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BÄRN!MAGAZIN Die schönsten Seiten der Hauptstadt

HINTER DEN KULISSEN... BERNER BLÜTENZAUBER INTERVIEW MIT SIMON JÄGGI

1 / 2018


? L E Z T I K H! N C A E F N I E V NERRBEI UNS – SPIELEND BESSE

ROULETTE, BLACK JACK, POKER & SLOTMACHINES 2

Ab 18 Jahren. Ausweispflicht


E D I T O R I A L & I N H A LT

Inhalt

C O V E R : Remo Eisner www.remo-eisner.ch

Foto: Remo Eisner

HINTER DEN KULISSEN Bern bietet im Kulturbereich eine famose Vielfalt, die Universität Bern erbringt Spitzenleistungen von enormer gesellschaftlicher wie wissenschaftlicher Bedeutung, und die Stadt ist die Hochburg eines Profihackers. Wer könnte besser erzählen, was hinter den Kulissen vor sich geht, als diejenigen, die dort arbeiten? – Wir haben mit einigen Menschen gesprochen, die in ihren jeweiligen Bereichen ganz Grosses leisten und meist trotzdem nicht im Rampenlicht stehen. Jetzt im März erwacht die ganze Stadt zu neuem Leben, überall beginnt es zu grünen und zu blühen. Ich lebe seit meiner Geburt in Bern und wusste nicht, dass es mitten in der Altstadt von Bern eine Gärtnerei gibt – Sie? Am Südhang der Aare vis-à-vis vom «Schweller» strecken jetzt allmählich rund 30 000 Tulpen ihre Köpfe aus dem Erdreich. Das Porträt dieser «Stadtgärtnerei» und der zwei Frauen, die diese mit Herzblut leiten, finden Sie auf den Seiten 30 und 31. Stichwort «Herzblut»: Das BÄRN! Magazin wird mit Liebe zur Stadt gemacht, das wird von den Leserinnen und Lesern, aber auch von den überzeugten Werbepartnern estimiert. Ihnen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Genug der Worte: Es gibt auf den «schönsten Seiten Berns» wie immer viel zu entdecken. Tauchen Sie ein, viel Spass dabei. Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich – ich wünsche Ihnen frohes Erwachen!

Michèle Freiburghaus Verlegerin, Redaktionsleiterin

Das nächste BÄRN! Magazin erscheint Anfang Juni 2018 Infos & Links unter www.baernverlag.ch In der Zwischenzeit besuchen Sie doch unseren aktuellen Blog. Für alle, die Bern genauso lieben wie wir.

BÄRN!BL G

www.baernblog.com

Strauss: Die Blumengärtnerei (S. 32)

HINTER DEN KULISSEN ... 4 6 8 9 11 13 14 17

... der Museumsnacht ... der professionellen Hackerfirma ... der Uni Bern ... des Pathologischen Instituts ... des Solarstrom-Vereins ... des Tierparks Dählhölzli ... des Einkaufszentrums ... der Spitalküche

GESELLSCHAFT 18 Interview mit Simon Jäggi 22 Die Berner waren für einmal die Schnellsten

LEBENSART 25 27 29 30 31 32 35 38 39

Tipps & Events: BERNcity Tipps & Trends. Haarfarben 2018 schön & guet Was tun gegen Heuschnupfen? Berner sein – eine Liebeserklärung Berner Blütenzauber Auto: Frühlingsneuheiten La Ribollita Geniessen: Berner Rundschou

K U LT U R & E V E N T S 40 41 42 43 45

20 Jahre Schlachthaus Theater 100 Jahre Kunsthalle Bern Früehligsmix Calvinhaus Berner Museen

DIVERSES 46 47 48 50 51

#Du auch? Kopernikus: Was wärde? BÄRN!BLOG Verlosungen BÄRN! / Impressum Hopp SCB & Hopp YB! 3


HINTER DEN KULISSEN | DER MUSEUMSNACHT

Fotos: Remo Eisner

Nach der Museumsnacht ist vor der Museumsnacht Silvia Müller und ihr Team haben, im Auftrag von «Museen Bern», die Gesamtprojektleitung der Museumsnacht Bern, insgesamt sind am Abend des Events rund 1500 Mitarbeitende für die Besucherinnen und Besucher im Einsatz.

Silvia Müller, als Kultur- und Eventmanagerin hast Du mit Deinem Team die Gesamtprojektleitung Museumsnacht Bern. Die Koordination so vieler Mitspieler stelle ich mir extrem aufwändig vor … Die Koordination ist aufwendig, jedoch lassen sich alle immer wieder von Neuem begeistern, das schlägt sich auf die jeweiligen sehr kreativen Inhalte nieder, und das sieht man auch bei unseren Organisationsteamsitzungen. Pro teilnehmender Institution gibt es eine Projektleiterin respektive einen Projektleiter. Wir führen mit den teilnehmenden Institutionen jeweils vor und nach der Museumsnacht eine gemeinsame Sitzung durch, hier sind meistens alle vertreten. Es gibt so etwas wie das interne Museumsnachtfieber, und wir stecken uns gegenseitig damit an.

Wie viele Mitarbeitende sind beteiligt, und wann beginnt Ihr jeweils mit der Organisation? Nach der Museumsnacht ist vor der Museumsnacht. In der Tat beschäftigen wir uns jetzt bereits mit der Museumsnacht 2019. Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden ist schwierig einzuschätzen. Ab September beschäftigen sich ja in jeder der 40 Institutionen verschiedene Teams mit der Planung der nächsten Museumsnacht. An der Museumsnacht selbst sind gegen 1500 Personen im Einsatz, bei mir im Büro arbeiten wir im kleinen Team, wir sind zu viert. 4

Wie steht es jeweils mit der Finanzierung? Die Museumsnacht ist entgegen der allgemeinen Meinung nicht ein von der Stadt finanziertes Kulturfest. Vielmehr schenken die Museen der Bevölkerung diesen Event. Die teilnehmenden Kulturinstitutionen kommen für die Events und den Betrieb in den eigenen Häusern selbst auf. Die Leitung, Koordination und Organisation des gesamten Anlasses (Finanzen, Werbung, Medienarbeit, Ticketverkauf, Printmedien, Beleuchtungskonzept, Transportdienste, Sicherheit etc.) werden durch Sponsoring und durch Ticketeinnahmen finanziert. Ihr mobilisiert ja jeweils unglaublich viele Leute, das Anstehen kann zum Problem werden. Welche Massnahmen werden dagegen getroffen? Das ist ein Phänomen, das wir auch an anderen Museumsnächten beobachten können. Die Menschen drängen sich dort, wo es schon viele andere Menschen gibt. Dabei können wir gerade mit kleineren Institutionen und solchen, die sich ausserhalb des Stadtzentrums oder des Museumsquartiers Kirchenfeld befinden, noch viele Besucherinnen und Besucher aufnehmen. Hier herrscht selten ein Gedränge. Wir versuchen, am Abend selbst die Leute durch die Sozialen Medien auch zu diesen kleineren Institutionen zu lenken.


HINTER DEN KULISSEN | DER MUSEUMSNACHT

Gibt es irgend eine wichtige Neuerung oder eine grosse Überraschung dieses Jahr? Die Inhalte sind bis auf ein paar wenige Ausnahmen jedes Jahr neu. Allerdings müssen die Events in den Häusern gewisse Kriterien erfüllen: Sie sind inhaltlich an die Ausstellungen/Sammlungen gebunden. Events, die mit dem Haus nichts zu tun haben, sind nicht erwünscht. Wir suchen also nicht das Spektakel, wir wollen auch kein zusätzliches Kleinkunstfestival werden. Wir wollen den Leuten zeigen, was in den Museen alles möglich ist.

Verrätst Du Deinen ganz persönlichen Favoriten des Programms? Ich kenne ja selbst die Inhalte noch nicht, auch für mich ist das Programm eine einzige Überraschung. Allerdings möchte ich gerne die Kehlkopfsängerin in der Cerny Inuit Collection anhören, The Black Lions im Historischen Museum, Science Slam im Haus der Akademien, General Wille im Hotel Bellevue Palace oder am Barocktanz-Crashkurs im Erlacherhof teilnehmen. Da ich die ganze Nacht erreichbar sein muss, besuche ich zusammen mit dem Präsidenten des Vereins Museen Bern einige Institutionen im Schnelltempo, um mir ein Bild über den Ablauf zu machen. Ganz sicher gehe ich jedoch nach zwei Uhr, wenn die Eintritte gezählt und die Medienmitteilung verschickt ist, in die Lounge der Galerie des Alpes im Parlamentsgebäude und lasse bis drei Uhr mit meinem Team – wenn es noch fit genug ist – die Museumsnacht Revue passieren.

Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer sein. Von Haus zu Haus flanierend, per Shuttle oder Oldtimer reisend, werden Tipps und Erlebnisse ausgetauscht, bevor man ins nächste Angebot eintaucht. Unterwegs sein, geniessen, erkunden, entdecken, mitmachen und teilen – das ist Museumsnacht. Ticket: CHF 25.–, inkl. Eintritte, Fahrten in den Shuttles ab 19 Uhr und Fahrten mit dem ÖV ab 17.00 Uhr bis Betriebsschluss. MiniTicket für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gratis. Neu: Museumsnacht ab Mitternacht, das Mitternachtsticket für 5 Franken. Programm: www.museumsnacht-bern.ch oder an allen Vorverkaufsstellen.

Foto: Nelly Rodriguez

MUSEUMSNACHT BERN, 16. MÄRZ

In buntes Licht getaucht, laden am 16. März 40 Museen und Kulturinstitutionen zur Museumsnacht Bern. Ob «Love, Peace and Happiness» im Bernischen Historischen Museum oder Weltuntergang im Naturhistorischen Museum, ob Superhelden in der Antikensammlung oder Steuereintreiber im Stadtarchiv, ein Barockfest im Erlacherhof oder Virtual Reality bei der Credit Suisse – die Nacht der Nächte verführt auch 2018 mit einem prall gefüllten Programm zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch Kunst, Kultur und Wissenschaft. Gegensätze werden aufgehoben, Spartengrenzen durchbrochen und verschlossene Türen geöffnet. Lebende Bücher, fliegende Pflanzen, überdimensionale Spielkonsolen, Tells Geschoss, Ausserirdische, ein Generalstabsquartier aus dem Ersten Weltkrieg, eine Forschungsstation in Grönland, Science Speed Dating, Rap, Slam und Klassik, schöne Berge oder ein Spaziergang durch das Innere der Lorrainebrücke: Die Museumsnacht lockt mit einem konzertierten Miteinander von Institutionen und Kulturschaffenden und schafft Raum für aussergewöhnliche Begegnungen. Sicher ist, die «Woodvetia»-Holzskulpturen im Bundeshaus dürften die einzigen sein, die in dieser Nacht unbeweglich verharren. «Wohin des Wegs?» wird nicht nur das Motto in der Bibliothek am Guisanplatz, sondern auch der Gruss der sich überall begegnenden 5


HINTER DEN KULISSEN | DER PROFESSIONELLEN HACKERFIRMA

«Manchmal bin ich der Zeit voraus» I NT E RV I E W M I T N I C K M AY E N C O U RT, P R O F I H AC K E R Nicolas «Nick» Mayencourt gilt als Informatikgenie. Seine Berner Firma «Dreamlab Technologies» mit mehr als 100 Angestellten bietet unter anderem Analysen und Lösungen für die Erhöhung der Standards der Cybersicherheit an. Mayencourt ist einer von 387 Mitgliedern des World Wide Web Consortium (W3C) und entscheidet mit, wenn es sich um die Zukunft des Internets dreht. Interview Michèle Freiburghaus, Foto Remo Eisner

Nick Mayencourt, wie wird man vom Berner Dorfbuben zum anerkannten «Profihacker»? Der Begriff «Hacking» wird heute für alles Mögliche benutzt. Etwa für das Kochen. Im Prinzip geht es dabei um dasselbe, das mich seit meiner Jugend antreibt: unkonventionelle Lösungen zu finden. Neue Wege zu suchen. Die Grenzen auszuloten. Nur so ist es möglich, die Gesellschaft weiterzubringen und auch persönlich vorwärtszukommen. Mein Spezialgebiet ist die Technologie. Ich habe sie ausprobiert, analysiert, Gleichgesinnte gefunden, mich vernetzt, dazugelernt, Neues entdeckt. Mein Antrieb war und ist ein grosser Wissensdrang. Wie hast Du Dir Deinen ersten Computer finanziert? Auch hier bin ich im oben erwähnten Sinn neue Wege gegangen. Du hast den Gymer als Bester deines Jahrgangs abgeschlossen. Warum hast du danach kein Studium angefangen? Ende der 90er-Jahre gab es kein Studium in Informationssicherheit. Die akademische Informatik war noch relativ neu und konnte inhaltlich nicht mithalten mit dem, was wir Freaks entdeckten und 6

uns zu eigen machten. Heute ist IT Security Teil der regulären Curricula. Wir waren der Zeit voraus. Es gibt und gab keinen Ausbildungsgang für Pioniere. Deshalb habe ich meine Visionen direkt in die Praxis umgesetzt. Parallel dazu habe ich das Fachgebiet, das ich hätte studieren wollen, mit dem Institut für Security und offene Methodologien (ISECOM) selbst erfunden. Dreamlab ist ein sehr romantischer Name für eine IT-Firma – wie kam es dazu? Trotz dem romantischen Klang ist es eigentlich ein sehr prosaischer Name: «Dream» steht für die Vision, für die Innovation. «Lab» für die Forschung, das Ausprobieren, Testen. «Technologie» ist unser Fachgebiet, unser Gegenstand und die Kategorie von Lösungen, die aus den ersten beiden Komponenten entsteht. Es geht mir dabei darum, Einsichten, Ideen und Visionen konkret nutzbar zu machen in einer Form, von der alle Interessierten profitieren können. Deine Firma macht heute nur noch «defensive Projekte», so hackt Ihr zum Beispiel kriminelle Hacker oder Ihr greift im Auftrag eines


HINTER DEN KULISSEN | NICK MAYENCOURT

Kunden dessen Netze an, um Schwachstellen aufzuspüren. Ein paar Branchen, die zu Euren Kunden gehören? Es liegt in der Natur der Sache, dass zu unseren Kunden vor allem diejenigen gehören, die ein erhöhtes Interesse an oder gar eine Verpflichtung zur Sicherheit haben. Also Banken, das Gesundheitswesen, Regierungsstellen, Bundesämter oder die Betreiber kritischer Infrastrukturen. Aber auch KMU, die ihre Daten schützen wollen und müssen, schätzen unsere Beratung. Deine Dienstleistungen scheinen gefragt zu sein. Neben dem Hauptsitz in Bern hat Dreamlab weitere sechs Niederlassungen in der ganzen Welt. Kümmerst Du Dich persönlich um alle Standorte? Ich bin bei allen grossen Kundenprojekten mit dabei und habe ein globales, hochspezialisiertes Team. In drei Ländern betreuen zudem regionale Direktoren die Projekte und Kunden vor Ort. Die Regionen agieren als Hubs. Uns ist es wichtig, ein echtes globales KMU zu sein. Wir verstehen darunter die Mischung aus globalem Wissen und individuellen Erfahrungspools; genug Kapazität, um auch grössere Projekte durchführen zu können, kombiniert mit einem persönlichen und direkten Zugang. Unsere Kunden lernen die Chefs und die Verantwortlichen persönlich kennen. Das ist uns wichtig, da Vertrauen in unserer Branche zentral ist. Oft sind wir mit grösseren Risiken und heiklen Infrastrukturen konfrontiert. Der persönliche Zugang erlaubt uns ein effizientes und lösungsorientiertes Vorgehen. Warum bleibt Bern Dein Hauptsitz? Bern ist stabil, loyal, neutral. Die Lebensqualität ist hier sehr hoch. Das schätzen meine Mitarbeiter, und das schätze ich auch selbst. Einfach gesagt: Es gefällt mir hier! Euren Kunden sichert Ihr höchste Diskretion zu. Ist das der Grund dafür, dass man weder über Deine Firma noch über den Mann Nick Mayencourt viel liest? Eine der wichtigsten Einsichten, die wir unseren Kunden vermitteln, ist: Seid zurückhaltend mit dem Verbreiten von Informationen. Alles, was man über Sie, Ihre Firma und Ihre Interessen weiss, kann in einem Angriff gegen Sie verwendet werden. Wie schützen sich Private am besten vor Angriffen im Netz? Der wichtigste Schutz ist der gesunde Menschenverstand. Zuerst denken, dann handeln. Das gilt insbesondere auch im Internet und generell im Umgang mit Technologie. Ein gesundes Mass an Misstrauen: Wer kommuniziert mit mir und weshalb? Was teile ich genau und mit wem? Wer sich solche Fragen stellt, ist auf dem richtigen Weg … Empfehlenswert ist natürlich auch ein solides Grundwissen darüber, wie die Technologie funktioniert, die man nutzt. Wer die zugrunde liegenden Abläufe und Protokolle – und die damit verbundenen Risiken – kennt, lässt sich weniger gut austricksen. Was genau ist das «World Wide Web Consortium (W3C)» in Kürze? Das W3C definiert die Webtechnologie, über die ein Grossteil der Menschen heute kommuniziert und Daten austauscht. Präsident ist übrigens der Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee. Das W3C beschäftigt sich auch und insbesondere damit, wie das Internet der Zukunft aussehen wird – und da ist es natürlich wichtig, Sicherheitsfragen zu klären. Wir arbeiten, einfach gesagt, daran, dass das Internet in Zukunft sicherer wird.

Und was erwartet uns normale Nutzende in naher Zukunft in Bezug auf das Internet? Die digitale Welt und unsere physikalische Welt verschmelzen zunehmend. Es entstehen cyber-physische Systeme, computergesteuerte Gegenstände wie Autos, Züge, Türen, Kühlschränke, Bots, Roboter – sogar wir Menschen verschmelzen zusehends mit Computern. Flugzeuge sind unterdessen fliegende Datenzentren. Alles ist vernetzt, und das Internet wird immer weiter in unseren Alltag, in unser Privatleben vordringen. Es wird damit zum Kernelement, das die anderen, Erde, Feuer, Luft und Wasser, bestimmt. Mit den Möglichkeiten, die daraus entstehen, steigen auch die Gefahren. Wir entwickeln deshalb Lösungen, um die Technologie abzusichern (_cyel), um Risiken zu erkennen (_cyobs) und zu beseitigen. _cyel erlaubt es, im Web «unsichtbar» zu werden und damit nicht mehr angreifbar zu sein. _cyobs macht verborgene Abhängigkeiten, Angriffsflächen und Risiken sichtbar und erlaubt es, entsprechende Schutzmassnahmen zu ergreifen. Es handelt sich dabei um Innovationen, die einen globalen Impact haben und die Sicherheitslage im Web fundamental ändern werden – made in Bern! Ein ehemaliger Angestellter bezeichnete Dich als Technikfan aus ganzem Herzen und als Nerd. Was meinst Du dazu? Als Hacker waren wir geleitet von der Utopie, dass die Menschheit dank neuer Technologien nicht mehr wird arbeiten müssen und sich deshalb in Zukunft ausschliesslich auf Philosophie, Liebe und Nahrungsaufnahme konzentrieren kann. Heute, mit 40, realisiere ich, dass Utopie deshalb Utopie heisst, weil es eine ebensolche ist und bleibt. Mein Hauptinteresse und meine Leidenschaft gelten heute der Frage, wie wir die Technologie sicherer gestalten können, sodass ein Fortschritt möglich wird, der uns nicht selbst in erhebliche Gefahr bringt. Die Technologie ist spannend – aber es ist ein Spiel mit dem – computergesteuerten – Feuer. 1998 hast Du auch das Ausgehmagazin «Bewegungsmelder» gegründet, ein «Herzensprojekt» für Dich. Warum habt Ihr die Printform eingestellt? Mit 40 masse ich mir nicht mehr an, zu wissen, wie die Jugend tickt. Hier überlasse ich das Feld anderen für neue Ideen. Du bist Vater. Wie lässt sich das mit Deinem Beruf vereinbaren? Alle Eltern wissen, dass es nicht immer einfach ist, Beruf und Privatleben ausgeglichen Zeit einzuräumen. Als Arbeitgeber kann ich zumindest dafür sorgen, dass Homeoffice und Teilzeitarbeit möglich sind – und das gilt im Optimalfall auch für mich. Welches ist Deine grösste Stärke, wo schwächelst Du eher? Meine Stärke ist meine Neugier. Ich habe Visionen, Mut, diese umzusetzen, aber auch den Mut, hinzuschauen auf die Probleme und Risiken, zu warnen und Lösungen zu suchen. Mein Schwäche: Ich habe vielleicht etwas viele Ideen und starte viel Neues; manchmal bin ich mit meinen Projekten der Zeit voraus. Manchmal etwas zu früh.

Links zum Beitrag: dreamlab.net, cyel.ch, cyobs.ch Blogbeitrag Nick Mayencourt: www.baernblog.com

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HINTER DEN KULISSEN | DER UNI BERN

Astrophysiker sind auch nur Menschen Prof. Dr. Kevin Heng ist Professor für Astronomie und Planetenphysik und der Direktor des Center for Space and Habitability (CSH) der Uni Bern, Spezialgebiet Suche nach Leben auf Exoplaneten. Er erhielt seit Dezember zwei wichtige Auszeichnungen. Kevin Heng wohnt mit seiner Familie in Wabern. Das BÄRN! Magazin stellte dem Astrophysiker irdische Fragen. Interview Michèle Freiburghaus, Foto Alessandro Della Bella Momentan haben wir keine Möglichkeit, zu anderen Sternen zu reisen, da die Entfernungen zu ihnen so gross sind, dass es mehrere Generationen dauern würde, dort anzukommen. Das wissenschaftliche Problem reduziert sich daher auf ein Gebiet, welches wir als Fernerkundung («remote sensing») bezeichnen. Dieses Gebiet beschäftigt sich mit der Extrahierung von Informationen über diese Exoplaneten aus ihrem emittierten Licht. Mein Lebenswerk ist der Frage gewidmet, welche Planeteneigenschaften man aus diesem Licht ableiten kann und ob es uns Hinweise auf Leben auf den Exoplaneten geben kann. Obwohl meine Arbeit keinendirektenBezugzupraktischenAnwendungen hat, sind die wissenschaftlichen Techniken, die ich in meiner Arbeit verwende, auch auf andere Wissenschaftsbereiche anwendbar.

Kevin Heng, letzten Dezember erhielten Sie vom Europäischen Forschungsrat den «Consolidator Grant» von zweieinhalb Millionen Franken, jetzt den «Chambliss Astronomical Writing Award 2018» für ihr wegweisendes Lehrbuch. Herzliche Gratulation! Was bedeutet Ihnen diese zweite Anerkennung innerhalb kürzester Zeit? Beide bedeuten mir sehr viel, da es 20 Jahre gedauert hat, an diesen Punkt zu gelangen. Als Kind wollte ich (wie wahrscheinlich jeder andere auch) Astronaut werden. Mit der Einsicht, dass dieser Wunsch unrealistisch ist, habe ich mich stattdessen dazu entschlossen, Astrophysiker zu werden. Dieses Ziel zu erreichen, hat mich 20 Jahre harter Arbeit gekostet. Die erste Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung für mich persönlich, sondern auch für die Universität Bern, welche mich bisher immer grosszügig unterstützt hat. Die zweite Auszeichnung ist mehr persönlicher Natur, da ich als Autor und Radiojournalist gearbeitet habe, bevor ich Wissenschaftler geworden bin. Zunächst einmal für uns Laien – was ist ein Exoplanet? Ein Exoplanet ist, einfach gesagt, ein Planet, der sich um einen anderen Stern als unsere Sonne bewegt. Es gibt zwar insgesamt acht Planeten in unserem Sonnensystem, jedoch wurden bereits über 3000 Exoplaneten um andere Sterne entdeckt. Wenn von «Leben in der Ferne» die Rede ist, reden wir nicht von grünen Männchen, wie ich annehme. Bitte erklären Sie in wenigen Sätzen, worum es bei Ihrer Arbeit geht.

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2016 entwickelten Sie eine Formel, mit der sich Berechnungen der Atmosphäre von Exoplaneten schneller durchführen lassen. Was fasziniert Sie an Zahlen? Es sind nicht nur Zahlen, sondern die Mathematik im Allgemeinen, die mich fasziniert. Viele Probleme der Welt beruhen auf Missverständnissen aufgrund unterschiedlicher Kulturen, Sprachen oder Vergangenheiten. Mathematik, andererseits, ist eine Universalsprache, die über solchen Dingen steht. Ich kann mich zum Beispiel mit jemandem aus Russland über Physik unterhalten, nur unter der Verwendung von Mathematik als Sprache – selbst dann, wenn wir uns kaum auf Russisch oder Englisch miteinander verständigen können. Die mathematische Sprache zu verstehen, benötigt jedoch Jahrzehnte an Ausdauer und engagiertem Lernen. Ihre Stationen: Aufgewachsen in Singapur, Anstellungen am USInstitute for Advanced Study in Princeton, am Max-Planck-Institut in München und an der ETH Zürich. Warum haben Sie sich 2015 für Bern entschieden? Meine bayrische Ehefrau und ich kamen eher durch Zufall in die Schweiz, da die ETH Zürich die einzige Universität war, welche uns beiden einen Arbeitsplatz anbieten konnte (für mich in Astronomie, für sie in Biologie). So wagten wir den Sprung ins Ungewisse und kamen schliesslich hier in die Schweiz. Nach etwa zwei Jahren Aufenthalt habe ich mich in dieses Land verliebt. Unter anderem haben mir die Schweizer Dinge wie Würde, Stil und die Lösung von Konflikten beigebracht (von den Amerikanern habe ich andere Dinge, wie Kreativität und Dynamik, gelernt). Als die Berner Professur international ausgeschrieben wurde, habe ich mich beworben, ohne grosse Hoffnungen auf Erfolg zu haben, da es mehr als 80 Bewerber gab. Zu meiner grossen Überraschung war ich jedoch die erste Wahl für diese Position, welche ich, wie man sich leicht vorvorstellen kann, sofort angenommen habe. Bern, und die Schweiz im


HINTER DEN KULISSEN | DES PATHOLOGISCHEN INSITUTS

Allgemeinen, waren immer freundlich zu mir, und meine besten wissenschaftlichen Arbeiten habe ich hier geleistet. Dies sage ich mit grossem Stolz, da ich nicht als etablierter Wissenschaftler aus Übersee angestellt wurde, sondern meine Karriere erst hier in der Schweiz aufgebaut habe. Astrophysiker sind auch nur Menschen: Wie verbringen Sie in Bern Ihre Freizeit, und was gefällt Ihnen an Ihrer Wahlheimatstadt am besten? Wir leben direkt neben dem Gurten, in Wabern, und ich bin völlig verliebt in die Umgebung. Ich bin begeistert vom Ausblick auf die Alpen

vom Gurten aus. Es ist ein grosses Privileg in einer solch schönen Stadt zu leben. Unter all den verschiedenen Plätzen an denen ich bisher gelebt habe (Colorado, Princeton, München, Zürich), ist Bern meine Lieblingsstadt. Ich habe zwar nicht viel Freizeit, da ich meine Arbeit als Professor, Direktor des Center for Space and Habitability (CSH), Ehemann und Vater unter einen Hut bringen muss, aber wann immer ich Zeit dafür habe, koche ich gerne. In Colorado habe ich eine Ausbildung als Koch abgeschlossen.

Twitter: @KevinHeng1

«Bones hat nichts mit der Realität zu tun» Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern (IRM) gliedert sich in acht Abteilungen. Dr. rer. biol. hum. Sandra Lösch ist Leiterin der Abteilung Anthropologie*. Interview Michèle Freiburghaus, Foto Manu Friederich Wie realistisch sind amerikanische Serien wie etwa «Bones – die Knochenjägerin»? Ach, «Bones» können Sie getrost vergessen. Die Serie hat nichts mit der Realität zu tun. Ich schaffe es einfach nicht, eine komplette Folge «Bones» anzusehen und muss immer umschalten, wenn es zu haarsträubend wird. Eine Gruppe topgestylter Leute hat sofort nach Auffindung die menschlichen Knochen identifiziert, inklusive detaillierten Aussehens, Adresse und am besten noch der Telefonnummer der Person. In Wirklichkeit brauchen diese Dinge Zeit, und in unserem Job sind wir eher zweckmässig gekleidet für das Arbeiten im Labor oder in der Natur. Was bewog Sie dazu, Ihr berufliches Leben den Toten zu widmen, und was fasziniert Sie daran? Mich fasziniert Wissenschaft an sich, deshalb habe ich in München Biologie studiert. Diese Uni bietet als eine der wenigen die Spezialisierung «Physische Anthropologie» an. Mich reizte die Aussicht, nicht nur im Labor, sondern auch im Feld zu arbeiten. Wir arbeiten beispielsweise regelmässig in Ägypten auf archäologischen Ausgrabungen. Wenn ich eine 5000 Jahre alte Mumie untersuche, aufschaue und am Horizont die Pyramiden sehe, ist das ein besonderer Moment.

sen, desto mehr Ergebnisse – aber auch desto grösser die Gefahr, dass sich Fälle in die Länge ziehen oder die Resultate auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. In diesem Fall hat ein Rädchen ins andere gegriffen. Wir haben uns gut koordiniert, regelmässig kommuniziert und konnten der Staatsanwaltschaft und dem kriminaltechnischen Dienst am Ende saubere Ergebnisse liefern. Begeben Sie sich auch selber an Tat- bzw. Fundorte, und wenn ja, wann werden Sie beigezogen? Werden Knochen oder mumifizierte Leichen entdeckt, müsste die Fortsetzung Seite 10

Nach Entdeckung menschlicher Überreste in einem Schweizer Wald wurden Sie beigezogen, da nur noch Knochen vorhanden waren. Sie konnten, zusammen mit einer internationalen Expertengruppe, das Opfer identifizieren und Informationen zum Todeszeitpunkt gewinnen. Was ist das Sensationelle daran? Expertinnen und Experten aus verschiedenen Feldern gehen den Erkenntnisgewinn ja verschieden an. Je mehr Fachwis-

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HINTER DEN KULISSEN | DES PATHOLOGISCHEN INSITUTS

forensische Anthropologie gemeinsam mit der Spurensicherung als Erstes am Fundort sein. Aus der Lage der Überreste können wir einiges ableiten, ausserdem ist die DNA in solchen Fällen schnell kontaminiert, wenn die Knochen nicht sachgerecht geborgen werden. Ich spreche im Konjunktiv, weil dies leider oft nicht eingehalten wird. Wenn wir erst von einem Fund erfahren, wenn wir die Knochenteile in einer Plastiktüte auf den Tisch gestellt bekommen, wird es schwierig. 2011 wurde in Oberbipp ein riesiges Dolmengrab (vorgeschichtliche grosse Steingrabkammer) entdeckt. Sie leiteten damals die Ausgrabung der rund 40 5000-jährigen Skelette. Wissen Sie mittlerweile, woran diese vorwiegend jungen Menschen gestorben sind? Der Archäologische Dienst Bern leitete die Ausgrabung, und ich war mit meinem Team verantwortlich für die Ausgrabung und Bergung der Skelette. Der Fund war eine Sensation und glücklichen Umständen zu verdanken, nämlich einer historischen Überschwemmung und damit verbunden einer Überlagerung der kompletten Grabanlage mit Sedimenten. Ansonsten wäre der Dolmen samt Inhalt sicher schon in der Vergangenheit zerstört bzw. ausgeräumt, worden. Der SNF (Schweizerische Nationalfonds) fördert dazu ein von mir eingegebenes Projekt zur Bearbeitung der menschlichen Überreste im Rahmen einer Dissertation. Im Dolmen haben wir Männer, Frauen, sogar Kinder und Jugendliche. Bei den Bestatteten deutet alles auf eine «normale» Gemeinschaft hin. Wir haben keine Hinweise auf eine aussergewöhnlich hohe Gewalteinwirkung, die für kriegerische Auseinandersetzungen sprechen würde. Derzeit klären wir mit unseren Kooperationspartnern ab, ob wir verschiedene Krankheitserreger genetisch finden können, um darüber Hinweise auf die Todesursache zu erhalten. Man darf Krankheiten und andere Stresssituationen, wie beispielsweise Mangelernährung, als Todesursachen in prähistorischer und historischer Zeit nicht unterschätzen. Anhand von Skeletten aus dem 5. bis 3. Jahrhundert vor Christus, beispielsweise aus dem keltischen Gräberfeld von Münsingen, gewinnen Sie Erkenntnisse über die damaligen Ernährungsgewohnheiten. Wie ist das möglich? Das Besondere am eisenzeitlichen Münsingen war, dass die Männer signifikant mehr tierische Produkte, sprich Fleisch und evtl. Milchprodukte, gegessen haben als die Frauen. Ausserdem haben wir Hinweise darauf, dass die Männer eher aus der Gegend kommen und die Frauen zugewandert sein müssen. Wir nennen das im Fachjargon eine «patrilokale Gesellschaft». Nachallem was wir über die Kelten wissen, liegt es natürlich nah an eine schlechte Stellung der Frau in der Gesellschaft und gar an «Frauenraub» bei kriegerischen Auseinandersetzungen zu denken. Hier haben wir auch einige männliche Bestattungen mit Waffen und Hinweise auf einige Auseinandersetzungen gefunden. Diese Untersuchungen beruhen auf der Extraktion des Proteins Kollagen aus den Knochen. Wir analysieren darin einzelne Elemente, genauer ausgedrückt die stabilen Isotope, mit dem Massenspektrometer, und diese Daten geben uns Auskunft über Ernährung und Migration des untersuchten Individuums. Ursprünglich stammen diese Elemente ja aus der Umwelt und werden durch die Nahrung

erst in unseren Körper eingebaut. Einige Elemente sind charakteristisch für bestimmte geografische Regionen oder für bestimmte Nahrung, beispielsweise Fisch und alles was aus dem Meer kommt. Wie schalten Sie nach Ihrer Arbeit ab? Unsere forensischen Fälle liegen meistens schon einige Jahre bis Jahrzehnte zurück. Ich denke, dass diese «cold cases» eventuell weniger belasten als aktuelle Todesfälle. Deswegen brauche ich im Moment auch keine besonderen Strategien zum Abschalten: ein wenig Sport nach der Arbeit, ich lese viel, treffe Freundinnen, ganz normal. Um vom Arbeitsalltag einmal richtig Abstand zu gewinnen, unternehme ich Fernreisen, um mich meinem Hobby, dem Tauchen, zu widmen. Das ist für mich wie Meditation, man schwebt im Wasser, kein Telefon klingelt, und keiner spricht, man hört nur seinen eigenen Atem.

*Das Wort «Anthropologie» ist zusammengesetzt aus dem altgriechischen anthropos «Mensch» und logos «Rede, Wissen, Lehre». Einfach ausgedrückt ist es die Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung.

INSTITUT FÜR RECHTSMEDIZIN DER U N I V E R S I TÄT B E R N ( I R M )

Am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern (IRM) unterstützen über 140 hochqualifizierte Naturwissenschaftler/innen und Ärzt/innen sowie weitere Spezialisten mit ihren Untersuchungen und Expertisen die Aufklärung von Straftaten und die Urteilsfindung vor Gericht. Gearbeitet wird dabei überwiegend im Auftrag der Strafverfolgungsbehörden. Das Institut gliedert sich in acht Spezialabteilungen. Die Abteilungen arbeiten bei der Aufklärung von Delikten sehr eng untereinander sowie mit verschiedenen externen Partnern zusammen. Als universitäres Institut bildet es zukünftige Rechtsmediziner und forensisch tätige Naturwissenschaftler aus und engagiert sich intensiv in der studentischen Lehre innerhalb des Jus- und Medizinstudiums. Am IRM Bern wird intensiv Forschung betrieben, sodass jährlich zwischen 50 und 70 wissenschaftliche Publikationen vom Institut veröffentlicht werden. Zudem werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IRM Bern zahlreiche durch Drittmittel geförderte Forschungsprojekte geleitet. Das IRM Bern versorgt primär den Kanton Bern und umliegende Kantone sowie mit seinen Spezialabteilungen auch die übrigen Kantone der Schweiz sowie verschiedene Auftraggeber im Ausland. www.irm.unibe.ch

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HINTER DEN KULISSEN | VON SUNRAISING

Das Sunraising-Team auf einem mit Solarzellen ausgerüsteten Schulhausdach: Matthias Egli (Co-Präsident), Aline Trede (Projektleiterin), Melanie Mettler (Co-Präsidentin) Foto: elsi-production

Die Energiewende auf den Dächern von Bern Wo werden quadratmeterweise Solardächer in Bern geplant? Ein Blick hinter die Kulissen von Sunraising.

Biegt man in Bern von der Spitalgasse ins Ryffligässli ab, steht man vor dem Impact Hub. Der ist derzeit ziemlich angesagt: Ein grosser, mehrstöckiger Co-Working-Space mit viel kreativen Menschen, zahlreichen Projekten und stylischen Sitzungsräumen. Mit freundlichem Empfang und erst noch in Bahnhofnähe. Zu den Mitgliedern des Hub gehört auch das Sunraising-Team: die CoPräsis Melanie Mettler und Matthias Egli sowie Projektleiterin Aline Trede. Bei unserem Besuch im Impact Hub fällt auf: keine Aktenschränke, kein Büromaterial, nur geschäftige, vorwiegend junge Menschen hinter Laptops. Aline Trede winkt uns an ihre heutige Arbeitsfläche. Hier werden also Solardächer in Bern geplant, für Menschen, die selber kein Haus besitzen, aber trotzdem per Solardach ihren ökologischen Beitrag leisten wollen. «Die Rechnung ist schnell gemacht», sagt Aline Trede, «die überwiegende Mehrheit der Bernerinnen und Berner wollen keinen Atomstrom und unterstützen die Energiewende, aber 80 Prozent wohnen zur Miete und können deshalb nicht einfach so ein Solardach bauen.»

Auf ewb-Rechnung gutgeschrieben Hier setzt Sunraising an: Mit einer einmaligen Zahlung von 350 Franken pro Quadratmeter Solardach auf einem «fremdem» Haus kann man 20 Jahre lang jährlich 110 kwh Solarstrom beziehen, ebenfalls pro Quadratmeter. Diese einmalige Investition wird di-

rekt auf der ewb-Rechnung gutgeschrieben. Energie Wasser Bern, die Stadt Bern und «ewb ökofonds» unterstützen denn auch mit Rat und Tat die Sunsraising-Idee. Dass Sunraising mit den Geldern von über 250 Investor(innen) seit Mitte 2016 schon acht Dächer einweihen konnte (darunter das abgebildete 220-Quadratmeter-Schulhausdach), hat nicht nur mit prominenten Botschafter(innen) wie Musiker Greis zu tun. Insbesondere die Berner Solardachchallenge, die auf den Wettkampf zwischen den verschiedenen Berner Stadtteilen setzt, hat viel Schub gebracht. Die nächste Challenge ist für Ende Mai geplant, während zweier Wochen. Das Sunraising-Team trifft sich zu regelmässigen Sitzungen im Impact Hub und kann sich dort mit all den kreativen Menschen, die gerade dort sind, austauschen. Einmal zeigte Aline Trede einen Flyerentwurf herum, der einem visuell Veranlagten die Frage «Ist das für eine Sonnencreme?» entlockte. «Er hatte recht», sagt Trede. Der Flyer erschien danach in anderer Form.

Text: Urs Frieden Den ausführlichen Beitrag finden Sie unter www.journal-b.ch Journal B ist eine unabhängige, seit fünf Jahren existierende Online-Zeitung aus Bern. Sie ist auf Mitglieder angewiesen. 11


FRÜHLINGSGEFÜHLE bei 12 CIOLINA AG Marktgasse 51 3011 Bern Telefon 031 328 64 64 mode@ciolina.ch www.ciolina.ch


HINTER DEN KULISSEN | DES TIERPARKS

Zusammenarbeit im Tierpark Bern AM BEISPIEL WOLFSANLAGE NACH BURGLIND

«Ihr zehn bildet eine engmaschige Kette über die gesamte Anlagenbreite und ihr vier bewacht jeweils als Doppelposten die beiden offenen Stellen im Zaun.» Die Anweisungen der für die Wölfe zuständigen Revierchefin kommen unaufgeregt, jedoch klar und deutlich daher. Der Sturm «Burglind» hatte im Dählhölzli bekanntlich gewütet. Der Auftrag war klar: «Stellt bitte fest, ob wir noch alle Wölfe haben!» Da nicht nur der Zaun der Bärenanlage, sondern auch derjenige der eigentlichen Wolfsanlage teilweise am Boden lag, galt es abzuklären, ob die Wölfe die Gelegenheit, das Weite zu suchen, ergriffen hatten. Wahrscheinlich war dies nicht. Wildtiere reagieren bei Naturgewalten sehr viel «vernünftiger», im biologischen Sinne, als wir Menschen. Im Falle der Wölfe ist es aus deren Sicht extrem unvernünftig, das angestammte Revier zu verlassen. Final sind Wölfe in ihrer körperlichen Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit uns weit überlegen. Dem erkennbar stürzenden Baum auszuweichen, ist für einen Wolf eine einfache Sache. Was der eine Wolf nicht wahrnimmt, entgeht dem anderen nicht. Damit ist der Vorteil des Zusammenbleibens in der Gruppe hinreichend beschrieben. Dieser kurze Einblick in die Verhaltensbiologie und Physiologie des Wolfes mag erklären, weshalb meine Reaktionen in den vielen Interviews zu dem vermeintlich entwichenen und durch Bern streifenden Wolf leicht unwirsch daherkamen. Die menschliche Kette bewegt sich am oberen Rand der Anlage bis zum gegenüberliegenden Ende und marschiert langsam von oben nach unten durch die Anlage. «Verena, bitte aufschliessen!», kommt die klare Anweisung der leitenden Tierpflegerin. «Heinz, du bist zu schnell, warte auf die anderen!» Theres, die Chefin der Wölfe, achtet genau darauf, dass keine Lücken in der Kette entstehen und die Wölfe ausreichend Gelegenheit haben,

sich ans untere Ende der Anlage zurückzuziehen. So langsam ist erkennbar, dass die meisten der sechs Wölfe wohl anwesend sind. «Ich zähle vier», tönt es von Harald von rechts oben. «Ich sehe sicher fünf!», stellt Hans aus der Mitte fest. Der Alpharüde wird langsam aufgeregt und versucht, die Wachen an der Lücke auszutricksen. Die beiden Tierpfleger müssen zeigen, dass sie sich von gefletschten Zähnen und nach hinten gezogenen, drohenden Lefzen nicht beeindrucken lassen. Derweil springt die Alphafähe aus dem Stand bis an den oberen Rand der vier Meter hohen Glasscheibe, die die untere Begrenzung der Anlage bildet. «Wir haben fünf auf sicher, wir brechen ab.» Die Anweisung von Theres ist klar. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ziehen sich langsam zurück. Dabei lässt keiner die Wölfe aus den Augen. Während sich die Tierpflegerinnen und Tierpfleger an die provisorische Reparatur des Aussenzauns machen, klingelt bereits mein Telefon für das erste Interview. Alles dreht sich um den vermeintlich verloren gegangenen Wolf. «Dann ist es theoretisch möglich, dass ein Wolf durch Bern spaziert! Wie reagiere ich denn, wenn ich dem Wolf gegenüberstehe?» Meine Gedanken wandern zur letzten halbe Stunde zurück, in der wir nichts anderes taten, als Wölfen gegenüberzustehen, notabene in deren Revier. «Am besten machen Sie nichts und ignorieren den Wolf. Er hat vermutlich mehr Angst vor Ihnen als Sie vor ihm.» Unsere Tierpflegerinnen sind viel mehr als Dosenöffner. Sie müssen nahe bei den Tieren sein – und DAS ist für mich hinter die Kulissen schauen!

Text und Foto: Prof. Dr. med. vet. Bernd Schildger 13


HINTER DEN KULISSEN

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DES WESTSIDE

10 JA H R E W E ST S I D E

Berührende Geschichten hinter den Kulissen Westside ist nicht einfach ein Kommerztempel. Es ist ein architektonisches Meisterwerk, ein verwinkelter Bau mit einer Seele, der starre Winkel mit fixer Bestimmung und die Leichtigkeit des Seins vereint. Das Shopping- und Erlebniscenter ist ein Ort der Begegnung, des Wohlfühlens, der Freude. Ein Ort, an dem berührende, eindrückliche und kuriose Geschichten geschrieben werden. Wie die der vier Mitarbeitenden des Centermanagements, die seit 10 Jahren für Westside mit Herzblut und Leidenschaft ihren Einsatz leisten.

Brigitte Kiss, Assistentin Centerleiter

rungen. Alle wollten sie sehen, die grösste private Baustelle der Schweiz. Vom Käsereiverein bis zur Parlamentarierdelegation. Ich stattete die Leute aus mit Gummistiefeln, Weste und Helm. Insgesamt 25 000 Personen in der Zeit vor der Eröffnung des Westside. Der eine oder andere davon ging auf der Baustelle verloren, ich inklusive. Doch die 1500 Arbeiter auf der Baustelle sorgten dafür, dass wir alle wieder zurückfanden. Heute verirre ich mich nicht mehr, ich kenne jeden Winkel. Das Westside ist zu meinem Lebenszentrum geworden. Hier finde ich alles, was ich brauche. Ich halte mich fit, esse fein, gehe shoppen, ins Kino, und ich arbeite natürlich hier. Wenn ich das Westside betrete, überfällt mich noch immer ein Wow!

Jürg Hofer, Leiter Hausdienst und Sanität

Ich fuhr über Schuttwege. Schlängelte mich um elf Baukräne. Bereits nach kurzer Zeit waren mein Auto und ich total verloren auf dieser riesigen Baustelle. Dank lieben Bauarbeitern schaffte ich es doch noch zum Baustellenpavillon. Mein neuer Arbeitsplatz. Die schönen neuen High Heels waren schon nach dem kurzen Weg vom Parkplatz ins Büro mit Staub und Schmutz überzogen. Und so sahen meine Schuhe während der nächsten 1,5 Jahre jeden Tag aus. Ich organisierte die Baustellenfüh-

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Es war ein wunderschöner Frühlingsabend. Die Kunden schlenderten zufrieden durchs Westside und erspähten die ersten Boten des nahenden Sommers in den Schaufenstern, als mich plötzlich ein Notruf aus dem Hotel erreichte. Ein Mann erlitt einen allergischen Schock, Sekunden entschieden über Leben und Tod. Dem Mann geht es heute gut, er ist fit. Diese Geschichte ging mir nahe, zum Glück ein absoluter Einzelfall in den letzten zehn Jahren. Unser Sanitätsteam ist nach IVR Richtlinien Stufe 2 zertifiziert (Interverband des Rettungswesens Schweiz), also über dem üblichen Standard einer Betriebssanität. Das macht mich stolz. Meine Herausforderung? Die verschiedenen Hüte, die ich im Westside trage. Denn ich bin nicht nur leidenschaftlicher Sanitäter, ich leite auch den Bereich Hausdienst. Schwierig wird es dann, wenn alle Bereiche nach mir rufen. Das kann an einem hochfrequentierten Tag schon mal vorkommen. Nur ein Beispiel: An einem Samstag verschieben wir gut 1600 Einkaufs-


HINTER DEN KULISSEN

| DES WESTSIDE

Dusan Reusser, Stv. Leiter Technik

wagen, im Extremfall sind es 2500. Und das so nebenbei. Doch ganz ehrlich: Mir gefällt, dass im Westside immer etwas los ist.

Herbert Knecht, Leiter Sicherheit Das kleine Mädchen mit den wilden Locken düst vergnügt und singend mit seinem Kickboard durch die Mall. Sie verstösst damit gegen die Hausordnung. Hier bin ich gefordert. Denn eigentlich habe ich keine Lust, den bösen Mann zu spielen und dem Kind sein fröhliches Spiel zu verderben. Es gibt aber auch Situationen, in denen ich kein Pardon kenne. Wenn es um den Brandschutz geht, zum Beispiel, und man mit Kisten die Fluchtwege verstellt. Da sind wir schneller auf Platz, als manchen lieb ist. Auch wenn ich behaupte, dass das Westside im Brandfall sehr gut geschützt ist. Der Beweis lieferte das brennende Auto in der Tiefgarage. Es war innert Minuten gelöscht, und die Rauch- und Wärmeabzugsanlage verhinderte, dass ein grösserer Sachschaden entstand. Das beruhigt. Wie auch die 5500 montierten Brandmelder im Center und, stellen Sie sich das mal vor, die 65 km Wasserleitungen von Sprinkleranlagen. Sicherheit hat aber auch noch eine andere Dimension. Ein kleiner Prozentsatz der Gäste ist nicht immer nur friedlich unterwegs. Hier vertrauen wir au unsere Erfahrung, Situationen, die zu eskalieren drohen, rasch zu erkennen und mit viel Feingefühl im Keim zu ersticken. Seit zehn Jahren sind wir mit diesem Konzept erfolgreich unterwegs.

Draussen ist es dunkel bei milden 14 Grad. Wir schreiben den 10. Oktober 2008. Wir sind zu fünft, und die nächsten drei Wochen machen wir die Nächte zum Tag. Unsere Mission: die Weihnachtsbeleuchtung im und ums Westside aufhängen. Die ersten drei Jahre hatten wir dies tatsächlich noch mit der eigenen Technikmannschaft bewerkstelligt. Inzwischen haben wir diese Aufgabe ausgelagert. Da bin ich nicht unglücklich darüber. So können wir uns anderen Aufgaben widmen. Zum Beispiel der Holzschnitzelheizung, die doch für ein Einkaufscenter etwas Besonderes ist. Sie leistet 1600 Kilowatt, dies entspricht dem Verbrauch von ca. 80 Einfamilienhäusern. Die Holzschnitzel stammen aus den Wäldern der Region und sind ausserdem eine natürliche, CO2-neutrale Ressource. Ich finde es toll, dass wir die Wärme so nachhaltig erzeugen können. Übrigens auch die Kälte. Diese wird über zwei Wärmepumpen generiert. Erstaunlicherweise benötigen wir aber sehr wenig davon, auch dank der Umrüstung auf LED. Was sich in den letzten zehn Jahren sonst noch verändert hat? Die zunehmende Komplexität durch die Digitalisierung. Das machen zum Beispiel die vielen Touchscreens im Center deutlich, die unseren Kunden zur Orientierung dienen. Eine spannende Technologie. Da danke ich dem Westside für seine Innovationskraft.

SHOPPING- UND ERLEBNISCENTER WESTSIDE

Eröffnung: Gesamtfläche Shopping: Anzahl Besucher im 2017:

8. Oktober 2008 23 500 m2 5,4 Mio.

55 Shops 10 Restaurants 1 Kino mit 11 Kinosälen 1 Erlebnisbad, Fitness & Wellness 1 Hotel mit 144 Zimmern und 11 Seminarräumen 1 Altersresidenz mit 95 Wohnungen und 20 Pflegezimmern Mehr Informationen unter westside.ch

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H I N T E R D E N K U L I S S E N | D E R S P I TA L K Ü C H E

Gesundheit geht auch durch den Magen Rund 1600 Mahlzeiten bereitet die Spitalküche des Hirslanden Salem-Spitals pro Tag zu. Dabei geht das Küchenteam auch auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten ein. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie es diese Herausforderung meistert.

Eine Spitalküche unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einem gewöhnlichen Restaurant. So handelt es sich bei den Gästen meist um Patientinnen und Patienten, die sich von einer Operation oder einer Krankheit erholen und nach Absprache mit dem Arzt oder der Ernährungsberatung vielleicht sogar gewisse Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme beachten müssen. Jeder Patient ist deshalb auf das passende Menü in der richtigen Herstellungsart angewiesen. Ob pürierte Kost für Menschen mit Magenproblemen oder eine Mahlzeit ohne Gluten für Allergiker: Für das Küchenteam ist die Herstellung individueller und hochwertiger Speisen selbstverständlich. Denn trotz Spitalaufenthalt soll niemand auf gesundes und schmackhaftes Essen verzichten müssen.

Vielfältiges Angebot mit hohen Ansprüchen 28 Mitarbeitende sorgen in der Spitalküche dafür, dass Patienten, Mitarbeitende, Besucher und sogar die Kinder der Hirslanden-KITA pünktlich mit leckeren Menüs versorgt werden. Neben den À-lacarte-Menüs können Patienten zusätzlich zwischen einem täglich wechselnden Voll- und Leichtkostmenü, einer vegetarischen Option und einem Saison-Special auswählen. Zudem haben sie die Möglichkeit, die einzelnen Komponenten und Beilagen beliebig auszutauschen. Dass das Salem-Spital keine typische Spitalküche betreibt, bestätigt auch der Küchenchef Thomas Strausak: «Auf anspruchsvolle Kulinarik legen wir grossen Wert. Wir verkörpern eine Spitalküche, die mit exquisiten Speisen und hohen Qualitätsstandards den Ansprüchen unserer Gäste gerecht wird. Für mich ist gesundes und gutes Essen die beste Ausgangslage für eine schnelle und erfolgreiche Genesung.»

Mit Qualitätskontrolle auf Nummer sicher Nachdem eine Mahlzeit nach den Vorgaben des Arztes oder der Ernährungsberatung zubereitet wurde, kontrolliert ein gelernter Diätkoch zusammen mit dem Küchenchef die angerichteten Teller und gibt diesen auch optisch den letzten Schliff. Auf der Station erfolgt die Endkontrolle. Feedback der Patienten holt sich der Küchenchef gerne auch persönlich bei einem Rundgang auf den Stationen. So können die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste direkt in die Prozesse der Spitalküche einfliessen.

Frische und regionale Produkte Die Hirslanden-Spitalküchen setzen auf hochwertige regionale Produkte, die von lokalen Unternehmen frisch geliefert werden. So stammt zum Beispiel der Gemüsezulieferer aus dem Seeland und auch das Fleisch wird fast ausschliesslich von Schweizer Produzenten bezogen. Beim Fisch achtet Hirslanden ebenfalls darauf, dass dieser zertifiziert ist und unter Einhaltung ökologischer und sozialer Standards gewonnen wurde oder aus nachhaltiger Fischerei stammt. Die Desserts werden grösstenteils von zwei ausgelernten Pâtissiers im Salem-Spital selbst zubereitet. Nicht nur bei den Patienten, auch bei der Stammkundschaft aus dem Quartier erfreuen sich diese Kreationen grosser Beliebtheit.

H I R S L A N D E N S A L E M - S P I TA L

Schänzlistrasse 39 · 3013 Bern · Öffnungszeiten Restaurant: Mo bis Fr 7.30 bis 17.00 Uhr/Sa und So 9.00 bis 17.00 Uhr

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GESELLSCHAFT | SIMON JÄGGI

«Hauptsache, wir kitzeln die Neugierde» I NT E RV I E W M I T S I M O N J Ä G G I Der ehemalige Journalist Simon Jäggi ist seit fünf Jahren Leiter Kommunikation und Marketing im Naturhistorischen Museum Bern und schreibt noch Kolumnen. Ausserdem ist Jäggi Sänger bei den Berner Kummerbuben, die eigene Liedtexte und eigene Musik in ihrem ureigenen Stil interpretieren. Mit neuen Liedern hat die Band die Tonspur zum letzten Weihnachtsmärchen «Krabat» vom Stadttheater Bern geliefert und im Stück auch als Schauspieler agiert. Die Musiker erhielten 2015 den «Swiss Live Talents»-Award. Foto: Remo Eisner / Interview: Michèle Freiburghaus

Im Naturhistorischen Museum ist in letzter Zeit ganz schön viel los. Bist du auch an den Konzeptarbeiten beteiligt und wenn ja, in welcher Form? Freilich trage ich das eine und andere bei, dass wir ein lebendiges Museum geworden sind, trotz den vielen toten Tieren im Keller. Das Museum hat schon früher gute Ausstellungen gemacht, wahrscheinlich bringen wir diese nun besser an die Leute. Viel mehr läuft bei Veranstaltungen, von denen ich einige mitorganisiere. Das Museum verfügt über ein prima Team, ein Einzelner kann da wenig ausrichten. Regen all diese Aktivitäten eigentlich letztlich auch zu den klassischen Museumsbesuchen an? Das wage ich zu behaupten. Wir durften im letzten Jahr einen Besucherrekord feiern. Die Mehrzahl der Eintritte machen noch immer die klassischen Besuche aus. Es geht uns aber nicht um die Quantität, wir wollen ein heterogeneres Publikum gewinnen. Es gibt Leute, die nie an einem Sonntag in unser Museum kommen würden, wenn die Kinderwagenlawine anrollt – trotzdem würden sie sich für unser Haus interessieren. Mit der Bar der toten Tiere zum Beispiel wollen wir dafür sorgen, dass solche Leute zumindest über unsere Schwelle treten. Ob sie tagsüber oder nachts kommen, spielt eigentlich keine Rolle – Hauptsache, wir kitzeln Neugierde und Faszination hervor.

Deine Band Kummerbuben kennt in Bern jedes Kind, spätestens nach «Krabat» sowieso. Wie kommt Ihr im Ausland an? Wir waren in der Vergangenheit immer mal in Deutschland – und das teilweise bis ganz oben an der Nordsee. Es hat uns selber überrascht, wie offen die Leute unsere Mundartmusik aufgenommen haben. Allerdings müssen wir auch eingestehen, dass uns die langen Fahrten auf deutschen Autobahnen und die ständigen Pannen etwas auf die Moral geschlagen haben, daher lassen wir das vorerst. Ursprünglich habt ihr alte Schweizer Volkslieder in ein – Zitat – «zeitgemässes, rockiges Gewand gekleidet». Was hat Euch dazu bewogen, nur noch eigene Lieder zu schreiben und zu spielen? Und inwiefern unterscheidet sich jetzt Eure Musik? Wir waren es müde, als Konzeptband wahrgenommen zu werden. Und ich wollte eigene Texte schreiben. Unsere Musik ist sicher persönlicher geworden. Auch musikalisch haben wir das eine und andere versucht. Und freilich ist auch nicht immer alles gelungen. Musik ähnelt der Liebe, im Grunde ist es ein stetes Scheitern – und trotzdem fängt man immer von Neuem und guten Mutes damit an. Die Sonntagszeitung bezeichnete Euch als «eine der besten RockBands der Schweiz». Seht Ihr Euch selber tatsächlich als Rockband, oder wie würdest Du Euren Stil beschreiben?

Schon seit geraumer Zeit beschränkt sich das Museum nicht mehr darauf, ausgestopfte Tiere, Skelette, Käfer & Co. zu zeigen, sondern bietet den Besuchenden erlebnisreiche Sonderausstellungen. Wie sind die Erfahrungen in Bezug auf die Besucherzahlen?

Wir sehen uns schon als Rockband, aber nicht als eine der besten. Wir sind eine Rockband an akustischen Instrumenten. Und Dilettanten mit grossen Ambitionen. Das beschreibt unseren Stil schon mal nicht so schlecht.

Wir versuchen, den Graben zwischen Kultur und Naturwissenschaften zu überbrücken. Unsere neue Ausstellung «Weltuntergang» geht da sehr weit und zeigt viel Kunst. Es ist eine recht herausfordernde Schau. Wenn es uns nur um Besucherzahlen gehen würde, dann würden wir keine solchen Ausstellungen zeigen.

Ihr spielt sowohl an grossen Festivals als auch auf Quartierbühnen. Was gefällt Euch besser, und warum?

Verrate uns eines Eurer Highlights der diesjährigen Museumsnacht. Natürlich geht es auch in der Museumsnacht um den Weltuntergang. Ich freue mich wahrscheinlich am meisten darauf, einem Prepper zuzuhören, wie er sich auf die Katastrophe vorbereitet. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, freue ich mich auch sehr darauf, Asteoriden abzuschiessen, das wäre aber eigentlich den Kindern vorbehalten.

Ich bin noch etwas unter dem Eindruck von «Krabat». Für mich ist das Stadttheater die schönste Bühne, auf der ich je gespielt habe, weil sie zwei Dinge vereint: die Intimität einer kleinen Location und die wuchtige Energie, die aus einer grossen Masse Menschen zurückschlägt.

Wie war die Erfahrung für Euch, für «Krabat» selber auch als Schauspieler auf der Bühne zu stehen? Für mich war es etwas von Besserem, was mir im Leben bisher Fortsetzung Seite 20 19


GESELLSCHAFT | SIMON JÄGGI

passiert ist. Es hat mir auch gefallen, meinen Bandkollegen beim schauspielern zuzusehen. Ich habe neue Seiten an ihnen entdeckt – obwohl wir schon über zehn Jahren zusammen auf Bühnen stehen. Alle Vorstellungen des Kinderstücks waren ausverkauft. Wie erklärst Du Dir diesen Erfolg?

Du wohnst in der Stadt – aber wie ich gelesen habe, hältst Du Hühner? Die Hühner musste ich in die Agglo auslagern, weil man in den städtischen Schrebergärten keine Hühner halten darf. Ich hoffe, dass der Stapi dieser schreienden Ungerechtigkeit endlich ein Ende setzt.

Es gibt diese Projekte, bei denen es einfach passt. Das war so eines. Schauspiel, Musik, Kostüme, Bühnenbild – da kam viel Gutes zusammen. Und der Groove in der Gruppe war grossartig. Daher gabs auch einige Tränen, als wir einander Adieu sagen mussten.

Wo gefällt Dir Bern am besten?

Was hat Dich damals dazu bewogen, den Journalistenberuf an den Nagel zu hängen?

Was würdest Du gerne ändern?

In einer kalten Nacht von der Altstadt runter in die Matte zu laufen, so gefällt mir Bern am besten.

Ich gehöre wahrscheinlich eher in die botanische Familie der zarten Pflänzchen, für jene Spezies ist der Journalismus ein recht hartes Pflaster. Aber es war auch die Lust auf etwas Neues.

Ich möchte sehr vieles ändern, einiges in Bern, einiges mehr in der Schweiz und das meiste in der Welt. Ändern möchte ich, dass Änderungen leichter vonstatten gehen, vor allem die Änderungen zum Guten hin.

Würdest Du gerne einzig von der Musik leben?

Wenn Du einen Wunsch frei hättest – was dürfte es sein?

Die Frage stellt sich leider nicht mehr, dafür bin ich 20 Jahre zu spät auf die Welt gekommen.

Roger Assalé schiesst YB im letzten Spiel zum Titel.

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Die Berner waren für einmal die Schnellsten Energie Wasser Bern hat guten Grund zum Feiern. Als erste Schweizer Stadt forcierte Bern im 19. Jahrhundert das «neue Licht» und nahm 1843 den Betrieb der ersten Schweizer Gasfabrik im Marzili auf. Seit 175 Jahren profitieren Bernerinnen und Berner von einer zuverlässigen und unterbruchsfreien Gasversorgung. Text: Olivia Barben, Cornelia Berger

Viele Jahrzehnte lang produzierte Bern, gefolgt von weiteren Schweizer Städten, das sogenannte «Stadtgas» selbst. Was anfänglich nur für die öffentliche Beleuchtung gedacht war, wurde nach wenigen Jahren auf weitere Verwendungszwecke wie Kochen, Antreiben von Motoren oder das Heizen ausgedehnt. Das neue Licht war einerseits Synonym für Fortschritt und Entwicklung, hatte andererseits aber anfänglich auch mit einigen Schwierigkeiten und Komplikationen zu kämpfen. Wer in die 175-jährige Geschichte der Berner Gasversorgung eintaucht, findet sich plötzlich hinter den Kulissen der Grundversorgung wieder. Und dort gibt es manch kuriose Geschichte zu entdecken.

Vom Grüssen und anderen nächtlichen Ängsten Das damals fremde und noch unbekannte Gaslicht weckte bei manchen Städtern auch Skepsis. So sollte das «saubere», «sichere», «schönere» und «bequemere» Licht nachts zwar die düsteren Lauben erhellen, die neuartige Helligkeit brachte aber auch eine bislang unbekannte Verlegenheit mit sich – die Stadtbewohner mussten sich auf einmal grüssen! «Früher kam es Niemanden, als nur sehr guten Bekannten in Sinn, sich Abends beim düsteren Öllicht unter den Arcaden zu grüssen. Jetzt aber ist man meist in Verlegenheit, ob man Jemanden grüssen soll oder nicht, und das Grüssen ist nun auch Nachts viel mehr Mode als früher, aus dem natürlichen Grunde, weil man die Leute alle deutlicher sieht.» Weitere erregte Gemüter brachten andere Bedenken zum Ausdruck. So war 1819 zu lesen: «Jede Strassenbeleuchtung ist verwerflich (…) Aus medizinischen Gründen, indem das nächtliche Licht die Menschen nötigt, auf der Strasse zu verweilen, wodurch sie Schnupfen, Husten und anderen Erkrankungen ausgesetzt sind.» Aus philosophischen Gründen; sie verscheucht in den Gemütern das Grauen vor der Finsternis, was bislang manchen Sünder von der Sünde abhielt …» Auch die Angst vor Verschuldung der damals noch jungen Einwohnergemeinde war gross. Die Finanzlage liess ein derartiges Risiko nicht zu, weshalb die Gründung des Gaswerks auf eine private Trägerschaft zurückging. Nach 15 äusserst erfreulichen Betriebsjahren wurde das Gaswerk schliesslich doch zum städtischen Betrieb.

Aller Anfang ist schwer Mit dem Leuchten der ersten Gaslaternen verwandelten sich die anfänglichen Ängste und Sorgen in Begeisterung. Doch diese wurde rasch wieder getrübt, als sich bald 22


GESELLSCHAFT | EWB

schon übler Geruch in Bern breitmachte. Aus Spargründen waren kostengünstige Röhren aus Ton für den Gastransport in die Erde verlegt worden. Diesen fehlte jedoch die notwendige Festigkeit, was zu wiederholten Leckagen und Brüchen führte. Dadurch verendeten unzählige Ratten und Kleintiere in den Tunneln, was zu jenen ekelhaften Gerüchen in den Gassen führte. Der anhaltenden Gerüche von Gas und Tierkadavern zwang die Gaswerkbetreiber wenig später für teures Geld zum Ersatz der Röhren.

Zitate: Jubiläums-Festschrift «Von der Gaslaterne zum Erdgas» Foto linke Seite: Festschrift, Foto unten: Stadtarchiv

AN DER MUSEUMSNACHT IN DIE ENERGIEZENTRALE

Der Pioniergeist bleibt Bern erhalten Als Pionierbetrieb bezahlte Bern zwar viel Lehrgeld, machte aber mit den kostenintensiven Startschwierigkeiten wichtige Erfahrungen, von denen andere Schweizer Städte beim Aufbau ihrer Gasversorgung profitieren konnten. Nach über 100 Jahren erfolgreicher Gasproduktion wurde in den 1970er-Jahren das Berner Stadtgas durch das deutlich günstigere und umweltfreundlichere Erdgas ersetzt. Auch wenn damit eine Ära zu Ende ging, prägen noch heute initiativer Unternehmergeist sowie technisches Know-how die Berner Energieversorgung. So beteiligt sich Energie Wasser Bern mit anderen Stadtwerken am ersten Hybridkraftwerk der Schweiz, das erneuerbares Gas produziert. Die Anlage nutzt Strom aus einer Kehrichtverwertungsanlage, um Klärgas einer Abwasserreinigungsanlage im Power-to-Gas-Verfahren vollständig in Methangas umzuwandeln und ins Gasnetz einzuspeisen.

Weitere spannende Fakten und lustige Anekdoten zur Geschichte der Berner Gasversorgung gibt es am 16. März 2018 in der Energiezentrale Forsthaus zu entdecken. Nebst dem Blick zurück bietet die Museumsnacht auch einen Ausblick in die Zukunft der Gasversorgung. ewb.ch/museumsnacht

Koksaufbereitung, Ofenhaus und rechts Kohlemagazin

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Tipps & Events BERNcity "BERNcity ist die Organisation für eine lebendige und vielfältige Berner Innenstadt. Wir setzen uns ein für ein attraktives, lebendiges Bern“ Ihr Sven Gubler Direktor BERNcity Besuchen Sie unsere neue Website www.berncity.ch

Loube-Cher 4./5. Mai Der Loube-Cher ist eine Initiative von TOKU, Rytz und Karin & Karin und wird in Partnerschaft mit BERNcity durchgeführt. Als Frühlingspendant zum 1. Advent lancieren wir den Loube-Cher, ein Wochenende im Zeichen der lebendigen unteren Altstadt, inspiriert vom Zürcher «Kreislauf 4+5». Läden und Gastrobetriebe laden am Freitagabend und samstags tagsüber zum entspannten Verweilen, Geniessen und Einkaufen unter den berühmtesten aller Lauben ein und begeben sich mit allerlei Aktionen gemeinsam auf Kunden- und Gästeschau. Entdecken und geniessen Sie die traumhafte Atmosphäre und die einzigartigen Geschäfte in unseren wunderbaren Gassen!

Vide Grenier Das grosse «Ausmisten» auf den Dachböden der unteren Altstadt findet am 28. April 2018 statt. Der Begriff stammt aus Frankreich, wo in vielen Städten die Anwohner jährlich an einem dazu bestimmten Tag ihr angesammeltes und in den Estrichen allzu lange notdürftig verstautes «Nichteinfachwegzuwerfendes» vor ihren Häusern auf die Strasse stellen – zu einem meist recht unorganisierten Flohmarkt. Das «Rohr», wie wir Berner die zentralen Laubengänge auch nennen, bietet in den beiden Gassen etwa 130 Verkaufstischen Platz – ideal, denn hier ist auch bei regnerischem Wetter keine Standbedachung nötig. Zwei Altstadtbewohnerinnen, Ursula Scherer und Ursula Adamek, entdeckten diese Tradition auf einer ihrer Reisen und brachten den Vide Grenier vor über 15 Jahren mit nach Bern.

Foto: Bern Tourismus

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LEBENSART | KUNDENPORTRÄT BODAY BULLONI

Eine sehenswerte Kampagne Kann Werbung auch Kunst sein? Im Fall Boday Bulloni: ja! Zwischen Brillen- und Weingläsern präsentierten die CoGeschäftsführer Basil Brandenberg und Benjamin Matti die neue Werbekampagne 2018/2019. Mit dabei: der Berner Künstler Rodja Galli. Sie stecken sich morgens das Gebiss von Opa in die Haare? Sie brauchen eine Brille! Sie sehen überall Gesichter, nur Ihr eigenes nicht ganz klar? Sie brauchen eine Brille! Die Werbekampagnen von Boday Bulloni fallen auf – und das seit 1998. Meist in Form von Tramhängern überrascht der Berner Optiker seit Jahrzehnten mit kreativen Sujets. Am 1. Februar wurde während einer Vernissage im PROGR die neue Kampagne im Zeichen von Kunst und Kultur vorgestellt.

Diese Augen lügen nicht Die neuen Tramhänger zeigen mit viel Detailliebe illustrierte Gesichter von realen Personen. Die eigentliche Werbung ist erst auf den zweiten Blick sichtbar – sie versteckt sich in den Bärten und Haaren der Brillenträgerinnen und Brillenträger. Verantwortlich dafür ist Rodja Galli, Illustrator, polyvalenter Analogtechniker (seine Worte) und Vater von Zwillingen. Mit strahlenden Augen und ohne Brille erzählt er: «Ich habe mehrere Linien präsentiert, Boday Bulloni hat sich für die wildeste Version entschieden.»

Rapper und Sammler Brillen sind eben Kunst. Das findet auch der Rapper Greis, Ehrengast der Vernissage. «Eine Brille vervollständigt das Kunstwerk Mensch, sie sagt viel über die Persönlichkeit des Trägers aus.» Eine Auswahl aus seiner beeindruckenden Vintage-Brillensammlung «French Part of Sweden» ist an der Vernissage zu bestaunen. Der Raum und die Mägen sind voll, leckerem Buffet sei Dank. Die Gäste zücken ihr Portemonnaie für ein Siebdruckplakat mit einem der vier neuen Sujets – übrigens auch bei Boday Bulloni an der Schwanengasse erhältlich. Der Erlös geht vollumfänglich an die Sozialberatung des Blinden- und Behindertenzentrums Bern. Ein gelungener Abend mit Rückblick, Durchblick und Weitblick.

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LEBENSART

Tipps & Trends. “Bei den Trendlooks derHaarfarben sind die angewandten Farbtechniken von entscheidender Bedeutung. Mit den bekannten anspruchsvollen Anwendungen hat das AERNI Team unzählige Möglichkeiten, jeden Look persönlich und individuell zu gestalten” Marc Riedo und Team

| KUNDENPORTRÄT AERNI

H A A R FA R B E N 2 018

erarbeiten: Man könnte beispielsweise den Ansatz in Gold färben und die Längen in Asch betonen.

Haarfarbentrend 2018 für dunkle Haare Bei dunklen Haarfarben wird viel mit Balayage-Techniken (die Haarfarbe wird freihändig vom Coiffeur mit einem Pinsel aufgetragen) gearbeitet. Das Ergebnis: Das Haar wirkt wie von der Sonne geküsst. Besonders toll sehen Babylights bei langen Haaren aus. Es werden nur ganz feine Strähnchen mit Farbe behandelt. Zudem eignet sich der natürliche Trend optimal, wenn Sie Ihre Naturhaarfarbe nur etwas mehr Pepp verleihen möchten.

Die zurzeit gefragten Techniken sind Balayage, Ombré, Babylights auch Dual Colors, Color Melting und Flashlights. Zu den klassischen Haarfarben sieht man auch 2018 neue Nuancen wie Brauntöne mit Kupferspuren, Schwarz mit Lila- und Blaustich, Rot in Erdbeernuancen oder Wassermelone und natürlich Roségold. Auch gewagte Farben wie Pastelltöne oder Knallfarben tragen experimentierfreudigen Köpfe – besonders Rosa und Violett.

Auf die Pflege kommt es an

Die Haarfarbe «Blond Nude» ist ein schönes Beispiel. Bei «Blond Nude» handelt es sich um die Haarfarben Asch und Gold. Dieser Haarfarbentrend wird am besten mit einer Strähnchentechnik umgesetzt. Er lässt sich aber auch mit anderen Frisurentechniken

Ganz wichtig, damit man lange Freude an seiner neuen Haarfarbe hat: die richtige Pflege. Wir empfehlen daher unter anderen Olaplex. Denn es verhindert den Haarbruch, den es sonst bei aggressivem Färben gibt. Olaplex gibt dem Haar seine ursprüngliche Stabilität sowie Spannkraft zurück und glättet die Oberfläche. So ist es möglich, extremere Farbunterschiede zu realisieren und geschädigtes Haar zu reparieren. Sogar stark gebleichte Haare fühlen sich nach der Blondierung und einer Olaplexbehandlung besser an als vorher, glänzen, sind kräftig und fallen wie Seide.

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K L E I N B A S E L B Y TA N JA K L E I N F R Ü H L I N G / S O M M E R 2 01 8 Das Frühjahr steht für Regen, der Sommer für Sonne, beides zusammen erstrahlt zu einem Regenbo­gen. Beim Label kleinbasel by Tanja Klein treffen Schneiderkunst und modernes Design aufeinander und heben gekonnt die Feinheiten der verschiedenen Nuancen in ihrer Kombinationsvielfalt hervor.

kleinbasel by Tanja Klein Kramgasse 75 · 3011 Bern Telefon 031 318 27 53 Di– Fr 10.30–18.30 Uhr, Sa 10–17 Uhr Hauptgeschaft mit Atelier in Basel www.kleinbasel.net

Die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2018 steckt voller Positivität, lebendiger Farben und luftig leichter Modelle, die einfach zu kombinieren sind. Die Designs überzeugen mit der charakteristischen Perfektion, einer grossen Liebe zum Detail und feinsten Materialien. Der perfekte Gesamtlook gelingt mit der ästhetisch schlicht gehaltenen, in der Schweiz handgefer­tigten Ledertaschenkollektion, die stilecht auf die Kleiderkollektion abgestimmt ist. Übrigens: Die Models der neuen Kampagne des Labels sind diesmal Menschen aus dem persönlichen Umfeld der Designerin.

Edle Seidenblusen für Ladies Seide ist nicht gleich Seide. Blusen und Shirts von iHeart stehen für hohe Ansprüche punkto Qualität und Verarbeitung. Jetzt bei Stalder Mode am Casinoplatz. Lieblingsteile bis Grösse 54.

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LEBENSART | SCHÖN & GUET

Tipps us Bärn!

FRÜHLINGSHAFT BLUMIG

CHRUT & BEERI «Chrut & Beeri» steht für mit viel Liebe zubereitete Naturkosmetik und Eingemachtes. Franziska und Frank verkaufen in ihrem Onlineshop – und manchmal an Märkten – Produkte wie Duschgel, Körperbutter, eine Deocreme ohne Aluminium und vieles mehr. Bei einigen Produkten kann man sogar die Duftkombinationen selber auswählen. www.chrutubeeri.ch

Bei Dolce & Gabbana treffen Tradition, Kultur und italienische Eleganz auf Coolness und Modernität. Ein spezieller Hingucker sind diese Blumensneakers. Entdecken Sie die aktuelle Dolce & GabbanaFrühling/Sommer-Kollektion 2018 bei Ciolina, Marktgasse 51, Bern www.ciolina.ch

S T E F I TA L M A N Stefi Talman ist ein Begriff für eigenständiges, innovatives Design, die gelernte Schuhmacherin entwirft Schuhe, Portemonnaies und Taschen. Aus der Kollektion 2018 gefallen uns besonders gut die Ballerinas und die Clutch «Maiglöckchen» in Offwhite mit kiwifarbenem Handstich. Produkte von Stefi Talman sind in Bern erhältlich bei Carré, Rathausgasse 28 (Portemonnaies, Taschen), Comme il faut, Brunngasse 70 (Schuhe), Boutique Viento, Nydeggstalden 24 (Taschen). Online: www.stefitalman.ch

FEINE FRACHT Der FEINFRACHT-Laden in der Kramgasse 21 steht für echte Dinge, die durch Qualität überzeugen und einfach gut verarbeitet sind. Für Kleidung und Accessoires, die sich nicht in den Vordergrund drängen, sondern selbstverständlicher Begleiter im täglichen Leben sind. www.feinfracht.com

G Ü R T E L U N I K AT E Tatjana von Mühlenen hat die Gürtelmanufaktur «TvonM Accessoires» von ihrer Mutter übernommen. Alle Gürtel und Accessoires sind von ihr von Hand angefertigte Unikate. Aktuell sind Gürtel im Schaukasten an der Gerechtigkeitsgasse 60 in Bern ausgestellt. Auskunft und Verkauf an derselben Adresse im Küchenladen. Oder Sie bestellen online: www.tvonm.ch

F Ü R D E N V I E L B E S C H W Ö RT E N « G LOW»

Genau das, was unsere Haut jetzt braucht. Befreien wir uns nicht nur von den Wintermänteln, sondern auch von Ballast: Die neuen «Sugar Scrubs» von L´Oreal gibt es für jeden Hauttyp, sie hinterlassen die Haut rein, ebenmässig und strahlend. Das Peeling kann nicht nur auf dem Gesicht, sondern auch auf den Lippen verwendet werden. Erhältlich in allen Berner Warenhäusern und Drogeriemärkten.

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L E B E N S A R T | G E S U N D H E I T: W A S T U N G E G E N H E U S C H N U P F E N ?

Was tun gegen Heuschnupfen? Wer träumt im März nicht von blühenden Wiesen im Sonnenschein? Wer wünscht sich zu Ostern keine knospenden Bäume? Richtig: die Allergiker. Wer Heuschnupfen hat, kann dem Frühling oft nur wenig abgewinnen. Unter der Bettdecke drinnen lässt sich das frische Grün draussen meist besser aushalten. Denn das Immunsystem reagiert völlig verrückt auf den Blütenstaub: Die Augen tränen, die Nase läuft, der Hals juckt. Mitunter kommen noch Husten und Atembeschwerden dazu.

Die Lebensqualität vieler Menschen ist gerade in den Frühlingsund Sommermonaten enorm eingeschränkt durch die zahlreichen Symptome, die zum Krankheitsbild Pollenallergie oder, im Volksmund, «Heuschnupfen» gehören. 15 Prozent der Bevölkerung sind von Heuschnupfen betroffen. Die erbliche Veranlagung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Massnahmen in Kürze Ein auf Allergien spezialisierter Arzt sollte zunächst mit Hauttests feststellen, welche Pollen Beschwerden bereiten, damit man die Informationen in den Medien, wann welche Pollen fliegen, auch nutzen kann. Die Pollenvorhersage warnt beispielsweise vor starkem Pollenflug. Schutzgitter verhindern, dass Pollen durchs Fenster eindringen, ebenso Pollenfilter für die Autolüftung. Regelmässiges Staubsaugen (am besten mit einem Spezialsauger) und Abstauben verringert die Gefahr, dass lose Pollen aufgewirbelt werden. Die Wäsche sollte nicht draussen getrocknet werden, lüften sollte man erst am späten Nachmittag oder Abend. Haare sollten abends vor dem ins Bett gehen gewaschen werden, um sie von Pollen zu befreien.

Rezeptfreie Medikamente und Homöopathie Ohne ein wirksames Antiallergikum wird der Frühling und Sommer zur Tortur für die Betroffenen. Zwar können Antiallergika keine Allergien heilen, aber sie befreien den Patienten von den unangenehmen Symptomen. Um diese abzumildern, gibt es spezielle Medikamente aus der Apotheke, zum Beispiel die sogenannten Anti-

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histaminika. Es gibt sie als Tabletten, Tropfen, Saft oder Spray. Der Name leitet sich von der Wirkweise dieser Mittel ab. Sie blockieren im Körper die Andockstellen des Botenstoffes Histamin, der eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen spielt. Histamin bewirkt unter anderem, dass die Nasenschleimhaut anschwillt und vermehrt Sekret absondert. Zudem ist die Substanz für den lästigen Juckreiz mitverantwortlich. Wir beraten Sie zu geeigneten, gut verträglichen Präparaten. Fachärzte empfehlen mittlerweile oft, Antihistaminika in der Pollensaison durchgehend und nicht nur von Zeit zu Zeit bei Beschwerden einzusetzen. Als kurzzeitige Hilfe können Augentropfen sowie abschwellende Nasentropfen oder -sprays Linderung verschaffen. Mit geeigneten Präparaten für die Augen lässt sich dem lästigen Jucken entgegenwirken. Medikamente für die Nase sind hilfreich, wenn die Nase stark zugeschwollen ist. Für eine Daueranwendung eignen sich diese Sprays allerdings nicht. Auch die Homöopathie bietet eine Ergänzung bei der Behandlung einer Pollenallergie. Sie kommen in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen zum Einsatz. Eine fixe Kombination aus Luffa operculata, Galphimia glauca und Cardiospermum halicacabum kann ebenfalls helfen. Bei uns erhalten Sie Beratung und geeignete, gut verträgliche Präparate.

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Galeriegeschoss Bahnhof Bern Offen an 365 Tagen im Jahr von 06.30 bis 22 Uhr


LEBENSART

| KOLUMNE RONNY KUMMER

Berner sein – eine Liebeserklärung Seit Laaangem lebe ich nun schon in Bern. In der Schweizer Hauptstadt. Besserwisser werden mich korrigieren: «Die Schweiz hat keine Hauptstadt. Bern ist Bundesstadt.» Ich weiss, aber was solls! Für mich ist Bern die Hauptstadt. MEINE HAUPTstadt – und dies mit Grund. Ich kenne Bern als Student und Demonstrant, als Exilglarner und Wahlberner, als Entdecker und Spielender, als Leichtathlet und Mountainbiker, als Konzertbesucher und Kabarettliebhaber, als Aareschwimmer und Flussanwohner, als Kommunikationsberater und Mediensprecher, als Bluesmusiker und Schreiberling, als Vater und Partner, als Stimmbürger und Bernfester, als Fussgänger, Velofahrer, AutoMobilityist und Libero-Abo-Besitzer, als Politisierender und Streitender, als Digital Immigrant und Bärnblogger, als dieser und jener und als Lachender und Liebender … Als Liebender, als Bernliebender. Mein Bern, wie oft habe ich schon über deine Langsamkeit und Bedachtsamkeit geschmunzelt, mich über deinen «sturen Gring» und den bescheidenen Nonkonformismus als Teil deiner DNA gewundert – und dich gerade deshalb immer wieder über alles geliebt. Wie oft wohl hast du mich schon begeistert? Mit innovativer Kunst und verblüffender Architektur, mit sportlichen Höhenflügen und musikalischen Leckerbissen, mit Kreativität und queren Ideen, mit deiner statistisch erhärteten, hohen Lebensqualität und deinem ganz eigenen Berner Weg – vor allem aber mit deiner Offenheit und Toleranz. Und wie oft schon bin ich stolz darauf gewesen, in der Stadt zu leben, in der unsere Demokratie tagtäglich sichtbar, hörbar und spürbar ist?

Rückblende. Ich stehe zusammen mit vielen anderen Leuten auf dem Bundesplatz, um für Solidarität und freie Meinungsbildung zu demonstrieren – mit Leuten vom Land und aus der Stadt, mit Jungen und Alten, mit Männlein und Weiblein, mit Ärmeren und Reicheren, mit Tessinern und Welschinnen, mit Schweizermundartigen und Anderssprechenden, mit Radiohörerinnen und Fernsehzuschauern, mit Konservativen und Progressiven. Ein einig Völklein im Namen der Demokratie und der Solidarität. Auf der Bühne führt Schriftsteller Pedro Lenz in seiner Rolle als «Privatisierer» gerade das Credo der Libertären ad absurdum: «Wieso söu i für öffentlichi Schuele zaahle, wenn i doch sowieso scho totau unbelehrbar bi?» Kurz zuvor hat er mir noch gesagt, er sei nicht sicher, ob seine ironische Rede funktioniere. Doch, Pedro, sie hat. Ja, und dieser Berner Humor ist ein weiterer Grund dafür, dass Bern zu MEINER HAUPTstadt geworden ist. Und ja, ich weiss, dass Pedro Lenz kein Stadtberner ist, so wenig wie ich als Exilglarner des Berndeutschen mächtig bin – und Bern wird mir das hoffentlich auch in Zukunft nicht übel nehmen, auch nicht in meiner neuen Rolle als BÄRN!BLOGGER.

RONNY KUMMER

Ronny Kummer ist Bärnfän, Kommunikationsberater, Bluesmusiker, Kabarettliebhaber, früher Mystery-Weekend-Macher und 400-m-Läufer. Jetzt auch Blogger auf www.baernblog.com www.ronnykummer.ch

Foto: Ronnys ganz persönliche Bernsicht – Eiger, Mönch und Jungfrau, das urbane Bern und die Idée Suisse

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Berner BlĂźtenzauber

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LEBENSART | BERNER BLÜTENZAUBER

Wussten Sie, dass es mitten in Bern eine Gärtnerei gibt? – In der «Blumengärtnerei» an der Herrengasse wachsen die Blumen am Südhang mit Blick auf die Aare und sind bei dieser Aussicht natürlich ganz besonders schön. Die Gärtnerin Susanne Ellenberger und die Floristin Ursi Fuhrimann wissen ihre grüne Oase zu schätzen. Eine Steintreppe führt von der Herrengasse hinab ins stimmungsvolle Ladenlokal. An der roten Holztüre angeheftet ein handgeschriebener Zettel, darauf steht nur ein einziges Wort: «Glück». «Das gebe ich allen, die uns besuchen, auf den Weg», lächelt Susanne Ellenberger. «Wo Blumen blühen, lächelt die Welt», hielt der Philosoph Ralph Waldo Emerson fest – ein kleines bisschen Glück empfinden wir wohl alle beim Anblick einer schönen Blume. Und im schlicht eingerichteten Kellerlokal spielen die Blumen die Hauptrolle – überall grünt und blüht es üppig und wohlarrangiert. Die Blumengärtnerei an der Herrengasse hat eine lange Tradition. Seit 1949 werden an diesem einzigartigen Ort auf 250 Quadratmeter Südhang mit Blick auf den «Schweller» und die Kirchenfeldbrücke Blumen produziert und floristisch weiterverarbeitet. Im Frühling ist der Garten besonders attraktiv: Über 30 000 Tulpen strecken hier jedes Jahr die Köpfe aus der Erde. Susanne Ellenberger, die Gärtnerin, und die Floristin Ursi Fuhrimann führen den Betrieb gemeinsam seit 1989. Aus Liebe zur Natur und zum kreativen Arbeiten entschloss sich Susanne Ellenberger mir dreissig noch zu einer Gärtnerlehre. «Oft sah ich genau auf dieses Blumengeschäft herab und wünschte mir, hier arbeiten zu können», erzählt sie uns. Ihr Traum wurde Realität, als die frühere Besitzerin des Blumengeschäfts sie zu ihrer Nachfolgerin machte. Ursi Fuhrimann war bereits seit ihrer Lehre als Mitarbeiterin im Laden tätig – schnell wurde klar, dass die beiden das Geschäft gemeinsam weiterführen wollten. Die Philosophie der beiden Geschäftspartnerinnen ist einfach: Es wird so viel wie möglich selber produziert und nur so viel gespritzt wie gerade nötig. Auf eine saisongerechte Züchtung und Verarbeitung der Pflanzen wird grosser Wert gelegt – genau so wie auf eine möglichst biologische Produktion. Topfpflanzen sind rar, hauptsächlich verkaufen die zwei Frauen Schnittblumen. Laufkundschaft sieht man an der Herrengasse 19 selten. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert aber gut, zudem sind die Frauen in den sozialen Medien präsent, besonders wenn es um die alljährliche kreative Weihnachtsausstellung geht. Angesprochen auf allfällige Sommerevents, wofür sich das lauschige Plätzchen im Freien hoch über den Blumenbeeten geradezu anbieten würde, lachen die beiden: «Bei uns kann man bei Sonnenschein gerne bei einem Kaffee verweilen.»

B LUMENGÄRTNEREI ELLEN BERG ER & FU HRI MA N N

Herrengasse 19, 3011 Bern, Telefon 031 311 63 19 www.dieblumengaertnerei.ch Fotos links: Remo Eisner

Fotos : Jürg Glauser 33


High Performance jeden Tag: Bereits in der vierten Generation vereint der RS 4 Avant PSstarke Performance mit funktionalem Platzangebot. Vom Audi Singleframe mit Wabengitter über die muskulöse Linienführung mit ausgestellten Radhäusern bis hin zur optionalen RSSportabgasanlage mit grossen, ovalen Endrohren: Jedes Detail ist ein klares Statement für Sportlichkeit, und gleichzeitig bietet der RS 4 Avant genügend Raum für die Herausforderungen des Alltags.

Jetzt bei uns live erleben Audi RS 4 Avant 2.9 TFSI quattro tiptronic, 450 PS, 8,8 l/100 km, 199 g CO₂/km (133 g/km ø Neuwagen), 46 g CO₂/km E.-Bereitstellung, Kat. G.

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LEBENSART

| AUTOFRÜHLING

Autofrühling: Neuheiten aus Berner Garagen Auch 2018 kämpfen die Autohersteller wieder mit vielen Neuheiten um Wachstum und Marktanteile. Im Mittelpunkt der Produktoffensiven stehen weiterhin die SUV. Aber auch sportliche, elektrische oder geländetaugliche Leckerbissen kommen neu auf den Markt.

Zwei Elektroneuheiten bei Emil Frey Range Rover fügt beim Jahrgang 2018 seiner ohnehin schon breit konzipierten Palette eine weitere Facette hinzu: Ab sofort ist der Luxus-SUV als Plug-in-Hybrid erhältlich, der Elektro- und Benzinmotor in einem System kombiniert. Der neue Range Rover mit dem Kürzel P400e verbindet das Beste aus zwei Welten: ein moderner 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner aus der selbst entwickelten Ingenium-Reihe mit 221 kW/300 PS und ein 85 kW/116 PS starker Elektromotor. Gemeinsam erzeugen die beiden Triebwerke eine Systemleistung von 297 kW/404 PS, die in gewohnter Manier permanent an alle vier Räder übertragen wird. Damit beschleunigt der neue Range Rover als Plug-in-Hybrid in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Rein elektrisch kann der Range Rover als PHEV (Plug-in-Hybrid Electric Vehicle) bis zu 51 Kilometer weit fahren. Erstmals haben die Kunden damit die Möglichkeit zur emissionsfreien Fortbewegung – geräuschloses Dahingleiten in Komfort und Luxus.

Jaguar bringt 2018 sein erstes Elektroauto auf den Markt. Der SUVCrossover I-PACE soll mit 294 kW (400 PS) Leistung, bis zu 500 Kilometern Reichweite mit einer Akkuladung und schnellen Ladezeiten das Premium-Segment erobern. Der neue Jaguar gibt sein Messeund Publikumsdebüt auf dem Genfer Autosalon.

Amag Bern: der neue Audi RS 4 Avant Die vierte Generation des Audi RS 4 Avant vereint High-Performance mit Alltagstauglichkeit. Sein 2.9-TFSI-Motor mit 331 kW (450 PS) und 600 Nm Drehmoment macht ihn zur sportlichen Speerspitze der A4-Familie. Damit spurtet der Audi RS 4 in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Über eine sportlich abgestimmte Achtstufen-tiptronic mit optimierten Schaltzeiten gelangt die Kraft des 2.9-TFSI-Biturbo auf den permanenten Allradantrieb quattro. Der neue Audi RS 4 Avant wiegt 1790 Kilogramm und damit 80 Kilogramm weniger als bisher.

Links: Nach 2,4 Millionen Testkilometern ist der Jaguar I-PACE in der Serienproduktion. Unten: Der neue Range Rover P400e Plug-in-Hybrid.

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LEBENSART | AUTONEUHEITEN

Der Audi RS 4 Avant vereint High-Performance mit Alltagstauglichkeit

Im Vergleich zum Audi A4 Avant sind die Radhäuser um jeweils 30 Millimeter verbreitert und werden durch die quattro-Blister zusätzlich betont. Am Heck bilden der RS-spezifische Diffusoreinsatz, die ovalen Endrohre der RS-Abgasanlage und der RS-Dachkantenspoiler einen markanten Abschluss. Die optional über Audi exklusiv erhältliche Individuallackierung «Nogaroblau Perleffekt» erinnert an die erste Generation aus dem Jahr 1999.

Cactus von Citroën dezenter und bekommt unter anderem das neue hydraulische Fahrwerk PHC, das besonders komfortabel sein soll.

Das serienmässige RS-Sportfahrwerk legt den Audi RS 4 Avant noch mal sieben Millimeter tiefer als das A4-Basismodell mit Sportfahrwerk. Der Gepäckraum des neuen Audi RS 4 Avant bietet im Grundzustand 505 Liter Stauraum, bei umgeklappter Rücksitzlehne stehen 1510 Liter Volumen zur Verfügung. Der elektrische Antrieb für die Gepäckraumklappe ist Serie. Erstmals gibt es für den Audi RS 4 Avant auf Wunsch auch eine Anhängevorrichtung, die auf Tastendruck elektrisch entriegelt.

In der Neuauflage des Kompakt-SUV CR-V von Honda setzen die Japaner auf Hybridantrieb statt Diesel. Aktuelle Assistenzsysteme, ein modernes Infotainmentsystem und mehr Platz im Innenraum sollen den CR-V im Boom-Segment wettbewerbsfähig aufstellen.

Der neue Audi RS 4 Avant ist jetzt bei der AMAG Bern erhältlich.

Weitere Neuheiten 2018 2018 rollen noch weitere automobile Highlights zu den Händlern. Darunter das Facelift des VW Golf GTI Clubsport, die Neuauflage des Audi A1, der neue VW Touareg, der Volvo S60 und V60, der nächste Audi A6, die neue Generation des Toyota Auris und der Skoda Kodiaq RS – mit bis zu 240 PS. Chevrolet bringt die Corvette als ZR1 und Mercedes die G-Klasse zum ersten Mal auf einer neuen Plattform. In seiner Neuauflage wird der kompakte Crossover C4 36

Mit dem Fiesta Active reicht Ford im Frühjahr eine etwas robuster gestaltete Version des Kleinwagens mit mehr Bodenfreiheit und Schutzplanken nach, ebenso kommt dann der sportliche Fiesta ST mit 147 kW/200 PS starkem Dreizylinder auf den Markt.

Jetzt steht auch der neue Lexus LS bereits beim Händler. Das Gros der Kunden dürfte zur Hybridversion 500h greifen. Dann wird die Oberklasse von einer Kombination aus Dreieinhalb-Liter-V6 und zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 264 kW/359 PS angetrieben. Mitsubishi brachte mit dem Eclipse Cross ihr erstes SUV-Coupé auf den Markt und Opel mit einem Insignia, der die traditionellen Bezeichnung GSi trägt, eine Sportversion der Mittelklasselimousine und des dazugehörigen Kombis. Der Renault Megane R.S. der neuen Generation ist auf 206 kW/280 PS erstarkt und mit Allradlenkung. Der Gelände-Dauerbrenner Jimny von Suzuki erhält eine Neuauflage. 970 Kilo leicht und von einem 1,4-Liter-Turbo mit 103 kW/140Ps angetrieben, feiert der neue Suzuki Swift Sport seine Premiere am Auto-Salon in Genf.


LEBENSART

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EMIL FREY AG

Einzigartige Entdeckungsreise Über 1600 km, 22 Seen, 5 Alpenpässe, 12 UNESCO-Welterbestätten: Von palmengesäumten Seen zu grandiosen Gletscherlandschaften, von mittelalterlichen Dörfern zu pulsierenden Städten führt die Grand Tour of Switzerland. Auf dem mit offiziellen Wegweisern signalisierten Road Trip gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten zu erleben. Die Berner Teilstrecke führt von Gstaad über Interlaken, Thun, Bern und Burgdorf bis nach Affoltern i. E. und Trubschachen und kann in beiden Richtungen befahren werden.

Das Berner Teilstück der Grand Tour of Switzerland ist in jedem Fall eine Ausfahrt wert. Ganz besonders natürlich mit einem tollen Auto und einnehmender Gesellschaft. Die Grand Tour of Switzerland führt quer durch die Schweiz, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Das ist für Autotouristen aus dem In- und Ausland immer eine Reise wert. Zu einem ganz besonderen Vergnügen wird sie jedoch, wenn man mit einem der schönsten Sportwagen überhaupt unterwegs ist. Wir nehmen das Berner Teilstück unter die Räder, und zwar stilgerecht mit einem Jaguar E-Type Serie 3 V12 Roadster, Jahrgang 1972. Das exquisite Fahrzeug sieht nicht nur aus wie ein Museumsstück, es ist eines: Rollt der Jaguar nicht gerade über die schönsten Strassen im Kanton Bern, steht er im Classic Car Museum der Emil Frey AG in Safenwil. Hinter dem Steuer sitzt ein Mann, der sich mit den schönen Dingen im Leben auskennt: Anton Mosimann, 71, gebürtiger Nidauer. Der Spitzenkoch lebt seit über 40 Jahren in London. Mit gerade einmal 28 Jahren wurde er Chefkoch des dortigen Dorchester Hotel, weltberühmt wurde er als Caterer der Mächtigen und Berühmten. 2004

verlieh ihm Queen Elisabeth II. den Order of the British Empire. Letzten Sommer weilte er in der Schweiz, um seine prächtig bebilderte Autobiografie «Life is a Circus» vorzustellen. Den Besuch nutzten wir für die Grand Tour, die sich zur eigentlichen Mosimann-Tour auswachsen sollte, denn der Starkoch packte die Gelegenheit beim Schopf, um Stationen seines beruflichen Werdegangs und einige Bekannte zu besuchen. Klar, dass dabei zum Thema «Essen und Genuss» gefachsimpelt wurde. Aber nicht nur, schliesslich ist der E-Type kein gewöhnliches Auto. «Ich fuhr selber 35 Jahre lang ein solches Auto und hatte viel Freude daran», sagt Anton Mosimann. «Damit nahm ich auch an Oldtimer-Rallyes teil, in Osteuropa und im Südtirol zum Beispiel.» Natürlich zieht unsere kultige Wildkatze überall bewundernde Blicke auf sich. Egal ob vor der Schaukäserei im Emmental, dem Schloss Thun oder dem Luxushotel in Interlaken. Das Image des Besonderen haben die Fahrzeuge des britischen Herstellers bis heute behalten.

Infos: www.grandtour.myswitzerland.com

DER NEUE JAGUAR E-PACE

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Der neue E-PACE ab CHF 39’500.–. Entdecken Sie den ersten Kompakt-SUV von JAGUAR jetzt bei uns auf einer Probefahrt.

E-PACE 2.0 Diesel, man., 150 PS (110 kW), Normverbrauch gesamt: 4.9 l/100 km, 129 g CO2 /km, Benzin äquivalent 5.6 l/100 km, 22 g CO2 /km aus der Treibstoffbereitstellung, Energieeffizienz-Kategorie: B, empfohlener Nettoverkaufspreis CHF 39’500.–. Abgebildetes Modell: E-PACE R-Dynamic 2.0 Diesel, man., 150 PS (110 kW), Normverbrauch gesamt: 4.9 l/100 km, 129 g CO2/km, Benzinäquivalent 5.6 l/100 km, 22 g CO2/km aus der Treibstoffbereitstellung, EnergieeffizienzKategorie: B, empfohlener Nettoverkaufspreis CHF 45’300.–. Durchschnitt aller in der Schweiz angebotenen Fahrzeuge: 133 g CO2/km.

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L E B E N S A R T G E N I E S S E N | L A R I B O L L I TA

Fabian Zbinden von «La Ribollita» tuckert mit Vespacar und feinen Eintopfgerichten durch Bern und Umgebung und hat jetzt auch eine Fertigvariante seines Menüs im Angebot. Das alles hätte er am Anfang seines kulinarischen Weges selber nicht geglaubt.

La Ribollita Alles Gute in einem Topf, täglich frisch aus einheimischen Zutaten gekocht und mit einer umgebauten Vespacar unter die Leute gebracht. Den Winter durch hat der Foodtruck Pause, und Fabian Zbinden betreibt mit zwei Kollegen das Popup-Bistrot in den Räumlichkeiten der Gelateria di Berna im Breitsch. Ab dem 9. April aber gehts wieder los: Von Montag bis Freitag gibt es die frisch zubereiteten Eintöpfe wieder auf der Strasse zu geniessen (Standorte siehe Website). Fabian inklusive seines Truck(lis) und seiner Eintöpfe können übrigens auch für Events gebucht werden, und alle drei kommen – dies aus eigener Erfahrung – so richtig gut an.

Foto diese Spalte: zvg La Ribollita

Dass er dereinst mit Vespacar und Eintopfgerichten durch Bern und Umgebung tuckern würde, hätte Fabian Zbinden zu Beginn seines kulinarischen Weges vermutlich selber nicht geglaubt. Die Lehre absolvierte er nach alter Schule in der Küche des Grand Hotels Victoria-Jungfrau und lernte neben dem Handwerk auch die Benimmregeln von der Pike auf, was auch heute noch merkt, wer mit ihm zu tun hat. Nach verschiedenen Stationen in und um Bern, unter anderem als Chef de Partie im Restaurant Schöngrün, folgten kulinarische Entdeckungsreisen im Ausland. Zurück in der Schweiz entdeckte er als Küchenchef des Restaurants Du Nord die Grossartigkeit des Einfachen. Plötzlich kochte er nur noch mit drei statt 14 Zutaten, die Leute waren trotzdem begeistert, und er merkte, was in der Küche wirklich zählt. Eine Einsicht, aus der 2015 «La Ribollita» entstand.

Foto: Dany Affolter

Alles Gute in einem Becher Der passionierte Koch wollte aber nicht länger nur Berns hungrige Menschen am Mittag und ausgewählte Eventgäste glücklich machen und lancierte deshalb die Fertigvariante seines fabulösen Menüs. Die gesunde Lösung für alle, die öfter mal ratlos in der Küche stehen oder die sich am Mittag schnell im Büro verpflegen wollen. Mit diesem Becher ist das Essen in drei Minuten ready und für Bauch und Seele gleichermassen ein Vergnügen.

www.laribollita.com

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LEBENSART GENIESSEN | BÄRNER RUNDSCHOU

BÄRNER RUNDSCHOU Ein kühles Bier, das gönn ich mir! Das Museumsbier Das «Museumsbier» will Apérokultur mit Museumsinhalten verbinden. In jedem der beteiligten Häuser (Alpines Museum, Kunsthalle Bern, Kunstmuseum Bern, Museum für Kommunikation, Schützenmuseum, Naturhistorisches Museum) wird mindestens eine Ausstellung geöffnet haben und eine Bar stehen. Der Eintritt ist mit leichtem Aufpreis auf dem ersten Getränk inbegriffen. 22. März bis 3. Mai 2018, jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr.

Neues aus der Gastroszene Japigo an neuem Standort Bevor das japanische Restaurant Japigo voraussichtlich im Herbst an seinen endgültigen Standort, die neue Markthalle, zieht, wurde von den Besitzern René Huber und Hans Merki eine Übergangslösung ge funden. Das beliebte Restaurant befindet sich neu an der Spitalgasse 33 und will sich nun auch als Apérobar etablieren. www.japigo.ch

Ein neuer Treffpunkt: die BrauBarBümpliz Bümpliz hat einen neuen Treffpunkt: Die BrauBarBümpliz ist eine Bar mit Microbrauerei, die 2017 von einem kleinen Team in Form einer Genossenschaft gegründet wurde. Geöffnet ist die Bar nur am Donnerstag- und Freitagabend, das BBB-Bier wird nur in der Bar ausgeschenkt. Ausnahmen werden für Events gemacht, beispielsweise erstmals an der Museumsnacht im Politforum Käfigturm. Keller im Bienzgut Bümpliz, Bernstrasse 77, www.raubarbuempliz.ch

Wein & Sein mit neuer Leitung Daniela Salvisberg-Jaun hat ab März das «Wein & Sein « gepachtet. Im Kellerlokal mit Terrasse wird auch künftig nur am Abend serviert, geplant ist es, ein 7-Gang-Menü anzubieten, das individuell bestellt werden kann. In der Küche steht kein Geringerer als der Simon Sommer, der zuvor im Restaurant Schöngrün im Zetrum Paul Klee arbeitete und sich dort 16 Gault-Millau-Punkte erkochte. Restaurant Wein & Sein, Münstergasse 50, Bern

Bierseminar Bierbrauen ist keine Hexerei. Etwas Wasser, Malz, Hopfen und ein bisschen Hefe sind die Zutaten für ein schönes, leckeres Bier. Den Rest lernt der Laie im Bierseminar im Alten Tramdepot. Dazu erklärt der Braumeister Christian Stoiber alles, was man/frau schon immer über Bier wissen wollte. Das Seminar wird mit Leckerbissen und einem 3-Gang-Mittagessen abgerundet. Mehr Infos: www.altestramdepot.ch

Foto: Sandra Stoiber, sandrastoiber.com

Das neue alte Pyri

Jetzt aktuell: die Artischocke Auch für Artischocken gilt: Nicht alles, was gross gewachsen ist, schmeckt besser. Wer Gelegenheit hat, jetzt im Frühling spitz zulaufende, kleine bis knapp mittelgrosse Artischocken zu kaufen, sollte die Gelegenheit nutzen. Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an.

Die Erneuerung und der Umbau der 40-jährigen Infrastruktur im legendären Café des Pyrénées sind abgeschlossen. Die Geschäftsführer des Taberna-Betriebes, David Steinmann und Emmanuelle Gullotti und ihr Team bedienen das bunte Volk nun in einem Umfeld, das mit viel Liebe und Gespür in eine bessere Variante des Originalzustandes verwandelt wurde. Genau so, wie sich das die Stammgäste gewünscht haben.

Stets das Neuste aus der Berner Gastroszene unter www.baernblog.com 39


K U LT U R J U B I L Ä E N | S C H L A C H T H A U S T H E AT E R

Kultur–Jubiläen Bern 2018 Teil 1

2018 ist das Jahr der Jubiläen von zahlreichen wichtigen Berner Kulturinstitutionen. Sei es in der Kunsthalle, im Schlachthaus Theater, im Kornhausforum oder in der Mahagony Hall – überall wird gefeiert, und wir Bernerinnen und Berner profitieren von speziellen Events, Sonderschauen und Konzerten. Zeit, inne zu halten, ein bisschen in Geschichtliches einzutauchen und hinter die Kulissen zu blicken. Fotos: Remo Eisner

20 Jahre Schlachthaus Theater Inhaltlich hatte das «Schlachthaus Theater» von Beginn an zwei Schwerpunkte, nämlichErwachsenen-undKinder/Jugendtheater. Neu am Betriebssystem war, dass die auftretenden Gruppen Gagen erhielten, statt Miete bezahlen zu müssen. Die inhaltliche Arbeit erreichte schnell Akzeptanz: Es gab einerseits stets eine wohlwollende, auch überregionale Berichterstattung der Medien, andererseits konnte sich das Schlachthaus Theater von Beginn an über einen regen Publikumszuspruch erfreuen. Dass 2013 das Haus mit dem Kulturpreis der Burgergemeinde Bern ausgezeichnet wurde, ist auch die offizielle Würdigung eines Erfolgsrezepts. In seiner Geschichte wurde das Theater eine der wichtigsten Spielstätten für freie Gruppen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Im Januar 1998 hat das Schlachthaus Theater Bern seinen Betrieb aufgenommen. Im Januar 2018 wurde das 20-JahrJubiläum bereits gemeinsam mit dem Publikum und vielen Theaterschaffenden gefeiert. Quelle: Beate Hochholdinger-Reiterer, Maike Lex und Ursula Dubois

Geschichtliches In den späten 1990er-Jahren begann die 20-jährige Geschichte des Schlachthaus Theater, verbunden mit einer Namensänderung: Bis 1998 hiess der Ort nämlich von seiner ursprünglichen Bestimmung her «Altes Schlachthaus». Erbaut im 18. Jahrhundert als öffentliches Schlachthaus, wurde das Gebäude in seiner jahrhundertealten Geschichte unterschiedlich genutzt – als Feuerwehrdepot, Lagerraum, ab 1978 als Mehrzweckraum ausschliesslich im Sommer. Nach einem umfassenden Umbau 1981/82 konnte das «Alte Schlachthaus 1882 – 84» 1984 zwar von verschiedensten kulturellen Veranstaltern gemietet werden, diente aber dem Stadttheater zunehmend als Aussenspielstätte. Dies änderte sich nach diversen Protestaktionen der freien Theaterszene. Die Stadt Bern entschied sich, das Alte Schlachthaus nach dem Vorbild der Kaserne Basel und der Gessnerallee in Zürich als Gastspielbetrieb ohne eigenes Ensemble für freie Gruppen aus der Schweiz und dem Ausland unter professioneller Leitung zu etablieren und zu subventionieren.

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Standortbestimmung und Ausblick Die Finanzpolitik fordert zunehmend auch von der Kultur, sich am Markt zu bewähren. Zurzeit verlangt der Leistungsvertrag mit der Stadt Bern vom Schlachthaus Theater einen Eigenfinanzierungsgrad von 20%, die Forderung nach einer höheren Eigenleistung liegt auf dem Tisch. Das Theater übertrifft dieses Soll seit Jahren. Durch die Bildung von Rücklagen und Auszeichnungen konnten Reserven für Experimente gebildet werden, die vielleicht «am Markt vorbeizie­len», für die Weiterentwicklung der Programme, für neue Ideen. Denn für innovative grössere Projekte ist das Schlachthaus Theater schon heute auf zusätzliche Gelder von Stiftungen und andere Unterstützer angewiesen. Dem Schlachthaus Theater ist das Thema der Vernetzung mit der lokalen Szene sehr wichtig. Sei es in Bezug auf kulturübergreifende Theateraktionen oder im Bereich der Angebote für ein junges Publikum. Die Vielfalt der Gesellschaft soll nicht nur in den Projekten reflektiert werden, sondern es soll auch ein vielfältiges Publikum dafür gewonnen werden. Dies wird im Schlachthaus Theater selbst, aber auch an Aussenspielstätten geschehen. Ein Beispiel dafür ist der Familiensonntag, der im November 2017 lanciert wurde. Er findet einmal im Monat auch im Quartierzentrum Tscharnergut in Bern West statt und erfreut sich einer sehr guten Nachfrage. Ausprobieren neuer Spielstätten ist vor diesem Hintergrund ein Steckenpferd für die nächsten Jahre. www.schlachthaus.ch


K U LT U R J U B I L Ä E N | K U N S T H A L L E B E R N

100 Jahre Kunsthalle Bern «Bern ist über Nacht eine Kunststadt geworden», schrieb die Berner Tagwacht am 23. Oktober 1918. Damit kündigte die Zeitung die Gründung der Kunsthalle Bern an. Diese geht auf eine Initiative der Berner Künstlerschaft, heute visarte.bern, zurück. In der Kunsthalle wird seit nunmehr 100 Jahren mit bedeutenden Ausstellungen die Kunstgeschichte mitgeschrieben, und auch die Jubiläumsaktivitäten der Institution am Helvetiaplatz dürften in die Geschichte eingehen.

1918 wurde die Kunsthalle Bern von Berner Künstler/innen (Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten – GSMBA später visarte) gegründet mit dem Ziel, einen Ausstellungsort für Gegenwartskunst zu schaffen, der die lokale Szene mit der internationalen verbindet. Weltruhm erlangte die Kunsthalle Bern bereits früh mit Einzelausstellungen heute bedeutender Künstler wie Paul Klee, Marc Chagall, George Braque, Alberto Giacometti, Sol LeWitt, Bruce Nauman oder Daniel Buren und mit thematischen Ausstellungen wie Harald Szeemanns «When Attitudes Become Form» – Ausstellungen, mit denen Kunstgeschichte mitgeschrieben wurde. Die Institution versteht sich von jeher als dynamischen Ort, der sich bei jeder Ausstellung neu verwirklicht. Die Kunsthalle Bern ist die Kunsthalle der Künstlerinnen, sie kommen an erster Stelle, um ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Gleichzeitig hat die Institution das Modell des Autor-Kurators/der Autorin-Kuratorin geprägt, die alleine die Erzählfäden des Programms entwickelt. Geleitet wird der Kunstort seit 2015 von Valérie Knoll. Die Kunsthalle Bern stärkt in ihrer Arbeit ausserdem die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen wie u.a. der HKB (Hochschule der Künste Bern), dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern, den Arthouse-Kinos der Stadt Bern und der Sommerakademie Paul Klee. Zeitgenössische Kunst wirft Fragen auf, fordert heraus und inspiriert. Ausgehend von den Inhalten und Fragestellungen jeder Ausstellung entwickelt die Kunsthalle Bern ein spezifisches Vermittlungsangebot für unterschiedliche Interessens- und Altersgruppen. Neben öffentlichen und privaten Führungen für Erwachsene werden durch partizipative und diskursive Methoden die aktuellen Ausstellungen auch einem jungen Publikum näher gebracht.

auf verblüffende Weise erweitern und von Mai bis September 2018 das Jubiläumsjahr begleiten. Das Jubiläumsbuch, von der Direktorin der Kunsthalle, Valérie Knoll, und dem Künstler Florian Dombois herausgegeben, wird ebenfalls am an diesem Tag präsentiert. In diesem Buch blicken 25 Berner Künstler/innen auf die Ausstellungen der letzten 25 Jahre zurück. Während des ganzen Jubiläumsjahres «100 Jahre Kunsthalle Bern» kochen Gastköche/innen für Gäste, nach einer Führung durch die Ausstellungsräume gibt es ein Mittagessen für 20.– (plus Eintritt), Nachschlag inbegriffen. Der nächste Anlass mit Monica Kissling alias Madame Etoile findet am Dienstag, 20. März 2018, 12.30 Uhr, statt. Anmeldung unter info@kunsthalle-bern.ch. www.kunsthalle-bern.ch

Die Jubiläumsaktivitäten Die Mehrzahl der anstehenden Jubiläumsaktivitäten konzentrieren sich auf den 18. Mai. An diesem Tag findet einerseits ein fulminanter Festakt statt, der von unterschiedlichen musikalischen, performativen und kulinarischen Überraschungen begleitet sein wird. Die von Lang/Baumann konzipierte Kunsthallenbar, ein begehbares Kunstwerk, eröffnet anlässlich der Jubiläumsfeier und wird den Vorplatz

BÄRN!Magazin Ausgabe 2/18, 5. Juni 2018 Jubiläen Mahagony Hall und Kornhaus Forum

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K U LT U R & E V E N T S | F R Ü E H L I G S M I X

Früehligsmix

K U LT U R

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EVENTS | TIPPS F E S T I VA L D E R K U LT U R E N Am Festival der Kulturen beteiligen sich Künstler/innen mit verschiedenem Hintergrund und aus unterschiedlichen Sparten. Gemeinsam stehen sie mit ihrem künstlerischen Schaffen gegen Rassismus auf und messen sich in einem Wettkampf mit Augenzwinkern. Jury ist das Publikum. Das Festival ist zugleich Eröffnung der Aktionswoche gegen Rassismus. 17. März, Heiliggeistkirche, Programm: baernblog.com

K I N O R E X – F I L M K U LT U R Filmkunst und Kinokultur in allen Facetten: Dafür steht das Kino Rex, das die Programmphilosophie des Kinos Kunstmuseum weiterführt. Der Fokus ist international, zugleich aber wird dem Schweizer Film und dem Berner Filmschaffen ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Das Rex findet auch Aufnahme im Vierjahresbericht in Buchform mit exemplarischen Umbauten und Sanierungen in der UNESCO-Stadt Bern, den die städtische Denkmalpflege letzten Dezember im Chronos Verlag herausgegeben hat. Filmprogramm: www.rexbern.ch Foto: zvg Duo Siams – ein Programmpunkt des Festivals der Kulturen

T H E AT E R G U R T E N : A B E F A H R E ! Ohne Handy der Natur ausgesetzt, sollen gestresste Menschen mittels Rollenspiel, Gruppentherapie und Heilfasten wieder zurück zu sich, zurück zur eigenen Mitte finden, und dies natürlich möglichst effizient. Dies das Thema der zehnten Gurten-Produktion von Livia Ann Richard, die im Juni/Juli aufgeführt wird. Der Vorverkauf für «Abefahre! – Stressfrei in 5 Tagen» startet am 21. März. www.theatergurten.ch

JA Z Z F E ST I VA L B E R N Während des Internationalen Jazzfestivals Bern treten vom 12. März bis 19. Mai an über 200 Einzelkonzerten in Marians Jazzroom internationale Musiker auf, die zur Weltklasse zählen. Im Jazzzelt erhalten Musikstudenten aus der Schweiz und New York eine Plattform für erste Bühnenerfahrungen. Im Bild die 29-jährige Cécile McLorint Salvant, die im Januar ihren 2. Grammy Award gewann. Programm: www.jazzfestivalbern.ch

FIESTA DE LA MÚSICA

E S S AY W E T T B E W E R B «Der Bund» lancierte letzten Herbst den 12. «Der Bund»-Essaywettbewerb. Über 100 Autorinnen und Autoren haben einen Essay eingereicht. Die drei Favoriten der Jury tragen ihre Texte an der Preisverleihung am 27. März 2018 in der Berner Dampfzentrale vor. Tickets: www.starticket.ch 42

Mit kubanischen Rhythmen bringen die energiegeladenen jungen Musiker aus Bern Beine jedes Alters zum Tanzen. Sie spielen alte, bekannte Klassiker der kubanischen Vieja Trova sowie aktuelle Hits im alten Kleid. Fiesta de la música mit «Buena Vista Capital Club» unter anderem am 30. März und am 27. April in der Kulturbar WERKHOF 102, Schwarztorstrasse 102, Bern. www.buenavistacapitalclub.com


K U L T U R & E V E N T S | C A LV I N H A U S

Calvinhaus – neue Räume für die Jugend Bis Ende 2018 steht das Kirchgemeindehaus Calvin im Kirchenfeld, das von der Stadt gemietet wird, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 für die Zwischennutzung zur Verfügung. Die Stadt überbrückt damit das Warten auf den Jugendclub «Tankere», die Zwischennutzung wird vom Jugendamt betreut und begleitet. Das Magazin BÄRN! sprach mit den Verantwortlichen Deborah Taylor und Danilo Oesch, der gleichzeitig auch Mitglied im Verein «Tankere» ist.

Wieso verzögert sich die Eröffnung der Tankere?

Welche Ziele werden mit dem Betrieb verfolgt?

Das Regierungsstatthalteramt hat die Publikation des Baugesuches Ende Januar freigegeben – dies ging länger als erwartet. Nun ist jedoch mit Einsprachen der Anwohnern zu rechnen, was das Projekt weiter verzögern würde.

Ziel ist es, Jugendlichen der Stadt Bern an zentraler Lage Räume zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen. Es soll ein Treffpunkt entstehen, wo künstlerisches Schaffen und der gegenseitige Austausch gefördert werden.

Was erwartet die Jugendlichen im Calvinhaus?

Stehen bereits Programmpunkte fest, und welches sind die Highlights?

14 Räume auf insgesamt 900 Quadratmetern stehen den Jugendlichen zur Verfügung. Verschiedene Gruppen sind bereits eingezogen und nutzen die Räume für ihre Projekte. Theatergruppen, Kunstprojekte, ein Tonstudio, eine Velowerkstatt und vieles mehr beleben nun das Kirchgemeindehaus. Zudem sind verschiedenste Veranstaltungen wie zum Beispiel Tichuturniere, Filmabende, Flohmis und ein monatlicher Buchclub geplant. Alle zukünftigen Events findet man auf unserer Website.

Danilo Oesch und Deborah Taylor, Betriebsleitende Calvinhaus Foto: Remo Eisner

Die erste öffentliche Veranstaltung findet am Samstag, 24. März, statt. Mit «Calvin stellt sich vor», präsentieren wir allen Interessierten die Räumlichkeiten und laufenden Projekte im Calvinhaus. Die Jugendlichen zeigen mittels Fotoshootings, Siebdruckkursen, Theateraufführungen und mit vielem mehr ihr Vorhaben. Dazu gibt es Livemusik, Diskussionsrunden und Verpflegung. Jugendliche machen gerne Party – wieso ist das im Calvinhaus nicht möglich? Da sich das Calvinhaus mitten im Kirchenfeldquartier befindet und schlecht isoliert ist, kommt ein Clubbetrieb nicht infrage. Wie finanziert sich der Betrieb? Einen grossen Teil der Kosten übernimmt das Jugendamt. Mit öffentlichen Veranstaltungen und externen Vermietungen möchte der Verein zusätzlich Einnahmen generieren.

Z W I S C H E N N U T Z U N G C A LV I N H A U S Die Zwischennutzung Calvinhaus ist als Verein organisiert. Auftraggeber und Geldgeber des Projektes ist das Jugendamt der Stadt Bern, das der Betriebsleitung bei formalen und rechtlichen Fragen zur Seite steht. Die Liste der bisherigen Zwischennutzer findet sich auf der Website. Das Foyer steht Schülern und Studenten zu den Betriebs-/Bürozeiten als Lernraum zur Verfügung.

Tag der offenen Türe: 24. März 2018 Zwischennutzung Calvinhaus, Marienstrasse 8, 3005 Bern Telefon 077 473 20 73, info@calvinhaus.ch www.calvinhaus.ch

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K U LT U R & E V E N T S | R O C K - U N D B L U E S C R U I S E

Rock & Bluescruise – was ist das Besondere daran? Die «Rock & Blues Cruise» ist legendär: Seit über zehn Jahren rocken nationale und internationale Stars durch das Mittelmeer und spielen ein Konzert nach dem anderen. Vom 22. bis 29. September 2018 sticht die siebte Ausgabe der Musikkreuzfahrt in See. Auf der MSC Sinfonia geht es ab Venedig in Richtung griechische Inseln wie Santorini oder Rhodos. Ein Interview mit Nik Eugster, dem Organisator der Rock & Blues Cruise.

Was würdest Du, ausser den Konzerten, als das ganz Spezielle an der Cruise bezeichnen? Die Stimmung. Alle sind gut drauf, locker, gesprächig und friedlich. Es gibt keinen Kleiderzwang, jede und jeder kann sein und kommen, wie es ihm und ihr beliebt. Man darf eigentlich die Klischeevorstellung einer Kreuzfahrt getrost vergessen.

Philipp Fankhauser

Bereits seit einigen Wochen liest man, dass die nächste Rock & Blues Cruise beinahe ausverkauft ist. Richtig «ausverkauft» gibt es bei uns eigentlich nicht, da wir das Schiff absichtlich nicht ganz füllen. Wenn wir jede Kabine belegen würden, wäre es in den Konzert-Locations zu eng. Da unterscheidet sich eine Rock & Blues Cruise von einer normalen Kreuzfahrt mit geregelten Essenszeiten und zwei kurzen Shows am Abend. Das gibt es bei uns nicht bzw. funktioniert ganz anders. Balkonkabinen und Suiten sind seit einem halben Jahr nicht mehr erhältlich – sind Innenkabinen Ladenhüter? Wir sprechen auch ein kaufkräftigeres Publikum an, das leistet sich halt gerne einen Balkon oder eine Aussenkabine. Aber Innenkabinen sind genau so komfortabel. Und auf einer Rock & Blues Cruise spielt die Musik ja vor allem auf Deck, die Kabine ist eh nur zum Schlafen da. Deshalb gibt es auch viele Gäste, die eine preisgünstigere Innenkabine bevorzugen. Du hast die Musik angesprochen. Was erwartet uns da dieses Mal? Das Line-up ist wieder hochkarätig. Mit Manfred Mann’s Earth Band, Marla Glen oder Al Mc Kay’s Earth Wind & Fire Experience haben wir internationale Grössen an Bord, die das Publikum zum Tanzen und das Schiff zum Wanken bringen werden. Stolz sind wir auch auf Zusagen aus der Schweiz wie die von Philipp Fankhauser, Marc Sway, Stefanie Heinzmann, Les Sauterelles, Berner Bands wie Troubas Kater und vielen mehr. Bleiben die Stars eigentlich die ganze Woche auf dem Schiff oder kommen die nur kurz für ein Konzert? Die bleiben alle die ganze Woche an Bord und spielen zwei bis drei Konzerte. Und sie mischen sich auch unter die Musikfans, denn auf dem Schiff gibt es – ausser der eigenen Kabine – keinen Backstage und keinen VIP-Bereich. Diese Durchmischung bringt eine einmalige Stimmung, die man so an Land nie erleben könnte. Ich erinnere mich noch gut daran, als beim letzten Mal Sir Bob Geldof es so richtig genoss, mit den Mitreisenden in der Borddisco abzutanzen. 44

Zum Schluss noch kurz eine Frage zum Preis. Man hört oft, dass die Rock & Blues Cruise eine eher teure Sache sei. Stimmt das? Es ist eigentlich im Gegenteil sogar eine günstige Woche, wenn man alles rechnet. Im Reisepreis sind nicht nur sieben Tage Kreuzfahrt inklusive, sondern auch sämtliche Speisen und fast alle Getränke, also auch Bier, Wein und Drinks wie Gin-Tonic oder so. Einmal unterwegs, fallen kaum mehr Kosten an. Und man erhält natürlich über 40 Konzerte, welche an Land ja auch je 40 bis 100 Franken kosten würden.

Al McKay, Earth, Wind & Fire Experience

Das Line-up der 7. Rock & Blues Cruise Manfred Mann’s Earth Band, Al McKay’s Earth, Wind & Fire Experience, Marla Glen, Philipp Fankhauser, Stephanie Heinzmann, Marc Sway, Les Sauterelles, Sandee, Troubas Kater, Chica Torpedo, Capitanio, Dietrich, Aynsley Lister, Ben Poole & Dominic Schoemaker, Pablo Infernal, Dögz, Levi Bo, Timmermahn und die besten Musiker der Montreux Jazz Academy Reiseinfos auf einen Blick Datum: Sa, 22., bis Sa, 29. September 2018 Schiff: MSC Sinfonia Route: Venedig (Italien) – Kotor (Montenegro) – Rhodos (Griechenland) – Santorini (Griechenland) – Zadar (Kroatien) – Venedig (Italien) Infos: www.rock-cruise.ch


Berner Museen ALPINES MUSEUM Schöne Berge – eine Ansichtssache Die Bergmalerei hat in der Schweiz eine lange Tradition und eine boomende Gegenwart – auch oder gerade in Zeiten der digitalen Bildgestaltung. Schöne Berge sind nicht nur schön, sie sind auch unheimlich populär. Darauf reagiert das Alpine Museum der Schweiz mit einem Ausstellungsprojekt, das die Gemäldesammlung des Hauses ins Zentrum stellt: Wer malt hier eigentlich und warum? Was bedeuten diese Bilder den Menschen, die sie betrachten? Weshalb dieses Bedürfnis nach «schönen Bergen»? Und wo trifft das Klischee auf die Realität? «Schöne Berge» ist eine Ausstellung über die Beziehungen der Menschen zu den Bergen. Sie geht den Bergsehnsüchten auf den Grund und konfrontiert diese mit Perspektiven auf die Gegenwart. Das Publikum gestaltet mit: Amateurmalerinnen sind zum öffentlichen Malen aufgefordert, Bergbildbesitzer können ihr Lieblingsbild einen Monat lang im Museum ausstellen – und alle sind eingeladen, die Fotos ihres bevorzugten Gipfels, Horns oder Hubels in eine neue, virtuelle Bergbildsammlung einzuspeisen. Bis 6. Januar 2019, www.alpinesmuseum.ch

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Edmund Wunderlich, 1984

M U S E U M F Ü R K O M M U N I K AT I O N Extrem – 175 Jahre Schweizer Briefmarken Die Ausstellung «Extrem – 175 Jahre Schweizer Briefmarken» im Museum für Kommunikation ist eine Show der Superlative. Extrem früh: Briefmarken nicht nur ein Spiegel der Kulturgeschichte, sondern auch eine Schweizer Erfolgsstory. Als zweites Land überhaupt führte die Schweiz Briefmarken ein. Heute gehören diese raren Stücke weltweit zu den begehrtesten Briefmarken. Extrem teuer: Ausgestellt werden die bedeutendsten 50 Perlen aus den ersten Schweizer Briefmarkenjahren. Zusammen sind sie mehrere Millionen Schweizer Franken wert. Extrem aufwendig: Sie sind zwar klein, aber die Herstellung von Briefmarken ist ein komplexer Prozess, in dem viel künstlerische Qualität steckt. Dank Originalentwürfen von Ferdinand Hodler und anderen Künstlern wird diese Arbeit in der Ausstellung sichtbar. Extrem leidenschaftlich: Hinter Briefmarkensammlungen steckt viel Leidenschaft. Sammlerinnen und Sammler investieren sehr viel Zeit und beachtliche Summen Geld in ihre Sammlung. Verschiedene Videoporträts geben einen sehr persönlichen Einblick in ihre Welt. Bis 8. Juli 2018, www.mfk.ch

pathe.ch

BÄRN!

AKTUELLI HIGHLIGHTS KULTUR & EVENTS NÖIS & GFRÖITS BLOG

www.baernblog.com

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FOKUS FAMILIE |

#DU AUCH?

#Du auch? Jede fünfte Frau auf der Welt wird von ihrem Ehemann bedroht, geschlagen oder sexuell missbraucht. Auch bei uns in der Schweiz wird im Durchschnitt die Hälfte aller ermordeten Frauen von ihrem jetzigen oder ehemaligen Partner getötet. Gewalt hinterlässt Spuren: sichtbar, unsichtbar, nachhaltig. Bei der Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern finden Betroffene Beratung, Unterstützung und wenn nötig Obdach. Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen. In der Schweiz entfällt mit ca. 15 000 Straftaten ein beträchtlicher Anteil (39%) der Gewaltstraftaten in den Bereich «häusliche Gewalt». Seit April 2004 gelten Delikte wie sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Körperverletzung, die in Ehe und Partnerschaft verübt werden, als Offizialdelikte. Das heisst, die Polizei muss ein Verfahren eröffnen und ermitteln, wenn sie Kenntnis hat von einem Gewaltdelikt im häuslichen Umfeld. Dies unabhängig davon, ob die betroffene Person eine Anzeige erstattet oder nicht. Gewalt in der Beziehung ist damit keine Privatsache mehr.

Die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern Die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern betreibt in der Stadt Bern die ambulante Opferhilfestelle Lantana, die betroffenen Frauen und Kindern, die körperliche, seelische und/oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Beratungen anbietet. Bei der Beratungsstelle Lantana werden Betroffene und Angehörige bei Problemen mit sexueller Belästigung bis zu Vergewaltigung von Fachpersonen telefonisch, online und persönlich beraten und erhalten juristische, psychologische und materielle Hilfe nach den Kriterien des Opferhilfegesetzes.

Das Frauenhaus Bern Das Frauenhaus Bern ist ein stationärer Betrieb, der Frauen und Kindern in akuten Gewaltsituationen in der Partnerschaft vorübergebend Schutz und Beratung gemäss Opferhilfegesetz bietet. Der Standort des Frauenhauses befindet sich zum Schutz der Betoffenen an einer geheimen Adresse. Telefonische Beratungen für Betroffene, ihre Angehörigen und Fachpersonen sind jederzeit möglich, auch anonym; die Mitarbeiterinnen unterstehen der Schweigepflicht. Ziel der Beratung ist, dass die betroffenen Frauen ihre Rechte in einem eventuellen Strafverfahren kennen und besser entscheiden können, wie ihr zukünftiges Leben aussehen soll. Wie sie auch entscheiden, die Stiftung gegen Gewalt hilft ihnen bei der Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben.

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Wie die aktuellen Zahlen in der Stadt Bern zeigen, ist die Thematik der sexuellen und der häuslichen Gewalt sehr aktuell. Es ist deshalb auch in Zukunft wichtig, dass Augen, Ohren und Türen für dieses Thema offen bleiben.

K O N TA K T E www.stiftung-gegen-gewalt.ch

Therese Matter Dipl. YCH mit 25 Jahren Berufserfahrung www.yogamatter.ch Telefon 031 351 60 19

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Opferhilfestelle bei sexueller Gewalt: www.lantana-bern.ch (auch Onlineberatung), Telefon 031 313 14 00 Opferhilfestelle bei häuslicher Gewalt: www.frauenhaus-bern.ch, Telefon 031 332 55 33 Spendenkonto/Bankverbindung Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern Berner Kantonalbank, 3001 Bern, Konto 30-106-9, Clearing-Nr. 790 IBAN CH04 0079 0016 8752 3110 8


FÜR DIE CHURZE | KOPERNIKUS

Was wärde?

E Gschicht vom Lorenz Pauli mit ere Zeichnig vom Daniel Müller

D Frou Bill isch mängisch nid so zfride mit ihrem Pruef. De überleit si hin u här, was si no für ne Usbildig chönnti mache: Öppis mit Ching. Oder Pilotin. Vilech chönnt si das o kombiniere: Öppis mit flügende Ching. U ig? Was ig gärn würd wärde, isch mir scho lang klar: Öppis mit Tier: Fischverchöiffer. Oder Metzger. Chuum hani das dänkt, het d Frou Bill grüeft: «Kopernikus, lue!» Si het doch tatsächlech es Bitzli Fleisch la bambele u de isches ihre i ne Chorb gheit. I bi sofort i Chorb ggumpet u has packt. Ersch itz hani gmerkt, dass das der Chatzechorb isch gsi. Zack! Si het der Techel zue ta und i bi ir Falle ghocket. D Frou Bill het der Chorb gno u isch mit mir zur Tür uus. Si isch gäge linggs u i ha sofort gwüsst: Tierarzt! Der Tierarzt het mi vo allne Syte aagluegt, het uf mir umetrückt u mir ids Muul gluegt. De het er zur Frou Bill gseit: «Dir chömet wäge sym Gwicht.» D Frou Bill het der Chopf gschüttlet: «Nei. Wägem Impfe. Abnäh chani sälber, auso… sötti sälber.» Der Tierarzt het so usgseh, wie wenn er no öppis wetti säge, hets de aber la blibe. Wo der Tierarzt mir nächär d Sprütze gmacht het, hets üs beidne weh ta. Aber bi ihm hets meh bblüetet. Wo mir wider deheim sy gsi, hets nomal so nes Bitzli Fleisch gä. U de bini use. Ds Schüümli, my Lieblings-Chatz, het scho gwartet. «Wo bisch gsi? Mir hei doch hüt zäme ad Aare wölle …» I ha de vom Tierarzt verzellt. Aber ihre Tierarzt isch no schlimmer. Dä schmöckt schynts nach Meersou-Gägeli. U de isch mir die wunderbari Idee cho: Anstatt Metzger oder Fischverchöiffer chönnti doch o Tierarzt wärde! I weiss doch itz genau, wie das geit. U vo Tier zu Tier isch das sicher tierisch guet, Tierarzt z sy. Drum hani ds Schüümli gfragt, obs zu mir würd cho, wenn ig Tierarzt wär. «Sofort!», het my Lieblings-Chatz gseit. U i ha aagfange: «Also Frou Schüümli, zersch mues i Öich mal vo allne Syte aaluege … Dochdoch. Das gseht sehr guet uus. U itz muesi chli uf Öich umetrücke …» Ds Schüümli hets fasch verjagt vor Lache. Si isch chutzelig. Uf ds Mal hani wie versteineret ufghört: Da isch öppis gsi! I has ganz genau gspürt! Ganz ärnscht hani zum Schüümli gseit: «Schüümli, i gloube, da stimmt öppis nid. I gspüre öppis Komisches.» Ds Schümli het chuum Luft übercho vor Lache u het gseit: «Das isch e Chnoche.» I ha der Chopf gschüttlet: «Das cha nid sy. So grossi Chnöche cha me nid frässe.» Ds Schüümli het no meh glachet: «Dä Chnoche ghört zu miir! Das isch es Rippi.» Das isch mir ganz nöi gsi. «Cha das sy, dass me vo usse d Chnöche gspürt? Das isch bi miir emel nid so.» Ds Schüümli het gnickt. De isch d Untersuechig wyterggange: «Oha! I gloube, dir heit da zwüsche de Ohre es gfährlechs Schnick-SchnackDiri-Däri. Wartet, i schläckes wägg.» U de hanis gmerkt:

Schüümlis Härz het ganz fescht gchlopfet. «Frou Schüümli, der Dokter Kopernikus mues Öich säge: Öies Härz het en absolut vollständigi Humti-Dumti-Tugg-Bumm-Verschwurbelig.» Das het ihre offebar nid so Sorge gmacht. De hei mir d Rolle tuuschet. Itz isch ds Schüümli d Tierärztin gsi u het der Chopf a mym gribe, äuä zum Teschte, ob der Chopf no guet aagmacht syg. A mym Hals het si nächär so ne KnuddelWuschligkeit gfunde. Mir hei das unter üüs Fachlüt besproche, u sy zum Schluss cho, dass si das sofort mit Chräbele cha behandle. Mis Härz het grossi Ggümp gmacht. E klare Fall: Schüümlis absolut vollständigi Humti-Dumti-Tugg-Bumm-HärzVerschwurbelig isch wahnsinnig aasteckend gsi. Chli speter sy mir Fäll a Fäll zäme ar Sunne gläge. Mir hei nämlech beidi füre Räscht vom Tag di wohligi Fulänzitis gha.

Dr Lorenz Pauli isch Chindergärtner, Chinderbuechoutor, Verleger und Verzeuer. www.mupf.ch Dr Daniel Müller zeichnet regumässig für verschiedeni Zytschrifte und Buechverläg wie z.B. d Globibüecher. www.illumueller.ch

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Mitwirkende am BÄRN!BLOG von oben links Aline Keller & Benjamin Sterchi, idéeBERN | Su Elsener, Fanarbeiterin/Sängerin Fraktionszwang | Laura Marti & Maria van Harskamp, inyourface Texte | Matthias Kuratli & Pascal Schütz, gecko communications | Michèle Freiburghaus, Verlag BÄRN! Prof. Dr. med. vet. Bernd Schildger, Tier- und Bärenpark | Ronny Kummer, ronnykummer gmbh Peter Brand, Redaktor der Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern (MAZ) | Remo Eisner, Fotograf | Sandra Stoiber, Fotografin Neu (nicht im Bild): Sam Mumenthaler, Jurist, Autor, Journalist und Musiker Beatrice Gyger-Lang, Bernbloggerin und -führerin isner.

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B Ä R N ! I NT E R N | B Ä R N ! B LO G

LIEBEN SIE BERN? WIR AUCH. Das Berner Lebensgefühl eingefangen auf einer Blog- und Infoseite. Kolumnen, Insidertipps, neue Restaurants, kulturelle Highlights, die Berner Musikszene, schöne Dinge, wichtige Berner Links etc. Zu den Mitwirkenden gesellen sich stetig neue (wie jetzt, in letzter Minute, Sam Mumenthaler, Journalist, Autor, Jurist und Musiker, und Beatrice Gyger-Lang, Bernbloggerin und -führerin). Ganz Bern auf einen Klick, eine aktuelle Ergänzung zum BÄRN! Magazin* für alle, die von Bern nicht genug kriegen können – einfach ein Muss für jede Bernerin und jeden Berner.

BÄRN!BLOG www.baernblog.com

*Das BÄRN! Magazin erscheint 4× jährlich im kleinen Berner Verlag BÄRN!. Die Sommerausgabe zum Thema «Bern mit allen Sinnen» wird ab dem 5. Juni verteilt. Infos für Werbepartnerinnen und -partner (auch für den BÄRN!BLOG) auf der Verlagsseite www.baernverlag.com; hier finden sich auch Abo-Infos. BÄRN! Verlag auch auf Instragram, Facebook (BÄRN! Forum) und Twitter.

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BÄRN! INTERN | DIVERSES

Verlosungen B Ä R N ! 1 / 1 8

BÄRN!VERLAG

Teilnahme: www.baernblog.com (Verlosungen)

BÄRN!MAGAZIN Erscheint 4× jährlich im «Verlag BÄRN!». Der Verlag steht in Kooperation mit der Stadt Bern, mit Bern Tourismus, BERNcity, Idée BERN, sowie dem Tier- und Bärenpark, der EWB und anderen Berner Institutionen.

BLUMENABONNEMENT 1 Jahr lang Blütenzauber für Sie Gewinnen Sie ein Blumenabonnement: ein Jahr lang jeden Monat einen Strauss – zwölf Sträusse inkl. Lieferung am Montag im Wert von 40 Franken. Blumengärtnerei Ellenberger & Fuhrimann, Keller an der Herrengasse 19 und Blumenstand am Bärenplatz 2. www.dieblumengaertnerei.ch

BALLERINAS «LA VIE EN CIEL» 1 Paar im Wert von CHF 449.– Mit diesen wunderhübschen Ballerinas können Sie vielleicht schon bald ins Blaue fahren. Die Produkte von Stefi Talman werden von der gelernten Schuhmacherin in der Schweiz entworfen und in Italien aus feinstem Leder angefertigt.

Die nächste Ausgabe 2018 erscheint Anfang Juni. Infos für Werbepartner unter www.baernbox.ch, Rubrik «Magazin BÄRN!», oder mail@baernbox.ch. Abonnement

Das BÄRN!Magazin 4× jährlich in einem Couvert persönlich adressiert in Ihrem Briefkasten? 30 Franken sowie Ihre Adresse in ein Couvert und an den Verlag schicken oder per E-Banking mit entsprechendem Vermerk. Bankdaten unter www.baernbox.ch, Infos Abo.

B Ä R N ! B LO G Mitts ids Härz vo Bärn: www.baernblog.com

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Für das Konzert am 18. Mai: die beiden Brüder und Bandleader Jeff und John Clayton in einem Quintett, welches packenden, erstklassigen Straight-AheadJazz bietet, plus Harry Allens «Saxomania» mit einem wahren «who’s who» amerikanischer Jazzsaxofonisten auf der Bühne.

IMPRESSUM AUSGABE 1/18 BÄRN! Verlag Bellevuestrasse 133 · 3095 Spiegel bei Bern Telefon 031 972 07 07 mail@baernbox.ch · www.baernbox.ch Leitung Verlag/Redaktion

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Schütze gemeinsam mit Greenpeace die Bienen: Spende zwischen 1 und 99 Franken per SMS. Beispiel: GP BIENEN 15 an 488 * * Die Kosten der SMS entsprechen deinem Mobilfunkanbieter-Vertrag. Mit dem Senden der SMS spendest du Greenpeace deinen Wunschbetrag und stimmst zu, dass Greenpeace dich kontaktieren darf.

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Michèle Freiburghaus

Druckvorstufe

Lithouse

Druck

Stämpfli AG, Bern gedruckt auf FSC-Papier

Vertrieb

Direct Mail Company, Bern

Gestaltung

Verlag BÄRN!

Fotos

Remo Eisner, Bernd Schildger, Nelly Rodriguez, Manu Friedrich, Alessandro Della Bella, Jürg Glauser, elsi-productions, Sandra Stoiber

Illustration

Daniel Müller

Beiträge

Urs Frieden, Esther Beck, Olivia Barben, Cornelia Berger Prof. Dr. med. vet. Bernd Schildger, Lorenz Pauli, Michèle Freiburghaus


HOPP SCB & HOPP YB!

HIE GHÖRI HÄRE, HIE BI NI DEHEIME ...*

... u i ertröime mir – wie jedi Bärnere u jede Bärner – vo öich der Titu! Am SCB wünsche ni viu Glück bi de Playoffs, und i gloube fescht dra, dass dr BSCYB nach 32 Jahr 2018 Schwizer Meischter wird. Löhts la krache, Giele! *Songtext Wurzel 5

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BÄRN! Magazin 1/18  
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