Mathias war eifrig in der Lehre, so wie Du beim Königsschuss am Montag. Du wirst es einfach haben, denn Du bist in einem guten Zug.“ Zu Doris meinte er: “Du bist die Doris von der Post und da diese immer schnell ist, werdet ihr auch sofort Kette und Krönchen bekommen!“ Unter großen Beifall bekam Heinz Menneke die Königskette umgelegt. Mit einem 3fachen Hoch auf die Königspaare und die Bruderschaft endete die Krönung. Nun sprach unser Präses: „Ich bin mit allen Schützen in diesem Jahr sehr zufrieden. Der Messenbesuch an den beiden Tagen war hervorragend und die eine Gruppe, die noch immer nicht zur Messe erscheint, bekomme ich auch noch in die Kirche.“ Zum alten Königspaar gewandt, meinte er, dass Wolfgang doch unerwartet König geworden sei. Als er damals schoss, sprang sein Vater im Sechseck, als sein Vater dieses Jahr schoss, sprang Wolfgang im Sechseck. Zum neuen König gewandt meinte er dann: „Menneke, Menneke! Ich kenne ihn zwar nicht länger, aber doch ganz gut. Ihr seid eine lustige Familie und ich wünsche Euch ein harmonisches Jahr.“ Dann Pfarrer Keller: „Ich bin zwar nicht Präses der Bruderschaft wie mein Freund Fritz Reinery, aber ich bin sehr gern bei den Horremer Schützen.“ Beim letzten ökumenischen Pfarrfest habe ihm Wolfgang Raab seine Turnhose geliehen, da er sonst in Badehose hätte spielen müsse. Die habe er ihm heute wieder mitgebracht und als Zugabe eine Bibel. Für Heinz Menneke hatte er einen Kerzenleuchter, der auch als Blumenvase zu gebrauchen ist, mit-gebracht. Der Bürgermeister gratulierte beiden Königspaaren in gekonnter Manier und bewährter Versform. Er überreichte dem scheidenden König ein Bild vom Rathaus und dem neuen König das Stadtwappen. Auch für Josef Vaassen hatte er noch eine Überraschung: eine Krawatte mit Stadtwappen und ein auf ihn verfasstes Gedicht; Josef Vaassen kommentierte dies mit den Worten „Hürt dat dann ja net mie op?“ Simon Clemens bedankte sich bei Präses Fritz Reinery, Pfarrer Keller und Bürgermeister Jürgen Alef für die netten Worte. Dann sprach der scheidende König Wolfgang. Er dankte allen Schützen, sowie seinem Sappeurzug für die tatkräftige Hilfe. Besonderer Dank an die Schützenfrauen, denn die sind heute noch nicht erwähnt worden. S.M. Heinz IV. dankte, auch im Namen seiner Königin für den freundlichen Empfang. Seine Familie und er fühlen sich in Horrem sehr wohl. Danach bekam der 7. Jägerzug die Königsstandarte


vom Oberst überreicht. Es folgten dann für die beiden Königspaare und den Hoststaat der Ehrentanz. Um 21.45 Uhr begann die Ehrung des neuen Königspaares. Angeführt vom Oberst und Adjutant folgten die einzelnen Züge. Auch die Senioren des Vereins ließen es sich nicht nehmen, dem neuen Königspaar zu gratulieren. Unter schenkte der 13. Jägerzug eine Kegelbahn, und der 2. Jägerzug ganz im Bayer - Look überreichten ihm einen Rucksack für den bevorstehenden Gebirgsurlaub. Der 5. Jägerzug kam mit Gasmasken aus dem TDI - Betrieb, wo Heinz Menneke arbeitet, und einer alten Aktentasche mit Henkelmann und anderen Naturalien auf die Bühne. Nachdem das Tambourcorps, die Rheinklänge Nievenheim und die Gebrüder Klein mit einem gekonnt dargebrachten Fahnenwalzer dem neuen König ihre Referenz erwiesen hatten, wurde von Schützen und Gästen bis zum frühen Morgen getanzt. Ein schönes, friedliches und harmonisches Schützenfest ist zu Ende. Es hätte im ersten Jahr des neuen Präsidenten Simon Clemens nicht besser sein können. Nach diesem Fest ging es am 10. und 11.09. mit dem Pfarrfest weiter. In der am 16.09. stattgefundenen Offiziersversammlung wurde erste Manöverkritik über das Schützenfest abgehalten. Ebenso wurde die Auslosung für das Hubertuspokalschießen vorgenommen. Am 01. Oktober feierte unser Präses Fritz Reinery seinen Geburtstag. Einen Tag später wurde unser langjähriger Kaplan Ahrendt verabschiedet. Am 08.10. fand das Schülerschießen des Stadtverbandes des Stadtverbandes statt. Am 14.10. traf sich der erweiterte Vorstand auf der Kegelbahn im Pfarrheim zu seiner turnusmäßigen Sitzung. Am 05.11. fand dann das Hubertuspokalschießen und am Abend im Saal der Gaststätte „Jägersruh“ der Hubertusball statt. Karl - Heinz Aigner konnte dem 11. Jägerzug zum Pokalsieg gratulieren. Es sei noch festgehalten, dass Schützen und Gäste von Mitgliedern des Vorstandes bewirtet wurden. Trotz der drangvollen Enge oder gerade deshalb fanden einige Schützen die seltsamsten Wege, um an ihren Platz zu kommen: so kletterte Josef Hütten über Tische und Stühle, um an seinen Platz zu gelangen. Eine reich bestückte Tombola, meist von der Horremer Geschäftswelt gestiftet, fand großen Anklang. Der ganze Abend verlief sehr harmonisch und endete für einige Schützen erst am frühen Morgen. Am 10. November ritt St. Martin durch Horrem. Am Tag danach besuchten wir mit dem Vorstand eine Versammlung des Stadtverbandes der Schützen in der Garde - Brauerei. Vom 20. - 23.11. feierten wir das 25jährige Kirchweihjubiläum unserer Pfarrkirche. Es begann am Sonntag mit einem Festgottesdienst, der von Weihbischof Walter Jensen zelebriert wurde und endete am 23.11. mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang im Pfarrheim. Am 1. Adventssonntag, dem 27.11. nahmen viele Schützen um 09.00 Uhr an der Hl. Messe teil. Anschließend traf man sich im Saal der „Jägersruh“ zu einem gemeinsamen Frühstück. Hier wurden u. a. Filme gezeigt. Am 04.12. nahmen wir am Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuß in Norf teil. In diesem Bericht sei auch all derer gedacht, die in diesem Jahr 1983 verstorben sind: Am 18.02. starb unser Gründungsmitglied Johann Dung, am 16.03. unser Gründungs- und Ehrenmitglied Josef Päfgen, am 07.04. unser Mitglied Robert Schneider. Sie alle werden wir in ehrendem Andenken behalten. Am Ende des Berichtes kann man wohl auf die Frage, wie das Jahr nach Josef Vaassen sein wird, sagen: Es war ein gutes Jahr, auch unter dem neuen Präsidenten Simon Clemens stehen wir alle fest zu unserem Motto: Für Glaube, Sitte und Heimat.

1982 Diesmal kann ich den Bericht mit einem Danke an die Schützenverein beginnen. Danke gesagt beim Empfang der Pfarre am 08.01.82, wo durch Pastor Reinery auch dem Schützenverein für seine Aktivitäten gedankt wurde.


Da die Benutzung unseres Schießstandes immer noch nicht klar war, traf sich der Vorstand mit den Zugführern und dem Schießstandausschuss am 12. März 82 im „Kegelcenter“. Der Versammlung wurde empfohlen, einen Plattenbelag auf dem Boden der Schießbahnen aufzubringen. Auch über die Änderung der Zugwege zum Schützenfest wurde gesprochen. Am 23. April fand in der Gaststätte „Jägersruh“ eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Josef Vaassen gab das Programm für die anstehende Frühkirmes bekannt. Hier wurde von der Versammlung die Plattierungskosten am Schießstand genehmigt. Auch die Auslosung zum Schießen wurde hier vorgenommen. Der Antrag auf den Kauf eines Zeltes wurde auf die Versammlung im Dezember 82 verschoben. Außerdem wurde auf der Versammlung auf eine Veränderung im Vereinsrecht hingewiesen, wonach in Zukunft bei Abstimmungen nur mit „Ja“ oder „Nein“ entschieden werden muss, eine Enthaltung gibt es nicht mehr. Unsere Frühkirmes begann am 14. Mai 82 um 19.00 Uhr mit der Abholung von S.M. Peter V. und Oberst Dieter Annacker vom Pfarrheim. Bei dem schönen Sonnenschein war es fast zu schade, die Zeit im Zelt zu verbringen. War evtl. die mangelnde Beteiligung der Schützen dadurch bedingt? Für gute Musik sorgte im Zelt die Kapelle „Sky“. Nachdem Josef Vaassen den Oberst nebst Gattin, das Königspaar und den Präses begrüßt hatte, wollte er auch Stadträte begrüßen, trotz Suche war keiner zu finden. Am Sonntagmorgen zelebrierte Pastor Don Alonso eine Messe im Festzelt. In seiner Predigt ging er auf das Thema „Brüder“ und „Brüderlichkeit“ ein. Nur wer den Anderen nicht als Last, sondern als Bruder ohne Bedingungen betrachtet, kann sich als Bruder bezeichnen. Auch in dieser Messe hätte die Beteiligung besser sein können. Josef Vaassen bedankte sich anschließend bei Don Alonso, begrüßte das Königspaar und Bürgermeister Alef. Die Kapelle, die aus Dahlem kommend, unseren Frühschoppen verschönerte, stellte sich selbst vor und ehrte S.M. ganz besonders mit dem „Veteranenmarsch“. Anschließend wurden die Sieger aus dem Schießwettbewerb geehrt: Im Preisschießen: 1) 10. Jägerzug mit 85 Ringen, 2) Husarenzug mit 83 Ringen , 3) 8. Jägerzug mit 83 Ringen. Im Pokalschießen: 1) 8. Jägerzug mit 86 Ringen, 2) 10. Jägerzug mit 85 Ringen, 3) 2. Jägerzug mit 85 Ringen. Unserem Präses zuliebe und zeitweise unter seiner Stabführung spielte Tambourcorps und Musikkapelle den Marsch „Medici“. Er bewies damit, dass er nicht nur seine Schäfchen hüten kann, sondern auch eine, bzw. Kapellen in der hand hat. Neu für unser Tambourcorps war der Marsch „Graf Zeppelin“, der eigens für S.M. einstudiert wurde. Die Hutsammlung für ein neues Gewehr ergab 311,95 DM. Mit 2 Bussen besuchten wir den Bundesköniginnentag am 23. Mai 82 in Werl (Paderborn). In der Offiziersversammlung am 30. Juni in der Gaststätte „Bauernstube“ gab es lange und heftige Diskussionen um Marschordnung und -wege. Hier wurde von Gerd König das Ausschießen eines Seniorenpokals angeregt. Das Bezirksschützenfest in Nievenheim am 11. Juli wurde besucht und als langweilige, konfuse Hitzeschlacht bezeichnet. Groß war die Freude, als beim Bezirkskönigschießen in Holzheim am 17. Juli 82 unser König Peter V. um 17.17 Uhr mit der Losnr. 17 den Titel des Bezirkskönigs errang. Dazu wurde ihm am Sonntag, den 18. Juli ein großer Empfang bereitet und im Saal erschien u. a. Bürgermeister Alef und Landtagsabgeordneter Peter Olaf Hoffmann zur Gratulation. In der letzten Versammlung vor dem Fest am 07. August begrüßte Josef Vaassen besonders S.M. Peter V., den Präses und die Presse. Nach dem Totengedenken beschloss die Versammlung, den Erlös aus dem Getränkeverkauf Pastor Don Alonso , dem man seine Wohnung angesteckt hatte, zur Verfügung zu stellen. Zu dem „Einheitsessen“ am Schützenfestmontag konnte man sich nicht durchringen. Ansonsten wurden die Vorbereitungen des Vorstandes für das kommende Schützenfest gutgeheißen. Josef Vaassen dankte der „Rentnerband“ für den Einsatz bei der Innenverkleidung des Schießstandes.


Am 27. August 82 ehrten wir die Goldhochzeiter Peter und Therese Päfgen durch ein Geschenk und unseren Besuch mit dem Tambourcorps. Schützenfest 28. – 31. August 1982 Nach langen Regenperioden schien am Samstag die Sonne. Punkt 12.00 Uhr krachten die Böller zur Einleitung unseres Schützenfestes. Zuvor hatten fleißige Hände gearbeitet, um unser Fest vorzubereiten. Das Tambourcorps hatte die „Festhalle“ als Residenz S.M. Peter V. bei der Gaststätte „Jägersruh“ in eine trutzige Burg der Freude verwandelt. Um 16.00 Uhr begann bei und von der Fa. Orth KG ein Platzkonzert mit der Feuerwehrkapelle Dormagen und dem Tambourcorps. Es gab dazu Freibier. In einem Fenster hatte man sehr schön unsere alte Königskette, verschiedene Uniformen, etc. aus-gestellt. Um 18.00 Uhr gab es eine Einladung von S.M. in seine Residenz mit Freibier. Am Abend ging pünktlich der Fackelzug unter Oberst Dieter Annacker. Eine Großfackel mit dem Motto: „ Wenn wir alle Englein wären, könnten wir über die Schranken fliegen!“ Diese Motto wurde beim Umzug leider wieder unter Beweis gestellt. Der 13. Jägerzug zog seinen Zugkönig auf einem Rollstuhl sitzend durch den Ort. Diesmal war der Zugweg leicht verkürzt worden und die Totenehrung fand am Schluss statt. Kirchenchor, Tambourcorps Horrem und die Feuerwehrkapelle Dormagen trugen zum Gelingen einer würdigen Feier bei. In seiner Rede ging unser Präses auf das Thema „Sind unsere Toten vergessen?“ ein. Solange aber solche würdige Feier mit so zahlreichen Teilnehmern stattfinden, sind unsere Toten und Gefallenen nicht vergessen und dies könne auch zum weiteren friedlichen Miteinander beitragen. Um 21.00 Uhr waren wir im Zelt. Josef Vaassen begrüßte alle Anwesenden und Schützen, besonders unser Königspaar und damit gleichzeitig Bezirkskönig Peter V. Auch Präses Reinery wurde besonders begrüßt. Dank sagte Josef Vaassen für den schönen Fackelzug, dem Kirchenchor für die Mitwirkung am Ehrenmal und allen Musikkapellen. Er wünschte dem Fest einen friedlichen und guten Verlauf. Mit einem dreimal Hoch auf das Königspaar und die Bruderschaft gab der Präsident die Tanzfläche frei. Nachtrag: Mit 2 Fahnenträgern als „Vorreiter“ ging S.M. zur Toilette. Die Fahnenträger hielten tapfer Wache und sorgten für „sicheres Geleit“ bis zur Bühne. Pünktlich, wie gewohnt der Abmarsch am Sonntagmorgen zum Kirchgang. Mit dem Königspaar, den Fahnen und Edelknaben an der Spitze zog die Geistlichkeit in die Kirche ein. Unser Kirchenchor verschönerte mit seinem Gesang die Messe, auch Einlagen der Feuerwehrkapelle Dormagen kamen gut an. Präses Reinery als Predigtthema: „Dem Leben dienen“. Das heißt, sich nicht selber, sondern den Anderen dienen. Im Zelt angekommen, nach einem schönen Vorbeimarsch vor Königen und geladenen Gäste, begrüßte Josef alle. Besonders S.M. Peter V., zugleich Bezirkskönig, die Könige mit ihren Abordnungen aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, Auch Präses Reinery, Pfarrer Keller und Kaplan Arendt wurden begrüßt. Dazu alle kranken Schützenschwestern und –brüder, vom Bezirksverband Neuß den Bundesmeister Helten, vom Stadtverband der Verbandsleiter Karl Hansen. Willkommen geheißen wurden der Bürgermeister Jürgen Alef, der Stadtdirektor Wierich und die Abordnungen von CDU und SPD, ferner der 1. Beigeordnete Wetekamp, der Leiter der Polizeistation Martens, sowie unseren „Dorfscheriff“ Stahlmann, die Abordnungen der KAB, des RSH und dem Kirchenchor. Besonders wurde auch der neugegründete Marinezug erwähnt. Geehrt wurden für 50jährige Mitgliedschaft: Fritz von der Warth und Josef Hütten. Für 25jährige Mitgliedschaft: Schießmeister Karl – Heinz Aigner und Edelknabenvater Heinz Fischenich. Manfred und Jürgen Klein erhielten das silberne Fahnenschwenkerabzeichen für ihre 10jährige Tätigkeit. Herr Engler vom Rheinischen Anzeiger für 25 Jahre Reportertätigkeit, insbesondere für die rege Teilnahme an unserem Vereinsgeschehen, erhielt ein Geschenk. Peter Lukas erhielt für seine Bemühungen um das Schützenwesen die „Dr. Louis - Plakette“. Josef Hütten, zwar als 50jähriger geehrt, erhielt für seine besonderen Verdienste sowohl als Zugführer als auch sehr aktiver Organisator im Altenkomitee das Silberne Verdienstkreuz. Karl - Heinz Aigner, als Gründer des 7. Jägerzuges, Zugführer und Schießmeister den HBO. Damit schließt sich der Reigen der zu ehrenden und Josef Vaassen wünschte allen einen guten Frühschoppen. Auch Präses Reinery rief in seiner kurzen Ansprache zur Freude auf. Freude über die vielen jungen Schützen und auch den neuen Marinezug. Bürgermeister Alef in seiner Rede: „Die Neußer können froh sein, dass sie mit uns zusammen Schützenfest feiern und somit auch schönes Wetter haben.“ Herr Hoffmann verglich Glaube, Sitte, Heimat mit Einigkeit, Recht und Freiheit. Am Sonntagnachmittag fand bei strahlendem Wetter in gewohnter Manier der Festzug statt. Im Zelt angekommen begrüßte Josef Vaassen alle Schützen. Er meinte, auf unser Wetter würden die Nachbarorte langsam neidisch und dankte den 3 Gastzügen aus Dormagen und den 3 Fahnenschwenkern aus Nievenheim. Kaplan Arendt bewies seine Standhaftigkeit besonders beim Aussteigen aus dem Auto zur Parade: Obwohl er mitten in die konzentrierte Hinterlassenschaft eines Pferdes trat, behielt er lächelnd die Nerven. Am Sonntagabend versammelten sich die


geladenen Gäste an der Residenz. Die große Anzahl wurde erst beim Einzug ins Zelt so richtig sichtbar. Erstmals wurde unter den gekreuzten Säbeln der Offiziere einmarschiert. In seiner Begrüßung erwähnte Josef Vaassen neben dem Königspaar Engels besonders den König und Bundesprinzen Pilger nebst Gattin aus Nievenheim. Um 24.00 Uhr wurde die Prinzessin 14 Jahre alt und erhielt ein Riesenherz als Geschenk. Am Montagmorgen machte sich auch bei uns die sportliche Welle gut bemerkbar. Immer mehr Schützen schaffen es, den Schlaf abzubrechen und am Kirchgang teil zu nehmen. Der ökumenische Gottesdienst war besucht wie nie. Das Predigtthema vom Vortag wurde erweitert und vertieft. Was ist Leben, wozu leben? Leben besteht nicht mehr nur aus Trinken, Essen und Schlafen. Begriffe wie Liebe, Freiheit, Leben anknüpfend an Glaube, Sitte, Heimat und Einigkeit und Recht und Freiheit. Im zelt angekommen trat ein neuer, kerniger Oberst auf und bedankte sich für die Rekordbeteiligung, Rekorddisziplin bei den Aufzügen und Paraden. Heinrich Peters begrüßte alle zum diesjährigen Frühschoppen, besonders wurde S.M. Peter VI. und seine Gattin Agnes begrüßt. Finchen Schnocks wurde von Josef Vaassen geehrt durch die Überreichung des Frauenordens für die unzähligen stillen Bereitschaften in Schützen- und Kirchlichen Belangen. Heinrich Peters begrüßte auch besonders das Goldjubelpaar Päfgen (Brütches Pitter und Therese). Anschließend wurden alle Zugkönige mit dem neuen Silber in ihr Amt eingeführt. Der 10. Jägerzug bekam den Preis für seine Großfackel, S.M. gab noch ein Fässchen Bier dazu. Der 13. Jägerzug erhielt für seine Idee einen Gutschein und S.M. gab noch etwas dazu. Die Ehrung der Edelknaben konnte nicht stattfinden, weil diese alle Schule hatten. Der Oberst nahm folgende Beförderungen vor: Michael Kloss zum Feldwebel; Bernd Brodda als Spieß zum Feldwebel; Thomas Gößling, Slawko Stupar und Toni Brodda zum Flügelleutnant; Markus Klein und Otto Müller zum Leutnant; Siegfried Kleie und Josef Vaassen jr. zum Oberleutnant; Hermann Klein zum Oberstleutnant. Ex – SM Peter Hilgers erhielt ein Buch (Alte Dormagener Chronik) und den persönlichen Dank vom Oberst. Stefan Päfgen gab die Ehre als Schülerprinz an Klaus Klein ab. Auch Michael Hyrbascek musste seine Prinzenwürde an Walter Dorn abgeben. Für sein 50jähriges Jubiläum erhielt Fritz von der Warth einen Orden und es wurde ihm herzlich gratuliert. Auch den neu gegründeten Marinezug wurde den Schützen namentlich vorgestellt. Spannend wurde es am Nachmittag am Schießstand: heftig umkämpft war die Würde des Königs der ehemaligen Könige, die Hermann Klein mit dem 54. Schuss für sich entschied. Auch bei Königsvogel fehlte es nicht an Interessenten. Den Kopf sicherte sich Annacker, den rechten Flügel Josef Vaassen jun., den linken Flügel Hyrbascek. Aus einem Trio der zähen Kämpfer ging Wolfgang Raab mit dem 154. Schuss als glücklicher Sieger hervor. Mit ihm freute sich besonders seine Gattin Petra. Am Montagabend wurde der König pünktlich mit kleinem Gefolge von der Residenz „Jägersruh“ abgeholt. Im Zelt begrüßte Heinrich Peters zuerst das amtierende Königspaar Peter V. (Engels) und Agnes, sowie das neue Königspaar Wolfgang I. (Raab) und Petra. Er ließ beide Paare 3mal Hochleben. Danach wurden die Pfänder an die treffsicheren Schützen verliehen. Auch an diesem Abend herrschte eine Harmonie, wie sie in den letzten Jahren beim Familienball üblich war. Der Dienstag stand wie immer tagsüber den Zügen zur freien Verfügung der nachmittägliche Festzug wurde in guter Tradition und bei trockenem Wetter über die Bühne gebracht. Nach dem Festzug musste im Zelt der Edelknabenkönig Martin Walczak sein Amt an Gerd Reiprich abgeben. Ebenso wurden die beiden Königspaare an der Residenz abgeholt. Erstmals nahmen die Fahnen bei der Krönung hinten auf der Bühne Aufstellung. Josef Vaassen begrüßte beide Königspaare besonders herzlich. Dazu den Präses, Pfarrer Keller, Kaplan Arendt und den Bürgermeister Alef nebst Gemahlin. Josef stellte fest, dass alles ohne Pannen abgelaufen sei. Besonders dem Regimentsspieß Herbert Künzel wurde gedankt, der nach langer Krankheit wieder in alter Frische mitmachte. Dank an alle Schützen für den sauberen Auftritt, Dank an alle Musiker, den Schießmeister mit seinen Mannen und dem Tonmeister Franz Walczak. An das scheidende Königspaar gewandt sagte Josef: „Hoffentlich wart ihr Beide mit uns zufrieden, er war ja seit 6 Wochen Doppelkönig und die Agnes glaube ich auch. Sie war stets gleich freundlich und fröhlich.“ An das neue paar: „ Ein junges Paar, auf Anhieb. Er wurde im ersten Anlauf König, wir freuen uns, dass Neubürger in Horrem so gut mitmachen können. Er wird ja in seinem Vater, der uns allen noch als „Blumenkönig“ im Gedächtnis ist, einen guten Berater finden. Als die Präsidentengattin der Königin Agnes das Krönchen aus dem Haar entfernte, bemerkte Agnes: „Du fröselt mir ever en de Hoore eröm!“ Als die Königsinsignien gewechselt waren, ließ Josef beide Paare 3mal Hochleben. Peter V. bedankte sich für den schönen Empfang als Bezirkskönig: „Ein bedeutendes Jahr bleibt uns für immer in Erinnerung. Ich war gern Euer Schützenkönig.“ Er bedankte sich ferner beim Vorstand, besonders bei Josef Vaassen und bei seinem väterlichen Freund Heinrich Peters. Auch bei seiner Frau bedankte er sich mit einem Kuss. Ferner dankte er dem Tambourcorps für die sehr gute Mitarbeit und wünschte seinem Nachfolger alles Gute für das kommende Regierungsjahr. Der neue König sagte: „ Ich bin kein Freund von großen Worten. Ich freue mich, Euer König sein zu dürfen!“ Damit war es zu Ende. Danach sprach der Präses: „Das


Horremer Schützenfest ist immer für eine Überraschung gut.“ Er dankte für den guten Besuch bei den Gottesdiensten: „Ihr könnt ruhig mal öfter kommen!“ An Peter V. gewandt, sagte er weiter: „ Vor zwei Jahren kam einer auf mich zu und redete, redete und redete. Es war Peter Engels.“ Er dankte Agnes und Peter und überreichte ihnen ein kleines Buch als Geschenk. An Wolfgang I. gewandt: „ Den habe ich beim Schießen beobachtet, er lief wie jeckig immer wieder zum Stand, trotz Abraten von Vater und Mutter; er wird bestimmt ein eifriger König sein.“ Dann Pastor Keller: „Habe für Peter was zum Löschen mitgebracht. Dazu braucht es kein Löschrohr und ich hoffe, dass es mundet.“ Für das neue Königspaar eine Flasche mit vielen Vitaminen als Kraftnahrung für das anstrengende Königsjahr. Der Bürgermeister gratulierte beiden paaren in gewohnter Manier und in bewährter Versform. Er überreichte Exkönig Peter als Andenken ein Bild vom Rathaus und eine Nachbildung des Schöffensiegels von Zons und Dormagen, sowie dem neuen Paar ein Wappen der Stadt. Es folgte der Extratanz für die beiden Paare und anschließend für den gesamten Hofstatt. Zwischenzeitlich gratulierte Josef Vaassen dem Schützenbruder Martin Kluth zu seinem Geburtstag. Um 21.30 Uhr begann die Ehrung des neuen Königspaares. Angeführt von Oberst und Adjutant, dem Jägermajor und seinem Adjutanten. Der Marinazug überreichte ein Bild mit einem Segelschiff als Motiv. Der 12. Jägerzug brachte eine riesige Sappeurmütze voller „Fressalien“. Auch eine Vertreterin des 1. FC Köln gratulierte. Vom 13. Jägerzug wurde der Zugkönig in einer Sänfte zur Gratulation getragen und überreichte an die Exkönigin Agnes einen Gutschein für einmaliges Hin- und Hertragen zur Tanzfläche. Dem Chronisten fiel auf, dass bei der Überreichung der Geschenke keiner so genau zuschaute wie unser Präses. Nachdem auch das Tambourcorps und die Musikkapelle gratuliert hatte, löste die Bezirkskönigin Agnes ihren Gutschein sofort ein und ließ sich zum Tanzen tragen. Mit zitternder, freudiger Würde ertrug sie die Prozedur. Im Ganzen gesehen kann man von einem schönen, ruhigen und harmonischen Schützenfest sprechen, so wie wir es eigentlich jedes Jahr feiern möchten. Zum Bundeskönigschießen fuhren wir am Samstag, den 16. September 1982 mit einem Bus um 06.00 Uhr ab Horrem, um unserem Anwärter - Bezirkskönig Peter Engels zu besuchen. Er hatte beim Schießen Pech gehabt, da „nebulöse Umstände“ eine hohe Ringzahl verhinderten. Dies tat der Freude während dem Umzug und danach keinen Abbruch. Auf der Offiziersversammlung am 27. Okt. In der Malerklause wurde u.a. beschlossen, dass das Antreten grundsätzlich „Am Rübenweg“ Spitze Knechtstedener Str. erfolgen soll. In Zukunft sollten Einladung zu einer Busfahrt nur noch schriftlich angenommen werden, damit dem Verein nicht wieder - wie bei der Fahrt nach Vechta - unnötige Unkosten entstehen. Den Hubertusball am 07. November feierten wir diesmal im Pfarrsaal. Der Reinerlös aus dem Getränkeverkauf - 1.000,- DM - kam unserer Pfarrkirche zugute. Die Bedienung hatte der 4. Jägerzug übernommen. Die Messe am Sonntag und das anschließende Frühstück im Pfarrsaal waren schwach besucht. Wir müssen wohl einen anderen Modus finden. Hier fand dann auch die Pokalverleihung von dem am Samstag statt gefundenen Hubertusschießen statt: Pokalsieger wurde der 11. Jägerzug, 2. Sieger der Marinezug und 3. Preis der 5. Jägerzug. Erwähnenswert auch der Filmabend am 19. November 82 unter dem Motto „15 Jahre Horremer Schützenfest“. Hier zeigte Josef Klein vom 2. Jägerzug, was alles zu einem Schützenfest im weitesten Sinne gehören kann. Die Bedienung an diesem Abend hatte auch der 2. Jägerzug übernommen und der Erlös wurde auch der Kirche zur Verfügung gestellt. Wir sehen, dass unser Verein trotz seiner Größe noch rege ist. Dies drückt sich auch in vielen ungenannten Einsätzen aus. Sei es Krankenbesuche, Hilfen, usw. Einer der eifrigsten ist unser Präsident Josef Vaassen, dem ich auf diesem Wege ein herzliches „Dankeschön“ sagen möchte.

1981 Nach dem sehr arbeitsintensiven Jahr 1980 mit dem Neubau des Schießstandes, hatte der Vorstand mit einem ruhigen 1981 gerechnet. Das dies nicht eintraf, soll in der Folge berichtet werden. Als Erstes kamen wir der angenehmen Pflicht nach nahmen am 07.01.1981 an der Wiedereröffnung des „Knechtstedener Hof“ teil.


Am 09.01. folgte eine erweiterte Vorstandssitzung. Danach, am 23.01.1981 folgte unsere Jahreshauptversammlung für 1980. Hier wurde der gesamte Vorstand neu gewählt. Betroffen waren die Mitglieder, weil sich 2 altgediente Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stellten: dies waren der „Edelknabenvater“ Walter Müller und der 2. Schriftführer Josef Päfgen. Nach einem Dank an beide wurden als Nachfolger Heinz Fischenich für die Edelknabenbetreuung und Peter Müller für den Posten des 2. Schriftführers neugewählt. Ansonsten blieb der alte Vorstand im Amt. Neu war nur, dass die jeweilig 2. Leute des Vorstandes einmalig nur für 1 Jahr gewählt wurden. Damit soll in Zukunft verhindert werden, dass in einem Jahr ein komplett neuer Vorstand gewählt werden müsste. Am 14.02.81 beteiligten wir uns am Altentreffen im Pfarrheim. Dies wird ja unter der Regie des 2. Vorsitzende Heini Peters und seiner Gattin Netta durchgeführt. Am 03.03.81 feierte unsere amtierende Majestät Peter Hilgers seinen 60. Geburtstag. Der Vorstand überreichte ein Geschenk des Vereins. Nachdem am 05.03.81 unser Präses seinen Namenstag gefeiert hatte, hielten wir eine Offiziersversammlung bei Halfter ab. Zum gleichen Datum nahmen wir vorher mit einer Abordnung am Delegiertentag in Norf teil. Am 16.03.81 feierte unser Fahnenträger und Hausmeister des Schießstandes Hans Sistig seinen 60. Geburtstag. Es folgte am 21.03.81 die Überreichung des „Dr. Geldmacherpokals“ im Bürgerhaus Zons. Wir hatten - wider Erwarten - den 3. Rang mit 661 Ringen erreicht. Auch Willi Peiffer, der am 29.03.8, der am seinen 60. Geburtstag feierte, besuchten und gratulierten wir. Eine Sitzung des erweiterten Vorstandes fand am 03.04.81 im Schießstand statt. Am gleichen Ort traf sich am 28.04.81 der Bauausschuss mit dem Vorstand, um Anschlussarbeiten zu beschließen. Manche Daten gaben keinen Anlass zur Freude. So bestimmt nicht der 01.05.81: an diesem Tage verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied und Zeugwart Josef Redemann. Einer unserer eifrigsten und immer ansprechbaren Mitglieder, ohne den z.B. keine Papiersammlung stattfand. Ein ehrendes Andenken ist ihm gewiss. In der nächsten Mitgliederversammlung am 08.05.81 bei Oester wurde unsere anstehende Frühkirmes besprochen. Hier erhitzten sich abermals die Gemüter über die Benutzung des „Flachstandes“ ais Sitzraum. Einen weiteren Geburtstag feierten wir am 16.05.81: einer der Gründer des Vereins - Peter Päfgen, auch genannt „Brütches Pitter“ beging seinen 75. Geburtstag in alter Frische. Einen tag später wurde auch unser Metzgermeister, „Detmers Schäng“ 75 Jahre alt. Auch dieser Tag fand gebührende Anerkennung. Am Freitag, dem 22.05.81 begann der König- und Oberstehrenabend im Zelt. Dazu wurde um 19.00 Uhr in Begleitung des Offiziere und des Tambourcorps „Germania Horrem“ S.M. Peter IV. und Oberst Dieter Annacker zum Zelt ab Knechtstedener Str. abgeholt. Die Beteiligung der Schützen hätte besser sein können. Am Samstag fand das Preis- und Pokalschießen statt. Pokalgewinner wurde nach dem Stechen der 12. Jägerzug, den Preis gewann der 7. Jägerzug. Bester Schütze stehend freihändig wurde Wolfgang Simon, auf dem Hochstand Franz - Josef Schmitz. Der abendliche Ball vereinigte viele der tapferen Streiter bei Bier und Tanz. Sehr guten Anklang fand die, wegen der Kinderkommunion im zelt stattfindende Messe. Nicht zuletzt durch Pastor Don Alonso mit seiner Predigt und der musikalischen Begleitung durch die Musikkapelle aus Gevenich bei Cochem. Der anschließende musikalische Frühschoppen kam sehr gut an. Der Kapelle wurde als besonderer Dank eine flüssige Wegzehrung mit gegeben. Am 31.05.81 besuchten wir mit einem Bus den Bundesköniginnentag in Linz / Rhein. Es folgte am 13.06. das Schießen um den „Wilhelm - Brüggen - Gedächtnispokal“. Am 10.07. fand im Schießstand ein Treffen mit dem Bauausschuss statt. Als nächstes, am 16.07. stand eine Brauereibesichtigung des Vorstandes mit Frauen an. Das Bezirksschießen am 18.07. in Holzbüttgen war diesmal gut besucht. 16 Vereine hatten ihre Bewerber geschickt. Pokalsieger wurde Gnadental und den Bezirkskönig stellte Holzbüttgen. Groß wurde der 60. Geburtstag von unserem Präsident am Sonntag, dem 20.08.81 gefeiert, Tambourcorps und Schützen waren zahlreich - trotz Regen erschienen. Auf der Versammlung am 18.07.81 im Pfarrheim wurden die letzten Vorbereitungen für das kommende Schützenfest besprochen. Schützenfest vom 29. August - 01. September 1981


Das Geläut vom Turm unserer Pfarrkirche und die Böllerschüsse, erstmals von Karl - Heinz Aigner gezündet, zeigten laut jedem in Horrem an, es wird wieder Schützenfest im Ortsteil gefeiert. Bei gutem Wetter fand dann am Abend der Fackelzug statt. Leider ohne Großfackel. Vom Zelt aus ging der Zug zu der wunderschön geschmückten Residenz von S.M. Peter IV. und seiner Königin Gretchen. Nachdem das Königspaar den obligatorischen „Straßenwalzer“ absolviert hatte und die Schützen sich mit einem Bierchen gestärkt hatten (jeder Zug erhielt vom Königspaar einen Gutschein für ein „Pittermännchen“), ging es ohne „Tritt Marsch“ zum Denkmal an der Pfarrkirche. Hier fand das Totengedenken statt. Umrahmt wurde die Feier vom Tambourcorps Horrem, der Feuerwehrkapelle Dormagen und dem Korchenchor „Cäcilia“. Die Gedenkrede hielt Präses Pfarrer Fritz Reinery. Er gedachte besonders der verstorbenen Orth und Redemann. Josef Vaassen legte im Namen aller Schützen einen Kranz nieder. In dem anschließenden Fackelzug wurde eins klar: Wenn wir auch im Großfackelbau nicht Spitze sind, so sind wir es bestimmt im Zurücklegen weiter Fackelzugwege. Trotzdem waren wir schon um 22.10 Uhr im Festzelt. Unterwegs war unser beliebtes Königspaar immer wieder mit Beifall bedacht worden. Trotz des späten Eintreffens im Zelt herrschte gute Stimmung. Josef Vaassen begrüßte alle Festgäste, besonders das Königspaar Hilgers und Präses Reinery. Der Präsident dankte im Namen des Königspaares für den schönen Fackelzug, ferner dankte er dem Kirchenchor und allen Musikern. Mit dreimal Hoch auf Majestäten und Bruderschaft wurde auch für die Schützen der Tanz freigegeben. Pünktlich marschierte das Corps am Sonntagmorgen um 08.45 Uhr vom Zelt aus zur Pfarrkirche. In der auch vom Kirchenchor mitgestalteten Messe hatte sich unser Präses als Thema „Freude“ ausgewählt. Klar wurde von ihm herausgestellt, dass Freude nichts unchristliches ist und echte Freude zum Leben gehört wie Essen und Trinken. In der Messe fand die Weihe der gestifteten Jungschützenfahne und der vom Bürgermeister gespendeten Stadtfahne statt. Nach der Messe Antreten zum Einspielen der Fahnen und Abschreiten der Front mit den Ehrengästen. Anschließen Frühparade u.A. vor den Vertretungen von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit ihren Königen. Im Zelt angekommen begrüßte Josef Vaassen besonders S.M. Peter IV., Präses Reinery und - in Abwesenheit - alle kranken Schützenbrüder und -schwestern. Begrüßt wurden die Vertretungen unserer Nachbarvereine, Herr Helten vom Bezirksverband Neuß, Herr Hansen vom Stadtverband. Besonderer Gruß auch an den Sappeurzug, der sich aus „Neubürgern“ gebildet hat. Auch unser Bürgermeister Alef wurde nicht vergessen, die Vertreter der Parteien, Herr Paul Wierich, Herr Wetekamp, Herr Stahlmann, die Herren Bunde und Richartz, Herr Göttemeyer nebst Gattin und die Abordnungen vom RSH, des Kirchenchores und der KAB wurden begrüßt. Selbstverständlich auch die Feuerwehrkapelle Dormagen, das Tambourcorps Horrem und die Presse. Gedankt wurde von Josef Vaassen wegen dem sauberen Vorbeimarsch. Besonderer Dank ging an unsere Majestät für die gestiftete Jungschützenfahne. Danach bat Josef Vaassen die Musik zum „Reinhauen“. Geehrt wurde als erster Peter Päfgen („Brütches Pitter“) für seine 60jährige Mitgliedschaft und als Mitgründer unseres Vereins: er erhielt einen Zinnteller. Karl Hansen erhielt einen Kugelschreiber mit Namenszug und „Horrem 1981“. Den SVK erhielten Herbert Künzel, Wilfried Dieling und Heinrich Fischenich, letzterer war durch Unfall verhindert. Herr Helten Güsse vom Bezirksverband Neuß und überreichte den HBO an Simon Clemens, Hermann Klein und Franz Walczak, an unseren langjährigen Kassierer Franz Brodda das Sebastianus - Ehrenkreuz. Unser Präses nahm sich Pfarrer Keller in den Arm - wir duzen uns - und begrüßte alle Anwesenden. Als der Bürgermeister an das Mikrofon schritt, um die Schützen und Gäste zu begrüßen, konnte Josef Vaassen sich nicht verkneifen, zu sagen: „ Man, es dä jroß!“ Auch Stadtdirektor Wierich dankte allen Schützen und besonders dem Vorstand. Am Sonntagnachmittag war uns ein prächtiges Sommerwetter treu: schwitzen im Stand - war das mal schön! Schön war auch der Festzug und die Parade auf der Knechtstedener Strasse. Unser Königspaar Hilgers strahlte mit der Sonne um die Wette. Der Sonntagabend begann um 19.30 Uhr mit der Abholung der Majestät und den Hofstatt ab Residenz. Bei diesem schönen Wetter konnte nur gute Laune bei allen herrschen. Josef Vaassen begrüßte im Zelt angekommen besonders das Königspaar und knüpfte daran den Wunsch, dieser Abend solle so friedlich und harmonisch enden verlaufen wie die bisherigen Abende. Danach begrüßte Josef Vaassen unseren Präses, Pfarrer Keller, den Bürgermeister nebst Gattin, Stadtdirektor Wierich, Dir. Bunde mit Gattin, und fragte nach: „Han ich se all?“. Danach ließ er das Königspaar und die Bruderschaft dreimal Hochleben. Der ökumenische Gottesdienst fand diesmal am Montagmorgen in der kath. Pfarrkirche statt. Vorbereitet war der Gottesdienst insbesondere vom Ehepaar Lumpp. Auch hier wurde das Thema „Freude“ weiter ausgeführt, insbesondere durch Texte aus dem alten Testament (Buch Kohelet). Wein und Brot wurden in Form von Weintrauben und Brötchen überreicht. Ich glaube, diese Form des Gottesdienstes hat großen Anklang gefunden. Danach zogen wir zum Zelt. Hier begrüßte, wie immer


Heinrich Peters alle Anwesenden, besonders S.M. Peter IV. nebst Gattin Gretchen. Heini Peters nahm Thorsten Woelke die Königskette der Edelknaben ab und überreichte sie an den Nachfolger Martin Walczak. Nach einem Musikstück wurde Martin Kluth zum 60. Geburtstag eine Flache überreicht. Ferner erhielt „Krunebergs“ (Redemann) Kätchen einen Blumenstrauß als Dank für die jahrelange Arbeit an den Vereinsinsignien. Grüße von Manfred Klein wurden vorgelesen, S.M. Peter IV. las eine Urkunde vor, die in humoriger Form von dem im Urlaub befindlichen Kaplan Michael Arendt verfasst war. Danach wurden die Zugkönige gekrönt. Finchen Müller wurde gratuliert, weil ihre 3 Männer in ihren jeweiligen Zügen den Zugkönig stellten. Dann wurde der Jungschützenpokal vom 8. an den 11. Jägerzug weiter gegeben. Der neue Edelknabenvater Heinrich Fischenich nahm heute seinen SVK entgegen - er stand mit Krücken auf der Bühne. Jetzt bat S.M. Peter IV. seinen Jägerzug auf die Bühne. Er überreichte als dank für geleistete Arbeit an jeden einen Erinnerungsbecher. Diesen Becher erhielt auch der Spieß Herbert Künzel. Von unserem Oberst Dieter Annacker wurden die Sappeure besonders begrüßt. Hans - Jürgen Sistig wurde zum Hauptmann befördert. Heinz Chemnitzer fiel auf die Bühne, als der Oberst ihn rief. Er erhielt, auch im Namen seiner Gattin ein Buch überreicht, dies sollte bedeuten, wir haben dich und deine Gattin nicht vergessen. Bruno Köberich überreichte im Namen des 9. Jägerzuges an Josef Vaassen ein Geschenk zu seinem 60. Geburtstag. S.M. Peter IV. überreicht zu später Mittagsstunde an das Ehepaar Frömmer einen Blumenstrauß, weil sie schon seit 10 Jahren aus Hanau nach Horrem kommen und am Schützenfest aktiv teilnehmen. Die Schützen hielten im zelt aus, wenn auch die vom 4. Jägerzug ausgeteilte Suppe nicht allen (Fleisch) Erwartungen entsprach. Es waren noch nie so viele Besucher um diese Zeit im Zelt. Das Schießen wurde mit dem Wettbewerb um den König der Könige eingeleitet. Mit dem 123. Schuss errang unser ehemaliger Schießmeister Theo Esser diese Würde. Die Bewerber um die Königsvogel waren anfangs sehr zahlreich. Als es ernst wurde, blieben schließlich noch 3 Bewerben im Rennen. Dies entschied Peter Engels vom Tambourcorps Horrem mit dem 216. Schuss für sich. Mit bei den Gratulanten war seine Gattin Agnes. Der Montagabend sah beide Königspaare hinter dem Tambourcorps ins Zelt ziehen. Hier wurden sie von Heini Peters begrüßt und er ließ sie dreimal Hochleben. Die Kette des Schülerprinzen wechselte von Michael Kloss auf Stephan Päfgen. Die Prinzenwürde wurde von Joachim Krapp an Michael Hyrbacek weiter gegeben. Danach proklamierte Heini Peters den König der Könige Theo Esser, er übernahm die Würde von Hans Sistig; auf beide wurde ein dreifaches Hoch ausgebracht. Nachdem der Dienstag tagsüber in den einzelnen Zügen gestaltet wurde, ging um 17.00 Uhr wieder bei schönem Wetter ein herrlicher Festzug durch den Ort. Der neue König hatte die Residenz beim alten König belassen. Von dort ging auch am Abend der Zug mit dem Königsgefolge zum Zelt. Josef Vaassen begrüßte hier alle Anwesenden. Besonders Präses Reinery, Pfarrer Keller, Herrn Wetekamp, Herrn Krosch, usw. Er dankte besonders dem Spieß, dem Schießmeister, dem Tonmeister, den Schützen und dem neuen Sappeurzug für sei gutes Auftreten. An Peter IV. gewandt: ein Mann mit Humor und Witz, dazu ein ruhender Pol mit Namen Gretchen. An den neuen König: nach einem harten, aber fairen Wettbewerb hast Du die Würde errungen. Beide Peter sind „Ausländer“, beide sind Spaßvögel, auch Deine Gattin Agnes verträgt einen schönen Spaß. Peter IV. dankte für das vergangene Jahr und sagte: „Es ist schön, in Horrem Königspaar zu sein.“ Er wünschte dem neuen Paar auch ein solch gutes Jahr. Darauf Peter V.: „Ich bin kein Mensch von vielen Worten (ausgiebiges Gelächter im Zelt). Möge es mir gelingen, mit Euch zusammen ein nettes Jahr zu verbringen.“ Unser Präses dankte Peter und Gretchen für die gute Zusammenarbeit und gab ein Abschieds- bzw. Erinnerungsgeschenk. Auch das neue Königspaar bekam von ihm ein Geschenk. Pfarrer Keller dankte auch und überreichte dem alten Königspaar eine Öllampe als Erinnerung. Zum neuen Königspaar: Er habe etwas in diesem Sack, dies war ein Luftballon anhängend ein Büchlein von Loriot, damit ihm nie der Humor ausgehe. Unser Bürgermeister Jürgen Alef hielt seine Rede wieder in Reimform. Textproben: „Josef vor 60 Jahren schier trank dabei rechtes Mutterbier ...“ oder „Wenn Pitter morgens Wasser trinkt, abends der Vogel niedersinkt.“ Josef ließ beide Königspaare dreimal Hochleben, danach Ehrentanz für beide Paare. Jetzt wurden die Orden vom Königsvogelschießen verliehen und zwar: rechter Flügel - Josef Vaassen jr., linker Flügel Hansi Simon, Kopf Hans - Jürgen Sistig. Nebenbei: Erber´s Gerd brachte einen neue Variante des Ententanzes ins Spiel: Er tanzte im Sitzen. Jetzt begann die Gratulationscour: der Zug von Peter IV. überreichte in Großformat das Königsbild in einem wunderschönen Rahmen. Als nette Überraschung übergab der Zug von Josef Klein jr. Ein Feuerwehrauto in Miniatur. Der 5. Jägerzug erschien sogar als kompletter Feuerwehrzug in Helmen, mit Sirene, Blaulicht und langem Schlauch – gefüllt mit Bier. Auch die Tambourcorps, die Musik brachte ein Ständchen und Geschenke. Den Abschluss bildete die Einlage von Jürgen Klein mit der gekonnten Darbietung als Fahnenschwenker. Zum Abschluss kann man sagen: es war ein ruhiges Fest, nicht was die Besucherzahlen anbetrifft, sondern die Freude, die durch gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen entsteht. Steigende


Besucherzahlen zeigen uns, wir sind auf dem rechten Weg, und – hier erwähne ich besonders unseren Präsidenten – sollten diesen Weg nicht durch allzu viele Experimente verlassen. „Ist der Schütze froh und munter, kriegt uns auch die Not nicht unter. Halten wir am Alten fest, feiern wir weiter Schützenfest.“ Es folgte nach dem Fest am 03.09.81 der 60. Geburtstag unseres 2. Vorsitzenden Heinrich Peters. Stark vertreten waren wir zur Diakonweihe von unserem Mitglied Fritz Detmer am 20.09.81. Dann fand am 02.10.81 eine Offiziersversammlung in der Gaststätte „Zur Linde“ statt. Hier wurde eine kritische Nachlese zum Schützenfest gehalten. Einen weiteren 80. Geburtstag konnten wir am 15.10.81 mit unserem Ehrenkassierer Josef Päfgen feiern. Ein Paukenschlag war auch die Geburtstagsfeier unserer Majestät Peter V. am 31.10.81 mit „kalorienreicher“ Begleitmusik. Den Hubertusball hielten wir am 07.11.81 im Saal Oester. Der Erlös der Tombola ging diesmal an die ev. Kirchengemeinde zur besonderen Verfügung. Am Nachmittag des gleichen Tages hatte schon ein Schießen von fünf Mannschaften der Edelknaben aus dem Stadtverband stattgefunden. Unsere Jungs erreichten dabei bei Ringgleichheit einen beachtlichen 2. Platz. Am Sonntag, den 08.11. fand eine Hl. Messe statt mit anschließendem Frühstück im Saal Oester. Hier gab die Zahl der erschienenen Schützen Anlass, über Form und Terminierung nachzudenken. Am 16.11.81 besuchte der Vorstand einen Stadtverbandssitzung in der Brauerei. Es folgte am 06.12.81 der Besuch des Bruderschaftstages in Neuß – Furth. Leider muss ich am Schluss noch einen traurigen Termin nennen: am 07.12.81 verstarb einer der Gründer unseres Vereins – Heinrich Güsgen – im Alter von fast 81 Jahren. Einer der letzten, die noch über unseren Ortsteil mehr wussten, als jede Chronik je bringen könnte. Auch ihm ist ein ehrendes Andenken gewiss. Zahlreiche Vorstandsversammlungen und Besuche bei befreundeten vereinen anlässlich ihrer Schützenfeste rundeten die Arbeit des Vorstandes ab. Auch Krankenbesuche nahmen viel Zeit vom jeweiligen König und Vorsitzenden in Anspruch, obwohl diese Arbeit meist nur von den Betroffenen bemerkt wird. Die monatlichen Papiersammlungen stellen zwar eine beachtliche Einnahmequelle dar, werden aber, besonders von den jüngeren Zügen arbeitsmäßig nicht angenommen. Es scheint unmöglich zu sein, die einmal im Jahr vorkommende Arbeit auf sich zu nehmen, bzw. zu planen. Diese Sammlungen weiter auf den Schultern einiger weniger auszutragen, erscheint mir nicht mehr gerechtfertigt. Hoffentlich greift diese Art von „Eifer“ nicht mal auf die Führung der Bruderschaft über. Da bis jetzt noch keine Ermüdungserscheinungen sichtbar sind, hoffen wir das Beste für uns alle und die Bruderschaft insbesondere.

1980 60 Jahre St. Hubertus - Schützenbruderschaft Dormagen - Horrem Das Jahr 1980 war für unsere Bruderschaft sehr erfolgreich, da endlich der langersehnte und auch nötige Schießstand eingeweiht werden konnte und somit unser 60jähriges Bestehen einen würdigen Abschluss fand. Im Jahresablauf sah es folgendermaßen aus: Die ordentliche Mitgliederversammlung am 18.01.1980 fand im Saal Oester statt. Erstmalig musste Heinrich Peters eine Versammlung für den erkrankten Josef Vaassen leiten. Besonders spannend ging es bei der Erhöhung des Jahresbeitrages von bisher DM 25,- auf DM 36,- zu. Noch heftiger wurde es, als der Rentnerbeitrag von DM 5,- auf DM 20,- angehoben wurde. Das Altenfest am 02.02.1980 war wieder ein voller Erfolg. Die nächste Mitgliederversammlung fand am 18.04.1980 im Pfarrheim statt. Hier wurde die anstehende Frühkirmes besprochen, ferner die Arbeiten für den Schießstand eingeteilt. Am 02.05.1980 begannen wir unsere Frühkirmes mit dem König- und Oberstehrenabend im Saal Oester. Dazu wurden die zu ehrenden im Pfarrsaal abgeholt. Hier wünschte der König, die Schützen möchten am Sonntag zum Kirchgang in Uniform - entgegen dem Versammlungsbeschluß erscheinen.


So erschienen also zum Kirchgang die Schützen wunschgemäß in Uniform und wurden von der Kapelle „Rheinklänge“ und vom Tambourcorps begleitet. In der Messe wurden neue Schwenkfahnen der Gebrüder Klein geweiht. Beim Frühschoppen wurden die Preisträger der Schießwettbewerbe bekannt gegeben: Beim Preisschießen gewannen: 1. Preis 7. Jägerzug mit 88 Ringen 2. Preis Jungschützen mit 85 Ringen 3. Preis 12. Jägerzug mit 84 Ringen Im Pokalwettbewerb gewannen: 1. Preis Sportverein mit 87 Ringen 2. Preis 12. Jägerzug mit 86 Ringen 3. Preis 4. Jägerzug mit 86 Ringen Bester Schütze wurde übrigens unser Präsident Josef Vaassen, der sich dazu mit 2 Bier, 1 ½ Korn und 15 Zigaretten „gedopt“ hatte. Eine Erkenntnis aus diesem Fest: Ohne Zelt ist die Frühkirmes halb so schön! Am 15.06.80 feierte der im Pfarrheim wohnende spanische Seelsorger Don Alonso sein 25jähriges Priesterjubiläum. Beim Empfang im Pfarrsaal war die Dorfgemeinschaft reichlich neben den spanischen Landsleuten vertreten. Zwischenzeitlich hatten wir die „Gemeinnützigkeit“ beim Finanzamt beantragt. Am 08.08.80 fand im Pfarrsaal die nächste Mitgliederversammlung zur Vorbereitung auf unser Schützenfest statt. Dieses begann am Samstag, dem 30.08.80 mit 3 Böllerschüssen um 12.00 Uhr. S.M. Heinrich III. wurde mit dem Fackelzug an seiner Residenz im Saal Oester abgeholt. Am Ehrenmal an der Kirche wurde der Verstorbenen gedacht. Josef Vaassen erinnerte hier an die, die vor 60 Jahren unseren Verein gegründet haben. Zu ihrem Andenken und in ihrem Sinne wollen wir die Bruderschaft weiterführen und uns aktiv für Frieden und Freiheit einsetzen. Am Sonntag feierten wir in unserer Pfarrkirche eine Hl. Messe. Hier nahmen die Könige aus den befreundeten Vereinen mit ihrem Gefolge teil. Zum Frühschoppen im Zelt spielte die Feuerwehrkapelle Dormagen, die Musikkapelle Eiserfeld und unser Tambourcorps auf. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Winfried Clemens, Karl Deutzmann, Hans und Herbert Lüpschen. Das 50 jährige Jubiäum feierten: Peter Hilgers, Martin Kluth, Wilhelm Peiffer, Peter Pohl, Wienand Riphahn, Peter Schnocks, Hans und Josef Vaassen. Sie waren immer in unserer Bruderschaft. Willi Rüttgens und Toni Dickop gehörten auch schon 50 Jahre Schützenvereinen an. Den noch lebenden Gründern Heinrich Güsgen, Josef Päfgen und Johann Dung wurde ein Zinnteller mit Widmung überreicht. Für besondere Verdienste am Schießstandneubau wurden Zinnbecher an Architekt Gerhard Kaltwasser, Stadtkämmerer Paul Wierich, Tiefbauunternehmer Herbert Jansen und die Herren Gerhard Bunde sowie Josef Kaulen von der Kreissparkasse überreicht. Den Verdienstorden erhielt Dieter Annacker, den HBO Heinz Chemnitzer, Bruno Köberich und Peter Schnocks. Bei der Überreichung des Präsesordens an unseren Pastor meinte dieser: „Ist ja was schönes, man kommt sich nicht so nackig vor.“ Josef Vaassen erhielt aus der Hand des Diözesanbundesmeisters in Anerkennung seiner Verdienste um das Schützenwesen das „Schulterband zum SEK“ des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften - eine der höchsten Auszeichnungen, die im BDHS vergeben wird. Außer vielen Ehrengästen war auch die Vizepräsidentin des Bundestages unser Ehrengast. Am Nachmittag ging bei trockenem Wetter der Festzug durch Horrem. Am Abend in dem renovierten „Satorisaal von Horrem“ (Saal Oester) knubbelten sich die zahlreichen Gäste des beliebten Königs-paares. Im Zelt besuchte uns in vollem Ornat, vom Neußer Schützenfest kommend, Dr. Hüsch nebst Gattin. S.M. Heinrich III. überreichte unter humoristischen Kommentaren von Dr. Orth eine kleine Geiß als „umweltfreundlichen Rasenmäher“ an Bäckermeister und Zugmitglied Dieter Lemke. Am Montag trafen wir uns zum ökumenischen Gottesdienst an der Gottfried - Breuer - Str. Im Zelt bekam unser Spieß eine Schießschnur überreicht - gestiftet und als Mangel festgestellt - durch den Husarenzug. Der 10. Jägerzug bekam seinen 1. Preis für die Fackel „Schießstand“ und der 8. Jägerzug den 2. Preis für ihre Kleinfackel, die sie sich anlässlich ihres 10jährigen Bestehens gebaut hatten. Beim nachmittäglichen Schießen wurde, gestärkt durch die im Zelt gereichte Erbsensuppe, mit


dem 77. Schuss unser Hans Sistig König der ehemaligen Könige. Peter Hilgers als Goldjubilar trat mit dem 207. Schuss als Sieger um die Königswürde an. Nach dem Festzug am Dienstag um 17.00 Uhr wurde abends im Zelt der neue König gekrönt. Josef Vaassen ans alte Königspaar gewandt: „Ihr wart ein junges und temperamentvolles Königspaar. Den Edelknaben habt ihr eine neue Kette geschenkt, der Bruderschaft eine Aluleiter und Horrem einen „Gürzenich“. An den neuen König Peter IV. Hilgers (mit Königin Margret): „Lieber Peter, zu Deinem 50jährigen die Königswürde errungen zu haben, ist eine besondere Leistung. Wir waren in derselben zweiklassigen Elementarschule in Horrem, haben die Messe gedient und auch gemeinsam Senge bekommen.“ Zum Abschluss unseres Schützenfestes kann der Chronist nur sagen: Selten so ein schönes und einen so guten und langen Frühschoppen am Montag. Auch eine Neuanmeldung eines Zuges aus sogenannten „Neubürgern“ ist hier positiv zu werten. Endlich, am 08. Nov. 1980, konnte die Einweihung unsres Schießstandes stattfinden. Zahlreiche Gäste und Schützen nahmen daran teil. Am gleichen Abend feierten wir unseren Hubertusball. Am nächsten Sonntag eine Hl. Messe mit anschließendem Frühstück im Saal Oester Insgesamt traf sich der Vorstand ca. 30 Mal, entweder in reinen Sitzungen, bzw. mit dem Schießstandausschuß und wegen der „e.V.“ - Beantragung beim Finanzamt. Außerdem gingen Abordnungen zu den Schützenfesten nach Hackenbroich, Dormagen, Delhoven und Gohr - Broich, wo ja unser Schützenbruder Bernd Neugebauer als König residierte. Auch die Sitzungen des Stadtverbandes wurden regelmäßig besucht. Nicht zuletzt wollen wir auch die im Jahr 1980 verstorbenen Schützen erwähnen: Wilhelm Vorstheim Peter Pesch Arthur Überacker Hans Orth Kurt Becker

am 04.03.1980 am 29.04.1980 am 19.06.1980 am 20.10.1980 am 20.11.1980

Wir werden sie durch unser Andenken ehren! Resümee: Das 60. Geburtsjahr des Vereins wurde ein gutes Jahr, gekrönt durch die Schießstandeinweihung! Wir wünschen uns und dem Ortsteil Horrem weiter solche guten Jahre in Frieden bei unserem Motto: Glaube, Sitte, Heimat. Sonderbericht über die Einweihung unseres neuen Schießstandes am 08. November 1980. Hier zuerst die Rede von unserem langjährigen Präsidenten und rührigem Schießstandbauer Josef Vaassen. Zuvor hatten wir uns bei Oester getroffen und zusammen mit dem Tambourcorps sind wir zum neuen Schießstand Schießstand gezogen. Um 15.00 Uhr trafen wir dort ein. Der Präsident sagte: „Meine sehr verehrten Gäste, liebe Schützenbrüder, zur Einweihung unseres Schießstandes am heutigen Nachmittag darf ich sie alle herzlich begrüßen. Begrüßt sei natürlich ganz besonders unser Königspaar Hilgers. Ferner unseren Präses Pfarrer Fritz Reinery, vom Bezirksverband Neuß sei herrlich begrüßt Bundesmeister Willi Helten Willkommen sei auch unser Bürgermeister Jürgen Alef. Unser stellvertr. Stadtdirektor und Freund unserer Bruderschaft - Herr Paul Wierich - ist leider in Urlaub. Er hat uns Grüße übermittelt, einen guten Verlauf gewünscht, sowie Erfolg und „Gut Schuss“ im neuen Schießstand. Begrüßen wir weiter den Architekten des Standes, Herrn Gerhard Kaltwasser. Von der Kreissparkasse seien die Freunde und Gönner unserer Bruderschaft, die Herren Gerhard Bunde und Josef Kaulen herzlich begrüßt. Von der Orth KG begrüßen wir herzlich die Schützen Joachim Peters und Herrn Orth, von der Gardebrauerei Dormagen Herrn Gottemeyer, natürlich auch unseren Sach-verständigen und Berater aus Düsseldorf, Herrn Wilhelm Grunewald. Auch unser „Dorfsheriff“ Herr Stahlmann sei nicht vergessen. Als Papiersammler für uns recht eifrig und für Plakate sorgend begrüßen wir herzlich Josef Odenthal. Noch ein edler Spender sei begrüßt und zwar Herr Kausen. Begrüßt auch das Tambourcorps und vielen Dank für Euren Auftritt. Wir haben uns hier zusammen-gefunden, um unseren Schießstand einzuweihen und ihn seiner Bestimmung zu übergeben. Hier sei nun gesagt, dass die ganzen architektonischen und statischen Dinge von


unserem Freund und Gönner Gerhard Kaltwasser sehr schnell und besonders preiswert erledigt wurden, Hier dürfen wir auch dem Bauamt der Stadt Dormagen ein besonderes Lob aussprechen für ihr eiliges und aufgeschlossenes Verhalten. Ebenfalls ein Lob und Dankeschön dem Sportamt unserer Stadt - Herrn Kirschbaum und Herrn Hütten - die uns unbürokratisch und schnell vor 3 Wochen geholfen haben. Auf Kreisebene wurden wir auch gut bedient, nur das Land glaubte mehr an Wunder. Nachdem durch Herrn Kaltwasser ein Bauunternehmer gefunden wurde, konnte es dann losgehen. Für die Erd. Ausschachtungsarbeiten fanden wir in unserem Schützenbruder Herbert Jansen einen ebenso schnellen wie preiswerten Mitbruder. Die Beton- und Maurerarbeiten wurden von der Fa. Rohde zu unserer Zufriedenheit durchgeführt. Der Winter kam dazwischen und verzögerte den Rohbau. Jetzt begannen die Eigenleistungen. Wir haben in unserer Bruderschaft alle Handwerker, die wir brauchten. Alles, was Sie hier sehen, ist, teils sogar mit Materialgestellung und mit gekauftem Material durch die Bruderschaft geschaffen worden. Alle Züge haben irgendwie mitgewirkt. Es fällt jetzt schwer, den einen oder anderen Namen zu nennen. Wir glauben, dass alle wissen, wer mitgearbeitet hat und was getan wurde. Den Schützen aber, die besonders viel gemacht und haben viele Stunden geopfert haben, sei gerade an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt. Besonders dem Schießstandkomitee, dass sich oft getroffen und viel zu überlegen hatte. So ist es, glaube ich, ein Gemeinschaftswerk geworden, dass es zu nutzen und zu pflegen gilt. Möge es ein Ort werden, an dem vor allem unsere Jugend sich dem Schießsport widmet. Eine Sportart, die besonders im Schützenwesen ein Zuhause hat, wo Disziplin und Beherrschung geübt und gelernt werden können. Zwei Dinge, die leider etwas abhanden gekommen sind. Selbstverständlich wird allen Bürgern Gelegenheit gegeben werden, hier den Schießsport zu pflegen. Freuen wir uns alle, diesen Stand geschaffen zu haben, freuen wir uns an, diese Stätte unser Eigen nennen zu können, in der auch Frohsinn und Bruderschaftsgeist gepflegt werden. Nach dieser Rede unseres Präsidenten weihte unser Präses Pfarrer Fritz Reinery den Stand ein. Danach überrechte Josef Vaassen unserem Schießmeister Theo Esser symbolisch einen Riesenschlüssel zur Standübergabe.

1979 Das neue Jahr brachte eine weitere Vorstandsversammlung am 10.01.79 bei unserem König Georg II. Unser langjähriger Spieß Hermann Spinrath verstarb am 27.01.79. Am 02.02.79 Vorstandssitzung und am 16.02.79 trafen sich die Vorstände von RSH und der Bruderschaft bei Oester. An der Delegiertenversammlung des Bezirksverbandes Neuß, der in Rosellerheide - Neuenbaum stattfand, nahmen wir am 03.02.79 teil. Auf der Offiziersversammlung am 09.03.79 wurden die Vorbereitungen für die Frühkirmes im Detail besprochen. Nach einer Vorstandssitzung am 11.04.79 fand am 21.04.79 eine außerordentliche Mitgliederversammlung bei Oester statt. Hierzu erschien unser Präsident 25 Minuten zu spät:“...., hä hät sech verdonn“ In Gedenkminuten wurde dem verstorbenen Spieß Hermann Spinrath und dem kürzlich verstorbenen Bürgermeister Dr. Geldmacher gedacht. Das vorgeschlagene Programm für die anstehende Frühkirmes wurde mehrheitlich angenommen. Die Änderung unserer Satzung im § 9, wonach das Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr geändert werden soll, wurde einstimmig angenommen. Auch die Änderung unseres § 17, wonach jetzt der Vorstand 1.500,- DM und der Präsident über 500,- DM verfügen darf, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Im Nachhinein wurde eine Ausgabe von 3.200,- DM für einen 2. Trafo an unserem Kirmesplatz genehmigt. In den Bauausschuss für den neuen Schießstand wurden folgende Schützenbrüder gewählt: Toni Päfgen, Gerd König, Theo Esser, Bruno Köberich, Heinz Fischenich und Wilfried Dieling. Wegen der Papiersammlung wurde eine Änderung beschlossen: ab sofort ist im Wechsel je ein Zug im Monat mit der Papiersammlung beauftragt. Am 18. Mai begann dann unsere Frühkirmes mit dem traditionellen König- und Oberstehrenabend im Zelt. Am Samstag kam beim Preis- und Pokalschießen der schießsportliche Aspekt zum Tragen. Am Sonntagmorgen, nach einem gemeinsamen Gottesdienst wurde zusammen mit dem RSH ein schöner Frühschoppen gefeiert. Hierbei gefiel die Gastkapelle aus Dahlem. Eine Hutsammlung zugunsten der


RSH - Jugend erbrachte 327,- DM. Beim Abschlussball am Sonntagabend ehrte Theo Esser die Sieger vom Preis- und Pokalschießen. Der Vorstand traf sich am 05.07.79 mit dem Schießstandausschuss zu einer Besprechung. Am 21.07.79 fand ein „Arbeitskegeln“ des Gesamtvorstandes statt. Hier wurden in der Hauptsache technische Einzelheiten für´s Schützenfest besprochen. Am 28.07.79 feierten wir den ersten Spatenstich an unserem neuen Schießstand. Hier mühte sich Josef Vaassen als „Erdschollenexperte“ redlich. Ein neuer Spaten war der Dank vom Verein für sein Bemühen. Anschließend erholten sich alle im Pfarrheim bei Kaffee, Kuchen, Bier, usw. von den Anstrengungen. Da der Kuchen von den Vorstandsfrauen gestiftet und unser König Georg II. das entsprechende Bier dazu gab, verkauften wir zugunsten unseres Schießstandes jedes Stück, bzw. Glas zum Preis von 0,50 DM. Am 03.08.79 fand die letzte Versammlung vor dem Schützenfest statt. Hier begrüßte Josef Vaassen König Georg I., Präses Pfarrer Reinery und den zukünftigen Schützenkönig von Gohr - Broich, Schützenbruder Neugebauer besonders. Vakant war die Stelle des Oberst. Nach Abstimmung übernahm Dieter Annacker für dieses Jahr das Amt. Als Adjutant für den Oberst kamen 2 Vorschläge. Bei der Abstimmung erhielt Herbert Lüpschen 26 Stimmen und Josef Vaassen jun. 40 Stimmen, letzterer nahm die Wahl an. Auch bei dieser Versammlung wurden die Getränke für 0,50 DM verkauft zugunsten unseres Schießstandes. Vom 10.-13. August 79 besuchten unser Königspaar Klein, unser Ex - Königspaar Überacker, Simon Clemens mit Frau und August Stankewitz unsere zukünftige Gastkapelle in Bezau / Vorarlberg zu deren 150jährigem Jubiläum. Zugleich fanden dort die Bregenzer Festspiele statt. Zum gleichen Anlass besuchte auch das Tambourcorps Horrem mit Frauen die Bezauer - Musikanten. Was Biertrinken und Feste feiern anbetrifft, konnten wir noch einiges lernen. Im Festzug durch den Ort wurde unser Tambourcorps und besonders das Königspaar Klein mit viel Applaus bedacht. Diese wohl sehr anstrengenden Tage wird keiner der Teilnehmer vermissen wollen. Nach einer letzten Vorstandsbesprechung am 21.08.79 war es dann soweit: - Schützenfest in der Republik Horrem Dieses Schützenfest, vom 25. bis 28. August 79, stand unter dem Markenzeichen „Bezau“. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatten wir eine Kapelle aus Österreich bei uns zu Gast. Die Bekanntschaft war durch Vermittlung und Unterstützung von Taxiunternehmer August Stankewitz zustande gekommen. Um 09.00 Uhr traf die Kapelle am Samstagmorgen bei uns ein. Sie wurde bei Oester durch den Vorstand empfangen und begrüßt. Kaffee und Bier wurden zur Begrüßung auf Kosten des Vereins gereicht. Anschließend wurden die einzelnen Mitglieder der Kapelle von den sogenannten „Pflegeeltern“ abgeholt. Um Punkt 12.00 Uhr wurde durch Böllerschüsse allen kund getan, in Horrem ist das Schützenfest eröffnet. Um 16.00 Uhr stellte sich die Kapelle aus Österreich in einem Platzkonzert vor der Kreissparkasse an der Knechtstedener Str. vor. Mit Freibier, gestiftet von der Kreissparkasse, wurden sie - außer mit viel Beifall - belohnt. Am Abend ging ein schöner Fackelzug durch den Ort. Nach dem Abholen der Majestät in der Residenz am Weißdornweg ging es zur Kirchen ans Kriegerdenkmal. Die Feuerwehrkapelle Dormagen, das Tambourcorps Horrem und der Kirchenchor „Cäcilia“ gestalteten eine würdige Feier. Erstmals sprach unser Präses Pfarrer Reinery am Denkmal. Er erinnerte daran, dass alle, an die wir hier denken wollen, auch nicht sterben wollten; auch sie würden lieber mit uns feiern. Wir sollten in einer stillen Minute aller Verstorbenen gedenken, besonders Hermann Spinrath und Dr. Geldmacher. Danach zog der Festzug ins Zelt. Auch in diesem Jahr war leider nur eine Großfackel vom 12. Jägerzug dabei. Im Festzelt begrüßte Josef Vaassen alle Gäste, besonders das Königspaar - die Königin Christa hatte übrigens den ganzen Fackelzug mitgemacht, alle Musiker, besonders die Bezauer und wünschte dem Fest einen schönen Verlauf. Der Sonntagmorgen wurde um 09.00 Uhr traditionsgemäß mit dem Festgottesdienst in unserer Pfarrkirche begonnen. Sie war diesmal bis zum letzten Platz besetzt. Unser Pastor meinte zum Schluss, dass Feste feiern zur Möglichkeit der Kommunikation untereinander genutzt werden sollte. Das Königspaar saß erstmalig - nach langen Jahren - wieder am Altar. Der Kirchenchor verschönerte durch seine Beiträge die Messfeier. Die anschließende Frühparade - hier waren Abordnungen mit den jeweiligen Majestäten aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven erschienen - ging bei bedecktem Himmel vonstatten. Geehrt wurden im Zelt angekommen, für 60 jährige Treue zur Bruderschaft Adam Breuer und Damian Esser. Sie bekamen einen Becher mit Widmung überreicht, 50 Jahre


Schützenbruder war Johann Pesch und 25 Jahre Ferdinand Meuser. Unser Bürgermeister Peter - Olaf Hofmann sprach in seiner Rede besonders die Gäste aus Bezau an. Er pries das gute Urlaubsgebiet im Bregenzer Wald. Auch erinnerte er an die gemeinsame Tradition des Schützenwesens, welches aus der Geselligkeit heraus betrieben wird. Auch unser Pastor richtete einige Grußworte an Schützen und Gäste. Er meinte, er hätte eine „Blitzmesse“ gelesen und einen „Zahn draufgetan“, um rechtzeitig dabei sein zu können. Erhabe zwar schon alles in der Kirche gesagt, wiederhole aber für die, die nicht dabei sein konnten. Eine Hutsammlung im Zelt zugunsten der Vietnam - Flüchtlinge erbrachte einen Betrag von DM 1.203,68. Dazu noch je DM 100,- von Pastor und Bürgermeister. Der Schützenverein stockte die Summe auf DM 1.500,- auf. Herr Meusburger von der Bezauer Kapelle bedankte sich bei unserem Bürgermeister, bei Josef Vaassen, Heinrich Peters, Josef Pannen und Joachim Peters. Sie seien gerne zu uns gekommen, um das Fest mit uns feiern zu dürfen. Josef Vaassen, Josef Pannen und August Stankewitz bekamen je eine schöne große Kuhglocke als Andenken überreicht. Am Sonntagnachmittag - endlich bei schönem Wetter und Sonnenschein- ging ein prächtiger Festzug durch Horrem. Erstmals wurde durch das Neubaugebiet am Kastanienweg gezogen - hier war relativ gut geschmückt. Gastzüge aus Delrath mit Majestät und der Marinezug aus Gohr - Broich mit Majestät schmückten unseren Festzug. Josef Vaassen bedankte sich nach dem Festzug bei den Majestäten, den drei erschienenen Geistlichkeiten und bei dem Bezirksbundesmeister, Herr Helten aus Neuß. Am Sonntagabend zum Königsball holte unser Tambourcorps, die Musikkapelle aus Bezau und viele Chargierte das Königspaar von seiner Residenz ab. Ein stattlicher Hofstatt folgte seinen Spuren Leider bekamen wir dazu einen „leichten Segen“ von oben gratis. Im Zelt begrüßte Josef Vaassen das Königspaar, unseren Präses nebst Mutter, Pfarrer Keller und den Bürgermeister nebst Gattin. Mit einem dreimal Hoch auf das Königspaar wurde der Königsball eröffnet. Gefeiert wurde unser beliebtes Königspaar besonders beim „Königswalzer“. Die Stimmung im Zelt war gut und es wurde bis weit nach Mitternacht gefeiert. Am Montagmorgen war gemeinsamer, ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche Hl. Familie mit Pfarrer Keller und Pastor Reinery. Beide nahmen in ihrer Ansprache das Thema „Kreuz“: der horizontale Balken bedeute die Verbindung Gott zu Mensch, der vertikale Balken die Verbindung Mensch zu Mensch. Die Beteiligung an dieser Feier war gut. Im Zelt angekommen spielte die Bezauer Kapelle zum Frühschoppen auf. Heinrich Peters begrüßte alle Anwesenden, besonders die Gastkapelle und bedankte sich für die Teilnahme am Gottesdienst. Den Königen der einzelnen Züge wurde von S.M. Georg II. das jeweilige Königssilber umgehängt. August Stankewitz bekam für seinen unermüdlichen Einsatz ein Geschenk vom Verein. Ludwig Gils stiftete der Bezauer Kapelle aus seinem Privatbesitz ein Erbstück von seinem Vater - eine Zither. Hans Meusburger bedankte sich und versprach, dass seine kleine Tochter im nächsten Jahr darauf spielen werde. Die Fackelbauer des 12. Jägerzuges wurden von Heinrich Peters geehrt und der Obolus des Vereins überreicht. Josef Klein bedankte sich im Namen seiner Kameraden. Anschließend fand durch die Hand unserer Königin Christa als Glücksfee die Auslosung zu einem vom 12. Jägerzug veranstalteten Fußballturnier statt. Fritz Reinery dirigierte zwischendurch die Bezauer Kapelle. Nikolaus Schmitz holte seinen 1. Grenadierzug auf die Bühne, dazu seinen Nachbarn Pastor Reinery. Denselben nahmen sie nach Befragung zu ihrem Ehrenmitglied auf. Erstaunlich war festzustellen, wie viel Kapellmeister, bzw. Dirigenten es in Horrem gibt. Schade, dass nicht jeder davon eine eigene Kapelle aufbauen kann - wir wären in Horrem aller Musiksorgen ledig! Viele gingen an diesem Mittag nicht nach Hause, es gab im Zelt Erbsensuppe zu kaufen. Die Bezauer wurden von uns gegen Mittag mit einem weinenden Auge verabschiedet. Dazu hatte der Verein zu einem Abschiedessen in einer nahe gelegenen Weinstube eingeladen. Danach stand ihr Bus zur Abfahrt bereit. Viele Schützenbrüder und -schwestern waren zum Abschied erschienen, dieser fiel offensichtlich beiden Seiten sehr schwer. Man merkte deutlich, hier wurden Bande geknüpft, die so schnell nicht reißen werden. Um 14.00 Uhr wurde Herbert Päfgen als Vogelbauer in einer „Zinkbütt“ sitzend samt seinen erbauten Vögeln ins Festzelt gezogen. Mit den Klängen des Tambourcorps zog man gegen 14.15 Uhr vom Festzelt aus an den Schießstand. Die Blasmusik „Rheinklänge“ blieb vorläufig im Zelt, da noch viele „Frühschoppler“ tätig waren. Eröffnet wurde das Schießen durch den Wettbewerb der ehemaligen Könige, 13 nahmen davon teil. Mit dem 95. Schuss wurde um15.30 Uhr Johann Pesch („Pesche Schäng“) König der ehemaligen Könige. Das Schiessen auf den Königsvogel wurde mit dem Pfänderschießen eröffnet. Dies war wohl das längste Pfänderschießen in Horrem, dass Horrem je sah. Der lange Frühschoppen einiger Schützen war bestimmt nicht allein daran schuld. Trotz der „Streubüchse“ holte den Kopf Peter Pesch, den linken Flügel Josef Hütten und den rechten Flügel Franz Walczak. Erst gegen 16.30 Uhr ging es dem Vogel auf der Stange ernsthaft ans Gefieder. Mit dem 174. Schuss beendete nach hartem Ringen, stark unterstützt durch seine Frau Bärbel, um 17.45 Uhr das Mitglied und der Zugführer des 5. Jägerzuges Heinrich Chemnitzer den Wettbewerb. Mit tosendem Beifall wurde das neue Königspaar ins Festzelt geleitet. Um 20.00 Uhr begann der Familienball. Geehrt wurden als beste Schützen der Edelknaben 1. Klaus Klein (ältester Sohn des alten Königspaares), 2. Franz Brodda, 3. Schmitz. Der Wanderpokal


der Jungschützen ging an den Zug um Markus Klein. Prinz wurde Peter Kessel, Schülerprinz Manfred Klein. Anschließend wurden an die Gewinner die Pfänderorden verteilt. Der Dienstag gehörte traditionell den Zügen. Erst um 17.00 Uhr begann der Dienst mit dem Antreten zum Festzug. Gutes Wetter belohnte die Anstrengungen der Schützen. Erstmals seit undenklichen Zeiten wurde nicht über die als „Königsallee“ bekannte Zonser Str. gezogen - der Bahnübergang war wegen Bauarbeiten gesperrt. Um 18.00 Uhr im Zelt angekommen, dankte Josef Vaassen für den sauberen Festzug und ließ die Königspaare dreimal Hochleben. Der Krönungsball am Abend lässt das Ende schöner Tage fast schon ahnen. Dazu begrüßte Josef Vaassen die beiden Königspaare und Präses Reinery. Er und seine Mutter hätten sich in Horrem schon gut eingelebt. Blitzmessen an Schützenfest seien - neben vielem Anderen - seine Stärke. Gedankt wurde nicht zuletzt von Josef seinem Stellvertreter Heini Peters, der ihn mit der Gestaltung montags so richtig entlaste. Auch dem Oberst und seinem Adjutanten wurde ein Dankeschön ausgesprochen. Der Stadtteilsherif Herr Stahlmann wurde beim Danksagen nicht vergessen. An das scheidende Königspaar gewandt fuhr er fort, ihr wart ein charmantes Paar. Von der Bruderschaft konnten wir als Geschenk das neue Emblem im Zelt und den Blumenschmuck an der Bühne als Geschenk in Empfang nehmen. Dafür - und für vieles mehr - tausend Dank. Als die Kette den Träger wechselte, wollte der Beifall für König Georg und seine Königin Christa nicht aufhören. Der neue König Heinrich III. Chemnitzer (mit Königin Bärbel) wurde als Witzbold sondergleichen, 2. Vorsitzender des RSH, aktiver der „Alte Herren“ - Mannschaft und als über 25 Jahre aktiver Zugführer vorgestellt. Bürgermeister Hofmann bemerkte: Was kann sich die Republik schöneres wünschen, als die 4 schönen Majestäten. Er überreichte eine Chronik. So jetzt kann ich endlich - so begann unser Präses. Er sprach auch im Namen von Pfarrer Keller. Die neue Königin war ja schon vor dem Schuss ganz jeckig. Heinrich wollte ja eigentlich nicht so richtig. Heinrich, ich hoffe, dass wir uns noch näher kommen oder auch nicht. Er dankte auch dem alten Königspaar und überreichte ein Geschenk. Georg dankte als scheidender König seiner Gattin, dem Vorstand, seinem 1. Grenadierzug und wünschte dem neuen Königspaar alles Gute im Regierungsjahr. Heinrich III. begann: „Es dat herrlich, bei üch Künning ze spille, wunderbar. Ich bin ja heute zum erstenmal in der Kutsche gefahren. Ich glaube, ich habe es mit gutem Benehmen dank Georg II. hinter mich gebracht.“ Dank galt seinem 5. Jägerzug und er versprach weiter, dem alten König nach zu eifern. Es folgte der Ehrentanz. Franz Walczak wurde ein Geschenk zum 10jährigen „Tonmeister“ überreicht. Pünktlich begann die Ehrung der neuen Majestäten. Die Frauen des Zuges überreichten Pampelmusen und Pampers. Die Damen des 1. Jägerzuges überreichten ein Wohnzimmer in Miniaturformat, gedacht dabei an den Ausspruch der Königin Bärbel: “Jetzt kofe mer ke Wohnzemmer, mer spelle Künningspaar en Horrem.“ Vom 12. Jägerzugein Gag: Ein Königreich für „Postminister Blütenweiß, König von Bayer´n“. Die „Klein´s Fahnenschwenker“ zeigten beim Fahnenwalzer zu Ehren der Majestäten ihr überragendes Können. Die Mannes des eigenen Zuges erschienen mit einem gelben Brötchenrad - in der Lastkiste sitzend Werner Raab - und überreichten ein Geschenk. Fröhlich und lustig wurde im Zelt gefeiert, als ob das Königspaar mit seiner Fröhlichkeit alle angesteckt hätte. Hoffentlich bleibt diese Art von Ansteckung nochlange erhalten. Der Vorstand mit Frauen folgte am 02.10.79 einer Einladung des Königspaares Neugebauer nach Gohr - Broich. An der Residenz folgten wir der herzlichen Einladung und zogen mit dem Königspaar im Hofstaat zum Zelt. Josef Vaassen überreichte ein Geschenk des Vereins. Am Sonntag vorher hatten schon einzelne Züge durch ihre Teilnahme am Festzug unserem Schützenbruder aus dem Husarenzug die Referenz erwiesen. Am 27.10.79 fand im Pfarrsaal die Siegerehrung zum Geldmacher - Gedächtnispokal durch den Stadtverband statt. In einer Offiziersversammlung am 16.11.79 bei Halfter wurde nach einer langen, bzw. zu langen Pause ein Rückblick auf das vergangene Schützenfest gehalten. Unzufrieden war man mit der Disziplin beim Antreten. Es wurden Verbesserungsvorschläge - zum Teil sehr heftig - diskutiert. Nach dem Verlesen des Finanzberichtes bezeichnete Josef Vaassen das Finanzamt als „moderne Raubritter“. Der Vorschlag von Winfried Clemens, am Sonntagnachmittag im Zelt keinen Eintritt mehr zu nehmen, wurde allgemein gut geheißen. Nach Bekanntgabe von Terminen wurden noch viele Punkte angeschnitten. Es spricht für die Intensität der Mitarbeit unserer Offiziere, dass die Versammlung erst um 0.20 Uhr beendet werden konnte. Auf Einladung fand am 02.12.79 der Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuß in unserem Pfarrheim statt. Unsere Gäste wurden mit Kaffee und Schnittchen nach der gemeinsam besuchten Messe bewirtet. Auch das Tambourcorps „Germania“ trug durch seinen gelungenen Auftritt zum Gelingen dieser Veranstaltung bei. Durch eine Hutsammlung - für einen sozialen Zweck bestimmt bedankten sich unsere Gäste.


Der Kirchenchor „Cäcilia“ feierte am 25.11.79 sein 60jähriges Bestehen. Wegen der engen Verbundenheit beider Vereine wurde auch hier ein Präsent überreicht. Nicht erwähnt werden kann in diesem Bericht mit Tag und Datum die bisher geleistete Arbeit am Schießstand. Sehr rege ist ja die Mitarbeit in der Ausarbeitung von Vorschlägen, wie man es besser machen könnte, leider will kaum einer was davon in die Tat umsetzen. Dafür haben bis jetzt wenige Leute schon sehr viel geleistet. Dafür herzlichen Dank. Auch nicht aufgeführt die Besuche von Schützenbrüdern im Krankenhaus, Besuche bei Geburtstagen, Martinsfest, usw. Man sieht an Hand des Berichts, unser Verein ist nicht in festen Formen erstarrt, sondern sehr rege. Wir hoffen, dass dies noch lange so bleiben möge und sagen nicht zuletzt unserem Präsidenten Josef Vaassen - der durch Krankheit leider verhindert ist - für sein unermüdliches Wirken ein herzliches Dankeschön.

1978 In der Folgezeit fanden mehrere Treffen mit Schaustellern und Musikern statt. Der Tod entriss am 19.01.78 das Mitglied Hans Halfter aus unserer Mitte. Am 20.01.78 trafen wir uns nochmals in Norf, um über die leidige Steuerfrage bei Musikern zu hören. Am 18.02.78 wurde auf einer Vorstandsversammlung u.a. beschlossen, ein Schreiben an alle Schützen zu schicken zwecks Abstimmung zu „KOOP - Schule“. Eine Offiziersversammlung am 07.04.78 klärte viele vorbereitende Fragen zur Frühkirmes. Diese selbst wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21.04.78 endgültig besprochen. Zur Goldhochzeit am 27. April 78 besuchten wir das Jubelpaar Wimmer von der Zonser Str. Auch zum Bundesköniginnentag in Niederfischbach fuhren wir am 07.05.78 mit dem Bus. Josef Päfgen, unser ehemaliger Kassierer, feierte 08.05.78 mit der Dorfgemeinschaft im Pfarrsaal das Fest der Goldenen Hochzeit. Hier holten sich wohl die Schwiegersöhne den Mut für zukünftige Taten. Am Freitag, dem 09.06.78 trat das Regiment um 18.45 Uhr im Zelt an, um S.M. Arthur I. und Generaloberst Fritz von der Warth zum König- und Oberstehrenabend abzuholen. Beim Preis- und Pokalschießen am Samstagnachmittag herrschte auf Grund des Wetters das „Zitterschießen“ vor. Am Abend war das Zelt - trotz des Spiels Deutschland : Tunesien (0 : 0) - mit ca. 220 Personen besetzt. Der 3. Jägerzug - als vollständig erschienen - hatte somit nichts verpasst, im Gegenteil: die Leistungen der deutschen Mannschaft standen im krassen Gegensatz zu der guten Stimmung im Zelt. Am Sonntag, dem 11.06. trafen wir uns um 09.00 Uhr zum Gottesdienst. Im anschließenden Konzert des Akkordeonorchesters aus Essen wurde reges Interesse registriert. Eine Hutsammlung zugunsten unseres Schießstandes ergab 300,- DM. Beim abendlichen Tanzen wurden die Sieger vom Preis- und Pokalschießen geehrt. Beim Überreichen des Pokals an den 2. Jägerzug meinte Theo Esser, dies sei ein „Sex - Zug“, weil diese den Pokal schon zum 6. Mal errungen hätten Ferner wurde Walter Müller als bester Einzelschütze geehrt. Abordnungen besuchten am 18. und 25. 6. die Schützenfeste in Hackenbroich und Dormagen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.08.78 wurde das Schützenfest vorbereitet. Der Eintritt wurde bei DM 5,- belassen. Endlich konnte am Samstag, dem 26. August 78 unser ge- und beliebtes Schützenfest starten. Die Böllerschüsse hörten man Punkt 12.00 Uhr zum 51. Mal. Die Totengedenkfeier an der Kirche war eindrucksvoll, besonders die guten Beiträge von unserem Tambourcorps, dem Kirchenchor und der Feuerwehrkapelle Dormagen. Letztere spielte bei uns erstmals den großen Zapfenstreich. Spärlich wie die Großfackeln - es wurde wieder nur eine mitgeführt - war auch der Schmuck am Wege des Fackelzuges. Nach der Begrüßung des Königspaares im Festzelt wurde kräftig das Tanzbein geschwungen. Am Sonntagmorgen nahmen viele Schützen am Gottesdienst teil. Dieser wurde von Kaplan Lippe aus Dormagen gehalten. In seiner Predigt ging er auf den Sinn des Wortes „Bruderschaft“ ein. Die Schützen sollen die Gemeinschaft im christlichen Sinnen schützen. Es war erstmals seit langen


Jahren kein Feldgottesdienst, sondern fand in der Kirche statt. Nach der Messe fiel die Frühparade wegen Regens aus. Zahlreich war die Schar der geladenen Gäste. Unser einstiger Hauptlehrer, Herr Adam Breuer erhielt für 60jährige Treue zur Bruderschaft die Dr. Louis - Plakette überreicht. Arthur Überacker und Hermann Spinrath waren 50 Jahre Mitglieder der Bruderschaft und zugleich Gründer des 1. Jägerzuges. Auch unser ehemaliger Bahnhofswirt hatte sein 50jähriges in der Bruderschaft. Hans Sistig erfuhr eine Ehrung für 40jährige Mitgliedschaft und 25 Jahre als Träger der Bruderschaftsfahne. Hans Zaum, Walter Monschke und Peter Güsgen wurde letztlich für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Den HBO erhielt Theo Esser als „10 Jahre Schießmeister“ und Bezirkschießmeister, Gerd König für 30 Jahre Zugführer des 3. Jägerzuges, Josef Klein sen. für besondere Verdienste. Den Silbernen Verdienstorden erhielten Heinz Otten, Josef Pannen, Hans Simon und Josef Vaassen jun. Unsere „Schatzmeisterin“ in „leidender Stellung“ als erste Frau des Vereins die „silberne Frauenauszeichnung“. Jürgen Klein bekam den Fahnenschwenkerorden überreicht. Auch die Feuerwehrkapelle erhielt ein Geschenk, weil sie seit 15 Jahren in Horrem spielt. Die Königin Helga erhielt viel Beifall für die Spende eines neuen Chronikbuches, während S.M. Arthur I. neue Hemden für die Jungschützen gestiftet hatte. Beim nachmittäglichen Festzug war und der Wettergott gnädig gesinnt. Erstmals fand vor der eigentlichen Parade ein Vorbeimarsch mit Füllhörnern und Fahnen statt. Anschließend wurde im Festzelt der neue Edelknabenkönig Stefan Päfgen gekürt. Er Übernahm das Silber von Peter Annacker. Gegen 23.00 Uhr verließ unser Spieß Herbert Künzel in einem “Klapperstorchgeschädigten“ Eindruck das Festzelt. Am Montag hatten wir richtiges Schützenfestwetter. Das Regiment ging geschlossen um 10.00 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst im evangelischen Gemeindezentrum. Pastor Keller und Pfarrer Heitkamp gestalteten diesen zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Hier stand in der Predigt das Wort „Feiern“ im Raum. Das ruhige Feiern sei in der heutigen Zeit immer schwieriger geworden. Vielen Leuten sei es unmöglich, den Sonntag als ruhigen Feiertag zu begehen. Wir sollten uns bemühen, Schützenfest ruhig zu feiern. Heinrich Peters begrüßte anschließend im Festzelt alle Schützenfrauen, die Horremer Geschäftswelt, Lehrerschaften usw. Geehrt wurde der neue Prinz Helmut Kohl, der die Kette von Josef Kessel erhielt. Der 10. Jägerzug erhielt seinen Preis für die Großfackel. Am Nachmittag fand zuerst der Wettbewerb der ehemaligen Könige statt. Mit dem 119. Schuss ging die Ehre an Hans Sistig. Nach einem spannenden Schießen auf den Königsvogel feuerte Georg Klein den „Goldenen Schuss“ aus dem Kreis seiner zahlreichen Mitbewerber. Am Abend beim Familienball wurde noch der Schülerprinz Bernd Brodda geehrt. „Taxi - Stankewitz“ - von Heinz Chemnitzer als „Stankowski“ bezeichnet - ehrte unser beliebtes Präsidentenpaar durch ein Blumengeschenk. Am Dienstag ging um 17.00 Uhr nochmals ein prächtiges Regiment durch die Straßen. Beim abendlichen Krönungsballbegrüßte Josef Vaassen die Königspaare und zahlreichen Gäste. Er glaubte, dass wir den Worten des Gottesdienstes gerecht wurden, wir hätten richtig gefeiert. Dem neuen Königspaar Georg II. (Klein) und Königin Christa wurden die Insignien überreicht und Josef Vaassen ernannte sie irrtümlich zum Königspaar 1978 / 77. Dass beide sich über die Würde freuten, war deutlich zu sehen. Zur Eröffnung der Gratulationscour zeigten die beiden „Kleins“ ihr Können als Fahnenschwenker. Auch hier, wie in den letzten Jahren, der 12. Jägerzug mit neuen Ideen. Sie überreichten mit dem Lied von der „Schwäb´chen Eisenbahn“ eine elektrische Eisenbahn in Miniatur dem neuen Königspaar.. Die Stimmung im Zelt war so gut, dass nach langen Jahren wieder eine Polonaise durchs Festzelt zog. Dabei demonstrierte der 5. Jägerzug Striptease auf „tiefster Ebene“. So fand ein Fest seinen Ausklang in friedlicher Harmonie, mit rückläufigen Besucherzahlen - aber nicht entmutigend - und der Hauptfeststellung: In Horrem wird weiter ein urwüchsiges Schützenfest gefeiert. Am 10. September 78 wurde unser bisheriger Präses Pastor Karl - Heinz Kronen in seiner neuen Pfarre St. Josef in Düsseldorf - Holthausen eingeführt. Er bekam von uns ein kleines Andenken an seine 13jährige Tätigkeit als Präses übereicht. Dieses ist ein Bericht über das längste Geschäftsjahr in der Vereinsgeschichte. Durch Verlegung des Geschäftsjahres gleich dem Kalenderjahr kam dieses 15monatige Geschäftsjahr zustande. Am 17.10.78 fand ein Treffen zwischen unserem und dem RSH - Vorstand wegen der gemeinsamen Frühkirmes statt. Auf einer Vorstandsversammlung am 20.10.78 wurden nähere Einzelheiten besprochen. Hier wurde der Vorschlag aufgenommen, dem RSH eine Spende von 2.000,- DM als Zuschuß zum 60jährigen des Fußballklubs zu geben. Die nächste Offiziersversammlung fand am 09.11.78 im Pfarrheim statt. Hierzu gab es Freibier von Fritz von der Warth und unserem Schießmeister Theo Esser, welcher am gleichen Tag seinen Namenstag feierte. Auch hier wurde eine kritische Analyse vom vergangenen Schützenfest gemacht,


z.B. Ruhe bei der Totenehrung, weniger Füllhörner als gemeldet, evtl. Mützen für die Grenadiere, Kassendienst, usw. Über einen neuen Zugweg wurde diskutiert. Am 20.11.78 fand im Pfarrheim die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Hier begrüßte Josef Vaassen S.M. Georg II. und unseren neuen Präses, Pfarrer Reinery besonders. Kasse und Haushaltsplan wurden entlastet, bzw. einstimmig angenommen. Auch der Jahresbericht fand die Zustimmung aller. Theo Esser gab u.a. in seinem Bericht den 3. Platz der Horremer Mannschaft im Dr. Geldmacher Pokal bekannt. Als Wahlleiter für die anstehende Wahl fungierte aus der Versammlung unser Ehrenkassierer Josef Päfgen. Einstimmig wurde der Gesamtvorstand entlastet. Außer dem Posten des 2. Kassierers - neu mit Winfried Clemens besetzt - wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. Heftige Debatten gab es um die gemeinsame Gestaltung der Frühkirmes mit dem RSH. Letztlich wurde dem Vorschlag des Vorstandes mit einer 2.000,- DM - Spende in Mehrheit zugestimmt. Am 01.12.78 nahmen wir an einer Sitzung des Stadtverbandes bei Halfter teil. Der diesjährige Bruderschaftstag fand am 03.12.78 in Stürzelberg satt. Wir nahmen mit einer starken Abordnung daran teil. Der Hochmeister des Bundes der Deutschen Schützenbruderschaften - Graf Spree - sprach zum Thema: „Wachsamkeit des christlichen Schützen, bzw. der christlichen Bruderschaft.“ 1. Tapferkeit im Glauben (nicht dem Zeitgeist nachgeben)! 2. Ein Ja zu unserem Bekenntnis. (Grundwerte sollen bekannt und erhalten werden, nichtchristlich Lebende kein Amt in der Bruderschaft, usw.) 3. Ein Ja zur Hoffnung. (Bei unseren Festen kommt ein Gemeinsinn zum Tragen wie sonst kaum. Wo kommen so viele Gesinnungen zusammen, wie bei unseren Schützenfesten? Wo spricht man so viel zusammen, wo spricht man s oft Fremde an? Wir brauchen wieder Männer, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen und deutlich ihre - wenn auch manchmal unangenehme - Meinung zu sagen.) Am 06.12.78 fand die nächste Vorstandssitzung statt. Am 20.12.78 wurde von der Kreissparkasse eine Spende von 5.000,- DM für unseren Schießstand überreicht. Ende Dezember überreichte Josef Vaassen zusammen mit S.M. Georg II. insgesamt 11 Aussiedlern ein Weihnachtsgeschenk von je 50,- DM. Am gleichen Tag fand auch ein Treffen des Gesamtvorstandes im Pfarrheim statt.

1977 Am 05.03.1977 nahmen 9 Schützen an der Delegiertenversammlung in Büderich teil. Bei der Offiziersversammlung am 13.03.77 wurde unserem langjährigen Spieß Hermann Spinrath gedankt. Auf Vorschlag wurde Herbert Künzel als sein Nachfolger gewählt. Neu wurde das Amt des Jägermajors durch Hermann Klein besetzt. Seinen Adjutanten wollte er sich selbst suchen. In Zukunft sollen zur Offiziersversammlung der Zugführer und der Flügelleutnant eingeladen werden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24.04.77 wurde der technische Ablauf für die „Frühkirmes“ durchgesprochen. Bei dieser Gelegenheit stellte Hermann Klein seinen Adjutanten Wolfgang Simon vor. Der Vorstand wurde aufgefordert, dem zu gründenden Stadtverband beizutreten. Spontan wurde zugunsten des neu geplanten Schießstandes wieder die Papiersammlung angeregt. Diese soll an jedem 3. Samstag im Monat stattfinden. Der 26.04.77 war als Gründungstag für den Stadtverband vorgesehen. Die Abordnungen der in der Stadt angesiedelten Schützenvereine konnten sich bei einem Treffen in Stürzelberg nicht über die vorgelegten Satzungen einig werden. Man beauftragte - nach guter deutscher Manier - einen Ausschuss, der die erhobenen Bedenken ausräumen sollte und erst dann eine neue Gründung in´s Auge zu fassen.


Vom 13.05. - 15.05.77 fand unsere Frühkirmes statt. Sie wurde eröffnet durch den Königs- und Oberstehrenabend im Festzelt. Am Samstag beim Preis- und Pokalschießen fand ein reger Wettkampf statt: Gewinner des Pokals - 2. Jägerzug, 2. Gewinner - 5. Jägerzug, 3. Gewinner - 2. Grenadierzug; Gewinner des Preisschießens - 12. Jägerzug, 2. Gewinner - 10. Jägerzug, 3. Gewinner - 9. Jägerzug. Bester Einzelschütze wurde Hans Zaum. Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen war reger Besuch bei dem anschließenden Konzert der Feuerwehrkapelle Dormagen. Die Hutsammlung zugunsten des RS Horrem (Jugendabteilung) erbrachte 271,48 DM, dieser Betrag wurde von Seiten der Bruderschaft auf DM 500,- aufgestockt. Gegen 13.30 Uhr wagte „Dung´s Schäng“ noch einen Walzer mit Vaassen´s Ellen. Am Abend trafen die Teilnehmer des Bundesköniginnentreffens wohlbehalten aus Korschenbroich ein. Zum 50jährigen in Hackenbroich am 17. Juni 77 nahmen Abordnungen teil. Ein Teller wurde als Geschenk überreicht. 90 Schützen waren erschienen, um am 12.08.77 bei der letzten Versammlung vor dem Fest alles vorzubereiten. Diese fand im Pfarrsaal unter „Zappes“ Peter Schnocks statt. Die Planungen des Vorstandes wurden gutgeheißen. Unser Schützenfest (27. - 30.08.77) wurde wie immer samstags durch Böllerschüsse um 12.00 Uhr eröffnet. Beim Fackelzug marschierten drei Tambourcorps (erstmalig und kostenlos das Jugendtambourcorps Zons) plus zweimal Blasmusik und das Fanfarencorps aus Dormagen. In der einzigen Großfackel dachten die Mannen um Hans - Jürgen Sistig an die Schießversuche unseres Generaloberst Fritz von der Warth auf den Königsvogel. Bei der Totenehrung am Kriegerdenkmal nahm Josef Vaassen das Thema „Freiheit“ zum Anlass, um daran zu erinnern, dass auch Schützen die Freiheit schützen müssten. Nichts anderes hätten die für uns Gefallenen im Sinn gehabt. Sie wollten unsere Heimat schützen. Auch die beiden Bundeswehrsoldaten, die den Kranz der Bruderschaft trugen, dienten diesen Idealen. Tambourcorps, die Feuerwehrkapelle und der Kirchenchor unter Leitung von Josef Klein rundeten diese Feier mit dem großen Zapfenstreich ab. Leider musste der Zugweg wegen aufkommendem Regen verkürzt werden. Am Sonntagmorgen waren beim Festgottesdienst die Gastvereine aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven mit ihren Königen anwesend. In seiner Predigt ging Pastor Kronen auf das Thema Demut ein. Auch Schützenbrüder müssten sich in Demut üben. Nicht der „Rundengeber“ gibt im eingentlichen Sinne, sondern der, der still und demütig seine Arbeit für die Gemeinschaft leistet ohne dank zu erwarten, ist der Gebende. Musikalisch wurde die Messfeier durch Kirchenchor und Feuerwehrkapelle ausgestaltet. Hier, sowie bei der anschließenden Frühparade war uns der Wettergott gnädig. Beim Frühkommers im Festzelt konnte Josef Vaassen für 40 Jahre in unserer Bruderschaft Johann Detmer, für 25 Jahre Hermann Päfgen und Hans Oligschläger ehren. Den HBO (Hoher Bruderschaftsorden) erhielten Hans Sistig, Josef Päfgen und Hermann - Josef Päfgen. Verdienstorden bekamen Toni Päfgen und Simon Clemens. Der Bundesmeister Herr Helten überreichte Orden und zeichnete damit die Geehrten aus. Am Nachmittag wurde ein prächtiger Festzug (7 Füllhörner) durch prächtiges Wetter belohnt. Gastzüge aus Anstel (mit Majestät) und Dormagen beehrten durch ihre Teilnahme unser Königspaar Raab. Am Montagmorgen trafen sich sehr viele Schützen, um an dem erstmalig stattfindenden ökumenischen Gottesdienst teilzunehmen. Die Feier im Gemeindesaal an der Gottfried - Breuer Straße war für alle Teilnehmer ein tiefbewegendes Erlebnis. Josef Vaassen sagte im Zelt dazu: „Ich glaube, dass wir damit einen Anfang gesetzt haben für etwas, dass in den kommenden Jahre wechselseitig von den Kirchengemeinden fortgeführt werden kann.“ Es wurde der Schülerprinz Bernd Brodda, der Edelknabenkönig Peter Annacker und der Prinz Josef Kessel geehrt. Die Männer des 5. Jägerzuges, die auch den 2. König hintereinander stellten, feierten ihr 25jähriges Jubiläum. Ihnen, besonders den beiden Gründern - Zugführer Heinz Chemnitzer und neuer Jägermajor Hermann Klein - wurden gratuliert und gedankt. Beim nachmittäglichen Schießen ging es heiß her. Schon um die Würde des „König der Könige“ wurde stark gerungen. Den Titel holte sich mit dem 213. Schuss unser Schießmeister Theo Esser. Noch mehr Munition verlangte der von Schützenbruder Herbert Päfgen gebaute Königsvogel. Die Zähigkeit des Vogels lockte mehr Bewerber als je zuvor an. Erst nach dem 287. Schuss konnte sich Arthur Überacker als König aus dem starken Konkurrenzfeld absetzen. Am Dienstag hatte um 14.00 Uhr die Kreissparkasse aus Anlass ihres 10jährigen Bestehens in Horrem zu einem Umtrunk eingeladen. Hier inszenierte der 5. Jägerzug mit Strümpfen getarnt einen Überfall auf das Freibier. Unser Verein wurde mit einer Spende bedacht. Der nachmittägliche Festzug fand bei prächtigem Wetter statt. Das auch die schönste Regentenzeit einmal zu Ende geht, musste auch das sehr beliebte Königspaar Raab erfahren, welches unter frenetischem Beifall der Schützen entthront wurde. Tränen der Rührung zeigten, dass Werner I. der Abschied auch nicht leicht fiel. Dem neuen König Arthur Überacker (mit Königin Helga) wurde zu seinem 50jährigen in Horrem gratuliert. In


den Reden kam zum Ausdruck, dass ein so aktiver König mit - wie Dr. Geldmacher sagte - „27“ Jahren eine gute Regierungszeit versprechen würde. Mit einem dreimal Hoch auf beide Königspaare war die Krönung vollzogen. Bei der Gratulationscour fiel wieder besonders positiv der 12. Jägerzug auf mit seiner Idee, dem pensionierten Bäckermeister Arthur I. mit allen Utensilien eines „Mehlmannes“ zu beschenken. Ein schönes Ortsfest, welches in friedlicher Harmonie gefeiert wurde, ging damit seinem Ende zu. Das Tanzbein wurde noch bis weit nach Mitternacht geschwungen. Am 04.09.77 fand noch eine Vorstandssitzung statt, in der das vergangene Schützenfest kritisch beleuchtet wurde. Einige kleinere Mängel sollen behoben werden. Am 09.10.77 errang beim Schießen um den Stadtpokal unsere Mannschaft trotz widriger Lichtverhältnisse deinen beachtlichen 5. Platz. In diesem Jahr verstarben unsere Schützenbrüder Heinrich Hilgers, Rainer Wiehle und unser Grenadieroberst Johann Päfgen. Es bleibt als Abschluss noch zu erwähnen, dass der Vorstand insgesamt an 21 Besprechungen, Versammlungen bzw. Besuchen befreundeter Vereine teilnahm. Diese rege Tätigkeit ist zum Teil auch auf die Planung eines neuen Schießstandes zurück zu führen. Sollte in nächster Zeit diese Aktivität auch auf alle Schützen übergreifen, wäre dies das schönste Geschenk für unseren Präsidenten. Glaube, Sitte, und Heimat sind unser Wahlspruch. Diesem sind wir - trotz einiger Negativerfahrungen gerecht geworden. In chronologischer Reihenfolge gesehen fand am 30.09.1977 in Delhoven ein Treffen mit Dormagen, Hackenbroich und Delhoven satt. Diese Vereine besprachen sich wegen der Gründung eines Stadtverbandes. Es wurde festgelegt, keinen eigenen Verein zu bilden. Es sollten keinen Satzungen geben und die Eigenständigkeit eines jeden Vereins soll vollständig erhalten bleiben. Nach dieser Vorbesprechung wurde am 11.10.77 endlich in Delhoven der Stadtverband gegründet. Folgende Vereine schlossen sich zusammen: Delhoven, Delrath, Dormagen, Gohr Broich, Hackenbroich, Horrem, Stürzelberg und Zons. Gohr, Nievenheim und Straberg blieben vorläufig fern. In einer Vorstandssitzung am 11.11.77 im Pfarrheim wurde festgelegt, die Jugendabteilung soll eigenständig sein. Beiträge sollen die Jungschützen für sich kassieren und geschlossen an unseren Kassierer abführen. Zum Thema Stadtverband schlug unser Präses Pfarrer Kronen vor, diesem den Namen „Komitee“ zu geben. Durch weitere Ausbildung von Schießmeistern soll Theo Esser entlastet werden. Am 16.11.77 fand bei Oester die Jahreshauptversammlung statt. Josef Vaassen begrüßte die Schützen, S.M. Arthur I., Präses Pfarrer Kronen und die Presse. Nach dem Totengedenken wurde die ordnungsgemäße Einladung an Alle festgestellt. Franz Brodda´s Geschäftsbericht ergab eindeutig, dass unser Verein nur noch durch die Abhaltung der Frühkirmes finanziell über die Rundenkommen kann. Gerd König sprach auch im Namen von Josef Franzen unserem Kassierer ein dickes Lob aus für die korrekte Kassenführung, die sie festgestellt hatten. Der vorgelegte Haushaltsplan wurde einstimmig angenommen. Unser Präses nahm kritisch Stellung zum Stadtverband. Er wünschte hier den Namen „Delegiertenteam“. Danach rückte er die oft falsch zitierten Aussagen anlässlich der Krönung des Neußer Schützenkönigs in´s rechte Licht. Dann sprach er zum Thema Terrorismus. Nach den Wurzeln dieser Erscheinung suchend, kann man feststellen, sie liegen in den 60er Jahren. In diesen galt die Utopie: Fortschritt um jeden Preis. Marxistischen Ideen wurden von Professoren gelehrt, die radikale Verwirklichung dieser Ideen erschreckt sie heute selbst. Hauptziel: bestehende Ordnungen sollen nicht geändert, sondern zerstört und durch angeblich bessere Methoden ersetzt werden. Änderungen können nur von unten kommen, d.h. wir müssen uns aktiver auch schon um die Ortspolitik kümmern und nicht teilnahmslos zusehen. Danach sagte S.M. Arthur I., er wolle keine Runde geben, sondern gab jedem Zug und dem Vorstand ein Los der Glücksspirale. Nach der Pause wurde der Jahresbericht vorgelesen. Zwei Ergänzungen wurden eingefügt und danach einstimmig angenommen. Aus der Versammlung wurden Vorschläge zur Beitragserhöhung gemacht. Bei 5 Enthaltungen wurde folgende Regelung beschlossen: Jahresbeitrag für Aktive DM 25,-; für Passive DM 35,- und für Rentner DM 5,-. Der Präsident bedankte sich bei den diesjährigen Kassenbesetzungen für die gute Arbeit bei den Abrechnungen. Der ökumenische Gottesdienst hatte soviel Anklang gefunden, dass der Hoffnung Ausdruck gegeben wurde, dieser sollte wohl nicht der Letzte gewesen sein. Der Vorstand der Jungschützenabteilung wurde vorgestellt und um seine Unterstützung gebeten. Der Jungschützenmeister Hans - Josef Simon erinnerte an bessere Beteiligung an den Papiersammlungen. Jetzt wurde der Stadtverband und seine Ziele erläutert. Danach die nächsten Termine bekannt gegeben. Der Präses schlug vor, am Buß- und Bettag die Versammlung mit einer Gedächtnismesse um 09.00 Uhr zu beginnen. Josef Klein erinnerte an die


Messe anlässlich des Hubertustages. Von Simon Clemens wurde ein Versammlungsbericht aus dem Jahre 1937 vorgelesen. Theo Esser berichtete über Aktivitäten in Punkto Schießarbeit. Ein Antrag des Husarenzuges wegen eines Darlehens zur Uniformbeschaffung wurde mehrheitlich abgelehnt. Am 27.11.77 besuchten wir mit einer Abordnung den Bruderschaftstag in Norf.

1976 Am 28., 29. und 30.01.1976 fand eine Vortragsreihe von Pater Prosch in unserem Pfarrheim statt. Es war erstaunlich - nicht nur die große Zuhörerschar - sondern die teilweise sehr moderate Auslegung von Glaube und Sitte. Lebhafte Diskussionen bezeugten das Interesse auch an Glaubensthemen. Unser Präses Pastor Kronen feierte am 31.01.1976 sein 25jähriges Priesterjubiläum. Auch der Schützenverein trug sein Scherflein zur Anschaffung eines Velums, welches alle Ortsvereine zusammen geschenkt hatten, bei. Am 12.03.1976 fand eine außerordentliche Versammlung zur Vorbereitung der Frühkirmes statt. Das vom Vorstand ausgearbeitete Programm wurde einstimmig angenommen. Ferner fand am 13.03.1976 in Köln - Dünnwald erstmals ein Treffen der Vorstände aus den Diözesanverbänden Aachen, Essen und Köln statt. Es gab in vielen Vorträgen wertvolle Tipps und Anregungen für die Vereinsarbeit. In weiterer Reihenfolge fand am 14., 15. und 16.05.1976 die erstmalige Frühkirmes statt. Es begann am Freitag mit einem Tanz für die Jugend im 500 qm - Festzelt. Der Besuch war mäßig, trotz sehr guter Kapelle. Eine schon befürchtete Keilerei verlief - Gottseidank - relativ glimpflich. Für Samstag war um 13.00 Uhr das Preis- und Pokalschießen angesetzt. Es ist zu überlegen, wie wir dieses Schießen für die Zuschauer interessanter gestalten können. Am Abend zum Tanz mit der Jägerkapelle Straberg war das Zelt nicht so gefüllt wie wir es erwartet hatten. Der Sonntagmorgen wurde mit einer Kinder (Schützen-) Messe um 09.00 Uhr begonnen. Das anschließende Frühkonzert mit der gesamten Jägerkapelle fand großen Anklang. Ein kleiner Höhepunkt war der Besuch des Weihbischofs Luthe im Zelt, der anlässlich der Firmung in unserer Pfarre weilte. In seiner Antwort auf die Begrüßung durch Josef Vaassen gab er seiner Freude Ausdruck, mit uns gemeinsam ein „Glas Kölsch drenke zo dürfe“. In der Sammlung zugunsten des heilpädagogischen Kindergartens in Nievenheim kam insgesamt ein Betrag von DM 573,34 zusammen, der einige Zeit später von Vorstandsmitgliedern überreicht wurde. Am Sonntagnachmittag war keine Veranstaltung von Seiten des Vereins, dafür fand der gut besetzte Kirmesplatz regen Zuspruch. Gegen 18.30 Uhr trafen die Teilnehmer der Mendenfahrt in Horrem ein. Sie hatten dort das Bundesköniginnentreffen besucht. Die Frühkirmes wurde mit einem Tanzabend im Zelt beendet. Für die Zukunft müssen wir uns über die Gestaltung der Frühkirmes noch einige Gedanken machen. In einer am 25.05.1976 stattgefundenen außerordentlichen Versammlung wurde eine kritische Bilanz gezogen und manche guten Vorschläge gemacht. Das die Frühkirmes beibehalten erden soll, war der Wunsch aller. Dies besonders nach dem Kassenbericht von Franz Brodda. Aufgrund des finanziell guten Abschneidens konnte in einer weiteren Versammlung, die am 17.06.1976 stattfand, das Geld für die 2. Ausbaustufe der Beschallungsanlage genehmigt werden. Der Königs- und Oberstehrenabend am 03.07.1976 im Saale Oester wurde zu einer Schwitzkur. Bei guter Stimmung wurde im Saal und auf dem Hof gefeiert. Es war so gut, dass unser Präsident am nächsten Morgen zum Frühschoppen mit dem Mofa erschien. Das diesjährige Schützenfest (vom 28. - 31.08.1976) als Höhepunkt unserer jährlichen Veranstaltungen begann bei gemischtem Wetter am Samstag um 12.00 Uhr mit dem Böllerschießen. Um 16.00 Uhr trafen sich alle Schützen auf Einladung von S.M. Hermann II. auf dem Goldberger Hof. Bei Bier und Schnittchen begann das erste Training. Am Abend startete ab Zelt der traditionelle Fackelzug. Dieser, mit 2 Großfackeln - eine vom 10. Jägerzug zu seinem 10jährigen und eine vom 4. Jägerzug zu seinem 25jährigen Bestehen - zog durch das festlich geschmückte Horrem. Am Ehrenmal wurde der Toten gedacht. Insbesondere den in diesem Jahr verstorbenen Schützenbrüdern Johann Peiffer und Adi Krapp. Josef Vaassen gedachte auch derjenigen, die uns das heutige Feiern erst ermöglichen.


Kirchenchor, Tambourcorps und die Feuerwehrkapelle Dormagen sorgten für einen musikalisch würdigen Rahmen. Im Festzelt begrüßte unser 1. Vorsitzender alle Anwesenden und wünschte allen ein gutes Schützenfest. Bei Anwesenheit von S.M. Hermann II. war im gut besuchten Festzelt eine ausgezeichnete Stimmung. Zur Feldmesse marschierte das Regiment am Sonntagmorgen in die Pfarrkirche. Vor der Messe wurde die von Hermann Klein gestiftete Königsstandarte geweiht. In seiner Predigt ging Pastor Kronen auf die Gesetze der Bruderschaft ein. Er verglich dieselben - nach einem Beispiel - mit Laternen. Diese leuchten zwar den Weg, aber nur Trunkene halten sich an ihnen fest. Gesetze und Tradition sind Prüfsteine für jeden Schützen und Christen, sollen aber niemals zu einer starren Haltung führen. Nach der Frühparade vor Gästen aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven ging es in´s Festzelt am Rübenweg. Hier wurden alle Gäste von Josef Vaassen begrüßt, u.a. den Bezirksoberst Herrn Brockers, Herr Brauner von der Polizeistation Dormagen wurde als „Stadtkommissar“ begrüßt. Es folgten viele Ehrungen und Ordensverleihungen. S.M. Hermann II. überreichte die von ihm gestiftete Königsstandarte dem verein. Bei den Ehrungen bestand unsere neue Beschallungsanlage, wie immer von Franz Walczak betreut, die Feuerprobe mit Bravour. Der nachmittägliche Festzug war wie immer der Höhepunkt des Festes. Zahlreiche Besucher jubelten dem Königspaar zu. Als Sondereinlage war hier der Einfall des 4. Jägerzuges „Jröne Jonge“ zu bewerten, der zu seinem 25jährigen Bestehen eine geschmückte Festkutsche - mit Kindern besetzt - im Festzug mitfahren ließ. Am Abend zog ein mächtiger Hofstaat von der prächtig geschmückten Residenz bei Oester zum Festzelt. Hier wurde dann kräftig das Tanzbein geschwungen. Am Montag war die Messfeier insbesondere im Gedenken an den verstorbenen Bundespräses Thönies. Josef Vaassen begrüßte anschließend im Zelt S.M. Hermann II., Präses und alle Schützen. Die Könige der einzelnen Züge wurden von S.M. Hermann II. gekrönt. Jürgen Sistig musste seine zum 2. mal errungene Prinzenwürde an den ebenfalls zum 2. mal Prinzen Josef Vaassen jr. abgeben. Bei der Überreichung der Jungschützenkette sagte der Präsident: „Die haben die verdient, die schleichen nicht nur durch die Wicken.“ Das Vogelschießen am Nachmittag wurde durch das Schießen der ehemaligen Könige eröffnet. Pokalgewinner der ehemaligen Könige wurde Peter Schnocks. Gegen 16.30 Uhr beendete mit eine guten Schuss Werner Raab das spannende Kämpfen um die Königswürde mit dem 145. Schuss. Somit blieb die Königswürde im 5. Jägerzug und er selbst beförderte sich damit vom Zugkönig König des Regiments. Am Abend begrüßte unser Präsident alle zum Familienball. Hans Sistig erhielt aus der Hand der Königin Irmgard eine Pfeife nebst Tabak. Ihm waren ein Jahr vorher diese seine Spezialutensilien auf dem Goldberger Hof abhanden gekommen. Am Dienstagnachmittag ging wider ein Festzug nach alter Manier durch den Ort. Er war ein Freudenzug durch das festlich geschmückte Horrem für die beiden Königspaare. Bei der Krönung im Festzelt am Abend wurde das Königspaar Klein mit dankbarem, anhaltendem Beifall verabschiedet und der neue König Werner I. Raab nebst Königin Helga stürmisch begrüßt. Die folgende Gratulationscour war der erste Höhepunkt für das neue Königspaar. Besonders überraschend das Geschenk des 12. Jägerzuges, der die neue Majestät als „Blumenkönig“ ehrte und ihn mit den Insignien wie Gartenzwerg, Gießkanne usw., beehrten. Es war wieder einmal ein ruhiges Schützenfest, was Schlägereien und dergl. anbetrifft. Ruhig war leider auch der Besucherstrom im Festzelt. Trotz allem, in der Republik Horrem wird weiter Schützenfest gefeiert. Auch dieses Geschäftsjahr kann in die Reihe guter Jahre des Vereins eingereiht werden. Nach einer Vorstandsversammlung wurde zum 17.11.1976 (Buß- und Bettag) die ordentliche Versammlung einberufen. Das diese Versammlung nicht pünktlich beginnen konnte, lag zum Teil an dem guten Schlaf unseres Kassierers Franz Brodda. Josef Vaassen begrüßte alle Anwesenden und stellte fest, dass alle Mitglieder satzungsgemäß eingeladen waren. Nach einer Gedenkminute für unsere Toten zog er eine kurze, kritische Bilanz zum vergangenen Schützenfest. Der Kassenbericht wurde allseits zufrieden angenommen, besonders nachdem die beiden Kassenprüfer - Hans Vaassen und Joachim Peters - die vorbildliche Führung derselben der Versammlung kund taten. Jetzt traf auch S.M. Werner I. ein, der nach der Nachtschicht zuerst etwas Schlaf brauchte. Einstimmig wurde über die Jahresabrechnung 1975 / 76 und den Haushaltsplan 1976 / 77 das „Ja“ gegeben. Es folgte der Jahresbericht des Schriftführers. Hier kam schon ein Antrag aus der Versammlung, die Aufwandsentschädigung für den Präsidenten und den Kassierer zu erhöhen. Beide lehnten ab. Der Vorstand wurde entlastet. Nach einer Pause sprach unser Schießmeister Theo Esser zu dem Thema Preis- und Pokalschießen. Auch das gute Abschneiden beim Schießen um den Stadtpokal wurde erwähnt und zum Teil als Ergebnis eines neuen, eigenen Gewehrs angesehen. Es stand die Neuwahl des Vorstandes an. Der älteste Teilnehmer, Johann Dung, lehnte das Amt des Wahlleiters ab. Josef Päfgen fungierte als solcher. In Einzelabstimmungen wurde jedes Vorstandsmitglied wiedergewählt. Gedankt wurde dem bisherigen Jungschützenmeister Martin Kluth für seine bisherige,


aufopferungsvolle Arbeit. Eine Neuwahl stand wegen der Bildung einer Jungschützenabteilung nicht an. Auf Vorschlag wurden statt 5 nur noch 2 Beisitzer gewählt, durch Abstimmung Peter Schnocks und Peter Pesch, als neue Kassenprüfer Josef Franzen und Gerd König. Nach kurzer Debatte wurde das Königsgeld auf DM 1.200,- erhöht. Am 30.11. 76 fand eine Besprechung in Stürzelberg wegen dem von Dr. Geldmacher gestifteten Pokal statt. Hierbei bekundeten alle 8 Vertreter der Schützenvereine unseres Stadtbezirkes die Gründung eines Stadtverbandes. Dazu wurde ein Ausschuss gebildet, der die Gründung vorbereiten sollte. Am 12.12.76 war zu einem Gespräch im Pfarrheim eingeladen. Zu Beginn berichtete Schützenbruder Kienle über die Finanzen und das Vermögen unserer Kirchengemeinde. Erstaunt waren viel über die hohen Unkosten unseres Pfarrheims. Danach unterhielten wir uns mit Pastor Kronen und Pfarrer Keller über die Bedeutung der Worte: Glaube, Sitte, Heimat. Zum 17.12.76 war die Gründungsversammlung der Jungschützenabteilung angesetzt. 18 Jungschützen waren der Einladung gefolgt. Aus der Versammlung wurde Hans - Josef Simon als Jungschützenmeister, Helmut Kohl als Vertreter und Josef Vaassen jr. als Schatzmeister gewählt. Ein Schriftführer konnte nicht gefunden werden, da alle durch ihre Ausbildung zeitlich so beansprucht waren, dass ein solches Amt nicht zusätzlich übernommen werden konnte. Von Seiten der Bruderschaft wurde DM 100,- als Startkapital zur Verfügung gestellt.

1975 Auf Anregung und Einladung von SM. Heinrich II. und Peter Pesch fand erstmals in der Vereinsgeschichte ein Treffen aller Könige nach dem Kriege statt. 20 Königspaare feierten mit Essen, Trinken, Musik und Tanz einen lustigen Abend mit viel „Erfahrungsaustausch“. Am 22.03.75 fand die Delegiertenversammlung des Bezirksverbandes Neuß in Horrem statt. Hier wurde der neue Bundesmeister Ludwig Krekeler gewählt. Ein großes Ereignis in Horrem war zweifellos das Fest zum 50jährigen Bestehen des Tambourcorps "Germania Horrem". Als Eröffnungspaukenschlag war der Freitagabend, wo viele bekannte Stars u.a. Howard Carpendale - sehr viele Gäste in das überfüllte Festzelt lockten. Es ging weiter mit einer Tanzveranstaltung am Samstag, dem 26.04.75 und am Sonntag mit Kirchgang und Gefallenenehrung. Beim Frühschoppen am Sonntagmorgen wurde u.a. der einzig noch aktive Gründer - Johann Zaum besonders geehrt. Von Seiten des Schützenvereins wurde von Josef Vaassen ein Scheck überreicht. Mit einem schönen Festzug am Nachmittag, bei Teilnahme von vielen Gastkorps und allen Schützenbrüdern, wurde dieses Jubiläumsfest abgeschlossen. Die Schützenbrüder van Ester und Hubert Lechtenböhmer wurden zu Grabe getragen. Fahnenabordnungen und Schützenbrüder geleiteten die Verstorbenen zur letzten Ruhe. Am 29.5.75 fand das Preis- und Pokalschießen an unserem Hochstand statt. Morgens hatten viele Schützen an der Fronleichnamsprozession teilgenommen. Der Königs- und Oberstehrenabend im Pfarrheim am 19.7.75 war ein weiterer, gemeinsamer Treffpunkt aller Schützen. Der Abend war gut besucht und er wird zumindest bei einigen in reger Erinnerung bleiben. Erstmals fand ein von Fritz von der Warth angeregter Offiziersabend am 08.8.75 statt. Es wurden viele Probleme angesprochen, u.a. die leidige Gewehrfrage. Da dieser Abend als eine gute Einrichtung angesehen wurde, soll dieser in Zukunft beibehalten werden. Mit der letzten Versammlung vor dem Fest am 15.8.75 wurden auch die letzten Vorbereitungen getroffen. Hier wurde schon das Eintrittsgeld für die Schützenfesttage mit DM 5,- festgelegt. Auch wurde für die Mitnahme von Füllhörnen ein Zuschuß von DM 50,- beschlossen. Am Samstag, dem 30.8.75 war es dann soweit. In der Republik begann das Schützenfest. Fritz von der Warth ließ sein Regiment um 19.45 Uhr antreten zur Abholung S.M. Heinrich II. und Gattin Netta.


Der Fackelzug zog danach zur Gefallenenehrung an die Kirche. Im Gedenken an Gefallene und Tote legte Josef Vaassen einen Kranz nieder. Eine Großfackel unter dem Motto: „Dirigentenwechsel“ fand viel Beifall. Am Sonntag morgen feierten wir bei schönem, trockenem Wetter im Innenhof der Kirche gemeinsam die Hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Schützenbruderschaft. Der Vorbeimarsch vor den zahlreich erschienenen Gästen war schon ein kleiner Höhepunkt. Im Zelt begrüßte der Präsident Majestäten und Vorstände aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven. Er dankte den Vertretern der Stadt und dem Bundesmeister - Herrn Helten - für ihr Erscheinen. In der anschließenden Jubilarehrung war besonders das 50jährige von unserem „Vogelbauer“ Johann Päfgen zu erwähnen. 40jährige Jubilare waren: Walter Müller, Toni Dickop, Willi Rüttgens und Peter Lukas. Die Schützenbrüder Josef Pannen, Theo Höhndorf, Josef Klein, Albert Lensing und Heinz Breitmar feierten das 25jährige Jubiläum. Viel Beifall fand die Verleihung des „Hohen Bruderschaftsorden“ an unseren verdienten Kassierer Franz Brodda. Peter Schnocks, Ludwig Gils und Franz Walczak wurden für ihre besonderen Verdienste um die Bruderschaft mit dem Verdienstorden ausgezeichnet. Eine echte Überraschung für den geehrten - aber eine umso mehr verdiente - war die Überreichung des „Sebastianusehrenkreuzes“ durch den Bundesmeister, Herr Helten an unseren Präsidenten Josef Vaassen. Da auch Fritz von der Warth zum Generaloberst befördert wurde, war eitel Freude. Der Festzug am Nachmittag war ein echter Höhepunkt. Gutes Wetter, gute Disziplin und gute Stimmung trugen nicht minder zum Gelingen eines herrlichen Festzuges bei. Der Sonntagabend wurde eingeleitet durch die Abholung der Majestät nebst mächtigem Hofstaat. Josef Vaassen begrüßte S.M. Heinrich II. und alle Gäste im Zelt und ließ das Königspaar dreimal Hochleben. Bei mäßiger Musik und trotzdem guter Stimmung konnten Königspaar und Gäste zufrieden sein. Der Montagmorgen begann um 10.00 Uhr mit dem Besuch der Hl. Messe. Bei dem anschließenden Frühschoppen begrüßte Josef Vaassen S.M. Heinrich II., Präses Pfarrer Kronen und Pater Echevira. Es wurden die Zugkönige gekrönt. Heinrich II. stiftete eine silberne Kette für den Proklamationsorden. Theo Esser überreichte Heinrich II. den Erinnerungsbecher vom Bezirkskönigschießen. Der Schießmeister erhielt seinerseits den Verdienstorden. Der 3. Jägerzug hatte zum 3. mal den Pokal gewonnen und erhielt diesen zum Eigentum überreicht. Bei der anschließenden Ehrung der Sieger zum Pokal- und Preisschießen wurde auch Hans - Jürgen Sistig für seine tollen Leistungen beim Prinzenschießen geehrt. Damit stellt der 10. Jägerzug zum 6. mal hintereinander den Prinzen. Hans Hansen wurde gedankt, weil er zur Unterstützung der Jungschützen 200,07 DM gesammelt hatte. Am Nachmittag wurde mit Musik um 15.00 Uhr zum Scheißstand gezogen. Eröffnet wurde das Schießen durch den Vogelschuss um den König der „Könige der Könige“. Mit dem 65. Schuss wurde Willi Peiffer „Könige der Könige“. Jetzt wurden erst die Pfänder geschossen, wobei Anton Griesenauer den Kopf, Hans Sistig den Linken und Josef Vaassen den rechten Flügel schaffte. Mit dem 184. Schuss gelang aus der Reihe einiger Konkurrenten Hermann Klein der Schuss, den jeder Schütze einmal erreichen möchte. Die Freude über das Gelingen war gr0ß. Um 10.00 Uhr trafen sich alle zu einem gemütlichen Familienball im Zelt. Hier wurde auch der alte „König der Könige“ - Peter Pesch - entthront und diese Würde Willi Peiffer feierlich übergeben. Der Festzug am Dienstagnachmittag brachte nochmals das ganze Regiment in Schwung. Am Abend zur Krönung sahen wir zuerst eine herrlich geschmückte „Königsallee“. Die Krönung in der Festhalle war der glanzvolle Höhepunkt des Festes. S.M. Heinrich II. und Gattin wurde gedankt und mit einem kräftigen Applaus belohnt. Die langjährige Mühe, König zu werden hatte sich für Hermann Klein gelohnt. Der Präsident erwähnte, dass nur sein Wahlspruch „Üben, üben, üben“ geholfen hätte. Bei der Krönung des neuen Königspaares Hermann II. Klein mit seiner Gattin Irmgard nahm der Beifall fast kein Ende. Hermann II. bedankte sich - auch im Namen seiner Gattin Irmgard - für all die guten Wünsche und die vielen Hilfe von allen Seiten. Durch Heinrich Peters wurden noch die Gewinner des Pfänderschiessens geehrt. Dr. Geldmacher begrüßte das neue Königspaar und wünschte ihm einen guten Start. Mit einer Extratour fand die Krönung ihren Abschluss. Das Tüpfelchen auf dem i war die traditionelle Ehrung der neuen Majestät durch die Züge und Ortsvereine. Hier sei besonders der Einfall der Jungschützen zu erwähnen, die mit einem Strohballen mit Schleifchen und einem Paar Tauben aufwarteten. Die Stimmung im Zelt war so gut, dass man um 2.00 Uhr Mühe hatte, die Schützen mit dem Gedanken eines wunderbaren Schützenfestes vertraut zu machen. Für den Chronisten ist es noch erwähnenswert, das dieses Schützenfest von Schlägereien oder dergl. Unannehmlichkeiten verschont blieb. Am 21.9.75 nahmen wir mit Tambourcorps und ca. 50 Schützenbrüdern, bzw. -schwestern unter Führung von S.M. Hermann II. nebst Gattin am Bundeskönigschießen in Aachen teil. Es wurde mit zwei Bussen gefahren. Wir erlebten drastig, wie bei einer solchen Veranstaltung die Organisation restlos zusammenbrechen kann. Ansonsten war der Festzug durch die Stadt mit insgesamt 36.000 Schützen sehr eindrucksvoll. Viel Beifall erhielt unser Königspaar auch die davor marschierenden Söhne als Fahnenschwenker. Bei Oester wurde der anstrengende Sonntag beendet. Erwähnenswert


sei hier auch das Erscheinen von unserem Schützenbruder Gerd König, der mit zwei „Linken“ (Handschuhen) im Festzug marschierte. Das Berichtsjahr 1975 / 76 ist das umfassendste in unserer Vereinsgeschichte. Dies besonders durch die Ausweitung der Ortveranstaltungen um eine Frühkirmes. In der Reihenfolge begannen wir am 19.10.1975 mit einem Einkehrtag in Knechtsteden. Dieser wurde von den wenigen Schützenbrüdern, die daran teilnahmen, positiv aufgenommen. Der Hubertusball am 08.11.1975 im Saale Oester war gut besucht. Die Verlosung, zum großen Teil mit gestifteten Sachen aus der Horremer Geschäftswelt, erbrachte eine schöne Spende zur Anschaffung eines Gewehres. Die Jahreshauptversammlung am 27.10.1975 wurde am Buß- und Bettag abgehalten. Zufriedenheit mit der Vereins- und Kassenführung war allgemein festzustellen. Für die Beschaffung einer Beschallungsanlage für das Festzelt wurden für die erste Ausbaustufe von der Versammlung DM 2.000,- genehmigt. Herr Pastor Kronen sprach über die Geschichte der Bruderschaften und verteilte Handzettel zum Thema: „Bekenntnisverschiedener Ehen“.

1974 Am 02. Februar wurde wiederum ein Altenfest von der Schützenbruderschaft ausgerichtet. Zur Finanzierung des neuen Schießstandes wurde am 02. März die erste Altpapiersammlung durchgeführt. Die erste außerordentliche Mitgliederversammlung im Jahre 1974 wurde auf den 26. April einberufen. Um 20.30 Uhr eröffnete Präsident Josef Vaassen dieselbe mit einem Willkommensgruß insbesondere an SM Theo II. (Esser) und Präses Pfr. Kronen. Der Begrüßung folgte das Gedenken an die Toten. Wie aus der Einladung hervorging, sollten die Schützen insbesondere über die getätigten und noch anstehenden Aufgaben unterrichtet werden. So konnte er mitteilen, daß die Vorbereitungen für das Schützenfest 1974 nahezu abgeschlossen sind. Präses Pfr. Kronen gab einige Erläuterungen zu dem im Bau befindlichen Pfarrzentrum, deren Arbeiten zügig vorangingen. Da die Inneneinrichtung bekanntlich von der Pfarre selbst finanziert werden müsse, bat er um eine angemessene Spende. Präsident Josef Vaassen schlug vor, hierzu einen Betrag von DM 500,- zur Verfügung zu stellen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig entsprochen. Einen breiteren Raum nahm das Vorhaben bezüglich der Errichtung des neuen Schießstandes ein. Er teilte mit, daß vor Genehmigung der Anlage noch mit verschiedenen Schwierigkeiten zu rechnen sei, hoffe aber, daß diese überwunden werden können. Insbesondere aber bat er um freiwillige Helfer, wenn mit dem Bau begonnen werden kann. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden Anfragen beantwortet und Anregungen entgegen genommen. Schluß der Versammlung gegen 23.30 Uhr. Nach Teilnahme an der Fronleichnamsprozession am 13. Juni wurde am Nachmittag des gleichen Tages das übliche Preis- und Pokalschießen durchgeführt. Die Siegerehrung erfolgt am Schützenfestmontag. Dank des herrlichen Wetters konnten Schützen und Gäste an einem Feldgottesdienst am Sonntagmorgen teilnehmen. Die hl. Messe zelebrierte Präses Pfr. Kronen. Hierzu sang der Kirchenchor unter Leitung des Chorleiters Josef Klein. Nach dem Gottesdienst formierte sich das Regiment zum morgendlichen Vorbeimarsch auf der Knechtstedener Straße vor SM Theo Esser, den der Einladung gefolgten Schützenkönigen aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich sowie den Gästen. Neben den vorgenannten begrüßte Josef Vaassen im Festzelt die Vorstandsmitglieder der Vereine aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, ferner Bürgermeister Dr. Geldmacher, den 2. Bürgermeister Blömacher, Stadtbaudirektor Bucholz und Vertreter der KAB Horrem. Sein Dank galt an diesem Morgen aber auch den Horremer Schützen und deren Frauen.


Eine besondere Ehrung wurde bei diesem Festkommers dem Oberst des Schützenregiments, Fritz von der Warth, zuteil. In Abwesenheit des Bezirksvorstandes überreichte Präsident Josef Vaassen dem Oberst für besondere Verdienste den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Es erhielten das Verdienstkreuz: Heinrich Peters, Josef Päfgen, Herbert Päfgen und Bruno Köberich. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Theo Esser, Gerd König, Matthias Reibel, Bruno Köberich, Heinz Chemnitzer, Simon Clemens und Hermann Klein. In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Dr. Geldmacher insbesondere den Schützengeist in Horrem. Präsident Josef Vaassen bedankte sich noch einmal bei allen Stellen des Rates und der Verwaltung, sowie der Horremer Pfarrei, mit denen es durch Verhandlungen gelungen ist, den jetzigen Schützenplatz sicherzustellen. Viele Zuschauer erlebten am Samstagnachmittag den von Oberst von der Warth angeführten Festzug mit dem Höhepunkt des Vorbeimarsches auf der Knechtstedener Str. vor dem Königspaar Theo und Helene Esser, sowie dem Vorstand und Gästen. Besonderen Beifall erhielt der Fahnenschwenker Manfred Klein, der vom 5. Jägerzug verpflichtet worden war. Im Festzelt begrüßte der Präsident, nachdem er für den schönen Zug gedankt hatte, den Bezirkspräses Pfr. Schönherr und Bezirksoberst Karl Brockers. In dem wiederum vollbesetzten Festzelt fand die Abendveranstaltung zu Ehren des Königspaares statt. Mit dem Abschluss desselben war auch der Zeitpunkt gekommen, wo König Theo und Königin Helene, wie alle Vorgänger sich auf den Abschied vorbereiten mussten. Nach dem Gottesdienst am Montagmorgen trafen sich die Schützen zum kleinen Kommers im Festzelt. Zu den Teilnehmern gehörten auch die Geistlichkeit Pfr. Kronen und Kaplan Marron, sowie die Belegschaftsmitglieder der hiesigen Unternehmen. Während dem Kommers wurden die 12 Zugkönige, sowie der Edelknabenkönig Wilfried Vaassen durch Theo II. eingeführt. Auch an diesem Morgen bewies Manfred Klein, dass er die Kunst des Fahnenschwenkens beherrscht. Präsident und Schützenkönig ehrten sodann die Sieger des Pokal- und Preißchießens vom Fronleichnamstag. Mit 36 Ringen wurde Otto Pesch neuer Prinz, bester Einzelschütze wurde Friedhelm Krüger mit ebenfalls 36 Ringen. Die Sieger des Pokalschießens waren: 3. Jägerzug mit 105 Ringen, der 7. Jägerzug mit 101 Ringen und der 9. Jägerzug mit 98 Ringen. Sieger des Preißchießens wurden: der 6. Jägerzug 105 Ringen, der 10. Jägerzug 102 Ringen und der 2. Jägerzug 101 Ringen. Ebenfalls wurden die Prämien für den Fackelbau verteilt. Auch standen einige Beförderungen auf dem Programm, welche durch Oberst Fritz von der Warth ausgesprochen wurden. Es waren diese: Bruno Köberich zum Major, Peter Müller zum Hauptmann und Werner Lampert zum Leutnant. Für 20jährige Mitgliedschaft zur Bruderschaft erhielt Ferdi Meuser einen Orden. Am Nachmittag stand die Weihe des neuen Schießstandes auf dem Programm. Noch einmal brachte Präsident Josef Vaassen zum Ausdruck, wie schwierig es gewesen sei, dieses Werk zu vollenden. Dank der Mithilfe des Planers und Sachverständigen Grunewald, der Familie Päfgen, Ludwig Gils, der Firma Jansen und nicht zuletzt einiger ständiger Mithelfer wurde es dann doch geschafft. Die kirchliche Weihe wurde durch Pfr. Kronen vorgenommen. In seiner Eigenschaft als Schießmeister schloß sich Theo Esser dem Dank gegenüber allen Helfern an. Mit dem ersten Schuß auf dem neuen Stand eröffnete Präsident Josef Vaassen dann den Wettbewerb um den Wanderpokal der ehemaligen Schützenkönige. Mit dem 103. Schuß holte ihn dann Peter Pesch von der Stange und war damit Pokalinhaber für das Jahr 1974 / 75. Danach setzte wiederum ein spannendes Schießen unter mehreren Bewerbern um die neue Königswürde ein. Der entscheidende Schuß fiel um 16.55 Uhr, ausgeführt von Heinrich Peters, Leutnant und Fahnenoffizier im 1. Jägerzug. Schießmeister Hans Zaum stellte fest, daß der Königsvogel den 83. Schuß nicht mehr vertragen hat. Präsident Josef Vaassen legte Heinrich Peters den Königsorden um und proklamierte ihn zum König Heinrich II. Mit dem abendlichen Familienball wurde dieser Tag beschlossen. Nun galt es, den letzten Tag des Schützenfestes 1974 gebührend zu feiern. Eröffnet wurde dieser mit dem Festzug um 17.00 Uhr, mit einem Vorbeimarsch vor dem alten und neuen Königspaar. Höhepunkt war das Geleit von König Heinrich II. und Königin Netta Peters zum Krönungsball ins Festzelt. Präsident Josef Vaassen bedankte sich bei dem scheidenden Königspaar Theo und Helene Esser für die Leistungen in deren Regierungsjahr 1973 / 74. Nach der Anlegung des Königssilbers für Heinrich Peters und Krone für Königin Netta wünschte er beiden ein glückliches Regierungsjahr 1974 / 75. Mit der späteren Gratulationscour wurde der erste Teil des Krönungsballs beschlossen. Seinen


Abschluß fand das Schützenfest 1974 mit einem langen Tanz- und Unterhaltungsabend bis nach Mitternacht. Zu Beginn des Geschäftsjahres 1974 / 75 besuchte eine Abordnung von 12 Personen den Bruderschaftstag (08.12.74) in Neuß, Furtherhof Str. in der Pfarre St. Thomas - Morus. Hier hörten wir einen interessanten Vortrag zum Thema „Außenseiter der Gesellschaft“. Es wurde jedem der Teilnehmer klar, daß wir nicht nur Schützenbrüder sein können, sondern auch in brüderlicher Nächstenliebe tätig sein müssen. In der anschließenden Diskussion wurde auch das Problem der Schützenbrüder, die nicht in einer Ehe nach katholischem Geist leben, angesprochen. Es wurde darauf hingewiesen, daß momentan an keiner Änderung dieser gewiß nicht leichten Regelung gedacht ist.

1973 Zu Anfang des Jahres wurde wieder ein Altenfest veranstaltet. In Gemeinschaft mit anderen interessierten Gruppen wurden die Veranstaltungen im Karneval durchgeführt. Mit Datum vom 13. März 1973 wurde unsere neue Satzung beim Amtsgericht Neuß eingetragen. Der Bezirksverband Neuß hielt die Jahreshauptversammlung am 31.03.1973 in Nievenheim ab. Zu unserer ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung 1973 wurden die Mitglieder am 04. Mai eingeladen. Die Schützen wurden hier insbesondere über den Stand der Vorbereitungen für das Fest 1973 informiert, mussten aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die erwarteten Kostensteigerungen eingetroffen waren. Wie weiter bekannt wurde, werden wir wegen Veräußerung des Grundstückes unseren Schießstand woanders aufbauen müssen. Die Feier des Fronleichnamsfestes wurde mit der geschlossenen Teilnahme an der Prozession und am Nachmittag mit dem traditionellen Pokal- und Preisschießen begangen. Für Kinder und Pfarrangehörige wurde am 05. August ein Pfarrfest veranstaltet. Der Königs- und Oberstehrenabend wurde wie gewohnt abgehalten. Nach Abschluss aller Vorbereitungen konnte dann am Samstag, dem 25. August 1973 der Startschuss (Böller) durch Schießmeister Theo Esser zur Eröffnung des Schützenfestes abgeschossen werden. Es folgte am Nachmittag ein kurzes Treffen auf dem Josefshof, dem Anwesen S.M. Josef VI. und Königin Hildegard. Von hier aus nahm das Fest seinen üblichen Verlauf, vom Zelt aus zur Totenehrung und anschließend der Fackelzug. Es wurde eine Großfackel mitgeführt. Der Tanz im Zelt schloss den Abend ab. Im Anschluss an den Feldgottesdienst, zelebriert von Präses Pfarrer Kronen, fand am Sonntagmorgen der erste Vorbeimarsch vor Majestät und Gästen statt. Zum Festkommers in der Festhalle hatten sich alle geladenen Gäste, darunter erstmals unser neuer Stadtdirektor Daners, eingefunden. Der 2. Vorsitzende Heinrich Peters hieß alle herzlich willkommen. Für 50jährige Mitgliedschaft wurden an diesem Morgen geehrt Hans Hansen und Josef Hütten, 40jährige Mitgliedschaft feierten Peter Müller und Josef Päfgen. Nach dem Festzug am Nachmittag wurde dieser Tag mit dem Königsball zu Ehren des Königspaares Josef VI. und Königin Hildegard Vaassen beschlossen. Mit dem Gottesdienst am Montagmorgen wurde der 3. Tag des Festes eingeleitet. Beim anschließenden Frühschoppen wurden Ehrungen und Beförderungen von verdienten Schützen ausgesprochen. Der 1., 2. und 3. Jägerzug sind 25 Jahre Mitglieder der Bruderschaft. Sieger des Preisschießens wurden: 3. Jägerzug, 5. Jägerzug und 2. Jägerzug. Das Pokalschießen gewannen: 3. Jägerzug, 1. Grenadierzug und 10. Jägerzug. Sieger des Prinzenschiessens wurde Josef Vaassen jun. und bester Einzelschütze Heinz Breitmar. Mit dem Schießwettbewerb um den Königspokal wurde das Schießen am frühen Nachmittag eröffnet. Etwa 15 ehemalige Könige bewarben sich um den Pokal. Aus diesem Schießwettkampf ging als Sieger Martin Kluth ( König 1966/67) hervor. Mit diesem guten Vorgeschmack begann alsbald auch das große Schießen um die neue Königswürde. Wie in jedem Jahr mangelte es auch in diesem Nachmittag nicht an Bewerbern. Nach spannendem Kampf, der sich jedoch beträchtlich ausdehnte, erzielte Theo Esser mit dem 138. Schuss um 17.15 Uhr den erhofften Sieg. Er ist der Schießmeister des Vereins, 43 Jahre alt und seit 25 Jahren Mitglied. Mit seinen Kameraden vom 2. Jägerzug freuten sich alle Mitglieder und auch die vielen Zuschauer. Anschließend proklamierte der 2. Vorsitzende Heinrich Peters denn in der Festhalle den Theo Esser zum Schützenkönig 1973 / 74 - Theo II. mit Königin Helene. Der abendliche Familienball beschloss diesen Tag. Erst am Dienstag um 17.00 Uhr begann mit dem Festzug der offizielle Teil des letzten Festtages mit anschließendem Vorbeimarsch vor dem alten und neuen Königspaar. Als Abschluss des Festes stand nun der abendliche Krönungsball bevor. Mit großem Gefolge wurden beide Königspaare von der Residenz an der Zonser Straße zur Festhalle geleitet. Mit


herzlichen Worten des Dankes an das scheidende Königspaar leitet der 2. Vorsitzende die Krönungszeremonie ein. Er brachte darin zum Ausdruck, dass wir uns ihnen freuen; dass wir so ein gutes Nachfolgepaar bekommen hätten. Heinrich Peters vollzog dann das Zeremoniell, übernahm vom scheidenden Paar die Insignien der Königswürde, um sie dem neuen Paar anzulegen. Mit einem 3fachen Hoch und dem Ehrentanz wurde die Krönung beschlossen. Während der Gratulationscour wurden von Seiten der Züge Blumen und Geschenke überreicht. Tanz und Unterhaltung beendeten ein sehr schön verlaufenes Schützenfest. Am Ende des Geschäftsjahres (30.09.) zählte der Verein 193 aktive und passive Mitglieder, sowie 44 Jungschützen und 28 Edelknaben. Im Jahre 1973 feierten die Eheleute Heinrich und Helene Reitler das Fest der Goldenen Hochzeit. Durch Unfall verloren wir das aktive Mitglied des Tambourcorps Wolfgang Sengenberger, es verstarb das passive Mitglied Adam Kohl. Im Spätherbst wurde mit dem Bau des Pfarrzentrums begonnen. Die Jahreshauptversammlung fand am 21.11.1073 statt. Der Einladung waren 70 Mitglieder gefolgt. Präsident Josef Vaassen eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden, sein besonderer Gruß galt S.M. Theo II. Weitere Dankesworte widmete er all denen, die zum guten Gelingen des Schützenfestes 1973 beigetragen haben. Mit Spannung wurde der Bericht des Kassenwartes erwartet, Franz Brodda erläuterte die Einzelheiten. Während die Vereine in der Umgebung z. T. mit erheblichem Manko abgeschlossen haben, konnte Brodda einen zeitgemäßen Überschuß bekannt geben, durch den Neubau des Schießstandes jedoch bleibt im Plan eine Lücke von ca. 3.000,00 DM.

1972 Eine Überarbeitung, bzw. Neuschreibung unserer Satzungen, in welche einige empfohlene Neuerungen aufgenommen werden sollten, erfolgte im Januar 1972. Diese wurde zur Kenntnisnahme und als Diskussionsgrundlage allen Zügen zugestellt. Eine gemeinsame karnevalistische Veranstaltung wurde im Februar durchgeführt. Zum Thema „Heute noch Beichte" sprach in einem Vortrag anläßlich der Fastenzeit Präses Pfarrer Kronen. In der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbandes am 26.03.1972 kam es zeitweise zu erregten Auseinandersetzungen. Bundesmeister Ludwig Krekeler wurde für weitere 2 Jahre wiedergewählt. Im Mai 1972 empfahl der Vorstand in einer Mitgliederversammlung die überarbeitete, bzw. neugefasste Satzung anzunehmen. Bei 2 Stimmenthaltungen wurde der amtierende Jungschützenmeister Martin Kluth in den Vorstand gewählt. Unser Königspaar Peter II. und Josefine Schnocks nahmen im Juni 1972 am Königinnentreffen in Straehlen / Ndrh. teil. In unserer Pfarrkirche feierte am 18.06. der Neupriester Matthias Schnegg seine Primiz. beim anschließenden Empfang überreichte ihm Präsident Josef Vaassen eine Stola als Geschenk der Bruderschaft. Anläßlich des Königs- und Oberstehrenabend im August wurde eine Sammlung für unsere Verbandsbildungsstätte in Kreuzweingarten durchgeführt. Der von der Königin gesammelte Betrag von 230,- DM wurde dem Verband überwiesen. Schützenkönig Peter Schnocks stiftete einen Pokal, welcher unter den ehemaligen Schützenkönigen ausgeschossen werden soll. der Zuschuß für Heimatfeste seitens der Stadt wurde gestrichen. Die zweite unangenehme Nachricht war die, dass der Brandschutz in Zukunft nach der Gebührenordnung bezahlt werden muß. Am 26. August wurde unser Schützenfest durch Böllerschießen eröffnet und zur gleichen Zeit in München die „Olympischen Spiele". Der Umzug des Tambourcorps leitete über zum Fackelzug, in dessen Verlauf auch die Totenehrung am Denkmal stattfand. Der Sonntagmorgen stand im Zeichen des Feldgottesdienstes mit anschließendem Vorbeimarsch und Festkommers im Zelt. Unserer


Einladung waren gefolgt: Bundesmeister Krekeler, Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt, KAB, Lehrerschaft und Schützenkönige mit Begleitung von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich. Geehrt wurden Johann Peiffer für 50jährige Mitgliedschaft und Zugführer Heinz Chemnitzer für 20jähriges Bestehen seines Zuges mit dem „Silbernen verdienstkreuz", sowie Helmut Slowinski für 25jährige Mitgliedschaft im Tambourcorps. Höhepunkt des ersten Festtages war der Festzug und am Abend der Königsball zu Ehren S.M. Peter II. und Königin Josefine (Schnocks). Mit einem Gottesdienst begann der zweite Tag des Festes. Danach fand im Festzelt ein gemeinsamer Frühschoppen statt, in dessen Verlauf Orden verliehen und Beförderungen ausgesprochen wurden. Besonders verdienten Schützen überreichte S.M. Peter II. einen gravierten Zinnbecher. Am Nachmittag bewarben sich zunächst 15 ehemalige Schützenkönige um den gestifteten Pokal. Sieger wurde Ludwig Gils mit dem 76. Schuß. An Bewerbern für die Königswürde 1972 / 73 fehlte es auch beim anschließenden Königsvogelschießen nicht, ja, man konnte feststellen, dass um diese regelrecht gekämpft wurde. Mit dem 206. Schuss gelang es schließlich dem Präsidenten der Bruderschaft, welche er seit 8 Jahren mit Erfolg führt, die Königswürde zu erringen. Nachdem der erste Jubel verklungen war, proklamierte ihn der 2. Vorsitzende zum König Josef VI. Wie immer, so ging auch dieses Fest mit dem Höhepunkt am Dienstag, dem Festzug und dem Krönungsball, den der 2. Vorsitzende Heinrich Peters mit dem Krönungszeremoniell eröffnete, zu Ende. Herzliche Worte des Dankes fand er für das scheidende Königspaar Peter und Josefine Schnocks. Für das Regierungsjahr 1971 / 72, das sie mit „Herz" regiert hätten, verabschiedete er beide. Mit der Anlegung des Königssilbers, Diadem und Schärpe proklamierte er unser neues Königspaar Josef VI. und Hildegard (Vaassen). Die Gratulationscour, bei der zahlreiche Geschenke und Blumen überreicht wurden, sowie der anschließende Ehrentanz leiteten über zum Abschluß der Feier, die bis lange nach Mitternacht noch andauerte. wie immer war es ein gelungenes Fest gewesen. Im September 1972 besuchten wir unser langjähriges und bekanntes Mitglied Josef Opheys anläßlich seiner Goldhochzeit. Wir hatten Gelegenheit mit dem Ehepaar Opheys viele alte Erinnerungen aus dem alten Horrem wieder aufzufrischen. Ende September wurde das Bezirkskönigsschießen unseres Verbandes durchgeführt. Die Ausrichtung lag bei der St. Aloysius - Bruderschaft Stürzelberg. Am 30.09.und 01.10.1972 wurde ein Pfarrfest, verbunden mit einem Kinderfest veranstaltet. Von der KAB wurde anläßlich dieser Veranstaltung eine Missionssammlung für Afrika durchgeführt. Es folgten im Oktober ein Beitrag von Pater Büth zum Thema „Probleme der Kirche in der dritten Welt" (Beispiel Tansania) und ein Lichtbildervortrag von Kreisjugendpfleger Horst mit dem Titel: „Kennst Du Deine Heimat?". In der Oktoberausgabe des „Familienkurier" erschien ein Interview mit unserem Schützenpräsidenten und Schützenkönig Josef Vaassen. Auf diesbezügliche Fragen wies er besonders darauf hin, dass schon jetzt eine erfreuliche Entwicklung sichtbar und für die Zukunft auch mit gutem Nachwuchs für die Bruderschaft zu rechnen wäre. Er machte aber auch deutlich, dass es nicht nur unsere Aufgabe sei, Schützenfeste zu feiern; im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Bestrebens sollten vielmehr soziale und kulturelle Aufgaben, wie Jungendbetreuung, religiöse Gespräche, Besuch der Pfarrveranstaltungen stehen, wie es im § 2 unserer Satzung gefordert wird. Die sollten aber auch das ganze Jahr beachtet werden. Am 04.11. fand der Hubertusball statt. Auf Einladung der KAB sprach im November MdB Josef Rommerskirchen, er ist der gewählte Abgeordnete des Kreises Grevenbroich der CDU. Die Durchführung des Martinszuges wurde auch in diesem Jahr wieder von der Schützenbruderschaft übernommen. Am 21.11.1972 wurde das aktive Mitglied Wilhelm Brüggen, er starb an den Folgen eines schweren Unfalls, zu Grabe getragen. Unsere Jahreshauptversammlung hielten wir am 22. November, der Einladung waren 87 Mitglieder gefolgt. Mit großer Erleichterung wurde der Bericht des Kassenwartes Franz Brodda entgegen genommen. Im allgemeinen wurde festgestellt, dass die Kosten, besonders die der Musik, enorm gestiegen waren. Bei dieser Feststellung wurden die Sorgen um die Ausrichtung des nächsten Festes verständlich. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung und die Jahresrechnung 1971/72 konnte einstimmig verabschiedet werden. Mit einer Kostensteigerung von DM 3000,- auf DM 19.000.- wurde der Haushaltsplan ausgewiesen und angenommen. Dem Jahresbericht des Schriftführers wurde ebenfalls zugestimmt. Wichtigester Punkt der Tagesordnung war die Neuwahl des Vorstandes. Von der Versammlung wurde Josef Päffgen zum Wahlleiter ernannt. Er nahm die Wahl an und sprach dem bisherigen Vorstand im Namen der Versammlung den Dank für die geleistete Arbeit aus. Er bat um weiteres Vertrauen für den zurückgetretenen Vorstand und schlug geschlossene Wiederwahl desselben vor. Mit 5 Gegenstimmen wurde der bisherige Vorstand „en bloc" wiedergewählt. Alle nahmen die Wahl an. Aufgrund der weiterhin zu erwartenden Kostensteigerung wurde der Jahresbeitrag auf DM 18,- festgesetzt.


Am 03. Dezember 1972 nahmen wir am Bruderschaftstag in St. Morus, Neuß - Vogelsang teil. Wie immer waren die Bruderschaftstage ein schönes Erlebnis. Am gleichen Tage nahm eine Abordnung an der Indienststellung der neuen evgl. Kirche in Horrem teil. Ein Geldgeschenk wurde als Zeichen der Verbundenheit überreicht. Zu einem Glaubensgespräch waren die Mitglieder der Bruderschaft mit ihren Frauen am 14. Dezember 1972 eingeladen. Eine offene Aussprache fand mit Präses Pfarrer Kronen statt, leider war die Teilnahme sehrgering. Im Jahr 1972 machten wir unsere Aufwartungen bei den Goldhochzeitern Eheleute Franz Brodda und unserem Komiteemitglied Franz Reibel. Im Jahre 1972 verstarben unsere Mitglieder Heinrich Päffgen und Wilhelm Brüggen.

1971 Der Pfarrgemeinderat gab am 03.01.1971 einen Neujahrsempfang, zu dem auch die Vereinsvorstände eingeladen waren. Die St. Sebastianus - Schützenbruderschaft Büttgen stellte mit Schreiben vom 03.01.1971 den Antrag an den Vorstand des Bezirksverbandes Neuß, eine von ihr erstellte, neue Satzung, sowie 5 weitere Anträge einer Delegiertenversammlung zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Sinn und Zweck dieser Anträge sollte sein, das fast erlahmte Leben im Bezirksverband wieder zu aktivieren. Zu der geforderten Delegiertentagung wurde vom Bezirksvorstand am 20. 03.71 nach Büttgen eingeladen. bei dieser Tagung kam es zu einer harten, aber sachlichen Aussprache. Die von Büttgen erarbeitete neue Satzung für den Verband Neuß wurde in ihrer Fassung angenommen. Im Februar 1971 wurden die Veranstaltungen der Karnevalszeit im Saal durchgeführt, d.h. Veranstalter war an jedem der vier Tage ein anderer Verein.

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 07.04.91 das Ehepaar Wilhelm und Martha Vorstheim. Das seit Gründung der Bruderschaft angehörende Mitglied wurde entsprechend geehrt.

Am 28.04. wurde uns die Niederschrift der Delegiertentagung der Histor. Deutschen Bruderschaften in Münster zugestellt. Hier wurden besonders richtungsweisende Aufgaben für die Zukunft angesprochen. Zu einer zweiten Delegiertenversammlung lud der Bezirksvorstand am 15.05.71 nach Neuß ein. Der neuernannte Bezirkspräses Pater Schönherr stellte sich den Vertretern der Bruderschaften vor. Er versprach zu versuchen, die ihm gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit aller durchzuführen. Der Stadtverwaltung Dormagen wurde am 15.05.71 ein Schreiben zugestellt, im Sinne des von der letzten Jahreshauptversammlung gefassten Beschlusses bezüglich des stadteigenen Grundstückes, das wir als Schützenplatz benutzen, mit der Bitte um Aufklärung darüber, ob uns dieser Platz auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Gleichzeitig wurden Vorschläge unterbreitet, wie dieser Platz ganzjährig genutzt werden könnte. Vorstehendes Schreiben wurde auch dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt. In Begleitung des 1. Jägerzuges fuhr unser Königspaar Ludwig und Therese Gils am 16.05.71 zum Bundesköniginnentag nach Neheim - Hüsten. Zugunsten der neuen Verbandsbildungsstätte rief die derzeitige Bundeskönigin zu einer Sammlung in den Bruderschaften auf. In der Mitgliederversammlung am 21.05.71 wurde beschlossen, die Wahlberechtigung auf das 18. Lebensjahr festzusetzen. Das am 18.05. an die Stadtverwaltung gerichtete Schreiben wurde am 02. Juni vom Stadtbaudirektor dahingehend beantwortet, dass zwar Pläne für ein Sportzentrum erarbeitet wurden, aber über die Gestaltung des jetzigen Schützenplatzes in nächster Zeit noch keine Entscheidung zu erwarten wäre. Im Juni verstarb unser Mitglied Peter Pohl sen., der über 40 Jahre der Bruderschaft angehörte. Am Königs- und Oberstehrenabend - 24.07.71 - beteiligten sich die Schützen mit ihren Frauen. Die von der Bundeskönigin empfohlene Sammlung erbrachte den betrag von 156,- DM und wurde dem Verband überwiesen. Präsident Josef Vaassen vollendete am 02. August sein 50. Lebensjahr. Dieser Geburtstag war für ihn, seine Schützenbrüder und Freunde ein echter Anlass, am Abend in froher Runde zu feiern.


Die letzte Mitgliederversammlung vor dem Fest wurde am 13.08. gehalten. Im wesentlichen diente die Versammlung nur dem Zweck, die Schützen über den Ablauf des Festes und ihre Aufgaben während diesem zu informieren. Präsident Josef Vaassen wünschte allen Schützen, ein wirkliches Fest der Freude feiern zu wollen. Am 28.08.1971 um 12.00 Uhr kündigte Schießmeister Theo Esser das Fest mit Böllerschüssen an. Mit klingendem Spiel zog dann am Nachmittag das Tambourcorps durch die Straßen Bei Einbruch der Dunkelheit wurde S.M. Ludwig I. von der Residenz abgeholt. Am Ehrenmal legte der Präsident einen Kranz nieder und gedachte der Toten und Gefallenen. Kirschenchor, Musikkapelle und Tambourcorps umrahmten die Feier mit Gesang und musikalischen Darbietungen, die dann mit dem großen Zapfenstreich endete. Der 7. Jägerzug hatte eine Großfackel gebaut und als Motiv den seit langem im Gespräch stehende Schützenplatz gewählt. Die hl. Messe am Sonntagmorgen wurde als Feldgottesdienst gefeiert. In seiner Predigt wies Präses Pfarrer Kronen darauf hin, dass bei uns Friede und Festesstimmung herrsche, während in Ostpakistan Not und Flüchtlingselend den Alltag bestimm. Die möge jeder bei der heutigen Kollekte bedenken, die hierfür bestimmt sei. Zum ersten Vorbeimarsch vor König und Gästen formierte sich das Schützenregiment nach der Messe. Beim anschließenden Festkommers begrüßte Präsident Josef Vaassen sodann S.M. Ludwig I., die Könige aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven und deren Begleitung, sowie Bürgermeister Dr. Geldmacher, 2. Bürgermeister Blömacher, Hauptkommissar Brauer, Schulleiter Trost und Matzeit, Vertreter der KAB Wenzel und Lippmann, die später eingetroffenen Herren Präses Pfarrer Kronen , Brauereidirektor Schwarz, die Fahnengruppe aus Reuschenberg und ganz besonders die Horremer Schützen. Mit der Verleihung des Silbernen Verdienstkreuzes wurden geehrt: Heinrich Güsgen als Mitgründer der Bruderschaft, Hermann - Josef Päfgen für 20jährige Führung seines Zuges. Für 40jährige Mitgliedschaft erhielt Peter Klefisch die Verdienstnadel in Gold. Als Geschenk des Königspaares übergab S.M. Ludwig I. der Bruderschaft eine Königinnenschärpe. Eine Erinnerungsmedaille, die er eigens für sich hatte prägen lassen, überreichte er Präsident Vaassen und Bürgermeister Dr. Geldmacher. Zum Festzug am Nachmittag hatte sich auf den Straßen eine unübersehbare Schar von Menschen eingefunden. Bei großer Hitze wurde der Festzug mit Vorbeimarsch durchgeführt. Eines der ältesten Mitglieder, der 78jährige Johann Dung machte den Festzug in einem Grenadierzug mit. Auf dem Höhepunkt der Regierungszeit des Königspaares angekommen, wurde es am Abend mit großem Gefolge zum Königsball geleitet. Im vollbesetzten Festzelt verlief der Ball in fröhlicher Stimmung. Nach dem Gottesdienst am Montagmorgen trafen sich Schützen und Angehörige zum Frühschoppen. Pfarrer Kronen, Lehrerschaft und Belegschaftsmitglieder hiesiger Firmen waren ebenfalls anwesend. An diesem Morgen wurden dann die internen Ehrungen vorgenommen. Es erhielten den Königsorden: Oberst Fritz v. d. Warth, Josef Redenmann, Franz Brodda, Peter Kluth, Hans Vaassen und Andreas Gils. König und Präsident nahmen die Krönung der neuen Zugkönige vor. das Prinzensilber erhielt Peter Kluth (10. Jägerzug), der mit 35 Ringen die Prinzenwürde errungen hatte. Den Siegern des Pokal- und Preisschiessens wurden die hierfür vorgesehenen Preise überreicht; es erhielten den Pokal der 10. Jägerzug mit 103 Ringen vor dem 1. Jägerzug mit 98 Ringen und dem 3. Jägerzug mit 97 Ringen. Sieger des Preisschiessens wurde der 5. Jägerzug mit 105 Ringen, es folgte der Vorstand mit 104 und der 10. Jägerzug mit 103 Ringen. Bester Einzelschütze wurde Hans Lüpschen vom 4. Jägerzug. Befördert wurden Hermann - Josef Päfgen zum Major, Dieter Annacker zum Hauptmann und Anton Stein zum Oberfeldwebel. Das für 14.30 Uhr angesetzte Königsvogelschießen konnte zunächst nicht stattfinden, da der Hersteller des Vogels feststellen musste, dass selbiger spurlos verschwunden war. Grenadieroberst J. Päfgen, in der Fertigung von Königsvögeln nicht unerfahren, sorgte jedoch schnell für Ersatz. Wie seit vielen Jahren setzte, nachdem die Pfänder herunter geholt waren, ein spannender Kampf um die Königswürde ein. Schon um 16.25 Uhr hatte es mit dem 114. Schuss Hauptmann Peter Schnocks vom 3. Jägerzug geschafft. Präsident Vaassen stellte ihn dann im Zelt als neue Majestät Peter III. vor und das erste 3fache Hoch erschallte. Mit einem schönen Familienball ging dann auch dieser Tag zu Ende. Am Dienstag hatten die Schützen bis zum Festzug Ruhe, man traf sich jedoch in den Zügen. Der Festzug begann um 17.00 Uhr und endete mit dem Vorbeimarsch an den alten und neuen Königspaaren. Um 20.00 Uhr wurde das neue Königspaar von der Residenz zum Königsball geleitet. Der Präsident eröffnete die Krönungszeremonien mit Dankes- und Abschiedsworten für das alte Königspaar, bevor er dem neuen Paar nun Königssilber, Krönchen und Schärpe anlegte. Dann gab er der Hoffnung Ausdruck, dass nun wieder ein alter Horremer Junge die Würde und Bürde für ein Jahr mit Begeisterung tragen würde und proklamierte das Paar als S.M. Peter III. und Königin Josefine (Schnocks). Ein begeistertes 3faches Hoch und der Ehrentanz beendete die Krönung. Während der Gratulationscour überbrachten die Züge und vereine Blumen und Geschenke. Mit dem bis lange nach Mitternacht dauernden Krönungsball ging ein schönes Fest zu Ende, zu dem uns auch noch strahlender Sonnenschein geschenkt wurde. Zusammenfassend kann festgestellt werden, das sich die Arbeit im vergangenen Jahr wieder einmal gelohnt hat.


Am 19.09.1971 fand in Monheim das Bundeskönigsschießen statt. Mit einer großen Abordnung begleiteten wir auch unser Königspaar dorthin. Zu einer Bürgerversammlung hatte die CDU am 29.09. eingeladen. Da u. a. auch das Thema „Neuer Schützenplatz" zur Sprache kommen sollte, waren wir natürlich stark vertreten. Unsere Jahreshauptversammlung hielten wir am 17.11.1971 ab. Wie immer war der wichtigste Punkt die Berichterstattung des Kassenwartes. Die Rechnungsprüfer bestätigten ihm eine sehr gute Rechnungsführung. Im vorgelegten Haushaltsplan 1971/72, er bewegte sich nahe der 20.000,- DM Grenze, wurde die Entwicklung von der früheren, kleinen Dorfkirmes zum heutigen Schützenfest besonders deutlich. Als Folge der Verteuerungswelle wurde beschlossen, das Königsgeld um 400.DM auf 1.000,- DM zu erhöhen. Auf eine Beitragerhöhung konnte diesjährig noch verzichtet werden, da die Kassenlage dies rechtfertigte. Zum Thema „Satzungen" sprach zum Punkt „Verschiedenes" Präses Pfarrer Kronen. Sein darin immer wieder zum Ausdruck gebrachter Wunsch war es, dass die Schützen auch nach Schützenfest öfters zusammen kämen. An vielen in Horrem anstehenden Problemen könnte man auf diese Weise mit arbeiten und tätig werden. Letztlich gehört dies unseren Satzungen nach auch zu unseren Aufgaben. Von mehr als 200 Mitgliedern nahmen nur 80 an Jahreshauptversammlung teil. Die Ausrichtung des diesjährigen Bruderschaftstages des Bezirksverbandes Neuß hatte Büttgen Vorst übernommen. Nach der Messfeier sprach der bekannte Pater Mario Galli aus Zürich zum Thema „Ein Versuch, ehrlich zu glauben". Ein dicht besetzter Saal dankte mit anhaltendem Beifall dem Redner für seine Ausführungen, die er für jeden verständlich, zum Ausdruck brachte. An einem religiösen Gespräch am 2. Adventssonntag nahmen 8 unserer Mitglieder teil. Im Jahresbericht des Pfarrgemeinderates wurde auch erwähnt, dass die Bruderschaft am Leben der Pfarre teilnimmt.

1970 Gemäß Versammlungsbeschluß sollte das 50jährige Bestehen der Bruderschaft in diesem Jahr in einem etwas größeren Rahmen gefeiert werden. Man mußte erstmals davon ausgehen, dass unser Fest zusammen mit dem Neußer Schützenfest gefeiert werden mußte, weil die Musikgestellung nur dann möglich war. Man war jedoch der Ansicht, dass dies für uns kein Risiko bedeuten würde. Am 08.02. wurde die übliche Karnevalsveranstaltung durchgeführt, wofür die Plätze des Sälchens nicht ausreichten. In einer Sitzung des erweiterten Vorstands im Februar wurden alle mit dem Jubelfest in Verbindung stehenden Fragen besprochen. Dem Gestalter unserer Chronik, Herrn Steinfeldt, wurde der Entwurf der neuen Fahne, unseren Vorstellungen entsprechend, übertragen. Am 14. März nahm eine Delegation an der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbandes Neuß teil. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 08. Mai konnte den 53 Teilnehmern über die bisher erfolgten Vorarbeiten für das kommende Fest berichtet werden. Präsident Josef Vaassen ließ jedoch erkennen, dass der größte Teil der Arbeit noch vor uns läge. Erwartungsgemäß wird das Musikaufgebot und die sonstigen Aufwendungen erhebliche Mehrkosten verursachen, was aber im Hinblick auf das besondere Fest gern in Kauf genommen wurde. In dieser Versammlung wurden auch schon einige konkrete Beschlüsse über die Gestaltung des Festes gefasst. So wurde Frau Hildegard Vaassen und Martin Kluth die Patenschaft für die neue Fahne übertragen. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Fräulein Elsbeth Bergerhausen die Schirmherrschaft des Festes angetragen. Den Entwurf der neuen Fahne konnte Herr Steinfeldt im Mai vorlegen. Am Fronleichnamstag nahm die Bruderschaft geschlossen an der Prozession teil. Zum traditionellen Pokal- und Preisschießen trafen sich die Schützen am Nachmittag desselben Tages. Nach erheblichen Mühen konnte Anfang Juni einen Festschrift in Druck gegeben werden. Schon im Juli wurden alle auswärts wohnenden früheren Schützenkönige mit einem persönlichen Schreiben zur Teilnahme am Jubelfest eingeladen. Ebenfalls wurde allen früheren Mitgliedern, auch den auswärts wohnenden, eine gedruckte Einladung zugestellt. Die Bruderschaften und Bürgerschützenvereine unserer Nachbarorte wurden gebeten, an unserem Fest teilzunehmen. Die letzte außerordentliche Versammlung hielten wir am 17. Juli. Da in der Einladung schon ausführlich über Vorhaben und Gestaltung des Festes berichtet wurde, konnte die Versammlung zügig durchgeführt werden. Einem lang gehegten Wunsch, einen Königs- und Oberstehrenabend durchzuführen, wurde am 14. August entsprochen. Zu diesem Abend wurden auch die Frauen der Schützen eingeladen. S.M. Johann Pesch und Oberst Fritz v. d. Warth spendeten das


übliche Freibier. An diesem Abend wurde die Festschrift an die Schützenzüge ausgegeben. Sie sollte zum Stückpreis von 1,50 DM zum Kauf angeboten werden. Dieser erste Ehrenabend darf in jeder Hinsicht als Erfolg gewertet werden. Die Schützenfeste bzw. die Festkommerse unserer Nachbarvereine Hackenbroich, Dormagen und Delhoven wurden auch in diesem Jahr, den Einladungen folgend, besucht. Alle hier erscheinenden Tageszeitungen berichteten vor dem Fest über unsere 50jährige Vereinsgeschichte. Am 29. August war es dann soweit, dass Böllerschüsse und das Tambourcorps unserer Jubiläumsfest ankündigen konnten. Vor Beginn des Fackelzuges wurde am Ehrenmal der Toten gedacht und eine von Joh. Clemens gefertigte Blumentafel niedergelegt. Herr Hauptlehrer i.R. Adam Breuer hielt eine kurze Gedenkrede. Eine Gesangsdarbietung des Kirchenchores und der Zapfenstreich beendeten die Feier. Erstmals wurden im Fackelzug wieder 2 Großfackeln mitgeführt. Begünstigt durch das schöne Wetter war die Festhalle schon voll besetzt, als die Schützen nach dem Fackelzug einmarschierten. Am Sonntagmorgen versammelten sich geladenen Gäste und Schützen zum Kirchgang. Vor Beginn des Feldgottesdienstes weihte Herr Präses Pfarrer Kronen die neue Fahne, deren Patenschaft Frau Hildegard Vaassen und Martin Kluth übernommen hatten. Gleichzeitig konnte der 9. Jägerzug eine Fahne seiner Jugendgruppe weihen lassen. Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Vorbeimarsch an Königen und Gäste statt. Danach eröffnete Präsident Josef Vaassen den Festkommers in der Festhalle. Sein Gruß galt dem Präses der Bruderschaft , Herrn Karlheinz Kronen, S.M. Johann Pesch, Fräulein E. Bergerhausen, Bundesmeister Ludwig Krekeler, Bürgermeister Dr. Geldmacher, Stadtdirektor Janzen, Landrat Goeren, ehem. Präsident Hans Hansen, den früheren Königen und Mitgliedern der Bruderschaft, Herrn Steinfeldt, den Abordnungen der Gastvereine Hackenbroich, Dormagen und Delhoven und nicht zuletzt den Horremer Schützen. Die Festredner, Pfarrer Kronen, Dr. Geldmacher und Landrat Goeren sprachen der Bruderschaft ihre Glückwünsche aus, wobei der Landrat betonte, dass die Bruderschaften auch in Zukunft Bestand heben würden. Präsident Josef Vaassen gab vor den Ehrungen dem Wunsch Ausdruck, dass dieses Fest uns in dem Bemühen bestärken möge, auch in Zukunft die Jugend zu binden in neuen Formen der Traditionen in einer gewandelten Welt. Den goldenen Bruderschaftsorden überreichte die Schirmherrin an die Goldjubilare Johann Dung, Josef Päfgen, Heinrich Güsgen, Michael Lüpschen und Wilhelm Vorstheim. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden geehrt Franz Reibel, Adam Kohl, Wilhelm Peiffer, Martin Kluth, Peter Pesch, Peter Hilgers, Peter Schnocks, Winand Riphahn, Peter Pohl jun., Fritz v. d. Warth, Hans Vaaßen und Josef Vaassen. Urkunde für besondere Verdienste erhielten Hans Hansen, Josef Päfgen, Peter Müller, Heinz Chemnitzer, Johann Clemens, Bruno Köberich, Josef Odendahl, Franz – Josef Päfgen und Otto Pesch. Das Verdienstkreuz des Bundes der Historischen Bruderschaften erhielten Josef Redemann, Walter Müller, Hermann Spinrath, Gerd König, Hans Vaassen, Josef Klein jun., Hans Sistig, Martin Kluth, Eugen Neumann und Franz Brodda. Mit dem hohen Bruderschaftsorden wurden durch den Bundesmeister Ludwig Krekeler ausgezeichnet: Adam Breuer, Kaspar Kiepels, Johann Päfgen, Josef Klein sen., Johann Zaum und Josef Vaassen. In einer Gratulationscour überbrachten Glückwünsche und Geschenke die Vertreter der Vereine von Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, sowie das hiesige Tambourcorps und der Horremer Sportverein. Mit viel Beifall bedacht wurde das Jugendmusikkorps aus Benrath für sein Abschlußständchen. Nach dem Festkommers wurden die Gäste von der Bruderschaft ins kleine Zelt des Königs zum Gemeinschaftsessen eingeladen. Der Höhepunkt des Tages war der Festzug am Nachmittag. Alle eingeladenen Vereine waren mit einer Abordnung vertreten. Einige Züge hatte befreundete Züge aus anderen vereinen und auch Fahnenschwenker zu Gast. Aus dem Ganzen bildete sich dann ein Festzug, der den des 40jährigen Jubelfestes weit überbot. Nach dem Festzug dankte Präsident Josef Vaassen allen Teilnehmern für den schönen Zug, welcher trotz großer Hitze diszipliniert durchgeführt wurde. Er eröffnet sodann den Festakt mit Begrüßung des Vertreters des Oberkreisdirektor, Herrn Rechtsrat Daners, der Schirmherrin Elsbeth Bergerhausen, Dr. Geldmacher, Stadtdirektor Janzen, Bundesmeister Ludwig Krekeler und den früheren Schützenkönig Josef Heyer, der aus seiner zweiten Heimat angereist war. Alle Festredner sprachen sich anerkennend über den Festverlauf aus, Josef Heyer bat in seiner Rede, auch der Gründer zu gedenken und denen, die das Erbe übernommen und bis heute fortgesetzt haben. Zu Ehren S.M. Johann Pesch und Königin Gertrud fand abends der Königsball in der Festhalle statt. Wie beschlossen, wurde der Montag solchermaßen gefeiert, dass der ganze Tag ausgefüllt war. So wurde mit dem Gottesdienst um 10.00 Uhr begonnen. Anschließend fand ein gemeinsamer Frühschoppen statt, an dem auch Familienmitglieder teilnahmen. Hier nahm der Präsident nochmals Stellung zum bisherigen Festverlauf und sprach allen, die sich für das gute Gelingen eingesetzt hatten seinen besonderen Dank aus. den Königsorden verlieh S.M. Johann Pesch sodann an Josef Vaassen, Fritz v. d. Warth, Toni Dikop, Herbert Päfgen und Heinrich Nehrfeld. Dem Pokalsieger (10. Jägerzug) Peter Kluth wurde der Pokal überreicht. Prinz Hans - Willi Pohl wurde die Prinzenkette überreicht. Den Schützen Ludwig Gils und Heinz Otten, die sich als Filmchronisten betätigt hatten, wurde Dank übermittelt. Nun hatten


die Züge Gelegenheit, ihre Zugkönige zu krönen. Oberst v. d. Warth beförderte verdiente Schützen: Johan Päfgen zum Grenadieroberst, Herbert Lüpschen zum Oberleutnant Theo Esser und Toni Päfgen zum Hauptmann und Manfred Funk zum Oberfähnrich. Anerkennung fanden schließlich die Schießleistungen des Pokal- und Preisschiessens durch Überreichung der hierfür ausgesetzt gewesenen Preise. Sieger des Pokalschiessens: 3. Jägerzug, 10. Jägerzug, 1. Jägerzug, Sieger des Preisschiessens: 3. Jägerzug, Tambourcorps und 1. Jägerzug. Bester Einzelschütze war Johannes Cremer mit 36 Ringen. Um 14.00 Uhr fanden sich die Schützen und viele Zuschauer zum Königsschießen ein. Nach den Ehrenschüssen und dem Pfänderschießen nahm ein begeisterndes Schießen seinen Anfang und steigerte sich jedoch später mit mehreren Bewerbern zu einem schönen Kampf. Mit dem 179. Schuss gelang es dann dem Angehörigen des 1. Jägerzuges Ludwig Gils, die Königswürde zu erringen. Im Zelt proklamierte ihn denn der Präsident zum neuen König Ludwig I. Mit dem Familienball endete dieser schöne Tag. Der Dienstag war für die Schützen bis zum Beginn des Festzuges Ruhetag, d.h. man traf sich in den Zügen und feierte intern. Auf der Straße wurde das Fest mit einem schönen Festzug abgeschlossen. Mit großen Gefolge wurde um 20.00 Uhr das neue Königspaar von der Residenz zur Festhalle geleitet, wo der große Krönungsabend stattfand. Präsident Josef Vaassen würdigte noch einmal das Verdienst von S.M. Johann Pesch und der Königin, bevor er das Königssilber dem neuen Königspaar anlegte. Er wünschte auch ihnen ein glückliches und schönes Regierungsjahr 1970 / 71, das sie nun als König Ludwig und Königin Therese antreten können. In der folgenden Gratulationscour konnte das neue Königspaar zahlreiche Glückwünsche und Geschenke entgegennehmen. Mit dem Krönungsball fand das Jubelfest, für das sich Arbeit und Mühe wirklich gelohnt hatte, seinen Abschluß. In diesem Jahr war es wieder möglich, eine Woche später am Bezirkskönigsschießen in Neuß teilzunehmen. Mit einer Abordnung fuhren wir am 19. September zum Bundeskönigsschießen nach Würselen. Dort hatten wir Gelegenheit, an der Proklamation der Diözesankönige und des neuen Bundeskönigs, sowie des Bundesprinzen teilzunehmen. Alle Mitglieder ab dem 70. Lebensjahr wurden an ihren Geburtstagen, die Kranken ebenfalls von Zeit zu Zeit vom Präsidenten besucht. Zur Zeit hat die Bruderschaft einen Mitgliederbestand von 190 Aktiven, davon 40 Jungschützen und 20 Passive, außerdem werden noch 20 Edelknaben betreut. Mit Beendigung des Geschäftjahres 1970 wurde vom Vorstand zunächst die Jahreshauptversammlung vorbereitet. Hierzu wurde satzungsgemäß mit Datum vom 07.11.1970 unter Angabe der Tagesordnung eingeladen. Präsident Josef Vaassen eröffnete am 18.11. (Buß- und Bettag) um 09.50 Uhr die gut besuchte Versammlung und begrüßte insbesondere S.M. Ludwig (Gils), Präses Pfarrer Kronen und den Pressevertreter Herrn Engler. Die vom Vorstand erstatteten Berichte, Kassenbericht 1970 und Haushaltsplan 1971 durch Kassenwart Franz Brodda, Jahresbericht 1970 durch den Schriftführer K. Kiepels wurden einstimmig angenommen. Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer, welche eine einwandfreie Rechnungsführung bescheinigten, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Zur Durchführung der Neuwahl des Vorstandes trat der alte Vorstand zurück. Das Amt des Wahlleiters übernahm Herr Hauptlehrer i.R. Adam Breuer. Im Namen der Mitglieder sprach er dem alten Vorstand den Dank für die in zwei Jahren geleistete Arbeit aus. Aufgrund der zufriedenstellenden Führung der Bruderschaft und deren Geschäfte, beantragte er Wiederwahl des gesamten Vorstandes. Da kein Gegenvorschlag gemacht wurde, bat er um das Handzeichen zur Abstimmung. Es erfolgte einstimmige Wiederwahl. Breuer dankte der Versammlung und stellte dem Präsidenten und den Vorstandsmitgliedern die Frage, ob sie die Wahl annehmen wollen. Diese Frage wurde von allen bejaht. Auf Vorschlag des Präsidenten wurde Heinz Nehrfeld einstimmig zum Beisitzer gewählt. Nach Erledigung der übrigen Punkte setzte eine lebhafte Diskussion über die schon lange im Raum stehende Frage, betreffend den Sport- und Schützenplatz, ein. Die Redner Überacker, Breuer, Hans Hansen, Josef Vaassen und Pfarrer Kronen setzten sich dafür ein, dass hier seitens der Stadtverwaltung etwas zu tun sei. Die Vorstände beider vereine wurden beauftragt, in dieser Angelegenheit Verhandlungen aufzunehmen. Auch die Presse berichtete ausführlich über dieses Problem. Josef Klein sen., Inhaber des „Hohen Bruderschaftsorden", verstarb Ende November 1970. Zu einem religiösen Vortrag „Demokratie in der Kirche", zu dem ein Bildbericht „Synode 72" vorgeführt wurde, hatte der Präses Pfarrer Kronen am 2 Adventssonntag eingeladen. Ei vom Jubelfest gedrehter Film (von Ludwig Gils und Heinz Otten) wurde am 13.12.1970 vorgeführt. Das Eintrittsgeld in Höhe von 83,- DM wurde der DLRG als Spende übergeben. Der frühere „Kanzler" der Bruderschaft, Rektor i.R. Josef Opheys wurde 80 Jahre alt. Wir besuchten ihn in seinem jetzigen Wohnort Norf.


1969 Viel zu wünschen übrig ließ die Besucherzahl an den von Präses Pfarrer Kronen eingeführten, sonntägigen Frühschoppen, an denen kommunalpolitische, aktuelle so wie religiöse Themen besprochen werden sollten. Sie fanden auch in diesem Jahr bei den Schützen keinen Anklang. Nachdem wir uns noch bis zum Vorjahr um die Beschickung unseres Schützenplatzes redlich bemühen mussten, ist unser Platz jetzt so gefragt, dass die meisten Schausteller jetzt schon an Mehrjahresverträgen interessiert sind. Zum Patronatsfest unserer Pfarre waren die Schützen zur Teilnahme. An der Gemeinschaftskommunion und abends zum Pfarrfamilienabend eingeladen; leider ließ die Teilnahme viel zu wünschen übrig. Am 01. März nahmen wir wie alljährlich an der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbandes teil. Unsere erste außerordentliche Mitgliederversammlung fand am 26. April statt. Hier wurde dem verständlichen Wunsch der Mehrheit der Schützen auf Verstärkung der Musik unter der Bedingung entsprochen, dass eine einmalige Umlage in Höhe von 3.- DM für diesen Zweck erhoben würde. Die Mehrheit stimmte diesem Antrag zu. Es wurde jedoch keinesfalls an eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages gedacht. Am 17. Mai konnten die Eheleute Wilhelm Schümmer das Fest der Goldhochzeit begehen. Herr Schümmer ist seit seinem Zuzug nach Horrem Mitglied der Bruderschaft, seit vielen Jahren Mitglied des Vorstandes und zur Zeit auch im Komitee. Der Vorstand überreichte ein Geschenk und sprach dem Jubelpaar im Namen der Bruderschaft seine Glückwünsche aus, da brachte unser Tambourcorps ein Ständchen dar. Am gleichen Tag begann das Tambourcorps im kleinen Rahmen sein diesjähriges Stiftungsfest, woran sich auch die Bruderschaft beteiligte. Der Sportverein Horrem, dem viele Mitglieder der Bruderschaft angehören, feiert am 15. Juni sein 50jähriges Bestehen. Auch an diesen Feierlichkeiten beteiligte sich die Bruderschaft. In dieser Zeit wurde auch mit dem Abbruch der alten Horremer Kapelle begonnen, in der, wie sich der Bischof einmal ausdrückte, viel gebetet worden ist. Der Fronleichnamstag wurde in diesem Jahr gemeinsam von den 3 Dormagener Pfarreien auf dem Platz an „Maria vom Frieden" gestaltet. Nach der Messfeier zog die Pfarrgemeinde in ihre Pfarrkirche zurück. An dieser Prozession nahm die Bruderschaft geschlossen teil. Am Nachmittag fand das traditionelle Pokal- und Preisschießen der Bruderschaft statt, dessen Sieger immer am Schützenfestmontag geehrt und mit Preisen bedacht werden. Auch in diesem Jahr besuchten wir wieder die Schützenfeste, bzw. die Festkommerse der Nachbarbruderschaften Dormagen, Hackenbroich und Delhoven. Mit Wirkung vom 01. Juli wird Dormagen mit den eingemeindeten Ortschaften Rheinfeld, Hackenbroich, Delhoven und Horrem zur Stadt erklärt, wobei die Ortschaften ihren Namen als Stadtteil behalten. Eine letzte Mitgliederversammlung am 08. August beschloss die letzten Vorbereitungen zum Fest. Schützenkönig Hermann I. Spinrath stiftete, wie seine Vorgänger auch, an diesem Tag das Königsbier. In dieser Versammlung wurde auch bekannt, wie eifrig das Königspaar Spinrath in seiner Regierungszeit gewesen war. Von ihm stammt übrigens auch der Vorschlag, einen gemeinsamen König- und Oberstehrenabend zu veranstalten. Im 49. Jahr der Vereinsgeschichte konnte das Schützenfest in der Zeit vom 30. August bis 02. September gefeiert werden. Nach wochenlangem Regen, der selbst vor dem Neußer Schützenfest nicht halt gemacht hatte, fand unser Fest bei herrlichstem Spätsommerwetter statt. Beim Fackelzug am Samstagabend wurden erstmals wieder Großfackeln mitgeführt. Nach dem Festhochamt am Sonntagmorgen war Frühkommers im Festzelt, wobei Präsident Josef Vaassen als Gäste begrüßen durfte: Präses Pfarrer Kronen, Bürgermeister Dr. Geldmacher, kommis. Stadtdirektor Janzen und die Schützenkönige der Stadtteile Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit ihren Vereinsvorständen. Fünf Jubilare erhielten an diesem Morgen die Ehrennadel des Zentralverbandes und zwar für 50jährige Mitgliedschaft der langjährige 2. Vorsitzende Adam Breuer und Peter Pohl sen., sowie für 40jährige Mitgliedschaf Arthur Überacker, Johann Pesch und Kaspar Kiepels. Im glanzvollen Festzug und abschließendem Königsball erlebten des Königspaar Hermann Spinrath den Höhepunkt ihrer Regierungszeit. Der Familienfrühschoppen war in diesem Jahr zufriedenstellend besucht. S.M. Hermann I. verteilte an diesem Morgen auch die Königsorden und die Sieger des Pokal- und Preisschießens erhielten die ausgesetzten Preise. Danach sprach Oberst v. d. Warth einige Beförderungen aus. Außerdem erhielt der diesjahr ermittelte Bruderschaftsprinz Franz -Josef Päfgen die Prinzenkette. Zahlreich versammelten sich dann am Nachmittag Schützen und Zuschauer, um dem Königsvogelschießen zu zusehen und nach den obligatorischen Ehrenschüsse erlebten sie einen spannenden, harten aber fairen Kampf um die Königswürde. Gegen 17.00 Uhr gelang es dem Bewerber Johann Pesch, Mitglied des 1. Grenadierzuges „Spätlese" mit dem 175. Schuss die Königswürde zu erringen und damit


Schützenkönig im Jubiläumsjahr 1969 / 70 zu werden. Beim Krönungszeremoniell würdigte Präsident Josef Vaassen noch einmal die Verdienste des scheidenden Königspaares, welches gewiss nicht gerne zurück trat. Nach Anlegung des Königssilbers proklamierte der Präsident Josef Vaassen denn Johann Pesch zum Schützenkönig Johann XII. und Königin Gertrud, verbunden mit dem Wunsch, ein glückliches Jubiläumsjahr zu regieren. Zur vollsten Zufriedenheit der Schützen und Gäste fand ein sehr schönes Fest seinen würdigen Abschluss. Am 18. September konnten die Eheleute Peter Pohl sen. Das fest der goldenen Hochzeit feiern. Auch hier entbot Bruderschaft und Tambourcorps ihre Glückwünsche einem ihrer ältesten Mitglieder. Aber auch Nichtmitgliedern der Bruderschaft wurde eine Aufmerksamkeit zuteil, so waren es in diesem Jahr zwei weitere Goldhochzeitsfeiern. Der kommunalpolitische Frühschoppen wurde, wegen zu geringer Beteiligung in der Vergangenheit, als nicht mehr durchführbar von der Tagesordnung gestrichen. Die den Satzungen entsprechende Jahreshauptversammlung wurde am 19. November abgehalten. Eine 10 Punkte umfassende Tagesordnung konnte schnell abgewickelt werden. Wichtigste Punkte waren der Kassenbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr und der Haushaltsplan für 1970, vorgelegt vom Kassenwart Franz Brodda, weiterhin der Jahresbericht 1969, erstattet von Schriftführer Kaspar Kiepels, sowie der Bericht der Rechnungsprüfer durch Sprecher Eugen Neumann. Den Berichterstattern wurde von der Versammlung einstimmige Entlastung erteilt! Danach hielt Präsident Josef Vaassen Vorschau auf das Jubiläumsjahr 1970 und gab unter anderem auch die Überlegungen des Vorstandes bekannt, zum Fest eine neu, zweite Vereinsfahne anzuschaffen und eine Jubiläumsfestschrift herauszugeben. Diese sollte dann allen Horremer Bürgern in Form einer kurzgefassten Vereinschronik die notwendigen Informationen vermitteln. Die Gesamtzahl der Bruderschaftsmitglieder beträgt 206, davon sind 15 passive und 155 aktive Mitglieder, außerdem 36 Jungschützen. Martin Kluth als Betreuer der Jungschützen ist sorgsam darum bemüht, die Jungen, sobald sie dem Edelknabenalter entwachsen sind, in einem neuen Jungschützenzug zu sammeln. Den Hubertusball feierten wir am 04.11.. Die Verträge für die Platzbeschickung waren bis Jahresende nahezu alle abgeschlossen.

1968 Im Februar bildete eine gelungene Karnevalsveranstaltung den gesellschaftlichen Höhepunkt. Am 22. März fand dann unsere Jahreshauptversammlung statt. Gemäß Tagesordnung waren Beschlüsse über Satzungsänderungen zu erwarten. Präsident J. Vaassen stellte jedoch fest, dass die Anzahl der erschienen Mitglieder nicht ausreiche, um Satzungsänderungen beschließen zu können. Darauf schloss er die Versammlung und lud erneut für 15 Minuten später wieder ein. Nach Eröffnung und Begrüßung, insbesondere des Präses Pfarrer Kronen und des Pressevertreters Herrn Engler, kann Präsident Vaassen die Beschlussfähigkeit der Versammlung feststellen und kann Grüße seiner Majestät Hans XI. aus dem Krankenhaus übermitteln, wo dieser nach einem schweren Berufsunfall auf seine Genesung wartet. Danach erstattete Kassenwart Franz Brodda den Kassenbericht und legte den Haushaltsplan 1968 vor, welcher fast die Grenze von 10.000,- DM erreicht; es wird beschlossen, erhebliche Einsparungen vorzunehmen. Darauf folgte der Jahresbericht 1967 des Schriftführers Kaspar Kiepels. Berichte und Haushaltsplan wurden auf Anfrage von der Versammlung angenommen. Die Wahlberechtigung der Jungschützen wird vom 24. auf das 21. Lebensjahr festgesetzt, auch wird künftig die Jahreshauptversammlung bis zum Ablauf des Kalenderjahres durchgeführt sein müssen. Diese Änderung bedingt, dass der Tag des Geschäftsabschlusses der 30. September wird. Die Satzungen müssen entsprechend dieser Beschlüsse geändert und ein diesbezüglicher Änderungseintrag beim Amtsgericht beantragt werden. Der langjährige Tambourmajor Josef Klein sen. Wird nach der Niederlegung seines Amtes zum Beisitzer gewählt, Willi Peiffer tritt seine Nachfolge an. Im März folgten wir einer Einladung des Bezirksverbandes Neuß zur Jahreshauptversammlung. Im Juni fand die Wahl unseres ersten Pfarrgemeinderates statt; die Schützen wurden aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Den Fronleichnamstag feierten wir traditionsgemäß durch Teilnahme an der hl. Messe und an der Prozession, nachmittags fand dann das alljährliche Pokal- und Preisschießen statt. Im Laufe des Jahres nahmen wir noch an den Festkommersen der Nachbarvereine in Hackenbroich, Dormagen und Delhoven teil. Anlässlich des 500jährigen Bestehens der St. Hubertus - Bruderschaft Köln - Langel - Rheinkassel im Juli und des 100jährigen Jubelfestes der St. Aloysius - Bruderschaft Stürzelberg im August beteiligten wir uns an den dortigen Festzügen.


Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vor dem Fest wurde im August eingeladen. Präsident Vaassen kann erstmalig S.M. Hans XI. begrüßen, und ihn zur Genesung von langer Krankheit beglückwünschen. Wie immer in der letzten Versammlung spendierte der König das Bier. Der Antrag, im Zuge von Einsparungsmaßnahmen den Festdienstag fallen zu lassen, fand wenig Anklang unter den Schützen, wurde aber bis zur Hauptversammlung zurück gestellt. Gut vorbereitet, konnte das Schützenfest 1968 seinen Anfang nehmen; die Regierungszeit S.M. Hans XI. und Königin Mathilde, welche inzwischen geheiratet hatten, geht seinem Ende entgegen. Höhepunkte dieser Zeit sind für das Königspaar der Festkommers, der Festzug und der Königsball am Sonntagabend. S.M. Hans XI. Und Präsident Josef Vaassen nahmen am Montag beim gemeinsamen Frühschoppen im Zelt die Ordensverleihungen und Ehrungen vor. Ebenfalls wurden die Sieger des Pokal- und Preisschießens mit Ehrenpreisen bedacht. Leider hatte die Teilnahme am Frühschoppen nicht den Erwartungen entsprochen. Dagegen war die Teilnahme am Königsvogelschießen am Nachmittag recht erfreulich. Unter mehreren Mitbewerbern gelang es endlich Hermann Spinrath mit dem 215. Schuss den Vogel von der Stange zu holen und damit die Königswürde für das Jahr 1968 / 69 zu erringen. Im Festzelt wurde er dann vom Präsidenten Hermann I. proklamiert. Mit dem Krönungsball am Dienstagabend fand ein schönes Fest seinen Abschluss. Der Einladung zur Jahreshauptversammlung am 22. November folgten 63 Schützen, welche dann über einen wichtigen Tagesordnungspunkt zu entscheiden hatten, die Neuwahl des Vorstandes unserer Bruderschaft. Präsident Josef Vaassen eröffnete die Versammlung mit der Begrüßung der Anwesenden und erwähnte besonders unseren Präses Pfarrer Kronen, S.M. Hermann I. (Spinrath), sowie den Vertreter der Presse. Den Kassenbericht 1968 und den Haushaltsplan für 1969 legte Kassenwart Franz Brodda vor. Die Rechnungsprüfer bestätigten seine einwandfreie Kassenführung. Der Haushaltsplan überschritt die 10.000,- DM; bei dieser großen Summe betrug der Überschuss nur 800.- DM. Dann erstattete Schriftführer Kaspar Kiepels den Jahrsbericht 1968. Nachdem diese Berichte von der Versammlung ohne Beanstandungen angenommen worden waren, trat der gesamte Vorstand zwecks Neuwahlen zurück. Die Leitung der Versammlung übernahm nun Gerd Erber, der diese Gelegenheit auch gleich zum Anlass nahm, dem gesamten Vorstand für die in den Jahren 1967 und 1968 geleistete Arbeit im Namen der Bruderschaft seinen herzlichen Dank auszusprechen. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden dann bis auf den 2. Vorsitzenden, jetzt Heinrich Peters, den 2. Schriftführer, jetzt Josef Päfgen II, und die Beisitzer, jetzt Peter Pesch, Peter Hilgers und Gerd Erber, fast der gesamte Vorstand in seinen Funktionen bestätigt. Auch das Ehrengericht blieb in seiner bisherigen Zusammensetzung erhalten. Da die neugewählten Beisitzer zu aktiven herangezogen werden sollen, wurden die bisherigen Beisitzer zu Komiteemitgliedern ernannt. Der Antrag auf Verkürzung des Schützenfestes um den Festdienstag wurde von der Versammlung abgelehnt. Mit dieser Jahreshauptversammlung wurde das Jahr abgeschlossen. Der Vorstand begann schon jetzt mit den Vorbereitungen für das Jahr 1969.

1967 Am Fest der Hl. Familie begann die Bruderschaft das neue Jahr mit einer Generalkommunion. Die im Februar veranstaltete Karnevalsfeier war wieder ein voller Erfolg gewesen. Am 09. April fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Die Tagesordnung umfaste folgende Punkte: Berichte des Kassierers, der Rechnungsprüfer, des Schriftführers, Jahresrechnung 1966, Entlastung des Vorstands, Neuwahl des Vorstands. Da alle Berichte von der Versammlung gut geheißen und alsdann einstimmig angenommen wurden, konnte dem Vorstand somit Entlastung erteilt werden. Hauptlehrer Breuer übernimmt die Leitung für die Wahl des Präsidenten. Auf Vorschlag wird Josef Vaassen erneut mit fast 100 % der Stimmen in geheimer Abstimmung gewählt; er nahm die Wahl dankend an. In einer weiteren geheimen Abstimmung wurden ferner gewählt zum: stellv. Präsidenten Fritz Detmer 1. Kassierer Franz Brodda stellv. Kassierer Hermann – Josef Päfgen 1. Schriftführer Kaspar Kiepels stellv. Schriftführer Heinrich Peters Schießmeister Theo Esser stellv. Schießmeister Fritz v. d. Warth Oberst Fritz v. d. Warth Jungschützenmeister Walter Müller Zeugwart Josef Redemann zu den bisherigen Beisitzern noch Ludwig Gils, Peter Hilgers, Josef Päfgen.


Präsident Josef Vaassen dankte danach dem aus Altersgründen zurückgetretenen 1. Kassier Josef Päfgen für seine 30jährige Führung der Kasse, sowie dem bisherigen 1. Schriftführer Eugen Neumann, wegen Wegzugs ausscheidend, für die verdienstvolle Tätigkeit. Die Besetzung des Ehrengerichts blieb unverändert, Kassenprüfer Mathias Reibel und Peter Pohl. Die Mitgliederbeiträge für das Jahr 1967 bleiben ebenso unverändert. Die Nachbarbruderschaft Hackenbroich beging am 18. Juni ihr 40jähriges Jubelfest. Als Gastgeschenk überreichten wir während des Frühkommers einen Pokal. Bei der 100 Jahrfeier nahmen wir mit Vorstand, Majestät und mehreren Schützenzügen teil, als Gastgeschenk spielte unser Tambourcorps unentgeltlich. Auch der Bürgerschützenverein Dormagen beging in diesem Jahr, am 02. Juli sein 100jähriges Jubelfest. An diesem Festtag nahmen wir mit Majestät und großer Abordnung am Kommers und Festzug teil. Als Gastgeschenk wurde ebenfalls ein Pokal überreicht. Unser Ehrenmitglied Josef Klefisch vollendete am 11. Juli sein 90. Lebensjahr. Den verdienstvollen Altersjubilar beglückwünschte auch Bundesmeister Ludwig Krekeler zur 75jährigen Bruderschaftszugehörigkeit. Den Abschluß unserer Nachbarschaftsbesuche in diesem Jahr bildete das Schützenfest in Delhoven, an welchem wir mit einer Abordnung teilnahmen. Am 11. August lud der Vorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Präsident Josef Vaassen gab das Programm für unser Fest, welches in diesem Jahr vom 02. bis 05. September stattfindet, bekannt. Wiederum erfolgte die Bitte, an die aktiven Schützen gerichtet, von der Anwendung des militärischen Parademarsches in Zukunft abzusehen. Das übliche Freibier während der Versammlung spendierte S.M. Martin I. Unsere Teilnahme am diesjährigen Bezirkskönigschießen war wegen des allzu frühen Termins leider nicht möglich, da unser neuer König erst am 04.09. ermittelt wird. Unser Schützen- und Heimatfest konnte zum vorgesehenen Termin und bei schönem Wetter gefeiert werden, der Besuch war sehr gut. Ein kurzer Auszug aus dem Festprogramm möge als Erinnerung dienen: Am Samstag fand unter großer Beteiligung der Mitbürger ein Fackelzug statt mit anschließendem Tanzvergnügen für jedermann. Der Sonntag wurde dann wie alljährlich mit einem Feldgottesdienst eingeleitet, den Präses Pfarrer Kronen und Pater Ernst zelebrierten. Am Gottesdienst nahmen auch der frühere Präses Pfarrer Schmitz sowie unsere geladenen Gäste teil. Beim anschließenden Festkommers konnte Präsident Josef Vaassen folgende Gäste begrüßen: Präses Pfarrer Kronen, den früheren Präses Pfarrer i.R. Gottfried Schmitz, Pater Ernst, Bürgermeister Dr. Geldmacher, Beigeordneter Wierich, sowie die Schützenkönige der Nachbarvereine von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich mit ihrem Gefolge. Sein besonderer Gruß galt unserem Königspaar S.M. Martin I. und Königin Therese, sowie allen anderen Gästen und den Schützen. Die einzige Ehrung an diesem Morgen wurde unserem jetzt 91jährigen Ehrenmitglied Josef Klefisch zuteil. Aus der Hand des Präsidenten erhielt er die große „Dr. Peter Louis - Plakette", welche ihm vom Bundesverband für seine 75jährige Mitgliedschaft zu den Bruderschaften Straberg und Horrem verliehen wurde. Als Geschenk der Bruderschaft wurden ihm ein Bronzeteller und gute Zigarren überreicht. In ihren Ansprachen betonten Dr. Geldmacher und Pfarrer Kronen, dass es der Bruderschaft gelingen möge, eine Brüche zu den vielen neuen Mitbürgern schlagen, sowie schwierige Probleme mit anzufassen und lösen zu helfen. Der „Ort" Horrem ist inzwischen auf ca. 800 Einwohner angewachsen! Ein schöner Festzug mit Vorbeimarsch vor dem Königspaar, den Gästen und den zahlreichen Zuschauern machte den Sonntagnachmittag zu einem Erlebnis. Den Abschluss diese schönen Tages bildete der Königsball zu Ehren S.M. Martin I. und Königin Therese im Festzelt, wo Jung und Alt sich dem Tanzvergnügen hingaben. Das Programm für Montag sah erstmalig einen Frühschoppen mit Konzert für die Schützen und deren Angehörige und ein gemeinschaftliches Mittagessen vor. Auch wurden an diesem Morgen die sonst am Sonntag üblich gewesenen Ehrungen vorgenommen. Den Königsorden S.M. Martin I. erhielten: H. Spinnrath, P. Schnocks, Josef Päfgen, W. Clemens, W. Riphahn, Josef Vaassen, P. Müller, P. Pesch, E. Neumann und W. Peiffer. Die Sieger des Pokal- und Preisschießens am Fronleichnamstag erhielten die ihnen zugedachten Preise: Pokalschießen Pokal und 1. Preis: 6. Jägerzug, 2. Preis: 8. Jägerzug, 3. Preis: 4. Jägerzug Preisschießen 1. Preis: 1. Jägerzug, 2. Preis: Jungschützen, 3. Preis: 4. Jägerzug Der beste Einzelschützen war Herbert Päfgen. Der Präsident proklamierte Josef Brüggen zum neuen Edelknabenkönig und legte ihm die Königskette um. Für das gemeinsame Mittagessen hatte die Küche einer Bundeswehreinheit eine schmackhafte Erbsensuppe zubereitet. Man konnte feststellen, diese Art des Frühschoppens hat allgemein zugesagt und kann als Erfolg bezeichnet werden. Gegen 16.00 Uhr begann dann das Königschießen mit den üblichen Ehrenschüssen. Mit dem 167. Schuss


löste sich endlich die Spannung: Hans Weihrauch (25 Jahre), Angehöriger des Tambourcorps, entschied das Schießen für sich. Der junge, noch ledige König wurde ins Festzelt geleitet, wo ihn der Präsident zum neuen Schützenkönig Johann XI. proklamierte. Der Familienball am Abend beschloss diesen Tag, leider war wegen der verschlechterten Wetterlage der Besuch des Balls sehr gering. Der Ausklang des Festes begann am Dienstag mit dem Gottesdienst. Der morgendliche Frühschoppen und der Festzug am Nachmittag mit Vorbeimarsch an beiden Königspaaren leitete über zum Krönungsball. Zum Ablauf des Regierungsjahres des Königspaares Martin I. und Königin Therese konnte die Bruderschaft einhellig feststellen, dass das Paar keine Mühe gescheut hat, das Ansehen der Bruderschaft zu heben, wenn es galt, getreu unserem Wahlspruch, dafür einzutreten. Martin I. war ein vorbildlicher, aktiver König. Vor Beginn des Krönungsballs nahm der Präsident die Verabschiedung des alten Königspaares und fand herzliche Worte des Dankes. Dann legte er Königssilber und Diadem dem neuen Königspaar um, Johann XI. und seiner Cousine als Königin. Dem jungen, neuen König versprach der Präsident während der Regierungszeit tatkräftige Unterstützung. Gratulationscour und anschließender Tanz beendeten das Fest, das durch das zunehmend kühle Wetter am Ende sehr beeinträchtigt wurde. Zur ersten Mitgliederversammlung nach dem Fest am 20. Oktober erschienen nur 39 Mitglieder. In einer ersten Übersicht über die Finanzlage der Bruderschaft stellte der Kassenwart fest, dass die Einnahmen in diesem Geschäftsjahr nur wenig über den Ausgaben liegen. Am Christkönigsfest hielt die Bruderschaft ihre 2. Generalkommunion ab. Zur Hubertusfeier am 04. November wurden die Schützen mit ihren Frauen eingeladen. Der Besuch war leider nur etwas besser als im Vorjahr, trotz freien Eintritts und Verzehrmarken. Infolge tragischer Verkehrsunfälle verstarben Ende November der Jungschütze G. Plev und am 04. Dezember unser früherer Präses Pfarrer i. R. Gottfried Schmitz. An dem am 1. Adventssonntag statt gefundenen Bruderschaftstag haben wir mit einer Abordnung von 20 Mann teilgenommen. Am 2. Adventssonntag wurden die Schützen durch den Präses zu einem Vortrag eingeladen.

1966 In einer außerordentlichen Generalversammlung Anfang Januar stellte sich der neue Präses den Schützen vor. Eine kurzfristig beschlossenen Karnevalsveranstaltung auf Anregung des Präses wurde zu einem schönen Erfolg. Zur Jahreshauptversammlung wurden die Schützen am 20. März eingeladen. Es standen an: die Berichte des Kassierers, der Kassenprüfer, des Schriftführers, Mitgliedsbeiträge, Haushaltsplan und Entlastung des Vorstandes. Im Haushaltsplan für 1966 wurden ca. 7.000,- DM ausgewiesen. Da alle Ämter gut verwaltet wurden, konnte dem Vorstand Entlastung erteilt werden. Im März nahmen wir an der Delegiertentagung des Bezirksverbandes Neuß teil. Die gut ein Jahr bestehende Schießabteilung errang die Meisterschaft des Bezirksverbandes Neuß. Im März fand eine Bürgerversammlung statt, zu welcher sämtliche Schützen eingeladen wurden. An der diesjährigen Fronleichnamsprozession nahm die gesamte Bruderschaft geschlossen teil. Am Nachmittag desselben Tages fand außerdem noch das Preis- und Pokalschießen wie alljährlich statt. Am 19 Juni folgten wir einer Einladung zum Bezirksfest nach Kaarst, das in diesem Jahr von der dortigen St. Sebastianus - Bruderschaft ausgerichtet wurde. An den Frühkommersen der Schützenfeste Hackenbroich, Dormagen und Delhoven nahmen wir, wie alljährlich üblich, mit Majestät und Begleitung teil. Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden die Schützen für den 14. August vom Vorstand eingeladen. Die wesentlichen Punkte der Tagesordnung waren die Berichte über die bereits getroffenen Vorbereitungen und Gestaltung des Programms für das bevorstehende Schützenfest. Beschlossen wurde unter anderem auch, die Eintrittspreise für das Festzelt auf 2,50 DM für Nichtmitglieder festzusetzen. Ein weiterer Beschluss betraf die Gewährung eines Zuschusses von 8,00 DM für Jungschützen unter 18 Jahren zu den Leihgebühren für die Schützenröcke. Weiterhin wurde beschlossen, dass die Bruderschaft, als bisher alleinige Trägerin des Martinszuges, dem Dormagener Martinskomitee beitreten soll. Begründet wurde der Beschluss mit der seit Jahren ständig wachsenden Bevölkerungszahl des Ortsteils Horrem. An diesem Morgen spendierte auch S.M. Hans X. (Vaaßen) sein „Königsbier", eine schon Tradition gewordene, ungeschriebene Verpflichtung, welche der jeweilige König gerne übernimmt und die niemand mehr missen möchte.


Vom 03. bis 06. September wurde dann, als Höhepunkt des Schützenjahres, das Schützen- und Heimatfest gefeiert; bei herrlichem Festtagswetter erlebten S.M. Hans X. und Königin Ellen einen glanzvollen Abschluss ihres Regierungsjahres. Den schönen Tag beschloss ein gut gelungener Königsball, an dem Jung und Alt ausnahmslos großen Spaß hatten; während des Balles wurden verdiente Schützen von S.M. Hans X. mit dem Königsorden ausgezeichnet. Wie in jedem Jahr rückte auch heuer die Stunde heran, in der die Frage auftaucht, wer wohl Diesjahr die Nachfolge des amtierenden Königspaares antreten würde. Das Königsvogelschießen wurde mit den Ehrenschüssen des Präses Pfarrer Karlheinz Kronen, S.M. Hans X. und des Präsidenten Josef Vaaßen eröffnet. Nach spannendem Kampf um die Königswürde holte Martin Kluth mit dem 181. Schuss den Vogel von der Stange. Unter lautem Jubel der vielen Schaulustigen proklamierte ihn Präsident Josef Vaaßen im Festzelt zum neuen Schützenkönig Martin I. Die neue Majestät ist Angehöriger des 3. Jägerzuges und entstammt, wie fast alle seine Vorgänger, einer alten Horremer Schützenfamilie, deren Namen jetzt schon in der zweiten Generation in unserer Chronik genannt werde, und von denen einige der Väter auch schon Schützenkönige waren. Mit dem Gottesdienst am Dienstagmorgen begann der eigentliche Höhepunkt des Festes. Nach dem anschließenden gemeinsamen Frühschoppen im Zelt traf man sich am Nachmittag zum Festzug, wobei dem neuen Königspaar viele Ehrungen zuteil und zahlreiche Blumenspenden von der Bevölkerung überreicht wurden. Im Festzelt, vor beginn des Krönungsballes, nahm Präsident Josef Vaaßen die Krönung vor. Er widmete zunächst dem scheidenden Königspaar Worte der Anerkennung und des Dankes und an das neue Königspaar sprach er die Bitte aus, allen ein gutes und gerechtes Königspaar zu sein. Damit überreichte er dem neuen Paar das Königssilber und brachte auf das alte und neue Paar ein dreifaches „Hoch" aus. Während der anschließenden Gratulationscour der Offiziere wurden dem neuen Königspaar S.M. Martin I. (Kluth) und Königin Therese Blumen und Geschenke überreicht. Ein schönes und harmonisches Fest fand mit diesem Krönungsball einen glanzvollen Abschluss. Am darauf folgenden Samstag fand in Neuß das Bezirkskönigschießen statt, an welchen auch S.M. Martin I. teilnahm. Eine Mitgliederversammlung fand am 16. Oktober statt und war in der Hauptsache eine Rückschau auf das vergangene Fest mit dem Ergebnis, dass keine wesentlichen Beanstandungen zu verzeichnen waren. Vom Vorstand wurde eine Neuerung vorgeschlagen: in Anbetracht der seit Jahren schon bestehenden 5 Tage - Arbeitswoche das Fest von Freitagabend bis Montag zu feiern. Nach kurzer Diskussion, in welcher viele Gründe dafür aufgezählt wurden, stimmte man diesem Vorschlag zu. Am 05. November feierten wir den Hubertustag mit Generalkommunion und Tanzveranstaltung am Abend. Die Teilnahme ließ allerdings etwas zu wünschen übrig. Am 06. November verstarb die Patin der Bruderschaftsfahne Frau Adele Bayer. Der Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuß wurde am 1. Adventssonntag, den 27.11. abgehalten. S.M. Martin I. mit den Angehörigen und die Vorstandsmitglieder nahmen an diesem Tag teil. Eine weitere Mitgliederversammlung wurde für den 11.12. einberufen. Hier wurde bekannt gegeben, dass die Bruderschaft vom Kreisjugendamt mit einer Geldstrafe von 100,- DM belegt wurde, weil beim letzten Schützenfest eine bestimmte Anzahl Jugendlicher von einer Kontrolle nach 22.00 Uhr im Festzelt angetroffen wurde. Da die Bruderschaft in ihrem Einspruch jedoch nachweisen konnte, die Jugendlichen zum Verlassen des Zeltes aufgefordert haben, wurde die Strafe auf 50,- DM herabgesetzt. Ein Vertreter des Amtes hielt anschließend ein Referat über das Jugendschutzgesetz. Ein Antrag wurde eingebracht, das Schützenfest wie bisher ab Samstag zu feiern. Da sich in der Diskussion darüber S.M. Martin I. stark für die bisherige Regelung einsetzte, wurde in einer Abstimmung der Antrag angenommen. In einem Schreiben vom 02.12. dankte das 2. Deutsche Fernsehen für die Spende zugunsten der „Aktion Sorgenkind", die von der Bruderschaft durch eine Sammlung am Hubertustag aufgebracht worden war.

1965 Nach mehreren Arbeitssitzungen des Vorstandes nahmen wir im Februar 1965 an der Bezirkstagung in Neuß teil. Eine Abordnung besuchte den Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Neuß im März. Das Tambourcorps „Germania Horrem" feierte am 16. Mai sein 40jähriges Jubiläum. Als Geschenk der Bruderschaft wurde eine Trommel und eine Flöte überreicht. Die diesjährige Fronleichnamsprozession aber musste wegen Schlechtwetter, welches schon seit Wochen anhält, ausfallen. Am gleichen Tage fand im Saale eine außerordentliche Generalversammlung statt. 3 Punkte standen auf der Tagesordnung: Neuwahl des Vorstandes, Beschlussfassung über die Eintragung in das Vereins-register und die Annahme der Satzungen. Satzungsgemäß setzt sich der Vorstand nunmehr zusammen aus: Präsident, 2. Vorsitzender, Kassierer und Stellvertreter, Schriftführer und Stellvertreter, Oberst, Schießmeister, Betreuer der


Jungschützen, Zeugwart und Beisitzer. Im Anschluss an die Generalversammlung wurde das diesjährige Pokalschiessen durchgeführt. Am 20. Juni sahen wir eine Abordnung unserer Bruderschaft teilnehmen Schützenfest in Hackenbroich, desgleichen erlebten wir am 27. Juni in Büttgen auf dem Bezirksfest des Bezirksverbandes Neuß anlässlich des 550jährigen Bestehens. Am 27. Juni gab unser langjähriger Präses Pfarrer Gottfried Schmitz auch bekannt, dass er nach 43jähriger Tätigkeit in Horrem mit Wirkung vom 01.07. wegen Krankheit und Alter in den Ruhestand versetzt worden ist. Einer Einladung zum Dormagener Schützenfest folgten wir am 04.07. gern. Nachdem die Generalversammlung die nach den Mustersatzungen des Zentralverbandes aufgestellten Vereinssatzungen angenommen hatte, konnten diese dem Amtsgericht zur Eintragung in das Vereinsregister (e.V.) vorgelegt werden. Im August fand die letzte außerordentliche Versammlung vor dem Schützenfest statt. Das übliche Freibier stiftete S.M. Johann VI. Dank der guten Vorbereitung konnte das Schützenfest am 04.09. mit Fackelzug und Tanz im Festzelt auf dem neuen Platz an der Rübenstraße beginnen. Wie in jedem Jahr begann der Sonntag mit dem Festhochamt für die lebenden und verstorbenen der Bruderschaft, an welchem auch zahlreiche Gäste teilnahmen. Die Ansprache bei der Toten- und Gefallenenehrung hielt Hauptlehrer a.D. Breuer. Präsident Josef Vaaßen eröffnete den Kommers im Festzelt mit Begrüßung der Gäste aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, Amtsbürgermeister Dr. Geldmacher und Bundesmeister Ludwig Krekeler. Aus der Hand des Bundesmeisters erhielten danach den Verdienstorden des Zentralverbandes Josef Klein sen., Willi Peiffer, Christian Cronenberg und Joh. Zaum. Festzug und Königsball am Abend beschlossen den ersten Tag. Bis zum Königsvogelschießen blieb der Montag den Schützen zur Feier in den eigenen Reihen vorbehalten. Um 16.00 Uhr begann das Schießen, welches nach spannendem Kampf durch den Königsschuss von Hans Vaaßen gegen 18.00 Uhr beendet wurde. Seine Zugkameraden vom 1. Jägerzug nahmen ihren Zugführer vor Freude auf die Schultern. Nach Entgegennahme vieler Glückwünsche proklamierte Präsident Josef Vaaßen seinen Bruder zum Schützenkönig 1965 / 66: Hans X. Der Familienball beschloss den 2. Tag. Mit einem Festhochamt begann der Dienstag und damit letzte Tag. Der Frühschoppen der Schützen und der Festzug am Nachmittag vor der alten und neuen Majestät waren die Tagesveranstaltungen. Infolge der starken Bevölkerungszunahme des Ortsteils Horrem konnte die Kinderbelustigung leider nicht mehr durchgeführt werden. Mit der Krönung des Königspaares Hans X. und Königin Ellen, vorgenommen durch Präsident Josef Vaaßen, trat das Fest in seine letzte Phase, es folgte nun der Krönungsball. Dem scheidenden Königspaar sprach der Präsident seinen und der Bruderschaft Dank aus, während er das neue Königspaar bat, es seinen Vorgängern gleich zu tun. Die Gratulationscour während des Festballs bewies die große Freude über das neue Paar. Damit fand ein schönes Fest bei wechselndem Wetter seinen Abschluss.

Die erste Generalversammlung nach dem Fest war im Oktober. Präsident Josef Vaaßen dankte den Schützen für das gute Gelingen des Festes. Der Kassierer konnte einen erfreulichen Gewinn bekannt geben. Für das Schützenheim in Kreuzweingarten wurden 100,- DM zur Verfügung gestellt. Am ersten Sonntag im November wurde die Generalkommunion gehalten und der Hubertustag gefeiert. Die Schützenbruderschaft nahm am 04. November an der Einführung des Hochwürden Herrn Karl - Heinz Kronen in sein Amt teil. Präsident Josef Vaaßen überreichte während der weltlichen Feier die Satzungen der Bruderschaft, deren Präses er durch die Amtsübernahme wurde.

1964 Im Monat Februar und März nahmen wir an der Bezirksversammlung und am Bruderschaftstag in Neuß teil. Am 01. März war die 1. außerordentliche Generalversammlung, welche vom 2. Vorsitzenden Gerd Diebels geleitet wurde. Wie in der vorausgegangenen Vorstandssitzung besprochen, soll ausreichender Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz für die Mitglieder abgeschlossen werden. Schießmeister Peter Pesch und Albert Lensing werden an einem Lehrgang in Kreuzweingarten teilnehmen. Die Kassenprüfer werden 1 Jahr im Amt bleiben. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession war erfreulich groß. Am gleichen Tage hatte Präsident Hans Hansen zu einer weiteren außerordentlichen Generalversammlung eingeladen. Der Wunsch vieler Schützen, eine Schießsportabteilung zu gründen, fand Zustimmung. Auf Vorschlag des Präsidenten sprach sich die Versammlung dafür aus, die Gründung auch in finanzieller Hinsicht zu fördern. Die Leitung müsse aber einem Schützenbruder übertragen werden. Zum Vorsitzenden wurde Fritz v. d. Warth und Johann Zaum zum Stellvertreter gewählt. Im Anschluss an die Versammlung wurde das traditionelle


Preis- und Pokalschiessen durchgeführt. Für die jeweiligen 1., 2. und 3. Preisträger, sowie für den besten Einzelschützen wurden Preise ausgesetzt. Am 31. Mai nahmen wir am Fest des Bundeskönigs in Neuß teil. Im Monat Juni nehmen folgten wir den Einladungen zum Festkommers der Nachbarvereine Hackenbroich und Dormagen mit König und Begleitung. Die letzte Generalversammlung vor dem Fest fand am 09. August statt und wurde von Präsident Hans Hansen geleitet. Er unterrichtete die Mitglieder über die getroffenen Vorbereitungen zum Schützenfest 1964. S.M. Josef V. Spendete für diesen Morgen das übliche Königsbier. Nach Abnahme durch die Behörde konnte der im Saale errichtete Schießstand am 18.08.1964 seiner Bestimmung übergeben werden. Mit unserer Majestät und Begleitung nahmen wir noch am Frühkommers in Delhoven teil. Unser Schützenfest feierten wir vom 05. bis 08. September. Seit vielen Jahren wurde wieder eine Großfackel gebaut, für die der 6. Jägerzug eine Geldprämie erhielt. Das 1.000 qm große Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Festsonntag begann mit dem Festhochamt für die lebenden und verstorbenen Mitglieder, zelebriert von Präses Pfarrer Gottfried Schmitz. Unter Leitung von J. Klein jr. sang der Kirchenchor „Cäcilia" die „Deutsche Messe" von Schubert. Bei der anschließenden Totenehrung am Denkmal, welches von Joh. Clemens wieder mit einem Blumengebinde geschmückt worden war, hielt Hauptlehrer Breuer die Gedenkrede und schloss mit der Mahnung: „Versucht Frieden zu halten!" Auch hier wirkte der Kirchenchor mit. Im Festzelt eröffnete Präsident Hans Hansen der Festkommers und begrüßte die Vertreter von Rat und Verwaltung, die Schützenkönige mit Begleitung aus Dormagen, Hackenbroich und Delhoven, Herrn Bundesmeister Ludwig Krekeler und den Gestalter unserer Chronik Herrn Steinfeld, sowie den Sappeurzug aus Dormagen. Sein besonderer Gruß galt S.M. Josef V. und Königin Katharina. Josef V. überreichte einige Orden an Schützenbrüder. In diesem Jahr gilt unser besonderer Dank dem Schützenbruder Fritz v. d. Warth für die Leitung der Schießabteilung, welche schon beachtliche Erfolge erzielen konnte, und für den Aufbau des Schießstandes. Peter Pesch bemühte sich um den Bau einer Bühne, Leo Keller für die Herstellung und Stiftung von 4 Fahnenstangen. Königin Katharina stiftete 4 Fahnen. Die Ehrennadel für 40jährige Mitgliedschaft erhielt Johann Päfgen und für 25jährige Mitgliedschaft Josef Hütten. Für die seit Jahren laufende Aktion des Zentralverbandes „Die Welt braucht Priester" führte die Königin eine Hutsammlung durch, welche das beachtliche Ergebnis von 265,- DM erbrachte. Präsident Hans Hansen dankte allen, die auch für das Gelingen unseres Festes beigetragen haben. An Rat und Verwaltung richtete er die Bitte, Horrems Sport- und Schützenplatz nicht zu vergessen. Als Dank und Anerkennung für seine 10jährige Tätigkeit als Präsident wurde Hans Hansen eine Schreibmappe mit Urkunde überreicht. Um 14.00 Uhr traf das Bundeskönigspaar Heinz und Maria Brings mit Adjutant, unserer Einladung folgend, ein. Gemeinsam mit den Gästen zog um 15.00 Uhr der Festzug von der Residenz S.M. Josef V. und Königin Katharina, angeführt von Oberst Josef Vaaßen, durch den Ort. Königspaare, Vorstand und Gäste nahmen die Parade ab. Bei herrlichem Wetter säumten zahlreiche Zuschauer den Zugweg und Paradeplatz. Im Festzelt begrüßte Präsident Hans Hansen das Bundskönigspaar und überreichte dem Bundeskönig als Erinnerungsgabe ein Buch mit dem Titel „Die Entstehung der Bruderschaften und Schützengilden" mit einer Widmung. Der Bundeskönigin überreichte er das Sammelergebnis vom Vormittag zur Weiterleitung an den Zentralverband, sowie einen Strauß Nelken. Bürgermeister Dr. Geldmacher überreichte einen Teller mit eingraviertem Dormagener Stadtwappen. Der abendliche Königsball vereinte Gäste und Schützen im vollbesetzten Schützenzelt. Im Verlauf des Abends dankte der Bundeskönig auch im Namen der Königin für die Einladung, der er sehr gerne gefolgt sei, beson-ders aber für die Erinnerungsgaben. Gegen 23.00 Uhr verabschiedete der Präsident das Bundeskönigspaar und unseren Bundesmeister. Den Montag gestalteten die Schützen bis zum Königs-vogelschiessen nach eigenem Programm. Als nach 16.00 Uhr das Schießen mit den Ehrenschüssen eröffnet wurde, setzte ein schöner Wettbewerb um die Königswürde ein. Der 1. Grenadier- und der 1. und 3. Jägerzug brachten dem Vogel über 200 Treffer bei. Präsident Hans Hansen hatte sich offenbar etwas vorgenommen. Mit 2 Schüssen holte er den Rest des Vogels von der Stangen. Oberst Vaaßen führte Schützen und neue Majestät ins Zelt. Gerd Diebels, 2. Vorsitzender, proklamierte Präsident Hans Hansen zum Schützenkönig 1964 / 65 - Johann VI. und brachte ein dreifaches Hoch auf die neue Majestät aus. In seiner ersten Ansprache an die Schützen machte er sie mit seinem Entschluss bekannt, das Amt des Präsidenten nach 10jähriger Tätigkeit endgültig nieder zu legen. Als König wird er seine ganze Kraft zum Wohle der Bruderschaft einsetzen. Der abendliche Familienball beschloss dann den Montag. Mit einem Gottesdienst für die Gefallenen und vermissten unserer Gemeinde begann der letzte Tag des Festes. In Verbindung mit dem Frühschoppen der Schützen wurde die Kinderbelustigung mit einer unübersehbaren Kinderschar durchgeführt. Der Nachmittag stand im Zeichen des Festzuges, bei dem das neue Königspaar durch Überreichung von Blumen geehrt wurde. Zum Abschluss des Festes folgte der Krönungsball. Der 2. Vorsitzende Gerd Diebels verabschiedete das alte Königspaar mit herzlichen Dankesworten und wünschte dem neuen Paar, das er zur Majestät Johann VI. und Königin Renate proklamierte, ein


glückliches Regierungs-jahr. Nach dem Ehrentanz folgte die Gratulationscour der Offiziere und Vereinsvertreter, welche Blumen und Geschenke überreichten. Rückblickend darf von einem harmonischen Verlauf der Festtage gesprochen werden. Die Unkosten für Musikkapellen, Tambourcorps, Pferde, Kutscher, usw. betrug ca. 5.000,- DM. Kurz nach dem Fest wurde vom 2. Vorsitzenden zu Besprechungen im engeren und erweiterten Vorstand eingeladen. Sollte der Fortbestand der Bruderschaft gesichert bleiben, galt es, das Amt des Präsidenten neu zu besetzen und einen arbeitsfähigen Vorstand zu bilden. Nach langen Überlegungen - und um die Frage, ob es noch Sinn hat, mit "Ja" zu beantworten - erklärte sich Oberst Josef Vaaßen bereit, falls die Generalversammlung ihn wählen sollte, das Amt des Präsidenten für eine bestimmte Zeit zu übernehmen. Am 25. Oktober fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Auf Vorschlag des 2. Vorsitzenden Gerd Diebels wählte die Versammlung Josef Vaaßen einstimmig zum neuen Präsidenten. Unter seiner Führung und Mitarbeit des Vorstandes wurde das Versicherungswesen neu geordnet, Satzungen aufgestellt, wie sie der Zentralverband vorschreibt und damit Voraussetzungen geschaffen, die Bruderschaft in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Träger des Martinsfestes war in diesem Jahr wieder die Bruderschaft. Am Christkönigsfest wurde die Generalkommunion gehalten, die hl. Messe wurde für die im letzten Jahr verstorbenen Schützenbrüder gelesen. Den Hubertustag feierten wir mit einer kleinen Tanzveranstaltung und gemütlichem Zusammensein im Saale.

1963 Für den Vorstand begann das neue Jahr gleich mit dem Abschluss der Verträge, Vergabe des Zeltes und der Bestellung von Schaustellern und Musikkapellen. Am 01. April beging der 2. Vorsitzende, Herr Hauptlehrer Adam Breuer sein 25jähriges Ortsjubiläum. An der Feier, die aus diesem Anlass in der Schule stattfand, nahmen wir mit einer Abordnung teil. Anfang April fand auch die erste Generalversammlung statt. Die Schützenbrüder wurden über die bisher getroffenen organisatorischen Vorarbeiten unterrichtet. Es wurde beschlossen, eine zweite Musikkapelle zu verpflichten und an die Zugführer ging der dringende Appell, für die Verstärkung der Züge zu sorgen. Den Jugendlichen unter 18. Jahren wurden wieder 5,- DM für Leihgebühr an Schützentracht vergütet. Weiter erging ein Aufruf an die Schützenbrüder, sich vollzählig an der Fronleichnamsprozession zu beteiligen, wie auch am Pokalschießen und am Tanzabend. Ein weiterer Beschluss, in Zukunft auf den Tanzabend am Fronleichnam zu verzichten, wurde angenommen. Hans Hansen und Josef Vaaßen erklärten sich bereit, bis zum Fest sich um die Gründung eines neuen, jungen Jägerzuges zu bemühen. Die Betreuung des Edelknabenzuges wurde nach Rücktritt von Johann Clemens in die Hände von Hermann Spinrath gelegt. Am 10. August fand die letzte Generalversammlung vor dem Fest statt. Die Mitglieder erhielten das von S.M. Peter II. gestiftete Freibier, welches zur guten Stimmung für das bevorstehende Fest wesentlich beitrug. Die Bemühungen von Hans Hansen und Josef Vaaßen waren von Erfolg gekrönt, ein neuer Jägerzug wurde gegründet: 6. Jägerzug. Am 31. August begann der Höhepunkt des Schützenjahres, das Schützenfest mit Fackelzug und Tanz im Festzelt. Das Festhochamt am Sonntagmorgen zelebrierte Präses Pfarrer Gottfried Schmitz für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Johann Clemens hatte für die Kranzniederlegung während der Totenehrung am Ehrenmal ein Blumengebinde aus 4.500 Dahlien gemacht mit der Inschrift „Frieden allen Völkern". Hauptlehrer Breuer hielt die Ansprache und würdigte die Inschrift, sie möge zur Versöhnung der Völker führen. Der Kirchenchor unter Leitung von Josef Klein jun. Verschönerte die Feier. Mit dem großen Zapfenstreich wurde die Gedenkstunde beendet. Das Schützenregiment trat anschließend zur Frühparade vor dem Oberst, Majestät und Ehrengästen an. Oberst Josef Vaaßen dankte den Schützen. Präsident Hansen eröffnete den Festkommers mit Begrüßung von S.M. Peter II., Präses Pfarrer Schmitz, den Majestäten aus Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, welche in Begleitung der Vereinsvorstände erschienen waren. Von der Amtsverwaltung waren anwesend Amtsdirektor Janzen, Beigeordneter Wierich, sowie stellvertretender Bürgermeister Kluth. Ehrenmitglied Josef Klefisch wurde für 70jährige Zugehörigkeit zur mit einem Geschenk geehrt. Für 40jährige Mitgliedschaft erhielten die Nadel des Zentralverbandes Josef Klein sen., Johannes Zaum und Christian Kronenberg. Als Sieger des Pokalschiessens wurden geehrt: das Tambourcorps


mit Pokal und der 7. und 3. Jägerzug, bester Einzelschütze war Peter Pesch. S.M. Peter II. würdigte danach die Verdienste des Präsidenten und die viele Arbeit, die er im Stillen leistet und überreichte ihm ein Sitzungsglöckchen. Zum Abschluss wurden das Edelknaben - Königspaar Heinrich Slowinski und Helene Esser unter großem Beifall der Anwesenden gekrönt. Der Sonntagnachmittag stand ganz im Zeichen des Festzuges, erstmals von 2 Musikkapellen begleitet, verstärkt durch Gastzüge aus Dormagen und Zons. Mit dem Königsball schloss der schöne Tag. Am Montag wurden zunächst in den Zügen die Zugkönige ermittelt, danach begann um 16 Uhr das Königsvogelschießen. Auch in diesem Jahr wurde um die Königswürde wieder schwer gerungen. Von den Bewerbern gelang es mit dem 204. Schuss Josef Redemann vom 1. Grenadierzug „Spätlese", den Rest des Vogels herunter zu holen und damit Schützenkönig für das Jahr 1963 / 64 zu werden.. Nach den Glückwünschen proklamierte ihn Präsident Hansen zum König Josef V. Der traditionelle abendliche Familienball beschloss den Festtag. Der Gottesdienst am Dienstag leitete den letzten Tag ein. Gemeinsamer Frühschoppen und Kinderbelustigung unter Mitwirkung der Lehrerschaft darf als einmalig bezeichnet werden. Während des Festzuges am Nachmittag wurden dem neuen Königspaar viele Ehrungen zuteil. Nach dem Eintreffen der Königspaare begann die Krönungszeremonie. Präsident Hansen dankte dem scheidenden Paar, danach legte er dem neuen Paar Königskette und Diadem an, wünschte ihnen ein glückliches Regierungsjahr und versprach treue Gefolgschaft der Schützenbrüder. Der neuen Majestät Josef V. und Katharina, sowie dem alten Paar galt ein dreifaches Hoch und der anschließende Ehrentanz. Später erfolgte die Gratulationscour der Offiziere und Vereinsvorsitzenden mit Überreichung von Geschenken. In später Nacht ging dann ein schönes Fest ohne jeden Misklang zu Ende. Heinz Brings von der Neusser Scheiben - Schützen - Gesellschaft errang am Sonntag nach unserem Schützenfest beim Bezirkskönigschiessen die Würde des Bezirkskönigs, auch unsere Majestät Josef hatte daran teilgenommen. Am Sonntag darnach fand in Kevelaer das Bundeskönigschiessen statt und Heinz Brings, Bezirkskönig des Bezirksverbandes Neuß, dem auch wir angehören, wird Bundeskönig. Am Empfang in Neuß und der anschließenden Feier nahmen wir auch teil. Am 20.Oktober fand die Generalversammlung statt. Aus den Berichten des Schriftführers und des Kassierers geht hervor, dass ein Schützenfest nicht nur in Harmonie, sondern auch mit einem erfreulichen Kassenbestand enden kann. Nach 15jähriger Amtszeit legte der 2. Vorsitzende Herr Hauptlehrer Breuer seinen Posten in jüngere Hände und trat zurück. Präsident Hansen dankte ihm für seine langjährige, auf-opfernde Tätigkeit, bat aber um weitere Mitarbeit als Beisitzer. Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Herr Lehrer Diebels gewählt. Der Schützenbruder Walter Müller übernahm die Betreuung des Edelknabenzuges. Zur Deckung der Unkosten des Edelknabenzuges wurde beschlossen, den Beitrag um 1,- DM auf 8,- DM zu erhöhen. Weiter wurde beschlossen, 2 Schützenbrüder an einem Lehrgang für Schießsport in Kreuzweingarten teilnehmen zu lassen. Die Generalkommunion und eine hl. Messe für die Verstorbenen fanden am Christkönigsfest statt. Am 04. November feierten wir den Hubertustag, welcher mit einem fröhlichen Tanzabend beschlossen wurde.

1962 In Köln fand eine Versammlung der Delegierten des Zentralverbandes statt. Der Präsident und die Kassierer nehmen an dieser Tagung teil. Die Bezirksversammlung des Verbandes Neuß besuchten wir ebenfalls. Unsere erste Vorstandssitzung und Generalversammlung fand im Mai statt. Präsident Hansen berichtete über die beiden Tagungen. Er wies besonders auf den Bezug der Zeitschrift „Der Schützenbruder" - das Organ des Zentralverbandes - hin. Auf Wunsch des Verbandes sollen mindestens 50 % der Schützen geworben werden. Ebenso wurde darauf hingewiesen, dass es unsere Pflicht sei, dem Zentralverband die Treue zu halten. Dies sind und bleiben wir den Gründern unseres Vereins schuldig. Wegen der außerordentlichen Ausgaben der letzten Jahre wird der Vereinsbeitrag um DM 1,00 auf DM 7,00 erhöht werden. Erfreulich hoch war die Teilnahme der Schützen an der Fronleichnamsprozession. Am Nachmittag diese Tages fand das Pokalschießen statt. Um die Würde des Tages zu wahren, wurde die Siegerehrung, verbunden mit Tanz, auf den darauf folgenden Sonntag verlegt. Die Vorbereitungen für das Schützenfest konnten abgeschlossen werden. Neue Beisitzer wurden Heinrich Päfgen, Michael Lüpschen und Heinrich Güsgen. Unser Herr Präses , Pfarrer Gottfried Schmitz feierte im Monat März sein 40jähriges Ortsjubiläum. Aus diesem Grunde überreichte ihm die Bruderschaft ein Geldgeschenk für die neuen Glocken.


Im August wurde die letzte Generalversammlung vor dem Schützenfest einberufen. S.M. Theo I. (Höhndorf) spendete das Königsbier. Für dieses und wohl auch für die nächsten Jahre wurde ein größeres Zelt gemietet. Das Schützenfest wurde vom 01. bis 04. September gefeiert. Trotz herrlichem Wetter fiel ein Schatten auf unser Fest: zu Beginn des Fackelzuges am Samstag verschied einer der Gründer unserer Bruderschaft und zweimaliger König - Herr Johann Kluth. Es war in seinem Sinne, dass das Fest in gewohnter Weise weiter gefeiert wurde. Mit dem gemeinsamen Kirchgang begann der Sonntag, das hl. Messopfer wurde für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft gefeiert. Bei der anschließenden Totenehrung am Denkmal, welches Johann Clemens wieder mit einer Blumentafel geschmückt hatte, hielt der 2. Vorsitzende, Herr Hauptlehrer Breuer, die Ansprache. Beim Festkommers begrüßte der Präsident S.M. Theo I. und als Gäste die Majestäten von Dormagen, Delhoven und Hackenbroich, sowie deren Begleitung und die Vertreter von Amt und Verwaltung. Dem Vorstand und den Schützenbrüdern dankte er für die geleistete Arbeit im Laufe des Jahres. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Johann Peiffer und Damian Esser, für 25jährige Treue Mich. Lüpschen, Johann Detmer, Fritz von der Warth, Herrmann Spinrath und Hans Fischenich. Oberstleutnant Josef Klein erhielt für das Tambourcorps einen neuen Tambourstab, nachdem er den alten 30 Jahre geschwungen hatte. Amtsbürgermeister Dr. Gerstner wünscht in seiner Ansprache der Horremer Bruderschaft ein Fest nach „alter Väter Sitte". Bei herrlichem Wetter führte Josef Vaaßen, erstmalig als Oberst das Regiment zum Festzug und zur Parade. Der Königsball am Abend beschloss den ersten Festtag. Im Zeichen der Kinderbelustigung und des geselligen Beisammenseins der Schützen stand der Montag bis zum Königsvogelschießen. Edelknabenkönig wurde Werner Goffarth. Nachdem S.M. Theo I. vom Regiment zum Schießstand geleitet wurde, begann dort, nach den Ehrenschüssen ein Wettbewerb um die Königswürde. Mit dem 56. Schuss entschied der Schießmeister Peter Pesch das Schießen für sich, indem er den Vogel von der Stange holte. Unter dem Jubel der Anwesenden wurde er vom Präsident Hansen zum neuen Schützenkönig beglückwünscht und im Festzelt zum König Peter II. proklamiert. Der abendliche Familienball mit der alten und neuen Majestät beschloss den zweiten Tag. Der Dienstag begann mit dem gemeinsamen Kirchgang, Frühschoppen und Festzug am Nachmittag vor der alten und neuen Majestät. Am Abend wurde dann das neue Königspaar über die festlich beleuchtete Knechtstedener Straße zum Festzelt geleitet. Präsident Hans Hansen leitete die Krönungszeremonie mit einer Dankansprache an das scheidende Königspaar ein. Indem er S.M. Theo I. und Königin Waltraud das Königssilber und Diadem annahm und dem neuen Königspaar anlegte, proklamierte er das Paar als Schützenkönigspaar 1962 / 63 zur Majestät Peter II. und Königin Kathi. S.M. Peter II. versprach in seiner Ansprache, der Bruderschaft ein guter König und Förderer zu sein. Bundesmeister Ludwig Krekeler gratulierte im Namen des Bezirksverbandes Neuß und wünschte ein erfolgreiches Schützenjahr. Die Glückwünsche der Verwaltung überbrachte Amtsbürgermeister Dr. Gerstner. Die Gratulationscour wurde mit dem Aufmarsch der Offiziere beendet! Mit dem Krönungsball fand wieder ein echtes Heimatfest seinen würdigen Abschluss. Am Sonntag nach Schützenfest wurden die neuen Glocken geweiht! Sie tragen die Namen „Zur hl. Familie", „St. Wendelinus", St. Anna", „St. Hubertus" und "St. Martinus". Die Patenschaft für die Glocke „St. Hubertus" übernahm Präsident Hansen. Im Oktober fand die erste Generalversammlung nach dem Fest statt. Die Vereinskasse hat sich nach dem Fest gut erholt, die gute Kassenführung wurde durch 3 Kassenprüfer bestätigt. Zum jeweiligen neuen Fest soll ein fester Kassenbestand vorhanden sein, zur Zeit 800,- DM, welcher aber von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden soll. Mit dem Ablauf des Festes waren alle sehr zufrieden. Der 2. Vorsitzende, der 2. Schriftführer und der 2. Kassierer wurden alle in ihrem Amte einstimmig wieder gewählt. Für seine langjährige Tätigkeit wurde Hubert Esser zum Ehrenschießmeister ernannt. Das Amt des 1. Schießmeisters übernimmt Peter Pesch und das des 2. Schießmeisters Albert Lensing. Zum Hubertustag wurde eine hl. Messe für die Verstorbenen mit Gemeinschaftskommunion gefeiert. Der Martinszug fand wieder unter Leitung von Hauptlehrer Breuer statt. Den glanzvollen Abschluss des Vereinsjahres bildete wie alljährlich das Fest des St. Martintages. Zu einem Höhepunkt des diesjährigen Festes kam es, als Schulleiter Hauptlehrer Breuer im Namen der Bruderschaft, besonders im Namen der Kinder, dem Schützenbruder Martin Kluth für seinen 25. Darstellung des „St. Martin" herzlich dankte

1961 Mit dem Besuch der Delegiertenversammlung begann die Vereinsarbeit für das neue Jahr. Am Fastnachtssonntag fand ein Tanzabend statt. Die erste Vorstandssitzung und Generalversammlung wurde im Monat Mai einberufen. Damit begann die Vorarbeit für das kommende Schützenfest. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession wird von Jahr zu Jahr zahlreicher. Fast geschlossen


nahmen die Schützenbrüder daran teil. Die Angehörigen des Königszuges trugen den Himmel. Das Pokalschießen wurde am Sonntag nach Fronleichnam durchgeführt. Erster und damit Pokalsieger wurde der 5. Jägerzug. Am Abend fand dann im Saale ein kleiner Tanzabend mit anschließender Siegerehrung statt. Am diesjährigen Bezirksschützenfest in Stürzelberg nahmen wir mit einer starken Abordnung teil. Ebenfalls besuchten wir auch in diesem Jahr am Sonntagmorgen das Schützenfest in Dormagen. Die letzte Generalversammlung vor unserem fest fand am 20. August 1961 statt. Diese Versammlung war wieder sehr gut besucht. S.M. Kaspar I. stellte für diesen Morgen, wie seine Vorgänger, das nötige Schützenbier zur Verfügung. Nach langem Bemühen war es endlich gelungen, Hauptmann Josef Vaaßen als neuen Oberst und Hermann Klein als neuen Adjutant zu gewinnen. Beide wurden von Präsident Hansen der Versammlung vorgestellt, die sie stürmisch begrüßte. Der bisherige Oberst Hubert Schümmer nahm Abschied, da er von Horrem wegzieht. Hans Vaaßen, der neue Führer des 1. Jägerzuges wurde zum Oberleutnant befördert. Durch den Schützenbruder Albert Lensing erhielt der Schießstand einen neuen Anstrich. Nach Fertigstellung und Einzug in die neue Siedlung an der Nievenheimer Str. konnte nun auch für die Festzüge ein neuer Marschweg beschlossen werden. Für die nächsten Feste wurde auch eine größere Platzbeschickung geplant. Das Schützenfest wurde vom 02. bis 05. September gefeiert. Mit Umzug des Tambourcorps und den üblichen Ständchen wurde das Fest eröffnet. Der neue Oberst Josef Vaaßen war wegen eines Sterbefalles verhindert, daher trat an seine Stelle kurzfristig Josef Klein sen., der mit seinem Sohn Hermann als Adjutant das Regiment führte. Nach dem feierlichen Hochamt nahm Präses Pfarrer Gottfried Schmitz die Weihe der neuen Standarte für den Edelknabenzug vor. Ein von Johann Clemens angefertigte Blumenarrangement mit der Inschrift „Gib uns Frieden" schmückte das Ehrenmal. An den Morgenveranstaltungen nahmen auch der Bundesmeister Krekeler, Geschäftsführer Peiffer und die Gäste aus Dormagen teil. Schießmeister Hubert Esser erhielt für besondere Verdienste in 30 Jahren den „Hohen Bruderschaftsorden" vom Bundesmeister überreicht. Präsident Hansen verlieh einen Orden an die Schützenbrüder Josef Rothausen und Albert Lensing, S.M. Kaspar I. einen Orden an Peter Müller, Josef Vaaßen, Hermann Klein und Hermann Spinrath. Unter Leitung von Hauptlehrer Breuer fand am Montag die Kinderbelustigung statt. Bis zum Königsvogelschießen war der Montag mit gemütlichem Beisammensein der Züge und Zugkönigschießen ausgefüllt! Beim Königsvogelschießen errang der Hauptmann Theo Höhndorf mit dem 177. Schuß die Schützenkönigswürde. Nach stürmischer Begrüßung proklamierte ihn Präsident Hansen als neuen Schützenkönig Theo I. Ein Fami-lienball beschloss auch diesen schönen Tag. Im Verlauf des Abends erhielten alle früheren Königinnen eine vom Zentralverband geschaffenen Königinnenkette als Erinnerungsgabe. Nach den bis jetzt sehr heißen Tagen folgte am Dienstagmorgen ein starker Regen, jedoch konnte der Festzug am Nachmittag wieder bei schönem Wetter ziehen. Am Abend wurde das neue Königspaar von der festlich geschmückten Residenz abgeholt und über die Nievenheimer Str. zum Festzelt geleitet. Die Anwohner hatten es sich wieder nicht nehmen lassen, die Straßen in bengalischer Festbeleuchtung erstrahlend, zu schmücken. Präsident Hansen begrüßte im Festzelt die Gäste, insbesondere Präses Pfarrer Gottfried Schmitz und die Vertreter der Amtsverwaltung. Dann leitete er zur Krönung über. Dem scheidenden Königspaar sagte er Dank für das verflossene, schöne Regierungsjahr. Dann nahm er dem scheidenden Paar das Königssilber und Krönchen ab und legte es dem neuen Königspaar S.M. Theo I. und Königin Waltraut an. Auf beide paare ließ der Präsident dann ein dreifaches „hoch" ausrufen. Die Offiziere, Zug- und Vereinsvorsitzenden brachten dann dem neuen Königspaar ihre Ovationen dar. Nach einem sehr schönen Krönungsball ging wieder ein wahres Volksfest zu Ende. An der Feier des Hubertustages, welche mit dem hl. Messopfer für die verstorbenen Schützen an der Generalkommunion teil. Am Abend beschloss dann ein festlicher Ball das zu Ende gehende Schützenjahr.

1960 40 Jahre St. Hubertus - Schützenbruderschaft Dormagen - Horrem Die Delegiertenversammlung in Neuß beschloß, im September das Verbandsfest des Bezirksverbandes Neuß in Horrem zu feiern. Auf der im März statt gefundenen Generalversammlung gab Präsident Hansen einen Überblick über die Ausrichtung des Festes bekannt. Es soll vor allem im Hinblick auf das 40jährige Bestehen der Bruderschaft und die Erringung der Bezirkskönigswürde durch Willi Peiffer gefeiert werden. Die Fertigstellung des Königsbuches, dessen künstlerische Gestaltung Herr Steinfeldt aus Neuß übernommen hatte, soll ebenfalls bis zum Jubelfest durchgeführt sein. Die Mitglieder wurden gebeten, alte Aufnahmen und sonstige Unterlagen der Vereinsgeschichte zur Verwendung für die Chronik zur Verfügung zu stellen. Die nun folgende Pause im Vereinsleben


nutzten die Vorstandsmitglieder für die Ausrichtung des Bezirksfestes und um die Unterlagen für die Vereinschronik zu beschaffen. An der Fronleichnamsprozession nahm die Bruderschaft vollständig teil. Wie alljährlich besuchte S.M. Willi III. mit Begleitung das Schützenfest in Dormagen. Im August fand die letzte Generalversammlung vor dem Fest mit dem traditionellen Freibier von S.M. statt. Die Tagesordnung bestand aus einem Punkt: das bevorstehende Schützen- und Heimatfest mit 40jährigem Bestehen und die Ausrichtung des Bezirksfestes des Bezirksverbandes Neuß. Präsident Hans Hansen gab die vom Vorstand getroffenen Vorbereitungen bekannt. Als Schirmherr wurde beim Besuch des Schützen-festes in Büderich Herr Dir. Dr. Franz Schütz gewonnen. Das Protektorat übernahm Herr Amtsdirektor Bock. Zum Fest wird der Generalpräses Herr Pfarrer Lambertz die Hl. Messe zelebrieren. Die in Horrem wohnenden früheren aktiven Mitglieder, so wie die nach auswärts verzogenen wurden schriftlich eingeladen, ebenso die Königinnen der verstorbenen Schützenkönige. An alle Bruderschaften des Bezirksverbandes sind Einladungen von Seiten des Bezirksvorstandes und unserer Bruderschaft er-gangen. Außerdem wurden die Vereine unserer Nachbarorte eingeladen. Präsident Hansen konnte nun den Ehrenbundermeister Dr. Schütz, Bundesmeister Ludwig Krekeler und den Geschäftsführer Peiffer begrüßen. Der Schirmherr dankte in humorvollen Worten für die Ehre, die ihm zuteil wurde, bedauerte aber, am Fest selbst nicht teilnehmen zu können. Es bedeute für ihn einen echte Freude, unter Sebastianern weilen zu können. Sein Schulkollege, unser 2. Vorsitzender Hauptlehrer Breuer, heftete ihm das erste Festabzeichen an, dies wurde von ihm mit einem Geldgeschenk bedacht. Das unter der Schirmherrschaft von Dir. Dr. Fr. Schütz und unter dem Protektorat von Amtsdirektor Bock stehende Schützenfest, welches als 40jähriges Jubelfest und als Bezirksfest gefeiert werden sollte, wurde am 03. September um 12.00 Uhr durch Böllerschüsse eröffnet. Das Tambourcorps zog durch die Straßen und brachte die üblichen Ständchen - Präsident , Oberst und S.M. Die Gefallenenehrung fand diesmal am Samstagabend am Denkmal statt. Schützenbruder Johann Clemens hatte wieder ein herrliches Blumengebinde angefertigt. Der 2. Vorsitzende Hauptlehrer Breuer hielt eine Ansprache, worin er betonte, daß uns das Denkmal zum gebet für den Frieden der Welt mahne. Der Kirchenchor „Cäcilia", das Tambourcorps und die Musikkapelle Schmitz gaben der Feier den musikalischen Rahmen. Im Anschluss an den Fackelzug verbrachte man noch einige Stunden im Festzelt. Der Sonntag wurde durch einen Festgottesdienst eingeleitet, in dem Generalpräses Pfarrer Lambertz unter Assistenz von Präses Pfarrer Schmitz und Pater Römer ein feierliches Levitenamt zelebrierte. In seiner Predigt sprach P. Lambertz über den tieferen Sinn des Bruderschaftswahlspruchs „Glaube, Sitte und Heimat". Dies bedeute, die Heimat im Herzen zu verankern, klare Sicht in der Moral zu halten und um die Festigkeit des Glaubens zu sorgen. Nach dem Gottesdienst fand die Frühparade vor den Ehrengästen und S.M. statt. Nach dem Einmarsch ins Festzelt begrüßte Präsident Hansen die Ehrengäste und früheren, alten aktiven Horremer Mitglieder. Präsident Hansen gab dann einen Überblick über die 40jährige Vereinsgeschichte. Für 60jährige Bruderschaftszugehörigkeit erhielten den Hohen Bruderschaftsorden des Zentralverbandes Johann Kluth und Josef Klefisch. Mit dem 40jährigen Mitgliedsorden wurde die Mitglieder Peter Güsgen sen., Heinrich Güsgen, Matthias Hansen, Johann Dung, Heinrich Hilgers, Wilhelm Vorstheim, Heinrich Päfgen und Michael Lüpschen ausgezeichnet. Die anwesenden passiven Mitglieder erhielten die 40jährige Nadel. Darauf folgte die Verleihung der Verdienstorden an Kaspar Kiepels, Josef Vaaßen, Johann Päfgen, Josef Klein, Heinrich Güsgen und Adam Breuer und 25jährigen Nadeln an Wienand Breitmar, Josef Vaaßen, Willi Strauch, Martin Kluth und Wienand Riphahn. Den verwitweten ehemaligen Königinnen überreichte der Präsident einen Blumenstrauß. Aus der Hand des Generalpräses erhielt die Königin der Jahre 1939 - 1946, Angela Päfgen, die Königinnenkette des Zentralverbandes. Pfarrer G. Schmitz, Präses der Bruderschaft, erhielt zur Finanzierung der neuen Glocken von allen Kommersteilnehmern ein Geldgeschenk. Die Vorsitzenden der Vereine Rasensport Horrem, Tambourcorps Horrem und der Feuerwehr überbrachten Geschenke, Geldgeschenke für Edelknabenfahne, Fahnenschleife und eine Königskette für das Edelknabencorps. Präsident Hansen dankte für alle überbrachten Glückwünsche und Geschenke. Der Kommers wurde verschönert durch Gesangsvorträge des MGV „Concordia". Die vom Graphiker G. Steinfeld gestaltete Chronik wurde übergeben. Um 14.00 Uhr trafen die eingeladenen Bruderschaften des Bezirksverbandes Neuß ein. Hinzu kamen noch die Abordnungen der Nachbarbruderschaften von Straberg, Delhoven, Hackenbroich und Dormagen. Unter dem Kommando von Oberst H. Schümmer traten etwa 500 Schützen zum Festzug an. Dem erkrankten Schießmeister H. Esser überreichte Generalpräses Pf. Lambertz während des Festzuges in seiner Wohnung den Verdienstorden und die 40jährige Nadel des Zentralverbandes. Mehrere 100 Zuschauer erwarteten die Parade vor den Ehrengästen, dem Bezirkskönig und 14 Schützenkönigen. Nach dem Einmarsch ins Zelt führte Generalpräses Lambertz den neu ernannten Bezirkspräses, Pfarrer Jüttner, Büderich in sein Amt ein. Bundesmeister Krekeler hieß ihn als geistigen Vater des Neußer Schützenbezirks herzlich willkommen. Amtsbürgermeister Dr. Gerstner versprach, Überlegungen anzustellen, um für Horrem einen Schützenplatz zu schaffen.


Unter Leitung des Bezirksschießmeisters Püll, Büderich wurde das Pokalschießen durchgeführt. Die Bruderschaft Rosellerheide - Neuenbaum errang den Sieg. Nun nahm auch, weit später als vorgesehen, Generalpräses Lambertz Abschied von den Schützen, um noch anderen Verpflichtungen nachzukommen. Das Festzelt füllte sich bald wieder, um nun mit S.M. Willi III. und Königin Mechtilde nebst Hofstatt den Abendball, der bis 02.30 Uhr dauerte, bei bester Stimmung und Gemütlichkeit zu feiern. Nach zwei anstrengenden Tagen gönnten sich die Schützen am Montag etwas Ruhe. Unter Leitung der Lehrerschaft wurde die Kinderbelustigung im Festzelt durchgeführt. Erstmalig vermißte man den Veteran Johann Kluth, dem dieser Morgen immer eine Herzensangelegenheit war. Mit Spannung erwartete man das Königsvogel schießen. Unter Leitung des „Spieß" Hermann Spinrath und stellvertretenden Schießmeisters Peter Pesch wurde das Schießen durchgeführt. Nach spannendem Kampf gelang es dem Schriftführer der Bruderschaft und Mitglied des Grenadierzuges „Immertreu" mit dem 160. Schuß, den Rest des Vogels von der Stange zu holen: Kaspar Kiepels. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde er vom Schießstand getragen und musste anschl. mit seiner Gemahlin zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen. Im Festzelt proklamierte ihn Präsident Hansen als neuen König Kaspar I. Ein Familienball am Abend im Festzelt beschloss auch diesen schönen Festtag. Der Dienstagmorgen begann mit einem gut besuchten Festgottesdienst. Der Frühschoppen mußte wegen Regen zum Knechtstedener Hof verlegt werden. Mittags wurde das Wetter jedoch noch sehr schön. Ein gut gelungener Festzug zog um 15.00 Uhr durch den Ort. In einer kleinen Kutsche zog auch das Edelknaben - Königspaar, welches nach dem Festzug von ihrem Betreuer Johann Clemens gekrönt wurde. Für alle kam nun der Höhepunkt des 40jährigen Jubelfestes. Um 20.00 Uhr trat das Regiment unter Oberst H. Schümmer im Festzelt an. Von der festlich geschmückten Residenz wurde das neue Königspaar über die reich illuminierte Nievenheimer Str. und Knechtstedener Str. zum Festzelt geleitet. Präsident Hansen nahm die Krönung des Königspaares vor. Dem scheidenden Königspaar Willi III. widmete er herzliche Worte des Abschieds und des Dankes für die geleistete Arbeit. Es falle ihm schwer, sich von seiner Königswürde zu trennen, nur das Bewusstsein, einen würdigen Nachfolger zu haben, mache es ihm leichter, erklärte Präsident Hansen. Nachdem er dem neuen König das Königssilber und der Königin die Krone überreicht hatte, proklamierte er sie freudig als König Kaspar I. und Königin Elsbeth. Dann begrüßte er die neue Majestät als echten Horremer Jungen mit 30jähriger Mitgliedschaft. Kaspar I. versprach auch weiterhin alles in seiner Kraft stehende zum Wohle der Bruderschaft zu tun. Die Glückwünsche der Amtsvertretung und -verwaltung brachten Bürgermeister Dr. Gerstner und Amtsdirektor Bock dar. Die Offiziere der Züge machten ihre Ovationen. An dieses schöne Fest werden sich alle gern und noch lange erinnern, es wurde auch auf einem Filmstreifen festgehalten. Die erste Generalversammlung nach dem Fest fand am 30. Oktober statt. Präsident Hansen hieß alle herzlich willkommen und entbot S.M. einen besonderen Gruß. Die Versammlung gedachte der Toten und besonders des verstorbenen Heinrich Bayer. Die Vertretung für den Schriftführer übernahm Eugen Neumann. Der Präsident dankte allen Schützen für die an den Festtagen bewiesene Disziplin und gute Mitarbeit. Trotz erhöhter Ausgaben konnte ein beachtlicher Kassenbestand gemeldet werden. Am Patronatsfest wird die hl. Messe mit Generalkommunion für die verstorbenen Mitglieder gefeiert. Der Martinszug wurde unter Leitung von Hauptlehrer Breuer durchgeführt. Am Bezirkskönigschießen beteiligten wir uns wie alljährlich. An einem in Neuß statt gefundenen Bruderschaftstag mit Generalpräses Lambertz, Bezirkspräses Jüttner und Ehrenbundsmeister Dr. Schütz nahmen wir mit einer großen Abordnung teil.

1959 Mit Beginn des neuen Jahres konnten wir nach Fertigstellung der neuen Kirche den Auftrag für die Errichtung des Denkmals vergeben. Die Einweihung wurde auf den Schützenfestsonntag festgelegt. Am 01. Mai nahm die Bruderschaft am 40jährigen Jubiläum des Sportvereins teil, diesem wurde ein Vereinswappen für alle Trikots als Geschenk überreicht. Das Bezirksfest des Verbandes Neuß in Rosellerheide - Neuenbaum wurde mit einer großen Abordnung besucht. An der Fronleichnamsprozession nahmen wir geschlossen teil, der „Himmel" wurde vom 7. Jägerzug getragen. Am Nachmittag fand das 3. Pokalschießen statt, bei welchem der 5 Jägerzug als Sieger hervorging. Als bester Schütze errang die Schießschnur Johann Zaum jun. Auf der Generalversammlung wurde Hermann Spinnrath zum „Spieß" ernannt. Erfreulicher einigte man sich darüber, für den Festzug wieder eine Kutsche zu bestellen. Zur Verschönerung des Festes wurde das Dormagener Musikcorps und das Tambourcorps Zons zu verpflichten beschlossen. Somit waren die Voraussetzungen geschaffen, das Fest vom 05. bis 08. September zu feiern. Am


Samstagabend bewährte sich wieder die schöne bengalische Beleuchtung auf der sogenannten „Königsallee". Der Sonntagvormittag nach dem Festhochamt stand im Zeichen der Denkmalsweihe. Vor den Angehörigen der gefallenen Horremer gedachte unser 2. Vorsitzender Hauptlehrer Adam Breuer der Gefal-lenen beider Weltkriege. Er dankte allen Spendern und denjenigen, die sich für die Errichtung des Ehrenmals einsetzten. Die kirchliche Weihe nahm unser Präses Pfarrer Gottfried Schmitz vor. In seiner Ansprache erläuterte er Bedeutung und künstlerische Aussage des Denkmals. Im Auftrage der Kriegsgräbervorsorge und der Verwaltung sprach Herr Amtsdirektor Bock. Der Kirchenchor Horrem und der MGV „Concordia" Dormagen boten die gesanglichen Darbietungen. Damit hat Horrem seinen seit langem gehegten Wunsch erfüllt und den Gefallenen beider Weltkriege endlich ein schönes Denk-mal gesetzt. Im Anschluss an diese Feier fand der Vorbeimarsch vor den Ehrengästen und anschlies-send ein Festkommers im Zelt statt. Bundesmeister Krekeler, die Dormagener Majestät und Herren des Vorstandes waren zugegen. Für den 10jährigen Bestand ihrer Züge erhielten ihre Führer Gerd König, Josef Klein, Josef Vaaßen und Adam Odendahl einen Orden. Josef Vaaßen wurde außerdem für ständige Bereitschaft als Führer der Fahnenkompanie zum Major befördert. Bundesmeister Ludwig Krekeler zeichnete Oberst Hubert Schümmer für seine 5jährige Tätigkeit als Oberst mit dem silbernen Verdienstorden der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften aus. Große Freude herrschte, als am Nachmittag der Bundesschützenkönig Siegfried Werner aus Neuenhausen in Horrem erschien. Es darf erwähnt werden, daß der Bundeskönig und der Bundesmeister von der Art des Horremer Festes so begeistert waren, dass beide bis in die Nachtstunden in Horrem verblieben. Bei der Kinderbelustigung am Montagmorgen, welche in Händen der Lehrerschaft lag, war auch unser Alterveteran Johann Kluth in seinem Element. Überall wurden die Zugkönige ermittelt, wobei es nicht ganz trocken zuging. Im Gegensatz zum Vorjahr fand wieder ein begeistertes Königsvogelschießen statt: Glücklicher neuer König wurde der Tambourmajor Wilhelm Peiffer - Wilhelm III. (Wilhelm Peiffer, geb. 29.03.1921 in Nievenheim, Elektroschweißer, seit September 1935 in der Bruderschaft, stellv. Tambourmajor im Tambourcorps „Germania", verheiratet mit Mechtilde, geb. Mahlberg) Mit ihm hat Horrem wieder einen jungen, aktiven König. Beim Krönungsabend am Dienstag wurde sein Vorgänger Josef III. nochmals geehrt und viele Worte des Dankes für seine Regierungszeit an ihn gerichtet. Durch seine Mitwirkung erhielt die Bruderschaft einen neuen Zug. Schützenkönig Willhelm III. feiert im kommenden Jahr seine 25jährige Mitgliedschaft in der Bruderschaft. Man darf feststellen, dass dieses Schützenfest mit einem zu erwartenden Aufschwung in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Schon 14 Tage nach unserem Schützenfest errang unser König als erster Horremer die Würde eines Bezirkskönigs. Dies berechtigte ihn zur Teilnahme am Schießen um den Bundesschützenkönig in Euskirchen. Die Bruderschaft begleitet ihn mit einer großen Abordnung. An den dort statt gefundenen Veranstaltungen und am Festzug nahmen wir teil. Im November fand die erste Generalversammlung statt. Der Kassierer konnte trotz der etwas höheren Kosten noch einen Überschuss von 800 DM verkünden. Hierfür wurde ihm und dem 2. Kassierer für die gute Unterstützung herzlich gedankt. Unser Bundesmeister verlieh Josef Päfgen als Exajestät und Kassierer den Hohen Bruderschaftsorden und Johann Clemens den Silbernen Verdienstorden für seine uneigennützige Arbeit als Blumenbinder für die Ausschmückung des Ehrenmals. Die Betreuung des großen Edelknabenzuges übernahm in dankenswerter Weise Johann Clemens. Im Hinblick auf das 40jährige Bestehen unserer Bruderschaft und auf die Tatsache, daß wir den Bezirkskönig stellen, das Bezirksfest des Bezirksverbandes Neuß in Horrem zu feiern. Bundesmeister Ludwig Krekeler sagte hierfür seine Unterstützung zu. Auf den Vorschlag von Präsident Hansen wurde Bundesmeister Ludwig Krekeler zum Ehrenmitglied ernannt. Dem Vorschlag wurde von den versammelten freudig zugestimmt. Der Bundesmeister nahm diese Ernennung dankend an. Nach dem jetzigen Stand der Bruderschaft ist zu erhoffen, daß das Jahr 1960 zu einem Höhepunkt in der Geschichte unserer St. Hubertus - Schützenbruderschaft werden wird. Unseren Toten zum Gedächtnis Glaube – Sitte – Heimat Schütz Heinrich † 03.07.1940 Brüggen Johann † 21.07.1943 Strauch Josef † 30.12.1944

Reuber Josef † 31.01.1942

Buchartz Johann †15.12.1943 Vaaßen Josef † 10.02.1945

Zaum Anton † 14.05.1942 Fassbender Peter † 09.08.1944 Heyer Jakob † 15.09.1945


Schmitz Heinrich † 10.12.1945 Straub Peter † 27.03.1950

Pesch Otto † 17.12.1946 Paefgen Anton † 22.07.1950

Breuer Gottfried † 04.10.1950

Benz Theodor - Heinrich † 05.09.1950

Schnee Gerhard † 08.12.1950

Fleckenstein W. - Hubert † 17.02.1952 Hansen Johann † 08.06.1955

Schumacher Hubert † 07.01.1949

Borchert Eduard † 29.08.1951

Ripphahn H. - Josef † 24.02.1953

Etien Matthias † 24.11.1955

Schmitz Johann - Peter † 12.11.1957 Paefgen Andreas † 19.02.1960

Brand Christian † 18.11.1953

Zaum Johann - Adam † 05.05.1956

Langel Jakob † 05.02.1958

Planker Peter † 13.03.1958

Schumacher Johann † 02.06.1960

1958 Anfang des neuen Jahres begann der Denkmalausschuß mit der Planung des Kriegerehrenmals. Die Mehrheit entschied sich für die Aufstellung an der kleinen Wand der neuen Kirche. In einer Reihe von Besprechungen mit Kirchenvorstand und Diözesandombaumeister einigte man sich auf den Entwurf von Dunkel und Zens. Von den vorgenannten Stellen hätte die Bruderschaft gerne die Annahme eines anderen Entwurfes gesehen. Da der Kirchenneubau erst Ende des Jahres fertig wurde, musste die Errichtung des Denkmals bis1959 verlegt werden. Auf der Generalversammlung im Mai wurden 500 DM von der Bruderschaft für die neue Kirche gestiftet. Die Gesamtkosten für das neue Denkmal wurden mit 6.000 DM veranschlagt. Nachdem sich die Gemeindeverwaltung mit 2.000 DM beteiligte, übernahm die Bruderschaft, nach Durchführung einer Sammlung im Ort, welche etwa 2.200 DM erbrachte, die Restfinanzierung von 1.800 DM. An der Fronleichnamsprozession nahm die Bruderschaft wieder geschlossen teil. Für den Nachmittag war das Pokalschießen angesetzt. Von 108 möglichen Ringen gewann den Pokal die Feuerwehr mit 96 Ringen. Auf der letzten Generalversammlung wurde Peter Pesch als Jägermajor und Walter Hilden als Adjutant bestätigt. Den Mitgliedern wurde das Festprogramm bekannt gegeben. Als die Königin erschien, um für die Diasporakirche in Michelstadt zu sammeln, wurde sie mit großer Freude begrüßt, nach dem Sammelergebnis konnten wir 50 DM überweisen. Das Schützenfest wurde vom 30.08. bis 02.09. gefeiert. Bei herrlichem Herbstwetter begann der Samstagabend mit dem üblichen Fackelzug, das Festzelt war bereits dicht besetzt. Der Vorstand konnte sich am Sonntagmorgen darüber freuen, dass die Schützen dem Aufruf zum pünktlichen und zahlreichen Besuch der Hl. Messe gefolgt waren. Im Festzelt wurden für 25jährige Mitgliedschaft geehrt: Wilhelm Schümmer, Arthur Überacker, Peter Pesch und Johann Schumacher. SM Johann IX. überreichte Peter Schnocks und Arthur Überacker einen Orden als Dank für das Feuerwerk, und seinen Zugkameraden Johann Päfgen, Adam Odendahl und Leo Keller für die Ausschmückung. der MGV „Concordia" Dormagen umrahmte den Festkommers mit einigen Liedern, beim Hochamt wurde die „Deutsche Messe" von Schubert gesungen. Mit einem schönen, aber auch ausnahmsweise kleinen Festzug und mit Tanz und Unterhaltung verlief der Tag in schönster Harmonie; dem Höhepunkt des Montags stand nichts mehr im Wege. Es sollte aber anders kommen; nachdem sich in den vergangenen Jahren so viele um die Königswürde bemüht hatten, mußte diesmal das Schießen Nach den Ehrenschüssen eingestellt werden, weil einfach keiner mehr so recht den Mut hatte, auf den Vogel zu schießen. Doch Ende gut, alles gut! Unser Kassierer Josef Päfgen besprach sich kurz mit dem Familienrat und auch unser Jägermajor Peter Pesch sagte sich inzwischen auch, daß es so nicht weitergehen kann. Dann schossen beide, was die Büchsen hergaben. Unter großem Jubel tat endlich Josef Päfgen den entscheidenden Schuß und holte den Vogel von der Stange. Trotz seines


Schwergewichtes ließen es sich die Schützen nicht nehmen, ihn kurz auf die Schulter zu nehmen. Die Situation war gerettet, der neue König hieß Josef Päfgen - Josef III. (Josef Päfgen, geb. 15.10.1901 in Horrem, Bundesbahn - Obersekretär, seit 1920 in der Bruderschaft, Grenadier, ab 1935 im Vorstand Schriftführer, bzw. Kassierer; verheiratet mit Margarete, geb. Güsgen) Mit ihm wurde wieder ein alter Horremer zum König gekrönt. So wie er sich jahrelang dem Verein als Vorstandsmitglied aufopferte, so wurde er auch hier wieder zum Retter. Beim abschließenden Krönungsball am Dienstag dankten die Redner und die Schützen König Josef III. besonders herzlich und auch Johann IX. war mit seinem Nachfolger mehr als zufrieden. 1.000 DM Überschuß konnte nach dem Fest bekannt gegeben werden. Auf der Versammlung schlug Josef III. vor, dem nächsten König 600 DM zu geben. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Im Laufe des Jahres wurde am Bezirksfest und am Dormagener Schützenfest teilgenommen. Im November fand die feierliche Einweihung der neuen Kirche statt.

1957 Majestät Johann VIII. hielt, was er versprochen hatte: „Ich mache alles mit!" Sehr aktiv schaltete er sich in das Vereinsleben ein. Von ihm wurde eine Kassenbude zum Preis von 100,- DM besorgt. Für die Anschaffung eines Königsbuches, bzw. einer Chronik legte er den finanziellen Grundstein. Um die Errichtung eines Kriegerehrenmals, welches in Verbindung mit dem Neubau der Kirche geplant wurde, bemühte er sich, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, in hervorragender Weise. Den Teilnehmern am Bundeskönigschießen in Mönchengladbach wird dieses Ereignis stets in freudiger Erinnerung bleiben. Am Fronleichnamstag fand nach der Prozession am Nachmittag dann das Pokalschießen statt. Um einen von der Bruderschaft gestifteten Pokal wurde hart gerungen, bis ihn der 3. Jägerzug gewann. Ein gestiftetes Füllhorn gewann der 1. Jägerzug. Der Sieger der höchsten Ringzahl, Theo Lüpschen, erhielt eine von Josef Klefisch gestiftete Schießschnur. Wieder wurde das Dormagener Schützenfest mit einer Abordnung, die Majestät an der Spitze, besucht. Im Laufe des Jahres wurde die Vorbereitungen für das neue Schützenfest durchgeführt. Das Fest begann mit einem Fackelzug, in welchem wieder 2 Großfackeln mit geführt wurden. Nach dem Ständchen und Ehrungen für den Herrn Präses, den Präsidenten und die Majestät war die letzte Generalversammlung mit anschließendem Tanz im Festzelt. Geschlossen trat das Schützenregiment am Sonntagmorgen im Zelt zum Kirchgang an. Hier hatte sich auch der Bundesmeister und die Gäste aus Dormagen mit der Majestät eingefunden. Nach dem Festhochamt und der Gefallenenehrung war die Frühparade. Beim Festkommers wurden die noch lebenden Ex - Majestäten geehrt durch die Überreichung des Königsordens der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Diesen erhielten Johann Kluth, Johann Riphahn, Matthias Hansen, Willi Einig, Georg Heichl, Leo Keller und Johann Päfgen. Weiter erhielten die Silbernadel für 25jährige Mitgliedschaft Johann Riphahn, Leo Keller, Peter Päfgen, Peter Müller und Kaspar Kiepels und die Plakette für 30jährige Tätigkeit als Schießmeister Hubert Esser. Befördert wurden Tambourmajor Josef Klein zum Oberstleutnant, zum Hauptmann Johann Päfgen, Adam Odendahl, Josef Klein jun., zum Oberleutnant Hans Sistig, Peter Schnocks, Johann Cremer, Herbert Päfgen, Heinz Jüsten und Hans Kaletta, zum Stabsfeldwebel Hans Vaaßen. Die musikalische Umrahmung der Totenehrung und des Festkommers durch den MGV „Concordia" Dormagen fand allgemein großen Anklang. Der Festzug mit Parade und anschließendem Tanz im Festzelt beendeten den Sonntag. Nach der von der Lehrerschaft am Montagmorgen durchgeführten Kinderbelustigung fand dann am Nachmittag das Königschießen statt. Der neue König wurde nach noch nie so spannendem Kampf ermittelt. Wieder war es ein Mitglied vom Grenadierzug "Immertreu": Johann Clemens - Johann IX. (Johann Clemens: geb. 28.03.1908 in Broich, Angestellter, in der Bruderschaft seit 1947 als Grenadier, verheiratet mit Margarete, geb.) Nachdem er schon in Broich und Straberg Schützenkönig war, wurde er jetzt in Horrem zum 3. Mal zum König proklamiert.. Er brachte also reichliche Erfahrung mit und verstärkte außerdem die hiesige „Johannes – Dynastie". Wie vorher beschlossen, wurde kein Hochfeuerwerk mehr abgebrannt, dafür aber prangte die Zonser Str. in bengalischer Beleuchtung, als sich der Zug zum Krönungsball bewegte. Da auf dieser Straße nicht weniger als 4 Zugkönige wohnten, war diese eine


ausgesprochene Königsallee. In guter Stimmung wurde auch der letzte Tag des Festes harmonisch beschlossen. Ein Reingewinn von 1.500,- DM konnte nach dem Fest bekannt gegeben werden. Der amtierende Vorstand wurde geschlossen wiedergewählt, nur Schriftführer Wienand Riphahn stellte wegen Umzugs nach Neuß sein Amt zur Verfügung. Für seine Tätigkeit, besonders beim Aufbau des Vereins nach dem Kriege, wurde ihm herzlich gedankt. Zum neuen Schriftführer wurde Kaspar Kiepels gewählt. In der Versammlung sprach Bundesmeister Krekeler u. a. über das Thema „Schützenkönig", nach bestehenden Richtlinien könnte jeder christlich denkende Mann König werden. Dem Präsidenten verlieh er den „Hohen Bruderschaftsorden" und nannte die Horremer „echte Republikaner". Hans Hansen dankte ihm und versprach, in diesem Sinne weiter zu wirken und den Orden für Alle zu tragen.

1956 Im Saale Schunk fand wieder eine Fastnachtsveranstaltung statt. Die Bruderschaft nahm mit einer großen Delegation am Bezirksfest in Hülchrath, sowie am Bundesschießen in Neuß teil. Mit viel Arbeit wurde erreicht, dass der Schießstand wieder an seiner alten Stelle im Garten Schunk aufgestellt werden konnte. Für die Königin wurde ein neues Diadem angeschafft. Neuer Grenadiermajor wurde Leo Keller und Adjutant Johann Päfgen. Die Majestät nahm mit einer Abordnung am Dormagener Schützenfest teil. Nach gründlichen Vorarbeiten sollte das Fest vom 01. bis 04. September gefeiert werden. Durch schönes Wetter begünstigt, fand dann, nach wochenlangem Regen, das Fest statt. In Ermangelung von Kutschen mußten Personenautos im Festzug eingesetzt werden. Hochamt, Totenehrung und Festkommers füllten den Sonntagmorgen aus, alle Jubilare erhielten die silberne Anstecknadel. Auf dem neuen Schießstand schoß Johann Detmer - Johann VIII. vom Grenadierzug „Immertreu" den Vogel ab und wurde damit neuer König. (Johann Detmer: geb. 17.05.1906 in Köln - Worringen, Metzgermeister, seit 1937 in der Bruderschaft als Jäger und Grenadier, verheiratet mit Margarete, geb. Surty) Mit dem Krönungsball am Dienstag fand ein schönes und erfolgreiches Fest sein Enden. Auf Kosten des Metzgermeisters wurden in der Nacht noch einige Meter Bratwurst verzehrt. Mit einem vielversprechenden Kassenbestand war man auch in dieser Hinsicht zufrieden.

1955 Im Laufe des Jahres wurde auf Vorstandssitzungen und Generalversammlungen, die der junge Präsident zur vollsten Zufriedenheit aller leitete, u. a. auch das Pokalschießen eingeführt. Der alte Pokal vom Sportverein wurde von der Bruderschaft übernommen und ging noch in diesem Jahr an einen Jägerzug über. Um die Gestaltung des Kirmesplatzes weiter zu heben, wurde beschlossen, neue und mehr Schausteller zu bestellen. Die Anlegung einer Mitgliedskartei wurde durchgeführt. Der Beitrag wurde für Mitglieder über 18 Jahre auf 6,- DM festgesetzt, Mitglieder über 65 Jahre sind beitragsfrei. Im Monat Juni verstarb unser „Spieß" Peter Burbach und einige Tage später - am 08.06. unser Ehrenpräsident Johann Hansen. Beide Beerdigungen fanden unter schwierigen Verhältnissen statt: die Nievenheimer Straße wurde gerade neu verlegt und war unpassierbar. An beiden Beerdigungen nahm die Bruderschaft mit der Fahne teil. Neuer Spieß wurde Toni Scholl. Das Schützenfest wurde vom 03. bis 06. September gefeiert, Schießmeister Hubert Esser leitete es mit Böllerschüssen ein. Nach einem schönen Fackelzug am Samstagabend nahm das Schützenregiment am Sonntagmorgen bei herrlichem Sonnenschein am Hochamt für die Lebenden und Verstorbenen, sowie für die Gefallenen teil. Auch der Männergesangverein „Concordia" Dormagen wirkte mit, er sang die „Deutsche Messe" von Schubert.


Auf dem Friedhof fand anschließend die Totenehrung durch den 2. Vorsitzenden Adam Breuer statt. Eine von Johann Clemens angefertigte Blumentafel wurde zu Ehren der Toten aufgestellt. Als Gäste am Morgen waren anwesend: Bundesmeister Ludwig Krekeler, der Vorstand und die Majestät des Bürgerschützenvereins Dormagen. Im Zelt wurden nach der Frühparade die Silberjubilare Peter Strauch und Johann Päffgen geehrt, sie erhielten die Silbernadel aus der Hand des Präsidenten. Der Führer des 1. Jägerzuges Josef Vaaßen wurde zum Hauptmann befördert. Die Schützenbrüder Adam Breuer und Josef Päfgen erhielten eine Auszeichnung. Beim Königsvogelschießen am Montag errang der Angehörige des Tambourcorps Josef Marto - Josef II. die Königswürde. Auch er wurde nach genau 20 Jahren Nachfolger seines verstorbenen Vaters Wilhelm Marto. Die Krönung nahm erstmalig der neue Präsident vor. Die Offiziere erwiesen dem Königspaar die üblichen Ehrenbezeigungen. Mit Tanz und Unterhaltung, mit Stimmung bis zum Schluss ging das Fest zu Ende. Dem jungen Präsidenten wurde noch einmal für seine Mühewaltung gedankt, die viel zum guten Gelingen des Festes beigetragen hatte. In der Generalversammlung berichtete der Kassierer erstmalig von einem erzielten Überschuss von 1.000,- DM, damit erreichte der Kassenbestand etwa 2.000,- DM, wodurch auch die finanzielle Seite der Bruderschaft durchaus gesichert dastand. Der alte Vorstand wurde bestätigt und als Beisitzer wurden die Herren Josef Kleefisch, Johann Kluth, Peter Güsgen, Wilhelm Schümmer, Josef Lüdenbach und Matthias Hansen wiedergewählt. So wie die Bruderschaft geschlossen an der Fronleichnamsprozession teilgenommen, S. Majestät mit der kette, uniformierte Schützen den Himmel getragen, so sollte auch am Patronatsfest die gesamte Bruderschaft geschlossen an der Generalkommunion teilnehmen.

1954 Die Bruderschaft lud zu einer Fastnachtssitzung in den Saal Schunk ein, die gut besucht war. Das Ergebnis einer Verlosung, deren 1. Preis ein vom Landwirt W. Schümmer gestiftetes Schwein war, wurde dem Präses zur Anschaffung eines Himmels übergeben. Im Laufe des Jahres bildeten sich neue Züge und zum Fest wurden deren 9 gemeldet. Man feierte wieder ein Schützenfest in althergebrachter Weise. Mit Spannung erwartete man das Königsvogelschießen. Wieder war es ein Johannes, der die Königswürde errang: Hans Sistig Johannes VII., Fahnenoffizier und langjähriger aktiver Schützen des 1. Jägerzuges. (Hans Sistig: geb. 16.03.1921 in Köln, Elektriker, seit 1952 in der Bruderschaft Fahnenoffizier, Oberleutnant; verheiratet mit Käthe, geb. Päfgen) Allseits herrschte große Freude, dass er der neuen König war. Oblt. Vaaßen beglückwünschte ihn besonders herzlich, war er doch schon der 3. König, der nach dem Kriege aus dem 1. Jägerzug hervorging. Mit dem Krönungsball, an dem auch viele Horremer Mitbürger und auch Sänger teilnahmen, fand das Fest einen glanzvollen Abschluß. Auf der 1. Generalversammlung nach dem Fest konnte der Kassierer einen erfreulichen Kassenbestand verkünden, wofür er Lob und Dank der gut besuchten Versammlung erntete. Im Mittelpunkt der Versammlung stand jedoch die Neuwahl des 1. Präsidenten. Wegen Krankheit musste der bisherige Präsident sein Amt zur Verfügung stellen. Als Dank für seine guten Leistungen wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Der Vorschlag, den Neffen des Präsidenten zu wählen, wurde allgemein begrüßt und in einem Wahlgang wurde dieser auch, bei einer Stimmenthaltung, gewählt und bestätigt. Damit heißt der neue Präsident der Bruderschaft seit dem 24. Oktober 1954 Hans Hansen. In seiner Rede versprach der neue Präsident, trotz seiner jungen Jahre, die Bruderschaft so zu leiten, wie es seine beiden Vorgänger in jahrelanger, verdienstvoller Arbeit vollbracht haben.

1953 Nach dem Fest 1952 und mit Beginn des neuen Jahres war ein sichtlicher Aufschwung zu verzeichnen. Leider fand die Arbeit des Vorstandes durch die Erkrankung des Präsidenten eine


Unterbrechung und wurde erst im Juni durch den II. Vorsitzenden, Herrn Hauptlehrer Breuer, mit den Vorbereitungen für das kommende Fest wieder aufgenommen. Endgültig wurde das Fest auf den 1. Sonntag im September festgelegt. Es übernahmen die Ämter: Oberst: Lüdenbach Josef, Adjutant: Schümmer Hubert, Grenadiermajor: Klefisch Josef, Jägermajor: Burbach Peter, Feldwebel: Scholl Toni. Trotz stattfindender Bundestagswahl durfte unser Fest, wie vorgesehen, durchgeführt werden. Kurz vor dem Schützenfest verstarb der Mitgründer des Vereins Josef Riphahn. Mit einem schönen Fackelzug wurde das Fest eingeleitet. Nach dem feierlichen Hochamt für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde und einer Gefallenenehrung auf dem Friedhof, fand dann die Frühparade statt. Am Wahlsonntag nimmt dann ein schöner Festzug seinen Weg durch den Ort und am Abend ist, trotz aller Festlichkeiten, eine Wahlbeteiligung von 90 % in der Gemeinde zu verzeichnen. Damit hatte die Ortschaft Horrem bewiesen, dass auch an einem Wahlsonntag ein Schützenfest gefeiert werden kann. Der Montag begann wieder mit einer heiligen Messe, anschließend daran war die Kinderbelustigung und für die großen ein fröhlicher Frühschoppen. Das Königsvogelschießen am Nachmittag löste schnell die Frage der Nachfolge von Franz Reibel. Mit einem prächtig gezielten Schuß holte Hans Hansen - Johann VI., der „Hönes" des I. Jägerzuges, den Rest des Vogels von der Stange. (Hans Hansen: geb. 08.03.1926 in Dormagen - Horrem, von Beruf Bäcker, seit 1934 in der Bruderschaft, ab 1947 Füllhornträger im 1. Jägerzug; verh. mit Renate, geb. Oberbarnscheidt aus Kettwig) Hans ist der Neffe des Präsidenten und der Sohn von Exkönig Matthias II., der vor genau 20 Jahren die Königswürden trug. Schon als Edelknabe machte Hans die ersten Feste mit. Die Krönungszeremonien nahm dann sein Onkel als Präsident vor. In der Ansprache erwähnte der Herr Präses unter anderem auch, dass die neue Majestät der erste Täufling zu Beginn seiner Amtszeit im Horremer Seelsorgebereich gewesen war. König Johan VI. gab in seiner ersten „Thronrede" vor allem der Freude Ausdruck, schon in so jungen Jahren Horremer Schützenkönig geworden zu sein. Der anschließend statt gefundene wundervolle Krönungsball im vollbesetzten Festzelt beschloss dann das wirklich schöne Fest.

1952 m Januar wurde die am 03. Februar stattfindende Goldhochzeit der Eheleute Matthias Etien, ex Majestät, besprochen und deren Vorbereitung getroffen. Danach, an der kirchlichen Feier, so wie im Saal, nahm die gesamte Bruderschaft und die ganze Dorfgemeinschaft teil. Infolge seiner Krankheit war der Präsident nicht in der Lage, aktiv tätig zu sein. Die Vorbereitungen für das Schützenfest übernahmen daher die Vorstandsmitglieder und führten diese auch mit Erfolg durch. Der Schützenplatz wurde in die Nähe des Bahnhofs verlegt, durch Pachtvertrag wurde ein Grundstück erworben. Zum Fest war dann auch der Bundesmeister des Verbandes Neuß, Herr Krekeler erschienen. Das Königsvogelschießen war wieder der Höhepunkt des Festes, bei welchem zur Freude des ganzen Ortes der Führer des 1. Grenadierzuges, Herr Franz Reibel - Franz I. als Schützenkönig hervorging. (Franz Reibel: geb. 05.11.1897 in Nievenheim, Fabrikarbeiter, seit 1947 in der Bruderschaft als Grenadier, Zugführer, verheiratet mit Anna, geb. Breitmar) Mit einem Krönungsball, wie er eigentlich noch nie stattgefunden hatte, wurde auch dieses Fest beendet. Am Bezirksfest des Verbandes Neuß in Zons, nahm die Bruderschaft mit einer Abordnung teil.

1951 In Vorstandssitzungen und Versammlungen wurde wieder das kommende Fest und dessen Vorbereitungen besprochen. Oberst wurde Herr Antusch, Major Herr Josef Klefisch. Das Mindestalter


zur Erringung der Königswürde wurde auf 25 Jahre festgelegt. Die Leitung des Schießens übernahmen die Herren Hubert Esser und Peter Pesch. Das Schützenfest wurde vom 15. bis 18. September gefeiert. Erstmalig auch der Herr Bundesmeister Ludwig Krekeler, Neuß am Fest teil. Die Programmfolge war die gleiche wie in den Vorjahren. Neuer Schützenkönig wurde der zur Zeit amtierende „Spieß" Herr Toni Scholl - Toni I. (Anton Scholl: geb. 23.12.1910 in Köln, in der Bruderschaft seit 1950, von Beruf Installateur, verheiratet mit Katharina, geb. Hoßdorf, die seit 1945 vermißt wird)

1950 30 Jahre St. Hubertus – Schützenbruderschaft Dormagen - Horrem Am 02. Januar endlich kehrte unsere alte Majestät Johann Päfgen aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause zurück. Ihm wurde ein herzlicher Empfang bereitet, an dem alle Vereine teil-nahmen. Am 26. März hieß ihn der Präsident in der Generalversammlung herzlich willkommen, war er doch auch der letzte Horremer Heimkehrer. Wie in den Nachbardörfern regte sich auch unser Vereinsleben wieder. Man erwog, das Schützenfest Anfang Juni zu feiern. Ein Zelt sollte auch wieder errichtet werden. Das Sparen in den Zügen wurde dringend empfohlen. Der Termin für das Fest wurde auf den 04. Juni festgelegt und im kleineren Rahmen sollte das 30 jährige Bestehen gefeiert werden. Nach gründlichen Vorbereitungen konnte das Fest schließlich am 04. Juni mit einem Fackelzug seinen Anfang nehmen. Der Sonntagsgottesdienst war für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Anschließend war Gefallenenehrung mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Mit der Frühparade und Festzug mit Vorbeimarsch an den Majestäten, dem Komitee und Ehrengästen ging der Sonntag bei Tanz und Unterhaltung im Festzelt, welches mit vielen Gästen besetzt war, zu Ende. Es herrschte an diesem Tage eine große Hitze. Unter Leitung von Herrn Hauptl. Breuer wurde am Montag die Kinderbelustigung durchgeführt, die für Jung und Alt ein voller Erfolg war. Mit dem Königsvogelschießen kam wieder der Höhepunkt des Festes heran. Die Königswürde errang vom 1. Jägerzug Johannes Cremer - Johann V. (Johannes Cremer: geb. 11.04.1928 in Horrem, seit 1947 in der Bruderschaft, Fahnenoffizier, von Beruf Gärtner, verheiratet mit Leonore, geb. Wroblewski) Die Krönung nahm der Präsident Johann Hansen vor, danach folgten die Ansprachen von Herrn Präses Gottfried Schmitz, Amtsdirektor Bock und Hauptlehrer Breuer. Alle sprachen sie besonders die Jugend an, denn diese sei es doch, die einst das Erbe der Väter übernehmen und damit die Tradition fortführen müßte. In der 1. Generalversammlung nach dem Fest mußte der Kassierer leider einen Fehlbetrag von 150,- DM verkünden, der aber nach einigen Worten des Präsidenten lachend akzeptiert wurde, er wies nämlich darauf hin, dass der finanzielle Fehlschlag in erster Linie wohl auf die große Hitze zurück zu führen sei. Allgemein wurde der Vorschlag gemacht, das Schützenfest doch wieder am 01. Septembersonntag zu feiern. Im September hatte die Bruderschaft alle Horremer Bürger zur Feier der alten Kirmes in den Saal Schunk geladen, es war ein voller Erfolg. Der große Freund und Förderer unserer Bruderschaft - der verdiente, allseits beliebte und verehrte Präsident - Gottfried Breuer verschied am 04. Oktober. Unter großer Teilnahme der Bevölkerung und der Bruderschaft wurde er zu Grabe getragen. Sein Name wird mit der Geschichte unserer Bruderschaft für immer verbunden bleiben.

1949 In den ersten Tagendes Jahres verstarb unser Ehrenmitglied und Küster Hub. Schumacher und wurde am 10. Januar unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Im Januar erschien auch wieder die Zeitschrift „Der Schützenbruder". Unter Führung des alten Obersten Joh. Hansen hatte sich eine Opposition gebildet, die unter allen Umständen im Jahr 1949 ihr Schützenfest in alter Weise feiern wollte. Auf einer Zusammenkunft mit amtierendem Vorstand einigte man sich darüber, am 11.07.1949 auf der Generalversammlung über alle im Wege stehenden Probleme mit der eingeladenen


Bürgerschaft offen zu diskutieren. Der alte Vorstand trat daraufhin geschlossen zurück. In einer Neuwahl wurde Joh. Hansen zum Präsidenten, die Herren Joh. Bergerhausen zum 2. Vorsitzenden, Jos. Päfgen zum 1. und Wienand Riphahn zum 2. Kassierer, Paul Pannen zum 1. und Jos. Vaaßen zum 2. Schriftführer gewählt. Es wurde beschlossen, das Fest im Zelt zu feiern, welches bei Vaaßen auf dem Lagerplatz errichtet werden soll. Der Jahresbeitrag wurde einschließlich Damenkarte auf 5,DM festgesetzt. Oberst wurde Herr Ziermann, derzeitiger Bahnhofsvorsteher. Unter der Devise des Präsidenten „Einigkeit macht stark" soll das Fest bis zum 03.Septembersonntag vorbereitet werden. Die Musik wurde von der Kapelle Schmitz, Straberg durchgeführt, den Ausschank übernahm Hans Langel, das Amt des Jägermajors übernahm Herr Antusch. Unsere rechtmäßige Majestät befand sich immer noch in russischer Gefangenschaft. An seiner Stelle eröffnete unser Ehrenpräsident Gottfr. Breuer mit der Lehrerin Frl. Hein als Königin das Fest. Am Fackel- und Festzug nahm schon wider ein stattliches Regiment teil. Neuer Schützenkönig wurde Heinz Wedel - Heinz I. Im Bericht über das Schützenfest lautet der Schlusssatz: „Es war ja so schön." Auch mit dem Kassenbestand konnte man wieder zufrieden sein, er betrug lt. Bericht 278,57 DM.

1948 Leider geriet die Bruderschaft in eine fast einjährige Krise. Durch die Heirat des Schützenkönigs Josef Heyer, welche nicht katholisch vollzogen wurde, mußte er, gemäß den Satzungen der Bruderschaft, auf die Königswürde verzichten. Diese Verzichtleistung wirbelte leider viel Staub auf, nicht nur unter den Mitgliedern. Hinzu kam noch, da die Bevölkerung immer noch in sehr schlechten Verhältnissen lebte. Aus diesen Gründen wurde in diesem Jahr kein Schützenfest gefeiert! Lediglich das Martinsfest wurde auf der Vorstandssitzung am 24. Oktober beschlossen und danach auch durchgeführt. Durch die in diesem Jahre erfolgte Währungsreform stand die Bruderschaft finanziell vor einem Nichts.

1947 Der 2. Weltkrieg ging am 08. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation zu Ende. Um unser Vaterland und unsere Heimat war es trostlos bestellt. Die wenigen Männer, die daheim waren, hatten alle Hände voll zu tun, um das Leben wieder zu normalisieren. Nach und nach erst kehrten die Soldaten aus der Gefangenschaft zurück. Bald jedoch regte sich der alte Bruderschaftsgeist. Nachdem die Besatzungsmacht der Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus die Genehmigung zur Abhaltung der Kirmesfeiern in alter Weise erteilt hatte, fanden sich am 21. Juli 1947 die Schützenbrüder zur 1. Generalversammlung zusammen. Der alte Ehrenvorsitzende Gottfr. Breuer wurde wieder zum Präsidenten gewählt, 2. Vorsitzender wurde Adam Breuer, 1. Kassierer Josef Klefisch, 2. Kassierer Andreas Päfgen, 1. Schriftführer Wienand Riphahn, 2. Schriftführer Peter Pohl jun., Oberst Johann Riphahn, Adj. Johann Pesch und die Herren Peter Pohl sen., Johann Kluth und Peter Güsgen als Beisitzer. Der 1. Jägerzug stellte die Fahnenabordnung mit Hans Vaaßen, Martin Kluth und Heinz Jüsten. Trotz der katastrophalen Ernährungslage sollte am ersten Sonntag im September das Schützenfest gefeiert werden. Durch Kriegseinwirkungen war der Saal zerstört, daher wurde ein provisorisches Zelt auf dem Hof bei Langel errichtet und dazu eine Tanzfläche aus Allerheiligen beschafft. Da militärähnliche Aufzüge verboten waren, durfte der Schützenzug nur entsprechend den Anordnungen durch die Straßen ziehen. Die größte Sorge war jedoch, dass sich König Joh. Päfgen noch in russischer Gefangenschaft befand. An dieser Stelle sei seiner Gattin gedankt, die das Fest ermöglichte, indem sie sich erbot, an seiner Stelle das Fest zu eröffnen. Erinnert sei auch daran, dass an alkoholischen Getränken „Knollibrandi" und dergleichen getrunken wurde, die Flasche 180,- bis 200,- RM, in eigenen „Brennereien" hergestellt. Da noch nicht wieder geschossen werden durfte, wurde auf das Hahnenköppen zurück gegriffen - Hahnenkönig wurde Josef Heyer. Großer Dank gebührt hier dem amtierenden Vorstand für die Durchführung des 1. Festes nach dem Kriege. An diesem Schützenfest wurde auch daran erinnert, daß vor nunmehr 50 Jahren die Kapelle errichtet wurde und der Küster, Herr Hubert Schumacher sein 50 jähriges Jubiläum feiert. Gleichzeitig


wurden die Gründer des Kapellenvereins, die Herren Peter Güsgen, Anton und Heinrich Päfgen besonders geehrt. Das Tambourcorps „Germania" Horrem stellte sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung. Der Kassenbestand nach dem Fest betrug 2.000,- RM.

1939-1945 ZUM EHRENDEN ANDENKEN AN UNSERE GEFALLENEN KAMERADEN 1939 – 1945 1940 Schnocks Franz 1941 Abels Michael 1942 Hilgers Heinrich, Reitler Ludwig, Dung Heinrich 1943 Zaum Toni, Strauch Franz, Strauch Johann, Strauch Konrad 1944 Bergerhausen Theo, Dung Josef, Kronenberg Wilhelm, Kronenberg Josef, Kronenberg Nikolaus, Kühnen Josef, Kühnen Jakob, Kühnen Peter, Kühnen Heinrich, Schmitz Paul, Schmitz Peter, Vorstheim Franz 1945 Güsgen Jacob, Staudt Hans, Dung Hans, Hansen Wilhelm, Päfgen Heinz, Rybarczyk Stanislaus, Bergermann Hermann, Schmitz Jakob, Esser Willi Vermisst Herf Heinrich, Cremer Heinrich, Schmitz Josef, Hüsch Wilhelm

1939 Der ernannte Vereinsführer, Herr Middelhoff, hatte nicht die Absicht, lange im Amt zu bleiben. Die gefaßten Beschlüsse in einer von ihm einberufenen Vorstandssitzung über die Abhaltung des Schützenfestes im vergrößerten Saal und über andere wichtige Fragen, wurden kurze Zeit später in einer vom Zellenleiter Süß einberufenen Vorstandssitzung annulliert. Vom Ortsgruppenleiter erhielt Herr Middelhoff den „Befehl", bis zum 1. Mai den Schießstand und sich um ein Zelt zu bemühen. Der Vereinsführer trat einige Wochen später zurück und der Ortsgruppenleiter Behnke übernahm als Protektor den Verein. Das Schützenfest im Juli stand unter dem Kommando von Oberst Johann Hansen und wurde erstmalig im Zelt gefeiert. Die Teilnahme am Gottesdienst war freiwillig, wurde aber gut besucht. Höhepunkt des Festes war das Vogelschießen am Montag. Neuer König wurde Johann Päfgen - Johann IV. vom 1. Jägerzug. Der Krönungsball war am Dienstag, der Ehrenpräsident Gottfr. Breuer legte der neuen Majestät das Königssilber um. Damit ging ein schönes Fest zu Ende, gut, dass es so früh gefeiert wurde, denn es sollte für lange Jahre das Letzte gewesen sein. Schon dieses Fest konnte mehrere junge Männer nicht mitfeiern, da sie schon in der Wehrmacht dienten und andere wurden laufend eingezogen. Nachdem man lange Wochen um den Frieden gebangt hatte, brach dann am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg aus. Viele Horremer, darunter auch die junge Majestät wurden eingezogen. Mit Beginn des 2. Weltkrieges übernahm Matthias Hansen das Amt des Präsidenten.


1938 Durch herrliches Herbstwetter begünstigt, welches auch viele auswärtige Zuschauer anlockte, fand ein sehr schönes Fest statt. Oberst war in diesem Jahr Willi Lechtenböhmer, Schützenkönig des Jahres 1938 / 39 wurde wieder ein Angehöriger des 1. Jägerzuges, der Bahnhofswirt Eduard Borchert - Eduard I. (Eduard Borchert: geb. 16.02.1893 in Braunschweig, Gastwirt, seit 1936 in der Bruderschaft als Schütze, verstorben am 29.08.1951, verheiratet mit Daniela, geb. Knab) Der Krönungsball dieses Festes verlief in der gewohnten Weise. Die Generalversammlung nahm nach dem Fest den Kassenbericht mit einem Überschuß von 51,36 RM zur Kenntnis. Es wurde beschlossen, das nächste Schützenfest auf den Monat Juli vor zu verlegen. Der Saalwirt wurde verpflichtet, seinen Saal durch Aufbau eines Zeltes zu vergrößern. Zum Ehrenmitglied wurde Hubert Schumacher, der Küster unserer Kapelle, ernannt.

1937 Nach den üblichen Vorbereitungen fand das diesjährige Schützenfest am letzten Sonntag des Monats September statt. Neuer Oberst war Josef Riphahn. Trotz des schlechten Wetters war es ein gut besuchtes und sehr schönes Fest. Nach hartem Ringen, so wird berichtet, wurde der Jägeroffizier vom 1. Jägerzug Leo Keller - Leo I. neuer Schützenkönig. (Leo Keller: geb. 24.08.1907 in Worringen, Bäcker, seit 1933 in der Bruderschaft, Jäger, Jägeroffz., seit 1955 Grenadiermajor, verh. mit Petronella, geb. Etien) Leo I. ist der Schwiegersohn des Exkönigs Matthias Etien. Mit der üblichen Krönungszeremonie durch den Ehrenpräsidenten Gottfried Keller nahm auch dieses schöne Fest sein Enden.

1936 Im Laufe des Jahres wurden personelle Veränderungen im Vorstand vorgenommen. Der langjährige Präsident Gottfried Breuer wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auf Drängen der Partei übernahm der Vorsteher des Bahnhofs Dormagen, Herr Franz Middelhoff die Vereinsführung. Schriftführer wurde Josef Päfgen und Kassierer Hermann Schnocks. Das Schützenfest wurde wieder in gewohnter Weise gefeiert. Freiwillig hielten die Mitglieder, wie es in der Bruderschaft üblich war, so auch jetzt ihre kirchlichen Pflichten durch Teilnahme am Gottesdienst für die Gefallenen und Verstorbenen aufrecht. In diesem Jahr stellte der 2. Jägerzug „Treu zur Heimat" den neuen Schützenkönig in dem Jäger. Georg Heichl - Georg I. (Georg Heichl: geb. 17.06.1907 in Frauenberg / München, Schreiner, seit 1930 als Jäger in der Bruderschaft, verheiratet mit Gertud, geb. Benz) Ein gebürtiger Bayer, welcher aber schon etliche Jahre in Horrem ansässig und auch hier verheiratet ist. Unter starker Anteilnahme der Parteivorsteher, an der Spitze Amtsbürgermeister Möllers, Ortsgruppenleiter Behnke und Zellenleiter Süß verlief das Schützenfest und der Krönungsball sehr harmonisch.


1935 Diese Jahr stand im Zeichen der Gleichschaltung in den Deutschen - Schützen - Bund. Am 11. August vollzog sich der letzte Akt der Bruderschaft anlässlich der Teilnahme an der Goldenen Hochzeit der Eheleute Franz Vorstheim. Die Bruderschaft mit der Fahne gab dem Jubelpaar auf dem Wege von und zur Kirche das Ehrengeleit. Nachdem Josef Vaaßen im Namen der St. Hubertus - Schützen Bruderschaft gratuliert hatte, ließ er zu aller Verwunderung zur Kirche zurück marschieren. Dort ließ er „Halt" machen und bat die Mitglieder, der Fahne einen letzten Gruß auf der Straße zu erweisen. In einer kurzen Ansprachen wies er darauf hin, dass es wohl das letzte Mal gewesen sei, dass unsere schöne Fahne an der Spitze des Schützenregimentes durch die Straßen Horrems getragen worden sei. Dann übergab er die Fahne der Kirche. Die Aufregung und das Erstaunen aller war groß. Am 18. August 1935 wurde dann durch den Beauftragten der NSDAP der Übertritt in den Deutschen Schützen - Bund vollzogen. Die Mitglieder beugten sich schweren Herzens, hatte doch damit die Bruderschaft als solche zu bestehen aufgehört. Trotz allem blieb der alte Vorstand im Amt, um auch in der neuen Lage die Schützenbrüder zusammen zu halten. Über den Verlauf des Schützenfestes 1935 fehlen leider die Aufzeichnungen, mündlichen Berichten zufolge soll es aber ein der neuen Lage angepaßtes, schön verlaufenes Fest gewesen sein. Neuer Schützenkönig wurde Wilhelm Marto - Wilhelm II.

1934 Im Laufe des Jahres mußte wegen der schlechten Kassenlage der Beitrag erhöht werden, Jugendliche unter 18 Jahren zahlen 1,- RM, alle übrigen 3,- RM. Im August wurde ein Preisschießen durchgeführt, bei welchem Gottfried Breuer Otto und Johann Pesch eine Schießschnur erwarben. Die Siegerpreise erhielten H. Körfer, Joh, Pesch und Josef Vaaßen. Das diesjährige Schützenfest stand allgemein unter dem bedrückenden Einfluß der Partei. Da niemand König werden wollte, hätte das Vogelschießen eingestellt werden müssen, doch es kam ganz anders und besser als jemand erwartet hätte! Leise lächelnd setzte sich Präsident Gottfried Breuer auf den Stuhl, nahm die Büchse, zielte ruhig und holte mit dem 1. Schuß den Vogel herunter. Groß war die Verwunderung und noch größer der Jubel über den neuen König Gottfried Breuer Gottfried I., der damit zum zweiten Male die Königswürde errang. (Gottfried Breuer: geb. 11.11.1872 in Bliesheim / Lislar, Landwirt, seit 1920 in der Bruderschaft, 1920 Hahnenkönig, 1934 /35 und 1949 / 50 Schützenkönig, längere Zeit Präsident, zuletzt Ehrenpräsident, verst. 04.10.1950, verh. mit Anne, geb. Böhmer, verst. am 08.12.1947) Die Chronik berichtet von einem glanzvollen Fest, zumal die neue Majestät die Sache etwas kosten ließ. Leider fand der so schön begonnene Krönungsball durch einen Verkehrsunfall einen vorzeitigen Abschluß. Die Kassenabrechnungen ergab auch für dieses Jahr wieder, dass sich die Ausgaben über 1.000,- RM beliefen, während ein Kassenbestand von 18,89 RM verblieb, was auch nur möglich war, weil die neue Majestät auf die ihm rechtens zustehende Vergütung von 150,- RM gnädigst verzichtete.

1933 Trotz des geringen Kassenbestandes wurde in Selbsthilfe im Laufe des Jahres ein Schießstand errichtet. Das Eisengerüst wurde für 120,- RM von der Witwe Weiler in Zons gekauft. Anläßlich der Ausstellung des Hl. Rockes und des 1. Bundesschießens in Trier im September 1933 fuhren 6 Mitglieder mit der neuen Fahne nach dort. Unsere Fahne wurde wegen ihrer Schönheit allgemein bewundert.


Die Schützenfesttage verliefen in bester Ordnung und zur Freude der ganzen Bevölkerung. Eine bisher noch nicht erreichte Zahl von 131 Horremer Schützen nahm am Festzug teil. Schützenkönig wurde der Grenadier des 3. Zuges Matthias Hansen - Matthias II. (Matthias Hansen: geb. 28.04.1893 in Ückinghoven, seit 1920 in der Bruderschaft, Grenadier, Vorstandsmitglied, im Krieg Präsident, von Beruf Bäckermeister, verh. mit Josefine Bergerhausen, verst. 23.Sept. 1948) Unter großem Jubel aller Horremer und vieler Gäste wurde der Krönungsball in selten schöner Harmonie bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Erstmalig wurde das Patronatsfest mit gemeinschaftlicher hl. Kommunion gefeiert. Bei der Einweihung des neuen Schießstandes im Garten von Th. Schunk wurden folgende Schützenbrüder besonders geehrt: Esser H.; Pesch O.; Zapf L.; Strauch J.; Benz H.; Spinnrath H.; Päfgen Fr.; Reitler H. Die Errichtung des Schießstandes war die Ursache für einen Kassenfehlbetrag von 27,13 RM. Als Beauftragter der NSDAP versuchte Herr Rotschild die sogenannte „Gleichschaltung" der Bruderschaft durchzuführen, was aber durch den Herrn Präses verhindert wurde, welcher Unterlagen vorwies, die die Gleichschaltung einstweilen hinausschob. Von jetzt an geriet die Bruderschaft in eine schwere Krise, eine Mitgliederversammlung wurde erstmalig mit dem „Deutschen Gruß" geschlossen.

1932 Das Jahr 1932 stand immer noch im Zeichen der allgemeinen Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Not und politische Wirren waren die Folgen. Die Kasse der Bruderschaft wies einen Bestand von 221,- RM auf. Am vergangenen Fest hatten 3 Grenadierzüge, 3 Jägerzüge und ein Edelknabenzug teilgenommen. Der Tod des Jägers Heinrich Etien war der Anlass zu dem Beschluß, künftig für jedes verstorbene Mitglied eine hl. Messe lesen zu lasen. Hauptmann Josef Riphahn wurde zum Major befördert. Unter großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft wurde das Schützenfest gefeiert. Neuer Schützenkönig wurde zum zweiten Male Johann Kluth - Johann I. Am Montagmorgen fand erstmalig eine Kinderbelustigung statt. Beim Krönungsball hielt Lehrer Opheys die Festrede und überreichte dem neuen König im Namen des Elternbeirats ein Paket Tabak nebst dazu gehörender Pfeife, Johann I. war allen als starker Raucher bekannt. Es muß noch besonders erwähnt werden, dass sich der Krönungsball in einem überbesetzten Hause bis in die Morgenstunden hinzog. Außer einem neuen Jägerzug und einem Marinezug machten auch die Jungen von 10 bis 14 Jahren als Edelknaben mit, 20 Jungen in 2 Zügen. Die Abrechnung ergab einen Kassenbestand von 22,28 RM, der 1. Kassierer Johann Buchartz trat von seinem Posten zurück. Es wurde in einer Versammlung angeregt, sich mehr dem Schießsport zu widmen.

1931 Der Kassenbestand betrug wieder 229,- RM. Auf Antrag des Herrn Kaplans wurden 50,- RM für die Anschaffung einer Kirchenfahne mit dem Symbol der heiligen Familie als Zuschuß bewilligt. Der Beitrag wurde auf 3,- RM festgesetzt. Für das Dormagener Kriegerdenkmal wurden 50,- RM gespendet. Herr Vikar Gottfried Schmitz wurde einstimmig zum Präses der St. Hubertus Schützenbruderschaft gewählt. Im April nahm die Bruderschaft geschlossen an der Einweihung des Kriegerdenkmals in Dormagen teil. Auf der im August stattfindenden Generalversammlung stimmten die Mitglieder über die Frage ab, ob trotz der schweren Wirtschaftskrise das Schützenfest gefeiert werden sollte. Die Mehrheit entschied sich für die Feier unter der Bedingung, dass größte Sparsamkeit zur Pflicht gemacht würde. Das Schützenfest fand dann in überfülltem Hause statt.


Schützenkönig wurde Josef Vaaßen - Josef I. (Josef Vaaßen: geb. 11.03.1884 in Buir b. Düren, Bauer u. Kaufmann, seit Gründung in der Bruderschaft als Schriftführer, verstorben 10.02.1945, verheiratet mit Maria Krücken) Oberst wurde für ein Jahr W. Rotschild. Beim Krönungsball hielt Josef Opheys als „Kanzler" die Festrede, in welcher er leider von großer Not verkünden mußte, was wiederum den Herrn Präses veranlasste, in seiner Ansprache allen Notleidenden zuzurufen: „Gehet zu Josef!". Darauf setzte Josef I. sofort eine Notverordnung in Kraft, die als Büchsensammlung im Saal durchgeführt, sofort 50,- RM einbrachte. Im Oktober wurde der Schule in Horrem ein Betrag von 21,- RM für Milch überwiesen. In einer Mitgliederversammlung beantragte der Präses, sämtliche Vorkommnisse und ein Mitgliederverzeichnis in einem Buch festzuhalten!

1930 Die Abrechnung vom vergangenen Fest ergab ein Minus von 17,82 Mark. An der Fronleichnamsprozession nahm die Bruderschaft erstmalig mit der neuen Fahne teil. Fähnrich war Johann Kluth, Offiziere waren Rudolf Saal und Heinrich Güsgen. Die schwere Krise, in der sich zur Zeit die deutsche Wirtschaft befand, blieb auch auf die Bruderschaft nicht ohne Wirkung. Aus Sparsamkeitsgründen musste deshalb der Zuschuß für den König auf 100,Mark herabgesetzt werden und dem Tambourcorps wurde für alle Festtage nur 30,- Mark bewilligt, was aber der allgemeinen Festtagslaune keinen Abbruch tat. Sogar das diesjährige ungünstige Festtagswetter konnte kaum die Stimmung der Festteilnehmer beeinflussen. Unter Führung von Arthur Überacker machte der 1. Jägerzug in eigener Uniform das Fest mit. Trotz allen ungünstigen Vorzeichen kann die Chronik von einem gut gelungenen und sehr schönen Schützenfest berichten, welches dann in der Krönung des neuen Schützenkönigs Johann Hansen - Johann II. mit abschließendem Krönungsball einen allerseits befriedigenden, wundervollen Ausklang fand, der erst in den frühen Morgenstunden endete

1929 Mit einem Kassenbestand von 445,- Mark ging der Verein in das neue Schützenjahr. Sofort nach dem Fest 1928 wurde beschlossen, eine neue Königskette, eine neue Fahne und eine neue Büchse anzuschaffen. Unter dem Namen „St. Hubertus Schützenbruderschaft" trat der Verein am Patronatsfest der Erzbruderschaft bei. Der Kirchenkasse wurde aus diesem Anlaß 52,- Mark zur Ausmalung der Kapelle überwiesen. Nach dem Tode des 2. Vorsitzenden P. J. Krücken wurde Lehrer Josef Opheys dessen Nachfolger. Am 9. Juni 1929 wurde die neue Vereinsfahne geweiht. Von diesem Fest, welches unter Mitwirkung auswärtiger Vereine stattfand, kann die Chronik als von einem gut gelungenen Fest berichten. Neuer Hauptmann wurde Josef Riphahn und Feldwebel Andreas Päfgen. Im Laufe des Jahres wurde ein Jägerzug gegründet, welcher am Schützenfest erstmalig in Uniform teilnehmen sollte. Für den Schützenkönig wurde ein Zuschuß von 150.- Mark bewilligt. Vom 21. bis 24. September wurde das Schützenfest gefeiert, dessen Höhepunkt die Krönung des neuen Schützenkönigs war: Matthias Etien - Matthias I. (Matthias Etien, geb. 11.08.1877 in Horrem, Stellwerksmeister, in der Bruderschaft seit deren Gründung, als Grenadier, verst. 24.11.1955, verheiratet mit Eva Spinrath, verst. 24.01.1957)


1928 Vom Schützenfest 1928 kann die Chronik nichts Außerordentliches berichten, außer der Tatsache, dass das Fest auf den vierten Sonntag im September vorverlegt wurde, anscheinend wegen der günstigeren Jahreszeit. Das Fest wurde wie üblich in traditioneller Weise gefeiert, mit dem großen Festumzug, dem Königsschießen und anschließendem Krönungsball. Auch der verstorbenen Kameraden wurde in einer hl. Messe gedacht. Man kann also auch von diesem Fest berichten, dass es in schöner Harmonie verlaufen ist. Schützenkönig wurde Wilhelm Einig - Wilhelm I. ( Wilhelm Einig: geb. 06.04.1903 in Düsseldorf, Lagerist, als Gründer der Bruderschaft Schütze und Spielmann im Tambourcorps „Germania", verh. mit Käthe Strauf)

1927 Mit Beginn des neuen Jahres nahm der Verein neue Statuten an und wählte in geheimer Wahl einen neuen Vorstand. Folgende Veränderungen traten dadurch ein: 2. Vorsitzender wurde P. J. Krücken 1. Kassierer Johann Hansen 2. Kassierer Johann Buchartz Oberst Johann Hansen Hauptmann Wilh. Marto Feldwebel Josef Riphahn Adjutanten Abels und Noack Im September 1927 wurde dem Verein von Herrn Dr. Küppers, Neuß eine Königsplakette gestiftet. Außerdem wurde Otto Pesch zum Schießmeister ernannt. Erstmals traten zum Schützenfest 1927 drei Grenadierzüge an, drei weitere Züge bildeten sich während der Festtage. Schützenkönig wurde vollkommen unerwartet durch einen seltenen Zwischenfall - der Vogel rutschte dabei nach oben von der Stange - Johann Riphahn - Johann II. Die Chronik kann auch von diesem Fest als von einem sehr schönen berichten, der Krönungsball dauerte bis 5.00 Uhr.

1926 Das im Jahre 1925 gegründete Tambourcorps trat erstmals zum Martinszug 1925 öffentlich auf. In der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand durch Zuruf gewählt: 1. Vorsitzender Gottfried Breuer 2. Schriftführer Hubert Esser 2. Vorsitzender Johann Hansen 1. Kassierer Johann Buchartz 1. Schriftführer Josef Vaassen 2. Kassierer Peter Güsgen Hauptmann Wilhelm Marto Vom vergangenen Jahr wurde ein Kassenbestand von 45 Mark übernommen, außerdem wurde der Beitrag auf monatlich 0,20 Mark festgesetzt. Die nächste Versammlung im Juli 1926 verhandelte zunächst über die Anlage einer Wasserleitung, danach wurde der Beschluss gefaßt, nach Abzug der Besatzungsarmee eine Kugelbüchse anzuschaffen. Da man der allgemeinen Ansicht war, das Schützenfest in größerem Rahmen zu feiern, wurde ferner beschlossen, den Sonntag hinzu zu nehmen und außerdem den Verein in „Bürger - Schützen - Verein" umzubenennen


Neuer 2. Vorsitzender wurde Heinrich Bayer, 2. Schriftführer Otto Engels, 2. Kassierer Willi Lechtenböhmer, Oberst Wilhelm Marto, Adj. Heinr. Güsgen, Hptm. Heinr. Deuß und Adj. Josef Abels. Unter der Mitwirkung der Vereine von Straberg und Delhoven wurde das diesjährige Schützenfest zu einem selten schönen Erlebnis. Nach den Ehrenschüsse von Bürgermeister Schönenbrücher, Rektor Gottfried Breuer und des Präsidenten wurde neuer Schützenkönig in den späten Abendstunden Michael Niederehe - Michael I.

1925 Erfreulicherweise begann das neue Vereinsjahr mit einem Wiederaufleben der Vereinstätigkeit. So wurde unter anderem die Weihnachtsfeier unter Mitwirkung des bekannten Theatervereins „Carmen" unter der Leitung von Frau Betty Heesen zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Durch zahlreiche Geldspenden sah sich der Verein in der glücklichen Lage, eine zweite Luftbüchse anschaffen zu können. Daher konnte der Verein zur größten Freude alle Beteiligten im Oktober das traditionelle Schützenfest begehen und seinen neuen König wieder durch Ausschießen ermitteln. Auf allgemeinen Wunsch wurde das Fest auf den Dienstag erweitert. Die heiligen Messen für die Verstorbenen und Gefallenen fanden wie jedes Jahr am Montag und Dienstag statt. Der neue Schützenkönig wurde Max Wagner - Max I.

1924 Laut Beschluss der Mitgliederversammlung wurde nach der Einführung der neuen Rentenmark der monatliche Mitgliedsbeitrag auf 1,50 Mark festgesetzt. Das Schützenfest fand wie im Vorjahr wieder im Saale Th. Schunk statt. Es zeigte deutlich die Nachwirkungen der schweren zeit der Inflation, die Not der Nachkriegsjahre, was vor allem durch den Beschluss zum Ausdruck gebracht wurde, den König wieder durch das „Hahnenköppen" zu ermitteln! Neuer Hahnenkönig wurde Peter Straub - Peter I.

1923 Bedingt durch die Notzeiten der Inflation wurden im Laufe des Jahres keine weiteren Veranstaltungen durchgeführt, außer dem Schützenfest, welches im Oktober 1923 gefeiert wurde. Der Beitrag wurde laut Beschluss auf mindestens 2 kg Weizen oder 40 Millionen Mark pro Mitglied festgesetzt. Insgesamt wurden 345 kg Weizen abgeliefert - nach damaligem Stand der Währung 6.900.000.000 Mark. Das Schützenfest wurde wieder im Saale Th. Schunk gefeiert und zwar am Samstag und Montag. Trotz dem Ernst der Zeit kann die Chronik von einem schönen, harmonischen Verlauf des Festes berichten, wenn auch die Deckung der entstandenen Unkosten dem Verein keine geringen Sorgen bereitete. So wurden allein für den Lichtverbrauch 12,7 Milliarden Mark gezahlt und die Kosten für Musik pro Mann und Stunde betrugen 200 Millionen Mark. Ein Reinertrag konnte daher nicht erzielt werden. Schützenkönig 1923 / 24 wurde Toni Heesen - Toni I.


(Toni Heesen: geb. 26.08.1896 in Horrem, Rangiermeister, seit Gründung in der Bruderschaft bis 01.01.1930, verstorben 12.12.1951, verheiratet mit Betty Schumacher)

1922 Einführung des Schützenregimes Durch einstimmigen Beschluss wurde dem Hahnenköppen „Lebewohl" gesagt und das „Schützenregime" einzuführen als zeitgemäß erklärt. Zu diesem Zwecke musste zunächst der Vorstand erweitert werden, die Wahl bestimmte die Herren Franz Bünger, Heinrich Bayer, Josef Krücken, Johann Güsgen, Johann Buchartz und Josef Vaassen. Aus einer Niederschrift ist weiterhin zu entnehmen, dass der Verein von November 1921 bis August 1922 verschiedene kleine Veranstaltungen durchführte, so unter anderen auch einen Martinszug und eine Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung. Neuer Schriftführer wurde inzwischen Josef Vaassen. Der Verein war bereits auf 95 Mitglieder angewachsen. Zum Preise von 1300, - Mark wurde eine Luftbüchse gekauft. Im Oktober 1922 fand dann das erste Schützenfest statt, geschossen wurde auf Gipsplakette und auf Scheiben. Erster Schützenkönig wurde Johann Kluth - Johann I. (Johann Kluth: geb. in Kaarst, Landwirt, seit 1920 in der Bruderschaft, Fahnenträger u. Vorstandsmitglied, zuletzt als Ehrenmitglied, verheiratet mit Katharina, geb. Schmitz, verst. am 25.04.1957)

1921 Das erste Kirmesfest wurde am 09. Oktober 1921 gefeiert. Festfolge: Dienstag 5.00 Uhr Wecken, 8.00 Uhr feierliches Hochamt für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde Horrem. Anschließend erfolgte das Abholen des Hahnenkönigs zum Festplatz, wo das große Hahnenköppen auf Preishahn und Königshahn stattfand. Der neue Hahnenkönig wurde dann im Festzug nach Hause geleitet. Der Nachmittag begann mit einem großen Festzug durch den Ort. Zum Höhepunkt des Tages aber wurde der am Abend im Saale Th. Schunk stattfindende große Krönungsball. Neuer König wurde Gottfried Pullem - Gottfried II Oberst Wilhelm Marto Reiter Johann Hansen Adjutant Heinrich Güsgen Fahnenträger Johann Zaum Reiter Heinz Deuß Offizier Toni Heesen Reiter Jakob Bergerhausen Offizier Matthias Hansen Reiter Gerhard Rath Musikkapelle


1920 „Horremer Bürgerverein Eintracht" - unter diesem Namen wurde der im Jahre 1920 ins Leben gerufene Verein am Sonntag, den 11. September 1921 von dem derzeitigen Hahnenkönig Gottfried Breuer zur Gründungsversammlung in den Saal von Herrn Theodor Schunk einberufen. Herr Gottfried Breuer erteilte Herrn Deuß das Wort zur Bekanntgabe der Satzungen. Diese wurden nach kurzer Aussprache genehmigt und der Beschluss gefasst, den Verein ab sofort unter dem Namen „Horremer Bürgerverein Eintracht" beim Bürgermeisteramt Dormagen eintragen zu lassen. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender Gottfried Breuer 2.Vorsitzender Wilhelm Marto Kassierer Peter Güsgen sen. 1. Beisitzer Gerhard Herf

Schriftführer Heinz Deuß

2. Beisitzer Johann Hansen

3. Beisitzer Peter Straub

Chronik der Bruderschaft  

Die vollständige Chronik aller Jahresberichte von 1920-2011

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