Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 57 I 169. Jahrgang I Dienstag, 21. Juli 2015
Öki-Mobil
Nicht das Essen
Monatliche Entsorgungs-Tour mit fünf Haltestellen als Versuch in Obfelden. > Seite 3
Norovirus am Abschlussfest der Primarschule Obfelden: Catering war nicht die Ursache. > Seite 3
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Neustart Melanies beschwerlicher Weg aus der Drogensucht – Beginn einer dreiteiligen Serie. > Seite 4
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Unbeschwert baden Nelly Röthlisberger bringt Kindern in Affoltern den Umgang mit Wasser bei. > Seite 5
Wie lockt man eine Bundesrätin über die Reuss? Doris Leuthard spricht am 1. August in Ottenbach Was bereits viele versucht haben, ist Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger dieses Jahr gelungen: Am 1. August, um 14 Uhr hält Bundesrätin Doris Leuthard aus Merenschwand beim Pontonierhaus in Ottenbach die Festrede. ................................................... von bernhard schneider In ihrem Schreiben an Bundesrätin Leuthard hat Gaby Noser beim Bau der Reussbrücken angesetzt: «1864 – vor gut 150 Jahren also – wurden die zwei (Reuss-)Brücken Obfelden-Merenschwand und Ottenbach-Merenschwand/Birri gebaut. Damals überwanden die Bauwerke nicht nur eine Kantonsgrenze, sondern sie brachten auch katholische und protestantische Regionen näher. «Nach meinem ersten Amtsjahr als Gemeindepräsidentin von Ottenbach bin ich mehr denn je überzeugt, dass es bei der politischen Arbeit darum geht, Brücken zu bauen. Ohne Brückenschlag zwischen Interessengruppen oder über Parteigrenzen
hinweg ist es nicht möglich, unsere Region und unser Land im Interesse der Gesamtbevölkerung nachhaltig weiterzuentwickeln», hält Gaby Noser fest. Der Brückenschlag ist gelungen: Doris Leuthard hat zugesagt. «Rita Ackermann hat als Gemeinderätin schon versucht, Doris Leuthard nach Ottenbach zu bringen. Sie hat damit vorgespurt», sagt Gaby Noser, «und wahrscheinlich hatten wir auch Glück, dass ihre Agenda den Besuch in diesem Jahr zulässt», und schmunzelnd fügt sie bei: «Vielleicht hat sie auch positiv darauf reagiert, dass im Nachbardorf Ottenbach eine Frau das Gemeindepräsidium ausübt.»
Ottenbach und Merenschwand in der Geschichte In früheren Jahrhunderten war die Reuss eine schwer zu überwindende Grenze. Nicht nur, dass man lediglich mit der Fähre über den Fluss gelangen konnte. Merenschwand gehörte zu Luzern, Ottenbach zu Zürich. Luzern hatte zwar vor Zürich die Reformation durchgeführt. Da die Waldstätte den
Luzernern aber nicht folgten, kehrte die Stadt zum katholischen Glauben zurück, um die Rolle als Vorort der inneren Orte spielen zu können. Fortan waren sich Zürich und Luzern wenig freundlich gesinnt.
Ottenbacher machten sich unbeliebt Hauptstreitpunkt zwischen Ottenbach – das damals auch das heutige Obfelden umfasste – und Merenschwand waren Flussverbauungen, die gegenseitig so angebracht wurden, dass auf der eigenen Flussseite Land gewonnen werden konnte. Besonders brisant waren die Ottenbacher Güter jenseits der Reuss. Es ist nicht bekannt, wie diese zustande gekommen sind. Sie waren nicht mit Marchsteinen abgegrenzt, sondern wurden im Flächenmass Mannwerk beziffert. Mäandrierte die Reuss zuungunsten der Merenschwander Seite, mussten die Merenschwander den Ottenbachern das so verlorene Land «ennet der Reuss» ersetzen. Dies mag die Beliebtheit der Ottenbacher in Merenschwand nicht gerade gesteigert haben.
Anlässlich der Eröffnung der Bahnlinie Zürich – Affoltern am Albis – Zug spannten einerseits Ottenbach und Muri, anderseits Obfelden und Merenschwand zusammen, um als erste die Brücke über die Reuss zu eröffnen und so den Zubringerverkehr durchs eigene Dorf zu lenken. Das Konsortium Obfelden/Merenschwand entschied sich für eine Holzkonstruktion, um schneller zu sein. Das Vorhaben gelang, aber nur bis zum ersten Hochwasser. Dieses schwemmte die Holzbrücke weg – und die Ottenbacher Reussbrücke war bis zur Eröffnung der neuen Obfelder Brücke die einzige auf weiter Flur. Betrachtet man die früheren Kämpfe und Auseinandersetzungen der beiden Reussgemeinden, kommt dem Besuch von Doris Leuthard eine symbolische Bedeutung ganz im Sinn der Anfrage von Gaby Noser zu: Um die Probleme der heutigen Zeit zu lösen, müssen alle am selben Strick ziehen, unabhängig davon, von welcher Seite der Reuss sie stammen. ................................................... > Details auf Seite 11
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Machtvakuum Das Knonauer Amt und die 15er-Jubiläen: neue Strukturen im 14. Jahrhundert. > Seite 8
Hans Kaufmann feiert Golf-Erfolg Das Nationalrats-Mandat hat Hans Kaufmann abgegeben, als Kapitän der Schweizer Golf-Parlamentarier amtet er nach wie vor – und das äusserst erfolgreich. So konnte der Wettswiler mit seinen Teamkollegen, den Nationalräten Maximilian Reimann und Jürg Stahl sowie den alt Nationalräten Pierre Savary, Marcel Scherrer und René Moser am Golfturnier der europäischen Parlamentarier in Waldkirch (SG) einen Heimsieg einfahren. Kaufmann selber trug mit dem 13. Platz in der Nettowertung massgeblich zum Gewinn des Nationenpreises bei. ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen
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Säuliämtler Akrobaten überragten Spektakuläre Freestyle-Night im Jumpin Mettmenstetten Die Säuliämtler Teilnehmer liessen an der 13. Freestyle-Night nichts anbrennen. OK-Präsident Andreas Isoz aus Mettmenstetten gewann die Aerials. Der Ebertswiler Slopestyle-Weltmeister Luca Schuler schwang im Freeski-Wettbewerb obenaus. Satte Bässe wummern über den Pool. Der Speaker kündigt den letzten Springer im Freestyle-Finale an: Andreas Isoz! Das Publikum jubelt und klatscht. Isoz, letztes Jahr zwar vom Profisport zurückgetreten, aber noch immer fit, würde sich nochmals steigern müssen. Der Ukrainer Aleksander Abremenko hat eine komplexe Figur in den pechschwarzen Nachthimmel gezeichnet. Doch Isoz gibt sich keine Blösse und siegt. Die Menge tobt. Welche Figur der Mettmenstetter gesprungen ist, wird zur Nebensache. Hauptsache Spektakel. Hauptsache Party.
Siegerehrung auf dem Balance-Brett Der Tag hatte bereits am Nachmittag mit dem Qualifikationsspringen begonnen. Daneben konnten sich die Besucher auch selber auf dem Trampolin, der Slackline und verschiedenen anderen Geräten, die vor allem der
OK-Präsident Andreas Isoz gewann die 13. Freestyle-Night Samstagnacht im Mettmenstetter Jumpin. (Bild Martin Platter) Schulung des Gleichgewichtssinns dienen, versuchen. Vor allem die zahlreichen Kinder und Jugendlichen liessen sich nicht zweimal bitten. Sogar die
finale Siegerehrung auf der PartyBühne kurz vor Mitternacht fand zur Auflockerung auf dem Balance-Brett statt. Dort musste sich Isoz allerdings
Snowboard-Sieger Joël Staub geschlagen geben. (map.) ................................................... > Bericht und Interview Seite 14/15
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