Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 88 I 169. Jahrgang I Freitag, 6. November 2015
Nicht ausgeglichen
Zahlreiche Delikte
Für einmal kein Budget mit schwarzen Zahlen in Mettmenstetten. > Seite 3
Ein geständiger 23-jähriger Mann vor dem Bezirksgericht Affoltern. > Seite 5
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Generationenwechsel Historische Aumüli in Stallikon: Nachfolge von Präsident Fredi Hofmann gesucht. > Seite 8
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Aktiv, anspruchsvoller Susanne Schmid von der Pro-Senectute-Ortsvertretetung Affoltern über Pensionäre. > Seite 9
Knapp 100 Asylsuchende mehr für den Bezirk Affoltern Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich erhöht Kontingent um 0,2 Prozent Gerade erst hat der Asylbereich des Sozialdienstes Bezirk vermeldet, dass die Unterbringung der rund 30 Asylsuchenden, die aufgrund des Ausscheidens von Affoltern aus dem Zweckverband auf die übrigen 13 Gemeinden aufgeteilt werden müssen, gut vorankommt. Die überraschende Aufstockung der Aufnahmequote für die Gemeinden durch den Kanton – per 1. Januar 2016 um 0,2 Prozent (von 0,5 auf 0,7 %) oder knapp 100 Asylsuchende – erfordert nun rasch zusätzliche Anstrengungen. ................................................... von urs e. kneubühl «Vollkommen überrascht, ja geradezu überrumpelt worden», sagt Bruno Steinemann, Gemeindepräsident und Sozialvorstand in Bonstetten, sei man von der Erhöhung der Aufnahmequote für Flüchtlinge seitens des Kantons zuhanden der Gemeinden. «Gerade eben sind im Bezirk grosse Anstrengungen unternommen worden, um für rund 30 Asylsuchende, die wegen des Austritts von Affoltern nun in den anderen 13 Bezirksgemeinden untergebracht werden müssen, Lösungen zu finden. Und jetzt das.» In Bonstetten, so Steinemann, sei freier und mietbarer Wohnraum nicht einfach so rasch verfügbar. In Anbetracht der Kontingenterhöhung werde man aber Augen und Ohren nun wieder ver-
Der Container beim Schützenhaus in Knonau wird derzeit von der Familie Ali aus Syrien bewohnt. Kann mit weiteren Lösungen dieser Art der grössere Platzbedarf in den Gemeinden befriedigt werden? (Bild Werner Schneiter) stärkt offen halten. Der Bonstetter Gemeindepräsident und Sozialvorstand zählt, wie seine Amtskolleginnen und -kollegen in den anderen Bezirksgemeinden auch, auf das Geschick von Michelle Högger. Die Bereichsleiterin Asylwesen im Sozialdienst habe diesbezüglich bisher überzeugt, lobt Steinemann und ergänzt: «Der Bereich Asylwesen funktioniert einwandfrei.» Genauso überrascht über den Zeitpunkt der Quotenerhöhung zeigen sich, wie die Behörden in den Ämtler Gemeinden, auch Ivo Lötscher, Ge-
schäftsleiter Sozialdienst, und Bereichsleiterin Asyl Michelle Högger. Lötscher vermerkt, dass man nun zwar Kenntnis habe von der erhöhten Zuweisung, allerdings sei der Kanton bezüglich der Strategie, wie diese Verteilung exakt ablaufen soll, noch jede Information schuldig geblieben. «Wir haben rund ein halbes Jahr benötigt, um die Umverteilung des Affoltemer Kontingents vorzubereiten, für die jetzt auf Anfang 2016 weiter aufgestockte Zuweisung beginnen die Arbeiten nun aufs Neue.» Der Druck sei
Experimente im «Klanghotel» Kulturschaffende wagen im Mettmenstetter «Rössli» Neues Mit vier Aufführungen im «Klanghotel Rössli» in Mettmenstetten wird Mitte Januar 2016 eine Trilogie abgeschlossen. Die Veranstaltung, der 2013 und 2014 ein grosser Erfolg beschieden war, ist sozusagen auch der Auftakt zur Jubiläum «900 Jahre Mettmenstetten». Aus diesem Grund ist auch der für das «Klanghotel» auferstandene Männerchor von der Partie. Im Fokus stehen dieses Mal allerdings Experimente. Denn das «Klanghotel» ist für prominente Kulturschaffende eine Projektionsfläche für Neues und Unvorhergesehenes. Da kann es sein, dass die Walliser Sängerin Sina zusammen mit Frölein DaCapo auftritt, die ihren Bekanntheitsgrad in der Satiresendung Giacobbo/Müller gesteigert hat. «Herzschlag – Magie des Augenblicks»: So lautet das Motto im «Klanghotel». (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 11
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Vernetzungsanlass Alle Jugendarbeiten des Bezirks Affoltern haben sich zusammengefunden. > Seite 10
Mehr Sicherheit in den Quartieren 2014 reduzierten sich die Einbruchdiebstähle im Kanton Zürich um 7,6 Prozent, auf 8472. Die Kantonspolizei schreibt den nun seit Jahren währenden Rückgang zu einem grossen Teil den verstärkten Kontrollen an Dorfeingängen zu und der Kampagne «Verdacht – Ruf an!», welche die Schwelle für Anrufe auf die Nummer 117 stark habe senken können. Ein Blick in den Kanton Waadt zeigt, dass diese erfreuliche Entwicklung nicht in der gesamten Schweiz stattfindet. 2011 fand im Kanton Waadt alle 51 Minuten ein Einbruchdiebstahl statt. 2014 waren es bereits alle 46 Minuten. Im Kanton Zürich wurde 2014 alle 58 Minuten ein Einbruchdiebstahl registriert. Zum Vergleich: Zürich zählte 2014 mit 1 446 100 Einwohnern fast doppelt so viele Einwohner wie der Kanton Waadt, mit 761 200. Diese Statistiken zeigen eindrücklich, wie jahrelange Präventionsarbeit der Polizei Verbrecher abschrecken kann. Denn an den Dorfeingängen werden primär Autos kontrolliert, die – wie die meisten Einbrecher – nicht aus dem Säuliamt stammen. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen
gross und die Zeit äusserst knapp, hält der Geschäftsleiter Sozialdienst fest und verknüpft dies mit der Hoffnung, dass «wir so weiter verfahren können, wie bisher». Michelle Högger sieht ihrerseits, dass punkto Wohnraumbeschaffung noch Optionen vorhanden sind. «Wir werden diese Optionen im direkten Austausch mit den Gemeinden prüfen und eruieren, welche davon realisiert werden können.» ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 7
«Albis-Park» in Affoltern: Rekurs zurückgezogen In baurechtlicher Hinsicht steht der Realisierung des «Albis-Parks» in Affoltern nun nichts mehr im Weg: Ein Anwohner hat seinen Rekurs zurückgezogen. Die Bauherrschaft – Leuthard Baumanagement AG und Migros Genossenschaft Zürich – will nun aber nicht gleich die Baumaschinen auffahren lassen. Das Projekt wurde nämlich vor rund sieben Jahren aufgegleist und bedarf jetzt einiger Anpassungen, weil sich die Marktsituation inzwischen verändert hat. Im «Albis-Park», der nahe am Autobahnanschluss und in Nachbarschaft von Hornbach liegt, sind ein OBI-Fachmarkt, ein Gartencenter und weitere kleinere Fachmärkte geplant. Damit ist er kein Konkurrent von Hornbach. Dieser richtet sich an die Handwerker, der «Albis-Park» mehr an die Heimwerker. (-ter.)
Erneut im «Klanghotel Rössli» dabei: Philipp Galizia, auch ein begnadeter Geschichtenerzähler. (Bild zvg.)
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