089 2015

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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 89 I 169. Jahrgang I Dienstag, 10. November 2015

Fumoir möglich

Alibi-Geschichte

Schluck-Bar in Bonstetten gewinnt Rechtsstreit gegen die Gemeinde. > Seite

Geldstrafe und Busse für überführten Autolenker aus Stallikon. > Seite 3

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Rückkehr Post Stallikon zurück am einstigen Standort – neues Ladenlokal für Bäckerei Bode. > Seite 7

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Neue Pfarrerin Am Sonntag wurde Claudia Mehl in Maschwanden feierlich eingesetzt. > Seite 7

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Alder oder Ruh? Zuschriften zur Ersatzwahl in den Gemeinderat Ottenbach. > Seite 9

Ein Stück mit Tiefgang «Hotel zu den zwei Welten»: Aemtler Bühne hat Premieren-Publikum begeistert

Gefeierte Darsteller. Von links: Marcel Trümpy, Valeria Gianinazzi, Irmgard Schmid, Heini Grundmann, Ingo Mroczek, Stefanie Saxer und Kathia Rota. (Bild Thomas Stöckli)

Gleissendes Licht, Musik, Schattengestalten. «Sind wir tot?», fragt der Neuankömmling, der nicht glauben will, dass er seinen Mercedes A 250 Sport im Suff gegen einen Baum gefahren hat. Nein, sind sie nicht – aber einige schon bald. Das «Hotel zwischen den zwei Welten» ist eine Vorstufe. Der Ort, wo die landen, die zwischen Leben und Tod schweben. Was ist nach dem Tod? Gibt es Menschen, die für einander bestimmt sind? Ist das Leben fair? Es ist ein berührendes Stück, ein Stück mit Tiefgang, das die Aemtler Bühne ihrem Publikum dieses Jahr darbietet. Mit gerade mal acht Darstellern ist das Ensemble auf der Bühne kleiner als auch schon, das Bühnenbild präsentiert sich fast ausschliesslich in weiss gehalten geradezu schlicht – umso freier scheinen sich die Darsteller entfalten zu können. Beim Publikum kam die Premieren-Vorstellung vom vergangenen Samstagabend im «Rössli»-Saal in Mettmenstetten jedenfalls sehr gut an. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

So kennen ihn alle: Leo Kälin mit Klarinette. (Bild -ter.)

70-Jahre-Jubiläum Weil er beim Spielen nie sitzt, nennen ihn alle den «stehenden Klarinettisten»: Leo Kälin, Obfelder «Ländlerkönig», feierte am Freitag im «Pöschtli» in Rifferswil sein 70-Jahre-Bühnenjubiläum – genau dort, wo seine Karriere im Alter von 13 Jahren begonnen hatte. Sieben Formationen erwiesen dem Jubilaren die Reverenz – und dazu ein prominenter Gast: Nicolas Senn, SRFModerator von «Potzmusig», lud Leo Kälin für die Sendung «Viva Volksmusik» am 30. Januar 2016 in die Bodensee-Arena nach Kreuzlingen ein. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 6 anzeigen

Ritterschlag für den «Holzschnitzelkönig» Der Hausemer Kari Burkard gewinnt mit seinem 1000-PSHolzhacker Innovationspreis. Im Beisein von Bundesrat Johann Schneider Ammann sind am Donnerstagnachmittag im Berner Kursaal die Agropreise für besonders innovative Produkte und Projekte in der Schweizer Land- und Forstwirtschaft verliehen worden. Den Spezialpreis des Schweizerischen Landmaschinenverbandes gewinnt der Hausemer Karl Burkard mit seinem Holzschnitzelhacker. Sechs Jahre dauerte es, bis Burkards Idee verwirklicht war: Ein drehbarer Holzschnitzelhäcksler, der sich aus einer einzigen flexiblen Führerkabine heraus sowohl fahren als

auch bedienen lässt. Firmen aus der EU, den USA und der Schweiz steuerten die eigens für den Häcksler modifizierte Kabine, Baugruppen, Motoren, Kran und Hydraulikkomponenten bei, die bei Wüst Fahrzeug- und Maschinenbau in Eggiwil schliesslich mit dem Schweizer Hacker «verheiratet» und mit der aufwendigen elektronischen Steuerung endmontiert wurden. «Ganz bewusst habe ich mich gegen die günstigeren, aber weit weniger durchdachten Alternativen aus dem EU-Raum entschieden. Ich wollte damit ein Zeichen für den Werkplatz Schweiz setzen», erklärte Burkard. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 8

Kari Burkard (l.), Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Hacker-Hersteller Karl Wüst und Jury-Mitglied Bendicht Hauswirth anlässlich der Innovationspreisverleihung am Donnerstag im Berner Kursaal. (Bild Martin Platter)

Weiterhin tiefe Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern Unter dem Durchschnitt im Kanton Zürich Das Bundesamt für Statistik BFS erhebt jährlich in der ganzen Schweiz Angaben für die nationale Sozialhilfestatistik. In der aktuell erschienenen zahlenmässigen Erfassung für 2014 bleibt die Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern mit 1,34 % weiterhin auf tiefem Niveau. Im Kanton Zürich beträgt diese 3,2 %. Das Bundesamt für Statistik BFS erhebt jährlich in der ganzen Schweiz Angaben für die nationale Sozialhilfestatistik. In der aktuell erschienenen zahlenmässigen Erfassung für 2014 bleibt die Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern mit 1,34 % weiterhin auf tiefem Niveau. Im Kanton Zürich beträgt diese 3,2 %. Die aktuellen Zahlen der nationalen Sozialhilfestatistik für 2014 zeigen erneut eine tiefe Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern. Die Sozialhilfequote zeigt, wie gross der Anteil der Personen an der ständigen Wohnbevölkerung ist, welche Leistungen der Sozialhilfe beziehen. Anlaufstelle für alle Personen, welche wirtschaftliche Sozialhilfe benötigen, ist der Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern. Die Sozialhilfequote im Bezirk blieb mit 1,34 % auf tiefem Niveau stabil (2013:

1,32 %). Im Kanton Zürich liegt diese bei 3,2 %. Aufteilen lassen sich die Gewährung der Sozialhilfe im Bezirk Affoltern wie folgt: 28,8 % der Sozialhilfebezüger sind Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre (Kanton 31,4 %), 69,6 % sind Personen zwischen 18 und 64 Jahren (Kanton 67,4 %). Davon sind 20,5 % Alleinerziehende und 10,1 % Paare mit Kindern. 1,5 % der Sozialhilfebezüger sind Personen über 65 Jahre (Kanton 1,3 %) und 57,4 % (Kanton 52,4 %) sind Schweizer. – Die Hälfte der Sozialhilfebezüger sind weniger als ein Jahr auf Sozialhilfe angewiesen. 12,9 % (2013: 15,4 %, Kanton 2014: 14,2 %) sind Personen, welche vier Jahre und länger auf den Bezug von Sozialhilfe angewiesen sind. Dazu gehören oft auch Personen, welche in stationären Einrichtungen leben. Vollständig auf Sozialhilfe angewiesen im Bezirk sind 51,6 % der Sozialhilfebezüger (Kanton 57,1 %), während 26,6 % (Kanton 25,5 %) einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wobei Lernende ebenfalls den Erwerbstätigen zugerechnet werden. Als Nichterwerbspersonen gelten beispielsweise Personen in Ausbildung, Rentner (AHV/IV) und vorübergehend Arbeitsunfähige. Mit 673 Personen betreute der Sozialdienst Bezirk Affoltern im Jahr 2014 18 Personen mehr als im Vorjahr. (kb.)

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