Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 22 I 169. Jahrgang I Freitag, 18. März 2016
Überarbeitet
Stiller Schaffer
Der Gemeinderat Affoltern hat Leitsätze und Ziele unter die Lupe genommen. > Seite 3
Stallikons Gemeindeschreiber Roberto Brunelli feiert ein Arbeitsjubläum. > Seite 5
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Massnahmen Nach dem Leitbildprozess wird in Mettmenstetten die Biodiversität gefördert. > Seite 7
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Per Heli geliefert Neue Brunnenstube der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern. > Seite 9
Ja zum Budget mit 22 Prozent mehr Steuern im zweiten Anlauf Längere Debatte über den Baukredit für die Neugestaltung des Dorfplatzes in Rifferswil Soll man trotz der massiven Steuererhöhung und Sparbeteuerungen 160 000 Franken für die Neugestaltung des Dorfplatzes ausgeben? Die Geister schieden sich an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Mittwochabend in Rifferswil. Am Schluss wurde der Kredit dennoch mit 77 zu 70 Stimmen gutgeheissen. ................................................... von martin platter Die Einsicht, dass Rifferswil wohl nicht um die rekordhohe Steuererhöhung von 22 Prozent herumkommen wird, hatte sich beim Gros der 162 Stimmberechtigten ohne längere Diskussion bald durchgesetzt. Seit der Ablehnung des Budgets 2016 an der ordentlichen Gemeindeversammlung Anfang Dezember 2015 haben sich die Kennzahlen nicht wesentlich verändert. Wie ein Damoklesschwert hängt das drohende Defizit von 1,6 Millionen Franken über den durch Schulhausneubau, Bildungsausgabenwachstum und schwer kalkulierbare Steuereinnahmen strapazierten Gemeindefinanzen. Der Kanton knüpft die Kostengutsprache seiner Ausgleichszahlungen, die das Defizit eliminieren würden, an Minimalsteuerfüsse. Die nach der letzten Gemeindeversammlung eingesetzte, 20-köpfige Arbeitsgruppe konnte den gordischen Knoten auf die Schnelle auch nicht lösen. Arbeitsgruppenmitglied Martin Barth sagte: Die Arge habe über Weih-
nachten/Neujahr nicht genügend in die Tiefe analysieren können. Dafür sei die Zeitspanne zu kurz gewesen. Dennoch gelte es nun, möglichst rasch die nötigen Schritte einzuleiten. Denn: «Wir können die Million aus den Übergangsausgleich nur noch 2016 und 2017 geltend machen.» Danach wird der Ausgleich abgeschafft. Deshalb müsse dringend auch mit der Sanierung der Gemeindefinanzen vorwärtsgemacht Gemeindepräsident Marcel Fuchs referiert über die Zukunft von Rifferswil. Von links: Finanzvorsteher werden. Fusionen Daniel Schneider, Gemeindeschreiber Bruno Hänni, Tiefbauvorsteher Hugo Walter und dürften bei der Hochbauvorsteher Markus Trachsel. (Bild Martin Platter) Evaluation kein Tabu sein. Als dritter Punkt lokalisierte Es sind dies neben ihm selber und Ge- erarbeiten sowie alternative FinanzieBarth Verbesserungspotenzial in der meinderatskollege Markus Trachsel, rungsmodelle wie Public Private PartKommunikationskultur der Gemein- Lisa Aschwanden, Evelyn Bergmann, nership eruieren. Mehr zu reden gab jedoch die Fradebehörde. Den Bürgern sollte an den Rolf Hauenstein, Fredy Loretz, Hans Gemeindeversammlungen künftig Al- Peter Mahler und Martina Steffen. An- ge, ob jetzt der richtige Zeitpunkt sei, ternativen zu Sachgeschäften vorge- geleitet wird das Gremium vom exter- einen Baukredit in Höhe von 160 000 legt werden, damit sie eine echte Aus- nen Sachverständigen Peter Schlumpf Franken für die kosmetische Verschöwahl hätten. Von Drohungen und von Inoversum. Die Aufgabenstellung nerung des Dorfplatzes zu bewilligen, übertriebener Schwarzmalerei sei ab- ist so komplex wie vielseitig. Die Kom- deren Nutzen umstritten ist. Nachdem mission soll Möglichkeiten der Effizi- man soeben eine rekordhohe Steuerzusehen. enzsteigerung bis hin zur Gemeinde- erhöhung wegen Finanzknappheit befusion evaluieren; die Sanierung der schlossen habe. Die Meinungen ginDie Zukunftskommission solls richten bestehenden Schulhäuser und des Feu- gen stark auseinander. Am Schluss Gemeindepräsident Marcel Fuchs stell- erwehrgebäudes im Hinblick auf Not- überwog bei einer Mehrheit jedoch te die Mitglieder der neu gegründeten wendigkeit, Ausbaustandard und -zeit- die Einsicht, dass ein gepflegter OrtsKommission «Zukunft» vor, die am 4. punkt überprüfen; Möglichkeiten zur kern eben auch eine Visitenkarte sei, April ihre erste Sitzung haben werden. Verbesserung der Standortattraktivität die zur Standortattraktivität beiträgt.
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Gewerbeschau GV-Beschluss: Im Jahr 2019 präsentiert sich das Unterämtler Gewerbe. > Seite 13
Wieder mehr Verkehrsunfälle im Säuliamt Nach leichtem Rückgang im vergangenen Jahr sind die Unfallzahlen im Säuliamt 2015 wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr hat die Polizei im Bezirk Affoltern 373 Verkehrsunfälle rapportiert. Das sind 30 mehr als in der Vorjahresperiode. Leicht gestiegen ist auch die Zahl der Schwerverletzten, von 20 auf 24. In Bonstetten und Hausen endeten Verkehrsunfälle mit je einem Todesopfer (Vorjahr: 1). Die meisten Unfälle ereigneten sich im Bezirkshauptort (100, + 9), gefolgt von Obfelden (54, +4) und Mettmenstetten (40, +1). Nur ein Unfall – ohne Personenschaden – wurde im vergangenen Jahr in Maschwanden registriert, im Vorjahr gar keiner. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Aeugst, Bonstetten, Knonau, Ottenbach und Rifferswil weniger Verkehrsunfälle als 2014. (-ter.) anzeigen
letzte GV mit Was liegt diesen Frühling im Trend? FGA: erfreulichen Zahlen Modebeilage des «Anzeigers» Ob Damen-, Herren- oder Kindermode, Schuhe, Kosmetik, Schminktipps oder kreative Fingernägel, Lässiges für selbstgemachte Strickwaren, von aussergewöhnlichem Schmuck über Brillen als Sehhilfe und Accessoire bis hin zum Schneider- und Vorhangatelier – die Läden, Boutiquen und Kosmetikinstitute in und um das Säuliamt bieten alles an, was trendig, schmückend oder verschönernd ist. Keine weiten Anfahrtswege, genügend und bezahlbare Parkplätze, fachkundige Bedienung und viel Wohlfühlfaktor – warum also in die Ferne schweifen? Für Ferien ja, aber modisch finden Frau, Mann und Kind alle Must-Haves, alles was stylisch ist, für anerkennende Blicke sorgt und den Mode-Frühling einläutet, in der Nähe. (sci) ................................................... > Mode auf den Seiten 32 bis 40
Für Modisches und Schönes nicht weit reisen – in und ums Säuliamt ist alles zu finden. (Bild Susanne Crimi)
Die 40. Generalversammlung der Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA) war zugleich die letzte: Einstimmig haben die 111 anwesenden Genossenschafter am Mittwochabend im Kasinosaal der Liquidations-Einleitung zugestimmt. In anderthalb Jahren wird die FGA somit Geschichte sein. Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) hat von der FGA nicht nur das Netz übernommen, sondern auch Fahrzeuge, Werkzeug und Lager sowie mit einer Ausnahme alle Mitarbeiter. Nur für ihr Stockwerkeigentum sucht die FGA nun noch einen Käufer. Das beschleunigte Vorgehen zahlt sich auch für die Genossenschafter aus: Statt wie im Vorjahr angekündigt 1100 bis 1500 Franken kassieren sie pro Anteilschein (à 100 Franken) voraussichtlich über 1700 Franken vom Restguthaben. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 13
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