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bärn ! DA S

H AU P T S TA D T- M AG A Z I N

GOLDENE ZEITEN INTERVIEW MIT HEIDI MARIA GLÖSSNER

DIE NEUE GENERATION 50PLUS KENNSCH BÄRNDÜTSCH?

3 | 2015


NICOLE KIDMAN’S CHOICE


EDITORIAL

Goldene Zeiten Die herrlich heissen Tage 2015 sind vorbei – Spätsommer in Bern. «Es herbschtelet», das mag ich nicht besonders, obwohl ich die Schönheit der Natur durchaus zu schätzen weiss. Einewäg: Dieser Hauch von Abschied und die Prise Vergänglichkeit schlagen mir einfach aufs Gemüt. Als Vertreterin der sogenannten «Generation 50plus» lassen mich auch Definitionen wie «Herbst des Lebens» oder gar «Senioren» erschauern. Da hören sich Bezeichnungen wie «Best Agers» oder das – ganz neue – «Down-Ager» (sich jünger fühlen, als man ist) doch wesentlich besser an, oder? Lesen Sie dazu unser Spezial ab Seite 36. Foto: Eve Kohler

Mit «alten» Bekannte feiern wir indes ein Wiedersehen: Endlich sind sie zurück, Finn, Björk und Ursina, unsere Berner Bären, wir haben sie vermisst. Prof. Dr. med. vet. Schildger stellt uns den neuen BärenPark vor. Apropos «alt» – sechs Seiten widmen wir den Berner Sprachen, der Matte und zwei jung gebliebenen, eingefleischten «Mättelern». Auf jeden Fall präsentiert sich diese Ausgabe des Magazin bärn! so farbig wie der Herbst: mit einem bunten Themenmix für die ganze Berner Familie. Lesestoff, dessen Lebensdauer eine Bahnfahrt oder einen Tag übersteht, der immer wieder zur Hand und sogar in die Ferien mitgenommen wird. Uns freuts. Michèle Freiburghaus, Verlegerin Magazin bärn!

wähltbärn! Aufgehoben und immer wieder zur Hand genommen = Inserate mehrfach beachtet. Für Werbekunden bedeutet dies: einmal geschaltet, mehrmals geliefert.

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Die Schauspielerin Heidi Maria Glössner wurde im Ringgenberg-

Infos: www.baernbox.ch

Pärkli fotografiert von Simon Leibundgut (zu Person und

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bärn!

Koordinaten siehe Seite 49).

Die schönsten Seiten der Hauptstadt.

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WO

DAS

GLÜCK

B EGI N NT

Sonntag – Mittwoch, 11.30 – 02.00 Uhr Donnerstag – Samstag, 11.30 – 04.00 Uhr www.grandcasino-bern.ch


I N H A LT

INHALT BERN 6 7 8 8 10 12

Kennsch Bärndütsch? Was d Fachfrou meint Mattebärndütsch Ittume Inglische D Mätteler Tier- und Bärenpark

SAVOIR VIVRE 15 17 18 20 22 24 29

Neuer Look für Berner Persönlichkeiten Kennsch scho? Entdeckungen Ein Paradies für Kinder und Familien Modeherbst Stil 50plus Schatzchäschtli Autoneuheiten Herbst 2015

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Culinarium Berns moderne Weinkultur Bärner Märit /Bärner Rundschou

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Gesellschaft Spezial «Die neue Generation 50plus» 60 – das neue 40? Lebensqualität für Best Agers Dialog mit der Zeit – Ausstellung Interview mit Heidi Maria Glössner

«Der Herbst ist die Jahreszeit, in der die Natur die Seite umblättert.» Pavel Kosorin

K U LT U R & E V E N T S Viel Lesevergnügen mit den «schönsten Seiten Berns!» 42 43 44 45 46

Die Rock & Blues Cruise 40 Jahre Rock 'n' Roll mit Herz – Span Ausstellung: Romuald Hazoumè Berner Filmförderung und -schaffen Nid verpasse!

BUNT GEMISCHT 47 49 50

Kopernikus: Vo Generation zu Generation Bärn intern! Verlosungen, Impressum

DAS MAGAZIN

bärn!

Magazin bärn! 4/2015 Erscheinungsdatum 24. November, Redaktionsschluss und Inseratenreservationen einen Monat vorher. Infos: www.baernbox.ch Abonnemente CHF 30.– für 4 Ausgaben mit eigener Adresse an den Verlag bärn!, Bellevuestrasse 133, 3095 Spiegel bei Bern www.baernbox.ch – ganz Bern auf einen Klick! Die aktuelle Website des Magazin bärn! kann ab sofort für Werbeauftritte und Spezialseiten gebucht werden.

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KENNSCH BÄRNDÜTSCH? «Da chöit dir säge, was dir weit, ke Schprach gits niene wit u breit, vom Nordpol bis nach Afrika, woni so gärn wis Bärndütsch ha.» Mit diesen Worten beginnt der Stadtrundgang «Bärn laferet – nume nid gschprängt.»* des

fanden die Forscher von der britischen Universität Hertfordshire noch Städter, die sich gemächlicher fortbewegten als in Bern. Wir sind laut der Studie mithin von unserem Naturell her gar zu langsam, um es in einer eidgenössisch normierten Grünphase über einen Fussgängerstreifen zu schaffen.

Vereins Stattland.

Früecher u hüt Berndeutsch ist etwas Besonderes: Kein anderer Dialekt ist in der Schweiz so präsent in Radio und Fernsehen, kein anderer Dialekt kennt eine solche Menge an Mundartliteratur, Mundartbands und Troubadourtradition. Das Berndeutsch ist laut einer Umfrage der beliebteste Dialekt der Schweiz. Ihm folgen der Bündner und der Walliser Dialekt. 27 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer gefällt das Berndeutsch am besten von allen Schweizer Dialekten. Für den Bündner sprachen sich 21, für den Walliser 20 Prozent der Befragten aus. Am unbeliebtesten ist – nebenbei erwähnt – nicht wie man annehmen könnte der Zürcher, sondern der Thurgauer Dialekt.

Immer schön süüferli

bhäbig

Dass die Langsamkeit der Berner kein Mythos ist, bewiesen Dialektforscher der Universitäten Zürich und Bern, die regionale und geschlechterspezifische Unterschiede bei der Sprechgeschwindigkeit untersuchten. Demnach spricht der Berner pro Minute vier bis fünf Sätze weniger als ein Zürcher. Wir Berner sprechen 5 Silben pro Sekunde, etwas schneller sind die Bündner mit 5,2 Silben pro Sekunde, und am schnellsten sprechen die Zürcher und Walliser mit 5,8 Silben pro Sekunde. Interessanterweise gibt es aber auch geschlechterspezifische Unterschiede beim Tempo. Frauen sprachen die untersuchten Wörter signifikant langsamer aus als Männer. Wir sprechen nicht nur langsamer, sondern sind es übrigens tatsächlich auch: Kürzlich ging eine internationale Studie durch die Weltpresse, die quasi wissenschaftlich bestätigte, was bisher nur als volkstümliches Stereotyp galt: dass die Berner langsam sind. Nur in Malawi und in Bahrain

Innerhalb der Stadt Bern gab es noch Mitte des 20. Jahrhunderts eine Anzahl von Soziolekten, die heute nur noch eingeschränkt zu hören sind: Die Patrizier sprachen das dem Standarddeutschen nähere archaisierende Patrizierberndeutsch, das sich durch fehlende L-Vokalisierung (beispielsweise «Milch» statt «Miuch», «Esel», statt «Esu»), fehlende nd-Velarisierung (beispielsweise «anders», nicht «angers»), Beibehalten der Endung -ung (beispielsweise «Zytung», nicht «Zytig») und Rachen-«R» wie im Französischen auszeichnete. Die alteingesessenen Berner der Mittel- und Oberschicht sprachen das gehobene Stadtberndeutsch, das sich von demjenigen der unteren Mittelschicht und Unterschicht unterschied. Der moderne Stadtdialekt beruht zu grossen Teilen auf den Landdialekten, weist aber auch einige Wörter des Mattenenglischen auf, hinzu kommen viele neue Lehnwörter vornehmlich aus dem Standarddeutschen und dem Englischen. Der Stadtdialekt strahlt seinerseits wieder auf das Land aus, wodurch im Einzugsgebiet der Agglomeration Bern eine zunehmende Nivellierung der Dialektunterschiede entsteht.

Berndeutsch-Lehrbücher und -Wörterbücher Ruth Bietenhard verfasste 1976 zusammen mit Otto von Greyerz das epochale «Berndeutsche Wörterbuch» und übersetzte mit ihrem Mann die Bibel in den Berner Dialekt. Ursula Pinheiro-Weber verfasste Berndeutsch-Lehr- und Lernbücher, die heute noch im Handel und gebräuchlich sind.

Berndeutsch im Internet Berndeutsch-Wörterbuch: www.berndeutsch.ch www.blog.berndeutsch.ch facebook.com/berndeutsch

Es Ärfeli 6

schnusi

BERN | UNSERE SPRACHEN

*www.stattland.ch


BERN | UNSERE SPRACHEN

Chüderle Was d Fachfrou meint

schnouse gäggele Schtibäng trischagge Himmugüegeli chüderle plegere rumpusurig chräbele schnöigge Tschuppele Chlepfschit güügele aba Blofi Hootschgufe umefiguretle dsungerobsi Schnuri schnusig hübscheli bipääpele vernusche scharwänzle

Brigitte Huber Keller isch füfevierzgi, Dozäntin für Bärndütsch ar Uni Bärn und Usbildnere vo Kursleiterinne und Kursleiter. Das Inter-

chönne errate, das d Frou meint, «heit er es Seckli wölle?» u dass dermit «möchten Sie eine kleine Tüte?» gmeint isch? U dass d Entscheidig no müglech u trotz der Vergangeheit nid scho düren isch …

view isch uf Bärndütsch, damit me wieder mau gsäch wies richtig wär. Interview Michèle Freiburghaus Wo heit dir richtigs Bärndütsch glehrt? Machet dir eigetlech nie Fähler? We me überleit, wi verschiden üsi Mundarte sy – u me weis ja, wi schnäll sech d Sprache verändere – de cha me fasch nid vomne «richtige Bärndütsch» rede. Es git ja nid e vordefinierti Sprach, wo d Lüt müesse rede. Sondern so, wi mer se rede, so isch si de, di Sprach. Aber natürlech ghören i mängisch Sache, wo’s mi chly tschuderet: We öpper seit «Mir wärde’s gseh» – u derby e Futurform brucht, wo mer doch im Bärndütsch eifach chönnte säge «mir gseh’s de». Me ghört o «zwöi Manne» – u derby hätte mer doch di drei Forme vor dere Zahl: «zwe Manne, zwo Froue, zwöi Chind». Und wi wird frou Spezialischtin für Bärndütsch? «Spezialischtin» würd i eigetlech nid säge. Als Sprachwüsseschaftlere (i han e tibetische Dialäkt erforschet u drüber e Grammatik gschribe) u als Erwachsenebildnere bringen i das mit, wo s bruucht, für de Frömdoder Hochdütschsprachige ds Bärndütsch neecher z bringe: Ds Wüssen über Sprache u ds pädagogische «Know-how». U natürlech han i es guets Gfüel für Sprache u Fröid dranne. U das giben i gärn wyter. Was lehret dir i öine Kurse genau? Es isch mer wichtig, nid eifach z «lehre» im Sinn vo «doziere». I möchti di Studierende dert abhole, wo si stöh, dass si das chöi lehre, wo si ganz diräkt i ihrem Alltag bruuche. Letschthin isch eine mit emne Takeaway-Ggaffee i Kurs cho (das isch zwar nid erloubt, säget's em Huswart nid…) u het gseit, är heig i däm Laden eifach nüt verstande. I söttigne Fäll sammle mer im Kurs d Erfahrige vo de Studänte u stelle zum Bischpiu mau d Bousteine vo somne Dialog zäme. Und i gibe ne d Informatione, für dass dä Dialog würklech ächt wird, outäntisch, wi me so seit, über d Grammatik u über d Underschide zum Hochdütsch. Es git vil Usdruckswyse, wo scho chly komisch sy, we me drüber nachedänkt: We d Kassierin im Migro fragt «Seckli wölle?» – wi sölle de di Lüt um Himmels Wille

Bietet dir no anderi Leischtige a für Bärndütsch, zum Byspil Lektorat? We mi öpper fragt, de hilfen i gärn. We itz irgend e Bude e Wärbekampagne uf Bärndütsch planet, chöi si mer gärn aalüte. Es isch ja gäng guet, wem e syni gueten Idee vo öpperem vo usse laat la aaluege. Di Junge schrybe ja jtz Bärndtütsch eso, wi ne der Schnabel gwachsen isch. Was haltet dir da dervo? Läse chan i das auso fasch nid. Aber es tüecht mi luschtig, wi liecht u kreativ dass die mit der Sprach umgöh. U si verstöh sech ja. Was findet dir wichtig dranne, richtig Bärndütsch z schrybe? Grad we me für d Öffentlechkeit schrybt, sött me sech scho zersch Gedanke mache drüber, wi das de usgseht – o we’s ke Duden git, won is seit, wi mer richtig müesse schrybe. Es git zwar Standardwärch mit Richtlinie für ds Schrybe. Aber eigetlech chöi mir alli usläse, ob mer phonetisch wöue schrybe, auso müglechscht naach ar Ussprach, z.B. «mr xes de» oder meh ar Schriftsprach orientiert «mir gseh’s de». Scho nume d Kolumnischte im Bund schryben alli echly angers. Es isch e Frag vor Überzügig, wo me het, u haut o vor Dialäktform. Für das Interview (oder sött i «Interwiu» schrybe?) han i mi zum Byschpiu entschide, d «l-Vokalisierig» (we me «l» aus «u» usspricht) nid uf ds Papyr z bringe: I säge zwar «auso», schryben aber «also», wüu das eifach liechter geit zum Läse. Ds Schriftbild isch eso neecher ar Schriftsprach. Es git eigetlech numen öppis, wo mi echly eergeret, we öpper nid «richtig» schrybt: Das isch di Mode, ds sogenannte Schwa (dä Lut, wo me produziert, we me d Zunge eifach locker im Muu laat) zum Byspiu am Ändi vomene Verb aus «ä» z schrybe … eh, z schrybä. Mir hei zwar kes Zeiche, wo däm genau entspricht; aber es «ä» isch das einfach nid! Oder süsch säget mau «ässe» – tönt da öppe der letscht Lut genau glych wi der erscht? «ässä»?! Ömu nid! Zwar – wen i mängisch dä Jungä zuälosä, bin i nid ganz sicher, ob das nid öppis isch, wo sech ir Sprach am Veränderen isch. U de chönnte mer nüüt mache. Drum lohnt sech’s nid, sech z ergelschtere ...

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BERN | UNSERE SPRACHEN

KENNSCH BÄRNDÜTSCH? Dr Gründer vo berndeutsch.ch im Ä-Tal ...

Bärndütsch schrybe, aber nid übertrybe! Bärndütsch ist die Sprache unserer Herzen – auch in schriftlicher Form. Der beste Beweis dafür sind die unzähligen in Mundart geschriebenen Kurznachrichten der jungen Generation. Und das ist auch gut so, denn Kommunikation soll immer auf den beziehungsweise die Empfänger zugeschnitten sein! Nur weil unsere amtliche Schriftsprache Hochdeutsch ist, muss niemand mit dem «Schätzeli» auf Hochdeutsch turteln. Das wäre fast so unpassend, wie Mundart zu sprechen, wenn das Gegenüber dies nicht versteht. Also alles bestens? Nicht ganz. Wir schreiben zwar plötzlich alle Bärndütsch, haben das aber nie gelernt. Schreibt man «chli», «chlii» oder «chly»? Versteht der Empfänger dann «klein» oder «ein bisschen»? Ganz viele Wörter, die wir so selbstverständlich aussprechen, fallen uns beim Schreiben schwer. Die meisten schreiben vermutlich, «wie ihnen der Schnabel gewachsen ist», also gemäss ihrer Aussprache. Das erzeugt zwar regionale Unterschiede und erschwert die Lesbarkeit, ist aber ansonsten völlig in Ordnung. Es sei denn, der Schnabel hat einen Sprachfehler. Sätze wie «Äs chlisäs Gipfäli am Morgä» kann ich beim besten Willen keiner Berner Region zuordnen. Gibt es irgendwo ein Ä-Tal, in welchem der Buchstabe «e» verpönt ist? Abgesehen von solchen Exzessen freue ich mich aber enorm, dass die Jugend unser Bärndütsch auf allen Kanälen derart leidenschaftlich benutzt und hemmungslos neue Begriffe integriert. Nur so kann es das Leben weiterhin vollständig beschreiben, und nur so bleibt es die Sprache unserer Herzen.

M ATT E B Ä R N D Ü T S C H Während die Innenstadt Berns auf einem Hügel auf der Aarehalbinsel liegt, befindet sich das Mattequartier direkt am Aareufer und ist von der restlichen Stadt deutlich abgetrennt, sodass sich hier eine eigenständige Kultur mit einem eigenständigen Dialekt bilden konnte. Die Mätteler waren ursprünglich Taglöhner, Fischer, Gerber oder Fuhrleute und bildeten die bernische Unterschicht. Fremdarbeiter und Handelsleute brachten Wörter aus dem Französischen und dem Rotwelschen – und damit aus dem Hebräischen und Jenischen – mit, und aus dem deutschen Wortschatz entstanden durch Vokalwechsel, Konsonantenaustausch und Verballhornungen völlig neue Wortgebilde. So entstand ein Soziolekt, der sich deutlich vom Stadtberndeutsch der gehobenen Schicht unterschied. Ein bekanntes Beispiel für den Mattendialekt/nicht wie viele annehmen für das Matteänglisch – ist «Tunz mer e Ligu Lehm» (Gib mir ein Stück Brot). Tunz stammt vom französischen «donner» (geben), Ligu soll rotwelsch sein und Lehm stammt vom hebräischen «Lechem» (Brot). Zwar sind die Dialektunterschiede der Matte und des restlichen Bern heute verschwunden, doch sind viele Ausdrücke aus der Matte ins Berndeutsche eingeflossen, so beispielsweise «Gieu» für Bub oder «iu» für ja.

Stephan Burkard, Gründer von www.berndeutsch.ch PS: Um den Ä-Exzessen entgegenzuwirken, habe ich unter www.berndeutsch.ch/schrybe die wichtigsten Regeln der Bärndütsch-Schreibweise aufbereitet. Sie stammen aus dem Lehr- und Lernbuch «Bärndütsch» von Ursula Pinheiro-Weber (hepVerlag, Bern).

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I TT U M E I N G L I S C H E Das Mattenenglisch (Dialekt: Matteänglisch, Mattenenglisch: Ittume Inglische) ist eine Sonder- und Geheimsprache, welche im Mattequartier gesprochen wurde. Im alltäglichen Sprachgebrauch der Mätteler wird sie heute nicht mehr verwendet, ein Liebhaberclub und einzelne Mätteler pflegen und lehren jedoch die Geheimsprache. Die Eisen- und Lederverarbeitung waren die Haupterwerbszweige in der Matte. Der Absatz aller produzierten Güter konnte nicht nur in der Stadt Bern erfolgen, darum machten sich


BERN | UNSERE SPRACHEN

Die mattenenglische Geheimsprache ist eine Spielsprache in der Art des sogenannten «Pig Latin». Gebildet wird sie aus den Wörtern des Dialekts wie folgt: Die erste Silbe einschliesslich ersten Vokals wird an den Schluss gestellt. Fängt die erste Silbe mit einem Vokal an, wird ein «h» eingeschoben und dann die Silbe ans Ende gestellt. An den Anfang wird ein «i» gesetzt und der letzte Buchstabe (ein Vokal) wird durch e ersetzt. So wird Bärn zu Irnbe oder chlaue (stehlen) zu iuechle. In der Sprachwissenschaft nennt man diesen Typus eine I-E-Sprache. Beispiel

Foto: Wikimedia

Handelsleute mit Schiffen von der Matte aus auf den Weg zu den grossen Märkten in Zurzach und im Elsass. Man nimmt an, dass das Mattenenglisch über diesen Weg von Norddeutschland bis nach Bern gefunden hat. Aufgrund der topografischen Lage des Mattenquartiers waren Mätteler hauptsächlich unter sich, darum konnte sich das Mattenenglisch länger halten als die Geheimsprachen anderer Städte. Anfang 20. Jahrhundert kündigte ein Berner Professor den Niedergang des Mattenenglisch an. Nazideutschland brachte aber der Geheimsprache einen erneuten Aufschwung, da man sich von der deutschen Sprache und damit den Nazis abgrenzen wollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg drohte der Geheimsprache aber das endgültige Aus, darum gründeten einige Sprachliebhaber vor über 50 Jahren den Klub zur Erhaltung und Pflege der Sprache. Im «Matteänglisch-Club» unter Präsident Peter Hafen treffen sich Leute jeden Alters, die Freude haben an der Matte, am Matteberndeutsch, an der Geheimsprache Ittume-Inglische oder an der Geschichte dieses sehr alten und originellen Quartiers. Von Zeit zu Zeit bietet der Matteänglisch-Club im Rahmen des Vereinsprogrammes Matteänglischkurse an. Infos: www.matteaenglisch.ch Auch Ruth und Res Margot (siehe Interview auf Seite 10) liegt das Matteänglisch am Herzen. Das Matteänglisch-Übersetzungsprogramm von Res Margot übersetzt ohne Gewähr von Berndeutsch ins alte Matteänglisch. Infos über Matteänglischkurse und Höcks im Restaurant «Mühlirad» findet man unter www.margotmargot.ch.

U so funktionierts Das Mattenenglisch soll hauptsächlich gesprochen, besser nicht geschrieben werden. Denn feine Nuancen bei der Betonung tragen zum Verständnis bei. Wer Lust darauf hat, eine Geheimsprache zu sprechen, muss Matteenglisch nicht vollkommen beherrschen. Bereits zwei, drei Matteänglischwörter in einem Satz sorgen schon ganz schön für Verwirrung.

1. Fridu (Fritz) nach dem ersten Vokal abtrennen: Fri-du 2. Entstandene Silben vertauschen: du-fri 3. An den Anfang ein «i»: I-du-fri 4. Letzten Vokal in «e» ändern: I-du-fre, ergibt: Idufre Trotz vielen Ausnahmen dieser Regel ist es bald einfach, einen Text ins Matteänglisch zu übersetzen. Viel schwieriger ist das Verstehen beim Gespräch mit mehreren Personen – machs nache! ichsme ine!

Mattebärndütsch Wo der Fridu wieder mau viu ds tifig techlet isch, wiu er bim Auteler ir Iru het wöue go baije, isch er über sini eigete Bottine gstoglet u ufe Gring gheit. Sis Gschtöss het natuder e gäbige Schranz gha u der Gleber am Börtsch het gnischet u nume blöd gchropfet. Iru – Aare Aggua – Wasser / Auteler – Autebärg baije – bade / Börtsch – Bord Bottine – Schue / E Disser – Es Zäni Iuse-Iibche – Soucheib / gcheibet – gschprunge gchropfet – glachet / Gleber – Ross Gnischet – gluegt / Gschtöss – Hose natuder – natürlech / tifig – schnäu schnadig – attraktiv / techle – schpringe Scheiche – Bei / Gring – Chopf

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D MÄTTELER Ruth und Res Margot über Matteänglisch, die Matte und ihren KlangKiosk Text/Interview: Michèle Freiburghaus, Foto Danielle Liniger, www.danielleliniger.com

Früher wurden in Vollenweiders Kiosk an der Schifflaube 34 Zigis, Sexheftli und Gratistäfeli für Kinder angeboten. Heute ist der KlangKiosk selben Orts eine Brücke zu zeitlosen Kulturen und Treffpunkt für an Musik, Poesie und Mattenenglisch für Interessierte. Mit Herzblut bieten hier Ruth und Res Margot ihr höchst spannendes Angebot feil. Ruth (70) und Res (bald 70) als Urgesteine der Matte zu bezeichnen, würde ihnen nicht gerecht, denn Urgesteine sind statisch, die beiden sind aber eher rege Aarekiesel, auch nach Jahren noch ständig in Bewegung. Statt dem Aareschwimmern wohlbekannten «Klickediklack» gibts von den beiden andere gefällige Töne zu hören. Sei es mit ihrer Musik und Poesie, in ihrem «KlangKiosk» oder auf Matteänglisch. Das Paar lebt und arbeitet seit bald 50 Jahren zusammen und seit über 30 Jahren in der Matte.

Die Musik Res ist Multiinstrumentalist und beherrscht nebst der Gitarre, der Blues Harp, dem Langnauer- und Schwyzerörgeli und natürlich dem Alphorn (oft an den Ufern der Aare zu hören) zum Teil auch seltene und ausgefallene Musikinstrumente wie «Sa trunfa» (Maultrommel), den Muotathaler-Büchel und die Singende Säge.

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Der Musiker arbeitet zudem an vielen weiteren Projekten, auch im Naturtonbereich, unter anderem mit dem bekannten Berner Didgeridoo-Bläser Willy Grimm. Ruth verzaubert mit ihrer «schwarzen» Bluesstimme, die klingt, als käme sie aus einem ganz anderen Resonanzkörper als demjenigen einer so zierlichen Frau. Sie «ruft» bei besondern Gelegenheiten den hölzernen Bettrichter (Folle) und den Triangulù aus ferro dolce. Ihre Aphorismen schmücken das kleine Schaufenster des KlangKiosks und beleben den Alltag. Die beiden Mattekünstler treten zusammen an Veranstaltungen jeder Art mit verschiedenen Programmen wie «Sa mùsica sarda», «Canzoni di Napoli» oder «New Orleans Blues» auf. Dem KlangKiosk angeschlossen sind ein Laboratorium für Musikinstrumente und eine Informationsstelle, es sind Dokumentationen und Lernhilfen erhältlich. Zudem werden die Reparatur von Musikinstrumenten und Workshops angeboten. Ihr lebt seit über 30 Jahren in der Matte. Was verbindet euch mit diesem Quartier? Die Aare – Schwalben kreisen über das Wasser. Die Farbe, die Bewegung und der Klang der unzähligen Wirbel, springende Fische, die Sprussen, das Geschiebe, die Geschichte der 1000 Flämmchen in der Vollmondnacht der toten Seelen der Beginen, das Fass mit den Goldstücken ... Die Mätteler – die jungen und alten, dicken und dünnen, reichen und armen, die sich in den Lauben in die Augen schauen und sogar grüssen. Das schönste Dorf der Welt, das mitten in einer Stadt liegt. Und die Spuren


BERN | MÄTTELER

seiner Menschen, die seit Hunderten von Jahren hier gelebt, geliebt, gelitten, gearbeitet, gefeiert haben. Was hält euch beide jung? Die spannende, befriedigende Beschäftigung mit unserer zeitlosen Musik und Poesie. Sie geben jeden Tag Kraft und stillen unsere Neugierde, sie machen Freude und helfen auch in schwierigeren Zeiten ... Wie seid ihr zur Musik gekommen? Res: Schon als Kind habe ich gelernt, dass mir Klänge und Musik Freude bereiten und ich bei meinen Mitmenschen damit Erfolg habe. Dabei konnte ich mich von der Schule erholen – damals und heute für mich eine Höllenqual. Ich erinnere mich an die Zeit als kleiner «Giu», als mir und den andern Burschen der Metzgermeister Muheim in Andermatt ein abgesägtes, durchdringend ranzig riechendes Horn eines stinkenden alten Gotthardziegenbocks geschenkt hatte. Beim Einnachten an den kurzen Wintertagen bliesen wir die schaurig-schönen Töne gegen den düsteren Bannwald. Nebenbei boten diese Klänge Schutz vor Geistern und Lawinen. Als Kinder machten wir viele Instrumente mithilfe der Erwachsenen selbst und lernten, darauf Klänge zu zaubern. Das gehört auch heute noch zu meinen spannendsten, befriedigendsten Betätigungen. Ruth: Auch für mich war in der Kindheit die selbstgefundene Musik sehr wichtig. In Eriswil, zuhinterst im Emmental, musste ich als kleines Mädchen ganz allein tagelang Ziegen hüten. Beim Vertreiben der Angst half mir damals das Singen in einer eigenen, fremden Sprache. Die Heilsarmee schenkte mir daraufhin eine «Wandervogelgitarre». Dieses Instrument begleitet mich heute noch. Im Übrigen habe ich die fremde Sprache, die Poesie, die wunderbaren Lieder nach vielen Jahren in den Bergdörfern von Sardinien wiedergefunden ...

Die Erhaltung des Matteänglisch ist euch ein grosses Anliegen. Warum und wie seid ihr dazu gekommen? Sprachen wie Englisch, Schriftdeutsch oder Französisch sind praktisch und wichtig. Wir finden aber, sie benötigen eine gesunde Konkurrenz, das sind Dialekte und Geheimsprachen. Wie mit diesen umgegangen werden soll, haben wir von den alten Mättelern gelernt – nicht in der Schule. Das Erlernen ist nicht ganz einfach, braucht viel Geduld und Zeit, aber das Gespräch entschädigt, macht viel Freude und bietet grösseren Unterhaltungswert als «TiWi-Nische» oder andere «Einwegkommunikation». Es geht um Liebe, auch um Heimat und um Pflege einer eigener Identität. Dabei ist das Ganze nicht ganz problemfrei, so gibt es beispielsweise mehrere Sprachen in der Matte (wie Mattedialekt, altes und neues Mattenenglisch) die werden oft gemischt, sind oft kaum verständlich, und die Schreibweise ist nicht gelöst, oft kaum lesbar. Darum sprechen wir sie: Ruth erzählt Geschichten der legendären und zum Teil sogar noch lebenden Mattemodi und Mattegiele – oder wir singen eben den Matte-Blues. Letztendlich sind es aber nun mal Geheimsprachen, die ja gar nicht alle verstehen sollen, die aber zum Glück immer wieder gelernt werden. Klar beherrschen viele eingesessene Mätteler das Mattenenglisch nicht mehr. es kann ja auch nicht jeder Schweizer jodeln oder jeder schwarze Amerikaner Blues singen. Aber wir glauben fest: Es wird noch in 100 Jahren nicht verschwunden sein. Wenn ihr von einer guten Fee einen Wunsch frei hättet, dann ... Ruth: Ich hätte lieber einen Faun als eine Fee: «itme imde ie ire-e inderwe-inesche Indme-Ichtne ise Isgle ietege Iwe iche inketre...» Res: Falls es eine junge, hübsche ist, wünsche ich mir «ä Ichtne itme ire-e z’ive-ingebre, (ireschne idere ä ichle ifeschle)» www.margotmargot.ch

Was fasziniert dich, Res, an der Natur- respektive Obertonmusik? Ich finde diese Obertöne einfach unheimlich spannend! Nicht nur ihr Klang ist faszinierend, sie können ja auch riechen (wie Bockshornklänge) und haben sogar Farben. Sie sind übrigens meist nicht grün, sicher nicht schwarz – wunderbar bunt wie ein Regenbogen. Sie brauchen nicht unbedingt elektrischen Strom, keinen Verstärker, keinen Computer. Sie sind das Gegenstück von Lärm. Ich kann mir Musik ohne Obertöne nicht vorstellen. Wer bucht eure Musikprogramme? Obwohl eigentlich unsere Musik und die Poesie alles andere als kommerziell sind, werden wir täglich angefragt. Die Mund-zuMund-Werbung funktioniert seit vielen Jahren gut. Warum, können wir uns selber kaum erklären. Von den unzähligen kleinen Auftritten bis zu grossen Anlässen für Unternehmen, im In- und Ausland, gelegentlich in Bern. Unser liebstes Publikum aber sind die Kinder aus der Matte und der Matteschule. Am liebsten spielen wir ohne Verstärker, weil unsere Musik und die Geschichten akustisch am schönsten klingen. Als Mätteler haben wir kein Auto und fahren meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln – weil unsere Stimmen und Instrumente mit vier Händen gut zu tragen sind ...

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W I U KO M M E Foto Finn: Urs Baumann, Berner Zeitung

Lebensraum für Mensch und Tier Weshalb ich das, eigentlich Bekannte, erneut erzähle? Nun, mit dem Lift, der im Oktober eingeweiht werden soll, und der Parklandschaft im BärenPark sind bereits zwei der wichtigsten Segmente des Projektes von Simon Beer vorgestellt. Dieses Projekt, dem Stadtrat zur Kenntnis gebracht, listet offensichtliche Mängel aus Sicht eines touristischen Wahrzeichens auf und schlägt einfache wie auch weniger einfache, aber geniale Lösungen vor. Das vom Projekt Beer vorgeschlagene, übergeordnete Leitmotiv aller Massnahmen für die künftige Nutzung erscheint auch heute noch, vier Jahre nach Erstellung des Konzepts, taufrisch und passend: «Das Zusammenleben von Mensch und Tier auf dem Areal BärenPark. Das Areal soll, zu Gunsten einer ernsthaften und sinnstiftenden Nutzung, nicht durch einen Vergnügungspark entwertet werden: Der Bären-Park ist für die Bären eine artgerechte Anlage und für die Menschen ein Erlebnis- und Erholungsgebiet – ein Lebensraum für Mensch und Tier.»

Endlich Park statt Golfrasen Endlich Park statt Golfrasen – so liesse sich kurz veranschaulichen, was wir im Moment im bärenfreien BärenPark erblicken. Zur Erinnerung: In den wenigen Tagen vor der Eröffnung des BärenParks wurde schnell noch die erdbraune Leere der Fläche mit Rasenfliesen belegt. Diese hatten keine Zeit anzuwachsen, geschweige denn die Büsche und Sträucher, die gleichzeitig gepflanzt wurden. Und auch die Jahre nach der Eröffnung im Oktober 2009 sorgten die Bären, neugierig auf jedes neue Pflänzchen, die frischen Wurzeln, die jungen Triebe oder die versteckten Regenwürmer, dafür, dass aus dem Park nie ein Park werden konnte. Seit dem 9. April suchen die Touristen vergeblich nach den Bären im BärenPark. Die geniessen ihren Urlaub in Vallorbe. Seit dieser Zeit können aber auch die über 500 neu gepflanzten Büsche, Sträucher und Hecken heranwachsen. Und so hoffen wir, dass die Bären in einen Park zurückkommen, nicht auf den Golfplatz.

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Grossen Handlungsbedarf sieht das Konzept Beer bei der allgemeinen Szenerie, Stichworte Hinleitung, Eingang, Wegeleitung, Verweilzonen, und beim Kleinen Bärengraben. Ein Besucherzentrum im Kleinen Bärengraben mit einem zweiten Geschoss als Aufbau könnte das eigentliche Gästezentrum werden. Die Verbreiterung des Gästewegs unten an der Aare und eine klare und informative Verbindung vom BärenPark über das Schwellenmätteli zum Dählhölzli wäre touristisch sinnvoll und würde einen Aare-Rundweg vervollständigen. Die Signalethik und die Orientierungsmöglichkeiten sind mehr als nur verbesserungsfähig. Eine einheitliche Pflästerung des gesamten Areals würde der Szenerie und Erkennbarkeit dienen. Verweilzonen rund um den BärenPark für die Menschen, inklusive Regen- und Sonnenschutz, würden helfen, die Verweildauer der Gäste zu erhöhen, bis sie schliesslich im Verbund mit anderen Massnahmen die magischen sechs Stunden überschreiten. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiss man recht genau, dass Touristen nach


B E R N | T I E R - U N D B Ä R E N PA R K

ZRÜGG!

Serie «Chefsache»: Bernd Schildger sinniert über Tier- und Bärenpark

sechs Stunden zum Übernachten tendieren. Also gar nicht mehr Gäste, sondern mehr Gäste, die in Bern übernachten. Davon würden alle profitieren.

T I E R PA R K D Ä H L H Ö L Z L I

Die Rückkehr Aber zurück zu den Bären Finn, Björk und Ursina. Sie werden Anfang Oktober rechtzeitig zur Einweihung des «Lifts für alle am BärenPark» zurück sein. Wann Sie genau zurückkommen, halten wir geheim. Zum Wohl der Tiere. Die Bären sind derzeit im Training, die von uns gebauten Spezialboxen tagtäglich freiwillig zu betreten. Finn und Björk haben sich sogar schon an das Geräusch des schliessenden Schiebers gewöhnt. Ursina ist deutlich vorsichtiger und versucht stets, eine Pfote im Eingang zu halten. Sollte es unseren Tierpflegerinnen und Tierpflegern gelingen, alle drei Bären am Tag X in die Boxen zu locken und die Schieber zu schliessen, könnten wir die Bären ohne vorherige Narkose transportieren. Haben die Bären aber nur ansatzweise das Gefühl, dass etwas an diesem Tag X anders, unnormal, unruhiger ist, wird es nicht gelingen. Deshalb die Geheimniskrämerei um den Termin – zum Wohl der Bären. Aus ihrer Sicht muss der Tag X ein Tag wie jeder andere sein. Natürlich werden wir Sie alle noch am selben Tag informieren. Versprochen. Prof. Dr. med. vet. Bernd Schildger

Foto Finn und Björk: Rando

Foto: Rando

«Wussten Sie übrigens schon, dass derzeit im Dählhölzli erstmals überhaupt drei junge Seehunde und zwei junge Moschusochsen – für Ihr ganz persönliches Erlebnis mit wilden Tieren – zu beobachten sind?» www.tierpark-bern.ch

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Patrik Riesers persönliche Empfehlung

Lindberg: Die Leichtigkeit des Seins. Dänisches Design in Titan. Minimalismus in seiner schönsten Form. Beinahe vergessen Sie, dass Sie eine Brille auf haben. Weltweit eine der wohl bekanntesten Brillenkollektionen.

Alain Mikli: Französische Brillen die ins Herz gehen. Ausdruck von Kreativitat, Stil und Lebensfreude. Auf jeden Fall eine Brille mit denen Sie Komplimente sammeln.

Philippe Starck: Ein grosser Name. Wenn Funktionalität und Design sich vereinen, kann das Brillentragen nur Freude machen.

Retro Specs: Handwerkskunst, die Liebe im Detail besonders gut zum Ausdruck bringt. Eine Brillenkollektion die den Retrolook in seiner schönsten Form hervorbringt. Das Original.


S AVO I R V I V R E | N E U E R L O O K

NEUER LOOK FÜR BERNER PERSÖNLICHKEITEN Teil 3: Aline Trede, Umweltwissenschafterin, Nationalrätin Kanton Bern, Grüne Partei der Schweiz

Die sympathische grüne Politikerin trägt die Haare normalerweise immer hochgesteckt und bevorzugt einen individualistischen Kleidungsstil. Für unser Promistyling liess sie sich spontan zur Businessfrau verwandeln. Bei «Aerni Haar Kleid Bar Spa» überzeugte man Frau Trede davon, dass sie ihr Haar durchaus offen tragen kann, die sanften «Beach Waves» stehen ihr, wie auch das diskrete Make-up, nämlich ausgesprochen gut. Bei Ciolina Bern wurde sie von Kopf bis Fuss in ein herbstliches Outfit gehüllt, und bei Bärtschi Optik fand sich für die Brillenträgerin Aline Trede eine perfekte Brille.

Aarbergergasse 60 · Bern www.aernibern.ch

Zeitglockenlaube 6 · Bern www.baertschi.ch Marktgasse 51 · Bern www.ciolina.ch

Aline Trede – vorher und nachher Fotos: Danielle Liniger, www.danielleliniger.com

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BERNerleben | BERNgeniessen | BERNshoppen

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«Eifach Bärn schänke» Die BERNCITY GESCHENKCARD* ist der Gutschein für über 170 Spezialgeschäfte, Kinos und Restaurants der atemberaubenden Berner Innenstadt. Schenken Sie Vielfalt und Einzigartigkeit zugleich!

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S AVO I R V I V R E | S H O P P I N G B E R N C I T Y

Kennsch scho? Einkaufen in den Seitengassen der Berner Altstadt lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen: Individualität statt Massenware, geniessen statt hetzen. Wir laden Sie ein auf eine Entdeckungsreise, um Schmuckes, Feines und Schickes abseits des Mainstreams zu finden. Heute im Fokus: der Rathausplatz und die Postgasse.

Der Schauspieler Anatole Taubman bezeichnete die Postgasse einst als eine der «weltweit schönsten Gassen». Tatsächlich findet sich auch in Bern keine wie sie. So pittoresk und ursprünglich, dass sie immer wieder gerne von Filmemachern als Kulisse verwendet wird. Ein Dorf in der Stadt, wo man sich noch persönlich kennt, einander grüsst, füreinander da ist und wo die Bewohnerinnen und Bewohner an schönen Sommerabenden Tische und Stühle auf die Gasse zügeln, um gemeinsam zu tafeln. Die Postgasse ist bis jetzt immer noch eine Kleinhandwerkerund Gewerbegasse geblieben. Hier reiht sich nicht Ladenlokal an Ladenlokal. Es sind auch heute noch vor allem Kleinbetriebe, in denen die Kunden und Gäste individuell und persönlich bedient werden. Bijoux à la Carte GmbH, Postgasse 52 Bei Bijoux à la Carte gehen Jacqueline Gasser-Saurer und Franziska Schädelin seit 1990 mit ihrem Team zu Werke. Mit Leidenschaft und Hingabe entwerfen und erschaffen sie Schmuckstücke, die als kunstvolles Ganzes ihre Kundinnen und Kunden zu begeistern vermögen. KüchenLaden, Postgasse 53 Tauchen Sie ein in die Welt des Kochens, der Patisserie, der Ess- und Lebenskultur, und lassen Sie sich von den unerschöpflichen Möglichkeiten inspirieren. Im KüchenLaden finden Sie Schönes und Praktisches, Küchengeräte und Werkzeuge.

ENTDECKUNGEN ABSEITS DES MAINSTREAMS III

Evoilà, Mode & Prosecco, Postgasse 55 So wird der Einkauf zum Fest: Bei Evoilà in Bern gibts nämlich nicht nur stilvolle Mode, sondern auch verschiedene Prosecchi. «Ich möchte unkomplizierte und spontane Momente schaffen», sagt Inhaberin Esther Herrmann. Café Restaurant Postgasse, Postgasse 48 Im gemütlichen Café Postgasse verwöhnen sie Regula und Stephan Hofmann mit frisch zubereiteten Menüs, von Hausmannskost bis zu raffinierten Spezialitäten. Die Muscheln ab September und die Bouillabaisse im Sommer sind weit über Bern hinaus bekannt! Mira! Kartenladen, Postgasse 30 In der Kartenmanufaktur von Erika Hörenberg wird jede Karte von Hand gefertigt. Sinnlichkeit für den Schreiber und für den Empfänger. Im Ladenatelier können sie sich von Kartenunikaten verführen oder sich eine persönliche Karte gestalten lassen. Seit Jahrzehnten in der Postgasse Nelly Steiner, Postgasse 44, verkauft Antiquitäten, Leinen aus alten Beständen und sonstigen «Klimbim», Suzanne Winiger-Guignet, Postgasse 32, verkauft handgefertigte Marionetten und Figuren, und Agathe Schütz-Bagnond führt seit 46 Jahren ein Antiquitätengeschäft an der Postgasse 50. Sven Gubler, Direktor BERNcity Die Organisation für eine lebendige und vielfältige Berner Innenstadt. www.berncity.ch BERNgeniessen / BERNerleben / BERNshoppen

Restaurant Krone Im 15. Jahrhundert wurde das Gasthaus zur Krone zum ersten Mal erwähnt, es galt als führendes Grand Restaurant und beherbergte päpstliche Gesandte, Botschafter und andere Persönlichkeiten. Die heutigen Gastgeber Michiel Sieburgh und Domenic Spycher freuen sich auf Ihren Besuch! Druckknopfgalerie – Ideen finden, Rathausplatz 4 Die Druckknopfgalerie ist ein Laden mit vielen Ideen. Zu finden sind immer wieder tolle Druckknopfkreationen, die Abwechslung und Farbe in den Alltag bringen, Druckknöpfe auf «Abwegen» und viele andere witzige und kreative Sachen. Tip Tap Kinderboutique, Postgasse 55 Was Mütter und ihre Kinder (von 0 bis 10 Jahren) schätzen, weiss Inhaberin Fulvia Robbiani: Sie setzt auf ausgesuchte Labels wie Oilily, Japan Rags, 3 Pommes oder GYMP – und auf die Babykollektion aus Biobaumwolle von Absorba.

Foto: 123rf

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SAVOIR VIVRE | S H O P P I N G

Ein Paradies für Kinder und Familien 40 JAHRE SHOPPYLAND SCHÖNBÜHL

Das grösste Shoppingcenter der Region Bern-Mittelland feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Seit je gilt das «Shoppy» als besonders familienfreundlich, kein Wunder, wird doch im und um das Center alles getan, damit sich Gross und Klein dort wohlfühlen.

Am 6. März 1975 – vor 40 Jahren – öffnete das Shoppyland Schönbühl zum ersten Mal seine Türen. Seit der Eröffnung hat sich im Shoppyland viel getan. Ein wichtiger Meilenstein war der grosse Gesamtumbau von 2006 bis 2010. Das Shoppyland war seit je besonders kinder- und familienfreundlich, beim Umbau wurde darum ebenfalls grosser Wert darauf gelegt, dass das Shoppingcenter für den Einkauf mit der ganzen Familie und insbesondere mit kleinen Kindern noch attraktiver wird.

Fotos: Diana Weber

Toll für die Kinder Besonders bei «Qualipet» im Untergeschoss, bei «Spielkiste» im zweiten Obergeschoss, im Migros Supermarkt in der Spielwarenabteilung, im hauseigenen Kinderparadies oder bei den grossen Aquarien und Terrarien im Erdgeschoss gibt es für die kleinen Besucherinnen und Besucher viel zu entdecken. Statt in einem normalen Einkaufswagen können Kinder und ihre Teddybären mit einem Sicherheitsgurt angeschnallt in einem speziellen farbigen Autoeinkaufswagen mitfahren. Für noch mehr Abwechslung sorgt zwischendurch ein Besuch auf 18


S AVO I R V I V R E | S H O P P I N G · S H O P P Y L A N D P U B L I R E P O R T A G E

einem der Spielplätze mit Rutschbahnen, Kletterseilen und Schaukeln. So können sich die Kleinen mit andern Kindern vergnügen, herumtollen, und das wöchentliche Einkaufen wird auch für sie zu einem spassigen Erlebnis. Während die Eltern bequem und ungestört durch die zahlreichen attraktiven Geschäfte bummeln und den Einkauf erledigen, haben die Kinder viel Spass im professionell betreuten Kinderparadies mit Kinderkino, einem rosafarbenen Märchenschloss, einer verwinkelten Piratenburg und einem fabelhaften Aussenspielplatz. Hier vergeht die Zeit mit Basteln und Spielen für die Kids wie im Flug.

Praktisch für die Eltern Die Aussenspielplätze – ein tolles Vergnügen!

Für Familien bietet das Shoppyland speziell grosszügige Familienparkplätze an, damit der Kinderwagen bequem aus dem Auto ausund wieder eingeladen werden kann. Müttern mit Babys steht im Erdgeschoss ein modernes, komfortabel ausgestattetes Stillzimmer mit Wickeltisch, «Shoppy-Nuggis» und einer Mikrowelle zur Verfügung. Der Besuch im Shoppyland wird somit für Gross und Klein immer wieder aufs Neue zum Vergnügen.

Shoppy-Kinderparadies Mit Teddy einkaufen gehen ist das Grösste!

Die Grossen erledigen in aller Ruhe ihre Einkäufe, und die Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren haben im Kinderparadies ihren Spass. Fachlich ausgebildete Betreuerinnen sind um das Wohl der Kleinen besorgt. Öffnungszeiten Kinderparadies und weitere Services für Familien: www.shoppyland.ch 1. Stunde: gratis 2 Stunden: Fr. 3.– 3 Stunden: Fr. 6.– Kinderparadies: Telefon 058 565 88 00

Shoppyland Industriestrasse 10, Schönbühl Telefon 058 565 87 00

Einmal Prinzessin sein – im Kinderparadies kein Problem

Für weitere Informationen: www.shoppyland.ch

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HERBSTMODE bei Markenmode und Accessoires Herbst 2015 BRUNELLO CUCINELLI | BURBERRY | CANDICE COOPER DOLCE&GABBANA | DRIES VAN NOTEN | DSQUARED2 | ETRO | ISABEL MARANT LONGCHAMP | MONCLER | STELLA McCARTNEY | VALENTINO | u. v. a. m.

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SAVOIR VIVRE | S H O P P I N G

Modeherbst! Die Herbstmode und die Wintertrends 2015/16 werden spannend, das versprechen zumindest die Kollektionen der grossen Designer. Sie sind geprägt von Gegensätzen: Poppig bunte Sixtiesmuster treffen auf puristische Klassik, jetzt gerne auch in Tweet, feminine Kleider mit Taillengürteln treten gegen groben Strick und Mäntel in XXL an. Die Devise heisst einmal mehr: Erlaubt ist, was uns gefällt und steht. Retro-Vintage-Style (Bilder 1 und 2) | Auch Herbst/Winter 2015/16 orientieren sich die Designer stark an der Mode von früher. Die wesentlichen Inspirationen aus der Vergangenheit sind der MarilynMonroe-Stil der 50er-Jahre, die schlichten Schnitte der TwiggyMode der 60er-Jahre, der Portobello-Market-Style der Seventies und die Werbegrafik der 80er-Jahre. Knit-on-Knit (Strick zu Strick) | Während der Fashion Weeks trugen Streetstyleprofis diesen Look: Strick von Kopf bis Fuss. Denim überall | Keine Saison ohne das beliebte Material. Das Besondere: Im kommenden Winter werden dunkle Waschungen wieder modern und sorgen für frischen Wind in unserer Garderobe. Layering (Schichtenlook) | Langes Shirt über weite Hose, Strickpullover über Seidenkleid – Fashionistas tragen jetzt auch Rock über Hose. Stoff und Farben sollten natürlich harmonieren (oder cool kontrastieren). Ansonsten ist der Mix aber nicht schwer und ideal für kalte Tage.

INSPIRATION VON DEN CATWALKS Das bleibt | Die sogenannten «Culottes» (Bild 4) , die weit geschnittene Hosenform in 7/8-Länge in verschiedensten Ausführungen, etwas länger und körpernäher (Use Unused) oder als Hosenrockvariante. Wer sich im Winter 2014 ein Cape, Riesenschal oder einen Poncho zugelegt hat, ist mit diesen Trendteilen in der kalten Saison 2015 immer noch up to date. Prints in gedeckten Herbst- und Winterfarben, wahlweise grossflächig oder kleingemustert wie geometrische Formen, nostalgische Blüten, kunstvolle Collagen oder psychedelische Muster. Mutige tragen die Prints als durchgehend gemusterte Zweiteiler in Form eines klassischen Anzugs und mit nicht mehr ganz so auffälligen Drucken. Farben | Marsala, der Mix aus Rostbraun und Dunkelrot, bleibt, ebenso wie gedämpfte Pastelltöne, warme, weiche Sandfarben und Royalblau. Neu sind ein kräftiges Rot sowie ein wunderbar herbstlicher Ton, nämlich Zimt (3) in allen Variationen, für den Abend gerne auch mit eingewebten Lurexfäden. Last but not least: Einmal mehr heisst es «Black is beautiful», als Gesamtlook, mit Weiss oder farbigen Accessoires aufgepeppt. Taschen | Der Megatrend: Jared Leto trägt sie, Matthew McConaughey ebenso, Rihanna sowieso und sogar die Nobelmarken haben sie jetzt in der Kollektion – die Bauchtasche. In der aktuellen Mode wird sie jetzt «Hippack» oder «Fannypack» genannt und ist weit entfernt von den unsäglichen Dingern aus Polyester, die Touristen gerne um die Hüften tragen. Auch bei den Minitaschen zum Querhängen und den Gürteltaschen liegt der Vorteil auf der Hand: hands free!

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SAVOIR VIVRE SPEZIAL | STIL 50PLUS

Grau – das neue Blond Immer mehr Frauen stehen – wie die Stars Judi Dench und Jamie Lee Curtis – selbstbewusst zu ihrem grauen Schopf. Zurzeit ist das sogenannte «Granny Hair» sogar ein modischer Megatrend, nebst Rockstars und -sternchen färben sich jetzt sogar ganz junge Mädchen die Haare grau in allen Nuancen.

Immer mehr früh oder spät ergraute Frauen lassen die Natur walten, wünschen sich einerseits weniger Aufwand und Chemikalien und stehen andererseits selbstbewusst zum edlen Silberschopf. Mittlerweile ist die Haarfarbe zu einem modischen Statement avanciert, das Selbstsicherheit, Intelligenz und Lebenserfahrung ausstrahlt. Fest steht: Grau ist ein Megatrend, immer mehr Stars und Modebloggerinnen greifen zur grauen Farbe. Rihanna, Pink, Lady Gaga oder auch Kelly Osbourne und Nicole Richie zeigten sich mit grau gefärbtem Haar in der Öffentlichkeit, seitdem ist «Granny Hair» bei jungen Frauen der letzte Schrei und wird als «das neue Blond» bezeichnet. Die Internetplattformen Instagram und Pinterest werden geflutet von Aufnahmen junger Mädchen mit grauen Haaren. Hinter der künstlichen grauen Haarfarbe steckt viel Arbeit, und wer sich dazu entschliesst, muss wissen, worauf er sich einlässt. Wer von Natur aus blond ist, wird weniger Probleme haben. Dunkelhaarige Frauen müssen jedoch zuerst ihre natürliche Haarfarbe «herausziehen». Das ist für das Haar sehr strapazierend und muss teils sogar mehrmals durchgeführt werden. Erst danach kann man die graue Farbe einarbeiten. Graues Haar, ob natürlich oder gefärbt, muss glänzen, ist leider aber oft matt, kräuselt sich und sieht spröde aus. Die richtige Pflege ist deshalb ein Must.

Der Profitipp von Marc Riedo, AERNI Bern «Silberhaar ist in jedem Alter – ob natürlich oder koloriert – etwas Besonderes. Der Effekt ist umwerfend, sofern das Haar glänzt und wie Eis aussieht. Das erforderliche Blondieren kann das Haar jedoch beanspruchen. Eine gute Pflege ist deshalb unabdingbar. Ich empfehle zum Beispiel ‹Frizz Dismiss› von Redken oder ein spezielles Silbershampoo, damit das Haar keinen Gelbstich erhält.»

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SAVOIR VIVRE SPEZIAL | STIL 50PLUS

Schick, schicker 50plus Im Vergleich zu ihren Müttern kleiden sich heute viele Frauen im Alter 50plus nicht grundsätzlich anders als mit 40. Denn es gibt zum Glück keine verbindlichen Regeln mehr, wie man in welcher Altersgruppe angezogen sein sollte. Doch auch in der Mode gilt: Die Menge macht das Gift. Bin ich zu jung oder zu alt angezogen? Sehe ich aus wie eine Matrone? Zeige ich zu viel Haut? Kann ich noch Mini tragen? Es gibt heute keine verbindlichen Regeln mehr, wie man in welcher Altersgruppe angezogen sein sollte. Was heisst es überhaupt, sich altersgemäss anzuziehen? Sie sind vielleicht 60, fühlen sich wie 40 und sagen: Ich kann alles tragen, was ich will. Jede Frau hat das Recht, sich in ein T-Shirt zu verknallen, das 20 Jahre jünger ist als sie.

Dennoch ein paar Tipps Die Frau mit einem alterslosen persönlichen Stil ... · kennt die Trends, interpretiert sie auf ihre Art und weiss genau, was zu ihr passt · weiss, was altmodisch oder matronenhaft an ihr wirkt · trägt qualitativ hochwertige Outfits, die selbstverständlich und unangestrengt aussehen · geht an überladenen Teilen, Spielereien und extremen Schnitten vorbei · trägt edle, zeitlose, alte und neue Accessoires ... und vermeidet · zu kurze Röcke, billig aussehenden Modeschmuck und zu viel Dekor · superenge Jeans und hautenge Oberteile · alles, was unterhalb der Hüftknochen sitzt und Haut freigibt · sichtbare BH-Träger und schwarze oder farbige BHs, die durchscheinen · unbedeckte, wabbelige Oberarme und sichtbare Extensions

Make-up zum grauen Schopf Graues Haar kann den Teint fahl wirken lassen, frische Farben sind daher wichtig. Blasse Pastelltöne, Nude-Nuancen und Brauntöne auf Wangen und Lippen sollten durch Apricot und pinkfarbenes Pfirsich ersetzt werden. Diese Töne beleben den Teint und die Ausstrahlung. Für die Lider nimmt ein mattes Hellgrau oder schiefergrauer Lidschatten die Haarfarbe toll auf. Aber Achtung: Wessen Haar natürlich grau ist und wer auch bereits erste oder ausgeprägtere Falten hat, sollte auf schimmernde Pearltexturen verzichten – und allzu Buntes bitte nur für die Fingernägel verwenden.

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SAVOIR VIVRE | SCHATZCHÄSCHTLI

Schatzchäschtli

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Parfumatelier «art of scent – Swiss Perfumes» Seit ihrer Kindheit haben Düfte Brigitte Witschis Leben begleitet und bereichert. Nach einer fundierten Ausbildung kreierte sie ihre ersten Parfums unter der Linie «Bergduft». Jetzt hat sie, zusammen mit ihrem Compagnon Christian Siegenthaler, an der Rathausgasse 49 ein wunderschönes Parfumatelier eröffnet, eine gelungene Mischung aus Boudoir und coolem Chic. Hier können fertige Atelierdüfte erstanden oder – ob allein oder als Teamevent – individuelle, persönliche Düfte erschaffen und Workshops besucht werden. Für die Kreation von persönlichen Düften oder Firmendüften steht Frau Witschi nach einer Terminvereinbarung gerne zur Verfügung.

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Parfumatelier «art of scent», Brigitte Witschi Rathausgasse 49, Bern, Telefon 031 761 22 18

111 Orte in Bern ... Welches Berner Produkt hat es bis auf den roten Teppich in Hollywood geschafft? Wo gibt es den besten Käsekuchen der Schweiz? Und wohin verschwindet der Berner Kehricht? Entdecken Sie das Unbekannte, das Bekannte und das noch Unbekannte im Bekannten an 111 spannenden, geschichtsträchtigen und kuriosen Orten in Bern. Die deutsche Journalistin Cornelia Lohs hat längere Zeit in Bern gelebt, kehrt seitdem immer wieder zurück und stimmt mit Goethe überein, der Bern einst die schönste Stadt der Schweiz nannte. «111 Orte in Bern die man gesehen haben muss» – ein Buch nicht nur für Touristen. Emons Verlag Wir verlosen 3 Exemplare, siehe Seite 50.

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1 Die Skin Caviar Collection von La Prairie ist purer Luxus: Die «Luxe Creme» enthält eine Kombination von Wirkstoffen, die die Haut verfeinern und vitalisieren, und «Foundation SPF 15» mit integriertem Concealer sorgt für makellose Haut. 2 Voll im Trend ist der Vintage-Look der «Speedmaster Dark Side of the Moon» in «Vintage Black» von Omega, erhältlich in der Omega-Boutique, Spitalgasse 4, Bern. 3 Praktisch auch zum Mitnehmen die innovative Formel «Beyond Perfecting Powder von Clinique» ist Foundation und Concealer in einem. 4 – 6 Taschentrends 2015: Eckige Taschen (Beispiel 4 Stella Mc Cartney von Ciolina, Bern), stylische Bauchtaschen und sogenannte Dufflebags mit viel Platz. Schmuck- und Accessoirestrends: 7 Ob echt oder nicht, Ohrschmuck ist jetzt voluminös und hängend. 8 Haarspangen und Broschen feiern ein grosses Revival. 10 Die 70er lassen grüssen: Kettenhüftgürtel sind wieder da! Nebst Strumpfstiefeln (!), flachen Schuhen mit oder ohne Profilsohle und andersfarbigen Kappen erwarten wir folgende Schuhtrends: 11 Riemchenschuhe mit Blockabsatz (Lack ist auch wieder im Kommen ...) 12 Schuhe mit 90er-Jahre-Appeal, gerne auch mehrfarbig. 13 Boots von sportiv bis elegant. 14 Dieser Trend zeichnete sich schon 2014 ab, jetzt startet er voll durch: XL-Schals zum Drapieren und Ponchos findet man in Bern in allen Varianten.

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RASCHE GENESUNG NACH EINER KNIE- ODER HÜFTPROTHESENOPERATION Rapid Recovery ist ein fortschrittliches Behandlungskonzept für die schnelle Genesung nach einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenkersatz. In Bern bietet die Hirslanden Klinik Permanence als erste Klinik einen Gelenkersatz nach den strengen Richtlinien von Rapid Recovery an. Ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk soll Schmerzen deutlich reduzieren und betroffenen Patienten zu mehr Lebensfreude verhelfen. Trotzdem machen sich viele Patienten Sorgen, wenn sie erfahren, dass sie eine Gelenkprothese benötigen. Hier setzt das neue Konzept der raschen Genesung an, das nun in der Klinik Permanence eingesetzt wird. Eckpfeiler von Rapid Recovery sind die Reduktion von Ängsten und Schmerzen sowie die möglichst rasche Wiederherstellung der eigenständigen Mobilität. Die Patienten werden von Anfang an eng in die Behandlung eingebunden.

Umfassende Vorbereitung auf den Eingriff

Gemeinsam zum Ziel In der Medizin ist das Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen entscheidend für den Erfolg. Das neue Konzept zur raschen Genesung haben daher Ärzte, Pflegende und Physiotherapie gemeinsam entwickelt. Die Patientenbedürfnisse wurden von Anfang an in das Konzept integriert.

Schnelle Rückkehr in den Alltag Durch Verbesserungen in der Schmerztherapie können die Patienten bereits am Tag der Operation wieder einige Schritte eigenständig gehen. Durch den hohen Grad an Selbstständigkeit, den sie bereits im Spital erreichen, fassen sie schnell Vertrauen in das neue Gelenk und können die notwendigen Übungen auch zu Hause besser durchführen. Entsprechend hoch ist die Patientenzufriedenheit.

Klinik Permanence Hirslanden Bern AG

Zur Vorbereitung auf die geplante Operation besuchen die Patienten eine Vortragsveranstaltung, bei der sie Informationen zum Aufenthalt, zur Anästhesie, zur Operation und zum anschliessenden Genesungsprozess erhalten. Dadurch werden Ängste abgebaut, und die Patienten fühlen sich optimal auf den Knie- oder Hüftgelenkersatz vorbereitet.

Bümplizstrasse 83 3018 Bern Telefon 031 990 41 11 Fax 031 991 68 01 klinik-permanence@hirslanden.ch www.hirslanden.ch


S A V O I R V I V R E | G E S U N D H E I T P U B L I R E P O R TA G E

DIE MODERNSTE APOTHEKE DER SCHWEIZ In der Apotheke Hörning an der Marktgasse in Bern hat die Zukunft des Detailhandels begonnen. Innerhalb einer Nacht wurden im 200-jährigen Traditionsunternehmen die Warengestelle hinter den Kassen abgebaut und durch zwölf grosse Touchscreens ersetzt. Die neue digitale Warenpräsentation bietet mehr Zeit für die Kunden, umfassendere Beratungsmöglichkeiten und ein Erlebnis für jeden Besucher.

Die Traditionsapotheke in der Berner Altstadt hat sich für eine innovative Warenpräsentation entschieden. Hinter den Kassen stehen neu keine Packungen mehr, sondern eine zehn Meter lange Wand mit zwölf Touchscreens, mit welchen den Kunden Produkte anhand einer 3-D-Animation und mit zusätzlichen Informationen präsentiert werden können. Im Hintergrund arbeitet ein Roboter, welcher die Produkte nach Anfragefrequenz ordnet und auf einen «Touch» in den oberen Stock liefert.

Mit den Screens lassen sich Produkte auf Knopfdruck thematisch ordnen, sodass den Kunden auf einen Blick eine Übersicht über die verfügbaren Produkte geboten werden kann. Zusätzliche Informationen ermöglichen zudem in Zukunft eine noch umfassendere Beratung.

Positives Feedback von der Kundschaft Viel positives Feedback gibt es auch von der Kundschaft. Die Jüngeren verstehen das System auf Anhieb, während die etwas älteren Kunden manchmal eine kurze Demonstration der neuen Möglichkeiten wünschen. Nach der ersten Beratung zeigen sich jedoch alle Generationen begeistert und möchten am liebsten selber einmal «tippen». Auch wenn viele von der futuristischen Technologie begeistert sind, ist die Installation keine «Spielerei», sondern bringt den Kundinnen und Kunden sowie der Apotheke einen grossen Nutzen.

Die Mitarbeitenden der Apotheke Hörning sind begeistert Apotheke Hörning

Die Mitarbeitenden der Apotheke Hörning sind begeistert von den neuen Möglichkeiten: «Dank der digitalen Warenpräsentation haben wir mehr Zeit für unsere Kundschaft. Zudem können wir die Kunden besser in die Beratung einbinden», meint Jeanne Caroline Huracek, Betriebsleiterin und Apothekerin der Apotheke Hörning.

Marktgasse 58, 3011 Bern Betriebsleitung: Jeanne Huracek, eidg. dipl. Apothekerin Telefon: 031 329 24 24 E-Mail: a13@achillea.ch www.achillea.ch

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DER NEUE LEXUS NX 300h. .203$.7()$6=,1$7,21$/61;h92//+<%5,'81'$%62)257$8&+$/61;t785%2

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SAVOIR VIVRE | AUTONEUHEITEN

A U T O N E U H E I T E N | H E R B S T 2 0 1 5 E inpaar Tipps, die es zu beachten gilt

Jaguar XF

DER NEUE GLC – AUF JEDEM GELÄNDE IM ELEMENT Gebaut mit den Genen des GLK, erobert der Mercedes GLC die Strassen der Metropolen auf ein Neues. Sein komplett überarbeitetes Exterieur zeichnet sich aus klaren und gleichzeitig sinnlichen Linien. Das Ergebnis: ein starker Charakter, der sich nicht nur äusserlich zeigt. Mit einem Ladevolumen von bis zu 1600 Litern, der neusten Telematikgeneration und zahlreichen aktiven Sicherheitssystemen setzt der neue GLC in jeder Hinsicht Massstäbe. Ausserdem haben Sie viel Raum, um den neuen GLC nach Ihren Wünschen zu gestalten – verschiedene Linien und Pakete machen es möglich. Konfigurieren Sie noch heute Ihren GLC, er kann ab sofort bestellt werden.

Das Erfolgsrezept in der Autoindustrie hat derzeit drei Buchstaben: SUV. Allein in Europa entscheidet sich bereits ein Fünftel der Kunden für einen der weichgespülten Geländewagen, oft sogar ohne Allradantrieb. Und ein Ende dieser Welle ist nicht in Sicht. Einer Studie zufolge werden 2018 weltweit über 20 Millionen Neuwagen ein SUV sein. Aber auch ausserhalb dieses Segments gibt es im Herbst 2015 einige tolle Neuigkeiten.

Mercedes-Benz Automobil AG, Stauffacherstrasse 195, Bern www.merbagretail.ch/pwbern

U N V E R K E N N BA R JAG UA R Unverkennbar ein Jaguar. Das selbstbewusste Design des völlig neuen Jaguar XF hebt sich von der Masse ab. Eine unvergleichliche Kombination aus Ansprechverhalten, Fahrkomfort, Eleganz und Leistung – diese dynamische, luxuriöse Businesslimousine bietet sowohl Fahrspass als auch Effizienz. Ergänzt wird das alles durch modernste Technologien, die dafür sorgen, dass Sie auf jeder Fahrt sicher unterwegs und gut unterhalten sind. Dank der einzigartigen JaguarAluminium-Architektur ist der neue XF das leichteste Fahrzeug seiner Klasse. Was ihn effizienter macht, bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten und CO2-Emissionen mit nur 104 g/km.

D E R N E U E S U BA RU L E VO R G Der Subaru Levorg ist ein echter Sports Tourer mit reichlich Laderaum und hoher Flexibilität für viele Abenteuer. Als neuestes Mitglied in der Familie der «Subaru Boxermotoren» bietet der 1,6-Liter-DIT-Turbomotor eine ideale Balance zwischen Effizienz, kraftvoller Leistungsentfaltung und niedrigen Emissionswerten. Die Kombination von Direkteinspritzung und Twin-Scroll-Turbolader garantiert, trotz kleinerem Hubraum als bei früheren Generationen, eine höhere Leistung und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch. Beide Neuheiten bei:

Mercedes GLC

WEITERE NEUIGKEITEN Ford rundet sein SUV-Programm mit dem neuen Edge ab und verpasst dem EcoSport einen Feinschliff. Nachdem die letzte Generation von Fords «Pony Car» – so taufte man das 1964 auf den Markt gekommene Urmodell – nie offiziell von Ford nach Europa importiert wurde, bereichert nun die Neuauflage des Mustang seit Juni auch hierzulande das Modellprogramm. Als Coupé und als Cabrio, mit einem standesgemässen V8 unter der Motorhaube und einem extra für Europa umgebauten Fahrwerk. Die neue Generation des Opel Astra K startet Ende 2015. Messepremiere feiert der Skoda Superb Combi auf der Automesse IAA in Frankfurt (17. bis 27. September 2015), danach kommt er auch bei uns zu den Händlern. Auch VW hat seinen beliebten Familienvan, den Touran, einem Facelift unterzogen, und er hat optisch deutlich dazugewonnen.

Emil Frey AG Autocenter Bern, Milchstrasse 3, Bern-Ostermundigen www.emilfrey.ch

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CULINARIUM | PASSION WEIN

Berns moderne Weinkultur Bern repräsentiert in der Stadt und rund um Bielersowie Thunersee eine Weinkultur, die bis ins Mittelalter zurückführt und auch heute noch – wenn auch nur in weit bescheidenerem Mass als früher – Geschichte schreibt.

Text: Angela Kreis-Muzzulini

Die Regionen Bielersee und Thunersee mit 220 bzw. 18 Hektaren sowie weitere drei Hektaren im übrigen Kantonsgebiet prägen den heutigen Weinbau im Kanton Bern. Im Zentrum der Entwicklung steht das Ziel, die hohen Qualitätsstandards und die Konkurrenzfähigkeit der Weinbaubetriebe durch die kontrollierte Ursprungsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Controllée) zu fördern und zu erhalten.

Neue Strukturen sichern die Zukunft Die Weinbauregion Thunersee, welche im Mittelalter vom Kloster Interlaken aus sowohl auf dem rechten wie linken Ufer wie auch in Steffisburg, Seftigen und Interlaken mit Reben bestockt war, gehört weingeografisch zur Ostschweiz. Die Entwicklung der Landwirtschaft, die Konkurrenz aus dem Welschland, klimatische Veränderungen und Rebkrankheiten brachten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts den Rebbau vollständig zum Erliegen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Tradition zuerst in Spiez und dann in Oberhofen wieder aufgenommen. Heute präsentiert sich der Weinbau am Thunersee mit den Standorten Spiez, Oberhofen, Hilterfingen, Merligen-Stampbach, Thun, Steffisburg und Seftigen auf einer Fläche von rund 20 Hektaren in neuer Frische. Im Jahr 2012 überführte die Weinbauregion Thunersee ihre Organisation in den neuen Verein Weinbauregion ThunerseeBern. (Quelle: www.thunerseewein.ch) Die Region rund um den Bielersee zählt zur welschen Weinschweiz. Das Weinbaugebiet ist zwar mit 220 Hektaren das flächenmässig kleinste in der Schweiz, heimst aber prozentual gesehen am meisten Auszeichnungen ein. Auch hier sind Umstellungen im Gang. Dazu trägt nicht nur die nahezu abgeschlossene Rebgüterzusammenlegung von Twann bis Ligerz, sondern auch das vorausschauende Denken der älteren Winzergeneration bei. Gleich 14 Betriebe wurden in den letzten Monaten an die topausgebildeten Jungen weitergegeben, und die Burgergemeinde Bern verpachtete 2009 den zur Gemeinde Twann gehörenden Rebbaubetrieb auf der Sankt Petersinsel im Bielersee an das Rebgut der Stadt Bern in La Neuveville. Hier werden die «Inselweine» schon seit 1965 gekeltert, ausgebaut und abgefüllt. Die 20 Hektaren umfassenden Rebberge des Rebguts der Stadt Bern liegen zwischen Ligerz und Le Landeron auf einer Kalksteinmoräne des Juras. (Quelle www.inforama.ch)

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CULINARIUM | PASSION WEIN

«Wer geniessen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse.»

Junge Bielerseewinzer «on the move» Vom bekannten Burgunder Weinpapst Pierre Masson inspiriert, ist Sabine Steiner aus Schernelz daran, Teile der familieneigenen Rebberge auf biodynamische Bewirtschaftung umzustellen. Dies tut sie nicht aus marketingtechnischen Überlegungen, sondern weil der bewusste Umgang mit den Ressourcen immer wichtiger wird und sich auf die Vielschichtigkeit der Aromen und die Struktur des Weins eindeutig positiv auswirken. Im Rebberg verwendet die erste im österreichischen Krems zur staatlich geprüften Weinmanagerin ausgebildete Schweizerin organischen Dünger, bringt auf Versuchsparzellen Hornmist und Hornkieselpräparate aus und testet auf rund der Hälfte des Betriebs anstelle von chemischen Pflanzenschutzmitteln gegen Pilzkrankheiten diverse biologische Mittel. Dass der Arbeitsaufwand höher ausfällt, nimmt die junge Weingutsbesitzerin dabei in Kauf. Seit 2007 sind die Steiners als bisher einziger Weinbaubetrieb am Bielersee Mitglied der Schatzkammer des Schweizer Weins, dem Verein Mémoire des Vins Suisses, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, das Alterungspotenzial von Schweizer Wein aufzuzeigen und damit das Ansehen hochwertiger Schweizer Weine im In- und Ausland zu erhöhen.

Salvador Dalí

Rindisbacher, ein Berner Architekt, der seine Leidenschaft für den Wein vor zehn Jahren zum zweiten beruflichen Standbein machte, bedauert zwar, sein Jubiläum nicht mit einer Staatsweinmedaille krönen zu können, verweist aber stolz auf die in den letzten Jahren immer häufiger erhaltenen Auszeichnungen auf Schweizer Ebene. Seit 2005 verarbeitet er am Dählhölzliweg im Berner Kirchenfeldquartier mit viel Liebe die Beeren aus eigener Ernte aus Seftigen und dem familieneigenen Tessiner Gut im Sopraceneri sowie zugekaufte Chardonnaytrauben. Insgesamt verlassen jährlich rund 10 000 Flaschen die Weinmanufaktur. Auf seinen «Laurò», einen typischen, fruchtigen, aromatischen Merlot mit samtweichen Tanninen und mittellangem Abgang, ist der 59-Jährige besonders stolz.

Weiterführende Websites www.bielerseewein.ch www.thunerseewein.ch www.inforama.ch (Bildungs-, Beratungs- und Tagungszentrum Kt. Bern) www.mdvs.ch (Mémoire des Vins Suisses)

Berner Staatswein für die Gäste des Kantons Ein neues Kapitel in Berns Weingeschichte ist auch die Ausrufung des Berner Staatsweins. 2007 durch den kantonalbernischen Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher ins Leben gerufen, wird seither jedes Jahr nach den besten Gewächsen in den vier Kategorien «Chasselas, Pinot noir, weisse und rote Spezialitäten» Ausschau gehalten, um die Gäste des Kantons mit Spezialitäten aus der Region zu überraschen. Gleich drei der vier Goldauszeichnungen heimsten dieses Jahr die Weine des Weinguts Hämmerli aus Ins (Bern AOC) im Berner Seeland ein. In der Kategorie «Weisse Spezialitäten» schwang die Familie Andrey aus Ligerz am Bielersee mit ihrem Pinot Gris (Bielersee AOC) oben aus. Die beiden Produzenten setzten sich mit ihren frischfruchtigen, gut strukturierten, ausgewogenen Weinen in einer Auswahl von 116 nominierten Gewächsen von 24 Weinproduzenten aus dem Kanton Bern durch.

10 Jahre «Weinmanufaktur» im Berner Kirchenfeld Nur ganz knapp verpasste in der Finalrunde vom 1. Juli 2015 der zurzeit einzige Stadtberner Weinmacher Matthias Rindisbacher mit seinem tiefdunklen, nach schwarzen Kirschen duftenden, harmonischen Cabernet Dorsa aus Seftigen (einer aus den Sorten Blaufränkisch und Dornfelder gekreuzten Neuzüchtung) die goldene Auszeichnung.

Angela Kreis-Muzzulini Die diplomierte PR-Beraterin BR/SPRV, Buchautorin und Weinhändlerin ist Partnerin und Geschäftsführerin einer 1986 gegründeten Kommunikationsagentur in Bern. Als freie Weinjournalistin schreibt die Hobbywinzerin für verschiedene Medien. Ihr Wissen im Weinbereich erwarb sie sich in mehreren Ausbildungslehrgängen und als Absolventin des WSET-Diplomastudiums an der Zürcher Hochschule für Wirtschaft ZHAW in Wädenswil. Foto: Carsten Bidstrup

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BERNER WEINMESSE

Das Original seit 1974 Berner Weinmesse 9. bis 18. Oktober 2015

Vom 9. bis 18. Oktober 2015 ist es so weit: Es heisst wieder degustieren, networken, kaufen und geniessen. An der Berner Weinmesse trifft man sich und lernt die Menschen kennen, die hinter diesen auserwählten Spezialitäten stecken. Zudem stehen auch dieses Jahr wieder verschiedenste Attraktionen auf dem Programm, so zum Beispiel das Ladies Special oder neu der Stand mit ausgesuchten Kultweinen.

BERNEXPO AG, Halle 4 (Festhalle), Mingerstrasse 6, Bern Öffnungszeiten Montag bis Freitag Samstag Sonntag

17.00 bis 22.00 Uhr 16.00 bis 22.00 Uhr 14.00 bis 18.00 Uhr

In der Önothek, im Herzstück der Berner Weinmesse, gibt es über 2000 sorgfältig erlesene Weine zu entdecken und viel Interessantes über deren Herkunft zu erfahren. Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt des Weins, und lassen Sie sich diese Spitzenweine vom führenden Fachhandel präsentieren. Vor sowie nach dem Besuch der Önothek lädt der Marktplatz zum Verweilen ein. Eine Vielfalt von authentischen, traditionellen, aber auch neuen Delikatessen, das mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Restaurant Hotel Moosegg, das Klösterli Weincafe, ein stilvolles Fumoir, die SHOW Bühne und neu eine Champagner-Bar warten hier auf Sie.

Ladies Special Mittwoch, der 14. Oktober, steht ganz im Zeichen der Frau! Ladies, drink pink! Wie wird Roséwein hergestellt, welche Speisen passen dazu, mit welchen Klischees ist er behaftet? Dies alles erfahren Sie bei unserem «Rosé Special» durch Sommelière Shirley-Ann Amberg, und gleichzeitig verwöhnt Sie Patissierweltmeister Rolf Mürner mit seinen süssen Kreationen.

Kultweine Ist es schon lange Ihr Traum, mal einen Vega Sicilia Unico, einen Flor de Pingus oder einen Opus One zu degustieren? An der Berner Weinmesse können Sie sich diesen Traum erfüllen und diese exklusiven Tropfen in ruhigem und gediegenem Ambiente geniessen. Zur Auswahl stehen Ihnen rund 20 Kultweine (zwischen 110 und 400 Franken) in fachkundig zusammengestellten Kombinationen, und dies zu sehr attraktiven Preisen.

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art-os.ch

Mehr Informationen unter www.bernerweinmesse.ch


CULINARIUM | PASSION WEIN

STECKBRIEF Name:

Klösterli Weincafé

Adresse:

Klösterlistutz 16, 3013 Bern

Fon:

031 350 10 00

Website:

www.kloesterlibern.ch

E-Mail:

info@kloesterlibern.ch

Öffnungszeiten:

täglich 11.00 - 23.30 Uhr

Geburtsdatum:

12. Juni 2012

Hobbies:

Gäste empfangen, verwöhnen und positiv überraschen

Spezialitäten:

Entrecôte «Café de Klösterli» im Kupferpfännli zum Selberbrutzeln, Rindstatar, diverse Salate, Pasta-, Fisch- und vegetarische Gerichte, Apéroplättli mit Trockenfleisch, Käse und Antipasti etc.

Konzept: Das Klösterli besticht durch ein wunderschönes Raum- und Lichtkonzept in alten Mauern, verbunden mit moderner Innenarchitektur und einer überaus lauschigen Terrasse. Wie der Name verrät, kommt man im Klösterli in den Genuss einer grossen Auswahl an Weinen. Das junge Team ist bestrebt, den Gast stets mit neuen Trouvaillen aus Europa zu überraschen. Die Karte wechselt alle 6-8 Wochen und bietet daher auch den regelmässig einkehrenden Gästen die Möglichkeit, immer wieder etwas Neues zu probieren. Auch in der Küche wird grosser Wert auf Kreativität und regionale Produkte gelegt. Die kleine Speisekarte präsentiert sich ebenfalls alle 6-8 Wochen neu, mit Ausnahme der Hausspezialitäten Entrecôte und Tatar, die immer im Angebot bleiben. Am Mittag werden von Montag bis Freitag jeweils ein Vegi- und ein Fleischmenü mit Suppe oder Salat sowie eine kleine A-la-Carte-Karte angeboten.

Tipp: Das Klösterli ist auch an der Weinmesse anzutreffen. Kommen Sie in den Genuss von erstklassigem Wein und Kaffee beim Messe-Marktplatz …

Das Klösterli-Team freut sich auf Ihren Besuch!

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CULINARIUM | BERNER RUNDSCHAU

Bärner Märit HERBSTLICHE GENÜSSE Die Feige Kaum eine Frucht ist sinnlicher als sie: die Feige. Sie bringt kulinarische Genüsse auf den Höhepunkt und steckt voller gesunder Inhaltsstoffe, die sich positiv auf unseren Körper und Geist auswirken. Um die Feige ranken sich viele Mythen, so gilt sie beispielsweise als Verführerin unter den Früchten, schon die alten Griechen schrieben der Frucht aphrodisische Eigenschaften zu. Erhältlich sind die zwiebelförmigen Früchte von Ende Juli bis November. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass sich die Feigen weich anfühlen – denn dann haben sie den richtigen Reifegrad. Die Farbe hat damit nichts zu tun, sondern ist sortenabhängig und kann von grün über blau bis zu dunkelviolett reichen.

Der Kürbis

L I V E KO N Z E RT E V O L K S H AU S 1914 Jeweils am 1. Mittwoch des Monats ab 19 Uhr | Kein Eintritt

Der Kürbis war ursprünglich ausschliesslich in Amerika beheimatet. Heute werden die unterschiedlichsten Arten fast weltweit kultiviert. Der Kürbis gehört zur Familie Cucurbitaceae, insgesamt gibt es mehr als 800 verschiedene Kürbissorten. Achten Sie beim Kauf darauf: Am besten erkennt man die Reife am Stielansatz. Er sollte hart und trocken sein. Kürbiskernöl enthält die wichtigen Inhaltsstoffe des Kürbisses in konzentrierter Form und zusätzlich einen besonderen Stoff namens Beta Sitosterin. Dieses Pflanzenhormon vermindert im menschlichen Körper die Cholesterinaufnahme. Kürbiskernöl wirkt deshalb cholesterinsenkend.

Frisch vom Markt

Zum Start am 7.Oktober: Up The Chain, drei Musiker aus den USA. Dazu ein gediegenes Essen oder erlesene Weine und Biere an der Bar geniessen

Vor allem Chinakohl, Staudensellerie, Fenchel und Rote Beete landen nun taufrisch auf dem Markt, aber auch viele Gemüsespezialitäten aus Grossmutters Garten entdeckt man heute wieder: Die Petersilienwurzel, die Rote Rübe, die Schweizer Stangenbohnen, Pastinaken und Pfälzer Rüben sind nicht nur lecker, sondern versorgen den menschlichen Organismus überdies mit wertvollen Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien. Und ganz nebenbei trägt man mit der Konsumation alten Sorten zur Erhaltungsarbeit bei.

Zeughausgasse 9 | Bern | Reservationen Telefon 031 329 22 33 info@volkshausbern.ch | volkshausbern.ch

Infos zu ProSpecieRara-Lebensmitteln finden Sie unter: www.prospecierara.ch

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CULINARIUM | BERNER RUNDSCHAU

Bärner Rundschou

Restaurant Meridiano, Kursaal Nach einer sanften Erneuerung bietet das Restaurant Meridiano dem Gourmet nebst der gediegenen Ausstattung und der wie immer grandiosen Aussicht auch neue Angebote. Zum Beispiel einen Sonntagslunch für die ganze Familie und Slow-Food-Menüs wie «Well Flavours» und «Smart Senses». «Unsere Gäste sollen ein Essen geniessen, das den authentischen Geschmack der Produkte hervorbringt und alle Sinne inspiriert», sagt Küchenchef Jan Leimbach, ausgezeichnet mit 17 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern. Am Mittag bietet das Meridiano einen Casual-BusinessLunch, der die Abendkarte spiegelt und das knappe Zeitbudget berücksichtigt. www.kursaal-bern.ch

100 Jahre Restaurant Harmonie Seit 21 Jahren stellen Walter Aebischer und Fritz Gyger, die beiden Inhaber der «Harmonie» im Herzen der Berner Altstadt, das DreamTeam dar: Walter Aebischer, Chef de Cuisine und Gildekoch, regiert seit 1994 kompetent das Reich der Küche. Fritz (Jimi) Gyger führt als Patron die Harmonie seit 1950 – nun bereits in der dritten Generation. Gygers Grossvater eröffnete das beliebte Lokal 1915, vor hundert Jahren. Zum runden Geburtstag erfuhr die «Harmonie» ein Facelifting, es wurde entstaubt, geschliffen und gestrichen, ein neues Lichtkonzept und eine schalldämmende Decke wurden installiert. Heller, freundlicher und einladender ist das Lokal heute, ohne dass es seine Identität verloren hat. Auch auf der Speisekarte hat sich einiges getan – neu wird beispielsweise eine Salatbar mit marktfrischen Salaten angeboten –, aber auch hier bleibt man der Tradition verpflichtet. Die Öffnungszeiten wurden verlängert, und ab November soll das Lokal auch am Samstag offen sein. Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum! www.harmonie.ch

Gourmet-Festivals Das erste Berner «Foodtruck-Festival» beim Tramdepot Burgernziel im Frühling war trotz strömendem Regen ein Publikumserfolg, rund 8500 Besucherinnen und Besucher konnten verzeichnet werden. Die zweite Ausgabe findet am 18. und 19. September statt und ist – je nachdem, wann Sie diese Ausgabe lesen – auch schon vorbei. «Leckeres zum Verkosten» verspricht Organisator Christoph Egli – und «diesmal genug für alle ...».

Fast Casual – da haben wir den Salat! Eine Trendwende zeichnet sich ab, immer mehr Menschen legen Wert auf gesunde Ernährung und frische Produkte. Damits am Mittag trotzdem rasch geht, setzen immer mehr Anbieter erfolgreich auf sogenannte «Fast-Casual»-Konzepte. Schnell und günstig, aber trotzdem frisch und bekömmlich, heisst die Devise. Nach dem «Spiga» im Westside, dem «Subway» und der «Gärtnerei», beide an der Spitalgasse, hat nun auch die Migros in den Lokalitäten der früheren Americano Bar, in der Spitalgass-Passage, ein neues Lokal eröffnet. Es heisst «My way» und bietet rasch zubereitetes Essen zum Mitnehmen an. Man wolle sich mit dem neuen Lokal von den herkömmlichen Take-away- und Fast-FoodAngeboten abheben, sagt Mario Runco, der bei der Migros Aare für Neuentwicklungen zuständig ist. Bei «My way» kann die Kundschaft ihre Menüs wie asiatische Gerichte, ihre Salate oder ihre Sandwiches selber zusammenstellen – alles wird frisch vor ihren Augen zubereitet. Für besonders Eilige gibts Auslagen mit fixfertig Zubereitetem und Getränken, die gleich an der Selfscanning-Station erfasst und bezahlt werden können. www.myway-migros.ch

Das Festival «Mampf – essen & gegessen werden» verspricht «ein kulinarisches Potpourri für alle mit einem unersättlichen Interesse an feinen Speisen und Getränken». Aussergewöhnliche Restaurants und mobile Food-Stände präsentieren ihre Köstlichkeiten, es soll an der «Mampf» aber auch um Sensibilisierung und Aufklärung gehen. Nachhaltigkeit und Regionalität stehen im Fokus des Festivals: Lokale Produkte werden vorgestellt und können degustiert werden. Samstag, 26. September 2015, 12 bis 24 Uhr Stufenbau, Pulverstrasse 8, Ittigen, www.mampf.be

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60-das neue 40? Senioren? – Weit gefehlt! Diese Bernerinnen und Berner repräsentieren die neue Generation 50-, die meisten so-

Versicherungen, Personalfirmen, Reiseanbieter, Partnersuchportale, Computerschulen, alle springen auf den fahrenden Zug und locken mit speziellen 50plus-Angeboten, wie ein Blick ins Web zeigt.

gar 60plus: Attraktiv, aktiv und sehr weit davon entfernt, bedächtig und gesetzt zu werden. «Alter ist irrelevant, es sei denn, du bist eine Flasche Wein», meinte Joan Collins in einem Interview. Recht hat sie.

Früher liessen sich Frauen spätestens mit 50 Jahren eine angemessene Frisur verpassen und trugen Deuxpièces, Männer kleideten sich am liebsten in Beige. Die heutigen Best Ager gehen weiterhin in Jeans und Sneakers zum Konzert ihrer Lieblingsband, trainieren im Fitnessstudio und buchen Aktivferien. 60-Jährige fühlen sich heute oft wie die Menschen früher mit 40. 50, 60, 70? – Auch für Stars wie Hedi Maria Glössner (siehe Interview Seite 42) ist das Alter nicht mehr als eine Zahl. Sie altern mit Würde und jugendlicher Frische.

Keine Lust aufs Grosi-Image «Downaging» nennt sich dieser Trend, so alt zu sein, wie man sich eben fühlt. Eine aktive, erlebnishungrige, gesundheitsbewusste und konsumfreudige Bevölkerungsgruppe. Wenn Werber die Zielgruppe 60plus bereits als «Senioren» ansprechen, sind sie entweder sehr jung oder sehr dumm. Gute Marketingstrategen haben sich für Menschen ab 50 viel schmeichelhaftere Namen ausgedacht: zum Beispiel «Generation Gold», «Best Agers» oder «Woopies» (well-off-olderpeople – wohlhabende ältere Leute).

Meist bis weit über 60 stehen die Menschen heute aktiv und gern im Berufsleben. Und immer mehr, aber noch lange nicht genug, entdeckt auch die Wirtschaft die noch älteren Jahrgänge für sich: Der Mentalitätswechsel schlägt sich in der Personalpolitik nieder, Unternehmen setzen auf Erfahrung oder schätzen die Effizienz altersgemischter Teams.

Aktive Lebensführung Die Mehrheit der Leute zwischen 50 und 75 ruht sich nicht mehr auf dem Altenteil aus, ist aufgeschlossener gegenüber Neuem als die gleichaltrige Generation zuvor, lebt wie seit eh und je und heiratet sogar noch einmal. Die aktive Lebensführung, beispielsweise mit Aktiv- und Erlebnisreisen (schätzen Sie mal das Durchschnittsalter der Teilnehmenden an der «Rock & Blues Cruise» ...), Kino- und Konzertbesuchen und Partys ist eine Selbstverständlichkeit. Was sind die Gründe für diesen allgemeinen Trend? Forscherinnen und Forscher führen diesen unter anderem auf einen Wertewandel der 68er oder den Jahrhunderttrend der Individualisierung zurück. Die 50- bis 70-Jährigen sind heute gesundheitsorientierter, sie leben länger, sie bleiben länger jung und gesund und verhalten sich betont körper- und schönheitsbewusst – ganz nach dem Motto: «Grey is beautiful.»

Generation Gold

Auch im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets ist einiges passiert. Die ausgehfreudige Berner Best-Ager-Szene tauscht sich seit Langem auf Facebook aus und orientiert sich dort darüber, was in Bern so alles läuft. Und es ist offiziell, die Social-Media-Plattform weist die höchsten Userzuwachsraten bei den «Silver-Surfern», am meisten bei Frauen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren, auf.

Tatsächlich hat die Werbung dieses Alterssegment seit geraumer Zeit als wichtige Zielgruppe erkannt. Kein Wunder, die goldene Generation von heute ist konsumfreudig, mode- und qualitätsbewusst. Das Portemonnaie sitzt lockerer, und man kann sich «etwas leisten». Banken,

Recht so, denn Langeweile ist der Burn-out der älteren Jahrgänge. Das sogenannte «Borne-out» kann zu Depressionen oder gar falschen Demenzdiagnosen führen. Und ein reduzierter Einsatz hat erwiesenermassen negative Folgen für das Gehirn: Wer rastet, der rostet.

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G E S E L L S C H A F T | « D I E N E U E G E N E R AT I O N 5 0 P L U S »

Älter werden in der Stadt Bern

Erika Gaberthüel (60)

Daniel Giger 66

Mario Capitanio (51)

Ruth Baur 58

Der demografische Trend ist bekannt: Wir leben länger als früher, die ältere Generation ist eine zunehmend grosse und bedeutende Bevölkerungsgruppe. Das ist auch in Bern so: In der Bundesstadt leben zurzeit rund 23 000 ältere Menschen, was einem Bevölkerungsanteil von 16,4 Prozent entspricht. Derjenige der über 80-Jährigen liegt bei 6 Prozent. Die Stadt Bern richtet ihr Augenmerk seit Längerem vermehrt auf diese wichtige Bevölkerungsgruppe. Im Rahmen seiner Alterspolitik hat der Gemeinderat für 2015 – 2018 vier Schwerpunkte definiert. Er will die Vernetzung unter den Altersinstitutionen verbessern, klarer über die bestehenden Angebote informieren, die Ressourcen der Berner und Bernerinnen in der nachberuflichen Phase gezielter nutzen und die Altersarbeit in den Quartieren intensivieren. Es ist der Wunsch der meisten Menschen, in ihrem Quartier alt zu werden. Dazu braucht es Entlastungs- und Hilfsangebote. Die Stadtverwaltung hat deshalb zusammen mit der Gemeinwesenarbeit das Projekt «socius: Zuhause in der Nachbarschaft» gestartet, welches die gegenseitige, nachbarschaftliche Unterstützung stärken soll. Nicole Stutzmann, Bereichsleiterin Alter, Stadt Bern

Links www.bern.ch/ava – «Leben in Bern» AktivPLUS 50+: www.sportamt-bern.ch

Anne Osai (57)

Schämpu Schär (64)

Die Senioren-Universität Bern bietet über 60-Jährigen ein vielseitiges Programm: www.seniorenuni.unibe.ch Frauen und Männer ab 50 vernetzen über das Internet miteinander und treffen sich an verschiedenen Veranstaltungen: www.50plus.ch www.seniorbern.ch Regionalgruppe Bern www.50plus-treff.ch Für ein genussvolles Leben 50plus: www.magazin.plus.ch

Eveline Freudiger (55)

Ruedi Zahnd (62)

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G E S E L L S C H A F T | D I E N E U E G E N E R AT I O N 5 0 P L U S

LEBENSQUALITÄT FÜR BEST AGERS Kontakte auf Online-Communitys können das Leben bereichern. Die Generation 60+ von heute ist aktiver und sozial vernetzter als je zuvor. Was aber geschieht, wenn ihr Umfeld und ihre Situation sich ändern? Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Berner Fachhochschule zeigt, dass Internet und Online-Gemeinschaften wie Wikipedia oder Seniorweb ältere Leute zwar nicht glücklicher machen, dass sie aber dennoch helfen, deren Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Was geschieht mit den sozialen Kontakten und Aktivitäten der Best Agers, wenn sich ihre berufliche oder gesundheitliche Situation ändert? Können Wikipedia, Seniorweb und andere sogenannte Online-Communitys oder Gemeinschaften, in denen die meisten Kontakte online stattfinden, die Lebensqualität von Senioren (60+) verbessern? Ja, die aktive Teilnahme an solchen Online-Communitys kann das Leben von älteren Menschen in der Tat bereichern. Obwohl die realen Kontakte entscheidend für die Lebensqualität bleiben, hilft der OnlineAustausch älteren Personen, mit anderen in Kontakt zu bleiben – gerade auch, wenn sie später weniger mobil sind. Das ist das Ergebnis des Forschungsprojektes «Third Age Online», an welchem ein internationales Expertenteam (Schweiz, Deutschland, Niederlande) unter der Leitung der BFH arbeitete.

Gewaltiges Potenzial «Warum soll ein 70-Jähriger das Internet benutzen? Oft lässt sich diese Frage nur beantworten, indem man den Leuten die Vorteile aufzeigt: Skypen mit dem Neffen! Informationen über das liebste Hobby! Online-Medien werden nur interessant, wenn sie in das Leben der Menschen passen und sie davon profitieren. Ob älter oder jünger, alle Menschen möcht-

Von Karen Torben-Nielsen, Institut Alter, Berner Fachhochschule

en sich kompetent fühlen, Gemeinschaft erfahren, selber Entscheidungen treffen und neue Herausforderungen annehmen. Oftmals decken die alltäglichen Aktivitäten diese Bedürfnisse ab. Für ältere Personen kann die Aktivität in virtuellen Netzwerken insbesondere nach der Pensionierung interessant sein, wenn sie weniger Kontakte in der Arbeitswelt haben, ihre Familienmitglieder betreuen oder vielleicht selber gesundheitliche Probleme bekommen. Online-Communitys bieten ein gewaltiges Angebot an Möglichkeiten. Einige Gemeinschaften fokussieren auf soziale Kontakte, andere auf Wissenstransfer (z.B. Wikipedia), oder sie geben Interessierten die Gelegenheit für Freiwilligenarbeit, wie z.B. Treffen im echten Leben organisieren (z.B. Seniorweb).

Keine Frage des Alters Weshalb beteiligen sich Menschen im Alter von 60+ trotz diesen Vorteilen nicht öfter an OnlineCommunitys? Die Hindernisse sind nicht technischer Natur, sondern vielmehr sozial bedingt: «Ich sehe den Nutzen nicht», so eine häufige Aussage der befragten Personen. Bis heute gelingt es den wenigsten Online-Communitys, älteren Nutzerinnen und Nutzern klar mitzuteilen, welche Vorteile sie bieten. «Technologie-Akzeptanz ist keine Frage des Alters. Entscheidend ist vielmehr der Zweck, den die Technologie erfüllen soll. Wenn OnlineCommunitys älteren Menschen dienen, werden sie von diesen auch genutzt», sagt dazu Dr. Jonathan Bennett, Co-Leiter des Institut Alters der Berner Fachhochschule. Um Online-Communitys darin zu unterstützen, für Seniorinnen und Senioren attraktiver zu werden, hat das Forschungsteam ein Handbuch entwickelt, das kostenlos und für alle zugänglich ist. Letztlich profitieren davon nicht nur Seniorinnen und Senioren: Auch die Online-

Communitys und ihre Mitglieder können einen Nutzen aus der grossen, neuen Zielgruppe der Best Agers ziehen. Weitere Informationen unter: www.thirdageonline.eu/de/ (Projektwebsite) www..wikiversity.org/wiki/TAO (Handbuch)

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule Ein Thema – viele Perspektiven Am Institut Alter kooperieren Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen zum Thema Alter. Ziel ist es, nachhaltige und zukunftsweisende Handlungsstrategien für eine sich wandelnde Gesellschaft zu entwickeln. Die Forschungsansätze am Institut Alter sind geprägt von Multidisziplinarität und methodischer Vielfalt. Damit kann neues Wissen generiert, vorhandenes Wissen neu kombiniert und können konkrete Problemlösungen erarbeitet werden. Die Weiterbildungen fokussieren auf die folgenden Themen: – – – –

Lebensgestaltung 50+ Angehörigen- und Freiwilligensupport Demenz und Lebensgestaltung bewegungsbasierte Alltagsgestaltung

Die Dienstleistungspalette des Instituts Alter umfasst insbesondere die Erstellung von Gutachten, die Entwicklung von alters- oder generationenverbindenden Konzepten, die Projektberatung und -begleitung sowie die Durchführung von Evaluationen. Weitere Informationen und Newsletter alter.bfh.ch

Ursprünglich perfekte Oberflächen werden interessant, weil neue Muster entstanden sind und die Oberflächen an Charakter gewinnen. zvg


G E S E L L S C H A F T | « D I E N E U E G E N E R AT I O N 5 0 P L U S »

DIALOG MIT DER ZEIT N E U E W E C H S E L AU S S T E L L U N G I M M U S E U M F Ü R KO M M U N I K AT I O N

Nach Frankfurt und Berlin zeigt ab November das Museum für Kommunikation Bern die Ausstellung «Dialog mit der Zeit». Das Besondere daran: Speziell geschulte Menschen über 70 begleiten die Besucherinnen und Besucher auf der rund 60minütigen Tour durch die Ausstellung. Wie möchte ich im Alter leben? Was sind die Herausforderungen des Älterwerdens? Welche Möglichkeiten und Chancen eröffnen sich – jetzt und in Zukunft? «Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung» geht diesen Fragen auf ungewöhnliche Weise nach: In Begleitung von speziell geschulten Senior-Guides werden die Besucherinnen und Besucher mit den unterschiedlichen Facetten des Alterns konfrontiert. Diese Senior-Guides sind die Experten und führen diesen ganz besonderen intergenerativen Dialog, um Fehlannahmen und Ängste abzubauen oder Klischees und Vorurteile zu überwinden. Sie demonstrieren eindrücklich, dass selbst im hohen Alter viele Perspektiven bestehen, um die in einem langen Leben erworbenen Potenziale für sich und die Gesellschaft zu nutzen. Insgesamt fünf Themenstationen bieten vielfältige Anregungen, um sich in der Gruppe mit den Seniorinnen und Senioren über Vorstellungen und Erfahrungen auszutauschen. Dabei setzen sich die Gäste nicht nur mit dem eigenen, sondern auch mit dem Altern anderer auseinander. Neben dem generationsübergreifenden Dialog bietet die Ausstellung die Möglichkeit zum interaktiven Selbstversuch: So können die Besuchergruppen ausprobieren, wie sich das Treppensteigen im Alter anfühlt oder das Öffnen der Haustür mit zittriger Hand zur schwierigen Aufgabe wird. Im spielerisch auferlegten «Ruhestand» erfahren sie, welche Zäsur das Rentenalter bedeuten kann. Dass der Herbst des Lebens neben möglichen Einschränkungen auch Bereicherungen für uns bereithält, führen positive Altersgeschichten vor Augen. Am Ende

ergibt sich ein differenziertes Bild vom Altern und Altsein, das mit Vorurteilen aufräumt und nicht zuletzt die Empathie zwischen den Generationen fördert.

Warum eine Ausstellung über die Kunst des Alterns? Der demografische Wandel und der Umgang mit dem Älterwerden ist eines der brennenden tagespolitischen Themen und sozialen Herausforderungen. 2030 wird ein Drittel der Bevölkerung in den Industrieländern über 65 Jahre alt sein, und auch die Anzahl an Hochbetagten wird dramatisch zunehmen. Doch diese an sich gute Nachricht ruft gemischte Gefühle hervor. Alter wird für viele Menschen vor allem mit Verlust an Aktivität und Attraktivität verbunden Das Altern: ein zentrales Thema, das nicht ignoriert werden sollte, finden die Ausstellungsmacher/innen. Sie möchten Aufklärungsarbeit leisten und Denkanstösse geben, die zu einem Perspektivenwechsel führen, um die Bedürfnisse älterer Menschen einem breiten Publikum zu vermitteln.

Dialog mit der Zeit. Wie lebe ich, wenn ich alt bin? 13. November 2015 bis 10. Juli 2016 Museum für Kommunikation, Bern Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr http://www.mfk.ch

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G E S E L L S C H A F T | « D I E N E U E G E N E R AT I O N 5 0 P L U S »

SCHÖNE ERLEBNISSE HALTEN MICH JUNG Interview mit der Schauspielerin und Wahlbernerin Heidi Maria Glössner Interview Michèle Freiburghaus, Foto Simon Leibundgut

Die Film- und Theaterschauspielerin Heidi Maria Glössner wurde am 20. Oktober 1943 im deutschen Messkirch geboren und ist im sanktgallischen Uzwil aufgewachsen. Sie absolvierte die Schauspielschule in Zürich und hatte Engagements an mehreren Bühnen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Sie lebt seit 1987 in Bern und spielte dort bis 2008 ohne Unterbruch am Stadttheater. In fast 50 Theaterjahren hat sie grosse Rollen quer durch die ganze Theaterliteratur gespielt, trat in Musicals, bei Chansonabenden und Lesungen auf. Daneben spielte sie in Film- und Fernsehproduktionen, wie «Hildes Reise», «Die Herbstzeitlosen», «Sonntagsvierer», «Das alte Haus» sowie eine der Hauptrollen in der Ärzteserie «Tag und Nacht» des Schweizer Fernsehens. An den Solothurner Filmtagen dieses Jahr feierte sie Premiere mit «Usfahrt Oerlike»von Paul Riniker und im Mai in Cannes mit «Youth» (La Giovinezza) von Paolo Sorrentino.

Fällt es Ihnen heute schwerer als auch schon, Ihre Rollen zu lernen? Nein, erstaunlicherweise lerne ich noch genau so schnell wie früher. Auf der Liste des Schauspiel-Ensembles der neuen Schauspieldirektorin von Konzert Theater Bern, Stephanie Gräve, figurieren Sie leider bisher nicht ... Bei Iris Laufenberg, der Vorgängerin von Frau Gräve, habe ich im ersten Jahr auch nicht gespielt. Frau Gräve und ich treffen uns aber demnächst zu einem Gespräch. Welche Projekte sind bei Ihnen im Moment aktuell? Die Hauptrolle im Diplomfilm einer Filmstudentin, Wiederaufnahme meines «Helena»-Monologs für die Theater Biel und Solothurn und nach meiner «alten Dame» noch «Arsen und Spitzenhäubchen» am Theater St. Gallen. Zudem freue ich mich auf die Schweizer Premiere von «Youth», dem neuen Film des Oscar-Preisträgers Paolo Sorrentino, in dem ich eine kleine Rolle habe.

Sie sehen auch mit 72 noch absolut fantastisch aus – besitzen Sie einen privaten Jungbrunnen? Früher hätte ich gesagt meine Lebensfreude – aber die kommt mir in letzter Zeit bei all dem Elend in der Welt ein wenig abhanden. Trotzdem kann ich immer wieder an kleinen Dingen in der Natur, bei Tieren und Menschen Schönes und Lustiges entdecken, was mich glücklich und dankbar macht. Vielleicht hält das jung?

Sie leiden an einer genetisch bedingten, unheilbaren Augenkrankheit. Wie geht es Ihnen heute? Es geht mir sehr gut. Zwar spüre ich ein leichtes Abnehmen der Sehkraft, wenn dies aber weiterhin so langsam geht, besteht die Chance, dass ich die totale Blindheit nicht mehr erleben muss ...

Hand aufs Herz: Keine Besuche beim Beauty-Doc? Oh doch – ich hab mir die Altersflecken auf beiden Händen weglasern lassen, weil sie beim Drehen immer überschminkt werden mussten.

Sie sind die Zierde von vielen Events in Bern, einer der wenigen echten Promis der Hauptstadt. Geniessen Sie diese öffentlichen Auftritte? Ich liebe die Stadt und ihre Bewohner und treffe bei solchen Events immer sehr interessante Menschen – eine Bereicherung des menschlichen Horizonts!

Welches ist Ihr Rezept, um die Zeichen des Alters anzunehmen? Gelassenheit und die tiefe Überzeugung, dass alles richtig ist, wie es ist. Wie in der Natur muss alles vergehen, um Neuem Platz zu machen. Zeitlos ist der Herbst des Lebens nicht, glauben Sie an ein Leben nach dem Tod? Ich würds sehr gerne wissen, nicht glauben – aber das ist bekanntlich nicht möglich, und so bleibe ich neugierig, was mich erwartet. Nach Ihrer Matur gingen Sie in die USA, tanzten bei Lana Turner mit Charles Bronson und lernten auch Doris Day und Rock Hudson kennen, man wollte Ihre Karriere unterstützen. Warum kam es nicht dazu? Einerseits hatte ich meinem Grossvater versprochen, nach einem Jahr zurückzukommen. Er wiederum versprach, auf mich zu warten – er war schon 93 Jahre alt – und so kam es auch, er lebte nach meiner Rückkehr noch ein Jahr. Andererseits wollte ich wirklich eine professionelle Ausbildung zur Schauspielerin machen, nicht einfach so ins Filmgeschäft «reinrutschen» und zudem ängstigte mich der Riesenbetrieb des damaligen Hollywood auch.

Was bewog Sie nach Abschluss Ihres festen Engagements am Stadttheater, in Bern zu bleiben? Ich bin hier zu Hause – der Blick von meiner Wohnung auf die Stadt ist atemberaubend! Und ausserdem habe ich hier ja auch immer mit grosser Freude weiterhin als Gast am Theater gearbeitet. Welches sind hier Ihre Lieblingsorte? Schwierige Frage – die ganze Stadt ist einzigartig! Aber siehe oben: mein Lieblingsort ist meine Wohnung und der Balkon mit der Stadt auf dem «Serviertablett». Welche Träume möchten Sie sich unbedingt noch erfüllen – hat Heidi Maria Glössner eine «Bucket List»? In einem Lied von Marlene heisst es «Wünsche sind nur schön, solang sie unerfüllbar sind ...». Also träume ich lieber nicht! Aber eine schöne Filmrolle würd ich schon nicht verachten!

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K U LT U R & E V E N T S | R O C K & B L U E S C R U I S E

DIE 6. ROCK & BLUES CRUISE Sir Bob Geldorf, Edoardo Bennato, Philipp Fankhauser und viele mehr: Die 6. Cruise sticht mit hochkarätiger Besetzung in See.

40 Livekonzerte in einer Woche: Die 6. Rock & Blues Cruise führt im September 2016 durchs östliche Mittelmeer. Mit an Bord sind unter anderem die Countrylegenden The Bellamy Brothers aus den USA, Sir Bob Geldorf und Schweizer Stars wie Philipp Fankhauser, Hanery Amman und Marc Sway. Die Kombination von Rhythmen auf Wellen ist legendär: Seit 2002 organisiert der Berner Reiseveranstalter Jean-Pierre «Schämpu» Schär Musikkreuzfahrten. Bekannt und erfolgreich sind besonders seine Rock & Blues Cruises. Für die kommende sechste Ausgabe ist neu unter dem Dach der Globetrotter Group die Firma Music Cruise AG gegründet worden. Diese will sich mit Musikreisen verschiedenster Stilrichtungen profilieren. Die nächste Rock & Blues Cruise findet vom 17. bis 24. September 2016 auf der MSC Sinfonia statt. Zwei Konzertbühnen auf dem Pooldeck, die grosse Theater-Arena, die Sinfonia-Lounge, das Pub (für Raucher) und die Disco bieten viele Möglichkeiten für Auftritte der Künstler. Ausgehend von Venedig, steuert die MSC Sinfonia historische Städte wie Split und Dubrovnik an. Vom Hafen Piräus aus kann die griechische Hauptstadt Athen besucht werden. In Mykonos, dem pulsierenden Ferienort, kann man den ganzen Nachmittag am Strand verweilen und den Abend im Städtchen geniessen.

Blues Band aus England. Countryfeeling kommt auf, wenn David und Howard, die weltweit erfolgreichen Bellamy Brothers, auf der Bühne stehen. Angeführt von Philipp Fankhauser, dem mit Abstand erfolgreichsten Schweizer Bluesmusiker der Gegenwart, sind weitere populäre Schweizer Bands und Künstler an Bord, etwa Stiller Has mit Endo Anacondas markanter Stimme oder Marc Sway mit seinem Charme und brasilianischen Temperament. Florian Ast steht seit seiner Jugendzeit auf Schweizer Bühnen und begeistert mit seinen Songs, ebenso wie die Mundartlegende Hanery Amman, mit über 60 Jahren noch immer von Konzertbühne zu Konzertbühne unterwegs. Anna Rossinelli aus Basel mit ihrer begeisternden Stimme schaffte es mit ihren drei letzten Alben in die Top Ten der Schweizer Hitparade. Der begnadete Multiinstrumentalist Bruno Dietrich aus Bern präsentiert mit seiner Band mehrheitlich eigene Songs und sorgt zusätzlich unter dem Namen «Magic Five» für Stimmung. Ehrlicher und geradliniger Bluesrock versprechen die erfahrenen Musiker der Solothurner Band «Dögz». Für musikalische Abwechslung sorgen Schnulze & Schnultze, welche den deutschen Schlager mit Witz, Feingefühl und Ironie auf die Bühne bringen. Dann wäre da noch Timmermahn, der Maler und Geschichtenerzähler. Die Plätze sind immer sehr begehrt, wenn er um Mitternacht seine haarsträubenden Geschichten vorliest.

Schweizer und internationale Stars an Bord Das Line-up ist hochkarätig. Zum Auftakt der Cruise spielt der weltberühmte italienische Rocker, Blueser und Cantautore Edoardo Bennato. Für Partystimmung sorgt Dr. Feelgood, die legendäre Rhythm &

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Für weitere Informationen: Schämpu Schär, Telefon 079 432 00 50 schaempu.schaer@musiccruise.ch www.rock-cruise.ch


K U L T U R & E V E N T S | 4 0 J A H R E S PA N

S PA N : 4 0 J A H R E R O C K ’ N ’ R O L L M I T H E R Z Interview mit Christoph «Stöffu» Kohli und Georges «Schöre» Müller Interview: Michèle Freiburghaus, Foto: Remo Eisner, www.remo-eisner.ch «Span» in Bern vorzustellen, heisst Wasser in die Aare tragen. Wer kennt sie nicht, die rührigen Mundartrocker Stöffu Kohli, Schöre Müller und Stefan W. Müller? Und sie zu kennen, heisst, sie zu lieben, Span haben keine Fans, sie haben eine Familie. Die Reputation der Berner «Giele» ist organisch, in 40 Jahren Bühnenpräsenz, gewachsen, immer wieder haben sie einen grossen Hit gelandet, ihr Auftreten ist unbefangen, herzlich und fern jeglicher Starallüren. Als einzige Schweizer Rockband blieben Span vier Dekaden lang mit nur wenigen «Personalwechseln» (zuletzt einem neuen Drummer, Mättu Nydegger) zusammen und gaben auch nach Tiefschlägen nie auf. Eine Alternative zum Rock ’n’ Roll gab es für sie nie. Und so tun die vier Berner auch nach Tausenden von Gigs immer noch das, was sie am liebsten tun und am besten können: spielen, spielen, spielen – und dass sie sich dabei nass schwitzen, ist Ehrensache. Selbst Musikkritiker und Musikerkollegen zollen dem Wirken der Berner Respekt, Kuno Lauener von Züri West beispielsweise bezeichnet sich als Span-Fan, seit er 14 war.

Die Zusammenarbeit mit Polo Hofer hat sich lange gehalten – warum habt ihr euch gegenseitig nie als Konkurrenz empfunden? Stöffu: Unser Verhältnis zu den Rumpelstilz, zu Polo Hofer war schon immer ein freundschaftlich-kollegiales. Die «Szene» der Berner Bands war übersichtlich, und man traf sich auch immer wieder in den wenigen einschlägigen «Spunten». Ganz nach dem Hippiemotto «Love and Peace» haben die «Stilze» damals auch während zweier Wochen ihre erste LP in unserem Bauernhaus in der Hämlismatt vorbereitet. Die «Glückspost» bezeichnete euch als «Althippies». Ich erinnere mich gut, zu eben dieser Zeit, in eurem Bauernhaus mit Plumpsklo im Garten, wurde öppe mit nicht ganz legalen Substanzen experimentiert. Wie steht ihr heute zu Drogen? Schöre: Logo haben wir mit Drogen experimentiert wie damals auch unser Publikum und die gesamte Bewegung in den 70igern. Stimulanzen gehören zur Schöpfung und zur Menschheit – damals wie heute. Mit Mass eingesetzt finde ich das ok. ... und inwiefern seid ihr dieselben wie damals geblieben? Stöffu: Wir machen auch heute immer noch Musik, weil wir dazu Lust haben, und lassen die Dinge mehr oder weniger auf uns zukommen. Gleich geblieben ist auch der demokratische Bandgedanken: Alles wird ausdiskutiert. Dies ist zwar der denkbar anstrengendste und zeitraubendste Weg – aber für uns der einzige. Schöre: Die Werte sind die gleichen wie damals. Lieber Frieden als Krieg, Love and Peace! 1975 habt ihr euch von Sänger Dänu Stöckli getrennt, das «Grün» im Namen weggelassen und euch mit Dänu Siegrist zusammengetan – «Span» waren geboren. Was hat sich anschliessend Elementares für euch verändert? Schöre: Wir hatten keinen Sänger mehr und übernahmen diesen Part selber, wir konnten uns weiterentwickeln, und musikalisch wurden wir weniger ausschweifend und prägnanter, auch mit der neuen Gesangs- und Chorsituation. Zwischen 1976 und 1978 habt ihr – mit Housi Wittlin als neuem Bandmitglied – im Vorprogramm von Top Acts wie Johnny Winter, John Mayall, AC/DC, Chris de Burgh oder Nazareth gespielt. Eine Anekdote aus dieser Zeit?

Stöffu: Mit Nazareth im Volkshaus Zürich! Vor dem Konzert wollte ein Mädchen zu uns backstage, ihr wurde aber der Zutritt bei uns verweigert. Man wollte uns «braven Berner Buben» wohl die Unschuld in Sachen Groupies bewahren. Der Auftritt gelang uns jedenfalls gut, Nazareth hats anscheinend auch gefallen – jedenfalls stand nach dem Gig eine Flasche Champagner in unserer Garderobe. Sie luden uns ein, nach der Show mit ihnen im «Mascot» zu feiern. Gesagt – getan! Wir tuckerten in unserem alten VW-Bus den englischen Stars in ihrem Bentley hinterher, fuhren beim «Nightclub» vor – und wer stieg als Erstes aus der Nazareth-Nobelkarosse? Klar, das Girl, das es zwar nicht in unsere Garderobe schaffte, aber dafür bei den wirklichen Stars landen konnte! Mitte Juni 2013 war CD-Release von «Rock ’n’ Roll Härz», die erste Singleauskoppelung «Rosegarte» schaffte den Sprung in die CHCharts. Wer textet bei euch, und wer schreibt die Songs? Stöffu: Jeder darf und tut alles. Es hat sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert, dass Stefan und Schöre die meisten Songs machen und ich die Texte dazu schreibe. Bei der letzten CD wars genau umgekehrt. Ich stellte die Texte vor, und jeder konnte wählen, was er vertonen wollte. Im November bestreitet ihr nach enormer Präsenz 2015 den letzten Jubiläumsgig im Berner Bierhübeli. Was gedenkt ihr anschliessend zu tun? Schöre: Das, wozu wir uns inspiriert fühlen. Vielleicht ein paar Unplugged-Konzerte. Jedenfalls ist weiterhin mit uns zu rechnen, die Ideen sind uns bis jetzt nie ausgegangen. «Span» haben als Band einen Wunsch frei: welchen? Schöre: Es wäre schon geil, wieder Mal auf dem Gurten zu spielen. Wir sind Berner – das ist Ehrensache! Freitag, 20.11. 2015, Bierhübeli Bern SPAN – 40-Jahre-Tour 2015 Gäste: Polo Hofer, Sandee, Dänu Siegrist, Matti Kohli, Housi Wittlin, Dänu Stöckli, Knackeboul

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R O M U A L D H A Z O U M È U N D D I E K U LT U R E L L E I D E N T I T Ä T Das vierte Kapitel in einer Reihe von Werkschauen, mit der die Mobiliar in ihren öffentlich zugänglichen Räumen der Direktion in Bern die Themen Kunst und Nachhaltigkeit zusammenbringt, soll wie ihre Vorgänger Diskussionen entfachen, nähren und in neue Dimensionen tragen und widmet Romuald Hazoumè eine Einzelausstellung, die nicht nur aussergewöhnliche Werke zeigt, sondern auch aussergewöhnliche Aussagekraft hat. Der 1962 in Benin geborener Künstler erscheint zu Vernissagen im Bubu, dem wallenden afrikanischen Gewand, und trägt um den Hals schwere Ketten aus Messing und Elfenbein «damit alle sehen, was ein Afrikaner ist». Mit diesem Auftritt bereitet er den Boden für die soziopolitischen Themen, die ihn bewegen und die seine Arbeit inspirieren. Die Prägung unserer Welt durch Kolonialismus, Dekolonialisierung und Neokolonialismus, die Globalisierung und die daraus resultierende kulturelle Eintönigkeit der Gesellschaften sind die Themen, mit denen sich Romuald Hazoumè auseinandersetzt. Er möchte mit seiner Kunst der Gleichschaltung der Welt entgegenwirken, Vorurteile aushebeln und vorprogrammierte Haltungen durchbrechen. Kritisch hinterfragt er Rezeptionsgewohnheiten – und zwar von beiden Seiten. Der Gründer der Non-Profit-Organisation Beninese Solidarity with Endangered Westerners hat dieser Organisation das Ziel gegeben, verarmten Menschen in Europa zu helfen – und schafft mit der Umkehrung der «gewohnten» Verhältnisse ungewöhnliche Sichtweisen und völlig neue Perspektiven. Romuald Hazoumès Arbeiten sind beeindruckend – in seinen raumgreifenden Installationen aus Plastikkanistern beschäftigt er sich auf eindrückliche Weise mit dem Benzinschmuggel in seinem Land.

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International bekannt wurde er vor allem durch seinen spektakulären Beitrag Dream auf der documenta 12 und durch seine Masken: «Von einem Afrikaner erwartet man, dass er Masken macht – also machte ich Masken», kommentiert er lakonisch. Hazoumès Ziel ist es, sich mit seinen Werken auch für die Menschen seines Heimatlandes einzusetzen: Er spielt mit den Klischees des Abendlandes gegenüber dem «schwarzen Kontinent» genauso wie er gleichzeitig sein eigenes Volk zu mehr kulturellem Selbstbewusstsein aufruft. «Romuald Hazoumès Arbeiten packen uns frontal», sagt Dorothea Strauss, Leiterin CSR bei der Mobiliar und Kuratorin der Ausstellung. «Einmal sind sie geheimnisvoll, an anderer Stelle rütteln sie uns auf, nie lassen sie uns kalt. Seine Werke setzen Zeichen, denn für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung braucht es Bewusstsein. Kulturelle Differenzen, Klischees und Wertvorstellungen gehen uns alle etwas an.»

Kunst & Nachhaltigkeit Vol. 4 2. September 2015 bis 5. Februar 2016 Direktion Die Mobiliar, Bundesgasse 35, Bern Mo – Fr 7 bis 17 Uhr, am Wochenende geschlossen Kontakt Viviane Mörmann viviane.moermann@mobi.ch Mehr Informationen unter www.mobikunst.ch


Filmszene «Der Kreis»

Filmszene «Heimatland»

BERNER FILMFÖRDERUNG UND -SCHAFFEN Berner Filme tragen Bilder in die Welt und bringen die Welt zurück nach Bern. Eine kurze Vorstellung der Berner Förderinstitutionen und der «Contrast Film», die 2015 gleich mit zwei Filmen Furore machte.

Die Berner Filmförderung Die Filmförderung des Kantons Bern stärkt das professionelle künstlerische Filmschaffen im Kanton Bern. Sie setzt sich für attraktive Rahmenbedingungen ein, ermöglicht Filmproduktionen und unterstützt Filmschaffende in ihrer künstlerischen Laufbahn. Ziel ist die quantitative und qualitative Entwicklung der bernischen Filmkultur. Diese manifestiert sich in hochwertigen Filmen, die auch national und international Beachtung finden. Damit leistet die Berner Filmförderung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Identität und zur Sicherung der kulturellen Vielfalt im Kanton Bern.

Verein «Bern für den Film» Ebenso hat sich der Verein «Bern für den Film» zum Ziel gesetzt, die Vernetzung unter den hiesigen Filmschaffenden zu fördern und setzt sich für die Sicherung und Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Das Medium Film zeichnet sich ganz besonders durch seine Breitenwirksamkeit aus. Die Filmproduktion erzeugt einen beachtlichen wirtschaftlichen Nutzen. Jeder Berner Förderfranken wird als Mehrfaches im Kanton ausgegeben. Film ist identitätsstiftend, reflektiert Althergebrachtes und regt zu neuen Sichtweisen an.

Contrast Film Die «Contrast Film» wird von Ivan Madeo, Urs Frey und Stefan Eichenberger geleitet, gemeinsam entwickeln und produzieren sie Dokumentar- und Spielfilme, arbeiten mit externen Autoren zusammen und bieten als Koproduzenten Hilfe bei der Realisierung von ausländischen Filmprojekten an. Sie verbinden die Leidenschaft zum künstlerisch anspruchsvollen Film mit Marketingwissen. Dabei ent-

stehen publikumswirksame Kino- und Fernsehfilme zu gesellschaftlich und politisch relevanten Themen. Als erster Schweizer Film seit 20 Jahren hat sich ihr Kinofilm «Der Kreis» für die Golden Globes 2015 qualifiziert und war offizieller Oscar-Beitrag 2015 der Schweiz. Mit vier Auszeichnungen, darunter dem für den besten Spielfilm, war der Film von Stefan Haupt der Hauptgewinner beim Schweizer Filmpreis 2015. Nominiert war er in fünf Kategorien. Zurzeit in aller Munde ist der Film «Heimatland», der Kinospielfilm unter der Regie von zehn Schweizer RegisseurInnen aus der Deutsch- und Westschweiz lief als einziger Schweizer Film im diesjährigen Concorso Internationale des Festival del Film Locarno und gewann den dritten Platz und den Jugendpreis.

Heimatland (Wonderland) Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflössende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein Rätsel. Sie stellen lediglich fest, dass sie kontinuierlich wächst und es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie sich entlädt. Draussen ist es noch windstill, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz. Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf den drohenden Sturm: Einige ignorieren ihn, andere verbarrikadieren sich, Dritte feiern den Weltuntergang. Doch der Sturm hat etwas Verbindendes: Er legt die wahren Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen der Menschen frei.

Links Berner Film & Contrast Filmförderung Kanton Bern: www.befilm.erz.be.ch Verein «Bern für den Film»: www.bernfilm.ch www.contrastfilm.ch Filmübersicht: www.swissfilms.ch

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K U LT U R & E V E N T S | N I D V E R PA S S E

USEPICKT | NID VERPASSE! Schlachthaus Theater | 3./4. Oktober «RadioMoos», das neue Stück von Ruedi Häusermann, Herwig Ursin und Jan Ratschko. Eine musikalisch-theatralische Intervention im Radiostudio. Als Festangestellte von RadioMoos geben die drei Herren alles, da lockt das Spiel mit Tönen und Geräuschen. Wunschkonzert, Liedertafel, Moos goes Classic, Bestseller auf dem Plattenteller, der Jazzfreund packt aus. www.schlachthaus.ch

Führung Zierpflanzengarten | 23. September Der Herbst zeigt sich in seinen buntesten Farben – tauchen Sie im ProSpecieRara-Zierpflanzengarten in der Elfenau in die bunte Welt der raren Schönheiten ein. Traditionelle schweizerische Züchtungen diverser Stauden und Sommerblumen aus dem Inventar historischer Zierpflanzen von ProSpecieRara. Führung: 23. 9., 18 Uhr. www.prospecierara.ch

Kulturcasino Bern | 1./2. Oktober Das Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Mario Venzago spielt Teil I aus dem Orchesterzyklus «Seven Towers» von Cecile Marti, einer Auftragskomposition von Konzert Theater Bern und «Ein deutsches Requiem» op. 45 von Johannes Brahms. André Schuen Bariton, Rachel Harnisch Sopran, mit dem Ensemble Corund. www.kulturcasino.ch

Toulouse-Lautrec und die Photographie | bis 13. Dezember Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) hat selbst nie fotografiert, liess jedoch seine Modelle und sich selbst immer wieder von anderen fotografieren. Vor allem aber besass er ein fotografisches Auge wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit. Das zeigen seine ungeschönten Darstellungen des Pariser Amüsierviertels Montmartre, aber auch die steilen Perspektiven und kühnen Bildausschnitte. www.kunstmuseumbern.ch

SHNIT Kurzfilmfestival | 7. bis 11. Oktober Shnit hat sich mit Leidenschaft dem Kurzfilm als eigenständiger Kunstform verschrieben und findet jedes Jahr zeitgleich Anfang Oktober in verschiedenen «Playgrounds» auf fünf Kontinenten statt. Bern hat dabei eine Schlüsselrolle als Gründungsort sowie wichtigster Austragungsort und weltweite Schaltzentrale von shnit. Shnit steht für erstklassige Unterhaltung dank packenden und bewegenden, shnittig-starken Kurzfilmen. www.shnit.ch

Einige Bärner Musig-Clubs Ab November finden in der Jetläg Bar & Lounge «Unplugged»-Konzerte statt. Programm: www.jetlaeg.ch Viel einheimisches Schaffen gibts in der Mahogany Hall. Beachtenswert: die «Open Mic»-Anlässe. www.mahogany.ch Jeweils am 1. Mittwoch des Monats ab 19 Uhr Livekonzerte im Volkhaus Bern. Programm: www.volkshausbern.ch Livekonzerte im Wohnzimmer der Bar Les Amis. www.lesamis.ch Neben Martas Hausband spielen im Kellerlokal des Café Marta regelmässig Bands. www.cafemarta.ch

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FÜR DI CHURZE | BETTMÜMPFELI

Vo Generation zu Generation E Gschicht vom Lorenz Pauli mit ere Zeichnig vom Daniel Müller

Ds Läbe vomene Kater isch nid eifach. I mues mi zum Bischpil entscheide, ob i lieber bir Frou Bill am Tisch ufem Schoss lige, oder älei ufem weiche Sofa, oder ufem sunnewarme Fänschtersims. Mängisch sy die Entscheidige so aasträngend, dass i ne lieber usem Wäg ga. I bi use u de d Gass ab bis ad Aare. Bim Längmuur-Spielplatz bini unger nes Büschli gläge. Grad won i zfride myni Ouge ha zueta, isch plötzlech öppis uf mi ggumpet u het mi packt. Sofort bini hällwach gsi u ha mi gwehrt. I ha der Aagriifer abgschüttlet u han ihm grad eis wölle houe … da hani gseh, dass es e jungi Chatz isch gsi. I ha d Chralle wider iizoge u ha gmacht: «Jööö! Hesch gmeint, du chönnisch am grosse, starche Kater Kopernikus Angscht mache? Da längt so nes Pingpongbälleli mit Haar nid.» Das junge Büüssi het mi mit grossen Ouge aagluegt: «I wott dänk spile! Chumm, spil mit mir, du alti Chatz!» I ha mitem Chatzeschwanz sträng ufe Bode peitschet: «Säg das nomal!» U ds Chätzli het e Ggump uf my Schwanz gmacht u grüefft: «Spiiiiileeee!» I ha das chlyne Ding wäggmüpft: «Ds andere söllsch nomal säge! Hesch du vori vilech ‹alti Chatz› zu mir gseit?» «Klar, bisch ja o!» Het der chly Plaaggeischt gmacht. I ha mi ufgrichtet zu myre ganze, stolze Grössi: «I bi ke alti Chatz. I bi gross u im beschten Alter.» Dä chly Fluumer het gmötzlet: «Okey, okey. Spil nid di beleidigti Läberwurscht. Spil lieber mit mir!» Aber i ha my Rue wölle. «Spil älei!», hani mutz gseit. Ds Chlyne isch scho wider um my Schwanz ume ggumpet: «Has doch gwüsst: Du bisch z alt für alles. Du masch nid mal meh spile, du lahmi Änte.» «Wart du nume!», hani gfuuchet u bi däm Frächdachs hinger nache. Ume Busch, der stotzig Wäg ufe, äne abe… aber i ha das chlyne Ding nid verwütscht. Es isch z schnäll gsi. U de het es sech umträit u het grüeft: «Ja! Fang-mi-doch-dualte-Stock!» I hätt gärn gschumpfe, aber für das het der Schnuuf nid o no glängt. Itz isch ds chlyne Turbo-Chätzli uf d Birke gchlätteret u het mir vo dert obe Rindebitzli aagschosse. Mir isch das z tumm worde u i bi wider unger my Struuch ga pöisele. Es Gränne het mi gweckt. Es isch vor Birke här cho. «I cha nümme abe!»

«De blyb dobe!» «Hilf mer!» «Bini nid ds alt für alles? We du ds tumm bisch zum Chlättere, de söttsch es la sy!» Das het gsässe. Das Fäll-Hämpfeli het e Momänt nume no gjämmerlet. U de hets trotzig abegrüefft: «I bi nid z tumm! I ha nume no nid so Erfahrig. Hilf mer, mit dyre Erfahrig!» Das het doch scho fasch vernünftig tönt. U i ha d Frächheite vo vori vergässe u ha kommandiert: «Itz wächslisch ufen ander Ascht. Umchere! Hingertsi abe uf dä … nei! Nid dä, dä bricht süsch. Ja, so. U itz mit der lingge Hinderpfote dert ... mit der lingge! Linggs! Das isch di rächti. Aber di rächti isch nid di richtigi! Ja, so. U itz träisch di wider. U itz chasch abeggumpe.» Da isches glandet u het mi stolz aagluegt: «Gäll, das hani super gmacht!» I ha liisli gsüfzget: «Kes Merci, kes Excüsee, ke Aastand.» Ds Chätzli isch ganz naach zu mir cho: «Chasch mi no chli trööschte?» I ha gloub gluegt wien es Outo: «Wiso? Du grännisch doch gar nümme!» Ds Chlyne het sech a mi häre kuschelet u het gmacht: «Aber trööschtet wärde fingi drum schön.» I ha de also chli uf Vorrat trööschtet. U de bini hei zue. Ufem Heiwäg hani nachedänkt: Mit junge Chatze hesch di ganz Zyt alli Pfoote voll ztüe. Aber irgendwie isches o ne schöne Namitag gsi mit däm Pfüderi. U de isch mir plötzlech no ne Gedanke cho. Wi vom Blitz troffe bini blybe stah: I weiss ja ganz, ganz sicher, dass i nid alt bi, aber: Bini äch würklech o mal so wahnsinnig jung gsi?

Dr Lorenz Pauli isch Chindergärtner, Chinderbuechoutor, Verleger und Verzeuer. www.mupf.ch Daniel Müller zeichnet regumässig für verschiedeni Zytschrifte und Buechverläg. www.illumueller.ch

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BÄRN INTERN! | MAGAZIN UND SPEZIAL

10 JAHRE «MAGAZIN BÄRN!» Im Jubiläumsjahr 2016 werden die «schönsten Seiten der Hauptstadt» noch präsenter sein als je zuvor. Versäumen Sie nicht, von dieser Präsenz zu profitieren: Ein Mediaplan ohne «bärn!» ist wie Bern ohne Bären. Mit einem Jahresabschluss 4x profitieren Sie von 20% Rabatt. Attraktive Kombirabatte mit «bärn/berne!»

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F OTO G R A F I E R E N D E

SIMON LEIBUNDGUT 1989 in Roggwil BE geboren und aufgewachsen, findet Simon Leibundgut durch die eigene Malerei zur kreativen Auseinandersetzung mit Gestaltung und Bild. Nach der Ausbildung zum Polygrafen bei der Stämpfli Publikationen AG in Bern und dem Erwerben des eidgenössischen Diploms wird die Fotografie mehr und mehr zur Passion. Als freischaffender Fotograf erweitert er seinen Fokus stetig und schärft bei Hochzeitsreportagen und Porträtaufnahmen sein Auge. Es folgen Aufträge für Events des Berner Kreativmanagers Claudio Righetti (Gala de Berne, Miss Schweiz, Pasito) und Shootings mit Models. Seit 2011 ist Leibundgut bei der Werbeagentur «syn» in Stans im Bereich Gestaltung und Fotografie tätig, wo er unter anderem Eventreportagen für Gübelin (z.B. White Turf in St. Moritz) und nicht alltägliche Kundenprojekte realisiert. Seine Bildreportagen und Fotoshootings als Freelancer führen ihn immer wieder in ein neues, spannendes Umfeld. Dabei sind ihm Begegnungen und Dialoge in seiner eigenen Bildsprache ebenso wichtig, wie das Neuentdecken vertrauter Motive. www.simonleibundgut.ch simon@simonleibundgut.ch | Telefon 079 201 00 19

VERKAUF

DANIELLE LINIGER Danielle Liniger, Jahrgang 1977, lebt und arbeitet in Bern. Nach der Lehre als Hochbauzeichnerin und der gestalterischen BMS studierte sie an der Pädagogischen Hochschule Bern und arbeitete anschliessend einige Jahre als Lehrkraft. 2007 – 2008 absolvierte sie das GAF (Gemeinschaft autodidaktischer Fotografen). 2010 – 2012 arbeitete Danielle in der Bildredaktion des SRF in Zürich. Den Studienlehrgang «redaktionelle Fotografie» an der Schweizerischen Journalistenschule MAZ in Luzern absolvierte sie 2012 – 2013. Seit Juli 2013 ist sie als selbstständige Fotografin für Zeitschriften, Magazine und Organisationen tätig.

www.danielleliniger.com Telefon 078 919 17 66 dli@gmx.ch

D O R A S TA L D E R Wir erhalten Unterstützung im Verkauf: Ab sofort ist Dora Stalder auf freier Basis auch für das Magazin bärn! und das Spezial «bärn/berne!» unterwegs. Dora war lange Jahre für die Berner Zeitung BZ tätig und als Mediavollprofi berät sie Sie gerne in allen Belangen Ihrer Werbeplanung. Zögern Sie nicht, Dora Stalder anzurufen: Telefon 079 686 40 16.

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D I E L E T Z T E ! | V E R L O S U N G E N & I M P R E S S U M TA U R A N T S I N B E R N

Verlosungen Teilnahme: www.baernbox.ch, Verlosungen

Berner Weinmesse – das Original 7x2 Eintrittstickets Vom 9. bis 18. Oktober 2015 ist es so weit: Es heisst wieder degustieren, networken, kaufen und geniessen. An der Berner Weinmesse trifft man sich und lernt die Menschen kennen, die hinter diesen auserwählten Spezialitäten stehen. www.bernerweinmesse.ch

Parfumatelier «art of scent – Swiss Perfumes» Ein persönliches Parfum gewinnen Im Parfumatelier «art of scent – Swiss Perfumes» an der Rathausgasse 49 können Sie zusammen mit Brigitte Witschi Ihren ganz persönlichen Duft aus individuellen Rohstoffen und Essenzen kreieren – ein Erlebnis für die Sinne. www.artofscent.ch

Das Berner Info- und Lifestyle-Magazin bärn! erscheint 4x jährlich im Verlag Magazin bärn!. Der Verlag steht in Koope-ration mit der Stadt Bern, mit Bern Tourismus, Berncity, Idée Bern, der Berner Wirtschaftsförderung, Gastro-nomie und Hotels Bern sowie dem Tier- und Bärenpark. Die nächste Ausgabe erscheint am 24. November. Infos für Werbepartner www.baernbox.ch, Rubrik Verlag Magazin bärn!

Abonnement Das Magazin bärn! 4x jährlich in einem Couvert persönlich adressiert in Ihrem Briefkasten? 30 Franken und Ihre Adresse in ein Couvert und an den Verlag schicken. baernbox! Ganz Bern auf einen Klick! www.baernbox.ch ist die stets aktuelle Website des Magazin bärn!.

IMPRESSUM Adresse

Verlag Magazin bärn! Bellevuestrasse 133, 3095 Spiegel b. Bern mail@baernbox.ch, Telefon 031 972 07 07 www.baernbox.ch

40 Jahre Span, Konzert im Bierhübeli 2x2 Tickets für den 20.11.2015 gewinnen

Verlag/Redaktion

Michèle Freiburghaus

Abonnemente

CHF 30.– / 4 Ausgaben

Zum Abschluss der Jubiläumstour, mit der sie die verschiedenen Dekaden der Schweizer Rockgeschichte auf die Bühne bringen, rocken Span am 20.11. das Bierhübeli. 2x2 Tickets sind zu gewinnen. www.bierhuebeli.ch

Druckvorstufe

Lithouse

111 Orte in Bern 3 Bücher zu gewinnen Entdecken Sie das Unbekannte, das Bekannte und das noch Unbekannte im Bekannten an 111 spannenden, geschichtsträchtigen und kuriosen Orten in Bern. Ein Buch nicht nur für Touristen. www.emons-verlag.de

baernbox.ch – ganz Bern auf einen Klick! Bannerwerbung, Kundenseiten die gesehen werden.

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D A S H A U P T S TA D T- M A G A Z I N

Korrektorat/Druck Stämpfli AG, gedruckt auf FSC-Papier Vertrieb

Direct Mail Company, Bern

Gestaltung

www.aidakommunikation.com

Fotos

Eve Kohler, Danielle Liniger, Simon Leibundgut, Urs Baumann, Diana Weber

Illustrationen

Daniel Müller

Beiträge

Karen Torben-Nielsen, Prof. Dr. med vet. Bernd Schildger, Viviane Mörmann, Angela Kreis-Muzzulini, Stephan Burkhart, Roger Fuchs, Lorenz Pauli, Michèle Freiburghaus

· Berner Forum Gruppe «baernbox.ch» offen für alle Bernerinnen und Berner · Seite Verlag Magazin bärn! · «Bärner Schnouze» – die Berner Hundeseite


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Magazin bärn! 3/2015