Gewerbe/Dienstleistungen
Keiner tut etwas
Zweimal Durchbruch
Buch-Tipp: Karen Duve schreibt über eine Menschheit, die sich selbst abschafft. > Seite 11
Bilder von Willy Winzenried sowie Steinskulpturen im Kloster Kappel. > Seite 14
Dienstag, 17. Februar 2015
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Ein Höhenflug Freeski: Luca Schuler meldet sich im französischen Val d’Isère eindrücklich zurück. > Seite 15
«Made in Säuliamt» wird zur Marke Mit dem Verein Ämtlerchorb ist die gemeinsame Vermarktung von Produkten aus dem Knonauer Amt möglich Am vergangenen Mittwoch wurde in Aeugst der Verein Ämtlerchorb gegründet. Das Ziel der Initiantinnen ist die gemeinsame Vermarktung von Säuliämter Produkten. Die Standortförderung unterstützt das Projekt und sieht Potenzial für eine starke Marke Säuliamt – die über den Bereich Lebensmittel hinaus ausstrahlen könnte.
Oberland sei durch organisches Wachstum eine starke Marke entstanden, «Züri Natürli». «Nach diesem Vorbild könnte sicher auch hier etwas aufgebaut werden», gab sich Marcel R. Streiff optimistisch.
Regionale Vermarktung kann über Lebensmittel hinausgehen
................................................... von salomon schneider Die Idee des Vereins Ämtlerchorb sei so einfach wie sinnvoll, erklärte Gründungspräsidentin Ruth Bieri an der Gründungsversammlung in Augst: «Im Säuliamt gibt es viele Hofläden, viele davon bieten nur wenige Produkte an. Wir wollen die verschiedenen Läden und verschiedenen Produkte zusammenführen.» Die Initiantinnen haben lange überlegt, ob sie einen eigenen Laden aufmachen, Gestelle in bestehenden Verkaufsgeschäften mieten oder durch gezielte Auftritte an Veranstaltungen zuerst einmal auf sich aufmerksam machen sollten. Schlussendlich entschieden sie sich für letzteres, da sie auch in den eigenen landwirtschaftlichen Betrieben selber stark gefordert sind.
Christa Winzeler und Ruth Bieri und Standortförderer Marcel R. Streiff präsentieren Produkte des Ämtlerchorbs. (Bild sals) Regional-Branding wird bereits erfolgreich praktiziert Vor der Vereinsgründung nahmen die Initiantinnen auch mit dem Standortförderer Marcel R. Streiff Kontakt auf. Dieser freut sich über die Initiative und sieht grosses Potenzial: «2009
wurde bereits ein Anlauf zu einem ähnlichen Projekt genommen. Es war angedacht, mit dem Schmetterling der Standortförderung Säuliämtler Produkte zu kennzeichnen und damit eine Marke ‹hergestellt im Säuliamt› zu kreieren. Das Projekt von 2009 könnte übernommen und mit dem
Projekt Ämtlerchorb zusammengeführt werden.» Die Standortförderung sei gerne bereit, Anschubhilfe zu leisten und beim Aufbau einer starken Marke zu helfen. Die Produktpalette der Hofläden im Säuliamt sei sehr breit und qualitativ hochwertig. Im Zürcher
Bei der regionalen Vermarktung könnte die Standortförderung eine koordinative Rolle spielen. Damit das Projekt eine reale Wachstumschance hat, braucht es aber zahlreiche Akteure, die sich zu einer Vereinigung zusammenschliessen, wie der Verein Ämtlerchorb. Holz könnte genauso gekennzeichnet werden wie Nahrungsmittel. Zudem wäre auch eine Tourismusförderung in diesem Sinne denkbar. Denn für einen grossen Teil der Stadtzürcher wäre das Säuliamt ein einfach zu erreichendes Naherholungsgebiet. Das Knonauer Amt ist, obwohl eine Wachstumsregion, immer noch einer der am wenigsten dicht besiedelten Bezirke des Kantons – mit rund 400 Einwohnern pro Quadratkilometer. Durch eine gezielte Markenstrategie kann zudem die Konkurrenz unter den verschiedenen Herstellern und Anbietern verringert werden, wenn damit überregional neue Kunden gewonnen werden oder Kunden ins Säuliamt gelockt werden können.
Start mit Qi Gong im Tessin
Spanische Weine: das Interesse nimmt stetig zu
Wanderprogramm von Susanna Bareth
Mü’s Vinothek in Affoltern lädt zur Verkostung
Susanna Bareth startet an Ostern ihr Wanderprogramm im Tessin. Die Wanderung «Drei Kulthügel» ist für Ostern geplant. Die Wandergruppe ist auf
Das Interesse der Weinliebhaber an Neuheiten hochwertiger Weine aus Spanien ist stetig am Wachsen. Aktuelle Trends im spanischen Weinbau und Neuentdeckungen zeigt Mü’s Vinothek eindrücklich am kommenden Wochenende. Erstmals besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum gewohnten Freitag und Samstag, auch am Donnerstagabend die Weine zu verkosten. Ribera del Duero: Als Highlight darf sicher die erstmalige Präsentation des kapitalen Ribera del Duero «F» 2004 der Bodegas Avelino Vegas bezeichnet werden. Ein grandioses Beispiel, das den besonderen Charakter und Stellenwert der Ribera del Duero Weine widerspiegelt. Weinmacher José Manuel Corrales ist hier ein Meisterstück gelungen.
dem geschichtsträchtigen Monte Verità im Casa Gioja stationiert. Der Monte Verità war anfangs zwanzigstes Jahrhundert ein Ort für Aussteiger, Veganer und Künstler gewesen. Heute ist es weitgehend ein Schulungsort von der ETH in Zürich. Dieser Ort mitten im Wald hat aber immer noch eine besondere Ambiance. Wenn es regnet, bleibt die Wandergruppe an zwei Morgen im Casa Gioja mit Qi Gong, Bewegung und Meditation. Auch wird mit einem Feuer an dem keltischen Kraftort namens Valle del Silenzio Ostern gefeiert. (pd.) Infos und Wanderungen unter kraftorte-tessin.ch. Anmeldung bis Ende Februar bei Susanna Bareth,
Susanna Bareth. (Bild zvg.)
Telefon 044 760 17 07.
Majestätisch alte Rebstöcke Rioja: 100-jährige Tempranillo-Rebstöcke sind sehr selten geworden. Der 2008-er «Conde de Hervias» wird ausschliesslich aus Trauben so alter Weinstöcke gewonnen. Sein Pendant, der «Torre Conde Hervias» 2010, stammt zum grossen Teil ebenfalls von majestätisch alten Rebstöcken. Ein Rioja-Erlebnis der besonderen Art.
Weinmacher José Manuel Corrales, Bodegas Avelino Vegas. (Bild zvg.) Dazu kommen Weine aus den Regionen Cariñena, Costers del Segre, Jumilla, Somontano und der Dominio Valdepusa. Fazit: Es bietet sich Einblick in die spanische Weinvielfalt – und das ohne lange Anreise.
Spanien-Event am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Februar, 18 bis 20 Uhr sowie Samstag, 21. Februar, 10 bis 15 Uhr in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Tel. 044 776 31 15. Infos und Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.