Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 70 I 169. Jahrgang I Freitag, 4. September 2015
Jahreszeitenwechsel
Grüne Logistik?
Ein Abgesang auf den Fast-Jahrhundertsommer und ein Loblied auf den Herbst. > Seite 3
Polit-Anlass des Nutzfahrzeugverbands bei der Zingg Transporte AG in Hedingen. > Seite 7
-
elementART Ausstellung von Nadette Bamert und Liliana Leins in der Galerie Märtplatz in Affoltern. > Seite 8
-
Neue Ausstellung Camille Hagner, Richard Jurtitsch und Rebecca Maeder in der Bonstetter Galerie GG. > Seite 9
-
Kompromisse helfen Ständeratskandidat Daniel Jositsch bei der Schweizer AG in Hedingen zur Energiewende. > Seite 13
Zweckverband Sozialdienst des Bezirks: Ende der Solidarität? Die Gemeindeversammlungen entscheiden über Teilrevision der Statuten Bis Ende Jahr werden die Gemeindeversammlungen sämtlicher 14 Gemeinden über die Statuten-Teilrevision des Zweckverbandes Sozialdienst Bezirk Affoltern auf 1. Januar 2016 zu entscheiden haben. Anlässlich der DV hat das Stimmverhalten einiger Delegierter zu Irritationen geführt. ................................................... von urs e. kneubühl «Enthaltungen der Delegierten in dieser Abstimmung bedeuten nicht automatisch, dass die Gemeinden die Vorlage auch ablehnen», hielt Christian Bachmann, Maschwanden, nach der Abstimmung über die Teilrevision der Statuten des Zweckverbandes Sozialdienst fest. Schliesslich sind Delegierte in ihrem Abstimmungsverhalten frei und nicht von den Gemeinden instru-
iert. Grund für diese Bemerkung lieferte das Stimmverhalten einiger Delegierter. Jene von Bonstetten, Wettswil, Stallikon und Hedingen enthielten sich der Stimme, der Vertreter von Affoltern, welches auf 2016 den Austritt aus dem Zweckbereich Sozialdienst beschlossen hat, lehnte die Vorlage ab. Diese Stimmenthaltungen irritierten, denn in der vorangegangenen Detailberatung gab es keine Wortmeldungen und keine Erklärungen über Enthaltungsgründe.
Zustimmung durch die RPK Deutlich Stellung pro Teilrevision bezog dagegen Daniel Sommer seitens der RPK, diese empfahl klar Zustimmung. Und auch Peter Reichmuth, Hausen, der gemeinsam mit acht weiteren Gemeindevertretern der Teilrevision zustimmte, bekräftigte die Bejahung der teilgeänderten Statuten: «Es ist eine gute Zwischenlösung, denn mit der Revision des Gemeinde-
gesetzes steht dann ohnehin eine Totalrevision der Statuten an.» Dies könne jedoch noch sehr lange dauern.
Lässt der Bezirkshauptort die anderen Gemeinden hängen? Mit seinem Austritt, so wird angemerkt, lasse der Bezirkshauptort die anderen Gemeinden hängen. Ebenso gibt es Stimmen, die meinen, Affoltern schneide sich ins eigene Fleisch. «Ein Alleingang kann sich nicht rechnen», hielt der an der DV verabschiedete Finanzverwalter Sozialdienst, Christian Kägi, fest. Anderer Ansicht ist da Affolterns Gemeindepräsident Clemens Grötsch: «Wir sind überzeugt, dass wir Einsparungen machen können.» Die Ablehnung der StatutenTeilrevision – trotz Austritt – begründet er mit der Missbilligung darüber, dass man als Vollmitglied nebst der Kesb zwingend alle Pflichtmodule aus dem Zweckbereich Sozialdienst übernehmen müsse. So das Asyl-Modul, ob-
wohl man ja, dank dem kantonalen Zentrum Lilienberg, die Kontingente im Asylwesen erfülle. Ivo Lötscher, Geschäftsleiter Sozialdienst, hält dem entgegen, dass sich Ende Februar 2015 Vertreter aller Verbandsgemeinden anlässlich einer Konsensversammlung einverständlich für die Lösung mit Pflichtmodulen und freiwilligen Ergänzungsmodulen entschieden haben. Zu den Pflichtmodulen gehören nebst dem Asylbereich die Berufsbeistandschaft, das Wohnheim Central und die Suchtberatung. Der Konsens habe darin bestanden, dass die Gemeinden sich bereit erklärt hätten, Affoltern den Aufwand im Asylbereich finanziell auszugleichen. Die ablehnende Haltung von Affoltern am Albis irritiert aber auch deshalb, weil es ab 2016 nur noch Mitglied im Zweckbereich Kesb ist, dieser aber grundsätzlich nicht von der Statutenänderung betroffen ist. Als erklärtes Nichtmitglied im Zweckbereich Sozialdienst lehnt der Delegierte
dennoch die Statutenänderung ab. – Christian Kägi sprach an der DV von einer generell feststellbaren Entsolidarisierung. «Dies ist mit Sicherheit nicht der Grund für meine Stimmenthaltung», stellt Monika Rohr, Stallikon, richtig und begründet: «Ich bin zwar mit dem Inhalt der Teilrevision nicht vollkommen einverstanden, aber ich finde Solidarität unter den Gemeinden wichtig und sinnvoll.» Stallikon tendiere daher im Sinne der Gemeinschaft für die Zustimmung zur Statuten-Teilrevision. Für Margareta Wildhaber steht der Solidaritätsgedanke, der im Zweckverband Sozialdienst bis heute – 50 Jahre nach der Gründung – gehalten hat, auch für die Teilrevision: «Es liegt in der Natur der Sache, dass man nicht für alle Gemeinden alles in ihrem Sinn richtig machen kann. Solidarität zu anderen Ämtler Gemeinden und Rücksichtnahme sei auch ein Grundgedanke des Zweckverbandes Sozialdienst.» anzeigen
Weiterbildung mit Spassfaktor Sportamt finanzierte der Sek. Mättmi einen Besuch im «Jumpin»
An der 6. Berufsmesse vom 11. und 12. September präsentieren fast 30 Ämtler Lehrbetriebe in Bonstetten rund 40 Berufe: vom Bau über den Detailhandel und das Gastgewerbe bis zum Finanzsektor. Organisatorin ist das Lehrstellenforum des Bezirks Affoltern, die Oberstufenschülerinnen und -schüler ins Sportzentrum Schachen einlädt, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Andererseits zeigen Lernende an der Messe ihr Können. Die besten Auftritte werden ausgezeichnet.
Eine besondere Abwechslung im Schulalltag durften die 200 Schüler der Sek. Mättmi am Dienstag erleben: Für zwei Stunden ging es ins «Jumpin». ................................................... von thomas stöckli Die Sekundarschule MettmenstettenKnonau-Maschwanden war vor einem Jahr eine der ersten Schulen, die vom Sportamt des Kantons Zürich für ihre sportfreundliche Schulkultur gewürdigt wurden. Die Auszeichnung wird mit Sport-Trikots, einer Lehrer-Weiterbildung und einem Beitrag für Sportund Bewegungsförderung honoriert. Letzterer wurde vergangenen Dienstag im Jumpin eingezogen. «Es ist genial, so eine Anlage vor der Haustür zu haben», sagt Sportlehrer Hans Schmutz. In klassenübergreifenden Gruppen durften sich am Morgen erst die Zweit-, dann die Erstklässler und am Nachmittag die Drittklässler über die Riesenrutschbahn in den Jumpin-Pool stürzen. Weiter wurden Trampolinspringen, Balancieren auf der Slackline und Beachvolleyball instruiert. Die Lehrer haben ihre sportliche Weiterbildung übrigens bereits vor den Sommerferien eingezogen. Themen waren Spielideen für kleine Turnhallen sowie tänzerische Bewegung. ................................................... > Weitere Impressionen auf Seite 3
Knapp 30 Lehrbetriebe präsentieren in Bonstetten 40 Berufe
................................................... > Bericht auf Seite 15
Flohmarkt Samstag, 12. 9. 2015 von 9 bis 12 Uhr Schachenmatten 13 8906 Bonstetten Alles muss weg!!
Ämtler Triathleten in der Weltspitze
Das «Slip’n’Slide» bereitete besonderes Vergnügen. (Bilder Thomas Stöckli)
Eine Woche nach dem Gewinn des Team-Schweizer-Meistertitels feiert das Team Koach weitere Erfolge: Tanja Bühlmann und Philipp Kounty wurden beide Weltmeister in ihren Altersgruppen an der 70.3-WM in Zell am See. Im Weiteren haben sich fünf Koach-Athleten für die 70.3-WM 2016 in Australien qualifiziert. – Gut in Szene setzte sich auch Bonstetter Patrick Wallimann an der WM in Zell am See: In der Kat. M40 der Ironman-Halbdistanz holte er sich den dritten Platz. Er freut sich nun auf die LangdistanzWM vom 10. Oktober auf Hawaii. ................................................... > Berichte auf Seite 23
500 36 9 771661 391004