033 2015

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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 33 I 169. Jahrgang I Dienstag, 28. April 2015

Stark geprägt

Inakzeptabel

Schulpsychologischer Dienst: Leiter Stephan Mezger geht in den Ruhestand. > Seite 3

Auch der Gemeinderat Wettswil spricht sich gegen den ÖV-Kursabbau aus. > Seite 3

Glencore: Gespräche laufen Die Reise einer Gruppe von Säuliämtlerinnen und Säuliämtlern in die Kohleabbaugebiete von Glencore in Kolumbien hat Gespräche zwischen dem Schweizer Rohstoff-Konzern, den Betroffenen sowie Arbeitsgruppen in Kolumbien und der Schweiz in Gang gesetzt. Der kritische Reisebericht der Gruppe, der an Glencore ging, hat Firmenchef Ivan Glasenberg eingeschaltet und er lud eine Vertretung der Säuliämtler Gruppe sowie der Arbeitsgemeinschaft Schweiz-Kolumbien ask! ein, mit ihm gemeinsam die Probleme in Kolumbien vor Ort zu erörtern. Es wurden die Minen der Glencore-Tochter Prodeco und jene von El Cerrejón, an der Glencore Miteigentümerin ist, besichtigt. Besucht wurden auch mehrere Gemeinschaften, die sich in einem unfreiwilligen Umsiedlungsprozess befinden sowie einige soziale Projekte der Unternehmen. Daneben fanden Diskussionen mit Vertretern der Gewerkschaften statt. «Es tut sich etwas», hält der Hausemer Bastian Nussbaumer fest. Er war an beiden Reisen mit dabei und sieht die Tatsache, dass nun ernsthafte Gespräche laufen, als Verdienst der Säuliämtler KolumbienReisenden. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Sicherheit ... ... trotz Lockerung von Brandschutzvorschriften, sagt Dileca. > Seite 5

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Heiratsmarkt damals Alte Geschichten – Serie: Liebesgefühle und Sehnsüchte auf dem Briefpapier (Teil 1). > Seite 8

Baustelle Ennetgraben Der markante Kamin auf dem Pausenplatz ist bereits Geschichte Mit den Frühlingsferien haben vergangene Woche auch die Sanierungs- und Ausbauarbeiten am Oberstufenschulhaus Ennetgraben in Affoltern begonnen. Unter laufendem Betrieb wird das Schulhaus Ennetgraben in den nächsten 16 Monaten saniert und teilweise erweitert. Die Bauarbeiten haben vergangene Woche im Allgemeintrakt begonnen. Bereits am Freitag stand ein erster Höhepunkt an. Um den markanten Kamin auf dem oberen Pausenplatz verschwinden zu lassen, wurde ein 1000 kg schwerer Abbruchroboter per Kran zwölf Meter in die Höhe gehievt. Die Profile zur Aufhängung des Roboters waren eigens für diesen Zweck angefertigt worden. Um 13.30 Uhr begann der Roboter mit einem Beisser den Turm von oben her abzutragen. Gut drei Stunden später standen bereits nur noch die Grundmauern. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

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Theaterwerkstatt Fahr.Werk.ö! hat am Wochenende in Rifferswil über hundert Zuschauer begeistert. > Seite15

Christoph Blocher in Obfelden über die Bedeutung der Wahlen An der kantonalen SVP-Delegiertenversammlung, die heute Dienstag in der Mehrzweckhalle Zendenfrei in Obfelden stattfindet, spricht alt Bundesrat Christoph Blocher in einem Referat über «Die Bedeutung der Wahlen 2015». Parteipräsident Alfred Heer analysiert derweil die Kantons- und Regierungsratswahlen vom 12. April. Dazu wird Kantonsrat Hans-Ueli Vogt offiziell zum Ständeratskandidaten gekürt. Auf der Traktandenliste stehen auch die Parolenfassungen zu den Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni. (-ter.)

Zürcher Turnveteranen haben neuen Obmann

Der zwölf Meter hohe Kamin wird von oben her abgetragen. (Bild Thomas Stöckli)

Spektakuläre Arbeiten am Stromnetz an der Albiskette

An der Obmännerversammlung der Veteranenvereinigung des Zürcher Turnverbandes wurde am Samstag in Obfelden ein neuer Obmann gewählt: Heinz Zollinger löst den ehemaligen Kantonsratspräsidenten Hans Peter Frei an der Spitze der Vereinigung ab, die kantonsweit knapp 6500 Turnveteranen zählt, darunter über 450 aus dem Bezirk Affoltern. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 16

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Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich investieren in die Versorgungssicherheit Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) investieren an der Albiskette rund eine halbe Million Franken in die sichere Stromversorgung. Ab Ende April werden Freileitungen in den Boden verlegt, wodurch rund 50 Strommasten aus der Landschaft verschwinden. Das Projekt mit Seltenheitswert ist bautechnisch äusserst anspruchsvoll, da die Arbeiten rund um das Albishorn an sehr steilen Waldhängen stattfinden und eine spektakuläre Spezialbohrung beinhalten. Ab Ende April verlegen die EKZ in Hausen am Albis im Rahmen eines Grossprojekts Freileitungen des Nieder- und Mittelspannungsnetzes in den Boden. Dabei entfernen sie über 50 Strommasten auf einer Länge von knapp drei Kilometern und installieren eine neue Trafostation. Die Verkabelungsarbeiten dauern bis ca. August. Die Freileitungsmasten werden in den Wintermonaten ausserhalb der Vegetationszeit abgebaut. Es erwarten die EKZ anspruchsvolle Netzarbeiten: «An einem sehr steilen Waldhang arbeiten wir auf einer Höhendifferenz von rund 300 Me-

tern», schildert Paul-Louis Löhrer, Leiter Netzbau, das Projekt mit Seltenheitswert. Dabei müssen die EKZ auf eine wettertechnische Trockenperiode während des Sommers warten, um das schwer zugängliche Gelände zu bearbeiten. «Zudem führen wir in der Nähe eines Wasserreservoirs eine hochmoderne, landschaftsschonende Spezialbohrung durch.» Vergleichbare Bauprojekte sind selten – zuletzt 2007 und 2011, als die EKZ mit spektakulären Horizontalbohrungen das Küsnachter Tobel und den Rhein nahe Flaach unterquerten.

Freileitungen – Relikte der Elektrifizierung

Arbeiten an Freileitungen. (Bild EKZ)

Freileitungen im lokalen Verteilnetz werden als Relikte der Elektrifizierung des Kantons Zürich mehr und mehr zur Rarität. Heute liegt über 90 Prozent des von den EKZ betriebenen Nieder- und Mittelspannungsnetz unsichtbar im Boden. Mit dem herausfordernden Verkabelungsprojekt verstärken die EKZ die Versorgungssicherheit in der Region Albis massiv. Das Entfernen alter Freileitungen reduziert für die EKZ den Wartungsaufwand und schafft im Naherholungsgebiet entlang der Albiskette mehr Platz für Natur und Wald.

200 18 9 771661 391004


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