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BÜCHERTIPPS:

KINDERBETREUUNG:

Bibliothekarinnen informieren aus erster Hand. Seite 3

Tagespflegestellen als Alternative zur Kita. Seite 4

Bezirks-Journal

IHR EXTRA

in Zusammenarbeit mit

s Grüne Hinaus in Wasser und ans Beilage im

plus.de www.lichtenbergmarzahn

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IM INNENTE

Kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf | Ausgabe 07/2018 | www.lichtenbergmarzahnplus.de | Druckauflage: 50.000 Exemplare

U-Bahnhöfe werden immer öfter Tatorte

GEMEINSCHAFTSGARTEN IN BIESDORF

KRIMINALITÄT: Die Zahl der Delikte hat sich in vier Jahren verdoppelt. Die SPD fordert mehr Sicherheit. Von Marcel Gäding.

D

ie U-Bahnhöfe von Marzahn und Hellersdorf werden immer häufiger zu Tatorten. Innerhalb von vier Jahren verdoppelte sich die Zahl der Ermittlungsverfahren, wie aus der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Sven Kohlmeier (SPD) hervorgeht. Dessen Partei fordert nun von Bezirk, Polizei, Senat, BVG und SBahn, für mehr Sicherheit auf den neun Marzahn-Hellersdorfer Stationen der U-Bahnlinie 5 zu sorgen. Mal fliegen die Fäuste, mal werden BVG-Mitarbeiter heimtückisch angegriffen und beraubt. Erst im Mai wurden ein 47-Jähriger und dessen 17 Jahre alter Sohn Opfer eines Übergriffs auf dem U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz. Die beiden wurden mitten in der Nacht von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und derart verletzt, dass beide ins Krankenhaus mussten. Einen Monat zuvor attackierten zwei Unbekannte einen 24-Jährigen auf dem U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße. In Folge des Gerangels stürzten Angreifer und Opfer ins Gleisbett. Nur durch eine rechtzeitige Notbremsung des Zugführers konnte Schlimmeres verhindert werden. Der Geschädigte kam mit zahlreichen Verletzungen ins Krankenhaus. Statistisch betrachtet liegt MarzahnHellersdorf bei den Gewalttaten auf UBahnhöfen zwar nicht an erster Stelle. Doch innerhalb von vier Jahren stieg die Zahl der Delikte von 33 auf 60, wie Paul Kneffel zusammenrechnet. Er ist

der Fraktionsgeschäftsführer der SPD in der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und macht sich ernsthafte Sorgen um die Sicherheit auf den neun Stationen der U5, die sich im Bezirk befinden. Er sagt, dass es in Berlin Ecken gebe, „an denen so manch einer Bürgerin oder manchem Bürger mulmig wird, sich dort aufzuhalten.“ Sicher seien die Fallzahlen in der Innenstadt größer als in MarzahnHellersdorf, sagt der Kommunalpolitiker. „Aber sie sind auch über die Jahre gestiegen.“ So erfasste die Statistik für den U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord 21 Delikte im Jahr 2017 (ein Plus von 5 gegenüber 2015), für den U-Bahnhof Kienberg 12 (plus 10) und für den Elsterwerdaer Platz 8 (Plus 4) – siehe auch Grafik auf Seite 2. Am höchsten sind die Zahlen für den U-Bahnhof Hellersdorf, wo es vor zwei Jahren 37 Straftaten gab. 2017 sank deren Zahl zwar auf 15. Eine Entwarnung können die Sicherheitsbehörden jedoch nicht geben. SPD-Politiker Kneffel sagt, dass Kameras und Notrufsäulen auf den Bahnhöfen allein nicht ausreichten. Sein Vorschlag: „Dauerhaft zu den Betriebszeiten eingesetztes stationäres Personal auf und im Umfeld der Bahnhöfe als Ansprechpartner und auch für einen gewissen Schutz und als Prävention ist besser als jede Notrufsäule.“ Da dürfe Geld dann auch keine Rolle spielen. „Wir können bei Kriminalität nicht wegschauen.“ Mehr auf Seite 2

FOTO: STEFFI BEY

Knackiges Gemüse, leckeres Obst

Junge Pflanzen brauchen Dünger: Liebevoll kümmert sich Pascal Grothe um die Pflege eines Gemüsebeets im Gemeinschaftsgarten an der Lötschbergstraße. Innerhalb weniger Monate ist das Projekt dort auf Initiative des 25-Jährigen entstanden. Seite 5.

Ferien: Billiger in die Gärten der Welt

Die Grün Berlin GmbH senkt die Eintrittspreise für die Gärten der Welt - zumindest bis zum Ende der Sommerferien (19. August). Montags und dienstags gibt es das sogenannte Ferienticket. Es kostet 7 Euro und berechtigt einen Erwachsenen sowie ein Kind bis 17 Jahren zum Eintritt. Das Kombiticket ist damit 8,40 Euro preiswerter als der normale Eintritt. Wie die Grün Berlin GmbH mitteilte, ist im Ticketpreis auch eine Hinund Rückfahrt mit der Seilbahn enthal-

ten. Das 43 Hektar große Gelände der Gärten der Welt war 2017 Bestandteil der Internationalen Gartenschau (IGA) und eignet sich gut für Ferienausflüge. Die Tickets sind jeweils montags und dienstags an den Kassen am Haupteingang Blumberger Damm und Eisenacher Straße sowie an den Seilbahnstationen Gärten der Welt und Kienbergpark erhältlich und nicht mit anderen Rabattaktionen kombinierbar, teilte die Grün Berlin GmbH mit. (bzj.)


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BEZIRKS-POLITIK

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

U-Bahnhöfe werden immer öfter Tatorte

Fortsetzung von Seite 1

Dass ausgerechnet die SPD sich um (CDU) ist da ganz bei seinem Parteidie Sicherheit im Bezirk sorgt, über- freund. „Der öffentliche Personennahrascht – und verwundert den politi- verkehr liegt nicht in der Zuständigkeit schen Mitbewerber CDU, der das Thema des Bezirksamtes.“ Außerdem helfe bislang besetzte. „Sind wir jetzt schon eine Debatte in der BVV nicht weiter. im SommerDer stellvertretenloch?“, fragt de BVV-Vorsteher daher der CDUKlaus-Jürgen DahFraktionsvorsitler von den Linken zende Alexander steht diesbezüglich Herrmann, um auf der Seite der klar zu machen: CDU: „Die BezirksMehr Sicherheit verwaltungen sind auf den Bahnhöhier weder für die fen „unterstütPolizei noch für anzen wir als Lawdere SicherheitsFOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING and-Order-Partei organe zuständig“, ausdr ücklich“. Der U-Bahnhof Hellersdorf ist immer schreibt er bei FaceLaw and Order wieder Tatort. book. Während der kommt aus dem SPD-Antrag in die Englischen und bezirklichen Fachmeint: Recht und Ordnung. ausschüsse überwiesen wurde, setzen Gern würde die SPD das Bezirksamt Bezirkspolitiker ihre Diskussion in dem an der Spitze eines Bündnisses zwi- sozialen Netzwerk fort. Viele sehen Inschen Sicherheitsbehörden und Ver- nensenator Andreas Geisel (SPD) sowie kehrsgesellschaften sehen. Doch ganz die Mitglieder des Abgeordnetenhauses so einfach, wie es in einem in die BVV in der Pflicht. eingebrachten Antrag formuliert wird, Antragsteller Paul Kneffel lässt sich ist es dann doch nicht. Das sei allenfalls von dem Hin und Her um die Zustäneine tolle Absichtserklärung, sagt CDU- digkeiten nicht verunsichern. Er findet, Fraktionschef Herrmann – und legt dass die „starke Stimme“ des Bezirksnoch einen drauf: „Das ist ein Schau- amtes Marzahn-Hellersdorf die landesfensterantrag!“ weite Forderung nach mehr Sicherheit Der für Verkehrsfragen zuständi- und Personal auf den U-Bahnhöfen nur ge Bezirksstadtrat Johannes Martin unterstützen könnte.

U5

2015 2016 2017

Kriminalität an U-Bahnhöfen in Marzahn-Hellersdorf Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung, Raub & Sexualdelikte 2015 bis 2017

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10

4

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16

4

9

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Elsterwerdaer Pl.

Kaulsdorf-Nord

7

Cottbusser Pl.

Louis-Lewin-Str.

Alexanderplatz Biesdorf-Süd

Wuhletal

Kienberg

Hellersdorf

Gärten der Welt

Hönow

k.A.

8

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7

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Quelle: Senatsinnenverwaltung | Grafik: (c) Bezirks-Journal, Marcel Gäding

Unsere Grafik zeigt die Entwicklung der Delikte von 2015 bis 2017. ANZEIGEN

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Florian Birke zeigt, wie sich die orangefarbenen Bänke je nach Lust und Laune drehen lassen.

Drehbare Bänke in Orange

STADTENTWICKLUNG: Die Umgestaltung der Marzahner Promenade kommt voran. Jetzt wurde ein Stadtplatz umgebaut. Von Birgitt Eltzel.

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rei orange Sitzbänke, einmalig in Berlin, lassen sich drehen. Mit jeder Richtungsänderung können sich die darauf Sitzenden individuell zu den Themen „Himmelsrichtung“, „Stimmung“ und „Vier Elemente“ positionieren – in den Boden sind entsprechende Worte wie „Wut“, „Ruhe“ oder „Feuer“ eingelassen. Kein Wunder, dass die neuartigen Sitzmöbel Anklang finden. Sie gehören ebenso wie Sport- und Fitnessgeräte zu den Attraktionen des neu gestalteten Stadtplatzes vor dem Wandmosaik „Frieden“ von Walter Womacka auf der Marzahner Promenade. Der Stadtplatz entstand nach einem Entwurf des Büros „Birke.Zimmmermann Landschaftsarchitekten“. Claudia Zimmermann und Florian Birke hatten sich 2014 in einem Wettbewerb zur Neugestaltung der Oktogone vor den Womacka Wandmosaiken „Frieden“ und „Arbeit für das Glück des Menschen“ durchgesetzt. Birke.Zimmermann hatten bereits den 2012 abgeschlossenen Umbau des Busbahnhofs vor dem Einkaufszentrum Eastgate geplant. Auf dem Stadtplatz finden sich unter anderem höhergelegte Beete mit rund 30 Bäumen, Sträuchern, Blumen und essbaren Kräutern wie Majoran. Voneinander abgetrennt sind sie durch Einfassungen aus Kortenstahl, der mit seinem Edelrost gut zum Grün passt. Davon sollen sich auch Graffiti gut wieder entfernen lassen. Das Highlight sind neben den von Zimmermann und Birke entwickelten und patentierten schwenkbaren Bänken die am Rand platzierten Sport- und Fitnessgeräte. Zehn unterschiedliche Geräte, bei deren Auswahl die Anwohner mitentscheiden konnten, stehen zur Verfügung. So können Nutzer mit dem Airwalker oder dem Cross-Trainer

Beweglichkeit und Ausdauer steigern oder mit der Hüpfscheibe und der Balancierstrecke die Motorik erhalten und trainieren. Jedes Jahr bis zu 3 Mio. Euro Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) freut sich über die Fertigstellung des Platzes, der Teil der Gesamtumbaumaßnahme an der Marzahner Promenade ist. Diese wird noch bis 2019/20 durch das Bund/ Land-Förderprogramm „Aktive Zentren Berlin“ finanziert. Die etwa 1,5 Kilometer lange Bummelmeile, die nicht mehr als Geschäftsstraße funktionierte, war im Jahr 2008 in das Programm aufgenommen worden. Sie wird schrittweise zu einem nicht mehr nur kommerziellen Stadtzentrum umgestaltet. Pro Jahr flossen für entsprechende Maßnahmen durchschnittlich zwischen 2,5 bis 3 Millionen Euro Fördermittel. An der Erneuerung der Promenade, die mehr Aufenthaltsqualität bekommen soll, beteiligten sich viele Akteure – das Bezirksamt und der Wohnungs- und Geschäftsvermieter degewo, aber auch Gewerbetreibende und Mietervertreter. Zu den großen Projekten der letzten Jahre gehörten außer der Neugestaltung des Busbahnhofs die Umbauten auf dem Marktplatz und auf dem Victor-Klemperer-Platz vor dem Freizeitforum. Das kleine Oktogon unterhalb des zweiten WomakaMosaiks war 2017 fertiggestellt worden. Das Freizeitforum wurde bereits für acht Millionen Euro energetisch saniert, gerade laufen weitere Sanierungsarbeiten. Dieses soll auch Kunst am Bau bekommen – sechs Künstlerinnen und Künstler für einen anonymen Realisierungswettbewerb wurden unter insgesamt 56 Bewerbern ausgewählt.

BEZIRKS-JOURNAL - Unabhängige Monatszeitung. In Kooperation mit www.lichtenbergmarzahnplus.de | Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung. | HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR: Marcel Gäding (V.i.S.d.P.) VERLAG: Medienbüro Gäding, Zur Alten Börse 77, 12681 Berlin | KONTAKT Tel. 030 55 49-43 60, Fax: 030 55 49-43 69, E-MAIL: redaktion@bezirks-journal.de INTERNET: www.bezirks-journal.de FACEBOOK: www.facebook.com/bezirksjournalberlin | REDAKTION & INTERNET: Marcel Gäding (Ltg.), Volkmar Eltzel (lima+) | ANZEIGEN: Lutz Neumann, Tel. 030 55 49-96 55, E-Mail: anzeigen@bezirks-journal.de | Vertrieb & Verteilung: Eigenvertrieb | E-MAIL: vertrieb@bezirks-journal.de | DRUCK: Pressedruck Potsdam GmbH, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam GESAMTAUFLAGE: 100.000 Exemplare | Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4/2017 | Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 9. August 2018.


BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

BEZIRKS-LEBEN

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Buchtipps aus erster Hand

KULTUR: Alle sechs Wochen präsentieren die Bibliothekarinnen der Bezirkszentralbibliothek Neuerscheinungen. Bei Snacks und Getränken plaudern sie über Autoren, Inhalte und eigene Eindrücke. Das ungewöhnliche Veranstaltungsformat hat längst seine Fangemeinde. Von Steffi Bey.

K

önnen Bücher schweben? Können sie – zumindest dann, wenn sie an einer Leine hängen. Ganz so wörtlich ist der Titel der Veranstaltungsreihe dann aber doch nicht zu nehmen. „Schwebende Bücher“ heißt der alle sechs Wochen stattfindende Treff, zu dem Mitarbeiter der Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ in das Freizeitforum Marzahn einladen. Zwischen 15 und 25 Besucher nehmen jedes Mal daran teil. Die meisten kennen sich inzwischen und fiebern den kurzweiligen Vorträgen entgegen. Und die haben es in sich. Sie sind ausschließlich mit persönlichen Meinungen gespickt und werden leidenschaftlich sowie humorvoll dargeboten. Renate Zimmermann und Kerstin Morgenstern sind die kreativen Köpfe hinter diesen besonderen Treffen. Meistens haben sie noch eine dritte Kollegin oder einen Kollegen dabei, die den Zuhörern ihre Sicht auf eigens ausgesuchte Titel näher bringen. Während der 54. Veranstaltung war das beispielsweise Maike Niederhausen, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit in den Marzahn-Hellersdorfer Bibliotheken. Auch sie ist den Gästen nicht unbekannt. Und so begrüßen sich die meisten per Handschlag, setzen sich auf ihren Stammplatz in der Artothek und greifen gerne zu Snacks und Getränken. Jeder Besucher hat auf dem Tisch eine Liste mit den neuesten Empfehlungen zu liegen. 19 sind es dieses Mal: Romane, Sachbücher, eine Denkschrift, ein Ratgeber und ein Kinderbuch. Im Mittelpunkt steht stets weniger beachteter, aber trotzdem lesenswerter Stoff, dem mehr Aufmerksamkeit verschafft werden soll. Für Abwechslung ist also gesorgt. „Das machen wir von Anfang an so“, betont Renate Zimmermann. Sie ist selbst erstaunt, als sie verkündet: „Seit 2011 haben wir schon 1.067 Bücher vorgestellt.“ Aber was macht solche Abende zu etwas Besonderem? Es ist die Art und Weise, wie die Bibliothekare das von ihnen

Blumberger Damm teilweise gesperrt Auf dem Blumberger Damm kommt es bis zum Ende der Sommerferien zu Einschränkungen. Er ist zwischen Mehrower Allee und Rudolf-Leonhard-Straße voll gesperrt. Die Buslinien X69 und 197 sind davon nicht betroffen. Grund für die Vollsperrung ist die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radwege- sowie Schlaglochprogramm. In diesem Bereich auf der westlichen Seite des Blumberger Damms wird eine Verbreiterung vorgenommen, so dass beidseitig Platz geschaffen wird für Radfahr- beziehungsweise Schutzstreifen. In diesem Zusammenhang passen die Wasserbetriebe Regenabläufe und Schächte an. Ab dem Fußgängerüberweg Höhe Glambecker Ring bis zur Rudolf-Leonhard-Straße wird gleichzeitig die Fahrbahndecke erneuert. (ba.)

format ist klasse, ich bin von Beginn an dabei und habe durch die vielen Tipps schon Sachen gelesen, die ich mir sonst nie ausgeliehen hätte“, erklärt Silke Kinle aus Marzahn. Gerda Maron aus Hellersdorf berichtet von ähnlichen Erfahrungen. „Für mich ist das wirklich eine Bereicherung, ich gehe immer mit vielen Anregungen nach Hause“, sagt die 75-Jährige. „Man merkt auch, dass die Bibliothekare alles mit Leidenschaft machen“, freut sich die Seniorin. Wenn das nicht so wäre, würde es die Veranstaltungsreihe schon gar nicht mehr geben, sind die Initiatoren überzeugt. Renate Zimmermann und Kerstin Morgenstern erzählen, dass sie „überall lesen“. Im Durchschnitt sind das bei beiden zehn Bücher in sechs Wochen. Während Zimmermann vor allem „nicht so dicke Wälzer“ mit kompakten, realistischen Geschichten mag, bevorzugt ihre Kollegin Erzählbände mit GegenwartsKerstin Morgenstern, Maike Niederhausen und Renate Zimmermann (v.l.n.r.). charakter sowie Kinderbücher. „Manchmal mache ich mir beim Lesen schon Klebezettel ins Buch, aber meistens notieren wir erst kurz vor Veranstaltungsbeginn unsere Eindrücke“, macht Renate Zimmermann deutlich. Auf die Idee zu den „Schwebenden Büchern“ kamen Beide, weil oft Bibliotheksbesucher nach Titel-Empfehlungen fragen. „Meistens fiel uns dazu aber auf Anhieb gar nichts ein“, erinnert sich Kerstin Morgenstern. Eine Umfrage unter den Nutzern bestärkte sie schließlich, das Format zu starten. Zum Service der Bezirkszentralbibliothek gehört inzwischen ein Regal in der ersten Etage, in dem alle zuletzt vorgeFOTOS: STEFFI BEY stellten „Schwebenden Bücher“ stehen. Alle vorgestellten Bücher finden Besucher der Bezirkszentralbibliothek an einem festen Mit unterschiedlich blickenden Smileys Platz. kennzeichnen die Mitarbeiter auf den Gelesene dem Publikum präsentieren. Und: „Die Charaktere sind sehr gut be- Einbänden ihre persönliche EinschätDa wird nicht etwa seitenlang zitiert, schrieben.“ Bevor es um die Inhalte der zung des Lesestoffs. sondern in Kurzform der Inhalt der Bü- Lektüre geht, verlieren die Experten eicher wiedergegeben. Manchmal sagen nige Worte über die Schriftsteller, bea- Die nächste, kostenlose Veranstaltung die Vortragenden dann Sätze wie: „Das men Fotos und Cover an die Wand. findet am 8. August statt. Weitere InforBuch ist einfach genial geschrieben.“ Die Gäste hören gespannt zu und ma- mationen unter Telefon: 54704142 oder Oder auch: „Es ist keine leichte Kost.“ chen sich Notizen. „Das Veranstaltungs- unter www.berlin.de/bibliotheken-mh ANZEIGE


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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Eine Alternative zur Kita

KINDER: Im Bezirk gibt es 47 Tagespflegestellen, in denen 231 Kinder liebevoll betreut werden. Das Problem: Nur wenige kennen diese Alternative zur Kindertagesstätte. Tagesmütter und -väter wollen dies gemeinsam mit dem Bezirk ändern. Von Steffi Bey.

S

ie leisten genau das, was Experten für Kleinkinder empfehlen: Tagesmütter und -väter, die sich in liebevoll ausgestatteten Tagespflegeeinrichtungen um Mädchen und Jungen kümmern. „Unsere Angebote sind aber noch zu wenig bekannt und oft werden wir nur als Notnagel gesehen“, bedauert Romy Bittersohl, die seit mehr als 20 Jahren kleine Gruppen in ihrer Wohnung betreut. Und auch eine andere Tagesmutter sagt: „Wir wollen endlich als gleichberechtigte Anbieter neben den Kitas wahrgenommen werden.“ Denn das, was die qualifizierten und zertifizierten Frauen und Männer leisten, kann nicht nur mit dem Alltag in Kindertagesstätten mithalten, sondern geht darüber hinaus: So erfolge die Betreuung und Förderung der Mädchen und Jungen in kleinen, familiennahen Gruppen, zudem gebe es zu jeder Tageszeit eine feste Bezugsperson und es werde individuell auf die Bedürfnisse jedes Kindes eingegangen, nennen die beiden Erzieherinnen wesentliche Vorteile. Außerdem verlaufe der Tag mit einem geringeren Geräuschpegel als in einer großen Kita und die Kids finden sich in den deutlich kleineren Räumen besser zurecht. Ganz wichtig sei das „einfühlsame Eingehen auf die Bedürfnisse der Kleinen“, betont Romy Bittersohl. „Wenn ich beispielsweise merke, ein Mädchen oder ein Junge ist frühmorgens noch ganz

müde, dann lege ich die Kinder noch mal hin“, sagt sie. Gefrühstückt wird dann eben in zwei Etappen. Mehr als die Hälfte der im Bezirk ansässigen Einrichtungen – insgesamt gibt es derzeit 47 sogenannte Tagespflegestellen, die 231 Kinder betreuen – schloss sich vor zwei Jahren zu einem Netzwerk zusammen. Sie tauschen sich regelmäßig aus, helfen sich ANZEIGE untereinander und teilen positive Erfahrungen. Die meisten betreuen vier bis fünf Kinder im Alter zwischen Null und drei Jahren. Es gibt aber auch die Pflege im Verbund, bei der sich zwei Tagesmütter und -väter um acht bis zehn Mädchen und Jungen kümmern. Egal welche Form die s el b s t s t ä nd ig e n Erzieher anbieten, alle orientieren sich am Berliner Bildungsprogramm. Das bedeutet unter anderem: Auch die Sprachentwicklung der Kinder wird in einem Sprachlerntagebuch dokumentiert. Einige Erzieher waren vorher in „normalen Kindertagesstätten“ beschäftigt – haben jedoch ihren Entschluss, eigen-

ständig zu wirken, nie bereut. „Es ist ein viel ruhigeres, individuelles Arbeiten, das mir großen Spaß macht und vor allem den Kindern gut tut“, fasst Anja Pischke zusammen. Bevor Eltern ihre Kleinen einer gesetzlich anerkannten Tagespflegeeinrichtung anvertrauen, können sie sich ausführlich über das jeweilige Angebot informieren. „Wir zeigen ihnen unsere Räumlichkeiten und die Kleinen haben später dann auch Eingewöhnungszeiten“, macht Romy Bittersohl deutlich. Vielschichtig sind die pädagogischen Ansätze. Jede Einrichtung verfolgt ihr eigenes Konzept. Das reicht vom Situationsansatz über die Montessori- sowie Reggio- und Waldpädagogik bis zum Prager-Eltern-Kind-Programm. Umfangreich ist auch das Verpflegungsangebot, denn mit kaum einer Ausnahme werden die Kinder mit selbstgemachtem und gesundem Essen versorgt, das frisch und behutsam zubereitet wird. „Auf Allergiker nehmen wir besondere Rücksicht“, sagt Nancy Taege,

die gemeinsam mit ihrem Mann in einer Verbundeinrichtung vegetarisch kocht. Die Betreuungskosten für die Kindertagespflege werden weitestgehend wie für einen Kitaplatz geregelt. Seit 1. Januar 2018 ist sie für alle Kinder kostenfrei. Allerdings fällt ein monatlicher Pauschal-Beitrag für den Verpflegungsanteil in Höhe von 23 Euro an. Notwendig für die Finanzierung ist immer ein Kita-Gutschein. Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) sieht die Tagespflege-Angebote auf jeden Fall „gleichwertig mit dem, was in Kindertagesstätten gemacht wird“. Diese Fachkräfte leisten einen kleinen, aber sehr wichtigen Beitrag, um dem Mangel an Kita-Plätzen im Großbezirk entgegenzuwirken. „Deshalb unterstützen wir solche Initiativen“, betont der Politiker. So werden die Angebote unter anderem in einem Schaukasten im Jugendamt publiziert, außerdem erscheint in Kürze ein Flyer zum Thema Kinder-Tagespflege in Marzahn-Hellersdorf. Interessierte Erzieher, die sich selbstständig machen wollen, werden zudem vom Jugendamt beraten und begleitet. „Aktuell sind wir mit drei Bewerbern im Gespräch, die Tagespflege-Einrichtungen eröffnen wollen“, berichtet Gordon Lemm. Eltern, die sich für einen Platz in einer Tagespflegeeinrichtung interessieren, können sich auf einer eigens vom Jugendamt eingerichteten Internetseite informieren.

Fahrradparkhaus für Mahlsdorf?

VERKEHRSPLANUNG: Immer mehr Bewohner aus dem Siedlungsgebiet nutzen für ihre Fahrten zum Bahnhof das Fahrrad. Das aber führt an der Hönower Straße zu Problemen. Es ist schlichtweg kein Platz für die Drahtesel vorhanden. Das soll sich nun ändern. Von Marcel Gäding.

E

in Fahrradparkhaus könnte die Situation am S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf entspannen. Diesen Vorschlag macht der Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg. Vom Einfamilienhäuschen mit dem Fahrrad zum Bahnhof – das halten viele Mahlsdorfer so. Wer jedoch Pech hat, muss lange nach einem Fahrradparkplatz suchen. Denn die vorhandenen Stellflächen sind bereits jetzt viel zu klein. Weil seit Jahren über eine vernünftige Verkehrslösung für Mahlsdorf diskutiert wird, erinnert der Abgeordnete Kristian Ronneburg (Die Linke) auch an die zahlreichen Fahrradfahrer, die man bei der Neukonzeption bedenken muss.

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„Die Fahrradstellplätze am S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf gehören zu den am intensivsten genutzten im Bezirk Marzahn-Hellersdorf“, sagt Ronneburg. Der wachsende Bedarf könne kaum durch das vorhandene Angebot gedeckt werden. Erschwert wird das Leben der Radfahrer dadurch, dass auch viele Fahrräder geklaut würden. Ob es jedoch ein einigermaßen sicheres Fahrradparkhaus geben wird, wie Ronneburg vorschlägt, steht noch nicht fest. Aus der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten teilt die zuständige Senatsverwaltung mit, sie wolle zunächst Standort und Potenzial analysieren. Unter anderem will man in ErfahANZEIGE

rung bringen, ob es überhaupt Bedarf an zusätzlichen Fahrradstellflächen gibt. Auch soll geklärt werden, welche Art von Fahrradabstellanlagen in Frage kommen. „Laut Senat kommen dabei einfache Anlehnbügel, Doppelstockparker und Sammelschließanlagen sowie ein Fahrradparkhaus mit oder ohne Serviceeinheit infrage“, erklärt Ronneburg. Dies sei nicht unwesentlich von den verfügbaren Flächen abhängig. Zudem soll auch eine geplante Kunden- und Nutzerbefragung Hinweise geben, welche Abstellanlagen FOTO: BEZIRKS-JOURNAL/ MARCEL GÄDING geeignet wären. Ronneburg selbst favorisiert ganz klar ein Fahrradparkhaus, Von morgens an ist der Platz für Fahrräder „sollten es die verfügbaren Flächen her- am Bahnhof Mahlsdorf knapp. Es fehlt an geben“. Stellflächen.


Hinaus ins Grüne ... und ins Wasser Das Bezirks-Journal-Magazin für Ausflüge, Urlaub und Freizeit im Berliner Umland | Sommer 2018

Unterwegs im Seenland Foto: Bezirks-Journal/ Marcel Gäding

Tipps für Touren mit Floß, Kanu und Sportboot. Seite 2

Ferienangebote für Kinder Der Super-Ferien-Pass enthält Tipps und Preisnachlässe. Seite 2

Badestellen auf kurzem Wege

Wir verraten Ihnen, wie Sie schnell ans Wasser kommen. Seite 3

Sommer in der Stadt

Berlin bietet in den Ferien das volle Programm. Eine Auswahl. Seite 4


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Hinaus ins Grüne und ins Wasser

Die Region vom Wasser entdecken

AUSFLÜGE: Rund um Berlin wartet ein Wasserparadies auf Erholungssuchende. Zeit für einen Trip auf dem Floß, im Kanu oder mit dem Motorboot. Da liegt sie vor uns, die „Seestern“: 10 PS, Platz für sechs Personen – und führerscheinfrei. Für diesen Tag haben wir uns eine Kühlbox mitgebracht, Obst, Gemüsesnacks und reichlich Sonnencreme. Doch bevor wir uns auf große Fahrt über den Dolgensee (Landkreis Dahme-Spreewald) begeben, gibt es erst einmal eine Einweisung. Gute Zehn Minuten erklärt uns der Bootsverleiher, was wir beachten müssen. Am Ende weist er uns noch auf die Notfallnummer im Bordhandbuch hin. „Falls unterwegs etwas passiert, einfach melden.“ Danach starten wir den Motor. Motorboot ohne Führerschein fahren – das hat sich in den vergangenen Jahren in Brandenburg durchgesetzt. Allerdings hat der Fahrspaß seine Grenzen, nicht nur was die Motorenstärke unserer „Seestern“ betrifft. Schon allein die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Gewässern zwingt uns zur Langsamkeit. Aber genau das macht den Charme dieser Tour aus. Gemütlich tuckern wir über den Dolgensee in Richtung Prieros, vorbei an zauberhaften Seegrundstücken, Steganlagen und so manchem Graureiher am Ufer. Unterwegs begegnen uns teure Motoryachten, Tagesgäste in Kanus oder junge Menschen, die ihre Nacht auf einem der zahlreichen Flöße verbringen. Neun Boote hält der Bootsverleih in Gussow bereit, das Kleinste bietet Platz für vier Personen, auf das größte, die „Fortuna“, passen elf Menschen. Natürlich haben wir am Anfang so unsere Zweifel, ob wir die „Seestern“ ohne Schwierigkeiten über die kleine Seenkette südlich von Königs Wusterhausen bekommen. Doch dann geht alles locker von der Hand. Gefahren wird wie auf der Straße – immer rechts. Wer das Boot

Idyllisch präsentiert sich der Hafen von Prieros (Landkreis Dahme-Spreewald). Im Hintergrund die Dorfkirche von 1875. Foto: M. Gäding

BOOTSVERMIETUNGEN

Von preiswert bis teuer Führerscheinfreie Boote kann man unter anderem bei Mietboote Gussow buchen. Zwei Stunden kosten im kleinsten Boot 50 Euro, 125 Euro werden für das Charterboot „Fortuna“ für vier Stunden berechnet. Darüber hinaus wird eine Kaution fällig. Infos: www.mietboote-gussow. de oder Tel. 033763 61883.

Flöße: Überall in Brandenburg gibt es die Möglichkeit, sich ein Floß zu leihen. Ein Anbieter aus Grünheide (Landkreis Oder-Spree) bietet Touren auf der Spree zwischen Mönchwinkel und Sieverslake an. Kosten: 170 Euro bis zu zehn Personen. Infos: www.spree-flossfahrt. de, Tel. 033633 69261

Solarboote: Der Anbieter Solarwaterworld setzt auf die Kraft der Sonne. Die Solarboote können in Köpenick nahe der Schlossinsel oder am Osthafen gemietet werden. Kosten zwischen 15 und 50 Euro pro Stunde oder 240 bzw. 300 Euro pro Tag. Infos: www.solarwaterworld.de, Tel. 0151 74554433.

steuert, nutzt das Lenkrad. Start und Stopp funktionieren wie beim Auto per Zündschlüssel. Vor uns liegt ein entspannter Tag. Nach gut einer Stunde Fahrt setzen wir unseren Anker in einer kleinen Bucht kurz vor Dolgenbrodt. Zeit, ins Wasser zu springen und erst einmal ein paar Runden zu schwimmen. Die ins Ufer hängenden Bäume spenden Schatten, eignen sich aber auch prima als Sprungturm – wobei das an einigen Stellen wegen des flachen Wassers nicht ganz ungefährlich ist. Nach der Abkühlung starten wir wieder unseren Motor, tuckern weiter nach Dolgenbrodt, während die späte Nachmittagssonne ein wunderbares Licht zaubert. Die anfängliche Aufregung ist verflogen. Nun genießen wir die Ruhe, lassen unseren Blick gedankenverloren über das Wasser schweifen – und vergessen dabei fast die Zeit. Die vergeht wie im Fluge. Nach gut sechs Stunden steigen wir mit einem leichten Sonnenbrand vom Boot. Als alles fest vertaut ist, schauen wir noch einmal auf das ruhige Wasser und die sich darin spiegelnde Abendsonne. Keine Frage: Diesen Ausflug werden wir gewiss noch einmal unternehmen. Marcel Gäding Brandenburg ist auch das Land der Fahrradwege. Mehr als 7.000 Kilometer lang ist das touristisch nutzbare Radwegenetz. Besonders reizvoll für die Fahrradtouristen ist, dass viele der Routen entlang von Flüssen und Seen führen. Wer also in Brandenburg mit dem Rad unterwegs ist, sollte immer Badesachen dabei haben. Auf ihrer Webseite hat die Tourismusmarketingesellschaft etliche Tipps für Touren zusammengestellt: https://www.reiselandbrandenburg.de/aktivitaeten-erlebnisse/ aktiv-natur/radfahren/

SUPER-FERIEN-PASS

Rabatte bis zu 50 Prozent Der neue Super-Ferien-Pass für Berlin ist da. 380 Preisvorteile und Verlosungen bieten viele Ideen für abwechslungsreiche und kostengünstige Ferientage in Berlin. Die kleine Broschüre enthält Coupons mit Preisvorteilen von 20 bis 50 Prozent und mehr aus den Bereichen Sport, Spiel, Sehenswertes, Kultur und Kreatives. Die einmalig oder sogar mehrmals gültigen Coupons können individuell verwendet werden und ermöglichen jeden Tag aufs Neue spannende und abwechslungsreiche Erlebnisse zu kinder- und jugendfreundlichen Preisen. Thematisch ist der Super-Ferien-Pass in einen Kinderteil bis 11 Jahre und einen Jugendteil von 12 bis 18 Jahren aufgeteilt. Der Mittelteil enthält altersunabhängige

Angebote, wie z.B. die im Sommer besonders beliebte Badekarte. Mit ihr ist täglich kostenloser Badespaß in den Bädern der Berliner Bäder-Betriebe garantiert. Zusätzlich werden allein in den Sommerferien zahlreiche Plätze und Freikarten zu jeweils rund 80 Ausflügen, Tagesfahrten, Workshops sowie Sport- und Kulturevents im Kinder- und im Jugendteil verlost. Wer nicht sofort ausgelost wurde, hat die Chance, einen der Nachrückerplätze zu ergattern oder kann sich telefonisch auch kurzfristig nach freien Restplätzen erkundigen. Den Super-Ferien-Pass gibt es für 9 EUR u.a. in allen Berliner REWE-Märkten, den Bädern der Berliner Bäder-Betriebe, vielen Berliner Bürgerämtern und Karstadt sports.


Hinaus ins Grüne und ins Wasser

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HEIRATEN TAGEN FEIERN vor den Toren Berlins

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Bis zur Sanierung im kommenden Jahr ist der Eintritt ins Strandbad Müggelsee frei. Allerdings ist der Strand nicht gerade sauber. Foto: M. Gäding

Nur einen Sprung entfernt

Das Schlossgut ist der besondere Ort für Ihre Traumhochzeit, Ihre Tagung oder Ihre Feier. Ob in der sanierten Schlosskirche oder im Gutshaus – wir unterstützen Sie gerne dabei, einen unvergesslichen Tag zu erleben!

BADEN: Für eine erfrischende Abkühlung muss man nicht

immer nach Brandenburg fahren. Rein in die S-Bahn, raus zum See: Man muss nicht unbedingt eine halbe Weltreise planen, um sich in einem See zu erfrischen. Denn im Ostteil der Stadt finden sich etliche Badestellen. Gerade wurde denen von höchster Stelle beste Wasserqualität bescheinigt. Unsere Tipps fürs Baden: Freibad Weißensee: Zentraler geht es nicht. Nur wenige Straßenbahnminuten vom Alexanderplatz entfernt liegt das traditionsreiche Strandbad. In der Hauptsaison kann dort zwischen 10 und 20 Uhr gebadet werden. Eintritt: 5,50, erm. 3,50 Euro. Adresse: Berliner Allee 155, 13088 Berlin. Strandbad Orankesee: Das einzige Freibad in der Region Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf ist umgeben von Villen. Der Sandstrand ist mit Strandkörben bestückt, Kinder haben auf der 52 Meter langen Rutsche ihren Spaß. Außerdem: Beachvolleyballfeld, Imbiss. Geöffnet: 9-19 Uhr. Eintritt: 5, erm. 3 Euro. Adresse: Gertrudstraße 7, 13053 Berlin Freibad Friedrichshagen: Das Seebad bietet alles, was Wasserfreunde suchen: Strand, Strandkörbe, Sprungturm. Wer vom Baden genug hat, kann sich Tretboote oder ein Floß ausleihen. Neben einer Liegewiese gibt es auch einen Sonnensteg. Geöffnet 10 bis 19 Uhr. Eintritt: 5,50, erm. 3 Euro. Adresse: Müggelseedamm 216, 12587 Berlin Flussbad Gartenstraße: Das kleine Bad befindet sich auf dem Gelände eines Kommunikations- und Ausbildungszentrums. Gleich neben dem kleinen Strand befindet sich das Ausflugslokal Krokodil. Adresse: Gartenstraße 46-48, 12557 Berlin. Geöffnet Di-Sa ab 13 Uhr, So ab 11 Uhr, montags geschlossen. Strandbad Grünau: Bequemer geht es nicht, denn die Straßenbahn 68 hält direkt vor der Tür des Strandbades. Vor

Ort erwartet die Besucher ein Nichtschwimmerbereich, ein Sandstrand, eine Liegewiese, Strandkörbe, ein Restaurant und ein Imbiss. Geöffnet 10 bis 18 Uhr. Eintritt: 5,50 Euro. Adresse: Sportpromenade 9, 12527 Berlin. Freibad Wendenschloss: Am Ufer der Dahme liegt dieses Strandbad, das neben einem Sandstrand auch Strandkörbe bereithält. Das Angebot wird komplettiert von einem Kinderspielplatz, einem Volleyballfeld sowie Tischtennisplatten. Geöffnet tgl. 9 bis 21 Uhr. Eintritt: 4 Euro, erm. 3,50 Euro. Adresse: Möllhausenufer 30, 12557 Berlin.

außerdem Stadtinformation Mo-Fr 11-17 Uhr Sa+So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr geöffnet Sozietätsbrauerei & Brennerei Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg www.schlossgut-altlandsberg.eu info@schlossgut-altlandsberg.eu Tel: 033438 151150

Flakensee: Die Badestelle vom Flakensee gehört zwar nicht mehr zu Berlin, ist aber bequem mit der nostalgischen Straßenbahnlinie 87 vom S-Bahnhof Rahnsdorf aus erreichbar. Nahe der Woltersdorfer Schleuse finden sich gleich mehrere Badestellen, für die kein Eintritt verlangt wird. Zur Stärkung bietet sich der Imbiss auf dem Campingplatz an. Adresse: Fangschleusenstraße 40, 15569 Woltersdorf bei Berlin. Sommerbad Wuhlheide: Nur unweit von Karlshorst entfernt befindet sich das Sommerbad mit 25 Meter-Becken, Babyrutsche, Liegewiese und Klettergerüst. Aufgrund seiner Ausstattung ist es auch gut für Menschen mit Behinderung geeignet. Eintritt: 5,50 Euro, erm. 3,50 Euro. Geöffnet: tgl. 10 bis 20 Uhr. Adresse: Treskowallee 211, 12459 Berlin. Strandbad Müggelsee: Das Pendant zum Strandbad Wannsee steht kurz vor seiner Sanierung. Dennoch kann dort gebadet werden, und das bei freiem Eintritt. Kinderfreundlich ist die weite Flachwasserzone. Geöffnet täglich ab 9 Uhr. Adresse: Fürstenwalder Damm 838, 12589 Berlin. Unter www.badegewaesser-berlin.de sind alle 39 Berliner Badestellen aufgelistet.

Ihr Bezirks-Journal begleitet Sie in den Urlaub. Auch in den Ferien müssen Sie nicht auf Ihre geliebte Monatszeitung verzichten. Das Bezirks-Journal gibt es als E-Paper kostenfrei unter https://bezirks-journal.de/ aktuelle-ausgabe/ Noch mehr Tagesaktuelles aus Ihrer Region stellen wir außerdem unter https://www.lichtenbergmarzahnplus.de/ zusammen.


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Hinaus ins Grüne und ins Wasser

Sommer in der Stadt

FERIENTIPPS: Berlin hat vor allem jetzt viel zu bieten, die Auswahl für Unternehmungen ist groß. Wir stellen einige Höhepunkte der kommenden Tage vor.

Abends in die zahlreichen Museen der Stadt, auf historischen Pfaden durch den Tierpark wandeln oder starken Männern in Röcken zuschauen: All das ist in den kommenden Wochen in Berlin möglich. Das Bezirks-Journal hat einige Programmhöhepunkte zusammengestellt. After-Work-Touren durch den Tierpark Berlin: Nachdem die Eingangstore abends geschlossen wurden, eine Runde durch den Tierpark drehen – dieses Erlebnis machen die After-Work-Touren möglich. Gehen alle Tierparkbewohner sofort ins Nachtquartier? Oder gibt es Tiere, die lieber unter freiem Himmel bleiben möchten - und auch dürfen? Und wer wird am Abend eigentlich erst richtig wach? Ein Guide unternimmt mit Besuchern eine spannende Tour durch Europas größten Landschaftstiergarten. Nächster Termin: 27. Juli, 18.30 Uhr. Treffpunkt ist der Tierpark-Eingang Bärenschaufenster. Tickets kosten 20 Euro. Berliner HighlandGames: Diese Veranstaltung gehört schon zum festen Punkt im Berliner Veranstaltungskalender. Am ANZEIGE

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr fahren auch 2018 zur Langen Nacht der Museen Oldtimerbusse in die Berliner Kieze. Foto: Kulturprojekte Berlin/ Oana Popa 21. und 22. Juli liefern sich jeweils von 11 bis 17 Uhr wieder Männer in schotti-

schen Röcken einen wahren Wettkampf im Hammer- und Baumstammwerfen. Musik, Gaukler und kleine Buden sorgen für richtige Volksfeststimmung. Ort: Gärten der Welt, Eisenacher Straße 99, 12685 Berlin. Eintritt: 7 Euro. Lange Nacht der Museen: Am 25. August öffnen zum mittlerweile 38. Mal 80 Museen ihre Pforten, und das von 18 bis 2 Uhr. Die Besucher dürfen mit nur einem Ticket alle Häuser besuchen und haben die Qual der Wahl zwischen 800 eigens auf die Beine gestellten Veranstaltungen. Neben großen Häusern wie dem Technikmuseum oder dem Alten Museum freuen sich auch die vielen Regionalmuseen der Bezirke auf Besucher. Die können unterschiedliche Sonderrouten mit BVG-Bussen nutzen. Wegen der großen Nachfrage im letzten Jahr gibt es erneut die Kieztouren in Oldtimerbussen der BVG aus den 60er- und 70er-Jahren. Sie steuern Berlins Bezirksmuseen an und machen unterwegs mit dem Kiez links und rechts des Weges bekannt. Die vier Touren führen nach Schöneberg/Tempelhof, Kreuzberg/Neukölln, Charlottenburg und Prenzlauer Berg/ Lichtenberg. Eine Anmeldung ist erforderlich (pro Tour 3,00 Euro). Tickets für die Lange Nacht gibt es bis zum 13. August an allen Automaten der BVG und SBahn sowie online für 12 statt 18 Euro. Außerdem gelten sie – mit Ausnahme der Oldtimerbusse – als Fahrkarte für den ÖPNV. Mehr Infos unter www.langenacht-der-museen.de MuseumsSommer: Bis Ende August locken hochrangige Ausstellungen der Berliner Museen in wohltemperierte Räume. Draußen kann man in Höfen und Gärten Picknicks, Konzerte oder kleine feine After-Work-Events genießen. Zum dritten

Mal präsentiert das MuseumsJournal Berlin eine spezielle Open-Air-Filmreihe zu „Fotografie im Film“ im Podewil (immer mittwochs, Juli bis August). Infos unter www.museumssommer.de FEZitty - Die Hauptstadt der Kinder: Eine gute Tradition ist diese Reihe für Kinder von 6 bis 14 Jahren im Freizeitund Erholungszentrum FEZ in der Wuhlheide. Kinder schlüpfen in die Rolle von Bürgermeister, Architekt, Gärtner oder Bankier, managen ihre eigene Stadt, treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung. Ein Projekt ist es, einen neuen Stadtteil zu planen, zu entwickeln und zu bauen. Geöffnet ist bis 18. August wochentags von 10 bis 17 Uhr. Das Tagesticket kostet 4 Euro. Infos unter www. fez-berlin.de Rokoko-Fest auf Schloss Friedrichsfelde: Das frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde bildet den Mittelpunkt im Tierpark. Am Wochenende vom 18. bis 19. August lädt das Schloss Friedrichsfelde zum 9. Großen Rokoko-Fest ein. Zum regulären Tierpark-Eintritt kann sich der Besucher ab 10 Uhr auf dem Schlossmarkt mit Café, Schauspiel, historischen Tänzen und vielen höfischen Überraschungen auf eine einmalige Zeitreise begeben und sich in das 18. Jahrhundert entführen lassen. Mit einer Kutsche kann der Schlosspark, der heutige Tierpark Berlin, erkundet werden. Es werden Pferdedressuren, Labyrinthspiele und Fechtshows und vieles mehr präsentiert. Über 300 Darsteller versetzen die Besucher an diesem Wochenende in die Zeit Friedrich des Großen. Für die kleinen Schlossbesucher werden Märchen, Theater und historische Spiele geboten. Ort: Am Tierpark 125, 10319 Berlin. Weitere Infos: www.schloss-friedrichsfelde.de


BEZIRKS-JOURNAL | MARZAHN-HELLERSDORF

AUS DEM BEZIRK

Ein Garten für alle

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KIEZPROJEKT: Auf einer Brachfläche ist innerhalb weniger Monate der Biesdorfer Gemeinschaftsgarten entstanden. Das Konzept begeistert nicht nur das Bezirksamt, sondern auch viele Nachbarn. Von Steffi Bey.

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er Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat das 4.000 Quadratmeter große Grundstück zur Verfügung gestellt: In der Lötschbergstraße entsteht der Gemeinschaftsgarten Biesdorf. Zwei Wochen nach der ersten Infoveranstaltung wurde bereits umgegraben: Familien mit kleinen Kindern, Ältere und Jugendliche trafen sich an der Ecke Lötschbergstraße und Bruchgrabenweg. Sie hatten Gartengeräte dabei und Proviant. Gut gelaunt waren alle und motiviert, das gemeinsame Projekt zu starten. Die Idee dazu hatte Pascal Grothe. Der 25-Jährige, der in der Immobilienbranche arbeitet, wuchs in diesem Ortsteil auf und erinnert sich noch gerne an die Zeit, als er mit seiner Oma im Gemüsegarten Mais und Kartoffeln anbaute. „Zu Berlin gehören und dörflich bleiben“, ist seine Intension. Biesdorf dürfe auf keinen Fall eine Bettenstadt werden. Deshalb möchte er mit dem Gemeinschaftsgarten das ursprüngliche Miteinander erhalten und Kindern aus zugezogenen Familien ganz praktisch vermitteln, woher die Lebensmittel kommen. Dass sein Vorhaben sowohl im Bezirk als auch bei etlichen Bewohnern sofort auf offene Ohren stieß, hatte Grothe gar nicht erwartet. Im Januar gab es ein Gespräch im Bezirk und das Grundstück wurde der Initiative zur Nutzung angeboten. Über die Website und Facebook sowie durch ein paar Aushänge am Bahnhof meldeten sich innerhalb kurzer Zeit etwa 20 Leute. Darunter Landschaftsarchitekten, ein Imker und Biesdorfer, die Lust und Zeit zum Gärtnern mitbringen. Inzwischen ist eine ansehnliche Fläche entstanden. Es gibt jede Menge alte Obstbäume und viele neue Beete auf denen Radieschen, Tomaten, Kartoffeln sowie Schoten wachsen. Auf einem kleinen Hügel recken sogar zwei Weinstöcke ihre Blätter Richtung Süden. Umrandet sind die großen Beete mit Steinen, die von den Hobbygärtnern

FOTO: STEFFI BEY

Pascal Grothe konnte für den Gemeinschaftsgarten etwa 20 Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen.

während der ersten Arbeitseinsätze ausgegraben wurden. „Das Grundstück war total zugewachsen, überall lagen Gartenabfälle und jede Menge Totholz“, berichtet Pascal Grothe. Vertrocknete Zweige und Äste dienen jetzt teilweise als provisorische Begrenzung. Auch Schilder weisen darauf hin, um was für ein Projekt es sich handelt. „Jeder kann zu uns kommen, gerne spontan und nach Lust und Laune etwas anpflanzen oder auch ernten“, sagt der junge Biesdorfer. Es sollte allerdings einheimisches Pflanzgut sein. Einen Wege- oder Saatplan gebe es nicht. „Wir wollen ungezwungen handeln“, betont Pascal. Und so legten die Gemeinschaftsgärtner ihre Beete entlang der zufällig entstandenen Trampelpfade an. Zum „harten Kern“ gehören rund 10 Leute. Gerlinde Parchmann samt Tochter und Enkelsohn ist von Anfang an dabei. „Weil es mir Spaß macht, ich bin gerne körperlich aktiv und an der frischen Luft“, erklärt die 64-Jährige. „Ich liebe die Natur und finde das Projekt wunder-

Jeder Dritte Baum gefährdet Ein Drittel der Bäume entlang der Lemkestraße in Mahlsdorf muss womöglich gefällt werden. Das geht aus einem Gutachten hervor, das vom Bezirksamt in Auftrag gegeben wurde. „Für 19 Bäume wird (...) aufgrund fehlender Standund Bruchsicherheit, zum Teil in Verbindung mit sichtbar eingeschränkter Vitalität, eine Fällung empfohlen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, heißt es in einer Mitteilung der Straßen- und Grünflächenverwaltung. Die Untersuchung war in Auftrag gegeben worden, weil die Lemkestraße komplett saniert wird. Demnach stehen zwischen der Kieler Straße und der Donizettistraße 60 Bäume, meist Linden, in einigen Fällen auch Ahorne. Die Bäume seien zwischen 80 und 100 Jahre alt. Ein Großteil kann noch zwischen 10 und 15 Jahren stehen bleiben, erklären die Experten.

Auf Basis des angefertigten Gutachtens werden nun unterschiedliche Varianten der Straßenplanung erarbeitet. Durch die angedachte Verbreiterung der Gehwegfläche sowie einer Verengung der Fahrbahn könne zusätzlicher Platz für die Wurzelentwicklung entstehen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf verfolge das Ziel, die Bäume, deren Erhalt möglich ist, im Bestand zu sichern. Für notwendige Fällungen werden im weiteren Verfahren in Abhängigkeit des Leistungsbestandes Ersatzpflanzungen geplant, um den Charakter der Straße zu erhalten. Das Gutachten kann nun im Büro des Bezirksstadtrates für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen inklusive aller Messergebnisse eingesehen werden. Um vorherige Anmeldung unter der Rufnummer 030 90293 2601 wird gebeten. (bzj.)

bar“, ergänzt Christina Darian. Pascal Grothe schätzt noch etwas anderes: „Es ist toll zu erleben, wie Menschen ganz unterschiedlicher Altersgruppen durch die gemeinsame Gartenarbeit zusammenwachsen“, betont er. Auch einige Nachbarn, die anfangs mehr Skepsis als Wohlgefallen zeigten, reagieren mittlerweile freundlich und aufgeschlossen auf „die Neuen“. „Weil sie sehen, dass auf dem Grundstück etwas Positives passiert“, ist der Initiator überzeugt. Einige spendierten sogar Pflanzen oder gaben ein paar gefüllte Gießkannen heraus. Noch gibt es keinen Wasseranschluss für das Gelände. Dankbar sind die Biesdorfer deshalb vor allem auch der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf, die während der großen Hitzewelle in den vergangenen Wochen Wassertanks zur Verfügung stellte. Auch ein Zaun, der einen Schutz zur Straße und zum Bahndamm bildet, wird noch gebraucht. Zwei insgesamt etwa 50 Meter lange Rollen und Pfähle sind zwar vor Ort, müssen aber noch in den Boden gebracht werden. „Für die Begrenzung

ist der Bezirk verantwortlich, schließlich halten wir ja auch das Grundstück sauber und ordentlich“, erklärt Pascal Grothe. Die „gesponserten 50-Meter“ hält er für einen „guten Anfang“. Christian Gräff, CDU-Politiker aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, besuchte kürzlich die Biesdorfer Initiative. Und versprach: „Ich werde Freie Träger in Marzahn-Hellersdorf ansprechen, die dann vielleicht den Zaun einbauen.“ Pascal Grothe und seine Mitstreiter freuen sich über noch mehr Freiwillige, die das Projekt mit Leben erfüllen wollen. Im Herbst ist beispielsweise ein kleines Erntedankfest geplant. Außerdem soll es künftig Bildungsangebote für Kitas und Schulen geben. Fest steht: Ein Imker wird im hinteren Bereich Bienenvölker aufstellen. Angestrebt wird zudem die Vereinsgründung. Und für die Kleinen gibt es bereits jetzt etwas Besonderes: einen Kletterbaum. Wer Interesse hat, kommt vorbei. Termine sind unter www.gemeinschaftsgarten-biesdorf.de zu finden.

Trauer & Abschied Die SPD Marzahn-Hellersdorf trauert um

Siegfried Schulz *23.03.1937 † 28.06.2018 Mit großem Bestürzen haben wir das Ableben unseres lieben Genossen Siegfried Schulz zur Kenntnis nehmen müssen. Nach langen, schweren Krankheiten schloss er am 28. Juni 2018 für immer die Augen. Jahrzehntelang erlebten wir Siegfried als einen der aktivsten Genossen in unserem Bezirk und langjähriges Mitglied im Kreisvorstand der SPD Marzahn-Hellersdorf. Wenn jemand das Wort „Parteifreund“ in positiver Hinsicht verdient, so war es Siegfried. Wir werden die vielen liebenswerten Augenblicke mit Siegfried nie vergessen. Adieu – Siegfried! Iris Spranger Kreisvorsitzende SPD Marzahn-Hellersdorf

Ulrich Brettin Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf


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BEZIRKS-WIRTSCHAFT

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Bezahlbares Tischlerhandwerk

SERIE „STARTUPS IM FOKUS“: Marko Brux und seine 21 Mitarbeiter stellen in Lichtenberg handgefertigte Möbel her. Von Angelika Giorgis.

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Wir suchen Verstärkung für unser Team! Wäschereimitarbeiter (m/w) Fahrer (m/w) mit FS-Klasse C/CE für Tagestouren Verkaufsberater (m/w) Außendienst Kundenbetreuer (m/w) im Innendienst auf 450 €-Basis Weitere Informationen unter www.mietwaesche.de

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ls Marko Brux Ende der 1990erJahre nach der zehnten Klasse eine Lehrstelle suchte, wusste er, dass das Handwerk gerade massiv Ausbildungsplätze abbaut und es darum schwer würde, sich diesen Traum zu erfüllen. Dennoch hatte er Glück und fand bei einer Tempelhofer Tischlerei hervorragende und verständnisvolle Lehrmeister. So wurde er Bau- und Möbeltischler. Heute, fast zwei Jahrzehnte später, ist Brux sein eigener Chef und beschäftigt 21 Mitarbeiter. Die Selbstständigkeit ist ihm so gut wie in die Wiege gelegt worden. Der Opa war Bootsbauer und die Eltern besaßen eine eigene kleine Bautischlerei. Aber er wollte kreativer sein und hochwertige, stilvolle und zeitlose Möbel fertigen. Also gründete er nach dem Zivildienst eine Ich-AG. Mangelnde Erfahrungen in Betriebswirtschaft und im Umgang mit Kunden waren schlechte Voraussetzungen für Erfolg. Er gab auf und kehrte in die elterliche Werkstatt zurück. Dort baute er Einzelstücke, die er zwar über Ebay vertrieb, aber damit kein Geld verdiente. Also setzte er sich wieder auf die Schulbank, lernte und bestand seine Meisterprüfung mit Auszeichnung. Nun wollte der junge Mann Architektur studieren. Wie das Leben manchmal so spielt, wurde er mit 22 Jahren zum ersten Mal Vater. Um die Familie zu ernähren, teilte er sich in der Friedrichshainer Neue Bahnhofstraße mit einem alteingessenen Meister die Werkstatt. Heute sagt er, die Arbeit sei relativ übersichtlich gewesen und die Aufträge hielten sich in Grenzen. Aber er erkannte, dass der Umgang mit Privatkunden sehr viel mit Emotionen zu tun hat und begann die Beratung in den Vordergrund zu stellen. Er legte Wert auf Details und bezog diese ins Kundengespräch mit ein. „Viele Tischler bauten schon schöne Möbel. Aber sie arbeiteten hauptsächlich mit einfachen Zeichnungen. Der Kunde wusste nicht konkret, was er bekommt. Es war für ihn wie eine Überraschungstüte“, erzählt der junge Meister. Darum begann er die Zeichnungen im 3D-Format zu fertigen. So sahen seine Kunden: Der baut nicht nur Kisten, sondern hat Ahnung von seinem Fach – und Visionen. Neue Mieter wollten in Friedrichshain Ruhe in ihren Häusern und keine Werkstatt im unteren Geschoss. Außerdem stiegen die Gewerbemieten. Brux suchte nach einer Alternative. Seit 2013 arbeitet seine Firma nun in der Lichtenberger Josef-Orlopp-Straße auf einem Gelände, wo früher der Konsum eine Metzgerei hatte und Brot gebacken wurde. Brux ließ und lässt die Räume der alten Bäckerei – rund 650 Quadratmeter – Stück für Stück instandsetzen und modernisieren. Auch die Möbel im Pausenraum und in den Büros wurden selbst gefertigt und zeugen von der Fantasie ihrer Erbauer.

FOTO: TISCHLEREI BRUX

Eine von der Tischlerei Brux hergestellte Küche.

Brux’ erster Mitarbeiter kam aus Russland und hatte eine Umschulung als Tischler absolviert. Die Deutschkenntnisse waren mäßig, aber die Motivation hoch. Das Einstiegsgehalt lag bei 8,50 Euro pro Stunde. Das stieg mit wachsendem Umsatz und Erfolg der Firma. Heute ist er die rechte Hand seines vier Jahre jüngeren Chefs. Neben den Facharbeitern gehören zwei Fachplaner eine Innenarchitektin und Kaufleute zum Team. „Mittlerweile können wir es uns auch leisten, Aufträge abzulehnen, wenn sie nicht ins Produktionsprogramm passen“, erzählt Brux. Am Liebsten baut er Möbel für Wohn- und Schlafzimmer, für Küchen und manchmal auch für Bäder in Eigentumswohnungen oder Häusern. Sein Team hat sich darauf spezialisiert, Angebote und Entwürfe mit einem übersichtlichen Budget zu machen. Die Arbeiten sind einzeln aufgelistet. Drei bis vier Tage benötigen die Fachleute etwa für die Entwurfsplanung einer 100 Quadratmeter großen Wohnung. „In dieser Zeit gibt es einen regen E-MailVerkehr“, erzählt der Tischlermeister. Manche Dinge, die der Kunde wünscht, gefallen ihm zum Schluss nicht immer. „Aber der Kunde will es dann so“, sagt er schmunzelnd. „Eine vom Handwerker gefertigte Küche muss nicht teurer sein als eine Markenküche aus dem Küchenstudio. Bei uns entfällt der Handel. Der Kunde bezieht die Ware direkt“, erklärt Brux. So kann eine Küche beispielsweise ab ca. 8.000 Euro erworben werden. „Wir haben aber auch mehrfach schon Küchen für 60.000 oder 80.000 Euro verkauft. Gestern verließ die erste Küche unsere Werkstatt, die mehr als 100.000 Euro kostete.“ Mittlerweile hat Brux bei einem Freund im Stilwerk an der Kantstraße eine Referenz stehen. Die meisten Kunden kommen jedoch auf Empfehlung. „Wir bitten nach Abschluss unserer Arbeiten um eine Bewertung im Internet und haben dort 5,9 von sechs Sternen erreicht. Politiker, Künstler, auch viele Firmen wie beispielsweise die Deutsche Bahn haben ihm Aufträge erteilt. Auch die Konferenzräume von Stiftung Warentest wurden von der Firma Marko Brux ausgebaut.


BEZIRKS-JOURNAL

TIPPS & TERMINE FÜR LICHTENBERG, HOHENSCHÖNHAUSEN, MARZAHN-HELLERSDORF & DAS UMLAND

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Stadtbibliothek Kaulsdorf-Nord.

MUSIK | KONZERTE Glamrockfete: Ein Tribut an David Bowie gibt es am 17. August, 18.15 Uhr. Auf der Bühne stehen The Young Dudes und Glam Gang. Nach dem Konzert Party in der KISTE Hellersdorf. Karten für 21 Euro. Ort: Biesdorfer Parkbühne.

Milieu: Ausstellung mit Arbeiten von Katharina Aigner, Maria Eichhorn, Marylin Green, Siska Katrine Jörgensen, Stephanie Taylor, Mirjam Thomann, Jenni Tischer und Titre Provisoire. Zu sehen bis zum 28. Juli. Ort: after the butcher.

Sachsenzweier: Deutschrock am 18. August, 17.30 Uhr mit Lift und Renft. Karten: 23 Euro. Ort: Biesdorfer Parkbühne.

Skulpturen von Marie-Luise Bauerschmidt: Ausstellung bis zum 19. August. Eintritt frei. Ort: Kulturhaus Karlshorst.

Melodienzauber: Klassik Open-Air Konzert am 20. Juli, 17 Uhr, auf dem Barnimplatz mit dem Duo Johanna Blackstone (Sopran) und Milan Kristin (Akkordeon). Eintritt frei. Veranstalter: Berliner Tschechow-Theater.

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Sommerkonzert in der Schlosskirche: Zuhörer können am 28. Juli, 19 Uhr, wählen, ob sie entweder Bach und Chopin oder aber „Das Tier in der Musik“ hören wollen – beim Wunschkonzert in der Schlosskirche Altlandsberg. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. (Ope)rette, wer sich kann: Auftritt von Stars des früheren Berliner Metropoltheaters und dem Salonquintett „Esprit“ am 2. September, 15 Uhr. Eintritt: 19 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn. Saitenklang und Missetat: Konzert und Lesung mit Werken von Wilhelm Busch, vorgetragen und interpretiert von Gunter Schoß und Frank Fröhlich am 14. September, 20 Uhr. Eintritt: 18 Euro, Abendkasse 21 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn.

FOTO: UMWELTBÜRO LICHTENBERG

WANDERUNG ZU ALLEEN: Eine alte Baumallee führt über das Gelände des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge. Sie ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere, sorgt aber auch dafür, dass Schadstoffe und Abgase aus der Luft gefiltert werden. Viele weitere spannenden Informationen gibt es am 12. August bei einer Führung zu den Lichtenberger Alleen. Die Leiterin des Umweltbüros Lichtenberg, Doreen Hantuschke, stellt den Wanderern die Alleen vor. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Bahnhof Lichtenberg, Ausgang Frankfurter Allee Ecke Siegfriedstraße.

THEATER & KABARETT

sehen bis zum 16. September. Eintritt frei. Ort: Freizeitforum Marzahn.

der Wuhletaler Fotofreunde, zu sehen bis zum 31. Juli tgl. von 13 bis 21 Uhr. Ort: Citygolf

Das Spiel von Liebe und Zufall: Theaterstück von Pierre Carlet de Marivaux am 24. August, 19 Uhr. Regie: Andreas Hueck. Karten: 14 Euro. Ort: Domänenhof, Schlossgut Altlandsberg.

Zeichnungen und Aquarelle: Bilder des Malers, Grafikers und Pressezeichners Hanshermann Schlicker, zu sehen bis zum 16. November. Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 2.

„Landschaften von gegenständlich bis abstrakt“: Aquarelle von Petra Budras, zu sehen bis zum 31. Juli. Eintritt frei. Ort: Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“

„Wunderliches über und von Karl Valentin“: Humorvoller Nachmittag mit der Schauspielerin Uta Ernst am 11. September, 14 Uhr. Eintritt: 2,50 Euro, Kaffeegedeck: 2 Euro. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem SeniorenServiceBüro Marzahn-Hellersdorf. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 030 56497401. Ort: Kompass/ Stadtteilzentrum Hellersdorf-Süd.

Bilder und Skulpturen: Werke von Sonja Eschefeld sind bis zum 29. August zu sehen. Eintritt frei. Ort: Galerie 100.

Sichtweisen/ Meine bunte Welt: Ausstellung von Ursula Wiemer und Elke Lewandowski. Zu sehen bis zum 12. August. Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten. Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten.

Maritimes: Fotografien von Dünen, Wellen und Leuchttürmen präsentiert der Fotograf Harald Jastram bis zum 24. September. Eintritt frei. Ort: Bodo-Uhse-Bibliothek. „Brunnen und andere Feuchtgebiete“: Fotos

„Constance - das Leben ist lebenswert! Gefangen im eigenen Körper“: Ausstellung mit Bildern der Fotografin Anne-Kathrin Benz. Zu sehen bis zum 30, August. Eintritt frei. Ort: ANZEIGE

AUSSTELLUNGEN ZEITEN: Werke von Gisela K. Neumann (Malerei) und Michael Klein (Skulptur), zu sehen vom 21. Juli bis 31. August. Vernissage am Sonnabend, den 21. Juli, 18 Uhr. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide. Figurinen und Figuren: Ausstellung mit Werken von Marianne Kühn-Berger und Kuft-Hermann Kühn. Zu sehen vom 3. August bis 20. September. Vernissage: 2. August, 19 Uhr. 02.08.2018, 19 Uhr. Ort: Galerie Ost-Art. Welcome inside my brain: Druckgrafik von Patrick Fauck, zu sehen vom 10. August bis 20. September. Vernissage: 9. August, 19 Uhr. Ort: Studio Bildende Kunst. Mies – sitzen und liegen 03: Doppelausstellung zum Mobiliar des Bauhaus-Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Eintritt frei. Ort: Mies van der Rohe-Haus. Landesfotoschau Berlin-Brandenburg: Ausstellung der Gesellschaft für Fotografie. Zu

MUSIK AUF DEM SCHLOSSGUT 14.07.2018 19 Uhr 28.07.2018 19 Uhr 11.08.2018 19 Uhr

Konzert „Armin & Armin“ – Klangwechsel* Klavier-Soloabend, Wunschkonzert* Orgel-Sommerkonzert, Kirche Wegendorf* (Shuttleservice von Altlandsberg wird organisiert)

KINO IN DER SCHLOSSKIRCHE 21.07.2018 20 Uhr 18.08.2018 20 Uhr

HEIRATEN | TAGEN | FEIERN

Drei Tage in Quiberon Death of Stalin

UNTERWEGS IN ALTLANDSBERG 27.07.2018 20 Uhr 12.08.2018 10 Uhr

THEATER 20.07.2018 19 Uhr

Stadtrundgang mit dem Nachtwächter Stadtführung mit Marktfrau Arnstein Russischer Abend mit dem Theater 89

Tickets unter www.reservix.de oder in der Stadtinformation. *Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten. Krummenseestraße 1 15345 Altlandsberg www.schlossgut-altlandsberg.eu info@schlossgut-altlandsberg.eu Tel: 033438 151150

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RESTAURANT SOZIETÄTSBRAUEREI & BRENNEREI Besuchen Sie das Schlossgut Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr Sa/ So 11-16 Uhr Restaurant tgl. ab 12 Uhr

VORTRAG | LESUNG Kunst-Café in der Villa Skupin: Elke Melzer spricht am 18. Juli, 15.30 Uhr, über den Maler Albrecht Dürer. Eintritt: 3,50 Euro. Ort: Studio Bildende Kunst. „Ein Bezirk entsteht…“: Dr. Renate Schilling vom Heimatverein Marzahn-Hellersdorf referiert am 7. August, 14.30 Uhr, zur Entstehungsgeschichte von Marzahn und Hellersdorf ab 1970“. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter Tel. 030 56497401 gebeten. Ort: Kompass/ Stadtteilzentrum Hellersdorf-Süd.

GESCHICHTE ausgegrenzt – verfolgt – ermordet: Ausstellung über das Schicksal von Sinti und Roma zwischen 1933 und 1945. Zu sehen bis 1. August. Eintritt frei. Ort: Museum Lichtenberg. Gott und die Welt: Sonderausstellung des Bezirks-Museums Marzahn-Hellersdorf, zu sehen bis zum 19. August. Eintritt: frei. Ort: BezirksMuseum Marzahn-Hellersdorf. Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941-1945. Dauerausstellung. Eintritt frei. Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst.

UMWELT & NATUR Aus Liebe zur Biene: Blütenwanderung mit dem Imker Sebastian Winkler am 19. August, 14 Uhr. Eintritt frei. Ort: Naturhof Malchow.

KINDER & FAMILIE Der Traumzauberbaum und Mimmelitt: Auftritt des Reinhard-Lakomy-Ensembles am 19. August, 15 Uhr. Karten 20, erm. 15 Euro. Ort: Biesdorfer Parkbühne.

ADRESSEN, KONTAKTE & ÖFFNUNGSZEITEN after the butcher - Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen, Spittastr. 25, 10317 Berlin, geöffnet nach Vereinbarung unter Tel. 0177 6487212 Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030 902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr. Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin, Tel. 030 93661078. Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, AltMarzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030 54790921, Internet: www.museum-marzahn-hellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr. Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5, 12683 Berlin. Bodo-Uhse-Bibliothek am Tierpark, ErichKurz-Straße 9, 10319 Berlin, Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do, Fr 9-19 Uhr; Mi 13-19 Uhr; Sa 9-15 Uhr. Citygolf und Golferia Berlin, Wittenberger Str. 50, 12689 Berlin, Tel.: 030 93497395, Öffnungszeiten täglich von 13:00 bis 21:00 Uhr, Internet: www.golferiaberlin.de Deutsch-Russisches Museum BerlinKarlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel. 030 501508-10. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr. Evangelische Kirchengemeinde BerlinHellersdorf, Glauchauer Str. 7, 12627 Berlin, Tel. 030 9918013. Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091. Galerie 100 und Kunstverleih, Konrad-Wolf-

Straße 99, 13055 Berlin, Telefon 030 9711103. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-15 Uhr, Sa 13-17 Uhr. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Tel. 030 98608230. Infos: www.stiftung-hsh.de KOMPASS/ Klub 74 - Haus im Stadtteil, Kummerower Ring 42, 12619 Berlin, Tel. 030 56497401. Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin, Tel. 030 475940610. Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-19 Uhr, So 14-18 Uhr. Mies van der Rohe Haus, Oberseestraße

60, 13053 Berlin, Telefon 030 97000618. Öffnungszeiten: Di bis So 11-17 Uhr. Mittelpunktbibliothek „Ehm Welk“, Alte Hellersdorfer Str. 125, 12629 Berlin, Tel. 030 9989526. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 11-17 Uhr; Mi, Fr 11-15 Uhr Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, Tel. 030 5779738812/18. Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-18 Uhr. Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, Ribnitzer Straße 1 b, 13051 Berlin, Telefon 030 9627710, Öffnungszeiten: Mo-Do 10-13.30 Uhr/ 15-18 Uhr, Fr 10-13 Uhr. Naturhof Malchow, Dorfstraße 35, 13051 Berlin, Tel. 030 9279930, www.naturschutzmalchow.de Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683

Berlin, tgl. 10-18 Uhr. Schlossgut Altlandsberg, Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg, Tel. 033438 151150. Stadtteilbibliothek Kaulsdorf Nord, Cecilienplatz 12, 12619 Berlin, Tel. 030 5636705. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 12-19 Uhr; Mi, Fr 9-13 Uhr Stasi-Museum/ASTAK e.V., Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 5536854, Internet: www.stasimuseum.de. Eintritt: Erwachsene 6, erm. 3-4,50 Euro. Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin, Tel. 030 5532276. Umweltbüro Lichtenberg, Passower Str. 35,13057 Berlin, Tel. 030 92901866. Volkshochschule Lichtenberg, Paul-JuniusStraße 71, 10369 Berlin, Tel. 030 90296-5971.


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BEZIRKS-LEBEN

MARZAHN-HELLERSDORF | BEZIRKS-JOURNAL

Das besondere Date auf der Wiese

MAHLSDORF: Im Pestalozzi-Treff startete eine neue Veranstaltungsreihe für ein besseres Miteinander: das Nachbarschaftsdinner. Von Steffi Bey.

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in bisschen verloren stehen zwölf Tische im großen Gemeinschaftsgarten an der Pestalozzistraße. Mitarbeiter und freiwillige Helfer vom Pestalozzi-Treff haben sie zu einer langen Tafel aufgebaut: Liebevoll zusammengeschoben, dazu 50 Stühle platziert und das Mobiliar mit Blumenvase, Wasserkaraffen und einer einzigen leuchtend gelben Tischdecke dekoriert. Aus dem Lautsprecher dringen beschwingte Jazz-Rhythmen. „Es kann losgehen, die Gäste können kommen“, sagt Gabriele Fichtner und blickt erwartungsvoll zum Eingang. Aufgeregt sei sie nicht, sagt die Leiterin vom Mahlsdorfer Stadtteilzentrum. Aber gespannt, wer beim ersten Nachbarschaftsdinner mitmacht. Mit dieser neuen Veranstaltungsreihe wollen die Initiatoren ein noch besseres Miteinander im Kiez ankurbeln. Viele Familien mit Kindern seien in den vergangenen Jahren hergezogen und Vieles sei eben anonym. Mit dem unkommerziellen, fröhlichen Picknick sollen alte und neue Nachbarn ins Gespräch kommen. „Wir wünschen uns einen lockeren Aus-

tausch mit GleichGabriele Fichtner gesinnten“, bringt und ihre Tochter soes Gabriele Fichtwie Diätassistentin ner auf den Punkt. Catrin Bechimer wa1.000 Flyer verren ebenso dabei. teilten sie und Auch wenn die ihr Team in den lustige Runde wie zurückliegenden eine Familienfeier Wochen im Gewirkte, am Ende wabiet rund um den ren sich die NachS-Bahnhof Mahlsbarn nicht mehr dorf. Auch Stammfremd. Sie sprachen FOTO: STEFFI BEY besuchern der über ihren Kiez, die Begegnungsstätte, Beim Picknick sollen alte und neue Nachanhaltenden Verbarn miteinander ins Gespräch kommen. die der Humaniskehrsprobleme, über tische Verband Kindererziehung Deutschlands (HVD) betreibt, wurde und tauschten Rezepte aus. die Premiere schmackhaft gemacht. Ingrid und Günter Köhler gefällt die Und gleich ein paar Regeln erklärt: So Dinner-Idee richtig gut. „Wir sind daran sollen die Teilnehmer Geschirr, Besteck interessiert, Menschen kennenzulernen und Trinkbecher mitbringen - egal ob und hofften, hier auch alte Bekannte zu aus Plastik oder Porzellan – und einen treffen“, sagt der 73-Jährige. Das Paar gefüllten Picknickkorb. hat seit vielen Jahren ein WochenendUm es vorwegzunehmen: Zum ersten grundstück in Mahlsdorf. Zum Essen Nachbarschaftsdinner kamen nur sie- steuerten sie gegrillte Kammscheiben, ben Gäste: eine junge, vierköpfige Fami- Tomaten und Saft bei. lie, ein älteres Ehepaar und eine Dame. Linda Platzeck und Stefan Haschke

kamen mit ihren beiden Kindern. „Wir verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen – Abendbrotessen, neue Leute kennen lernen und draußen sein“, sagt die junge Mutter. Dass nur so Wenige der Einladung folgten, findet sie schade. Die 62-Jährige Helga ist dabei, weil sie Anschluss sucht. „Ich bin zum ersten Mal hier auf diesem Grundstück und positiv überrascht“, sagt sie. Bis kurz vor 20 Uhr dauerte das besondere Picknick. Vor allem die von Catrin Bechimer gemixten Smoothies und Dips kamen gut an. Aus Sicht der Begegnungsstätten-Leiterin war die Premiere auf der Wiese auf jeden Fall ein Erfolg. „Es ist ein Anfang, man muss auch mal was ausprobieren“, findet sie. Und hofft natürlich, dass beim nächsten Mal, am 31. August, ab 18 Uhr, noch mehr neugierige Nachbarn ihren Picknick-Korb in der Pestalozzistraße 1A auspacken. Weitere Infos zum Angebot des Stadtteilzentrums unter www. pestalozzitreff.de

Sanierter Brunnen schon wieder trocken

MARZAHN: Erst vor einem Jahr wurde das Wasserspiel auf dem Victor-Klemperer-Platz instandgesetzt. Nun sind dort Schäden aufgetreten.

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aren es schludrige Arbeiten, Vandalen oder gar grundlegende Konstruktionsfehler? Der erst Ende vergangenen Sommers nach langwierigen Sanierungsarbeiten wieder in Betrieb genommene Brunnen auf dem Victor-Klemperer-Platz vor dem Freizeitforum Marzahn (FFM) wurde Ende Juni wieder trockengelegt. Laut Auskunft des zuständigen Stadtrats Johannes Martin (CDU) weist er einen Haarriss auf. Zur Ursache kann er noch nichts sagen: „Die Untersuchung und Auswertung läuft noch.“ Trotz großer Hitze wird der Brunnen, der von vielen Kindern mangels ande-

FOTO: WWW.LICHTENBERGMARZAHNPLUS.DE/ BIRGITT ELTZEL

Kein Jahr sprudelte im Brunnen das Wasser. Nun bleibt er vorerst trocken.

rer Alternativen gern auch als Plansche genutzt wird, so schnell nicht wieder in Betrieb gehen können. Vermutlich bleibt die Trockenzeit über die warme Jahreszeit. Wer sich in der Marzahner

Promenade an Wasserspielen erfreuen möchte, kann ans andere Ende der Bummelmeile gehen: Die Brunnenanlage mit Sprudelfontänen vor dem Einkaufszentrum Eastgate ist in Betrieb.

Der Brunnen vor der Spielanlage am Victor-Klemperer-Platz war nach der Neugestaltung des Areals im Jahr 2013 aus hygienischen Gründen gesperrt worden, weil die Wasserqualität nicht den Vorschriften entsprach, obwohl der Brunnen an das Trinkwassernetz angeschlossen war. Bei einer Sanierung traten dann größere Schäden zu Tage, so dass sich die Baumaßnahme verlängerte. Erst am 18. August 2017 hatte Stadtrat Martin die umfassend sanierte Brunnenanlage übergeben können. Die 200.000 Euro teure Sanierung wurde im Rahmen des Programms Aktive Zentren gefördert. (el.)

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