Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 76 I 169. Jahrgang I Freitag, 25. September 2015
Weiterhin Aufnahme
Postagentur
Bis zu einem Neubau des Seewadels in Affoltern verstreicht noch einige Zeit. > Seite 3
Nun verschwindet die Poststelle auch in Knonau – Postgeschäfte im Volg möglich. > Seite 3
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Im Richtplanentwurf
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Der Platz der Modellfluggruppe Affoltern bietet keinerlei Konfliktstoff. > Seite 5
Tolle Stimmung Das Kinderfest «Knonau für Afrika» hat einmal mehr Massen mobilisiert. > Seite 7
Bau- und Abbruchbewilligung sind rechtskräftig – Eröffnung im Herbst 2016 Fast zehn Jahre nach Bekanntwerden der Pläne kann nun Hornbach in Affoltern den Garten- und Baumarkt realisieren. Abbruch- und Baubewilligung sind rechtskräftig. Der Rückbau der Brache, mit dem in den nächsten Wochen gestartet wird, und der Neubau nehmen zusammen rund ein Jahr in Anspruch.
Warum auch auf aussichtlosen Plätzen so viel für den Wahlkampf investiert wird. > Seite 13
Beim nationalen Wettbewerb «Recyclingkunst aus Metallverpackungen» haben die erste Klasse des Schulhauses Butzen in Affoltern sowie die die Einzelkünstlerin Marianne Simmler aus Mettmenstetten Preise gewonnen. Sie reüssierte mit dem Objekt «Duett oder Hausfrauensafari». An der Preisverleihung in Knies Kinderzoo gingen aus den 158 eingesandten Kunstwerken deren 36 aus Sieger hervor. ................................................... > Bericht auf Seite 9
Kunst und Lebenskunst am Hedinger Weiher Mit vielen Anregungen zur Frage, was denn die Kunst des Lebens ausmache, mit Gesang und Musik feierte die Bevölkerung am Hedinger Weiher den Bettags-Gottesdienst. Schon hier sei verraten: Lebenskunst bedeutet für viele Menschen, ihr Leben in Verbundenheit mit anderen Menschen zu leben. (cd.) ................................................... > Bericht auf Seite 11
................................................... von werner schneiter
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Kein schöner Anblick: Die Industriebrache an der Obfelderstrasse 35 bis 37 wird bald geräumt. (Bild Werner Schneiter) Leiter der Immobilienentwicklung bei Hornbach, auf Anfrage. Er ist überzeugt, dass das Verkehrsregime nach Eröffnung des Bau- und Gartenmarkts funktionieren wird. «Zu Staus kann es aus diversen Gründen natürlich immer kommen, aber die gibt es ja anderswo auch», fügt er bei.
Industriebrache als Schandfleck Inzwischen sind sowohl Abbruch- als auch Baubewilligung rechtskräftig.
Das Vorhaben kann nun realisiert werden. Gemäss Christian Reiber wird in den nächsten Wochen mit dem Abbruch der alten Fabrikgebäude begonnen. «Dazu ist es höchste Zeit», stellt er mit Blick auf die Ruinen und auf die derzeitige Unordnung fest. «Jugendliche feiern auf dem Areal immer wieder Partys. Und das ist gefährlich», so Reiber, der auch immer wieder Anfragen für Aktivitäten auf dem Areal erhalten hat. Als schlimmsten Tag bezeichnet er jenen, als die erste Ab-
bruchbewilligung aufgehoben wurde. Aber jetzt kann der Rückbau beginnen. «Das wird noch in diesem Herbst der Fall sein. Danach beginnen wir gleich mit dem Neubau. Zusammen nimmt das knapp ein Jahr in Anspruch», sagt der Immobilienentwickler. So wird der Baumarktriese wohl im Herbst 2016 eröffnen. Auf einen genauen Termin will sich Christian Reiber jedoch nicht festlegen. «Das mache ich in der Schweiz nie ...», fügt er schmunzelnd bei.
Zweckverband Sozialdienst feiert
Gentech-Befürworter niedergeschrien
50-Jahre-Jubiläum in Knonau
Podium zum Gentech-Moratorium
Die erste Delegiertenversammlung des heutigen Zweckverbands Sozialdienst Bezirk Affoltern fand am 22. April 1965 im Restaurant Bahnhöfli in Affoltern statt. Am Dienstag wurde in Knonau das 50-JahreJubiläum gefeiert.
Die grüne Partei lud Vertreter von SVP, FDP und CVP zu einer engagierten Podiumsdiskussion über gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ein – dabei gab es laute Nebengeräusche aus dem Publikum.
Es handelte sich um den ersten Zweckverband dieser Art im Kanton Zürich, und er galt während vieler Jahre als Vorzeigemodell, wie Gemeinden solidarisch und kostengünstig eine Aufgabe erfüllen können. Am vergangenen Dienstag feierten die Mitarbeitenden des Zweckverbands zusammen mit Behördenvertretern und Gästen in Knonau das 50-Jahre-Jubiläum.
Zeit und Energie
Ämtler Recyclingkunst ausgezeichnet
Grünes Licht für Hornbach in Affoltern
Die Pläne sind schon sehr lange bekannt: An der Obfelderstrasse 35 bis 37 in Affoltern, unmittelbar am Autobahnanschluss, plant der deutsche Baumarktriese Hornbach einen Bauund Gartenmarkt mit insgesamt 13 000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 428 Parkplätzen, die bewirtschaftet werden müssen. Und bei Parkplätzen wacht stets das kritische Auge des Verkehrsclubs (VCS), der deswegen auch in Affoltern gegen die Baubewilligung rekurrierte, beim Baurekursgericht und hernach beim Verwaltungsgericht jedoch abblitzte. Eines ist aber klar: Das grosse Bauvorhaben liegt verkehrstechnisch an einem heiklen Punkt. Die verkehrsintensive Anlage erfordert einige Massnahmen, darunter neben einem Kreisel eine Verkehrsdosierungsanlage, deren Schrankenkapazität auf stündlich 290 Fahrten ausgelegt ist. Das führt normgemäss etwa zu 240 Fahrten. «Wir erfüllen alle uns auferlegten Auflagen, die auf entsprechenden Studien basieren», sagt Christian Reiber,
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Präsidentin Margareta Wildhaber hielt Rückschau und zeigte auf, wie die Professionalisierung in der Sozialarbeit im Verlaufe der letzten 50 Jahre stets zugenommen hat. Den Wermutstropfen – den Teilausstieg der Gemeinde Affoltern aus dem Zweckverband – liess sie nicht unerwähnt. Das Jubiläumsjahr 2015 stehe ganz im Zeichen der Neuausrichtung und Umstrukturierung. «Das Ziel besteht nun darin, dass der Zweckverband Sozialdienst per 1. Januar 2016 neu ausgerichtet ist mit einem klaren Leistungsangebot und angepassten Statuten, die von allen Gemeinden positiv verabschiedet werden und in Kraft treten können.» (mvm) ................................................... > Bericht auf Seite 5
Mit dem Mettmenstetter Nationalratskandidaten und SVP-Kantonsrat Martin Haab engagierte sich ein Podiumsteilnehmer entgegen der Parteimeinung für eine GVO-freie Landwirtschaft, wie auch der grüne Nationalratskandidat. Die Vertreter von CVP und FDP sind zwar politisch engagiert, nutzten das Podium jedoch nicht für den Nationalratswahlkampf und sprachen sich für eine Liberalisierung des
Gentech-Marktes aus. Dies schien einigen Besucherinnen und Besuchern so stark zu missfallen, dass sie den Teilnehmern aus der politischen Mitte immer wieder ins Wort fielen und diese sogar niederschrien. Podiumsleiter Bernhard Schneider musste sein gesamtes Geschick aufwenden und auch hart durchgreifen, damit die Diskussion nicht aus dem Ruder lief. Ziel der Grünen Organisatoren war es, den Dialog zu fördern und damit das Thema GVO wieder auf das politische Parkett zu bringen. Die intolerant auftretenden Besuchenden schienen mit dem aufschlussreichen Dialog jedoch nichts anfangen zu können. Ihre Meinung war bereits gemacht. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 13
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