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aus dem bezirk affoltern I Nr. 47 I 169. Jahrgang I Dienstag, 16. Juni 2015
Hohes Defizit
Jubiläum
Die Steuerplanung in Hedingen war zu optimistisch. > Seite 3
50 Jahre katholische Kirche St. Antonius in Obfelden – Fest am Sonntag. > Seite 7
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So stimmte der Bezirk Abstimmungstabellen und Urnengänge in den Gemeinden. > Seite 7
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Umsatz-Bremse An der Sprassensperrung haben verschiedene Ottenbacher Betriebe keine Freude. > Seite 9
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Utopie? Thema Frieden im Nahen Osten – Prominent besetztes Podium in Affoltern. > Seite 10
Sek. Hedingen: Die Hälfte der Lehrer läuft davon Hedinger Gemeindeversammlung: Die Oberstufe gab zu reden Dass die Jahresrechnung der Einheitsgemeinde um 3 Mio. Franken unter Budget abschloss, brachte die Hedinger Stimmbürger kaum aus der Ruhe. Viel intensiver wurde die Kündigungswelle der Lehrer an der Oberstufe diskutiert. ................................................... von thomas stöckli Emotionen kamen an der Hedinger Gemeindeversammlung erst nach dem offiziellen Teil auf. Schulpflege-Präsident Hermann Bättig informierte über den Exodus der Oberstufen-Lehrkräfte: Nicht weniger als sechs Lehrpersonen haben gekündet, mit drei weiteren wurde das befristete Anstellungsverhältnis nicht verlängert. Für mindestens vier der Kündigungen sei die Zusammenarbeit mit der Schulpflege und der Schulleitung ausschlaggebend gewesen, verriet Bättig. «Wir haben niemandem gekündet», hielt er wiederholt fest.
«Wir machen uns Sorgen um unsere Schule» So gilt es auf kommendes Schuljahr hin, 430 Stellenprozent zu ersetzen – von insgesamt 920. «Wir können gut aufgestellt ins neue Schuljahr gehen, meint Bättig trotzdem. So seien vier neue, erfahrene Lehrpersonen engagiert und Pensen von bereits angestellten erhöht worden. Zur Einarbeitung ins Mosaik-System – die Oberstufe Hedingen ist eine von nur zwölf Schulen dieser Art in der Schweiz – ist ein Tandem-System vorgesehen: Jeweils eine bisherige mit einer neuen Lehrperson bilden zusammen ein Klassenteam. Einzig die 45-Prozent-Stelle des schulischen Heilpädagogen gilt es nun noch zu besetzen. «Wir sind guter Hoffnung, bis Ende Schuljahr noch eine Lösung zu finden», so Bättig.
Aufsichtsbeschwerde beim Bezirksrat «Wir machen uns Sorgen um unsere Schule», «die Schule wird ins Chaos gestürzt», so und ähnlich äusserten sich
diverse Stimmbürger. «Wenn in einer Firma 50 % der Angestellten wegen der Geschäftsleitung gehen, muss man auch die Führung thematisieren», spricht einer Klartext und erntet Applaus von der Versammlung. Tatsächlich ist eine Aufsichtsbeschwerde beim Bezirksrat hängig, eingereicht von einer Lehrer- und einer Elterngruppe. Der Abschlussbericht dazu steht noch aus. «Es sind viele Fragen offen», meinte auch Daniel Tobler von der Elternmitwirkung. Er wünsche sich deshalb eine Informationsveranstaltung von Schulpflege und Schulleitung. Die Eltern seien bereits per Brief informiert worden, hielt Bättig entgegen. Eine Info-Veranstaltung sei nicht vorgesehen, werde nun aber in der Schulpflege besprochen. «Es sind sehr gute Lehrpersonen geblieben», betonte der Schulpflege-Präsident weiter, «sie und die neuen Leute haben eine faire Chance verdient.» ................................................... > Weiterer Verhandlungsbericht auf Seite 3
Der Neubau ist auf dem Areal der Schulanlage Chilefeld geplant. (Bild -ter.)
Neues Schulhaus in vier Jahren bezugsbereit? Dem Planungskredit für den Schulhausneubau ObfeldenOttenbach zugestimmt. Die Schulpflege der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach verzichtete auf einen Architekturwettbewerb und beschloss eine Gesamtleistungsanbietersubmission durchzuführen. Mit diesem Vorgehen können die Kosten der Planungsverfahren von 1,4 Mio. Franken auf 375 000 Franken herabgesetzt werden. An der Gemeindeversamm-
lung vom letzten Donnerstag ste llte der zuständige Schulpfleger Roger Dällenbach die Schulraumplanung vor. Der Baustart des neuen Schulhauses auf dem Areal der Schulanlage Chilefeld soll Ende 2017 erfolgen und der Bauplan sieht vor, dass die Schulräume im Sommer 2019 bezugsbereit sind. Der Planungskredit fand von den Stimmberechtigten eine deutliche Zustimmung. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen
Zum Saisonschluss spielen Enten die Hauptrolle Es bietet ein fast unheimlich dichtes Saisonprogramm, das Kellertheater LaMarotte in Affoltern. Jährlich gehen dort 90 Veranstaltungen über die Bühne, die Vielfalt ist gross: Da treten Tonhallen- und Jazz-Musiker auf. Ein anderes Mal sind es Politiker und Fachleute, die am Centralweg zu aktuellen Themen die Klingen kreuzen. Und zum Saisonende spielen Plastik-Enten die Hauptrolle. «Entenrennen» nennt sich die Veranstaltung. «Das ist eine Art Entschleunigung nach einer reich befrachteten Saison», sagt «LaMarotteGeschäftsführerin Isabelle Schätti. Und vor allem ein Familienanlass, bei dem die Kinder auf ihre Rechnung kommen – und dem Kellertheater obendrein Geld die die Kasse spülen, womit ein Teil der Gagen bezahlt werden kann. Für zehn Franken konnte am Samstag eine wenige Zentimeter grosse, gelbe Ente ins Rennen geschickt werden. Nach 16 Uhr wurde alle (rund 300), mit einer Nummer versehen bei der Central-Brücke in den Jonenbach gekippt. Da schwammen sie Richtung Sportplatz Moos, begleitet und enthusiastisch angefeuert von vielen Zuschauern. Für Kinder und Erwachsene mit den schnellsten Enten winkten je drei Preise. Danach gabs in dem von Architekt Bernhard Stierli grosszügigerweise zur Verfügung gestellten Lokal Fisch. Und die Gewissheit, dass das im vergangenen Jahr erstmals durchgeführte Entenrennen institutionalisiert wird. (-ter.)
200 25 Viele säumten am Samstag das Jonenbach-Ufer in Affoltern, um das «Entenrennen» zu verfolgen. (Bild Werner Schneiter)
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