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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.affolternonline.ch I Auflage 23913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 47 I 161. Jahrgang I Dienstag, 17. Juni 2014

«Stiftigsfäscht»

Weniger Steuern

Pestalozzistiftung in Knonau: Spiele-Parcours und viel Raum für Geselligkeit. > Seite 3

Hedinger Gemeindeversammlung: Rechnungen mit schwarzen Zahlen und Ja zu Geschäften. > Seite 5

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Durchwegs Ja Gemeindeversammlung Ottenbach: Anträge genehmigt – Behördenmitglieder verabschiedet. > Seite 5

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Die Sigristen Seit 30 Jahren hilft das Ehepaar Beyeler mit, dass in der ref. Kirche Obfelden alles rund läuft. > Seite 8

Fiese Masche: Enkeltrick und Seniorenfallen Regionales Treffen der Pro Senectute in Affoltern zum Thema Sicherheit Das Dienstleistungscenter Limmattal und Knonauer Amt der Pro Senectute boten den für die Gemeinden zuständigen Betreuerinnen und Betreuern am jährlichen Treffen die Möglichkeit zum Austausch über Sicherheit im Alter. Vertreter der Kantons- und der Gemeindepolizei sowie die Buchautorin Lisbeth Eller van Ligten sprachen über Enkeltrickbetrüger und andere Seniorenfallen. ................................................... von martin mullis Der Trick mit dem falschen Enkel ist zwar längst bekannt. Er funktioniert aber immer noch und ist für die fiesen Betrüger manchmal äusserst lukrativ. Mit fingierten Telefonanrufen werden meist ältere Menschen raffiniert in ein Gespräch verwickelt. Dem falschen und angeblich in Not geratenen Enkel gelingt es dann leicht, bis zu fünfstellige Beträge zu ergattern. Der gemeine Trick mit dem fingierten Enkel funktioniert immer noch, obwohl dieser seit Jahren bekannt ist und von Polizei und anderen Institutionen immer wieder davor gewarnt wird.

Aber auch andere Tricks werden bei der sogenannten Generation 60plus mithilfe von «altengerechten» Dienstleistungen und Angeboten angewendet: zum Beispiel Gratisfahrten, Begleitservice oder wohlklingende und verführerische Versprechen bezüglich der Gesundheit oder Abhilfe bei Langeweile. Am Freitagnachmittag las im Kirchgemeindehaus in Affoltern die Autorin Lisbeth Eller van Ligten aus ihrem Buch «Enkeltrick und Seniorenfallen» und wies mit einigen eindrücklichen Beispielen auf die unzähligen Machenschaften gewisser Gauner hin. Die Referentin bezeichnete das Thema als hochaktuell und betonte die hohe Gefährdung der älteren Leute.

Gutgläubigkeit lässt Senioren in die Falle tappen Sie zählte eine ganze Liste von Gründen wie Einsamkeit, Gutgläubigkeit, Hilfsbereitschaft oder Naivität auf, welche Seniorinnen und Senioren immer wieder in die Fallen tappen lassen. Markus Huber, Bezirkschef Affoltern der Kantonspolizei sowie Markus Vetsch, Chef der Gemeindepolizei unterstrichen die Ausführungen mit einem kurzen Film welcher das Vorgehen einer professionellen Enkeltrick-

«Rennenten» am Start, fesselte das das Bachufer säumende Publikum vom Start bis zum Zieleinlauf. Danach gab es im Zelt beim Gewächshaus der Gärtnerei Schneebeli ein ganz besonderes Kinoerlebnis mit zwei Stummfilmen von Charlie Chaplin, die von

Gute Betreuung Das Chinderhuus Hedingen wurde zehn Jahre alt und erhielt einen neuen Präsidenten. > Seite 9

Ueli Messmer bei den besten Segelfliegern Ueli Messmer von der Segelfluggruppe Knonauer Amt holte sich bei den Zürcher Segelflugmeisterschaften im aargauischen Buttwil den zweiten Platz. 19 Pilotinnen und Piloten konnten an vier von fünf Wettbewerbstagen starten. Einmal mussten sie wegen zu schönem Wetter am Boden bleiben. Messmer gewann am ersten und dritten Wettkampftag, was letztlich zum Vizemeisterrang reichte. ................................................... > Bericht auf Seite 18

anzeigen

Vermittelten Sicherheitstipps, von links: Markus Vetsch, Chef Gemeindepolizei Affoltern, Lisbeth Eller van Ligten, Referentin, Doris Diestelhorst, Pro Senectute, und Markus Huber, Bezirkschef der Kantonspolizei. (Bild Martin Mullis)

Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber dem Glattzentrum) und in Schlieren (im Wagi-Shopping) hat

betrüger-Bande aufzeigte. Doris Diestelhorst vom Dienstleistungscenter Limmattal und Knonauer Amt der Pro Senectute, bat die anwesenden freiwilligen Helferinnen und Helfer, die erhaltenen Tipps den betroffenen Menschen in den Gemeinden weiterzugeben. «Bitte sprechen sie mit den älteren Menschen», forderte sie die Betreuer auf, «beobachten sie gewisse Vorgänge und orientieren sie gegebenenfalls auch die Angehörigen, wenn

Sommerfest und Entenrennen Mit einem familienfreundlichen, kurzweiligen, attraktiven Sommerfest hat der Kulturkeller La Marotte, Affoltern, am vergangenen Samstagabend seine Sommerpause eingeläutet. Das dazu gestartete 1. Affoltemer Entenrennen auf dem Jonenbach, mit über 150

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Claudia Lindt, Marc Bänteli und Boris Speissegger live mit verschiedensten Musik- und Perkussionsinstrumenten sowie Geräuschutensilien vertont wurden. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

sie Unregelmässigkeiten oder ungewöhnliches Verhalten feststellen». In der Fragerunde erzählten dann einige der Betreuerinnen von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit Dieben, Gaunern und Fallenstellern. Der Chef der Kapo des Bezirks Affoltern, Markus Huber, wies dann allerdings auch noch auf die Tatsache hin, dass das Knonauer Amt laut Statistik immerhin als der sicherste Bezirk im Kanton Zürich gelte.

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Landschafts- und Erlebnistag «bim Puur» Der Verein Naturnetz Unteramt lud zur Stallvisite nach Bonstetten. Am Samstag durfte Landwirt Peter Weiss vom Hof Dachenmas in Bonstetten im Namen des Vereins Naturnetz Bonstetten und den zwei Gemeinden Bonstetten und Stallikon eine ganze Schar interessierter Naturfreunde begrüssen.

Ökologie, Biodiversität und nachhaltige Bewirtschaftung

Die über 150 wettschwimmenden Plastikenten beim 1. Affoltemer Entenrennen werden auf der gesamten JonenbachRennstrecke vom Publikum mit grossem Beifall bis ins Ziel an der Giessenstrasse begleitet. (Bild Urs E.Kneubühl)

Mit Führungen durch den Landwirtschaftsbetrieb und zwei Exkursionen in die nähere Umgebung gelang es dem jungen Bauern, zusammen mit weiteren Experten viel Wissenswertes aus den Bereichen Ökologie und Biodiversität sowie über die nachhaltige Bewirtschaftung des Landwirtschaftsbetriebes zu vermitteln. Ponyreiten für die Kinder und eine Festwirtschaft schufen eine fröhliche Stimmung für ein eigentliches Hoffest. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 7

200 25 9 771661 391004


Gemeinde Bonstetten Beschlüsse der Rechnungsgemeindeversammlung vom Dienstag, 10. Juni 2014

Die Gemeindeverwaltung bleibt am Freitag, 20. Juni 2014, aufgrund des Personalausfluges geschlossen. Bei Todesfällen steht Ihnen das Bestattungsamt am Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr unter Tel. 079 527 10 11 telefonisch zur Verfügung.

Geschäfte A. Politische Gemeinde 1. Die Jahresrechnung 2013 der Politischen Gemeinde mit Fr. 16 394 850.58 Aufwand und Fr. 18 463 953.04 Ertrag in der laufenden Rechnung, Fr. 1 445 893.44 Ausgaben und Fr 727 118.40 Einnahmen in der Investitionsrechnung, Fr. 517 078.45 Ausgaben und Fr. 437 252.– Einnahmen bei den Sachwertanlagen sowie Fr 29 035 689.79 Aktiven und Passiven wird genehmigt. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2013 Fr. 8 116 512.88. Der Ertragsüberschuss von Fr. 2 069 102.46 in der laufenden Rechnung wurde in das Eigenkapital eingelegt. 2. Der revidierten Besoldungsverordnung mit Ausnahme der Entschädigung für die Alterskommission wird zugestimmt.

Bei Arresten oder Retentionen ist der Betreibungsbeamte am Freitag von 13.00 bis 14.00 Uhr unter Telefon 079 736 15 12 für Sie zu erreichen. Ab Montag, 23. Juni 2014, sind wir gerne wieder für Sie da. Wir danken für Ihr Verständnis. Ihre Gemeindeverwaltung

B. Primarschulgemeinde 1. Die Jahresrechnung 2013 der Primarschule mit Fr. 9 546 900.06 Aufwand und Fr. 10 602 744.45 Ertrag in der laufenden Rechnung, Fr. 1 559 540.38 Ausgaben und Fr. 22 912.– Einnahmen in der Investitionsrechnung, Fr. –.– Ausgaben und Fr. –.– Einnahmen bei den Sachwertanlagen sowie Fr. 7 598 242.33 Aktiven und Passiven wird genehmigt. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2013 Fr. 4 459 212.55. Der Ertragsüberschuss von Fr. 1 055 844.39 in der laufenden Rechnung wurde in das Eigenkapital eingelegt. 2. Die Abrechnung des beantragten Planungskredites 1 200 000.– mit CHF 1 121 638.25 wird genehmigt.

von

Fr.

C. Reformierte Kirchgemeinde 1. Die Jahresrechnung 2013 der reformierten Kirche mit Fr. 769 635.61 Aufwand und Fr. 772 263.75 Ertrag in der laufenden Rechnung, Fr. –.– Ausgaben und Fr. –.– Einnahmen in der Investitionsrechnung, Fr. –.– Ausgaben und Fr. –.– Einnahmen bei den Sachwertanlagen sowie Fr. 264 849.22 Aktiven und Passiven wird genehmigt. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2013 Fr 264 ’849.22. Der Ertragsüberschuss von Fr 2628.14 in der laufenden Rechnung wurde in das Eigenkapital eingelegt. 2. Der Teilrevision der Kirchgemeindeordnung 1989, Artikel 19 mit Reduktion der Kirchenpflege von sieben auf fünf Mitglieder wird zugestimmt. 3. Folgende Personen werden als Mitglied in die Rechnungsprüfungskommission für die Amtsperiode 2014 bisw 2018 gewählt: Kilian Heitz, Alte Stationsstrasse 7 (neu) Irene Huber, Sunnebergweg 1 (neu) Andreas Kyburz, Schachenstrasse 136 (bisher) Urs-Peter Sauder, Im Bruggen 6 (bisher) Werner Utz, Bruggensteig 1 (bisher) Als Präsident der RPK wird gewählt: Urs-Peter Sauder, Im Bruggen 6 Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. Im Übrigen kann gegen diese Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- und Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Ein Rekurs gegen die Richtigkeit des Protokolls muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., eingereicht werden (gemäss § 54 des Gemeindegesetzes). Das Protokoll liegt für die Stimmberechtigten auf der Gemeindekanzlei ab sofort zur Einsichtnahme auf. Bonstetten, 17. Juni 2014 Namens der Gemeindevorsteherschaften

Gemeinderat Bonstetten

Wettswil am Albis Am 13. Juni 2014 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Mollet, Theophil Konrad

Bestattungen Maschwanden Am Montag, 23. Juni 2014, um 14.15 Uhr wird in Maschwanden bestattet:

Clerici Aldo Giacomino geboren am 5. November 1926, von Zürich ZH, verwitwet von Hilda Clerici geb. Rastetter, wohnhaft gewesen in Maschwanden, gestorben am 9. Juni 2014 in Baar ZG. Die Gemeindeverwaltung

geboren 21. März 1941, Bürger von Unterramsern SO, Ehemann der Mollet geb. Niemann, Ilse Johanna, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Röschenächerstrasse 25. Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 20. Juni 2014, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof «Heissächer», Wettswil am Albis, im engsten Familienkreis, statt. Anschliessend um 14.30 Uhr, Abdankungsgottesdienst in der reformierten Kirche Wettswil am Albis. Der Friedhofvorsteher

Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom Donnerstag, 12. Juni 2014 A. Reformierte Kirchgemeinde 1) Als Mitglieder der reformierten Rechnungsprüfungskommission wurden gewählt: • Cornelia Baumann-Zingg • Matthias Bär • Michael Grimmer • Dieter Jann • Matthias Wildhaber Als Präsidentin der reformierten Rechnungsprüfungskommission wurde gewählt: • Cornelia Baumann-Zingg 2) Die Jahresrechnung 2013 der reformierten Kirchgemeinde Hedingen wurde genehmigt. 3) Der Antrag der reformierten Kirchenpflege auf Bewilligung eines Bruttokredites für die bauliche Innen- und Aussenrenovation des Chilehuus in der Höhe von 1 190 000 Franken (inkl. 8% MwSt.) wurde angenommen. B. Politische Gemeinde 1) Die Jahresrechnung 2013 der politischen Gemeinde Hedingen wurde genehmigt. 2) Der Antrag des Gemeinderates auf Bewilligung eines Kredites in der Höhe von 479 000 Franken für die Sanierung des Werkgebäudes Vordere Zelglistrasse 2 wurde angenommen. 3) Die Anfrage gemäss § 51 GG des Vereins G8908 betreffend Verkehr wurde durch den Gemeinderat beantwortet. Protokollauflage und Rechtsmittel Die Protokolle können während 30 Tagen von dieser Publikation an gerechnet in der Gemeinderatskanzlei, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, eingesehen werden.

Einladung zur Delegiertenversammlung Donnerstag, 10. Juli 2014, 19.30 Uhr Mehrzweckraum Haus Rigi (1. OG) Melchior-Hirzel-Weg 40, Affoltern am Albis Traktanden 1. Begrüssung/Wahl der Stimmenzählerin oder des Stimmenzählers 2. Protokoll der Delegiertenversammlung vom 5. Juni 2014 3. Anträge 3.1 Genehmigung HRM1-Jahresrechnung 2013 3.2 Auflösung der Strategie- und Finanzkommission der Delegierten 3.3 Genehmigung Reglemente Finanzkompetenzen 3.4 Beschluss über Verteilung der Investitionsbeiträge der Gemeinden aus der Umwandlung der Staatsbeiträge in ein Kantonsdarlehen 4. Mitteilungen 5. Verschiedenes Spital Affoltern

Schwarzer Kater entlaufen «Moritz» ist nach Umzug von Hedingen nach Ottenbach entlaufen … er könnte im Umkreis der beiden Ortschaften auftauchen. Merkmale: ‚rechte Backe’ wegen Operation in Mitleidenschaft geraten (Fell am Nachwachsen); etwas Hängebäuchlein; einzelne weisse Härchen vorn am Hals; kastriert; grüne Augen; Vielen Dank für Hinweise an Natel 079 733 4029

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2014 1. Genehmigung der definitiven Einführung der Klassenassistenzen ab Schuljahr 2014/15 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2013 3. Genehmigung Einführung des Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2) per 1. Januar 2016 sowie Projektvereinbarung Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab heutiger Publikation im Gemeindehaus (Schalter EG) zur Einsicht auf. Rechtsmittel 1. Begehren um Berichtigung des Protokolls sind in der Form des Rekurses innert 30 Tagen, von der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern a. A. einzureichen (§ 54 Gemeindegesetz, LS 131.1). 2. Die Beschlüsse der Gemeindeversammlung können von den Gemeindebehörden, von Stimmberechtigten und von denjenigen Personen, die gemäss § 21 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG, LS 175.2) berechtigt sind, innert 30 Tagen, ab Publikation, durch Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern a.A. angefochten werden (§ 151 Gemeindegesetz, LS 131.1). 3. Im Zusammenhang mit dieser Gemeindeversammlung kann die Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung mit Rekurs in Stimmrechtssachen gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte (GPR, LS 161) spätestens innert 5 Tagen, ab dieser Publikation, beim Bezirksrat Affoltern a.A. geltend gemacht werden (§ 151a Gemeindegesetz, LS 131.1). Stallikon, 17. Juni 2014 Gemeinderat Stallikon

HERZLICHEN DANK Für die vielen Zeichen der Anteilnahme, die Karten und Gaben, die wir beim Abschied von

Franz Wörndli erfahren durften. Wir danken allen, die ihm während seines Lebens in Freundschaft begegnet sind. Ein besonderer Dank an Matthias Kühle-Lemanski für die persönlich gestaltete Abschiedsfeier.

Die Trauerfamilien

Gegen die von den Versammlungen gefassten Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Im Übrigen kann gegen die Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Hedingen, 17. Juni 2014 Reformierte Kirchenpflege und Gemeinderat Hedingen

DANKSAGUNG

Myrta Landis-Baur 22. Mai 1930 – 20. Mai 2014

WIR DANKEN VON HERZEN – für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied erfahren durften. Sie hat uns tief bewegt. – für die vielen Zeichen des Trostes und der Verbundenheit, gesprochen und geschrieben, die vielen Karten, Blumen-, Kranz- und grosszügigen Spenden. – den Arztpraxen Dr. Thomas Schmid und Dr. Karl Frehner für die gute, ärztliche Betreuung. – dem Spitexteam Wängi und dem Pflegeheim Neuhaus für die fürsorgliche, liebevolle Betreuung. – Pfarrer Matthias Ruff für die besinnliche Urnenbeisetzung und die einfühlsam gestaltete Abschiedsfeier. – für die wunderschöne musikalische Umrahmung mit Orgel, Ursula Hauser und Querflöte, Roland Schmid. Du fehlst – und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken und Augenblicke. Wettswil, im Juni 2014

Die Trauerfamilien


Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Juni 2014

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Mit Chaplin, Live-Musik und Hunderten von Enten Sommerfest und Saisonschluss des Affoltemer Kulturkellers La Marotte Mit dem 1. Affoltemer Entenrennen auf dem Jonenbach und einem höchst vergnüglichen Stummfilmabend mit Charles Chaplin, begleitet von Livemusik, geht das La Marotte in die Sommerpause. Die nächste Spielzeit beginnt am 4. September. ................................................... von urs e. kneubühl Spektakulär und spannend bis zum Schluss verläuft Affolterns 1. Entenrennen auf dem Jonenbach, veranstaltet im Rahmen seines Sommerfestes vom Kulturkeller La Marotte. Die über 150 gelben Badeenten, beim MigrosParkplatz losgelassen, werden von einer guten Hundertschaft an Publikum bei bester Laune und mit grossem Beifall auf ihrer Schwimmstrecke bis ins Ziel an der Giessenstrasse, kurz vor dem Bahnübergang, begleitet. Die Zuschauer fiebern mit, feuern an, bangen und zittern, wenn die eigene Ente oder der persönliche Favorit zuweilen in einem Strudel festsitzt oder eine seichte Strecke nur sehr mühevoll und langsam bewältigt. Wasserwalzen, Steine, Pflanzenbewuchs und – leider – zuweilen auch Unrat erweisen sich als tückische Bremsen oder schier unüberwindliche Hürden und so dauert die Wettfahrt, die beim Probelauf und bei etwas höherem Wasserstand eine knappe Viertelstunde beanspruchte, diesmal über eine Stunde. Der bombi-

gen Stimmung tut dies keinen Abbruch, andauernde Führungswechsel sorgen für hoch bleibende Erwartung und Ergriffenheit. Der Sieg gehört schliesslich der Ente der gerade einjährigen Lea Wenger aus Winterthur, vor dem gelben Plastiktier des Affoltemers Walter Rost und der Ente von Reto Hähnel, dem Vater von Lea Wenger.

Chaplins «Cure» und «Rink» mit Live-Musik Nach dem Zieleinlauf der meisten «Rennenten» und mit dem Einsammeln der unterwegs «Gestrandeten» durch das Marotte-Team ist das Familienprogramm des Marotte-Sommerfestes allerdings noch nicht zu Ende. Im Zelt beim Gewächshaus der Gärtnerei Schneebeli, zwischen Sträuchern und Setzlingen verpflegen sich die bestens gelaunten Besucher, von der MarotteCrew herzlich wie herzhaft bedient, mit exzellentem Gulasch und bereiten sich auf die nachfolgenden cineastischen Höhepunkte vor. Für das besondere Kinoerlebnis mit zwei selten gesehenen Stummfilmen von Charlie Chaplin – «The Cure» aus dem Jahr 1917 sowie dem bereits ein Jahr zuvor erschienenen «The Rink» – sorgt das Wanderkino. Wie zu Urgrossvaters und Grossmutters Zeiten werden die schwarzweissen Stummfilme mit mobiler 16-mm-Kinotechnik auf die Leinwand proijziert, während Claudia Lindt, Marc Bänteli

Mit verschiedensten Klang- und Perkussionsinstrumenten sowie Geräuschutensilien sorgten (v.l.) Claudia Lindt, Boris Speissegger und Marc Bänteli live für die «Vertonung» der gezeigten Chaplin-Stummfilme des Wanderkinos. (Bild Urs E. Kneubühl)

und Boris Speissegger live mit verschiedensten Klang- und Perkussionsinstrumenten sowie Geräuschutensilien für die entsprechende «Vertonung»

sorgen. Ein Spektakel, welches den Dreien verdient starken Beifall einbringt. Mit diesem prächtigen Sommerfest beendet der Kulturkeller La-

Marotte diese Spielsaison und geht in die Sommerpause; die nächste Spielzeit beginnt am Donnerstag, 4. September.

wir gratulieren Zum 101. Geburtstag Anna Henauer-Derungs, wohnhaft in Affoltern, dürfen wir zu einem ausserordentlichen Ereignis gratulieren: Sie feiert am kommenden Donnerstag, 19. Juni, ihren 101. Geburtstag. Herzliche Gratulation! Wir wünschen der Jubilarin einen frohen Festtag und alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

Gut gestärkt für den Spiele-Parcours? Die Freiluft-Festwirtschaft auf dem Festareal der Pestalozzistiftung in Knonau. (Bilder Thomas Stöckli)

Spiele-Parcours und viel Raum für Geselligkeit Zahlreiche Besucher am Fest der Zürcherischen Pestalozzistiftung in Knonau Am vergangenen Sonntag fand auf dem Areal des Schul- und Erziehungsheimes der Zürcherischen Pestalozzistiftung in Knonau wieder das beliebte «Stiftigsfäscht» statt. Und einmal mehr kamen Gross und Klein auf ihre Kosten. Entsprechend gross war der Besucherandrang. Nicht nur Heimleiter Dieter Loosli zeigte sich vom Betrieb erfreut. Pfeilbogenschiessen und Pendelkegeln, in einer Minute möglichst viele Kleider anziehen und mit verschiedenen Gefährten über einen Hindernisparcours laufen – elf Posten hatten die Teilnehmer des Spiele-Parcours zu bewältigen, um sich einen der Preise zu sichern. Aber natürlich konnte man es auch gemütlicher angehen lassen: bei feinen Grilladen und angeregten Gesprächen in der Freiluft-Festwirtschaft, auf dem Karussell oder beim Flanieren und Zuschauen auf dem Areal ... (tst.)

Beliebte Attraktion: Das Kinderschminken.

Spiele-Parcours mit Bogenschiessen ...

... Pendelkegeln ...

Schlange stehen vor dem Grill.

... und Boule.


In deine Hände befehle ich meinen Geist Psalm 31.6

Liegenschaften Vermietungen

TODESANZEIGE Wir trauern um unsere geliebte Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Freundin

Giuliana Angelina Bumbach-Pivetta 29. Juli 1928 - 12. Juni 2014

Sie ist völlig unerwartet und sanft in ihrem Zuhause in Locarno im 86. Lebensjahr entschlafen. 6600 Locarno, 12. Juni 2014 Wir gedenken ihrer in Liebe und Dankbarkeit Die Trauerfamilien Die Trauerfeier findet am Freitag, 20. Juni 2014, um 14.00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in 8910 Affoltern am Albis, Zeughausstrasse 3a, statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Wir versenden keine Leidzirkulare. Anstelle von Blumenspenden gedenke man im Sinne der Verstorbenen bitte des Kinderhilfswerks World Vision Schweiz, Postkonto 80-142-0. Traueradresse: Rolf Bumbach, Via Vilibaldo Bastoria 27, 6600 Locarno

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. Albert Schweitzer

TODESANZEIGE In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater

Aldo Clerici 5. November 1926 – 9. Juni 2014

Er ist am Pfingstmontag im Pflegezentrum Baar seinen Altersleiden erlegen. Möge seine Herzensgüte in unser aller Erinnerung weiterleben. Die Trauerfamilie: Marina Clerici und René Müller Dimitri und Tanja Lianakis mit Daryel Doris Wiederkehr Die Urnenbeisetzung findet am Montag, 23. Juni 2014, 14.15 Uhr, auf dem Friedhof in Maschwanden statt; anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche. Traueradresse: Marina und René Clerici Müller, Bühlstrasse 7, 8933 Maschwanden

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Juni 2014

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Zwei Mio. Franken weniger Steuern Hedinger Gemeindeversammlung: Rechnungen mit schwarzen Zahlen und Ja zu sämtlichen Geschäften Am Donnerstagabend trafen sich 65 Hedinger zur Gemeindeversammlung. Sie sagten Ja zu allen Traktanden der politischen Gemeinde und der reformierten Kirchgemeinde und wurden kurz vor 22 Uhr – pünktlich zum Anpfiff des WM-Eröffnungsspiels – wieder entlassen. ................................................... von thomas stöckli Den Aufwand konnte Hedingen im vergangenen Jahr mit 18,30 Mio. Franken um 700 000 Franken tiefer halten als budgetiert. Ertragsseitig waren es mit 18,66 Mio. allerdings sogar 1,83 Mio weniger. Statt des erwarteten Gewinns von 1,47 Mio. blieben deshalb «nur» rund 355 000 Franken. Als

Hauptgrund für das im Vergleich zu den Erwartungen um über eine Mio. Franken schlechtere Resultat machte Gemeindepräsident und Finanzvorstand Bertram Thurnherr die Steuern der juristischen Personen aus. «Wir sind in einer guten Situation», beruhigte er die Stimmbürger, «Schwankungen sind immer da.» Netto hat die Gemeinde 1,67 Mio. Franken investiert. Schwergewicht hier: Die Scheune am Trottenweg, seit Ende Mai neuer Standort der Bibliothek. Zuvor hatte schon die ref. Kirchgemeinde über tiefere Kosten und Einnahmen orientiert. Hier fiel das Resultat bei einem Aufwand von rund 754 000 Franken und einem Ertrag von 784 000 Franken zwar ebenfalls positiv, aber auch schlechter als budgetiert aus. Beide Rechnungen wurden einstimmig gutgeheissen – wie auch

alle anderen Geschäfte. Die neue Präsidentin der fünfköpfigen reformierten Rechnungsprüfungskommission (RPK) heisst Cornelia Baumann-Zingg.

Chilehuus und Werkgebäude werden renoviert Das Chilehuus soll im Sommer 2015 renoviert werden. Dafür hat die ref. Kirchgemeinde 1,19 Mio. Franken bewilligt. «Die Säle sind sehr gut ausgelastet», betonte Kirchenpflegerin Prisca Risold. Das Gebäude sei allerdings bald 30 Jahre alt und das sehe man ihm auch an, hielt sie weiter fest. Insbesondere die Küche entspricht den Anforderungen nicht. Kernstück der Renovation ist nebst neuen Decken, neuen Fenstern und einer neuen Lüftung deshalb eine Gastro-Küche für 80 Personen. Weiter werden die Woh-

Primeure und mehr Mitgestaltung Hedingen will Attraktivität der Gemeindeversammlung steigern Durch exklusive Neuigkeiten will Gemeindepräsident Bertram Thurnherr die Hedinger Gemeindeversammlung attraktiver machen. Diesmal kündete er den Grossworkshop «Hedinger Dorftreffpunkt» an. Der Gemeinderat wolle den Dialog mit der Bevölkerung intensivieren, wolle spüren, wo der Schuh drückt und die Bevölkerung in die Zukunftsgestaltung einbeziehen, ver-

riet der neue Gemeindepräsident Bertram Thurnherr im Infoteil nach der formellen Versammlung. Ein Anliegen sei es, die Gemeindeversammlung attraktiver zu gestalten. Inspiration holte Thurnherr aus einer TV-Programmzeitschrift. Dort werden die Sendungen nach Erotik, Gefühl, Action, Humor und Spannung klassifiziert. Erotik und Action schloss er als «Zugpferde» aus, die Gefühle seien themenabhängig und kaum steuerbar und der Humor gelegentlich unfreiwillig. So blieb die Spannung übrig. In

diesem Sinne will der Gemeinderat künftig immer wieder Sachen einbringen, die überraschen und so noch nie kommuniziert wurden. Die erste dieser «Primeur-Informationen» lieferte Thurnherr denn auch sogleich: Der «Hedinger Dorftreffpunkt» soll die offene Gesprächskultur im Dorf weiter fördern. Am 20. September werden Interessierte Gelegenheit haben, in Gruppen an verschiedenen Themen zu arbeiten und so die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten. (tst.)

nungen sanft renoviert und mit neuen Badezimmereinrichtungen sowie neuen Küchen ausgestattet. «Es wird Anpassungen geben», so KirchgemeindePräsident Peter Ott auf eine Frage nach den künftigen Mietpreisen für die Säle. Die Räumlichkeiten sollen aber auch künftig für die Allgemeinheit da sein: «Wir wollen kein Rendite-Objekt machen.» Das Sanierungsprojekt der politische Gemeinde war ebenso unumstritten. Das Werkgebäude ist zwar erst rund 20 Jahre alt, die Mängel – insbesondere an der Aussenhülle – aber bereits augenfällig. Für knapp 480 000 Franken sollen hier die Wohnungen renoviert (Streichen, neue Küchen und Bodenbeläge), die Fenster ausgetauscht und die Fassaden repariert werden. Weiter gibts ein neues Salzsilo und auch die Holzschnitzelheizung wird ersetzt. «Weshalb kein Anschluss ans Fernwärme-Netz?», wollten gleich zwei Votanten wissen. «Aus Kostengründen», so Thurnherr in seiner Funktion als Liegenschaftenvorstand.

Für sichere Fussgängerund Velowege Beim dritten und letzten offiziellen Traktandum hatte dann Daniel Keibach seinen grossen Auftritt: Die vierseitige Anfrage des Vereins G8908 musste der neue Hedinger Gemeindeschreiber der Versammlung ebenso vortragen wie die Antwort des Gemeinderats auf die einzelnen Punkte. «Der öffentliche Bereich soll besser verteilt werden», so das Kern-Anliegen des Vereins. Die Forderung: ein Gesamtverkehrskonzept mit Fokus auf Langsamverkehr sowie die schwachen Verkehrsteilnehmer.

«Die Sensibilisierung über die Thematik Verkehr ist in Hedingen stark ausgeprägt», heisst es in der Antwort des Gemeinderats. Die Bevölkerung werde traditionell in die Lösungssuche eingebunden. «Die Verkehrsplanung ist mit dem Abschluss der flankierenden Massnahmen (Flamas) umgesetzt worden», stellte der Gemeinderat aber auch klar.

Hedinger Weiher bereit für Badende In den informellen Teil startete Bertram Thurnherr mit seiner Ankündigung des «Dorftreffpunkts» (vgl. Kasten). Applaus gab es danach für Ruedi Fornaro. In gewohnt launiger Art gab er ein Update zur Situation am Hedinger Weiher. Gut 3000 Krebse und 120 Fische waren dem Weiher bei der Leerung im Frühling entnommen und auf andere Gewässer verteilt worden. Bei der anschliessenden Sanierung der Uferzone spielte das Wetter mit und schliesslich durften sich alle Beteiligten über einen reibungslosen Ablauf dieses einmaligen Projekts freuen. Die 18 000 m³ Wasser – der Weiher konnte bei dieser Gelegenheit zentimetergenau vermessen werden – sind nun schon fast vollständig wieder da. Die Wassertemperatur betrage aktuell 22 Grad und am Sonntag komme das neue Badefloss, verriet Fornaro weiter. Die Krebse und Fische werden nächstes Jahr wieder eingesetzt. Und mit Spannung wartet Hedingen ab, ob sein Dorfweiher künftig unter die Staudammverordnung fällt ... Schliesslich kündete Daniel Keibach an, dass die Büchlein zur Gemeindeversammlung künftig abonniert werden müssen. Ziel: Die Verschwendung von Papier eindämmen.

Ottenbach: Sämtliche Anträge gehen «schlank» durch Die Gemeindeversammlungen von Politischer Gemeinde, Primarschule und reformierter Kirchgemeinde in Ottenbach genehmigten am Donnerstagabend sämtliche Geschäfte und verabschiedeten verdiente Behördenmitglieder mit Applaus. ................................................... von urs e. kneubühl Zwei «alte», also – um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – verdiente und ein neues Gremium stellten sich vergangenen Donnerstagabend in Ottenbach den Gemeindeversammlungen von Politischer Gemeinde, Primarschule und reformierter Kirchgemeinde. Zum Schluss verabschiedeten dann die Anwesenden die abtretenden verdienten Behördenmitglieder aller drei Güter: Präsident Kurt Weber, Bruno Ruh und Fritz Schumacher von der Politischen Gemeinde, Präsident Thomas Müller, Tom Keller und Brigitte Baumgartner von der Primarschulpflege sowie Präsident Felix Weiss und Margrit Tanner von der reformierten Kirchenpflege. Ihre geleistete Arbeit wurde mit viel Applaus verdankt. 85 Stimmberechtigte konnte die neue Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger – trotz Start zur Fussball-WM in Brasilien (Anmerkung des Autors: Sämtliche drei Versammlungen waren vor dem Anpfiff zum Eröffnungsspiel beendet.) – zur Rechnungsversammlung begrüssen. Die Ende März Neugewählte präsentierte vorab den sich neu zusammensetzenden Gemeinderat mit der bisherigen Rita Ackermann, Gesundheit und Soziales, sowie den ebenfalls neu gewählten Peter Weis, Tiefbau, Roger Hatzi, Finan-

zen/Vizepräsident, und Salomon Schneider, Sicherheit. Die anschliessenden drei statutarischen Geschäfte waren rasch abgehakt und wurden von der Versammlung jeweils ohne Gegenstimme gutgeheissen: Die Jahresrechnung 2013, die mit einem Ertragsüberschuss von 119 590 Franken, entgegen dem budgetierten Aufwandüberschuss von 69 130 Franken, abschloss und der Kredit von 155 000 Franken für eine neue Bestuhlung sowie neue Küchengerätschaften für den Gemeinde-Saal und die Sanierung des Bar-Bodens im Untergeschoss. Schliesslich wurde auch dem Einbürgerungsgesuch von Adriano und Fiorina Pedranz mit grossem Applaus stattgegeben.

Primarschule und Kirchgemeinde: Ja zu je zwei Anträgen Zur Versammlung der Primarschulgemeinde, die noch von der bisherigen Pflege unter Präsident Thomas Müller geleitet wurde, waren 81 Stimmberechtigte erschienen. Ihnen präsentierte Finanzvorstand Anastasios Minidis, der demnächst das Präsidium der Schulpflege von Thomas Müller übernehmen wird, eine Jahresrechnung 2013, die beinahe einer Punktlandung gleichkommt und mit einem Aufwandüberschuss von 146 565 Franken abschliesst. Ohne Wortbegehren und Gegenstimme passierte die Jahresrechnung, ebenso der Antrag betreffend Genehmigung der Bauabrechnung der Sanierung Zwischentrakt im Schulhaus Oberdorf-Gemeindesaal. Die Baukosten wurden mit 121 715 Franken gegenüber dem im Dezember 2012 gutgeheissenen Kredit von 124 000 Franken um 2284 Franken unterschritten. – Die Kirchgemeindeversammlung, besucht von 25 Stimmbe-

rechtigten, wurde ebenfalls noch von der bisherigen Kirchenpflege unter dem zurücktretenden Präsidenten Felix Weiss geführt. Die einstimmig genehmigte Jahresrechnung 2013 schliesst bei einem Aufwand von 485 871 Franken mit einem Ertragsplus von 550 Franken ab; budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 9075 Franken. In globo wurden anschliessend die bisherigen Pierre Zinggeler, Bernhard Riniker und Martin Schmid sowie neu Samuel Ansorge und Heiner Tschopp als Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission für die Amtsdauer 2014 bis 2018 gewählt; ebenso einstimmig wurde Pierre Zinggeler zum RPK-Präsidenten erkoren.

Verabschiedung verdienter Behördenmitglieder Wie eingangs erwähnt, wurden zum Schluss der offiziellen Versammlungen die aus Schul- und Kirchenpflege sowie aus dem Gemeinderat austretenden, verdienten Mitglieder offiziell, mit Dank und Applaus verabschiedet. So verdankte die reformierte Kirchgemeinde die geleistete immense Arbeit von Margrit Tanner und Felix Weiss, der seit 2007 als Präsident amtete, während die Primarschulgemeinde Präsident Thomas Müller, Tom Keller und Brigitte Baumgartner Anerkennung und Dank dafür zollte, dass sie die Geschicke der Primarschule in den letzten zwölf, respektive acht Jahren mit Engagement wesentlich mitgeprägt haben. Sinnige wie augenzwinkernde und dekorative Geschenke, die eigenhändig von den Mitarbeitenden des Regiebetriebes gefertigt wurden, sowie grosser Applaus verabschiedeten die langjährigen Gemeinderatsmitglieder Kurt Weber, Bruno Ruh und Fritz

Schumacher. Ersterer war von 1998 bis 2005 Sicherheitsvorsteher und führte von 2005 bis 2014 den Gemeinderat und die Geschicke der politischen Gemeinde kompetent und mit Umsicht. Als besonders verdienstvoll herausgehoben wurde der Mit viel Applaus verabschiedet: Gemeindepräsident Kurt engagierte und Weber (Mitte), sowie die Gemeinderäte Bruno Ruh (links) subtil geführte und Fritz Schumacher. (Bild Urs E. Kneubühl) Kampf Kurt Webers für die Umfahrung Ottenbachs des kommunalen Abfallwesens und im Zusammenhang mit dem Auto- der Feuerpolizei auf zweckmässige, umweltfreundliche bahnzubringer. Der langjährige Ge- wirtschaftliche, meinderat und Gemeindepräsident und gesetzeskonforme Weise Dienstwar von 2009 bis 2013 auch Mitglied und Sachleistungen jeglicher Art erdes Kantonsrates und ist seit 2010 und bringt. Funktionierende und effiziente bis heute Präsident der Zürcher Pla- Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Kehrichtentsorgung waren Schunungsgruppe Knonauer Amt. Bruno Ruh seinerseits wurde 2003 macher denn auch stets ein hohes Anin den Gemeinderat gewählt, in dem liegen und ein Grund sich tatkräftig er bis 2005 als Hochbauvorsteher und einzusetzen. Als Schlusspunkt hinter danach als Sicherheitsvorsteher amte- seine Arbeit – auch jene als Vizepräsite. Ab 2010 war er zudem Vizepräsi- dent des Zweckverbandes ARA Kellerdent des Gemeinderates. Ruh hat die amt von 2008 bis 2014 – wurde kürzSicherheitsabteilung stets mit Herz- lich die erweiterte Anlage in Unterblut, Engagement, Können und Um- lunkhofen eingeweiht, in der auch die sicht geführt und zudem stets pragma- Abwasser aus Ottenbach gereinigt tisch in verschiedensten Arbeitsgrup- werden. Kurt Weber bedankte sich abpen mitgearbeitet. Von 2000 bis 2005 präsidierte er zudem den Bezirksfeuer- schliessend herzlich bei allen Behörwehrverband und ab 2005 bis heute denmitgliedern, die ihn während seiist er Vizepräsident des kantonalen ner Arbeit als Gemeinderat und Gemeindepräsident begleitet haben, für Feuerwehrverbandes. Nach zwölf Jahren als Finanzvor- die gute Zusammenarbeit. Eingestand der Primarschulgemeinde, amte- schlossen in diesen herzlichen Dank te Fritz Schumacher danach während hat er explizit auch alle Mitarbeitenacht Jahren als Tiefbauvorsteher der den der Gemeindeverwaltung und des politischen Gemeinde Ottenbach so- Regiebetriebes sowie die Einwohnerinwie im Ausschuss des Verwaltungsra- nen und Einwohner von Ottenbach tes der Dileca, die in den Bereichen für ihr fleissiges Mittun.


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Dienstag, 17. Juni 2014

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Zusammen mit dem Bauern die Landschaft erleben Landschafts- und Erlebnistag «bim Puur» des Vereins Naturnetz Unteramt in Bonstetten und Stallikon Im Säuliamt liegt die Natur sozusagen vor der Haustüre. Mit einem Landschafts- und Erlebnistag ermöglichten die Gemeinden Bonstetten und Stallikon und der Verein Naturnetz Unteramt auf dem Hof Dachenmas der Familie Weiss, die landwirtschaftliche Kultur hautnah mitzuerleben. Zwei Exkursionen in die nähere Umgebung rundeten den Ausflug ins Grüne ab. ................................................... von martin mullis Das Programm des Landschafts- und Erlebnistages des Vereins Naturnetz Unteramt bot eine vielfältige Palette an Eindrücken und Erfahrungen. Stallluft und Heu schnuppern, auf der Stallvisite die Tiere begutachten, mit einem Hofrundgang das Leben der Bauern näher erkunden und mit einem Spaziergang durch den Ökokorridor und durchs Flachmoor mehr über die Biodiversität erfahren – das waren am Samstag die Höhepunkte für die zahlreich aufmarschierten Naturfreunde. Gastgeber Peter Weiss, Betriebsleiter auf dem Bauernhof Dachenmas, freute sich, die zahlreichen Gäste zu empfangen und mit einem geführten oder individuellen Hofrundgang den Alltag eines Landwirtes näherbringen zu können. Der junge Landwirt durfte zusammen mit Gemeindepräsident Werner Michel aus Stallikon, Gemein-

derat Claude Wuillemin aus Bonstetten sowie Walter Zuber, Präsident Verein Naturnetz Unteramt, bereits am Mittag fast 100 Besucher begrüssen. Vor allem Familien mit Kindern, welche natürlich weit mehr vom Ponyreiten als von der Ökologie angetan waren, besuchten den wunderschön oberhalb von Bonstetten gelegenen Hof.

Stetig zunehmendes Littering auf den Wiesen Weiss führte seine Gäste mit interessanten Informationen durch Stall und Scheune und erklärte mit Unterstützung von Peter Fenner, Präsident des Vereins Mutterkuh Schweiz, sein Betriebskonzept. Er wies insbesondere auch auf das stetig zunehmende, äusserst lästige und für das Vieh gefährliche Littering auf den Wiesen hin. Auf seinem Hof mit etwa 60 Hektaren Gesamtfläche legt er grossen Wert auf eine nachhaltige Bewirtschaftung und kurze Transportwege, sei dies für Futter, Dünger oder Jauche. Unter den Gästen befanden sich auch Agrarökologe Daniel Winter, Gemeindepräsident Bruno Steinemann aus Bonstetten und alt Gemeindepräsident Walter Ess aus Stallikon. Die Teilnahme an zwei kurzen Exkursionen in unmittelbarer Nähe zum Ökokorridor Bahndamm, zu Wiesen und Äckern sowie zu einem Flachmoor und zu Waldrändern bot eine weitere äusserst interessante Gelegenheit, mit einem Spaziergang unter kundiger Führung, die Kulturland-

Viel Wissenswertes beim Erlebnistag bim Puur, von links: Gemeinderat Claude Wuillemin, Bonstetten, Landwirt Peter Weiss, Präsident Verein Naturnetz Unteramt, Walter Zuber und Gemeindepräsident Werner Michel, Stallikon. (Bild Martin Mullis)

schaft neu und vor allem anders zu entdecken. Die Festwirtschaft in der Scheune wurde bis zum späten Nach-

mittag nicht nur für Gespräche über Biodiversität und Naturschutz benützt, genauso wichtig war selbstver-

ständlich auch das fröhliche Beisammensein auf dem über dem Dorf gelegenen Bauernhof Dachenmas.

Die «Schmuggler Gottes» in Uerzlikon Jugend-und-Sport-Lager der Jungscharen Affoltern, Mettmenstetten, Zug, Aegeri und Brunnen Wie jedes Jahr, gabs auch heuer ein J+S-Lager der Jungscharen Affoltern, Mettmenstetten, Zug, Aegeri und Brunnen. Diesmal wurden die Zelte in Uerzlikon, neben einem Bauernhof, aufgeschlagen. Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis fünfzehn Jahren verbrachten dabei gemeinsam sonnige und abenteuerliche Tage.

Nicht alle Christen dürfen ihren Glauben so frei ausleben, wie wir in der Schweiz. Das konnten die Teilnehmenden am diesjährigen JungscharJ+S-Lager hautnah erfahren. Mit dem Thema «Schmuggler Gottes» versetzten sich die Kinder und Jugendlichen in die Lage verfolgter Christen überall auf der Welt. Bibeln sind dort nicht erlaubt, und wer eine besitzt, wird bestraft. Als Erstes bastelten die Teilnehmer in Gruppen Autos aus Karton. Ziel im Spiel war es, im Versteckten die

Grenze zu passieren und nicht von der Polizei abgefangen zu werden. In verschiedenen Geländespielen im Wald schmuggelten Kinder und Jugendliche Bibeln zu geheimen Untergrundkirchen und mussten darauf achten, nicht erwischt zu werden. Durch das schöne Wetter wurde das Schlafen im Zelt zum einzigartigen Erlebnis. Am Sonntag wartete eine neue Herausforderung auf die jungen Schmuggler: Die Bibeln mussten im Dorf Uerzlikon an «Hauskirchen» verteilt werden, wo-

Das selbst gebastelte «Auto» musste so schnell wie möglich über die Grenze. Wer sich wohl darin versteckte? (Bild zvg.)

bei man niemandem trauen konnte. Grenzwächter und Polizeibeamte durchsuchten Rucksäcke nach Bibeln und alle Informationen zu den Hauskirchen mussten streng geheim bleiben. Ein haarsträubendes Erlebnis für die Kinder, das allen Mut kostete und bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das alles sicherte im Jungschar-Lager Action, ist in vielen Ländern auf der Welt aber leider die anzeige

Realität. Am Abend lernten die Teilnehmer die Bibel besser kennen und hörten Geschichten von verfolgten Christen, die viel mit Gott erleben durften. Die gute Stimmung und lustige Gemeinschaft untereinander sorgten für ein gelungenes Lager. Die drei Tage vergingen viel zu schnell und schon wurden die Zelte wieder abgebaut und die Jungscharen machten sich auf den Heimweg.


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Dienstag, 17. Juni 2014

Damit in der Kirche alles rund läuft Regula und Ueli Beyeler, Sigristen-Ehepaar in der ref. Kirche Obfelden, feiern ihr 30-Jahre-Dienstjubiläum Wer besorgt den Traubensaft fürs Abendmahl? Wer stellt das Geschirr für Taufen bereit? Und wer ist verantwortlich, dass Kirchenglocken immer zur richtigen Zeit ertönen? In der reformierten Kirche Obfelden ist dies das Sigris-tenehepaar Regula und Ueli Beyeler, das sein 30-Jahre-Dienstjubiläum feiert. ................................................... von werner schneiter «De Chilesigrischt» nannten wir ihn in unserer Jugendzeit. Das war in Obfelden Jakob («Schaaggi») Schoch, ein ganz in der Nähe der reformierten Kirche wohnender Landwirt. Und der ging jeden Morgen kurz vor 5 Uhr die paar Meter zur reformierten Kirche und stellte das Läuten sicher. Seit den 50er- und 60er-Jahren haben sich Lebensgewohnheiten und -rhythmus stark gewandelt. Ausdruck davon ist der Umstand, dass das Frühgeläute heute nicht mehr so früh ertönt, in Zürcher Gemeinden auch aufgrund von Gerichtsurteilen. In Obfelden seit vielen Jahren um 6 Uhr, in Affoltern wurde es vor ein paar Jahren auf 7 Uhr verschoben. Nur in Maschwanden gehen die Uhren anders: Da erklingen die Morgenglocken nach wie vor sogar noch kurz vor 5 Uhr. Den einstigen Widerständen von Neuzuzügern zum Trotz. In unserer damaligen Wahrnehmung existierte der Kirchensigrist ausschliesslich als «Glockenbediener», der zuverlässig dafür sorgte, dass diese zur richtigen Zeit ertönten: auch um 11 Uhr und dann abends, zur «Bättzyt» – und natürlich bei Hochzeiten und Beerdigungen, in noch früheren Zeiten auch bei Bränden im Dorf. Noch bis in die 1940er-Jahre mussten die fünf Glocken in Obfelden von Hand in Bewegung gesetzt werden. Kräftezehrendes Seilziehen war angesagt. Längst besorgt das heute auch in Obfelden ein elektronisch gesteuertes Programm. «Läutprogramm» nennt sich die dreiseitige Exceltabelle, in der die Läutzeiten genau festgehalten werden. Aber so ganz automatisch läuft

Arbeiten im Stillen, damit in der reformierten Kirche in Obfelden alles passt: Das Sigristenehepaar Regula und Ueli Beyeler. (Bild Werner Schneiter) da nicht alles. «Bei einer Beerdigung müssen wir das Programm entsprechend anpassen. Und findet am Sonntag der Gottesdienst in einer anderen Gemeinde statt, so müssen wir das auch entsprechend programmieren», halten Regula und Ueli Beyeler fest. Wichtig ist einfach, dass man alle Ereignisse gespeichert hat und nichts vergisst! Versagen die Glocken bei einem technischen Defekt ihren Dienst, so werden die Beyelers aus der Einwohnerschaft per Telefon ziemlich schnell aufmerksam gemacht. Das zeigt, dass eine Mehrheit das Glockengeläute nach wie vor schätzt – auch um 6 Uhr in der Früh!

Grosser Aufgabenkatalog Der Aufgabenkreis einer Sigristentätigkeit erstreckt sich natürlich weit

über das Thema «Kirchenglocken» hinaus. Rund 60 Positionen enthält das von Ueli Beyeler handschriftlich angefertigte Papier. Es sind mehrheitlich keine komplizierten Aufgaben, aber die Summe und die Details machen es aus – auch wenn nun das Ehepaar, beide inzwischen im Rentenalter, die Reinigungsarbeiten in der Kirche jüngeren Kräften – Romy Studer und Iris Raimann – überlassen kann. «Dieser Bereich entsprach rund einem Drittel unserer Sigristentätigkeit. Wir sind nun froh, dass wir uns davon entlasten konnten», fügt Regula Beyeler bei, betont aber gleichzeitig, dass die Freude an der Arbeit geblieben ist. Ihr und ihrem Ehemann verbleibt weiterhin genügend Arbeit, die im Stillen verrichtet wird und von Kirchgängern, Hochzeits- und Trauergesellschaften kaum wahrgenommen wird.

Sie erfordert vor allem eines: Flexibilität und Präsenz – und die sind bei Regula und Ueli Beyeler vorhanden, nicht nur, weil beide die Pensionsgrenze erreicht haben. Sie wohnen im Gemeindehaus ganz nahe bei der reformierten Kirche, sind also sehr schnell vor Ort. Dann zum Beispiel, wenn sich ein Hochzeitspaar kurz vor der Trauung in der Kirche umsehen will, aber auch, wenn es gilt, Taufgeschirr zu waschen und bereitzustellen, genauso den Traubensaft fürs Abendmahl, wenn der Christbaum in der Kirche gestellt werden muss und an der Kinderweihnacht die Kerzen entzündet werden oder für den Sonntagsgottesdienst die richtigen Liedernummern «gehängt» werden müssen. Oder letztlich auch ein Wunsch von Pfarrerin Bettina Ferrat-Gerber erfüllt wird.

Winters gilt es, den Schnee auf dem Platz vor der Kirche zu räumen, ein anderes Mal will eine Schulklasse den Kirchturm besichtigen. Ja, es sind sehr viele Details, die sich zu einer grossen Arbeit summieren – egal, ob diese werktags oder an Wochenenden anfallen, wenn eigentlich niemand arbeiten will. Regula und Ueli Beyeler haben das Glück, bei Abwesenheit mit Walter Winkler einen äusserst zuverlässigen und ebenso flexiblen Stellvertreter aufbieten zu können. Sieben Pfarrerinnen und Pfarrer haben die Beyelers in den vergangenen 30 Jahren «erlebt» und haben grossmehrheitlich gute Erinnerungen. Mit der jetzigen Amtsinhaberin versehen sie sich gut, und sie sagen: «Ja, klar. Mir mached eusi Arbet vorläufig na wyter». Die reformierte Kirchgemeinde dankts!

Carambole – das Heimspiel Erfrischende Lesung mit Autor Jens Steiner bei Sommertemperaturen in der Bibliothek in Hausen Der in Hausen aufgewachsene Schweizer Buchpreisgewinner Jens Steiner las aus seinem preisgekrönten Roman Carambole. Eine gut besuchte Veranstaltung der Bibliothek Hausen und des Vereins Kultur in Dorf.

sen sein. Er zeigt lachend aus dem Fenster zu den Balkonen vis-à-vis und sagt, dass er jedenfalls diese Balkone vor Augen hatte, als er die Figur des Bruders, der seine Tage auf einem Balkon verbringt, erschaffen habe. In zwölf Runden steigt Figur um Figur aufs Spielfeld des Romans. Figuren, die davon ausgehen, nichts miteinander zu tun zu haben, aber in einem Dorfgefüge begegnen sich die Menschen für kürzer oder länger, wie die Spielsteine auf dem Carambole-Brett. Er skizziert glücklose Menschen, sozusagen als Gegenwelt zur Glücksschweiz. Es sind teilweise groteske Beobachtungen, die er scharfsinnig und oft auch -züngig zu Papier bringt. Steiner liest in sehr ansprechendem, geschliffenem Deutsch. Es ist eine Wohltat für Ohr und Gemüt und kommt gut an, wie die gebannte Aufmerksamkeit und die Lacher vermuten lassen.

................................................... von marlise santiago Susi Fischli Benz, Leiterin der Bibliothek Hausen, eröffnet den Abend, stellt den Jungschriftsteller – «er ist noch keine vierzig» – kurz vor und begrüsst zur «heissen Lesung». Trotz der Sommerwärme haben gut 50 Personen den Weg in die Bibliothek gefunden. An den Ort, wo Jens Steiner als Junge das Spiel Carambole ausgeliehen hat. Steiner findet es auf jeden Fall gut, wieder einmal hier zu sein, vor allem für die Hausemer, denn ab morgen breche ja dann wieder die kulturelle Einöde aus. In seinem Buch Carambole geht Steiner von einem Dorf im Schweizer Mittelland aus – es könnte auch Hau-

Roman zweimal lesen Autor Jens Steiner (Mitte) mit Susi Fischli Benz, Leiterin der Bibliothek Hausen, und Ruedi Taverna, Präsident des Vereins Kultur im Dorf. (Bild zvg.)

Es liege am Leser, der Leserin, wie sie das Buch lesen wollen. Gerade diese

Aussage, ermöglicht es einzelnen Anwesenden, den Roman ein zweites Mal zu lesen. Entspannter. Denn die Sprache, die Sätze seien wunderbar zu lesen, aber die Geschichte selber doch sehr anspruchsvoll, wie ein Besucher bemerkt, da müsste man sich ja Notizen machen, um die Zusammenhänge im Auge zu behalten. Worauf Steiner schmunzelnd erwidert, dass auch er sich während des Schreibens Notizen gemacht habe. Verabschiedet wird Steiner dann symbolträchtig mit einem Glas Hausemer Honig. Susi Fischli Benz erklärt warum: Honig und Buch entstünden nicht in einem Tag. Aus den Waben entsteht Honig, aus Buchstaben ein Buch und am Schluss sei beides etwas Vollkommenes. Und so klingt ein geistig erfrischender Vorsommer-Abend in einem Dorf im Schweizer Mittelland beim Apéro und mit angeregten Gesprächen aus, und wird in der «kulturellen Einöde» wohl auch noch nachwirken. Auf jeden Fall eine gelungene Veranstaltung vom Verein Kultur im Dorf und der Bibliothek Hausen am Albis.


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Käthy Elsener übergibt den Schlüssel an Moritz Wandeler. (Bilder sas)

Dienstag, 17. Juni 2014

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Der Clown wusste die Kinder mit einfachen Zaubertricks zu begeistern und integrierte die Kinder in seine Show.

Mit Elan, Weitsicht und Konstanz Das Chinderhuus Hedingen wurde zehn Jahre alt und erhielt einen neuen Präsidenten Gute Betreuungsplätze für Kleinkinder gehören heute zu einer ganzheitlich orientierten Agglomerationsgemeinde. Das «Chinderhuus» Hedingen konnte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen feiern und bereits auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. ................................................... von salomon schneider Vor über zehn Jahren trugen Behördermitglieder die Idee einer Kinder-

krippe an Käthy Elsener heran. Sie war von der Idee begeistert und fand vier weitere Frauen für die Trägerschaft. Die Krippe wurde am Anfang für elf Kinder konzipiert. «Die Idee war natürlich, dass wir noch weiter wachsen können», erklärt Käthy Elsener.

Starkes Wachstum dank immer grösserer Nachfrage Die Krippe lief gut an und nach ein paar Jahren wurde der Platz bereits knapp. 2008 entschied sich die Schulpflege, die Tagesstrukturen in das

«Chinderhuus»Hedingen auszugliedern. Heute besuchen täglich 33 Kinder die Krippe, über Mittag sind es sogar 44. Sie ist gut organisiert und hat eingespielte Strukturen. «Der Anfang war durchaus schwierig. Ich weiss nicht, ob wir es damals oder beim Ausbau ohne die Anstossfinanzierungen des Bundes geschafft hätten. Jetzt ist die Aufbauarbeit abgeschlossen und ich kann als Präsidentin zurücktreten», erklärt Käthy Elsener. Nach zehn Jahren als Präsidentin wird Käthy Elsener von Moritz Wandeler abgelöst. Wandeler, selbst Vater von drei Kindern, die im Hort betreut

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Fragwürdige Geschwindigkeitsmessungen in Aeugst Es gibt wohl kaum einen Einwohner in Aeugst, der im Mai beim Verlassen des Dorfes, Richtung Affoltern, den Geschwindigkeits-Messungs-Kasten bemerkte. Da wurde angeblich das gefahrene Tempo gemessen. Vermutlich hatten neben mir auch andere Verkehrsteilnehmer den Eindruck, auf dem Display des Messgerätes werde zu viel angezeigt. Heutzutage kann man als Besitzer eines Navigationsgerätes, relativ genau erkennen, wie schnell man wirklich unterwegs ist. Als ich dann eines Tages noch mit dem Traktor den Kasten passierte, bestätigte sich meine Vermutung erneut. Beim letzten Vorführen hatte man nämlich das Fahrzeug genau auf 25 km/h eingestellt. Der Kasten zeigte aber über 30 km/h an. Als ich wieder zurück kam, waren die Gemeindeangestellten gerade daran, die Einrichtung abzubauen. Ich hielt bei ihnen an und machte sie darauf aufmerksam, dass das Gerät deutlich zu viel anzeige. Zu

meinem Erstaunen sagte man mir, das wisse man schon. Nun konnte man am Freitag, 13. Juni, im «Anzeiger» lesen, etwa die Hälfte der Verkehrsteilnehmer hätte die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht eingehalten. Ich finde es fragwürdig, wenn man für diese Aussage ein Gerät verwendet, das nach meiner Schätzung gegen 20 Prozent zu viel anzeigt. Vielen korrekt fahrenden Verkehrsteilnehmern wird so ungerechtfertigt ein Fehlverhalten unterstellt. Falls das Messgerät in Zukunft erneut an einer Strasse aufgestellt wird, sollte man erwarten dürfen, dass es vorher von einer unabhängigen Fachstelle einer Überprüfung unterzogen wird. Wenn man von uns Verkehrsteilnehmern korrektes Verhalten verlangt, dürfte man es auch von einem Messgerät erwarten, das von einer Gemeinde aufgestellt wird. Johannes Weiss, Aeugst

Diskriminierung von Homosexuellen Homosexuelle Jugendliche sind zweibis zehnmal stärker suizidgefährdet als gleichaltrige Heterosexuelle. Grund dafür sind nicht verkehrte Hirnlappen, sondern Menschen wie Toni Bortoluzzi. Menschen, die Homosexualität als abnormal bezeichnen. Menschen, die meinen, sie könnten über das Leben eines anderen urteilen. Herr Bortoluzzi wohnt im Knonauer Amt – und dafür schäme ich

mich. Die Einwohner eines Bezirkes, der auf dem besten Weg dazu ist, offen und tolerant zu werden, sollten sich klar von solchen Aussagen distanzieren. Nächstes Jahr sind wieder Nationalratswahlen. Bitte denken Sie dann daran, Herrn Bortoluzzi abzuwählen. Samuel Haitz, Ottenbach Hannah Pfalzgraf, Mettmenstetten

werden, zu seinem Engagement: «Als junge Familie war es uns wichtig, an einen Ort mit funktionierenden Tagesstrukturen zu ziehen. Das hat am Schluss den Ausschlag für Hedingen gegeben. Das gute Betreuungsangebot zu erhalten, ist mir wichtig.» Auch wenn das Chinderhuus Hedingen momentan sehr gut aufgestellt sei, kämen neue Herausforderungen auf die Verantwortlichen zu, gerade mit dem Wegfall der Anstossfinanzierungen. Das «Chinderhuus» ist gerade auch als Arbeitgeber wichtig für Hedingen. 695 Stellenprozente entfallen auf ausgebildete Arbeitskräfte, 840 auf nicht

ausgebildete. Im «Chinderhuus» werden auch acht Lernende ausgebildet. Das Jubiläum der Kinderkrippe wurde feierlich begangen. Für die Kleinen gab es eine Schminkwerkstatt, einen Postenlauf, eine Tanzshow und den Auftritt eines Clowns. Gerade beim Clown fieberten die Kinder eifrig mit, wollten ihm helfen, wenn er etwas falsch verstand, und hielten sich vor Lachen die Bäuche. Auch Eltern, Angestellte und Bekannte kamen am Jubiläumsfest auf ihre Kosten. Im Restaurant konnten sie sich mit Getränken versorgen und sich untereinander vernetzen.


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 17. Juni 2014

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Kompetente Beratung Öffnungszeiten: und Verkauf von RC-Modellautos Montag 9.00 bis 12.00 Uhr, 13.30 bis 17.00 Uhr Mittwoch 13.30 bis 20.00 Uhr Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr, 13.30 bis 17.00 Uhr www.erc-seiler.ch

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Entwicklungshilfe

Grosse Disziplin

Hochkarätige Referenten am Forum Kirche und Wirtschaft im Kloster Kappel. > Seite 14

350 Kinder und Jugendliche am Junior Karate League Turnier in Bonstetten. > Seite 15

-

WM-Stimmung Hunderte verfolgten am Sonntag im Affoltemer «Break» das erste Spiel der Schweizer. > Seite 19

Konzentration unter einem Markendach Leuthard Bau AG setzt zukünftig auch auf Umbau und Modernisierung Mit Wirkung zum 1. Juni 2014 hat die Leuthard-Gruppe die Integration der Gautschi AG in die Unternehmensgruppe abgeschlossen. Seit fünf Jahren ist das Affoltemer Bauunternehmen eine 100-ProzentTochter der Leuthard-Gruppe. Der Standort in der Lagerstrasse bleibt erhalten und wird aufgewertet, die Mitarbeiterzahl wird in den nächsten Jahren sogar aufgestockt, das neue Kompetenzzentrum «Umbau und Modernisierung» ist hier gemeinsam mit anderen Abteilungen angesiedelt. «In der Region Zürich, Zug, Luzern, Aarau und Baden tritt Leuthard nun als kompetenter Komplettanbieter in den verschiedenen Disziplinen unter einem starken Namen auf», so Dieter Greber CEO bei Leuthard Holding AG. Der Aufbau eines neuen Kompetenzzentrums «Umbau und Modernisierung» ist Leuthard schon länger ein wichtiges Anliegen. Insbesondere in den Stadtregionen stehen in den nächsten Jahren zahlreiche Modernisierungsaufgaben an, Leuthard will diesen Bedarf mit Spezialisten und Fachkräften qualifiziert bedienen. Durch diese zusätzlichen Spezialisierung ist Leuthard in Zukunft auch Modernisierungspartner für private Bauherren und institutionelle Investoren bei Wohn- und Gewerbeliegenschaftssowie komplexen innerstädtischen Umbauten. Die Integration der Gaut-

schi AG wurde in den vergangenen Jahren operativ umgesetzt, am Standort Affoltern sind auch die Leuthard Abteilungen Hochbau, Baumanagement, Betoninstandsetzung beheimatet. Grösste anstehende Veränderung: der Name «Gautschi Bau» wird nicht weiter geführt und das neue Kompetenzzentrum «Umbau und Modernisierung» startet zum 1. Juni diesen Jahres und wird vom bisherigen Gautschi Geschäftsführer Ruedi Kessler geleitet.

Über Leuthard Die Leuthard-Gruppe baut auf mehr als 90 Jahre Erfahrung. Die Kompetenzen aus mehreren hoch qualifizierten Unternehmen sind unter einem Dach zu einer Gruppe zusammengeschlossen. An den Standorten in Merenschwand und Affoltern a.A. beschäftigt die Unternehmensgruppe mehr als 300 Mitarbeiter in den Bereichen Bau, Fassaden, Baumanagement und Immobilien.

Gautschi AG Die Gautschi Bau AG wurde vor 115 Jahren in Affoltern gegründet, seit 5 Jahren ist das Unternehmen Mitglied der Leuthard Bau AG in Merenschwand. Die Bauunternehmung beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und ist bekannt durch Baumeisterarbeiten bei Industrie- und Wohnbauprojekten sowie Umbau und Modernisierung im Grossraum Zürich. (pd.)

Die Leuthard AG – hier der Sitz in Affoltern – hat die Gautschi-Gruppe voll integriert. (Bild Werner Schneiter)

Willkommener «Zustupf» für Familienzentrum Intus spendet Erlös des Schifflischaukel-Betriebs an der Expo in Obfelden Die Intus AG spendet den Erlös aus dem Schifflischaukel-Betrieb an der Gewerbe-Expo in Obfelden dem Familienzentrum in Affoltern. Auch 500 Franken sind dort hochwillkommen, weil derzeit nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht wird. Die Intus AG aus Affoltern war Anfang Mai an der Gewerbe-Expo in Obfelden präsent – auch mit dem Sponsoring einer Schifflischaukel. Der Ticketverkauf brachte 408 Franken ein – trotz schlechten Wetters. Der Betrag wurde auf 500 Franken aufgerundet und per Check der Präsidentin des Familienzentrums Bezirk Affoltern, Eliane Studer Kilchenmann, übergeben. Der Entscheid, das Geld dem Verein Familienzentrum zu spenden, liegt der guten Zusammenarbeit anlässlich der Affoltemer Gewerbeausstellung von 2013 zugrunde. Damals betreuten Mitarbeiterinnen des Familienzentrums die Chinderhüeti. Das Familienzentrum des Bezirks Affoltern, ein offener Begegnungsort für Mütter, Väter und Erziehende aus allen sozialen und kulturellen Schichten, kann die 500-Franken-Spende gut gebrauchen. Denn das Amt für Jugend und Berufsbildung des Kantons Zürich (AJB) zieht sich aus der Mitfinanzie-

rung zurück. Derzeit laufen Gespräche mit den Ämtler Gemeinden über Mitfinanzierungsfragen. Das Familienzentrum mit seinen rund 45 Mitarbeitenden erwirtschaftet jährlich ca. 140 000 Franken in eigener Regie. Einen Drittel der Betriebskosten trägt der Kan-

ton. Noch fehlen laut Eliane Studer Kilchenmann ca. 100 000 Franken.

6000 Franken für wohltätige Zwecke Kernbereiche der Intus AG in Affoltern am Albis sind Immobilien, Treuhand,

Versicherungen und Rechtsberatung. Die Firma beschäftigt an zwei Standorten insgesamt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und spendet regelmässig für wohltätige Zwecke: jährlich 6000 Franken. (-ter.)

Checkübergabe bei der Intus AG in Affoltern: Eliane Studer Kilchenmann, Präsidentin des Vereins Familienzentrum Bezirk Affoltern, wird von Intus-Mitinhaber Fredy Winkler (links) und dem OK-Präsidenten der Obfelder Gewerbe-Expo, Jürg Meier, flankiert. (Bild Werner Schneiter)

WM-Fieber im EmmenCenter Während der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien verbreitet auch das Emmen-Center Fussball-Fieber. Neben diversen Infowänden rund um die Geschichte der Fussball-WM bis zurück ins Jahr 1930 verbreitet eine brasilianische Beach-Bar südamerikanisches Ambiente im Emmen-Center. Zudem sorgen an den Wochenenden brasilianische Capoeira-Künstler und SambaTänzer für heisse Rhythmen. An den Samstagen sorgen jeweils brasilianische Capoeira-Kämpfer und Samba-Tänzer für zusätzliches Brasilien-Feeling im Emmen-Center. Am 21. Juni und 5. Juli 2014 zeigen jeweils um 11.30, 12.45, 13.45 und 14.45 Uhr Akrobaten der Academia de Capoeira Zürich ihre spektakulären Darbietungen zu brasilianischer Musik. Und an den beiden Samstagen, 28. Juni und 12. Juli, sorgen fantastische brasilianische Tänzerinnen der Grupo de Danças Brasileiras aus Zürich mit viel Samba, brasilianischem Tanz und bunten Kostümen für Stimmung. Gesucht ist der Weltmeister 2014. Bis am 5. Juli kann im Emmen- Center mitgeraten und ein ausgefüllter Talon in die bereitgestellte Urne im EG geworfen werden. Unter allen Teilnehmern, die auf den richtigen Weltmeister getippt haben, wird eine Reise nach Brasilien im Wert von 5000 Franken verlost. (pd.) www.emmencenter.ch


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Vermischtes

Dienstag, 17. Juni 2014

Hitzeschutz für Dachfenster – eine gute Sache. Das finden auch die Zwillinge Stefan und Christian Bieri, Mitarbeiter der Strebel Holzbau GmbH. (Bild zvg.)

Hitze bleibt draussen Dachfenster: Massnahmen lohnen sich Die Hitze deutlich reduzieren – wer hat in den letzten Tagen nicht davon geträumt? Strebel Holzbau in Maschwanden bietet Hitzeschutz für Dachfenster. Die Temperaturen sind in den vergangenen Tagen wiederholt gegen die 30Grad-Marke gestiegen. Oft sieht man tagsüber offenstehende Dachfenster. Die Hitze soll schliesslich entweichen können, scheint sich mancher zu denken. Stimmt nicht, weiss Zimmermann Thomas Strebel. Im Gegenteil: «Offene Fenster saugen die Hitze herein.» Lüften macht aktuell nur nachts oder am frühen Morgen Sinn, wenn es etwas kühler ist. Ein Fenster muss viel aushalten können: Hitze und Frost, Wind und Hagelschauer. Dabei ist ein Dachfenster noch um ein Vielfaches stärker exponiert als ein Fassadenfenster, es bringt allerdings auch viel mehr Licht ins Haus. Damit das Fenster seine Aufgabe erfüllen kann, lohnt sich eine regelmässige Kontrolle. Richtig angebrachter Hitzeschutz kann die Lebensdauer des Fensters erhöhen. Richtig angebracht, das heisst in erster Linie aussen am Fenster. «Eine Verdunklung innen verursacht nur

ein Hitzepolster», erklärt Thomas Strebel. Die Hitze komme dann zwar etwas langsamer, dafür treffe sie das Fenster umso heftiger. Als mögliche Folgen kann sich dadurch der Fensterrahmen verziehen und Lack absplittern. Eine aussen montierte Hitzeschutz-Markise hält dagegen 90% der Hitzestrahlung ab – und lässt trotzdem noch Licht durch. Dabei muss man nicht wahnsinnig viel investieren: «Ab 130 Franken pro Fenster» sei man dabei, verrät Thomas Strebel. Gar 95% der Hitze hält ein Rollladen ab. Dieser verdunkelt allerdings auch stärker, was – je nach Raumnutzung – unerwünscht ist. Wann Sonnenschutz und wie lange lüften? Moderne Fenster können ihrem Besitzer viel Arbeit abnehmen. So gibt es integrierte Sonnenlicht- und Regenwassersensoren, die den Hitzeschutz und die Fensteröffnung steuern, die Fenster lassen sich lassen sich weiter nach den eigenen Bedürfnissen programmieren. «Wir machen nicht nur Dachfenster», stellt Thomas Strebel klar. Weitere Spezialitäten des Maschwander Familienunternehmens sind Gesamtkonzepte im Bereich Holzbau sowie Planung und Umsetzung von Neu- und Umbauten. (tst.)

Das Verkaufspersonal von Möbel Egger im Schweizer Nati-Dress. (Bilder zvg.)

WM-Fieber steigt, Preise sinken Möbel Egger in Eschenbach mit WM-Angeboten und mehr Das WM-Fieber grassiert nicht nur in den Strassen und Bars. Auch Möbel Egger in Eschenbach ist längst vom Fussball-Virus infiziert. Vom Mittwoch, 18., bis Samstag, 21. Juni, profitieren die Kunden an den «Egger-%-Tagen» von vielen Zusatzrabatten auf fast alle Möbel. Damit das Mitfiebern noch mehr Spass macht, finden Fussballbegeisterte im Shop eine grosse Auswahl an WM-Wohnaccessoires und Dekomaterial fürs Fussballfest. Das WM-Deko-Set ist übrigens auch online bestellbar. Am Wochenende des 20./21. Juni gibts für die Besucher etwas Feines vom Grill und ein Torwandschiessen, bei dem attraktive Preise winken. Zusätzlich gesteigert wird das WM-Feeling durch das Verkaufspersonal: An jenen Tagen, an denen unsere Fussballer im Einsatz stehen, präsentiert es sich im Schweizer Nati-Dress. Im Restaurant EGGspresso stehen Töggeli-Tische, die für einen Match ge-

nutzt werden können. Und am Samstag, 28. Juni, findet in der Egger-Ausstellung ein Töggeli-Kurs mit anschliessendem Turnier statt. Unter Anleitung von Mitgliedern des Tischfussballclub Malters lernen die Besucher die Techniken und allgemeinen Regeln kennen und können sie an GarlandoTurniertischen gleich ausprobieren. Das FussballFest kann beginnen! (ds) www.moebelegger.ch

Möbel Egger-Besucher messen sich im Töggele.

Roséwein ist nicht gleich Roséwein Degustation in Mü’s Vinothek, Affoltern

Von links: Albin Herzog, Maja Imhof, Alexander Brüllhardt und Mathias Kamm. (Bild Kurt Haas)

Die Albin Herzog AG beglückt Wettbewerbsgewinner der Expo Obfelden Anlässlich der Expo Obfelden 2014 vom 2. bis 4. Mai in Obfelden präsentierte die Ottenbacher Volvo-Garage Albin Herzog AG neben den aktuellen Volvo-Modellen auch den V60 Plug-in Hybrid. Albin Herzog und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich in Obfelden mit vielen Besuchern am Volvo-Stand interessante Gespräche führen und Kontakte knüpfen zu können. Und wer beim Wettbewerb mitmachte, durfte sich auf attraktive Gewinne freuen. Aus den vielen Talons mit den richtigen Antworten wurden in der Zwischenzeit die glücklichen Gewinner gezogen: Über den Hauptpreis, ein

Wochenende lang den Volvo XC60 fahren, darf sich Maja Imhof aus Obfelden freuen. Die Gewinnerin erhielt den Gutschein anlässlich eines Apéros in der Volvo-Garage in Ottenbach am letzten Mittwoch von Albin Herzog und dem Verkaufsleiter, Mathias Kamm, ausgehändigt. Ebenfalls anwesend war der 3. Gewinner, Alexander Brüllhardt, Obfelden, welcher eine sehr willkommene Wertkarte für die zur Garage gehörenden Autowaschanlage erhielt. (Ha.) Albin Herzog AG, Jonenstrasse 32, Ottenbach, Telefon 043 322 66 00, contact@albinherzogag.ch, www.albinherzogag.ch.

Es ist wieder en vogue, seinen Gästen Roséwein zu kredenzen. Die marktorientierte Sommerküche und unzählige Grill-Variationen setzen der Kreativität des Weingenusses keine Grenzen. Der ideale Roséwein hat Eigenständigkeit und Charakter, zeigt die Typizität seiner Traubensorte(n) und hat Finesse und Eleganz. Der regionale Charakter zeigt sich auch hier sehr ausgeprägt. Die Lust auf einen nächsten Schluck ist allgegenwärtig. Hier noch ein kleiner Einblick ins Programm: «12 Lunas» Rosado Bodegas Grillo, Somontano; der Typus des kräftigen, aromatischen Roséweins gekeltert aus auf über 700 M.ü.M. gewachsenen Sy-

rah-Trauben. «La Jouvence» Domaine du Montet, Bex; grossartiger, lachsfarbener Merlot-Wein aus einem der heute besten Weinbaubetriebe im Kanton Waadt. Oeil-de-Perdrix; der Klassiker unter den Schweizer Roséweinen. Vom renommierten Weingut Nadine Saxer in Neftenbach. Weitere Überraschungen stehen bereit. Ergänzt wird das Angebot durch sorgfältige ausgewählte Weiss- und Rotweine die sich ebenfalls bestens für heisse Tage und laue Nächte eignen. (pd) Degustation von Rosé- und Sommerweinen in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Freitag, 20. Juni, 18 bis 20 Uhr; Samstag, 21. Juni, 10 bis 15 Uhr. Tel. 044 776 31 15, Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.

Sommerabend-Ständchen in Zwillikon Der Musikverein Hedingen spielt auf zum Sommerabend-Ständli unter freiem Himmel, in Zwillikon. Das bereits zur Tradition gewordene Konzert findet statt am Freitag, 20. Juni, um 20 Uhr, beim Dorfmuseum Affoltern, in Zwillikon, statt.

Ab 19.30 Uhr sind die Grillmeister bereit, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Würsten und Getränken zu versorgen. Sollte es regnen, verschiebt sich der Anlass auf Freitag, den 4. Juli. Auf ein zahlreiches Erscheinen freut sich der Musikverein Hedingen.

Familien-OL der Pfadi am Samstag Südafrika, Sibirien, USA, China, Agrabah, und Frankreich entdecken – das kann, wer die Pfadi Albis&Felsenegg auf ihrer Weltreise begleitet. Der traditionelle Familien-OL, ist ein Plausch-OL für Jung und Alt, Singles und Familien, sowie alle anderen Pfadi-Begeisterten. Dieses Jahr kann man zum Beispiel beim Bogenschiessen oder beim Boule (Boccia) Punkte holen. An diesem Plausch-OL zählen Kreativität, Originalität und Geschick! Deshalb sollte man sich den Samstag, 21. Juni, von 13.30 bis ca. 17.30 Uhr reservieren. Flugtickets für diese Weltreise gibts beim Check-in am Flughafen Beerimoos, in Wettswil (Vitaparcours). Es warten jede Menge Spass sowie eine kleine Verpflegung im Ziel (ab 16.30 Uhr). Einpacken sollten man wettergerechte Kleidung, Sport- oder Wanderschuhe, und eine Trinkflasche für alle Fälle. Es lohnt sich, dabei zu sein, wenn der in die Vergessenheit geratene und verstaubte, nun aber wieder restaurierte rosarote Turnschuh (Wander-Pokal) dem Sieger übergeben wird. Speziell eingeladen seien alle ehemaligen Pfadfinder, ganz im Sinne von: Einmal Pfadi immer Pfadi, können Erinnerungen wachgerufen und wieder erlebt werden. Samstag, 21. Juni, 13.30 bis ca. 17.30 Uhr, Beerimoos, Wettswil. Weitere Infos: www.pfadi-af.ch.


veranstaltungen

Atempausen im Alltag Sich selber eine Pause gönnen Dem Zusammenhang von (er-)leben und glauben auf den Grund gehen: Die katholische Pfarrei Affoltern lädt regelmässig zu Donnerstagabend-Veranstaltungen. Jede Woche bringt spannende, herausfordernde, erfreuliche und weniger erfreuliche Gegebenheiten. Jede Woche bringt auch Zeiten mit sich, in denen nichts geleistet werden muss und das Sein im Mittelpunkt steht. Zu einer solchen Zeit lädt die Pfarrei Affoltern herzlich ein. Im Vordergrund steht dabei nicht die religiöse Einstellung, sondern das gemeinsame Nachdenken über Alltagserfahrungen in Verbindung mit Erfahrungen, wie sie Menschen schon damals, in «biblischen Zeiten» im All-

tag und mit Gott gemacht haben. So kann ein Zusammenhang von (er-)leben und glauben entstehen. Für viele Erfahrungen kann man dankbar sein, – auch das soll Raum haben. Jeder Abend hat ein Thema. Spätere Themen können je nach Interesse der Teilnehmenden in Absprache eingebracht werden. Die Veranstaltung findet einmal wöchentlich bzw. zweiwöchentlich Donnerstags, 19 bis 19.45 Uhr, statt. Jeder Abend kann für sich besucht werden. Veranstaltung «Atempausen im Alltag» Donnerstags, 19 Uhr. Nächste Termine: 19. und 26. Juni, 3., 10.,17. und 24. Juli. im katholischen Pfarreizentrum, Seewadelstrasse 13, Affoltern. Keine Anmeldung nötig. Auskünfte: Linda Cantero, Theologin, Erwachsenenbildnerin Tel. 043 322 61 17.

Sternwanderung ins Kloster Kappel Ökumenische Aktion in der Johannisnacht Zum dritten Mal findet sie statt: die Pilgersternwanderung ins Kloster Kappel während der kürzesten Nacht von Samstag auf Sonntag, 21. und 22. Juni. Los geht es in Affoltern mit einer Einstimmung und kurzen Besinnung in der reformierten Kirche um 23 Uhr unter der Leitung von Elisa-Maria Jodl. Die Wegzeit beträgt am Tag rund zweieinhalb Stunden. Des Nachts können es mit einer Ruhephase in der Rifferswiler Kirche bis zu vier Stunden werden. Der Schritt wird langsamer, vor allem auch im Wald. Nach Möglichkeit wird auf Taschenlampen verzichtet, so dass sich die Augen ans nächtliche Dunkel gewöhnen. So lernen die Wanderer, mit den Füssen zu «schauen» und den Weg mit Blick nach oben zu erkennen. Die kleine Lichtschneise zwischen den Bäumen weist die Richtung. Eine spannende Erfahrung, vielleicht sogar eine Schule fürs Leben? Je nach Witterung und Mondstand kann es geschehen, dass die Gruppe im Grossholz beim Einbiegen in den Wald von absolutem Dunkel überrascht wird. Kein Auge gewöhnt sich so schnell daran. Da hilft ein kleines Licht. Auf Forst- oder geteerten Strassen geht es – möglichst im Schweigen – darum, sich mit der Nacht, ihrem Dunkel und dem fehlenden Überblick

vertraut zu machen, sowie sich selbst mit Gefühlen und Gedanken wahrzunehmen. Zwischendurch ein Halt, ein Zusammenwarten und ein kleiner Impuls. Der Blick ins Tal, wenn man vor dem Paradiesli aus dem Wald kommt oder am Buchberg den Sternenhimmel schauen – sofern das Wetter mitspielt. Nach etwa zwei Dritteln der ganzen Strecke gibt es – je nach Wandertempo eine kleine oder grössere – Pause zur Stärkung in der Kirche Rifferswil. Auch eine Stärkung für den inneren Menschen: Was oder wer trägt durch die Nacht, wenn ich müde werde? Wer hält mich, wenn der Überblick über das Gewohnte wegfällt? In Kappel wird die Gruppe mit dem Johannisfeuer auf dem Amtsplatz empfangen. Es stehen auch heisser Tee und Früchtebrot zur Verfügung. Für die Zwischenverpflegung bei der Ankunft und das reichhaltige Morgenessen fallen 25 Franken Kosten an. Das reguläre Morgenbuffet wird ergänzt mit Rösti und Speck. Nach dem Morgenessen ist ein Transportservice nach Affoltern und Baar gewährleistet, bis der öV regulär verkehrt. Anmeldung erforderlich bis Freitag, 20. Juni, 20 Uhr, an Elisa-Maria Jodl, Telefon 044 760 18 08 oder em.jodl@bluewin.ch. Ausrüstung: Gutes Schuhwerk. Kleidung je nach Wetterverhältnissen. Zwischenverpflegung. Durchführung bei jedem Wetter.

Der Jodlerklub Affoltern singt die Jodlermesse von Jost Marty. (Bild zvg.)

Gottesdienst mit Jodlermesse Am Sonntag, 22. Juni, werden in der reformierten Kirche Affoltern urchige und volkstümliche Weisen erklingen: Der Jodlerklub Affoltern singt die Jodlermesse von Jost Marty. Früher gab es für Gottesdienste keine passende Jodelliteratur. Der Innerschweizer Lehrer, Organist, Gründer und Leiter zahlreicher Chöre Jost Marty schloss hier eine Lücke, als er im Jahre 1974 zu eigenen Texten die erste «Jodlermesse» komponierte. Schnell fanden die fünf auf die Liturgie des Gottesdienstes abgestimmten Jodellieder – von «Dir, Herr, wemmer singe» bis «Mit Dym Säge wemmer gah» –

Aufnahme in das Repertoire von Jodelchören aus der ganzen Schweiz, so auch in das des Jodlerklubs Affoltern am Albis. Einige Lieder sang der Jodlerklub bereits am Krankensonntag im Spitalgottesdienst; im Gottesdienst vom 22. Juni wird nun die ganze Messe zu hören sein. Dabei sind Kenner und Liebhaber des Jodelgesangs ebenso willkommen wie Zeitgenossen, die mit diesem Stück Schweizer (Musik)Kultur noch wenig vertraut sind und Lust haben, eine ihnen noch fremde (Klang-)Welt zu entdecken. Die Sänger und Sängerinnen des Jodlerklubs, ihre Dirigentin Therese Lüscher und Pfarrerin Bettina Bartels laden herzlich ein. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Anschliessend Apéro im Chilehuus.


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Veranstaltungen

Dienstag, 17. Juni 2014

Im Namen der Rose

Vielfalt, die zur Begegnung einlädt

Rosenfest in Schonau, Hausen

Fest der Kulturen in Affoltern lockt mit reichem Programm

Manche verströmen einen betörenden Duft, andere überraschen mit wechselnden Farben, leuchtenden Hagebutten oder einer überwältigenden Blütenpracht. Wer Rosen in all ihrer Vielfalt erleben möchte, sollte sich das Rosenfest vom 20. bis 22. Juni in Hausen nicht entgehen lassen.

Menschen aus verschiedensten Kulturen werden den Platz unter dem Kasinovordach mit Spezialitäten, Tänzen und Musik aus ihren Heimatländern beleben. Der Anlass am 21. Juni dauert von 9.30 bis etwa 15 Uhr und um 20.15 Uhr macht das Interkulturelle Theater Maxim mit «Kisskill» im Kasinosaal den Abschluss des Tages.

................................................... von esther kall Um auch privaten Gartenliebhabern das unmittelbare Erlebnis der Schönheit und riesigen Vielfalt der blühenden Rose zu ermöglichen, veranstaltet das Team der Baumschulen Reichenbach wiederum das traditionelle Rosenfest mit Festival-Charakter, das im Juni bereits zum 16. Mal auf dem malerisch gelegenen Gelände des Betriebes in Hausen stattfinden wird. Neu dauert der Anlass drei Tage, nämlich von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. Juni. «Gartenpflanzen mit heimischen Wurzeln», verheisst die Beschriftung der Firmenautos. Und genau diese Passion für die Anzucht von Rosen und zahlreicher anderer Gewächse auf eigenem Grund und Boden erfährt man auch im Gespräch mit Andrea und Andreas Reichenbach, den Inhabern der Baumschulen Reichenbach.

Betriebes. Denn was hier oben auf rund 620 M.ü.M. unter rauheren Bedingungen gezogen wurde, gedeiht auch problemlos in tieferen Lagen mit milderem Klima. Auf einer Fläche von rund 13 Hektaren werden eine Vielzahl winterharter Gartenpflanzen unter naturnahen Bedingungen angebaut. Bewässert wird mit gesammeltem Regenwasser aus dem Speicher, das danach aus den Kulturen in den hofeigenen Weiher abfliesst. Um die Pflanzungen optimal bewirtschaften zu können, wird auf dem Betrieb zeitweise althergebracht mit einem PS gearbeitet. Vor allem die Hackarbeit zwischen den Pflanzenreihen, werden mit dem Freiberger erledigt. Im Gegensatz zu einer Maschine verdichtet ein Pferd den Boden nur punktuell und schont zudem die Zweige der Pflanzen. Bäume, Sträucher und Rosen werden geschnitten, geformt, bewässert und regelmässig verpflanzt. Nur so bleiben die Wurzelballen kompakt und die Pflanze wächst später im Garten besser an. Andreas Reichenbach legt grossen Wert auf robuste, gesunde Pflanzen und verfügt über entsprechende Erfahrung und viel Geduld, sie zu produzieren. Dies gilt für die Rosenstecklinge ebenso wie für zwanzigjährige Bäume. Rosenfest vom 20. bis 22. Juni jeweils ab 10 Uhr auf dem Gelände der Baumschule Reichenbach,

Naturnah produziert Die beiden führen den Familienbetrieb in dritter Generation und beschäftigen zwölf Mitarbeiter. Heimische Wurzeln sind das Geheimnis des

Schonau 1, Hausen. Anziehungspunkte: Sandhaufen, Hoftiere, Pferdekutschenfahrt durchs romantische Betriebsgelände, Unterhaltungsprogramm und Festwirtschaft. Infos: www. baumschulen-reichenbach.ch, Telefon 044 764 03 04.

Laut Einwohnerkontrolle leben allein in Affoltern Menschen aus mehr als 40 verschiedenen Nationen. Am Fest der Kulturen werden etwa 20 davon vertreten sein – durch Menschen, die in Affoltern und Umgebung leben und ihre Herkunft näherbringen wollen. Eine gute Gelegenheit also, mehr über andere Kulturen zu erfahren und einander zu begegnen – sei das im Gespräch, beim Kosten von Spezialitäten an den Ständen, durch das Lesen von Informationen, beim Mittanzen oder Zuhören der vielen musikalischen Darbietungen.

Vielfältiges Programm – auch für Kinder Im Laufe des ganzen Festes werden Klänge aus Italien, Venezuela, Schweiz, Eritrea und Ecuador den Platz erfüllen und Tänze aus Finnland, Kosovo, Sri Lanka und Russland zu bestaunen sein. Auch ein Grusswort des Gemeinderates wird nicht fehlen, welches um ca. 11.15 Uhr Martin Gallusser an alle Anwesenden richten wird. Kinder können sich die Lieblingsflagge oder ein sonstiges Sujet auf die Wangen schminken lassen, an einem Maltisch Bilder zeichnen oder Bücher aus verschiedenen Kulturen anschauen und sogar in den Genuss einer Geschichte kommen. Ebenso lädt der Wettbewerb dazu ein, Neues zu erkunden: Wieder gilt es herauszufinden, wie ein bestimmtes Wort in den verschiedenen Sprachen heisst. Gegen den Schluss des Festes um etwa 14.30 Uhr werden die Auflösung und die Preisverlosung stattfinden.

Lieder aus aller Welt zum Mitsingen um ca. 13 Uhr

Ein herzliches Willkommen nach Art des Rosenfestes: Riesige Rosengestecke in Herzform hängen am Zwetschgenbaum. (Bild zvg.)

Miteinander Singen hat eine verbindende Kraft; dafür soll auch an diesem Fest Raum sein. In einem Offenen Singen können Lieder aus sechs Ländern

Verschiedene Kulturen vereint in Tanz und Musik. (Bild zvg.) kennen gelernt und mitgesungen werden. Unterstützt wird der Singteil von Leuten der zwei offenen Singgruppen («Einfach Singen» und «Kraft der Lieder»), die sich beide je einmal pro Monat in Affoltern treffen, um Lieder aus aller Welt zu singen. Das Fest der Kulturen (ehemals «Begegnungstag») wird von der reformierten Kirche Affoltern und der ka-

Theater um Emanzipation, die Rolle der Frau sowie Macht und Gewalt In einer Nacht- und Nebelaktion stürmen zwei Frauen einen Radiosender und nehmen die Moderatorin einer Frauen-Sendung als Geisel. Die Aktion ausgelöst hat der gewaltsame Tod ihrer Freundin Maloba. Die Besetzerinnen rufen alle Zuhörerinnen dazu auf, in den Sender zu kommen, für ihre Rechte einzustehen und gegen die Unterdrückung und Ausbeutung der Frau zu protestieren. Kontroverse Haltungen treffen aufeinander. Ein Miteinander scheint unmöglich, zu unterschiedlich sind die Erwartungen. In KissKill stellt sich das Ensemble Fragen zur Emanzipation, zur Rolle der Frau, aber auch zu Macht und Gewalt. Der Abend thematisiert die Sehnsucht nach einem Ausstieg aus der Diskriminierung und den Drang nach Selbstbestimmung, die Verwirrung der Werte und die Ratlosigkeit des Agierens. Wie bei den Maxim-Produktionen üblich, entwickelte sich das Stück während der Probe und ist von der Mitarbeit der

Hilfswerke und Entwicklungszusammenarbeit: wozu das Ganze? Nächste Veranstaltung des Forums Kirche und Wirtschaft am Dienstag, 24. Juni Hochkarätige Referenten beleuchten im Kloster Kappel die Entwicklungshilfe aus der Sicht des Staates, der Hilfswerke und der Industrie. Alljährlich zur Fastenzeit stellt die ökumenische Kampagne von «Brot für alle» und des «Fastenopfers» ein Thema in den Mittelpunkt. Dank einer Vielzahl von Aktionen und dem Engagement zahlloser Freiwilliger wird die Bevölkerung auf Missstände sensibili-

siert und durch die grandiose Unterstützung von Spenderinnen und Spender können die gesammelten Mittel direkt vor Ort eingesetzt werden. Doch ist das nicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein? Seit Jahrzehnten leisten die Industrieländer Entwicklungshilfe – und trotzdem leben noch 1,2 Mrd. Menschen in absoluter Armut. Immer noch muss die Hälfte der Menschen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. Der grösste Teil von ihnen lebt in Indien und China. Dies sind Länder,

Referenten und Podiumsteilnehmer: Dr. Willi Graf, Stv. Chef Regionale Zusammenarbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Bern; Peter Niggli, Geschäftsleiter Alliance Sud (Arbeitsgemeinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für

alle, Helvetas, Caritas, Heks), Bern; Dr. Michael Fahrbach, Leiter Nachhaltigkeit, Glencore International AG, Baar; Dr. David Signer, NZZ-Redaktor International Dossier Afrika (Moderation).

welche die wirtschaftliche Globalisierung wesentlich mitbestimmen, als Land ein hohes Wachstum aufweisen, aber aus politischen und sozialen Gründen Schwierigkeiten haben, die Armut ganz zu überwinden. Der andere Teil der Armen lebt in Ländern, die als Land insgesamt noch arm sind sowie in Regionen, die von Konflikten und Katastrophen stark betroffen sind und zwar zumeist in Afrika. Sie leiden an mangelnder Bildung und lebensnotweniger Versorgung mit Wasser, Ernährung und Gesundheit. Oft gehören massive Korruption und systematische Diskriminierung von sozialen Gruppen und insbesondere von Mädchen und Frauen zu ihrem Alltag. Hier setzt die Entwicklungszusammenarbeit an. Sie umfasst Programme für soziale und wirtschaftliche Infrastruktur, Landwirtschaft, bessere Regierungsführung, Friedensförderung oder Konfliktprävention. Für die Umsetzung ist die DEZA mit den Hilfswer-

tholischen Pfarrei Affoltern organisiert und durchgeführt. Zusammen mit Kultur in Affoltern wird um 20.15 Uhr auch noch das Interkulturelle Maxim Theater veranstaltet, das dieses Jahr unter der Leitung der Regisseurin Jasmine Hoch («Schweizerpass-Superstar») das Stück «KissKill» spielt (vgl. Kasten). Das Fest der Kulturen findet bei jedem Wetter statt.

ken verantwortlich. Und auch die Industrie investiert in Entwicklungszusammenarbeit. Doch, wem nützt sie? Verhindert sie nicht sogar die Entwicklung der armen Länder? Wer profitiert schlussendlich am meisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die nächste Veranstaltung «Wirtschaft und Werte» des Forums Kirche und Wirtschaft Fachstellenleiter Christoph Balmer ist es gelungen, hochkarätige Referenten (vgl. Kästchen) dafür zu engagieren, welche die Thematik aus der Sicht des Staates, der Hilfswerke und der Industrie beleuchten. Entwicklung oder Entwicklungszusammenarbeit?

Spielerinnen und ihren Erfahrungen geprägt. Das bietet Einblick in fremde Welten, die die Rolle der Frau über die jeweilige kulturelle Tradition so ganz anders definieren. Ein aktuelles gesellschaftspolitisches Themenfeld, das in seiner Dringlichkeit alle Teile der Gesellschaft betrifft. Die Geschichte verläuft kontrovers und drastisch, wird immer wieder durch komische Situationen gebrochen, ist politisch unkorrekt überhöht und vor allem leidenschaftlich und kraftvoll. Sie ist fiktiv, aber weist als Folge des grossen Improvisationsanteils im Probenprozess einen hohen Grad an verdichteter Authentizität auf. Es spielen Frauen zwischen 25 und 60 Jahren unterschiedlichster Nationalitäten. Samstag, 21. Juni, 20.15 Uhr, Kasinosaal, Marktplatz 1, Affoltern. Eintritt: 25 bis 15 Franken, Bewilligung N gratis. Ticketreservationen: buero@maximtheater.ch oder 077 441 62 89/ 043 317 16 27. Infos: www. maximtheater.ch.

Abschlussarbeiten im Ennetgraben Mehr als 100 Drittklässler der Sekundarschule Affoltern/Aeugst präsentieren ihren Eltern und Interessierten am Donnerstagabend, 19. Juni, ihre Abschlussarbeiten. Der Elternrat verwöhnt mit Essen und Getränken. Um 18 Uhr öffnet die Festwirtschaft, um 18.30 ist die offizielle Begrüssung in der Aula Ennetgraben mit einzelnen Projektpräsentationen, Modeschau, anschliessend sind die Projektarbeiten bis 21.30 Uhr an «Marktständen» auf dem oberen Pausenplatz und bei schlechtem Wetter in der Turnhalle zu bestaunen. Weitere Infos unter: www.osa.ch.

in kürze

Anlaufstelle für Jugend und Eltern

Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft im Zwiespalt zwischen Entwicklungszusammenarbeit, Investition und Verantwortung. Forum am Dienstag, 24. Juni, 18.30 bis 22 Uhr (inkl. Apéro riche), Kloster Kappel, Kappel am Albis. Anmelden unter www.forum-kirchewirtschaft.ch. Unkostenbeitrag: 45 Franken (beim Eintritt zu entrichten).

Mit dem Projekt «Halle 43» möchte die offene Jugendarbeit Unteramtplus eine Anlaufstelle bieten. Infos dazu gibts am Donnerstag, 19. Juni, 20 bis 22 Uhr an der Stationsstrasse 43 (Rellog AG) in Bonstetten.


Sport

Dienstag, 17. Juni 2014

Schnelle Bewegungen – grosse Disziplin 350 Kinder und Jugendliche am Junior Karate League Turnier in der Bonstetter Schachenhalle ................................................... von werner schneiter

D

ie beiden etwa zehnjährigen Mädchen, wie alle weiss gewandet und mit blauem und rotem Gurt ausgestattet, sind konzentriert. Sie stehen auf blauen Matten und verneigen sich gegenseitig, dann auch vor dem in der Ecke sitzenden Richter. Er hält mit einer Hand die Fahne, dann bläst er in die schrill klingende Trillerpfeife. Es geht los. Der Aussenstehende sieht ruckartige, schnelle Bewegungen mit Händen und Beinen, zwischendurch begleitet von einem «Schrei». Ja, am vergangenen Sonntag herrschte in der Bonstetter Schachenhalle Grossbetrieb. Rund 350 Mädchen, Knaben und Jugendliche aus der ganzen Schweiz beteiligten sich am Karate-League-Turnier der Junioren, organisiert vom Shukokai Karate Center Albis in Affoltern. Sie massen sich in den Kategorien Kumite und Kata. Kumite ist der klassische Zweikampf. Aber diese prügeln sich nicht. Es ist ein Wettkampf ohne Körperkontakt, fast ohne. Während Berührungen auf Kopfhöhe absolut tabu sind, werden im Bauchbereich Stoff-Berührungen toleriert, zumindest bei Juniorenwettkämpfen. «Es ist ein Ausbildungs- und Förderturnier, da sehen wir von strengen Regelauslegungen ab», sagt Roland Zolliker, Präsident des schweizerischen Karateverbandes. Im Wettkampf gilt es aber, die vorgegebenen Techniken sauber umzusetzen – kraftvoll. Es geht auch um Selbstbeherrschung und Ausdruck – und um eine möglichst hohe Punktzahl. Während beim Kumite, sozusagen die Kür, jeweils zwei Wettkämpfer gleichzeitig antreten, existiert beim Kata nur ein imaginärer Gegner – auch hier müssen die vorgegebenen Abläufe möglichst exakt vorgeführt werden. Nach rund eineinhalb Minuten ist der Wettkampf vorbei. Anstrengung und Konzentration stehen den Mädchen und Burschen ins Gesicht geschrieben. Mit roter oder blauer Fahne zeigt der Richter an, wer das Programm besser interpretiert hat. Im Gegensatz zu anderen Sportarten wird das richterliche Urteil kommentar- und vorbehaltlos angenommen, auch dann, wenn sich im Gesicht eine gewisse Enttäuschung widerspiegelt. Disziplin und Respekt bis zum Schluss: Dann verneigen sich die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer erneut. – Karate ist zwar eine Randsportart. Sie boomt aber gleichwohl:

Ob er sich mit dieser Vorführung einen Pokal erkämpft? (Bilder Werner Schneiter)

Bein und Arm hoch.

Im Kumite treten zwei Wettkämpferinnen gleichzeitig an. Schweizweit gibt es 13 000 lizenzierte Kämpferinnen und Kämpfer. 60 Prozent davon sind jünger als 20. «20- bis 30-Jährige treten weniger bei, ab 40 oder 50 gibt es – zum Beispiel nach

einer beruflich bedingten Pause – viele Wiedereinsteiger», stellt Roland Zolliker fest. Bis zu 600 beteiligen sich an Juniorenturnieren. In Bonstetten waren es rund 350, die übrigens alle-

samt zweimal antreten durften – etwas, das bei «grossen» Turnieren nicht selbstverständlich ist. Wer den Final verpasst, hat dann lediglich einen Einsatz von weniger als zwei Minuten.

Auch der Ausdruck zählt.

Saisonziel erreicht: Drei Bonstetterinnen an der Schweizer Juniorinnen-Kunstturnmeisterschaft Drei Mädchen aus Bonstetten dürfen am 21. und 22. Juni in Frauenfeld an der Schweizer Meisterschaft Juniorinnen im Kunstturnen teilnehmen. Es sind dies Tabea Hug im P1 (Kutu Urdorf), Sarah Fehrenbacher im P2 (Kutu Urdorf) und Janine Auberson im P4 Amateur (Kutu Obersiggental). Die drei Bonstetterinnen haben hart auf dieses Ziel hingearbeitet, dürfen doch im P1 und P2 nur je 48 und im P4 Amateur gar nur 24 Turnerinnen an der SMJ teilnehmen. Sie trainieren drei- bis viermal pro Woche, damit sie neben den Kaderturnerinnen bestehen können. Seit März haben die Mädchen diverse Qualifikationswettkämpfe bestritten und sich kontinuierlich verbessert. Nun gilt es nochmals, «Gas zu geben», um an der SMJ in den vordersten Rängen mitturnen zu können. Informationen zur SMJ findet man unter: www.smj14.ch.

Klasse auf dem Schwebebalken ...

... und am Boden. (Bilder zvg.)

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Sport

Dienstag, 17. Juni 2014

FCA: Match gewonnen – Berli/Wittenwiller auf dem Podest Schweizer Meisterschaft der Aktiven Pontoniere in Wynau Abstieg sicher Am 14. und 15. Juni wurde in Wynau die Schweizer Meisterschaft der Pontoniere ausgetragen. Die Erwartungen der Ottenbacher Pontoniere waren gross. Die Rechnung ging nicht für alle 19 Ottenbacher Fahrpaare gleichgut auf.

Mit einem Kantersieg gewinnt der FCA das Spiel gegen den FC Seefeld in Witikon mit 1:5 – und steigt trotzdem ab. Nach dem Spiel nannten sie ihn nur noch den «Star des Spiels». Nach dem Spiel, die Mannschaft gönnte sich im Witikoner Vereinsheim eine Matchwinner und dynamisches Kopfballungeheuer: Erfrischung, war er Noel Stähli bei seinem zweiten Treffer. (Bild zvg.) mit sich und der Eine erste Halbzeit wurde auch Welt zufrieden. Er lächelte still vor sich hin und genoss. Er genoss den noch gespielt. Zwei Tore erzielte der Sieg, seinen neuen Titel und das aner- FCA in den ersten 45 Minuten. Die beikennende Schulterklopfen der Mann- den Tore gaben der Mannschaft zwar schaftskameraden. Die Rede ist vom die nötige Sicherheit im Spiel; waren 18-jährigen Noel Stähli. Er war es, jedoch kein Massstab für die Spielweinachdem er in der 70. Minute einge- se der Säuliämtler. Unnötige Ballverwechselt wurde, der mit zwei wunder- luste, wenige herausgespielte und verschönen Kopfballtoren zum Match- gebene Chancen und etliche Fehlpässe winner avancierte. Vorbereiter zu den strapazierten die Nerven der fünfundToren war beide Male Kristian Kovac. zwanzig mitgereisten FCA-Fans. Um so Bei Stählis erstem Tor kam die Flanke grösser war die Erleichterung bei der von rechts und bei dessen 2. Tor von Mannschaft und der Affoltern-Anhänlinks. Und beide Male stieg Stähli dy- gerschaft nach dem 1:5-Endstand. Was passierte sonst noch? Der FCA namisch und kraftvoll in den verwindeten Witikoner Frühlingshimmel spielte die ganzen 90 Minuten über und wuchtete den Ball unhaltbar in mit ihrem typisch-charakteristischen Vollkörperkontakt, was auf den Gegdas gegnerische Netz (vgl. Foto). Zwischen Stählis beiden Toren ner recht zermürbend wirkte. Shala kam es zu einer Koproduktion durch holte sich eine gelbe Karte für ein Foul die beiden Kovac-Brüder. Ivan, der Äl- ab. Torwart Steiner konnte mit der ter, schlug eine flache Ecke vors See- einen oder anderen Glanzparade wiefelder Tor. Der Ball passierte Freund der brillieren. Das Konterspiel in der und Feind und kam zu Kristian, dem 2. Halbzeit, oft über Good, Kovac K. jüngeren. Dieser legte sich den Ball oder Stähli, wirkte erfrischend und beleicht vor und schoss aus spitzestem lebend. Kommentar von Trainer FiliWinkel unter dem Körper des Tor- povic nach dem Spiel: «Fünf Goals sind warts ein. Das waren die drei Tore des fünf Goals. Das gibt uns SelbstvertrauFCA aus der 2. Halbzeit. Nicht verges- en für die neue Saison.» Diese beginnt sen darf man, dass kurz nach Anpfiff, im August 2014 und kann nur ein Ziel die Seefelder ebenfalls ein Tor mar- haben: Wiederaufstieg! kierten. Das Tor ging, wie bereits öfters im Laufe der Saison, auf eine kur- Volkmar Klutsch ze Unkonzentriertheit in der Abwehrarbeit des FCA zurück. Und diese Un- FCA: Steiner, Mühlemann, Good, Bala I., K. Kovac, achtsamkeit hat und hatte zu oft Fol- I. Kovac , Shala, Konate, Antenen C. (60.’ Dushaj), gen. In diesem Fall war es der An- Ismajlaj, Kaufmann (70.’ Stähli). Bank: Grebenar, schlusstreffer der Seebuben zum 1:2. Äschlimann, Stähli, Bala II, Dushaj, Leite-Correia.

Den Sieg dem Bezirk Muri überlassen Freundschaftsschiessen in Ottenbach Am vergangen Freitag wurde das traditionelle Freundschaftsschiessen zwischen den Bezirken Muri und Affoltern, in Ottenbach ausgetragen. Dass dieser Sport auch im Alter, (ab dem 60. Altersjahr) noch sehr viele Anhänger hat, beweist die Teilnehmerzahl.

Walter Grimmer Knonau, Ernst Wicki Arni, und Herbert Fankhauser Bonstetten mit je 95 Punkten, herzliche Gratulation!

Weitere Resultate Fredi Koller, Bruno Rohner, Ruedi Helfensteiner 93 Punkte, Kurt Scherrer, Hans Breitensteiner, Sepp Hotz, Bruno Christen, Georg Zahno, 92 Punkte, Hans Kurmann, Walter Schwab, Fritz Aeschlismann, Ernst

99 Schützinnen und Schützen, welche durch die Veteranen aus Ottenbach sehr gut betreut wurden, lieferten sich bei sehr warmem Wetter und optimaler Sicht einen spannenden Wettkampf. Nicht nur das Schiessen war den Teilnehmern wichtig, auch die Geselligkeit. In der Schützenstube wurde durch die aufgestellte Wirtin, Maya Espinal und ihr Team, ein Imbiss hingezaubert. So genossen die Beteiligten die schöne Atmosphäre, das Wetter und die Kameradschaft. Um 19.30 Uhr konnte der Präsident Toni Hauser das Absenden durchführen. Der Bezirk Muri siegte mit einem Durchschnitt von 90,09 Punkten gegen 89,02 Punkten von Affoltern. Bester Schütze war Heinz Hug aus Obfelden mit 96 Punkten gefolgt von

Ackermann, Hans Spinner 91 Punkte, Alfons Rütimann, Peter Buchmann, Heiri Joho, Arthur Rütimann, Urs Kamm, Anton Hauser, Robert Graf, Peter Klausner 90 Punkte, Emil Sandmeier, Josef Wengert, Otto Käppeli, Guido Furrer, Beda Rütimann, Otto Schmieder, Hans Frey, Alois Scheuber, Peter Zürcher, Silvio Bächli, Josef Winiger 89 Punkte, Max Käppeli, Erwin Ilg, 88 Punkte, Erwin Gasser, Hans Wetli, Josef Krauer, Roland Meier, Peter Nyfeler, Urs Hagmann 87 Punkte, Josef Köchli, Arthur Stutz, Oskar Marti, Anton Näf, Guido Abt, Franz Hagenbuch, 86 Punkte, Josef Baumgartner, Hansjörg Liengme, Walter Niedlisbacher, Walter Gerhard, Josef Rey, Walter Niedlisbach, 85 Punkte, Edith Schoch, Marianne Eberli, Walter Hoppeler 84 Punkte, Hans Kern, Hansruedi Guhl, Hans Gerhard, Maria Imgrüt, Paul Späni, 83 Punkte, Hans Berli, Emil Landis, Roland Bliggensdorfer, Jakob Hausmann, Max Koch, 82 Punkte, ebenfalls noch ein Kranzresultat mit 80 Punkten, Martha Grossenbacher. Alle Resultate unter www.kzsv.ch/bezirke oder www.bsva.ch

................................................... von nicole betschart Auf den hervorragenden 3. Rang in der Kat. D fuhr Peter Berli mit seinem Vorderfahrer Ueli Wittenwiller. Berli gelang es zudem, den Spass am Pontoniersport seinem Nachwuchs weiterzugeben. Sohn Cedric und Dennis sind Mittlerweile auch mit dabei. Dennis wird als Vorderfahrer eingesetzt, zusammen mit Fahrpartner Thomas Leutert. Sie stiegen dieses Wochenende zuoberst aufs Podest. Sie belegten den sensationellen 1. Rang in der Kategorie 3. Als Schweizer Meister durften sie sich jedoch noch nicht feiern. Denn am 6. September wird in Schönewerd-Gösgen die Schweizer Meisterschaft der Jungpontoniere stattfinden. Man hofft natürlich, dass sie ihr Potenzial nochmals abrufen werden. Thomas Leutert ist der älteste von insgesamt fünf Kindern. Vater Heinz ist ebenfalls seit Kindsbeinen beim Pontonierfahrverein Ottenbach, wie auch die vier jüngeren Schwestern von Thomas. Sie sind als Jungpontoniere aktiv. Weiter in der Kat. D holte Martin Berli mit Chrisian Kohler den guten 9. Rang, Leo Baschnagel mit Ernst Humbel besetzte den 13. Rang. Urs Berli bestritt mit Vorderfahrer Adrian Schumacher ihr erstes Wettfahren in dieser Konstellation. Sie belegten den 15.

Erfolgreiche Ottenbacher an der Schweizer Meisterschaft in Wynau. (Bild zvg.) Rang von 78 Rängen. Alle diese Paare durften sich mit der begehrten Kranzauszeichnung schmücken. In der Kategorie C hoffte man auf Guthauser/Schnopp und Guthauser/ Grütter. Für alle Wettkämpfer der nicht Gastsektion gilt die eine Fahrt. Das heisst man darf ein Jahr im Voraus nicht auf dem Wasser des Wettkampfortes rudern. So muss jedes Fahrpaar für sich, vom Ufer aus ein Bild der idealen Linie machen. Dieses Bild machten auch die Hoffnungsträger. Die beiden Athleten Martin Guthauser/Christian Schnopp gehörten im letzten Jahr unter die besten drei Fahrpaare der Bestenliste in der Kategorie C. Leider konnten sie die Schweizer-Hymne nicht auf dem Podest geniessen. Sie verloren auf die Schweizer Meister 3 Punkte und wurden 13. von 195 startenden Fahrpaaren. Beat Vögele/Kurt Hegetschweiler holten mit

dem 15. Rang und Mike Guthauser/ Christian Grütter auf dem 18. Rang die verdiente Kranzauszeichnung. In der Kategorie F sicherten sich Anita Stanger/Jessica Czerny mit dem 7. Rang einen Kranz. Ihre eigenen Erwartungen wurden nicht erfüllt, da sie beim letzten Wettkampf gesiegt hatten. Am Start waren insgesamt 34 Frauenfahrpaare. Man darf sagen, mit einer Kranzausbeute von 80 Prozent in der Kategorie D und zusätzlich vier Kranzauszeichnungen plus den Sieg in der Kategorie 3 darf sich die Sektion Ottenbach durchaus zufriedenstellend zeigen. Bereits am 28./29. Juni reisen die Ottenbacher ans kantonalbernische Wettfahren am Hageneckkanal bei Walperswil. Dort wird nebst dem Einzelwettfahren auch das Sektionsfahren ausgetragen.

An vier von fünf Tagen in der Luft Zürcher Segelflug-Meisterschaften 2014 waren ein voller Erfolg Am 7. bis 9. Juni sowie 14. und 15. Juni fanden auf dem Flugplatz Buttwil die Zürcher Segelflug-Meisterschaften 2014 statt. Am letzten Wettbewerbstag wurde Ueli Messmer von der SG Knonauer Amt noch abgefangen. Der Bonstetter Hans Siegrist segelte auf Rang vier. Die Zürcher Segelflug-Meisterschaften 2014 waren ein voller Erfolg, die Pilotinnen und Piloten konnten an vier von fünf Tagen starten und mussten nur an einem Tag am Boden bleiben – wegen zu schönem Wetter (im «Anzeiger» vom 13. Juni). Am ersten Tag des zweiten Wettbewerbs-Wochenendes war das Wetter von der Bise geprägt und die Pilotinnen und Piloten starteten in Buttwil, durch die nahe Lage des Warteraums konnten die Besucher der Meisterschaften die Schlepp- und Klinkvorgänge beobachten. Es war schon sehr eindrücklich, die bis zu zwölf Segelflugzeuge, gemeinsam in einem Aufwindschlauch kreisen zu sehen. Tagessieger wurde an diesem Wettbewerbstag Mark Käppeli (1000 Punkte, SG Lenzburg), vor Ueli Messmer (990 Punkte, SG Zürich und SG Knonauer Amt) und Hans Siegrist (964 Punkte, SG Möve). Es gab fünf Aussenlandungen. Was ist eigentlich eine Aussenlandung? Es gibt zwei Arten, die erste ist ganz normal auf einem Flugplatz, die zweite ist im freien Feld, dabei sucht sich der Pilot, wenn er keine Möglichkeit mehr hat, einen Flugplatz zu erreichen, ein Aussenlandefeld. Geeignet hierfür sind frisch gemähte Wiesen oder Äcker, die gepflügt und eingeebnet wurden. Bei einem Acker kann der Pilot sicher sein, dass sich keine grösseren Objekte, wie Steine, Äste oder Löcher im Landefeld befin-

Spannende Einblicke auf dem Flugplatz Buttwil. (Bilder zvg.) den, wie dies etwa unter Gras, der Fall sein kann. Solche Hindernisse könnten nämlich zu einer Beschädigung des Segelflugzeuges führen. Danach versucht er, wenn noch genug Höhe zur Verfügung steht, wieder Höhe Aussenlandung auf einem Acker. zu machen und Am letzten Wettbewerbstag von der Stelle wegzufliegen, gelingt ihm das nicht, dann landet er auf dem herrschte wieder Bise und die letzte Feld, wie auf einem normalen Flug- Aufgabe ging über den Warteraum in platz, mit dem genau gleichen Ablauf Buttwil an den Jura und streifte den (Abkreisen, Downwind, Base und Fi- Schwarzwald. Die Piloten starteten um 12.38 Uhr und hatten eine Aufganal). Aussenlandungen kommen beim be von ca. 300 km zu erledigen. TagesSegelfliegen immer wieder vor, wer- sieger wurde Andreas Hofer (1000 den aber oft fälschlicherweise, als Not- Punkte, SG Birrfeld). Dieser sicherte landung bezeichnet. Es ist auch schon sich auch die Gesamtwertung, vor Ueli bei solchen Vorfällen zu einer Alar- Messmer (SG Zürich und SG Knonauer mierung der Rettungsdienste gekom- Amt, Vierter wird Hans Siegrist, SG Möve, aus Bonstetten. men.


Sport

Dienstag, 17. Juni 2014

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Alle Teams bestätigen die Ligazugehörigkeit Interclub-Resümee des TC Hausen Für sämtliche der fünf im Interclub engagierten Teams des TC Hausen ist die IC-Saison nun zu Ende. Dabei kann sich die Bilanz durchaus sehen lassen. Nach teilweise durchzogenen Vorrundenpartien konnten sich die Mannschaften in den entscheidenden Abstiegsspielen durchsetzen. Obwohl sich der Mai wettertechnisch wiedermal eher bescheiden präsentierte, konnte der TCH alle angesetzten Heimspiele termingerecht austragen. Neben den 40+ 3L Damen, die noch bis zum vergangenen Wochenende spielten (3:3 gegen Ried Wollerau), standen für die 2.- bzw. 1.-LigaTeams bereits Anfang Juni die ersten Auf-/Abstiegsspiele an. Als einzige Truppe konnten sich die 45+ 1L Herren etwas überraschend für die Aufstiegsspiele in die Nat. C qualifizieren. Die Mannschaft, die erst im Winter am «grünen Tisch» als eine der besten Verlierer der letztjährigen Aufstiegsspiele den Sprung in die 1. Liga geschafft hatte, brillierte in der Vorrunde besonders gegen Wildhaus/Unterwasser und erreichte so den 2. Platz in der Gruppe. Beim Aufstiegsspiel in Untervaz mussten sie sich jedoch deutlich geschlagen geben und verbleiben in der 1. Liga. Ganz anders gestaltete sich die Ausgangslage bei den anderen beiden Männer-Teams. Sowohl die 2L Herren als auch die 35+ 2L Herren hatten in den Gruppenspielen hartes Brot zu beissen und kamen nicht über den letzten Platz hinaus. So lastete vor dem Abstiegsspiel doch ein gewisser Druck auf den Schultern der Spieler. Ganz knapp konnten sich die 2L Herren bei Engematt durchsetzen. Nach

3:3 in den Einzeln mussten die Doppel entscheiden. Und da konnten sich die TCHler zwei Doppel sichern und gewannen somit 5:4. Bei den 35+ 2L Herren sah die Sache nach den Einzeln gegen den TC Einsiedeln mit 4:2 besser aus und es musste nur ein Doppel gewonnen werden. Tatsächlich brachte das Team dann alle Doppel nach Hause und kam so zu einem komfortablen 7:2-Sieg. Bei den Damen durfte der TCH im letzten Jahr erfreut einen Aufstieg feiern, gehörten doch die 30+ 3L Damen zu den besten Verlierern der Aufstiegsrunde, die ebenfalls den Weg in die 2. Liga fanden. Und auf Anhieb konnte sich das Team in den Gruppenspielen auch sieben Punkte gutschreiben lassen. In der sehr ausgeglichenen Gruppe reichte dies leider nur für den letzten Platz. Das Abstiegsspiel konnten aber auch die Damen zu ihren Gunsten gestalten. Nach den Einzeln führte man gegen Wald bereits 3:1 und mit dem einen gewonnenen Doppel war der 4:2-Erfolg perfekt. Somit darf die Mannschaft auch nächstes Jahr wieder in der 2. Liga antreten. Als letztes Team haben die 40+ 3L Damen die Saison abgeschlossen. Nach der doch sehr enttäuschenden letzten Saison konnten wieder einige Punkte mehr gesammelt werden. Dies reichte zwar nicht zu einem Spitzenplatz, mit der Steigerung darf man aber durchaus zufrieden sein und darauf aufbauen. Die Saison 2014 wird als gute ICSaison in Erinnerung bleiben. Auch auf die Zuschauer konnte sich der TC Hausen stets verlassen, die Stimmung auf der Anlage war immer sehr gut. René Truniger Spielpläne und Resultate unter www.tchausen.ch.

Ärgerliche Nummer

Jubel Total im «Break»: Haris Seferovic hat die Schweiz soeben mit 2:1 in Front geschossen. (Bilder Thomas Stöckli)

Jubel in letzter Sekunde Nach frühem Dämpfer kam im «Break» doch noch Stimmung auf Als «bestes Public Viewing» betitelt sich das «Break» selber. Und tatsächlich: in der grössten Ämtler WM-Arena herrschte am Sonntag fast Liveatmosphäre. Das Ämtler Publikum startete am Sonntagabend ähnlich wie die Schweizer Nationalmannschaft: zögerlich. Nach dem Gegentreffer wird es ganz still. Dann beginnt die Suche nach dem Schuldigen: Benaglio? Djourou? Xhaka? Oder doch ein anderer? Wer sitzen wollte, der musste früh kommen. Wie immer, wenn die Schweiz an einem grossen Turnier spielt, ist die Eventhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Viele sind in Rot-weiss gekleidet, schwenken Schals und Flaggen. Bis die ersten «Hopp Schwiiz!»-Rufe zu hören waren, ging es allerdings eine halbe Stunde. Und als Inlers Geschoss in der 36. Minute nur knapp am Aussenpfosten vorbeizieht, geht ein Aufschrei durch die Halle. Beim Ausgleich durch Mehmedi ist der Jubel noch verhalten. Umso mehr geht nach dem 2:1 durch Sefero-

«Hopp Schwiiz!» Das Ämtler Publikum bekennt Farbe. vic die Post ab. Die beiden Joker von Hitzfeld haben gestochen, die Ämtler tanzen auf den Festbänken. Die Jubelstimmung zieht sich bis zum Schlusspfiff durch, dann leert sich die Halle schnell. Draussen wird

nochmals analysiert und vor allem gefeiert. Für das Spiel der Schweizer gilt dasselbe wie für die Stimmung beim Ämtler Publikum: Der Start war gut, doch Steigerungspotenzial ist vorhanden. (tst.)

Obfelder Hornusser verlieren in Reinach wm-mail aus rio Am vergangenen Sonntag spielte die HG Obfelden in Reinach ihr 6. Meisterschaftsspiel. Bei sehr windigen Verhältnissen begann Obfelden das Spiel im Ries, die Hornusse erkannte man sehr gut, da der Himmel zwischendurch bewölkt war. Der Wind war da schon eher störend. Nach wenigen Spielen musste sich Obfelden eine absolut haltbare Nummer schreiben lassen, vier Punkte ade. Die Ämtler Hornusser zeigten nach der ärgerlichen Nummer eine tadellose Leistung im Ries. Sie mussten sich bis am Schluss keine Nummer mehr schreiben lassen. Beim Schlagen war Reinach immer ein Schritt vor

den Obfeldern, das blieb auch bis zum Schluss so. Reinach nutzte den Heimvorteil souverän aus und besiegte die Ämtler mit 0 Nummern und 747 Punkten zu Obfelden mit 1 Nummer und 652 Punkten. Reinach gewinnt 4 Punkte, Obfelden ging leer aus. Nach dieser Niederlage belegt Obfelden den 7. Zwischenrang. Es bleiben noch drei Spiele, um sich in der 4. Liga zu behaupten. Hintermoos-Reiden B liegt mit zwei Punkten abgeschlagen auf dem 10. Rang und ist somit akut abstiegsgefährdet. (PF) Einzel erzielten gute Leistungen: Ueli Müller 65, Peter Frick 61, Markus Buchmann 57 Punkte.

Zehn Medaillen Wasser-Sport-Club-Albis (Wsca) in Burgdorf Am vergangenen Samstag erfreuten sich die Wsca-Schwimmer im Freibad in Burgdorf (BE) nicht nur ihrer tollen Resultate, sondern waren Petrus auch für das trockene Wetter dankbar. Joel Strauss (Buttwil), mit seinen neun Jahren der jüngste im Wettkampfteam, schwamm sich über die 50 m Rücken und Freistil zu Gold. Michelle Stolz (Affoltern) sicherte sich über die 50 m Freistil und Rücken die Silbermedaille und über die 50 m Delfin erreichte sie Bronze. Chiara De Pretto (Ottenbach) durfte sich bei einem Schwimmwettkampf das erste Mal über Medaillenränge freuen, sie schwamm über die 50 m Brust zur Sil-

bermedaille und über die 50 m Freistil reichte es zu Bronze. Anja Junker (Mettmenstetten) stieg ebenfalls zweimal aufs Podest, über die 50 m Freistil gab es Silber und über die 100 m Rücken Bronze. Nino Spagnoletti (Afoltern) schlug über die 100 m Freistil zur Silbermedaille an. Es gab wenig enttäuschende Zeiten der 18 Schwimmerinnen und Schwimmer, hauptsächlich überzeugten sie mit tollen Leistungen. Kinder ab 7 Jahren mit den Grundkenntnissen in Rücken und Freistil können sich nach den Sommerferien für ein Probetraining anmelden. Im Moment hat es noch genügend Plätze frei. Infos unter www.wsca.ch.

Besuch im Maracana-Stadion in Rio und Ansturm von 250 Journalisten ................................................... von lars steiner* Die erste Woche in Rio verging um wie im Fluge. Intensive Trainings und viele Videoanalysen von Spielen füllten unser Tagesprogramm. Wir vom Medical-Team wurden von verhärteten Oberschenkeln und Waden gefordert. Der Geruch von Sportmassageöl und Menthol erfüllt eine ganze Hoteletage. Jeder weiss, wo wir zu finden sind. Die ständigen Berichterstattungen über die Hitze in Manaus, lassen uns hier buchstäblich kalt. Das dies an dieser Stelle auch mal gesagt ist, in Rio herrscht momentan tropischer «Winter». Wir haben es gelegentlich mal mit kühlen 20 Grad und Regen zu tun. 10 Tage vor dem ersten offiziellen Anpfiff hatten wir die Gelegenheit, das neu umgebaute und geschichtsträchtige Fussballstadion Maracana in Rio zu inspizieren. Als wir das Stadion betraten, wurde gerade der heilige Rasen gemäht. Tauben setzten sich

gleich auf das frisch gemähte Grün. Da ist tatsächlich jemand angestellt, um die Vögel fortzutreiben. Ein Ding der Unmöglichkeit. Die Schiedsrichter wurden dann noch, mit der für diese WM neu eingeführten GLT (Goal Line Technologie), vertraut gemacht. Die am Stadiondach installierten Kameras geben dem Schiedsrichter auf seiner Armbanduhr ein Signal, ob der Ball drin ist. Also im Ball ist kein Chip vorhanden. Nach unserer Rückkehr ging es gleich wieder ins Zico-Trainingscenter. Da hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art: 250 Medienleute haben sich für den Medientermin des einzigen öffentlichen Schiedsrichtertrainings eingefunden. Die Seitenlinien waren dicht bedrängt mit Kameraleuten und Journalisten. Nach dem Training gaben die Schiedsrichter Auskunft über ihre Eindrücke und ihre Verfassung. Medienteams aus Australien, Mexico oder Bahrain bemühten sich um Interviews und Fotos ihrer Landsleute.

250 Medienleute am einzigen öffentlichen Schiedsrichtertraining. (Bild Lars Steiner)

Plötzlich bildete sich eine Journalistentraube von 30 bis 50 Leuten. Der grosse Zico gab eine Audienz. Der ehemalige Superstar der mit seinem Fussballcenter Brasilien mit neuen Talenten versorgt, war der gefragte Mann. Anhand der Blitzlichter würde man eher auf Beckham oder Christiano Ronaldo tippen. Inzwischen hat die WM begonnen und unser ganzes Team drückt unseren Schiedsrichtern die Daumen. Die einen kommen noch kurz vor dem Spiel zu uns, um den letzten Schliff zu holen oder einfach sich mental nochmals aufbauen zu lassen. Es ist nicht einfach und der Druck ist zum Teil immens für die Schiedsrichter. Hand aufs Herz, sie sind auch nur Menschen. * Der Autor ist seit 2012 offizielles Mitglied des Medical Teams der Fifa und kümmert sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter. Seit 2002 betreibt er in Dübendorf seine eigene Praxis für Massagen und Sporttherapie. Daneben praktiziert er auch an seinem Wohnort in Hausen.


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