018 2016

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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 18 I 169. Jahrgang I Freitag, 4. März 2016

Postkarten-Zeitalter

Schweizweit einmalig

Ausstellung im Ortsmuseum Zwillikon des Fotografen und Lithografen Steinmann. > Seite 5

Obfelden: Eigentumswohnungen verbunden mit gemeinsamen Begegnungsräumen. > Seite 9

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Flüchtlingen helfen Zweiter Happy Helping Day am Samstag, 12. März, in Bonstetten. > Seite 11

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«Beseelt, poetisch» Ausstellung in Bonstetten: Nadja-D. Hlavka und Etiyé Dimma Poulsen zeigen Werke. > Seite 12

Asylwesen: Sozialdienst hat Kontingenterhöhung gestemmt Zurzeit keine weitere Erhöhung der Asyl-Aufnahmequote Durch die vom Kanton verfügte Hauruck-Massnahme zur umgehenden Aufnahme von zusätzlichen Asylbewerbern hatte der Bezirk innert Wochen für 80 Personen Wohnraum zu finden. Der Sozialdienst Bezirk Affoltern und die Gemeinden haben dies gestemmt. ................................................... von urs e. kneubühl Anfang November letzten Jahres informierte die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich darüber, dass die Gemeinden ab 1. Januar 2016 0,2 Prozent mehr Asylsuchende aufnehmen müssen. Waren es bis Ende 2015 noch 0,5 Prozent der Einwohnerzahl, gilt seit Anfang Jahr die neue Zuweisungsquote von 0,7 Prozent. Für die Vorbereitungen zur Erfüllung dieser Kontingentserhöhung um vierzig Prozent (!)

blieben den Gemeinden gerade mal sechzig Tage Zeit – die Festtage inbegriffen. Eine Mammutaufgabe für den Sozialdienst Bezirk Affoltern und die Bezirksgemeinden, welche jedoch nun gemeistert werden konnte.

Grosses Engagement der Ämtler Gemeinden Ivo Lötscher, Geschäftsleiter Sozialdienst, und die Bereichsleiterin Asyl, Michelle Högger, dürfen entsprechend ein gutes Fazit ziehen: «Für alle 80 Asylsuchenden, die uns zusätzlich zugewiesen wurden, konnten wir Wohnraum finden – dank dem grossen Engagement der Gemeinden.» Einfach nämlich, konstatiert Ivo Lötscher, sei die Aufgabe nicht: «In verschiedenen Gemeinden ist es mittlerweile sehr schwierig, zusätzlichen Wohnraum zu finden. Die Bemühungen und Anstrengungen, welche von den Gemeindebehörden unternommen werden, sind

daher bemerkens- wie verdankenswert.» Ein besonderes Dankeschön verdiene die Gemeinde Bonstetten, welche unkompliziert, pragmatisch und unverzüglich die Militärunterkunft im Gemeindehaus zum vorübergehenden Aufenthaltsort für Asylsuchende zur Verfügung gestellt und eingerichtet hat.

Zurzeit keine Erhöhung, aber zukünftig durchaus möglich Gegenwärtig sind in der Militärunterkunft Bonstetten noch rund 50 Asylbewerber untergebracht, die darauf warten, dass der für sie gefundene Wohnraum in den Ämtler Gemeinden frei und bezugsbereit wird. Der Liegenschaftsverantwortliche des Sozialdienstes Bezirk Affoltern, Marco Sailer, und seine Helfer sind mit Hochdruck daran, die Wohnräume, sobald diese frei werden, einzurichten. So können die Menschen in nächster Zeit

sukzessive in ihre Wohnungen umziehen. Dieser Tage hat die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich mitgeteilt, dass «derzeit keine Erhöhung der Asyl-Aufnahmequote für die Gemeinden» vorgesehen ist. Gleichzeitig merkt sie aber auch an, dass «angesichts des derzeitigen Diskussionsstandes in der europäischen Flüchtlingspolitik und der von Seiten des Bundes zur Verfügung gestellten Informationen die Einschätzung über die weitere Entwicklung der Lage äusserst schwierig und mit grossen Unsicherheiten behaftet ist». Eine weitere Erhöhung der Aufnahmequote im Verlauf des Jahres 2016 könne aber durchaus nötig werden, stellt der Kanton fest. Man begrüsse es deshalb, wenn in Gemeinden Vorkehrungen getroffen werden, um einer – auch kurzfristigen – Erhöhung der Quote nachkommen zu können. Eine erneute Lagebeurteilung wird die Sicherheitsdirektion im April vornehmen.

Eine Regionalbank feiert

Tankstellenräuber verhaftet

200 Jahre Clientis Sparcassa 1816

Kommunalpolizei Affoltern aktiv

Ein Vulkanausbruch im Jahr 1815 und seine verheerenden klimatischen Veränderungen und Hungersnöte boten dem Wädenswiler Pfarrer Philipp Bruch ein Jahr später Anlass zur Gründung einer Regionalbank. Es war die Geburtsstunde der Clientis Sparcassa 1816, die heute am linken Zürichseeufer und im Säuliamt verankert ist. Sie begeht ihr 200-Jahre-Jubiläum in diesem Jahr mit diversen Veranstaltungen. Grund zum Feiern hat die «Boni werden bei uns nicht ausbezahlt»: Marcel Melliger, Regionalbank alle- Vorsitzender der Bankleitung. (Bild zvg.) mal: Sie hat guten Zulauf und – wie andere Kleinbanken geschäft, und zudem hat sie sich mit auch – von der Finanzkrise und den Investitionen im Immobilienbereich taumelnden Grossbanken profitieren ein ertragssicheres Standbein geschafkönnen. «Sicherheit kommt bei uns fen. Für Melliger fusst der Erfolg im vor einem schnellen Wachstum. Weiteren auf Kundennähe, auf den Und Boni werden bei uns keine langjährigen Mitarbeitenden und auf ausbezahlt», sagt Marcel Melliger, Vor- einfachen und verständlichen Produksitzender der Bankleitung, im Inter- ten. (-ter.) view mit dem «Anzeiger». Zum Kern ................................................... der Sparcassa gehört das Hypothekar- > Interview auf Seite 7

Zwei unbekannte Männer haben am Dienstagabend ein Verkaufsgeschäft in Birmensdorf überfallen und Bargeld in der Höhe von knapp 3000 Franken erbeutet. Zwei Verdächtige wurden durchdie Kommunalpolizei Affoltern festgenommen. Verletzt wurde niemand. Kurz vor 22.30 Uhr betrat ein Mann einen Laden und bedrohte die beiden anwesenden Verkäuferinnen mit einer Faustfeuerwaffe, während ein zweiter Unbekannter vor dem Shop wartete. Unter Vorhalten der Waffe forderte der Räuber Bargeld aus den beiden Registrierkassen. Die Angestellten händigten ihm daraufhin das geforderte Geld aus. Danach floh der Täter mit seinem Komplizen und einer Beute im Gesamtbetrag von knapp 3000 Franken. Sie flüchteten zu Fuss Richtung Industriestrasse. Kurz darauf ging der

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Generationenwechsel Tabea Maier und Alain Schwald aus Wettswil im Kantonalvorstand der Jungfreisinnigen. > Seite 13

Areal der Stadt Zürich für Alterswohnsiedlung in Wettswil? Die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich ist bereit, ein Grundstück an der Poststrasse in Wettswil einem gemeinnützigen Bauträger im Baurecht abzugeben. Dies würde die Möglichkeit schaffen, auf dem Areal eine Alterswohnsiedlung zu realisieren. Sie entspricht einem dringenden Bedürfnis. Pläne zur Schaffung von Alterswohnraum scheiterten am ursprünglich vorgesehenen Standort «Bruggen» aus verschiedenen Gründen.

................................................... > Bericht auf Seite 3

WB-Trainer Dosch bleibt Der FC Wettswil-Bonstetten und sein Trainer Martin Dosch sind sich noch vor dem morgigen Rückrundenstart einig, die Zusammenarbeit fortzuführen. Die kommende Saison 2016/2017 wird für den 46-Jährigen die bereits zehnte bei den Ämtlern sein. Dosch führte WB von der 2. Liga regio bis an die Spitze der 1. Liga. (kakö)

................................................... > Bericht auf Seite 25 anzeigen

Notruf bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich ein. Sofort wurde eine Nahbereichsfahndung mit mehreren Polizeipatrouillen eingeleitet. Im Zuge dieser Fahndung konnten durch zwei Polizisten der Kommunalpolizei Affoltern am Albis zwei verdächtige Personen aufgespürt werden. Nach kurzem Widerstand der beiden wurden diese festgenommen. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass es sich um die zwei Täter handelte, welche kurz zuvor den Shop überfallen hatten. Bei den Verhafteten handelt es sich um den 26-jährigen Haupttäter sowie einen 25-jährigen Mittäter aus Bosnien und Herzegowina, beide mit Schweizer Aufenthaltsbewilligungen. Ob die Delinquenten für weitere gleich gelagerte Raubüberfälle in der Region infrage kommen, wird durch die Kantonspolizei Zürich sowie die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis untersucht. (pd.)

Jetzt beginnt der Schulhausbau Im Mai 2015 sagten die Stimmberechtigten Ja. Jetzt erfolgt in Wettswil der Neubau eines Schulhauses – mit Hort, Kindergarten, Bibliothek und Mehrzwecksaal. Ab 7. März wird die Baustelle eingerichtet, am 14. März beginnen die Aushubarbeiten.

Mit Sicherheitsmassnahmen sollen während der Bauzeit Unfälle vermieden werden. Ein Zaun beispielsweise soll verhindern, dass sich Schüler in Gefahrenzonen begeben. ................................................... > Bericht auf Seite 11

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