Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 68 I 169. Jahrgang I Freitag, 28. August 2015
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Gebiet Seewadel bei Teilrevision der BZO in Affoltern noch kein Thema. > Seite 3
Ab 15. Oktober bietet das Spital Affoltern auch Viszeralchirurgie. > Seite 3
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Atmosphärisch Das Rampe-Openair in Hausen wurde per Live-Stream in die ganze Welt gesendet. > Seite 7
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Auf der Hebebühne Wahlkampfauftakt der FDP in Affoltern: Bei der UP AG hoch hinaus. > Seite 10
Neun von 14 Delegierten stimmten Statutenteilrevision zu Ausserordentliche Delegiertenversammlung des Zweckverbands Sozialdienst Das Traktandum Teilrevision 2016 der Statuten gab an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Zweckverbands Sozialdienst Bezirk Affoltern zu keinen Diskussionen Anlass. Es stimmten aber nur neun der 14 Delegierten zu, und die Stellung der Gemeinde Affoltern sorgt weiterhin für Kopfzerbrechen. ................................................... von marianne voss Zwei Jahre haben die Vorbereitungen für die Teilrevision 2016 der Statuten des Zweckverbands Sozialdienst gedauert. Nun wurden die 43 Artikel am Mittwochabend an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Mehrzweckgebäude Brunnmatt Obfelden innerhalb von fünf Minuten genehmigt. RPK-Mitglied Daniel Sommer hatte vor der Abstimmung noch auf einige Punkte hingewiesen, die aus seiner Sicht zu überdenken wären. Grundsätzlich befürwortet die RPK aber die Teilrevision der Statuten. Bis Ende Jahr müssen nun die Stimmberechtigten in den Gemeinden den Statuten noch zustimmen, damit diese per 1. Januar 2016 in Kraft treten können. Der Wermutstropfen des positiven Abstimmungsresultats: Ein Delegierter lehnte ab und vier enthielten sich der Stimme. Gemeinderat und Delegierter Peter Reichmuth aus Hausen sprach aus, was vermutlich einige dachten. Wenn jetzt schon klar sei, dass nicht alle Gemeinderäte den Stimmberechtigten die Vorlage zur Genehmigung empfehlen, könne man den Gang an die Gemeindeversammlungen gleich bleiben lassen. Es sei nötig, sich bald
nochmals zu treffen und abzusprechen. Denn natürlich müsste die ablehnende Haltung eines Delegierten noch lange nicht bedeuten, dass der gesamte Gemeinderat das Geschäft nicht unterstützt. Die Delegierten werden zwar von den Gemeinden gewählt, in ihrem Abstimmungsverhalten sind sie aber frei. Sie sind also nicht mit den Gemeinden gleichzusetzen. Die wichtigsten Änderungen gegenüber den aktuellen Statuten betreffen nebst verschiedenen formalen Präzisierungen in erster Linie die Modularisierung des Leistungsangebots im Zweckbereich Sozialdienst. Die Konsequenz davon ist, dass jede Verbandsgemeinde ihren Bedürfnissen entsprechend nebst den Pflichtmodulen diejenigen Ergänzungsmodule beziehen kann, die sie benötigt. Weiter wird der Kostenverteiler neu geregelt. Die Kosten werden in Zukunft zu zwei Dritteln nach Anzahl der Einwohner und zu einem Drittel nach Anzahl der Fälle verteilt. Nicht mehr berücksichtigt ist die gewichtete Steuerkraft einer Gemeinde. Dieses Kriterium wurde mit der Einführung des innerkantonalen Lastenausgleichs bereits berücksichtigt.
Sonderfall Affoltern Die Delegiertenversammlung hat also der Statuten-Teilrevision 2016 zugestimmt und zuhanden der zuständigen Organe der einzelnen Verbandsgemeinden verabschiedet. Grundsätzlich ist für das Zustandekommen nun die Zustimmung aller Verbandsgemeinden notwendig. Der Vorstand ist der Ansicht, dass eine Ablehnung ausschliesslich vonseiten Affolterns nur eine Auswirkung auf den Zweckbe-
reich Kesb hätte, da Affoltern ja beschlossen hat, ab 2016 keine Angebote mehr vom Zweckbereich Sozialdienst zu beziehen (der «Anzeiger» berichtete darüber). Diese Haltung wurde vom Gemeindeamt als korrekt betätigt. Der Bezirksrat hingegen sieht das anders und teilt die Ansicht von Affoltern. Eine Ablehnung würde dem- Der in Pension gehende Christian Kägi, Leiter Finanzen und gemäss auch den Buchhaltung, umrahmt von Geschäftsführer Ivo Lötscher Zweckbereich Sozi- (links) und Finanzvorstand Werner Michel. Vorne Präsidenaldienst betreffen. tin Margareta Wildhaber. (Bild Marianne Voss) Es bleiben also noch einige Fragen offen. Kopfzerbre- ter Christian Kägi. Während 17 Jahren chen bereitet auch die eigenartige habe er viel Durchhaltewillen für dieStellung der Gemeinde Affoltern im se nicht immer einfache Aufgabe geZweckverband. Organisatorisch be- zeigt, lobte ihn die Präsidentin steht der Zweckverband aus dem Margareta Wildhaber. Die NachfolgeZweckbereich Sozialdienst und dem rin, Franziska Camenzind, wird an der Delegiertenversammlung Zweckbereich Kesb. In letzterem ist nächsten die Mitgliedschaft obligatorisch. Ge- vorgestellt. Der bald in Pension gehenmäss Gemeindegesetz ist ein Teilaus- de Christian Kägi ergriff zum Schluss tritt aus einem Zweckverband nicht der Versammlung noch selber das möglich. Ebenso unmöglich ist ein se- Wort. Von den 50 Jahren des «Zweckparates Stimmrecht pro Zweckbe- verbandlebens» habe er einen Drittel reich. Somit wird Affoltern weiterhin mitgestaltet und auch turbulente Zeiauch in einem Bereich – im Sozialbe- ten miterlebt. «Affoltern hat sich verreich – mitreden können, von dem mutlich verrechnet, das ist meine aber keine Leistungen mehr ge- ganz persönliche Meinung», gab er zu bedenken. Er bedaure es, dass Affolwünscht werden. tern aus dem Sozialbereich austrete. «Ich stelle eine Entsolidarisierung fest. Entsolidarisierung Der Sinn und Zweck eines ZweckverDas einzige zweite Traktandum betraf bandes wäre doch, zusammen an die Verabschiedung von Finanzverwal- einem Strick zu ziehen!»
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Eigenständig agieren Seit dem 18. Mai 2015 sitzt Susanne Leuenberger für die SVP im Kantonsrat. > Seite 11
«Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait» «Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait», nennt sich das von Angela und Tochter Raphaela Höhn geschaffene Werk, das beinahe 300 Seiten umfasst. Darin offenbaren 114 Dorfbewohnerinnen und -bewohner aller Alters- und Gesellschaftsschichten ihre Lieblingsrezepte und obendrein ihre Meinung zum Dorf – Zugezogene und Alteingesessene. Es finden sich Köstlichkeiten aus aller Welt. Das Buch ist auch Spiegelbild der Gesellschaft und hat «hohe Identität stiftende Wirkung», wie der Zürcher Regierungspräsident Ernst Stocker im Vorwort schreibt. Für Gemeindepräsident Bruno Steinemann ist es ein Beitrag für ein intaktes Dorfleben. Am 24. Oktober wird das Buch getauft. (-ter.)
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Team Koach ist Schweizer Meister Das Team Koach hat die nationale Spitzenposition im Triathlon errungen. Am Samstag in Lausanne gewann Team Koach 1 in der Staffel den Schweizer Meistertitel. Bei den Einzelwettkämpfen vom Sonntag doppelte Coach-Krack Philipp Koutny mit dem Overall-Sieg nach. Lina-Kristin Schink wurde Overall Vierte. Das Team von Kurt Müller führt zudem die Clubwertung über die ganze Saison an.
Start geglückt In der vergangenen Saison, der ersten des Teams, errangen die Koach-Athleten auf Anhieb den dritten Rang in der Clubmeisterschaft. Philipp Koutny wurde Sieger in der Schweizer Einzelwertung. Kurt Müller: «Der Start ist
Erfreuliches Bild aus Ämtler Sicht: Team Koach von Kurt Müller wird Schweizer Meister im Teamtriathlon. (Bild Marianne Räss)
geglückt. Nun müssen wir den Erfolg konsolidieren, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.» Die von Kurt Müller gewünschte Verbesserung gelang – und wie: In der Teamwertung führt Koach nach sechs Rennen des Schweizer Triathlon-Circuits klar mit 580 Punkten vor dem in Thalwil domizilierten Team TempoSport mit 400 Punkten. Das Säuliamt hat gegenüber dem Kalberamt die Nase vorne. Im Einzelklassement liegen zwei Ämtler aus dem Team Koach weit vorne: Neo-Profi Urs Müller führt die Rangliste an. Olivier Herbelin, der sich mit konstanten Leistungen zu einer wichtigen Teamstütze entwickelt hat, liegt auf Platz sechs. (bs.) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 20
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