Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 92 I 169. Jahrgang I Freitag, 20. November 2015
Hoffen auf Regen
Energetische Zukunft
Brunnen, Bäche und Flüsse sind auch im Säuliamt zu Rinnsalen geworden. > Seite 5
Ausstellung «starte! jetzt energetisch modernisieren» in Ottenbach. > Seite 7
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Brückenbauer
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Die Fachstelle der Kantonspolizei Zürich ist auch im Bezirk Affoltern aktiv. > Seite 9
Weiterhin im Exil? Die Säuligugger dürfen nach wie vor nicht im Kasinosaal in Affoltern auftreten. > Seite 11
Wo soll das Säuliamt wie stark wachsen? Die Delegiertenversammlung der ZPK zum Stand der Richtplanung Die Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) vom Mittwochabend hatte keine Entscheide zu fällen. Die Orientierung über den aktuellen Stand der Regionalplanung durch Planerin Bernadette Breitenmoser war angesichts der grundlegenden Differenzen zwischen Region und Kanton dennoch brisant. Die Resultate der ersten Vorprüfung des neuen Richtplans durch den Kanton, die 105 Anträge umfasste, sind in diesem Jahr aufbereitet worden. Jetzt liegt die zweite Vorprüfung vor, erklärte Planerin Bernadette Breitenmoser. Zwei Vorgaben des Kantons lösen grundsätzliche Konflikte aus: Erstens die Konzentration der Entwicklung auf urbane Wohnlandschaften, konkret auf Affoltern am Albis und Hedingen, zweitens das Prinzip, die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr auf diese urbane Wohnlandschaft zu beschränken. Die Konsequenz aus diesem zweiten Punkt wäre ein Verzicht auf den Viertelstundentakt zwischen Affoltern und Zug. Den Konflikt zwischen der Region und dem Kanton illustrieren einige Zahlen: Gemeinden und ZPK rechnen
aufgrund der gültigen Zonenpläne mit einem Wachstum bis 2030 um 21 Prozent, der Kanton um lediglich 12 Prozent. Der Kanton wünscht 80 Prozent des regionalen Wachstums in Affoltern und Hedingen, aufgrund der Zonenpläne der Gemeinden wird nur ein Viertel des Wachstums dort stattfinden. Der Kanton ist der Ansicht, so Bernadette Breitenmoser weiter, dass für eine Verlagerung vom privaten zum öffentlichen Ver- Rand der Bauzone in Ottenbach: Aufgrund der Kulturlandinitiative darf das Siedlungsgebiet nicht kehr keine weite- weiter ausgeweitet werden und der Kanton will das Wachstum der Gemeinden am Rand der Region ren Ausbaumass- stark beschränken. Die Frage ist nur, wie. (Bild bs) nahmen beim ÖV erforderlich seien, im Gegenteil, dass tätsfern. ZPK-Präsident Kurt Weber ori- fährt der Bus ab Zürich direkt nach Abbau in den Randgemeinden mög- entierte abschliessend über den Fahr- Aeugst, nach Hausen muss umgestielich sei. In der kurzen Diskussion der planwechsel vom 13. Dezember: Die gen werden. Details können auf ZPK-Delegierten wurde ein grosses Fra- Abfahrtszeiten der S-Bahn und damit www.zvv.ch nachgeschaut werden. (bs) gezeichen hinter diese Position des auch der Postautolinien wechseln. ................................................... Kantons gesetzt. Vor allem bezüglich Eine neue Linie führt von Bonstetten > Weiterer Bericht und Kommentar auf Busverbindungen sei der Kanton reali- nach Zürich Enge. Im Reppischtal Seite 5
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Leben und Tod Ausstellung «Lebenskunst und Totentanz» in Kappel – Interview mit Pfr. Hürlimann. > Seite 13
Das Unteramt mit eigenem Sozialdienst? Bonstetten, Stallikon und Wettswil, die in einigen Bereichen erfolgreich zusammenarbeiten, wollen einen eigenen Sozialdienst. Sie stellen an den Gemeindeversammlungen den Antrag, per Ende 2017 aus dem Ämtler Zweckverband Sozialdienst auszutreten. Sie stützen sich dabei auf eine Vorstudie und erhoffen sich, künftig im Verbund mehr direkten Einfluss auf Qualität, Effizienz und Kostenentwicklung zu erlangen. Die bisherige Zusammenarbeit bezeichnen die drei Gemeinden als nicht zufriedenstellend. ................................................... > Bericht auf Seite 3
Fernsehteam aus Südkorea in der Palliativstation Weil in Südkorea die Diskussion über das Lebensende angestossen werden soll, weilte ein Fernsehteam in der Palliativstation des Spitals Affoltern. Die internationale Beachtung wird als weiterer Ansporn betrachtet.
................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen
Wie weiter mit dem Siedlungsdruck? Seit dem Ja zur Kulturlandinitiative stehen Kernzonen unter höherem Siedlungsdruck ................................................... von salomon schneider Die Einwohnerzahl im Säuliamt nimmt von Jahr zu Jahr zu. Gleichzei-
tig gehen in einem grossen Teil der Gemeinden die Baulandreserven langsam zur Neige – aufgrund der Annahme der Kulturlandinitiative 2012 bewilligt die kantonale Verwaltung mo-
mentan weder Einzonungen von Landwirtschaftsland noch von Reservezonen. Die Folge davon ist, dass in den bereits bebauten Gebieten verdichtet wird.
Im Affoltemer Dorfkern musste ein weiteres historisches Wohnhaus für einen Wohnblock mit Flachdach weichen. (Bild sals)
Verdichtung als Lösung? Gerade im immer urbaner werdenden Affoltern am Albis wird zurzeit im Dorfzentrum immer stärker verdichtet. Dies ist möglich, weil Zonen- und Gestaltungspläne in Bezug auf verdichtetes Bauen angepasst werden. Notwendig ist dies, da immer mehr Menschen im verkehrstechnisch hervorragend erschlossenen Einzugsgebiet von Zürich wohnen wollen, so auch im Säuliamt. Wenn weder verdichtet noch ausgebaut werden könnte, würde dem Säuliamt das Schicksal vieler Zürcher Seegemeinden drohen, wo sich junge Erwachsene das Wohnen im Heimatdorf meist nicht mehr leisten können. Schlussendlich werden viele Gebäude der Verdichtung weichen müssen, und nur wenige Kernzonen werden historisch bleiben können – wie jene von Rifferswil. Dort wird die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht verbessert, was den Siedlungsdruck stark mindert. ................................................... > Interview auf Seite 7
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