064 2015

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 64 I 169. Jahrgang I Freitag, 14. August 2015

Sanierung

Projekt stockt

Die Bauarbeiten an der Stationsstrasse in Stallikon beginnen am 17. August. > Seite 3

«Puureheimet Brotchorb», Stallikon: Beschwerden gegen Erweiterung. > Seite 5

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Wie am 1. Schultag EVP-Vertreter Daniel Sommer über seine ersten Wochen im Kantonsrat. > Seite 5

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Offene Lehrstellen Industrie, Handwerk und Gastgewerbe im Säuliamt offenbar nicht so gefragt. > Seite 7

180 000 Kubikmeter im Äbnetwald – der Gestaltungsplan liegt derzeit öffentlich auf aufgefüllt werden. Weil es an solchen Deponien mangelt, ist es kein Problem, das Abbaugebiet später wieder zu rekultivieren beziehungsweise zu bewalden.

Knonau prüft in eigener Regie

................................................... von werner schneiter Der Bauboom ist ungebrochen, der Bedarf an Kies entsprechend gross – ein unverzichtbarer Rohstoff auch für andere Bereiche wie Strassen. Seit den 90er-Jahren wird im Gebiet Äbnetwald Kies abgebaut. Nun soll der Abbau in einer vieren Etappe weitergehen: 280 000 Kubikmeter liegen auf der Zuger Seite (Gemeinde Cham), 180 000 Kubikmeter auf Gemeindegebiet von Knonau. Die Kiesmächtigkeit ist in diesen Gebieten gemäss Fachleuten gross, und zudem eignen sich die Standorte gemäss Umweltverträglichkeitsbericht für einen umfassenden Abbau. Der Äbnetwald ist nicht nur gut erschlossen, auch die Aufbereitungsanlagen und das Betonwerk liegen in unmittelbarer Nähe des Abbaugebiets, das in der vierten Etappe insgesamt 1,7 ha umfasst.

Die Knonauer Gemeinderätin Marianne Mühl vor dem Waldstreifen, der für Kiesabbau gerodet wird. (Bild Werner Schneiter) 1,1 ha Wald roden Rund 1,1 ha der neuen Abbaufläche liegen auf Waldgebiet, davon wiederum die Hälfte auf Knonauer Boden. Mit einer Rodung kann im günstigsten Fall im Winter 2016 begonnen werden. Nach Abschluss des Kiesabbaus muss die gleiche Fläche wieder aufgeforstet werden. Geplant sind ein soge-

nannter Pionierwald mit Biotopen, einer Hochhecke und Feldgehölze mit mageren Wiesenstreifen. Zudem ist vorgesehen, den jetzt unterbrochenen Wanderweg bis zur Hagendornstrasse durchgängig zu machen. Bevor die Aufforstung in Angriff genommen werden kann, muss die Kiesgrube mit nicht verschmutztem Aushubmaterial von Bauplätzen aus der Umgebung

Jubiläum Pionierhaft. Zehn Jahre Mutter-Kind-Abteilung am Spital Affoltern. > Seite 9

Affoltern wehrt sich gegen Verschlechterung des Angebotes

Auch in Knonau geht der Kiesabbau weiter In einer vierten Etappe will die Risi AG im Äbnetwald 460 000 Kubikmeter Kies abbauen, davon 180 000 Kubikmeter auf Knonauer Boden. Der Gestaltungsplan, zu dem Einwendungen möglich sind, liegt bis 1. September auch in Knonau auf. Die Gemeinde lässt ihn durch eine unabhängige Fachperson prüfen.

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In ihrer Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitsprüfung kommt die Zürcher Baudirektion zum Schluss, dass die vierte Abbauetappe «unter den entsprechenden Auflagen und Bedingungen bewilligt werden kann.» Die Gemeinde Knonau lässt den nun vorliegenden Gestaltungsplan durch Fachpersonen in eigener Regie überprüfen. «Der Gemeinde Knonau ist es wichtig, dass sämtliche Auflagen erfüllt werden, namentlich die Einhaltung der Staub- und Lärmimmissionen, wie Marianne Mühl ausführt, die im Gemeinderat Knonau für Tiefbau, Werke, Land- und Forstwirtschaft zuständig ist. Sie begrüsst es ausdrücklich, dass alle am Kiesabbau beteiligten Instanzen – Fachämter, Unternehmer und Behörden – zweimal jährlich zu einer Begehung eingeladen werden. Dabei wird unter anderem die bisherige Rekultivierung begutachtet und geprüft, wie sich Biotope, Wiesen und Hecken entwickeln. «Die Biodiversität auf dem bisherigen Abbaugebiet funktioniert», hält Marianne Mühl fest.

Während 35 Jahren war die Ökumenische Beziehungsberatungsstelle in Affoltern über einen Verein organisiert und stand allen Menschen offen. Das Angebot war breit und umfasste Beratungen bei Beziehungsproblemen jeglicher Art. Nun soll sich vieles ändern. Die Beratungsstellen im Kanton Zürich werden in Zukunft von einer zentralen Geschäftsstelle aus gesteuert und das Angebot wird nur noch klassischen Ehepaaren – möglichst mit Kindern – zur Verfügung stehen. Zudem sind nur noch Kurzberatungen möglich. Gegen den Abbau des Beratungsangebotes und die Auflösung des Vereins wehrt sich der Affoltemer Verein. Es sind Bestrebungen im Gang, die Kirchgemeinden, die ihren Beitrag in Zukunft der Kantonalkirche abliefern müssen, um einen kleineren Zusatzbetrag für das erweiterte Angebot zu bitten. Der Stellenleiter, Dr. Christoph Pally, wird seine Arbeit in Affoltern auf Ende 2016 niederlegen. (mvm)

................................................... > Bericht auf Seite 3

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Im Cup gegen den Superligisten St. Gallen: FC Hausen erwartet am Samstag 3000 Zuschauer In Rekordzeit hat das Match-OK des FC Hausen in den Sommerferien die umfangreiche Infrastruktur für das Fussballspiel der eigenen Mannschaft gegen den Superligisten St. Gallen im Schweizer Cup erstellt. Ein höchst unterschiedliches Duell. Entsprechend gross ist die Vorfreude, denn im Fussball ist stets alles möglich. Die Organisatoren erwarten rund 3000 Zuschauer. Anpfiff im Jonentäli ist am Samstag, um 18 Uhr. (map) ......................... > Bericht auf Seite 21 Knochen-Job: Bei sengender Hitze hat das Bau-Team am Montag sämtliche Tribünen im Jonentäli aufgebaut. (Bild Martin Platter)

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