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Foto: Sven Wagner

Jahresbericht 2014

Gemeinsam für Bangladesch NETZ kämpft für Menschenwürde und

Liebe Leserin, lieber Leser,

gegen Hunger in Bangladesch. Partnerschaftlich und professionell unterstützt

jedes Kind zählt in seiner Einzigartigkeit. Doch 3 Millionen Mädchen und Jungen in Bangladesch haben keine echte Chance, ihre Talente zu entfalten. Sie haben keinen Zugang zu Grundbildung. Je ärmer eine Familie ist, desto wahrscheinlicher sieht ihr Kind nie eine Schule von innen oder bricht sie ab. In Bangladesch besteht Schulpflicht bis zur 5. Klasse, der Unterricht ist kostenfrei. Enorme Fortschritte hat das Land erzielt. UN-Angaben zufolge werden 91,5 Prozent der Kinder eingeschult. Doch fast die Hälfte macht keinen Grundschulabschluss! Es gibt zu wenig Schulen in entlegenen Gegenden. Die Ausbildung der Lehrkräfte ist unzureichend. Die Klassen sind zu groß, mit bis zu 100 Schülern. Die ärmsten Eltern haben kein Geld für Hefte und Stifte. Die internationale Unterstützung ist unzureichend.

NETZ Selbsthilfe – für Ernährung, Bildung und Menschenrechte.

Bildung ist ein starkes Mittel gegen Armut, Unrecht und Kinder-Ehen. Dem Einzelnen ermöglicht sie, Fähigkeiten zu entwickeln und im Berufsleben mehr zu verdienen. Die Gesellschaft gewinnt, wenn alle an einer positiven Zukunft mitbauen und aktiv an politischen Prozessen teilnehmen können. Die Regierung Bangladeschs setzt auf die nichtstaatlichen Organisationen. 2013 hat NETZ die Schulbildung von 34.315 Kindern gefördert. Unsere Partner richten im Norden des Landes Grundschulen ein. Gemeinsam kämpfen wir – auch auf politischer Ebene – für qualitativ hochwertige Bildung von der Vorschule bis zum Grundschulabschluss. Die Kinder der ärmsten Familien haben für uns Priorität.

Das Bildungsprogramm von NETZ schafft kleine Klassen, stellt Schulmaterial zur Verfügung und sorgt dafür, dass Mädchen und Jungen gleichberechtigt gefördert werden. Großes Augenmerk legen wir auf die Ausbildung der Lehrkräfte, in Unterrichtsmethoden, die Kindern Freude machen. In diesem Jahresbericht erfahren Sie ebenso, wie 140.000 Menschen den Hunger besiegt haben. Und wie sich 5.000 Menschenrechtsaktivisten für Frauen und indigene Gruppen engagieren. Ich danke Ihnen allen, die zu diesen Veränderungen beitragen: als Spenderinnen und Spender, Ehrenamtliche in Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen, Mitarbeiter im NETZ-Team, als Institutionen, die Zuschüsse geben, als Unternehmen und Stiftungen. Jeder kann etwas tun, dass die Kinder in Bangladesch ihr Recht auf Bildung erhalten. Machen Sie bitte mit! Jedes Kind zählt.

Foto: Bundesregierung Kugler

-----------------Dr. Gerd Müller,

Menschen in Bangladesch an und stärkt

Bundesminister für wirt-

ihre Selbsthilfekräfte. Die vielen positiven

schaftliche Zusammenar-

Beispiele vor Ort machen deutlich: Wer

beit und Entwicklung

Zugang zu Wissen und ein Startkapital er-

Peter Dietzel, Geschäftsführer

hält, wer seine Rechte kennt und sich fortbilden kann, der kann sich dauerhaft aus „NETZ zeigt uns seit 25 Jahren, dass Armut,

Hunger und Hoffnungslosigkeit befreien.

Hunger und fehlende Bildung kein un-

Ich freue mich, dass NETZ mit dieser

abwendbares Schicksal sein müssen. Ob

Arbeit schon seit 20 Jahren ein wichtiger

DZI hat NETZ das Spenden-Siegel

durch Starthilfen, Bildungsarbeit oder den

zivilgesellschaftlicher Partner des BMZ ist

„Geprüft + Empfohlen“ verliehen.

Kampf für die Rechte von Armen: Mit seinen

und danke allen Beteiligten für ihr Enga-

Es steht für einen sorgsamen Umgang

Maßnahmen setzt NETZ direkt bei den

gement und ihre Unterstützung.“

mit uns anvertrauten Spenden.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen


NETZ Jahresbericht 2014

Projektbereich 1: Ein Leben lang genug Reis

140.000 Menschen haben den Hunger besiegt

Foto: Md. Abdullah-Al-Maamun

Hunger bestimmt den gesamten Tagesablauf von über 26 Millionen Menschen in Bangladesch. Eine Mutter, die hungert, hat wenig Kraft, ihre Familie zu versorgen. Ein Kind, das hungert, kann sich nicht konzentrieren, wenn es lernen will. Diese Wechselwirkungen können zu einem Ende kommen, wenn Familien Unterstützung erhalten, selbstständig die Armut zu überwinden. Die Familien kämpfen dafür. Und Menschen, die sich bei NETZ mit Spenden und auf andere Weise engagieren, schaffen das Fundament. 1 51.156 Familien hat NETZ im Jahr

2013 durch das Programm „Ein Leben lang genug Reis“ unterstützt, dauerhaft eigenes Einkommen zu erwirtschaften und sich dadurch selbstständig vom Hunger zu befreien. 2 Insgesamt 194.599 Menschen hat das

Programm bereits erreicht. 140.000 haben dauerhaft den Hunger besiegt. 3 6.448 Familien hat NETZ 2013 neu in

das Programm aufgenommen.

Zum Beispiel: Rahima Ralina „Früher hatte unsere Familie oft nur eine karge Mahlzeit am Tag zu Essen“, erzählt Rahima Ralina aus Mymensingh. Von weniger als 80 Taka pro Tag lebte die vierköpfige Familie damals – also 19 Cent pro Kopf. Heute schickt Rahima ihre beiden Töchter zur Schule und sie hat eine kleine Ziegenzucht begonnen. Mit dem größten Teil ihres Startkapitals aus dem NETZ-Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ jedoch hat sie ein Stück Land gepachtet und baut jetzt Kürbisse und Reis an. Wöchentlich trifft sich Rahima mit anderen Frauen des Dorfes. In der Gruppe helfen sich die Frauen gegenseitig. Gemeinsam nehmen sie an Schulungen teil, bei denen Tierhaltung, Gemüseanbau, Katastrophenvorsorge und grundlegende Bürgerrechte thematisiert werden. Entwicklungsfachleute beraten die Frauen. Auch das kleinste Fleckchen Erde rund um ihr Haus nutzt Rahima nun für ihren eigenen Gemüsegarten und erklärt: „Da habe ich Auberginen, Chilis und Tomaten gepflanzt“. Der Hunger der Familie gehört der Vergangenheit an.

Rahima Ralina baut jetzt Reis an – und Hunger ist kein Thema mehr.

Wenn der Hunger besiegt ist: Gesellschaftliche Teilhabe! „Wenn wir früher zum Bürgermeister gingen, um ein Anliegen vorzutragen, waren wir wie Luft für ihn“, erzählt Rani Hemrum. „Inzwischen bietet man uns bei den Behörden sogar einen Stuhl an.“ Rani ist Sprecherin eines Verbandes von zwölf Dorfgruppen der Gemeinde Talondo im RajshahiDistrikt. „Wir hatten vorher nichts – nicht einmal jeden Tag etwas zu Essen“, berichtet sie. Durch das das NETZ-Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ schließen sich Frauen aus den ärmsten Familien zu Dorfgruppen zusammen, diese wiederum zu Selbsthilfe-Verbänden ihrer Gemeinde. 198 Frauen sind es in Talondo. „Die Reichen bekommen all das, was den Armen zusteht“, bringt Rani ihre Erfahrungen auf den Punkt. „Alleine kannst du nichts bewegen. Doch gemeinsam haben wir erreicht, dass neun Familien in Notlage die ihnen zustehenden Lebensmittelkarten

2

für ein Jahr erhalten“, berichtet die 30-Jährige. Elf Frauen in den Dörfern bekommen nun endlich ihre Witwenrente ausbezahlt. „Und wir haben die Verheiratung eines jungen Mädchens in unserer Gemeinde verhindert“, fährt sie fort. „Früher wussten wir nicht einmal, dass Mädchen erst mit 18 Jahren heiraten dürfen“. Auf die Frage, was die Ziele ihres Selbsthilfe-Verbands sind, antwortet Rani selbstbewusst: „Zusammenhalten, unsere Dorfgruppen eigenständig organisieren, soziale Probleme angehen und die Lokalverwaltung dazu bringen, ihrer Rechenschaftspflicht nachzukommen.“ Und sie ergänzt: „Wir brauchen noch vier Jahre lang die Unterstützung aus dem Projekt: Schulungen, Beratung und euren Rückhalt“. Danach könnten Rani und ihre Mitstreiterinnen dauerhaft selbstständig als Gruppe handeln. Konkrete Pläne hat der Verband aber jetzt schon: Eine reiche Familie habe einen Teich in ihrer Gemeinde vereinnahmt, den vorher alle genutzt haben, erklärt Rani. „Wir wollen, dass die Ärmsten ihn wieder bewirtschaften können.“


Herausforderungen: Selbstbewusstsein stärken

Foto: Peter Dietzel

Durch das Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ machen die Familien einen entscheidenden Schritt heraus aus dem Elend. Doch nachdem sie sich eine kleine Existenz aufgebaut haben und selbst für Essen, Kleidung sowie Gesundheit sorgen können, endet der Weg nicht. Die Herausforderung ist eine Dreifache: Können diese wirtschaftlichen Erfolge dauerhaft gesichert werden? Bleibt die Solidarität unter den Familien bestehen? Können die strukturellen Ursachen der Armut überwunden werden – dass Menschen nicht durch Gewalt und Ausbeutung (erneut) ins Elend gestoßen werden? Manche Vertreterinnen von Dorfgruppen und Selbsthilfe-Verbänden des NETZ-Projekts führen selbstbewusst

Gespräche mit Gemeindevertretern – andere stehen noch am Anfang. Viele erzielen faire Preise für ihre Produkte, etwa auf dem Viehmarkt. Doch es braucht noch viele Anstrengungen, bis alle Gruppen und Verbände als Akteure des sozialen Wandels anerkannt werden. NETZ versteht Entwicklungszusammenarbeit nicht als Verteilen von Almosen, sondern als Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung der Menschen. Wenn diese ausreichend Einkommen erzielen, übernehmen sie mit einem kleinen Teil ihres erwirtschafteten Profits finanzielle Verantwortung für die Umsetzung der Projektaktivitäten. Da NETZ jedoch ausschließlich Projekte mit den Ärmsten der Armen umsetzt, gelingt diese finan-

zielle Verantwortungsübernahme nicht immer. In einer aktuell abgeschlossenen Projektphase mit 4.860 Teilnehmerinnen konnten 15 Prozent davon weniger als die Hälfte des vereinbarten Beitrags leisten. 0,7 Prozent konnten sich nicht beteiligen. Daher will NETZ diese wichtige Selbsthilfefähigkeit weiter stärken.

Ausblick 2014 1 NETZ fördert intensiv das wirtschaftli-

che und soziale Empowerment aller Familien, die derzeit am Projekt teilnehmen. 2 3.300 neue Familien nimmt NETZ in das

Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ auf. 3 Mindestens weitere 9.000 neue Fami-

lien sollen aufgenommen werden – abhängig von den finanziellen Mitteln, die NETZ erhält. 4 17.900 Frauen, die bereits den Hunger

überwunden haben, werden beim Aufbau Gemeinsam erreichen

ihrer Kapazitäten unterstützt, sodass ihre

wir etwas:

Selbsthilfe-Verbände wirksam gegen

Rani Hemrum und

soziale, politische, rechtliche Benachteili-

Frauen aus ihrem

gung und Korruption vorgehen können.

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51.156 Frauen haben sich in 2.687 Dorfgruppen organisiert

Schulungen u.a. in Landwirtschaft und im 13.450 Frauen haben an Schulungen Aufbau von Kleinunternehmen, in Frauen- teilgenommen rechten und Gesundheitsvorsorge Startkapital: Kühe, Ziegen, Hühner, eine Rikscha oder Saatgut und Pacht für den Anbau von Reis und Gemüse

6.448 Familien hat NETZ neu in das Projekt aufgenommen; 9.172 Familien erhielten im Jahr 2013 zum ersten Mal Startkapital

Die 51.156 Familien erzielen daraufhin dauerhaft eigenes Einkommen

Mehr als 190.000 Familienmitglieder haben eine bessere Ernährung

Die Frauen sind Akteurinnen der Entwicklung geworden und fordern ihre Rechte ein

In Dorfgruppen organisiert nehmen sie ihre Rechte wahr: z.B. haben Familien in 17.560 Fällen Hilfe aus dem staatlichen sozialen Sicherungsnetz erhalten

Sie engagieren sich für eine Lokalpolitik zugunsten der Ärmsten

Vertreterinnen der einzelnen Dorfgruppen haben 260 Selbsthilfe-Verbände gegründet – so finden sie in der Lokalpolitik Gehör für ihre Anliegen

Baumpflanzungen tragen dazu bei, die Ernährung, das Einkommen und  das Klima zu verbessern

445.557 Baumsetzlinge aus dem Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ haben die Familien bereits gepflanzt

3

Spende statt Geschenk:

s

Programm „Ein Leben lang genug Reis“ Wer hat die Unterstützung erhalten? Aufbau von Selbsthilfe-Strukturen der Ärmsten

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Selbsthilfe-Verband

Die Win-Win-Situation

„Lassen Sie Ihre Gäste auf Ihrer Feier

wissen: Wer mir oder uns eine Freude

machen möchte, darf eine Spende für die Arbeit von NETZ in Bangladesch

in unsere Box stecken. Denn das Wunderbare an diesem Verfahren ist, dass Sie damit nicht nur die Gemüter der Geberinnen und Geber befriedigen, sondern zugleich reale menschliche Not lindern können. Eine schönere Art zu schenken gibt es nicht – was uns auch die Gäste bei der Feier unseres 50. Hochzeitstages bestätigt haben.“ Anneke und Jürgen Dupuis aus Alsbach-Hähnlein

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Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Projektbereich 2: Grundbildung

NETZ gibt mehr als 34.000 Kindern Zukunft

Foto: Anna Gäßler

Bildung ist ein Recht, das wir als selbstverständlich betrachten. Nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat die Chance, einen fair bezahlten Beruf zu bekommen, Geld für die Familie zu verdienen und mitzureden. Drei Millionen Kinder in Bangladesch haben bis heute keine Aussicht darauf – weil sie aus den ärmsten Familien kommen und keine Grundschule besuchen. Um das zu ändern, schafft NETZ den Zugang zu qualitativer Bildung in strukturschwachen Gebieten. 1 An 393 Grundschulen war NETZ mit

Partner-Organisationen 2013 aktiv – in abgelegenen, von Armut geprägten Regionen im Norden Bangladeschs. 2 34.315 Mädchen und Jungen erhielten

dort Zugang zu qualitativer Bildung, dem Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben und eine bessere Zukunft.

Zum Beispiel: Tuhin und Tasmin Tuhin und seine große Schwester Tasmin aus dem Dorf Horin Singha besuchen beide eine von NETZ unterstützte Grundschule. Tuhin geht in die erste Klasse. „Und seine Lehrer haben ihm schon viel beigebracht“, sagt seine Mutter stolz. Schulbildung bedeutet aber nicht nur striktes Lernen – vielmehr ist sie Kulturgut und bietet Kindern die Chance, sich zu entfalten fernab des rauen Alltags. Tuhin und seine Mitschüler lernen neben Lesen, Schreiben und Rechnen traditionelle Tänze und Lieder oder nehmen an Sportveranstaltungen teil, die die Schule organisiert. „Davon ist Tuhin ganz begeistert“, sagt seine Mutter. Sie weiß, dass ihre Tochter Tasmin gleichermaßen die Möglichkeit hat, selbstbestimmt in die Zukunft zu gehen. Tasmin kann bereits sehr gut und schnell lesen. Sie verfolgt den Unterricht leidenschaftlich – besonders im Fach Englisch. Ihre Lehrer sind davon beeindruckt. „Tasmin hat den Traum, nach der Schule Ärztin oder Lehrerin zu werden“, erklärt ihre Mutter und hofft, dass sich der Wunsch erfüllen wird. Denn „meine Kinder sind meine Hoffnung“. Besonders in ländlichen Regionen im Norden Bangladeschs ist die schulische Infrastruktur schlecht. In abgele-

Mit Schulbildung selbstbestimmt in die Zukunft: Tasmin und Tuhin zusammen mit ihrer Mutter.

genen Flussregionen gibt es in vielen Dörfern keine Schulen oder nur provisorische Schulgebäude mit schlechter Ausstattung. An staatlichen Schulen sind Klassenstärken von 60 Schülern und mehr nichts Seltenes, wodurch qualitatives Lernen nur schwer möglich ist. Kinder mit Behinderung werden kaum integriert und Kinder indigener Gruppen bleiben außen vor, weil an den Schulen oft gar nicht in deren Muttersprache unterrichtet wird. Statistiken zufolge erreichen in Bangladesch nur 67 Prozent der Kinder den Abschluss nach der Grundschule, während die Einschulungsrate bei 91,5 Prozent liegt. Das Bildungsprogramm von NETZ verändert diese Situation – mit Spenden und Zuschüssen aus Deutschland.

4

Das Programm hat fünf Elemente: 1. Gemeinde-Grundschulen mit Vorschulklassen, die langfristig in Trägerschaft der Dorfgemeinschaft verwaltet werden. 180 Kinder besuchen eine Schule. 2. Dorfschulen in besonders schwer zugänglichen Regionen: 30 Kinder werden hier unterrichtet. 3. Förderung des Unterrichts an staatlichen Grundschulen: Bildungs-Sozialarbeiterinnen und -Sozialarbeiter unterstützen besonders benachteiligte Kinder. 4. Vorschulen zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung. 5. Politik-Dialog auf lokaler und nationaler Ebene.


Foto: Niko Richter

hna (von links) aus der vierten Klasse der von NETZ unterstützten Grundschule in Pochim Dostimpur mit ihren Müttern, die am NETZ-Programm „Ein Leben lang genug Reis“ teilnehmen. Ernährungssicherung plus Grundbildung sichern langfristigen Erfolg.

Das Bildungsprogramm 2013 im Überblick

Was und wer wurde erreicht?

Unterricht an insgesamt 393 Grundschulen ermöglicht und verbessert

5.308 Kinder wurden neu eingeschult

133 Vorschulen für frühkindliche Entwicklung 3.426 Kinder An 23 neuen Grundschulen hat der Unterricht begonnen

An 100 staatlichen Grundschulen wurde die Bildungsqualität speziell für die ärmsten Kinder verbessert

21.279 Mädchen und Jungen

Frauen-Selbsthilfeorganisationen im Programm „Ein Leben lang genug Reis“ haben Schulen eigenständig verwaltet

29 Vorschulen haben die Frauen für 764 Kinder selbst organisiert

Schulung der Lehrkräfte

414 Lehrkräfte nahmen teil

Bücherverleih für Leseförderung

41 staatliche Schulen haben Bibliotheken mit 200 bis 250 Büchern eingerichtet

Das NETZ-Bildungsprogramm schafft kleine Klassen, stellt Schulmaterial zur Verfügung, bietet außerschulische Aktivitäten und ärztliche Untersuchungen an den Schulen an. Bildungsberater betreuen die Schulen jeweils und unterstützen die Lehrkräfte, damit diese den Unterricht effektiv und qualitativ umsetzen können. Es gibt Schulen, an denen indigene Kinder in ihrer eigenen Sprache unterrichtet werden. Nachdem die Mädchen und Jungen die Klassen eins bis fünf durchlaufen haben, nehmen sie an der staatlichen Abschlussprüfung teil und können dann eine weiterführende Schule besuchen.

mussten auch Lehrerfortbildungen verschoben werden. Auf den Unterricht an den von NETZ unterstützten Schulen hatte diese Entwicklungen nur einen geringen Einfluss. Jedoch erschwerte diese Situation die Durchführung von Projektbesuchen durch Mitarbeiter/innen der Partnerorganisationen, des NETZLandesbüros sowie der externen Buchprüfer. Zudem mussten zahlreiche Fortbildungen kurzfristig verlegt werden.

Durch die politische Situation in Bang­ladesch kam es 2013 zu Verzögerungen beim Neubau von Grundschulen. Aufgrund vieler, mitunter von Gewalt begleiteter Streiks im Vorfeld der Parlamentswahlen im Januar 2014

tenten Arbeit, dem enormen Wissen und dem Einsatz und Engagement aller, die bei NETZ mitarbeiten.“ „Seit vielen Jahren unterstützen wir mit der Selbstbesteuerungsgruppe Aktion 5% die Menschenrechtsprojekte und mit den Sternsingern unserer Kirchengemeinde die Bildungsprojekte von NETZ. Wir sind begeistert von der kompetenten Arbeit, dem enormen Wissen und dem Einsatz und Engagement aller, die bei NETZ mitarbeiten. Bei Besuchen von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Freiwilligen konnten wir viel über Bang­ ladesch und seine Menschen erfahren und lernen – viele Diskussionen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit gehören ebenfalls dazu. Wir sind sehr froh, die Arbeit von NETZ unterstützen zu können und freuen uns auf viele weitere Jahre der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.“

Eva Gärtner aus Limbach-Oberfrohna

---------WeltKlasse!

Unterricht .

87 Dorfschulen und elf Gemeinde-Grundschulen haben 2013 eine Förderung durch ihre Partner in Deutschland und Österreich erhalten. Das NETZProgramm WeltKlasse! bietet die Möglichkeit, Grundschulen in Bangladesch zu unterstützen. Ob Kirchengemeinden, Schulen, Vereine, Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen – viele Menschen übernehmen Verantwortung für eine Partnerschule in Bangladesch. Sie werden über ihre Partnerschule informiert: durch Post aus Bangladesch oder Berichte junger Menschen, die mit NETZ einen Freiwilligendienst machen und die Schulen regelmäßig besuchen.

4 Die Lehrkräfte werden fortlaufend

www.bangladesch.org/weltklasse

Ausblick 2014 1 An weiteren 59 staatlichen Schulen

wird ein Bücherverleih eingerichtet.

Herausforderungen:

„Wir sind begeistert von der kompe-

*

Neue nachhaltige Grundschulen in Trägerschaft der Dorfgemeinschaft errichtet

-------------------

Sudep, Shita, Mizanur und Kris-

2 Der Neubau und die Einrichtung von

23 Grundschulen wird abgeschlossen. 3 34.315 Kinder besuchen die nächs-

te Klassenstufe – mit qualitativ gutem

geschult und fortgebildet.

5

Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Projektbereich 3: Menschenrechte

NETZ kämpft für die Rechte der Ärmsten in den Dörfern

NETZ arbeitet mit bedeutenden Menschenrechtsorganisationen in Bang­ ladesch zusammen. Diese beraten die Menschen in den Dörfern zu ihren grundlegenden Rechten und bieten praktische Unterstützung. Damit trägt NETZ dazu bei, Menschenrechtsarbeit auf Graswurzelebene zu verankern und fördert das Bewusstsein für den Schutz der Menschenrechte. Betroffene bekommen den Mut und die Möglichkeit, Unrecht öffentlich zu machen und dagegen vorzugehen. Menschenrechtsgruppen in den Dörfern, deren Aufbau NETZ unterstützt, spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Die Mentorinnen der NETZPartnerorganisationen Ain o Shalish Kendra (ASK) und Research Initiatives, Bangladesh (RIB) begleiteten die Dorfgruppen 2013 bei über 1.000 Treffen. Mit Menschenrechtsanwälten, die diese Gruppen beraten, fanden 2013 weitere 140 Veranstaltungen statt.

Zum Beispiel: Sultana Begum (Name von der Redaktion geändert) Sultana lebt mit ihrem Ehemann zusammen im Dorf Tinpai. Die 42-Jährige ist Hausfrau und engagiert sich seit 2013 als Aktivistin im Menschenrechtsprogramm von NETZ. In einer Dorfgruppe setzt sie sich mit anderen Frauen dafür ein, Menschenrechtsverletzungen anzuzeigen und aufzuarbeiten. Denn besonders Frauen werden von öffentlichen Entscheidungen, beispielsweise bei Dorfgerichten und in Gemeinderäten, ausgeschlossen und leiden unter häuslicher Gewalt. 57,5 Prozent aller Frauen in Bangladesch sind der Weltgesundheitsorganisation zufolge Opfer von Misshandlung und sexueller Gewalt.

Foto: Niko Richetr

Systematisch oder in vielen Einzelfällen werden grundlegende Rechte verschiedener Bevölkerungsgruppen in Bangladesch missachtet. Insbesondere Frauen leiden unter häuslicher Gewalt. Doch Menschenrechts­ verletzungen sind vielgestaltig: Arme Familien werden diskriminiert und ihres Landes beraubt. Indigene Gruppen und religiöse Minderheiten erfahren politisch motivierte Gewalt. 2013 wurde diese Form von Gewalt im Vorfeld der bangladeschischen Parlamentswahlen besonders deutlich. Aktiver Austausch, um grundlegende Rechte zu stärken: Seit 2013 engagiert sich Amina Begum mit anderen Frauen in der Menschenrechts-Dorfgruppe in Munchirhat in Nordbangladesch.

Im Juli vergangenen Jahres war Sultana selbst betroffen. Ihr Ehemann schlug und verletzte sie. Zuletzt warf er Sultana aus dem gemeinsamen Haus. Von ihrem Schwager und einem Lokalpolitiker darauf angesprochen, gab sich der Ehemann unbeeindruckt, beleidigte und quälte seine Frau weiter und warf Sultana erneut aus dem Haus – mitten in der Nacht. Die Frauen aus ihrer Menschenrechtsgruppe waren betroffen, als sie von dem Vorfall hörten. Zusammen mit dem Gruppenmentor diskutierten sie den Vorfall. Die 20 Aktivistinnen beschlossen, gemeinsam Sultanas Mann mit seinem Verhalten zu konfrontieren. Auch Nachbarn kamen hinzu und machten ihrem Unmut Luft. Durch den Druck gestand der Mann schließlich seine Fehler ein und bekannte sich schuldig. Er versprach, seine Frau nicht mehr zu schlagen. Sultana sagt, sie habe nun wieder Frieden in ihrer Familie. Durch ihre gemeinsame Initiative haben die Menschenrechtsaktivistinnen gezeigt, wie wichtig es ist, auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen.

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Menschenrechte in Zahlen 1 5.000 Menschenrechtsaktivisten

setzen sich für arme und benachteiligte Personen ein. 2 Für insgesamt 700.000 Menschen set-

zen sich diese Aktivisten gewaltfrei gegen Diskriminierung und Gewalt ein. 3 1.060 Angehörige der indigenen

Gruppe der Santal wurden beim Zugang zu staatlichen Sozialleistungen und der Wahrnehmung ihrer Landrechte unterstützt; für die Vorschulen ihrer Kinder wurden Unterrichtsmaterialien in der Sprache der Santal erstellt. 4 In 443 Fällen von Gewalt gegen Frau-

en wurden die Betroffenen unterstützt; Aktivisten begleiteten sie in Krankenhäuser, zu Anwälten, zur Polizei und zu Gerichtsverhandlungen - die Vorfälle wurden öffentlich gemacht und 173 davon durch informelle Schiedsverfahren geklärt. 5 In 101 Rechtshilfe-Camps berieten

Anwälte kostenfrei 372 von Menschenrechtsverletzungen Betroffene und leisteten Rechtsbeistand.


Herausforderungen: Die angespannte Situation vor und während der Parlamentswahlen Anfang 2014 in Bangladesch hat gezeigt: Minderheiten Schutz und Unterstützung gegen politisch, wirtschaftlich und religiös motivierte Gewalt zu bieten, ist besonders wichtig. Damit Unrecht und Hunger nicht fortbestehen, ist ein Wandel der existierenden Machtstrukturen erforderlich: Jeder muss die Möglichkeit

haben, seine in der Verfassung festgeschriebenen Rechte wahrnehmen zu können. Widerstand gegen die Menschenrechtsarbeit geht vor allem von jenen aus, die dadurch eigene Macht und ihren Einfluss gefährdet sehen. Dieser Widerstand wird geringer, wenn ein Bewusstsein für Menschenrechte in der gesamten Gesellschaft geschaffen wird. Eine wichtige Frage dabei ist: Wie können jene Menschen ein-

bezogen werden, die diesen Veränderungen ablehnend gegenüber stehen. Menschenrechtsarbeit ist ein langwieriger Prozess. Hier ist das NETZ-Projekt ein wegweisender Schritt: Inzwischen engagieren sich viele Frauen als Beisitzerinnen in Shalishs, den informellen dörflichen Schiedsverfahren. Diese werden bei sozialen Streitfällen einberufen und sind traditionell eine Domäne von Männern, insbesondere der Dorfältesten.

Projektbereich 4: Katastrophenhilfe

Vorsorge für den Katastrophenfall Begleitet von starkem Regen und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern traf der tropische Wirbelsturm Mahasen im Mai 2013 auf Bangladesch. Im Süden des Landes verwüstete der Zyklon mehr als 23.000 Häuser. 17 Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, mehr als eine Million Leute mussten fliehen. In vier Flutschutz-Bauten, die durch die Unterstützung von NETZ an der Südküste Bangladeschs gebaut worden

waren, fanden über 1.100 Menschen Schutz, während Mahasen auf das Festland traf. Tropische Wirbelstürme treffen Bang­ ladesch häufig und haben weitreichende Folgen für die Bevölkerung, insbesondere extrem arme Menschen. Sie sind aber nicht die einzigen Naturkatastrophen, die Bangladesch ereilen: Regelmäßige Überflutungen und immer stärkere Kältewellen im Norden des Landes gehören ebenso dazu.

Bangladesch ist eines der vom Klima­ wandel am stärksten betroffenen Länder. Damit Menschen in Katastrophenfällen vorbereitet sind, leistet NETZ Vorsorge in allen flutgefährdeten Projektgebieten. Die Menschen nehmen an Schulungen teil und legen Reserven für den Notfall an, Schulgebäude werden durch aufgeschüttete Erdschichten vor Fluten geschützt.

NETZ und die Partner-Organisationen Gana Unnayan Kendra (GUK) Ein Leben lang genug Reis Grundbildung

Polli Sree

Ein Leben lang genug Reis

Sachetan

.

Mahideb Jubo Somaj Kallayan Somity (MJSKS)

Rangpur

Ein Leben lang genug Reis Grundbildung

Ein Leben lang genug Reis

..

Tagore Society for Rural Development (TSRD)

Ein Leben lang genug Reis

Sylhet

.

.

Rajshahi

Ein Leben lang genug Reis

.

Khulna

Ein Leben lang genug Reis

Research Initiatives, Bangladesh (RIB)

Menschenrechte

Dhaka Development Research Communication and Services Centre (DRCSC)

Sabalamby Unnayan Samity (SUS)

Ashrai

Ein Leben lang genug Reis Grundbildung

TARANGO

.

Jutehandwerk

Barisal

. Chittagong

Jagorani Chakra Foundation (JCF) Ein Leben lang genug Reis Grundbildung

NETZ

Qualitäts- und Finanzmanagement Menschenrechte Katastrophenvorsorge

Ain o Shalish Kendra (ASK) Menschenrechte

Partner-Organisationen in Westbengalen und Jharkhand (Indien)

Partner-Organisationen in Bangladesch

7

0

25

50

100

150 km

Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Politischer Dialog und Vernetzung

Menschenrechte und Armutsbekämpfung stärken Die Aufarbeitung der Verbrechen während des Unabhängigkeitskrieges 1971 und die Durchführung der 10. Parlamentswahlen waren 2013 in Bangladesch bedeutende politische Themen. Monatelang wurde das Land auf dem Hintergrund dieser Ereignisse von Gewalt beherrscht. NETZ lieferte Bundestagsabgeordneten, Mitarbeitern in den Ministerien und Journalisten sowie auf öffentlichen Veranstaltungen detaillierte Informationen über die komplexe Situation. NETZ trat als Mitglied des Bangladesch-Forums 2013 entschieden für den Schutz der religiösen Minderheiten und indigenen Völker im Land ein, die am stärksten von der Gewalt bedroht waren. Hierfür führte das Forum einen intensiven Austausch mit der Zivilgesellschaft in Bangladesch sowie mit Institutionen der EU und der Bundesregierung. Das Bang­ ladesch-Forum beriet die internationale Gemeinschaft darin, wie Wahlbeobachtung betrieben werden kann, die den Schutz von Minderheiten vor, während und nach der Wahl in den Mittelpunkt stellt. Zudem hat sich das BangladeschForum 2013 intensiv dafür eingesetzt, dass Menschenrechtsorganisationen und Medien in Bangladesch frei und ohne Restriktionen arbeiten können. Die Europäische Union erarbeitete seine Strategie für die Zusammenarbeit mit Bangladesch von 2014 bis 2020. Die Zivilgesellschaft Bangladeschs und das Bangladesch-Forum beteiligten sich aktiv daran. Dies trug

h

dazu bei, dass die hohe Bedeutung der Zivilgesellschaft für den Entwicklungsprozess Bangla­deschs verstärkt anerkannt wird. Ebenso setzte sich das Bangladesch-Forum dafür ein, dass die Überwindung von Hunger und extremer Armut sowie die Förderung der Bildung und der Menschenrechte in die EU-Strategie aufgenommen werden.

Im Bangladesch-Forum kooperiert NETZ unter anderem mit Brot für die Welt, Misereor, Amnesty International, Shanti, Mati sowie Diaspora-Organisationen und Wissenschaftlerinnen. Das Forum kann auf ein großes Spektrum an Partnern in Bangladesch zurückgreifen und dadurch zu vielen Themen professionell arbeiten. Sämtliche Inhalte und Forderungen, die das BangladeschForum in Gespräche mit staatlichen Ent-

Bangladesch zählt zu den Ländern, in denen die Ernährungssicherheit am stärksten durch die Folgen des Klimawandels bedroht ist. Das BangladeschForum hat 2013 erfolgreich eine parlamentarische Initiative des Deutschen Bundestages zu diesem Thema unterstützt – und dabei die Sichtweisen der betroffenen Menschen in Bangladesch und deren Überlebensstrategien eingebracht. Abgeordnete des Deutschen Bundestages, die persönlich vor Ort von den Auswirkungen des Klimawandels erfahren wollten, hat das BangladeschForum auf ihre Reisen nach Bangladesch vorbereitet.

scheidungsträgern einbringt, basieren auf der Arbeit der Zivilgesellschaft in Bangladesch. Dazu dient der intensive Dialog mit Akteuren in Bangladesch. NETZ ist mit der Geschäftsführung des Bangladesch-Forums beauftragt. Das Büro befindet sich in Berlin.

NETZ-Mitarbeiter Ingo Ritz vertritt den deutschen Verband Entwicklungspolitik VENRO als Delegierter beim Brüsseler Dachverband CONCORD. CONCORD repräsentiert mehr als 1.600 NGOs gegenüber den EU-Institutionen Parlament, Kommission und Rat.

---------------------------„Durch den Freiwilligendienst habe ich

ich viel über Bangladesch, aber auch über

Bildungsarbeit einzubringen und meine

für mein Leben gelernt. Ich bin dankbar,

mich selbst und Deutschland.

Eindrücke mit vielen anderen Menschen

eine sehr intensive Zeit in Bangladesch

Seit meiner Rückkehr fühle ich immer noch

zu teilen. Die Erfahrung mit NETZ hat mir

verbracht zu haben und war unendlich

eine starke Verbindung zu Bangladesch und

gezeigt, dass wir alle gemeinsam doch

fasziniert von der Gastfreundschaft der

freue mich, dass NETZ zurückgekehrten

viel verändern können.“

Menschen, ihrem Sinn für Gemeinschaft

Freiwilligen so viel Möglichkeiten für wei-

und ihrer Willenskraft. Ich habe mit den

teres Engagement bietet. Dadurch bin ich

Menschen getanzt, gesungen, gelacht,

mit Menschen zusammen, die das Gleiche

geweint, gegessen, diskutiert und bin ih-

erlebt haben und kann meine Ideen ein-

nen dabei viel näher gekommen, als ich es

bringen, Fragen stellen und mich weiterhin

Rosa Stoll,

mir je hätte vorstellen können. Durch die

sozial engagieren. Es macht mir sehr viel

NETZ-Freiwillige

vielen wunderbaren Begegnungen lernte

Spaß, mich in der entwicklungspolitischen

von 2012 bis 2013

8


-

Globales Lernen und Völkerverständigung

Jeder kann etwas bewegen

Neu Wulmstorf

Weener Bunde

Menschen, die sich bei NETZ engagieren, tun das aus Überzeugung und aus Verbundenheit mit den ärmsten Menschen in Bangladesch. Dieses vielfältige Engagement von jungen Leuten, die einen Freiwilligendienst vor Ort geleistet haben, Aktionsgruppen, Hauptund Ehrenamtlichen zeigt: Man lernt nie aus – denn Verbundenheit mit den Ärmsten bedeutet auch, sich globaler Ungerechtigkeit bewusst zu werden und Ursachen dafür zu verstehen.

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Vortragsabende, Projekt- und Thementage, Kunstaktionen oder Sponsorenläufe: Bei 88 Veranstaltungen und Aktionen haben sich Schulen, Kirchengemeinden, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen im Jahr 2013 in Deutschland für Menschenwürde und gegen Hunger in Bangladesch eingesetzt. Dieses Engagement ist ein wichtiges Zeichen für globale Verantwortung. Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von Aktionsgruppen, NETZ-Mitarbeitern und Bangladesch-Rückkehrern regt viele Menschen an zur kritischen Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen am Beispiel Bangladesch. Themen der Aktionen 2013 waren Klimawandel, Ernährungssicherung, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, Armutsbekämpfung, Grundschulbildung und Menschenrechte in Bangladesch. In dem 2013 entstandenen Magazin „Denken.Fühlen.Handeln“ sind Erfahrungen der Bildungsarbeit von NETZ zusammengefasst. Schulen und Aktionsgruppen können dieses für den Unterricht und Aktionen nutzen. Das Magazin ist seit 2014 bei NETZ erhältlich. Und die Bildungsarbeit zeigt: Jede und jeder kann etwas bewegen. So haben allein durch die Sternsinger-Aktion 26 Kirchengemeinden in Deutschland insgesamt 2.789 Kindern in Bangladesch den Schulbesuch für ein Jahr ermöglicht.

Wilsum Bad Bentheim

Uelsen Schüttorf

Berlin

Hannover

Cottbus Dinslaken Zerbst Duisburg Geldern Senftenberg Werne Moers Krefeld Oberhausen/Sterkrade Willich Leipzig Tönisvorst Neuss Bergisch-Gladbach Oberbreidenbach Köln Jena Bensberg Lich Alten-Busek Limbach-Oberfrohna Plaidt Eschweiler Gießen Unterbreizbach Vettelschoß Zülpich, Wichterich Lauterbach Wetzlar Hüttenberg/Oberkleen Braunfels-Schöffengrund Waldsolms

Gelnhausen

Bayreuth

Alzey Mainz Tauberbischofsheim Mannheim Bad Mergentheim Ludwigshafen Hardheim Schwetzingen Hockenheim Schwäbisch-Hall Pforzheim Ludwigsburg Karlsruhe Stuttgart Waiblingen Tübingen, Hirschau Renningen

Arnbach, Birkenfeld, Engelsbrand, Neuenbürg, Schwann, Straubenhardt, Waldrennach Rottenburg a. N.

Augsburg Bösingen Ulm Sigmaringen Ependorf Lenzkirch Wolfegg Rottweil Aulendorf Freiburg Schluchsee Ravensburg Friedrichshafen Feldberg/Altglashütten Überlingen Ailingen

München

Gemeinsam aktiv für Bangladesch: Aktionen und Veranstaltungen in Deutschland 2013. Bitte teilen Sie uns Ihre Veranstaltungen mit.

Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst In Bangladesch kam es 2013 im Vorfeld der im Januar 2014 durchgeführten Parlamentswahlen zu monatelangen politischen Unruhen verbunden mit vielen Streiks und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Aus diesem Grund kehrte die „weltwärts“-Freiwilligengruppe vorzeitig aus Bangladesch zurück. Ein einzelner Freiwilliger ist im August 2013 ausgereist und hat einen Freiwilligendienst bei einer in Dhaka ansässigen NETZ-Partnerorganisation geleistet. Zwei Wochen nach den Parlamentswahlen hatte sich die politische Lage im Land beruhigt. Eine Gruppe von sechs jungen Leuten wurde für den Freiwilligendienst 2014 ausgewählt und wird im Spätsommer 2014 nach Bangladesch ausreisen.

9

Presse- und Medienarbeit zu Bangladesch in Deutschland 58 Presseberichte veröffentlichten lokale, regionale und überregionale Medien 2013 über die Arbeit von NETZ. Darunter waren Reportagen über das Programm „Ein Leben lang genug Reis“, Berichte zurückgekehrter NETZ-Freiwilliger und Beiträge über das Engagement der Unterstützer in Deutschland. Der aktuelle Pressespiegel ist online unter www.bangladesch. org/pressespiegel abrufbar. NETZ gibt die Bangladesch-Zeitschrift heraus, eine der wichtigsten Informationsquellen zu Bangladesch in Deutschland. Themen 2013 waren: „Nationale und internationale Migration in Bangladesch“, „Die Shahbag-Protestbewegung“, „Menschenrechte“. Alle Ausgaben der Bangladesch-Zeitschrift gibt es unter www.bangladesch.org/zeitschrift. Seit 2013 ist NETZ mit einem neu gestalteten Online-Auftritt im Internet zu finden. Ausgiebige Informationen und Material zu allen Projekten und Aktionen gibt es jetzt im neuen Design unter www.bangladesch.org.

Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Einnahmen 1. Januar 2013 – 31. Dezember 2013 in Euro

Vereinsjahr 2013

in % Spenden (ohne Sternsinger-Sammlungen)

471.231,37 10,98

Geldspenden

468.895,87

Spenden in Form von Verzicht auf Aufwandserstattung

Entwicklungs- Völkerverstänzusammendigung arbeit

14.212,09

Staatliche Zuschüsse

79.614,94

411.567,70

391.616,43

77.279,44

410.216,65

0,33

2.335,50

1.351,05

14.212,09

14.895,48

3.374.406,50 78,62

Auswärtiges Amt, Kultur-Abteilung

2.688.121,73

0,00

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Department for international Development (DFID) der Britischen Regierung Engagement Global (BMZ) für entwicklungspolitische Bildung Europäische Union

0,00

860.186,85

860.186,85

1.076.510,61

1.076.510,61

28.447,89

1.100,00 713.010,75 1.279.028,72

28.447,89

1.372.646,75

in EUR

391.616,43

2.335,50

Mitgliedsbeiträge

2012

Einnahmen zweckgebunden zu verwenden für

1.372.646,75

18.731,91 611.820,32

Lotto Hessen

0,00

0,00

300,00

Stadt Weener

500,00

500,00

1.000,00

Stadt Wetzlar „weltwärts-Programm“ (BMZ)

600,00

600,00

2.100,00

35.514,40

35.514,40

61.030,03

Zuschüsse kirchlicher Institutionen

224.521,29

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden

5,23

122.526,28

3.500,00

Bischöfliches Ordinariat Limburg

10.000,00

Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst

174.227,29

Kirchenkreis Braunfels Misereor

12.356,00

27.907,49

174.227,29

63.713,89

500,00

500,00

500,00

23.938,00

23.938,00

25.404,90

Zuschüsse privater Organisationen

196.457,99

AK 5%, Düsseldorf

5.000,00

10.000,00

12.356,00

Kindermissionswerk: Sternsinger-Sammlungen

3.500,00

4,58

99.419,25

8.640,00

8.640,00

8.640,00

0,00

0,00

2.000,00

15.000,00

15.000,00

15.000,00

0,00

0,00

4.700,00

25.303,00

25.303,00

0,00

comfutura-foundation, Saarbrücken

9.000,00

9.000,00

0,00

Ensinger-Stiftung, Nufringen

2.760,00

2.760,00

2.800,00

Entwicklungshilfe-Klub, Wien

50.180,76

50.180,76

55.091,00

950,00

950,00

0,00

46.998,00

46.998,00

0,00

9.927,23

9.927,23

0,00

0,00

0,00

3.250,00

3.703,00

3.703,00

0,00

amnesty international, Berlin Antonia Ruut Stiftung, Trier Asha e.V., Nürnberg Alternaid Stiftung, Linden

Eudim Stiftung, Stuttgart German Doctors, Bonn HelpAge, Osnabrück Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg Rivera Stiftung, Bochum Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin Rotary Club Hochschwarzwald

0,00

0,00

2.938,25

1.380,00

1.380,00

0,00

600,00

600,00

0,00

Soroptimist-Club, Gießen Stiftung Helfende Herzen, Burgkunstadt

10.961,00

10.961,00

0,00

Stiftung Umverteilen, Berlin

9.000,00

9.000,00

5.000,00

Ursula Rahman Stiftung, Düsseldorf

2.055,00

2.055,00

0,00

Sonstige: Verkäufe, Projektberatungen, Zinsen im Büro Dhaka

5.552,59

0,13

5.552,59

36.659,56

Teilnehmerbeiträge für Tagungen und Begegnungsprogramme

2.270,00

0,05

2.270,00

4.548,80

Verkäufe Zeitschriften und Medien, Honorare aus Medienarbeit (Zweckbetrieb)

2.965,14

0,07

2.965,14

3.621,11

65,70

0,01

0,00

0,00

Zinsen Bußgelder

Gesamteinnahmen 4.291.682,67 100

10

65,70

205,01

4.081.711,62

209.971,05 3.431.994,92

0,00

50.430,00


Ausgaben 1. Januar 2013 – 31. Dezember 2013 in Euro

Vereinsjahr 2013 in EUR

A Entwicklungszusammenarbeit 3.536.293,30

Ein Leben lang genug Reis

82,6 2.657.313,18

2.514.331,30

58,7

1.977.792,27

Grundbildung für Kinder

748.448,00

17,5

647.347,91

Menschenrechte

273.514,00

6,4

32.173,00

0,00

0,0

0,00

213.918,08

5,0

194.629,91

83.939,26

2,0

131.237,84

5,0

235.759,94

Katastrophenhilfe

Projektentwicklung, Qualitäts- und Finanzmanagement; davon Personalkosten: 183.405,10 € Politischer Dialog und Vernetzung für Armutsbekämpfung, Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards und zur Stärkung der Zivilgesellschaft in Bangladesch; davon Personalkosten: 54.971,13 € B

in EUR

89,6 2.983.180,93

3.834.150,64

Finanzierung von Entwicklungsprojekten

2012

in %

Globales Lernen und Völkerverständigung

213.106,59

Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst in Bangladesch und Austauschprogramme; davon Personalkosten: 23.389,81 €

67.282,60

1,6

136.613,04

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland; davon Personalkosten: 46.884,76 €

71.426,65

1,7

55.634,23

Bangladesch-Zeitschrift NETZ; davon Personalkosten: 13.751,12 €

25.246,83

0,6

26.234,30

Presse- und Medienarbeit zu Bangladesch in Deutschland; davon Personalkosten: 36.686,66 €

49.150,51

1,1

17.278,37

5,4

223.158,49

138.544,51

3,2

143.507,82

93.492,89

2,2

79.650,67

1.623,36

>0,01

0,00

C Spenden, Verein, Verwaltung zum Zweck der Entwicklungszusammenarbeit und der Völkerverständigung

233.660,76

Spender/innen-Kommunikation und Spendenwerbung; davon Personalkosten: 83.148,64 € Allgemeine Verwaltung und Vereinsarbeit; davon Personalkosten: 84.488,09 € Forderungsverluste

Gesamtausgaben 4.280.917,99 Jahresüberschuss, übertragen auf 2014

100

3.442.099,36

10.764,68

-10.104,44

Gesamt 4.291.682,67

3.431.994,92

Grundbildung

Menschenrechte

17,5 %

6,4%

Projektentwicklung, Qualitäts- u. Finanzmanagement

5%

2%

Politischer Dialog und Vernetzung Katastrophenhilfe

1,7% Bildungsarbeit in Deutschland

0%

1,6% Freiwilligendienst, Begegnungsprogramme

58,7 %

1,1 % Presse- und Medienarbeit

0,6 % Bangladesch-Zeitschrift NETZ

3,2% Spender/innen-Kommunikation, Spendenwerbung 2,2 % Allgemeine Verwaltung und Vereinsarbeit

Ein Leben lang genug Reis

11

Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Bilanz 2013 in Euro zum 31. Dezember 2013 Vereinsjahr 2013 AKTIVA

EUR

Anlagevermögen

6.821,20

Vorjahr EUR 5.883,74

Büroausstattung

4.718,62

3.781,16

Mietkaution

2.102,58

2.102,58

Umlaufvermögen

189.931,54

Bank, Kasse und Vorschüsse für Ausgaben Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände

158.558,54

188.996,46

152.194,74

935,08

6.363,80

Bilanzsumme

196.752,74

164.442,28

PASSIVA Eigenkapital zum 31.12. 2012 Anpassung Eigenkapital Vorjahre Jahresüberschuss 2013

131.894,63

141.999,07

148,61

0,00

10.764,68

Eigenkapital zum 31. 12. 2013 Freie Rücklagen

0,00

Gebundenes Eigenkapital (analog Anlagevermögen) Zweckgebundene Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

6.821,20

5.883,74

135.986,72

126.010,89 53.944,82

davon Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer Darlehen der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen

onen zur Finanzierung der Völkerverständigung, welche den politischen Dialog und das Globale Lernen vorwiegend in Deutschland beinhaltet. Staatliche Zuschüsse für Projekte in Bangladesch enthalten in der Regel Beiträge zur Deckung der Verwaltungskosten in Deutschland. Beim BMZ sind das 3 Prozent der Fördersumme, bei der EU 6,3 Prozent. Die Spenden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. Sie werden entsprechend des jeweiligen Verwendungszwecks eingesetzt, den die Spender angeben. Die Spenden setzen sich zusammen aus Sammlungen von Gruppen, Kirchengemeinden und Schulen sowie aus Überweisungen von Privatpersonen und in geringem Umfang von Unternehmen. NETZ nimmt Spenden nur von solchen Unternehmen an, deren Firmenpolitik sich nicht negativ auf die Situation der Ärmsten auswirkt oder in anderer Form den Werten von NETZ entgegensteht.

12

32.547,65

3.944,82

10.575,66

50.000,00

21.971,99

Bilanzsumme

Die Vereinseinnahmen betrugen 2013 über 4,29 Millionen Euro. Sie sind gegenüber 2012 um 25 Prozent gestiegen. Staatliche Zuschüsse – die den größten Anteil der Einnahmen ausmachen – lagen 25 Prozent über der Vorjahressumme. Vor allem ist diese Erhöhung durch Auszahlungszyklen der Europäischen Union (EU) begründet, die sich nach den jeweils abgerechneten Projektausgaben richten und nicht nach dem Kalenderjahr. Die Zuschüsse des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) stiegen um 21 Prozent. Bei den kirchlichen Zuschüssen, konkret bei der Auszahlung der Sternsinger-Sammlungen für Schulen in Bangladesch durch das Kindermissionswerk, lag auch eine zeitliche Verlagerung von 2012 ins Jahr 2013 vor. Die Zuschüsse privater Organisationen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 98 Prozent erhöht. 105.356 Euro betrugen die Zuschüsse staatlicher und kirchlicher Instituti-

131.894,63 0,00

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Einnahmen 2013

-10.104,44 142.807,92

196.752,74

164.442,28

Ausgaben 2013 Bei der Verwendung der Vereinsmittel wird entsprechend der Satzungszwecke von NETZ unterschieden. Dies sind (A) die Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch und (B) Globales Lernen und Völkerverständigung. Die Ausgaben für (C) Spendenakquise, Verein und Verwaltung dienen beiden Satzungszwecken. 89,6 Prozent der Ausgaben im Jahr 2013 hat NETZ für die Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch eingesetzt. Personal- und Betriebskosten sind entsprechend dem tatsächlichen Zeit- und Geld-Aufwand direkt dem jeweiligen Bereich zugeordnet. Die Personalkosten in Deutschland betrugen insgesamt 528.349 Euro. Durch widerrechtliche Abbuchungen von einem Visa-Card-Konto, die weder von der Bank noch vom Abbucher zurückgezahlt wurden, entstanden nicht einlösbare Forderungsverluste von 1.623,36 Euro. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet, ohne Erfolg. NETZ hat seit 2013 keine Kreditkarten mehr.


Jahresabschluss 2013

Steuerliche Verhältnisse

Der Jahresabschluss von NETZ ist erstellt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den Leitlinien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) sowie dem VENROVerhaltenskodex zur Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle. Die von der Mitgliederversammlung gewählten ehrenamtlichen Rechnungsprüfer Dennis Hänsel und Dr. Heiko Herold haben am 22. März 2014 die Rechnungslegung und Finanzbuchhaltung 2013 von NETZ geprüft. Sie bestätigen, dass die Ausgaben nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und satzungsgemäß erfolgt sind. Ihr Prüfbericht wurde der Mitgliederversammlung am 24. Mai 2014 vorgelegt.

NETZ ist wegen Förderung der Entwicklungshilfe nach dem letzten zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Wetzlar, Steuernummer: 39 250 5182 5 – P/K 1, vom 6. September 2011 als mildtätig und gemeinnützig anerkannt und für die Jahre 2008, 2009, 2010 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetztes von der Körperschaftssteuer befreit.

Die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Fricke Dr. Hilberseimer Schulze und Partner hat nach Abschluss der Prüfung am 7. Mai 2014 bescheinigt, dass die Buchführung, die Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung sowie die Vermögensrechnung den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Rechnungslegung sowie der Vereinssatzung entsprechen. Die unabhängigen Wirtschaftsprüfer Hoda Vasi Chowdhury & Co. haben den Jahresabschluss des Landesbüros in Dhaka für das Jahr 2013 geprüft und dessen Ordnungsmäßigkeit am 12. März 2014 bescheinigt.

Druck-, Porto- und Fahrtkosten an. Kostspielige Werbekampagnen führt NETZ nicht durch. Wir arbeiten nicht mit Fundraisern auf Provisionsbasis zusammen. NETZ kauft keine Adressen für Spendenwerbung. Auf unserer Internetseite (www.bangladesch.org), in der NETZ-Zeitschrift, einem Newsletter und diesem Jahresbericht legen wir Rechenschaft ab über die Ziele, Strategien und Ergebnisse unserer Arbeit. Über PresseInformationen geben wir in der Öffentlichkeit Auskunft über unsere Tätigkeit und die Möglichkeit, sich zu engagieren. NETZ ist aktives Mitglied im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Wir achten die im „Kodex Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ festgelegten ethischen Grundsätze. Zudem richten wir uns nach dem VENRO-Kodex zu Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle.

Dialog mit Spenderinnen und Spendern Kommt mein Geld auch wirklich bei den Menschen in Bangladesch an? Wer bei NETZ mitmacht – mit einer Spende oder durch ehrenamtliches Engagement – möchte einen wirksamen Beitrag zur Überwindung von Elend und Unrecht leisten. Daher sind die hauptamtlichen Mitarbeiter von NETZ klaren Grundsätzen verpflichtet – in der Verantwortung gegenüber den Spendern, den Zuschussgebern und den benachteiligten Menschen in Bangladesch. Alle Mittel, die NETZ anvertraut sind, werden kosteneffizient eingesetzt. NETZ berichtet wahrheitsgemäß und transparent über die Arbeit vor Ort und überprüft laufend, dass die gesetzten Standards in der Geschäftsstelle, im Landesbüro in Dhaka und in den Projekten eingehalten werden.

DZI Spenden-Siegel

Bilanz 2013

„Partnerschaft durch persönliche Begegnung – seit 35 Jahren“

NETZ verfügt über keine Rücklagen für laufende Ausgaben. Mit dem Jahresabschluss 2012 war die Rücklage aufgelöst worden. Zum Jahresende 2013 bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten von 53.945 Euro. Dies beinhaltet Lohnsteuer im Monatswechsel und ein zinsloses Darlehen der Wilhelm Oberle-Stiftung von 50.000 Euro zur Vorfinanzierung eines bewilligten EU-Zuschusses. Am 2. Januar 2014 ist das Darlehen an die Stiftung zurückgeflossen. Guthaben in Höhe von 135.987 Euro waren für die Überweisung an laufende Projekte in Bangladesch vorgemerkt.

Seit 35 Jahren machen persönliche Begegnungen die Partnerschaft mit Bangladesch lebendig. Deshalb konzentriert sich NETZ auf den Informations- und Erfahrungsaustausch: in Gesprächen, bei Veranstaltungen, mit Berichten aus Bangladesch. Hierzu zählen vier Rundbriefe im Jahr, in denen wir Personen, die Interesse an unserer Arbeit bekundet haben, direkt informieren und um Unterstützung für die Arbeit vor Ort bitten. Gruppen, die sich für ein Projekt engagieren, informieren wir in angemessenem Rahmen kontinuierlich und begleiten deren Engagement. Für diesen Dialog fallen vor allem Personal-,

13

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt, dass NETZ die Leitlinien das DZI SpendenSiegels als Grundlage für seine Arbeit anerkennt. Das DZI hat die satzungsgemäße, sparsame Arbeit von NETZ bestätigt und am 24. Juni 2013 erneut das Spenden-Siegel zuerkannt. Die Anteile der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben wird nach den Kriterien des DZI in der Kategorie „niedrig“ eingestuft.

Aus 100 mach 500 Das hauptamtliche NETZ-Team kümmert sich um Zuschüsse für die Projekte. Doch die erhält NETZ nur, wenn viele Menschen in Deutschland mithelfen. Dann kann NETZ für 100 Euro, die Sie spenden, insgesamt 500 Euro in Bangladesch einsetzen – für ein Leben in Würde. Verwaltungskosten halten wir so gering wie möglich. Informieren Sie sich unter www.bangladesch.org/transparenz

Gemeinsam für Bangladesch


NETZ Jahresbericht 2014

Organisationsstruktur NETZ hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) und ist als gemeinnützig anerkannt (Nummer VR1790, Vereinsregister Amtsgericht Wetzlar). Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Ihr obliegen u.a. Entscheidungen über die Grundsätze von NETZ, Satzungsänderungen, die Wahl des ehrenamtlich tätigen Vorstandes und dessen Entlastung, die Wahl der ehrenamtlichen Rechnungsprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen, die Bestimmung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers und die Entgegennahme des Jahresabschlusses. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Der Vorstand beschließt die Kooperation mit Partnern, die Förderung der Projekte und beruft die Geschäftsführung. Diese führt die laufenden Geschäfte von NETZ und ist an die Satzung sowie die Beschlüsse des Vorstands und der Mitgliederversammlung gebunden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Deutschland (16 Personen; Stand April 2014) und in Bangladesch (32 Personen) sind hauptamtlich tätig. Am 15. Februar 2013 übernahm Peter Dietzel die Leitung der Geschäftsstelle vom langjährigen NETZ-Geschäftsführer Ingo Ritz.

Am 24. Mai 2014 hat die NETZ-Mitgliederversammlung den Vorstand für eine weitere Amtszeit gewählt): Heike Proelß, Dr. Bernhard Höper (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Dieter Klein, Manfred Krüger (Vorsitzender), Felicitas Qualmann (stellvertretende Vorsitzende), Max Stille, Abdullah Al-Farooq.

1979 Die erste Ausgabe der BangladeschZeitschrift NETZ erscheint.

1989 Gründung des Vereins NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit.

Qualitätsmanagement

Mitgliederversammlung NETZ e.V.

Wirksame Entwicklungsarbeit heißt für NETZ 1 im Fokus stehen die Menschen, die am stärksten benachteiligt

Wählt auf 2 Jahre

sind

Vorstand

2 sie nehmen am Unterricht und an Schulungen teil, erhalten

Zugang zu Informationen 3 lokale Selbsthilfe entsteht und wächst

Ernennt und kontrolliert

4 die Menschen nehmen aktiv an Entscheidungen teil

Geschäftsführung

5 sie erwerben die Fähigkeit, ihre Rechte durchzusetzen

Führt die laufenden Geschäfte in

6 gemeinsam mit ihnen erwirken wir dauerhafte strukturelle

Veränderungen

Deutschland

Bangladesch

Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch

Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch

Globales Lernen und Völkerverständigung

Spenden, Verein, Verwaltung

7 Korruption und Vetternwirtschaft wird in den Projekten unter-

bunden

Das NETZ-Team in Bangladesch und Deutschland stellt dies sicher.

Gehaltsstruktur in Deutschland

Ein Leben lang genug Reis Grundbildung Menschenrechte Katastrophenhilfe

Die Bruttomonatsgehälter orientieren sich an einem Haustarif, der aus einem Grundgehalt von 2.060 Euro für eine Vollzeit-Stelle besteht (2014). Es gibt verschiedene Gehaltsstufen, die den Grad der übertragenen Verantwortung, die Berufserfahrung, die geforderten Kompetenzen und die Betriebszugehörigkeit berücksichtigen. Für jedes unterhaltspflichtige Kind wird ein Beitrag von 110 Euro zusätzlich gezahlt.

Globales Lernen und Völkerverständigung

Das vollständige Organigramm: www.bangladesch.org/organisation

Verein

Reale Bruttomonatsgehälter nach Gehaltsgruppen

2013 war folgender Vorstand im Amt: Manfred Krüger (Vorsitzender), Krefeld; Max Stille (Stellvertreter), Heidelberg; Abdullah Al-Farooq, Kerpen; Dr. Bernhard Höper, Bonn; Dr. Dieter Klein, Kirchheim/ Teck; Heike Proelß, Hohenahr; Felicitas Qualmann, Berlin.

Gruppe

bis €

Geschäftsführung

2.828 (100%-Stelle)

3.254 (100%)

Referent/innen

1.208 (50%)

2.828 (100%)

Stand: April 2014

14

von €


NETZ ist Mitglied von: 1 Verband Entwicklungspolitik deutscher

Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) 2 Deine Stimme gegen Armut 3 Bangladesch-Forum (NETZ mit Geschäftsführung beauftragt) 4 Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF) 5 Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen)

------------------

NETZ ist durch hohes ehrenamtliches Engagement geprägt: Rund 6.000 Ehrenamtliche sind im ganzen Bundesgebiet im Verlauf eines Jahres in der Partnerschaft mit Bangladesch aktiv. Freiwillige leisten ihren Dienst in Bangladesch. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig. Auch die Hauptamtlichen engagieren sich über ihre Arbeitszeit hinaus. Alle tragen gemeinsam dazu bei, dass NETZ sparsam und effektiv mit den zur Verfügung gestellten Mitteln zugunsten der Partnerschaft mit Menschen in Bangladesch arbeitet. Aufwandsentschädigungen in Höhe von maximal 60 Euro werden an ehrenamtliche Referentinnen und Referenten für die Umsetzung entwicklungspolitischer Bildungsveranstaltungen gezahlt. 2013 waren dies insgesamt 2.220 Euro bei 88 Veranstaltungen.

„Als ich vor 13 Jahren Bangladesch verließ, begann NETZ

gerade, ein Büro in Dhaka aufzubauen. Als ich im vergan-

genen Jahr noch einmal in Dhaka war, hatte das Büro über

30 Mitarbeiter. Ich habe seit meinem Weggang in Kirgistan

gearbeitet und war nicht mehr in Angelegenheiten von NETZ involviert. Aber ich habe aus der Ferne mit großer Bewunde-

rung verfolgt, was NETZ in diesen Jahren aufgebaut hat, wie-

viel mehr Menschen die Organisation erreicht als früher – mit sehr innovativen Programmen, zum Beispiel ‚Ein Leben lang genug Reis‘. NETZ ist zu einer hochprofessionellen Organisation geworden, die bei Partnern in Deutschland, Europa und Bangladesch hohes Ansehen genießt. Aber meine Gespräche in Dhaka und der bleibende Kontakt zu meinen Freunden Peter Dietzel und Manfred Krüger haben mich überzeugt, dass NETZ noch immer von zwei Sachen geprägt ist: von dem unbedingten Bemühen, an der Seite derer zu sein, die keine Stimme haben, und von der Bereitschaft, dauernd zu lernen. Ich bewundere den Einsatz und die Leistung der NETZ-Mitarbeiter und aller, die NETZ unterstützen. Ich wünsche allen viel Kraft und die Freude, die sich von denen mitteilt, die zum ersten Mal ihre Stimme gefunden haben.“ Tobias Schüth, Gründungsmitglied NETZ e.V.

--------------Wirkungsbeobachtung bei allen Programmen von NETZ

b

In der Planungsphase eines jeden Projekts in Bangladesch definieren die Partnerorganisationen und NETZ exakt die angestrebten Ziele und Wirkungen. In der Startphase der Projekte erheben lokale Mitarbeiter in Bangladesch die wichtigsten Informationen über die Ausgangssituation. Zum Ende der Projekt-Laufzeit werden diese Daten erneut erfasst. Auf dieser Basis erstellt NETZ eine Wirkungsanalyse. Während des Projektverlaufs dokumentieren die NETZProjektpartner vor Ort jährlich die Zwischenergebnisse. Zudem besuchen die zuständigen NETZ-Mitarbeiter in Bangladesch vierteljährlich alle Projektregionen, wo sie die Umsetzungsqualität der Maßnahmen sowie die Entwicklungsfortschritte analysieren.

Unabhängige Fachgutachter führen in der Regel am Ende der Projekt-Laufzeit eine externe Evaluierung durch. Die Ergebnisse der Wirkungsbeobachtung werden dokumentiert und in Workshops mit den lokalen Partnerorganisationen und Projektteilnehmerinnen diskutiert. Alle Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Projekte ein: in die konzeptionelle Gestaltung von Aktivitäten, in die Lehrpläne für Schulungen der Bevölkerung und Projektmitarbeiter, in deren Arbeitsplanungen, in die Gestaltung von Neuprojekten und in die Strategieplanung von NETZ.

2013 ein Monitoring-Besuch durch die EU statt. Die Experten bescheinigen dem Projekt eine hohe Relevanz für die Zielgruppe. Das Projekt sei gut strukturiert. Die Implementierung sei effizient und effektiv, mit einer hohen Nachhaltigkeit. Da die Maßnahmen in zwei Ländern stattfinden, sollten die Kapazitäten für Monitoring und Evaluierung zusätzlich gestärkt werden.

Im Zeitraum von 2010 bis 2014 fördert die EU im NETZ-Programm „Ein Leben lang genug Reis“ eine Projektphase mit 19.000 Haushalten in Bangladesch und Indien. Hier fand im Jahr

Die Publikationen sind kostenfrei in der Mediathek auf www.bangladesch.org/mediathek erhältlich.

15

NETZ veröffentlicht die Erfahrungen aus den Projekten auf Deutsch und Englisch. Auch auf nationalen und internationalen Konferenzen stellt NETZ seine Erfahrungen vor.

Gemeinsam für Bangladesch


Foto: Sven Wagner

Werden Sie Schülerlotsin oder Schülerlotse!

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Mit 46 Euro geben Sie einem Kind eine Chance, die es sonst nie bekäme: Es wird die Schule besuchen. Ein ganzes Jahr lang. Denn 3 Millionen haben in Bangladesch keine Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Es sind die Kinder der Ärmsten. Machen Sie bitte mit und geben den Kindern ihr Recht auf Bildung. Damit sie Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Damit Mädchen und Jungen gleichberechtigt gefördert werden. Damit sie später fair bezahlte Arbeit finden. Spendenkonto/IBAN Volksbank Mittelhessen

DE 82 5139 | 0000 | 0000 | 0062 | 62 |

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BIC: VB MH DE 5F

NETZ ist als gemeinnützig anerkannt. Eine Spendenbescheinigung bekommen Sie automatisch zugeschickt. Bitte geben Sie dafür bei der Überweisung Ihre vollständige Adresse an.

Gemeinsam mit Ihnen setzen wir uns für mehr Gerechtigkeit ein Das Team in der Geschäftsstelle –

Grundbildung), Uwe Müller (Projekt-Referent

Philipp Kappestein (Teamleiter „Ein Leben

Sabrina Syben (Referentin für Spender-

für Ernährungssicherung), Agata Gornicki

lang genug Reis“), Tatjana Filinski (Buch-

Dialog und entwicklungspolitische Bildung),

(Referentin für die Freiwilligenarbeit), Kai

haltung und Spendenbelege), Florian Al-

Dirk Saam (Referent für Entwicklungspolitik),

Fritze (Projekt-Referent und Redaktion NETZ-

brecht (Referent für Öffentlichkeitsarbeit),

Janina Wisser (Junior-Projektreferentin für

Zeitschrift), Peter Dietzel (Geschäftsführer),

Charlotte Birko-Flemming (Praktikantin),

Foto: Elisabeth Olfermann

Niko Richter (Stellvertretender Geschäftsführer), Dagmar Schwarze-Fiedler (Dialog mit Spenderinnen und Spendern), Sven Wagner (Referent für Öffentlichkeitsarbeit). Nicht auf dem Bild sind Diana HoffmannKrüger (Kaufmännische Leitung), Anna Bucur (Referentin für entwicklungspolitische

ö

Foto: Kai Fritze

Bildung) und Ingo Ritz (Büro Brüssel).

Fragen, Ideen, Anregungen? Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Arbeit von NETZ. Kontaktieren Sie uns jederzeit. Das Team von NETZ in Bangladesch: 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit sind vor Ort zuständig für das Qualitäts- und Finanzmanagement, die Stärkung der Zivilgesellschaft und den Freiwilligendienst sowie Begegnungsprogramme. Alle Namen und Zuständigkeitsbereiche finden Sie vollständig auf unserer Homepage.

NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V. Moritz-Hensoldt-Str. 20 D-35576 Wetzlar Tel.: 0(049) 6441/9 74 63-0 Fax: 0(049) 6441/9 74 63-29

netz@bangladesch.org www.bangladesch.org Impressum: Konzeption/Text: Sven Wagner, Peter Dietzel Layout: studiofuergestaltung.net Druck: Druckerei Mergard, 100% Recyclingpapier

NETZ Bangladesch Jahresbericht 2014  
NETZ Bangladesch Jahresbericht 2014  
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